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  • Wissenschaftsphilosophie und Geometrie

    Wilhelm Bauer2022Mathematikca. 25.700 Wörter · ca. 105 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Der Text beginnt mit einer Reihe von Anmerkungen zur Logik: Bauer ordnet die logischen Zeichen seinen Grundgrößen zu – den Allquantor dem potentiell Unendlichen, das „es gibt“ dem E, die Junktoren den Richtungen Rz und Rw, die Negation dem Rw – und bespricht Prädikatenlogik, Aussagenlogik, Modallogik, mehrwertige Logik und Typentheorie. Der größere zweite Teil gilt der Geometrie: Euklid und Hilbert, affine und projektive Abbildungen, Koordinatensysteme und Vektoren, Kongruenz und Symmetrie, Winkel, Kegelschnitte, nichteuklidische Geometrien und Topologie. Die Leitthese: Raum und Geometrie beruhen auf dem Verhältnis der zusammenhaltenden (Rz) und der trennenden Richtung (Rw); Punkt und Gerade sind die naturfernen Extreme, an denen die Mathematik ihre Idealisierungen festmacht.

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    Verzeichnis der Abkürzungen und die wissenschaftsphilosophische Bedeutung dieser Grundgrößen

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der Kräfte

    5Sz – kohäsive Kraft, so in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft, so im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z – Sz/Rz, wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw, die Trennung der beiden unendlichen als zweitmögliche Art von „Relation“.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Die Endlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, sich nun durch diese Kohäsion gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13Jetzt werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen mit ihren Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das „quantenmechanische Prinzip“, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer weiter, weil es vor aller endlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache dafür ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge davon wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Es ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, sie liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Das ist obendrein der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation gegenüber den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben. Man kann sagen, dass die „E und die „I“, ebenso die „G“ zu den „N“ einander maximal entgegengesetzt sind, sich im menschlichen Denken in jeder Hinsicht ausschließen.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat.

    22„Ii“ – individuelle Ziele, Willen, Interessen. Ei ist der individuelle Wissens- und Könnensstand. Die Ik/Ek, Ig/Eg und Iw/Ew sind analog die Ziele und das Wissen der Kollektive, Gesellschaften und der Weltgemeinschaft.

    23Solche Symmetrie in der „Gesamtrealität“ beruht darauf, dass es wie bei Sw, Rw, Sz, Rz auch hier als Basis nur jene vier geistigen Grundgrößen E, G, I, N geben kann.

    24Die jeweils vier physikalischen und vier geistigen Grundgrößen können nach der QM-Ordnung einzeln isoliert sein (durch Rw- und N-Selbstanwendung),so „I- -E“ oder jedes kann mit jedem relationieren (Rz, G), so „I/E“. Oder es kann beides zugleich geschehen (Rz/Rw, N/G). Letzteres ist der Einstieg in die weitere Entwicklung, zum Beispiel in die Phase, Wissenschaft der Begriffe und der Sprache.

    25Abstrakter gesehen geht es beides mal um den Übergang von der Unendlichkeit der isolierten Vier – den physikalischen und den geistigen – zu den neuen endlichen Einheiten. Mit dieser „erweiterten QM-Ordnung“ beginnt jener Teil der „allgemeinen Entwicklung“ der „Realität“, der als „geistiger“, „kultureller“ oder ähnlich bezeichnet wird.

    26Jene „Realität“ ist die in sich dynamische, alle Einzeldetails durch Wechselwirkung erzeugende Einheit, welche auf der „gleichzeitigen“ Wechselbeziehung der acht Grundgrößen beruht.

    27Jedes einzelne Detail in allen Praxen und Wissenschaften enthält diese acht Grundgrößen, wenn auch in durch das Entwicklungsniveau bedingter ungleichgewichtiger Weise. Die Phase und die Wissenschaften der menschlichen Subjektivität ist ein Beispiel dafür.

    Zunächst einige wissenschaftsphilosophische Anmerkungen:

    281) „Logische Symbole“ und ihre wp Basis:

    29„Quantoren“: „Alle“ → potenziell unendlich; „Eins“ („es gibt“) → E

    30„Junktoren“ „und“ → Rz (Rz selbst) + Rw; „oder“ → Rz (Rz selbst) vs. Rw.

    31G auch als Wechselwirkung, als Rz.

    32„N“, die Negation, das Nichts haben ihre Eigenschaften von Rw.

    33„Technische Zeichen“ sind wp die allgemeine Wechselwirkung hier mit der Alltagssprache.

    34„Variablensymbole“ sind E-Varianten (bezogen auf alle Phasen, Details),deren Dynamik ist nur die der→ Entwicklung.

    353) Meta-Ebene (→ Entwicklung) als Wechselwirkung zwischen obigen „Konstanten“-Symbolen, „Funktions-Symbolen“, „Relations-Symbolen“ („I/E).

    36„Potenziell unendlich“ ist als „Menge“ eine Variante von „Endlichkeit“.

    37„Zeichenketten“, die wir von „2.QM-Option“ her als unendlich Rz-zusammenhängend sehen; sowie als durch Rz/Rw gestaltete Entwicklungsstufen.

    38Zum Beispiel sind die „Zeichen“ „Variable“ oder „Konstanten“ oder „Funktionssymbole“; die „Kettenbildung“ funktioniert nur, weil jene Zeichen und die Relationierungen die gleichen „Grundeigenschaften“, nämlich Rz, G und Rw, N, haben.

    39Die Rz, Rw, N, G (und die I-Eigenschaften beider R-Varianten) sind zugleich „Symbole“ (also „E“) wie auch Ursache für Relationen.

    40Die weitere Relationsbildung, so als „atomare Ausdrücke“. Sowie weiterhin als „zusammengesetzte Ausdrücke“.

    41Mit solcher Selbstanwendung eröffnet sich die Erzeugung aller Entitäten und Prozesse, welche zusammen als „Endlichkeit“ gelten; (E3).

    42Die „zusammengesetzten Ausdrücke“ kommen durch die wp Grundrelationen zustande: So zum Beispiel in

    43aus a wird „nicht a“, also N (und das von Rw her)

    44„a und b“, also: „und“ von Rz, G her als Rw-Erweiterung

    45„a oder b“: „oder“ ist eine N/G (Rw/Rz)-Relation, bei der „beide“ als existent, Rz, gedacht werden, aber zugleich als „getrennte, verschiedene“.

    46„a → b“ nutzt „G“, Rz als Übergang;

    47„a ⟷ b“, die „Wechselwirkung“, die ebenfalls auf „Eigenschaften“ der Rz, G und Rw, N beruht.

    48Weder den Zeichen, noch deren Zeichenketten sind hier in der „Syntax“ irgendwelche Bedeutungsinhalte zugeordnet.

    49Man kann nun versuchen, eine „Sprache“ zu finden, um mit deren Semantik mathematischen Strukturen besser „verstehen“ zu können.

    50Tatsächlich ist das „unvermeidlich“; und wenn man syntaktische Ausdrücke „denkt“, z.B. als „und“, dann ist man immer schon zum einen auf semantischer Seite und zum anderen zeigt sich dabei, dass man bereits die „Prädikatenlogik 1. Stufe“ verlässt und zur „Prädikatenlogik 2. Stufe“ tendiert.

    51Hier geht es – abstrakter gesehen – wieder um die drei QM-Möglichkeiten: Die der Trennung (Rw-Funktion) der z, Rz, Rw und N, G und I-E von den z/w, Rw/Rz, N/G, I/E (das durch Rz + G). Zum anderen geht es um die QM-Einheit aus der Rz-, G-Verbundenheit.

    52Damit ist man aber schon in der Theorie der „Prädikatenlogik der 2. Stufe“ angekommen.

    53Übrigens, die WP zeigt, dass die der „1. Stufe“ „nur“ ein Spezialfall (der der Rw-Trennung) der „2. Stufe“ ist.

    54In dieser Syntax haben die Begriffe keine „Bedeutungsinhalte“, aber wp gilt, dass eine wirkliche Abtrennung von „Inhalten“ für die Konkretisierungen jeder Art im Denken und/oder in der Umgangssprache nicht möglich ist; die QM verhindert das.

    55Ein Ausweg ist es, wenn man hier eine „Semantik“ hat, welche die „Sprache der Mathematik“ hinzuzieht, und jene syntaktischen Existenzen und Prozesse auf mathematische Weise verdeutlicht.

    56Prinzipiell gilt wp, dass durch die „allgemeine Wechselwirkung“ die Prädikatenlogik mit jeder Phase wechselwirkt.

    57Diese mathematischen Eigenschaften (Strukturen, Interpretationen, Modelle, Folgerungen, Sequenzkalküle und Erfüllbarkeit, Kompaktheit, etc.) werden von uns ebenfalls auf die Eigenschaften der WP reduziert; das geschieht von uns an anderer Stelle.

    58Vom Satz von Henkin und Löwenstein-Skolem kann man einen Übergang, eine Entwicklung von der Prädikatenlogik erster Stufe zu der der zweiten Stufe andeuten. Es geht dabei darum, von einer „höchstens abzählbaren Menge von Ausdrücken der Sprache“ ein „unendliches Modell“, also „Überabzählbares“ zu finden – und beides wp systematisch zu verbinden.

    59Weitere Ausführungen zur Prädikatenlogik 1. Stufe zeigen wir an anderer Stelle.

    60Prädikatenlogik zweiter Stufe:

    61Die „Symbole“ der Prädikatenlogik zweiter Stufe sind als „logische Symbole“ „Quantoren“, welche die Eins-Existenz und die Existenz als „Alle“ meint. Wp ist diese endliche „Anzahl“-Vorstellung also 0, 1, alle.

    62Die WP geht davon aus, eine umfassende Verallgemeinerung zu liefern. ES zeigt sich hier, dass die Prädikatenlogik zweiter Stufe jene der „ersten Stufe“ umfasst und vor allem diese begründet. In der „1. Stufe“ werden „nur“ bestimmte wichtige Sätze begründet. Die 2. Stufe hat dann die Möglichkeit, über alle Relationen zu quantifizieren. Allgemein kann man sagen, die 1. Stufe fundiert die klassische Logik und das „rationale Denken“.Wie in der „1. Stufe“ geht die WP von der traditionellen „Einteilung“ (→ „allgemeine Entwicklung“) in Symbole und Terme aus. WP kommt in der „allgemeinen Entwicklung“ von den unendlich freien z, Rz und w, Rw sowie aus deren Selbstanwendung die z/w, N/G.

    63„E“ entsteht aus z/w, Rz/Rw und „I“ entwickelt sich aus beiden unendlich freien R, also aus Rz und Rw. Das isolierte Rz wird zu „G“ und das Rw wird zu „N“.

    64Wie zeigt sich das in einer modernen Logik? Formal als Übergangsfelder der „Getrennten“ zu den „Vereinten“.

    65Hier auch als der Übergang von der Syntax zur Semantik.

    66Semantik erfasst alle endlichen Phasen, z.B. die Phase der „Subjektivität“; es zeigt sich in diesen Phasen die Wirkung der „I“-Seite; im Subjekt z.B.auch als „Emotionalität“ oder als die „Intuition“.

    67Die Syntax betrifft die Logik (N-G) und die Mathematik (R). So dass wp gesehen, die absolute Trennung von „I“, R, N, G, E nicht möglich ist.

    68Dies zeigt sich z.B. darin, dass es immer mal wieder Versuche gab, die Logik und/oder die Mathematik subjektiv-intuitionistisch zu „verstehen“ (K. Brouwer z.B.).

    69In der „allgemeinen Entwicklung“ und speziell geistesgeschichtlich geht es hier um die Entwicklung und Wechselbezüge der „Sprachen“.

    70Die WP unterscheidet (Rw, N) „Sprachen-Arten“: Alltagssprachen – je national – die Sprache der Mathematik, die der Logik, die Sprachen der Einzelwissenschaften und die der philosophischen Disziplinen, sowie die ebenfalls internationale Zeichensprache mit ihren Bildern u.ä.

    71Wp hängen diese Sprachen wiederum zusammen, als gemeinsame „allgemeine Entwicklung“, formal durch G, Rz.

    72Beispiele für die wp Erfassung wichtiger Symbole und Begriffe der modernen Logik sind die „Junktoren“, die wir auf Rz, Rw und von diesen auf G, N – also auf die beiden Pole der „ersten Physik“ und des „Objektiven Geistes“ (OG) reduzieren; wobei stets die endlichen Phasen, hier das denkende, handelnde Subjekt sowie die gesellschaftlichen Phasen vermittelnd wirken. So die „Konjunktion“, „Symbol“ „∧“, umgangssprachlich als „und“, physikalisch-mathematisch als Rz, wp und logisch: G.

    73Die „Negation“: Symbol „-“, umgangssprachlich: „nicht“; physikalisch: Rw. Das wp „oder“ ist eine erste, einfachste „Relation“: „Rz-Rw“, und Rz feststellend davon „N-G“.

    74Es „gibt“ die zwei Entitäten G, Rz, sie „existieren“. Bei der Auswahl („oder“) zischen „Existenz“ und Negation (Rw, N) muss als .„Rw-Rz“, „N-G“ einer der beiden bestimmt werden (->Ii).

    75Der „Konditional-Junktor“: Umgangssprachlich, „wenn B dann A“, bzw. „B impliziert A“, ist wp der unendliche Übergang von z zu w, von Rz zu Rw, von G zu N, von I zu E.

    76Der „bikonditionale“ Junktor sind („A genau dann, wenn B“) die „wechselweisen“: z/w, Rz/Rw, N/G, I/E, welche End- und Höhefunktionen der „allgemeinen Entwicklung“ sind.

    77Die Aussagen- oder Junktorenlogik und die Prädikatenlogik, Quantorenlogik führen von den isolierten unendlichen OG zu den Relationen der vier OG-Elemente (I/E zu N/G etc.) zu allen weiteren Kombinationen, also zur Begrifflichkeit, zu den Sätzen etc.

    78Hier in der modernen Logik z.B. als die bezeichnenden Symbole: „Prädikatenausdrücke („… ist groß“); Eigennamen, Platzhalter für Eigennamen („für alle …“), Allquantor: („für alle X ist A wahr von x), Existenzquantor („es gibt ein …“) Kopula: „ist Element von, hat die Eigenschaft“, gilt geistes- und philosophie-geschichtlich der wp Übergang; auch die Entwicklung und Wechselwirkung von und zu den Umgangs-Sprachen ist wp zu verstehen. So der Übergang von Satzgliedern wie Verben, Prädikationen, Satz-Aussagen, Bilder zu „Zeichen“, „Zahlen“ (z.B.), als Kopula, Existenzquantor („zu“), welche einzelwissenschaftlich, theoretisch je spezielle „Namen“ erhalten und derart ein mögliches globales Verständnis, „Ew“, jenseits der nationalen Sprachen, eröffnen.

    79Das wird wp weiter auf die OG-Elemente – und schließlich auf Sz, Sw, Rz, Rw reduziert; die Kopula, Prädikatenausdrücke haben, ihre Entwicklung von Rz bis G und Rw bis N; und auch „S“ wird „E“ als All-, Existenzquantor, Eigennamen u.ä.

    80Die von Wittgenstein, Ramsey, Carnap, Gödel, Quine u.a. entwickelten „Wahrheitstafeln“ und Syllogismen werden wp auf N, G (N-G, N/G) reduziert. Deren Eigenschaften sind nur „verstehbar“ zu machen, wenn man die sie fundierenden Rz, Rw und vor allem das doppel-unendliche Übergangsfeld „Rz/Rw zu Rz-Rw“ analysiert, die „Wechselwirkung“, QM („Quantenmechanik“), die „allgemeine Entwicklung“ und Sw → Sz → Sw → etc. zeigt zum Beispiel auch, dass in jener Wechselbeziehung (Ww) aller Phasen stets das denkende, erinnernde Subjekt Einfluss hat:

    81Der modus ponens: Wenn aus A → B, also aus A folgt B, und A existiert, dann existiert auch B. Das dieses denkende menschliche Subjekt nutzt dabei die rationale Basis: N-G, E als aktuale Unendlichkeiten. A, B sind dabei E-Existenzen von aktualer Unendlichkeit. Aber das ist nicht hinreichend.

    82Der gedachte Übergang „→“, „folgt“ geht über jene aktualen Unendlichkeiten hinaus; wp gilt „z-w zu z/w“, d.h. Endlichkeit ist (abstrakt gesehen) die Meta-Ebene aus der Relation zwischen aktual Unendlichem (->Rw) und Endlichem (->Rz).

    83Auch im hypothetischen Syllogismus („Wahrheitstafeln“) geht es um das Verhältnis von aktual Unendlichen (Existenzen, die sich unendlich auf sich beziehen (Rz) und von anderen unendlich getrennt (Rw) sind; z.B. „wahr“ vs. „falsch“.

    84Und, aber „zugleich“, die Zusammenhänge, welche eigentlich doppelt unendliche dynamische Entwicklungen sind, die aber traditionell „rational“ abschließend oder vollständig nicht mit erfasst werden können.

    85Wenn man das als N, G fasst, dann ist der wp Ausweg im Denken, als Analysieren die umfassende Einheit „N-G zu N/G“.

    86Kurz zusammengefasst, die objektiven Entwicklungen der „modernen Logik“ werden in der „allgemeinen Entwicklung“ der WP als spezielle Phasen aufgefasst, welche die Eigenschaften des S/R-Pols mit denen des OG-Pols verbinden.

    87Dazu gehört z.B. die QM-Ordnung, welche die aktual unendlichen Trennungen (Rw, N) mit den aktual unendlichen Kohäsionen (Rz, G) relationieren und diese drei „QM-Möglichkeiten“ werden in der speziellen Phase der Subjektivität, im menschlichen Denken, anwendbar auf alle anderen Phasen.

    88Als „moderne Logik“ werden, als eigene Phase, diese drei QM- Möglichkeiten (von S,R her …) besonders dargestellt; – obwohl sie bis ins Alltagsdenken reichen und deshalb auch alltagssprachlich unterschiedlich benannt sind.

    89Die Logik hat zwei Arten von „Kalkülen“, das sind 1) die Varianten der unendlich engen Sz, Rz, G, z; als „Symbole“, „Sätze“, „Konstanten“, „Individuenvariablen“; und auch die „Konsistenz“ von Theorien, formaler Schlüsse und Interpretationen werden von G, Rz her bestimmt.

    90Im OG hat das G, und auch E, jene Doppelfunktion (Selbstbezug, Fremdbezug → „=“).

    91Die abstrakt durch „potentielle Unendlichkeit“ begründete Eigenschaft nutzt z, Rz, G als unendlichen Selbstbezug aller endlichen Entitäten (->E3) und zugleich als Bezug alles Endlichen, in Wechselbezügen; z.B. als „Aussagen“ und als „Junktoren“.

    92Wo bleibt w, Rw, N?

    93In „z/w“; für die Kombination z.B. von Symbolen und auch von „Regeln“; dabei stellt „z“ (Rz, G) „fest“, dass es diese Symbole „gibt“, welche durch die Kombination, Relation erzeugt wird; die Rw, N vertreten beiderlei Unterscheidung: Die der jeweilig Kombinierten und die der alten und der neu erzeugten Einheit.

    94Grundlegend ist auch hier QM; als die freien unendlichen z, w, hier die „Variablen“ – z.B. auch als Sätze, Aussagen, Konstanten, Einzelgegenstände – sowie deren „Eigenschaft“ sich zu verbinden („z/w“).

    95ln der „Quantorenlogik“, „Prädikatenkalkül“, z.B. als System von Individuen (z, w).

    96In der Mathematik, ähnlich in der Logik, die Kalküle, „Funktionen“ („Addition, Subtraktion, Gleichsetzung, „=“).

    97Mit dieser Kombination/Relation wird das Entwicklungs-Niveau von QM „z-w zu z/w“ erreicht – und damit die „Endlichkeit“ (als „potentielle Unendlichkeit“) fundiert; in der Logik z.B. als „das Erreichen gültiger Schlüsse“.

    98Mit diesem „Erreichen“ – in der „allgemeinen Entwicklung“ – des traditionell philosophisch „Seienden“ ist die „Anwendung“ dieser modernen Logik (sowie der Mathematik im „Alltäglichen“) in den „Techniken“ – d.h. allgemein im subjektiven Handeln – fundierbar; z.B. in der Elektronik, am Computer.

    99Kurz, die „Variablen“ sind wp „Konstanten“ u.ä., auch stehen sie für „Dinge“, wp geht es um alle unendlich Rw-getrennten und zugleich Rz, G-selbstbezogenen Einheiten; vor allem für die acht Basisgrößen, aber eben auch für jede „isolierte Entität“, jedes selbstbezogenes Detail.

    100Die QM- Rw und N sind die Trennungsfunktionen.

    101Diese und vor allem die acht Grundgrößen können als potentielle Unendlichkeit und Endlichkeit miteinander relationieren, Rz und G sind dafür verantwortlich. Es ist das das Kalkül der „Junktorenlogik“, in der endlichen „modernen Logik“; das Kalkül der „Junktorenlogik“, z.B. als „Verknüpfungen“ von Variablen und Aussagen oder Sätzen; auch als neue Konstanten, die nun komplexer Art sind.

    102Diese so gewonnenen neuen, entwickelten relationierten Gebilde sind in der modernen Logik das Prädikatenkalkül, die Quantorenlogik; ihre „Höherentwicklung“ zeigt sich als Prädikation, z.B. als „Sinn“ der Symbole (Variable oder Konstanten) oder als „Sinn“ von Sätzen (welche zugleich als neue Einheit auch „E“ als Existenzform haben).

    103Die „Junktoren“ (im Begrifflichen N, G, I, aus R) sind dann neue E, die alten E‘ dienen als jene Konstanten; beides zusammen, das „Alte“ und das sich dynamisch selbst erzeugende Neue haben die abstrakte Art der „potentiellen Unendlichkeit“ sowie die der „traditionellen Endlichkeit“ (bei Rz-Betonung).

    104Für die Phasen, hier für die der Sprachen, geht es in der „allgemeinen Entwicklung“ dann weiter. Hier also als „Syntax“, als „Beziehung der Sprachzeichen“.

    105Diese philosophischen Entwicklungsfortschritte als „moderne Logik“ ist ein Abschnitt in der „allgemeinen Entwicklung“ der WP.

    106Dabei ist der nächstliegende Entwicklungs-Schritt die Rz, Rw in die OG-Elemente überzuführen.

    107Aus den Rz und Rz/Rw-Gleichgewichten (->E) werden G und E und speziell in der Phase der Logik fundiert (Rz), diejenige „Verbindung“ der E („Variable“, Konstanten, Individuen und auch Einheiten wie „Aussagen“, „Sätze“, „Eigenschaften“) welche als „Junktorenlogik“ und „Quantorenlogik“ gedacht wird.

    108Der nächste Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ fußt darauf, z.B. als „Syntax“, welche die „Sprachzeichen“ „systematisch“ verbindet.

    109Das weiterhin entscheidend Neue dabei ist, dass vom OG nicht nur die traditionellen N-G-E (von Rw-Rz-Rz/Rw) genutzt werden, sondern zusätzlich die „I“, welche die beiden getrennten „Rz vs. Rw“ zur Basis haben.

    110Die Entwicklung geht weiter: N/G zu I/E bzw. „Rw/Rz zu Rz-Rw/Rz/Rw“; etc.: Als unbeschränkt vielfältige Kombinationen.

    111Die „Aussagenlogik“ ist dann jener wp Fortschritt, der sich mit sprachlichen „Sätzen“, auch mit beliebig komplexen Sätzen beschäftigt.

    112Die „Semantik“ (als Phase) vereint dann z.B. jene kohäsiven Komplexe (Rz) mit N-, Rw-bestimmten ganz einfachen „Aussagen“.

    113So wird „G“ eingesetzt als „Wahrheit“ (und auch für „Tautologien“) und „N“ als „Falschheit“ einer Aussage; und zugleich haben beide (N/Rw, G/Rz) von R her die Funktion, solche Aussagen als „I-Wertungen“ zu gebrauchen.

    114Ein Grundbegriff für die Aussagenlogik ist die „Tautologie“; wp geht es bei dieser um Rz, G, und zwar in zweierlei Hinsicht, Rz als aktual unendliche Selbstbeziehung (von Rz selbst) und als „G“, aber prinzipiell ist es der unendliche Selbstbezug aller Grundgrößen (S, R, OG) sowie auch aller einzelnen Entitäten.

    115Dazu gehört auch hier „N“, es ist auch unendlich auf sich bezogen, sich „negierend“(?) Dann gilt aber daher auch, dass „N-G“ diese Eigenschaft hat.

    116Was sich hier nun in der Aussagenlogik, ihrer „Tautologie“, so zeigen lässt: Die Tautologie besteht aus einem Satz, der „immer wahr“ ist, weil (von „N-G“ her:) (G sei „a“ und damit ist „a“ „wahr“; und „a ist falsch“, dann ist „N“ „-a“ wahr; und der Satz „a oder -a“ als „Aussage“: „wahr“.

    117Die Begründung ist durch Rz und Rw (beide getrennt) gegeben; dies beruht auf Sw, Sz.

    118Und damit beruhen alle Tautologien der „logisch wahren Sätze“ auf Sz/Rz, Sw/Rw.

    119Daraus entstehen „höher entwickelte“ neue und wichtige „Tautologien“ als „logisch wahre Sätze“; zum Beispiel die „Abtrennungsregel“ (modus ponens) oder auch „das Gesetz der doppelten Negation“ u.a.

    120So wie hier aus Kombination (→ Rz, G) einfacher Basisgrößen, die Unendlichkeits-Charakter haben, neue „endliche“ entstehen, ist das auch in der nun „natürlichen Sprache“, in der „Prädikatenlogik“; bei ihr werden „unendlich begründete“ „Eigenschaften“ als Prädikate den Basisgrößen zugeordnet; als „Eigennamen“ oder Eigenschaftskonstanten oder „Individuenvariablen“ relationiert, also zu „endlichen“ Aussagen gemacht/entwickelt.

    121Bei solcher Variante der „allgemeinen Entwicklung“ werden die „logischen Bestimmtheiten“, welche durch den Unendlichkeits-Charakter gewonnen werden, im Endlichen „erhalten“.

    122Die wp-Basis zeigt sich sowohl im „Allquantor“ („alle“, „jedes“) und im „Existenzquantor“ („es gibt ein“ …).

    123Die „Quantoren“ analysieren wir genauer.

    124Die „z“ (und Rz, Sz) sind „Etwas“ (E), aber zugleich sind sie (im „endlichen Sinne“) „Nichts“ (N), und zwar als „unendliche Kleine“.

    125Die „w“ (Sw, Rw) sind auch „Etwas“ (E) und zugleich „Nichts“ (N), aber als „unendlich große“.

    126In der ontologischen Entwicklungsreihe sind beide „Eo“.

    127Die Wechselbeziehung beider, „z/w“ erzeugen (und „sind“, „existieren“) als das „Endliche“ (E3); (abstrakt: „potentielle Unendlichkeit“ als Existierendes).

    128Die „Endlichkeit“ hat jene „Quantoren“ als „Konkretisierungen“ jener Eo.

    129Der Allquantor versucht im Endlichen (und im potentiell Unendlichen) eine spezifische subjektive Vorstellung zu vermitteln. Das gelingt dem menschlichen Denken, auch den Emotionen; bei „z“ leichter als bei „w“. Denn der „Existenzquantor“, der auf „z“ aufbaut, erscheint endlich-sprachlich; auch in der Sprache der Mathematik, unendlich selbstbezogen (Rz) zum Beispiel als die Zahl „Eins“.

    130Zu den „Beziehungen“ zwischen „Existenz- und Allquantor“: Sowohl der Existenzquantor, wie auch der Allquantor werden wp von den drei QM-Möglichkeiten beschreibbar: Der Existenzquantor „E“ (durch Rz, G unendlich auf sich bezogen) vertritt die unendlich abstrakten: Sz/Rz und G.

    131Die Sw/Rw und N ist die aktual unendliche Erweiterung, das „Streben in unbegrenzte Weite“; sowohl in der materiellen Entwicklung, wie im subjektiven Denken.

    132Die Vorstellung „alle“ kann nur im „potentiell Unendlichen“ Sinn machen, also im Endlichen. Aktuale Unendlichkeit kann nicht als „alle“ verstanden werden.

    133Die dritte QM-Möglichkeit ist die Rz-vereinigende Relationierung der beiden (Rz und Rw) unendlichen und abstrakten; als Rz/Rw, was die Endlichkeit, als „potentielle Unbegrenztheit“ konstituiert.

    134Das drückt sich z.B. im „Logischen Quadrat“ aus. Es gehört zur „potentiell unendlichen Endlichkeit“. Im „Logischen Quadrat“ sind „E“ als „es gibt Etwas“ und „Alle“ („jeweils begrenzt, aber immer weiter vermehrbar“) vereint.

    135Ausgeschlossen sind aktuale Unendlichkeiten wie Rw, N, auch Rz, G als Implikation und „Rz-Rw“ als Kontradiktion?

    136Was ist Rz/Rw im „Logischen Quadrat“? Als Beziehungen zwischen dem Existenz- und dem Allquantor. Diese drei QM-Möglichkeiten sind umgangssprachlich: Rz = „wahr“ (G), Rw = „falsch“ (N). Die dritte QM-Möglichkeiten sind die Meta-Relationen „Rz/Rw“ und Rz-Rw“ (als Selbst-Anwendungen).

    137Dann gibt es im Umgangsdenken die bekannten Möglichkeiten (QM): „entweder eines wahr oder beides falsch“ und „beides wahr oder eines wahr und eines falsch“.

    138Die Prädikatenlogik ist so erfolgreich, weil sie von der QM-Ordnung (physikalische Quantenmechanik) gestützt, fundiert wird. Die basisphysikalischen Sw, Sz und deren Relationen Rz, Rw sowie QM: Die „z-w zu z/w zu unendlich etc.-Einheit“; (z = Sz/Rz, w = Sw/Rw); fundieren aus der – begrifflich erfassten – Natur alle anderen Phasen.

    139„Rw“ fundiert jede „Trennung“ (und „Erweiterung“ sowie „Verneinung“).

    140„Rz“ fundiert jede „Vereinigung“, „Identitätserzeugung“, „Gleichheit“.

    141Die begriffliche Erfassung ist so vielfältig, weil sie in der „allgemeinen Entwicklung“ bereits höhere Grade der Freiheitsentstehung repräsentiert.

    142Die „Relationen“ der Prädikatenlogik“ werden wp durch die vier methodologischen Grundgrößen Rz, Rw, G, N erklärbar, fundierbar.

    143Zum Beispiel die „Reflexivität“, bei der sich eine Entität (Subjekt, Gegenstand, Begriff) auf sich selbst bezieht, wird durch Rz und G fundiert.

    144Die zweistelligen Relationen „a + b“ hat gleichfalls Rz (und Sz) zur Basis, sowie „G“. Aber jetzt nicht als „Selbstbezug“, sondern als „Fremdbezug“ (a, b sind prinzipiell hier erst mal unendlich Getrennte → Rw, N).

    145Diese Unterscheidung („fremd“, „selber“) wird wp erst mal grundlegend aufhebbar. Ähnlich ist es bei der „Symmetrie“ (a + b = b + a): Es geht auch hierbei um derartig grundlegende und einfache Relationen. Während die vierdimensional bewirkte Vorstellung (als Ort, Zeit) jene beiden (a + b, b + a) unterscheidet, auf der (zu Rw) die etwas höher entwickelten Meta-Relation beruht.

    146Analog gilt für Rw (→ N) die Subtraktion etc. Auch die Einheit Rz/Rw fundiert Neues, z.B. e-Dimensionales, durch „Entwicklung“.

    147Einerseits gibt es diese symmetrischen Relationen (a + b = b + a). Aber sobald sich aus Relationen „Endlichkeiten“ entwickelt haben (z.B. die 4-Dimensionalität „Rz zu zu Rw“), das heißt, die formale Basis alles Konkreten und aller Wissenschaften, auch die Umgangssprachen, dann sind auch „Asymmetrien“ möglich; hier z.B. „Ehefrau von …“ (denn die Umkehrung gilt nicht, während „Ehegatte“ symmetrisch ist).

    148Auch „Transitive Relationen“ (a < b < c, also a < c) sind deshalb möglich, solange man bei diesem Gedankengang nur die unendlich abstrakte Position der a, b, c berücksichtigt.

    149Das zeigt sich auch fundamental an der „Identität“, umgangssprachlich (a ist gleich b, a = b), wp ist es „G“ aus dem OG und Rz aus dem physikalischen „S/R-Pol“. Diese kognitive Identität ist nur durch Rz oder durch ihr Gegenteil Rw sowie durch andere OG-Elemente (E, N) „erklärbar“; erklärende umgangssprachliche Beispiele („sie sind dasselbe“ o.ä.) nutzen zwar die endlichen, potentiell unbegrenzt vielen Beispiele, als Wechselbezüge, lassen sich jedoch immer wieder auf „G“ reduzieren.

    150Die „maximal abstrakte Unendlichkeit“ von „G“ (ähnlich N,E) ist von „Rz“ fundiert. Das zeigt sich auch darin, dass anfänglich gilt „G = G“ (a = a) (dito E = E, N = N, Rw = Rw). Interessant ist, dass diese grundlegende aktuale Unendlichkeit im alltäglichen Sprachverstehen als „trivial“, als „selbst-verständlich“ gilt. Hier zeigt sich der Zusammenhang, Wechselwirkung, Übergang von aktualer Unendlichkeit und/zu der Endlichkeit; er ist für die WP wichtig.

    151Die wp Entwicklung hatte mit der „modernen Logik“ dieses Niveau erreicht, aber die WP ist mit ihrer „allgemeinen Entwicklung“ umfassender, d.h. hier zeigten sich deshalb philosophische Defizite, Unklarheiten, weil die notwendige Entwicklung anderer Phasen – sowie deren Wechselwirkung mit der Logik (N-G) – nicht beachtet wurde.

    152Das gilt z.B. für die Dialektik („N/G“) und für „N-G zu N/G“ (von z-w zu z/w).

    153Das gilt auch für das Problem der „Typentheorie“ (Russell, Whitehead).

    154Die mit „N-G zu N/G“ u.ä. beginnende Weiterentwicklung erzeugt komplexere und vielgestaltige Entitäten, Strukturen, Funktionen u.ä.

    155So auch die „Logik zweiter Ordnung“, „Prädikate zweiter Ordnung“, „Klassen“, „Klassen von Klassen“.

    156Das gilt für alle Phasen, speziell für alle Sprachen.

    157Diese sich bildenden „Klassen“ unterscheiden sich zunehmend; von Rw, N her. Zugleich aber gilt immer noch Rz, G: Als „Selbstbezug“ zum Beispiel Was hier als Klasse erscheint, die sich als Element enthält; während die beginnende Trennung (Rw, N) Klassen erzeugt, die sich nicht selbst als Element enthalten.

    158Es geht um den wp Zusammenhang von „Quantifizierung von Variablen“, also einerseits Mathematik und deren Rz,Rw-Eigenschaften und „Logik“, also N-G-E andererseits. Das ist Wp die Entwicklung: Rw → N, Rz → G, sowie „Rz/Rw → E“.

    159Wie ist das mit dem „Lambda-Kalkül“ in der „Kombinations-Logik“ zu verbinden? Die Ausdrücke des Lambda-Kalküls erscheinen in drei Kombinationen, welche die WP zeigt diese als grundlegende umgangssprachliche Ausdrücke – und damit als wp Grundgrößen:

    160Das sind die „Abstraktionen“, die wir durch Rz, G und/oder Rw, N erzeugen, und durch Abstraktion letztlich die acht aktual unendlichen Grundgrößen erreichen.

    161Zweitens geht es im Lambda-Kalkül um die „Variablen“; diese werden wp als endliche Größen in der z/w-Entwicklungsstufe der „potentiellen Unendlichkeit“ angesehen; sie sind „quantifizierbar“, entwickeln sich, sind raumzeitlich „dynamisch“ (Rz/Rw).

    162Und schließlich geht es im Lambda-Kalkül um die „Applikationen“; diese umgangssprachlich als „Anbringung“, „Befestigung“, „Benutzung“; auch

    163als „Handlung“ zu verstehende Kategorie wird wp als von Rz, G bestimmt angesehen, z.B. auch in „Handlung“ („I, N, G, E“).

    164Die weiteren Kombinationen sind Rz, G und „Rz/Rw zu N/G“.

    165Die „Identitätskombination“ ist „G“, als Basis der „Ontologie“ E.

    166Als „Modallogik“ tritt (vom OG her) zu den G,N und E noch „I“ hinzu.

    167Es geht dabei um den Einbezug der dritten QM-Phase („z-w zu z/w-Einheit) – und „inhaltlich“ ist das der Einbezug aller Phasen, hier speziell die der „Subjektivität“.

    168Bei Ausdrücken wie „möglich“, „notwendig“ wird das denkende und wollende Subjekt mit gedacht; z.B. auch als „Ei“, Vorwegnahme der Zukunft (was nur der Mensch kann) oder als „Intuition“(I/E), „Normativität“(Ik,g).

    169Indem von den Dualitäten („z-w“ und „z-w vs. z/w“) zur Meta-Einheit der dritten QM-Phase („z-w zu z/w“) übergegangen wird, kann die „Logik“ mehr als nur zwei „Werte“ („wahr“, „falsch“) haben.

    170Diese „mehrwertige Logik“ wird alltagssprachlich z.B. als „unbestimmt“ gefasst.

    171Prinzipiell wird mit diesem Übergang („Entwicklung“) von den unendlichen „Rw“ (in „z-w“) und unendlichen Rz (in „z/w“) zur dritten QM-Möglichkeit entwickelt. Und Aussagenkalküle mit beliebiger Anzahl von Werten sind denkbar; das ist eine Variante der „potentiellen Unbegrenztheit“.

    172Geometrie und WP

    173Anfänglich geschah Zweierlei: Den Menschen waren die absoluten Denkstrukturen (hier) N, G, E alltäglich durch ihren Phasen-Status (aus der „allgemeinen Entwicklung“) vorgegeben, und indem sie die Strukturen (Formen) der „Körper“ nach dem E-, G-, N-Muster beobachteten und analysierten („Punkt“/E, Gerade → G, etc.), gerieten sie in eine „Konsequenz“ dieses Analysierens und Reduzierens; als eine Art Selbstbezug der Subjektivität, ihres Denk-und Beobachtungsvermögens.

    174Es entstanden dadurch axiomatische Grundstrukturen, die als Vorstufe von N, G, E gelten können.

    175Wie kommt man von der Geometrie, der Anschauung zur Mathematik?

    176Euklid zeigt das; indem man die eigene Anschauung (hier der geometrischen Figuren) analysiert (was letztlich zur „Axiomenbildung“ führt).

    177Zum Beispiel, der „Punkt ist, was keinen Teil hat“: Darin sind, sprachlich Existenz (E), Negation (N), sogar das Kalkül der Division (N/G) bereits explizierbar, als eine Basis für die „Mathematik“.

    178Bei „Gerade“ käme sogar „Rw“ hinzu. E, N, G, Rz, Rw führt zu einer Axiomatik der Mathematik.

    179Hilbert machte noch „den Fehler“, die Axiome durch „einfache Anschauung“ (der je formulierten Eigenschaften) und daraus durch klassisch-logische Deduktion neue Aussagen erhalten zu meinen; der „Fehler“ war, jene Basis (Anschauung, Logik) nicht zu begründen; damit ist die mathematische Axiomatik aber „frei schwebend“.

    180Der noch größere „Fehler“ war dann das historisch Folgende: Dass man seit Hilbert resigniert, und in modernen Axiomensystemen auf „explizite Definition“, auf die Analyse der Grundbegriffe verzichtet.

    181Allerdings ist innerhalb der Mathematik (dito aller Einzelwissenschaften) noch genügend Bedarf für gründliche interne Analysen vorhanden; erst danach wird der philosophisch-wissenschaftliche Gesamtzusammenhang wichtig.

    182Eigenschaften der geometrischen Relationen werden durch Rz, Rw bestimmt, z.B.ist der „Punkt“ als Rz-Rz oder als Rz/Rw zu verstehen; in „Parallelität“ zu Rw-Rw, und zum „Senkrechtstehen“ als „Rw/Rw etc.

    183Warum ist das Parallelen-Axiom vor anderen Axiomen ausgezeichnet? Es ist nicht so „einfach“ begründet wie die anderen Axiome. Denn es wird zu der Geraden (Rw), – (die ja mit sich identisch ist – was ein einfaches Axiom wäre) – noch ein „anderer Punkt“ hinzugedacht; und damit schon die „Ebene“. Der Punkt ist aber bereits ein Rz-Gebilde (Rz/Rw oder Rz-Rz)

    184Womit sich viele Probleme eröffnen → Unendlichkeit, Raumzeit, etc. → „Nicht-Euklid“.

    185Die verschiedenen Arten von Geometrien versuchen wir von verschiedenen Rz- und Rw- Vielheiten her zu erklären und auch vom „objektiven Geist“ her (G, E, und von der R-Entwicklung zum OG).

    186Dann wäre die „euklidische Elementargeometrie“ z.B. vom Rz/Rw-Gleichgewicht her zu erklären.

    187Die „analytische Geometrie“ von den G, N, E, R der mathematischen Erfassung der Geometrie her (→ G ist in der Mathematik z.B. „=“, das „Gleichheitszeichen“; in der Geometrie ist G z.B. das Gleichgewicht zwischen Rz und Rw .

    188Je nach Art und Anzahl der Axiome kann man verschiedene Arten von Geometrien erhalten; z.B. versteht man unter „absoluter Geometrie“ das System geometrischer Sätze, die unabhängig vom Parallelenaxiom sind. Dass die Axiome die „Geometrie“-Art machen ist eigentlich eine Trivialität.

    189Das Parallelen-Axiom ist eine komplexe Denkfigur, die einfachere axiomatische Aussagen voraussetzt. Und, je einfacher die Vorannahmen (→ G, E, N), desto eher wird der „axiomatische“ Grundgedanke erfüllt.

    190Wenn die Einschränkung bzw. Ausweitung der Axiome die „Art“ der Geometrie bestimmt, dann fragt sich Zweierlei: Was ist unsere Basis für diese Axiome? Die Rz, Rw, E, N,G und deren Relationen!

    191Und, wie wirkt sich das auf die einzelnen Geometrien aus?

    192Auch, wieso kann man Axiome verschiedener Art zur Basis machen?

    193Die Geometrie liegt „zwischen“ „Natur“ und „Mathematik“.

    194Als Natur sind hier die Rz, Rw und deren Kombinationen definiert. Diese und die Kombinationen erscheinen in der Mathematik als N,G-Kombinationen, also in der Fülle aller mathematischen Strukturen und Funktionen, (Kalküle, Zahlarten, etc., alle Gleichungsarten etc).

    195Dazwischen liegt die Geometrie; in ihr kann man axiomatisch (z.B.) nur Rw, nur Rz und alle möglichen (fundamentalen) Rz/Rw-Kombinationen wählen.

    196Die „projektive Geometrie“ (bei der Punkte in Punkte, Geraden in Geraden etc. überführt werden) und die „affinen Abbildungen“, bei denen „gewöhnliche Elemente“ durch die Abbildung wieder in gewöhnliche Elemente überführt werden, sind Beispiele dafür, dass das „anfängliche“ Verhältnis von Rz zu Rw erhalten bleibt (z.B. als „stabile“ Raumzeit).

    197In ihr stehen – dank Rw,Rz – die drei räumlichen Dimensionen „senkrecht“.

    198Der Aufbau der Geometrie aus einer Anzahl (̴15?) von Sub-Geometrien hat zur Grundlage, dass die Anwesenheit der Rz und Rw (bzw. deren Fehlen), sowie deren Anzahl variieren kann – weil die physikalische (etc.!) Natur so aufgebaut ist. Zum Beispiel bedeutet das „Senkrechtstehen“ zwischen Geraden oder Ebenen „Rz/Rw“ (als sich beide „Ausschließende“, „Andere“). Dieses „senkrecht“ sein kann nun „erhalten bleiben“ (oder nicht); dann kommt man zur Untergruppe der „Ähnlichkeitsabbildung“.

    199Wird zusätzlich die „Streckenlänge“ erhalten, also Rw als dynamisches und Rz als statisches Element, dann kommt man zur „Kongruenzabbildung“.

    200Hier erfolgt also der Aufbau der Geometrie mittels des „Abbildungsbegriffes“, hinter dem die Relationalität und zwar hier Rz, Rw stehen; (im Begrifflichen → G, N/G, N).

    201Die „Analytische Geometrie“ ist nur möglich, weil „Zahlen, Gleichungen“ u.ä. mit den Raumvorstellungen (und umgekehrt) über den „Trick“ des Koordinatensystems verbunden sind.

    202Beide (Geometrie und Analysis) haben Rz, Rw und deren maximale Entwicklungsformen N, G, E zur Grundlage …

    203Aber alle Phasen haben diese Basis, vor allem auch Sub-Phasen wie das „Koordinatensystem“.

    204Die Koordinaten-Räume können als verschiedene Rz/Rw-Verhältnisse gestaltet sein. Für je eine spezifische Geometrie gilt dann, dass dies einmal gewählte Rz/Rw – Verhältnis (auch die Anzahl der R) – invariant gegen Koordinaten-Transformationen ist.

    205Die „Vektoren“ haben ebenfalls Rz und Rw und Rz/Rw zur Basis; aber es wird in der Vektoren-Darstellung auf jene spezielle Rz/Rw-Relation verzichtet, welche als „Koordinaten“-System gilt. Also nicht das Senkrecht-Gerüst, sondern das mögliche (unendlich) abgestufte Rz/Rw-Verhältnis ist dann die Basis.

    206Von hier aus ist der Schritt zur algebraischen Darstellung der geometrischen und metrischen Eigenschaften kleiner.

    207In der Behandlung algebraischer Kurven und Flächen zweiter Ordnung (mit ihrer Invarianz gegenüber projektiver Abbildung) kann man einen Übergang von der Algebra zur Geometrie sehen.

    208Die „Darstellende Geometrie“ hat das Hauptproblem zur Basis: Wie die Rz, Rw (bzw. die Relation zwischen S- und R-Aspekt sowie zwischen z und w) zu G und N und N/G werden können.

    209In der Natur hängen (z.B.) die e- über Rw zusammen.

    210In dem „räumlichen Anschauungsvermögen“ gibt es nur noch G und Winkel. De Rz/Rw, die „den Raum“ machen, sind sehr „formbar“: So kann der Mensch z.B. die 3-Dimensionalität so „zeichnen“, dass sie auf der Ebene („Bild“) wie dreidimensional wirken.

    211In der Orientierung einer Geraden sind Rw und Rz nicht wegdenkbar. Die Orientierung in die „Weite“ in linearer Form ist der Rw-Charakter.

    212Dass eine Gerade auf zwei Arten durchlaufen werden kann, und dass das „Rückwärtslaufen“ als striktes „Gegenteil“ zu Rw angesehen werden kann, lässt auf Rz schließen; das „Rückwärts“ ist so definiert, da ja für Rz ein Fixpunkt notwendig ist, nämlich der anfängliche Ausgangspunkt (von dem Rw ausging), in die Überlegung eingehen muss. (Rz nähert sich stets einem Punkt eventuell. Null).

    213Die Rz/Rw als statisches Verhältnis, bei dem die Rz quantitativ extrem anders sind als die Rw-Quantität, stellt das „Senkrechtstehen aufeinander“ dar.

    214In der natürlichen Realität gibt es unendlich dichte Übergänge quantitativer Art, zwischen Rz und Rz, Rw und Rw und Rz und Rw – das ist das Prinzip des z/w-Großbereichs; im „z,w-Großbereich“ gilt die strikte Trennung zwischen z und w (daher gibt es dort kein „Raum“ etc.)

    215Nichts/Null und Unendlichkeiten gehören daher zu z,w, nicht aber zu z/w).

    216In der Geometrie sind zwei Geraden zwar beide formal „Rw“-bestimmt; in ihrer quantitativen Richtung weichen sie aber ab, wenn sie nicht parallel laufen.

    217Ein „Punkt“ als Schnittpunkt zweier Geraden ist dann das Verhältnis, die Relation derart quantitativ unterschiedener Rw (und Rz …). Der Nullpunkt im Koordinatensystem ist jener, in dem sich

    218Rz als maximal quantitativ fremde und (dito) Rw treffen; (dies bewirkt das Streben in verschiedene Unendlichkeiten).

    219Wie ist z.B. ein „Punkt“ auf einer Geraden zu verstehen? Die Gerade ist Rw; sie hat dessen Unendlichkeit. Der Punkt wird als Rz „von außen“ hinzugefügt, sodass Rw/Rz entsteht, als Verendlichung, Überführung von „z,w zu z/w“.

    220Was heißt „von außen“? Allgemein gilt, der Übergang „z,w zu z/w“ wird vom Menschen gemacht; allgemein ist er von allen Phasen „machbar“;

    221(genauer: Der endliche z/w-Großbereich ist stets „z,w zu z/w“).

    222Die Raumzeit ist „3Rz/3Rw“; wie kann das biologische Gehirn dies „auflösen“? Zum Beispiel. Indem

    223Punkt, Linie, Ebene gedacht, vorgestellt werden können. Und aus der „3z/3w-Anschauung“ und aus deren „allgemeine Strukturen“.

    224Das geschieht in den Übergängen zwischen den Phasen; durch Trennung wegen S-Verlusten etc.

    225Das Problem einer „allgemeinen Strukturtheorie“ ist, dass sie sich nur über Rückgriff auf Rz,Rw erklären ließe.

    226Der Unterschied zur Geometrie ist, dass diese noch die Anschauung bemüht; was aber ist Anschauung? Es ist die Fähigkeit des Gehirns, die 3z/3w-Konstellation (also „Wirkungsquant → 3Sz/3Sw und die Raumzeit 3Rw/3Rz aufzutrennen; z.B. als „Ebene, Linie, Punkt“, etc.). Eine „allgemeine Strukturtheorie“ nutzt das auch, geht aber weiter, bis zu N, G, E (evtl. R)

    227Die „Inzidenz“ bedeutet, dass ein „Punkt auf einer Geraden liegt“ (oder z.B., dass „eine Gerade auf einer Ebene liegt“).

    228Die auch hier wichtige „Anschauung“ ist ein subjektivistisches Phänomen; der Mensch „will“ (Ii) diese Verhältnisse erkannt haben.

    229Aber diese „Anschauung“ ist ein objektiver Übergang im Gehirn, bei dem hier z.B. die objektive Struktur der Raumzeit relativ fest aufgelöst und verändert wird: In beliebige Rz/Rw-Relationen (z.B. Punkt, Gerade) und in N,G → „Analysis der Geometrie“.So wird beispielsweise aus der Anschauung deswegen, wegen Rw einer Geraden ein Durchlaufssinn gegeben; und der Gegensinn kann von Rz her verstanden werden.

    230Rw und Rz sind übergreifende Größen, die das „Gehirn“ ebenso bestimmen wie dessen „Funktionen“(Begriffe) – und alle Phasen überhaupt.

    231Ein anderes Beispiel.: Ein „Punkt“ (Rz/Rw-Gleichgewicht) wird von der „Anschauung“ und dem Denken und der Mathematik wie selbstverständlich benutzt (dito Gerade, Ebene), obwohl seine Analyse im begrifflich-objektiv-Geistigen ergibt, dass der Punkt „Nichts/N ist.

    232Der Übergang von der Natur zum objektiven Geist (OG) bzw. zu den Phasen zuvor: N-G, E und N/G, kann man überall als „Geometrie“ sehen; z.B. die „Zerlegung“ einer Geraden in zwei Halbgeraden durch einen Punkt – (dito Raumzerlegung → Ebenenzerlegung durch Geraden u.ä.).

    233Das ist bei Rz/Rw nicht möglich. Dies sieht man z.B. daran, dass der „Trenn-Punkt“, (den es ja nicht „gibt“ …), sowohl der einen wie der anderen Halbgeraden zugerechnet wird (dito wird jene Gerade, die die zwei Halbebenen erzeugt, jeder der beiden zugezählt).

    234Das sind typische „Hegelsche“ (→ Grenze“ etc.) Probleme; also solche von „N, G, E“ → N/G; und diese haben in z-w, z/w ihren materiellen Anfang → z von w getrennt, aber dies ist bestimmt … von z-z-Untrennbarkeit (dito w-w), was „Trennung“ aufhebt; von da zu z/w als untrennbar und trennbar.

    235Die Raumzeit (3Rz/3Rw) gibt die Möglichkeiten der (geometrischen und mathematischen) Funktionen, Strukturen innerhalb ihrer vor; in höheren Räumen z.B. „7w/6z“ gibt es entsprechend andere und mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel die „Zerlegung“, „Trennung“ in „Punkt, Gerade, Ebene“, z.B. als Orientierungen (so eine Gerade, Ebene, als „positiv“, eine andere als „negativ“ zu bezeichnen), Spiegelungen, Abbildungen, Verknüpfungen, Bewegungen, etc.

    236Diese „Sub-Räume“ etc. sind objektiver Art und können auf

    237Rz, Rw und N, G, E reduziert werden.

    238Die je isolierten, freien Rz (oder Rw) sind die Basis des „Winkels“, wenn zwei dennoch relationieren → Rz-Rz (oder Rz-Rw?). Wegen dieser Einfachheit ist der „Winkel“ ein wichtiger geometrischer Begriff.

    239Ist der Winkel ohne die zwei Halbgeraden „denkbar“ – (anschaulich ja nicht) –, wenn „nein“, dann kommen noch Rw, Rw dazu.

    240Das Verhältnis von „Winkeln“, z.B. deren Addition, ist von Rz, Rw her zu erklären.

    241Das Senkrechtstehen Rz/Rw eliminiert Richtungen. Dazwischen gibt es unendlich viele Abstufungen.

    242Das andere Extrem (zu „senkrecht“) ist das Parallelverlaufen von gerichteten Geraden; Rw = Rw bzw. „Rw vs. Rw“. Eine Erweiterungsart der Addition ist das Verhältnis der Rz, Rw als Raum (-Zeit …); während z.B. in einer Ebene (die ja selbst nichts Natürliches, sondern „Denkprodukt“ ist) die Winkel „nebeneinander“ liegen.

    243Deshalb der Übergang Raum->Ebene: → Spiegelungen, → Äquivalenzklassenbildung, Zyklische Ordnung (Restklassenbildung mod 2 π), welche diese Additionsarten ordnet.

    244Allgemein geht es um den Übergang (ganze Entwicklung/Entfaltung) von Rz,Rw zur Mathematik/Geometrie (→ in deren Alltagsvorstellung).

    245Die wirklichen Übergangs-Abläufe bleiben aber auch hier erst mal unentdeckt; große Schritte verdecken das;

    246Zum Beispiel spricht (definiert) die geometrische Axiomatik von „Ebenen, Geraden, Punkten, die alle schon „G, E, N“-Varianten sind; da heißt es, die „Punkte“ seien Elemente/Entwicklungen/E (was ja nicht stimmt; Rz/Rw sind noch nicht auf der z/w-Ebene, erst „Rz-Rz/Rw-Rw“); dito: „Mengen von Punkten“, also E1, En, die durch „G/N“ relationiert werden, obwohl die z-w-Relation unklar ist

    247Wenn gesagt wird, „der Punkt liegt auf der Geraden und die Gerade geht durch den Punkt“, dann zeigt diese zweifache Umschreibung schon, dass „G“ gemeint ist (da ja eine Verbalisierung deshalb direkt nicht möglich ist, weil es selbst eine unendliche Grundgröße ist; (so desgleichen mit anderen alltags-mathematischen Vorstellungen.)

    248Der Grund für „G“: Rz-Rz (bzw. z-z) erzeugt dynamisch, unendlich, eine Identität (→ „E“), (und die Rw-Rw erzeugen unendlich dynamisch „N“).

    249Aber die z/w erzeugen (doppelt, relationiert unendlich und dynamisch) ein Wechselwirkungs-Feld, das weder N noch G jemals ist. Aber in der Mathematik (Relation, Kalküle) kommt es meistens … auf diese „dialektische.“ Relation an.

    250Ein Grundproblem ist, wie Natur und Mathematik zusammenhängen und welche „Abstufungen“, Entwicklungen u.ä. in/als Mathematik von der Natur weg (bzw. zu ihr hin) führen.

    251Die orthogonale Kollineation gehört hierzu: Sind Extrema der Naturferne der „Punkt“ (→ E) und die „Gerade“ („Ebene“, etc.), so ist die inzidente Relation eine Punktmenge, die der Geraden, also die Vereinigung dieser ursprünglichen Elemente. Es ist ein erster Schritt zur Bildung von mathematischen Gesamtgebilden, welche als die mathematische Darstellung „der Natur“ (→ Gesetze etc.) gelten sollen.

    252Weiterhin kommt die Orthogonalität hinzu: Da geht es – wohl nur – um die R-Aspekte („Mathematik“ ist N, G, E und R) – „senkrecht“ heißt dann „Rw ≠ Rw“ und Rw = Rw; beides ist „umstritten“; aber die beiden senkrechten Geraden haben Rw-Charakter und es sind zwei, die nicht „zusammen“ kommen dürfen; dieser Widerspruch wird in/als „Geometrie“ ausdifferenziert…

    253Die Spiegelung einer Geraden, z.B. an einer Geraden, ist zugleich eine identische Abbildung wie auch von ihr verschieden (involutorische Abbildung), insofern zwar die Punkte (E) als identische gelten können, aber ihre Lage im Raum und damit die der Geraden sich verändert (→ „I“, Rz,Rw).

    254Allgemein gilt, die Freiheit der E und der „I“ lassen eine Anzahl von „Veränderungen“, Prozessen u.ä. zu, hier die „Spiegelung“, welche allgemein als N/G-Veränderungsprozess verstanden wird, weil er G (Bleibendes) mit Neuem (N) wechselwirkend verbindet;

    255daraus entstehen einige Denkschwierigkeiten, z.B. Spiegelung in der Basisphysik.

    256Die genannten „ideal-mechanistischen“ Freiheiten der Mathematik (vs.Natur …) erlauben dann z.B. auch Kompositionen von Spiegelungen.

    257Was ist eine „Ebene“? „Eine Menge von Punkten und Geraden“, die spezifisch zueinander „geordnet“ sind. Wie hängt das mit Rz,Rw zusammen? Raumzeit entspricht „3Rz/3Rw“; diese können (wegen der Entwicklung/Entfaltung) in beliebige einzelne z/w- (Rz/Rw)-Kombinationen strukturiert werden. So kann dann eine „Ebene“ als drei Punkte (Rw/Rz), zwischen denen Rw als „Gerade“ vermittelt, „genau eine“, entstehen.

    258Dazu kommt, dass es unendlich viele Geraden gibt, also die Rw der „Raumzeit“ genutzt werden. Und diese Rw nach den grundlegenden drei Dimensionen (Rw/Rz, Rw/Rz-Rz, Rw/Rz-Rz-Rz) „senkrecht“ aufeinander stehen, was letztlich der prinzipielle Gegensatz von Rw und Rz meint.

    259Jeder Punkt (Rw/Rz) hat kraft der Relation dieses Rw mit anderen Rw (bzw. Rz) und der Relation dieses Rz mit anderen Rz (bzw. Rw) Erweiterungen in Richtung Raum-Bildung. Als erster Schritt hier: Durch jeden Punkt gehen eine Gerade und eine Senkrechte dazu.

    260Wenn Punkte und Geraden – (und zwischen den Geraden Verbindungen mittels Rz) – bestehen, als Strukturen (E), dann sind dynamische „Abläufe“ (N/G) Spiegelungen – (N/G heißt, das Gespiegelte ist das Gleiche und was Anderes). Durch „Spiegelungen“ (und Kompositionen von Spiegelungen) bzw. „Kongruenzen“ sind dies die Ergänzung zu den „Strukturen“. Es erfüllt dann E, N, G (und Rz,Rw …) die Axiomatik einer „absoluten Geometrie“; umfassender, von „Mathematik“.

    261Das kann auf metrische Räume ausgedehnt werden…

    262Wenn man „die Menge der Punkte“ einer Ebene als „R x R“ wählt, dann ist das als Rz/Rw („Punkt“ und reelle Zahl) und dann als Rz-Rz/Rw-Rw als die Ebene in der Raumzeit (3Rz/3Rw) erklärlich.

    263Wobei dieses „Multiplizieren“ beides vereint: Die – unklaren – Relationen zwischen z und w, zwischen Rz und Rw, (welche ja mit Rz, Rw „identisch“ sind)

    264mit der Aufhebung der „Addition der Addition“ auf eine „höhere“ Ebene.

    265Diese „Geometrie“ beruht in allen Details auf der Vorentscheidung des Gleichgewichtes „3Rz/3Rw“ der „Raumzeit“; mit ihren drei räumlichen Dimensionen.. Aber schon dann, wenn man die imaginären Zahlen, also „z,w“ hinzunimmt, gibt es Verallgemeinerungen der „Geometrie“.

    266Im „Innern“ des 3-dimensionalen Raumes gibt es nun eine Reihe von Konkretisierungen im Relationalen; zum Beispiel spielen

    267bei der Fundierung der Geometrie die Hauptrolle: Die „Spiegelung an einer Geraden“; damit hat man bereits ein Element des Raumes, die „Gerade“. Von ihr geht man mit dem Einsatz zweier Überlegungen weiter: G, und zwar als Gerade bleibt Gerade und „Senkrechte“ ist G, ist Spiegelung.

    268Sowie der Veränderung, die als „seitenverkehrte“ Gerade, eine weitere Rz/Rz/Rw-Dimension einbezieht.

    269Ähnlich ist es bei der „Punktspiegelung“ und bei der Einführung des „Senkrecht“-Gedankens.

    270Stets werden Teilaspekte von „3Rz/3Rw“ (Raumzeit) betont und kombiniert.

    271Das Dreieck ist Teil der Ebene. So wie die Ebene von den Grundgedanken „Punkte“ (Rz/Rw) und Gerade (Rw) und deren Rz-Verbindung aufgebaut wird, kann man (wegen der allgemeinen Freiheit …) diese Grundlage für die Ebene reduzieren, indem man nur bestimmte Punkte, Geraden als Basis bestimmt: Das Dreieck ist dann eine Figur aus „drei nicht auf einer Geraden liegenden Punkten und deren Verbindungsgeraden“.

    272Innerhalb dieses Rahmens aus – unhinterfragten – Grundbegriffen (Geraden, Punkte, Spiegelungen) kann man allgemeingültige Sätze ableiten (z.B. „Mittelsenkrechtensatz, Höhensatz“, etc.);bzw. man kann – philosophisch – noch etwas weitergehen, wenn man einen „eleganten Formalismus“ dadurch erhält, dass man z.B. die Kompositionen von Spiegelungen als „Produkte der Elemente des metrischen Raumes“ beschreibt.

    273Wir setzen diese philosophische Idee fort, wenn wir Rz,Rw und N, G, E hinzuziehen.

    274Die Klassifizierung der metrischen Ebenen hat zur Basis:

    275Rw („Gerade“), Rz/Rw („Punkt“) und die Unterscheidung (von Rz und Rw oder der Dimension) als „Senkrechtstehen“.

    276Die „Anzahl“ der Geraden etc. gehört auch zur Freiheit innerhalb von z/w, hier der Raumzeit (3Rz/3Rw). Das drückt sich z.B. so aus: Zu einer Einteilung der metrischen Ebenen zieht man das Axiom hinzu: „Es gibt zwei („Anzahl“) verschiedene Geraden mit zwei verschiedenen gemeinsamen Loten“.

    277Die verschiedenen Geometrien werden nun danach unterschieden, indem man differenziert, ob je zwei verschiedene Geraden ein gemeinsames Lot/Senkrechte haben („metrisch-nichteuklidisch“) oder alle Lote gemeinsam haben („metrisch-euklidisch“); – („in einem Viereck mit drei rechten Winkeln ist also auch der vierte ein rechter“).

    278Die Parallelität von Geraden ist das Gegenstück zu „senkrecht“; beide können als Axiome unterschiedlicher Geometrie-Arten genutzt werden. Parallel = „Rw (oder Rz …) zu G“ bzw. „N“, wenn man vom „Nicht-Schneiden“ ausgeht.

    279Semi-euklidische Geometrien haben/folgen nicht das/dem Verbindbarkeitsaxiom; d.h. es gibt dort mehrere Geraden, die weder einen Punkt noch ein Lot gemeinsam haben.

    280Die Frage, die sich hier stellt, ist, ob diese Geometrien sich noch im 3Rz/3Rw, d.h. in normaler Raumzeit erfüllen, oder schon mehr Rz, Rw hinzuziehen müssen, (da ja „3Rz/3Rw“ beliebige Vermehrung der Rz,Rw erlaubt; wenn das Gleichgewicht gewahrt bleibt).

    281In 3Rz/3Rw liegt auch z.B. auch die Kugelförmigkeit. In ihr sind elliptische Ebenen und z.B. das Polardreiseitige als Verallgemeinerung des Dreiecks, einem Dreieck mit drei rechten Winkeln. Das lässt vermuten, dass Gebilde wie die Obigen in 3Rz/3Rw möglich sind. Darin gibt es ja prinzipiell 3 Dimensionen, die senkrecht sind. Axiomatisch begründet/gibt es (semi-euklidisch/hyperbolische) Geometrien, die „Unverbindbarkeiten“ zwischen Geraden haben (die keinen Punkt und kein Lot gemeinsam haben); wie ist das möglich? Also kein „Schnittpunkt“, Parallele und keine senkrechte Verbindung. Das weist auf „z, w“, also getrennte Rw und Rz.

    282Das aber ist nur möglich, wenn für die/in der Mathematik Platz ist für z,w (bzw. „N-G“ ?).

    283Also als „Raum“/Geometrie auch gilt, dass in 3rz/3Rw auch die Rw, Rz allein wirken dürfen.

    284Kann man die euklidische Geometrie (und nicht nur diese …) durch „Inzidenzen“ von Punkten und Geraden bestimmen, und also auf Orthogonalität und Spiegelung verzichten?

    285Punkte vertreten das Rz/Rw-Prinzip und Geraden, Rw; bei mehreren/Mengen von Geraden, gilt zwar Rw, aber deren Verhältnis erzeugt wieder Rz/Rz →; also die Grundstrukturen vom Raum; was ja Orthogonalität und Spiegelung auch erzeugen.

    286Wichtige höhere Gebilde wie (hier) die „affine Inzidenzebene“ können dann aus Punkten und Geraden inzidiert oder auch nicht inzidiert werden.

    287Diese „Willkür“ („zu je zwei Punkten gibt es genau eine gemeinsame Gerade“, oder „zu jeder Geraden gibt es einen Punkt, der nicht mit ihr inzidiert“, oder Parallele zu einer Geraden durch einen Punkt) wird von einer abstrakten begrifflichen Ebene („Sprach-Phase“) gesteuert.

    288Dies aber hat seinen Rückhalt in Rz,Rw.

    289Kann man die Unterscheidung (in der affinen Geometrie) zwischen „sich schneidenden Geraden“ und „parallelen Geraden“ „aufheben“?

    290Jede geometrische Gerade hat zwar Rw als Richtung, besteht aber (als Teil des Raumes) selbst aus unendlich vielen, dichten Rz/Rw.

    291Bei zwei sich schneidenden Geraden wird der entsprechende Punkt Rz/Rw konkretisiert/realisiert.

    292Parallele Geraden haben beide Rw; aber sie unterscheiden sich – geometrisch – dadurch, dass sie im Raum je woanders verlaufen.

    293Kann man dies nun Rz zurechnen?

    294(So dass dies „Büschel“ paralleler Geraden als „uneigentlicher Punkt“ benannt werden darf).

    295Weil! es in der Mathematik (Geometrie) letztlich um N-G zu N/G (z,w, freie Rz, Rw; zu z/w), also um die Relation zwischen Unendlichkeiten und Endlichkeit geht, wird jener „uneigentliche Punkt“ eingeführt.

    296Das geschieht in traditioneller Mathematik öfter, wir zeigen, warum es eine notwendige Hilfskonstruktion ist.

    297Wir gehen von der Dualität Rw (und Rz) den zwei Geraden zu/und Rz/Rw (Punkt) aus. (Eine Variante von „z,w zu z/w zu z,w“).

    298Diese Dualität, eine Menge von Punkten und Geraden, lassen über zwei mögliche Axiomensysteme (projektive Geometrie und affine) alle geometrischen Strukturen bilden.

    299Punkt und Gerade können dabei in „symmetrischer Weise“ „vertauscht“ werden → Zu je zwei Punkten/Geraden gibt es genau eine Gerade/Punkt, die mit beiden inzidiert.

    300Perspektivität eindimensionaler Grundgebilde. Die sogenannten „Abbildungen“ sind dann z.B. Bewegungen (von Mengen) von Geraden zu einem Punkt und von Mengen von Punkten zu einer Geraden.

    301Der Raum (genauer Raumzeit) ist unendlich dicht mit Rz und Rw gefüllt – und damit mit allen möglichen Relationen dieser, also z.B. mit Rz/Rw.

    302Gerade, Punkt sind ebenfalls derartige (begrifflich ideal zu erfassende) Gebilde. „Abbildungen“ sind daher möglich, weil es diese „Füllung“ des Raumes gibt.

    303Aber warum sind jene spezifischen Strukturierungen (Punkt, Gerade, Ebene) und jene Prozesse („Abbildung“) im homogenen Raum möglich?

    304Die dabei mit zu bedenkenden, idealistischen Kontinuitäten setzen eine Art „Raum“ voraus, der (durch Rz) unendlich dicht, kontinuierlich ist; weil im Idealistischen die „Zeit“ Rw abgetrennt vom Raum gedacht (→ „I“) wird.

    305So werden zum Beispiel aus „Punkten“: Geraden und aus Geraden Ebenen, etc.

    306Das betrifft aber auch die Zusammenhänge in der Geometrie speziell, z.B. die Perspektivität eindimensionaler Grundgebilde, Perspektive Kollineationen, etc. Durch „bijektive Abbildung“ und die Komposition mehrerer.

    307Bei vorgegebenen Annahmen, dass „Punkten“, „Geraden“, etc. eine – ideale – Existenz zuzusprechen ist, können nun diese Elemente relativ frei kombiniert werden; die dabei genutzten Relationen sind gleichfalls „idealer“ Art, Zum Beispiel als „Perspektivität“, als Komposition von Perspektivitäten („projektive Abbildung“).

    308Relationen z.B.: „Punktreihe auf sich“, „Punktreihe auf eine andere“; dito „Ebene auf sich“, etc. bis zu Kollineation (bijektive Abbildung der Menge aller Punkte und Geraden einer projektiven Ebene je auf sich).

    309Alle diese geometrischen Details (Perspektivität, Kollineation – Homologie, Elation – Projektivität, Korrelation, etc.) sind auch arithmetisch darstellbar; dort und hier folgen die der Kommutativität etc. – und können ihr widersprechen.

    310Alle diese relativen Freiheiten und Gebundenheiten (Trennungen und Relationsbindungen) sind auf Rz-Rw und Rz/Rw reduzierbar sowie auf N-G und/zu N/G. Die „Geometrie“ liegt zwischen jenen beiden Polen, als deren Wechselwirkung.

    311Aber wie gesagt, die Systematik dabei beginnt mit der Bildung von Punkten, Geraden u.ä. einfacher Wechselwirkung zwischen jenen zwei Polen Rz Rw und N,G. Die „Freiheit“ dieser quasi-axiomatischen Elemente („Punkt, Gerade) geht soweit, dass z.B. zwei Punkte konjugiert sein können (wenn jeder auf der Polaren des anderen liegt); dito: zwei Geraden.

    312Und, selbstkonjugierte Punkte und Geraden gibt es auch.

    313Kollineationen und Korrelationen lassen sich auf dreidimensionale Räume übertragen, in denen Punkte, Geraden, Ebenen dual und selbstdual sind; etc.

    314Eine grundsätzliche Frage ist, wieso kann man algebraische Vorgänge (Addition, Multiplikation, Kommutativität, Gleichung-Lösungen, etc.) geometrisch darstellen?

    315So die Kommutativität (aber auch die Kalküle …) liegt außerhalb der Raum-Zeit, also in z, w, hier Rz, Rw. (Die Unendlichkeiten in Addition etc. auch). Und, die „geometrische Darstellung“ (Punkt, Gerade, Ebene, etc.) sind keineswegs z/w-Varianten als Raum-Zeit als unendlich enge Rz/Rw (viele), sondern „Abstraktionen“, die an z,w orientiert sind (Punkt Rz, Gerade Rw).

    316Drehungen und Halbdrehungen, welche jede affine Ebene in eine projektive Ebene einbetten lässt und jede metrische Ebene in eine projektive Ebene, bringt die „I“, R ins Spiel, also die Richtungs/-änderung als Prozess, welcher in dieser umfassend freien „idealen“, Strukturierung („Punkt, Gerade, Ebene“, etc.) ebenfalls erscheinen kann.

    317Das geschieht als Verbindung dieser Elemente z.B. als Drehung von Geraden um einen Punkt. Was ist eine „Ebene“? Man kann sie durch einfache Rw (Geraden, unendlich viele) und Rz (Zusammenhang dieser unendlich dicht liegenden Geraden) aufspannen (→ Rw prinzipiell senkrecht zu Rz) und erklären.

    318Für die „Geometrie“ ist wichtig, dass in diesen vom S-Aspekt freien „Räumen“ (!) mit Hilfe des allgemeinen Übergangs von Rz, Rw zu N, G und damit zur „Sprache Mathematik“, alle Freiheiten möglich sind, wenn sie nur jene Vorgaben (Rz,Rw, N, G) einhalten.

    319Kurz: Die „Natur“ ist z,w zu z/w, d.h.auch, viele Rz,Rw im Un-/Gleichgewicht und als komplexe Wechselwirkungen.

    320Die Rz,Rw (dazu N, G) konstituieren die „Geometrie“.

    321Grundlegend geht es um den Übergang von Rz/Rw zu N, G (→ Objektiver Geist). Die N, G (dazu Rw…) konstituieren „analytische Geometrie“.

    322Darauf bauen dann die einzelnen geometrischen Details auf; z.B. Punkte (Rz/Rw), Zentrums-Punkte (Verhältnis von Geraden und Punkten), Drehung um Punkte (Rw oder Rz und Rz/Rw), z.B. Spiegelung (formales Rz/Rw -Verhältnis).

    323Die Unterschiede von metrischer und projektiver Ebene oder z.B. die von „Idealpunkten“ und „Idealgeraden“ kann man dann durch unterschiedliche (in Anzahl und Relationsverhältnis) Rz, Rw-Anordnung darlegen.

    324Diese Anordnungen sind prinzipiell als Teilaspekte der Raumzeit (3Rz/3Rw) „unvollständig“.

    325Dadurch erreichen sie ihre „Freiheit“ als eigenständige Rz/Rw-Relationen → z.B. „Punkt-Gerade“.

    326Während sie in den Gleichgewichten „untergehen“, fest eingebunden sind.

    327Die Geometrie ist das Übergangsfeld: Rz,Rw → N, G.

    328Indem in die affine, projektive, metrische Ebene Koordinaten eingeführt werden, wird eine Metrisierung möglich; es ist ein weiterer Schritt zur Analytischen Geometrie, zur Analysis (→ N-G zu N/G, etc.), als Variable, Gleichungen, Verknüpfungen (Addition, Multiplikation), Null, Eins, etc. Die Koordinaten der Punkte einer Geraden erfüllen so eine lineare Gleichung; ob in der affinen oder projektiven Ebene.

    329Was sind Schnittpunkte (bzw. „Ecken“ von Figuren)? Rz/Rw aus den zwei Richtungen der Geraden (Rw und „Rw“), also im Grunde Rw/“Rw“.

    330„Rw“ ist die „andere“ „I-Richtung“ – und daher etwas ganz Anderes, weil es bei „I“ prinzipiell etwas ganz Anderes nicht gibt, es sei denn, „Rz“ (gegenüber Rw).

    331Was sind „Figuren“? Die Richtungs-Änderung (am Punkt Rz/Rw) ist das Entscheidende und damit der Eintritt in die „Ebene“, die 2-Dimensionalität (→ also „Rz zu Rz zu Rw“).

    332Die Richtungs-Änderung ist beim Kreis unendlich dicht → das ist bei „Rz/Rw“ gegeben; d.h. aber, dass es „Rz/Rw“ einmal als „Punkt“ dann als Ebene, dann als Richtungsänderung gilt.

    333Rz/Rw ist einmal das dynamische (und das sich verändernde, entwickelnde) Verhältnis der beiden → Kreis; zum anderen ist es die statische Blockierung beider („Punkt“); als Ebene; es ist eine „ideale“ Vorstellung, Rz, Rw als zwei „Koordinaten“ und zwischen denen eine – ideale – Relation denkbar ist: Das eine ist „nicht“ das andere und/oder beide stehen „senkrecht“ aufeinander. Also sehr gebunden an räumliche Vorstellungen. Weil so auch „der Raum“ erzeugt wird!

    334Wird Rw mit einem „Vektor“ bezeichnet, dann kann man einen „Punkt“ als Rw mit der Länge Null verstehen.

    335Diese „Länge“ des Vektors kann man mit einem verallgemeinerten Abstandsbegriff (→ „projektive Metrik“) verstehen.

    336Denn Rw ist ja nicht räumlich (nicht zeitlich). Diese „Länge“ allgemeiner Art kann dann nur mathematisch, ähnlich der Metrik in der Topologie, erfasst werden.

    337Grundsätzlich gilt, die „Geometrie“ ist von z/w her bestimmt; dabei vor allem vom „Raum“.

    338Diese eingeschränkten wenigen Rz/Rw-Relationen müssen aber – aus mathematischen Konsequenzen – erweitert werden: Auf Raumzeit, beliebig viele Rz, Rw und auf „z,w“.

    339Durch „Raum“ ist festgelegt: Es gibt „Punkt“, „Länge“, „Winkel“ etc.

    340(Das aber taucht z.B. in „z,w“ nicht auf …). Es werden dann in/beim z,w-Einwirken keineswegs senkrechte Geraden wieder in senkrechte überführt (wie das bei „harmonischen Homologien“ der Fall ist). Auch andere geläufige Eigenschaften werden dort nicht zu finden sein, z.B. sind Winkel nicht unbedingt halbierbar; denn „Winkel“ bedeutet, dass es zwei Rw gibt, die nicht identisch sind, aber aufeinander bezogen sind; das aber ist in w-w nicht möglich .

    341Die „Orientiertheit“ einer Geraden ist „Rw“ (also eine Folge von „z,w“). Die Zerlegung einer Geraden in zwei Halbgeraden durch einen „Punkt“ ist dagegen eine Folge ihrer (→ Raum) z/w-Zugehörigkeit; mit der Ordnungsrelation „größer/kleiner“.

    342Das zeigt wiederum, dass Mathematik den „z,w zu z/w“-Charakter hat.

    343Beim Hilbertschen Aufbau der Geometrie spielt jene Zwischenrelation eine Rolle (Verhältnis der Geraden-Abschnitte …).

    344Aus der „Orientierung der Geraden“, Rw, ergibt sich die Orientierung der Ebene: Rw zu Rz oder Rw/Rz zu Rw/ Rz-Rz; wobei formal „Rw/Rz“ heißt, dass die zugehörigen Rw „senkrecht“ aufeinander stehen.

    345Rw (ist als „Speer“, eine größer werdende, unendlich offene Gerade) in der Ebene mit den „Punkten“ der Ebene in eine mögliche Relation zu stellen. Jene „Punkte“ sind Relationen von verschiedenen gerichteten Geraden: „Rz/Rw“, die als Relation (im z/w, Raum) eine spezifische Neutralität/ ein „Nichts“ darstellen.

    346Wie wird Rw zu Rz/Rw („Gerade“ inzidiert mit Punkt) wichtig?

    347Wenn man „Geometrie“ mit dem dreidimensionalen Raum zusammenbringt, dann sind von daher geometrische mathematische Objekte wie z.B. „Speer, Punkt, Gerade, Ebene“ etc. als „unvollständige“ Objekte zu erklären.

    348Aber vom allgemeinen Mathematischen her lassen sich derartige Einzelheiten (Rw – allein, Rw/Rz im Gleichgewicht, nur Rz/Rz zu Rw-Rw etc.) – spezifisch erklären: Als „Halbebene, Spiegelungen, Speer, Unterscheidungen in „positiv und negativ“ etc. Was dann zusammen als die „topologische Struktur“ gilt.

    349Die traditionelle geometrische Beschreibung von Grund-Konstruktionen wie z.B. „der Winkel“, wird von uns auf die philosophischen Elemente reduziert.

    350Das Paar Halbgeraden sind Rw, die an einem Punkt (→ Rz/Rw, was eigentlich Rw1 und Rw2 ist …) zusammenstoßen bzw. von dem Punkt (→ E) erzeugt werden (→ als „I“).

    351Da es um z/w-Verhältnisse geht (- daher auch die Übersetzung in „I“, E) kann Rw nicht ohne Bezug zu Rz gedacht werden. Andererseits versucht gerade das die „Mathematik“ zu erreichen. Das Problem ist, dass die Rw prinzipiell unabhängig voneinander sind, hier aber in der Mathematik/Geometrie aufeinander bezogen sind (Quanten-Situation!).

    352Das gilt für alle z/w-Phänomene, hier von der Bildung der Raumzeit (3Rz/3Rw) her, also von dem, was als „Raum“ der Geometrie zugrunde liegt – und was auch der Mathe als „N-G zu N/G“ (dreifaches Relationieren) zugrunde liegt.

    353Wenn man die „Rw“ also derart in z/w-Konstellationen zwingt, dann gelten alle z/w-Gesetzlichkeiten, hier z.B., dass ein Vergleich von Winkeln nur über die Bildung geeigneter Äquivalenzklassen von Winkeln geht.

    354Dazu die „Abbildung“, „gerade Bewegung“ nutzend, also „Relationen“ nutzend, die als „N-G zu N/G“ abstrakt begrifflich sind und die zu „z/w“ gehören.

    355Zum Beispiel haben bei der Bildung von Winkeln die zwei Rw (die eigentlich in jeder Beziehung „frei“ sind) einen gleichen Scheitelpunkt und bei der Addition fallen zwei Rw (als Schenkel) zusammen. Abstrakter (und dann ebenfalls von „z,w zu z/w“ „ führend, ist, dass die Winkelklassen bezüglich der Addition eine kommutative Gruppe sind, die isomorph ist zur Gruppe der Drehungen um einen Punkt. Ein Beispiel für diese Widersprüchlichkeit (Rw ist frei, Winkel aber ist z/w-Gebilde) ist: Dass die Relation „<“ für die Winkelklassen eine strenge Ordnungsrelation ist, es aber mit der Addition nicht verträglich ist

    356(α > β ≠ α + γ > β +γ). Denn Rw ist ein Ausdruck der „z,w-Quanten-Phase, aber die „Addition“ (mit Zusammenhängen der Rw am Scheitelpunkt etc.) gehört zur z/w-Quanten-Phase.

    357Dass „der Kreis“ nur endlich viele „Halbgeraden“ (Rw) und „Winkel“ hat, ist eine Folge der Räumlichkeit, also letztlich des Verhältnisses von z,w zu z/w.

    358Denn Rw gibt es (als Teilaspekt von „z,w“) unendlich viele, aber „der Kreis“ ist ein z/w-Gebilde.

    359Deshalb ist eigentlich richtig, dass der Kreis unendlich viele Rw hat, die unendlich dicht liegen; aber als z/w-Gebilde wird das „aktiv“ geordnet (hier „360°“). Wenn auch mit der tieferen Einsicht, dass 360°/endlich viele Rw nur eine rationale, anschauliche Festlegung ist – nämlich eine des „Denkens“ etc. in der z/w-Phase des subjektiven Denkens.

    360Rw (Rz dito) ist vorräumlich (→ z,w), – (Rw ist eher … „Zeit“) -; aber Rw ist Basis für z/w, für Räumlichkeit/Geometrie (z.B. „Linie“).

    361Rz und Rw sind andererseits die Basis für Zahlen-Arten und für Kalküle.

    362Deshalb muss es einen Zusammenhang z.B. zwischen Winkel (Winkel(größen)messung u.ä.) reellen Zahlen sowie z.B der „Addition“ geben.

    363Es ist das – auch – die Hereinnahme von z,w in z/w (= Variante vom allgemeinen z,w zu z/w).

    364Dann lässt sich z.B. eine stetige Abbildung der additiven Gruppe der reellen Zahlen auf die Menge der Winkelklassen angeben.

    365Es ist also möglich, die Eigenschaften einer geometrischen Figur auf diejenigen der reellen Zahlen zurückzuführen. Weil beides auf Rz, Rw reduziert werden kann.

    366Den Winkelgrößen werden Bogenlängen im Einheitskreis zugeordnet.

    367Der „Kreis“ hat dabei (und allgemein) die Eigenschaft, „alle“ Rw zu „enthalten“; (in der Ebene), und auch die Winkel, Rw in Kurven, Linearität umzuwandeln; bzw. es entsteht eine Beziehung zwischen Rw- (Winkel) und Rw-Rz (Kurve).

    368Wie hängen – (in der „absoluten Geometrie“) – z.B. „Spiegelung“ und „Bewegung“ zusammen?

    369„Spiegelung“ ist eine „Abbildung“ (A->B), d.h. begrifflich die Methodik „G“; und als R-Aspekt Rz und Rw; und zwar derart, dass die Beziehung von A hin zu B als „Rw“ zu sehen ist und das Ankommen, das Identifizieren des „Gespiegelten“ in B als Rw-Bewegung.

    370„Bewegung“ ist begrifflich „N/G“ und als R-Aspekt Rw/Rz. Diese Rw, Rz sind zugleich auch als Bewegungen zu verstehen; denn die „Kompositionen“, die der „Spiegelung“ zugrunde liegen, sind als „orthogonale Kollineationen“ als zwei „verschiedene“ Bewegungen (Rw und Rz oder Rw/Rw) zu verstehen, welche aufeinandertreffen und dadurch Rz/Rw bilden.

    371Dieses Relationieren verankert den ganzen Vorgang (und damit die „Geometrie“ und z.T. die Mathematik) im z/w-Großbereich.

    372Der Begriff der „Abbildung“ wirft einige philosophische Fragen auf.

    373So im Begrifflichen: Wie kann es zwei Objekte geben, die zugleich verschiedene und „gleiche“ sein sollen. Geht das nur mit Hilfe von G und N (also von N/G)?

    374Von der „Physik“ her gesehen sind in „z,w“ die Gleichheit beseitigt, weil bei z, z bereits die Zweiheit/Vielheit nicht „existiert“; dass es sehr „viele“ z gibt, wird allein von der begrifflichen Seite her (also von z/w und vom Objektiver Geist formulierbar); dito w.

    375„Kongruenz“ u.ä. baut auf diesen Begriffen von „Abbildung“ und „Gleichheit“ etc. auf.

    376Bei der Kongruenz-Bildung (aus „Bewegung, Abbildung“) muss man ebenfalls auf z,w und zu z/w (N-G zu N/G) zurückgreifen.

    377Die „Gleichheit“ kommt von „z,w“ und von G her. Dass das tatsächlich keine Gleichheit ist (räumlich, zeitlich, sachlich), weist auf z/w (dessen Eigenschaft die E-Vielheit ist).

    378Dass bei der Anwendung der Kongruenz „wichtige“ Figuren invariant bleiben, weist auch darauf hin, → G und das „z,w zu z/w-Gleichgewicht“.

    379Die „wichtigen“ (phasenbestimmenden) Züge sind der S-Erhalt und, Rw bleibt und Rw/Rz (Winkel) bleiben.

    380b) z.B. Strecken bleiben gleich lang, Flächeninhalte auch → S-Erhalt/(zu Rw-Erhalt) und Rw/Rz (Winkel). Zum Beispiel bleiben Strecken gleich lang, Flächeninhalte auch → Sw-Erhalt/ zu Rw-Erhalt und Rw/Rz (Winkel) gleich groß; parallele Geraden bleiben erhalten → Rw.

    381Alles Komplexere kann verändert werden.

    382Warum gibt es bei kongruenten Abbildungen teilweise „Verluste“? Die „Abbildung“ findet ja in der Raumzeit (in z/w) statt (während „Rw“ außerhalb der Raumzeit ist, in z,w) und d.h. für alle komplexen Rz/Rw (die mindestens den Status der Raumzeit „3Rz/3Rw“ haben, gilt, dass das Abgebildete sich räumlich und/oder zeitlich vom Abbild unterscheidet (ob man das akzeptiert oder nicht); daher verändern sich jene komplexeren geometrischen, mathematischen Anteile.

    383Bei Spiegelungen, als elementare „Abbildungen“, sind es Punkte, Geraden und das „Senkrechtstehen“,welche als „Fixelemente“ elementarer Art und als „Bewegung“ gelten.

    384Sie sind die einfachsten R-Figuren (Rz/Rw-Gleichgewicht, Rw, Rz/Rw als Richtungsrelation und Ausschließung, „senkrechte“; d.h. komplexe Figuren (Rz/Rw zu Rz, Rw) sind hier anders zu sehen; z.B. wird durch einfache Abbildung der „Umlaufssinn“ von geometrischen Figuren verändert, weil hierbei mehrere Grund-Elemente kombiniert werden.

    385Dass bei Kongruenzabbildung, hier in der prinzipiellen Relation „z-w zu z/w“, die z/w-Seite bevorzugt wird, weil der räumliche (z/w) Bereich → „Geometrie“ erst mal geklärt wird, erkennt man an der Unterscheidung von „Geraden“ (Rw) und „Vektoren“:, bei denen Ausgangspunkt und Zielpunkt (also Rw/Rz) mit der Geraden (Rw) verbunden werden.

    386Der Übergang zwischen „z-w“ und z/w besteht hier z.B. darin, dass zur „Beschreibung“ von Translationen (als Komposition zweier Spiegelungen) Vektoren „gut verwendbar“ sind; es geht aber um Prozesse innerhalb von z/w.

    387Wird der „Vektor“ nur in z/w definierbar? Oder in „z-w zu z/w“?

    388Denn der Vektor vereint Rw („Pfeil“) mit zwei Punkten – (→ E1 als Ausgangspunkt, En als Endpunkt, dazwischen liegt „G“ .Diese „Punkte“ aber sind typische z/w-Gebilde.

    389Wenn E1 = En ist, ist das der „Nullvektor“.

    390Die dadurch erreichte Ausschaltung von Rw (Pfeil), d.h. von „z-w“, als Rückzug auf z/w, wird zu N, Null als „neutrales Element“, etc. …

    391Die Menge aller dieser Translationen, Vektoren bildet eine „Gruppe“ und eine „Klasse“ (mit Kommutativität, neutralen Elementen, etc.).

    392Heißt das aber, dass das mit z/w allein verbindbar ist?

    393Wenn die Grenzen von z/w nicht überschritten werden (hin zu z-w), dann ist innerhalb der Rz/Rw-Relationalität einiges möglich (was in z-w nicht möglich scheint; z.B.:„Translationen“, die von „identischen Abbildungen“ verschieden sind; z.B. „Drehungen“.

    394Weil bestimmte Eigenschaften (Fixgeraden, die parallel zum Translationsvektor sind), erhalten bleiben. Oder weil alle Winkel der selben Winkelklasse angehören.

    395Dann bilden Drehungen einschließlich der identischen Abbildung eine kommutative Gruppe; etc.

    396Uns geht es darum, zu zeigen, dass mit der philosophischen Festlegung des „Raumes“ als Rz/Rz/Rw auch alle im Raum (also auch in der Geometrie) stattfindenden Abläufe vorbestimmt (und auch begrenzt) sind; z.B. auch die Symmetrie/begrifflichkeit, als Kongruenzabbildung kann es da um eine Geradenspiegelung, Punktspiegelung, Drehung gehen (Achsen-, Punkt-, Dreh-Symmetrie).

    397Denn diese Rw (Gerade), Senkrechte (Spiegelung), Rz/Rw, Punkt (Rz/Rw-statisch), Winkel/Drehung Rw/Rw sind Bestandteile, Relations-Elemente von „Raum (Rw/Rz/Rz).

    398„Winkelsätze“: Die Anwendung der Translation und Punktspiegelung als in z/w („Raum“) mögliche (und in traditioneller Geometrie fundierte, strukturierte) Vorgänge (→ z.B. „Nebenwinkel, Scheitelwinkel, Stufen-, Wechselwinkel, Schnittwinkel, innere, äußere Winkel, etc.). Dazu/daher dann der „Winkelsummen-Satz“ (180°), etc. Das alles beruht auf z-w, das die Rw liefert und auf „z-w zu z/w“: Je zwei Rw haben eine mögliche Richtungsdifferenz; Den „Winkel“.

    399Damit entsteht eine Relation – und d.h. eine z/w-Konstellation.

    400Die „Winkelsätze“ (innere, äußere, Stufenwinkel, etc.) sind dann typische z/w-Verhältnisse.

    401Warum ist die Summe der Innenwinkel (180°) unabhängig von der Figur des Dreiecks?

    402Ein „Dreieck“ ist eine minimierende Figur in der „Ebene“, d.h. bei jenen zwei Dimensionen (→ Rz Rz/Rw, Rz Rz Rz /Rw), welche mit dieser „Anzahl“ der Rw und Rz eine festgelegte Variation der Winkel (als Rz/Rw) hat.

    403Dies beides, die Festlegung der R-Anzahl durch die Raum- und Ebenen-Form und die Minimierungsforderung, macht, dass das „Dreieck“ als einfachste,„erste“ Figur der Ebene gilt. Die Menge alle Punkte von R2,die von einem Punkt (Mittelpunkt) denselben Abstand haben, heißt „Kreis“. Der „Abstand“ (Rw) zwischen zwei „Punkten“ (Rz-Rz/Rw). Es entsteht als Rz-Rz/Rw – Rw – Rz-Rz/Rw als relativ einfache Kombination.

    404Daher ist „der Kreis“ derart und einfach.

    405Das muss auf den 3-dimensionalen Raum (mit R3) ausgedehnt werden; also auf 3Rz/Rw. Der Kreis ist Rw/Rz-Rz (oder Rz/Rw?), die Gerade ist Rw. Es geht um beider Schnittpunkte bzw. Tangentenpunkt:Warum sind es zwei Schnittpunkte? Der Kreis ist in sich zurückgebogen, das kommt von dem zweiten Rz in Rw/Rz-Rz; deshalb gibt es zwei Schnittpunkte.

    406Im Schnittpunkt wird von Rw/Rz-Rz ein Rz an das Rw (Gerade) „abgegeben“, erst dadurch wird ein „Punkt“ erzeugt (Rz/Rw).

    407Beim Tangentenpunkt: Rw (Gerade) und Kreis (Rz/Rw) hat es nur „Rw“ gemeinsam; das ist aber eine andere Punkt-Art! (?).

    408In der Geometrie wird ein „Winkel“ durch zwei Geraden gebildet. Von der „z-w“-Phase her ist die „Gerade“ „Rw“. Es gibt jedoch in der z/w-Phase (Raum oder Raumzeit) keine „Gerade“, die nur eine Dimension hätte; – ähnlich der „Punkt“.

    409Das heißt aber, was sich in der Geometrie abspielt, ist zwar von „z-w“ her erklärbar, wird aber von z/w her „interpretiert“/„verständlich“ gemacht.

    410So auch in w-w – (also in „z-w“) – da gibt es keine „zwei“ oder viele gleiche „w“ (das ist eine Überlegung, die in den z/w-Phasen subjektiv und in der Sprachen-Phase, also in der Subjekt-Phase und daher im objektiven Geist OG entstanden ist). Der „Winkel“ wird dann von „zwei“ Rw gebildet, die ihre Unterscheidbarkeit (hier die räumlich verschiedenen Richtungen) nur in der z/w, (Geometrie) haben.

    411Diese Probleme gelten für alle geometrischen Figuren.

    412Zum Beispiel schneidet ein Mittelpunktwinkel aus dem „Kreis“ einen Bogen aus. Dann gehört jener Winkel (Rw-Rw) zu einem Kreis-Teil, (der aber die Grundform Rw/Rz hat). Ist dann Rw = Rz ? Das heißt, im z/w-Bereich wird z-w wieder vereint, aufgehoben.

    413Alle Umfangswinkel (und die Sehnentangentenwinkel) sind halb so groß wie der zugehörige Mittelpunktswinkel, (), warum?

    414Es geht um die prinzipielle Auftrennung der je zwei Rw qua Rw-Trennung. Dass das stets die Hälfte ist, hängt damit zusammen, dass der Mittelpunkt auf den Kreisbogen speziell bezogen ist. Aber warum „½“? Weil, der Mittelpunkt (Rz/Rw) ist „statisch“ und der Kreisbogen ist als Rz/Rw „dynamisch“.

    415Die Kongruenzabbildung bildet die gesamte Ebene auf sich ab. Das kann man auf das „Dreieck“ als Figur, welche die Hauptprinzipien der „Ebene“ repräsentiert, beispielsweise beziehen.

    416Ein Hauptprinzip der „Ebene“ ist die reduzierte Relation der Rz-Rz/Rw, also die zwei räumlichen Dimensionen.

    417D.h. die „identische Abbildung“ (der Kongruenzabbildungen) ist die mit drei nicht auf einer Geraden liegenden Fixpunkten eindeutig bestimmbar.

    418Dreiecke sind deshalb für die Elementargeometrie wichtig – (→ „Kongruenzsätze“) – weil das Dreieck jene „Figur“ ist, die im Prinzip alle Eigenarten der Zweidimensionalität/Ebene enthält; und in systematischer reduzierter Weise auch alles Grundlegende der Raum(zeit?).

    419b) Das Zusammenspiel der Basisstrukturen – (Winkel; Rw-> „I“), Strecken → E) (Rz, Rw → I/E) – sieht man an diesen „Kongruenzsätzen“, z.B.: „zwei Dreiecke sind kongruent, wenn die drei Seiten des einen paarweise die gleiche Größe wie die des anderen Dreiecks haben“ (SSS); entsprechend.: „SWS“, WSW, SWW, SSW.

    420Der„Satz von Thales“ (alle Umfangswinkel, deren zugeordneter Bogen ein Halbkreis ist, sind rechte Winkel). Hypothese: Das Senkrechtstehen (Rz/Rw) (bzw. ein bestimmtes Verhältnis zwischen „Dimensionen“), und der Kreis ist gleichfalls ein „harmonisches“ Rz/w-Verhältnis.

    421Da im dreidimensionalen metrischen Raum die drei Dimensionen von gleichem R-Status sind: Rz-Rz/Rw, kann man alle in der metrischen Ebene enthaltenen Strukturen und Funktionen auf den Raum R3 der euklidischen Elementargeometrie übertragen. Zum Beispiel die Orthogonalität (Rz/Rw), Parallelität (Rw + Viele), Spiegelungen (Rz/w + Rw), Translationen, Drehungen, etc.

    422Sie alle können auf Rz, Rw reduziert werden sowie auf deren Relationen.

    423Wie kann man die Gruppen-Eigenschaften bzw. Nicht-Eigenschaften (assoziativ, neutrales Element, inversiv) in der räumlichen Ebene – und z.B. bei „zentrischen Streckungen plus Translationen (also Vereinigungsmenge („plus“) als eine Gruppe)..Assoziativität (Rw) und Inverses: dass man auf der Ebene, hier in Rw, beliebig, „hin- und zurück“ kann, d.h. aber, das ist eine Aufhebung der Rw-Richtung, nicht der „Linearität“: „Rz“ .

    424Neutrales Element ist jener Punkt, bei dem Rw und Rz sich ablösen, inzidieren.

    425Jene geometrischen Grundfiguren (z.B. Orthogonalität, Kollineation, Kongruenz, Abbildung, Gerade, Parallelität, Translation, Punkte, Fixpunkte, Identität) sind mit den mathematischen Axiomen (hier der „Gruppe“) verbunden, und beides ist (geometrische, arithmetische Axiomatik) von z/w zu z-w her bestimmt.

    426Warum aber entstehen daraus „Relationen“ (komplexer Art), z.B. Streckungen“, Spiegelung, Translation?

    427Ähnlichkeits-Abbildungen haben Streckungen (→ Rw, Verlängerung), Bildung von Flächeninhalten (→ Rw wird Rw/Rw), Erhaltung oder Änderung des Umlaufssinnes (→ Rw-Rw), d.h. Ähnlichkeits/-erhaltung beruht auf der Einfachheit der zugrunde liegenden Größen (Rz,Rw) und deren Relationen.

    428Die „Strahlensätze“ →

    429Dabei werden Elemente (Rw-Gerade, Winkel → Rw zu Rw, Punkte (Rz/Rw), Parallele (Rw = Rw) im z/w-Großbereich zusätzlich „kombiniert“.

    430Beziehungsweise, es zeigen sich systematisch Abhängigkeiten (welche wir durch die z/w-Struktur erklären); z.B. das „Verhältnis“ (→ Relation zwischen den absoluten Entfernungen zweier Punkte auf den beiden Geraden mit/von ihrem „Schnittpunkt“; z.B., dass diese beliebige Punktsetzung auf jenen zwei Geraden ihres gemeinsamen Schnittpunkts jetzt zwei Parallelen ermöglichen (d.h., die absoluten Entfernungen, die die Punkte erzeugt, erzeugen. verlangen neue Geraden („Parallelen“), um überhaupt Punkte (also Rw/Rw oder Rz/Rw) als Schnittpunkte zu erlangen. Diese zwei (bzw. unendlich viele) Geraden sind deshalb „parallel“.

    431Von einem Punkt (Rz/Rw) geht eine Gerade (Rw) aus und eine andere Gerade auch (Rw); beide bilden einen Winkel, Richtungsunterschied, also Rw zum anderen Rw.

    432Und auf beiden Geraden wird je ein Punkt (Rz/Rw) festgehalten (wobei auch hier Rw die Geradenkomponente des Punktes ist und Rz ist deren „Begrenzung“ (→ „Entfernung“) – nur so kommt ein „Punkt“ auf einer Geraden zustande.

    433Die zwei Parallelen haben deshalb die gleiche Richtung, weil In solchen Beziehungen wie z.B. hier (zwischen Parallelen, sich in einem Punkt schneidende Geraden, den Abstandsverhältnissen der Parallelen zum Punkt der sich (nichtparallel) schneidenden Geraden), kommen nur (notwendige und hinreichende) Denkfiguren (geometrische Phänomene) vor, die zusammenpassen;

    434das ist nur durch Rz-, Rw-Eigenarten zu begründen, d.h., die ein sich gegenseitig „stützendes“ Projekt geben, das dann durch „mathematische Gesetze“/„Sätze“ gefasst wird, z.B.die „Strahlensätze“.

    435Wie kann eine Strecke (Rw) in endliche Teilstrecken geteilt werden?

    436Dadurch, dass ein „Punkt“ auf dieser Rw-Geraden o.ä. bestimmt wird. Wenn der/ein „Punkt“ Rz ist, oder Rz/Rw, dann wird durch Rw/Rz (bzw. Rw) „Endlichkeit“ dieser Teilstrecke hergestellt.

    437Endliche Länge ist Rw-Rw/Rz.

    438Das geometrische Problem der „Ähnlichkeit“ führt zur genaueren Beziehung zwischen den jeweils beteiligten geometrischen Figuren (Dreiecke, Kreise, dann deren Seiten und Winkel) und deren Verhältnisse: Seitenverhältnisse, Seiten zu Winkeln.

    439Das sind zu erforschende Varianten von Rz/Rw-Relationen unterscheidbarer Art.

    440Die Frage, warum sind alle „Kreise“ ähnlich, sollte weiterführen.

    441Das machen am Kreis – (analog wie an Dreiecken) – das „Verhältnis“ zwischen Radius und Umfang → π (PI), das stets gleich ist (worauf es ankommt); sowie die Winkel im Kreis, die stets gleichgroß sind (360°), beides ist auf Rz/Rw (als abstrakt π und als Rw-Rw Winkel) reduzierbar.

    442Euler-Gerade und Feuerbach-Kreis: Es geht darum, das Gemeinsame von Dreieck und Kreis zu erkennen; eine Hypothese ist, beide sind eng verwandt (→ zwei ursprüngliche Möglichkeiten, in der Ebene, eine geschlossene „Dynamik“ zu haben …). D.h., einfache Rz,Rw – als Gemeinsames?

    443Hier spielen die Seitenmittelpunkte eine Rolle.

    444Der Teilung der Dreiecks-Seiten entspricht im Kreis und auf einer Geraden (Rw/Rz /Gerade Rw, Unterbrechung: Rz; Senkrechte → Rw/Rz).

    445Es gehören zusammen: Dreieck, Kreis, Gerade; sie sind über zwei Senkrechte, 1:1-Teilung verbunden → Rw (Gerade), Rz/Rw (Kreis), Dreieck → Rw (Seiten) zu Rz/Rw (Winkel).

    446Auf der Euler-Geraden liegen: Der Schnittpunkt der Seitenhalbierenden, der Schnittpunkt der Höhen der Dreiecks-Seiten und der Schnittpunkt der Mittelsenkrechten.

    447D.h. aber, die drei Mittelsenkrechten liegen sowohl auf dem Kreis wie auf dem Dreieck. Die drei liegen sowohl auf dem Kreis wie auf dem Dreieck.

    448Wir meinen, der Kreis und die Gerade haben dadurch Gemeinsames, dass das Dreieck beide „verbindet“. Die Ursache wäre eine allen dreien gemeinsame Rz,Rw-Basis.

    449Die Seitenhalbierenden führen von den Mittelpunkten (Halbierung der Seite 1:1) zur gegenüberliegenden Ecke/Winkel; beides scheint den Punkt „S“ spezifisch festzulegen: z.B. so, dass er zwar auf der Euler-Geraden liegt, aber durch die 1:1/Mitte nicht der Punkt „H“ wird und durch den Bezug zum Winkel gegenüber nicht der Punkt „M“ wird.

    450Das heißt aber, alle diese drei Punkte (H, S, M, auch F …), die die Euler-Gerade sind, werden gebildet aus dem Verhältnis jener Winkel des Dreiecks und Punkten auf den Seiten des Dreiecks.

    451Fragt sich was Punkte auf Geraden und Winkel in Rz-, Rw-Sicht sind.

    452Auf dem Kreis und dem Dreieck gibt es neun gemeinsame Punkte, die die Verbindung zwischen diesen zwei Grundfiguren (Kreis, Dreieck) dadurch herstellen, dass sie mit der Verbindung/Relation der „Seitenmitten“/Winkel mit den Relationen der drei Seitenmitten/-halbierenden), mit den Seitenhöhen zusammenhängen.

    453Die Frage ist, wieso diese neun Punkte, die sich spezifisch auf das Dreieck beziehen, auch auf dem zugehörigen Kreis liegen.

    454Es spielen da zusammen: „Höhe, Mittel-Senkrechte“ → Rz/Rw als einander fremde (→ Rw) „Geraden“ Winkel → Rw zu Rw; (was ist mit den Seiten-Halbierungen?) und der Kreis → Rw-Rw-Rw/Rz/Rz/Rz; Welche Rolle spielt der Kreis-Mittelpunkt?

    455Welche Rolle spielt da der „Seiten-Mittelpunkt“? Er macht aus einem Rw zwei Rw (und damit „viele“); d.h. es ist der Übergang von z-w zu z/w – und damit zu Mathematik als einfache Geometrie, Zahlenlehre z.B..

    456Eine Frage ist, ob dadurch Dreieck, Kreis nur noch innerhalb z/w miteinander zu verbinden sind → war Euler-Gerade und Feuerbach-Kreis andeuten. Übrigens, richtet sich die Euler-Gerade nach der Form des Dreiecks aus?

    457Wie erklären wir „Ähnlichkeit“? Gleiche Winkel, also → Rw- Rw. Und „Streckung“ (bzw. Reduzierung) der Geraden → Rw.

    458b) Ähnlichkeitsabbildungen können orthogonale Kollineationen sein oder, komplizierter und allgemeiner, von der Achsenspiegelung her kommend.

    459Ähnlichkeitsabbildungen können erweitert werden, wenn diese Grundlage (Rw-Rw und Rw) nicht beeinträchtigt wird; das ist bei Achsenspiegelungen der Fall.

    460Als Fixelemente bleiben z.B. Parallelität erhalten, desgleichen das Teilverhältnis einer Strecke. Weil Rw gleich ist bei Parallelen.

    461Polygone teilen „die Welt“ in zwei Gebiete → E1, E2; beide zusammen als: En.

    462Die sie begrenzenden Strecken sind „Rw“; sie durchziehen die „Natur“, d.h. Raumzeit, etc. Der Punkt am „Knick“ gehört beiden Rw an, also muss Rw-Rw postuliert werden.

    463Und der Winkel kann auch als Rw zu Rw angesehen werden.

    464Was ist ein „Punkt“? Rw/Rz. Rw/Rw ist auch ein Nichts; übrigens auch Rw/Rz (da alles vor-raumzeitlich ist).

    465Die Abbildungen sind Verdoppelungen, als G; die eigentlichen N/G sind, was nicht berücksichtigt wird, dass es philosophisch zwei Verschiedene sind.

    466Gleich (G) sind die prinzipiellen Strukturen, die Winkel (Rw,Rz), die relativen Verhältnisse der Streckeneinteilung und der Flächengrößen.

    467Wie können aus so wenigen (aber fundamentalen) Grundlagen derart viele geometrische Folgerungen, Gesetzmäßigkeiten u.ä. gezogen werden?

    468Zum Beispiel Achsenspiegelung, perspektiv-affine Abbildungen, axial-affine Abbildung, Scherung, Definition von Flächeninhaltsfunktionen von Polygonen, „Ergänzungsgleichheit“, „Zerlegungsgleichheit“ der Polygone: Das heißt,. „Natur“, also Rz, Rw, wird „künstlich“ strukturiert; das geschieht in einfachen Rz/Rw, z.B. „Winkel“ (Rw/Rw) oder Geraden (Rw) oder Begrenzungen Rw/Rz.

    469Solche „freien Elemente“ kann man dann beliebig relationieren, zu komplexen mathematischen Größen. So kann z.B. die Menge aller Scherungen mit gemeinsamer Achse eine „Gruppe“ bilden, die kommutativ ist, und ähnliches.

    470Bei der Affinität spielt wohl nur die „Verlängerung“ der Strecken eine Rolle; was ändert sich dadurch?

    471Rw als Kern/Form der Strecke wird – nur- quantitativ verändert; das berührt aber die Rw-Seite nicht; besser, nur auf eine „unwichtige“ Art .

    472Daher bleiben alle anderen Kerneigenarten (natürliche, philosophische) an den Figuren erhalten:Teilverhältnisse der Strecke, Verhältnisse der Flächeninhalte, Parallelität von Geraden (also Rw, Rw/Rz).

    473Projektive Abbildung: In der Zentralprojektion werden die Punkte einer Originalebene auf die einer Bildebene so abgebildet, dass das Doppelverhältnis von Geraden und Ebenen erhalten bleibt.(?)

    474Allgemein: Der Inhalt der projektiven Geometrie ist die Untersuchung der gegenüber projektiven Abbildungen invarianten Eigenschaften und Begriffe.

    475Von der „Zentrale“ her sind die Winkel, also Rw-Rw, für alle Ebenen (Original, Abbildung) festgelegt; also ist Rw-Rw als bestimmende Größe invariant. Die andere bestimmende Größe sind die Geraden, sie haben alle Rw-Charakter; das reicht auch für den Abbildungs-Grund-Gedanken.

    476Die „projektive Geometrie“ beruht auf zwei Grundvorstellungen, „Punkten“ und „Geraden“; die kollinearen Punkte liegen auf einer Geraden und gehen (als Abbildungs-Relation) wieder in kollineare Punkte über. Dieser „Abbildungsvorgang“ ist die eigentliche Relation – (wie im arithmetischen Gegenstück die Summe, etc.) –. Sie ist deshalb „unverändert“ und damit für die Gesetzlichkeit/Konstitution der „Geometrie“ grundlegend, weil es dabei nur um Rw (Geraden) und Rz/Rw (Punkte) geht.

    477Bei den Kollineationen und deren Gruppeneigenschaft geht es um Varianten der „z/w“-Gleichgewichte. Und zwar „ausdifferenziert“ in einige Haupteigenschaften dort, z.B. formal die „Unveränderbarkeit“, z.B. (Gruppeneigenschaften:) identische Abbildung, „Produkt“ als Abbildung und „reziproke Abbildung“ sind Vertreter von den Hauptkalkülen. Sie bewirken zwar etwas, aber keine echte Veränderung; dann: Kollineation heißt, dass kollineare Punkte auf einer Geraden wieder in kollineare Punkte übergehen.

    478Damit wird z/w dem „z-w“ (→ imaginären Kalkül) konfrontiert, bei dem sich prinzipiell alles verändert.(? → z-z =z).

    479Die Untergruppen der allgemeinen Kollineationen (kongruente, ähnliche, affine Abbildungen der Ebene auf sich) sind als Varianten von z/w zu analysieren.

    480Dabei spielt die Abbildung eines Punktes (→ Rz/Rw) wieder auf einen Punkt (z-B. auf einer Geraden) die wesentliche Rolle, innerhalb von „z/w“ zu bleiben; „z-w“ kann keine „Punkte“ erzeugen.

    481Auch „Geraden“ sind z/w-Elemente, weil sie zwar Rw-Charakter haben, aber durch End-Punkte/Anfangs-Punkte etwas geometrisch Anderes sind. Die Kollineationen, die eine bestimmte Gerade wieder in eine Gerade überführen, sind also eine weitere Gruppe/Variante in z/w.

    482Es geht dabei um Zweierlei (2×2): Endlichkeit, Unendlichkeit sowie Punkte und Geraden.

    483(Was steht im Zentrum der „Perspektivischen Abbildung“?) Punkte sind Rz/Rw, Geraden Rw.

    484Bei den zentralen Kollineationen gibt es einen „Fixpunkt“ und eine Gerade/Achse, die bei der Abbildung punktweise fest bleiben. Eine Streckung ist eine Kollineation mit einem „eigentlichen“ endlichen Fixpunkt und einer uneigentlichen (-> unendlichen) Achse.

    485Zentrale Kollineationen mit eigentlicher Achse und uneigentlichem Zentrum ergeben eine affine Abbildung.

    486Diese vier Größen (endlich, unendlich, Punkt (Rz/Rw), Gerade) werden dann noch durch die Untergruppen der „ähnlichen Abbildungen“ ergänzt; bei ihr wird die Orthogonalität, also Rz-Rz/Rw-Rw hinzugenommen; (d.h. auch, affine Abbildung, die senkrechte Geraden wieder in senkrechte Geraden überführen).

    487Jetzt haben wir ein doppeltes Grundgerüst (→ OG. und z,w): z/w = Endlichkeit, Punkt, Orthogonalität = N/G (→ Mathematik), z-w = Unendlichkeiten, Geraden, E-(„I“)-N-G (→ Mathematik).

    488Mit den zugrunde liegenden Rw (Gerade), Winkel (Rw-Rw), „Entfernung“ (Rw zu Rw/Rz) kann man über den Zwischenschritt der projektiven Geometrie (kongruente, ähnliche, affine Abbildungen) viele (alle?) weiteren geometrische Figuren erzeugen.

    489Weil sie alle auf Rw,Rz zu reduzieren sind.

    490Auch können viele Sätze der Planimetrie als spezielle Fälle allgemeiner projektiver Sätze aufgefasst werden. Zum Beispiel die projektive Erzeugung der Kegelschnitte.

    491Es geht uns um die ideelle Strukturierung der Raum-Ebene.

    492Die „Abbildungen“ sind dabei die „Verallgemeinerung“/Ausdehnung/Übertragung von Anfangsgrößen auf die Ebene, die dadurch strukturiert und/oder sogar erst „definiert“ wird. Ausgangsgrößen sind Punkte (→ Rz/Rw) und deren Relationen (→ Rw); und zwar genügen bereits „drei“ Punkte (nicht-kollinear) und deren Verbindungen, die damit drei Geraden erzeugen (also Dreiecke bilden); (d.h. das Dreieck enthält bereits alles, was „Ebene“ ausmacht).

    493Die Affinität, in ihren Varianten, erzeugen damit diese „Ebene“ als unbegrenzte – als „uneigentliche“.

    494Kann das Verhältnis von Endlichkeit und Unendlichkeit, das hier erscheint, mit den Fixelementen (Punkt, Achse) allein konkretisiert werden? Dito die Unendlichkeit?

    495Für uns ist wichtig, dass wiederum Endlichkeit (z/w) und Unendlichkeit (z,w) als Grundstruktur von „Mathematik“ hier erscheint.

    496Zusammenfassung: Wir gehen von den einfachen Rz/Rw-Relationen aus: „Punkt“, Gerade, „Ebene“, „dreidimensionaler Raum“. Sie bestehen aus unterschiedlichen Rz/w-Relationen …

    497Die „Gerade“ baut auf dem „Punkt“ auf – (sowohl in Rz/Rw-Komplizierung wie als herkömmliche Geometrie) – und die Ebene baut auf der Gerade auf, der Raum auf der Ebene.

    498In der „Geometrie“ geht es um die „Ausgestaltung“ dieser Grundgrößen (Punkt, Gerade, hier: Ebene, Raum). Das geschieht z.B. bei „Affinität“, indem ein Punkt und eine Gerade/„Achse“ fixiert werden – und jetzt weitere Rw (Winkel), Geraden (→ Dreieck) hinzukommen.

    499Beispiele für diese „Strukturierung“ der „Ebene“ durch jene wenigen grundlegenden Elemente, die aus Rz,Rw gebildet werden können;

    500also Rz,Rw → Winkel, Gerade, Fixpunkt, endlich, unendlich → führt zur Konstruktion der Abbildung, affine Ähnlichkeiten u.ä. hin zur Konstruktion, zu Erklärungen, Beweisen der Kegelschnitte und zum Beispiel auch der Satzgruppe des Pythagoras.

    501Sowie zu weiteren Figuren in deren „systematischen“ Zusammenhängen.

    502Die Grundstruktur: Es gibt Rw-Rw und Rz-Rz und Rz/Rw.Figuren in der Ebene (etc.), Dreiecke, Vierecke können so klassifiziert werden:

    503Rw (Gerade) wechselwirkt mit einer „senkrecht“ zu ihr verlaufenden „anderen“ Geraden (Achse der „Spiegelung“); dadurch entsteht eine affine Abbildung; aber ist diese senkrecht zu Rw verlaufende von Rz-Charakter?

    504Die Spiegelung an einem Punkt: Rz/Rw wechselwirkt mit Rw.

    505Mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Diese „Abbildungen“ (affine) lassen „geometrische Figuren“ entstehen .

    506Bei Dreiecken sind nur Achsenspiegelungen (also durch Abbildungen erzeugt) möglich; jedes Dreieck wird durch Affinspiegelung an einer Seitenhalbierenden auf sich abgebildet; punktsymmetrische Dreiecke existieren nicht. (Je nach Anzahl der Symmetrie-Achsen: gleichschenkelige, gleichseitige.

    507Bei allen Vierecken wird bei deren Erzeugung durch Affinspiegelung, auf sich Abbildung, auch die Punktsymmetrie neben der Achsensymmetrie gebildet..

    508Diese Erweiterung von Rw (→ Dreiecks-Achse) zu Rz/Rw, Punkt zum Viereck, muss in einer allgemeinen Strukturierung des Raumes (hier der „Ebene“) verstanden werden.

    509Weil im dreidimensionalen Raum die Rz/Rw und Rw, Rz überall gleich gelten und mathematisch dort – (und in allen Räumen/n-Dimensionen) – ebenso überall „N-G zu N/G“ gilt, kann man die Geometrie der Ebene auf die des IR3 übertragen, quantitativ erweitern. (die Ursache ist z-w zu z/w).

    510Von N-G her gilt, dass alle „Strukturen“ dort Unendliche, „Uneigentliche“ und von N/G her als eigentliche erscheinen können, z.B. Gerade, Punkt..

    511Aber was ist ein „unendlicher Punkt“? (Punkt im Unendlichen). Das scheint eine Denkkategorie zu sein, die „N-G zu N/G“ vervollständigen lässt.

    512Für den Raum (IR3) gilt entsprechend, dass affine Abbildungen, perspektiv-affine Abbildungen durch „Parallelprojektion“ und Geraden durch einen festen Punkt (→ Endlichkeit), mit Hilfe von projizierenden Geraden (endliche) und zwar auch als uneigentliche Punkte und uneigentliche Geraden, (→ Unendlichkeit) erzeugbar sind.

    513D.h. die Grundstrukturen (endlich, unendlich – Wechselwirkung -, Punkt, Gerade, Parallelitäten → unendlich, endlich) die wir auf „z,w“ reduzieren, gelten auch im IR3.

    514Bei den Zentralprojektionen, Perspektiven, Kollineationen geht es (wie wohl überhaupt in der Geometrie) um Einheiten, die auch in der Philosophie zentral sind. Das sind der „Punkt“, die Gerade, Ebene, IR3, Drehungen, und Endlichkeit, Unendlichkeit/ „Uneigentlichkeit“, Parallelen, Abbildungen, Streckungen, Translationen,, Teilen von Strecken, Verhältnisse dieser Teilstrecken.

    515Diese wichtigen Größen kann man „fixieren“, um dadurch geometrische Strukturen, Funktionen, z.B. Fixpunkt/Zentralpunkt, Achse zu erzeugen.

    516Dies alles kann durch Relationen in statischer und zweimal dynamischer Art von Rz, Rw reduziert werden.

    517Die Menge aller projektiven Kollineationen bildet bezüglich der Komposition eine Gruppe. So hängt Algebra mit Geometrie zusammen; genauer, beide werden auf Rz,Rw reduzierbar;

    518Denn „Gruppe“ (vorräumlich/vorzeitlich → die Unterscheidung „rechts-links“ erübrigt sich → e ∙ a = a ∙ e, e = a ∙ a-^).

    519D.h., es geht um Rw-Rw (w-w) (bzw. z-z). Und es gibt genau ein neutrales Element (z/w- oder z (bzw. w); und es gibt ein inverses Element zu jedem Element → z zu w (in z/w).

    520„Gleichungen … besitzen genau eine Lösung“ → Relationen zwischen z, w sind eindeutig.

    521Es gibt Relationen von Relationen → a = b, b = c → a = c

    522Unsere Hypothese: Diese Geometrie (projektive Abbildungen u.ä.) beruht auf den gleichen z,w, Rz-,Rw-Eigenarten.

    523Auch für die Kegelschnitte gilt, die idealen Gebilde (Punkt, Gerade, Ebene) sind auf Rz/Rw, Rw, etc. zu reduzieren; und d.h. „formal“ auf Endlichkeit (N, G) und Unendlichkeit (N-G, E). Dann kann man aus diesen Elementen die einzelnen idealen (!) geometrischen Figuren dadurch gewinnen, dass man relationiert bzw. einzelne Elemente weglässt; z.B. erhält beim Kreis eine symmetrische quadratische Form den Wert Null; in der linearen Gleichung, die von den projektiven Koordinaten der Punkte einer Geraden erfüllt wird.

    524Je nachdem, ob die Kurve keinen (Null), einen oder zwei uneigentliche (unendliche) Punkte hat, handelt es sich um eine Parabel (1 Punkt), Hyperbel (2), Ellipse.

    525Zum Verhältnis von Geometrie und Abbildungs-Gleichungen: Dazu werden als „Übergang“ zwischen beiden die „Koordinaten“ installiert. Sie verwandeln „Punkt“ (Rz/Rw), Gerade (Rw), Winkel etc. in Zahlen und Kalküle (→ mathematische Funktionen).

    526Das geht nur, weil beides mal „Rz,Rw“ zugrunde liegt..

    527Die Einführung der „Koordinaten“kreuze ist dabei der entscheidende Übergang, die Vermittlung zwischen „Geometrie“ und Algebra.

    528Auf die Koordinaten (eines Punktes) beziehen sich beide, ebenso auf die „Vermittlung“ zum „Bildpunkt“ als dessen „Berechnung“ (dessen Koordinaten) aus dem vorgegebenen Punkt.

    529Dieser Übergang von der Geometrie zur Algebra betrifft hier z.B. die Kongruenz-, Ähnlichkeits- und affine Abbildung.

    530Wenn man die euklidische Ebene IR2 als Vektorraum über IR auffasst, wird der Übergang zwischen geometrischer und algebraischer Beschreibung „einfach“.

    531Weil dieser Übergang durch die zwei „Vektoren“, dieKoordinaten, gegeben ist.

    532Zum Beispiel einfach beim kartesischen Koordinatensystem deren Basisvektoren senkrecht zueinander stehen und gleich lang sind.

    533Die drei Koordinaten (x, y, z) sind unabhängig. R-Gebilde, welche die Rz, Rw, Rz/w repräsentieren. Mit Rw auch jede „Entfernung“ als IN und Geraden-Bildung, Kurvenbildung.

    534Damit sind alle algebraischen Größen (IN, Relationen/Kalküle), die auch auf Rz,Rw reduzierbar sind, gegeben.

    535Allgemein: Der Übergang „Natur-Geometrie-Algebra“ stützt sich auf „I“ (→ R), E (→ Rz/Rw), N/G (→ R als Relationen).

    536Zur Zahlentheorie: π (Pi) ist eine transzendente Zahl, wo ist der Unterschied zu IN, IR, imaginärer Zahl? Die imaginäre Zahl ist freie w oder freie w w (bzw. z-z) (Also als R-Aspekt)

    537IN ist enge Rz/Rw = 1 (Eins); aber alle weiteren IN erhalten zusätzliche Rz (durch die Addition), sodass Ungleichgewichte entstehen; (auch Rw und nur die Rz werden durch diese Kohäsion „unwichtiger“?) Im Raum ist Rz/w der „Punkt“). IR ≙ z/w ≙ Rz/Rw als dynamisches Zusammenspiel beider, d.h. Rz weist dynamisch ins unendlich Kleine, Rw ins unendlich Weite.

    538π die Transzendente Zahl ≙ Rz/Rw im Gleichgewicht (→ daher „Naturkonstante π, e, …), aber mit vielen Rz, Rw.

    539π als transzendente Zahl (Rz/Rw) macht dann den Unterschied zwischen Kreis und „regulären n-Ecken“ aus). Die Streckenlänge in n-Eckgebilden (n > 3 → Polygonzug ist geschlossen) ist eine reelle Zahl (→ IR ≙ Rz/Rw, nun kommt aber das Problem der „Ecken“ dazu; diese (Innen-)Winkel (gleich großer Art) müssen als weitere Rw (bzw. Rw-Rw) mit in die philosophische Überlegung einbezogen werden.

    540Die Annäherung zwischen IR und Transzendenter Zahl wird dann von der unendlichen Vermehrung der Ecken bei gleichzeitiger Veränderung des Rw-Rw–Verhältnisses (also der Differenz zwischen den Richtungen der den Winkel bildenden Rw) bestimmt.

    541Die Rw werden immer mehr. Die Streckenlängen werden immer kürzer, das betrifft aber Rz.

    542Wo sind die Grenzen dieser Rz-Ballung und/oder der Rw-Ausweitung? Die Rz/Rw (≙ π) müsste dort angesiedelt sein.

    543π ist nicht nur Rz, auch nicht nur Rw, aber wohl auch nicht ein doppelt dynamisches Gleichgewicht oder ein statisches.

    544Die Ecken werden unendlich viele und jede Ecke wird unendlich kleiner; das bereitet die Relation Rz-Rz/Rw-Rw vor.

    545„Ecke“ ist Rw-Rw; wenn der Winkel tendenziell unendlich klein wird, dann geht Rw in Rw über. Unklar bleibt dabei: Ob man (in dieser Relation/Rw-Rw) von zwei verschiedenen Rw überhaupt reden darf. Oder ob es dabei bereits um Rw und Rz (als das „Andere“ zu Rw) geht. Dann aber ist diese unendliche Annäherung wiederum Rz/Rw.

    546Die Intervall-Einbindung des Kreises durch ein inneres und ein äußeres Vieleck sind Näherungen „von unten“ und „von oben“ an π. Aber das ist (als/vs. geometrisches Bild) nur denkbar, wenn es durch Rz eine „unendliche Tiefe“ gibt, die aus der Räumlichkeitsvorstellung hinausführt; dito Rw → „es geht immer weiter“, jedoch führt es räumlich nicht über jenes äußere Vieleck hinaus.

    547Die Darstellung des Kreisumfanges als Strecke durch „Lineal und Zirkel“ ist deshalb nicht möglich, weil „Strecke, Lineal“ Rw-Varianten sind. Und Zirkel bleibt Rz/Rw. Und das Rz hat keinen vermittelnden Repräsentanten hierbei.

    548Spezielle Flächen und Körper erhält man durch verschiedene Relationierungen von Ecken (→ Rw-Rw), π (→ Rw/Rz-Inhalte → Sw/Sz) Strecken (Rw) etc.

    549Zum Beispiel wird aus dem Kreis die Kugel durch Rw (Strecke) in alle möglichen Rw-Richtungen; zum Beispielwird aus dem Kreis (Rz/Rw) ein Zylinder, indem man nur eine Rw-Richtung hinzu nimmt.

    550Zum Beispiel wird der Inhalt und die Oberfläche einer Pyramide, einer Kugel allein bestimmbar durch Punkte (Rz/Rw) und Strecken (Rw); Höhe, Radius z.B.

    551Die Kurvenlängen, Flächen-, Rauminhalte werden durch die Integralrechnung kalkülmäßig entwickelt, die Unendlichkeit, die Summe sind ebenfalls Rw-, Rz- und Rz/Rz-Erscheinungen.

    552Die mathematische Darstellung von verallgemeinerten regulären Körpern in IRn (n ≥ 5)-Räumen ist relativ einfach (z.B. Kugelvolumen („Hyperkugel“).

    553Uns kommt es darauf an, dass die Mathematik in allen Räumen, also in allen Relationen Rw/Rz zu Rw-Rw/Rz-Rz, mit beliebig vielen Rz,Rw, sicher funktioniert, weil die Mathematik auf Rw,Rz gründet.

    554Die Schwierigkeiten des Auges, die Dreidimensionalität in IR2 abzubilden, sind bekannt; ähnlich muss die „darstellende Geometrie“ ebenfalls „Hilfen“ erhalten, um räumliche Gebilde auf die Ebene IR2 abzubilden. Wir meinen, jedes Mal sind die (organischen oder technischen) Hilfsmittel so gewählt, dass die philosophischen Basis-Elemente Rz, Rw, Rz/Rw erhalten bleiben … D.h. die wichtigste Anforderung an solche Abbildungen ist, dass Punkte (Rz/Rw) in Punkte und Geraden (Rw, Rz) in Geraden abgebildet werden.

    555Worauf beruht die Erfassung von reellen Zahlen im „Raum“?

    556Es gibt zwei Möglichkeiten, die aber auf dieselbe Basis zu reduzieren sind.

    5571.) Die drei Koordinaten als drei Rw, die im Eck-/Nullpunkt Rz/Rw-eng, maximal verbunden sind und die durch ihre Rw/Rz-Rz-Relation sich unterscheiden? Sowie sich „schneiden“, als Rz/Rw.

    5582.) Die Winkel-Angabe (Rw-Rw) und die Strecke (Rw zu Rz/Rw → Endpunkt der Strecke).

    559Also:In der Geometrie allgemein und in der Darstellenden Geometrie“ speziell spielen die „drei Weisen“ eine zentrale Rolle:

    5601.) Linearität (→ Rw), Länge (→ Rz/Rw als Punkt auf Rw) der Strecke

    5612.) Punkt (Rz/Rw eng), Senkrechtstehen und Fläche (Rz/Rw-weit)

    5623.) Parallelität (Rw zu Rw) und Winkel (Rw/Rw)-> auch Senkrecht.

    563Das kann man durch Rz,Rw erklären – und damit die Verbindung zur „Materie“ herstellen (S, R, etc.)

    564Warum sind nur geometrische Probleme rechtwinkliger Dreiecke einer rechnerischen Behandlung zugänglich?

    565Für „das Rechnen“ benötigt man je beides: Punkte (Zahlen) und Relationen (Kalküle) (→ z/w zu z-w bzw. N/G zu N-G).

    566Der „Punkt“ ist hier der, bei dem die 2 Rw senkrecht aufeinander stoßen, dadurch ergibt sich eine „maximale Fremdheit“ (als Neutralisierung, als „Nichts“).

    567Eine andere Kombination ist die „Streckenlänge“ (gibt’s noch mehr?) (mit Rw/Linie und Punkt (Rz/Rw-eng) darauf), dazu Rw-Rw (Winkel).

    568Vorgegeben sind R-Aspekt, Rz/Rw. R-Aspekt als Vielheit und die „Relationierung“ dieser Elemente (mehr nicht). Daraus lässt sich eine „geometrische“ Darstellung gewinnen: Winkel (Rw-Rw), Strecken (Rw und Rz/Rw → Punkte, welche die unendliche Linie/Rw teilen).

    569Und es lassen sich – in einer anderen „Sprache“, (die eine ist die bildliche Sprache „Geometrie“), in der der Mathematik, mit deren weitreichenden Darstellungen, konstruieren.

    570Die Winkelfunktionen beruhen darauf, sodass es um die „Ebene“ in der Raumzeit geht (→ 3Rz/3Rw), und dass das Dreieck, die/eine Grundfigur („geschlossen“, etc.) (neben dem „Kreis“) in der Ebene ist, daher alle wesentlichen Eigenarten enthalten kann.

    571Weil die „Räumlichkeit“ sich auf wenige Elemente stützt, die im Dreieck kombiniert werden, und die dann die Brücke zur „Mathematik-Basis“ (sowie zur philosophischen Terminologie → OG → Relation) bilden lassen.

    572Das sind Rw (Linie), Punkt Rz/Rw, Strecke/Entfernung (Rw mit Rz/Rw), Winkel Rw-Rw (bzw. „Senkrechte“.

    573Eine der Relationen, die nur jene Ausgangsgrößen kombiniert, ist die Sinusfunktion: Bei rechtem Winkel gilt, dass das „Verhältnis“ der Streckenlängen zweier Seiten im Dreieck allein von der Größe des Winkels (bzw. cos α „sin α“) abhängt.

    574Philosophisch wichtig ist, dass diese Relationierungen in ihrer mathematischen Objektivität von der Basis-Objektivität von Rw etc. abhängt; und

    575β), dass mit „Sinus“ etc. die „Ebene“, der „Raum“ „aufgeschlossen“ werden kann.

    576Das heißt, dass man von der „Kenntnis“ einiger Details kraft der „objektiven Basis“ (Rw etc.) auf andere Details „mathematisch“ (→ auch „logisch“) Schlussfolgerungen ziehen kann; weil diese „objektive Basis“ „vollständig“ und damit eben „objektiv“ ist.

    577„Geometrie“ und/zu „Mathematik“ zeigt sich darin, dass einerseits Rw, Strecken, Punkte, Winkel (auch als „π“, Rz/Rw oder Sw/Sz) stehen und andererseits Zahlen (→ E) (→ Rz-Rz/Rw-Rw), Kalküle (→ Rz-z/Rw-w und N-G zu N/G) kombiniert werden. Wie kann man diese Dreiheit (Geometrie, Mathematik, sprachliche Begriffe), und deren Übergänge genauer beschreiben?

    578Die allgemeine Relationsfähigkeit, die hier die Basisgrößen (Rw, Rz, Rw/Rz) betrifft, kann deshalb alle Arten von Relationen einbeziehen,

    579weil die allgemeine „I-Sphäre“ das prinzipiell ermöglicht; „R“ ist Relation und erzeugt Relationen (N, G im Begrifflichen). „I“ ist ebenfalls stets Relation, von „Rz,w“ her.

    580Hier betrifft das die Tatsache, dass z.B. die „Strecken“ in ihrem Verhältnis auch „vertauscht“, relationiert werden können, es daher statt „Sinus“: Cosinus (ähnlich Tangens, Co-Tangens, u.ä.) gibt.

    581Die Berechnung von Dreiecken erfordert es, dass man sechs Variable (3 Seiten, 3 Winkel) zu berechnen hat. Dadurch, dass alle sechs die gleiche physikalische (und basis-philosophisch-mathematische) Strukturierung haben, nämlich Rz, Rw, Rz/Rw, – (→ Winkel Rw, Punkte auf Strahl (Rw), die die Streckenlänge bestimmen: Rz/Rw oder Rz) – können Relationen hergestellt werden, die die Berechnung der sechs aus (z.B. nur drei) Größen erlauben.

    582Der „Kosinussatz“ (dito „Sinussatz“ u.ä.) erlaubt diese Berechnungen; („Pythagoras“ vereinfacht, weil der rechte Winkel als 4. Größe auch schon vorgegeben ist).

    583Arithmetisch gilt diese Möglichkeit, weil dann drei unabhängige Gleichungen mit sechs Variablen vorliegen – und die philosophische Relationalität es ermöglicht, die „fehlenden“ Größen durch Relationen zu gewinnen → Grundmuster „z/w → z,w“, N/G → G, N; z.B. Relationen: Seite/Winkel/Seite, Seitenlänge zu Seitenlänge etc. → Rz, Rw zu Rz/Rw.

    584Hyperbolische Geometrie: War in der Trigonometrie die IR2-Ebene die Basis, so werden nun in „komplexer“ Ebene die imaginären Zahlen hinzugenommen.

    585Sowohl in der geometrischen Vorstellung (Erweiterung der „Ebene“ als gebogene Flächen), als auch in der Hinzunahme der imaginären Zahlen wird eine philosophische Erweiterung betrieben: zu z/w kommt „z-w“ hinzu.

    586Wie kann man die w-w, z-z (also die mathematische Imaginarität in Hyperbolik finden; zumal sich das noch im dreidimensionalen Raum abspielt? Dreidimensionalität ist Rz-Rz-Gleichgewicht zu freien Rz (->„i“) . Eine Auswirkung ist z.B.: Eine hyperbolische Ebene ist eine metrische Ebene, in der es unverbindbare Geraden gibt. Das Problem dabei ist, geometrisch zu veranschaulichen, was komplexe (Ɑ), also vor allem imaginäre und imaginäre zu reellen IR Verhältnisse sind. Zumal die geometrische Darstellung das eigentlich gar nicht erlaubt …

    587Ist „imaginär“ mit „Uneigentlichen“ (Punkten, Geraden) gleichzusetzen)?

    588Physik → z-w zu z/w …d.h., die freien Rz, Rw in der „Natur“ der Geometrie (dreidimensionaler Raum) spielt hier eine Rolle.

    589In der hyperbolischen Geometrie treten an die Stelle der Geraden, welche zwei Punkte auf dem kürzesten Weg verbinden, jetzt Kurven/hyperbolische Linien. Also anstatt „Rw“ jetzt Rw/Rz-Relationen; insofern ist es diese Erweiterung der Geometrie im Detail.

    590Philosophisch ist „Rw“ ein Randphänomen; allgemein gelten unendliche Relationierungen als das andere Extrem.

    591Die Winkelsummen im hyperbolischen Dreieck sind kleiner als π und die Winkelsumme eines elliptischen Dreiecks ist stets größer als π.

    592„π“ ist das Gleichgewicht Rz/Rw (->Sw/Sz); die prinzipielle Erweiterung der z/w als Phase wird hier als Rw-Rw/Rz, Rw/Rz-Rz angedeutet.

    593π ist eine absolute Konstante der Natur, d.h. ein Sw/Sz-Verhältnis (oder w/z) (nicht Rz/Rw).

    594Was geschieht, wenn man die Anzahl der z (bzw. w., bzw. beider) erhöht? Es entstehen Ungleichgewichte (und/oder Gleichgewichte).

    595Dabei muss gesehen werden: Viele z (z-z …) schwächen die Sz-Summe; das alles kann/muss raumzeitlich gesehen werden.

    596Speziell „geometrisch“ ergeben sich dabei Extremformen („Punkt“ → und „Linie“). Dazwischen jene Formen und mathematische Beschreibungen der elliptischen, hyperbolischen etc. Geometrie.

    597Es geht um den Übergang von Kreis und Dreieck, den beiden IR2-Grundfiguren. Als Variante des Übergangs N/G zu N-G etc.und Rz/Rw zu Rz-Rw.

    598Weil den elliptischen und hyperbolischen Figuren Rz/Rw-Verhältnisse zugrunde liegen, geht es dort stets um Werte in IR.

    599Und diese Werte sind gegen Bewegungen invariant und besitzen die Eigenschaft der Additivität.

    600Das alles wäre nicht möglich, wenn die „z-w“, also freie z oder freie w bestimmend wären; (→ imaginäre Zahlen).

    601Zum Beispiel ist die „Addition“ von z („z-z“) ganz etwas anderes als die von z/w. So ist „raumzeitliche“ Bewegung an Rz/Rw orientiert und die Dynamik der z-z (bzw. w-w) ist eine völlig andere.

    602Vektorraum: Es geht uns um die zwei Übergänge, zwischen Natur (Sz,Sw,Rz,Rw) und Geometrie und Mathematik, Algebra (→ Rz,Rw) und zwischen diesen und OG;

    603Konkreter: „Punkte“ sind einerseits Rz/Rw. Rw ist Linie, durch Rz „begrenzt“. Andererseits sind es IN, IR (Zahlen). Als Zahlen sind sie auch E, N (z.B. Eins, Null) und die Summierung ist ein Rz/Rw-Vorgang.

    604Von S/R an kommt es auf die „Relation“ zwischen zwei S/R (z.B. z-z oder w-w oder z/w) an. Diese Relationen sind Rz- und Rw.-bedingt. Sie sind später/im Begrifflichen sowohl als „I“ wie als N, G entwickelt.

    605Hier in der Geometrie merkt man noch die anfänglichen Eigenarten dieser Relationen: Der „Vektor“ beschreibt die gegenseitige Lage von Punkten; es wird also die Unterscheidung von Punkt (E, Rz/Rw, S/R) und Relation noch nicht konsequent durchgesetzt.

    606Am einfachsten ist das in der vierdimensionalen Raumzeit zu zeigen; es kann dann aber verallgemeinert werden:

    607Im „Raum“ gibt es Punkte (Rw/Rz) und gerichtete Linien/Pfeile Rw (und Rz).

    608Jeder „Pfeil“ führt als Relation Rw von einem Angriffspunkt (Rw/Rz) (→ N, G) zu einem Zielpunkt (→ E)

    609z.B. als Ergebnis des Handelns. („I zu N,G,E`zu E“)

    610Zuerst muss gesagt werden, was sich im Vor-Raumzeitlichen abspielt wird doch immer wieder von z/w/Raumzeit → Begriffen dargestellt und verstanden. Aber wohl auch umgekehrt: Bei der „z/w“-Phasik wirkt „z-w“ mit.

    611Das betrifft z.B.: S/R (z oder w) ist Wechselwirkung, welche als „Strecke“ (nicht als Pfeil/Linie) gelten muss, weil die Begrenzungen (Ausgangs-, Endpunkt) von der S-Stärke abhängen. D.h. „Pfeil“/Rw allein/I-isoliert hat keinen Anfangspunkt und keinen Endpunkt.

    612„I“, Rw, Rz sind „pure“ Richtung; (pure Relation nur, wenn S/bzw. Punkte dabei sind).

    613Pure Richtungen kann man aber raumzeitlich nicht denken.

    614Daher auch nicht „verschiedene“ Richtungen oder „Gegenrichtung“.

    615„Gleiche“ Richtung („Klasse“ von Vektoren), bzw. „unterschiedliche“ Richtungen lassen sich nur verstehen, wenn man z/w (hier Raumzeit →3Rz/3Rw) voraussetzt.

    616Der „Betrag“ eines Vektors, seine Streckenlänge, ist deshalb eine räumliche (wohl „raumzeitliche“) Sache, weil das Rw durch Rz/Rw (Punkte) überformt wird.

    617Der „Nullpunkt“ ist hier definiert, wo Angriffs- und Zielpunkt zusammenfallen, also Rw eliminiert ist. Und nur die „Neutralität“ von „Rz/Rw“ wirkt.

    618Man sollte also die vor-räumliche Lage unterscheiden von der Überformung in Alltags-Raum;

    619z.B. wäre der Gegen-Vektor von Rw das Rz. Im „Raum“ (der dadurch hier gebildet wird, dass die Vektoren gebunden werden an „Punkte“ (Angriffs-, Zielpunkt), die als Rz-z/Rw-Gebilde die Raum-Form (Rz-Rz/Rw) haben, ist der „Gegenvektor“ nur die Richtungs-Umkehr.

    620Zum Beispielkann im Raum die Addition (bzw. Subtraktion) der Vektoren auf bekannte Art durchgeführt werden (auch diese Verknüpfung von Vektoren ist dann natürlich kommutativ).

    621Im Vor-Raum nimmt z.B. Sw mit Addition von w ab, dito Sz … Kommutativität ist dort nicht gegeben, schon weil es kein „links, rechts“ gibt.

    622Der Nullvektor/neutrales Element ist im Raum jener Punkt, wo Angriffspunkt = Zielpunkt ist. Im Vor-Raum gibt’s kein Nichts/Null, nur unendliche Annäherung an N.

    623Rz/Rw = neutral, aber bereits wieder „Räumlichkeit“.

    624Das alles kann als Übergang geschildert werden. Die Richtungen Rw und Rz sind nicht nur vor-raumzeitlich, sondern auch „vor“ dem IR. Indem die Rw und Rz aufeinander bezogen werden („z/w“), werden sie geometrische „Vektoren“ und zugleich sind verschiedene Rw/Rz-Varianten die Basis von „IR“.

    625Daher sind die Eigenschaften (Assoziationsgesetz, Distributivgesetz) im Vektorraum (V3), Vektorebene (V2) dieselben wie im IR.

    626D.h. Rz/Rw ist die Basis.

    627Wie hängen IR und Vektoren zusammen?

    628Beide sind auf den dreidimensionalen Raum bezogen. Und dort sind sie Rz, Rw und Rz/Rw.

    629Man kann also auch für die IR (reellen Zahlen) Richtungen allgemeiner Art angeben.

    630Die Relationen/Kalküle (Geometrie und Algebra) beruhen auf diesen Rw,Rz

    631Man kann also im dreidimensionalen Raum (hier „Geometrie“) Bezüge beliebig konstruieren, z.B. zwei Vektoren kollinear verbinden (d.h. eine Gerade zu hinzugeben, zu der die durch ihre Repräsentanten bestimmten Strecken parallel sind.

    632Dann kann man (z.B.) die zwei Vektoren „verbinden“ als „Vielfaches“ voneinander.

    633Dasselbe kann man mit reellen Zahlen machen. Solche „Relationierung“, „Vergleich“ u.ä. ist nur im z/w und hier im dreidimensionalen Raum möglich; in vieldimensionalen Räumen und in „z-w“ zeigt sich das „allgemeiner“.

    634„Die Natur“, hier die „Raum-Vorstellung“ wird von Seiten der Natur durch Rw, Rz, Rw/Rz bestimmt.

    635Aber seit Descartes (und alltäglich) wird dieser Naturraum (vereinfacht) strukturiert: Drei Rw stehen „senkrecht“ aufeinander; der Gedanke/die Vorstellung von „senkrecht“ beruht auf Rw/Rz; (sonst wird Rz dort nicht berücksichtigt).

    636Aus dieser Strukturierung kann man nun die euklidische Geometrie aufbauen: hier z.B. „Vektoren“ sowie ihre „lineare Abhängigkeit“ (Kollinearität, Komplanarität).

    637Die zentralen Relationen (z.B. Summierung der Vektoren, Linearkombination, lineare Abhängigkeit der Vektoren),) sind geometrisch und algebraisch nur möglich bzw. gleichzusetzen mit den Relationen der Rz und Rw.

    638Dasselbe gilt für die Relationen/Kalküle der IR.

    639Eine spezielle Kombination der Rw (Vektoren), mit einem festen „Punkt“ als „Kombinations“-Erscheinung heißt/ist das descartische Koordinatensystem.

    640IR3 und V3 hängen da über diese Dualität zusammen:

    641Jeder Raum-Punkt kann entweder über Nullpunkt → x, y, z oder direkt vom Nullpunkt/„Orts-Vektor“ „erreicht“ werden. So hängen allgemein auch „Mechanik“ (Cartesik) mit „z-w“ (hier nur Rw als „Orts-Vektor“) zu z/w (hier die zwei Punkte (Null, Endpunkt) zusammen.

    642Bei IR → N-G- zu N/G …

    643Zunächst gilt ganz allgemein, dass man die (räumliche) Richtung eines „Vektors“ ebenso verallgemeinern kann wie die (räumliche) Länge des Vektors. Das gilt auch für die mathematische Behandlung der Vektoren; z.B. für das „Skalarprodukt“. So kann man das Skalarprodukt zweier Vektoren geometrisch als Länge des durch Projektion des einen auf den anderen Vektoren gewonnenen neuen Vektor deuten.

    644Ganz allgemein gilt „I“ (Winkel, Richtung) und E … → „Länge“ als Ausdruck von Rw und Sw.

    645Das Skalarprodukt eliminiert die I-Seite, also die R-Seite. Diese unsere Verallgemeinerung bedeutet dann hier, dass durch die E-Entwicklung die I-Seite eliminiert wird, bzw. genauer, von der E-Seite abgetrennt wird.

    646Erst wenn man dieses Skalarprodukt bildet, kann das Kommutativ-Gesetz (a mal b=b mal a) und das Distributivgesetz dort wirken.

    647Das gilt auch für „a mal b = Null“ bei Orthogonalität.

    648Denn sind sie z/w-Figuren, d.h. z-w ist eliminiert; und nur in z/w-Phasen gelten jene Grundgesetze (Kommutativität etc.).

    649Wegen der Elimination von „z-w“ ist der Betrag des Vektorproduktes als „Flächeninhalt“ (eines Parallelogramms) zu verstehen.

    650Dabei muss man bedenken, dass „Linie, Fläche“ Abstrakta sind, die die allgemeinen Rz/Rw-Verhältnisse – (durch Einfluss von OG …) – vereinfachen („in der Natur gibt es keine Linie, Fläche, isolierte Körper“).

    651Das geht nur, wenn man die unendlichen Wechselwirkungen aller Rw, Rz „vereinfacht“.

    652Warum gilt, dass bei Orthogonalität das Skalarprodukt gleich Null ist? Die Dreidimensionalität des Raumes wird so begriffen, dass zwischen den „Dimensionen“ eine gewisse Unabhängigkeit besteht (nur so kann dieser „Raum“ gedacht werden).

    653„Orthogonalität“ ist speziell für/im dreidimensionalen Raum jener Winkel, der spezifisch maximal ist – und dadurch die Trennung (und Übergang) zwischen „Rz“ und „Rw“ darstellt; das betrifft auch die S-Seite.

    654Wenn also die Dualität (Rz, Rw) zugrunde liegt, dann ist deren Aufhebung (Orthogonalität) das zugehörige „Nichts“.

    655Die Dreidimensionalität ist auch eine Begrenzung, in welcher sich diese Geometrie „im Kreise dreht“; …z.B. gilt daher für die Einheitsvektoren des kartesischen Koordinatensystems etc. e1 mal e2=e3, e2 mal e3=e1;

    656also solche zyklische Vertauschbarkeit der Operationen „vereinfachen“ (→ Zusammenhang der vielen „Formen“ …) zwar, zeigen aber auch die Grenzen des vierdimensionalen Raumes, also der Rz/Rw-Verteilung.

    657Die „Gleichung“ einer räumlichen Kurve, Fläche, etc. ist nichts anderes als der Übergang von Rz,Rw (Raumzeit) zu OG (E, N, G, I).

    658Aber diese Aufteilung hat Übergänge. Daher gibt es auch Rz,Rw in der Mathematik.

    659Zum Beispielst hier die Basis der Mathematik-Seite: Null (Nullpunkt), weitere Zahlen und Kalküle, (welche die Zahlen relationieren/zusammenhalten …). Und jene Kalküle sind ohne Rz, Rw nicht zu erklären (bzw. durch „N/G“ nur ungenügend …).

    660Die Vektoreneigenschaft (Ortsvektoren und Richtungsvektoren) bei Annahme eines Nullpunktes … und eines Koordinatensystems (→ selber Rz/w), welche die Punktemenge (→ Zahlen) „ordnet“, setzt „I“ und Rw oraus; d.h. „Mathematik“ hat stets auch Rw,Rz.

    661„Punkte“, „Geraden“, „Winkel“, „Entfernungen“ können mehrfach kombiniert werden → zu Funktionen („Punktrichtungsform“, „Zweipunkteform“, „Teilverhältnisform“, „Vektorproduktform“ u.a.).

    662Wir reduzieren das auf Rz/Rw (Punkt, (Sz/Sw Entfernung?), Rw/Rw (Winkel).

    663Also: „Gleichungen“ von Geraden/dito Ebenen verbinden Rz,Rw (Raum) mit „Zahlen, Kalkülen), die dann „begrifflich“ als „E, G, N zu Rz,Rw“ zu fassen sind.

    664In der „Analytischen Geometrie“ geht es darum, die „Natur-Verhältnisse“ (vor allem „Körper“, wie die „Kugel“ z.B., oder „scheinbar existierendes“ wie Ebenen, Geraden) mit Zahlen, Kalkülen (als Funktionsgleichungen) zu verbinden. Wie ist das möglich? Ohne Kreisschlüsse? Und was ist da „Natur“?

    665„Natur“ muss auf Rz,Rw (und Sz,Sw) reduziert werden, dito die „Zahlen“; Kalküle und diese in der „allgemeinen Entwicklung“→ zusätzlich auf OG.

    666Solche „Figuren“ (→ „Natur“ …), wie z.B. Kreis und „die Kugel“, kann man durch „z., w“ erklären: Der „Mittelpunkt“ ist das Rw/Rz-Gleichgewicht. Der Radius ist Rw, die Länge des Radius ist Sw. Die „Gleichheit“ der unendlich vielen Rw ist ebenfalls Grundeigenschaft von „Rw“. Die „Richtung“/Gerichtetheit ist Rw-.Rw. Das „Ende“ der Länge ist der Punkt, also Rz/Rw.

    667Das alles kann man „ordnen“: Durch ein „Koordinatensystem“, in welchem jene obigen Eigenschaften auf „Einheiten“ reduziert sind („Nullpunkt“, Senkrechtstehen, Zahlen-Einteilung).

    668Die „Mathematisierung“ (Verknüpfung zu Funktionen von „Zahlen, Kalkülen“) setzt voraus, dass Zahlen als Rz/w darstellbar sind und Kalküle ebenso.

    669Solche Erscheinungen wie die, dass der Kreis (die Kugel) an einem „Punkt“ durch eine Gerade/Tangente (Ebene) tangiert wird und dabei diese senkrecht aufeinander stehen. Es geht dabei um die „Hierarchie“: Rz/Rw als enges Gleichgewicht (Punkt) } oder Rz!, Rw (Gerade, Tangente), Rz/Rw-Gleichgewicht, oder Rz/w als Übergewicht eines der beiden:

    670Dazu kommt das Problem dieser Hierarchie-Bildung, d.h. wieso von Rz vs. Rw bis „unendlich viele Rz/unendlich viele Rw“ das Zusammenspiel von Punkt, Gerade, Ebene, Figur und das „Senkrechtstehen“ denkbar ist.

    671Darauf beruhen die geometrischen Darstellungen (z.B. hier Tangenten ah Kugel, Kreis, Tangentialebene) Rw hat einen Punkt (→ Rz/Rw) gemeinsam mit der Kreiskurve (→ viele Rw zu Rz); und die Tangente steht senkrecht zum Radius.

    672Man kann dann übergehen zu „Zahlen und Kalkülen“, und Vektor-Gleichungen bilden.

    673Ähnlich ist es bei der Bildung der „Polebene“ und der „Polare“: Die beteiligten (Menge der Tangenten → Rw und Winkel/Rw-Rw; Punkt außerhalb der Kugel → Rz/Rw eng; Berührungspunkte (Rz/Rw …); Kugel (bzw. Kreis)→ viele Rw/viele Rz oder dynamisch relationierte Rz, Rw „erzeugen“ die Polebene (bzw. die Gerade/“Polare“).

    674Unsere Hypothese: Alle diese Bestandteile, also auch die Polebene, stehen in einem Wechselverhältnis zueinander, das durch „Rz,w“ begründet wird.

    675Beispielsweise ist beim Kegel ein Spitzen-Punkt (Rz/Rw) und ein Achseneinheitsvektor sowie die Öffnungswinkel hinreichend und notwendig, also Rw, Rw-Rw, um dieses geometrische Gebilde zu erzeugen.

    676Die entsprechende Gleichung ist nur möglich, weil man jene Begriffe (Winkel, Vektor, Punkt) willkürlich/frei modelliert hat.

    677Für uns ist wichtig, dass die dahinter stehenden „Zahlen“ und „Kalküle“ ebenfalls auf Rw,Rz reduzierbar sind.

    678Wir beschreiben den Kreis als Rw/Rz-Gleichgewicht und die Ellipse, Parabel, Hyperbel als Rz/Rw-Ungleichgewichte verschiedener Art.

    679Da wir die beteiligten Größen (Winkel, Senkrechtstehen, (→ zwischen 0° und 90 Grad hier), Gerade, Punkt, Ebene u.ä.. Schnittgebilde) durch Rw, Rz, Rz/Rz darstellen, kann man Ellipse, Parabel, Hyperbel wp darstellen.

    680Die „Anordnung“ der Punkte des „Raumes“ als „Kreis, Ellipse, Parabel, Hyperbel“ (allgemein als Ortslinien) ist also abhängig von der Festlegung der „Winkel“; (beim Senkrechtstehen 90°, d.h. „Rz/Rw“ ist z.B. die Kreislinie; Winkel zwischen Null° und 90° sind Rw-Rw/Rz.

    681Solch Rw/Rz hat dann mehrere Eigenschaften: Rw „verbindet“ alle Punkte; die „Differenz“ zwischen Rw und Rz (bzw. zwischen Rw und Rw) gibt die punktuelle Richtungsänderung an.

    682Die zugehörigen Funktions-Gleichungen (hier „allgemeine“ Gleichungen 2. Grades mit zwei Variablen), verwandeln R-Aspekte in Zahlen (→ Rz/Rw-Gleichgewicht) und Kalküle (R als Relationen → N, G) – und kombinieren das tendenziell unendlich.

    683(Affine) „Abbildungen“ und „Bewegungen“ (im IR3) sind erst mal für uns das Gleiche: (später wird’s unterschieden). Es geht um Übergänge zwischen je zwei Punkten Rz/Rw. Dieses unendliche Übergangs-Feld kann als „Gedanke“ gedacht werden, aber besser ist es, eine Gerade/Vektor sich vorzustellen (später wird das „dynamisiert“/“Bewegung“). Aber was ist das genauer? Der Punkt Rw/Rz ist stets beides: statisch („z/w“) und dynamisch (z-w). Also weist jenes Rw weg, als Vektorgerade in alle Richtungen (z.B. zu einem anderen „Punkt“ (→ Wechselwirkung von Rw1 zu Rw2).

    684Die „künstliche“ Ordnung der Koordinaten lenkt diese unendlich komplexe Struktur „des Raumes“ (aus allen möglichen Rz-, Rw- und Rz/w-Varianten) in die „Bahnen“: Nullpunkt, Koordinaten und Senkrecht-Stehen mehrerer Koordinaten.

    685Das sind dann „übergeordnet“ Rw, Rz/Rw, auf die hin alle anderen Phänomene (Punkte im Raum, Relationen/Geraden/dynamische Wechselwirkungen, etc.) bezogen werden, „abgebildet“ werden. Das ist deswegen nicht „willkürlich“ (sondern z/w-Phasen begründend), weil die vierdimensionale Raumzeit unseren Messbereich (z/w) bildet.

    686Diese einfachsten (Rz/w als Null-Punkt, Rw als Vektor vom Nullpunkt aus, Rz/Rw = Senkrechte) sollen die Rz,Rw-Konstellationen, d.h. den tendenziell unendlich komplexen „Raum“ ordnen.

    687Zwischen dem „Raum“ und jener Basis-Ordnung (z.B. cartesische Koordinaten) liegen dann die „geometrischen“ Phänomene, hier z.B. die „affine“ Vektorabbildung, oder die Punktabbildungen.

    688Es geht um Punkte und deren Verbindung durch Vektoren, sowie um die (skalare) Größe der Abstände zwischen den Punkten; (wenn dieser Abstand variant ist, wird das „Bewegung“ genannt).

    689Wir übersetzen das in Rz/Rw, Rw (und in „S“).

    690Die Dynamik dieser „Bewegung“ ist dann nicht nur Rz/Rw, sondern z/w (weil S/R genutzt wird).

    691Schließlich geschieht durch Rw und Rz/Rw in E, N, G, I die Möglichkeit, das in Zahlen, Kalküle und also „Funktionsgleichungen“ zu fassen.

    692Also, alle mathematischen Vorstellungen (nicht nur „Zahlen, Kalküle“) zeigen, dass hinter ihnen „Rz,Rw“ steht; z.B. kann (hier) eine Matrix „orthogonal“ sein; sie hat „Spaltenvektoren“, „Einheitsvektoren“, „Reihenfolgen“ der Elemente, u.ä.

    693Das Koordinatensystem ist durch den Nullpunkt („Ursprung“) festgelegt und einen Punkt im V3-Raum (also aufgespannt durch drei senkrechte Vektoren). Der Ausgangsgedanke: „Punkt“ = Rz/Rw, es ist stets Nichts („Null“). Als Gleichgewicht und als Ungleichgewicht hat der Punkt (im/als „Raum“) Bezüge zu allen anderen Punkten.

    694Letzteres wird als (unbegrenzt viele …) „Ortsvektoren“ zwischen allen Punkten, vor allem zum Nullpunkt, anzusehen sein.

    695Dies ist also „freie Rw“ (Rz) aus dem Ausgangspunkt zu den anderen Punkten; das ergibt ein virtuelles Netz unendlicher Art.

    696Das cartesische Koordinatensystem ist insofern nicht beliebig, weil es Rz/Rw (Punkte) und Rw/Geraden nutzt; als die zwei Basisgrößen. Jedes andere Koordinatensystem muss das auch so machen.

    697Der Übergang von einem zum anderen Koordinatensystem kann als „Bewegung“ deshalb geschehen, weil die Rw/Rz nicht nur „Raumzeit“, sondern auch die damit gleichzusetzende Bewegung begründet.

    698Umgekehrt kann jede Bewegung als Wechsel des kartesischen Koordinatensystems angesehen werden …

    699Verallgemeinert, z.B. als „Bewegung“ ist die begriffliche Fassung der Tatsache, dass in der allgemeinen Raumzeit zwischen den Rz/Rw freie Rz, Rw als Relationen dynamischer Art Verbindungen herstellen.

    700Wobei die Fülle an Rz/Rw-Typen (das ist gleichzusetzen mit Verbindungen) und unbegrenzt variantenreich ist (quantitativ, qualitativ → Kombination).

    701Vereinfacht: Welche „Bewegungstypen“ kann man geometrisch unterscheiden? Die Parallelverschiebung, dabei bleibt eine Richtung (Rw, Rw-Rw) unverändert, aber „senkrecht“, dazu findet ein Übergang zwischen Rw/Rz-Punkt zu einem anderen Rw/Rz im/als „Raum“ statt.

    702Die Drehung: Dann fehlt dieser Übergang-Rw (c = 0). Aber der Winkel Rw- Rw ändert sich. Es gibt dann Kombinationen, (Kompositionen) aus beiden: z.B. „Schraubung“; weil es eben eine gemeinsame Basis gibt.

    703Das Fortschreiten quantitativer Art gehört zum Rw-Charakter.

    704Ebenso wie der Richtungscharakter, der bei Rw- Rw eine Rolle spielt.

    705Der Kreis (Rw/Rz), die Kugeloberfläche (Rw/Rz-Rz) und die Kugel (Rw/Rz-Rz-Rz): Die „Drehung“ des Kreises erzeugt die Rotationsfläche im IR3, die Kugeloberfläche durch Rz-Dynamik, die auf „Rw/Rz“ gerichtet ist.

    706Der „Kreis“ ist (wie alle raumzeitlichen Kurven) die begriffliche (→ N/G I/E) Fassung der materialen, physikalischen zwei Hauptkräfte Gravitation (z) und elektrische (w); allerdings sind Rz, Rw bereits von Sz,Sw „befreit“ und damit ganz allgemein (bis zum freien Denken) anwendbar.

    707Das kann man jetzt – erst mal – auf den IR3 ausdehnen (später darüber hinaus). Als Kugeloberfläche, Drehellipsoid, – paraboloid, hyperboloid. Interessant ist, dass es (zunächst) keine grundlegenden weiteren Rotationsflächen im IR3 gibt. Allerdings gibt es weitere „Flächen 2. Ordnung“/Quadriken, die die einfachen Strukturen kombinieren. Was unserer allgemeinen Auffassung von „Rz, Rw zu Rz/Rw“ und daraus beliebigen Kombinationen entspricht.

    708Der Übergang vom mathematischen Raum (alle möglichen Rz,Rw-Kombinationen), zur analytischen Mathematik wird durch die „Einführung“ eines „Koordinatensystems“ bewirkt.

    709Das bedeutet, dass die mehrfach unendlichen Übergangs-Felder des „mathematischen Raumes“ auf drei spezifische R-Arten erst mal reduziert werden: Nullpunkt, d.h. die Zahl Null und einen „Punkt“, der so im „Raum“ nicht existiert (?), besser, jedes Rw/Rz-Gleichgewicht ist auch „Nichts“, diese begriffliche (→ N) Verallgemeinerung aller „Punkte“ dient als Richtmaß. Ähnliches geschieht mit „Senkrechten“ und „Geraden“ (Winkel → Rw-Rw, Rz/Rw →, Rw).

    710Speziell lautet die Frage, wie hängen die allgemeinen Koordinatengleichungen zusammen mit der Geometrie im IR3 – und mit unserer Vorstellung von einem „mathematischen Raum“?

    711Bindeglied ist die Strukturierung des mathematischen Raumes durch die Festlegung auf „Koordinaten“ und dem spezifischen Einsatz von/aller Kalküle (Potenzieren, Multiplikation, Addition, Subtraktion) sowie die Berücksichtigung der „Zahlen“.

    712Der „mathematische Raum“ ist dem übergeordnet, weil er keine Trennung in Kalküle und Zahlen kennt (aber! zulässt → „z-w zu z/w“). In ihm gibt es grundsätzlich alle denkbaren Relationen und Quantitäten zwischen den Rz, Rw.

    713In einer Koordinatengleichung sind beliebige A, B, etc. die Sz, Sw; die „x2“ sind die auf sich bezogenen Rz-Rz/Rw „Koordinaten“.

    714Sie stellen die „Form“ des geometrischen Kreises, der Ellipse, etc. dar. Die „gemischten Glieder“ sind die Bewegung im R3 (ist IR3 ist Rz,Rw-Raum). Das absolute Glied ist die absolute Fixierung → Nullpunkt der cartesischen Koordinaten.

    715Bewegung und „Form“ des Körpers sind bei uns (durch das gemeinsame Rz,Rw-Konzept) gleichzusetzen, sie gehen ineinander jeweils über.

    716Man kann diese mathematischen Funktionsglieder auch trennen, z.B. ist eine Drehung der Quadrik/Flächen 2.Ordnung) unabhängig von ihrer Bewegung im Raum.

    717Unser normaler Raum ist dreidimensional. Daher gibt es die drei paarweise orthogonalen „Einheitseigenvektoren“ (die speziell die drei Koordinaten sind).

    718Wir verallgemeinern das aber im Rz/rw-Raum: Dann ist jeder „Punkt“/„Zahl“ darin von drei „Vektoren“, also Rw, Rz bestimmt?

    719Diese Vektoren können aber nicht nur von „Rw“ bestimmt sein; besser wohl: Rz-Rz/Rw.

    720Zentral ist die Wandlung der Zahlen/Kalküle („Funktionen“) in Raumdimensionen (hier als Geometrie), aber wir wollen den „allgemeinen Raum“.

    721Im geometrischen Raum sind die drei Dimensionen drei verschiedene Rz-Relationen auf das eine Rw, (d.h. die drei Zahlen sind drei Dimensionen x1=Rz/Rw, x2=Rz-Rz/Rw und x3=Rz-Rz-Rz-/Rw

    722Was ist dann x2?

    723Die Dreidimensionalität des Normal-Raumes kommt zustande

    724durch Koordinaten; wobei jede der drei den Rw-Charakter hat; (deswegen die Rw in allen drei Rz/Rw-Darstellungen). Die drei Koordinaten unterscheiden sich also dadurch nicht.

    725Aber das Räumliche ist primär Rz-Rz-Kohäsion, (was als „Senkrechtstehen“ erscheint und. am Nullpunkt konkret wird).

    726Der „Raum“ wäre dann Rz-Rz-Rz, drei Koordinaten; die Ebene: Rz-Rz; als „x-Quadrat“. „x-Quadrat“ (bzw. „x hoch drei“ bei Körpern), Als Kugeloberfläche (als x1-Quadrat plus x2-Quadrat plus x3-Quadrat = r Quadrat) ist als Selbst-Multiplikation die Errichtung jener Meta-Ebene zur „Addition“, die „senkrecht“ auf Rw/Addition steht; räumlich sehr verständlich, aber „mathematisch“ und philosophisch nur mit Hilfe von Rw zu Rw und/oder Rw zu Rz zu klären.

    727Welche Rolle spielen die Negativen Zahlen (hier in den Quadriken-Formeln → z.B. Hyperboloid)?

    728Die „Addition“ bedeutet „Verendlichung“. Sie führt zur Summe als Rz/Rw-Gleichgewicht (Rz, Rw sind die beiden beteiligten dynamischen Prozesse).

    729Geometrisch ist das z.B. die Kugeloberfläche. .

    730Die Negation/Negieren/Subtraktion ist dagegen ein Ungleichgewicht; zugunsten von „Rw“; denn geometrisch sind die hyperbolischen Figuren „offen“ zur „Weite“ → Rw.

    731In der Geometrie der IRn (mit n < 4 noch undeutlich → da wird noch „Punkt, Gerade, Ebene, Strecke“ unterschieden); aber in IRn n > 4 zeigt sich, dass man mit dem „Vektorbegriff“ besser fährt.

    732Dem liegt „Rw, Rz, Rz/w“ zugrunde. „R“ ist ein verallgemeinerter Vektor; unabhängig zu machen von jeder raumzeitlich gegebenen Vorstellung; dort aber eben „anschaulich“!

    733Die räumliche Vorstellung eines Vektors ist „nur“ ein begriffliches Hilfsmittel.

    734Man kann endlich dimensionierte Vektorräume über IR feststellen. (Aber die vierdimensionale Raumzeit ist dabei nur eine mögliche Variante).

    735Da jeder Vektor (und jeder Vn) durch n reelle Zahlen/IR eindeutig bestimmbar ist, können wir die Verbindung von Rw, Rz, Rw/Rz mit Vektoren (etc.!) und IR-Zahlen herstellen: Ihr Gemeinsames ist „Rz, Rw“.

    736Die Relationen (z.B. als Verknüpfungen/Multiplikation/Addition) von Vektoren und von IR und von reellen Zahlen mit Vektoren sowie die Multiplikation mit Skalaren (→ Sz,Sw und R …) kann man deshalb alles auf Rz, Rw reduzieren, weil die Rz,Rw zugleich jene Verknüpfungen/Kalküle und die Zahlen (und geometrische Vorstellungen) sind (→ z-w, Rz-Rw zu „z/w“, Rz/Rw)).

    737Die Verknüpfungen sind nicht nur „Rw“, sondern auch Rz – und kompliziertere.

    738Bei den mathematischen Begrifflichkeiten (hier „einem Punkt werden Vektoren zugeordnet“ und „Abbildung auf einen anderen Punkt durch jenen Vektor“) geht von der Trennung „Punkt“ (→ z/w ((Rz/w)) und „Vektor“ (→ Rw, Rz) aus; das heben wir auf.

    739Dann kann man z.B. das Rw aus Rw/Rz (relativer … Punkt) als Vektor (spezifischer Art) nutzen.

    740Die Mathematik kann im Punktraum IRn jedem Paar von Punkten einen Vektor zuordnen, der zudem entweder subjektiv oder injektiv oder nicht injektiv gedacht sein kann.

    741In unserem allgemeinen „Raum“ (IRn) dagegen gibt es zwischen „Punkten“ und den „Vektoren“ prinzipiell keinen Unterschied: Rz/Rw ist stets „zugleich“ Punkt (Rz/Rw) wie die Vektoren (Rz, Rw).

    742Diese „Vektoren“ verbinden als Rz-Rz,, Rz/w alles auf einmal. Die Mathematik trennt das auch. Die Mathematik unterscheidet subjektiv Rz (von einem Punkt hin zum anderen) und injektiv (Wechselwirkung); wir erkennen allerdings dazu: Rw (wegweisend) – und erkennen auch, dass jene Trennungen/mathematische Strukturierungen philosophisch möglich sind, nämlich von „z-w“ und vom OG her.

    743In der Geometrie deutet man einen „festen Punkt“, „den Nullpunkt“. Im IRn raus mit der Eigenschaft, Ausgangspunkt von Vektoren hin zu allen anderen Punkten zu sein.

    744Diese Vorstellung ist eine „willkürliche“, die mit der Koordinatenbildung als eine Strukturierung des „mathematischen Raumes“ zusammenhängt.

    745Tatsächlich wird der zweimal unendlich komplexe mathematische Raum, der aller Rz, Rw und deren unendlich mögliche Relationen nur durch die „Funktionen“ (also Zusammenhänge zwischen Zahlenarten und Kalkülarten, bildbar;

    746damit ist die Bindung, hier an den dreidimensionalen Raum, nur eine unter vielen Bindungs- und Strukturierungsmöglichkeiten.

    747Der „Nullpunkt“ ist eine frei gewählte Vorstellung. Er enthält aber genau alle (philosophischen) Punkt-Eigenarten: Wie alle Rz/Rw ist er (im Sinne von z-z, w-w) leer, also „Null“.

    748Dennoch hat Rz/Rw (zwei) Relationsmöglichkeiten; deshalb gehen vom Nullpunkt alle Koordinaten und alle „Ortsvektoren“ zu jedem anderen Punkt im IRn aus.

    749Es gibt also zwei Phänomene: Punkte (Rz/Rw) und Rw (Vektoren). Es gilt, mit dem Vektorbegriff und den vektoriellen Verknüpfungen kann man Punktmengen des IRn beschreiben. Denn beides sind Rw, Rz. Sowohl die „Zahlen“ (IR), wie die geometrischen Punkte, wie die Vektoren als Relationen zwischen Punkten (und auch zwischen den Zahlen (→ Kalküle).

    750Die Unterscheidung ist die (von z-w zu z/w her) zwischen Rw/Rz und Rw, Rz.

    751Warum gibt es die drei spezifischen Vektoren („Koordinaten“) und den „Nullpunkt“, sowie die Basispunkte („1“-Einheit) auf jeder Koordinate?

    752Wenn wir von der Verbegrifflichung des physikalischen Raumes (→ Raumzeit etc.) ausgehen, durch Rz, Rw (Sz, Sw,) gebildet, dann ist das „Koordinatengebilde“ ein Übergang zum OG, zur kulturell-geistigen „Willkür“. Mit „Vereinfachungen, Festlegungen, etc.“; z.B. wird Raum von Zeit getrennt (→ E-Entwicklung), z.B. werden nur drei (->drei „I“) Dimensionen berücksichtigt, z.B. wird „E“ erarbeitet, als „Eins“; z.B. wird die unendliche Wechselwirkung zwischen allen Rz,Rw erst mal nicht gesehen; (allerdings in den „Kalkülen“ dann doch berücksichtigt); also Kalküle werden von „Zahlen“ getrennt; etc.

    753Die „analytische Geometrie“/Geometrie des IRn unterscheidet zwischen linearer Un-/+Abhängigkeit.

    754Das betrifft Vektoren und „Punkte“. Das bezieht sich (aber …) auf den dreidimensionalen Raum. Wir verallgemeinern das.

    755Danach gilt: Jeder Vektor ist ein Rw; (alle Rw „hängen“ nur als „Getrennte“ zusammen; Metaebene); deshalb kann man im dreidimensionalen Raum deren „Abhängigkeit“ konstruieren.

    756„Punkte“ sind von Vektoren gebildet (→ Rw/Rz …) und besitzen daher ihre Unabhängigkeit auch wegen ihrer jeweiligen Einmaligkeit (?), die zugleich aber die Punkte als „Nichtse“ bestimmt.

    757In den Unterräumen von IRn, hier von IR3, also in der „Geraden“ und „Ebene“ werden die Wechselwirkungen von Rw und Rz aufweisbar.

    758Eine „Gerade“ ist ein Rw-Gebilde, das durch zwei Rz (am Anfang und am Ende) festgelegt wird: „Rw/Rz“.

    759Die Rw-Richtung der Geraden oder eines Vektors stammt aus der „z-w-Phase“.

    760Indem dessen „Länge“ „begrenzt“ wird, durch die zwei Rz, ergibt sich eine Figur aus der z/w-Phase. Die „Punkte“ (Rw/Rz) sind in der z/w-Phase Grundeinheiten, die sowohl endliche „Existenz“ wie Nicht-Existenz haben.

    761Der IR3-Unterraum „Ebene“ wird nun von drei Punkten – (Gerade von zwei Punkten) – (der „Punkt“ von einem „Punkt“ -> E G) bestimmt.

    762Das Dreieck ist die „einfachste“ Ebene.

    763Die Punkte werden in der Geometrie als „unabhängige Punkte“ bezeichnet; das weist auf Rz hin, das sonst in der philosophischen Basis von Geometrie kaum vorkommt.

    764Die Geradengleichung hat die mathematische Zweipunkteform und die Ebenengleichung hat die mögliche Dreipunkteform.

    765Die Punkte repräsentieren – als Rw/Rz – die Dimensionen, die gleichfalls Rw/Rz-Varianten sind.

    766IRn hat Unterräume – (bei IR3 ist das die Gerade und Ebene). Wir sehen das als Hinweis, dass „Raum“ aus Elementen aufgebaut ist: Rz, Rw und deren Relationseinheiten unendlicher Art.

    767Diese Unterräume können daher „getrennt“ werden.

    768Parallel dazu kann man das auch rechnerisch behandeln: Jeder Unterraum kann als Lösungsmenge eines linearen Gleichungssystems gewonnen werden: Weil Rw, Rz als „Zahlen“ und als „Kalküle“ kombiniert werden können.

    769„Längenmessung“: Der Abstand zwischen zwei Punkten ist „Rw/Rz zu Rw/Rz“, wobei bedacht werden muss, dass in den zugehörigen Sz,Sw Veränderungen, Abschwächungen herrschen, welche jene „Differenz“ bilden, also diesen Geraden-Abschnitt.

    770Für IR3 gilt das im „Koordinatensystem“ spezifisch „geometrisch“ systematisiert; im IRn muss das allgemein als „Rz,Rw“ gefasst werden …

    771In der/als „Mathematik“ (Geometrie) berücksichtigen wir aus z,w nur die R-Aspekte (Rz, Rw, Rw/Rz). Aber man muss allgemeiner gesehen auch Sz, Sw berücksichtigen.

    772Zum Beispiel müssen bei den Eigenschaften der Metrik die „S“ berücksichtigt werden. Das sind der „Längenabstand“ zwischen zwei Punkten, die identisch sind, ist Null; und Die Länge von Punkt 1 zu Punkt 2 ist gleich der Länge von Punkt 2 zu Punkt 1. Weil es um die S-Abnahme in der Raumzeit (und allgemein im IRn) geht. (Im elektromagnetischen Feld: Sw-Abnahme und Spannungs-Differenz). Zwischen Sw und Sw herrscht Wechselwirkung, dito zwischen Sz und Sz, also gleiche Länge, wechselwirkend hin und her.

    773Die Dreiecksungleichung (gehört auch zur Metrik): Wie ist es zu verstehen, dass im Dreieck die Summe der zwei kleinen Seiten größer ist als die große Seite? Jener „Knick“ ist als Richtungs-Änderung (→ Differenzierung …) eine zusätzliche Hinzunahme von R (und von S). Sodass die S-Abstände – (bei Raumzeit als unendlich viele z,w, z/w …) – als S-Schwächung/-Stärkung „gestört“ werden.

    774Hat dann das Dreieck (als Basis aller Ebenen-Formen) deshalb drei Knicke/Richtungsänderungen, weil es ein Unterraum im R3 ist?Richtungs-Änderungen ist Rz → Rw, bzw. Rw → Rz.

    775Wie sieht eine Hyperkugel in IRn (→ Kreis in IR2, Kugel in IR3) aus?

    776Man muss von der Bildung aller (un/anschaulichen geometrischen Gebilden) durch Punkt, Mittelpunkt → „Nullpunkt“; Rz/Rw und für die „Kugel“ dem Abstand (→ Rw zu Rz) sowie von der „Gleichheits-Vorstellung“ „G“, also vom OG herkommen.

    777Das kann man dann im !Rrn verallgemeinern.

    778Dann ergeben sich neue Möglichkeiten (aber keine bildlichen Vorstellungen mehr); z.B., dass alle/unendlich viele Punkte im materiellen IRn (→ S, R) stets an unendlich vielen „Kugeln“ beteiligt sind, und also an unendlich vielen „hyper-/und geometrischen Figuren“.

    779Orthogonale Vektoren modellieren wir als Rw/Rz – (wobei in der „Mathematik“ „Rz“ auch das Andere zu Rw ist); Rz/Rw ist aber zugleich auch „π“ (→ Kreis, etc.) d.h. die Relation der zwei, z/w und Sz/Sw.

    780Deshalb wird 90°/senkrecht im R3 auch als „π/2“ bezeichnet.

    781Der Winkel „0°“ bedeutet Rz = Rw, also Rw – Rw, das aber ist für den z/w-Bereich ein „Nichts“ (eben der z-w-Bereich/1.QM-Option). Wenn zum “normierten Orthogonalsystem“ Nullpunkt, paarweise orthogonale Vektoren und Einheitsvektoren gehören, dann geht es um „z/w”,Rz/Rw, = Nichts/Null (weil erst 3Rz/3Rw Raumzeit ist. „Senkrecht“ = notwendig und hinreichende Dualität, die mit der maximalen Ausschließung (→ z-w) und Einschließungsmöglichkeit zueinander und S =1 = Einheits-Länge; wobei „1“ „beliebt“ ist; die S-Seite erlaubt unendlich viele Einheitslängen.

    782Es ist das die Basis von z/w (hier z.B. von Raumzeit).

    783Die Topologie hier erst mal die mengentheoretische Topologie, geht von den Eigenschaften von Punktmengen aus.

    784„Punkte“ sind bei uns Rw/Rz-Gebilde, wobei die Rz und Rw dynamisch, frei oder fest verbunden sind.

    785Das zeigt sich in jenen Vorstellungen, welche die „Topologie“ bilden; z.B.: die „Umgebung“ →Rw „nicht-/offene Mengen → Rz,Rw;

    786Berührungs-Punkte (→Euklidische Grenze) → Rw/Rz;

    787„Zusammenhang“ → Rz,Rw, Häufungspunkt, Konvergenz, „Kompaktheit → Rz und Rz/Rw.

    788Die Euklidische Geometrie lässt sich vom „OG“ her verstehen;

    789z.B. „Punkt“ etc. Gerade, Ebene, Kreis im Alltagsverständnis, das höchstens die einfachen „räumlichen“ Komponenten verwendet; bestenfalls „G“, „E“ → Das ist aber auch „z/w“.

    790Dadurch, dass Rw/Rz und Rw, Rz (also eine Variante von „z-w zu z/w“ in der Topologie genutzt wird, können neue dynamische Strukturen, Unendlichkeiten, etc. genutzt werden.

    791In dem euklidischen Raum gelten „Axiome“; diese betreffen und erfassen das „alltägliche Wissen“, z.B. die Trennung in Elemente (z.B. Punkte) des Raumes – und die Zusammenhänge dieser Elemente als „Raum“ sowie eben jene Zusammenhänge als Relationen.

    792Man sieht darin das Rz/Rw-Gleichgewicht und freie Rw, Rz (geordnet von „z-w zu z/w“ her).

    793Auch die die Geometrie erfassende Analysis, (analytische Geometrie), hat ihre Axiome:

    794Die Kalküle werden durch Rz,Rw fassbar;

    795die Zahlen durch Rz/Rw; und beide verbindende „Funktionen“ entsprechend.

    796Frage ist, ob die Topologie „eigene“ Axiome hat.

    797Als topologische „Axiome“ führen wir Rw/Rz, Rz-Rw ein.

    798Um jedes von ihnen lassen sich die topologischen Grundbegriffe anordnen.

    799Rw/Rz als statische: „Punkte“, „abgeschlossene Menge“ von Punkten, „Kompaktheit“

    800Rw/Rz als zwei mal dynamische: „Umgebung“, offene Menge,

    801Rz-Rz: Häufungspunkt (Rw/Rz zu Rz-Rz), Konvergenz,

    802Rz: „Zusammenhang“

    803Wir gehen von Punkten (Rw/Rz) unbegrenzter Anzahl im „Raum“ (→ Rz-Rz-Rz/Rw) aus. Wobei die „Umgebung“ dieser Punkte ebenfalls aus Rz/R und freien Rw, Rz besteht. Diese freien Rw, Rz stellen die möglichen Verbindungen zwischen den Punkten her.

    804Diese „Freiheit“ der Relationen (Rw – Rz) erlaubt es, beliebige „Teilmengen“ und „Systeme“ („Umgebungssystem“) begrifflich zu fixieren.

    805Die „offenen Mengen“, als „System aller offenen Mengen“ ist „die Topologie“. Es ist die doppelte (konkrete→ z/w) Fähigkeit, von einerseits relativ stabilen/statischen Rz/Rw, als Rz in alle Richtungen, dito als Rw, zu „wirken“, (so auch als physikalische Wirkungs-Basis).

    806Das ist also das „topologisch“ Neue.

    807Verschiedene topologische Räume, „Trägermengen“ werden durch die offenen Mengen beider Topologien in Beziehung gesetzt; z.B. auch als bijektive Abbildung zwischen den Trägermengen.

    808Grund dafür sind die zwei Relations-Möglichkeiten: Rw und Rz; sie verbinden – auf zwei ganz unterschiedliche Weisen. Und zeigen „wechselwirkend“ (Bijektivität) und die „homöomorphe“ Eigenschaft, dass man die so verbundenen topologischen Räume nicht unterscheiden kann.

    809In der normalen Geometrie gibt es „Invarianten“, z.B. Punkt, Gerade, Winkel. Was sind die topologischen Invarianten?

    810Dazu gehört die „Stetigkeit“. Sie sehen wir in Rw-Rw (bzw. in Rz-Rz) als „Felder“ ursprünglicher Art verwirklicht.

    811Übrigens hängt hier die euklidische Geometrie (→ betont Rz/Rw zu Rz – Rz, Rw – Rw) mit der Topologie wieder zusammen.

    812Grundlegend ist die tendenziell unendliche Anzahl der Rz, Rw – und daher der unbegrenzt möglichen Relationen.

    813Voraussetzung für eine begriffliche Analyse ist z.B., dass die „Trägermenge“ mindestens zwei „Elemente“ enthält. Aber bereits dann gibt es verschiedene Weisen „zu topologisieren“, z.B., indem man den euklidischen Raum als „natürliche Topologie“ versteht, d.h. z.B., dass man die „Entfernung“ zweier Punkte „messen“ kann; das Messen im unendlich „Rz,Rw -Raum“ heißt, dass die freien, unendlichen Rw durch ein Rz auf eine „Länge“ begrenzt werden.

    814Wie ist der euklidische Raum und damit die Analysis durch die „natürliche Topologie“ zu erklären?

    815„Euklidisch“ heißt hier, dass aus der unendlichen Vielfalt der Rz/Rw und Rz, Rw nur die Tatsache gilt, dass es Rz/Rw (Punkte), Linien/Relationen (Rw) und 3Rw/3Rz Raum/zeit u.ä. gibt. Auch „Wechselwirkung“ Und die Metrik → speziell Rw zu Rz. Daran knüpft die Analysis: Zahlen = Punkte = Rw/Rz, Kalküle = Relationen = Rw, Rz (bzw. in Rw/Rz beider dynamische Freiheiten).

    816Metrik und Topologie: Solange noch (topologisierte) euklidische Räume gemeint sind, geht es um z/w, um deren z/w zweifacher innerer Dynamik und um die möglichen Außen-Relationen, z.B. Rw, das durch „Rz“ „gestoppt wird“. Dann kann man „messen“, „Längen angeben“, „Winkel bilden“, u.ä. Metrisches.

    817Aber, rein topologische Eigenschaften verwenden keine Metrik.

    818Weil sie jene tendenziell unendlichen R-Relationen brauchen.

    819Wie hängen Topologie und traditionelle Mengen, „Abbildungen“, „allgemeine Analysis“ (z.B. Konvergenztheorie der Analysis, → „Folgen“) zusammen?

    820Dazu muss man die „Grund-Begriffe“ (Zahl, Kalkül, Menge) in Rz,Rw auflösen; der Unendlichkeitsbegriff ist beides mal (Analysis, Topologie) gleich (→ aber „prinzipiell“ unklar …).

    821Ein Überblick über die Topologie zeigt, es geht um „Trennung“ (→ Rw), „Trennungsaxiome“: In„normalen“, vollständig/regulären, Hausdorff-Räumen. Kohäsion (Rz) wegzusammenhängender Raum, Überdeckungen, Punktformen (Rw/Rz): lokal-/para-/kompakter Raum, „Ein-Punkt-Kompaktifizierung“.

    822Das alles wird von uns auf z-w zu z/w bezogen, ist aber eher … nur die Rw-Rw, Rz-Rz, (getrennt von?) Rz/w (Es gibt Übergänge zu:) Während der Euklidische Raum (IRn) und die reelle Analysis sowohl z-w wie z/w sieht?

    823Dazu einige Bemerkungen: Die zusätzlichen „Axiome für Umgebungen“ und die „Axiome für offene Mengen“ sind – wohl – auch auf das Zusammenspiel freier Rz, Rw und/mit Rz/Rw zurückzuführen, aber sie versuchen die Verbindung mit der reellen Analysis und dem Euklidischen Raum (metrischen Raum) (IRn) herzustellen.

    824c) Denn Hausdorff-Räume („reguläre“, „vollständig reguläre“) sind auch metrische Räume.

    825Anders: Es geht stets auch um den Zusammenhang zwischen Euklidischer Geometrie und der Topologie. Die Topologie liefert Grundlagen für Analysis, Funktionentheorie, Differentialgeometrie.

    826Denn beide beruhen auf einem „allgemeinen“ Raum „materieller“ Art – (auf dem auch die ganze Physik etc. beruht).

    827Beide sind begründet durch die un-/begrenzte (Euklid) Wechselwirkung von un-/begrenzt vielen Rz, Rw, Rz/Rw.

    828Das zeigt sich hier z.B. darin, dass die Eigenschaften von „Überdeckungen“ den Übergang zwischen „kompakten Räumen“ (metrische und Trennungsaxiome) zu „quasikompakten Räumen“ bildet. (Es geht um die „Metrisierung“, die auch in der Topologie wichtig ist).

    829Denn nicht jeder metrische Raum ist kompakt, aber jeder metrische Raum ist parakompakt, was zwischen Kompaktheit und Normalität liegt.

    830Die Unterscheidung von Euklidischer Geometrie und Topologie sieht man in den „elastischen Verformungen“.

    831Den Eigenschaften der Punktmengen in der Euklidischen Geometrie, wie Kongruenz- oder Ähnlichkeitsabbildungen stützen sich auf feste, „statische“, enge Rz/Rw, der Übergang zum Abbild ist durch abstrakte Begriffe (→ OG) zu verstehen.

    832Dagegen s(ind die Überführungen, „Abbildungen“ in der Topologie als (umkehrbare → Rw-Rw) „Verformungen“, also als dynamische Prozesse zu verstehen; wobei die Rz/Rw aufgelöst werden und, als freie Rw, Rz verschoben, dennoch als Einheit mit der Ausgangslage zu beschreiben ist.

    833Um die Euklidische Geometrie mit der Topologie zu „vereinen“, Übergänge zu schaffen, ist deshalb möglich, weil beide „Geometrien“ „Teilaspekte“ in einem doppelt unendlichen „Raum“ sind, der weder endet, noch Anfänge hat und der unendlich „dicht“ ist. Diese „grobe Begrenzung“ („die geometrischen, topologischen „Figuren“ etc.) sind deshalb möglich, weil die Mathematik/Geometrie stets auch vom OG (N, G, E) geprägt wird, nicht nur von den unendlich dichten (und unendlich ausgedehnten) Rz, Rw, (→ in die Tiefe und in die Weite) und als Rz/Rw (← endlich „innen“).

    834OG und z,w (hier als freie Rz,Rw und gebundene Rw/Rz) wirken zusammen.

    835Aber in der Topologie wird man begrifflich nicht so sehr E, N, G, I als getrennte, absolute nutzen, sondern deren Relationen – und damit begriffliche Denkfiguren, wie z.B. „Verformung“, „elastisch“, „dynamisch“.

    836Wobei auch hier der Übergang zwischen Euklid und der Topologie darin erscheint, dass in der Topologie auch Begriffe euklidischer Art (Strecke, Gerade, Winkel) erscheinen, wenn auch in „untergeordneter Rolle“. (Euklid ist ja ein spezifischer Aspekt der allgemeinen – topologischen – Lage).

    837Die „Nähe“ zwischen Euklid und topologischer Geometrie sieht man auch darin, dass beide „Figuren“ (aus den unendlichen Feldern der Rw, Rz) sich aussondern; auch speziell daran, dass die Figuren einen „Rand“ (→ Grenze) haben. Beider Unterschiede erkennt man z.B. daran, dass elastische „Verformungen“ bei topologischen Figuren stattfinden, was die Rw-, Rz-Dynamik betont. Und dass dabei gewisse Eigenschaften der Punktmengen bei den Verformungen erhalten bleiben, z.B. bleiben die „Kurven“ geschlossen, und die Punkte bleiben benachbart. Das ist nur möglich, weil die Rw (bzw. Rz) keinerlei „Ende“ haben, unendlich sind – und „kurze Wege“ stets dasselbe sind wie (unendlich) lange.

    838Eine „Strecke“ ist Rw/Rz, also der freie Rw-Strahl und dessen Kappung, Begrenzung durch Rz (oder durch Rw/Rz → Punkt).

    839Im topologischen (d.h.„allgemeinen“) Feld sind solche Grenzziehungen nicht mehr üblich (oder nur als Randphänomene).

    840Daher ist bei einer elastischen Verformung i.A. die Eigenschaft, dass das Bild einer Strecke wieder eine Strecke ist, nicht erfüllt.

    841In der Topologie wird „Rw“ auch verformbar (durch dynamische Rz).

    842In der Topologie geht es in erster Linie um die grundsätzlich mögliche Dynamik (→ von freien Rw, Rz her), also um die „Verformung“, z.B. von Strecken, Geraden, Winkeln im euklidisch-geometrischen Bereich.

    843Diese elastische „Verformung“ geht von Rw/Rz, als Punkte einer Punkt-Menge, aus, nutzt aber die zweifache innere Dynamik von Rw/Rz – welche die innere Statik nur als Grenzfall hat.

    844Es ist das jenes Auseinander-Erzeugen, das in „z-w zu z/w“ grundlegend ist.

    845„Nicht topologisch äquivalent“ ist z.B., wenn man die Menge der Punkte einer Geraden ohne Endpunkte in die „Abbildung“ in eine Punktmenge überführen will, die eine Gerade mit Anfang und Ende („Strecke“?) ist.

    846Das erstere ist „reine“ Rw, letzteres ist Rw/Rz zu Rw/Rz.

    847Der Übergang ist ein Unendlichkeitsprozess, der mathematisch/geometrisch hier die „Nichtäquivalenz“ ist.

    848Eine typisch „nichttopologische“ Abbildung wäre z.B. eine Unstetigkeit (= „wesentliche Veränderung in der >>Nähe<<). Denn das würde den stets dynamischen Rz-Rz und/oder Rw-Rw-Zusammenhängen widersprechen.

    849Warum aber gibt es überhaupt „Unstetigkeiten“, unendlich leere Abgründe/Übergänge? (Das heißt aber, warum gibt es Euklidische Geometrie); weil hier N, G, E (vom OG her) den „unendlich materialen Raum“ überformen … → Mechanismus und „niedere“ Mathematik.

    850Dass im Verhältnis Euklid, Geometrie und Topologie von Übergangs-Feldern zu sprechen ist, und damit beide wichtig und konstitutiv sind und es um z-w zu z/w geht, sieht man auch am Problem der topologischen „Umgebungen“ und der „Nähe“.

    851Euklid geht von statischen z/w, als „Punkt“ Rw/Rz aus, aber die Topologie will nicht auf Punkte (→ Punkt Mengen) verzichten. Deshalb kommt es zur – (begrifflichen, alltagssprachlichen) – Problematik, wie kann man „Nähe“ exakt/, präzise fassen

    852Ähnlich wie „Punkt“ ist auch „Umgebung“ eigentlich eine Rw/Rz abgegrenzte Vorstellung – und daher die Brücke zur Euklidischen Geometrie.

    853Die „Nähe“ (also auch Umgebung) wird von Rz bestimmt, als freie randlose, offene „Hinweisung“/Rz auf „Etwas“, das aber nicht „genannt“ wird, – (nur auf einer philosophisch-mathematischen Metaebene). – freies Rw (wegweisend) gehört auch dazu.

    854Die „Umgebungen“ sind ein Kompromiss (als Übergang) zwischen Euklid und der Topologie (→ deren Grundprinzip der totalen Dynamik …). Das zeigt sich an der Erklärung, Definition der „Umgebung“, die eigentlich in ihrer topologischen Seite nur als „Spuren“ (und als „Relativierung“) Sinn macht.

    855Diese „Spuren“ sind eben die unendlich dynamischen Rw und/oder Rz.

    856Der geometrische Gegensatz von Stetigkeit und Unstetigkeit ist der von Rz und Rw. Formal geht es bei Rz und Rw um zwei „verschiedene“ Unendlichkeiten, (die mit den zwei „gerichteten“ „Relationen“ eng verbunden sind); es gibt also zwei Unendlichkeiten.

    857Die Unstetigkeit als mathematische und geometrische Vorstellung kann umgangssprachlich so beschrieben werden, dass es eine Grenze gibt/Rand eines „Abgrunds“, dass aber irgendwo drüben wieder „Etwas“ ist; das Rw hat diese unendliche Weite konstitutiv.

    858Die unendliche, enge „tiefe“ Kohäsion der „Stetigkeit“ wird von Rz vertreten.

    859Eigenschaften von „topologischen Abbildungen“ müssen auf die Grundeigenarten von Rw, Rz reduziert werden; z.B. die Bijektivität; d.h., warum sind – alltagsverständlich – elastische Verformungen „umkehrbar“? Weil Rw (Rz) keine „räumliche“ allein, sondern eine „allgemeine“ Richtung ist; beide wirken nach „allen Richtungen“, z.B. sollen die Abbildung „f“ und „f-1“ „stetig“ sein, aber das Rw hat keine inneren Strukturen, dito Rz.

    860Das ist so grundlegend, dass es bei beliebig „vielen Rw“ (dito viele Rz) ebenso ist; es kommt keine Struktur, keine Trennung innerhalb der gleichen Wechselwirkung zustande.

    861Der Unterschied von Euklid und Topologie: Ersteres wird (eher?) „von oben“, vom OG bestimmt und die Topologie „von unten“ (Rz,Rw). Die Wechselwirkung beider ist „z-w zu z/w“..„Von oben“ ist G ist „Abbildung“, „Invarianz“„von unten“ = „Verformung“ (Rw → … Rz) (wozu Sz, Sw gehören).

    862Topologie betrifft „eigentlich“ IRn, aber diskutiert wird Topologie in IR1, IR2, IR3.

    863Diese Diskussion betrachten wir als Übergang zur Euklidischen Geometrie. Die Reduktion n = 1, 2, 3 ist die der Rz,w Figuren.

    864Der Umgebungsbegriff in der Analysis ist geometrisch gesehen der in IR1. Welche Schlüsse kann man daraus auf das Verhältnis von IR1 bis n zur Analysis ziehen!?

    865Analysis ist „Funktions-Gleichung“, also letztlich das Gemeinsame von „Zahlen“ und „Kalkülen“; ← diese und die Raumzeit (also Geometrie) haben Rz, Rw, Rz/w gemeinsam.

    866Wie kann man das „Projekt“ >>Punkt<< näher analysieren? Im Rn – (als unseren unendlichen, materialen Raum) – ist ein „Punkt“, Rw/Rz; entweder als dynamisch aufeinander gerichtete oder statische oder/und als durch Rw (auch) nach außen gerichtete Größen und/oder durch Rz nach außen gerichtet. In der „quantentheoretischen Situation“ gelten alle zugleich.

    867In der „Mathematik“ geht es allgemein und hier um das Übergangs-Feld von Topologie und Euklid, d.h., hier, jene Punkteigenschaften werden unterschieden und beschreibbar, vom OG her, also von der euklidischen Raum-Vorstellung her.

    868Diese idealistisch-mechanistische Beschreibung kann aber nicht genügen.

    869Die Zwiespältigkeit von Rw/Rz (Bindung Rz nach innen, aber eben auch Rw innen, sodass Wechselwirkung herrscht) und Rw (auch Rz) nach außen kennzeichnet die topologische Eigenart der „Berührungspunkte“ und der „Randpunkte“.Da aber „Rw/Rw zu Rw“ möglich ist, gibt es die „isolierten Punkte“.

    870Bei völliger Rw- und Rz-Wirkung einer „Rw/Rz“ nach allen Seiten (also zu unendlich vielen Rw,Rz) gibt es die „inneren Punkte“ (nämlich in einer „Punkt-Menge“).

    871Ein „Häufungspunkt“ zeigt die zwei unendlichen Übergangs-Felder von Rw, Rz zu allen anderen Rw, Rz.

    872Mit Veränderung der Annäherungs-Funktion bei zunehmender Nähe → Rz → Sz …

    873Die 4-dimensionale Raum-Zeit (3Rz/3Rw) hat die 1. Dimension (/Rz/Rw-Rw-Rw) als „Gerade“, die 2. Dimension (Rz-Rz/Rw-Rw-Rw) als Ebene, die 3. Dimension (Rz-Rz-Rz/Rw-Rw-Rw); sie sind „je Andere“, was als „Senkrechtstehen“ gilt.

    874Topologie: Jene „Verformungen“ zeigen, dass Rw,Rz auch Relationen zu ihren Sz,Sw haben.

    875Die topologische: „Berührung“ (z.B. zwischen zwei Punkten) ist physikalisch nur als Rz-Einwirkung zu verstehen; die mathematisch-begriffliche Erklärung („Gemeinsamkeit“ in Umgebung „weiterer Punkte“ → Kreisschluss) ist „intuitiv-alltäglich“ zu verstehen.

    876Aus diese Übergangs-Problematik (Euklid-Topologie), die letztlich das Wechselspiel „OG zu -z,w“ ist, stammt auch das topologische Subprojekt/Problem: „Offene Mengen, abgeschlossene Mengen“.

    877Die „Abschließung“ („Hülle, Rand“) ist eine „willkürliche“ Begrenzung, die nur mit den Begriffen N, G, E des OG verständlich ist.

    878In der Natur (und in der freien geistigen Phantasie …) gibt es keine Grenzen; aber in → z/w! Es gibt je beides (→ OG → I = unendlich, E = unendlich), dazu. Sw, Rw, Rz, Rw.

    879Es gibt also sowohl im OG Endliches und Unendliches

    880wie in z,w (endliche z/w, unendliche S, R, z,w), das als

    881„z-w zu z/w“, dito im OG.

    882Das ist nur verständlich, wenn Mathematik (hier Euklid, Topologie) auf Rz, Rw, Rz/w reduzierbar ist.

    883Die Unvorstellbarkeiten in der Topologie, z.B. „Kreis ohne Rand/punkte“), sind sinnvoll nur erklärbar, wenn R-Aspekte nicht als räumliche Gebilde gelten → (Raum kurz als Rz-Rz-Rz/Rw).

    884Der vor-raumzeitliche R-Aspekt kann aber durch seine Relationierung, Richtung auf spezifische Weise (hier bei der offenen Menge als Unendlichkeit) wirken.

    885Im Topologischen gibt es keinen geschlossenen Raum; das zeigt sich in zwei Symptomen noch im Euklidischen (bzw. im Nicht-Topologischen): Die Unendlichkeiten von IN, IR, Imaginärer Zahlen und in der „Null“. Dahinter stehen die freien Rw und freien Rz in ihrer prinzipiell unbegrenzten „Anzahl“.

    886Es ist das ein konsequent einseitiger Grundzug der „!Mathe-Philosophie“ allgemein. Eine leere Menge wird „als offen definiert“; d.h. jene „Ansammlung“ von freien Rw (oder Rz) ist im Sinne von „Rw/Rz“ „Nichts“, „leer“.

    887Diese „Bezugnahme“ auf z/w (also letztlich auf z-w zu z/w) findet in jener Hilfskonstruktion „Definition“ statt.

    888Wie ist „Vereinigung“ und „Durchschnitt“ von Mengen und speziell von „offenen Mengen“ zu verstehen?

    889Die Elemente sind Rz/Rw (Punkte, Zahlen u.ä.) oder Rz (bzw. Rw). Bei Rw/Rz ist das mit dem Additions-Vorgang gleichzusetzen; man kann die Anzahl der Punkte „fest“stellen.

    890Bei Rz (bzw. Rw) aber ist das ganz anders: als Vereinigung, das Zusammenführen von Rz; formal bleibt es eine „offene Menge“ … also keine z/w-Bildung) –

    891Die „Addition“/Vereinigung vieler Rz verändert nichts; bei „viele Sz“ nimmt die Sz-Kraft ab, bei Rz-z verkleinert es sich! (Rw-Rw → Vergrößerung); Mathematik/Topologie nutzt das als „Verformung“!

    892„Der Durchschnitt beliebig vieler offener Mengen ist im allgemeinen keine offene Menge. Weil man von (mindestens) zwei Mengen ausgeht, die sich ja irgendwie unterscheiden (sonst wäre es bereits eine Menge). In der Basis der Mathematik gibt es aber nur zwei Verschiedene, nämlich Rz und Rw (und Rw/Rz …); d.h. „zwei Mengen“, die als Durchschnitt überlappen, können philosophisch-mathematisch dadurch nur „Rz/Rw“ bilden.

    893Damit aber wird eine Geschlossenheit, z/w, gebildet.

    894Übrigens jene „Unsicherheit“ zeigt, dass hier eine Meta-Ebene begrifflich eingeführt wird.

    895Das Zusammenspiel von Euklid und Topologie erkennt man auch daran, dass eine „abgeschlossene“ Menge nicht gleichwertig mit „nicht offen“ ist. Es gibt also Mengen, die „weder offen noch abgeschlossen“ sind.

    896Wir: Es geht um „Rz-Rw zu Rw/Rz“. Die Mathematik allgemein und hier die Geometrie/Topologie sind gekennzeichnet von den drei Situationen, freier Rz, Rw zu/und Rz/Rw (-eng). Das kann man in allen mathematischen Projekten erkennen; z.B. hier in der Unterscheidung von Punkt und Menge.

    897Die Menge der (in einem Gebiet) „inneren“ Punkte haben den Rz/Rw-Charakter (oder Rz/Rw zu Rz-Rw).

    898Die Menge der „Randpunkte“ haben Rw-Verbindung (freie Rw) zugleich nach Innen und nach Außen. Und die Punkte des „äußeren Raumes“ sind wie die „innen“ gestaltet, denn diese zwei Räume (innen, außen) sind – erst mal ununterscheidbar, → unendlicher Raum:

    899Die IN müssten „abgeschlossen“ sein, aber Rw! Die IR müssten beides sein, offen (in die Tiefe) (bzw. in Tiefe und Weite) und abgeschlossen (von IN her); aber beides nicht zugleich → z-w offen zu z/w statisch, geschlossen.

    900Die IQ sind offiziell „weder offen noch abgeschlossen“.

    901Liegt das an der „Wiederholung“ (1,3333 …), die ja „beides“ ist?

    902Der „Zusammenhang“ als „zusammenhängende“ Punktmengen spielt eine besondere Rolle in der Topologie. Er beruht auf „Rz“, z.B. als Rw/Rz.

    903Wir verallgemeinern das philosophisch. Auch Rw hat eine „Zusammenhangs-Bildung“; man kann sie aber anders als Rz verstehen (evtl. als Meta-Zusammenhang) → d.h. eben, Rw steht „senkrecht“ auf Rz. Das aber ist was maximal Anderes in der philosophischen Situation, in der es nur diese beiden gibt.

    904Dass Rz,Rw, z/w die mathematische Basis allgemein ist, erkennt man auch daran, dass jene topologischen Invariante („Zusammenhänge“) auch bei „stetigen“ Überlegungen (z.B. „Abbildungen“) allgemein in der Mathematik auftaucht.

    905„Der Raum“ – (letztlich alle „Räume“ mit den Dimensionen 1 bis unendlich …) – besteht aus Rw, Rz, die getrennt relationieren (Rw) oder kohäsiv relationieren (Rz) oder als Rw/Rz als je fremde relationieren.

    906Diese Möglichkeiten erzeugen die gängigen topologischen und euklidisch-geometrischen Denkfiguren; z.B. ist IR1, die unendliche Gerade zwar in 1.Linie „Rw“, aber in sich ist sie (topologisch und euklidisch) „zusammenhängend“, also auch Rz und Rw/Rz.

    907Wie kann man dann IR1 von Rn/unendlich unterscheiden? Ist IR1 ein Rw-Übergewicht? Oder wird jene Einteilung (Auftrennung des Runendlich) durch den OG (E, N, I) bewirkt?

    908Der Nullpunkt: Es gibt ihn nur als „N“ im OG. Im unendlichen Rn ist er als unendliche Kohäsions-Tendenz, nur Rz, anzusehen.

    909Von dort (Null) gehen Rw (Vektoren, Geraden) aus, die nur gleichgewichtig Rz mit ihren Rw zusammen enthalten: IR1.

    910Die IR1-Gerade (Vektoren etc.) enthalten Rz (unendliche Tiefe) und/zu/in Wechselwirkung zu Rw (unendliche Weite).

    911Wie aber können auf Rw-„Vektoren“ Intervalle, Abschnitte entstehen?

    912Ihr Zusammenhang, der durch Rz hergestellt wird, wird durch die Abschnittsbildung (Strecke von „1 bis 5“) gestört.

    913Das ist wohl nur möglich durch begriffliche (→ OG) Einflüsse. Was hier interessiert, ist: Die Wechselwirkung zwischen OG (→ N …) und RzR/w.

    914Ist das „Intervall“ von Null bis zu einer IN (IR kommt nicht in Frage, denn „Null“ ist ein OG-Gebilde; IN sind gleichgewichtige Rw/Rz; d.h. von Null bis zur IN-Zahl müssen neue Rw hinzukommen. Aber eben auch Rz (da die Null alle Rz anzieht).

    915Warum kann man IR3 als IR2 und IR1 zerlegen? Allgemein gilt IRn, es gibt grundlegend „unendlich“ viele Rz, Rw und daher Rw/Rz-Gebilde. Deren „Zerlegung“, Auftrennung ist eine „begriffliche“/„geistige“, die aber durch „Rw“ ermöglicht wird.

    916Anders gesagt, Rw ist eine Basisursache für geistige Phasik.

    917Die – verbleibenden – Zusammenhänge dieser Teilmengen wird von Rz bewirkt.

    918Rz bewirkt also „nach allen Richtungen“ Zusammenhänge; so werden IR1 (Gerade) und die Teilmengen des IR2 bzw. IR3 gebildet; Darüber hinaus alle weiteren „Räume“.

    919Das zeigt sich analog in der zugehörigen Analysis.

    920Der „Wegzusammenhang“ zwischen zwei Punkten (z.B. zwischen Null und Eins) ist dann in der Analysis eine Zahlenmenge und die zugehörigen Kalküle (Addition etc.); d.h., ihre gemeinsame Basis ist Rw, Rz (Kalküle, Zahlenmenge); (->physikalischer Raum).

    921Gibt es „Wege“ zwischen allen Rw, Rz und zwischen allen Rw/Rz? Im IR1 ist das einfach, aber im IR2, IR3 weniger. Aber es gibt wohl zwei Situationen, die mögliche Weg-Bildung und auch die Trennungs-Beibehaltung der freien Rz,Rw.

    922Zur Strukturierung, Klassifizierung im IRn gehört auch, dass es die Unterscheidung in der Relationierung (zwischen Rz, Rw) gibt, einen „Weg“ (= Rz) zwischen ihnen und/oder die Rw-Verbindung zwischen ihnen.

    923DieTopologie: Rz → „wegzusammenhängende Punktmengen“

    924und Rw → „zusammenhängende Punktmengen, die nicht wegzusammenhängend sind.

    925Denn, man kann weder den Rz-Relationen, noch den Rw-Relationen entgehen.

    926Man kann weiter unterscheiden, „nicht zu einer Punktmenge gehörige Punkte“, d.h. es gibt nach dem Muster des „z-w“-Modells zwei (oder viele) Mengen an Punkten, die getrennt voneinander sind. Das ist nur durch Rw möglich (andere Möglichkeiten gibt es nicht). Was ist mit der Trennung zweier neutraler Rw/Rz?

    927„Jeder geschlossene Weg lässt sich zu einem Punkt zusammenziehen“ („einfachzusammenhängend“). Das ist für die z, Rz prinzipiell so: Alle möglichen z sind in Relation stets punktförmig vereinigt/vereinigbar. Für die Rw-Seiten gibt es das nicht …

    928Für Rw/Rz wird es kompliziert (→ 3.QM-Option).

    929Bei den in der Topologie gebräuchlichen Grundbegriffen „abgeschlossenes zusammenhängendes Intervall“ (und dessen Abbildung) ergeben sich Schwierigkeiten:„Zusammenhängend“ ist eine „stetige“ Eigenschaft, aber „abgeschlossen“ ist keine stetige Invariante.

    930Wir: Es geht um das Verhältnis von Rz (und Rw, beide sind prinzipiell „stetig“) zur Rw/Rz-Eigenschaft, die in sich zwar dynamisch ist, aber nach „außen“ abgeschlossen ist. D.h., wenn ein „Intervall“ als zusätzliche Eigenschaft eingeführt wird – und das ist letztlich unumgänglich – dann hat man damit eine „Beschränktheit“ zusätzlich eingeführt; z.B. die → der IR1, 2, 3.

    931Das führt wieder zum Zusammenhang von Topologie und Euklidischer Geometrie

    932Und zum umfassenden z – w „reine“ Topologie zu z/w → reiner Euklid.

    933„Kompakte Punktmengen“ sind „abgeschlossen“ und beschränkt.

    934Durch sie werden „Häufungspunkte“ (als unendliche Teilmengen in einer Punktmenge) bestimmt.

    935Wir „abgeschlossen“ ist Rw/Rz. beschränkt ist keine Rw-Wirkung, evtl. nur Rz-Rz „Häufung“ ist Rz-Rz. Da es unendlich viele Rz, Rw gibt, kann der Gedanke der „Häufung“ nur differenziert verständlich sein.

    936Kompakte Punktmengen können nicht zusammenhängend und zusammenhängend sein. Das erlaubt letztlich (z-w zu z/w).

    937Solche zusammenhängende Mengen, als Rz-Betonung, sind „Kontinua“, wie „Kurven“ oder (im IR1) abgeschlossene Intervalle.

    938„Gestalten“, hier zum Beispiel Kreis und Knoten; durch Rw, Rz, die beliebig viel und frei sind, kann jede Gestalt sich verformen; sie sind topologisch äquivalent.

    939Die „Lage“, d.h., wie ist ein topologisches Gebilde im allgemeinen Raum (IR3) positioniert?

    940Die Trennung von IR1 (Gerade) von IR2 (Ebene) und IR3 wird durch Rw bewirkt, bzw. durch Rz-Verlust bewirkt.

    941Man kann die Teilmengen des Raumes IR3 (z.B.) abbilden, ohne den umgebenden Raum abzubilden.

    942Die „Gestalteigenschaften“ sind diejenigen Invarianten, die sich bei topologischen Abbildungen dabei ergeben.

    943Aber der „äußere Raum“ IR3 („äußer“ zu Linien, Ebenen, also zur Kreis-Knoten-Verformung hier als Beispiel) hängt stets auch – (→ Rz-Rw zu Rz/Rw) mit seinen Untergliederungen zusammen.

    944Und, IR3 ist (mathematisch und philosophisch gesehen) eine willkürliche Begrenzung im IRunendlich (IRn).

    945Wenn Topologie (hauptsächlich oder gänzlich) von Rw abhängt, so als Rw-Übergewicht in Rw/Rz, dann ist die Vermehrung der Rz eine Veränderung der räumlichen Art, von IR1 zu IR2 zu IR3 – und jetzt zu IR4 (→ IRn letztlich).

    946Wenn dann die „normalen“ Lageeigenschaften in ihrer Beziehung zum umgebenden Raum IR3, erhalten bleiben, dann ändert sich das, wenn diese Punktmengen (hier Kreis und Knoten) in einen IR4 eingebettet werden.

    947Der Knoten lässt sich „lösen“; wie bewirkt das die Rz-Zunahme? Das Rw-„Übergewicht“ erlaubt es, jene Verformungen, z.B. also „den Knoten“ zu machen.

    948Bei Zunahme der Rz (in höheren Räumen, IR4, etc.) wird Rw zurückgedrängt aufgehoben, der Knoten wird im IR4 „gelöst“, er wird in den Kreisrand überführt.

    949Im/ab IR4 ist die Trennung in 3-dimensional räumlich „Innen“ und „Außen“ hinfällig (hier: Die Gestalteigenschaften und die Lageeigenschaften der beiden Punktmengen – z.B. Kreis, Knoten – sind gleich).

    950In 4-dimensionaler Raumzeit werden IR1 (Gerade), IR2-Ebene aufgehoben; in mehr- als vierdimensionaler Raumzeit wird die Einteilung in Unter-Räume („Körper, und damit die mechanistische Dingwelt) aufgehoben; das ist eine Wirkung der „vielen Rw, Rz“ in IRunendlich.

    951Der Kreisrand, bzw. sein topologisches Bild (Kreis, Knoten) erzeugen im IR2 genau zwei disjunkte Gebiete. Diese Eigenschaft ist bei einer Einbettung dieser Punktmengen in den IR3 nicht mehr vorhanden.

    952Dabei geht man von den „idealen Vereinfachungen“ aus, dass Rw, Rz nur in „einer Ebene“ (letztlich wohl „linear“) wirken; dann kommen die anderen „Vereinfachungen“ heraus: „Zwei“ und „Disjunkte“.

    953In den speziellen Räumen IR1, 2, 3 und deren Punktmengen gilt besonders Rw/Rz als jenes Gleichgewicht, das den „Abstand“ und allgemein die Existenz einer Metrik voraussetzt; z.B. im „Umgebungsbegriff“ den Konvergenz-Punkt. „Abstand“ ist Rw, das gleichgewichtig mit Rz relationiert wird.

    954In allgemeinen Räumen aber werden jene Gleichgewichte durch Rz-Zunahme verändert.

    955Es gibt dann nur (?) freie Rz und Rw. Das kann als „allgemeine Topologie“ angesehen werden.

    956Man muss von einer „Mischung“ von Rw/Rz (Punkte) und freien

    957Rw und Rz ausgehen; (als Variante von „z-w zu z/w“ → deren Dynamik etc.).

    958bJetzt geht es z.B. darum, die freien Rz in ihrem Verhältnis zu den Rw und Rw/Rz zu sehen:

    959Diese Umgebungs-Problematik sei am Beispiel der „natürlichen Topologie“ mit dem topologischen Raum IR1, der der reellen Analysis zugrunde liegt, verdeutlicht: Die „Umgebung“ ist dann alles das, was von einem „Punkt“ (Rz/Rw) (bzw. einer IR-Zahl mit dem Charakter, irgendein Gleichgewicht gleichvieler Rz/Rw zu sein) durch Rw- oder Rz-Relation abhängt.

    960Sobald sich in diesem Umgebungs-Feld ein anderes Rw/Rz zeigt, ist eine neue Umgebung eröffnet; die alte aber ist dort abgeschlossen.

    961Die Elemente, als „x“ in Funktionen, sind die freien Rw und Rz: Dabei kann es unendlich viele Rz geben (in die „Tiefe“ der Umgebung) und/aber nur endlich viele Rw, weil der nächste Punkt, nämlich z.B. die nächste reelle ganze Zahl (Rz/Rw) nicht unendlich weit (→ Rw) entfernt ist.

    962Solange die Rz auf ein Rw/Rz (z.B. ganze Zahl) gerichtet sind, gehören sie zu jeder der möglichen „Umgebungen“ dieses Punktes, Ganze Zahl.

    963Das gilt für das (vom Punkt) wegweisende Rw analog.

    964Da das Rz (analog Rw) des Punktes (Rw/Rz) in Wechselwirkung mit jenen freien Rz, Rw steht, kann man diesen Punkt auch als Element seiner eigenen Umgebung ansehen.

    965Es ist allgemein, philosophisch das Übergangs-Feld mit seinen (unendlichen) Strukturen; hier geometrisch-topologisch vereinfacht.

    966Was tut sich in den „Umgebungen“? Sie bestehen aus freien Rw, Rz; sobald ein Rw/Rz (Punkt, Zahl) in dieser Umgebung auftaucht, entsteht eine andere Umgebung.

    967Deshalb gilt, – (Hausdorff) –, dass die zwei Mengen (die freien Rw und freien Rz) Durchschnittsmengen bilden können, die als zwei Umgebungen gelten können; und solange es zu keiner Rw/Rz-Bildung kommt, sind beide Umgebungen und ihr Durchschnitt nichts anderes als die eine ursprüngliche Umgebung.

    968Wegen der Eigenschaften von z (viele sogar unendlich viele z sind wie = 1 z; dito w) kann man in jeder Umgebung unendlich viele andere Umgebungen bilden.

    969Der „topologische Raum“ wäre dann die Menge (abzählbar) der Punkte, Rw/Rz (in beliebiger Zusammensetzung) „vereint“ („zu“) mit den freien Rw und Rz, (die nicht abzählbar sind).

    970Als Variante von z-w „zu“ z/w.

    971Zusammen mit den S-Aspekten, also als z,w, sind das die physischen, physikalischen Räume (IRn), „Raumzeiten allgemeiner Art“.

    972In einer Philosophie der Mathematik muss klar sein, die Begriffe „Etwas, Nichts, Unendlichkeit“ etc. sind von OG her solche der Entwicklungs-Vollendung. Dem steht z,w gegenüber.

    973D.h. z.B.: Wenn die Topologie/Mathematik so beschrieben wird: Es gibt eine „leere Menge“ (→ Null, N), dann orientiert sich das an „N“ im OG (->Alltag). Aber „tatsächlich“ kann „leer“ bereits isolierte, freie (z,w) oder hier Rz, Rw (in beliebiger „Menge“) bedeuten.

    974Die „topologische Nullmenge“ und der topologische Raum insgesamt sind „offen“. Weil beides hauptsächlich aus freien Rw, Rz besteht.

    975Die Rw/Rz schränken diese „Offenheit“ nur unwesentlich ein.

    976Dazu passt, dass im zahlentheoretischen Aspekt des „allgemeinen Raumes“ (topologischer Raum) die IR (reellen) und die imaginären Zahlen ebenso „offen“ sind – wenn auch in verschiedener Art „i“ ≙ Rz, Rw; IR = Rz/Rw beides hat unterschiedliche Dynamik und Unendlichkeiten .

    977Es gibt kein tieferes Kriterium eine/„die“ allgemeine Menge (IRunendlich, n) abzugrenzen, sie ist prinzipiell „offen“, weil es „z-w“ ist.

    978Dennoch (vom z/w-Einfluss) kann man Abgrenzungen in der „praktischen/konkreten“ Mathematik annehmen; z.B. als Teilmengen, Vereinigungen, Durchschnittsmenge.

    979Sind diese offen, so sind auch ihre Vereinigungen etc. offen.

    980(„Geschlossene Menge“ wäre so konstituiert, dass jedes freie Rw in ihr einen Rz-Anschluss hat).

    981Natürlich können beliebig viele offene topologische Mengen gebildet werden, sowie deren „Vereinigungen“; wobei diese Vereinigungs-Relationen nur als „z/z“ und w-w“ in Frage kommen, will man die „Offenheit“ betonen; (vs. z/w)

    982Zur „Topologie“ gehört die Einsicht, dass es zwei/drei (→ „z-w zu z/w“) Gesichtspunkte gibt: freie Rz, freie Rw, Punkte Rw/Rz und beider Kombination/Relation.

    983Von den „3“ her: Den Gedanken der „Umgebung“; von „2“ her die Euklidische Geometrie;

    984Der Gedanke des topologischen Raumes, „die Topologie“, enthält eine „Trägermenge“; die Elemente des allgemeinen topologischen Raumes sind „offene Mengen“ (freier Rz, Rw), während die Elemente der „Trägermenge“ „Punkte“ sind, also Rw/Rz.

    985Beides wird durch die Vorstellung/Begrifflichkeit der „Umgebung“ verbunden. Sie ist Relation zwischen Rz, Rw und Rw/Rz und zugleich Rz und Rw selber!

    986Das ist eine Variante von freie z-w zu z/w (Punkte).

    987Wie ist das Verhältnis von „Umgebung“ und „offener Menge“ zu fassen? In/als Umgebung sind die Rz auf einen Punkt, Rw/Rz gerichtet; (die Rw sind von diesem Punkt weggerichtet).

    988„Offene Mengen“ haben zwar auch (unendlich viele) Rw und Rz, d.h. „absolute“ Gerichtetheiten, jedoch kein „Ziel“; dieses Ziel hat/ist ein „E“ und ist ein Symmetrie-Bruch; genauer: Es zeigt sich eine Sub-Geometrie (Euklids) darin.

    989Daraus folgt z.B., dass es zu jedem topologischen Raum, der durch die Umgebungsaxiome definiert ist, genau einen über offene Mengen definierten topologischen Raum mit derselben Trägermenge gibt, sodass die Umgebungssysteme bzw. die Systeme offener Mengen übereinstimmen – und umgekehrt.

    990Hier trifft sich „Materie/Natur vs. Geist“: z.B. als Geist: „IR“ (mit Null, Ganze Zahl, andere IR) und „Natur“ als „topologischer Raum“; wir: Rz, Rw, Rw/Rz.

    991Dieser Übergang geschieht im/als Gehirn, wobei die Rw, Rz, Rw/Rz aus z,w stammen.

    992IR1 (Gerade, alle reellen Zahlen) ist dann als Teilmenge von IR2, IR3 anzusehen, aber darüber hinaus von IRn (= allgemeiner topologischer Raum).

    993Die sogenannte „natürliche Topologie“ vereint dann die Erkenntnis aus der reellen Analysis, also/auch IR1, 2, 3; aber wir dehnen das auf IRn aus, weil die Physik (und die Mathematik) diese unendlichen Räume „braucht“ – und auch dort mit R-Aspekten (und S-Aspekten) arbeitet.

    994Zur „Topologie“ kann man auch folgende Probleme zählen: Gehört Null zu IR, hier IR1/Gerade? Kann sie als „Rz“ (und/oder als Rw) dargestellt werden oder ist Null, als „N“ nur ein – von R) abstrahierter – Begriff im OG?

    995Dazu kommt nun, dass es an „jeder Stelle“ im IR-Verlauf unendlich tendenziell zu Null-Stellen kommt. Diese Verbindung von „Unendlichkeit“, „Nichts“ und „jede Stelle“ kann nur durch die R-Aspekte (-> I-Sphäre) erklärt werden.

    996Auf IN lässt sich die sogenannte „diskrete Topologie“ definieren. Was ist daran „topologisch“? IN hat unendlich viele Rw/Rz und unendlich viele Rw.

    997Die Rz sind „ersetzt“ durch jene „diskreten“ Übergänge.

    998Insofern ist die „diskrete Topologie“ eine Teilmenge der allgemeinen topologischen Menge (IRn). D.h. aber, die Übergänge zwischen den IN sind keine Nullstellen; die „diskrete Topologie“ schließt „Null“ aus; stattdessen ist der Übergang vom „Rw-Feld“ bestimmt. Dann ist Null = Rz? Eine „indiskrete Topologie“ schließt alle Nullstellen ein, also Rz und Rw und Rw/Rz ?

    999Man kann also verschiedene Topologien definieren; mit oder ohne Rz, Rw, Rz/w, etc.

    1000Das ist – abweichend von dem physikalischen IRn – nur möglich, weil es den OG-Einfluss (und Rw) gibt, der Trennungen dieser Art vornehmen lässt.

    1001„Mathematik“ besteht eben darin, sowohl jene Kohäsion wie zugleich die Trennungen zu haben; → „z-w zu z/w“.

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil A, Teil I (Mathematik), 7. Kapitel: Geometrie; zur Logik auch 4. Kapitel: Die Kalküle und der Beweis. Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 05.04.2022 auf dieser Website (als PDF). Textgrundlage ist Bauers Textdatei („Geometrie 1–100“), die mit der veröffentlichten Fassung übereinstimmt. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (34 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

  • Theologie und Wissenschaftsphilosophie

    Wilhelm Bauer2022Religion und Theologieca. 25.800 Wörter · ca. 105 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer untersucht die christliche Theologie mit den Mitteln der WP und sieht in der Religion eine Variante der „allgemeinen Entwicklung“. Er setzt beim alten Gegensatz von griechischem Wissen und christlichem Glauben (Paulus, Tertullian) an und will ihn mit einem modernen Erkenntnisbegriff überbrücken, dessen Bindeglied die Dialektik (N/G zu I/E) ist. Gott deutet er als unendliche, zugleich „leere“ Existenz (E, genauer E4); den Glauben fasst er als N/G-Methode, die dem Wissen als N-G und E gegenübersteht und doch mit ihm verbunden ist. Der Text beginnt ohne Einleitung und folgt keiner Gliederung. Er behandelt die theologische Erkenntnislehre, die Geschichte des Verhältnisses von Wissen und Glauben (Ockham, Pietismus, Kant, Hegel), Offenbarung, individuellen und gemeinschaftlichen Glauben (fides qua und fides quae), die Glaubensartikel des Credo, biblische Figuren wie Abraham, Jesu Verkündigung des „Reiches Gottes“, das Wunder, den Kreuzestod und die Christologie als Übergang vom endlichen Menschen (z/w) zum Objektiven Geist, den historischen Jesus seit der Aufklärung und das Verhältnis zu Judentum und Islam. Ein eigener Abschnitt gilt Hinduismus und Buddhismus; am Ende steht die Auferstehung, die Bauer als Übergang von der Endlichkeit zu den Unendlichkeiten und als frühe Phase der Geistesgeschichte deutet.

    23 Schreibfehler berichtigt; markierte Stellen antippen, um das Original zu sehen.

    1Die von Paulus und auch von Tertullian vertretene Auffassung, dass das Wissen (das der Griechen) mit dem „Leben und Sterben“ Jesu nichts zu tun hat – (und damit auch nichts mit der „Heilsgeschichte Gottes“), – können wir zurückführen auf die Kantische Erkenntnis., dass es kein Wissen (hier zum „objektiven Geist“/Gott/E) ohne oder jenseits des Menschen geben kann.

    2Diese Lücke zwischen „E“ u.ä. und den konkreten I, I/E, N/G in Einzelwissenschaften, Phasen schließt „der Alltag“, der leidende, arbeitende etc. Mensch; der damit selbst eine philosophische Größe wird.

    3Die traditionelle Kontroverse zwischen der Wissenschaft (seit Aristoteles) und dem christlichen Glauben kann in moderner Erkenntnis-Theorie leicht überbrückt werden.

    4Abstraktes Bindeglied dafür ist die Dialektik (wir: N/G zu I/E). „Abstrakt“ deshalb, weil es erst mal darum geht, dass sowohl die traditionellen Wissenschaften (->N-G,E) wie die Vertreter der Glaubens-Methodik noch intensiver an der Weiterentwicklung ihrer bisherigen Methodik (und ihren Erkenntnis-Ergebnissen) diese vertiefend etc. arbeiten sollen; dieses unbegrenzte „Weiterarbeiten.“ ist jene doppelte unendliche Dynamik in N/G.

    5Das geht (im unendlichen Übergangs-Feld) z.B. über den Gedanken der „Vernunft“, zu dem sich – je dies interpretierend – beide „Gegner“ durchaus bekennen können.

    6Wahrscheinlich kommt jede wissenschaftsphilosophische Richtung – wenn sie geistesgeschichtlich genug Entwicklungs-Zeit hat – zu ähnlichen Strukturen und Funktionen.

    7Diese kann man als „dialektische“ und als I/E-Varianten erkennen. Aber das drückt sich meist verschwommen aus; z.B. in den „Religionen“ (d.h. bei Festhalten an einer „dogmatischen“ Basis) werden eigene o/u fremde Abweichungen nicht strikt als Irrtum, falsche Lehre stigmatisiert; (denn man merkt intuitiv, dass „Irren, falsch“ auch – zu integrierende – philosophische Phänomene sind.

    8Daher wird auf Dissonanzen diskutierend, weiterhin reflektierend reagiert; es wird tiefer reflektiert und solange disputiert (auch mit sich selbst) bis „harmonische“ Lösungen möglich scheinen; denn langfristige Erfahrung weiß, dies ist die normale Entwicklungs-Tour, die ist noch nicht beendet.

    9Aber die Gefahr ist groß, dass das wirklich „Andere“ in den Kollektiven tabuisiert bleibt und es zu – komplexeren – E-Gebilden kommt, nicht zur „E-Entwicklung/I-Entfaltung“. Von daher kann dann auch eine theologische Grundfrage, wie das Verhältnis von „Glaube und Wissen“, besser gelöst werden. Es ist solche „Vermittlung“ zwischen beiden genauer als „E-I zu E/I–Relation“ anzusehen; hinter dem die ganze Entwicklung seit „z, w zu z/w“ steht.

    10Die einmal gewählte philosophische Fundierung (Gott → E-Sphäre, Ii-Christus als Individuierung, jeder Mensch ist vor Gott gleich, Trinität etc.) verlangt nach einem Parallelsystem zur Gesell., solange die jene philosophische Grundkonzeption nicht voll übernimmt (wie z. B. als „Vatikan“).

    11Daher gibt es Wissenschaft als Fundamentaltheologie und Dogmenlehre, die I Seite als „Moraltheologie“, interne „Entwicklungen“ als Kirchengeschichte, Pädagogik, Pastoraltheologie, Vergesellschaftstheorie als christliche Soziallehre und Kirchenrecht.

    12Wir versuchen eine philosophisch-wissenschaftlich moderne Sicht darauf.

    13Wie bei allen kollektiven Bewegungen geht es auch im Christentum um das „Neue“, wissenschaftlich, sozial, humanistisch, philosophisch. Dabei vor allem um die Strategien dafür; z. B. „vorbildliches Handeln“ (soziales Engagement), z. B. neues Wissen (philosophisches zumeist) mitteilen, Begründungen liefern u.ä.

    14Und es geht um „Taktiken“ z.B. Lebenseinsatz (Christus, heute arabische Märtyrer) (Scheitern, Verfolgung, Fremd-Sein, Außenseiter zu sein akzeptieren) z.B. auch emotionale Atmosphäre schaffen. Gemeinschaftsbildung, Kunst, „Hoffnung“, „Freude“ u.ä.; Selbstgewissheit („Ich bin Christ“ – ohne „Begründung, öffentlich sagen) etc. Das sind organisatorische und inhaltliche Maßnahmen, die sich in allen Großkollektiven durchgesetzt haben oder es werden.

    15Das Christentum ist eine konfessorische und missionarische Ideologie.

    16Das gilt für alle gesellschaftliche Ideologien in der Leistungsgesellschaft. Diese „formale“ Selbstbeschleunigung oder zumindest Selbstbewegung ist eine Folge der Anbindung an die objektive

    17E-Entwicklung (und der daraus folgenden I-Entfaltung)

    18Das gilt aber nur soweit die jeweilige kollektive (auch individuelle!) Ideologie, tatsächlich progressive Teile hat: „Der Trotzkismus z.B. zeigt fast eine Verselbständigung dieser Dynamik; während „traditionelle“ Ideologien sich durch ihre – betonte – Lethargie passivisch als Zusatzideale darstellen.

    19Dass in dieser Ideologie/Philosophie E (und G) im Mittelpunkt steht, erkennt man an den Beweis-Verfahren (z.B. das dezisionistische „Das ist ebenso so“; das fundamentalistische „Das steht in der Bibel, ist Dogma“) oder auch als die abstrakte Verweigerung jeder Argumentation.

    20Etwas weniger alltagsphilosophisch Ist das vernünftige, plausible, apologetische Argumentieren. Aber auch dies setzt – mit Konsequenz und Recht – auf E, G-Funktionen; weil solche Argumente und Dialoge – implizit und auf Umwegen – Teile der gesellschaftlichen „Vernunft“ aktivierend, die Identitäten, Selbstverständlichkeiten, Tautologien etc. zum Angelpunkt haben.

    21Anders gesagt: Es fehlt da „N“, N/G, „I“ (freie…) I/E.

    22Wenn immer wieder von den „guten Gründen“ für den Glauben gesprochen wird, dann ist eigentlich (als „Trans-Vernünftigkeit“ auch als „Absurdität der Glaubensmethodik etc.) gemeint, dass „N/G zu I/E“ sowie I-E-N-G und „z, w“ eigentlich nicht rational („Erfahrung“, „Einsicht“) zu erfassen sind – aber jene Erweiterungen der Erkenntnis-Basis notwendig sind.

    23Aber „Religion“ kommt ohne die Hilfe von moderner Wissenschaft (Quanten-Theorie, Mathematik, Hegel, Marx) aus dieser kläglichen Lage nicht heraus; und sie muss im G-Behauptungs-Kreis unbegrenzt oft leer rotieren.

    24Für die gesellschaftliche und die individuelle Auseinandersetzung mit den Inhalten jeder Weltanschauung, hier der christlichen Religion, definieren wir die „Weltanschauung“ als die Betonung einer der zentralen Entwicklungs-Phasen (oder Teile daraus). (Zu den wp zentralen Phasen gehören dann die „S“/Physik, „R“/Mathematik und „I“ sowie N,G/Methodik).

    25Diese Einseitigkeiten haben Vor- und Nachteile. Nachteile zeigen sich z.B.in„Gegnern“, (die andere Betonungen bevorzugen), aber auch indifferente Mitmenschen, Unsicherheiten, vor allem darin, dass die feste Struktur seines „Glaubens“ nicht gegeben sein kann, weil in der Entwicklung stets auch andere Phasen wirken und auf die „auserwählte“ Phase einwirken.

    26„Positiv“ ist Folgendes: Da diese wichtigen Phasen (Vergesellschaftung -> Christentum, Emotionalität, N/G-Methodik →“Glaube“, Naturtriebe etc.) bei allen Menschen vorhanden sind und wirken, brauchen die meisten Menschen keine wissenschaftlichen oder philosophischen Bestätigung, dass sie wertvolle „Emotionalität-Ratio“ haben.

    27Die ungebildeten, unkundigen Menschen werden – seit Augustinus – vom Christentum/lehre akzeptiert; aber als Menschen, die noch in Grundkenntnissen der christlichen Lehre unterwiesen werden müssen.

    28Diejenigen, die als zu einfach, zu wenig begabt, zu alt, u.ä. sind – („simplices“) – also die theologischen Kenntnisse der Religion nicht erlangen können, werden wegen ihrer „großen Treue zum Glaubensleben“ und „praktischer Verwirklichung“ des Christentums ebenfalls von der Religion anerkannt.

    29Diesem „humanen“ Grundzug liegt philosophisch zu Grunde: Die Gleichberechtigung von „I“ (Wollen) und I/E zu E (Wissen); und damit auch N/G Methodik, →Praxis, z.B.: Dies christliche Handeln ist allerdings auch eine Kritik am E-Begriff!

    30Die Analysen der sachlichen sozialen Verteilung der Glaubensbereitschaft (suchende, enttäuschte, frustrierte, sichere, irgendwie interessierte, vage religiöse Sehnsucht, Nichtchristen, Gottgläubige, Nichtglauber etc.) zeigen massive Unsicherheiten, die wir auf zwei Punkte zurück führen: Die sachlichen Schwierigkeiten dieser Ideologien, die weder den philosophischen noch den wissenschaftlichen Fortschritt integrieren, noch pädagogische Verständlichkeit zeigen. Und der Mangel an Mut, die gesellschaftlichen und individuellen Psychostrukturen (angemessen und offen und modern) zu berücksichtigen.

    31Die philosophische Analyse der „Religion“ ist allgemein notwendig, dann spezieller die der christlichen Religion und darin der katholischen und der protestantischen Variante. Wir analysieren diese vor dem Hintergrund einer umfassenden wissenschaftlichen Philosophie, also unter Einschluss aller wissenschaftlichen Erkenntnisse, Methoden etc. (der Naturwissenschaften, Mathematik, Psychologie etc.); das als Entwicklung aus z, w bis zum „objektiven Geist“ (E,I, N, G).

    32Eine Hypothese dabei ist, kurz zusammengefasst: Die „Religion“ ist eine spezifische Variante der „allgemeinen Entwicklung“, die die Subjektivität als endlichen E-Entwicklungs-Höhepunkt hat und „Gott“ als Fixpunkt der entwickelten unendlichen, abstrakten E. Die Entwicklung der wp „I-Seite“ betrifft nicht nur die menschliche Subjektivität, vielmehr auch „Jesus Christus“. Schließlich geht es uns um die Meta-Relation „I/E“; zum Beispiel als die protestantische Betonung des Verhältnisses „Individuum/Gott“; allgemeiner, um das Verhältnis „Endlichkeit/ Unendlichkeit.

    33Worum geht es in den Wiederholungen der Religionen und daher der Theologie? Über die Erkenntnis- und „Prinzipienlehre“, „Glauben“, „Offenbarung“, „Nicht-Glauben, atheistische Methoden („Vernunft“), Gott, der Mensch (zum Beispiel als „Hörer des Wortes“), Jesus Christus und das Thema Kirche zum Beispiel als „sichtbare Gemeinschaft“. Sowie um deren Relationen, z.B. „Christus als Offenbarung Gottes für den Menschen“; oder z.B. die „katholische Kirche als Erscheinungsform Jesu Christi“.

    34Zur „theologischen Erkenntnis-Lehre“ muss man beispielsweise Folgendes ausführen: „Glauben“ ist eine N/G-Variante. Die hat u.a. die Eigenschaft, „alles“ andere irgendwie… einzubeziehen; das macht andererseits ihre Ungewissheiten aus. Vor allem bezieht sie die Gläubigen ein und das, was geglaubt wird. Eine fundamentaltheologische Aufgabe ist es dann, die Glaubens-Methode zu verstehen und in einem philosophischem Entwicklungs-Geschehen endlich weiterzuentwickeln.

    35Wir sehen Glaubensaktivität als im Übergangs-Gebiet zwischen z/w und N/G angesiedelt. Deshalb gibt es viele Varianten und viele „Kritik“ und viele G-Explizierungs-Annäherungen.

    36Formal (und im Vorfeld) geht es erst mal darum, die Bedingungen, Strukturen, Regeln der bisherigen Glaubenserkenntnisse in Diskursen der „Interaktionsträger“, so des Gesprächs der Katholiken untereinander, den Verpflichtungscharakter der überlieferten Schriften, der Tradition, der Äußerungen des Lehramtes, der Arbeit der Theologie u.ä. zusammenzufassen, letztlich wissenschafts-philosophisch zu überhöhen.

    37Der sprachlich zu fassende „vernünftige Grund“ – („logos“ in der Theologie) – besteht (nach AT) in der „Heilsgeschichte Gottes mit seinem Volk“. Dass „Logos“ sehr umfassend alles das meint, was an quasi-wissenschaftlichen Reflexionen vermittelbar ist, – (ähnlich wie „Vernunft“…) – kann dieser Satz sehr allgemein verstanden werden: „Gott“ als „objektiver Geist (->E,I,G,N), oft eingeschränkt auf E und E-Verlauf in allem, als Entwicklung (→ „Heilsgeschichte“) verstanden.

    38Und das in jener Vermittlung zwischen Menschen („Volk“) als prinzipiell notwendige gesellschaftliche Verbegrifflichung, solcher maximaler Abstrakta wie „E“.

    39„Glaube“ wird von uns als N/G-Variante angesehen. Als solche hat sie die Charakteristik, tendenziell alle Möglichkeiten einzubeziehen, vor allem eben alle „I“ und E. Was, modelliert, dann der Übergang so ist: N/G → I/E.

    40Dieses Unfassbare (auch z. B. als „dialektische“ Relation…) und zugleich, alles tendenziell Umfassendes hat dann, hier im Religiösen, die merkwürdigen Formen: Im AT wird das Glaubensbekenntnis mit praktischen Erfolgen begründet („weil Gott hilft“); im NT zeigt sich eine Höherentwicklung darin, dass der „Logos“ der Grund des Glaubens ist, speziell als Christusleben und Sterben mit seinen Versprechungen, welche Hoffen lehren. Und bei modernen Theologen (z.B. Kierkegaard) wird dieses Glauben als in der persönlichen Biographie sich zeigend, („was wir wissen und wollen, werden/müssen wir auch sein“) verstanden. Diese heillose Verstrickung in zweimal unendlichen als N/G kann nur durch zusätzliche N-G und durch I/E-Inhalte mit der „Praxis“(→Wissenschaften etc.) kompatibel gemacht werden.

    41„Wissen und Glauben“ stehen für die zwei Quanten-Phasen, die auch im Begrifflichen ihre Entwicklungs-Vollendung im „objektiven Geist“ erhalten haben: I, E, N, G

    42Das wird nun traditionell vielfach verbal dargestellt; z. B. so: Wissen als N-G, E:

    43Erfahrungen der Sinne (→G), verbunden mit Erinnerung (→G), unbegrenzte Wiederholbarkeit (→G); allgemeine Gültigkeit, weil auch da nicht veränderbar; Messen, Zählen, Wiegen – also typische G-Verfahren.

    44Dann das Vergleichen (→G) von verschiedenen Quellen (bei der Erlangung historischen Wissens).

    45Und die Abkürzung unendlicher Vorgänge nach alltagserfahrlichem Muster;zum Beispiel 1+1=2 (→ G)

    46Formulierung und Anwendung. von „evidenten Grundaxiomen“ („z/w“), z. B. in der Logik und daraus „logische Schlussfolgerungen“:→ G aus z/w.

    47Man muss die zwei Hauptmethodenarten N-G und N/G (von z, w her) unterscheiden können, obwohl beide in einem Übergang zusammenhängen.

    48Dann kommt es nur darauf an, die zwei Arten zu verbalisieren, z. B.

    491. objektiv: Übernahme von Autoritäten,

    502. Glaube: ohne „Erfahrung“

    513. Übergang: intersubjektiv kommunizierbar

    52Diese sind je nach „Fall“ auszuwählen.

    53Die N/G-Relation ist als eine Methode deshalb wirksam, weil sie zwischen Subjekt und „Erkanntem“ zwei Relationen herstellt, nämlich G (Identifikation) und zugleich N als eine Unterscheidung zwischen Subjekt und Erkanntem aufrecht erhält; außerdem stellt G und N ebenso Verbindung zur Außenwelt, also allem außerhalb von diesem Subjekt und dem Erkannten, her.

    54Da nun diese vier Relationsdimensionen zugleich und in Wechselwirkung bestehen, ergibt sich eine komplexe Situation. Sie ist ein „Maximum“ an Relationalität, gegenüber den zwei Minima G und N. Ihre Existenz ist ebenso sicher, wie die von G, weil hinter beiden tiefergehende philosophische Voraussetzungen stecken, z. B. →z, w.

    55Deren Wirkung kann so umschrieben werden, sie halten zwischen Subjekt und Erkanntem, eine „schwebende“, erzeugende, wechselwirkende., rückgekoppelte Verbindung aufrecht.

    56Dann wird wieder behauptet, dass der Glaube überhaupt nicht von Wissbarem und Wahrheit handelt. Das ist ein Kompromiss, der in N/G modelliert wird: Er hat Nichtwissen (N) und zugleich geht dieses N nicht soweit, abstrakt, Obiges abzustreiten; denn das ist nicht möglich, weil Obiges immerhin noch offen lässt, dass der Glaube von was anderem handeln kann.

    57Deshalb gilt, es gibt neben E, G (wahr, gewiss) noch I, z, w, N/G, die eben jenes Übergangs-Feld zwischen E und NE bilden können.

    58„Glauben“ hat auch die Färbung, sein Vertrauen voll auf jemand zu setzen.

    59Das ist die Eigenschaft von N/G, welche als unbegrenzte Relationen (von Rz/Rw her) gilt. Es geht da also nicht um jene Unexaktheit durch formale Dynamiken, sondern um Verbindungen: Mit der Welt, mit anderen Menschen (→Vergesellschaftung, Familie), auch mit den Wissenschaften, mit Gott (und damit mit dem „objektiven Geist“/E).

    60Die prinzipielle „Ungenauigkeit“ von Glaubensmethodik: N/G mit den Optionen zu I, E, kann daher entweder als „mehr oder weniger“ belangloses Fürwahr-Halten“ von Aussagen oder z.B. als „personales Handeln“ verstanden werden. Letzteres wäre die Relation: Ii→N, G→I2i (andere Person), das als „Vertrauen“, „Bekenntnis zu dieser Person“ beschreibbar ist. Aber das kann auch auf „Ii→Ig“, Ii→E ausgeweitet werden.

    61Das Verb „glauben“ und das Substantiv „Glaube“ haben deutlich emotionale Züge; geloben, lieben, willfahren sind etymologisch z. T. Verwandte.

    62Es kommt uns aber hier nicht so sehr auf dieses Inhaltliche an, sondern darauf, dass formal zu solcher inhaltlichen, vertrauensvollen, freundlichen Beziehung, früher von Mensch zu Mensch, später von Mensch zum Gott, die Fähigkeit sich zeigt, methodisch allgemeine Relationen aufzubauen und zu erhalten.

    63Heute schwingt – erweitert – sogar der Übergang zu „wahr“ mit: „Jemandem vertrauen, für möglich halten, meinen, vermuten, für wahr halten“.

    64Die konkreten Varianten im Begriff „Glauben“ zeigen, dass das N/G-Verhältnis über die religiöse Methodik weit hinausreicht und, dass N/G selbst sehr ergreifend sein kann, da die G und N (von z/w her) dynamisch auch „nach außen“ sein können (→ I-Erzeugung aus N/G…)

    65So wird z.B. die Glaubensmethodik im Alltag, in allen Religionen u.ä. genutzt. Es wird z.B. an alles Mögliche geglaubt (Wissenschaft vom Alltag her etc.).

    66Dabei gibt es Abstufungen unterschiedlicher Gewissheit von quasi-objektiv gewiss bis zu emotionaler Vermutung. Das liegt eben an N/G mit deren Abstufungen (→ unendliche Dynamik von G und N).

    67Wie oft in Philosophie, Wissenschaft, Alltag, erkennt man intuitiv und nicht klar zu erkennen, dass Wissen auf G, E beruht, es aber noch „N“ und „N/G“ gibt; die Glaubens-Methode gehört hierhin.

    68Dass alle drei (G, N, N/G) sogar zusammengehören (auch die Übergänge), wurde aber auch kaum intuitiv wahrgenommen.

    69Vielmehr galt stets Kontroversik, Defizienz, Vorwurf, Deutungs-Wirrwarr, sogar „Doppelleben“ („Sonntags: Glauben, ab Montag: Wissen“); übrigens das auch in der Philosophie.

    70„Glaube und Wissen“ sind eine Variante von „N-G zu N/G“.

    71Als Übergangs-Feld hat es (in 1. Näherung) (logischerweise“…) vier mögliche konkrete Strukturen; als Kontroversen, Vermittlungen: Als Einheit beider, als strikte Trennung, als Wissen allein(Glauben wird als Erkenntnis-Form unendlich eliminiert); und umgekehrt, als „Einheits-Modell“.

    72Die Protagonisten eines Einheitsmodells erklären, Glaube und Erkennen sind im Grunde eines, als zwei Wege zum selben Ziel. Meistens wird das als pure Behauptung – emotional – ständig wiederholt.

    73Diese Wege-Kategorie deutet den Hegelschen dialektischen Übergang zwischen N-G und N/G an; zu dem gehört es, dass die negative Verbindung in N-G ebenfalls als Relation (mit erzeugender, entwickelnder Wirkung) anzusehen ist; und dass die unendliche Wechselwirkung in N/G schließlich „N = G“ erzeugt. „Glaube ist ein immer intensiveres Hineinwachsen in das Verständnis der Wirklichkeit.“

    74Wenn man sagte „Credo, ut intelligam“, dann ist das – nicht nur in der Forschung – der normale Ablauf: Zuerst ist die „hypothetische“ Phase „der Unsicherheit“, N/G, die man solange hat, bis daraus G – N werden; genauer gesagt, gibt stets „N-G zu N/G zu N-G etc.“.

    75Diese moderne Form der „Wahrheit“ beruht auf z-w → z/w → z-w etc.

    76Diese moderne Wahrheit (war bisher stets): „N-G zu N/G“ dito I, E zu I/E (nur waren oft Teilaspekte verdeckt).

    77Philosophie-Historisch gab es unterschiedliche Annäherungen daran, z.B. erfand der „Nominalismus“ (MA) die „doppelte Wahrheit“ (philosophisch vs. theologisch, je nach Anwendungsgebiet also).

    78Die „philosophische Wahrheit“ war G, E (z. B. „Einheit der Person“), die theologische „N/G zu I/E“ (z. B. die Trinität).

    79W. v. Ockham unterscheidet zwei „Welten des Wirkens Gottes“: Die Welt der Naturgesetze, der Erlösung und deren Erkennbarkeit durch menschliche Vernunft. Und die höhere „Welt“, in welcher Gott das alles wieder aufheben kann.

    80Es ist das eine tastende Annäherung an die „allgemeine Entwicklung: Das sind vor allem die Relations-Phasen (z.B. I/E „enge Natur“; oder z.B. auch „Erlösung/Glaube u.a. als enge N/G). Zum anderen geht es hier um die je isolierten E – G – N, die scheinbar unabhängig von allem (voneinander, von ihrer Genese etc.) durch einfachen Streich: „N“ alles ändern, vernichten kann – und als „E“ sich selbst setzen, unendlich bestätigen kann; als Unendlichkeit der E-Existenz und Unendlichkeit des „Nichts“, („das Nichts nichtet“…).

    81Konflikte zwischen Theologie und Naturwissenschaften beruhen auf dem „hl. Kern“ (E, G). Der taugte noch für einfache mechanistische Physik. Aber seit dem wird N/G, I/E, „I“ in den Naturwissenschaften immer wichtiger (nicht nur in der Biologie). So zum Beispiel, wenn es um die Anerkennung „Galileis“ (im 20. Jh.) oder Darwins gab, dann war das eben kein „Verrat am hl. Kern“, oder „eine Anbiederung“ u. ä.

    82Auch Luther stellt Gnade und Glauben und Offenbarung gegen Vernunft, Rechtfertigung (→Ratio, Ig, k). In „Vernunft“ steckt nicht nur Ratio, über psychische und alltagserfahrliche Einflüsse steckt auch Ii, Ig darin.

    83Es ist ein letzter Versuch, G (Offenbarung), N/G, u/o G (als Glaube) und E über „I“ zu stellen; und die in E verborgene/vollendete Ratio als G, anstatt als N/G, Entwicklung und Arbeits-Prozess, zu betonen. (Die Zukunft aber war: Beides).

    84Der „Sündenfall“ ist als eine Verselbständigung, eine Überbetonung der I-Seite, von allem der natürlichen „I“ zu interpretieren. Augustinus, Luther folgern daraus, gewissermaßen als „Bestrafung, die „Unfreiheit des menschlichen Willens“ gegenüber Gott. „Gott“ ist „E „; aber anstatt ein I/E-Gleichgewicht o. ä. herzustellen, wird nun (zur philosophisch notwendigen E-Entwicklung) zum – Ausgleich, E überbetont.

    85Wenn Luther die prinzipielle Unfreiheit, Unfähigkeit des Menschen und Gott in seinen Unendlichkeiten (Allmacht bis Güte) auch nur annähernd zu begreifen „sucht, dann hat er in diesen Zweifeln an „natürlicher“ „Vernunft“, an der „Natur“ und der gesellschaftlichen „Vernunft“, als Gotteserkenntnis, philosophische Vorarbeit dafür geleistet, dass weder das unendlich leere, isolierte E, noch das unendlich „volle“ Sz, Sw von der z/w-Seite her, also in keiner Phase zu erfassen sind.

    86In theologischen Darlegungen, wie die bei Luther, kann eine gewisse (traditionelle und bis heute vermehrte) Verwirrtheit nicht übersehen werden; das ist der christlichen Ideologie verdankt, nicht aber Personen; z. B. „könne die Vernunft Gott ausgrenzen, was aber mit Gott unvereinbar sei“. Wenn man „Vernunft“ als Ratio E, N-G sieht, dann korrespondiert das mit E/Gott; wenn man Vernunft als I/E sieht (was genauer ist), dann gibt es Differenzen zwischen Gott und Vernunft, z. B. „das Wort Gottes, bzw. Christi ist zu unterscheiden vom „Werk/Wort des Menschen“, das sind unklare Behauptungen; allerdings kann das durch „Christus“ als „Übergang“ zwischen den angesprochenen Endlichkeiten und Unendlichkeiten systematisiert werden.

    87Der geschichtliche Weg zur „autonomen Vernunft“ (wir: Ii) führte über antike und vorhergehende Formen der Subjektivität, welche konkrete und wirkende Einheiten von I/E waren. Diese umfassend praktischen Menschen waren zu einer begrifflich fassbaren, einer wissenschaftlichen und philosophischen Analyse und zu einer Selbstreflexion erst in der europäischen Neuzeit fähig. Antike Figuren waren zwar bewusst geistig fähig und produktiv (in jedem Gebiet und dort außerordentlich). Aber die Analyse dieser Fähigkeiten gelingt erst mit R. Descartes (Philosophie des Subjekts/des Ichs; mit Vorläufern (Meister Eckhart, Dietr. v. Freiberg, N. v. Kues z. B.).

    88Die nächste Entwicklungs-Stufe ist heute: Die Benennung dieser Analyse-Ergebnisse als Ii, Ei (und deren „Ableitung“ aus allen Wissenschaften).

    89Wie entwickelt. sich, begriffshistorisch das Verhältnis „Wissen – Glauben“? Das ist bei uns Teil der „allgemeinen Entwicklung“ von „N, G“. Als solches ist es eine Fortsetzung der Entwicklung von Rz, Rw. Und in Rz, Rw ist sowohl N vs. G wie auch N/G angelegt – und sogar noch Reste von I, R.

    90Diese R-Reste – (analog S-Reste für E) – bestimmen N/G als „Glauben“, auch als Dialektik. Aber die Entwicklung geht zu N – G, weil dies Teil des objektiven Geistes (N-G-E-I) ist; (N/G, Glaube ist Teil der Sprach-Phase).

    91Wir teilen also nicht die Auffassung von modernerer Offenbarungskritik, die die Vorstellung einer autonomen Vernunft als einziges gelten lässt. Oder bei Kant, der einen unvermittelbaren Dualismus von Glauben und Wissen zum „wissenschaftlich-philosophischen“ Programm erhebt.

    92Die moderne Wissenschaft, die Erkenntnis-Theorie sieht Übergänge zwischen beiden, kann diese Übergänge aber nicht erklären.

    93Seit Kant aber ist es bis heute G – N, E, was als Zentrum des Bewusstseins, des Verstandes gilt. Es gab da lange keine formalen Zweifel (Dialektik) und noch keine inhaltlichen.

    94Wie Kant die traditionellen Gottesbeweise widerlegt, die „rational-spekulativ“-und eigentlich schon N/G-Konstrukte sind, findet er Ersatz/Ausweg in I, I/E- Konstrukten: Als „moralisch-praktische Vernunft“ des Menschen: I, I/E, als „Wende zum Subjekt“ (seit Descartes und Kant) ist der Durchbruch von „I“. Später gibt es Rückschläge; „Vernunft“ wird immer mehr „wissenschaftlich-mechanistisch“ interpretiert. Was soll die tradierte Kirche, Theologie da tun?

    95Der Konsens der Philosophie (und Theologie) (schon im 19. Jh.), dass es zwischen „Glauben und Wissen“ verschiedene Relationen gibt: Nur eines von beiden, beide oder der dialektische Zusammenhang..

    96Die unvermittelte Lösung: N – G; aus ihr gehen stets „E“ hervor, welche allerdings Probleme machen (Entfremdung, vor allem zwischen Wissenschaft und Religion, aber auch und Vorteile (Monotheismus)

    97Die vermittelnde Lösung ist N/G, es erzeugt stets „I“ – aber damit weitere Probleme für die Religion.

    98Die pietistische gegen den Rationalismus gerichtete Gefühls- und Glaubensphilosophie muss organisatorisch deswegen zu vielgestaltigen, unabgrenzbaren u.ä. Bewegungen führen.

    99Philosophisch sind Negation von „Verstand“ und spekulative Methoden zwar anzuerkennen, aber man muss ihre Einseitigkeiten und vor allem ihre Unvereinbarkeit mit der E-Figur „Gott“ (als alleiniges Ziel und Zentrum, nach religiöser Axiomatik) sehen.

    100Die Religion, die Theologie sind Zeugen für die unendliche Existenz von „E“ („Gott“), aber nicht nur dafür, sondern auch für die Grunddualitäten N – G und N/G – und für die Probleme des Übergangs zwischen beiden/dreien. Es gibt daher den Verstandesweg (N – G) und den spekulativen Glauben (N/G) (→nicht zu wissen und zugleich doch strikt anzunehmen) zum „Innewerden“ Gottes. Dies ist dann „N – G zu N/G“; hier stellt sich die Frage, ob deshalb allein „Religion“ gesellschaftlich aufrecht erhalten wird.

    101Die Ineinssetzung von Gefühl und Glaube zeigt ein prinzipielle Problematik.

    102Gefühl kann man als I/E gut modellieren, und „Glaube“ als N/G. Wie aber hängt N/G mit I/E zusammen? Beide sind grundlegender Art, also derart gemeinsam, sie sind aber dort (→“Sprachen-Phasik“) auch die größten Gegensätze.

    103Die pietistische Strategie – (→ Quietismus, Quäker, Methodismus, Puritanismus – also global …) – die absolute E-Verabsolutierung, den Monotheismus zu „ergänzen“ durch die subjektive Emotionalität (Individualität → „Ich und Gott im persönlichen Gespräch“, Verinnerlichungen, Kunst, Gemeinde-Arbeit, Soziales etc.) führte zur „Religion als Privatsache“ und zur Abschwächung der Ig als religiöse Staats-Idee.

    104Dahinter steht eine objektive Entwicklung, zur E-Entwicklung und zu I-Entfaltungen. Die Pietisten wollten eine neue Frömmigkeitsbewegung – und führten von den E (OG) weg zur Phase des subjektiven Geistes.

    105Vor allem Hegel versucht, den „christlichen Glauben“ „aufzuheben“.

    106Aber er sah das als methodisches Problem (während nicht zufällig der „christliche“ Glaube erwähnt wird). Die Frage ist allerdings, ob „Glaube“ formal nichts anderes als „Dialektik“ ist. Hier zeigt sich der notwendige Übergang zwischen N/G und I, E und I/E.

    107So wie N – G (Wissen) und N/G (Glauben etc.) stets nebeneinander in allen Bereichen existierten, verwendet wurden, so gilt auch philosophisch, dass der Übergang von N- G zu N/G zu N – G bei tieferer Analyse unvermeidbar ist, (N zielt auf sich, G dito, aber beider „Trennung“ verbindet sie auf einer Metaebene als Neubildung.

    108N/G ist als Methode korrekter als „Dialektik“ (→ „N-G zu N/G“) zu bezeichnen. Aber da alle N/G-Relationen notwendi über sich hinausweisen, kann Beliebiges, meist traditionell Zusätzliches assoziiert werden; „Glauben“ „an was“…

    109Die Leistungsgesellschaft und die E-Entwicklungs-Beschleunigung half „G“ zum Durchbruch; früher gab es jene alltagssprachlich vermittelte N/G-Form, als „Glaube“ häufiger.

    110Der Ablauf in der „Entwicklung“ des religiös-metaphysischen Teils der Realität hat – unserer Meinung nach – ziemlich konstante Funktionen.

    111Das „religiöse Stadium“ betonte N/G (Glauben) und E (Gott); dann folgten abstraktere E-Varianten (Seiendes, Sein) sowie N – G, aber immer auch N/G; dann N/G zu N-G (jetzt konsequenter gefasst) als Dialektikmethode.

    112Dann folgte E, N – G als empirisches, positivistisches, rationalistisches, mechanistisches (oft naturwissenschaftliches) Denken.

    113Was ist „Offenbarung“ und was das Gegenstück „Glauben“?

    114Der menschliche Verstand hat die zwei Methoden N – G, E und N/G → „I“; N/G ist formal-methodisch, auch traditionell als Glaubensdynamik, als Relationierung zu verbalisieren. Aber inhaltlich kommt dazu, dass z/w (Subjektivität/Sprachen/Gehirnfunktionen etc.) auch Verbindung zu S, R, z, w und OG aufnehmen müssen; dabei geht es um einige unendliche Übergangs-Felder komplizierter Art; dazu kommt, dass die Gründe des menschlichen Verstandes selbst Wechselwirkungs-Produkte von den zwei metaphysischen Polen (Rw/N, Rz/G) sind.

    115Die „Offenbarung“ ist zunächst „nur“, dass Gott, also „E“ (im OG) existiert; damit verbunden ist die Dualisierung E als „Endliches“ und zugleich „E“ als unendlicher Selbstbezug (Existenz von „Existenz“), und der formale Bezug, E ist Nichts, Nichtsein (was Hegel nutzte).

    116Wir erweitern das: Im OG sind es noch I, N, G, welche man ähnlich analysieren kann.

    117Das theologische Problem ist nun, kann die „Offenbarung“ von Menschen verstanden werden? Ja und Nein. Der Mensch denkt, in Folge seiner Entwicklung historisch und ontogenetisch zunächst nur „endlich“. Aber er hat die Fähigkeit und heute historisch die Möglichkeit, sowohl endlich wie unendlich zu denken; z.B die Entwicklung als „göttliche “ E-Vollendung.

    118Wobei der mögliche Widerspruch (Mensch, Gott) endlich – unendliche Freiheit im Denken als Nicht-Verstehen ebenfalls zum wissenschaftsphilosophischen Gesamtsystem („neuer Gott“) gehört.

    119Eigentlich steht E (Sein, Existenz) an allem Anfang, aber um das zu „verstehen“, bedarf es einer

    120Denk-Methode. Diese ist zugleich „G“ wie auch das „hermeneutische I/N/G/E“, also auch N/G.

    121Das G zu N/G ist als z-w zu z/w und als I – E zu I/E zu N – G zu N/G zu variieren

    122Man kann diese Einheit als „Glauben“ benennen (oder man reduziert die Einheit in verkürzter Weise. Durch Hereinnahme von I/E reicht das „Glauben“ sogar überall hin.

    123Die N/G-Form (des methodischen Glaubens) bzw. die I/N/G/E-Form, haben gegenüber dem G – N den Vorteil, eine Relation zu schaffen, die nicht nur einseitig ist (wie bei N, G), sondern eine relativ feste Verbindung und die individueller Art herstellt (von Rz/Rw in Natur, also auch „inhaltlicher Art“).

    124Daher ist Glaube nicht von Außenstehenden nachvollziehbar; aber auch nicht von Gott, also dem „Beglaubigten“ (was Obigem widerspricht).

    125Schon Augustinus und Thomas v. A. differenzieren eine dreifache Bedeutung von „Glauben“. Wir erklären das philosophisch modern durch die objektiven E-Eigenschaften. Das, was in der Religion als „der selbe Glaubensakt“ mit drei sprachlichen z/w-Verbindungen gilt, ist die Einheit von „E“; genauer, die Einheit der E-Entwicklung (als Basis einer modernen Ontologie) von S, R bis OG-E.

    126Die (im OG) unendliche E-Selbstbezug, der psychologisch, sprachlich als „Ich glaube, dass Gott existiert“, ist eigentlich die „inhaltliche“ Seite („Gott als Inhalt des Glaubens“) von E, das ja als OG-Element zunächst nur „formal“ ist. Dieser „unendliche E-Selbstbezug“ ist (neben Eo als S und E1 als S/R) die Basis aller Inhaltlichkeit.

    127Sprachlich kann das beliebig variiert werden, weil es bei Inhalten um die z/w-Phase geht. Da jeder Glaube (→z/w, N/G) sprachlich vermittelt wird, kann man das z. B. als „Aussage“- Satz behaupten; diese absolute, isolierte „G“-Methode ist in Bezug auf den z/w-Bereich (4-Dimensionalität, Subjektivität, normale Welt) unbefriedigend unvollständig.

    128Es wird die (G → E)-Praxis, das „richtige Aussprechen der Lehre“ („Orthodoxie“) „theologisch ergänzt durch „das rechte Tun“ („Ortho-Praxis“). Es wird – eher intuitiv – E als I/E (→Handeln:I→N,G→E) kritisiert und erweitert.

    129E im OG hat neben dem unendlichen Selbstbezug (die „selbst bezeugende Autorität Gottes als Grund für das Glauben an ihn“) noch den Bezug der I, N, G im OG; daraus entsteht dann „Sprache“.

    130Theologisch gilt, es gibt zwischen Gott und den Menschen (Subjektphase. z/w) Verbindungen, z. B. „glaubt“ der Mensch an Gottes Wort, Botschaft.

    131Es sind die prinzipielle Wechselwirkungen E/Gott ↔ N, G/Glaube ↔ Mensch. Da ist die Glaubens-Methode übrigens ein wechselwirkender Übergang der „Mensch“ als „z/w“, als Natur, und von Natur zum reinen Geist E, N/G,I – und eben auch umgekehrt.

    132Erst damit wird die (theologisch lange diskutierte) Glaubens-Problematik wissenschaftlich und philosophisch relativ vollständig.

    133In solchen „Aussage-Sätze“ (Sprech-Handlung I→N, G, E →E) wie „Ich glaube an Gott“/ „Credo in deum“ wird hinein interpretiert, genauer, alle Beteiligten sehen es so: Dass dies Glauben eine Relation der Liebe zu und von Gott, zu und von den anderen Menschen einschließt. Was zwar philosophisch eine Erweiterung ist, (→seit Platon I/E →“Existenz/Idee plus Tugend“ als Einheit), aber in der christlichen Ideologie keine Fundierung aufzeigt; deshalb wird dort das intuitiv-psychologische Individuum herangezogen.

    134Umschrieben wird das in Theologie und konkreter Religion als „engagierter“ Glaube, „Engagement des Verstandes, des Willens und des Tuns“ oder Glaube als „Lebensprogramm vor allem im Handeln“.

    135Wissenschaftsphilosophisch kann das als Weiterentwicklung speziell in der „Religion“ angesehen werden. Die Nähe zu Gott (E‘, E) als praktisches Tun, „Werke zu verrichten, die Gott gefallen“, (also Ii→N, G, E‘→E), ist als Ersatz für „den Glauben“ theologisch umstritten, trägt aber zum unendlichen Übergangs-Feld „Gott, E zu z/w zu Subjekt“ bei.

    136„Glauben“ wird von uns formal, methodisch als eine „dialektische“ „N/G zu N-G“- Relation angesehen; und „inhaltlich“ als I/N/G/E (mit dem Zusammenspiel aller beteiligter I, E und N,G .

    137Man kann also alle „Handlungen“ (→I→N, G→E) damit verbinden, aber auch emotionale Phänomene, z.B. „Vertrauen“, „Zuversicht“. Da diese ihre spezifischen E, I, N, G, R, z, w, S aus deren Zusammenspiel in den Entwicklungsphasen der Biologie und der Psychologie sind.

    138Und, der Glaube sollte – (nach dem Beschluss des Konzils von Trient wird dieser „Fiduzialglaube“ kritisiert, abgewiesen) – der sein, der nicht nur Tatsachen („Gott existiert“ →E) oder „Christus ist auferstanden“ (→Unendlichkeit) glaubt, sondern „dass Gott für den Menschen, individuell da ist und zu dessen Seligkeit hilft, oder dass Christus für „mich gestorben und auferstanden ist“.

    139Damit wird OG erweitert zu dessen ersten Relationen (→Handlung→ Ii zu “E“, betont im Emotionalen, auch im Gesellschaftlichen).

    140Das Konzil von Trient hat die subjektive Vertrauensgewissheit bei der Glaubensmethodik als notwendig, aber nicht als hinreichend bewertet.

    141Der Glaube als Wurzel jeder Rechtfertigung eint erst mit Christus, wenn „Hoffnung und Liebe“ dazutreten.

    142Die N/G-Methodik muss durch Ii („Hoffnung u.ä.“, freie/virtuelle Zielsetzungen) und „Liebe“, Ii zu I/E des Subjekts zu „E“, des geliebten Objekts, verstanden werden; also „Liebe“ ist eine allgemeine Handlung im Emotionalen →I→N, G→E→N, G→I…

    143In innertheologischen Disputen wird aus der allgemeinen „neo-hermeneutischen.“ Methodik „I/N/G/-E“ mal die E/N/G-Seite betont; die eher als „existentieller Heilsakt“ gelten kann; und ob ihrer Formalität „umfassender“ wirkt (→Luther). Mal wird die Trienter Lösung vorgezogen, die „I“, also I/E, I/N, I/G (kollektiv und vor–bewusst) einschließt und sich einem eher inhaltlichen Wahrheitsbegriff annähert. Luther bereitet den deutschen Idealismus/Hegel vor.

    144„Glauben“ ist eine Methode und wie jede Methode wird auch diese durch die erkenntnistheoretisch notwendigen Strukturen bestimmt.

    145Das ist der Glauben als Zustimmung für und an eine inhaltliche Lehre o.ä.

    146Und/oder glauben einer Person, welche diese geglaubte Wahrheit verbürgt.

    147Wp geht es um eine Variante der allgemeinen Wechselwirkung zwischen den Phasen, also hier zwischen „glaubendem Subjekt“ und Sach-Phasen sowie zwischen Subjekten und die zwischen Subjekt und Abstrakta (E, Gott) Welchen philosophisch-wissenschaftlichen Sinn hat diese Differenzierung? So auch die Hinwendung zur „Wissenschaft“.

    148Das ist ein philosophisches Problem. „Geglaubt“ wird stets; jeder Sachverhalt, der „wahr“ sein will, führt dabei in einen Kreisschluss, auch extrem rationale Tatsachen (z.B. empirisch verbürgte, logische etc.) → G und N haben Unendlichkeitsseiten, die auf „wahr“ zu reduzieren sind; „Glauben“ besorgt das (Ursache→R, S …). Aber, dann kommt es auf die Art der Inhalte an; die „Kirche, Dogmen, die Papst-Gewalt u.ä.“ unterliegen weiteren tief wissenschaftlich-philosophischen Analysen inhaltlicher Art.

    149Man muss davon ausgehen, dass die Dogmen („Symbola“), an die geglaubt werden sollte, auch philosophische und wissenschaftliche Basis–Probleme haben. Zum Beispiel die „Unendlichkeit“ (→ „Auferstehung“ Jesu, Gott als unendlicher E – Selbstbezug; Jesus als Mensch → z/w, „von den Toten auferweckt“, womit Jesus (und „der Mensch“) göttlich wird. Diese vor-wissenschaftlich-philosophische Umschreibung des Problems muss heute als z-w zu z/w-Problem gesehen werden: Unendlichkeiten (freie S, R,→OG) gehen über in Endlichkeiten (wobei die maximale Relationierung die Subjektphase ist) und von dort geht es wieder zu „z-w“ und zum OG.

    150Die christliche Ideologie ist mitunter unentwickelt, z.B. wenn sie (wie damals im Orient verbreitet) das „dumme Volk“ von einer ideologischen Elite überzeugen will; und die zeitliche Ewigkeit der „Materie“ und des Menschen daher durch Zeugenaussagen der Auferstehung Christi (Zeuge u.a. Petrus, Paulus) „beweisen“ will. Genauer: Diese materiellen Unendlichkeiten leuchteten auch jener Elite nicht so richtig ein, sie fühlten aber intuitiv, dass es so was geben muss.

    151Der Inhalt des christlichen Glaubens ist „die Tat Gottes an J. Christus“; darum kreisen alle Kernsätze, Glaubensartikel, Glaubensbekenntnisse. Dieses (zunächst philosophisch und wissenschaftlich unklare) Verhältnis „Gott – Mensch“ kann man erweitern – (was in der Kirchengeschichte geschah) – auf menschliche – gesellschaftliche – historisch entwickelte – kulturell wichtige Punkte, z.B. als die „Sakramente“, die Eucharistie-Lehre, Marienkult etc.; die Kirchen-Organisation schließlich als notwendige aber „sekundäre“ Absicherung.

    152Dies ist eine normale Entwicklung, die allerdings durch „E, G“(Gott), daher, dass es keine Änderungen, Vermehrungen, hier in den „Lehren“,in der „Dogmenentwicklung“, geben darf) widersprüchlich ist.

    153Hängt die Art der Methodik, hier Glauben z/w, N/G, I/E mit dem Geglaubten zwangsläufig zusammen?

    154z/w und N/G/I/E sind inhaltlich (→ Rz, Rw) und formal fähig tendenziell unendlich viele Relationen zu bilden, also auch „alles“ glauben zu machen.

    155Die wichtigsten Aufgaben der aller Ideologien sind die „Transpositionen“ in eine „pluralistisch verfasste Weltzivilisation“, wobei es auch auf inhaltliche Veränderungen und Weiterentwicklungen dieser Denksysteme selbst ankommt; eventuell hier „neue Dogmen“ zu finden.

    156Wie für alles Wissen zeigt sich die Notwendigkeit, im wissenschaftlichen Detail und im maximal weiten Rahmen, eine Meta-Ebene zu finden, die sinnvoll ist. Für die Religion wäre das: Einerseits die pädagogische Vermittlung (der schwierigen ungewohnten Denkweisen); aber vorrangig ist das Gott-Mensch-Verhältnis als S, E zu z/w (zum Beispiel als Sprachen-Phase, Psychologie).

    157Woher neue, aber „passende“ Dogmen nehmen? Verlangt wird von Teilen der katholischen Kirche, dass neue Glaubensinhalte dogmatisch „durch das ordentliche und universale Lehramt als göttliche geoffenbart zum Glauben vorgestellt“ werden soll und „von der Kirche in einem „feierlichen Urteil“ verkündet wird. Das ist eine. Zweiteilung: In „wissenschaftliche“ Weiterentwicklung und in deren pädagogische Vermittlung. Jene Grundüberlegungen sind richtig, aber welche inhaltlichen Ergebnisse gibt es bisher? Wir meinen, es kann, wie langfristig auch immer, nur um Erforschungen und Weiterentwicklungen in den Phasen der Psychologie, Sozialpsychologie, Ethik, Philosophie allgemein u.ä. gehen.

    158Es wird „religiöser Gehorsam des Willens und des Verstandes“ gegenüber den Lehren des authentischen Lehramtes von Papst und Bischof gefordert, verschärft wird das gegenüber päpstlichen Endgültigkeiten.

    159Das philosophische Grundproblem ist hier, dass es zwar endgültige Wahrheiten gibt (z. B. „es existiert Existenz“), die aber trivial oder derart kompliziert sind, dass daher ihre Wichtigkeit gesellschaftlich, pädagogisch ohne derartige Hilfsmittel wie Überredung, Gehorsam, Appell an „Verstand“, kaum verbreitet werden kann.

    160Wenn das aber misslingt („unendliche E – Existenz“), dann fehlt die Basis für eine darauf aufbauende Wissenschaftsphilosophie; die Welt ist dann begrifflich ein „Nichts“ (→ N).

    161Die Dogmen nehmen (- intuitiv -) Bezug zu philosophisch-wissenschaftlichen Grundlagen (Unendlichkeit, „Existenz“, Mensch/Subjektphase., E-Entwicklung und deren Vollendung).

    162Um das in die menschliche Vergesellschaftung (als Geschichte) einzuordnen, und als allgemeine Erkenntnis zu erforschen, abzusichern, pädagogisch zu vermitteln (→Leistungsgesellschaft ?), hat die Organisation („Kirche“) eine Reihe von Festlegungen, Hilfsmittel, begleitenden Gedanken, Forderungen getroffen, um das „Gesamtsystem“ zu vollenden.

    163Diese Hilfsprojekte haben aber hier in der Religion so gut wie keine Absicherung in der Basis. Durch die Dogmen wird daher organisatorischer Druck ausgeübt, der jedoch systematisch nicht berechtigt ist.

    164Eine formale Basis, dass es konkrete, praktische „Ergebnisse“ gibt, ist die ideologische und organisatorische Grundhaltung: Zum Beispiel der „Schwur“: „Entschieden empfange ich und halte fest alles und jedes, was in Bezug auf die Glaubens- und Sittenlehre von der Kirche endgültig vorgelegt wird“. Solche Kongregations-Beschlüsse, die „praktische Wahrheiten“ sein sollen, sind zwiespältig, sie behindern auch die weitere „Forschung“, Entwicklung der Ideologien. (zusammen mit den Dogmen, die als wissenschaftliche und philosophische eigentlich erst noch zu erforschen sind).

    165Warum hat eine so wichtige und große Organisation wie „Kirche“ spezifische „Glaubensinhalte“ wie z.B. die Lehre, dass nur Männer als Priester arbeiten dürfen? (Frauen vertreten emotional meist freiere Ii, Ei); oder die „Rechtmäßigkeit“ der Papstwahl, der Konzilabhaltung (Vorteile der Zentralisation., Verbot von Fraktionen). Heiligsprechungen (Einbezug der „Individualität“ etc.)

    166Im Ganzen geht es um typische Regeln (→ Sozialpsychologie) von Leistungsgesellschaften, die die I-Seite einbeziehen, aber Ik und Ig betonen.

    167Die legitime pädagogische Methode („fides quae“) ist, das christliche Glaubensbekenntnis als kollektives „Wir-Erlebnis“ zu gestalten, anstatt „ich-Glaube“-Bekenntnisse. Aber jene Gemeinschaften sind in Glaubens-Methodik heterogen und es gibt viele „Ungläubige“.

    168Ein „Elite-Bewusstsein“, als Minderheit, einzelne Auserwähltheiten sind pädagogisch auch effektiv – widersprechen aber, denn „Wahrheit“ ist allgemein; die Glaubens-Methodik ist nicht zu naiv anzulegen.

    169Die wp Methodik für „Glaube“ ist das „I/N/G/E“-Modell. Dann ist der Unterschied zwischen individuellem Glauben (fides qua) und gemeinschaftlichem Glauben (fides quae) jener der Ii, (Ei) vs. Ik,g,w (Ek,g,w).

    170N/G zu N-G gilt beides Mal.

    171Der Konsens (fast stets im Pädagogischen) bei fides quae (gemeinschaftliches Glauben) ist stets gescheitert (Kopten durch Konzil v. Chalcedon, Alt-Katholiken (Vaticasmen I.) etc.). Das ist typisch für alle praktischen Organisationen., die Fraktionen streiten z.B. über „Ursache/Wirkung“, „was muss zuerst geschehen“ u.ä. Im Konkreten treten die abgeleiteten Strukturen bis zu „Satzungsdebatten“ in den – auch gesellschaftlichen – Vordergrund.

    172Durch die praktischen Erfordernisse, z.B. der Pädagogik der Organisation werden immer weitere zusätzliche Festlegungen erforderlich. Die Dogmen selbst sind nämlich eigentliche „Sammelpunkte“ als Abstraktionen, Entwicklungs-Phasen von vielen anderen, niederen, weil vorhergehenden Phasen. Zum Beispiel „macht Taufe Christen“? Oder verdient sich ein christlich bemühter Gläubiger daher die Aufnahme in die Gemeinschaft durch Taufe“?.

    173Die konsequente Ausdifferenzierung geht formal ins „Ganze“ über, in dem jedes Subjekt trivialerweise zu Hause ist.

    174Zu den 14 römisch-katholischen Glaubensartikeln, welche fast alle christlichen Großkirchen haben, (anglikanische, lutherische, Reformierte, Orthodoxe), z.B. „ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde“: Sie sind Aussagen über das grundlegende Existieren, was wir als meta-ontologische E-Entwicklungen von S/R-Funkionen und Strukturen (Himmel, All, Erde) ansehen; auch als weitere Entwicklung) bis zur „Vaterfigur“ →menschlicher, biologischer, psychologischer, gesellschaftlicher Existenzen, also „z/w“ als E3 und/zu E4 im OG.

    175Aber damit ist dies „Bekenntnis“ überhaupt nicht trivial o.ä., sondern notwendiges Bewusstwerden der „allgemeinen Existenz“ überhaupt.

    176Der theologisch-pädagogische „Ausweg“, dass individuell und je nach Lebenslage individuelle Akzente gesetzt werden dürfen, und jener Glaubensartikel mal mehr oder weniger beachtet wird, ist philosophisch ein fauler Kompromiss, denn jene Glaubensarten sind absolute und objektive Apriori-Varianten.

    177Die individuelle Stimmung ist „z/w“ und daher – hier – „fremd“. Es sei denn, die Glaubensartikel haben Charaktere, die weniger hochstehend sind (→“Maria als Jungfrau“).

    178Kurz, das Trientiner katholische Glaubensbekenntnis, sehen wir als Vorläufer der Grundlagen der wissenschaftlichen Philosophie. So „Gott“, als „E“, d.h. alle E-Entwicklungs-Stufen; diese notwendigerweise mit allen R-, I-Entfaltungen relationiert. Sowie dito die Rz/Rw und Rw-Rz (N/G zu N-G) als Methodik. „Überall allmächtig“ wirkend, durch Sz/Sw, innen, Sz und Sw nach außen. Von deren schöpferischer „Wirkung“ mit jener „z/w -Wechselwirkung werden freie Ii, Ei erzeugt, (hier der „Personen,“ und „Gott“); auch der „Himmel“ (→ „z-w“), die Erde: z/w „Un-/Sichtbares“: Als Entwicklungs-Stufen von z/w hin zum OG und zu Geist/Sprache/Begriffe und „empirische Welt“.

    179„Ich glaube an Jesus Christus“… Welche allgemeinen Eigenschaften des „allgemeinen Seins“ (->E im OG) werden hier „verehrt“? Die biologische (→Maria), die psychologische (→Jungfrau) und intelligible Menschlichkeit wären nur einige z/w-Aspekte. Dazu kommt das spezielle Verhältnis von J. Christus zu E0-4/Gott: (Trienter Glaubensbekenntnis), z.B. „angedeutet“ in „einziggeborener Sohn“, „aus dem Vater geboren“, „vor allen Zeiten“, „Gott von Gott“, „wahrer“ Gott vom wahren Gott“, („gezeugt, nicht geschaffen“ ..?), „wesensgleich dem Vater“.

    180Die WP abstrahiert das als die Verbindung „z/w“ zu S + OG (als Existenz) und als „z-w zu z/w zu z-w zu OG“.

    181Das nächste philosophische Grundproblem, (nach dem das „Etwas“ existiert), ist die Menschwerdung daraus.

    182In allen Zuschreibungen zu „J. Christus“ werden Versuche der Erklärung dazu gemacht; z.B. als „Entwicklung“ aus der „allgemeinen Existenz“/Gott und dazu die Möglichkeit, das und sich als Mensch zu „verstehen“ („J. Christus von Gott gesandt, fleischgewordener Heiliger Geist“).

    183Das sind im Problembewusstsein alles richtige „Fragen“. Aber die Anbindung ans Konkrete (Materie, alle Wissenschaften, Alltag etc.) fehlt; (z.B. wie ist der Übergang von E0 (S/R) zur Biologie oder der von z/w zum OG).

    184„Ich glaube“: dass J. Christus „geboren von der Jungfrau Maria“ wurde, ist wohl eine unsystematische Berücksichtigung der „Frauen“. Dies schon bei heidnischen Muttergöttern, deren biologische Fruchtbarkeit. Dazu kommen weitere biologische Menschseiten und allgemein die Entwicklung des Menschen (Ontogenese).

    185Die Kreuzigung ist als Selbst-Opfer für alle Menschen ein sehr hoher ethischer Wert (→ „I“), der in einer systematischen Ethik wichtig ist,; was also von der christlichen Ideologie hiermit angedacht wird.

    186Die Auferstehung hat wiederum eine physikalisch-biologisch fundamentale Basis, die der modernen Materialien (Physik ist ewig und die Höherentwicklung der Materie ist ebenfalls ewig.)

    187„Ich glaube“…, der Kreuzigungs-Tod, die Auferstehung des J. Christus ist der pädagogische Versuch, den tatsächlichen Tod (→Rw, N, auch E als für alle geltende „E-Vollendung“ und Grenze) spektakulär als ungerecht u.ä. zu kennzeichnen. Und die endliche E-Vollendung zu relationieren mit der Ewigkeit, Unendlichkeit (Rw, Ei, Ii).

    188Diese Relation I/E ist umfassend und zentral für alles, sie ist von „z-w“ her von erweiterter Wahrheit.

    189Der Glaube daran, dass J. Christus am „jüngsten Tag“ wieder kommt, zu richten Lebende und Tote, umschreibt in Bildern („jederzeit“, vor-raumzeitlich, beim Reflektieren jedes Menschen) soll dieser sich (kraft seiner tendenziell unbegrenzten Voraussicht für „Einsichten“), ob und wie er alles das bedacht (und praktiziert) hat, was er als „Mensch“ an geistigen (→E) moralischen (→“I“) Möglichkeiten hatte.

    190Das führt letztlich zu einer umfassenden, wissenschafts-philosophischen Systematik, die jeder andenken sollte. Seit es abendländische Philosophie und Wissenschaft gibt, gibt es auch Hinweise dazu, die christliche Ideologie schon relativ gut und systematisch zu verstehen.

    191„Ich glaube an die Vergebung der Sünden“. Jenseits einer naiven, „bürgerlichen“ moralischen Auseinandersetzung von freien Ii (physisch bedingt (auch →psycho-pathologisch mitbedingt…) zu jenen Ii, Ik,g, welche ebenso „frei“ erzeugbar sind u/o von allen möglichen E-Bereichen bedingt sind, geht es um die Wichtigkeit der Ii; welche Vollendungen der Rz, Rw sind.

    192Die Frage ist, kann ein Christ einige oder gar alle Glaubensbekenntnisse leugnen, z.B. weil ihm im Augenblick (in seinem „christlichen Handeln“) die Jungfräulichkeit Mariae nicht interessiert? Das als „menschlich“ eingeschränkte Situation, (also ein je subjektiv gelebter Glaubensvollzug) widerspricht dem „objektiv formulierten „theoretischen“ System. Es ist die Position „z/w“ in „z-w zu z/w zu OG“.

    193Bei diesen individuellen Entscheidungen wird Ii eingesetzt; das widerspricht dem E-Kern (Gott/Sein).

    194Das „ideologische“ (d. h. noch defizitäre Wissen…) besteht darin, dass jene obige Erklärung verunklart bleibt, wenn man als „Ausrede“ von „subjektiv gelebten“ Glauben spricht; oder z.B. Paulus (Römerbrief 12,3): „Maß des Glaubens, das Gott jedem zugeteilt hat“.

    195Was ist mit dem „Heiligen Geist“? Da schließt sich ein „Kreis“: Aus der nur „geistigen“ (neuer Art…) wahrzunehmenden ersten Physik (S, R, z, w) entsteht durch Entwicklung „z/w“ (hier speziell das menschliche Subjekt, das als Höhepunkt „unendlicher z/w-Relationen“ in der Religion als „Jesus Christus“ mit Recht „verehrt“ wird.

    196Dann aber nehmen jene Rz-bedingten Relationen im/auch als Mensch ab, alles wird vereinfacht, weil getrennt. Das ist vom Subjekt gemachtes abstrahierendes wissenschaftliches (auch mathematisches), philosophisches,. – (hart historisch erarbeitetes) – Denkergebnis: Eben als die Selbstkonstitution des „Heiligen Geistes“.

    197Ein Ergebnis ist: Alles „existiert“, das ist „E“, E im OG, auch als Gott und als → „Heiliger Geist, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht“ (Trienter Glaubensbekenntnis).

    198Was schon im Verhältnis E zu I, N, G eine kleine Rolle spielt und zwischen Seiendem (E3) und Sein (E4), aber auch in der Vollendungs-Entwicklung von E0-E1-E2-E3-E4; etc. zeigt sich teilweise in der Bestrebung der ökumenischen und katholischen Bestrebung, eine Rangordnung, „Hierarchie der Wahrheiten“ zu konzipieren. Allerdings muss das noch als philosophisch unanalysiertes „Fundament des christlichen Glaubens“ gesehen werden; ebenso die spezifische Art der nachrangigen Wahrheiten.

    199Wobei wir genauer festlegen, was „wahr“ ist: Die „Isoliertheit“ u.ä. der S-, R- und OG-Elemente verbürgt deren Unveränderlichkeit etc., was im sprachlichen Begriff der „Wahrheit“ steckt. Dazu gehört aber der unendliche Übergang zu immer mehr Relationalität, als „Abnahme“ von „unendlicher Wahrheit“. Bis hin zu den von R-, I-verursachten Relationen, die als individuelles „Gutdünken“ und in den Ik der Religionen, Sekten – z.B. pädagogisch, organisatorisch – als traditionelle Festlegungen wirken. Auch in der christlichen Ideologie gibt es diese Palette.

    200Die echten Wahrheiten (E0, OG) sind aber derart konträr zur Geschichte, zum gesellschaftlichen Leben etc., dass jede dieser Ideologien ständig einen diffizilen Balance-Akt als Basis ihrer historischen Existenz hat.

    201Ein großes Problem ist, wie soll man E/Sein/Existenz religiös, pädagogisch nennen? Als Gottvater, Herrscher? Das reicht nicht mehr.

    202Ein anderes Problem: Die z/w-Polarität neben S, R und E/OG (→ J. Christus) verlangt auch methodologische Überlegungen und Neuerungen, z.B. die Unterscheidung von „objektiver“ (→S,R, OG) und subjektiver Wahrheit (→ „ z/w“).

    203„E“ (und N, G, I) sind „Glaubenswahrheiten“ allgemeinster Art, auf die sich alle (weil abgeleiteten) subjektiven o.ä. Glaubensvollzüge reduzieren lassen; das aber mit dem Nachteil, dass diese OG-Elemente „leer“ sind. Es bleibt der radikale Ausweg, dass alle Relationen als z/w (z. B. „existentielle“ Wahrheiten individueller Biographien, konkreter Kulturen, gesellschaftliche, historische, natürliche Prozesse und Gegenstände etc.) auch als oberstes Wahres zu gelten haben.

    204Mit zwei Folgen: Alle Sekten, Religionen, gesellschaftlichen Weltanschauungen haben ihre jeweilige „Wahrheit“. Und, man muss nun von der Meta-Ebene ausgehen, welche OG mit „z/w“ (und mit S, R) vereint.

    205Innerhalb jeder Religion, Sekte gibt es bei solcher Hierarchisierung eine zentrale Glaubensaussage (die einiges über das Kultur-Niveau aussagt). Im Islam wird Gott, also E betont. Im Christentum die Trinität, also E zu z/w zu OG. Die meisten Religionen und Sekten sind philosophisch unentwickelt, was man hieran sehen kann.

    206Die mit der allgemein zunehmenden Individuierung des Glaubens ist ebenso eine philosophisch allgemeine Entwicklung (von Rw als Trennungen Ii vs. Ii, Ii vs. Ik,g) wie zugleich die Rz-bestimmte Vergesellschaftung (hier z.B. als „Verkirchlichung“, im Islam die bedingungslose Unterwerfung von Gesellschaft unter die auflebenden Missionsstrategien, Glaubenskämpfe.

    207Eine Grundlage für beides ist im „Emot.ionalen-Rationalen“ die Stärkung von Ii/Ei als „Glauben“, so als „protestantisch“ zentral. Sowie dagegen das unkritische Aufgehen in sozialpsychologischen Maßnahmen von religiösen Gemeinschaften. Es kommt zu keiner individuellen Reflexion, was z.B. bei „Großveranstaltungen“ oder „Waffen-Segnen“ etc. „christlich“ sein könnte; dito religione Dienstleistungen.

    208Mit der Glaubensmethodik (N/G→ z/w und hermeneutisch: I/N/G/E) (anstatt „G“ als einfache Identifizierung) war die Möglichkeit „der je eigenen persönlichen Religiosität“ gegeben.

    209Es ist eine Variante der zwei Seiten der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung: Neben der Zunahme der „Vergesellschaftung“ (gesellschaftliche Objektivitäten →z.B. Bildung, Ideologie, Steuern, Institutionen gibt es die objektive Zunahme der subjektiven Freiheiten der einzelnen Individuen.

    210Wir sehen das so: Ik,g (Gesellschaft) und Ii, d.h. alle „I“ entfalten sich, weil es eine (objektive) E-Entwicklung und Vollendung gibt (als Basis des wissenschaftlich-philosophischen Ganzen).

    211Das „Auswahlchristentum“, die objektivierten Vorgaben nur als Angebot für freies religiöses Bewusstsein des menschliches Individuums anzusehen, kommt dem Grundgedanken der Trinität nahe. Die Übergänge zwischen Gott, heiligem Geist und J. Christus (hier denkende Mensch) sind beides mal sehr vielfältig → das führt in Übergänge „philosophisch- sachlich wissenschaftlicher“ Art.

    212Diese Vermittlung durch J. Christus (hier in der Problematik „privater Religiosität) verallgemeinern wir: „z/w“ ist der dritte moderne metaphysische. Es ist der Pol maximaler endlicher z/w, zum Beispiel auch die „Subjektivität“; aber eben auch alles Endliche, deren Strukturen und Funktionen hat die Basis „z/w“.

    213Ostasiatische Religionen, Naturreligionen, auch Sekten und private religiös Eigenständige und Indifferente betonen „z/w“, ob als J. Christus oder als andere „Endlichkeiten“.

    214Der „individuelle Glaube“ bezieht sich auf die Kirche, religiöse Aussagen (Dogmen etc.) dadurch, dass er versucht, möglichst wissenschaftlich (meist nur durch Erfahrung) diese Dogmen etc. zu prüfen, um sich eventuell ihnen anzuschließen, sie „zu glauben“; die „fides qua“ hat zur kirchlichen „fides quae“ eher eine emotional gefärbte Erfahrung: z.B. als „existentielle Betroffenheit, subjektive Wertung (→Ängste, Trost, Hoffnung u. ä.).

    215Beides ist je eine Variante (E, N, G betont, I-, I/E-betont), welche zu so allgemeinen und umfassenden Denk-Emotionen als Verbindung (Relation) herstellbar sind. (Strukturen wie die „christliche Religion“ sie als →Dogmen etc. bereit stellen).

    216Das wirft die Frage auf, ob es eine umfassende (wiss-philos.) Erweiterung jener gesellschaftlichen Tendenzen zur „fides qua“, zur individuellen Religiosität, subjektiver Auswahl, Reflexion, Wertung – an Hand des wissenschaftsphilosophischen Gesamt-Niveaus gibt.

    217Alle wissenschaftlichen und philosophischen Vermutungen, Probleme, Rätsel, Lösungen waren bislang bruchstückhaft, nur die christlichen (u.ä.) kollektiven Diskurse hatten einige Veranschaulichungen geboten (z.B. „Heil-Schaffen“, „Erlösung“, „Rechtfertigung“ „Gerechtigkeit“, „Sinnhaftigkeit“durch Trinität, Christologisches u.ä.). Aber was immer schon da war, vor allem: heute, waren Vermutungen, zum Teil im emotional-rationalen Zusammenhang (Ü.).

    218Mit „Jesus und seiner Botschaft“, mit der „Auferstehung“, „Pfingsten“ u.ä. wird ein kulturell-organischer Beginn gesetzt, an dem systematisch jene Probleme, Fragen, als emotional-rationale Spekulationen gefasst wurden.

    219Was schon immer und alle Menschen beschäftigte: Was ist mit dem allgemeinsten „Existere“ (warum gibt es Etwas und nicht Nichts)? Was ist mit den Entwicklungen, den Genese-Formen (historisch, ontogenetisch); (das woher, wohin); gibt es „Sinn“ in größeren Maßen, gibt es „Gerechtigkeit“ für jeden, Böses, Nichts, Unendlichkeit etc.

    220Eine moderne Wissenschaftsphilosophie kann ihren Beitrag zu den „Lösungen“ geben.

    221Die Frage ist hier, kann die Wissenschafts-Theorie jene komplizierten Diskurse zu den Glaubenslehren zusammenfassen, vereinfachen, klären?

    222Grundlegend müssen die komplexen Einzelfragen durch eine umfassende, aber systematisch geordnete Analyse gehen.

    223Trinitar, christologisch, soteriologische Probleme oder z. B. Unterscheidungen von Ousia, Physis oder Henosis und Synapheia etc. enthalten alle OG-Relationen und S/R-Hintergründe.

    224Bekannt ist, dass die tiefe Reflexion, welche das intuitive Verständnis von der Vorherrschaft, Apriorität des Existenzbegriffes (Sein, Gott) (und auch anderer Grundbegriffe →Tugend, Liebe etc.) nicht in der (durchschnittlichen) Selbstreflexion – (also prinzipiell nicht in z/w-Verhältnissen) erzeugt werden kann; dass daher eine „pädagogische“ Anleitung hinzukommen muss.

    225Das übernimmt die Organisation der „Gemeinschaften im Glauben“; auch diese arbeiten selbst auffälligerweise am diskursiven geistigen Konzipieren der philosophischen Basis; (Konzile etc.).

    226Nicht nur Thomas v. A. meinte, der Glaubensinhalt in seinem Kern sei zu allen Zeiten derselbe geblieben, und die Zunahme der Dogmen und „Glaubensartikel“ sei nur eine explizite Entfaltung von früheren Impliziten.

    227Wir, der Kern „E“ ist statisch, in der „Entwicklung“ vollendet. Jene neuen Dogmen dienen nun der „pädagogischen Seite“: Als Verdeutlichung, Verbreitung, Erinnerung, u.ä.

    228Th. v. Aquino: Der Mensch muss nur zwei Wahrheiten glauben, nämlich die „Existenz Gottes“ und „das Walten seiner Vorsehung zum Heil des Menschen“.

    229Ersteres ist E/Sein/Existenz (im OG) (sprachlich auch als „Existenz ist von Existenz“ erklärbar). Wie aber unendliche E-Bezüge konkret und anschaulich zu verstehen sind, versucht Thomas mit Umschreibungen („das Walten Gottes“); wir: Es ist der Versuch, aus Intuition, Emotion und Erfahrung, die E-Seite (wir E0,1,2,3,4) genauer und vor allem in deren Beziehungen zu erkennen, welche wir als R, I und N, G kennen.

    230Ebenso schwierig, weil es die wissenschaftliche Durchdringung der Welt verlangt, ist es das „Heil“ des Menschen zu erkennen. Alle höheren Entwicklungsstufen des „Menschen“ sind ohne E (und I, N, G) nicht möglich; und auch jenes „Nichts“, als ewige Verdammnis o. ä. ist nicht erfassbar.

    231Die Wucht der derart einfachen Wahrheit: E (Sein, Gott, Existenz) muss aus kollektiv-emotionaler Einsicht und aus „objektiver Notwendigkeit“ organisatorisch gestützt werden. Diese Stützen sind z. B. die Mariendogmen (in Frauen, allgemein das „Feminine“, an den ideologischen Kern heranzuführen); dann das Dogma der Unfehlbarkeit des päpstlichen Lehramtes (um den Sinn vom „E“-Projekt zu wahren; auch als allgemeine Vorteile zentraler Ig, Planung, Organisation).

    232Man kann dieses Vorgehen als „Entfaltung“ der Lehren und der Praxis umschreiben; um so auch „pädagogisch“ zu gewinnen.

    233Intuitiv kann jede emotionale-Übergang-rationale Denkarbeit die „Existenz der Existenz“ etc. „verstehen“, aber die umfassenden und näheren Begründungen kann man dem feudal regierten Volk (und seinen bürgerlichen Nachfolgern(→ von der Kirche als Laien, Einfältige und simplices genannt) noch nicht zumuten und abverlangen. Daher das Nachgeben der Kirchen: Es genüge ein „impliziter Glaube“, der bereit ist, alles zu glauben, was die Kirche vorgedacht hat u/o was die Bibel, Koran u. ä. lehren; pädagogisch möglich/nötig, aber dennoch zu kritisieren.

    234Das Christentum hat neben dem absoluten Glauben an die Existenz von „E“ noch den Glauben „an die wahre Gegenwart Christi im Sakrament“. Womit philosophisch sowohl eine Relativierung von E4 /Gott statt hat, als auch eine Hinführung – als Übergang – zu z/w/Subjektivität/E3. Man hat also vier institutionelle Festpunkte, die den Glauben des Subjekts „steuern“, und deshalb steuern, weil man insgesamt davon ausgeht, dass die Glaubensmethodik und die Glaubensinhalte zu „erlernen“ sind; also Strukturen und Prozesse sind, die irgendwie kompliziert sind; (Wir: Unendlichkeiten etc.) „Niemand kann den ganzen Glauben verstehen“.

    235Das sind die Kirchen-Lehren, Papst, was nachdrücklich, verbindlich an Dogmen u. ä. verkündet wird, (Dogmen als Hilfe, Nachdruck als Motivation).

    236Die freie, bewusste, verantwortliche individuelle Entscheidung (Protestantismus) des Subjekts, je nach Wissen, Intuition, Erfahrung, gesellschaftlicher Stellung. Hierzu gehört auch die Vernachlässigung von Glaubensdogmen, aber auch die Ablehnung mancher und das Nichtverstehen; der Schriften (je nach Auswahl/Verstehen/Interpretation als subjektive Entscheidung).

    237Das ist insgesamt eine – globale, weltgesellschaftliche und historische – Lernsituation; als Entwicklungs-Variante. Aber umfänglicher als in den „Teil-Philosophien, hier der Religion“ nun als Wissenschaftsphilosophie.

    238Dadurch, dass die meisten Kirchen (und Theologen) die fides implicita anerkennen als mit dem Religion-Kern vereinbar, also als Anerkennung der „Tatsache“, dass menschliches Erkennen, „stets perspektivisch und begrenzt – relativ ist“, wird der Ausschluss eigentlich aller „Menschen“ von dem Kern der Religionen, der auch eine Säule der Wissenschafts-Philosophie ist, akzeptiert.

    239Tatsächlich aber verlangt die Wiss.-Philos., dass „Unendlichkeit/Endlichkeit“, „Nichts/Etwas“ etc. Denk-Neuerungen pädagogisch eingeübt werden. Denn die alten naiven „Existenzen“ (z/w, E) sind ebenso schwer zu verstehen, als bloße (historisch, pädagogisch, gesellschaftliche) Gewohnheit.

    240Ökumenische Relevanz hat dieser – (völlig stagnierende) – Diskurs, wenn sich die christlichen Einzellehren/ „Kirchen“ auf das für alle tragbare Kern-Projekt – E/Gott, Mensch/J. Christus alle geistigen Güter/heiliger Geist – einigten.

    241Das wäre ein Schritt zur Basis unserer Wissenschaftsphilosophie.

    242Der Glaube ist bei Paulus an die Person Christi gebunden. Damit rückt E/Gott aus dem Zentrum – und der Abstand zu anderen Religionen wird groß. Was aber sagt die Wissenschaftsphilosophie dazu? Es geht um die Erweiterung der E (im OG), um „z/w“ als „dritten metaphysischen Pol“, J. Christus ist die dazu nötige „Überhöhung“ der „Subjektivität“ (und auch aller Endlichkeit); aber das Subjekt kann Endliches und Unendliches sein und dieses auch „verstehen“ (→z/w zu z-w zu OG).

    243J. Christus hat gelitten, ist gestorben, auferstanden und er hat vieler Art gute Werke getan; er hat vor allem das Denken →Gott und die Emotionen intensiv genutzt. Von der Religion wird gesagt, der Gläubige solle mit diesen Leiden und Erfolgen und Freuden des J. Christus mitfühlen/mitleben. Darin zeigt sich ein Menschenbild, wo „J. Christus“ das „Übergangs-Feld“ ist zwischen tatsächlichem Menschen und abstraktem Ethisch-Philosophischem. Inhaltlich wichtig ist dabei zum Beispiel die „Unendlichkeit“ (->Auferstehung) und ethisch Gutes als Folge von E-Vollendung, also dies als E-und I-Entwicklung.

    244Die Meinung (z.B. Hebräerbrief), dass der Glaube „biographisch und situativ“ aus konkreter Situation zu erlernen sei, ist nicht falsch. Denn die allgemeine Methodik, hier: das „Glauben“, hat stets Übergänge zu bewältigen – (noch mehr im logischen Denken → „N-G“…) – methodisch z. B. sehen, hören, lesen von „Etwas“ (E), und dessen Übernahme ins Subjekt, ins Gehirn, als Abbild etc. überbrückte Unendlichkeiten (→Physik hält das für unmöglich). Was nur gelingen kann, wenn man „gläubig“ wird, also eine spezifische Relation zwischen Unendlichkeit und Endlichkeit akzeptiert. Das kann man eigentlich nur bei Kenntnis einer umfassenden wissenschafts-philosophischen Systematik.

    245Wenn definiert wird, der „Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft“, dann schließt das die I-Komponente ein, (aber Ii); (→hermeneutische „I/N/G/E“). Jedoch ist jene „Definition“ nicht sehr verständlich.

    246Auch so ähnlich: „Glaube ist Vertrauen, verbunden mit der Hoffnung“, und eher inhaltlich sieht man zwei Elemente, Gottes Existenz (→E) und „die Belohnung eines gottgefälligen Lebens durch Gott“. Diese Belohnungs-Fantasie ist eine „I“-Variante.

    247A.Th. und N.Th. haben zwei Ursachen und Ziele für die Glaubensüberzeugung, Gott (z.B. als Schöpfer der Welt) und die „lebendigen Zeugen“ dafür.

    248Wie jede Erkenntnis (hier die der „Existenz“ als allumfassend) ist ein subjektiver Vorgang das E im OG als Entwicklungs-Ergebnis, vor allem durch die z/w -Entwicklung; und die z/w-Maximierung .

    249Die zwei Haupt-Methoden dabei: Deduktion (nutzt N, G, E, also Kreisschluss als Selbst-Verstärkung) und Induktion sind stets nur wirksam, weil sie jeden lebenden und jeden historischen Menschen einbezieht (als „Zeuge“); z.B. gibt es – auch – deshalb nur universelle Aussagen, die man ja wegen ihrer tendenziellen Unendlichkeit nicht „alle Menschen sind sterblich“ nachprüfen kann, deren Gültigkeit man aber glaubt, auch weil es alle glauben.

    250D.h. die Religion nutzt hier ein wiss-philos. methodologisches Grundproblem.

    251Um diese tatsächlichen Unendlichkeiten („Gesetze der Existenz gelten universell und ewig“) zu begreifen, gilt als Hilfe die „Vergesellschaftung“;

    252diese aber wirken in ihrem „pädagogischen“ Einfluss noch besser, wenn man sie personifiziert.

    253Dazu dienen in den Religionen die (biblische etc.) Geschichten, Figuren (z.B. Adam/Eva, Abel/Kain, Noah, Abraham, Moses) etc. Jesus, Mohammed sind von gewisser Steigerung. Und „Heilige“, Engel etc. gehören auch zu solchen „Vergesellschaftungen“ (Ii→Ik); bei derartigen abstrakten wiss.-philos. Schwierigkeiten.

    254Zum Beispiel ist beim Zeugen Abraham der zentrale Akt, dass er seine Heimat und Familie verlässt, allein auf Grund der Aufforderung und Verheißung Gottes.

    255War das für die Antike schon ungewöhnlich, so kann das genau deshalb auch als ein außerordentlicher menschlicher Willens-Akt („Ii“) angesehen werden; als die Betonung der Freiheit der Subjektivität, seine Identität neu definierend.

    256Theologisch ist dies „I“ immer mal wieder (z.B. Platons „Tugenden“) mit „E“ (Existenz) auf die gleich abstrakt hohe Stufe gestellt worden.

    257Es gibt da zwei Relationen, „I/E“ als neue umfassende Einheit (Gott) und I – E, wo „I“ als das ganz Andere sich auch auf E (Gott) bezieht.

    258Die weiteren biblischen Schilderungen des Zeugen A. sagen, dass er ein „Fremder“ auch im neuen Land bleibt. Nämlich: Ein sich bewusstwerdender, der diese grundlegenden E und I erkennt, die für alle philosophisch und wissenschaftlich Staunenden, ob dieser einfachen Struktur der Welt eine neue Gemeinschaft bilden können.

    259Das Extrem dieser Umsetzung der fundamentalen Erkenntnis in weltlicher Praxis wäre eine radikale Abwendung von allen „z/w“.

    260Am Beispiel „Abraham“ soll pädagogisch gezeigt werden, Vater (Täter) und Sohn (Isaak, als Opfer) sind (wie alles in der Realität der Welt) dem E, der „Existenz“ und ihrer „Sphäre“ unterworfen. Die Frage ist, wie kommt man da raus?

    261Drei Aspekte zu Abraham: Die Menschenopfer sind tief religiös, so wie die islamischen Bombenleger sich für ihren Gott heute noch opfern, vertrauen sie, dass es Gott, im Himmel u. ä. „gibt“. Dieses Vertrauen in Gott hat dieser AT- und NT-Gott aufgehoben, indem es seinen eigenen Sohn Jesus Christus opferte, und zwar ein und für allemal, um das Vertrauen der Menschen auch auf diese Weise zu gewinnen. Der Glaube kann solche „Bewährungsproben“ deshalb verlangen, (nur… dann, wenn), weil es um „E“ geht.

    262Die „reine Existenz“ ist derart, dass sie nicht „diskutiert, vernachlässigt, hinterfragt, kritisiert, abgelehnt etc. werden kann; jeder dieser Versuche setzt E als Absolutes voraus.

    263Anders: Die Abraham-Problematik ist ein psychologisierendes Abbild jener„absoluten“ Tatsache“

    264Diese göttliche Versuchung kann (konsequenterweise) nur als pädagogische Technik verstanden werden, dass Menschen (Abraham) die speziellen göttlichen Auf-/Anforderung an „E“ zu glauben, durchsetzt.

    265Denn dieses isolierte prinzipiell ungesicherte Verfahren (Glauben und Aufforderung dazu) kann deshalb auf kaum eine andere Weise „erzwungen“ (→“blinder“ Gehorsam)werden, weil „E“ unendliche Selbstidentität (->Rz/G) und und von weiterer Unendlichkeit ist – und daher keiner „Ratio, Vernunft, Emotion., Erarbeitung etc.“ zugänglich ist.

    266Abraham, der „glaubt, ihm ist Vergangenheit (alte Heimat), Gegenwart (neue Heimat) und Zukunft (Sohn) gleichgültig gegenüber dem Verhältnis zu Gott, ist wp die Konfrontation von E und Raum, Zeit oder von absolutem begrifflichem, idealistischem Sein und allem konkreten Seiendem; es ist ein altes philosophisches Projekt, das erst lange nach Abraham kollektiv bewusst wurde; und bis heute nur z. T. Gelöst ist: Diese Konfrontation von Sein und Seiendem ist nur ein Teil der Wahrheit („z/w vs. OG und „z-w“…); besser: die Einheit „z-w zu z/w zu OG“.

    267Der Zeuge Moses, dem von Gott gesagt wird: „Ich bin der, Ich-bin-da“, also deutlich die E-Unendlichkeit der „Existenz“ zum individuellen Bewusstsein kommt (andere Unendlichkeiten waren stets total verunsichernde Extremgedanken bei grenzenloser Reflexion), macht den staunenden aber rational Überzeugten zum Zeugen.

    268Die biblischen Bilder dazu sind eher pädagogischer Art (und meist eher unglaubwürdig), z. B. dass Mose aus Ägypten, durchs Rote Meer, in die Wüste zieht, weil jener E/Gott das empfohlen hat und Beistand leistet. Dass jener von „E“ Überzeugte selber jenes Zielland „nur sehen, nicht betreten darf“, verweist darauf, dass es um extreme Abstrakta, das „Sein“ geht.

    269Taufe und eucharistisches Opfermahl u. ä. Riten und Wunder sind Übernahmen von Vor- und Natur-Religionen; dennoch kann ihnen wiss-philos. Sinn zugesprochen werden, z.B. die Unendlichkeits-Vorstellung, z.B. die „Heiligung“ des praktischen Lebens (→Vergesellschaftung und Gesundheit). Aber man muss den philosophischen Kern, die E-Sphäre abtrennen von den Hilfsmaßnahmen pädagogischer, gesellschaftlicher etc. Art, welches zum „Eigentlichen“ – (das übrigens jede Religion hochhält) – führen soll.

    270Was dennoch aus den Wechselbeziehungen zwischen allen beteiligten Ideologien, auch im Christentum erscheint, z.B. als „Erlöser- und Befreier-Gott“ (im AT), mit der Betonung der „Hoffnung“ auf Jahwe und Jesus, ist die Andeutung der I-Sphäre.

    271Die Aussagen von „Zeugen“, z. B. der „Propheten“, sind reine E-Selbstbezüge (in der E-Unendlichkeit).

    272Der a-t-Prophet Elija, was übersetzt heißt: „Gott ist Jahwe“, ist selbst (im Namen) Programm seines „Glaubens“; es ist nicht weniger oder mehr zu sagen, als dass jedes Denkprojekt in „E=E“ gipfelt, was konsequenterweise und wenn es nicht „leer“ werden soll, als „E-Unendlichkeit“ zu fassen ist.

    273Die Lebenspraxis jener, die das erkannt haben, ist diese z.B. die „ausschließliche Verehrung“ oder abstrakter, „der Glaube“ daran.

    274Historisch spielte sich das zeitlich in Israel ~ 850 v. u. Z. ab. Die geistesgeschichtliche Entwicklung, die damals (zwischen 1000 und 500 v. u. Z.) in Griechenland die Basis aller wiss-philos. Erkenntnis legen ließ, kam von jener klein-asiatisch-/afrikanischen Gegend her und wurde in der europäischen Antike zum „Übergang“ zu „Neuem“; die „Basis“ liegt nicht nur in Milet, Ephesus.

    275Die „allgemeine Entwicklung“, hier der Erkenntnis dessen, was die Ontologie (intuitiv und schon prinzipiell) ist, macht von Mose, dem Gott, der in „Sturm, Erdbeben, Feuer erschien, hin zu Elija, dem Gott „als eine Stimme verschwebenden Schweigens“, als Offenbarung, die allein durch Hinsehen sich erfüllt. Es ist das der Entwicklungs-Übergang von materialistischen Bildern (Eo, E1, E2 hin zu E3, E4. E4 ist E im OG, es ist „das dialektische Verhältnis des Wortes, das mit dem Schweigen verschmilzt, also Hegels E/NE→E0-E3.

    276In dieser Zeit wird den Großmächten im Vorderen Orient bewusst, dass ihre aufwendigen Kriege u.ä. nur ganz bestimmte inhaltliche Folgen haben können, z. B. was Rom bald darauf als Bündnispolitik praktiziert. Im selben Maße werden Ideologien wichtig, die überzeugen und verbindend als ethische und religiöse Entwicklung wirken; dann kommt es nur darauf an, dass die einfachste und durchreflektierteste Ideologie die Führung garantiert.

    277Der „Glaube“ eben an diese Feststellung der E-Sphäre (Sein etc., bis Heidegger, Hegel, dt. Idealismus) ist die große Entdeckung, die die alles bestimmende Ideologie begründet; als geistige Herrschaft, als Führung jeglicher Herrschaft; – jedenfalls von der „idealistischen“ Grundentscheidung her.

    278Diese Entdeckung der E-Seite ist keine intelligibel abgesicherte, weil sie unendlich „leer“. Daher wird sie als „Glauben“ beschrieben und im kulturellen Verhalten sowie als praktisches (Denk-) Handeln, als Ersatz für Beweise genommen. Aber die intellektuelle Reflexion erkennt schnell, dass diese Basis von „Existenz“, die zugleich die von Unendlichkeit ist, ein Schlüsselbegriff in jeder Einsicht, Analyse, Feststellung, Rationalität u.ä. ist.

    279Alle „Methodik“ (Arbeit, Denken, Emotion) stammt von Rz,Rw her und wird als N, G verbegrifflicht. Von Rz,Rw her hat es viele mögliche Varianten, hier z. B. „Glauben“, ist aber mit „Sprechen, Tun“ (über „R/N,G“) eng verwandt. Jesus Christus hat daher Glauben durch „Wort und Tat“ interpretiert und verkündet. Andere sprachlich-begriffliche Arten sind z.B. „rechtfertigen“, also Rz/G zur Erzeugung von „Identität“ (gesellschaftliche Anerkennung…), als Gleichheit/Gerechtigkeit zwischen Personen entwickelnd.

    280Dem Glauben des Menschen an Gott steht von Gott her die „Heilsgabe Gottes“ dem Menschen zu. Zu dieser Heilsgabe zählt die Bibel, die „Rechtfertigung“ des Sünders „als Gnade Gottes im Glauben“. Dem Sünder, der an Gott glaubt, geschieht von Gott „Gerechtigkeit“, indem er ihn rechtfertigt.

    281Was ist ein „Sünder“? Wiss-philos. ist es die Betonung der Ii-Freiheit gegenüber E und den Ii,k,g,w. Wenn der Sünder aber nicht gegen den Glauben an Gott verstößt, also „E“ respektiert, ergibt sich eine neue Situation: Neben „E“ wird hier auch „I“ als Urgröße genannt und verehrt. (→Platons „Tugend“ neben „Idee/E“).

    282Schon seit Abel, Henoch, Noah steht im AT die „Schöpfungstat“ und die menschliche Reflexion über sie im Mittelpunkt des Glaubens. Stets werden solche unbegreifbaren „Ereignisse“ methodisch als „Glauben“ erfasst und als Quelle wird „Gott“ angeführt.

    283Das sind Varianten von N/G und E, I/E, die (also OG) vom menschlichen Denkvermögen als Extreme intuitiv genutzt werden, um außerordentliche Ereignisse u. ä. einzuordnen. Die zwei typischen Kombinationen (im AT) von Glauben und „Verheißung“ (wir Ik) und speziell der Verheißung, des Versprechens des Fortbestandes des Bündnisses Gott und sein Volk, was „E“, G andeutet. Die andere Kombination ist „Glauben an die Errettung aus Not“. Auch hier wird die Glaubens-Methode auf „Erhaltung“ (E) des Menschen benutzt. Aber die Glaubens-Methodik bleibt eine N/G-Konfiguration; z.B. spricht die Bibel auch (Buch Ijob, AT) davon, dass weder Gott an die Menschen glaubt, noch an seine Engel, noch die Menschen an Gott.

    284Im NT wird nicht mehr von der reinen Existenz (E) des monotheistischen Gottes ausgegangen, vielmehr taucht das Problem der Vermittlung Gottes zwischen und zu den Menschen auf.

    285Philosophisch, wissenschaftlich ist es das Problem, wie man methodisch und inhaltlich zwischen rein abstrakter Existenz-Vorstellung und alltäglichen Denkmethoden und der „Welt“ vermitteln kann.

    286Dafür gibt es herkömmliche Vorschläge, z.B. das „Abstraktionsverfahren“ und als Methode: Die Negation plus die Identifikation; dieses N/G war/ist auch die Basis des Glaubensprozesses. Der wird nun auch verdeutlicht: „J. Christus“ werden im/als NT diese neuen methodischen und inhaltlichen Vermittlungen zugeschrieben. Umschrieben: „Jesus als Anführer und Vollender des Glaubens“.

    287Von der „E-Anbetung“ im AT, der jüdischen Religion, zum wechselbezogenen Übergang mit und zu Jesus Christus ist das eine Variante eines Abschnitts in der „allgemeinen Entwicklung“ der WP.

    288Von der E-Seite/Juden kann der Übergang nicht die umfassende Abstraktion reinen, absoluten Seins/Existenz erreichen. Das ist nicht bestreitbar, aber in den notwendigen und möglichen Erweiterungen der traditionellen Philosophie (und Wissenschaft) ist E0 (Natur), z/w, E3 (Basis aller Endlichkeit (sowie R → I, N, G) nicht wegzudenken.

    289Der Ausweg, es gibt eine Meta-Beurteilung, Entscheidung, die das unendlich leere „E“ mit allem unendlich „vollem“ abwägt oder vereint.

    290Jesus Christus wird neutestamentarisch immer in zwei Ebenen geschildert, die mal getrennt, mal als Einheit gesehen werden;

    291Das Leben und Wirken Jesu innerhalb konkreter Milieus, und der Heiland, von Gott „auferweckt“ und zum Kyrios eingesetzt. Wir meinen, es geht um die „Heiligung“/Metaphysierung von „z/w“, das vom OG her als E (nämlich E3) als Abstraktum/Metaphysisches angesehen, geschaffen, „erweckt“ wird. Das in Bezug „zu“ allen endlichen z/w-Phasen (hier die Subjektphase, Leben, Seiendes allgemein). Und umgekehrt, von S/R und von z/w (Sprache, Abstraktion) wird OG „gemacht“, was genau so „heilsbringend“ ist.

    292Jesus verkündete das „Reich Gottes“, er nahm dadurch „E“ ernst.

    293Damit war in der Reflexion ein „Übergang“ E-Mensch zu z/w angesprochen.

    294Die Frage war, wie kann man dieses unendliche Übergangs-Feld „fassen“. Die Antwort, durch „tendenziell unbegrenzte“ abstrakte Organisation, d.h. als Organisation aller menschlichen Abstraktionsgrade (z.B. „Glauben“, Unendlichkeits-Denken, leeres Meditieren, höchste Künste, u. ä.).

    295Das aber ist die eigentliche Basis der „Kirchen“, der Religion; als Vorform des „Reiches Gottes“, wo alle jene Eigenarten dieses unendlichen Übergangs-Feldes genauer sein müssten.

    296Die Abstufung zwischen dem Reich Gottes, wie Jesus es angedeutet hat, und dem Reich Gottes, wie es die katholische Ideologie darstellt (- andeutend, darin dass die Kirche schon Bezüge dazu zeigt, z. B. Pracht, Geistiges Leben, Moral). Das ist objektiv notwendig, denn wiss-philos. geht es um (allg. gesagt…) die E-Vollendungen und die unendliche I-Entfaltung auf allen Gebieten. Und da kommt man ohne jene kirchlichen Konkretisierungen nicht aus; wenn auch allgemein gilt, dass zukünftige E-Vollendungen als „Ei“(subjektives Wissen etc.) virtuell sein müssen.

    297Dass Jesus vom Verkünder zum Verkündigten“, nach Ostern, wurde, zeigt eine philosophische Vertiefung der E-Ontologie. E4 (→OG) ist nicht nur allein, nicht nur von E0,1 ableitbar, sondern auch als E3 (Seiendes, z/w, Sprachen und vor allem die Subjektivität, hier J. Christus als „Verkünder“).

    298Wenn z/w und Gott (hier Verkündigter) diesen Zusammenhang haben, dann ist das der unendliche Übergang von z/w zum OG – und zwar als „E3 zu E4“, (z.B. →Origenes, als „Auto-Basileia“). Alle E (1,2,3,4) erzeugen sich als unendlicher Selbstbezug und indem sie die je anderen E mit erzeugen (→Wechselwirkung aller (Sub-)Phasen).

    299Die biblische u./o. historische Person Jesus und seine Lehre, also AT zu NT, hat zwei wichtige Punkte: Wie unterscheiden sich beide Ideologien, ist die christliche Lehre eng genug, im historisch notwendigen Übergang, von der jüdischen Lehre zu sehen; d.h., es kann keinen Verzicht auf geistesgeschichtliche und d.h. philosophische Kontinuität geben. Dahinter steht die Frage, ob solche Ideenlehren kollektiv „willkürlich“ sind oder „objektive“ Züge zeigen. Und erweitert: Die Einbettung dieser Religionen in die wiss-philos. Landschaften.

    300Der Grundgedanke aller monotheistischen Religionen ist „E“ (alles ist „existent“ und von daher erzeugt, erklärt etc.)

    301Der Unterschied zwischen jüdischen und christlichen Religionen ist letztlich nur die Betonung des Übergangs vom OG (hier „E“) zu den z/w der endlichen Welt, speziell zur Subjektivität. Und eben der Übergang und die „Subjektivität“ wird durch/als J. Christus erzeugt.

    302Das personale Zeugnis (Abraham etc.) wird durch J. Christus prinzipiell aufgewertet, es ist jetzt nicht mehr ein quasi rechtliches, empirisches, rhetorisches Zeugnis, sondern eine radikale philosophische Identität des „Übergangsfeldes“ zum „Menschsein (z/w…)“.

    303Wichtig ist aber auch, dass J. Christus ansonsten alle Inhalte aus der jüdischen Religion übernimmt.

    304Zwischen J.Christus und den jüdischen Ansichten ändert sich nichts, die E-Charakteristen „Gottes“ sind genau so radikal in Ansichten, Eigenschaften von „E“ wie die, dass alle Erzeugte, Geschöpfe nur als „E“ („von Gott“ erzeugt) zu verstehen sind.

    305Auch die Gedanken speziell zum Verhältnis Menschen – Gott; Gott und Gesellschaftlichkeit, Gott und Welt ist schon in der jüdischen Ideologie vorgegeben: Alle anderen Kategorien, neben der Existenz (E), sind minderwertig, abgeleitet.

    306Diese „umfassende Ontologie“, Existential-Philosophie, „existentiale Betroffenheit“ aller Dinge und der Menschen ist keineswegs falsch; sie hat in einer (ihrer!) eingehenden wiss.-philos. Systematik ihren Platz an der „leeren“ Spitze; man muss aber „dazu sagen“…, wie die Hierarchie sonst aussieht. E als „Inhalt“ oder als es selbst, als „Form“.

    307Das religiöse Projekt der Verheißung ist eine Variante des „G→E“. Es geht dabei darum, dass es Gott (E) verdankt wird, Verheißungen auf jeden Fall zu erfüllen, auch wenn alle Erfahrungen dagegen sprechen und wenn offen blieb, wann sich die Erfüllung einstellt. Der individuelle und kollektive Glaube (personales Vertrauen) muss sich dafür unkritisierbar ausdauernd erweisen. Die Inhalte der Verheißungen (Abraham, Mose, Jesus gegebene) sind eigentlich unklar und damit für das jeweilige „Heute“ unwichtig, es ist z B. „künftiges Heil“. Denn es geht allein um E; der be-/wirkende Gott (der jene Erfüllung bewirkt) und nichts Neues oder Empirisches erzeugt, ist nicht mehr und nicht weniger als die unendliche „Existenz der Existenz“; („Wirkung“ ist Erzeugung von Neuem durch N/G, hier nur G, daher unendliches E).

    308Zum Übergang (→Wechselwirkung und I, N, G) von Rw allein hin zu „z/w“ (Seiendem, Subjektivität): Der Glaube, glauben (Pistis, pisteuen) wird im NT (Paulus, Johannes) deswegen zentral, weil sich (vs. AT) gezeigt hat, dass man den Übergang demonstrativ verbalisieren muss, denn auf den kommt es an: Rw herrscht im OG (speziell E, Gott, Sein) aber im Endlichen/Seienden/z/w herrscht Rz/Rw; und indem Rz überwiegt.

    309Der Übergang muss daher „Rw zu Rz“ (Rz/Rw) als Basis haben: Pistis (verbal und frei) genannt.

    310Im NT lässt sich zwischen dem Glauben (des Menschen) an Gott von/und dem Glauben an Jesus Christus unterscheiden. Sowie auch der Glaube des Jesus Christus an Gott.

    311Diese Unterschiede kann die christliche (NT) ideologische Philosophie nur sprachlich-alltäglich fassen; es ist das unendliche Problem (Rz,Rw→N,G und/zu „I“), das des Übergangs-Feldes „Mensch -Vermittler Jesus Christus – Gott“, ein Spezialfall von „z/w→OG“.

    312Alle diese Übergangs-Felder sind prinzipiell unendlich und erlauben daher eigentlich alle Hilfsmittel zu nutzen; letztlich alle Phasen auch von „außerhalb“.

    313Da „Glauben“ (wie Hermeneutik, Verstehen und wie Dialektik) die Konkurrenz des übermächtigen G, N (und „N-G“) hat, muss es, bei kollektiver Erkenntnis, dass es jene drei Methoden gibt – und dass sie wichtig sind – einige ritualisierte (also auf die von den gesellschaftlich konkreten E-, G-Verfahren abgesicherten, bezogenen, verteilten) Festlegungen geben, z.B. das „Amen“ an allen möglichen glaubenswichtigen Stellen; als Appell, Bekräftigungs-Ruf, kollektiv öffentliches Bekenntnis.

    314Diese Absicherung nimmt im NT zu, weil man die naive Glaubensmechanik in ihrer Schwäche erkannt hatte.

    315Wie hängen „Glauben“ und „Wunder“ zusammen?

    316„Normale“ Abläufe sind: „z-w zu z/w zu N-G zu N/G zu I-E zu I/E“.

    317„Wunder“ sind dann Abläufe, bei denen da etwas fehlt oder unnormal ist.

    318Aber auch in der „Wechselwirkung aller“ kann als „normal“ angesehen werden, wenn das Wunder z. B. nur von E (OG) bewirkt wird.

    319„Glauben“ ist aber auch (als vollkommene Methodik) extrem relationiert, zumindest aber als „N-G zu N/G zu I-E zu I/E“.

    320Ist dann der religiöse Glaube ein Überbrücken, eine Wunder-Erzeugung derart, dass nur E (Gott) notwendig ist und alles andere überflüssig ist?

    321Ein „Wunder“ grenzt sich gegenüber dem „Normalem“ ab; normal ist „z/w“ (→Sprache etc. und die Subjektphase selbst); Methodik ist zum Beispiel die Hermeneutik, I/N/G/E.

    322Ein Wunder wäre dann OG, I-E-N-G; z-w je mit seinem Nichts, Leere, Unendlichkeiten. Welche aber Endliches erzeugen, also die Übergänge: z-w zu z/w und OG zu „z/w“.

    323Da Gott E (und G-N) ist (und konkreter E0,E1,E4), genügt er dem „Wunderbaren“ selbst. Während der Übergang von „z-w zu z/w“ das Wunder für die Menschen ist.

    324Aber ist „der Mensch“ kann auch „z-w-OG“ verstehen!

    325Wunder und Glaube hängen so zusammen: Normales, Nichtwunder ist „z-w zu z/w“, ist also also als (neue Einheit) selbst prinzipiell „ungewiss“ (unexakt) Wunder wäre dann eine denkbare Vereinfachung, z.B. nur „ z/w“.

    326Das ist in seiner Konsequenz E-N-G und N/G und E/N/G und genau das ist die umfassende Analyse der Glaubens-Methode.

    327Die I/N/G/E (z.B. als hermeneutisches Verstehen) ist noch umfänglicher.

    328Sowohl „der Glaube“ kann wunderheilen wie die göttliche Person J. Christus.

    329Der Glaube N/G steht für jene Methodik, die ihrerseits für die Rz/Rw-Relationen steht (genauer: Der Glaube ist – wie alle Methodik – Rz-Rw – Rz/Rw zu N/G – N-G. Und damit sind alle Phasen relationierbar, d.h. aufeinander einwirkend.

    330J. Christus ist hier das „inhaltliche Gegenstück“ I/E zu N/G (genauer I-E zu I/E zu S-R (z-w) zu S/R (z/w).

    331Das erreicht Jesus als Übergang zwischen OG (E/Gott) und dem Seienden, so die Subjektphase (→ z-z/w-w zu I-E zu I/E).

    332Auch sekundäre Vorgänge sind auf „das Wunder“ gerichtet, z.B. die Predigten, die zum „Glauben“, rhetorisch, pädagogisch, propagandistisch (→sozialer Druck…) führen sollen. Wunder ist, griechisch ergon/Werk, ist also genau das Gegenteil von „unnormal, unnatürlich“; aber im philosophischen Sinne ist erfolgreiche Arbeit (Werk) das eigentliche Wunder (→I→N,G→E).

    333Wenn fortgeschrittene Theologen, wie Paulus, die Wunder-Gläubigkeit/-Taten lieber durch konkrete Schilderungen der Christusgeschichte ersetzt haben will, ist das die Entwicklung von Mythik (abstrakte →Zeichen), Wunder als möglicher Verstoß vs. Natur, also die abstrakte Konfrontation „Natur vs. Geist“, das jetzt tendenziell aufgehoben, abgelöst wird, durch Subjektivität (J. Christus), Geschichtlichkeit (und auch Vergesellschaftung).

    334Ähnlich im Islam, wo Mohammed als einziges „Wunder“ der Koran sei, also die geistig-gesellschaftliche-historische Seite.

    335Die Koppelung des Glaubens an Gott und die Vergebung der Sünde, bzw. dass Sünde als Unglaube und Gottlosigkeit anzusehen ist, beruht auf der (möglichen, virtuellen, aber letztlichen) I-E-Trennung. „I“ ist jede Freiheit des Willens von Ii, Ik, g,w frei zu sein, abzuweichen. „E“ aber ist identisch mit „Gott“.

    336Der Glaube („kann Berge versetzen“) als denkbare Veränderung, Wirkung der statischen Welt… (z.B. durch Bittgebet), was hier propagiert (und kollektiv geschützt) wird, ist die Erkenntnis im Methodologischen, was modern und verkürzt als „N/G“ (Dialektik, erweitert als Hermeneutik I/N/G/E) wiss.-philos. gesehen wird.

    337Die tatsächliche, konkrete Veränderung, Wirkung ist zunächst erst Mal die Wechselwirkung der physikalischen Größen, die wir auf (Sz/Sw, R/S, Rz/Rw), z/w reduzieren.

    338Wenn „Glaube“ eine sprachliche Umschreibung von N/G (und N/G als Extrem aller einfachen Relationen widersprüchlicher Größen) ist, dann ist N-G philosophisch zwei Arten von „Nichts“.

    339„N/G“ ist die grundlegende Feststellung, dass Wirkung (Wirklichkeit verändernd (→ S/R, z/w) genau auf diese Weise erfolgt (→ als unendliche Wechselwirkung, als Übergang).

    340Daher: „Alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt“). Vor allem zeigt da die Erfahrung, es gelingt, wenn man realistische, vernünftige Begleitung zur Glaubens-Methode hat.

    341In einfachen Religionen gilt ein möglicher Zugang zu Gottes Allmacht, zu übernatürlichen Kräften durch magische Praktiken. Das ist eine kollektiv-intuitive Vorwegnahme psychologisch-therapeutischer Methodik, z.B. der Selbstmotivation und anschließend normaler Aktivität.

    342Das „Christos-, Messias“-Phänomen ist die kritische Reflexion über E/Gott.

    343„E“ ist einzig etc., aber auch als unendliche Selbstreflexion „leer“; d.h. konkret, es gibt bei aller philosophischen Bewunderung für Gott/E keine „Entwicklung“, nichts „Anderes“ u.ä., vor allem keine Veränderung, keine Vielfalt, kein Übergang zur Welt, zum Menschen.

    344Konkreter: Man hatte beobachten müssen, dass „der Mensch“ Neues aus der Natur und allem „Vorgegebenen“ machen kann. Diese Schöpfungskraft, sowie die Hoffnung, dass das so weitergeht mit dem Schöpfen von Dingen etc., die den Menschen helfen (bis hin zur Selbstverwirklichung, wir; E-Vollendung etc.), sind Kernstrukturen von „J. Christus“.

    345In dieser unklaren Ungewissheit war die Glaubens-Methodik (→Rz/Rw zu N/G) die angemessene Verbindung.

    346Gottes Sohn ist auch deshalb philosophisch richtig und wichtig, weil damit Leiden und Sterben der Menschen philosophisch erfasst wird.

    347Was in E/Gott nicht impliziert sein kann, (→E ist unendlich). Der Gegensatz E/Gott und Subjektivität ist radikal: Als die Relation „unendlich vs. endlich“

    348Religiös heißt das „Gott opfert seinen Sohn“. Jesus am Kreuz zeigt diese wichtige Ergänzung des Unendlichen (OG, z, w) durch das Endliche, Veränderliche, „z/w“ .

    349Der irdische J. Christus, der historisch gesichert ist, sein Leben, seine Lehren, das Sterben, ist die „menschliche Seite“des ideologischen Kerns der christlichen Religion. Wir: Alles dies „Menschliche“ ist so wiss.-philos. vielfältig, komplex, auch alle Wissenschaften, Phasen relationierend, dass dieses für eine „Ideologie“ bei weitem genug Tatsachen, Probleme etc. wären.

    350Warum aber diese ideologische Erhöhung?

    351So wie der OG (E,G,N,I) aus den endlich seienden alltäglichen Wirkungen entsteht, (als „z/w→z-w“), entwickelt sich die „Christologie“ als Erhöhung des Menschen J. Christus, als Übergang von der Endlichkeit der Konkretisierung, Personifizierung zu den Unendlichkeiten. Das Problem des „Überstiegs“ (aszendenzchristologischer Prozess) ist wp genauer als „Wechselwirkung“ zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit zu lösen.

    352In innertheologischen Disputen geht es seit eh und je bis heute darum, wo die Abgrenzung zwischen der Göttlichkeit Jesu und seiner Menschlichkeit verläuft.

    353Derart „formal“ lässt sich das nicht erklären; (z.B. „Jesus ist ein Gott, der vorübergehend menschliche Züge annahm“).

    354Da es um den Übergang zwischen unendlichen OG-Elementen (E,I,N,G) und endlicher „z/w-Basis“ geht, als notwendige Wechselwirkung in einem Unendlichkeits-Feld, das aber stets und zugleich als Feld gleiche Struktur, Prozesse, Funktionen etc. hat wie seine beiden „Ränder“ (hier: „E“/Gott); und dazu der Mensch als tendenziell unendliche maximale Relation aller acht Grundgrößen, diese auch als Bausteine alles Endlichen aus der Relation und der Kombination aller Relationen.

    355Die Wechselwirkung von Gott zu Mensch, da von OG zu z/w, ist allgemein-philosophisch als Deszendenzchristologie konkretisiert; der umgekehrte Weg: die Aszendenz, ist als philosophisches, wissenschaftliches, (hier auch christliches) Problem bekannt.

    356Da dort ein Übergangs-Feld errichtet wird, das als „J. Christos“ verehrt wird, fragt sich jetzt zusätzlich, wie der Übergang, Zusammenhang, die Trennung zwischen J. Christos und dem normalen heutigen historischen Menschen zu verstehen ist.

    357Es gibt da (→Kierkegaard) ein (ebenfalls dicht in unendlich vielen Möglichkeiten übergehendes) Feld der Abstufungen (wie es im z/w-Bereich üblich ist und das an Rz, Rw, Rz/Rw liegt); konkret: fast keine Distanz bis zur kritischen und zur abstrakten Distanz; (also z.B. sich ganz zu identifizieren, alle Lebensarbeit, -äußerungen mit Christos verbindend).

    358Solche „I“/„I“-Relationen, hier als Ii, die sich mit der I-Seite des Christos verbinden und auch Ii/E, welche individuelle Interessen (z.B. Lebens-Ziele) mit jenen „E“ verbinden, die als Normen, Aussagen u. ä. des Christos gelten, gibt es in allen Bereichen und bei allen Menschen, unabhängig von so speziellen Bindungen wie die zum christlichen „Messias“.

    359So als Führerkult, Königskult; meist ist es positives Vergesellschaftungs-Potential;→Ii/Ii wird Ik,g,w .

    360Um den Zusammenhang zwischen historischem Jesus und dem christlichen (z. B. in kirchlicher Dogmatik) zu verstehen, muss man das Übergangs-Feld, die Entwicklung analysieren. Diese zeigt alle Unendlichkeiten (Rz, freie Rw, unendlich freie OG-Elemente, Nichtse etc.) im Übergangs-Feld.

    361Aber dieser Übergang ist in jedem menschlichen Subjekt angelegt, so kann er/könnte er in der „Einheit Gehirn-Denken“ alle meta-physischen Projekte finden, rekonstruieren.

    362Eben darin, dass „der Mensch“ das kann, liegt der Sinn der „Christologie“.

    363Wenn allerdings jenes „Historische“ eliminiert wird, dann ist „J.Christus“ missverstanden worden.

    364„Äußerlich“ trennt die „Auferstehung“ Christi ihn als irdisches Subjekt von seiner Eigenschaft als „Sohn Gottes“/Christos/Kyrios. Die „Auferstehung“ fasst einige (legitime und notwendige) Projekte zusammen: Die Ewigkeit der „Materie“ (S, R, z, w) und die der „Entwicklung der Materie“, also „Menschsein“ und dessen Geist.

    365Aber dazu kommt – „horizontal“ – die tendenziell unbegrenzte Vielheit (quantitativ und qualitativ) der Menschen (→prinzipiell als Vergesellschaftung); diese vielen bewirken genau jenes, was das Individuum (hier J. Christus) nicht kann oder fehlerhaft macht.

    366Die Kirchengründung. Sie wird auf kirchengründende Handlungen, wie z. B,. die Sammlung der Zwölf („Vorstand“), Missionssendung („Pressearbeit“ u.ä.), Feier des Abendmahles (Diskussionen ohne Beschränkung, auch als persönliche Kontakte in der Führung), „Pfingsten“ (→Geistgeschehen) ist der jährliche Jahrestag (die „Jahreshauptversammlung“ bei dem der Sinn des Vereins, des Unternehmens durch Rückkoppelung an die „Welt draußen“ geprüft wird).

    367Also, wir gehen von „objektiven Organisations-Strukturen“ im konkreten E/I-Geflecht aus. Was keine naive Säkularisierung ist.

    368Zwei Beispiele zu „z-w zu z/w zu OG“ aus der christlichen, kirchlichen Lehre (AT, NT). Die Bemühung um Gleichgewichtigkeit, z.B. J. Christus als „wahrer Gott und wahrer Mensch“ ist, dass z-w und OG (Ewigkeit u.ä. Unendlichkeiten) mit z/w (Endlichkeit) in einer Art Gleichgewicht sind; ansonsten gäbe es auch die „allgemeine Entwicklung“ (hin zu OG) nicht.

    369Und diese Entwicklung wird z B. im Streit („ob Christen, die früher Juden waren, mit Christen, die früher Heiden waren, gemeinsam essen dürfen“); was die frühe Kirche so entscheidet, dass es keine dieser Barrieren mehr geben soll. Dies im Geist Christi (→Toleranz…).

    370Aber dahinter steht eben jene „allgemeine Entwicklung“: Heiden, Juden haben einen unterscheidbaren Stand in ihrem reflektierten Wissen über den „Kern“ der Problematik (kurz: z.B. das Verhältnis Pantheismus/Natur-Religion zur abstrakten E-Philosophie/AT); die christliche Entwicklungsstufe ist zwar „E“, aber mit Rücksicht auf Natur (→S-, R-Pole), Mensch, Seiendes, Gesellschaft, Geschichte (→z/w).

    371Dass jedes menschliche Subjekt (also auch Jesus) eben jene (->QM-Modell) Einheit aus (auch freien…) Endlichkeiten und Unendlichkeiten hat und „ist“, sieht man an J. Christus, der schon als „Irdischer“ „Wunder“ vollbrachte; was aber jeder Mensch kann, der z.B. Unendlichkeiten dadurch nutzt/erzeugt, wenn er Neues kreiert – und seien es noch so kleine, aber weitreichende Phantasien (und Wünsche) „Ii/Ei“.

    372Moderne Wissenschaft kann dem (heutigen) Menschen sogar versichern, dass das Projekt „Auferstehung“ real ist, (was J. Christus nicht wusste, wohl erhoffte). Eine Folge wäre daraus, dass jeder Mensch jeden anderen als Kyrios/Christus anerkennt; was alle politischen, ideologischen Lehren (→Weltfriede, globale Vergesellschaftung) enthalten.

    373Die „Aufklärung“ hat Jesus als historischen Menschen gesehen, ging aber dabei davon aus, dass jenes historische Leben irgend etwas mit der durchschnittlichen Lebensführung in Mitteleuropa im 19. Jh. zu tun hätte.

    374Das und die Kritik daran musste dazu führen, das „allgemeine Leben eines jungen Mannes in dieser Welt“ verstehbar in die Fakten der Evangelien hinein zu interpretieren. Das ist gar nicht so falsch, aber, genau diese vermeintliche Überhöhung als Abstrahierung ist es, was jeden Menschen ausmacht.

    375Die Annahme, der „historische Jesus“ habe nichts mit den Dogmen zu tun, die zum Jesus der Evangelien gehören, übersieht, dass „Dogmen“ gesellschaftliche, historische Erkenntnisse sind, welche die Kontexte der Welt dem jeweiligen menschlichen Schicksal etwas (wenn auch nicht sehr klar) verdeutlichen sollen, nämlich, dass zentrale menschliche Eigenschaften „Potenzen“ sein können. Inzwischen aber sind die Wissenschaften so weit, z B. Psychologie, aber auch Ökonomie, jene Dogmen sinnvoll inhaltlich zu füllen (z.B. dass ökonomischer Reichtum für alle jedes christliche Programm erfüllt).

    376Die Subjektivität entwickelt sich, indem ihre Ii und ihr Ei-Wissen/Erfahrung in der allgemeinen, hier historischen Entwicklung zunimmt u./o. sich verändert, auch als Ii-/Ik-Wechselwirkung. Das macht sich bemerkbar, wenn (hier im Theologischen) die aufklärerischen Wissenschaften das Jesus-Bild neu interpretieren, kritisieren.

    377Dann gehen diese subjektiv-gesellschaftlichen Neuerungen, die das ganze Wesen der „Menschlichkeit“ betreffen, speziell in dies neue Bild von Jesus Christus ein. Insofern ist die Interpretation was „Christos“, „Messias“ bedeutet, „dynamisch“der Entwicklung zugeordnet, also fundamental erweitert; das im Übergangs-Feld Gott-Mensch als Jesus Christus. Wir klären das philosophisch abstrakter als es die Theologie tut.

    378Wenn die Aufklärung, Reimarus (Lessing als Helfer), die biblischen Berichte über Wunder, Auferstehung, als Volksbetrug einordnen, dann ist das ein philosophischer Irrtum. Individueller und hier kollektiver Betrug, Lüge, Selbsttäuschung (Jesus soll danach erst am Kreuz seinen Irrtum erkannt haben) sind wichtige Vorgänge, die völlig neutral zu sehen sind (sozialpolitische Bewertung ist nur eine Randerscheinung, zur Ig-Erhaltung). Ohne diese allgemeinen „Freiheiten“ (die hier als „negative“ konkret werden) wäre die Realität nicht über das Tierreich hinaus entwickelt worden.

    379Die Bibel lenkt diese allgemeinen und umfassenden Freiheiten der Menschen auf spezifische Probleme: Hier die Auferstehung als Ewigkeits-Projekt, der Entwicklungs-Wiederholung zum Beispiel.

    380Übrigens, Jesus Christus – als Zentrum dessen, was „der Mensch“ „ist“ – ist nur die „konservative“ philosophische Seite dieser Interpretation von J. Christus. Die „allgemeinere“ enthält auch, was der „Mensch“ alles zu werden vermag (→“Ii, Ei“…). Der Mensch kann „böse“ sein; die „Religion“ sieht das: zu einseitig, eben „konservativ“.

    381So wurde beispielsweise von F. Strauß schon behauptet, im philosophisch ausgearbeiteten „Jesus Christus“ der Evangelien sei ein philosophisches Projekt realisiert worden, welches als „eine Idee“ dargelegt worden war. Diese „Idee“ von der Einheit von „göttlichem“ und „menschlichem“ Bewusstsein“ (im Gottmenschen Jesus Christus), wie sie sich in der „Menschheit insgesamt“ zeigt. Welche Ausdifferenzierung (wiss.-philos. Art) muss man dieser „Idee“ heute geben? F. Strauß ist Schüler Hegels; dabei kann man aber auf die „Person“ Jesus Christus nicht verzichten, weil „Ideen“ nur ein Teil der Realität sind.

    382Wenn man auch den historischen Jesus Christus anerkennt, hat man jenen Bereich der umfassenden Realität berücksichtigt, der als „Praxis“ o.ä. notwendigerweise in jeder Philosophie, erst recht in einer „Wiss-Philos.“ gleichermaßen mit der „Ideen-Seite“ erarbeitet, analysiert werden muss. Zum Beispiel als die historisch, kollektive, sozialpsychologische „Sehnsucht“ nach Erlösung. „Messias“ ist ein wiss-philos. konkretisierter Grundaspekt der „allgemeinen Entwicklung der E“ und der unendlichen I-Entfaltung.

    383Es geht um kollektive historische Selbsterkenntnis „des Menschen“ und dabei hier vor allem auch um seine „utopischen zukünftigen“ phantastischen, virtuellen Möglichkeiten.

    384Das ist als philosophisches Grundbedürfnis von uns als Aspekte einer wiss-philos. Systematik abzuleiten. Aber die Geschichte der Menschheit hat das – viel konkreter – immer schon getan, z. B. sind die Personen, Gedanken, Forderungen des AT und NT bereits in älteren philosophisch-literarischen-Mythen erschienen.

    385Wie konkretisiert sich diese Fähigkeit für die Zukunft? Heute zeigt sich dazu „Emotionalität“ (Spaß, Lust), vergesellschaftet, aber historisch jeweils am E-Niveau scheiternd (→ Utopische Ethik vs. Apokalypse).

    386Die literarischen, auch alltäglichen Ausgestaltungen des Lebens Jesu (→Renan) ist durchaus berechtigt, nur die Schlussfolgerungen sind nicht philosophische. Wenn Jesus ein gescheiterter idealistischer Revolutionär ist, der klug genug war, alle möglichen Konsequenzen seiner Lehre zu akzeptieren, dann zeigen die (wiss.-histor.-)philosophischen Grundstrukturen dieser konkreten Lebens- und Gedankenführung auf umfassende Strukturen einer universalen Philosophie praktischer, sozialer, politischer etc. Art, um deren Systematisierung es wiss-philos. geht, z. B. als unendliche Ii, unbegrenzte Ei in einer allgemeinen „E-Entwicklung/I-Entfaltung“.

    387Wenn wir „Gott“ mit der E-Seite identifizieren, die ontologische Erweiterung, die von E0 bis E4 alles ist, gilt, dann ist das das eigentliche „Wunder“ oder das „Rätsel“ (->Leibniz, „dass es etwas gibt und nicht nichts“). Und was alle Menschen fühlen, beschäftigt, wenn sie zum Nachdenken (auch über die eigene Existenz/E) kommen.

    388Wir gehen weitere systematische Schritte: Es sind das die objektive E-Entwicklung, E-Vollendungen, die das „Bild“ Gottes bestimmen, z.B. als „Reich“ Gotte; so aus dieser grundlegenden E-Vollendungs-Tendenz in allen E, E0 bis E4.

    389Jesus‘ Auffassung vom „Reich Gottes“, das nicht von J. Christus gestiftet wird, dass er als objektiv kommend und irgendwie schon vorhanden ist und zumindest „unmittelbar“ erwartbar ist; das alles verweist nicht nur auf die objektive E-Entwicklung (auch als Möglichkeit), sondern auch auf die objektive unendliche I-Entfaltung.

    390„Unendliche I/E-Vollendung“ als Einheit wird individuell und kollektiv intuitiv erfühlt und von unterbewusster Erfahrung plus „Ii, Ei“-Bewusstheit gespeist….

    391Die „individuelle“ Überzeugung vom objektiven „Reich Gottes“ sowie dessen zeitlich baldige Ankunft zeigen J.Christus als typisch menschliche Vorstellungen in erfahrlichen, naturgebundenen (Tod…) Weisen. J.Christus und daher die christliche Ideologie bis heute, kommen daher zu dem Schluss, dass das Sterben (er am Kreuz) ein grundlegendes Element des Übergangs und daher der Existenz des „Reiches Gottes“ ist; (also z. B. freiwillig ans Kreuz, heute freiwillig islamische Selbsttötungen).

    392Aber das ist nur eine und konsequente praktische von tieferen philosophischen Bestimmungen der „Realität“, deren Unendlichkeiten (z.B. zeitliche Ewigkeit, Wiederkehr/Geburt), aber vor allem dem guten und geistigen Leben zugehört, so als aktive E-Vollendung und unendliche I-Entfaltung.

    393Wenn auch nur schwächlich, indirekt und interpretierbar u.ä., zeigt sich doch die Beschäftigung mit Gott und hier vor allem mit Jesus, in einer Flut von Darstellungen, wissenschaftliche, literarische, mediale etc. esoterisch, fantastisch, theologisch, psychologisch, politisch, ideologisch.

    394Das weist darauf hin, dass es die Neugier, Phantasie, das Nachgrübeln u.ä. kollektiv wird, wenn ein „göttlicher Mensch“ hohe Ansprüche öffentlich macht. So erforscht sich die menschliche Natur, Emotion, Geschichtlichkeit selbst.

    395Die „Konfrontation“ zwischen „historischen Fakten“ und philosophisch-ideologischem Sinn von religiösen Figuren, wie z. B. Laotse, Buddha, Jesus, ist ein grundlegendes Missverständnis, gemessen an jenen entwickelten ideologisch-philosophischen Lehren selbst; z. B. bis heute die Fragen, ob jene „gelebt“ haben, ob die Texte authentisch sind etc.

    396Diese Lehren zielen mehr oder weniger bewusst(-machend) darauf, zwar diese Männer als Repräsentanten der „Subjektivität“ zu nutzen, aber der Sinn dieser historischen und gesellschaftlichen und subjektiven Verankerungen besteht nun gerade in der Höherentwicklung dieser Bereiche und Kategorien.

    397Es gibt Religionen, die ihre gottgesandten Oberpriester bereits als Kleinkinder gesellschaftlich erkennen, entweder – vom gesellschaftlichen Wissen, dass das möglich ist – gestützt von anderen Auserwählten oder durch Selbsterkennung.

    398Dieses Verfahren könnte eher auf eine göttliche, übergreifende Macht weisen. Bei J.Christus aber geschah das Gegenteil, weder er, schon gar nicht frühzeitig, noch die gesellschaftliche Umgebung hatten (emotionale, intuitive) Hinweise. Noch im 1. Jahrhundert fehlen Hinweise in der römischen oder der asiatischen Öffentlichkeit. Das weist darauf hin, dass es um Verdichtungen gesellschaftlicher-philosophischer Grundgedanken über die Strukturen, Prozesse der Menschen, der Gesellschaft etc. in philos.-wiss. Weise geht; was freilich als „Christentum“ auch notwendig reduziert und strukturiert werden musste.

    399Die Suche nach historischen Beweisen (z.B. Zensusakten zur offiziellen Registrierung von Josef und Maria oder über den Prozess gegen Jesus) und auch Schuldzuweisungen (z.B. an P. Pilatus) könnte man als Missverständnis über die ideologischen Inhalte der einzelnen christlichen Lehren ansehen; so deren metaphysische geistige Aufgabenstellungen und -lösungen etc.

    400Aber es ist kein derartiges Missverstehen, vielmehr geht es um das Zusammenspiel von endlichen, menschlichen, historischen, gesellschaftlichen, letztlich wissenschaftlichen Prozessen und Strukturen; mit Unendlichkeiten und allen jenen Prozessen und Strukturen, die jene endliche Ebene begründet und übersteigt; (konkreter: unendliche Rw-„Weltweite“, Rz-„Welttiefe“ u. ä.).

    401Jene möglichen „Irrtümer“, auch „Verfälschungen“, gehören zur „Verendlichung“ des Unendlichen; (→z/w, z-w) dies z-w erlaubt sogar, dass es tendenziell unbegrenzt viele Phantasien, Literatur, Lügen (→Tacitus/Nero) über J. Christus etc. gibt. Eben in dieser „verzeihenden“ Grundhaltung, die in der praktischen Philosophie (auch) des Christentums steckt, gibt es den philos.-wiss. Kern, der den Menschen, der Subjektphase, als Mittler zwischen unendlicher Exaktheit/Wahrheit/Festlegung (→ „z/w“, Rz, G) und/zu Freiheit/Phantasie/Hoffnung (z-w, Rw, N) sieht.

    402Historische Berichte haben stets „literarische“ Aspekte. Dazu gehört es notwendigerweise, dass erfunden wird und positiv Gemeintes oder Negatives, meist übertrieben wird. Es ist auch/meist ein politisch-ideologischer Kampf, der die konkurrierenden historischen Strömungen „die Geschichte“ klittern wollen.

    403Bei dem was J. Christus betrifft, ist zu sagen, es ist nur sehr Weniges, was an Verwertbarem überliefert wurde: J. Christus als Zauberkünstler, niedriger Abstammung, revolutionärer Aufrührer. Und was negativ gemeint ist, die Bestreitung der Gottheit. Dies und weniger das Positive sprechen im Grunde für eine – bis heute – eher anspruchsvolle, aber einfach konkretisierte Philosophie, welche die sonst in allen Philosophien umschriebenen Verhältnisse von absolutem Geist, Mensch, Natur, Geschichte, Gesellschaft in einigen, aber wichtigen Fragen thematisiert und zur Diskussion stellt.

    404Im NT zeigt der sich historisch entwickelnde Übergang vom Interesse an dem geschichtlichen Leben Jesu zu dessen eher Philosophisch-Allgemeinen (Johannesevangelium) und zum Wissenschaftlich-Allgemeinen (in der Briefliteratur des Paulus); von den positiv irdischen Berichten biographischer Art über Jesus.

    405Auch die Zweiteilung in NT-Evangelien, die sich doch weniger am Biographischen orientieren (Kleidung, Gewohnheiten, Aussehen Jesu, Jugend, Beruf etc.), als die das liefernden apokryphen Evangelien, welche damit ein Rückschritt in der „ideologischen Entwicklung“ sind.

    406Die Propaganda, Pädagogik der Apokryphen hat den gleichen – propädeutischen – Antrieb, wie fast alle kirchlichen Vereinfachungen der objektiv notwendigen (aber noch schwach entwickelten) christlichen Ideologie.

    407Auffallend ist, dass die wissenschaftliche Forschung sich um das historische Gesamtbild von J. Christus verstärkt bemüht.

    408Wir betonen die geistesgeschichtliche Entwicklung als Übergang in tatsächliche (konkrete, politische, gesellschaftliche etc.) Entwicklungen zu geistig-ideologisch-philosophische Entwicklungen.

    409Genauer, welche Neuerungen gegenüber älteren Ideologien (z.B. der jüdischen Religion) werden durch J. Christus gefördert oder kreiert? Die Entwicklungs-Grundprozesse erkennt man besser, wenn man die darauf aufbauenden analysiert, z. B. Neues in der frühen christlichen Denkweise (und z. B. Organisation daraus) und dann dito im Mittelalter.

    410Wie kann man nun die empirischen, historisch feststellbaren Inhalte mit einer allgemeinen Philosophie verbinden, in welcher die christliche Lehre ihren Platz hat?

    411Diese Inhalte sind nur wenige, wenig ursprünglich, aber „authentisch“, betonte und zwar so, dass sie in Europas Kulturgeschichte etc. wirkungsvoll wurden. Zum Beispiel die Übereinstimmung von Wort und Tat/Verhalten, schon bei Jesus. Und als Inhalte, z. B. Gewaltverzicht, Eigentumslosigkeit.

    412Es gehört zur „Wiss-Philos.“, dass diese auch Erklärungen für „praktische Philosophie“ hat (Religion gehören dazu). Im Zentrum steht da das Handlungsmodell (I→ N, G, E‘→ E→ etc.); z.B. als Einheit von Wort/Sprache/Denk-Handeln und Tun/konkretes Handeln (d.h. mit entsprechend konkreten I, N, G, E‘ und E).

    413Die pädagogischen Schwierigkeiten, welche sich durch die Notwendigkeit ergeben, jene christlichen Lehren als Hinweis auf umfassende Philosophie und Wissenschaften zu geben, und zwar bereits dann, wenn (z.B. wissenschaftliche) Beweise noch nicht geliefert werden können, sind auf traditionelle, sprachliche, psychologische Art zu geben; z.B. durch formale Wiederholungen oder inhaltlich, durch vielfache „Bezeugung“ aus unterschiedlichen Situationen, durch verschiedene Autoren; über viele geschichtliche Jahre hinweg.

    414Die „Überlieferung“ versucht aus Jesus den Christus, Kyrios/Übermenschen („absolut, einzigartig“) zu machen. Aber tatsächlich geht es darum, jeder Mensch ist „Übermensch“, und alles „Übermenschliche“ ist „menschlich“, also z. B. auch Leiden, Irren, Bosheit. Wobei diese alltäglichen (Gut – Böse etc.) Phänomene neu in einer umfassenden Wiss-Philos. zu verstehen sind…

    415Das NT (und damit die christliche Lehre) hat zwar einige „wiss-philos.“ Höhepunkte (Bergpredigt und andere Aussprüche Jesu, die Kreuzigung, die Auferstehung u.a.), aber es geht noch nicht um eine luzide zusammenhängende Philosophie, Ideologie, Wiss-Philos. Werden dort gesellschaftliche Probleme (und ihre im Moment mögliche und endliche optimale Veränderungen →Ethik) gezeigt oder angedeutet, und in der „Kreuzigung“ alles Elend, Ungerechtigkeit, Leiden der Menschen, so mit geringer Perspektive, mit wenig möglicher aktiver, praktischer oder gar philos.-wiss. Lösung.

    416In der Auferstehung Jesu allerdings wird nicht nur formal (Hoffnung, Trost, auch schon unbegrenzt freie Ii, Ei u. ä.), sondern inhaltlich angedeutet, dass das „Sein des Ganzen“ auf unendliche Wiederholung angelegt ist – und darin seinen wiss-philos. „Sinn“ hat.

    417Diese „Verendlichungs-Versuche“ macht man, indem man auf J. Christus verweist und die Sprache Jesu untersucht, und auf einige rhetorische Strukturen gängiger Art (Gleichnisse, Paradoxien, Wiederholungen standardisierter Art („Amen“) verweist.

    418Und solange auf einer Meta-Ebene (für u./o. gegen jene historische Forschungen und deren Sinn) wissenschaftlich gearbeitet wird, ist das wiss-philos. nur eine Explizierungs-Variante der Vater-Sohn- (Gott-J.Christus) -Problematik. Wir sehen das wp als die notwendige Einheit von „Zusammenhang zu Trennung“ (Rz/G zu Rw/N), dabei von „Unendlichkeit/Absolutheit (→OG, z, w“) zu den Endlichkeiten“. Wobei stets gilt, dass jede „Endlichkeit“ aus Unendlichkeiten besteht (→OG, →S, R) und das hier speziell im Begrifflichen.

    419Die Theologie befasst sich – wie schon AT und NT – ausgiebig mit Mitteilungen – meist spekulativer und suchender Art – über die „Verwandtschaften“, Lebensläufe. Die des Jesus besonders; möglichst mit genauer historischer Verankerung, zeitlich, sachlich. Welchen wiss-philos. Sinn hat das? Hinter dieser Suche nach Fakten des geschichtlich Gewesenen, der Menschen, Ereignisse, steckt – auch – der gesellschaftliche Wille, das nicht zu vergessen. Dabei weniger jedes konkrete Einzelne, als dieses als Repräsentanz von allem, auch von Heutigem.

    420Der philosophische Kern des „Geschichtlichen“, des „Historischen“ (als Variante der „allgemeinen Entwicklung“) ist die Wechselwirkung aller Vor-Phasen (im Verhältnis zur „Wechselwirkung aller Phasen“ heute z.B. als „Erklärung“).

    421Die politisch-religiöse Landschaft zur Zeit Jesu war (schon/wie immer) gekennzeichnet von der umkämpften Grundproblematik, wie man politisch die Aufgaben der weltlichen Strukturen/Prozesse (Abgrenzung, Kämpfe zu Nachbarvölkern) philosophisch-ideologisch vermitteln kann.

    422Zum Beispiel kann es die Einheit eines königlich-priesterlichen Amtes geben; wo sind die Abgrenzungen, wie heilig und rein sollte die Ideologie sein? Es ist das eine frühe (und bleibende) Variante des „Materie-Geist-Problems“, das hier sogar kollektiv ausgetragen wird. Dieser einseitige Idealismus glaubt, dass „die Materie‘“ etwas sei. Was sich aber erst heute in „Geist“ ebenso „auflöst“, entwickelt, wie sich „Geist“ aus „Materie“ entwickelt.

    423Das jüdische und dann als christliches Problem des Verhältnisses von Endlichkeiten, z.B. als Ende der Geschichte, zeigt sich detailliert darin, dass Gott sich dann offenbart und die Verstorbenen zu neuem Leben erweckt; sowie als Gericht nach Unterscheidung der Guten, Gerechten und der Bösen, bewertend handelt.

    424Dieses „Eingreifen Gottes“ ist abstrakt gesehen die umfassende E-Entwicklung; auch der unendliche E-Selbstbezug; wo E jetzt sowohl Gott als auch alles andere, Ganzes, die Realität, ist.

    425Vor allem ist das der Denkversuch in der „Weltdeutung“, sich der unendlichen Ewigkeit der z, w, S, R (begrifflich: E0 etc.) und der Entwicklung zu nähern.

    426Die „I“ werden (randständig) in göttlicher (→also mit E gleichberechtigt) Sicht als gut/böse ausgedeutet.

    427Die Kämpfe der religiösen Gruppen in Israel, in der Apokalyptik zu weit fortgeschrittenen philosophischen Einsichten angedeutet, sind für die allgemeine idealistische Philosophie frühe Erkenntnisse; (also „E“, Ontologie etc…, N – G als Trennung gut/böse; Unendlichkeit als Weiterleben der Seele nach dem Tod).

    428Solche Frühformen erhalten ihre Erkenntnis durch Offenbarungen u.ä., weil die rational-geistige Erarbeitung (Höhepunkt: Hegel) noch nicht gelingen konnte.

    429Die kollektive Intuition (E, All-Existenz) verlangt dann daraus, dass auch die ganze persönliche Existenz auf jene emotional-rationale Basis-Erkenntnis reduziert werde (z. B. als strenge Hierarchie, gemessen an der „Reinheit“ der Erkenntnis; so auch als „Besitzlosigkeit“, Reduzierung auf die bekennenden Funktionen der Gruppe, als Ehelosigkeit u. ä.).

    430In der „allgemeinen geistes-geschichtlichen Entwicklung“ gibt es historische und sachliche Phasen, die intuitiv und kollektiv in groben Umrissen gesehen werden können. Das sind die vielen Vorstufen von „absoluter Erkenntnis“, die für das Idealistisch-Geistige z.B. in Hegels System enden, und in der Religion in „Gott, Trinität u.ä.Zugehörigem“. Dieser langen philosophischen und z.T. wissenschaftlichen Entwicklungs-Zeit folgt die Explizierung (Systematisierung etc.) der ganzen, vollständigen Geistessphäre (z.B. „Hegel“ et al., z.B. auch Einzelwissenschaften, Mathematik, Logik).

    431Und schließlich schlägt das um in die kollektive An- und Absicht, diese Erkenntnisse/-systeme etc. praktisch, konkret zu „verwirklichen“.

    432In der jüdischen Religion, z.B. der Essener: Geht es (symbolisch) um drei aufeinander folgende Messias-Figuren: Der Prophet, der ankündigt, der Priester-Messias (J. Christus) und der „Königsmessias“, der tätig wird. (Mit dieser Dreiteilung ist theologischer Streit vorprogrammiert).

    433Die geistesgeschichtliche Einheit der vielen orientalischen (hier speziell jüdischen) Schulen ist eine von mehr oder weniger starken Wechselbeziehungen; deshalb sind z.B. Probleme wie das, ob Jesus Christus oder die Jünger den Essenern oder Qumran nahestanden, von sekundärer Wichtigkeit. Primär ist, dass es um verwandte und alle als begrenzte, geistesgeschichtlich entwickelte Basis-Probleme ging; mit hypothetischen Schilderungen und Abweichungen untereinander.

    434Abweichungen (z.B. „das Schwurverbot“, Lebensstil, Kultur-Details oder die „Naherwartung des Reiches Gottes“) wiegen, zumal in ihrer Hypothetik, wenig angesichts der notwendigen, objektiven, wichtigen Denkarbeit – in diesen frühen Stadien; (z.B. „die Liebe Gottes auch gegenüber den Sündern“, was auf die tatsächlich wichtige Gleichheit von „Ii“ weist – und damit die endlichen Strukturen (Gesellschafts-Erhaltung, Gesundheit, Moral etc.) relativiert; also eine Meta-Systematik als „endlich/unendlich“ andeutet.

    435Die „Absonderung“ taucht bei jenen auf, die das Absolute zu „denken“ versuchen: In allen Religionen; z.B. als Isolierung vom Volk (→Pharisäer) oder als Meditation oder als „innere Emigration“ oder als „Auszug in die Wüste“ u.ä. Umgekehrt scheint die politische, gesellschaftliche Verbindung, die nach allen Richtungen von „Herrschenden“ angestrebt wird, ob in Organisationsarbeit, Lehre, Kultdienst, darauf hin zu deuten, dass die „geistige Kreativität“ dadurch nicht gefördert wird, wohl aber die pädagogische Verbreitung und Erhaltung der einmal gefundenen Gesetze u.ä.

    436Ursache dafür sind die notwendigen, hypothetischen Versuche, das isolierte (von allen bisherigen Erfahrungen, Denk-Prozessen etc.) Absolute zu „fixieren“.

    437Zum Beispiel ist dann die alltägliche Arbeit die Analyse oder die Verbreitung der Lehre des einmal gefundenen Absoluten.

    438Für alle „Schulen“ (hier in der jüdischen Religion, aber prinzipiell in jeder Religion), gilt die „Zweiheit“: Das „Gesetz“ zu verehren (wir: Das „Gesetz“ ist die Erkenntnis des Ontischen/E/Gott) und Ahnungen, Andeutungen von einer weiter reichenden (Wissenschaft)-Philosophie zu haben, die das Ontische differenziert (z.B. die Subjektivität als Existential), und welche die weiteren Basisgrößen enthält (→z.B. maximale Tugend, Liebe).

    439Dazu jene Arbeiten, die „das Gesetz“ allen Menschen noch näherbringt, z.B. als (Sammlung von) Auslegungen, um im Alltag die Spuren des „Gesetzes“ zu sehen und zu verehren; die Durchdenkung, Befolgung, Verteidigung von Regeln, die die Hauptzüge („Weisungen“) „des Gesetzes“ betreffen. Zusammenfassend, diese „praktisch-philosophischen“ Züge sind „pädagogischer“ Art. Damit aber, mit der Lehre, der Vergesellschaftung und der Verbindung zur Subjektivität (→ Christus/Messias als Übergang) wird „das Gesetz“ mit „etwas Anderem“ konfrontiert.

    440Zu dieser (E4 relativierenden) Zweiheit gehört die konkrete Vielheit der sich bekämpfenden Religionen und der Schulen in den Religionen. Das aber verweist auf „Entwicklung“, Handlung, Arbeit als weitere Metaphysische.

    441Allerdings gibt es zwischen „dem Gesetz“ und jenen gesellschaftlichen und individuellen Bemühungen pädagogischer Art einen Zusammenhang, Übergang gradueller Abstufung. Es ist das fundamentale E↔G-Problem im OG, das als erstes aus dem OG herausführt, bzw. das (mit „I“/N zusammen) als oberste, entwickelste „z/w“-Relation gelten kann.

    442Praktische, konkrete, hier politisch-ideologische Entscheidungen sind I/E-Relationen; freie Ii, k sind möglich, aber entsprechend „riskant“. In religiösen Kollektiven und individuell kommt nun hinzu, dass die E-Seite sich auf unkonkrete, objektiv-maximal-abstrakte „E“ beziehen muss.

    443Das hat zwei Folgen: E (Gott),(Existenz) lässt sich mit allen (z. B.) Notsituationen „entschuldigend“ verbinden, so dass es zu keiner konkreten Handlung kommt. Zum anderen ist E4/Gott derart unendlich, vieldeutig, dass „klare“ I/E schwer vorstellbar und kaum kollektiv vermittelbar sein können. Dem widerspricht die maximale Einfachheit von „E4“. Religiöses Handeln ist daher oft Gewalt, hl. Kriege, Terror (→Zeloten bis heute); alle E3 sind da prinzipiell „unwichtig“.

    444Die religiöse (Definition!) Grundaufgabe der Verteidigung, Klärung, Erhaltung im kollektiven Gedächtnis von E4 ist sowohl notwendig wie aber auch „überflüssig“; denn auch eine aktive Leugnung führt in der umfassenden philosophischen Konsequenz (→N→N/E→E) zu E4 .

    445Der fundamentale Gegensatz Chassidim/Essener/Pharisäer (und auch NT/J. Christus) vs. die Sadduzäer ist eine Konkretisierung der „Betonung“ der „Gesetze“, AT, als Versuch, „E4“ zu begreifen und damit z.B. auch das „Fortleben nach dem Tod, die Auferstehung der Toten, Existenz von Engeln u. ä. zu imaginieren.

    446Die Sadduzäer sind in diesem bis heute andauernden (Pseudo-)Gegensatz zwischen theoretischem und praktischem Philosophieren das Diesseitige, Innergeschichtliche, Politisch-Ökonomische (→Reiche Familien, hohe Posten; Zusammenarbeit mit Rom). Spätere Konkretisierungen (bis heute): ist das Verhältnis „Idealismus vs. Materialismus“; wp geht es um endliche „z/w vs./zu unendlichen OG, z-w“.

    447Die Kluft zwischen der pädagogisch-politischen-ideologischen Seite und dem „Wesentlichen“ der religiös-philosophischen Basis ist bis heute groß. In der (nach Entwicklungs-Maßstäben) frühen jüdischen Religion ging es um politische, gesellschaftliche Auswirkungen, z.B. „nationale Sammlung“, konkrete Kulturfragen (→un/rein; „wo darf Gott angebetet werden“; Sabbatgebote u.ä.). Der Streit/jene Kämpfe, die eigentlich zur weiteren Entwicklung beitragen sollten, wurden als sich verselbständigende zum Problem.

    448Jenes „Wesentliche“ aber sind die Vorarbeiten für E4; und für die I-Entfaltung, z.B. für die I-Entfaltung in der Trinität; und bei Jesus, der auch Sünder/kultisch Unreine philosophisch „anerkennt“.

    449Die Kern-Eigenschaften der christlichen Philosophie werden in den – wenigen – Charaktereigenschaften der Person J. Christus vermenschlicht. Man kann sogar davon sprechen, dass in jedem selbst/reflektierenden Menschen jene Kern-Eigenschaften bewusst werden; dass sich E4, 5 gibt; d. h. dass die Existenz (E4,E5) allen gemeinsam ist; dass es ein „Ganzes“, und dass es das Problem „Endlichkeit zur Unendlichkeit“ gibt, u.ä. dazu die Grobeinteilungen E/Gott, dingliche und subjektive „Welt“ und freier subjektiver Geist (Phantasie, Ii, Ei) und schließlich noch: „I“ als Liebe, Moral, Emotion).

    450Davon ist aber deutlich zu unterscheiden: Die „Vergesellschaftungen“ dieser Erkenntnisse, also, jeder kann sie haben, es kommt aber darauf an, sie „öffentlich“ zu machen; Kirche, „Ideologie“ machen das, aber oft überflüssig („weiß doch jeder“), mit ganz anderen Phasen verbindend (ökonomisch, politisch).

    451Das Verhältnis des J. Christus zur jüdischen Religion wird heute genauer untersucht, (ähnlich wie alle philosophische Schulen an entwickelten Wissenschaften heute besser beurteilt werden können).

    452Im Bezug auf die jüdische Religion gelten die Fragen, ist der christlich-jüdische Unterschied relevant? Ist es eine Weiterentwicklung, welche sich vor allem in der christlichen Erwartung an den jüdischen Messias zeigt; philosophisch, sozialpsychologisch u. ä. Dabei dürften die Gemeinsamkeiten (Juden, Christen) bei weitem überwiegen.

    453Der zentrale Schwerpunkt der jüdischen Ideologie liegt auf E4, die christliche Ideologie will eine übergeordnete, umfassende Einheit, die Endliches, Menschliches, Jesus, Leiden etc. einbezieht, also E3 zu/plus E4. Oder eventuell eine Abstufung im unendlichen Übergang, (was aber E4 widerspricht).

    454Dann wäre E4 unendlich und unendlich „abgetrennt“ (was konsequent ist) (wir, was Rw, N als „absolut“ zeigt; wo bleibt Rz,G absolut?)

    455Das jüdische Beharren auf E4 ist „von der Sache her (wissenschaftlich, philosophisch und methodologisch) konsequent, erlaubt aber keine umfassende Systematik, welche die Natur, Entwicklung/Geschichte, Subjektivität etc. einbezieht; die E4-Punktualität betont „N“, Unendlichkeit, welche nun ihrerseits im Seienden nicht auftauchen..

    456Unsere philosophische Deutung der „christlichen“ Projekte, z.B. „J. Christus“, bemüht erst mal „z/w“, speziell als die Subjektivität. Allgemein gilt, das Seiende (z/w), Endliches hat zwar in der Subjektivität ihren Höhepunkt dieser Entwicklung, aber der ist „nach oben offen“ (was OG andeutet). D.h. konkret, es geht nicht nur um die spezielle ontologische Entwicklung zu E3, als das Wunder der Existenz des Menschen, sondern weitergehend, um die Steigerungsmöglichkeiten (qua weiterer möglicher und notwendiger Relationsbildungen). Die Menschheit erwartet und anerkennt und hofft auf jene weitere Steigerung, indem sie „große Menschen“ bevorzugt (Wissenschaftler, Religions-Figuren, Politiker, Künstler).

    457Die europäische Geistesgeschichte ist als schrittweise Hinwendung des menschlichen Individuums zur wiss-philos. Analyse etc. zu verstehen. Dabei ist das Christentum ein integrierter philosophischer Entwicklungs-Zug. Bei Augustinus schon sehr früh, Kant führt eine Beschleunigung in dieser philosophischen Spezialisierung auf das Individuum durch („Was ist der Mensch“ sei das Aufgabengebiet der Philosophie).

    458Die objektive Entwicklungs-Aufgabe von „Philosophie“ ist nun, dass Ideen-Schulen wie die christliche versuchen, diese geistesgeschichtlichen Erarbeitungsergebnisse irgendwie mit ihren eigenen zentralen Arbeitsergebnissen zu relationieren. Problematisch wird das, wenn die Großreligionen sich ganz und gar auf ein einziges Zentrum, hier auch noch auf die „Transzendenz“, festgelegt hatten.

    459Zumal jene Religionen „zugeben“, dass der Mensch das E4 (Transzendente) nie erreicht, und nur umschreiben kann, es aber auf „verschiedene Weise“ und irgendwie „erfahren“ kann.

    460Diese Unklarheit, auch Widersprüchlichkeit ist zu beheben. Die menschliche Denkarbeit ist so „eng“ mit jenem Transzendenten verbunden, dass der Mensch es sehr gut „denken“ kann – und zugleich unsicher dabei ist, intuitiv und gefühlsmäßig skeptisch. Das weil der Mensch in sich sowohl Rz wie Rw vereint, d.h. sowohl Endliches, Nichts, Unendlichkeiten. Die traditionelle und naive Betonung von „G“, Rz ist nur eine Seite der Realität. Der Mensch kann zum Beispiel auch E0, 1, 2, 3, 4 denken, aber auch alle I-Varianten und auch N.

    461Deswegen kann auch E4 /Gott als „existent“ (unendlicher E-Selbstbezug) angesehen werden.

    462Einige neuere Philosophien folgen eigentlich dem Vorschlag L.Feuerbachs, wenn sie J. Christus sowie Sokrates, Buddha, Konfuzius in ihren Antrieben und Erfahrungen als Menschen philosophisch betonen und abstrahieren.

    463Zweifellos ist der „Mensch“ – und das in jenen Vorbildern – pädagogisch konzentriert dargestellt, in seinen

    464„I-Handlungs- etc. Möglichkeiten“; vor allem ist das auch ethischer, vergesellschaftender Art wiss.-philos.wichtig. Aber diese da angesprochenen Bereiche der Realität müssen stets ergänzt werden, z.B. durch „Natur“, „Gesetz“, „Gesellschaft“ etc. Und nicht nur die „Realität“ als Ganze muss jede Ideologie bedenken, sondern durchaus auch die metaphysische Basis; und d.h. hier E4 (also „Gott“ und die „Göttlichkeit“) und E0, 1, 2, 3 endlicher Realität.

    465Solchen „vorbildlichen“ Menschen, wie die verschiedenen Religions-Gründer (oder auch – die vermittelnden Heiligen u.ä.), im praktischen Leben zu folgen, etwa in der Lebensführung nachahmend, ist zu kurz begriffen. Vielmehr geht es darum, jenes „Heilige“, „Philosophische“ (und damit) „Abstrakte“ u.ä. zu erkennen und in seine Denk- und Handlungsfähigkeiten als Basis zu integrieren, z.B. die Kenntnis der modernen Ontologie (E0 bis E4) in allen Phasen/Wissenschaften; daher die Ei-Möglichkeiten und vor allem die „I-Seite“.

    466Die – pädagogisch motivierten – Redensarten von „Gottes Wille“ oder „die Liebe Gottes“ sind philosophisch unhaltbar; z.B. widersprüchlich zur Unendlichkeit Gottes, seine Abtrennung (E4 vs. E3) von Mensch, Natur, auf welche ja sein „Wille“ gerichtet wäre.

    467Dennoch kommen diese Möglichkeiten kollektiv-intuitiv in nicht-theologischen, strengen religiösen Konzepten vor. Der Grund ist: In jeder „Praxis“ gilt nicht „I“ vs. E, (I – E), sondern „I“ ist auch E, I/E, d. h. durch unendliche Rz-Wirkung verbunden zu sein. Damit ist ein höheres philosophisches Niveau erreicht.

    468(Wir: Es gibt (→QM) „I – E zu I/E“ als neue Einheit. Dazu dann: Wenn es ein Höchstes gibt, woher? →E0, (S und R),; dann →E-Entwicklung, was ist →I/E; woher S →R ?)

    469Die alltagssprachliche Umschreibung von „E“ ist z.B., dass „E“ „unter keiner Bedingung steht“, auch I/E = E‘ und, dass E alles bedingt, Maßstab für alles ist, so ist E allbegründend, aber maximal einfach; und dass alle Ordnungen der „Welt“ von E abhängig sind,„auf E zu reduzieren“ sind; auch, dass E = E ist, und dass E nicht mit und in der Normalwelt relationiert, eingebunden ist, vor allem nicht an Zeit, Ort, Physikalität gebunden ist. Von z/w her gesehen ist E als unendliche „unmöglich“, „unverstehbar“.

    470Die kulturellen (→historischen), philosophischen Unterscheidungen zwischen europäisch-griechischen und orientalisch, semitischen. sind u.a., dass die europäisch wissenschaftliche Einstellung die I- und E-Strukturen als E-Entwicklung und als I-Entfaltung betont.

    471Aber die (bisherige und heutige) „Realität“ ist auch die „negative“ Seite aller Veränderungen, hier von „E“ und „I“, vor allem als Schmerz, Krankheit, Tod der menschlichen Subjekte. Die jüdische Gesellschaft hat daher das „Leiden“ betont. Allerdings auch die „Hoffnungen“ . Indem Christus die Leiden „auf sich nimmt“, diese willig übernimmt, aktiv und bewusst die Tatsache aller menschlichen Negativität bejaht, Ii einsetzend; aber auch Menschen auf ihr Leiden, den Tod vorbereitend, geht er einen Schritt zur Aufhebung dieser „sinnlosen“ Seite des Weltgeschehens und darin des Menschen.

    472Aber sobald vermutet und erkannt wird, dass das Eigentliche der E-Entwicklung und der I-Entfaltung darin besteht, Leiden zu lindern, den Tod zu verhindern und (sehr allgemein) das Phänomen Leben, Geist unendlich oft zu wiederholen, ist die Aufhebungs-Arbeit des J. Christus selbst aufgehoben.

    473Abstrakt (wiss.-philos.) ausgedrückt, geht es um „z/w zu z/w“: Als z/w–Endlichkeit/Seiendes geht es um die Geschicklichkeit (haben und wie haben J. Christus, u.a. Religionsstifter, Heilige etc. „gelebt“), aber was bedeutet ihr Leben und dies in Bezug zu ihrer Lehre.

    474Deutlich ist, dass z.B. Jesus Christus selbst auf das Allgemeine, (Unendlichkeit, Offenes) wenig verweist. Auch der Oster-Mythos, der Verweis auf die Ewigkeit, unendliche Zeit, ihre Wiederholungen, gehört nicht mehr zum „Leben“ des J. Christus. Das Kollektiv der Urgemeinde kann hier das „Transzendente“ schon besser erkennen.

    475Wie kann man die beiden Schwerpunkte der christlichen Lehre, Gott und J. Christus, modernen wissenschaftlichen und philosophischen Projekten zuordnen? Zum Beispiel die sich immer mehr entfaltenden zwei historischen Bewegungen der Ideen von der Würde und Freiheit der Individuierung und die Idee der Gleichheit und der Vergesellschaftung aller Menschen. Die christliche Lehre schreibt die Christus-Legende eher der Individuierung zu, nutzt aber auch organisatorisch die globale Vergesellschaftung. Damit wird vermieden, beide historischen Tendenzen zu konfrontieren. Was wissenschaftlich nicht akzeptabel wäre.

    476Die tiefere und wissenschaftliche Erkenntnis, Durchdringung dieser zwei Entwicklungen („frei vs. gleich“) kann von dem christlichen Ansatz nicht verlangt werden.

    477Die traditionelle ontologische Eigenschaft der „Normal-Existenz“, die die Lebenserfahrung etc. im Mittelpunkt hat, und die in allen Beschreibungen der monotheistischen Gottheit alles andere überwiegt, wird von Wissenschaften, an deren zwei dynamischen Aspekten (Gewordensein, Weiterentwicklung) gemessen, z.B. als (soziale, psychologische) Kritik an der Überbetonung bestehender und zu erhaltender historischer, gesellschaftlicher, individueller Verhältnisse.

    478Philosophisch geht es um eine erweiterte Ontologie, die die Natur einbezieht (E0, E1, E2, E3) und um die

    479„E-Entwicklung“; sowie um „N“ und „I“ als gleichberechtigte ideologische, philosophische, wissenschaftliche Basisgrößen.

    480Die Religionen mit dem monotheistischen Zentrum verehren das philosophisch alte E4, also eine Ontologie, die die allumfassenden, unendlichen, abstrakten Existenz-Vorstellung mit vollem Recht mit allen individuellen und kollektiven psychischen Kräften, glaubend, kultisch u.ä. betont.

    481Aber die modernen Wissenschaften (Physik, Mathematik etc.) z.B. auch und vor allem „Ii, Ei“, also freie Willen, Phantasie-Fähigkeit, abstrakte Virtualität etc. weisen darauf hin, dass die herkömmliche Ontologie erweitert werden muss.

    482Das wirkt sich in allen Bereichen der Realität aus; Alltag, Wissenschaft, Philosophie.

    483Unsere E-Entwicklung (als wiss-philos. Basisüberlegung), von E0 bis E5,E6, erweitert den traditionellen Gottesbegriff.

    484„Ein Gott“, der Verhältnisse verändern kann, „zum Besseren“ z.B.

    485Und J. Christus, der (hier in der Christenlehre, aber in anderen Religionen ähnlich (→Götter, Halb-Götter, Heilige etc.) sind konkretistische Andeutungen unserer „E0 bis E6-Entwicklung“.

    486Der E-Vollendungs-Gedanke, der prinzipiell mit S/R gegeben und im E-Kerngedanken angesiedelt ist, und jetzt als E6-Umfassung/Ganzes gilt, „versöhnt“ „wiss-philos“. mit jenen geistesgeschichtlichen Entstehungsphasen.

    487Das, was „Gott“ ewig/immer schon „ist“, unendlich „vollendetes E“ (so wie S, N, G, z, w), das „versucht“/erarbeitet/entwickelt der Mensch: So auch sich selbst und alle z/w-Phasen.

    488Bei dieser allgemeinen Entwicklung ergeben sich (auch) objektive Zielsetzungen (Iw,Ii), z.B. in der „Erforschung“ der Welt. Und das sind wiederum S, R, z, w, und OG. Das „Jesus Christus-Projekt“ deutet das an; als das →“Reich Gottes“, in dem ja die Menschen leben werden.

    489Die „QM-Ordnung“ bewirkt auch hier, im Geistigen und geistesgeschichtlich, dass es um eine unendliche Wechselwirkung zwischen z/w und z-w (bzw. als I/N/G/E Mensch und I-E-N-G, Gott) geht.

    490Konkreter, z.B. erzeugt der Mensch den Gott (→Feuerbach), dann ergibt die „christliche“ Erzeugungsdynamik, dass der Gott einen Sohn/J. Christus „braucht“. Als Ergebnis philosophisch-kollektiver Denkprozesse, und dass dieser Gott-Mensch als Beginn eines Prozesses anzusehen ist, der die menschliche Geschichte begleitet und sinnvoll macht; und welcher darin besteht, in allen Bereichen/Wiss enschaften etc. E4/Gott anzustreben, zu erreichen. Ob durch Denken (→Erzeugung des OG aus Sprache) oder in technologischer Entwicklung u.ä.

    491Das geschieht durch alle „Kämpfe“ z.B. auch „gegen“ den anfänglich despotischen Gott (→ Islam heute); das nun in jedem detaillierten Abschnitt (→ Wechselwirkung).

    492Dadurch, dass J. Christus ein „Gegenmodell“ zu allem Prächtigen, Reichen, Königlichen, Sagen- und Märchenhaftigkeit ist, wird nicht nur seine überzeugende Geschichtlichkeit gestärkt; philosophisch gilt, zwar erhoffen alle geschichtlichen Kollektive (auch in ihrer Literatur) die „schöne, glückliche Zukunft“, aber hier geht es um die Gegenwart, die des normalen Volkes sowie allgemein um die menschlichen Leidens-Seiten (sowie um „demokratisch“-einfache Menschen).

    493Abstrakt „arm“ ist die Negation des Nicht-Menschlichen; das eigentlich „Menschliche“ betont das

    494„J. Christus-Projekt“ – und zwar als „philosophisches Abstraktum“ (z.B. als die E-Vollendung und I-Entfaltung (→“Gott“).

    495Indem J. Christus und seine Jünger leiden, verzweifeln, isoliert, verlassen sind, nur Feinde haben; und der „Feind“ dennoch aber „Mensch“ ist, wird ein großer Teil der Realität (hier der des „Subjekts“) in die (christliche) Ideologie einbezogen, welcher sonst philosophisch fehlen würde.

    496Viele Interpretationen des „Jesus-Mythos“ betonen das Positive, J. Christus als Hoffnungsträger, auch der eines kommenden Königreiches; oft als glänzende Kultveranstaltungen, heute „Rom“.

    497Zu einer „Philosophie“ gehört beides, die positiven und die negativen Seiten der Realität. Und die Wege (→ „Entwicklung“) aufzuzeigen, welche die erhofften Verbesserungen bringen, also Wissenschaften, aktives Handeln der Subjekte und der Gesellschaft.

    498Die Philosophie der christlichen Lehre, anhand des Lebens von Jesus, ist keine „praktische“ Philosophie. Jesus hat laut NT die Familien (Herkunft und sekundäre Familie), die gesellschaftlichen Mächte, die ökonomisch-technologische und juristische, moralische etc. nicht beachtet oder kritisiert.

    499Auf abstrakterem Niveau gilt daraus, es gibt eine – verborgene – Orientierung als Kritik an einer (historisch-philosophischen) Entwicklung zum Anderen, zum Besseren.

    500Abgelöst und fundamentaler (Jesus geht dafür in einen „gesellschaftlich sinnlosen, ungerechten Tod“). Alle jene praktisch-philosophischen (und wissenschaftlichen) Details in ihren Entwicklungs-Phasen sind „Nichts“ gegenüber ihren „Grundlagen“ (→ unendliche S,R,N,E,G).

    501Das widerspricht allerdings der philosophischen Hauptaufgabe (der „Religion“), dass Christos den „Gott“ relativiert.

    502In den Vorstellungen der „Auferstehung, Wiederkehr und der Himmelfahrt“ werden jene abstrakten, aber materiell konkretisierbaren Unendlichkeiten angedeutet. Zwar als „Trost“ oft verstanden, aber philosophisch-wissenschaftlich ernst zu nehmen. Solche „Utopien“ (im historisch entwickelten Nahbereich z.B. als „Kommunismus“) sind wiss.-philos. an die jeweiligen Erkenntnisse aller Wissenschaften (Mathematik, moderne Erkenntnis-Theorien), vor allem der Physik, zu knüpfen.

    503Die reduzierte Interpretation, welche sich aus dem Leben und Leiden J. Christi und daraus den begrenzten Möglichkeiten der Menschheit bisher ergaben, (nur „Mitmenschlichkeit“ als Religion → Hoffnung), verstellen den wissenschaftlich grenzenlos erweiterten Horizont. Das ist in eine umfassende Wissenschaftsphilosophie zu integrieren.

    504Der „Exodus“ (ob „aus“ Ägypten, wo zum ersten Mal der Monotheismus gesellschaftlich wichtig wurde; → Imotep, Aton oder als die Interpretation: Jesus als „Auszug aus dem Theismus“, deutet an, dass aus E4/Sein/Existenz stets auch (neben unendlichem Selbstbezug E/E) alles Endliche, Seiende begrifflich entstehen muss.

    505Das ist zu verallgemeinern, zuerst folgt aus „E-Null“: „S“ (Sz, Sw) durch R (Rz,Rw) das S/R als „E1“ etc.

    506Religionen und „Marxismus“ sind praktisch-philosophisch und konsequent-radikale !I-Anwendungen“, so als ethische;

    507z. B. vs . „Armut“, vs. „individuellem Tod“.

    508Aber der Marxismus ist auch „Entwicklung“, allgemein die E-Seite und die „I-Seite“, und I/E als beider Entwicklungseinheit.

    509Im Religiösen ist „E“ als Gott absolut wichtig, aber ebenso absolut unendlich und statisch, also ohne E-Entwicklung.

    510Wir sehen zwar auch I und E, wir begründen aber beide systematisch und als „Realität“, d.h. auch in der Natur, der Subjektivität, der Gesellschaft etc. praktisch, theoretisch, alle Wissenschaften einbeziehend.

    511Die Personifizierungen gesellschaftlicher Strukturen, hier z.B. Jesus und Marx zeigen zwei Grundgrößen E und I; und meist in deren Entwicklung/Entfaltung und ihren I/E-Praxis-Relationen; speziell Ii, Ei, Ik,g,w…

    512Für Jesus war E, Gott „vollendet“, womit für diese Ideologie jede weitere E-Entwicklung (→“Wissenschaften“) abgeschlossen war. Aber die I-Seite, als Ethik war für J.Christus und damit die Christenideologie entdeckt und entfaltungsfähig und historisch.

    513„Marx“ hat jene „existenziellen und ethischen“ Strukturen und Zielfunktionen als aktive Verwissenschaftlichung der Welt, so die E-Vollendung in jedem Detail (z.B. als „Gerechtigkeit“), sowie alle traditionellen ethischen Forderungen als praktisch zu verwirklichende historische, gesellschaftliche Aufgabe.

    514Dabei werden aus wiss-philos. Gründen die bisherigen E, I (z.B. die Gnade Gottes für Marx) nicht unterschätzt.

    515Von „z-w“ her gilt, dass ein mal oder endlich viele mal „Leben/leben“ das gleiche ist wie „unendlich oft leben“.

    516Diese Gleichheit ist nur „denkbar“, wenn sie zugleich „Nichts“ ist; (es ist die unendliche Leere der isolierten, reinen S, R, z, w und der OG-Elemente.

    517D. h. aber „Inhalte“ jedes dieser Leben soll zugleich Nichts sein? Das ist nur sinnvoll, wenn der Sinn alles Seienden (hier Subjekte) zugleich der Sinn aller Seins-Formen ist; nämlich als „Entwicklung“, einerseits hin zum OG, andererseits her von S, R, z, w.

    518Dann bleibt aber noch „Entwicklung/Entfaltung“ und „z/w“, denen weder Unendlichkeit noch Nichtigkeit zuzuschreiben sind.

    519Die historische „Sache Jesu“,seine Bedeutung ist diese ethische u.ä. Praxis, das Handeln und (→Arme, Leidende, Erniedrigte) die ideologische Verallgemeinerungen, die wir als I-Seite wiss-philos. systematisieren.

    520Da es aber bei jeder Praxis, bei Konkretisierungen um I/E-Relationen geht, muss diese „historische“ Leben stets mit dessen „abstrakter, geistiger“ Bedeutung als Einheit gesehen und verstanden werden. Auf der Analyse-Ebene, auf der man J. Christus und die christliche Religion beurteilen kann, geht es um eine „wissenschaftliche“ Analyse, die bisher stets nur mit Hilfe von positivem Wissen (G-N, E) erarbeitet wird. Während die historische (Leben J. Christus) und konkrete Analyse immer I, I/E letztlich mit bedenken muss.

    521Zur philosophischen „Seite“ gehört, dass sowohl die „höchsten“ Strukturen und Ziele – E,I vom „OG“ her – als auch das denkbar und real „Kleinste“ (bei uns S, R, z, w als Strukturen und Ziele) philosophisch. beachtet wird. Diese doppelte Aufgabe hat die philosophisch-religiöse Seite angestrebt, wenn auch stets verkürzt, weil S, R nicht zur Verfügung standen; so auch das gesellschaftlich „Kleine“, „Unwichtige“ in human-subjektiven Bereichen: Alltag, „kleine“ Leiden, schwache Menschen.

    522E4/Gott ist nicht nur statisch „geworden“, vielmehr gibt es in der allgemeinen Wechselwirkung auch diese („feine“…) (→freie Rz) Wechselwirkung „von oben“ (Konkretisierung als jene eigenartige „Einwirkung Gottes“ auf die Welt für z/w-Endlichkeiten; z.B. „psychologisch“ als „Gnade“, Vergebung u.ä. „inadäquate“ Relationen(→Rz/Rw).

    523„Der Mensch“ (wie jedes andere „z/w“) ist mit E4/Gott dadurch „verwandt“, aber vor allem durch die „allgemeine Entwicklung“ (hier z.B. in der E-Entwicklung E0 bis E3→E4→E5).

    524Der Mensch, E3, hat den Vorteil (vor Gott) sich ständig weiter zu entwickeln, auch beschleunigt selbst gewollt und aktiv, sowie das zu „vollenden; „Vollendung“ auch als Tod; er hat aber aber den Nachteil, „nicht ewig“ zu sein.

    525Es geht im erweiterten philosophischen Fragen und Beantworten z.B. darum, wie andere Religionen den christlichen Ansatz (Gott/Jesus, Trinität) beurteilen philosophisch systematisieren; und wie das philosophische Schulen und eventuell wiss enschaftlicheTheorien tun.

    526Oberflächliche Ablehnung u./o. Zuneigung („Jesus als Betrüger, Zauberer) verbergen (sozial-/psychologisch) die eigentlichen Probleme. Beispielsweise, warum gibt es diese Vielheiten grundlegender Art und diese nicht aufeinander reduzierbar: Gott, Mensch, Geist, Natur.

    527Aber auch innerhalb der christlichen Religion ist da „Oberflächlichkeit“ (z.B. Mann-Frau (→Göttin, Maria)-Problem.

    528Das alles ruft nach umfassender„wiss-philos.“ Systematik.

    529Andere Religionen kämpfen philosophisch und wissenschaftlich, methodisch mit den gleichen Problemen. Es geht da um die „Einsheit“ Islam: ein Gott, ein Prophet (→, E4, E3). Um die Verbindung zwischen Gott und Prophet (analog Gott und Jesus/Sohn). Und damit (wenn auch pädagogisch und als „Entwicklung“ uneingestanden) letztlich um alle „Relationen“. Woraus mögliche Vielgötter, je spezialisiert auf die einzelnen z/w-Phasen, denkbar wird. Die ja nun durch die Einführung der Relationalität (→Rz,Rw→Rz/Rw…) als „Einheit“ und als Vielheit möglich ist).

    530Die Beschreibung Muhammads als Prophet, der „bedeutender“ als andere Propheten sei, ist jene Unterscheidung, Abstufung im z/w-Bereich, (das „Fehler“, „Verschlechterung“ u.ä. voraussetzt), was aber philosophisch und wissenschaftlich nicht fundiert wird.

    531Das betrifft auch die Relation, Gott-Jesus-Mensch, wird aber in der christlichen Lehre weniger naiv gesehen; intensiv. diskutiert, werden jedoch philosophische Lösungen (z.B. Übergangsfelder, Wechselwirkungen, „OG zu z/w“) nicht erreicht.

    532Jesus wird im Koran als ein Prophet gesehen, der „die Wahrheit predigte als einer, der sich völlig Gott hingibt (Sure 5, 19, 30, 75), als „Diener Gottes“.

    533Jesus Christus wird damit als Lehrer des Islam angesehen, denn „Islam“ lässt sich mit „Hingabe (an Gottes Willen)“ übersetzen.

    534Das aber ist der entscheidende religiös-philosophische Unterschied: Jesus Christus steht für die „Öffnung“ der unendlich dichten (und leeren) E4-Konstruktion, hin zu Menschen, zur Subjektphase, zur Welt, zum „ganz Anderen“. Während im Islam alles auf die unendliche E-Abschottung (als notwendiges philosophisches Gebilde) weist, wird Jesus Christus von der Juden-Religion oder als Meinung des Islam über das jüdische Jesus-Bild letztlich „nur als ein Mensch“, angesehen, was also das andere Extrem in diesem wiss-philos. Übergangs-Feld darstellt: z/w → Subjektphase/Mensch zu z-w → hier als OG, E4.

    535Wenn man aber den „aufgehobenen“, „schwebenden“ Status des „Jesus Christus“, als Übergang zwischen E4 und z/w nicht versteht, hat man die damit gewonnene prinzipiell höhere philosophische Entwicklungs-Ebene nicht berücksichtigt.

    536Islam und Juden schwanken insofern bei der Beurteilung des Jesus Christus, als sie ihn als „Menschen“ sehen, der aber doch nur als Gesandter Gottes den Menschen die „Weisheit“ und „Mächtigkeit“ Gottes lehren wird;

    537Muhammad, der später kommt, ist darin nur eine weitere Steigerung als Gottesgesandter. Beide hängen an Gott, an dessen „Erlaubnis“.

    538Die philosophischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten der „Entwicklung“, von S/R zu z/w und vom OG zu I/N/G/E qua QM bleibt unbekannt. Womit man in wiss-philos. Sicht „stagnieren“ muss, es gibt keine andere „Entwicklungs“-Systematik.

    539Der Unterschied, die Relation von „Religion“ und „Wiss-Philos.“ zeigt sich bereits zwischen den Religionen: Es geht um die beiden Pole, traditionelles „E“ und/ zu alles Seiende; (modern: S, R und OG zu z/w).

    540Der Islam hält den „reinen Monotheismus“ hoch, verteidigt ihn gegen „die Gefahren“ des Polytheismus und gegen die christliche Lehre von der Gottes-Sohnschaft des Jesus Christus.

    541So wie die alten Religionen „polytheistisch“ sind, dann der Monotheismus siegte und nun im Christentum wieder „polytheistische“ Züge hilfsweise (Heilige, Maria; Jesus Christus) verwendet werden, ist das QM-Modell konstruiert, →als Wechselwirkung in der „allgemeinen Entwicklung, als unendliches Übergangs-Feld etc.

    542Wieso könnte die „Jungfrauengeburt“ des Jesus Christus als ein Beweis für die „Gottheit Christi“ gelten? Kollektiv-intuitiv ist die Menschwerdung als biologischer Vorgang (genauer als biologisch-emotionaler-gesellschaftlicher-. Zusammenhang) in der „Geburt durch die Frau“ zentriert. Eine vorgestellte, abstrakte, begriffliche, philosophische Aufhebung dieser Zwänge zwischen Natur/Biologie, Physiologie und geistig Menschlichem führte in eine „andere Weltsicht“, eben in die einzig als alternativ gedachte göttliche Transzendenz.

    543Sohn „Jesus“ als das „Wort/heiliger Geist“ Gottes hat eine christlich-trinitarische Konnotation, die wir als Übergangs-Feld „Subjektphase“ (z/w) zu Sprachen (z/w zu OG/E4) mit den Entwicklungen, Wechselwirkungen, u.ä. ansehen.

    544Der Koran leugnet die Kreuzigung Jesu. Dahinter stehen philosophische Defizite; bzw. allgemeine Probleme: So die metaphysische Einschätzung des „Todes“ als E-Vollendung (hier „Subjektivität“ z/w oder (→QM…) als unendliche „Möglichkeit“ (→Utopische Auferstehung, aber von unserer umfassenden Wissenschafts-Philosophie → S, R, möglich).

    545Der Mensch kann töten (→ unendliche Ii-Freiheit), aber E4 (→E0…) bleibt ewig.

    546Der Islam ist unreflektierter als die Christenlehre; naiver, letztlich „idealistischer“. Das erkennt man daran, dass die Übergänge zwischen Gott und Menschen und zwischen Gott/als Geist und Natur nur behauptet werden, nicht jedoch genauer beschrieben werden.

    547Zum Beispiel ist Jesus von Gott direkt zu sich in den Himmel erhoben worden; und der Tod des Jesus Christus am Kreuz und die Auferstehung als Erlösung der durch die Erbsünde (→Natur/Erbschuld) dadurch befreiten Menschheit, ist eine Umschreibung, eine Veranschaulichung des Übergangs Natur-Mensch-Geist.

    548Solche Übergangs-Felder haben freie Rz,w und OG-Elemente und daher auch „Irrtümer“/“Fehler“. (Das kann man z.B. in der Interpretation des „Scheiterns“ des Jesus Christus, was sein Tod belege, ansehen.)

    549Solange eine übergeordnete Wiss-Philos. fehlt, ist die – gegenseitige – Integration der je anderen Religion wenig überzeugend; eine fehlende philosophische Meta-Ebene führt zur Verwirrung und Chaos, aber! Ik-Willkür wirkt als Freiheit. z.B. die „menschliche“ Strategie der Rechtfertigung, der Missionierung; meist willkürliche Behauptung, ohne Sinn; z.B., dass „Jesus zur allgemeinen Auferstehung nach Damaskus kommen, alle Anti-Christen, vor allem aber alle Nicht-Islamisten töten würde, dann sterben und in Medina begraben werde“.

    Hinduismus

    550Die drei Religionen (Juden, Christen, Islam) haben einige wenige philosophische Basis-Erkenntnisse und die damit – objektiv und notwendig – verbundenen Probleme, Übergänge, Mehrdeutigkeiten gemeinsam.

    551Das ist E4, als Trinität, Verhältnis zu Welt, zur Wissenschaft, auch als Entwicklung.

    552Haben die Vielzahl und Vielfalt von Religionen, die als Hinduismus zusammengefasst werden, ähnlich erwiesenes Gemeinsames und Trennendes?

    553Die „Geistes-Geschichte“ ist gekennzeichnet – als Teil der „allgemeinen Entwicklung“ – durch die schrittweise Auflösung von Rz-Bindungen und die Herstellung von Rw-überwiegenden Prozessen und Strukturen. Der Grund dafür liegt in (dem allen zugrunde liegenden Physikalischen): Die Abnahme der Sz-Stärke durch die unbegrenzte z-Zunahme aus der „z–w-QM-Option“; die w, Rw, Sw werden dadurch freier, wirksamer.

    554In den Religions-Geschichtlichkeit zeigt sich das immer wieder und deshalb deutlich, weil hier schon abstrakte Analysen möglich sind.

    555Eine erste Epoche verbindet „animistisch“ Geist, Natur, Mensch, ziemlich eng. Die vielen göttlichen Funktionen werden – andererseits – auf viele Gottheiten verteilt; d.h., der Polytheismus sieht schon Trennungen (Rw), kann sie aber noch nicht abstrahierend (→E) vereinen (→Rz).

    556Erst ab ca. 500 v. u. Z. versucht man, in der geistesgeschichtlichen Entwicklung einen „pantheistischen Monismus“ zu erreichen: Es ist die Grundaufgabe der Entwicklung des subjektiven Geistes (→Abstraktion), aus den tendenziellen unendlich vielen und unbegrenzt verschiedenen Denkmöglichkeiten wenige u./o. nur eine zu konstruieren.

    557Diese möglichen Verluste an Unendlichkeiten (auch „Nichtsen“) und z/w-Varianten werden als Buddhismus, Judentum, Christlichkeit, Islam parallel kreiert, was für die wiss-philos. Objektivität zum Beispiel der E-Entwicklung entspricht. Diese allgemeine, hier historische Entwicklung schrittweiser Annäherung an E4/monotheistischer Gott hat man in vielen Religionen, z.B. folgt dann henotheistischer Gottesvorstellungen der monotheistische Gott (im Hinduismus, Ägypten) z.B. Vishnu, Shiva, Brahma zunächst als „Obergott“ oder „große“ Göttin (Shakti). „Christus“ in Christentum. Dazu die komplexe – und wissenschaftlich, philosophisch Zwischen-Figuren → „Menschen“ (Maria, Heilige, Selige, Papst etc.).→Protestanten: Luther.

    558Philosophisch- formal: Ist es eine Variante von z-w-Vielheit „zu“ z/w-Einem.

    559Der Gegensatz Islam-Hinduismus ist philosophisch der zwischen absoluter Betonung des absoluten E4 und die tendenzielle Maximierung einer großen Vielfalt (z. B. des Denkens) in diesen indischen Religionen.

    560Es ist die QM-Einteilung (∞z-∞w) zu ∞z/∞w vs. „1z-1w zu 1z/1w“ (→als erster „Schritt“ in der „allgemeinen Entwicklung“).

    561Das Christentum mit Trinität und J. Christus wäre da in vermittelnder Stellung (diese Aufgabe wurde bisher nicht entdeckt).

    562Jesus als Göttlicher zu verstehen, wäre im Hinduismus möglich; aber er (J. Christus) verliert dabei seine „Alleinstellung“ bei den tendenziell unbegrenzt vielen hinduistischen „Inkarnationen des Göttlichen“ in der Welt.

    563Das, was „nur“ ein „Problem“ in der christlichen Lehre/Trinität ist und was im Islam völlig „verdrängt“ wird, ist der Übergang von Gott (absolut OG/E4)zum „Menschen“ – und zu Wissenschaften, Praxis, Welt, Konkretheit.

    564In der hinduistischen Religiosität wird das Problem breit behandelt und zusätzlich mit der allgemeinen geistesgeschichtlichen Entwicklung verbunden. Es gibt im Hinduismus zwei Grundvorstellungen von Inkarnation; bei der einen inkarniert sich „ein Gott“ in bestimmte Menschen, und zwar in historischer Abfolge in verschiedenen historischen Gestalten; Krishna ist die achte, Buddha die neunte, „Kalkin“ die zukünftige zehnte Inkarnation, Herabkunft des Gottes Vishnu.

    565Wie in der Antike werden Vorstellungen, Mythen, welche jenen Übergang von z/w zu OG (und als Wechselwirkung) veranschaulichen, auch als Götter in Tieren, Mischwesen inkarnieren.

    566Die Inkarnation Gottes (E) in Menschengestalt unterscheidet sich von der in Dingen, Tiere: Diese „sind“ E (E3, genauer alle E0-E5). Während „der Mensch“ die objektive Aufgabe der E-Entwicklung als aktive E-Vollendung hat: Ei.

    567Die „religiöse“ Praxis als gesellschaftliche Aufgabe ist es, die Menschen dazu aufzufordern, zu motivieren, das sehr einfach z.B. als „menschliche Liebe und Zuwendung“ zu E, Gott.

    568Hinter diesem (→Trinität etc.) steckt – intuitiv von jedem nachvollziehbar und in allen Religionen zum zentralen Problem geworden – deshalb dadurch einer „Objektivität“ spezifischer Art angenähert – hier im Hinduismus (Advaita/“Nicht-Zweiheit“) – also das Verhältnis der Vielheit der Welt gegenüber dem „Unsagbaren des Einen“. Wir leiten das von S-R→S/R etc.ab, mit Entwicklungs-Höhepunkt „z/w“ und dann I-E-N-G als I/N/G/E-Einheit.

    569Dazu kommt eine anfängliche Ontologie-Erweiterung (wir E0-E5), wenn das „individuelle Selbst/Atman „identisch“ sei mit dem „universalen Bewusstsein“ (Brahman). E3 (Ei) = E5 (im Sinne der isolierten E-Sphäre).

    570Hinduismus: Jeder Mensch kann die grundlegende Einheit in der Vielheit erkennen, er muss dazu nicht „Jesus“ sein; aber (als christliches Argument.:) J. Christus hat sich aktiv dafür verbürgt, z. B. als „Gottes Sohn“/als „Element des ewig-göttlichen Ursprungs“. Dem Hinduismus wäre es daher sogar egal, ob J. Christus „gelebt“ hat.

    571Das alles ist auch Erkenntnis der europäisch philosophisch idealistischen Erarbeitung (→Hegel=˃ der nicht vergöttlicht wurde).

    572Es kommt aber nun darauf an, die allgemeinen Ursachen und allgemeinen Folgen dieser zentralen Ideen (z-w-Unendlichkeiten zu „z/w“ = „Eins“, als sie umfassende QM-Einheit) auszubreiten.

    573Der Hinduismus hat die spirituellen Möglichkeiten im Bestand der rituellen Prozesse. Deren Kern ist die Gewinnung subjektiven und kollektiven „Glücks“ und „Friedens“, z. B. durch Milde, Demut, Entsagung.

    574Der Bezug zur christlichen Religion ist möglich, weil J. Christus als ethischer Lehrer, in der Bergpredigt diese „Seite Gottes“ unter menschlichen Verhältnissen vertreten hat.

    575Aber, es geht hier um eine spezifische Betonung des Rituellen und bestimmter ethischer Festlegungen (auch „Leiden-Ertragen“, „Gewaltlosigkeit“ u.ä.)

    576Diese Hereinnahme (von Grundzügen) der I-Seite wurde philosophisch oft vernachlässigt – (seit Platon …) – es bedarf nun aber einer „E-Sphäre zur I-Sphäre“ in umfassender Wissenschafts-Philosophie.

    577Diese – eher konkretistische, praktisch-philosophische hinduistische Berücksichtigung der „I-Seite“ (Glück u. ä.) ist ein philosophisch-wissenschaftliches Verdienst.

    578Die eher abstrakten Deutungsmuster (hier in der Jesus Christus-Deutung als philosophisches Verstehen) z.B. die jüdische „Messias-Erwartung“ als „ewige Öffnung“ des Möglichen hin zum Notwendigen, fehlt zwar in keiner Religion, wird aber im Hinduismus abgeschwächt. (Es geht damit um unsere Gesamt-Systematik: → I+E zu abgeleiteten „Freiheiten“ (Möglichkeiten, Ik, Ek…).

    579Und die speziell christliche Interpretation von „J. Christus“ als einzige, weil bereits abstrakte Brücke zu Gott. Und damit der Einbezug von Welt und der Gesamt-Systematik (Realität): „z/w“ (Menschen, Welt, Sprache etc.) dann als → Übergang zu →E4 (im OG).

    580In hinduistischen Analysen des christlichen Jesus Christus zeigt sich der Versuch einer Überhöhung des Menschen als philosophische Abstrahierung, z.B. Christus, der für andere stirbt, der sich selbst verleugnet; was dann als „Gottwerdung“ gesehen wird. Aber derartig menschliche vergemeinschaftende Ii können (systematisch gesehen) nur in ihrer „abstrahierenden Funktion“ einer über den Einzelwissenschaften (hier: Vergesellschaftung, Ethik) stehend gesehen werden (was „Religion“ als „Philosophie“ kennzeichnet).

    581In der indischen Kultur ist die europäische (indo-europäische) philosophische Problematik stärker ausgeprägt als in den semitischen Kulturen; so die Frage wie der Übergang (Entwicklung, Wechselwirkung) zwischen z/w (Subjekt) und E4/Gott (als Absolutum) möglich ist.

    582Traditionell so formuliert: „Die personale Hingabe an Gott“, die „Liebe zwischen Mensch und Gott“. Die Gottesliebe als Übergangs-Feld-Strukturen: Als Wechselwirkung, aktiv, passive Liebe, Emotionalität-Rationalität dabei, zumal Jesus Christus als „Weg“. Wobei in Jesus Christus nun wieder eine Problemverschiebung stattfindet; letztlich auf einem unendlichen Weg der „Vertiefung“, durch konkrete Historisierung, Emotionalisierung, „Vermenschlichung“, also im „z/w-Chaos“.

    583Mit dem (weiterhin ungeklärten) Verhältnis: Die „Vereinigung des Individuums mit Gott oder Erhalt der menschlichen Individualität dabei.

    584→ QM-Prozesse als Lösung, analog OG.

    585Der Buddhismus: Bei ihm geht es auch und im Zentrum um jeden Menschen, jetzt aber nicht „der Mensch“ als vieles umfassende Existenz, sondern als Jemand, Etwas, das den „Weg der Befreiung geht“. Wir meinen, damit wird „der Mensch“ näher bestimmt, und mit diesen Bestimmungen gibt es Möglichkeiten für eine philosophische Ausweitung (z.B. zu E4/Gott).

    586Was ist dieses „Gehen eines befreienden Weges“? Die Wichtigkeit, zu erkennen was Wissenschaft heute als „Handlungsfunktion“ in allen Geistes- und Gesellschaftswissenschaften ins Zentrum rückt: I→N,G,E‘→E→∞.

    587Wissenschaftsphilosophisch geht es bei den Subjekten, hier in den Religionen als Autoritäten/Gottvater, Vorbilder (Jesus Christus, Heilige Maria), Leitfiguren (Priester, Papst) um „komplexe z/w“ und damit auch undurchsichtige, vieldeutige.

    588Eine „Analyse“ der Subjektivität, sowohl des Menschen wie der Gottgestalten führt (wissenschaftlich und philosophisch) zu jenem, das als „Weg“ alltagssprachlich veranschaulicht werden kann: Als „Freiheiten“ (Ii, Ei), als „Handlungen“ (Arbeit, Emotionen., Denken etc.) und daraus „Glück-Erzeugung“ etc. Damit religiös-buddhistisch z. B. als „individuelles Heil“ und als „Heil für viele“ als Vergesellschaftung zu erlangen; (Glück für alle) →Mahayana-Buddhismus.

    589Auffallend ist nun, dass diese menschliche Grundfähigkeit (Handeln) in Religionen, hier im Buddhismus (und je älter und dichter an Gautama, desto idealistischer) bevorzugt als emotional-geistiges Handeln im Zentrum von Lehre und Therapie steht, z.B. Handeln als „Gewinnung eigener Erkenntnis“, „Selbsterlösung“.

    590Die Abwendung vom „Arbeiten“, von der Natur und dann die Betonung von den zwei bleibenden Möglichkeiten (und deren Problematik→Trinität), nämlich das subjektive Selbst und der „Weg, den der Gläubige, Hörende selber zu gehen hat“; im Buddhismus der letzte Bezug zur Praxis der Welt; und zweitens der Bezug zu Gott, verbunden mit „Heiligem Geist“, also zu einem zu glaubenden Lehrsystem (→ was letztlich im Buddhismus nicht mehr betont wird.)

    591Das subjektive Selbst ist also das Zentrum hier. D.h., erst wenn man die „Illusion dieser Welt“ und „den ewigen Kreislauf der Dinge“ („Rad der Wiedergeburten“) „durchschaut“ hat, erfolgt „Erleuchtung“ und „Erlösung“ und „Erlöschung“ im Nirwana.im Losgelöstsein von allem (Dingen, Menschen und letztlich vom „Wissen“ dieser Zusammenhänge. Kollektiv-intuitiv sind das – auf „die Welt“ angewendete weitreichende Erkenntnisse. Aber diese werden philosophisch unklar verarbeitet (z.B. was soll jener Pessimismus, woher kommt er? Was ist „Illusion“, was ist negativ am Unendlichen, am „ewigen Kreislauf“, der Wiedergeburt, was am Nichts?

    592Philosophie muss auch N, Unendlichkeit, kollektive Emotionen u.ä. systematisieren (z. B. als gleich wichtig mit Positivität, Endlichkeit etc.)

    593Dass der Einzelmensch nicht durch sich selbst zur „Erlösung“ (emotional, in Ratio) käme, sondern nur durch eine „besser informierte“ andere Person (J. Christus, Amida Butsu im Buddhismus (beide keine Götter), nimmt Rücksicht auf den notwendigen pädagogischen wissenschaftlichen Erziehungsprozess, den man konkret nicht leugnen kann; damit wird zugleich die „Vergesellschaftung.“ (zwischen zwei Subjekten) geheiligt. Aber es wird das „E4“-Grundprinzip um „E0 bis E5“ erweitert.

    594Ebenso greift hier die I-Sphäre ein: Auch im Buddhismus gilt, dass die Welt eine leidvolle Schöpfung ist und nicht die eines guten Gottes. Diese wertende Beschreibung Gottes ist die einer „I-Abhängigkeit“.

    595Um das Leid der Welt zu mildern, wird von Seiten der Religion die „Arbeit“ und der „Überwindung“ u. ä. empfohlen. Auch das weicht vom Kern dieser Religion (der Christenlehre z.B. auch) ab.

    596Keine Religion (und das ist „symptomatisch“) lehrt die Erarbeitung der Welt als positive; so als die Entwicklung der „E“ und damit z.B. die Eröffnung der „I-Entfaltung“.

    597Im Christentum ist der Ausweg aber auch die tapfere Anerkennung der unfertigen Welt: Das Leiden, das Kreuz des Individuums, als Teil des Heilsweges hinzunehmen – wie J. Christus es tat. Der Buddhismus verlangt, versucht, einen inneren, psychologischen Frieden mit dem Leiden (der Welt, des Leibes, der Seele) zu schließen – im Gegensatz zum Christentum vielleicht als physiologisch-psychologische Einwirkung.

    598Aber, gerade das europäische Christentum hat die historischen Wege für die Umwandlung der unfertigen Welt in eine bessere, geebnet.

    599Der buddhistischen Lehre liegt – intuitiv-erfahrlich-kollektiv – zugrunde, dass es z-w und OG gibt. Deren Dynamiken, Relationsfähigkeiten, Unendlichkeiten den Weg weisende Funktionen sind; die „Wege“ als „Erlösung“ im Buddhismus als Loslösung von allen festen Strukturen. Aber wie will die buddhistische Lehre „z/w“ erklären? Daher werden die endlichen z/w als „Selbst“ des Individuums (und das „Selbst“ des J. Christus) zurückgewiesen.

    600Aber auch das Christentum hat die Aufgabe z – w (als N und Unendlichkeit) (wozu auch I vs. E vs. N vs.G gehört) zu erklären – was offensichtlich dort schwer fällt.

    601Diese Annäherung an QM (die zwei Unendlichkeiten → Rz/G und Rw/ N und deren Relation als die Quantenmechanische Option der „Möglichkeit“), macht z/w als Subjektivität und OG als E4/Monotheismus zweitrangig.

    602Das wird z. B. so beschrieben: Buddha ist „Menschsein, das in der Welt in Bezug auf die Welt keine Aufgaben anerkennt, sondern in der Welt die Welt verlässt. Es kämpft nicht, es widersteht nicht. Es will nur dies durch Nichtwissen gewordene Dasein erlöschen. Es sehnt sich nicht nach Leben oder Tod, weil es über beide hinaus eine Stätte der Ewigkeit gefunden hat“.

    603Hegel, Schelling, Schopenhauer und Heutige ahnten im Buddhismus sowas…

    604In der christlichen Lehre wird versucht, bildhaft folgendes zu verbinden: Die konkrete Endlichkeit („z/w“) mit der prinzipiell „unvorstellbaren“ Unendlichkeit („z – w“).

    605Der irdische, endliche, historische Jesus, der aber zum Kyrios/Heiland durch Gott (unendliches E4) dadurch wird, dass er „von den Toten erweckt“ wurde, also „unendlich lebt“; (→ Unendlichkeiten der Materie im „All“, in der Natur). Als „Kyrios“ stellt er den Übergang („zu“ als Wechselwirkung) in z – w zu z/w) dar.

    606Wobei z. B. eine Schwäche der Lehre ist, dass Jesus als endlicher nicht auch die negativen, bösen Seiten von z/w erlebt oder selbst „macht“.

    607Aber das Vorbild Jesus als (kirchliches) Programm der „Humanisierung der Welt“ ist tatsächlich vorhanden, aber typischerweise äußerst schwach und inkonsequent – denn es geht philosophisch um QM und nicht um E-Entwicklung und I-Entfaltung.

    608Wiss-philos. Gesehen, ist die Vorstellung vom „Messias“, „Christos“, „Sohn Gottes“ – in vielen religiös-weltanschaulichen Systemen vertreten – meist als eine Mischung einiger allgemeiner philosophischer Probleme und notwendiger Aussagen: So die endliche E-Vollendungstendenz in Bezug auf die unendliche I-Entfaltung. Oder der Übergang und die Wechselwirkung, beispielsweise als die gegenseitige Erzeugung zwischen endlichen z/w (menschliches Subjekt, Dingwelt) und unendlichen OG (→ E4).

    609Das „Erstaunen“ gilt, dass es Etwas (→allgemeine Ontologie) gibt, als Relation E0,1,2,4+5 zu E3; dass also der endliche Mensch das Unendliche (auch das Nichts und das „Ganze“) denken, verstehen, lieben kann.

    610Das gesellschaftliche, sozial-/psychologische Verhältnis Gott-Vater zum Sohn Jesus Christus kann aus seiner wissenschaftlichen Strukturierung philosophisch verallgemeinert werden. (In der christlichen Lehre wird es nur wissenschaftlich als anschauliche Erfahrung fundiert).

    611„Vater-Sohn“ meint (z.B.) die anthropologische, biologische und die gesellschaftliche, historische Entwicklung; das mit der Übernahme der biologischen (Gene) Seite, der historischen Seite (Bildung, Erfahrung, emotionalen Formungen → z. B. Liebe, Fürsorge zwischen Vater und Sohn etc.). Auch die Erhaltung der Kultur, damit die Anerkennung von „Geschichtlichkeit“.

    612Weiter verallgemeinert geht es um die „E-Entwicklung/I-Entfaltung“.

    613Im AT wird die Übergangs-Funktion des „Sohnes“ (Jesus Christus) noch weiter gefasst, aber stets von „hervorragenden“ Subjekten bewirkt (König als Vermittler zwischen Volk und Gott) oder sogar durch Kollektive (Volk Israel anstatt Jesus Christus).

    614Auch die Taufe Jesu durch „Johannes d. T.“, die als Offenbarung des Jesus als „Sohn Gottes“ gilt, wird von einem Normalmenschen vollzogen, was als weiterer Übergang zwischen Gott und Jesus Christus (also Mensch…) hinzugezogen wird; was als die „Andeutung der Unendlichkeit“ des Übergangs angesehen werden kann.

    615Wie ist das Verhältnis zwischen J. Christus („Sohn Gottes“) und dem „Heiligen Geist“ zu verstehen?

    616Im NT/Johannes wird die „Präexistenz des Logos“ erwähnt sowie mit dem Gedanken der Sohnschaft des J. Christus mit Gott verbunden.

    617Es geht dabei um den Übergang und die Wechselwirkung der subjektiven Denkkraft (J. Christi, aller Menschen), welche aus dem Denken, der Sprache, Sprach-Handeln/Sprechen sowie aus den E3/Seienden das abstrakte E4 erzeugen – (das als übergeordneter wiss-philos. Vorgang) – und als Wechselwirkung, dies von Gott bestimmt.

    618Dieser Wechselwirkungs-Vorgang kann als „präexistenter“ heiliger Geist veranschaulicht werden: Es sind die fundierenden E0-5 und allgemein: Rz,Rw wird→ „I“/N,G; das als „allgemeine Entwicklung, die hier einen Ehrenplatz (in der Trinität) erhält.

    619Dass Jesus, der Heilsbringer als „Arzt“ für Leib und Seele hilft (Lukas), zeigt jene Übergangs-Funktion (physische Heilung →seelisches →Heil) zwischen „z/w“ als Physisches/Seiendes und unendliches OG (E4). Es ist bis heute in allen Religionen und als (z. B.) Exorzismus) ein kollektiv-intuitiver Nachvollzug jenes Überganges als (eher alltäglicher, wissenschaftlich kaum) verstandener Entwicklungs-Schritt (→mit Wechselwirkung).

    620Das Verständnis ist dadurch behindert, dass die physische Heilung/ärztliche Heilertätigkeit philosophisch immer noch nur materiell-mechanistisch allein verstanden wird, und in ihren physikalischen Grundzügen naiv reduziert wird; anstatt die OG-Seite und die S, R als Unendlichkeiten etc. zu verstehen.

    621Heil → als „Heilung“ rettet vor Krankheit und Tod. Aber mit der wiss-philos. Vollendung des Verständnisses, wie man „Materie“ im menschlichen Sinne – (unendliche „Ii“, Ei) manipulieren kann, tritt man in jene unbegrenzte Weite, welche neue wiss-philos. Bedeutung gewinnt; und in neue komplexe Relationierungen, die z.B. die Lehre des J. Christus vermittelt. Er bezeugt Gott, ohne gänzlich auf menschliche anschauliche Vorstellungen zu verzichten; nur so (als „unendliche Wechselbeziehung) kann man bisher, bis zu J. Christus Philosophie „vertiefen“.

    622Wissenschaftsphilosophisch geht es um jenes (physikalisch/QM, mathematische) Neue (Unendlichkeiten, Entwicklung, scheinbar widersprüchliche Dualismen etc.).

    623Wissenschaft und philosophische Erfahrung ist, dass wirklich Neues stets fremd, unverstanden, unverstehbar ist, weil z.B. oft die Alltagssprache erst erweitert werden muss, und weil in der „allgemeinen Entwicklung“ die Anschaulichkeit (→wegen Rw) immer mehr abnimmt. J. Christus macht genau diese Erfahrung (→ NT) und ist damit „Vertreter“ dieser objektiven allgemeinen Entwicklungs-Eigenheiten, z.B. der unendlichen Übergänge, die erst jetzt andeuten, wie das bisher endliche Verstehen auszuweiten ist.

    624Jesus` Schwierigkeit. ist z.B. die Einheit „Gott-Sohn“; eine andere z.B. der freiwillige Kreuzestod (→ unendliche Ii).

    625In der Wissenschaftsphilosophie gilt es, das „Unverstehen“ anzuerkennen und – wie auch das „nutzlose Handeln“ – als Grenzfälle (metaphysisch, „N“, Rw-Trennungen) systematisch zu erklären.

    626Symptomatisch für die innerorganisatorische Diskussion als Erarbeitung des objektiven physikalischen Übergangs von z/w-Erscheinungen konkreter Art hin zu abstrakteren Subphasen des philosophischen Sinns ist, dass Paulus (auch schon Johannes) die Betonung des Lebens Jesu auf dessen vorbereitende Funktion für die wiss-philos. Anerkennung des Leidens, Tod, („Kreuz“), Nichts sowie „Unendlichkeiten“ („Auferstehung“) konkreter Art (hier für „Materie, Geist, Subjektivität“). Dieser hohe Anspruch der christlichen Lehre übertrifft alle Religionen bis dato. Aber er ist dort nicht weiter expliziert worden, obwohl das andere Philosophien (Hegel…) und moderne Wissenschaften gut vorbereiten.

    627Wenn/da es um den Übergang von z/w (Jesus als Mensch) zu OG/E4 etc. geht (Christus als jener, der die Begrenzungen aufhebt (die von Vierdimensionalität; die Geschichtlichkeit der Menschen, deren spezifische Biologie, Hirn, Gesellschaftlichkeit etc. letztlich alle Einzelwissenschaften). Da stellt sich die Frage, was hat die christliche Gemeinschaft bis heute verstanden und was haben die Diskurse in Kirchen und anderswo an Weiterentwicklung dieses Ansatzes dazu gelernt. Reicht die (pädagogisch gemeinte) ständige Selbst/Vergewisserung („er ist wahrhaftig auferstanden“)? Die ständige Beteuerung (meist naiv konkreter Fakten) sowie das abstrakte Abstreiten („das Grab war nicht leer“) sind nicht weiterführend.

    628Den konkreten historischen Schritt zur „Philosophie der Realität“ ist J. Christus gegangen; seine Jünger (mit ihren „Visionen“ subjektiver Art als „Auferstehungszeugen“) betonen noch naiv die Empirik und gehen die nächsten Schritte (hier z. B. die strikte Behauptung, „er ist auferstanden“); die Kirchen fügen dem einiges weniges hinzu (z.B. die Betonung der Glaubens-Methode).

    629Das „innere Ziel“ dieses geistesgeschichtlichen Ablaufs (wir, als Teil der „allgemeinen Entwicklung“) wurde aber diesen „Praktikern“ nie klar.

    630Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass S, R, die „allgemeine Entwicklung“ aus S/R und die Phasen-Erzeugung sowie speziell als Vollendung die OG-Elemente (E,I,N,G) „unendlich objektiv“ sind. Von daher ist die „Auferstehung“ ein bescheidenes wirklich verankerbares, literarisch anschauliches, subjektiv bezogenes Bild jener unendlich abstrakten Basis aller Realität.

    631Aber das „Verharren“ in „z/w“ (also: „es gibt keine Auferstehung im „Normalen“), ist auch berechtigt (→QM), als atheistische Kritik, profanes, meist „naturwissenschaftliches“(→mechanistisches) Denken; vor allem im Alltagsleben, weil es da um Mischung zwischen z/w und OG, S/R (→und freie z, w, Ii, Ei) geht.

    632Diskurse zwischen diesen Profanen und den Gläubigen („es gibt ein Leben nach dem Tod“) kann sinnvoll nur mit dem Umweg „Wissenschafts-Philosophie“ geführt werden.

    633Solange weder Wissenschaften noch Philosophie diese Aufgaben lösen, treten Übergänge, Vermittlungen immer wieder auf, die als „Parapsychologie“ Okkultismus o. ä. zwischen Religion und Alltag zu vermitteln suchen.

    634Diese Vermittlung ist eigentlich eine zwischen den Unendlichkeiten von „z – w“ (bzw. OG) und „z/w“ (bzw. I/N/G/E), was die QM („Quantenmechanik“) als Einheit ist.

    635Als Okkultismus ist das kritisiert, verschrien und zugleich ist es die QM-Einheit, also die „entwickelte Ratio“; gemeinsam ist beiden (QM/Physik und „Okkultem“), die Vorbewusstheit, vor- und/über der z/w-Endlichkeit.

    636Von unserer wiss-philos. Systematik und deren Inhaltlichkeit her, kann man keine „Konfrontation“ zwischen christlicher Lehre und „modernem Wirklichkeitsverständnis“ sehen, denn „Konfrontation“ (N, „N-G“ u.ä.) sind in wissenschaftlicher und in philosophischer Hinsicht unvollständig.

    637Die Erzählungen im NT weisen in ihrer „objektiven Wahrheit“ deshalb philosophisch. und wissenschaftlich genauer auf die Basis des Seienden, wenn man die bisher begrenzten Axiome der beteiligten Wissenschaften (Psychologie, Biologie, Physik, Soziologie) philosophisch umfassend systematisiert („Grab ist leer“); so muss auch „subjektive Phantasie“ oder „Betrug“ wiss-philos. erklärbar sein.

    638Es wird zwar in der christlichen (u. ä.) Lehre von „anderen Wirklichkeiten“ geredet, aber das genügt heute nicht mehr, und die „profane Wirklichkeit“ ist keineswegs „sekundär“ → E0 bis E5)..

    639Für eine umfassende „wiss-philos.“ Erklärung (hier z. B.„Ostern“), ist es genauso wichtig, eine bisherig mögliche Erklärung zu haben: Die Jünger, Petrus und Paulus hätten objektiv Visionen – tiefenpsychologisch verursacht – Schuldgefühle, Trauerarbeit: Petrus‘-Verleugnung, Paulus‘, Saulus‘, Christen-Verfolgung .

    640Solche „Visionen“ (→ „Krankheit“) sind gesellschaftlich definiert und eröffnet bloß einzelwissenschaftlich-psychologisch und damit philosophisch umfassende Problemkomplexe, die aber sind zu erklären;

    641Und die Basis der Psyche/ologie, z.B. als Wechselwirkungs-Vorgang und als Übergänge Physik-Biologie-subjektiver Geist, ist jener Kern einer zeitgemäßen Wissenschaftlichkeit und Philosophie, welche einer „modernen Christen-Theorie“ nicht schlecht anstehen würde.

    642Wenn „der Glaube“ (hier anfänglich der von Petrus und Paulus) aus der Konfrontation in Psyche (und Psychologie) von deren „Verzweiflung, Schuldgefühlen, Hilflosigkeit, Ungewissheit wie es weitergeht“, u. ä.

    643individual-psychologisch kreativ verarbeitet wird, methodisch als Glaube und inhaltlich als „Gewissheiten“, „Auferstehung“, dann weiter zur „Gnade“ Gottes und damit unendlich beliebig weiter. Denn formal geht es dabei darum, dass als „Glaube“ (ist N/G→ z/w) alle konkreten Varianten erzeugbar werden.

    644Dann ist die psychische Variante eine der „allgemeinen Entwicklung“ und führt uns wiss-philos. weiter.

    645So als →Psychologie →Therapie, Heilung als Varianten von z – w zu z/w; als

    646„Visionen“ u. ä. als typische Varianten psychischer, sozialpsychologischer Phasik.

    647Das „Geschehen“ der Auferstehung wird im NT deshalb nicht beschreibbar, weil es um jene wissenschaftliche Unendlichkeit geht, und weil die unendliche Erneuerung der Materie-Geist-Einheiten noch in den Anfängen steckt. Vor allem die geballten „Unendlichkeiten“ sind der herkömmlichen wissenschaftlichen Vorstellung fremd. Die „Visionen“, welche den Christus als Auferstandenen begreifen, nutzen jene Metaebene, die die Unendlichkeiten des Ablaufs gerade noch andeuten können, weil es eine vom „Mensch/Jesus Christus“ zum „Alltags-Menschen“ Verständigungen als „Christophanie“ und „Faktizität“ gibt.

    648Theologisch wird stets betont, die Auferweckung sei keine „Rückkehr ins irdische Leben“; wir meinen, es geht vielmehr um die unendliche Fortsetzung der „Einheit S, R, Entwicklung, OG“, z.B. umschrieben als „neues, unzerstörbares Leben bei Gott“, allgemein zum Beispiel die Aufhebung des Sterbens und des Todes.

    649Hier zeigt sich eine (traditionelle) Grundfrage, kann Gott/Jesus Christus die physikalisch-biologischen Gesetze („Auferstehung“) manipulieren?

    650Die menschliche Hoffnung ist solche E-Entwicklung und Vollendung, d.h., dass es medizinisch-biologisch möglich wird, tendenziell jenes Wunder eines ewigen biologischen Lebens zu erreichen. Und es gilt – ebenfalls übergeordnet -, dass jene „physikalischen Gesetze“ nicht mehr – „mechanistisch“ – als Fremdes, Gegebenes, Unbeeinflussbares u.ä. zu verstehen sind.

    651Beides ist aus jenen christlichen/religiösen „Frühversuchen“ wiss-philos. zu verbessern.

    652Der „unendliche Übergang“ vom endlichen Tod, Betrauern, Verzweifeln zu der eher noch emotional-intuitiv-rationalen Erkenntnis, was „Tod“ philosophisch (wir wiss-philos.) eigentlich bedeutet, ist ein objektives Zusammenspiel von „Jesus“, welcher der konkrete, historische Anlass ist, und dem „Kollektiv“ der Jünger (später der Gemeinde und der Kirche). Mit deren Aufgaben, zu fragen, nachzudenken, was Leiden, Hoffen, Wünschen, Tod, Ende, Grenze etc. ist; das philosophisch und wissenschaftlich, und sowohl in diesem Endlichen wie stets in unendlich vielen Ausformungen des Endlichen.

    653Die im Endlichen, im Begrenzten möglichen Interpretationen sind als endliche Varianten von Lebens-Erfahrungen, deren Interpretation letztlich „Denkfluchten“,z.B.Betrugshypothese, Scheintodhypothese, Leichen – Diebstahl durch Jünger; Visionshypothese (Paulus u.a. seien psychischem Druck unterlegen; Halluzinationen, Selbsttäuschung oder auch bloß formal verschoben: Alte Mysterienkulte (Antike und älter) hätten bereits so was geglaubt.

    654Das alles aber sind keine Denkfluchten oberflächlicher Art. Der Übergang von jenen alltäglichen Freiheiten, Phantasien (Ii,k, Ei,k) zu deren systematisch wiss.-philos. Einordnung war dann noch unmöglich denkbar, so sei zum Beispiel als „Unendlichkeit“ nur eine Art Emotion, Intuition oder Negation (->N); dies „Oberflächliche“ sei für das Ganze zu halten und könne nicht begründet werden.

    655So wie unsere „moderne Metaphysik“ (S, R→Entwicklung → OG…) jede Phase, endliche Wissenschaft, also die z/w-seiende Endlichkeit erzeugt, nähert sich die Entwicklung der Theologie dem Verhältnis „Trinität/Jesus Christus und menschliche Subjektivität (z/w)“, wenn die „Botschaft der biblischen Texte“ dem subjektiven Denken, Leben u.ä. angenähert wird; wie kann man „Jesus Christus“ etc. vom und für das historische Geschehen der Menschheit „verstehen“?

    656Die historische etc. „Faktizität“ und deren „Subjektivität“ ist eine Umschreibung von „z/w“; und wichtig ist, die Entwicklungs-Zusammenhänge von S, R zu z/w zu/vom OG systematisch beschreiben zu können.

    657Das subjektive Glauben ist immer noch eine endliche Methode. Das „Osterereignis“ weist auf Unendlichkeit. Es kommt nun darauf an, beide zu trennen und sie zu vereinen, also einen Übergang zwischen ihnen schaffen. Das sind die drei QM-Teilordnungen →Rz, Rw zu Rz/Rw.

    658Indem einige Menschen (Jünger u.a.) „Jesus“ nach dessen Tod „gesehen“ haben, zeigt sich darin jene biologisch-emotional-rationale Entwicklung, welche letztlich zu neuen wiss-philos. Erkenntnissen über das führen, was beispielsweise der „Tod“ ist, und was die Einbettung jenes punktuellen isolierten biologischen Vorganges, der „Tod“, in das Gesamte der wiss-philos. Systematik der „Realität“ ist.

    659Dieser Übergang zu geistiger Systematisierung relativ einfacher physikalischer-biologischer Vor-Phasen wird eigentlich durch die Kollektive der Menschheit (organisiert z. B. als „Kirchen“) fortentwickelt und gesetzt; was aber tatsächlich und historisch nur als Stillstand, als bewahrende Konservierung des damaligen Standes (~ 100 n. u. Z.) ist.

    660Das ist durch die nur langsame Verwissenschaftlichung der Welt gut erklärbar; die Physik, Mathematik, idealistische, materialistische Philosophie, die Psychologie usw. mussten Erklärungsgrundlagen erst entwickeln.

    661Jesus‘ Anregungen (historisch-konkreter Art, → Nächstenliebe u.ä.) sind zwar philosophisch weniger abstrakt als die praktische und ethische Philosophie seit alters her, aber die Religion fasst diese konkreteren Perspektiven zusammen mit deren Funktion als notwendige Voraussetzung für „Ostern“ (→ Unendlichkeit) und überhöht das alles: (→ „nach Ostern kommt Himmelfahrt und Pfingsten“). Wogegen wir, das bloße Betonen der Glaubensmethodik ein (wiss-philos.) Stillstand ist. Das „Auferstehungs-Projekt“ ist die (eher) formale Seite, aber sie verweist auf Unendlichkeit, Metaphysik (→S, R, OG), auch „allgemeine Entwicklung“. Das Leben Jesu macht einige Verinhaltlichungs-Vorschläge dieses Rahmens.

    662„Der irdische Jesus“, d.h. die Endlichkeit überhaupt, ist unlösbar verbunden mit seinem Tod, seiner „Zukunft“, den Unendlichkeiten. Weil nach „z/w“ die „ z-w“-QM-Phase folgt, und so auf „I/E/N/G“ die unendlich freien Ii und Ei (Phantasie, Wollen) folgen, daraus werden aber auch Ik,g,w, Ek,g,w wird. Theologie, Religion, Geistesgeschichte ist da der „Glaube“, dass es zwischen dem Leben Jesu und seiner Auferstehung einen Zusammenhang (→QM) gibt; „der unendliche Glaube an Christos hat ein Woher; und dieses Woher heißt Jesus“.

    663Wie kann das Verhältnis Gottes zu Jesus verstanden werden, insbesondere das Leben, der Tod, dieAuferstehung Jesu als Christos?

    664Die WP sagt dazu: „Gott“ ist die allgemeine Existenz, also nicht nur E4,5,6, sondern auch E0,1,2. Beides, „von oben“ zu „von unten“, kulminiert objektiv und notwendig in E3 (Seiendes, Subjektivität, Jesus als Modell davon).

    665c)Solche „Tat“ Gottes ist die Veranschaulichung jener Übergänge; es ist also nicht nur „Tat“, sondern jene Erzeugung (allgemeine Entwicklung) durch die E0,1,2 und als Wechselwirkung (→aus E4,5,6); im (NT: „Erhöhung“); formal: Aktive Tat, passives Empfangen des Gnadenhandelns Gottes – zur Anbindung und Verständnis an das menschliche Handlungs-Modell (I→N(→passiv), G (→aktiv→E).

    666Das NT ist nur dann als „Gesamttext der Auferstehung Jesu“ zu verstehen, wenn eingesehen wird, dass die durch Jesus konkretisierten „christlichen Meinungen, Hoffnungen, Wünsche u. ä. (→ Ik) als Teil dessen anzusehen sind, was durch die angedeuteten Unendlichkeiten (hier nur die „Auferstehung“…) in einer umfassenden philosophischen Systematik einen (endlichen) Sinn bekommt. Die bloßen Wiederholungen hier der „Tatsache“, der Berichte, Bekenntnisse zur „Auferstehung“ genügt einer wiss-philos. Systematik nicht.

    667Grundsätzlich (wissenschafts-philosophisch) bestehen zwischen den „Phasen“ die Entwicklungs-Dynamik und die Wechselwirkung. Hier z.B. zwischen E (OG) als „Gott“/Sein/unendlich abstrakt Existierendes und J. Christus/Subjektphase/ alle z/w-Varianten.

    668Die Religionen berücksichtigen schwerpunktartig (es geht um Unendlichkeit) und etwas einseitig die Entwicklung, z.B. Gott ist das Subjekt des Auferweckungshandelns, Jesus ist dabei das Objekt; es gibt da keine Wechselbeziehung. Wp gilt, E (Gott) ist primär zu denken (→ „E0-6“) beide bestimmen alle folgenden „Relationen“ (z/w, Jesus Christus, Subjektivität) (E0, S, aber E4).

    669Warum besteht die christliche Philosophie darauf, dass die „Auferweckung“ einmalig ist; nur in der historischen Vergangenheit einmal an dem Individuum Jesus geschah?

    670Der wiss-philos. Grund ist die Konfrontation von E4/Sein/Gott als isoliert Nichtiges (N im OG) sowie neben der unendlichen Leere (N), aber unendlich selbstbezogen → G im OG vs. der Endlichkeit (Subjektivität, Jesus, z/w).

    671Also als eine Kombination, Kompilation aller Basisfakten; vor allen Gott als E-Einmaligkeit und Unendlichkeit, die für die „Auferstehung“ aller und vor allem diese unendliche male, scheinbar widersprüchlich ist.

    672Das löst sich erst in der wiss-philos. Systematik.

    673Ideologisch und als literarische Form hängen Jesu Tod, Begräbnis, Auferweckung und Erscheinung zusammen, weil eine Trennung dieser Teilaspekte nicht dem Sinn des Ganzen gerecht würde: Dass die z-w-QM-Phase (Übergang unendlicher Art) zu z/w und weiter zu z-w dann nicht stattfinden würde; konkret, der Tod ist wie das Leben unendlich oft wiederholbar; sie sind „nur“ und ebenfalls kleine Übergänge im ganzen Ablauf.

    674Aber genauer: Warum gibt es „den Tod“ (warum die anderen Teilaspekte)?

    675Jesu Tod wird als Sühnesterben („für unsere Sünden“) verstanden. Wie sind solche eher literarische Fassungen wissenschaftlich-theologisch zu sehen?

    676„Sünde“ sind eigentlich die Ii, Ei, d.h. die unbegrenzten („gesellschaftlich abweichenden, vor-eiligen, utopischen, auch irrenden, kriminellen“) Phantasien (Ei) und Willensakte (Ii).

    677Deren Unendlichkeits-/Vermögen stecken aber stets schon in jedem „z/w-Verhältnis“, insbesondere im „Subjekt“, seinem Leben, seiner Geschichte (maximale z/w); das widerspricht aber jener religiös, theologischen Trennung von „Endlichkeit/z/w/Seiendem und „Unendlichkeit/z-w, OG/Sein“.

    678Also muss es ein ideologisches Projekt geben, das beide vereint: QM, hier zum Beispiel „Sühnetod →Auferweckung“.

    679Die Betonung in den vier Evangelien der historischen Tatsache, dass „das Grab leer“ war, anstatt der Behauptung von der „Auferstehung“, zeigt, dass diese phantastische Erweiterung von empirischer Tatsache zu unendlicher Bedeutung, nicht leicht fällt, individuell und gesellschaftlich; das menschliche Denken hat diese QM-Situation (z/w zu z-w; →OG) in einem intensiven Lernprozess (erst intuitiv als „Glaube“) zu erarbeiten. Das wird erst heute mit den wissenschaftlichen, mathematischen Erfahrungen erleichtert; es war aber deshalb „intuitiv“ schon immer vorhanden, weil das Gehirn so (QM, Physik, biologisch) konstituiert ist.

    680Das Entscheidende war und ist, wie erkennen, interpretieren, entwickeln die beteiligten Menschen den Übergang von dem konkreten Leben des Jesus zu dessen „Sinn“. Also die Verallgemeinerung des historisch, denkerisch Konkreten zum „Metaphysischen“ (→ z/w zu z-w, N/G zu OG).

    681Die Bibeltexte, Christusvisionen/Christophanien, „Erscheinungs-Erzählungen“, tasten sich so heran: Die intensive Vergegenwärtigung des Lebendigen Jesus Christus durch die Jünger und Frauen und die emotionale Reflexion, mit ihren notwendigen Unsicherheiten und Zweifeln; sie sind jener Denk-, Erkenntnis,- und Interpretations-Vorgang, der Neues/Übergang zu metaphysischen (Unendlichkeiten, E, G, N) Denkstrukturen erzeugt.

    682Als Herstellung von „Identität“ (Jesus = Christus) und von den sich dann weiter (→Entwicklung) ergebenden allgemeinen historischen, gesellschaftlichen Möglichkeiten und Aufgaben für die Jünger: z.B. Zeugenschaft, Sendung, Gemeindebildung etc.

    683So was spielt sich in jeder (individuellen und kollektiven) Erkenntnis und deren Umsetzung im Konkreten ab.

    684Zur Eschatologie (Tod, Unsterblichkeit, Jenseits) wird im NT gesagt, die „Auferstehung“ ist eine Tat Gottes. Damit wird E4 betont; wir verallgemeinern das zweifach: Alle E0 bis E6 und auch „inhaltlich“als N, G, I sind „ewig“. Nur wenn man „E/I“ oder E/G etc. bedenkt, kann man von „allgemeiner Entwicklung“ sprechen; welche die eine Voraussetzung für „Ewigkeit“ ist; die andere Voraussetzung ist jene „erweiterte Entwicklung“, die die ewige Wiederholung jener „allgemeinen Entwicklung“ ist.

    685Wie kann man „allgemeine Entw“ mit dem „Bruch“ einer (singulären) Auferstehung, also einer einzigen „Unendlichkeit“ vereinbaren? „Geschichtlichkeit“ ist eine „Subphase“ in der allgemeinen Entwicklung“; als z/w ist das z.B. der „Kausalität“ unterworfen.

    686Es kommt dann aber zu keinem „Widerspruch“, wenn man das QM-Modell hinzuzieht: „z-w und die OG-Unendlichkeiten zu z/w“ ist als Einheit stets unendlich eng wechselwirkend miteinander verbunden. Weder „z-w, OG“ noch jene Einheit können auf einfache Weise (das wäre z/w →Sprachphase etc.) gedacht, identifiziert, bewiesen etc. werden.

    687„Abgeschlossen“ wird die Auferstehung Jesu durch Dreierlei: Vernichtung von Sünde und Tod und Auferstehung aller Menschen sowie die „Befreiung der Schöpfung von deren Knechtung“.

    688Wir: „Vernichtung von Sünde“ ist die Erzeugung von unendlich freier „I“ oder immerhin die Eröffnung der „I-Unendlichkeit“, die Tod-Besiegung, die E-Vollendung, z.B. bzgl. der „Natur“; die Natur-Anerkennung als „Befreiung“. Sowie für „Alle Menschen“ die Durchsetzung der Vergesellschaftung und der Gleichheit (G). Das sind Grundzüge aller Ideologien und praktischen Philosophien. Es sind auch die Ziele der historisch gewordenen globalen Zivilgesellschaft und aller ihrer Entwicklungs-Stufen zuvor.

    689Diese heutigen Verdeutlichungen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, was jene „Vereinfachungen“ der komplexen Situation der Realität bedeutet und was, von heute gesehen „negativ“ ist: So das „Ende der menschlichen Phantasie, Kreativität, Selbstverwirklichung etc.

    690Das Verbleiben in der ideologischen Argumentation, ob die Auferstehung des Jesus Christus empirisch tatsächlich konkret war, lässt diese Argumente für und wider und damit diese ideologische Verkürzung hinter jenem mutigen Übergangs-Schritt zurück; welcher versuchte, Endlichkeit (z/w) mit Unendlichkeit (z-w, OG) zu verknüpfen.

    691Dabei geht es darum, die Endlichkeiten heute (moderne Wissenschaften und individuelles Denkvermögen) nicht zu verabsolutieren und zu überschätzen; weiterhin, den Unendlichkeiten, dem Nichtsein u.ä. ihren bisherigen Unklarheiten, ihr Mythisches etc. zu nehmen und das menschliche Denken sogar noch weiterhin zu fördern, wenn man „z/w“ und „z-w“ vereint.

    692Wir verbinden die „Leiblichkeit“, die Biochemie der Auferstehung mit traditionellen philosophischen Ausweitungen derart, dass durch den wiss-philos. Ansatz es zwischen den natürlichen Seiten, Vorgängen (Leben, Tod) und den Prozessen, Phänomenen, Entitäten aller anderen Phasen – und speziell die philosophisch-intelligiblen – systematische Übergänge gibt.

    693Das kann traditionell und oberflächlich und formal z.B . als „Extrapolation des irdischen Lebens“ oder als „Verwandlung“/“Auferstehung“ sprachlich gefasst werden. Neu und anspruchsvoll sind jene wiss-philos. Abläufe der „allgemeinen Entwicklung“ auf jeden Fall; und daher ist die konservative religiöse Anschauung selbst „nur“ als eine frühe Entwicklungs-Phase in der Geistesgeschichte einzuordnen.

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil B, Teil VI (Religion und Theologie), besonders 3. Kapitel (Theologie und Glaube), 4. Kapitel (Wissen und Glauben) und 6. Kapitel (Die Wege der Erlösung – ein Blick nach Osten). Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 29.01.2022 auf dieser Website. Textgrundlage ist Bauers Word-Datei („Theologie“), die mit dem Website-Beitrag übereinstimmt; im Beitrag waren die Absätze verloren gegangen. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (23 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers.

  • Zur Philosophiegeschichte

    Wilhelm Bauer2021Philosophiegeschichteca. 77.300 Wörter · ca. 310 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Der Text geht die Geschichte der Philosophie von Thales bis Russell durch und liest jede Position als Station der „allgemeinen Entwicklung“. Die Frage der Vorsokratiker, wie viele Kräfte den Ursprung ausmachen und wie man „Kraft“ und „Erstes“ begrifflich fassen kann, gilt Bauer als die Frage seines eigenen Systems am Anfang ihrer Geschichte; Parmenides und Heraklit, das ewige Sein und das ewige Werden, erscheinen als die beiden Quantenphasen z/w und z-w. Bei Sokrates, Platon und Aristoteles, Epikur, der Stoa und Plotin, bei Augustinus, Thomas von Aquin und Meister Eckhart, dann bei Descartes, Spinoza, Leibniz, Rousseau, Hume, Kant, Fichte, Schelling und Hegel, bei Schopenhauer, Kierkegaard, Feuerbach, Marx und Nietzsche bis zu Jaspers, Heidegger und Russell fragt Bauer jeweils, welche der vier Grundgrößen E, I, G, N die Philosophie betont und welche sie ausblendet. Durchgehend verbindet er die Lehren mit ihrer gesellschaftlichen Lage, etwa der antiken Oberschicht oder der mittelalterlichen Feudalordnung. Das Ergebnis: Jede große Position hat einen Teil der Ordnung gesehen und verabsolutiert, und die Folge dieser Einseitigkeiten ist selbst geordnet.

    72 Schreibfehler berichtigt; markierte Stellen antippen, um das Original zu sehen.

    Verzeichnis der Grundbegriffe

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der zwei Grundkräfte, die zugleich als „Relationen“ wirken

    5Sz – kohäsive Kraft; in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft; im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z ist Sz/Rz; wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“ und zwar „kohäsiv“, unbegrenzt aufeinander bezogen; dadurch eine Variante des „Nichts“ bildend.

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw“, die Trennung der beiden Unendlichen als zweite mögliche Art von „Relation“; und eine zweite Art des „Nichts“ bildend.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12Als „z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“. Und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, nun durch diese Kohäsion sich gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13In der „allgemeinen Entwicklung“ werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen durch ihre Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das quantenmechanische Prinzip, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer so weiter, weil es vor aller endlichen raumzeitlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache für diese ewige Abwechslung („z-w“ wird „z/w“ und das wird wieder „z-w“ und so weiter) ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da auch die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Das ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, diese liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Es ist auch der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation zu den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen, in den Wissenschaften, genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben; die „allgemeine Entwicklung“ erzeugt sie aus den S und R durch deren „Selbstbezug“.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat. E´ sind bereits vollendete Existenzen, Entitäten, Mittel.

    Ausführung

    22Traditionell wird der Anfang der Philosophie bei Thales von Milet gesehen. Es wird damit aber bereits die von Aristoteles vorgegebene Einteilung in menschliches Denken, Fühlen, „Wissenschaft“ und „Philosophie“ übernommen; ebenso wie übrigens auch von Aristoteles die philosophisch-geschichtlichen Angaben stammen.

    23Moderne Philosophie relativiert jene Grenzziehungen. Deshalb sind geschichtlich gesehen, zum Beispiel (Jacobus Bruckerus) Menschwerdung mit Philosophiewerdung identisch; (zumal bereits einfachstes „Denken“ heute philosophisch problematisch ist.) Aber die Griechen reflektierten das erstmalig.

    24Was ist Philosophie seit den Griechen? Sie ist bereits „idealistische“ Philosophie. Das hat zu jenem Spott geführt (Thales im Brunnen), der sich auf Lebensfremdheit und Praxisferne bezieht. Die E-Seite, die das „Prinzip“, das „Wesen“ von Mensch, Gerechtigkeit, Welt, etc. sucht, ohne „I“ zu sehen, also formal „einseitig“ ist, muss einseitige Kritik zum Ausgleich hinnehmen.

    25Die Philosophie fragt nach Zweierlei, nach dem Wesen und dem Ursprung der Welt und nach deren Teile; das ist ihre Aufgabe und ihre Selbstkonstitution. Als erster fragte Thales von Milet.

    26Diese Zweiteilung ist die nach „Historie“ und „Sachlichkeit“. Beide hängen über den Begriff der Entwicklung zusammen.

    27Die Frage ist, ob dann eine oder zwei dieser Hauptstränge sinnvoll sind, oder ob da wieder die 2-Quantenphasik (z/w, z vs. w) erscheint.

    28Mit der einfachen, aber nur materialistischen Ursprungsannahme (Wasser bei Thales) wird den vorhergehenden religiösen und auch individualistischen quasi-philosophischen Überlegungen (durch Bezug auf Alltag, Menschen u.ä. und eine Wendung gegeben, die deshalb eine neue Qualität hat, weil sie auf die menschliche Denkarbeit mit Hypothesenbildung etc. als offene, zu erweiternde Reflexion abstellt. Natürlich gibt es das Neue („Philosophie“) nur, indem Thales neue Relationen bildet; hier den alten idealistischen Götterglaube (Thales: „Alles ist voll von Göttern“) bezogen auf Welt. Das „Neue“ ist das („idealistisch/religiöse“) Wesen der Welt. Die rein religiöse Annahme verschob ja nur das Problem. Die rein materielle Antwort kann nur eine der „Identität“ sein, sichtbar an den Methoden (–> Empirie). Das „Wesen der Welt“ eröffnet neue Tiefen in der Welt.

    29Seit den Griechen leistet man Eide „bei den Göttern“. Eine Stufe höher: die Götter rufen den Styx bei ihrer Schwurleistung an. Wie der Okeanos, der Urstrom, und wie das „Wasser“ bei Thales, ist er der Vater des Entstehens von Allem; als materiell-mythisches Bild, des Prinzips des „Ersten“.

    30Uraltes mythisches Wissen über das Ursprüngliche ist eine Frucht langen kollektiven Nachdenkens. An dessen Ende steht nicht mehr oder weniger als heute bei uns; wenn vielleicht auch in anderen Sprachen und Bildern. Diese durchstoßen die eingefahrenen sprachlichen Begriffe, welche niemals so tief von den Gemeinschaften verankert wurden – wie es eigentlich nötig gewesen wäre.

    31Jetzt aber ging es darum, zu entscheiden, wie viele Kräfte könnten den Ursprung ausmachen und wie kann man „Kraft“, „Erstes“, „Prinzip“ begrifflich erfassen.

    32Das, was die Griechen seit Thales ausdrücklich (vorher nur implizit) als „Tiefe“ der Weltverhältnisse in Mythos, Religion und schließlich in Kategorien der Natur („Wasser“ etc.) ausdrücken wollen, konnten sie noch nicht weiter klären; auch noch kaum Hypothesen darüber finden. Aber sie gehen Einzelprojekten nach, die irgendwie zur hintergründigen Tiefe der Wirklichkeit gehören. Sie sehen Strukturen, welche alle Bereiche der Welt durchziehen – und geben Ihnen Götterfiguren als Fixierungsversuche.

    33Die historische Unentwickeltheit bringt es dann aber mit sich, dass nicht mehr weiter erforscht werden kann, wie jene Welt hinter und in der Wirklichkeit aussieht. Stattdessen werden (für viele Jahrhunderte) Nebenschauplätze aufgetan, zum Beispiel die Frage, ob „der Mensch“ forschen darf oder ob die Gottheit das untersagt, bzw. ob diese selbst unerforschlich ist, und ähnliches. Daher dann zum Beispiel die fruchtlose Konfrontation „Religion-Wissenschaft“, bis heute.

    34Erst heute wird deutlich, die Konfrontation „Wissenschaft – Religion“ ist ein Missverstehen beider, sich selbst und den anderen. Nur durch die Aufdeckung aller einzelwissenschaftlichen Fundamente und dem reflektorischen Erkennen dessen, was „Religion“ erreichen muss, nämlich in der Tiefe zu suchen, kommt man zu jenen Tiefenstrukturen, die von Anfang an noch zu fern im Visier waren.

    35Wie ist das mit unserem Modell zu vereinbaren? Die Details der Welt, wie sind sie zu einer philosophischen Ebene „sachlich“ zu integrieren? Wie kann man das tragische Widerspiel von Geburt, Tod, Entstehen und Vergehen, mit einer Vorstellung vom Göttlichen zusammenbringen?

    36Das geht nur, wenn wir zum Beispiel Entwicklung als „ewig“ sehen und zum Beispiel „ewig“ weiter analysieren können.

    37Was unbedingt notwendig war und was lange, bevor es gelang, „Wissenschaft“ zu begründen, (dann deren Fundamente so langsam freizulegen), zu tun war, ist, die formalen Voraussetzungen zu entwickeln. Die Griechen gingen das an, so zum Beispiel, die Welt „positiv“ (in ihrer „Schönheit“ zum Beispiel) wahrzunehmen und dann weiter in ihrer „Nichtigkeit“. Daraus dann einen „Gegensatz“ zu konstruieren – und unter diesem individuell und sozial psychologisch zu „leiden“. Also nicht zu „resignieren“, wie das bis heute fast alle anderen Ethnien tun, durch viele komplizierte Verhältnisse dazu gezwungen werden.

    38Aus den Gründen des Stagnierens der E-Entwicklung waren die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse nur solcher sehr oberflächlicher Art, zum Beispiel fehlen die Analyse der physikalischen Aggregatzustände von Wasser. Aber dennoch wurden – überreichweitig – philosophische Schlüsse daraus gezogen, zum Beispiel ob als Dampf, Eis, Wasser, Bach, Meer – im sich Wandelnden es das Ewige gibt (-> Göttliches).

    39Solche nichtigen Kerne von Analogien oder sogar unverantwortbaren Schnellschlüssen werden aus welchem philosophischem „Instinkt“ gezogen? Vor allem Anaximander (Schüler von Thales) sucht im Entstehen und Vergehen das Ewige, Göttliche. Diese „Deutungen“ der Wirklichkeit, des Empirischen sind also (sehr vereinzelte) individuelle Akte. Wie eng sind sie da mit der I-Seite, (Individuum, Ii, als alleinig Kreatives) verbunden?

    40Bei Anaximander ist die Deutung des Entstehens und Vergehens in der Wirklichkeit nicht zufällig mit Moral verbunden: Buße, Sühne für Vergehen, Schuld; (->indische Religion/Philosophie) als Kampf um das Sein (->E).

    41Doch worin besteht diese „Schuld“? Darin, dass jedes Ding den Drang hat, über das ihm gesetzte Maß hinaus im Dasein zu verharren. „Das Beharrende hindert das Ankommende darin, ins Dasein zu gelangen“. Es ist die Beschreibung der „Entwicklung“ mit ihren Phasen (E) und deren I, welches als I/E zu neuen Phasen (E´) führt.

    42Das Prinzip unaufhörlicher, schöpferischer „Lebendigkeit“ ins Grenzenlose, das Unendliche ist das Göttliche. Es ist die Betonung der Entwicklung und die Unterschätzung von E (der Untergang von E wird moralisch gerechtfertigt ->„Entfremdungsvorwurf“ später).

    43Spätere Einteilungen, zum Beispiel Gott-Welt, zum Beispiel Un/Vergängliches, etc., werden hier schon hierarchisch angeordnet, anstatt gleichberechtigt zu sein; wodurch die nächsthöhere philosophische Ebene fehlerhaft vorbereitet wird.

    44Die zwei anfänglichen Denker, Parmenides, das „ewige Sein“ und Heraklit, das ewige „Werden“, erscheinen „am Anfang“ analog den zwei Quantenphasen, z/w und z – w .

    45Natürlich waren solche idealistischen Festlegungen, die aus der Gehirnstruktur erklärbar und somit mit der Natur (-> Quantenphysik) verbindbar sind, dennoch kulturell als gesellschaftlich erstmals formulierte, ein geschichtlich einschneidendes Ereignis darstellen.

    46Es ist wohl nicht Zufall, dass sowohl Parmenides in Elea wie Heraklit in Ephesos Fürsten, Gesetzgeber, Könige waren bzw. aus solchen Familien kamen. Die antik-aristokratische historische Phase stand gerade vor ihrem Ende und Heraklit lehnte die Demokratie ab.

    47Das Denkprodukt steht als Summe am Ende einer Epoche, (pragmatische, praktische) Kompromisse werden da nicht gemacht.

    48So wie Parmenides arbeitet und was er sagt, ist die als Reflexionsfähigkeit ein bereits bemerkenswerter geistiger Fortschritt. Dieser ist aber objektiv vorgegeben: Es musste aus der mythischen, religiösen Literatur kommen, Gedichtform und literarische Bilder als Übergang. Und die Inhalte, vor allem die subjektive Erfahrung der Erzeugung objektiv verbindlich zu machender Inhalte. Gegen die Anfechtungen der „Einsamkeit“. Die Schilderungen der Lage, das Erkennen der Unwissenheit, der Einzelschwierigkeiten etc., aber auch der Tricks dabei, die „Zeugenschaft der Götter“ zum Beispiel.

    49So wie das damals ethnisch an die Griechen gebunden war, so hat es sich bis heute in Asien, Afrika etc. bei anderen Völkern in gleichen Mustern abgespielt, ohne dass allerdings die Objektivierungen je so glänzend wiederholt werden konnten oder mussten.

    50Auch Parmenides, später Empedokles setzen die Bildung von Gegensatzpaaren konsequent fort, mehr oder weniger praktisch, didaktisch verankert, zum Beispiel (Einheit von) Einzelding und Ganzes (->“E“), Feuer – Nacht, Licht – Finsternis, Nichts – Seiendes: Als Dualitäten und deren Widersprüche.

    51Das wird zur Voraussetzung weiteren philosophischen Denkens. Jedenfalls dann, wenn man nicht gesellschaftlich „resigniert“ und die Möglichkeiten, die sich systematisch eröffnen, annimmt, zum Beispiel Wahrheit als Zwiespältige, oder das Sein (Parmenides) betonend oder das Nichtsein oder (wie Heraklit) das Werden (->QM).

    52Wobei sie als Idealisten die konsequente Denkdynamik über das uneigentlich Seiende der allgemeinen Meinung formal zu transzendieren vermögen. Wobei Parmenides bald beim „Einen“ landet, unteilbar, gleichartig mit sich selbst, ewig Ganzes, unbewegt, -> E. Die Frage ist für uns, die von Parmenides vorgegebene Betonung und Beschreibung von „E“, ist sie historisch ein Zufall oder war sie schon immer „vor ihm“ und ist zwanghaft und daher bestimmend für die ganze folgende Geschichte der Philosophie.

    53Parmenides und nach ihm viele, formulieren emphatisch, dass sie neben, hinter dem uneigentlich Seienden (und mit diesem irgendwie verbunden) das „Eigentliche“, das Bestand hat und das einzig und allein das wahre Wirkliche ist, sehen.

    54Es wird weiterhin von ihm beschrieben, als unzerspaltenes, innen alles zusammenhängendes; „Gleichartigkeit mit sich selbst“ kommt ihm ebenso zu wie Unvergänglichkeit und Unbewegtheit. Das Phänomen, das wir als „E“ (bzw. „G“) bezeichnen, kann nicht allein auf Akten von empirisch gestützter Entscheidung beruhen. Vielmehr muss solche Art biologisch (Gehirn) und physikalisch abgestützt sein.

    55Nur so lässt sich der Gewaltstreich der Abstraktion gegenüber der Wirklichkeit verstehen, und es müssen (genauso strikt zu vertretende und biologisch-physikalisch) verankerte Alternativen vermutet werden. Schon Sokrates „verstand“ Heraklit nicht, das heißt, der Maßstab „N-G, E“ war unangemessen. Es tat sich eine grundlegende Dualität auf. Die „Natur hat sich verborgen“, „das Wirkliche ist zweideutig“, „das in ihm Waltende ist offenbar und verbirgt sich doch zugleich.

    56Es ist dies die QM-“z/w“-Konstellation, die nur durch zwei Unendlichkeiten vom statischen Zustand (offenbar das Sein des Parmenides) zu den nicht mehr empirischen Zuständen z-z und w-w übergeht; (da hat übrigens das „Dynamische“, welches Heraklit auch schon herausarbeitet hat, seinen Platz).

    57Für den idealistischen Philosophen Heraklit erscheint das „z/w“ als N/G. „Verstehen“ ist als N/G definiert, aber das ist ungenau. Wenn die Menschen „verstehen“ wollen und das sagen, dann meinen sie „G“, die identifizierenden Methoden – und/aber zugleich bleibt stets ein Rest von „N/G“. Daher sagt Heraklit mit Recht: „ Zu Hören verstehen sie nicht, noch zu sprechen“. „Sie verstehen nicht, wenn man sie belehrt, aber sie bilden sich ein, sie verstünden“. Wobei Heraklit „verstehen“ eben in der Doppeldeutigkeit N/G zu N-G gebraucht.

    58Auch die sich „wissenschaftlich“ betätigenden Kollegen (Hesiod, Pythagoras, Xenophanes) tendieren (aus obigen Grund) an die Stelle von N/G, als Ausflucht gewissermaßen, die Quantitäten zu bevorzugen; (bis heute so in den Wissenschaften, aber das Bindeglied zwischen N/G und N-G ist ja auch die „quantitative“ Unendlichkeit.) Aber „Vielwisserei“ lehrt nicht, das wahre Verstehen zu besitzen.

    59Und so wie G (aus N-G) in N/G steckt, ist „der Seele ein Logos eigen“. „N/G“ muss deshalb mit Seele, als dem Menschinneren, (Heraklit: „Ich durchforschte mich selbst“) verbunden werden, weil mit „N/G“ jene Seite (->I/E) erreicht ist, die ohne unendliche Relation auch zu allen Vor-Phasen (zum Beispiel der „Emotion“), gar nicht möglich ist; im prinzipiellen Gegensatz zu „N-G“. Aber bei den Griechen ist das menschlich Innere noch formal das „wahre Verstehen der Wirklichkeit“. Wobei Heraklit bereits die Unendlichkeiten sieht:

    60„Der Seele Grenze dürftest du nicht ausfindig machen … einen so tiefen Logos hat sie“.

    61Und er geht sogar vom Formalen über zur Physis/Natur. „Die Physis liebt es, sich zu verbergen“, kann dann nur als Erweiterung des obigen verstanden werden. „N-G, E“ kann S w, S z nicht „adäquat“ erfassen, nur(!) indem die allerabstrakteste Begrifflichkeit entwickelt wird. Wodurch dann „Philosophie“ als Einzige „wissenschaftliche“ Erkenntnis noch vermitteln kann. Allerdings nur, indem die ganze philosophische Vorgeschichte (-> Entwicklung etc.) mit eingebracht wird.

    62Aber (wie schon Parmenides) kann auch Heraklit noch keinen Bogen zu „z, w, S-Aspekte schlagen. Daher muss er im Geistig-Idealen verbleiben. Eine Folge/Symptom dazu ist, es werden ständig „Gegensätze“ in der Welt gefunden. Manchmal besteht da die Gefahr, statt „G/N“ zu sehen, in „N-G“ auszuweichen.

    63Aber Heraklit: Gegensätzlichkeit ist nicht das Letzte. Er nimmt die idealistische Dialektik bis in Einzelheiten vorweg. Natürlich aus der Anschauung heraus, gemischt mit „Logik“: beides sind biologisch-emotional vorgegebene Strukturen (-> Gehirn). Und: Jenseits des „Werdens“ sieht Heraklit eine tiefere Ebene des Seins! „Alles ist Eins“ und „aus Allem wird Eins und aus Einem Alles“.

    64Nach den Anfängen, wo Einzel- und Ausnahme-Menschen das systematische Grübeln erfanden, (oft gegen die Menschen ihrer Umgebung -> Heraklit, der den Mitbürgern empfahl, ob ihrer Unfähigkeit sich aufzuhängen), kommt jetzt die Periode der Mitteilung des gefundenen Philosophischen an die Mitmenschen.

    65Es beginnt eine pädagogische Form wichtig zu werden. Sokrates, Platon, Aristoteles etc., sie sind, didaktisch auf verschiedene Weisen, erfolgreich mit den Menschen zurechtgekommen. (Wie Sokrates mit seiner philosophiefernen Frau.)

    66Aber gerade im Verhältnis des patriarchalisch, leistungsgeprägten Verhältnisses dieser Elite hat sich bis heute nichts geändert und nichts ändern können. Das Unverständnis dieser Philosophie durch „Frauen“ rührt auch daher, dass in dem philosophischen Grundansatz die I-Seite und daher I/E und N/G (aus Rz/Rw) viel zu kurz kommen.

    67Menschen wie Sokrates haben so was aus emotional-praktischem Denken gespürt.

    68Die „List der Idee“ (Hegel) besteht darin, dass Xanthippe ihren Mann aus dem Haus treibt, damit er die Vorstufe zu „I“, nämlich die Diskussionen, als Methode (N/G) vorantreibt. Wie Nietzsche es erklärt: „Xanthippe trieb ihn in seinem Beruf immer mehr hinein, indem sie ihm Haus und Heim unhäuslich und unheimlich machte“, ist typisch für eine N-G Lösung: Entweder alles oder nichts.

    69Allerdings, die anspruchsvolle Didaktik des persönlichen Gesprächs, mit Einzelgesprächen, stets neu anfangend, überzeugen wollend, nur vom Menschen ausgehend, etc., ist kaum durchzuhalten, will man einem „System“ zum Durchbruch verhelfen. Das im Kern leistungsorientierte dieses Systems widerspricht der Figur des Kauzes, des armen Schulmeisters, („wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf“). Deshalb treibt Sokrates auch zu seiner Gesunderhaltung Gymnastik und Tanz. Er erkennt, seine körperliche Verfassung ist Voraussetzung für das, was zunächst geschehen muss, die systematische Philosophie durch ihn voranzutreiben. Er tut alles, um konsequent sein philosophisches Handwerk auszuüben.

    70Die philosophischen Abstrakta, wenn sie demokratisch, pädagogisch vermittelt werden sollen, müssen in den psychisch-emotionalen und das heißt den sprachlichen Einzelzügen des Menschen aufscheinbar gemacht werden. Der „Berufsrevolutionär“ Sokrates fragt deshalb jeden eindringlich, ob er über sich, über das, was er sagt, Bescheid weiß und Rechenschaft ablegen könne.

    71Die Methoden der Diskurse und deren Inhalte (als abstrakt-psychologisches Insichgehen, Rechenschaftslegung über das eigene Leben und ähnliches) ergänzen sich, das heißt aber, auf diese Art vorzugehen, zu vermitteln, schränkt auch die philosophischen Inhalte ein.

    72Die christliche Religion übernimmt später dies alles, bis heute: Das Ungewisse daran, die Schuldzuweisungs-, Einbeziehungstaktik, das Sprachliche, Psychologisierende, das scheinbare Einverständnis über die fraglichen Sachverhalte u.ä.

    73Es geht dem Sokrates um eine Annäherung an die „I/E“ und die „N/G“- Struktur (formal deren Unendlichkeiten, die Wechselwirkung etc.) und um sachliche Fundierungen, also Erforschung von Bereichen wie „Mensch“ mit „Frömmigkeit“, „Tapferkeit“, „Gerechtigkeit“, „Schönheit“, „Staatswesen“, (Einzelaspekte von späterer Wissenschaft, die unbedingt weiter erforscht werden mussten, als „die Wahrheit“.

    74Unsere „Kritik“ an ihm, (es ist eigentlich die Vorwegnahme der nächsten Entwicklungsschritte durch Platon, Aristoteles) war damals schon bei Volkes Stimme („Schwätzer, spitzfindig, Quengeleien“) zu finden. Das heißt diese Methodik muss ergänzt werden und die Methodik muss etwas zurücktreten. Statt nur zu „fragen“, müssen auch schon mal „Antworten“ versucht werden.

    75Die „Kritik“ des Sokrates (und verschärft die seiner Jünger, Platon: „Alle jetzigen Staaten insgesamt werden schlecht regiert …“) war die an sozialpsychologischen und gesellschaftlichen Grundlagen: Alkibiades sieht für sich die Alternative „die Sache der Athener“ oder für sich selbst zu philosophieren. Das schien der Erhaltung der Institutionalisierungen („zum Beispiel der „Macht“) unannehmbar. Deshalb wurde Sokrates gekreuzigt. Die antike Gesellschaft war noch zu wenig dynamisch und flexibel, um Kritik positiv umzusetzen.

    76Die Wiederauflage im „Christen-Projekt“ war auch ein Abschwächungs-, und Ablenkungsmanöver. Die (relativ leicht wiegende) Argumentation von Sokrates etc. wurde noch mehr abgeschwächt.

    77Es ist auch die (kollektive) Einsicht, (das persönliche Verunsichertsein ist daran konkretes Symptom), dass diese weithin (bis heute) geführten Fragen, das Suchen, Erwarten die Basis für die dann erforderlichen nächsten Schritte (und für die Gegenwartsgestaltung) vernachlässigt, welche keinen anderen Ausweg aus dieser idealistischen, romantischen und zugespitzten Situation sieht, als die physische Liquidierung.

    78Seine bewusste (wissende) Unwissenheit eröffnet nicht nur die abstrakte Vorwegnahme aller Zukunft (die dann diese Lücken zu füllen hat …), es ist auch (beider eigentliches Erfolgsgeheimnis …), bei Sokrates wie bei Jesus Christus die Eröffnung eines Unendlichkeits-Projektes als freimütiges Zugeständnis, hier nichts zu wissen, dort zum Beispiel nichts bewirken zu wollen, zum Beispiel sich nicht „wehren“ zu wollen. In allen Fragwürdigkeiten freiwillig gefangen zu bleiben.

    79Damit bleibt „alles offen“ (-> das aporetische philosophische Denken ist ein typisches Vorprodukt …) und das ist genauso entscheidend wie die Bildung als mühsame Erarbeitung der ganzen Gesellschaft von Identitäten. (Und gerade das als Ausgleich zunehmend mit der Wucht der Leistungsanforderungen, = Identität/E-Herstellung und als Entwicklung.

    80Die Annahme des Urteils durch Sokrates ist doppelgesichtig, einerseits das anarchistische „sich-nicht-wehren“ als größtmögliche Opposition gegen Gesetze, Gesetzlichkeit überhaupt, andererseits die gutbürgerliche Unterwerfung unter die gesellschaftlichen Normen und Institutionen. Aber warum ist er so unbedingt gewiss, dass man nicht „Unrecht tun darf“? Eine der Antworten, die er noch nicht haben konnte, war die, welche das Werden des gesellschaftlichen Normensystems, als die Abhängigkeit der I-Seite von der E-Entwicklung betrifft.

    81Stützt sich Sokrates letztlich auf die „Gewissheit des Herzens“, die „unbedingte Verpflichtung zum Recht tun“, dann rückt er das prekäre Verhältnis „I indiv – I gesell “ in den Mittelpunkt von Philosophie. Es ist das zwar eine zentrale Relation, aber weder das Wichtigste noch lösbar oder weiterführend.

    82Einige charakteristische Züge der Philosophie Platons, zum Beispiel der Mangel an Respekt vor der Frau („keine, wenig Tugend, schwächlich, hinterhältig, oberflächlich, leicht zu erregen und zu erbittern, zaghaft, abergläubig, schimpfredengeneigt“). Dieser „Fluch der Götter“ ist unter anderem eine psychologisierende alltagsformulierte Kritik durch das weibliche gesellschaftliche Element als konkret praktische Ablehnung der von aufziehenden Leistungsgesellschaft, die zum Beispiel im Geistigen als N-G, E (als Systematik, Identitätsbildung, alles läuft auf G,E hinaus) erscheint. Aber es ist erst in Ansätzen die I/E (-> Emotion) und die I-Seite. (Sympathie und ähnliches als/in der Ehe ist die I/E-Relation der beiden Seiten I und E). (zum Beispiel) (Während die Päderastie die Relation „E-Anfänge zu E-Fortschritt“ ist (-> lehren-wollen …, Hoffnung auf Fortsetzung und Erweiterung), also ein selbstbezügliches System, das nur erträglich ist, solange die Entdeckung der E-Sphäre so sensationell war, wie es damals sein musste. (Platon führt die didaktische Komponente weiter -> Art der Schriften, Diskurse, philosophische Organisation etc.

    83Platon und Sokrates sind sich in Überlegungen zum Zentrum ihrer Philosophien einig, die „Liebe“ und das „Schöne“ bilden diese. Um nicht im Emotional-Allgemeinen zu bleiben, ist wichtig, zu sehen, was „Liebe, Schönes“ ist, um Möglichkeiten der Verständigung zu anderen philosophischen Begriffen und Methoden zu schaffen und um die Entwicklungsmechanismen klarer zu sehen.

    84Diese sind so, dass ihre Existenz selbst und ihr Inhalt auf „I/E“ verweisen: „Von einem schönen Leib zu zweien und von zweien zu allen“, von ihnen „zu den schönen Lebenshaltungen“, von ihnen „zu den schönen Erkenntnissen“ schließlich zu jener Erkenntnis, die sich auf nichts anderes bezieht als auf jenes „Schöne selber“.

    85Es geht darum, in der Philosophie, das Abstrakte einerseits zu finden, das aber dennoch mit dem für den Menschen Konkreten zu verbinden: Mit den allgemeinen und umfassenden emotionalen Größen (Liebe, Schönheit), die der Durchschnittsmensch kennt und bezeichnenderweise hochhält.

    86Deshalb wird Liebe, Schönheit als Verbindung von sinnlichem Begehren der Leiber, der Seele, der Lebensführung und der Erkenntnis zu erreichen versucht. Was ist für uns aber „Schönheit, Liebe“ an sich selber? Es sind die über jene Bereiche sich als doppelseitige Entwicklung erstreckende I/E- (und N/G)- Relationalität. Die besonders eng, dynamisch, beeindruckend (als Übergang vom Biologischen zum Rationalen im Emotionalen (Liebe, Schönheit) wirkt.

    87Jedoch „die Idee“ Platons ist das nur und erst auf einer Metaebene. Erst wenn I/E zu „E“ (und später zu „I“) und N/G zu N-G wird, ist Platons Grundansatz möglich.

    88Diese idealistische Haltung, (die ja in „I/E“ eher nicht angelegt ist), wird durch seinen Kontakt (als Oberschichtsangehöriger notwendig) (und von Sokrates vor-festgelegt) zur Politik als Suche nach „Gerechtigkeit“ und ähnliches vorbestimmt.

    89Die Be- und Verurteilungen dieser Art gehen weg von der I-Seite und hin zu G, N, E; „Ungerechtigkeit, Korruption, Tugend“ sind nichts anderes als Positionen in einem gesellschaftlichen I-Netz. Für die Ur-Idealisten aber muss es zunächst und historisch immer wieder vereinfacht (auch das als grundlegender didaktischer Zug) eine Identitätsstruktur geben, die als Anhebung des ethischen Niveaus die Entwicklung vorantreibt.

    90Sonst sind alle jene „Tugenden“ (tapfer, besonnen, fromm), (ebenso wie die wissenschaftlichen Kategorien etc. -> Aristoteles) nicht vermittelbar, und damit ist die objektiv notwendige Herrschaft der Oberschicht gefährdet, als je „moderne“, das heißt ideologisch abgesicherte.

    91Dabei stützt sich das Platon-System auf jene emotional-rationale Konstitution des Menschen, auf die sich (erstmals sie herausarbeitend) das griechische Denken insgesamt stützt: Auf die dem Menschen „angeborene“, konstituierende ursprüngliche Fähigkeit, zu Identifizieren und zu Negieren, zum Beispiel als Logik.

    92Platon verinhaltlicht dies Schema. Er sieht dabei aber nicht I/E, N/G in der Begrifflichkeit, also nicht ihr Werden, Gewordensein, nicht die I-Einflüsse, sondern nur die Identitäten als „E“ („Tugenden“): Sie „weiß“ der Mensch „ursprünglich“ als „Urbilder“ in „seiner Seele“. Das heißt der platonische Versuch, Emotionalität, Seele als Ursprungsgebiet von Begrifflichkeit (-> Liebe, Schönheit) zu erkennen, geht damit schon auf Kosten von „I“.

    93Tatsächlich aber sind es die gesellschaftlichen-kulturellen „I“ der griechischen Oberschicht, welche die formale Grundstruktur des emotional-rationalen (-> Logik) Übergangsschemas füllen. Das heißt jeder Mensch kann von vornherein Identifizieren und festhaltend formen. Die Inhalte aber (und das sind I/E, deren „E“ direkt, per Wahrnehmung zum Beispiel und deren „I“ versteckt von der Gesellschaft und ähnlichem) legen die historische Gesamtlage fest. Das heißt auch, dass sich bei allen Menschen weltweit und bis heute für einfache Inhalte, Sachverhalte praktisch nur eine sehr kleine Variationsbreite, nahe von „Idee, Urbild“, ergeben hat.

    94Und (was nach unserer Systematik, ->Rz, nahe liegt), Platon entdeckt die Dynamisierung von „E“ als Bewegung hin auf „E“ (wobei ganz allgemein das „I“ zu „E“ wird); das „G“ dessen einziger Sinn die Herausarbeitung von „E“ ist. Da ist dann erst mal zum Beispiel eine Handlung gerecht oder ungerecht. (Die Polarisierung „N-G“ ist die Extremlage). Und weiter, „alles strebt danach“, gerechter zu werden, als „seine ihm eigentümliche Idee zu verwirklichen“, ein unablässiger Drang zur Vollkommenheit. Es ist das auch die berechtigte Betonung von „G“ neben „E“.

    95Schon mit dem Beiseiteschieben von „I, I/E und N/G“ war (als Ursache und als Folge, beide sich gegenseitig verstärkend) die Trennung zwischen Dingwelt und Geistwelt (Urwirklichkeit, „Urbildern“, Ideen) vollzogen. Ein Verdienst der Griechen, aber auch eine griechische Einseitigkeit.

    96Vor allem, weil mit dem Gewinn (und der Übertragung auf diese Teile der Kultur) („Philosophie“), der „Freiheiten“, woher zum Beispiel die erfühlte und reflektierte „Tiefe der Wirklichkeit“ kommt, zugleich eine Abwertung der Dingwelt (I, I/E) vollzogen wurde. Hier verselbständigt sich letztlich ein didaktisches Moment gegen die Sache selbst.

    97Dem Sinn von „G“ und „E“, der Logik folgend, kann sich (ohne die Alternative zu haben: „I“, N/G) niemand und bis heute entziehen. Sie sind die Urbilder, das „Sein“ der Dinge (E), die „Ideen“ (->G), unwandelbar, unvergänglich, nicht wachsend, und sich nicht entwickelnd. Jedoch, das ist – „intern“ gesehen – falsch; „G“ als dynamische Orientierung auf „E“ hin ist ja als Dynamik der letzte, tendenziell unendliche Rest. „Das Geheimnis der Wirklichkeit“ (Platon) besteht dann doch wohl darin, dass es Grade von inhaltlicher und formaler Dynamik gibt; -> N/G im Übergang zu N-G.

    98Die Unsterblichkeit, (wie die Unendlichkeiten Rz, Rw, N,G), ist zweigeteilt: Einerseits ist es die „Präexistenz der Seele“ (Platon), das heißt, jene Verankerung der Urbilder in der menschlichen Biologie etc. (Gehirnstruktur), Das, was Platon als „vor der zeitlichen Existenz“ (Geburt) des Menschen beschreibt, anschaulich, aber sachlich zu sehr vereinfacht. Andererseits ist es nicht mehr die hier angedeutete „materielle“ Unendlichkeit, die auf „z, w“ verweist, sondern die Unendlichkeit der objektiven Begrifflichkeit (->OG), die zum Beispiel als Erinnerung im gesellschaftlichen „Gedächtnis“ bleibt.

    99Wie aber hängen die „Seelen“ mit den Begriffen zusammen? Also das, was man als Strukturen, Funktionen der Biologie, der Physik, des Gehirns zu sehen hat sowie die abstrakte Begrifflichkeit: Das erzählt Platon („Phaidos“), wie die Seelen im Gefolge der Götter einherfahren und dabei die Urbilder alles Wirklichen erblicken. Die Götter, Zeus, das heißt die abstraktesten Begriffe (und damit -> auch „1. Physik“) „ordnen alles und sorgen für alles“. Das dem Zeus folgende Heer von Göttern und Dämonen und Seelen sind die in der „allgemeinen Entwicklung“ folgenden Phasen. (Die Dämonen und Engel, sind dann jene Phasen der Entwicklung, die „neutral“ sind, das heißt die nur als quantitative Vermehrung, nicht als „Fortschreiten“ gelten müssen).

    100Platon hat zudem dort das Bild des Kreislaufs der Seele: „Außerhalb“ des Himmelsgewölbes, wo sie auch kurz ist, ist das die z-, w-Phase im „großen Kreislauf“, dessen einer Abschnitt die Berührungsstelle von 1. Physik (S,R) und abstraktester Begrifflichkeit (OG) ist. Und deren andere Abschnitte zum Beispiel das individuelle menschliche, praktische, hiesige Leben ist. Andere Phasen („Präexistenzen des Lebens“) sind die des Biologischen etc.

    101Und alle Phasen hängen, hin- und zurück, zusammen: „Dem Menschen bleibt sein ganzes Leben hindurch eine Sehnsucht“ „an die Präexistenz, an das Ursprüngliche, aus dem er herkommt“. Es werden damit andere Phasenabschnitte angedeutet.

    102Ebenso wird die Weiterentwicklung als Teil der Bewegungen der „allgemeinen Entwicklung“ schon von Platon vorweggenommen. „Der Mensch strebt nicht nur zurück zu den Ursprüngen, aus denen er herkommt, sondern es entspringt daraus auch sein Bemühen, sich aus der Verfangenheit in die sinnliche Begierde freizumachen und im Anschauen der Dinge schon in diesem irdischen Dasein zur Schau der Ideen selber zu gelangen“ .

    103Platon kennt dann nur das, was die menschliche Seele im Ursprung als wahres Sein geschaut hat, also „E“ und das, was „herabgestürzt und dabei verunglückt“ ist. (Ungerechtigkeit, das Heilige vergessend, das sie dort geschaut haben), also N.

    104Nicht „Erinnern“ ist dabei die Hauptmethode, also die emotionale Basis von „G“, ebenso „reines Anschauen“.

    105Phantasie, „I“, „N/G“ hat keinen Platz in E-Systemen. Der „Enthusiasmus“, (Platon muss auch diese Gebiete der Emotion irgendwie einbeziehen), „Wahnsinn“, „Eros“, sie richten sich alle auf „E“ aus. Der Philosoph: „Von Natur strebt er zum Sein“, zum Ewigen“ (E). Das didaktische u.a. Verbreiten von philosophischem Denken trägt Früchte. War es bisher ein Glücksfall, dass Bürger des kulturellen Zentrums Athens, vorher aus Milet, Ephesos zugleich große Philosophen und strategisch denkende Oberschichtangehörige waren, werden jetzt die Genialen kulturweit und landesweit ausgelesen: Aristoteles aus Stageira.

    106Bei den ganz Großen stellt sich nicht die alternative Frage, ob die Zeit ihn hervorgebracht hat oder er die historische Zeit vollendet hat, sondern die – bedrückende – Frage, ob Aristoteles etwas geschaffen hat, das uns bis heute so überwältigt, dass wir für mögliche ganz andere Lösungen von Denken, Wissenschaft, etc. keinerlei Alternativen sehen. Von seiner sozialen und seiner Übersicht her (und auch parallel zu seiner Philosophie) hat Aristoteles die unprofessionellen Eskapaden von kleineren Philosophen, die des Herzens, der Emotionalität, der Oppositions-Kritik und ähnlichem nicht nötig. Nicht das Demonstrative (zum Beispiel „Wohnen in der Tonne“), sondern die seriösen Inhalte in ihrer unglaublichen Breite, Tiefe und Vielfalt müssen jetzt erarbeitet werden.

    107Vor allem ist Aristoteles jener, der das, was die Griechen als einziges Kapital (für Philosophie und Wissenschaft) entdeckt haben, die angeborenen Identifikationsfunktionen des Denkens, (Logik, Empirie) jetzt nicht nur auf das Denken selbst bezieht, sondern versucht, diese abstrakten Fähigkeiten auf die „Welt“ zu beziehen.

    108Ohne die Vermittlung durch die entwickelten E-Phasen muss das (in Hinsicht der immanent vorweggenommenen E-Entwicklung) scheitern. Aber dort, wo man die E-Apparate (moderne Wissenschaft) nicht unbedingt braucht, bei der Beobachtung des Menschen und auch bei der Ausdifferenzierung und Relativierung der Denk-Gesetze, hat Aristoteles große Erfolge.

    109Zum Beispiel dass das Lebendige mehr ist als die Summe seiner Teile, der Elemente, das heißt auch die Schichtung der Kategorien: Als das Ganze des Organismus, oder als Fragen nach dem „Wesen“ (der Natur) etc. Als „Ziel“ und „Zweck“ (des Organismus etc.); Die Entelechie ist „I“, unabhängig vom Menschen. Das heißt die „Relativierung“ von „N-G“ eröffnet die I-Seite.

    110Die E-Entwicklung kombiniert mit „I“: „Alles was ist, strebt danach, sich in der Fülle seiner Möglichkeiten, auf die hin es angelegt ist, zu verwirklichen; die ganze Welt drängt zu ihrer eigensten Vollkommenheit“; Selbstverwirklichung, Vervollkommnung. Diese universale Teleologie („I“), welche die Identität (E) relativiert, und zwar mit einem genauso objektiven und starken Gesetz wie es E, G ist, wird empirisch frühzeitig erkannt.

    111Woher freilich diese dynamische E-Entwicklung und die I-Sphäre kommen, das war noch kein ernsthaftes Thema. „Halbernst“ ist die Antwort: „Gott“ und „Mensch“, wobei dies eine Problemverschiebung ist, denn Gott als „E“ kann nur zum Teil gelten. „Der Mensch“ schon eher, als jener Abschnitt der E/I-Entwicklung, der sich jetzt bei Aristoteles erstmals systematisch fragt, was er sei, wie er handeln soll (privat, öffentlich), worauf es im Dasein ankommt. Das fragen sich die Griechen seit eh und je. Es ist letztlich die Frage nach der I-Sphäre.

    112Die Selbstverwirklichung – wie es die Natur auch tut – beispielsweise als „Glückseligkeit“ sind zwar vorerst nur formale „I“, aber indem Aristoteles die menschliche I-Skala mit der der Natur verknüpft, deutet er eine durchgehende, also allgemeine I-Sphäre an. Wie für die Natur gilt für den Menschen „so sehr wie möglich verwirklichen und zur Vollendung bringen, was er vom Wesen her ist“: Das als E-Entwicklung und I-Sphäre.

    113Wenn man das den jeden „Humanismus“ begründende „Werde, was du bist“ ernst nimmt, dann zielt das bereits bei Aristoteles letztlich auf die Selbstidentität des „allgemeinen Menschen“ Subjektphase und „E“. Es ist der Versuch, „E“ zu verinhaltlichen und die I-Seite anzudeuten, um die aus dem „logischen Denkvermögen“ so überaus starken Einflüsse (auch auf die Philosophie), formal zu relativieren

    114Diese Selbstidentität des Menschen, als philosophische und historische Zentralfigur, (wo die tonangebenden Figuren das Bewusstsein haben, dass es im Grunde richtig mit ihnen, ihren ethischen Entscheidungen etc. steht), wird gebrochen und relativiert.

    115Das hängt mit dem Ausgang der Antike zusammen. Die Ideologie des Christentums ist dafür ein Symptom. Durch die notwendigen ökonomischen und politischen „Verbesserungen“ des antiken Systems, zum Beispiel die geografische Ausdehnung und damit den quantitativen Einbezug vieler „Fremder“ der damaligen 2. und 3. Welt; zum Beispiel die Verbesserung des Lebensniveaus in den Kernlanden (Rom) und damit die erhöhte Wichtigkeit von „Konsum“, und von taktischen Zielen statt strategischen (zum Beispiel der Investition in Eroberungen) und somit die Stärkung der Stellung der Unterschichten (landwirtschaftliche, handwerkliche, dienstleistende, auch Sklaven und ähnliches). Zum Beispiel ebenso Verbesserungen der „Produktionsmittel“ und daher das Anwachsen der Stellung der dazugehörigen Arbeitenden. etc.

    116Über bisherige Einschätzungen der Oberschicht – hier durch Aristoteles: Als der Mensch ist „aus dem Grunde seines Wesens heraus gut“, „seine Güte aus seinem Wesen zu verwirklichen“, ist seine Kernaufgabe – hinaus, werden jetzt „Menschen“ (Unterschicht, Ausländer) wichtig, die zuvor gar nicht als solche philosophisch bemerkt wurden. Von der Oberschicht her, gilt dann, der Mensch ist auch schlecht, verloren, doppeldeutig, denn die (auch emotionalen) „I“ sind jetzt zum Teil unvereinbare.

    117Aber Aristoteles berührt das noch nicht. Diese ethische Dimension kann relativ oberflächlich bleiben, und das Wesen des Menschen ist „systematisch“ „festzustellen“. Die Beurteilungsausgangslage ist dabei nicht dessen soziale historische Stellung, sondern sein „Unterschied zum Tier“. (Eine frühe Vorwegnahme der „Wissenschaft“ als I-Eliminierung). Es ist sicherlich nicht nur philosophisch einseitig entweder den Menschen (seit Aristoteles, Humanismus) („werde, was du bist“, „verwirkliche die ursprüngliche Güte deines Wesens“) oder den Zweifel am Menschen (Christentum als Bewusstsein tiefgreifender Verlorenheit der Menschheit) zur Richtschnur zu machen.

    118Die inhaltliche Erfüllung (Aristoteles betrachtet die Differenz Mensch-Tier) führt zur Entwicklung. Nimmt man diese ernst, kommt man zur Erkenntnis, es gibt mehrere „Eckpunkte“, die zusammenhängen. Zum Beispiel „erste Physik“, „Leben“, „Ich“, Gesellschaft, abstrakteste Begrifflichkeit, Emotionen, Gehirn, etc. Erst so lässt sich moderne Philosophie begründen.

    119Alle Philosophen vorher, hier Aristoteles, sind ziemlich konsequente Vorarbeiter dazu, zum Beispiel die Entdeckung, dass der Logos (Geist, Vernunft) der Sinn des menschlichen Daseins ist und zwar als „natürliche Hervorbringung“ über das Tier hinaus.

    120Aristoteles ist nicht zufällig der „Vater der abendländischen Logik“. Seine konsequente Ansicht, der Logos sei das eigenste Wesen des Menschen und daher die Erforschung des Logos durch Aristoteles ist schließlich die griechische Grundhaltung, die Erkenntnis der Welt, des menschlichen Daseins durch und als Besitz des Logos. Damit ist Aristoteles der Höhepunkt der griechischen Kultur.

    121Für uns ist es ein „Mysterium“, wieso der „Logos“ E, N, G ist, und warum Identitätsbildung vor den späteren Paradigmata (Weltbeherrschung, also Handeln, also I, N/G, I/E) historisch angesiedelt ist. Im sachlichen Ablauf als Entwicklung, das heißt zum Beispiel dem der Abstraktion, ist nämlich Identität stets das Letzte.

    122Für uns ist das ein Symptom dafür, dass die Basis des Identitätsdenkens – auch und sogar primär – biologischer Art ist. (Dagegen spricht, dass Aristoteles sich des „Handelns“ und ähnlichem durchaus bewusst war, er aber die „reine Erkenntnis“ „darüber“ stellte).

    123Der Vorrang des Erkennens vor dem Handeln ist letztlich schon jener Basisansatz, (E-Entwicklung als Primäres), der die Grundlage der Wissenschaft bis heute ist: So die Ausschaltung aller I, I/E, und schließlich, wenn auch versteckt, der N/G-Methoden.

    124Bei Aristoteles „kommt es der Vernunft zu“, die Herrschaft über das „sittliche“ Handeln auszuüben. Sittlich ist dabei nur ein Handeln, das sich nicht „blindlings von den Leidenschaften“ leiten lässt. „Einsicht, rechtes Maß, Besonnenheit“ sind weitere Kaschierungen verbaler Art.

    125Dahinter stehen freilich nicht nur begriffliche, Identitätsbildungs-Absichten. Auch das Identisch-werden der (je vorhandenen) Mittel mit „Natur“ etc. wird als „Übergänge“ berücksichtigt.

    126Aristoteles ist es auch, (neben dem, was griechischer Geist von Anfang an war), der den tieferen Grund der Wirklichkeit, den er bei der Erkenntnis der Dinge, des Menschen und seines Handelns, diesen Teilbereichen gemeinsam und sie verbindend sieht. Bei uns ist es die „Kategorie“ der Entwicklung.

    127Die wir allerdings sehr genau strukturieren, spezifizieren, differenzieren. Die aber bei Aristoteles erst noch geformt werden muss. Er sieht nicht mehr als ein „durchgängiges Streben“, eine große und umfassende Bewegung, die die ganze Welt durchwaltet.

    128Relativ kurzschlüssig und punktuell ergeben sich dann in der Philosophie solche Fragen, wie die nach dem „ersten Bewegenden“, das dann noch selber nicht bewegt sei, und ähnliches. Es werden mithin Alltagswissensstrukturen noch nicht untersuchbar.

    129Jenseits der Begriffssphäre gibt es noch die des materiellen Seins. Wenn jetzt Aristoteles, der noch nicht so ideologisch-weltanschaulich nur auf die philosophische Verbegrifflichung der Welt festgelegt ist oder zumindest von seinen philosophischen Vorfahren noch ein Nachhall herrscht, das „erste Bewegende“ genauer erfassen soll, dann klingt die „erste Physik“, (S-Aspekt in unserem Sinne) an.

    130Ebenso dann wenn das „unbewegte Bewegende“ letztlich als „unaufhörliches Streben“ bezeichnet wird, das hervorgerufen wird durch das, wonach gestrebt wird. Also der z/w-Ablauf, dass eine Kraft nur dadurch erscheint, indem sie mit einer „Gegenkraft“ eine elementare energetische Wirkung als Seiendes erzeugt.

    131Und er kommt nicht umhin, die I-, R-Kategorie dazu zu denken:

    132Das erste „unbewegte Bewegende“ ist, nach Aristoteles, das letztlich erstrebte Ziel allen Strebens in der Welt. Um es über das (abgeleitete) individuelle, menschliche Verhalten und Denken hinaus zu begründen: Es ist die E-Entwicklung, die hier beschrieben wird und die eine objektive ist.

    133Jenes „Ziel“ ist dies dann auch. Extrem entwickelt objektiv (denn jene Entwicklung erzeugt auch Objektivität). Aber auch zunehmend „leer“ …-> N.

    134Deshalb ist es nur das „Extremste“. Das Wichtigste ist die Entwicklung und alle ihre Phasen. Während das Erste (Physik etc. -> Mathematik) ja mit dem Extremsten letztlich identisch ist.

    135Aristoteles sieht die Entwicklung, das heißt die Dynamik und die Veränderung selbst sowie deren spezifische Züge. „Alles Streben in der Welt geht auf Selbstverwirklichung“. Nicht nur der „Mensch“ (als philosophische Phase und als Subjektphase sogar eine Hauptphase, der „Eckpunkt“ „I“) strebt nach Selbstverwirklichung. Aber stets ist diese „Selbstverwirklichung“ als ein „E“ bzw. als ein „I“ anzusehen, das in unendlicher Näherung anstrebt, dies „E“ zu werden; zum Beispiel als „Mensch“. Dabei ist das, was ein Ding, allgemein als eine Phase „wesentlich“ „ist“ (E,G), begrifflich vordefiniert. Dann „wird“ die Phase, der „Mensch“ zum Beispiel das, was er eigentlich ist. Das heißt aber, diese Abläufe finden bei Aristoteles innerhalb des Begrifflichen, Geistigen statt. Ein anderer Eckpunkt hierzu ist die Begrifflichkeit selber, also die obersten Begriffe sind die „wirklichsten“, die „vollkommensten“. Das Staunen über den Entwicklungsmechanismus, der sowohl inhaltlich als auch formal (Meta-E) zu „E“ führt, als „Identität“ zum Beispiel, lässt die so früh schon philosophischen Menschen, hier Aristoteles, dies Wunder mit „Gott“ benennen.

    136Eine der Hauptfacetten von „Gott“ ist die, oberstes Entwicklungsprodukt zu sein. Als solches hat es zwei notwendige Eigenschaften: a) es geht hervor (als abstraktester Begriff) aus allem, was an Phasen in der Entwicklung vor ihm ist, und b) dient er (in „großem Kreisschluss) als einzig mögliche adäquate Beschreibung der „1. Physik“.

    137Beide Positionen treten in der – auch schon griechischen –

    138Philosophie als „Hervorgehobene“ auf. Letzteres ist der „Schöpfergott“ im Sinne (zum Beispiel) des Christentums. (Denn „Schöpfung“ ist vor allem auch „1. Physik“ und deren menschliches Erfassen/Begreifen findet allein in der obersten Begrifflichkeit statt.

    139Ersteres ist, zum Beispiel bei Aristoteles: Gott als das letzte Ergebnis aller Entwicklung der Welt, die Gottheit als das der Welt immanente letzte Ziel (→ „I“) ihres „Strebens“.

    140Beide Positionen sind einander bis heute feindlich, zum Beispiel nennt deshalb Luther den Aristoteles einen „ranzigen Philosophen“. Wenn aber das Mittelalter den Aristoteles als „Wegbereiter Christi im Felde des Natürlichen“ bezeichnet, dann sind darin jene beiden Grundansichten impliziert.

    141Schon die Griechen – und wohl noch vor den Manichäern – zeigten den Denkzwang, (und damit diese „menschliche“ Eigenschaft und damit diese Struktur in der Entwicklung), der als „Monotheismus“ dann immer mehr Kulturen überzeugte: Gott ist das „Höchste“ in der Welt, die Vollkommenheit, etc.

    142Und Aristoteles geht einen Schritt weiter, der nicht nur die innere Konsequenz von „Entwicklung“ zeigt, sondern auch die unendliche und leere Offenheit der obersten Denkkategorien. zum Beispiel hier von E, aber auch als N, I, G (- und was, wiederum den Kreis schließend, auf R z, R w, S z und S w verweist). Aristoteles sagt ausdrücklich „Gott ist Geist“ (Logos, Vernunft) „oder noch über den Geist hinaus“.

    143Für Aristoteles: Ist die Gottheit denkender Geist. Liegt ihr Wesen im Erkennen? Was denkt sie?

    144„Gott“ als „E“ (das Höchst-Entwickelte, das Ganze, jedes Einzelne und ähnliches) hat aus „E“ seine (leere) Unendlichkeit. Zugleich „denkt“ er sich selbst, das heißt, Methodik, G, und Begrifflichkeit (E, I) gehen ineinander über, so wie zuvor I und E ineinander übergehen.

    145Aber „Gott“ ist auch Entwicklung, das heißt, er ist alle „Phasen“. Das aber ist nur möglich, weil es z, w gibt. In ihnen ist die Entwicklung der Phasen vorgegeben; z, w aber sind auch „E“.

    146Dass die Gottheit „das letzte Ziel“ (Ewigkeit) erkennt, ist deshalb unproblematisch, weil sie als E, in dessen (leerer) Unendlichkeit mit N und G „erkennend“ (also N-G) eine „Einheit“ wird. Die Frage aber (schon bei Aristoteles) ist, ob die Gottheit (auch) die Welt (das Endliche) erkennen kann.

    147Aristoteles: „Die Gottheit erkennt nichts als sich selbst“. Sie ist reines Denken ihrer selbst, eine Art versunkenen Anschauens des eigenen Wesens. Diese Einsicht gilt als der höchste Gipfel griechischen Denkens (über den Ursprung des Wirklichen, Metaphysik und „1. Philosophie“). Es ist das – verbalisierte – „N-G“- Modell. Aber es gibt eben noch „I“ und N/G.

    Epikur und Zenon

    148In der Spätzeit der griechischen Philosophie musste es nach unserer Modellvorstellung, eine geistig-philosophische Entwicklung geben, die einerseits die E (Wissen, mehr und anderes war aus Umweltbedingungen gar nicht möglich) hoch entwickelt, aber andererseits zur I-Sphäre überging, weil die entwickelten E auch die Abtrennung der „I“ von den E (et vice versa) hat.

    149Was jetzt, epikureisch, stoisch etc., verkündet wird, kann nicht anderes als „Weltanschauung“ sein, das heißt einseitig “Eckpunkt-betont“, nur E oder eben „I-betont“.

    150Nicht mehr die traditionelle reine philosophische Erkenntnis steht jetzt im Mittelpunkt, sondern die „rechte Stellung“ des Menschen in der Welt. Ich sehe darin vor allem die I-Entscheidungen; und da solche zentralen wie das „Glück“. Wenn die I-Seite allein gesehen wird, dann differenziert sich dies schnell nach ihrem Grundprinzip der Vielfalt.

    151So wie die frühen Griechen (Platon, Aristoteles) sehr rasch zum Reflexionsergebnis über das Rationale, die E-Seite, kamen, zur Struktur von Logik etc., so gelang es Epikur schnell, den unübersehbaren, unübersichtlichen Wust von I-Möglichkeiten (also individuelle Erzeugnisse jeder Art) zu durchstoßen. Zwar nicht auf die philosophische Struktur oder den Zusammenhang, die Genese mit der E-Sphäre usw. zu kommen, aber das „I“ als „Glück“ zu benennen, das hinter – fast – allen menschlichen „I“ steckt.

    152Und als „Glück“ werden letztlich stets die primären, biologisch-emotionalen Erfahrungen konkretisiert, damals wie heute. (Womit auch indirekt die Genese von „I“ aus dem Biologischen angesprochen würde). Anders gesagt, Essen, Sex und ähnliches sind mit dieser tiefen philosophischen Entdeckung in jenen Stand der philosophischen und kulturellen Wichtigkeit gehoben, der diesen I/Glücks-Ausprägungen (u.a. aus Gründen der E-Betonung -> Idealismus…) bis heute abgesprochen wird. Zu Epikurs konkreter Lebensführung kommt noch die Tatsache, dass er eine Optimierung des „Glücks“ als vergesellschaftetes Glück anstrebt: Selbst milde im Genuss, Familie, Freunde, Philosophie, Sklaven gut behandelnd etc.

    153Beide Grundhaltungen werden erklärt als die Art, wie Epikur die „Krisis seiner Zeit“ bestehen will. Aber mir sagt das zu wenig, denn was ist „Krisis“ (wie wird sie wahrgenommen, wie wird auf sie reagiert, etc.)? Ich meine vielmehr, die Entwicklung, auch die von Zwischenphasen, haben die objektive Tendenz, an ihrem Ende, die I-Sphäre zu entdecken. Und die Griechen, die die „Logik“ (E.N.G) entdeckten, die E-Sphäre zuvor und gleich in deren ganz abstrakter Ausprägung erkannten, drangen auch hier gleich auf das Extremum von „I“ vor: als „Glück“.

    154Diese Erklärung ist aber noch abgehobener, als die der „Krisis“. Aber man kann beide verbinden, wenn man sich klar macht, was „Krisis“ ist. Vor allem kann man „moralistische“ Interpretationen von „Krisis“ und ähnlichem „aufheben“ -> als Reife, als Ende typischer Abläufe: E wird N/G wird „I“-> etc.

    155Denn die im späten Griechentum aufgekommene Ratlosigkeit des Menschen, zum Beispiel „über den Sinn des Daseins“, ist nur eine formale Beschreibung. Man kann genauso gut analysieren, dass in den als wesentlich empfundenen E-Bereichen (Wissen, Philosophie, Kunst) kein weiterer Entwicklungsfortschritt mehr möglich war, dies aber auch nicht panisch empfunden wurde, (was auch unmöglich ist, wenn der gesellschaftliche Eindruck herrscht, „alles“ zu haben, und zu wissen). Dann kann sich „I“, der E bedienend, relativ vollenden: So „Glück“,als Vermeidung von Schmerz und Gewinn von Lust, also eher handgreiflich biologisch, emotional. Und als Geistesarbeit -> Gespräche, Musik, Kunst, Philosophie auf die vorhandenen E, als Mittel und das Niveau der Vergesellschaftung bauend, „E“ ist dafür der exakte zusammenfassende Ausdruck; „I“ wäre noch kürzer und hätte den Vorteil, in eine übergeordnete Systematik zu passen.

    156Wie wird bei Epikur das „Glück“ beschrieben?

    157Es geht, philosophisch modern gesprochen, um die Abstimmung der I-Sphäre mit der sich entwickelnden E-Sphäre. Diese entwickeln sich im und als „Mensch“ von der biologisch induzierten Emotionalität zur Ratio; hier als bestimmte E-Entwicklung und als Abstimmung der vorgegebenen Mittel (E`); (zum Beispiel Wissen, Produktionsmittel, Reichtum) mit den individuellen und gesellschaftlichen „I“.

    158Es kommt also darauf an, in diesem Gemenge ein jeweiliges (persönliches) Gleichgewicht zu bilden. Neigt man allzu sehr zur „Lust“ als Glück, dann handelt man sich (aus vorgegebenen medizinisch/biologischen, psychologischen, gesellschaftlichen Gründen E) Kollateralschäden ein. Das heißt grundlegend verbleibt man nur in biologisch-emotionalen „I“, kann man die anderen „I“, (die auf gesellschaftliche, intellektuelle, kulturelle E bezogen sind), letztlich aus Knappheitsgründen (Stand der E-Entwicklung) nicht berücksichtigen. Es sind aber auch dieser Art alle „I“ gleich wichtig.

    159„Das Gleichmaß der Seele“ (Epikur) ist dann ein Durchschnitts- und Ausgleichskonstrukt, das eine idealistische, naive Philosophie eher aus sozialpsychologischen Intuitionen zu propagieren sucht.

    160Ausgleich zwischen den negativen biologisch-emotionalen Erfahrungen (Schmerz, „Leiden“-Schaften), (die man auf diese Art zu „neutralisieren“ hofft) und „Lust“ und ähnliches als positive Emotionen und als fiktiven Mittelpunkt von emotionalen (Bedürfnissen, Vermögen, etc.) und rationalen.

    161Diese Manöver aber spiegeln die Praxis-Verfahren des gesellschaftlichen Lebens, wie Epikur erkennt, und die als psychologische Therapien nicht erst heute angewandt werden. Vielmehr vor allem von der frühphilosophischen Variante der „Religion“ u.a. praktischen medizinischen, psychologischen Verfahren.

    162War es seit der Antike, auch bei Epikur, die vermeintlich alleinige Aufgabe der Philosophie, die „Leidenschaften aus der Seele zu vertreiben“, so halte ich das für einen Kurzschluss, selbst bei Epikur, der den richtigen Alternativansatz zur Entwicklung von „Logik und Vernunft“, der objektiven Hauptaufgabe der Philosophie, zunächst hat. Es sind eben zwei Aufgaben für die Philosophen vorgesehen, die E-Entwicklung und die I-Entfaltung. Epikur plädiert dann letztlich für I/E („der Vernunft entspringt die höchste Lust“), was widersinnig wäre, wenn es (als „Lebenspraxis“ Entwicklungsstand heute) nicht als „Entwicklung“ -> I/E verstanden würde – und wenn nicht damit zugleich gesagt würde, die „I“-Seite (Lust, Leidenschaft) kann sich nur historisch und sachlich im Maße der E-Entwicklung (selbst) entfalten.

    163Aber diese Spaltung betrifft nicht nur die Philosophie; bis heute: zum Beispiel „Männer“ (-> Entwicklung, E, G) vs. „Frauen“ (Emotionen -> I/E – > I).

    164Bereits in der Antike werden die Hauptentwicklung und die Endziele – implizit – formuliert, das ist die E-Vollendung, „Glück“ als Nutzung dieser E (als den „objektiven“ Menschen, die Subjektphase) und die I-Freiheit, (unendliche Erzeugung der „I“ wird formal nur dann möglich, wenn zur I-Kreierung „Freiheit“ von E-Herrschaft herrscht). Bei Epikur scheint das durch, wenn auch nicht allzusehr.

    165Epikur geht bereits über die bloße Feststellung von „E“ hinaus, wozu zum Beispiel die exzessive Identitätsbildung (G), (-> „Wissen“ etc.) gehört,. Es ist die Fortsetzung der griechischen E-Erfindung, diese war abstrakt zu überwinden: Zuvor ist das Ziel noch die „Selbstgenügsamkeit“, also eine hochentwickelte E-Form. Aber sie wird als „Frieden der Seele“, letztlich, als Leere, Nichts („Nicht- Existenz“) „erfühlt“. „Die glückliche Freiheit des Geistes“ ist zugleich jene Leere, also auch die Findung von E, -> N/G als Formalkategorie. Denn die „schönste Frucht der Selbstgenügsamkeit ist die Freiheit“, als Unabhängigkeit von seiner Umwelt und ähnliches.

    166Der Philosoph selbst und seine Allgültigkeit beanspruchenden Ratschläge werden von jenen – objektiven – Aufgaben bestimmt, die die historische und die sachliche Entwicklung gerade fordern.

    167Es war das zu Epikurs Zeit nicht, das Wissen über Welt, Gesellschaft, Mensch zu fundieren. Auch die strategisch-politischen Analysen (die ihm von seiner gesellschaftlichen Stellung her nahegelegen hätten) waren damals doch noch sehr wenig dynamisch, kaum verallgemeinerbar und daher nicht auf philosophischer Ebene anzusiedeln, (es fehlten dazu ökonomische, polittheoretische, soziologische, sozialpsychologische, etc. Vorkenntnisse). Öffentlichkeit, Politik, Ökonomie war hauptsächlich Verwaltung, Organisation; also Routine, auch unsystematische I-Konkurrenz.

    168Ein reiches, weil spontan und vom Alltagswissen her erschließbares Feld war objektiv das der Psychologie in Kleingruppen, Freundschaften u.ä. (In Zeiten relativen Stillstandes war das oft das Ventil von aktiven -> nachrevolutionärem Bürgertum). Zudem wird die Definition von „Glück“ als bloß Individualisierbares sachlich erweitert.

    169Die Philosophie hatte stets eine aktive Seite und eine eher passivische. Der Drang nach Erkenntnis gehörte zu Ersterer. Aber der Schutz vor Störungen der vernünftigen Seelenruhe war die Andere, so bei Epikur; Geistesgeschichte als „E“, G (passiv) und I/E, „I“. N (aktiv).

    170Diese Störungen sind zahlreich, neben den Notwendigkeiten aus Anforderungen des politischen, ökonomischen Daseins, so als Pflichten der Gesellschaft, auch den Weltläufen etc., wehrten sich gerade die Griechen gegen die mächtigen Naturkräfte und gegen deren psychologische Gewalt als Mythen. Das klare logische Denken, eine davon geprägte Naturphilosophie kann von den kollektiven Ängsten befreien.

    171Das wiederholt sich – als wirksames philosophisch-geschichtlich-gesellschaftliches Ereignis – in der „deutschen Aufklärung“. Erst darauf aufbauend, werden aus diesem eher passiven Widerstand neue Systeme („deutscher Idealismus“) probiert.

    172Die so Erstaunen machenden frühen philosophischen Erkenntnisse, zum Beispiel die „Naturphilosophie“ des Demokrit, die Epikur aufnimmt, beruhen letztlich auf der „Logik“ – im erweiterten Sinne. (Diese „Logik“ und ähnliches ist offensichtlich auch „angeboren“ (->Biologie -> Emotionalität -> Ratio). Aber die Griechen profilieren sich mit deren Bewusstmachung.

    173„Erweitert“ heißt, es werden logiknahe Kategorien, (Logik plus empirische Erfahrung) endlich begrifflich gedacht, zum Beispiel „entstehen-vergehen, sichtbar-unsichtbar, Kleinstes/Atom, endlich-unendlich, Größe, Gestalt, Gewicht, verbinden-trennen, voll-leer(er) Raum, Zufall-Gesetz, Kombinations-Vorstellung-Einfachheit“ und ähnliches.

    174Daraus besteht die (sehr sicher machende) Erklärung der Natur durch Demokrit aus Thrakion und hier Epikur. Bis heute müssen diese „Kategorien“ (E, N, G) (Logik) eine Rolle spielen. Aber nur als „erste Näherung“. Die moderne Physik und Philosophie zeigt zum Beispiel wie diese Kategorien usw. (zum Beispiel „Raum“) erst selbst entstehen. Das ist seit damals darin der erste wirkliche Fortschritt.

    175Die Denkmöglichkeiten einer Zweiteilung in E und I tauchen stets auch wieder als Konkretisierungen auf, zum Beispiel als eine „Welt“ oder als eine Geschichtsepoche, die von E, dem Seienden, dem Hiesigen, der E-Entwicklung und ähnlichem bestimmt ist und einer dazu fernen (zukünftigen, vergangenen) Welt des „I“, nach der E-Vollendung. (Da diese „I“-Formation prinzipiell nicht abgelehnt wird, sondern als unrealistisch o. ä, angesehen wird, sieht man dann meist die „I“ in rosigem Licht.)

    176Epikur leugnet es nicht, dass es die „Götter“ gibt, aber er verbannt sie aus dieser Welt. In ihr haben die Menschen das Dasein zu regulieren. In ihrem Aufenthaltsort, in ihrem Refugium führen sie ein seliges Leben, ein vollkommenes, glückseliges, ewiges, an Gütern kann es reicher nicht gedacht sein. Es geht Epikur darum, philosophisch zu verhindern, dass die Götter mit ihrem „Zorn, Strafen, Wohlwollen, Belohnungen“ (-> I emot) in das Dasein (-> E) der Menschen eingreifen. Sie gehören an den Rand menschlichen Geschehens, (->E-Entwicklung, wo die Philosophie damals Anteil hatte, später die Wissenschaft).

    177Der Tod, die Vergänglichkeit des Lebens wird seit der Antike philosophisch sehr emotional, aber bereits auch schon rational behandelt. Und zwar mit dem N-G-Schema: Das Wesen des Todes ist N-G, er ist ein Nichts (N), das extrem vom Seienden (G) getrennt ist. Wenn der Tod ist, sind wir nicht und umgekehrt, daher ist er gar nicht zu fürchten. Vielmehr „macht das das vergängliche Leben erst köstlich“. Dennoch befreite solche rationale Erkenntnis nicht von dem, gerade von den Griechen und vertieft seit der Spätantike bis heute, emotionalen Einsehen und Befürchtigungen; rational und emotional sind ja schließlich auch wie N-G-Getrennte. Erst N/G, das heißt die materiell gestützte Erkenntnis, dass nichts vergeht, führt das schroffe Ende (N) in ewige Entwicklung über, was den Geist und die Seele aber nicht tröstet. Weiterentwicklung, Wissenschaft, die „N“ benutzt (als Überbrückung von Ewigkeit zu Ewigkeit und also keine Furcht davor zulässt) und zeigt, was die Unendlichkeitsüberlegungen zeigen, es muss stets wieder „Leben“ geben. Und wohl so ähnliches wie unseres, wegen der Naturgesetze. Das Problem „Tod“ hat (wie alle anderen philosophischen Probleme auch…) zwei Seiten, die mehrdeutige sachliche, (die aber von einer modernen Philosophie in einer Systematik integrierbar ist). Und die „Interpretation“ des Problems; je nach den Einseitigkeiten, spezifischen Eckpunkten, denen man (nicht willkürlich) Priorität im Argumentationszusammenhang gibt.

    178Zum Beispiel hat Epikur den „Genuss des Daseins“ (-> E, früher Pragmatismus), als Priorität, dabei individuelle Selbstbestimmung und ähnliches. Das stört die Angst vor/oder selbst das Jenseits, wo die Götter willkürlich belohnen oder bestrafen.

    179Der philosophisch entscheidende Punkt ist, darf ein Philosoph gegen die Grundstruktur der Sache verstoßen (hier als Auflösung der entwickelten z/w, I/E- Kombination, als materielle oder gesellschaftliche, kulturelle „Unsterblichkeit“), nur um seinen spezifischen Ansatz zu betonen?

    180Das intensive Nachdenken, das die Griechen kultivierten, zum Teil als Wissenschaft, Logik, zum Teil als Philosophie einzuordnen, sind die langfristigen Vorläufer von Leistungs- und Wissenschaftsgesellschaft. Ethnien und Sozialschichten waren dort dafür prädestiniert. Ob ohne sie es nie eine Wissenschaft und Leistungsgesellschaft gegeben hätte, ist kaum zu beantworten.

    181Aber dass Philosophie („für die Gesundheit der Seele“, Epikur) die konsequente Ausnutzung der menschlichen Anlagen ist, gerade dann, wenn alle anderen Mittel, auch Arbeitsmittel und ähnliches noch nicht vorhanden sind, das haben diese frühen Europäer gezeigt.

    182Die abstrakteste Philosophie ist Ergebnis maximaler Ausnutzung der Gehirnkapazitäten bei geringen Voraussetzungen (-> ökonomisches Prinzip).

    183Im individuellen Leben kommen meist erst alte Menschen (die dann „religiös“ werden oder aufgeklärt philosophisch), auf dies einfache Verfahren zur Nutzung der eigenen, tendenziell unendlichen Anlagen. Zenon ist als Antipode zu Epikur aus dem Prinzip und der Qualität von individuellem „I“ zu gesellschaftlichen „I“, auch als Wechselwirkung „Ii“ zu „Ik,g,w“ zu verstehen. Bei Epikur war als emotionales „Ii“, (emotional-biologisches) als „Lust“, „Glück“ bestimmbar, aber diese sind stets unvermittelbar an andere. Weil ihre Strukturen noch sehr von I/E bestimmt sind, ist eine „Verallgemeinerung“, auch als Freiheit/Trennung eigentlich nicht möglich.

    184An die Ii-Stelle tritt bei Zenon die „Pflicht“, also gesellschaftliche „Ik,g,w“. Die aber mit dem Individuum noch sehr vermittelt sind.)

    185Aber es ist das eine Kategorie konkreter Verallgemeinerung und eine, bei der „I“ so ist, dass E deutlich außer ihr ist; jedoch stets beziehbar auf die I-Entscheidung:

    186Im Zentrum Zenons Philosophie, der „Stoa“, steht jetzt nicht mehr I, I/E (als menschliche Emotionalität), sondern die „Übereinstimmung mit sich selbst“. Das ist „E“ als Ich-Identität. Also eine Phase der Entwicklung (der E), die auf jene der „Emotionalität“ folgt.

    187Was beide Schulen vereint, sie lenken ihre philosophische Aufmerksamkeit auf „den Menschen“; noch, später werden durch die Wissenschaften und durch die „Gesellschaft“, die „Geschichte“ „weitere“ Horizonte interessant, zum Beispiel weil diese Bereiche systematisch ausdifferenziert etc. werden.

    188Nicht der Kosmos, nicht die Polis, nicht allgemeine Tugend, sondern die besondere Idee des menschlichen Individualismus tritt jetzt deshalb philosophisch in den Vordergrund, weil das nähere Erforschen von „E“ als das Einfachste erschien.

    189Beim Forschen braucht man Mittel: Methoden, man muss Umwege gehen, neue Sprachen, Begriffe entwerfen etc. Die Antike hatte nicht viel mehr als die mechanische Logik dafür. Beim Erforschen des „Ich“ aber glaubte man, (zum Teil bis heute) das alles nicht zu brauchen. Was ich selber bin, weiß ich, un-mittelbar; das liegt im Forschungsgegenstand. Diese „Stärke“ stellte sich später als prinzipielle Schwäche, als Hindernis heraus.

    190Allerdings konnte man auf diese Weise nicht „tief“ in biologische, psychologische Schichten des „Ich“ eindringen. Die heute noch geltende formale Idee der „Persönlichkeit“, des „Menschen als Individuum“ und ähnlichem war geboren.

    191Es gibt schon eine Zunahme im Wissensdrang. Bei der Stoa geht der Drang, die Welt und die Natur zu erfassen, bereits über die Absicht der Epikureer hinaus, die von der Natur ausgehenden Störungen zu vermeiden.

    192Aber die Gesetze des Kosmos – und die Verfahren, Methoden, Begriffe einfacher Art dafür, fehlen noch – bleiben unbekannt. Nur aus der „Logik“ ableitbare „Sprachen“, Methoden sind möglich. Und das ist zum Beispiel die Identität, Übereinstimmungen zu erkennen (→ G).

    193Als ein Forschungsergebnis, (das der Stoa), ergibt sich, die Natur im Menschen als übereinstimmend mit der Natur draußen zu erkennen. Konsequent aber ist, (bei dieser E-Bildung), den Menschen im Mittelpunkt als Ausgangspunkt zu sehen:

    194Der Mensch kommt zur Übereinstimmung mit sich selber, indem er übereinstimmend mit der Natur lebt. Das heißt, die umfassenden Gesetze des Kosmos sind auch in unserem Inneren verwirklicht.

    195Doch nicht Wissensdrang oder gar Wissen erzeugt dies (auch moralisch-praktische) Urteil, sondern die schmale Basis des Identitätsdenkens („G“) wird sachlich erweitert und die „Selbsterkenntnis des Menschen“ ist als „E“ ihr Ergebnis, hier eines ethischer Art.

    196Es ist daher kein Zufall, dass das „innere Lebendige“ der Natur, ihr „mächtiges Naturprinzip“ die Gottheit ist, der „oberste Gott“, (es sind noch nicht die „Atome, der „Zufall“ o. ä.). Also „E“ in „reiner“ Form. Und die Stoa durchschaut (und beschreibt damit „E“ nochmal): „Gott“ kann umschrieben werden, (als „Feuer, Lebenshauch, Geist, Vernunft, Schicksal, Zeus, Unsterblichkeit, Welt, auch im Einzelnen“ etc.). Dieser Vielfalt ist eigentlich nur „E“ gemeinsam.

    197Die „Stoa“ zeigt auf, zumindest in bestimmten geographisch-kulturellen Gebieten ist das (kollektive) Nachsinnen in einem Punkt („Phase“) der objektiven geistigen Entwicklung angekommen, an dem der sich immer mehr abzeichnenden Methoden. Hier die des Abstrahierungsverfahrens, von den bisherigen, eher emotional, literarisch gefassten Bildern, übergehend zur neuen „Sprache“, die der abstrakten Begriffe.

    198Die Stoa, das Christentum u.a. dann als Erbe, vermitteln dann zwischen Bildersprache, Empirischem und abstrakter Sprache. Das auch aus „sozialen“ Gründen: ein Großteil der Gesellschaft hinkt, in älteren historischen Phasen steckend, hinterher, (-> Ungleichzeitigkeiten).

    199Zum Beispiel werden „Mensch, Natur, Welt, Gott“ schon hervorgehoben, als Eckpunkte, sie werden aber empirisch bunt umschrieben: „mächtig, lebendig, Gott ist die Seele von Welt und Natur, er ist Schöpfer, Vater von allem. Himmel und Erde sind das Sein Gottes, als Ganzes, allumfassend, vernunftbegabt (Gott), und seine Vernunft durchdringt jeden Teil der Welt. Auch als „Unendlichkeit“, die der vielen Welten, und der Mensch sei innerlich göttlich“. Jeder dieser optimistischen Behauptungen kann mit E, „I“, deren Entwicklung und ähnlichem als totale Abstraktion gefasst werden – ohne dadurch zunächst „wahrer“ zu werden.

    200Die philosophische Bewältigung der „Freiheit“ fällt philosophischen Systemen, von der Stoa bis Hegel, dann besonders schwer, wenn sie ihren Schwerpunkt auf E, G haben.

    201Es wird dann (wie auch bei Hegel) die „I/E“-Kombination gewählt: Die „genauere“ Bestimmung des Begriffs der Freiheit bezieht dann (als „I“) die E-Seite mit ein, zum Beispiel „Freiheit ist nicht blanke Willkür“. „sondern Sein aus eigenem Ursprung“ oder: „Frei ist nur der Mensch, der das tut, was seine Vernunft wählt“. Solche „weltumfassenden Notwendigkeiten seiner Freiheit“, „freiwillige Fügung in göttliche Ordnung“ gibt es dann bis Hegel.

    202Dabei muss „I, E“ von uns hier herausgearbeitet werden. Zumal es auch in „N-G“, E die „leere“ Freiheit gibt. Ebenso leer ist die reine I-Freiheit, und zwischen diesem und der I/E- Kreativität, Freiheit („I“) mit Endziel E gibt es Abstufungen; sie alle erscheinen in solchen wortreichen Philosophien angedeutet.

    203Es geht in den umfassenden Theorien der Wissenschaften und solcher Philosophien auch um konkrete, praktizistische, zum Beispiel sozial-emotionale und ähnliche Verbalisierungen, die als Alltagsethik, aber auch als Pragmatik erscheinen. Und letztlich stets den vorgefassten E-Standpunkt bestätigen, untermauernd stützen.

    204Dem dienen zum Beispiel Kreisschlüsse: Der Mensch gehorche der Vernunft in seinem Innern (-> E-Niveau). Auch die „Ii“ und die „Ik,g“ spielen versteckt eine Hauptrolle. Aber keine dieser Strukturgrößen wird in Frage gestellt. Denn diese Gesellschaft bzw. die Gesellschaftsschichten sind statische. Es gibt zum Beispiel ein „Sittengesetz als das Gebot der höchsten Vernunft“ oder die „mit der Vernunft im Einklang stehende seelische Haltung“. Beide seien Endziel und Glück des Menschen und beide stehen mit dem göttlichen Prinzip im Einklang.

    205Wo wäre der Ausweg? Wissenschaftliche, kritische Reflexionen sind noch nicht soweit. Die biologische Selbsterhaltung ist noch ein nahes Ziel. Daher ist die umfassende E-Bildung noch allein „normal, vernünftig“. Die Voraussetzung eines Auswegs wäre eine emotionale Stärkung des individuellen Willens („Ii“) sowie der gesellschaftliche Zielsetzungen, Ik,g,w.

    206Epikur, wie Demokrit, hat den Kern von „z, w“ bereits „begriffen“. Zwar noch nur im psychologischen Alltagsverständnis formuliert: Vor aller Materialität gibt es „unsichtbare Ur-Teilchen“, unendlich an Zahl; die sich miteinander „verbinden und wieder voneinander trennen“ (→ Rz/G und Rw/N). „In ewiger Bewegung im unendlich leeren Raum“. „Und sie schaffen in ihrem Zusammentreten die Dinge“(->“Rz/Rw“). Ebenso die „Entwicklung“: „Die Seele besteht aus besonders feinen Atomen“, „(also die Sz-Abnahme).

    207Das alles ist bis heute das einfachste Denkmodell einer Fundierung von Materialität. Weil es so „einfach“ ist, gab es das schon so früh; (die potentielle Unbegrenztheit alles Endlichen in deren auch historischen Entwicklung als auch unbegrenzter Komplexität).

    208Es widersteht noch heute einer Widerlegung. Daher sollte es zum Beispiel nach Nützlichkeitserwägungen beurteilt werden.

    209Indem Epikur die Existenz der Götter nicht leugnet, und sie zugleich in ganz spezifischer Weise schildert, nimmt er die unendliche I-Sphäre voraus. In diese können auch „die Philosophen“ gelangen.

    210Es ist eine in sich ruhende Selbstgenügsamkeit (kein Eingriff in das Dasein der Menschen, der „Macht“ und der „Wirklichkeit“)

    211In ihren „Zwischenräumen“ führen sie ein seliges Leben, vollkommen, unvergänglich, glückselig, reich an Gütern jenseits aller Vorstellungen; es ist das die unendliche Seite der „Rw-isolierten“ „E“.

    212Es ist bei den Stoikern eine immer wiederkehrende Denkkonstruktion, dass der Mensch, das Vernunftwesen, dazu bestimmt ist, allein nach Weisung der Vernunft zu handeln. Das schränkt dann die Leidenschaften, Triebe, Affekte ein. Sie sind gar die „Krankheiten der Seele“.

    213Dabei wird aber nur gezeigt, wie wenig die „Entwicklung“ verstanden wird. In ihrer sind alle Phasen aufgehoben, also auch noch die Emotionalität in der Rationalität „vorhanden“. Ebenso sind für den „Menschen“ alle Phasen gleichberechtigt – je auf ihre spezifische Art. Und die Weiterentwicklung vom biologisch-emotionalen zum rationalen Anteil, ist eine Wechselwirkung, die als Selbstverwirklichung schlimmstenfalls als „Arbeit“, nicht aber als „Krankheit“ gelten soll. Was aber ist mit den negativen Emotionen?

    214Die „Philosophie Geschichte“ folgt der sachlichen Entwicklung in analoger, parallelisierender Weise. Zum Beispiel kann der philosophische Grundansatz der Stoiker (das Lebensideal sei die Leidenschaftslosigkeit),(der ja nicht als „willkürlich“ anzusehen ist) parallelisiert werden mit der Entwicklung von der Emotionalität (als psychologische Größe) zur Rationalität.

    215Auch die Wechselwirkung „I-Individuum“ (->Emotionen als individuelles Phänomen, auch die private Sphäre) mit „I-sozial“ (-> Pflicht und ähnliches („der tugendhafte Mann ist von Natur gesellig und für das tätige Leben geschaffen“).

    216Die „Gemeinschaft der Vernunftwesen“,(-> Menschenliebe der Stoa, -> Staatenbildung, also die Vergesellschaftung) ist aber auch als Entwicklung zweideutig. Man kann nicht behaupten, die Vergesellschaftung „Ig“ sei kein Fortschritt gegenüber den „Ii“, z.B.weil alle „I“ gleichberechtigt sind.

    217Die zwei europäischen Imperien, die als Handelsmacht fundierten Griechen und das Römische Reich, haben nicht nur Voraussetzungen für innere Entwicklungen, die die Gesellschaften vor Ihnen nicht hatten, sie hatten auch Zeit, etc. genug, diese Entwicklungen konsequent weiter zu treiben.

    218Die gesellschaftliche und hier literarische Fixierung der abstrakten Stufen des objektiven Geistes war in beiden Fällen ein Ergebnis davon. Zum Beispiel als spätere Erkenntnis Roms, pontifex maximus, dass es nicht darauf ankommt, Kriege zu gewinnen, sondern darauf, die Ideologie zu bestimmen, welche siegt.

    219Eine der ersten subjektiven Ausprägungen dieser historisch-gesellschaftlichen Abläufe, war Plotin. Solche systematischen Betonungen des Geistigen entstehen in derartigen historischen Situationen und werden auch gesellschaftlich angenommen. Die Verachtung des Leibes und alles dessen, welches im weiten Sinne als „materiell“ anzusehen ist, wird dann zum Teil seiner gelebten Überzeugung.

    220Der Fortschritt gegenüber der philosophischen Herausarbeitung des abstrakten Geistes in der Zeit von Platon, Aristoteles etc., ist, dass jetzt auch die emotionalen, subjektiven (aber auch sozialpsychologischen) Seiten des Geistigen in der Philosophie erscheinen und gesellschaftlich relevant werden.

    221Das betrifft dann – konsequenterweise – nicht nur die „Lehre“, sondern auch das persönliche und allgemeine Umfeld. Es erscheint als das, was wir heute „Religion“ nennen. (Christentum und ähnliches zum Beispiel damals in Rom) und dazu auch volksnahere, emotionale Formen, die im Mittelalter wichtig blieben, wie Okkultismus, Magie, Dämonenbeschwörung.

    222Es ist eine Frühform der Hereinnahme von „I“-, I/E- Strukturen in metatheoretische Erklärungen.

    223Die Verachtung des Leibes und der Sinnlichkeit war bei Platon schon sehr viel umfassender; abstrakter allerdings auch. Plotin (so wie es die Entwicklung der Geistesgeschichte verlangt) geht vom Abstrakten der Trennung, der Logik, der E, G –Seite, Schritt für Schritt zu komplizierten Denkweisen über.

    224Die aber sind formaler (->N/G-Methodik) und inhaltlicher Art (->I/E, I). Sie sind daher – (oder umgekehrt, der Mensch, -> Christentum, wird wichtiger), näher bei „menschlichen“ (emotionalen, leiblichen, gesellschaftlichen) Fragen und Problemen. „Abwendung von der Welt“, „Überdruss an den irdischen Dingen“ und ähnliche Wünsche und Verhaltensweisen kennzeichnen das.

    225Aber es ist im Grunde keine nur negative Verurteilungsreaktion. Dahinter steht die Betonung der platonischen Erkenntnis, der objektive „Geist“ (kurz danach in den Hauptreligionen: Der „eine Gott“) ist das, was die wichtige, konstituierende menschliche Lebens-Erkenntnisweise bestimmt. Das ist eine große und frühe Leistung dieser Menschen. Aber das emotional „negativ“ und das sogar in Konsequenz als alles andere ausschließendes Erkennen, zu wissen, zu glauben und zu praktizieren (- > Einsiedler und ähnliches in Religion, Plotins Leben), ist nur die halbe Wahrheit: Es ist beispielsweise ein ebenso großes Wunder, dass es die Materie/Materialität gibt. Das wird bis heute übersehen, ist jedenfalls nicht für die Geist-Anbetung korrektiv und wenig philosophisch würdig. In seinen ekstatischen Erlebnissen, in welchen Plotin, einen Aufschwung seines Innersten über alle Welt hinaus erlebend, „jener Gott erschien, der keine Gestalt und keine Form hat und der oberhalb des Geistes und der ganzen geistigen Welt thront“, vereint er Emotion und Abstraktion, beide in kaum zu überbietenden Ausprägungen.

    226Es ist eine spezielle Form der Entwicklung, wenn die Bandbreite der Philosophie vergrößert wird, wenn die bisherigen Polbildungen durch „Vereinigung“ der Pole aufgehoben wird und wenn diese Pole (Emotion, Ration) ins Extreme getrieben werden.

    227Es ist Ersatz für eine Entwicklung der normalen Art, wenn sich die E-Seite entwickelt, im Materiellen (Techniken), im Wissen daher und demzufolge auch die I-Seite. Genau das war in jener historischen Zeit, als „Rom“ relativ vollendet war, aber die feudalistischen Gesellschaftsformen nur versteckt neue Horizonte eröffneten.

    228Was wohl Plotin als einer der ersten aufgriff, ist das „begrifflich-sprachliche“ Problem.

    229Heute wissen wir, das „Begriffliche“ ist von allen seinen Vorstufen, von,z, w, Leben, Emotion bis zum „Geist“ selbst auch getrennt. Wenn es diese „Trennung“ nicht gäbe, gäbe es auch keine Entwicklung, und damit auch die „Begrifflichkeit“ selbst nicht.

    230Das Problem wird verschärft: Nicht nur das in der Ekstase „geschaute“ ist nicht begrifflich, begreifbar, auch die Gottheit selbst, also alle Abstrakta, (-> objektiven Geistes), (heute „Mathematik, Logik“) sind „unaussprechlich“; zum Beispiel auch die Existenzaussage ist als objektiver Geist getrennt von der „menschlichen Subjektivität“. Es ist sogar so, dass die angeblich begriffene Welt, der Alltag zum Beispiel zutiefst getrennt vom subjektiven Verstehen ist.

    231Das Problem lässt sich aber „beherrschen“, indem man es auf Unendlichkeiten reduziert: Alles Abgetrennte kann in unendlich vielen Schritten, Begriffen, „annähernd“ begriffen werden. Sehr viel besser: Wir können Meta-Ebenen zu diesen Problem-Ebenen errichten, zum Beispiel indem wir erklären, woher das Problem kommt -> z, w, -> „Trennungen“, „Entwicklung“, etc.

    232Bekanntlich konnte weder Plotin noch alle Späteren, darauf „verzichten“, Kunde zu geben von dem „Unsagbaren“, (ein Spezialfall von: „man kann nicht nichtkommunizieren“…).

    233Diese Flucht in das unbegrenzte Sprechen über ungewohnt Existierendes auf dem Weg der „Verneinung“ findet aus „N-G“ nicht hinaus, bzw. nutzt die Möglichkeiten von „N-G“; es ist ein – emotionaler, unklar rationaler „N/G“- Versuch: Als Vielfalt der Verneinungstaktiken (N), um doch letztlich, „Etwas“ auszusagen, zu identifizieren (G). Denn zum Beispiel wird ja das „Göttliche“ selber in der Methode der Negation nicht verneint. Und umgekehrt, im Gegenteil, verneint wird das, was nicht göttlich ist, das Endliche, Weltliche, die eigene Existenz – also das, was andererseits, geradezu trivialerweise, existent, identifizierbar „ist“ (G). Plotin gibt die Anweisung, um „Gott“ zu erfahren, „seiner inne zu werden“, „nur ihn selbst“ im „Denken“ zu identifizieren, „alle anderen Dinge fort zu tun“. Das heißt aber, sich innerhalb der „N-G-Seite“ zu bewegen. Identität (-> G) wird nur über Defizitarität (-> N) definierbar. Trotz dem dies Verfahren offensichtlich innerlich extrem widersprüchlich ist, bleibt diesem Denken keine andere Wahl. (Oder doch, nämlich als „N/G“, das aber nicht bei Plotin).

    234Es werden die zwei Hauptprinzipien des „Erkennens“ wiederum „gestärkt“, hier „N-G“ letztlich sogar vergöttlicht.

    235Plotins Weg der Verneinung, um das „reine Eine“, Gott zu finden, (zum Beispiel als Unendliches, unteilbar, unräumlich, unzeitlich, ohne Bewegung, ohne Ruhe, kein Dieses, ohne Denken, willenlos) zeigt auf ein allgemeines philosophisches Problem. Es gibt dafür wp drei Regionen (N und z, w als Nichts; dann N/G und schließlich „E“, „G“). Alltagsverbalisieren kann man die eigentlich nicht.

    236Der Grund ist, sie alle enthalten, sind Unendlichkeiten.

    237„E“ ist auch unendlich getrennt, Plotin: Gott ist Ganzes, Eines.

    238G ist unendlicher Prozess; N/G ist von doppelter Unendlichkeit, es ist auch ein unendlich kleiner „Punkt“.

    239(Es zeigt sich, es gibt mehrere Unendlichkeiten).

    240Das eigentlich Endliche (-> Plotin) ist ein „Mannigfaltiges“, die „Vielheit“. Eben weil endliche Wirklichkeit „wirkt“, nämlich als „Wechselwirkung“, zum Beispiel als z/w sowie alle quantitativen Relationen, bis zum N/G, das nicht in zwei Unendlichkeiten zerfällt, das heißt eben jener „Punkt“ ist.

    241Das, was bei uns als „Entwicklung“ betrachtet wird, hat in der Philosophie Vorfahren, so bei Plotin. Es ist dort auch die Erörterung des Hierarchisierungsgedankens. Die Entwicklung hat ja noch eine empirische Rückbindung und Plausibilität von daher.

    242Die in Gesellschaft und Religion, also im Denken, dann immer wieder bekrittelte Hierarchie: Das Eine kann nicht das wahre Eine sein, solange es die endliche Vielfalt als etwas selbständig Seiendes sich gegenüber hat, hat als philosophische Größe den Nachteil, direkt nicht einzuleuchten.

    243Als Entwicklung und deren abstraktes Ende funktioniert das schon eher. Da aber noch kein Rückgriff auf den Entwicklungsgedanke möglich ist, werden abstrakte, komplizierte Gedankenkonstrukte versucht: Wieso das „Eine“ so toll ist…

    244Der philosophische Idealismus hat in Plotin einen Höhepunkt, in Hegel einen weiteren. Beider Argumentation ist ähnlich und das rührt von den Zwangsstrukturen des objektiven Geistes her; er ist die Basis des Idealismus.

    245„Zwang“ zum Beispiel hier deshalb, weil alles menschliche Denken auf der Reduzierungsschiene läuft, und das auf „das Eine“ zu. Wie man von dem „Vielen“ zu dem „Einen“ kommt, kann konkreter (zum Beispiel hirnphysiologisch) noch nicht nachgewiesen, analysiert werden. Aber der Einsatz der N-Kategorie zwingt jeden Denkenden dazu, den (tatsächlich unendlichen Abgrund) von Vielen oder Zweien zum „Einen“ (ohne tieferes Nachdenken oder irgendwelches Zaudern) zu gehen. Andererseits aber lässt sich nachweisen, dass als „1. Physik“ es unbedingt „zwei“ sein müssen (z, w, S, R), um überhaupt Entwicklung und „Reflexion“ zustande zu bringen.

    246Das Eine, Zweie, Viele sind in doppelter Weise aufeinander bezogen, „genetisch“ (Entwicklung) und aus den konkreten Phasen erwächst durch Abstraktion „das Eine“; allein das beeindruckt den Plotin. Und umgekehrt sind „Zwei“, „Viele“ ohne „Eines“ nicht denkbar.

    247Plotin, Hegel machen dann, salomonisch, eine Wechselwirkung daraus. (Plotin: „Vor dem Vielen ist das Eine, von dem her auch das Viele ist“). Aus dieser Einsicht („Dialektik“) heraus, meint Plotin: „Das Eine, die Gottheit ist von grenzenloser Fülle und nicht die leere mathematische Eins“. Das sind natürliche, irrtümliche Selbstbegrenzungen. Warum sollte diese mathematische Eins, Leere, minderwertig sein? Traditionell und bis heute steht aber die „Dialektik“ über der E-Sphäre, also N/G über N-G, warum?

    248Diese Denkzwänge, (Dialektik und N-G), haben aber merkwürdigerweise ihren Ursprung in einer Zweifachheit, (z, w, S, R); die Frage ist, ob „Eins und „Vieles“ in „Zwei“ aufeinanderstoßen? (und was ist mit den Unendlichkeiten?)

    249Ekstatische Erlebnisse, wie sie bei Plotin zur zentralen Zugangsweise zur Philosophie und Religion sind, erscheinen in der Philosophie-Geschichte öfters. In ihnen treffen die konsequenten rationalen Erkenntnisse von Abstraktionsarbeit auf die – eher psychologisch erklärbaren – Gefühle und auch auf Gewissheiten der Ich-Identität.

    250Jene drei E, welche philosophische „Eckpunkte“ sind, verstärken einander. Dazu die Naturbeobachtung; denn die „Natur“ ist ein „Ganzes“, ein zusammenhängendes E.

    251Vor allem ergeben sich damit Fixpunkte für das Verstehen, das Bearbeiten und das Überwinden der zerspaltenen Wirklichkeit, zum Beispiel ganz formal: „Alles Seiende ist seiend durch das Eine“. Wichtig ist, jene philosophischen Eckpunkte sind fester Bestandteil einer philosophischen Gesamtsystematik – und sie werden schon früh (-> Mystik) und immer wieder gewonnen.

    252Ist das „Viele“ möglich, kann es „die Welt des Vielen“ geben, fragte sich Plotin; das musste bis heute als ungeklärt gelten. Es ist die Frage nach dem „objektiven Geist“: Denn nur dort gibt es jene absolute Trennung, die notwendig ist, um mindestens „zwei“ unterscheiden zu können. Bestreitet man und Plotin aber die Existenz des Vielen, dann auch die des objektiven Geistes (->E,N,G) – und da dieser wiederum mit „Gott“ identisch ist, (auch das „Eine“ ist Teil des objektiven Geistes), kommt es zum internen Widerspruch.

    253Also „gilt“, es „gibt“ „Gott“, Eines und Viele. Und das heißt als beides erzeugender (und „aufhebender“) Ausgangspunkt: Es gibt „zwei“: z, w, etc.

    254Das Dilemma Plotins („Das Eine ist Ursache der Welt, des Vielen, aber es darf kein selbständig Seiender aus sich entlassen“), kann man Hegelsch lösen. Dann ist die Dialektik (zwischen Einem und Vielen) aber auch wieder ein (Meta-)Eins. Die nächste Möglichkeit ist, von einer Zweiheit, bzw. vom „Nichts“ als „Erstem/Einem“ auszugehen; womit von allen (1, mehrere, 0) und damit – individuell – von keinem „auszugehen“ ist.

    255Die dritte Möglichkeit, in die Plotin „flüchtet“ ist, die begriffliche Erfassung dieses Problems, (das heißt die oben geschilderten Möglichkeiten) zu stornieren. Er geht damit in der „allgemeinen Entwicklung“ vom Geistigen zurück ins Konkret-Natürliche. Das geschieht aber bei Plotin nicht „systematisch“, vielmehr hilft er sich, um in Bildern zu „verdeutlichen“. Lustigerweise kommt er zu Bildern, die auf w, R w, S w beruhen: Das Eine ist „in seiner Entfaltung wie ein Gegenstand im Spiegel, der durch die Spiegelung nichts von seiner Substanz verliert“.

    256In der Philosophie-Geschichte kann man Fortschreiten erkennen, das insofern „in unserem Sinne“ ist, als es N/G-Varianten als Alternative zu N-G herstellt.

    257Plotins Sicht auf die Welt geht über die naive Annahme von „Identität“ im gnostischen Denken (die Welt als etwas Ursprüngliches, Eigenständiges) und christliche Vorsichtigkeit (Welt als relativ selbständige) hinaus. Er zeigt, dass er zwar wenig Exaktes, Widerspruchsfreies dazu sagen kann, aber, dass das nicht aus Vorsicht, Unentschiedenheit kommt. Dabei ist es so, das beide (Christ, Plotin) objektiv dem gleichen Mechanismus unterliegen: Es war geistesgeschichtlich notwendig geworden, jene N/G (-> Quantentheorie,QM) – begrifflich so zu explizieren, dass diese „ungreifbar“ ist, aber dennoch „ist“.

    258Das hört sich dann so an: „Die Welt kommt unmittelbar aus der Gottheit und sie ist zugleich in ihr gehalten“. „Sie geht vom Ursprung aus, ohne sich von ihm zu trennen. Das Eine ist im Vielen zugleich anwesend und zugleich von ihm getrennt“. Das lässt sich mit der gleichzeitigen „Wirklichkeit“ von R z und R w in der QM modellieren.

    259Wie sehen solche spätrömischen, mittelalterlichen Lösungsstrategien für (offensichtliche) Probleme des objektiven Geistes aus? Es sind Annäherungen an eine moderne Lösung, so zum Beispiel in der Frage, warum muss die Gottheit nicht in sich selber bleiben, vielmehr muss sie sich „zur Welt entfalten“ – (aus „Überfluss“ zum Beispiel „Liebe“ -> Christlichkeit)? Dabei ist zu erkennen, es werden die drei Haupteckpunkte angeschnitten (Welt, Gott, Ich): Der Philosophierende erfährt die Welt als wirklich, kann aber zugleich die Erfahrung des aller Welt überlegenden „Einen“ nicht verleugnen.

    260Dieser Verbindungsdrang ist ein Denkdrang. Er lässt sich als „E“ kanalisieren. Das Ich (als E) denkt solange, bis es Gott (als oberstes E) hat und geht zurück auf „Welt“ (und auch aufs „Ich“), um diese mit der erarbeiteten, abstrakten Begrifflichkeit (eben E) zu charakterisieren. Diese (negative) Abstraktheit, Freiheit erlaubt es, „alles“ damit zu erfassen; genau das ist jener „Überfluss, Liebe“, mit der Gott die Welt „erzeugt“.

    261Plotin rang auch schon um ein weiteres philosophisches Grundproblem, das der Objektivität der Entwicklung. Freilich stellte sich dieses Problem ihm in „auf dem Kopf gestellter Form“ dar: „Der Hervorgang der Welt aus dem Einen“ ist in Wirklichkeit natürlich das Hervorgehen des Einen aus der Welt.

    262Das ändert aber nichts daran, dass das Eine/Gott mit dieser zu beobachtenden Zwangsläufigkeit aus jeder Variante hervorgeht. Aber dann ist „Gott“ nicht nur Endprodukt eines systematischen „Mangels“, (was alle mittelalterlichen Philosophen entrüstet abgelehnt hätten, obwohl die „Negation“ eines der größten philosophischen Mysterien ist), sondern (zum Trost) ist das Eine dann auch wieder Ausgangspunkt allen Wissens und Verstehens der Welt. Das Eine hat tatsächlich als „E“ jene „vollkommene Reife“ und „Überfülle“, die zugleich die größte Leere ist, (das „Eine sucht nichts, es hat nichts, es bedarf nichts“).

    263Nur so kam auch der Bogen zu „z, w“ geschlossen werden – und die „Realität“, das Ganze in ihrer E-Charakteristik abgeschlossen, handelbar, etc. sein.

    264Plotins Gedanken „der Weltwerdung des Einen“ ist ja in unserer säkularisierten Betrachtung nichts anderes, als das deduktive Verfahren, mit der (zum Beispiel abstraktesten) Begriffsbildung, die „Welt“ zu erfassen.

    265Darin sieht man keine große Kunst. Wohl zu Unrecht. Merkwürdigerweise bemüht hier aber Plotin eigentlich den Rz-Mechanismus, und das mit tiefem Recht, denn dieser ist dem Abstraktionsverfahren, Rw, als einzig philosophisch Greifbares strikt entgegengesetzt. Plotin umschreibt das so: Als „einen nicht zeitlichen, sondern nur als paradox zu verstehenden ewigen Prozess.“ Er geht dann über zur einfachen begrifflichen Umkehrung des empirischen, erfahrbaren Abstraktionsprozesses; in Stufen (-> Entwicklung, Phasen), die Vollkommenheit nimmt ab, nicht mehr ist das Eine „rein in sich selber“. Sondern das Eine, das „sich selber erblickt“ erzeugt die in ihm erhaltene „geistige Welt“, „die Welt der Ideen“, die zwar eng mit dem Einen verbunden sind, aber doch nur dessen Abbild sind und zunehmend an dessen „Reinheit“ verlieren.

    266Das sieht man zum Beispiel daran, dass der Geist ein Gesamt vieler Einzelgeister ist, wie schon die Scheidung von Geist und Ideenwelt eine Zweiheit ist.

    267Das geht so weiter. Für uns ist wichtig, solche Negation, Umkehrung der Entwicklung, Abstraktionen zu sehen, die ja notwendig sind, und um den aus dieser gefühlten Notwendigkeit Konstruktionen der wissenschaftlich-philosophischen Erklärung „entgegenzuhalten“.

    268Eine „erste Stufe“ ist die Natur, diese. außerhalb „des Menschen“. Die Welt der Dinge in ihrer ungeheuren Mannigfaltigkeit.

    269Die „zweite Stufe“ ist der „objektive Geist“ (Mathematik, Logik) und die „dritte Stufe“ ist der subjektive Geist. Plotin beschreibt diesen letzten Entwicklungsschritt ziemlich gut: Als „Weltseele“; das eröffnet eine Grundproblematik, die Ausdifferenzierung des subjektiven Geistes, so des Verhältnisses von individuellem „Ii“ und kollektiven, gesellschaftlichen „Ik,g“. Die Weltseele „befasst eine große Mannigfaltigkeit in sich, sofern ihre Teile die einzelnen Seelen sind“. Eine andere Grundproblematik ist das Verhältnis vom subjektiven zum objektiven Geist. Dazu sagt Plotin: Die Weltseele sei „noch immer dem ewigen Bereich angehörig“. Das ist die schmale Brücke von „oben“ gesehen, erzeugt von den Reduktionen zur Abstraktion als „S“, „R“ und OG (E,G,I,N).

    270Die Herkunft der Welt aus „der Weltseele“ macht diese „schön und vollkommen“. Das ist die (kreisförmige) Erkenntnis, dass im Idealen, Begrifflichen, wie zum Beispiel in der Logik, stets das was stört, (Widersprüchliches, nach-oben-Offenes, etc.), weggedacht werden kann und muss.

    271Die noch – implizite – philosophische Entdeckung von „Materie“ durch Christen, Gnosis u.a. war dann nicht nur darin ein Fortschritt, dass der antike Idealismus erst mal zu einem natürlichen Abschluss zu kommen schien, sondern auch in den Andeutungen (-> „nach-oben-offen“) von Freiheit.

    272Zunächst aber, auf erster Stufe philosophischer Annäherung, war „Materie“ nicht nur das interessante Neue, (das, was Freiheit verspricht, weil es eben noch, das große Hindernis ist), sondern das „des Teufels“. Das was Christen zur Weltverachtung trieb, (gemessen an der naiven Fröhlichkeit der Antike, noch bei Plotin).

    273Was ist die „Weltseele“, was ihr Gegenteil, die „Materie“? Plotin sieht da eine Dualität, die das Christentum nicht ganz so deutlich sieht. (Das christliche philosophische Verständnis ist eher ein pragmatisches, es nimmt die E-Wirklichkeit schon eher an; mit Tendenz zu „z/w“. Aber nach seiner Schöpfungslehre ist Materie aus dem Nichts geschaffen. Das verweist auf „ z, w -> z/w“. Die Gnosis u.a. sehen das wie Plotin: Ein gegengöttliches selbständiges Prinzip, „Schönheit, Vollkommenheit“, werden durch Materie beeinträchtigt.

    274Aber jenseits dieser oberflächlichen, psychologischen Betrachtung gibt es Annäherungen an „z“ und „w“: Materie (z) ist „gleichsam der äußerste Horizont alles Hinabblickens, die fernste Grenze, die die Weltseele (->w, R w) sich selber setzt, vergleichbar der Art, wie das Licht die Finsternis als seine Grenze bildet“.

    275Das, was der Kern der Philosophie des Plotin ist, „eine einzige Entfaltung des Einen“, ist für uns nicht nur die Entwicklung ganz allgemein (dazu sind die Plotin’schen Konkretisierungen zu ungenau und zu defizitär), sondern vielmehr heben wir das hervor, wo Plotin darauf bestand – um es in unserer Systematik aufzuzeigen.

    276Das ist zum Beispiel jener Entwicklungsgang zum E (Einen), also zum unübertreffbar Abstrakten. Und dass dies E quasi als Prinzip „in je verschiedener Vollkommenheit“ auf „Ebenen“ der Wirklichkeit existiert. Also phasenbildend ist (Geist, Seele, sinnliche Dinge), die aber je schon („von oben gesehen“) die gleiche Grundstruktur haben.

    277Er nennt es „die Gotthaftigkeit der Welt“.

    278Wie ist dabei die Stellung des Menschen, in diesem Prozess der Weltwerdung des Einen? Die „Seele“ ist der Kern des „Menschen“. Sie schlägt einen Entwicklungsweg ein, auf dem sie ursprünglich dem ewigen Bereich der Weltseele angehört, dann aber verfällt.

    279Wir sehen auch darin (in der „Seele“) einen I/E-Ansatz. Die Weltseele ist das „höchste E“. Alle „Entwicklung“ dort, ist die allgemeine wp E-Entwicklung.

    280Da aber die I-Seite, besser die I-Problematik, nicht übergangen werden kann – und das ist eine der Stärken Plotins – wird ihr, bzw. der I/E-Relation der „Verfall“ angelastet. Der „Anteil der Seele an der Weltseele“ bleibt, sie „kann“ sich aber „dem Leibe hingeben“, I/E-Formationen bildend (von z/w an). Als das gewöhnliche alltägliche Dasein des Menschen, sein weltliches Tun. Die „Sehnsucht“ nach dem Einen bleibt als die Entwicklung, die zum „Abstrakten“ weitergeht.

    281Plotin sah schon die „Entwicklung“ und in ihr jene 3-Teilung: „Anfangs“ das Einfache, dann die „Komplexitäten“ und schließlich wieder das Einfache. Und alles wird „durch sich selbst angetrieben“ und es ist ein objektiver Prozess.

    282In Plotins Worten: „Da die Seele aus Gott stammt, verlangt sie mit Notwendigkeit nach diesem“. Sich aus ihrer „weltlichen Verstrickung“ lösend, kehrt sie in ihren „Ursprung“ zurück und schließlich zur Gottheit, zum Einen.

    283Indem Plotin sogar die philosophische Meta-Ebene so errichtet: „Das aber ist eben der Weg des Philosophierens“, ist auch das eine Vorwegnahme unserer Ansicht.

    284Es geht – platonisch – um das Verhältnis von Emotion und Ratio; diese Lösung ist philosophisch deshalb so überzeugend, weil sie den Grundtrend der allgemeinen Entwicklung wiedergibt. Dennoch darf man der meta-argumentativ sich philosophisch stets einschleichenden Verachtung von Emotionen (und allgemein der früheren Entwicklungsstufen) nicht Raum geben.

    285Um die Ebene des „Übersinnlichen“ wieder zu erreichen, werden zwei „Abstraktionsverfahren“ verfolgt: Das Abwenden zu Gesellschaftlichen „Ig“, zum Beispiel als Abwenden vom individuellen Daseinsgenuss, hin zu den Tugenden des Miteinanders (tapfer, gerecht, weise, etc.). Und dieses „Abstrahieren“ geht dann gesteigert weiter, wenn von „I“ insgesamt abzusehen sein muss: Völlige Abwendung vom Sinnlichen, von allen Leidenschaften, Trieben.

    286Schließlich vom subjektiven Geist abzusehen, hin zum objektiven Geist: Als „Aufstieg“ vom bloß Seelischen des Ich zu dessen geistigen Wesen“, hin zu Theorie, Philosophie, Schau der Ideen.

    287Oder alle Ideen fahren lassend, aus der Welt entrückt zu werden, als Endziel wie „Gott“ sein, bedeutet, das Grundschema der Abstraktion, also der Entwicklung, erkannt zu haben: Das taucht als z, w, S, R auf. Plotin stellt sich zwei speziellen Problemen, die man so umschreiben kann: Was ist jenseits der beiden Enden der „Entwicklung“ (also vor z, w, und nach E)? Und, gibt es ein großes Zusammenspiel aller Entwicklungsstufen?

    288Plotin, wie viele vor- und nach ihm, beschreibt diese Phänomene als „4. Stufe“: Jenseits des endlichen Anschauens und Denkens wird das Eine, Ewige einfach in und mit uns selbst verbunden, alle Unterschiede verschwinden, alles wird rein und lauter.

    289Die dem beispielsweise zugrunde liegende Gesamtgehirnfunktion (-> Schläfenlappen) der Subjektphase ist jedoch nur der eine, der naturalistische Teil der Gesamterklärung.

    290Augustinus ist von seiner beruflichen Sozialisation ein Lehrer, Professor für Rhetorik. Kulturell und sozial gehört er zu relativ gehobener und spätrömischer Liberalität. Literarisch zu arbeiten ist ihm gewohnt.

    291Wie kann aus den so gegebenen Freiheiten gegenüber den tradierten Idealen, Ideologien und der Spezifik seiner Allgemeinbildung etwas Neues entstehen? Theologisch-philosophisch neue Einsichten durch einen psychischen Bruch („plötzliche Bekehrung“) zu erklären, ist sicherlich sachlich unangemessen.

    292Es ist aber richtig, Augustinus sieht in sich, sensibel und geübt, das was die Geschichte Südeuropas damals durchmachte, die Suche nach neuen Formen und ideologischen Inhalten.

    293Solche Lebensläufe werden deshalb „erfolgreich“ (das heißt, sie erzeugen bei genügend Sensibilität „Neues“, das allgemein historisch wichtig wird), weil sie in ihrem Leben und weiter gesteigert (entwickelt. veranschaulicht, abstrahiert) in ihrem Denken den historischen Bruch, als Entwicklung und Dynamik der Umwelt, der Gesellschaft aufnehmen. Das ist symptomatisch und zu merken an Augustinus‘ Leben:

    294Die Wildheit seiner Jugend, die er später so bitter beklagt, sie gibt ihm die Möglichkeit in Unmittelbarkeit mehr kennen zu lernen, als es seiner Herkunft, seiner normalen Lebensbestimmung entspricht.

    295Aber das ist nicht das Entscheidende. Sondern die Tatsache, dass er so grundsätzlich mit jener „fehlerhaften“ (typisch für Sozialschicht und Zeit) Vergangenheit abrechnet.

    296Es ist ein Vorgang der „Abstrahierung“, der ideologischen Entwicklung. Zuvor war er „Mensch“ im damaligen Sinne („mit allen Fehlern“), – (und heute wird er wieder mal so gefeiert) – und dann beginnt er die ideologischen (sozialpsychologisch bis philosophisch reichenden) Strukturzüge einer neuen Zeit auszuformen (bei sich selbst beginnend). Vergleichbar jenem „genialen“ Bruch durch Hegel, der „ehrlicher“ als alle Denker vor ihm, das abstrakt zu Denkende bis auf dessen Grund untersuchte, versucht Augustinus die Wende zu Innerlichkeit des Selbst, des Menschen; mit untersuchender Intensität sich selber zur Frage zu machen.

    297Was aber ist die Antwort? Das Wesen des Menschen gründlich zu erforschen, lässt man sich auf das Emotionale („Innerlichkeit“) ein; aber in der Folge davon erreicht man das „Philosophieren“, die „Wahrheit“ des inneren Menschen – als Kritik –, (ob man das will oder nicht), quasi-rational; die Emotion aus sich weiterentwickelnd.

    298Und das führt dazu, das Wesen des Menschen „rational“ zu formulieren. Eine psychologische Terminologie konnte noch nicht entwickelt werden. (Die griechischen Erklärungen: Der Mensch als Glied des Kosmos, der Gesellschaft und als Teil der Gottheit musste ergänzt werden. Was fehlte noch?

    299Zunächst und typischerweise stellt Augustinus in abstraktem Negieren des „Bisherigen“ fest, mit dem Menschen stimmt etwas nicht, ist etwas nicht „in Ordnung“; er lebt in der „Verkehrung“. Zugleich aber, findet der Mensch – so als „Augustinus“ – das unerträglich und sehnt sich aus diesem Zustand hinaus. „Unruhe“ erwächst aus Verwirrung und Sehnsucht.

    300Augustinus schildert – geradezu vorwissenschaftlich – experimentell und beobachtend seine Annäherung an neue ideologische Horizonte. Diese werden schließlich philosophischer Art sein. Aber sowohl jener Übergang als psychologisch (sozialpsychologisch und anthropologisch) fundiertes Kreieren von Neuem, als auch das psychologisch „eingefärbte“, neue Philosophische, sind schon Vorstufen weitreichender philosophisch-ideologischer Erneuerung: Den Kern des „Christentums“ ausdifferenzierend, zum Beispiel als „Mensch-Gott-Relation.

    301Um Neues zu kreieren, muss man das Alte kennen; Augustin hat den Eklektizismus – (das bereits als eine gesellschaftlich-interpretierte Auswahl) – Ciceros, den Manichäismus, den Skeptizismus, den Neuplatonismus, etc. studiert. Und er muss deren Grenzen feststellen. Was ist dann die Differenz zum Neuplatonismus?

    302Der Neu-/Platonismus, ist im Grunde (und in der Tendenz) ein E-System, mit dem Drang der logischen Vollständigkeit und Abgeschlossenheit.

    303Was sich eben geistesgeschichtlich als der notwendige Prozess erweist; Je mehr reflektierend daran gearbeitet wird, um so „abstrakter“ -> E, G, wird das Ergebnis. Das zeigt sich in der Stellung von „jenseitiger, wahrer Welt“ und vor allem in „Gott“. Dessen Stellung zum Menschen (und damit der Deutung, was ist der Mensch) gibt dem tendenziell unendlichen E-Prinzip („Gott“) zu Ungunsten des Gott-Mensch-Verhältnisses und „des Menschen“ immer mehr Raum.

    304Die „christliche“ Weiterentwicklung (->Protestantismus) wird I, I/E betonend, versuchen, ein „Gleichgewicht“ zwischen Gott und Mensch zu schaffen.

    305Bei historischen Umbrüchen, werden Perspektiven nach hinten und nach vorne weit aufgetan; das liegt daran, dass die augenblicklichen E in Frage gestellt, die I-Dimensionen gestärkt und alte E ebenso.

    306Die „alten Errungenschaften“ sind für Ideologen wie Augustinus der Vorrat an abstraktem Wissen, wie sie die Antike geschaffen hat – und deren eher materielle Gegenstücke (als E-Entwicklungs-Produkte) historisch noch fehlen.

    307Nach „vorne“ aber gibt es, eben jene E-Entwicklung, was später die „Leistungsgesellschaft“ wird, vorzubereiten.

    308Für Augustinus gibt es einen persönlich erarbeitenden Maßstab dafür. Er hat die philosophische Antike zur Basis und lässt sich als „Gott“ zusammenfassen. Den reinen, klaren, abstrakten etc. Aspekten des Gottesgedankens steht das Wesen der Welt vor allem des die abstrakte E-Entwicklung zu erarbeitenden und zu verantwortenden „Menschen“ entgegen.

    309Das ist Augustinus` Crux: Die „Verkehrung im Wesen des Menschen“, genauer bei sich beobachtet zu haben. Die Züge jenes „verhängnisvollen Charakters“ misst er an „Gott“. Die paulinische Erbsünden-Lehre und einige Jugendverfehlungen sind die psychologische Basis (die hier bei Denkern erstmals deutlich wird) für die Erzeugung weiterer philosophisch-wissenschaftlicher Fortschritte.

    310Es ist ja nicht so, dass die Griechen, zum Beispiel Sokrates, für den der Mensch von Natur aus gut war, als philosophisches Kollektiv ausnehmend optimistisch auf ihre Mitwelt sahen.

    311Vielmehr war das griechische Denken noch strikt an identitätstheoretische Formen gebunden. Da gab es zwar naiv und getrennt, „gut“ und „böse“, (und die logisch erzwungene Entscheidung fiel zugunsten der ursprünglichen Güte), aber es fehlte an der philosophischen I-Dimension.

    312Diese ließe hinterfragen, von welcher Zielsetzung aus, (zum Beispiel von welchem Interesse) wird jemand als gut/böse bewertbar. Das Christentum, Augustinus führen einen Schritt, hin zur „I-Sphäre“, (das ist eines ihrer Hauptverdienste).

    313Jedoch werden die I-, I/E-Formationen noch rudimentär und (das heißt) „negativ“ dargestellt: Der Mensch steht unentrinnbar unter dem Verhängnis der allgemeinen Sündhaftigkeit. Warum das? Das resultiert aus der Widersprüchlichkeit: Gott = die Extremierung von „E“, also „G“; das „I“ ist nur mittels des „übrig“ gebliebenen „N“ zu vermitteln.

    314Die Trennung der I-Seite von der E-Seite und damit die Ausarbeitung der I-Seite (und der E-Seite) im und als „Mensch“, wird von so frühen Philosophen, wie Augustinus einer ist, noch sehr von der kulturell-geschichtlichen Gesamtlage her beeinflusst. Die „Verwirrung“ im Wesen des Menschen, die Lehre von der „Erbsünde“, sind derart zu erklären. Das führt zu Denkschwierigkeiten bis heute:

    315Das unentrinnbare Verhängnis der „ererbten Sündhaftigkeit“, ist die objektive Entwicklung der E-Seite, („der Mensch“ kann nichts dafür, wenn er verkehrt handelt“). Die I-Seite ist dagegen seine Freiheit, seine eigene Verantwortlichkeit und ähnliches. Diese entsteht nun aber auch „objektiv“, wird jedoch damit „frei“. Das freie Handeln kann schuldiges Tun sein, oder nicht.

    316Der schroffe Widerstreit von „Erbsünde“ und Freiheit, ist deshalb ein „idealer“, weil er feststellt, es gibt E und I und er beide für unendlich getrennt hält.

    317Seit Hegel und Marx („Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit“; die Bindung alles „Idealen“ an das „Materiale“), ist dies alte Problem neu gefasst.

    318Seine „Lösung“: „I/E“, das heißt genauer, es gibt zwei (seit z/w, z, w) Seiten, die „wirkende“, I/E (zum Beispiel kann „I“ nicht ohne „E“ „gedacht“ werden, und zum Beispiel hat alles seine I- und E-Seite). Und es gibt „I“ von „E“ getrennt (das hier vor allem im Denken).

    319In seinen Frühschriften versucht Augustinus noch Freiheit und Selbstverantwortlichkeit des Menschen nebeneinander (nicht vermittelt) zu sehen. Aber auch das individuelle Denken unterliegt der E-Entwicklung, zumal wenn konsequent gedacht wird.

    320Das Ergebnis ist (später als „Wissenschaft“, wie in „Abstraktion“), dass „menschliche Freiheit“ in „göttlicher Prädestination“ aufgeht, die Festlegung von vornherein eine E-Konstruktion ist. Die I-Seite wird (als „unerforschlicher Ratschluss Gottes“, der errettet, wen er will und verdammt, wen er will) ausgelagert.

    321„Im Denken“, wird die „ideale Grundsituation“ unendlich angestrebt; in welcher alles, auch die I, zu E werden. Damit wird zugleich ein höchstes E, „Gott“ genannt, erzeugt. Augustins Haltung ist da symptomatisch: „Gott“ wird ihm ständig überwältigender; der zu Ende gedachte Gedanke „Gott“ fordert die E-Absolutheit und zugleich als beschleunigte Entfernung von „I/E“ die Zunahme des „göttlichen Geheimnisses“. Es ist zugleich der Beginn der Reflexion auf „E“ „N-G“, was die Griechen noch nicht schafften.

    322Aber auch solch weitgreifende Reflexion entsteht nach und nach; das neuplatonische Denken war, zum Beispiel bereits „ein Schritt in die richtige Richtung“.

    323E und „N-G“ sind als solche unendlich abgetrennt von „Wirkung“, (zum Beispiel als Wahrnehmbares, Verstehbares, Alltag, Naturzusammenhang). (Wobei die philosophische Beschreibung noch zu wenig entwickelt ist. Denn N/G, I/E ist, wenn auch prinzipiell anders, auch „schwer verstehbar“.)

    324Bei Augustinus erscheint das darin, dass E in höchster Entwicklung und Konsequenz als „Gott“ unbegreiflich, unsichtbar, höchst verborgen und ähnliches ist. Wenig überraschend ist, dass auch „N-G“ ins philosophische Spiel kommt. Augustinus (und darin zeigt sich seine philosophische Stärke) muss zu der Überzeugung kommen, die Unfassbarkeit Gottes im Sinne einer negativen Theologie formulieren zu müssen: Das „N“, bzw. „N-G“: „Die Seele weiß, wie sie Gott nicht weiß“. Die Reflexion, das „vernünftige Nachdenken“ über E, N, N-G hat die Form „N/G“. Man kommt aus diesem Kreis nicht heraus und man muss, (als Philosoph) diesen „Kreislauf“ gehen.

    325Es gibt aber einen Ausweg, den der Analyse und der Modellierung dessen, was da mit einem geschieht.

    326Das „Identifizieren“ (G, E) und Negieren (N) und das Reflektieren dieser Methoden (N/G), muss man stets zusammen sehen. „Glauben“, „Offenbarung“, „Hinnahme“ ist die Verbalisierung dieser Situation; (die übrigens eine „Abbildung“ der Ur-Quanten-Situation – QM – ist). „Glaube“ ist dann nicht nur die Bezeichnung für das, was die Natur, Physikalität, Materialität ausmacht (die „Summe“ von z, w und z/w bzw. N, G und N/G), sondern auch alle Zwischenphasen und deren unendliche Übergänge, also zum Beispiel die „Intuition“ als emotionale Phase.

    327Daher ist so gesehen der „Glaube“ der spontane Versuch, etwa Ganzes im Methodischen zu erfassen. Weshalb zum Beispiel „der Glaube“ dem Denken übergeordnet ist, gemäß dem Schritt im I-, E-Bereich, ein allem übergeordnetes „E“ zu bilden.

    328Beides mal (und dazu noch zueinander) gilt, keines der Teilaspekte ist entbehrlich, sie stützen sich alle vier (N-G, N/G, I/E und I-E) gegenseitig, setzen sich voraus etc.

    329„Religion“ ist also ein prinzipiell unbegrenzter philosophischer Hypothesenentwurf – aber noch ohne „System“.

    330So ist das „unmittelbare Schauen Gottes“ der Neuplatoniker ebenso eine mögliche Teil-Methode, wie es „die natürliche Vernunft“ oder die „Glaubens-Methodik“ als eine andere Teil-Methodik ist; wobei letztere den abstrakten Anspruch der Zusammenfassung aller Einzelmethoden hat.

    331Augustinus sieht, dass man über Gott nur über die Selbsterfahrung als Mensch, das heißt in „indirekter“ Weise reden kann. Damit versucht Augustinus einen größeren Zusammenhang herzustellen. Dieses „Hineinblicken in sich selber“, verlangt nach einem „Maßstab“, an dem die eigene Vernunft gemessen wird. WP: „Vernunft“ ist „N-G“, das nur auf N/G bezogen, einen „Sinn“ gibt – und umgekehrt; beide sind einander je ein Metasystem. Weil: „Der Mensch“ beide vereint, hat er diese Stellung. „Gott“ ist die Vereinigung von N-G, N/G, E, I, aber nur als objektive Begrifflichkeit. Jedes E (also auch Mensch und Gott), ist die mehr oder weniger getrennte Relationierung von N-G, N/G, E, I. Bis hinunter zur Physikalität. Dort erscheint das als „2-Quantenphasik“. Wo ist die Grenze von z, w, R, S zu N, G, E, I? Da, wo „S“ verschwindet und genauer, wo sich Sz mit Sw abwechselt.

    332Wir meinen, die Gottesbeweise von Augustinus und auch die von Thomas von Aquin, so sehr sie sich äußerlich unterscheiden mögen, sind sie auf gemeinsame – implizite – Vorkommnisse zu reduzieren.(Thomas von Aquino geht von der Annahme aus, dass die Existenz der endlichen Welt nicht in sich selber gründe und daher auf einen Schöpfergott hinweise; eine kaum plausible und oberflächliche Annahme. Augustinus gewinnt seinen Gottesbeweis auch aus der menschlichen Selbsterfahrung – wie das übrigens der „Protestantismus“ ebenfalls betont. Und er geht über den bloßen Daseins-Beweis hinaus, wenn er „das Wesen Gottes“ bedenkt,

    333Augustinus: „Gott ist es, der uns und alles andere Wirklich ins Dasein gebracht hat und im Dasein erhält“. Zugleich ist er das „höchste Seiende“; und wir und alle Kreaturen „streben nach dem Guten“. Also muss Gott „das Ziel aller Sehnsucht, das höchste Gut“ sein.

    334Alles das wird vereinbar miteinander und sinnvoll, wenn die dem Mensch übergeordnete „E-Entwicklung hin zum unendlich abstrakten E im OG zusammen mit der I-Entfaltung“ angenommen wird.

    335Wenn wir die Entwicklung (von z, w bis E, N, G, I) als dasjenige Äußerste bestimmen, das in allen wissenschaftlichen, philosophischen Überlegungen sich als Fundament zeigt und wenn wir annehmen, dass davon schon Vorarbeiten, Spuren bei Philosophen, wie zum Beispiel bei Augustinus zu sehen sind, dann kann (zum Beispiel) dessen Methodik und deren Ergebnisse besser „eingeordnet“ werden.

    336So seine Einsicht, durch „Analogie“ als Erkenntnisweise, die auch in der allgemeinen Wesensbestimmung zu Grunde liegt, (in christlicher Tradition schon vorher galt) und die den „Menschen als Ebenbild Gottes“ sieht, und dabei auch alles andere Wirkliche als „vom Gedanken Gottes her“ Geschöpftes verstehen lässt. Diese „Spuren des Schöpfers“ sind dann nichts anderes als Konkretisierungen (zum Beispiel als E-Phasen) dieser „allgemeinen Entwicklung“, die dann mit einem gewissen Recht „als Gottheit verehrt“ wird.

    337Es ist das Analogisieren, eine abgekürzte Erkenntnismethode, die zwar allgemein und alltagsphilosophisch von den „Anzeichen“ der Wirklichkeit, vor allem vom Menschen her, Rückschlüsse von der Welt, als dem Werk Gottes, auf Strukturen und Wesen des Urhebers dieser Werke ziehen lassen. Welche aber zunächst kreisschlüssig arbeiten und daher die „Entwicklung“ noch nicht kennen können. Aber dennoch allgemeine Eigenschaften (wie zum Beispiel „I“ -> „Tugenden“), E-Entwicklung -> „Höherentwicklung“ etc.) philosophisch, religiös fundieren können.

    338Der „dreieinige Gott“, wie ihn der christliche Glaube lehrt, wird von Augustinus in seinem Analogverfahren, „in natürlicher Einsicht“, anhand einer vermeintlichen dreifachen Struktur des Menschen, „Gedächtnis, Willen, Einsicht“ gezeigt.

    339Für uns stellt sich hier die Frage, welche unserer Einteilungen kann in diesem philosophischen Vorversuch („Trinität“) gemeint sein? Zum Beispiel „E“ (-> Gedächtnisfähigkeit), „I“ (Willensfähigkeit), „I/E“ als Einsicht, Vernunft; also die Seiten der menschlichen Gehirnfunktionen. Oder als „Natur“ (= I/E), subjektiver Geist (= „I“), objektiver Geist (= E). Und E-I zu N-G (= objektiver heiliger Geist) und „I/E/N/G plus I-E-N-G“ (=Mensch, Gottes Sohn), die „Dialektik“ als N-G zu N/G. Das als „Alles“ vereint als Gott.

    340Für uns ist wichtig, dass jede dieser möglichen (->holistischen) Einteilungen mit „z, w, deren Entwicklung, N, G, I, E“ verbunden werden kann.

    341Entsprechend der damals allein möglichen idealistischen Grundeinstellung, findet Augustinus als nächstliegende Ausformung der „heiligen Trinität“ die Dialektik im Begrifflichen: „Jedes Ding ist eines, unterscheidet sich von anderem und steht zugleich mit diesem in Beziehung.“ Erst Hegel vollendet das. Engels bezieht es, wie bereits Augustinus, auch auf die Dingwelt, (im „Wesen des Menschen und aller Kreatur“).

    342Diese „Spur Gottes“ führt von der Quanten-Theorie bis zur abstrakt hegelschen Begrifflichkeit; (die Entgegensetzung von Hegel und Engels, Augustinus, wird durch die „Entwicklung“ überbrückt). Die zwei Grundsäulen dabei, werden von Hegel vernachlässigt, aber von Augustinus und Marx/Engels betont und nie bezweifelt: Die Welt existiert (objektiv oder als „Schöpfung“) und der Mensch (der ebenfalls existiert), ist die Vermittlungsinstanz zwischen der Existenz der Welt, Gottes und den Aussagen, Begriffen philosophischer und wissenschaftlicher Art über diese.

    343Eben das lässt sich als „Entwicklung“ vereinfachen.

    344Wenn man, wie Augustinus, den Gedanken der Schöpfung radikal fasst, der Schöpfung aus dem Nichts, dann ist das der Weg von z, w her. Denn diese vereinen „Nichts“ (→ unendliches „N“) und Erstes Seiendes (z/w).

    345Die Griechen, Platon, zeigen die Alternative: Gott als Gestalter des Chaos. Es geht also um den Unterschied von Chaos und „Nichts“. Das Chaos ist „vorgegeben“, was Augustinus stört, es kann auch als „z/w zu z, w“ dargestellt werden; das Ordnen, Gestalten ist dann die „Entwicklung“.

    346Eine etwas andere Problematik ist, kann das „Nichts“ überhaupt begrifflich erfasst werden? (Das Chaos ja, denn es gehört bereits zur Entwicklung, Wirkungsreihe, an deren Ende die Begrifflichkeit steht). Augustinus hat da mit Recht seine Zweifel, Gott, (E), Nichts(N) ist jenseits der endlichen Begrifflichkeit. Wir: Es gibt zwar zwei Ebenen – und idealistische „Begrifflichkeit“ gehört zur einen allein -, aber diese hängen ebenso „systematisch“ zusammen (->wie z, w zugleich „Nichts“ und Sein sind). Das ist für das „vor-dialektische“ Denken das eigentliche Kernparadoxon.

    347In seiner Geschichtsphilosophie rührt Augustinus die Grundzüge des dialektischen Materialismus an. Mit seiner wirkenden Trinität, Teufel-Mensch-Gott, versucht er eine kämpferische Entwicklung zu erklären. Wie unterscheidet sich die Entwicklung in der Natur, von der der Geschichte? „Geschichte“ kann die I-Seite nicht „eliminieren“, wie das in der Entwicklungsgeschichte der Natur geschieht (-> Natur = I/E, aber jene „sachliche“ Entwicklung, die als „Wissenschaft, Wissen, Geist“ endet, ist nur die Beachtung, Beobachtung der E-Seite aus „I/E“. „Geschichte“ dagegen beachtet, betont die I-Seite).

    348Dann ist „der Teufel“ = Natur plus Emotionen und ähnliches = I/E (was auch anderen Interpretationen entspricht). „Der Mensch“ = „I – E“, subjektiver Geist; Gott = E, aber auch „I“.

    349Hier muss geklärt sein: „Gott“ ist eine unsystematisches, unfassbares Sammelsurium aller „höchster Abstrakta“, also auch der I-Seite, das heißt, der unendlichen I-Sphäre.

    350Es kommt dann darauf an, welche „I“ in der Geschichte der Menschheit eine Rolle spielen. Für Augustinus ist es der „Streit zwischen dem Reich der Welt und des Teufels und dem Gottesreich.“

    351Aber er sieht auch „Epochen“ der Geschichte, die wir als Entwicklungsphasen bezeichnen.

    352Diese Gesamt-Entwicklung (-> Gott) beginnt mit dem natürlich-biologisch-anthropologischen Stadium (= „dem Abfall der bösen Engel“). Sie wird angetrieben und gesteuert durch sich selbst, also durch „Gott“. Erst im zweiten Stadium, wenn der Mensch so viele „E“ und solche E hat, dass er die „I“ freier wählen kann, wird der Geschichtsverlauf jenseits des biologisch-anthropologisch-umweltbeeinflussten Ausmaßes anders.

    353Es ist dies „die Herabkunft Christi“ als die des Menschen-Sohns. Was immer die Menschensöhne und –töchter tun, ob böse“ oder gut, es dient der E-Entwicklung, hin zur Hauptseite „Gottes“, nämlich der abstrakten Begrifflichkeit, der unendlichen I-Entwicklung und der unendlichen „E“. Das heißt, zum „Weltgericht als Verdammung des Bösen und der Verwirklichung des Gottesreiches.“

    354Menschliches Handeln (->N/G) und der „Willen Gottes“ (I/E), des objektiven Geistes (der E-Entwicklung, der I-Entfaltung) durchdringen dabei einander (I/E zu N/G als Handlungsprojekt).

    355In den nächsten 700 Jahren stand für die Oberschicht und die Unterschichten eine völlige gesellschaftliche Umorientierung an. Mit ökonomischer Akkumulation im Privatagrarischen, als Siedlungsneubau (zum Beispiel Burgenbildung, neue Städte), neue Handelswege, etc. Zugleich standen die alten Probleme philosophischer Art an, zum Beispiel hatte die Antike „das Wissen“ schon sehr ausgefeilt. Aber über dies hinaus, wurde noch nicht nachgedacht. Auch andere Eckpfeiler des geistigen Lebens, zum Beispiel der „Gottes-Gedanke“, wurde noch keinen abstrakten, intellektuellen Forschungen unterworfen.

    356Augustinus und Anselm von Canterbury, die Scholastik überhaupt beginnen damit. Es ist bezeichnend für das Christentum und die katholische Kirche: Bis heute wird sich auf den damaligen Denkergebnissen „ausgeruht“. Anders gesagt, was damals noch im ernsten quasi-wissenschaftstheoretischen Diskurs offen erforscht wurde, wird später und heute weitgehend in den klerikalen Organisationen allzusehr tabuisiert. (Zum Beispiel ist „Glaube“ keine erforschbare, analysierbare, wissenschaftliche Methode, sondern eine kleine Ansammlung von – verschwommenen – Inhalten. Die „I-Seite“ und die „I/E“ und diese in Bereichen wie beispielsweise denen der „Vergesellschaftung“ oder der menschlichen „Emotionalität“ waren noch nicht entdeckt).

    357Die zwei wichtigsten philosophischen Themen sind mit Augustinus erst eröffnet, Anselm von Canterbury und die Scholastik, beschäftigen sich weiterhin damit: Das Verhältnis des Denkens zum Glauben, Beweise für das Dasein Gottes.

    358Es geht dabei auch um das Grundverhältnis N-G zu N/G; als Wissen und als Glauben (das „Wesentliche“). Beide beziehen sich aufeinander, zum Beispiel sagt Anselm: „Ich glaube, damit ich einsehe.“ „Der Glaube drängt zum Wissen“, und so ähnliche Versuche der Relationierung beider Grundmethodik-Ansätze. Interessant ist, dass der Glaube sich aus sich selber heraus auf Erkenntnisse verwiesen findet. Es sind dies Annäherungen an die begriffliche Dialektik (-> Hegel). Sie gehen zwar wenig über Augustinus hinaus, zeigen aber darin, dass nach 600 Jahren Pause dieser Faden wieder aufgenommen wird: Die Objektivität der philosophischen, geistigen Problematik.

    359Zwei Strukturzüge spricht Anselm an: Was ist wichtiger, N/G oder N-G, (er entscheidet sich für N/G -> der Glaube geht dem Erkennen voran); tatsächlich herrscht jedoch symmetrische Gleichberechtigung.

    360N/G ist aber stets verbunden mit I, I/E. Mit dem Hinweis auf die Liebe – wer liebt, will das Geliebte erkennen – tastet sich Anselm an „I“ heran. Implizit wird eine Dynamik vorausgesetzt, dass man von N-G zu N/G und umgekehrt „relativieren kann“.

    361Das ist – letztlich – die Entwicklungs-Dynamik: „Die Erkenntnis Gottes ist kein neutrales Wissen, sondern sie ist eine an Gott unendlich interessierte Einsicht. Darum bedarf sie als Voraussetzung einer liebenden Zuwendung zu Gott“.

    362Es werden wechselseitige Beziehungen angenommen, bei denen es keinen Zwiespalt zwischen „Vernunft und Glauben“ geben kann. Weil Gott beides geschöpft hat. Daher sind auch „Beweise“ (und nicht nur „Offenbarung“) zur Existenz „Gottes“ erlaubt.

    363Man kann feststellen, das Hoch-Mittelalter ist zu neuen, tiefer greifenden philosophischen Aussagen kaum in der Lage.

    364Auch beim Versuch, das Dasein Gottes zu beweisen, hält sich Anselm – zunächst – ganz an die Linie, die von Augustinus vorgezeichnet ist. Zur Ausdifferenzierung des Komplexes „Gott“ gehört es auch, solche unklaren Verbalisierungen wie „das vollkommene Gute“ zu klären. Dass in ihm „E“ steckt, erkennt man, wenn man von einem „absoluten Maßstab“ spricht.

    365Dies „höchste Gut“, das „durch sich selber gut ist“, hat die Grundzüge von „E“; vor allem auch die E-Entwicklung als Abstraktion.

    366„Inhaltlich“ („gut“) ist es eine I-Kategorie. So wie das E jene maximale Abstraktion liefert („Vollkommenheit“, „oberstes Gut“), so wird die andere menschliche Eigenschaft (neben der Abstraktion-Entwicklungs-Eigenschaft), nämlich die, an der I-Sphäre teilzunehmen, ebenfalls genutzt:

    367Jeder Mensch hat „einen Maßstab des Guten“, der alle „I“ gleichmäßig erfasst und letztlich in der biologischen Selbsterhaltung und in deren emotionalen Begleiterscheinungen und der Selbstverwirklichung, zum Beispiel allgemein als „Glück“ bezeichnet, relativ greifbar wird.

    368Jener Bezug auf E und I ergibt I/E und damit Entwicklung; das erscheint in der Philosophie Anselms als: Das „schöpferische Prinzip“, als höchstes Gut, das Vollkommene, als Gott.

    369Wenn als Beweis für die Existenz „Gottes“ gesagt wird, die Feststellung von Größe (und von Seiendem) impliziert stets, dass es ein absolut Großes (und ein absolut Seiendes) geben muss, dann verbergen sich dahinter einige Voraussetzungen: Die zwei Grenzsituationen (erstes Physikalisches und höchstes Begriffliches) und die Dynamik (welche hier von „groß“ zu „absolut größtem“ führt); das ist die „Entwicklung“.

    370Zu solchen Analysen konnte die damalige Philosophie und Wissenschaft noch nicht fähig sein. Ihr Verdienst besteht darin, erst mal scharfe Denkargumente „synthetischer“ Art zusammen zu tragen.

    371Der Beweis Anselms zum „Dasein Gottes“, betont seine Voraussetzungslosigkeit., dies ist noch „psychologisch“ fundiert („selbst der Tor muss Gott als etwas, über das hinaus Größeres nicht gedacht werden kann, verstehen“).

    372Unsere Argumentation ist dem verwandt: Nicht zufällig auch „psychologisch“, kann erstes, letztes Existierendes, zum Beispiel „Welt, Gott, Sein“ „zwanghaft“ gedacht werden.

    373Wir nennen es modellhaft „E“ und „objektiver Geist“ (OG). Eine moderne Frage ist, warum gibt es das. Das liegt daran, dass es S, R, z, w etc. gibt. Das heißt, wir zeigen genauer, was Wirklichkeit ist. („Gott lebt im Verstande und in der Wirklichkeit“).

    374Und vor allem geht es um die „Entwicklung“, welche dann zum Beispiel auch erklären lässt, wie die anfängliche Dynamik und ähnliches „verloren“ geht, bzw. warum „Gott“ stets auch die „Kritik“ an E ist (zum Beispiel Reste der Dynamik: „je über alles Größte noch hinaus“; größtmögliche Fülle der Seinsmöglichkeiten, und ähnliches).

    375Der Beweis aus dem Begriff Gottes ist eigentlich eine Steigerung des Platonismus – und damit die Problematik des „objektiven Geistes“.

    376Es ist (wie Hegel es sieht) nicht möglich, „rational“, also mit vorausgesetztem objektivem Geist, diesen zu „beweisen.“ Daher meint Hegel, es gehe um eine „denkende Erhebung des Geistes zu Gott.“

    377Das ist – versteckt – die „Entwicklung“ des Abschnittes vom subjektiven Geist zum objektiven Geist, wohl aber allgemein die Entwicklung.

    378Und auch das enthält der Gottesbegriff: Er will „alles“ sein, und „Entwicklung“ kann (als eines der tiefsten Seins-Elemente, wie auch z, w) so dargestellt werden, dass das als „Alles“/“Ganzes“ akzeptierbar ist. Thomas von Aquino.

    379Große Philosophen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Kernprobleme erfasst haben und diese zu lösen versucht zu haben. Hier das Verhältnis von „natürlicher Vernunft“ und „Glauben“. Augustinus, Anselm, Thomas thematisieren es. Aber sie und der ganze institutionelle philosophische Apparat der christlichen Kirche mogelt sich über die Jahrhunderte und die Probleme hinweg.

    380Das ist auch nicht verwunderlich, denn man ist im Kern eines Problems angekommen und kann es dann nur und in ständiger Wiederholung umschreiben. Zum Beispiel dass „die Vernunft“ sich dem Glauben unterordnet oder umgekehrt und beide sich je nachdem so oder so entfalten können und ähnliches.

    381Es geht wp um N-G und N/G (und daher um I/E) und um beider Verhältnis. Also muss das klarer formuliert werden, sowie geklärt werden, woher überhaupt diese beiden Unendlichkeiten und ihre Relationen (Gegensatz und Bezug) stammen.

    382„Die Wahrheit des Glaubens“ ist methodologisch N/G-bestimmt (evtl. N/G zu N-G;). Die „wissenschaftliche Wahrheit“ ist seit Aristoteles N-G. Die Methodik (zum Beispiel Logik, Empirie) war bei Aristoteles etc. schon sehr ausgefeilt – und sie verbesserte sich langsam, aber ständig (auch als -> Mathematik), während „N/G“ nicht mehr vorankam (und eine Theorie dazu lag in weiter Ferne); es waren I-Abhängigkeiten damit verbunden, und die „I“ wechselten ständig.

    383Aber die Wahrheit des „Verstandes“, der Vernunft bereitete langfristig die Verwissenschaftlichung der Welt vor – und gewann daher an Überzeugungskräften.

    384Als „Aristoteles“ für Europa wiederentdeckt wurde, zwang die im Mittelalter wichtige gesellschaftliche Ideologisiertheit (Kirchen-Herrschaft als Feudalismus) in dieser Frage eine philosophisch, gesellschaftliche Entscheidung zu treffen (Glaube und/oder Rationalität). Die Einheit des menschlichen Geistes als Dialektik beider, den „Widerspruch“ aushaltend etc., konnte wohl deshalb nicht gelingen, weil das damals noch allein als entideologisierte Nonchalance verstanden wurde.

    385Und der Feudalismus ist auf „I“ (und die I/E), bestimmter Art (zum Beispiel gesellschaftliche Hierarchiebildung etc.) existentiell angewiesen. Das Besondere an Thomas, an der Scholastik ist, dass sie zum ersten Mal die historische Situation als äußerste Gefährdung der Einheit des menschlichen Geistes empfand.

    386Um aber N/G und N-G (bzw. I-E und I/E) unter einen Hut zu kriegen, muss ein weites Feld beackert werden, die Arbeiten des Thomas von Aquino sind dementsprechend umfangreich.

    387Denn die Grenzlösung von „z/w“ (und N/G) ist „punktförmig“ und ihre Normallösungen sind zwei Unendlichkeiten; dito N-G -> G-N ist zweifach punktförmig („N“, „G“) und auch hier sind die theoretischen Unendlichkeiten (E, G wird nie „erreicht“), im „Konkreten“ vor allem als endliche und da als konkret-praktische „potentiell unbegrenzbare“ erkennbar.

    388Wie ist dann „N/G zu N-G“ abstrakt und konkret zu verdeutlichen?

    389Die beiden widerstreitenden Weltansichten zu versöhnen, wie es so allgemein verstanden wird, aber solche Synthese-Versuche so gar nicht lösbar waren, musste sich im scholastischen Detaildschungel verlieren. Das Problem, das Thomas von Aquino aufgeworfen hat, ist ein entscheidendes; man kann es daher verallgemeinern: „Glaube“ ist verallgemeinert der Versuch, die Denkarbeit bis in letzte, höchste Erkenntnisse zu führen. Wenn man diese tendenziell unendliche Arbeit nicht leisten kann oder will, gibt man sich irgendwelchen Autoritäten hin, diese aber („Gott“) sind ebenso definiert: Höchstes E, Unendlichkeit. Der „Alltag“ hingegen, vergleichbar mit der Situation in den Wissenschaften (-> „Mechanik“) und unendliches Weitersuchen (-.> E-Entwicklung), ist als Gegenteil von unendlichem Nachdenken nach Tiefstem, Erstem, Höchstem definiert.

    390„Mechanik, Handeln, Praxis, Dingwelt, Alltag“ ist jene endliche Punktförmigkeit, an der I, E, N, G als „I/E zu N/G“ zusammen tritt, „z/w “ ist da der Ausgangspunkt.

    391Während jene andere Grundhaltung (unendliche Reflexion) mit „I“, das heißt z-z, Rz-Rz, Rw-Rw gemeint ist.

    392Thomas von Aquino teilt das noch unproblematisch ein, in „übernatürliche Wahrheiten“, mit denen der Glaube zu tun hat, und in das Feld der Erkenntnis der Weltdinge durch „natürliche Vernunft“.

    393Schafft er aber auf diese Weise eben jene notwendigen Übergänge und Zusammenhänge? Noch Augustinus hatte versucht, die Kriterien der Wahrheit, die sinnliche Erfahrung und die rationale Einsicht als göttliche Erleuchtung im Alltag zu sehen; also beide Seiten zu vereinen.

    394Das jetzt genauere Hinschauen erlaubt solche bloßen Behauptungen nicht mehr. Die beginnende Verwissenschaftlichung verlangt nach höherer Genauigkeit und Reflexion. Ihre Ergebnisse, bis heute, zeigen, es gibt beides zugleich: Trennung und Zusammenhänge (->QM).

    395Es geht um eine Lösung des Verhältnisses von „N-G“ zu „N/G“ (bzw. I, E entsprechend). Das ganze Mittelalter, von Augustinus über Thomas von Aquino etc. ringt darum.

    396„N-G“ erscheint als „natürliche Vernunft.“ Ihr Endpunkt ist E als höchste Identität und ähnliches. Daher sagt Thomas von Aquino, dass „das Dasein Gottes und gewisse allgemeinste Bestimmungen“ an ihm auch von der natürlichen Vernunft erfasst werden können.

    397„N/G“ wird als Glaube, Offenbarung und ähnliches verbalisiert. Es dient dazu, objektive, existierende philosophische Probleme auf andere Metaebenen als der der letzten unendlichen E-Ebene zu erfassen, zum Beispiel „die Trinität“, also das Verhältnis „von Natur zum Subjekt zum objektiven Geist“; oder zum Beispiel die Erbsünde, also Natur zu Geist, oder zum Beispiel „Inkarnation“, also objektiver Geist zu subjektivem Geist, etc.

    398Die Relationierung („N-G zu N/G“) wird aber nur oberflächlich berührt: Beide haben ihre Rechte; (wo die Abgrenzungen sind, wird zum Beispiel zwischen Augustinus und Thomas von Aquino, etc. „umkämpft“).

    399Die sachliche Situation, an der auch Thomas scheitert, ist die: Sowohl die (philosophisch-geschichtlich meist abgelehnte) „doppelte Wahrheit“ ist richtig, wie auch ihr Gegenteil.

    400Das heißt, man muss „Vernunft“ und „Glauben“ voneinander scheiden, als „N-G“-Methode (und I-E-Inhalte), als auch beide aufeinander beziehen, als N/G-Methoden, Verfahren und I/E-Inhalte.

    401Der menschliche Geist muss solche Situationen der Gefährdung seiner Einheit aushalten. Das sich Verlassen auf „Glauben“, allgemein auf die Garantie des sinnvollen Allzusammenhanges, kann aber genauso „unangenehm“ sein.

    402Thomas von Aquino hilft sich mit dem Gedanken, dass „Vernunft und Glaube von Gott“ stammen. Tatsächlich aber, muss von uns heute auf ein fundiertes Modell von „Entwicklung“ dafür zurückgegriffen werden. Historische Abläufe und Phasen, sind dadurch gekennzeichnet, dass natürliche „Vernunft“, N-G, mal vorherrschen – (im römischen Pragmatismus, zunehmend in der Leistungsgesellschaft -> „Wissenschaft“), mal N/G (Glaube, Hoffnung).

    403Letzteres im Mittelalter, also auch in Thomas von Aquinos System.

    404Ob das jeweils nur geringe Betonungen sind oder ob es Oberschicht-Erscheinungen sind, ist zu untersuchen.

    405Theoretisch (von der 2-Quanten-Physik bis zu Hegels Einsichten in die begriffliche Dialektik) sind beide gleichberechtigt.

    406Jedenfalls betont Thomas gegenüber Augustinus, der tiefen frühen Feudalzeit, die welthafte Wirklichkeit, das natürliche Erkennen (der „heidnischen“ Griechen). Die heraufziehende Leistungsgesellschaft (und die jetzt sich tendenziell vollendende Feudalzeit), verlangen und lassen mehr Spielraum für das, was objektiv „ist“: Als das Gleichgewicht beider Methoden-/Verfahrensstränge.

    407In aller traditionellen Philosophie hat man die Erscheinung, dass in der Drei-/Vierheit (objektiver Geist -> Gott, Subjektivität -> Seele, Natur und Kultur) jeweils eines von diesen („weltanschaulich“) betont wird, bestenfalls zwei.

    408Der Versuch, alle vier zu verbinden (-> Entwicklung), findet kaum statt. Thomas von Aquino betont „Gott“ (wie schon die Griechen und wie Augustinus). Er ist bei allen oberstes Thema, „vornehmster Gegenstand“, weil die „Philosophie“ die Herausarbeitung des „objektiven Geistes“ darstellt. Danach kommt, bei Augustinus, die „der Welt enthobene Seele“, das emotional-rationale Subjekt.

    409Die „Wirklichkeit“ (Natur und Kultur) überzeugt (durch die griechische Vorarbeit) durch ihre formale Umfassenheit – was zugleich den Nachteil mangelnden Detailwissens (-> dagegen die „Seele“) hat.

    410Wie bei Aristoteles (und eben die gleichen Fragen und Probleme wieder aufnehmend, was auf eine objektive Metastruktur von „Philosophie“ verweist), geht es Thomas von Aquino um die „Mannigfaltigkeit der Dinge“, um „das Wesen der Dinge.“ Und er unterscheidet (wie schon Aristoteles) an den Dingen Stoff und Form.

    411Wir weisen dem „Stoffproblem“ „I“ und I/E zu, dem Formproblem: E, G,N – alle von den „S-und R-Aspekten“ her – . Dadurch lassen sich die philosophischen Probleme um Stoff und Form genau analysieren. Die I, I/E waren damals, bis heute, keine zugänglichen Größen. Deshalb lässt auch Thomas von Aquino „den Stoff“ fast ganz außer A/acht, er ist ihm nur „wichtig als Moment, durch das die Formen sich zu individuellen Gestalten ausprägen“. Aber genau das tut „I/E“. Jene Philosophie jedoch stellt das lediglich fest und analysiert es noch nicht.

    412Die Formen sind ihm „das Wesen der Dinge.“ Es ist die langfristige, geisteshistorische Vorbereitung von „Wissenschaft“, als E-Projekt, aber auch als I-Eliminierung. Dass „I“ in den Formen wirkt, wird nur indirekt anerkannt: „Die Formen insofern das Wesen der Dinge sich in diesen lebendig entwickeln.“

    413Wenn Thomas (über Aristoteles hinaus gehend) Formen, Wesenheiten als „ursprüngliche Ideen im Geist Gottes“ ansieht, dann beschreibt er nichts anderes als den „objektiven Geist.“ (OG) („Gott“ selbst ist darin das konsequenteste Produkt der E-Entwicklung).

    414Die märchenhafte, literarische, alltagsbezügliche Beschreibung des objektiven Vorganges der Erarbeitung des „objektiven Geistes“ aus den vorhergehenden Phasen der Entwicklung. (Gott schuf die Welt und es gibt ein Wechselverhältnis zwischen Mensch und Gott, der Mensch denkt die Gedanken Gottes nach, etc.) ist die theologische und religiöse Darstellungsform der philosophischen Probleme.

    415Die menschliche, „teilhabende Ähnlichkeit mit dem göttlichen Geiste“ ist (zum Beispiel) das Problem, wie subjektiver Geist und objektiver Geist zusammenhängen; was gerade in der modernen Philosophie als völlig ungelöst erscheint und gerne deshalb – damals wie heute – als Einsicht in die Grenzen der Erkenntnis abgetan wird.

    416Die Philosophie des Thomas ist zweifach gebunden, an die I-Struktur des Mittelalters, die noch nicht spät- mittelalterlich relativierbar ist und neuzeitlich mit der Entdeckung der Thomas ‘schen E-Sphäre, mit ihrer aristotelischen Ausprägung, und ihrem ausdifferenzierten, festgelegten und für Thomas von Aquino neuen E-Gewalt.

    417Daher kann für diese Philosophie der Scholastik auch der Mensch nicht frei sein oder frei sein Weltbild entwerfen. Vielmehr hält Thomas von Aquino daran fest, dass das Erkennen des Menschen an die von Gott gemäß den Ideen geschaffene Seinsverfassung der Wirklichkeit gebunden ist.

    418Wie viele Philosophen vor und nach Thomas, stellt sich ihm die Welt als ein Ganzes von stufenförmigen Aufbau dar. Es ist dies nichts anderes als die – alltagsnahe – Reflexion des Abstraktionsverfahrens. Das heißt aber, das System „Thomas von Aquino“ ist relativ konsistent.

    419Thomas von Aquino reproduziert die alte Hierarchie, welche alltags-philosophisch die „Wissenschaft“ vorbereitet und als Abstrakte – „tote Materie, Pflanzen, Tiere, Menschen, Engel, Gott“ –

    420vorweg nimmt: Jeder „Wirklichkeitsbereich“ steht umso höher, je mehr in ihm die Form über den Stoff „erhaben“ ist. Und die „Niedrigkeit der Seinsstufe“ korreliert mit dem I-Gehalt und der Festigkeit der I/E-Relation.

    421Gesehen wird aber bereits, man muss unterscheiden zwischen dem „Stoff“ selber und der Form, die dem Stoff von außen her aufgedrückt wird. Es ist dies der Ansatz für den „großen Kreis“, die Wechselwirkung und die Tatsache, dass jede Phase der Wirklichkeit, deren theoretische und praktische Details, von zwei Seiten her zu charakterisieren ist, von „oben“ (OG) als begriffliche Form und aus der Sache selbst, durch die Entwicklung aus den S-und R-Aspekten der ersten Physik.

    422Gegenüber den Griechen ist neu, dass jetzt das Prinzip dieser Hierarchisierung erscheint, in den letzten beiden (drei) Phasen (Mensch, Engel, Gott). Das, was zuvor Alltags-Empirik war, wird jetzt prinzipieller zu fassen versucht.

    423Genau das ist das Verdienst der Philosophie, Ideologie des europäischen Mittelalters. Bereits in der „Seele“ als „vegetatives und sensitives Vermögen“ kündigt sich dies Neue an. Es ist, etwas moderner gesprochen, der subjektive Geist (Mensch), das Problem des Überganges vom subjektiven Geist zum objektiven (Engel) sowie der objektive Geist (Gott). Wieso es diese gibt, und wie der subjektive Geist noch mit der Emotion, der Biologie zusammenhängt, bleibt aber erst „modernster“ Philosophen vorbehalten.

    424Die Analyse der Seele tritt dann noch an die Stelle des subjektiven Geistes. Mit einem Mal ist die Seele da (das Tier hat sie wohl noch nicht), aber warum das? „Das emotional-rationale Übergangsfeld“ fehlt und die I-Seite“ wäre dann die nächste philosophische Stufe und deren tiefere Analyse wäre die darauf folgende Phase.

    425Die „Seele hat ein vegetatives und ein sensitives Vermögen“: Die Verbindungen zur Biologie und Gefühlswelt werden hergestellt. Zudem ist die Seele „im Grunde geistig“, wenn auch mit dem Leib verbunden: Von S,R und OG her sind beide „objektiv“ unendlich existent (->E,G) und deshalb „unsterblich“.

    426Die Engel sind indes „körperlos“; aber sie sind auch noch „unvollkommen“, als „geschaffene Geister“: Als Verbindung (hier im Begrifflichen) zwischen „Mensch“ und „Gott“ ist es die Hermeneutik (-> I/E zu N/G), welche subjektiven mit objektivem Geist irgendwie relationiert.

    427„Gott“ hat dann auch bei Thomas von Aquino – wie immer auch noch „literarisch“ verschwommen – die Strukturzüge des „objektiven Geistes“: „Reiner ungeschaffener Geist“, „maximale „Fülle“, „Einheitlichkeit“ und ähnliches.

    428Dass solche Schilderungen, in ihrem Bestreben irgendwelche Maxima zu vereinnahmen, direkt das Gegenteil bewirken, wird erst in modernerer Denkkonsequenz, (-> Hegel) deutlich, zum Beispiel maximale „Reinheit, Ewigkeit, Nur-Geist“ ist in deren Unendlichkeit zugleich auch dem absoluten „Nichts“ zuzusprechen.

    429Aber das entschärft das Problem „objektiver Geist“ keineswegs. Thomas v. A. denkt – in Fortentwicklung der Statik bei Aristoteles – den Stufenbau dynamisch. Und zwar strebt alles „zur Form, weg vom ungeformten Stoff.“ Das sind Vorüberlegungen zur „Entwicklung“. Wobei die Philosophie, die feststellt „was ist“ (wie bei Aristoteles) vom Standpunkt moderner Philosophie nicht „falsch“ ist, es wird in ihr „E“, „G“ betont.

    430Die Hinzunahme von N (als Kritik) und von N/G (als neue Dynamik) würde jedoch verlangen, dass auch „I“ (als mögliches Ziel der Dynamik) philosophisch bewusst gemacht wird. Thomas von Aquino gibt zwar Zielbeschreibungen (zum Beispiel „Gott“, also weitere Abstraktionen), aber er macht die philosophische Kategorie „I“ noch nicht zum systematischen Bestandteil einer Philosophie.

    431„Gott“ ist als „Form“ „auf dem Weg“ zum „objektiven Geist“, „Stoff“ ist alles andere, (Natur, Subjektivität). Dass es auch genau umgekehrt sein könnte (= objektiv Gegebenes) oder, dass beides stimmt (Natur, subjektiver Geist, objektiver Geist sind objektiv), wird noch nicht – (-> bis heute nicht) erkannt.

    432Wichtig war damals, dass das Verhältnis von Stoff und Form mit Hilfe der Begriffe Möglichkeit und Wirklichkeit gedeutet wird. Allerdings ist für Thomas von Aquino der Stoff die bloße Möglichkeit, geformt zu werden. Wir meinen, beide sind wirklich (-> „wirkend“ -> „z/w“). Es sind eigentlich drei -> „z/w“ = Natur, N-G/E = objektiver Geist und das Übergangsphänomen (z/w noch, aber schon I/E, N-G, N/G) ist der subjektive Geist.

    433Letzterer hat unter vielem anderen auch die „Möglichkeit“ und die „Wirklichkeit“ als Denkkategorien (zum Teil subjektive noch, zum Teil schon objektive). Vor allem stehen jene drei wechselseitig als wirkliche und mögliche in „Relationen“ (= Verallgemeinerung von Möglichkeit und Wirklichkeit): Natur ist die Möglichkeit von subjektiven und objektiven Geist als Entwicklung. Die denkende Erfassung von Natur und von Subjektivität geschieht als Möglichkeit (=„der Stoff wird geformt“) des „wirklichen“ objektiven Geistes (nur das meint Thomas von Aquino). Warum wird in der Geistesgeschichte der Philosophie zuerst das Abstrakteste („Logik“ und „Gott“ und objektiver Geist, hier als „Wirklichkeit der Form“, formuliert? Weil dies „Formulieren“ nur Sinn als „Systematisieren“ macht – und „Natur“ oder gar „Subjektivität“ zu systematisieren, bedarf des langen (bis heute unabgeschlossenen) Umwegs über die Wissenschaften.

    434Die Antike und das Mittelalter kämpften erst mal um den „objektiven Geist“. Aber es geht wohl nicht nur um dies quasi-ökonomische Argument, auch die Struktur des Gehirns (als Subphase der Subjektivität) ist wichtig. Deren grundlegendste und „einfachste“ Funktionen sind die der Identitätsbildung, der Abstrahierungsverfahren (zum Beispiel auch in der „Empirie“). Erst die neuzeitliche Sicht geht darüber hinaus, bei der Systematisierung von „Inhalten“, etc.

    435Schritt für Schritt wird der „objektive Geist“ seit Aristoteles und jetzt von Thomas von Aquin erarbeitet. Für die beiden sind es zwei Entwicklungsmechanismen, die Zurückdrängung des „Stoffes“ zu Gunsten der „reinen Wirklichkeit der Form“.

    436Und die tendenzielle Beseitigung der „Möglichkeit“ zu Gunsten dieser „Wirklichkeit“, die des vollendeten Gottes.

    437Es zeigen sich dann zwei Problemkreise: Ist „Möglichkeit“ nicht auch „objektiver Geist“, eine „reine Geist“-Kategorie?

    438Und wo soll man das Stoffliche dann lassen. Das wird dann theologisch-literarisch formuliert, zum Beispiel „Gott hat doch auch die Natur, den Menschen geschaffen.“

    439Diese inneren Widersprüche können erst nach der Entwicklung der Einzelwissenschaften angegangen werden. Als „objektive E-Entwicklung“; gleichberechtigt mit „E“, „I“, I/E, etc.

    440Die aristotelische u.a. Einbeziehung Gottes in das Weltgeschehen, die pantheistische Fassung des Gottesbegriffes, dreht sich um einen – fast – nicht greifbaren und in unendlicher Tendenz dazu noch schwächer werdenden Übergang.

    441Eben jene S-Abschwächung, jene S-R-und Sz.-Sw-Trennungen sowie daraus die N-G und I-E, die aber dennoch als (Meta-)Relationen Verbindungen erhält. (Gott als Teil des Weltgeschehens, aber dagegen abgeschwächt, als das selbst nicht bewegte, höchste Prinzip, auf das hin sich alles bewegt).

    442Diese prinzipielle, aber quantitative unendlich kleinen Unterschiede, sind das Futter der Theologen. Sie sind auch unbegrenzte Beschäftigungsprogramme, solang man im vorgegebenen, idealen Rahmen bleibt.

    443Eines der wesentlichen Momente des christlichen Gottesbegriffes („die absolute Erhabenheit Gottes über die Welt“), zielt auf den „objektiven Geist“ als „N-G“, „I-E“, das heißt die absolute Trennung als die eine Seite von Philosophie. Es gibt jedoch zwei Seiten; beide hängen durch die Entwicklung zusammen, N-G ist philosophischer Fortschritt und Verlust, z,w.

    444Thomas von Aquino greift auf den Schöpfungsgedanken zurück (Gott ist auch nur „das zuhöchst“ Erstrebte allen Strebens, er steht auch am Anfang aller“ Entwicklung, allen Geschehens), um der pantheistischen Konsequenz zu entgehen. Damit wird dem „großen Kreis“ nahegetreten: Man kann „Erstes“, erste Physik nur „erklären“, indem man Höchstes, abstrakteste Begrifflichkeit bemüht. Das kann Thomas freilich auf philosophischen Wegen nicht zeigen.

    445Bei ihm und in der christlichen u.a. Tradition, ist das nicht mehr als gefühlte Sicht, gläubige Vernunft und damit richtig und falsch.

    446Die philosophische Kritik ist: „Der Schöpfungsgedanke im strengen Sinne setzt voraus, dass es zwischen Schöpfer und Geschöpf einen unendlichen Abstand gibt, entgegen jeglicher Vernunft:“

    447Das aber (und damit „Unendlichkeiten“) ist der Abstand auf dem „großen Kreis“ von S, R bis E,I,N,G und als Wechselbezug „zurück“; also die komplette Entwicklung mit ihren „Unendlichkeitsstellen.“

    448Die „Gottesbeweise“ des Thomas von Aquin gehen nicht kreisschlüssig und nicht psychologisierend vor, wie es bei Augustinus war (von „der Wahrheit in der Seele“ her). Die Einbeziehung der „Weltwirklichkeit“, wobei die endliche Welt ihren Grund nicht in sich selber hat, ist nichts anderes als der Einbezug, das Einschwenken auf die abstrakteste Begrifflichkeit (objektiver Geist), die jedoch als menschliche (biologisch-kulturelle) Vorstrukturiertheit unreflektiert vorausgesetzt wird. „Gott“ wird also kreisschlüssig „bewiesen.“

    449Auch später noch hat die Wissenschaft diesen Kreisschluss drauf, (obwohl schon Kant warnt). (Es ist aber der „große Kreis“ – und insofern noch einigermaßen entschuldbar).

    450Zum Beispiel spielt sich das bei Thomas mit den „abstrakten Begriffen“, „Existenz“ und „Ursache“ und „Unendliches“ „Erstes“ ab.

    451(„Alles, was existiert hat Ursache, diese wiederum haben eine Ursache. Das kann aber nicht „unendlich“ so weitergehen“, also gibt es „Erstes“ = Gott“). Objektiver Geist als E,G,N = das geschlossene, idealistische System, es fehlt jedoch N/G und „I“.

    452Nicht nur das Dasein und die Form, sondern auch das Wesen Gottes, interessiert seit alters her, hier den Thomas von A.

    453I/E und N/G sind „verwandt“. Daher wundert es nicht, dass Thomas die Wege der „Analogie“ nutzt, um „das Wesen“ zu erkennen.

    454Vom Geschöpf „Mensch“(die Subjektivität und das heißt I/E, N/G etc.), kann man analog auf den Schöpfer schließen. Das hieße, „Gott“, also „E“, dann doch „I“ zuzuweisen. Denn es wird auch „das Gutsein“ und ähnliche „Ii“ des Menschen betrachtet und daraus die (absolute) Güte (→ Iw) Gottes hergeleitet, Hier bricht offensichtlich der Abstraktionspfad ab, zusammen. Der christliche Gott ist eben auch „Alles“, nicht nur das „Oberste“, Abstrakteste. Hier wird die „rationale“ Linie von Aristoteles etc. (und auch die von Thomas von Aquino) überstiegen.

    455Darauf ist zurück zu führen, dass Thomas hier mit großer Unsicherheit, äußerster Vorsicht argumentiert: „Zwischen dem endlichen Menschen und dem unendlichen Gott besteht ein zu großer Abstand, so dass in der Analogie das Endliche zugleich negiert und überhöht werden muss.“ Dahinter steht wieder die „Entwicklung“ mit ihren Unendlichkeitsstellen und „N/G“ als Negierung (N) und „Überhöhung: -> Hegels „Werden“ aus der Dialektik.

    456Die „Güte Gottes“ ist „unendlich“ über dem menschlichen Gutsein erhaben, das heißt die I-Kategorie (als objektiver Geist, weil sie auch „Kategorie“, Form ist) ist etwas ganz anderes, als „I“ als ethischer, moralischer Ziel-Inhalt.

    457Thomas von Aquino nähert sich noch einem anderen grundsätzlich philosophischen Problem, besser, einem Gemisch aus mehreren Problemen: Als „vollständige Erkenntnis Gottes“, die noch nicht mal durch „den Glauben“ erlangt werden kann und „erst im Jenseits“ vom Menschen „geschaut“ werden kann, nähert sich: der philosophischen Grundstruktur, dass alle „Methoden“ („Erkenntnis“, Glauben etc.) nur Teil „der Philosophie“ sein können, dass sie abgeleitet sind von vorher erarbeiteten Systemen und Entscheidungen.

    458Dass vor allem die ganze Naturseite (S-Aspekt) systematisch eliminiert ist. Auf diesen spielt das Eingehen des Menschen (subjektive Phase) und des objektiven Geistes (→ OG) in dem übergeordneten, weil „jenseitigen“ Naturkreislauf an.

    459Verwunderliche ist, dass Natur, Mensch, objektiver Geist, Gott überhaupt sind.

    460Das ist nur zu schauen, zu bewundern – um damit eine weitere Metaebene dynamisch zu erklimmen.

    461Meister Eckhart, wie viele andere auch, weicht er im Streit von der Lehre der offiziellen Kirche ab. Was hat es mit den „traditionellen Bahnen“ auf sich? Man muss sehen, dass die christliche, katholische Lehre das philosophische System bereits sehr viel besser durchdacht hat als alle Adepten und Gegner es vermuten; das liegt einfach am zeitlichen Vorsprung.

    462Aber was fehlt, ist die didaktische, pädagogische Darstellungskraft. Die benötigt nämlich letztlich einen jeweiligen Meta-Standpunkt, der fehlt selbstverständlich in „arbeitenden“ Systemen.

    463Und andererseits gehört zu dieser Situation als Organisation, an der Front der philosophischen Arbeit, der Geistesgeschichte zu stehen, dass ständig, stets und unvermeidlich „abweichende“, neue, kreative philosophische Beiträge erscheinen, hier die von Eckart.

    464Erst, wenn das jeweilige philosophische System vollendet ist, als theoretischer Corpus, dann gibt es diese „Ketzer“ nicht mehr, aus historisch-gesellschaftlichem Desinteresse.

    465In den gängigen Darstellungen der Geschichte der Philosophie, wird vor allem der Gang des „rationalen Philosophierens“ behandelt. Jeder Philosophierende weiß, es gibt noch ein Gegenstück, gegen das sich rationales Philosophieren profilieren, abgrenzen, daran abarbeiten muss. Warum dies meist ungenannt, verwirrend heterogen und ähnliches bleibt. Das liegt an dem was Nicht-Rationalität selber ist, ist also kein Manko, kein Defizit, sondern darin besteht seine „Systematik.“

    466Es „Mystik“ zu nennen oder als „emotionalisiert“ o.ä. zu bezeichnen, hilft nur dann weiter, wenn das weiter erklärbar ist; die WP hat dafür I, I/E, N/G.

    467Eckart hat darin Vorgänger (Plotin, Dionysios, Areopagina, Eriugena); und Nachfolger (N. v. Cues, J. Böhme, Franz v. Baader; auch der späte Fichte, Schelling, Hegel).

    468Zur „Mystik“ u.ä.. gehört prinzipiell, dass es da keinen Erkenntnisfortschritt und ähnliche Mechanismen der Leistungsgesellschaft gibt, der sich – objektiv gesehen – die „rationalen“ Philosophen verschrieben haben.

    469Was ist mystisches Philosophieren? Es geht um die philosophische Explizierung dessen, was im Modell als I/E und N/G dargestellt wird. Deren doppelte, widersprüchliche, dynamische, unendliche, inhaltliche, formale – (und wiederum beider Meta-Verhältnis) etc. Relationen als Seiendes und Begriffliches.

    470Andersrum: Man kann versuchen – (und das tat man bisher) – alles das, was nicht „Rationalität“ und ähnliches ist, begrifflich zu fassen. Das ergab genau jenes Chaos, die Unfassbarkeit, was als „die Unendlichkeit“ gilt, und worunter wissenschaftlich und philosophisch und alltäglich „gelitten“ wird.

    471Daher ist es günstiger, ein grundlegendes „Modell“ zu haben – und dies dann verbal, begrifflich etc. zu explizieren.

    472Außerdem wird mit dem Modell (I/E, N/G) die Verbindung zu/anderen Bereichen herstellbar.

    473Mystische Philosophie kann und muss aus seinem Prinzip heraus und nicht als „etwas“ Bestimmtes, Identisches fixiert werden, wie zum Beispiel als „Basis“ einer Wissenschaft oder als „Höchstes“, „Gott“, „Mensch“, etc.

    474Es gilt vielmehr, Annäherungs-Schichten zu schildern und zu verstehen. Das deshalb, weil es um Beispiele aus der I/E- und N/G-Sphäre geht, welche stets auch zugleich alle Phasen betrifft, speziell die ganze I-Sphäre (->Ii,k,g,w). Nicht dagegen gehören die E-Phasen dazu. Deshalb kann man als Mystik zum Beispiel das heranziehen, was – als Ausschnitt der Gesamtentwicklung – die spezielle Entwicklung eines Menschen ist, (zumindest alles jenes – und das ist nicht wenig – was viele Menschen erfahren haben und das deshalb einigermaßen kommunizierbar ist).

    475Also, „Erfahrung“ auf allen Abschnitten jenes Weges der emotionalen, dinglichen, biologischen, rationalen Berührungen mit der E-Welt; als Wechselwirkung I/E zum Beispiel.

    476Dennoch gibt es – vielfältig wiederum – Versuche der Kommunikation, die nicht so ganz „gelingen“, – aber genau das ist wiederum das Prinzip, konkreter zum Beispiel das, was man „Absonderlichkeiten“ nennt: Unverständliches, Dunkles, Spekulation, Verworrenes, Schwärmerei. Sie sind ja I-Optionen (-> Freiheit -> Phantasmen, etc.)

    477In der dadurch entstehenden Hilflosigkeit (man kann nicht mehr rational-alltagsgerecht kommunizieren), greifen Philosophen, wie Eckart, zur systematisch negativen Aussage. Es ist die Negation von E, G.

    478(Und damit bleiben sie im N-G-System gefangen).

    479Als „Absage“ an die gesamte „welthafte Wirklichkeit“, als „Abgeschiedenheit“. Denn „die Welt“ ist – (fast so sehr wie der „objektive Geist“ und mit diesem engstens verbunden) – Spitzenprodukt der E-Entwicklung, konkret und abstrakt.

    480Da die „Abstraktion“, als Teil der Entwicklung von E, geradezu der Prozess der E-Verdeutlichung ist, gibt es im mystischen Bewusstsein einen Versuch, im „Konkreten“ (an Natur, im Alltag) zu bleiben. Man kommt dann aber in die – soziale – Klemme: Den „Weg des Abschiednehmens“ zu gehen (weil man sich nicht „verständigen“ kann), sich nicht mehr um „Äußeres zu kümmern“, „leer sein aller Kreatur“, „abgeschieden von allen Dingen“. Aber „das Konkrete“, als letzte Zuflucht zu haben, weil „reines Vergessen“ nämlich zu „N“ führt, also zu N-G. Der Ausweg wäre: I, I/E gewesen.

    481„Positiv“ gewendet, ist das „Mystische“ eine Gesamtrelation aller I/E-Stufen in der Breite der Gesamtentwicklung. So wie die „Ich-Identität“ eine Gesamtrelation als negierende, ausschließende, abstrahierende ist; (Einzelgefühle etc. werden diesem Haupt-E ebenso untergeordnet, wie alle I zu E dabei).Diese chaotische Summierung ist vom Gehirn herstellbar.

    482Das erscheint zum Beispiel als „ekstatisches Transzendieren“ und ähnliches. Weniger „vollkommen“, also umfangreich, erscheint das als Praxis, inneres-äußeres Handeln, verbunden mit dem „alltäglichen Dasein“. Aber diese werden zwar als Bezugsgrößen empfunden, – (nicht dagegen die Abstraktionsvorgänge und deren Größen) -, jedoch dieser Bezug im und zum Chaos des scheinbar Unanalysierbaren ist letztlich nur als „Negation“ möglich: Mitten in der Welt, muss sich der Mensch vom Verfallensein an die Dinge frei machen.

    483So, wie die Bewusstwerdung der Ich-Identität einerseits einer der Höhepunkte der Abstraktion ist, ist das aber auch Voraussetzung (bzw. kann so geschildert werden) für alle Relationen, Methoden, die nicht auf Abstraktion beruhen.

    484Kann man in diese beiden Richtungen, nach außen und nach innen, jene Verfahren fallen lassen, die auf Abstraktionssteigerung, auf Identifizierung etc. beruhen?

    485Dann muss man die Empirie zur Welt und die Kommunikation mit den Mitmenschen aufgeben; beide beruhen auf abstraktesten und weitere Abstraktheit herstellende Verfahren. Ebenso das Kennenlernen der Welt. Die „Mystik“ – (so kann sie definiert werden) – versucht es.

    486Was bleibt dann noch? Alle unmittelbaren Verfahren, Methoden, das, was man „Leben“ zusammenfassend und nicht analysierend nennt, zum Beispiel: „Ein Lebemeister gibt mehr denn tausend Lehrmeister“, „Freiheit von der Welt“, „Gewinnung der reinen Innerlichkeit“, denn „der Mensch trägt alle Wahrheit wesentlich in sich“; – das sind dann die Ausrufe.

    487Eine philosophische Grundfrage ist, kann man der N/G-, I-Seite allein „dienen“, man hat – eher gefühls- und praxisgeneriert – philosophisch bemerkt, es gibt neben der G-, E-Seite noch etwas wichtiges „Zweites“. Aber, wenn man konsequent reflektiert, macht sich in gleichem Maße die Gewissheit breit, alles, was an Begriffen und Methoden bereit liegt, diese zweite Hauptsphäre zu „erfassen“, kann prinzipiell nicht hinreichen (viele „Religionen“ haben das zum Kern ihrer Lehre).

    488Deshalb folgt „auf dem mystischen Wege“ eine zweite Stufe, die Abgeschiedenheit, auch von sich selbst, die Selbstaufgabe, gelassen werden durch sich selber lassen. In eine „Armut des Geistes“, nichts wissen noch haben.

    489Das aber führt wieder zu N – und N ist „Identität“ wie E und G, wenn auch auf einer Meta-Ebene.

    490Es ist oft diskutiert worden, ob der mystische Weg nicht schließlich zur reinen Nichtigkeit führt (wenn „der Mensch alles lassen soll“). Das ist zwar nicht der einzige Ausweg, aber solange „I“, N/G noch nicht entdeckt sind, treibt der philosophische Prozess zu N.

    491Eckhart u.a. Mystiker leben da in einer unfertigen philosophischen Situation. Das merkt man daran, dass Eckhart verkündet und fordert, dass der mystische Weg dennoch gewagt werde: „Die Abgeschiedenheit rührt nahe an das Nichts.“ Und „all unser Wesen liegt in nichts als in einem Zunichte werden.“

    492Das ist eine Ausflucht aus der philosophischen Notwendigkeit geboren, zwar auch notwendig, aber hier nur als fataler Ausweg: Kennzeichnend für viele „Weltanschauungen.“ Das heißt aber oft, weiterer philosophischer Reflexion kann das nicht standhalten.

    493Weiter zeigt sich die philosophische Lage des Mystikers (hier Eckharts) darin, dass er zwar die äußerste Negation der Welt und des Selbst ansteuert – (es ist wohl so, dass bei der Suche nach der Alternative zum alles beherrschenden E und den G-Methoden, auch das „N“ angepeilt wird, eventuell als philosophisches Projekt) -. aber das Ich sollte dennoch dabei nicht völlig zu Grunde gehen. Wie das? Es wird sich „I, I/E, N/G“ genähert: Im Abschied von Welt und Selbst wird dem „Eigentlichen im Menschen“, dem „Innersten der Seele“, „Haupt der Seele“, „Licht des Geistes“, die „Vernünftigkeit“ die Möglichkeit gegeben, zum Vorschein zu kommen.

    494Die Vielfalt der versuchten Wendungen deutet auf die Unfassbarkeit des gesuchten Phänomens: Eckhart weiß es noch nicht; viele moderne Philosophen, die sich der I-I/E-Erkennung nähern, reagieren ebenfalls mit nicht endend wollenden Variantenverbalisierungen.

    495Die gesuchte Sache „das Gemeinte“ ist prinzipiell nicht „voll zu treffen“, nicht zu bezeichnen. Jedenfalls nicht auf jener Ebene, auf der auch E traditionell angesiedelt ist. Daher ist das Gesuchte „mehr ungenannt, als es Namen hätte.“

    496Der Streit zwischen Eckhart und der Kirche wegen „der Seele“, der nun beginnt, ob der „Seelengrund“ von Gott geschaffen oder ungeschaffen ist, kann nicht sein, denn dann gäbe es eine menschliche Eigenschaft, die dem strengen Begriff nach Gott vorbehalten bleiben muss.

    497Es ist der „Streit“ um die subjektive Seite des Geistes (-> Ii/Ei) und dem „objektiven Geist“ (OG mit E etc). Tatsächlich gilt (bis heute), „der Mensch“ erzeugt auch (neben seinen subjektiven Ideen, Ii.Ei) den objektiven Geist (E,N,G,I). Was auch keineswegs der philosophischen Meinung widerspricht, dass der objektive Geist immer auch „über“ die Subjektivität hinaus reicht. (Denn beide sind auf philosophischer Metaebene,QM, vereinbar).

    498Damals aber, war die Frage nur „kurzschlüssig“ zu behandeln; weshalb alle Beteiligten unsicher sind (Eckhart, aber Gott sei Dank auch die Kirche). Eckhart: „Das Fünklein der Seele“ ist sowohl geschöpflich, wie auch ungeschöpflich“.

    499Ist nun die „Seele“ nur „Ii“? Also die freie Fähigkeit „Neues“ zu erschaffen oder ist es „I“ und „E“ als „I – E zu I/E“?

    500Wir suchen in der Geschichte der Philosophie nach Vorschlägen, die bei diesen Grundsatzfragen – (welche ja „unrevidierbar“ sein können) – in jeder historischen Phase der Geistesgeschichte auftauchen können. Eckhart sieht das „Innerste der Seele“ als eine „unmittelbare Beziehung zu Gott“, die Seele „ist im Grund von göttlicher Art“, sie ist „Gott verwandt“, „Gott liegt verborgen in dem Grunde der Seele.“

    501„Gott“ ist (nimmt man die strengst mögliche Darstellung) gleich „E“ zu setzen. Wp gilt darüber hinaus, es geht um OG, also E,I,G,N und daraus um „E-I, I/E, N-G,N/G etc.“ Wo jedes für sich „wirkt“ – und zwar zum Beispiel als tendenzielle unendlich Großes, etc., weil es keine „irdische“ Bindung/Relation hat – und diese alle zugleich, die Endlichkeit erzeugend, in Wechselbeziehung miteinander verbunden sind.

    502Eine spannende Frage ist, wie kann der Mensch das „E“ „erkennen“, wie die Seele den Gott, das göttliche Licht begreifen?

    503Denn „E“ ist – wenn man genau hinschaut – eben ein „Fünklein der Seele“, ein „Punkt“ (→ „z“, „w“), letztlich „Nichts“ (N) und zugleich „Alles“, nämlich eben die z.w, N.E. Wie kann das erkannt werden, zumal es derart „widersprüchlich“ ist.

    504Das heißt, der Mensch muss zugleich seine spezifischen Fähigkeiten, die des rationalen Denkens, aufgeben, zumindest in Frage stellen.

    505Auch andere, sozial wirkende, sekundäre, formale Veränderungen, Verhaltensweisen sind damit verbunden (zum Beispiel die, in „Abgeschiedenheit“ in „voller Hingabe“ zu leben). Das steht für die zeitaufwändige etc. Erarbeitung dieses philosophischen Status`, – deren Geistesgeschichte dann (über „Idealismus“ etc.) erst nach und nach zu erreichen war.

    506Die damalige Gesellschaft konnte das nur „individualisiert“ erreichen, weshalb auch solche Philosophie-Ergebnisse sehr als „psychologisierende“ erscheinen, ähnlich späterer „religiöser“ Versuche in der allgemeinen philosophischen Entwicklung.

    507„Gott und ich, wir sind eins“ (Eckhart), dieses Bekenntnis wird als philosophisch-religiöse Erweiterung später noch öfter abgelegt (-> Protestantismus), in dem Maße, wie das menschliche Subjekt und seine I-Fähigkeit historisch wichtiger wird.

    508Die Kirche sieht damals darin „Ketzerei“. Wir würden es philosophischen Diskursbedarf nennen. Aber eine solche offizielle Brandmarkung hat – relativ – Recht; Die Ineinssetzung von subjektivem mit objektivem Geist ist falsch („relativ“ deshalb, weil sie die Ausdifferenzierung von „subjektivem Geist“ als philosophische und gleichberechtigte Kategorie verhinderte).

    509Aber Eckharts Versuch endet schließlich doch in der – weiteren – Hervorhebung des objektiven Geistes (->OG), auf Kosten des sich erst entwickelnden subjektiven Geistes (Ii/Ei).

    510Im Grunde ist es das Problem der „Trinität“, das hier bei Eckhart ventiliert wird. Ob ein Philosoph das merkt oder nicht, es ist ein objektives Projekt und Problem – und es wird deshalb immer wieder wichtig werden. Bei Eckhart liegt das Schwergewicht nicht auf dem „Geist“ als dem – eventuell. – vermittelnden Element (der Idealismus kann noch nicht so deutlich werden). Sondern als unendliche Übergangsstelle zwischen Gott und Subjekt, zum Beispiel auch als „Zunichtewerden des Ich“, wie es in der „Abgeschiedenheit“ sich vollzieht, als „Untergang in Gott und damit eine Neugeburt“. Da „gebiert Gott der Vater seinen Sohn im Grunde der Seele und in ihrem Wesen und vereinigt sich so mit ihr.“ Aber es kommt eben philosophisch auf beides an, die Relation als Trennung (->Rw,N) in kreatives Subjekt, dessen subjektiven Geist, getrennt vom objektiven Geist, E, Gott – (und in Natur, aber das war damals noch unklar) – und zugleich in deren engsten Bezug aufeinander (:“Gott gebiert mich als sich und sich als mich und mich als sein Wesen und seine Natur“. („Natur“?).

    511Ob mit jenen „Methoden“ – (die ja auch zu diesem Mystisch-Sachlichen gehören) –, die nicht mehr zu den überlieferten Mitteln des Denkens (N-G) gehören, solche vom „N/G“-Typ (Dialektik, „Verstehen“ und ähnliches), gemeint sein können, oder ob es noch „denkbar“ andere Arten gibt?

    512Ebenso stellt sich die grundsätzliche Problematik, ob neben E die „I“ bzw. die I/E gemeint sein können, wenn philosophische Mystiker sagen: Die Seele „empfindet wohl, dass es ist, weiß aber nicht, wie und was es ist“, das ist das Problem. Wir meinen, es gibt nur diese Dualitäten.

    513Der (immer wieder gegangene) Ausweg, ist nur N und man ist dann wider bei „N-G“; zum Beispiel: „Hier bleibt also nur das >>Unwissen<<, das >>unerkannte Erkennen<<. Und (widerspruchloserweise ->„N-G“): Das Nichtwissen habe mehr in sich, als alles Wissen und Erkennen außerhalb seiner; es ist das eigentliche und wahre Wissen von Gott. Das heißt, es werden (tendenziell unendliche) Zyklen bildbar -> typisch für „E“.

    514Deutlich wird das N/G-Verfahren, das Neues erzeugen lässt: „Vom Wissen soll man kommen in ein Unwissen, und dann wird unser Unwissen mit dem übernatürlichen Wissen geadelt und geziert.“ (Eckhart).

    515Dennoch gibt es in der philosophischen Theologie den großen Gegensatz in der Spekulation über Gott. Traditionell/allgemein gilt „Gott ist das Sein“, unsere E. Die Mystik will nun von ihrer, im menschlichen Individuum angesiedelten mystischen Grunderfahrung dem „E“ weitere Differenzierungen hinzufügen (evtl. N/G, I/E).

    516Damit wird aber ein ganz neues philosophisches Kapitel aufgeschlagen. Ob die „organisierte Religion“ so tragfähig ist, um das zu akzeptieren oder ob nicht vielmehr philosophisch-geschichtlich da Grenzen (zur modernen Philosophie) überschritten werden?

    517Die Großreligionen sind soweit vorgedrungen: „Gott ist das Sein schlechthin“, als „ein selbstverständlicher Gedanke“. Dieser punktuelle objektive Idealismus (auch als Anerkennung der objektiven Geist-Sphäre), hat jede mögliche Untermauerung durch „Wissenschaft“, Alltag überholt, es ist die Fortsetzung dieses Vorganges in der griechisch-antiken Geistesgeschichte.

    518Das weitere Nutzen dieser Grunderkenntnis, wird aber bereits schwieriger. So wird – unbelegbar – behauptet, Gott ist der „Ursprung aller Dinge.“ Dies kann nur jenen Erkenntnisvorgang meinen, bei dem man ohne „objektiven Geist“ (zum Beispiel Logik) nicht auskommt. Denn, wenn „die Entwicklung“ gemeint wäre, fehlten jene „Beweise“, die später erst die Wissenschaft liefert. Eckhart verschärft die „Verwirrung“ noch. Für ihn ist Gott nicht nur der Schöpfer des Seienden, sondern auch „das Sein im Seienden“; (die WP heute: die Wechselwirkung endlich Seiendes zu den unendlichen Grundgrößen“).

    519Im hymnischen – sozial-psychologisch erklärbarem – Überschwang, wird auf den Pantheismus zurückgefallen. Die philosophisch-historisch gewonnene Ausdifferenzierung fehlt.

    520„Die Dinge sind an sich selbst nichts, sie sind nur von Gnade des Seins Gottes“: Eine Betrachtung der „Dinge“, das heißt von „Natur“, erfolgt – ohne, dass man sich darüber Rechenschaft gibt – stets von zwei „Standpunkten“ aus, vom „subjektiven Geist“ (zum Beispiel als Ich-Identität) und vom „objektiven Geist“ (Grundbegriffe, zum Beispiel „Sein“ auch-> Logik etc.). Dies Gefühl, dass „Natur“ „eigentlich“ nichts ist (wenn man nur genau hinschaue), ist dann nur die „Konkurrenz“ der Drei: Objektiver Geist, subjektiver Geist, Natur, untereinander.

    521Aber Eckhart macht doch philosophische Fehler (bzw. es herrscht noch pantheistische Unter-Entwicklung): „Alle Dinge sind Gott selber.“ Es ist ihm jene 3-Teilung -> Trinität noch nicht gelungen. Diese kann aber auch nicht gelingen, denn auf der nächsten Metaebene, kann man wieder eine „Einheit“ bilden – und „Gott“ erweitert vermuten.

    522Aber das ist wissenschaftsphilosophisch Zweierlei: Die leere Unendlichkeit von E und die „Entwicklung“, die die drei verbindet. Daher die – literarisch wirkenden – nicht endend wollenden Identitätsbildungen (zum Beispiel „Alle Kreaturen sind ein Sprechen Gottes. Sie haben alle ein Rufen, wieder dahinein zu kommen, daraus sie geflossen sind. Gottes Wesen ist mein Leben. Ist mein Leben Gottes Wesen, so muss das Sein Gottes meines sein und Gottes Wesenheit meine“, etc.

    523Gott ist „höher“ als das Seiende, das aber kann nur „das Geistige“, aber auch die „Einsicht“, der „intellectus“ der menschlichen Subjektphase sein.

    524Diese christliche Tradition, das Wesen Gottes als Geist zu verstehen, zielt auf den „objektiven Geist“ (→ OG).

    525Wobei nebenbei „das Sein“ auch als Nichtgeistiges, zum Beispiel als Natur, als deren Kern, Basis irgendwie erfühlt wird, aber dann doch dem „objektivem Geist“ untergeordnet wird. Wobei das deshalb nur rudimentär philosophisch erarbeitet wird, weil im Mittelalter alle früheren Beziehungen zur „ Natur“ (Atomlehre, etc.) untergingen.

    526Was Eckhart noch nicht kann, ist die philosophisch-methodologische Reflexion und die Analyse; darüber nachzudenken, was eigentlich „Verstehen“, „Denken“ ist. So wenn er ausführt, dass das Sein Gottes tatsächlich nur „jenseits aller Erfahrungen“ „bestimmt“ werden kann, nur „gedacht“ werden kann stets jenseits von dem seiend, was man bisher über „Gott“ gedacht hatte.

    527Dabei das als „grundlose Tiefe“, „Unerkennbarkeit“, „verborgene Finsternis der ewigen Verborgenheit“, „namenlos, denn von ihm kann niemand etwas sagen oder verstehen“, es sei „eine überwesende Nichtheit“, etc.

    528Eckhart taucht damit in „Unendlichkeiten“ ein, die als „konkrete“ durchaus Sinn machen (-> Mathematik), also „keine leeren Abstrakta“ sind. Aber um das zu fundieren, braucht man z,w, N,G.

    529Sonst wird das zum Dogma (->E) (zum Beispiel Namensnennungsverbot), was man ja gerade dynamisieren wollte.

    530Die Erzeugung von idealistischen Paradoxien ist dann die unvermeidliche und höchste Phase dieser Entwicklungsvorgänge, zum Beispiel dass die wesentliche Weise, Gott zu erkennen, darin besteht, „dass wir Gottes ledig werden.“ „Es muss alles weg“, „du sollst ihn lieben, wie er ist: Ein Nichtgott.“ Aber andererseits, „ist er ein lauteres, reines, klares Eines“, „in diesem Einen sollen wir ewiglich versinken von Nichts zu Nichts.“

    531Dieses Ausloten der äußersten Möglichkeit, ist konsequent. Es ist die Annäherung an eine letzte Identitätsherstellung mit N-G-Methoden, die sich über das Wunder, dass überhaupt etwas existiert, mit Hilfe der Denkmethode „G“ (-> Ich, Welt, Gott), mit den anderen artifiziellsten menschlichen Möglichkeiten, nämlich der Denkmethode des N (Nichts, und dass der Mensch „Gott lasse wegen Gott“) beschäftigt.

    532Es gibt sehr wenige Philosophen, welche wirklich und nachweisbar die E-Entwicklung in und als Geistesgeschichte wahrnehmen und zugleich in der I-Sphäre, die stets auch eine „praktische“ ist, Entscheidendes konzipierten. Zwei von ihnen, die beiden Rechtsanwälte von der Mosel, Nicolaus aus Cues und Karl Marx verlieren sich nicht in persönlichem Glanz und anderen Abschweifungen von den notwendigen Zielsetzungen, die sie aus ihrer persönlichen Reflexionskraft erkennen und die auch alltägliche Umstände zu beurteilen und ins Gesamte einzuordnen gestatten.

    533Beide studieren Rechtswissenschaft und gehen von dieser speziellen Einzelwissenschaft hinüber zu anderen Phasen, welche als Religion, Politik, Ideologie und Philosophie prinzipiell die E-und I-Entwicklungen zur Basis haben.

    534Hatte zum Beispiel Eckhart dem „Einen“ (als Gott, aber von heute aus gesehen als Figur des „objektiven Geistes“) nachgeforscht, so treibt den Nicolaus von Cues sein Leben lang die Frage nach „Gott als Unendlichem“ um, was dieser sei und wie er erfasst werden könne. Auffallend ist dabei, wie die Kernprobleme von „Philosophie“ sich zeigen und angegangen werden müssen.

    535Und wie sich diese Arbeit ausdifferenziert in Methodik – (das Denken, Verstehen darüber) und die Begriffe („Gott“). Und wie man sich der letzten Alternative in der Grundstruktur des objektiven Geistes nähert: Als „Eines und Unendlichkeit.“

    536Der zähe Versuch zeigt, das Unendliche, „die absolute Unendlichkeit“ („Gott“) ist eindeutig zu fassen. Spontan denkt Nicolaus von Cues richtig, aber er kann diese quasi vegetativen Abläufe seines ZNS nicht mit irgendeinem Beweis, einer Analogie und ähnlichem verbinden – denn die „Wissenschaften“, die später dazu Hilfe anbieten, gibt es noch nicht.

    537Die innere Ausdifferenzierung dessen, was allzu einfach als „Unendlichkeit“ bezeichnet wird, und was heute zum Beispiel auch die Mathematik erarbeitet, konnte damals noch nicht gelingen.

    538Aber das Problem der Abgrenzung, Endlichkeit zu Unendlichkeit, wurde von Nicolaus angegangen.

    539Dabei kommt er schnell zur Hauptproblematik. Die besteht darin, dass es zwei Ausgangspunkte für das Denken in der „Realität“ gibt: Die „1. Physik“ und den objektiven Geist. Das wird hier in der abgeleiteten Nebenproblematik deutlich. Im objektiv-geistigen Denken muss man Unendlichkeit „absolut“ setzen (sonst kommt man zu inneren Widersprüchen). Der Begriff der Unendlichkeit erlaubt dann nicht, dass neben ihr ein selbständiger Bereich der Endlichkeit besteht. Die „Begrenzung“ der Unendlichkeit „verendlicht“ diese. Der Natur- und Entwicklungsansatz geht von der 2-Quanten-Phasik aus. In ihr „begrenzen“ sich z und w und z/w, allerdings durch unendliche Übergänge, das rettet die Unendlichkeit. Aber Nicolaus von Cues hat Recht: Sowohl die „Gegensatzlosigkeit“, wie die Unendlichkeit und die endliche „Endlosigkeit“, also die Quanten-Theorie, sind „unzugänglich, unbegreiflich, unnennbar und unsichtbar.“ Aber letztlich beruht dieses Irren darauf, jene Vorstellungen nicht genau zu kennen. Denn sie „sind“ beides: unendlich und endlich.

    540Sehr folgerichtig kommt Nicolaus von Cues von der „Unendlichkeit“ zur „absoluten Einheit.“ Er sieht an der Einheit jetzt einen Kernaspekt genauer als zum Beispiel Eckhart diesen erkennen konnte. Die „absolute Einheit“ ist gleichfalls ein Unendlichkeitsvorgang/-projekt (->Rz). Jetzt nur „nach innen“, zur Erzeugung von Identität. Während die alltagssprachliche Unendlichkeit, -> Eckhart, stets Rw-erzeugte unendliche Weite ist.

    541Dieser „Gott“ (bei Nicolaus von Cues) kann dann nichts „Endliches“ neben sich dulden, keine endliche Vielheit und keinen Gegensatz zwischen abstrakter Endlichkeit und der endlichen Welt.

    542Es ist das „objektiv geistige Ganze“, als Begriff allein sinnvoll. Aber, weil „zugleich“ immer „alles“ ausdrückend eben „sinnlos“ ist. „Sinn“ ist gebunden an Relationen, Differenzierungen, Gegensätze, Dynamiken, etc.

    543Eckhart und Nicolaus: Auch daher ist Gott „unnennbar, unsagbar“; auch als „absolute Einheit“.

    544Die religiöse Unnennbarkeit von „Gott“ ist dann die philosophische Konsequenz – und sie wird nur relativierbar durch „Natur“, „subjektiven Geist“ etc..

    545Die Schwierigkeit im Auffinden eines angemessenen Gottesbegriffes besteht darin, dass er zugleich absolute Unendlichkeit und absolute Einheit ist – und, dass es das Endliche, (als die Welt der Varianten, Gegensätze etc.) noch daneben gibt.

    546WP: Die Dualität ist quanten-theoretisch gegeben, als w-w, z-z und z/w. Daneben gibt es (und das relativiert den behaupteten Naturalismus) den objektiven Geist, also „Absolutes, Einheit, Unendlichkeit“ sowie auch „Endlichkeit“. Und es gibt die Mechanismen im „objektiven Geist“, zum Beispiel derjenige, welcher „Einheit“ als Unendlichkeit und umgekehrt zeigt.

    547Der dann von Nicolaus postulierte neue Gott: „Zusammenfall aller Gegensätze“: z/z vs.w-w zu z/w als Entwicklung.

    548Nur so lässt sich die „Dualität“ aufheben, „Gott“ ist dann aber „der Mensch“, der über diesem „Zusammenfall des Widersprüchlichen“ steht, als Erzeuger von Neuem, auch Nichtendlichem zum Beispiel (das aber kann Nicolaus nicht akzeptieren).

    549Um philosophisch „unsystematisch“ zu werden, ist „Gott“ für Nicolaus ebenso sehr das absolut Größte, wie auch das absolut Kleinste. Abgesehen davon, dass sich hier „der Rahmen“ wieder deutlich zeigt, in welchem er philosophiert („System“, „Gegensatz“) – also innerhalb des „objektiven Geistes“ – kann man das wiederum „konkretisieren“, als Natur: z, w, Weltall etc.. Aber auch als „Ganzes“, das nicht nur das „Kleinste“ einschließt, sondern auch das „bisher frei Erfantasierte.“

    550Hier zeigt sich, das Innere (Struktur, Funktion) des „objektiven Geistes“ sind jene dialektischen, wechselwirkenden Mischungen aus Begriffen wie „Nichts“, „Alles“, „Einheiten“, „Vieles“, „Konkretes“, „Freies“, etc.

    551Die Paradoxien des mittelalterlichen Denkens (Nicolaus und andere) lassen sich in unsere Systematik überführen.

    552In eben der gleichen Erarbeitung philosophischer Kategorien liegt es, dass Nicolaus über die Ebene des „objektiven Geistes“ (E, N-G) hinauskommt. Er erweitert das „Wesen Gottes“ um das dynamische Moment der „unendlichen Schöpferkraft“; also um die „Entwicklung“ und eventuell „das Können“ (Handlung/I zu N,G,E) und damit schon um „I“. Allerdings zeigt sich dadurch, es geht dem Cusaner (wie Späteren auch) dann um phänomenale, alltagsphilosophische, pragmatische Ergänzungen der „unendlich leeren E-Seite.“ Streng gesehen, schließen sich beide Stoßrichtungen gegenseitig aus. – Es sei denn, man erhebt „Entwicklung und „I“ philosophisch auf die gleiche Ebene wie E.

    553Aber das konnte dem Nicolaus noch nicht gelingen. Deshalb wird zwar gesehen, das Element des Könnens darf nicht bloße Möglichkeit (-> N/G) sein, „denn was Gott sein kann, das ist er auch“. Diese Vermutung zeigt die Not, welche den Mechanismus: N/G -> I -> I/E -> E meint, jedoch dies noch nicht deutlich genug

    554Nicolaus merkt es, „Entwicklung“ („Können-Ist“) ist was anderes als das „E“ (welches das Prinzip aller monotheistischen Göttlichkeit ist). Entwicklung (bei ihm „Können-Ist“), grenzt (wie Nicolaus erkennt) an das „endlich Werdende“, gar an das „welthafte Können.“

    555Darum – (zumal seine Denkergebnisse sich ihm aufdrängen: E und Entwicklung als zwei Unreduzierbare zu sehen) – versucht er jetzt, das Endliche in dessen Spezifik zu fassen und deren Gegensatz zu Gott zu zeigen. – Nicolaus kommt dabei zu Erkenntnissen, die erst wieder bei Kant und Hegel so klar werden. – Jedes endlich Seiende, hat immer ein anderes sich gegenüber und ist im Hinblick auf dieses selber ein anderes. (Wir: Die dialektische Dualitäten-Relationen sind der Antrieb von Entwicklung).

    556Nicolaus greift dann zur simplen Behauptung (die alles mögliche Weitere abbremst): Das kann auf „Gott“ nicht zutreffen. Er ist also das „Nicht-Andere“, das heißt, nicht dem endlichen Prinzip jener Dualitäten unterstellbar. Er ist „das Eine“; (wie gehabt).

    557Nicolaus glaubt – (das ist zentral in seiner philosophischen Arbeit) -, einen Gegensatz, ein gegenseitiges Ausschließen zwischen statischem Element – (Gott als solchem) und desselben als „dynamischem Moment“ nicht anders lösen zu können, als immer wieder auf die Nichtbegrifflichkeit („unnennbarer Name Gottes“, „kostbares Rätsel des Suchenden“) hin zu orientieren.

    558Er behauptet manchmal, „Gott“ als die Einheit von Statik und Dynamik und als „Können und Sein zugleich.“ Aber er sieht natürlich, damit ist wiederum nur eine neue Einheit erzeugt. Statt sich im Kreise zu drehen, hätten E und I, bzw. N-G und N/G als gleichberechtigte Bereiche systematisiert werden müssen.

    559Es ist ein ähnliches Manko, wie es heute „Sprachphilosophie“, „Handlungstheorie“ und ähnliches haben. Es wird von Nicolaus auf dem Gebiet „I“ nicht systematisiert, das sieht man zum Beispiel daran, dass er nicht vom Niveau „Namen“ (er sucht nach „dem“ Namen Gottes, statt den „Begriff“) ausgeht; (also die Analyse -> I, E, I/E zu suchen).

    560Letzte und höchste Erkenntnis des Nicolaus ist, dass das Endliche seinen Ursprung im Unendlichen (=Gott) hat. Aber wie das möglich ist, kann er nicht sagen. Es hindert ihn daran die zusätzliche Erkenntnis, dass das Endliche ja nicht vom Unendlichen abzutrennen sein darf, es gibt keine „selbständige Welt“. Er behilft sich auch hier wieder mit Verbalien: „göttliche Ausfaltung“ und ähnliches

    561Diese Endlich-Unendlich-Problematik, lässt erst die Quantentheorie, ihre drei Optionen verstehen: z/z und w-w (=unendlich) und z/w (=endlich). Dabei deren Gleichzeitigkeit, Unräumlichkeit (weil Raum, Zeit komplexere Abteilungen sind) etc.

    562Und Nicolaus spürt schon, solch „Erstes“ ist in Begriffen nicht zu fassen. Wir: Denn die endliche Begrifflichkeit beruht nur auf „z/w“; und sie ist durch „die Entwicklung“ weit entfernt von ihren konkreten Ursachen. Einer der Endpunkte der Überlegungen des Nicolaus (in jener Fülle von Bestimmungen vom Sein Gottes, die dann doch alle wieder problematisch werden) ist „die Vernunft“.

    563Wp ist die „Vernunft“ die höchste Abstraktion jenes Bereiches, der als „Pragma, Handeln, Arbeit etc.“ gilt. Es ist ein – schwer kontrollierbarer – prinzipieller Versucht der Analyse „nahe liegender“ („ z/w“) alltäglicher Erkenntnisse. Damit zeigen sich hier wieder die zwei Hauptgebiete: z/w – > N/G und z,w (bzw. z-z als „G“ und w-w als „N“). Das Getrennte N-G und das Dialektische N/G,etc.

    564Nicolaus sieht aber, Verstand (-> N-G) und Vernunft (->N/G) sind beides „menschliche“ Erkenntnisvermögen. Gott aber ist im Endlichen nicht erfassbar. Daher gilt, „man kann Gott nicht im Wissen ergreifen, aber im Nichtwissen.“

    565Damit landet Nicolaus aber wieder bei N-G. Wenn vielleicht auch mit der Perspektive: Entsprechend der leeren Unendlichkeit von E, G gibt es auch die leere Unendlichkeit von N.

    566Das „Nichtwissen“ in aktiver Form, „das Nichtwissen als solches ergreifen“, „wissendes Nichtwissen“ erlangen, hier. um Gott zu begreifen, heißt, sich dem „N-G“ bewusst philosophisch reflektiert zu nähern. Insofern ist diese „negative Theologie“, die es ja philosophiegeschichtlich schon lange gibt, jetzt auch begründet. Bisher war es die „Negierung“ von Aussagen über Gott zu dessen Definition. Jetzt ist es – eher – das Bewusstwerden von „N-G“.

    567Denn Gott ist zugleich „Nichts und Sein“ und Gott ist „Unendlichkeit“, die sich „eher dem Nichts, als dem Etwas zu nähern scheint.“

    568Das ist offensichtlich eine philosophische Unsicherheit, die deshalb nicht verwundern kann, weil das Problem des Zusammenhanges jener vier (N, E, Sein, Endlichkeit (=z/w), Unendlichkeit), bis heute das Hauptproblem ist. Die begrifflichen Paradoxien, zu denen Nicolaus kommt, sind die der Quantentheorie, aber auch die, welche in allen Entwicklungsphasen erscheinen.

    569Alle jene Wechselwirkungs-Größen und die dadurch komplexe Gesamtlage, die im Rationalen ständig scheitert, bildet eine Lage ab, die im und als Emotionales keineswegs sinnlos ist, vielmehr der inneren und notwendigen Strukturierung des Emotionalen entspricht, je tiefer man in die Naturbereiche kommt, umso „weniger“ „rational“ geht es zu.

    570Daher ist nachvollziehbar, dass Nicolaus sehr bald seine Reflexion – wo Wissen und wissendes Nichtwissen scheitern – vom Rationalen weg in das Feld der Emotionalität verlegt: Der Mensch kann sich Gott in der „Sehnsucht“ nähern, „es gibt ein unablässiges Sehnen aller nach dem Einen“. Es ist dies eine Mischung aus „Rationalität“ (der„Eine“) und Emotionalität (vor allem die I-Seite dort), also sehr pragmatisch aufgestellt.

    571Die „Richtung“ („I“) auf Gott zu, ist dann wiederum letzte Station(-> I-Sphäre).

    572Das beides, Rationalität und Emotionalität, vereinende ist die „Wahrnehmung“ optischer Art. Wichtig für die Menschen für die E-Entwicklung, von Wissen etc. und die Empirie als zentrale Methode dabei, Das wird von Nicolaus auf das „reine Schauen“, die Zentralmethode der mystischen Erfahrung, zurückgeführt.

    573Dies „Schauen“ ist aber tatsächlich zugleich „Verstehen“ (Heuristik) und dabei auch das Einbringen aller anderen emotionalen, intuitiven, rationalen, kulturellen, individuellen und gesellschaftlichen Teilaspekte. Also letztlich eine „pragmatische“ Sammelkategorie, passivischer Art. Aber eben als Sammlung von emotionalen, rationalen Verfahren gibt es jenes Gesamtgefühl von Selbst-Identität und ähnlichem, das Nicolaus jetzt bemüht, um „ein geistiges Sehen, welches in das schaut, „was früher ist als alle Erkenntnis“, Gott wird „im Dunkel gesehen“, „in einer unbegreiflichen Schau“ „in augenblicklicher Entrückung.“

    574Doch auch hier letztlich „unsichtbar“.

    575Die Bemühung (des Cusaners), „Gott“ zu erfassen, ist eine Umschreibung von philosophischer Arbeit insgesamt, zumindest als ein Teil davon. Wozu er eine Reihe von „Methoden“, allgemeine Verfahren (Metamethodik) entwickelt und die Methoden der bisherigen Philosophien zu nutzen, so als „negative Theologie“ und aus der individuellen Sehnsucht, Emotion die mystische Schau.

    576Für das und alles weitere über Nicolaus heraus Entwickelbare gilt:

    577Es kommt nicht – vordergründig – auf den Erfassungserfolg an. Vielmehr geht es um die Erarbeitung einer philosophischen Ebene, auf der neben einer Systematik der Begrifflichkeit (zu der auch der Begriffskomplex „Gott“ gehört), eine Systematik der Methodik ihren Platz findet. Und beide „kompatibel“ und herleitbar, entwickelbar sind.

    578Aber damit nicht genug:

    579„Menschliche“ Methodik (die hier von Nicolaus durchprobiert wird, um zu sehen, ob es gelingt, ein Äußerstes, Abstraktestes („Gott“).dadurch herzustellen, Was schon deshalb misslingen muss, weil das „Abstraktionsverfahren“ nur zu einer Sorte von Methoden gehört, den „N-G“ – und dies Endergebnis ist nur ein Teil der Realität und es ist prinzipiell „leer“.

    580Ein anderer Teil ist zum Beispiel die „Natur“. Natur hat die Entwicklung von sich aus, aus eigenem Antrieb, Energie etc. Eine Variante davon, kann als das angesehen werden, was als „Offenbarung“ gilt. Es ist der philosophische Versuch, die Entwicklung mit einer „menschlichen“ und begrifflichen auch abstrakten Seite zu verbinden.

    581Im Mittelalter sah man das erstmalig, als „Offenbarung“; bei Nicolaus so: „Wenn alle menschliche Initiative versagt, kommt es einzig und allein auf die Initiative Gottes an.“

    582So, wie die Entwicklung – und durch sie die z,w – allein dafür verantwortlich ist, dass „Menschen“ und der objektive Geist als (Kant’sche Voraussetzung für die Möglichkeiten) als Basis für Erkenntnis gelten muss, so kleidet diese Vermutung Nicolaus als sein „letztes Wort“: Wenn alle menschliche Initiative versagt, kommt es einzig und allein auf die Initiative Gottes an. Alle Möglichkeit, mit Gott in Berührung zu kommen, entspringt aus dessen eigenster Offenbarung.

    583„Wenn der verborgene Gott nicht mit seinem Licht das Dunkel vertreibt und sich offenbart, bleibt er gänzlich unbekannt.“

    584Die größte Schwierigkeit dabei ist, dass „der Mensch“ (und auch Gott) Teil der Entwicklung sind, das heißt alle drei in die gleiche philosophische Metaebene verwoben sind.

    585Der „Glaube“ wird allem „Schauen“ und allem Erkennen von Nicolaus übergeordnet.

    586Für eine ausgearbeitete Philosophie ist das weder eine Überraschung, noch hat es das Mystische, das dem „Glaubensvorgang“ bis heute eingeräumt wird.

    587Es geht lediglich um die Zweiteilung der Methodik (N-G, N/G) und die damit verbundene Zweiteilung in Natur und Emotion, bzw. Bewusstsein; wobei auch die Abläufe in „Natur“ und in Emotion“ von N/G-Charakter sind, allerdings notwendig verbunden mit „S/R“ und „I/E“.

    588Nicolaus` philosophischer Endpunkt ist das Scheitern der damaligen Philosophie-Theologie, aber nicht das von philosophischer Analyse schlechthin.

    589Es ist sogar so, dass Nicolaus jenes erarbeitet hat, welches die Philosophie weiterführt, – wenn er selbst auch eher unter dem Erschauen von „Offenbarung, Glauben etc.“ mehr litt, als das wenigstens vernünftig zu sehen.

    590Der Spezialbereich der Philosophie, die „Philosophie -Theologie“, wird durch Nicolaus an seine Vollendung geführt. Und die besteht darin, dass die Voraussetzung und das Kernstück dieser Art zu philosophieren, – (und von traditioneller Philosophie allgemein) scheitert, nämlich,

    591„Gott erkennen“ zu wollen, und zwar als Projektbeschreibung (mit den zwei naiven Voraussetzungen: „Gott“ und „erkennen“; wo ja beides erst als völlig unklare Sammelsurien zu analysieren sind). Und die Erkenntnisart „der Weisen“, die Abstraktion (in mancherlei Gestalt), scheitert ebenfalls.

    592Deshalb geht Nicolaus zu anderen Methoden über, ebenfalls unklar, literarisch, naiv („Gott offenbart sich den Kleinen oder Demütigen, denen er Gnade gibt“), hin zum „Pragmatismus“ wohl letztlich, zur Literaturizität. Was allerdings in einer Erweiterung von damaliger „Philosophie“ Sinn macht.

    593Wenn Descartes sagt, dass er sich als Philosoph „maskiert“ (damit wie bei den maskierten antiken Schauspielern nicht „die Scham auf der Stirn erscheine“), dann hängt das mit dem zusammen, was „Philosophie“ ist. Ist es nur die wissenschaftliche und die meta-wissenschaftliche Darstellung der Welt, dann braucht sich der Philosoph nicht persönlich zu engagieren. Ist es aber auch die I-Sphäre, dann betrifft das stets alle „I“, auch seine eigenen (Ii), diese im Kampf mit anderen Ii und Ik,g usw. Da alle „I“ prinzipiell zusammenhängen und alle „I“ mit allen E (-> I/E), betrifft jede positive Aussage auch alles andere.

    594Aber ist Descartes deshalb Verberger seiner selbst und seines Werkes? „Objektiv“ steht er an der Nahtstelle im geisteshistorischen Ablauf, an welcher prinzipiell-methodisch (also auch durch gesellschaftliche Arbeit), die I-E-Trennung sehr stark beschleunigt wird; auch durch die Erarbeitung der bewusst einzusetzenden N-G-Methoden.

    595Das macht Descartes, er trennt die E- von der I-Sphäre – und berührt daher beide erstmals als neu Getrennte – noch nicht als Eliminierbare – bewältigend.

    596Der Philosoph, der die N-G-Seite des subjektiven und objektiven Denkens ausgestalten wird, legte stets großen Wert darauf einsam, isoliert, getrennt von jedem Einfluss, philosophisch im Verborgenen zu arbeiten.

    597Die Geschichte des menschlichen Geistes war bereit, in der Methodik (auch in der „Mathematik“) und in Begriffen den Schritt zur „absoluten“ „Exaktheit“, „Gewissheit“, „Widerspruchsfreiheit“ etc. zu gehen, zunächst in den allgemeinen Überlegungen der Philosophie; als Vorbereitung der „Wissenschaften“.

    598Das, was eigentlich seit der griechischen Antike bekannt war, wird jetzt – in dieser Vorbereitung für die völlige Erweiterung auf Konkretes – noch genauer, systematischer betrachtet.

    599Es geht auch dem Descartes um die Neubewertung und Beantwortung der alten, zentralen metaphysischen Fragen (Dasein Gottes, Wesen der menschlichen Seele), mit den von ihm entwickelten, neusten Methoden, so auch als mathematische Einsichten. Immerhin gehört er noch nicht soweit zur Modernen, dass er den abstrakten Schritt zur „Negation“ dieser Fragestellungen macht. In diese philosophische Falle (N ist, isoliert, kaum zu beherrschen) tappen – bis heute – dann andere. Solche, welche – selbst philosophisch nicht kreativ forschend – die von Descartes bereit gestellt Methodik sehr überschätzen und in keinen Rahmen gestellt sehen.

    600Descartes sucht, wie in der Mathematik, nach einem fixem Ausgangspunkt und einer quasi-mathematischer Axiomatik; diese soll „unmittelbar gewiss“, „einleuchtend“ sein.

    601Dabei ist das als metatheoretisch („Punkt und Aufbau von allem darauf“) ebenso eine Vorfestlegung, wie die extremierte Abstraktheit von objektiv Geistigem. Zu einer Basis der Mathematik gehörte dann noch eine Basis der dies denkenden Phase „Mensch“.und dazu die Ich-Identität als – ebenfalls – extreme Entwicklung. Alles das ist die Basierung der kommenden Wissenschaften, auf mehreren Ebenen: Als E, N-G und „I“.

    602Zur Neugründung, (die meist zum Teil eine Wiedergründung ist), von „weltanschaulichen“ Betonungen (so von „Eckpunkten“ der theologisch-praktischen Realität), gehört sicherlich auch, das individuelle, psychologische Selbstbewusstsein, einen absoluten Bruch und einen Anfang mit Gewissheiten, Wahrheiten entschlossen zu wagen; auf Gefahren des Isoliertseins, des Scheiterns hin, usw. Das ändert aber weder an der tatsächlichen, objektiven Kontinuität, der Einseitigkeit der objektiv notwendigen Betonung, noch daran etwas, dass danach die Forschungen weiter gehen.

    603Uns geht es also um die „Objektivität“ der E-Entwicklung.

    604Gegen Descartes gerichtet (und das nur pars pro toto und für heute), und gefragt: Warum sollte man an der „Wahrnehmung“, der Empirie als psychologisch-weltliche Wechselwirkung mehr zweifeln – (was Descartes tut) – als an dem undurchsichtigen Sammelsurium biologisch-emotional-rationaler „Gewissheit der eigenen, leibhaften Existenz? Gerade die unendlich tendenzielle Grenzerarbeitung der empirischen Methodik, die ja ebenso leiblich etc. ist, wie das Ich-/Identitäts-Bewusstsein, ist ein anthropologisch-kulturell wertvoller Fortschritt gewesen. Das geht aber einen Schritt weiter.

    605Descartes geht konsequent den nächsten Schritt. Wir interpretieren diese „Phasen-Eröffnung“: Er sieht, es gibt bei dieser Fragestellung – (die vorgegeben ist und die unreflektiert bleibt) – nur das Ausweichen vom Subjektiven weg und hin zu Natur und zum „objektiven Geist“.

    606Es müsste eigentlich bei „Descartes“ dann die Suche nach „Erster Natur“, Physik und nach höchster begrifflicher Abstraktion sein. Beides zu finden (oder nur danach zu suchen), ist für Descartes deshalb nicht möglich, weil das seit der Antike Typisches so abläuft: Die ersten Denker einer Phase stoßen gleich bis ins Tiefste vor, ohne diese Phase – hier alle Einzelwissenschaften – schon entwickelt zu haben.

    607Die „erste Physik“ erscheint bei Descartes als „Ausdehnung, Gestalt, Raum, Zeit“ – (die wir auf z, w reduzieren). Und „objektiver Geist“ erscheint als Identitäten, G, N/G, aber nur implizit als Beispiele: So beispielsweise,„2+3=5“ sei unumstößlich „wahr“, das „Gewisseste“ überhaupt.

    608Wir nehmen also historische Stationen der Philosophie wieder auf und ernst. Auch in Descartes Denken – wie bei vielen vorher und nachher – stehen individualpsychologische Strategien des „Zweifelns“ (zum Beispiel an Gott), „Täuschungsvermutungen“ zum Beispiel durch naive, literarische Konzept an. Worum geht es dabei? Jene auch göttlich geschaffene „wesenhafte Verkehrung“, „Unwahrheit“, „grundhafte Täuschung“, ist die menschlich, subjektive Fähigkeit von „Freiheit“, letztlich von N,G und „I“.

    609Da „Gott“ eigentlich, die ideale E-Variante ist – und da Descartes einer der Gründerväter von „Wissenschaft“als I-Elimination ist – tauchen solche ausweglosen Aporien, Widersprüche auf: Als Vorläufer von prinzipiell gleichen Unklarheiten, (Kurzschlüssen), die bis heute Wissenschaft und Philosophie begleiten.

    610War die tief und alles bedeutende Fixierung individuellen und kollektiven Denkens bis zur Neuzeit – (Ausnahmen, zum Beispiel griechische Klassik) – das oberste Identische, E, als „Gott“ und also das Eingebundensein in die eine Richtung von drei möglichen des „objektiven Geistes“, so besteht die Wende (auch von Descartes inszeniert) darin, nun die andere Richtung, den Bereich des subjektiven Geistes auszugestalten. Aber die Identitätsbildung (also eine andere Variante der Abstrahierungsmethodik, die als Entwicklung) bleibt unhinterfragte N-G-Methodik.

    611Es taucht also E, G jetzt als „Gewissheit“, aber nicht mehr wie früher als „Wissen des geschaffenen Menschen“ um seine Geborgenheit in der Hand des Schöpfers. Die „Wahrheit Gottes“ weicht einem neu entdeckten tiefen Grund der Gewissheit – und der ist viel weiter fassbar und dehnbar, Er konstituiert sich sogar im radikalen Zweifel an der Welt, Philosophie, Gesellschaft. Ein Zentrum ist, dass alle bisher in Biologie und Emotion zu einem Abschluss gekommenen Ii des Individuums jetzt zur E-Bildung (zum Beispiel als „Ich-Identität“) beitragen; (einer der späteren Auswege aus diesem Endpunkt sind die Differenzen zwischen den vielen Ii und auch zwischen den Ii und den Ik,g,w.

    612Wenn sich Descartes am Ende seines zweifelnden Weges „von undurchdringlichen Finsternissen“ umschlossen und in endgültiger Skepsis versinken sieht, so ist das (nachdem die Suche nach Identität (G) und nachdem das abstrakte Negieren (N), also nachdem N-G gescheitert ist), erst mal das Auftauchen einer „N/G“ -Variante: „Skepsis“ ist ohne Ende, „dynamisch“, weder nur G noch N, aber beides, etc. Dass N/G in einem emotionalen (und zum Teil wohl auch sozialpsychologischen) negativen Umfeld von größerem Zusammenhang erst mal erscheint, hat mit der Fruchtbarkeit des Scheiterns zu tun.

    613Und es deutet sich eine der N/G-Grundfunktionen an: „Neues“ geht aus N/G-Verfahren hervor, meist als „I“: „Aus diesem universalen Zweifel, wie aus einem festen und unbeweglichen Punkt, habe ich die Erkenntnis Gottes, seiner selbst und aller Dinge, die es in der Welt gibt, herzuleiten beschlossen“.

    614Descartes Methodik ist das Erklimmen einer Metaebene – und damit auch ein Ausweichen vor einer unmittelbaren zu lösenden Problematik . Diese Metaebene, führt weg vom Bereich des „objektiven Geistes“ (OG), hin zu den beiden anderen Bereichen, „Subjektivität“ und „Natur“. Darin besteht das eigentliche Verdienst des Descartes an der Geschichte der abendländischen Philosophie.

    615„Wissen“ und „Zweifel“ standen sich (als „N-G“) unaufhebbar im objektiv-geistigen Bereich gegenüber. Vorher wurde entweder nur G betont und dem „Zweifel“ und ähnlichem ausgewichen oder es wurde nur „negiert“. Sein „Sprung“ ist: Es „existieren“ seine Vorstellungen, Begriffe, hier zum Beispiel von „Gott“, und der „Zweifel“ daran. Der nächste Sprung: „Also existiere auch „ich“, der diese Vorstellungen und Begriffe hat.“

    616Das Springen geht nicht ohne – naive – Alltags-Hilfe. Hier zeigt sich der gesellschaftlich-historische Charakter der objektiven Geist-Entwicklung, vor allem der E-Entwicklung. Die unendlich kleinen und vielen Zwischenschritte, um diesen „Sprung“ auszuwählen und dann zu vollziehen, werden allerdings philosophisch (und einzelwissenschaftlich) noch nicht bedacht.

    617Die systematische und tief liegende Problematik, die Descartes angestoßen hat, ist die nach der Verallgemeinerung der „Identitätsbildung“ (= E durch unendlichen G-Verlauf). Das betrifft alle „Phasen“ der Entwicklung. Aber insbesondere die „1. Physik“ (nämlich als „z“ und „w“) und dann als „z/w“; dann in der Atomphysik die chemischen Elemente, und auch andere physikalische Größen und Funktionen.

    618Sodann in der „allgemeinen Entwicklung“ die wichtige Haupt-Phase (erster) Selbstorganisation im Molekular-Biologischen.

    619Schließlich die „Descartes’sche“ Phase, das „Ich“ als das sich selbst (nicht mehr „aktiv“ erbauend, aber) „bewusst“ erarbeitete Selbstbewusstheit. Und endlich erzeugt das das Abstrakteste, Entwickeltste, Identische: So den „Gott“ des Monotheismus – und alle vergleichbaren abstrakten Begriffe.

    620Descartes geht vom Grenz-/Übergangsgebiet „subjektiver-objektiver Geist“ aus: „ich denke, zweifle, werde getäuscht – also bin ich.“ Skepsis, Krisis des Bewusstseins, das gab und gibt es stets. Es ist eine psychologisierende Darstellung der Entwicklung in der Geistesgeschichte, eventuell und eher eine individuale Auswirkung. Allerdings werden diese Prozesse nicht zufällig in der „Neuzeit“ bekanntes, wissenschaftlich-öffentliches Thema.

    621Die Beschleunigung auf Basis des vergrößerten Wissens (E-Vorrat) helfen da mit.

    622Jeder „Durchbruch“ (wie der von Descartes) bringt beides, neue Gewissheit und Unsicherheiten (zuvor und danach). Es ist (philosophisch-systematisch) die Folge der neuen E-Niveaus: Abstrakt gesehen, mehr „Freiheit“ (als Möglichkeit N/G) und größere I-Spielräume.

    623Der Gewinn neue E (hier das Faktum der eigenen Existenz hat dann zwar in erster Linie was „Positives“ (= Entwicklungsphase), die „Fragwürdigkeiten“ zuvor sind N/G, I/E. Man darf sich aber die weitere Fragwürdigkeit nicht ersparen wollen, der Entwicklungsprozess geht weiter.

    624So haben wir – bis heute – notwendigerweise (philosophisch-geschichtlich) die zwei Quellen, das Mittelalter, das den Ort der ursprünglichsten Gewissheit in „Gott“ findet. Und auch mit Descartes beginnend, das entscheidend neue Gepräge der Philosophie dadurch, dass diese „Gewissheit“ nun in den Menschen verlegt wird, ihm „entspringt“ (→ „I“). Und durch Hegel (und seit alters her, stets wieder erneuernd und vertiefend, – als Wiederaufnahme des „Gottesglauben“) als der „absolute Geist“ – und vor allem durch die „Wissenschaften“ – wieder erneuert und weiter entwickelt.

    625Wichtig ist, keine der drei Quellen, Ansichten ist „falsch“ oder von ähnlicher Relativierung absoluter Art.

    626Mit der philosophischen Feststellung – von auf irgendeine Weise gewonnenen Fundamenten der Gewissheit – beginnt, darauf aufbauend, das philosophische Systematisieren.

    627Dieses ist selbst in seiner Struktur und Funktion zu untersuchen, sowie auch die Einzelergebnisse dabei. Und es ist daraus wiederum eine philosophische Metaebene zu errichten.

    628Wir sehen, indem jedes der drei Suchprojekte bestimmte Ergebnisse hat, eröffnet sich die Möglichkeit, alle drei zu integrieren.

    629Das kann an einem der drei, hier an Descartes Vorgehen, gezeigt werden.

    630Descartes merkt bald, dass das Ich nicht nur im Denken zu sich selbst findet, sondern, dass es noch andere „Erfahrungen“ sind, die Welterfahrung nämlich, die zur Selbsterfahrung beiträgt. Die Eigenschaften des Denkens, Wollens und Fühlens sind es, die die Eigenart des Ich, des charakteristisch-menschlichen Seins sind.

    631Obwohl Descartes da nicht konsequent ist – (er bevorzugt das Denken vor dem Wollen und Fühlen) – das Ich als Identitätsphase des „subjektiven“ Geistes wird klar gesehen. Heute wird diese Ich-Identität von Theorien zum „Gehirn / ZNS“ in Frage gestellt. Man sucht da nach einer zentralen Gehirn-Struktur – besser Gehirnfunktion, und findet keine. Aber so labil jede Entwicklungsphase (und auch hier die des „subjektiven Geistes“) ist, man muss sie gerade als „labile“ theoretisch einordnen – und dem Selbstgefühl jedes Menschen (Descartes hat es als erster fundiert) Recht geben.

    632Descartes hat den einen Teil einer umfassenden philosophischen Aufgabe gelöst, das „menschliche Dasein“, „das „Ich“, die „Selbstgewissheit“ und die „Dinge“, die „Natur“ als wichtige Dualität hervorzuheben.

    633Spätere waren dann dazu aufgerufen, das Wesen des „Ich“ nicht nur im „Denken“ zu erkennen. die Subjektivität beherrscht alle methodischen Bereiche (Denken, Fühlen, Wollen). Sowie, das „Ich“ als „konkreten Menschen in einer konkreten Welt zu sehen“, also den Zusammenhang zwischen dem Getrennten, zwischen den „Dingen“ und „dem Menschen“ als philosophisches Problem zu lösen.

    634Warum gibt es dann später die Weiterführungen von Kant (Dinge als Objekte des freien Handelns des Subjekts), Marx (dito des vergesellschafteten Subjekts), Hegel (Dingwelt als abstrahierbare Wahrnehmung- und Denkobjekte, also Subjekt-Arbeit)? Weil darin stets noch die Descartes’sche Dualität erhalten ist.

    635Jeder Mensch hat drei Arten von Grundgedanken, letzten Endes: Die Selbstgewissheit als Wesen des Ich,(das heißt allerdings bereits, dass er „abstrahieren“ kann), der Zweifel daran und die Möglichkeit, grundlegend „getäuscht“ zu werden, sich in der „Verkehrung“ zu befinden.

    636Wenn das so wäre, gäbe es einen „betrügenden oder einen wahrhaftigen Gott“, also überhaupt einen Gott; (ein traditionelles metaphysisches Problem).

    637Das läuft nach unserer Interpretation darauf hinaus, dass es eine Meta-Instanz gibt. Descartes meint, dass „der Mensch in seinem Innern die Ideen dieses höchst vollkommenen Wesens vorfindet.“ Wichtig für uns ist, dass dieser Gott „nicht aus dem Menschen selber stammen“ kann. Damit eröffnet sich der E-Charakter, als abstraktes objektives Absolutum und die Einteilung in „Mensch“, „objektiver Geist“ und jenes „Nichts“ (das wir als „Natur“ sehen).

    638Descartes tastet sich weiter an die hier Zweiheit (die Dreiheit, das Dritte, die Natur und Dingwelt fehlt hier), heran: Objektiver Geist („diese vollkommene Idee“ kann nicht aus dem Menschen selber stammen; denn er ist ein unvollkommenes Wesen. Das Wesen, das höchst vollkommen ist, ist bei ihm noch „Gott“. Die „Vollkommenheit“ als Abstraktum zu denken, fern von Personalisierungen (also stets noch vom Bezug zum „Menschen“) gelingt ihm noch nicht, er merkt den Widerspruch zwischen seinem Streben, weg vom „unvollkommenen“ Menschen, aber hin zur Person-Vorstellung „Gott“ nicht.

    639„Der Mensch“, „ die „Subjektivität“, als „Mitte zwischen Gott (-> E, G) und Nichts (-> N); also als „N/G“, wird abschätzig, „negativ“ geschildert, definiert. Der „objektive Geist“ als Idee des Vollkommensten, steckt irgendwie „im Menschen“, aber seiner Erzeugungskraft als Urheber des „objektiven Geistes“ wird (aus empirischer Erfahrung) von Descartes misstraut.

    640Wenn sich Descartes, bzw. „der Mensch“ über seine Lage in der „gefährdeten Einsamkeit des Selbstbewusstseins“ hinaus, wieder in die bergende Ordnung der Schöpfung einfindet – und das, weil er der „Gewissheit des Daseins und der Wahrhaftigkeit Gottes“ jetzt ganz sicher ist, dann rührt das daher, dass diese beiden Entwicklungsphasen sich verstärken: Die der Identität als „Selbst/Ich“ (als Wechselwirkung aller Stufen zuvor, also speziell der biologischen, der emotionalen mit der rationalen) mit der abstraktesten Phase der Identität (=Gott), die immer wieder neu umschreibbar ist (hier „gewiss, Dasein, wahrhaft“).

    641Und zugleich zeigen diese zwei Phasen, es gibt eine „Entwicklung“, die hier zwischen zwei Punkten bereits besteht. Und schließlich: Man kann eine philosophische Aussage, eine Metaphysik, darauf aufbauen, auch wenn diese noch sehr ungewiss ist.

    642Aber die Bedrohung der Metaphysik erfolgt nicht – (wie Descartes annahm und bis heute angenommen wird) – dadurch, dass sich der Beweis vom Dasein Gottes als Zirkelschluss erweist.

    643(Dem Unendlichen komme unendlich viel mehr Sein zu, als dem endlichen Menschen, welcher Gott denkt o.ä.).

    644Der „Zirkelschluss“ selbst, ist eine Form von E – und daher „Gott“ bzw. ein Teil von ihm (obwohl es bei E – und bei Gott – keine Teile gibt).

    645Der andere Hauptfehler, ist „endlich“ und „unendlich“ nicht genauer zu kennen. Erst im und nach dem deutschen Idealismus wird deutlich, „endlich“ ist ebenfalls – leere – Unendlichkeit, E, Gott. Der Mensch ist und erzeugt daher Unendlichkeit ebenso, wie „Endlichkeit“. Natur, das scheinbar „Endliche“, ist tatsächlich auch Unendlichkeit, und ähnliches Der dritte Hauptfehler: Die Relationierung, hier als „Kausalität“ bleibt noch unreflektiert.

    646Deshalb sind die traditionellen Argumente, „ein endliches Wesen, wie es der Mensch ist, könne nicht Ursache der Idee des Unendlichen sein“, unrichtig.

    647Das „Unendliche“ (N-G, I-E) (->Rw) und das Endliche (N/G, I/E) liegen unendlich „dicht“ zueinander (-> Rz/Rw) – und das in nicht endender Folge (Rz wird Rw und Rw wird Rz etc.).

    648Das traditionelle, dem zu Grunde liegende „Verhältnis von Ursache und Wirkung“ ist das gleiche Problem, nur auf N,G beschränkt. Dies ist – bis heute zum Beispiel den Naturwissenschaftlern – „unmittelbar einleuchtend“, weil das „Dichtliegen“ von N-G und N/G jene Unentwirrbarkeit hat, die von der Quantentheorie stammt (N-G enthält leere Unendlichkeit, N/G „volle“, aber was ist da der Unterschied?).

    649Die Darstellung der Geschichte der Philosophie, des Geistes allgemein, wird gerne in Strukturzügen geschildert, die nicht nur bei Descartes erst langsam getrennt wurden,(vorher waren sie fast stets untrennbar), sondern tatsächlich sowohl trennbar wie untrennbar sind. Nach dem Grundmuster I-E zu I/E (bzw. N,G zu N/G). Das sind zum Beispiel „Aufklärung“ versus „Metaphysik“, vor allem haben bis heute beide Tendenzen Nachfolger! (Daher „Glaube“ = N/G, Identifizierung/G = Wissenschaft oder Nihilismus/N).

    650Bereits Descartes half sich in denkerischer Not, indem er methodisch, wenn es ihm erforderlich schien, mal „analysierend“, mal „gläubig“ vorging; intuitiv das machend, was eine Metaebene erfordert: „N-G zu N/G“.

    651Es geht – unabhängig vom Stand der Geistesgeschichte, die durch Descartes weitergebracht wird – darum, die E-Seite auch darin zu vollenden, dass man in ihrer intellektuellen Erarbeitung zum abstrakten E-Gedanken sinnvolle Aussagen macht: Eine allgemeine Systematik zum Beispiel findend.

    652Descartes spürt jene unmittelbare Gewissheit der Existenz von E (die zugleich „nur“ E ist, etc.), und dass „E“ die traditionelle metaphysische Sehnsucht des Menschen nach Gott und „dem „gewissen Wissen“ ablöst, das heißt aber, er „zerstört“ diese, ohne das Grundlegendere dabei zu treffen. Er fühlt, mit der neuen Errichtung und sogar Verstärkung von „E“ hat der „Glaube“ an dies „Eine etc.“ ja erst seinen Durchbruch als „abstrakt Rationales“.

    653Es ist diese Zweideutigkeit, die nicht nur entwicklungs-historisch auf Descartes zukommt, sondern die auch in der Sache steckt, zum Beispiel als N-G („Rationalität“) und N/G („Glaube“).

    654Blaise Pascal beschäftigt sich mit dem „Endlichen und Unendlichen.“ Aber auf jene Art des (radikalen) Alltagsdenkens, das eigentlich als „potentielle Unendlichkeit“ bezeichnet werden muss: „Die unendliche Ausdehnung“ des Alls und auch der kleinste Teil des Kosmos, das Atom kann weiter geteilt werden“. Und dazu der ständige Gedanke, alle diese Unendlichkeiten enden im „Nichts.“

    655Tatsächlich ist es das N-G-Denken, allerdings mit der Option auf jenen Bereich, der wirklich Unendlichkeit „berührt“: N/G.

    656Pascal sieht, dies „Nichts“ kann das menschliche Denken nie erreichen. Daraus zieht er nun den (-> im Alltagsdenken / -fühlen) Schluss, das Denken „muss sich“ in diesen Wundern, im Unendlichen verlieren.“ (Wir, man muss die menschliche Fähigkeit „endlich und unendlich“ denken zu können, als Konstituens des „Menschen“ sehen).

    657Das abendländische Denken, hatte in der Antike „N-G“ entdeckt. Indem das mechanistisch-alltägliche „Gefühl“ zur philosophischen Kategorie erhoben wurde. Und das mechanistisch-alltäglich Denken gab jeglichem Ding seinen bestimmten Ort im Ganzen einer endlichen Welt. Dabei ist es allerdings so, dass die großartige Leistung des Menschen, die „Endlichkeit“ zu denken (I, R, S zu eliminieren, den Sprung über Unendlichkeiten zu schaffen etc.) noch nicht als (auch philosophische) Leistung erkannt wurde.

    658Vielmehr ging es geistesgeschichtlich darum, von der „Naivität“ des „N-G, E“ durch intensives Nachdenken (Pascals zum Beispiel) zur Entdeckung der (verschiedenen) Unendlichkeiten zu kommen. Allerdings sind diese Unendlichkeiten noch „naive“, nämlich keine „eigenständigen“, sondern nur potentielle, die an der Endlichkeit gemessen werden: „Im Horizont des unendlich Großen schrumpft das Seiende zum unendlich Kleinen.“

    659Zum historischen Stand der geistigen Einsichten gehört es nunmehr, mit Pascal (und den Kommenden), dass jetzt die „Subjektivität“, die verschiedenen menschlichen Vermögen immer mehr in den Mittelpunkt wissenschaftlicher und philosophischer Erarbeitungen rücken.

    660Zum Beispiel der alte Gedanke der Unendlichkeit und des „Nichts“, wird jetzt von Pascal auf Psychologisches, auf den Menschen bezogen, von ihm her begreifbar zu machen versucht. Aber (da das ein sachlicher Irrtum ist) sehr schnell macht sich Resignation breit:

    661„Alle Dinge sind hervorgegangen aus dem Nichts und hinaufgetragen bis zum Unendlichen. Wer will diesen erstaunlichen Schritten folgen? Nie erfassen wir das wahre Wesen der Dinge, stets nur irgendeinen Anschein von der Mitte der Dinge, in einer ewigen Verzweiflung darüber, weder ihren Ursprung noch ihr Ziel zu kennen.“

    662Die „objektive“ Aufgabe für die Philosophie war das gewesen, was Kant und Hegel dann angehen: Zwischen Natur und „objektivem Geist“ (neue Wissenschaft, alte Ideologie) die Stellung des Menschen so genau wie möglich zu beschreiben, abzuleiten aus den zwei anderen, etc. Pascal macht Vorarbeit und einzelthematische Projekte dazu.

    663Die philosophisch-geschichtliche Situation (von Pascal bis heute, aber auch allgemein) ist nicht allzu heterogen; zum Beispiel stellt Pascal etwas als Problem deutlich heraus, was schon vor ihm – undeutlich – problematisiert wurde. Und was heute noch wissenschaftlich und philosophisch bearbeitet wird, zum Beispiel, dass „der Mensch“ in der „Mitte“ zwischen dem unendlich Kleinen (als Nichts) und dem unendlichen Großen (Alles) „schwebt“, steht.

    664Die „Wissenschaft“ ist noch heute – mit Pascal – der Ansicht, dass sich der Mensch diese fernen Extreme zu erarbeiten hat und zwar so, wie er seine nahe Umgebung, die Mitte bisher erforschte (Sehen, Messen,). Aber das geht nicht. Vielmehr kann man nur jene Methode nutzen, die bereits (als philosophischer Kern) vorausgesetzt ist, wenn man von „unendlich klein, unendlich groß, Nichts, etc. „spricht“: Das abstrakte Denken allein macht das und weist auf den „objektiven Geist“ E,G,N,I). Und ebenso sieht Pascal, das „Nichts“ und „unendlich Großes“ sind mit dynamischen Prozessen zusammen zu sehen: „An welcher Grenze wir auch immer gedachten, uns anzuheften und Halt zu gewinnen, sie wankt und lässt uns fahren, und wenn wir ihr folgen, entwindet sie sich unserem Zugriff, entgleitet uns und flieht in einer ewigen Flucht.“

    665Es sind dies typisch philosophische Erarbeitungen, die sich langfristig in allen Philosophien anbahnen, die aber auch über allgemeine Alltagserfahrungen eigentlich nicht hinaus reichen. Es fehlen dafür einige Dimensionen: „Warum ist das so?“ zu fragen, geht prinzipiell über das „Erfahrene“ hinaus. Welche Zusammenhänge, zum Beispiel zwischen „Denken“ und Gedachten (zum Beispiel „Natur“) gibt es? Oder detaillierter, was ist die Differenz von „Nichts, unendlich Großem, Ganzen“ und „Dynamik“ – allein schon im Begrifflichen.

    666Pascals Philosophie erstreckt sich weiterhin in dem Zusammenspiel innerhalb der Trinität „Natur, subjektiver Geist, objektiver Geist“, zum Beispiel wenn Pascal jenen „Zwiespalt des Daseins des Menschen“ sieht, „im Gedanken“ und als Natur: „Durch den Raum umgreift mich das All, durch das Denken umgreife ich es“.

    667Und als „subjektiver Geist“: „Die ganze Würde des Menschen liegt im Denken“. Aber „ein Wassertropfen reicht hin, ihn zu töten“. „Wenn das All ihn zermalmt, wäre der Mensch noch erhabener als das, was ihn tötet, weil er weiß, dass er stirbt und welche Überlegenheit das All über ihn hat, das All weiß davon nichts.“

    668Der „subjektive Geist“ wird bei Pascal voll entfaltet, aber Anklänge an den „objektiven Geist“ (wohl als Reste aus feudal-philosophischer Zeit) schwingen noch mit. Aber die kommende gesellschaftliche Erarbeitung des Wissens über die Natur durch den Menschen rücken bereits in den Vordergrund.

    669Pascal leitet Überlegungen ein, die in moderneren Philosophien dann immer wieder ventiliert werden.

    670Aber auch dabei geht es um bestimmte Eckpunkte, so um die I-Seite, wie versteckt auch immer: Subjekt/Mensch, Gesellschaft, Entwicklung (als Leistungsgesellschaft) etc.

    671Als Kombinationen (I/E) und Varianten (Ii,k,g,w der sehr verschiedenartigen Konkretisierungen). Das bringt es mit sich, dass sich nur mittelbar herangetastet wird. Zum Beispiel wird emotional über die „Zerstreutheit“ der menschlichen Beschäftigung (in Spiel und Spaß) geklagt. Anstatt über die leistungsgesellschaftlichen Anforderungen zu sprechen und diese zu beschreiben und zu kritisieren. Oder zum Beispiel wird immer wieder über den unvermeidlichen Tod des menschlichen Subjektes geklagt. Man wagt es aber noch nicht, zumBeispiel die Leistungsgesellschaft, die E-Entwicklung zu Ende zu denken – und ein Leben ohne Tod wenigstens zu wünschen oder zu imaginieren, – der Philosophie ist so was im Grundprinzip möglich.

    672Dem Hasen jagenden, Ball spielenden und auch ernsthaft regierenden Adligen ist nichts an diesen Tätigkeiten gelegen, sie sollen ihn nur „zerstreuen“, meint Pascal. Pascal (und wohl auch der Adelige) sind dabei zwischen Leistungsgesellschaft (E-Entwicklung) und der Steigerung der unendlichen „I-Sphäre“ hin und her gerissen. Ohne, dass beide (E,I) bewusst, reflektiert werden können.

    673Hinter dieser Zerstreuungssucht steht die Angst vor dem Alleinsein, mein Pascal. Das ängstigt, auch, weil sie sonst über sich selber nachdenken müssen, über „die Trostlosigkeit der eigenen Existenz.“ Aber nicht nur der unausweichliche Tod, sondern auch „Langeweile“, „Unzulänglichkeit“, „Abhängigkeit“, „Leere“ und andere, düstere, traurige Emotionen werden gefühlt. Das ist aber nun – positiv formuliert – ein breites Forderungsprogramm. Welches Philosophie, Wissenschaft, Biologie bis heute beschäftigt, (-> Vorstufen zum unendlichen I-Programm).

    674Viele Philosophen (zum Beispiel auch als „Religion“) jammern ständig und als Kern ihrer Anliegen über das „Elend der Welt“; das menschliche Leben ist „das zerbrechlichste Ding der Welt“ (Pascal) und, dass wir gleichwohl „sorglos in den Abgrund rennen“ usw.

    675Wir sehen in solchen psychologischen Phänomenen deshalb eine Vorstufe zu unserer Systematik, weil das die negative und passivische Formulierung der (ansonsten hoffnungsstiftenden etc.) E-Entwicklung und der unendlichen-I-Sphäre ist.

    676Pascal und auch andere kommen etwas über das bisherige Philosophische hinaus, wenn sie zwar keine positiv-inhaltlichen Ansätze sehen, aber doch formale Weiterführungen: Die Größe des Menschen besteht darin, dass er imstande ist, um sein Elend zu wissen, „dass er sich als elend erkennt.“

    677Gerade die „durchgängige Widersprüchlichkeit im Wesen und Dasein des Menschen“, diese als uneindeutig, ungewiss (der Mensch will groß, glücklich, vollkommen sein und sieht sich klein, elend, unvollkommen), jene „unaustilgbaren Irrtümer“, die Pascal beklagt, deuten auf den emotionalen Antrieb, der (philosophisch, vorbereitend) als moderne „I/E-Entwicklung“ (->Psychologie, Politik, Ideologie) erscheint.

    678„Wir brennen vor Begier, einen festen Stand, und eine letzte, beständige Grundlage zu finden, um darauf einen Turm zu erbauen, der sich ins Unendliche erhebt, aber unser ganzes Fundament birstet“. Hier zeigt Pascal die – objektiven – zwei Richtungen: Die E-Vollendung (z.B. auch als philosophisches System) und die unendliche-I-Sphäre.

    679Die Erkenntnisse, die Pascal als Summe seiner philosophischen Arbeit hat, sind eigentlich alle traditionell bekannt; sie sind so „tief“, dass sie auch eine philosophische Sackgasse sind: Es gibt keine Möglichkeit weiterer Analyse und er färbt sie depressiv ein. Zum Beispiel „Ich sehe ringsum nichts als Dunkelheit“, „es ist unbegreiflich, dass Gott sei, und unbegreiflich, dass er nicht sei, dass die Welt geschaffen sei und, dass sie nicht geschaffen sei“, alles bleibt Widerspruch, nichts kann der Mensch von sich her sicher erkennen. „Was für ein Monstrum, Chaos, Irrtum aber auch Wunder etc. ist der Mensch“. Pascal sieht noch nicht, dass das nicht weinerlich zu beklagen ist, sondern dass es eben die Struktur der Welt ist. Dies freilich, muss durch weitere Analyse des vermeintlich Sicheren, der bisher letzten Wahrheiten noch gefunden werden.

    680Es geht bei Pascal um Zweierlei, um die „Subjektivierung“ der (traditionellen) abstraktesten philosophischen Probleme und um das – implizite – Aufzeigen von Weiterführungen im Abstrakt-Philosophischen. Subjektive „Interpretationen“ sind grundsätzlich in jeder Art möglich; Pascal bevorzugt zum Beispiel „grundhafte Ungewissheit, müde Resignation, kraftlosen Skeptizismus, unbegründeten Dogmatismus“. Aber gerade Letzteres verweist auf „E“-Strukturen im (mit dem Emotionalen verbundenen) Rationalen, ebenso „Skeptik“ -> N.

    681Dass es übergreifende Relationen geben muss, die E, N verbinden und begründen, zeigt sich in den ständig mitgeteilten (ersatzphilosophischen) Subjektivismen („ungewiss“, „der Mensch lebt zwischen beiden: Dogma, Skepsis und Gott als Nichts“).

    682Dennoch versucht Pascal (wiederum natürlich deshalb „abstrakt“, weil sich kein weiterführendes philosophisches Projekt – zum Beispiel -> Kant etc. – abzeichnet) weiter zu arbeiten, emotionalisiert und subjektiviert: „ Ich gerate in Entsetzen.“

    683Im weiteren Verlauf seiner philosophischen Entwicklung entdeckt, reproduziert Pascal das, was in der Geschichte der Philosophie schon einige mal vor ihm aufgeschrieben, problematisiert, umschrieben etc. wurde. Es ist deshalb stets eine sehr ähnliche begriffliche Erörterung, weil ein etwas „festerer Kern“ existiert und der nur umschrieben wird. Das sind dann solche „Bruchstücke“ wie: Die „Vernunft hat unüberschreitbare Grenzen“ – und dennoch probieren alle diesen Fortschritt.

    684Wir meinen, es ist die unendliche Tendenz der Vollendung der E-Seite; wo die „Beschleunigung“ zum Ende hin zugleich auch der gesteigerte Mehreinsatz aller bedeutet.

    685„Der Mensch ohne Gott existiert in der Unwissenheit über alles“. Ein Kern ist die Suche nach der Struktur, Genese etc. der E-Sphäre. Konkret stecken in diesen unspezifischen Verbalisierungen („Gott“, „alles“) stets auch alle anderen philosophischen Probleme.

    686Es gibt – auch hier in diesem Zusammenhang – die verschiedensten Umschreibungen der „Entwicklung“: Die individuell-psychologischen, gesellschaftlichen, historischen, philosophischen Situationen. Welche „den Mensch als Unwissenden über alles“ sehen, „die menschliche Existenz mit ihren erstaunlichen Widersprüchen“, die „Unbegreiflichkeit des Menschen“, als „seltsame Verirrung“ wird wenigstens nicht mehr –

    687(ein kleiner Fortschritt in der philosophischen Analyse) als Folge seiner ursprünglichen Wesensanlage gesehen, sondern – eher – als geschichtlich geworden. Aber das noch als Folge der „ersten Sünde“. (-> Ein Hinweis auf die biologisch-emotionale Entwicklungsphase als erste philosophisch greifbare, analysierbare damals).

    688Der Mensch ist „verirrt, aus seinem wahren Ort gefallen, er sucht ihn überall.“ Ein Hinweis auf die Begleitung der objektiven Entwicklung (z.B.als historische) durch (philosophische u.a.) Reflexion.

    689Der „wahre Ort des Menschen“ ist zugleich „die Botschaft von Gott“, die jene „Rätsel“, „Verirrungen“ etc. auflöst: Eben als die Erarbeitung von E-Vollendung, als abstrakte E.

    690Alle Philosophien haben zwei Richtungen, vorwärts (E-Entwicklung) und rückwärts (Platons Erinnern, christliches Paradies, Pascal: „Im Ursprung gibt es einen wahren Ort der Menschen, wo dieser vollkommen war“). Das „Glück“ der „ersten Natur des Menschen“ und die Suche danach, verweist auf drei Erklärungen:

    691Die biologisch-emotionale Einheit (I/E), wo die Mühe der Trennung N-G, I-E nicht erforderlich waren. Dann (auf höherer Ebene) die philosophische Tatsache, dass alle „I“ gleichberechtigt sind heißt, dass auch das biologisch-emotionale Glück erhalten und jederzeit in allem E-Stress erzeugbar sein sollte.

    692Weiter auch als Hinweis auf den „großen Kreisschluss“. Das „Zurück“ (zum Beispiel als rationale Erklärung der 1. Physik) was damit vor allem und auf tiefe Weise glücklich macht.

    693Die Frage ist, ob alle drei (und noch andere) Erklärungen zusammengehören.

    694Die Ansammlung des geballten Wissens der Vergangenheit der Menschheit, allgemein gehortet, aber auch systematisch durchdacht (zum Beispiel im MA)), steht hier als „christliche Religion“ dem Versuch gegenüber, als einzelner Philosoph mit dem Vorteil seiner – (monopolistisch angelegten) – Kreativität (und bei Kenntnis dieser „Ansammlung“ und der abstrakten Fähigkeit (diese) zu negieren, und ähnliches).

    695Solche Ansammlungen haben einige weitere Nachteile, Defizite. Anstatt sich (zum Beispiel an Hand des wissenschaftlichen Fortschritts) zu regenerieren, werden sie zugleich (-> und das gilt als vernünftiger Ersatz und Ausweg) immer abstrakter und sammlungseifriger. So subsumieren sie alles unter jene abstrakten und das heißt meist hermeneutischen Kategorien.

    696Sie kommen dann zwar zu „N/G“ (zum Beispiel) und zu großer Überzeugungskraft, lassen aber zu wenig systematische, analytische Kategorien zu, um zum Beispiel die Brücke zu wissenschaftlicher Methodik und Begrifflichkeit zu finden.

    697Pascal steht mehr oder weniger entschlusslos zwischen der christlichen und der modernen Deutung von philosophischen Grundproblemen. Welche alle drei geistig-historischen Phasen verbinden, zum Beispiel die allgemein methodologische, christliche Aussage, dass „von der Erleuchtung her, die dem Menschen in der Gnade widerfährt“, und die wir als eine Zusammenfassung aller N-G- und N/G-Methoden ausdifferenzieren, dem Pascal als „die Unbegreiflichkeit des natürlichen Daseins durchsichtig“ wird, weil er diese allgemeinste (traditionell) methodologische Vorgabe in dem Sinne interpretiert, wie es der Stand der „Methodik und ihrer Philosophie“ erlaubt und fordert.

    698Die „christliche Botschaft“ hat zwei Seiten (und das begrüßt Pascal einerseits – er wagt ja den Sprung zur christlichen Deutung. Andererseits ist ihm die christliche Botschaft „dunkel und voller Rätsel“. Denn sie nimmt sich intensiv der philosophischen Probleme und Themen an. Natürlich nur mit dem beschränkten „Werkzeug“ der Zeit, zum Beispiel mit „literarischen“ Methoden, Bildern statt Begriffen. So die Erbsünde („das aller unbegreiflichste Geheimnis“). Sie meint die Verankerung des „Menschlichen“ (als Idealem, E/Gott anstrebend etc.) im Biologisch-Emotionalen abgewertet (“Sünde“), wird das, weil die Entwicklung von ihr wegführt und das eben als „positiv“ anzusehen ist; das heißt, es wird zusätzlich „Entwicklung“ als philosophische Tatsache, als Erkenntnis gefeiert.

    699Sekundär werden – abgeleitete – individual-psychologische, auch gesellschaftlich-moralische Züge damit verbindbar.

    700Zum Beispiel die ständig anzumahnende Relativierung des „Verstandes“ (N-G) durch N/G-Methoden (bis zum Extrem dort: Dem Glauben).

    701Die Stärken der einen Sorte von „Verfahren“, „Methoden“, die von „N-G“, ist die Unterscheidung und Identifikation, dieses mit tendenzieller Unendlichkeitsbewegung auf ein Ziel hin, auf „objektive Gewissheit“ und „Sicherheit“. Während die Stärke des anderen Typs (N/G), der unendliche Einbezug von „Neuem“ ist.

    702Pascal spricht von „unendlichem Chaos“, „Glaube als ein Wagnis“, auch Einbezug aller Mittel (Leib, Emotion, Welt), die bei N-G systematisch ausgeschlossen werden.

    703Da es um „Philosophie“ geht, müssen beide Grundverfahren genutzt werden. Pascal bevorzugt freilich wieder nur eines: den „Glauben“. Aber da irrt er sich, denn es läuft stets (in Religion und ähnlichem) so ab: Man nutzt N-G implizit und explizit spricht man positiv von „N/G“ – zum Beispiel bei der ewigen Suche nach dem deus absconditus, welcher systematisch prinzipiell verborgen bleiben muss – aber zugleich wird seine Identifikation (N-G) versucht.

    704Nicht zufällig kommt Pascal erst am Ende seiner philosophischen Arbeit zum „Glauben“ – wie viele andere Philosophen und Laien -> Altersweisheit.

    705In der Geistesgeschichte steht am Anfang N-G, E (zum Beispiel auch als „mathematische“ Fähigkeit bei Menschen, (welche in jungen Jahren auffällig besser ist). „I“, N/G werden überall erst spät entdeckt, als „Glauben“ zum Beispiel.

    706Der „Glaube“, der zwingt, sich seiner spezifische „Logik“ zu beugen, ist aber nichts anderes als „N/G“, das heißt die dreifache Unendlichkeit (-> QM z-w zu z/w). Pascal: „Der letzte Schritt der Vernunft ist es, anzuerkennen, dass es eine Unendlichkeit von Dingen gibt, die sie übersteigen“. Es ist die unendliche N-Annäherung, unendliche G- – Annäherung – (-> z,w zu G, N) – und die unendliche Wechselwirkung. N/G. Es es sind ferner die potentielle Kreativität, die Freiheiten, die I-Sphäre etc., die alle hier ihren Quell haben.

    707An die Stelle einer Unendlichkeit (= Identifikation, Rz) treten jetzt mehrere – und zwar offene unendlich freie (-> Rw) und Rz.

    708Die von Pascal geforderte „Unterwerfung der Vernunft“, „die Selbstaufgabe des Denkens“ ist zwar konsequent als Kritik an „N-G-E“ zu verstehen, aber sie ist einfach nicht möglich.

    709Der Mensch – (zumal der Philosoph) – kann nicht „nichtdenken“. Er kann diese ganzen Manöver nur als „Kritik“ und das heißt als Weiterentwicklung der bisherigen, geistigen Verfahren, Methoden und der „Begriffe“ verstehen. Schon das gelingt Pascal nicht, obwohl es genau der richtige Ausweg war. Den geht spätere Philosophie, zum Beispiel radikal in großem Schritt, der Hegel.

    710Bedauerlich ist, dass diese Situation, in der Pascal stecken bleibt, bis heute, auch alltäglich, wirkt: Als Konfrontation von (resigniertem) „Glauben“ und traditioneller Rationalität:

    711„Weder die Wahrheit, noch das Heil finden“ zu können, ist jene Negation, die zu „N-G“ gehört – und letztlich also „traditionelle Rationalität“ beibehält. Es bleibt für Pascal „nur“: „Sich mokieren über die Philosophie“.

    712Hinsichtlich dem Baruch de Espinoza, waren sich mal fast alle einig, Christen und Juden, Konservative, Naturwissenschaftler, Priester, Rabbiner, Journalisten, Professoren verwünschten und verfluchten ihn im Chor. Warum?

    713Spinoza verfährt radikal abstrahierend. So zaubert er die Forderungen nach „Freiheit/en“ hervor – (z.B.„der Zweck des Staates ist in Wahrheit die Freiheit“) – die ohne philosophische Ableitung, „ Beweise“ und ähnlichem ist. Er will sich mit Kirche, Synagoge, Gesellschaft, Herkunft nicht auseinandersetzen über philosophische Wahrheiten, die auf der Hand liegen. Aber soll ein Philosoph didaktisch arbeiten, zumal die Schüler sehr träge sind, wenn er andererseits ahnt, sogar weiß, die von ihm gefundenen Wahrheiten werden nicht zu umgehen sein?

    714So sehr Spinoza Neues ankündigt, worauf er zueilt, ist einer der Höhepunkte der E-Darstellung.

    715Die N-G, die er auch weiterentwickelt (er ist rational, vernünftig, wahrnehmend etc.), sind zwar die Vorbereitung von „Kant“, und vor allem die aller „mechanischen“ Einzelwissenschaften, aber es ist auch die Leere der „Freiheiten“ (-> N-G) (das, was ihm von seinen Gegnern angekreidet wird).

    716Es ist damit die weitere Verdrängung von I, I/E.

    717Spinoza beschließt also zu erforschen, „ob es ein wahres Gut gebe“, „unvergänglich“, „wahr“, „ewig“, „unendlich“. Das Abwenden von „alltäglichem Leben, von der Suche nach Reichtum, Ehre, Lust“ ist die typische Abstraktion von I, I/E.

    718Es geht letztlich nur darum, allein Genaueres über die E-Sphäre zu erfahren.

    719Zum umfassenden E-Betonungs-Projekt gehört zum Beispiel, alle Emotionalität nicht zu leugnen, sondern umzuleiten, sie ihres I-Anteils zu berauben: Der Grundzug des Philosophierens Spinozas ist es, aus der Erfahrung des „Leidens“ an der Vergänglichkeit sich „leidend“ nach dem „Ewigen“ zu sehnen und in der amor intellectualis erga deum, der geistigen Liebe zu Gott“ zu ruhen; Spinoza als ein „gotttrunkener Mensch“ (Novalis).

    720Aber dabei ist interessant, Spinoza befasst und erarbeitet zugleich jene Formen von „E“, die als die entwickeltsten, bezeichnet werden dürfen, zum Beispiel „Gott“ (das ist noch seine religiös-jüdische Vorbildung), als „das Unendliche“, das „Universum“, die „ewige Welt“, der „Ich bin, der ich bin.“

    721Alle individual-psychologische Emotion („Seufzer der Seele“), wird, bis hin zum mystischen Hymnus – (das heißt mit dem Ziel, zur allgemein sozial-psychologischen Haltung zu werden) – auf „E“ ausgerichtet. Daher beginnt auch das Hauptwerk Spinozas, die „Ethik“, mit dem Gedanken „Gottes als der Ursache seiner selbst“, es ist die innere Konsequenz von E. Jetzt abstrakter noch als bei seinem Lehrer Descartes die E-Form der „subjektiven Selbstgewissheit“ es war. Warum wird in diesen Philosophien die E-Seite immer weiter und konsequenter abstrahiert? Begleitet von der individual-psychologischen „höchsten Gewissheit“ (bei „Ich“, bei „Gott“). Die E-Entwicklung hatte historisch (als „Leistungsgesellschaft“ schon lange in Europa wirkend) alle Bereiche erfasst, die philosophisch und gesellschaftlich akzeptierte Zusammenfassung und Überhöhung der kollektiven Erfahrungen war jetzt notwendig geworden.

    722So, wie die alten Griechen die Logik und ähnliches in ihren objektiv-geistigen Zwängen zum ersten Mal gesellschaftlich deutlich empfanden und die alten Juden die E-Erkenntnis als Monotheismus radikal ausdrückten, erreichten diese Grunderkenntnisse die Welt der Dinge (als Wissenschaft, Organisationen etc.) und damit die europäische Welt-Gesellschaft.

    723Dass „wir der Existenz keiner Sache gewisser sein können, als der Existenz des unbedingt, unendlichen und vollkommenen Wesens, das heißt Gottes“ ist eine Beschreibung der E-Sphäre.

    724Sie hat die beiden Extreme „Sache“ und „Abstraktes“, es ist aber (und das bestätigt Spinoza) stets das Nämliche; von der äußeren Darstellung (schließlich ist „Ding“ und „Gott“ extrem verschieden nach vor-philosophischen Erkenntnissen) muss demnach in bestimmten Hinsichten abgesehen werden.

    725Andererseits verfügt der E-Charakter „Gottes“ prinzipiell, dass „Gott“ „existiert“.

    726Zugleich ist er „die erste Ursache aller Dinge und auch die Ursache seiner selbst, gibt sich selbst durch sich selbst zu erkennen“.

    727Alles das sind Charakterisierungen der E-Sphäre.

    728Aber man muss dann natürlich auch sagen dürfen, die „Dinge“ sind die Ursache von Gott, etc.

    729Sonst hat man die Metaprinzipien und die moderne Philosophie nicht verstanden.

    730Jüdische und christliche Theologie (und Religion) irren sich, wenn sie Spinoza vorwerfen – (übrigens bezeichnenderweise eher aus kollegialen Gefühlen heraus, denn aus philosophischer Analyse – dass „Gott“ bei Spinoza Gegenstand „unendlicher Sehnsucht“ und ähnliches sei.

    731Denn, genau das ist das Verdienst der jüdischen Religion, die „Unendlichkeit von E“ in den Himmel gehoben zu haben; die Christen relativieren dies zwar mit Recht („Trinität“), aber sie setzen jenes Maximum an „objektivem Geist“ notwendigerweise voraus.

    732Alle Merkmale „Gottes“ die in der monotheistischen Religion im Vordergrund stehen, sind sekundär zum Zentrum „E“ – und sie sind problemlos daraus ableitbar.

    733Wie kann man von „E“ zum Gott gelangen, der in der Allmacht seines Willens eine Welt geschaffen hat?

    734Das geht nur über die zwei Wege der WP als den „großen Kreis“: Aus den „z“ und „w“ (die man ja nur als „E“ „endlich“ fassen kann), wird durch „Entwicklung“ („Schöpfung“) „aus sich selber „die „Welt“.

    735Parallel dazu wird aus dem abstrakt Begrifflichen (letztlich auch aus „E“) die Welt allein „bestimmbar“.

    736Spinoza ahnt es, aber er kann es noch nicht wissen, weil die materialistische Basis (=> Quanten-Theorie, „QM“ etc.) fehlte.

    737Daher schwenkt er auch schnell ins Idealistische ab.

    738Die Gereiztheit. Indignation der Juden und Christen gegen solche geistige Utopie und Vorwegnahme ist berechtigt; derartige Kollektive wollen sich alles Materielle schrittweise erarbeiten, sonst können sie sich anders kaum, besonders nicht in der Leistungsgesellschaft definieren. Spinoza erkennt viel Neues, das aber in seiner wie in mittelalterlicher und manch‘ anderer Bewertung, keine selbständige Existenz zuzugestehen ist. Zum Beispiel nicht der Welt, deren Vergänglichkeit „eitel und flüchtig“ ist: „In Wahrheit ist Gott und nur Gott“. Sähe er das „sachlicher“, dann wäre das Ergebnis: Es gibt zweierlei, das „dynamische“ und den statischen „objektiven Geist“, als das abstrakt Begriffliche.

    739Das „Dynamische“ hat seinen Entwicklungs Antrieb von z, w her, was über z/w zu I/E wird – und eben aus diesem Antrieb zum Stillstand in unendlicher Tendenz schließlich letztlich zum Beispiel zum „Gehirn“ wird.

    740Es beansprucht dies Letzte, Höchste alles Vorhergehende zu „erfassen“, – wogegen es tatsächlich trivial ist. Denn das Dynamische (Natur und Subjektivität) „ist“ gar nicht im „eigentlichen Sinne des Seins und der Wirklichkeit“ (also bei Spinoza auf „Gott“ reduziert).

    741Damit unterbricht er die „Entwicklungskette“ der Schöpfung, die von Juden und Christen instinktiv und für sie inkonsequent noch aufrechterhalten wurde.

    742Wie kein anderer, hat der Idealist Fichte das aus verwandtem Denken heraus begriffen. Das idealistische Philosophische hat in sich die Konsequenz, nicht nur mit dem Suchen der Einheit Ernst zu machen und das heißt auch, alle Vorphasen „meta-begrifflich“ zu eliminieren.

    743Dass im „eigentlichen“ Sinne nur Gott ist, wie Spinoza meint, kann sich Fichte doch wohl kaum anschließen. Seine eigene Philosophie stellt das „Ich“ in den Mittelpunkt; demnach bewundert er wohl Spinoza wegen dessen Konsequenz. „Die Welt und der Mensch sind nichts als eine Weise, wie Gott selber existiert“. Was sich da abzeichnet, ist der typische G-Vorgang, die Annäherung an „E“ als Eliminierung von allem Anderen. Es wird halb und halb noch akzeptiert, dass da noch was anderes ist, (Welt, Mensch) aber es wird auf diese nur noch sie „eliminierend“ relationiert.

    744Dass statt der dadurch philosophisch-systematisch erzeugten Lehre/Leere auch umgekehrt gesagt werden kann, alles ist menschliche Subjektivität (in der Fantasie erlangt) oder: „alles ist Natur/Materie“ (wie es dann später geschieht), anstatt alles ist „objektiver Geist/Gott“, verweist wieder auf jene Dreiheit als philosophisches Zwischenfundament (Natur, Subjekt, Gesellschaft).

    745Der Grundgedanke Spinozas: „Gott allein ist die eine und einzige Substanz“, betont den Versuch, Zusammenhänge zu bilden.

    746Dass dieses Beteuern („Gott ist alles in allem“, „alles Wirkliche ist in Gott“ etc.) zwar auf „Identität“ zielt, also „G->E“, ist deutlich. Aber zugleich meint und sagt Spinoza: „Dinge und menschliche Geister sind nur Modi dieser einen Substanz“.

    747Um diesem Selbstwiderspruch zu entgehen, muss man jene Vorstellung von Identität als „Zusammenhang“ analysieren. Man kommt tatsächlich um Identitätsbildungen (E) nicht herum; jeder „Gedanke/Begriff“, jede Emotion, jede Handlung sogar, setzen E, G voraus, nutzen sie, stärken sie.

    748Dahinter aber stecken Entwicklungen, als der optimale Zusammenhang überhaupt (mit begründetem Anfang, mit z/w, N/G, Dynamik, mit „End-I“ usw.)

    749Die Suche nach der „inwendigen Ursache aller Dinge“ ist alt und Spinoza weiß das. Sie alle glaubten unterscheiden zu können, zwischen „Innerem“ und ähnlichem und „Vergänglichem“ und ähnlichem. Wahrscheinlich ein Irrtum aus der (philosophischen) Alltagserfahrung, der Wissen zusammenfasst, wie das, dass es „Gesetze/-mäßigkeit“ und ähnliches gibt, mithin eine Differenz zwischen Konkretem und Abstraktem.

    750Im Grunde sind das allgemeine Basislegungen von „Wissenschaften“. Für die moderne Philosophie aber gibt es die Trennungen dieser Art nicht. Genauer gesagt, es gibt sie „entweder tendenziell“ schon, aber ohne jede sekundäre Bewertung.

    751Die Offenbarung Gottes, so denkt Spinoza, geschieht in allem Wirklichen. Da hat er Recht, denn „Offenbarung“ meint nichts anderes als die Ableitung alles Begriffenen, aller Einzelbegriffe von obersten Begriffen, meist von E. Daher der große Anklang, den Spinoza bei den (deutschen) Idealisten fand – auch wenn diese zum Teil als Romantiker und Klassiker firmieren.

    752Es meint dagegen nicht (wie mitunter misszuverstehen), dass „Gott“ die Wirklichkeit im Sinne der Entwicklung erzeugt; (was von materialistischer, wissenschaftlicher Seite als „Erzeugung“ gilt).

    753Daher entfällt bei Spinoza völlig, was eine „andere“ tragende Säule der christlichen Philosophie ist: Der persönliche „Gott“ und der sich in Jesus Christus offenbarende „Gott“, sowie ähnliches.

    754Es geht hier um die Ausgestaltungen der dritten Seite, neben Materie und objektivem Geist, um die „Subjektivität“.

    755Wie sie mit den beiden anderen (Natur, „objektiver Geist“) zusammenhängen, das erklären wir.

    756„Die Unbegreiflichkeit Gottes und der Wirklichkeit“ wird nicht beseitigt, (weder durch Spinoza, noch späterhin), wenn auf „E“ zugesteuert wird, dem natürlichen Antrieb des „Abstrahierens“, der Entwicklung folgend. Damit wird nur der Grundfehler verstärkt, alle Phasen von und mit „I“, I/E, N/G zu eliminieren.

    757Auch deshalb geht die Theologie verstärkt bis heute (und versteckt auch in eins mit Pragmatik, Handlungstheorie und ähnlichem) den Weg, des Extrem-Abstrakten (Gott/E) durch alle nur denkbaren Entwicklungsphasen, – meist die der „Subjektivität“ (-> Emotion, Sozialemotion) – aber auch der „Natur“, zu „ergänzen“.

    758Das ist jener Ansammlungs-Wut zu verdanken, die zwar dem philosophisch, wissenschaftlichen Durchdenken (des Gottes-Projektes und ähnliches), widerspricht, aber die – offensichtlichen und gefühlten – Defizite am leichtesten beheben lässt. Nur, eine moderne Philosophie ist das noch nicht.

    759„Streit und Kampf“ gehören zur „Wirklichkeit der Welt“. In dieser umfassenden und noch heutigen Problematik zeigt sich, dass diejenigen Philosophen, Theologen, Kirchenpraktiker, die alles auf die Erarbeitung von „E“ gerichtet haben, die „I“ und die N/G-Methoden, als gleichberechtigt, etwa zu E, bräuchten.

    760Spinoza war schließlich der E-Dynamik in ihrer Konsequenz gefolgt; das hatte zum Beispiel dann die Form der „ausschließlichen“ Hingabe an das Ewige“. Die Negation (N) der „Welt“ ist als „N-G“ stets noch innerhalb der E-Sphäre liegend zu sehen.

    761Allerdings ist es wieder falsch, dass dieser Philosophie „die Wirklichkeit entgleitet“, sie „unwirklich wird“, Denn „E“ ist auch der Kern der „Endlichkeit“, da das „Endliche in das Unendliche aufgehoben wird“; und die „Eine Substanz ist zugleich das Besondere und das Ewige“. Philosophischer Fortschritt hat, wie jede Entwicklung – das ist immer wieder feststellbar – die beiden Pole (E, N-G und I, N/G) in ihrem I/E-Zusammenspiel zum Antrieb.

    762Gottfried Wilhelm Leibniz spaziert im Rosenthal bei Leipzig und merkt, es gibt zwei hervorragende und scheinbar unvereinbare Aspekte bisheriger Philosophie: Der Zweckbegriff (->„I“), der bei und seit Aristoteles im Mittelpunkt steht und die „mechanische Kausalität“ (-> N-G), von der Descartes ausgeht. Leibniz wird sich die „Synthese“ beider Seiten abfordern.

    763Und noch mit einem anderen Problem kämpft Leibniz; nicht zufällig. Er ist vielmehr auch hier der philosophische Repräsentant jener Polaritäten und Relationen zwischen denen, die die „allgemeine E-Entwicklung“ aufgehäuft hat: Die von Natur und Geschichte. Wenn er die Geschickte der Welfen schreiben will, merkt er, dass zuvor Geologie und Erstentstehung bewältigt werden müssen; die „Naturalisierung“ als Versuch, die Brücke zwischen Natur und Geschichte zu schlagen – ist aber auch sehr, damals noch ganz durch praktische, konkrete Erfahrungen gefordert; später wird es theoretischer.

    764Wenn Leibniz sich alle diplomatischen und konziliatorischen Mühen gibt, um die getrennten christlichen Kirchen (einschließlich der griechisch-orthodoxen) wieder zu vereinigen, ist das auch und indirekt ein Versuch, die philosophischen Probleme, die jenen Trennungen zu Grunde liegen, durch die neu gewonnenen Niveaus, Einsichten der fortgeschrittenen Philosophie zu lösen.

    765Wir meinen, weder die philosophische Basis der christlichen Religion, noch die Probleme dabei, war den aufklärerisch arbeitenden Philosophen klar. Ja, man darf die Vermutung äußern, dass es dem christlichen Denken selbst verwehrt war und ist, ihren philosophischen Status zu kennen.

    766Dieser ist ein objektiver Vorgang. Die Explizierungen von eher pragmatischen, spontan-historischen Ideologie- und Denksystemen konnten erst im Verlaufe der geistesgeschichtlichen Entwicklung von „höheren“ Ebenen her erkannt werden; so auch zum Beispiel als ideologischer Reflex auf die E-Lage; zum Beispiel als I-Ausdifferenzierung der „Subjektivitäten“ im Gefolge der E-Verbesserungen.

    767Der Entwurf einer Monadologie (durch Leibniz) als „Prinzip der Wirklichkeit“, ist nicht unabhängig zu sehen von der Erarbeitung (in der historisch-geistlichen Phase) durch Spinoza, zum Beispiel der E-Seite; insbesondere dabei des „größten“ E als „Identischem, Ganzem, Gott“. Und ein philosophischer Fortschritt dabei ist die symmetrische Vollendung des – abstrakten – E-Gedankens durch ein kleinstes E, die Monade.

    768Nun gab es den Atomismus bereits seit langem, wo ist der Fortschritt diesem gegenüber? Von deren formalem Aspekt des „Nichts“ („nicht ausgedehnt sein“) ergänzt Leibniz: Eine Monade „kann aus sich selber heraus tätig werden“; Leibniz führt damit den Begriff der Kraft als wirkende Kraftpunkte ein. Und er sagt, es gibt eine Welt der „unsichtbaren Kräfte.“

    769Es ist dies ein typischer Entwicklungsprozess: Zuerst das Formale, hier (seit den Griechen) das Räumliche, Sich selbst-Identisches, Ewiges als Statisches und ähnliches. Dann die Überlegung (aus physikalischer und Alltags Beobachtung), dass Dynamik, Kraft dazu nötig sind; (später kommt „Richtung“ dazu). Und dann das Wagnis vom Empirischen zum zwar durchaus Natürlichen, Physikalischen, aber Vor-Empirischen, als Brücke zur unsichtbaren Begrifflichkeit zu schlagen.

    770Die Monade ist nicht „von der Art der Materie“. Es bleib dann nur die philosophische, geistige, ontologische Begrifflichkeit von einem kleinsten Ersten, Existierenden.

    771Aber gegenüber diesen traditionellen Vorstellungen besteht Leibniz darauf, dass es „Kraftpunkte“ mit Wirkungen seien.

    772Indem er – unwillentlich – „Materie“ und „Kraft“ unterscheidet, wendet er sich von einem mechanistischen, formalen Materiebegriff ab. Aber wohin? Es muss dann ein Gebilde sein, das Begrifflichkeit und Materie vereint, „unteilbar“, vorräumlich, vorzeitlich ist und einen Kraftaspekt hat; z und w erfüllen diese – spekulativ und philosophisch-affektiv vorweg genommenen – Ansprüche. Sie sind wahrlich auch „ursprüngliche“ „Einheiten“ und sie enthalten durch ihre Eigenschaften (z,Sz,Rz wird G, w,Sw,Rw wird N, die R werden die „I“ und z,w,z/w werden die E) auch die Übergangs-Bedingungen zur Normalwelt, etc.

    773Alle Wirklichkeit sei „nach der Analogie mit dem Organismus“ zu denken, meint Leibniz, das heißt, auch für das Tote ist „innewohnende Kraft das Zentrum und wirksames Prinzip einer Einheit in sich, die alles lenkt und organisiert.“

    774Deshalb muss man heute philosophisch umgekehrt verfahren und sagen, Leibniz hat zumindest „angedeutet“, es gibt Entwicklungen, wo „z“, „w“ die erste Phase und das Biologische (ja, sogar das biologisch-menschliche – ZNS) daraus ableitbare spätere, entwickelte Phasen sind. Zumindest aber jene biologisch-psychologisch beschriebene – letztlich aber begrifflich abstrakt gemeinten Bestimmungen finden wir in z, w: Sw, Sz als „innewohnende Kraft“. Als „Kraftpunkte“ (Sw, Sz) als letzte Einheiten, vorräumlich, vor-zeitlich; (wobei „innewohnend“ jene Untrennbarkeit zu Rw, Rz als z, w ist).

    775Die „Wirksamkeit“ und „Einheit“ sind dann die

    776„z/z“ und die „w-w“ sowie alle Relationen vom Typ „z/w.

    777Darin haben Rz, Rw methodische Funktionen wie „Lenkung“, „Organisierung“.

    778Wir kritisieren Leibniz, denn das Tote muss vom Lebendigen her begriffen werden, nicht umgekehrt. Sind Monaden „lebendig“? – ja und nein.

    779Leibniz spricht von „unfassbarer Feinheit und von „unendlicher Vielzahl der lebendigen Monaden“ und von „unendlichem Reichtum der Wirklichkeit“, „wo keine Monade der anderen gleicht“.

    780Wenn das alles nicht nur in semantischem, psychologischen und ähnlichem Sinne gemeint war und interpretiert wird, dann kann man es strenger fassen. Und man muss es sogar, in der Konsequenz des Basisansatzes: Die „Monaden“ als z, w sind vor-empirisch, also „unfassbar“.

    781Die Unendlichkeit spielt eine zentrale, allerdings auch „unfassbare“ Rolle; sie wird aber durch den „S-Aspekt und den R-Aspekt sowie durch E und „I“ angedeutet.

    782Dass zwischen Zweien keine Gleichheit herrschen kann, rührt von der philosophischen Idealität des Begriffs „G“. Zumindest die räumlich-zeitliche Ungleichheit ist dann unumgänglich, wenn es um „z/w-Gebilde“ geht; bei z, w herrscht zwar extreme „G“, das aber im Vor-Empirischen. Hegels Spott über Leibniz` praktische Metaphysik kann sich auf die im Idealismus konstitutiven (wenn auch völlig abstrakten) „G“ berufen. Anders Leibniz, er war noch „Materialist“ wenn auch – bei allen verdienstvollen Versuchen der Verbegrifflichkeit der Materie – noch implizierter.

    783In seiner Hypothetik behauptet Leibniz, dass auch das „geistige Sein“ vom Wesen der „Monade“ her zu deuten sei, als ein „lebendiger Kraftpunkt“, der sich durch „Vorstellung“ und „Streben“ im Geistigen zeigt.

    784Die Zuordnung von grundlegend Materiellem und höchstem Geistigen, ist traditionell und bis heute gültig. Leibniz allerdings, vereint beide, – (was schon früher und später wieder zum Teil verloren ging). Und vor allem, er hat einen Fixpunkt, ein Prinzip, die Monade, von doppelter Abstraktheit („allererstes „Materielles“ und allerhöchstes „Geistiges“). Und beide sind – auf einer Metaebene(wp) – das gleiche. Das mit der „Metaebene“ stellt sich bei Leibniz als Problem: Ist diese nun geistiger oder materieller Art? Eben diese will Leibniz „vereinen“, aber wie? Wir meinen, ohne den Begriff von Entwicklung, der ja das Monadische aufheben muss, um Entwicklung zu bekommen? Aber die Monade hat „Kraft“. Das geht nur, wenn die Monade zweigeteilt ist: S+R hat.

    785Aber das Grundprinzip von Leibniz stimmt, man kann von höchster Begrifflichkeit alles und so Materiales nur „erfassen“, weil beide eine Gemeinsamkeit haben. Und, dies „Gemeines“, muss hinreichend und notwendig allein (nicht mehr und nicht weniger) zwei Eigenschaften haben: Die „Vorstellung“ als E, und S-Aspekt sowie das „Streben“ = „I“ und R-Aspekt.

    786Wenn man dem Kerngedanken des Leibniz gerecht werden will, muss man auf irgendeine Weise, (und nicht nur als Behauptung und Zielformulierung), die Abgrenzung zwischen „Materie“ und „Geist“ aufheben. Wie kann gezeigt werden, dass materielle Dinge immer auch schon Geistiges sind, und dass Geist auch materiell ist?

    787Leibniz bietet einen Weg, eine Metaebene („Kraft“, „Punkte“ mit dessen „Streben“) an; zugleich aber fragt man sich, woher das käme; (zum Beispiel als genialer Einfall von Leibniz, ohne, dass jemand weiß, wie das möglich sein soll.).

    788Ein Vorteil der drei letzten noch begrifflichen Strukturmerkmale ist, sie sind – nach Alltagserfahrung – vor-empirisch; „Punkt“ sowieso, definitiv, „Kraft“ und zielgerichtete Dynamik sind sogar „physikalisch-begrifflich“ vor-empirisch.

    789Das heißt, zum Beispiel die „Begrifflichkeit“ reicht weiter als alles andere, wieso?

    790Bezeichnend ist aber, (-> kollektive Intuition, parallel zur Leibniz’schen Genialität), trotz aller „Befremdlichkeit“ der monadischen Idee, wird diese niemals ernsthaft „verworfen“.

    791Leibniz unterscheidet als Qualifikation der Monade „verworrene und deutliche Vorstellungen“.Sie entsprechen I/E und I – E. „Verworren“ ist eine durchaus passende Verbalisierung, denn wie soll man die – prinzipiell nicht beschreibbare – doppelte Unendlichkeit sonst sehen? Leibniz kommt zu einer charakteristischen Stufung im Monadenbereich; es ist bei uns die „Entwicklung“.

    792Dort stehen „zuunterst, die Monaden mit ausschließlich verworrenen anorganischen Vorstellungen“, bei uns die I/E der Natur.

    793„Darüber erhebt sich die Welt des Lebendigen „mit schon einigen „deutlichen Vorstellungen“. Wir meinen, die „Subjektivitäts“-Phase hat beides, I/E in lockerer Relation als „Emotion“ und die Rationalität als I-E.

    794Auch bei Leibniz geht im und als Mensch die Monade von verworrenen zu deutlichen Vorstellungen über. Die Zentralmonade ist die, welche alle anderen „regiert“ (das heißt, bei uns, alles andere, Natur etc. wird begrifflich von beiden (Emotion und Rationalität) zugleich „erfassbar“- und damit „ideal existent“..

    795Die Urmonade als „Gott“ ist ausschließlich „deutlich“, als „E“; jene „Erfassbarkeit“ ist letztlich stets „Identität“(G/E).

    796„Die Monaden haben keine Fenster“. An diesem Detail kann man verdeutlichen, wie Leibniz – (stellvertretend für alle Philosophen) – Richtiges sagt, aber dies auch weiter entwickelbar ist.

    797Die Schwierigkeit, dass ein Erstes (Monade) Kraft hat, aber ein Unveränderbares bleibt, kann dadurch gelöst werden, dass es „Vor-Empirik“ gibt, wo Sz, Sw, die definitiv, weil vor-empirisch, unveränderlich sind. Es aber nicht auf die befürchtete gegenseitige verändernde Einflussname der Monaden zueinander ankommt, sondern, dass durch beider Relation ein Drittes errichtet wird, eben die empirische Welt. Auch die „Kräfte“ im Empirischen sind noch selbst vorempirische, die erst durch „Relation“ zur empirischen Wirkung gelangen. Die Kräfte (so „konsequent“ von Leibniz und von uns „gedacht“) sind autark, und sie haben keine „Fenster“.

    798Leibniz: „Die Monade ist völlig autark“, aber das gibt auch für sie die „Außenwelt“. Diesen Widerspruch lösen wir: z, w sind „autark“, ebenso S und R. Aber eben wegen der Charaktere von „S“ und „R“ kann z/w, z-z, w-w erzeugt werden. Das heißt, auch die „Monaden“ z, w müssen innerlich in S, R differenziert sein.

    799Leibniz erfindet als Ausweg aus dem Dilemma die Hypothese, dass jede Monade in ihrem Innern „in verworrener Weise die Vorstellung von allen anderen Monaden und damit von der ganzen Wirklichkeit hat“: Das ist (die „Möglichkeit“) die S und R-Seite in ihren weltweiten, nahen und Meso-Bezügen; aber ist es auch die Tatsache, dass die ganze Welt, die Wirklichkeit vollständig und nur durch jene Prinzipien zu beschreiben ist, die z, w ausmachen, (die „Entwicklung“ und alle Phasen sind von Sz, Rz, Sw, Rw her „gegeben“).

    800In der Monade „ist alle Welt präsent“; sie ist „ein lebendiger, immerwährender Spiegel des Universums“.

    801Die Eigenschaften, die Leibniz der (Zentral-)Monade zuschreibt, gewinnen nur „Sinn“ als z-, w-Gebilde; zum Beispiel, dass die Monade „beladen mit aller Vergangenheit ist und schwanger von aller Zukunft“. Gemeint sein kann damit, die Welt und ihre Entwicklung ist von einigen wenigen zentralen konkreten Anfangstatsachen/-“gesetzen“ und theoretischen „Axiomen“ allererster Art bestimmt. Aber das sind keine traditionellen „Atome“ oder „mathematischen“ Axiome, (die die Weltläufe „berechenbar“ machen würden). Vielmehr solche, die auch „Freiheit“ erzeugen.

    802Zu diesen monadischen Mechanismen gehören vor allem auch die zwei Quanten-Optionen (z-Kohäsion und w-Trennung). Weshalb das dadurch begründet ist, was Leibniz entgegengehalten wird: Sowohl möglicher Solipsismus als absolut idealistische Trennung aller Monaden, zum Beispiel als menschliche Subjekte. Mit der „Gefahr“ und Möglichkeit der Abtrennung von Welt und vom Mitmensch (-> Welt als „mein“ Traum), als auch Bezug zu allem (->z).

    803Leibniz gibt darüber keine Auskunft.

    804Es gehört zum Frühstadium großer philosophischer Einsichten, dass es noch Unklarheiten im eher Nebensächlichen gibt; dazu gehört zum Beispiel die Vermengung der Bereiche (hier von Natur und menschlichen, gesellschaftlichen Psychologismen).

    805Oder Aussagen wie „es gibt unendlich viele Monaden“, aber „Unendlichkeit“ ist zunächst ein idealer Begriff – und Monaden sind „konkret“.. Aber (und das ist eben das Symptomatische) dennoch kann das auf neue Art akzeptiert werden. Denn die z, w „existieren“(→ E1) ja derart spezifisch, dass sie „Unendlichkeit“ herstellen.

    806Ähnlich ist es mit der (von Leibniz bedachten) Un-/Ordnung der Welt (bei deren unendlich vielen Monaden). Naiv wird das als „Chaos“ der „Ordnung“ gegenübergestellt. Aber im Gedanken (der „prästabilierten Harmonie“) deutet sich der tatsächliche (philosophische) Prozess und Zustand an: Die Vorstellung von „Chaos/Ordnung“ ist erzeugt, entwickelt aus natürlichen Zuständen (OG aus S/R). Und es kommt allein auf diesen Entwicklungszusammenhang an. Der kann „eng“ sein -> z/w, I/E, N/G (das heißt „Ordnung und Ordnungsempfindung) und er kann frei sein (-> I-E, N-G, z-), das heißt Unordnung.

    807Der Gedanke Leibnizens, dass im Verhältnis der Subjekte die prästabilierte Harmonie darin besteht, dass ihre Monaden von „Anbeginn“ aufeinander abgestimmt, in der Zentralmonade des einen Menschen in dem Augenblick, die immer schon in ihr vorhanden verworrene Vorstellung von der Zentralmonade des anderen Menschen zur Deutlichkeit wird, wenn sie sich sehen, einander erblicken, kann in zweierlei Weise geklärt werden: Allgemein, weil die Menschen über die Entwicklung etc. eng verwandt sind, ihre ganze innere (natürliche und zum Teil kultürliche) Struktur ist tendenziell gleich, weil sie z und w und daraus OG gemeinsam haben.

    808Es geht von daher um die „I-Funktion“, die tatsächlich eines der Hauptprobleme der Philosophie – und vor allem der Praxis ist. Weltgeschichtliche Harmonie ist von diesem theoretisch-philosophischen Punkt her zu klären!

    809Warum gründet diese prästabilierte Harmonie?

    810Die abstrakte Antwort und die bis heute ist die Heranziehung des Begriffes „Gott“, der Schöpfungsgedanke.

    811Nur, wenn von „Schöpfung“ geredet wird, dann kann auch „1. Physik“ (als „Gott“) herangezogen werden, denn eine Ur-Erzeugung liegt auch dann vor – und zwar deshalb in jeder „Harmonie“, weil das „Ganze“ der Monade (ihr inneres Gesetz) in ihrer gegenseitigen Abgestimmtheit deshalb nicht als unharmonisch, gebrochen, widersprüchlich etc. erkannt werden kann, weil es nur jene einzige Welt gibt.

    812Diese, Ihre Eigen-Identität € ist in der Tat weder das, was monotheistisch „Gott“ genannt wird. Deshalb ist die leichtsinnige „abstrakte“ Zuweisung von End-, Resterklärungen zu „Gott“ kein bloßes Entschuldigungs-/unentschuldbares Verzweiflungs-Verfahren.

    813Übrigens, wenn man das dennoch so tut, muss man den Gottesbegriff in der Konsequenz derart explizieren, dass die ganze moderne Physik (-> z, w) daraus wird.

    814Um die höchste Einheit zu sichern, (im Alltagsdenken, in der Philosophie, hier für das Leibniz’sche System), muss der Begriff „Gott“ analysiert werden, (= „Gottesbeweis“).

    815Das erfolgt bei Leibniz –(wie schon zuvor, zum Beispiel bei Anselm von Canterbury)- in Annäherung an eine Erklärung für das Geistige, dessen innere Dynamik/Abstraktheit.

    816Umschrieben/angenähert wird das so: „Ich muss eine Idee von Gott haben; nun schließt die Idee dieses Wesen alle Vollkommenheit ein, und die Existenz ist eine davon; folglich existiert dieses Wesen“.

    817Die Erzeugung von E/Identität als Hauptziel der Entwicklung fundiert den Gottesbegriff. Aber Leibniz sieht auch, dass dazu noch einige andere abstrakte Begriffe kommen müssen: „Die ewigen Wahrheiten der Mathematik“.

    818Das würde dann aber – neben E – noch N, G einschließen in „Gott“ – was wohl (wieder mal, wie häufig bis heute im religiösen Alltag) eine private Religion fundiert (- die die offizielle Religion bekämpfen muss, will sie „sinnvoll“ bleiben!).

    819Es ist bei Leibniz und bis heute allgemein so, dass „Gott“ der Platzhalter ist für Folgendes:

    820Der „objektive Geist“, (bei Leibniz die ewigen Wahrheiten der Mathematik), kann „als solcher“ nicht akzeptiert werden, andererseits glaubt man, dem (E-Entwicklung) Trend der Abstraktion folgen zu müssen. Das heißt, „o.g. Geist“ kann danach nicht von unten, durch „Entwicklung“ begründet sein. Ist es eher eine Ungewissheit, die sonst allgemein auch „o.g. Geist“ (wie alles andere) hängt mit (allem) anderen zusammen, ist „begründet“, muss „einen Ursprung haben“.

    821Dass „objektiver Geist“ – ebenso wie jedes (auch konkrete) Einzelding Teil des /Region der ewigen Wahrheiten ist, scheint der Entwicklung zu widersprechen.

    822Anders: Sowohl von z, w her (= Extreme Teile) als auch „Entwicklung“ sind (gegenseitig integrierte) Säulen der Philosophie. Leibniz hat dann noch zwei „Gottesbeweise“, deren einer auf „I“ hinausläuft, der andere auf „E“. I, E sind das, was als „Gott“ bezeichnet wird. (Zugegeben, erst eine komplette Analyse, die Leibniz noch nicht leisten konnte, führt zu I, E; zum Beispiel)

    823„Gott“ als der Grund des Zufälligen -> der Zufall „mechanischer“ Art kann nur gestartet werden, wenn den E der mechanischen Tatsachen (Existenz eines Dinges plus seine Dynamik, zum Beispiel in Raum und Zeit) I (Richtungen) hinzugedacht werden.

    824Das System der prästabilierten Harmonie (=E) braucht einen „anordnenden Geist“/“Gott“. Das ist das alte Problem, dass den E („Existenz“) stets eine weitere Meta-Existenz hinzuzufügen ist, (die Ex der Ex bis ins Leere Unendliche).

    825Aber ist „Gott“ alle drei: I, E und I/E und damit auch z, w (=R, S, z/w, R/S).

    826Die allgemeinen, philosophischen Vorbereitungen von „Wissenschaft“ und deren philosophischen Basierung, sind mit solchen Systemen wie das von Leibniz (später Kants, Hegels) relativ abgeschlossen – bis heute.

    827Es sind jeweils die Fragen, Probleme, Hypothesen gestellt, auch heutige Philosophen (zum Beispiel von Weizsäcker) haben nach dieser Weise der allgemeinen Formulierungen; zum Beispiel „Monaden“, „prästabilierte Harmonie“, auch „ Mathematik“ – werden „von Gott“ erzeugt – („Ursprung aller Monaden“) – und organisiert; ihre Vielfalt erzeugend, („Vielfalt des göttlichen Schauens“). Man merkt den wissenschaftlichen und philosophischen Stillstand bis heute auch daran, dass „Gott“ ebenso gut weggelassen werden kann.

    828Das Haupt-Defizit: Leiden/Übel/Böses kann die Theodizee nicht bewältigen, (es fehlt die „I-Dimension“); „Endlichkeit-Unendlichkeit“ als Einheit bleiben unvermittelt, (es fehlt N-G zu N/G); obwohl Hegel Leibnizens Werk einen „metaphysischen Roman“ nennt, („Gott ist gleichsam die Größe, in der alle Widersprüche zusammen laufen“ (Hegel), ist Hegels eigenes Ausdifferenzieren der Widersprüche auch nur ein Meilenstein.

    829Das Fortschreiten der Gesellschaft zeigt sich auch, neben den relativ stringenten wissenschaftlichen und philosophischen Aussagen, in literarisch- philosophischen, literarisch-wissenschaftlichen Aussagen; sie laufen oft vorneweg, zum Beispiel bei Voltaire.

    830Entsprechend umfassend, persönlich und unklar ist dann dabei die Zuspitzung der Auseinandersetzungen zwischen alter Ideologie und neuen Ansätzen. Das aber alles auf „hohem Niveau“, so dass es bei allem Hedonismus keinen der beiden Seiten wirklich an den Kragen geht. Weder werden durch ideologische Kritik die technische, ökonomische oder politische Basis verändert, noch wird Voltaire umgebracht.

    831Die Verhältnisse der Gesellschaft und die der Person Voltaires aber, nehmen (bei und gerade bei aller „Verwirrung“) das voraus, was als bürgerlich-sozialistisch und als kommunistisch (unendliche I-Sphäre) Potenzen der Leistungsgesellschaft enthält:

    832(-> Voltaire als der „lebendigste aller Menschen“, Dilthey). („Alles, was von Fähigkeiten und Fertigkeiten auf eine glänzende Weise die Breite der Welt ausfüllt, hat er besessen“, Goethe).

    833Voltaire besetzt jene geisteshistorische Stelle, in der für die Praxis der Aufklärung mehr getan werden muss. Das ist wiederum ein (kleiner) Schritt weiter als die theoretische Erstellung der Inhalte „bürgerlicher“ Gesellschaft (Ik,g) und Philosophie, (nämlich: Freiheiten, des Denkens, Toleranz, Vernunft, Frieden, Glück, Gerechtigkeit, Emanzipationen).

    834Es kann darauf dann gesellschaftliche Politik aufbauen, die die „Befreiung der Menschheit“ (->Nietzsche über Voltaire) wiederum ein Stück weiter fördert.

    835Sein Lieblingsgegner, das Christentum/die Kirche, unterschätzt er dabei – notwendigerweise (Voltaire ist kein abstrakter Denker) – auf natürliche Weise. Die historische Ansammlung und abstrakte Summe derjenigen philosophisch wichtigen Erkenntnisse/didaktische Maßnahmen usw., welches als „Christentum“ wirkt, kann nicht primär als „Absonderlichkeiten, kleine Lügen, Monstersammlung, Hassobjekte, erfolglose Versager etc.“ betrachtet werden.

    836Aber die Schuld der Kirche besteht durchaus darin, durch Mangel an Weiterarbeit am „Philosophisch-Geistigen“, derartig oberflächliche Verurteilungen zu provozieren, und keine Disputfähigkeit zu haben. . Warum ist die christliche Lehre zum Teil „absonderlich“? Das hat zwei Ursachen, die „didaktische“ Seite und die des konkreten Realbezuges. Kritik, wie die Voltaires, fußen auf dem in der geistesgeschichtlichen Entwicklung gerade Europas „natürlich-vernünftig“ entstandenen philosophischem „Idealismus“ (zum Beispiel damals auch als Mechanismus, Positivismus).

    837An dieser Weltanschauung werden „Didaktik“ und Konkretheiten (mehr oder weniger bewusst) gemessen.

    838Das heißt, die tatsächlichen Defizite, die I-Varianten-Breite wird systematisch vernachlässigt.

    839Eine „Volks“-Weltanschauung, wie die großen Religionen, müssen aber konkret -nahe bleiben.

    840Deshalb müsste eigentlich – (bis heute) – die Kritik an solchen Großideologien so laufen: Es ist die Geschichte (als Entwicklung), und damit auch besonders aller defizitären Gebiete, und es sind die I-Seiten in einer allgemeineren (fortgeschriebenen) Philosophie zu berücksichtigen.

    841Es geht auch bei Voltaires Werk um das Verhältnis von Philosophie und Christentum, speziell um die Tatsache, dass die Philosophie in der antiken Tradition weiter gefahren war (daher der Spott und das Befremden Voltaires über „das Ungeheuerliche, Abscheuliche der Bosheit und Schrecken verbreitende dieser Lehre“) und das Neue, das die gesamte Kirchengeschichte erarbeitet hat.

    842Gerade diese Verbalisierung („Ungeheuerlich“) lassen vermuten, die Realität muss mit einer Ideologie bewältigt werden, die zwar nicht „über“ der Philosophie steht, (bisher auch nicht versucht, mit dieser ernsthaft, in neuen Perspektiven kompatibel zu werden), die aber dennoch wichtige Ansätze zu Erarbeitung des weiten Feldes der Realität ausprobiert. Wobei Teile von beiden Seiten schon kompatibel sind, (zum Beispiel Gott = E), was Voltaire als „höchstes Wesen“ anerkennen würde.

    843Die prima philosophia erreichte im Laufe ihrer Entwicklung einen hohen Grad an Abstraktion, zum Beispiel als monotheistischer „Gott“. Das brachte über die individuell-philosophische „Gewissheit“ auch Formen der sozialpsychologisch-kollektiven Gewissheiten hervor, zum Beispiel in der Form des „Formalismus“. Indem Voltaire einen Großteil seiner Argumentation gegen den „Formalismus“ verwendet, ist er Vorreiter der mit der Aufklärung verstärkten Relativierung der prima philosophia durch (zunächst eher formal -> Voltaires Beschimpfungskanonaden: „Verbrechen, Höllenwahn, Zurechnung der Inquisitions-Toten, „christlichen Sekte“, ecrasez l’infame).

    844Diese Art der Auseinandersetzung mit Christen, Juden, Muslimen und ähnlichen hat sich, aus der Not defizitären philosophischen Wissens, aber zugleich dem „Druck“ neuem biblisch-wissenschaftlichen Fühlens, bis heute gehalten.

    845Wenn Philosophen, Schriftsteller wie Voltaire die Zukunft bedenken, dann geschieht das signifikanter Weise ohne „Theorie“. Für Voltaire ist es die „Zuversicht“, dass das „Reich der Vernunft“ schon „vorbereitet“ wird. Diese Wortwahl deutet an, er verlässt sich da auf den Glanz der Geschichte, ohne praktische und theoretische Einflüsse zu nehmen und zu konzipieren.

    846Das ist die Grundeinstellung (ohne eine philosophische Einstellung überhaupt geht’s kaum…) der Schichten, die zukünftig verstärkt die Gesellschaft, die Wissenschaft tragen und ausbauen werden. Als „Positivismus“ zum Beispiel: (Voltaire betont die „Notwendigkeit, an ein höchstes Wesen zu glauben“) die „E-Abstraktions-Arbeit“ ist Voraussetzung und Erfolg dieser historischen Epoche.

    847Für uns ist interessant, wie moderne bürgerliche Denker die „Gottes-Idee“ variieren, differenzieren, jenseits der abstrakten Negation, (also von „N-G“); Voltaire ist da ein gutes Beispiel.

    848Voltaire beschreibt und „beweist“ sogar „Gott“ als N/G- evtl. I/E-Erscheinung: Ein Gott, der „mit eigener Hand deinen innersten Herzen die natürliche Religion eingeprägt hat“. In dieser wurzelt der Gottesgedanke; er geht aus dem „Gefühl“ (->“I/E“) und aus der „natürlichen Logik“ (→ N-G zu N/G) hervor. Das geht also vom „Extrem-E“ ab und erfasst alles, aber als spezifische Phasen.

    849Erfassen und Aussagen über „Gott“ grenzt zwar immer wieder an Identitätsverfahren (G), aber abgeschwächt. Die „Gewissheit“ wird durch innere emotionale (-> I/E) Denkprozesse (G,E,I) eher dargestellt, als abschließend gewonnen. Auf abstrakterer Ebene: „Es gibt etwas, also gibt es etwas Ewiges, denn nichts kommt aus den Nichts“, klingt dann aber schon wieder nach „N-G“; ohne hegelsches N/G (Dialektik) und ohne „I“ (subjektives Wollen) geht’s nicht. Und Voltaire schwächt auch zugleich wieder diese abstrakte Konsequenz ab:

    850Gottes Dasein wird von Voltaire sogar mit der I-Kategorie selbstverständlicher Gottes Dasein wird von Voltaire sogar mit der I-Kategorie gewisser gemacht.

    851Jedes Werk, auch das Weltall zeigt Mittel-Charakter (zum Beispiel Newtons Gesetze) und Zweck-Charakter daher. Das lässt auf einen Urheber schließen.

    852Es ist jener „Vernunftbegriff“, der so historisch-gesellschaftlich geformt ist, dass solche „Lang“-Schlüsse mit großer Überzeugungsfähigkeit gezogen werden.

    853Während hier der „Kurz“-Schluss der bessere ist: Natur, Intelligenz des Menschen, „der große Geist im großen All“ (mit „Einheit, Ewigkeit“ etc.) könnten ja auch als solche und ohne väterliche Meta-Ebene existieren. Voltaire sagt allerdings selbst, dass das alles „unbegreiflich“, zum großen Teil unbekannt ist, speziell ist es – auch von ihm – eine Andichtung menschlicher Eigenschaften an Gott. Und anstatt den nüchternen Schluss zu ziehen, dass wir in (und daher als) dieser Sache derart drinstecken, dass wird sie nicht „über“-sehen können, daher diese Sache selbst „sind“ – macht Voltaire einen weiteren Ausflug in bisher vernachlässigte psychologisch-philosophische Bereiche dieser Sache: Der „Gottesbeweis“ darin, dass Vergnügen, angenehme Empfindungen für den Menschen, von Gott geschaffen wurden. (Das MA hat noch mal gesiegt, aber moderne Wissenschaft hat mit solchen Basisproblemen – was ist Sensitivität – auch noch Probleme).

    854Solches „Wissens des Herzens“, dem Metaphysik (also das Projekt der radikalen Grundlegung) nur „spitzfindig“, romanhaft, „ein Meer der Ungewissheit, dessen Gestade wir nie gesehen haben“ ist, lässt Voltaire auch „zwielichtig“ derart erscheinen, dass er einmal von eigener innerer Überzeugung auszugehen scheint, ein ander Mal fordert er nur deshalb einen gerechten, lobenden etc. Gottesgedanken, weil er zur Erhaltung der staatlichen, gesellschaftlichen Ordnung nützlich sei; („Gotterfindung“).

    855Das ist die philosophische Lage der Intelligenz in bürgerlichen Gesellschaften heute. Obwohl in der Gegenwart die Verbindung von wissenschaftlichen Wissen mit philosophischen Spekulationen sehr viel weiterreichende Chancen hat.

    856Traditionell und stets dasselbe – (Voltaire fasst das nur noch mal zusammen): Zweifel am göttlichen Sinn; das Weltgeschehen mit seinen natürlichen und gesellschaftlichen, menschlichen Fehlern, „das verstehe wer kann“. Gegen Leibniz` „beste aller Welten“. Weder die Verwissenschaftlichung noch philosophische Analyse greifen, da gegenüber diesem –(auch darin „Leibniz“ betreffend) feuillitonistischen Stil.

    857Der Sinn des Daseins ist eben die Struktur/Funktion „des Daseins“ selber – man muss diese nur immer genauer sehen und beherrschen lernen. Das Jammern bleibt, es muss sich dann aber gegen diese Defizite richten.

    858„Den Sinn des Daseins“ – („Wäre das Nichts nicht besser als dies Masse Wesen“, die geboren, leiden, sterben, selten vernünftig sind, etc.) – zu suchen ist eine „philosophische“ Aufgabe. Die konkreten Fragestellungen Voltaires kennzeichnen einen bestimmten philosophisch-alltagsphilosophisch-feuilletonistischen Standard, den sich das Bürgertum erwarb, (obwohl es bereits vorher schon höhere Niveaus gab), der aber eine mögliche neue Basis für weitere geistes-gesellschaftliche Fortschritte sein kann.

    859Bei Voltaire endet das Nachdenken aber eher klassisch: Als Einsicht in die „Rätselhaftigkeit des Tuns Gottes“, bzw. „Die Frage des Guten und Bösen bleibt ein Chaos, das für den ehrlichen Forscher unentwirrbar ist“. Die objektive I-Sphäre, I/E etc. sind auch identisch mit „Verwirrung“… Als Ideologe der liberalen – auch schon bürgerlich-kapitalistischen – Leistungsgesellschaft verbleibt Voltaire in den N-G-Methoden hängen. Daher gibt es neben dem „Wissen der Vernunft“ (->G) nur noch den Skeptizismus (=N). „Alles um euch, alles in euch ist ein Rätsel, dessen Lösung zu erraten, dem Menschen nicht gegeben ist“. Es bleibt nur die Resignation.

    860Wobei seine Selbstkritik, („wir machen nichts als Seifenblasen“) bereits auf weitere Fortschritte (->Dialektik) verweist. Vor allem („ich schreibe, um zu handeln“) „vor dem Erringen von Neuem liegt die Methodik“. Und, „diese historische Phase verlangt, dass sich die besten Köpfe für derart einseitige Aufgaben hergeben: Als „Kritik“, als die Propagierung bloßen „Handelns“, als Aufruf zu weiterem Nachdenken, „Rottet euch zusammen, ihr Philosophen“, „dann gebt ihr das Gesetz“, „man muss auch etwas wagen können. Die Philosophie ist es wert, dass man Mut hat.“

    861Mit Jean-Jacques Rousseau wird die – begrifflich – getrennte philosophische Vorstellung von „Gott“ dort, „Welt“ hier und „Ich“ irgendwo ? – (in der Vorbereitung der Dreiheit „Natur, Subjektivität, objektiver Geist“) – ergänzt durch das „Ich“, als die eigene Existenz dessen, der Gott und Welt denkt.

    862Die zwei E-Hauptphasen (natürlich Seiendes, dagegen abstraktestes Sein), welche sich dadurch auszeichnen, dass sie – auf eine ganz spezifische Weise – von maximaler Reduziertheit sind, fügt Rousseau (in seiner menschlichen Selbstgewissheit und Selbstbeobachtung) eine dritte E-Hauptphase hinzu, die Ich-Identität.

    863(„Alle drei können wp besser auch als Rw-getrennte freie „I“ vs. E und als unendlich Rz-Verbundene I/E analysiert werden.)

    864Die schonungslos offenen „Bekenntnisse“ sind beides, die Anwendung „wissenschaftlicher“ Grundsätze auf das Objekt „Ich“; die „ganze Naturwahrheit“. Und das dadurch verstärkte Ich-Bewusstsein, als berechtigtes Bewusstsein der eigenen Besonderheit, (bis zur Hybris) andeutend, dass er (Rousseau) „anders“ ist als alle anderen („Wenn ich nicht besser bin, so bin ich wenigstens anders“).– und damit als Varianten von „E“, I. I/E, hier auf die „menschliche Subjektivität“ angewandt.

    865Dieses Prinzip, diese E-Phase stellt er gegen die zwei anderen, die der Natur und gegen „Gott“/“objektiver Geist“ („Mag die Trompete des Jüngsten Gerichts wann immer erschallen, ich werde mit diesem Buch in der Hand mich dem obersten Richter stellen“).

    866Nicht nur Rousseaus theoretische Aussagen stellen alle Möglichkeiten dar, die das Individuum in der Welt hat, auch sein konkretes Leben läuft so ab: Eine einzige Kette von positiven und negativen Erlebnissen, Gefühlsausbrüchen, Tätigkeiten, Träumen, nervösen Zusammenbrüchen, Ausübung fast aller Berufe, in aller Herren Länder. Verstoß gegen alle möglichen moralischen Vorschriften, wahlloses Lesen, etc.

    867Nur solche (bei ihm aus seiner historisch gesellschaftlichen Lage meist kritisch gezeichneten) „Erziehung“ und umfassende Vorbereitung lässt dann auch die begrifflich komplexe Situation in der Philosophie-Geschichte einigermaßen angemessen schildern.

    868Prinzipiell sollte das ein Vorbild sein, für die Erziehung jener sozialen Schichten, welche die zukünftige Gesellschaft (-> unendliche-I-Sphäre u.ä.) langfristig vorbereiten müssen.

    869Warum sind die emotional-biologischen, erotischen Bekenntnisse Rousseaus so sensationell, peinlich usw.?

    870Dies berührt hauptsächlich sozialpsychologische Gebiete. Und es ist so, dass Kollektive prekär reagieren, wenn die Wissenschaft (und Philosophie) da defizitär ist.

    871Die Philosophie hatte das menschliche Selbst in allen „idealistischen“ Belangen durchleuchtet (dito die Gesellschaft -> Marx), alle Extremisierungen des Denkmöglichen (Hegel). Aber weder die Biologie, Medizin, noch die Psychologie waren und sind bis heute den alltäglichen Fragen, Problemen, Vermutungen, Alltagstheorien wesentlich nähergekommen.

    872Rousseau durchstößt diese kollektiven Ängste und daraus die entstehenden Tabus; als ein umfassend zu sich gekommenes hochbürgerliches Subjekt.

    873Man kann leicht von der Sprunghaftigkeit seines Lebens auf die des Denkens Rousseaus schließen. Das ist aber nur eine Annäherung an das eigentlich psychologisch-philosophische Geschehen: Die Vertretung einer einigermaßen entwickelten „I-Hypothetik“ hat beides, (praktisch und theoretisch), Sprung-Kreativität und ähnliches zur Bestimmung und zur Folge.

    874Der Fortschritt der Wissenschaft, der Künste, Sitten, als „Aufklärung“ ist eine Phase der E-Entwicklung. Als dieses damals zur Reflexion stand, (als Preisfrage der Akademie von Dijon), wurde/musste Rousseau seine Entdeckung zur „I“-Seite offensiv gegen die E-Seite verteidigen.

    875Das geschah vorher, damals und bis heute noch nicht als positive „I“- Darlegung, sondern als abrupte Ablehnung, Verfalls-Szenarien („Luxus, Zügellosigkeit und Knechtschaft“, als Folge von zunehmender „Kenntnisse“), Sehnsucht nach der „gott-gegebenen – (das damals allerdings auch schon ironisch gemeint) – Ungewissheit, Unschuld, Armut. Weil da eine „I-Systematik“ fehlt, ist nur ein „Konservativismus“ ein Ausweg.

    876Es geht Rousseau – immer wieder – um das „ursprüngliche Wesen des Menschen und die (seine) Existenz in der Gesellschaft und im „Staat“. Erziehung, Wissenschaft und Künste haben da vermittelnde Funktion. Wir sehen das als „Ii“ zu den „Ig“ und diese I-Veränderungen, Entwicklungen von den individuellen (Ii) zu den gesellschaftlichen (Ik,g) sowie diese mit den E-Entwicklungen, wechselwirkend, als Vergesellschaftung.

    877Die Fundamental-“Ii“ („Glück“ etc.), werden hier „historisch“ als solche einer Ursprungs-Situation gesehen. Dass die E-Entwicklung (zum Beispiel die Wissenschaft, zum Beispiel die Erziehung) für Rousseau keine Möglichkeit der Erweiterung und Verwirklichung der „I“ darstellt, liegt an einer (frühen) Kritik der E-Seite, (die als Entfremdungs-Kritik stets die E-Entwicklung begleitet).

    878Die „Künste“, zum Beispiel seine/Rousseaus Werke überbrücken zum Teil die Lücke zwischen E und I; -> I/E.

    879Die Gejagtheit und Unruhe im Leben Rousseaus sind die Rückseite seines radikalen Dranges nach Wahrheiten. Die „lebensphilosophisch“ interpretierbare Steigerung aller menschlichen Äußerungen hingen als sich selbst isolierendes Vorprellen der „individuellen Subjektivität“ gegenüber den anderen Hauptbereichen (Natur, Gesellschaft, objektiver Geist) in der Luft.

    880Das spitzt sich zu, wenn seine Mit-Intellektuellen seinem spezifischen/neuen und hohen Standard nicht genügen. „Allgemein-gesellschaftlich“ zum Beispiel genügt es nicht, überhaupt keine Vorurteile zu haben – wenn ein bestimmter Anteil am „Vorurteil“ zum Überleben eben in dieser insgesamt noch defizitären Gesellschaft notwendig ist.

    881Rousseaus Grundentscheidung, so zu denken (und zu leben), ist eine Vorwegnahme der sich beschleunigenden E-Entwicklung und zum Teil der unendlichen „I-Sphäre“. „Individuell“ geht das, jedoch bei hohen Kosten.

    882Die Aufklärung ist Vorbereitung der Verwissenschaftlichung der Welt. Daher ist sie negative Kritik an feudaler Mystik und Metaphysik. Und sie ist daher die Entwicklung aller Seiten von „Formalität“.

    883Das heißt für uns, es ist die Beschleunigung der E-Entwicklung und der „Inhaltlosigkeiten“.

    884Zum „Inhalt“ gehört vor allem die menschliche Individualität, Kreativität, ihr Verhältnis zu den Dingen, Sinn, etc.; also N/G und I/E, I. Rousseaus philosophisch/geistes-historische Bedeutung liegt darin, dass er über diese historische Erarbeitung, die die Aufklärung leistet – und die sie sich zur Grundlage machte -, hinaus zu sehen vermochte. Er sieht, dass „Vernunft“ zur Form erstarren kann, dass Freiheit die leere Freiheit des N-G werden wird, wenn sich nur die E entwickeln.

    885Eigenständige Individualität wird zur „Gleichförmigkeit“, „alle Geister scheinen in die gleiche Form gepresst.“

    886Und Rousseau tritt in den alten Streit um „I-individuell“ versus „I-Gesellschaft““ ein, eine natürliche Folge der Reflexion über „Ii“. Das individuelle Ii als „Höflichkeit, Anstand, Usus sieht er als Zwang, den sich der „eigne Genius“, „was man ist“, nicht antun sollte.

    887Für ihn besteht das „Ursprüngliche, Natürliche“ dem Nivellierten-Gesellschaftlichen und „Verkünstelten“ entgegen. Es ist das der „Schein“ der die Vergesellschaftung produziert.

    888Die Möglichkeiten eines „echten Menschseins“ mussten geistes-gesellschaftlich betont werden. Aber die unerhörte Befreiung zu sich selbst konnte das Individuum nur begrüßen, noch nicht nutzen. Zwar die „Natur des Menschen“, als bislang tief verborgene Mannigfaltigkeit erkennend (Kant), mehr aber auch nicht.

    889Wie später für die Frankfurter-Schule, ist auch bei Rousseau die Kritik an der Aufklärung zum Teil vorwärtsweisend, aber aus Mangel einer weitergreifenden Philosophie (damals wäre es Hegels dialektisches Relativieren der Logik gewesen) besinnen sie sich (Rousseau und Ffm) auf das Sinnliche/Ästhetische/die Gefühle.

    890Solche philosophischen „Weltanschauungen“, wie die Rousseaus rekurrieren stets auf Gefühl/Emotion. Die „Wahrheit“ dort ist das besondere „I/E“, das noch Natur, aber nicht mehr ganz Natur ist und noch nicht Rationalität (N-G), aber schon mit der Rationalität in Verbindung stehend: Als Entwicklungs-und Wechselwirkungs-Problem. Dieses „Einleuchten, Gewissheit des Herzens“ hat die (auf einer Metaebene) gleichen „metaphysischen“ Züge, wie die so „gewisse“ Rationalität. Aber sie hat die Möglichkeit zu unendlicher Relationalität, zum Beispiel zum aktiven Handeln. Während der innere („metaphysische“) Antrieb der Rationalität die weitere, unendliche Reduzierung ist. Jene „unendliche Relationalität“ malt Rousseau aus: Zum Beispiel als die alle Schranken der Konvention durchbrechende Liebe, (-> „Die neue Heloise“).

    891Warum ist für Rousseau Ursprünglichkeit und anfängliches „Fürsichsein“ des Menschen „gut“? Es ist eine (einseitige) Betonung des „Ii“,der individuellen Werte, Interessen, Ziele. Wozu kommt, dass er die starke Seite der individuellen Subjektivität, nämlich die Emotionalität (I/E) als Kern des Guten sieht – und weiterhin, dass er die Nähe der Emotion zur Biologie (-> mit den Resten der individuellen Selbsterhaltung) sieht. Wenn auch nicht als jenen systematischen Zusammenhang, den wir hier konstruieren, ist das doch die geistesgeschichtlich notwendige Hervorhebung eines Teils der zusammengehörenden Eckpunkte der Gesamtphilosophie.

    892Auf „Ii“ lässt sich, wie auf jedem „I“ eine Ethik begründen. Das liegt an den Prinzipien der I-Sphäre, wo jedes „I“ gleichberechtigt ist. Das hat theoretische Folgen: Es gibt zwei Gebiete: Jene „Ii“, die ursprünglich sind, emotional verankert, nahe an der Biologie. Das „ursprüngliche Fühlen“ bei Rousseau gehört dazu. Und jene allgemeinen „Ig,w“: Freiheit, Gleichheit und ähnliches; Beide „überzeugen“ zutiefst.

    893Beide verweisen wieder auf Rz („punktuelle“), Rw („weltweite“).

    894Bei Rousseau sind beide Arten verbunden, in der Subjektivität des Menschen, seinem „Gewissen“, „die Seele hat in ihrem Innern dafür ein angeborenes Prinzip“. „Gerechtigkeit, Tugend“ zum Beispiel, aber gerade deren „Mischungscharakter“ verweist auf „I-gesell“.

    895„Alles verkommt unter den Händen der Menschen“, jedenfalls das, was ursprünglich, natürlich gut war. Der Mensch ist also von daher ein zwiespältiges Wesen.

    896WP: Dahinter steht die aus der Natur (S und R) (->Biologie) entwickelte Emotion, deren Auftrennung in I-E; die Befreiung der „I“ und deshalb die Erzeugung entgegenstehender „I“; und auch „I“ versus E.

    897Das zu „bedauern“ ist nur ein abstraktes Verfahren. Das aber mit dem Verharren auf Alltags-/ „Natur“-Positionen zusammenhängt.

    898Dabei gehört diese Zweispaltung, („ich liebe das Gute und tue das Böse“) zur Basis allen Denkens (und Fühlens und Handelns). Was Kant zum Beispiel dann wieder in seiner Kategorie-Lehre zeigt.

    899Rousseau ist die geistes-geschichtliche Stufe vor „Kant“. Er „leidet“ noch an den Widersprüchlichkeiten der Welt, die jedoch nach jener emotionalen Phase zur rationalen der umfassenden Analyse wird. Und das Gute/Böse wird von Kant fast völlig abgetrennt davon behandelt. Rousseau sieht die Möglichkeit des Guten, der Mensch hat die freie Wahl dafür und auch für das Böse. (Und er meint nicht, die historische Lage der „Naturvölker“ als vollendete Lebensharmonie).

    900Diese Unklarheit eines „ursprünglichen Gutseins“ als Appell, das „Gute“ konkret zu verwirklichen, individuell und gesellschaftlich, als möglichen zukünftigen Zustand, das sehen wir – unsere Hypothese – als ein Herantasten an die Idee der unendlichen „I-Sphäre“.

    901Vor allem auch der Widerspruch in Rousseaus Kampf gegen die Gesellschaft, aber seine allgemeinen Hoffnungen und Appelle, die die Gesellschaft einschließen, werden so verständlich. Wir: Erst die durch die Vergesellschaftlichung machbaren E-Entwicklungen und Veränderungen der Gesellschaft, bis zu deren Selbstaufhebung, lässt das Individuum aufblühen.

    902Ähnlich ist es mit „dem Bösen“. Die alte Unlösbarkeit – (ist das Böse von Gott geschaffen?) – geht Rousseau neu an. Es läuft – für uns – darauf hinaus, dass „I“ Unendlichkeits-Charakter hat; analog „E“ (Sein;Gott“, also dem „E“ wp auch konfrontiert ist (→ „I-E“); das „I“ von Rw her unendlich frei ist und „das Böse“ als ein „I“ unter vielen „möglich“ wird. Das Böse wird, nach Rousseau, erst durch die Vergesellschaftung des Menschen hervorgerufen.

    903Das deutet auch auf die I-Konkurrenz und auf I-indiv versus I-gesell („Ii getrennt durch Rw/N von anderen Ii und von Ik,g,w).

    904Und zwar genauer auf die (offene oder versteckte) Vorherrschaft der gesellschaftlichen Ik,g und auch Iw I gegenüber I – indiv. Was von Rousseau erstmals bewusst gemacht wurde und von nun an zum umfassenden historischen Problem wird.

    905Und bis heute immer noch irrational behandelt, weil die I-Sphären-Strukturen fehlen.

    906Das Bild vom Menschen und die pädagogischen Empfehlungen Rousseaus sind deshalb für die Erziehungstheorie so wirksam, weil sich auf dieser betonten und deutlichen Herausarbeitung des „freien Individuums“ alle möglichen und historisch anstehenden Ideologie-Ansätze (Liberalismus, Sozialismus, Faschismus) stützen können. Genauer: Beides läuft parallel, die I-indiv und die I-gesell.

    907Nur, Rousseau trennt Ik,g, Gesellschaft von I-indiv allzu sehr.

    908Und dieses freie Individuum, das kein Naturkind ist, das „alles“ werden und tun kann, aus sich selber heraus, führt dann (zum Beispiel als „Übermensch“), zu Kurzschlüssen, wenn es mit den anderen Eckpunkten (Natur, E, Gesellschaft) nicht relativiert, relationiert wird.

    909Nicht zufällig beschreibt Rousseau, derjenige Philosoph, der die individuelle Subjektivität am vehementesten herausarbeitet, dass des von „Natur guten“ Menschen Zustand „durch Freiheit und Glück“ gekennzeichnet sind. Es sind die zwei typischen Verbalisierungen von „Ii“ (Rw/N-Freiheiten, Emotionen), in formaler und in „inhaltlicher“ Sicht. Jetzt tritt aber zwangsläufig „I-gesell“ auch hervor. Rousseau ist also gezwungen, (was er eigentlich ablehnen müsste), „Gesellschaft“ zu definieren. Er definiert Gesellschaft daher als „Verlust“ von individueller Freiheit des Einzelnen, auch von Gleichheit.

    910Obwohl dies freiwillig geschieht, ist damit unausbleiblich der „Verderb“ der Gesellschaft vorherbestimmt.

    911Das „I-indiv-I-gesell-Verhältnis“ ist somit in den Mittelpunkt auch dieser Philosophie gerückt.

    912Rousseau sieht einen Widerstreit zwischen der ursprünglichen Freiheit des Menschen und dessen gesellschaftlichen, staatlichen Dasein. Das sind zwei Hauptvarianten des Ii vs.Ig-Problems: Einerseits geht es eher zuungunsten von I-indiv aus -> „Die Entäußerung“ (des Menschen) „muss ohne Reserve sein, und die Einheit so vollkommen, als sie nur irgend sein kann. Keiner der Verbundenen hat mehr etwas zu reklamieren.“ Damit aber der vergesellschaftete Mensch seine Freiheit.nicht vollkommen aufgeben muss, muss der Staat (seinen Zwang auch so einsetzen), „selber in der Freiheit wurzeln.“

    913Wir: Neben dem Kern von „I-indiv“ (die kreative Freiheit), muss es dann die Kreativität von I-gesell geben; das heißt, der Staat, die Gesellschaft muss ständig neue „Ik,g“ schaffen und ansteuern etc. Und das heißt, die kreativen I-indiv zu fördern. (Zusätzlich: Diese „I“ müssen in der E-Entwicklung liegen, soll es nicht zu Katastrophen kommen).

    914Allerdings sieht Rousseau das formal: Der Staat, der „in der Freiheit wurzelt“, sollte den Willen haben, eine Einheit aller Freien zu bilden (als Volkssouveränität). Der Staat ist dann zwar Element der Ermöglichung von Freiheit, aber ohne eigene inhaltliche „Ig“, (bis auf eben jenes formale).

    915Es stellen sich da zwei Probleme: Kann ein Kollektiv eigene „I-gesell“ kreieren? Nur, wenn deren Führung kreativ ist – und diesen „I“ „alle“ zustimmen; meist sind das dann Basis-I in der E-Entwicklung.

    916Wie können die vielen I-indiv – (die ja prinzipiell auch „willkürlich“ sein können) -, als die „Freiheit aller“ zusammen bestehen? Das verweist auf die E-Vollendung, als unendliche-I-Sphäre.

    917Und tatsächlich versucht Rousseau unendliche-I-Sphären-Strukturen zu konstruieren:

    918Rousseau macht noch einen Kompromiss zwischen E-Entwicklung und unendlicher-I-Sphäre, wenn er sagt, „indem sich jeder allen gibt, gibt er sich keinem besonders zu eigen“, „so gewinnt jeder das, was er aufgegeben hat im gleichen Maße wieder zurück; und er erhält zugleich eine verstärkte Kraft, sich zu behaupten und dass, was er ist und was er hat, zu bewahren.“

    919Der gerechte Tausch, etc., was da gemeint ist, zwischen den I indiv, ist wohl eher eine Säule bürgerlicher und sozialistischer Gesellschaften. Im Kommunismus wird man auf Gerechtigkeiten dieser Art keinen Wert mehr legen müssen.

    920Die Rückbindung aller (Freien) an „das Gesetz“, (das sie sich selbst gegeben haben) betont Rousseau aber doch. Damit aber, ist jenes statische Element wieder im Spiel, das als „Ig“ E-Charakter hat. Wenn es auch philosophisch/theoretisch jene bodenlosen Freiheiten (Ii) auffängt, ist es als „E“ doch stets unkontrolliert und regressiv(?).

    921Auf jeden Fall aber kommt wieder „Ig“ ins Spiel (und damit „der Staat“ als Herrschaft sehr „praktischer“ Art). Das heißt), Ii („Freiheit“) ist ohne Bezug zu Ig nicht zu verwirklichen, weder theoretisch noch praktisch („Der Gehorsam gegenüber dem Gesetzt, das man sich vorgeschrieben hat, ist Freiheit“) (Dies ist später „Einsicht in die Notwendigkeit“). Beides scheitert in theoretischer Weise am Fehlen von jeglicher „I-Theorie“ (und niedrigem E-Niveau), das ist der Kern des „Idealismus“.

    922Immerhin betont Rousseaus das „Wozu“ der Freiheit, (weniger das „Wovon“). Und damit wird der „Freiheitsbegriff“ ein Stück seiner Vollendung nahegebracht (→ „I“ als Loslassen des Alten und Ziel von Neuem).

    923David Hume ist Skeptiker. Dies ist eine philosophische Form der „Ungewissheit“, deren es noch einige andere gibt. Es ist eine Vorform der „Kritik“. Diese Formen haben eine Subsystematik zur E-Entwicklung. Die Skepsis wendet sich vor allem gegen die traditionelle Metaphysik. Damit wird inhaltlich gemeint, neben dem Großbereich des objektiven Geistes (Absolutes und ähnliches) muss die „Subjektivität“ und die „Natur“ treten. Hume arbeitet damit, den kommenden zwei historischen Hauptaufgaben zu (Entwicklung von Wissenschaften und dem individuellen Subjekt) .

    924Natürlich ist das noch nicht bewusst, entsprechend ist die Verbalisierung. Die Entdeckung von „Empirie“, „Erfahrung“, „Quantitativität“, „Mechanik“, „Rechnen“ und ähnlichem, mit all ihren noch zu verwirklichenden Möglichkeiten, führte auf der anderen Seite zur Selbsttäuschung der Aufklärer (hier Hume), so über die Inhalte der traditionellen Metaphysik, (die sich am Ende auch selbst keine strategischen Inhalte zutrauten),

    925und zu den notwendigen weiter zu entwickelnden metaphysischen Grundhaltungen.

    926Es fehlte noch die Einsicht in das, was „Philosophie“ eigentlich ist, anders als die Einzelwissenschaft oder die Historie, bleiben Teile alter Einsichten mit neuen gleichberechtigten (-> Kultur/Kunst). Das gilt noch heute für die sich selbst verabsolutierende Moderne.

    927Andererseits: Es ist einfach auch eine Frage der Häufigkeit. 99% des philosophischen Denkens muss noch „mechanische“ Konstellationen betreffen; als Erfahrung, Pragmatismus u.ä.

    928Philosophen, wie die Humes, streben in der E-Entwicklung eine „Vor-Vollendung“ an; das wissen sie zwar nicht, aber die Freude über die Entdeckung der „täglichen Praxis und Erfahrung“ und aller Bereiche, die scheinbar nicht von der „Phantasie“, vom „Außerordentlichen“ betroffen sind, hat zur Folge, dass man sich der inneren Konsequenz der E-Sphäre überlässt. Und die fordert die Anpassung an die Entwicklung, an ihre Dynamik hin zur E-Vollendung.

    929Nur so ist der merkwürdige Kampf gegen das metaphysische Denken zu erklären. Zumal dieses seit den Griechen das Ganze europäische Mittelalter ernsthaft beschäftigte.

    930Was ja die „Philosophie“ nicht leichthin abtun kann, wie etwa die „Politik“ oder ähnliches.

    931Die eingehendere Untersuchung der „Erfahrung“ bringt Hume zur Erkenntnis der „Sinnlichkeit“ als grundlegende Wahrheit gewährleistende. Als lebhafte Empfindungen sind sie „letzte Bewahrheitende“, der Bereich, der der kontinentalen Philosophie des Rationalismus entgegensteht.

    932Wp: Nur wenn wir ein Gleichgewicht erzeugen, wo aus der Emotion einerseits, die „Rationalität“ als „Extrem“ hervorgeht und der „Wille“ und ähnliches als anderes Extrem, dann kann man eine sinnvolle Systematik erstellen, (in der zum Beispiel nicht „Sinne“ und „Ratio“ nur konfrontiert sind).

    933Dabei kann die Annahme des Rationalismus, es gebe im menschlichen Geist gewisse angeborene Ideen (zum Beispiel „Selbst, Sein, Gott“), durchaus erweitert werden, angeboren sind – auch – die Sinne. Ebenfalls ist die Ratio (und ihre Arbeit) „lebhaft“, überzeugend, etc. Daher muss die Struktur und die Funktion, die Fülle der Sinneseindrücke aus der Relation I/E, als ihre biologische Basis ebenso erklärbar sein, wie die Rationalität aus den unendlichen Trennungen I-E -N-G.

    934Hume legt Wert darauf, dass es hinter die Sinneseindrücke kein Zurück gibt, dass es keine „Gegenständlichkeit“ zu suchen gibt, die diese Empfindungen hervorriefe.

    935Darin zeige sich die Erkenntnis, dass die Emotion ein selbständiger Bereich ist, nicht naturalistisch erklärbar (-> Gehirn).

    936Aber es ist nicht nur beides richtig, die biologische und die Erklärung, welche das Neue (die menschliche emotional-natürliche Gefühlswelt) betont. Sondern es ist jener durchgehende Entwicklungsablauf, der sich auf einer Metaebene abspielt, was beides zu finden ist. Die Sinneseindrücke sind es, die Hume betont und den Strukturen der „Subjektivität“ neu hinzufügt. „Das Erkennen des Bildes vom Ganzen der Welt braucht auch diese“.

    937Auch das „Ich“ kann kein einheitliches sein, denn es ist zwar der Ort der Sinneseindrücke, selber aber kein Eindruck. Das „Ich“ ist also nichts als ein Miteinander, eine Sammlung „verschiedener Bewusstseinsinhalte, die sich mit unbegreiflicher Schnelligkeit folgen und beständig im Fluss und in Bewegung sind“; wir: Wechselwirkung in I/E und N/G (Kausalität u.ä.) Humes Kritik am Grundsatz der Kausalität bezweifelt diese Verknüpfung der Dinge und Vorgänge, weil diese sinnlich nicht zu erkennen sind. Hume meint, nur „der Glaube“ und „Gewohnheit“ sind die Basis von Kausalität.

    938Er stößt nämlich hier auf N/G – Verfahren-/Methodenvarianten – als unendliche Relationen; und damit für ihn noch nicht Begreifliches.

    939Das, was zum Beispiel die „Frankfurter Schule“ später noch mal für sich entdeckt, nimmt Hume vorweg: Die Aufklärung mit ihrem philosophischen Verzicht auf die I-Seite (->„Vernunft“) kommt als Mangel an Reflexion auf die eigentliche gesellschaftliche I-Konstellation, und auf die I-Seite des „dunklen und verworrenen“ Mittelalters zustande.

    940Hume wird Skeptiker, der merkt, bei genauerem Hinsehen wird jene „Vernunft“ problematisch, ihrer „trügerischen Deduktion“ ist nicht zu trauen.

    941Erst die abstrakte Einsicht in die unerklärlichen Mysterien, Rätsel der Welt, – dies aber in schärfster und sorgsamster Untersuchung – führt weiter. Im Grunde ist die (sozialpsychologisch fixierte) Unterscheidung von Alltagsleben/Normalmensch und Neues erzeugendem „Professor“ – (hier Kant) – gering und trivial, (dass letzterer erhöht konzentriert arbeitet, übergenau sein muss, einfach „andere“ Gegenstände bearbeitet etc.).

    942Die Erzeugung von Neuem ist ein ständig ablaufender Vorgang im Alltag, auch wenn dies nur individuell/situationell „neu“ ist. Die Typisierung im Sozialpsychologischen unter den Philosophen ist daher eher ein allgemeiner Sympathiebeweis. Die persönliche und praktische Maximenbildung ist Teil der lebendigen, dynamischen aber auch auf Zielbildung arbeitenden Psyche, die ihren objektiven Bildungs-Auftrag ausführt. Bei „Philosophen“ und da vor allem bei Kant, wird dieser Vorgang deutlicher, als sonst im Alltagsleben.

    943Das Gegenstück dazu, ist bei allen geistig Arbeitenden die gesteigerten Anforderungen an die Konzentration sowie die Gestaltung ihrer Voraussicht als E-Erarbeitung. „Pedanterie“ und ähnliches sind ebenfalls lebensweltlich-emotionale Varianten zur Identitäts-Erarbeitung. Aber ebenso „Selbstdisziplin“ und Exaktheiten aller Art.

    944Dies alles wird bei Kant begleitet von einer ständigen Selbstbeobachtung, seiner Physis und Psyche; einigermaßen systematisch und verbalisiert.

    945Aber wichtig ist das funktionierende Relationieren und das eigenständige Probieren von Veränderungen, Neuerungen bereits auf diesen propädeutischen Ebenen. Worum geht es Kant? Es gibt viele Interpretationen des Kant’schen Werkes, das verweist, auf eine gewisse Komplexität philosophischer Art.

    946Zunächst übernimmt auch Kant die traditionelle „metaphysische“ Grundeinstellung: Sein tiefstes Interesse ist, nach dem zu suchen, was hinter der sichtbaren Wirklichkeit als eigentlich Wirksames (das Unbedingte in allem Bedingten und jenseits von diesem) steht.

    947Gibt es aber „erste und letzte Gründe“ der Wirklichkeit überhaupt?

    948Kant setzt so etwas voraus. Auf der traditionellen Suche nach „dem Unbedingten“ ist Kant jener, der die Eckpunkte weltanschaulicher Art, die einer Gesamtphilosophie, betont, die als Subjektivität (-> Subjektphase) und im Methodischen als „Mechanismus“ bezeichnet werden könne (-> N-G).

    949Alle seine Äußerungen lassen sich darauf abbilden. Kant ist also ebenso bezogen auf die von ihm kritisierte Metaphysik; aber er entwickelt sie weiter. Wie dann seine Kritiker (zum Beispiel Hegel) den Kant’schen Ansatz weiterentwickeln.

    950Eine solche Einsicht kann aber nur von einer Gesamtphilosophie her erfolgen.

    951So ist zum Beispiel „Gott“ zwar noch vom Subjekt erzeugt, aber mit diesem verbunden, aber als „objektiver Geist“ ist es eine Position, die über Kants System hinausreicht; „Freiheit“ ist dann, ebenso systembedingt, begrenzte Leere von den unendlichen „N – G“ her. Und „Unsterblichkeit der Seele“ wäre dann die – hilfsweise – Betonung der „Subjektivität“ als philosophisch-allgemeine Kategorie. Was kann man modernerweise hinter der von Kant verdeutlichten Problematik des „Unbedingten im Menschen“, das sein „endliches Sein“ überragt und sein Sterben überdauert, die „Seele“ als „unsterbliche“, verstehen?

    952Als die Objektivität des Geistes, die jeder „als Mensch“ erzeugt, „versteht“, genießt, etc. Und die Natur (Kräfte etc.), auch der Mensch besteht aus ihr. Sowie die Funktionen des Ganzen (also auch der Natur), die als Entwicklung wirken. Weit gefasst, Natur macht immer wieder Leben und Menschen. Alle gegenteiligen Annahmen sind kaum zu beweisen.

    953Philosophisch ging es um die Trinität (Natur, Subjektivität, Geist), als systematischen Aspekt.„Gibt es in der Welt nur die Kette der Bedingtheiten oder bietet sich auch Raum für ein unbedingtes Handeln, für Freiheit“, fragt Kant.

    954Er könnte da an der „Subjektivität“ anknüpfen, die die alleinige Quelle von „Freiheit“ ist, und das als I – E-Trennung, und dadurch „I“ und „E“ frei gestaltbar machen.

    955Allerdings hat das zwei Einwände: Dieser Vorgang der Trennung hat „in der Welt“ Vorstrukturen, in der Natur als I/E-Zusammenhänge, letztlich als z, w. Kant vermutet das, wenn er nach dem „Unbedingten in der Welt“ fragt.

    956„Gott“ ist auch ein Unbedingtes, aber nicht so wie Kant die subjektive Freiheit und die weltliche Vorbedingung „mechanisch“ als „Gott“ zusammenfasst. Sondern die „E“, die als abstrakteste „das Große“ und z, w sind, haben die unendliche und leere Freiheit des Unbedingten durch und als ihre Existenz. Kants „unvermeidliche Aufgabe“ des metaphysischen Denkens sind „Gott, Freiheit, Unsterblichkeit“. Damit schneidet er zwei unserer wp Ebenen an: Die eher oberflächliche (auf die die ganz traditionelle Philosophie hin argumentiert) als „ Natur = „Unsterblichkeit“ (→ z,w und alle deren Gesetze“). Dann die „Freiheit = Subjektivität“, (denn der Mensch/Gesellschaft sind es alleine, die die „I“ kreieren.

    957„Gott = objektiver Geist“, (so sehr auch von institutionell religiöser Seite dem monotheistischen „Gott“ noch alles nur Denkbare zugeschrieben wird. Das ist fehlerhaft, weil es die „Einheit“ (-> Monotheismus) innerlich widersprüchlich werden lässt).

    958Die tiefere Ebene: Gott = E, Freiheit = I-E, N-G; Unsterblichkeit = N/G, I/E, denn deren Relationen sind als unbegrenzte endliche Entwicklung die formale Voraussetzung (und Erfüllung) von Unsterblichkeit. In der K.d.r.V. leistet Kant die Vorarbeit für „N-G“. Drei allgemeine Ergebnisse sind: Es gibt neben „N-G“ noch anderes (-> K.d.p.V, K.d.U. beschäftigen sich damit:-> „I“, N/G).

    959Die ganze Struktur des Geistigen, im Alltag, die „sichtbare Wirklichkeit“, die der Wissenschaften, der Philosophien wird durch N-G strukturierbar, erklärbar (Hegel nimmt N/G dazu, aber Kant hat schon I, I/E im Programm).

    960Das, was Kant pessimistisch, am Ende resignierend sieht, ist der Gegensatz N-G. Es gelang ihm zum Beispiel nicht, von solchen traditionellen metaphysischen Begriffen wie „Freiheit“ überzugehen, verallgemeinernd zu N-G, welches diese traditionelle (und leere) doppelte Freiheit enthält, die des unendlichen Nichts und die der unendlichen E-Existenz; (und der Gedanke, dass es auf deren Zusammenspiel ankommt).

    961Kant versucht, die zentralen Fragen der Philosophie in unablässigen Versuchen zu „Gewissheiten“ (G) zu machen; und scheitert mit diesen Bemühungen ebenso oft.

    962Daraus, dass er N und G gibt, schließt er, dass man zu keinen gesicherten Antworten gelangen kann. (Der Mensch ist frei und er ist es nicht, und „Gott ist und er ist nicht“, „Unsterblichkeit gibt es und es gibt sie nicht“).

    963Das dieser „Widerspruch“ und seine „Bekämpfung“ Eliminierung genau das ist, was das eigentlich Menschliche, menschliche „Denken“ etc. ausmacht, beginnt Kant zu ahnen. Dass Kant die „Zwiespältigkeiten“ nicht lösen kann (und darunter leidet)(„ewiger Zirkel von Zweideutigkeiten und Widersprüchen“) drängt nicht nur nach der Hegelschen Er-/Lösung; vielmehr steckt darin auch (und bis heute), dass weder G/Identifikation/Identität noch N („Nichts“, „Negation“) noch „N-G“ etwas ist, mit dem sich „menschliche Vernunft“ abfinden kann, es sind jener „wahre Abgrund“, den Kant erkennt.

    964Linderung verschafft, dass N-G auf N/G auf I-E auf I/E auf z, w bezogen werden kann und muss.

    965Und die Überzeugung (von uns), dass N, G, E, je auch auf sich bezogen, sehr wichtig sind. Die „neue Geburt der Metaphysik“ durch Kant besteht aus den einzelnen entdeckten Spezifika (in Bezug auf Theorien über Natur, objektiven Geist) der individuellen Subjektive; zum Beispiel deren Selbstbesinnung, Vernunft.

    966So wird das eigentümliche Feld, und dessen Grenzen, der Subjektivität entdeckt, (in der KdrV). Die mühseligen Untersuchungen dieser Komplexitäten verweisen auf N-G zu N/G (dito I/E) sowie beider Wechselwirkungsfeld, ein mehrfach tendenziell unendliches Feld.

    967Die wichtigste „Rahmen-“ Erkenntnis dabei ist, der Mensch bringt von sich aus Entscheidendes in den Erkenntnisprozess mit hinein, („Raum, Zeit und die Grundvorstellungen des Verstandes“).

    968WP: Diese Begrifflichkeiten (objektiver Geist) und die „Empfindungen“ und Sinneswahrnehmungen, sind Ergebnisse der Erzeugung als Wechselwirkung der „Subjektivität“ mit den anderen Phasen, in den Entwicklungsabschnitten.

    969Kant meint und zieht die Folgerung, die „Wirklichkeit“ zeigt sich dem Menschen nicht so, wie sie an sich selber sein mag, sondern nur so, wie sie ihm auf Grund der besonderen Art seines Erkenntnisvermögens erscheint.

    970Solche Schlussfolgerung (auch aus noch so tiefen Beobachtungen), ist formal falsch. Denn, wenn man diese negative Aussage macht, ist es ebenso, wie bei einer positiven: Man setzt die Kenntnis voraus.

    971Dieses Dilemma (das Kant auch sah) verweist auf ein tieferliegendes: Kann man sich begrifflich von Natur und Entwicklungs-Zusammenhang lösen; und eigene, menschliche Begriffe bilden?

    972Beides ist wohl richtig: Begriffe, Erkenntnisvermögen ist mit „Wirklichkeit“ (Natur etc.) durch die Entwicklung verbunden und getrennt, -> N/G; N-G.Seit Kant gilt explizit, wir erfassen nicht die Dinge an sich, sondern nur die Dinge als Erscheinung. Die Erben (so auch „Hegel“-> und als „Marx“) gehen von der Zweiteilung der Welt aus; Hegel kümmert sich um das Eigentliche des „Anderen“ weniger, Marx versucht eine Brücke, die letztlich auf die I-Kategorie (praktisches Handeln als gesellschaftliche, individuelle Willensentscheidung) hinausläuft. Der Zusammenhang, der von jedermann gefühlt und gesucht wurde, ist auf einer abstrakteren Ebene zu finden, als bisher angenommen wurde. „Das Erkennen“ und die „Dinge“ sind dazu gründlich zu analysieren. Kant: die „dem Menschen zugewiesenen und angemessenen Erkenntnisbereiche scheitern“. Sicher allein ist „die Erfahrung“, nicht „der Turm, der bis an den Himmel reichen sollte, sondern nur das „Wohnhaus“.

    973Wenn Kant fragt, warum denn der Mensch so unablässig über die ihm gesetzten Grenzen hinausdrängt – und Kants Überzeugung ist, dass nur so „der Mensch“ zu definieren ist, dann ist das Problem gleichzusetzen mit der objektiven E- Entwicklung und dem I-Prinzip.

    974Diese beiden vereinen sich wechselwirkend etc. miteinander; zusammengefasst als „Entwicklung“.

    975Das ist ohne z, w -> S, R nicht hinreichend zu erklären.

    976Vor allem hat diese Basis den Vorteil, auch jene „Strukturen“ des objektiven und subjektiven Geistes zu erklären, die in der K. d.r. V. abgehandelt werden. Wenn Kant in seinem metaphysischen Denken von dem „rein theoretischen Denken“ zur Analyse des menschlichen Handelns übergeht, ergänzt er das, was wir E und das Verhältnis des subjektiven zum objektiven Geist nennen, um den dritten Großbereich, die „Natur“ sowie um „I“

    977„Handeln“ ist eine jener Verbalisierungen von Philosophischem, die alle Grundkategorien – die acht, S,R und OG – vereint und daher so viel Überzeugungskraft hat.

    978Die Sicht auf den handelnden Menschen, ist jene entscheidende Wendung – neben der Reflexion über die „reine Vernunft“, die alle Philosophien bis Hegel fundierten -, und die „Marx“ und andere konkretisieren. Kants Suche nach dem „Unbedingten“ – (im Felde des Theoretischen vergebens gesucht) – im Praktischen zu finden, sind philosophisch berechtigte Versuche.

    979(Wir: Dort ist es „E“, hier „I“, und Natur S/R und I/E.)

    980Alle diese Formen des Unbedingten waren im Grund schon vor Kant erwähnt worden. Aber auch er macht noch die alten Fehler, diese Grundformen gegeneinander auszuspielen.

    981Nur, weil Gott (= E) philosophisch unklar blieb, weil (S/R,I/E) „Natur“ ebenso ungreifbar blieb, hebt Kant die Subjektivität (= I-E) hervor.

    982Aber wie passen diese (S,R,E,I,N,G) zusammen?

    983Jedenfalls hatte Kant damit aber auch „I“ entdeckt.

    984Kant entdeckt den Kern von „Handeln“, die Praxis ist die Frage „wie zu handeln ist“, also die I-Seite.

    985Aber Kant schafft es nicht ganz, sich von der aufblühenden E-Seite zu trennen. Die „I“ sind für Kant philosophisch noch nicht prinzipiell „frei“. Vielmehr treten sie – (gebunden an den E-Entwicklungsstand) – als „unbedingte“ „Gebote“, als „kategorischer Imperativ“ auf. (Das heißt aber, das E-Niveau, vermittelt über „I-gesell“). Die allgemeine „I-Freiheit“ wird deshalb – alltagspraktisch – als „Willkür“ und „Laune“ verkürzt.

    986Das mit dem „Unbedingten“ wird jetzt aber von Kant moderner gelöst. Das „du sollst“/ „I“ als Unbedingtes des „bedingten Daseins“ (=E), verbunden mit dem rationalem Denken (G,N)) des Menschen, heißt: „I“ zu „E“ (und umgekehrt) als „diametral“ zueinander zu verstehen; als der philosophische Grundstock der „Un-/Bedingtheits-Probleme“ . Kant suchte (traditionell) nach dem, was als „Unbedingtes“ gilt, (Gott, Freiheit, Unsterblichkeit). Alles, was er als Summe seiner Überlegungen sieht, tendiert dahin, „I“ als jenem „anderen“ Pol („E“), zu sehen und damit das „Unbedingte“ nur als das „jeweils Andere“ zu beschreiben. „I“ als „Freiheit“, ist das andere zu „Ewig“, E als „Gott“ – und umgekehrt. Damit hat Kant aber gezeigt, der Mensch ist auch auf höchstem philosophischen Niveau „gefangen“ zwischen „I“ und „E“ (etc. -> z, w, Entwicklung).

    987„E“ und „I“ bei Kant: „So wird der Mensch, indem er das unbedingte Gebot vernimmt, danach entscheiden muss und das nur möglich ist, wenn es Freiheit gibt, dann ist er wenigstens dieser Freiheit gewiss. Der Mensch ist also beides, der Endlichkeit verhaftet und im Wesentlichen seines Wesens einer „anderen übersinnlichen Ordnung“ angehörig“. Kant stellte wieder neu die „wesentlichen“ Fragen, auch die (metaphysische) nach dem Absoluten.

    988Mit seinen Antworten, auch den Verfahrensweisen, reiht er sich ein, macht er die „Reihe“ deutlicher; wir: die Entwicklung „von Natur zu I, E, N, G“.

    989Fichte, wie später zum Beispiel F. Engels, ist ein typischer Philosoph, der in der Konsequenz seines systematischen Denkens (und dazu der Grundeinstellung, nicht nur einen einzigen philosophischen „Eckpunkt“ behandeln zu wollen.) den Drang hat, die Bereiche der konkreten Wirklichkeit – aus dem Gedanken heraus – umzugestalten.

    990Daher sind Einteilungen in „Pragmatik“ versus „Idealismus“ (o.ä.) nur oberflächlich.

    991Die objektive Begrenztheit der jeweiligen philosophischen Erkenntnisse, verbindet dann aber diese mit einer Pädagogik und eine Werbung für die „großen, glühenden Projekte“ (Fichte), die ebenso einseitig handelt: „Sonnenklarer Bericht“, „Ein Versuch, die Leser zum Verstehen, zu zwingen“ (Fichte). Meist ein Mangel an Einsicht in die E-Lage und die I-Funktionen. Dass Fichte sowohl den kräftigen Willen zum Handeln hatte, stets im Streite war und streng, grundsätzlich, energisch, kühn argumentiert, das gehört sehr eng zur „Philosophie“ insgesamt.

    992Denn sie ist stets auch Weltanschauung, Ideologie. Und wenn die Philosophen selbst nicht militant auftreten, dann ihre Fans.

    993Das liegt dann aber – wie es zum Beispiel Nietzsche und auch Fichte betrifft – daran, dass von den Anhängern die Formen übernommen werden, aber die Inhalte der Lehre des Projekts kaum verstanden werden – und das vor allem nicht im je umfassenderen philosophischen etc. Zusammenhang. Fichtes Verdienst ist es, die Kantische Hervorhebung der Subjektivität (als die des menschlichen Individuums, noch nicht die der Kollektive) weiter vertieft und entwickelt zu haben. Das „Ich“ ist eine eher konkrete Fassung der abstrakten Subjektivität: Als „E“ ist man seiner „sicher“. Die Betonung der E-Seite (noch nicht die parallele der I-Seite) ist Fichtes Arbeit.

    994Die Subjektivität ist zu fassen, als I-E-Trennungsarbeit; aber in Bezug zu I/E; das heißt I/E (bzw. N/G) wird ebenfalls – (den Menschen konstituierend) – wichtig; I., E in ihrer quantitativen und qualitativen Entwicklung.

    995Die anderen Großbereiche der Realität, Natur und objektiver Geist, werden dann von dieser entwickelten Subjektivität „gestaltet“ – (ebenso wechselwirkend umgekehrt).Die Entdeckung des „Ich“ als den „absoluten Souverän der Welt“, der alle Nicht-Ich „setzt“, ist eine typische Verbalisierung des „E“, (in der Entwicklungsphase der Subjektivität). Die ganze Gefühlswelt und die Rationalität des Einzelmenschen gestaltet sich von diesen E-Charakteristika (des Bezugs auf „sich“ als objektiver, dynamischer, eliminierender etc. Prozess, dem nicht entkommen kann, was nur irgendwie mit abstrahierendem Denken zu tu hat).

    996Und eben, weil „der Mensch“ philosophisch ein Höhepunkt der E-Bildung ist, ist er auch verwandt per Entwicklung mit den anderen E-Varianten (Erste Physik, Gott), das heißt beispielsweise, er „versteht“ diese. Aber das ist nur eine seiner Seiten. „E“ als unendlich Isoliertes provoziert N-G, I-E, also die unendliche Trennung von der ebenfalls extremisierten „anderen Seite“.

    997Das ist die Basis für beider Seiten „Freiheit“, zur weiteren Entwicklung als „Subjektivität“.Fichtes philosophische Weltanschauung, gründet auf der Figur des „tätigen Ich“. Eine Analyse von „Praxis, Handeln, Tätig sein“ zeigt, es ist ein Zusammenspiel von I, E, N, G, zum Beispiel als N-G (Identifizierung vs. Negation), von E (PM, Mittel, Begriffe), „I“ (Zielbildung, Wertung), konkretes verändern, arbeiten an der Natur (S/R zu I/E) als N/G-Methoden (physikalisch, dynamisch).

    998Und die Analyse von „Ich“: Das „Ich“ ist definierbar als jenes, das I, E, N, G dadurch „erzeugt“, dass es die endlich vorgegebenen I/E-, N/G-Relationen (mit anderen, „älteren“ I,E) „nutzen“ kann (kraft der Tatsache, selbst aus endlichen Teilen zu bestehen); die I/E in I-E trennen kann, dito N/G in N-G; (kraft dem sehr viel schwerer zu verstehenden Entwicklungsmechanismen, mit ihren Unendlichkeiten usw.) Wie bei Kant, wird bei Fichte das „Wesen des Menschen“, die „Freiheit“, strikt mit der „Erfahrung einer unbedingten Verpflichtung, der des Sittengesetzes“ verbunden.

    999Es ist die – intuitive – Gewissheit, dass es zwei Unendlichkeitsformen gibt, (zum Beispiel die „leere“ und die potenziell unbegrenzte inhaltliche). Bei Fichte geht es um „die Forderung der Sittlichkeit, die den Gedanken der Freiheit hervorruft und die sich im Gewissen kundtut“.

    1000Der deutsche Idealismus, der aufdeckt, dass die „Trennung“ I-E, N-G die große Leistung der Subjektivität ist, rückt (vernünftigerweise) doch bald wieder (-> Hegel dann systematisch) von dieser einen Relation, der Trennung, ab. Fichte macht Folgendes, Widersprüchliches: Er beschreibt die Subjektivität (das „Grundwesen des Menschen“) als „ihrer selbst gewisse Freiheit“. Und er trennt diese ab, von der „Forderung der Sittlichkeit“, welche den „Gedanken der Freiheit“ erzeugt, „hervorruft“. Wir haben auch beides: Als N/G-Verfahren, welche „I“ erzeugen. Sobald man aber nur die abstrakte Freiheit – (die zum Beispiel als sich „selbst gewisse“ nur auf sich bezogene ist) – sieht, wird „I“ damit ohne jeden Inhalt werden – und somit zu „E“ werden.

    1001Dann ist das die alte/traditionelle Vorstellung der (leeren Unendlichkeit) Existenz/E.

    1002Aber genau das alles, ist die objektive Aufgabe der Subjektivität als Entwicklungsphase. Sie erzeugt beides, I und E.

    1003Fichte nähert sich dem durch „radikales Denken“.

    1004Kant formulierte den Kern der Subjektivität, dass nämlich „I-indiv“ von allem ihm (auf niederer Entwicklungsebene) vorhergehenden E erzeugt wird (-> in N/G-Verfahren) noch „negativ“sind: (Das Ich ist im Grunde seines Wesens frei, aber durch das „Ding an sich“ zugleich höchst beschränkt). Wobei die philosophische Schwierigkeit, dass ja dies „Ding an sich“, wenn es „genannt“ wird, bereits – prinzipiell – beherrschbar ist, dadurch von Kant eskamotiert wird, indem er abschwächend nur auf „Empfindungen“ verweist, in denen sich das „Ding an sich“ „meldet“. Tatsächlich geht es aber um eben jene inneren Strukturen in den „Dingen“, die die „Entwicklung“ ausmachen, und deren philosophische Erfassung erst nach Hegel, Marx etc. möglich wird.

    1005Fichte jedenfalls, drängt auf die Unvereinbarkeit von „Ding an sich“ und „Freiheit“.

    1006Damit betont er – einseitig – den I-indiv Erzeugungsprozess und die idealistische Loslösung der „Formen“ (N-G) von I/E.Wenn Fichte derart „radikal“ die menschliche Freiheit hervorhebt (erkennen und daher die Außenwelt ist eine Sache des Tuns aus Freiheit – mehr nicht, das heißt, das Gesamt der Dinge existiert in Wahrheit gar nicht), macht er – (übertreibend, denn woher will er denn – negativ – was von der Umwelt „wissen“?) – die notwendige Trennung von „Ding“ (= I/E) von der Subjektivität (= I-E und I/E) und vom objektiven Geist (I-E); (Platon kam vom „objektiven Geist“ her, und zum gleichen Radikalismus; die Naturwissenschaften, der Materialismus kommen von I/E her, ebenfalls, radikal, „weltanschaulich“.

    1007Der Kurzschluss, auch und vor allem bei Fichte, ist: Wie kann es – neben der Freiheit und dem Ich – noch eine „selbständig bestehende Welt geben!“ (dito, wie kann es Geist neben Materie geben).

    1008Das heißt aber, die „Entwicklung“ und ihre Hauptphasen leuchteten damals noch nicht auf und ein.

    1009Der deutsche Idealismus betont (seit Kant und durch Fichte und Hegel etc. – verschärft), die „Realität der Welt ist nur in den menschlichen Vorstellungen gegeben, die wir selber hervorbringen.“

    1010(Es ist müßig, das von dem Pol „Natur“, I/E her zu hinterfragen -> zum Beispiel woher kommt „der Mensch“ -> Entwicklung).

    1011Der „Filter“ „Mensch“ (Emotion, Rationalität -> freie Erzeugung etc.), ist eine wichtige selbständige Phase der Entwicklung.

    1012Es existiert ein spezifisches Problem: Das freie Ich erzeugt auf zwei Schienen: Freies, Phantasie, „I“, Emotion und/aber auch Objektives (zum Beispiel ist „objektiver Geist“ für alle Menschen verbindlich) als „E“.

    1013Und die „Erzeugung der Welt“ ist offensichtlich ein Gemisch daraus (Das hat Kant sehr verunsichert, Fichte weniger).Fichtes Gedanken/Philosophie des „tätigen Lebens des Ich“, ist auchinsofern „idealistisch“, als die Zukunft der Menschen, vor allem in ihren Verursachungsmechanismen „vorweg“ genommen wird (was oft in/als Philosophie geschieht).

    1014Diese „Mechanismen“ sind „I-indiv = E-indiv (die Kernfähigkeit des menschlichen Individuums), auch als Ursache aller E-Entwicklungen. Und die „Praxis“/Arbeit (N,G) ist weitere Ursache der E-Entwicklung. Und schließlich, auf einer Metaebene (= Bewusstwerden der Objektivität der E-Entwicklung) ist der Optimismus, dass in Zukunft vermehrt/beschleunigt, „alles machbar“ sei, eine Unterform der unendlichen-I-Sphäre: Alle Wirklichkeit wird Fichte zur Tat des Ich; „nichts gibt es, das nicht zuletzt auf ein solches freies Tun zurückgeführt werden könnte“.

    1015Wir sehen darin das allgemeine, philosophische Problem, dass überall in der Entwicklung „E“ erzeugt und wissenschaftlich, alltäglich, philosophisch wahrgenommen werden kann; einige E sind herausgehoben, (Erste Physik/“Materie“, Selbstbewusstsein, Ich, Mensch, Gott).

    1016Diese E (wie alle E), haben bestimmbare Eigenschaften: Zum Beispiel die der Unendlichkeit je spezifischer Art; so zum Beispiel die Unendlichkeit der nach oben offenen Leere -> „Gott“, „Sein“ und ähnliches

    1017Beim E als „Ich“, (das seine Selbstverständlichkeit und Selbstüberzeugtheit von philosophisch-alltagsmäßigem Verstehen her hat), das daher zum Beispiel als „wahrhaft seiend“ (und in weltanschaulicher Abgrenzung zu „Materie“ und „Gott“ – von denen die jeweiligen weltanschaulichen Vertreter genauso selbstsicher sagen dürfen, dass dies (allein) „wahrhaft seiend“ sei) nur das „Ich“ sei, und das Ich um seiner Freiheit willen, das absolute Ich sei: Das ist die spezifische Ausgestaltung der Unendlichkeit im Idealen; sie hat Vorläufer im Materialen, -> I/E, Wechselwirkung als Unendlichkeit und Steigerungen an Freisein im objektiven Geist (-> Hegel, „Gott). Hier also jene mittlere Freiheit, die als „I-E“ die Wissenschaft, auch zum Beispiel „Kapitalismus“ etc. bestimmt. Bei allem verbalen Blendwerk, es steckt Wahres und Missverständliches in Fichtes zentraler These.

    1018„Wahrhaft seiend ist nur das Ich; in seiner Freiheit ist es das absolute Ich“ hat zwei Seiten: Die Erkenntnis der E-Struktur des „Ich“ („seiend“, selbstbezogen, als unendliche Dynamik, abgegrenzt und ähnliches). Aber diese Freiheit, Absolutheit, unendliche Dynamik etc., ist tendenziell total „leer“. Das beides ist unumgänglich – und es ist identisch.

    1019Deshalb ist diese Konstitution des „ich“ nur die Voraussetzung für die angestrebte „Macht des Menschen über die Wirklichkeit“, erst „Relationen“, E-Hilfsmittel, I-Erzeugung etc. führen philosophisch und praktisch weiter.

    1020Berücksichtigt Fichte die „Eigenständigkeit der Wirklichkeit“ nicht, wird seine Philosophie zur „Weltanschauung“, das heißt notwendig, einseitig, und letztlich unsere „Fundierung von aller Philosophie“ in mehreren Basisgrößen, Relationen konterkarierend. Der Verdacht und die Befürchtung aller Beteiligter (und auch Fichtes), dass mit der Vernichtung alles Wirklichem auch das Ich schließlich zerrinnt, setzt Zweierlei voraus: Dass die „bloße Vorstellung“, in der sich das alles „auflöst“, irgendetwas mit konkreter Auflösung zu tun hätte; tatsächlich ist das N-G-Verfahren (hier das des Geistigen) so konzipiert, dass getrennt, aufgelöst wird.

    1021Als „bloß Gedachtes“ wird alles, vor allem das Ich erst frei zur unendlichen Mobilität.

    1022Dass das „Nichts“.(vom Verstand geschaffene „spielende und leere Bilder vom Nichts zu Nichts“) irgendetwas moralisch Negatives sei. Während der idealistische Grundansatz (-> Hegel, ->Adorno) darauf beruht, dass das Sein und das Nichts gleichberechtigt sind.

    1023Dies dialektische Rätsel der „Emotionalität-Rationalität“ („Ich selbst weiß überhaupt nichts und bin nicht“ etc.(Fichte), kann nicht innerhalb des Idealismus gelöst werden. Und nur von einem „Materialismus“, der das Nichts und das Sein zugleich fasst, und diese als Konkretes: z, w; und damit erst die traditionelle Grenze von Idealismus und Materialismus aufhebt.

    1024Wenn Fichte konsequent ist, muss sowohl „die Freiheit“ wie das „Ich“ sich selbst vernichten, an ihrer schrankenlosen Absolutheit untergehend. Davor schreckt er zurück und er behauptet, dass das Ich, sowie die Freiheit im Grund ihres Wesens zugleich „absolut“ (->unendlich) und endliche seien.

    1025Das ist auch unsere Beschreibung (als Ableitung aus der Entwicklung) aus der Entwicklungsphase „Subjektivität“ und als I-E-Trennung (-> aktiv und passiv) sowie und/zu I/E.

    1026Gegen alle sozialpsychologische „Vorsicht“, muss man Nietzsche Recht geben, – (was Fichte zögern lässt) – der Mensch ist zwar auch Wesen (und Denken) des Widerspruchs, aber eben auch Prophet, Erarbeiter von Unendlichkeiten, eben das „absolute Ich“.

    1027Wenn Fichte die Tatsache der Endlichkeit vor allem darin sieht, dass das „Ich“ noch andere Wesen seinesgleichen als außer ihm befindlich voraussetzen muss, dann ist das einerseits (und von der absoluten Freiheit -> N – z-z, w-w her) inkonsequent, andererseits schlägt da die descardsche Logik des Selbst/Ich/E als Ich-Identität durch, und wird auf andere Ich übertragen.

    1028Anders gesagt, ohne den Begriff des „Vielen“ (und „Gleichen) gibt es unüberwindbare, zerstörerische System-Widersprüche.

    1029Nur, wenn man dieses Zugeständnis (es gibt viele Menschen) gemacht hat, warum kann man dann nicht akzeptieren, dass es viele Dinge etc. in der Welt „gibt“? „Gibt“, als ontologisch- konkrete und nicht allein als „Vorstellungen“.

    1030Damit aber wird die „Subjektivität“ (als Weltanschauung = Überbetonung eines Eckpunktes) relativiert. Desgleichen wird die Verabsolutierung von „Freiheit“(= „N-G“) relativiert.

    1031Im Verlauf der persönlichen, philosophischen Entwicklung – so auch bei Fichte – relativieren sich die Bearbeitungsschwerpunkte; bei Fichte die Absolutheit der Freiheit und des Ich. Und die anderen Eckpunkte eines allgemeineren Philosophie-Systems treten ins Blickfeld.

    1032Das geschieht aber meist nicht problemlos; vielmehr oft kurzschlüssig und resignativ (die alten Spezialkenntnisse werden verworfen) in einem unanalysierbaren synthetisierenden Gesamtwust endend.

    1033So wichtig diese Hürde (der eigentlichen weltanschaulichen Fixierung) zu nehmen ist, um die analytische Arbeit weiter zu treiben, (hier nach den Grenzen und dem „Ursprung“ von Ich und Freiheit zu forschen), noch wichtiger wäre es, jetzt nicht nur die eigenen Grenzen zu sehen und zu bedauern, sondern das Begrenzende (hier die „Mitmenschen“ zum Beispiel), als neue und zu analysierende philosophische Größen zu betrachten.

    1034Da, nach Fichte, unsere Freiheit nicht „Freiheit überhaupt“ ist, sondern „je schon bestimmte, von ihrem Grunde her, der das Gewissen ist.“

    1035Was genau ist diese „tiefere Notwendigkeit“; die Wurzel der Freiheit? Bei Hegel u.a. ist es „die Einsicht in die Notwendigkeit“. Wenn man das Dilemma nicht ganz so formal abhandeln will, nimmt man die Ausrede Fichtes: „Leben in Gott ist frei sein in ihm „.

    1036Es geht darum, dass alle Philosophen merken, methodisch (-> Hegel) und inhaltlich (-> Fichte) weist manches darauf hin, dass „Freiheit“ Philosophie nicht in der Luft hängen bleiben kann. Dass sie Ergebnis einer Gesamtentwicklung ist, dass aber zugleich der innerste, dichteste Zusammenhang (der Materie zum Beispiel) als Unendlichkeit beschreibbar ist, hier aber wiederum als Freiheit. Dass es nun aber letztlich hauptsächlich mit den menschlichen Eigenschaften (wir: N-G-Trennung, I-E-Trennung) irgendwie zusammenhängt. Das, was Fichte als „Gewissen“ umschreibt, menschliches Wollen („Ii“), aber fremd -> Gott (E)-bestimmt bleibt.

    1037So, wie Fichte „den Grund“ der Freiheit – abstrakt genug – beschreibt, könnte man annehmen, er meint „E“: Aber E ist etwas, welches das ganze Gegenteil von „Freiheit“ ist. Und „Das Ich muss gänzlich vernichtet sein“, die „Eigenmächtigkeit“ muss „radikal abgetötet sein“, die „Absolutheit der Freiheit“ aufgegeben sein; denn diese hat sich nicht selber hervorgebracht; es ist die Gottheit, das göttliche Sein, auf die das „Ich“ und mit ihm die „Freiheit“ zurückgeht.

    1038An die Stelle des absoluten Ich, dass zwar auch E- (als spezifische Entwicklungsphase: Selbstidentität), aber vor allem „E-I“ ist (und E/I), tritt das abstrakteste, entwickelste E: Der absolute Gott. Das hat innerhalb des Idealismus durchaus Konsequenz. Denn mit E als „Äußersten (als unendlich leere E/Existenz) wird das Grundprinzip erkannt, – wenn auch nur das der E-Seite: Alles zwischen „I“ und I/E wird nur durch E letztlich geistig erfassbar. (Das alles – auch der Mensch – ist als „Dasein“ eine „Offenbarung Gottes“).

    1039Die Zerrissenheit um Schelling rühren nicht zuletzt daher, dass er beides treiben und vereinen will: Die Natur-Philosophie und die Geistesphilosophie.

    1040Die Analyse des „absoluten Ich“ (Fichte, Schelling) zeigt „das Ewige in uns„ und ist jene I/E-Konstellation (E-Phase der Entwicklung), welche alle Willens- und Abstraktionsfähigkeiten mit der emotional-biologischen Selbstgewissheit vereint. Es genügt aber nicht, dies „das Ewige, das Absolute, das Göttliche“ nur „anzuschauen“. Es sei denn, man hätte damit die „E-Sphäre“ entdecken und konzipieren können.

    1041„Denn was sich da zeigt, ist der Grund nicht nur des Göttlichen und des menschlichen Ich, sondern zugleich aller andren Wirklichkeiten.“

    1042Damit ist der „Idealismus“ (=E, N-G) fundiert.

    1043Die Aufgabe der Philosophie ist es, die Wirklichkeit im Ganzen zu begreifen, also deren absoluten Grund zu erklären etc.

    1044Das setzt voraus, dass der endliche Mensch auch das Unendliche, den „Blickpunkt Gottes“ einnehmend und verstehen kann.

    1045Dies Unendliche wird vielfach verbalisiert; zum Beispiel, dass „alles Getrennte im Grunde Eines ist“; (-> E-Sphäre). Oder, dass alle Wirklichkeit aus einem einzigen unerschöpflichen Ursprung kommt, (-> z, w, z/w) Aber wiederum auch E/Gott als Zielpunkt der Entwicklung und von daher die Erfassung (-> Philosophie) von allem ist.

    1046Diese Auffassung von „Gott“, (der nichts anderes als „E“ ist) hat Schelling noch nicht. Obwohl genau das das Endergebnis des „Idealismus“ ist. Wenn dies nicht der religiöse, monotheistische Gott ist, sondern „das unendliche Leben“, dann meinen wir, dies kann man zweiteilen in objektive Begrifflichkeit (mit E als obersten Fixpunkt, Sein u.ä.) und in Natur (mit z, w, auch E, als „Erstes“).

    1047Dazwischen scheint für Schelling jener zu verbegrifflichende Teil der Natur zu liegen, dem er sich widmet.

    1048Fichtes (weltanschauliche) Entscheidung, bloß das zu betrachten, was „für den Menschen von Bedeutung ist“, die sittliche Aufgabe des Menschen verwirklichend, gilt bei Schelling als ein „völliger Totschlag der Natur.“

    1049Es gilt wp nunmehr, die Natur in ihrer eigenen Lebendigkeit und nicht nur in ihrem Wert für den Menschen zu fassen.

    1050Die Denker des „Idealismus“ verachteten nicht nur Natur – wie zum Beispiel Fichte es tat – sie erarbeiteten eine Systematik des Denkens, die (einerseits) der Natur extrem fremd ist. Aber, aus heutiger Sicht wissen wir, das ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich gibt es zwei Zugänge für „Wissen“ und „Wahrheit“. (Und beide kulminieren im/als „Mensch“/“Subjektivitätsphase“).

    1051Damit ist auch der „objektive Geist“ gegeben (das, was Idealismus genannt wird und das die Natur, zum Beispiel „identifikatorisch erfasst: N-G, E).

    1052Und es ist die Entwicklung. Diese trägt zum Beispiel die Quanten-Problematik (mit S, R etc.) ebenfalls bis in die letzten Winkel der Realität, insbesondere als Gehirnfunktion. So, dass „der Mensch“ beides denken kann: zum Beispiel als Unendlichkeit, N/G, E, I, I/E).

    1053Da ist natürlich die Hinwendung von Schelling zur Natur, (als Naturphilosophie) nur erst ein Anfang. Es geht hier anfänglich um die „Eigenständigkeit“ von Natur. (Erst heute wird diese eigenständig als idealistische Identifikation erkennbar – und auch die Relationalität „von unten“ wird wichtig.

    1054Es geht Schelling nicht darum, die Begriffe und Methoden der Natur-Erfassung nach den vorgegebenen idealistisch-logischen Geistesstrukturen auszulegen, oder gar die Ergebnisse der Naturwissenschaft zusammenzufassen. Er versucht vielmehr, „die Natur als einen einzigen Organismus“ zu deuten. Dabei geht er einige Schritte weiter als es spätere Natur-Philosophen wagten.

    1055Sein vorausgesetzter Begriff von „Lebendigkeit“ hat eher Bezüge zu Alltagsbeobachtungen als zum Beispiel zur mathematischen Axiomatik. Vorzüglich wird die innere Lebendigkeit der Natur „in den Polaritäten sichtbar, von denen sie überall durchzogen ist“ (zum Beispiel Magnetismus und Elektrizität, Männlich-Weiblich, Schwere-Licht)

    1056„In solchen Polaritäten verwirklicht sich die Natur von Produkt zu Produkt als ein großes, lebendes Werden“: Genau das ist wohl ein denknotwendiger Ansatz, der heute mit dem Stand der Einzelwissenschaft abzugleichen ist; also „Wissenschaft“ und Alltag/Philosophie/Denkabstraktion vereinend.

    1057Schon Schelling hat jenes naheliegende „materialistische“ Erkennen begriffen, dass das unablässige Werden der Natur auf das „höchste Naturprodukt“, den „Geist“ zugeht.

    1058Natur als werdender Geist kann aber nur erkannt werden, wenn sich der Geist dann „rückwärts“ blickend, seinen eigenen Werdegang erklären kann.

    1059Und es gibt noch weitere notwendige Ergänzungen, Fragen, zum Beispiel wie ist dies „Werden“ im Detail zu verstehen? Was ist der Unterschied von Natur und Geist? Woher kommt der „Antrieb“ zur Entwicklung, zum Werden der Natur und dann zu jenem „Sprung“ ins Geistige; u.a. Fragen.

    1060Schelling versucht eine Brücke zu schlagen, zwischen den zwei Stadien, das bewusstlose Stadium der Natur und das bewusste des menschlichen Geistes. Indem Schelling in beiden Bereichen die „gleichen Gesetze“ wirksam seiend findet.

    1061So ist für ihn auch das geistige Dasein des Menschen voller Spannung und Polaritäten, Gegensätze und deren Versöhnung.

    1062Aber diese Auslegung der Realität ist letztlich ohne tiefere Kenntnis der Natur; deshalb sind Schellings guter Vorsatz nur Übertragungen geistiger Begrifflichkeiten (zum Teil idealistisch) auf Natur. Naturphilosophie dieser Art, ist Teil der Geistesgeschichte.

    1063Dennoch steht die Aufforderung Schellings, „Natur und Geist“ als einen einheitlichen Prozess zu sehen: „Alle Erscheinungen der Natur, wie des Geistes sind Glieder eines großen Organismus, der aus dem Abgrund der Natur, in dem er seine Wurzel hat, bis in die Geisterwelt sich erhebt“. Was fügt der Idealismus Schellings den traditionellen Vorstellungen hinzu? Für Schelling ist das Entscheidende, dass Natur und Geist unter dem „absoluten Blickpunkt“ betrachtet werden: In ihnen waltet die schaffende Gottheit.

    1064Natur ist nicht nur „beobachtbares Ding“, sondern zugleich ein Ausdruck des in ihm waltenden göttlichen Lebens. Die Natur ist „der verborgene Gott“.

    1065Und die „Vernunft“, der Bereich des Geistes und seiner Geschichte ist „eine Auszeichnung im Hinblick auf die Anwesenheit Gottes in der Wirklichkeit.“ Und „die Geschichte als Ganzes ist eine fortgehende, allmählich sich enthüllende Offenbarung des Absoluten.“

    1066Das „verborgene“ Idealistische ist, nach unserer Meinung, dass „Gott“ als die jetzt als „objektiv“ existierende Form des Geistigen, als „E“ (in seiner objektiven Unendlichkeit -> Leere) (ob „Gott“ genannt oder „absoluter Geist“) angedacht wird.

    1067Schelling verbindet mit dem Gedanken der Verwirklichung Gottes durch den Prozess „durch Natur und Geist hindurch“ die „Kunst“.

    1068Unsere These ist, es ist die Vorwegnahme des Hegelschen Grundprozesses, in welchem letztlich E immer abstrakter erzeugt wird, (die je neue Identität aus der dialektischen Negation der Negation etc.). Bei Schelling ist das noch oder schon „inhaltlicher“.

    1069Weitere Thetik: „Natur“, „Geist“, „Kunst“ sind (ebenso wie „Gott“) zwar abstrakter zu fassen, aber eben nicht nur so wie Hegel es tut, sondern – (die alleinige Herrschaft von N, G, E ergänzend) – durch I, I/E.

    1070Gelingt es jetzt Natur, Geist, Kunst als I, E darzustellen? Das heißt, die vielfachen Verbalisierungen dieser – hier bei Schelling – glaubhaft „I, I/E, E“ zuzuordnen.

    1071„Kunst“: „werdende Gottheit“ (N/G mit dem Ziel („I“) „E“ zu werden), „eine notwendige, aus dem Absoluten („E“) unmittelbar ausfließende (N/G) Erscheinung“, „ewige Offenbarung der Gottheit“.

    1072Was aber wird als diese dynamischen Übergänge, als N/G zusammengezogen, vereint? Die zwei anderen Manifestationen des Göttlichen in der Welt: Natur und Geist. Dann aber stellt sich die Frage, was genau und spezifisch für Schelling sind diese beiden? Dass beide verschieden sind, sieht Schelling sehr allgemein: Sie haben „getrennte Linien“, (die im Kunstwerk zusammenlaufen).

    1073„Natur“ ist in der damaligen Philosophie vor allem die „stoffliche Gestalt“, also E, (das heißt, Gestalt als „Abgeschlossenes“ und „Stoff“ auch als hier nicht weiter zu Analysierender). „Geist“ wird gleichfalls noch sehr ungenau umschrieben, zum Beispiel als „Freiheit“. Wir sehen in diesen Verbalisierungen Beschreibungen von „I“.

    1074„Das Kunstwerk ist die sublimste Tat der menschlichen Freiheit“; eben das trifft auf „I“ und I/E zu. Wo „Tat“ stets auch „I“ und als „E“ die „Umstände“ der Tat (PM, Wissen etc.) sind. „Freiheit“ kommt prinzipiell neben „I“ auch dem „E“ zu, (da aber nur als unendliche Leere – was aber der Idealismus nicht ablehnt).

    1075„I“, E sind die zwei höchst entwickelten Pole im Bereich des Geistes, genau das sagt Schelling vom Kunstwerk, dass es das Höchste im Bereich des Geistes sei.

    1076Aber Schelling meint noch nicht „I“, sondern nur „E“.

    1077So sieht er nur verschiedene E-Entwicklungs-Stufen, die er als „Kunst“ relationiert.

    1078Dass das Kunstwerk zugleich eine „stoffliche Gestalt“ besitzt (neben der geistigen Freiheit an ihr) und damit an „der Notwendigkeit der Natur“ teilnimmt, sieht Schelling nicht nur, sondern misst dem auch theoretische Bedeutung zu.

    1079Wir gehen von einem dynamisch wechselwirkenden Gleichgewicht beider wichtigen Seiten aus. Schelling: Im Kunstwerk kommen Natur und Geist, Notwendigkeit und Freiheit zur Versöhnung.

    1080Damit vereint der Philosoph Schelling was in der Philosophie-Geschichte schon lange aufeinander verwies; und was zugleich als Getrenntes das europäische Geistesgeschehen gestaltet.

    1081Das „Genialische“ besteht in diesem „Sprung“: der wird von uns belegt -> Alle Bereiche haben I, E aus der Entwicklung her. Und die Ästhetik geht nur auffällig mit deren Vereinigung zu „I/E“ den anderen Bereichen voraus.

    1082Schelling spürt unaufhaltsam der Frage nach, wie das Absolute, Gott selber, zu denken ist.

    1083Eine seiner Denkergebnisse ist, „Gott“ muss drei Gebiete umfassen, das des Geistes, des Ich (er nannte es früher das „absolute Ich“) und die Natur.

    1084Was vereint Geist-Natur, Ich-Nicht-Ich, Subjektivität-Objektivität? Schelling macht jenen idealistischen Abstraktionsschritt, den Hegel vollendet; Gott ist die „absolute Identität“, der Punkt der Einheit, der gemeinsame Ursprung aller Gegensätze der Wirklichkeit und ihr gemeinsames Ziel.

    1085Diese „totale Indifferenz“ nennen wir E.

    1086E ist die Abkürzung aller jener Umschreibungen als die philosophisch-verbalibare Grundstruktur. Ausgehend von „Erster Physik“ (z, w) bis zu völligen Abstraktion („OG“). Und, vor allem bei uns ist das Durchhalten des „E-Prinzips“ verbunden mit de E-Entwicklung, das heißt ohne E-Genese, (und I -> I/E), ist die idealistische Einsicht noch unvollständig. Hegel freilich nennt jenes indifferente Absolute, wo „Gott und Universum eins“ sind verfehlt, denn die Eigenständigkeit des endlichen Wirklichen und alle Unterschiede der Dinge verblassen dadurch.

    1087Hegels Werk baut auf N-G und/zu N/G auf; auf den Denk-Methoden, die die Negation ebenso hochhalten wie die unendliche dialektischen Beziehungen zwischen den E (was immer das sein mag). Und Schelling macht sich dagegen gerade über diese E-Sphäre-Struktur (wie immer impliziert) seine Gedanken; und er kommt zu dem Schluss, das E-Phänomen durchzieht alles – und bildet deshalb auf einer Meta-Ebene, als eine neue und höhere philosophische Idee.

    1088Übrigens, Hegels „absoluter Geist“ und sein Unendlichkeits-, Identifikations-/Identitätserzeugungs-Verfahren muss ebenso zur E-Sphäre führen.

    1089Schelling sieht neben „Gott“ (Trinität, = objektiver Geist) noch die Dinge als wirkliche, von denen es „zweifelhaft ist, ob man sie letztlich aus Gott herleiten kann“. Das bezieht zwar „E“ mit ein, („Dinge“ als Existenz), aber es meint auch die Subjektivität, als das, was „das Erfahren“ der Dinge ist. Die Wirklichkeit der Dinge und der Natur ist oft „das Irrationale und Zufällige“, „die unordentlichen Geburten des Chaos“, die „innere Selbstzerreißung der Natur“. Wir meinen, Natur ist grundsätzlich I/E – und die Subjekte erkennen das; vor allem die I-Seite, denn zur Subjektivität gehört I-E als Erkennen, Herstellen etc. von I und E.

    1090Wenn es Schelling scheint, dass „die Gottheit über einer Welt von Schrecken throne“, weil es „im Gebiet des Lebendigen viel dunkle Sucht und Begierde“ gibt, dann spricht er – in dieser philosophisch-literarischen Weise – genau die Differenz von E („Gott“) und I, I/E an; und er zeigt die Ferne, wissenschaftlich und philosophisch, die noch zur I-Anerkennung besteht.

    1091Ebenso wird zum Beispiel noch nicht die philosophische Konstitution der Subjektivität, des Menschen gesehen: I-E plus I/E (das heißt, dass er jene Entwicklungsphase darstellt, auf der I von E „ideal“ getrennt werden können, um deren dadurch mögliche tendenzielle unendliche Entwicklung zu beginnen. „Unterhalb der Heiligkeit des menschlichen Geistes, findet sich ein vernunftloser Drang“: I-E.

    1092Warum sieht diese Philosophie nur die „negativen“ Gefühle, Ziele?Nach den Hoch-Idealismen (alle Philosophen zuvor sowieso) verstärkte E (Gott) die N-G-Methodik naiv dadurch, dass die I/E-Gebiete, wie die Emotionen und die E in fürchterlichstem Maße abgewertet wurden; wobei aber schon klar war, die Subjektivität ist auch I-E-Trennung (und daher unendliche „Freiheit“, unendliche Erfindung der Welten): „Das menschliche Dasein ist eine Leben der Widerwärtigkeit und Angst“, „selbst die Freiheit, dieses vornehmste Kennzeichen der höheren Natur des Menschen, erwächst aus dem Irrationalen“, die „Welt der Geschichte bietet ein trostloses Schauspiel dar“, „Unseligkeit alles Seins“, etc. Abgesehen von der pragmatischen (alltagsphilosophischen) Seite, dass Schelling da Recht hat, galt es, langsam mal auf modernere Philosophie zu kommen. Er versucht es sogar: Schelling zieht daraus die Konsequenz, dass „Gott“ auch jene Dinge und Geschehnisse, die der Einfügung in „das Absolute“ widerstreiten, aus Gott erwachsen. Gott ist dann eine in sich selbst widersprüchliche Einheit.

    1093Es zeigt sich da jenes Gleichgewicht zwischen Dualität und Monismus, das Hegel auf die Spitze treibt, das aber bis heute nicht einleuchtet. Dennoch ist es das beste „idealistische“ Modell. Es hat die zwei Hauptgedanken; es zeigt diese als jenen dynamischen Antrieb, der gebraucht wird; (jede Dualität strebt stets wieder nach ihrer „Aufhebung“ im nächsten „Einen“), usw.

    1094Und Schelling deutet die Verbindung zur Natur an, (Gott hat die „Natur“/den „dunklen Grund“ neben dem „Geist“ in sich).

    1095Es ist die „idealistische“ Modell-Abbildung des physikalischen Modells von den zwei Quanten-Zuständen: z, w, R, S = (Dualitäten), z/w, S/R = (Monismen), etc. Das, was wir als „Entwicklung“ bezeichnen, hat Schelling – mit Hilfe der emotional-rationalen Vorarbeiten, zum Beispiel von Mystikern wie Jakob Böhme – auch schon als Projekt versucht. Aus jenen beiden Ur-Momenten, (Gottes „unergründliche“ Freiheit und „der dunkle Grund als Drang“) was zu Gottes Weltwerdung wird.

    1096Als Trennung der noch bezogenen Urmomente, wo jener „Drang“ zur „Natur“ wird und zum freien Geist.

    1097Interessant sind diese (auch hier wieder metaebendlich) erscheinenden Basisgedanken („Zweiheit“ aus „Trennung“ einer „Einheit“; die angedeutete Bewegung und ihre zwei Richtungsarten; die Entwicklung als Kern; auch angedeutet „mystische“ Größen wie Unendlichkeiten /Übergänge).

    1098Das, was Hegel rational und konsequent schematisiert, wird hier noch in jenen Konkretheiten gelassen, die für die moderne Philosophie wichtig werden. Bei Schelling kommen mehrere philosophische Grundströmungen zusammen. Wenn er behauptet, dass die Gottheit „aus ihrer Selbstentfremdung wieder zur Einheit mit sich selbst zurück strebt“, dann ist das der idealistische Grundschematismus des „objektiven Geistes“.

    1099Wenn Schelling das inhaltlicher macht, dann ist das die Entdeckung der Subjektivität, (immer noch recht „idealistisch“). (Wir: der Mensch = „I-E-getrennt zu I/E-kohäsiv verbunden“. Schelling: Im Menschen „ist der tiefste Abgrund und der höchste Himmel.“ Er erreicht die äußersten Möglichkeiten der Freiheit – zum Beispiel als Abkehr und als Zuwendung zu Gott. Die Denkfigur, die Schelling schließlich erarbeitet, steht dem „absoluten Geist“, den Hegel als Krönung seiner Philosophie sieht, nicht nach.

    1100Es ist jene umfassende Denkfähigkeit, die wir als „N-G zu N/G und I-E zu I/E“ umschreibend modellieren (–> z, w). Sie „konstituiert“ „den Menschen“, die Entwicklung usw. Damit haben wir eine vermittelnde Stellung zwischen Schellings relativer Konkretheit und Hegels Abstraktionen. Schelling: „Mit dem Menschen beginnt die Rückkehr des abgefallenen Teils der Gottheit in den Ursprung und damit die Aussöhnung von Drang und Geist in Gott; eben damit wird auch die endliche Welt wieder in das Unendliche zurückgenommen.“

    1101„Die große Absicht des Universums und seiner Geschichte, ist keine andere, als die vollendete Versöhnung und Wiederauflösung in die Absolutheit.“

    1102Am Schluss versucht Schelling ein Gesamtsysteme derart zu finden, dass die Wirklichkeit der Dinge als Selbstoffenbarung Gottes, als Wirkung seines freien und unbegreiflichen Tuns, zu verstehen ist.

    1103Das kann als eine Verbindung – und damit „Betonung“ – von „E“ gesehen werden.

    1104„E“ ist – in seinem Ergebnisstatus der ganzen Entwicklung und insbesondere der Abstraktionsarbeit des subjektiven Geistes selbst objektiver Geist – „Gott“.

    1105Und E ist „alles“ andere, denn als philosophischer Geist kann man nur Identitäten haben (wer etwas anderes – als Idealist – zu „haben“ glaubt, irrt, es gibt nur „Identisches“).Wenn Schelling behauptet, „Philosophie“ könne man nur betreiben, wenn man alle Hoffnung, Verlangen, Sehnsucht, das Wollen los ist; und ebenso nur dann, wenn man nichts wisse, so deutet er damit auf die Relativierung von alle bisherigen „E“ und „I“.

    1106Das eigentlich Neue je Moderne überholt stets das Alte völlig.

    1107Die E-Entwicklung, deren Beschleunigung hat erst begonnen.

    1108Das gilt erst recht für die I-Sphäre, deren Unendlichkeit damit implizit angedeutet wird. Die Beschimpfungen Hegels durch Schopenhauer sind die Quittung für jene, von Hegel bis zur Vollendung getriebenen Einseitigkeiten in der Entwicklung des „absoluten Geistes“.

    1109Denn, das hat ebenso zur Folge, die I-Seite zu eliminieren.

    1110Unrecht war es von Schopenhauer insofern, als Hegel – quasi nebenher – durchaus auch einiges für die „I-Sphäre“ getan hat.

    1111Wenn I, I/E also, fallen, kann das „von außen“ als „hohler Wortkram, sinnloser Gallimathias, rasende Wortgeflechte, Kopfverdreher“ etc. angesehen werden; auch als „Unsinn, Frechheit, Aberwitz“.

    1112(Damals dachte man sich bei den Beleidigungen noch etwas Inhaltliches, es war nicht nur emotionales Ventil).

    1113Im „philosophischen Grunde“ ist die Verachtung, die Schopenhauer dem Hegel ausspricht, (und die – eher verwirrt – bis heute „Hegel“ entgegengehalten wird). (zum Beispiel als „Absurditätenlehre“, der Unsinn geschmiert hat, wie kein anderer je vor ihm“, über den die Zukunft „die Wahrheit ans Licht bringen wird“, der schon jetzt mit starken Schritten der Verachtung entgegen „gehe“ und welcher „der Nachwelt das unerschöpfliche Thema des Spottes über seine Zeit“ liefere), quasi „berechtigt.“

    1114Denn es geht um das Verhältnis von E-Sphäre zur I-Sphäre. Die E-Sphäre tendiert qua ihrer prinzipiellen Struktur. (-> siehe „Abstraktion“), einer Vollendung zu; Hegel ist ihr höchster Meister; und in unserer Zeit, noch unabsehbare lange, ist es die Erarbeitung der E-Vollendung. Schopenhauer aber eröffnet zaghaft und vorbewusst die neue, zukünftige Sphäre der inhaltlichen Unendlichkeit, die unendliche I-Sphäre (als philosophisches Projekt). Sie war schon immer da. Aber Hegel konnte sie nicht berücksichtigen in dem, was er zu tun „gezwungen wurde.“Wie steht die „Nachwelt“ zu Hegel?

    1115Sein radikales Vorpreschen in der Untersuchung des objektiven und absoluten Geistes, ist nicht strittig. Aber intuitiv merkt die Community der Denkenden, da werden sehr viele Bereiche, Einzelwissenschaften (von der Physik bis zu Psychologie, Gesellschaftswissenschaft), Pragmatik u.a. philosophische Bereiche noch weiter vernachlässigt als schon zuvor, als die „philosophische“ Durchdringung der Welt fehlte.

    1116Ähnlich geht es allerdings zum Teil auch bei Marx, der zwar Hegels Defizite zu kompensieren beginnt, aber ob beider geistiges Vorschnellen werden auch Marx, Engels in der Bedeutung ihrer philosophischen Tiefen wenig ausgelotet.

    1117Hegel will die Tiefe desjenigen ausloten, das uns als Wirklichkeit umgibt. Er vereint dabei drei „Seiten“: Die „Wirklichkeit“; sie zu analysieren, ist bis heute die Aufgabe der Wissenschaften. Das Wissen war zu Hegels Zeiten gering und vom Ansatz her mechanistisch-positivistisch.

    1118Aber Hegel hat etwas in der Hand, das die europäische Philosophie und Wissenschaft seit jeher zu Werkzeugen großer Effektivität gemacht hat, das was wir den „objektiven Geist“ nennen; bei Hegel „absoluter Geist“

    1119(dessen Vorformen „objektiver Geist“). Dessen Vollendung betreibt er maximal.

    1120So zeigt Hegel – eher indirekt – wie „der Mensch“ zu dieser begrifflichen Behandlung der Welt fähig ist. Und, dass diese begriffliche Behandlung (die sogar als absoluter/objektiver Geist irgendwie vom Menschen mitgestaltet wird), „universell“ in dem Sinne ist, dass damit auch das Leben, konkretes Dasein etc. in einer spezifischen Weise „systematisch“ erfassbar ist.

    1121Kant sah die ethische Zweiteilung (in Kultur, Gesellschaft) in der „Neigung“ (= „I-indiv) und „Pflicht“ (= „I-gesell) als sehr wichtig an. Aber er vermischte diese allerdings doppeldeutige (Form-Inhalt) Erkenntnis noch, so dass die Inhalte überwogen: „Das empirische Ich“ habe „verwerfliche Neigungen“.

    1122Hegel rettet sich auf der formalen Seite. Er gewinnt die „Einigkeit des ganzen Menschen“: Die „Liebe“ ist die dialektische Einheit des sittlichen Wesens des Menschen, das auch seinen natürlichen Neigungen entspricht.

    1123Hegel geht schon hier derart vor, dass er zwar die „Emotionalität“ beschreibt, („Liebe“ ist deshalb I/E-, N/G-Einheit, weil die Emotionen zwischen Natur (strenge I/E) und Rationalität (= I-E) angesiedelt ist), aber es vermeidet, „I“ rein zu benennen (wie Kant es noch tut). Die Dialektik zwischen den „I“ wird wohl schwieriger?

    1124Der Interessen-Kampf hebt sich nur über die weitere E-Entwicklung auf. Auch Hegel sitzt (nach „Kant“) dem Denkfehler auf, dass abstrakte Prinzipien, wie die „Dialektik“ deshalb nicht eine Sache „der philosophischen Reflexion“, sondern wesentliches Strukturmoment der Wirklichkeit sei, weil er die „Dialektik“ aus der Betrachtung eines konkreten Phänomens, (der „Liebe“) gefunden hat.

    1125Man muss das als „angreifbaren“ Annäherungsversuch sehen – (-> „großer Kreis“, absolute Ideologie) -, es gibt im Prinzip keine andere Möglichkeit, Aussagen über die Wirklichkeit zu machen, als derartige. Aber man sollte (-> Kant) eingestehen, dass man höchstwahrscheinlich stets schon als Wahrnehmender, Denkender in sich alle diese Strukturen, Funktionen (Natur, objektiver Geist) hat, die man dann „in der Welt“ sieht. Dann werden windige Vorannahmen aufhebbar, wie die, dass „abstraktes Denken“/philosophische Reflexion weniger vertrauenswürdig sind als emotional-empirische Verfahren. Dass man für Hegel den Mechanismus der (idealistischen) Dialektik am Beispiel „der Liebe“ sehr gut verdeutlichen kann, hängt auch damit zusammen, dass es hier um emotionale Zusammenhänge geht, – (-> es wäre daher auch für die materialistische Dialektik ein genauso gutes Beispiel zur Veranschaulichung geworden). „Der sich setzende, selbstgewisse Liebende, geht aus sich heraus, gibt sich der Geliebten hin, wird sich selber fremd. Die Geliebte als Antithesis zu ihm, „nimmt ihn in Anspruch“, negiert ihn. Und genau das wollte der Liebende, er vergisst sich in der Geliebten und erfüllt sich, steigert sich in seiner Emotionalität.“

    1126Dieser Nachvollzug ist einer der engen I/E-Relation. Der – bezeichnenderweise – weder genauer auf die E eingeht noch auf die I. Die erreichte Synthese ist die der emotional-biologischen „I“, nicht aller möglichen „I“. Daher wohl nicht zu verallgemeinern; bzw. Hegel verallgemeinert das schon, nur sieht und abstrahiert er dabei von der eigentlichen Schwierigkeit ab, dass die „I“ inkompatibel sein können, (das ist nämlich ihre prinzipielle Struktur und Funktion). (Noch Haberrmas doktert daran herum -> „Kommunikation“).Hegel will anhand der „Liebe“ zeigen, dass der dialektische Prozess ein objektiver ist, ein Geschehnis in der Wirklichkeit. Da hat sich Hegel die schwierigste Argumentation ausgesucht. Hier im Psychologischen wird zwar Entscheidendes vorbereitet, nämlich der Übergang von der handfesten „Wirklichkeit“ zum Geistigen. Aber von der sachlichen Seite her, war damals wenig über die psychologischen Abläufe bekannt.

    1127Leichter ist die biologisch-psychologische Interpretation der „Liebe“ auf dialektische Mechanismen zu bringen: Fest steht, es gibt zwei biologisch entgegengesetzte Ausgangseinheiten (Mann, Frau), welche notwendige Relationen haben, um ein Drittes (Kind) zu erzeugen. Und diese Relationen erzwingen genau jene von Hegel geschilderten Grundeinstellungen – („Liebe“ mit selbstbewusster Selbstaufgabe etc.), um die Fortpflanzung zu optimieren. Für Hegel ist „die Liebe“ ein Grundvorgang der Wirklichkeit; vor allem für das als „Leben“.

    1128Hier erweitert Hegel seine Beobachtungen im Emotionalen (= I/E, N/G) auf das Biologische. Und er steigt – spontan – in jene „Entwicklung“ ein, die wir von der „Ersten Physik“ an sehen. Allerdings kommt Hegel „von oben“ – (-> „großer Kreis“) -, vom Verbegrifflichungsversuch der Emotion her.

    1129Dass es um „I/E“ geht, zeigt zum Beispiel Hegels Bemerkung, dass sich hinter der Liebe „ein unendliches All des Lebens“ auftut. Und die Grenze der idealistisch-verbegrifflichenden Methodik zeigt sich auch in jenem Moment, als Hegel auf die Natur stößt: Dort wird das Leben (das der Grund der Liebe ist, welche noch einfühlbar ist), zum „Alleben“, das „Wirkliche in allem Wirklichen“, der Seinsgrund, als das „absolute Leben“.

    1130Also, es fehlt an analytischer Durchdringung des Biologischen; die Wissenschaft hilft bis heute da zwar weiter – für Psyche und für „Leben“ fehlt aber immer noch das, was Hegel nur allgemein formuliert. Denn Hegel wird alles zur Manifestation des „einen Absoluten“. Diese Grundintention ist kennzeichnend für ein allgemeines (hier geistigesgeschichtliches) Entwicklungsstadium/-phase, deren Vollender Hegel ist. Jenseits verschiedener Verbalisierungen (von Platon an), ist es der E-Gedanke.

    1131Das zutiefst „Metaphysische“ daran sind die E-Sphären-Strukturen: Dass E (Sein, etc.) allem Dasein (zum Beispiel dem „Denken“), allem „Realen“ „zugrunde liegt“; besser wohl, dass man „unter anderem“, aber stets auch die E-Kategorie in Allem herausarbeiten kann.

    1132Dazu die E-Entwicklung, der Eigenantrieb seiner Entwicklung usw. Hegel meint noch (konsequent innerhalb der E-Sphäre), dass E das „eigentlich Wirkliche“ ist.

    1133Aber sein Konzept des „absoluten Geistes“ muss durch unseres, das des „objektiven Geistes“ ersetzt werden: Es muss zum Beispiel die Physik deren (begriffliche Problematik) etc. und das „I“ enthalten. Die Philosophie (auch der Alltag) bis in Hegels Zeiten, hatte ja die Tatsache des „Absoluten“ nur erraten, intuitiv, offenbarend-glaubend und ähnliches Mit Hegel (und Kant) setzen die Versuche ein, handfeste Beweise vorzulegen.

    1134Zunächst auf der Basis der hochentwickelten Begrifflichkeit (Erweiterung der Logik).

    1135Die materialistische Philosophie macht das parallel, ihr Absolutes ist „die Materie“.

    1136Aber ohne die zuvorige breite Entwicklung der Kenntnisse (als Tätigkeit der Einzelwissenschaften) war der nächste Fortschritt in dieser Richtung erst mal auf Hegel angewiesen. Also bevor eine wissenschaftlich fundierte – (Ziel aller Wissenschaft -> E-Vollendung) – Darstellung des „Ganzen“ gegeben werden kann, hat Hegel ein Modell im Begrifflichen, als eine wichtige Grundstruktur entworfen. Hegel meint, dass „Leben“ zeigt die gleiche philosophisch-dialektische Struktur wie es seine „vorzügliche Äußerung, die Liebe“ zeigt. Hier psychologisiert er nicht nur, sondern erweitert auf eine Sammelkategorie, die praktischerweise alles enthält, (biologische, psychische, kulturelle, soziale begriffliche, etc. Strukturen). Es ist wohl richtig, dass dort überall jene vom Menschen begrifflich fixierte, aber durchaus auch konkret vorhandene Strukturen zu finden sind; wie zum Beispiel „Vielheit, Bezogenheit, Gegensätze, Einheitsbildung, Dialektik“ dieser verschiedenen Relationen, auch Kreativität und ähnliches

    1137Aber das eigentliche Problem bleibt – und ist nicht durch eine derartige phänomenalistische Sicht und Ausweitung auf „alles“ zu lösen: Wie hängen jene begrifflichen Strukturen mit denen der konkreten Welt zusammen; warum gerade diese Funktionen, Strukturen; woher kommen sie?

    1138Dass solche Systeme wie das Hegels zur „philosophischen Theologie“ werden, ist zwar als „Vorwurf“ zu verstehen, aber eben auch nicht. Wenn Hegel sagt „das All-Leben ist die Gottheit“ und „Alles lebt in der Gottheit; sie ist das unendliche Leben“ dann betont er (zum Teil noch in traditioneller Verbalisierung) „E“, das „alles“ durchzieht und unmittelbar mit der „abstraktesten“ Form der Unendlichkeit (nämlich der „leeren“ Variante) gleichzusetzen ist.

    1139Der „Vorwurf“ kommt von außerhalb der notwendigen Hegelschen Systematik: Die Genese von E (dessen Entwicklung) in den/als Wissenschaften; als I, I/E. Und dann steht E, „Gott absolut vornehin an die Spitze der Philosophie“ nicht da, wie Hegel es sieht.

    1140Der Gott des Christentums ist eine „Sammelkategorie“ (persönlich, transzendent, Schöpfer etc.).Wobei – und trotz innerer Widersprüche – der philosophischen Notwendigkeit gefolgt wird, diese sonst (noch) nicht klärbaren Grundbegriffe, (wie zum Beispiel Mensch/Persönlichkeit, Transzendenz, Schöpfung etc.) irgendwie zu bestimmen, in den philosophischen Griff zu bekommen.

    1141Hegel macht das nicht mit, seine ganze philosophische Arbeit ist prinzipiell anders ausgerichtet.

    1142Deshalb ist sein „Gott“ zwar „Geist“, aber auf der „höchsten Stufe“, das Absolute; weit weg vom Geist des Menschen, (der nur irgendwie etwas mit dem absoluten Geist zu tun hat).

    1143Hegel: „Der menschliche Geist ist die vornehmste Darstellung Gottes in der Welt“. Warum ist dieser „Übergang“, Zusammenhang so unklar beschrieben? Weil der „Übergang“ einer ist, der nur durch unendliche Beschreibungen zu bewältigen ist.

    1144Hegel meint, das Absolute ist der Geist, dies ist die höchste Definition des Absoluten, und „Gott“ ist der absolute Geist“.

    1145Das alles kann als Kreisschluss angesehen werden. (Die Gleichsetzung Gott = Geist ist sowieso nur eine Verbalisierungs-Variante; man kann allerdings diesen objektiven Zwang zur Abstraktion durchbrechen – wie es alle Religionen tun – um neben dem „Höchsten“/“Abstraktesten“ auch noch andere wichtige philosophische Begriffe, Eigenschaften im Gottes-Begriff unterzubringen.

    1146Aber diese geistige Strategie hat denselben Fehler wie die Hegels. Beide liefern sich unreflektiert einem objektiven Geschehen aus, dass wir „Entwicklung“ nennen: Die Religionen, indem sie das „Nicht-Abstrakte“ irgendwie auch für wichtig halten (ohne tiefere Begründung, die in der Einordnung in die „Entwicklung“ bestehen müsste); Hegel indem er (unreflektiert) jene „Entwicklung“ (zum Beispiel als Abstraktion) als selbstverständlich voraussetzt.

    1147„Entwicklung“ ist zum Beispiel Verlust von S-Kräften; warum sollte das eine „Höher“-Entwicklung sein? Oder was ist mit der Systematik (die Hegel für „den Geist“ ausarbeitet) aller vorgeistigen Phasen, also der Basis von Geist, „Basis“ aber kann als Höheres angesehen werden. Hegel sieht – und hat den Mut, es auszusprechen: Da man „erklären“ will, vielleicht auch „verstehen“ will, ist alles Weitere nur eine zirkuläre Ausdifferenzierung dieser Vorentscheidung: Dann „ist“ die Welt „Geist“, „das Geistige allein ist das Wirkliche“.

    1148Diese innere Notwendigkeit des Kreisflusses ist die der E-Sphäre. Hegel „macht“ den Fehler, kein Metasystem dazu bilden zu wollen; (was übrigens innerhalb der E-Sphäre zwar möglich ist, aber zur unendlichen Leere tendiert; genauer, dass dieses Verfahren, das den Kern der E-Sphäre darstellt, von Hegel ja intensiv praktiziert wird – und dessen ersten Ergebnis die Elimination aller nicht-geistigen Elemente (I, I/E, etc.) ist.

    1149Heute kommt es darauf an, die Notwendigkeit der E-Sphäre, ihre Genese und daher „z“, „w“, die Entwicklung bis I, I/E zu modellieren. Wie sich „Gott“ als Natur und als Mensch, menschlichen Geist, darstellt, ist die eigentliche philosophische Aufgabe. Für Hegel gibt es da nur einen Weg, den dreien einen gemeinsamen geistigen, idealistischen Kern zuzuordnen.

    1150Aber das ist weder so genau, exakt geschehen wie es die Sache erforderte, noch ist dies der einzige Weg.

    1151Für Hegel ergibt die „innere Notwendigkeit“, dass die Gottheit zur Welt wird durch das „methodische Verfahren“, der „Dialektik“, und der allgemeinen Einsicht, dass „Leben“ (als Natur und Mensch), „gleiche innere Struktur“ haben. Aber welche? Und gibt es da wirklich keinen Unterschied zwischen den dreien? Hegel umschreibt das: „Der Grundbegriff des absoluten Geistes ist die versöhnte Rückkehr aus seinem anderen zu sich selbst“; Wir: N-G, E: „E“ ist das „Ziel“ beider Bewegungen; „N“ als die „Bewegung“ des „Anderen“; „G“ die Bewegung, die – auf einer Metaebene zu N – dieses N (und das „Andere“ als E`) doch wieder philosophisch vereint; das heißt zum Beispiel auch „das Andere“ muss als „E“ letztlich gedacht werde. Und „N“ ist wie auch „G“ eine „Relation“, und solche „verbindet“ stets, egal auf welche Weise, zu „E“.

    1152Zu den von Hegel (am besten) erarbeiteten geistigen Mechanismen ist einiges zu sagen.

    1153Zuerst kann man sie nochmals darstellen, was aber hochkomplex ist. So weit es um das „Geistige“ geht. Und dies ist (aus bestimmten Gründen) extrem „flexibel“.

    1154Diese „Flexibilität“ umfasst vom „Nichts“, über das Sein, das Seiende bis zu den Unendlichkeiten“ alles.

    1155Vor allem aber die Probleme der „Übergänge“ zwischen den Begriffen, Methoden.

    1156Für uns stellt sich dann die Frage, warum ist das und woher kommt es. Warum sollte dieser Mechanismus, das System (in seiner behaupteten Objektivität) einmalig sein, warum nicht willkürlich konstruiert sein, etc.? (Solches Fragen gilt natürlich auch zum Beispiel für „die Logik“ vor Hegel). „Gott ist von sich selbst unterschieden zu sein und zugleich mit sich identisch zu sein“, wp heißt das, Hegels Theorie bewegt sich um E, G, N. Deren letzte, abstraktere Züge werden von Hegel erarbeitet.

    1157Dass sie die „Letzten“ sind, sieht man daran, dass sie in Paradoxien und da vor allem in der Identität von Sein und Nichtsein münden. „Paradoxien“ und ähnliches werden dabei „bestimmt“ von den Denkstadien her, die noch nicht ganz so abstrakt sind.

    1158Anders gesagt, nach noch „weiter oben“ führt (bei Hegel, idealistisches Denken) kein Weg mehr. Der „absolute Geist“ ist damit bereits erreicht. Für die moderne Physik und Mathematik – und vor allem auch aller Kulturwissenschaften – aber zeigt sich durchaus ein noch erweiterter begrifflicher Raum.

    1159Hegel geht vom menschlichen Geist aus. Er fragt, was ist das Charakteristischste am menschlichen Geist. Und er antwortet, dass der Mensch sich seiner selbst bewusst ist; „Geist ist vom Wesen her Selbstbewusstsein“.

    1160Wir erweitern das: Subjektivität kann I – E trennen und dadurch beide „verstärken“; bis ins Unendliche“. Der Mensch kann auch I/E und N/G als endliche verstehen. Das gilt auch für die Unendlichkeiten von „I“ und „E“ als deren Herkommen aus den z und w der Natur und deren Gesetzen.

    1161Damit aber wird auch „Gott“ wieder ins Spiel gebracht, (-> das „innere philosophische Geschehen“ in „Gott“) sowie verallgemeinert der „objektive Geist“, das heißt, die unendlich abstrakten Erfassungen, die zum Beispiel als „E“, „I“, auch „z“, „w“ etc. (alle Begriffe) die Basis der Begrifflichkeit bilden.

    1162„Vernünftig“ scheint zu sein, den „göttlichen Geist“ als Arbeitsprodukt des menschlichen Geistes zu verstehen. Warum aber hat Philosophie, einschließlich Hegels, es umgekehrt gesehen: „Die vornehmste Manifestation Gottes ist der menschliche Geist, der als „Bild“ des göttlichen Geistes anzusehen ist“?

    1163Die Existenz eines „objektiven Geistes“, als objektive Begrifflichkeit und nicht als Personifikation, ist die gemeinsame, historische Grundüberzeugung, der menschlichen Weltgemeinschaft.

    1164Was fehlt, ist „der Beweis“, der als Abteilung, Entwicklung aus der „Materie“ erfolgen müsste – und der nur dadurch „beweiskräftig“ ist, dass damit ein „Kreisschluss“ (Materien – Eigenschaften – Geist – Materie) erfolgt.

    1165Alle Philosophen, auch Hegel bringen mehr oder weniger klare Beweise für die Existenz jenes „objektiven Geistes“. Zum Beispiel: Das Charakteristische des menschlichen Geistes ist, dass der Mensch sich seiner Selbst bewusst ist; Geist ist von seinem Wesen her Selbstbewusstsein, -> E als I/E.

    1166Hegel versucht Zweierlei zu vereinen, Identität (E) und Entwicklung. Das ist nur möglich, wenn man „E-Entwicklung“ postuliert; wobei es eine Höherentwicklung gibt, die nicht endet. Sowas kann nur ein unendlicher Prozess sein, der Hegelsche „Absolute Geist“ daher nur die leere Unendlichkeit der „Existenz“.

    1167Weil Hegel zwar sein Gesetz auf E baut „Herausgehend, sich auseinanderlegen und zusichkommen“ (genannt Dialektik), auf endlicher Erfahrung gründet; (zum Beispiel dem menschlichen Selbstbewusstsein), aber dessen Antrieb er nur als geistigen sieht.

    1168Aber zum Beispiel ist dieser Mensch, dessen Selbstbewusstsein sich ja auch ständig verändert bis er eines Tages tot ist, ein biologisch-, materialer – und der Antrieb zu seiner dialektischen Entwicklung ist es ebenfalls, zumindest „auch“.

    1169Zudem fehlt die „I-Komponente“ bei Hegel.

    1170Hegel ist gezwungen, irgendwo zu beginnen, die Thesis, das Sein, das Selbstbewusstsein etc. sind solche Anfangspunkte.

    1171Dabei muss klar sein, trotz als Folgendem – dass der Identitätsgedanke schon vor dem Prozess vorhanden ist.

    1172Bei näherem Hinsehen, auch konkretisierbar als individuelles entwicklungspsychologisches Übergehen vom „dumpfen Gefühl“ des Selbstbewusstseins als „auf sie selber aufmerksam werden als auf etwas Fremdes“. Die „einfache Erfindung“ des Daseins wird abgelöst durch Selbstentdeckung. Oder: Dies „dumpfe Gefühl“ (I/E) wird als Unendlichkeitsprozesse – intuitiv – erkannt und umgewandelt in N-G, I-E. Das heißt aber nichts anderes als man erkennt „Fremdes“; wir, N/G, I/E werden durch N-G-Verfahren getrennt in E und I;

    1173Aus der doppelten Unendlichkeit (die vielleicht besonders undurchsichtig ist) wird eine einfache Unendlichkeit, die von „G“ und daher von „E“, das heißt jene der „leeren unendlichen Existenz.“

    1174Hegels Beschreibungen der „Dialektik“ gehen aus (und beziehen sich dann auch noch im Abstrakten darauf) von konkreten Überlegungen, zum Beispiel wird (im 2. Stadium) der Mensch „auf sich selber aufmerksam, er fängt an, sich selbst zu entdecken“; wir fragen, wie kommt das, was ist der Anstoß dafür, die Richtung und die „Kraft“/der Antrieb dazu?

    1175Genauso gilt es „Psychologismen“ zu hinterfragen; wenn Hegel dann fortfährt: „Der Mensch/Geist erblickt sich selber, aber es ist ihm, als sei das was er erblickt, etwas Fremdes“.

    1176Wir: Wie ist diese Entfremdung in der Selbstanschauung des Ich möglich? Diese Trennung in das anschauende Ich und das angeschaute Ich?

    1177Diese „Fremdheit“ kann man als jene unendliche Leere ansehen, die in N-G beide trennt. Aber woher entsteht sie? (-> Entwicklung versus die „immer schon vorhandenen N-G als objektive Geisttrennung).

    1178Wir meinen eine solche „Antithesis“ (ob konkret, wie hier die „Selbstentfremdung“ des Menschen, der sich wie von außen mal selbst betrachtet, oder ob ganz allgemein) kann nur ihren absoluten Sinn – (also, dass es sie überhaupt gibt) – durch Zweierlei, – („großer Kreis) – erhalten: Von den Trennungen und den Identitäten im „objektiven Geist“ (modelliert als „N-G“ und „I-E“).Und von der Materialität/Natur/Physik,z,w, sowie über die/alle der „Materialität“ zugehörigen Entwicklungsphasen. Erst damit wird „Hegel“ sinnvoll ergänzt.

    1179Auch in der nächsten Phase – (die ja eine in einer Kurzform der Entwicklung ist) – die die Versöhnung als Vollendung des Selbstbewusstseins desjenigen Menschen ist, der in der Selbstanschauung entdeckt, das bin ja ich selbst; Anschauender und Angeschauter sind das gleiche Ich. Da ist unklar, woher der Antrieb, dazu und dessen Richtung kommen; das Normale (weil ökonomisch energiesparend, sogar Entropie) wäre, dass der Mensch in sich ruhend bleibt (1. Phase) oder selbstentfremdet (in der 2. Phase) bleibt. Allgemein gesagt: Was treibt die E-Entwicklung an?

    1180Die „Dynamik“ als solche ist ein zentrales idealistische Denkgebilde. Das heißt aber, wohin führt die E-Entwicklung?

    1181Ebenso die „Form“ dabei: Warum dieser 3-Schritt/Dialektik?

    1182Sie ist nur sinnvoll zu erklären, wenn ihre eine „Zweiheit“ fundierender Art zugrunde liegt: z, w; I, E; N, G (welche zugleich zum Beispiel auch diese Dynamik, R, S, haben).

    1183Tatsächlich ist es so, dass der „objektive Geist“ (als objektive E-Entwicklung und deren Endergebnis das abstrakte Grundgerüst: E, N, I, N/G) in jedem Normalmenschen (gehirnfunktional) besteht. Und der Mensch ordnet sich und seine Entwicklung eben anhand dieses „geistigen Werkzeuges“ so ein, wie Hegel das schildert.

    1184Wenn Hegel das zum Grundprinzip der Realität erhebt (indem er es beim „göttlichen Geist“ und beim „absoluten“ geistigen System auch erkennt), dann hat er nur deutlicher erkannt, was er zuvor bereits schon auf „den Menschen“ anwendet und was eigentlich die Definition von „Mensch“ ist. Damit widerspricht er eigentlich dem christlichen Gottesbegriff gar nicht. Hegel ergänzt diesen Gottesbegriff, der letztlich das statische E ist, dadurch, dass er dessen Genese („inneres dialektisches Wesen, dessen Entwicklung, hin zum vollen Bewusstsein ihrer selbst, zur Entfaltung seines vollen Wesens; der absolute Geist, „das ewige sich selbst gleiche Wesen, das sich ein Anderes wird und dieses als sich selbst erkennt“.

    1185In einer objektiven Entwicklung durchläuft das was „rückblickend“ „E“ genannt wird, alle Entwicklungsphasen.

    1186Dabei verändert es sich; das ist systematisch beschreibbar. In einem „System“, das selbst nicht außerhalb des Genannten, (Physik Entwicklung, OG → E als „Gott“) steht.

    1187Hegel demonstriert – wie auch traditionell bildhaft – nur teilweise – am „absoluten Geist“/“Gott“.

    1188Allerdings von „oben nach unten“ in der Entwicklung („rückblickend“ setzt Hegel „später“ ein).

    1189Das derart „absolut-isolierte, unendlich durch „G“, gewordene E. („Der absolute Geist träumt, seiner selbst nicht bewusst“). Dies „In-sich-sein“ der Gottheit, als „ewiges Wesen“ „vor der Erschaffung der Natur“ (-> z,w vor z/w).

    1190Indem Hegel behauptet, die „träumende“ Gottheit (E) beginne „den ungeheuren Gang“ zum vollendeten Selbstbewusstsein, also „auf die Suche nach sich selbst“ machend, die Selbstentfremdung auf sich nehmend, sich selbst entäußernd, und ähnliches, weist er diesem E (das nicht mehr das Höchste, absoluter Geist ist, den N/G-, und I/E-Status zu. Mit deren doppelter Unendlichkeit (aus z, w) wird aber die ganze Welt, die „Realität“ einbezogen, abgedeckt;-> E als Ganzes.

    1191Das ist letztlich aber der gleiche Gott. Besser aber passt diese Schilderung der (ewigen) Dynamik, das sich selber Anschauen und zerbrechen, in das Anschauende und das Angeschaute, Fremde, die vermittelnde Figur Jesus Christus.

    1192Noch genauer: Der Mensch; aber auch „die Welt“.

    1193Dann geht Hegel dazu über, das was am menschlichen Selbst und an der Gottheit – (aber aus psychologisierender Erfahrung und als Summe bisher, Religion/Philosophie da ist) – erkannt wird, auf „die Welt“ zu übertragen.

    1194Diese beiden Quellen haben zur Folge, dass Hegel „die Welt“ vom Geiste her analysiert; das trifft sogar auf „Natur“ zu (die aber in ihrer eigenen Basis -> vernünftiger Materiebegriff lag noch nicht vor…, noch nicht verstanden werden konnte.

    1195Als erstes trennt Hegel die Welt in „Natur“ und „menschlichen Geist“. Und der menschliche Geist ist der Erbe, der Kreuzungspunkt vom „anschauenden Gott“ und der „Psychologie“ des geistig arbeiteten Philosophen Hegel. „Natur“ wird zwar auch Teil des „Angeschauten“, aber von vorneherein „das Andere“, „der absolute Geist als das Andere seiner selbst“.

    1196Heute, in der mechanistischen philosophischen Zeit, kann man das als Vorläufer einer Aufhebung des Gegensatzes Natur – mechanische Materie sehen; und in der „Quantentheorie“ u.ä. als Verhältnis Natur zu Geist. Die Einzelwissenschaften, vor allem die Naturwissenschaften waren noch unterentwickelt; aber gerade Hegel (unter anderen Philosoph.) machen das für diese Wissenschaften, was sich heute als notwendige Vorbereitung für eine tiefere Erfassung der Realität zeigt. Das ist vor allem die Erweiterung der „Methodik“ (und auch der „Begrifflichkeit“).

    1197An seinen Abstraktionen geschult, überträgt sie Hegel vom Psychologischen und Geistigen (also den typischen Schritt vor der Emotion zur Rationalität nutzend…) auf eine mögliche Erfassung von Natur: „Was wir als Natur und Dinge erblicken, ist in Wahrheit Gott selber; der sich als Fremder anschaut, selbstentfremdet ist“. Diese Doppeldeutigkeit („Geist“/“objektiver Geist“ aber „entfremdet“), also irgendwie auch als Natur, als material Objektives, bedurfte es, um wenigstens Optionen für ganz neue Sichtweisen, jenseits von Alltag und positivistischer Sicht, zu erlangen.

    1198(Eine Frage ist, ob zum Beispiel „Engels“ darüber hinaus reicht).

    1199Wie aber soll Gott, Mensch das 3. Stadium, das des Selbstbewusstseins aus den beiden vorhergehenden erreichen?

    1200Das 1. Stadium ist N/G und I/E, (aber auch alle z/w-Entwicklungsphasen). Das 2. Stadium ist N-G, I-E, etc. Das 3. Stadium ist „N-G zu N/G“ etc. I -> N-G -> E -> N/G -> I -> etc.

    1201Die Übergänge sind prinzipiell Unendlichkeiten.

    1202Ohne z,w und alle Zwischen-/Entwicklungsphasen läuft nichts.

    1203Gott als sich vollziehendes Selbstbewusstsein, vollzieht sich im Menschen. Die Basis für dies (menschliche!) „Denken“, (denn das ist das was Hegel als „Gottes-Tätigkeit“ meint), ist I-E-Trennung und daher die unendliche Eröffnung aller Möglichkeiten (als Denkmöglichkeiten hier) der E-Sphäre – (die unendliche I-Freiheit wird von Hegel auch angedeutet).

    1204Wie kommen dann „I-E“ und der Denkvorgang N-G, N/G zusammen? Dazu müssen alle Vorformen von I, E herangezogen werden; denn es geht eigentlich um die gesamte Entwicklung. Das Ende dieser Entwicklung ist „E“, das heißt das „göttliche Selbstbewusstsein“.

    1205Die Vorstufen liefern Antrieb (S, R), der in seiner Selbstwidersprüchlichkeit (Rz, Rw) vorwärts geht und im dialektischen idealistischen Prozess endet.

    1206Dass der Mensch diese philosophischen Abläufe des Geistes erkennen und darstellen kann – und dass es diese „objektiv“ gibt, (und zwar in allem was die Welt als Natur, Geschichte, Wissenschaft etc. darstellt), ist für Hegel mit Recht ein Meta-Ereignis; das heißt, er sondert diese Überlegung noch mal von deren Inhalt – und nennt sie (traditionell) „die Selbsterkenntnis Gottes“.

    1207Dabei wäre es einfacher gewesen, sie als die menschliche Arbeit zu sehen: Der Mensch als Ergebnis der Natur-Entwicklung, der Mensch als Erzeuger des Geistes. Aber was das hindert, ist die Tatsache, dass es neben „objektivem Geist“ (Gott) und objektiver Natur noch den subjektiven Geist gibt.

    1208Dieser letztere hat zu allen Zeiten die Philosophie verunsichert, denn er ist ja (als Identität) das genaue Gegenteil von allem was auch herkömmlich Voraussetzung für Philosophie ist.

    1209Hegel will die ganze Wirklichkeit als reine und vollkommene Darstellung des absoluten Geistes erfassen. Wir weisen diesem „Absoluten“ etwas Umfassenderes zu, die Einheit von Materie und Geist als etwas Drittes; das eben nicht nur Geist ist wie bei Hegel, sondern die klassische Aufhebung beider.

    1210Die Selbstkritik dieses oberstes E (alter Art) besteht darin, dass diese seine offene Seite, (zum Beispiel als die menschlichen Willensfreiheiten) zur unendlichen I-Sphäre führt.

    1211Damit wird eineunendliche Reihe von E inhaltlicher Art geschaffen, die niemals ein „Ganzes“ abschließend sein können.

    1212Von daher braucht das Hegelsche und das idealistische Denken nicht zu scheitern.

    1213Hegels Ansatz ist bestrebt, ein Ganzes zu sehen. Er macht aber dazu vorzeitig die Zusatzannahme, dies Ganze (E) sei homogen.

    1214Es gibt dieses Ganze, zum Beispiel als „Gott“ oder wohl auch als vollkommene Weltgestalten.

    1215Aber primär sind alle anderen nicht „unvollkommen“, sondern sie sind Vertreter der dem „Hegel“ übergeordneten Systeme.

    1216(Auch wenn sie – gemessen an Hegel und an allen seinen Eleven – und das sind fast alle Menschen -> Leistungsgesellschaft/E-Entwicklung-Vollendung – minderwertig erscheinen.)

    1217Dazu braucht man allerdings ein überzeugendes neues Prinzip.

    1218Wenn „Natur“, „Geschichte“ nicht durch die zwei Sphären aufgebaut wären, dann gäbe es nichts. Das sogenannte „Sinnlose, Unvollkommene, Missglückte, die endlosen Wiederholungen, Chaos, Sinnlichkeit, Geschichtsunfälle etc.“ sind notwendige Folgen der „Freiheit“ der „I“, und daher der Unendlichkeiten der E-Sphäre sowie der Fülle der I/E-Wechselwirkung.

    1219Darin besteht eigentlich die Darstellung Gottes. Gegenüber den manichäischen Religionen (Kampf zweier Grundprinzipien) hat ja einunendlich existierender Monotheismus immer noch die Zusammenfassungsmöglichkeit, das Hauptprinzip Hegels.

    1220Das einheitliche Begreifen der Welt ist so von Hegel vorbildlich für eine Gesamtphilosophie durchdacht worden.

    1221Dass Schopenhauer die Misanthropie pflegte, lässt philosophisch vermuten, die I-Sphäre (deren Hauptförderer er zugleich ist) hat was „Objektives“. Das Praktizieren von „vernünftiger“ Kommunikation und das theoretische Beschreiben sind nicht unbedingt in Eins zu setzen.

    1222Als Protagonist der I-Seite fehlt ihm auf natürliche Weise der Überblick, der ihm hätte sagen müssen, auch die E-Seite ist keineswegs vollendet; und „Hegel“ ist jener, der die notwendige Ergänzung zur „I- Seite“ optimal ausforscht.

    1223Dass die akademische Welt ihm nicht sofort zu Füßen liegt, ist auch eine Folge zur – den Autor Schopenhauer völlig überzeugenden und einnehmenden – Nähe seiner Entdeckungen; aber den Abstand kennzeichnend, den dieses Neue zum philosophischen Gewohnten (-> E) macht.

    1224Die Eigenart der I-Sphäre mobilisiert alles das, was als „Schopenhauer“ erscheint: Emotionen (I/E), Konkurrenz (I vs. I); (- zum Beispiel auch darin, dass von Schopenhauer philosophische Gedanken der Kollegen nicht „zur Kenntnis genommen“ werden. Dazu bei ihm unbegrenzte „Verbalisierungen“ (-> I/E), Bewertungen (statt rationaler Analyse). Vor allem Hegels und Fichtes Werk wird von Schopenhauer mit tiefem Recht jenseits seines eigenen Systems, der I-Sphäre gesehen – und entsprechend extrem verständnislos verbal injuriert).

    1225Schopenhauer eröffnet – (noch relativ undeutlich, aber natürlich auch schon auf anderen aufbauend) – eine neue philosophische (etc.) Sphäre; sein Selbstbewusstsein sagt ihm das nicht unrichtig.

    1226Nur, es ist die Eigenart der I-Sphäre, keinen „handfesten“ Beweis vorlegen zu können. Weil alle bisherigen Verfahren dafür in den konkurrierenden Bereich (->Rw/N) gehören.

    1227Als ein Ausweg wäre die „Genese“/die Entwicklung (->N/G,I/E) zu erwähnen.

    1228Dass die Philosophie Schopenhauers „pessimistisch“ gefärbt ist, hat zunächst die Ursache darin, dass er überhaupt in seiner philosophischen Arbeit der „Emotionalität“ (ganz allgemein) grundlegend Raum gibt.

    1229Die Emotion ist aber ohne die I-Kategorie nicht zu fassen.

    1230Wenn diese Basis (I, Emotion) besteht, dann hat die individuelle emotionale Einstellung des Autors alle Spielräume, denn die I-Erzeugung ist „individuell“. Und diese emotionale Einstellung muss sogar einseitig sein, hier also melancholisch, trostlos, weil jede „Neutralität“ auf „E“ weisen würde.

    1231Aus solcher Grundeinstellung lässt sich philosophisch die Struktur der I-Sphäre ableiten:

    1232Schopenhauer schildert ausgiebig die Struktur der I-Sphäre – aber ohne diese als eigenständige philosophische Systematik zu erkennen. So speist sich sein „Pessimismus“ hinsichtlich des menschlichen Daseins daraus, dass das Leben „ein fortgesetzter Betrug“ sei, weil es durch eine Fülle von Bedürfnissen „belastet“ ist, die stets neue Begehren auch sich hervor treiben; ein „sinnloses Spiel“. Das aber ist Teil der I-Sphären-Struktur, die sowohl unendlich „weit“ ist, (-> Rw; immer „neue“ „I“) als auch unendlich dicht ist (Rz; jedes „I“ erzeugt neue, alle hängen so zusammen).

    1233Eine Frage wäre, ob gerade diese kritische Grundhaltung Schopenhauers eine Bestätigung der „Objektivität“ der I-Seite bedeutet. Die „Langeweile“ leitet Schopenhauer ab aus der ausbleibenden Erfüllung von Wünschen. Wir meinen, Langeweile ist das Fehlen von Zielen, „I“. Jedenfalls wächst bei/für Schopenhauer das „Leiden“ als unabwendbares Charakteristikum des menschlichen Lebens aus beiden: Aus fehlenden und auch aus unerfüllten Wünschen („I“).

    1234Dieses ist „ein vielgestaltetes Leiden und ein durchweg unseliger Zustand“, („von Hoffnungen genarrt“); hier verweist Schopenhauer auf die primär unendlich gestaltete, strukturierte I-Sphäre, (wenn auch nur andeutungsweise).

    1235Das Leben ist so betrachtet, „Lustspiel und Trauerspiel in einem“, es sind das die typischerweise betonten zwei „I-Pole“ der Emotionen, die beim Übergang vom Alltagswissen zur Philosophie Pate stehen. Schopenhauer misst – vorbewusst – zwei/drei Arten der Entwicklung, die historische, naturgeschichtliche und die menschliche Lebensgeschichte; letztere betont er und sieht, dass „alles“ nur Tragödie ist – „von der Hoffnung genarrt endet der Mensch zuletzt schiffbrüchig im Hafen“ u.ä. – und zwischendurch auch mal Komödie ist.

    1236Diesen „Fehler“ kann er machen, denn seine Philosophie beruht auf der I-Sphäre und in dieser sind primär alle „I“ gleichberechtigt, ob das jetzt die emotionalen Ziele des Individuums sind oder ein objektives „I“ der Universalgeschichte.

    1237Die Annäherung an die I-Sphäre gelingt auch Schopenhauer nur über die Emotionalität.

    1238Die Grobeinteilung der menschlichen Affekt-Sphäre in dualer Weise – (wobei wohl nicht gefragt wird, warum stets dieser Zweiteilung gefolgt werden muss) – also in „das Leben als Lustspiel und Trauerspiel“. Die „Plage des Tages“, die rastlose Neckerei des Augenblickes“ verstellt – auch – etwas die philosophisch notwendigen weiterreichenden Fragen. Aber gerade Schopenhauer ist es, der die I-Seite zusätzlich sehr betont. In allen möglichen Verbalien erscheint das individuelle I; zum Beispiel: „Die nie erfüllten Wünsche, das vereitelte Streben, die vom Schicksal unbarmherzig zertretenen Hoffnungen“ etc.

    1239„I“ zwar, aber ohne, dass jemals diese „I“ in jene „E“ münden/verwandelt werden; welche die Fantasie sich vorgestellt hat. Aber das „scheiternde“ „I“ behält dadurch erst recht seinen „I-Charakter“!

    1240Auch das was Schopenhauer beobachtet und beklagt, dass Menschen sich gegenseitig das Leben zum Leiden machen, kann als I-Konkurrenz – bei absolut niedrigem E-Stand interpretiert werden. Bezeichnenderweise aber werden in diesen Frühstadien von philosophischer und psychologischer Wissenschaft – (ähnlich wie bei soziopolitischer Unkenntnis) gerne und ersatzweise von absichtlicher „Ungerechtigkeit, Grausamkeit“ („Machtmissbrauch“) und ähnlichem gesprochen wird.

    1241Das ist wiederum ein Hinüberfallen in den E-Bereich. Zum Beispiel die Feststellung von psychisch, kriminellen Strukturen, deren Genese und Sinn nicht zu erkennen ist.

    1242Dass Schopenhauer „in der I-Sphäre“ philosophisch arbeitet, erkennt man zum Beispiel daran, dass er den „Optimismus“ als absurde, ruchlose Denkungsart, bitterer Hohn – bei dem namenlosen Leiden der Menschen – bezeichnet: Es geht Schopenhauer um eine implizit der I-Sphäre bleibenden Argumentation.

    1243Das bleibt ihm natürlich vorbewusst stehen, auf einem nur moralisierenden Niveau.

    1244Aber auch dieses beides gehört zur allgemeinen I-Sphäre.

    1245Indem er „das Leiden“ in allem „Lebendigen“ sieht, hat er nicht nur einzelwissenschaftlich vor-darwinistisch („Die ganze Natur ist ein unbarmherziger Kampf ums Dasein“), sondern auch die Sicht auf die Allgemeinheit der I-Sphäre.

    1246Wie kann Schopenhauer zu so einem ganz anderen Denkergebnis kommen als Leibniz, der die Welt für die Bestmögliche hält?

    1247Ganz allgemein „misst“ Schopenhauer vorbewusst diese Welt, seine Erfahrungen in ihr, an zukünftigen Welten.

    1248Dazu bedarf es Zweierlei; 1. der historisch gesellschaftlich vermittelten Gefühlslage, die die Leistungsgesellschaft mit sich bringt, nämlich, dass ein ständiges Fortschreiten stattfindet – wenn das auch kaum bewusst wird, jedenfalls nicht dem Schopenhauer.

    12492. Einer von „I“ geprägten philosophischen Überformung der Denk- und Gefühlswelt. Das heißt, die Zielsetzung, (-> „Hoffnung“) lässt das Existierende gering erscheinen. Daher: Die Welt sei „an allen Enden bankrott“; die Welt, nämlich „diese“; ist die schlechteste aller möglichen Welten; in summa: Die Welt ist etwas, das „nicht sein sollte“.

    1250Wie hängen die individual psychologisch bedingte pessimistische Sicht des Schopenhauer mit seinem philosophischen Denken über die Welt zusammen?

    1251Alle Dinge sind für Schopenhauer nur „Erscheinungen“; (wie bei Kant): „Die Welt ist meine Vorstellung“. (Raum, Zeit, Kausalität sind nicht die der Gegenstände, sondern die Strukturen des menschlichen Geistes). Daran ist sogar einiges zutiefst richtig; zum Beispiel, dass die höheren Phasen (Subjektivität) die physikalischen Gegenstands-Gesetze/- Funktionen in der allgemeinen Weiterentwicklung der Phasen darstellen. Dann ist zum Beispiel aus dem unendlichen Energie – (und Kräfte) – Zusammenhang der „geistige“ Zusammenhang geworden, der nur noch „begrifflich“, „begreifbar“ ist – und z.B. als „Kausalität erscheint“.

    1252Der philosophische Denkfehler ist, dass beide (materielle Welt und individueller Geist, nicht zusammenhängen.

    1253Und: umgekehrt, dass es nicht jene zwei Schienen gibt:

    1254Kant und Schopenhauer leiden (vor allem letzterer) daran, dass die Welt nur als „Erscheinung“ vom Menschen wahrzunehmen ist. Alle Kategorien, mit der er das tut – zum Beispiel „Zeit, Raum, Kausalität“ – trägt der Mensch in sich, und er sieht sie in die Welt hinein. Die Welt ist dann nichts als „Schein“, „vom menschlichen Geist erzeugter Traum“. Aber auch Schopenhauer fragt, was hinter der Erscheinung ist; was erscheint? Kant meinte: Das „Ding an sich“; über das man nur/allein eine Existenzaussage treffen kann. Schopenhauer will das genauer wissen. War die von Kant allein akzeptierte Relation zwischen Subjekt und objektiver Welt die der Identitäts-/Existenz-Relation, (G), so eröffnen sich für Schopenhauer und für weitere Reflexion durchaus eine Reihe von Relationen, die auch die Alltagserfahrungen schon hergeben.

    1255Das heißt es kommt erst mal auf diese Erweiterung der Palette von Relationen an; historisch später kann man dann diese vereinen und in einer Philosophie mit Erkenntnis – Objekt und Subjekt – vereinen. Schopenhauer versucht eine Aussage über das „Ding an sich“. Dabei tastet er sich an den Gegensatz E-I heran: Der Mensch weiß seine Leibhaftigkeit als Ding, anschaubares Objekt (E) und zugleich von innen gesehen, wo der Leib gefühlt wird, ist er „Ausdruck des Willens des Menschen“. Die Körperbewegungen entspringen aus Willensregungen. Sie sind äußerlich angeschaute Willensregungen. Ebenso: „die Organe“ und die „Gestalt des Leibes“ sind Ausdrucksvermögens des Willens des Menschen.

    1256Was Schopenhauer da andeutet ist eigentlich ein komplexes I/E-Gebilde (Leib, Körper), aber die Analyse von Schopenhauer ist hinsichtlich der I-Seite und der I-Kategorie empfindlicher, aufmerksamer als die anderer Philosophen. Und so kommt er (mehr oder weniger intuitiv) zum Schluss„Das Körperding ist seinem Ansichsein nach Wille“. Und der Wille ist zugleich das innerste Wesen des Menschen.

    1257Die doppelte Sicht auf den menschlichen Leib dient Schopenhauer als Schlüssel zur Erklärung des Wesens alles Wirklichen.

    1258Die E-Seite ist bekannt. Der Verdienst Schopenhauers besteht darin, die I-Seite relativ abstrahiert und in deren weiterer Anwendung erarbeitet zu haben: Denn „Wille ist auch die Kraft, welche in der Pflanze treibt“, „die welche den Magneten zum Nordpol wendet“, die welche in den Stoffen „als Fliehen und Suchen, als Trennen und Vereinen erscheint, ja zuletzt sogar die Schwere“.

    1259Die gute Beobachtung und die geniale Verallgemeinerungsfähigkeit wird gebremst durch Unkenntnis möglicher Zusammenhänge zwischen Natur und „menschlichen Willen“ – es bleibt ihm nur die Analogie. Die physikalische Ursituation, mit ihren Hinweisen auf neue Denkarten, gibt es noch nicht. Die Übergänge, die ja auch Unendlichkeiten sind, (das heißt auch, die Unendlichkeits-Problematik als moderne Mathematik) bleiben unklar.

    1260Wenn Schopenhauer sagt, die Welt ist ihrem Ansichsein und ihrem inneren Wesen nach betrachtet Wille; und, sie existiert als „erscheinender Wille“, dann konstruiert er I/E. Das heißt, ohne den Bezug zum Sein (E) ist der „Wille“ („I“) nicht zu fassen.

    1261Aber da muss er sagen, bzw. er muss deutlich machen, wie sich die I-Sphäre unabhängig von der E-Sphäre beschreiben lässt (->als „Negation“ (N) der E-Seite)

    1262(Daher hat N in N-G das Ziel „I“, während G das Ziel „E“ hat). Schopenhauer sieht eine „einheitliche Urkraft“ als Ursache für alle Willensformen. Er geht aber nicht von der Natur, Physik (Rz, Rw) aus, auch nicht von möglichen gleichwichtigen Ansatzpunkten(Natur, Emotion, Subjektivität, Begriff), sondern letztendlich wohl nur vom menschlichen Subjekt.

    1263Daher schildert und denkt er diese „Urkraft“ in subjektivistisch gefärbten Eigenarten. Sie spaltet sich zum Beispiel in ihrer „Selbstverwirklichung“ in viele „Willen“.

    1264Aber dennoch: Es kann der „Urwille“ nicht von vorneherein die Gestalt des bewussten Willens haben. Er ist vielmehr von seinem Ursprung her „ein blinder, unaufhaltsamer Drang“, „der die Fülle der Weltwirklichkeit hervor bringt“.

    1265In den Stufen seiner Äußerung von den in der anorganischen Welt wirksamen Kräften (→ Rz,Rw) an bis hin zum menschlichen bewussten Willen.

    1266Schopenhauer schildert aus empirisch-philosophischem Erkennen, dass es „Entwicklung“ gibt, mit deren „Phasen“ und mit den „Veränderungen“ auch von „I“, dem Willen“: „In den Stufen der Äußerung des Weltwillens“, von den in der anorganischen Welt wirksamen Kräften an, bis hin zum menschlichen bewussten Willen, „läutert er sich zur Erkenntnis“. Schopenhauer führt das Erkannte stets wieder auf Individualpsychologisches und Sozialpsychologisches zurück.

    1267Was Schopenhauer – intuitiv oder bewusst – anschneidet, gehört zur Basis aller Wissenschaften und Philosophien: Die objektive Tatsache, dass es zwei Richtungsarten gibt.

    1268(Nicht aber je nur „einen Gott“, oder ein jeweiliges „Ich“ oder „das Ganze“, „die Natur“ etc.). Primär ist jene Zweiheit, die auf Rz, Rw beruht. Schopenhauer drückt das so aus, dass er (sein ganzes Denken davon prägend lassend) dem „Unwillen“ in seiner Dualität für „Streit“, „tiefen Zwiespalt“ und damit für „Leid“ und dadurch für Schopenhauers Pessimismus verantwortlich macht.

    1269Die prinzipielle „Gegensätzlichkeit“, „strittigen“ Verwirklichungen, das „gegeneinander kämpfen“ in der Welt der Anorganik oder der Organismen, daher der Menschenwelt, sieht Schopenhauer nicht ganz „von oben“ (das wäre die philosophische Abstraktion -> I-E, Ii vs. Ii, etc.), aber immerhin auch „von oben“, nämlich aus der subjektiven Emotionalität (die stets die des denkenden Ichs ist, also die Schopenhauers).

    1270„Mit dem Urwillen, der sich selber schafft“, hat Schopenhauer ein metaphysisches Prinzip zur „einheitlichen Erklärung aller Wirklichkeiten gefunden“. Weil das die „I-Sphäre“ ist, ist es kein traditionelles „metaphysisches“ Prinzip; die I-Sphäre kann vom R-Aspekt her als grundlegend physisches Prinzip angesehen werden. Das sagt Schopenhauer auch indirekt. Die traditionell metaphysischen Prinzipien betreffen die E-Sphäre; sie können daher (E – Trennungen jeder Art…) der Welt nicht immanent sein. Sie müssen „überweltlicher, göttlicher“ Art sein.

    1271Fest steht wiedermal, es gibt nur zwei Arten von höchster Begrifflichkeit, und sie sind „unreduzierbar“ aufeinander, das heißt zum Beispiel, man kann den spezifischen Charakter vom „Willen“ (als „Drang“ etc.) nicht auf das reduzieren (das heißt nicht rational „verstehen“) was in Hegels Höchstentwicklung bis heute „Geist“ heißt.

    1272Wie kommen diese metaphysischen Grundprinzipien zustande? Eine (alte) philosophische Frage, die Schopenhauer nur sehr formal, kreisschlüssig beantworten kann: Der Mensch ist das animal metaphysicum, hat metaphysisches Bedürfnis, das aus „Verwunderung, Erstaunen über die Welt entsteht“.

    1273Die I-, E-Sphären, als unsere metaphysische Basis, entwickelt sich durch jene Haupt-Trennungen, die die „Subjektivität“ konstituieren, (I-E, N-G). Alle Teile erhalten dadurch „Freiheiten“, die – genauer betrachtet – zu jenen Aussagen, Reflexionen über „Metaphysisches“ führen.

    1274Das heißt, das Meta-Physische, war zuvor das Physische, als enge I/E-Relationen.

    1275Wenn Schopenhauer meint, das „Erstaunen“ treibe zum Philosophieren, dann macht er konkret auf den Übergang von Emotionen und Rationalität aufmerksam; allerdings sind es bei Schopenhauer nur die negativen Affekte, (Anblick des Übels, des Bösen, Angst vor dem Tod, Betrachtung der Leiden und Nöte); was ja eine gewisse Erfahrungslogik hat. In Zufriedenheit, Glückseligkeit fühlt man keine Notwendigkeit zu vertieftem Nachdenken; (das ist schon evolutionsbiologisch verbürgt…). Aber die „metaphysischen Auslegungen der Welt“ emanzipieren sich ja gerade prinzipiell von aller Emotionalität; bis auf das Konstrukt „der I-Sphäre“. Das als „Grenze“ auch zu einer metaphysischen Ebene (die ja von der E-Sphäre definiert ist) .

    1276Wenn Schopenhauer meint, dass sich der Mensch von diesen unablässigen Leiden dadurch befreien kann, wenn er sich in seinem Denken von der Bedrängnis durch den Willen löst, dann nachvollzieht das die Geistesgeschichte (diese Entwicklungsphase), in welcher „I“ eliminiert wird, zugunsten von E, N-G.

    1277Da dies für Schopenhauer eine zu drastische Einsicht ist, versteckt er die Tatsachen: Aus E, N-G wird über die „Erkenntnis des Einzelnen“ als Identifikation „die reine Anschauung“ der Welt, der Dinge, eine „interesselose Betrachtung“, (gewissermaßen moralisch hochstehend). Solche „reine Kontemplation“ hat aber einen tieferen Hintergrund. Das „klare und ewige Weltauge“ kann „E“, G, N suchen und praktizieren, denn diese sind letztlich (als Begriffe) sowohl „leer“ als auch „ewig“.

    1278In dieser Abgehobenheit erblicke der Mensch, nach Schopenhauer, angeblich „nicht mehr“ die vergänglichen Gestaltungen des Willens“, sondern die „Ideen der Dinge“, „die Dinge in ihrem reinen Wesen“. Abgesehen davon, dass Schopenhauer hier die I-Seite niedriger einschätzt als die E-Seite, ist es natürlich symptomatisch, dass die – von Schopenhauer langatmig vorbereitete Tristesse und damit im Verein die allgemein individualpsychologische Lethargie – die E-Seite konsequenter „passivisch“ zu verstehen ist.

    1279Umgekehrt, die I-Seite ist die psychische Aktivität schlechthin.

    1280Nur, was bei Platon („Idee der Dinge“) vielleicht noch angebracht war – aus historischen Entwicklungs-Gründen – wird obsolet, wenn die E-Entwicklungs-Beschleunigung schon eingesetzt hat.

    1281Prompt landet Schopenhauer bei platonischen Ideen, (die „Urbilder des Steines, des Baumes, des Menschen“). Er ergänzt damit seine ureigene Grundidee („I“, Willen) durch „E“ als Phasen der „allgemeinen Entwicklung“, die sich mit dem „objektiven Geist“ (hier E, G) optimal – und nicht zufällig – verbinden lassen.

    1282Die E-Varianten der Entwicklungsphasen sind von der „Physik“/Natur bestimmt: Dass „Stein“, „Baum“ derart und scheinbar in dieser Form der Vergänglichkeit enthobenen immer seiende Urformen sind, liegt an den Naturgesetzen und an der jetzigen planetarischen Art der Natur, die aber auch mit den Grundgesetzen (z, w) der Natur zusammengehört, sowie von der objektiven Begrifflichkeit; (das heißt aber diese zwei Bestimmungspole gehören zusammen).

    1283Wie hängen die E mit den „I“ zusammen? Dass das so ist, liegt nahe, (auch durch Schopenhauers Werk) aber wie genau?

    1284Die von Schopenhauer postulierte Eigenschaft des „Urwillens“, die Ideen als reine (aller Wirklichkeit vorangehende) „Äußerungen zu haben, könnte als erste physikalische Vereinigung in z, w als R- I-Aspekt und als S-, E – „Idee“ gedeutet werden.

    1285Denn würde auch Schopenhauers weitere Beschreibung korrespondieren, dass sich zuerst und zunächst das „I“ als Urwille „im Reich der Ideen“ vereint mit den Ideen, und hernach erst beide sich in der sichtbaren Wirklichkeit realisieren. Das wäre der Entwicklungs-Gedanke.

    1286Übrigens, wenn I=E ist (als R/S -> z, w) in Erster Physik notwendig extrem eng aufeinander bezogen sind, (von „Identität“ kann ja im Vorbegrifflichen keine Rede sein) und in abstrakten Begrifflichkeiten auch, und dann doch wohl auch in allen Zwischenphasen? „Nein und ja“, das eben ist die „Subjektivität“!

    1287Wir sehen ein Feld, das kontinuierlich von philosophisch abstrakter „Wesens-Annahme“ bis zur „Kunst“ und „Emotionalität“ reicht. Das wird von uns unter der gemeinsamen Strukturform „I/E“ gefasst. Als Ziele („I“) und „ihr Gegenteil“/Existierendes („E“); sie treten in unendliche Wechselbeziehungen.

    1288Aber dieses „Feld“ ist auch diskontinuierlich. Inhaltlich äußert sich das im Wechsel der E und der I; d.h. zum Beispiel, dass „Kunst“ zwar auch die gleichen „I“ haben kann wie sie die Emotionalität hat, dies aber nicht hinreichend ist; das heißt, dort auch andere „I“ (und vor allem E wirken). Schopenhauer arbeitet auch auf diesem philosophischen Gebiet. Das heißt zum Beispiel, er begnügt sich nicht mit der philosophisch allgemeinen „Wesens- und Verstehens-Problematik“, sondern schlägt die Brücke zu „Kunst“. Dabei hilft ihm, dass er „I“ und „E“ (der Urwille und die aus ihm folgenden Ideen) in sein System einführt; als letzte Größen, als Dualität, als aufeinander bezogene.

    1289Warum sieht Schopenhauer die Kunst als jenen Bereich, in welchem die Ideen -> E (und die sind die Äußerungen des Urwillens -> I), das „allein eigentlich Wesentliche der Welt“, nämlich durch die Kunst gezeigt wird? Es ist das unsere I/E-Konstruktion.

    1290Schopenhauer geht – indirekt – auch auf die Art der E, I in I/E (als Kunst) ein: Es sind für ihn „das Wesentliche der Welt“, „das keinem Wechsel unterworfen“ ist, „wahren Gehaltes“ ist, und „für alle Zeit mit gleicher Wahrheit Erkannte“). Jene „I“, die wir als die „Ig“ bezeichnen, sind ihm die traditionell „abendländischen“ (Europa) fundamentalen, zum Beispiel Leistung, Menschenrechte, Christlichkeit, und vor allem wiederum die bisherigen Erkenntnisse von Wissenschaft und Philosophie; und

    1291zum Beispiel für die „Kunst“ als die „reinen Ideen“, die als „Äußerungen des Urwillens“ zugleich gelten: So die „Architektur“. Bei ihr ist „die Idee von Schwere und Starrheit“ anschaulich.

    1292Wir: Schwere, Starrheit sind typische ud „reine“ Varianten von E, – (deshalb hat sie Schopenhauer wohl auch – intuitiv – gewählt) . Aber damit ist noch keineswegs das „Niveau“ von Kunst erreicht. Das erst dann, wenn I/E gebildet wird.

    1293Und das geschieht dadurch, dass „der Mensch“ das architektonische Werk anschaut, erfühlt, interpretiert: Und das nämlich misst an seinem tiefen emotionalen Wunsch (der allgemeinen und hier der speziellen Aufhebung von Schwere oder auch der individuellen emotionalen Betonung der „Gewalt“/“Starre“ u.ä. des Werkes. Das aber sind „I“. „Kunst“ wird als I/E modelliert, als tendenziell unendliche I-Sphäre angesehen, wo alle zukünftigen „I“ ebenso wie alle „vergangenen“ mit allen denkbaren, phantasierbaren seienden E relationiert werden; wobei die Relationen ihrerseits, parallel und wechselwirkend. mit den „I“, „E“ tendenziell und fantastische Unendlichkeiten bilden.

    1294Für uns ergibt sich das hier als Definition von „Kunst“ aus „objektiver Begrifflichkeit“, (-> von z, w her).

    1295Schopenhauer nähert sich dem auf spezifische Weise. Er trennt die Kunstrichtungen zwar noch, (und betont dadurch die E-Seite von Kunst), in „Plastik, Malerei, Poesie, Musik“.Aber bei den Einzelbeschreibungen wird deutlich, es geht darum, wie die E-Seite (Material, Geräte etc.) nur die „I“ variiert; es sind aber eben „I“.

    1296Die „I“ sind eher konkrete, jetzt und in nächster Zukunft angestrebte, aber auch – dem Prinzip-Charakter von „I“ folgend – in jedem weiteren Bereich entfernte Ziele.

    1297So ist die Plastik bei Schopenhauer die „reine Idee des Menschenkörpers“; wir, so wie der menschliche Körper wünschenswerterweise(-> „I“) sein sollte. Das wird, zum Beispiel in der modernen Kunst, auch „negativ“ ausgedrückt.

    1298Und sogar „neutral“: Die bloße Ist-Darstellung (->E) soll den Anfang zum Nachdenken und Wünschen (→ „I“) unaufhaltsam provozieren – das ist der innere dynamische Grundcharakter von „Kunst“.

    1299Die Malerei zeigt als „Abbild“ wieder den Istzustand. Und von da aus die mögliche Mannigfaltigkeit der Ideen und Wünsche zur möglichen Wirklichkeit (->I/E).

    1300In der „Poesie“ wird das Medium noch unmaterialer, der Übergang zur Sprache und damit zur Begrifflichkeit, eröffnet für das, was Schopenhauer in philosophischer Interpretation der Poesie den Poeten zuschreibt, die Ideen des Menschen in seinen Bestrebungen und Handlungen; schließlich als „Weltideen zur Erscheinung zu bringen“, das als weite Möglichkeiten.

    1301Wir meinen, es geht um die zwei „menschlichen“ Fähigkeiten: Neue E zu erfinden, zu fantasieren und neue „I“ zu finden.

    1302Beides, „neue“ E und I, stecken in dieser Beschreibung der „objektiven Aufgabe von „Poesie“.

    1303Deutlicher wird das für „die Musik“. Hier sieht Schopenhauer den Willen als solchen und damit das reine Wesen der Welt ausgedrückt.

    1304Das was Schopenhauer als nicht übereinstimmendes Duales sieht, Kunst und Wille, gehört für uns gemeinsam in die I-Sphäre; Schopenhauer bedauert, dass das Schaffen und Betrachten von Kunstwerken keine dauerhafte Erlösung vom Willen und von dem mit ihm verbundenen Leiden bringt.

    1305Für uns geht es dabei darum, dass „Kunst“ (im Normalfall…) ferne neue „I“ aufzeigt, der Einzelne aber diese (präsumptive…) unendliche „I-Sphäre“ nicht verwirklichen kann – und die unendliche I-Sphäre nicht mehr erreichen wird.

    1306Wohl daher gibt es die „negativen“ Kunstwerke; sie lassen eher, rückwärts weisend“, noch eher Trost über die augenblicklichen Begrenztheiten etc. zu.

    1307Das Erstaunliche ist, dass Schopenhauer es zulässt, ja es betreibt, sich „vom Willen und seiner Wirrnis“ zu lösen.

    1308Das verweist darauf, dass für Schopenhauer der „Wille“ keinen Ausdruck einer umfassenden philosophischen I-Sphäre ist, sondern einer (nicht weiter, weder wissenschaftlich noch philosophisch, begründeten) psychologisch-biologische Tatsache; (der „Wille, der doch nur Leiden schafft“).

    1309Philosophisch gerät Schopenhauer da aber in Schwierigkeiten. Er hat ja den „Urwillen“ mit seinen notwendigen Zwängen etc. selbst erkannt; (also die I-Sphäre). Wie kann jetzt der Mensch, (der selbst „aus dem Urwillen stammt“) sich „in Freiheit“ gegen diesen sich wenden, ihn „verneinend“?Wir meinen, das ist deshalb möglich, weil die I-Sphäre eben prinzipiell anders definiert ist als die E-Sphäre. Sie ist „oben offen“;das heißt „Freiheit“ ist konstitutiv für sie – wie umgekehrt (unendlich tendenziell) Abgeschlossenheit konstitutiv für E ist. Schopenhauer kann das nur in Bildern fassen:

    1310Wie schon Kant, kommt auch Schopenhauer in eine Lage, (hier zur Bestimmung der menschlichen Freiheit), die für uns Vorstufen zu E, I sind: Die unmittelbare Tatsache von „Freiheit“ kann Schopenhauer nicht akzeptieren, (also zum Beispiel als „freies Tun/Handeln“) denn diese stehen in einem Kausalzusammenhang; wir: I mit E -> I/E).

    1311Deshalb rechnet Schopenhauer die Freiheit dem individuellen „Sosein“ des Menschen zu; der „Mensch ist so, dass er frei handeln kann“; (diese metaphysische Verankerung, Kants „intelligibler Charakter“, das heißt aber. vor allem wirklichen Dasein.

    1312Das heißt also, „I“ (wie auch E…) ist in/als Natur, Biologie, Anthropologie, dem Menschen im Kern strukturell eigen.

    1313Und, das Dasein, die Praxis etc., ist stets I/E; hier ist der Mensch in seinem empirischen Dasein unfrei.

    1314Schopenhauer beschreibt die I-Sphäre zwar nur in Bruchstücken, aber in sehr wesentlichen.

    1315Zum Beispiel „ waltet im Grunde aller Wirklichkeiten der Urwille“, „I“ durchzieht alles; und „I“ ist nicht, wie E, entwickelbar; „I“ „ist immer schon so“.

    1316Aber „I“ hat nicht die Struktur von E, das heißt zum Beispiel, „I“ ist keine geschlossene Einheit, (wie E als „Erstes“ oder/und E als „Ganzes“, als Gott etc.). Sondern „I“ ist bei Schopenhauer als Urwille einer der „Zerrissenheit“, der damit das Leiden in der Welt hervorruft. (Dabei also die unendliche Möglichkeit der Aufsplittung in Einzel-I, positive und negative).

    1317Zum Beispiel aber, das leidvolle Geschehen ist „nur Erscheinung“ des wahrhaft Wirklichen, nicht aber „selber Wirkliches“, E.

    1318Denn „E“ prägt unser aller Begriff von „Wirklichkeit“. Deshalb kann der Mensch – nach Schopenhauer – den Urwillen negieren (Willenlosigkeit, Entsagung, Gelassenheit, Verzicht ist auch Philosophie – der Begleitung der Eli. durch die E-Entwicklung als Entfremdung).

    1319Da Schopenhauer der Durchbruch zu einer „Philosophie der I-Sphäre“ nicht gelingt, (obwohl er auf dem Weg dahin war), was bleibt dann noch zu empfehlen? Zumal die philosophisch durchreflektierte E-Sphäre in aller Konsequenz auf die Hegelschen Kategorien führen muss.

    1320Eine Möglichkeit ist die „Askese“ als Reduktion, auch aus dem historisch-gesellschaftlich-kulturellen Bereich.

    1321Philosophie als Reduzierung auf eine (biologisch-) emotionale Haltung, die versucht, die negativen Emotionen, die Leiden zu meiden. Dann aber (in philosophischer Konsequenz…) auch die positiven Emotionen meiden sollte. Also, I, Wille wird ausgelöscht, aber jene „Meeresstille des Gemüts“ muss deshalb in der E-Seite enden, weil es echt Drittes nicht gibt. Solche Haltung ist das bloße „Selbst- identisch-sein“. Das ist zwar die Betonung der Subjektivitäts-Eigenarten (-> Descartes; I-, E-Phase…), aber auch ein Gipfel der Entfremdung!

    1322Die „Verneinung“ des Willens wird von Schopenhauer auch noch auf einer zweiten Stufe gesehen – und metaphysisch begründet. Die Verneinung „durch Tun“, durch „Mitleiden“ wird dadurch begründbar, dass alle Lebewesen im einheitlichen Urwillen befasst sind, also von der Wurzel her verbunden sind.

    1323Dies „Alles ist im Grunde eins“ wird abstrakt-theoretisch durch die E-Sphäre und konkreter durch I-Sphäre und – daher – durch „Entwicklung“, von den S- und R-Aspekten her, genauer beschreibbar.

    1324Nur, Schopenhauer übersieht dabei den anderen Teil der philosophischen Systematik, dass die Individuen auch Schranken untereinander haben. Dass es nur eine Forderung oder Hoffnung sein kann, dass das Leiden des anderen auch das eigene Leiden sei.

    1325Der Egoismus ist eine Variante der E-Seite (so in der Sozial-Psychologie). Wenn Schopenhauer ihn durch die moralische Haltung des Mitleids „überwinden“ will, dann ist das die Herstellung von (reflektierter) „Praxis“ als I/E-Relation.

    1326„Gerechtigkeit, Menschenliebe u.ä“ sind Varianten von „Mitleid“.

    1327Dass Schopenhauer, eines seiner ethischen Grundprinzipien, den Egoismus als „das Böse“ und Mitleid als das „Gute“ sieht, mag vordergründig philosophisch-psychologisierend-alltagsmoralisch sein, dahinter aber steht die Kritik der Antimoderne, die die I-Sphäre in kleinen Schritten konstituiert.

    1328Auch das ist ein – geistesgeschichtlicher – Vorgang, der wiederum dem typischen Verlauf folgt, I und E zu trennen, dann beide zu entwickeln, um sie dann wieder als I/E zu konfrontieren.

    1329Schopenhauers „weltanschauliche“ Betonungen liegen auf drei Größen: „I“/Wille, N/G/Methodik, zum Beispiel „Tat des Mitleids“ sowie N/“Leid“/Verneinungen, zum Beispiel des Willens als „Pessimismus“/ „es wäre besser, wenn nichts wäre“/ „dem Sein ist das Nichtsein entschieden vorzuziehen“, das Nirwana/Auslöschung „alles dessen, was ist“/ „von uns bleibt nur das Nichts“.

    1330Mit diesen Betonungen hilft Schopenhauer – (wie Hegel es für „E, G“ tat) – das „N-G“-System zu vollenden. Das philosophische Zeitalter der Konfrontation (auch persönlich…) von „Identitätsbildung“ und Nicht-Identität. Und bezeichnenderweise wird, (analog zu G und E), von Schopenhauer „I“ mit N verbunden, Wille und Verneinung. Damit ist der Weg frei für die philosophische Erweiterung: I, I/E ergänzen dann E, G, N.

    1331Søren Kierkegaards Entwicklung von emotionaler Selbstbeobachtung, von Problemen, Reflexionen, Verworrenheit, Verstörungen, Selbstquälungen etc. geben zumindest in formalem Sinne schon die Basis für Übersetzungen ins Rationale, tiefsinnige Reflexionen und ähnliches, die aber auch inhaltlich von Emotionalität und deren innere Strukturiertheit mitbestimmt sind.

    1332Neben der Emotionalität, die stark und zugleich sozial gerichtet ist, (unter Einbezug seiner Freundin, seiner Familie, Kierkegaards Offenbarungen, nicht nur vor sich selbst) ist es aber auch seine Verquertheit und Fantastik, (die auch mit der Emotionalität gekoppelt ist), welche eine Basis für die Formen und Inhalte seiner späteren philosophischen Reflexion sind.

    1333Angst, Schwermut, Schuldgefühle, Selbstbetrachtungen, innere Distanz zu Gesellschaft und Ding-Welt, und die Inhalte und Formen seiner Affektivität dabei.

    1334Kierkegaards philosophisch-theologisch-literarische Produktivität hat sicherlich einer ihrer Quellen in seiner emotionalen „Stärke“ und deren Ausgeprägtheit. Mit der spezifischen Brücke (in Einfärbung, inhaltliche Ausrichtung, etc.) seiner persönlichen Problematik und der Brücke als dem Übergang von der Emotion über Selbstbekenntnisse zur „Objektivierung“ in der Philosophie. Schon die Titel seiner Arbeiten spiegeln diese Übergänge und Zusammenhänge.

    1335Welche Art Philosophie erwächst aus derartigen Voraussetzungen? Es sind Details an Abgeleitetem; als eine Interpretation der christlichen Philosophie, Ideologie.

    1336Entsprechend ist das Interesse der Öffentlichkeit, deren Unverständnis und Ablehnung – und die Kritik zwischen ihm und der „Kirche“.

    1337Aber philosophiegeschichtlich ist eine derartige Detail-Aufarbeitung – fern von gesellschaftlichem Leben, Geschichte etc. genauso wichtig geworden wie die Detailarbeit der Wissenschaften.

    1338Kierkegaard erfüllte die historisch-objektive Aufgabe, welche „die christliche Kirche“ hat – und welcher diese allzu wenig nachkommt: Nicht nur (Teile des) philosophisch-religiösen-kulturellen Erbes zu bewahren, sondern diese Großprojekte weiterzuentwickeln.

    1339Gerade die „protestantischen Entwicklungsansätze“ hatten genau dazu angesetzt, aber dann verzagt und versagt.

    1340Kierkegaards philosophischer Ansatz verweist in jene Richtung, die eines unter vielen zu beackernden Feldern für die dafür gerüsteten Kirchenorganisationen gewesen wäre, (zum Teil aber auch erfolgreich waren…); zum Beispiel die Erforschung der menschlichen Subjektivität. Das was die „Wissenschaften“ und die „Vergesellschaftungen“ in ihren Arbeiten parallel dazu vorantrieben, beschleunigte eher den Abstand vom menschlichen Individuum.

    1341Aber die Religion hatte die „Endstation“ E/Gott, Trinität und ähnliches (also „OG“,„objektiven Geist“…) erreicht – und meinte, die historische Pflicht damit erfüllt zu haben.

    1342Gefragt werden muss an dieser Stelle, welche philosophische Beschreibung man der „Subjektivität“ zubilligen muss. Gibt es eine philosophische Systematisierung von psychologisch-alltäglichen-literarischen Umschreibungen, wie sie als „wesentliches Erkennen“, „Existenz“, „Dasein“, „sich selbst rätselhafter Mensch“ bekannt sind? Jenseits der z/w-Relation (also bei z,w, R, S) herrscht eine „ähnliche“ Lage wie jenseits der höchstentwickelten „z/w“ als „Mensch“; nämlich als Bereich des objektiven Geistes.

    1343Im/als Mensch aber herrschen Verhältnisse, die von z, w als objektiver Geist her beschreibbar sind.

    1344Andererseits gilt es, alle Innenansichten von z/w an bis I/E, N/G genauer zu beschreiben.

    1345Kierkegaard meint, „Die Subjektivität ist die Wahrheit“; aber was ist das, Subjekt? Kierkegaard leugnet die „objektive“ Wahrheit dabei nicht Wie ist das zu vereinbaren?

    1346Es gibt da (mindestens) zwei Wege. 1. Wir: Subjektivität ist bestimmt von der Einheit „N-G zu N/G zu I-E zu I/E“, was aus der Entwicklung der z, w folgt.

    13472. Kierkegaard: „wahr“ ist stets für und durch den Menschen. Dessen Leidenschaften schaffen seine persönliche Wahrheit; wobei in der Wechselwirkung bei dieser Erwerbung der Wahrheit zwischen Subjektivität und Welt, des Menschen Existenz berührt, verwandelt, geschaffen wird.

    1348Wir machen nicht den Fehler Hegels und schätzen diese psychologischen Abläufe zu gering ein, Unsere Systematik hat die I-I/E-Seite, deren Entwicklungsphasen und deren N-, G-Unendlichkeiten lassen das was Kierkegaard thematisiert begreifen.

    1349Die Subjektphase ist I/E, N/G, das ist nur das systematische Modell all jener inneren Vorgänge im Menschen.

    1350Die Kritik Kierkegaards am grandiosen System Hegels, das „den Menschen in der Not seines Existierens“ vergessen habe, stellt die „I- – I/E- Seite (eine der Gesamtphilosophie) den N-G zu N/G und den E-Strukturen gegenüber.

    1351Wobei Kierkegaard speziell auf die „I/E“ als Emotionalität abstellt.

    1352Aus der Dynamik von I/E lässt sich auch die Ansicht K’s verstehen, dass es darauf ankomme, das „Dasein“ umzugestalten; „Wahrheit“ sei nur für den lebendig, der sie sich entschlossen aneignet und in seiner konkreten Existenz verwirklicht.

    1353Diese „Wahrheit für mich“ „ist jedoch ein (handelnde -> N, G) Übergehen von I/E (evtl. nur von „I“) zu „E“; also I->N, G->E.

    1354Das philosophische „Existentielle“ ist die „menschliche Existenz“ – und zwar diese und zugleich ihre philosophische Erarbeitung. Prozess und Ergebnis in einem; und dieser „Prozess“ ist der der Selbsterfahrung – also auch untrennbar das „Ich“ als sein Ergebnis. Eine solche dynamische Einheit wird von uns als „I/E zu N/G“ modelliert: Dabei sind alle Fähigkeiten (Verfahren und Methoden) als N/G und alle denkbaren Ergebnisse („I“, E) in zweifacher und je doppelter unendlicher Wechselwirkung. Gemeint. Und diese Modellierung ist anschlussfähig zu allem, was noch außerhalb der/des „Ich“ Realität hat.

    1355Aber eben das ist das Problem des Existentialismus:

    1356Gibt es außerhalb des „Ich“ noch „Welt“? Eigentlich nicht. Und damit „gibt“ es auch das „Ich“ – im traditionellen Sinne von „geben“ – nicht. Das heißt jene „I/E zu N/G–Relation“ ist „leer“; oder anders ausgedrückt, sie ist – auch – jenes Punktförmige, das als statisches Gleichgewicht durch I/E und N/G – (aus z/w) – ausgedrückt wird.

    1357Eine Kernfrage bleibt: Was ist „Selbsterfahrung“?

    1358Denn daraus leitet alles „existentielles“ Denken sich ab. Es muss eine Konstruktion her, die auch die „Erfahrung“ der Fremdheit“ der Welt, zur Welt und zu sich selber enthält.

    1359Dieses, auch als „innere Zerrissenheit“ Erscheinende wird durch „I/E zu N/G) modelliert; alle möglichen „I“ (und E) sind einbeziehbar – und deren Verhältnis hat alle möglichen Verfahrensformen.

    1360Dass Kierkegaard davon einige Weisen („abgründige Angst, Verzweiflung, Tod“), als Grundsituation des Menschen betont und verlangt, dies „in voller Ehrlichkeit auszuhalten“, ist nur eine mögliche Variante vom Leben – und von philosophischer Aussage.

    1361Warum sollte das (sogar viel typischere) Verhalten der Selbsttäuschung, der Tröstung zur Todesproblematik nicht ebenfalls philosophisch (und praktizierend) akzeptabel sein; (Philosophie als Maximierung aller Möglichkeiten).

    1362Warum betonen die Existentialisten (hier S. Kierkegaard) de Gefühle von Fremdheit (vs. Welt, Selbst), Zerrissenheit, Angst, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung als Grundsituation des Menschen?

    1363Es ist in erster Linie die Verwunderung, dass es überhaupt „etwas“ gibt und dass es sie selbst „gibt.

    1364Dazu tritt (ebenso spontan) auch die intuitive Erkenntnis der I-Seite; („Hoffnungslosigkeit“ und Perspektive des Trostes setzt „I“ voraus); Aber zugleich wirkt die allgemeine „Kritikfähigkeit“, formal zunächst als „frei zu sein“; das ist auch eine Variante von Entwicklung“ des Menschen: Er sieht, gemessen an den „Versprechen“ welche die E-Seite gibt, (Existenz/Sein/Seiende als philosophisch „Ganzes“) ist die konkrete Unvollkommenheit bestenfalls ein Zeichen von kommenden Verbesserungen (was K. nicht in seine philosophische Überlegung aufnimmt. Insofern ist es „Weltanschauung“).

    1365Und weiter, auch die philosophische I-Seite gibt „Versprechen“ ab, die die konkrete Realität keineswegs immer einhält.

    1366Wenn Kierkegaard in der „Angst“ die Möglichkeit des Menschen für die „Freiheit“ sieht, so verallgemeinern wir das: Alle Emotionen lösen die Wirklichkeit auf. In ein Geflecht von positiv u./o. negativ bedrängenden Möglichkeiten.

    1367Die nächste Entwicklungsstufe, die aus der Emotionalität hinausführt, die Rationalität, lässt den Menschen entscheiden, (wenn alles gut geht), ob er diese oder jene Emotionen oder keine annimmt oder verwirft.

    1368Diese objektiv durch die Entwicklung gegeben Fakten und Funktionen, entdeckt der Mensch als seine Freiheit, seine Wahlmöglichkeiten; das betrifft dann nicht mehr nur „rückwärts“ seine Stellung zu seinen eigenen Emotionen; zur Biologie kann er rückwärts nur über die Emotion wenig bewirken, aber zu sich als Seiendem (E).

    1369Kierkegaard entwickelt seine Lehre von den „Stadien auf dem Lebensweg“: Im Ersten, dem „Ästhetischen“, hat der Mensch eine Fülle von Möglichkeiten, die es unverbindlich, genießend, kaum als solche identifiziert.

    1370Wir ordnen dieser „Existenzmöglichkeit“ I/E zu, deren Verbindung zur Emotionalität und deren dynamische Schwebekonstruktion.

    1371Für K. bedeutet in Wahrheit, zu existieren, allerdings, dass der Mensch sich frei entscheidend, die eine Möglichkeit ergreifen, die andere verwerfen kann. So gelangt er zur Wirklichkeit und gewinnt Stand im Dasein.

    1372Dieses „ethische Stadium“ als „das Wählen der „I“, als faktisches Entscheiden (-> G, E) ist die Auftrennung von „I/E“ in I und E – und damit die Eröffnung der Entwicklung beider doppelter Freiheit. Welche beides/doppelt ist: Sowohl „leer“ (E, G) (und so weite Teile als idealistische Elemente, zum Beispiel die gesellschaftliche Ordnung kennzeichnend); und als „I“: „voll“.

    1373Wenn „Wahl“ und „Entscheidung“ die „wesentlichen Kategorien“ werden, unter denen Kierkegaard den Menschen betrachtet, dann sind das keine zufälligen Kategorien. Es sind das „I“ („Wahl“) und E, G („Entscheidung“).

    1374Und wenn K. den faktisch entscheidenden Menschen als „ethisch“ wertvoll sieht, der „eigentlich“ erst dadurch zu sich selbst kommt, „seine Aufgabe findet“, dann bildet K. und „der Mensch“ die I/E-Verhältnisse, die als philosophische Endpunkte anzusehen sind.

    1375Aber dieser Versuch, sich „ethisch“ in die Hand zu nehmen, muss „in der Verzweiflung“ enden. Denn jede I/E-Konstruktion/“Praxis“ ist per Definition eine der „Endlichkeit“.

    1376Wo aber bleibt „I“, auch E, als positive und „negative“ Unendlichkeit, (von z-z, w-w her…) ?

    1377Kierkegaard spürt, es gibt diese Zweiteilung (endlich – unendlich), als tiefe philosophische Basis.

    1378„Das Sein des Menschen ist in sich selber nichtig“, Kierkegaard . Wir meinen, jenseits der existenzialistischen Verzweiflung darüber gilt, „der Mensch“/ „Ich“ etc. ist jene – fast – höchste E-Phase in der „allgemeinen Entwicklung“, die ihre I-Seiten in ihre Identitätsbildung integrieren kann. Dann wird ein striktes „E“ daraus, wenn das (diese eine Seite der Subjektivität) abläuft, dann muss „N“ erscheinen, das drückt „N-G, E“ aus.

    1379Das heißt zum Beispiel auch, dass diese Seite (N-G) es erzwingt, dass die Seele, der Geist, objektiv-subjektiver Geist „sterblich“ (N) ist.

    1380Aber der Mensch/die Subjektivität hat auch (immer zugleich) die I/E, N/G-Seite. Die führt überall hin (als Relationierung), nicht aber zum objektiven Geist. Durch die N/G-Seite wird zum Beispiel seine natürliche Seite ewig existieren.

    1381Kierkegaard sieht das auch: In der „Möglichkeit“ („N/G“) erfährt der Mensch, dass er „ein wunderliches Gespinst aus Endlichkeit und Unendlichkeit“ ist, also „N-G zu N/G“.

    1382Kierkegaard spricht nur aus, was eigentlich auszusprechen, jede Religion als ihre Modernisierung zu leisten hätte; hier zum Beispiel die philosophische und psychologische und alltägliche Auseinandersetzung mit der fundamentalen Zweiteilung von Endlichem und Unendlichem. Die wp ontologische Struktur der physikalischen Weltseite hat diese Zweiteilung vorgegeben. Es gilt nun für den Menschen, diese (und andere …) Strukturen „würdig“ im „Geistigen“ (Kultur, menschliches Dasein etc.) zu integrieren.

    1383K. spricht (wenigstens) darüber: Er setzt das Endliche („Wirbel des irdischen Dasein“) in traditioneller Manier zwar herab und feiert das Unendliche (die unendliche Sehnsucht, mit einer anderen Welt in Verbindung zu treten…) über die Maßen, aber das ist die alte Unsymmetrie, die durch die Betonung von E, G, Sein, z/w als Notwendigem – daher das andere als Freiheit sieht.

    1384Die Suche Kierkegaards nach einer „anderen Welt“, von der man Trost und gültige Anweisungen für ein „Selbstwerden“, Handeln, Entscheiden erhält, ist philosophisch-religiös unter neuen Bedingungen, (entwickelte Subjektivität, Wissenschaft, schärfere Begrifflichkeiten etc.) die Wiederaufnahme der Suche danach.

    1385Wenn zum Beispiel K. vom „Entscheiden“ spricht, sehen wir den möglichen Einsatz der I-Sphäre; wenn K. sagt, dass der Mensch in seinem „Dasein“ (-> E) die „Unendlichkeit“ nicht vergesse, dann fassen wir diese Begriffe erneuert, ernster, systematischer. Kierkegaards Philosophie erweist sich derart als Versuch, die stehengebliebene Philosophie der Religion zur Weiterentwicklung anzustoßen.

    1386Es kommt, nach Kierkegaard, vor allem darauf an, dass der Mensch in seinem Dasein die Unendlichkeit nicht vergesse.

    1387Das ist gut gesagt. Es gilt übrigens für den modernen wissenschaftlichen Menschen, der die höhere Mathematik, Physik beherrscht, von ihr berührt wird genauso: Er kämpft mit den Unendlichkeiten (jedenfalls in seiner Reflexions-Arbeit zusätzlich. In seiner physiologisch-biologischen und seiner praktizierenden Arbeit ist sowieso jeder Mensch mit allen Unendlichkeiten stets verbunden und konfrontiert – auch wenn er das nicht merkt.

    1388Kierkegaard hat noch keine echte Ahnung von den neuen wissenschaftlich-philosophisch Unendlichkeits-Problemen und Perspektiven (-> die ja ganz neue Hoffnungen darstellen!).

    1389Er reduziert das Unendlichkeits-Problem noch auf „Gott“, das heißt auf E und dessen unendliche „Leere“ (-> G, Existenz).

    1390Aber auch daraus lässt sich bereits (intuitiv und „utopisch“) auf die ganzen neuen Möglichkeiten, die die Konfrontation Endlichkeit/Menschlichkeit und Unendlichkeit verlangt

    1391Diese von der Gesamtrealität dem einzelnen Menschen aufgebürdete (und von Kierkegaard mit entdeckte) ungeheure Verantwortung, es wagend „ganz er selbst zu sein, allein vor Gott“, sehen wir als das Ertragen dieser Struktur der (von Wissenschaft bis Philosophie aufgedeckten) Gesamtrealität.

    1392Es ist das E-Gegenstück zur „unendlichen I-Sphäre“. Hat diese alle Hoffnungen „des Menschen“ auf die unendliche Vermehrung der Ziele, der Hoffnungen, so ist jene unendlich leere E-Sphäre eher die abstrakte „Hoffnungslosigkeit“ etc.

    1393Wp sind nur beide zusammen entscheidend.

    1394Dadurch wird eine „Ontologisierung“ des Psychischen, des Individualpsychologischen bewirkt und erreicht. (Wenn die „Schwermut“, als in jenem Ewigen. Unendlichen gründend, als bleibendes Schicksal aller Menschen herrscht; als Einzelner es auszuhalten).

    1395Nichts anderen ist dies als die eben individual-psychisch erscheinende, sich darstellende allgemeine Phase der Entwicklung im Emotional-Rationalen.

    1396Dort erscheinen dem Bewusstsein und der biologisch-emotionalen Wahrnehmung die allgemeinen philosophischen Strukturen der Realität, die von der ersten Physik bis zum „objektiven Geist“ allgemein bestimmend sind, aber als individuelle Psyche eine ganz eigene, eigenartige Ausprägung (Entwicklungsphase) haben; zum Beispiel Unendlichkeitenkeiten, die von z, w her bis zu „E“, „I“ etc. existieren, im Individual-Psychisches wahrgenommen“ werden. Allgemein gilt, dass jede Einzelphase alle anderen beeinflusst und hier von diesen „wahrgenommen“ wird.

    1397Liegen Kierkegaard mit seiner unbedingten Gründung des Menschen im Ewigen von Hegels „Vernunft in der Geschichte“ wirklich so weit auseinander wie die beiden und andere das meinen?

    1398Alles was Menschen von sich und von der Welt feststellen können (z, w bis I, E, N, G als Entwicklung) sind „ewige“ Strukturen – und sie sind zugleich die Basis von Hegels „absolutem Geist“; sowie auch die aller modernen reflektieren Wissenschaften.

    1399Das „Ewige“ muss mit allen Entwicklungsphasen (zum Beispiel Konkretem, Handeln, Menschen etc.) vermittelt sein, sonst taucht das nicht…; das Ewige ist keine naive (das heißt wiederum endliche) Kategorie; vergangene Fantasien über das Ewige sind lediglich Versuche in die richtige Richtung.

    1400Da Kierkegaard „vom Menschen“ her seine Philosophie, z.b. deren weltanschauliche Eckpunkte“ aufbaut, kann und muss er andere Bereiche und damit zum Beispiel andere Wissenschaften (vor allem die abstrakten -> objektiver Geist) abwerten.

    1401Er „bedauert“, dass „die Gegenwart“ die Sachen in „endlosen Reflexion“ erstickt“ – und nicht in „Leidenschaft“ von ihnen ergriffen ist.

    1402Das „Handeln“(Wagnis), nicht das Nachdenken sei das Wichtige; etc. Hier grenzt Philosophie an „Alltagsphilosophie“ und an Politik, Kultur, Soziologie, Psychologie u.ä.

    1403Diese aber sind nur über die I-Seite philosophisch zu kontrollieren.

    1404Das heißt, wenn K. sich auf den (allerwichtigsten…) Eckpunkt „Mensch“ kapriziert, muss er auch die I-Philosophie und I/E – akzeptieren. Kierkegaards sozial-kulturelle Kritik kann auf den objektiven I-Sphären-Einfluss reduziert werden:

    1405Er beschwert sich: „aber die Menge ist die Unwahrheit“, das heißt, das verantwortliche Entscheiden und das eigenständige Handeln geht verloren; „erst in der Wahl“ wird der Einzelne „er selber“.

    1406Dieser unterscheidet sich auch dadurch „im tieferen Sinne von den anderen“.

    1407Sonst greift „eine öde Nivellierung Platz, das Miteinander der Menschen wird zum „Publikum“, anonym und ungreifbar; nur „Gerede, Geschwätz“, keine verantwortliche Rede.

    1408Das alles deutet in Richtung „Ii“, also auf den – abstrakten – Kern der I-Sphäre.

    1409In solchen philosophischen Vorentwürfen der I-Seite, (zum Beispiel auch bei -> Schopenhauer), wird zuerst das sozial-politisch-kulturelle Verhältnis des bürgerlichen Individuums zur Gesellschaft als Exempel für mögliche philosophische Folgerungen diskutiert.

    1410Wenn Kierkegaard unermüdlich fordert, dass es für jeden Menschen darauf ankommt, für sich selber er selbst zu sein, ein Einzelner zu werden, einer der sich unbegrenzt um sein eigenstes Existieren bekümmert und der als Einzelner vor Gott steht, dann betont K. Weltanschaulich-philosophisch „I i“ und E. Dass solche Herausarbeitungen jedes weltanschaulichen Eckpunktes notwendig sind, ist eine geistesgeschichtlich wichtige Vollendung – wie sie überall in der Entwicklung geschehen muss.

    1411Das geschieht übrigens epochal (-> als Selbstverwirklichung; Individualisierungen, mit der sich einige Wissenschaften befassen etc.) „Diese Aufgabe ist ein ungeheures Ereignis“; so empfindet K. seine Herausarbeitung und Vollendung „des Einzelnen“.

    1412Ist damit die philosophische Arbeit hinsichtlich dieses Eckpunktes wirklich vollendet? Jedenfalls gilt, dass alle Eckpunkte in gleicher Weise zu vollenden sind, soll der objektiven Entwicklung Genüge getan werden. Kierkegaard sieht, dass das „Christentum“ wichtige philosophische Grundkonzepte thematisiert hat. Er fordert vom „Christen“, das ernst zu nehmen.

    1413Letztlich ist das ein Versuch, die Religionen aufzufordern, ihre aktive Rolle in der Weiterentwicklung von „Philosophie“ wieder aufzunehmen; was der „Einzelne“ in seiner Kreativität allein leisten könnte.

    1414Hier geht es K. um die Einsicht, dass „der Glaube“ ein Wagnis geworden ist, weil er sich auf ein Paradox gründet: Dass nämlich das Ewige zeitlich geworden ist.

    1415Es geht als um die drei, zwei Säulen unserer Philosophie, die als Endlichkeit begrifflich als „E, N/G“ (und physikalisch als „z/w“), sowie als „Ewigkeit“, Unendlichkeit als I, N-G (physikalisch als z-z bzw. w – w modelliert werden. Und als die Übergänge zwischen beiden, was als „Entwicklung“ verallgemeinert wird.

    1416Dieser Übergang, Entwicklung erscheint bei Kierkegaard als „Sprung“: Dieser Sprung erscheint als „Glaube“. Dabei geht es um N-G. Dass es dieses im Alltag und in reflektierten Bereichen gibt, zeigt K. wieder einmal.

    1417Es ist aber diese Aussage Kierkegaards nur halbwegs reflektiert; im Grund sagt er nur, dass die Verstehens-Methodik, das „natürliche Verstehen“.der „Verstand“, nicht hinreicht um Gott (E) zu erfassen. Genau das aber tut „N-G“.

    1418Es ist der bloße Wechsel von N/G (->hermeneutisches Verstehen) zu N-G (abstraktes“ „Springen“); außen vor bleibt, woher und wohin.

    1419Das eigentlich „Existenzialistische“ in Kierkegaards Leben und Philosophie besteht darin, dass er sich zwar als Ausnahme, Abgesonderten, der den Ernst hat, das Existieren zu deuten, zu bedenken, am Leben zur leiden, stolz und eitel und selbstkritisch das von Gott „Bestimmte“ sieht, aber eben darum „nur“ das darstellt, dass jeder „Mensch“ im Grunde ist, sein kann und sein will.

    1420Jeder ist „die Ausnahme“, jeder hat dies „schwermütige“ Leiden am Nichtwissen und das Glück dafür.

    1421Es sind dies adäquate philosophische Beschreibungen des weltanschaulich-philosophischen Eckpunktes der „Subjektivität“.

    1422Ludwig Feuerbach erkennt in seinen Studien als Theologe in Heidelberg, „der theologische Mischmasch von Freiheit und Abhängigkeit, Vernunft und Glaube war meiner Wahrheit verlangender Seele zuwider“. Darin geht er – und die Wissenschaft und Philosophie seiner Zeit, bis heute zum Teil auch in der Philosophie-Entwicklung – einen Schritt zurück. Es ist gerade das Verdienst der „Religion“, jene ganz verschiedenen und „prekären“ Bereiche der Realität miteinander zu verbinden.

    1423Weil dieser Mischmasch noch vorwissenschaftlich und ähnliches war und daher verbesserungswürdig, macht sich die Philosophie (und Wissenschaft) der Zeit Feuerbachs erst mal daran, wenigstens die E-Seite und die N-G herauszuarbeiten, zu vertiefen etc.;

    1424Allerdings – abstrakt – auf Kosten der I, I/E (zum Teil) und der N/G-Seite.

    1425Nicht erst seit Feuerbachs Zeiten, sondern bekanntlich schon seit Sokrates (und heute mehr denn je) hängen philosophische Deutungen der Welt mit politischen Deutungen (und von daher Erwartung, Kritik etc.) zusammen. Auch dem Feuerbach geschieht das. Seiner Verdächtigung der „Geheimbündelei“, die eigentlich jeder Philosophie gegenüber (und vor allem neuen, kreativen Ansätzen gegenüber) prinzipiell zu erheben ist, entgeht F. durch naives Abstreiten, eine politische Gesinnung zu haben. Preußische Beamte (bis heute) sind Gott sei Dank nicht derart naiv, sie sind da regelrechte Alltagsphilosophien. Denn philosophische Kreativität und deren Ergebnisse hängen mit den Methoden und Begriffen (nicht nur, aber besonders) der Politik eng zusammen.

    1426Die „11. These“ zu F. bezeugt es in Inhalt und in ihrer örtlichen Platzierung, zum Beispiel unter den Linden, heute erst recht.

    1427Feuerbach wird bald an Hegels Philosophie vom „absoluten Geist, der in aller Weltwirklichkeit waltet, irre.

    1428So überzeugend diese Konzeption scheint, es ist dieser absolute Geist nicht der Geist des Menschen, sondern doch wieder „letztlich“ „der Geist Gottes“, den Feuerbach angetreten ist, ihm die menschliche Subjektivität entgegenzuhalten.

    1429Das ist für die Philosophiegeschichte eine typische Situation, noch sind nicht alle Haupt-Aspekte von „Weltanschaulichkeit“, möglicher Weltansehung voll entwickelt,

    1430Und F. springt da in die Lücke der „Subjektivität“.

    1431Eine Folge ist, man kann nicht akzeptieren, dass beides: Absoluter, „objektiver Geist“ – und menschlicher Geist nebeneinander sein können; geschweige denn, dass es eine beide umfassende „Entwicklungs-Philosophie“ gibt.

    1432Feuerbach ist noch einer der notwendigen Philosophen „weltanschaulicher“ Art, deren objektive (-> Entwicklung) Aufgabe es ist, die einzelnen „Eckpunkte“ (bei ihm „der Mensch“) wissenschaftlich genau und umfassend zu entwickeln.

    1433Deshalb gilt, der Mensch in seinem konkreten Dasein ist ihm und dem alleinigen Menschen allgemeiner Gegenstand des Philosophierens.

    1434Der Gedanke, dass jede Philosophie auch Auskunft über diese Auswahl (und damit über das Eliminierte in allen deren Details) zu geben hat, ist noch wenig beeindruckend.

    1435Formal-philosophisch geht es darum, die Kategorie der abstrakten Negation zu begründen. Wenn das geleistet wäre, dann hätte man erst den N-G-Status erreicht.

    1436Das „G“ deshalb, weil Feuerbachs Ansatz einer der „Wissenschaften“, der Anthropologie ist.

    1437Das gilt allgemein: Nur G „nur“ Wissenschaft…

    1438Das Spezifische von „Wissenschaft“ ist, dass sie zwar bei sich (tendenziell unbegrenzt viele) Metaebenen zulässt (auf diesen auch „I“, I/E), aber diese stets als „E“ sieht) (-> leere Unendlichkeit von „E“ …). Feuerbach gehört zu jenen weltanschaulichen Philosophen, die ihre Erkenntnis derart abrunden, dass ihr „Eckpunkt“ relativ unangreifbar wird; im Laufe der Geistesgeschichte/Philosophiegeschichte geschieht diese Arbeit für alle Eckpunkte.

    1439So wird ihm „das menschliche Dasein“, die „einzige unmittelbar gegebene Realität“, also eine konsequente Philosophie, indem er alles andere, (-> philosophische, theologische Tradition), die Welten der Natur, der Physikalität, der Ideen etc. auf „den Menschen“ reduziert.

    1440Die Bildung derartiger „einziger Wirklichkeiten“ ist nur möglich, weil es die moderne philosophische Metaebene gibt; und weil in dieser es möglich ist „E“ (in Entwicklungsphasen) zu fixieren -> hier „der Mensch, die Subjektivität“ im „Hier und Jetzt“.

    1441Feuerbach gerät in jene Grundschwierigkeit, die der philosophische „Eckpunkt“ (wie alle Eckpunkte) „Subjektivität“ mit sich bringt: Er hat stets Beziehungen zu anderen Eckpunkten. So „produziert“ der Mensch, eben auch „spekulativ“, alles was F. ablehnt, zum Beispiel „Gott“, „objektiver Geist“.

    1442Daher versucht F. eine Begrenzung: Das „Wesen des Menschen“ sei die „Sinnlichkeit“, die „Wahrheit, Wirklichkeit und Sinnlichkeit sind identisch“. Das heißt Feuerbach beschränkt seine philosophische Erarbeitung auf die Probleme des „Übergangs“ vom Biologischen zum Emotionalen zum Rationalen.

    1443Wahrlich ein Gebiet, das sowohl die menschliche Subjektivität begründet – und das (bis heute) unklar und daher aller philosophisch-wissenschaftlichen Mühe wert ist.

    1444Der philosophische Fehler der „Atheisten“, hier Feuerbach, ist, dass sie Gott und ähnliches als „eingebildetes, unwirkliches, fantastisches“ Wesen sehen – aber damit doch wieder, diese „menschlich objektiven Funktionen (-> subjektiver und objektiver Geist) abstrakt negierend, anerkennen.

    1445Der Fehler der Religiösen ist, die Realitätsteile des subjektiven und objektiven Geistigen nicht (erst mal…) deutlich zu unterscheiden von den anderen Teilen der Weltwirklichkeit, vom „Ganzen“; (also zum Beispiel Religion „politisch“ interpretieren).

    1446Das beides zusammenhängt, (-> Entwicklung) ist wohl wahr, muss aber klar erklärt sein.

    1447Die zwei philosophischen Positionen, (Hegels „absoluter Geist“/ Gott/ „objektiver Geist“ und Feuerbachs „Subjektivität“ / Mensch) sind zwei – auf dieser Ebene gleichberechtigte weltanschaulich-philosophische Eckpunkte.

    1448Man kann sie – aber symmetrisch – aufeinander beziehen; zum Beispiel, „der Mensch erzeugt Gott“ (Feuerbach); aber eben auch umgekehrt; ohne die Begrifflichkeiten des „objektiven Geistes“ (zum Beispiel „E“) ist der Mensch nicht „denkbar“.

    1449„Beides ist richtig“ – (der Mensch „erzeugt“ auch den objektiven Geist) – heißt: Es gibt eine Meta-Ebene der Relationen zwischen den Eckpunkten.

    1450Eben das bereitet hier Feuerbach geistes-historisch vor.

    1451Das Wirken Feuerbachs hat zwei Richtungen, es kritisiert das, was wir „objektiven Geist“ nennen – und das er zu Recht sowohl im Hegels absoluten Spekulationen wie auch in der christlichen Religion verwirklicht sieht – (beider Unterschied ist auf gewisse Weise tendenziell gering). Zum anderen versteht er sich mit Recht auch als „religiöser“ Revolutionär: Die Wissenschaft und die damit verbundene Philosophie, (zum Beispiel als nächste Marx, Engels), gründen auf der genaueren Analyse der Subjektivität – allerdings werden die vor Feuerbach gemachten tiefen Analysen vom „objektiven Geist“ nunmehr ebenso mit der Erkenntnis zur „Subjektivität“ vereint, wie die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaften, zum Beispiel die über die Natur.

    1452Das Verwerfen des Christentums zugunsten von „diesseitiger Wirklichkeit“ durch Feuerbach hat eine über F. hinausgehende philosophische Bedeutung:

    1453Es geht um die „Zweiheit“ (und daher eine tiefe philosophische Struktur begründende…) von objektivem Geist („Gott“ etc.) mit zum Beispiel seiner Ewigkeitsfunktion; das heißt es ist dies das prinzipiell Unveränderbare, das wie alles menschliche Denken, ob als „Mathematik“, „Logik“ oder „I“,unter anderen „letzten“ philosophischen Aussagen, zu denken gezwungen ist.

    1454Und andererseits die „menschliche Wirklichkeit“ und ähnliches.

    1455Diese aber ist zwar nicht „ewig“, aber sie ist stattdessen unendlich frei. Das macht diese Bereiche gleichberechtigt zum „objektiven Geist“.

    1456Das errichtet jene Meta-Ebene der Philosophie, auf der die (neue?) Trinität (Natur, Subjektivität, objektiver Geist) errichtet wird; ehe diese weiterer Analyse -> I, E, N, G etc. verfällt.

    1457Wenn Feuerbach feststellt, dass jetzt „Unglaube, Vernunft, Politik, Arbeit, materielle Not, Mensch“ wichtiger wurden (anstatt „Glaube, Bibel, Religion, Kirche, Himmel, Gebet, Hölle“), dann kritisiert er in jenem „Raum“, der zwischen Kritik an der Organisation („Kirche) und der „Philosophie“ liegt.

    1458Wir verdeutlichen diese Kritik, die Feuerbach als neue „unchristliche Philosophie“ (-> Nietzsche) abstrakt umschreibt: Es ist dies nur möglich, – als Fortentwicklung der Philosophie in der Religion – wenn zuvor die religiöse Philosophie als I, E, N, G analysiert wurde. Zum Beispiel die „I“, die durchaus mit einigem Recht in (zum Beispiel) „Himmel-Hölle“ ausgedrückt werden, sind philosophisch wichtig – aber genauso wichtig ist es, diese „I“ (und E…) zu explizieren, sie weiterzuentwickeln. Und (zum Beispiel) Glaubens -(Gebets-) -Methodik als N/G vs. „Arbeit“, als „N-G zu N/G etc.“ zu erkennen.

    1459Wenn Feuerbach behauptet, dass es kein selbstständig existierendes Wesen „Gott“ gibt, und sein Deutungsprinzip der anthropologische Standpunkt allein ist, (alles auf „den Menschen“ zu reduzieren), dann ist eine Folge dieser einseitigen weltanschaulichen Festlegung die Vereinfachung der Erzeugung des objektiven Geistes (die Mathematik zum Beispiel) durch den Menschen.

    1460Dagegen aber spricht bereits die Alltagserfahrung. Die Freiheit in der Erzeugung, (die ja konstitutiv für „Mensch“/die Subjektivität ist) hat ihre unzweideutige Grenze zum Beispiel an der „Mathematik“ – (wie jeder Mathe lernende Schüler es schmerzlich eingestehen muss).

    1461Anders formuliert, wenn „Gott“ „nur etwas in der Vorstellung, in der Einbildung ist“, dann muss – philosophisch umfassend und die weltanschauliche Einzel-Eckpunkte verbindend, eben diese „Einbildung“ in die philosophische Analyse einbezogen werden.

    1462Wenn Feuerbach sagt, die „Idee Gottes“ entspringt daraus, dass der Mensch „sein eigenes Gattungs-Wesen auch sich hinaussetzt“, dann steckt in dieser philosophischen Aussage impliziert einiges; zum Beispiel, dass „der Mensch“/die Subjektivität aus subjektivem und objektivem Geist besteht – (woher?) – und dass diese in einer Dynamik, Entwicklung stehen, und dabei voneinander trennbar sind, (-> „hinaussetzen“).

    1463Dieser „Gott“, als „entäußertes Selbst“ des Menschen, erschöpft sich allerdings nicht in „E“ (dem absoluten Entwicklungs-Endpunkt des objektiven Geistes), sondern auch in Vorformen dazu; zum Beispiel „Allwissenheit“ (-> komplexes E als „menschlicher Wunsch“, -> I); ebenso der „Wunsch“, „an keinen Ort und keine Zeit gebunden zu sein“ (göttliche Allgegenwart, Ewigkeit); ähnlich: „göttliche Allmacht“. Das heißt, Feuerbach spürt intuitiv bei „I“ kommt es auf die Inhalte von „I“ an, nicht nur auf seine abstrakte Form, wie bei E. Daher jene „Vorformen“- Beschreibungen.

    1464Also ist wissenschaftstheoretisch gesehen Theologie „gleich“ Anthropologie; das heißt wissenschafts-philosophisch gesehen: Die weltanschaulichen (Haupt-) Eckpunkte hängen zusammen, in einem modernen philosophischen Metasystem.

    1465Wenn Feuerbach behauptet, dass der Mensch sich Gott jeweils ersinnt, (mit Hilfe der Fantasie und anderen psychischen Gegebenheiten zum Beispiel Abhängigkeitsgefühl, Verehrungsbedürfnis, unendliche Freiheits-Hoffnungen, Kampf gegen Beschränktheit, Ohnmachtsgefüle etc.) dann eröffnet er eine prinzipielle Frage, nämlich die, wie der „objektive Geist“ aus dem „subjektiven Geist“ (der Psyche, der Emotionalität) hervorgebracht werden kann.

    1466Das ist ein wichtiger Übergang, der von Emotionalität zu Rationalität – und wie alle Entwicklungsschritte erfolgt auch dieser dem Entwicklungsmechanismus.

    1467Man erkennt auch bereits im „subjektiven Geist“ die objektiv-geistigen Ansätze, zum Beispiel unendlich frei zu sein; zum Beispiel der objektive Wille zur Entwicklung.

    1468Feuerbach berührt damit auch folgendes Problem:

    1469Er sagt die Subjektivität „hängt ab“ von so Vielem, relationiert mit innerer und äußerer Natur, deshalb wird er „religiös“. Abhängig ebenso vom technisch-ökonomischen Geschichts-Stand und von der „Gesellschaft“ und von den auf ihm eindringenden Denk-Zwängen, Notwendigkeiten des objektiven Geistes (ob Mathematik, Logik oder auch „Gott“). Jedenfalls meint F., das alles „bewältigt“ der Mensch nicht – daher seine Flüchte (Religion, Bräuche, Träume, Räusche).

    1470Wir meinen, alles das sind philosophisch-psychisch-politische Vorarbeiten für die notwendige Beschleunigung der E-Entwicklung, auch als innere menschliche und innere weltliche Zunahme von Wissenschaft (Forschung etc.) – und deren philosophische Überhöhung.

    1471Diese löst die verängstigenden Bindungen an Ersatz-Über-Menschen, Über-welten.

    1472Feuerbach analysiert die „Subjektivität“ und entdeckt in der Seele des Menschen „das Wünschen“.

    1473Damit ist die I-Kategorie mal wieder in der Philosophie präsent. Wenn zwar auch diesmal empirisch-wissenschaftlich ans Psychologische gebunden, dennoch wieder nur phänomenal-empirisch-alltagswissenschaftlich und nicht philosophisch begründet.

    1474Alles „Wünschen“ zielt auf die „Glückseligkeit“ („Die Götter sind die Projektionen des menschlichen Strebens nach Glück“): Glückseligkeit ist nur in Fantasien zu erreichen; oder etwas systematischer ausgedrückt, „I“ wird nur in Relation zu E „praktisch“.

    1475Glückseligkeit ist vom Menschen praktisch nie zu erreichen:

    1476„Die Unendlichkeit der I-Sphäre“, bzw. die Rw-Funktion, wird präsystematisch angedeutet.

    1477Letztlich ist für Feuerbach die Wurzel alles Gottesglaubens der „Egoismus“, (Streben nach Glückseligkeit ist „selbstisches Streben“.) Hier zeigen sich die Hauptzüge Feuerbachs: Die Betonung der weltanschaulichen Eckpunkte individueller „Subjektivität“ führt dazu, die E-Seite einer Gesamtphilosophie psychologisch-subjektivistisch zu interpretieren, (der menschliche Egoismus sei das Grundprinzip von Religion und Theologie).

    1478Diese biologisch-emotionalen Strukturen der Subjektivität (Glückseligkeit, Selbsterhaltung plus Selbstverwirklichung) hat die philosophisch-formale Seite, (das „Streben nach“) von „I“ und die „Entwicklung“; sie werden ebenfalls nur angedeutet, bzw. ganz und gar „subjektivistisch“ vereinnahmt.

    1479Wir argumentieren umgekehrt: E, I ist übergreifend, erscheint aber notwendig in den Entwicklungsphasen, hier die der „menschlichen Subjektivität“.

    1480Je weiter die Einzelwissenschaften und die Philosophie innerhalb der Gesamtentwicklung der E-Seite fortgeschritten sind, umso weniger Über- und Einblick hat der einzelne Laie in jeden diese Bereiche. Großartige Urteile, („Marxismus als Heil oder Unheil der Welt“) sind daher der Sachen unangemessen – aber sie signalisieren, diese Wissenschaft oder dieses philosophische Niveau ist wichtig für diese historische Phase und daher für die beteiligten Menschen.

    1481Gerade philosophisch eignet sich für ein plattes „Für- oder Wider“ nur am Rande. Diese Art „Ablehnung“ zum Beispiel Hegels oder Heideggers, beruht stets auf Unkenntnis – ebenso wie oft vordergründige Anhänglichkeit. Das liegt an der Funktion von Philosophie, sie sieht Ablehnung und Zustimmung als Beitrag zu umfassenden Diskursen, die aber systematisch (eben im System aller Philosophen) zu begründen sind; was aber diese Alltags-Urteile nicht leisten können.

    1482Die Persönlichkeit von Marx, ein Schicksal in seiner Vielfalt, Leidensfähigkeit, aber auch in aktiver Willenskraft mächtig, achtungsgebietend, Energie und unbeugsame Überzeugung. Es ist das was in Marx’s theoretischem System als Subjektivität praktizierter Art nicht angemessen berücksichtigt wird.

    1483Marx ging es erst mal darum, die Hegelsche Erkenntnis über den „objektiven Geist“ auf die zwei anderen wesentlichen weltanschaulichen Eckpunkte, die Gesellschaft (Geschichte, Politik, etc.) und zum Teil die Natur zu übertragen.

    1484Die Subjektivität war – vorerst – ein praktisches, konkretes Unternehmen im Revolutionären; dem Hegel zwar auch verbunden war, aber das in der „Umwälzung des objektiven Geistes“ und noch nicht in der der Gesellschaft.

    1485Ausgangspunkt ist mit Hegel die Frage, ob „Geschichte“ ein sinnvolles Nacheinander (mit „innerer Dialektik“) ist.

    1486Unstreitig ist wohl, dass es eine objektive E-Entwicklung gibt; (natürlich in jener formalen Gesetzesart, der Statistik, die zu pluralen Gebilden gehört).

    1487Dagegen ist der Hegelsche Vorschlag, dass es um das „Subjekt“ der Geschichte dem „Weltgeist“/“absolute Geist“/“Gott“ (wir „objektiver Geist“) geht; als wichtigen – Teil der Realität.

    1488Mit der Herausbildung des reflektierten objektiven Geistes hat sich die Gesamtentwicklung des kulturell Menschlichen beschleunigt und verdeutlicht.

    1489Zum Beispiel erweitert Marx die E der Realität, das abstrakte Wissen nicht vernachlässigend, auf Natur-Kultur-E (zum Beispiel PM etc.) und auf die Entfaltung der „I“ im Gefolge der E-Entwicklung.

    1490Hegels Auffassung, der absolute Geist habe nach all seinen Irrwegen sein Ziel, das vollendete Selbstbewusstsein, in seiner (Hegels) philosophischen Arbeit erreicht, ist nur allzu wahr. Schon deswegen, weil das was Hegel eigentlich meint, die E, G-Konstellation als Fähigkeit des menschlichen Geistes immer schon Gattungsmerkmale konstitutiver Art waren; (Hegel hat sie allerdings philosophisch expliziert).

    1491An diesem Punkt der Geistesgeschichte muss die Kritik dann einsetzen. Und die verlangt nicht nur die Übereinstimmung von „Vernunft“ und „Wirklichkeit“, also G und E zu sehen, sondern bis ins Detail zu erarbeiten, was das beides („Vernunft, Wirklichkeit“) „inhaltlich“ überhaupt sei.

    1492Wir sehen in dem Bemühen Hegels, den absoluten Geist mit der Wirklichkeit zu versöhnen, ihn als Manifestation der Wirklichkeit zu sehen, als jenen „Arm des großen Kreises“, der jedes Detail der Realität durch den „objektiven Geist“ (I, E, N, G) erfassen kann, (was nur ein Spezialfall davon ist, dass von jeder Entwicklungsphase alle anderen Phasen relationierbar sind.

    1493Dieser Unterschied führt bei Marx zur Kritik an Hegel. Dass alle Wirklichkeiten (nur…) von einem absoluten Geist her verstanden werden kann, ist für Marx reiner „Mystizismus“. Wenn Marx dagegen aus der faktischen Wirklichkeit heraus philosophieren will, (also zum Beispiel vom Alltag, Arbeit/Ökonomie und Wissenschaft her), dann tut er das, was wir allgemein gefasst haben.

    1494Marx macht dann nichts anderes, als in der vorgegebenen Trinität den weltanschaulichen Schwerpunkt vom „objektivem Geist“/“göttliche Wirklichkeit“ weg und hin zu Formen der „konkreten Wirklichkeit“ zu verlegen.

    1495Diese Neu-Betonung bleibt „weltanschaulich“, ist aber – ebenso wie die gleichzeitig stattfindende „Durch-Kapitalisierung“ und „Durch-Wissenschaftlichkeit“ der Welt – auf philosophischem Gebiet von objektiver, unbedingter und herangereifter Notwendigkeit.

    1496Dies Wahrheiten „diesseits“ der abstrakten Systematisierung des „objektiven Geistes“ durch Hegel, behalten aber ihre Verbindung zum und ihre Formierung durch den objektiven Geist; das ist geradezu die Voraussetzung für das, was jetzt die Wissenschaften und Marx genauer in der Gesellschaft, Industrie und Natur aufdecken.

    1497Der Unterschied zwischen Hegel und Marx ist ja nicht der, welcher begrifflich, methodisch darstellbar wäre; zum Beispiel stellen Hegel und Marx fest, dass im Denken und im Konkreten, der „Wirklichkeit“ Widersprüchlichkeiten auftreten. Indem auch Marx das feststellt, partizipiert er vom abstrakten Denk-Feld, welches letztlich Hegels einziges Betätigungsfeld ist.

    1498Was Marx neu hinzu tut ist die „I-Seite“, bzw. die I/E-Relationierung als Verbindung zweier gleichberechtigter Größen. Hegel dagegen konnte nur behaupten, dass „Wirklichkeit“ und „Vernunft“ („ N-G, N/G, E) versöhnt seien, weil er – von vorneherein – nicht die konkreten Teile der Wirklichkeit mit einbezog. Diese aber sind I/E-Gebilde – und: „I“ ist aber zugleich zu E unversöhnbar, inkompatibel.

    1499Scheiterte Hegels ganzes philosophisches Bemühen daran, dass er die wirkliche Realität, das Konkrete nicht in ein/sein tendenziell unendlich dichtes und weites Denk-System einbeziehen kann. Denn er berücksichtigt nur die Entwicklungsphasen, in welchen I, E, I/E deshalb inhaltlich geschwächt sind, weil deren Vorstufen (mit S-Aspekten, R-Aspekten) philosophisch-wissenschaftlich unberücksichtigt blieben.

    1500Das „merkt“ Marx als Erster, Reflektierender und in systematisierender Weise. Er zieht aber jetzt den Schluss aus dieser Erkenntnis, dass die faktische Wirklichkeit gegenüber der „Vernunft“, der theoretischen Erklärung gegenüber „widersprüchlich“, unbegreiflich und unversöhnt bleiben muss. Weshalb daraus auch die Welt eine Zerrissene ist, weil sie dieser in sich totalen Philosophie (des Hegels und ähnlichem) gegenüberliegt.

    1501Das ist der alte jetzt verallgemeinerte Gegensatz „Körper-Geist“; und innere I-Strukturen (-> „Klasse/Ik“ zum Beispiel; vor allem I i vs. I i), was beides durch „Entwicklung“ aufzuheben ist.

    1502Hatte Hegel den Schwerpunkt – (in der allgemeinen „Trinität“) – als den Übergang subjektiver-objektiver Geist, so geht es Marx um das menschliche Subjekt im Verhältnis zum gesellschaftlichen Subjekt.

    1503(Die Einzelwissenschaften definieren sich ähnlich und beziehen „Natur“ mit ein).

    1504Hatte schon Kant dadurch ein philosophisch hohes Niveau erreicht, dass für ihn die konkrete Wirklichkeit die des menschlichen Subjekts war, so geht es Marx um eine erweitere Beschreibung dazu; vor allem auch von der Systematik Hegels geschult: Die menschliche Existenz kann ohne Vergesellschaftung und ohne „Interessen“ („I“) nicht hinreichend gedacht werden.

    1505„Was aber ist der Mensch“? Hegel betonte als wesentlich dessen Erkennens-Fähigkeiten, Marx betont – und bleibt da ebenfalls noch sehr „formal“ – die menschliche Praxis, das konkrete Handeln, die „Macht“. Wenn aber „der tätige Mensch“ im Mittelpunkt steht, dann fragt es sich sofort, welche Ziele („I“) hat er.

    1506Daher stellen wir die I-Systematik in den Mittelpunkt – ohne die von Kant, Hegel, Marx etc. gewonnenen Erkenntnisse zu vernachlässigen. Im Gegenteil, diese werden erst in einer philosophischen Gesamttheorie so richtig wichtig.

    1507Marx`s (und anderer) Verdienste um die Philosophie ist es, zwei eigenständige „weltanschauliche“ Eckpunkte von der wichtigeren Art durchgesetzt zu haben: Die menschliche Praxis, Arbeit (Subjektphase, N/G, Handlungsmodell etc.). Und die Vergesellschaftung des menschlichen Individuums (→ Ik,g,w zu Ek,g)

    1508Wie von jeder Phase der Entwicklung, kann man – diese als Ausgangspunkt wählend – über alles Weitere von hier aus „nachdenken“, interpretieren, verbinden, etc.; zum Beispiel bestimmt man derart das „gesellschaftliche Sein“ natürlich auch das Bewusstsein. Auf einer philosophisch weiterentwickelten Ebene spielt sich das auch ab: Von den Phasen und Elementen des „objektiven Geistes“ kann man alle anderen Teile der Entwicklung „erklären, erfassen“.

    1509Selbst wenn Marx „Gesellschaft“ betont, und von Gesellschaft als „gemeinsamer Arbeit der wirtschaftenden menschlichen Wesen“ spricht, so impliziert er stets deren „Bewusstsein“ und darin deren Willensbildungen und Ziele (Ik,g).

    1510Marx kann das eine nicht ohne das andere philosophisch-wissenschaftlich denken. Das Verdienst von Marx ist es, prinzipiell diese Grundlagen erweitert zu haben. Die damit ziemlich abgeschlossene Basis von Einflüssen aus philosophisch-wissenschaftlichem Denken, (weltanschauliche Eckpunkten und ähnliches), muss jetzt vermehrt „abstrahiert“ werden, zum Beispiel um die Verbindung zur Basis der Natur, (1. Physik. Mathematik, Biologie), herzustellen; allgemein, um eine höhere philosophische Ebene zu erklimmen.

    1511Dass Marx solche Grundfragen wie die „Wodurch bildet sich die menschliche Gesellschaft“ damit beantwortet, dass er sagt: Primär nicht durch gemeinsames „Bewusstsein“, sondern durch gemeinsame Arbeit, ist von Marx‘ Seite stets als Betonung von „vergessenen“ und notwendig dazugehörigen wissenschaftlichen Denkstrukturen zu sehen.

    1512Wenn man genauer hinguckt, sieht man:

    1513„Arbeit“ enthält wieder Natur, menschlich-subjektive „I“, etc. und objektive geistige Voraussetzungen (E, G-Identifizierung, N-Negation, Logik etc.), also auch wieder „Bewusstsein“. Aber „Arbeit“, Ökonomie, Technik und ähnliches sind umfassendere Antworten, (zum Beispiel enthalten sie auch „kollektive Subjektivität“ Ik,g,w) sowie „modernere“ Antworten: Dynamisches Gleichgewicht (in der E-Entwicklung! verankert) und ähnliches

    1514Vor allem: „Demokratisches“; betont das Einsehbare, Beeinflussbare (- ohne dass die Erkenntnis vorher -> Hegel beschädigt würde).

    1515Wenn Marx behauptet, dass „der Mensch“ ursprünglich das „wirtschaftende Wesen“ ist, dann ist das ein Teil einer viel weiter gehenden, umfassenderen philosophisch-wissenschaftlichen Analyse: In deren Mittelpunkt steht die Erkenntnis der Erkenntnis-Theorie mit deren vielfachen Relationen zwischen den Dreien/Vieren der „Trinität“ (Natur, individuelle und kollektive Subjektivität, objektiver Geist).

    1516(Dass ein Viertes dazu kam, hat die Kirche bis heute beleidigt) Also zum Beispiel „Arbeit“, Praxis, Handeln, Forschen – mit den je einzelnen Erkenntnis-Methoden.

    1517Dazu kommen die „I“ und E (zum Beispiel I g als E-Vollendung, zum Beispiel E als PK, PM).

    1518Marx geht es wohl und implizit auch im die Eröffnung dieser allgemeinen wissenschaftlich-philosophischen Perspektiven, – aber speziell geht es ihm – (-> 11. These über Feuerbach) – darum, punktuell praktisch“ zu werden, alles „Theoretische“/Abstrakte für die notwendige Veränderung zu wenden. Deshalb die Kaprizierung auf den technologisch-ökonomischen Teil des Ganzen. (Daher ist der Leninismus, die relativ freie „politische“ Ig-Bildung etc. eine konsequente Fortbildung des Marxismus).

    1519Wenn Marx sieht, dass es die „ökonomischen“ Verhältnisse, die PK, PM sind, die das konkrete Leben bestimmen, dann macht er Zweierlei: 1. Er bescheidet die herkömmlichen (Hegel) philosophischen Niveaus, transferiert sie auf die Basis des Alltäglichen, demokratisiert, konkretisiert – und verwissenschaftlicht die Problemlage, denn, um genauer weiterhin zu analysieren, zu verändern, braucht man die konkreten Details.

    15202. Er kritisiert diese ökonomische Basis des menschlichen Daseins als „kapitalistische Basis“. Dieses „Kritisieren“ ist seit Kant die formale Bewegung der Veränderung – (allerdings bei allen europäischen Philosophien als Steigerung der „Leistung“ -> E-Entwicklung/I-Entfaltung).

    1521Dafür stellt also Marx jene zwei wesentlichen Weichen: Verwissenschaftlichung und Öffnung zu „Neuem“.

    1522Wenn der Streitpunkt „Bewusstseinsbestimmung“ in „freier Verursachung“, kulturell oder PK, PV („ökonomisch“), zu Sprache kommt, dann muss klar sein, dass Marx in erster Linie das gesellschaftliche Bewusstsein meint. Und man in einem nächsten sachlichen Schritt erkennt, das individuelle Bewusstsein ist in einem hohen – (wenn auch bis heute quantitativ schwer abschätzbaren) – Maße vom gesellschaftlichen Bewusstsein mit-/geprägt.

    1523Und das „gesellschaftliche Bewusstsein“ ist – (ist auch noch zu quantifizieren) – sicherlich anhängig von dem Stand der E-Entwicklung und von der (potentiellen u/o aktiven) I-Entfaltung; die „ökonomische Seite“ ist dafür ein spezialisierter und damit unvollständiger Ausdruck. Warum finden sich in der „ökonomischen Basis“ jene Gesetze der geschichtlichen Entwicklung wieder (wie sie zum Beispiel auch Hegel bei dem „Geiste“ vorfand)?

    1524(Es ist das Verdienst Marxens, dies gesehen zu haben)

    1525Das ist nur umfassender durch eine Philosophie zu erklären, die alle „Wissenschaften“ und die „Geistbereiche“ der Philosophie neu ordnet. Die dabei erscheinende „Entwicklung“ (des I, E, N, G) legt dann zum Beispiel nahe, eine „frühere“ Entwicklungsphase (zum Beispiel „die Ökonomie“) als fundierend für jede spätere Entwicklungsphase (zum Beispiel den objektiven, absoluten Geist – OG) anzusehen. Aber das menschliche Denken verfährt eben auch andersherum: Es setzt zum Beispiel auch bei jedem „Arbeiten“ den „objektiven Geist“ stets voraus. Waren die „Gesetze der geschichtlichen Entwicklung“ bei Hegel jene des Abstrakt-Geistigen (→ N-G, E), so werden diese Gesetzte jetzt von Marx mit Inhalt gefüllt. Das heißt, „I“ (nämlich die der gesellschaftlichen Klassen) und E (die von „Technologien“ und „Ökonomien“ werden direkt und inhaltlich genannt – und in die Theorie, (diese umgestaltend) aufgenommen.

    1526Wir führen beide Standpunkte (Hegel -> E, N/G, N-G und Marx -> I, I/E, N/G) zusammen, verallgemeinern sie und zeigen ihre Herkunft (→ S,R), (das heißt aber auch ihre Verankerung in allen Wissenschaften und in aller traditionellen Philosophie).

    1527Marx ging (nach der tendenziell vollendeten Zusammenfassung aller Philosophien und Wissenschaftsmethoden durch Hegel) an deren inhaltliche Füllung. Diese wird auch durch Engels und andere bis heute weitergeführt: Alle Wissenschaften werden zu vereinen gesucht, indem man sie auf ihre wichtigsten Methoden-Projekte, die Dialektik, „Arbeit“,“Handlung“ zurückführt; und indem man eine „Vernetzung“ aller Bereiche/Wissenschaften versucht; zum Beispiel als „auf den Menschen“ bezogen (Humanismus) u/o. von der „Geschichtlichkeit“ bestimmt, u/o. von der Gesellschaftlichkeit bestimmt, u/o. von der

    1528Natur/Technologie, PK her bestimmt, und ähnliches; dass man dabei über die Grenzen der traditionellen philosophischen Arbeitsweisen hinaus ging ist klar und noch zu erklären.

    1529Das besteht auch darin, dass man die aktive Veränderung der Welt als konsequente und höchste philosophische Blüte deklarierte: Es ist die Weiterentwicklung aller bisherigen Methodik N, G („Handeln“ als „aktive“ Methodik). Und die Weiterentwicklung (Höchstentwicklung) von I, E, weil man sich ja stets sofort fragte: „Welt verändern, aber wohin“? Woran liegt die historische Wirkung von „Marx“, global und bis heute bestimmend ? Daran, dass Marx, auf Hegels abstrakter Zusammenfassung alles bis dahin Gedachten, auf Denkformen etc. aufbauend, alle Methodik, alltägliches und wissenschaftlich-philosophisches Denken und aktives Handeln, „Arbeit“ zum Beispiel. Expliziert in allen wissenschaftlichen und alltäglichen Bereichen, als Forderungen (-> I), zum Beispiel als „Freiheit und Gleichheit und Liebe/Solidarität als politisch-gesellschaftliches „Programm“.

    1530Die historische Zeit, der europäische Ort waren dafür reif, bereit, gut vorbereitet; (technische, ökonomische Entwicklungsphasen).Und, das kann jederzeit gezeigt werden: Alle diese Forderungen sind „berechtigt“ und sie widersprechen sich nur vordergründig.

    1531Damit konkretisiert Marx objektive philosophische Funktionen, zum Beispiel: E-Entwicklung als Beschleunigung und als Vollendung; wp zum Beispiel die Eigenart der „Gleichgewichtigkeit“ aller dieser objektiven Phänomene; zum Beispiel auch die Vorbereitung von unendlicher I-Sphären.

    1532Denkprojekte der Moderne gehen von Hegel-Marx aus, zum Beispiel das der Kritik an der Selbstentfremdung. Es setzt „Freiheit“ voraus; (konkret als vieles, zum Beispiel freie bewusste unabhängige menschliche Tätigkeiten); das ist die „ unendliche E-Funktion“, welche der Höhepunkt der „E-Entwicklung“ ist.

    1533Aber weder Hegel noch Marx explizieren dies als Forderung, die sich bereits überall nach Freiheit, Gleichheit, Solidarität zeigt, als grundlegend philosophische Erweiterung; Marx deutet aber sehr darauf hin. Nicht zuletzt durch die Kritik an der historischen Lage, am Seiendem.

    1534Auch in dieser Beziehung nähert sich Marx der I- und der I/E-Sphäre: Er bleibt nicht bei der allgemeinen Kritik an der E-Seite („Entfremdung“) stehen; (wie Hegel es getan hätte, indem er „E“ letztlich und zutiefst „analysiert“).

    1535Vielmehr geht Marx ins praktische, konkrete (material-historische) Detail: So die Selbstentfremdung des Menschen in der Arbeit. Und er sieht, unter den vielen Bereichen, in denen diese Vorherrschaft der E-Seite herrscht, ist das technisch-ökonomische Gebiet „das wichtigste“.

    1536Und, beides verweisen auf Strukturen der I- und der I/E-Sphäre.

    1537Das individuelle Arbeiten an der Natur, diese zum Beispiel beobachtend, nennend, bearbeitend-verändernd appliziert den E-Stand (Wissen) und die Ziele (I i), dies auf die „Natur“ und deren E (Strukturen) und deren „R“/„I“ (zum Beispiel Bewegungsrichtung oder zum Beispiel, I-Selbsterhaltung) wechselwirkend gerichtet.

    1538Insbesondere kann diese „Natur“ die dem Menschen eigene körperliche Natur sein.

    1539Aber die anderen Hauptphasen der Entwicklung (Gesellschaft, objektiver Geist etc.) spielen unweigerlich – (nach dem objektiven Gesetz, dass alle Phasen alle anderen Phasen „beeinflussen“) – eine Rolle in der „Praxis“, dem historischen Gesamtgeschehen, (hier der „menschliche“ Ausschnitt daraus). Dann wird jene Wechselwirkung. „Naturphasen-Subjektphase“ zum „Arbeitsprodukt“ und auch zur „Ware“, das heißt gesellschaftliche „Ik,g“, strategische „I“ (-> objektiver Geist) werden auch gleichberechtigt „wichtig“.

    1540Also: Wir „abstrahieren …“, das was Marx gefunden hat – ohne auf Hegel zurückzufallen .

    1541Die Wissenschaften und die Philosophie erarbeitet in ihrer Entwicklung, Geschichte immer mehr einen großen Doppelcharakter der Realität heraus: Als die Identifikation aller Teile, (zum Beispiel der „ersten Elemente“ -> Physik und auch als die Elemente des „objektiven Geistes“). Uns alle Relationierungen, die die „endliche Realität“ bilden. Marx erarbeitet das nun in spezifischer Weise auf dem Gebiet der Natur-Gesellschaft-Subjektivität-Wechselbeziehungen; zum Beispiel die Abhängigkeit der AN von ihrer „Arbeitstätigkeit“, vom Kapital, von den Produkten, die der AN selbst schafft etc.

    1542Das alles ist aber kein formales Netz von Relationen, sondern ein unsymmetrisches von „I“ bestimmtes (Macht, Strategie, Ungleichgewicht zwischen Kapital und Arbeit). Diese Spannungen sind dem niederen E-Entwicklungsstand zu verdanken. Marx‘ „Protest“ enthält das alles mehr oder weniger impliziert – und dazu vor allem das Wissen, dass die E-Entwicklung zum Ziel hat, die I-Sphäre so zu fördern, dass alle Ungerechtigkeiten etc. beseitigbar sind.

    1543Dass es zu Entfremdungserscheinungen und dem Leiden daran kommt – (zum Beispiel, dass das „Produkt“ menschlicher Arbeit dem Menschen als ein Fremdes gegenübertritt, von ihm nicht gekauft werden, ihn sogar gefährdend werden kann) – hat erst mal (bei uns) formale Gründe: Sie erscheinen als E -> N/G -> I (wo „I“ hier auch jenes „Leiden“ bedeutet). Dieser philosophische Grundvorgang ist nicht zu übergehen.

    1544Aber auf der inhaltlichen Seite, (welche I werden von welchen I konterkariert, von welchen E ersetzt etc…) kann der geschichtliche, gesellschaftliche, individuelle Ablauf dann beeinflusst werden, wenn das politisch-historisch erkämpft wird.

    1545„Entfremdete Arbeit“ ist die Störung, Zerreißung des I -> N/G -> E etc. – Zusammenhanges.

    1546Aus den individuellen I i jedes Menschen erfolgt ein N/G-Zusammenhang; besser: beides ist unendlich vermittelt. In der Arbeitstätigkeit des so definierten AN aber ist das I nicht I i, vielmehr Ig u/o Ik (strategische I der Arbeitgeber; meist die I als E-Entwicklung).

    1547Es wäre des AN I i, wenn er „mitbestimmen“ dürfte. Es war und ist das Ii jedes Menschen als/soweit es seiner biologischen Selbsterhaltung dient(e).

    1548Aber stets sind alle I beteiligt (das biologische I, aber auch das Ig, da der AN auch soziales Wesen ist). Das alles bezieht sich auf E, speziell die „E-Entwicklung“. Der Kapitalismus und Realsozialismus ist jener Abschnitt der historischen Leistungsgesellschaft, der es sich zum Ig gemacht hat, (auch als „Macht“ über die AN), „E“ zu vollenden, ohne Rücksicht auf mögliche unendliche „Ii“-Fülle.

    1549Die „Entfremdung“ kann erklärt werden als E-Relation und von daher als I i -Ii /g -Relation: Die Produkte, die der AN auf Anweisung des Ig/strategischen I, welches (im Alltag…) von der Kapitalseite/Oberschicht durchgesetzt wird, dienen nicht in erster Linie den Ii des AN, dessen biologischen, kulturellen, sozialen Bedürfnissen. Diese mögliche Entfremdung des AN vom Produkt der Arbeit“ kann auch – vereinfacht – als Gegensatz von E-Seite/Sphäre zur I-Seite aufgefasst werden. Die Entfremdung kompliziert das noch mehr; zwischen den Menschen rührt das von der wachsenden Entfernung der I i (auch von I k, I g) untereinander her; die aber wird unwillkürlich erzeugt vom Anwachsen der E-Niveaus;

    1550Umgekehrt kann man von E ausgehen: Es werden durch E (Organisation, Geld, Ware, Wissen) zwischen den Menschen alte Unmittelbarkeiten gestört.

    1551Jedes „E“ wird frei beweglich und diese Behandlung des E ist derart, dass es selbst dadurch nicht verändert wird, zum Beispiel als „objektiven Geist“, zum Beispiel als PM, Werkzeug, etc.

    1552Das hat aber nicht nur diese „positive“ Seite.

    1553Wenn etwas zu E wird, das es prinzipiell und aus umfassenden Gründen nicht sein kann, (vielmehr: I-E zu I/E), nämlich „der Mensch“, dann kommt es zu „Kämpfen“ u.ä.

    1554Das kulminiert historisch-entwicklungsgemäß im „proletarisch arbeitenden“ Menschen, der ist „Mensch“ (-> I-E zu I/E) und auch Prolet (->nur E), weil ihm die spezifisch-strategischen „I“ entzogen sind). Er wird zur „Ware“, das heißt, es ist ein ihn und die Gegenstandswelt umfassender Prozess (den wir als E-Entwicklung verallgemeinern…); er wird auf „Märkten“ gehandelt etc. – und damit zum Beispiel auch „der Willkür des Käufers ausgeliefert“.

    1555Dieses philosophische Verhältnis, die E-Wertung, durchdringt alles, hier: Zeigen wir das Ii-Zentrum als das, was „Menschsein“ ausmacht; allerdings ist das durch I/E (etc. -> I g) zu ergänzen.

    1556Jedenfalls ist die Begrenzung von I i als Teilnahmebeschränkung an I g und damit der teilweise Ausschluss aus der E-Sphäre die Hauptrolle für die Beeinträchtigung der „menschlichen Bestimmung“, seiner „Würde“ etc.

    1557Die Entfremdung des Proletariers, „der sich abhanden gekommene Mensch“, der „völlige Verlust des menschlichen Wesens“ sind unbegrenzt notwendige Umschreibungen der philosophischen Reduzierung auf „I“.

    1558Erst damit kann Hoffnung für die weitere Entwicklung (-> Vollendung von E -> Entfaltung von I) der Menschheit philosophisch-systematisch belegt und erzeugt werden.

    1559„Der Höhepunkt der Entfremdung bringt den Umschlag“ (Marx); wir, es geht dabei um die E-Entwicklung.

    1560Da jede E-Entwicklungsphase Krisen und ähnliches mit sich bringt, ist jener Höhepunkt zugleich die größte (globale und in allen Sachbereichen) Krise und die E-Vollendung hat als Chance, maximal viele „I“ zu alimentieren.

    1561Schon zwar wuchs auch diese Anzahl der „I“ – und bewirkte dadurch, dass alle Krisen auch Gewinner und (zunehmend relative Gewinner) hatten; zumindest aber sahen viele ein, dass „Krisen“ (zum Beispiel auch Kriege…) stets „Neues“, geschichtlich neue Phasen erzwangen.

    1562Das galt aber nicht „ohne weiteres Zutun“.

    1563Der gesellschaftliche Umschlag, der dadurch möglich wird, dass das Proletariat, sich seiner Entfremdung bewusst wird, und dadurch und dann zur revolutionären Umgestaltung schreitet, kann so verdeutlicht werden:

    1564Marx betont dabei die Kollektivität. Natürlich läuft das über die einzelnen Köpfe: Ii und Ei Jeder Mensch hat irgendwann als fühlender und denkender einen Lernprozess hinter sich und sagt „ jetzt muss was Neues her“. Aber soziologische Grundprinzipien filtern diese vielen Einzelerscheinungen (Ii werden Ik,g); darauf will Marx hinaus. Erst wenn der Einzelprotest vieler von der E-Entwicklung (u. Ä.) getragen werden kann, kommt es zu dem genannten historischen Umbruch. Vorher kann es sehr wohl zu schwächeren, individuellen, gruppenspezifischen, „nicht materiellen“ kleineren Umbruchshandlungen kommen.

    1565Es ist zugunsten von Marx und der Marxisten zu sagen, die Vorhersage der genauen Wege, auf welchen sich Geschichte bewegen wird, ist von keinem engen Schema her bestimmt.

    1566Denn diese „Wege“ sind stets sekundär, (und daher Wahrscheinlichkeiten, Möglichkeiten unterstellt; → dritte QM-Option). Primär ist, dass alle geschichtlichen Veränderungen „dem Menschen“ dienen müssen; damit „der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei“.

    1567Allerdings ergibt historischer Erfahrung, dass es hochwahrscheinliche geschichtliche Prozesse gibt. Einer davon ist, dass die Zusammenballung von Kapital bei wenigen und der Verlust der Einflussnahme bei der gesellschaftlichen Mehrheit durch revolutionäre Akte beendet wird – dann, wenn die private Zentralisierung vom System her selbst darin gefangen ist, immer weiter überwiegend privat zu akkumulieren.

    1568Ist es „wahr“ und/oder total abzulehnen, dass mit geschichtlichen und/oder wissenschaftlich erkennbaren Notwendigkeiten revolutionierende Veränderungen erfolgen müssen?

    1569Wie in der „dritten QM-Option“ (Quanten-Theorie für prinzipielle Mikroereignisse), herrscht hier die methodische Dialektik; sie lässt (gesetzmäßig) den Ik zunehmend (das ist anders als in der Natur, Natur-Entwicklung) mehr Spielräume. – Aber die Dialektik besteht dann auch darin, eben durch Spiel und Freiheit das gesellschaftlich Neue zu errichten.

    1570Von daher steht der Inhalt allein im Vordergrund, nicht die Formen („Gesetze“, „revolutionäre Veränderungen“).

    1571Das heißt zum Beispiel, solche Inhalte wie „den Menschen zum Menschen zu machen“ und „das wahre Reich der Freiheit“ ein weiteres Stück zu verwirklichen.

    1572Die „objektive“ E-Entwicklung und die dadurch möglich werdende I-Entfaltung sind moderne Gesetzmäßigkeiten, (vergleichbar und ableitbar von Analogem in modernen Wissenschaften), mit „Freiheit“, als -> „I“, grundsätzlich neuer, aber objektiver Dimensionen.

    1573Alles andere als diese Relations-Meta-Ebene (N-G zu N/G, I-E zu I/E) ist philosophisch und wissenschaftlich als „abgeleitet“ zu nennen.

    1574Marx sieht darin die Aufgabe der „kommunistischen Bewegung“: Das „wahre Reich der Freiheit“ heraufzuführen, den Menschen im „ganzen Reichtum seines Wesens“ zu entwickeln, die Entfremdung endgültig zu beenden. Das wird vielfach und fast genauso abstrakt von Marxisten auch heute ausgesprochen. Dennoch fehlt uns einiger wissenschaftlich-philosophischer Unterbau dazu; zum Beispiel die objektive E-Entwicklung, deren Objektivität erst die Marx’schen Gewissheiten bestätigt; so die Unterscheidung „I“ von E und damit eine wissenschaftlich-philosophisch umfassende Lehre. Mit der spezifischen „I-Entfaltung“, die sich von der (genau zu belegenden) E-Entwicklung prinzipiell abhebt. Womit zwei Säulen dieser Philosophie gefunden sind; die wiederum alle Einzelbereiche szientifisch strukturieren können; was zum Beispiel erlaubt, wissenschaftliche Theorien bis hin zur 1. Physik „zu konzipieren“; etc.

    1575Marx: „Die Aufgabe der kommunistischen Bewegung ist es, jene Entfremdung endgültig zu überwinden“. Diese Konzeption geht Marx noch in Details an: Die positive Aufhebung des Privateigentums, gegen menschliche Selbstentfremdung, „wirkliche Aneignung des menschlichen Wesens als gesellschaftliches Wesen“ und ähnliche traditionell formulierte allgemeine Ziele).

    1576Daher bleiben seine Beschreibungen des Kommunismus noch unsystematisch. Alles, was nach Marx kommt, ML, Realsozialismus, hat das gleiche Problem, auf konkreteren Grundlagen; die Detailerarbeitung als Praxis ist so wichtig, dass die weiter zu entwickelte Systematik vorerst zu kurz kommt.

    1577Aber der Kommunismus kann nicht nur so allgemein (als die „wahrhafte Auflösung“ des Widerstreites zwischen dem Menschen mit der Natur und mit dem Menschen, zwischen Freiheit und Notwendigkeit“ etc. beschrieben werden. Das „aufgelöste Rätsel der Geschichte“ besteht zum Beispiel in der Darstellung der „Entwicklung“.

    1578Wie Marx im Bereich „Ig“ ahnt Nietzsche im Bereich Ii, Ik: „Die Geschichte und die Philosophie steht vor einer Wende“.

    1579Und Nietzsche fühlt, die Konsequenz der I-Seite in der philosophischen Verallgemeinerung – ist es, dass Menschen und „die Menschheit zu Entschlüssen drängen, die über alle Zukunft entscheiden“. Das heißt umgekehrt, es gibt keine „I-Sphäre“ in der Philosophie, wenn nicht die historische Zeit reif ist, gesellschaftlich und individuell große Zielsetzungen zu wagen und große Ziele zu formulieren.

    1580Vorbereitet hat das unter anderem Marx, die sachlichen Nachfolger (Lenin, Hitler, Mao, etc.) haben entscheidend sehr unterschiedliche Ziele, Projekte im Sinn.

    1581In seinen philologischen und philosophischen Studien scheint Nietzsche zuerst ernsthaft auf Schopenhauer gekommen zu sein. Er verbindet seine „Selbsterkenntnis“ mit dessen philosophischer Systematik.

    1582Das wird für Nietzsches eigenes philosophisches System symptomatisch prägend: Die von Schopenhauer gelieferten Versuche, die I-Sphäre, bzw. die I/E-Sphäre genauer zu erfassen, werden von Nietzsche mit psychologischen – (wissenschaftlich, erfahrungsbeobachtend) – (und dazu philologisch, literarisch in den Formen…) – Überlegungen ausgeweitet.

    1583Bald zeigt sich, philologische Profession und philosophische Vertiefungen sind hier noch nicht so ohne weiteres kompatibel; (und, Nietzsche retiriert von seinem Beruf als Professor der Philologie).

    1584Die Beschleunigung der E-Entwicklung hat es ermöglicht und verlangt nun, dass immer mehr „I“ (Ii und von dort: Ik, noch kaum Ig ins historische Spiel kommen.

    1585Nietzsche ist einer der wenigen Denker, die eine Philosophie konzipieren, die dieser historischen Entwicklungsphase angemessen ist. In seinem unerbittlichen Kampfe gegen alles, „was bisher von den Menschen verehrt und geliebt worden ist“, kann er nur unklar wissen, was das Neue sein wird; aber zuvor sollte das Alte kritisiert werden. Eine solche Situation macht Denker, die ja in der europäischen Tradition erzogen sind, beides zu leisten, Kritik und Kreativität, persönlich unsicher: „Ich bin immer am Abgrund“.Und: „Nach einem solchen Anruf aus der innersten Seele, keinen Laut von Antwort zu hören, das ist ein furchtbares Erlebnis“, (nachdem der „Zarathustra“ ohne Echo blieb). Wenn Nietzsche die individuell-menschliche und die geistes-geschichtliche Entwicklung in die „drei Verwandlungen des Geistes“ einteilt, die des Kamels (Glaube an Ideale und Überliefertes), Löwe (Zerbrechen des Glaubens, freier Geist, Nihilismus), das Kind (unschuldiges Ja-Sagen zum Leben, neue Glaubwürdigkeit), dann fasst er viele beobachteten und bereits reflektierten Entwicklungserscheinungen auf.

    1586Uns geht es darum, dieses zu systematisieren, ihre Ursache, Notwendigkeit, Zusammenhänge, Übergänge etc. zu zeigen – und zwar auf einer in sich stimmigen wissenschaftlich-philosophischen Meta-Ebene.

    1587Daraus folgt aber auch Kritik an Nietzsche, bzw. an seinen Vorgängern; zum Beispiel gibt es alle historischen Entwicklungsphasen auch „heute“ noch – als „sachliche“ Entwicklungsphasen (auch im Subjekt). Nietzsche ist einer jener Protagonisten, die sich die objektive Tatsache zunutze machen, dass die Welt alltäglich, wissenschaftlich, philosophisch auf zweierlei Weise beschreibbar ist: Als Einheit, beste aller Welten oder Hegelsch zur Aufhebung zu immer Höherem drängend; oder Winkelmanns: „Edle Einfalt und stille Größe“ der Griechen verallgemeinernd etc. Und: Schopenhauer, Nietzsches etc. Erkenntnisse über tatsächliche „Abgründe, Zerrissenheit“, etc.

    1588Nietzsches (nach Hegel und Marx) naive Einsicht, dass es eben beides gäbe, das Moment des Apollinischen (Maß und Ordnung) und das Dionysische (Zerstörung), und dass daraus Schöpferisches (zum Beispiel als „Tragödie“, zum Beispiel kultureller Werte, Kunst) entsteht, ist eine philosophisch-literarisch-theologische Konkretisierung der Hegelschen Mechanismen.

    1589Die Reduktion auf I, E z,w ist auch hier noch weit entfernt; (vor allem die I-Freiheit… sie spielt dennoch dann bei Nietzsche, wie bei Marx, schon eine große Rolle.

    1590Das Apollinische, Maß, Ordnung (-> N-G, E), das Dionysische ist als „Zerstörung und schöpferische Macht“ I, I/E, N/G – (in Begriffen und Methoden).

    1591Die „Tragödie“ (aber auch die „Praxis“, Konkretes überhaupt) ist „N-G zu N/G“, „I-E zu I/E“.

    1592Wie wir dies als Entwicklung sehen, sieht das die Tradition und hier Nietzsche auch in/als die „Geschichte“, der Kulturen, des Geistes – (noch nicht im Marx’schen Sinne: Geschichtlich umfassender). Weiterhin kann das auch die individuell-menschliche Entwicklung sein; zum Beispiel die F. Nietzsches: „Der“ Glaube an die Kultur (Friedrich N’s Glaube an die Musik R. Wagners‘ „zerbricht“; nachdem er zuvor diese Kultur emphatisch begrüßt, erblickt er zunehmend Symptome des Verfalls.

    1593Dem Nietzsche erscheint die Gegenwart als die Zeit der Décadence, mit „großem inneren Verfall und Auseinanderfallen und großer Ungewissheit“.

    1594Das ist eine (psychologisch spezifische) Variante der Entwicklung mit ihren Übergangs-Erscheinungen.

    1595Solche sozial-emotionale Gefühle sind an der E-Entwicklungs-Beschleunigung und der Ausweitung der I-Potentiale (formal: Freiheiten) anzuschließen, Dazu käme zum Beispiel auch der Verlust (hier der bürgerlichen) E und I (von Besitzentwertungen bis Norm-Änderungen). Philosophisch ist das mit Themen zur sozialpsychologischen Kulturtheorie, zur ökonomischen Politik etc. auch pädagogisch, so zu formulieren, dass es gesellschaftliche Wirkung vs. Regressionen hat. Merkwürdigerweise verharrt Nietzsche weitgehend in N-G – (verbunden bei ihm – irgendwie mit „I“…) – genauer, bei N (aus N-G), denn er lehnt E und G explizit ab; (wenn auch nicht mit innerer Konsequenz, denn das Nihilistische, Dekadente, Ungewisse scheint ihm doch unangenehmer zu sein, als das was auf „festen Füßen“ steht und „harten Glauben an sich“ hat).

    1596An die Stelle des sicher Bestehenden ist die nihilistische Sicht auf es getreten; formal wird durch Nietzsche „N-G“ gepflegt. Aber bei näherem Hinsehen zeigt sich, es geht um neue E, I, I/E, die jene Teile der Gesellschaft erzeugen und prägen, die Nietzsche nicht sieht.

    1597Er sagt für die „nächsten zwei Jahrhunderte“ die Heraufkunft des Nihilismus voraus, mit „Notwendigkeit“. Nietzsche stellt dabei eine Relation zwischen den beiden Grundgedanken „I“ und „N“ her.

    1598Was kann daraus werden? Vor allem „Freiheit“, „freier Geist“, „Unabhängigkeit“; nicht nur nach vorne“, (-> Fantasie), sondern auch frei vom Herkömmlichen frei in der Entwicklung.

    1599Und gerade diese spezifische „Abstraktheit“, (eine Anwendung, des allgemeinen Abstrahierens, -> Entwicklung auf N, I…), erzeugt neue Formen der „i-Entfremdung“.

    1600Deren Folge ist zum Beispiel: Dass das alles von Nietzsche (und anderen!) als „Katastrophe“, gewaltsam, überstürzt, „Brüchigkeit der Zeit“ etc. angesehen wird – ein letztlich vorwissenschaftlicher, vorphilosophischer, aber durchaus literarischer Gedanke.

    1601„N“ ist insofern Nietzsches zentrale Denkbestimmung als dieses der „freie Geist“ zur Voraussetzung hat; dem Nietzsche die Aufgabe zuweist, überkommene Urteile umzustürzen. Es geht ihm dabei darum, den „Glauben an die Wahrheit“ – (E, G ist gemeint) – zu „zerbrechen“. Zugleich erweitert Nietzsche das, was bisher als „Wahrheit“ galt – um die I-Kategorie.

    1602Dann ergibt sich die Situation, dass Nietzsche konstatieren kann, dass die wissenschaftliche Erkenntnis (die damals stets auf E, G hinauslief), „unterhöhlt“ ist; diese „absolute“ Wahrheit sei „notwendig falsch“.

    1603Aber dieses beides (I-Erkenntnis und I oder gar I/E an die Stelle von E zu setzen), gelingt Nietzsche noch nicht; er tut das erst bruchstückhaft. Nietzsche entdeckt (für sich) die I-Seite; wenn er die herrschende Moral kritisiert, zeigt er indirekt die Wichtigkeit der I-Seite. Allerdings ist ihm das noch eher ein praktisches Projekt.

    1604Seine Kritik an der landläufigen Moral impliziert natürlich das I/E-Verhältnis: Wenn sittliche Grundsätze verkündet werden, das Handeln sich aber nicht danach richtet, so ist das für Nietzsche Anlass zur (abstrakten) Kritik; tatsächlich ist es ein Mangel der notwendigen E-Entwicklung (Wissen, PM, Mittel jeder Art), ein materialistisch-philosophischer Ausweg.

    1605Aber dies „objektiv richtige Philosophieren“ Nietzsches trifft grundsätzlicher: Er zieht aus solchen Widersprüchen (zwischen Wollen und Können) den nihilistischen Schluss – und aus diesem Glauben an die absolute Sinn- und Wertlosigkeit schließt er auf die Wichtigkeit von „N“, der Negation. Der Grund, die nihilistische Umstürzung der Moral, zeigt die Verbindung von N mit I: Moral/I als „Widernatur“.

    1606Beim „internen“ Kampf in der I-Sphäre verwickelt sich Nietzsche zusehend:

    1607Er hat zwar für sich die I-Seite entdeckt, verwirft sie aber total wieder: Nihilistisch glaubt er an „die absolute Wertlosigkeit“ und „Sinnlosigkeit“. Abgemildert, will er nur die – herrschende – Moral umstürzen.

    1608Und noch unklarer, seht er, diese Moral (Ig) hat sich „gegen das Leben gewendet“ – wohl nicht sehend, dass „dies Leben“ selbst seine Ziele, „Moral“ etc. hat.

    1609Solch philosophisches Chaos ist wohl nur erklärbar, weil dem Nietzsche die Struktur der I-Sphäre und ihre Einbettung in eine allgemeine Philosophie fehlt; er keine neuen – handhabbaren – gesellschaftlichen „I“ sieht und sehen kann.

    1610Nietzsches Kritik der Religion, vor allem am Christentum, gipfelt in dem Satz „Gott ist tot“.

    1611Wir sehen „Gott“ als E-Sphäre/-Prinzip/-Seite, und daher Nietzsches Philosophie als den „Versuch“, die I-Sphäre zu installieren.

    1612Das philosophisch-geschichtlich Bezeichnende dabei ist, dass dem Nietzsche weder die „E-Seite“ noch – dann – die I-Seite allzu klar umrissen waren.

    1613Dennoch und gerade deshalb engagiert er sich in seinen (vor-philosophischen…) Gefühlsregungen gegen die hohe Repräsentanz der E-Seite, (die ja schließlich fast das Maximum menschlicher Denk-Fähigkeit (-> traditionelle Wissenschaften zum Beispiel) ist.

    1614Für uns ist „Gott“ das E-Prinzip, indem die „Wissenschaft“ etc. E als maximal verwandt, erkannt hat, geht sie über E („Mechanik etc.) in den Einzelwissenschaften hinaus.

    1615Dieses Hinausgehen ist insgesamt in parallel laufenden historisch-geistesgeschichtlichen Vorgängen eingebettet, zum Beispiel die Durchsetzung der dialektischen Methode über die identifikatorischen; zum Beispiel die breite Entfaltung der I-Sphäre, (Ii etc.)

    1616Diese tendenzielle Vollendung der E-Entwicklung wird vom nihilistischen Nietzsche als die „Tötung Gottes“ literarisch interpretiert.

    1617Die einzelnen Züge dieses objektiven Entwicklungsvorganges malt er beeindruckend aus; zum Beispiel die „Lebensfremdheit des Christentums“; Idealismus (N-G, E) vs. I, I/E, N/G (Materialismus); zum Beispiel.

    1618Das Christentum ist (traditionell-philosophisch gesehen…) weithin eine idealistische Philosophie/Ideologie, das heißt von N-G, E geprägt. Symptome und Folgen davon sind, dass diese Ideologien sich nicht aus sich heraus verändern können, (zum Beispiel sich nicht den Wissenschaften annähern können). Die unbedingte Verpflichtung auf emotional-psychologisch gewendete Kategorien wie „Wahrheit“ (E). Oder „G“, und wenn G versagt, ihnen dann nur „N“ bleibt, (-> Nietzsche sieht das Christentum als „vom Grunde her nihilistisch“ strukturiert an). Nietzsche sieht das, was für uns „Entwicklung“ ist, eben so, jedoch eher in literarisch, dramatischen Darlegungen; zum Beispiel „der Zusammenbruch des Christentums“, der „Tod Gottes“. Und auch die Ursachen, die er dafür angibt, („aus dem Instinkt der Wahrhaftigkeit“), zeigen deshalb bei ihm eine „literarische“ Zuspitzung, weil es in dieser Zeit – und in der kreativen Person Nietzsches – zu vielen neuen wissenschaftlichen, philosophischen, politischen, kulturellen (-> Hegel, Marx und viele bürgerliche Philosophen) Erkenntnissen kommt; als das neue Paradigma jenseits des Mechanizismus (N-G, E) kündigt es sich an, als N/G, I, I/E.

    1619Das was nun langsam klarer wird, Entwicklung und/als Menschenwerk, hat einen großen Stellenwert in der Geschichte, wird bei Nietzsche noch als „Religion enthüllt sich“ in ihrem Zusammenbruch als „als ein Gemächte des Menschen, Menschenwerke und Menschenwahnsinn“ gesehen; oder: „Gott ist tot“, „Wir haben ihn getötet“! „Wie trösten wir Mörder uns?“ Wir müssen nun selber zu Göttern werden.

    1620Die Tötung Gottes ist Nietzsches spezifische Darstellung (dramatisch, weil Bewusstwerden ob der geschichtlichen Wichtigkeit) des Übergangs von E zu I; seine Kritik an E / „Gott“, als Vollendung von E, führt sein Weg (stets…) zu „I“.

    1621Denn das absolute, vollendete E = unendlich leer und wird N. Dramatisiert: „Es gab nie eine größere Tat“, sie eröffnet „höhere Geschichte“. Oder zum Beispiel „Der Tod Gottes“, (Übergang von E zu I) hat zur Folge: „Abbruch, Zerstörung, Untergang, Umsturz“ -> N, G und Unendlichkeit des Übergangs.

    1622Womit „I/E“ und N/G angedeutet wird.

    1623Wie viele philosophische Nihilisten, (Skeptiker und andere Formen) sieht auch Nietzsche, der Nihilismus ist nichts Endgültiges. Es ist dies eine Art des philosophischen Forschens, der prinzipiellen „Unsicherheit“ dabei; und neben dieser subjektivistischen Spezialform ist es allgemeiner ein Problem des Übergangs; und zwar innerhalb der Entwicklung, hier des Geistes.

    1624Aber gerade in der Geschichte des Geistes sind solche philosophisch literarischen Haltungen – und ihre philosophischen, literarischen Aussagen belebende Elemente von Wichtigkeit; es ist „das Positive“ (-> E) am unendlich unsicheren Übergang, am Nihilismus, dass diese als Teilaspekte der Entwicklung gelten können.

    1625Bei Nietzsche erscheint das in seiner philosophischen Entwicklung als Durchbruch: Jenseits des Nihilismus gibt es für ihn die Bejahung des Lebens.

    1626Ist das wieder der abstrakte, objektive Geist (-> Hegel) als letzter Triumph von „E“?

    1627Nietzsche vollzieht in seiner philosophischen Lebensgeschichte jene klassischen Wendungen, Entwicklungsphasen, wie sie in Literatur etc. vorgegeben sind: Durch den Nihilismus hindurch, ihm „zum Trotz“ das Leben bejahend; die „positive Stellung“ erringend, eine neue Welt zu wagen, und Ähnliches.

    1628Solche individuell-psychologischen Abläufe, in der Literatur/Drama dargestellt, sind die Varianten philosophischer Grundvorgänge; deren Abläufe schon zentrales Thema (z.B. auch) der Hegelschen Reflexionsphilosophie waren: E -> N, G -> I -> N, G -> E` -> etc. (oder Bruchstücke daraus …); zum Beispiel die Neuschaffung der (zerbrochenen entlarvten) Moral; neue Werte schaffen etc.; allerdings stets großartig angekündigt! („Umwertung aller Werte“ zum Beispiel).

    1629So wie Nietzsche viele philosophische Themen, Probleme, Projekte erneut aufgreift, sie pädagogisch-propagandistisch erhöht, psychologisch literarisch erweitert und vertieft, dient er in umfassender Weise der Philosophie und den Wissenschaften.

    1630Die I-Seite, mit ihrer spezifischen Dynamik, (neue Werte lösen die „zerbrochenen, entlarvten“ ab), wird von Nietzsche dabei besonders bedacht – und mit entdeckt.

    1631Nicht irgendeine Transzendenz, sondern das „schaffende, wollende, wertende Ich“ ist das Maß geworden; der Grundwert der neuen Wertordnung wird das Leben etc. Alles das sind die gleichen Projekte von Wissenschaft und Philosophie (Biologie, Psychologie etc.), die aber von Nietzsche derart „philosophisch-literarisch“ überhöht werden – wie sie es auch verdienen.

    1632(Es geht auch um ein Gesamt-Kunst-Denk-Werk;-> aus tiefen philosophischen Gründen, die wir als „I, E, N, G“ nennen können).

    1633Zu traditionellen weltanschaulich-philosophischen Aussagen gehören auch zum Beispiel solche „Empfehlungen“, wie die von Nietzsche, welche einen „Eckpunkt“ wie „das Leben“ (-> biologisch-emotional-rational) besonders hervorheben; in einer systematischen Philosophie würden solche Züge von „Alltags-Philosophie“ eher am Rande liegen. „Das Leben“ ist schon deshalb wichtig und „Grundwert einer Wertordnung“, weil der Mensch in den unumstößlichen Entwicklungsphasen steht; keine höhere Phase ist ohne alle niederen überhaupt existent. Das klingt zwar trivial, aber die Nietzsche-Feier des Lebens ist immer noch trivialer als unsere Einordnung beider Phasen in der „allgemeinen Entwicklung“.)

    1634Aber was da Nietzsche als „höchste und neue Wertordnung“ im Einzelnen beschreibt, und was er als „Leben“ bezeichnet, ist eine Umschreibung der „ I-Sphäre“:

    1635Zum Beispiel als „Jasagen zum Leben in seinen fremdesten und härtesten Problemen“, der Wille zum Leben „im Opfer seiner höchsten Typen, der eigenen Unerschöpflichkeit“, „um die ewige Lust des Werdens selbst zu sein“. „Auch der Mensch steht im großen Schöpfungsprozess des Lebens darin, das ständig über sich hinausdrängt“.

    1636Das alles sind Beschreibungen, die auf die Situation zutreffen, in der die E-Seite dabei ist, sich zu vollenden du damit die „I“ freier denn je werden, um auch erfüllbarer denn je zu sein.

    1637Das Leben drängt ständig über sich hinaus, zu etwas hin, das mehr ist als der Mensch, aber nicht zu einem Gott, sondern zum „Übermenschen“.

    1638Die Feuerbachsche Erklärung würde zu kurz greifen, „Mensch = Gott“. Es bleiben aber: Die „Gesellschaft“ als Übermensch, und vor allem ein Gesamtsystem, in dem alle „I i“ (Individuum) und Ig vereint sind, und das alle E entwickelt hat, und welches daher „alle“ und unendlich viele „I“ erzeugen und konkret verwirklichen kann.

    1639Randerscheinungen sind dann eher die Kritik am „Übermenschen“, zum Beispiel dass das der „reine Machtmensch“ sei:

    1640Das ist er, weil ja in der unendlichen I-Sphäre auch jedes „I i“ seine eigenen Werte, Ziele etc. hat…).

    1641Es werden durch diese Konzeption mehrere weltanschauliche Eckpunkte vereint – und damit auch das philosophische Niveau erhöht:

    1642Die Gesellschaftlichkeit des Übermenschen erscheint in jener Aufhebung der traditionellen Zwangs-Leistungs-Knappheits-Gesellschaft.

    1643Die Natur in den Alltagsdingen (E) und im Mensch als „Tier“ wird vom Übermenschen „aufgehoben“.Was ist mit dem „objektiven Geist“? Jene Niveauerhöhung muss weiterführen: -> I, E etc. Die Niveauerhöhung* ist Teil der dabei gemeinten Metaphysik.

    1644Wenn Nietzsche davon spricht, dass dem menschlichen Dasein, allem Leben, ja dem „Sein“ überhaupt der Grundzug eigen ist, „über sich hinaus zu drängen“, dann ist das eine Variante der objektiven E-Entwicklung und der I-Entfaltung.

    1645Allerdings engt Nietzsche das auf den begrifflichen Bereich ein – und dort wieder auf „I“ . Als „Willen zur Macht“ bezeichnet er diese Abläufe nicht zufällig; wie überhaupt seine Literarisierung – und die I-Betonung – eine (wichtige…) Begrenztheit zeigt.

    1646Die bis zu Nietzsche universell, global angesammelte wissenschaftliche und vor allem philosophische Erfahrung kann – (auch in ihren Ungewissheiten, Aussichten etc.) jederzeit „literarisch“ erweitert werden. Es ergeben sich dann – auch – die Vorwegnahme noch tieferer philosophischer (wissenschaftlicher) Einsichten – jedenfalls in Andeutungen.

    1647Was da geschieht ist nichts anderes als eine Art der Forschung, mit ihren Ungewissheiten, Versuchen und ähnlichem, also Arbeit in unbegrenzten Übergangs-Feldern.

    1648Zum Beispiel Nietzsche: Die Welt ist ein „Ungeheuer von Kraft“, ohne Anfang, ohne Ende, die sich nicht verbraucht. Sondern nur verwandelt – vom Nichts umschlossen, ein Meer in sich selber stürmender Kräfte“…,ewig zurück laufend mit einer Ebbe und Flut, aus dem Einfachsten in die Vielfalt treibend, „sich-selber-Widersprechendes“, etc. Das was Nietzsche noch psychologisch, literarisch sieht sind Basis-Strukturen des Ganzen der WP, der z,w etc. Abstraktionen.

    1649Diese „dionysische Welt des Ewig-sich-selber-Schaffens und Ewig-sich-selber-Zerstörens“ ist zugleich zielgerichtet („I“) und ein dynamisches E; die „I“ sind tendenziell E.

    1650Damit ist es eigentlich eine Denkfigur, wie sie nur „der Natur“ zuzuweisen ist.

    1651Dennoch könnte man sagen, so wie die I/E letztlich unter der Metabestimmtheit durch E steht, („ewige unvergängliche Natur“), so könnte dies I/E auch unter I-Herrschaft stehen, jene – (sogar zwei Richtungen: Werden ->Rw und Vergehen -> Rz…) – Zielsetzungsfähigkeit hat Nietzsche besonders beeindruckt, daher: „Wollt ihr einen Namen für diese Welt?“ „Diese Welt ist der Wille zur Macht“ „und nichts außerdem“.

    1652Wenn sich die zwei Zielarten, Rz, Rw zu Rz/Rw ausgleichen und bei Nietzsche als Schaffen und Zerstören aufheben, dann ist das so, als wenn es keinen Zweck, kein Ziel des Lebens gäbe. Der so verursachte Nihilismus des Lebens (durch z/w, N/G als Gleichgewicht) ist „nihilistischer“ als ein „negativ“ ausgerichtetes Ziel.

    1653Bei Rz/Rw (im dynamischen Gleichgewicht) kann man am genauesten von „ewiger Wiederkehr“ sprechen, denn man hat die Dynamik, die Ewigkeit, den Hinweis auf ewige kosmische Wiederkehr, als Mega-Gleichgewichte, welche, „das Ganze“ ausmachen, (zum Beispiel alle z, w etc.), „Alles, was je gewesen ist, kommt unendlich oft wieder“ etc.

    1654(Wir glauben nicht, dass Nietzsche das Kosmogenetische gemeint hat.) Wird das Dasein und wir, dadurch dass es und wir schon mal – und schon unendlich oft – dagewesen sind, „ohne Sinn und Ziel“?

    1655Vom „nihilistischen“ Standpunkt – und wohl auch von Nietzsche selbst bedauernd – sieht man die ewige Wiederkehr als „Finale ins Nichts“. Das kann an zwei höchst entwickelten „Denkfehlern“ liegen:

    1656An „G-N“, wo G ist kann nur noch N als einzige Alternative sein; G, hier als das Dasein, N als das Nichts, anstatt N/G mit allen endlich dynamischen Relationen, die aller Möglichkeiten etc.

    1657Dies traditionelle Denken ist (vorbewusst) auf „Entwicklung“ und daher auf E-Entwicklung-Vollendung gerichtet; wenn dieser „Abschluss“ fehlt, weil die Welt sich ewig wiederholt, macht das philosophisch nervös. Übrigens gibt es sowohl bei „unendlicher I-Sphäre“ wie bei deren endlicher Erweiterung, der „ewigen Wiederkehr“, keinerlei echte und langweilige Wiederholungen.

    1658Wenn Nietzsche Rettung aus dem Nihilismus in der amor fati findet, dann bejaht er damit sowohl die Sinnlosigkeit wie den Sinn des Daseins: Im Ganzen erlöst und bejaht sich alles.

    1659Das ist schließlich doch wieder das erstrebte E, das alle Philosophen suchen (ob als „Gott“, als Kosmogeniker), die meinen, da sich die ewige Materie nach ewigen Gesetzen unendlich oft in alle „positiven und negativen“ Schicksale unendlich oft verwandelt, dann ist das einzelne Schicksal weder zu bestaunen noch zu bejammern.

    Karl Jaspers

    1660Ist die Persönlichkeit (Jaspers) von dessen Werk zu trennen? Auch hier gibt es „Grauzonen“; zweifellos gehört Jaspers Werk zur allgemein-philosophischen E-Seite.

    1661Diese war aber bereits philosophisch und wissenschaftlich relativiert worden, sodass ein Beharren auf Strukturen, Grenzen der E-Basis-Auffassung auch persönliche-psychologisch und gesellschaftliche Eigenarten des Autors provozieren muss; dennoch darf nicht übersehen werden, die E-Seite ist immer noch nicht philosophisch abschließend erforscht.

    1662Es ist aber auch so, dass dieser philosophische Bereich (E) isoliert (-> Entfremdung, Kritik etc.) wird – und daher Bewegungen ins philosophisch Triviale, Alltagsphilosophie, Unsystematik, Moralpredigten und ähnliches nahe liegen.

    1663Philosophien, wie die von Jaspers, die „den Menschen“ zur Grundstimmung haben, („die Sorge um den Menschen bewegt“ sich „kümmern um uns selbst“) analysieren wir als Annäherung an I, I/E und dazu die unsere „moderne“ systematische Philosophie, die die individuelle Subjektivität ebenfalls zu einem philosophischen Eckpunkt und Hauptgegenstand hat.

    1664Fehlerhaft aber ist es, (gerade was die umfassende philosophische Systematik betrifft), alle anderen Bereiche als philosophisch unwesentlich zu diskreditieren, (wie das nicht nur Jaspers macht). Wichtig wird das philosophische Projekt „Mensch“, wenn man es mit der weiteren E-Entwicklung (Wissen, PM) und der I-Entfaltung konfrontiert. Jaspers verdeutlicht und praktiziert eine weitere Form der Annäherung an die I-Sphäre:

    1665Er sieht den Menschen konfrontiert mit Politik, Umwelt, Natur, Technik, Gesellschaft, Kultur; alles das sieht er freilich unter negativem Aspekt. Diese Sorge um den Menschen als „Deutung der Gegenwart“ hat wissenschaftliche, philosophische und Alltags-Züge.

    1666Wir verallgemeinern das und spitzen es auf „E-Entwicklung“ und „I-Entfaltung“ zu.

    1667Das heißt, die Jasperssche Philosophie ist da einer der Vorläufer für E, J, wenn man konsequent analysiert, dass vor allem die „I“ es sind, die er in „Politik“ etc. erkennt (und dort zu bekämpfen versucht).

    1668Es war klar, der historisch-philosophische Höhepunkt der bürgerlichen Gesellschaft ist die Subjektivierung, Subjekt, Mensch – und die philosophische Reflexion darauf.

    1669Da aber alle Brücken zu „Natur“, zum „objektiven Geist“, zum Teil zur „Gesellschaftlichkeit“ abgeschwächt wurden, ist eine tiefer greifende Erklärung als die, „das „Wesen des Menschen“ sei immer schwieriger geworden.

    1670Geschweige denn, dass (in der seit Hegel eröffneten Linie…) eine noch abstraktere, aber dennoch substantielle Philosophie (I, E, N, G, Entwicklung) Anerkennung finden könnte.

    1671Jaspers und Anderer Denken „kreist“ (nicht kreisst) daher ruhelos um jene Frage, die ihnen ständig rätselhafter wird: „Ist der Mensch sich ungewisser als je“.

    1672Was ja prinzipiell auch durchaus stimmen muss. Es gilt jedoch, eben das auf erweiterter philosophischer Basis genauer zu erfassen: Wenn Jaspers „das Wesen des Menschen“ als rätselhaft sieht, dann versuchen wir, dass in der unendlich-endlichen E-Sphäre (eigentlich endlich, aber potentiell unbegrenzt) und in der unendlichen I-Sphäre, sowie in I/E (als komplexer „überabzählbarer Endlichkeit“) zu fassen.

    1673In deren (I, E, I/E) Dynamik, (auf allen inhaltlichen Stufen der Entwicklung) versucht sich der Mensch (passivisch bisher, aber zunehmend aktiv) zurecht zu finden.

    1674Daher solche phänomenologische Beobachtungen: „Der Mensch ist sich ungewisser denn je“ und „er ist die größte Möglichkeit und die größte Gefahr in der Welt“; „er ist offen“, „unfassbar“u.ä.

    1675Was philosophisch (wissenschaftlich, als Alltagswissen) schon immer bekannt ist, erfasst Jaspers nochmals ernsthafter: Offen ist der Mensch, mit dem – „seltsamen“ – Vermögen der Freiheit ausgestattet.

    1676Inzwischen ist es aber notwendig geworden, das philosophisch tiefer zu analysieren: Als die Zweiteilung (I – frei, E – frei, beide Rw/N-getrennt und daher unendlich.

    1677„Nichts (N) und Unendlichkeit spielen unaufhaltsamen mit hinein:

    1678Die „Seltsamkeit, Unerkennbarkeit des Unbeweisbaren“ ist N, E, I, je isoliert. Und speziell deren Parallelwelt zur „mechanischen“ Endlichkeit wird in der Philosophie immer mehr gewürdigt, so auch für die Wissenschaften.

    1679Aber es wird noch nicht so ganz „verstanden“. Denn flugs wird gesagt, es gibt für das, zum Beispiel für „Geschichte“, „kein Gesetz“.

    1680Ja und Nein.: Das gilt fürs Einzelindividuum, für kollektive bis weltgesellschaftliche „Individuen“ und Subjekte – und zeitlich für „Geschichte“ als eine Folge von Individuen und Kollektiven.

    1681Das reduzieren wir; auf Ii, Ig (Ii zu Ig zu E…) und deren Entfaltung und Entwicklung.

    1682Das aber ist das „Geschichtsgesetz“, das heißt die traditionelle Reduzierung von „Gesetz“ auf „E“ wird prinzipiell relativiert; nur, durch diese strikten Formen (zum Beispiel Ii – Ig/E) wird’s im weiteren Sinne doch „gesetzesförmig“.

    1683Der Einbezug von Freiheit („Verantwortung“ und/oder Willkür) ist zwar logisch problematisch, aber „Logik“ selbst ist zum philosophischen Problem geworden.

    1684Das alte philosophische Grundproblem um „Freiheit“ (siehe Hegel als Höhepunkt: „Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit“) wird so (von Jaspers) zusammengefasst: „Freiheit ist weder beweisbar noch widerlegbar.“ Dahinter steckt für uns: Es geht um zwei Bewegungen: I-Dynamik und E- Dynamik; erstere: Alles „erzeugend“ (-> Fantasie) letztere unendliche Leere.

    1685Beide gehorchen nicht den N-G, der Logik und ähnlichem. Aber die Endlichkeit, Notwendigkeit, Gesetzmäßigkeit, als zweite Säule der „Wirklichkeit“ existiert gleichberechtigt mit diesen zwei Unendlichkeiten. Die Basis-Ursache dafür ist: z-z, w-w, z/w.

    1686Wird hier in der Psychologie verharrt, anstatt in der Philosophie; bzw. kann moderne Philosophie getrennt von den Einzelwissenschaften bleiben? Und/oder wird im traditionell philosophischen Bereich „der weltanschaulichen“ Eckpunkte, hier dem der „individuellen Subjektivität“, verharrt? Statt was und wohin?

    1687Von Jaspers (und moderner Alltagsphilosophie) wird das so (moderat…) formuliert: „Der Mensch hat das Empfinden, dass er nicht nur durch die Umstände bestimmt wird“, – (sehr schwach angesichts philosophischer Radikalität der I-Sphäre).

    1688Und, „die Freiheit wird allein in der Praxis offenbar“: Es zeigt sich, dass es eine politisch-philosophische Parallelität in der geisteshistorischen Entwicklung gibt, die sich aus Spontanität und/oder aus abstrakter Kenntnis des objektiven Geistes (hier der I-Sphäre) ableitet. Der „Mensch“ ist „N-G zu N/G“ (dito „I“,vs. E“ zu //E); das heißt aber zum Beispiel auch, dass es eine Relation von leerer Freiheit (N, G, E) zu erzeugender Freiheit (N/G, I/E) gibt; sie sind spezifische Ausdrucksweisen jener Gesamtrelation (die letztlich „N-G zu N/G zu I-E zu I/E“ und zwar auf allen Entwicklungsstufen ist.

    1689Bei Jasper wird das verbalisiert: „In diesem Felde aber hat das Bewusstsein der Freiheit den Charakter der Gewissheit“:

    1690So wie E, G, N ihren „Zwang“ (zum Beispiel als Logik) ausüben, so hat „I“ als „Freiheit“ etc. auch einen gewissen Zwang (z.B. als „Handeln“); der wird allerdings – merkwürdigerweise – eher als positiv gefühlt? Nein, nicht unbedingt, (→ horror vacui); das ist auch erklärlich, den z/w-> E, G und Rz – Rz, Rw – Rw (-> I, N) sind als Quellen gleichberechtigt.

    1691Was steckt hinter dem, was Jaspers philosophisch als „Existenz“ bezeichnet? Er umschreibt es, (zum Beispiel Freiheit ist, der Mensch kann sich ergreifen oder verfehlen, „die Wahl meiner Selbst, sich selbst wahrhaftig ergreifen, wählen, der Mensch er selbst werden“, etc.) Jaspers hat da die I-Sphäre entdeckt; und daher I/E und die I-Strukturen, zum Beispiel den unbegrenzten Bezug zu E; „Selbstsein“ als I/E, zum Beispiel, dass alle Philosophie darauf gegründet ist; oder zum Beispiel „Existenz“ ist Dasein und darüber hinaus „Selbstsein“ als äußerste Möglichkeit (-> „I“) des Menschen.“

    1692Jaspers thematisiert die Kollektivität, der Andere, die (Welt-) Gesellschaft.

    1693Die Frage ist dabei, kann man an dem was Wissenschaft und Philosophie dazu sagten, Neues hinzufügen?

    1694Selbstsein, Freiheit als Isolierung und dann dennoch der Bezug zum Anderen; dessen Einsamkeit mit bedenkend und aus der emotional-rationalen Kenntnis des Selbst und des Anderen eine Kollektivität (Ehe, Familie etc. Weltgesellschaft) bildend.

    1695Das ist ein ähnliches unbegrenztes Feld wie es das „Ich“ ist; dennoch muss Wissenschaft und Philosophie sich ständig darum kümmern. Wobei in dieser formalen Betonung der Kollektivität auch Inhaltliches erscheint, „Selbstwerden“, „Freiheit“.

    1696(„Wir werden wir selbst nur in dem Maße, als der andere er selbst wird, werden frei nur, soweit der andere frei wird“)

    1697Auch die Gestaltung des Miteinander, als Kommunikation der universalen Gemeinschaft der Vernünftigen, folgt jenem lauen, formalen, netten Deklarationen, weil sie handfeste Auseinandersetzungen scheuen; (diese können auch mehr kaputt machen als sie kreativ sind). Und tatsächlich vereint, befreit, vergesellschaftet, bereichert das Kapital/ die Globalität/das Großbürgertum tatsächlich kolossal – und die Ideologie wäre eigentlich unwichtig.

    1698Aber die negative Rückseite (ökologisch, arm – reich, Kriege) und die Irrwege werden oft erst gar nicht thematisiert (Jaspers ist eine löbliche Ausnahme).

    1699Alltagsphilosophisch – und Jaspers neigt dazu -, trägt man dazu bei, die undemokratische Lücke zwischen Oberschicht und Volk zu schließen. Zum Beispiel: „Der Weg des Menschen führt an Abgründen und Klippen vorbei“. Dies Bild ist subjektivistisch-emotional verankert. Es verliert aber schnell seinen Glanz, wenn jene „Abgründe“ in den Wissenschaften und in der I-Philosophie analysiert wird: zum Beispiel „Das Scheitern“ der I-Freiheiten, durch „die innere Notwendigkeit von Grenzen“ (E) und die „I“ der Anderen. I/E ist selbst ein Wert fürs menschliche Leben. Wenn die Antworten fehlen, dann ist das I-Offenheit, Freiheit. Das „E“ (= Antwort) kann auch „Schluss“/Entfremdung sein.

    1700„Die wichtigsten Fragen (Anfang, Ende, Un-/Endlichkeit, Grund der Dinge) enden in Antinomien und Paradoxien und Unbeantwortbarkeit. Eben das ist – formal – die Lösung: z, w sind „jenseits“: von G, N, E „unbeantwortet“ ist „N“.

    1701z, w, z/w und N/G und I, I/E sind Repräsentanten, die über die (von Jaspers naiv vorausgesetzte) N-G, E-Struktur der Welt hinausreichen. Aber er fühlt, das gesellschaftliche Bewusstsein muss erweitert werden, – > N, Unendlichkeit, komplexe Relationen müssen „ausgehalten“ werden. „Die Fragwürdigkeit der faktischen wissenschaftlichen Weltorientierung“ führen zum „Abgrund des schlechthin Unbegreiflichen“.

    1702Die Feststellung der Grenzen traditioneller Wissenschaft (und der Philosophie) ist in Jaspers Zeit und heute noch verbreitet.

    1703Das hat sicherlich auch mit den sozialpsychischen Endzeitstimmungen der Übergangs-Zeit von spätfeudalen, auch faschistischen zur global-kapitalistisch-sozialistischen historischen Phase zu tun. Aber zentral bleibt die wissenschaftlich-philosophische Ahnung, dass das idealistische Paradigma (N-G, E) nunmehr zu ergänzen sei -> als „I“, Unendlichkeit, etc.

    1704Nur die Wissenschaften aufzufordern, bis zu deren Grenzen vorzustoßen – (wie Jaspers das macht) – lässt die Philosophie sehr inaktiv erscheinen.

    1705Die Grenzerfahrung, die der Mensch in sich erfährt, ist nichts anderes als die unendliche I-Sphäre (nur „negativ“ und psychologisch verbalisiert) sowie die Gefahren, aber eben auch Chancen der E-Struktur und der E-Entwicklung.

    1706Als die gesellschaftlich-historisch-politischen Aufgaben, die diese Entwicklung des Einzelnen etc. aufgibt -> um I/E zu bilden.

    1707Das kann man traditionell, literarisch umschreiben:

    1708Wir Menschen haben die Vorteile aus N-G, I-E und deshalb auch deren Nachteile.

    1709Wenn E (also I-E) siegen würde, zum Beispiel dadurch, dass Medikamente die Existenz ewig (E) machen, dann müssen die Folgen (zum Beispiel „totale Entfremdung; zum Beispiel nichts Neues…“) akzeptiert wird.

    1710Jede Krisis, Grenzsituationen, Scheitern des Menschen, das Versagen, die Nichtigkeit hinauszuzögern, ist der Mensch angetreten, das ist der Kern von „Leistungsgesellschaft“, das heißt, der von der E-Entwicklung. „Kampf, Leiden, Schuld etc.“ sind mit der durch die E-Entwicklung, I-Entfaltung notwendig verbundenen Form des endlichen Daseins gegeben. Auch die E-Entwicklung, ihre Beschleunigung hat hier ihren Sinn. Man kann sagen, vorerst besteht das Wesen des Menschen nur in der Differenz kleiner Fortschrittsverbesserungen.

    1711Die Ich-Reflexion: Was bin ich, was kann ich. Das muss noch erweitert werden, was „soll“ ich. Diese Fragen zu stellen und zu beantworten bedarf es eines komplexen „Ich“.

    1712Dieses Ich enthält die E-Seite (was „bin“ ich), die I-Seite (was „soll, will“ ich) und jene „methodischen“ Seiten (N, G jeder Konkretion), denn sonst „kann“ ich gar nichts „machen“.

    1713Jede Entwicklungsphase ist „innen“ so konstruiert. Es ist die Struktur des Ganzen (zum Beispiel als Entwicklungsgang) überhaupt – und daher gibt es dort die Wechselwirkung. zwischen allen Phasen (→ E, I, N, G) Das nennt man bei der Phase „Mensch“ beispielsweise „innere Reflexion“. Jaspers sieht, die trostlose Welt wird durch die menschliche Hoffnungslosigkeit und Angst sogar noch – negativ – in ihrer Art verlängert.

    1714„Angst“ ist eine Variante der I-Seite; sie wird, emotional plus I-Funktion, als Kommendes vorweggenommen, genau diese Fähigkeit ist die Stärke des Menschen.

    1715Und, wenn etwas, eine Fähigkeit einmal als „Freiheit“ gefeiert und dann wieder als „Angst“ gefürchtet und unter ihr gelitten wird, dann spricht das für die höhere Form dieser Sache, hier die I-Seite.

    1716Das geht allerdings über Formen des traditionellen „Nihilismus“ hinaus. Ist es möglich, sinnvoll der E-Entwicklung zu „widersprechen“? Und wie wirkt sich das auf die unendliche I-Entfaltung, aus?

    1717Denn wenn der Mensch – wie Jaspers es fordert – das Unbegreifliche seines Daseins bejaht, „ja“ sagt zum Tod, Leiden, Kampf, Schuld, Schicksal – um dadurch sogar zu „seiner eigentlichen Existenz zu gelangen“, dann kämpft er nicht mehr in Richtung der E-Entwicklung, sondern eher gegen sie.

    1718Es heißt zwar das, was Jaspers vermeiden will, die Situation der nihilistischen Verzweiflung zu vermeiden, also N (in N-G) zu neutralisieren, aber das G in (N-G) wird zu der Entfremdung von G → E erzeugenden Größe, nicht aber werden, neue E erzeugt.

    1719Wenn man in Ablehnung der Resignation bei der E-Entwicklungs-Möglichkeit bleiben würde, (was Jaspers nicht leisten kann), dann gäbe es ja nicht nur die kurzfristigen Hoffnung (Medizin u.ä.), sondern die tiefere: Dass die Ewigkeit der Materie (z,w) und ihrer Gesetze als Entwicklung, garantiert, dass es ewig immer neues Leben gibt – und mit der unaufhebbaren Unendlichkeit auch menschliches und „eigenes“ Leben.

    1720Ersatzweise für diesen Trost verbleibt Jaspers aber nur im (traditionell) philosophischen Idealistischem „Sprung in die Freiheit“.

    1721In solchen Philosophien wie die von Jaspers werden immer wieder „Sprünge“ postuliert. Nicht „kontinuierliche“ und „notwendige“ Prozesse, sondern der „Sprung aus der Verzweiflung zum Selbstsein“ oder der „Sprung zu mir als Freiheit“, der „Sprung aus der Angst zur Ruhe“.

    1722Das ist eine Variante des wp Entwicklungs-Überganges, ihre Unendlichkeit ist das Sprung-Mysterium. Der Übergang von der Emotionalität zur Rationalität ist der von spezifischen I/E zu „N-G, E“ und das G, E wird bei Jaspers als (sehr leere …) „Freiheit“, Angst

    1723(Emotionalität) im Verhältnis zur „Ruhe“ (E, G eventuell auch N) umschrieben.

    1724Der Sprung zum Selbstsein und zur Freiheit geschieht gerade angesichts der Verzweiflung über seine scheinbare Unmöglichkeit. Man kommt durch ihn zu einer besonderen Erfahrung, der des „Geschenktwerdens“. Was ich nicht selbst schaffen kann, wird mir „geschenkt“.

    1725Das alles sind Verbalisierungen von „Übergängen“ (deren Unendlichkeiten prinzipiell undurchschaubarer Art sind); und die Übergänge sind ohne ihre Einbettung in die Entwicklung nicht „denkbar“. Dieses „Geschenkwerden“ ist eine Ver-Subjektivierung. Prinzipiell gibt es diese Wirkung als die von Subjektivität und objektivem Geist und auch von „objektiven Tatsachen“. Nämlich die philosophisch darstellbaren allgemeinsten (erst mal subjektunabhängige) Strukturen; zum Beispiel geht die Entwicklung „objektiv“ und überrascht so das menschliche Subjekt, weil jenes nicht aus dem Menschen, dem „Ich“ kommt und nicht aus bekannten Teilen der Welt.

    1726Diese objektiven Strukturen kann man den „Schenkenden“, den „Gott“ oder „Transzendenz“ nennen. Es ist aber nötig, zuerst die philosophische Analyse zu modernisieren, dann kann man das auch sachlicher benennen.

    1727Jaspers: „Existenz ist nicht ohne Transzendenz“. So allerdings formuliert, verweist das natürlich noch sehr viel tiefer:

    1728Wenn Jaspers (und alle Menschen) spürt, Existenz ist nicht ohne Transzendenz, dann hat das in vielen Bereichen (zum Beispiel emotional-psychologisch) seine Ursachen.

    1729Im psychologisch-emotionalen menschlichen Behaupten, in psychischen und physischen Nöten wird von „außen“ gestützt.

    1730Philosophisch – wissenschaftlich aber ist das umfassender: Neben „E“ (dessen Reduzierung sich ja tendenziell alles unterwirft …), gibt es „I“, auch Unendlichkeit etc.

    1731Dabei mit den Auswirkungen, deren für „Menschen“ weitreichendste die ist, dass er prinzipiell Ewigkeitscharakter besitzt: Er kann diese nicht nur denken, sondern selbst „erleben“: So als Unvergänglich der „Materie“ und deren Gesetze (Entwicklung etc.) – und daher auch „unendlich viele Leben“.

    1732Der „Glaube an die Transzendenz“ ist keineswegs originäres Verdienst Jaspers, dies gehört vielmehr zu allem alltäglichem, philosophischem und wissenschaftlichem Denken.

    1733Aber bei der Frage nach „Gott“ geschieht die Regression (der hier Jaspers unterliegt); (Philosophische Kollegen vor ihm waren da schon weiter)

    1734Daher geht es weder darum, „Gott“ als religiöse Größe zu sehen, noch (wie es Jaspers tut): „über Gott nichts aussagen zu können“.

    1735Das heißt, E als Gott (verbalisiert: „Dass Gott ist, ist genug“) reicht für modernes Denken nicht hin. Und auch Sprüche wie „wahres Wissen ist das Wissen des Nichtwissens“ sind auf die Position „N-G, E“ reduzierbar – und diese ist nur ein Teil (eine von tendenziell unendlicher Kleinheit → N, Null / Rz-z), des menschlichen und des objektiven Wissens.

    1736Kann man beim heutigen Stand der Wissenschaft und der Philosophie noch Metaphysik betreiben? Der „Kurz-Schluss“ in traditionellen Meta-Physiken, (zum Beispiel „Gott“) wird durch die wissenschaftliche und philosophische Forschung ständig weiter „aufgespreizt“.

    1737Man muss erst auf die Tatsachen der Welt (und der eigenen Subjektivität) und durch diese hindurch – um aber letztlich dann doch wieder bei den traditionell metaphysischen Annahmen zu landen. Diese haben sich aber wegen jener erweiterten Erkenntnis-Arbeit ebenfalls verändert. Wie auch umgekehrt, die Wirklichkeit neue Deutungsgehalte von einer veränderten Metaphysik erhält, (Jaspers` Meinung).

    1738Die Basis-Elemente z,w, I, N, G, E etc. helfen dabei.

    1739Die metaphysischen Aussagen Jaspers, die philosophisch konsequent sind, aber nur darin, dass die metaphysische Ebene erreicht wird, nicht aber darin, Neues zu finden.

    1740Dass „alles“, das Dasein, Chiffre, Zeichen für Transzendenz sei, ist bekannt; heute stellt sich (zum Beispiel mit Hilfe der Wissenschaften) die Frage nach der philosophischen Ebene in den Bereichen (Natur, Mensch, Kosmos, Gesetz etc.) und der zugehörigen „Methodik“ schon genauer;ohne dass man nur einen weltanschaulicher Eckpunkt (Gott, Subjekt o. a.) bevorzugt, oder nur eine Methode (Glaube, Innenschau, Gefühle, Sprechen) bevorzugt.

    Heidegger

    1741Er ist der Auffassung, der Gedanke dürfe nicht rein bei sich selbst bleiben, sondern er müsse verwandelnd in die Existenz des privaten und öffentlichen Lebens eingreifen, philosophisch und systematisch ist das – (wie auch immer „kulturell“ verharmlost) – eine Aufforderung, Übergänge vom weltanschaulichen Eckpunkt „objektive Geist“ zu allen anderen Entwicklungsphasen, Eckpunkten bewusst zu schaffen.

    1742In dieser so allgemein beschriebenen Aufgabe steckt natürlich die ganze Arbeit des Wissenschaften (und damit der Philosophie) zum Beispiel die Methodologie, die Erkenntnis-Theorie etc. mit ihren Spezialproblemen – die damit noch nicht einmal angesprochen werden, geschweige denn gelöst werden.

    1743Heidegger sitzt in jener Falle, in die alle konservativen Denker geraten, die den Ausweg nicht mitgehen, der nach Kant durch Hegel, Schelling etc. und Marx und die modernen, sich ständig „entwickelnden“ Wissenschaften zeigen.

    1744Nach alter philosophischer Tradition sucht Heidegger das Neue, auch neue radikale Basislösungen. In seinem Leben hat er vernünftige Amalgame probiert (zum Beispiel Sport, Wandervogel-Bewegung, und „tiefe philosophische Analysen“).

    1745Aber philosophische Radikalitäten (zum Beispiel vs. Tod; Suche nach strenger Einfachheit in den philosophischen Grundlagen) müssen durch die Vorarbeiten von Hegel und Marx und denen der Einzelwissenschaften hindurch, sich mit den objektiven Entwicklungen (zum Beispiel der Ökonomie, der Weltgesellschaft) fruchtbar auseinander setzen. Geschieht das nicht durchdacht genug, dann verheddert man sich, bleibt zum Beispiel an derartigen historischen Durchgangsgebilden wie „der Nation“ oder psychologisch-esoterischen Denkmethoden hängen, anstatt diese Inhalte und Methoden philosophisch zu systematisieren, um sie umfassender zu verstehen. Die Katholische Theologie, der Neukantianismus und Husserl sind die Basis, auf der Heidegger in „Sein + Zeit“ weiter aufbaut. Die platonische Grundidee, das „Sein“, hat vielerlei Varianten gehabt (z.B. der monotheistische Gott, die positivistische Methodologie (G → E), Versuche (Husserl) über I/E zu E´ zu kommen.

    1746Deshalb ist es richtig, nochmal zu fragen, was ist „der Sinn von Sein“? Heidegger merkt auch die Lücke bisheriger Philosophie: „Das Sein des Menschen“. Aber hier zeigen sich bereits auch seine Defizite: Hegel und Marx hatten Konzepte vorgelegt, die weitaus umfassender sind;und die Arbeit dazu, parallel zu führen, bedarf einer zusätzlichen Begründung (zum Beispiel eine fruchtbare und alternative Weiterentwicklung der traditionellen und der hegelschen Ontologie).

    1747Die ontologische Basis: Was ist Sein, was ist „ist“? Das heißt, der erneute Einstieg in die wissenschaftlich-philosophische Analyse der „Basis“, ist aber nur fruchtbar, wenn die inzwischen herangereiften Erkenntnisse der Einzelwissenschaften herangezogen werden; bloße Mahnungen in der traditionellen Erkenntnis über ontologische und ähnliche Problemkomplexe helfen nicht weiter.

    1748Und „Mahnung-Charakter“ hat Heideggers Werk weithin (-> „Seinsverständnis“, ausgedehnt auf Sprache, Alltag, Mitmenschen, soll an Beispielen „aufgehellt“ werden). Das ist zum Beispiel für die und von der Subjektivität (Eckpunkte) und der zugehörigen Wissenschaft wichtig, genügt aber noch nicht. Vielmehr müssen alle Eckpunkte herangezogen werden; wir: Vor allem die 1. Physik (S,R), Quanten-Theorie (Optionen Rw, Rz und Rz/Rw) sowie z, w. Aber eben auch die Psychologie: Geht man von jener erreichten Arbeitsteilung in der wissenschaftlichen Philosophie aus, die zu der weltanschaulichen Vierer-Struktur führte, dann ist das Heideggersche Vorgehen in zweifacher Weise ein Fortschritt:

    17491. Er dringt tiefer in den von ihm zu bearbeitenden Eckpunkt „Subjektivität“ ein.

    17502. Aber, er hat „pragmatische“ Vorformen, indem er auch die anderen Eckpunkte („In-der-Welt-Sein“, „Mitsein mit anderen“, also „Natur“, „Gesellschaft“ und natürlich „objektiver Geist“ von der methodischen Seite her) einbezieht.

    1751Nur, ein umfassender Einbezug von Natur, Gesellschaft müsste deren wissenschaftliche, philosophische Analyse ebenso bedeuten wie das Heidegger für die menschliche Subjektivität versucht: Der Stand der Wissenschaften (Natur, Gesellschaft) und der philosophischen Vorarbeiten erfordern das.

    1752Wenn Heidegger sieht, dass der Mensch „der Ort des Verstehens von Sein“ ist, dann verbalisiert er (nur) das unendliche Übergangs-Feld des subjektiven zum objektiven Geist. Anders gesagt, um hier neue Erkenntnisse zu gewinnen, muss man diese „Bruchstücke“ (zum Beispiel hier „konkreter empirischer Mensch“, „Verstehen“, „Sein“, „menschliches Selbstverständnis und Selbsterfahrung“) tiefer erfassen: Nach dem I-, E-Schema systematisieren. Das geht nicht ohne die vermittelnden Zwischenebenen der (hier relevanten) Einzelwissenschaften. Dabei treten spezifische Schwierigkeiten auf, die aber wohl schon sämtlich zuvor thematisiert waren, zum Beispiel „Verstehen“, „Ich-Problem“ – Ich als Subjekt-Objekt etc.

    1753Das Merkwürdige an Heideggers Existenzphilosophie ist, er will das Absolute Sein (E-Sphäre …) vereinen mit den Entwicklungsphasen als solche – und besonders mit „dem Menschen“. (H. betrachtet den Menschen nicht vom Blickpunkt Gottes oder vom absoluten Geist her, sondern so, wie ihm der Mensch in seiner eigenen Perspektive erscheint).

    1754Das Verbindende ist dann noch, dass es beides Mal um E geht (E als Gott, E als Mensch).

    1755Das reicht aber für eine Analyse der Heideggerschen Meinung nicht aus. Er will vielmehr die Traditionellen (Platon, Plotin, Monotheismus) verbinden mit den Entwicklungsphasen, das heißt aber letztlich mit allen wissenschaftlichen (und Alltags-) Details.

    1756Ds geht aber nur, wenn es ergänzend zur E-Sphären-Theorie die I-Sphären-Theorie (und I/E, Entwicklung, N, G) gibt.

    1757Man kann sagen, Heidegger greift Hegel auf – und führt diesen parallel zu Marx fort (ohne zum Beispiel einerseits allzu „praktisch“ zu werden, wie Marx, und auch nicht tiefer in die Theorie eindringen zu können als Hegel). Beides ist die Stärke Heideggers, indem er Brücken schlägt – aber auch seine Schwäche, er kann den Hauptzielen – Vertiefung des Denkens und Eroberung der Welt – nicht viel näher kommen.

    1758Zum Beispiel sieht er neben der E-Seite (Stein, Baum) der Welt (-> Sein und Seiendes als philosophische Ebenen der Diskussion) auch „den Menschen“, der „aus den Möglichkeiten lebt, auf die er sich entwirft“, (also „I“ und N/G, „Handeln“ „Arbeit“).

    1759Und, der Mensch lebt nicht in „künstlicher Isolierung“ (wie Descartes es sieht), vielmehr hat jeder Mensch seine Welt mit anderen Menschen als „In-der-Welt-Sein“ (-> Gesellschaftlichkeit, Relationalität).

    1760Zum Beispiel wenn Heidegger emphatisch meint, dass der Mensch vor allem anderen Seienden die Auszeichnung besitze, dass sich durch ihn hindurch die Welt, durch sein Eingreifen, erschließe, auftut, dann ist das die marxistische Arbeits-Philosophie.

    1761Die neueren Zutaten -> „Handlung, „Sprachhandlung“ (Heidegger: „dass die Welt geschaut, erkannt, gefühlt wird“ sind passivischer Art (-> G-Methoden), die wohl nötig sind. „Konservativ“ ist das, weil es angesichts der vorliegenden Marx’schen Analyse, das Passivische überbetont: „Das Seiende wird „offenbar“ durch jene Methodik. Und stellt so die „Transzendenz“ des menschlichen Daseins dar“.

    1762Immerhin werden traditionelle Denkfiguren, die mit „Offenbarung“ und „Transzendenz“ verbunden waren, jetzt durch Heidegger (zum Teil mit Recht …) mit wissenschaftlich-philosophischen Problemen (Methodik …) verbunden.

    1763Wenn Heidegger sagt, dass der Mensch alles Seiende immer schon im Hinblick auf das Sein (Existenz) überstiegen hat, das den Horizont alles Fühlens und Erkennens bildet, dann ist das die – leere – Feststellung der Leere, die des alles fundierenden E.

    1764Wp ist „ E o -> S, R und die vier OG-Elemente; E 1 ist z,w, E2 ist „z/w“ etc., sie gemeinsam bilden eben das Fundamentum auch darin, sich überall zu zeigen und philosophisch zu wirken.

    1765Für Heidegger ist „Sein“ gleich „Existenz“ und „ex-sistieren“, das heißt nicht das „nackte Dasein“; vielmehr ist der Mensch der „des Herausstehens aus sich selbst“ – hinein in das immer schon verstandene Sein.

    1766Wir meinen, alle Arten des Daseins, aber vor allem (und dort erkennbar, weil da der absolute Entwicklungshöhepunkt in dieser Hinsicht ist) der Mensch als „I/E“.

    1767Das „I“ sorgt für das Hinausweisen, nach allen Richtungsarten.

    1768Vorher ist das I/E unendlich eng aufeinander bezogen, was das „I“ (und das E -> Sein) nicht zu erkennen erlaubt. Danach ist „I/E“ nur noch E, aber „I“ ist eliminiert.

    1769Und I/E ist als E´ auch schon -> endliches, „verstandenes“ (!) Sein.

    1770Wie kann so eine Betonung des Seins/E (wie diese bei Heidegger), die eine weltanschauliche Festlegung auf den objektiven-Geist-Bereich – bei der man heutzutage ja nicht verweilen kann, – „aufgehoben“ werden? Hegel hat das anders gelöst als Marx – und als Heidegger;

    1771Für uns gilt allgemein: Welche Varianten der Verbindung der acht Grundgrößen in der Entwicklung sind möglich?

    1772Hegel hat alles vom objektiven Geist her und als diesem dabei aufgehoben gesehen; Marx bestätigt letztlich die durch die Wissenschaften (und den Alltag) angenommene Parallelität von Geist und Materie, (bei der beide dadurch und letztlich als gleichberechtigte anerkannt werden).

    1773Was versucht Heidegger?

    1774Zentral ist hier die Ausweitung des Seins-Begriffs auf den Eckpunkt „Subjektivität“.

    1775An sich müsste der E-Begriff (Sein und ähnliches) auf alle E-Entwicklungsphasen, also auch auf „Gesellschaft“ und „Natur“, vom objektiven Geist her, ausgeweitet werden. Genauer, es müsste die Wechselwirkung. zwischen allen Phasen bestehen. Aber das fand bisher nur sporadisch und dann auch noch in Konkurrenz der „Betonungen“ statt; zum Beispiel Gesellschaft vs. Subjekt, Natur vs. Geist.

    1776Heidegger, Sartre und andere versuchen zunächst, diese Ausweitung der Grundideen des Seins mit der menschlichen Subjektivität in „Wechselwirkung.“ zu bringen:

    1777Daher geht Heidegger in der genaueren Auslegung des „In-der-Welt-Seins“ als Existenz des Menschen von der alltäglichen Situation des Menschen aus. Dieser ist mal „bei sich selber“, mal „der Welt verfallen“, an das „Man“ ausgeliefert.

    1778Wenn Heidegger meint, es sei die Aufgabe des Menschen, „aus dieser Verstrickung“ herauszufinden, dann betont er die philosophische (-> kulturkritische) Wichtigkeit der Subjektivität und er vernachlässigt – (für diese Philosophen-Schule konstitutiv) – die anderen Eckpunkte (Gesellschaft, Natur) (-> was heutzutage sich eigentlich keine Philosophie mehr leisten dürfte).

    1779Wenn eine Philosophie (hier Heidegger) sich ganz auf einen weltanschaulichen Eckpunkt, hier die menschliche Subjektivität, konzentriert, dann gibt das positive und negative Effekte.

    1780Positiv ist die Wechselbeziehung der Philosophie zu den damit verbundenen Einzelwissenschaften (Psychologie, Anthropologie, Sozialpsychologie etc.). Nachteile bringt das: Die Beziehungen zwischen den vielen Eckpunkten (und damit die philosophischen Grundmechanismen, zum Beispiel die „Entwicklung“) werden vernachlässigt. Dennoch muss sich „Philosophie“ auf die endlichen Nebenfelder der Einzelwissenschaften einlassen.

    1781Geht das, ohne dass eine mögliche philosophische Systematik in der „Fülle“ und den „Ungenauigkeiten“ der Einzelerscheinungen dieser jeweiligen Wissenschaft untergeht?

    1782Heidegger spürt den „Ruf aus der Unheimlichkeit des Daseins“:

    1783Es kann dies „nur“ wieder das Sein sein, das da beteiligt ist. Denn das Un-Heimliche ist die – metaphysische – Tatsache, dass jegliches „Dasein“ nur durch Sein begründbar ist.

    1784Wir, dass „z/w“ (Dasein) nur durch Varianten des „Seins“ (z,w, R, S) sinnvoll begründet werden können.

    1785Heideggers Ansatz kann man von „E“ her verstehen.

    1786Es sind Umschreibungen, zum Beispiel des Themas: „Was ist der Mensch“: Letztlich auch E als „Sein“; das heißt aber „N-G, E“.

    1787Und alles, was davon abweicht, wird von Heidegger kritisiert, zum Beispiel „seine Aufgabe ist es, aus den Verstrickungen herauszufinden und in Wahrheit er selbst zu werden.“

    1788Daher das Thema: „Wie lebt der Mensch“: daraufhin, N und E zu unterscheiden und zu beiden zu werden; zum Beispiel die Konfrontation mit der Nichtigkeit der Welt und mit der Unausweichlichkeit des Todes, (N). „In den Tod geworfen“, „in das Nichts hineingehalten“.

    1789Wie läuft das im Einzelnen ab? Psychologisch-Emotional, zum Beispiel die „Angst“; auch „unreflektiertes Dahinleben“.

    1790Wir: Diese I/E N/G (Emotionalität) muss „der Mensch“ zu „N, G, E“ umformen, erarbeiten.

    1791Das, was Heidegger als „unreflektiertes“ Dahinleben des Menschen, oder als dessen „Illusionen“ bezeichnet, sind keineswegs unphilosophische Teile der Realität. Die „Wirklichkeit“ umfasst auch dies (und zum Beispiel auch die Emotionen wie die Angst, die nicht so angenehm sind).

    1792Solche Philosophien wie Heideggers haben den Impetus (der sich selbst unreflektiert bleibt), einen Teil der Realität abzuwerten („Nichtigkeit der Welt“, „vordergründige Verdeckungen“, „das Nichts“, „Befangensein im Alltag“ etc.).

    1793Aber diese Einteilung ist philosophisch naiv. Die „Uneigentlichkeiten“ und die „Eigentlichkeiten“ dürfen nur sekundär emotional bewertet werden. In der I-Sphäre ist alles gleichwertig. Das „eigentliche Selbst“ betont „E“. Was ist das „eigentliche Selbst“ des Menschen? Es ist nicht nur „E“ (Sein), sondern I/E, also I und E – und es ist damit die Fähigkeit des Menschen, sowohl E (Sein, hier) als auch „I“ zu erkennen („Gewissen, als Ruf, aus der Befangenheit des Alltags, der Uneigentlichkeit, heraus zu seinem eigensten Selbst zu kommen) und „I“ zu erzeugen (in Freiheit, in wesentlichen Entscheidungen zu verwirklichen).

    1794In der Bereitschaft zur Übernahme seiner „nichtigen Existenz“ wird er „er selbst“, wenn er sich entschließt, nicht nur die E-Seite zu vollenden, sondern auch die I-Seite unbegrenzt zu entfalten. Solche Überlegungen (tatbereite Entschlossenheit, Übernahme seiner nichtigen Existenz; der Mensch wird so er selbst, er entschließt sich, nicht nach fremdem Gesetz, sondern aus sich selber heraus, aus eigenstem Grunde zu existieren etc.) stärken in formaler Weise die I-Seite.

    1795Es wird zwar bewusst noch nicht „I“ gesehen und reflektiert, geschweige denn systematisiert.

    1796Im Gegenteil, diese philosophischen Reden scheinen noch ausschließlich „E“ zu stärken.

    1797Zudem verhindert diese breite Verbalisierung der Formalien die Festlegung und Reflexion der I-Inhalte (und der E-Seiten-Inhalte) völlig; (das ist die eigentliche abstrakt-negative Zuarbeit zu jeder ahistorischen Bodenlosigkeit, wie zum Beispiel der Faschismus es ist).

    1798Hinter den Existenzverhältnissen (-> E) des Menschen sucht Heidegger das „Wesen des Menschen“ (-> I/E).

    1799Die „Grundstruktur“ des menschlichen Daseins ist die „Zeitlichkeit“. Das führt zu jener bekannten „subjektiven“ Einordnung der Zeitabläufe. Die Frage ist, ob dieses Zeitgefühl eine philosophisch-wissenschaftliche Verbindung mit der physikalischen Zeit/ -Problematik hat.

    1800Der entscheidende Gedanke ist, der subjektiv-objektive Geist

    1801(„Mensch“) kann jeden physikalischen und philosophischen Zeitablauf „überholen“, ihm voraus eilen und ähnliches

    1802Weil Zeit „R w -R w “ ist – und das heißt R w -R W ist gebunden an S w -S w . „Der Mensch“ als Entwicklungsergebnis löst sich vom S-Aspekt – und kann zum Beispiel „Unendlichkeiten“ „fühlen“ und denken. Die I-Sphäre und hier die „I i“ umschreibt Heidegger so: In jedem alltäglichen Tun ist der Mensch „sich vorweg“; er lässt sowohl seine Zukunft auf sich zukommen, (was damit sein gegenwärtiges Dasein bestimmt), als auch, dass der Mensch aktiv seine Zukunft nach seinen „I i“ gestaltet, sich auf seine zukünftigen Möglichkeiten hin entwirft.

    1803Aber bei Heidegger ist die I-Kategorie (zwar viel wichtiger als in anderen philosophischen Konzepten) doch nur in der psychologischen Subjektivität gesehen, nicht aber umfassend verstanden.

    1804Heidegger kümmert sich verstärkt um die E-Seite; diese differenziert in Gewordenes Sein (das „schon Sein“ beherrscht den Menschen, bestimmt ihn von seiner Gewesenheit her, es ist in sein konkretes Dasein geworfen, ohne eigenes Zutun).

    1805Aber diese passive Haltung (die H. zum Fortsetzen der religiösen Grundhaltung macht, die weder Protest noch Wissenschaft gegen Sein und Tod (-> N-G) setzt), wird doch leicht innerhalb des Seins/E-Bereichs relativiert: Im „Sein bei“ ist der Mensch gegenwärtig, indem er ständig Seiendes, das ihn umgibt, „vergegenwärtigt“.

    1806Es ist der Ausschluss von I und von I/E und von N/G.

    1807Jene drei Momente machen die „spezifizierte Zeitlichkeit des menschlichen Daseins“ aus: Als das „sich vorweg“ (-> I), das „schon Sein“ und das „Sein bei“. Letztere beide deuten auf die E-Entwicklungsphasen, zum Beispiel der Einfluss der überkommenen E (Kultur, Natur in Bezug auf den Menschen -> PM und ähnliches) sowie E als gesellschaftlich Vorgegebenes.

    1808So wenig hilfreich solche „modernen“ philosophischen Zusammenfassungen sind, (angesichts von „Hegel“ etc., Marx und den Einzelwissenschaften), so bemerkenswert ist die enthusiastische Betonung dieser Strukturen; von I und E;

    1809Zum Beispiel: Es sind dies die „Ekstasen“ des menschlichen Daseins, die „Weisen, wie es aus sich selber hinaus steht“, „in ihnen verwirklicht der Mensch seine wesenhafte Endlichkeit“, und Ähnliches.

    1810Im Heideggerschen Arbeitsverlauf (Grundlegend, „Sein + Zeit“, „Was ist Metaphysik“, „Identität und Differenz“, dann an Beispielen aufzeigend -> Geschichte der Philosophie an ausgewählten Autoren, als Interpretation von einzelnen Dichterwerken, Stellung zu dringlichen Themen -> Kunst, Sprache, Technik) zeigt sich, es fehlt noch eine durchgehende und allgemein überzeugungsfähige philosophisch-wissenschaftliche Systematik; wie sie zum Beispiel von Marx her der Marxismus, Historische Materialismus/Engels, Realsozialistische Philosophie (in „konkurrierender“ Hinsicht) in Angriff nimmt.

    1811Bei der Vorgehensweise Heideggers überwiegt die „Tiefe“ der Reflexion die „Breite“. Es ist eine philosophisch-utopische Art, denn sie „überholt“ das wissenschaftlich enge Vorgehen.

    1812Eine Konsequenz ist ein „Scheitern“, (was übrigens philosophisch gesehen unproblematisch ist).

    1813Wieso betont Heidegger das E („Sein“), obwohl Hegel unter anderem auch das Nichtsein (NE) als wichtig eingeführt hatten?

    1814Eine Möglichkeit ist, Heidegger sieht (mit der „positiven Wissenschaft“, dass es „Nichts“ nicht „gibt“; und er „fühlt“, dass das Andere zum Sein (jedoch nicht als „Nichts“ zu sehen ist) das „I“ ist.

    1815So könnte vielleicht Heideggers Ethik fundiert sein.

    1816In allen seinen Schriften wird deutlich, dass Heidegger es einsieht: Auf dem Weg über das Dasein des Menschen ist es nicht möglich zum „Sein“ zu gelangen. Wir, denn das „Sein“ ist der leere freie unendliche E-Standpunkt; das Dasein ist auch E/I, N/G etc.

    1817Dennoch gilt – was Heidegger wie viele vor ihm – vermutet, beide hängen zusammen.

    1818Das aber festzustellen, genügt nicht („vom Sein her den Menschen denken“ …), vielmehr gilt es, beides als Entwicklungsphasen zu verstehen.

    1819Der Mensch und die ganze endliche Wirklichkeit sind von E bestimmt, aber eben nicht nur …

    1820Heideggers „Kehre des Denkens“, die nunmehr vom Sein her den Menschen und die ganze endliche Wirklichkeit betrachtet, erklären wir als Einsicht in die Fundamentalität von E und der E – Entwicklung. Das heißt konkreter, „E“ zum Beispiel als die Objektivität von „objektivem Geist“ und von „Natur“.

    1821Zu solchen (philosophisch-historischen) Wendungen gehört aber, dass es inzwischen bereits auf wissenschaftlichen (Physik, Soziales) und philosophischen Ebenen um die Kritik an E („Entfremdung“) geht; auch um N/G, Dialektik und andeutungsweise um „I“, I/E als neues, entwickeltes E/Sein.

    1822Heidegger kommt zu dem Schluss, dass das Sein (E) jene zentrale Stellung einnehmen muss, die bisher „der Mensch“ hat.

    1823Wir sehen das als Heideggers Übergang von der Ebene der eng verbundenen „I/N/G/E“ zur „I vs. E-Ebene“.

    1824Solcher – seltener – Übergang ist derart zwiespältig. „E“ wurde ja auch schon zuvor („Gott“) in seiner systematischen Wichtigkeit erkannt. Heute aber käme es darauf an, in der „allgemeinen Entwicklung“ beide Ebenen zu verbinden.

    1825Da der Mensch dem Sein untertänig zu sein hat, sind solche Wege wie der der „Technik“ Irrwege. Auf ihm versucht die Subjektivität über das Seiende zu triumphieren, um Autonomie zu gewinnen.

    1826Man hofft, dass Heidegger Übergänge zwischen den Eckpunkten „I/E/G/N“ und I-E-N-G schafft, (eine objektive Aufgabe moderner Philosophie), aber er rückt dann doch E, objektiver Geist (als einen Eckpunkt) statt des Eckpunkts „Subjektivität“ u/o. „Natur/Dinge“ in den Vordergrund.

    1827Es ist zwar wichtig, auch „E“ tiefer zu fassen, aber seit Hegel ist da kaum Neues hinzuzufügen; jedenfalls nicht auf diese traditionelle Art.

    1828„E“ steht von S, z/w her als Basis fest. Heideggers Betonung des E hat viele Vorläufer („Gott“, Hegels Begriffe, direkt als „Materie“).

    1829Hier ist wichtig, dass die konsequenten Bemühungen diese E zu erfassen und zu zeigen, „E“ ist die „Basis“ – und daher weder analysierbar, noch zu erklären, noch anders zu fassen als durch Annäherungen oder Bilder, Die Konsequenten (wie es Philosophen sein sollen) zeigen das hier besonders drastisch. Zum Beispiel: „Doch das Sein ist es selbst“; „das muss zukünftiges Denken lernen“, „Sein ist nichts Seiendes“ (zum Beispiel „Weltgrund“ -> denn das ist empirisch, – und S, R, z,w, z/w sind vorempirisch). Daher Heideggers Verbot, das Sein „gegenständlich“ zu denken. (So auch viele Religionen seit

    1830langem). Nur als Unterschied zwischen Sein und Seiendem, also als „N“ (ontologische „Differenz“) ist E „denkbar“.

    1831Dieses „Ausweichen“ von der E-Kategorie zur N-Kategorie führt ins „I, N, G, E-System“.

    1832Die Zwiefalt von Sein und Seiendem ist auch die von: „Erster Physik“ (S,R) (als vor-empirisch) sowie dazu der objektive Geist (die vier OG-Elemente), das einerseits (Sein) und „z/w zu z-w“ als die konkreten Teile der Realität andererseits.

    1833Abstrakt, sind es auch die drei „quantenmechanischen“ Optionen. Heidegger sieht sehr richtig, dass das die bisherige Philosophie („Metaphysik“) nicht ausmachen konnte. Die quantentheoretische Wende hat das wissenschaftlich eingeläutet, das alltägliche und philosophische und wissenschaftliche Gewahrwerden dieses neuen Paradigmas entfaltet sich erst langsam.

    1834Was ist aber darin „das Verhängnis des Abendlandes“, wie Heidegger meint? Es ist, dass das neue Paradigma bisher zu reduziert angewandt wurde!

    1835Es geht beim „Sein“ um „E“, das von „Eo“ an als S z, S w in vielen Entwicklungsvarianten erscheint – und zudem gebunden ist an „Erkenntnis.“ und deren Probleme der Methodik (-> N-G, N/G).

    1836Wohl deshalb zieht es Heidegger vor, als Antwort auf diese komplexe Frage so zu antworten: Sein ist „Offenbarkeit, Unverborgenheit“. Das ist eine psychologisierende Wahrnehmung und auf Methodik (-> N-G, E) verweisende Antwort.

    1837Er meint, der Mensch sagt von einer Sache, dass sie „ist“, „so ist wie sie ist“. Hier führt Heidegger den Kerncharakter von „E“ an: Den, nicht mehr zu sein als abstrakteste Existenz.

    1838Das ist eine Abwehr von allem anderen; auch das drückt „N – G, E“ aus. Sein und Seiendes ist aber prinzipiell tiefer getrennt: Es geht um die unendlichen Übergänge, Wechselwirkungen und zugleich um die unendlichen Trennungen (Rw/N) von objektivem Geist (Sein, E) und allen vorhergehenden Entwicklungsphasen.

    1839Heidegger will Mut machen, das zu erforschen, wenn er sagt, dass das Sein der Vorgang der Lichtung sei, der das Sein in die Erscheinung treten lässt.

    1840Ebenso ist es mit seinem Vorschlag zur Entdeckung des Nichts: Es werden aus der „Praxis“ Erfahrungen („in der Angst widerfährt uns das Nichts“) herangezogen, um diese Teile des objektiven Geistes „begreifbar“ zu machen, das heißt, die Unendlichkeit des Übergangs zu meistern.

    1841Das geht zwar, denn das unendliche Feld lässt alle Endlichkeiten zu, es muss dies aber öffentlich belegt werden, erklärt werden, differenziert werden.

    1842Das „Nichts“ ist wichtig, (daher auch die emotionalen Vorformen, zum Beispiel Angst), denn ohne „Nichts“ ist Seiendes nicht zu denken.

    1843Diese „Offenbarkeit des Seienden“ durch das „Nichts“ – (was allerdings bei Heidegger nicht mehr ist als „nicht Nichts“ …) -, hat seinen Ursprung in der Doppelwelt der Quanten-Theorie.

    1844Dem entspricht Heideggers Meinung, dass das „Nichts“ – (also z, w etc.) – „nicht vom Menschen heraufgeführt wird, sondern dass es diesem widerfährt“; das Nichts (zum Beispiel auch als Angst) wird selbst aktiv: „Das Nichts nichtet“; es ist ein „Vorgang“: „Das Geschehen des Genichtetwerdens“.

    1845Auch das verweist auf „z“ als Sz und dem „gerichteten Rz; dito „w“ (die gerichteten physikalischen Kräfte, ebenso „Zeit“ als Rw/Rw, und Ähnliches .

    1846Die Alternative, ob das Nichts oder das Sein das „Letzte“ ist, was der Mensch erfahren kann, ist auf der „Basis“ „N-G“ gestellt – und daher „naiv“.

    1847Denn noch immer gilt (in dieser „formalen“ Denkweise), dass auch das „Nichts“ nur als Sein (oder Seiendes?); (N = „Schleier des Seins“, Heidegger) verstanden werden kann; dies ist aber keine befriedigende, weil inhaltslose Antwort.

    1848Wir gehen deshalb von R, S, z, w, w-w, z-z aus; sie sind nicht Seiendes; sie sind wohl „Sein“ auch als „Nichts“; und z/w etc. ist Seiendes. Was ist dann aber das Sein? Jedenfalls ist es von Anfang an differenziert (wie die „Nichtse“, erst recht als Meta-Seiendes)

    1849Wo ist der Unterschied „Sein“ vs. „Nichts“?

    1850Das ist Heideggers Zentralproblem, denn z/w ist nicht mehr „Sein“, sondern Seiendes; das heißt Sein ist wohl immer auch „Nichts“ und damit nicht „Ich“. Da landet Heidegger bei Hegel: Das Sein hat dieselbe Grundstruktur wie das Nichts; es ist ein „Grundgeschehnis“, „ein Ereignis“. Wir, das ist die unendlich leere G-Dynamik und die unendlich leere N-Dynamik. Deren „Leere“ klärt auch den inneren Widerspruch, dass etwas „Allererstes“ ist und doch „Struktur“ hat.

    1851Das „übergreifende Geschehen“ als Mensch und Seiendes bildet mit Sein eine Einheit, in der sie sich gegenseitig „offenbaren“.

    1852Wir, das ist ein Teil der „4er Trinität“, das heißt Natur und Gesellschaft

    1853(Seiendes -> jede Natur ist Gewordenes; Kultur …) und „Subjektivität“ verweisen auf „objektiven Geist“ – wie letztlich alle Eckpunkte, E-Entwicklungsphasen in Wechselwirkung stehen – will man „Praxis“ philosophisch erfassen.

    1854(Nur I, E, N, G führen da tiefer …).

    1855Das verbalisiert Heidegger zum Beispiel so: „Sein ist geschehende Unverborgenheit“; „Sein vollzieht sich“, „es wird in der Welt in mannigfacher Weise licht“, „das Sein schickt sich als Lichtung vor sich selber her dem geschichtlichen Menschen zu“.

    1856Das Sein, wie das Nichts, sind „keine Gemächte des Menschen“. Wir, sie sind „objektiv“, aber dennoch auch zutiefst mit der Subjektivität verbunden; beides, Subjektivität und E, N leben voneinander. Sie sind alle drei „wahre Subjektive im Geschehen des Offenbarwerdens der Welt“.

    1857Heideggers weltanschauliche Betonung des „objektiven Geistes“ meint zwar, dass vom Sein (E) die eigentliche Initiative bei diesen Offenbarungen ausgeht, dass das Sein seinen Sinn in sich selber trägt

    1858(E-Charakter), dass es daher nicht wegen des Menschen oder des Seienden, sondern ausschließlich um seiner selbst willen da ist; aber woher kommt es – und warum ist das so? Auch wegen des „menschlichen Denkens“, auch wegen der Struktur des Seienden, auch wegen S, R etc.; erst diese „Summe“/Gesamtsicht gibt erklärende Auskunft.

    1859Heideggers „Seinsgeschichte“ kann (konsequenterweise …) nicht die Veränderung des Seins sein, sondern die Veränderung, Variante der Relation zwischen Sein und Seiendem.

    1860Das sind zum Beispiel die in den „Epochen der Geschichte“ (wir: In der Entwicklung allgemein) sich zeigenden und sich hervordrängenden E; als Trennung von den „I“ und als Profilierung gegenüber I/E.

    1861Heidegger redet da ungenau: „Sein in seinem Vollzug“; und er „klagt“, dass sich der gegenwärtige Mensch, am Seienden orientiert, und nur an der „Erschütterung alles Seienden“, das Sein als Grund vermutend.

    1862(„Heimatlosigkeit“) -> Entfremdung durch Technik und ähnliches sind „vom Sein zugeschickt“: Das heißt, irgendwie vergleicht der heutige Mensch Seiendes mit Sein (misst beide aneinander) und spürt, merkt dadurch tiefere philosophische Strukturierungen.

    1863Wir: I/E- z/w-Großbereiche, eingebettet in z-z, w-w -Großbereiche und in die S, R, z, w, die eigentliche Basis, sowie in den objektiven Geist-Großbereich E etc. als Sein.

    1864„Die Gegenwart ist die Zeit des Nihilismus“, denn sie ist die des „Ausbleibens des Seins“: Das ist eine N-G-Denkfigur, die ja heißt entweder G ->E oder N.

    1865An solchen Punkten zeigt sich, dass Heidegger ein Vertreter der „idealistischen“ Schule ist.

    1866Die „I“, (die eigentlich und inhaltlichen „N/E“) werden von idealistischer Seite typischerweise gar nicht erst angedacht, philosophisch beachtet. Tatsächlich setzen sich die „I“ (als historische Entwicklung …) immer mehr durch, (parallel zur E-Entwicklung, das heißt die E in seinen unendlichen Varianten ersetzt E als „Sein“ – in seiner unendlichen Abstraktion.

    1867Wenn man „I“ berücksichtigt und dort, wo Heidegger das Sein (E) als die „Zeit des Nihilismus“ konstatiert, qua „I“ entgegenhält, dann ist tatsächlich eine „Zeit“ angebrochen, (in welcher tendenziell der asymptotisch beendeten E-Wichtigkeit) die I-Entfaltung zur Überholung ansetzt.

    1868Heidegger hat mit seiner Klage zum gegenwärtigen Seinsgeschick der äußersten Seinsvergessenheit recht und zugleich unrecht.

    1869Denn „Sein“ hat verschiedene Ver-Endlichungen, E-Entwicklungsphasen. Und einige davon sind heute wichtiger denn je (die der technischen Kultur zum Beispiel). (Und H. muss einsehen, das ist auch „Sein“). Andere E-Entwicklungsphasen (objektiver Geist/Gott/“Sein als Abstraktum) sind auch keineswegs vergessen – und sei es als Kritik-Anlass: „Entfremdung“.

    1870Zu beklagen wäre die I-Vergessenheit und vor allem der Mangel an philosophischer Systematik, die I, E, I/E etc. ordnet.

    1871Die Vermutung Heideggers, dass das Sein sich von sich selber her dem Menschen zuwenden, und dass so eine neue Erfahrung des Seins möglich werde, können wir erweitern: Die E-Entwicklung, die E-Phasen als Wissenschaften, die E als allgemeines Prinzip werden nach und nach in ihrer Wichtigkeit deutlich.

    1872Auch kann man von einer Meta-E-Ebene sprechen, die alle I, E, N, G, also diese als allgemeines „Netz“ umfasst.

    1873Heidegger schwankt zwischen der Meinung, dass der Mensch „der Hirt des Seins ist“, er dem Sein zur Sprache verhelfen muss, die „Sage vom Sein“ laut werden lassen muss, dass es seine höchste Aufgabe ist, in der er seine wesenhafte Würde hat. Andererseits, „liege das nicht am Menschen“, vielmehr „beruht die Ankunft des Seins im Geschick des Seins.“

    1874Diese philosophische theoretische Lage liegt daran, dass „der Mensch“ in der allgemeinen E-Entwicklung der markante, absolute Entwicklungsphasen-Höhepunkt ist (und damit alle E-Phasen in sich trägt). Aber „vermischt“ der Mensch E mit „I“ (und N, G), „verfälscht“ das Sein (E) sozusagen, ohne es in seiner ganzen unendlichen und endlichen Dimension zu würdigen.

    1875Die „Nacht der Gottferne“ ist verursacht durch die Relativierung von E (das allerdings noch selbst nicht klar – und nicht vollendet war …) – durch N/G, N, I, I/E.

    1876Es ist sinnlos, wenn Heidegger hofft, dass „ein neuer Gott im Lichte des Seins erscheint“, wenn nicht zugleich neue Götter des „I“ etc. erscheinen.

    1877So erzeugt das fortgeschrittene Philosophieren ein neues Kulturelles, unter anderem als Vielgötterei; was letztlich die Einsicht in die „Namenlosigkeit“, das neue Paradigma „N-G zu N/G“ zu „I-E zu I/E“ ist. Die moderne Philosophie sehe ich an als jene, die „I“ und I/E integriert. Philosophen, die das – m. o. w. bewusst – anstreben, werden zugleich und im Vorfeld auch in ihrer Lebensführung I, I/E betonen.

    1878Dafür ist es wichtig, dass die Konkretisierung von I, I/E betont wird, biologisch-emotional, politisch-gesellschaftlich zunächst, (wie B. Russell es zum Beispiel tut; Bertrand Russell vereint (-> I/E) „Liebe“, Erkenntnis und Politisch-Soziales in seinem Leben und Werk).

    1879Späterhin müsste dann I, I/E in allen Bereichen und dann „systematisch“ erkannt werden.

    1880Russell sieht, die Logik muss ihren tradierten Charakter erweitern, indem nicht nur das Verhältnis von Subjekt und Prädikat erfasst wird, sondern alle möglichen „Beziehungen zum Gegenstand“. Diese „Relationslogik“ mit objektiver (also subjekt-unabhängiger) Gültigkeit sehen wir als Annäherung an die Hegelsche Dialektik, und damit an N/G.

    1881Allerdings ist N/G mehr als formale Logik; es ist stets auch der Übergang zu I/E (G zu E, N zu I), was nur möglich ist, wenn zugleich N sich unendlich auf G bezieht und umgekehrt.

    1882Das Hereinspielen aller E (weniger das der „I“) hat Russell wohl erfühlt . Russell fragt sich, welchen Wert die Philosophie hat. Er beantwortet das aber falsch (Er meint, nur die Wissenschaften erzeugen einen fest umrissenen Wissensstand).

    1883Aber ohne die Philosophie-Wissenschaft-Wechselwirkung, die gegenseitige Durchdringung auf dem Boden von „z, w zu z/w zu N-G zu N/G zu I/E zu I-E“ können beide heute nicht mehr wachsen.

    1884(Zum Beispiel ist die einzelwissenschaftliche Axiomatik in beide einzubeziehen.)

    1885Russell fragt, gibt es eine unumstößliche, gewisse Erkenntnis („der Tisch hier ist auch nur Sinnesdatum. Die Außenwelt ist vielleicht ein Traum.“) Wir: Das Feststellen (G) der Existenz (E) (des Tischs) ist prinzipiell ein unendlich gewisses Verfahren; eben wegen seiner „Punktualität“, die an N grenzt. Sich damit (auf dem Niveau der z/w-Endlichkeit) nicht zufrieden zu geben, zerstört alles.

    1886Aber es gibt an der philosophischen Erweiterung (die Russell etc. nur ahnen …) durchaus seriöse Zweifel und Kritik: Das E braucht und verträgt zwar keine „Relationen“, aber als eigentliches Problem thematisiert wird: Objektiver Geist (G/E) vs. andere Entwicklungsphasen. Man kann das auch als „Übergangs-Logik-Realitäts-Problem“ sehen; das logische System scheint ja unabhängig zu sein.

    1887Die Idee, dass alles Wirkliche nur als „Traum“ gelten kann, ist weder strikt zu beweisen, noch spricht irgendetwas dafür, dass sie wahr ist. Das sieht Russell beides ein.

    1888Wir: Das ist das Typische für freie „I“ bzw. phantasierte E i und daher für I/E. Sie entziehen sich der „N-G“-Methode sowohl von der E i -Seite her, wie von der I-Seite.

    1889Russell sieht nur die „Prinzipien der Einfachheit“, welche die Frage nach der Wirklichkeit der Außenwelt positiv beantworten lässt. Das scheint nach dem Metaprinzip, dass wir – anscheinend – befolgen gerechtfertigt. Aber die „Einfachheit“ von Z, W ist trügerisch. Es ist tatsächlich ein enges mehrfach unendliches, dynamisches Relationsgefüge. Das mit der Entwicklung zunehmend jenen Charakter annimmt, den man im z/w-Großbereich und im Idealismus (N-G, E) als „einfach“ definiert.

    1890Anders die Hinzuziehung der „Materie“ und damit der Entwicklung, und mehrerer Großbereiche und Phasen und die Unendlichkeiten in z, w und bei den Übergängen sind nicht „einfach“; während im „Traum“/Fantasie, jenseits von der objektiven Geist-Phase alles einfach, weil „leer“ wird. Russells Frage danach, wie die „Wirklichkeit“ ist, orientiert sich an der empirischen „Illusion“; sie ist Teil der Quantentheorie-Problematik.

    1891In dieser ist es oberflächlich so, dass die Unbestimmtheit die „Kleinheit“ des Geschehens ist, (die physikalische Raumzeitlichkeit der Gegenstände und deren „Materialität“, zum Beispiel seine Farbe). Genauer gesagt ist es so, dass wir, indem wir durch das „Sehen“ in das den Gegenstand und „Auge“/Gehirn verbindende elektrodynamische Feld als echte Teilnehmer einsteigen, selbst Teile der grundlegenden Physik sind. (Und R z /S z über die Schwere-Wahrnehmung)

    1892So gesehen ist der Russells „Skeptizismus“ (dass wir die Wahrheit nie erfahren werden) prinzipiell falsch; genauer: Es ist eine Konfrontation von objektivem Geist, subjektivem Geist und die (hier alles umfassende) Physik.

    1893Russells Einteilung der Erkenntnisse in solche „aus Bekanntschaft“ und solche „aus Beschreibung“ meint zwei – wichtige – Phasen der Entwicklung von N-G, E und N/G;

    1894beide sind natürlich in der Subjektivität angelegt, aber die eine in jenen „Verläufen“, die als „Praxis“, „Arbeit“, „Handeln“ Relationen (zum Beispiel zwischen I und E) herstellen. Und die andere, welche eher als N-G, E-Relation abstrakter Art (Empirik, Ratio) zwischen abstrakten E und dem Subjekt gilt.

    1895Sinnesdaten, innere Empfindung („Ich“) in ihrer „Unmittelbarkeit“ sieht Russell als von „sich selber her wahr“.

    1896Es sind N/G-Methoden, deren Wahrheit deswegen derart umschrieben wird, weil Russell „fühlt“, dass die N/G in der Tat die Eigenschaft haben, alles mit allem zu relationieren.

    1897Während „Beschreibung“ (N-G) von Russell (auch nur unklar …) „nicht nur das unmittelbar Gegebene“ begreifend beschreibt.

    1898Analog zu den beiden sinnlichen Erfassungen sieht er zwei Formen ihrer Weiterverarbeitung, die Induktion und die Evidenzen (der Logik. zum Beispiel).

    1899Russells Überlegungen zu erkenntnistheoretischen Prinzipien, zum Beispiel zum Induktionsverfahren zeigen eine typische Struktur (in unserem Sinne). „Naiv“ wählt er als Hintergrund seiner Analyse eine pragmatische Vorstellung: Dass der Einzelmensch das „Wissen“ nur durch eigene Erfahrung und da speziell durch Erfahrung „des Ganzen“, als alle möglich werdende Erfahrung und als Praxis erlangen kann.

    1900Da das nicht möglich ist, bleibt ein (undefinierbarer) Bereich der Unsicherheit, formal als „Wahrscheinlichkeit“ („zum Beispiel ist es ungewiss, ob die Sonne morgen wieder aufgeht, oder auch, dass die Natur stets naturgesetzlich, gleichförmig sei“).

    1901Das alles sind N/G-Annäherungen an N-G Vor allem aber thematisiert es, dass „N-G, E“ (diese Naturgesetze sind N-G-Idealismus) in ihrem Bezug zur Quanten-Theorie, also zur wirklichen Natursituation (aus der man sowohl Gesetze wie Sonne-Erde-Beziehung … ableiten kann) hier noch nicht – als neues Paradigma – in die Philosophie Einzug gehalten hat. Es erscheint noch als „ Gleichförmigkeit der Natur“, das aber auch als „Unsicherheit“, „Glauben“ und „Erfahrung“.

    1902Ein philosophisches Zentrum, als „Metaphysik“, sehen auch derart neuzeitliche Philosophen wie Russell in den „Allgemeinbegriffen“, Universalien (zum Beispiel „ähnlich, gerecht, Logik, Mathematik, frei, unsterblich“ etc.).

    1903Aber über die traditionellen Probleme damit; (zum Beispiel warum sie nicht „sinnlich“ aber „bewusst“ sind; zum Beispiel, woher eine solche unabhängige Welt objektiver Begriffe kommt) kann auch er nicht lösen. Wir erproben dafür den möglichen Zugang über eine – weitere – Reduzierung, indem wir als objektiv Gegebenes lediglich z, w, S, R annehmen; alles Weitere metaphysische (zum Beispiel auch Mathematik), aber eben auch das Nichtmetaphysische folgt aus der „Entwicklung“, die schon in z, w impliziert ist.

    1904Wie viele neuzeitliche Philosophen versucht auch Russell in seiner Erkenntnislehre irgendwie die ethische Seite zu berücksichtigen.

    1905Diese Verbindung „E-I“ gelingt ihm aber nicht.

    1906Er bemüht sich um eine Ethik, wobei ihm klar ist, dass er dabei so methodisch vorzugehen hat wie in den Wissenschaften: Die Ethik sollte „objektive Gültigkeit“ haben. Der Mensch, wie er „faktisch ist“, sollte dort berücksichtigt werden.

    1907Aber es genügt nicht, den Menschen als ein Wesen, das zwangsläufig die Befriedigung der eigenen Wünsche erstrebt (I i) zu sehen oder den Menschen als emotionales Wesen (I i /E i). Vielmehr muss man – konsequent auch ؘ noch über die Emotionalität ins Biologische, ins Physikalische gehen, um ein objektives I-System erarbeiten zu können. Wie bei vielen modernen Philosophen (auch in Wissenschaften) tritt die I-Seite und deren Reflexion immer mehr und gleichberechtigt in den Vordergrund – ohne dass erst mal „Neues“ dazu gesagt würde; so

    1908meint auch Russell oft Gesagtes, zum Beispiel, dass für die Ethik eher das Emotionale wichtiger ist als das „rein Rationale“; oder zum Beispiel Gefühle und Empfindungen sind grundlegende Gegebenheiten, oder die Vernunft ist Mittel für erwünschte Zwecke; oder Ethik ist, was gewünscht wird, zum Beispiel eigenes Glück, Liebe, Freundschaft, auch „Kunst und Wissenschaft“ gehören zu dem Angestrebten, dito „Mitleid und Erbarmen“.

    1909Alles das ist nichts Neues, sollte aber in Vorbereitung der I-Sphäre bzw. E-I-Entwicklung etc. philosophisch aufgewertet werden .Russell schildert eine Anzahl von Einzelzügen der I-Sphäre; zum Beispiel die Gleichwertigkeit aller „I“ („dass die Wunschbefriedigung der einen Person genauso gut ist wie die einer anderen“;

    1910zum Beispiel, dass es große Einteilungen gibt: I i, I g . (Die Wünsche, in denen das ethische Verhalten wurzelt, gehen also nicht nur auf das Privatwohl, sondern auch auf das Allgemeinwohl“. Und „I i zu I g “ als dynamisches Modell: „Beides muss nach Möglichkeit in Übereinstimmung gebracht werden“.

    1911Die „I“ sind (vs. E …) stets „konkret“: Es gelten konkrete ethische Forderungen; bei Russell zum Beispiel „Friede und nicht Krieg“.

    1912Dieses alles ist nahezu noch trivial. Aber als Vorbereitung einer „I- (bzw. E-) Systematik“ ist es weiterführend.

    1913Auch Russell – wie die meisten Philosophen, reflektiert ethisch, politisch, emotional über die Probleme der historischen Praxis (Hunger, Folter, Krieg, Armut, Leistung, Einsamkeit, etc.).

    1914Wir wenden das „positiv“, indem wir es der,I-Seite zuordnen (und der E-Entwicklung/Vollendung; nur, über Statisches (und Regressionen) nachzudenken heißt, die E-Seite zu betonen.

    1915Während es heute darauf ankommt, die I-Seite (als zu erfüllende Zielsetzungen) zu betonen, um das E-I-Gleichgewicht (-> „Sozialismus“) zu erlangen.

    1916Russells politische Forderungen gehen von seiner Sorge um den Fortbestand der Menschheit aus. Aber er sieht in dem jetzt erreichten geschichtlichen Stadium der Menschheitsgeschichte es als notwendig, „sich sittlichen Überlegungen zu beugen“.

    1917Solche Analysen und Schilderungen („Unser Zeitalter ist düster …“) vertiefen wir: Die I-Fähigkeit der Gesellschaft ist so groß geworden, dass die biologische Ik,g (Selbsterhaltung der Kollektive) nur als ein „I“ unter vielen möglich erscheint.

    1918Das ist prinzipiell zwar richtig, stimmt aber mit der E-Entwicklung nicht überein; zum Beispiel so, dass den Vernichtungsmitteln keine adäquaten Schutzmittel entgegenstehen – wie das in der Menschheitsgeschichte meist der Fall war.

    1919Es ist zu erwarten gewesen, die Übereinstimmung von bürgerlich linker Moral und relativ moderner professioneller Philosophie bei Russell hebt die I-Seite der Philosophie, Wissenschaft hervor, verfolgt dies in praktischer und konkretisierender Hinsicht, kommt jedoch noch zu keiner Systematik der I-Sphäre und betont zunächst die möglichen Gefahren. Das düstere Zeitalter flößt allen Menschen Ängste ein, die aber zum „Quell der Weisheit, Einsicht“ werden kann. Gegen die Verzweiflung ist es „die Hoffnung auf eine Zukunft“, lebendig zu erhalten; eine Zukunft, „die besser ist als alles, was je gewesen ist“ und die Wirklichkeit werden kann, „wenn die Menschen es nur wollen“: Die I/E als Relation der tendenziell vollendeten E mit der unbegrenzten I-Möglichkeit.

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    Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil B, Schlussteil: Die Philosophiegeschichte als Entwicklungsgeschichte, besonders 2. Kapitel: Die Anfänge – von den Mythen zu den Prinzipien. Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 24.11.2021 auf dieser Website (als PDF). Textgrundlage ist die veröffentlichte PDF-Fassung („Wissenschaftsphilosophische Anmerkungen zur Geschichte der Philosophie“). Bauers Word-Datei weicht in etwa einem Fünftel des Textes ab; sie ist eine andere Arbeitsfassung und wurde nicht eingearbeitet. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (72 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

  • Betriebswirtschaftslehre und Philosophie

    Wilhelm Bauer2021Ökonomieca. 30.400 Wörter · ca. 120 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer deutet die Grundbegriffe der Betriebswirtschaftslehre mit den Größen des Objektiven Geistes. Im Zentrum des Wirtschaftens stehen die Bedürfnisse als I-Seite, individuell und kollektiv (Ii, Ik, Ig); ihnen treten die knappen Güter und Mittel als E-Seite gegenüber, der Bedarf ist ihre Verbindung I/E. Die Verfahren und Methoden ordnet er N und G zu, das wirtschaftliche Handeln dem Schema I→N,G→E. Die Betriebswirtschaftslehre versteht er als Technik, in der I und E gleich wichtig sind; ihre Entwicklung sieht er von der „E-Entwicklung“ und deren Beschleunigung durch Investition und Kostensenkung bestimmt. Der Text ist eine lose Folge meist kurzer Notizabsätze ohne Zwischenüberschriften und folgt den Stoffgebieten eines Lehrbuchs: Güterarten und Produktionsfaktoren, Wirtschaftsprinzip, Haushalte und Betriebe, Rechtsformen und Unternehmensverbindungen, Funktionslehren, Planung, Modellbildung und Entscheidungstheorie, Produktions- und Kostentheorie, Beschaffung und Logistik, Marketing und Preisbestimmung, Investition und Finanzierung, Rechnungswesen, Steuern, Unternehmensführung, Organisation, Personal und Controlling. Wiederholt ergänzt Bauer die formale, marktbezogene Wertbetrachtung um die marxistische und fragt nach dem Verhältnis von Freiheit und Gleichheit, von Einzelunternehmen, Staat und Gesellschaft sowie nach Plan und Markt. Am Ende steht Bauers Verzeichnis der Grundgrößen zur Einordnung der Betriebswirtschaft in die Wissenschaftsphilosophie.

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    1Im Zentrum vom „Wirtschaften“ stehen die „Bedürfnisse“ („I“); und zwar in praktischer Hinsicht, d.h. als alle menschlichen Tätigkeiten, die der Erfüllung, Befriedigung von Bedürfnissen dienen: Damit ist aber die I-Seite zu ergänzen; denn dieses Tätigwerden, Handeln, Arbeiten kann differenziert werden: Wir ordnen diesen Elementen von „Arbeit“ etc. dann E und N, G zu.

    2Die Eigenart jedes (hier des ökonomischen) Bereiches, der Wissenschaft und den Aktivitäten praktischer Art, besteht darin, dass E, N, G und „I“ in sehr vielen Varianten auftreten; (z.B. im Unterschied zu „Wissenschaften des objektiven Geistes“ (→ Mathematik, Logik, Religion u.ä.).

    3Die I-Seite wird hier als die „Bedürfnisse“ verstanden, als individuelle u/o kollektive Wünsche (Ii/k,g) zum Beispiel nach spezifischen Veränderungen oder von Beseitigung von als negativ empfundenen Mangelzuständen.

    4Für uns ist wichtig, dass neben die Basis „I“ die E-Seite tritt: Als die Auswahl („I“) von Mitteln („E“) zur Bedürfnisbefriedigung.

    5Diese I/E (ökonomisch: „Bedarf“) sind die Axiomatik, die Basis der Techniken, bzw. der Einzelwissenschaften, welche als Entwicklungs-Phasen, als I/E dargestellt werden können.

    6„Bedarf“ und „Güter“ (die Grundstrukturen der BWL) gewinnen ihren gesellschaftlichen, historischen Sinn aus dem Zusammenspiel von freiem, unendlichem, kreativem etc. „I“ (als „Bedarf“) und ebenso prinzipiell. „begrenztem“ knappen, identischem u. ä. „E“ („Güter“).

    7Diese prinzipiellen Funktionen und Strukturen sind in den beiden wp „I-, E- Sphären“ angelegt – und sie sind nur erklärbar, wenn man den Rest der Welt (also von der ersten Physik an alle Entwicklungs-und /Entfaltungs-Phasen) einbezieht.

    8Wenn man die Trennung in völlig entwickelte „ E“ zu prinzipiell freien, offene „I“ ernst nimmt, dann kann es keine „freien“ Güter geben; was in der Tat die Theorie und der Praktiker auch so sieht. Aber das ist nur eine Zwischenlage in der Entwicklung; die Entwicklung selbst zielt auf die unendlichen „I“ und auf die E-Vollendung als Konkretisierung. beider Sphären.

    9„Knappe“ Güter erhält man meist nur durch Erbringung einer Gegenleistung. Darin zeigt sich, dass das E-Entwicklungs-Niveau relativ gering ist; (und dass es eine objektive E-Entwicklung gibt).

    10Die „Gegenleistung“ kann nämlich größer sein (Mehrwert bei der Arbeitsleistung) als es auf den ersten Blick aussieht. So dass „Geld“ akkumuliert werden kann.

    11Andernfalls wäre das ökonomische System (Gegenleistung = Leistung) ein in sich geschlossenes, (E).

    12Einteilung von Gütern. Die traditionelle Einteilung wird von uns philosophisch überformt; z. B. wird von der Einteilung in „Subjektivität“ mit ihren Ii ausgegangen sowie von den E.

    13Dann wird die Kategorie der materiellen Wirtschaftsgüter (Sachen) zu den E gezählt und die „immateriellen Güter“ (Dienstleistungen, Info, Rechte) zu Ii, (bzw. Ii,Ik,Ig).

    14Dazu gibt es dann wichtige andere Einteilungen z.B. „Konsumgüter“ sie sind auf die Ii des Subjekts ausgerichtet (das menschliche Wünschen, die Bedürfnisbefriedung) und auf Produktionsgüter/-faktoren, die auf E (letztlich auf Konsumgüter) ausgerichtet sind; diese „produzieren“. Etwas anders liegen die Gebrauchs-/Verbrauchsgüter: Ist es „nur“ ein quantitativer Unterschied? In physikalisch-chemischer Unterscheidung läuft der Um-/ und Abbau von Verbrauchsgütern schneller – und steht dem Menschen (Ii, Konsum) dann nicht mehr unmittelbar zur Verfügung. Aber darüber hinaus geht es um eine Konkretisierung des Übergangs Investition-Konsum.

    15Der Verbrauch ist in diesem unendlichen Feld dichter am Konsum–Pol (I), das Gebrauchsgut dichter am Investitionspol (PM, E).

    16Die Produktionsfaktoren stehen in der VWL deshalb im Mittelpunkt, weil es bei ihnen eigentlich um eine philosophische Strukturierung der „Ökonomie“ insgesamt geht: Sie stellen Varianten dar, bei denen (durch die ökonomischen Prozesse) „nur“ die „I“ umgewandelt werden: z. B. unterscheidet sich die „menschliche Arbeitskraft“ als Relation zwischen Natur der Dingwelt (physikalisch, chemisch) und Natur des menschlichen Körpers als „Arbeitsvollzug“ und als „Konsum“ nicht in physikalischer, biologischer, chemischer Hinsicht; aber in der I-Dimension. Die „I“ verändern sich als „E-Entwicklung zur I-Entfaltung“ (= „E→N, G →I →etc.“).

    17Die PM → = E` z. B. als „Betriebsmittel“, haben in ihrer physikalischen Natur bestimmte I, die von neuen I, die jene des Menschen sind, und die überformt werden.

    18Auch E geistiger Art z.B. „Info“(→Computer) oder auch die „Logik“, (deren „I“ = E ist) werden von anderen I (z.B. Konsum-I oder z. B. auch „E-Vollendet als I…“) überformt und eingesetzt.

    19Die Werkstoffe, der Boden, Rohstoffe haben wie die PM die gleiche R/I-Natur (welche in die Ii,k,g,w-Mensch, dazu kommen die Übergangsfelder zwischen den R und den „I“ sowie zwischen den „I-Varianten“.

    20Aber – parallel- zur Unendlichkeit der Ii,k,g,w gibt es in/als Natur tendentiell unbegrenzt viele I/E-Abläufe: physikalische, chemische, biologische; schnelle, langsame, je nach Energie, etc. Das z.B. als „Verbrauchsgüter“ (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe).

    21Die je relative „Wichtigkeit“ dieser wird von Menschen (Ii,k,g) bestimmt.

    22Die „menschliche Arbeit“ verfolgt viele „I“, aber für die „Ökonomie“ sind zwei I-Arten strukturiert: Die eher an den I-Natur orientierten I (zum Beispiel um diese Natur-I in menschliche umzuwandeln, die Subjektphase als „ausführender Faktor“). Und die „dispositive“ Tätigkeit, welche eher von den allgemeinen Ig, Iw (z.B. E-Vollendung, hier „Profit“ z.B.) herkommend, die Produktion bestimmt.

    23Genauer: Alle I-Arten etc. wirken in eben jener unendlichen Wechselwirkung, die für die Entwicklung und für die Übergänge typisch sind.

    24In der BWL-Phase geht es um das „Entscheiden“ (→I) über die Verwendung knapper Güter (E). Die Entscheider können „Private“ (→Ii), Betriebe (→Ik) oder öffentliche Haushalte (→ Ig) sein. Damit wird eine konkrete Variante von „Ii–Ik-Ig/E“ sichtbar.

    25Das „Wirtschaftsprinzip“ setzt erst mal die E-Lage voraus. Was ist an E vorhanden,(das wird in jenem Prinzip theoretisch nicht einbezogen); dann wird der „Aufwand“ angeschaut und mit dem „Ertrag“ verglichen.

    26Der „Aufwand“ ist – für uns – die Veränderung, als „Entwicklung“ der gegebene E (genauer der I/E) durch N, G-Methoden; als die Verwandlung in den „Ertrag“ E, der seinerseits neue E mit neuen „I“ relationiert.

    27Diese Komplizierung verweist darauf, dass das traditionelle „Maximum- oder Minimumprinzip“ besser als „möglichst günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag“ zu formulieren ist: Die Erklärung dessen, was „Aufwand“ (und entsprechend „Ertrag“) ist, wird oberflächlich, annähernd durch die „mengenmäßige“ Betrachtung der eingesetzten Produktionsfaktoren erreicht.

    28Die “Wertmäßigkeit“ ist bereits eine Vertiefung (→Marx und verschiedene Einzeltheorien in dieser Richtung).

    29Erst durch „I“ (→ „Wert“ speziell) wird der Sinn des ökonomischen Handelns erfassbar.

    30Die „I“ der Produktions-Faktoren werden „verändert“ (durch I/E-Wechselwirkung und durch N/G („Arbeit“).

    31Aus N/G → erfolgt neues I; und aus I/E → neues E.

    32Die marktmäßige Wert-Betrachtung, als formal begründete, muss durch die marxistische ergänzt werden, um die inhaltliche Seite von Produktion, Konsum, Investition in die Theorie zu erweitern.

    33Dadurch wird auch das „ökonomische Prinzip“ als grundsätzliche Gewinn-Maximierung modifizierbar. Was letztlich für die System-Erhaltung und die Weiterentwicklung unumgänglich ist.

    34Wer „verwendet“ die Güter? Wir teilen jene „Wirtschaftseinheiten“ primär nach ihren „I“ ein. Private Haushalte sind eher von Ii,k gesteuert und öffentliche Haushalte von Ik,g.

    35Beides mal ist die Zielsetzung („I“) die Maximierung des Nutzens durch „Konsum“, also die Umwandlung der I in „neue E“/„erreichte Ziele“.

    36Anders ist es bei den „Betrieben“; sie haben prinzipiell andere I/Ziele, nämlich die Herstellung von E.

    37Wie alle Strukturen in der „Praxis“, wie hier „der Betrieb“, sind diese durch I, E definierbar.

    38Er ist eine planvoll (→Ik) organisierte ökonomische Einheit (E); er entscheidet (→Ik) über den Einsatz von PM, Gütern (E). Er hat einen „Betriebszweck“ (I) z.B. die Bedürfnisse Dritter zu befriedigen (→„I→E“).

    39Sein Formalziel (I) ist z.B. die Minimierung der Kosten, o/u die Maximierung des Gewinnes (→ E).

    40Zur „Praxis“ gehört: Viele I, I-Arten mit E zu vereinen. Anders: Man kann Betriebe auch abstrakter darstellen (z.B. Systeme und Subsysteme – Abteilungen, Personen – und deren Beziehungen); auch das läuft auf E1→En+/ zu Ii,k hinaus.

    41Die Einteilung in „private“ und öffentliche Betriebe wird von den Endzielen festgelegt. Das ist Ik,i als Gewinn-Maximierung und zwar in unmittelbarer Form; und Ig, wobei die Bandbreite von Ig groß sein kann.

    42Beides mal wird in inhaltlicher Weise die E-Entwicklung eine Rolle spielen, mal mehr oder weniger bewusst.

    43Aber eine genaue Abgrenzung zwischen „erwerbswirtschaftlichem Prinzip“ vs. „Versorgung kollektiver Bedürfnisse“ ist nicht möglich; weshalb solche Systematisierungen eher pragmatische, praktische sind; (für die Philosophie/Theorie sind der Wettlauf zur E-Vollendung und I-Entfaltung wichtiger).

    44Der moderne ideologische Hauptstreit: „Kann von einer Trennung in Ii und Ig, also hier von der „Autonomie der privaten Unternehmer“, seiner „Freiheit“ über die zu erbringenden Leistungen und der Zielsetzung der langfristigen Gewinn-Maximierung angesichts der tatsächlichen Struktur der Ökonomie/Volkswirtschaft gesprochen werden ?“..

    45Öffentliche Hände, Markt-Unsymmetrien, Krisen-Politik (Finanz-, Geld-Politik), Mitbestimmung, gesellschaftliche Nachfrage etc. machen den Übergang zum Plan-Modell theoretisch zur wichtigen Ergänzung.

    46Daher kann man auf einer wissenschaftlich (ökonomisch)-philosophischen Analyse-Ebene besser von dem „Ii-Ig-Enfalt./E-Entwicklungs-/Status“ ausgehen.

    47Der Ablauf der Produktionsprozesse ist eine Kombination der P-Faktoren und dadurch der Transformationen: Mit Hilfe der je anderen P-Faktoren werden die „I“ des einen verändert (z.B. AN-I mit Hilfe der PM/Kapital von Natur-I in Konsum-I).

    48Analoges geschieht mit der E-Seite und auch mit den „Vorgängen/Ab-/Verläufe/Methoden“, N, G.

    49Der „Betrieb“erstellt das Produkt. Weshalb man ihn deshalb als Träger zweier fundamentaler Rollen sieht: Die E-Vollendung zu betreiben und dabei als „I“ Investitionen und AN-Unterhalt. Sowie die Erhaltung (→E) der Gesellschaft, als Konsumenten. Dann sind die betriebswirtschaftliche Einzelheiten einzuordnen; z.B. der „Verkauf der Produkte auf Absatzmärkten (→ „Marketing“) → bewirkt beides, die E-Vollendung/I-Entfaltung und der gleichgewichtige E/I-Erhalt. Die Erlöse dieser Verkäufe bewirken das ebenfalls, indem sie jenen Betrieb in diese fundamentalen Vorgänge integriert.

    50Die beim Verkauf erzielten Erlöse sind jene E-Basis, die die zwei „Rollen“ (E-Weiterentwicklung, I-Entfaltung) jetzt auf der (etwas erhöhten) Stufenleiter fortsetzen.

    51D.h. jeder Betrieb wiederholt ständig jene Kombination von Produktions-Faktoren, Kapital-Investitionen (E, AN) menschliche Arbeitsleistung und Werkstoffen (E), um den genannten 2×2 Hauptzielen (E-Vollendung und E-Erhaltung sowie dito für „I“) näher zu kommen.

    52Die „Logistik“ kann so philosophisch definiert werden (Steuerung, Kontrolle dieser Funktionsbereiche, Beschaffung, Produktion, Absatz, mit jenen Zielen.

    53Das Unternehmen hat neben der Hauptaufgabe, der „E-Entwicklung“ (→Profit, Investition), (mit allen Problemen daraus…), die andere Aufgabe, Probleme, die aus der allgemeinen „Marktverfasstheit“ stammen, sowohl die Investition, die Vorfinanzierung der P-Faktoren u.ä., zu „finanzieren“; (in der Plan-Ökonomie würden hier die meisten Probleme, Risiken gesellschaftlich aufgefangen).

    54Quellen der Finanzmittel sind Erlöse, Eigenkapital und Fremdkapital/Kredite.

    55Der Trend als Zunahme der Kredite hängt mit der Beschleunigung der E-Entwicklung zusammen, was sich in der Konkurrenz um höhere Profite konkretisiert.

    56Die Zinsen, Dividenden, also die Bezahlung für die Hergabe von Kapital ist eine Mitbeteiligung von anderen, letztlich die der Gesellschaft (→Ig), so an den Invest-Erfolgen (→E-Entwicklung), die eine Person dieses Kollektivs (Ii) riskierte.

    57Ähnlich ist es mit den Steuern, die der Einzelne abführt. Umgekehrt ist es mit Subventionen und mit Finanzmitteln, die der einzelne am Kapitalmarkt anlegt. D. h., es geht um eine Ii-Ik-Ig/E-Variante, zum Ziel der E-Entwicklung.

    58Die zwei (traditionell beschriebenen) Kreisläufe, die Beschaffung von P-Faktoren, Erstellen, Verwerten von Produkten. Sowie dasAufnehmen, Einsetzen, Erwirtschaften und Anlegen von Finanzmitteln, sind als E-Entwicklung und z. T. auch als I-Entfaltung zu interpretieren.

    59Es ist wichtig, dass die ökonomische Theorie als philosophische Metatheorie sich das klar macht; zum Beispiel auch, wohin die E-Entwicklung führt (→ „Ig,w“).

    60Die zwei Arten von Rechnungswesen kann man „Rz“ zuschreiben, so als formale mathematische Hilfe, welche wp durch die Rz und Rw fundiert sind, und welche sich in der WP von der R-Seite zu den „I“, „E“ und „N“ und „G“ entwickeln lassen.

    61Da geht es „konkret“um die „Sache“ selbst: Die Erfassung und Kontrolle des Umsatzprozesses im Unternehmen durch das interne Rechnungswesen.

    62Das externe Rechnungswesen erfasst Bestände und Veränderungen von Vermögen und Kapital; es ist philosophisch eher Rw und (Rw/Rz zu Rw) und es ist E-Entwicklung/I-Entfaltung zuzurechnen.

    63Die prinzipielle Arbeitsteilung (→N-G, Ii vs. Ii) muss – (um ein praktisches Ganzes zu bilden) – wieder aufgehoben werden.

    64Das macht der „dispositive Faktor“ (Führung, Management) u.a. Querschnittsfunktion.

    65Die Ii vs. Ii werden von Ik,g angeleitet und bestimmt; formal: als N/G.

    66Der Einsatz von „Meta-Ebenen-I“ (z. B. jene, die hinter der „Kontrolle“ stehen) und das primäre Verknüpfen, Abstimmen, die Koordinationen, letztlich die Orientierung an der E-Entwicklung (und eventuell an der I-Entfaltung) ist die Aufgabe der Führung.

    67Die Auftrennung in E-Teilstrukturen und in deren I(i,k,g) ist eine formale Basis für die BWL So z.B. sind das die Einzelunternehmen; und für jeden Einzelunternehmen dessen Struktur (E) und es sind die „I“, so die der AN, Kunden, Konkurrenten, Lieferanten, Kapitalgebern, Staat, Gerichte, ökologischen Umwelt etc.

    68Die Klassifikation von Unternehmen kann man in einem I-E-Netz konkreter Art fassen. In ihm werden „Branchen“ sein, die sich in der materiellen Art der Produkte und Dienste (E) unterscheiden, (Baugewerbe, Banken); aber auch die „I“ sind zu differenzieren.

    69Als Rechtsform: Eigentum-Arten und deren „I“ (Ii→Personengesellschaft, Ik, Ig→öffentliche Kapitalgesellschaft). Die „Leistungsart“ (Produktion, Dienstleistung, Handel) wird wp als I/E/N/G-Relation darstellbar

    70Das sich daraus bildende „Netz“ ist komplex (so holistische I, E-Relationen); weshalb solche praktischen Systeme nie nur vom N-G-Muster sein können.

    71Man kann dann zwei Arten als Randgrößen unterscheiden, (→E, G und I/E), zur formalen Systematisierung gehört z.B. das Ordnungsprinzip der Unternehmen nach Größe (Anzahl der Beschäftigten, Umsatz, Börsenwert, Bilanzsumme), oder formal die nach geographischen o.ä. Gesichtspunkten.

    72Und zutiefst „inhaltlich“ als anderes Extrem im Übergangs-Feld nach Ankoppelung an die E-Entwicklung= (Profit-Organisation/Gewinn-Maximierung oder Orientierung an I-Entfaltungen („Kostendeckung“, aber unbegrenzte I-Entfaltung).

    73Das Eigentum (vertreten z. B. von der Geschäftsführung u. ä.) ist letztlich gleich der Zielsetzungsfunktion/-berechtigung.

    74Dies „I“ kann bewusst gesetzt sein oder auch nicht; es kann als Zielsystem differenziert und als Zielhierarchie gestaltet sein.

    75Wichtiger ist, dass das nur Nebenformen/ Vorläufer von den objektiven Zielen der E-Entwicklung und der unbegrenzten „Ii,k,g-Entfaltung“ sind.

    76Diese Ziele („I“) lassen sich einteilen in „Formal- bzw. Erfolgsziele“, wir: das ist – über Profit-Maximierung und Investition – die objektive E-Entwicklung zu befördern und „Sachziele“ („Betriebszwecke“): Das ist die Verinhaltlichung von – und es kann als Annäherung – an konkrete „I“ angesehen werden.

    77Das gilt als „übergeordnet“; was eben auf die Objektivität der E-Entwicklung weist; z.B. als Profit-Maximierung-Zwang.

    78Es geht letztlich um taktische und strategische I-Setzungen, -Kämpfe.

    79Die „Sachziele (als konkrete Steuerung der einzelnen Funktionsbereiche, um Umsatzprozesse) sind Wechselwirkungen zwischen Ii der AN und den I-Natur der Dingwelt (PM). Die „Erfolgsziele“ sind strategische „I“.

    80Die „Erfolgsziele“ sind als Ausdifferenzierung von „Profit-Maximierung“ und letzten Endes von der E-Entwicklung her zu sehen.

    81Zum Beispiel als allgemeines „ökonomisches Prinzip“, als „Produktivitätssteigerung“, (hier bezogen auf die P-Faktoren), „Wirtschaftlichkeits-Steigerung (auf Ertrag zu Aufwand bezogen), „Gewinn“ (wertmäßige Kenngrößen: Kosten-Erlös); „Umsatzrentabilität, Kapitalrentabilität (→Verzinsung) u. ä.

    82Wichtig ist, dass solche Kennzahlen von Unternehmens-Zielen/-Erfolgen als Übergangs-Feld sachlicher Art (von E1→E2), also in der Entwicklung zu verstehen ist.

    83Die Sachziele sind in solchen Bereichen der Praxis stets ziemlich eng mit den „Erfolgszielen“ verbunden; also I/E-Kombinationen.

    84Aber dennoch sind die Sachziele eher „sachliche“ „I“ und konkrete E; z.B. als „Leistungsziele“, z.B. wird bei den „Markt- und Produktzielen dann eher die Art der Produkte, die Qualität, das Unternehmensimage u. ä. als Ausgangspunkte zur Erreichung von Umsatz bedacht. Analog bei „Finanzzielen“, wo z. B. die Liquidität, Kapitalstruktur im Mittelpunkt der Überlegungen steht. Analog: „Führungsziele“, bei denen z.B. der Führungsstil, die Arbeits-Teilung, Kontrolle als konkrete Vorgänge, letztlich konkrete „I“ und „E“ beeinflusst werden – (um das Gesamt-E →Profit zu erreichen).

    85„Soziale Ziele“: „Gerechte Entlohnung“, „günstige Arbeitsbedingungen“ u.ä. sowie gesellschaftsbezogene „I“ gewinnen dann einen sozialen Charakter, wenn die volkswirtschaftliche Dimension mit bedacht wird. Und zwar z.B. so: Die Gewinn-Chancen so zu berechnen, dass die kollektive Nachfrage, Sicherheit etc. gleichgewichtig gesteigert wird mit den investierten Gewinnteilen.

    86Dazu – aber weniger wichtig – kommt, dass eine Spaltung der Gesellschaft im „Konsum“-Niveau vermieden wird; auch als eine Gleichgewichtsfrage.

    87Im Zusammenhang mit dem bwl Sachziel „Ökologie“ muss eine umfassende Analyse und Diskussion über die qualitative Seite des „Konsums“ (auch der Investition) und der E-Entwicklung und I-Entfaltung geführt werden. Das ist eine gesellschaftliche, politische Aufgabe. Denn „Ökologie“ muss derart in Qualität integriert werden, um den „qualitativen“ E/I-Entwicklungen neuen Antrieb zu geben.

    88Die Rechtsformen der Unternehmen differenzieren sich danach, wie groß die Mittel (E), (Geld, Wissen, Kapital) sind – bezogen auf die geplante ökonomisch-technologische Geschäftsfähigkeit (→I).

    89Dabei muss im Einzelnen z. B. beachtet werden, Ii (Unternehmer, Wissen umsetzen, dazu „Haftung“, Leitung) Kapital-Beschaffung (Weise, Höhe) u. a. Kosten (Steuer etc.).

    90Gründer, Eigner können aber – arbeitsteilig – die „I“ von den E fast beliebig trennen; z.B. „Geld“ (Aktiengesellschaft) unabhängig von inhaltlichen Ii. Diese Flexibilität macht die „Betriebswirtschaft“ stark.

    91Die Aufteilung in Hinsicht der Gewinn- (und Verlust-)Beteiligung (sowie Entnahmerechte) gehören natürlich zum Kern dieser gesetzlichen Regelung, denn sie vollziehen ja die E-Dynamik; hier als Geld (E) und dessen weitere Verwendung als Ii.

    92Dagegen sind andere Pflichtverteilungen (z.B. Publizitäts- und Prüfungspflichten) sekundärer, hilfsweiser Art.

    93Auch darin, sowie z.B. in der Steuerbelastung hat man unterschiedliche „Rechtsformen“, um sachlich unterscheidbare Abläufe flexibel in vwl optimaler Weise zu handhaben.

    94Die Beziehungen zwischen allen „Beteiligten“ (z.B. Kunden, Öffentlichkeit, Mitbewerber etc.) müssen „geordnet“ sein; warum?

    95Daher z.B. die gesetzlichen Regelungen über das, was ein „Kaufmann“ ist; oder das HGB/Handelsrecht allgemein; oder das amtlich geführte Handelsregister; oder die Ordnung um den Namen einer Firma etc.

    96Alle diese Organisationsstrukturen sind Hilfsgrößen zur Optimierung dieses Teiles der allgemeinen Entwicklung (von E und I).

    97Das Einzelunternehmen ist eine (hier: ökonomische) Konkretisierung von Ii und von Ii/E.

    98Die ökonomischen, rechtlichen, ideologischen Differenzierungen können dann so mit Hilfe von Ii, E interpretiert werden; z.B. ist das Eigenkapital (E) sowie sein Gesamtvermögen den Ii-Zielen der Einzelpersonen eng zuzuordnen – und umgekehrt. Die „vollständig alleinige“ Geschäftsführung richtet sich nach Ii etc.

    99Die verschiedenen Formen von Personengesellschaften sind prinzipiell wie das Einzelunternehmen zu analysieren; jetzt tritt aber an die Stelle von Ii ein Ik, auf das sich die Gesellschafter jeweils einigen; analog dazu die gesamtschuldnerische Haftung. Und der formlose Gesellschaftsvertrag legt in der Regel die „Ii zu Ik“ fest sowie die Regelung der Gewinn- und Verlustbeteiligungen (→I,E).

    100Mit der KG (mit der Trennung in Komplementär und Kommanditist) wird ein ganz neues Prinzip eingeführt, das als Betonung der E-Seite (Investition, E-Entwicklungs-Beschleunigung) gelten muss.

    101Nicht mehr irgendwelche Ii/k sind jetzt im Zentrum, auch nicht die konkr. und einzelnen Verfahren, (N, G), welche als „Geschäftsführung“ und ähnliches konkret werden, sind im Mittelpunkt der Kommanditisten-Situation, sondern die E-Ausweitung, als E-Entwicklung.

    102Speziell ist in der „Stillen Gesellschaft“ der Stille nach außen als Gesellschafter nicht erkennbar. Die objektiv ablaufende Konsequenz der Anonymisierungen ist eine Variante der Abtrennung und Abstrahierung der E-Seite von den N, G und I.

    103Es kommt auf diese spezifische Art der E-Vollendung als „Geld erzeugt Geld“ an; was in der AG weiterentwickelt wird.

    104Der objektive Zweck aller dieser „Eigentumsformen“ ist die E-Entwicklung. Jedoch die E-Entwicklung nicht so sehr allgemeiner Art, sondern besonderer (z.B. nach Sachgebieten, nach Ii etc. differenziert).

    105Die BGB-Gesellschaft und die Partnerschaftsgesellschaft verstärkt diesen Aspekt: Sie ist ein Zusammenschluss natürlicher oder juristischer Personen, der zeitlich befristet auf die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks ausgerichtet ist.

    106Diese Detail-E-Vollendung ist für die allgemeine E-Entwicklun stets auch typisch.

    107Die E-Entwicklung, hier im Technologisch-Ökonomisch-Politischen. geht ständig weiter. Daher werden die Kapital-Einsätze meist aufwendiger und die Risiken zugleich auch. Vor allem wird die Spezialisierung, das fachliche Können, das strategische Wissen immer wichtiger; (alles zur weiteren E-Entwicklungs-Beschleunigung).

    108Aus all dem folgt die Notwendigkeit der möglichen Trennung von Kapitalaufbringung und Unternehmensleitung (angestellter Fachleute); ebenso die möglichst umfangreiche Kapitalansammlung; dies mit begrenzten Risiken (Haftung) für die Kapital-Geber.

    109Demnach sind auch die juristischen Strukturen der Kapitalgesellschaft gestaltet.

    110Die für die Kapitalgesellschaft geforderten, das „Nennkapital“, „Eigenkapital“, dienen dem Schutz der Gläubiger und der Anteilseigner.

    111Dahinter steht wieder die Absicherung des gesamten ökonomischen Systems und damit die Optimierung der E-Erweiterung sowie die Erhaltung des Systems der E-Erweiterung.

    112Der – andere – Sinn der Kapital-Gesellschaft ist natürlich der, mehr (und beschleunigt) zur E-Entwicklung/Vollendung. etc. zu leisten.

    113Und das qua quantitativer Größen (ökonomische, personelle), Reichweiten; internationale Kapital-Größe/PM etc. und oft technologisch höhere Entwicklungsniveaus etc.)

    114Deshalb ist das gesellschaftliche Risiko, auch für Gruppen/Ik→AN und für den eigenen Staat und für andere Staaten (→Handel, Krieg) auch größer. Das soll verkleinert werden, so durch strenge Publikationsvorschriften (z.B. bezüglich Bilanz, G+V-Rechnung, Lagebericht,) externe Rechnungsprüfung etc.

    115Die GmbH und die AG verwirklichen dann die genannten Grundzüge (Risikobegrenzung, Kapitalsammlung, Sicherheit und Geschäftsführung, Beteiligung/ GmbH am Kapitalprozess als →E-Entwicklung u. ä.

    116Der Schutz der Gläubiger (AG) u.a. Risiken werden gesetzlich geregelt, (also an Ig gebunden/verbunden).

    117Auch hier geht es im Kern darum, dass durch „strategische“ Arbeit die E-Entwicklung vorangetrieben wird – und das gesellschaftlich (Gesetze, Organisation) abgesichert ist.

    118Für den Aktionär stellt sich dies beides als verbriefte „Verwaltungsrechte“ (Teilnahme, Rede- und Stimmrecht auf der Haupt-Versammlung) und als Anspruch auf Gewinne, Aktienbezugsrechte, Liquidationserlöse dar.

    119Die Ferne zur „konkreten Arbeit“ ist ein Ansatzpunkt für Kritik in jeder Gesellschaft.

    120Die Organe der AG wirken von ihrer formalen Strukturierung her in die ökonomisch-politische Richtung: So einer leistungsgesellschaftlichen E-Entwicklung. In Richtung „sozialer Marktökonomie“, (als Mitarbeiter-Motivierung, Konsumhöhe aus Absatzgründen etc.).

    121Aber die Zuspitzung auf die E-Entwicklung (als Distanz zur „Demokratie“) ist primär; z.B. durch die Führungsmacht des Vorstandes und die wenig inhaltliche Macht der Haupt-Versammlung.

    122Die Mischformen (GmbH & Co. KG, KGaA) versuchen „Finanzbedarf zu Risiko zu Gewinn zu Führungsanspruch“ flexibel abzustimmen, wie es die Sachlage erfordert.

    123Steht in den obigen juristischen Organisationsformen primär die E-Entwicklung im Vordergrund – (eine AG kann objektiv gar nicht anders als die Kapital-, Güter-, Geldmenge zu vermehren) -, gibt es traditionell und bleibend noch andere gesellschaftliche Zielsetzungen in „Ik,g“, als nur die der E-Seite in „Ii,k,g,w/E“. Zum Beispiel als primärer Betriebszweck die „gegenseitige Förderung der Mitglieder“ und erst danach die Gewinnerzielung und die Risikobeschränkung.

    124Die „Genossenschaft“ verfolgt diese Ik sowie die Gleichheit (→Ii) aller Mitglieder u. ä. Womit der Übergang zu „öffentlichen Betrieben“, also zum allgemeinen Ii-Ig-Mechanismus bleibt.

    125Wenn die öffentlichen Betriebe, von nicht privatrechtlicher Form, von den privatrechtlich organisierten Unternehmen strikt unterschieden werden, dann hat das eigentlich nur einen sekundären Sinn. Sachlich geht es um die Übergänge auf der Palette möglicher Ii,k,g -Entscheidungen; d.h. z.B. Ig als „Gemeinschaftsaufgaben“ ist von Ig als „Gewinnstreben“ kaum rechtlich etc. abgrenzbar.

    126Im europäischen Gesellschafts-Recht geht es zukünftig darum, Brücken zwischen den einzelnen nationalen ökonomisch-juristischen Strukturen zu bilden. Um die neuen Gestaltungsspielräume zu nutzen etc.

    127Die EWIV bildet eine Verbesserung der wirtschaftlichen Tätigkeit ihrer kleinen und mittelständigen Unternehmen.

    128Die SE (societas europaea) versucht die AGs zu vereinen, durch zusätzliche rechtliche Regelungen.

    129Die Unternehmensverbindungen sind ein Symptom der Beschleunigung der E-Entwicklung. Die konkreten Maßnahmen zielen überwiegend (neben z.B. der Risikostreuung u. ä.) auf ein stärkeres Wachstum.

    130Synergieeffekte, neue Produkte und Absatzmärkte etc. stärken die Rentabilität, die Potenz zu weiterer Expansion.

    131Unternehmensverbindungen in Produktions- u/o Handelsstufen können sachlich ökonomisch orientiert sein; →sachlich etc. als Entwicklung.

    132Als „Horizontale Verbindung“ („viele Supermärkte weiten den Verkauf aus“) oder als vertikale Verbindung. Vorstufen und Verkauf ergänzen sich sachlich; ebenfalls als eine Ausweitung (→E-Entwicklung). „Laterale“ Verbindungen von mehreren Branchen angehörenden Produktions- u/o Verkaufsbetrieben, sind meist ökonomisch motiviert (z.B. Risiko-Verteilung).

    133Die Beschleunigungen hier in der ökonomischen Seite der allgemeinen E-Entwicklung, zeigen sich z.B. in der Bildung von Unternehmensverbindungen.

    134Den Unternehmen geht es dabei sowohl um die Entwicklungs-Beschleunigung wie um die Bewahrung und Absicherung der wichtigsten Grundstrukturen. Zum Beispiel die große „Beschleunigungsvariante der E-Entwicklung, Projekte sachlich, finanziell, zeitlich. zu bewältigen →„Konsortium“. Auch um Schutz vor negativen Folgen der Marktmechanismen (Selbsterhaltung der Unternehmen); bzw. um Nutzung möglicher „nicht-marktgerechter“ Planungsvorteile→Kartelle, Preiskartelle/-Kontrolle. Gemeinsame Verkaufsorganisation (Syndikate), Exportkartelle, globale (→Beschleunigung als Ausweitungen) Wettbewerbsfähigkeit.

    135In der ökonomischen Dynamik, welche eine Variante der allgemeinen E-Entwicklungs-Beschleunigung ist, wird das Verhältnis des gesellschaftlichen Nutzens eines Unternehmens zu dessen Unfähigkeiten (Verluste, jenseits des vw. Grenznutzens zu sein) wichtig.

    136In „strategischen Allianzen“ kooperieren Unternehmen in diesem Übergangs-Feld: Haben sie noch genügend Wettbewerbsvorteile (Produktqualität. u.ä.) oderwerden ökonomisch veraltete Unternehmen nur „künstlich“ erhalten? Oder wird ein dauerhafter Wettbewerbsvorteil dadurch erreicht – der allerdings die Marktfunktionen beeinträchtigt.

    137Organisationsformen und juristische Sachfragen von strategischen Allianzen, wie „Joint Ventures“ u. „Konzernen“, „Fusionen“, sind politisch und ökonomisch (→Beschleunigung, Krise) interpretierbar, je nach Ig,

    138Ik-g.

    139Wenn die wirtschaftliche Zusammenarbeit langfristig effektiver ist, werden staatliche Kontrolle zum Schutz der Wettbewerbsmechanismen abgeschwächt u. ä.

    140Also: Wir verbinden die Einzelwissenschaften (hier BWL) mit „wissenschaftsphilosophischen“ Strukturen. Vor allem mit I-,E-,N,G etc. -Konzepten.

    141Konkret heißt das, den Unternehmen werden konkrete I, E zugeschrieben und im Detail dargestellt. Dazu kommt, dass die Beziehungen dieser „I/E“ zur Umwelt (Konkurrenz, Kunden, Lieferanten, Staat, Kapitalmarkt, AN, etc.) als konkrete N,G-Varianten geschildert werden.

    142Da sind – wie in allen Wissenschaften – methodische Strukturierungen, die sich erst mal von den Inhalten absetzen und verschiedene Methodenarten aufzeigen nicht durchzuhalten. Jene zwei Trennungen zeigen sich in einer technischen Wissenschaft, wie hier in der BWL, besonders. Zum Beispiel gibt es da die deskriptive (G) Methode, bei der das methodische, das beschreibende Verfahren erst mal von den Empfehlungen („I“) vom Handeln (I/E+N/G) abgetrennt sind.

    143Während in „entscheidungsorientierten“ bwl Methoden Erklärungen an normative („I“) Konzepte gebunden sein müssen; die praktische Gestaltung des Wirtschaftssystems steht im Mittelpunkt.

    144Die „ethnisch-normativen“ Züge der BWL, die parallel zu den „praktisch-normativen“ existieren, stellen neben die Gewinn-Maximierung die „Sozialziele“ für die AN in den Vordergrund.

    145Es geht dabei wieder um die E-Entwicklung (→Profit) im Verhältnis zur I-Entfaltung. Die VWL muss beides beachten, um ökonomisch (etc.) Krisen zu meiden, die BWL ist insofern ein Subsystem der „Volkswirtschaft“.

    146Die BWL verorten wird unter den Wissenschaften, indem wir diese als jeweilige I-,E-,N-,G-Schwerpunkte sehen. So unterscheiden wir abstrakte/entwickelte N,G-Schwerpunkte (Mathematik, Logik, Informatik) von den „Realwissenschaften“, die als I/N/G/E modellierbar sind.

    147Dann die Naturwissenschaften („1“. enge I/E zu engen N/G und N-G, E); von den Sozialwissenschaften →I-E-N-G-Trennungen und daher beliebige Kombinationen.

    148Und die Ingenieurwissenschaften (als Kombination aus sozialen Ig und Naturwissenschaft und „abstrakten Wissen“ (Mathematik etc.): Dabei eher Naturwissenschaft oder eher Sozialwissenschaft.

    149Die „Ingenieurwissenschaften/Technikwissenschaft“ unterteilen wir weiter: I-Schwerpunkten→Je nach I-Inhalten + E-Inhalten. Analog die Ökonomie-Wissenschaft., Rechtswissenschaft, Soziologie, Psychologie u.ä. Und dann detailliert (BWL) Ii- oder (VWL) Ig-Schwerpunkt, hier.

    150In „Ii-Ig“: Die zwei Ausgangspunkte sind (für uns) Ii,k und Ig; (was eine übergeordnete Systematik ist). Hier (Ii,k) als „mikroökonomische“ Aspekte der Entscheidungsprobleme von Haushalten und anderen Aspekte des Handelns in und von Betrieben (z.B. Preisgestaltung).

    151Und der Ig-Aspekt „makroökonomischer“ Art, welcher die Auswirkungen staatlicher Aktivitäten auf das Handeln v.on Betrieben und Haushalten sieht.

    152In „Ii-Ig“ spielen beide zusammen.

    153Wie jede Einzelwiss und Technik hat die BWL enge/wechselwirkende Beziehungen zu anderen Wissenschaften, Technikwissenschaften; dabei sind einige (und auch Subbereiche) enger, wichtiger als andere, z.B. Mathematik (Modelle), Statistik (Entscheidungstheorie, Prognoserechnung), Rechtswissenschaft (Steuern), Informatik (EDV, Infosysteme, Berichts-, Rechnungswesen), Einzel-Technikwissenschaften (je nach Produktion), Soziologie, Psychologie etc.

    154Alle Techniken überschneiden sich sogar mehr als die Wissenschaften, jedenfalls im Methodischen.

    155Funktionslehren, welche die BWL gliedern können, analysieren wir nach I, E, N, G. Das gelingt deshalb nur ungenügend, weil die Wechselseitigkeiten in Techniken in der Praxis zu eng sind; z.B. „I“ zuzuordnen (Absatz/Marketing).

    156Zu N, G: Diese fundieren Produktions- und Fertigungswirtschaft, Materialbeschaffung, Logistik, Rechnungswesen, Controlling; Infomanagement/Wirtschafts-Informatik; und die „E“ fundieren: Investition, Finanzierung, Unternehmensführung/-planung/Personal.

    157Dass im Verlauf der allgemeinen ökonomischen Entwicklung (→E) immer mehr Planung notwendig. wird, sieht man an der Ausbreitung von „Operations Research“, bei der die modellgestützte Planung Anwendung findet – und zwar in fast allen Funktionsbereichen.

    158Die „Wirtschafts-Info“ dagegen kann als Modernisierung der PM-Beschaffung (jetzt Computer Hard- u. Software) gesehen werden.

    159Beide sind in Wechselwirkung und weisen in Richtung E-Beschleunigung.„Planung“ ist der dynamische Vorgang, der Zielsetzungen (I) erzeugt und kombiniert mit den vorhandenen technischen, ökonomischen u.ä. Strukturen (E). Diese I/E-Relation kann als Kernelement menschlichen Denkens, Handelns (hier ökonomischer Art) angesehen werden; auch weil die I/E-Relation aus der „allgemeinen Entwicklung“ etc. stammt.

    160Diese wechselwirkende Dynamik zwischen I und E (durch N, G vermittelt) führt zu „Entscheidungen“, hier I-Festlegungen, die Ausgangspunkt ökonomischen Handelns sind.

    161Die I-Seite („Eigentum“) ist zentral für die praktische und theoretische Seite der BWL

    162Daher muss „Planung“, „Entscheidungen“ als Querschnittsfunktion über sämtliche betriebliche Funktionsbereiche differenziert werden.

    163Praktisch – normativ ist dieser Bereich und die Wissenschaft insofern diese I mit den E (der einzelnen

    164Sub-/Funktionsbereiche) verbunden werden.

    165Modernere bwl Wissenschaftsprogramme betonen die I-Seite mehr als früher; z.B. als entscheidungsorientierte BWL. Dann wird das Schwergewicht nicht so sehr auf die Beschreibung G, E und Erklärung des Verhaltens, auch des Entscheidungsverhaltens gelegt, als auf die Entwicklung von Empfehlungen für rationales ökonomisches Handeln. Die BWL ist damit eine „praktisch-normative“ Wissenschaft, die dem betrieblichen Entscheidungsträger zweckmäßige Vorschläge für die optimale Erreichung von Zielen („I“) gibt.

    166Die „BWL“ ist – eigentlich – eine Technik, und von daher durch Technik-Theorie beschreibbar, wobei die „I“ mit „E“ gleich wichtig sind.

    167Daher steht das „I“ als „Planung“ (Entscheidungsvorbereitung u.ä.), die sich auf die E (z.B. auf Sachverhalte) bezieht, die einer dispositiven Gestaltung zugänglich sind, neben den E im Mittelpunkt.

    168Wie kann man nun die I-Seite/Sphäre als „Planung“ konkretisieren?

    169Der Begriff der Planung ist mit dem I-Begriff (Ii,k,g) notwendig und hinreichend erklärbar. Umschreibungen der „Planung“ als „Entscheidung“ von Planungsträgern und als Maßnahmen zur Erreichung eines angestrebten Zustandes, gehen von der Zielsetzungsfunktion und deren Verwirklichung aus.

    170Das abstrahieren wir als „E→N, G→I (I-Setzung)→N/G→E`, d. h. „E“ sind im BW z. B. verbalisierte „Ausgangssituation“ des zu planenden Systems; Sachverhalte, Infos/Daten; abstrakte „Variable“„N,G“: Gestaltmöglichkeiten (zur Erreichung→E des angestrebten Zustandes→I als abstrakte Wirkungszusammenhänge.

    171„I“: Die Zielsetzung, Zielvorgaben, das Angestrebte; oft Ii, verschiedene Ii; E `:Handlungsergebnisse.

    172Planung (Ik,g) hat eher als die Ii im Marktgeschehen die dezidierte Orientierung auf Zukunft im Vordergrund. Planung wird deshalb, aus prinzipieller Freiheit aller „I“, unsicher, schwer prognostizierbar (z. B. ist die E-Entwicklung, z. B. sind auch die zukünftigen Bedürfnisse prinzipiell ungewiss).

    173„Ideologisch“ aber ist die Zukunftssicht auch mit „Kritik“ am Heutigen und Vorbereitung der nächsten historischen Phasen verbunden; und das Marktmodell ist eher von den sich neutralisierenden vielen Ii und den Beharrungseffekten abhängig.

    174Jedes (hier das ökonomische) Planungsverfahren kann als I→N, G→E modelliert werden.

    175Dabei kann „I“ umschrieben werden, z.B. als „Vorstellung und Wille“ der Planungsträger; Ii ist ein „subjektiver Prozess“; „möglicher Handlungsalternativen auszuwählen“; als gedankliche Vorwegnahme von Zukünftigem.

    176„E“ kann so verbalisiert werden, z.B. als „Gestaltung von Objekten und Systemen“ (nach dem Willen der I); Info als „Ist-Zustand“ (in zukünftigen Zuständen).

    177„N, G“: gilt als Prozess in Bezug auf eine Auswahl des Planungsgegenstandes, die Zielsetzungen; als Planungsmethoden; als „Übertragung/Auswahl/Verarbeitung von Infos. Mit „Wirkung der meist system-rationalen Prozesse, die auf die Erreichung der Ziele ausgerichtet sind“; „auch als Intuition, Kreativität“und als „Handlung“.

    178Unser Modell trifft wohl den Kern, aber weniger Wichtiges hat auch Rechte.

    179So kann Ii–Ig/E auch verbalisiert werden, als subjektive Ziele des Planungsträgers (Ii), der auf der Grundlage „unvollkommener Information“ dennoch systematische und rationale Prozesse und Entscheidungen treffen muss.

    180Jener letzte Satz betrifft genau jene Ii-Ig-E-Übergangs-Felder, die so unbegrenzt verbalisierbar sind – aber notwendigerweise Konkretisierungen brauchen.

    181Jedes Unternehmen muss planen. Die Schwierigkeiten werden dann umso größer je unsicherer und größer und veränderlicher die Einflüsse der Umwelt sind. Konkreter, das sind fremde Ii,k,g und unbekannte, veränderliche E-Strukturen etc. Zusammengenommen: Komplexitäten.

    182Deren Reduktion kann durch Aufhebung der bwl Planung in einer Gesamtplanung mit politisch gesetzten Ig und deren Verwirklichung unabhängig von Fremd-I u. ä., geschehen – oder in marktökonomischen Prozessen.

    183Den Planungsprozess kann man in Phasen, Abschnitten unterteilen.

    184Im Modell so: (I/E)1 →N, G→(I/E)2

    185Weil es jeweils – von der allgemeinen Entwicklung her – ein unendliches Übergangs-Feld ist, sind die Abschnitte nicht „strikt“, aber doch voneinander zu trennen. Es gibt wie in jedem Übergangs-Feld Wechselwirkungen, Rückkoppelungen, auch Abschnitt-Vertauschungen etc.

    186Da am konkreten Anfang einer Planung ein I/E-Gebilde steht, also z.B. eine Situation, die als Wechselspiel von Existierendem und dessen möglicher Zielsetzung/Zielpotenz, geht es bei dem Planungsprozess darum, in den Planungs-Phasen „Prognosen“ allgemeiner zukünftiger Entwicklung und deren Daten und Probleme zu finden. Und diese „Probleme“ erkennen, beschreiben, strukturieren (z.B. welche I-Unterscheidung, welche E-Vorräte) zu können.

    187Dann dazu die Zielbildung (I); die Festlegung konkreter Planungsziele, Zielkriterien;

    188Eine Alternativsuche: Wobei die E-Lage, und Methodik, mit den gewählten „I“ (versuchsweise) relationiert werden →I/E. Die Bewertung („I“) zwischendurch, ob dies I/E möglich ist.

    189Dann die Entscheidung: (denn es geht ja um den praktischen Druck, BWL als Technik, ein konkretes „I/E“ zu verwirklichen.

    190Die Zielsetzungen sind in solchen technisch-praktischen Zusammenhängen deshalb kompliziert, weil die „freien Ii“ stets auf die E-Lage und auf andere Ii,k,g Bezug nehmen müssen. Ist einerseits die Ii-Erzeugung als Endpunkt einer philosophisch-wissenschaftlichen analysierbaren Entwicklung/Entfaltung aus dem Biologischen, Emotionalen zu sehen, so ist dieses an sich schon hochkomplizierte Detail jetzt mit E, Ig zu einer Praxiserscheinung zu relationieren.

    191Man geht dann (in der Praxis/Technik) so vor, dass man I-Erzeugungen unterschiedlicher Art sieht; z.B. ist in „Soll-Ist-Abweichungen“ das „I“ ja auf einer vorhergehenden Stufe erzeugt; es wird jetzt mit dem E („ist“) verglichen, um eventuell ein neues „I“ zu erzeugen und zu bestimmen.

    192Wenn man „Handlungsalternativen“ anpeilt, dann geht es primär um andere I, sekundär vielleicht um andere PM, E, bzw. andere Methoden (N, G).

    193Das kann man kritisieren: I, E, N, G sind gleichberechtigt im „praktischen“ Handeln, Arbeiten.

    194Sie beeinflussen sich stets gegenseitig. Wenn neue E (z.B. als Wissen Daten, Infos) auftauchen, werden auch andere Methoden und Ziele erfolgen. Aber man kann auch eines von diesen vieren betonen; z. B. „I“: Wenn die Zielvorstellungen autonom erzeugt, geändert, präferiert werden.

    195Die BW/L ist E-betont (Kapital, PM, Wissen, P-Faktoren etc.). Deshalb fällt es dort prinzipiell schwer, „I“ frei zu erarbeiten – („Utopie, Vision“ sind dort beliebte Invektiven) -. Das gilt wohl für alle Techniken.

    196Daher kämpft der „kleine Unternehmer“ mit Problemen (= neue I und deren Bindung an E), die er mühsam erkennt, Dringlichkeit, Durchsetzbarkeit, Ursachen, Verständnis, Wirkungszusammenhänge, Veränderungsmöglichkeiten u.ä. bedeutend, abwägend in den Firmen und auch öffentlichen Verwaltungen.

    197Dazu noch: Betriebssystemkerne zu formulieren, genau zu beschreiben, was angestrebt wird (was ja risikoreich und oft unbeschreibbar ist); wen triffts negativ, gibt’s Alternativen, Kosten?.

    198Die Alternativen-Ermittlung ist theoretisch so schwierig, weil es unbegrenzt viele und freie „I“ gibt und die dazugehörenden E auch im Normalfall sehr vielfältig sind.

    199Aber die kreative Ii-Wahl hat ihre konkreten systematischen Grenzen im E-Bereich der einzelnen zumal kleinen Firma.

    200Die weitere „Bewertung“ und Auswahl der Alternativen führt ein Metasystem als übergeordnete I ein, z.B. welche Ziele mehr Nutzen bringen. Oder: Welche bisherigen Ziele durch die neuen I beeinträchtigt oder gefördert werden. Wie auch aus den (konkret vorhandenen) I-Netzen ein optimales Netz zu erstellen ist; (das alles erfordert strategische, höher entwickelte I-Entscheidungen).

    201Die zeitliche, sachliche, räumliche Reichweite von Planung wird umso risikoreicher, irrtümlicher je größer sie ist. Denn das ist ein- und dasselbe: I-Freiheit entwickelt sie stets in Opposition zu E, G.

    202Die E-Bindung von I geht verloren (z. B. finanziell), da die E-Entwicklung selbst z. T. „objektiv“ ist, also „selbständig“.

    203Es ist wiederum die Frage, wie man in (möglichen ∞ vielen ∞ kleinen) Zwischenschritten den Übergang vom alten E über die „I“ zu neuem E schafft: „I“ ist von Rw her unbegrenzt reichweitig. Es wird erst dann etwas „Praktisches“ daraus, wenn sinnvolle E zu der jeweiligen Reichweite von I in Wechselwirkung treten.

    204Welche E sind das bei weitreichenden I als langfristige, strategische Planung? Bei einer vwl Planung wäre es die weitere E-Entwicklung, ihre Absicherung etc. Bei einer bwl strateg.ischen Planung ist es die Einpassung des Unternehmens in die Ig-gesteuerte allgemeine E-Entwicklung.

    205Konkreter z.B.: Die Wahrung existierender und Erschließung neuer Erfolgspotentiale.

    206Zum Beispiel: Wo stehen die Stärken/Schwächen des eigenen Unternehmens zu Mitbewerbern u. ä. u/o zu den „Umweltbedingungen“ (Rohstoffe, Patente, Politik). Erst danach kann die bwl strategische Planung ihre I festlegen.

    207Aber wie gesagt, die strategische bwl Planung ist schlecht strukturierbar, nur vage umreißbar.

    208Die Iw/g/k werden dann in der „taktischen Planung“ auf die Ii des Unternehmens (in Ii-Ik,g,w) heruntertransformiert, um mit den Ei (Organisation, Kapital, AN, Info) und den zur Verfügung stehenden (N, G) Handlungsmöglichkeiten relationiert zu werden (→ „I/E“ als konkrete).

    209Und schließlich die „operative Planung“ . Das ist übrigens jener Punkt, an dem der Marxismus bzw. jede tiefere ökonomische Theorie ansetzt: Wie kann man im Detail menschliche I, hier letztlich als Ii, den I-Natur konfrontierten, bzw. eine Aufhebung erzeugen.

    210Das ist der philosophisch entscheidende Übergang zwischen Ii und I-Natur, und damit die relevanten gesellschaftlichen Veränderungen.

    211Betriebswirtschaftlich wird dieses Problem als „operative“ Planung nur „formal“ gefasst: Als konkrete, kurzfristige Detail-Planung. Als „Ausführung“ der höheren Planungsstufen zuvor. Diese arbeitsteilige Dekomposition erlaubt aber jene wohldefinierte detaillierte Planung (u. Durchführung), die dem Ii-I-Naturproblem wieder nahe kommt.

    212Die praktische, konkrete Komplexität einer „Unternehmens-Errichtung“ verlangt eine Methode (Handeln, Verfahren) der Reduktion.

    213Das ist z. B. die Bildung eines „Modells“ dessen, was man sich vorstellt – und damit die Auslese an E (was ist notwendig, was ist finanzierbar) sowie an I.

    214Es gibt nun die Möglichkeit, den formalen „Modell-Begriff“, bei dem die „Abbildungsfunktion im Vordergrund steht (jedes Element und jede Beziehung hat möglicherweise eine Abbildung),

    215„inhaltlich“ genauer zu fassen, indem man E (Elemente, ganzes Modell/Sache) und I (Ziele) und N, G (Methoden- und Beziehungs-Varianten) genauer identifiziert.

    216Das hat auch den Vorteil, von den allgemeinen E-Eigenschaften und von I etc. her (→ „Sphären“) eine Übersicht über die konkreten Abläufe etc. zu erhalten.

    217Die Modell-Bildungen der einzelnen Phasen, der Bereiche praktischer Art (hier bwl), der Wissenschaften unterliegen selbst einer allgemeinen „Vereinfachung“; nämlich als das objektive Ziel: „I, E, N, G“.

    218Beides mal (bei jeder Modellbildung und bei diesem philosophischen Trend) geht man so vor, dass man Vereinfachungen gegenüber der konkreten Wirklichkeit durch Negation von „weniger wichtigen“ Elementen und Relationen vornimmt. Bereits hier steht sich die I-Funktion durch (die am Ende als Basis neben E steht). Diese I-Entscheidungen werden auf einer Metaebene (→Tendenz zu „I“) gefällt: Was ist bei dem Abstrahieren „wichtig“?

    219Durch Verzicht auf Infos werden Komplexe des Urbildes im Modell vereinfacht, und verschiedene, unterscheidbare Bestandteile werden zu einem einzigen Teil des Modells zusammengefasst.

    220Diese Homomorphie lebt aber von der Meta-Entscheidung, was „wesentlich“, „relevant“ ist, welche E u/o I wegfallen sollen, als I-Entscheidung und E-Betonung; mit Hilfe von N-G (wegfallen/negieren und identifizieren).

    221Das relativ abstrakte Modell muss immer wieder mit den eigentlichen „I“ (Gewinn, aber auch den Interessen anderer Art und denen der Kunden etc.) evaluiert werden.

    222Ansonsten kann die – wachsende – Genauigkeitserfordernis – Kosten-Komplexität, die hinter dem Modell steht, nicht „sinnvoll“ reduziert werden.

    223Diese Modelle kann man dann einteilen: Ob in den Einsatzschwerpunkten I, E oder N, G betont werden; und zwar auf zwei Ebenen;

    224z. B. das „Beschreibungsmodell“, es erhält alle 4 Grundgrößen (E, N, I, G), aber nur in der Absicht, diese als Elemente darzustellen sowie ihre Beziehungen abzubilden; (es gibt dann dort keine „Erklärungen“ oder „Prognosen“). Die Parameter sind z. B. „Bestände“ (E) an Geld, an Gütern.

    225Während das „Erklärungsmodell“, (das Ursache – Wirkung zeigt zwischen den Parametern/ der „exogenen Variablen“) die E in Beziehung setzt.

    226Diese „E“ sind der Parameter Input (P-Faktoren) und Output als Variable.

    227Die zu untersuchenden („Ursache-Wirkungs“)-Zusammenhänge sind sehr komplex. Aber alle (z. B.) organisatorischen u/o technologischen Details werden – über mathematische Produktionsfunktionen – auf ihr Wesentliches hin „vereinfacht“: Als N, G (in Relation in I/E).

    228Symmetrisch zu den Herkunftsdarstellungen – „Kausalität“ – kann das Prognose-Modell dienen.

    229Die Vorhersage zukünftiger Entwicklung kann direkt von „I“ „Entscheidungs-Modell“ abhängen oder indirekt als Auswirkungen möglicher Handlungen.

    230Jedenfalls kann man wieder I→N, G→E als Modell nutzen: Die Dynamik des Modells ist die der ablaufenden bzw. zu erwartenden Vorgänge.

    231Beim „Entscheidungs- bzw. Optimierungsmodell“ liegt die Betonung auf „I“, (während es beim Erklärungs-Modell auf E‘, I/E liegt). Dort „Ursache–Wirkung“, hier Zielrelationierung zur Bewertung u/o Auswahl (z.B.von Handlungsmöglichkeiten). Das Entscheidungsproblem findet darin seine Lösung.

    232Da aber I stets Unsicherheiten enthält, berücksichtigt man das in einem – formal etwas anderen Modell-Typ: Im „Simulationsmodell“ muss eine Prognose (in komplexen Systemen) die Kausalität relativieren. An diese Stelle treten dann stochastisch zu fassende Einflüsse.

    233Daran ändert auch die I-Seite wenig. Mögliche Zielsetzungen müssen von den Handlungsalternativen her und von dem E-Vorrat untersucht werden, ob sie Realisierungschancen haben.

    234Qualitative Modelle haben erst mal quantitative Verhältnisse (als notwendige), d. h. durch Daten, Zahlen, Gleichungen strukturierbare. Dann aber „gesellschaftlich“ definierbare I/E-Verhältnisse, d.h. kollektiv akzeptierte Einschätzungen (→I), die sich mit objektivierbaren Strukturen (E) verbinden lassen: Was wiederum mit einer Quantifizierung der qualitativen Infos erforderlich und möglich macht.

    235Die Unterteilungsmöglichkeiten lassen sich – abstrakt – als Modelle zeigen; die deterministisch. (G) und stochastische (N/G = möglich) oder als Modelle mit dynamischer Veränderung ihrer Daten (N/G) bzw. eben ein statisches (G, E) Modell sein können.

    236In der Praxis wird es Übergänge zwischen den Modellen geben, z.B. als rollierende Planung, wo von Zeit zu Zeit die Infos (E) erneuert werden. Oder die „hierarchische Planung“, bei der Teilplanungen ineinander übergehen, und die dabei vor- und rückgekoppelt sind.

    237Die E, G erstellen die Beschreibung realer Systeme in Modellen. Aber es geht darüber hinaus um Entscheidungsmodelle.

    238„I“, der angestrebte Zustand, und I/E sind daher dort als Modellteile hinzuzufügen;z.B. als Optimierungsmodell.

    239Optimierungsmodell enthält mehrere Alternativen, zulässige Lösungen (E) und eine zu maximierende/minimierende Zielfunktion (I), mit deren Hilfe eine optimale Lösung (→E/I) identifiziert werden kann.

    240„Modellinstanz“ ist die Ausgestaltung eines Modells durch die Vorgabe von Werten, also von I, für alle Parameter.

    241So ein Optimierungsmodell hat dann „zulässige optimale Lösungen“, wenn diese jenes I enthalten, und diese Zielfunktion maximal berücksichtigt, bzw. erfüllt.

    242Die „technischen“ Einzelverfahren bewegen sich im I→N, G→E („I/N/G/E“)-Schema; z. B. wenn es um ein „deterministisches Modell mit einer einzigen Zielfunktion“ (I) geht: Die diesem Modell zugrunde liegenden Daten (= E) und die determinierten Wirkungszusammenhänge (= N, G-Varianten).

    243Jenes „I“ ist dann die gesuchte „optimale Lösung“.

    244Da die Entscheidungen (I wird E) die mögliche I/E-Relationen (dito N, G) auf E, G reduziert, können einfache mathematische (und geometrische) Hilfen/PM erstellt werden, um die zahlreichen Probleme zu erfassen; z. B. als lineare Optimierung. Optimale Gewinnlinien, Kapazitätsauslastungen, Transportbeziehungen, Ausgleich von Angeboten und Bedarfen etc.

    245Natürlich sind – vor allem in der Praxis – diese mathematischen Modelle Vereinfachungen, ob sie nun „Nebenbedingungen“ aufnehmen oder nicht-lineare Optimierungen sind oder auch multikriterieller Art sind.

    246Die Erweiterung in die Stochastik, hier als stochastische Optimierungsmodelle, ist weder begrifflich (noch mathematisch) problematisch.

    247Das „Ergebnis“ ist dann allerdings entsprechend der N/G-Erweiterung, „unpräzise“; als „mehrere mögliche Modellinstanzen“.

    248Was eine positive Technik, wie die BWL berücksichtigen muss; die „Info“ ist dann unvollkommen und die Optimierung, ein Optimum sind nicht eindeutig.

    249Jede Planung hängt von Variablen (E) (in Art und Anzahl) ab, die voneinander abgegrenzt sind, aber in Wirkungszusammenhängen

    250(->N, G) stehen; dies letztere kann als „Handlungen“ bezeichnet werden.

    251Diese geschehen zielgerichtet, bewertungsdefiniert (I). Wobei das Ziel eindeutig definiert ist oder nicht; was als Voraussetzung für eine effiziente Erfüllung der Planung gelten kann.

    252Ist die Struktur der Entscheidungssituation vollständig, d. h. sind „Daten (E), Variable (I/E), Wirkungszusammenhänge (N/G-N-G) und Zielsetzungen (I) vorhanden, umso leichter fällt Planung. Wenn nicht, dann lassen sich verschiedene Typen von Problemen angeben, welche unterschiedliche Anforderungen an die Planung stellen. Je nachdem, welche und wieviele der objektiven Strukturgrößen vorhanden sind, bzw. in welchem Ausmaß.

    253Je nachdem, ob und inwieweit die Menge der Variablen (E) bekannt (sinnvoll begrenzt) ist und die Wirkungszusammenhänge (N/G) zwischen Daten/Variable bekannt sind bzw. eliminierbar sind und Zielkriterien (I) für die Bewertung dieser Alternativen vorhanden sind und diese es z.B. ermöglichen, den Beitrag einer Alternative (E) zur Erreichung des jeweil.igen Ziels zu nennen, zu quantifizieren, dann ist I→N, G→E→etc. erreicht.

    254In der ökonomisch-technologischen Praxis kennzeichnet diese komplexe Arbeit die Entscheidungssituation. Es geht hier nicht um naturwissenschaftliche, mathematische, logische (also „objektive“) „I→N, G→E“ („I/E“, „I/N/G/E“-Relationen/Entwicklungen), sondern um solche, in denen die I-Freiheit überall „wirkt“ (→Definition von „Technik“ = BW/L). Zum Beispiel als Bewertung von Handlungs-Alternativen (diese selbst), mehrere Zielkriterien u ä.

    255Die betriebswirtschaftliche Praxis besteht nun darin, dass es in allen diesen Einzeldimensionen (→I, E) und Problemen keine oder nur ungenügende Lösungen gibt; z.B. Wirkungszusammenhänge,(→N,G), viele Ziele und Zielkriterien (→I), welche E-Alternativen lassen die „I“ erreichen (E/N/G/I), konfliktäre o. komplementäre Ziele?

    256Jede systematische Planung ist von drei Seiten bedroht, was sich auf I, I/E zurückführen lässt: Die Veränderungen der Situationen (wegen der E-Entwicklung und der objektiven I-Entfaltung).

    257Dann die willentliche I-Veränderung der beteiligten Ii, Ik,g.

    258Und die „Komplexität“, durch sehr viele I und E macht das die I/E-Relationen, Wechselwirkungen quantitativ schwer beherrschbar.

    259Daher braucht „Planung“ Mehreres: Aller Betroffenen Beteiligung, letztlich global; Berücksichtigung aller sachlichen Tatsachen und E-Entwicklung und I-Entfaltung; und ebenso: Viel Zeit.

    260Heute scheitert die Planung meist an konkreten Entscheidungsproblemen, wegen Verlusten an Abbildungsgenauigkeit; so ein Modell zu übertragen, in wenigen schnellen Schritten mit geeigneten Methoden etc. um optimale Lösungen zu realisieren.

    261Daher ist es für jede systematische Planung vordringlich, jene Vollständigkeiten zu erarbeiten; z.B. die Relationen abzusichern. Sie sollen alles, möglichst viel, abbilden, keine Infoverluste haben, z.B. sowohl Strukturen, Prozesse /ratio etc. und I, als subjektive Ii, als Ig, berücksichtigen und I als kreativen Prozess schützen.

    262Die Problemstruktur wird noch komplexer, weil Abgrenzungen, Wirkungen, Bewertungen, Zielsetzungen sich wechselwirkend beeinflussen; diese unendlichen Übergangs-Felder können dann nur in Iterationsprozessen sukzessiv verändert werden.

    263Um von einem „schlechtstrukturierten zu einem wohlstrukturierten Entscheidungsproblem“ zu gelangen und schließlich zu einer „optimalen“ Lösung, müssen – hier, wie in jeder Technologie, Technik und Wissenschaft und im Alltag – E, I, N, G voneinander abgegrenzt werden. Das heißt auch, „Abgrenzungsdefekte“zu beseitigen, um Handlungsalternativen, Wirkungszusammenhänge (N, G) nutzen zu können. Dann: Daten (E) abgrenzen, welche benötigt werden und bewertet (I) werden sollen.

    264Das „ideale“ Ausgangsmodell „I→N, G→E→N, G→I→N, G→etc.“ wird als Praxis stets unvollkommen sein; vor allem eben auch in „Techniken“ wie die BWL.

    265Die Infos, Daten (E) fehlen „z. T.“; Handlungen (N,G), Wirkungszusammenhänge, Operationalisierung haben viele Alternativwege: Die I können Ii oder Ik, g sein, als Zielkonflikte jeder Art. Dadurch ergeben sich notwendigerweise Restriktionen, Erfolge und auch theoretische Beschreibungen und Erklärungen des Vorgangs.

    266Aber „Praxis“ besteht eben auch aus folgenden E-Entwicklungs-Varianten, die als „Verbesserungen“ jener Defizite umschrieben werden können.

    267Die BW ist eine Technik und daher auch in reinen wissenschaftlichen Modellen zu beschreiben, aber eben auch in komplexen Relationen zwischen den Komponenten der Modelle und von daher schließlich in praktischen Abstufungen dieser reinen Modelle – (→letztlich I→N, G→E→etc.) -, was als Defizite, Defekte, Nachlassen der Genauigkeiten, Nichtlösung von Problemen u.ä. empfunden wird.

    268Unterschiedlich gute Strukturiertheit, Analyse-Optimierungsmöglichkeit, Nähe am Problem u.ä. sind dann – beliebig weit ableitbare praktische Alltagssorgen.

    269(Wir: = ∞ Ü-Felder“.

    270Hier geht es um „Technik“, also um „praktisches Handeln“. Das heißt z. B., dass ein (theoretisch konzipierter) Prozess (mit einigen E-Festlegungen und I) wird mit vielen anderen I, E, Konzepten, mit „Natur“, „Gesellschaft“ etc. konfrontiert

    271Das schließt also Wechselwirkungen, Konfrontationen, Relationen ein, welches dynamische Komplexitäten darstellen. Das Ergebnis dieser Wechselwirkunge kann für die eine anfängliche I-Erwartung als „Scheitern“ o. ä. gewertet werden.

    272Da aber alle beteiligten Größen dynamisch veränderbar sind, kann man jetzt den Begriff der „Planung“ und betriebswirtschaftlichen Arbeit u.ä. umfassend erweitern: Da es um den Übergang zwischen „I“ (→ freier Markt) und E (Plan) geht, gibt es – gerade in Techniken (BWL) – unbegrenzt viele Möglichkeiten.

    273Deshalb sind ineinander geschachtelte (wechselwirkende, feed-back) Stufen von mehr oder weniger guten, effektiven, erfolgreichen Planungen notwendig. Welche als zeitlich zusammengefasste Erfahrung als Modifikation von allen Komponenten. eine asymptotische Annäherung an optimale Planung ergeben.

    274Was allgemein und bei wissenschaftlicher Forschung die „Hypothesenbildung“ ist, sind in diesen technischen Praktiken Antizipationen, welche gedankliche Vorstellungen, Entscheidungen, Wirkungen (als I, Mittel, Handlungsalternativen) vorweg zu nehmen versucht. Die prinzipiellen Unsicherheiten dabei werden möglichst systematisch, erfahrensgesteuert beseitigt oder reduziert.

    275Um die Unsicherheiten zu reduzieren, kann man Prognosen für die Daten schätzen u/o für jeden relevanten Parameter die erwarteten Ausprägungen. Ebenso müssen Bewertungen und deren Grundlagen, Ziele, Zielkonflikte s geordnet werden. Es wird tendenziell aber bei stochastischen und weniger bei deterministischen Modellen bleiben.

    276So ist die Mathematik, die Logik eben durch Wahrscheinlichkeit erweiterbar, – was traditionell Unsicherheiten neu einschätzen lässt.

    277Einzelne Aspekte der Modellformulierung können wegfallen, um das Modell dadurch z. B. zu vereinfachen.

    278So ist die „Mathematisierung“ weniger sinnvoll, wenn die quantitativen Daten unwichtig sind, wenn die I-Seite u/o die I in den Handlungsmöglichkeiten u/o allgemeine „qualitative Kriterien“ (I/E) wichtig sind.

    279In der ökonomischen Planung stoßen die zwei Grundsäulen jeder Technik aufeinander: Die E-Seite erscheint als problem-adäquate, maximal effektive Lösung (und als Info, Geräte, Software). Der Ziel-/I-Aspekt erscheint als die durch den Planungsaufwand entstandenen Kosten, die den Gewinn als Haupt-I schmälern.

    280Es bedarf also einer zusätzlichen Meta-Ebene, um Erkenntnisgewinn und Aufwand zu beurteilen, ihr Gleichgewicht festzulegen.

    281Bei der Methodik in der Planung und Entscheidung kann man wieder von G, N/G ausgehen.

    282Aber in allen „Technologien“ ist die Methodik nicht sauber von den Inhalten zu trennen (wie es die „Wissenschaften“ sich erarbeiten). Vielmehr sind komplexe I-/E/N/G-Relationen typisch.

    283Dennoch kann man „G“ so konkretisieren: Als Methoden, deren Kern es ist, von „Identifikationen“ auszugehen; während N/G die Kreativitätsmethode zu erfassen sucht – und auch die Prognostik.

    284Wie bei jeder Technik (→Handeln, Praxis, Arbeit) sind prinzipiell alle Methoden (und alle I, E…) dort jeweils versammelt, so dass man folgende Methodenklassen in der BWL unterscheiden kann; mit ihren Schwerpunkten: Analysetechniken (G,N), System-, Problemanalyse), um E-, I-Info zu gewinnen;

    285Kreativtechniken (→I) (Generierung, Auswahl von Alternativen, neuartige Probleme erkennen, Brainstorming, Synektik);

    286Prognosemethoden (→I) (Entwicklung, Wirkungsprognosen, Simulation, Szenario-Technik, Delphi-Methodik bei strategischem Plan);

    287Bewertungstechniken (→I) von Handlungsalternativen, Zielkonflikte auflösen);

    288Optimierungsmethode (→I, I/E) (Operations Research);

    289Erhebungstechniken (→E, G (Datenerhebung.);

    290Darstellungstechniken (→E, G) (Netzpläne, Ablaufpläne, Gantt-Diagramme, Organigramme, Stellenbeschreibung);

    291Argumentations-, Verhandlungstechniken (Problem-Präsentation.)

    292Wie in jeder Technik wird auch hier und in Sub-Phasen (z.B. „Entscheidungstheorie“) I und G konfrontiert, getrennt.

    293Die Entscheidungstheorie wählt aus Handlungsalternativen; dabei kann man „normative“ Entscheidungstheorie (Richtlinien zur Auswahl, Wahl der Ziele durch Entscheidungsträger) unterscheiden von „empirisch-deskriptiver“ Entscheidungstheorie (welche die Psychologie und die Soziologie zur Hilfe haben).

    294Wie in vielen Theorien zur Einzeltechnik gibt es Grundmodelle, hier der „Entscheidung“.

    295Sie enthalten den Handlungsgedanken (Aktionen, Strategien) und darin I, E, N, G. Es geht dann darum, die I, E, N/G auszuwählen, die „optimal“ sind; bzw. jene „Handlungsalternativen“, in welchen diese I, E etc. – relationierend – stecken.

    296Das Optimum ist eine I/E-Gleichgewichtslage, die das beste I (Maximaler Gewinn z.B.), aber eben bei adäquaten E (Kosten etc.) darstellt.

    297Das Grundmodell der Entscheidungstheorie kann wieder nach unseren Basisgrößen eingeteilt werden: N – G und N/G; als Handlungs-Alternativen. E: Situationen, von denen angenommen werden muss, dass sie vom Entscheidungsträger unbeeinflussbar sind. „I“: Ziele (z. B. Gewinn), die der Entscheidungsträger verfolgt.

    298Neues E‘ (aus I/E): Ergebnisse stehen im Mittelpunkt, nachdem Obiges kombiniert wurde;

    299was die ökonomische Entwicklung einbezieht.

    300Bei E, als gegebenem Info-Stand, sind zwei I-Arten als „Entscheidungssituationen“ möglich: Entscheidung unter Sicherheit, d. h. E, G gegeben. Oder Entscheidung unter Risiko und Ungewissheit, d. h. N/G bis N und relativ freien „I“.

    301Von ökonomischen Haupt-Aspekten wie Investition, ökonomisches Wachstum (Kenntnis der ökonomischen Lage vorausgesetzt), gehen dann die Abhängigkeiten bei Entscheidungen aus: z.B. Ersatz-, Erweiterungs-, Rationalisierungs – Investition oder z.B. die Wahrscheinlichkeit von Stagnation, Rezession.

    302Das „Entscheiden“ ist eine Variante des Handelns als geistige Arbeit.

    303Deshalb tauchen in ihm wieder I, E, N, G auf; z.B. E als „vorliegende Infos“, Szenarien.

    304„I“: z.B. „verfolgte Ziel-/Alternativen, Risiken (als Möglichkeit der Erzielielung ungünstiger Ergebnisse).

    305N, G: z. B. als Relationen zwischen Erwartung (I) und Ergebnis (E).

    306Diese Relationen werden in modernen Techniken relativ abstrakt, mathematisch erfasst, z. B. als Wahrscheinlichkeits-Größen.

    307Philosophisch vereinfacht ist das „maximale Ergebnis“, (Profit z.B.) die Ii-Erreichung/Vollendung; und das maximale Risiko ist das völlige Verfehlen dieses Ii.

    308Dann kann die Wahrscheinlichkeits-Mathematik das Verhältnis zwischen Ii und „N/Ii“ abschätzen lassen; (bei Alternativen). Die „Praxis“: Beider Verhältnis ist zu relationieren.

    309Die Differenz I – E, als Abweichungen der tatsächlichen Größe vom Erwartungswert, kann – sekundär (d.h. „ökonomisch“) – positiv, negativ oder neutral bewertet werden.

    310Diese Präferenzen (Risikofreude/-scheu) steuern die bw Unternehmen, z. B. deutlich bei „Versicherungen“ →Rating.

    311Wichtig ist, bei einem Entscheidungsproblem (E) gibt es verschiedene Ziele (I) und die Handlungsalternativen (N, G) führen zu einem bestimmten Ergebnis (eben E).

    312Ob und wie das die beste Handlungsalternative ist, ob also der Gewinn (z. B.) maximal, minimal o.ä. ist, lässt sich in seiner Quantität abgestuft durch „Regeln“ festlegen.

    313Ähnlich kann man die Beziehungen zwischen verschiedenen Zielen darstellen, ob sie konkurrierend, komplementär oder indifferent zueinander sind.

    314Kurz:Formal geht es in dieser „Technik“ darum, I und E und I/E in dieser Einzelwissenschaft mit eigenen Begriffen zu fassen (und „zu konkretisieren“); und den Weg zwischen I und E (also N, G) ausführlich zu schildern.

    315Denn „der Weg“ ist hier das Entscheidende (aller Techniken?).

    316Dazu gehören „Zielbeziehungen“, „Ergebnis“, „mehrere Ziele“, „Sicherheit der Entscheidungen“, „Ungewissheit“, „Lösung“, „Risiko“, „Entscheidung“, „Planung“, „Optimierung“, Handlungsalternativen, „Nutzen“- Werte, -Zuwachs, Vorteilhaftigkeit von Alternativen etc.

    317Dieser Weg, der Übergang von I zu E wird in der BWL ausführlich behandelt, mathematisch geformt etc.

    318Zum Beispiel als Nutzenermittlung bei Sicherheit und einem oder mehreren Ziel/en; durch mathematische „Nutzenfunktionen“.

    319Der „Entscheidungsträger“ wird in seinen Präferenzen („I“) ständig einbezogen. Ob er z. B. die Nutzen der möglichen Ergebnisse in eine Rangfolge (Meta-“I“) bringt oder nicht.

    320Die Zusammenhänge zwischen Nutzenzuwachs durch eine zusätzliche Ergebniseinheit kann unterschiedlich sein; aber jedenfalls kann man diese Varianten mathematisch darstellen.

    321Nutzen, „reine“ I kann man aber nicht derart quantisieren wie die E-Seite. Dennoch geht man in der (I/E)-Praxis von Überwindungen von Zielkonflikten durch Verknüpfung von Zielen im „additiven Modell“ aus; weil tatsächlich wohl die „Gewichtung der Ziele“ addiert wird.

    322Allgemeinphilosophisch gilt: Alle reinen I hängen prinzipiell bereits zusammen und können daher auch nicht getrennt oder „addiert“ werden.

    323Die Bestimmung der Nutzenwerte und Zielgewichte ist wegen deren I-Charakters schwierig. Man kann/muss das der Intuition der Entscheidungsträger überlassen. Oder z.B. in Nutzentheorien Zielgewichte anhand von „Austauschraten“ festlegen (was aber gleichfalls nur ein pragmatisches Vorgehen ist).

    324Da „Ziele“ nicht ohne weiteres quantifizierbar sind, müssen diese anders „bewertet“ werden.

    325Durch Nutzwertanalyse (als subjektive Bewertung der Entscheidungsträger), der möglichst vielen Einzel-Kriterien und deren Gesamtnutzen (Addition der Kriterienbewertung).

    326Mehrstufige Entscheidungsprobleme sind eine Zwischenstufe zu der konkreten Tatsache, dass es zwischen I und E Wechselwirkungen gibt; d. h. wenn ein I1 sich seiner Erfüllung nähert (E1), treten Wechselwirkungen, neue„I“, neue E auf, die in den Prozess eingehen können etc.

    327Wie ist dann noch technisches Handeln möglich?

    328Nur indem jene tendenziell unbegrenzten Wechselwirkungen, (N/G), E-Strukturen und „I“ durch übergeordnete neue Entscheidungen (I1) „geordnet“ werden.

    329Dazu ist eine optimale Folge von Entscheidungen zu bestimmen (→politisch-inhaltlich, Programmierung→formal).

    330Bei diesen „stochastischen“ Entscheidungen geht es um I/E; I am Anfang →N/G als Wahrscheinlichkeit zwischen Null und Eins → und Erfolg oder nicht (E, N); das so oft bis das Problem, das Projekt gelöst ist.

    331Dieses „Unsicherheits“-Verfahren ist in jeder Wissenschaft, im Alltag, in der Philosophie zu Hause.

    332Nur, im Ökonomischen ist I und E sehr „konkret“; (die Unsicherheit ist, als menschliche Denk-Arbeit überall sehr ähnlich).

    333Solche „Techniken“ sind darauf angewiesen, die prinzipiell. ungewisse „Zukunft“ irgendwie sinnvoll zu erfassen.

    334Diese „Entscheidungsbaum-Technik“ schafft Übersicht, kann aber Unsicherheiten über verschieden mögliche Entwicklungen (bei aktuellen Entscheidungen und Zielen) im Grunde nicht beseitigen. Das kann zum großen Teil nur strikte und umfassende Planung.

    335Aber realistischer ist: Eine „flexible“ Planung, die als I/E die Dynamik von I und die von E nutzt, bzw. deren Irrtümer korrigieren kann.

    336In Techniken wie hier BW(L) werden die Ziele (I) deswegen kaum reflektiert, weil diese feststehen; höchstens werden Zwischen-Ziele bedacht.

    337In Operations-Research, Optimierungen geht es dann um die Wahl der Mittel E` (die eventuell Zwischen-Ziele sind) und um die Wege und Verfahren, Methoden (→N, G).

    338Die „Entscheidungen“ darüber stehen dann im Mittelpunkt der bwl Tätigkeit.

    339Die vielfältigen und komplexen Entscheidungsprobleme – (I/E-Komplexität) – werden durch dynamische, weiterzuentwickelnde Entscheidungs – und Optimierungsmodelle auf mathematischer Basis abgebildet.

    340Es kann aber nur darum gehen, optimale oder möglichst angenähert optimale Lösungen zu ermitteln.

    341Das zeigt sich bereits in den „Verfahren“, Methoden, die eher „exakten“ (endliche Schritte zur Lösung) oder „heuristischen“ Charakter haben (→N – G und N/G)

    342Mathematisch formuliert, gibt es lineare Optimierungen/Programmierung und nichtlineare. Sobald man I/E und „I“ eliminiert hat, kann man den ganzen mathematischen Erkenntnis-Apparat nutzen.

    343Mögliche „Irrtümer“ sind meist auf I-Dynamik zurück zu führen.

    344Die Mathematik ist ein PM (Produktionsmittel ->E) wie jedes andere.

    345Die inneren Strukturen, ihre Möglichkeiten können wie bei anderen modernen PM grenzenlos gewählt und verwirklicht werden;

    346z. B. als zu maximierende Zielfunktionen; z.B. beliebig viele lineare (oder nichtlineare) Nebenbedingungen; beliebig viele Variable, beliebig viele (mindestens eine) optimale Lösungen.

    347Die Optimierung ist mathematisch lösbar (z.B. mit dem Simplex-Algorithmus), aber auch anschaulicher, geometrischer: Graphen, Netzwerke z. B.

    348Gemeinsam ist dem allen (nur in unterscheidbaren Phasen dargestellt) I, E und N, G; z.B. besteht ein Graph (bzw. Netzwerk) aus einer Menge von „Knoten“ E (z.B. Orten im Beispiel von Transportproblemen); diese E werden verbunden als gerichtete Pfeile (→N/G→I“) („Wege“); (wobei ungerichtete Verbindungen als G gelten können).

    349„Sekundär“ können diese Knoten/“Orte“ und Pfeile/“Wege“ bewertet werden (→I-Metaebene…).

    350Die gerichtete (I) Linearität (Rw) erscheint dann z. B. als „vollständiger Graph“ u. ä.

    351Den Zusammenhang z.B. von P-Faktoren kann man ebenso wie z.B. „Transportbeziehungen“ in Form von Graphen veranschaulichen.

    352Diese Grundeinheit „gerichteter Graph“/“Pfeil“ kann man dann beliebig ausweiten, kombinieren („Ketten“, „Zyklen“, „Baum“, „Wege“).

    353Philosophisch gesehen: Relationen der I, E, N/G als allgemeine alles abdeckende Systeme. Hier als „Technik“.

    354Produktion, Fertigung beginnt philosophisch mit den Ii,g: So diesem Prozess einen Sinn, Zweck, Ziel zu geben, z. B. die Erstellung von Gütern. Dann werden E als Produktionsfaktoren (PM, AN, Natur) durch das Anfangs-I ausgewählt und kombiniert, „transformiert“.

    355Dieser Kombinations-,Transformations-,Produktionsprozess kann ebenfalls kurz modelliert werden: N, G, N-G zu N/G. Aber er ist, konkretisiert ebenso komplex und alle Phasen betreffend wie die I-, E-Seite.

    356„Produktion“ ist die Beziehung zwischen Faktorinput und Güteroutput.

    357Jetzt gibt es zwei mögliche Wege weiterer Analysen: Der formale (hier) der der eher „bürgerlichen“ Darstellung und der der inhaltlichen Analyse, welcher von uns vertieft wird – und dabei zu den „I“ der drei Faktoren führt und zu „I/E“.

    358Die I/E der Güter, was sich als Übergang (→N, G) daraus darstellen lässt.

    359„Formal“ z.B. als E, E‘ (Einsatz- der Faktoren und Ausbringungs-Menge des Produkts). Wobei „I“ sogar als Vektoren („Faktorvektor“ und „Produktvektor“) zur formalen Darstellung bequem sind.

    360Dazu „N, G“ als „Aktivität“, welche oft als die Relation jener beiden Vektoren dargestellt wird.

    361„Viele Aktivitäten“ ist die „Technologie“.

    362Diese „Aktivitäten“ als „Produktion“ (modelliert N, G) sind natürlich äußerst vielfältig und daher in der Praxis (→“Technik“) auswählbar, z. B. nach „Effizienz“.

    363Wir aber vereinfachen das als „N, G“, weil die tiefere Analyse zeigt, dass von begleitenden I, E systematisch abzusehen ist, wenn eine Basis-Systematik gewünscht wird.

    364Es gibt dann eine Reihe von Aktivitäten (Wege, Relationen, Methoden →N, G-Kombis) als Faktorkombinationen etc., die zur Erzeugung eines gleichen Ergebnisses führen.

    365Das zeugt für die Breite, von I→N, G→E, vor allem in deren konkreter Realisierung.

    366Neoklassisch gilt: Die drei P-Faktoren kann man reduzieren, auf E (Kapital, Natur) und I (die Ii der AN, Konsum vs. I-Natur; und Ig,k als strategische I (=E-Entwicklung).

    367Wir gehen vom allgemeinen I/E-Gleichgewicht aus, was „Stabilität“ bedeutet, während Ungleichgewicht auch „Fehler“ bedeuten kann (was identisch ist mit „Veränderung“ und „Freiheit“).

    368In der neo-klassischen Theorie geht es um „abnehmende Grenzerträge“ in allen P-Faktoren; eben das sind jene Ungleichgewichte mit ihren Folgen, dass P-Faktoren nicht mehr optimal beschäftigt sind, weil die anderen P-Faktoren fehlen, defizitär sind.

    369Grundsätzlich ist die Mathematisierung aller dieser Prozesse eine Verkürzung unserer Modellierung Und zwar wird (→als „Technik“) die I-Seite relativ abgegrenzt und in E umgewandelt. In den mathematische Produktionsfunktionen, mathematische Isoquanten-Darstellung, geht es z. B. um das Zusammenspiel der P-Faktoren, also um Gleichgewicht als „I/E“ analysierbar (I-Natur, Ig-Strategie, I-AN; PM/E, input/output).

    370Allgemein sind die Produktionsprozesse die Verbindung technologisch verwandter Aktivitäten; z. B. als „lineare Prozesse“.

    371In der Praxis werden mehrere lineare Technologien, P-Prozesse zur Produktion eines Gutes nötig sein und zur Verfügung stehen und kombiniert werden; dadurch kann man z. B. auch P-Faktoren substituieren.

    372Diese (Produktions-)Funktionen sind oft nicht-linearer Art (und werden entsprechend mathematisch dargestellt und genutzt (Mehrstufigkeit)

    373Das liegt sachlich/inhaltlich daran, dass die P-Faktoren, besonders AN (deren Ii-I/Natur-Relation) „nichtlinearer“ Art sind (z.B. Spezialisierung des AN, wenn die Güter-Menge linear anwächst; und daher schnelleres Arbeiten geschiedt).

    374Die moderne BWL lehnt sich an die Mathematik, Geometrie u. ä. an;

    375z.B. hier in der Produktionstheorie als serielle, lineare Graphen mit je „genau einem Nachfolger“ (→Peano-Axiom); z.B. konvergierende, divergierende, netzförmige Strukturierungen nutzend.

    376Philosophisch ist jene ökonomische Nutzung eine Vorphase (Ök.Praxis) zu der Phase der Mathematik, d.h. beide haben gleiche Grundstrukturen (→OG).

    377Bwl P-Funktionen beachten die tatsächlichen, sachlichen Abläufe (z.B.) bei der Übertragung von I, E-Eigenschaften der PM, der AN auf die Güter nur unter dem Aspekt ihres eigenen Ik: Werte-„Gewinne“ (Profit).

    378Diese P-Funktionen beobachten dann den (mathematischen) Verlauf der Faktoren-Einsätze; z.B. als Verbrauch von PM, Betriebsstoffen „Abnutzung“ (= „Werteverzehr“) der PM/ „Betriebsmittel“. Es werden dann zu bestimmten Zeitpunkten der Zustand der P-Faktoren je nach Alter, Wartung, Arbeits-Intensität, Ausbringungsmenge u. ä. notiert; auch um aus Kombinationen „Optima“ zu erlangen.

    379Man kann durch die Produktionsfunktionen verschiedene Maßnahmen zur Anpassung an Beschäftigungsschwankungen berücksichtigen, die durch die P-Faktoren (PM, AN) eine Rolle spielen.

    380Anpassung durch zeitliche, quantitative, intensitätsmäßigem Einsatz der P-Faktoren.

    381Diese Maßnahmen lassen sich (fast) beliebig kombinieren. Da gehen sachliche und ihre mathematische Erfassung parallel, weil es um definierte Einheiten und Prozesse geht.

    382Es gibt noch eine Reihe von „Produktionsfunktionen“ (z.B. „Heinen, Pichler, Kloock, Küpper, Mathes, Gutenberg).

    383Bei ihnen allen geht es um ein philosophisch, wissenschaftliches, sachliches Problem: In der allgemeinen „Handlung“ etc.: I→N, G→E sind I und E fast einfach zu nennen, aber das „N, G“ ist auf spezifische Art vielfältig; hier als ökonomische Beziehungen/Relationen/Funktionen und als technologische, technische Beziehungen.

    384Die gilt es einigermaßen zu „ordnen“.

    385Indem man den Produktionsprozess in Teilprozesse aufteilt; z.B. in technische und ökonomische oder z. B. faktorbezogen (→Kapital, AN, Natur) oder z.B., indem man moderne komplexe P-Zusammenhänge auftrennt; oder nach betrieblichen Teilbereichen auftrennend; oder indem man zeitliche Abläufe nach Zeitabschnitten ordnet; oder nach „finanziellen Prozessen“ reduziert, diese ihrerseits strukturiert etc.

    386Die Kostentheorie ist die wertmäßige Beurteilung der Produktions-Zusammenhänge. Das in Kosten, Preise, „Geld“ auszudrücken, was die Produktionstheorie sehr viel komplizierter enthält, macht die Kostentheorie freier, mathematisch flexibler, strategischen Erfordernissen zugänglicher, aber auch theorie-gefährlicher: Wenn inhaltliche Bindungen zurücktreten.

    387In der Kostentheorie ist die zentrale Fragestellung die Bestimmung von Minimalkostenkombinationen (der P-Faktoren zu den P-Mengen).

    388Es ist dies und daher die Suche nach Steuerung von Kosteneinflussgrößen einer Konkretisierung von der E-Entwicklung. Hier im praktischen Gewand der unternehmerischen Produktionsentscheidungen.

    389Der „Kosten“-Begriff hat drei Seiten.

    390Sachlich geht es darum, den „Verzehr an Sachgütern und Dienstleistungen“, als Übergänge physikalischer Art und als Eigentumsänderungen als verschiedene I-Zugriffe zu sehen.

    391Damit ist der organisatorisch spezifisch technische, „betriebsökonomische“ Aspekt verbunden (z.B. als Kostenminimierung) sowie der allgemeine wertmäßige Blick auf die Kosten; als Abstraktion von den eher sachlichen Aspekten.

    392Die Verbindung vom Anfangs-E zum E‘ als Ziel aller einzelökonomischen Produktionen wird durch „N, G“ beschrieben.

    393Diese „N, G“ sind nun ihrerseits (fast grenzenlos) ausdifferenzierbar; wozu noch einige Festlegungen „von außen“ kommen, z.B. das Wirtschaftlichkeitsprinzip, die Gewinn-Maximierung. Hier werden durch diese N, G-„Einflussgrößen“ die Kosten bedacht.

    394Das sind z.B. die Faktorpreise und Faktorqualitäten. Dabei sind die PM nur E; die eigentliche Vermittlung/Relation übernehmen die N, G.

    395Vor allem der „Fertigungsablauf“ (allerdings als Zusammenspiel der PM, E und N, G) beeinflusst die Kosten (→Repetitionstyp der Fertigung→G)

    396Auch die Betriebsgröße, (Anzahl der PM→auch AN→ und der „Beschäftigungs“-Grad der Faktoren sowie das Produktions-„Fertigungsprogramm“ als dynamische Verbindung der E (P-Faktoren) mit N, G beeinflusst die „Kosten“.

    397Das Einzelunternehmen muss sich (gegenüber den vwl Strukturen/Prozessen) als „E“-Variante verstehen; d.h. z.B., es muss Formen der „E-Vollendung“ anstreben; – das ist ein ziemlich objektiver Vorgang. Dazu gehört die Minimierung der Kosten – (was ja im vwl Zusammenhang nur z. T. Richtig und wichtig ist).

    398Die Kostenarten (Werkstoff, Betriebsmittel, Arbeit) haben ihre verschiedenen Ersparnisarten (physisches Einsparen, Ersetzen, Kalkulation zu Wiederbeschaffungspreisen, Akkordlohn statt Zeitlohn etc.).

    399Die Kosten sind wichtig für die Abschätzung/Festlegung des Wert-Zuwachses, den wir als „E-Entwicklung/I-Entfaltung“ sehen.

    400Durch die Strukturierung E-Entw./I-Entf. Der VW durch die bwl Einheiten werden diese Dynamiken ebenfalls zusätzlich strukturiert; z.B. zeitlich. (Die Unterscheidung in „Fixkosten“ und „variable Kosten“ (vwl/“langfristig“ sind alle Kosten variabel/nicht „fix“).

    401Sie variieren zeitlich mit der E-Entwicklung, aber auch mit der „Menge“.

    402So sind die variablen Kosten proportional, degressiv, progressiv, regressiv im Verhältnis zur Ausbringungsmenge. Prinzipiell sind dieser Einsatz von P-Faktoren, Hilfsmitteln eine E-Sache; d.h. es verwundert, dass es progressive, regressive, degressive Abläufe geben kann, denn es wäre ja nur eine E-Übertragung (→G) und Wertzuwachs kann nur durch „I!, also I/E geschehen.

    403Die Abweichungen von der Proportionalität ist auf Rahmenbedingungen (sachliche, rechtliche, ökonomische) zurück zu führen, die versteckt „I“ enthalten (z.B. teurere Überstunden-Bezahlung).

    404Auch weitere Einteilungen (Fixkosten plus variable = Gesamtkosten, Stückkosten, Grenzkosten und deren Beziehungen zueinander; z.B. wenn Stück- und Grenzkosten gleich groß sind) sind weitere bw Probleme; so Strukturen, die die Grundbedingungen der Ökonomie, hier des „Unternehmers“ gehorchen müssen; vor allem ihrer Minimalisierung.

    405Man will minimale Kosten-/kombinationen haben. Eine Möglichkeit, das zu erreichen, ist die Substitution der P-Faktoren; also z.B. Menschen/Lohn, eher, als Maschinen PM/Kapital einzusetzen; bei gleicher Ausbringungsmenge u.ä.

    406Wenn man diese verschiedenen Strukturen und Prozesse optimal (bei evtl. sich ändernden ökonomischen Bedingungen) kombinieren will, sind formale theoretische Überlegungen zum Beispiel mathematischer Art hilfreich; diese Mathematik ist ein PM (→Software) wie jedes andere PM auch; die PM sind heute komplexer, spezialisierter. denn je. Das gilt auch für alle Maschinen, Organisationen, Finanzierungsüberlegungen, rechtliche Seiten etc.

    407Die Kosten sind Folgen der PM- „Aufblähung“ (Maschinen, P-Faktoren überhaupt); das aber folgt aus der objektiven E-Entwicklung. Die I-Seite dabei ist der Gewinn daraus. Ist der „Sinn“ der „Ökonomie“ jene I/E-Abwägung?

    408Die P-Faktoren E und (entsprechend) die P-Prozesse N, G sind von der objektiven E-Entw. bestimmt. Zusammen mit den I-Seiten ergeben sich wegen jener Entwicklungs/Entfaltungs-Dynamik im Konkreten zunehmend (tendenziell unbegrenzt) Komplexitäten. Diese sind – prinzipiell – nur durch „Planungen“ zu bewältigen; d. h., zuerst ist „I“ („was will man überhaupt“) zu fixieren. Dadurch ist eine Zuordnung der E und der N, G möglich und effektiv.

    409Die weltanschauliche Kontroverse „Plan-Markt“ wird aufgehoben: Es gibt kleine bw Planungen und weltweite; zugleich aber funktionieren stets die Marktmechanismen.

    410Die Grundbegriffe der Produktionsplanung kann man als I, I/E, N, G erkennen. Die Ziele (I) können zu erstellende Produkte (E) sein, nach Art und Menge.

    411Dazu müssen planmäßig P-Faktoren (→E) bereitgestellt werden. Und der Produktions-Prozess als räumlicher, zeitlicher Bewegungs-/Arbeitsvorgang (→N, G, N/G) muss geplant (und durchgeführt) werden.

    412Deutlich ist, es geht hier um Techniken, also um die „Praxis“, bei der die Unterschiede der „vier“ geradezu aufgehoben werden müssen; d. h. z.B. auch, die I-(Plan)–Durchführung über E (PM) zum E` (Ergebnis) ist ein unbegrenztes Übergangs-Feld.

    413Vor allem auch die I-Seite lässt – je nach Art der Praxis der Phase – ausdifferenzieren; hier z.B. als (in zeitlicher und sachlicher Reichweite) als strategische I, taktische I, operative I („Produktionsplanung“).

    414Natürlich geht es dabei letztlich um I/E-Varianten.

    415Die strategische Produktionsplanung verbindet E-Entwicklung/I-Entfaltung über Ig mit konkreten Fragen und Entscheidungen, z.B.

    416was, wo, wie, womit soll produziert werden.

    417Diese Strukturierung der Produkt- und Dienstleistungsarten, die Mengen, die Bereitstellung von Betriebsmitteln, die Organisation, z. B. die Standortwahl u.ä. dürfen in ihrer Wirkung auf E-Entwicklung und I-Entfaltung nicht unterschätzt werden.

    418Die von der strategischen Produktionsplanung zeitlich, sachlich-detaillierte (Mengen, PM etc.) abzuleitende taktische und operative P-Planung führt zum „Produktionsprozess“ und damit zu dessen Strukturierungen („Produktionsformen“) z.B. nach Mechanisierungsgrad (PM der AN); etc.

    419Und zur→E-Seite, →I-Seite: Wechselwirkung der I-Natur mit den Ii,k,g der AN. I/E: Die E-Seite der „Produktionsformen“, deren bw Strukturen/Sub-Phasen/Systeme ist der „Mechanisierungsgrad“ (manuell bis automatisch), (also PM-Entwicklung). Sowie z.B. die „Stufigkeit der Produktion“ oder die „Verbundenheit der Produkte“/Kuppelprodukte.

    420Die I-Seite ist z.B. der Marktbezug, der Produktionsanlass (Kunden-Auftragsfertigung oder Marktfertigung).

    421Aber diese E-Strukturierungen sind fast unbegrenzt, z.B. nach der herzustellenden Gesamtmenge (Massenfertigung, Sortenfertigung, Serienfertigung, Einzelfertigung); z.B. nach der Organisationsform der Fertigung (Fließ-, Werkstattfertigung), je nachdem, ob man sich – eher – am Ablauf/Prozess oder an den Verrichtungsarten und Funktionen orientiert.

    422Das alles lässt die E-Seite analysieren, um die E-Entwicklung als Verbesserung, Analyse, Nutzung bis in ihre sachlichen Tiefen hinein zu kennen und zu beherrschen. Um dadurch weitere E-Entwicklung zu generieren (bzw. I zu erfüllen).

    423So als geringere Durchlaufzeiten; geringe Transportstrecken, gleichmäßige Kapazitätsauslastung, gute Raumausnutzung u.ä..

    424Die „Organisation“ ist eine Variante der E-Seite/des PM-Niveaus und damit der (hier speziellen) E-Entwicklung. Dabei müssen die bisherigen PM-Defizite/-fehler eliminiert werden; das ist sowohl prinzipiell möglich wie auch (mit der E-Entwicklungs-Beschleunigung heute rasch möglich);

    425so die PM flexibel hinsichtlich der Produktvariation zu gestalten; die Maschinenumrüstung, Werkzeugwechsel programmiert vornehmen; die Transportwege in den Produktionsablauf integrieren; Lager einsparen durch „just in time“-Anlieferung.

    426Diese E-Entwicklung ist von der elektronischen Datenverarbeitung nicht zu trennen. Dazu Maschinen, die numerisch gesteuert, automatische Werkzeugwechseleinrichtungen, Pufferlager für Werkstücke, automatische Spann- und Beladevorrichtungen haben; automatisch unterschiedliche Produkte bearbeiten, fahrerlos transportieren; oder die gar aus einem integrierten Materialfluss-System und Infofluss-System bestehen, mit Rüstvorgängen, die im Fertigungsablauf integriert sind u.ä. Wobei Flexibilität, AN-Einsparung, Schnelligkeit etc. das ökonomisch-technologische Ziel ist, das durch solche unbegrenzten E-Entwicklungen erreichbar ist, wenn es ökonomisch sinnvoll ist.

    427Die Planung des Produktionsprogramms muss die Ziele (I) der Produktion festlegen, (Produkt-Art/-Feld, welche Kunden) und die einzusetzenden P-Faktoren (N, G) sowie die zu verwendenden Kapitalien (E).

    428Diese allgemeinen „strategischen“ I müssen dann differenziert werden, in „Bereitstellungsplanung“, „Prozessplanung“. Zunächst formal: Produkte etc. nach Art und Menge, zeitlicher Rahmen.

    429Inhaltlich geht es um die Bereitstellung der P-Faktoren in Quantität und Qualität

    430So der Grundstücke, Gelände, maschinellen Anlagen, Werkstoffe, Betriebsmittel; auch innerbetriebliche Standorte, Lager. Dazu der Anordnungstyp (Fließfertigung etc.); und „E“ als Kapital.

    431Dann die Personalplanung, kurz-/mittelfristig (Überstunden, Springer, Leiharbeit, Einsatzplan);

    432d. h. E als AN.

    433Im Produktionsprozess treffen die E (P-Faktoren) und die I (Ziele quantitativer und qualitativer Art) aufeinander – und zwar vornehmlich in der Person der AN.

    434Als Übergang zwischen den alten (Rohstoffen, PM) und den neuen E (Güter) und zwischen den I-Natur der Stoffe, PM und den I, welche die historischen, gesellschaftlichen Vorstellungen sind, (als I des Kapitals, Ii- der AN).

    435Auch das muss geplant werden: Als „Produktionsprozessdurchführungsplanung“.

    436Man kann diese letzte Detailplanung noch relativ oberflächlich sehen: Je nach P-Faktor zeitlich, räumlich mengenmäßige Planung und Überwachung, Sicherung, Steuerung der Produktionsdurchführung.

    437Und man kann noch näher auf die Planung der Abläufe eingehen; z. B. bei den Entscheidungen, welche Fertigungen von welchen P-Faktoren wie bearbeitet werden, mit welchen Werkstoffen, mit welchen Intensitäten etc. Das führt zur physikalisch – physiologischen Wechselwirkung, d.h. z.B. zu I-Natur zu Ii zu →Ikg.

    438Was wird konkret geplant, entschieden? Zeitliche Abläufe/ Terminierungen Kostenminima, Kapazitätsabstimmung,, Reihenfolgeplanung; und zwar je bezogen auf Maschinen und AN.

    439Es geht im Kern darum, Anfangs-Ii in E („Ergebnis“) überzuführen, ist also ein konkreter „Übergang“.

    440Im Konkreten geht das nur, indem konkrete Raum, Zeit, sachliche Zwischen-I, kleine E-Stufungen sowohl in der Planung wie in der Praxis, in tendenziell unendlich dichten (→Rz) und unendlich vielen (→Rw) Abstufungen erfolgt.

    441Natürlich sind diese konkreten Schritte (in Planung und Durchführung) weder unendlich klein noch unendlich viele.

    442Es geht ja um „Technik“ und damit um Endlichkeit der P-Faktoren PM, Orte, AN, der Projekte, Produkte/-mengen, Termine.

    443Im Kern ist es stets dasselbe: P-Faktoren, quantitative und qualitative Kapazitäten werden abgeglichen mit den – festzulegenden – Produktarten/-mengen zu bestimmten Zeitpunkten.

    444Bei der Produktionsprozessplanung werden wesentliche operative Ziele aus dem übergeordneten Zielsystem des Unternehmens abgeleitet;

    445z.B. um die beeinflussbaren Kosten zu minimieren; aber auch z.B. Fertigungskosten, Leerkosten (bei Stillstand der P-Faktoren), Lagerhaltungskosten, Strafkosten (bei Lieferunfähigkeit).

    446Für die (zeitliche) Planung kann man statt der Kostengrößen, die sich häufig nur schwer quantifizieren lassen, Zeitgrößen betrachten.

    447Das ist möglich, weil „Planung“ selbst ein (tendenziell maximaler) Abstraktionsvorgang ist – und darein alle abstrakten Phänomene „passen“, z.B. „Geld“, „Zeit“ – die man in ihrer Abstraktheit (E, G) gleichbehandeln kann;

    448z.B. „Zyklus-Zeit“ als _->Gesamtbearbeitungszeit, Durchlaufzeit, Transportzeit, Wartezeit, Leerzeit, Verspätung“ u. ä.

    449Bei der Durchlaufterminierung kommt es auf die Minimierung des Zeitaufwandes an; es steht das f. die Kostenminimierung.

    450Die Netzplantechnik ist dafür eine formale Systematisierung. Sie ist eine Variante des Handlungs-, Arbeits-, Praxis-Begriffs, deshalb kann sie als I→N, G→E→etc. beschrieben werden.

    451Ein Netzplan besteht aus „Vorgängen“ (→N/G), z.B. Fertigung, Transport, aus „Ereignissen“ (→E), z.B. ein bestimmter Projektzustand und aus „Vorrangbeziehungen“ (→I); wobei das nur ein formales Bestimmen ist: Als Auswahl von Vorgängen auf Grund ökonomischer, technischer, logischer Notwendigkeit.

    452Formaler und graphisch: Man kann z.B. die Vorgänge als Pfeile (I) (→Rw) darstellen und die Ereignisse (E) als „Knoten“. Die Kombination beider ist dann möglich.

    453Der Netzplan kann als sinnvolle I/E Reihenfolgebeziehung →I-befürwortung, angesehen werden, wobei E gebildet werden und „Beziehung“ zwischen den I und E (I/E) entstehen werden . Methodisch, prozessual als N/G. Es ist eine Variante des allgemeinen Handlungs-Arbeits-Modells: I→N, G→E→N, G→etc.

    454Zum Beispiel auch bei der „Strukturplanung“ (E) erscheinen N/G als „Vorgänge“ und die „Vorrangbeziehungen“ sind die I-Seite.

    455Inhaltl. geht es um „E-Vollendungen“ (= „Gewinn“) sowie um Zwischen-I, -E auf dem Weg dahin.

    456Abstrakt, aber auch praktisch/konkret kann man den Netzplan dann z. B. als „Zeitplanung“ fassen; mit Beginn/Projektbeginn-Termin (E) und Projektdauer als N/G sowie Endzeitpunkt als „I“ (z.B. als „frühestmögliches Ende“).

    457Warum dreht sich in der „Ökonomie“ alles um „Termine, Zeitplanung, Erhaltung von Zeitpunkten und möglichst großen Schnelligkeiten?

    458Allgemein gilt, dass die E-Entwicklungs-Beschleunigung eine „zeitliche“ ist – und dass dies bestimmendes Zentrum der Ökonomie ist. Zudem kann die formale Zeit-Planung etc. übersetzt werden in Geld-, Gewinn-, Konkurrenz-, P-Faktor- und Modernisierungs-Probleme etc.

    459Die Termin-Planung betont (in abstrakter Weise) die Erreichung der Zielsetzungen. Allgemein, die der Gewinn-Maximierung durch Erfüllung der Verträge, (pünktlich etc., Konventionalstrafen), aber allgemeiner ist die „E-Entwicklungs-Geschwindigk“.

    460Das aber ist eng verbunden mit der „Kapazitätsplanung“. Dabei wird die Netzplantechnik erweitert auf die E-Seite: z.B. die Produktiveinheiten, Personal, Betriebsmittel; also der P-Faktoren; so die Bereitstellung von PM, AN, zusätzlich neuem Wissen.

    461Es geht bei allen Planungen um Maßnahmen der Kosten-Minimierung/-Reduzierung, z. B. durch Verkürzung der Vorgangsdauer.

    462Das kann man noch dadurch verbessern, indem man die Planungsansätze (Kapazitäts-, Zeit-, Maschinenbelegungsplanung) kombiniert und simultan vornimmt.

    463Der Einsatz der Produktionsfaktoren kann ebenfalls systematisch geplant werden, z.B. als Maschinenbelegungsplanung Was die Aufträge detailliert auf die einzelnen verfügbaren Maschinen einplant.

    464c) Dabei ist die Maschinenfolge in der Regel technologisch determiniert, aber eben auch ökonomisch, durch die Auftragsfolge.

    465Das allgemeine „ökonomisch-technologische“ Zusammenspiel wird in solchen Planungen, wie z.B. der Maschinenbelegungsplanung, konkret.

    466Die PM/Techniken bestimmen z.B. in absoluter Weise Zeitverbrauch, daher Kosten. Die Organisation/Planung (Reihenfolgen, Leerzeiten, Wartezeiten, Prioritäten, Operationsdauer, also Maschinenfolge, Auftragsfolge, Liefertermine bestimmen ebenfalls über die ökonomischen Kosten; sie sind aber meist flexibler, von Planung beeinflussbarer.

    467„Planung“ galt wohl deshalb als ideologisch abzulehnen (→„I“), weil sie meist undurchführbar war (was das E-Niveau, die Verlässlichkeit etc. betrifft).

    468Zumal die Komplexitäten wuchsen, und die I-Vielfalt und das Offenhalten der I durch persönliche (Plan-)Erarbeitung, auch bestimmter Organisation, eher gewährleistet schien.

    469Inzwischen aber gibt es „PM“ im Büro etc., welche die Planungen und Steuerungen aller vielfältiger und komplexer Grade bewältigen kann.

    470Die rechnergestützten Planungs- und Steuerungssysteme sind unbegrenzbar leistungsfähig. Ob Gesamt- oder Teilprobleme, ob in Produktion bis zum Versand, ob simultan geplant oder sukzessiv, beliebig detaillierbar, ob heuristisch-praktisch oder beliebig genau, ob regional oder global, für beliebig zeitliche Perioden, etc.;

    471es ist tendenziell. nicht mehr eine technologisch Hard-/Software, sondern eine ökonomischer Art.

    472Die BWL ist eine „Technik“. Daher sind solche I/E-Gebilde wie Planung (als Kombination der E-Seiten, PM, P-Faktoren, mit der I-Seite – →Planung- „unbegrenzt“ detaillierbar; und mathematisch, mechanistisch darstellbar, vom Computer z.B. (→“Daten“).

    473Für uns ist wichtig, es geht stets um E, auch in den Details (sowie um N, G-Prozesse).

    474Die E-Entwicklung-(Beschleunigung) zeigt sich in der heutigen BWL z.B. darin, dass die kostengünstigsten (gesteigert…) P-Faktoren global gesucht werden; ebenso diejenigen Kunden, welche die besten Preise zahlen und natürlich möglichst viele Kunden weltweit.

    475Die I-Entfaltungs-Zunahme zeigt sich z.B. in der Verbesserung der Qualitäten (durch Spezialisierung der Hersteller, der Rohstoffe).

    476Konkreter auch durch Lagerung, Transport, Kernkompetenz, Planung etc.

    477Dieser stets vollständige (philosophische) I→N, G→E-Ablauf entwickelt sich in allen Teilaspekten. Die mit der E-Entwicklungs-Beschleunigung. immer wichtiger werdenden N, G werden in der modernen Logistik dann auch entwickelt;

    478z.B. als moderne Formen aller der Tätigkeiten, die sich auf die Bereitstellung von Gütern (in richtigen Mengen, Qualitäten. zum richtigen Zeitpunkt, Ort und zu minimal. Kosten.

    479Die P-Faktoren, Zwischenprodukte sind „E“, ebenso ist das Produkt E.

    480Die I-Setzungen resultieren aus den drei ökonomischen Haupt-„Funktionen“: Die Beschaffung von P-Faktoren (und Zwischenprodukten für den P-Prozess). Die Distribution von Fertigerzeugnissen und die Beseitigung bzw. Wiederverwendung von Abfallstoffen und Altprodukten.

    481Diese drei Aufgaben spannen ihre „logistischen“ Netze als zusätzliche Netze „raum-zeitlich“, d.h. Bewegung, Lager, und kaum als sachliche Veränderung über das sachliche Netz; es geht dann auch um andere I, E und N, G.

    482Es geht um Differenzierungen: z.B. die Probleme des technologisch-ökonomischen Zusammenhanges (bei E-Dynamik und I-Freiheiten). Oder z.B. die Abstimmung von mikro-logistischen zu makro-logistischen Überlegungen; d. h. BWL vs. VWL und zur Politik.

    483Das Verkehrssystem einer VW, bzw. global, ist ein makro-logistisches System, die mikro-logistischen Systeme sind sehr zahlreich (Speditionen bis zum Militär).

    484Meta-Logistik als Zusammenfassung/-plan und Abstimmung (z.B. des Güterverkehrs) fehlen noch weitgehend.

    485Wie in jedem Netzwerk hat man auch die Grundkategorien I, E, N/G im Logistiknetzwerk. „I“ als gerichtete Graphen, die die Transportbeziehungen sind, E als „Knoten“ (Betriebe, Lager, Kunden), N/G als die ökonomisch notwendigen Wechselwirkungen (auch Info-Fluss).

    486Lager sind (als E) die Gegenstücke zu den theoretischen I-Freiheiten, welche z.B. die Produktion unabhängig von der Nachfrage gestaltet. (Bedarfsschwankungen (I) oder auch Zufälle (→I…).

    487Man kann das Logistiknetzwerk auch durch E etc. erfassen.

    488Lieferant (E)→ Beschaffungslager (E)→ Produktion (I/E zu N/G)→ Zentrallager (E)→ Auslieferungslager (E)→ Kunden (I, I/E).

    489Es ist das eine spezifisch institutionalisierte Variante des allgemeinen „Handlungs-/Arbeits“-Begriffs E→N, G→I → etc.

    490Die ökonomische E-Entwicklung besteht prinzipiell darin, „das Vermögen zu vermehren“, genauer, Investition, Profit, Erlöse u.ä. zu machen.

    491Speziell z.B. dadurch, dass die bwl E (Teile des Vermögens, Vorräte, Lager) „dynamisiert“ werden; das geschieht bei der modernen Steigerung der Material/-Logistik (allgemein als „Rationalisierung“).

    492Kleinhalten der Lager durch „Kooperation“ zwischen Lieferanten, Produktion, Kunden.

    493Zusammenarbeit von Konkurrenten .

    494Wegen der E-Entwicklungs-Beschleunigung und wegen den „I“ (Märkte) gibt es zwei Quellen von praktischer Unsicherheit: In der Ökonomie allgemein und hier konkret in der Logistik.

    495Daher gilt es langfristig/strategisch von mittelfristig/taktischen und kurzfristig/operativen Festlegungen zu unterscheiden und zu planen;

    496Zum Beispiel die Lage der Lager, Fuhrpark, Transportbeziehungen/-mittel, Tourenplanung, Bestell-, Produktions-, Liefer-Mengen etc.

    497Materialbedarfsplanung: Was ist „Material“? Die Vorstufen des jeweiligen Produkts. Diese kann man nach technologische und ökonomische Gesichtspunkte ordnen; z.B., danach, wieviel Wert es hat o/u wie wichtig es technisch ist.

    498Warum macht man das? Um die ökonomisch-organisatorische Arbeit zu „verbessern“, so für spezifische E-Entwicklung (konkret, „Rentabilität“).

    499Es geht um das Zusammenspiel von technologischer und ökonomischer Seite, wobei „zunächst“ die technologische Seite entscheidend ist.

    500Davon betroffen sind die Einteilung der Materialarten, ihr Verbrauchswert auf Grundlage der Mengen und des Preises; mögliche Rationalisierungen.

    501Es geht da z. B. um Infos für eine differenzierte Beschaffungs- und Lagerhaltungsplanung.

    502Man kann zwei Arten der Ermittlung von z.B. Materialbedarf unterscheiden; sie richten sich an E aus oder an I.

    503Die Verbrauchsorientierung richtet sich an den Erfahrungen der Vergangenheit aus, welche durch Zeitreihen analysiert werden; daraus werden Prognosen für zukünftigen Bedarf erarbeitet (Extrapolation).

    504Die I-orientierte Bedarfsermittlung geht von vorgefasstem „Programm“ aus.

    505Also z.B. von kurzfristigen, programmgeplantem Material-Bedarf nach geplanten, festgelegten Produktionsmengen.

    506Es zeigt sich auch wieder der ökonomisch-technologische Zusammenhang, z.B. in den Klassifikationen von Bestellmengen, die nicht nur in ihrem Gebrauchswert gesehen (geplant) werden, sondern auch darin, wieviel unterschiedliche und zusätzliche Kosten sie machen, durch dieses Bestell-Verfahren: Wieviele Objekte kann man produzieren, ohne neue Rüstvorgänge der Maschinen (also Kosten) zu haben; dito Lagerkosten durch unterschiedliche Bestellung/-Planung, neue, zusätzliche Bestell-Vorgänge. Es geht also um kostenminimale Losgrößen.

    507Die Ziele aller dieser Maßnahmen, z.B. die Wahl des Planungszeitraumes, der zu disponierenden Güter, der zu berücksichtigenden Kosten, Fertigungsgeschwindigkeiten, Bestellpunkte etc., ist die Minimierung der Gesamtkosten (z.T. auch eine Maximierung des Servicegrades oder der Kapazitätsauslastung).

    508Die BWL ist eine Technik; das zeigt sich auch darin, dass hier auf andere Phasen, z. B. Zeit, Raum stets Rücksicht genommen werden muss.

    509Oder anders gesagt, um diese Technik wissenschaftlich zu behandeln, müssen (fast unbegrenzt) viele „Einschränkungen“ zusätzlich vorgenommen werden (→ als systematische Aussage: „Bei Konstanthalten weniger relevanter Größen“ u. ä.),

    510Was alles zu planen ist, ist ein „Abbild“ der relevanten Umwelt bzw. der Struktur und der Relationen der „Ökonomie“: So der Planungszeitraum, die Art und Anzahl der Güter und deren Interdependenzen: Rüst-, Bestell-, Lagerhaltungs-, Fehlmengen-, Produktions-Kosten.

    511Was ist philosophisch „Technik“? Der wp OG (E,I,G,N) ist maximal einfach, weil unrelationalisiert.; Sprachen, Wissenschaften fangen als Theorien mit Relationierung der vier Grundgrößen an.

    512Das steigert sich, in den Praxen (speziell ist in Techniken maximale Relationierung erreicht). Deshalb spezialisieren die Techniken sich „arbeitsteilig“ und sie stellen ihre Erkenntnisse als Modelle dar, welche stets „von allem anderen absehen“.

    513So hier als „statisch-deterministische Modelle“; mit z.B.solchen Grundannahmen: „unbegrenzter Planungshorizont“, anstatt 1 Jahr, 1 Tag etc.; „kontinuierliche Nachfrage“, konstanter Bedarf, „zeitinvariante Kostensätze“ etc. Weil „Planung“ (hier z.B. sonst unmöglich wäre). (Weitere Annahmen (beliebig viele..?) sind fixe Bestellkosten, lineare Lagerhaltungskosten, keine Kapazitätsbeschränkung etc.).

    514Bei einstufigen Einproduktmodellen ist die Planung leichter als bei Koppelungen zwischen den Produkten. Dafür aber ist u.U. solche Koppelung ökonomischer, so dass sich Vor- und Nachteile zeigen/aufheben.

    515Philosophisch muss man von wirklichen Grundstrukturen ausgehen. Dazu gehört, dass die drei ökonomischen Zentralphänomene regional/räumlich und zeitlich willkürlich, zufällig verteilt sind.

    516Natur (z.B. Öl, Erze) →E, Arbeitskräfte→N/G und auch „Konsumenten“→I sind global verstreut.

    517Dafür gibt es die „Relationalität“, hier z.B.als Transport, aber auch als „Lagerhaltung“ gehört dazu – und damit Kosten als zusätzliche.

    518Ziel dieser (auch der mathematischen) Modelle ist die Ermittlung derjenigen „Unternehmenspolitik“, die zu minimalen Gesamtkosten führt. In der Regel geht es um eine (tendenziell unbegrenzte) genaue Analyse des Produktions-Prozesses; der Aufzählung der PM und ihrer (hier) ökonomischen Bewertung;

    519z.B. welcher Bedarf (I als Anfang…) als Fertigungsgeschw. des Produktes, Rüstkosten, Lagerhaltungskosten etc.

    520Man muss von einem „Dreieck“ ausgehen: Erzeuger/Gewinn, dann Umwelt und Verbraucher. Wir: E1 → E2 → I/E3.

    521Hier in der Strukturierung der Logistik spielen alle drei in ihren Relationen spezifisch konkrete Rollen.

    522Der „Gewinn“ ist primär; z.B. logistisch als Zeitaufwand minimieren, möglichst mehrere Bedienvorgänge kombinieren; zentrale oder dezentrale Depots (je nach Kosten), Fahrzeugarten je nach ökonomischen Optima; möglichst kurze Strecken;

    523dazu gehört z.B., fixe Kosten in variable Zeit-Arbeit/Fahrzeug-Leasing zu wandeln; optimale Touren-Planung, Standortwahl.

    524Die Logistik ist ökonomisch und ökologisch bestimmt (beides ist z.T. untrennbar);

    525z. B. „kurze Wege“, Art der Fahrzeuge, Standorte/Depot.

    526Die optimale Kunden-Versorgung ist das dritte Hauptziel; z.B. zumutbare Zeitpunkte, Planung- Abstimmung.

    527Die betriebliche und innerbetriebliche Standort- und Strukturplanung durch die Gestaltung von Logistiknetzwerken untersteht der Minimierung der Transportkosten und der Kosten für Kooperation/Info-Austausch (im Betrieb). Sekundär, untergeordnet dazu ist die Minimierung der Störanfälligkeit, die Bewahrung von Flexibilität u.ä.

    528Philosophisch gesehen: I/Ziel ist vorgegeben (Rentabilität); nun wird N, G konkret ausdifferenziert – und E (PM u.a.) danach eingerichtet; genauer als E/N/G-Wechselwirkung (z.B. E = Boden/Preise, AN (Anzahl/Qualität, Werkstoffe, Hilfsstoffe, Verkehrsverhältnisse, Absatzmöglichkeit, Steuer).

    529Marketing (Absatz, Vertrieb) wird immer mehr eine Wechselwirkung zwischen den Ii der Verbraucher, als aktiver Prozess (Wecken von Bedürfnissen, aber auch Schaffung, Erschließung von Absatz-Märkten). Philosophisch geht es darum, unbegrenzte „Übergangs-Felder“ durch N/G etc. zu konkretisieren.

    530Mit diesen N/G, I/E kommt es – auch zusätzlich – zu Wechselwirkungen interdisziplinärer Art (Sub-Phasen), z.B. BW/L, VW/L, Soziologie., Psychologie u. a.

    531Im Mittelpunkt steht dann (für BW/L) „der Markt“. Das wird bei Beschreibung, Erklärung, Planung in allen Unternehmensbereichen (Absatz, Beschaffung, Personal) zum Ausgangspunkt.

    532Wir gehen von I/E aus und dessen Gleichgewicht; das →erzeugt „Neues“. Wobei die Nachfrage (I) im bwl. Konkreten viele Folgen hat, die in der I-Sphäre generell beschreibbar sind.

    533Dasselbe gilt für E (angebotene Produkte etc.); so wirkt z.B. die E-Entwicklung (als Teil der E-Sphäre) so, dass Forschung, neue PM, neue Produktmöglichkeiten. etc. innerbetrieblich wichtig sind.

    534„Käufermärkte“ sind das Typische, da das Angebot in entwickelten Industriestaaten tendenziell der Lohnentwicklung vorauseilt und insgesamt die E-Entwicklungs-(Beschleunigung) zunimmt, und die I-Entfaltung nur bestenfalls nachzieht.

    535Da es derartige E-Entwicklungs-Beschleunigung gibt, taucht schließlich eine neue Art der Krise auf. (Die alte war durch E-Unterentwicklung verursacht).

    536Um diese Krise zu bremsen, heraus zu zögern, wird eine spezifische E-Entwicklung-(Beschleunigung) gefördert: Zum Beispiel das Marketing.

    537Dabei geht es für den einzelnen Anbieter darum, seinen Marktanteil zu halten und zu steigern (= I, neben dem I = Profit…). Insofern ist das eine Variante der allgemeinen E-Entwicklung, konkret in der „Technik/ologie“.

    538Dazu braucht es geeignete Hilfs-Mittel PM (→E), um andere „Hilfs-Mittel“ (für das Ziel/„I“) Absatzmenge u/o Absatzpreise, also den „Umsatz“ zu steigern.

    539Die VWL muss eher die absolute, objektive E-Entwicklung-(Beschleunigung) leiten etc., während die BWL eher die relative Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Unternehmens als Ziel hat.

    540Letzteres ist der „Marktanteil“ eines Unternehmens im Vergleich zu seinen Konkurrenten. Es geht stets vor allem um das „Überleben“, auch wenn primäres Ziel die Maximierung des Umsatzes und des Gewinns ist.

    541Wenn die absolute Steigerung (Wachstumsmärkte) für alle möglich ist, gilt das auch für den relativen Markt-Anteil des einzelnen. Dann ist der Wettbewerb verhältnismäßig friedlich und die Marketing-Probleme klein.

    542Umgekehrt ist es, wenn auf gesättigten Märkten der Marktanteil nur auf Kosten der Konkurrenten mit aggressiven Marketing-Strategien zu erhöhen ist.

    543Solche zusätzlichen gesellschaftlichen Dynamiken belasten jede Gesellschaft; die Folgen können destruktiv sein.

    544Die Ziele (I) bei der Erhöhung des Umsatzvolumens sind bessere Versorgung der Kunden und Gewinnerhöhung; beides sind I-Entwicklung durch E-Entwicklung; welches man wiederum als „Handlung“ (I→N, G→E->I->etc.) sehen kann. Dann kommt es in Techniken (BWL) darauf an, die „N, G“-Prozesse auszugestalten, um das I zu erreichen. Dazu gehören PM/E1 als „Mittel“, hier Marketing-Instrumente (absatzpolitische);

    545z. B. die Preisgestaltung, Produktpolitik, Distribution, Kommunikation (wobei auf ersterem die Betonung auf E1 liegt; bei letzterem auf N, G-Prozessen, Verfahren).

    546Das absatzpolitische Instrument der Preis-/Kontrahierungspolitik nutzt die Spielräume des Unternehmens (Preisdifferenzierung, Zahlungsbedingungen).

    547Bei der Produktpolitik (Eigenschaften, Gestaltung, Qualität der Produkte, Kundendienste). Bei der „Distributionspolitik“ werden die Spielräume bei den Absatzwegen, Verkaufsorganen u.ä. genutzt. Und bei der „Kommunikationspolitik (Werbung, PR, Sponsoring) geht es um allgemeine Beeinflussung des Kunden. Der Marketing-Mix ist jene Kombination, die erfolgs- und kostenmäßig diese Instrumente kombiniert.

    548Philosophisch allgemein geht es um E-Variationen/-Veränderungen, welche die I-Seiten lenken sollen.

    549Ein Kernproblem der Marktforschung und Marketingforschung ist, die Übereinstimmung von produzierten Waren und den Bedürfnissen der Käufer (Investition, Konsum) zu optimieren.

    550Was als „Wechselwirkung“ zu beschreiben ist, und zwar als doppelte Dynamik der E-Entwicklung (Angebote) und der I-Entfaltung (Konsum, Investition)

    551Formal: Die Ausdifferenzierung „bis zum letzten Kunden“; inhaltlich: Welche I, E, I/E genau (→heimliche I; → „qualitative Befragung“).

    552Diese Freiheiten, deren unsichere Nachfrage machen den Aufwand aus, der für Marketing gemacht wird, um (z.B.) vollständig, rechtzeitig relevante Infos auf den verschiedenen Märkten (Beschaffungs-, Absatz-, Kapital-Markt) zu vermitteln. Entsprechend arbeitsteilig und umfänglich sind dann solche Dienste.

    553Welche die „Kapital/PM-Seite“ und deren Kosten ständig erhöhen (→Fall der Profit-Rate).

    554Grundstruktur aller dieser Methoden der Marktbeobachtung und -analyse ist das Verhältnis zwischen relativ freiem Ii und beeinflussten Ii (z. B. durch Ik,g (→Reklame z.B.) und auch durch die E-Entwicklung (→technische Waren z. B.).

    555Die Instrumente der Marktanalyse (Interview, Beobachtung) und deren wissenschaftliche Untersuchung sind darauf ausgerichtet, Entwicklungen, Trends, Prognosen für Absatzmengen, Qualitäten, Preise zu erstellen.

    556Das ist das „passivische“ Gegenstück – (das zur Erhaltung der bwl Heterogenität der Märkte notwendig ist) – zur E-Entwicklung/I-Entfaltung im ökonomisch-technischen Bereich, in Phasen. Auch die Politik →Absatz, Reichtum etc. ist auf Abschätzungen, Prognosen angewiesen.

    557Wir versuchen die allgemeine „Situationsanalyse“ durch I, E zu systematisieren.

    558Die Realisierbarkeit und der Effekt der Marketingaktivitäten hängen von den eigenen „I“ ab und von der eigenen E-Lage (verfügbare Mittel) und von den I und E der Konkurrenten sowie der E-Lage, allgemeine Umweltzustände (ök. Wachstum z. B.)

    559Die genauen und vollständigen Kenntnisse aller dieser I, E und deren Wechselwirkung erlauben bessere Weiterentwicklungs-Chancen; bzw. die Verhinderung von Insolvenzen.

    560In der Chancen-Risiken-Analyse werden die E (Umwelt-Entwicklung) und die I der Konkurrenten in ihrem Einfluss („Relation“) auf eigene I/E abgeschätzt. Kennt man dieses „Ii-Ii/E-Geflecht“ genauer, kann man zielgerichtet Einfluss nehmen. Welche Chancen der Realisierung haben die eigenen Ii vs. fremder Ii,k,g; durch welche Handlungsabläufe/-möglichkeiten.

    561Bei der Analyse der Ressourcen eines Unternehmens (Cash-Flow, know-how, Betriebsmittel, P-Faktoren etc.) wird die E-Seite bilanziert.

    562Es geht dann darum, diese E mit den E-Stärken/-Schwächen der Konkurrenten zu vergleichen, um die eigenen Vorteile zu kennen etc.

    563Dieses „Benchmarking“ dient der E-Entwicklung-Beschleunigung.

    564Vor allem die ständige Analyse des „Produkts“ (Ware, Dienste) – und damit im Zusammenhang die Beobachtung der zugehörigen Märkte, entscheiden über die optimalen/maximalen Erfolge der Erzeugung und des Verkaufs; und z.B. die Vorteile des Produkts, für wen, Verbesserungsmöglichkeiten, Modifikationen, aktueller technologischer Stand etc.

    565Zur allgemeinen „Situationsanalyse“ gehört auch die der Rz-Dynamik: Wer sich auf wenige Punkte spezialisiert (z.B. Technologien, Produkte, Käufer, Märkte), gewinnt gegenüber den Mitbewerbern immer genauere Einzelerkenntnisse. Deren Kompilation seine Marktposition festigt; oft als „Erfahrung“ umschrieben, ist das auch mit der Qualität der P-Faktoren (z. B. Facharbeiter) verbunden.

    566Umgekehrt gibt es den Rw-Effekt: Je größer der Markt und speziell der Marktanteil, desto besser können Effekte der Kostendegression genutzt werden.

    567Der Kaufmann verfolgt aktiv und (gesellschaftlich, rechtlich gezwungen) intensiv eine Ziel/setzung („I“), nämlich Gewinn, Profit, ökonomische Selbsterhaltung, objektive E-Entwicklung.

    568Das umschreibt er mit Risiken und Chancen in der Erreichung dieser „I“.

    569Die „technische“ (→praktische) Seite der BW/L besteht nun wiederum darin, die prinzipiellen Unsicherheiten, Risiken um die Wahl von „I“ und deren Verwirklichungs-Chancen durch Hilfskonstruktionen zu bearbeiten; z. B. durch Portfolio-Strategie, d. h. die Gesamtheit von Geschäftsfeldern und Produktionsfeldern so auszubalancieren, dass das Gesamtrisiko gering ist.

    570Eine ausführliche Beachtung der „Portfolio Analyse“, im philosophischen Sinne, zeigt, wie der Kaufmann abwägen muss, wie er seine Gewinne (bei Kosten-Veränderung) erhalten u/o steigern kann;

    571(→E-Entwicklungs-Variante).

    572Dabei muss er die I-Seite, die Nachfrage nach seinem Produkt, auf Märkten, differenzieren: In absolute Größe (Marktanteil) und in I-Dynamik/Entfaltung (Marktwachstum).

    573Man muss zwischen statischen, vorgegebenen Faktoren und den Aktivitätsmöglichkeiten zur Erstellung und Veränderung von Faktoren unterscheiden, will man den Erfolg, die Chancen zum Erfolg beurteilen.

    574Die Konkurrenz zwischen den Unternehmen werden dann in Arbeiten des Vergleichs der eigenen Position mit derjenigen der Konkurrenten, als gegebene und /vs. beeinflussbare Faktoren, verdeutlicht, eine ständige und schwierige Aufgabe, die auch noch die Dynamiken der Märkte beachten muss.

    575Die gegebenen (formalen) Strukturen der Nachfrage-Seite (→I) und der Konkurrenz (→Ii vs, Ii) sowie der E-Seiten-Entwicklung sind z.B. „hohes/kleines/stagnierendes Marktwachstum“, „großer/kleiner/sinkender“ Marktanteil; „Einführung eines neuen Produkts“; (das verlangt entsprechende Finanz- und Investitions-Möglichkeiten).

    576Optimal wäre es, wenn jeder Käufer nach seinen Ii vom Markt versorgt würde. Konkret gibt es Entfaltungs-Varianten (in der allg. Entw.), bei denen von einer großen Käufergruppe (→Ig) zu immer kleineren homogenen Käufergruppen (Ik) übergegangen wird.

    577Diese Aufteilung hat die Feststellung der Unterschiede zwischen den Ik bzw. die genaueren Inhalte der Ik zum Ziel.

    578Als „Technik“ sucht die BWL ihre „I“ (→Nachfrage) zu ordnen, zu kontrollieren, z.B. indem die soziologisch gegebenen Ik differenziert „bearbeitet“ werden. Ideal wäre es, alle Ii-Nachfrage-Differenzierungen direkt anzusprechen. Aber „heute“ wird erst noch die von der Leistungs- und Entlohnungs-Gesellschaft vorgegebene Einteilung in Ik (z.B. Anspruchsniveau, ökonomisches Interesse, Abnahmemenge) berücksichtigt.

    579Die Gestaltung der entsprechenden Erwartungen der relativ homogenen Ik erleichtert die Organisation .

    580Da von der Produktionsseite die Ii an den Märkten nur im Nachhinein (und daher entschleunigt) feststellbar sind, wird hilfsweise auf soziologische, psychologische und demographische Merkmale (Alter, Geschlecht, Einkommen, Wertvorstellungen, „Charaktere“) gesetzt.

    581Jedes (mögliche tiefgestaffelte) Segment sollte homogen sein und sich von anderen deutlich unterscheiden – um „I“ zu bedienen, „I“ zu „festigen“, festzulegen und damit berechenbarer zu machen.

    582Da die Verbraucher, Käufer „komplexe Größen“ sind (→Subjekt als Ii/Ei), kann die Marktbearbeitung sich unbegrenzt differenzieren;

    583z.B. in Produktqualität als Produktdifferenzierung, äußerer Aufmachung, Verpackungsgröße (bei demselben Produkt) z.B. Preisdifferenzierung (Einkommen-Niveau, Großhandel); z.B. Vertriebsdifferenzierung (Vertreter, Supermarkt), z.B. Differenzierung durch Werbung (Werbe-Formen, Werbe-Träger, Werbe-Inhalte).

    584Philosophisch gibt es zur Einteilung in Marktformen/-verhalten eine (utopische) Alternative, die als E-Entwicklung und I-Entfaltung beschreibbar ist: Die Anbieter-Seite könnte alle möglichen Produkte/Produkteigenschaften und deren Kombination in Waren sowie eine Maximierung der Qualitäten (und der Quantitäten) liefern.

    585Die I-Seite könnte maximal entfaltet werden; d.h. auch, die Kaufkraft könnte maximiert werden; und Abstufungen in der Kaufkraft durch Elastizität der Preise wäre möglich.

    586Das E-Entwicklungs-Defizit erlaubt jene Möglichkeit (noch) nicht. Um aber ersatzweise (solche Not-)Ordnung, Systematik zu haben, werden die Marktformen beschrieben, z.B. als wenige, viele Anbieter und Nachfragen und die Kombination dieser als (z.B.) bilaterales Monopol bis Polypol sowie alles dazwischen.

    587Und als Extrema, ein vs. viele Anbieter/Nachfrager und alle Übergänge; sie sind typisch für die „Praxis“ der „Technologie“.

    588Inhaltlich kann der un-/vollkommene Markt z.B. so beschrieben werden:

    589Als Maximierung der beteiligten „I“ (Nutzen der Nachfragen, Gewinn der Anbieter).

    590Oder als E – vollkommene Info als „Markttransparenz“. Oder durch N, G – hohe Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. bei Preisänderungen),

    591Durch „N“ auch Abgrenzungen von der „Umwelt“: Es gibt keine zeitliche, örtliche, sachliche, persönliche Präferenzen bei der Wahl des Vertragspartners

    592Schließlich noch als „Praxis“: I/N/G/E als „System“ .

    593Bei der Betrachtung des Übergangs vom „vollkommenen“ Markt zu den (konkreten) unvollkommenen (z.B. auch polypolistischen) Konkurrenz, muss man (→Theorie) bedenken, dass keine ökonomische Wirklichkeit existieren kann und muss, wenn die Märkte vollkommen werden;

    594deren Mechanismen würden alle Verhaltensstrategien, freie Handlungsweisen der Anbieter und Nachfrager überflüssig machen.

    595Das Verhalten (z.B.) der Anbieter bei vollkommener (Markt)Konkurrenz, d.h. bei einem einheitlichen Marktpreis, kann dann nur reduzierter Art sein: als Mengenanpasser.

    596Bei „Monopolpreisen“ kann der Anbieter eigene Preisstrategien verfolgen; und allgemein bei unvollkommenen Märkten kann er umfassend eigene Marketingmaßnahmen durchführen; auch z.B. auf die der Konkurrenz reagieren.

    597Der Übergang von Investition zum Konsum spielt auch eine Rolle bei der Preis- bzw. Kontraktierungspolitik; bei der zwischen den Produzenten und den Verbrauchern (→Händler), der Mehrheit, (im Detail: Preise, Rabatte, Skonti, Lieferungs-, Zahlungsbedingungen etc.) verteilt werden.

    598Zur Entscheidung grundlegender. Art (→dynamische Entwicklung durch Gleichbeschleunigung von Investition und Konsum), treten hier deren praktische Phänomene (→Überleben der Firmen u.ä.) hinzu.

    599Die Komplexität einzelner bwl-politischer Maßnahmen darf nicht unterschätzt werden. Dabei sind aber Ii,k,g wichtige Richtgrößen (dito E), um diese Komplexität zu reduzieren; z.B. ist der Preis eine wesentliche Determinante für die Absatzmenge. Aber sowohl die

    600Markt-/Konkurrenz-Situation wie auch die Grenzen von Preis-Veränderung (z.B. Selbstruin mittelfristig bei Preissenkung) (z.B. Zusammenhang Preis und Qualität) sind zu beachten.

    601Die „Preistheorie“ muss das allgemeine I/E-Verhältnis, das sich auch im Marketing verbirgt, genauer bestimmen. Die „Bestimmung optimaler Absatzpreise“, das „Entscheidungsproblem“ dabei, ebenso „Nachfrageänderungen“, Konkurrenz-Re-/Aktionen“ u.ä. bleiben ohne Bezug zur „Psychologie“ u. a. Wissenschaften unanalysiert.

    602Auch bei der „Preisgestaltung“ wirken zwei Grundmechanismen: Rechtliche Vorgaben (Mindest-/Höchstpreise) und die Kosten, sowie die Ziele des Marktes, der Konkurrenz. Als Maximierung von Absatz/Gewinn/Marktanteilen – um zu „überleben“; Ausschalten der Mitbewerber.

    603Philosophisch gesehen: „Kosten“ →E →Entwicklung, „Markt“→ „I“ vs. „I“.

    604Wichtig ist das Zusammenspiel/Wechselwirkung beider Abläufe als komplex und auch der Übergang zwischen ihnen.

    605Der (mögliche) lineare Verlauf der Preis-Absatz-Funktion berücksichtigt nur ideale I/E-Verhältnisse.

    606Aber die I-Seite und die E-Seite sind umfassend eingebettet. Weshalb z. B. die allgemeinen psychologischen Einflüsse auf die Ii kompliziert werden (z.B. die Annahme erhöhter Produkt-Qualität bei höheren Preisen).

    607Die Erklärung der „Preiselastizität“ ist unvermutet schwierig und tiefgreifend: Wenn (ein- und dasselbe) Produkt preiswerter/billiger wird, dann betrifft das im Nachfrage-Preis-Verhältnis den „Gebrauchswert“. Der „Tauschwert“ ist der Preis als Tauschverhältnis, das den Verkäufer zum Beispiel beim Preisfall benachteiligt (→also auch die Investitions-Möglichkeiten = E-Entwicklung bremst). Dem Konsumenten/→AN geht es dann aber besser, wenn jetzt seine Nachfrage (→Ii) sich am Fallen der Preise orientiert.

    608Die Zunahme der Absatz-Menge kommt aber wiederum dem Verkäufer (→E-Entwicklung) zugute – wenn z.B. dabei Kosten geringer werden.

    609Die Preiselastizität (als Preis-Absatz-Funktion) ist eine I/E-Variante.

    610Man kann sie mathematisch darstellen und geometrisch (Parabelfunktion) und man kann erkennen, dass sie zwischen den Punkten „Null“ und „Unendlich“ sämtlich mögliche Werte haben kann.

    611Das kann man auf die I/E, also auf I→N, G→E übertragen.

    612Da die Preis-Absatz-Funktion vom Typ „I/E“ ist, genauer sogar I→N/G→E, ist in der Praxis die Ermittlung von Preiselastizitäten (=Preis-Absatz-Funktion) schwierig.

    613Die konkrete Ursache für diese Schwierigkeit beim Zusammenhang von Produkten und den verschiedenen möglichen Preisen sind die Einflüsse auf die Preisbildungen (Ort, Zeit) und die dahinterstehenden I-Entscheidungen.

    614Die Preisbestimmung beim Angebotsmonopol ist eigentlich ein sekundäres Problem, denn Angebotsmonopole sind kaum zu verhindern (spezifische Waren, Patente, regionale Verhältnisse, öffentliche Versorgung; es ist „nur“ eine Umverteilung. Wenn es mehrere Anbieter gibt, kann das die Anzahl der Anbieter und damit die Gewinne nur verteilen. Die Nachfrager kann es belasten, aber nur „mittelfristig“.

    615Kurz, es ist eine Relativierung der Markt-Ideologie.

    616Die Preisbildung bei atomistischer Konkurrenz ist als – philosophische./präphilosophische – ein Denkmodell (ohne E-Entwicklung/Patente, ohne „Raumzeit“ (→ Transport spielt keine Rolle), ohne Info-/Wissen-Unterschiede → E, ohne Werbung → Ik-Beeinflussung u. ä.).

    617Was für die I-Seite interessant ist; wie „einigen“ sich (unbegrenzt) viele Ii. Nämlich auf einen Preis („Gleichgewichtspreis“)?

    618Die „Praxis“ ist natürlich „I/E“.

    619Das geht nur, wenn es einen Gleichgewichts-Preis (Ig) gibt und von diesem aus alle Nachfrager/Anbieter (Ii) gezwungen werden, ihn zu akzeptieren.

    620Der Zwang besteht darin, dass durch die Vergesellschaftung (alle sind informiert), keiner beim Abweichen nach oben kauft – und beim Billigverkäufer, alle versuchen zu kaufen; beides erzwingt den ökonomischen Zusammenbruch.

    621Philosophisch: Entweder unendliches Verbindungsfeld „Ii-Ig“ oder isolierte „I“ als „Nichts“.

    622Zur Eigenart von „Technik“ gehört die Möglichkeit praktischen Handelns – und zwar dank der „I“ darin, auch die Freiheiten technischer Art; z.B. ist der Anbieter (bzw. Nachfrager) im vollkommenen Markt keineswegs total gebunden. Er kann die festliegende Preisbestimmung z. B. durch Mengen-Anpassung „aufheben“.

    623Eine Säule des BWL-Technik-Charakters ist die Auftrennung in Einzelunternehmen. Alle Strukturen und Funktionen und Gesetze und Theorien sind davon mit geprägt.

    624So die „Kostenfunktion“; man kann daher dazu nur formal sagen, wann/welcher Umsatz gewinnmaximal ist bzw. wann die Produktion (eines/allen) Gutes aufzugeben ist. Man kann nicht über die Gebrauchsnutzen jener verkauften Einheiten, die keinen Gewinn bringen, sprechen. Es gibt „von außen“ erst mal keine Hilfe, um das zu verbessern.

    625Die konkrete Realität zeigt stets Übergänge, Mischungen zwischen Markt und Nichtmarkt-Zügen. Hier z.B. die marktbereinigende Konkurrenz bei polypolist.ischer Konkurrenz. Aber zugleich das „akquisitorische Potential“, mit dessen Hilfe neue Präferenzen bei (evtl. neuen) Kunden, neue Produkte, Werbung u. ä. hervorgerufen werden, z.B. die allgemeine „Beweglichkeit“/Kreativität/Flexibilität als Preis-Elastizität.

    626Die „Durchlöcherung“ des Gegensatzes Markt (mit allen formalen Folgen) vs. „gesellschaftlich vernünftigem Kauf/Verkauf-Verhaltens“

    627zeigt sich z.B. darin, dass Kunden nicht zugleich zur Konkurrenz wechseln, wenn es kleine Unterschiede/unelastische Kundenpräferenzen gibt; weil es noch psychologische, gesellschaftlich „vorkapitalistische“ Ziele, Entscheidungen, Urteile gibt. Oder z.B. darin, dass bei Preisanhebung die Ware nicht mehr sofort gekauft wird.

    628Aber diese Differenz ist nicht sehr entscheidend, nicht „antikapitalistisch“. Es geht nur um Symptome lebendiger Vergesellschaftung.

    629Übrigens gilt das auch für nicht-monopolistisches Verhalten, wo tatsächlich Monopole bestehen.

    630Die Frage ist, ob es zwischen Oligopolen und Polypolen Strukturen/Funktionen Unterschiede gibt, deren Vor- und Nachteile eine Abwägung (zugunsten der Anbieter, Nachfrager → über die Preisbildung z. B.) sinnvoll ist. Mögliche „Absprachen“ werden ausgeschlossen, da ja dann kein Oligopol besteht.

    631Dabei müssen die ökonomischen Vorteile von Umsatzhöhe, Forschungskapazität, Invest-Möglichkeiten etc. mit berücksichtigt werden.

    632Man kann die „Verhaltensweisen“ der Anbieter einteilen in „wirtschaftsfriedliches“ „Koalitionsverhalten“ und „Kampfverhalten“.

    633Aber man muss sehen, es geht dabei nicht um Ik-Entscheidungen, sondern um objektive Zwänge in der ökonomischen Lage, letztlich vom jeweils historischen System her.

    634Die Verhaltensweisen weisen auf allgemeine gesellschaftliche Lagen.

    635Wirtschaftsfriedliches Verhalten weist darauf, dass es Grenzen zwischen ökonomischen und allgemein gesellschaftlichen Bereichen gibt, so dass man die allgemeine E-Entwicklung gemeinsam, parallel nutzen kann und sich nicht gegenseitig zu schädigen braucht.

    636Nach beiden Seiten kann das anders werden: Kampfverhalten oder Koalitionsverhalten.

    637Zur Preisbestimmung durch Märkte: Die „Märkte“ gründen auf freien Ii-Entscheidungen, aber, wenn man das System freier „I“ nicht begrenzt, heben sich Märkte in der ökonomisch- gesellschaftlichen Praxis auf: Der „vollkommene Markt“ (hier der Preis-/Angebots-bestimmung) wird z.B. dadurch ausgehebelt, dass dort eben nicht alles „deterministisch“ abläuft, und dass die Risikoeinstellung aller Beteiligter prinzipiell unbegrenzt ist.

    638Wie kann man die „preispolitischen Prinzipien“ weiter/philosophisch systematisieren?

    639Die kosten- (und gewinn-)orientierte Preisbestimmung folgt der E-Entwicklung. (Woher kommen die „Vorstufen“ der Waren; Gewinn, Investition, Vorgabepreise als Vorstufe).

    640Die nachfrageorientierte Preisbestimmung geht von der I-Seite aus; in diese Willensbildung beim Käufer gehen viele Faktoren ein (Ruf des Produkts etc.). Die konkurrenzorientierte Preisbestimmung geht auch von der I-Seite aus, aber eher in formaler Weise (Orientierung an Leitpreis und als Ik,g, also vergesellschaftet und keine eigene Preis-Entscheidung).

    641In der Praxis sind Kombinationen der drei zu sehen.

    642Allgemein politisch geht es um eine der Auseinandersetzungen zwischen Vergesellschaftung (konkreter öffentlicher Organisation) und individueller, privater Unternehmer. Das als Variante der Kontroverse Konsum-Investition.

    643Ein echter Preiskampf auf Märkten ist deshalb selten, weil daraus in der Regel eine Verringerung der Gewinnspannen aller Anbieter folgt. Daher organisiert die „öffentliche Hand“ durch Submissionen/öffentliche Ausschreibungen den Preiswettbewerb. Letztlich – auch – zum Nutzen des gesellschaftlichen „Konsums“.

    644Woran orientieren sich preispolitische Strategien? Haupt-Werte dabei sind die Qualität des Produkts (sowohl Produktions-/Arbeitszeit, etc. wie nachfragebestimmt) →E-Betonung, z.B. teure Autos.

    645Die I-Betonung: z.B. die Werbekraft bei niedrigen Preisen; (Promotionspreise → Discounter).

    646Zur E-Seite/Betonung zählt auch die Produktion als Massenfertigung, -handel und ein niedriger Preis daher.

    647Aber die Preis-Strategie als Konkurrenz-Dynamik ist komplexer: Jede Preisstrategie ist möglicherweise komplex; z.B.versucht man bei Neueinführung eines Produktes einen Markt durch niedrige Preise zu besetzen, um Konkurrenz abzuschrecken; später erhöht man die Preise.

    648Die „Strategie“ geht von Ii aus und richtet alles Weitere danach aus.

    649Das ist möglich, weil es in allen z/w-Phasen (→Technologien) tendenziell unbegrenzt viele Möglichkeiten dieser strategischen Überlegungen, Umwege, PM-Einsätze gibt.

    650Andere Strategien, wie die „Abschöpfung“ (Neueinführung von Computern z. B.) folgt der PM-Entwicklung (also der E-Entwicklung). So beispielsweise als zuerst hohe Preise (Investition bei neuen Produkten und kleinen Absatzmengen), dann fallen die Preise.

    651Ein Beispiel für die „I/E“:→E-Entwicklung, hier „Preis/Geld“. und/zu „I“ als Konkurrenz.

    652Die Preisdifferenzierung (als Preis-Strategie) berücksichtigt die Zahlungsfähigkeit (z.B. von Sozialschichten).

    653Insofern als die Nachfrager, Konsumenten in ihre „Ik“ stets schon ihre eigene Zahlungsbereitschaft/-vermögen mit bedenken, ist dieses Vorgehen doch marktmäßiger Art.

    654Die „vertikale Preisdifferenzierung“ orientiert sich an den Eigenarten von Teilmärkten, z.B. nationale oder soziale, regionale. D.h. aber, auch hier wirken nicht-ökonomische (politische, kulturelle) Einflüsse auf das Ökonomische ein.

    655Das Übergangs-Feld zwischen „absoluten“ Produktionskosten und Gewinnen aus Verkauf ist von potentiell unbegrenzter Vielgestaltigkeit. Dazu gehört auch die „horizontale Preisdifferenzierung“: z.B. werden die Preise zeitlich gesenkt (oder regional, räumlich), wenn/weil die Nachfrage unterschiedlich ist (aus außerökonomischen Gründen), z.B. Nachttarife, Zwischensaison in Hotels.

    656Aus nicht-ökonomischen Bereichen, z.B. „Technik“ (geringere Stückkosten bei moderner Technik), oder „Politik“ (Taktik und Strategien) gibt es weitere mengenmäßige Preis-Differenzierung; so Spezialtarife (Strom, H2O) für Großkunden; dito bei „kundenorientierter“ Preisdifferenz bei Rentnern, Studenten.

    657Auch die wechselseitige Abhängigkeit der Preise der Produkte/Waren mit anderem Waren, mit deren anderen Herstellungskosten und Nachfrage-Strukturen, beeinflussen die Preisbildung.

    658„Herstellung“/Produktion und „Nachfragemarkt“ sind zwei spezifische Varianten von I→N, G→E→etc.; so hängt Obiges zusammen.

    659Einmal wird „I“ (Nachfrage) betont, dann wieder E (PM); natürlich geht es um unterscheidbare Phasen-Entwicklungen dabei.

    660Die Produkte hängen in der Produktion zusammen, z.B. durch gemeinsame Ressourcen und durch Gemeinkosten.

    661Man kann aber auch beliebig verschiedenen Produkten unterschiedliche Anteile am Gesamtdeckungsbeitrag und am Gewinn zuschreiben.

    662Die Kalkulation (Misch- bzw. Sortiment-Kalkulation) kann frei jedem Produkt den Absatzpreis zuordnen.

    663Prinzipiell ist der Verbraucher/Kunde als Einzelner in seinen Finanz- etc. Mitteln, (z.B. Zeitaufwand, räumliche Beweglichkeit, Info-Möglichkeit) begrenzt. Das nutzt die Angebotsseite zur Preisgestaltung (Ziel: Gewinn-Maximierung), z.B. wenn die Preise der Primärprodukte relativ niedrig sind, aber die sekundär Produkte (Ersatzteile, Reparatur-Kosten) hoch sind. Auch bei Sonderangeboten, die zum umfassen Kauf locken, aber deren Kosten auf die anderen Waren verteilt werden.

    664Diese Unsymmetrie soll das ökonomische System der „einzelnen Kapitalien“ erhalten.

    665Man muss beim Verhältnis Käufer/Verkäufer auch von einem „gesellschaftlichen“ Verhältnis ausgehen; welches sich um Ii-Ii als Gewinn-Maximierung, aber auch Erhaltung der Verkaufsoption auf mittlere Frist gruppiert, so um berechenbare ökonomische Prozesse zu haben (z.B. wegen Invest-Plänen, Krediten).

    666Die verschiedenen Beteiligungen an der Gestaltung von „Vertragskonditionen“ zeigen, dass dadurch sowohl die Konsumenten an den verschiedenen Zusatzleistungen beteiligt werden und auch, dass das der weiteren Absatzförderung dienen soll; z.B. werden Rabatte für Leistungen des Käufers gewährt; zumal z.B. Mengenrabatte neben Großeinkauf des Konsumenten auch sachlich durch Einsparung von Produktions-, Transport-, Verwaltungskosten gerechtfertigt werden;

    667Man kann an solchen (technischen) Details allgemein den Zusammenhang z. B. von Investition und Konsum sehen.

    668Die „Funktionsrabatte“ (Warentransport durch den Kunden oder Skonto) binden die Leistung, Arbeits-Kraft des Kunden mit ein, so ist der Rabatt ein – verdeckter – Lohn,

    669Produktion und Konsum werden – in solchen Technik-Bereichen, ihren Konkretisierungen eng zusammengeführt.

    670Die „entlohnte“ Mitarbeit des Kunden ist ein weites Feld, z.B. gehört (für den Zeitrabatt) auch die frühe (evtl. risikoreiche) Entscheidung zur (Voraus)-Bestellung, was die Disponierbarkeit der Produktion erhöht, dazu.

    671Daneben gibt es „Verbraucher-/Treue-Rabatte“, die das Ziel haben, Kunden an den Händler zu binden.

    672Diese vielen Möglichkeiten (von Rabatten) sind Varianten der Maximierung der Gewinne durch die Preisgestaltung.

    673Diese Komplexitäten zeigen jene der Markt-Ökonomie im konkreten Detail.

    674Wenn es Preisreduktion bzw. kontrahierungspolitische Gewährung von Krediten (Ratenzahlungen, Lieferantenkredite, Ausstattungskredite) zwischen Käufer und Verkäufer gibt, dann wird die Trennung von Warenhandel und Bankwesen aufgehoben; was eigentlich und von der technischen Sachlage her keineswegs unmodern ist.

    675Daran schließen sich auch zunehmend (→allgemeine Entwicklung) z.B. Diskontierung von Kundenwechseln an, zur Refinanzierung der Warenhändler etc.

    676„Produktpolitik“: Die allgemeine E-Entwicklung, dito N, G und die I-Entfaltung schaffen die Vielfalt der „Produkte“, und zwar in notwendiger, objektiver E-Entwicklung und in hinreichender Weise (es gibt nur I/E zu N/G).

    677Nicht nur die Einteilung der Produkte, der Invest- zu Konsumgütern mit mittelbarem und unmittelbarem „Verwendungszweck“ (wir →E und I…), sondern auch die eng mit den Gütern (und der Art ihrer Herstellung) verbundenen Funktionen, z.B. „Absatzmengen“, Zusatzleistungen (Service, Beratung) etc. müssen organisiert werden.

    678Man kann die Güter danach auch einteilen, ob nur wenige Personen (→Ii) oder alle (→Ig,w) daran teilhaben (->Massen- und Individual-/Luxus-Güter). Oder die Ii-Seite ausdifferenzieren nach den Bedürfnissen (Lebensmittel, Kleidung, Freizeitartikel etc.).

    679Die E-Entwicklungs-Beschleunigung hat eine Folge darin, dass der Absatz der Unternehmen immer weniger zum herkömmlichen Preiswettbewerb wird als vielmehr zum Qualitäts- und Neuheitenwettbewerb.

    680Wobei auch Ii teilhat, als Kreativleistung und Förderung der und durch die E-Entwicklung.

    681Eine bezeichnende Struktur für die private Ökonomie ist (von Ii als Kreierer und als Konsument her festgelegt), dass sie langfristige Gewinne anstreben muss, aber dass diese Potentiale mit teuren, risikoreichen Innovationen im Produktbereich etc. verbunden sind.

    682So nimmt z.B. die „ökonomische Lebensdauer“ vieler Produkte ständig ab. Und neue durchsetzungsfähige Produkte sind selten, ca. 97 % versagen.

    683Wir systematisieren die Ziele aller Produktpolitik. Dazu kommen noch die Maßnahmen.

    684„Gewinnerzielung“ ist E-Entwicklung; z.B. „Wachstum sichern“ . Die „Verbesserung der Wettbewerbsposition/ auch die Selbsterhaltung ist die „I-Entfaltung“ des Produzenten.

    685Durch „Anpassung an Kunden-Bedürfnisse“ als I, I/E und als „Ausnutzung von Rationalisierungspotentialen“, „Kapazitäten“ ist es E-Entwicklung.

    686Das Absatzprogramm der Industrie-Unternehmen bzw. das Sortiment der Handelsfirmen, muss Produkte, deren Programm-Breite, Mengen/Tiefen (= Anzahl der Varianten, Artikel) bestimmen sowie die Angebots-Zeiträume.

    687Das alles hängt mit der Fertigung, den Absatzwegen, Kundenzielgruppen etc. zusammen.

    688Wie in jeder Technik sind solche Ausdifferenzierungen fast grenzenlos, aber der „Sinn“, das „I“, Ziel kann gut zusammengefasst werden: Konsumtive und investive Versorgung aller durch alle und und mit allem.

    689Die Gestaltung der Produkte richtet sich letztlich nach der Nachfrage, die aber ist meist sehr komplex, variantenreich im Detail und in deren Veränderungen als subjektive-kollektive Entwicklung.

    690Das betrifft den „Leistungskern“ und auch eher Äußerliches wie Verpackung, Dienstleistungen/Service.

    691Die Produkteigenschaften sind prinzipiell unendlich (→I); je nach E-Entwicklung ergeben sich aber konkrete I/E; allerdings von erheblicher Vielfalt, in Abstufungen etc. Das erkennt man am deutlichsten am „Leistungskern“, z.B. die „Qualität“, welche ihrerseits wiederum unbegrenzt komplex etc. ist; z.B. die „Funktionstüchtigkeit“, d.h. aber, zuerst alle primären Bedürfnisse befriedigend → Hunger, Wohnen.

    692Wenn man am „Leistungskern“ (z.B. eines „Lebensmittels“) vertiefend bestimmte „Funktionstüchtigkeiten“/Werthaltigkeit/Störsicherheit etc. beachtet, dann ist das auch ein Einbezug der biologischen Phase (hier Hungerstillung, Geschmack etc.)

    693Verallgemeinert; es ist ein Beispiel der Wechselwirkung zwischen der Bwl-Phase/ihrer Technik mit allen anderen Phasen.

    694Wie kann man solche „Neben-Leistungen“ (wie die Sicherheit der Ware, ihre Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, Design, Farbe, Mode) mit den „Grundbedürfnissen“ verbinden?

    695Alle „I“ hängen zusammen, aber sie entfalten sich dennoch. Grundsätzlich gibt es daher tendentiell unbegrenzt viele qualitative „I“, die „gleichwertig“ sind.

    696Dabei wirken alle Phasen (Gesellschaft, Natur, Ästhetik etc.) im Hintergrund mit.

    697Dass in der „Produkt-Gestaltung“ sich der Gesamt-Zusammenhang der Phase zeigt, merkt man an der scheinbar nebensächlichen Aufgabe der „Verpackung“.Sie dient nicht nur dem Schutz, der Werterhaltung, sondern auch der Werbung und Info des Kunden, der Lagerung, dem Transport (oft Teil der Produktion), der Organisation, der Einteilung in Verkaufseinheiten u. ä.

    698Die „Markierung“ der Waren geschieht aus mehreren Gründen: Um einen Qualitätsstand zu zeigen; um Markentreue, also Kunden zu halten, um Abnehmerzahlen zu sichern, für stetigere ökonomische Maßnahmen, (Kalkulation). Die Fülle von Verkaufsstrategien erlaubt auch gegenteilige Verfahren von „Markenartikeln“, die „weiße Ware“ als Preisstrategie.

    699Der „Kundendienst“ ist im Zusammenhang mit den Problemen des „Produktionsfaktors Mensch“ zu diskutieren.

    700Das betrifft z.B. die Abgrenzung von „Produktion“ und Handel und Dienstleistungen. Sie alle haben ähnliche Probleme, z.B. Ersetzung als menschliche Arbeitskraft → Selbstbedienung, vereinfachte Montage, Betreibung, Reparatur, Wartung.

    701Die Handlungsmöglichkeiten in der „Produktionspolitik“ sind Varianten der I-Entfaltung, z.B. Veränderung des Produktionsprogramms, Einführung neuer Produkte und der Diversifikation. Natürlich auch Beibehaltung des Bisherigen.

    702Die Entwicklung der E-Seite ist dabei das Primäre. Allerdings gilt, dass auch die Seite des Produzenten und des Händlers eine I-Seite ist,

    703Für die „Produktbeibehaltung“ gibt es zwei Gründe, das Produkt ist „vollendet“, eine Variante von E-Vollendung und die „Unbeweglichkeit der „I“ der Konsumenten“;

    704d.h. – im konkreten bescheidenen Rahmen (wo ist schon etwas vollendet, wo gibt’s statische Ii…) gibt es auch I/E-Konkretisierungen.

    705Produktveränderungen haben zwei Quellen, die E-Entwicklung und die I-Entfaltung („Nachfrage“).

    706Als objektive Verbesserung der Produkte (bessere Qualitäten u.ä., Varianten).Zum anderen ist

    707– (weniger häufig) – die gezielte Nachfrage, Bedürfnisse als Quelle für jene Veränderungen.

    708Die ökonomischen Seiten (Risiken, erster am Markt zu sein etc.) müssen mit den eher technologischen Seiten abgestimmt werden.

    709Produktveränderung kann technische, konsumorientierte oder ökonomische Gründe haben.

    710Eine Verbesserung sollte es meistens sein (Qualität, Verarbeitung, Haltbarkeit). Vor allem bei der E-Entwicklung als elektronische Technologien zeigen sich Parallelisierungen in E-Entwicklungs-Beschleunigung und Konsumverbesserung – und damit auch ökonomische Vorteile.

    711Die Diversifikation, Hereinnahme neuer Produkte, auf neuen Märkten und die Produkt-Elimination werfen das (moderne) Problem „Kapitalismus-Sozialismus“ auf.

    712Wobei die sozialistische Grundidee hier ist, nicht nur die entwickelten Märkte und Produkte zu berücksichtigen, sondern parallel dazu auch jene armen Käufer und die mangelhaft investitiv versorgten Gesellschaften in der „realen Welt“.

    713Der „Produktlebenszyklus“ wird – wie bei allen Phasen – Details – von allen anderen Phasen mitbestimmt; hier z.B. von der Technik und der technologischen Entwicklung, den ökonomischen Profit-Überlegungen und von sozialen und psychologischen Einflüssen.

    714Natürlich ist das Problem, jene Phase im Übergang zu binden und praktisch konkret zu bestimmen.

    715Im Produktlebenszyklus kommen wichtige Phasen (in Ww) zusammen. Das betrifft nicht nur Industrieprodukte.

    716Nach der Einführung eines neuen Produktes (auch Dienstleistungen, politische und andere Ideen etc.) dauert es eine Zeit, um das bekannt zu machen. Werbung kann das beschleunigen. Dann aber muss die „Qualität“, gemessen am Gebrauchswert, wirken. Diejenigen Mechanismen in der Gesellschaft., welche den Bekanntheitsgrad erhöhen, greifen jetzt (oder eben nicht).

    717Das Ende dieser Ware etc. wird durch mehreres bestimmt, z.B. Erfüllung der Wünsche, technologisches Verhalten, ähnliche Konkurrenz-Produkte.

    718Vor allem anderen wird der Lebenszyklus eines Produktes vom Umsatz, Grenzumsatz, von der Erreichung und Länge der Gewinnzone, Marktwachstum, Werbekosten, Arbeitspreise und Stückgewinne bestimmt

    719Die tatsächlichen Gebrauchsnutzen und die vwl Vorteile treten völlig in den Hintergrund gegenüber den individuellen Gewinn-Überlegungen und deren Bestimmung durch den Markt.

    720Hier ist ein Beispiel für die „Struktur“ von Technik: Der Lebenszyklus eines Produktes ist sehr unterschiedlich, vor allem weil Eingriffe ständig stattfinden, z.B. können Marketingmaßnahmen typische Verläufe verändern, oder Produktvariationen erhöhen wieder den Umsatz.

    721Das kann für Lebenszyklen von gesamten Märkten gelten (neue Technologien, polit.ische Eingriffe).

    722Nimmt man I/E als Zentrum, dann kann man die I-Veränderung in der Nachfrage (so aus Änderung der Altersstruktur, der Einkommensentwicklung, andere Käuferschichten) mit E (Produkte, Waren) und E-Entw. (Technologien) vergleichen.

    723Ökonomisch gesehen geht es bei der Analyse des Absatzprogramms, als verallgemeinerte Lebenszyklusanalyse für alle Produkte, um das Verhältnis dieser spezifischen Eigenschaften der Produkte: Ihre Altersstruktur sollte z.B. derart aufeinander abgestimmt sein, dass das Unternehmen kontinuierlich produzieren, verkaufen und verdienen kann; also wo z.B. Produkte in der Sättigungsphase sind, sollten andere in der Wachstums-, Reife-, Einführungsphase sein.

    724In der Umsatzstruktur ist es oft so, dass wenige Produkte einen hohen Umsatz-Anteil haben und viele Produkte prozentual nur wenig zum Umsatz beitragen; dann gibt es zwei bwl. Möglichkeiten, die Eliminierung dieser wenig verdienstvollen Produkte, was aber negative Folgen für die Gebrauchswert-Versorgung der Bevölkerung hat.

    725Die andere Möglichkeit.: Gezielte Förderung, Verbesserung etc. jener wenig verkauften Produkte ist ein Ausweg aus derartigen Widersprüchen zwischen GW und Profit.

    726Die Produktpolitik hat zwei Sichtrichtungen, die zur Produktion und die zum Absatz; z. B. geht es um den Deckungsbeitrag (als Differenz. aus Produktumsatz und variablen Kosten), also letztlich um eine Erfolgsbewertung der Produkte.

    727Auf der anderen Seite geht es um die Verteilung der Absatzmengen der verschiedenen Produkte auf bestimmte Kunden-/gruppen und die Risiken dabei (Einkommens-Veränderungen).

    728Die „Planung“ des Absatzprogramms ist Teil von bwl Planung; der Unterschied (Vor-/Nachteile) zur vwl Planung ist wichtig.

    729Zur Planung bzw. Optimierung (hier des Absatzprogramms) sind vorhergehende Analysen sowie die Kenntnis von Modifikationen des bestehenden Programms.

    730Die strategische Absatzprogramm-Planung, die die Zusammensetzung des Programms an der Preislage der Materialien und Produkte, an der Nachfrage berücksichtigen muss, ist für bwl Belange schwerlich durchzuhalten.

    731Die langfristigen Unternehmensziele werden von Unwägbarkeiten, erwartenden Umsätzen, Kosten, Liquiditäts- und Risikoaspekten her eher auf „taktisch-operative“ Ziele eines kurz- bis mittelfristigen Zeitraums festzulegen sein.

    732Die „BW“ Ausgangslage ist formal die, dass es viele Bürger und Unternehmen gibt, dass sie alle „frei“ und „gleich“ in ihren I-Entscheidungen etc.) sind. Und dass dieser „I“-Lage die relative E-Entwicklungslage gegenüber steht (so auch als „Knappheit“) und nur spezielle E- Strukturen der „Technik“ wichtig sind.

    733Wie kann man bwl. „Planung“ genauer analysieren, z.B. um sie von vwl Planung abzugrenzen?

    734Bei bwl Planung muss man davon ausgehen, dass die Absatzpreise fest vorgegeben sind und das Produktionsprogramm/-kapazitäten und die maximalen Absatzmengen auch. Dann kommt es darauf an, das Produktions- und Absatzprogramm so zu gestalten, dass es ein Maximum beim Gesamtdeckungsbeitrag gibt.

    735Die vwl Planung hat diese Vorgegebenheiten nicht, will diese sogar geradezu ändern.

    736Weitere Aufgabenstellungen im Rahmen der Absatzprogrammplanung ist z.B. die Einführung neuer Produkte, Eliminierung nicht gewinnbringender Produkte, Kapazitätsausweitung/eventuell reduzierter Fremdbezug. In der vwl Planung stellen sich solche Aufgaben ebenfalls. Denn es geht allgemein um E-Entwicklung (und I-Entfaltung) und auch um „Vergesellschaftung.“ (hier Fremdbezug vs. Eigenfertigung); philosophisch um →I/E.

    737Wie gehorcht die BWL (Technik z.B.) den Anforderungen der objektiven E-Entwicklung (→I-Entfaltung)? Zum Beispiel durch „geplante“ Einführung neuer Produkte; bei welcher Kapazitätssituation und bei welchen „marktreifen Innovationen“?

    738Die Eliminierung nicht gewinnbringender Produkte ist eher eine bwl Strategie, so bei Konkurrenz. D.h. jene Produkte werden nicht abgeglichen mit ihrem vwl Wert (→ für arme Sozialschichten oder ihrem technischen etc. Gebrauchswert).

    739Zwischen jener Eliminierung und der Erweiterung der Produktions-Kapazität zeigt sich der mögliche Unterschied von privater Ökonomie und öffentlicher Ökonomie.

    740Aber es ist (im Extrem) sogar so, dass der Private in seiner Planung (vom erwarteten Marktgeschehen veranlasst) sein Kapazitäts-Volumen verkleinern muss.

    741Ist es dann günstiger Produkte selbst herzustellen oder zuzukaufen? Planend ist abzuwägen: Beschaffungskosten vs. Herstellkosten, plus Opportunitätskosten.

    742Forschung und Entwicklung sind die Zentren, an denen die „objektive E-Entwicklung“ und die Ii-Entfaltung zusammenkommen.

    743Der Mikro-Ökonomie kommt hier eine wichtige Rolle zu, weil sie den „Ii“ näher ist und weil die Umsetzung dort angesiedelt ist → Nachfrage. Aber die objektive E-Entwicklung verlangt immer mehr Invest-Mittel, so dass die Staaten nicht versagen dürfen.

    744In vielen Nationen funktioniert das nicht.

    745Nach der praktischen E-Entwicklung/E-Vollendung als „Technolog-Ökonomie“ haben sich alle Unternehmen (und im Einzelnen deren „Arbeit“, z.B. „Planung“) zu richten. Die „allgemeine Beschleunigung“ in der E-Entwicklung zeigt sich z.B. darin, dass die „Innovation“ seit Jahren ständig zunimmt; als bwl Anzeichen: Die Produkte werden immer komplexer, die Investitionen werden größer.

    746Dadurch verlängern sich die Entwicklungszeiten, damit auch die Invest-Summen; auch die Produktionsmittel müssen erneuert werden; der Planungsbedarf steigt, die Risiken werden größer.

    747Es gibt dabei einerseits die Tendenz zur Vergesellschaftung (bei Risiken und Krisen tritt so oder so auch die Gesellschaft ein), aber ebenso notwendig ist eine Steigerung der Individualisierung, Ii, Ei, d.h. Wille, Ziele, Phantasien.

    748Geht man davon aus, dass „Ii, Ei“ unbegrenzt sind (neue Produktideen), dann geht es speziell in der Praxis der VWL/BWL darum, andere Phasen (so die Subjektphase, Ii) mit zu relationieren, z.B. „Marktpotential“ (also Ii, Ik,g), „Lebensdauer“ (→Invest-Kosten, Amortisationsdauer), „neue Produktionsverfahren“ (Invest). Also grundlegende ökonomische Größen abzuwägen: So in komplexer mathematischer Computer-Arbeit.

    749In der Distributionspolitik geht es darum, die I-Befriedigung zu vervollständigen, deshalb gehören auch sämtliche Entscheidungen (I-Ver-/Käufer) über den „Weg“ eines Produkts vom Hersteller zum Kunden dazu; (erst wenn der Kunde über das Produkt frei verfügen kann, ist sein „Ii“ vollendet).

    750Man kann nun zwei Abstufungen auch hier unterscheiden: Die mehr am Kunden (Ii) ausgerichtete akquisitorische Distribution von der logistischen Distribution, wo die E-Seite der Ware noch zusätzlich durch die „Weg-Lösung“ gestaltet wird;z.B. durch Ausgestaltung des Transportes, Einrichtungen, Lagerung, auch um die Waren zu verbessern.

    751Hoher Service-Grad, so die Kunden zeitlich, örtlich optimal (in der Auftragsabwicklung) zu bedienen.

    752Das alles natürlich „auch“ zur Erreichung niedriger Vertriebskosten und hohem Absatz/Distributionsgrad.

    753Das Maß für die Wahl der Absatzkanäle, Betriebsformen ist „ökonomischer“ Art: Viel produzieren, verkaufen, qualitativ gut zu sein, um daher die Rentabilität zu steigern. Im Einzelnen bestimmen jedoch auch hier die Produktions-Verfahren (N/G), die Art der Güter (E), die Kundenwünsche (I) jene Absatzweg-Varianten und deren Probleme.

    754Der direkte Absatz betrifft meist Investgüter, weil diese erklärungs-, wartungs-bedürftig, schwer transportierbar sind.

    755Dagegen steht die Zunahme durch elektronische Bestellung, Katalogversand, Fabrikverkauf.

    756Die Differenz „direkter – indirekter“ Absatz ist eine Frage der „Wege“, der individuellen Transportmöglichkeiten. (Supermärkte sind auch schon mehr keine eigentlichen Einzel-, sondern Großhändler).

    757Gesamtgesellschaftlich muss es eine (dynamisch veränderliche) Mischung sein, um unbewegliche Verbraucher zu versorgen.

    758Betriebsformen des Einzelhandels sind vor allem von inhaltlichen (mehr als formale: Kurze Wege) Funktionen gegliedert, z.B. Kioske, Fach- und Spezialgeschäfte.

    759Während Internet, Supermärkte, Kaufhäuser die Vereinigung. aller Bedürfnisse/Konsummöglichkeiten ist.

    760Die ökonomische Einteilung nach Preis (Discounter), Qualität (kleines Fachgeschäft), selbst Abholmöglichkeiten/Lagerverkauf, und meist nach Ort, d.h. dem Verhältnis von Ort/Wohnungen zum Laden, Automaten, Internet, Tankstelle, erfüllen mehrere Kriterien der Versorgung.

    761Der indirekte Absatz (Vermittlung zwischen Hersteller und Weiter-Verarbeiter, Verkäufer (auch Großverbraucher) hat Vorteile, die alle „ökonomischer“ Art sind; z.B. ein kleines Distributionssystem der Hersteller, nur wenige Kundenkontakte etc.; dadurch wird z.B. weniger Kapital gebunden.

    762Die Vor- und Nachteile werden ebenfalls „ökonomisch“ bewertet.

    763Die Nachteile des Großhandels (höhere Verkaufspreise) müssen ökonomisch abgewogen werden; zwischen Konsument vs. Verkäufern und Hersteller. Der Nachteil von komplexerer Organisation der Großhändler vs. viele Kleinhändler, mit deren besserer Markteinsicht durch viele Einzelhändler, dicht am Kunden.

    764Ein Beispiel des „Kampfes“ zwischen Großgruppen (Hersteller, Handel, Konsument und Staat):

    765Das Verbot der vertikalen Preisbildung, aber ein „empfohlener Verkaufspreis“ vermeidet auch Preiskämpfe mit ihren verändernden und zerstörerischen Folgen.

    766Die dynamisch sich entwickelnde und vielfältige Praxis verlangt auch hier Mischformen zwischen direktem und indirektem Vertrieb, z.B. als „Franchising“: F-geber gibt Waren, Kenntnis, Dienste, z.T. Kredite, der F-nehmer hat oft lokale Kompetenzen, hohe Motivation, er ist unabhängig „freier Unternehmer“ – mit geringeren Risiken.

    767Solche Vor- und Nachteile sind Konkretisierungen allgemeinerer Strukturen und Funktionen.

    768Am Beispiel der Auswahl, Bewertung, Gestaltung von verschiedenen Vertriebsformen, Absatzkanälen kann das zugrunde liegende Verhältnis von Ii zu Ii und Ii zu Ik/g gezeigt werden.

    769Der „direkte“ Absatz kann für den Produzenten rentabel sein (Ii); aber gesamtökonomisch und gesellschaftlich ist die Frage, ob die Arbeitsplatzverluste (Zwischenhändler) die Verteilung der Gewinne auf Handel und damit weitere Investitionen z.B., günstiger sind.

    770Das wird noch schwieriger, wenn man es in der „allgemeinen Entwicklung“ sieht; hier die der zukünftigen Absatzmengen, Erlöse; bei größerem Distributionsgrad, vielfältigem Wachstumspotential.

    771Details des „direkten Absatzes“ kann man analysieren, wenn man die Situation genau kennt, ist z.B. ein Reisender (fest angestellter Lohnempfänger) oder ein Handelsvertreter (Provision) ökonomisch günstiger (→Kostenvergleichsrechnung)?

    772Dazu muss entschieden werden, wie genau das Verhältnis Produkt/Dienstleistung zu den Kundenwünschen (Ii) ist. Wird das Produkt allgemein unterschätzt und wird vom aufklärenden Reisenden daher leicht verkauft oder bedarf es für ein schwergängiges Produkt der Überzeugungsarbeit des Vertreters.

    773Bezüge der BW/L zu anderen Phasen erkennt man z.B. am Problem „Reisender-Vertreter“.

    774Formal kann man zu den Kostenverläufen (Fixlohn/Provision) eine Gewinnvergleichsrechnung machen, aber die inhaltliche Seite: Reisende werden dort eher eingesetzt, wo das Produkt beim Konsumenten wichtig ist, bekannt ist und der Reisende über sein Fixgehalt hinaus keine Mühe, Rhetorik, Unehrlichkeit, Kreativität aufbringen muss; der Vertreter ist für Konsumenten schwieriger Art (meist die Mehrzahl) da; (→Psychologie, Sprechfähigkeit, Sozialwissen).

    775Neben diesen rein formalen, quantitativen Entscheidungen gibt es notwendige qualitative Faktoren, z.B. Steuerbarkeit der Außendienstmitarbeiter, Fachwissen, Marktnähe. Und beim „indirekten Absatz“: z.B. Betriebsform des Handels, Qualifizierung der Händler.

    776Bei beidem: Qualität und Eigenschaft der Produkte.

    777Volkswirtschaftlich soll die indirekte Absatzvermittlung zweierlei erreichen. 1.„quantitativ“: intensive Distribution in möglichst vielen Geschäften (vor allem Güter des täglichen Bedarfs), bei unterschiedlicher Betriebsform anzubieten;

    7782. dabei, oder getrennt davon, „exklusive“, je qualitative hoch entwickelte Waren (zu höheren Preisen und von Fachkräften) anzubieten.

    779Dabei gibt es eine Reihe von Störungen, wenn (technisch oder systembedingt) zu wenige örtliche Mittler sind, die Preise deshalb hoch sind, die Händler deshalb „kontrollierbar“ oder „unkontrollierbar“ sind, die Beziehungen zum Käufer zu gering werden oder die Absatzmittler nicht bereit sind, Produkte zu vertreiben.

    780Aber jedes Problem kann umgangen werden; z.B. durch Werbung für unterschätzte Produkte.

    781Die Distributions-Logistik hat sich nach den formalen und inhaltlichen Strukturen/Prozessen des „Konsums“ zu richten.

    782Es geht um Bestandteile des Konsums und damit der Ii-Erfüllung/Entfaltung/Vollendung.

    783Das sind z. B. „richtiges Produkt, zur gewünschten Zeit, die benötigte Menge, am richtigen Ort, kostengünstig, qualitativ gut.

    784So wie heute Produktion und Service kaum zu trennen sind ist auch direkter Verbrauch (Konsum) und jene bw Randbedingung. kaum zu trennen. Denn beides bezieht sich auf „Ii“, das tendenziell unbegrenzt viele konkrete Sub-Varianten hat.

    785Allerdings gibt es auch konkrete Unterscheidungen. Aber in der Distributions-Logistik gilt es, die Lieferaufträge rechtzeitig zu erfüllen, wie das in den Produktionsabläufen auch gilt; dito in der Übereinstimmung der Lieferbeschaffenheit zwischen Lieferung und Bestellung in Art, Menge, Qualität.

    786Die I- und E-Entscheidungen (im Rahmen der Distributions-Logistik) betreffen die Struktur der Distributions-Netzwerke, sie enthalten ökonomische Überlegungen (→ I als Gewinn-Maximierung) bezüglich dem Ort der Produktion, Ort/Standorte von Lagerhäusern, Umschlagplätzen, Straßen (und Orte der Mittler und Konsumenten) etc. als Verbindung, also als E-Entscheidungen.

    787Dazu die Transporte, Lagerumschlag (Sortieren…) als N/G-Arbeiten.

    788Auch die Büro-Service-Leistungen, wie Auftragsabwicklung, -übermittlung, -aufbereitung, Zusammenstellung und Versand der Waren, Fakturierung, Planung, Verpackung gehören zur Distribution und zur „Produktion“ im weiten Sinne.

    789Ob die „Nachfrage“ nach Investgütern, Faktoren oder Konsumgütern oder Finanzen ist, stets dominieren die Ii,k, welche relativ unberechenbar, frei, spontan sind.

    790Deshalb bedarf es logistischer Netzwerke, um die notwendigen, aus ökonomischen Gründen (→E-Entwicklung), Kontinuität der Produktion und die zeitliche, räumliche, mengenmäßige etc. Spontaneität der Nachfrage, durch Lager/ung u.ä. (also Distributionsnetze) zu überbrücken.

    791Die Distributionsnetze mit ihren typischen Zentral-, Regional- und Absatzlagern haben nur Sinn, wenn man die Abnehmer-/Konsumenten-Wünsche nicht vorhersehen kann; deren Kreativität und Spontaneität sind ziemlich unbeeinflussbar.

    792Aber dennoch gilt es, die Kosten dadurch niedrig zu halten, Lieferzeiten zu kürzen etc., dass man diese Wünsche „vorhersieht“ oder sie manipuliert. Oder die Lagerung dadurch minimiert, dass man eine Einheit aus Produktions-Wegen, Transporten und „Lager“ (LKW auf Straße, Bahn, Seecontainer) schafft.

    793Die Kosten (Fixkosten für Einrichtung und Betrieb von Lager-Anlagen/-Gebäuden/-Personal, Kosten für gebundenes Kapital etc.)

    794kann man sparen; damit hat sich die on-line-Strategie z.T. durchgesetzt; und Transport-Kapazitäten, z.B. der öffentlichen Post, werden besser ausgelastet.

    795„Verpackung“(-vorgänge, -maschinen, -container etc.) gehören letztlich zum allgemeinen „Konsumgut“, solange der Begriff „Konsum“ seine Unbegrenztheiten „prinzipieller“ Art hat.

    796Zur Kommunikationspolitik: Der Verkauf von Waren und Diensten ist wissenschaftsphilosophisch. Eine I/E-Angelegenheit: Es wird durch die allgemeine Subphase der E-Entwicklung und durch neue „I“ (in der allg. I-Entfaltung) sowohl quantitativ wie oft auch qualitativ Neues von den Produzierenden auf die „Verbraucher“ (Investoren und Konsumenten) übertragen.

    797Dass das möglich ist, muss dem eine „Information“ über diese Möglichkeiten – als Variante von Ii, Ei, also freie, virtuelle Güter, Dienste, Wunscherfüllung – vorausgehen.

    798Der Sinn der bwl Kommunikation für aktuelle oder potentielle Kunden ist ökonomisch zu messen (Gewinn). Ob Werbung, öffentliche Arbeit, persönlicher Verkauf: Diejenige Info, welche die Ii des Konsumenten verändert, seine „Meinung“ effektiver macht, ist also „messbar“; aber eben auch gründlich aktiv beeinflussbar.

    799„Werbung“ hat das Ziel aus dem Wissen (Ei) und Wollen (Ii) des Händlers allgemeines Wissen (Ek,g) und Wollen (Ik,g) zu machen.

    800Werbung wirkt idealtypisch über die Entwicklung „Attention, Interest,→ Desire→ Action“, „wissenschaftsphilosophisch allgemein als „G-> Ii (Interesse, Wunsch) → Ii/Ei (Emotion) -> I→N, G→E (Handeln).

    801„Ii“ sind auch alle Triebe, das Unterbewusstsein, welches in jener individuellen spontanen Entwicklung sich zu sachlichen I/E entwickelt; dann wird vom Individuum N, G (Verwendungswunsch) hinzugedacht, und schließlich wird aktiv gehandelt. Es erfolgt der Kauf → „E“.

    802D.h.,Werbung → Kauf steht im verhaltenstheoretischen Zusammenhang, der wissenschafts-philosophisch modellierbar ist.

    803Werbung relationiert, kombiniert das Produkt (E) frei, vielfältig mit beliebigen Ii,k.

    804E, I und Relation haben (in der historischen Entwicklung) zunehmend unbegrenzte Anzahl, Qualitäten als „Zielgruppen“ („I“), die Relationen als Werbebotschaften, Medien, Produkte (E).

    805Werbung hat formal zwei Aufgaben, Strategien, (als, von Rz →bisher): Kunden tiefer zu interessieren, zu binden, ihre weiteren Wünsche zu befriedigen o/u neue Kunden zu gewinnen, Marktausdehnung(-> Rw); beide Strategien haben unbegrenzte Spielräume, weil die Ii und Ii/Ei doppelt unbegrenzt sind.

    806An solchen „gesellschaftlichen“ auch „technischen“ Details, wie der Tatsache, dass Werbebotschaften aus einem rationalen und einem emotionalen Teil bestehen, kann man (philos.) das Zusammenspiel der E-Entwicklung mit der I-Entfaltung erkennen; die „Praxis“ als I/E.

    807Die Problematik des Werbebudgets zeigt den sachlichen Abstand zu Produktion/Umsatz/Gewinn.

    808Firmen orientieren sich am Umsatz, weil sie bei günstigem Umsatz Mittel für Werbung haben; aber die Produktionskapazität ist dann ausgelastet, es können zusätzliche Kunden gar nicht bedient werden. Bei schwacher Auslastung und daher zu wenig Geld für Werbung sinkt der Umsatz weiter.

    809Nur große Firmen können sich davon unabhängig machen und eventuell für ihre strategischen Ziele werben.

    810Entsprechend kompliziert wird (beim Ziel „Gewinn-Maximierung“) die Berechnung der optimalen Höhe des Werbebudgets; die Werbung verändert die Lage und Form der Preis-Absatz-Funktion.

    811Es geht um eine Variante des dynamischen wechselwirkenden Zusammenhanges von Investkosten/Werbekosten, neue Gewinne/Kunden.

    812„Werbung“ ist deshalb ein „formales“ Problem, eine Aufgabe, weil inhaltlich alles auf gleiche Weise „bewerbbar“ ist; z.B. über Medien, Ansprache, Proben etc.; und formal durch Kostenaufwand, Verbreitungsgrad, Reichweite, Kontakthäufigk. etc.

    813Das kann man mathematisch als lineares Optimierungsproblem formulieren.

    814Über die z.T. komplexen Modellierungen mit deren Optimierungs-Problemen, z.B. unproportionaler Erfolg bei häufigem Einsatz, Abstufung bei hohem Einsatz in den Medien, die Konkurrenz wirbt auch, darf die Wirkung der „Inhalte“ nicht unanalysiert bleiben; z.B. bei allgemein verbreiteten gleichen Ii-Interessen, das nur als werbende sachliche Aufklärung herzukommen braucht, ist die Werbewirkung groß.

    815Bei „Verkaufsförderung“ (kostenlose Proben, Gutscheine, Preisausschreiben, Vorführungen bzw. Preisnachlässe, Dekoration u. ä.) bzw. Schulung des Verkaufspersonals u.ä. muss die Gewinn-Einbuße mit den oft sozial-emotional fundierten und langfristigen Erfolgen abgewogen werden.

    816Was ökonomisch als zusätzliche „Investition“ (→Kredit-Möglichkeit) gilt.

    817Im Soziologischen erkennt man (als Ig…) die Tendenz, „ideale Gesellschaft.“ zu formen (eine Variante der E-Vollendung).

    818Historisch-konkret hat man gemerkt, das geht (quantitativ- und qualitativ) vorerst nur in Sub-Phasen, hier z.B. Parteien, Vereine, Familie, hier in Unternehmen.

    819Die „Public Relations“ sind Versuche in dieser Richtung – wenn auch mit E-Entwicklung und Gewinn-Maximierung verbunden. Diese „Öffentlichkeitsarbeit“ strebt Ziele an, in sich und daher als Ansehen stabil, vertrauenserweckend nach außen, kompetent in ihrer technischen, ökonomischen Sache zu sein und das bei formalen Grundsätzen: „Offenheit, Wahrhaftigkeit, Informationsbereitschaft“ u.ä.

    820Der „persönliche Verkauf“ steigert die ökonomische Gemeinschaft Produzent-Händler-Konsument/Kunde durch Vertrauen, Kompetenz-Übertragung bei Investgütern, bei Diensten u.ä, die Kontrolle/Praxistauglichkeit der Produkte, Kunden-Ideen, Wünsche als Anregung für Produzenten etc.

    821Solche Intensitäten und die strategischen gesellschaftlichen Versachlichungen möglicher Ig kommt bei der bwl Seite allerdings kostenintensiv an.

    822Die „BWL“ ist eine Technik/Technologie, deren Haupt-I die Interessen der Konsumenten sind. D.h. die ganze BWL-“Kommunikationspolitik“ ist nur Teilaspekt dieses „wissenschaftsphilosophischen“ Zusammenhanges.

    823Die „allgemeine Entwicklung“ macht hier, dass die Marktmacht der Konsumenten objektiv und ständig anwächst (z.B. als objektiv größeres Angebotsspektrum, objektiv steigende Sättigung der Märkte, zunehmende Substituierbarkeit von Produkten, bessere Informiertheit der Kunden, etc.

    824Der „philosophische Sinn“: Ii-Unbegrenztheit nimmt zu, die Hilfs-Mittel (E) dafür vollenden sich tendenziell.

    825Um eine Übermacht des Kunden/Konsumenten zu meiden – und damit Probleme in den Gleichgewichten zu umgehen – (z.B. bei Konsum-Invest die bw Verluste durch unberechenbare Marktdynamik), versucht die BWL-Seite, die Kunden z.B. durch moderne Kommunikationsmedien gepflegt und vertieft zu binden.

    826Die Info- und Kommunikations-Medien bieten immer mehr die Möglichkeiten, gezielt die Kundenwünsche dadurch zufrieden zu stellen, dass man durch die Auswertung großer Datenbestände die Ii (individuelle Interessen, Hobbies etc.) und die Ei (Wissensstand, Bildung, Beruf, Region etc.) berücksichtigen kann.

    827Das Marketing wird von der Meta-Ebene (Gewinn der Unternehmen („strategische Unternehmensziele“), was auf Investition und allgemein auf E-Entwicklung hinausläuft, und durch die I-Seite der Konsum-Verbesserung und Ausweitung bestimmt ist.

    828Alle Instrumente des Marketing werden von daher bestimmt und bewertbar, und daher auch deren Kombination. Ihr Zusammenwirken, vermittelt über Preis-, Produkt-, Distributionspolitik und werbungspolitische Maßnahmen.

    829Die Tendenz der Datensammlung über Kunden (und allgemein über Persone) ist deutlich. BW (->Gewinn-Maximierung) versucht alle „PM“ zu optimieren. „Wissen“ gehört zu den „PM“; wie alle E (PM) tendieren sie zu (ihrer je eigenen) E-Entwicklungs-Beschleunigung und von daher zu ihrer je eigenen E-Vollendung.

    830Kann der dabei problematische Gegensatz zwischen Ii-Bewahrung (persönliche Daten) und Gewinn-/Macht-/Info-Maximierung gelöst werden?

    831Wenn diese persönlichen Daten nur dazu dienen, die Person optimal mit Gütern, Infos, Diensten zu versorgen?

    832Beides scheitert zur Zeit noch: Als Übergangs-Feld mit der Relativierung (Macht, Manipulation) negativer und positiver Ziele wie auch noch die technischen Sammlungen (z.B. hier relevanter, psychologischer Daten sowie deren Interpretation, Verknüpfung mit „Waren, Diensten“).

    833Beim Ziel „Gewinn-Maximierung“ spielt der Preis und die Produktqualität und die Werbung eine Rolle; sie berühren den Ii-Konsumenten (für das Geld des Preises kann er andere Ii befriedigen); die Produktqualität ist ebenfalls mit Ii abgestuft alternativ.

    834Die „Werbung“ ist nun eine ganz andere, direkte Einflussnahme auf „Ii-Konsument“.

    835Dennoch muss bw eine Verbindung zwischen den Dreien versucht werden, formal, mathematisch u/o im sachlich-psychologischen Zusammenhang.

    836Man kann Entscheidungen mathematisch fundieren, wobei z.B. Produktpreis (p), Werbeaufwand (w), Qualität (q) so mathematisch verbunden werden, um den Gewinn (G) zu max.:

    837G = px – kx – w (wo die Nachfragefunktion: x = x (p,w,q) ist und die Produktionskosten (K) eine Funktion der Absatzmenge und der Qualität sind, K = K (x,q);

    838partielle Ableitung u.ä. Umwandlungen sagt, dass die Preiselastizität der Nachfrage dem Grenzumsatz der Werbung entspricht. Mathematische Hilfe dabei sind für die dynamische und die unbegrenzte Wechselwirkung zu erfassen.

    839Auch als einfaches lineares Optimierungsmodell z.B. unter Einbezug mehrerer Produkte (zusätzlich), Instrumente (wie „Vertreter“, „Werbemittel“), Nebenbedingungen, um auf Märkten/Absatzmengen etc. optimale Gewinne zu machen.

    840Investition und Finanzierung: Die engere bwl Fassung der „Investition“ wird von uns analysiert.

    841Die Verwendung finanzieller Mittel zur Beschaffung von Sach-, Finanz- und immateriellem Vermögen. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, maschinelle Anlagen sind Konkretisierungen der allgemeinen E-Entwicklung. Dabei ist die E-Seite derart vielgestaltig, aber es kommt darauf an, dass jene „Mittel“/Investgüter die „Konsumseite“ erweitern u/o weitere Investition vorbereiten (z. B. jene immateriellen Vermögen).

    842Die PM/“Betriebsmittel“ (E), auf die sich „Investition“ bezieht, sind eben in dem Sinne „Mittel“ (zwischen Natur und Konsum), dass sie relativ beliebig von I-Entscheidungen genutzt werden können, um I/E als „Praxis“ zu fundieren; z.B. die Unterteilung in Erst-/Anfangs-Investition, Ersatz-Invest, Rationali-Invest, Erweit-Invest oder z.B. die Unterscheidung und weitere Unterteilung der „Invest“ in Sach-Invest (Werkstoffe, Betriebsmittel), Finanz-Invest (Beteiligungen, Forderungen), immaterielle Investition (Ausbildung, Forschung, Sozialleistungen).

    843Ersatz- sind eigentlich immer Rationalisierungs-Invest, d.h. die objektive E-Entw. (kontinuierlich technischer Fortschritt) geht weiter und es wird durch jene Investitionen versucht, den „Betrieb“ ökonomisch an diese objektive E-Entwicklung anzuschließen.

    844Bei der Erweiterungs-Investition ist das unumstritten.

    845Man (BW/L) muss angesichts dieser verschiedenen Arten der Investition (= der E-Entwicklung) Entscheidungen treffen: Hier um den Gewinn zu maximieren; allgemein, um passende E-Gleichgewichte zu erhalten. Zum Beispiel zwischen Finanz-, Sach-Invest oder zwischen Bildungs-/Forschungs- und Sach-Invest.

    846Das sind bw und vw äußerst wichtige Aufgaben, die man über Invest-Theorie, Mathematik und zugehörige „Entscheidungen“ (→“I“) bewältigen muss.

    847Die Entscheidung über Einzel-Investition ist ein bw Vorgang der Auswahl, Entscheidung, der Finanzierung, der Änderung im Produktions-Faktor-Einsatz, der Nutzung/sdauer, Einsatzmöglichkeiten.

    848Alles das muss in in sich stimmiger Planung erfolgen, Zielsetzung ist die Maximierung des Gewinns; als eine Variante komplexer Art von I/E.

    849Die Investition hängt eng mit der „Finanzierung“ zusammen, als bw, als vw Vorgang und auch allgemeiner.

    850Von der Sachseite (Produktionsfaktoren) und abstrakter gestaltet, von der Geldseite muss „Überschüssiges“ vorhanden sein, um die E-Entwicklung damit voran zu treiben.

    851Das kann als „Erspartes“ erscheinen o/u als „Risiko“-Vorgang („Kredite“); dies aber ist (in philos.-wiss.) Sicht deshalb objektiv wenig risikoreich, weil die „objektive E-Entwicklung“ ein Bürge dafür ist, dass Kreditierung (also Einsatz von freien P-M) tatsächlich Erfolg bringt, → „I“ wird E.

    852Der Unterschied zwischen bw-privater „Vermögensbildung“, bzw. Finanzierung/Kapitalbeschaffung/Kredite, zu Invest-Zwecken, und gegenüber öffentlichen/volkswirtschaftlichen Investitionen, sind Grenzen gesetzt, z.B. in der Größe der Projekte; vor allem aber in den zeitlichen Fristen: Wie lange kann ein Unternehmen ohne die zu erwartende Rendite sich vorfinanzieren; wie lange können die Fristen der Rückzahlung sein; wie kann man angemessene Fristen, gemessen am Verwendungszweck einhalten etc.

    853Die Abstufung kleine, große, öffentliche Unternehmen hat viele Vorteile, aber in der objektiven E-Entwicklung muss die gesellschaftliche Finanzierung (z.B. heute Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur, der Bildung etc.) geschehen; denn eine Krise droht, wenn nicht die privaten Strukturen durch öffentliches „Gelddrucken“ gerettet werden – und damit fehlt die „Investition“ allgemein“.

    854Betriebswirtschaftlich wird unterschieden in „Vermögen“ (→Bilanz: Aktivseite) und „Kapital“ (→Bilanz: Passivseite).

    855Weil das „Kapital“, das prinzipiell als Bereitstellung von Finanzmitteln sieht und damit weitere P-Faktoren gewinnbringend einsetzt, also die E-Entwicklung vorwärtstreibend. Dieser fundamentale Antriebs-Mechanismus gibt dieser historischen Ökonomie den Namen.

    856Im Normalfall wird produziert, damit „Vermögen“ konstituiert und durch Zins- und Tilgungs-Zahlung neues Kapital gebildet wird.

    857(→z-w zu z/w zu z-w).

    858Im konkreten Unternehmen und in der BWL kreuzen sich wechselwirkend einige Haupt-Züge. Die Gewinn-Maximierung (als obj. E-Entw-Variante) bestimmt dabei alles.

    859Im konkreten Handeln/Arbeiten sind zwei dieser „Haupt-Züge“ (welche wechselwirken u/o getrennt sind; je eins davon kann fehlen) Das ist der „Leistungsbereich“ und die „Kapital-Seite“.

    860Der Leistungsbereich: Eigenkapital (Maschinen etc.) erarbeitet die Produkte und bezahlt die P-Faktoren.

    861Die „Kapital-Seite“ ist von der eigentlichen Produktion strikt getrennt. In ihr wird Fremdkapital (also fremde Gewinne aus fremder Produktion) genutzt und „weitergegeben“, wenn das Unternehmen dadurch auch Gewinne macht, dass es mit seinen Finanzen z.B. Kredite gewährt, also in einer anderen Ebene (als der der konkreten „Produktion“) ökonomisch arbeitet. Es ist die Bereichsebene, die dem Unternehmen auch Fremdkapital gibt.

    862Moderne Ökonomie macht prinzipiell keinen Unterschied dieser konkretistischen Art („Geld“ vs. „Güter“), der „kapitalistische“ Gesamtprozess ist letztlich der der abstrakten E-Entwicklung.

    863Also, der Leistungsbereich befasst sich mit Aktivitäten, die mit der Erstellung und Verwertung von Gütern und Dienstleistungen zusammenhängen.) Der Finanz-Invest-Bereich ist nicht mit dem Leistungsbereich verknüpft, z.B. als Erwerb von nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenständen und Beteiligungen.

    864c Der „Finanzbereich“ stellt dem Leistungs- und dem Finanz-Invest-Bereich Kapital für Investitionen zur Verfügung. Der Leistungsbereich erwirtschaftet einen Einzahlungsüberschuss, der dem Finanzbereich zufließt; (ähnlich Finanz-Invest-Bereich).

    865Welche Stellung hat die öffentliche Hand (Staat) in diesem Zusammenhang von Finanz- und Leistungsbereich?

    866Es ist letztlich viel Gemeinsames da und einige Abstufungen im Verhältnis Markt-Planung (→Ik und Ig…), was wohl in diesen eher formalen Betrachtungen weniger relevant ist.

    867Die Liquidität des Unternehmens wird stets weniger durch eigene Zahlungsmittelbestände, sondern durch Kredite aufrechterhalten.

    868Diese „Vor-Finanzierung“ muss sein, weil die konkreten Produktionsabläufe bis dahin, dass alle Beteiligten vom „Mehrwert“ ihren Anteil erhalten, längere Zeiträume beanspruchen.

    869Umgekehrt wird „Kreditierung vs./zu Real-Ökonomie“ zum Problem, wenn zwar liquide Finanzmittel im Überfluss im System sind, aber zu wenig deren konkrete Inanspruchnahme. Die „Überproduktions-Krise“ ist zugleich eine allgemeine Krise (heute): Reduziert man die Produktion, wird die Masse der Kredite überflüssig.

    870Die bw Sicherung der Liquidität dreht sich um zwei E: „Waren/Güter“ und „Geld“ im Verhältnis zu zwei „I“: Gewinn und Konsum/Gebrauchs-Wert.

    871Also, Geld bereitstellen/vorfinanzieren, um Waren zu produzieren (durch P-Faktoren), mit der Zielsetzung wieder und erweitert produzieren zu können.

    872Wie kann die Finanzwirtschaft/-politik die Grunderfordernisse der Unternehmen bw sichern? Das sind die Gewinn-Maximierung → Liquidität als Vorschuss, finanziellem Gleichgewicht.

    873Es geht um die öffentliche (bzw. von Banken etc. als Metaebene) Absicherung, dass die „objektive

    874E-Entwicklung.“ läuft und beschleunigt wird. D.h. im Detail, dass die unternehmerischen Sachentscheidungen nicht gebremst (fehlende Liquidität) oder unsachlich beeinflusst werden; so als zu viel Kredite/Fremdeinfluss als eine Gewinn-Erwartung, welche zu Ungleichgewichten führt.

    875Die möglichen Alternativen der Finanzierung sind deshalb nötig, weil es um einen (quantitativen und qualitativen) hohen Grad der Vergesellschaftung geht; denn philosophisch geht es um die gesamte E-Seite (ihre Entw./Beschleuni./Vollend.) in Relationierung zur I-Seite (Entf. Etc.); d. h., im Philosophischem und damit in allen Phasen/Bereichen/Wissenschaften sind Wechselwirkungen zwischen allen Phasen kennzeichnend und wichtig (ansonsten funktioniert nichts).

    876Speziell und konkret hier: Man unterscheidet (und vereint…) in Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung. Der Unterschied ist die Rechtsstellung der Kapital-Geber, die Gemeinsamkeiten sind ihre bw Aufgabenlösungen.

    877Eigenfinanzierung alleine (Einbehalten von Gewinnen z.B.) ist eine „Abbremsung“ der E-Entwicklung. (und vor allem eine Abschwächung der E-Beschleunigung)

    878Das Problem ist, dynamisch und gesamtglobal, gesellschaftlich genau soviel Fremdkapital vorzuhalten, dem Einzelunternehmen zu seinem Eigenkapital hinzuzugeben, um seine E-Beschleunigung zu erzeugen.

    879Dieses dynamische Gleichgewicht ist in der gesellschaftlichen Praxis kaum zu realisieren. Aber die Mischung (aus z.B. „sicheren“ selbständigen eigenfinanziertem Unternehmen und allzu „vorgreifendem“ fremdfinanziertem Unternehmen) ergibt eine statistisch abgesicherte Lage der VWL etc.

    880Beide Extreme (Fortschritte nach Sparverhalten und Kredite ohne Grenzen) führen zu Krisen/Verlusten im „objektiven Gebot“ der E-Entwicklung.

    881Das Fremdkapital hat als Kern die Unterstützung der allgemeinen E-Entwicklung; „allgemein“, weil hier die Gesellschaft (das Banken-System als Netz…) und eben die „objektive E-Entwicklung“ (z.B. als soziologische/sozialpsychologische konkret wird – und dass „die Geschichte“ ständig „weiter geht“.

    882Es geht nicht isoliert darum, dass ein Einzelunternehmen existent bleibt. Daher haftet z. B. das Fremdkapital nicht für Verbindlichkeiten des Unternehmens. Und die Rückzahlungs-/Verzinsungsverpflichtung steht für jenen fundamentalen E-Erweiterungs-Gedanken.

    883Wie in allen (konkreten) Qualitäten („z-w zu z/w“) gibt es zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung Zwischen- und Übergangs-Formen, z.B. Stille Beteiligungen, Wandelanleihen, Kommanditeinlagen.

    884Weitere mögliche Strukturierungen sind „Außen- und Innenfinanz.ierung“ (→z.B. AG/Gewinneinbehaltung). Die Fristigkeiten der Kredite; Finanzierungs-Anlässe (Gründung, Erweiterung, Sanierung). Ziel ist maximaler Gewinn (→ E-Entwicklung) bei Abwägung der sekundären Folgen (also Gesamt-Perspektive).

    885Die externe Eigenfinanzierung hat den ökonomisch-philosophischen Sinn, maximal Finanzen zur E-Entwicklung zu lenken; d.h. auch, mögliche „wenige“ negative Nebeneffekte zu haben.

    886Daher gibt es unterschiedliche Organisations-Formen, z.B. Einlage von privaten Mitteln des Einzelunternehmers u/o der Gesellschafter. Am weitaus umfassendsten bieten sich börsennotierte AGs an.

    887Hier sind die Chancen für E-Entwicklung groß und relativ risikolos.

    888Die Zielfunktion bei „Börse, Aktien“, nur der E-Entwicklung. zu dienen, unabhängig von spezifischen Sach-Seiten (E-Sachen) und Personen-Seite (Ii)

    889zeigt sich in Gesetzen (AktG) und in den Kriterien wie „Inhaberaktien (jedermann, formlos, große Flexibilität u. ä.).

    890Dennoch geht es um Unternehmen, die ihr eigenes Überleben relativ unabhängig von der gesamten E-Entwicklung (z.B. in den Krisensituationen) organisieren müssen (z.B. Namensaktien als Kontrolle von Veränderungen in den Beteiligungsverhältnissen).

    891Die externe Fremdfinanzierung (z.B. Bankkredite, Lieferantenkredite, Kundenkredite, Kredite der öff. Hand etc.; rechtlich auf verschiedene Art abgesichert (Bürgschaft, Grundpfandrechte etc.); (als finanzielle Mittel vieler Art und als Sachkredite, Kreditleihe) bilden ein umfassendes „Netz“, dessen „Ziel“ die E-Entwicklung (selten die E-Erhaltung) ist.

    892Die ökonomischen Kreisläufe (Produktion – Handel – Konsum etc.) sind (meist) marktmäßig und „sachlich“ heterogen; d. h. z.B. der Händler muss Lagerbestände finanzieren, bis er verkauft; oder z.B. müssen größere Vorhaben vorfinanziert werden.

    893Diese Heterogenitäten werden durch kurzfristige Fremdfinanzierung „geglättet“;

    894z.B. als Kunden-„Anzahlung“, Lieferantenkredit, Kontokorrent-, Wechseldiskont-, Lombard-Kredit sowie Kreditleihe, Commercial-Papers, Euronotes. (Diese Fülle zeigt die Notwendigkeit bei marktmäßigen Abläufen).

    895Es geht stets darum, dass das bestehende (kapitalistische)System, hier im Detail, abzusichern ist; das drückt sich konkret darin aus, dass die Zeiträume (zwischen Kauf und Lieferung, Bestellung und Auftragserfüllung) überbrückt werden; anders, dass alle Beteiligten im richtigen Sachzusammenhang „liquide“ sind.

    896Das geht aber deswegen prinzipiell nicht problemlos, weil in diesen Zeit-/etc. -räumen unberechenbare „Freiheiten“ lauern (z.B. menschliche Ii-Freiheiten).

    897Deshalb ist das alles auf „Versprechen“, „Vertrauen“ und „Kontrolle“ errichtet; das wiederum fördert die spezifische (auch ideologische) Vergesellschaftung.

    898Zur I-Seite: Beide, Kreditgeber und Kreditnehmer haben ihre Interessen.

    899Um diese zusätzlich in ihren Differenzierungen und im Ergebnis zu optimieren, gibt es in entwickelten Ökonomien viele Varianten an Krediten, z.B. als Festverzinslichkeit, Termine.

    900Viele organisatorische Maßnahmen sind deshalb nötig, weil allgemein „Natur vs. Geist“ eine Grundlage aller Wissenschaften und Techniken ist.

    901Abstrakte „E“ (Geld, Finanzen und dazugehörige Entscheidungen, „I“) haben prinzipiell andere Reichweiten (zeitliche) und andere Geschwindigkeiten, zeitliche Abläufe. Während „Produktion, Verkauf, Konsum“ in dieser Lage an die Natur- und Gesellschafts-Abläufe gebunden sind.

    902Beide gestalten in Wechselwirkung die ökonomisch-technologische Gesamt-Struktur,z.B. Selbstfinanzierung über Abschreibungen nur im Ablauf des Maschinen-Verschleißes.

    903Drei Formen der Innenfinanzierung:

    9041) Selbstfinanzierung aus Gewinnen,

    9052) Finanzierung aus Rückstellungen, aus erst zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (eigentlich eine Fremdfinanzierung)

    9063) Finanzierung aus Abschreibungen, was zur Finanzierung von Ersatz-Investitionen für abgenutzte Betriebsmittel beitragen sollte, um die „Substanz des Betriebes“ zu erhalten.

    907Damit wird die allgemeine E-Entwicklung in „Industriegesellschaften“ relativ ungenutzt und gebremst.

    908Invest-Entscheidungen legen langfristig Art und Umfang der Leistungserstellung fest. Die erforderliche Planung dafür ist ebenso risikoreich wie alle diese inhaltlichen Festlegungen. Denn die Märkte sind (prinzipiell) meist wenig planbar (durchsichtig). Hilfe ist das Ausweichen auf Alternativen (Objekte, Projekte, Methoden etc.), die aber (ohne „Flexibilitäts-Erhöhung“) parallel laufen müssten, was meist unmöglich ist; oder jenen Aufwand in die Durchsetzung eines frei gewählten Produktes zu stecken.

    909Die Beurteilung von Einzel-Investitionen kann abgestufte Grade von Risiken (u/o Sicherheit) haben.

    910Risiken kommen (inhaltlich) z.B. daher, dass die Erlöse und Kosten nicht gleichmäßig über die Nutzungsdauer einer Anlage verteilt sind (z.B. Reparaturen).

    911Um die Risiken auszugleichen, wird man z.B. höhere Gewinne in Perioden ohne Risiko verzinslich auf dem Kapitalmarkt anlegen, um einen Ausgleich zu unerwarteten (Risiko-)Kosten zu haben.

    912Die zwar leicht (d.h. auch „ökonomisch“) anwendbaren Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisationsrechnung berücksichtigt aber nicht die zeitliche Verteilung von Erlösen und Kosten.

    913Im Sinne der bw Gewinn-Maximierung muss da genauer analysiert werden, jedoch nicht im Sinne der vw E-Steigerung.

    914Die Gewinn-Maximierung ist eine spezielle Variante der „allgemeinen E-Entwicklung“. Dabei ist wichtig, alle Kosten und Gewinne genau zu kennen, um sie zu optimieren und zu maximieren, z.B. nicht nur Kosten für Löhne, Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, sondern auch kalkulatorische Kosten (Abschreibung, Zinsen).

    915Entsprechend sind alle Erlöse zu erfassen, um optimale Invest-Alternativen auszuwählen.

    916Die bw Arbeit besteht darin, eine optimale/maximale Kombination zwischen den einzelnen an den Gewinn-Märkten vorhandenen PM-Eigenschaften zu vereinigen.

    917So z.B. zwischen Invest-Alternativen zu vergleichen: Anschaffungskosten, Nutzungsdauer, Produktionsmengen, Betriebskosten.

    918Dahinter steht, dass diese Alternativen unterschiedlich in jenen PM-Eigenschaften sind, es also keine objektive „optimale Kombination“ gibt – und nicht geben soll, da diese Varianten bei den Anbietern der PM spezifischen Sinn machen.

    919Eine Kostenvergleichsrechnung ist nur unter Umständen aussagekräftig, die selten eintrifft (z.B. wenn alle Invest-Alternativen dieselbe Erlösstruktur, Nutzungsdauer, Kapitaleinsatz aufweisen).

    920Im Gegensatz dazu berücksichtigt die Rentabilitätsvergleichsrechnung, dass Invest-Alternativen unterschiedlichen Einsatz an Kapital erfordern können:Die Kapital-Rentabilität (Gewinn/Jahr zu Kap-Einsatz/Jahr – %) ist als relative Größe aussagekräftig.

    921Alle diese Verfahren zur Beurteilung von Einzel-Investitionen (so z.B. auch die beliebte Amortisationsrechnung) sind eigentlich Kunstfehler, denn sie berücksichtigen nicht den Zeitaspekt, was „dynamische Verfahren“ leisten können; z.B. gehen die Kapitalwert-, die Annuitäten- und die interne Zinsfußmethode von Zahlungsreihen, also Ein- und Auszahlungen, aus, und betrachten diese bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Investition.

    922Die „BWL“ ist eine Technologie, daher sind die Beurteilungen („Kunstfehler“) flexibel, eine reine, gar logische Beurteilung unterschätzt die konkrete und flexible Wirklichkeit jeweils.

    923Bei Investitionen werden die diskontierten Ein- und Auszahlungen des Planungszeitraumes beachtet. So ist die einzelne E-Erweiterung („Invest“) verbunden mit den allgemeinen Kapital-Märkten – und deren E-Erweiterungen.

    924Weitere Verfahren zur Beurteilung von Einzel-Investitionen sind z.B. Endwert-/Entnahmemaximierung, prinzipielle Unsicherheiten der unterstellten Daten/Korrekturverfahren, Sensitivitätsanalyse, Risikoanalyse; sie gehen auf die Unsicherheiten bei Investition ein. Zur Erarbeitung möglicher zusätzlicher Absicherung bei diesen zentralen Punkten der spezifischen und der allgemeinen E-Entwicklung.

    925Die Beurteilung von Einzel-Invest muss zusätzlichen Planungszeitraum und Nutzungsdauer der einzelnen Invest-Güter beachten.

    926Die Finanzen haben inhaltliche Relationen, z.B. für Investition, Produktionsablauf, Absatz, Konsum.

    927Daher ist es vernünftig, die Komplexität dieser umfassenden Zusammenhänge von einen dieser Bereiche (z.B. Invest-Planung) her anzugehen, um sukzessive die anderen Gebiete anzuschließen.

    928Wir begleiten das mit den zugehörigen „I“/“I“-Wechselwirkungen sowie mit der I/E-Wechselwirkung und der objektiven E-Entwicklung/E-Vollendung.

    929In der „Finanzplanung“ ist das ökonomische Grundprinzip im Kern erfasst: Es wird als Ziel („I“) die (langfristige) Gewinn-Maximierung (E) bei Minimierung der Kapitalkosten gesehen; (bei Aufrechterhaltung der Liquidität).

    930Es geht um eine bwl Variante der philosophische „objektive E-Entwicklung“; welche zwischen der Vorwegnahme unsicherer zukünftiger Entwicklung und kostengünstiger Finanzierung sowie ausreichenden Liquiditätspolstern (Zinsverlust vs. Insolvenz) einen Kompromiss sucht.

    931Die bw strategische Finanzplanung befasst sich mit der „Kapitalstruktur“.

    932Da ist die wiss-philos. interessierende Frage, wieweit gehen Einzelunternehmen/-branchen ins Risiko, um in der (obj. vorhandenen) Dynamik, welche wir als obj. E-Entwicklungs-Beschleunigung beschreiben, überleben oder diese forcieren können. Also was vw obj. notwendig ist, wird hier bw problematisch zu organisieren sein.

    933c) Konkret geht es um das Verhältnis von Eigenkapital zum Fremdkapital. Im einzelnen genauer, um die Zusammensetzung des Kapitals, die Fristigkeit, Erhalt der Liquidität u.ä.

    934Als bw und bankentechnischer Fehler gilt, Anlagevermögen und langfristiges Umlaufvermögen kurzfristig zu finanzieren; bzw. kurzfristig eingenommene Gelder von Banken als langfristige Kredite auszuleihen.

    935Da ist der ruhige Verlauf der Normal-Ökonomie zu unterscheiden von den – zunehmenden – globalen dynamischen Prozessen, die alle ökonomischen Finanzierungen auf oft komplizierte Weise beeinflussen.

    936Das gehört als E-Entwicklungs-Beschleunigungsvariante zur modernen Ökonomie.

    937Die „technische“ Seite der BWL-Phase zeigt sich darin, dass die prinzipielle Wechselwirkung aller (relevanten) Phasen als Netz-Zentrum eines bw Details geprägt wird von der Vielzahl der beteiligten „I“ (Ii meist); schon die ökonomischen Qualitäten (→z.B. „Schuldner – Gläubiger“) sind Ii + Ii… Sowie von den vielen Relationen zwischen den Strukturen (z.B. „Kauf“ als Verbindung zwischen Ware und Käufer, Käufer und Verkäufer, Geld und Ware etc.)

    938Endliche, aber komplexe Netze, die als Hierarchien anzuordnen sind, kennzeichnen „Techniken“ (im I/E-Muster).

    939Eine spezielle BW-Arbeit besteht in der Umwandlung von Kapital-Arten, um damit die E-Entwicklung zu beschleunigen; z.B.indem Finanzmittel („Geld“) in Investitions-Kapital verwandelt wird.

    940Das Spezielle im privaten bw Bereich, mit seinen Grenzen durch das Konkurrenz-Prinzip, besteht in quantitativen Grenzen: z.B. wieviele (→welche) Finanzmittel stehen zur Verfügung (welche Zinssätze), welche Investen materieller Art (→quantitative Leistung, Nutzungsdauer)? Auch die bw Liquidität in ihrer quantitativen Höhe ist entscheidend für den Gesamtvorgang (Invest → Ziel → Max-Gewinn->E-Erweiterung).

    941Die tendenziell unbegrenzten Relationierungen sind z.B. bei den vielen simultan variierenden Investitions- und Finanzprogrammen als Ermittlung benötigter Daten so unklar, dass man bei der Analyse mit anfänglichen Heuristiken rangeht oder als anfängliche I-Entscheidungen; und dass man die nachträgliche Analyse nur stochastisch erklären kann.

    942Die Portfolio-Strategie verbindet BWL mit VWL, bzw. private Unternehmen untereinander, indem die Invest-Risiken (Zahlungsreihen, Zinssätze) dadurch zu minimieren versucht wird, dass Wertpapiere bzw. Portefeuilles verwandt werden.

    943Das externe Rechnungswesen, die Finanzbuchhaltung informiert alle außerhalb des Unternehmens Interessierte, z.B. Anteilseigner, Gläubiger, Staat. Zum Beispiel über allgemeine Lage des Unternehmens, über verfügbare Vermögen, Kapital, geschäftliche Miss-/Erfolge in Gewinn- und Verlust-Rechnung; zukünftige Entwicklungen.

    944Damit ist (eine weitere) Verbindung zwischen BWL und VWL geschaffen, d.h. andere Info-Bedürfnisse, andere Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens als im Unternehmen selbst.

    945Dafür hat der Gesetzgeber Normen erlassen (Bilanzrichtlinien-Gesetz)

    946In fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird das Grund-Verhältnis Käufer/Kauf – Verkauf/er durch das Kreditieren komplexer.

    947(Das ist ein Zusammenhang von „Ware – Geld“- Sektor zum Banken-Prinzip).

    948Die Aufhebung dieser Trennungen ist symptomatisch für die ökonomisch theoretischen zu den praktischen Phasen.

    949Zum Beispiel die „Abgrenzungen“ in der Bilanz →wenn eine Forderung beglichen wird, ist das eine Einzahlung, aber keine Einnahme; weil der (versteckte) Kreditierungsprozess dabei bw nicht unwichtig ist; (oder: „Auszahlung, ist keine Ausgabe, denn „Verbindlichkeiten werden beglichen“).

    950Techniken wie BWL, VWL, (aber auch „Medizin“ etc.) haben den Sinn, zugleich die E-Entwicklung zu vollenden (z.B. PM, Wissen) sowie zugleich die Ii,k,g,w (→vor allem „global“ über die I-Natur) durchzusetzen.

    951In der BWL stellt sich das ganz alltäglich dar; z.B. dass der Ertrag, Wertzuwachs/Vermögenszuwachs eines Jahres im Unternehmen größer sein sollte als der Werte-Verzehr, Aufwand. Das ist ein „objektiver Zwang“ (→ obj. E-Entw.), dem alle Subjekte folgen.

    952Die „Kredit-Einflüsse“ (also Unternehmen als Bank stammen von den oft sachlich notwendigen zeitlichen Verzögerungen.

    953So das zeitliche Auseinanderfallen von Wertezuwachs (bzw. Werteverzehr) und zugehöriger Veränderung des Geldvermögens.

    954Diese „Zeitlichkeit“ gehört zur Endlichkeit der Praxis, speziell auch der notwendigen Vorwegnahme der E-Verwirklichung durch die I-Planung (z.B. Ii, Ik).

    955Wie hängen I->N, G, E‘→E als Grundstruktur aller Geistes- etc. Wissenschaften zusammen mit dem Zentrum der BWL, der „Bilanz“?

    956Die Aktiva (als Vermögen von „was man damit zu tun vermag“), „Mittelverwendung“, sind die I-Entscheidungen/Ii-Phantasien, die N, G – als dynamische Methodik, als Arbeit-/Denk-Abläufe, und E als Erfolg, Gewinn.

    957Die Passiva („Kapital“) ist E‘, das was vor/gegeben ist, Mittelherkunft.

    958Das statisch vorgegebene (E) Kapital (bilanz. Passiva) sind z.B. Mittelherkunft, Eigen-Kapital (Rücklagen),Fremd-Kapital (Anleihen, Verbindlichkeiten).

    959Die bilanz. Aktiva I/E, genauer I/N/G/E sind z.B. immaterielle Sachanlagen, Finanzanlagen, Forderungen, Wertpapiere, Zahlungsmittel, Vorräte; diese „Umlaufvermögen“ bewirken, erarbeiten Gewinne.

    960Warum ist Inventur so wichtig? Weil das konkrete Inventar genauer Auskunft über den Kaufmann/die Firma, seine Geschäftspartner gibt; und das als Teil des ganzen ökonomischen Systems. Diese „pars-pro-toto“-Sicht ist psychologisch ebenso wichtig wie als „Stichprobe“.

    961Auch die streng rechtlich etc., sorgfältig durchdachte und je gemachte Finanzbuchhaltung →E, N-G (→Soll + Haben), E-Erfolg, etc. hat eine I-Seite, so die Bewertungsfragen z.B. bei der Erstellung des Inventars, der GuV der Bilanz.

    962Die GoB, Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sind typisch pragmatisch umschrieben, z. B. so zu gestalten, dass einem sachverständigen Dritten in angemessener Zeit ein Überblick zu verschaffen ist.

    963Auch von möglicher „allzu großer Genauigkeit“ soll der „Betrieb nicht aufgehalten werden“.

    964Man muss den Produktions- vom Konsumbereich deutlich auch dadurch unterscheiden, dass man Maßstäbe an die Buchführung/Bilanzierung legt, die im „Konsum-Leben“ fehlen dürfen, z.B. Vollständigkeit, Belegprinzip, Chronologie, Aufbewahrung, Klarheit, Wahrheit, Vorsicht etc.

    965Die dominierenden internationalen Rechnungslegungsvorschriften bringen gegenüber dem HGB Vor- und Nachteile.

    966Beim US-GAAP und IAS wird z.B. mehr der Anleger- und Investorschutz (als der Schutz der Gläubiger im HGB) betont. Oder z.B. fehlt im US-Recht der „Vorsichtsgrundsatz“, der die Situation schlechter erscheinen lässt,

    967Ein Nachteil ist die Unsystematik des rechtlichen Korpus. Die Tendenz (wahre, statt pessimistische Werte, Invest-Hilfe) ist eine E-Entwicklungs-Beschleunigung.

    968Ursachen für den „Werteverzehr“, der bei bilanz. Bewertung und bei Abschreibung von Anlagen bedacht werden muss, ist eine, mehrere Varianten der allgemeinen Entwicklung, entweder als physikalische (→Entropie-Vergrößerung) oder gesellschaftliche (→Moden) oder historische.

    969Technisch bedingter Werteverzehr, als „Energieverzehr“, als physikalischer Einfluss (→ Entropiemaximierung) mindert in der allgemeinen ökonomischen und technischen Entwicklung die Produktivität bzw. den Konsumwert bei alten Geräten.

    970(Nachfrage-Veränderung: Der Ii-Konsument trifft auf sich physikalisch verändernde Dinge, und zwar so, dass Ii fehlen können).

    971Bilanzielle Abschreibungen enthalten oft handels- und steuerrechtliche Ig, welche über die Beurteilung des Werteverzehrs (politisch-ökonomische Einflüsse) gesteuert wird.

    972Kalkulatorische Abschreibung geht von der betrieblichen, internen Realität aus.

    973Die Produktivität jedes „Details“ (z.B. jedes Betriebsprozesses, jedes Faktors, jeder Planung, Entscheidung etc.) wird gemessen, um Kosten zu minimieren und Erfolge zu maximieren.

    974Dabei sind die Ii an Ik (min./max.) auszurichten, dito die Ei an Ik, Ek.

    975Die Detail-Messung etc. bildet das Gesamtverfahren nach gleichen fundamentalen Prinzipien.

    976„Arbeit“ (hier als bw) vermittelt „I“ mit E; kollektiv: I→N, G→E→ als Handeln. Hier geht es um spezifische E-Entwicklung, dazu E‘ (PM) und N, G (Arbeits-Verfahren/-Methoden) (z.B. der Fortgang eines Hausbaus, durch die Faktoren dabei).

    977Die Kosten für die Faktoren (Dienste, Lohn, Verzehr von Sachgütern), die in den Leistungsperioden eingesetzt werden, werden bewertet, als ihr mengenmäßiger. Verbrauch z. B.

    978Betriebswirtschaftlich wird jeweils das ökonomische Optimum gesucht.

    979Ein ökonomisch-philosophisches Problem der Kosten, z.B. die Kostenstellenrechnung, ist, das ökonomische Ziel zwischen der bearbeiteten „Natur“ einerseits und dem AN, PM und den organisatorischen, strategischen Maßnahmen andererseits als einen Übergang zu schaffen, der die menschlichen Ziele (Ii,kg,w) gegen die Natur-R so durchsetzt, dass es „ökonomisch“ zugeht, d.h. dass es möglichst wenige kollaterale Verluste (jeglicher Art) gibt. Auch um den ökonomischen Gesamtzusammenhang (= allg. E-Entw.) → beschleunigend voran zu treiben.

    980Dazu kommt die „ökologische“ Sicht, die eine zusätzliche Wechselwirkung mit jener zu verändernden Natur – wohl mehr deren E-Seite als deren R/I-Seite – berücksichtigt.

    981Die Kosten sind veränderbar und als „E-Entwicklungs-Prinzip“ zu senken.

    982Das geht nur, wenn in jedem Detail (z.B. P-Faktoren, Kapital, und noch differenzierter: Beschaffung, Fertigung, Lager, Verwaltung, Vertrieb, und noch konkreter: Die Kosten festgestellt und dann gesenkt werden können.

    983Das ist aber dank der allgemeinen E-Entwicklung ständig möglich;

    984beim Kapital weniger, weil diese E-Neuerungen Kapital-Kosten machen.

    985Um die E-Entwicklung zu beschleunigen, werden im Verfahren der Kostenstellenrechnung bis auf die einzelne Maschine, Person, Arbeits-Platz die Kosten zugeordnet (um diese zu reduzieren).

    986Dabei wird alles an Kompetenzen, Organisations-Kräften, Verantwortungen, Genauigkeiten mobilisiert.

    987Maßstäbe sind die Kostenursachen in Relation zur „I- Profit-Maximierung und den E-Vollendungen.

    988Die Kalkulation ist ein zentrales bw Mittel, um durch Kostenträgerstückrechnung diese P-Faktor-etc.-Kosten zu minimieren, um den Gewinn/Rentabilität zu maximieren und die E-Entwicklung der P-Faktoren zu beschleunigen;

    989vw hat das positive und negative Folgen.

    990Die BWL ist ein Kernelement der Beschleunigung der E-Entwicklung Das geht vor allem durch die Kosten-Reduzierung und die daraus folgende Beschleunigung von Investitionen; speziell in Bildung, Technologie-Kreativität u.ä..

    991Sobald die Konsum-Seite kontinuierlich parallel läuft, geht diese I-Entfaltung/E-Entwicklung als Basis-Motor immer weiter.

    992Wie in vielen „Problemen“ der BWL und allgemein in allen „Techniken“geht es im Schwerpunkt der Probleme um die philosophische Dualität „Freiheit zu Gleichheit“.

    993Natürlich nutzen Unternehmer auch „öffentliche“ Güter (Infrastruktur, Bildung etc.), aber der Staat entzieht dabei dem Unternehmen Invest-Möglichkeiten (so als Konkretisierung der freien Ii/Ei→E-Erweiterung.

    994Und die öffentliche Hand sorgt mit diesem Geld dafür, dass sich die Ungleichheiten, die das Konkurrenz-System objektiv erzeugt, nicht zu ungleich werden.

    995Diese formale Diskussion zwischen frei und gleich zu entscheiden, ist – wie stets formal begrenzt – und nur inhaltlich diskutier- und entscheidbar, z.B.: Wer investiert was, wieviel auf wessen Kosten (öffentliche Hand kann Geld erzeugen), mit welchen strategischen gesellschaftlichen Zielen etc.

    996Aber die betrieblichen Einzelentscheidungen verhindern weitgehend inhaltliche gesellschaftliche Diskussionen.

    997Wie könnte eine (zukünftige) Gesell. aussehen, in der die Unternehmer keine Steuern bezahlen, aber die Gesellschaft genug Geld hat?

    998Vermehrte Investitionen halten die Ökonomie in der Entwicklung (und verhindern Inflation), weil die Staatsbanken (EZB) ständig Geld ins System fließen lassen.

    999Das läuft allerdings auf ein neues System von Stärkung der zentralen Planung in Wechselwirkung mit erstarkten Unternehmen hinaus.

    1000Die sogenannte bwl Rationalität ist durch die politische Gesetzeslage der Steuerleistung und differenzierte Höhe begrenzt.

    1001Aber durch die Partizipation der Unternehmen an den öffentlichen Nachfrage-Prozessen wird das z. T. ausgeglichen.

    1002Die Steuerarten, Steuertarife, Bemessungsgrundlagen (→degressive/progressive Beziehungen) werden von „Ig“ so festgelegt, wie es die strategischen, gesellschaftlichen Ziele (Ig) verlangen, als Bevorzugungen oder nicht.

    1003Die negativen und die positiven Kämpfe, Chaos-Situationen im gesellschaftlichen Leben sind darauf zurück zu führen.

    1004Um „gesellschaftlich gerecht“ zu sein, werden mehrere Gesichtspunkte bei der Steuerbelastung kombiniert, formale und inhaltliche: Formale haben die „Leistungsfähigkeit“ von der Höhe des Einkommens und Eigentums her gesehen (ErbSt, ESt) (direkte Steuer) und als indirekte Steuer die Höhe des Konsums und des Vermögensverkehrs als Maßstab (USt, VerbrauchsSt).

    1005Vom Inhaltlichen her wird nach dem Steuerobjekt (PersonenSt, Jurist. Personen→ESt, KSt),

    1006Steuer auf bestimmte Objekte (Immobilien) GewSt, VerkehrsSt auf Warenumsatz und Dienstleistungen, VerbrauchsSt für bestimmte Güter (Mineralöl, Salz, Bier, Branntwein, Tabak).

    1007Die Steuerbegünstigten, Bund, Land, Gemeinden, tragen zur Steuerbereitschaft dadurch bei, dass sie die Verwendung der Gelder „sinnvoll“ gestalten und das offen strategisch/investiv gestalten. Und zwar auch so, dass die Steuerfähigkeit der Bürger dadurch (Invest etc.) gesteigert wird.

    1008Ein moderner Begriff von Gesellschaft und Vergesellschaftung hat formal drei Strukturen-/Prozesse (funktionale Strukturen). Das ist der Bestand an „E`“; das was diese Gesellschaft bislang erreicht hat; konkret und besteuerbar als „Eigentum, Vermögen, Kapital“; es wird durch „Substanzsteuern“ (GrSt) umverteilt; das, was die Gesellschaft daraus (-> „PM“ etc.) weiter machen kann: Gewinne, Mehrwert, Ertrag, Überschuss→ „Gewinnsteuer“ (ESt, KSt, GewSt).

    1009Dabei kommt es auf die inneren Dynamiken (→N, G-Methodik) an: Umsatz, Zahlungen, Dienstleistungen: „Verkehrssteuern“ (USt, Zölle, VerbrauchsSt).

    1010Abstrakter: Handeln I→N, G→E →etc. und von QM bestimmt.

    1011Die „Umverteilung“ führt zum Sinn der Vergesellschaftung und der Gesellschaft → frei, gleich, solidarisch.

    1012Ein Gemeinsames der Besteuerung (KapitalSt, KonsumSt) ist die Besteuerung der „möglichen Aktivität“, der möglichen Leistung.

    1013Damit kürzt die Ver-/Gesell. z.B. die private Invest-Leistung und den Konsum, bzw. lenkt diese auf allgemeine gesellschaftliche Leistungs- und Verbrauchs-Möglichkeiten.

    1014Die Unternehmensführung/Management hat die Teilgebiete: Unternehmenspolitik, Planung, Kontrolle, Organisation, Personal.

    1015Von I→N, G→E→etc. (→QM) gibt es die E+E-Entwicklung (als Ii,k hier) und die Erarbeitung, Ausführung des „I“ als Übergang zu E, d.h. die „N,G“-Seite.

    1016Das konkretisiert sich darin, dass die E-Entwicklung (als Notwendigkeit) als Invest, Mehrwert-/Profit-Maximierung u.ä. „objektiv“ in der Leistungsgesellschaft festgelegt ist und die Ausführungen (im weitesten Sinne) darauf ausgerichtet werden – und zwar derart „frei“, wie z.B. die P-Faktoren es sind.

    1017Der herkömmliche „Unternehmer“ war eher am „Produkt“ und an den P-Faktoren u/o am Käufer orientiert. Der „Manager“ eher an abstrakten und umfassenden (Markt erweiternden) Aspekten.

    1018Auch die Verwissenschaftlichung dieses Technikbereiches (BWL) zeigt sich in solcher spezifischen Wort-Wahl.

    1019Es geht darum, die (immer komplexer werdenden) Zusammenhänge zwischen Ig (WiPolitik., globale Finanzmärkte/-politik und Ik (Unternehmens-Ziele/Entscheid.) in Wechselwirkungen abzustimmen. Dazu muss das Management auch die Auswirkungen auf untergeordnete betriebliche Bereiche (Beschaffung, Produktion, Absatz, Invest, Finanzierung) führend bewältigen.

    1020Die Ik sind an die allgemeine und spezifische E-Entwicklung gebunden, dennoch gibt es Ii,k-Freiheiten für die „Unternehmens-Politik“, z.B. Erfolg und Bestehen des Unternehmens.

    1021Die E/Ii,k-Entscheidungen sind formal „klein“, „fortlaufend“, „nach innen, nach außen“, „inhaltlich“ sehr variant → P-Faktoren, Kunden, Güter/Dienste.

    1022Zu den notwendigen (und auch hinreichenden) Aufgaben des Managements gehören formal – wie zu jeder „Handlung“ (Arbeit, Denken): Ii, Ii-k-Vermittlung und I/E-Erarbeitung, z.B. auch„Planung“ als Handlung Auch die Vorbereitungen von Entscheidungen brauchen Ii,k; die Ausgangslage (E‘, E) muss erfasst (G) werden; Ziele müssen formuliert werden (I, Ik,g), Handlung als Methodik (N,G, R) muss bereitgestellt werden, vor allen E‘ (PM, Finanzen etc.), und die „Entscheidung“ als Berücksichtigung eigener und alternativer Ziele (I).

    1023Das allgemeine Handlungsmodell ist hier und in der Praxis tendenziell unbegrenzt komplex; es schafft dabei eine Strukturierung, die für die „Technik“ (BWL hier) wichtig ist, z.B. die „Aufgabenverteilung und Durchsetzung als praktische Verwirklichung; „I“ als „gewählte Ziele“ und die N und G als „Maßnahmen“ u/o als „Vorgabe“ des erwarteten Ergebnisses („Realisierung“ E´). Die dazu notwendigen Aufgaben der E‘, AN, PM, Wissen, Gesetze.

    1024Also zusammengefasst, der Managementprozess ist die Organisation des Weges von „I“ bis E`, wobei für den Manager „Ii“ als Planung, Gestaltung, Regelung der Übergangs-Prozesse und Ei als Erfolg zu verstehen sind.

    1025Dem Management werden auch „Personal- und Menschenführung“ und Personalentwicklung zugeordnet.

    1026b) Denn – im Unterschied zu anderen Produktionsfaktoren – geht es darum, die unbegrenzten Subjekt-Eigenschaften zu nutzen, zu berücksichtigen, zu steuern, am bwl Ziel gemessen.

    1027Die historische, technologische Entwicklung, dabei die der E-Seite, durch die modernen Info- und Rechnersysteme, erleichtern die Steuerungs- und Planungs-Seite, hier als Managementprozesse. Beispielsweise die wichtige Aufgabe der Koordination, (Abstimmung von Planungen, oder zwischen Planung und Kontrolle, zwischen Organisation und Personalführung). Das und das Info-Management sind wichtige Aufgaben des Controllings.

    1028Die Ebenen des Managements sind abgestuft (je nach Aufgaben im Unternehmen, Entscheidungsbefugnis).

    1029Diese Unternehmens-Hierarchie orientiert sich „objektiv“ (wiss.-philos.) an den I- und E-Seiten, z.B. der Vorstand als strategischer Grundsatz-Entscheider in der „Unternehmens-Politik“. Die Konkretisierung der Strategie in den Abteilungen, mit mittelfristiger Perspektive und mit begrenzteren Mitteln (E → Finanz, Wissen etc.) ist Aufgabe des middle management; und das lower management, z.B.Büroleiter, ist in kurzfristigen Entscheidungen und Tätigkeiten ausführend.

    1030Aber das ist weiter beliebig unterteilbar, weil die I-, E- und I/E-Seiten tendenziell und konkret kontinuierlich wechselwirkend sind.

    1031Ein gesellschaftliches Problem ist, wie kann man Führungsstile („Management – by – Konzepte“) systematisch begründen?

    1032Die Unterschiede sind durch die Produktionsfaktor-Wechselwirkungen bedingt, So bei notwendiger, möglicher Art der Arbeiten, aber niedriger strategischer Kompetenz der AN, dann wird der Vorgesetzte „autoritär“ entscheiden.

    1033Zum Beispiel aber wird im Handwerk (qualifizierte AN), kollektive Abstimmung, Weiterbildung, auch gesellschaftlicher Art, ständig notwendig sein, aber ebenso wird ein „patriarchalisches“ Vorgehen, überzeugend und effizient sein,

    1034Um den Gesamt-Standard zu optimieren, wird „kooperativ“ gearbeitet, bei Einbezug aller AN (im Computer-Handwerk, Handelsberufe, geistig arbeitende Kollegien); „partizipativ“, „demokratisch“ auch sozialpsychologisch, politisch, ideologisch motiviert, wird das meistens unterstützender Art sein.

    1035Ein Management mit Eröffnung von Spielräumen, in denen AN frei entscheiden können, im sachlich-fachlichen Rahmen, ist auch ein Schritt zur formal allgemeinen Demokratisierungie der Gesellschaft; zunächst und dann mehr als kleine Spielräume, aber meist auf detaillierter fachliche Qualifikation („was der Chef nicht kann…“). Dazu sind für ein sachliches (technologisches, demokratisches) Fortschreiten die passende oft umfängliche neue Organisation, Planung, Info notwendig.

    1036Tendenziell vollendete Sachlichkeit und auch die des ökonomischen Wissens braucht weniger zusätzliche Kontrolle von Vorgesetzten, (welche dann in ihren Arbeits-Aufgaben freier werden können → „I“).

    1037Allerdings gibt es (von der jeweiligen Unternehmungs-Art, Branche, strategische Zielsetzungen u.ä. bedingt) erhöhten Bedarf an Erfolgskontrollen, dabei genaue Definition von Aufgabengebieten, Stellenbeschreibungen und leistungsfähigen Info-Systemen, sowie Definitionen von „zu erzielenden Resultaten“.

    1038Eigenmotivierung (Ii) stärkt (im sonst vorgegebenen bwl Rahmen – Organisation, Ik – Eigeninitiative und Verantwortungsbereitschaft (z.B. für die Qualität der Arbeit).

    1039„M. by Objektives“ sind frei für die AN im partizipativen Führungsstil, hohe Motivation und Leistungsbereitschaft sind die Folge, aber es braucht die Einheit von „flexiblen und genauen“ Zielen, was oft misslingt; es sei denn, die strategischen Ziele des Unternehmens wären kommunizierbar, gemeinsam erarbeitbar.

    1040Der Einsatz von Info-Systematik, Computer (Integration aller Teilsysteme und Steuerung der Prozesse des Unternehmens, bei Zielausrichtung u.ä.), auch als Controlling geeignet, beeinflusst wohl viele Führungs- und Management-Konzepte.

    1041„Unternehmenspolitik“ (Ik), als Strategien des Managements, kann man formal beurteilen (Langfristigkeit, Basis der Ausgangslage, schriftlich fixiert, klar formuliert, aufs Wesentliche beschränkt, realistisch, operationalisierbar u.ä. Aber das alles hängt – in Wechsel wirkung – von der „Polit-Ökonomie“ (Ig) ab; dabei brisant: Dass notwendige bwl Veränderungen strategisch nicht zu berücksichtigen sind, weil das die Orientierung an staatlichen Ig nicht zulässt.

    1042Das betrifft meist die „inhaltlich“ Seite der Ik (Versteuerung im Ausland, Lieferungen in „unbotmäßige“ Länder, Produktion von Waffen etc.).

    1043Jene „Ausgangslage“ ist zu erfassen und zu analysieren, unbegrenzt und offen; z.B. die Konkurrenz ist zu beurteilen, zukünftige Entwicklungen zu bewerten (Umwelt, Nachfrage, auch als ethische Wertungen). Zum Beispiel sind auch die Stärken und Schwächen aller (Werbung etc., eigene Konkurrenz, beteiligte P-Faktoren, PM) zu ermitteln. Dann sind Erfolgs-Chancen, bei zukünftiger Entwicklung abzuschätzen – u/o aktiv voranzutreiben und daraus die

    1044Erfolgsfaktoren, Erfolgspotentiale (P-Faktoren, Märkte) abzuschätzen.

    1045Gemeinsame und neue Unternehmensziele haben neben der E-Entwicklung auch die „I-Entfaltung“ des Konsumenten und die „R“ der Natur (Ökologie) zu beachten.

    1046Längerfristige Entwicklungs-Tendenzen im Umfeld kann der Unternehmer selbst steuern, beeinflussen oder nur abschätzen und beobachten; z.B. in Bezug auf nationale Märkte, Branchen, die globale Gesamtökonomie, die Technologieentwicklung, politische, rechtliche Rahmenbedingen.

    1047Zukünftige Umweltbedingungen sind auch in unbegrenzt freien Ei und Ii fundiert. Die Unsicherheit aller Prognosen kann man in praktischer Hilfe als Konkretisierung unterscheidbarer Szenarien (pessimistisch, optimistisch, vernünftig. Erwartbar) als „Übergangsfelder“ diskutieren und „fixieren“ .

    1048Bei Weltkonzernen werden und müssen die Wertvorstellungen der relevanten Führungspersonen diametral voneinander abweichen. Jede „Einigkeit“ muss sowohl sein, als sie auch neue Risiken birgt (z.B. für den Handel mit politisch, kulturell ethnisch fremder Gesellschaften.

    1049Ähnlich ist es in regionalen Fragen für Kleinbetriebe (z.B. Rücksichtnahme auf Gewerkschaft, Kirche, Parteien).

    1050Die möglichen Inhalte von langfristigen Zielen beruhen alle auf dem vorgegebenen „bloß formalen“ Ziel der langfristigen Gewinn-Maximierung.

    1051Für konkrete Ausgestaltungen von Sachzielen (der Produkte, des Finanzierens, Soziales, Ökologisches u.ä.) bleibt wenig Spielraum.

    1052Um in Strategien langfristig den Erfolg aktiv anzustreben, bedarf es „in sich geschlossener“ „Handlung“, vor allem „Produkte, Märkte“ auszuwählen.

    1053Die vier Strategien zum Wachstum kann man mit Weitblick bewerten:

    1054Die Marktdurchdringung ist „neutral“ bis negativ, wenn sie sich überwiegend gegen Mitbewerber richtend, keinen Fortschritt, keine allgemeine Entwicklung bringt.

    1055Dagegen sind „Marktentwicklungen“, Produktinnovation und Diversifikation formale Voraussetzung für die allgemeine E-Entwicklung.

    1056(Die „Portfolio-Taktik“ ist optimal, sie ist eine bestmögliche Zusammenstellung, ausgewogene bestehende und potentielle Geschäftsfelder zu bearbeiten).

    1057Wie bei der nationalen Planung müssen auch bei unternehmerischer Planung Entscheidungen getroffen und durchgesetzt werden, gegen Widerstände. Eine geeignete Organisation (arbeitsteiliger Vollzug), geeignetes und motiviertes Personal etc. muss gefunden werden.

    1058Die Planrealisierung hängt von den Ik, Ek, Ik/Ek ab; „Kontrolle“ hat das zu berücksichtigen: Wird Ik (Sollwerte) zu Ek (Ist-Werte) (im Handlungsbegriff) als Korrekturen bei N, G, E‘ („Abweichungs-Analysen“) als mögliche Ik – Steuerung (Kybernetik) genutzt?

    1059Übergeordnete Ziele der „Unternehmer-Politik“ bestimmen die Subsysteme und deren Ziele, und die Unternehmer- Ziele sind ihrerseits von (z.B.) Ig abhängig.

    1060Planung und „Nichtplanung“ durchdringen einander, wenn – in der „Praxis“ – Planung während des gesamten Managementprozesses in begleitender Weise vorgenommen wird.

    1061Pläne werden dabei meist in relevanten Details überprüft und weiterentwickelt.

    1062Planungsabläufe (Arbeit, Handlungen allgemein) erzeugen Alternativen im Konkreten, und neue anpassende Organisations-Strukturen, Personalführung.

    1063Im Wettbewerb ist die Flexibilität und die Geschwindigkeit entscheidend.

    1064„Organisation“ ist eine Variante von „Handlung“, als Zielsetzung (Ik) mehrerer Menschen unter Benutzung von Betriebsmitteln und als Ziel-Inhalt (z.B). unternehmerischer Art.

    1065Das kann in verschiedene Abteilungen, Subsysteme unterteilt sein; um dann wieder möglichst optimal koordiniert, integriert zu werden.

    1066Die „Organisations-Lehre“ befasst sich damit.

    1067Speziell ist Organisation, Handeln das I-gezielte Gestalten von Beziehungen zwischen Personen/-gruppen (E‘ als Ik), Arbeits-Mitteln (E‘) und Objekten (E‘), sowie zur Umwelt, mit deren „I“ und E‘.

    1068Die dabei notwendigen „Tätigkeiten“: Ordnung(→E/Strukturen) schaffen, Beziehungen (→G, N) herstellen, soziale Gebilde gestalten (→Ik).

    1069Wie müssen dann die „Regeln“ aussehen, die zur Festlegung von Aufgaben zur Koordination, zur Kompetenzabgrenzung etc. dienen?

    1070Regeln dienen formal zur Leistungssteigerung (→E) und Steuerung (I) nach den Ik-Zielen.

    1071„Höhere“ formale Sicht auf die „Organisation“, hier in Unternehmen, welche man aber beliebig auf sachlich und personell fundierte Institutionen übertragen kann, sind die konkreten (→Technik)-Realisierungen von E-Entwicklung/-Vollendungen.

    1072D.h. solche Konkretisierungen dürfen nicht den Blick und das Verständnis verhindern, dass es beim Aufbau von Strukturen und der Nutzung von Prozessen dabei – (in der Leistungsgesellschaft!) – um Ordnungen, Institutionen-Bildungen jeder beliebigen Art geht. Und zwar als langfristiges kollektives Entscheiden zur Kombination aller bisherigen Mittel, Wissen, Erfahrungen.

    1073Das alles in arbeitsteiligen Prozessen etc. wird wie selbstverständlich, unreflektiert (z.T. aber auch fundamental kritisiert) vollzogen.

    1074Die E-Entwicklung, hier im detailliert Konkreten, ist z.B. der Ablauf „Kunde → Auftrag → Fertigungsauftrag → Beschaffungsauftrag → Lagerentnahme →Fertigung → Transport → Versand (→Kunde) und → Fakturierung (→Rechnung) →Kunde“.

    1075Für uns ist wichtig, dass das als Variante komplexer „Handlung“ („Arbeit“) gilt.

    1076Neben der rational gestalteten Struktur des Unternehmens (als formale Organisation), die ökonomisch möglichst effizient sein soll, gibt es die „informale Organisation“, welche persönliche Ziele, Wünsche, Sympathien der Mitarbeiter betrifft. Diese „Unternehmens-Kultur“ hat selbst viele Potenzen für die rationalen Ziele (Gewinn-Max), ist aber zum Beispiel auch ein Übergang zu „sozialistischen“ Verhältnissen.

    1077Warum ist „Ökonomie“, hier im organisatorischen Detail, so wichtig?

    1078Es geht als Differenzierung und Integration der Gesamtaufgabe des Unternehmens um konkrete Strukturen, Relationen (letztlich als Waren/ Geld und „Tausch“/Vergesellschaftung), welche historisch so behandelt werden, dass ihre Vollendung möglich scheint.

    1079Diese Relationen und Ordnungen (als Organisation) zwischen Personen und Personen und Natur, steht im historisch-gesellschaftlichen Mittelpunkt, alles andere ist peripher.

    1080„Aufgabenanalyse/-synthese“ sind als „Arbeitsteilung“ Varianten des philosophischen Handlungsbegriffes. Wobei Ii/Ei Ziel/Erfolg des Individuums sind, und das zu „Bearbeitende“ ist E‘, das zugleich „Mittel“ für die Erreichung des „Erfolgs“ (E) ist; z.B. Gewinne für Investition und Stillung der Konsumbedürfnisse.

    1081Diese E‘ sind „Menschen“, Dinge, Geistiges, welche durch Arbeit entwickelt werden. Als: beschafft (Lieferant), gefertigt, verkauft (Kunde), verwaltet, gepflegt, belehrt.

    1082Es gibt bis ins „z/w“-„Detail“; z.B. Ding als kleinstes Fertigungs-Objekt, bzw. elementare Tätigkeiten.

    1083Als allgemeine Handlung sind diese „Verrichtungen“ Arbeitsabläufe (→N/G zu Rz,Rw) stets auf Objekte (E‘) bezogen.

    1084Man kann die Analyse daher auch nach den zu bearbeitenden Objekten gliedern, in jedem Beruf/Firma unterschiedlich.

    1085Fernerhin sind Unterteilungen nach Lieferanten, Kunden etc. denkbar oder nach Arbeits-Phasen: Planung, Realisierung, Kontrolle etc.

    1086Die Arbeitsteilung hat die Grundtendenz, alles Wissen und Können des Subjekts auf jene maximal einfache, elementare Funktionen zu reduzieren, die der AN maximal beherrscht, und die im Verlaufe der analysierenden Reduktion auf OG anzusiedeln sind; diese Elemente sind also schon im Biologischen und Anthropologischen verankert.

    1087Dann aber gilt (→QM), dass aus „OG“ beliebig komplexe „Kompetenzen“ synthetisierbar sind – je nach Entwicklung (Lern-Niveau u. ä.).

    1088Die Organisation des Betriebes, so der „Arbeitsplatz“ der AN mit PM sowie Material integrieren und synthetisieren das zum „Produkt“.

    1089Inhaltlich gilt, dass die AN ihre jeweilige „Kompetenz“ (Rechte, Wissen/ E, Entscheidung → I) haben und zielgerecht die Aufgaben ausführen. Auch das wird weiter „synthetisiert“ (→ RzRw)

    1090Stabsstellen“ sind Maximierung von E (Hilfe für Leitung, Problemlöser ohne! Entscheidung/ I). „Instanzen“ sind Stellen mit Leitungsbefugnis („I“). „Zentralstellen“ weisen über das Unternehmen hinaus → Dienstleister EDV, Marktforschung; Recht.

    1091Philosophisch gehört „Ordnung“ („Systeme“ u.ä.) zu jeder Phase (hier zur Technik, BWL). Und zur „Ordnung“ gehört die Analyse (z. B. Arbeits-Teilung: →in „Rz-Tiefe/Rw-Trennung“ und zur Synthese →Rw-Weite; zum Rz/Rw-Ganzen.

    1092„Synthese“, hier als Organisation zur Erfüllung der betrieblichen Gesamtaufgabe gehört z.B., „Stellen“ zu Abteilungen und diese zur Haupt-Abteilung etc. zusammenzufassen.

    1093Bei Synthese-Bildung kommt es auf das Verhältnis der entwickelten E zu weniger entwickelten E (Wissen, PM) und auf einzelne Ii zu strategischen Ik (Unternehmensziele) an; formal: Es müssen sich notwendige „Hierarchien“ im Betrieb bilden, welche diese Komplexität ordnen können.

    1094Die „Relationen“ zwischen den Organisationseinheiten sind physischer Art (Transporte → S/R) oder Informationen (→ I/E, N, G) oder Entscheidungswege (→ Ii, Ik). Letztere sind philosophisch typische „Wechselwirkungen“.

    1095„Abteilungen“ sind durch die Zusammenfassung und Relationierung gleicher oder verwandter Tätigkeiten, Funktionen, Objekte, Produkte oder Kundengruppen (z. B. Geschäfts-/Privatkunden der Bank), Regionen (z.B. EU und Übersee) gebildet. Abstrakt: „Organisation“ orientiert sich an gesellschaftlich gegebenen E-Einteilungen, um verständlich und handhabbar zu sein.

    1096Der Kernaspekt jeder „Organisation“ ist eine QM-Variante; mit „Trennungen“ (Rw/N) und höheren/abgeschwächten Relationsverbindungen (Rz/G/) als Entwicklung von niederen kleineren „Stellen, Abteilungen, Sparten“ über „Unternehmungen“ bis zu Nationen und Welt.

    1097Das wird (von Rz->G und Rw-> N) begründet: Dieses Wechselspiel von Integration und Koordination (→ Rz, Rz/Rw) stärkt die „Ordnung“ als höher werdende ökonomische, technische, organisatorische Effizienz, Optimierung der Elemente, deren „Zwecke“ und je übergeordneten Zielen.

    1098Die abstrakte Erfassung der Organisation, z.B. der „Koordination“, verweist auf QM und OG, z.B. als Wechselwirkung, Übergang Interdependenz, wechselseitige Abstimmung von Elementen eines Systems zum Ziel/Zwecke seiner Optimierung/Erreichung übergeordneter Ziele.

    1099Warum ist „Organisation“ allgemein wichtig und warum die optimale „Stab-Linien-Hierarchie“.

    1100Seitliche/horizontale Arbeits-Teilungen betonen z.B. die Analyse/Synthese der „E-Seite“ (des Endprodukts), während der vertikale Instanzenweg (Hierarchie, Vorgesetzte) die I-Durchsetzung betont. Zusammen, als I/E geht es beispielsweise um Abstimmung/Koordination.

    1101Die Stabs-Abteilungen (Recht, Personal, Buchhaltung, Forschung) betonen an jedem Detail die (auch gesamtgesellschaftlich) wichtigen Grundprinzipien → „Ik“ zu Ik/Ek, Ziele (Ik) zum Entwicklungs-Stand und gemessen an Ik/Ek.

    1102Stäbe relationieren freie Ii,k (Unternehmens-Ziele) mit den „I“ der-Belegschaft, (I-Gesellschaft, Recht u.ä.) und mit dem allgemeinen E-Niveau und dem des Unternehmens; Stäbe sind daher z. T. frei.

    1103„Organisation“ ist eine spezifischer Teil der allgemeinen Investition, (Wechselwirkung zwischen Bildung/Wissen und konkret-materialen PM). Nur die Ii/Ik (Vorstand) sind frei.

    1104Koordination/Abstimmung bringt Kostenvorteile, also E-Entwicklung/Profit (als „Synergieeffekte“), weil z.B. „gemeinsame Nutzung“ oder „größeres Vorgehen (z. B. Mengenrabatte) sonst ungenutzte Ressourcen/Potentiale einbezieht.

    1105Die Vorteile der „Planung“ (→ Regeln, Programme) sind damit z.T. identisch.

    1106Planung, „Programme“ sind vorteilhaft, wenn durch Regeln z.B. Kriterienkataloge/Computer das Verknüpfen von verschiedenen Tätigkeiten einfacher wird.

    1107Oder z.B., wenn nicht auf fallweise Anweisung von möglicherweise Berechtigten gewartet werden muss.

    1108Oder z.B., wenn Abstimmungsprobleme im vorhinein/antizipiert gelöst werden.

    1109Oder z.B., wenn Planung „Ik,g“ voraussetzt, welche z.B. die herzustellenden Mengen, Art der Produkte, PM/Faktoren festlegt und nutzt, ohne auf „die Märkte“ zu achten.

    1110Das erleichtert die bwl Produktion etc., bedarf aber des Überspielens der Märkte, z.B. indem die gesteigerte Nachfrage durch Lohnerhöhung ausgeglichen wird, z.B. für neue Produkte; ähnlich, öffentliche Hilfen.

    1111Solche bwl Vorgänge, wie z.B. die Ablauf- und Prozessorganisation sind dem philosophisch-wissenschaftlichen Grund-Typ „Mechanismus“, auch „Mechanizismus“ unterworfen. D. h. beispielsweise, dass deren Analyse die drei Dimensionen des Raumes, getrennt von Zeit und beide getrennt von Sachbezügen umfassen.

    1112Raumbeziehungen sind konkret hier Anordnungen, Zuordnungen. von Maschinen zu Aufträgen, (→Transportprobleme).

    1113Zeitbeziehungen sind: Wann sind Arbeits-Vorgänge auszuführen, Reihenfolge auf einer Maschine.

    1114Eine Sachbeziehung ist z.B. die Kombination der Arbeits-Mittel und die Zuordnung von Arbeits-Gruppen zu PM.

    1115Die allgemeine E-Entwicklungs-Beschleunigung wird in der Phase „BWL“ am konkretesten.

    1116Alle technischen, organisatorischen, ökonomisch-wirtschaftlichen, politischen Prozesse müssen daher ständig wissenschaftlich analysiert und kritisiert, d. h. weiter entwickelt werden. Das z.B. in den Prozessarten: Planung, Steuerung, Kontrolle (Zielbildung, Strategieplanung); auch z.B.als operative Prozesse (Marktkommunikation, Verkauf, Leistungserbringung/Auftragsabwicklung, Produktionsinnovation;

    1117z.B. als Unterstützungsprozesse (Personalentwicklung/-beschaffung, Info-Versorgung, Sach- und Finanzbeschaffung).

    1118Was treibt die E-Entwicklung vorwärts?

    1119Zum Beispiel die (kritischen und die neuen) Ii der Kunden, also die „I-Entfaltung“. Auch die mögliche Minderung der Kosten und des Kapitaleinsatzes, also eine „positive“ Entwicklung jener E, die nicht steigen dürfen in jener allgemeinen E-Entwicklung; dito die mögliche Produktivitätssteigerung.

    1120Es geht um die E-Entwicklung – und dabei um deren Beschleunigung – in allen Technologien, was als Kern aller positiven E-Entwicklung zu verstehen ist.

    1121Diese Abwägung von „positive“ zu/und „negative“ E-Entwicklung ist begleitet vom Konkurrenzprinzip, als „positive zu negativen“ „I“.

    1122Es geht darum, den gesamten Leistungsprozess, vom Lieferanten über eigene Unternehmer bis zum Kunden, z.B. zeitlich zu straffen, transparenter, kostengünstiger zu gestalten, bei Steigerung von Qualität und Serviceleistung.

    1123Das und die Instrumente/Hilfsmittel, PM dazu, z.B. Organigramm, Stellenbeschreibung, Funktionsdiagramm, sind von uns als I, E‘, N, G zu analysieren:

    1124Das Organigramm kann als „Handlung“ verstanden werden:

    1125„Stellen“, Stab, Instanz, Ausführung, Produktionsplan als E‘, Dienstwege als N/G, „Unterstellungsverhält.“ als Ii ˂ Ik ˂ Ig als einheitliche Ziel-, Willensbild; E als Gesamtstruktur.

    1126Das „Zentrum“ von „Betrieb“ und daher von BWL ist der „Mensch“ als Werteschaffer und auch als endliches Maximum der „z/w-Wechselwirkungen zwischen allen Phasen; als Vereiner aller z/w-Details wird er – letztlich – für alle Arbeiten eingesetzt werden.

    1127Die BWL versucht (als Leistungs- und Gewinn-Maximierung), die individuelle Arbeitskraft zu nutzen, in quantitativer und qualitativer Hinsicht, die persönlichen Eigenschaften: z.B. Kompetenzen (E, N/G), Verantwortlichkeit, Ii als Ik.

    1128Im Funktionendiagramm werden dann z.B. Tätigkeiten (Fertigung, Versand, Fakturierung), → NG, mit Stellen (Produktion, Verwaltung) → E‘ und mit „Entscheidung“ („I“), Ausführung (N, G) kombiniert.

    1129Was unterscheidet den P-Faktor „Mensch“ (Personalmanagement) von den anderen? Vor allem die „Ii“ und „Ei“, dazu Ii→I,k,g (Vergesellschafts-Relation).

    1130BW/L muss das (immer mehr bedenken), z.B. in Entscheidungen, die ökonomischen Ziele → menschliche Eigenart der Mehrwertbildung als E-Entwicklung; die Fähigkeit (→Ii/Ei) der individuellen Weiterentwicklung des Leistungspotentials, Entfaltung der eigenen Persönlichkeit im Beruf, Ii/k → soziale Geltung, Kooperation im Team.

    1131Die Personalplanung/-beschaffung, -motivation, -entwicklung muss das einbeziehen.

    1132Die Vergütung, Soziales vs. Lohn-/Kostenminimierung führt über BWL hinaus.

    1133Wie für alle P-Faktoren gilt auch in der Personalbedarfsplanung, an Hand der Leistungen als betriebliche Aufgabe, festzustellen, welche Quantität (wieviele Mitarbeiter) mit welcher Qualifikation/Qualität in welchem Zeitraum an welchem Ort benötigt werden.; als Bezug zwischen internen und externen Faktoren.

    1134Das kann als typisch „technische“ Kombination von „E“ zur Erfüllung der „I“ (Profit) angesehen werden; z.B. wird die „Überkapazität“ an Personal wichtig.

    1135Alle P-Faktoren unterliegen externen Einfluss-Faktoren (Gesetze, Tarife, „Konjunktur“,Technologie (Fortschritt) und internen (Technikgrad, Beschäftigungsgrad, Finanzierung).

    1136Alle „Technologien“ (hier BW/L) unterliegen der z/w-Ordnungs-/Dynamik: Rz-Relation aller mit allen.

    1137Der Personalbedarf betrifft vor allem qualitative, spezialisierte Arbeitskräfte, vor allem solche in dispositiver Tätigkeit. Weil eigentlich jedes Unternehmen von weitreichenden „Ig“-Strategien berührt wird; diese zu kennen und zu integrieren, schafft ein BWLer kaum, Die quantitativen Probleme (wieviel AN zu welcher Zeit an welcher Maschine u. ä.) haben einen anderen Charakter.

    1138Wie für alle Produktionsfaktoren gehört zu deren Organisierung auch, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und in Qualität etc. verlässlich vorhanden zu bleiben; u. ä.

    1139Für den P-Faktor „AN“ ist das die Problematik der „Fehlzeiten“ (Urlaub, Krankheit u.ä.) und die „Fluktuationsrate“ (Austritte aus dem Unternehmen).

    1140„BW“/L hat diese Seite der „sachlichen“ Berechnungen.

    1141Der bwl qualitative Personalbedarf hängt vom N/G-E-Entwicklungs-Stand der Gesamtgesellschaft ab und von jenem Teil, den das jeweilige Unternehmen erzeugt oder als Hilfen/PM, verwendet.

    1142Das muss jedes Unternehmen durch Arbeits-Analyse systematisch lösen; welche Aufgaben, Arbeits-Objekte, -mittel, -prozesse hat es?

    1143Dabei gibt es Felder von Vorgaben, die genutzt werden können, z.B.: Ausbildung, Berufspraxis, gesellschaftliche Erfahrungen oder Einordnung, Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, und in formaler Art Belastbarkeiten (körperliche, geistige, psychische) Aufmerksamkeit, Verantwortungsfähigkeit, Denkvermögen.

    1144Personal-Beschaffung/-Bedarfsermittlung, Werbung, Auswahl; das alles unterscheidet sich formal kaum vom bwl Verhältnis zu anderen P-Faktoren (z.B. Maschinen, Finanzen); z.B. externe oder interne Beschaffung, Umverteilung, Erzeugung/Ausbildung/Laufbahnplan, Werbung durch Public Relations.

    1145Personalauswahl bedarf der realistischen Überprüfbarkeit von Leistung/swillen sowie der Prognosefähigkeit (Entwicklung des AN).

    1146Die AssessmentCenter versuchen hier mehr Erfolg zu haben.

    1147Zum Personal-Einsatz, wie kann man erreichen, dass menschliche Eignungen den Aufgaben, Dingen, Prozessen maximal und optimal angepasst werden können?

    1148Das ist hier eine praktische, pragmatische Problematik, aber wiss-philos. ist das nur möglich, weil „das menschliche Subjekt“ prinzipiell alle Eigenschaften der Welt in sich vereint, diese dort sogar weiter entwickelt, als das im „Ding“, in der „Natur“, „Gesellschaft geschieht: Nämlich als Ei-Phantasie, Ii-Wille.

    1149Zunächst aber ist diese Flexibilität/Entwicklung jene, die aus jedem „normalen Menschen“ den jeweils vor Ort optimal eingeführten, angepassten, produktivsten, kreativsten u.ä. macht (Anlernen, Anforderungs-, Fähigkeits-Profil).

    1150Wenn diese zu erarbeitende Übereinstimmung von Anforderungs- und Fähigkeitsprofil nicht stimmt, gibt es Frustrationen, Stress, aus Über-/oder Unterforderung.

    1151Hier hat die BW schon zukünftige gesellschaftliche Strukturzüge vorweg zu nehmen: So als Arbeit für jeden. Jedem die für ihn bestens passende Arbeit, dito Konsum daraus.

    1152Man hofft allerdings, dass diese Lücken, dadurch verkleinert werden, dass „die Wünsche“ und Interessen der AN berücksichtigt werden.

    1153Zur Entgeltpolitik; Lohn, Gehalt muss an den „vereinbarten“ Diensten in ihrer „absoluten“ Höhe gemessen werden: Da gibt es drei „absolute“ Zielpunkte:

    1154BW-Gewinn, VW-Niveau(E),Konsum-Notwendigkeiten/Ii,k und Absatzzwänge).

    1155BW: als relative Verteilung auf Arbeit, Kapital und absoluter Lage des Unternehmens an den Märkten.

    1156So, wie das jeweilige Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt eine (virtuelle) Hierarchie/Bewertung sieht, wird die Lohnhöhe gestaffelt. Dazu wird der allgemeine Leistungsbegriff u ä. konkret differenziert, z.B. die Schwierigkeit der Arbeit, die Qualität, Quantität, Verhalten des AN (Anpassung, Identifizierung mit dem Unternehmen) und soziale Aspekte, die für die Erhaltung der Gesellschaft wichtig sind.

    1157Die Entscheidung der Rangfolge und des Abstandes ist je nach „I“ (Ii-Unternehmer, Ig-gesellschaftliche Leistungs-Arten als Meta-Entscheidung wichtig; man muss jedes mit jedem vergleichen/abwägen.

    1158Die „Praxis“ (→BWL als Technik) zeigt nun, dass es auch hier um Komplexionen geht, die dazu einige Ebenen haben, z. B. was ist die Grundanforderung, einfach? kompliziert?; was ist wichtiger, körperliche, charakterliche Verantwortung, Monotonie, Kreativität, geistige Leistung; in welchen „Kontexten“ etc.

    1159Lohn und Leistung hängen eng zusammen, beide mit dem Konsum (->“Ii“) und der E-Entwicklung/Investition.

    1160In der Technik, „BW“ kommt es aber auf relative Verhältnisse an, nicht auf absolute, d.h., es muss eine „Normalleistung“ gesellschaftlich (Durchschnitt/Erfahrung) (gezielter je nach E-Entwicklungs-Niveau) definiert werden und diese als Grundlage für „mehr oder weniger“ quantitative, qualitative Leistung und für das Leistungs-Verhalten.

    1161Bei den „Lohnformen“ geht es im Kern darum, beim Zeitlohn die vom AN aufgewendete Lebens-Zeit zu ersetzen. D.h., möglichst neue, andere/eigene Ii, Ei zu haben und zu erzeugen.

    1162Der Akkordlohn) greift direkter auf jene Inhalte (Ii/Ei) zu und ersetzt sie durch Ik/Ek (des Unternehmens). Das eventuell mögliche Ausweichen des AN („Schonung der Kräfte“) wird eingeschränkt, die Arbeits-Inhalte sind fest an die „Vernichtung“ möglicher freier Zeit/Lebens-Zeit gebunden.

    1163Für den Akkordlohn muss der Umfang der erbrachten Leistung durch den AN beeinflussbar sein. Das bedeutet, er muss „freiwillig“ seine „Lebenskräfte“ in Güter, Dienste direkt und festlegbar, messbar (Zeitdauer oder Lohnhöhe) ummünzen, verwandeln (die Arbeitsintensität, Ausbeutung wird deutlicher).

    1164Auch der Prämienlohn koppelt die allgemeine menschliche Leistungsfähigkeit (Ii/Ei), die Lebens-Zeit in/als Steigerung der Ausbeutung an die effektive und stets zu steigernde Leistung des AN.

    1165Jedoch freiwilliger als sonst; jedoch z.B. als „Gruppenprämie“ schon wieder begrenzt in dieser Freiwilligkeit.

    1166Sozialpolitik; als eine gesellschaftliche, zusätzlich ausgleichende Form der Vergütungspolitik.

    1167Soziale Aspekte widersprechen (z.T.) der Leistungsgesellschaft. Aber z.B. Familien-, Kinderzulagen nützen der Selbsterhaltung der Gesellschaft – und mittelfristig auch der BW. Allerdings ist solche historisch relevante Aufhebung der Leistungsgesellschaft andauernder Streitpunkt in bürgerlicher (notwendig kurz-reichweitig denkender) Gesellschaft.

    1168Alterszulagen berücksichtigen oft die Loyalität und Erfahrung, gehen aber auch ins Allgemein-Soziale. Ähnlich bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsgeld, Pensionszahlungen oder Sachleistungen (eigene Produkte, Kantine, Geschenke, Sport, Kitas im Betrieb).

    1169Jene Übergänge sind prinzipieller Art, als objektive Vorbereitung zukünftiger gesellschaftlicher Verhältnisse. Daher werden sie auch tarifvertraglich oder einzelvertraglich gesetzlich geregelt. Vor allem gilt diese Perspektive für „Erfolgsbeteiligungen“ (→ Motivation der AN).

    1170Die Personal-Motivierung hängt an der Differenz der Ii vs. Ik (Unternehmen) und Ik (AN) vs/zu Ik (Unternehmen).

    1171Das kann man (und muss man meistens) überdecken oder als Überzeugungsarbeit und Annäherungsüberbrückungen (Prämienlohn, Feiern, öffentliche Werbungen, Prestige, Leistungsanerkennung, gute Arbeitsbedingungen, Selbstverwirklichung) erreichen.

    1172Tatsächlich aber geschieht eine Annäherung der konsumtiven Bedürfnisse der Beschäftigten/AN und dem Unternehmens-Ziel/-Gewinn; am besten/sachlicher über Lohnerhöhung, Arbeitsplatz-Sicherheit.

    1173Alle diese als relativ statisch beschriebenen technologisch-ökonomischen Strukturen und Prozesse (hier in bwl Einheiten), unterliegen zunehmend (E-Entwicklungs-Beschleunigung) sich ändernden und oft entwickelten technischen und ökonomischen, rechtlichen, politischen, ideologischen, kulturellen Gesamt-/und Rahmen-Bedingungen.

    1174Um das Einzel-Eigentum/Unternehmen zu verbinden, wird viel bw Arbeit auf „Info“, als Info-Management in dem Führungssystem verwendet.

    1175Da sich „Information“ als „zweckorientiertes, zielgerichtetes Wissen“ definiert, ist es eine I/E-Variante (→Handlungs-Modell).

    1176Bei den konkreten „I“, hier geht es um die Info (Wille/I, Wissen/PM), die jedes Unternehmen für sich hat und E als Erfolg anstrebt.

    1177„Daten“ sind E‘/PM, d.h. Infos in einer technik-gestützten Darstellung.

    1178Die N, G-Seite ist z.B. die „Verarbeitung“ der Daten oder die Weitergabe, Übertragung der Infos zwischen Mensch u/o zwischen/zu Maschinen („Nachrichten“, „Kommunikation“).

    1179„Information“ ist „ Relation mit der „Außenwelt“;

    1180wobei fast alles – hier Personen, Gegenstände, Marktsituation, Prozesse, Preise, Bonität etc. – als Info erfassbar und relationierbar ist.

    1181Dazu können Bewertungen des (Ii) (Rw, N, Rz, G) Empfängers (hier des Unternehmens) kommen, z.B. hinsichtlich der Beschaffung, Speicherung, Bereitstellung etc. Gemessen an der Erreichung des Unternehmens-Ziels.

    1182Die „Info/Info-Verarbeitung“ ist ein „Abbilden“ des normalen Arbeits-/Produktionsprozesses (nach dem Handlungs-Modell).

    1183Es gibt auch da strategische Aufgaben (Ik), Realisierungen (→ N, G) als E‘ (Hardware und Software) und alle Arbeiten damit (operative Aufgabenlösung, Organisation, Kommunikation).

    1184Diese Abbild-Ebene erlaubt – wie alle höher-entwickelten Ebenen – größere Reichweiten (→Rw) und größere Genauigkeiten (→Rz), sowie größere Geschwindigkeiten (Rz/Rw), z.B. als das jeweils Neueste als Info, auch mehr Freiraum für Entscheidungen, umfangreichere Entscheidungen, höhere Rechengeschwindigkeiten.

    1185Die Arbeit-Prozesse in Unternehmen/Betrieben sind umfangreiche und komplexe Formen der „allgemeinen Handlung“.

    1186Wegen dieser Abweichung von einem einfachen Handlungsakt bedarf es zusätzlicher Beobachtung, Reflexion, Kontrolle u.ä.

    1187Als Berichts-Systeme (Reporting): z.B. Aufstellung über Absatz-, Umsatz-, Gewinnentwicklung etc.

    1188Von der Bereitstellung der Infos (auch global) als E bis zur Entscheidung (Ik) bedarf es weiterer organisierter Unterstützungen, z. B. gesammelte Vorschläge, Abwägungen, Methoden-Sammlungen.

    1189Die ständige Zunahme aller (hier bwl) Komplexitäten verlangt eine koordinierende Meta-Ebene (hier erst mal nur innerhalb des Unternehmens).

    1190Die „Plan-Ökonomie“ sah diese Probleme und betonte ein öffentliches Controlling bezüglich der Koordinierung aller ökonomischer Einheiten; das war jedoch noch zu voreilig und zu anspruchsvoll.

    1191Je größer die Unternehmen und je verflochtener (→USA ging im Controlling voran) und auch die Entwicklungs-Dynamiken (Umwelt, Technik).

    1192Es war (seit den 1950er Jahren) eine Entwicklung, die der allgemeinen E-Entwicklung folgte; sowie den Ii,k → Ig,w.

    1193Konkret: Zuerst dominierten Buchhaltung, Bilanz, Kalkulation, Steuerwesen, dann kam Berichtswesen, Budgetierung, operative Planung hinzu. Später: strategische Planung, Unternehmens-Ziele und Unternehmens-Politik, Bezüge zur Um-Welt u.ä.

    1194Controlling dient der Info-Versorgung, der Koordination, letztlich der Durchsetzung der Ik (Gewinn); zukunftsorientiert (während z.B. interne Revision → Vergangenheit beachtet),

    1195So die Koordination: Vertikal (Hierarchieebenen), horizontal (benachbarte Abteilungen), zeitliche Koordination→ kurz-, langfristige Planung.

    1196Ein Koordinationseffekt ist, wenn „Kennzahlen“ systematisch zusammenwirken, um übergeordnete Ziele→ Gewinn, zu fördern.

    1197b) Kennzahlen, z.B. Kapital-, Umsatzrentabilität, finanzielle Kennzahlen, Mitarbeiter-Potential, Kundenwünsche, Marktanteile; und zwar als vergangenheits- und zukunftsorientierte Kennzahlen von Faktoren.

    1198„Planung“ ist hauptsächlich auch „Koordination“, z.B. als Abstimmung von sachlicher u/o zeitlicher Planung; als langfristig/strategische, mittelfristig/taktische und kurzfristige/operative Planung.

    1199Das auch bei Teilplanung (Beschaffungs-, Produktions-, Absatz, Invest-Planung)

    1200Koordination z.B. die Reihenfolge, nach Wichtigkeit; dabei Interdependenzen aufdecken.

    1201Die Fülle der Beziehungen lässt sich heute durch Computer eher bewältigen, bleibt aber insgesamt problematisch, z.B. als Infos etc. zwischen den Rechnungsteilsystemen Invest-, Finanz-, Kosten- und Erfolgsrechnung; z.B. muss die Kompatibilität der Daten, Dokumente, die Standardisierung der einzelnen Fachsprachen u.ä. gegeben sein; auch Abwägung der kostenintensiven Alternativen.

    1202Die Koordination aller Stellen, Abteilungen durch Vorgabe von Verrechnungspreisen vereinfacht die Koordination – und erfüllt das übergeordnete Unternehmens-Ziel, den „Gewinn“.

    1203Die Erfolgsermittlung von Bereichen wird durchsichtiger.

    1204Bei marktorientierten Verrechnungspreisen; vs. Monopol, das zu Irrtümern von „Erfolgen“ führt.

    1205Preise auf Basis von Verhandlungen zwischen den Bereichen (Abteilungen, Stellen) kann motivierend wirken, aber auch, stark verhandelnd, unsachlich in Bezug auf das Gesamt-Ziel (Gewinn) wirken.

    1206Planung als Koordination durch Budgetierung. Budgetierung, z.B.die Planung, maximale Kosten, Mengen, Absatz, Umsatz (je nach Produkt), Mindestgewinn/-verzinsung, Mindest-Invest.

    1207Das zwingt zu Analysen im Detail, zu Kommunikation, Abstimmung, Info; zeigt Engpässe, Probleme.

    1208Beteiligung der Entscheidungsträger: von oben nach unten u/o umgekehrt.

    1209Das Verhältnis Unternehmensleitung zu „Untergebenen“ ist das von Ik zu Ek, also Findung, Bildung strategischer, taktischer Ziele zu den notwendigen Mitteln, zu operativer Erarbeitung. Die tendenzielle „genaue“ Erarbeitung im Detail (→Rz) kann mit den Rw-weiten Zielsetzungen oft schwer vermittelt werden („Info-Asymmetrie“), muss aber (I/E) meta-erarbeitet werden. Verzeichnis der Abkürzungen und die wp Bedeutung dieser Grundgrößen.

    1210Zur Einordnung der Phase der „Betriebswirtschaft“ in die Systematik der „Wissenschaftsphilosophie“ sei hier auf deren Grundstruktur hingewiesen:

    1211WP – Wissenschaftsphilosophie

    1212wp – wissenschaftsphilosophisch

    1213S – physikalische Kraft

    1214R – dynamische Gerichtetheit der Kräfte

    1215Sz – kohäsive Kraft, so in der Kernkraft und in der Gravitation

    1216Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    1217Sw – trennend wirkende Kraft, so im Elektromagnetismus

    1218Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    1219z – Sz/Rz, wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“

    1220w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw, die Trennung der beiden unendlichen als zweitmögliche Art von „Relation“.

    1221Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    1222„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zu zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Die Endlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, sich nun durch diese Kohäsion gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    1223Jetzt werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen mit ihren Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das „quantenmechanische Prinzip“, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer weiter, weil es vor aller endlichen Vierdimensionalität geschieht.

    1224Die physikalische Ursache dafür ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    1225Als Folge davon wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    1226Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    1227Da die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Es ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, sie liegt allem Endlichen zugrunde.

    1228Das ist obendrein der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation gegenüber den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen genauer beschrieben.

    1229Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    1230Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben. Man kann sagen, dass die „E und die „I“, ebenso die „G“ zu den „N“ einander maximal entgegengesetzt sind, sich im menschlichen Denken in jeder Hinsicht ausschließen.

    1231Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat.

    1232„Ii“ – individuelle Ziele, Willen, Interessen. Ei ist der individuelle Wissens- und Könnensstand. Die Ik/Ek, Ig/Eg und Iw/Ew sind analog die Ziele und das Wissen der Kollektive, Gesellschaften und der Weltgemeinschaft.

    1233Solche Symmetrie in der „Gesamtrealität“ beruht darauf, dass es wie bei Sw, Rw, Sz, Rz auch hier als Basis nur jene vier geistigen Grundgrößen E, G, I, N geben kann.

    1234Die jeweils vier physikalischen und vier geistigen Grundgrößen können nach der QM-Ordnung einzeln isoliert sein (durch Rw- und N-Selbstanwendung),so „I- -E“ oder jedes kann mit jedem relationieren (Rz, G), so „I/E“. Oder es kann beides zugleich geschehen (Rz/Rw, N/G). Letzteres ist der Einstieg in die weitere Entwicklung, zum Beispiel in die Phase, Wissenschaft der Begriffe und der Sprache.

    1235Abstrakter gesehen geht es beides mal um den Übergang von der Unendlichkeit der isolierten Vier – den physikalischen und den geistigen – zu den neuen endlichen Einheiten. Mit dieser „erweiterten QM-Ordnung“ beginnt jener Teil der „allgemeinen Entwicklung“ der „Realität“, der als „geistiger“, „kultureller“ oder ähnlich bezeichnet wird.

    1236Jene „Realität“ ist die in sich dynamische, alle Einzeldetails durch Wechselwirkung erzeugende Einheit, welche auf der „gleichzeitigen“ Wechselbeziehung der acht Grundgrößen beruht.

    1237Jedes einzelne Detail in allen Praxen und Wissenschaften enthält diese acht Grundgrößen, wenn auch in durch das Entwicklungsniveau bedingter ungleichgewichtiger Weise. Die Phase und die Wissenschaften der menschlichen Subjektivität ist ein Beispiel dafür.

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil B, Teil III (Gesellschaft, Recht, Ökonomie), besonders 6. Kapitel (Ökonomie), 7. Kapitel (Die Methodenlage der Wirtschaftswissenschaft) und 9. Kapitel (Technik); zum Handlungsschema Buch I, Teil VI (Das Handlungsprojekt). Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 14.09.2021 auf dieser Website. Textgrundlage ist die auf dieser Website veröffentlichte Fassung. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (67 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers.

  • Ontologie und Wissenschaftsphilosophie

    Wilhelm Bauer2021Ontologieca. 79.700 Wörter · ca. 320 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer bezieht die Grundfragen der traditionellen Ontologie auf die Wissenschaftsphilosophie. Die Frage nach der Existenz (E) erweitert er von Sein und Seiendem auf eine Stufenfolge von Existenzarten: Eo (die S- und R-Aspekte), E1 (z und w), E2 (z/w), E3 (das endliche Seiende, das Dasein, besonders das menschliche Subjekt), E4 (das Sein im Objektiven Geist), E5 (die Realität als Ganzes) und E6 (die vom Subjekt erzeugten freien Unendlichkeiten, etwa in Willen und Phantasie). Die Übergänge zwischen diesen Stufen erklärt er mit der „allgemeinen Entwicklung“ und der QM-Ordnung: Rw trennt, Rz verbindet, Rz/Rw erzeugt Neues; im OG entsprechen dem N, G und N/G. Kurzfassung und Einleitung behandeln das Verhältnis von Dasein und Sein, Einheit und Vielheit, Gleichheit und Verschiedenheit, Individuation und die Beziehungen zwischen den Entitäten sowie die Frage, wie das Subjekt (E3) das Sein (E4) denken und erzeugen kann, mit Bezug auf Aristoteles und Heidegger. Der Hauptteil ist eine fortlaufende Folge von Einzelabsätzen ohne weitere Gliederung außer dem Abschnitt „Ontologie und Zahl“. Er ordnet mit den Existenzarten klassische Themen ein: den Tod, Wahrheit, Welt und Subjekt, Mathematik, die Grenzen der Welterkenntnis, den Übergang von der Physik zur Biologie, Transzendenz, Einzigkeit und Allgemeinheit, Dasein und Sosein, Kant und die Phänomenologie, Dynamik, Ordnung und Sinn sowie die Lehre von Vollendung und Endzielen.

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    Verzeichnis der Abkürzungen und die wissenschaftsphilosophische Bedeutung dieser Grundgrößen

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der Kräfte

    5Sz – kohäsive Kraft, so in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft, so im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z – Sz/Rz, wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw, die Trennung der beiden unendlichen als zweitmögliche Art von „Relation“.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zu zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Die Endlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, sich nun durch diese Kohäsion gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13Jetzt werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen mit ihren Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das „quantenmechanische Prinzip“, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer weiter, weil es vor aller endlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache dafür ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge davon wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Es ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, sie liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Das ist obendrein der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation gegenüber den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben. Man kann sagen, dass die „E und die „I“, ebenso die „G“ zu den „N“ einander maximal entgegengesetzt sind, sich im menschlichen Denken in jeder Hinsicht ausschließen.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat.

    22„Ii“ – individuelle Ziele, Willen, Interessen. Ei ist der individuelle Wissens- und Könnensstand. Die Ik/Ek, Ig/Eg und Iw/Ew sind analog die Ziele und das Wissen der Kollektive, Gesellschaften und der Weltgemeinschaft.

    23Solche Symmetrie in der „Gesamtrealität“ beruht darauf, dass es wie bei Sw, Rw, Sz, Rz auch hier als Basis nur jene vier geistigen Grundgrößen E, G, I, N geben kann.

    24Die jeweils vier physikalischen und vier geistigen Grundgrößen können nach der QM-Ordnung einzeln isoliert sein (durch Rw- und N-Selbstanwendung),so „I- -E“ oder jedes kann mit jedem relationieren (Rz, G), so „I/E“. Oder es kann beides zugleich geschehen (Rz/Rw, N/G). Letzteres ist der Einstieg in die weitere Entwicklung, zum Beispiel in die Phase, Wissenschaft der Begriffe und der Sprache.

    25Abstrakter gesehen geht es beides mal um den Übergang von der Unendlichkeit der isolierten Vier – den physikalischen und den geistigen – zu den neuen endlichen Einheiten. Mit dieser „erweiterten QM-Ordnung“ beginnt jener Teil der „allgemeinen Entwicklung“ der „Realität“, der als „geistiger“, „kultureller“ oder ähnlich bezeichnet wird.

    26Jene „Realität“ ist die in sich dynamische, alle Einzeldetails durch Wechselwirkung erzeugende Einheit, welche auf der „gleichzeitigen“ Wechselbeziehung der acht Grundgrößen beruht.

    27Jedes einzelne Detail in allen Praxen und Wissenschaften enthält diese acht Grundgrößen, wenn auch in durch das Entwicklungsniveau bedingter ungleichgewichtiger Weise. Die Phase und die Wissenschaften der menschlichen Subjektivität ist ein Beispiel dafür.

    Kurzfassung

    28In der Geschichte der Philosophie sind verschiedene Themen und Diskussionen entstanden, die deshalb als metaphysische und speziell als ontologische gelten, weil sie den Anspruch erhoben, allein auf der Basis abstraktester Vorstellungen tätig und gültig zu sein.

    29Wir haben nun die bisher dazu genutzten abstrakten Begriffe weiter ausgearbeitet. Es geht uns um wissenschaftsphilosophische (wp) Bemerkungen zur „Ontologie“. Das sei an einigen Grundfragen der Ontologie gezeigt. Die Frage nach der „Existenz“ (E) wird in der nach dem Seienden und nach dem Sein unterschieden. Wir beziehen nun zum einen die Natur mit ein und schreiben ihr weitere ontologische Grundexistenzen zu. Diese unterscheiden sich auf eine Weise, welche auch den Unterschied zwischen Seiendem und Sein deutlich macht. Bei der Unterscheidung der fünf oder sechs Entwicklungsstufen der Existenz-Vorstellung gehen wir von basis-physikalischen Einsichten aus, welche den Gedanken der Unendlichkeit berücksichtigt und daher nach einer ersten Existenz (Eo) sucht, und welche endliche und unendliche Strukturen vereint. Die nähere Untersuchung, welche physikalischen Qualitäten als erste zu gelten haben, zeigt das Beispiel der „Standardkräfte“ der Physik. Das sind die bekannten vier Kräfte. Wir abstrahieren und suchen uns da als Sz und Sw zwei Kraftvorstellungen heraus, welche wir direkt oder durch Kombination den vier Standardkräften zuschreiben. Diese gelten als endliche, aber sie enthalten mehrere Arten von Unendlichkeit, zum Beispiel ihre „zeitliche“ Erhaltensdauer und ihre „räumliche“ Reichweite.

    30Mit der „Reichweite“ sind wir schon bei einer zweiten physikalischen „Qualität“, neben der Kraft“ (S-Aspekt) die „Gerichtetheit“, das sind die zwei R-Aspekte, die wir auch als „unendlich-endliche“ Eo-Varianten verstehen.

    31Die grundlegenden Eigenschaften als „Kraft“, „Richtung“, auch die „Anzahl“, (die Natürliche Zahl „Eins“ sowie hier schon „Zwei“), und die „räumliche“ etc. Vorstellung von unendlich „klein“ und unendlich „weit“, auch abstrakt die von „Existenz“, wird später als endliche Wechselbeziehung solcher Phasen wie zum Beispiel „die Subjektivität“, die „Raumzeit“, die „Mathematik“ in Wechselwirkung mit Unendlichkeiten genauer geklärt.

    32Das Verhältnis zwischen Dasein und Sein war stets umstritten. Jetzt verstehen wir die Verbindung zwischen beiden als die doppelte, die der Rz/Rw-Erzeugung und die N/G- begriffliche Identifizierung vom OG, auch von den Sprachen her. Das ist die Fortsetzung der Übergangsmechanismen von Eo bis E3.

    33Ein weiteres Problem, das sich in der Geschichte der Ontologie gezeigt hat, ist das Verhältnis von Einheit und Vielheit. Im „erweiterten QM“ herrschen drei Möglichkeiten, die Vielheiten und tendenziellen Unendlichkeiten aus der „z-w-Phase“, die Einheit, Einsheit der „z/w-Phase“ und die beide umfassend aus ihnen „entwickelte“ QM-Einheit. Man kann das auch aus der OG-Denkmöglichkeit als die Existenzen Eo bis E6 darstellen, deren „prinzipielle E-Einheit, zum Beispiel E3 (z/w-Bereich) und die fast unbegrenzte Anzahl der z/w zu OG-Relationen in der Daseins-Phase E3.

    34Ein weiterer ontologischer Gegenstand ist die Vorstellung von Gleichheit und Verschiedenheit. Wir erklären auch hier die vielen sprachlichen Abwandlungen davon durch Reduzierung auf G und N im OG; und diese beiden basismethodischen Abstrakta verstehen wir als Entwicklungen aus dem Rz- und dem Rw-Aspekt der ersten Physik. In diesen vier werden die methodologischen Grundlagen gelegt, als allgemeine Richtungen und Verbindungen und als freie Unendlichkeiten – und zugleich als Existierendes. Das wird zusammen, als Einheiten strikt vereint (Rz,G) – und als Dualität gesehen – und ebenso strikt trennbar gemacht (Rw,N), was nun genau auf jene Selbstanwendung hinausläuft, die jede Basis vorzuweisen hat.

    35Das Problem der Individuation wird in der ontologischen Existenz-Entwicklung so differenziert, dass es für die Eo bis E6 unterschiedliche Existenzen gibt, dass aber jedes mal alle „Eigenschaften“ der „Individuation“ erscheinen. Das ist zum Beispiel die „Einzigkeit“, getrennt von der jeweiligen Dualität und Vielheit. So gibt es für Eo nur den „S-Aspekt“ oder den „R-Aspekt, getrennt von E1, in welchem Sz und Sw und Rz, Rw als Dualität sind. In E3 ist dann jedes Detail dadurch einmalig, dass es sich in seinen unterschiedlichen Relationen aus mehreren S und R und aus OG-Elementen bildet, es gibt dann der Anzahl nach sehr „viele“ von ihnen. Im OG gibt es wieder nur ein E, aber als isolierte geistige Existenzen gibt es dort neben diesem „E4“ noch G, N und I, als individuelle einmalige Elemente. Die zwei Ursachen der Individuation sind die Rw-Trennung, von allem, und die Rz-Verschmelzung zu einer eng bezogenen und nach außen isolierten „Einzigkeit“ (z/w). Wenn man von der Einzigkeit des menschlichen Individuums spricht, dann kann man sich auf die Ii und Ei berufen, welche deshalb individuellen Charakter haben, weil sie Varianten der OG-I und OG-E sind und weil sie als „I/E“ eine z/w-Variante sind.

    36Die zur Ontologie gehörende Frage nach den Beziehungen zwischen den Entitäten, namentlich zwischen den ontologische Existenzen Eo bis E6, kann man nur als die ebenfalls fundamentalen Relationen beantworten. Das sind einerseits Rz und Rw und vom OG her die N und G. Das wird etwas komplizierter, wenn man über die I-Vorgänger Rz und Rw auch alle „I“, mit ihrer Eigenschaft, Verbindungen herzustellen, so diejenigen zwischen Zielsetzung und Zielerreichung, Es ist eigentlich dasselbe wie die Relation Rz/Rw, in der auch beide R-Arten aufeinandertreffen. Diese Rz/Rw-Relation stellt einen besonderen Zusammenhang her, den der Entwicklungs-Wirkung. Genauer gesehen, besteht die Wirkung bei z/w aus der Abnahme und Zunahme der beiden S-Kräfte. Und das „formale“ und unendliche Übergangsfeld zwischen den jeweils verschieden entwickelten Stufen besteht aus unendlich freien Rz und Rw, welche sich zum Rz/Rw dann zusammenschließen, wenn der Entwicklungsschritt gegangen ist. Diese Erklärung ist eine Variante des QM-Ablaufs (von „Rz-Rw zu Rz/Rw“). Für die konkrete und verständliche Praxis ist dem soeben Geschilderten noch das Analogon aus den vier OG-Elementen hinzu zu fügen; bekannt ist die Erzeugung von Neuem aus der formal-dialektischen N/G-Relation.

    37Das generelle Thema der Beziehungen und strukturellen Zusammenhänge wird von den drei Relationsarten aus dem QM-Modell fundiert. Dort gibt es Rw als Trennungsbeziehung in der „z-w-Phase“ und Rz als Kohäsion in der z/w-Quantenphase, und schließlich „Rz/Rw“ als kompliziertere und erzeugende Verbindung, welche zugleich eben die so erzeugte Einheit der Quantenmechanik, QM ist.

    38In der traditionellen Ontologie zeigt sich das Rz nur als Identität oder Gleichheit herstellende Verfahren, die alle G zur wesentlichen Vorstellung haben, und von Rw her als Negation (N), welche alle sich ähnelnden Relationen, der Trennung und der Negation als N zusammenfasst. Und auch hier gibt es Rw/Rz, als N/G, das zum Beispiel die formale idealistische Dialektik vertritt; und dem „erzeugende“ Fähigkeit zugesprochen wird. Über die Rz, Rw und die G und N hinaus wirken die Sz und Sw im Verbund damit und mit den I und E des OG als „Erzeugung“ von „Qualitäten“, „Inhalten“, den intrinsischen Facetten der Wirklichkeit.

    39Die Ontologie hat mit Eo bis E6 den „Kern“ der Inhaltlichkeit. Aber zur Existenz-Vorstellung gehört auch die Methodik. Sie wird von den R-Aspekten und von N und G begründet. So wie die S-Aspekte für die Erweiterung der QM-Ordnung und für die „allgemeine Entwicklung“ verantwortlich sind, gilt das auch für die R-Aspekte. Die relative Abnahme der S-Kräfte durch die absolute Zunahme ihrer Anzahl in jener Erweiterung, entwickelt sich QM zum Beispiel von Eo zu E1 und so weiter. Das gilt natürlich auch für die Entfaltungen von den R-Aspekten zur I-Funktion und zu N und G. Das Eigenartige ist die Eigenbezogenheit, in der die Rz und Rw zugleich auch diese „allgemeine Entwicklung“ „steuern“. In diesem vom QM her stammenden Prozess lösen sich Rw und Rz gegenseitig ab, so werden die Rz tätig, um die prinzipiell kohäsive Endlichkeit (z/w) zu erzeugen, sie werden dann durch die Rw – die Zunahme aller Freiheiten als Kernprinzip – abgelöst. Das hat seine Vollendung in der unendlichen Trennung der vier OG-Elemente, um danach wieder durch die Rz abgelöst zu werden, als die E5 und E6, welche alles als materiale und sogar als virtuelle Teilaspekte zusammenführt.

    40Methodisch geht die klassische Ontologie oft den Weg über die Sprache, wobei eine zentrale Frage ist, was man Wahres über das Seiende aussagen kann. Wir stellen die klassische Ontologie als „E3“ in den Zusammenhang von Eo bis E6. Damit können wir auch die Eigenarten des E3, des Seienden erklären. Die Sprachen, hier die Umgangs-,Wissenschafts- und Logik-Sprache gehören – zum großen Teil – in den Bereich des Seienden („z/w“). Für die Sprache der Mathematik und der modalen Logik ist das schon nicht mehr so einfach. Zum Beispiel ist die Wahrheit klassischerweise als G/E3 zu verstehen und N steht für die Unwahrheit. Für die Grundlagen vieler Wissenschaften, für die Mathematik und für die „Virtualität“ in der umfassenden „Realität“ muss man methodisch neue Wege gehen.

    41Die Grundstrukturen der „Realität“, sind dann durch die OG-Elemente E3, G, N bestimmt, wenn es um das „seiende“ Dasein geht, etwa die Erfahrungen des Subjekts. Sie werden aber „einseitig“ vom OG bestimmt, zum Beispiel auch durch die Alltagssprache, welche wir als unbegrenzte Relationen der vier OG-Elemente darzustellen versuchen. Diese Projektionen des normalen Denkens auf die „Welt“ sind eine Beschränkung, welche übrigens der Mensch selbst aufheben und ausweiten kann. Diese Erweiterung auf die Grundlagen der materiellen Realitäts-Teile, also auf „S/R“ etc., vermag unter anderem auch die Begründung und Genese des Seienden, des OG und damit der Umgangssprache, aber auch die für die Erfahrung etc. wichtige Vierdimensionalität.

    42Das kann an der Erweiterung der traditionellen Ontologie, also speziell an der der „Existenz-Vorstellung“ gezeigt werden, um aber dann auch auf die I-,G-und N-Seite ausgedehnt zu werden.

    43Wir relationieren alle E-Arten (Eo,1,2,3,4,5,6), jedes mit jedem. Das geschieht durch jenen spezifischen Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“, der nur die „Existenz-Seite“ betrifft und welcher inhaltlich die S-Aspekte mit E4 vermittelt. Insbesondere wird E4, das Sein, mit E3, das Seiende, in Wechselbeziehung, als Erzeugung und Benennung treten.

    Einleitung

    44Zentrales Thema war seit alters her das Sein, das Seiende und beider Verhältnis. Zur „Wechselbeziehung“, die wir da sehen, gehört vor allem und auf einer konkreteren Ebene das Problem, wie das Sein das denkende Subjekt erzeugt und wie dann der denkende,,seiende Mensch das Sein denken, also auch erzeugen kann. Das führt zu der Frage, welche zwei Erzeugungs-Arten werden hier angedeutet, wenn es kreisschlüssig nur darum geht, die Herkunft des menschlichen Seinsverständnis aus dem Sein zu erklären. Warum und woher gibt es diese beiden? Damit erweitern wir diese bisher auf das Verhältnis Mensch und Sein – früher „Gott“ oder auch „Materie“ – begrenzte Verhältnis dadurch, dass wir die modernen wissenschaftsphilosophischen Antworten zu einer erweiterten Ontologie einbeziehen, und indem auch die Grundlagen der Natur und der Naturwissenschaften berücksichtigt werden. Dabei sprechen wir dem „Natur-Sein“die Eigenschaft des geistigen Seins zu: Beide sind „absolut“, isoliert, unendlich, Nichts etc. Weil das so ist, kann man es mit dem geistigen Sein (E4) in Verbindung bringen. Wenn und wie das möglich ist, muss man darüber hinaus Weiteres akzeptieren, so eine allgemeine Entwicklung von Eo bis E4 und dazwischen Existenzen, welche ähnliche Eigenschaften dadurch haben, dass sie Eo und E4 verbinden, aus deren Wechselbeziehung erzeugt werden. Wir gehen dann auch darüber hinaus, weil als E5 eine Meta-Einheit aus den soeben geschilderten Strukturen und Prozessen gedacht werden kann. Dieses E5 vereint dann also die ontologischen Details mit der Lehre davon.

    45Alle Varianten des Seins haben die Grundstruktur, zugleich Nichts und Unendlichkeit zu sein. Das ist schwer zu erfassen oder exakt zu beschreiben. Daher wurde versucht, wenigstens das als Negation, „N“ („das Namenlose“) hinzuzuziehen. Aber mit der N-Form des Seins dreht man sich im Kreis, wenn man exakt beschreiben will, was das ist. Nun gilt aber, dass die menschliche Subjektivität dennoch darüber sprechen kann, sogar in aller Ausführlichkeit, in unbegrenzter „endlicher“ Art. Das ist deshalb möglich, weil der Mensch dazu nur in der Lage ist, da alle Vor-Phasen in ihm vereint sind, die S-und R-Aspekte, und zu diesen Phasen gehören die Unendlichkeiten, materialen Formen des Seins sowie die „allgemeine Entwicklung als Variante der QM-Ordnung (→ „z,w zu z/w“). Aus dieser allgemeinen Entwicklung entstehen dann noch die Unendlichkeiten etc. des Seins der OG-Elemente, durch das subjektive Denken erzeugt und zugleich dieses – in der allgemeinen Wechselbeziehung – zum inhaltlichen Denken und Sprechen befähigend.

    46Ein wesentliches Problem für die Philosophie ist, dass auch der radikal, streng, sorgfältig Denkende das stets im Vorrat der Alltagssprache machen muss. Es geht da um die Wechselbeziehungen zwischen dem z/w-Bereich und dem OG. Die emotionale und die rationale Auswahl, die das Kollektiv der Denkenden erarbeitet ist aber bereits durch – kaum thematisierte – Vorstellungen geprägt. Das ist allein im Sprachlichen nicht zu lösen. Deshalb versuchen wir, die dabei bewusst genutzten G und N sowie die verborgen genutzten Zielsetzungen („I“) bei diesem Sprachhandeln und die Vorannahmen von beliebigen Existenzen (E) zusätzlich zu dieser kreisförmigen Feststellung in den fundamentalen Wissenschaften der Physik, Biologie, Mathematik – als „Seiendes“ – zu entdecken.

    47Das „Seiende“ hat seine konsequenteste Form und seinen Inhalt im menschlichen Subjekt. Eine der vielen Eigenarten des Subjekts ist die, dass es das Sein denken kann. Abstrakt gesagt, geht es um die Wechselbeziehung zwischen z/w und E4

    48Das ist eine Variante des QM-Übergangs zwischen z/w und z-w. Die „Unendlichkeiten“ dieses Übergangs erscheinen hier als einige Denkschwierigkeiten des das Sein, E4, denkenden Subjekts. Zum Beispiel gehört dazu, dass das Subjekt zugleich selbst das Subjekt aus sich in seinem Denken erzeugt, aber zugleich weiß, dass das Sein etwas ganz anderes ist. Die Dualität wurde seit Hegel als die dialektische Einheit „N/G“ verstanden. Wir fragen nun zusätzlich, woher kommt diese doppelt unendliche und dynamische Relation, die aber doch etwas bewirkt und dabei eine eigene Existenz hat. Diesem Übergang schreiben wir allgemein „Rz-Rw zu Rz/Rw“ zu. Hier erkennt man darin die gesuchte Einheitsbildung von Subjekt und abstraktem E4 durch Rz und die Trennung (Rw) der beiden, welche macht, dass sie einander prinzipiell „Andere“ sind. Wenn man also die freien R-Aspekte mit ihren Eigenschaften der zweifachen unterschiedlich gerichteten dynamischen Relation sowie das neutrale (E3) als Rz/Rw im physikalischen Bereich der Gesamtrealität hat, dann benötigt man nur noch einen damit gekoppelten „Entwicklungsprozess“, um den Übergang vom Subjekt zum Sein (E4) zu erkennen.

    49Der Übergang vom Subjekt zum Sein, also von E3 zu E4 ist schon deshalb ein Unendlichkeitsfeld, weil es um freie Rz und Rw sowie freie G und N geht. Dazu kommt, dass es um ein Feld der Wechselwirkung geht, denn das Subjekt (E3) erzeugt das Sein (E4) und umgekehrt, kann man das Denken, die Sprache des Subjekts und speziell seine „Existenz“ nur als durch E4 und die anderen OG-Elemente gebildet verstehen. Aristoteles meint, dieser Übergang zum Sein sei unwegsam, ein Weg von „langsamen Gang“ und „langer Besinnung“. Die freien Rw-Rw im Übergangsfeld sind der dafür vermutete unendliche Zeitverbrauch.

    50Das E4 galt damals und noch bei Heidegger als ein Objekt „sparenden Sagens“. Denn man kann über es eigentlich nicht sprechen, erst die Relation der OG-Elemente erzeugt die Sprache und wenn man es begrifflich erfassen will, muss man merken, es ist in seiner dynamisch auf sich gerichteten („I“) sich selbst erzeugenden Identifizierung (G) immer auch das Nichtsein, das Nichts (N). Es gilt für alle vier OG-Elemente, dass sie nur durch die je anderen drei geschildert werden können. Dass hier also E4 nur dadurch begreifbar ist, dass I, G, N, genutzt werden. Das ist aber der erste Schritt zu ihrer sprachlichen Erfassung.

    51Die Eigenart von E4, des Seins, wird bei Heidegger als eines Denkens, das seinen „Aufenthalt in der gesammelten Ortschaft“ genommen hat bezeichnet Dieses sprachliche Bild, das die räumliche Vorstellung nutzt, sagt uns, im Sehen, Denken und Wissen ist das Sein als allgemeiner Existenz-Gedanke grundlegend. Nicht jedoch als Methodik, nicht als eine Existenz, welche auch die I-Eigenschaften berücksichtigt und nicht unmittelbar andere Existenzarten der Natur, welch alle drei mit der Räumlichkeit nicht befasst sind.

    52Das Dasein ist jene Form der Existenz, die als dritte, E3, sich aus Eo (S,R), E1 (Sz/Rz = z und Sw/Rw = w) und E2 (z/w) sowie (z-z/w-w) selbst entwickelt hat. E3 hat dann jene Form, die mit dem QM-Modell übereinstimmt. Sie ist die Endlichkeit als Existierendes, das Dasein. Durch die „Erweiterung“ der QM-Ordnung werden E4 das Sein im OG sowie die drei weiteren OG-Elemente I, G, N in ihrer abstrakten Existenz erfasst. E5 ist dann die „Zusammenfassung“ von allem Vorhergehenden (Eo bis E4), als das Ganze der Realität. Da es nun aber in allen E-Formen auch Unendlichkeiten gibt, muss man ein E6 hinzufügen, welches wieder zum Eo „zurück“ führt und das wiederum diese allgemeine Existenz-Vorstellung, welche auch die Unendlichkeiten meint, mit der der endlichen Existenz „versöhnt“.

    53Das Dasein enthält alle Relationen, die endlichen „z/w“ in Relation mit den unendlichen (z – w). Das sind alle konkreten Bereiche, Wissenschaften, Phasen. Vor allem auch die methodische Hermeneutik und die konkrete Dialektik; sowie wichtige Bereiche und deren Wissenschaften, wie die Sprachen, alle Handlungsarten, zum Beispiel das Denkhandeln und die Arbeit, die endliche vierdimensionale Natur, die menschliche Geschichte als endlicher Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“, aber vor und über allen diesem, die Subjektivität.

    54Heidegger umschreibt die Stellung des E3, das Dasein, als Übergang und Vermittlung von Eo,1,2 zu E4,5,6 als subjektives Denken, „das als Analytik der „Existenz“ das Ende des Leitfadens alles philosophischen Fragens dort festgemacht hat, woraus es entspringt und wohin es zurückschlägt“. Die allgemeine Wechselbeziehung aller Existenzformen, die deren Verbundenheit durch die sie alle erzeugende „allgemeine Entwicklung“ ergänzt, hat ihren Mittel- und Höhepunkt im denkenden Menschen.

    55Das Subjekt konkretisiert das z/w-Dasein, das Seiende in allen seinen Eigenschaften . Zu den allgemeinsten Problemen gehört das Verhältnis des Daseins (E3) zum Sein (E4) Wie bei allen Übergängen zwischen den E-Entwicklungsphasen (Eo bis E6) geht es einerseits um eine Wechselbeziehung, so dass es hier auch eine Bestimmung aller konkreten seienden Existenzen als Varianten des abstrakten Seins möglich macht. Und untrennbar davon entwickelt sich das Sein aus den tendenziell unendlich vielen, auch wechselwirkenden, Varianten des Seienden.

    56Eine Frage der Denkhandlung ist es dann, zu zeigen, wie einerseits das Sein (E4) aus den vielen E3 des Daseins erzeugt wird und andererseits, wie die Rückbeziehung von den E4 und den G, N, I auf alle „z/w“ Varianten verläuft. Wie kann man beide Prozesse allgemein legitimieren?

    57Das Sein (E4), aber auch die freien, isolierten und unendlichen G, N, I im OG können nur dadurch erzeugt werden, dass in der „allgemeinen Entwicklung“ die Rw-Trennungen über die Rz-Kohäsionen siegen. Dadurch werden alle „Bindungen“, Relationen, aus denen alles „Endliche“ entsteht, schrittweise eliminiert. Dieses Überwiegen der w-Seite, der Rw, ist die Fortsetzung des Übergangs von der z/w-Quantenphase zur „z-w-Quantenphase. Dieses Phänomen zeigt sich überall in der Realität, eben als „allgemeine“ Entwicklung, also auch zum Beispiel in der Kosmologie. Zum Beispiel folgt der Rw-Zunahme (Ausweitung des Kosmos) die Rz-Zunahme (Erzeugung des Ausgangs-“Punktes“ für den Urknall) und beide sind eingebettet in ihre unbegrenzte, ewige Abwechslung.

    58Hier in der Ontologie zeigt sich die Rz-Wirkung darin, dass „von oben“, also vom jeweils höher entwickelten Niveau – zum Beispiel vom OG und vom Sein (E4) – alle anderen Phasen, hier das Dasein (E3), in Wechselbeziehung miteinander treten.

    59Heideggers Problem ist, dass er nicht nur das Sein als „ek-sistierend“ („außerhalb…“) sieht, sondern auch das Dasein, das jedoch von der Rz-Seite gebunden ist. Da aber Rw und Rw/Rz für die „allgemeine Entwicklung“ verantwortlich sind, hat dieser „von oben“ kommende Prozess – nur Rw oder nur Rz – keine verändernde Wirkung. Die Denkhandlung integriert auch die vier OG-Elemente „von oben“ in allen sprachlichen Begriffen der „z/w-Phase“.

    60Ein Problem für den Übergang von E3 (Dasein, z/w) zum Sein (E4 im OG) ist, wie aus den tendenziell unendlich vielen Inhalten – letztlich die aller Lebensbereiche und aller Wissenschaften – die neue Unendlichkeit, Leere, Nichtsheit der vier OG-Elemente wird. Das erklären wir aus den unbegrenzten Relationen im z/w-Bereich. Und umgekehrt stellt sich die Frage, wie man sich die Applizierung der OG-Elemente auf die seiende Realität erklären kann. Diese erfolgt zunächst als Rz-Verbindungen einfacher Art, N/G, I/E, G/E, Ii/Ik zum Beispiel. Das heißt, die Abstraktion durch das jede Entwicklung als Trennung bestimmende Rw wird durch Rz abgelöst, welches wieder verbindend wirkt. Diese wechselseitige Ablösung wird in der QM durch die Verluste und Zunahmen der Sz- und Sw-Kräfte ausgelöst. Wie diese S-Prozesse noch das doppelte Wechselwirkungs-Verhältnis „Seiendes/Sein“ (E3/E4) mitprägen können, ist zu klären. Feststeht, dass bei allen Übergängen freie Rz und Rw sowie G und N mitwirken, also auch zwischen Dasein und Sein, und dass die Symmetrie jedes dieser vier (Rz, Rw, G, N) derart ist, dass damit die „Wechselwirkung“ verständlich wird, hier die Erzeugung des E4 aus dem E3 und umgekehrt.

    61Die „Möglichkeit“ und die wechselbezogene Entwicklung zwischen Sein und Dasein stellt zwei Aufgaben, wie kann aus der Entwicklung innerhalb des Daseins das Sein entstehen und wie kann das verstanden werden, was das Sein macht, wenn es alles im Dasein auf jene maximale abstrakte Weise, die allein das Sein hat, erfassen lässt. „Von unten“ ist der „Kern der Entwicklungserzeugung“ der, dass z, Sz und Rz in der QM-Routine durch w, Sw, Rw abgelöst wird. „Von Oben“ ist es die Ablösung der Rz, welche typisch für das Seiende sind, wo sie die Zusammenhänge in den Relationen verursachen; sowie die Rz / Rw, welche Kern der Veränderungen, Entwicklungen erzeugenden Bezüge sind, nun abgelöst werden durch die G und N und durch E4, das Sein.

    62Die Geistesgeschichte ist ein Abschnitt der „objektiv“ verlaufenden „allgemeinen Entwicklung“. Für die Ontologie ist es wichtig, dass das Dasein (z/w) sich aus den Vorläufern Rz und Rw und Rz/Rw (E2) löst. Das kann man als die „Möglichkeit der Geschichtlichkeit des Daseins“ bezeichnen. Aber die allgemeine Entwicklung ist noch nicht beendet, aus dem Dasein entsteht das Sein. Nun ist solche Entwicklung nur der von Rw angetriebene eine Prozess. Zugleich wirkt auch Rz und zwar als „Rückwärtsgewandtheit“in der übergreifenden allgemeinen Wechselbeziehung, welche sich hier auf die Rz-Eigenart der Richtung stützt. Das Dasein ist nur verständlich, wenn es einen „Vorgriff“ auf das Sein geben kann. Das bewirkt die Rw-Richtung. Wir sehen darin die Bestimmung vom jeweiligen „Oben“, „Höheren“, den weiterentwickelten Phasen. Beides zusammen (Rz/Rw), die lineare Entwicklung von unten im Wechselspiel mit der Einflussnahme „von oben“ ist jene „Wechselwirkung“ die für alle Phasen bis in jedes Detail fundamental wichtig ist.

    63Die jene formale Erzeugung steuernde Rz/Rw-Relation wird mit den Antriebs-Kräften Sz/Sw zum „z/w-Modell des Daseins, des Seienden, vereint. Immer noch ziemlich „formal“ kann man die „Inhalte“ dieser umfassenden Endlichkeitsphase sprachlich zum Beispiel so beschreiben, dass es durch diese Rz/Rw-Figur ein gegenüber den Unendlichkeiten (Rw, Rz, OG-Elemente) abgeschlossener Bereich ist, welcher aber als dynamisch in sich kreisend anzusehen ist, denn die gerichteten dynamischen Kräfte bleiben den z und w im Modell z/w erhalten. Von ihrer Stellung im QM-Modell (z-w zu z/w zu z-w etc.) kann man das so wie Heidegger schildern, dass „der in sich kreisende Kreis“ des Daseins „sich nur schließt, um zugleich und zuvor im Eröffnen und Aufbrechen“ sich zum Sein (freie z und w) zu enthüllen und zum Selbst zu sammeln.

    64Das „Dasein“, das seiende Endliche wird bei uns durch dem Großbereich gefasst, der alle Relationen in sich vereint; er wird als „z/w (genauer freies z zu z/w zu freiem w und das in Bezug auf das zugehörige und höchst entwickelte Gegenstück der OG-Elemente – E-I-N-G zu I/E/N/G). Als die die neue Einheit „QM zu OG“ (E5). Dieses Dasein, „z/w“, erscheint in der QM-Dynamik immer wieder (z-w zu z/w zu z-w zu z/w zu etc.). Dieses „zum Selbst gesammelte Dasein“ z/w – was die Rz-Funktion meint – wird aber nicht, wie Heidegger meint, „in eine immer tiefere Transzendenz“ geraten. Denn der QM-Mechanismus wiederholt ewig immer das selbe. Das ändert sich jedoch sobald sich die Anzahl der beteiligten z und w erhöht. Dann entwickelt sich diese „erweiterte QM“ zum Endlichen, welches nicht nur „Irren, Verfall und Vergessenheit“ (Heidegger) mit sich bringt. Diesen durch die Zunahme der Rw-Freiheiten durchaus möglichen Erscheinungen in der Endlichkeit stehen zur definitorischen Beschreibung des endlichen Daseins deren, eher von Rz und Rz/Rw bestimmten Strukturzüge gegenüber.

    65Die z/w- Phasen sind Seiende. Sie hängen dank z, Rz und auch G eng zusammen, so jede Subphase, jedes Detail,. Mit dieser fundamentalen Eigenschaft, welche auch w (Sw, Rw) an die z bindet und allein dadurch das Dasein, Seiendes, Endlichkeit dadurch fundiert.

    66Zu den ontologischen Wesensmerkmalen alles Seienden gehören zum Beispiel die Eigenschaften der endlichen Vierdimensionalität, so die des räumlichen und zeitlichen Da-seins, das unmittelbar für das, ebenfalls eine z/w-Phase darstellende Subjekt, zum Beispiel ein Gegenstand oder ein Ereignis ist. Das Faszinierende ist, dass sowohl in der Naturseite wie von der des Geistigen jenes „z/w zu N/G-I/E“-Endliches aus lauter Unendlichkeiten besteht und sich im Selbstbezug (Rz und G) selbst zusammensetzt, vereint und erzeugt.

    67Der Zusammenhang als Übergang vom Seienden, dem Dasein zum Sein ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“. Es ist die maximal dort wirkende Rw -Funktion, die schon fast N-Charakter hat und die die z/w-Kohäsion aller endlichen Phasen auftrennt in E (E4) und in N im OG. E4 ist das traditionelle „Sein“. Der wechselbeziehende umgekehrte Weg ist der vom Sein zum Dasein. Es ist die ontologische Problematik, „das Sein des Seienden“ betreffend. Bei dem Übergang zum Dasein werden die Sz -und Rz-Reste gebraucht. Es entstehen Endlichkeiten, welche nun fast unbegrenzte Vielfalt, aber eben auch Begrenzungen hat.

    68Die allgemeine Wechselbeziehung betrifft auch die ontologisch unterschiedlichen E- Modifikationen, zum Beispiel eben das Sein (E4) des Seienden (E3). Diese Wechselbeziehung geht von Rw und Rz aus, so lässt sich das Sein durch Rw vom Seienden trennen und Rz verbindet beide. Diese damit auch stattfindende und übergeordnete Rz/Rw-Relation hat dann die Eigenschaft, eine nächst höhere Existenzebene zu erzeugen.

    69Durch die „allgemeine Entwicklung“ und durch jene Wechselbeziehung entsteht eine Einheit, in der alle E-Formen vereint sind und sich aufeinander beziehen lassen. Fassbarer formuliert, im Alltagsdenken und -sprechen sind im Subjekt endliche E3- Begriffe, konkrete Gegenstände, ebenso vorhanden wie unendlich freie phantasierte Existenzen, E4.

    70Von E4, dem Sein – auch dem monotheistischen Gott – wurde traditionell alles hergeleitet. Das sei der „Anfang“ und das „Existieren von allem“ in einem. Es ist jedoch „nur“ die begriffliche Existenz. Sie steht mit allen anderen Existenz-Varianten in systematischer Verbindung; durch die „allgemeine Entwicklung“ und durch die allgemeinen Wechselbeziehungen. Diese beiden stützen sich nun auf Rw und Rz, so dass man diesen beiden zumindest eine gleiche Wichtigkeit zusprechen muss. Wir haben daher neben den – eher „formalen“ – E-Seiten mit ihrer E-Sphäre noch die eher „inhaltliche“ R- und I-Sphäre eingeführt.

    71Wenn man einen „Anfang“ sucht, dann ist der in den physikalischen S-Aspekten als Eo zu finden. Aber die R-Aspekte sind als gleichberechtigte auch zu Eo zu zählen. Beider Gleichwertigkeit lässt eine duale Existenzvorstellung vermuten. Da es nun.aber Sz, Sw, Rz und Rw gibt, wird jene duale Grundlage zumindest bestätigt.

    72Ohne diese vier ist jener „Anfang“ nicht in der Lage, fortführende, entwickelnde Dynamik zu erklären. Dieser Entwicklungsgang endet im E4, dem Sein. Genauer, führt das zu E5 und E6 und endet eigentlich garnicht. Denn auf der einen Seite wird vom E4-Sein die Anfangs-S und -R „gedacht“ und nicht nur damit eine unendliche Abfolge des „großen Kreises“ belegt, sondern auch durch die Unendlichkeit, welche im E6 eröffnet wird. In diesen beiden Unendlichkeiten treten jene „freien“ Unendlichkeiten zueinander, relationieren, welche sowohl die S- und R-Aspekte wie die freien z und w und auch alle vier OG-Elemente haben; -> Typ Existenz der „Existenz“.

    73Traditionelle Vorstellungen wie das endlich Seiende (E 3) und das Sein (E 4) kann man alltagsbegrifflich zum Beispiel als „wahr“ oder als „Wahrheit“ umschreiben. Aber das „Unwahre“, „Irrende“, „Falsche“ existiert ebenfalls. Deshalb muss man die herkömmliche Ontologie erweitern.

    74„Eo“ hat zwei Differenzierungen, den S- und den R-Aspekt. Die Rz und Rw sind wiederum duale Differenzierungen (E 2) Sie entwickeln sich genauso wie die S-Aspekte und werden als freie Rw und als Rz/Rw sowie als freie „I“ die Basis von Freiheiten aller Art; und damit auch von Irrtümern, Fehlern, Falschem. Als abstrakte „I“ im OG kann man sie dann wieder als Existenzen im Sinne des E 4 dort einordnen. Die Relation „I/E“, welche sich daraus ergibt, ist einer der ersten Schritte zu den Sprachen. Alle sprachlichen Inhalte können auf „I/E“ zurückgeführt werden. Das heißt, die Sprachen und alle Endlichkeiten haben den dreifachen Charakter – von QM her – „wahr“ und „positiv existent“ zu sein und auch „fehlerhaft und „frei“ zu sein sowie beider Einheit als etwas Neues in sich zu vereinen.

    75Wichtige Ergänzung ist dann die „allgemeine Entwicklung“ und die Wechselbeziehung zwischen den E- und I-Varianten (Eo bis E 6) und damit das Problem, wie man die physikalischen „Eo“ als E 4-Existenzen verstehen kann. Analog die I-Seite. Das Seiende (E3) und meist auch noch das abstrakte Sein (E4) werden deshalb so gut „verstanden“, weil es um Wechselbeziehungen innerhalb des subjektiven Bereiches des „Emotional-Geistigen“ geht. Das scheinbar durch viele Unendlichkeits-Übergänge weit entfernte Physikalische, ob im Gehirn oder sonst in der Natur wird weniger gut verstanden. Da hilft aber die spezielle Formulierung der ontologischen „E-Entwicklung“, welche eine eigene „Wechselbeziehung“ zwischen den Eo bis E6 hat.

    76Jede moderne Ontologie muss das Anfangsproblem überwinden, welches darin besteht, dass angenommen wird, „Materie“ und „Denken“ seien nur als getrennte sinnvoll zu verstehen. Selbst das Sein (E4) ist nicht nur durch Denken bestimmt, sondern auch durch die E-Entwicklung und die Relationen von Eo bis E6. Diese umfassende Bestimmung gilt natürlich auch für alle anderen E-Entwicklungsformen, also zum Beispiel für Eo, die S-und R-Aspekte.

    77Zugleich gilt, dass alle E, hier E4, das Sein, oder konkretisiert als monotheistischer Gott, in ihrer prinzipiellen „Isoliertheit“ auch „unendlich selbstbezogen“ sind. Solche Rw-,N-Trennung dabei ist aber nicht durchzuhalten, denn allein der Denkakt und noch vielmehr die genannte Entwicklung verbindet E4 wieder. Dennoch wird durch jene auch mögliche unendliche Selbstbezogenheit eine Art der Relation möglich sowie eine Begründung für das Nichts“, denn jene Selbstrelation bringt keine Veränderung hervor, gilt aber als Erzeugung von „Leere“(N). Hier zeigt sich wieder der Zusammenhang von Unendlichkeit, Endlichkeit, Negation, Nichts, Relationsvorstellung und Dualität. Man kann deren „Einheit“ formal als „vollkommen“ oder als „Totalität“ kennzeichnen. Neben den genannten Beziehungen gibt es stets auch E4/E3, also das Verhältnis „Sein/Seiendes, Unendlichkeit/Endlichkeit“.

    78Das Verhältnis E3/E4, also des Seienden in Wechselbeziehung zum Sein, ist eine der vielen möglichen Wechselwirkungen zwischen allen Phasen, zum Beispiel wenn man in Erklärungen alle relevanten Wissenschaften zu Rate zieht. Hier müssen dann auch die Bezüge zu den Eo,1,2 und E5,6 genutzt werden. Von Eo haben E3 und vor allem E4, das traditionelle Sein, ihr unendlich abstraktes Wesen, ihre „Ursprünglichkeit“, ihre doppelte Eigenschaft, „Etwas“ und Nichts zu sein, unendlich und endlich zu sein, also auch „Allheit“ und Einheit, so die „Eins“. Zu Eo gehören Rz und Rw. Die sind die Basis der geschilderten Dualitäten, und von dem Unterschied (Rw) und der Unterschiedslosigkeit (Rz). Zum Unterschied dieser beiden gehört, dass das Sein vom Seienden als alle denkbaren Arten der Unendlichkeit bestimmt wird, also nicht rational fixierbar ist, sondern „irrational-intuitiv“ als die unendliche Weite der Rw, Sw und zugleich als unendliche Tiefe der Sz, Rz bestimmt wird. Während vom Sein das Seiende als traditionelle rationale Existenz, eben als E4, als unendlich umfassende Einheit aller möglichen Relationen bestimmt wird. Solche Vermittlungen, wechselwirkende Übergangsfelder konstruiert das denkende Subjekt, welches das kann, weil es vom QM und der „allgemeinen Entwicklung“ her alle Phasen also auch alle E-Formen in sich vereint.

    79Wie sind die OG-Elemente und davon das „Sein“ (E4) den vielen und vielfältigen E3, dem Seienden (z/w) zuzuordnen? Das geht in der allgemeinen Entwicklung und in der mit ihr verbundenen Wechselbeziehung nur als Relation der vier OG-Elemente untereinander. Aus den „I/E“- und „N/G“-Relationen werden die Grundlagen für das „Verständnis“ („I/E/N/G“) aller Formen des endlichen Daseins. Auch hier ist – wie zum Beispiel auch im Übergang von S, R oder z, w zu den „z/w“ – das eigentlich Interessante, dass aus Unendlichkeiten das wird, was die Menschen begreifen können, weil die unendliche zeitliche, räumliche und die Kraft- und Richtungsvorstellung nun als endliche „annähernd“ begreifliche werden.

    80Zum alten Problem, dass wer vom Sein – zum Beispiel auch von Gott – spricht, Schwierigkeiten mit dem „Bösen“ hat, oder das Sein nicht mit den Freiheiten und den Irrtümern zurecht kommt: Die I-Funktion fundiert die freie Möglichkeit aller „Abweichungen“, „Fehler“ etc. Das mit E im OG gleichberechtigte „I-Element“ – wegen der Gleichberechtigung der S-mit den R-Aspekten – ist eine umfassendere Erklärung als der „E/N-Bezug“ aus dem OG, der das „Nicht-Sein“ andeutet. Was zwar sprachlich möglich ist, aber ins Seiende der OG-Relationen führt. Dort sind dann auch alle anderen sprachlichen Beschreibungen denkbar. Das ist keineswegs ein Gang in eine minderwertige Phase, sondern als Übergang von den Unendlichkeiten des OG zu den Endlichkeiten der Realität – in der QM-Ordnung der Übergang von „z-w“ zu „z/w“ – philosophisch anzuerkennen. Wenn man das E im OG um das G-Element ergänzt, dann kann man aus der „G/E-Relation erklären, wie E, das Sein zum Seienden wird und dort sich durch die unbegrenzte G-Dynamik weiterhin auf sich bezieht. Wenn man nun das gleichberechtigte N aus dem OG hinzu nimmt, dann ist das Nichts die Basis von allen sprachlichen Varianten des „Bösen“. Die einfachste sprachliche Relation E/N ist sprachlich beispielsweise auch die „Seinsentfremdung“. Aber im wp Ablauf eröffnet auch diese einfache begriffliche Relation das, was man die Endlichkeit, die „Geschichte“, die menschliche Subjektivität etc. begründen hilft. Weiterhin grundlegend ist dann die Hinzuziehung des I-Elements aus dem OG. Die I/E- und I/G/E/N-Relationen sind im Verein mit den Getrennten das Gegenstück zur QM-Einheit (z-w zu z/w) und beider Verknüpfung fundieren die Realität.

    81Das Seiende, das endliche Dasein, ist abstrakt modelliert „z zu z/w zu w zu OG“, also die maximale Relationierung aller Grundgrößen, der freien z und w und der OG-Elemente mit den vielen eng aufeinander bezogenen Einzelgegenständen und Wissenschaften („z/w“). Daraus ergeben sich einige problematische Übergänge, die zugleich den Charakter von Erzeugungen haben. Das ist die Relation von den freien z und w zum „z/w“. Diese zwei QM-Übergänge erklären wir als wechselweise Zu-und Abnahme der beiden gegensätzlichen S-Kräfte. Dazu kommen nun die wechselweisen Übergänge von der Endlichkeit zum OG und von dort wieder zur Endlichkeit. Beider gegenseitige Erzeugung geschieht durch „Abstraktion“ (N von Rw her, und umgekehrt die Erzeugung der Begriffe des Endlichen als Rz-bestimmte Relation der vier OG-Elemente. Wenn man das mit der E-Kategorie der allgemeinen erweiterten Ontologie erfasst, dann wird aus E3 der Endlichkeit das E4 des OG und umgekehrt. Die Eo, E1 und E2 kann man entsprechend in diese „allgemeine Entwicklung“ und Wechselbeziehung aller Phasen einbeziehen.

    82Das Bedeutende ist dabei, dass beim Übergang von E4, dem Sein im OG, aus den Unendlichkeiten dort durch die Rz-Relationierungen zwar nicht aktual unendliche aber potentiell unbegrenzt viele Relationierungen, Kombinationen gebildet werden, als die Grunderscheinung der Endlichkeit. Das betrifft aber nur deren „geistige“ Seite, die Begriffe und dabei die menschlichen Vorstellungen und Willensakte. Die materiellen Gegenstände werden analog aus den Rz/Rw-Relationen der beiden z-und w-Unendlichkeiten erzeugt.

    83Bislang haben wir nur „E“ aus dem OG hervor gehoben. Die Prägungen des Endlichen, des Seienden durch „N“ und durch „I“ eröffnen weitere Systematisierungsmöglichkeiten für die Phasen des Daseins.

    84Zur inhaltlichen Stufung gehört es auch, die Entfaltung der N („Nichtexistenz“) und der I-Funktionen in gesamt-ontologische „ Überlegungen einzubeziehen. Dazu müssen eben auch die Phasen „z/w“ und „I/E“, „I/N/G/E“ berücksichtigt werden.

    85Das Dasein erzeugt aus der potentiellen Unendlichkeit seine Elemente und Details die asktuale Unendlichkeit des OG und darin die von E4, dem „Sein“. Die tiefere Ursache ist die Zunahme und Vollendung der w und Sw, Rw-Funktionen (z.B. als „Zeit“).

    86Das Dasein zeigt bereits jene Züge, welche jedes OG-Element dann „absolut“ hat, welche in den endlich seienden Gegenständen durch Rz oder Rw noch relativiert werden Das ist zum Beispiel auch der Selbstbezug, die Leere in den einzelnen Details, die große Anzahl der „Ähnlichen“, welche im OG zu „Identischen“ werden. Aber zugleich wird auch schon im Dasein die fundamentale Unterscheidung „Rz-Rw“ durch die „E-I-G-N-Vierheit“ erreicht.

    87Der OG reicht über das „Sein“ E4 hinaus, als E5. Und das wird mit allen vorhergehenden Eo bis E4 vereint zum E6; sie schließen die „Realität“ dann formal, ontologisch ab, vollenden diesen „objektiven Gedankengang“. Das Verständnis“ der einzelnen Entwicklungsstufen bleibt von Anfang an prinzipiell „schwierig“; zum Beispiel auch für das endliche E3 („z zu z/w zu w“), also die QM-Ordnungseinheit.

    88Die grundlegende Wechselbeziehung macht, dass E4, das Sein aus den Seienden E3, der Welt, das heißt aller endlicher Phasen, als Einheiten mit dem Modell-Charakter „z-w zu z/w zu OG“ hat und dabei als tendenziell maximale Kombination dieser Relationen als „menschliche Subjektivität“, gleichberechtigt vom Sein her Einfluss auf alles Seiende hat. Die „Erklärung“ solchen Übergangs vom maximal abstrakten Sein, das als Eigenschaften – aus endlicher Sicht her gesehen – Unendlichkeiten sind und (Rw,N-) getrennte E-I-N-G sowie zugleich leere Nichtsfunktionen verbunden (Rz,G) mit ihrer E4-Existenz sind, ist mit endlichen Vorstellungen schwer zu erklären. In unserer Systematik kann man es mit den Eigenschaften der „z-w-Phase und deren Übergang zur z/w-Phase in der QM-Ordnung erklären. Damit wird aber das Phänomen des „Erklärens“ deutlich verändert, indem es derart fundiert wird.

    89Der „Mensch“ und damit auch seine Fragen und sein Verstehen werden von „S/R“ und zugleich vom „OG“ erzeugt. Mit dieser Einheit aus jenen drei „Polen“ und ihren sich gegenseitig erzeugenden allgemeinen Entwicklung ist eine Kreisförmigkeit, eine Wechselbeziehung existent, die Realität (E5), welche als eine abgeschlossene Grundform der „Vollendung“ gelten kann. Der Mensch kann zwar weiterhin das zu „verstehen“ versuchen, aber er muss zugleich wissen, dass das „Verstehen“ nur eine von vielen Relationen zwischen den Phasen und den Polen in dieser allgemeinen Entwicklung ist. Der Mensch ist so zum Beispiel genau so „rätselhaft“ und zugleich erklärbar wie es alle anderen Phasen auch sind.

    90Man kann die Problematik auch systematisieren, dann steht die „Vorstellung“ von den „Unendlichkeiten“ im Mittelpunkt oder die vom „Nichts“ (N) und die von der „Existenz“ (E) und auch die von der Zielfunktion („I“),welche wiederum zur „allgemeinen Entwicklung“ und zu den Zusammenhängen führt, welche sich gegenseitig „erklären“.

    91Die Wechselbeziehung von OG, hierin des Seins (E4), und dem Dasein, der „Menschenwelt“, zeigt, dass der Mensch das Sein erzeugt, aber zugleich der Mensch nicht denken kann, ohne dass die OG-Elemente ihn „formen“. Wir gehen nun davon aus, dass sich das nur teilweise durch jene Wechselbeziehung zwischen OG und Endlichkeit erklärt. Deren beider „Ursache“ muss auch die Natur, den „S/R-Pol“ mit einbeziehen. Erst in der umfassenden Wechselerzeugung/ -beziehung, welche jeweils – von der QM-Ordnung her – zugleich geschieht, kommt einer wp Erklärung näher.

    92Wie bei jedem Denkhandeln des Menschen wird auch hier von der vierdimensionalen Endlichkeit ausgegangen. Diese ist die Meta-Relation der vorhergehenden vielen z- und w- und deren physikalische Relationalität im Bezug auf die OG-Elemente, so ist das Modell für die Endlichkeit „ z-w zu z/w zu OG“. Das Entwicklungsmaximum dieser vielen möglichen komplexen Netze ist das menschliche Subjekt mit seinem leistungsfähigen Gehirn. Dieses Gehirn übernimmt auch den konsequent folgenden Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ und erzeugt die vier OG-Elemente. Darin zeigt sich, dass es an jeder Stelle der allgemeinen Entwicklung um „Wechselbeziehungen“ geht, diese beruhen auf den unendlichen Symmetrien der S-, R- und z-,w-Aspekte.

    93Das kann man etwas vereinfachen, wenn man zum Beispiel nur die E- Entwicklung betrachtet. Das tut die Ontologie, die als erweiterte Wechselbezüge Eo (die Rw-getrennten S- und R), als E1 die verschiedenen „S/R-Relationen sieht“, als E2 das „z/w“ und als E3 jene Einheit, die wir für die „Endlichkeit soeben geschildert haben. E4 ist das Sein im OG. Und E5 ist ein weiteres zusammenfassendes Ganzes. Parallel zu dieser „Ontologisierung“ der Realität kann man nun auch die I-Sphäre und die der G und N darstellen.

    94Es ist das ein Übergang, eine Relation, die als „E3/E4“ zu verstehen ist. Sie wurde traditionell quasi „literarisch“ geschildert, was wegen der wp Unendlichkeiten durchaus berechtigt war. Beispielsweise so: „Der Mensch (E3) ist so da, daß er die Lichtung des Seins (E4) ist“, „er existiert ursprünglich durch das Anwesen des Seins, da er sich aus dem Sein her eine Welt vorwirft, um durch sie sich zu Seiendem verhalten zu können“. Das Besondere am E3/E4- Verhältnis ist dies Wechselverhältnis. Der Mensch als „Zentrum“ der Endlichkeit, hier als E3, ist zwar Entwicklungsergebnis aller anderen ontologischen Phasen, sein Selbstbewusstsein als Existierender erhält er aber von E4, das ihm dann immer schon im Denken vorgegeben ist. Dieser Rz-, G- Wirkung vom OG, hier vom E4, stehen die anderen OG-Elemente zur Seite. Aber im Unterschied zur Erzeugung des endlichen Seienden von Eo,1,2 her ist die Rw-Relation, welche E3 durch E4 bestimmt, eine der totalen Freiheit. Der OG und darin auch E4 ist das Ergebnis der gesamten Entwicklung, welche hauptsächlich darin besteht, dass die Rw immer mehr die Rz übertreffen und damit die Befreiungen, auch als Negation zum Beispiel, in allen Phasen zu fördern. Das erreicht im OG seine Vollendung und wirkt als Freiheit wieder zurück. Daher sind die Freiheiten im Denken und Wollen unbegrenzt, jedoch die Bindungen an die der Endlichkeit und die dem Menschen in der Entwicklung vorher gehenden E-Phasen sind letztlich keineswegs frei. Diese sind von Rw/Rz bestimmt und daher beides, frei und unfrei zugleich.

    95Zum Wechselverhältnis „z/w zum Sein“, den vielen seienden Phasen zum OG und im OG den wenigen (E4,I,G,N): Wie entstehen die OG-Elemente aus den z/w-Phasen und dort aus der menschlichen Subjektivität? Wie kann das Subjekt die OG-Elemente erzeugen und was ist beider Unterschied und Gemeinsames? Diese und ähnliche Fragen stellen sich bei allen Wechselwirkungen aller Phasen, nur hier und bei „S zu R“ und „z zu w“ übersichtlicher, weil „fundierend“.

    96Dem Menschen kann in einer wp Systematisierung das Handlungsprojekt, hier als Denkhandeln“ zugesprochen werden. Beide „Phasen“ das endliche Subjekt, das abstrakte Handlungsmodell – in allen seinen vielen Varianten, zum Beispiel auch dem maximalen methodologischen „Verstehen“, der Hermeneutik als „I/G/N/E“ – stehen in der fundamentalen Wechselwirkung zwischen den z/w-Endlichkeiten und dem OG. Der Mensch erzeugt die OG-Elemente und wird von ihnen im Denken und Sprechen bestimmt. Diese eher oberflächliche Feststellung lässt sich vertiefen, alle vier OG-Elemente (E4, G,N,I) sind zugleich Unendliche (leere Selbstbezüge) wie auch E4-Existenzen. Das wird durch die Relationierung vom OG, E4 auf das Subjekt (E3) übertragen und umgekehrt. Wobei noch zusätzlich diese Übergänge selbst mit Unendlichkeiten arbeiten.

    97Das wird nun in einer erweiterten Ontologie verallgemeinert. Das menschliche Subjekt und alle endlichen Phasen (E3) stehen in gleichartigen Wechselbeziehungen mit Eo, E1 und E2.

    98In der „allgemeinen Entwicklung“ und ihrem Zusammenwirken mit den Wechselbeziehungen jeweils „von oben“, also vor allem vom OG her, gibt es durch die Konfrontation der unterschiedlichen Eigenschaften jene Phasenbildung und speziell jene Bildung von den „statischen“, „neutralen“ etc. Eo, E1, E2, E3.

    99Der „Übergang“ zwischen E3 (z/w, Subjektivität) und E4 (Sein, OG) ist prinzipiell nicht anders als die Wechselbeziehungen zwischen allen Phasen, konkret zwischen Gegenständen, Begriffen. Dabei gibt es wp gesehen einige bezeichnende Funktionen: Der Mensch (E3 etc.) erzeugt das Sein (E4) in Schritten, die zur „allgemeinen Entwicklung“ gehören. Sie bestehen darin, dass die S-Reste asymptotisch eliminiert werden. Das geschieht im Gehirn als „Verteilung“ der elektrodynamischen Energie (→ Sw) auf tendenziell unendlich viele Relationen. Diese und deren Kombinationen werden benötigt, um den Schritt von den R-Formen zu denen der OG-Elemente zu machen. Andererseits ist das eine Wechselbeziehung, durch „Rz/Rw zu N/G“ modellierbar, so dass das E4, das Sein, alle OG-Elemente, nun auch den Menschen, E3, und alle Endlichkeiten (z/w) bestimmen kann. Das Verhältnis zwischen E3 und E4 kann dann kurz als Verhältnis der Rw/N-Trennung zum Rz/G-Zusammenhang registriert werden. „Formal“ gilt zum Beispiel auch, dass E3 für den Menschen deshalb „verständlich“, emotional angenehm, bekannt ist und E4 in in dessen unendlichen Freiheiten verunsichernd wirkt, weil es mit keiner Erfahrung oder Anschauung verbunden ist. Andererseits kann der Mensch sich aber auf die endlichen Teile der Gesamtrealität beschränken und E o,1,2 und E4 ruhigen Gewissens negieren (N).

    100Wie kann der Mensch die Eo, E4, also auch alle physikalischen (S, R) und OG-Elemente „verstehen“? Der Kern des Problems ist der Übergang, der Herstellung einer Wechselbeziehung, zwischen Endlichkeit und den verschiedenen Unendlichkeiten sowie der zwischen Endlichkeit und Nichtsformen. Das ist nur möglich, wenn man von der einseitigen Trennung zwischen Endlichkeit, Unendlichkeit und Nichts absieht. Alles Endliche kann zwar durch Rw und N abgetrennt werden, es ist aber durch Rz, G auch und „zugleich“ damit verbunden. In jedem mikropysikalischen und auch jedem abstrakt geistigen (Hegel) Vorgang zeigt sich dieser Zusammenhang.

    101Der „Mensch“, sein Hirn und dessen Erzeugungsfähigkeit, ist insofern eine Vollendung der „allgemeinen Entwicklung“, als diese Unendlichkeiten dort von den Endlichkeiten bewusst getrennt und auch vereint werden können.

    102Der physikalische Verbindungsübergang und der durch Verstehen und Sprache ist dann die Auftrennung der endlichen Rz/Rw und N/G in freie, unendliche Rz, Rw, G, N, welche durch diese ihre Freiheit und unendliche Reichweite etc. die Brücken bilden können. Sobald sie angekommen sind, vereinen sie sich, auch mit den S, E,I „auf der anderen Seite“ und erzeugen dadurch etwas Neues; das ist der jeweilige Entwicklungsschritt.

    103Der Weg vom Sein (E4) zur Endlichkeit, z/w und E3, ist eine Umkehrung der Richtung in der „allgemeinen Entwicklung“, das Rw und N wird wieder durch das Rz und G ersetzt. Das ist deshalb möglich, weil diese vier Größen (Rz,Rw,N,G) unendlich frei, beweglich und symmetrisch sind. Das Sein (E4) erhält seine Eigenschaften daher nicht nur durch den Zusammenhang aller Phasen aus der allgemeinen Entwicklung, sonder auch durch jenen Zusammenhang „von oben“ bis hinunter zu den S-und R-Aspekten; schließlich wird E4 auch von N,G, I innerhalb des OG bestimmt..

    104Kurz, wir analysieren das „Sein“ auf vielfache Weise. Das galt traditionell als nicht möglich. Im Verhältnis des Seienden mit dem Sein ist die Wechselbeziehung zwischen E4 und E 3 und damit ein Aspekt der doppelten Bezüge aller Phasen, deren Entwicklung auseinander und deren Bezug von jeweiligem Höherem. Das betrifft hier also speziell die Struktur der erweiterten Ontologie, den E 3 zum E4 darin. Die Beschreibung des Seins kann dann beliebig viele und ausführliche alltagssprachlicher oder literarischer Art sein. Umgekehrt sind diese endlichen Darstellungen Verendlichungen (z/w) der unendlichen Inhalte des Seins, nach dem QM-Muster, z-w werden zu z/w und z/w werden zu z-w. Die Unendlichkeiten erscheinen im Endlichen, sprachlich gefasst, zunächst als „fast unbegrenzte Vielheiten“, dann aber prinzipiell reduziert auf jede einzelne Entität, Individualität, traditionell das„Besondere“.

    105Darüber darf aber nicht vergessen werden, dass das menschliche endliche Subjekt in der Lage ist phantastische Unendlichkeiten zu kreieren, deren Unendlichkeit nicht in der „Anzahl“ liegt, vielmehr in deren Eigenschaften, zum Beispiel der, Zeit und Raum aufzuheben.

    106Das Verhältnis von „Sein“ und menschlicher Subjektivität ist eine Variante des Entwicklungsüberganges vom „z/w“-Bereich mit seinen tendenziell unendlichen und unendlich komplex relationierten Netzen hin zu den extrem einfachen vier OG-Elementen. Diese sind Varianten des „Seins“, traditionell wird nur E so bezeichnet. Das menschliche Subjekt vereint in sich alle physikalischen und biologischen Stufen der Entwicklung. Dazu kommt nun aber der genannte Übergang zum OG. Er spielt sich im menschlichen ZNS, im Gehirn ab. Entscheidend ist die Systematik dabei, welche die für die z/w-Varianten, Phasen der so definierbaren „Endlichkeit“ grundlegender Rz-Kohäsionen, nun deren Ablösung und tendenzielle Elimination und Ersetzung durch die alles trennenden Rw bewirkt. Dieser Vorgang ist im QM als Übergang von „z/w“ zu „z – w“ vorgegeben. Warum wird nun bei diesen Abläufen einerseits alle z/w-Varianten „aufgetrennt“ und dazu nur auf die vier OG-Elemente reduziert? Das erklären wir so, dass in allen z/w-Relationen die anfänglichen S-und R-Aspekte stecken und mehr oder weniger komplex von Rz und Rw verbunden sind. Die Verbindungen werden nun auf Rw reduziert und damit wird alles „vereinfacht“, nämlich auf die vier Grundeigenschaften der zwei S-und R-Aspekte reduziert. Die Ablösung der Rz-Kohäsionen durch die Rw-Trennungen ist, wie gesagt, die Folge der QM- Abfolge. Die vier Grundeigenschaften werden alltagssprachlich gefasst, das heißt als eine wichtige Art der Selbstanwendung der z/w-Phase auf sich selbst. Als Existenz (E) und als Zielsetzung (I) sowie die zwei „methodischen“, vermittelnden Aktivitäten G (Gleichheit und Identität herstellend) und N (als Negation).

    107Ontologisch haben alle acht ihren gleichberechtigten Charakter der Existenz, die zwei S-Arten – später die S/R und z/w, Rz/Rw, Sz/Sw – als E, die zwei R-Aspekte und daraus „I“ und Rz als G sowie Rw als N.

    108Warum kann der Mensch das Sein (E4) und die OG-Elemente erzeugen und, umgekehrt, „verstehen“? Deren Einheit als Unendlichkeiten und Endlichkeiten und deren Unterscheidungen etc. sind mit der Alltagsleben,-sprache, -handeln scheinbar unvereinbar. Das ist aber wp gesehen anders. Die Subjektivität – wie übrigens jedes Endliche, dort alle Details – versammeln in sich alle vorhergehenden Phasen. Und zwar deshalb nicht nur in deren unbegrenzter Vielzahl und Vielfalt, sondern auch in deren allgemeinsten Formen; weil so jene Unbegrenztheit für das begrenzte menschliche Individuum besser „fassbar“ ist.

    109Diese allgemeinen Formen sind von den S-und R-Aspekten her die bekannten Arten der Unendlichkeiten, deren Dualitäten, deren Einheit mit den Nichts-Arten, deren Entwicklungen mit den Richtungen und Zielen, so die der E-Vollendungen, zum Beispiel durch „Selbstanwendungen etc. Das alles wechselwirkt im Menschen, seinem Gehirn und seiner Welt mit allen ihren Phasen und Ereignissen. Eine wp systematische Analyse dieser Wechselwirkungen führt zu den OG-Elementen. Der OG ist damit einerseits sowohl menschliches „Werk“ als auch von allen Entwicklungsphasen von S/R an bestimmt, erzeugt. Es ist menschliche Vernichtungsarbeit wie erzeugende Arbeit zugleich.

    110Von den S-und R-Aspekten haben die OG-Elemente, also auch „E4“, das Sein, ihre Basis-Eigenschaften, welche in deren Relationen zueinander die notwendigen Grundlagen alles Endlichen legen. Das sind die verschiedenen Arten der Unendlichkeit, die Arten des Nichts (N) und des grundlegenden Etwas (E); dazu dann die „allgemeine Entwicklung“, die fundierenden Relationen, die der R-Seite und der G und N, etc. Hier stellt sich sehr viel konkreter die Frage, wie ist die Relation dieser extremen Eigenschaften zu den Eigenschaften der Endlichkeit zu verstehen. Noch konkreter, kann das menschliche Subjekt, welches als endliches das alles in sich, in seinem Fühlen und Denken vereinen muss, das alltagsbegrifflich ausdrücken. Oder verbleibt es bei dieser Aufgabe in Verwirrungen, im unheimlich geheimnisvollen Numinosen stehen, stecken? Oder reagiert der Mensch nur emotional, resignativ und meistens so, dass er viele sprachliche Umschreibungen bemüht. Die Systematik der WP hilft da einen Schritt weiter. Vor allem gilt dann, dass der Mensch einerseits selber auch jene Unendlichkeiten (Sein, S-R) „ist“ und mit ihnen handelnd, arbeitend, denkend umzugehen versteht. Und andererseits, dass der Mensch zusätzlich über die unendlich freien „I“ verfügt, welche es ihm erlauben, jene bedrängenden Unendlichkeiten, Nichtsformen und auch die Endlichkeiten einzuordnen – oder auch zu negieren.

    111Formal gesehen, geht es uns um den speziellen Teil der „allgemeinen Entwicklung“, der „ontologischen Seite der Realität“, also zum Beispiel darum, wie Eo,1,2,3,4 zusammenhängen, auseinander sich erzeugen und sich „von oben“ wechselbeziehen. Für alle anderen Basisbereiche der „Gesamtrealität“, also für R, I und Rz,G sowie Rw,N gelten analog die speziellen Entwicklungsabläufe. Deren Gesamtrelation ist dann die „Realität“.

    112Inhaltlich gibt es eine Anzahl von Vorgängen, von denen einige genannt seien. Der E 3-Bereich, das Dasein, vermittelt die physikalischen (Eo,1,2) mit ihren Rz-Bindungen mit den absoluten Rw-Freiheiten und Unendlichkeiten und Nichtsfunktionen; welche die OG-Elemente kennzeichnen. Das zeigt sich in der „inhaltlichen“Beschreibung aller Phasen und Details des Seienden (E3). Insbesondere gilt das für das menschliche Subjekt. Es begründet alle seine Freiheiten, die zwar noch „endlicher“ Art sind, wobei aber das menschliche Denken darüber hinaus in der Lage ist, auch Unendlichkeiten und Nichtsformen zu „denken“. Eine weitere Entwicklungs- und Bezugsrelation zwischen Eo,1,2 zum E3 sowie vom E3 zum OG und dort dem E4, sind ist die Möglichkeit im Denken, in den Begriffen und Sprachen sowie in seinen Emotionen, Verbindungen herzustellen; wir führen das auf Rz, Rw und G, N zurück.

    113Diese umfassende Relationierung aller Großbereiche und Phasen, Wissenschaften, wirkt speziell im Seienden (E3) selbst. Dort liegt der Schwerpunkt der Rz-Wirkung, und vorher sind die Neues erzeugenden Rz/Rw und nachher Rw mit ihren unbegrenzten Freiheiten und besonders den Phantasmen im menschlichen Denken; es sind die entscheidenden Relationen.

    114Der Übergang vom Seienden (E3) zum Sein (E4) ist, wie alle Übergänge, Relationsverbindung als die je zwei Unendlichkeiten (Rz,Rw und N,G); als Erzeugungs-, Entwicklungsprozess für das menschliche „Verständnis“ maximal schwierig. Da also die Verbindung zu den „einfachen „E-G-N-der Rationalität stets auch „nicht gelingen“ kann, wird das als Fehlerhaftigkeit, Irrtum oder ähnliches angesehen. Diese Beurteilung ist aber eine der Gesamtsystematik inhärente und gleichberechtigte Möglichkeit, als die isolierte „N“- und Rw-Wirkung.

    115Dass im „Sein“ zugleich auch das Nichtige, das Nichts ist, hat eine seiner Ursachen darin, dass es von Sz, Sw bis N, G stets nur zwei gleichfundierte Entitäten gibt. Hier zeigt sich das speziell darin, dass in allen E-Entwicklungsformen (Eo bis E4) sowohl die je eigenen Existenzeigenschaften sind, als unendlicher Selbstbezug (Rz,G), aber zugleich auch der Bezug zu anderen. Vor allem der Bezug der Unendlichkeitseigenschaften zu den endlichen (z/w, E3, 5,6). Das was als „Nichts“ vom endlichen Bewusstsein gedacht wird ist dieser prinzipielle Gegensatz zwischen Unendlichem und Endlichen. Anders gesagt, man kann auf dieser Denkebene das „Nichts“ nicht als „existierend“ ansehen.

    116Die Basis des derart erklärten sind wieder die Rz,Rw und N,G. Der Selbstbezug des „N“ ist dabei auch berücksichtigt.

    117Das aber ist nur eine Erklärung für das Verhältnis des „Nichts“ zu „allem anderen“. Eine weitere Erklärung ist die unendliche „Leere“ jeder isolierten freien E-Variante; das gilt für Eo bis E6. Im Sein (E4) ist mit dessen Leere also zugleich das N des OG gemeint. Damit wird aber eine „E/N-Relation“ begründet, welche aus der OG-Phase in die der endlichen Sprachen führt; was bei jeder Darstellung, also auch soeben hier unumgänglich ist und als Konkretisierung und „Praxis“ und „Sprachhandeln“ gilt. Umgekehrt zeigt sich, dass in allem endlichen Seienden auch das Nichts, wie auch immer verborgen steckt, die „Leere“. Das Nichts ist nicht nur das OG-Element „N“, sondern auch die freien Sz, Sw, Rz, Rw und z,w. Sowie E4, I, G. Diese zehn Grundgrößen sind Relationierte, zugleich Existenz (Eo) mit Unendlichkeit und Nichtigkeit. Sie heben sich ab vom Endlichen, welches durch die Rz-Kohäsion bestimmt wird. Dieser Unterschied wird alltagssprachlich durch „nicht“ verstanden: „Unendlichkeit ist nicht Endlichkeit“, „nicht Vernunft“, „nicht Vierdimensionalität“ etc. Oder noch sprachlich, Nicht ist Leere, Isoliertheit, Gegensatz, auch zu allen Dualismen. Kurz, das „N“ im OG bezieht das Denken als umgangssprachliche Vermittlung von der Basisphysik zum abstraktesten Denken.

    118Das „Nichts“, gewinnt seine Haupteigenschaft im unendlichen Selbstbezug (Rz,G), die sich in dem Satz zeigt, „dass nichts zum Nichts irgend eine Beziehung haben kann“, das von allen unendlich freien „Grundgrößen“ (S,R,OG). Sie sind alle auch „Nichts“. Damit ist das Nichts gleichberechtigt mit dem „positiven Existieren“.

    119Jede Art dieses Seins oder Seienden entsteht aus Relationen (Rz, Rw, G,N) jener Grundgrößen, also dadurch, dass sich mindestens zwei Arten des Nichts aufeinander beziehen. Das ist die erste Stufe der „allgemeinen Entwicklung“. Damit ist „Entwicklung“ noch nicht gleich zu setzen mit der von Seiendem.

    120Wie steht die WP zum „Nichts? Aus den beiden „metaphysischen Polen“ und in deren doppelter Entwicklung – die bereits Selbstanwendungen, hier auch des Nichts sind – ergibt sich eine „Entwicklung des „Nichts“, von der Eigenschaft der ersten physikalisch-materiellen Sz, Rz, Sw, Rw und von z und w. Sie haben unter anderen die Eigenschaft des „Nichts. Und zwar deshalb in mehrfacher Weise, weil solche „Eigenschaft“ und ihre Erklärung stets nur durch eine Relationsbildung zustande kommen kann. Die erste Möglichkeit der Relationsbildung ist die der sechs untereinander. Sie sind sich in den weiteren Eigenschaften „gleich“. Eine andere Relationierung ist die zwischen den Arten der Eigenschaften, „N“, Existenz, Unendlichkeit. Das „N“ ist mit Existenz und Unendlichkeit „verwandt“ und zugleich unterschieden (Selbstanwendung von Rz/Rw). Die weitere Relationsbildung ist die mit endlichen Existenzen (z/w); vom Endlichen her gesehen ist „N“ existent und ebenfalls „zugleich“ „nichts“; und hier als alltagssprachliches „Nichts“, wie die Lebenserfahrung es lehrt. Im Endlichen nimmt „N“ soviel Form-Inhalte an wie das im Endlichen durch die unbegrenzte Relationsmöglichkeiten für jede Entität auch möglich ist.

    121Zurück zur Entwicklung. Die sechs Ausgangsgrößen unterscheiden sich in ihrer gemeinsamen Existenz (Eo), die S-Aspekte verändern sich, aber Rz und Rw machen sich – eben in/als Entwicklung – von den S-Aspekten unabhängig; damit auch ihr N-Charakter.

    122Diese Entwicklung endet, vollendet sich im N des OG. Dort ist es das „absolute Nichts“ wie es von der traditionellen Philosophie dem absoluten Sein konfrontiert wird. Aber in dieser Konfrontation (Rw,N) besteht hier wiederum die Relationierung, welche zur „Erklärung“ des Nichts als maximale Verneinung nötig ist. In der wp Analyse kommt noch die des Rz/Rw-Vermittlungsverhältnisses zwischen N und G sowie zwischen N und „I“ im OG hinzu.

    123Noch mal zurück zur Entwicklung im endlich Seienden.mit seinen Einzelphasen. Aus der Physik und der Biologie sind die R-Aspekte – überwiegend als Rw-Rw-Rw/Rz in der Elektrodynamik – in den Funktionen des Gehirns angekommen. Dort ist der entscheidende Entwicklungs-Übergang vom R-Charakter zu dem des „N“.

    124Dieser Zusammenhang zwischen den vielen Details, Subphasen des Gehirns und der menschlichen Körperlichkeit insgesamt, hat entsprechend viele Varianten, zum Beispiel im abstrakten Denken das logische Verneinen. Dicht daneben aber schon das ethische „Böse“ und auch im Gesamtzusammenhang des Hirnorgans negative Gefühle, Angst etc.

    125Von der „QM-Einheit“ gilt Dreierlei, die Rw-Trennung der „z-w“ von den z/w, dann die Rz-vermittelte Einheit beider und ein Übergangsstadium, welches wir als „z-z/w-w“ modellieren, bei dem die freien z und w immer mal wieder auf z/w bezogen sind. Das Modell ist dasjenige, welches die Endlichkeit fundiert. Und dabei ganz besonders das endliche menschliche Subjekt.

    126Diese freien z und w – ebenso selbstverständlich die vier OG-Elemente – haben als Grund-Charakter Unendlichkeit und Nichtsfunktionen. Deshalb wird jedes menschliche Fühlen, Denken, Handeln mehrfach gestaltet. Zum Beispiel hat man dann, wenn man eine Existenzannahme (E) macht zugleich das Wissen von deren Nichtexistenz; wenn man ein Ziel („I“) anstrebt, sind sogar vom Verstand her Nichterreichen oder Unbegrenztheit dabei. Diese Einflüsse der Unendlichkeit und der Nichtigkeit auf sonst stabile, positive Verhältnisse gestalten vor allem auch die menschliche Emotionalität.

    127Das „z zu z/w zu w-Modell“ zeigt, dass es in allen endlichen Phasen eigentlich weder „Nichts“ noch Unendlichkeiten gibt, dass jedoch diese „erzeugt“ werden können. Diese Erzeugung zeigt sich in allgemeinen physikalischen, biologischen Verhältnissen auf andere Weise als in menschlichen. Beim Menschen sind es an erster Stelle der freie Wille (Ii) und die unbegrenzte Generierung von phantasierten Entitäten (Ei), eine Folge dieser freien z und w und der OG-Elemente. In der Übergangphase zwischen der Biologie und dem individuellen Bewusstsein liegt die Emotionalität. Sie wird von diesem Zusammenwirken der affirmativen und der freien Funktionen besonders intensiv gestaltet, zum Beispiel als Unsicherheit, Angst, aber auch als dynamisches Streben u.ä.

    ONTOLOGIE und ZAHL

    128Eins (1) und mathematische „Einheiten“ allgemein sind eine Art von Metaebene zur „Existenz“ (E). So wie analog S, R, z, w, z/w, Rz/Rw und die OG-Elemente verschiedene ontologische entwickelte Formen von „Existenz“ sind. Was ist in diesem Zusammenhang die „Null“? Eine Meta-Ebene (wie die „Eins“, auch in den Natürlichen Zahlen). Diese zwei Arten unterscheiden sich durch die „Rz-Rw-Dualität: Die „Eins“ wird durch jenen unendlichen Selbstbezug der „Rz“ (G) konstituiert und die Null, Negation (N), Nichtexistenz wird durch Rw verursacht.

    129Der philosophisch-wissenschaftliche Sinn von „Inversität“ ist, dass sich in dieser algebraischen Grundlage die Basis-Dualitäten – Sz, Sw; Rz,Rw; N,G; E,I – zeigen. Sie werden zu den jeweiligen „neutralen“ Elementen relationiert, zum Beispiel Rz/Rw als „Eins“ etc.

    130Bei den Natürlichen Zahlen gibt es zwei (Dualität) „neutrale Elemente“, die Eins und die Null. Sie sind „neutral“ hinsichtlich von „Veränderungen“, die als Relationierungen (Rz,Rw), Verknüpfungen erscheinen, wie die Kalküle.

    131Im Ablauf der Verknüpfung, des Überganges „Addition“, wird nur Rw und dann nur Rz wirksam („z-w-QM), beide sind zugleich „Nichts“, also als die Zahl „Null“ zu verstehen.

    132Warum verträgt sich der R-Aspekt (Rz, Rw), hier als mathematische Basis nicht mit der I-Kategorie? In der Mathematik gibt es zwar sprachliche R-Erfassungen in vieler Art, aber nicht in Ii (individueller Wille) oder Ik,g,w als gesellschaftliche Interessen. „R“ und „I“ sind zwar im allgemeinen Sinne identisch (Rz,G), aber beide sind auch durch die gesamte „allgemeine Entwicklung“ getrennt (Rw,N); die Rz und Rw haben den ontologischen Eo-Charakter und „I“ gehört zu E4 im OG. Dabei zeigt sich auch die Differenz zwischen der E-und der I-Sphäre.

    133Das „Nichts“, „N“ hat keine 4-dimensionale Existenz, aber als Rz oder Rw hat es „Eo-Existenz“ und als N hat es E4-Existenz.

    134Im OG kann N durch die anderen der Basiselemente „bestimmt“ werden. Diese Relationierung ist eine Vorstufe und Überleitung zur alltagssprachlichen Bestimmung – zum Beispiel das „N“ als „absolutes Nichts“ – als das, was man als „Nichts“ zu verstehen glaubt. Solche Relationen und Kombinationen führen immer weiter weg von den unendlich leeren etc. „N“; das heißt, N ist so oder so „undeutlich zu beschreiben“, weil es auch bei „N“ um eine der acht metaphysischen Grundgrößen geht. Am Beispiel des „Nichts“ (N) kann man die Wechselbeziehung zur Alltagssprache als Verhältnis der unendlichen Abstrakta zur Endlichkeit, beispielsweise zur 4-Dimensionalität zeigen. Es ergibt sich zunächst die Möglichkeit, analog zu den „Rz/Rw“ der endlichen Raumzeit „N/G“ zu bilden und dann weitere komplexe Relationen als Begriffe und sodann als sprachliche Aussagen, Bilder etc. zu erzeugen.

    135Da das „N“ und auch die freien Rz, Rw ontologische Existenz (E4 und Eo) haben, wirken sie auch in der menschlichen Existenz (E3), in den Emotionen und im alltäglichen und abstrakten Denken, das aber als Relation von „Unendlichkeit, Endlichkeit und Nichts“. Wenn man die Bezüge von „N“ zur Emotionalität betrachtet, wird die „Nichtigkeit“, der Tod als Möglichkeit erfühlbar. Wenn man G und E mit dieser subjektiven Phase der Emotionalität erfasst, führt das zu „positiven“ Gefühlen. Und die Relation zwischen dem unendlich freien „I“ und der endlichen Emotionalität hat wiederum andere Charakterzüge. Insgesamt gilt, dass es zwischen solchen Unendlichkeiten und endlichen Subphasen wie die der Emotionalität derart direkte Zusammenhänge nur dadurch gebildet werden können, weil die Subjektivität beide enthält, sich aber bei der sprachlichen, kommunizierbaren Darstellung die Schwierigkeiten zeigen, welche den Übergängen eigen sind.

    136Den z, G, E einerseits – welchen das gemeinsam ist, was man umgangssprachlich zum Beispiel als Enge, Statik und Identität bildendes Relationieren beschreiben kann – diese einfach im Gedanken der „Existenz“ abstrahiert, stehen die maximal entgegengesetzten w, N, I gegenüber, als „Nicht-Existenz“ oder als „Tod“ relativ ungenau bezeichnet. Alle Formen dieser „Nichtigkeit“ bleiben im menschlichen Denken prinzipiell „unklar“. Das gilt auch für die z, G, E, wird jedoch als Unklarheit meist weniger gut „verstanden“. Erst die I/E-und I/N/G/E-Relationen binden an die – ähnlich modellierte – Vierdimensionalität („Rz zu Rz-Rz/Rw-Rw zu Rw“) und damit an jene Form der Endlichkeit an, welche jeglichem „Verstehen“ methodisch zugrunde liegt.

    137Das Seiende wird als „z/w zu/ N/G“ modelliert. Darin befinden sich auch die freien z, w, N,G, welche fundamentale Größen des „Nichts“ sind. Diese Relationierungen folgen der QM-Dynamik, welche die Endlichkeit dadurch begründet, dass sie „zugleich“ ihre Eigenart hat, endlich, unendlich und nichts sein zu können, das bewirkt die Rw-,N-Trennung. Die Rz-,G-Kohäsion hebt das auf, und darüber hinaus wird eine umfassende Einheit gebildet (aus z,w und OG), welche alles „Konkrete“ strukturiert. Die konkreten endlichen Strukturen und Prozesse sind also mehrdeutig, und die Frage ist, wann der Mensch das merkt und wann die Eigenschaften des endlich Existierenden überwiegen. Der Mensch ist fähig, intellektuell die Unendlichkeit und das Nichts zu denken und zwar in genau jener total abstrakten Weise wie es die einzige Eigenschaft vom Nichts und von der Unendlichkeit ist; sie beide haben nicht mehr als den unendlichen Selbstbezug und die Negation (N). Die beschriebenen Mehrdeutigkeiten merkt der Mensch zum Beispiel in jener Bereichsphase, welche das Entwicklungs-und Übergangsfeld von der Physik und der Biologie hin zur Rationalität, Intellektualität ist, nämlich seine Emotionalität. Dort zeigt sich jene Vieldeutigkeit, Unklarheit etc. zum Beispiel als Schmerz und Lust, Angst, Mut, und allen abgestuft einfacheren Stimmungen, Gefühlen etc. Die einseitige Rz-G-Wirkung ist jene, mit welcher sich der Mensch das „Endliche“ jeder Art als statisch Feststehendes aneignet.

    138Die menschlichen Fähigkeiten werden aber nicht nur von den G und N in den genannten Weisen erklärbar. Im OG sind es die E und I, welche in analogem Modus beschrieben werden können. Hier seien nur die unendlichen Freiheiten der Ii und Ei erwähnt, welche in unbegrenzter Offenheit Willensakte und Phantasiegebilde erzeugen können.

    139Wie hängt Unendliches sowie Endliches (z/w) und Nichts (N) zusammen? Alle Unendlichkeiten so die acht Basis-Elemente (Sz,Rz,Sw,Rw,E,I,G,N) sind strikt isolierte;das macht Rw. Wenn nun jegliche Verbindung fehlt, zum Beispiel auch die zum wahrnehmenden Subjekt, dann konstituiert das die Vorstellung der Nichtexistenz.

    140Die endlichen Entitäten (E3) sind zwar innerlich vierfach unendlich dynamisch wechselwirkend geprägt, auch durch Rw, aber nach außen gelten alle endlichen E3-Existenzen als „neutral“. Diese Neutralität erfüllt die gleiche Vorstellung, nicht existent (N) zu sein. So gesehen, ist auch das Nichts neutral. Aber in der vollständigen QM-Ordnung wirken die inneren Rz und Rw auch nach außen, und das kohäsive Rz ist mit dem dabei trennend, isolierend wirkenden Rw gleichberechtigt.

    141Durch die dynamische Wechselbeziehung in „Rz/Rw“ und mit „Außen“ geht es zugleich um die Bildung statischer Existenzen und die Erzeugung von Neuem. Für solche Entwicklung, Erweiterung des Seienden und der „Realität“ insgesamt ist „w“, Sw und Rw sowie „N“ verantwortlich. Sie „negieren“ das Bisherige, sind das „ganz Andere“ zu „z“ und „z/w“ – welche das jeweilige Endliche (z/w) durch Rz,G als statisch Seiendes prägen – und eröffnen mit der unendlichen Reichweite der Rw „Zukünftiges“.

    142Dieses „Andere“, zum Beispiel das „Nichts“, gegenüber dem endlich Seienden kann nicht „endlich“ gedacht werden, dennoch wirkt es im menschlichen Subjekt, welches selbst ja auch alle endlichen und unendlichen Strukturen durch die „allgemeine Entwicklung“ in sich vereint,;zum Beispiel indem es in der menschlichen Emotionalität als „Angst“ bemerkbar wird.

    143Das z, Rz ist ein dynamisch gerichtetes Geschehen, das kohäsiv wirkt, und das damit die Basis alles endlichen Seienden ist, formal auch aller „positiven“ Vorstellungen. Die abstrakte OG-Methodik fasst das als Gleichheit und Identitätsbildung in der G-Kategorie zusammen. Das w, Rw ist in jeder dieser alltagssprachlichen Beschreibungen das „Gegenteil“ davon. Das Sw/Rw ist für alles Trennen, Unterscheiden, Auflösen, Negieren zuständig. In der „allgemeinen Entwicklung geht das auf die alltagssprachliche Beschreibung des „Nichts“ über. Damit aber ist w, Rw und N selbst zwar am Endlichen der seienden Phasen beteiligt („z/w“), jedoch für sich, auf sich bezogen ist es jenseits alles Endlichen und damit nicht unmittelbar verstehbar.

    144Warum erscheint eine derartig ungewohnte, aber notwendige Denk-Konsequenz als „Angst“? Alles was nicht als Relationiertes (z/w,N/G, I/E) auftritt kann nicht bestimmbar sein. In der erweiterten Ontologie bleiben dann nur die Möglichkeiten, dass das Etwas „Nichts“ (N) ist oder die Unendlichkeit „in die Weite“ (Rw) oder „in die Tiefe“ (Rz). Auf solche ungewohnten Möglichkeiten kann sich die menschliche Emotionalität – welche selbst als komplexe Relationalität aus biologischen und rationalen Ursprüngen zu verstehen ist – nur mit ihren Grundfunktionen, wie die „Angst“, darauf beziehen. Allerdings ist das eine prinzipielle Fehlhaltung, die erst durch die wp fundierte Reflexion korrigiert werden kann. Denn auch die freien „E“ und „G“ haben „Unendlichkeits-Charakter, das „G“ von dem unendlich „in die Tiefe“ gehenden Rz. Rz ist aber verantwortlich für die Bildung der physikalischen Materie und für die Strukturen der Endlichkeit und ihre Verbegrifflichung (G) als identische Existenzen (E) überhaupt. Das Rw weist darüber hinaus, zum Beispiel zum zu Entwickelnden und in die „ungewisse Zukunft“ schlechthin. Und das gilt auch von der „erweiterten Ontologie“ her, bei der S und R Eo ist und w ist E1 und N ist E4 zugehörig. Das heißt, die traditionelle Bindung an die bisherige Ontologie muss verlassen werden und das Neue muss verkraftet werden. Ein Ausweg kommt von „z/w zu z-w“ her. Denn das Nichts (N) ist zugleich existent und „Abtrennung“ von allem, auch von sich und das ist als Einheit, als jene wechselnde Dynamik zu verstehen, welche als „Rz/Rw“ – extreme „Ruhe“ durch z,Rz und extremes „Fliehen“ durch Rw,N – von der QM-Einheit vorgegeben ist. Weiterhin ist das so Geschilderte keineswegs nur endlich, sonder fundamental „unendlich“. Das Nichts (N) ist ontologisch „Etwas“ (E4), es ist aber nicht Seiendes (E3). Daher kann das Subjekt es dann nicht denken, wenn es der traditionellen Ontologie allein folgt. Aber tatsächlich hat der Mensch aus der „allgemeinen Entwicklung“ auch die Befähigung mitbekommen, Unendlichkeiten und das Nichts zu denken. Solange aber diese umfassende Einheit aus Eo bis E6 zu deren Inhalte (S-,R-Aspekte etc.) nicht reflektiert werden kann, reagiert der menschliche „Körper“ selbständig und „umfassend“. Hier zum Beispiel indem emotionale „Angst“ die Reflexion ersetzen kann. Die Emotionalität (E/I) – auch deren „Abstraktion“, welche man der „Angst“ zuschreiben kann – ist in der allgemeinen Entwicklung ein Vorform der Rationalität (E-I).

    145Die isolierte Vorform (Rw) von „N“ und N selber sind unendlich allein, isoliert. Das widerspricht nicht der „Rz/Rw“-Relation, da diese nur bei Übergewicht der Rz das Trennende der Rw kompensiert. Rw-Beziehungen und solche der Negation können aber deswegen in allen Phasen erscheinen, weil sie sich dort auf andere Rw und Negationen beziehen. Die Unendlichkeit des OG besteht daraus, dass sich N zwar „bezieht“, aber nur auf sich selbst. Anders gesagt, von der QM-Ordnung bedingt, sind „Relationen“ dynamische Abläufe, bei denen einmal ein trennendes Rw-,N-Übergewicht herrscht, ein andermal die Rz-,G-Kohäsion. Da das nicht an eine raumzeitliche Vorstellung gebunden ist – die wird erst durch komplexere Relationen der hier beschriebenen Art erzeugt – geschieht beides „gleichzeitig“ und an jedem „Ort“. Diese grundlegende Situation zeigt sich auch schon in der „Vorstellung“, welche man von „N“, hat. Das „Nichts“ wird zugleich von der Vorstellung bestimmt, „Etwas“ zu sein. Dieser Bezug zum denkenden Subjekt reiht das N als Daseiendes in die endliche Vielheit ein.

    146Im Unterschied zu Hegel und Heidegger nutzt die WP eine erweiterte Ontologie, die zwar das endliche Seiende (E3) und das abstrakte Sein (E4) enthält, aber beide in eine Entwicklung stellt, welche alle einzelnen Eigenschaften von Existierendem aus den Eigenschaften des „E-Null“ (Eo), also den S-und R-Aspekten herleitet. Das ist deren Verbindung von Unendlichkeit, Endlichkeit, Nichts und Gerichtetheit. Diese Eigenschaften entwickeln sich in der „allgemeinen Entwicklung“ unterschiedlich, trennen sich beispielsweise voneinander; hier ist das „Nichts“ (N) davon gekennzeichnet. Das endliche Dasein wird von „z/w“, „Rz/Rw“ und von I/E, N/G und allen Meta-Relationen aus diesen bestimmt. Aber genauer ist die QM-Einheit aus diesen endlichen und den unendlich freien S, R, I, E, G, N bestimmt. Wenn man nur die Relationen beachtet, führt das zu Problemen. Wenn man nur die Unendlichkeiten berücksichtigt – wie hier für das Nichts (N), das seine „Abgründigkeit“ vom Rw hat – dann gilt für dessen Verständnis keinerlei endliche Erfahrung. Die QM-Einheit aus beiden Alternativen zeigt sich bei jeder näheren Analyse. Aber sie ist auch Ursache für Unbestimmtheiten beim Versuch, es mit Erfahrungsbegriffen zu beschreiben. Anders gesehen, ist jene emotionale Unsicherheitskomponente dabei ein Hinweis darauf, dass das menschliche Subjekt als zentrale Phase in der „allgemeinen Entwicklung“ sowohl von den Unendlichkeitspolen wie von allen endlichen Relationen bestimmt ist, physikalisch, biologisch etc.

    147Das Nichts als N im OG kann umgangssprachlich erfasst, relationiert werden oder durch die drei anderen OG-Elemente oder durch sich selbst (das „nichtende Nichts“). In diesem Ausschnitt aus der „allgemeinen Entwicklung“ wird dann das „G/N“,Verhältnis als „positive“ Erfassung des Nichts anzusehen sein, durch „E/N“ ist das „N“ als abstrakt ontologisch existierend anzusehen; durch „I/N“wird das Nichts als unendlich gerichtetes und von daher unfassbares beschreibbar; beschreibbar auch deshalb, weil diese drei die Relationen zwischen einander „fremden“ Größen sind, die daher Endlichkeit gewinnen.

    148Wie hängen beispielsweise N mit dem Sein, E4 und wie mit E3, dem endlichen Seienden zusammen? Sind das „Gegenbegriffe“? Auch hier gilt die QM-Ordnung, durch Rw,N sind sie „getrennt“, einander fremde. Aber „zugleich“ sind sie durch Rz,G aufeinander bezogen; so hat „N“ auch ontologischen Charakter. Und E4 geht aus E3 durch Rz/Rw, G/N hervor Diese entwickeln, erzeugen die jeweilig höhere Ebene (hier E4) dadurch, dass zwei Unendlichkeiten, die freien z und w, die freien Rz und Rw, respektive unendlich freie N und G, nur so wirken können, dass sie eine neue Entität erzeugen, die als „Neues“ das Ziel dieser Entwicklung ist und in ihrer „Neutralität“ in Hinsicht der Kräfte, der Reichweiten, der Dynamik, der Zielgerichtetheit deshalb gilt, weil es prinzipiell nichts Weiteres und Anderes gibt.

    149Das Nichts“, ob als „Nichtexistenz“ oder sonst wie alltagssprachlich gebraucht, liegt prinzipiell „jenseits jeder Endlichkeit“ Die Ursache dafür ist sowohl S- und R-Aspekt – hier vor allem „Rw“ – wie z und w und die OG-Elemente. Obwohl alles „Endliche“ daraus entsteht (z-w wird zu z/w, das sich im gleichen Moment wieder zu „z-w“ verflüchtigt), tut sich das menschliche Verstehen schwer, jenseits seiner gewohnten Endlichkeiten „etwas“ zu akzeptieren; hilfsweise umschreibt es die Lage „literarisch“. So beispielsweise als „Abgründigkeit“, „herbes Entbehren“, „Schmerz und Angst des Versagens“, „Verwunderung“ angesichts des „Nichts“.

    150Diese Lage ist damit eine der wp Fundierungen von „Literatur“ und von Kunst“ allgemein.

    151Zusammen gefasst gilt für die Stellung des „Nichts“ in der radikalen Sicht der WP, dass von den Einheiten der S- und R-Aspekte als Unendlichkeiten, Existenzen, Gerichtetsein und Nichtsfunktion, jede der beteiligten Größen sich entwickelt – durch die Wechselwirkung mit den anderen entwickelt wird – und dabei deren Eigenschaften auch in sich hat. Zum Beispiel ist das endliche E3 in der ontologischen Entwicklung, von Eo bis E6, und auch das Sein als E4 mitgeprägt von Unendlichkeit – als Selbstbezug oder Bezug zu allem anderen – und von Gerichtetheit und Nichtigkeit. So ist beispielsweise das Seiende (E3) zugleich „ auch“ Sein(E4) und Nichts (N).Das gilt umgekehrt auch für die R-I-Entfaltung, welche zugleich mit ihrer Gerichtetheit „Etwas“(E) ist – sowie die Nichts-Arten. Diese „Verbindungen“ schafft – zum Beispiel – das Subjekt in seinem „Denkhandeln“. Aber darüber hinaus wird aus diesen Wechselverhältnissen die Gesamtrealität (E5) und die diese bei weitem übertreffende Denkfigur der „Möglichkeit“ aller erdenkbaren, durch die Einbildungskräfte aller Subjekte phantasierbaren Welten (E6) als „Einheit“ einbezogen.

    152Das „Sein“ (E4) ist nicht nur vom endlichen E3 her gesehen „Nichts“, sondern auch „absolut“ nichts. Weil es wie alle E-Arten (Eo bis E6) auch eine Einheit aus Unendlichkeit und Nichts ist, der unendliche Selbstbezug erzeugt nur es selbst, ansonsten nichts Neues, also nur „Leere“.

    153Diese Wechselbeziehung zwischen Sein und Seiendem – also zwischen Unendlichkeit und Endlichkeit und allgemein zwischen alle Existenzarten (Eo bis E6) – sind spezielle Relationen in der wp Wechselwirkung aller Phasen. Hier ist dann zum Beispiel auch interessant, wie die seiende Endlichkeit (E3) vom Sein her gesehen wird.

    154In der allgemeinen Entwicklung ist „Rw“ letztlich der Antrieb für Entwicklung, welche formal auf Negation und auf der Erlangung von immer mehr Freiheit beruht. Zum Beispiel ist der ontologisch spezielle Übergang von den endlichen E3 zum Sein,E4, als Auflösung aller endlicher Relationen, durch Rw. Und in der so genannten Abstraktion und Induktion herrschen die Rw/N.

    155Umgekehrt werden die E3 vom OG zwar als Existenzen, „ähnlich“ dem E4 angesehen, zugleich aber vom „N“ dort als „nicht Nichts“. Von den „I“ und N wird alles E3-Seiende als „nichtgerichtet“, nicht unendlich, nicht selbstidentisch (G und N) aufgefasst, auffassbar.

    156Sich das Seiende „vorzustellen“ ist eigentlich eine Art „Kreisschluss“, denn das menschliche Subjekt ist einerseits ein „gewisses Maximum“ an Relationalität, also das „Prinzip“ des endlichen Seienden. . Andererseits gilt aber vom QM her, dass es neben diesem Selbstbezug auch die Möglichkeit für das menschliche Denken gibt, „Unendlichkeit, Freiheit, Nichts“ zu denken und intuitiv zu erfühlen. Das „Vorstellen“ als „Denkhandeln“ ist – wie auch das Herstellen – letztlich das Relationieren, kombinieren der Rz mit den Rw, der z mit den w; dabei stets die N mit den G und die E mit den I. Da dass alle endlichen Phasen betrifft, ist der Mensch – hier speziell sein Hirn-Organ – als physikalisch-psychische „Kombination“, natürlich in der Lage, selbstanwendend dieses „Endliche zu „verstehen“. Die acht freien Unendlichkeiten und Nichtsfunktionen, welche das fundieren, sind auch zu verstehen, wenn auch erst wp- rational vermittelt; die Ratio als freie G-E-N sind dabei eine Art unendlicher Übergang („zu“).

    157Die Unendlichkeit des Nichts (N) kann das „anschaulich“ dem Rw und dem Rz (das „Abgründige“ des Nichts in die „Weite“, Rw und „in die Leere“,Rz, bei Heidegger) zugesprochen werden; solche Art der Anschauung kommt dadurch zustande, dass die Entwicklung, von R bis zum OG, N und ihre allgemeine Wechselbeziehung zu Hilfe genommen werden. Die Unendlichkeit des „Seins“ (E4) stützen wie auf „Rz“, der unendliche Selbstbezug als Bildung der Selbstidentität, welches der Kern von „G“(Gleichheit und Identitätsbildung) ist und auch der Kern von „Existenz“.

    158Wie ist das Verhältnis von Sein (E4) und Nichts (N)? Im gemeinsamen OG ist E4 auch „nicht“. Beide sind darüber hinaus Unendlichkeiten und „Etwas“. Allerdings als Etwas, als Existierendes in der erweiterten neuen Ontologie auch unterschieden. Diese Ontologie begründet und verändert die E-Seite, von Eo bis E6, als Abnahme der beiden S-Kräfte, zum Beispiel darin, dass die Relationen in den Phasen immer schwächer werden. Im „z/w“-Endlichen (E3) ist der Rz-Zusammenhang maximal, im OG – und in E5,E6i – ist die verbleibende „Verbindung“ die Rw-Trennung maximal. Analog zur E-Entwicklung läuft die von „N“, als Übergang von Rw zu N. Diese wird also von der Rz-Relationsbildung nicht berührt.

    159Neben dem Rw-geleiteten Entwicklungsübergang vom endlichen E3 zum Sein (E4), wobei durch Rw, N endgültig die unendliche in die Weite gerichtet, das Nichts der Leere, die Selbstidentität (z,Rz,G) nicht nur des Seins (E4) sondern aller vier OG-Elemente, die hier ihren Zusammenhang auf einer „Meta-Ebene“ haben, die – zusammen mit den S-und R-Aspekten – die eigentliche Basis der „Metaphysik“ sind. Dies ist mit den Relationen zwischen den metaphysischen Polen „S/R“ und dem „OG“ und innerhalb der Pole ein Beispiel für die „allgemeine Wechselwirkung“ aller Phasen sowie aller ihrer Details.

    160Es geht darum, ob der Mensch das „erfahren“ und „beschreiben“ kann, was getrennt und zugleich vereint als „Nichts“, als verschiedene Existenzarten – endliche oder traditionelles „Sein“ und unendliche Existenzen – gelten muss. Einerseits sind diese Begriffe bereits menschliche Vorstellungen, andererseits wird der Mensch als ganzer mit seiner menschlichen Denk-und Vorstellungsleistung von der physikalischen Natur begründet. Im Fundament der Physik muss man daher jene Einheit von unendlichem „leerem“ und unendlich weitem (Rw) „Nichts“ als „erste „Existenz“ vermuten. Diese notwendigerweise auch widersprüchliche Beschreibung der ersten Physik geschieht dadurch, dass es zwischen der Physik und den abstraktesten begrifflichen Darstellungen jene „allgemeine Entwicklung“ gibt, welche erzeugt und dabei „verändert“. Und die „Entwicklung“ ist dabei nicht anders als durch die Eigenschaften der ersten Physik zu verstehen.

    161Die Nutzung solcher Vorstellungen wie das „Nichts“ und das „Sein“, im Widerstreit zu stehen, dazwischen das „Seiende“ und deren Eigenschaften. Das eine als „absolut positiv“ das andere eben „nichts und nichtig“ zu sein, hat in den vielen genutzten sprachlichen und psychologisch etc.-wissenschaftlichen Bedeutungen die gemeinsame Basis in den Rz,G und Rw,N.

    162Wir gehen von der Wechselbeziehung aller Phasen und ihrer Details aus und deshalb hier auch von dem Verhältnis der OG-Elemente untereinander und zwischen ihnen und den endlichen Phasen, zum Beispiel den konkreten und theoretischen Seiten der „Psychologie“. Beides hängt wp zusammen. Das Sein (E4) und das Nichts (N) können in ihrer Gemeinsamkeit als Unendlichkeiten angesehen werden, welche immer auch „nicht“ sind. Im Bezug auf die menschliche Psyche übertragen sie diese ihre Eigenschaften und „konfrontieren“ sie mit dem Endlichen jeder Art. Das ist die erweiterte QM-Ordnung. Die Unendlichkeiten (aus „z-w“ und OG) werden vom endlichen Denken des Subjekts erst verstanden und akzeptiert, wenn das Gehirn sie in die „z/w-und I/G/E/N-Endlichkeiten“ entwickelt hat; das ist prinzipiell maximal „anstrengend“.

    163Wie alle Existenzarten (Eo bis E6) ist auch das Sein (E4) doppeldeutig. Es ist unendlich auf sich selbst bezogen und damit unendlich Rw-isoliert, und es ist unbegrenzt auf alles andere in der Welt anwendbar (Rz). Es zeigen sich da in vollendeter Begrifflichkeit die Eigenschaften von den S- und R-Aspekten. Das betrifft ebenso „G“, „N“ und „I“. Diese Widersprüchlichkeit kann deshalb vom denkenden Menschen „aufgehoben“ werden, weil das Subjekt, sein Gehirn, diese eigentümliche Vermittlungsfunktion in der „allgemeinen Entwicklung“ einnimmt.

    164Die Problematik um den „Tod“ kann der Mensch – aus nahe liegenden Gründen – nur vom endlichen Seienden, seinen Erfahrungen, seinen Emotionen (I/E) bedenken. Der „Tod“ ist aber ein konkreter „Repräsentant“ der Unendlichkeit. Als „N“ ist er mit dem Sein (E4) und mit den anderen Basisgrößen“ verwandt. Diese kann der Mensch erst auf den wp Umwegen denken; emotional macht das zum Beispiel auch „Angst“ und ähnliche konkrete Gefühle. Aber der „Tod“ steht, genauer gesehen, für jede „Unendlichkeit“, zum Beispiel für diese, welche die realistische Möglichkeit ist, dass alle Voraussetzung für Leben, auch menschliches, auch „historisch“ ablaufendes etc. sich unbegrenzt deshalb „wiederholen“ muss, weil alle notwendigen und hinreichenden acht Basisgrößen, die Pol-Elemente, existieren; es gibt da keine Denkmöglichkeit, auf welche sich gestützt werden könnte, um diesen Zusammenhang zu vermeiden oder zu verändern.

    165Alltagssprachliche raumzeitliche Vorstellungen und Fragen daraus, wie die, welche der Basisgrößen stehen am „Anfang“, oder welche sind „die höchstentwickelten“, sind in der wp Ontologie ausführlicher zu beantworten. Allen diesen Größen – S,R,I, N.G,E – ist gemeinsam, dass sie zusammenhängen, die „allgemeine Entwicklung“ macht das. und sie ist nur möglich durch die Wechselwirkung, zum Beispiel auch durch ihre Selbstanwendung. Da zugleich jede der Größen die Basis-Eigenschaften hat, zugleich Unendlich und „Etwas“, Existierendes zu sein wie auch Nichts-Charakter hat, sind zum Beispiel die Fragen nach dem Anfang und Ende beantwortet.

    166Wie hängen einerseits die vier OG-Elemente zusammen und wie die Existenzarten (Eo bis E6) und die I-Varianten untereinander? Beispielsweise ging es in der Geschichte um die Frage, ob das Sein (E4) im OG mit seinen Eigenschaften das endliche Seiende (E3) berührt. Der Zusammenhang ist erst mal insofern deutlich als umgangsbegrifflich das Subjekt beide vereint, dann wenn der endliche Mensch über das unendliche Sein „spricht“, beide aber zugleich auch getrennt denken kann. Die WP erweitert diese Erforschung, wenn sie die Zweiteilung vornimmt, einerseits alle acht Grundgrößen, welche jede eine Einheit aus Existierendem, Nichts und Unendlichkeit je von eigener Art, gleichberechtigt behandelt. Zugleich gibt es die Unterschiede zwischen ihnen (Rw,N) und die Beziehungen zwischen ihnen (Rz,G), welche beide erst durch ihre Relationen (Rz/Rw) die „Gesamtrealität“ erzeugen. Dabei ist die Eigenschaft, die Einteilung der Unendlichkeit in unendliche „Weite“ jeder Art als w, Rw und in unendlich Kleinheit z, Rz der Übergang zu allen „Endlichkeiten“ zu deren fast unbegrenzten Vielheiten endlicher Art; so auch zu jenen subjektiven Reflexionen selbst, welche jedoch nicht ohne die Anerkennung der Existenz der physikalischen S-, R-und z-und w-Größen vollständig zu sein scheint.

    167In der bisherigen Philosophie wurde die Vorstellung von dem was „Wahrheit“ sei, allein im Endlichen formuliert. Die WP geht von einer Art Gleichberechtigung von Endlichkeit und Unendlichkeit aus. Im Endlichen ist die „Anzahl“ zu Hause, sehr beliebt die Dualität – welche ihre Ursache auch im Unendlichen hat (S-R,z-w,I-E,N-G). Im endlichen Denken wird dann beispielsweise unterschieden zwischen „wahr und unwahr“, „existent“ von „nicht existent“ oder „bezogen“ zu „nicht bezogen“. Diese drei haben wir ausgewählt, weil sie uns wieder zu den OG-Elementen führen. Aber alle vier, E-Existenz/ Sein, Nichts(N), Gleichheit(G), haben auch die Eigenschaften der anderen in sich. Mit dieser ursprünglichen Relationierung ergibt sich der Übergang, der Zusammenhang mit dem Endlichen, in der QM-Ordnung (Rw,Rz).

    168Dazu kommt der Übergang innerhalb der WP und deren neuen Ontologie, hier als die Wechselbeziehung zwischen dem Sein (E4) und dem Seienden (E3). Beiden ist der Existenz-Charakter gemeinsam (G,Rz),, sie unterscheiden sich jedoch dadurch, dass E4 ein Repräsentant der Unendlichkeit, so der totalen „Leere“ (N-Einfluss auf E4) ist, aber E3 die ganze komplexe und vielfältige „z/w“-Endlichkeit, das Seiende, das Dasein in der spezifischen Hinsicht der „Existenz“ repräsentiert.

    169Das „Wesen“ des Seins, also des E4, und ebenso von Eo,E1 etc. ist, dass sie Einheiten aus Unendlichkeit, Existierendem und Nichtexistenz sind. Das hat zur Folge, dass ihr Verhältnis zur endlichen Wahrnehmung, allgemein also zu E3 (und E5,6) noch mal „unbestimmter“ ist. Denn an die Stelle der Unendlichkeit (der Leere, der Isoliertheit etc.) und der Nichtigkeit tritt nun die Relationalität zwischen einander „fremden“ Teilen der Realität.

    170Wenn man die OG-Elemente, hier das Sein (E4) und das Nichts (N) mit der Umgangssprache zu erfassen sucht, dann führt das einerseits zu Kreisschlüssen – „das Sein ist nicht (N) zu verstehen“ – oder dazu, diese vier Elemente als jenseits der Raumzeit zu verbannen – „ohne Ort“. Die WP klärt dagegen erst mal was die Vierdimensionalität ist, nämlich „3Rz/3Rw“, und wie diese mit dem OG in der „allgemeinen Entwicklung“ verbunden ist; Rz wird dabei zu G, Rw zu N und Rz/Rw zu E. Weiterhin klärt die WP, dass jedes Subjekt, sein Gehirnorgan zwischen den S/R-Funktionen, also auch den R-Aspekten, und dem OG eine der vielen „endlichen“ Vermittlungsinstanzen ist und daher der Mensch auch die „Unendlichkeiten“ sowohl emotional wie rational „verstehen“ kann. Dem liegt, genauer gesehen, die QM-Einheit zu Grunde, nach welcher jedes Konkrete, Endliche eine Einheit aus „Rw-unendlich freien z,w,OG „zu“ unendlich Rz- Relationierten“ ist.

    171Die Eigenarten der OG-Elemente, nach denen E zwar „primär existent“ ist, aber nicht endlich existent, dann sogar, dass E4 sich unendlich auf sich selbst bezieht und dabei „leer“ bleibt, keiner Entwicklung unterliegt, also das ist was man als Nichts (N) bezeichnet. Dazu kann die Richtungsfunktion als „I“ und die dabei mitgedachte selbstidentifizierende Methode als „G“ angesehen werden. Das geht so mit jedem der vier OG-Elemente, beispielsweise ist das Nichts (N) auch „existierend“, unendlich auf sich selbst gerichtet etc. Die weitergehende Frage ist nun, sind alle endlichen Entitäten, ob inhaltlicher, formaler oder methodischer Art auf die gleiche Weise zu analysieren? Ja! Dann ist die Frage interessant, woher das kommt. In den „z“ und den „w“ sind alle jene Grundaspekte als Einheit versammelt, dann erfolgt in sprachlich-begrifflicher endlicher Trennung diese Teilung in Existenz, Nichtexistenz, Unendlichkeit, Gerichtetheit, als eine Auswirkung der „allgemeinen Entwicklung“, welche durch die Rw-Trennung bewirkt wird. Diese wird durch den Übergang von der Sz-Wirkung zur Sw-Wirkung begründet.

    172Das alles geschieht im unendlichen Raum, also nur „imaginär“ in der Vierdimensionalität – und „intuitiv“ im Subjekt. Zu den Konkretisierungen der „Intuition – als Emotionen, als Entwicklungsübergang vom Biologischen zur Rationalität des Individuums – gehört es,wenn diese Relationen zwischen Sein (E4) und Seiendem (E3) genauer als „unverständlich“, „strittig“ oder gleichsam „literarisch“ als „zwielichtig“,verschleiert“ beschrieben werden. Übrigens zeigt sich hier eine Grundlage von Literatur, in dieser potentiellen Vielfalt und deren unbegrenzter Zusammenhänge sprachlicher Art.

    173Zusammenfassend gehen wir vom OG aus, von den ontologischen E (E4,Sein, E3,Seiendes) aber auch von N (Nichts), G (Bejahung) und von deren Wechselwirkungen, sodass jedes E-Element alle drei anderen auch als Eigenschaften hat, nicht mehr und nicht weniger; was die Stellung des OG als „Vollendetes“ ausmacht. So ist zum Beispiel in der erweiterten Ontologie das „Sein“ immer auch Seiendes und umgekehrt; das gilt entsprechend auch für „N“ als Existierendes. Aber natürlich unterscheiden sich diese ebenfalls als Sein und Nichtsein (N) .Und jedes steht auch für sich allein, enthält aber die Basiseigenschaften, die Unendlichkeiten (Freiheiten etc.), das Nichts, das abstrakte Existieren.

    174Das alles zusammengefasst kann man als „Wesen“ bezeichnen. Aber die WP geht darüber hinaus, wenn sie fragt, woher diese Eigenschaften und die unterscheidbaren Basisstrukturen stammen; von den S-und R-Funktionen und den daraus werdenden, sich entwickelnden z, w etc.

    175„Wahrheit“ kann dann als durch die ach Einzelgrößen, zum Beispiel das Sein E4, dargestellt und verstanden werden; „und/oder“ durch beliebige Relationen zwischen den acht, zum Beispiel hat das Seiende (E3) auch Sein (E4) und das Sein ist auch Nichts (N) und „S“, „R“ haben Existenz (Eo). Dazu kommt weiterhin, dass auch der Bezug aller dieser Grundgrößen untereinander als „Wahrheit“ zu verstehen ist. Das menschliche Denken ist prinzipiell derart, dass es alle diese Möglichkeiten einerseits nicht wirklich unterscheiden kann und zugleich – „intuitiv“ – sie alle vereint. Auch dabei wirkt die QM-Ordnung, welche ja die Gehirnfunktionen – und sogar die „Befreiung“ von ihnen – lenkt.

    176Die WP steuert nicht nur die „QM-Ordnung“ hinzu, sondern vor allem auch die „Dualität“ als ein Grundprinzip. So ist alles Etwas auch Nichts oder das Nichts selbst hat und ist Existenz, etc. Es gibt jeweils kein „Drittes“. Genauer besehen ist das Dritte, zum Beispiel z/w, N/G, eine neue Einheit in einer umfassenden „allgemeinen Entwicklung“.

    177Da auch gilt, dass „es Nichts nicht gibt“, fragt es sich, auf welche Weise das menschliche Subjekt mit den N-Formen dennoch Verbindungen aufnehmen kann. Die Aussage „Nichts gibt es nicht“ ist formal eine Bestätigung der Unendlichkeit der N-Kategorie. Solche Selbstbezüge unendlicher Art haben alle Grundelemente (S, R, OG). Selbstbezüge sind vom Rz bestimmt, das aber nun zugleich auch die Bezüge zu „fremden“ Größen herstellen kann (S/R bis I/E). Diese Möglichkeiten sind nicht nur in allem Endlichen zu finden, auf ihnen beruhen jene Eigenschaften, die „das Endliche“ ausmachen.

    178Hier geht es an erster Stelle um das endliche menschliche Subjekt. Zu den komplexen emotionalen Beziehungen (I/E etc.), welche ein Mensch neben den rationalen Beziehungen („Existenz „E“ bleibt sich gleich,G “) zum „Nichts“ haben kann, gehören beispielsweise das „intuitive“ Verständnis vom „Nichts“ oder auch die „Angst“ vor N als „Unbekanntem“, „Unheimlichen“.Dazu sollte man wissen, dass das „N“ nicht nur unendlich ist, sondern „zugleich“ (QM) auch die Eigenschaften der Existenz (E), der Identität (G) und der Gerichtetheit („I“) in sich hat. Darin dass jedes OG-Element auch die Eigenschaften der drei anderen hat, besteht ihre „Vollendung“ und der Abschluss ihrer Entwicklung – und der des OG.

    179Die „Fremdheit, Angst, Unheimlichkeit“, die das „Nichts für den Menschen hat ist prinzipieller Art. Eigentlich gilt das ebenso für S (Kraft), R. I, G,E; auch dem „Sein“ (E) wird „verborgenes Wesen“ nachgesagt. Die Unterscheidung in positive und ablehnende Gefühle sind ebenfalls Trennungen im Endlichen. Da sie alle Unendlichkeiten, leer und doch unendlich reichweitig, stark, selbstidentisch etc. sind, also keinerlei endliche Züge aufweisen, fragt es sich, wie der Mensch auf sie reagieren soll; zum Beispiel, wie soll eine Wechselbeziehung dabei stattfinden?

    180Natürlich gibt es dieses konkret, es sind jene Entwicklungsvorgänge, aus denen zum Beispiel auch das ZNS hervor gegangen ist. Das heißt aber, der Mensch kann immer auch Unendlichkeiten denken. Die Ratio, die Logik stützen sich auf die unendlich isolierten absoluten E,N,G. Aber der Mensch ist nicht nur von dieser „z-w-Quantenphase her entwickelt, sondern auch von der der Endlichkeit und von der beide verbindenden QM-Einheit. In der Emotionalität, die komplexe „z/R zu I/E/N/G“ sind, ist dann hier der andere Ausweg aus der Konfrontation mit dem Nichts (N).

    181Jene Trennungen, zu denen auch diejenige zwischen seiendem Endlichem und dem Unendlichen gehört, wird auf einer noch tieferen Grundlage durch Rw bewirkt.

    182Unsere erweiterte ontologische Systematik berücksichtigt nicht nur E3 (endlich Seiendes, „z/w“) und E4 (Sein, im OG), vielmehr auch Eo, die S-und R-Aspekte, E1 (z, als Sz/Rz) und E2 (w, Sw/Rw) sowie E5 als Hinzunahme der „möglichen“, freien Ii als subjektive Willensakte und Ei als „Phantasie-Entitäten“, zum Beispiel alltägliche „Hypothetik“. Schließlich E6, welches aus der „Wechselbeziehung“ der Eo bis E5 als eine weitere Einheit gebildet wird. Hier geht es um die Wechselbeziehungen zwischen je zwei E-Arten, als Erweiterung und Fundierung der Beziehung zwischen dem Seienden (E3) und dem Sein (E4).

    183Die Unterscheidungen beginnen zwischen den S-Aspekten (Sz, Sw), zwischen Rz und Rw sowie zwischen S und R. Das setzt sich fort bis zu den vielen unterschiedlichen endlichen Existenzen und den analog zum Vorhergehenden zu unterscheidenden OG-Elementen. Gemeinsam ist allen die „Existenz-Eigenschaft“

    184Diese und alle anderen Eigenschaften sind ein spezifisches Verhältnis, dasjenige zwischen jenen abstrakten Phasen und der Subjektivität. Dieses Verhältnis wird hier durch die Umgangssprachen repräsentiert, welche sich ihrerseits aus den Kombinationen der OG-Elemente und allem Vorhergehenden entwickelt haben. Die Möglichkeit, mit den Sprachen beliebig „genau“ das Vorhergegebene zu erfassen, zu beschreiben, wird von deren Unendlichkeiten, welche in OG und Sprachen wirken, erzeugt; dieser Gesamtprozess ist damit „vollendet“.

    185Etwas anders dargestellt, die Unterscheidung (Rw,N) von Physik und Sprache gibt es tatsächlich, aber auch beider unendlich enger Zusammenhang (Rz,G) in der „allgemeinen Entwicklung“.

    186Zum Beispiel sind in dem Verhältnis Eo/E1 die Dualitäten Sz-Sw und „Rz-Rw“ beseitigt. Das „z“, Sz/Rz wirkt nach außen neutral, als eine höhere Einheit ist es der endlichen Existenz (E3) näher gekommen, ohne selbst bereits „endlich“ zu sein, Ähnlich ist es mit dem „w“ (E2), wobei aber in dessen Inneren die absolute dynamische „Trennung“ herrscht. Der weitere Entwicklungsübergang ist die QM-Ordnung (z-w wird z/w und z/w wird wieder und zugleich z-w). Hier zeigen sich bereits zeitliche Unendlichkeit etc.

    187Wir suchen eine Ordnungsprinzip, welches die ursprünglicheren Eigenschaften der Entitäten und auch die der Übergänge wp-systematisch erfasst. Das geht hier nun so weiter, bis zum Übergang von der Begrifflichkeit aller Umgangssprachen zu den OG-Elementen allgemein und hier speziell zum E4, dem Sein.

    188Natürlich kann man solches Systematisieren nicht auf die ontologischen Existenzgrößen beschränken, die „I-Entfaltung“ und die Entwicklung der N, G aus den S/R und aus den R-Aspekten sollen analog genauer erklärt werden; danach dann die gemischten Relationen, Übergänge wie zum Beispiel „E1/I“.

    189Die Übergänge (QM, „zu“), vor allem das vom Seienden zum Sein (ontologie-systematisch „E3/E4“) können alle vom Menschen „verstanden“ werden. Denn das Verstehen, die hermeneutische und andere Methodik vereint alle E-Arten. Genauer gesagt, geht es um die in jedem konkreten, endlichen Detail vereinten anderen Phasen insbesondere die Wechselbeziehung der Eo bis E6 und der R, I und der G, N etc. in der spezifischen endlichen Phase der „Subjektivität“; alle diese Phasen werden in ihren Inhalten und ihren Methoden (Hermeneutik beispielsweise) nur so gebildet. Jedes Endliche hängt daher auch von jedem Vorigen, jedem parallel existierenden und jedem abstrakt weiter entwickelten Möglichen zusammen.

    190Es genügt nicht, das Seiende (E3) und das Sein (E4) als „Wahrheit“ zu sehen. Beider wechselbezogener Zusammenhang als neue Einheit und beider tieferliegende drei Eigenschaften – Existenz, Nichtexistenz und Unendlichkeit – haben ihren Ursprung, ihre Entwicklungsverbindung zu S, R und „I“, wie auch die methodische Seite aus der OG-Elemente-Relation – die Hermeneutik „I/E/N/G“ – müssen ebenfalls einbezogen werden.

    191Die „Übergänge“ zwischen den genannten Grundeigenschaften – Existenz und Nichtexistenz und Unendlichkeit, sowie auch beispielsweise der Übergang von E3 zu E4 werden von uns mit der „allgemeinen Entwicklung“ verbunden.

    192Diesem insgesamt und den Übergängen liegen in umfassender Weise die Rz und Rw zu Grunde. Und die Sw- und Rw-Zunahme bestimmt alles das was begrifflich als „Entwicklung“ verstanden wird. Zugleich kann man dabei die Zunahme der „Freiheiten“ dem Rw zuschreiben.

    193Obwohl jede wissenschaftliche und philosophische Beobachtung zeigt, dass Steigerung von „Freiheiten“ Kennzeichen der Beziehungen zwischen den Dingen und zwischen ihnen und den Menschen und zwischen den Menschen sind, erweist eine genauere Analyse, dass auch die z,Rz-Seite wichtig bleibt. Die unendliche Stabilität der E-Existenzen, von Eo bis E6 beruht auf den Rz und den G.

    194Der frei sich entscheidende („Ii“) Mensch bezieht sich (Rz,G) handelnd, arbeitend und denkend auf immer mehr Gegenstände der Welt. Die „Rz/Rw-Relation“ ist dabei die übergeordnete, weil die „erzeugende“. Diese Relation wie auch die freien Rw und Rz sind als „QM-Dynamik“ zugleich die Voraussetzung für das, was sich im Wollen und Denken der Menschen abspielt, jetzt entwickelt als „E-I-N-G“ zu „E/I/N/G“. Alle endlichen Phasen – vor allem auch der Mensch – welche als die Entwicklungs-Übergänge zwischen den Polen (S,R und OG) liegen, enthalten dadurch auch deren Unendlichkeiten, hier beispielsweise als die Freiheiten des Menschen.

    195Wie kann man das spezielle Dasein des Menschen im Seienden und im Verhältnis zum Sein in der Gesamt-Ontologie genauer beschreiben?

    196Kurz zusammengefasst: Es geht um die „neue Ontologie“ und deren Eigenschaften. In Eo bis E6 unterscheiden sich diese und sind einander zugleich durch die allgemeine Entwicklung „verwandt“. Man kann das umgangssprachlich und auch vom OG her beschreiben. Die Begründung ist allerdings erheblich komplizierter. In der „allgemeinen Entwicklung“ ist die E-Entwicklung von der I-, N-und G-Entwicklung zu unterscheiden. Für sie alle gibt es dann die quantentheoretische Abwechslung, als die Rz-Kohäsion, welche von der Rw-Trennung abgelöst wird und umgekehrt. Das wird durch die Zu-und Abnahme der zwei S-Kräfte verursacht.

    197Die wp Analyse hat – in der „allgemeinen Entwicklung“ – speziell auch die der ontologischen Seite. Das „E3“ wird als Basis der „ Endlichkeit“ von der „z/w-Quantenphase“ erklärt und hat ontologisch gesehen die Eo,1,2 zur Grundlage. Das sind die S-Kräfte mit ihren R-Richtungen. Das heißt, alles Endliche, die Gegenstände, Dinge und auch die Naturseiten des menschlichen Subjektes, „enthalten physikalische, biologische Formen, welche durch die Sz,Sw und Rz,Rw erklärt werden können. Die allgemeine Entwicklung schwächt die S-Kräfte systematisch (QM). Dadurch treten die R-Aspekte in den Vordergrund. Das zeigt sich konkret darin, dass die Dingwelt noch ganz von „S/R- Relationen“ bestimmt wird, aber dass in der Subjektivität – als das was diese von den Dingen unterscheidet – die R-Aspekte sich befreit von den S-Resten, zum Beispiel darin zeigen, dass die Mathematik, also das menschliche Denken, als die Mathematik, gänzlich von den Rz, Rw bestimmt wird. Dazu gehört auch die Entwicklung von „Raum“ als Rz-Kombination“ und die der „Zeit“ als freie Rw-Rw.

    198Nun geht die „allgemeine Entwicklung“ weiter darüber hinaus und formt vor allem auch das menschliche Denken. Aus den R-Aspekten wird die „I-Kategorie“, aus dem Rz wird das „G“, aus Rw wird das „N“ und aus „Rz/Rw“ wird das E im OG, das E4 als ontologisches „Sein“.

    199Das „Rw“ hat seine verschiedenen „Eigenschaften“ aus seinen unterschiedlichen“Anwendungen“ – allgemein, aus den jeweiligen Wechselbeziehungen aller Details der Realität – so ist das w, Rw auch als Ursache der Abschwächung der Sz-Kräfte und damit als Gewinnung von neuen Freiheiten beim QM-Übergang „z/w zu z-w“ zu verstehen. In der weiteren und höheren Entwicklung geht es in „N über. Angewendet auf das biologische Leben stellt es sich begrifflich als die Vernichtung des Lebens, den Tod dar; deshalb ist „Zeit“ als „ Rw-Rw“auch im Psychologischen als Entwicklungsphase mit der menschlichen Angst verbunden, generell vor dem „Nichts“, speziell vor dem Tod. Nebenbei gesagt, es gibt noch eine zweite „Nichts-Art“, die unendlich freien Rz, welche so zu beschreiben sind, dass keine Sorge angebracht ist.

    200Die Ausgangsgröße „Rw“ ist in ihrer – kognitiv und erfahrlich konzipierten – „Einfachheit“ dennoch als Wechselwirkung von Unendlichkeit, Nichts und „Etwas (Eo) zu sehen. Diese Eigenschaften zeigen sich in allen Phasen soweit w, Sw, Rw dort verwandt wird: Als absolute und auch als „leere“ Freiheiten im Fühlen und Denken, also auch in jeder Beurteilung von einzelnen Endlichkeiten durch das menschliche Subjekt. Dort im endlichen Seienden erscheint auch, wie die drei Grund-Charaktere sich aufeinander beziehen, die Unendlichkeit des Existierenden als Selbstbezug – hier Eo, später in der Entwicklung auch E1,2,3,4,5,6 – unterliegt der Leere des Nichts, denn ohne Relation mit anderen Grundgrößen kann nichts Neues erzeugt werden.

    201Das alles kann nur in der wp Systematik verstanden werden, weil diese auch jene Formen behandelt, welche „vor“ der raumzeitlichen Vierdimensionalität liegt, welche erst als Kombination von Relationen zwischen den Grundgrößen erklärbar ist.

    202Wie kann man den Zusammenhang zwischen Seiendem E3 und Sein E4 – und allgemeiner zwischen allen ontologischen E-Arten – noch näher beschreiben? Das endliche Dasein beruht auf der Rz-Wirkung- dem generellen Zusammenhalt, unendliche Nähe, aller Phasen und aller detaillierten Entitäten. Das Sein gewinnt seine Freiheit, Weite und Unendlichkeiten daraus erst dadurch, dass das Rz durch Rw ersetzt wird. Das ist vom QM-Modell her für alle Entwicklung und für die Bildung aller Phasen so vorgesehen. Der Grundablauf dafür ist die Sw-Abschwächung – als Eo deren Vollendung als „kleinstes Etwas“ – und daher die Zunahme der Sw-Kräfte, bis zu deren Vollendung als Nichts, als weiteste Weite.

    203Das alles kann man auch anstatt als Sz und Rz als „G“ festmachen, erklären und anstatt Sw, Rw als „N“.

    204Mit der Bestimmung des Überganges, der Entwicklung allgemein, von den E3-Endlichkeiten zum E4, Sein durch die Rw-Trennung, gewinnt das Sein – alle vier OG-Elemente bei uns – und davon alle Begrifflichkeit, welche auf den OG-Elementen aufbaut, ihre absoluten Freiheiten. Die kennzeichnen, zum Beispiel auch als „Verabsolutierung“, alles Abstrakte, Geistige.

    205Solche „Freiheit“ erlaubt die Herstellung von Denkmöglichem jeglicher Art, aber um diese Möglichkeit konkret werden zulassen – zum Beispiel als sprachliche Begriffe – muss diese absolute Freiheit, also Rw wieder eingeschränkt werden. Das geschieht in der allgemeinen und erweiterten QM-Abfolge. Nach der Rw-Trennung folgt da stets wieder die Rz-Kohäsion. Nun besteht aber jene genannte „Erweiterung“ darin, dass inzwischen Rw zu „N“ entwickelt wird und das Rz zu „G“. Das hat zur Folge, dass die geistigen Entitäten nun als „N/G-bestimmte“ – sowie „zu I/E – Gebilde“ zu verstehen sind.

    206Nicht nur das „Sein“(E4), sondern jede Variante unserer allgemeinen Ontologie (Eo bis E6) kann als Unendlichkeiten, Nichts und „Etwas“ analysiert werden.

    207Wie aber unterscheiden sich diese sieben? Sind diese Variationen jener drei Grundeigenarten? Über das E4 ist bislang einiges gesagt worden, sein aktual unendlicher Selbstbezug und zugleich der potentiell unendliche Bezug auf alle E3-Endlichkeiten. Dann die „E4-Existenz“ als „Etwas“, welche im subjektiven Bewusstsein maximal abstrakt ist, aber in dieser „Leere“ unabdingbar „existent“ ist. Während jede E3-Endlichkeit unbegrenzt „inhaltlich“ variant ist.

    208Das gilt auch für E5 und E6. Während Eo weder inhaltlich leer ist, sogar als S-Kräfte speziell „vollkommen“ ist, dazu als Dualität strikt verschieden ist, also ohne die abgestuften Übergänge, welche für E3 („z/w) und E5 und E6 typisch sind.

    209Für Eo (oder E1) als die beiden R-Aspekte, zeigt sich ein weiterer radikaler Unterschied zwischen „Kraft“-Inhalt und „Richtungs-Funktion“. Beides wird in E2 (z und w) nun vereint. Aber dadurch ergibt sich wiederum eine Dualität, welche jedoch von der in Eo und E1 gänzlich verschieden ist.

    210Diese vier, zwei mal zwei, erscheinen in E3 vereint; es sieht so aus, dass damit die Basis für „Vielheit“ gelegt ist, welche nun als „Endlichkeit“ die in der Entwicklung vorher gehenden Unendlichkeiten ablöst; was dann ab dem E4 wieder zu Unendlichkeiten wird; etc.etc.

    211Und das alles lässt sich nun parallel auch mit den drei anderen OG-Elementen zelebrieren.

    212Darüber hinaus betrifft das neben den vier OG-Elementen auch deren Vorformen in der „allgemeinen Entwicklung“, zum Beispiel haben die R, I Unendlichkeit in ihren Richtungen, während die E-Formen unendliche „Dauer“ zeigen; etc.

    213Dadurch, dass exemplarisch die Eigenschaften der „R-I-Seite“ analog zu den Eigenschaften der E-Seite wp beachtet werden, werden neben der „Ontologie“ in der WP neuartige Perspektiven eröffnet.

    214Und von den Relationen der vier OG-Elemente, welche die Basis für das Denken, und konkreter, für die Umgangssprachen sind, erscheinen jene grundlegenden Strukturen und Prozesse wieder in den Sprachen; und als Wechselbeziehung werden die Eigenschaften der Grundgrößen sprachlich bestimmbar.

    215Wie hängt beispielsweise das Sein (E4) mit der Umgangssprache – als einer Konkretisierung des Seienden – zusammen? Das Sein ist geballte Unendlichkeit, die sich aus dem Seienden dadurch entwickelt hat, dass die unendliche Rw-Funktion, die die der Trennung und Freiheit und zugleich die der Entwicklung, der unbegrenzten Vermehrung und der Auflösung ist, sich in E4 vollendet. Jener Schritt in der Wechselwirkung, zurück vom Sein zum Seienden, überträgt nun auch Eigenschaften des Sein auf das Seiende. Zum Beispiel die Vielheiten unbegrenzter Art der Entitäten und deren qualitative Eigenschaften. So auch die weiteren Entwicklungen in der endlichen Welt der Dinge und der Menschen sowie schließlich, als unendliche Auflösung durch „Rw“, als Vergänglichkeiten und Tod.

    216Als „E3“ ist dem menschlichen Subjekt bewusst, dass in ihm – wie in allen Konkretionen der Endlichkeit – Unendlichkeiten und „echte begrenzte Endlichkeiten“ aufeinander treffen und dadurch jene „höhere“ Einheit erzeugen, welche in der QM-Einheit vorbestimmend ist. Das zeigt sich formal ud speziell im Verhältnis von E4 zu E3. Der Mensch vermag nicht nur aktuale Unendlichkeit im E4 zu vereinbaren mit der maximalen Einfachheit der „Einsheit der Vorstellung von Sein“, sondern auch die potentielle Unendlichkeit, die endliche Vielheit, Einsheit – und deren innere „Widersprüchlichkeit“ zu ertragen und diese irgendwie auf die materialen Inhalte zu beziehen und mit diesen und mit der eigenen Subjektivität das zu „vereinbaren“. Ihm stehen dafür die OG-Elemente zur Verfügung, das „N“ für die Verschiedenheiten und Gegensätze, das G für deren Kompatibilität.

    217Jetzt geht es beispielsweise um das Verhältnis, als Wechselwirkung, zwischen dem unendlichen Sein (E4) der physikalischen Welt mit den S-und R-Aspekten (Eo) und dem menschlichen Subjekt, welches in sich – und daher auch in seinem Denken, Handeln allgemein – Eo mit E4 in sich vereint und zusätzlich die unendlichen, freien „Ii“ und alle Endlichkeiten (E3) hat und über diese handelnd verfügen kann. Das weist auch darauf hin, dass der Mensch über das Sein verfügen kann; er konfrontiert (Rw,N) es mit seinen „Ii“. Aber er kann genau so E, also E4 hier, mit seinen „I“ vereinen (Rz,G)

    218Das menschliche Subjekt ist ursprünglich eingebunden in die „allgemeine „Entwicklung“, wodurch es einerseits Sicherheit und Disziplin gewinnt. Andererseits ist der Mensch der Hauptvertreter der I-Seite mit ihren dynamischen Freiheiten jeder Art,; das gilt ebenso für alle Gemeinschaften mit deren Ik, Ig und Iw. Zwischen beidem, dem Bewahren (aller ontologisch möglichen E) und dem Anstreben neuer Ziele („I“) schwankend, bleibt ihm aber der „Ausweg“, der mit der „I/E- Wechselwirkung“ Neues (E`) handelnd, arbeitend, denkend zu erschaffen; vornehmlich in der Kunst, solange die historischen E-Defizite noch so groß sind.

    219Das menschliche Subjekt ist selbst auch „Natur“. Natur und Menschen haben zwar beides, Endlichkeiten und Unendlichkeiten, aber der Mensch kann beides auch gut voneinander trennen – die QM-Ordnung erlaubt das. Im Ontologischen geht es dann darum, dass es die Eo,1,2, 4 gibt, welche durch ihre Unendlichkeiten bestimmt werden, aber die E3,5,6, das „Dasein“, das „Ganze der Realität und E6 enthalten beides, wobei einmal allerdings die traditionelle „Endlichkeit“ (E3) überwiegt und in E6 die Unendlichkeit.

    220Die E3-Endlichkeit bringt für die Natur und die Menschen bezeichnende Grenzen mit sich, „positive“ wie die räumlichen Strukturen oder wie die Nutzung der Dinge als „Mittel“ und die Fähigkeit des Menschen in endlichen Strukturen und Verfahren zu denken. Aber auch „negative“ wie die jeweiligen Begrenzungen in der Natur, ihrer Mittel und für den Menschen die Grenze des Lebens.

    221Zugleich aber hat der Mensch – und auch die Natur, als kosmologische Wiederholungen – die I-Freiheiten mit deren fehlenden Vollendungen.

    222Aus dem übergeordneten „I/E“ ergeben sich dann die bekannten Widersprüche und Schwierigkeiten für den Menschen etc.

    223Wie kann man jenes abstrakte Zusammenspiel zwischen Unendlichkeiten in der QM-z-w-Phase und der endlichen z/w-Phase, das sich selbstbezogen ebenfalls „unendlich“ darstellt, solange der Entwicklungsschritt zur eigentlichen vierdimensionalen Endlichkeit noch nicht gegangen ist, konkreter darstellen? Da sich jenes Zusammenspiel mit den OG-Elementen „wiederholt“ („I-G-N-E“ wird zu „ I/G/N/E“) scheint die Vorstellung leichter zu werden, weil es nun allein im Intelligiblen zu bedenken ist. Aber tatsächlich ist jede endliche Entität eine Konkretisierung von diesem Zusammenspiel, von Unendlichkeit und Endlichkeit. gleichwohl kann man diese Problematik weiter führen, indem man die menschliche Subjektivität als eine z/w-Endlichkeit erkennt, welche zum Beispiel das „Vierdimensionale“ und die Unendlichkeiten „ist“ und daher dies auch denken, analysieren etc. kann. Die normale philosophische Analyse zeigt nun aber, dass sich der Mensch in Hinsicht auf Unendlichkeiten noch „unsicher“ ist. Entweder anerkennt er sie – in der Mathematik als aktuale Unendlichkeit, in der Religion als Eigenschafte der Götter, als Eigenschaft „der Materie“ etc. Oder er leugnet die Unendlichkeit, und wendet mit diese „abstrakten Negation“ (N) doch wieder Unendlichkeit an. Diese unklare Lage ist dem Entwicklungsstand der endlichen Wissenschaften geschuldet. Die da zugehörigen philosophischen Systeme haben ihre Analysefähigkeiten noch nicht auf sich selber angewendet.

    224Das menschliche Subjekt als „Vermittler“ der Endlichkeiten mit den Unendlichkeiten (QM-Einheit „z/w zu z-w“) wird wp von den vier OG-Elementen „inhaltlich“ bestimmt. Damit wird mit der „E-Kategorie“ die Verbindung zwischen allen E der Welt und dem E des Subjekts hergestellt. Zum Beispiel das individuelle Wissen in Alltag und Wissenschaft über die Vielfalt der Dinge.

    225Das gilt ebenso für die Ii des Individuums und die Ik,g,w der Gruppen und der Weltgesellschaft. Ebenso gilt es für „N“, dem „Nichts“, konkreter dem „Tod“, welche in ihrer Unendlichkeit dennoch im Alltag „verstanden“ werden.

    226Diese Verbundenheiten haben den „Rz/Rw-Charakter“ (QM) und sind dadurch etwas schwieriger zu verstehen. Sie verbinden „vordergründig“ unaufhaltsam (Rz), können ebenso aber auch trennen (Rw). Das „Rz/Rw-Zusammenspiel“ eröffnet nun („QM-Erweiterung“) die „allgemeine Entwicklung“, in deren Verlauf es für den Menschen möglich wird, „handelnd“ sich durch seine Ii-Fähigkeit zu entscheiden, wann er „trennen“ will oder sich den Rz-Zwängen unterordnen will. Eine „Trennung“ ist seit altersher, die zwischen Unendlichkeit (Eo,E4, Göttlichkeit) und endlichen Erfahrungen.

    227Die Wechselbeziehung der vier OG-Elemente ist der Beginn der weiteren Entwicklung, der Sprache, aber dann auch die der intelligiblen Erfassung in den Wissenschaften und in der konkreten Welt. „Analog dazu werden alle materiellen Entitäten und deren Wissenschaften, die Physik und Biologie etc. von den Wechselwirkungen der vier anfänglichen Größen Sz, Sw, Rz, Rw, bestimmt. Ontologisch ist dabei, dass man beides Mal nur die „Existenz-Seite“ daran als beteiligte erkennt, also Eo bis E5. Das kann nun genau so gut mit der „I-Seite“ von den R-Aspekten an, und mit den Rz bis „G“ und den Rw bis „N“ derart analysiert werden. Die Konkretisierung dieser abstrakten Überlegungen führt stets von einem Ausschnitt in der „allgemeinen Entwicklung“ zu einem anderen Ausschnitt, von den freien Unendlichkeiten zur Wechselwirkung der endlichen Phasen, zum Subjekt, seiner Endlichkeit und zu seiner Zugehörigkeit zur Welt.

    228Innerhalb des „E3-Bereiches“ sind diese endlichen Entitäten – die Dinge wie die Subjekte – formal als Komplexe und inhaltlich von den gemeinsamen Grundeigenschaften und den beiderseitigen Wechselwirkungen daraus unterschiedlich und verwandt und kompatibel. Das zeigt sich darin, dass das menschliche Subjekt sich in der Welt der Dinge auskennt, sie bearbeitet, pflegt, nutzen kann. Während zu den Unendlichkeiten und Nichtsfunktionen der „metaphysischen“ acht Grundgrößen, jedenfalls keins dieser Verhältnisse besteht. Die vier Eo-Elemente und die vier OG-Elemente haben dagegen untereinander ein unendlich enges Rz,G-Verhältnis.

    229Zu den Widersprüchen im endlichen Dasein gehört, dass die zwischen den beiden Unendlichkeiten, die der freien S-und R-Aspekte und die der freien OG-Elemente, liegende Endlichkeit sowohl von der „Einzigartigkeit“ jeder Entität geprägt ist, wie auch von der „Vielheit“ der „fast unbegrenzten Anzahl“ endlicher Gegenstände. Wir sehen darin eine „formale“ Erscheinung im „allgemeinen Entwicklungsablauf“, welche bereits im QM-Modell als „z-w zu z/w zu z-w“ – durch die Zu-und Abnahme der zwei Grundkräfte Sw und Sz hinreichend erklärt werden kann. Das „z-w“ ist wegen der Sw-und Rw-Trennung nur von freien und damit unendlichen Eigenschaften geprägt. Und „z/w“ ist wegen der Rz-Kohäsion in der Tendenz unendlich eng relationiert, so dass aus den Abstufungen der Annäherung die Eigenschaften der Endlichkeit gut vorbereitet werden. Am Ende steht die „Einsheit“ dabei, als Identität der z mit den w.

    230Werden die Unendlichkeiten (Rw) des Seins (E4) aus den unbegrenzten Wechselbezügen der vielen Seienden erzeugt und umgekehrt, das je Einzigartige jedes auch noch so kleinsten (Rz) Seienden eben auch als Unendlichkeit (Rz) erzeugt, dann gilt speziell für die „endliche“ Seite des menschlichen Subjektes, dass diese nur verständlich wird, wenn zumindest die „I-Seite“ des OG hinzu kommt, besser noch, z und w und die „allgemeine Entwicklung“. Das gilt auch für die methodologische Seite, die menschlichen Handlungen im Seienden sind ohne „Rz/G zu Rw/N“ etc. nicht zu verstehen und im abstrakt Geistigen ist das Denken ohne N und G und N/G hilflos.

    231Kurz: Innerhalb des Seins (E4), zwischen E4 und N, G und „I“ innerhalb des OG sowie zwischen dem Seienden E3 und seinen Eigenschaften – und so weiter zu allen Details – gibt es gemeinsame (G,Rz) und unterscheidbare (N,Rw) Strukturen und Prozesse, So zum Beispiel der E-Selbstbezug (Rz, G), der Rz,G- im Endlichen und dort die Trennungen (Rw,N) der endlichen Entitäten voneinander.

    232Diese freien vier (Rz, Rw, G, N) haben Unendlichkeits-Charakter.

    233Zumindest die G und N kann der Mensch „denken“ und auch „sehen“. Das vermag er, weil in ihm, in der Physik seines Gehirns es diese freien Rz und Rw gibt – als Bestandteile der physikalischen Kraftfelder. In der „allgemeinen Entwicklung“ haben die Eo (S-,R-Aspekte) in sich „Unendlichkeiten, Nichts-und Existenz-/Etwas-Funktionen sowie die Dualitäten als Rz, Rw als Richtungen und Verbindungen“. Diese werden auf E3, alle Entitäten im Endlichen übertragen, jedoch so, dass die Gegensätze („Nichts“ vs. „Existenz“ vs. Unendlichkeiten“) aufgehoben werden; das stellt sich als „Eins“, und „Viele“ im Endlichen dar. Ebenso als Richtungen, Interessen Dualitäten jeder Art. Der nächste Entwicklungsschritt ist der zum OG und dort zum „Sein“ (E4). Im OG und in jedem seiner Elemente, also auch im Sein zeigen sich nun die anfänglichen Basiseigenschaften wieder, die Unendlichkeiten, das Nichts und das Etwas, die unendliche Rz-Richtung auf sich und die Rw-Richtung, welche alles im Ganzen („Weltall“, Realität, E5,E6) als „Sein“ erfassen kann.

    234Die menschliche Subjektivität und alles das, was sie denkt und erarbeitet, die Welt verändernd etc., vereint in sich das, was sich in den geschilderten Abschnitten der „allgemeinen Entwicklung“ – im Ontologischen in Eo, E3, E4 und übrigens auch in den anderen E-Varianten – vorfand.

    235Das Sein, E4 ist unendlich auf sich selbst bezogen. Es ist daher auch extrem „einfach“, auch in seinem Charakter als „Gott“ und als die Zahl „Eins“; aber damit eben auch „unendlich“. Solche Charakterzüge hat aber jede Variante von „Existenz“, „Eo“, nämlich S,R und auch E3, als „Etwas-Einziges“,das mit allem anderen wechselwirkt. Diese Selbsbezogenheiten sind die „Rz“, welche ihrerseits zwar Eo sind und insoweit wieder eine Selbstbezogenheit (E3/Eo) herrscht, die aber als „R-Aspekt“ allein weder etwas neues erzeugen kann, weil es einen Nichts-Charakter hat, noch als „Rz“ irgendwie endlich zu verstehen ist; das alles gilt nun in allen soeben gemeinten Verhältnissen. Also zum Beispiel auch für Ei, E2, E5,E6. Ein anderes Problem neben dieser „Strukturierung“ ist das des „methodischen“ Zusammenhanges zwischen den E-Varianten, also beispielsweise die Wechselbeziehung zwischen E3 und E4.

    236Abstrakt geschildert ist der wechselbezogene Übergang zwischen allen E-Varianten, zum Beispiel von E3 zu E4, eine Folge von der Sw-Zunahme und dementsprechend der Sz-Abnahme; beim Übergang von E4 zu E3 ist das umgekehrt.

    237Die beiden getrennten S-Aspekte, „Sz zu/vs. Sw“, sind unendlicher Art und daher ist das sehr „unanschaulich“. Deshalb gab es oftmals sprachlich-literarische Darstellungen dieser Strukturen (Eo bis E6), sowie der Zusammenhänge. Solche „literarische Darstellung“ hat nun auch ihre Begründung und ihren Platz im „Ontologischen“, das „E6“ eröffnet das Ganze der gegenständlichen Realität (E5) dadurch, dass zu den konkret bestimmten Entitäten unendlich freie subjektive „Ii“ und gesellschaftliche Ik,g sowie phantastische „Ei,k,g“ hinzu kommen. Die Überführung abstraktester philosophischer Probleme und Vorstellungen in Dichtung, Sprach-Ästhetik, mindestens aber deren Berührungen aus objektiv möglicher Phasen-Beziehung – so bei Heidegger – ist ein gewisser konkreter Ausweg, als jene Wechselbeziehung als wp Weg. Der andere wp Weg ist der der weiteren Entwicklung, auf welchem im „systematisch“ erreichbaren „E6“ tatsächlich die objektive, wissenschaftlich verbürgte Realität durch die nun unendlich frei gewordenen „Ii“ und Ei“ die strenge Wissenschaft mit den Grundlagen der Poesie relationiert, mit der Ästhetik und der Phantasie verbunden werden; das ist formal ein Gleichgewicht im Verhältnis „Endlichkeit/Unendlichkeiten“.

    238Der „Abstieg“ vom E4 zum E3 und verallgemeinert von jedem zu jeder E-Variante, so auch von E6 zu Eo – die beide in ihrer Unendlichkeit bereits die Verwandtschaft zeigen – lässt vermuten, dass es im E3, im Endlichen generell Unendlichkeiten und ähnliches gibt.

    239Wir füllen diese formalen Betrachtungen „inhaltlich“, wenn wir QM folgen und Rz zu Rw und das wieder zu Rz machen und so unendlich weiter: Nur so scheint der Übergang von E4 zu E3 verständlich zu sein.

    240Für die R/I-Seite und für Rw/N und Rz/G gilt das Gesagte analog.

    241Wenn man in den E3-Entitäten der „Endlichkeit“ („z/w“) sowohl die unendlichen Rz und Rw (S sowieso…) und die endlichen „Rz/Rw“ vertreten sieht – besonders deutlich in der menschlichen Subjektivität – sowie die vier OG-Elemente in ihrer jeweiligen Unendlichkeit, aber eben auch deren begriffliche „Endlichkeit“ erzeugenden Relationen, Kombinationen („I/E/G/N“), dann kann man zum Beispiel diesen prekären Übergang von E3 zu E4 und umgekehrt so beschreiben, dass die in allen E3-Entitäten überwiegenden Rz durch Rw abgelöst (QM-Ordnung) werden. Daher sind im OG die vier getrennt, das Sein, E4 hat dann das Nichts nicht mehr in sich – wie es noch im E3 wirkt, als Unterscheidung der vielen endlichen Entitäten. Und ebenso wird als OG auch die Selbstidentitätsdynamik „G“ abgetrennt von den anderen Eigenschaften. Was ist aber mit „I“ ?

    242Das alles kann nur der „Mensch“ denken, im biologisch-emotionalen-rationalen Entwicklungs-Übergangsfeld auf mehrfache methodische Weise (Rz,G) sistieren, denken. Und zwar auch deshalb, weil jene unendlichen und endlichen Entitäten (alle ontologischen E-Varianten) und alle unendlichen und endlichen methodischen Verbindungen (G,Rz) in der Phase der Subjektivität – und damit in allen das betreffenden Wissenschaften – miteinander eng verbunden sind.

    243Das betrifft übrigens wp nicht nur die ontologische E-Seite, sondern alle acht Grundgrößen (S,R, OG) in ihrer allgemeinen Entwicklung.

    244Sie alle haben die acht zum Ausgangspunkt und zeigen deren Entwicklungen als „Abhängigkeiten“ etc,

    245Im Alltag und in den Wissenschaften werden die Gegenstände formal in dualer Weise eingeordnet, entweder trifft der Grund der Einordnung zu oder er trifft nicht zu. Dieses Denken stützt sich auf die N-G im OG; von Rw-Rz her. Damit aber werden die „I/E“, welche sowohl die Begründung liefern wie überhaupt die inhaltliche Seite der Gegenstände modellieren, nicht beachtet. Die Unterscheidung im OG zwischen N,G und I,E ist bereits in derjenigen zwischen den S-und R-Aspekten angelegt und verbindet daher hier für die Methodologie die Verbindung zu allen Wissenschaften und auch zu anderen philosophischen Disziplinen; wie beispielsweise zur Logik.

    246Es gibt nun in den endlichen Phasen viele Gründe für die Kategorisierung. Diese fast unbegrenzte Anzahl und deren jeweilige Inhalte werden wp aus jener Erweiterung des QM-Ordnung hergeleitet, was als der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ zu verstehen ist.

    247Der Mensch ist eingebunden in die fast unbegrenzt vielen Wechselbeziehungen mit allen endlichen seienden Details; dadurch ist das statisch (z/w-eng aus Rz und G). Damit ist der Mensch nur ein Beispiel für alle endlichen Entitäten. Die acht Grundgrößen, welche als unendliche und als Nichtige analysiert werden können, zum Beispiel das „Sein“, haben eben unendliche Offenheit, „Dynamik“ etc. Hier gilt die QM-Ordnung, die Rz, G welche die Dynamik bremst und dabei der Rw-Unendlichkeit und der Rw-Nichtigkeit entgegen steht; es ist selbst eine Form der Unendlichkeit, jene „in die Tiefe“.

    248Beide wirken nun überall, sowohl im Subjekt und in allem Endlichen wie auch in den acht Grundgrößen, dort auch als „Existenz“.

    249Das ontologische E3 hat jene widersprechenden Eigenschaft aus abstrakterer Entwicklung, aus dem E4, Sein. Das stammt aus den „S-Aspekten“ und zugleich aus allen endlichen Phasen; Rz verbindet da. Zugleich ist E4 unendlich auf sich selbstbezogen, ebenfalls eine Rz, G-Wirkung, und andererseits ist es „überall“, alles ist „existent“. Beides zusammen ist wieder als Rz/Rw die dritte QM-Verbindung.

    250Diese „widersprüchliche“ Konstruktion haben alle sechs ontologische Varianten (Eo bis E6), dabei allerdings auch wieder mit kennzeichnenden Abweichungen. Die Ursache dafür ist ihr „innerer“ Aufbau und die Entwicklung der drei: Das sind die „endliche“„Vollendung“, die unendliche „Offenheit“ und die Negation. Mal überwiegt in deren „Einheit“ das eine mal das andere, so sind Eo, E4, E6 „offen“ und E3 ist in jedem endlichen Gegenstand erst mal „abgeschlossen“, vollendet. Und die Entwicklung der „Unendlichkeit“ ist zum Beispiel die von der materiellen, raumzeitlichen Unbegrenztheiten hin zu den denkerischen, wie die Willensbildung (Ii) oder wie das menschliche Phantasieren von Entitäten (Ei).

    251Die aktualen Unendlichkeiten „sind“ in allen acht metaphysischen Grundgrößen (S,R,OG) und auch in deren Ausdifferenzierungen, zum Beispiel die ontologische Ausdifferenzierung als Eo bis E6.

    252Das Sein (E4) war den Menschen immer schon als unendlich „nahe“, intuitiv bekannt. Es war jedoch bei dieser „unsicheren Kenntnis“ konsequent der Versuch, eine Beschreibung mit Hilfe der Sprachen – aller Umgangssprachen, aber auch die der Mathematik und der Philosophien – zu probieren; mit dem Wissen, dass von Seiten der Alltagssprache einerseits die potentielle Unbegrenztheit der Formulierungen möglich ist und andererseits, das Mitschwingen des emotional-rationalen Feldes in gewisser Weise die Unendlichkeit „ersetzen“ kann. Beispiele, die aktuale Unendlichkeit sprachlich zu fassen, sind „Sein, Gott, Himmel“ und ähnliches.

    253Im Subjekt kommen alle Existenz-Arten zusammen, Eo bis E6, wie vertragen sie sich? Jedes von ihnen ist sowohl unendlich als auch auf anderes bezogen, also unendlich Rz-selbstbezogen wie auch durch Rw in die Weite, nach außen, hin zu anderem. Zudem gibt es dann durch Rz die Bezüge der unendlichen Existenzarten mit endlichen Gegenständen und geistigen Entitäten (E3, E5, E6). Zugleich gibt es die Rw-,N-Trennungen aller untereinander.

    254Das mehrfach unendliche Übergangsfeld zwischen allen Phasen und den E-Varianten hier, besonders zwischen dem E3 und E4. wird von uns durch unendlich freie, dynamische, unveränderliche, gerichtete etc. Rz, Rw, N, G erzeugt. Dies Eigenschaften und ihr Zusammenspiel haben andere Wirkungen als die „statischen“ Strukturen vom „z/w“-,„I/E“- und „N/G“-Typ. Das hat zum Beispiel Auswirkungen in der menschlichen Emotionalität und auch im Denken. Diese müssen nicht nur als „Irren“, „Unsicherheit“, „Rätselhaftigkeit“ erscheinen, sondern auch als Mysterium, Wunder und ähnliches

    255Traditionell führte das zu alltäglichen und auch sprachlichen Unklarheiten. Wir sehen wp – hier speziell in erweiterter Ontologie – die „Wahrheit“ darin als durch die „erweiterte QM-Ordnung“ bestimmt, also durch Rw,N-Trennung („z-w“ etc.) und zugleich Rz-G-Kohäsion („z/w“ etc.) und außerdem als die „Einheit“ beider.

    256Das endliche Dasein kann man eigentlich nicht mit dem „Tod“ verbinden, denn das ontologische E3 hat mit dem unendlich freien „N“ keinerlei direkte Verbindung; es gibt in konkreten Prozessen keine Rw-Möglichkeit, dort überwiegt stets Rz. Deshalb ist der „Tod“ in allen seinen Varianten nur mehr oder weniger durchschaubare und akzeptierbare „Veränderung“, Das gleiche gilt auch für andere E-Varianten, so ist E5 das „Ganze“, die „Realität“ ebenfalls nicht „nichtig“. Anders sieht es jedoch mit Eo, E1, E2, E4 und E6 aus. Sie haben neben ihren Unendlichkeiten alleweil das Nichts zu ihrer eigenen Konstitution; bei E6 sind es vor allem die subjektiven Ii und Ei, welche sowohl unendlich sein können wie auch „nicht“ sein oder negiert werden können. Hierin zeigt sich, dass das menschliche Subjekt nicht nur ein „endliches“ ist.

    257Das Sein E4 hat das Nichts und sogar das als Unendlichkeit konstitutiv in sich. Daher könnte der „Tod“ mit dem „Sein“ verbunden werden, wie das auch traditionell gemacht wurde, weil diese ontologische Ausdifferenzierung noch nicht bewusst war. Aber das Sein enthält auch das „Etwas“ und damit ist es derart „doppeldeutig, dass man ihm Vorstellungen wie die der „Möglichkeit“ oder die des „Geheimnisvollen“ zuschrieb.

    258Im Menschen, in seinem Fühlen und Denken kommen alle E-Varianten zusammen, und auch die Vorstellung vom „Nichts“, vom „Tod“ und auch die vom „Ganzen“, von Unendlichkeit etc. Aber wegen diesen grundlegend widersprüchlichen (Nichts, Etwas,Unendlich) ist dem Denken in direkter Sicht verschwommen, aber im wp Umweg etwas klarer.

    259Jede ontologische Variante, Eo bis E6, traditionell das Sein E4, sind jeweils „Einheiten“ aus den inneren wechselbezogenen vier Größen (Richtung, Etwas, Unendlichkeit und Nichts) gebildet, nach innen Rz,G-bestimmt. Und zugleich sind sie nach außen wirksam, ebenfalls Rz-,G-bestimmt. Das ist eine Variante, die ontologische der allgemeinen wp Wechselbeziehung. Da gibt es noch die „Rw-Funktion“. Sie sorgt für die Weiterentwicklung von Eo bis E6. hier als Variante der „allgemeinen Entwicklung“.

    260Der Mensch (E3) steht zum Sein (E4) im Wechselverhältnis, welches auf „E3/E4“ begründet, beiderseitige Entwicklung erreicht. Zum Beispiel darin, dass der Mensch die Abstrakta des Seins, seine Unendlichkeiten und die Widersprüche zwischen dem Etwas und dem Nichts dort, sowie der auf das Sein selbst „gerichteten“ Funktion versteht. Das geht nur, weil im Subjekt – und in allen E3-Varianten diese Eigenarten auch vorhanden sind, wenn auch so eng miteinander Rz-und G-verbunden, dass man nur das daraus entstehende Neue erkennen kann. Ein Grundproblem bleibt bei solcher Analyse, dass die vier Getrennten, Unendlichkeit, Nichts und abstraktes Etwas („E“) sowie Richtung (R,I) weder in ihrer absoluten Getrenntheit, noch in ihren Übergängen zueinander „verstanden“ werden können. Denn das „Verstehen“ selbst ist ein enger konkreter Verbund („I/E/N/G“).

    261Das „Sein“(E4) steht auch in der speziellen Teil-Entwicklung von Eo bis E6. Zugleich gehört es zum „geschichtlichen Denken“, was als Bezug des E4 speziell zum E3 für den Menschen, für sein Verständnis und für die vielen anderen Endlichkeiten wichtig ist. Dazu reduzieren wir wieder auf die anderen OG-Einflüsse auf das E4 sowie auf die Endlichkeit-Unendlichkeits-Problematik. Letzteres ist die totale Ablösung der z-Einflüsse durch die w-Befreiung. Und die N als Negation existiert im E3-Bereich auch nicht, jedoch die G-Wirkung umso intensiver. Die beiden I-Varianten in E3 und E4 unterscheiden sich ebenfalls nach dem Muster Rz wird Rw: Der Rz-Bezug aller endlicher Phasen wird durch den unendlichen Rz-Selbstbezug jedes dieser OG-Elemente abgelöst.

    262Das Problem des „Seins des Seienden“ analysieren wir wp auf den dort wp vorgegebenen Wegen. Das ist zum einen der „Übergang“ zwischen E3 und E4 – und damit in allen ontologischen Abschnitten sowie zwischen allen Phasen. Der Übergang ist eine zweifache unendliche Kluft, welcher durch Rw als Entwicklungsschritt bestimmt wird; die Reste von S und von Rz werden eben in jenen unendlichen Funktionen vernichtet, eliminiert. Die Unendlichkeit jeder der acht Grundgrößen“ vermag das. Zum anderen ist es der umgekehrte Weg, vom Sein zum Seienden, der durch „N“ als weitere unendliche Größe eben jene Wirkung der unendlichen Trennung, Negation hat.

    263Nun gibt es aber auch Zusammenhänge zwischen allen Phasen und hier zwischen Sein und Seiendem, die „Realität“ als Ganzes verlangt da den Einsatz von Rz und G. Nur ist es so, dass jene beiden Isolierten wiederum Unendlichkeiten sind, mit der gleichen absoluten Wirkung. Welche sich von den endlichen, alltäglichen Zusammenhängen dadurch unterscheiden, dass diese stets vom Typ z/w, Rz/Rw, I/E, N/G sind; diese Übergänge sind wegen ihrer Modell-Gestalt „neutral“, „endlich“, „konkret“ und auch „erzeugend“ .

    264Das Sein hat – wie alle ontologischen Varianten, Eo bis E6 – in sich die fünf Basiseigenschaften des OG. Also auch zum Beispiel die unendlichen

    265„Einfachheiten“ von E, G, N. Oder die Rw-Trennung N-G, zum Beispiel als Basis der Logik. Mit solcher Vereinigung von Unendlichkeiten und scheinbar alltäglichen Vorstellungen – Logik, Einfachheit, Nichts – wird für die „E-Existenz“, hier E4, eine „Vollendung“ in der „allgemeinen Entwicklung“ geschaffen; auch das betrifft wiederum alle E-Varianten.

    266Das „E3“, das Seiende unterscheidet sich aber zum Beispiel dadurch, dass die „Relationalität“ der Grundgrößen nicht mehr nur von Rw, sondern auch von Rz bestimmt wird.

    267Wenn man von „Eo bis E6“ ausgeht und den gemeinsamen Grundgrößen dort sowie von den durch die „allgemeine Entwicklung“ bewirkten Unterscheidungen, dann muss man zuerst die Sz, Sw und die „Sz/Sw-Einheit“ analysieren

    268Die „Sz zu Sw-Zu-und Abnahme“ ist die Ursache für die Entwicklung allgemein und speziell für die des Teilbereiches der Ontologie, also die Unterscheidung der Eo bis E6.

    269Jede Art der Existenz („E“), als die Varianten Eo bis E6 werden von den OG-Elementen fundiert, unterscheiden sich aber durch die Entwicklung auch darin. Das ist die „Unendlichkeit, die Endlichkeit und beider Verhältnis, als Übergang, sowie das Nichts (N), die Selbstidentität (G), die Gerichtetheit („I“). Diesen E-Varianten, welche durch die anderen OG-Eigenschaften begründet werden, kann man nun I-Varianten, beziehungsweise auch G-und N-Varianten zur Seite stellen, welche jeweils durch die anderen OG-Elemente fundiert werden. Das alles fundiert die„allgemeine Entwicklung“. Und es wird von Rz und Rw in der QM-Ordnung abgewechselt und „weiterhin gestaltet“.

    270Dazu gehört nun auch die S-Basis, Sz, Sw und Sz/Sw. Die E1 als gerichtete Kräfte sind die Basis aller weiteren E-Varianten und damit die Basis aller Phasen. Die E-Varianten hängen zusammen, weil sie gleichartige innere Strukturen und Prozesse haben (Unendlich zu Endlich, Etwas zu Nichts, Kraft zu Richtung). Deshalb kann E3, als das Denken des menschlichen Subjekts, die Grundlagen der anderen E-Varianten, so des Seins (E4) verstehen; genauer gilt das auch für die anderen drei OG-Elemente.

    271In philosophischen Systemen zur ontologischen Frage steht die Vorstellung im Mittelpunkt, welche als „Transzendenz“ bezeichnet wird. Wir versuchen, das genauer zu analysieren sowie auch Unterschiede in Begriffen, Eigenschaften, z,B, der Transzendenz, zu erklären. Herkömmlich wird die Transzendenz als „der unbestreitbare Grund von allem“ verstanden. Darin tauchen zwei Gedanken auf, welche Schlüsselfunktion für die Geschichte der Ontologie haben. Jene „Bestreitbarkeit“ bindet die menschliche Subjektivität mit ein. Während „der Grund von allem“ die anderen zwei Pole der Realität – neben dem der „Subjektivität“ – in den Vordergrund stellt.

    272„Der Grund von allem“ wird wp mit dem Verhältnis zwischen Unendlichkeiten und endlichen Entitäten erklärbar; die Anzahl „alle“ ist zwar als endliche verstanden, ist jedoch potentiell unbegrenzt. Jeder „letzte Grund“ – in der WP sind das die acht Grundgrößen Sz, Sw, Rz,Rw und OG – zeichnet sich dadurch vor allem Endlichen aus, dass es keine „Abgrenzung“ für jede dieser Grundeigenschaften gibt: Die Sw-Kraft, zum Beispiel im elektrodynamischen Feld ist „unendlich“ reichweitig. Oder das Beispiel „N“ aus dem OG; das Nichts kann nur „erklärt“ werden indem man es unendlich oft auf sich selbst anwendet.

    273Alle endlichen Strukturen und Prozesse sind „Relationen“ von jenen acht Grundgrößen; vom Typ „z/w“ oder von „I/E“. Genauer gesehen ist es so wie die erweiterte QM-Ordnung das zeigt, die unendlichen und die endlichen Entitäten bilden Einheiten, welche dadurch „existieren“, dass beide Seiten in Wechselwirkungen sind; das ist übrigens der Kern der „allgemeinen Entwicklung“.

    274Die Subjektivität zeigt diese Art der Komplexität der „Realität“ in jedem Detail, zum Beispiel kann der „endliche“ Mensch Unendliches denken.

    275Von daher ergeben sich zwei Möglichkeiten, die „absolut“,„aktual“ unendlichen Entitäten, „Existenzen“ zum einen, welche diese Eigenschaft dadurch haben, dass sie durch „Rw“ und „N“ radikal von allem anderen getrennt sind. Und demgegenüber die „endlichen“ Existenzen, welche aus „Relationen“ bestehen. Ihre Anzahl ist endlich in der „offenen Form“ der „potentiellen Unendlichkeit“. Dazu gehört, dass prinzipiell alle Relationen immer und zugleich wechselwirkend miteinander kombiniert sein können.

    276Die wp erweiterte Ontologie schreibt Eo,1,2,4, der aktualen Unendlichkeit zu und E3 und E5,E6 der potentiellen Unendlichkeit.

    277Genauer: S und R ist Eo, Sz/Rz ist E1, Sw/Rw ist E2. Letztere sind zwar auch schon „Relationen“, jedoch solche „vor“ der QM und vor dem „vollständigen Raumzeit-Modell“.

    278In der Subjektivität treffen beide Grundarten sowie alle Existenzarten aufeinander. Die geistesgeschichtliche Ontologie hat beide zu trennen versucht, auf der einen Seite die maximal abstrakte transzendente Form, zum Beispiel alltagssprachlich als das „Umgreifende alles Umgreifenden“, das „Abstrakte alles Abstrakten“ genannt. Diesem „Versuch“, letztlich der, die Unendlichkeiten anschaulich zu machen – was auch dann nicht gelingt, wenn man sich bemüht, möglichst viele umgangssprachliche „Definitionen“ aufzuzählen – setzen andere Denker als „unbestreitbaren Grund“ das menschliche Subjekt ein. Die WP kann beide Möglichkeiten vereinen: Von der erweiterten QM-Ordnung haben alle Phasen in der „allgemeinen Entwicklung“ beides in Meta-Wechselbeziehung, sowohl die Unendlichkeiten („z-w“) wie die Endlichkeiten („z/w“). Da erscheinen zwar „Ich“ und „Welt“ zunächst als endliche, aber jede weitere Analyse bringt immer mehr Unendlichkeiten zum Vorschein. Traditionell geht die Ontologie von der Phase der Subjektivität aus und konfrontiert diese mit der „Welt“, also wp mit allen anderen Phasen. Wp sind beide sowohl getrennt (Rw,N) als auch verbunden (Rz,G). Und in beiden herrscht das Verhältnis von Endlichkeit und Unendlichkeiten, hier vorrangig als ontologische verstanden. Wir zeigen das als die ontologische Entwicklung von den Eo bis zu den E6. Der Übergang von den Endlichkeiten zu den Unendlichkeiten erzeugt die endliche und offene Vielheit, die auch als „potentielle Unendlichkeit“ gilt.

    279Inhaltlicher gesehen, zeigt sich die Wechselwirkung zwischen den ontologisch unendlich abstrakten Strukturen und den konkreten der Welt und der Subjektivität darin, dass die Welt und das Subjekt mit ihren potentiell unbegrenzten Fähigkeiten in der emotionalen und sprachlichen, zum Beispiel ästhetisch-literarischen, Erfassung des Seins einbezogen wird. Wir halten das für Versuche, neben dem E4 andere Arten des Existierenden (E2,3,5) einzubeziehen. Diese haben „ähnliche“ Unendlichkeiten wie E4.

    280Daneben gibt es aber immer noch – und durch QM abgesichert – die traditionelle Transzendenz des Absoluten, welches in seiner unendlichen Freiheit keinerlei Relationen hat, also auch nicht vom Menschen durch Denken erreichbar sein kann.

    281In der Diskussion zur Ontologie ging es bis in die Gegenwart ständig um das Verhältnis von Sein und Dasein. Die WP erweitert beide Begriffe . So wie das seiende Dasein sehr viele, sehr verschiedene Aspekte hat, zum Beispiel die Dinge, die Begriffe, die Subjektivität, die Phasen, so wird nun dem „Sein“, der „absoluten Idee“ etc. nicht mehr nur die abstrakte Existenz zugeschrieben, sondern auch die Nichtexistenz (N), die abstrakte Zieldynamik („I“) die methodische Identitätsbildung (G). Diesen vier ist gemeinsam, dass sie für die „wahrnehmende Subjektivität“ die „inhaltlichen Unendlichkeiten“ repräsentieren; die endlichen Eigenschaften sind mit den OG-Elementen durch die Rz und die G-Relationierung verbunden. Und für die Natur gilt eine analoge Zweiteilung, einerseits Unendlichkeiten und andererseits aus deren Relationen jene Endlichkeiten, welche die Welt der natürlichen Entitäten, Dinge sind.

    282Die Subjektivität vermittelt zwischen Naturendlichkeit zur Natur-Unendlichkeit“ und Geist-Endlichkeit zur Geist-Unendlichkeit“ (E3, E4)

    283Die Frage, ob alles das, was nicht „Bewusstsein überhaupt“, „Geist“, „Sein“, ist, auch auf eine andere Weise als die jener Abstraktionsverfahren (N, G und Rw) zu erfassen ist, bleibt erst mal bestehen. Damit wäre die herkömmliche „Ontologie“ zu erweitern. Eine Spur ist, dass dieses „N“ und Rw, die Negierung und Trennung der endlichen Dinge auch zu begründen sind. Es reicht nicht, diese geistige Tätigkeit der Negation als selbstverständliche Fähigkeit des Subjektes vorauszusetzen.

    284Wenn wir speziell das „Dasein“ nennen, dann kann man das jenen endlichen Strukturen zuschreiben, die keine Wechselbeziehung zur Subjektivität haben. Zum Beispiel z/w-Relationen wie die „Energie“ oder die Rz/Rw-Relation wie die „Geometrie“ oder die „Raumzeit“.

    285„Umgreifender“(= Subjektivität) ist die Endlichkeit als „Seiendes“, wenn auch die internen Kombinationen hinzu kommen, vor allem die Wechselwirkungen in und mit der menschlichen Subjektivität.

    286Was ist dann mit dem „Bewusstsein überhaupt“? Wir gehen grundlegend anders an solche sich im Kreise drehende Probleme ran. Das „Sein“ ist bei uns nicht nur E4, „Sein“ im traditionellen Sinne. Wir sehen vielmehr eine Vorstellung von „Existenz“ (E), welche sich in einer erweiterten Ontologie in unterschiedlichen E-Entwicklungsstadien (Eo bis E6) zeigen lässt. Damit ist diese Ontologie ein Teilaspekt der „allgemeinen Entwicklung“.

    287Da man diese Ausweitung, hier der Seins-Kategorie, auch den drei anderen OG-Elementen zukommen lassen muss, kann man zum Beispiel auch die Schwierigkeiten beheben, welche das denkende Subjekt bei der Frage hat, ob es außerhalb seines Denkens noch etwas anderes oder „nur nichts“ gibt. Dieser verkürzte Gebrauch der subjektiven Vorstellung von „Nichts“ hat die „Kurzschlüssigkeit“, welche im OG prinzipiell sein muss. Aber die umfassende „Realität“ mit der „allgemeinen Entwicklung“ hat noch alle Entwicklungsvorgänger von „N“ in sich, die Rw, und die „Rw/N-Übergänge“; zum Beispiel auch in der „Emotionalität“. Vor allem aber alle Einflüsse der w, Sw, Rw in allen Bereichen der Realität.

    288Die Frage, ob es außerhalb der selbstbewussten Subjektivität etwas „Anderes“ gibt, ist so zu beantworten: Das Subjekt vereint zwar in sich „als sich“, alle Möglichkeiten der „Realität“, also auch Unendlichkeiten – so jener angedeutete unendliche Selbstbezug – und die Beziehungen Rz, G, Rw, N sowie Existenzfeststellungen (E) und Willensbezüge („Ii“) zur Umwelt. Aber die subjektiven Fähigkeiten gehen über solche Nutzung der vier OG-Elemente hinaus. Die „Umwelt“, beispielsweise als erste Physik, hat unendliche Grundgrößen, S-und R-Aspekte, ontologisch Eo, E1, E2. Aus denen der Mensch zwar auch „besteht“, welche er aber nur sehr „formal“, abstrakt, nämlich wp „verstehen“ kann: Emotionale, hermeneutische Einsicht und Zugriff darauf ist dem Subjekt deshalb schwierig, weil jene ontologischen Varianten vor, außerhalb aller Endlichkeit liegen; die ebenso abstrakten, unendlichen OG-Kategorien sind dagegen von der Endlichkeit, also vom Subjekt erzeugte.

    289Noch Hegel, auch Jaspers, meinte, dass es die Erfahrung sei, dass „Welt und Transzendenz“ für das subjektive Denken zwar „zugänglich“ sind, aber nur als Verstehen, „nicht an sich“. Diese Schilderung zeigt die Doppeldeutigkeit, in der einerseits die „Unabhängigkeit“ der „Welt“ und der „Transzendenz von der Subjektivität“ betont wird, und andererseits werden Verbindungen zwischen subjektivem Bewusstsein und Welt, Sein etc. nicht geleugnet sondern angedeutet. Wp geht es um einen Ausschnitt der „allgemeinen Entwicklung“. In der Wechselbeziehung aller Phasen, hier den endlichen der Welt, darunter speziell der Subjektivität, und den acht Grundgrößen (S,R,OG), „der Transzendenz“, sind diese dynamisch gerichteten S-Kräfte (S/R) in ihrem Selbstbezug ebenso wie deren Umwandlung in der „allgemeinen Entwicklung“ von den Rz zu dem „G“, welches die begriffliche Verbindung zwischen „Welt“, Subjekt herstellt, und den Rw, das sich zu „N“ entwickelt und das zugleich das Subjekt von „Welt“ und von allem „Transzendenten“ auch trennt, unterscheiden lässt.

    290Abstrakt gefasst, steht fest, die „allgemeine Entwicklung“ ist nicht beendet. Konkreter, das „Ich“, die Subjektivitätsphase weiß nicht nur, dass zwischen ihm und anderen Menschen tendenziell Unendlichkeiten des Überganges liegen, ebenfalls zwischen den Menschen und den anderen Phasen der Welt, sondern auch, dass das endliche Hier und Heute vom Zukünftigen unendlich unterschieden ist.

    291Die wp Analyse jener Unendlichkeiten, welche sich zugleich als Trennung und als Zusammenhang zeigen lassen, werden durch die Dualitäten Rz,Rw und G, N maximal abstrahiert. Und die ontologischen Grundeigenschaften der Subjekte und der Sachen werden durch die Dualitäten S,R und E, I wp abstrahiert.

    292In philosophischen Überlegungen werden immer mal wieder Überlegungen zur Systematik einer Ontologie als die Existenz „der Welt“, als „an sich selber daseiend“ behauptet, und das wird abstrakt den „Zwecken, Bedürfnissen“ der Menschen konfrontiert. Solche „Negation“,Trennung kann sich auf die Rw-und N-Seite stützen; die QM hat diese Option als eine von drei gleichwertigen vorgesehen (Rw, Rz, Rz/Rw). Auch die abstrakt geleugneten „Erkenntnismöglichkeiten“ gegenüber der „erfahrbaren Transzendenz als unbestreitbaren Grund von allem“ kann man als QM-Ordnung von „Endlichkeit“, „Unendlichkeiten“ sowie deren beider Relation „endlich/unendlich“ wp- systematisch einordnen.

    293Zu den traditionellen Fragen an die „Ontologie“ gehört beispielsweise, ob „das Weltall als Ganzes auch ohne Menschen eine selbstständige Existenz“ habe. Die WP unterscheidet zwar auch die Welt der Dinge von den Eigenschaften des Menschen, aber zugleich zeigt sie, dass jener „Trennung“ (Rw-und N-bedingt) die z-Kohäsion zur Seite steht. Und vor allem, dass dann die „z/w-Bildung“ (Rz/Rw,N/G) für jene „allgemeine Entwicklung“ verantwortlich ist, die alle „Entitäten“ auseinander hervorgehen lässt, also auf komplizierte Weise vereint.

    294So kann zum Beispiel der Mensch durch die OG-Elemente jedes Detail des „Seienden“ und auch diese „allgemeine Entwicklung“ und ihre zwei „Endpunkte“, die S-und R-Aspekte und die OG-Elemente selbst, verstehen.

    295Weitere Fragen sind auch hier, „ist die Welt“ etwas „Festes“ oder „unendliche Bewegung“, in „immer neuen Auslegungen“ oder ist sie „an sich nichts“? Alle diese und ähnliche Fragen tauchen in traditionalen philosophischen Systemen auf. Die WP kann das ordnen. Sowohl für die erste Physik, Sw, Rw,Sz,Rz, wie für OG, E, I, G, N, gilt, dass sich diese acht Grundgrößen nicht nur unendlich jeweils auf sich selbst beziehen, um damit ihre „objektive Existenz“ zu begründen, sondern zusätzlich gilt, dass die je anderen sieben stets jedes andere mit begründen. Zum Beispiel garantiert „E“, dass die anderen auch „Etwas sind“, umgangssprachlich „etwas Festes“. Das „I“ ist die auf sich gerichtete Selbsterzeugung, welche als Ergebnis mit „G“ die aktiv erzeugte Identität seiner selbst ist, etc.

    296Schwieriger ist das Problem zu verstehen, dass es stets einerseits um „endliche“ Vorstellungen“ geht („Etwas“), andererseits aber um „Unendlichkeiten“ und drittens um die subjektive Vorstellung vom „Nichts“ (N).

    297Die QM-Ordnung strukturiert die Gesamtrealität durch die freien S-und R-Aspekte, getrennt durch den Rw-Selbstbezug. Dabei geht es zugleich um deren Relationen (Rz-Selbstbezug), als endliches Seiendes. Vor allem gehört die Subjektivität zum Seienden. Genauer gesehen, ist diese eine Meta-Relation („w-z zu z/w“). Jedenfalls sind die endlichen subjektiven und anderen Komplexe deswegen in der Lage, die tiefere Erklärung zu „verstehen“, weil sie deren Konsequenzen selbst enthalten, aus diesen erzeugt sind. Zur fundamentalen Begründung gehört nun, dass die acht Grundgrößen Unendlichkeits-Charakter haben. Das Subjekt muss sich den Begriff und die damit verbundenen Vorstellungen von „Unendlichkeit“ denkend erarbeiten. Dafür gibt es mehrere Wege, welche jedoch alle an die Endlichkeit „gebunden“ sind. Einer der Wege verbindet die Unendlichkeiten mit dem „Nichts“. Ein anderer Weg ist, die Unendlichkeit mit den freien „I“ zu relationieren. Das menschliche Denken relationiert also die acht Grundgrößen und stellt damit etwas „Endliches“ her, welches die Basis für das „Verstehen“ und das „Erklären“ sein kann.

    298Die Sz haben die Rz-Richtung, welche darin besteht, dass in einem nicht endenden, unendlichen Prozess sich etwas oder anderem „räumlich immer näher“ kommt.

    299Es ist dies die eine Art der formalen Relation „endlich/unendlich“, die andere wird durch Sw/Rw verständlich: Wenn man dem „Weltsein“, dem „Ganzen“ – intuitiv – zuschreibt, „keinen festen Bestand“ zu haben, sondern „immer nur die unendliche Bewegung anderer zu sein“ und daher eigentlich gilt, dass „die Welt an sich nichts“ ist, dann kann man das wp systematisieren.

    300In dieser Systematik besteht die „Welt“ aus der Wechselwirkung aller ihrer Phasen, deren Details und letztlich der acht Grundgrößen. In diesem Komplex nimmt die „Subjektivitätsphase“ eine Sonderstellung ein. Aus verschiedenen Gründen. Die Wechselwirkungen zwischen der Phase der Subjektivität und allen anderen Phasen, also „das Weltsein, von dem wir wissen“, wird vom Menschen durch die Erzeugung von Phasen etc. „verstanden“. Zur Erzeugung immer neuer emotionaler und rationaler Entitäten wird vom Menschen die Begrenzungen der Endlichkeit auf die potentiellen Unendlichkeiten und schließlich auf die aktualen Unendlichkeiten übergegangen. Zu den potentiellen unendliche gehören die Sprachen, und die vier OG-Elemente haben letztlich als aktual unendliche wieder die S-und R-Eigenschaften. Das sind dann in jedem dieser acht Grundgrößen einerseits statische Strukturen, von Sz, Rz her und solche, die durch „E“ (Existenz, Etwas) und durch „G“ begrifflich erfasst werden. Andererseits gibt es nun aber „das Gegenteilige“ dazu, „ Sw, Rw“ und „I“ als „Nicht-Existenz“ und „N“. Sie sind als „unendlich freie“ zu umschreiben. Anders gesagt, diese spezielle Form der Unendlichkeit stimmt mit dem überein, was umgangssprachlich als „Nichts“ bezeichnet wird. Aber das wp System ist erst dann vollendet, wenn verstanden wird, dass es mit „z“, Sz,Rz noch eine zweite Form der Unendlichkeit und damit des „Nichts“ gibt. Und, dass diese beiden Formen in ihrer Wechselbeziehung wiederum eine neue, höher entwickelte „Einheit“ bilden; die QM-Ordnung.

    301Wir erweitern die traditionelle Ontologie. Jetzt sind die unendlichen, aber „materiellen“ Existenzen „Eo“, ihre einfache Relationen (Sz/Rz, Sw/Rw), E1 und E2. Die schon komplexere Relation „z/w (Sz/Rz zu Sw/Rw) sind die endlichen Existenzen des „daseienden“ „Seienden“. Das Sein im OG und alle vier OG-Elemente sind E4, welche wiederum die Eigenschaften von Eo haben, also ohne Relation sind und daher unendlich. Zugleich zeigt sich hier, dass je drei OG-Elemente weitere Eigenschaften jedes OG-Elements hat; so ist es Nichts (N), „Etwas“ (E) und selbstbezogen (G), also auf sich „gerichtet“ („I“). Die Gesamtrealität mit allen, was die WP als abstrakte Eigenschaften von ihr zeigt, so die „Wechselwirkung aller Phasen“ und die „allgemeine Entwicklung“ als weiterer Zusammenhalt zur übergeordneten Einheit E5.

    302Schließlich muss man noch die Unendlichkeiten zu dieser Realität hinzu nehmen. Das ist die neuerliche „Eröffnung“ jener Einheiten ins Unendliche wie sie in allen Phasen angedeutet wird. Zum Beispiel in der Subjektivität als die freien „Ii“ und die „Ei“ als die freien Phantasien des Subjekts.

    303Ist das menschliche Subjekt jene traditionelle Ausnahmeerscheinung, zum Beispiel deshalb, weil „ der denkende Mensch deshalb die Mitte alles Seins ist, weil sich alles auf ihn bezieht“, so sind die anderen seienden Phasen danach nur solche, „wie sie für den Menschen erscheinen“. Wp vereint der Mensch, wie jede andere Phase auch in der „allgemeinen Wechselbeziehung“, alle Grundgrößen in sich. Und damit steht er auch in der Wechselbeziehung mit allen anderen Phasen. Speziell vereint er alle sieben ontologischen E-Varianten „in sich“. Aber es gibt in der „allgemeinen Entwicklung“ der WP noch den zentralen abstrakten und schwer verständlichen QM-Effekt („z-w zu z/w zu z-w zu etc.“) beim Übergang von den Unendlichkeiten zu den Endlichkeiten – und umgekehrt zugleich. An dieser Stelle ist die Subjektivitäts-Phase angesiedelt. Also genauer, die physikalisch kohäsiv wirkenden Sz, Rz verlieren ihre Bindungsfunktion, welche alles „Endliche“ fundiert dadurch, dass die Sz „wirken“. Da es nur noch die Alternative Sw, Rw gibt, nimmt die Trennung dadurch zu und damit die Unendlichkeiten, zum Beispiel als Funktionen im menschlichen Gehirn. Aus den Endlichkeiten entwickeln sich neue Unendlichkeiten, die Rw-N-getrennten OG-Elemente (E – G – I – N). Der Mensch „steht“ genau in diesem Übergangsfeld – in der Wechselwirkung von anfänglicher Trennung (z – w) zur Kohäsion, („S/R“, „z/w“, alles Endliche, E3) zu deren erneuter Auflösung im OG – und er vereint diese komplexen Erscheinungen, indem er sie „denkt“.

    304Ontologisch gehört der Mensch zum endlich Seienden (E3). Deshalb kann er die Welt der Dinge, die gleichfalls endliche sind, erkennen. Nur weil beide Seiten so sind, kommt das „Verstehen“ als „passende Wechselbeziehung zustande. Und der Mensch kann formal „potentiell unbegrenzt viele“ Feststellungen dabei treffen. Aber der Mensch kann mit seinen freien Ii und Ei jederzeit über die erscheinende Welt hinaus gehen und sich willentlich und phantasierend, hypothetisch denkend über das Seiende hinaus orientieren. Damit aber zeigt er nun, dass er Endlichkeit und Unendlichkeiten in sich vereint. Genau das kommt allem „Endlichen“ zu und das hat die „QM-Einheit“ („z-w zu z/w)“) zur abstrakten Grundlage. Das heißt aber, es gibt (Eo,E4) auch die unendlich freien Existenzen mit ihrer aktualen Unendlichkeit.

    305Wie aber kann der Mensch von seinem Dasein den Übergang zu den beiden aktual unendlichen Bereichen S,R und OG schaffen?

    306Zum Verhältnis zwischen endlich Seiendem und Sein wurde bisher wenig gesagt, so zum Beispiel, dass sich im Seienden das Sein „ankündigt“; oder dass deshalb wohl die seienden „Erscheinungen“ keinesfalls als „Schein“ verstanden werden dürfen. Die WP systematisiert das so, dass sie zum einen in der „allgemeinen Entwicklung“ mit Hilfe der w- und Rw-Zunahme alle Eigenschaften des endlichen Seienden (E3) in unendliche „Eigenschaften“ entwickelt, hier als E4. Zum anderen hat die WP-Systematik den „quantenmechanischen“ Prozess (QM), welcher Unendlichkeit mit Endlichkeit und dann wieder mit Unendlichkeit etc. abwechselt, woraus zusammen gefasst das Verhältnis „endlich/unendlich“ als „Einheit“ vom endlichem Subjekt „verstanden“ werden kann. Schließlich gilt aus der gemeinsamen „allgemeinen Entwicklung“ und dem QM-Verlauf auch noch, dass es Wechselbeziehungen aller Art gibt, hier die zwischen Sein und Seiendem. Die spezifischen Erscheinungen des Seins (E4) kann das Seiende in der subjektiven, zum Beispiel emotionalen, intuitiven Wahrnehmung durchaus auch als „Schein“ bezeichnen.

    307Das E3, die Endlichkeit und darin der Mensch ist jener Punkt, an dem sich die unendlichen Eo,1,2 „treffen“ mit den unendlichen E4,5,6. Wie kann der Mensch jene anderen ontologischen Varianten verstehen, wie „zeigen sich diese ihm? Alle „E-Varianten“ sind „Etwas“, man kann auch sagen, sie sind „real“; womit die Gesamtrealität – also wiederum E5 und E6 in eine Erklärung möglichen Zusammenhangs zwischen allen E-Varianten einbezogen ist. Die weitere Möglichkeit vom Zusammenhang der sieben muss sowohl deren sonstige Gemeinsamkeiten wie deren Unterscheidungen einbeziehen.

    308Die Beziehungen zwischen Subjekt und Welt „überwinden“ die Unterschiede zwischen beiden dadurch, dass einerseits beiden Bereichen S, R, und daraus E,I,G,N gemein ist, und dadurch, dass es Übergänge zwischen ihnen in der „allgemeinen Entwicklung“gibt, die durch die schrittweise Veränderung der vier physikalischen Grundgrößen (Sz,Rz,Sw,Rw) entstehen und durch das Zusammenspiel, Relationen zwischen deren Unendlichkeiten, – unendlich „klein“, unendlich viele – zu den OG-Elementen werden und dabei auch spezifisch zu den sich entwickelnden verschiedenen ontologischen Existenzarten (Eo bis E6).

    309Beispielsweise finden zwischen der Welt und der Subjektivität auch „emotional“ genannte Bezüge statt. Diese sind dann nicht nur durch die Weiterentwicklung der ontologischen E zu erklären, sondern zugleich durch die der „R zu I-Entwicklung“, weil die „Emotionalität“ in der Psychologie als komplexe „I/E-Relation“ zu belegen ist. Die rationalen Relationen zwischen Mensch und den anderen Phasen der „Welt“,werden dann vergleichsweise eher durch E-G-N bestimmt, neben den E-Entwicklungen auch von denen der Rz zu G- und Rw zur N-Entwicklung.

    310Die WP geht von einer Art „Hierarchie“ aus, die hier die ontologische Seite der „Realität“ und auch die Sprache betrifft. Die sprachlich erfassten Eigenschaften werden dann zunächst als „endliche“, „unendliche“ angesehen, sowie als aus der Wechselbeziehung beider verstehbar begriffen. Die „nächste „Ebene“ sind die unendlich freien, aber als „Entitäten“/“Etwas“(Eo,E4) zu verstehenden acht Grundgrößen (Sz,Rz,Sw,Rw, E,I,G,N). Die QM-Ordnung, als Beginn der „allgemeinen Entwicklung“, als weitere Ebene, wird von der Unterscheidung „z (Sz/Rz) zu w (Sw/Rw)“ bestimmt. Das kann man nun umgangssprachlich so fassen, dass es zwischen den einzelnen Varianten des Existierenden – „Gegenständlichkeit der Welt, die Menschen, Geist“

    311sowohl Gemeinsamkeiten, Kohäsion („z“) wie auch radikale Unterschiede („w“) gibt. Und eben die durch QM-mögliche „z/w-Relation ist es, welche jene Entwicklung bewirkt, und welche erst diese Varianten des Existierenden erzeugen.

    312Die R-Trennung ist als unendliche dergestalt, dass es dem Menschen möglich ist, die zwei anderen E-Varianten“, Welt und Geist, als „Nicht-existierend, als „Nichts“ zu behaupten. Zwischen diesem und dem anderen Extrem, der Rz-G-Identitätsbildung der Drei, liegen die vielen Übergänge „endlicher Art“, zum Beispiel, dass der Mensch selbst auch Welt und Geist ist. Oder zum Beispiel eben, dass der Mensch diese erkennt, verändert, erzeugt und diese ihn.

    313Die „z/w“-Relation ist komplex und zeigt sich als „Trennung zur Kohäsion“-Relation. Umgangssprachlich zum Beispiel als menschliches Wissen von der Welt, in Interpretationen diese erkennend oder und irrend an ihr,,als methodisch handelnd sie verändernd“ etc.

    314Es gibt wp die drei Phasenarten, die endlichen Gegenstände der Welt, darin die spezielle Phase der menschlichen Subjektivität und die zwei Grundphasen, „S/R und OG“, mit ihrer Unendlichkeiten. Die Wechselbeziehungen zwischen den drei Arten stehen seit jeher im Fokus philosophischer Überlegungen; wir versuchen, vor allem auch die einzelwissenschaftlichen Erkenntnisse, wie die der Psychologie, in solche Betrachtungen einzubeziehen.

    315Die speziell ontologische Analyse zeigt den Zusammenhang und die Unterscheidung zwischen den Phasen der Welt, speziell der Subjekt-Phase und der beiden metaphysischen Phasen nur in Bezug auf die „E-Seite“. Das ist zwar notwendig, aber hinreichend wäre es erst, auch die „I-, G- und N-Seite“ jener drei zu analysieren; die WP macht das an anderer Stelle.

    316Die „ontologische“ Analyse der „Realität“ ist nur ein e Auswahl, die der „E-Varianten“. Analog und parallel dazu gibt es die entsprechenden Analysen der I-Seite und der G-und N-Seite. Dazu kommt, die Unterschiede und die Übereinstimmungen zwischen diesen Analysen zu zeigen; das führt wieder zur umfassenden WP-Analyse.

    317Die Eo und E4 sind von unendlicher Art, auch unendlich statisch, unendlich selbstbezogen, unendlich getrennt.

    318Die E 1,2,3,5,6 sind „Relationen“ – also nicht Rw-N-bestimmt, sondern von Rz,G. Auch Rz, G haben Unendlichkeits-Charakter, diese aber anderer Art.

    319Tatsächlich gilt, dass in Rz/Rw, welche immer wirkend sind, in der „Relation“ die Rz überwiegen (QM…).

    320Die Subjektivität ist eine „spezielle“ Phase. Ihre ontologische E3-Endlichkeit ist es daher auch. In der wp Systematik der „allgemeinen Wechselbeziehung“ im Endlichen sind die erzeugenden Wechselwirkungen aller einzelnen Phasen möglich, aber „hervorgehoben“ ist die zwischen beliebigen Phasen und der Subjektivität“. Es geht dabei nicht nur um Phasen, sondern auch um Subphasen und um die Details in allen Bereichen sowie schließlich wieder um die acht Grundgrößen, als einfachste „Details“. Dabei kommt es mit eigenem systematischem Status zu den Wechselbeziehungen aller Phasen mit den vier OG-Elementen, hier also mit „E“ als erweiterter Ontologie.

    321In den einstigen, vormaligen philosophischen Überlegungen wurde bewusst, „ die Welt ist das uns Andere, und die Welt ist das, wovon ich selber ein Teil bin“. Formal führt das zur allgemeinen „QM-Ordnung“. Aber „inhaltlich“ kann diese Problematik erst wp durch die „allgemeine Entwicklung“ verstanden werden. Um dann wieder formal durch die erweiterte Ontologie vereinfacht zu werden.

    322Wp muss man die drei Bereiche unterscheiden: Endlichkeit („z/w“), unendliche S, R und z, w einerseits und die unendlichen OG-Elemente. Alles Endliche, also auch die „Subjektivität“ sind „Relationen“ jener Unendlichkeiten. Wenn dem Menschen „die Natur“ als „fremd“ erscheint, kann das nur eine ungenaue Feststellung sein, denn er selbst ist ja auch Natur. Ähnlich ist es mit dem Geistigen. Aber die „erste Natur“ (S,R) und der „absolute Geist“ (OG) dürfen schon als „fremd“ oder als „das ganz Andere, das nicht wir sind“ angesehen werden.

    323Die „erweiterte Ontologie“ hilft nun, das etwas besser zu klären.

    324Die „Natur“ kann uns gar nicht so absolut fremd sein, sonst könnten wir sie weder „bearbeiten“ noch sie denkend behandeln.

    325Die Ontologie abstrahiert auf die sieben verschiedenen E-Varianten und ordnet jeder die vier OG-Funktionen zu. Mit solcher Vereinfachung kommt einerseits jeder Variante die Unendlichkeit des „Etwas“(E), unendliche Selbstidentität (G), dabei unbegrenzbare Gerichtetheit („I“) auf sich und eben solche Nichtsfunktion (N) zu. Aber zugleich eben auch die Unterscheidungen der Eo bis E6 durch die unterschiedlichen Sz-und Sw-Stärken in ihnen.

    326Das Dasein der Subjektivität hat die einmalige Stellung, welche alles Materielle und damit alle S/R-Möglichkeiten – „Natur“ – mit allen OG-Relationen verbinden kann. Diese Stellung zeigt sich zum Beispiel darin, dass der Mensch die Natur – natürlich auch seine eigene Natur – sie geistig und handelnd erforschen, erkennen, verändern kann. Abstrakter ausgedrückt, die zwei Unendlichkeitsbereiche – S,R und OG – werden in jedem Subjekt vereint (Rz) und auch getrennt (Rw); die Natur, als unendliche kann der Mensch abstrakt „erkennen“, ebenso den „absoluten Geist“, zum Beispiel „Gott“ oder die aktualen Unendlichkeiten in der Mathematik. Aber seine zusätzliche Leistung ist, beide Unendlichkeitsbereiche auch relationieren (Rz,G) zu können; damit hat der Mensch mehr Aufgaben zu bewältigen als je bedacht oder vermutet wurde.

    327Der Mensch, die Subjekt-Phase hat in der Wechselwirkung aller Phasen diese in sich. Das merkt man daran, dass er an der materiellen Natur arbeiten kann, denn dieses Handeln und die Gegenstände dabei kann der Mensch verstehen, und schließlich kann er durch abstrakte geistige Begriffe die wissenschaftlichen Gesetze etc. erfassen. In der „allgemeinen Entwicklung“ reihen sich da formal die „Handlungs-Varianten“ aneinander. Und sie stehen, ebenso wie die vielen beteiligten Wissenschaften und deren Methoden, durch die zunehmende Betonung der w-,Rw-Seite den z-,Rz-Einflüssen gegenüber.

    328Die erweiterte Ontologie bezieht das dann nicht mehr auf die „I“ und „N“, welche in den Handlungen wichtig sind, sondern speziell auf die „E-Varianten“.

    329Wie ist der „Übergang“ zwischen den verschiedenen Phasen innerhalb des Subjekts zu verstehen? Abstrakt geht es dabei um den Übergang zwischen Endlichkeiten und Unendlichkeiten. Letzteres Problem wird wiederum sehr konkret, wenn der Mensch – fast allein übrigens – dazu fähig ist, jederzeit und alltäglich wissenschaftliche „Hypothesen“zu erzeugen; er nimmt in der „Phantasie“ konkrete Entitäten (Ei) vorweg, um diese dann zielgerichtet („Ii“) in endliche Entitäten zu „verwandeln“.

    330Dieses „Verwandeln“, „Handeln“ führt wiederum zu den wp Problemen der konkreten Übergänge im Subjekt, so in seinem Hirnorgan. Die herkömmliche philosophische Alternative, kommt „Leben, Seele, Geist“ aus dem Innern des Menschen oder aus der „Welt“ als Wirkung aller Dinge oder kommt es „von außen“, als bereits „Geschaffenes“ in die Welt hinein (Aristoteles und andere), wird von der WP nicht als „Alternative“ (Rw-und N-Trennung) gesehen, sondern immer auch durch Rz und G bestimmt. Beides zusammen – dritte QM-Ordnung – erzeugen die „allgemeine Entwicklung“. In dieser „QM-Möglichkeit“gibt es als reine Unendlichkeit, Absolutheit die S-,R-und OG-Grundgrößen, „von außen“ in Bezug auf die endlichen Relationen dieser Grundgrößen (S/R, z/w, I/E, N/G etc.), diese durch unbegrenzte Kombinationen systematisch als Welt und Subjekt erzeugend. Diese Entwicklung und ihr Rz- zu Rw-Mechanismus macht auch, dass es deutliche endliche Unterschiede zwischen den Phasen gibt. Das kann man abstrakter als erweiterte Ontologie verdeutlichen.

    331Anstelle der wp Darstellung der Entwicklung aller acht Grundgrößen beschäftigt sich die wp Ontologie nur mit den Eo bis E6, dabei mit deren radikal abstrakten und ihren konkreten Eigenschaften.

    332Die Sicht „auf die Realität“,zunächst aus philosophischer Tradition und aus persönlicher Erfahrung, zeigt sich als ein „Ganzes“, als Geschehen der Wirklichkeit“ und zugleich als partikulares Geschehen, Unterscheidung der Gegenstände und Begriffe; wp bis zu den acht Grundgrößen und hier auch zu den E-Varianten als diese doppelte Relationsmöglichkeit, die der Trennung und der Kohäsion. Die WP vereint beide dann zusätzlich und erkennt in dieser Meta-Vereinigung die Grundlage der „allgemeinen Entwicklung; als QM-Ordnung modelliert. Als Selbstanwendung der Grundgrößen „z“ und „w“ sowie deren entwickelt – verbegrifflichte „G“ und „N“ und „N/G“.

    333Vereinfacht und damit endlich, erkennt und formuliert das Subjekt, welches selbst diese maximale Relationen in sich vereint, jene als „Widersprüche“ zu bezeichnenden Vorgänge als Basis der „allgemeinen Entwicklung“.

    334Die menschliche Erforschung der „Realität“ geht nämlich dreigleisig vor sich; das verursacht die QM-Ordnung. Zum einen hängt in der Realität alles zusammen, insbesondere mit den Menschen, aber auch im Subjekt. Dort zeigt es sich als Denkmöglichkeiten, bis ins letzte Detail; was zum Beispiel mit der Biologie und allem was das Subjekt erlebt zusammenhängt. Die QM-Ordnung hat von der WP her dafür die Sz, Rz und die G-Kategorie als „letzte Erklärung“. In der „allgemeinen Entwicklung“ werden schrittweise die Sz durch die w, Sw,Rw und schließlich durch „N“ ersetzt. Diese sorgen dafür, dass sich in der Realität alles auch „auseinander“ entwickeln kann.

    335Diese partikulären Strukturen und das getrennte Geschehen sind aber nun mit jenen Zusammenhängen in der erweiterten QM-Ordnung verbunden („z/w“). Da es ein „Widerspruch“ im Unendlichen ist (z-w), analog zur Logik (N-G), muss die endliche Vorstellung davon auf die völlig unklaren Vorstellungen von „Bewegung“, und eben von „Entwicklung“ ausweichen; kurz, man kann sich die „allgemeine Entwicklung“ deshalb schwer anschaulich vorstellen, weil sie immer schon als jener angedeutete umfassende Selbstbezug gelten muss.

    336Solche Selbstbezüge gehören zum Fundament der „Endlichkeit“, so auch die Wechselwirkung aller Phasen. Aber es wäre eine der herkömmlich einseitigen Betrachtungen, die auch wirkende „allgemeine Entwicklung“, von der Physik bis zum abstrakten Geist, in der beides umfassenden „Realität“ zu erkennen.

    337Indem die einzelne Phase, die Subjektivität, das „erkennt“, wird das im Zusammenspiel von Wechselwirkung, Selbstbezug und der „allgemeinen Entwicklung“ – hier speziell ontogenetisch die dieses konkreten Menschen – miteinander verbunden.

    338Die alte Frage nach dem Ursprung des Existierenden, ob aus unserer Subjektivität oder aus der „Welt“ oder von außerhalb beider bewirkt, reduzieren wir einerseits auf den Entwicklungszusammenhang der acht metaphysischen Größen und auf die Meta-Struktur, welche sich aus der das alles erzeugenden Wechselwirkung aller Phasen, also einschließlich der Subjektivität, ergibt. Aber damit stellt sich verschärft die Frage, woher stammen nun die acht Grundgrößen? Hier eben als „Existenzen“.

    339Die acht „Existenzen“ haben verschiedene Grundeigenschaften. Wie unterscheiden sich Eo bis E6 von diesen „Eigenschaften“?

    340Bei der Zweiteilung S/R und OG sind die Eigenschaften der OG-Elemente „nur“ begrifflicher Art: Sie „wiederholen“ die S-und R-Eigenschaften; warum?

    341Das ist damit der Kern der „allgemeinen Entwicklung“ als eine spezifische Art der Relationierung der S- und R-, was als „Selbstanwendung zu verstehen ist. Diese „Selbstanwendung kann man wiederum auf Rz/Rw und auf die zwei Krafteigenschaften reduzieren.

    342Also die begriffliche Schilderung der acht, welche auf der Relation der vier OG-Elemente als „Begrifflichkeit“, „Sprache“ beruht – zeigt „Unendlichkeit“ und „Endlichkeit“, „Kleinheit“ und „Großheit“, „Dynamik“ und „Statik“, „Etwas“ und „Zielfunktion“/“Richtung“, „Kraft“ und Fehlen von Kraft oder eben nur die Dualität Sw – Sz.

    343Man muss dabei bedenken, dass diese als „sprachliche“ Bilder subjektive, endliche im vierdimensionalen Rahmen und als Wechselbeziehung mit vielen mehr oder weniger relevanten anderen Relationskomplexen („Erfahrung“,Geschichte“ etc.) entstanden sind. Und auch hier gilt neben dieser Erklärung aus maximalen Wechselwirkungen (Rz,G) gleichberechtigt die Frage, woher kommen jede einzelne dieser isoliert und unendlich zu denkenden Grundgrößen und Grundeigenschaften?

    344Zusammenfassend, wp kann man die „Realität“ einerseits durch die Wechselwirkung aller Phasen beschreiben, und andererseits durch jede einzelne isolierte Einzelwissenschaft und jedes Detail in den Phasen. Zum etwas Anderen kann man die Realität auch als Gegensatz dieser beiden formal unterschiedenen zur „Subjektivität“ verstehen.

    345Die Wechselbeziehung wird durch „Rz/Rw („z/w“) hergestellt und durch „N/G“, wobei jedoch die z (Rz,Sz) und die G überwiegen. Diese Schwierigkeit verweist auf die QM-Dynamik der unendlichen Übergänge – die zugleich „erzeugenden“ Charakter haben – in welchen niemals nur eine einzelne der acht Grundgrößen beteiligt ist.

    346Die Eo-und E4-Varianten Rw und N trennen die anderen sechs Grundgrößen voneinander. Die Eo als Rz und G als E4 verbinden jene anderen freien. Überwiegen die Rz,G, dann kommt es zunächst und als erste Stufe in der „allgemeinen Entwicklung“ zu einfachen Relationen, so zum Beispiel S/R, z/w, I/E und N/G, als ontologische Varianten sind das E1 und E2. Die Endlichkeit, vom Typ „z/w“ zu „I/E/N/G“ ist ontologisch „E3“

    347In der Endlichkeit gibt es deshalb keine weiteren Relationsarten als jene drei vom QM her. Aber es gibt noch das Überwiegen der Rz und G.

    348Die daraus entstehende Fülle an Kombinationen und an Komplexität ist das Markenzeichen aller endlicher Phasen und deren wissenschaftlichen und konkreten Details.

    349Auf der einen Seite gibt es die Rw-,N-Trennung in Teile bis hinunter zu den acht Grundgrößen, sowie die Rz-,G-Vereinigung bis zum maximalen Komplex der „Realität“. Auf der anderen Seite wird dem die spezielle „ontologische Systematik“ zugeordnet.

    350Beides wird aber zumindest im „Subjekt“ vereint. Dessen Denken etc. erzeugt oder identifiziert die „objektiv“ gegebenen E-Varianten, so die Entitäten (Eo, E1,E2) der ersten Physik; dann die Dinge, Gegenstände und Begriffe etc.pp der endlichen Welt (E3), und die E4 der vier OG-Elemente, selbstbezogen dabei das Sein (E4). Und darüber hinaus, deren aller Beziehung als E5-Einheit, die Realität und schließlich auch die „zukünftige“ Realität, (E6), welche durch die unendlichen Ii und Ei eröffnet wird.

    351Die wp erweiterte Ontologie kann zeigen, dass alle traditionell nur empirisch, alltagserfahrlich unterschiedenen Existenzarten zusammenhängen, nämlich durch ihre gemeinsamen Unendlichkeiten, Selbstidentitäten, Nichtsfunktionen und dabei ihre Gerichtetheit. Zugleich aber zeigt die wp- und damit die QM-Ordnung auch das Gegenteil, die Unterscheidungen der Existenzarten; formal durch Rw verursacht.

    352Dieses Grundlegende, die w, Rw und das N daraus sind für die Erweiterungen des Kosmos wie allgemein die jeder Phase, jedes Details verantwortlich. Und für alle jene Unterschiede zwischen den Phasen, zum Beispiel solchen, die die Unterscheidung zwischen Dingwelt und Subjektphase oder die hin zu den menschlichen Emotionen, zeigen, welches als „Fremdheit“, Angst oder zumindest als „geheimnisvolles, wunderbares Anderes etc. gilt.

    353Diese widersprüchliche zu beschreibenden Wechselbeziehungen der Phasen und Wissenschaften werden im QM, also in der WP, auch vereint; so die Trennung (N) und Identitätsbildung (G) sowie das dynamisch weiterführende „N/G“.

    354Wenn man einzelne E-Varianten, zum Beispiel Eo, mit den anderen vergleicht oder genauer, diese in die „allgemeine Entwicklung“ einordnet, dann ergeben sich wp neue Lösungen zu alten Problemen. Die zwei Eo, die physikalischen Kräfte (Sz, Sw) und ihre Richtungen (Rz, Rw) wurden umgangssprachlich als Substanz, Materie und physikalisch noch spezieller bezeichnet. Aber die tiefere Analyse kam über „anschauliche“ etc. Bezeichnungen wie zum Beispiel „undurchdringlich“, „alle Natur bestimmend“, „gegenständlich“ etc. nicht hinaus. Diese Kategorien reduzieren wir auf Sprache und damit auf die vier OG-Elemente. Indem wir aber nun den E, I, G,N tiefere und gemeinsame Eigenschaften zuschreiben, zeitliche Unendlichkeit, Gerichtetheit u.ä., verbinden wir sie mit der Raumzeit, speziell mit deren Vierdimensionalität: Für die wp Analyse ist das ein Schritt zu den R-Aspekten und zwar auf dem Weg zu den S-und R-Aspekten.

    355Der Hintergrund für die alltägliche Begrifflichkeit „Materie“ etc. und die Vorstellungen, Erfahrungen dabei sind die Endlichkeit, so die raumzeitliche Vierdimensionalität, die Kausalität, das Denken in „Gegenständlichkeiten etc. jedenfalls der Ausschluss von Unendlichkeiten. Das gilt auch abstrakter und speziell für die ontologischen Varianten, man kann dann nur E3 (das Seiende) und E5, die „Gesamtrealität“ „verstehen“. Nicht dagegen Eo,1,2,4,6.

    356Traditionell wurde immer vermutet, dass „die Materie“ „Grund und Ursprung“ der Realität sei, dass diese sowohl „zwingend“ als zugleich auch als „Freilassendes“ ebenso zu beschreiben seien wie zugleich als „im gegenwärtigen Augenblick“ vorhanden und als „verschwindende Erscheinung“ und von „wandelndem Charakter“ seiend. Die WP versucht, diese umgangssprachlichen Beschreibungen in die „allgemeine Entwicklung“ einzubeziehen. Das geht nur, wenn auch die „Beschreibung“ selbst, also der menschliche Geist, „OG“, die Sprache als Ergebnis der „allgemeinen Entwicklung“ überzeugend fundiert sind. Das wiederum kommt ohne die wp Grundannahmen der S-und R-Aspekte etc. nicht aus.

    357Dass es für die „menschliche Leiblichkeit“ wie für dessen Geist Bedeutung habe, ist eine anschauliche Variante der weitergefassten Verhältnisse zwischen endlicher „Welt“ und Transzendenz. Was wp allgemein als Verhältnis von Endlichkeit und den Unendlichkeiten der acht Grundgrößen zu verstehen ist.

    358Auch die herkömmliche Unterscheidung von „Strukturen“ und dynamische Veränderung, zum Beispiel also zwischen feststehender „Vergangenheit“ und ebensolcher „Gegenwart“, aber der Nichtsseienden „Zukunft“, sind Unterscheidungen, welche durch die zugrunde liegenden acht Grundgrößen sowie durch deren prinzipiell stets unendlich dynamischen Relationen (Rz,Rw) auf neue Weise relativiert werden.

    359Aber die bisherige Ontologie legte es nahe, im diesen Phänomenen einander radikal Anderes zu sehen. Die WP und hier die „erweiterte Ontologie“ sieht dagegen, dass den Eo bis E6 zugleich der Charakter der Unendlichkeit, der Entität, der Nichtigkeit, der zweifachen dynamischen Gerichtetheit eigen ist, aber dass ihre Unterscheidung dadurch ebenso dadurch sicher ist, dass sie unterschiedlich von den Sz und Sw bestimmt werden: Die alte Frage, ob „die Welt causa sui sei“, lässt sich wp und hier ontologisch neu beantworten.

    360„Die Welt“ wird wp nicht nur unter dem Aspekt der „Endlichkeit“ gesehen, sondern zugleich auch als Unendlichkeiten; die Fragestellung nach „der Welt aus sich oder nicht aus sich“ ist bereits eine derart „gemischte“.

    361Aber die Eo (die unendlich freien Sz, Sw und Rz, Rw) und die E4 (die unendlich freien OG-Elemente) sind die Basis jener gemeinten endlichen Welt. Nur gilt, dass die unendlichen Formen der „causa“ sinnvoll allein durch die WP zu erklären sind. Die endlichen ontologischen Entitäten sind als Relationen der unendlichen aufzufassen; die Relationalität ist eine Selbstanwendung der Rz und Rw. „Ei“ ist „S/R, E2 ist Rz/Rw, E3 ist z/w und E5 ist deren Kombination, E6 ist dann deutlicher jenes Verhältnis „Endlichkeit zur Unendlichkeit“, weil hier die freien subjektiven Ii und Ei hinzukommen. Vollständig sind jene Beschreibungen, wenn in analoger Weise zu jeder ontologischen Variante die passenden OG-Elemente hinzu gedacht werden.

    362Jede ontologische Phase wird stets zugleich von den sich abwechselnden Sz und Sw bestimmt wie von den OG-Elementen.

    363Die „Sz-Sw-Abwechslung“ charakterisiert die unterschiedlichen Eigenschaften der Eo bis E6 einerseits so, dass die Eo „Sz, Rz, Sw, Rw und die freien OG-Elemente, also „E4“, durch w, Sw, Rw strikt getrennt sind. Die E1 (S/R, Sz/Rz, Sw/Rw) sind bereits die einfachsten Relationen, sie werden durch Sz, Rz, G hergestellt – also immer auch vom OG als „G“ mit bedacht. Aber der Einwand ist richtig, „w“, also Sw-Rw, wird noch von Sw bestimmt. Diese Sw-Einflüsse werden in der fundamentalen QM-Abwechslung durch die Sz abgelöst. Dadurch bildet sich E3, alles Endliche, „z/w“. Aber nun gilt auch hier, dass die Sw-Einflüsse erhalten bleiben, nicht negierbar oder eliminierbar sind; es geht von QM vielmehr um „Gleichgewichte“ oder um die zwei Übergewichte, Sz- oder Sw-bedingt. Die ganze „Endlichkeit wird von diesen drei Möglichkeiten und deren unendlich dynamische Übergänge ineinander bestimmt.

    364E5 drückt diesen geschilderten Gesamtzusammenhang aus. Und E6 löst dann wieder G, Rz ab, wenn nun die subjektiven Freiheiten der „Negation“(N,Rw) oder der freien Phantasien (Ei) in der subjektiven Willensfreiheit (Ii) hinzu kommen.

    365Altüberliefert hielt man einerseits „die Welt“ für „das Absolute“ und andererseits als „grundlos“ und daher von außen begründet. Beides war von den Erfahrungen im Endlichen hergeleitet, letzteres aus der Erfahrung, dass jede Entität ihre Begründung in unzähligen anderen Entitäten haben kann. Ersteres eben von der Vorstellung zu jeder „Entität“, auch als selbstständige.

    366Die dritte mögliche (QM) Denkweise führt ins „Unendliche“. Daher argumentiert die WP mit den S-und R- Aspekten (Eo) und den OG-Elementen (E4) und behauptet weiter, dass es sowohl die endlichen wie die unendlichen Lösungen gibt, sowie dass alles „Existierendes“ (Eo bis E6) nur daher ihre „Existenz“ haben, dass sie als Wechselbeziehung von Endlichem mit Unendlichem zu verstehen sind.

    367Im Verhältnis von Eo zu E3 zu E4 unterscheidet die WP Unendlichkeit von Endlichkeit, hier in Bezug auf die acht Grundgrößen – welche jede einzelne Unendlichkeits-Charakter hat – in der QM-Ordnung: Das ist dann die Rw-,N-Trennung der acht in allen ihren endlichen Konkretisierungen, welche „potentiell Unbegrenzbare“ sind. Das in Bezug zu allen möglichen endlichen Rz-,G-Relationen und Kombinationen.

    368Auch für die „E-Seite“ stellt sich die Frage, wie kann man von den unendlichen zu den endlichen und von dort wieder zu unendlichen E-Varianten kommen. Zunächst gilt in der WP die QM-Ordnung, die „Einheit“ der – ebenfalls unendlichen Abwechslung – „z-w“ zu „z/w“ zu „z-w“ zu etc. Konkreter von S,R bis zum OG. In der grundlegenden „Selbstbeziehung – welche auch für das hoch abstrakte Verhältnis „Endlich/Unendlich“ gilt – kommt jetzt für die Ontologie hinzu, dass jede E-Variante (Eo bis E6) durch die OG-Elemente analysiert werden kann, und dadurch sowohl begrifflich verstanden wird wie zugleich auch mit allen anderen Phasen verbunden, vor allem auch mit S und R, gezeigt werden kann. Dabei erweist sich, dass jede E-Phase in sich wiederum endliche wie auch unendliche Prozesse hat, in deren Wechselbeziehung.

    369Was hat die ontologische Ausgangsebene mit den zwei S-Kraft-Arten zu tun?

    370Genauer genommen, geht es wp um die Wechselwirkung aller Phasen, vor allem der acht metaphysischen Größen mit den Eo bis E6, sowie mit deren Eigenschaften.

    371Das ist die E-Eigenschaft, „endlich“, genauer, „potentiell unendlich“ zu sein (E3), in der Wechselbeziehung zu den Unendlichkeiten der acht, vor allem zu Eo,1,2,4, und die freien N, G, I des OG, welche aktual unendlich sind.

    372Dann de E-Eigenschaft, als „statische“ „Struktur“, „abgeschlossen“, „selbstbezogen“, „vollkommen“ zu sein, zum Beispiel zu den absolut „dynamischen“ S-, R- und I-Varianten.

    373Zu den E-Eigenschaften in ihren sieben Abstufungen und Übergängen gehört beispielsweise, dass jede Variante „sie selbst“ ist und zugleich alle vorhergehenden umfassend ist; so E5 als „Realität“, als „Ganzes“. Zu den Übergängen, Entwicklungsschritten zählt zum Beispiel der von E3 zu E4, den wir mit der Ablösung der z (Sz,Rz) durch w (Sw,Rw) ansehen.

    374Die Eo und E4 sind Varianten der „Transzendenz“, sie haben Unendlichkeits-Charakter. Sie unterscheiden sich von E3, E5, die „vorrangig“ endliche sind. Also dadurch, dass die „Subjektivität“ dorthin gehört, sind sie von „Erkennbarkeit“ etc. bestimmt. Alle E-Varianten aber sind tatsächlich sowohl von „Existenz“, „Endlichkeit“ – und von Unendlichkeit zugleich geprägt. Ebenso sind sie „Nichts“ (N) wie sie „selbst“ (G) und „I“, beziehungsweise von den R-Aspekten bestimmt, auf sich selbst gerichtet (Rz,G) und auf andere sowie von anderen getrennt (Rw,N). Mit sich selbst als „E“, erfüllt das wieder den OG.

    375Eo, E1, E2, E4, welche „primär“ keine Rz-Relationierungen zwischen den Grundgrößen sind, aber dennoch Rz nutzen, um sich unbegrenzt oft auf sich selbst zu beziehen, eröffnen zwei Alternativen, die eine ist die Rw-Trennung, sie lässt durch Rz-Relation einander „fremder“ Grundgrößen – und damit auch die menschliche Subjektivität – neben Unendlichkeiten, hier die der „zeitlichen“ etc. unendlichen Wiederholung – ohne „Veränderung“ bestehen. Diese systematische wp Herleitung solcher Erkenntnisse ist zwar denkbar, konnte aber aus endlicher Erfahrung nicht gewonnen werden. Weil aber die „Subjektivität“ wie jede Phase der QM-Ordnung unterliegt, „enthält“ sie auch Unendlichkeiten. Das machte sich in der bisherigen Geistesentwicklung dadurch bemerkbar, dass immer mal wieder sprachlich-emotionale Andeutungen gemacht wurden. Zum Beispiel wenn von der „Mächtigkeit“ oder der „Allumfassenheit“ der „Geschaffenheit“ des „dunklen“, „undurchdringlichen“, „bodenlosen“ etc. „Weltseins“ geredet wird; oder knapper von der „Transzendenz“oder „Gott“. Deren endliche Beschreibungen, auch „positive“ wie „absolute Helle“, „Güte“ etc. sind das „prinzipielle Problem“.

    376Nur die E3, E5, E6 sind „erkennbar“. Weil sie selbst „Relationen“ sind, also dort Rz,G einseitig überwiegt. Das heißt nämlich, dass auch „nach außen“ Rz-G-Relationen gebildet werden. Und nichts anderes als solche Wechselwirkung mit anderen Phasen, hier mit der der Subjektivität, ist die physiologisch-psychologische Grundlage des „Erkennens“.

    377Überwiegen Rw, N, dann geht es um die voneinander Rw-getrennten acht Grundgrößen – zum Beispiel traditionell als „Sein“, „Gott“ – es geht einerseits um das „Nichts“, was wp als gleichberechtigt anerkannt wird. Und andererseits geht es um eine andere Art der „Erkennbarkeit“ – gestützt auf diese Gleichberechtigung von N mit G, letztlich „w“ mit „z“. Weil alle endlichen Phasen, hier die menschliche Gehirnfunktion, als „z/w-Gebilde“ und dabei als die Meta-Einheit „Endlichkeiten zu Unendlichkeiten“ (QM) zu betrachten sind.

    378Es gibt vier Arten von ontologischen Existenzen. Die zwei unendlichen, Eo und E4 und nur endliche als E3 und E5; sie sind die Strukturen des „umfassenden Seienden“, welche durch die Wissenschaften erfasst werden. Dann gibt es die Relationen vom Typ „endlich zu unendlich“, E1, E2 in der „Natur“ und ebenfalls als E6; in welchem Natur und Geist sowie die Subjektivität vereint sind. Es kann dort zu Gleichgewichten und auch zu Ungleichgewichten aller Beteiligter kommen, wichtiger ist, dass durch die menschliche Phase aus den vorhergehenden Abgeschlossenheiten, „Vollkommenheit“ der „Natur“ jetzt durch die subjektiven Willens-und Zielsetzungen (Ii) und Phantasien (Ei) wiederum zur Unendlichkeit geöffnet wird.

    379Es geht nun um die etwas genauere Betrachtung des endlichen E3-Bereichs. In ihm treffen sich die Eigenheiten von Eo,1,2 mit ihren Unendlichkeiten, beziehungsweise ihren einfachen Relationen – jenen Strukturen, die „vor“ der endlichen vierdimensionalen Raumzeit (Rw-Rz/Rz zu Rw-Rw-Rz) liegen – mit den E4, welche dann „nach“ der Endlichkeit liegen und daher von Unendlichkeiten geprägt sind. Die Folgeerscheinung ist, dass im Endlichen das Verhältnis „begrenzt/unbegrenzt“ überall zu finden ist. Zum Beispiel in der menschlichen Subjektivität, welche unendliche Selbstbezüge hat und zugleich endliche Relationen mit allen anderen Phasen hat. Die „Wechselwirkung aller Phasen“ und solcher Selbstbezug hängen derart, über Rz und G, zusammen. Daher kann der Mensch – sein Gehirn“ – auch die „objektiven“ Unendlichkeiten (S,R und auch N,G) begreifen.

    380Dieser Übergang vom Unendlichen zum Endlichen wird wp als QM-Ordnung auch jeder seienden Entität zugeschrieben.

    381Wie kann man das Verhältnis von Ontologie und „Wissenschaften“ beschreiben? Der traditionellen Erklärung geht es darum, das „Sein“, das „Ganze“, „Gott“ wissenschaftlich zu erfassen. Oder umgekehrt, das „Absolute“ als Basis der Wissenschaften zu erweisen; beides Mal wurde diese Aufgabe – die wir zum Beispiel als die wechselwirkende Relation „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ thematisieren – nicht umfassend genug behandelt. Die WP kann auch vom OG ausgehen und dann beim „wissenschaftlichen Handeln“ die vier OG-Elemente trennen und verbinden. Darin geht es auch um E4, welche als ontologische Größe („Sein“) in das Denk-, Forschungshandeln der Wissenschaft einbezogen wird. Aber gilt das auch für die anderen ontologischen E-Varianten?

    382Für E3 gewiss, denn es ist traditionell Gegenstand der Erkenntnis.

    383Damit ist ein Übergang, Zusammenhang von Handeln, zum Beispiel als wissenschaftliches, mit den vier OG-Grundgrößen und der Ontologie geschaffen.

    384Was aber ist mit den acht absoluten Größen und was mit E1 (S/R) und E2 (z,w, also vorendliche Sz/Rz-und Sw/Rw-Relationen) sowie mit dem „Ganzen der Realität“ (E5), auch als das „Umgreifende der Welt“ genannt? Sie alle haben in sich Zweierlei, das „objektive“ Verhältnis von Endlichkeit zur Unendlichkeit und ihre subjektive, begriffliche Bestimmungen durch die vier OG-Elemente. Sie alle haben die Möglichkeit zur „inneren Wechselbeziehung“ und damit die Zielsetzung („I“) auch auf sich selbst (G), was „E“ erzeugt oder auch nicht (N), weil es auf andere bezogen ist. Das sieht man gut an E6, das zur endlichen „Realität des Ganzen der Welt“ noch die unendlich freien „Ii“ und „Ei“ jedes Individuums hinzu nehmen kann.

    385Wie kann man beispielsweise das Verhältnis von „Natur, Naturwissenschaft-Weltbilder“ wp-ontologisch schildern? Zum einen sind das komplexe Relationen. Zum anderen kann man diese Komplexe auf die ontologischen Eo bis E6 „abbilden“. Die „Subjekte“ sind Natur und Geist zugleich und in deren inniger Wechselwirkung als „allgemeine Entwicklung“. Der „Geist“ sind alle Phasen und der OG. Als Phasen, Wissenschaften nachvollziehen sie die „allgemeine Entwicklung“, theoretisch, geistig. mit dem Entwicklungsziel OG. Dieses unterliegt der QM-Ordnung ebenso wie alle Phasen auch. Dadurch kann man die OG-Elemente verbinden, zum Beispiel um daraus die Sprachen der Wissenschaften und des Alltags zu konstituieren. So kann man die Basis der Natur und deren Wissenschaften kurz und maximal korrekt mit den vier OG-Begriffen beschreiben. Man kann aber die vier OG-Elemente auch so aufeinander beziehen, dass sie sich untereinander beschreiben oder dass sich nur jedes selbst „bestätigt“. Letzteres macht das „E“ und es wird durch G, N und „I“ maximal erfasst.

    386In der Geistesgeschichte gibt es viele „philosophische Weltbilder“ und noch mehr einzelwissenschaftliche Erklärungen „der Welt“. Wie kann man das „ordnen? Die WP postuliert zum einen erst mal eine – abstraktere – „allgemeine Entwicklung“, in welcher alle jene Weltbilder und Wissenschaften dadurch ihren berechtigten Platz finden und ihre notwendigen Eigenschaften haben, dass wir die acht Grundgrößen postulieren, die mit ihrer gemeinsamen Grundeigenschaft, Endlichkeit mit Unendlichkeit zu „verbinden“ vermag, und die dabei alle jene endlichen Eigenschaften durch Relationierungen erzeugen können. Auch die zeitlichen Erzeugungsschritte, in ihren Entfernungen von S,R und OG lassen sich über die Abnahme der S-Kraft und die Zunahme der potentiell unbegrenzten Anzahl der endlichen Entitäten – was zugleich auch die Ursache der „S-Kraftabnahme“ ist – erklären. Diese Zunahme der „Anzahl“ der existierenden Detail in allen Einzelphasen, Praxen und Wissenschaften ist ihrerseits nichts anderes als der Übergang von den Unendlichkeiten (in S,R und OG) zu den „potentiellen Unendlichkeite“ des Seienden und schließlich zu den „echten“ Endlichkeiten (E3,z/w etc.-Gleichgewichte) dort. Das spielt sich speziell auch im Ontologischen ab, kann aber als die E-Varianten vom Gesamtzusammenhang getrennt (Rw) behandelt werden.

    387Die Geistesgeschichte ist ein Teil der „allgemeinen Entwicklung“. In der konkreten Entwicklung der Philosophie und der Wissenschaften – und natürlich auch der Alltagskulturen mit deren Wissen und Motivationen etc. – waren diese Bereiche deshalb, bist heute noch, getrennt und sogar meist kontrovers ausgerichtet. Beispielsweise war der Grund dafür, dass naturwissenschaftliche Überlegungen und philosophische nicht kompatibel schienen, weil die mechanistisch-positivistische-realistische Interpretation der drei OG-Elemente E (Existenz), G (Gleichsetzung) und N (Negation) im Sinne der Empirik, Rationalität etc. verstand. Und die traditionelle Philosophie versuchte, den Sinn des Seins (E), der unendlichen Identitätsbildung (G) und das „Nichts“ (N) zu verstehen.

    388Wp werden diese unterscheidbaren Interpretationen dadurch zusammengeführt, dass sie mit den vielen Einzelwissenschaften verbunden werden. So mit der physikalischen S/R-Basis, der Mathematik (Rz,Rw) vor allem mit den biologischen Gehirnfunktionen; „rationales Denken“ und „empirische Wahrnehmung“ beruhen auf diesen Hirnfunktionen, auf den Entwicklungs-Übergängen von der Natur zum Geist.

    389Mit der wp Modellierung kann man alle Wissenschaften mit allen Philosophien sowohl vereinen wie zugleich zeigen, wie diese sich auch unterscheiden.

    390Entgegen der herkömmlichen Annahme kann die WP die Natur und die Naturwissenschaften – beides durch die „allgemeine Entwicklung“ in Wechselbezug (Rz/Rw zu N/G) verbunden und getrennt – mit dem „Sein der Welt“ zusammen bringen. Dieses „Sein“ deckt allerdings alle ontologischen E-Varianten (Eo bis E6) ab, so für die Natur die S,R und die endlichen begrifflichen E sowie die der Subjektivität.

    391Wenn wir die „Wissenschaften“ „ontologisch“ „interpretieren“, also mit der spezifischen Sicht auf die Existenzarten verbinden, dann zeigen sich für die Natur die Eo,1,2 geeignet und für die Wissenschaften insgesamt sind die entwickelten und begrifflich geprägten E3, E4 geeignet. Was aber ist mit den ethischen Seiten der Sozialität oder den ästhetischen der Subjektivität?

    392Hier zeigt sich, dass die wp Systematik zwar die „E-Seite“ auch Rw-,N- separieren kann, aber die Verbundenheiten (Rz,G) mit der „I-Seite“ nicht zu vergessen sind.

    393Die traditionellen ontologischen Analysen präsentieren zwei Eigenarten, welche die wp Systematik in ihre eigene Ausgangslage zurückführen kann. Da geht es zum einen um die Behauptung, dass die Natur „ein bewusstloses und geistesfremdes Geschehen“ sei., welches als völlig fremdes anzusehen sei. Das ist „formal“ gesehen deshalb unrichtig, weil die Wahrnehmung und die Reflexion über die Natur und hier jene Aussagen formaler Art im Subjekt, in seinem Gehirn, Naturgesetze mit denen der Verbegrifflichung vereinen. Inhaltlich geht es darum, jene Gesetze der Natur mit den Gesetzen des menschlichen Denkens zu vereinen und zugleich das mit der physischen Natur des Gehirns und der materiellen „Welt“ allgemein zu verknüpfen.

    394Wie kann man beispielsweise die „Mathematik ontologisch und wp einordnen und auch beurteilen? In der „allgemeinen Entwicklung“ vertritt sie die „R-Seite“, welche sich von der S-Seite durch Rw befreit hat und damit durchaus Züge hat, welche zwar die Natur der Welt beschreiben kann, aber das zugleich auch „defizitär“ erscheint. Jedoch ist die Mathematik als R- Vertretung derart grundlegend verankert, dass sie allgemeingültig einsetzbar ist.

    395Die andere wp Erfassung geschieht durch die „Wechselwirkung“ aller Phasen – welches mit der „allgemeinen Entwicklung“ verbunden ist.

    396So steht die Phase der Subjektivität, der Mensch, mit allen anderen Phasen in Wechselwirkung. Mit der Mathematik in zweierlei Weise, als die „Erzeugung“ der OG und der menschlichen Sprache daraus durch die Schritte in der„allgemeinen Entwicklung“, welche von den „R“ zu „I“, von Rz zu G, von Rw zu N und von Rz/Rw zu E führen. Zum anderen besteht eine Wechselbeziehung darin, dass der Mensch die Mathematik zu „verstehen“ sucht. Diese Arten der Beziehung bestehen zwischen allen Phasen, aber gerade die letztere, welche nicht der „natürlichen“ Entwicklung entspricht, macht deshalb spezifische emotionale Schwierigkeiten. Die Ontologie übergeht das in ihrer abstrahierenden Festlegung allein auf die „E-Seite“.

    397Man muss sich bewusst machen, wp gesehen ist Natur von „S/R“ zu verstehen und Mathematik von den R-Aspekten. Aber eben dieses „Verstehen“ durch den Menschen weist darauf hin, dass der sich aus den S-und R-Aspekten entwickelnde subjektive Geist, und dann auch der OG; immer schon in den S-und R-Aspekten steckt. Dass die S-und R-Aspekte auch geistige Eigenschaften haben und umgekehrt, dass in allen menschliche Emotionen und Denken S- und R-Reste vorhanden sind. Das ist schwer vorstellbar und kann nur durch die wp „allgemeine Entwicklung“ oder auch speziell durch die ontologische Entwicklung etwas verständlicher gemacht werden. Die eigentliche Herausforderung ist dabei der Zusammenhang von „Endlichkeit“ mit den „Unendlichkeiten“.

    398Kann man sich den Weg der Erklärung über alle Einzelwissenschaften ersparen und nur die wp Erfassung durch die „Subjektivität“ schildern?

    399Weil alles ontologische Aussagen über „E3“ und darin über die Subjektphase läuft, muss der Mensch die Natur (Eo,1,2), aber auch die E3-Subphasen wie zum Beispiel die Kunst, Literatur, also jene zwar endlichen, aber dazu freien Existenzen, die zu E6 gehören, in ihrer Existenz sinnhaft einordnen. Die WP hilft dabei, wenn sie andere seiende Subphasen, wie zum Beispiel die menschliche Geschichte oder die Emotionalität, genauso wie die strengen Wissenschaften, in die allgemeine Wechselwirkung der Phasen einbezieht.

    400Wenn traditionell von der alles umfassenden „Welt“ gesprochen wird und von den „Teilen“ der Welt sowie von den „Bedingungen“ sowohl für diese beiden unterschiedlichen formalen Zustände, dem Ganzen und den Teilen, wie auch als „Bedingungen“ für die „Inhalte“ dieser „Teile“, zum Beispiel die Subjektivität oder „das Geistige“ mit deren „Dasein, ihrer Existenz“, dann kann die WP für das Formale die Rz-Kohäsion und für die Teilungen der „Welt“ „Rw“ anbieten. Zugleich verbinden wir Rz und Rw mit jenen S-Aspekten und mit den OG-Elementen, welche nicht nur „letzte Teilchen“ sind, sondern auch die gesuchten „Bedingungen“ dessen sind, was „Welt“ und „Subjektivität“ sind und sein können.

    401Traditionelle Fragen waren zum Beispiel, ist der Mensch „selber Welt“, aus der Welt hervorgegangen oder „trägt ein Grund“ beide, Welt und uns?“ Die Wissenschaften und auch die Philosophien haben das fortlaufend besser beantwortet. Die WP erklärt das in ziemlich komplizierter Weise, man kann das aber durch die – auch zur WP gehörige Subphilosophie, die Ontologie, als philosophischen Teilbereich – vereinfacht darlegen.

    402Es geht da um die endlichen E3, das Subjekt zum Beispiel, und um die Eo,1,2 der natürlichen Welt, um E4 im OG und E5 als „die ganze Realität“, welche alles Vorhergehende vereint (Rz,G) und um E6, welches noch zusätzlich und in Relation dazu die unendlich freien Willens- und Phantasie-Entitäten hat (Ii/Ei).

    403Diese allgemeine und formale ontologische Vereinfachung in Hinsicht der „Existenzarten“ wird nun aber wp genauer analysiert. Jedes „E“ kann in sich als einerseits „Existierendes, als „Etwas“ begriffen werden, dann aber als unendlich Identisches mit sich selbst (G) auf sich gerichtet („I“) und nach außen als ein „anderes“ (N). Es entsteht aber mit dieser Außenbeziehung zwischen den E-Arten eine außerordentliche Komplexion wp Art. Wobei andererseits jede „E-Art“, dadurch den anderen auch „gleich“ (Rz/G) ist, dass sie nur durch die vier OG-Elemente, die jede E-Art in sich hat, erklärbar sind.

    404Es war immer schon die Frage, ob und wie „wir“ (Subjekt als E3) „Welt“ (E5) sind oder aus der Welt hervorgegangen sind, oder ob es einen Grund gib, welcher beide fundiert. Wie hängen diese drei Möglichkeiten zusammen? Wie ist dann im Subjekt die Welt und wie unterscheiden sich die drei; wo doch die „leblose Welt so fremd“ ist und die Beziehungen so „zweideutig“ sind, „sich zeigend und verhüllend zugleich“.

    405Wenn, wie bisher gilt, dass die „Welt“, „aus der alles hervorgegangen ist und hervor geht“ und das „Dasein, das subjektive Bewusstsein und der absolute Geist“ offensichtlich irgendwie zusammenhängen, aber auch strikt zu trennen sind, dann kann man dies nicht nur mit den herkömmlichen praktischen und wissenschaftlichen Erfahrungen erklären, auch nicht mit „logischen Überlegungen“. Vielmehr gilt es, die Basis von Erfahrung und auch von Logik (N-G), also die OG-Elemente und deren Relationen, welche Denken und Sprachen konstituieren, durch die S/R-Polarität, die QM-Ordnung und die „allgemeine Entwicklung“ systematisch zu verbinden. Erst wenn die bisher gängigen Meinungen über „Materie“, „Subjektivität“ und „absoluten Geist“ gründlich erweitert werden, kann man auch in der speziellen ontologischen Sicht weiter sehen.

    406Ein weiteres Problem in der Analyse der Verhältnisse zwischen „Welt“, mit deren „Bedingungen“ für das, was „wir sind“, und dem Menschen mit seiner Gewissheit, dass „wir“ noch einiges mehr sind als die „Welt“, wird wp durch die Erweiterung der QM-Ordnung“ und deren Rückgriff auf die naturgegebenen Unendlichkeiten (S,R, z,w) zu verstehen sein. Es ist das wp die „Mechanik“ für die „allgemeine Entwicklung“. Die Subjektphase kann aus den Unendlichkeiten der Natur, den z und w – welche in ihren Relationen die Endlichkeiten erzeugen – ihre eigenen und „gesteigerten“ Unendlichkeiten erzeugen: Als die freien Willensakte „Ii“ und die Entitäten-Phantasien Ei.

    407Wenn man die erweiterte QM-Ordnung auf die Ontologie bezieht, sehen wir in Eo die absolute Rz-Kohäsion, so die tendenziell unendlich enge Bildung von Identität der S-mit den R-Aspekten. Das wird durch das Überwiegen der Sz-Kräfte (Starke Wechselwirkung und Gravitation) bewirkt. Im Verlaufe der „allgemeinen Entwicklung“ wird Sz schwächer. Es entstehen E1, z (Sz/Rz) und „zugleich“ E2, Sw/Rw („w“); in E1 gibt es daher keine eindeutige Identität mehr.

    408In E3, der „Endlichkeit“, sind Trennungen und Kohäsionen zu „Rz/Rw“ vereint. Dieses dynamische und alles Endliche erzeugende „Gleichgewicht“ wird im E4 als strikt getrennte (Rw,N) begriffliche Basisgrößen (E-N-G-I) abgelöst. Von da geht es zum E5, der „Realität“ der „Welt“, welches alles Bisherige vereint, also wp notwendige Meta-Relationen als „vorgegebene“ vereint (Rz); und weiter zu E6, in welchem wieder die unendlichen Freiheiten erscheinen können.

    409Der Übergang zwischen den Eo bis E6, als Wechselbezug und damit als Erzeugung oder Umwandlung, wird von uns als ein Teilaspekt der „allgemeinen Entwicklung“ angesehen. Herkömmlich wurde das angedeutet, wenn zum Beispiel gesagt wurde, dass das „Wissen“ (E3 und E4) von dem was „die Welt als Umgreifende“ ist, nicht möglich sei und daher nur ein „Berühren“, ein „Transzendieren“ in Frage komme. Das wird von uns als die „unendliche“ Abnahme der Sz-Kräfte und daher die Zunahme der Sw-Trennungskräfte und der sich daraus entwickelnden QM-Ordnung – abwechselnden OG-Elemente – hier speziell der E-Varianten – verstanden.

    410Es wurde gesagt, die „Welt“ (E5) kann man wohl emotional oder sprachlich in Analogien „berühren“, aber nicht wissenschaftlich erforschen und als Wissen „fixieren“. Wir erweitern diese Problematik wp. Einerseits geht es hier um die speziellen ontologischen Varianten von „E“, andererseits geht es um die acht unendlichen Grundgrößen (S,R,OG) und ihr Verhältnis zu den „endlichen Relationen“ aus diesen Acht. Die „Emotionalität“ und die „sprachliche Analogiebildung“ sind „endliche“ Relationen, sie haben dadurch nichts mit den Anforderungen unendlicher Art zu tun. Aber die unendlichen „E“, „I“, „N“ und „G“ können sehr wohl zur Beschreibung der „Welt“ vom Subjekt genutzt und auch „verstanden“ werden.

    411Beide Möglichkeiten und ihr Verhältnis – als unendliche Annäherung – sind in der Subjektphase deshalb vorhanden, weil der „Realität“ insgesamt die QM-Ordnung (z-w zu z/w zu z-w zu etc.) als Einheit zugrunde liegt; das betrifft dabei auch einzelne der acht Grundgrößen in ihrer speziellen Entwicklung, wie hier die „E“ in der „erweiterten Ontologie“.

    412Eine Folge der „erweiterten QM-Ordnung“ mit der Relationierung der Endlichkeiten mit den Unendlichkeiten, ist die Möglichkeit des menschlichen Subjektes, phantastische, „illusionäre“ Ii, Ei aus der Dynamik endlich/unendlich, auch „G/N“, zu erzeugen.

    413Menschliches „Wissen“ ist immer zugleich rational und emotional beeinflusst. Beider Wechselwirkung wird von der WP tiefer begründet. Das „idealistische“, „mechanistische“ Denken nutzt E, G, N und damit diese „unendlich freien“ Größen, die als „rationale“ gelten, nicht nur obwohl, sondern weil sie „Unendlichkeits-Merkmale haben. Daneben gibt es die Relationen der vier OG-Elemente und deren zahllose Kombinationen. Sie sind „konstitutiv endlich“. Durch die Anwendung der freien „I“ und auch durch den Einfluss der „N“ sind sie zum Beispiel sowohl als „reale“ wie als „irreale“ Entitäten zu konkretisieren.

    414Es geht um einige zentrale Fragen; zum einen, „was ist transzendierendes Denken“? Die WP zeigt, dass „isolierte“ Entitäten als solche der Unendlichkeit zu verstehen sind; übrigens zugleich als solche, welche dem „Nichts“ entsprechen. Wp haben sie ihre Basis in den vier OG-Elementen; und in S,R.

    415Die OG-Elemente wurden immer schon genutzt, zum Beispiel in der Logik, als strikte Trennung „N – G“, oder in der Ontologie, welche auch von der begrifflichen Trennung der „E“ von allem anderen ausgeht.

    416Eine weitere Frage ist die, ob sich die moderne Physik und die Mathematik, für diese Wissenschaften und ihre wissenschaftlichen Methoden durch die „aktuale Unendlichkeit“ jenseits der bisherigen Philosophie und der alltägliche Intuition genauer beschreiben lässt. Wp geht es um die freien, Rw-isolierten Sz, Sw und Rz,Rw und dabei um deren Erfassung durch die freien E, G, N, I des OG.

    417Wie hängen nun die Endlichkeit, als ihre endlichen Phasen, so die „Ding-Welt“ oder die „Sprache“, zum Beispiel mit den unendlichen „E“ zusammen? Der etwas komplizierte wp Zusammenhang kann vereinfacht durch die – unendliche – Selbstanwendung, den Selbstbezug der Rz, Rw und der N,G, I, und ontologisch gesehen, der „E“ verstanden werden.

    418Die traditionelle „Transzendenz“ wird wp als die Arten der Unendlichkeit sowie als das – der Trennung in Unendlichkeit und Endlichkeit übergeordnete (dritte QM- Möglichkeit) – Verhältnis „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ angesehen. Das wurde in der Geistesgeschichte sprachlich und in sozialpsychologischer Emotionalität zum Beispiel als „Mythen“ oder als „Rätsel“ und intuitive „Bilder“ gefasst; interessant ist dabei, dass auf solche Aussagen, noch in „hermeneutischer“ Methodik be-und verharrt wurde. Die WP macht das eigentlich nur dadurch etwas deutlicher, dass sie die dabei verwendeten Phasen – Psychologie, Alltagssprache, hermeneutische Methode etc. – systematisch vereint, auch mit allen hier nicht benachbarten Phasen; und das begründet.

    419„Die „Welt“, „das Ganze“ wird von uns als E5 nicht nur als Menge aller vorhergehenden Existenzformen verstanden, sondern zugleich auch in deren wechselwirkendem Zusammenspiel. Das zeigt sich etwa als eine Einheit aus den verschiedenen Beschreibungen, welche jede einzelne Wissenschaft, Phase von „der Welt“ beisteuert. Zuvörderst ist es zusätzlich so, dass es aus der Phase der Subjektivität jedem einzelnen Menschen möglich ist, seine Gefühle, sein Wissen und Wollen in Bezug auf alle anderen Phasen als „seine eigene Welt“ in ein gesamtes Bild einzubringen.

    420So kann die Relationierung jeder Wissenschaft mit den anderen Phasen – ob als Mathematiker, Biologe, Psychologe, Historiker etc.pp – als jeweils spezielle „Weltsicht“ verstanden werden.

    421Das subjektive Gefühl unterscheidet dasjenige in der „Welt“, was uns vertraut ist, mit dem wir verwachsen sind, in dem wir geborgen sind, von dem, das fremd ist und so bleibt und das emotional als feindselig oder als gleichgültig beurteilt wird. Die moderne Ontologie sieht in der „allgemeinen Entwicklung“ die Reihe der E-Varianten in ihrer Nähe oder Entfernung eben durch die „Entwicklung“ der „E“. Die endlichen E3, zu welchen die menschliche Subjektivität gehört, haben die E4,5,6 dadurch zu „Nachbarn“, weil in ihnen die freien Ii und Ei, welche im E3 erzeugt wurden, nun noch weiter wirken. Während es in Eo, E1, E2 die R-Aspekte – verbunden als „S/R“ – noch als die Vorformen der die „Subjektivität“ fundierenden „Ii/Ei“ gibt. Diese freien Ii, Ei und ihre Relationen sind zentral für alles menschliche Fühlen und Handeln, in deren praktischen und theoretischen Erscheinungen.

    422Die E3 -Entitäten, hier also die „Subjektivität“, haben – dadurch, dass sie Rz, G und Rw,N und beider Bezug zugleich haben, sowie dabei Unendlichkeiten wie Endlichkeiten verbinden – den unendlichen Bezug auf sich selbst und den Bezug auf die „Welt“, auf die Phasen außerhalb jedes einzelnen Subjekts. Zwischen diesen beiden QM-Möglichkeiten gibt es die sie verbindende dritte, welche in ihrer damit verbundenen „Entwicklungsdynamik“ die Phasen der Welt mit der Subjektivitätsphase verbindet. Es ist der Mensch, der dank seiner freien I-Funktionen und seines freien phantasierenden, hypothetisierenden Denkvermögens (Ei) das fundiert, was als menschlichen „Handeln“ – Denk-,Sprach-, Arbeitshandeln etc. – und somit als die „Wissenschaften“ gelten kann.

    423Die Wissenschaften verbinden also zum Beispiel die Unendlichkeiten des subjektiven unbegrenzt freien Ii und Ei, welche eigentlich Varianten der unendlichen OG-Elemente sind – mit den Unendlichkeiten der natürlichen Welt (S-und R-Aspekte). Diese subjektive Arbeit der Wechselbeziehung und der Entwicklung ist jedoch nur ein Ausschnitt aus alle dem, was und wie die Endlichkeit, also „E3“, die Eo, E1, E2 mit den E4, E5, E6 verbindet.

    424Es gibt also keine absolute Fremdheit „ der „Welt“ für das Subjekt, es gibt jedoch das „Rz/Rw-Verhältnis“, welches genauer zum Beispiel darin besteht, dass der Mensch selbst auch aus Natur besteht, und dass er durch sein Handeln – erzeugend, arbeitend, denkend, sprechend, erforschend – in jeder Weise die Verbindung mit der Welt aufnehmen kann. Beides Mal geht es um die wp Varianten der „allgemeinen Entwicklung“ und ihrer speziellen Form, der „Wechselbeziehung“ als Erzeugung und Veränderung zugleich von Welt und Subjekt.

    425Die wp Situation ist, dass es die wissenschaftliche und die umgangssprachliche Fassung der „Welt“ und die daraus sich abstrahierenden OG-Elemente gibt, sowie die Subjekte, welche zwar auch bei der Erarbeitung dieser Phänomene beteiligt sind, aber zugleich emotional eigene Wege gehen, welche darüber hinaus die totale Negation der Welt, der Wissenschaften und der abstrakten Unendlichkeiten (des OG) möglich macht; da ja der Mensch die eigenen „I-Funktionen“ seines Willens nutzt. Die WP kann das nur fundieren und ordnen, weil sie ihre Grundgrößen (S, R, OG) zugleich getrennt (Rw) wie verbunden (Rz) in allen drei jener geistesgeschichtlich unterschiedenen Großbereichen ausfindig machen kann.

    426Die Wechselwirkung, welche, die WP zugleich als gegenseitige Veränderung und Erzeugung wie auch als „Erklärung“ bestimmt und welche auf dem „z/w“-Wechselspiel beruht, kann – (QM und eben hier die Trennung Rw, Kohäsion Rz) – weiter ausdifferenziert werden. Zum Beispiel hat jedes „Detail“, so auch jeder Mensch seine eigene „kleine Welt“, in welcher alle jene anderen Details an der Veränderung und Weiterentwicklung durch Wechselbezug beteiligt sind. Wenn man nun beliebige Zusammenstellungen von „Details“ – zum Beispiel eine Gemeinde oder zum Beispiel „die Tierwelt“ nimmt, dann spielt sich dort formal gleiches ab, was zum Beispiel „im“ Subjekt vor sich geht oder zwischen Subjekt und seiner Umwelt oder dann auch zwischen den Wissenschaften etc. Jeder diese „potentiell unendlich vielzahliger„ Bereiche hat ebenso viele je spezifische inhaltliche Mannigfaltigkeiten.

    427Das alles kann man nun auch als ontologisches Wechselspiel der sieben Existenzarten (Eo bis E6) schildern. Aber auch hier wird nur die „E- Seite“ berücksichtigt, die WP erweitert das „inhaltlich“ durch die analog verlaufenden anderen sieben Grundgrößen (Sz,Sw,Rz,Rw,G,I,N).

    428„E3“ wird philosophisch als Endlichkeit, Seiendes, Dasein bezeichnet. Wp hat es eine „formale“ und eine „inhaltliche“ Seite. Zur formalen gehört, dass es der Bereich ist, in welchem durch Selbstbezug die unendlichen Grundgrößen Relationen bilden und damit von der aktual unendlichen „Anzahl“ zur „potentiell unendlichen“ Anzahl übergeht. „Inhaltlich“ verändern sich dabei die Unendlichkeitseigenschaften zu denen der riesigen endlichen Mannigfaltigkeit an Strukturen und Prozessen. Schließlich mündet dieser Teil der „allgemeinen Entwicklung“ einerseits in den „E-Vollendungen“ jeder „endlichen Art“, welche die subjektive Erfahrung kennt. Andererseits werden durch Induktion die OG-Elemente als neuerlich unendliche erzeugt.

    429Die „Inhaltlichkeit“ kommt durch die spezielle Wechselwirkung der Subjektphase mit jeweilig anderen Phasen zustande. Um das genauer zu erfassen, müsste man auch und letztlich die unendlichen Eigenschaften der acht Grundgrößen – und dabei deren unterschiedliche „Existenzformen“ -in deren Entwicklung begreifen.

    430Zum Beispiel sind die „S“ und „R“ formal unendlich. Diese werden einerseits tendenziell erhalten und mit ihnen ihre Unendlichkeit, aber zugleich bewirkt die „allgemeine Entwicklung, dass sich deren „aktuale Unendlichkeit“ in die „potentielle Unendlichkeit“ und bei vielen Kombinationen des Seienden auch in „vollendete, abgeschlossene Endlichkeit“ wandelt.

    431Eher inhaltlich geht es zum Beispiel bei Sz und Sw um die „Kraft-Vorstellung“. Durch die endliche Relationierung „z/w“, kommt deren Inhaltlichkeit dadurch zustande, dass sich weitere Relationen und Kombinationen in allen anderen Phasen bilden und dabei vor allem im Bezug mit der Subjekt-Phase.

    432Die zwei gerichteten S-Kraftarten (in z und w) „neutralisieren“ sich in ihren unterschiedlichen dynamischen unendlichen Richtungen, und sie erzeugen damit das, was zum Beispiel als „raumzeitliche Bewegung“, als „Prozesse“ etc. alle Inhaltlichkeit mit fundiert.

    433Das neutralisierende Aufeinanderprallen der zwei unendlich wirkenden Sz und Sw erzeugt das, was als „Existenz“ („E“) ebenfalls zur Basis der „Inhaltlichkeit“ gehört; die E3, E5, E6 haben diese endliche Seite.

    434Zur Inhaltlichkeit gehörten nach subjektivem Erleben, emotionalem und rationalem, weiterhin die Entwicklungsübergänge von Rz zu G und von Rw zu N sowie deren Kombinationen und solchen mit den vielen abstrakten und konkreten „I/E-Varianten“.

    435Aus den physikalischen z, Sz, Rz und/zu w, Sw,Rw wird das, was begrifflich als „Inhaltliches“ bezeichnet wird, durch die „allgemeine Entwicklung“, also durch S-Veränderungen etc. Das erzeugt letztlich die vier OG-Elemente und dann deren Relationen. Aber es gibt noch zusätzliche Ursachen, welche „Inhalte“ erzeugen kann. Das sind die Wechselwirkungen zwischen den Phasen. Vor allem die mit der Subjektphase. Zum Beispiel beruht die Mathematik auf maximal abstrakten Rz, Rw; um jedoch einigermaßen begrifflich-anschaulich zu sein, hilft sich das Subjekt mit seiner Erfahrung oder auch mit seinen Emotionen und erzeugt aus seinen Ei,Ii, N,G „inhaltliche Seiten“ an mathematischen, geometrischen Abstrakta. Die QM-Ordnung erlaubt sowohl solche Einteilungen (Mathematik, Subjekt etc.) und Abtrennungen (Rw) wie auch die Vereinigungen der Einzelphasen (Rz).

    436Die wp Ausdifferenzierungen können „ontologisch“ auf die „Existenz“-Funktion reduziert werden. Die WP differenziert die „Realität“ (E5) in die Phasen (E3, aber auch Eo,1,2,4) und diese werden durch Wechselwirkungen zu E5 vereint. Im Mittelpunkt steht dabei die Subjektphase, wenn sie jene Wechselbeziehungen als die vielen Varianten des subjektiven Handelns vereint. Zum Beispiel durch Arbeitshandeln, ökonomisches, produzierendes und konsumierendes Handeln, technisches, denkendes, gesellschaftliches etc.

    437Die WP geht von den drei „Polen“ aus, den S/R, dem OG und der „Subjektivität“, welcher jeweils aus sich durch „Handeln“ Neues erzeugen kann und jene Wechselwirkungen aller Phasen auch dadurch herstellt; neben den Wirkungen der beiden anderen Pole. Durch letzteres wird „das Ganze der Realität erzeugt (E5), durch Einbezug des Menschen wird E5 zu E6 erweitert. Hier ist die Frage, warum wird die wp Systematik auf die „Ontologie“ reduzierbar? Das bewirkt zum einen die QM-Ordnung, welche beliebig Rw-Trennungen zulässt. Wichtiger ist jedoch, dass die „Eigenschaften“ der E-Seite – von „S“ und von „S/R“ her – in allen jenen wp Phasen und deren Fassung als E-Varianten auffindbar sind.

    438Dabei geht es inhaltlich darum, dass die E3 alle Phasen in sich vereint, welche als praktische Teile der Welt – physikalische, biologische, wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche, technische jeder Art etc. – gelten und dazu vor allem die menschliche Subjektivität, welche diese endlichen Arten untereinander und mit sich eben auf „endliche“ Weise relationiert; vor alle auch dank der freien R-fähigen „I-Kategorie“.

    439Diese „Welt“ des „Daseienden“ (E3) ist zugleich in jeder ihrer Eigenschaften von den Eigenschaften der Eo,1,2,4 – also von den Freiheiten, Unendlichkeiten etc. – fundiert, und zugleich sind die endlichen E3 dadurch gänzlich verschieden von den S, R, OG, dass sie deren Unendlichkeiten, Gerichtetheit, Unbegrenztheiten aufheben kann.

    440Erst durch die Wechselbeziehung dieser Grundmöglichkeiten ist die „Realität“ mit deren Strukturen und Prozessen möglich.

    441Die WP kann mit den zwei Unendlichkeits-Arten bestimmte Eigenheiten der ontologischen Seite der Philosophie und der Umgangssprache erklären. Die unendlich durch „z“, „Rz“ auf sich bezogene Vorstellung ist eine Denkvoraussetzung von „Existenz“ und formal auch für „Eins“. Dagegen ist „w“, „Rw“ in deren Unendlichkeit, welche in grenzenlose „Weite“ weist, die Denkvoraussetzung von unbegrenzter „Vielheit“. Die WP kreiert nun daraus „z/w“, „Rz/Rw“ als Modell für die endlichen und nur potentiell unbegrenzten Übergangsfelder in allen Arten der „Existenz“. Ein konkretes Beispiel dafür ist die „Einzigkeit der Welt“, welche zugleich von potentiell unbegrenzter „Vielfalt“ ist. Die aktuale Unendlichkeit (freie w, aber auch freie z) besteht dann darin, dass diese unsere „Welt“ mit ihren Vielheiten in anderen Weisen der Unendlichkeit – zum Beispiel zeitlich (Rw/Rw) – „immer wieder als endliche entstehen wird“.

    442Ein moderner Begriff von „Welt“ wäre dann als E6 zu beschreiben. Das umfasst alles bisherig Gewordene (E5), die Ansammlung in allen Phasen, die der Natur (S/R), das abstrakt Geistige, so als die OG-Elemente, und das Endliche, welches die menschliche Subjektivität zum Beispiel auch durch die subjektiven Ei-Phantasien und die Ii-bestimmten Handlungsakte erzeugt.

    443In E6 wären auch die Möglichkeiten enthalten, dass die unbegrenzte weitere Erzeugung, Entstehung von neuen Welten als „Eo (S,R), als E4 (OG und alle geistigen Relationen daraus) und die endlichen Welten (E3) gesichert ist,

    444Es gibt dann wp und von der QM-Ordnung (Rz,Rw) her die Möglichkeit, jene E6-Welt als Einheit der Wechselbeziehung der Eo bis E5 zu sehen; aber auch die Möglichkeiten, jede dieser E-Varianten abgetrennt von den anderen zu betrachten, beziehungsweise zwei oder mehrere E-Varianten in ihrer Wechselbeziehung zu beschreiben.

    445Die wissenschaftliche Beschreibung und die philosophische sind solche Wechselbezüge. So kommen sie beide bei der Erfassung der konkreten und endlichen Welt nicht umhin, dabei die unendlich abstrakten OG- und S-R-Elemente zu nutzen; und umgekehrt kann die endliche Subjektivität (E3) – auch die anderer Lebewesen als nur der Mensch – die anderen E-Varianten „verstehen“, handelnd „denken“, „bearbeiten“ etc.

    446Die endliche „E3-Einheit“, aus Rz und G gebildet, setzt sich aus sehr vielen endlichen Details in den vielen Phasen zusammen, sie sind ihrerseits wieder konkrete wie auch theoretische und weisen damit auf Verbindungen außerhalb der Endlichkeit. Dazu kommen nun die vielen endlichen menschlichen Subjekte, welche in ihren Fähigkeiten, in ihrem „Handeln“ als bewusstes Denken, Arbeiten etc. Verbindungen zu den anderen Endlichkeiten aufnehmen; auch das Denken, das abstrakte „Bewusstsein“ nutzt Unendlichkeiten. Also, innerhalb des Endlichen (E3) wechselwirken die ansonsten trennbaren (Rw und N) Einzelheiten aufeinander ein und sie beziehen sich dabei auch auf die anderen Existenzformen, auf die „unendlichen“ sich selbst gleich bleibenden Grundgrößen (S,R,OG) und auch auf E5, E6, welche ebenfalls Endlichkeiten und Unendlichkeiten in sich vereinen und zugleich mit allen anderen verbunden sind..

    447Wenn man die sieben E-Varianten vergleicht, miteinander in Wechselbeziehung sieht, dann ist das ein Ausschnitt in der „allgemeinen Wechselbeziehung“ aller Phasen. Da könnte man nun fragen, ob eine Phase, beziehungsweise eine E-Variante alle anderen „bestimmt“, „das Maß für die anderen“ ist. Das ist deshalb möglich, weil es hier um eine von der menschlichen Subjektivität geleitete Fragestellung und Beantwortung geht. Diese wird von der „OG-Phase“ bestimmt, deren abstrakte Kategorien die Basis aller Sprachen, allen Forschens und Wissens des Menschen und allen menschlichen Denkens sind. Speziell ist es das „E4“ im OG, dessen gedachter und abstrakter Sinn als „Existenz“ allen anderen E-Varianten zugrunde liegt.

    448Die WP relativiert nun diese Überlegungen und weitet das aus, wenn sie einerseits die OG-Kategorien „I“ und „N“, welche über das „Sein“, die Existenz (E4) hinaus weisen, als gleich berechtigt ansieht. Darüber hinaus gilt das umso mehr für die S-und R-Aspekte.

    449Was kann eine moderne Ontologie zum traditionellen Problem der „Grenzen der Welterkenntnis“ sagen? Wenn man dabei davon ausgeht, dass es die endlichen Wissenschaften mit deren endlichen Begriffen und Methoden sind, welche diese Frage beantworten sollten, dann ist das erst Mal ein Kreisschluss. Die wp Analyse der Einzelwissenschaften zeigt aber nun, dass in den Annahmen der einzelnen Strukturen der alltäglichen Welt ebenso abstrakte und damit unendliche Entitäten (E4 als generelle Existenz“) wirken wie auch ebenso abstrakte Denkmethoden, so die N-G-Trennung in der klassischen Logik beispielsweise.

    450Allerdings gilt in vielen Wissenschaften mit einem gewissen Recht,, dass die unbegrenzt freien Willensfunktionen „Ii“ sowie die freien Ei-Phantasien dort nichts zu suchen haben; darauf kann man sich berufen, wenn man die Endlichkeit so fasst. Dennoch gilt auch für das wissenschaftliche Forschen, dass die überkommenen methodischen Grenzen selbst in Frage zu stellen sind; abstrakt: Neben Methoden, welche sich auf „G“, die Fixierung auf Identität“ und auf „Gleichheit“ stützen, es wp immer auch solche gibt, die nur „N“ (oder „N/G“ als grenzenlose Neuerzeugung) verursachen können.

    451Der alte Gegensatz, „die Erkennbarkeit von Gegenständen in der Welt“ zu der „Erkennbarkeit der Welt im Ganzen“ wird von uns auf die verschiedenen E-Varianten zurück geführt. Die endlichen Gegenstände, also E3 und E5, „das Ganze“ haben in der wp Ontologie Gemeinsamkeiten und zugleich systematisch zu unterscheidende Entwicklungsdifferenzen. Eine Unterscheidung ist zum Beispiel, dass die E3-Gegenstände durch Rz/Rw-Relationierungen „zusammenhängen“, eben dadurch „das Ganze“ herstellend. Während das „Ganze“, als die „Realität“ (E5) sich zu den Unendlichkeiten „abgrenzt“ und/oder Übergänge haben muss. Nämlich solche zu E2, aus denen alles Endliche „materiell“ konstituiert wird. Oder zu E4 (OG), das die begriffliche Unendlichkeit der endlichen Gegenstände fundiert. Von E6 grenzt sich E5 dadurch ab, dass im E6 noch die unendlich freien Ii und Ei und „Ii/Ei“ der subjektiven Handlungsmöglichkeiten zu Hause sind.

    452Das Subjekt ist als – 3.Pol neben S/R und OG – in der Lage einerseits alle Phasen endlicher Art mit der Subjektphase zu relationieren, beobachtend, handelnd verändernd etc. – und zugleich die „Welt“ von außen zu „erkennen“, zu verstehen. Letzteres ist nur möglich, weil das Subjekt die acht Unendlichkeitsphasen ebenso „in sich“ hat wie die endlichen Methoden, welche – zum Beispiel als „Beobachten“ – das Subjekt mit den endlichen Gegenständen herstellt. Nämlich dann, wenn es in der endlichen Welt unbegrenzt Gegenstände und Prozesse erkennen und sogar erzeugen kann. Und das ist nur möglich, weil der Mensch die „potentielle Unendlichkeit“ beherrscht, welche die aktuale Unendlichkeit der S/R-Pole und des OG-Pols überbrückt, beide „vermittelnd, relationierend“ vereint, in E6.

    453Wenn man bisher davon ausging, der Erforschung der Endlichkeit (E3) keine Grenzen zu setzen, jedoch eine Grenze des Wissens anzunehmen, sobald man versucht, „die Welt als Ganzes“ (E5) zu erkennen. Dann geht die WP nicht nur von dieser „Selbstanwendung“ des Endlichen aus, welches bei den Vorstellungen von „Forschen“ und „Wissen“ hervorgehoben wird. Vielmehr zeigt die wp Ontologie in Eo,1,2,4 und E6 die Möglichkeit, gleichberechtigt mit dem endlichen E3 und E5 auch unendliche Existenzen zumindest „denken“ zu können; aber in der wp Systematik diese Unendlichkeiten auch mit den Endlichkeiten sinnvoll verbinden zu können (QM als „z-w zu z/w zu „z-w“ etc.).

    454Wenn man „die Welt“ traditionell nur als eine „einzige“ und als „geschlossene“ sieht, dann kann „innerhalb“ dieser zwar widerspruchslose „ Denkarbeit und endliche Erfahrungen in „potentiell“ unbegrenzter Weise machen, daneben aber gibt es die modernen Wissenschaften, welche – ohne es zu merken – ständig über die Grenzen endlich sich begrenzender Erkenntnismethoden hinaus geht oder zumindest hinaus weist.

    455Dieses bislang eigentlich nur individuell „intuitiv“ wirkende Verhältnis von „Endlichkeit zu Unendlichkeiten“ wird wp systematisch erfassbar.

    456Die „Welt“ ist ontologisch E5, sie zeigt die allgemeine Tendenz der „E-Seite“, vollendet“ zu sein, darin, dass sie ein endliches Ganzes ist, die meint, nur aus endlichen Entitäten zu bestehen. Darunter vor allem die menschliche Subjektivität, welches meist das so begrenzt denkt. Aber die WP zeigt nun, dass in jedem endlichen Detail und voran in der Subjektivität immer auch alle anderen E-Varianten und also alle Arten der Unendlichkeit ebenfalls stecken. Damit ist der herkömmliche „Grundgedanke“ der Menschen, ein einziges „wahres“ alles umfassendes Bild von „der Welt“ zu erreichen, wp erweitert, und nicht nur widerlegt wird.

    457Die WP zeigt, dass es drei Möglichkeiten gibt. Davon ist die eine jene, welche „die Welt als vollendetes Ganzes“ sieht, es ist das „E5“. Das ist für die subjektive Anschauung deshalb „vollendet“, weil es sich im abstrakten menschlichen Denken auf das „Sein“ (geistesgeschichtlich „Gott“, das E4 im OG) bezieht. Diese Eigenschaft haben alle ontologischen E-Varianten, bekanntlich zum Beispiel alle endlichen Gegenstände. Für die WP aber ist die da zugrundeliegende Separierung der „E-Seite“ (S/R, z/w, I/E) stets begleitet von den freien Größen und von Ungleichgewichten jeder Relationsart. So zeigen beispielsweise Eo (freie unendliche S, R) und die ebenso unendlichen N, G, I im OG sowie die Ei und Ii im E6, dass ein „wahres und umfassendes Weltbild“ beides enthält, „Freie“ und „Unfreie“ sowie deren Konnex.

    458Wenn zum Beispiel gefragt wird, welche „Eigenschaften“ hat die Welt, dann erweitern wir das wp-ontologisch. Die Eo bis E6, also auch E5 sind durch die wp acht Basisfunktionen beschreibbar. Das sind die „Unendlichkeiten“ der verschiedenen Art, ihre einzelnen Selbstbezüge und auch die Möglichkeit, sich unbegrenzt auf die anderen sieben zu beziehen, und damit die „endlichen“ Eigenschaften – „Eigenschaften“ sind „Verendlichungen“ – zu haben und zu erzeugen. Also zum Beispiel die Eigenschaft, der „Kraft“, der „Richtung“, der Negation, der „Einsheit“, der „Dualität“ etc. Aus der maximal kleinen Anzahl der wenigen Entitäten mit reinem Unendlichkeits-Charakter werden dadurch endlich viele, die jedoch in ihrer „potentiellen Unbegrenztheit“ die reine aktuale Unendlichkeit bewahren.

    459Aussagen über die Welt verstricken sich deshalb in „Antinomien“, weil es dabei um die Methodik im „Endlichen“ geht, das „endliche“ subjektive Denken kann in Widersprüchen beide deshalb „beweisen“, weil der Endlichkeit („z/w“) wp letztlich die Einheit „z-w zu z/w“ zugrunde liegt, besonders deutlich darin, dass das Subjekt Endlichkeit und Unendlichkeit und beides zugleich denken kann. Das hat übrigens zur Konsequenz, dass die alltäglich erfahrbare „Endlichkeit“ nur als – geistesgeschichtlich notwendige – Vorarbeit zu verstehen ist, welcher allein die engen, begrenzten Relationen zugrunde liegen.

    460Das alte Grundproblem, „Welt“ versus/zu „Ideen“ wird von uns erweitert als „Welt“ zu „Wissenschaften, Forschung“, welche Aspekte der historische Entwicklung zeigen. Und dieses sich entwickelnde Forschungsvermögen zeigt einerseits, neben den traditionellen empirischen Feststellungen, die Ansammlung dieser potentiell unbegrenzt vielen endlichen Gegenstände, Dinge und Begriffe, zusätzlich auch „aktualer Unendlichkeiten“, so in der Physik, Mathematik und Psychologie. Die erweiterte Ontologie sieht beides in allen E-Varianten, deutlich im E6, versammelt. Sowohl als Aspekt einer Gesamtwelt (E5 und E6) als auch als „Ideen (E4,OG).

    461In der „allgemeinen Entwicklung“ werden „die drei Möglichkeiten des OG“ in den Umgangssprachen, auch in denen der Wissenschaften, sowohl entwickelt wie auch umgekehrt, diese konkreten Sprachen sich von den drei OG-Möglichkeiten herleiten lassen. Diese drei Möglichkeiten sind die der QM- Ordnung: Das sind zum einen die Rz- und G-Wirkungen, welche die eine Grundlage von allen „endlichen“ Entitäten und Prozessen sind und hier sich zum Beispiel als der Zusammenhang zwischen dem Bewusstsein des forschenden Menschen und der erforschten Natur etc. zeigt. Aber daneben gibt es – von der QM-Ordnung formalisiert – die unendlichen Rw-und N-Trennungen. Sie sind der Endlichkeit und damit auch der endlichen Seite menschlichen Denkens und Fühlens total fremd. Dennoch konstituiert diese Rw-Unendlichkeit ebenso wie die ins unendlich Kleine, Enge führende Rz-Unendlichkeit die „Realität“ aus. Diese ist eigentlich nur deshalb „endlich“, weil sie durch die Einheit „Rz/Rw“ konstituiert wird.

    462Wenn man die „Idee der Welt“ als eines zusammenhängenden Ganzen hat, die wp Idee, von einem Detail nach allen Seiten Beziehungen wechselwirkender Art zu sehen, verharrt man im alltäglich herkömmlichen Fühlen. Die Bezüge der Dinge in der Welt werden notwendig stets begleitet mit deren Unterscheidung. Die Negation (N) ergänzt sich gleichberechtigt mit den G-Identifikationen.

    463Traditionell wurde „Welt“ auch als „Idee“ angesehen, welche durch ihren Charakter als Idee kein „geschlossenes Ganzes“, sondern ein sich ständig weiter entwickelndes sei. Die WP systematisiert das genauer. Wenn in ihrer Ontologie allen Eo bis E6 sowohl Unendlichkeiten – zum Beispiel die unendliche Selbstbeziehung, welche erst die Möglichkeit erzeugt, selbständige „Einheit“ zu werden – und zugleich etwas „Endliches“ zu sein. In der Entwicklungsreihe von Eo bis E6 nehmen die Einflüsse von Rz ab und die von Rw nehmen zu; das ist grundlegender Art.

    464Eo, E1, E2 sind unendlich eng bezogen, E3, die Endlichkeit wird von Rz geprägt, hat aber schon im Denken des menschlichen Subjekts die Trennungsmöglichkeiten. Erst E4 (die OG als „Idee“) kann beides im gleichen Maße Rw-trennen und Rz-beziehen. E5 kehrt nun als „geschlossenes Ganzes der „Realität“ wieder zu den Rz-Kohäsionen zurück und E6 hat wiederum neben den Rz von E5 die Unendlichkeiten, welche durch die freien Ei und Ii nicht nur Ideen bleiben, sondern die Realität durch Handeln – Denken, Forschen, Arbeiten – ständig ausweiten.

    465Die WP zeigt, über die nur zum Teil „wahre“ Ontologie hinaus, dass es in jener Einteilung (Eo bis E6) zum einen Wechselbeziehungen zwischen diesen gibt und zum anderen, dass die E-Seite durch die der N, G, I ergänzt werden muss.

    466Ist „die Welt“ nun endlich oder unendlich? Die QM-Ordnung zeigt zwei absolute Antworten, von den absolut getrennten „z-w“, und den absolut unendlich Rz-verbundenen „z/w-Endlichkeiten“. Aber die „konkreten“ Endlichkeiten sind als „z-w zu z/w-Einheit (→ dritte QM-Option) immer beides. Der Mensch kann sich Unendlichkeiten vorstellen (Zeitverlauf, Punktförmigkeit) und zugleich geht er alltäglich von Endlichkeiten jeder Art aus. Nicht nur die Subjektphase ist diese entwickelte Einheit „unendlich zu endlich“, auch die Materie und die Mathematik und vom OG her alle anderen Phasen auch. Das derart beanspruchte Denken kann wegen dieser Einheit „unendlich/endlich“ an „Paradoxien“ und „Antinomien“ leiden, das aber gehört zu seiner wp „Erweiterung“.

    467Traditionell stritten sich die Philosophen, ob die „Realität“ eine „kontinuierliche Ordnung“ sei oder eine „zerspaltene“. Vom „endlichen“ mechanistisch-idealistischen Standpunkt her sah man vor allem im physikalischen Geschehen und, von diesem in einer Entwicklung übergehend, im biologischen Geschehen sowie dann im Geistig-Begrifflichen viele voneinander getrennte Realbereiche. Die dem zugrunde liegende Zunahme der Rw-Trennung kulminiert im OG, aber zugleich muss erklärt werden, wie man die begriffliche Erfassung der Naturbereiche, welche ja den Zusammenhang nutzt, zugleich diesen „aufhebt“. Die WP mit ihrem dreifachen Ansatz, der höher entwickelten Einheit aus den Gleichberechtigten, Trennung und Kohäsion, führt da formal weiter.

    468Die traditionelle Ontologie stützt sich auf das „endliche „E3“, das allein die maximal enge Rz-Relation zur Basis hat. Und sie stützt sich zudem auf E4, das maximal unendlich Rw-freie „Sein“. Das sind die beiden Basisfunktionen der QM-Ordnung, Die moderne Ontologie stützt sich zusätzlich auf die „erweiterte QM-Ordnung“, welche jene beiden Extreme vereint und damit die Erzeugung, Weiterentwicklung in der ontologischen Phase schafft. Abstrakter gesehen, geht es auch hier um die übergeordnete Einheit aus Endlichkeit und Unendlichkeit; Eo,1,2,6 zeigen das etwas deutlicher.

    469Aber wichtig ist, dass jede ontologische Variante auch Unendlichkeiten hat, zum Beispiel freie Rz, Rw und OG als deren begriffliche Erfassung. Umso befremdlicher ist es, wenn im philosophischen Denken weder die Unendlichkeiten diskutiert werden, noch deren einzelnen Unterschiede in den konkretenWissenschaften behandelt werden.

    470Zum Beispiel unterschied die traditionelle Ontologie die „Welt als Ganzes“, was als Unbegrenztes aufgefasst wurde, abgehoben von den vielen und voneinander getrennten endlichen, seienden Einzelheiten. Was bei solcher Überlegung nicht systematisch genug einbezogen wurde, war die diese Trennungen und die Unendlichkeit denkende menschliche Subjektivität.

    471Die frühere Unterscheidung zwischen den „ewig gleich bleibenden“ Naturgesetzen und deren je einmalige Anwendung, wird wp neu gefasst.

    472Die Naturgesetze reduzieren wir auf die S-und R-Unendlichkeiten. Das je „einmalige“ endliche Geschehen wird von menschlichen „I-Entscheidungen“ und von den Wechselbeziehungen aller Phasen in extrem komplexer Weise beeinflusst. Aber darin stehen zwar sowohl die endlichen Phasen wie damit auch das endliche Subjekt in einem gewissen Gegensatz zu den S-und R-Unendlichkeiten, tatsächlich aber zeigt die wp Systematik, dass auch die endlichen Phasen alle Unendlichkeiten in sich vereinen. Beispielsweise haben die freien subjektiven Ii-Entscheidungen Unendlichkeits-Charakter; vom OG her.

    473In der wp Erkenntnistheorie gibt es zwei Wege, der eine führt in konsequenter Weise zu den acht unendlichen Grundgrößen, konsequent reduziert (Rz) bis zu Sz,Sw,Rz,Rw. Und ähnlich konsequent vorwärts zu den OG-Elementen (I,N,G,E).

    474Der andere Weg wird von der QM-Ordnung erzeugt und ist als „allgemeine Entwicklung“ – Naturgeschichte und Historie – die Entstehung der endlichen Phasen.

    475Die WP zeigt beider Wechselbeziehung. Die „erweiterte QM-Ordnung“ beruht auf „Rz/Rw“. Und die „allgemeine Entwicklung“ ist nichts anderes als die unendliche Selbstanwendung der acht Grundgrößen.

    476Die Ontologie betrachtet die „allgemeine Entwicklung“ speziell als die Eo- bis E6-Entwicklung.

    477Geistesgeschichtlich waren diese wp abstrakten Eo, E1 als „materielle“ Basis der Realität verstanden worden und die E4 als das „Sein“, als „Gott“. Was war notwendig, um aus dieser vorläufigen „Vollendung“ heraus zu kommen und um zum Beispiel zu neuen Grundannahmen zu gelangen?

    478Die beiden herkömmlichen Forschungsrichtungen, die „generalisierende Naturforschung“ und die „historische Betrachtung“, werden wp vereint. Zunächst, eher oberflächlich gesehen, dadurch, dass sich beide offensichtlich im Hirnorgan und umfassender im menschlichen Denken, also in der „Subjektivität“ als eigenem „metaphysischen Pol“, treffen. Dann aber genauer, beide treffen sich im Hirn, also in der Subjektivität. Aber bis zu dieser wp Lösung nutzt der Naturwissenschaftler nur die S-und R-Eigenschaften und der Geisteswissenschaftler geht von den Hirn-Produkten aus, vom OG und von den Relationen und Kombinationen der vier OG-Elemente. Die WP vereint beides durch die „allgemeine Entwicklung“ und die Wechselbeziehungen . Die Geschichte der Menschheit und darin die Geistesgeschichte sind Abschnitte der „allgemeinen Entwicklung“, welche vor allem auch durch die „I-Kategorie“ (Ii, Ig) voran getrieben werden.

    479Die traditionelle Resignation, welche die Welt in Existenzen der Natur von denen des Geistes strikt trennte und ein „Umgreifendes des Weltseins“ nicht zu erkennen vermochte, wird wp als Einheit der auch getrennten E1,2,3,4 zu den vereinten Eo,E5,E6, mit einander verbunden durch die beide erzeugende „allgemeine Entwicklung“ und den QM-Wechselwirkungen dabei.

    480Auch die überlieferte Klage, dass die „Methoden“ zerspalten sind und sich nicht zu einer umfassenden Universalmethode zusammen finden, wird wp sorgfältiger behandelt. Zwischen den E-Varianten, auch zwischen den Eo bis E6, gibt es Relationen, Verbindungen, die Rz, Rw und G, N, welche man nun aber nicht – wie bislang üblich – von der ontologischen Seite der Realität nur unterscheiden darf. Vielmehr sind bereits in „S/R“ die ontologischen Inhalte (S-Kräfte) mit den R-Relationen ebenso vereint wie im OG der N-und G-Relationen mit den E-und I-Inhalten, Wo die Verhältnisse im Endlichen (Denk-Arbeits-etc.-Handeln) sowohl beide Seiten trennen kann, aber zugleich deren unendliche Übergänge ineinander nicht übersehen kann.

    481Traditionell galt, dass es in der Methodik zwei entgegen gesetzte, aber gleich berechtigte Wege gibt. Wir sehen diese Unterscheidung als von der „z-w-QM“ her als notwendig, aber von „z/w und von „z-w zu z/w“ her gesehen erst als hinreichend an. Die WP, die sich hier auf „Rz/Rw“ und „N/G“ stützt, kann so eine umfassendere Methodologie fundieren.

    482Das was als „Welt“ bezeichnet werden kann, was wir als „Realität“ bezeichnen (E5) umfasst als Einheit alle durch Rw und N möglichen getrennten Entitäten und zugleich alle durch Rz und G vereinten Entitäten; also dieses reale Ganze selbst auch. Wenn wir aber Rw und Rz und N, G hier als Teilaspekte der Realität anwenden, so zeigt das einerseits eine notwendig vollendete Selbstanwendung jener Realität, und andererseits fragt es sich, woher diese Rz, Rw – und die aus jenen sich entwickelnden N und G – kommen. Daher wird die „Welt“ wp ergänzt um die „Sz/Rz“ und Sw/Rw“.

    483Aber damit ist die Ontologie nicht „vollendet“, im Gegenteil, sie wird als „E6“ wieder eröffnet, indem durch die „Subjektivität“ die „Ii“ und die „Ei“ als unendliche Möglichkeiten der gewollten (Ii) und phantasierten Entitäten (Ei) hinzu kommen. Erst die Einheit der endlichen Bereiche mit den unendlichen Sz,Sw und Ii, Ei kann als „neue Welt“ verstanden werden.

    484Was heißt nun „verstanden“? Ist die „Welt“ grundsätzlich begreifbar? Das „Ganze“ ist nur dann denkbar, wenn das Denken selbst derart „ganz“, „vollendet“ ist. Das heißt, wenn es mit dem Gedachten systematisch zusammenhängt, aus ihm „entwickelt“ ist. Die „allgemeine Entwicklung“ und in ihr die „Wechselwirkung“ (z/w) sind dann auch Bestandteile jenes „Ganzen“. Was gehört noch dazu?

    485Wenn es also gelingt, „jede mögliche Frage zu beantworten“, dann ist zwar eine gewisse Vollendung“ erreicht. Das kennzeichnet die Endlichkeit von E5. Aber die WP, welche Endlichkeit mit den Unendlichkeiten schließlich vereint, zeigt, dass sich durch die Subjektivität das E6 erzeugen lässt. Und in E6 werden von den Menschen unbegrenzt viele Ii und Ei erzeugbar. Diese Einführung der „aktualen Unendlichkeit“ führt über die der endlichen Vielheit hinaus und schließt den „Kreis“ zu den anfänglichen S- und R-Aspekten.

    486Genauer besehen gehören hier auch ganz konkrete Probleme und deren Lösungen hin. Zum Beispiel die Frage, wie die Endlichkeiten und Unendlichkeiten der „Materie“ mit der des „Lebens“ zusammenhängen. Die wp Zurückführung solcher sich nur auf endliche Erfahrungen stützenden Fragen auf die Unendlichkeiten der S-,R-und E-, I-Aspekte, werden dann einsehbar, wenn man anstatt der absoluten Trennungen zwischen Materie und Geist oder zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit oder zwischen Sein und Nichts etc. den Ablauf der „allgemeinen verbindenden erzeugenden Entwicklung“erkennt, was sich alles vor allem auf die physikalischen S-und R-Aspekte und deren Dynamik zurück führen lässt.

    487Die herkömmliche „Unbegreiflichkeit“, wie sich beispielsweise „das Lebendige aus dem Leblosen“ entwickle, ist zunächst ein Kreisschluss. Das gilt auch für die umgekehrte Argumentation, dass das Leblose aus dem Leben entstanden sei. Die WP macht aus den sich gegenseitig erzeugenden beiden Wechselwirkungen dann ein sinnvolles Argument, wenn sie die Wechselbezüge zwischen S,R und OG expliziert,

    488Man hat es sachlich mit Unendlichkeiten zu tun, aber das geforderte „Begreifen“ verbleibt im Endlichen. An dieser Stelle sind Unendlichkeiten im Begrifflichen die abstrakte Negation („Un-begreiflich“) „N“ und die Rw-Trennung (endlich vs. unendlich) sowie konkret bei den S-und R-Aspekten (Materie, Biologie). Aber tatsächlich kann das menschliche Subjekt die „Eigenarten“ des Unendlichen durchaus begreifen. Indem er sich zum Beispiel an totale „Identität“ (unendliche Selbstbezogenheit von „E“) hält, durch einen Übergang von der „Gleichheits-Vorstellung“, der „G“-Methode ausgehend. Solche Denkschritte finden auch statt, wenn man sich dem unendlich Kleinen (Rz) oder dem unendlich Großen (Rw) als potentiell unbegrenztem Vorgang zwar nur nähert, aber dennoch im Denken diesen Annäherungsprozessen eine Metaebene zuordnet, auch die der „leeren“ Denkhandlung. Bei dieser Denkhandlung „nutzt“ der Mensch bereits die Unendlichkeit, was als „Nichts“ (N) gang und gäbe ist.

    489Klassisch galt, dass die Materie etwas Lebloses sei. Unsere Ontologie unterscheidet die Eo von den E3 und den E4. Die endlichen Vorstellungen aus E3, zum Beispiel, was Lebendiges und was Totes ist, kann man jedoch nicht auf Eo und E4 anwenden, Vielmehr muss man, mit der „allgemeinen Entwicklung“ gehend, verstehen, dass die spezielle Dynamik, Widersprüchlichkeit etc. der S/R-Physik (Eo,Ei) die Basis für die Entstehung der Endlichkeit ist. Und dass sich im gleichen Entwicklungssystem aus den Endlichkeiten die dann wiederum im Unendlichen zeigenden spezifischen OG-Eigenschaften (E4) entwickeln müssen.

    490In der „allgemeinen Entwicklung“ kann man zwei Stränge unterscheiden, den abstrakten, die Unendlichkeiten betreffenden, weil durch Rw „verbundenen“ E-Varianten, welche hier die einzelnen ontologischen E-Entwicklungsstufen (Eo bis E6) auseinander hervorgehen lässt. Ähnlich und analog kann man das abstrakt mit der R-I-Kategorie und mit der Rz-G- und Rw-N-Entwicklung verstehen. Der andere Strang ist der der Entwicklung aller konkreten Phasen, als der nicht mehr Rw-getrennten S-R-I-E-N-G, sondern deren endliche Relationen, Kombinationen und die sehr komplexen Netze.

    491Die Entwicklungs-Übergänge von Eo bis E6 zeigen einige Besonderheiten, welche die Eigenschaften und deren Veränderungen betreffen. Die eher konkreten Entitäten und ihre endlichen Phasen unterscheiden sich von den prinzipiell unendlichen E-Varianten. Und zwar auch dadurch, dass alle diese endlichen Phasen, hier zum Beispiel die Einzelwissenschaften der Physik oder der Biologie, wp auf das Zusammenspiel, die Relationalität der Sz-Kräfte mit den Sw-Kräften sind.; die Unterscheidung zwischen den endlichen Phasen, Wissenschaften werden dadurch erreicht, dass in den „höher entwickelten“ Phasen die Sw, Rw überwiegen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die WP an jeder endlichen Stelle der „allgemeinen Entwicklung“ ein Zusammenspiel der z mit den w sieht und nachweisen kann.

    492Wie ist beispielsweise der Entwicklungs-Übergang von der Physik zur Biologie genauer zu verstehen? Die Frage ist, wie das Leben, die Pflanzen und Tiere aus den physikalischen Gesetzen hervor gegangen sind.

    493Dazu muss man sich klar machen, die Eigenschaften der Biologie werden von den zwei Polen bestimmt, von der Physik (S/R) und vom OG. Also müssen diese „zusammenhängen“, eben beispielsweise in/ als „Biologie“. Die WP beschreibt das genauer. Die zentralen elektrodynamischen Felder (e-) haben Kraft-Charakter (Sw), Feld-Charakter (Rw und Rz) sowie raumzeitliche Eigenschaften, Dynamik (3Rz/3Rw) etc. Aber alle diese Lebensformen haben zugleich begriffliche, sprachliche Seiten; übrigens auch die mathematisch (Rz,Rw,Rz/Rw) beschreibbaren Eigenschaften. Vor allem haben Pflanzen und Tiere die umgangssprachlichen Erfassungen, welche den Entwicklungsschritt von den S-und R-Aspekten zu den E, I, N, G geschafft haben.

    494Den Übergang von der Physik zur Biologie und da speziell auch vom Tier zum Menschen, zu verstehen, ist mit Mühe verbunden. Das soll leichter fallen, wenn man bedenkt, dass es jene physikalischen Wechselbeziehungen zwischen der elektrodynamischen Kraft (Sw/Rw; w) und den Kernkräften (Sz/Rz; z) gibt, die wir in der „allgemeinen Entwicklung“ dadurch als Antrieb nutzen, dass wir die gerichtete Kraftwirkung von z, welche sich in ihrer „Wirkung“ „verbraucht“ durch die – dann notwendig und hinreichend nur noch vorhandenen – w-Kräfte ersetzt werden. Wobei es grundlegend ist, dass zugleich auch der umgekehrte Prozess Auswirkungen hat: Die trennenden, abstoßenden, frei werdenden w- Kräfte verbrauchen sich und machen den z-Kräften Platz.

    495Jene Entwicklungs-Übergänge von den z, w (Rz, Rw) bis zum OG sind mit Unendlichkeiten verbunden, sowohl als unendlich kleine Schritte (Rz) und unendlich viele Schritte (Rw) wie auch beider Verhältnis. In der Vorstellung und der Erklärung der Entwicklungen ist es vor allem schwierig, diese Unendlichkeiten zu verstehen. Deshalb ist man darauf angewiesen, die konkreten Übergänge von der Physik zur Biologie oder vom Tier zum Menschen in vielen Details zu hinterfragen und zu untersuchen.

    496Die endliche „Objektivität“ wurde herkömmlich nicht genau verstanden, so dass man den Dingen und auch jenen geistigen Begriffen, welche in kausalen und „systematischen Ordnungen“ eingebunden sind, den endlichen Charakter des Objektiven“ zusprach, aber dem absoluten, frei-phantasierten u.ä. Begriffenem wurde keine Objektivität zugestanden.

    497Die WP geht von den acht Grundgrößen aus sowie von der Meta-Einheit „endlich/unendlich“. Endlichkeit „z/w“ (und I/E,N/G etc.) enthält zwar dynamische Unendlichkeiten, unterscheidet sich aber fundamental von diesen endlichen; auch das ist eine „Rz/Rw-Selbstanwendung. Ähnliches gilt für die „objektive“ Existenz beider: Die acht sind zugleich unendlich und objektiv existent (Eo), alles Endliche wird wie selbstverständlich“ als existent anerkannt (E3); analog ist es mit der Dualität Existenz und Nichtexistenz.

    498Die traditionelle Weise des Erkennens scheitert an solchen Umständen, wenn nicht anerkannt wird, dass die Einheit „unendlich/endlich“ stets Geltung hat. Zumal tatsächlich überall Unendlichkeiten genutzt werden, nicht nur im alltäglichen Leben (Wünschen, Hypothesenbildung etc.), sondern auch in modernen Wissenschaften und in der Mathematik. Uns geht es an dieser Stelle darum, die Sz, Sw und Rz, Rw von jener durchaus geläufigen, wenn auch widersprüchlichen, „endlich-unendlichen Wechselwirkung“ her zu verstehen.

    499Angesichts der der mangelnden historischen Entwicklungen und daher der unbegreiflichen Situationen greift das menschliche Individuum auf seine – aus der „allgemeinen Entwicklung“ stammenden – Ii-und Ei-Fähigkeiten zurück. Deren unbegrenzte Ziel-und Phantasiemöglichkeiten führen – zum Beispiel als „Ersatz“ von Hypothesen – zu vernunftwidrigen, ungewöhnlichen, illusorischen Vorstellungen, welche aber zeigen, dass der Mensch dank seiner unendlich freien Ii und Ei in ihm steckt. Für weite Bereiche sind Sub/Phasen wie die der Mystik oder der Literatur wp doch sinnvoll, jene absurden, kuriosen, bizarren Formen zu vertreten. Wir sehen das als Varianten der Einheit von rationalen Endlichkeiten zu irrationalen, freien Unendlichkeiten; in der Ontologie ist es beispielsweise „E3 zu Eo“ oder „E3 zu E4“ oder „E5 zu E6“.

    500Moderne Fassungen von „Mythen“ u.ä. sind nicht weniger interessant, nun aber eher wissenschaftlich als literarisch formulierbar. Dazu gehört die „Unendlichkeit“, das „Nichts“ und nach wie vor das „Sein“/Existenz und auch die „Entwicklung“. Und es zeigt sich, die wichtigste Erfassung dieser scheinbar Unverstehbaren und nur der Philosophie zugeordneten nutzen die so selbstverständlichen endlichen Erfahrungen und auch die wissenschaftlichen Sprachweisen.

    501Die WP erzeugt das, was man vertieft als „Objektivität“ bezeichnen kann, die Einheit „Endlichkeit zu den Unendlichkeiten“. Etwas anschaulicher ist das in der „erweiterten QM-Phase/Option, die eine unanschauliche Einheit aus Sz-Rz-Sw-Rw zu Sz/Rz/Sw/Rw zu I-E-N-G zu I/E/N/G“ ist; diese „zu“ sind, genauer besehen, ebenfalls Rz,Rw und N,G; sie verbinden und trennen zugleich und erzeugen damit in der „allgemeinen Entwicklung“ Neues.

    502Kurz, die Einheit „endlich/unendlich“ ist genauer betrachtet „Rz/Rw“, also die endliche Existenz „zu“ den beiden unendlichen Rz und Rw – das wird durch die OG-Relationen ergänzt (endliche „I/E/N/G“ und unendlich isolierte I-E-N-G). Das kann zum Beispiel, auf das „Wissen“ bezogen, als das – angestrebte – Alleswissen oder als „vollendetes Wissen“ gegenüber dem „Nicht(s)wissen“ alltagssprachlich gefasst werden. Dabei stehen abstrakterweise E, G dem N kontrovers gegenüber. Aber deren Basis, die R-Aspekte, haben noch die Überraschung, dass es zwei Arten der Unendlichkeit gibt, das Rz ist, unendlich klein, beziehungsweise es weist ins unendlich Kleine. Und das Rw weist ins unendlich Große. Zugleich ist diese ihre Unendlichkeit auch als völlige Leere zu verstehen und damit eben als zwei Arten des „Nichts“.

    503Dazu kommen die methodischen Verfahren, das Erkennen, Erklären und Handeln zum Beispiel. Wp schreiben wir dem „Erkennen“ die G-und N-Relation zu; dem „Erklären“ als Wechselbeziehung zwischen beliebig vielen Phasen und Details liegen die G und „N/G“ ebenfalls zugrunde. Das „Handeln („I-N,G,E`-E“) nutzt die enge Rz-,G-Beziehung der vier OG-Elemente, betont jedoch vor allem das Ii“, das auch als Wille zur Erkenntnis. Dem stehen Methoden gegenüber, welche nur isolierte OG-Elemente betonen; extrem zum Beispiel „N“ als Negation, die als Unbegreifbarkeit behauptete Erfahrung hat ihren Grund in solcher Isolierung, hier die des „N“. Der Mangel an Relation, Wechselwirkung ist die Grundlage für Unendlichkeiten, welche immer auch das „Nichts“ selbst erzeugt. Für das isolierte „G“ und „E“ gilt das auch, sie können nicht als endliche „begriffen“ werden.

    504Das Zusammenspiel zwischen „Erkenntnis“ und „Erkanntem“ wurde früher naiv und scheinbar problemlos mit „G“ gelöst, der Mensch stellt eine „Identitäts-Variante“ zwischen seinem Erkenntnisvermögen und dem erkannten Gegenstand her. Die WP sieht, dass es um die drei Phasen geht: Das Subjekt und den Gegenstand sowie die Verbindung zwischen beiden. Und, sie alle drei sind sehr komplexe Gebilde, Die „Erkenntnis“ ist aber nur dann erfolgreich, wenn es für die drei gemeinsame Grundgrößen geben kann, welche zugleich nicht nur Strukturen sind, sondern auch verbindende Relationsprozesse. Die Relationsarten vom Typ „R/I“, „Rz/G, Rw/N, und „ Rz/Rw wird E“, dann „I/E/N/G“ etc. schaffen das. Dazu kommt noch die spezielle wp unendliche Selbstbezüglichkeitsrelation, welche „E“(„Sein“), „G“ und „N“ als eine Erweiterung der „Erkenntnis“ ist; diese unendlich abstrakten Phänomene zu erfassen, zu erkennen wird erst mit den Forderungen der WP möglich, die Rw-,N-Beziehung mit der Rz-,G-Kohäsion als gleichberechtigt anzusehen – was auch für die Endlichkeit und Unendlichkeit gilt. Jede konkrete Erscheinung verbindet beides, sie wäre also ohne Rw (unbegrenzte Ausweitungen in Raum und Zeit zum Beispiel), ohne N oder ohne Unendlichkeit nicht denkbar, auch einfach nicht „existent“.

    505Zusammengefasst, wp kann man von vier „Schwerpunkten“ ausgehen, den zwei „metaphysischen“ Polen der S-R-Aspekte und dem OG sowie von allen „endlichen“ Phasen und dabei von der Subjektivität. Die erweiterte Ontologie fasst das als Eo bis E6. Welche Eigenarten haben diese vier, welche zugleich unterscheidbar sind (Rw,N) und doch eng zusammenhängen (Rz,G)? Als getrennte – auch im Ansatz schon vereinte – wurde ihnen herkömmlich zugeschrieben, dass es die Welt als „geschlossenes Ganzes“ gäbe, welches aus sich heraus begreifbar sei. Wir sehen das als die spezifische Eigenschaft der acht Grundgrößen – Sz,Sw,Rz,Rw N,G,I und hier E – in deren unendlicher Selbstbeziehung durch ihre Isoliertheit (Rw,N); sie können sich auch nicht im Widerspruch zueinander befinden, weil sie zusammen kein „Ganzes“ bilden. Ein Ganzes werden sie erst in der „allgemeinen Entwicklung“ als „Wechselwirkung“, also als „endliche“. Mit dieser engen und sich gegenseitig erzeugenden Wechselbeziehung, der Basis alles Endlichen, wird vor allem die endliche Phase der menschlichen Subjektivität fundiert. Von deren Ii bis Iw wird die „durchgehende Zweckhaftigkeit des Weltseins“ ebenso wie die Freiheiten der Subjekte konstituierbar, wie auch als neue Verschiedenheiten der Phasen. Es geht wieder mal um die ontologischen Unterscheidungen von Eo,E1,E2 (vor-endliches physikalische Sein) E,3 (alles endlich Seiendes), E4 (traditionelles OG-„Sein“), E5 als (traditionelles „Weltsein als geschlossenes Ganzes“) und E6 als erneut durch „Ii“ und „Ei“ unendlich offenes und zugleich „geschlossenes“ – zum Beispiel „aus sich begreifbares“, sich selbsterzeugendes Existierendes – als umfassende Konkretisierung und Vollendung der „erweiterten QM-Ordnung“.

    506„Das Sein selbst“ war immer schon ein problematischer Gedanke. Wie immer man versucht, „das Sein selbst zu haben“, blieb man entweder in Vorstellungen von bestimmten gegenständlichen Formen dieses Seins hängen oder, und widersprüchlicherweise, im völlig unklaren abstrakten Denken. Wir zeigen dann, dass diese Problematik durch S,R und OG und dabei auch aus der „E1,E2, E5,E6-Ontologie“ genauer verständlich wird. „Das Sein selbst“ meint, dass der „Existenz-Charakter“ als „prinzipiell primärer“ immer schon im Denken vorausgesetzt werden muss. Wir erklären aber eben diesen „Denkzwang“ durch die zusätzliche Einführung der S-Physik als „primäres Sein“, sowie dazu die R-Aspekte, welche von den S her zur „allgemeinen Entwicklung“ der Endlichkeit aller Phasen und darin dem „Denken“ hin, diese begründend, indem auch die beiden S-Arten zusätzlich gedanklich als Sein/Eo bestimmt werden können.

    507Bei den traditionellen Versuchen, das gegenständlich Seiende mit „der Bodenlosigkeit des Weltseins“ zusammen zu sehen wurde empfohlen, von einer „Schwebe“ zu reden. Das ist eine intuitive Vorwegnahme der endlichen E3 in ihrer Herkunft aus den unendlichen S-und R-Aspekten und ihrer grundlegend begrifflichen Analyse durch die Unendlichkeiten der OG-Elemente; alle dieser acht Unendlichkeiten – also auch Eo,1,2,4,6 – sind zudem auch Varianten des „Nichts“, was die traditionellen Gefühle – irgendwo zwischen „Skepsis“ und „Klarheit“ angesiedelt – in der Erfassung des „Weltseins“ als „Bodenlosigkeit“ und als Ähnliches verstehen lässt.

    508Das alles beschreibt in alltagssprachlichen, emotional-rationalen Wechselbeziehungen das maximal abstrakte „endlich/unendliche“ Verhältnis, und zwar, wie dieses konkret erscheinen kann, zum Beispiel als „die subjektiv gefühlte Freiheit“ beim Denken über das Sein (E4), aber eben auch über alle anderen ontologischen E-Varianten und auch über die N, G und „I“ sowie Rz, Rw. Der Mensch kann etwas von allem anderen Abgetrenntes denken, zwar dabei mit einer prinzipiellen Ungewissheit, aber zugleich mit einer gewissen Sicherheit; das aber sind wieder die Einheit aus freien N,G, I,E im Verhältnis zu N/G- und Rz/Rw- Relationen grundlegender Art; aus dieser in sich stimmigen und vollendeten „erweiterten QM-Ordnung“ kommt man nicht heraus.

    509Wenn man von den E3, der Endlichkeit und darin der Subjekt-Phase ausgeht, dann kann man die anderen ontologischen E-Arten in verschiedener Weise als Wechselbezüge mit E3 zeigen. Eine „Ordnung“ besteht dann darin, dass es dynamische Übergänge, als erzeugende Wechselbezüge zwischen allen gibt, welche wir durch Rz,G,Rw,N und Rz/Rw, N/G beschreiben. Das Subjekt (E3) erkennt sich selbst (Rz,G), es erkennt S, R (Eo,E1,E2), wird von diesen erzeugt und erkennt, indem es diese zugleich erzeugt E4,E5, vor allem das E6, mit seinen speziellen unendlich freien Ii und Ei.

    510Damit ist eine umfassendere „Welt“ geschaffen als die herkömmlich endliche Welt. Erzeugung und Erkenntnis sind vereint und durch Ii auf Ziele gerichtet; es sind nicht nur Prozesse oder E-Varianten, Strukturen, Relationen.

    511Die Unendlichkeit von Rz und G macht, dass die Menschen sich frei auf sich selbst beziehen können und zugleich auf alle anderen Menschen und Phasen, durch Rz, G kann jede Art von Verbindung zwischen den Menschen und zwischen ihnen und der Dingwelt und der Begrifflichkeit hergestellt werden. Was aber bewirkt Rw,N? Der Mensch denkt nicht nur G, sondern auch N; daher kann er sich von allem trennen, auch von sich selbst. Vor allem ist das denkerische Bewusstwerden, dass es Rw und N gibt, nicht nur die von „Leere“, sondern auch von der unendlichen Transzendenz, wie sie Beispielsweise in den Religionen bedacht wurden.

    512In dieser Situation werden die freien Subjekte (Ii.Ei) dazu frei, sich „Transzendenz“ vorzustellen (Ei), zu wünschen, zu wollen (Ii) und das in beliebigen Formen, ob als alles fundierendes „Sein“ oder „Gott“ oder als „Ewigkeiten“etc.

    513Wie genau kann man hier die allgemeine Wechselwirkungsrelation „Endlich/Unendlich“ verstehen? Das Subjekt sieht sich selbst unbegrenzt „genau“. Die Welt aber sieht es nur potentiell unbegrenzt genau; in seinem Handeln, ob als Denken, Forschen, Sprechen oder Arbeiten bleibt der Mensch zunächst immer dem Endlichen verhaftet. Aber in allen diesen Handlungsarten stößt der Mensch auf Unendlichkeiten; ob im hypothetischen Denken, kreativen Sprechen und Arbeiten (die freien Ii und phantasierten Ei). Die herkömmliche Ontologie trennte zwar einerseits noch die „Welt“ vom „Subjekt“, konzedierte aber bereits, dass das „Ichsein“ sowohl Verbindungen zum Weltsein hat und sogar Teil dessen ist. Aber andererseits sah man, dass im Selbstsein – wir als unendliche Selbstreflexion – dem Menschen die Zuflucht zum Sein der Transzendenz möglich ist, in welcher dem Menschen die endlichen Erkenntnisse, Handlungen „offenbar“ werden. Wir sehen die Transzendenz (S-R-I-E-N-G), als unendlich Getrenntes, und deren Trennung vom Endlichen, vor allem vom Subjekt, als die eine QM-Phase („z-w“). Die andere QM-Phase (z/w) wird hier durch jene traditionelle Vermutung vertreten, dass das Subjekt das Unendliche für sich verstanden hat; die Relation beider QM-Phasen, „z-w zu z/w“, ist der Schritt zur Erzeugung der so höher entwickelten Konkretheit und zugleich der zur wp Einsicht.

    514Was ist Endlichkeit („Weltwissen“)und was ist Unendlichkeit (S,R,G) genauer?

    515Da man wp beide vereinen kann, muss das genauer begründet werden. Die Wechselwirkung „endlich/unendlich“ kann Neues „erzeugen“ und für „Veränderungen“ sorgen. Es kann aber auch für unendliche Gleichheit (G) stehen.

    516Das Subjekt ist dadurch „definiert“, dass es sowohl das endliche Weltwissen handelnd erarbeitet und versteht (I/G/N/E) wie zugleich aber auch des Unendlichen gewiss ist (I-G-N-E); letztere Trennung durch Rw und N steckt auch in jeder „Sein/Seienden -Einheit“ (Eo,1,2,4 zu E3,5).

    517Eine Metaform des „Handelns“ ist dann die durch die Wechselwirkung „endlich/unendlich“ entstehende Weiterentwicklung, welche heute bereits zur aktualen Unendlichkeit, zum Beispiel in der Mathematik, geführt hat.

    518Wenn man mit „allem Wissen“ die E-Kategorie in ihrer konkreten Variabilität verbindet und mit den schwer zu erklärenden „Erleben von Bedeutung“ dieses Wissens, dann schreiben wir das dem I/E oder dem I/N/G/E zu . Darin ist das „Wissen“, das erlebt werden kann, wieder durch „E“ vertreten und die emotionale Seite – und viele weitere – wird durch I/E und G darin bestimmt. Das „I“ treibt mich beispielsweise auch zum Erwerb meines Wissens an, und durch die N/G-Methoden wird das „I“ zum festen E.

    519Das endliche „Wissen“ (E3) und die verschiedenartigen unendlichen Existenzen unterscheiden sich darin, dass das Subjekt aus seiner Erfahrung und aus herkömmlichen, nur zum Teil richtigem wissenschaftlichem und philosophischem Reflektieren, endlichen Wissen seine alltäglichen Zusammenhänge mit andern Phasen – die ebenfalls nur als endliche wahrgenommen werden – als Folgeerscheinungen oder als Erwartungen zu tun hat. Aber allein schon in jenen Erwartungen und im endlichen Handeln als freie I-Zielsetzung wird Unendlichkeit eröffnet.

    520Die Ablehnung, die Leugnung des Unendlichen nutzt die absolute N-Kategorie und dies ist wiederum eine der Arten des Unendlichen. Aus solchem Dilemma führt die WP auf einigen Wegen heraus. Der eine ist der der modernen Ontologie, aus der „allgemeinen Entwicklung“ die Existenz unterscheidbare Existenzen – Eo bis E6 – zu zeigen. Ein anderer Weg ist, solche E-Selbstbeziehung noch abstrakter als die wp Relation „endlich/unendlich“ als Basis zu haben.

    521Aber die Beispiele für „endlich/unendlich“ zeigen sich überall und zwar auch in „endlich-konkret“; Die „N“, „E“ und „G“ auch die „I“ werden alltäglich gebraucht, aber unbestreitbar ist, dass man sie am besten dadurch „erklären“ kann, indem man diese „unbegrenzt“ auf sich selbst bezieht („das Nichts ist eben nicht“ oder „die Existenz existiert“, das ist deren „unendliche absolute Wahrheit“. Ähnlich das selbstidentische G und die unbegrenzte Offenheit und Freiheit der „Ii“ . Die logische, die rationale und die empirische Methodik gehen von diesen strikten, nämlich „unendlichen“ Trennungen der N-G, E-I aus, müssen jedoch konzidieren, dass ihr Gebrauch, die Einbindung in „Handlungen“, stets die Endlichkeit irgendwie hinzu nehmen muss.

    522Kann man eine partikulare Erkenntnisweise mit der Erkenntnis vom „Ganzen“ konfrontieren? Wp-ontologisch geht es formal um unterscheidbare Arten der „Existenz“ (E2, E3 vs. E5). Die durch die QM-Erweiterung – Rz + Rz/Rw+Rw und G zu N/G zu N – mögliche „Wahrheit“ hier erlaubt es genauso die Rw-,N-Trennung in Teile zu erkennen wie das jeweilige Ganze durch Rz-,G-Vereinigung der Teile.

    523Die wp Wechselbeziehung erscheint alltäglich darin, dass der Mensch sein gewohntes Denken nicht nur mit anderen Phasen, zum Beispiel den Praxen seines Lebens, verbindet, sondern dabei auch den objektiven Weg der „allgemeinen Entwicklung“ geht, „abstrahierend“ die OG-Elemente einbezieht, und wenn er diese erreicht hat – so als „I“, („das war meine Absicht“) oder „N“ („das lehne ich ab“) – kehrt er oft wieder zu seiner ursprünglichen Auffassung zurück. Es ist ein vom Subjekt erzeugtes Verhältnis als „Endlichkeit/Unendlichkeit“.

    524Die Subjekt-Phase steht vor der Aufgabe, die eigenen Ii (Wünsche, Ziele) und die eigenen Ei (Wissen, Können und phantasierte Entitäten) mit den Ik etc. anderer Personen und den Ik,g,w und Ek,g,w (beispielsweise das jeweilig vervollkommnete Wissen der Welt) zu vereinbaren, das in solcher denkhandelnd gleichgewichtig oder je harmonischen Weise zu lösen, ist ein Zentrum jedes individuellen Lebens. Eine bloße Konfrontation des individuellen mit dem Weltwissen oder gar des philosophischen „absoluten Wissens“ (OG) ist ebenso unsachgemäß wie zum Beispiel alleinige Konfrontationen zwischen „Ii“ und Ik,g,w.

    525Der herkömmlichen Philosophie war das Verhältnis von „I“ und „E“ nicht klar. Die QM-Ordnung konfrontiert beide durch Rw und N, und vereint beide durch Rz und G. Von der „Rw-Selbstanwendung“ sind die unendlich freien Ii individuelles Interesse, welche andere Ii,k,g nicht bestimmen sollte, und das freie Ii ist für andere Menschen auch deshalb „unberechenbar“, wenn eine „I/E-Verbindung“ nicht zustande kommt. Zum anderen aber ist das Ii das Zentrum „schöpferischer Antriebe“. Und diese werden nur konkret, wenn sich „I“ mit N,G und E kohäsiv (Rz,G) vereinen lässt.

    526Bei allen Handlungen – Denken, Sprechen Experimentieren, Arbeiten – sind die frei phantasierbaren „Ei“ und die freien I-Zielsetzungen und Willensbildungen „Ii“, zum Beispiel als die Hypothesenbildung, alltäglich und wissenschaftlich, unbegrenzt frei.

    527Aber diese für den Menschen emotional wichtigen und für die weitere Entwicklung notwendigen Freiheiten werden in der wp Systematik die geistigen, gesellschaftlichen und sachlichen Notwendigkeiten, Kontrollen, Reglementierungen durch die gesellschaftlichen Interessen, Werte Ig,w, und die E-Seite, deren Entwicklungsniveau und auch durch „N“, die Ablehnungen, begrenzen

    528Abstrakter, der unbegrenzten Rw-Ausweitung werden die Rz zugeordnet, um „Rz/Rw“ zu bilden; sie sind dann das neu erzeugte Konkrete in den jeweiligen Phasen.

    529Es gibt die von „Natur“ vorgegebenen drei Möglichkeiten, zum einen die Unendlichkeiten – als unendliche Reichweiten und Tiefenherstellung (z.B.Kosmos vs. Kernphysik) der Sw, Sz und Rw,Rz und durch deren Gegenstücke, die „I“, „E“, „G“ und „N“ – zum Beispiel auch deren unendliche Selbstbeziehung – sie fassen wir „quantenmechanisch“ als „z-w“. Zugleich gibt es die „z/w-Quantenphase, welche für alles endliche Seiende die Basis ist, also von „S/R“, „Rz/Rw“ an bis zu „I/E/N/G“ etc.

    530Die das nun weiter zu vereinende dritte QM-Möglichkeit („z-w zu z/w etc.“) ist die Basis für alles „Konkrete“, für die „Phasen“ und dabei für die Phase der Subjektivität. Wenn nun der Mensch seine eigene „Existenz“ analysieren“ will, muss er mit dem Verhältnis „Unendlichkeiten zu Endlichkeiten“ klar kommen; er darf sich beispielsweise nicht nur auf die endlichen Denkmethoden allein verlassen.

    531Die „erweiterte Ontologie“ der WP kann alte philosophische Probleme einordnen. Zum Beispiel ist E3, das Seiende, aller dinglichen und begrifflichen „Endlichkeiten“, also auch die Subjektivität als das Verhältnis „endlich zu unendlich“; beispielsweise als unendlich auf sich selbst bezogen und zugleich „potentiell unbegrenzt“ wechselwirkend auf alles andere bezogen.

    532Eo, Ei, E4 (S,R, OG, darin das „Sein“) sind „aktuale Unendlichkeiten“; das traditionale „Transzendente“. E5 ist bei uns die „Realität“, bisher „das Weltsein“, und wenn man dem E5 noch die unendlich freien subjektiven Ii und Ei hinzufügt, erhält man E6 mit einer „gesteigerten“ Wechselwirkung, diesmal mit den subjektiven freien Willens- und Phantasie-Vermögen. Weil das Subjekt „endlich zu unendlich“ ist, kann es nicht nur die acht unendlichen Grundgrößen (S,R,OG) verstehen sowie alles Endliche „begreifen“, verändern etc., sondern auch neue Unendlichkeiten erzeugen.

    533Es gibt die moderne wp „Transzendenz“ als „Existenz“ der acht Grundgrößen (Sz,Sw,Rz,Rw, E,I,G,N). Ontologisch verbinden wir diese acht in die Eo- bis E6-Reihung.

    534Dazu muss man als Ergänzung zur ontologischen Sichtweise die „allgemeine Entwicklung“ haben, welche die Übergänge zwischen den Existenzformen als Erzeugung durch Wechselwirkung beschreiben lässt; und wobei es um den inhaltlichen Antrieb durch die Selbstanwendung der S- und R-Aspekte geht.

    535Genutzt werden dabei die wechselseitigen Sz-Abschwächungen, welche die Sw-Stärkungen ermöglichen und das dann umgekehrt. Sowie die Rz-Kohäsionen, welche sich auf gleiche Weise mit den Rw-Abtrennungen, Befreiungen abwechseln. Das alles ist in der QM-Ordnung zusammengefasst („z-w zu z/w zu z-w zu… unendlich so weiter) In der „allgemeinen Entwicklung“ wird das auf alle Phasen angewendet, schließlich dann als „I-E-N-G zu I/E/N/G zu I-E-N-G zu etc.“

    536Warum wird seit alters her im Denken die Endlichkeit betont und die Transzendenz nur zögerlich berücksichtigt? Sehr formal gesehen, sind die S, R und die OG-Elemente prinzipiell maximal wenige, nur acht; und das weist damit zugleich auf das Nichts (N-Selbstanwendung). Die Isolierten, Unendlichen sind im endlichen Sinne „nicht“. Dazu kommt, auch formal, dass das Endlichkeitspotential durch handelnde Menschen quantitativ und qualitativ beliebig konkretisierbar ist. Allerdings gehört hierher auch das „Denkhandeln“ und damit die Erarbeitung der wp Erkenntnis, dass es letztlich allein um jene Art der „Wahrheit“ geht, welche auf einer Metaebene die Unendlichkeiten durch Relationen (Rz,Rw,G,N-Selbstbezug) zu Endlichkeiten macht.

    537Die WP bildet die Meta-Ebene als Einheit aus dem Verhältnis von „Unendlichkeiten zu Endlichkeiten“ (von QM, „z-w zu z/w zu etc.). So zum Beispiel hier das unendliche Nichts, die Negation (N) im Verhältnis zum endlichen Seienden in der herkömmlichen Auffassung erscheint, dass „Transzendenz nur durch die endliche Kenntnis“ begreifbar sei. Die quantenmechanische Erklärung (QM) der wechselweisen Übergänge wird jedoch nur dann verständlich, wenn man annimmt, dass es unbegrenzte physikalische Kräfte etc. gibt (Sz, Sw) sowie unbegrenzte Räume (Rz) und Zeit (Rw) sowie – daraus durch Selbstbezogenheit die „allgemeine Entwicklung“ – die Unendlichkeiten der vier OG-Elemente.

    538In der traditionellen Problematik zur „reinen Immanenz“ kann die moderne Ontologie genauer argumentieren. Die acht Grundgrößen – S,R,OG als Eo,E4 – sind als Vertreter der Unendlichkeiten, zum Beispiel ihr unendlicher Selbstbezug, der ihre räumliche, Rz als „punktförmiges Nichts,“ und Rw, das ihre zeitliche Unendlichkeit fundiert etc. Das alles ist demnach auch nur bei unendlicher Raumzeit möglich, diese aber ist durch ihren „Rz/Rw-Bezug selbst eine endliche. Genauer, im endlichen Denken gelingt es nur auf dem „Umweg“ über die WP dazu, sich neben dem – besser, das im Wechselbezug, der dadurch seine Meta-Ebene fundiert – Endlichen sich auch Unendlichkeiten „vorzustellen“.

    539Das E3, die „Endlichkeit“, und das E6 haben gemeinsam, dass sie als „Relationen“ existieren; die „z/w“ und Rz/Rw wirken gleichgewichtig in Prozessen, welche im Übergang von jenen vier Unendlichkeiten (voneinander isolierte Sz, Sw, Rz, Rw) zu den „Rz/Rw-Einheiten“ völlig andere Eigenschaften erhalten; sie sind nicht mehr – nur – „Nichts“, sie sind „vollendet“, nicht mehr „dynamisch“ oder „gerichtet“ etc. Sie sind auch in „Gleichgewichten“ jeglicher sachlichen Art.

    540Die E6 unterscheiden sich dadurch von den E3, dass das einerseits endliche menschliche Subjekt – sowie auch andere Lebewesen – freie Unendlichkeiten „erzeugen“ kann. Zum Beisiel in Willensakten (Ii) und in phantasierten Vorstellungen (Ei). Damit vereint E6 endgültig in der „ontologischen Entwicklung“ alle endlichen relationierten Entitäten mit allen unendlichen, zum Beispiel auch die unendlich kleinsten (Sz,Rz) mit den unendlich großen (Sw,Rw) sowie mit der zeitlichen Unendlichkeit dieser vier. Welche nun mit ihren einfachsten Wirkungen (S/R, z/w) die „allgemeine Entwicklung“ beginnen, die Endlichkeiten erzeugend, und das zum Beispiel als unendliche Wiederkehr der „Welt“.

    541Wenn die „Existenz“ von Transzendenz bejaht wird, dann ist das nur dann ein „logischer“ Denkfehler, wenn man das wp Grundverhältnis „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ noch nicht verstanden hat. Die „erweiterte Ontologie hilft sich, indem sie den „transzendenten Erscheinungen“ die Eo, E1, E4 zuschreibt und den endlich existierenden E2,E3,E5.

    542Interessanter ist die Frage, wie man der „Transzendenz“ die acht Grundgrößen zuordnen kann. Alle acht haben „erweiterte“ Existenz und zugleich Unendlichkeit, Transzendenz. Als unendlich Selbstbezogene hat deren Dynamik die Raumzeit (Rz zu Rw), und diese Dynamik hat ein „Ziel“(„R“, „I“), welches „es selbst ist“; dieser Selbstbezug wird durch „G“ und auch als „E“ hinreichend verstehbar. Die hier schon angedeuteten Rz-,G-Relationen (so in Raumzeitlichkeit) werden durch Rz und G als Relation aller acht Grundgrößen erweitert. Damit wird die „Endlichkeit“ fundiert. Dem steht die Rw-,N-Trennung gegenüber; damit kommen alle „N-Varianten“ ins Spiel. Und das heißt auch, von jener Endlichkeit her gesehen, haben alle acht Grundgrößen in ihrer Trennung den Charakter des „Nichts“ (N).

    543Die WP vereint beides, „z-w“ und „z/w“, zum Beispiel auch als „Subjektivität“. Das sind unendliche Größen, somit „grundlose, dynamische, verschieden gerichtete; einerseits in die unendliche Tiefe (Rz), andererseits in die unendliche Weite (Rw).

    544Und „z/w“ ist die traditionelle „Welt“, die „Realität“ E5, die Endlichkeit, das Seiende. Es beruht auf dem Gleichgewicht der beiden entgegengesetzten Unendlichkeiten, welche dadurch alle ihre Eigenschaften verlieren, aber neue gewinnen, zum Beispiel ihre „Verstehbarkeit“. Sie sind nicht nichtig, denn das Nichts wird den beiden Unendlichkeiten zuzuschreiben sein.

    545Die für sie grundlegende „Relationalität“ macht erst, dass die endlichen Entitäten mit beliebigen Phasen-Verbindungen erklärt werden können. Zum Beispiel kann nur so ein Ding durch Sprache erfasst werden.

    546Genauer geht es der WP nicht nur um den geschilderten Gegensatz zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit, sondern um beider Vereinigung; so kann man jede endliche Entität mit jeder anderen relationieren, beide aber auch als unendlich getrennte, isoliert Selbständige verstehen.

    547Von daher kann man drei Begründungen von „wahr“ verstehen: Jede Entität ist als unendlich auf sich bezogene, isolierte „wahr“ und zugleich wird sie erst dadurch „wahr“, dass sie von allen anderen Phasen erklärbar wird. Schließlich gilt jene wp Metaebene ebenfalls.

    548Das endlich „Seiende“ und das „Sein“, welches wir den Rw-.N-getrennten und daher unendlichen vier OG-Elementen zuschreiben, sind wie alle Existenzarten (Eo bis E6) Existenzen im Übergang, als Teil der „allgemeinen Entwicklung“. Wie ist der jeweilige Übergang, also die Entwicklung der „E“ und der genaueren Eigenschaften von allen „E-Arten“ zu analysieren und zu verstehen? Sowohl jene einzelnen Übergangsfelder sind, wie auch die einzelnen Eo bis E6 und dazu noch alle dabei mit zu denken Eigenschaften, stets zugleich endlicher wie unendlicher Art. Also kann man jeden Übergang als unendliche Rw und Rz sowie als „Rz/Rw“ analysieren. Diese QM – Metafunktion ist es, welche die Erzeugung von Neuem bewirkt. Genauer gesehen geht es um die Einheit „Sz-Sw zu Sz/Sw zu Rz-Rw zu Rz/Rw zu I-E zu I/E zu N-G zu N/G“.

    549Der Mensch (->E6) kann das Endliche und die Unendlichkeiten deshalb verstehen und benennen, weil er selbst jene Einheit aus den acht Unendlichkeiten und aus deren Relationen ist. Das zeigt sich beispielsweise auch im emotional-rationalen Verhalten des Menschen, zum Beispiel dann, wenn er alles „Endliche immer „genauer“ wissen will oder darin, dass er schon früh in seiner Geschichte den Drang spürt, jenseits der Erfahrungen mit der Gegenstandswelt und unabhängig von umgangssprachlichen Erfahrungen, sich den acht Arten der Unendlichkeit zu nähern.

    550Die „Transzendenz“, das „Absolute“ wurde herkömmlich auch mal als „die Transzendenz aller Transzendenz“ bezeichnet. Wir verstehen das als der Rz-,G-Selbstbezug, dem alle Unendlichkeiten, also die acht Grundgrößen unterliegen; „G“ ist sich „gleich“, N ist „nicht“ etc.und es ist zusätzlich so, dass alle acht auch „nicht“ (N) etc. sind, sie sind schon deshalb „nicht endlich“ und sie erzeugen nichts, weil sie keine Relationen miteinander eingehen.

    551Der Unterschied zwischen den acht (Sz,Rz,Sw,Rw,E,I,G,N) ist ebenfalls unendlich leer, so als Rw und N. Erst dann, wenn Rz, G hinzu tritt, ist ein Zusammenhang zwischen Grundgrößen möglich, als Übergang von Unendlichkeit zu Endlichkeit und damit als die Bildung von Endlichkeit; genauer, die einer neuen Meta-Ebene, beider Einheit.

    552Aber dabei wird auch im Endlichen die Unendlichkeit erhalten, zum Beispiel als der unendliche Selbstbezug jeder Entität, jedes Subjekts.

    553Woher kommt auf einmal jenes „Rz“? In der fundamentalen Ablösung der w (Sw/Rw) durch die z (Sz/Rz) in der Physik. Das geschieht deshalb, weil sich die Sw-Kräfte (Elektrodynamik zm Beispiel)durch deren eigene „Wirkung“ „vollenden“, „abschwächen“, und dadurch die allein als alternative Phänomene existierenden Sz-Kräfte (Gravitation, Starke Kraft) dann zunehmen können. Das geschieht in „ewiger Abwechslung“.

    554Alle endlichen Entitäten werden wp von der QM her dreifach verstanden. Sie sind durch Rz und G unendlich eng verbunden, als Selbstbezug jedes Isolierten mit sich „identischen“ und vor allem als Relationen, welche die „Endlichkeit“ begründen. Zugleich aber gilt, dass jene isolierten auch durch Rw,N voneinander getrennt sind. Wir zeigen also – auch „zugleich“ – die Unendlichkeit des Selbstbezugs (Rz,G) und dabei die unendliche Trennung durch Rw und N. Das läuft nun aber wiederum darauf hinaus, „Rz/Rw“ und/zu „N/G“ zu bilden – und das ist die Basis der „Endlichkeit“. Wenn man nun eine Metaebene aus diesem mehrfach „Widersprüchlichen“ bildet, hat man die wp Basis für das „Konkrete“.

    555Die Gegenstände der Endlichkeit sind zweifach erklärbar, aus den – durch „Rw zu N“ bewirkten – absolut freien acht Grundgrößen sowie zugleich aus dem – durch Rz zu G bewirkten engen kohäsiven Wechselwirkungen der acht Grundgrößen.

    556Das scheint dem traditionellen Verständnis von „Endlichkeit“ zu widersprechen. Aber tatsächlich nutzte man zum einen schon immer die Unendlichkeit des „Existenzbegriffes“ (E), des Negationsbegriffes (N), der G-Prozesse und der „I-Funktionen“. Und zugleich nutzte man auch diese beiden, G und N und/ als „N/G“, um Relationen auf die vier und also auch auf sich selbst anzuwenden. Aus solcher umfassenden „Relations- und Kombinationsbildung“ werden dann beispielsweise alle Begriffe und Sprachen erzeugt.

    557Wie kann man das traditionelle Absolute, die „Transzendenz, Gott, das Sein etc. doch irgendwie endlich begrifflich erfassen? Indem man so fragt, hat man sich bereits dem „Übergangsfeld „endlich/unendlich“ genähert. Denn man „ahnt“, dass es Transzendentes „gibt“ (G,E), kann es aber nicht nur endlich fassen. Zugleich ist es so, wenn man es dennoch macht, soeben mit dem Verb „es gibt“ das Absolute, dann hat man das andere unendliche Element, das G zusätzlich gebraucht; und wenn man das Verneint, gebraucht man das unendliche „N“.Und es ist so, die „ewig bleibende „Ungewissheit und die „unzureichenden Formulierungen“ sind gleichfalls praktische Varianten jener Unendlichkeitseinflüsse.

    558Wie schon traditional bekannt, gibt es ein Vorherrschen von „E“, als ontologische Varianten wie zum Beispiel begrifflich als „Existenz“, allgemein oder speziell als „Sein“, „Dasein“, „Seiendes“ erfasst; konkreter in den einzelnen Phasen. Die WP analysiert das als Unendlichkeit, Endlichkeit und beider Verhältnis. Oder auch als die Erweiterung der herkömmlichen Ontologie.

    559Zugleich wird dieser wp Rahmen noch dadurch erweitert, dass die Basis-Existenzen „G“, „I“ und „N“ sowie die vier physikalischen Grund-Existenzen bestehen; welche ihre Eigenschaften in den Unendlichkeiten (freie R) der „allgemeinen Entwicklung“ auf die OG-Eigenschaften übertragen).

    560Zwischendurch eine weitere Übersicht: Der WP geht es um „Dualitäten“, welche jeweils verbunden sind, aber zugleich untereinander ebenfalls Bezüge haben. Das als die „Endlichkeit zu Unendlichkeiten“. Im Endlichen zum Beispiel die „Grenze“ oder auch die „Existenz“(E) gegenüber dem „Nichts“ (Nichtexistenz, N), welches Unendlichkeit hat. Diese und weitere Dualitäten haben also jene Bezüge („zu“) und damit wird die Vorstellung von zwei Richtungs-Beziehungsarten bestimmt, der Trennung und der Kohäsion; sowie wiederum beider Meta-Vereinigung.

    561Wir modellieren das als „I“ und entwickeln die vielen I-Funktionen aus Rz, Rw hin zu G, N.

    562Mit solchen – auch unendlichen – Selbstanwendungen sind neue komplexere Ebenen geschaffen. Das wird von uns als Teilaspekt einer „allgemeinen Entwicklung“ angesehen; von S,R her bis zu OG.

    563Diese „Erweiterungen“ führen in der „allgemeinen Entwicklung“ zu allen Phasen mit ihren fast unbegrenzten Entitäten und Prozessen sowie zu deren einzelne Eigenschaften; vor allem zur Begrifflichkeit und der Sprachphase.

    564Wie lassen sich bei solchen einzelnen Phasen, hier zum Beispiel auch die philosophische Phase der „Ontologie“, das genauer zeigen?

    565Die wp Erweiterung der Ontologie zeigt, dass es neben den beiden Existenz-Arten des „transzendenten“ Seins (E4) und dem endlichen Seienden, Dasein (E3) noch die Eo,1,2,6 geben muss, wenn der denkende Mensch das „Verhältnis“ von Endlichkeit (E3) und Unendlichkeit (E4) genauer verstehen will. Die WP zeigt als Erklärung den Weg, der als „allgemeine Entwicklung“ von den S-und R-Aspekten und mit Hilfe der QM-Ordnung (Rz- Rw-Dualität) hin zu den OG-Elementen und daraus mit der Rz-Wechselwirkung die Bildung der Phasen bis hin zu E5, der „Realität des Ganzen“, um diese schließlich wieder unendlich zu eröffnen. Als Wechselbeziehung der E6 mit den freien subjektiven Ei und Ii, welches die eigentliche Basis für die subjektiven emotional-rationalen Vorstellungen sind, die es erlauben, Unendlichkeit und Endlichkeit zu „verstehen“.

    566Wird dem Subjekt seine Freiheit bewusst, dann ist das abstrakt ausgedrückt die wp mögliche unendliche Selbstbeziehung (Rz/G) des Subjektes in seiner unendlich freien Ii- und Ei-Funktion. Zum Beispiel auch als „Selbsterhaltung“ und als Selbstverwirklichung“, indem es unbegrenzte Willensakte, Ziele, Interessen (Ii) und Phantasien u.ä. (Ei) hat; sowie solches unbegrenzt negieren (N) kann. Damit ist die Subjektivität jene „Einheit“ aus Endlichem und Unendlichem, welche abstrakt zur QM-Ordnung gehört und welche daher allen Phasen eigen ist.

    567Wie kann die menschliche Haltung auf die Unendlichkeiten und auf das Verhältnis von „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ sein? Es gibt dafür die zwei unendlichen Denkmethoden – also eine Weise der „Selbstanwendung“ – die absolute Negation dieser Denkproblematik und die „fraglose“ Akzeptanz (G und E). Die tatsächlich zu beobachtenden emotionalen Einstellungen („Furcht“, „Hoffnung“ für das Unendliche) fassen wir als eine „R-zu -I/E-Relation“, in welcher die biologischen (R/S) im emotional- rationalen Übergangsfeld vor allem als die „Ii“ wichtig sind. Das Subjekt hat die Handlungsfähigkeit („I-N,G,E´-E“), hier als Denkhandeln und emotional, die Unendlichkeiten – wie die vier OG-Elemente“ – in Endlichkeiten, zum Beispiel Begriffe, Sprache zu verwandeln; durch Anwendung der Relationierungen, als freie Rz und G.

    568Die subjektive „Freiheit“, zum Beispiel als „Unabhängigkeit“ von „Allem“ – auch „von mir selbst“ – ist nur mit den beiden selbst unendlich freien Ii oder Ei zu denken; ein typischer Selbstbezug im Unendlichen, und zwar dabei mit der „aktualen Unendlichkeit“. Während die Freiheit von Seiendem eine Variante der „potentiellen Unendlichkeit“ ist, also damit der „Möglichkeit“ und der graduellen Verwirklichung von Freisein etc. Beider Verhältnis ist wiederum eine Variante der „endlich zu unendlich-Einheit“ (QM etc.).

    569Der Grundcharakter der Unendlichkeiten wird fälschlicherweise oft nur von der Endlichkeitsseite bestimmt. Die dabei genutzten Methoden, das empirische Sehen und die vielen verschiedenen weiteren Relationsbildungen (Messen, sprachlich fassen etc.) sind jedoch durch Rz, G und dabei auch als Rz/Rw und N/G auf die eine Art der Unendlichkeit „festgelegt“, aber nicht auf die notwendig existierende andere Art: Die Rz und G, welche die Basis von „Endlichkeit“ bilden, sind tatsächlich nur eine der beiden Grundarten von Unendlichkeit, nämlich die der unendlichen „Kleinheit“. „Enge“ u.ä. Zugleich ist das auch eine der beiden Arten des „Nichts“(N) und der Existenz (E); sowie der Richtung („I“).

    570Die andere Seite der „Realität“ ist w, Rw,N, „in die unendliche Weite“ gerichtet („I“), als Unendlichkeit existierend (Eo,etc.), das Nichts, welches nun spezifisch noch anderen intuitiven und rationalen Vorstellungen zugrunde liegt. Wenn also die „endlichen“ Methoden der Wahrnehmung dafür versagen, bleiben doch jene des abstrakten Denkens wirksam. Besser ausgedrückt, die herkömmliche Endlichkeit und die Unterscheidung vom Unendlichen kann nur dem menschlichen Subjekt gelingen, und das wegen seiner objektiven und speziellen Stellung in der „allgemeinen Entwicklung“ zwischen den zwei wechselwirkenden metaphysischen Unendlichkeitspolen (S/R, OG).

    571Spricht man, vermeintlich im Endlichen, von den Unendlichkeiten und werden diese dabei „negiert“, so wendet man „N“ als eine der Unendlichkeiten an. Genauer analysiert, jener „endliche“ Standpunkt kann wie alles Endliche als „unauflösbares“ Verhältnis „unendlich zu endlich“ beschrieben werden. Es ist eine Anwendung der „erweiterten QM-Ordnung“ („z-w zu z/w zu z-w zu etc.“)

    572Diese quantentheoretische Modellierung, welche als „Möglichkeit“ den Widerspruch zwischen Seiendem und dem Nichts oder zwischen Endlichem und Unendlichen fasst, besteht als „neue Einheit“. Die im Gedanklichen, Sprachlichen bekannte Erweiterung betrifft nun aber alle Phasen; eben von der Physik („z-w zu z/w“) ausgehend.

    573Die „Möglichkeit“ gehört deshalb zur Konkretheit, Wirklichkeit, weil sie eine Einheit aus Endlichem und Unendlichem ist; QM als „z/w zu z-w“. Die „aktualen Unendlichkeiten“ (Eo,E4, also die OG-Elemente und Sz,Sw, Rz,Rw) bestehen zugleich auch. Diese letzteren haben ihren „unendlichen Gehalt“ zum Beispiel darin, dass sie sich in quantitativer und wohl auch in qualitativer Weise „konkretisieren“ lassen; das macht sie für den Menschen, für seine Emotionalität oder für seine Begriffsbildung und Sprache so wichtig; zum Beispiel ist alles in allen Phasen „existent“ (E); und mit „Ei“ potentiell unendlich, sowie auch beispielsweise „selbstbezogen“, ist jedes E aktual unendlich.

    574Wenn traditionell, auch in Religionen die Gottheit, nicht nur mit den allgemeinen Eigenschaften der WP – Unendlichkeiten“ etc. und speziell als „Sein“ (E) und damit als „Wirklichkeit“ im Sinne der E-Existenzen unbegrenzter Art – beschrieben wird, sondern zusätzlich zur „Wirklichkeit“ (Eo bis E6 und damit die Meta-Einheit aus unendlichem und Endlichem“) nun noch als „Forderndes“, „Herrschendes“ geltend, dann geht es um die wp gesehen ersten, einfachsten „Relationen“, neben „unendlich zu endlich“: Die „I/E-Relation“, in welcher das „I“ die Basis von „fordern“ und „herrschen“ ist.

    575Das Verhältnis von „Mensch“ und „Gott“ wird von uns systematisiert, als Relation zwischen persönlichen Ii, Ei und Ii/Ei zu den unendlichen „E“ und „I“ des OG. Als Ii, Wille, Zielsetzungen etc. und Ei, Phantasien, Vorstellungen etc. sind beide unendlich. Endlich, wirklich werden sie erst als „Ei/Ii-Einheit“. Dieser Übergang zum OG ist möglich, weil in menschlichen Emotionen und in seiner Denkarbeit es diese QM-Meta-Relation „endlich zu unendlich“ gibt. Die WP geht für eine genauere Begründung auf die S-und R-Aspekte zurück, wodurch die „allgemeine Entwicklung“ angetrieben wird, um die einzelnen Entwicklungsphasen zu erzeugen, bei denen sich das jeweils abspielt, was als Übergang vom menschlichen Denken zur unendlichen OG-Abstraktion führt. Es geht dabei um „Selbstanwendungen“ der acht Grundgrößen.

    576Man muss bei den beiden Grundaspekten „S“ und „R“ von „vorgegebenen“ aktualen Unendlichkeiten ausgehen und daher von den daraus in ihren unendlichen Selbstanwendungen sich entwickelnden OG-Elementen (E,Sein, Gott etc.) gleichfalls von deren aktualen Unendlichkeit, welche zunehmend in den Einzelwissenschaften berücksichtigt werden, und somit auch im Alltagsdenken bewusst werden und zu akzeptieren sind.

    577Kurz, traditionell wurde die „aktuale Unendlichkeit“, wir, die acht Grundgrößen, alltagssprachlich und dabei emotional-intuitiv erfasst. Abstrakt gesagt, geht es dabei um jene „Relationsbildungen“, Netze komplexer Art aus den vielen Phasen, welche jedoch ihrerseits erst zu begründen sind. Das sind zum Beispiel individuelle Erfahrungen, begriffliche und methodische Gedanken oder kollektive Bestandsaufnahmen sprachlicher, kultureller etc. Art.

    578Der Entwicklungszusammenhang zwischen Endlichkeiten und Unendlichkeiten in der Subjekt-Phase und speziell bei jeder einzelnen Person, unterscheidet sich formal nicht von dem, was sich in der „allgemeinen Entwicklung“ und dabei in der historischen Geschichtlichkeit abspielt. Es geht dabei auch um die tendenzielle unendlichen Annäherung (G,Rz) bei der „Vollendung“ jeder „E-Kategorie“ im Verhältnis zur unendlichen Ausweitung (Rw) jeder subjektiven I-Kategorie.

    579In subjektiven Gefühlen, in der „Intuition“, aber auch in der Kognition, im rationalem Denken werden zwischen der Phase der Subjektivität und den Unendlichkeiten Verbindungen hergestellt. Zum Beispiel wird vom Menschen jede „Entität“ abstrakt als „ E“, in dessen unbegrenzter Konkretisierung, als unendlicher Selbstbezug (G) „wahrgenommen“. Jeder weiß um seine eigene Fähigkeit, unendliche Phantasmen (Ei) und unendliche Willensakte „Ii“ zu erzeugen; das gilt auch für die menschliche Fähigkeit der absoluten Negation (N).

    580Diese unendlichen Fähigkeiten N, G, I, E unterscheiden sich deutlich von dem, wie sich der Mensch zu den seienden Endlichkeiten der Welt verhält.

    581Der „Gegensatz“ zwischen „G“ und „ N“ wird in gesellschaftlich geschaffenen Mythen und Religionen zum Beispiel als der zwischen „Gott“ und „Teufel“gesehen. Die WP hebt diesen einfachen Gegensatz auf, wenn sie zwar auf der einen Seite „G“ und „N“ sowie auch das „E“ als „aktuale Unendlichkeiten“ sieht, dem aber die „Endlichkeit“, der als „potentielle Unbegrenztheit“ die Eigenschaften des Teufels zugeschrieben werden, wiedererkennt; zum Beispiel neben Rw,N (Negation) auch „N/G“ und „I“, „I/E“, „z/w“ und alle Kombinationen daraus.

    582Das alte Problem, ob Gott auch das Böse erschuf, kann nun wp und mittels der QM-Ordnung angegangen werden. Die metaphysischen „E“ und „G“ sind sowohl unendlich absolut und Rw-abgetrennt wie sie auch in allem Endlichen Rz-stecken („I/N/G/E“). Die durch Rw und N unendlich getrennten und jeweils dabei jede auch unendlich auf sich selbst bezogene der acht fundamentalen Größen (Sz,Sw,Rz,Rw, E,I,G,N) genießen „im Endlichen“, also auch für das Denken der menschlichen Subjekte, daher „Priorität“; als eine eigentlich „grundlegend“ „andere“ Stellung, weil alles Endliche sich auf Rz,G stützen muss; das z-Sz-Rz-Übergewicht macht jene „Relationierung“, welche das „Endliche“ ausmacht. Die WP anerkennt beide als gleichberechtigt und vereint beide (QM-Erweiterung“) in der „Rz/Rw zu N/G-Weise“.

    583Kurz noch mal: Wie kann man erklären, dass aus der endlichen Welt und speziell aus dem endlichen Subjekt die Unendlichkeit, die „Transzendenz“ entstehen kann? Wp ist das der grundlegende Übergang in der QM-Ordnung von den endlichen Rz-relationierten „z/w“ zu den Rw-getrennten „unendlichen“ „z – w“. Beider Gemeinsamkeit sind die „z“ und „w“, darin die Sz und Sw. Aber beider Unterschied ist der von der Rz – und G – Unendlichkeit der Enge, der Kohäsionsbildung bis zu einem Stadium des Nichtseins, der Identität, der Punktualität. Im Unterschied zu den Rw-und N-Trennungen, welche eine andere Unendlichkeit erzeugen, die der „Ausweitung“, zum Beispiel die der „Zeit“. Auch sie erzeugen dabei eine Form des „Nichts“ (N), welche jedoch anders als die „räumlich“ unendlich „kleine“ ist. Mit der Verbundenheit dieser Größen in der endlichen Konkretheit entstehen deren bekannte Eigenschaften.

    584Wie ist das Verhältnis von wp Ontologie zum herkömmlichen „Kritischen Realismus“ zu erklären? Der „Kritische Realismus“ ist als eine erkenntnistheoretische Position zu verstehen, welche „E“ und „G“ betont. So, wenn gesagt wird, „es existiert (E) eine Welt, empirisch (G) abgesichert“. Diese „realistische“ Sichtweise wird mit „Kritik“ verbunden. Das heißt (Kant), die abstrakte G- E-Position wird mit der Subjektivität verbunden, Die WP vereinbart das, weil es um die Wahrnehmung der „Realität“, die Erarbeitung, das Denken des Menschen dabei geht. Wp sind das Varianten des allgemeinen Handlungsprojekts (I-N,G,E´-E-etc.) und darin die Ii-Entscheidung. Die drei Möglichkeiten der QM-Erweiterung erlauben nun einerseits „rückwirkend“ das, was in der Entwicklung einmal war zu „kritisieren“, aber andererseits auch durch Ii im Denkhandeln das Zukünftige – ebenfalls als eine Art der „Kritik“ – vorweg zu nehmen, zeitlich formal, aber auch sachlich als Ei. Diese freien QM-Möglichkeiten werden jedoch stets auf die „real existierende“ Situation bezogen; das ist die dritte QM-Möglichkeit.

    585In den Entwicklungs-Phasen der Ontologie geht es geistesgeschichtlich und noch heute nicht um die vier OG-Elemente, oder aus ihnen um die Handlungsarten, sondern vor allem um jene „realen Existenzen“. Was wir mit den E-Eigenschaften „ontologischer Art“ verknüpfen, Die WP geht vom Entwicklungszusammenhang der sieben E-Formen aus, Eo bis E6. Aber im historischen „Kritischen Realismus“ geht es speziell um die „Auseinandersetzung“ zwischen E3 und E4 (das Seiende und das Sein). Da steht die Subjekt-Phase im Mittelpunkt, um über diese ihre „Einmaligkeit“ und „Genaueres“, so über das menschliche Denken, zu erfahren. Aber das menschliche Individuum steht nicht nur in den endlichen Zusammenhängen. Es ist zudem auch in der Lage, die Unendlichkeiten (Eo,1,2,6) zu verstehen.

    586Auch in den philosophischen Analysen des „Kritischen Realismus“ geht es um das Verhältnis von „Unendlichkeit“ und „Endlichkeit“, hier, noch beispielsweise im geistesgeschichtlichen Verständnis, als „metaphysische Universalien“ in Bezug „zur“ „Besonderheit der Individuationen“, welche sich zeitlich verändern etc. Ersterem wird eine „Zeitlosigkeit“ und eine „ontische Priorität“ zugeschrieben. Zunächst fragt die WP beispielsweise, was ist da als „Zeit“ („Priorität“) oder als „Entwicklung“ jenseits der Alltagsvorstellungen gemeint. Und, wie hängt beides zusammen oder wie ist es „getrennt“? Das dies ermöglichende subjektive Denken scheint beides zu verbinden, aber wie das? Die WP hat die Aufgabe, einzelne solcher frühen Ansätze eingehend zu ordnen.

    587Das alte Problem der Unterscheidung von „Individualität“ und „Universalien“ kann wp genauer gefasst und dadurch aufgehoben werden. Die endlichen „Einmaligkeiten“ sind von den unendlichen OG-Elementen zunächst dadurch zu unterscheiden, dass bei ersteren die Rz-,G-Kohäsion überwiegt – und bei den wenigen anderen überwiegt die Rw-, N-Trennung. Aber die WP umfasst das auf einer höheren Entwicklungsebene, wenn sie zum Einen beides Mal von Rz/Rw ausgeht, welches jene Unterscheidung aus den drei QM-Unterscheidungen sieht, dass es in den objektiven unendlichen R-Dynamiken Gleichgewichtigkeit gibt, aber eben auch die zwei verschiedenen Übergewichte – alle drei stets „zugleich“. Zum anderen sind beide, Rz und Rw dadurch „identisch“, dass sie Unendlichkeiten sind. Zugleich sind sie „verschieden“, weil Rz unendlich „klein“ ist und Rw unendlich „groß“.

    588Kurz gefasst, das alte Problem, was ist „Individuelles“, was ist „Allgemeines“ und was beider Zusammenhang? Schon Aristoteles sah das „Allgemeine“ „in“ den „Einzelfällen“, aber wie unterscheidet sich beides? Woher kommen die unbegrenzt vielen und mannigfaltigen Bestimmtheiten des Einzelnen? Er vermutete, dass „das Prinzip der Materie“ das bewirkt und aus „verschiedenen Teilen der Materie“ die Einzelfälle bestimmt werden. Zwar sah Aristoteles, dass sich die menschlichen Personen „in ihrer charakterlichen und moralischen Eigenart“ unterscheiden, da er sich aber auf die „Materie“ festgelegt hatte, konnte es jene subjektiven, bloß „mitlaufenden“ Eigenschaften damit nicht erklären. Die WP ordnet Aristoteles als geistesgeschichtlichen „Vorläufer“ ihrer Basis-Annahmen ein, wenn sie von der „Materie“ als „S/R- Komplexen“ und von deren selbsterzeugter „allgemeinen Entwicklung“ ausgeht,w elches das Ziel und die Erreichung der OG-Elemente als reproduzierte Eigenschaften der S-und-R-Aspekte – den Unendlichkeiten etc. – ist. Sowohl die S-und R-Aspekte wie die vier OG-Elemente sind „in“ allen Phasen, konkret-praktisch wie auch theoretisch-begrifflich, vorhanden; die „Endlichkeit“ ist durch solche Relationierungen der unendlichen Größen wp erklärbar. Die Vielfalt der materiellen Erscheinungen ist dabei eine Folge der „potentiellen“ Unbegrenztheit der Endlichkeit, welche die „aktualen“ Unendlichkeiten der Grundgrößen durch die Relationsbildungen derart verändert; analog werden die unendlichen OG-Elemente durch Bezug aufeinander zur konkreten unerschöpflichen Begrifflichkeit.

    589Die wp Ontologie behält die Vorstellung von „Existenz“, erweitert diese aber damit, dass die QM-Ordnung mit der Unterscheidung von aktualer Unendlichkeit (die Eo,1,4), Endlichkeit (E3,5) und potentieller Unbegrenztheit („Konkretheit“, E6) hinzu genommen wird.

    590In der europäischen Geistesgeschichte wechselten sich die Betonungen der verschiedenen E-Varianten ab und in der Entwicklung wurden sie genauer erkennbar und deshalb auch jeweils gesellschaftlich hervorgehoben. Im Mittelalter wurde das E4, als Sein oder als monotheistischer Gott akzentuiert. Die E3-Variante, die endliche Welt wurde dagegen zunächst abgewertet; was sich in der historischen Entwicklung veränderte. Die WP vereint die verschiedenen E-Varianten (Eo bis E6) mit Hilfe der „allgemeinen Entwicklung“.

    591Also, die Dualität von „Einzigkeit“ und der „Allgemeinheit“ beruht einerseits auf der QM-Trennung (Rw,N) und der Rz,G-Kohäsion; also auch auf den „materiellen „z“ (Sz/Rz) und „w (Sw/Rw). Andererseits wird diese Dualität und alle daraus sich entwickelnden Endlichkeiten zu den materiellen und geistigen „z/w- und N/G-, I/E-Relationen“; diese werden ihrerseits durch Rz, G verknüpft. Die freien, isolierten Grundgrößen (Eo,E4) „erzeugen“ und vertreten das eine Unendlichkeitsprinzip, das des Selbstbezugs auf sich, Rz, G. Die endlichen Relationen aller endlicher Entitäten (E3) untereinander werden wiederum von Rz,G bestimmt. Analog läuft es mit Rw,N.

    592Das Mittelalter kann sich von der derart störenden „Materie“ trennen (Duns Scotus), weil man sich der Basis des Idealismus (E,G-N), nicht zuletzt durch den Monotheismus, sicher geworden war. Jene „E“ (Sein, E4) und das „G“, zudem radikal konfrontiert mit dem „N“, lösen damit die Eo, Ei und E2 der „Materie“ erst mal ab.

    593In den folgenden mittelalterlichen Überlegungen wird immer Mal wieder das Verhältnis von Endlichkeit zur Unendlichkeit bedacht. Letzterer Unendlichkeit, der essentia, werden zwar mehrere Formen der Unendlichkeit zugesprochen – Zeitlichkeit, Raum, und auch sachlich-inhaltliche „Grenzenlosigkeit“. Das blieb aber nur „intuitiv erklärbar“; die Subjektphase wurde wie andere Phasen auch noch nicht tiefgreifend analysiert. Zumal auf ähnliche Weise der „Materie“ nur die Formen der Begrenztheit zugesprochen wurde, wie in empirischer Erfassung der Einzeldinge – Aristoteles als „dieses da“, später die haecceitas – offensichtlich schien. Auch für die mögliche „Entwicklung“ der Materie sah man noch keinerlei Anhaltspunkt.

    594Wir verwerfen solche Unterscheidungen nicht, sie sind durch Rw,N wp abgesichert. Aber alles, und hier die „endlichen“ Einzeldinge, die Materie, sind einerseits auch „unendliche“, so als ihr unendlicher „Selbstbezug“ (Rz,G), der denknotwendig ist, wenn man von ihrer „objektiven“ „Existenz“ ausgeht. Andererseits ist es die alles denkende Subjektivität, welche über den Gegensatz „endlich-unendlich“ hinaus gehen kann, zum Beispiel wenn sie beides wechselwirken lässt, um so Neues erzeugen zu können. Die QM-Ordnung zeigt, wie endlich und unendlich sich zum Beispiel als „Empirisches“ vereinigen lassen.

    595Es zeigen sich drei Problemkreise, die acht getrennten Grundgrößen in reiner und aktualer Unendlichkeit (Eo und E4). Daraus dann die einfachen Wechselbeziehungen, E1 und E2 („S/R, z/w, Rz/Rw, I/E N/G), welche deshalb zwar die „potentielle Unendlichkeit“ vertreten, aber selbst noch nicht endlich sind. Erst die weiteren Relationen und Kombinationen sind die Basis aller „endlichen“ Erscheinungen (E3), als Strukturen und als Prozesse (zum Beispiel als Handlungen). Ihr Entwicklungsabschluss ist die „Wechselwirkung aller als „Realität“ (E5), und unter Einschluss auch der aktual-unendlichen acht Grundgrößen, geht es ontologisch um E6. Vor allem gehört hier auch die „Subjektivität“ dazu, welche zwischen allen diesen ontologischen Subphasen (Eo bis E6) vermittelt. Unter anderem zwischen S, R und OG.

    596Die „Wechselwirkung aller Phasen“ kann man mit der QM-Ordnung, darin beispielsweise auch mit der mathematischen „Quantenmechanik“ – verbinden. Die „Dinge“werden von den menschlichen Subjekten „Rw-,unterschieden, weil sie von S/R-Pol bestimmt werden; die Subjekte werden zunächst vom OG-Pol bestimmt. Aber die „erweiterte QM-Ordnung“ zeigt, dass solche Trennungen (Rw,N) in jeder Konkretisierung durch „Rz, „G“ relativiert werden. So ist das Subjekt auch von den physikalisch-biologischen Grundlagen bestimmt. Und jede „Naturerscheinung“ ist in allgemeinen Wechselbeziehung an die Subjektivität – die Wahrnehmung, begriffliche Erfassung etc. – gebunden.

    597Die WP vereint jene drei QM-Möglichkeiten und das philosophische Denken mit der traditionellen „Trennung“ als „Individuierung“, „Einzigkeit“.

    598Man kann dank Rw und/zu N alles trennen, unterscheiden. Und von daher ein Ding von anderen Dingen, einen individuellen Menschen vom anderen unterscheiden. Oder anders ausgedrückt, darin besteht deren „Einzigkeit“. Es geht hier um unendliche Selbstbezüge, welche „Rw“ und „N“ nutzen und damit zwei der acht unendlichen Grundgrößen. Aber die hier noch fehlenden Rz und G (sowie „Rz zu G“), welche die Unendlichkeit der engen Bezüge mit dem Ziel der „Identitätsbildung“ fundieren, stellen die andere Seite der Realität dar. Das zeigt sich weniger abstrakt auch darin, dass alle Dinge und zudem auch die Menschen dadurch auf einer Meta-Ebene „zusammenhängen“, dass sie aus Wechselbeziehungen (Rz/Rw zu N/G) der absoluten Grundgrößen bestehen.

    599Jede endliche Entität besteht einerseits aus potentiell zahlreichen Momenten, welche in ihrer qualitativen Mannigfaltigkeit zu den einzelnen anderen Phasen gehören – und wegen dieser „Verwandtschaft“ auch jene „Wechselbeziehungen“ herstellen, welche die wp Realität“ prägt. Andererseits wird das durch die drei QM-Möglichkeiten formal bestimmt. Überformt: Es gilt beides die Rw-N-Trennungen in jeder Entität bis „hinunter“ zu den isolierten OG-Elementen sowie die möglichen Trennungen aller Phasen. Und zugleich gibt es innerhalb der endlichen Einzelnen sowie zwischen ihnen unendlich enge Rz-G-Zusammenhänge. Erst jene „Rz/Rw zu N/G-Einheit“ bewirkt in ihrer vielfachen Dynamik als „Übergänge“ das Zentrum aller „allgemeinen Entwicklung“; die Quantentheorie klärt damit die Probleme, welche bereits die traditionelle Philosophie seit den Thomisten, Scotisten oder bei Leibniz hatte.

    600Die WP verweist in dem traditionellen Problem des Verhältnisses von „Form und Inhalt“ auf die „erweitert QM-Ordnung“, bei der es um die „gleichzeitige“ Trennung (Sw, Rw,N) und Kohäsion (Sz, Rz,G) und deshalb um die Erzeugung einer neuen Einheit aus beiden, geht. Man kann die Problematik auf die drei wichtigen Phasen, die Physik, die Mathematik und die subjektiv-geistige Begrifflichkeit beschränken. Die Mathematik vertritt zunächst mit den freien Rz und Rw die Erzeugung aller geometrischen Entitäten. Die Natürlichen Zahlen sind ein Beispiel für die „Trennung“ (Rw) der Zahlen, die selbst als „Rz/Rw“ darstellbar sind. Das ist eine der Ursachen für die allgemeine „Individuation“. Die andere Ursache ist die Trennung „N“ im Geistigen (OG). Welche wp aus Rw entwickelt wird.

    601Das heißt nun aber, dass man zwar die Phasen – hier Mathematik und subjektive Reflexion – einerseits unterscheiden kann, dass aber diese Unterscheidung auch stets aufgehoben werden muss.

    602Das betrifft nun „analog“ auch das Verhältnis der Physik zur Mathematik und auch zur Geistigkeit: Die Physik wird von uns als die zwei Kräfte „Sw/Rw (Elektrodynamik u.a.) zu „Sz/Rz“(Gravitation, Kernkraft) gezeigt, deren „Ur-Wechselwirkung“ dazu führt, die R-Aspekte von den S-Aspekten zu lösen, um dadurch die Mathematik nicht zuletzt von der Physik auch unterscheiden zu können. Ähnlich ist es im Verhältnis Physik zur „Begrifflichkeit“ (Sprache etc.). Die WP meint, beide stimmen darin überein, dass die „Einheit aus Trennungen und Kohäsion“ als Fundament von „Inhaltlichkeit“, „Qualität“ gelten können, so deren physische Seite („z/w zu z-w“) und deren begriffliche („I-E-N-G zu I/E/N/G“). Und beide „Seiten“ stehen zudem durch die „allgemeine Entwicklung“ in einander erzeugender „Wechselwirkung“; als Basis von „Inhaltlichkeit“ überhaupt.

    603Wenn zum Beispiel der „Nominalismus“ den „Universalien“ sowohl absprach, dass sie „real existierten“ als auch verneinte (N), dass es einen Übergang von ihnen zu den „Individuationen“ gibt, dann sind solche Behauptungen selbstwidersprüchlich; jede absolute Negation (N) ist „universell“. Leicht lässt sich bereits in der Alltagssprache nachweisen wie absolute „Existenz“, methodische Identitätsbildung (G) unvermeidbar sind. Die WP festigt deren Charakter als „Wechselwirkung von Endlichkeit und Unendlichkeit“ durch ihre Fundierung in den S-und-R-Aspekten sowie in den OG-Elementen, welche alle acht Grundgrößen sowohl unendlich getrennt sind wie sie zugleich durch ihre „potentiell unbegrenzte“ Kombinationsvielfalt die „Endlichkeit“ konkretisieren können.

    604Wp gibt es unendliche, „allgemeine“ physikalische Entitäten, ontologisch sind das Eo,1, 2. Sie stehen in systematischem Erzeugungszusammenhang mit den endlichen, „realen“ Entitäten, Existenzen (E3). Und weiterhin werden daraus die OG-Entitäten (E4) erzeugt. Das traditionelle philosophische Problem war, dass die Trennung zwischen jenen ontologischen E-Varianten für selbstverständlich galt, aber weder diese „Trennung“ irgendwie begründet wurde, noch die zugleich im Alltagsdenken stets mitgedachten Bezüge der Existenzarten genauer untersucht wurden.

    605Auch die E-Seite unterliegt der „allgemeinen Entwicklung“ und der QM-Ordnung mit ihren drei Möglichkeiten, den Trennungen, Kohäsionen und beider Zusammenspiel.

    606Weitere traditionelle philosophische Probleme können ebenfalls wp mit Hilfe des QM, und den Unendlichkeiten von S und R sowie mit dem OG gelöst werden.

    607Der Versuch, durch „Differenzierung“ des „Allgemeinen“ den „Einzelfall“ zu erfassen, galt bislang als misslungen. Die WP zeigt dagegen, dass das endliche „Individuelle“ als komplexe und erzeugende Wechselbeziehung (Rz/Rw, QM) einerseits zwischen den acht unendlichen Grundgrößen (S,R,OG) erfolgt. Das „Individuelle“ kann dabei auch von den OG-Elementen „beschrieben“ werden. Und andererseits erfolgt die Konstitution jedes „Individuellen“ aus den Wechselbezügen aller endlichen Phasendetails.

    608Eine weitere traditionelle Frage war, ob einzelne endliche Entitäten (E3) stets völlig verschieden sind oder in einzelnen Bestimmungen oder gänzlich gleich sind. Die WP zeigt die tatsächliche Komplexität in dieser Frage. Begrifflich ist Gleichheit (G) nicht ohne Verbindung mit dem das beurteilenden Subjekt verbunden. Damit liegt man im Übergang von „identisch“ – als „Endziel“ aller Rz-G-Entwicklung – und Trennung, Unterscheidung (Rw,N). Alle konkreten „Vergleiche“ sind komplexe wechselwirkende Relationen, welche die Trennung (Rz – Rw) und die Kohäsion vereinen: „Rz/Rw“ und das dazu im Begrifflichen als „N-G zu N/G“. In Bezug auf die hier fundierenden acht Grundgrößen sind alle endlichen Entitäten „gleich“, erst die unbegrenzt vielen endlichen Relationen dieser Grundgrößen lassen potentiell unbegrenzt viele verschiedene Varianten entstehen, konkrete wie auch begriffliche oder phantasierte.

    609Dazu kommt nun aber eine weitere wp Überlegung. Zur Basis aller Endlichkeit gehört die „Raumzeit“ als gleichberechtigt Einfluss nehmende Phase. Und „Gleichheit“ heißt damit auch zeitliche, räumliche;was im Endlichen nicht möglich ist; allerdings in den acht Grundgrößen durchaus, weil diese die „Unendlichkeiten“ sind.

    610Hierhin gehört zum Beispiel auch die „Möglichkeit“ oder die „Notwendigkeit“ der unbegrenzt oft sich wiederholenden Entstehung des „Weltalls“. Diese geistige Vorstellung ist mit den anderen Varianten der wp Unendlichkeit prinzipiell verbunden. Zwischen den endlichen Universen treten Übergänge aus unendlich freien S- und R-Entitäten auf, welche einerseits jede endliche Verbindung zwischen den verschiedenen endlichen Kosmos-Varianten verhindern, die Rw-Funktion. Zum anderen wird es dann aber im nächsten Universum möglich, Endlichkeiten zu erzeugen, welche „Gleichheit“ (Rz-Funktion) zu den Entitäten und Prozessen in den „vorhergehenden“ Universen zeigen; das müsste dann unendlich oft so geschehen. Solche Überlegungen haben den Vorteil, sich allein auf die wp Unendlichkeiten zu stützen

    611Der unendliche wp Entwicklungsablauf, darin die „Geschichtlichkeit“, scheinen sich in solchen Überlegungen zu widersprechen, aber wp geht es genauer um die von der erweiterten QM-Ordnung bestimmte Relation „endlich/unendlich“, welche „potentiell Unendlich“ viel Neues und Neuartiges hervor bringt.

    612Die WP und die „erweiterte QM“ zeigen hier ihre drei Möglichkeiten: Die Unendlichkeiten, die potentiellen Unbegrenztheiten und die traditionelle „Endlichkeit“, zum Beispiel als die haecceitas, das seiende Individuelle. Die QM zeigt den Zusammenhang, die unendlichen Übergänge zwischen den drei Möglichkeiten, und wegen der unendlichen Anzahl aus der „z-w“-QM-Phase wird der „Antrieb“ verständlich, welcher bewirkt, dass auch in den „Spezialisierungen“ noch die Unendlichkeiten stecken. Genauer, es gibt neben der Unendlichkeit der „Anzahl auch die Unendlichkeit des Selbstbezuges – zum Beispiel ist jede der acht – also der endlich vielen – Grundgrößen unendlich auf sich selbst bezogen. Und zugleich können sie in potentiell unbegrenzt vielen Relationen die Endlichkeit erzeugen.

    613Wegen der Basis-Wirkung der Rw und der „N“ kann auch jede der drei Möglichkeiten allein gelten. Aber Rz,G – auch in „Rz/Rw“ und in „N/G“ – gibt es die Übergänge zwischen den endlichen und den unendlichen Varianten. Diese Übergänge machen, dass in jeder individuellen Entität zugleich die Eigenschaften der Endlichkeit, der Individualität wie die der unendlichen Allgemeinheiten sind; ihre Meta-Kombination fundiert die konkrete Praxis.und die Fähigkeit zur weiteren Entwicklung.

    614Ein traditionelles ontologisches Problem ist die Abgrenzung zwischen dem „Dasein“, als „Nur-einmal-Dasein“ und dem „real Seienden als vollständig Bestimmtes“ (E3) und dem „idealistischen Sein“ (E4 im OG) in seiner „Allgemeinheit“. Wp ist das „Dasein“ durch den unendlichen Selbstbezug (Rz, G) einer Entität auf sich bestimmt. Das „real Seiende“ sind in der wp Systematik die wechselwirkenden Relationen aller Phasen („Rz/Rw etc.“). Und jede „idealistische“ Denkweise – hier die vier OG-Elemente, aber auch die isoliert gedachten S, R etc. – werden durch die Unendlichkeit der Rw und N bestimmt. Die WP zeigt nun darüber hinaus, dass es von QM her die sie gegenseitig erzeugenden Übergänge zwischen diesen drei Möglichkeiten gibt; und daher jene geistesgeschichtlichen Positionen besser verständlich werden.

    615Die „normale Endlichkeit“, das Seiende mit seinen „potentiellen Unbegrenztheiten“, liegt in der „allgemeinen Entwicklung“ „zwischen“ den die Dingwelt konstituierenden freien unendlichen S-und R-Aspekten und den freien unendlichen begrifflichen OG-Elementen. Diese letzteren zeigen sich in der das alles reflektierenden Subjektivität als unendlich freie Ei-Phantasien und unendlich freie Ii-Zielsetzungen sowie als unendlicher Selbstbezug, der Kern des „einmaligen Individuellen“. Die Endlichkeit wird auf diese Weise „erzeugt“. Formal sind diese Relationen zwischen Unendlichkeiten zur Bildung von Endlichkeiten zum Beispiel in der QM-Ordnung als „z-w zu z/w“ oder auch in der Mathematik als „Rz-Rw zu Rz/Rw“ zu sehen.

    616Kurz, die „Realität“(E5) umfasst bei uns alle endlichen Phänomene und ihre Rz-Verbindungen und Rw-Trennungen und ebenfalls „Rz/Rw“ als gegenseitige Erzeugung, Dazu gehört stets auch die – für das alltägliche Bewusstsein „abstrakter empfundene – raumzeitliche Darstellung. Von daher kann in der „Realität“ eine Entität (E3), ein Phänomen nur „einmalig“ sein. Die WP geht nun aber in ihrer „erweiterten Ontologie“ davon aus, dass es auch Unendlichkeiten gibt (Eo,E1,E4, E6), welche zum Beispiel die Vierdimensionalität der Raumzeit durch „höhere“ Räume beliebiger Dimensionszahl erweiter. Das, und die systematisch herleitbare Auflösung der Welt (Schwarzes Loch, entropische Beendigung des Kosmos) in freie w, Sw, Rw einerseits und ebenso unendliche, freie z, Sz, Rz werden zunächst eine radikale, weil durch aktuale Unendlichkeit verursachte Trennung“ verstehen lassen und können nach deren eigenen Eigenschaften und Gesetzen, in Selbstanwendung dieser, wieder zu einem – und unendlich vielen – Urknallgeschehen führen, was heißt, dass dann genau jene physikalischen Gesetze – und die der „WP“ – ihre Wirkung bei der Bildung einer neuen Endlichkeit zeigen werden.

    617Die traditionelle Unterscheidung des „Soseins des Individuellen“ vom „Dasein“ ist in wp und dort in ontologisch präziser Weise die, dass das „Individuelle“ zugleich den unendlichen Bezug auf sich hat sowie die endlichen Relationen zu allen anderen Entitäten der Realität. Während das „Dasein“ nur letzteres betont. Das ist eine Variante der derart flexiblen QM-Ordnung, welche der Endlichkeit, dem Dasein, die „z/w-Relationen“ allein zuordnet, der „Individualität“ aber die umfassende „z-w zu z/w-Einheit“.

    618Wenn man traditionell den Individualitätsbegriff mit der „numerischen Einzigkeit“ verbindet und erklärt, dann geht es hierbei speziell um das Verhältnis zwischen der Sprache der Mathematik und der Umgangssprache. Die „Einzigkeit“ kann beispielsweise als die Natürliche Zahl „Eins“ angesehen werden und das, was als „Individuelle Identität“ gelten kann, wird durch Komplexe inhaltlicher Begriffe erklärbar. Beide unterscheiden sich (Rw,N) durch ihr Entwicklungsniveau, die Mathematik wird von Rz,Rw fundiert und die Umgangssprachen von den sich aus den R-Aspekten entwickelnden OG-Elementen. Und durch die übergeordnete „allgemeine Entwicklung“ sind beide Sprachen-Arten miteinander eng verbunden (Rz,G); die WP synthetisiert auch hier die qualitative und die formal-mathematische Sicht zu einer übergeordneten, höher entwickelten „Einheit“.

    619Die traditionell ontologisch beschriebene „Einzigkeit“ wurde immer mit der vierdimensionalen „Raumzeit“verbunden; in der Zeit allein kann vieles zugleich sein, im Raum allein kann vieles nacheinander denselben Ort einnehmen, das ist eine Variante der „z – w-Trennung“. Die „Raumzeit“ ist dagegen eine „z/w-Variante“ Damit kann man hier ontologisch Eo von E3 unterscheiden..

    620Das alte und ontologische Thema, das numerisch individuelle „Seelisch- Geistige“ vom „raum-zeitlich“ Seienden zu unterscheiden, wird von uns mit Hilfe der „allgemeinen Entwicklung“ bearbeitet. Im Unterschied zu den durch die S-Seite bestimmten Eo, E1, E2 und die endlichen E3, welche durch die Rz-, G-Kohäsion die Relationen des Seienden erzeugen, geht es bei den OG-Elementen – und da ontologisch speziell – um das Sein, E4. Die vier voneinander unendlich getrennten OG-Elemente (I-E-N-G) haben nicht nur den Charakter absoluter numerischer Individualität, darüber hinaus gilt, dass sie in den in der Entwicklung nun weiter folgenden Relationen und Kombinationen als „Begriffe“, „Sätze“ immer auch Unendlichkeits-Charakter haben. Weil in diesem Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“ die S-Einflüsse eliminiert sind und daher die „Umwandlung“ der R-Aspekte geschehen ist, geht es um jenes wp drittes QM-Stadium der erweiterten und höheren Beziehung „Endlichkeit zu Unendlichkeiten“; konkreter, die umfassende Einheit „z-w zu z/w zu I-E-G-N zu I/E/G/N“

    621Daher gilt, auch das „seelisch-begriffliche“ geistig Reale ist auf diese spezielle Weise mit der Raumzeit verbunden; und als „numerisch individuelles“ wird es, nebenbei bemerkt, auch mit der Mathematik relationiert. Raum und Zeit und Mathematik haben sich von den „S/R“, von deren „Materialität“ ebenso befreit wie die OG-Elemente als Basis alles Geistigen.

    622Deshalb ist „Geistiges“ auch weder zeitlich (Rw-Rw) oder räumlich (Rz/Rz) derart fixiert wie das für die Entitäten der Dingwelt gilt. Die durch den Entwicklungs-Übergang von den S-und R-Aspekten, letztlich durch die Rw-Beschleunigung, zu den freien OG-Elementen und deren Relationen (Begriffe etc.) macht, dass alles Geistige in absoluter Freiheit miteinander in Wechselwirkung treten kann, oder dass man Geistiges beliebig (Ii) und absolut voneinander trennen kann, es „negieren“ und „negativ“ bewerten kann (N).

    623Das Problem der formalen und der inhaltlichen „Gleichheit“ ist deshalb problemlos, weil es um die Grundlage der Endlichkeit dabei geht. Die „z/w-Relation“ meint, dass es „formal“ um eine Einheit von Trennungsmöglichkeit (Rw,N) und Kohäsionsmöglichkeit (Rz,G) zugleich gibt. „Inhaltlich“ zeigen sich diese (z/w, Rz/Rw, N/G auch I/E) als Wechselwirkung zwischen beliebigen Phasen. Zum Beispiel „Gedanken“, welche zu verschiedener „Zeit“ gedacht, historisch erscheinen. Oder zum Beispiel Handlungen, die als gleiche an verschiedenen Orten ablaufen. Wp ist es die Phase der „Raumzeit“, welche hier kontaktiert wird; es ist das ein Ausschnitt aus der „allgemeinen Entwicklung“ als Wechselwirkung aller Phasen und ihrer Details. Total „getrennt“ (Rw und N) sind nur die acht absoluten Grundgrößen, welche dabei ihre Unendlichkeit zeigen, dass sie sich auf sich selbst beziehen (Rz,G). Da nun aber auf diesem „Umweg“ doch wieder Rw/N zu Rz/G zustande kommen, zeigt das deren übergeordnete Fundamentalität.

    624Dazu gehört wp die „Sz/Rz zu Sw/Rw“-Relation, welche als komplexe Relationen vieler dieser „z“ und „w“ alle möglichen materialen Strukturen und Prozesse der Natur und der Dingwelt – durch Selbstanwendung – erzeugt. Die freien Rz, Rw und Rz/Rw – in gleichen Komplexionen – sind die Basis der Raumzeit und der Mathematik. Und die daraus sich entwickelnden OG-Elemente sowie deren fast unbegrenzt vielen Relationen fundieren die Begrifflichkeit, das Geistige schlechthin. Die WP wird durch diesen Zusammenhang, die „allgemeine Entwicklung“, zu einer umfassenden Einheit (E7)

    625Die ontologische Seite der wp Systematik enthält die traditionell-philosophischen Teilaspekte, das E3 als die endlichen materiellen Entitäten und die passenden Begriffe dazu. Sie sind durch Relationen der acht einfachen Grundgrößen erzeugt.

    626Die Grundgrößen S und R haben den ontologischen Charakter der „Eo“, zum Beispiel die Unendlichkeits-Arten. Das gilt auch für die getrennten vier OG-Element (E4). Nimmt man beider Meta-Relation (Rz/Rw…), dann ist das die „Realität“ (E5). Und E6 gewinnt wieder die freien Unendlichkeiten, da man die „Realität“ durch unendlich freie subjektive „Ii“ und Ei“ ausweiten kann. Herkömmlich hatte man die „niedere“ „reale Materie“ und die als Endlichkeit und als Raumzeit angesehenen Relationierungen (E3) getrennt von „höher dimensionierten“ Entitäten betrachtet. Wir gehen auf diese Vorstellung ein, wenn wir den traditionell als „höher“angesehenen „absoluten, einmaligen“ u.ä. Entitäten eben jene Rw,N-Trennungen zuschreiben. Als zwei „S-Kräfte“, getrennt von den zwei R-Richtungen, und ebenso alle vier OG-Elemente völlig isoliert verstanden; übrigens wird mit Hilfe der Rw-Trennung jede Aussage, welche sich nur auf die „Zeit“ (Rw-Rw) bezieht oder nur auf die „Räumlichkeit“(Rz/Rz) auch zu einer „absoluten“ Aussage.

    627Kurz, jede der acht Grundgrößen ist durch Rw und N radikal getrennt und zugleich durch „N“ „negiert“ und negierend wirkend; das sind Eigenschaften der „aktualen Unendlichkeit“ (S, R, OG). Im traditionellen ontologischen Sinne wird damit das principium individuationis, die „Einzigartigkeit“ hergestellt. Aber das gilt so nur für die endlichen Strukturen und Prozesse, als die „Einzahl“ dort, bezogen auf die endlichen Relationen in deren Vielzahl. So wie in der endlichen „Realität“ (E5) jedes Detail als „endliche Einzigartigkeit“ anzusehen ist, so kann, vom endlichen Standpunkt aus gesehen die „Realität“ (E5) selbst auch als „einzigartig“ angesehen werden.. Tatsächlich aber ist diese „numerische Individualität“ – wie alle „Realität“(E3, E5) – ein Wechselspiel von Endlichkeit und Unendlichkeit, als die „potentielle Unbegrenztheit“. Sie unterscheidet sich sowohl von der aktualen Unendlichkeit wie auch von E6, welche mit ihren freien Ei, Ii im Endeffekt jede Endlichkeit aufgibt; und damit den „großen Kreis“ herstellt, weil sich das an den Eo der freien S-und R-Aspekten anknüpfen lässt.

    628Die Vorstellung“ von der „Realität“ als „Endlichkeit“ stützt sich unentwickelt auf den jeweiligen Wissensstand von der „Materie“ und auf „Raum“ und „Zeit“. Die WP fundiert die Materie durch die S-und R-Aspekte und die vierdimensionale Raumzeit durch Rz und Rw. Um aber die begriffliche, umgangssprachliche Erfassung der „materiellen“ Realität zu begründen braucht die WP die „allgemeine Entwicklung“ der OG-Elemente aus den S-und R-Aspekten. Dort ist dann die Einheit aus Rw-,N-getrennten I-G-N-E zu den Rz-,G-verbundenen „I/G/N/E“ maßgebend, um spezielle Angelegenheiten zu lösen. Zum Beispiel die Konkretisierung des Zusammenhanges von Endlichkeiten und Unendlichkeiten. Oder die Synthese der beiden Arten von „Individualität“, der numerischen, als mathematische R-Relationen, und die Relation der OG-Elemente als „qualitative Einzigkeit“.

    629In allem konkreten Endlichen sind sämtliche Phasen in Wechselwirkung einbezogen, sowohl die acht unendlichen wie die des relationierten Seienden. Die QM erlaubt aber zugleich auch die Trennung (Rw,N) aller Komponenten voneinander, als isolierte, abstrakte Einzelheit. Die alten Konfrontationen, auch im Ontologischen, diejenigen von „notwendiger Wirklichkeit“ zur „Möglichkeit“ etc. sind sowohl – im Denken – erlaubt, wie sie zugleich auf jener Meta-Ebene zusammen wirken, ineinander übergehen, um die konkrete Realität dadurch zu erzeugen und sie ständig weiter zu entwickeln.

    630Die WP trennt G von N in/als „Logik“, trennt Logik (N-G) von der Dialektik („N/G zu N-G“), trennt Methodik (alles aus N,G) von der Inhaltlichkeit (E,I) etc., aber zugleich vereint sie diese alle zu jener Einheit, welche man als „konkrete Realität“ bezeichnen kann. Nur mit dieser komplizierten Vereinigung kann man die „Inhalte“ aller Wissenschaften zugleich „analysieren“(Rw,N) wie auch „verstehen“ (Rz,G); zum Beispiel die „subjektive Emotionalität“ oder die „gesellschaftlichen Interessen“, welche immer auch logisches Denken und „Wahrheiten“ inkludieren (die „I/N/G/E-Einheit“).

    631Die WP unterscheidet und vereint das „Konkrete“, das endlich Seiende, gegliederte, vielfach relationierte, dadurch sich selbst weiter entwickelnde, als Gebilde, Situationen, und ähnlichem; unterschieden von den acht Unendlichen, nur jeweils auf sich bezogenen acht Grundgrößen, was herkömmlich als „ideales Sein“ oder auch ähnlich bezeichnet wurde. Ontologisch werden die aktual unendlichen Eo,E1, E2 und E4 von den endlichen E3 und von den „potentiell unendlichen“ E5 und E6 unterschieden, aber als wp „Existenzen“ doch wieder auf einer Meta-Ebene vereint.

    632Der alte „Universalienrealismus“ hatte die Idee von der „beherrschenden Stellung“ des „Allgemeinen“ von der „Logik“ („N-G“) und vom „Idealismus“, und von der „Metaphysik“, dem „Sein“(E), her bekommen. Wir schreiben diesen die absolut isolierten, freien unendlich selbstbezogenen drei OG-Größen N, G, E zu. Aber wir ordnen diese in der WP mit Hilfe der QM-Ordnung sinnvoll ein. Die Rw und N sind die Basis aller dieser Unendlichkeit erzeugenden „Trennungen“, nicht nur die zwischen S und R oder zwischen den Einzelwissenschaften, den philosophischen Disziplinen – Ontologie(E), Ethik („I“), Methodologie (N,G) etc. – sondern zwischen I-E-N-G im OG. Und, vom physikalischen Anfang an gibt es in der QM die z, Rz,G als die andere Grundart der Unendlichkeit, die der unendlichen Kohäsion.

    633Kurz, die WP geht von QM aus. Von Rw,N ist daher die unendliche Trennung und dabei die Bildung von „Individualität“ möglich. Zugleich wirkt aber Rz,G, zum Beispiel als unendlicher Selbstbezug, eine etwas andere Form der Individuation. Und schließlich gibt es bei jeder für sich stehender endlicher Entität den Eindruck, eine Individualität zu sein; das wird durch die „Rz/Rw“-Einheit bewirkt, welche beide Arten der Unendlichkeit so neutralisiert, dass die typische Statik dieser Entitäten deutlich wird.

    634In der „allgemeinen Entwicklung“ wird das von den physikalischen (S,R) und mathematischen Entitäten (R-Aspekte) auf alle Phasen übertragen. Das endet, und vollendet sich in der Einheit „der getrennten unendlichen I-G-N-E zu den unendlich eng aufeinander bezogenen „I/G/N/E“ . Die „Realität“ (E5) vereint als – sich ständig weiter entwickelnde – „Meta-Einheit“ nicht nur die Unendlichkeiten mit den Endlichkeiten, sondern auch alle Phasen, von denen mit dem S/R-Schwerpunkt bis zum OG sowie alle dazwischen liegenden Wissenschaften und Praxen mit den tendenziell unendlich vielen Übergängen, zwischen S/R und OG, und den daher unbegrenzt vielen „Strukturen“ und „Methoden“. Das ontologische „E6“ ist deshalb möglich, weil die Phase der Subjektivität mit ihren inhaltlich freien und unbegrenzten „Ii“ und „Ei“ über diese „vollendeten“ Strukturen der „Realität“ hinaus weisen oder diese formal negieren können.

    635Der alte Gegensatz von „Allgemein und Individuell“ oder von „Prinzip und Konkret“ wird wp zwar auch unterschieden (Rw-,N-Trennung), zugleich aber werden beide stets auch aufeinander bezogen (Rz,G). Zum Beispiel erkannte man geistesgeschichtlich schon, dass Prinzipien zugleich „allgemein“ sind, aber nicht alles Allgemeine sei Prinzip; und das Konkrete braucht nicht individuell zu sein.

    636Die WP zeigt drei Arten der „Individuation“ die acht aktual unendlichen Entitäten (Eo, E1,E2 und E4) und „E3“, welches auch eine aktual unendliche Basis hat, nämlich Rz, aber durch die „Relationierungen“ das endlich Seiende und darin die alltäglich erfahrbaren „individuellen“ Entitäten (E3) konstituiert. Die Basis dieser QM-Ordnung, der drei ist z, Rz,G und w,Rw,N sowie die neu erschaffene höhere Einheit „z/w,N/G“; es ist die „allgemeine Entwicklung“ als Wechselwirkung der Ersten Physik (S/R) bis zur abstraktesten Begrifflichkeit (OG).

    637Warum könnte man dem „Allgemeinen“ Priorität vor dem „Seienden“ einräumen? Der „Universalienrealismus“ gibt – bis heute – dem „Allgemeinen“ den Vorrang, entgegen dem „Nominalismus“, mit dessen „individuellen selbständiger Existenz“. Wir zeigen, dass für die erstere geistesgeschichtliche Position Unendlichkeiten die Basis bilden, für die andere sind die „Endlichkeiten“ das Entscheidende. Die WP geht von der Einheit „unendlich zu endlich“ aus und von deren mögliche, gleichberechtigte Rw,N-Trennung in die Grundgrößen und die seienden Entitäten.

    638Die acht unendlichen Grundgrößen sind deshalb prinzipiell „einfache“ und „wenige“, weil sie unendlich auf sich „reduziert“ sind (Rz,G), zugleich sind sie aber auch Formen des Nichts (N,Rw), weshalb sie zum Beispiel substanziell endlich undenkbar sind. Die WP füllt diese „Lücke“ indem sie der realen, konkreten und in sich dynamisch entwickelnden Endlichkeit die Relation „aktualen Unendlichkeiten zu statischen, vollendeten Endlichkeiten“ als die „potentielle Unbegrenztheit“ zuschreibt.

    639Genauer beschrieben, geht es um zwei Arten von Unendlichkeit – das unendlich „Kleine“ (z,Sz,Rz,G) und das unendlich „Große“ (w, Sw,Rw,N) sowie um beider Wechselbeziehung als neue dynamische, erzeugende Einheit (z/w etc.), welche die Basis von „Endlichkeit“ ist. In der Geistesgeschichte wurde das zum Beispiel als das Problem der Trennung und die Zusammengehörigkeit, das „Gemeinsame“ von „Allgemeinen“ und „Einzelnem“ erörtert.

    640Diese geistesgeschichtlichen Probleme, in denen das „allgemeine“ sowohl vom „Einzelnen“ getrennt wurde, aber doch das „Gemeinsame“ der Einzelfälle“ nicht zu übersehen war, betrachten wir als jene „Relation von Unendlichem mit Endlichem“, welches auch die Basis der Quantentheorie ist (QM) („z-w zu z/w“). Die WP akzeptiert das als die „vorgegebene“ Ordnung, in welcher die zwei physikalischen Grundkraft-Arten Sz und Sw, in ihren Relationen Rz und Rw in gerichteter Dynamik sich unendlich oft abwechseln. Und als die dadurch erzeugte neue „Einheit“ („z-w zu z/w“) eine „allgemeine Entwicklung“ in Gang setzen, welche die Eigenarten der „S“ und „R“ auf die vier OG-Elemente und auf alle Phasen der Endlichkeit überträgt.

    641Die traditionelle Konfrontation von endlich Seiendem und abstraktem unendlichem Sein ist deshalb auch in der WP wichtig, weil sich „G“, Rz, welche die notwendigen kohäsiven Relationierungen aller „Endlichkeiten“ bewirken, selbst erhalten können. Das gilt auch für die „Selbsterhaltung“ durch unendlichen Selbstbezug bei den Rw, N, die für die Trennung, Unterscheidung und für die Fundierung des „Seins“ notwendig sind. Die WP, und darin die QM-Ordnung, lässt die dritte Möglichkeit (Rz/Rw zu N/G) zu. Sie ist deshalb die Basis aller konkreten praktischen und theoretischen Realität, weil sich letztlich die dynamische unendliche Verkleinerung (Sz/Rz und G) nur deshalb „objektivieren“ lässt, weil sie sich auf die unendliche dynamische „Erweiterung, Vergrößerung“ (Sw/Rw und N) beziehen muss.

    642Vermutet wurde schon oft, dass „ein Individuelles auch ein Allgemeines ist“ und „das Allgemeine seine Realität im Individuellen habe“. Wir schreiben das der „erweiterten QM-Ordnung“ zu („z-w zu z/w zu etc.“), wo jedes endliche Individuum („z/w“) aus den acht unendlichen, „allgemeinen“ Grundgrößen (so auch z und w) durch deren Relationsfähigkeit (Rz/Rw) gebildet wird; das zeigt sich auch in der unendlichen Individualität jeder endlichen Entität, ob als unendlich auf sich selbst bezogenes Gebilde oder als Prozess, ob als numerische Einzigkeit oder als inhaltliche Einzigartigkeit.

    643Die WP sieht die „Realität“ (E5) auch als die Einheit von „z-w zu z/w zu z-w zu unendlich und so weiter“ an. Umgangssprachlich kann man das verschieden schildern, zum Beispiel so, dass das „Allgemeine nicht neben dem Individuellen besteht, sondern an ihm ist“. Die sich aber doch zeigenden Widersprüchlichkeiten sind nicht primär solche der endlichen Seite der Realität (E 3). Vielmehr werden die Grundlagen dessen was im Endlichen als „Widerspruch“ gemeint ist, nämlich Rz-Rw und N-G, in die umfassendere Realität (E5) einbezogen.

    644Die bislang philosophisch als Ganzes der Welt und deren individuelle Teile sowie die Gemeinsamkeiten beider, werden von uns genauer analysiert. Die konsequente Separierung, das vollkommen Individuelle sind die acht Grundgrößen. Und deren einzelne Funktionen sorgen in ihrer möglichen Selbstanwendung für die Erzeugung des „Ganzen“; dieses in der „allgemeinen Entwicklung“ in den „beliebigen“ Abstufungen von „Ganzheiten“, „Vollkommenheit“; so zum Beispiel auch als die Phasen, die Einzelwissenschaften oder auch die „philosophischen Einzeldisziplinen“.

    645Dieses „Zusammentreffen“ einer Fülle von einzelnen Bestimmtheiten zur „Einzigkeit“eines Ganzen fassen wir wp als die „Einheit“, welche sich ontologisch aus dem Zusammenspiel der Eo bis E6 bilden lässt. Diese Basis der wp Ontologie bleibt schwer erklärbar, wenn man nicht andere wp Erkenntnisse, wie die QM oder die „allgemeine Entwicklung“, hinzu denkt.

    646Die herkömmlichen Behauptungen überzeugen nicht. Dazu gehört zum Beispiel, dass „alles Reale individuell ist“ und es kein Widerspruch sei, dass „das Allgemeine auch real ist“, wenn auch derart, dass sich beide gegenseitig „umfassen“. Aber solche Aussagen nähern sich der wp Systematik. Die wp „Realität“ (E5) ist eben nicht mehr nur traditionell „endlich“, sondern eine erweiterte Einheit, von „z/w zu z-w zu z/w zu etc.“ es ist das „endlich/unendlich/endlich/etc. „Welche übrigens in weiterer Konsequenz (E6) die „potentielle Unendlichkeit“ begründet, in deren Zentrum die erzeugende Subjektivität mit ihren „Ii“ und „Ei“ steht.

    647Solange man behauptet, dass das Allgemeine nichts anderes ist als „die Identität einzelner Bestimmtheiten in der Verschiedenheit der anderen Bestimmtheiten“ und, dass „das Allgemeine nur im idealen Sein und im abstrahierenden Verstande“ sei, oder „real aber ist das Allgemeine nur in den Realfällen“ oder ähnliche Aussagen, dreht man sich im Kreise.

    648Die WP trennt und verbindet, was bisher nur getrennt wurde. Diese fundamentale Einheit „z/w zu N/G“ ist nötig, um in weiterer Entwicklung „Neues“ erzeugen zu können. Das wurde in der traditionellen Philosophie durchaus auch angedeutet. Wir fundieren es – eher formal – wenn wir es in der ersten Physik als „z/w“ sehen. Damit aber in aller „Materie“, Natur, und weiter, in der „allgemeinen Entwicklung“, in allen Phasen und schließlich in den abstrakten Verstandeskategorien und im „idealen Sein“ der OG-Elemente. „Inhaltlich“ wird es durch die „Abwechslung“ der Kraftwirkung der Sz zu Sw zu Sz zu unendlich etc.

    649Ein altes philosophisches Problem war „das Verhältnis von Dasein und Sosein der Realfälle“. Die hier gemeinten „Realfälle“ sind wp Relationen, und als E3-Existenz wird es wp als das Zusammenspiel „endlich zu unendlich“ angesehen. Die traditionelle „Endlichkeit“ versuchte, diese abstrakte Grundrelation (endlich/oo) rational, auch emotional und sprachlich entsprechend vielfältig zu erfassen. Wir reduzieren das „Sosein“ die Phasenwechselbeziehung, die die Subjektivität mit der Phase der Raumzeit hat. Das „Dasein“ ist die abstrakte E3-Existenz und damit eine Variante der E-Kategorie so wie der acht Grundkategorien als absolut „existierende“.

    650Kurz, für die traditionellen Probleme von „Dasein“ und „Sosein“ und für ihr Verhältnis gilt wp wie für alle Phasen und deren Details, dass es einerseits um die endlichen konkreten Phasen mit ihren Begrenztheiten und ihren weiteren Eigenschaften geht und andererseits um die aktuale Unendlichkeiten der acht Grundgrößen. Diese sind die Basis aller endlichen Phasen, zum Beispiel damit auch die Basis aller abstrakten Theorien. Diese mögliche Trennung und die ebenso mögliche Bildung von Zusammenhängen beliebiger Art wird wp durch die QM-Ordnung, also von Rz, Rw, Rz/Rw fundiert. Die potentielle Unbegrenztheit und darin die Subjekt-Phase ist jene Art der Endlichkeit, welche wp und in fast allen Einzelwissenschaften sowie als „Ii“ und „Ei“ des Alltagslebens ebenfalls zum „Konkret-Endlichen“ gezählt werden kann.

    651Die alten Probleme werden wp so lösbar: Das „Allgemeine“ wird durch die acht Grundgrößen verkörpert und repräsentiert. Wobei es keine herkömmliche Weise weiterer Reduktion gibt, wogegen sich aber eine unendliche „Kreisrelationierung“ zeigen lässt, was zu einer Art Vollendung führt, welche die Unendlichkeiten und die Relationalität vereint. Diese Relationen erzeugen jedoch als Selbstanwendungen nichts „Neues“. Das ist zum Beispiel der Bezug zwischen den acht Grundgrößen wie z.B. der, dass jede von ihnen „E-Existenz“ hat.

    652Auch die „allgemeine Entwicklung“ (->Rw), die QM-Ordnung (z-w zu z/w) und die „allgemeine Wechselwirkung“ (Rz/Rw zu N/G) sind Selbstanwendungen der Grundgrößen.

    653Wp sind die acht Grundgrößen deshalb als das „Allgemeinste“ oder als „vollendet“ oder auf ähnliche Weise endlich begrifflich zu bezeichnen, weil sie eben keinen „endlichen“ Charakter mehr haben, vielmehr ist dieser dank QM ein unendlicher geworden. Genauer gesagt, alle seienden, endlichen Relationen, Strukturen sind dann auch „vollendet“ („einzig“, „individuell“), wenn sie in ihrer – meist als potentiell unendlich komplexen Netzform – im abgeschlossenen, kraftneutralen, undynamischen Gleichgewicht sind. Im Ungleichgewicht geht es um jene Dynamik, welche als „Wirkung“ Neues entwickelt; das ist wiederum eine Relation von Unendlichkeit zur Endlichkeit zur Unendlichkeit etc.

    654Es zeigt sich vom Wechselverhältnis „endlich/unendlich/endlich“ etc.“ im Alltagsdenken eine mehrfache Konfrontation. Das ideale allgemeine Sein – die acht Grundgrößen – wurden und werden oft als „unverstehbar“ aber auch als „alltäglich“ verstehbar angesehen. Hier zeigt sich „die Konkretisierung“ für das unendliche Verhältnis „endlich/ unendlich“ als ein derartiger „Ausweg. Noch mal anders beschrieben, die „rationale“ Seite der Endlichkeit wird zum Beispiel in der Mathematik durch die „potentiell unendliche“ Anzahl der „Natürlichen Zahlen“ vertreten – „potentiell unendlich“ ist hier eben jenes Verhältnis „Endlichkeit/aktuale Unendlichkeit“. Die in der Philosophie und im Alltagsdenken wichtige Bildung von „Anzahl“: Null, Eins, Zwei, Viele sind Konkretisierungen jener „potentiellen Unbegrenztheit“ – welche als menschliches „Denk-Handeln“ philosophisch und praktisch eben jene „Unbegrenztheit“ handelnd ständig erweitern kann; auch als Rz-,G-Selbstanwendung.

    655Im aktual Unendlichen gibt es diese „Anzahl“ „nicht“ (Rw-N-Selbstbezug); es ist daher „nicht so ganz richtig“, zu behaupten, „es gibt“ die „acht“ wp Grundgrößen. Denn die Existenzbehauptung („es gibt“) ist eine einseitig endliche Vorstellung.

    656Im endlichen Alltagserkennen wird die „Einheit“ „endlich/unendlich“, wp von „z-w zu z/w“ her, bewusst und unbewusst genutzt. Das zeigt sich zum Beispiel darin, wie das in der Geschichte der Philosophie immer mal wieder beschrieben wurde: Als „ die volle Gleichstellung alles Endlichen mit dem Allgemeinen zeigt sich darin, dass beide als individuelle gelten“. Und, „die Mannigfaltigkeit der Einzelsubstanzen ist durch eine Fülle gemeinsamer Wesenszüge zu bestimmen“ (Leibniz).

    657Die WP geht von den drei QM-Möglichkeiten aus. Danach wird das „Allgemeine“, nämlich die acht Grundgrößen dadurch unendlich – zeitlich unveränderlich etc. – dass die w,Rw,N die Trennungen bewirken. Die Endlichkeiten werden durch die ebenfalls unendlichen z,Rz, G bewirkt. Durch sie „hängt alles mit allem zusammen“. Es gibt also zwei Arten der Unendlichkeit, umgangssprachlich gefasst, die dynamische Tendenz der „Größe“ „Weite“ und die der „Enge“, „Nähe“, „Kleinheit“. Wenn nun in der herkömmlichen Philosophie der Unterschied von Allgemeinem und Individuellem philosophisch so erklärt wurde, dass das Allgemeine „das Verbindende“ sei und das Individuelle „das Trennende“, und dass das Allgemeine „sich in der realen Welt abstuft“, während das Individuelle sich nicht abstuft, dann kann die WP das genauer fassen, weil sie einerseits von der QM-Ordnung, die Unterscheidung von Unendlichkeit und Endlichkeit sowie beider Wechselwirkung auf einer dadurch erzeugten höheren Entwicklungsebene ausgeht; und andererseits von den beiden grundlegenden Unendlichkeiten, der z,Rz-Kohäsion und der w,Rw-Trennung.

    658Die QM-Ordnung erzeugt die „Realität“ indem – selbstbezogene z,w – der Übergang (die „Abstufung“ in der „allgemeinen Entwicklung“) von den Unendlichkeiten zur Endlichkeit (als „z/w“, „Rz/Rw“) deshalb geschieht, weil die erste Physik mit ihren „Sz wird Sw wird Sz wird so unendliche etc.“ einbezogen werden muss. Eine weitere konkrete Folge dieses Zusammenhanges „Unendlich/Endlich“ ist, dass es im Endlichen die zwei Möglichkeiten gibt, das „Gleichgewicht“ (z/w), welches die Dynamik von „z“, „w“ dito E,I, N,G) neutralisiert die Unendlichkeiten eliminiert und damit jene Form der „Individualität“ is t, die jene „Abgrenzung“ der „Einzigkeit“ hat, die man den acht Grundgrößen (hier „z“ und „w“) zuspricht. Das „Ungleichgewicht“ ist dagegen deren mehrfache unendliche Dynamik, die Entwicklungsbasis mit dem Ziel der „z/w-Statik“.

    659Die traditionelle Frage, „wie ist die Einzigkeit eines Menschen von der eines Steines zu unterscheiden“, klärt die WP mit der „allgemeinen Entwicklung“ und den Unterscheidungen zwischen den ontologischen E-Existenzen. Durch die „allgemeine Wechselwirkung und Entwicklung“, also auch von dem Bezug auf die acht Grundgrößen, bestehen zwischen solchen Existenzen, wie die dinglichen und die menschlichen, eben auch Gemeinsamkeiten. Diese philosophisch Erzeugung von „Einzigkeit“ ist also nicht nur „formaler“ Art, sondern in die „allgemeine Entwicklung“ integriert: Der inhaltliche Unterschied von „Mensch“ und „Stein“ ist der „allgemeinen Entwicklung“ gedankt; zum Beispiel hat die Subjektphase die unendlich freien „I“ und „I/E“ und dazu alle Vorstufen in der Entwicklung (Sz/Sw zu Rz/Rw). Der „formale“ Unterschied, bzw. die Gleichheit von Mensch und Stein, so bei der „Einmaligkeit“, wird wp nicht von der unendlichen Dynamik in diesen Relationen oder in deren Ungleichgewichten und damit als deren Freiheiten und auch „Ungewissheiten“ fundiert, sondern im „Gleichgewicht“, welches darin besteht, dass alle Eigenschaften der „z“, der „w“ „I“, „E“, „N“, „G“ sich gegenseitig aufheben, als „Neutralisierung“, raus aus der Dynamik etc. und damit das wird, was man auch als „Endlichkeit“ bezeichnet.

    660Die „Einzigkeit“ vereint ihre Endlichkeit, die der konkreten Entitäten, mit der unendlich auf sich bezogenen (Rz,G) Seite. Das letztere macht, dass daraus nichts Neues entsteht und eben, dass es einzig bleibt und nicht zum zweiten Mal vorkommt. Aber wenn bei der einzigartigen tatsächlichen Entität nicht nur der „E-Existenz-Charakter“ beachtet wird, sondern die konkrete „I/E“-, bzw. „I/G/N/E-Einheit“, dann „steigert“ sich die „Einzigkeit“, gewinnt deshalb an „Bedeutsamkeit“, wenn es nicht mehr nur um die Naturdinge geht (S/R-Varianten), sondern zugleich um jene „I“, die als Ii,k,g,w zu den menschlichen Verhältnissen gehören.

    661Noch mal zum Verhältnis der Einzigkeit, unterschieden von der „Allgemeinheit“: Die Einzigkeit, zum Beispiel auch als „Wahrnehmung“, „Erleben“ u.ä., ist von einer „gewissen Verselbständigung und Isolierung“. Das wird von uns als „unendlicher Rz-und G-Selbstbezug“ gesehen und zugleich als Rz/G-Relation zu den vielen anderen Phasen und Details. Es wird noch komplizierter, wenn man Rw,N- als Unterscheidung zu jenen anderen Phasen mit bedenken muss. Die WP geht daher von der „QM-bestimmten Einheit“ dieser einzelnen abstrakten unendlichen Grundgrößen aus. Konzise formuliert, konkrete „Endlichkeit“ (E3) muss als Beziehung, Relation zwischen aktualen Unendlichkeiten angesehen werden; und zwar sind das die zwei verschiedenen, aber aktualen Unendlichkeiten, welche den potentiell unbegrenzten Endlichkeiten“ das „Endliche“ als Konkrete konstituieren. Das Wahrnehmen“, „das Erleben“, die „Anschaulichkeit“ etc. sind die vielen „endlichen“ Prozesse, welche ebenso konstituiert werden (vor allem methodologisch von Rz, Rw zu Rz/Rw zu N-G zu N/G) wie es in den „Einzelfällen“ (E3), die als jene komplexen Relationen gelten, welche aus allen vier physikalischen und den vier OG-Elementen bestehen, der Fall ist.

    662Traditionell ging man von der „Zweiheit der aposteriorischen und der apriorischen Erkenntnisquelle“ aus. Die WP erweitert diesen Gegensatz, der nur vom Einzelnen her oder vom Allgemeinen her Erkenntnis zu fundieren versucht: Solche empirisch-erfahrbare Konfrontation zwischen dem endlichen Einzelnen (E3) wird wp als eingebettet in das Verhältnis „unendlich zu endlich“ oder als „potentielle Unendlichkeit“ verstanden. Und das „Allgemeine“ ist Ausdruck der „aktualen Unendlichkeit“ der OG-Elemente und der freien S-und R-Aspekte. So sind zum Beispiel die „Einzelfälle“ deshalb fähig, sich in gewisser Weise zu verselbständigen, weil sie auch von aktual unendlichen Trennungen (Rw,N) bestimmt werden. Und die logische Ordnung bewegt sich im „Allgemeinen“, weil sie von den absolut, aktual unendlich getrennten G-E-N geprägt wird und aber auch „verstanden“ werden kann.

    663Eben diese „aktuale Unendlichkeit“ ist also mehrfach unterscheidbar, als unendlich klein (Sz,Rz,G), als unendlich „weit, groß“ (Sw,Rw N-abgetrennt); dies zum Beispiel auch „räumlich“, „zeitlich“ .

    664Wir Menschen „begreifen“ das, weil wir ebenfalls als unsere „ Grundstruktur“ die Meta-Einheit aus Unendlichkeiten und Endlichkeiten haben. Es sind die endlichen und wp getrennten Phänomene, die zum Beispiel als „Erleben“, „Verstehen“ und dagegen auch als „Wahrnehmung“ und als „exaktes, abstraktes Gesetzeswissen“ weithin bekannt in Rede stehen. Und es ist die wp Einheit dieses Gegensatzes.

    665Die Abstraktionen in der denkhandelnden „Verstandestätigkeit“ folgen der „allgemeinen Entwicklung“ und zeigen fortwährend abstraktere Erkenntnisse, so in den Sprachen und Gesetzen. Diese Zwischenstadien, die „endlichen“, zeigen bei wp Analyse, dass immer auch schon Unendlichkeiten genutzt werden. Zum Beispiel in der „empirischen Methodik“ (->G,E), auch in der „alltäglichen Negation“ (N). Oder zum Beispiel, wenn am endlichen „Einzelfall“ dessen „Einzigartigkeit“ als unendlicher Selbstbezug (Rz,G) zu analysieren ist. Die „Ii“ und „Ei“ jedes Menschen haben ihre spezifische Unbegrenztheit.

    666Die WP anerkennt die drei, die Quelle der Entwicklung (S,R), die endlichen Zwischenstationen und das „Ziel“ (OG) der „allgemeinen Entwicklung“.

    667Eine wp Basis ist (aus OG) auch das Ii als individuelles „Interesse“, „Auswahlfunktion“ etc. und die Ei als das Wissen und andere „Mittel“ des Menschen, sowie die „Ii/Ei“, welche durch die jeweils passenden G und N verbunden sind. Beispielsweise als methodische „Wahrnehmung“, aber auch umfassender als „Erfahrung“, „Erleben“, ontologisch unterschieden als die „Kenntnisse“. „Mittel“ („E“) und die individuellen „Interessen“ etc. („I“).

    668Nochmal, wie ist das „Allgemeine“ begründet? Durch die unendlich Rw-N-getrennten und daher nur auf sich selbst bezogenen vier OG-Elemente. Sie haben diese abstrakte Eigenschaft von den vier S-R-Elementen. Das Individuelle zeigt sich dann als Ik,g,w und Ek,g,w bereits als Übergänge zum Konkreten. Was als „Einzigkeit“ nicht mehr nur Rw-, N-getrennt ist, sondern auch Rz-,G-kohäsiv mit allem anderen verbunden ist; letztlich die „erzeugende“ Wechselwirkung aller Phasen. Im Endlichen spielt beides zusammen, die Unendlichkeiten der Rw-Wiederholungen und der unendlich auf sich bezogenen Konstitution (Rz/G) der endlichen Entität, ob Ding oder Geschehnis oder Gefühl. Unsere Endlichkeit ist damit jene QM-Phase der „z/w“, welche die Unendlichkeiten (freie z und w) miteinander kohäsiv verbinden kann. Die Unendlichkeiten sind maximal wenige und einfache, die Endlichkeit ist tatsächlich unbegrenzt komplex und vielfach, in ihren Fundierungen und deshalb auch als konkrete Realität.

    669Die Phase der „Subjektivität“ steht mit allen anderen Phasen in diesen beiden formalen Arten von Wechselbeziehungen. Das die potentiell unbegrenzte vielfache und vielfältige Endlichkeit erlebende und erforschende Subjekt steht der analytisch denkenden Vereinfachungen, Reduzierungen auf immer weniger Grundgrößen gegenüber oder zur Seite. Es ist das eine Variante der unterscheidbaren aktualen von der potentiellen Unendlichkeit, welche jedoch im wp vereinten subjektiven Denken, Handeln beide unterschiedlichen Grundansätze und deren verschiedenartigen Mühen zu vereinen schafft – und eigentlich erst damit die „allgemeine Entwicklung“ in der wissenschaftlichen Forschung sowie in der philosophischen Analyse weiter voran bringt.

    670Noch Mal zur QM-Einheit aus den unendlichen Rw-Trennungen im Verhältnis zu den unendlichen Rz-Kohäsionen und der „Erzeugungsfunktion“ durch beider Meta-Relation (Rz/Rw). Das gilt für alle Wissenschaften, sowie für alle Details aller Phasen, wo zum Beispiel letztlich jedes „I“ sowohl sich unendlich auf sich bezieht (G) wie auch von „E“ unendlich N-getrennt ist; dito „G“, „N“ etc. und zugleich alle vier OG-Elemente als „N/G-Relation“ wechselwirkend so zusammenhängen, dass dadurch die „Begrifflichkeit“ etc. erzeugt wird. Das ist nicht nur ein abstrakt ontologisches Denkproblem, als Verhältnis der aktualen Unendlichkeiten zu den endlichen Entitäten, bei „Vermittlung“ durch die „potentielle Unbegrenztheit“, vielmehr stellt sich die Frage, wie kann das jede einzelne Phase, theoretisch und praktisch, und speziell die Subjekt-Phase, bewältigen. Das kann unser Bewusstsein zum einen dadurch, dass es in der QM-Ordnung die beiden Möglichkeiten gibt, die Rz-Wechselwirkung von „Allem“, aber auch die Rw-Abtrennungen in beliebiger Weise. Das Erstere wird auch vom sachlichen Zusammenhang, den unmittelbaren Erzeugungsschritten der Nachbarphasen beeinflusst. Und bei den möglichen Abtrennungen wirken die subjektive Ii-Auswahl, bzw. die Ik,g,w mit, frei und sachlich angeleitet.

    671Der „Alltag“ wird durch, die wp Wechselwirkungen vom Typ „z/w“ als die „Konkretisierungen“ beschrieben. Zugleich gibt es neben diesen Rz-und G-bestimmten „z/w“ im Alltag die „Verallgemeinerungen“, „Analogiebildungen“, „Abstraktionen“; sie sind die Rw-,N-Trennungen („z-w-Typ). Dort werden sie oft „vorschnell“o.ä. negativ beurteilt. Die WP geht vom QM-Zusammenspiel aus,(„z-w zu z/w“ und letztlich von „I/G/N/E zu I-N-G-E“-Einheit“. Der sich dabei zeigende „Übergang“ vom spezifisch objektiven Konkreten – im Endeffekt von den Phasen der „Physikalität – zur ebenfalls „objektiven“ maximalen Abstraktion (OG) – ist nicht nur die Ursache für die Dynamiken in der „allgemeinen Entwicklung“, sondern auch für die „Unsicherheiten“ in den Beurteilungen, beispielsweise des Ungegenständlichen, Unanschaulichen.

    672Wie aber kann das individuelle Denken diese „3.QM-Phase“ verstehen lernen? Das „hermeneutische Verstehen“ ist selbst Teil dieses Gesamtvorganges (kurz und ohne Analyse der Physikalität und der Gehirn-Biologie).

    673Zunächst zeigt sich im „Erleben“ und im Wissensniveau bei jedem Individuum noch mal ein Lernprozess. Diese individuellen Prozesse sind Teilaspekte der „allgemeinen Entwicklung“. Sie sind jene, welche den Ausweg aus möglichen „Kreisschlüssen“ und vom „Schweben in halber Abstraktion“ aufheben können, das als Entwicklung des Wissens (E), Könnens (G,N) und des individuellen Willens (Ii).

    674Nun noch einmal mehr zu den Abstraktionen der „Entwicklung“ als unendliche Übergänge in der QM-Ordnung, die von den kohäsiven Rz-G-geleiteten zu den Rw-N-getrennten sowie zur „Rz/Rw-N/G- Bildung von weiter entwickelten Meta-Ebenen. In ontologischer Sicht geht es dabei speziell um die Wechselbeziehung (Rz/Rw,N/G) und Kombinationen der E4, so den Existenzen der vier OG-Elemente untereinander und mit den E3-Entitäten der Endlichkeit; z.B werden letztere durch jene Kombinationen „erzeugt“. Diese wp Wechselwirkung zwischen dem maximal Allgemeinen (OG und auch S,R) und den – dadurch erzeugten – endlichen „Begriffen“ ist ihrerseits als eine methodische Wechselbeziehung der maximal endlichen Relationen Rz, G „zu“ den Rw,N mit den maximal freien unendlichen Rz,Rw,G,N anzusehen. Diese Konstellation zeigt sich in der alltagssprachlichen Unterscheidung von „Allgemeinem“, „individuellen“ und den „Abstufungen“ als Übergangsrelation zwischen beiden. Die WP analysiert das „Allgemeine“ grundlegend als die acht Grundgrößen (Sz,Rz,Sw,Rw,OG). In diesen zeigt die WP weitere, entwicklungsbedingte Differenzierungen. Hier im ontologischen Bereich sind das für die E-Seite (aus dem OG) die unendlichen Eo,1,2,4,6, welche durch ihren Unendlichkeits-Charakter als „allgemein“ gelten können. Es geht von der „erweiterten QM“ um die zwei aktualen Unendlichkeiten Rz (ooeng) und Rw (ooweit); von und mit den Sz,Sw sowie um deren Relation („Rz/Rw“), durch welche aus den beiden aktualenUnendlichkeiten das „dynamische“ Feld der „potentiellen Unendlichkeit“ wird. Und weiter schließlich und mit dem Überwiegen der Sz,Rz die enge statische „Endlichkeit“. Diese wp umfassende Systematik kann man nun auf die einzelnen Phasen (Entwicklung von S/R bis zum OG) und den einzelnen philosophischen Bereichen, zum Beispiel die Ontologie, ausdifferenzieren:

    675Hier wird speziell das angesprochen, was wp als der Entwicklungs- Übergang zwischen den Phasen als Übergang zwischen den „unendlichen E“ (Eo,1,2,4,6) und zwischen den endlichen E (E3,5) sowie zwischen den endlichen und den unendlichen. Das wird nun zusätzlich dadurch kompliziert, dass die endlichen Existenzen (E3,5) aus unendlichen Existenzen relationiert sind als Sz/Sw „Rz/Rw“ oder z/w oder I/E, N/G und deren Kombinationen. Daher haben die „Endlichkeiten“ – in der QM-Ordnung – sowohl die unendlichen Eigenschaften wie die endlichen. Das zeigt sich konkret z.B. darin, dass es die Eigenschaften der „potentiellen Unbegrenztheit“ gibt. So die unbegrenzte Anzahl – von den freien Rw her – und der Variantenreichtum sowie die fast unbegrenzten Abstufungen (Rz) u.ä. im Endlichen.

    676Wp gilt, dass das „Allgemeinste“ – die acht aktualen Unendlichkeiten – und das endliche „Individuelle“, als Relationen jener acht absolut Abstrakten, zusammen die wp „Realität“ (E5) bilden. Genauer, die Phasen, ihre Details werden letztlich von beliebig komplex kombinierten Netzen, auf die einfachsten Relationen „z/w“, „Rz/Rw“, „I/E“ „N/G“ reduziert. Von der „erweiterten QM-Ordnung“ (beispielsweise die Einheit „I-E zu I/E“) hat jede endliche Entität ihren dreifachen Charakter: Die zwei aktualen Unendlichkeiten (die je freien acht) können dann auch im Endlichen wirken, wenn es zum Beispiel zu „Ungleichgewichten“ kommt, oder wenn es um die unendlichen Abstufungen geht – unendlich viele (Rw) unendlich kleine (Rz), als entwickelnd wirkende Übergangsschritte. Das ist das „Feld“ der „potentiellen Unendlichkeit“.

    677Die „Gleichgewichte“ (z/w bis N/G) sind durch die gegenseitig wirkenden Aufhebungen der Einzelfunktionen (Sz, Sw, Rz, Rw, E,I,G,N) gänzlich veränderter Art. Aber die wp Endlichkeit vereint auf der „Meta-Ebene der Realität“ die inhaltlichen Eigenschaften der unendlichen Funktionen mit den Eigenschaften der Kombinationen.

    678Jede endliche Entität kann wp auf „alle“ und dabei auf verschiedene Weise differenziert, abgestuft werden. Denn im „E3/Subjekt-Verhältnis“ kommen zum einen die inhaltlichen Wechselwirkungen aller Phasen – vor allem der benachbarten – zusammen. Zum anderen geht es speziell um die freien Ii und Ik,g,w, welche bei jeder Feststellung von Differenzierung mitgedacht werden. Und schließlich gilt abstrakt zum Beispiel auch die ontologische Abstufung zwischen den Eo bis E6; sowie die Abstufungen in der QM-Ordnung (N-G zu N/G) und dabei der Übergang von Unendlichkeiten zu Endlichkeiten zu Unendlichkeiten zu etc., welche die Situation bei den Übergangsfeldern zwischen den endlichen Entitäten ist.

    679Auch hier gilt, diese Eigenarten der „E“ sind wp auf die Eigenschaften der Sz, Sw und Sz/Sw zurück zu führen, beispielsweise der unendliche Selbstbezug als unendliche Selbstbegründung.

    680Kurz, die WP zeigt das Problem des Verhältnisses zwischen dem „Allgemeinen“ und jedem „Individuellen“, auch als das zwischen „maximalen Allgemeinheiten (S,R,OG bzw. Eo,1.4) und verschiedenen Arten des Individuellen (E3,E5,6) und dabei vor allem die menschliche Subjektivität. Über deren Einmaligkeit in Realzusammenhängen im Konkreten verbinden die einzelnen Phasen – die Physik, Mathematik, Biologie etc. – mit ihren wissenschaftlichen Strukturen und methodischen Prozessen die konkreten Seiten der Realität mit den maximal abstrakten, den S-R-Aspekten und dem OG.

    681Wie ist dieser Übergang wp genauer zu verstehen? Aus den physikalischen „z/w“, „Rz/Rw“ entwickeln sich die „N/G“ und beider Wechselwirkung. Es ist die aller Phasen und dabei aller ontologischen Formen, Eo bis E6, sie bilden eine wp Einheit. Die QM zeigt dann, dass es die drei Grundweisen geben kann und dass diese drei philosophisch „gleichwertig“ sind. Das ist die Kohäsion (Rz/G), die Trennung (Rw/N) und beider Bezug als eine „Weiterentwicklung“: Als Konkretisierung, Verendlichung. Aus den abstrakten Unendlichkeiten im Verhältnis zu den endlichen Relationierten wird die wp „Realität“, in welcher nun aber Unendliches zum Beispiel in jedem abstrakten Denken, mit dem endlichen (potentiell unendlichen“) gar nicht nur „gleichberechtigt“ ist, sondern letztlich jede Phase – vor allem die der „Subjektivität“ – philosophisch fundiert.

    682In den Prozessen der anorganischen und der organischen Natur herrscht „Rz“(G) vor. Als unendlich enge Wechselwirkung, welche unter anderem auch das „Endliche“ fundiert. So in deren raumzeitlichen Einmaligkeiten und als einzelne Vorgänge – welche traditionell zwar begrifflich durch „G“ analysiert wurden, jedoch nicht mit den fundierenden Sz und Rz verbunden wurden. Andererseits wird das „menschliche Erleben“ von den unbegrenzt freien E, G, N und „I“ begründet – und weniger von den Sw, Rw, welche jene Freiheiten fundieren.

    683Das Verhältnis der Rw,N zu den Rz,G wird im Endlichen zentral. Zum Beispiel wird man oft die Inhalte in Prozessen zugunsten des formal „Identischen“ unterscheiden und hervor heben. Oder man wird die freien Rw mit den „unfreien“ Rz,G konfrontieren. Aber Rz, G ist die Basis von „Gesetzmäßigkeit“; „G“ führt zu „E“. Während „Rw“ zu den Freiheiten der „Ii“ führt. Solche Widersprüchlichkeit wird wp aufgehoben, weil die WP und dabei auch die „Subjektivität“ stets „Rz/Rw-Relationen bildet, um „konkrete“ Prozessen zu haben; so ist die Basis des rationalen Denkens „N-G zu E“ (von „Rw-Rz zu Rz/Rw“ her). Und die freien Rz, Rw entwickeln sich zur „I-Kategorie“, welche dann den „OG“ komplettiert.

    684Die Strukturen der Dinge und die Prozesse in der Natur sowie deren einmaliges Erleben durch den Menschen besitzen eine ontologische „Identität“, welche sich sowohl aus „E“ wie auch aus „G“ und „Rz“ begründen lässt. Durch die QM-Möglichkeiten der Trennungen (Rw,N) und damit auch der Bildung von Ungleichgewichten – in den „I/E“ und „N/G“ – kann es auch zur Bildung von Ungleichgewichten in den Strukturen und Prozessen kommen, so dass beim Übergewicht der E oder der G aus den „I/E“ und „N/G“ die „I-E und „N-G“ werden. Solche E-oder G-Betonung zeigt sich in den Wissenschaften zum Beispiel als inhaltliche und methodische Basis der „Gesetzeswissenschaften“; sowie auch im Alltagsdenken. Bei dem umfänglichen Problem, ob im Physikalischen (Atome etc.), im Biologischen und im subjektiv Individuellen, sowas wie „Gleichheit“ herrscht, kann wp mit einer Variante des „Wechselbezugs von Endlichkeit und Unendlichkeit“ ersichtlicher werden. In der Ur-Physik gewinnen die Basisteilchen ihre „Gleichheit“ dadurch, dass jedes unendlich oft auf sich selbst bezogen ist (Rz,G), und dass sie alle voneinander trennbar sind (Rw,N), und von daher ihre „unendliche Anzahl“ gewinnen, während jenes „Rz“ es bewirkt, dass es durch die unendliche Identitätsbildung nur jeweils ein einziges „Ganzes“ geben kann. Da die WP beide QM-Möglichkeiten auf einer höheren Entwicklungsebene vereint, gibt es jene „Abstufungen“, welche in der „allgemeinen Entwicklung“ entstehen; zum Beispiel als die endlichen „Phasen und deren Details.

    685In der Phase der Subjektivität „vollendet“ sich diese Entwicklung darin, dass der Mensch durch seine unendlichen Ii und Ei sowohl den unendlichen Selbstbezug hat wie aber auch die Freiheit, zu wählen. Anders gesagt, die freien Ii sind nicht mehr stets an die „E“ (Ei) gebunden; derart wie die R-Aspekte an die S-Aspekte in allen Naturprozessen; diese Freiheit der R-Aspekte zeigt sich auch in der „Mathematik“.

    686Warum nimmt die „Individuierung“ mit ihren Ungleichartigkeiten mit der Höherentwicklung zu? Das bewirkt der für die Entwicklung grundlegende Rw-Einsatz. Die Rw-Ausweitung betrifft als unbegrenzte Freiheiten alle Phasen; dazu kommt formal auch zum Beispiel die aus Rw entwickelte Negationsmöglichkeit (N). Zum Beisiel die Negation des bisher Gewordenen (E`), verbunden mit der unbegrenzten Erzeugung von „Neuem“. Genauer gesehen, nimmt in der konkreten endlichen Entwicklung auch die „Gleichartigkeit“ zu; zum Beispiel in der „Vergesellschaftung“. Das heißt, es geht auch hier wie in allen Phasen um das endliche, begrenzte „z/w“- Zusammenwirken (Sz/Sw und Rz/Rw) in Meta-Relation mit den beiden unbegrenzten „z“ und „w“.

    687Die emotionalen und die rationalen Eigenschaften der Menschen werden von uns als OG-Elemente und deren Kombinationen angesehen, zum Beispiel die Emotionalität als „Ii/Ei“ oder das rationale Denken als „N-G-E“. Da die vier OG-Kategorien in allen Phasen konkretisiert werden können, zeigen sich in menschlichen Kollektiven fast unbegrenzt viele Varianten an Emotionen und an Wissen etc. Und zugleich zeigen sich auch Gleichartigkeiten der Menschen als „Ik,g,w/Ek,g,w“.

    688Zusammengefasst, in der wp Ontologie geht es speziell bei den endlichen „E3“ um die „Ei“ der Subjektphase. Diese zeigen die QM-Eigenschafen, „zugleich“ endlich konkret zu sein und auch Unendlichkeiten zu haben. Zum Beisiel, formal sich unendlich auf sich selbst u beziehen oder darin als unbegrenzt neue phantastische Inhalte zu erscheinen.

    689Dieses Verhältnis von aktualer Unendlichkeit und Endlichkeit, Konkretheit macht die „potentielle Unbegrenztheit“ aus. Diese erscheint auch in der Möglichkeit, in Wechselbezug zu allen anderen Phasen, allen Details zu treten, es ist nicht nur die Eigenschaft der Subjektivität.

    690Die WP zeigt nun aber neben dieser E-Seite noch die „Existenz“ der „I-Seite“. Sie hat von der QM her die gleichen Eigenschaften wie sie für die E-Seite gelten. Das heißt, als dritte QM-Möglichkeit wird „I/E“ in jeder Phase gebildet und damit wird jeweilig die konkrete Ebene erreicht, als „Einzigkeit“. In der Phase der Subjektivität geht es dann um „Ii/Ei“, auch als speziell entwickelten „Selbstbezug“ (Rz,G). Das heißt, genauer geht es um „Ii/N/G/Ei“.

    691Vor allem aber geht es um die „Anwendung“ dieser „vollendeten“ Basisrelation („I-N,G-E) – von „R-Rw,Rz-Rz/Rw“ her – es geht in den „Sub-Phasen“ der Subjektivität speziell um die Fundierung von „Handlungen“ (Denk-,Sprech-, Arbeits- etc.-Handeln).

    692Traditionell wurde „die Einzigkeit“ des menschlichen Individuums, seine „Person“ als „sittliches Wesen“ charakterisiert. Uns geht es formal um die Relation „Ii/Ei“ mit deren unendlichen Selbstbezügen. Und „inhaltlich“ sind sowohl diese Ii und Ei als „potentiell unendliche“, also traditional als „endliche“, jeweils „eigenartige“, „einmalige“. Und weitere Relationierungen wie beispielsweise „Ii-N,G,E`- E- etc,“ sind als „Handeln“ damit auch jeweils eigenartig, einzig, einmalig.

    693Das wp „Handeln“ ist wegen dieser grundlegenden und einfachen sowie „vollständigen“ Relationierungen im Konkreten dennoch vielfach verschieden, weil die Konkretisierung darin besteht, die „E“, „I“ aller Phasen verbinden zu können, wodurch deren Unendlichkeiten zunächst konkrete Endlichkeiten werden. Die „Ik,g,w haben diese Freiheiten nicht mehr; dann aber eröffnet sich durch die freien „Ii“ und „Ei“ der „phantasierenden“, kreativen„ Subjektivität“ die „Unendlichkeit“ (Rw) erneut. Ob solche Unendlichkeit der kreativen Person gesellschaftlich anerkannt wird, ist eine sich historisch-kulturell immer wieder zeigende Problematik.

    694Die Wechselwirkung aller Phasen zeigt sich in jeder einzelnen jedoch jeweils auf verschiedene Weise. In der Subjekt-Phase eben auch als unendlicher Selbstbezug sowie auf jedes andere Subjekt; das gehört zu einer formalen Definition von „Vollendung“. Aller Bezug der Phasen, aber „besonders“ der höchstentwickelte der Subjektivität, besteht darin, was sich in endlichen Varianten beispielsweise einerseits als „Entscheidungsfreiheit“ zeigt und in den Bezüge der subjektiven „Ii/Ei“ zu den „I“ und „E“ anderer Phasen als „Handeln“ oder als, „Verdienst“, „Verantwortung“, „Schuld“ u.ä.

    695Wenn Hegel meint, dass in der Geschichte „jedes Volk sein eigenes Prinzip in die Welt bringt“, das es „nur selbst verwirklichen kann“, so wird solche „Einmaligkeit“ wp als die Ik,g und Ek,g angesehen und es wird im „Handlungsprojekt“ (Ik,g N,G´,E`- Ek,g-etc.) jene Verwirklichung wp interpretiert.

    696Die Unendlichkeit der „allgemeinen Entwicklung“ hat ihre Endlichkeiten in der historischen Entwicklung sowie in den „Einmaligkeiten“, „Unwiederholbarkeiten“ der einzelnen Dinge, der Prozesse (Arbeit etc.), so als die kulturellen, künstlerischen, geistigen Werke der Einzigkeit der Menschen und der Völker. Abstrakt gesehen ist dieses Verhältnis der aktualen Unendlichkeit zu den Endlichkeiten des Einzelnen die Basis der „potentiellen Unendlichkeit“.

    697Liegt dieses „Wesentliche der Geschichte im Einmaligen“, so unterscheidet sich das vom Naturgeschehen. Die Ursache für diese Unterscheidung liegt „in momentaner Lage der Dinge“ hauptsächlich in den S-Kräften der Natur sowie in deren überwiegenden Sz/Rz – Kohäsionen, welche in der „allgemeinen Entwicklung“ durch die w-Sw-Rw-Trennungen, und daher die Herstellung von allen „Freiheiten“, abgelöst wird.

    698Die wp E-Seite hat wie alle Phasen und alle philosophischen Bereiche (Methodologie, Ontologie etc.) auch ihre Position in der „allgemeinen Entwicklung“, von den unendlichen S-R-Aspekten über die daraus entstehende Endlichkeit und dann weiter zu den OG-Unendlichkeiten.

    699Von daher kann man zum Beispiel für die E-Seite die unendlichen Eo, E1 von den raumzeitlichen endlichen E2 und E3 unterscheiden und diese weiterhin von den unendlichen E4 und E5, E6.

    700Hier geht es nun um um E3 und E5, E6; sie enthalten Endliches und Unendliches. Damit unterscheiden sie sich von Eo,1,2 und E4, welche als „Relationen“ von Rw,N und damit von aktualer Unendlichkeit geprägt sind. Während die E3, E5,E6 mit den „z/w zu I/E/N/G-Relationen“ ihren „inneren Gehalt“ entwickeln und das in „potentiell unbegrenzter Vielfalt“.

    701Die traditionellen Schilderungen des Ontologischen nutzten nur einen Teilaspekt der WP-Begriffe, die wir auf „Rz/Rw“ und „N/G“ reduzieren. Zum Beispiel wird das „Einzelseiende“ deshalb „konkret“, weil es ohne die Wechselwirkung mit anderen Einzelnen – allgemeiner als Phasendetails mit allen andern existierenden Details verbindbar ist.

    702Anders, das Einzelseiende steht als endliches E3 in der Entwicklungsreihe und setzt sich nicht nur wechselwirkend aus anderen endlichen Entitäten, Details zusammen, sondern auch aus den absoluten und unendlichen Eo, E1, E2. Als „Konkrete“ sind auch die E5 und E6 so Konstituierte; während E4 das traditionelle „Sein“ im OG noch mal unendlich ist. Deren Unendlichkeit wird als unendlich freie Ii, Ei und E6 als „unendlich/endlich“ konstituiert. Während E5 die „potentiell unendlichen“ Varianten enthält.

    703Sie alle bestehen aus den „acht“ Grundgrößen und das heißt auch zugleich sie bestehen aus den vielen Phasen, denen der Natur etc., schließlich auch den Phasen der Subjektivität und der Gesellschaft. Zum Beispiel aus den Sprachenphasen. Und damit auch aus der Sprache der Logik. Welche als getrennte und damit unendliche G-N-E fundiert wird; es zeigt sich da, dass die Unendlichkeiten im Endlichen sind.

    704Die „Entwicklung“ von den Eo bis zum E6 wird durch die konkretisierten Rz, Rw und E,I,N,G in deren unendlichen Dynamiken und ihren prinzipiellen Widersprüchlichkeiten“ bewirkt.

    705Um „E“ zu verstehen, kann man jeweils irgend eine Phase analysieren. Zum Beispiel die „Logik“, in welcher „E“ unendlich getrennt von „G“ ist – die Herstellung der Identität (G) von Denker (E) und Gedachtem (E`) – und beide unendlich von „N“. Und „zugleich“ gilt, dass in diesem „Denkhandeln“ die unendlichen (Rw-, N-bedingten) Trennungen durch Rz und G aufgehoben werden. Die Nutzung anderer Phasen hierfür, so die des denk- und sprechhandelnden Subjekts (E6) oder die der Sz-,Sw-Aspekte (Eo), zeigt in deren Strukturen und Funktionen die „Eigenarten“ des „Seins“ genauer.

    706Oft wurde „Endlichkeit“ sprachlich als „logisch notwendig gegeben“ beschrieben; und inhaltlich als das „reale Identischsein von Natur und endlichen Singularitäten; darin auch die Subjektivität. Die WP analysiert die Logik durch die drei absoluten und absolut voneinander getrennten E-N-G. Und die Natur sowie alle endlichen Entitäten werden wp als Reduktion der „allgemeinen Entwicklung“ auf die acht wp Grundgrößen reduziert. Die Übergänge zwischen diesen Phasen sind Selbstanwendungen der Rz, Rw, N, G.

    707Mit diesem „Übergang“ von den endlichen Phasen, Subphasen und Details zu jenen, diese Einzelteile innerlich konstituierenden und sie erzeugenden Grundgrößen, als Prinzipien wird zugleich der Entwicklungsweg von den S-Kräften und den raumzeitlichen R-Aspekten, gegangen. Er verlässt unendlich abgestuft die S-Kräfte und entwickelt diese zugleich in die OG-Abstrakta. Die einzelnen Phasen – zum Beispiel die Sprache der Logik (N-G-E) – zeigen in diesen abgestuften Übergängen einzelne Betonungen der acht Grundgrößen oder als QM-Möglichkeit auch deren Vernachlässigung.

    708Das verursacht auch, dass die Philosophie einzelne zunächst noch abtrennbare Bereiche hat, wie hier die „Ontologie“. Die E-Eigenschaften, Entwicklungen und Unterscheidungen (Eo bis E6) etc. führen jedoch wieder zur WP insgesamt.

    709Traditionell wird das „Seiende“ vom „Sein“ unterschieden. Die WP weitet die Grundeigenschaften des Seins auf die acht Grundgrößen (S,R,OG) aus und wendet diese zugleich wechselweise auf sich, um damit die Eigenschaften des „Seienden“ und dessen Unterschied zum „Sein“ zu fundieren. Aber erst die durch die QM und die „allgemeine Entwicklung“ bereitete Einheit aus beiden begründet die „konkrete Realität.

    710Herkömmlich wird das „Seiende“ (E3) durch „Natur“ und als „Subjektivität“ näher beschrieben und es wird mit der Empirik und mit der Logik verbunden; die WP analysiert „Natur“, „Subjekt“ und alle inhaltlichen Phasen als die getrennten und vereinten (QM) acht Grundgrößen (S,R,OG). Und die empirische Methode reduziert sie auf „G“ und „E“. Der Sprache der „Logik“, welche herkömmlicherweise die „Form des Seienden“ klären soll, werden die unendlich getrennten E-G-N- zugeordnet. Von daher gilt, dass das „Identischsein“ des Seienden als „E“ durch „G“ unendlich selbstbezogen ist. Aber wo bleibt das „N“, (geschweige denn das dialektische „N/G“)? Und vor allem, da das „I“ ebenfalls in dieser Sprache fehlt, kann das „Sprechen,,subjektives Denkhandeln, hermeneutisches Verstehen“ nicht mit der „Logik“ verbunden werden. Es wird dann zur Erklärung des Seienden – und auch zur „Erklärung“ der Logik – auf die Umgangssprachen (I/N/G/E) ausgewichen; die QM erlaubt beides, die Verwendung der nur einzelnen OG-Kategorien sowie deren absolute Trennung und auch jene „Rz/Rw zu N/G-fundierten“ Wechselwirkungen.

    711Fassen wir zusammen, in der wp Darstellung kann man acht Grundgrößen, mit Hilfe der drei QM-Möglichkeiten – welche bereits selbst Anwendungen der Grundgrößen auf sich sind – und der endlichen Phasen, (Wissenschaften und Praxen), welche in der „allgemeinen Entwicklung“ entstehen – und zwar ebenfalls durch Selbstanwendung der Grundgrößen – und der Wechselbeziehungen (Rz/Rw, N/G) zwischen den Phasen etc. eine Vorarbeit leistend, welche philosophische Teilbereiche wie hier die Ontologie hinreichend fundieren lässt; solche Teilbereiche, wie auch die Logik (N-G-E) etc.,lassen sich deshalb bilden, weil die QM beliebig trennen kann.

    712Es gibt traditionelle Sätze wie: Das „Seiende“ habe sowohl „logisch vorgeordnete innere Prinzipien“ wie den, dass das „Seiende zugleich als Identischsein konstituiert“ sei. Dazu zeigt die WP jene „inneren Gründe“, „inneren Prinzipien“ als die OG-Elemente. Diese werden durch Selbstbezug der G und der Rz sowie der N und Rw aufeinander wechselwirkend bezogen und konstituieren das Seiende, speziell wird aus dem Sein (E im OG) dadurch das Seiende. Und so zeigt sich als Basis der modernen Ontologie diese „allgemeine Entwicklung“ QM-speziell als die „Meta-Einheit“ der E-Entwicklung von Eo über E4 zu E6.

    713Die acht Grundgrößen der WP haben alle den gleichen Grund-Charakter, welcher hier durch die unendliche Rz-, G-Selbstbeziehung zustande kommt. Das drückt herkömmlich die „ontologische E-Seite der Philosophie aus. Die WP differenziert das nun noch und verbindet die acht mit allen anderen Phasen der „allgemeinen Entwicklung“. Dadurch kommen die Eo,1,2,3,4.5,6 zustande. Diese sind immer noch jene unendlich abstrakten. Erst in den Rz-Relationen der acht und den Entwicklungsbeziehungen der E-Varianten wird das erzeugt, was Endlichkeit ist, das „Seiende“ sowie die seienden Prozesse. Zum Beispiel die sinnlichen Wahrnehmungen in der Subjekt-Phase. Es gilt also, dass die höchst entwickelte Phase, die menschliche Subjektivität“ – aus dem QM sowohl die einzelnen Rw-,N-unendlich getrennten und „Eo, E4-Existenzen“ – denken kann wie zugleich alle endlichen Rz-,G-verbundenen seienden Endlichkeiten (E2,3,5) sinnlich wahrnehmen kann; dazu kommt als „Relation“ aller Handlungen (I-N,G,E´-E-etc.) die QM-Möglichkeiten der „Veränderungen“, auch der Entwicklungen durch den Menschen – was er gegenüber den „acht“ nicht vermag; hierhin gehört E6 mit seinen unbegrenzten subjektiven Ei.

    714Umfassend ausgedrückt, geht es um die abwechselnde sich gegenseitig erzeugenden Kraftverlauf – mit „Un/gleichgewichten“ in den „Sz/Sw-Wechselspielen“ zwischendurch: Sz wird von Sw in unendlich kleinen und unendlich vielen „Schritten“ abgelöst, und dann wird auch dies Sw wieder durch Sz ausgetauscht; und so weiter.

    715Traditionelle Beschreibungen integrieren wir als wp Vorstufen in der „allgemeinen geistesgeschichtlichen Entwicklung“. Wie zum Beispiel, dass es im seienden Constituum „innere Gründe“ gibt, welche „Beziehungen zueinander“ haben und welche sowohl „verborgen“ wie auch „unverborgen“ seien; was beides sich auch als Eigenschaften des Seienden zeigen lässt; das sei das „Wesen des Seienden“. Hier gilt, dass die acht Grundgrößen („inneren Gründe“) und ihre Selbstanwendungen als „Beziehungen“ (Rz,Rw,G,N) für alle einzelnen Phasen, theoretisch und praktisch wirken. Dazu die Unterscheidung der Rz/Rw zu N/G zu I/E-bestimmten subjektiven „Wahrnehmung“, im Endlichen unterschieden von der QM-Möglichkeit der strikten Abtrennung (Rw,N) jeglicher Entitätten voneinander.

    716Das wp fundamentale „Meta-Verhältnis“ von Trennungen (Rw,N) der Entitäten und der Prozesse und deren kohäsiven Bezüge (Rz, G) als „Rw/N zu Rz/G-Einheit“ „begleitet“ als Entwicklungsschritt die Entstehung der endlichen Objekte aus den acht aktual unendlichen Grundgrößen. Als solche haben sie jene acht Unendlichkeiten „in sich“ (sachlich als S, R, und begrifflich vom OG), sind aber „nach außen“ auch als ontologische E-Existenzarten zu verstehen. Diese (Eo bis E6) sind unendlich auf sich selbst bezogen (Rz); deren Unterscheidung stellt den Bezug zu den acht Grundgrößen her, und auch den Bezug zu den verschiedenen endlichen Phasen.

    717Also, die „Endlichen“ haben die Unendlichkeiten (die sachlichen S, R und die begrifflichen OG) „in sich“ und zugleich gilt, dass jene Unendlichkeiten mit endlichen Begriffen, Erfahrungen, Emotionen begriffen werden. Die aus den dazu gehörenden komplexen Wechselbeziehungen zu bildenden „Einheiten“ kann man beispielsweise als deren „Wesen“ bezeichnen. Und man kann dann jenes „Wesen“ als „Ursache“ aller Eigenschaften der jeweiligen Entitäten verstehen; zum Beispiel das Herkommen, die Entwicklung und die Zukunft jener Entitäten verständlich machen.

    718Die wp verursachte notwendige Komplexität der „Vorstellung“ von dem was traditionell als „Wesen“ bezeichnet wurde, wird von der WP systematisch erfasst und beschrieben, von den acht Basisgrößen etc., (QM,allg.Entw. etc.), Herkömmlich nähert man sich der WP, zum Beispiel wenn man dem „Wesen“ zuschreibt, es sei „selbst gegeben“: Alle „E“ sind unendlich oft etc. durch Rz auf sich bezogen, das macht deren Existenz (Eo bis 6) aus. Das „Wesen“ zeige sich im „realen Identischsein von Natur und von allen anderen „Singularitäten“, vor allem der Subjektivität. Dann deutet das die wp Beziehungen zwischen den Phasen an, welche wiederum auf die gemeinsamen acht Grundgrößen – und dabei auf ihre E-Existenzen – weisen.

    719Die WP analysiert den Begriff, als die traditionelle Vorstellung „Wesen“, zum Beispiel durch „Rz/G“, was dem „Wesen“ als Herstellung seiner „Identität“ mit sich und zugleich als die Bildung von abstrakter Einheit aus Natur und allen anderen Phasen entspricht. Es gäbe eine „finale Hinordnung“ des Wesens auf das endliche Dasein. Daher gilt auch seit jeher, dass zum Beispiel die „Logik Züge des Wesens zeige“; wir analysieren die Logik durch N-G-E und das endliche Dasein als die vielen konkreten Relationen der vier OG-Elemente. Der herkömmliche Hinweis „aus dem Wesen ergibt sich alles Fernere“, eben als formale Begründung des Seienden sowie die Begründung dessen, was „Formalität“ selbst ist, wird wp als die unbegrenzte Fähigkeit der hier auf sich selbst und auf einander bezogenen Grundgrößen (E,G.N) verstanden.

    720Hergebracht, ging man vom endlich Seienden aus und fragte, wie dieses sich begründet. Zu den Antworten gehörte, dass das Seiende aus „notwendig logischen Gründen“ oder „kraft seines Wesens“ sich konstituiere; bestenfalls noch, dass das Seiende sich aus seinen Constitutiva erklären lasse. Weitere Begründungen des Endlichen waren die aus Gott oder aus der Natur oder aus der menschlichen Subjektivität.

    721In der wp Erklärung tauchen alle jene traditionellen Vorschläge wieder auf und lassen sich gut miteinander verbinden. Jene „Constitutiva“ sind die acht Grundgrößen; davon „E“ zum Beispiel als „Gott“. Die „Logik“ vertritt das Verhältnis der E zu den getrennten N – G. Das „Wesen“ muss wp als Komplex-Relation analysiert werden, was einerseits formal im Selbstbezug (unendliche Rz,G) die konkreten Phasen erzeugt, aber das nur zusammen mit der Wechselbeziehung (Rz/Rw, N/G). Bei dem die Phase der Subjektivität deshalb bei der Erzeugung alles Endlichen so wichtig ist, weil sie die in der „allgemeinen Entwicklung“ höchst entwickelte und potentiell „vollendete“ ist; zum Beispiel konkreter durch alle Handlungsarten (Arbeit, Denken etc.).

    722Dass das „Seiende“ begründet ist, „innerlich“ und „äußerlich“,wusste man schon früher, aber die WP begründet es einerseits durch die S- und R-Aspekte und die OG- Elemente und andererseits durch das Zusammenspiel der verschiedenen aktualen Unendlichkeiten als wechselwirkende (Rz/Rw) erzeugende Entwicklungsfunktionen. Und als diese Relationen „innerhalb der jeweiligen „Existenz“ sowie „zu“ den Relationen mit allen „äußeren“ anderen Existenzen.

    723Jedes Mal geht es um Rz,G-Beziehungen als Übergewicht gegenüber den Rw,N-Beziehungen, deren Mitwirkung jedoch niemals fehlt. Die Ontologie berücksichtigt dabei noch die wp „allgemeine Entwicklung“ und unterscheidet die Existenz-Arten – Eo bis E6 – nach ihrem Entwicklungsgrad, welcher zugleich wiederum davon abhängt, inwiefern die Rw-Freiheiten stärker als die Rz-Kohäsionen wirken. Dabei gibt es auch zwischen den E-Arten die beiden Relationsarten: So wird E3 („Seiendes“) durch Eo,1,2 erzeugt und zugleich kann man diese unendlich abstrakten Existenz-Arten nur mit Hilfe der endlichen Existenzen (E3) (Begriffe, Sprache, Erfahrungen, Intuition) erfassen.

    724Und E4, das Sein, macht beide Wirkungen analog zum Eo,1, wenn es von der Wechselbeziehung aller E3 als unendlich abstraktes E4 (im OG) zugleich erzeugt wird, wie E4 – und G,N, I – der Grund von E5 („Realität“ als Ganzes) und von E6 ist, welches mit den „Ei“ und „Ii“ der Subjektivität wieder aus den Grenzen der „potentiellen Unendlichkeit“ des Seienden hinaus führt.

    725Die bisherige Philosophie versuchte die Probleme der „Existenz“ umgangssprachlich zu verdeutlichen oder gar zu „lösen“. Zum Beispiel wurde gesagt, die „absoluten Konstitutiva“ bestehen nicht losgelöst von ihren Identischsein, sondern nur „in“ ihrem Identischsein“. Die WP ordnet das mit Hilfe der QM und der „allgemeinen Entwicklung“ in einer erweiterten Ontologie.

    726Kurz, man muss erkennen, dass traditionell schon immer die „aktualen Unendlichkeiten“ genutzt wurden. Zum Beispiel in der alltäglichen Idee der absoluten Trennungen (Rw), der radikalen Negation (N) oder als jede Art der Identifikation (G), der Vorstellung von Zusammenhängen (Rz).

    727In der Physik sind es auf Materie bezogene Unendlichkeitsvorstellungen, in der Mathematik die aktuale Unendlichkeit in der Zahlentheorie. Die traditionellen „Constitutiva“ sind bei uns die acht Grundgrößen; und beispielsweise ontologisch sind es auch die Eo bis E6: Die Eo, E3 und E4, E5 sind aktual unendlich jeweils auf auf sich selbst bezogen, als Ursache dafür gilt Rz und G. Die E1 („S/R-Einheit“), E2 (z,w), E5 (das Ganze der „Realität“) und E6 beziehen sich „nach außen“; beziehungsweise können E3 und E6 beides, Selbstbezug und Außenbezug, Neues erzeugend vereinend. Hier zeigt sich die übergeordnete WP-und QM-Möglichkeit der Vereinigungen („unendlich/endlich“, z/w, Rz/Rw, u.ä.), welche scheinbar widersprüchlich Endlichkeit mit aktualer Unendlichkeit konfrontiert – und dabei die „potentielle Unendlichkeit“ herstellt, welche eigentlich die herkömmliche „Endlichkeit“ ist.

    728Die WP zeigt, dass die notwendig unendliche Selbstanwendung und die möglichen „Fremdbeziehungen“ aus den drei QM-Möglichkeiten gleichberechtigt sind. Es galt geistesgeschichtlich schon früh, dass die absoluten „Constitutiva“ irgendwie mit ihrem „realen Identischsein“ verbunden sein müssen, oder auch umgekehrt, dass das „Seiende“ auch unendlich „für sich“ sein kann, so wie das „Absolute“ es ist. Ein Versuch, das zu verstehen war, auf die „Logik“ und auf das logisch denkende Subjekt zu verweisen. Die WP zeigt, dass die acht Grundgrößen durch ihre Selbstanwendung zugleich unabhängig voneinander und von allem „Endlichen“ sein können (Rw,N) sowie durch Rz,G zugleich miteinander relationieren und dazu die „Realität“ bilden, also dass die acht Unendlichen mit allem endlich seienden Phasen Wechselbeziehungen haben. Und die Subjekt-Phase kann als eine Art der jeweils möglichen Vollendung in der sich dabei abzeichnenden „allgemeinen Entwicklung“ gelten; während sowohl die „Logik“ (N-G-E) und auch das Fehlen der „Raumzeit“ bei der Vorstellung von „zugleich“ darauf hinweisen, dass es für das menschliche Denken – auch als biologische Hirnfunktion – wichtig ist, sowohl alle acht Grundgrößen zu kombinieren, wenn es um „konkrete“ Vorstellungen geht. Dass aber die Trennungen (N-G-E) und die Rz-Rw-Trennungen, welche der Komplexbildung der „Raumzeit“ (die Einheit „Rz zu Rw-Rw zu Rz/Rz zu Rw“) voraus gehen, deshalb vom Subjekt als etwas „gedacht“ werden kann, was „nicht-konkret“ sei, weil das die QM-Möglichkeit, die „z-w-Phase“ erlaubt.

    729Dem Seienden, allem Relationierten – zum Beispiel auch der „Raumzeit“ (3Rz zu 3Rw“) – kann man ein inneres „Potenz-Akt-Verhältnis“ zuschreiben, weil die unendlich freien aktualen Bestandteile des endlich Seienden stets beides haben, die Rz-Bindungen für ihre Statik und/“zu“ den freien Rw. Deren Zusammenspiel als Entwicklungsschritt fundiert das „Rz/Rw-Gebilde“ zugleich als ein neues „E“.

    730Was als Sz/Sw, Rz/Rw in der Natur abläuft, und als Fundierung analoger Art im „Handlungsprojekt“ („Akt“) wirkt, wo die Dynamik der N-G, N/G aufeinander und auf E` bezogen, ein neues „E“ entwickelt. Das wird von den subjektiven Ii des Handelnden („Potenz“) in Gang gesetzt.

    731Die WP geht vom Verhältnis der Rw-N-getrennten aktual unendlichen acht Grundgrößen zu den unendlich Rz,G-selbstbezogenen Größen sowie beider Verhältnisse, was die „potentielle Unendlichkeit“ – gemeinhin als „Endlichkeit“ bezeichnet – bildet. Diese Wechselbeziehungen sind für die Erzeugung aller Phasen und ihrer endlichen Details fundamental.

    732Diese Wechselbeziehungen wurden traditionell gerne umgangssprachlich genutzt. Da hieß es zum Beispiel, das Seiende – in seiner maximalen Relationierung – sei „logisch notwendig“ und zugleich sei es als handelndes, denkendes Subjekt mit allem Seienden verbunden. Wir ordnen das wp-systematisch, dabei auch ontologisch.

    733Die QM-Ordnung zeigt, jedes Seiende, ob Subjekt oder Objekt, kann beides sein, völlig logisch, rational und zugleich irrational und unlogisch; das verbürgt die Einheit „N-G-E“ zu N/G/E“; diese Einheit stellt das daraus entwickelte Fundament der endlichen Konkretheit her. Und es betrifft nicht nur die G und N, sondern alle acht Grundgrößen, als allgemein entwickelte Phasen von der physikalischen Natur bis zum denkenden Subjekt. Die Ontologie hat sich in diesen umfassenden Vorgängen der Entwicklung der Eigenschaften der „E“ besonders gewidmet.

    734Es ist ein altes Problem, wie kann man sich das Verhältnis zwischen den endlichen Entitäten und den absoluten Ideen vorstellen. Die WP meint, formal gesehen kann man ontologisch bemerken, beides Mal muss es um „Existenzen (E) gehen, die sich nun aber inhaltlich auch unterscheiden lassen: Man hat damit, auch „formal“, schon eine Gleichheitsfunktion G (Rz) und die Trennungsfunktion N(Rw) bemüht. Die WP fragt jetzt weiter, wie unterscheiden sich diese beiden Arten der „Existenz“? Zur Verfügung stehen nun Rz, Rw, G und N

    735Wie hängen die acht Grundgrößen (S,R,OG) mit den Endlichkeiten zusammen? Traditionell wird die endliche „Welt“ und auch darin die Menschen zum Beispiel als „Effekt“, „Erfüllung“ aus den absoluten Basisgrößen (Sein, Gott) „hervorgegangen“ oder „ineinander verwandelt“ verstanden, auch als „logisch notwendige Folge“. Und umgekehrt wird beispielsweise behauptet, das „Sein“ „verwesentliche“ sich aus dem Endlichen, was sich „zugleich“ als „Individualisiertes“ aus dem Wesen, dem Sein bilde. Diese letztere Vorstellung von wechselweiser „Veränderung“ und „Aufgehobensein“ zeigen einen Entwicklungsschritt, welcher formal durch die WP als Wechselwirkung (Rz/Rw,N/G) zwischen aktualer Unendlichkeit und Endlichkeit als Erzeugung der „potentiellen Unbegrenztheit“ und als Neutralisierung (->Endlichkeit) der beiden wechselbezogenen unterschiedlichen Arten der aktualen Unendlichkeit – der nur unendlich „selbstbezogenen“ z (Sz,Rz) zu w (Sw,Rw) – begreifbar wird. Hier gehört dann realitätsbewusst auch die begriffliche Verinhaltlichung hin, als unendlich getrennte „E“ („Sein“), „I“, „G“ und „N“ zu den potentiell unbegrenzt vielen und vielfältigen verendlichten Relationen und Kombinationen vom Typ „I/G/N/E“, aus den in der „allgemeinen Entwicklung“ entstandenen endlichen „E, I“ aller Phasen und ihrer „Methoden“ (N,G).

    736Die „Logik“ gehört als die getrennten, „ N von G“ („falsch von wahr“) und vom zugehörigen „absoluten“ „E“ her, genau besehen, zu jener maximal abstrakten Basis, auf welcher die Umgangssprache, das endliche subjektive Denken überhaupt nur Dank der wp Wechselbeziehungen aller möglich ist.

    737Also, die „allgemeine Entwicklung“ – darin die ontologische, Eo bis E6 – ist von den Entwicklungs-Übergängen aus den aktualen Unendlichkeiten (S,R) zu den Endlichkeiten aus den undynamischen, „kraftlosen“, „ungerichteten“, „neutralen“ Relationen beliebiger Komplexität geprägt, eben als das Seiende; grundlegende Ursache dafür ist der Übergang von den Sw-Freiheiten zu den Sz-Kohäsionen sowie immer und zugleich auch von den Sz zu den Sw. Diese prinzipielle „Widersprüchlichkeit“ ist der Antrieb für jegliche „Entwicklung“, als neue mehrfach innerdynamische z/w-Einheit (Sz/Rz zu Sw/Rw“). Bei diesen vier hier beteiligten Grundgrößen ist jede für sich als aktual unendlicher Selbstbezug (Rz-bedingt) zu verstehen, diese vier Eigenschaften werden in „z/w“ „aufgehoben“. Das heißt aber auch, dass sie die Eigenschaften aller endlichen Entitäten mit prägen, zum Beispiel der Selbstbezug jeder Entität, als deren „objektive“ Existenz, und zugleich die (auch Rz-bedingte) Beziehung zu allen anderen endlichen Entitäten. Was hier für die vier aktual unendlichen physikalischen Grundgrößen geschildert wurde wird in der „allgemeinen Entwicklung“ auf die vier aktual unendlichen OG-Grundgrößen übertragen. Alle Relationen daraus sind dann die potentiell unbegrenzt vielen und inhaltlich vielfältigen begrifflichen Eigenschaften der endlichen Strukturen und Prozesse.

    738Auch die „Methoden“ und die „Kausalität“ werden so erzeugt. Das Kausal-Prinzip sehen wir als eine „rationale Verkürzung“ der „allgemeinen Entwicklung“, das im subjektiven Denkhandeln. Beides sind dabei Entwicklungsschritte, welche auch als „Wechselwirkung“ aller Phasen zu erfassen ist. Genauer, die „allgemeine Entwicklung“ vom unendlichen S-R-Pol zum unendlichen OG-Pol erzeugt als Übergang das Seiende und darin als „spezielle dritte Vollendung“ die „Subjektivität“, Welche ihre neue und zusätzliche Funktion dadurch erhält, dass sie jenes wp Abstrakte „thematisieren“ kann. Die Kausalität gilt auch als grundlegend, weil sie immer wieder und konsequent „thematisierbar“ ist. Die WP vereint die unendlich abstrakten acht Grundgrößen mit der endlichen Subjekt-Phase, welche dadurch auch alles Akzidentielles der Acht in ihrem Denken, hier zum Beispiel als „Kausalität“, aufzeigen kann.

    739Das „Zufällige“, das Akzidentielle wurde traditionell „logisch“ vom „substantiellen Consequenten“ (ens contingens“) als „abhängig“ gesehen, und zugleich wurde behauptet, dass „das ens contingens, das immer eine Substanz-Akzidenz-Einheit ist, ist ein substantiell-akzidentelles Consequens“ ist. Die WP zeigt das formal systematisch als die „Einheit“ von Unendlichkeiten in Bezug zu Endlichkeiten. Und „inhaltlich“ genauer als der doppelt unendliche Übergang und als die Wechselwirkung (QM-Möglichkeit) zwischen den unendlich getrennten I-E-N-G zu den unendlich eng kohäsiv verbundenen, als „I/E/N/G“; zum Beispiel im Handlungsprojekt, als Praxen, als hermeneutisches Verstehen u.ä. In umfassenderen Methoden wie es beispielsweise die „Kausalität“ betrifft, tritt an die Stelle jener vier OG-Elemente die acht Grundgrößen in deren konkreter QM-Ordnung.

    740Zusammengefasst, wie kann aus den acht unendlichen Grundgrößen das endliche Seiende entstehen? Im unendlichen „Selbstbezug“ wirken Rz und G und sichern sich und die anderen Grundgrößen als „objektiv“ Existierende (alle E-Varianten). Und zugleich stellen die Rz,G sowohl die Verbindung der acht Grundgrößen untereinander her, hier vor allem der vier OG-Größen, sowie, als Wechselbeziehungen allgemein, die Verbindung aller endlichen Entitäten. Wenn es nicht nur um diese Verbindungen geht, sondern genauer dabei um die Erzeugung von Neuem, also die allgemeine Weiterentwicklung, dann wird zu dem Rz und G noch Rw und N gebraucht („Rz/Rw zu N/G“ letztlich), denn die „w“,Sw, Rw-Funktion verantworten in ihrer speziellen Unendlichkeit der grenzenlosen „Erweiterung“ formal jede Entwicklung.

    741Das Neue kann aus den (Rw-getrennten) „R“ das „I“ sein, und aus den Rz-vereinten „Rz/Rw“ das „E“ sein; und aus Rz wird „G“ sowie aus Rw wird „N“. Die „Hintergründe“ dafür sind die grundlegenden Eigenschaften der sich abwechselnden Sz-und Sw-Kräfte sowie die Eigenschaften der „QM“.

    742Davon haben in der wp Ontologie die sieben E-Arten (Eo bis E6) ihre gleichen Eigenschaften von den S-Kräften her und ihre Entwicklungsunterschiede auch von den QM-Ordnungen. Zum Beispiel stammt die „Vollkommenheit“ jeder einzelnen E-Variante von den unendlich auf sich bezogenen Rz-Funktionen.

    743Das wird deshalb sowohl vom „Seienden“ (E3 und E5, E6) – und darunter von der „Subjektphase“ – erkannt, weil das „Erkennen“ jene „Relationierung“ und Wechselwirkung macht, welche die Basis alles Seienden ist; sie wird vom Subjekt maximal, „potentiell unendlich komplex“ entwickelt. Alle Varianten des Seienden werden nicht nur durch diese „Wechselwirkungen“ erzeugt, vielmehr „erkennen“ sie sich einander dadurch auch.

    744Das alles betrifft S und R, aber auch N, G, I.

    745Zu alten Problemen gehört, ob das Seiende „von anderem Seienden“ oder auch vom „Nicht-Seienden“ – „Gott“ (Eo, E4) – „erkannt“ werden kann. Die WP ordnet das „Erkennen“ unter die drei QM-Beziehungen – Trennung ((Rw,N), Kohäsion (Rz,G), gegenseitige Erzeugung (Rz/Rw zu N/G) – ein. Und in der inhaltlichen Entwicklung aller Phasen – S-R-Entwicklung bis E, I, N, G. Da alles endliche Seiende aus den „Relationierungen“ aller acht aktual unendlichen Grundgrößen entsteht, geht es um einen, komplexen, „Selbstbezug“, sowohl innerhalb des „Endlichen“ wie auch in Beziehung zur aktualen Unendlichkeit; zum Beispiel der der „Mathematik“. Von der „allgemeinen Wechselbeziehung“ her kann auch das „E“ (Gott) oder auch das „Nichts“ (N) das Seiende, zum Beispiel das menschliche Subjekt, „erkennen“, „begreifen“, besser und umfänglicher, „erzeugen“.

    746Jedes einzelne Seiende – E3-Entitäten und zugehörige Prozesse – hängt mit jedem anderen E3 auf die zwei Weisen (Rz,G und „erzeugend“ als „Rz/Rw zu N/G) zusammen. Das gilt auch für den Zusammenhang der sieben ontologischen Existenzarten, der Eo bis E6. Es ist dies wiederum die „Einheit“ aus den Wechselbezügen (Rz/Rw) und der „allgemeinen Entwicklung“ (Rw-bestimmt). Diese Zusammenhänge sind auch das, was man herkömmlich zum Beispiel als „Grund-Folge-Beziehung“ oder „Kausalität“ nennt. Anders analysiert: Von den zwei aktual unendlichen Polen (S,R,OG) her wird jede endliche E3-Singularität erzeugt, vor allem der Mensch. Dabei hat das E3 als endlich Einzelseiendes durch das in ihm steckende Rz,G sein Identischsein in der „potentiellen Unbegrenztheit“. Aber der Mensch hat auch die Rw,N in sich und ist daher ein jeweils nur „potentiell vollendeter“. Das ist die „Möglichkeit“ seiner unbegrenzten Selbstentwicklung und seines Bestrebens nach Selbstverwirklichung; aber die „Störer“ Rw und N verhindern, dass er „echte endgültige Ziele“ erreicht.

    747Wir unterscheiden (Rw aus QM) die acht Grundgrößen in ihrer Verbindung zu den sieben ontologischen Basisgrößen (Eo bis E6) als aktual unendliche, freie (Rw-bestimmt) von deren Relationen (Rz) endlicher Art (Typ z/w, I/E, N/G). Beides ist durch die „Entwicklung“ (Rz/Rw) verbunden. Diese Entwicklung wird insgesamt von den Eigenschaften der „R-Varianten und daraus von den I-Varianten bewirkt. Was kann das „Ziel“ solcher Entwicklungen sein? Die Bildung von maximalen Relationen – als „Ganzes“ oder als „Realität. Daneben gibt es aber auch die „maximale Trennung“ durch Rw und N, was nicht zur Endlichkeit der „Realität“ führt, sondern wieder zur aktualen Unendlichkeit.

    748Aber die WP verbindet nun noch beides. Das geschieht auch im Detail, zum Beispiel als maximaler Rz-,G-Selbstbezug jeder der acht Grundgrößen wie auch jeder endlichen Entität. Und zugleich mit diesem unendlichen Selbstbezug auf sich – konkret zum Beispiel als Selbsterhaltung des Subjekts – ist das alles absolut trennbar und auch negierbar.

    749Ein geistesgeschichtliches Herantasten an dieses alte Problem geschieht bei Kant und auch in der „Phänomenologie“. Zunächst als erste wp Annäherung durch die Wechselbeziehung aller, vieler Phasen, so wenn es heißt, „das Gehirn macht das Denken“ – so als das methodisch empirische und das hermeneutische. Und „die Umgebung lehrt“ es.

    750Nach Kant ist der „Gegenstand“ durch eine „Konstruktion“ des Bewusstseins gegeben. Kant und die Neukantianer sowie die Phänomenologen haben nachdrücklich betont, dass dieses Bewusstsein nicht als endliche empirische „Realität“ oder als „Kraft“ zu verstehen sei, vielmehr entspringe das „sinngebende Bewusstsein“ einem „reinen“ transzendentalen Bewusstsein; und das „Entspringen“ selber habe „keinen physischen, sondern einen logisch-irrealen Sinn“. Wir begründen diese Position sowie die Kritik daran. Die WP verbindet die „Kraft“, „Materie“ als die absoluten, unendlichen S-und R-Aspekte mit den ebenso unendlichen absolut freien geistigen OG-Grundgrößen. Diese beiden, sich dabei gegenseitig erzeugenden unendlichen „Pole“, erzeugen als „Übergangsfeld“ („z/w zu I/E zu N/G“) alle „endlichen“ Strukturen sowie auch die Prozesse dabei („Realität“, „entspringen“).

    751Die traditionellen Aussagen zur Fundierung der „Realität“ konfrontierten als logisch, denkerisch die „vorgeordneten konstitutiven Prinzipien“, diese auch als „transzendentales, reines Bewusstsein“ beschrieben, mit „physisch realer, endlicher Kraft“ als Fundament. Die WP zeigt zum einen, dass diese Konfrontation als Rw-Trennung und gegenseitige N-Negation nur eine der drei QM-Möglichkeiten einer umfassenden wp Fundierung ist. Die andere Rz-und G-bestimmte wechselbeziehende Kohäsion vereint beides, Kraft, Materie, Natur als „Fundament“ mit dem „transzendental-idealistischen“ Ansatz.

    752Zum anderen gibt die WP eine genauere Beschreibung des „materiellen“ Pols: Als die S-und R-Aspekte, und den geistigen Pol als die vier OG-Elemente. Sowie die „allgemeine Entwicklung“ zwischen beiden Polen, als jenes endlich Seiendes, welches bislang zur philosophischen Erklärung allein heran gezogen wurde. Schließlich zeigt die WP, dass es in der „allgemeinen Entwicklung“ neben diesen beiden Polen, welche einander sozusagen „unendliche Zielsetzungen“ sind, noch die endliche, „inhaltliche“ Zielsetzung (Ii,g,k) – als jeweilige, potentiell unbegrenzte – als die „Subjekt-Phase“ – geben muss. Welche es erst ermöglicht, durch konkretes „Denkhandeln“ (I-N/G/E`-E), beispielsweise die „schwer verständlichen“ Unendlichkeiten „idealistischer“ und „materialistischer“ Art zu verstehen, sowie deren „gegenseitige“ Durchdringung als Erzeugung der seienden Endlichkeit.

    753Die WP zeigt als QM-Ordnung einerseits die Rw-,N-getrennten und daher aktual unendlichen acht Grundgrößen sowie die Rz-,G-kohäsiv vereinten Acht. Durch letzteres – als z-Übergewicht in „z/w“ – wird in unbegrenzt vielen endlichen Relationen und Kombinationen das Seiende, das Dasein erzeugt. Aber in diesen stecken noch die aktualen Unendlichkeiten, zum Beispiel als die Möglichkeit aktual unendlicher Selbstbeziehung (Rz,G) jeder endlichen Entität (E). Der kohäsive Bezug in der Wechselwirkung aller Phasen wird dagegen von „Rz/Rw“ bestimmt.

    754Wp verstanden, ist „der Grund“ alles Seienden sowohl die Wechselbeziehung mit allen anderen endlichen Phasen – vor allem dabei durch die Subjektphase – und deren Details und zugleich gibt es dafür noch die Begründung durch die acht aktualen unendlich freien Grundgrößen, die materiellen (S und S/R), die mathematischen (Rz,Rw) und die geistigen (E,N,G,I); dazu gehört auch immer die unendliche Selbstbegründung (Rz,G) jeder endlichen Entität, als „ursprünglich Einzelseiendes“. Beide Möglichkeiten werden durch Rz,G und Rz/Rw, N/G verbunden. Mit der „Gleichberechtigung von den R-Aspekten (Rz, Rw, Rz/Rw) mit den methodologischen Aspekten des OG (N, G, N/G) wird die wp wechselwirkende Funktion zwischen den beiden „Polen“ (materieller S/R und geistiger OG) als die „allgemeine Entwicklung“ zur umfassenden Erklärung. Es umfasst damit zum Beispiel auch die Auffassung – von Platon bis Hegel – dass es bei diesen Begründungen nur um die unendliche „dialektische“ Relationierung von abstrakten, allgemeinsten Ideen gehe.

    755Da das „Seiende“ in seinem „konkreten Identischsein“ von den acht unendlich abstrakten Grundgrößen erzeugt wird, entstehen drei Bereiche mit ihren unterscheidbaren Existenz-Arten: Als die Unendlichkeiten (Eo und E4) und als Endlichkeiten (E3, E5) sowie als Übergänge zwischen diesen beiden als E1, E2 und E6, welche zwar Relationen sind (E1= „S/R“, E2 = „z/w“), welche aber noch nicht die komplexe Relationierung (3Rz/3Rw) der vierdimensionalen Raumzeitlichkeit haben, die für das endlich seiende fundamental ist.

    756Alle Existenz-Arten erzeugen sich – in Wechselwirkung – gegenseitig. Dieses Erzeugen findet eine Art „Entwicklungs-Ziel“ in E6, welches alle vorhergehenden Unendlichkeiten mit Endlichkeiten verbindet und die Möglichkeiten der subjektiven Unendlichkeiten „Ii“ und „Ei“ offen hält. „Rückblickend“, in diesem „Wechselbezug“ kann man dann alle jene Abläufe, Strukturen, Systeme besser verstehen.

    757Das „Identischsein“ der acht Grundgrößen sowie auch das jeder endlichen Entität wird von Rz und von G bewirkt; zum Beispiel auch „empirisch“. Vor allem aber im Denken der Subjektphase, so zum Beispiel im „logischen“ Denken (N-G). Diese subjektive Fähigkeit hat ihren Ursprung im „Rz“ der Natur; das materielle Hirnorgan übernimmt diese Aufgabe der „allgemeinen Entwicklung“ von der Physik bis zum OG, den G im subjektiven Denken. Wp genauer geht es stets um die Wechselbeziehung als Einheitsbildungen, hier als „Rz/G“. Damit wird die ganze „allgemeine Entwicklung“ einbezogen; das heißt aber auch, ohne S, R zu bedenken, bleibt manches unverständlich.

    758Wie sind die Übergänge – als Wechselwirkung und Entwicklung – vom Sein (der acht Grundgrößen, S, R etc.) zum Seienden und von da zum Subjektsein zu erklären? Bislang wurde Sein, Seiendes und Subjektsein durchaus als miteinander verbunden angesehen; „Vollkommenheit“ sei dadurch erreicht, dass das Sein im Seienden stecke, es so begründe. Jene das Seiende begründenden „Substanzen“ – sogar als Natursubstanzen und als alltägliche „Erfahrung“ und „Sprache“ – würden das Sein ja „erfassen“; und das menschliche Subjekt sei damit ebenfalls mit dem Sein verbunden.

    759Noch mal kurz zusammengefasst, die WP unterscheidet hier das „Sein“ vom „Seienden“ und darin vor allem die Subjektphase. Die „Phasen“ des Seins sind wp die acht Grundgrößen, sie vertreten die „aktuale Unendlichkeit“. Die Phasen des Seienden – alle theoretischen und praktischen Wissenschaften – sind alle Relationen aus jenen acht Grundgrößen. Genauer gesagt, ist diese „Endlichkeit“ formal als „potentielle Unendlichkeit“ die Relation der verschiedenen Arten der aktualen „Unendlichkeit“. Die in der WP herrschende QM-Ordnung, mit ihren drei Möglichkeiten, der unendliche Trennung (Rw,N), der unendlichen Kohäsion (Rz,G) und den Relationen (Rz/Rw zu N/G) ist die Basis für das Seiende.

    760Zur Darstellung als „Unterscheidung“ (Rw,N) von Sein und Seiendem gehört auch beider Rz/G-Zusammenhang; zum Beispiel bei den unendlich existierenden „Sein“ als die acht Grundgrößen (S,R,OG). Sie sind zugleich mit ihrer eigenen Existenzform das Fundament alles endlich Seienden, der „allgemein entwickelten“ Phasen, und mit ihren vier Relationsarten (Rz,Rw, G,N) sind das die das Seiende erzeugenden Vorgänge und Methoden.

    761Die Subjekt-Phase führt in der „allgemeinen Entwicklung“ des Seienden zu einem jeweiligen Ziel, was sich zum Beispiel darin zeigt, dass das menschliche Subjekt in sich sowohl alle anderen seienden Phasen „vereint“ sowie auch in der Lage ist, die aktual unendlichen Grundgrößen zu „denken“. Dazu zählen auch die unendliche Reichweite der „freien“ Ii und der Ei.

    762Die Trennung in „seiende Objekte“ und „seiendes Subjekt“ unterliegt ebenfalls der QM-Ordnung: Es sind diese Trennungen möglich (Rw,N), zugleich aber auch jene Rz,G-Kohäsion, welche sich darin zeigt, dass das Subjekt selbst auch ein „natürliches“ ist und darin, dass das der Mensch als „die Dingwelt“ denken und verstehen kann. Die dritte QM-Möglichkeit ist dann hier wieder „ Rz/Rw“. Dieses „stochastische“ Zusammenspiel „Rz-Rw zu Rz/Rw“ ist übrigens in der konkreten Endlichkeit stets begleitet: In Bezug zu „Sz-Sw zu Sz/Sw“, „I-E zu I/E“ und „N-G zu N/G“.

    763Das Verhältnis zwischen „seienden Objekten“ und „seiendem Subjekt“ unterliegen der QM-Ordnung, sie sind voneinander unterschieden, getrennt (Rw) und einander gleich (Rz); und sie können sich durch „Rz/Rw“ in ihrer „Wechselwirkung“ gegenseitig entwickeln. Das gilt übrigens wp nicht nur für Rz, Rw, sondern stets auch für Sz, Sw, N,G und I, E, welche auf jedes Detail der Endlichkeit und auf jedes Subjekt diesen umfassenden Einfluss hat.

    764Die traditionell manchmal erwähnte „innerliche Rückkehr in sich selbst“ ist eine Wirkung der unendlichen Sz/Rz und der G-Funktion. Das betrifft jede der acht Grundgrößen, die dadurch ihre „Objektivität“ und auch ihre „Vollkommenheit“ erhalten. Aber die z-und G-Funktion stecken stets auch in allen Relationen („z/w, Rz/Rw. N/G), welche alle endlichen Entitäten fundieren; auch besonders in der menschlichen Subjekt-Phase. Daher kann dem Seienden, im Ganzen und in seinen vielen „Eigentümlichkeiten“ gleichfalls eine Eigenständigkeit, „substantielle Vollkommenheit“, zum Beispiel als „Wirklichkeit“, zugesprochen werden. Aber die QM-Ordnung relativiert das, wenn sie der „Wirklichkeit“ als „Wirkung“ und als „Möglichkeit“ allen Eigenschaften des Seienden gleichberechtigt mit dem unendlichen Selbstbezug (Rz,G) auch die Beziehungen zu allen anderen (Rz/Rw) zuspricht.

    765Die umfassenden – weil aktual unendlichen – Rz und G vermögen es, dass sowohl das „Objekt“ wie auch das Subjekt sich unendlich auf sich selbst beziehen, sich „innerlich begründen“ können, und dass sich zugleich das „Subjekt“ auf das „Objekt“ durch den Rz-/G-Bezug beziehen kann; zugleich gilt, dass Rw und N auch beide absolut zu trennen vermögen. Diese „Rz/Rw zu N/G“ sind in ihrer komplexen Wechselwirkung die Basis der gegenseitigen Erzeugung; als Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“.

    766Wie unterscheiden sich im Endlichen die zwei „E3-Arten“, die „Objekte“ von den „Subjekten“? Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich unendlich je auf sich beziehen können, und durch das unendliche Rz und das G in ihrer so „selbstbezogenen“ Fundierung ihre „Objektivität“ herstellen.

    767Die dinglichen Objekte und die menschlichen Subjekte unterscheiden sich dadurch, dass in der Subjektivität die „objektiven“ „z“, Sz,Rz, (sowie die w, Sw,Rw) welche die Naturdinge fundieren, nun ebenfalls vorhanden sind und zugleich sich in deren extremer Entwicklung in die „I“ und in deren Eigenschaften als die Fundamente der Subjektivität nachweisen lassen.

    768Zum Beispiel wirken die Rz als die physikalischen Selbstbezüge und die Rz,G sind es, welche die begrifflichen Identitäten erzeugen und als I-Ziel die Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung des Menschen fundieren. Zugleich stellen die Rz/G die Fähigkeit her, dass sich das Subjekt auf die Dingwelt beziehen kann. Faktisch auch auf seine eigenen natürlich-physiologischen Eigenschaften. Das Subjekt erzeugt durch seine „Ii“ sich selbst und ist durch die R-Aspekte nicht nur „von sich selbst gegeben“.

    769Der Weg der „allgemeinen Entwicklung“ vom z, Rz – ebenso von w, Rw – zum „I“. „Ii“ und zu den „E“ ist derart, dass dadurch die individuellen Eigenschaften gut erklärbar sind. Zum Beispiel hat der Mensch seine „Natur“, deren S-Aspekte zu „E“-Varianten biologischer Art werden. Oder als Formales, seine abstrakte E- Existenz als seine „Singularität“, getrennt (Rw,N) voneinander und von der Natur, aber je durch G, Rz als sich selbst konstituiert und in der „allgemeinen Entwicklung“ als Subjekt-Phase vollendet. Zugleich erlaubt die QM, dass diese Rz und G die Verbindung des Menschen mit allen anderen Phasen möglich ist, mit der Umwelt etc. Und, diese R-Aspekte (Rz und Rw) entwickeln sich zu jenen „I“, welche als „Ii“ für jenes „Handeln“ (I-N,G,E`-E) konstitutiv ist, mit welchem der Mensch die „Beziehungen“ zur Umwelt etc. herstellen kann; als Sprechhandeln, Arbeiten etc.

    770Zusammengefasst, bisherige und schon fortgeschrittene Ansätze in Überlegungen zur „Ontologie“ werden wp systematisch geordnet, zum Beispiel auch dadurch, dass deren alltagssprachliche Fassung analysiert wird. So die Behauptung, das individuelle Subjekt sei „möglich und zugleich wirklich“, was als zwei endliche Relationen zu verstehen sind, die den drei Möglichkeiten der QM-Ordnung entsprechen (Rw,N-Trennung zur Rz,G-Kohäsion und beider Meta-Vereinigung). Dem Subjekt wurde ferner zugeschrieben, es habe „ein mannigfaches Haben und Verhalten“; wp wird das mit den „Handlungsarten“ (I-N,G,E`-E-etc.) erfasst und damit mit den OG in der QM-Ordnung. Darüber hinaus gelte, dass „das Subjekt im Dasein und in der Natur gründe“; in dem wir der Natur „S“ und „R“ und Eo und dem Dasein „E3“ zuschreiben, führen wir wp auch die ontologische Verbindung als philosophischen Aspekt hinzu. Die „allgemeine Entwicklung“ und die dabei wirkende „E- Wechselbeziehung“ stellen dann noch die Verbindung zwischen S,R (Natur) und den abstrakteren Phasen („endliches Dasein“ oder auch „Sprachen“ und OG) her.

    771Weiterhin wurde herkömmlich oft die „Natur“ von der Subjektivität“ unterschieden und beide von der „Singularität“. Wobei wir der Natur die unbegrenzt komplexen endlichen Relationen aus den S-und R-Funktionen zuschreiben und der „Subjektivität“ die unendlichen acht Grundgrößen in deren Relationen untereinander. Die „Singularität“ sind bei uns die acht aktual unendlichen Grundgrößen, welche jede ihre „Singularität“ formal dadurch hat, dass sie unendlich Rw getrennt ist und unendlich durch Rz auf sich bezogen ist. Dass das Subjekt durch „Natur“ und „Singularität“ „innerlich begründet“ sei, wird so von uns bestätigt.

    772In den traditionellen Auffassungen ging man zunächst noch von „Natur“ und „Geist“ aus, dann schon von endlichem Dasein und abstraktem Sein, deren „Verhältnis“ sich jedoch durch die beobachteten Entwicklungen in allen endlichen Bereichen deutlich veränderte, entwickelte.

    773Die Subjektivität wurde da noch unterschätzt. Das Subjekt hat seine „Eigenschaften“(„I“,“E“) und Beziehungen(N,G) aus diesen „Singularitäten“ (I,E,N.G) und aus der „allgemeinen Entwicklung“ der „Natur“ (S-und R-Aspekte). So kann man das Subjekt „inhaltlich“ und „methodologisch“ erfassen; zum Beispiel traditionell mit dessen logischen Vermögen (N-G,E). Das ist eine notwendige, jedoch nicht hinreichende Beschreibung; der OG expliziert sich als solche Varianten des Seienden vor allem durch die „I-Kategorie“

    774Das neu Entwickelte der Subjektivität ist aber, dass sich die „R“ zu den „I“ entwickeln. Konkreter, als der spezifische Übergang vom Biologischen – als die „I“ der Tierwelt – zum Emotional-Rationalen. Die menschlichen „Ii“, „Ei“ und Handlungen daraus werden bereits darin und als natürliche vorweg genommen.

    775Abstrakter, es geht in der „Wechselwirkung“ und der „Entwicklung“ von S/R bis zum OG „über“ die „Subjektivität“, deren Phase in ihren Details eine gewisse, je vorläufige „Vollkommenheit“ im Endlichen zeigt. Deshalb gilt nun auch, dass in jedem „seienden“ Detail die vier physikalischen sowie die vier OG-Elemente stecken. Vor allem eben auch in allen Details der Subjekt-Phase.

    776Das menschliche Subjekt ist als höchstentwickelte Phase durch die QM-Ordnung sowohl „unendlich getrennt“ (Rw) „selbständig“ gegenüber anderen Subjekten und gegenüber der Welt insgesamt, wie es zugleich durch Rz mit unbeschränkt vielen Anderem zu Einheiten in Wechselwirkungen verknüpft ist. „Innerlich“ ist der Mensch zudem durch Rz unbegrenzt auf sich bezogen, dabei zum Beispiel sich selbst entwickelnd. Die WP fasst beide Abläufe zusammen (Rz/Rw) und kann dabei auch den Aspekt der „Vollkommenheit“ als Ziel der „allgemeinen Entwicklung“ gebrauchen.

    777Was hier behandelt wird sind wp Interpretationen, Deutungen, Auslegungen traditioneller Überlegungen zur Ontologie. Noch mal kurz gefasst, klassisch überliefert wurde das Subjekt einerseits vom Seienden getrennt und dann wieder mit den Akzidenzien des seienden Objektiven verbunden. Die WP zeigt auf formale Weise die drei QM-Möglichkeiten, die der Trennung und der Vereinigung sowie beider wechselwirkendes, Neues erzeugendes und komplexes Übergangsfeld; so beispielsweise als formale „Wahrscheinlichkeit“. Den „Inhalten“ nach ist das Seiende das endliche Dasein, dieses Übergangsfeld von den physikalischen S-und R-Aspekten bis zu den begrifflichen OG-Funktionen. Sämtliche theoretischen und praktischen Details aller Phasen in diesem Übergangsfeld relationieren miteinander und erzeugen dadurch die Phase der „Subjektivität“. Das Subjekt darin ist wie jedes andere endliche Detail durch „Rz“ zugleich unendlich formal auf sich selbst bezogen wie auch zugleich auf alle anderen daseienden Details.

    778Solche Rz sind die alles verändernden Vorläufer in der „allgemeinen Entwicklung“, welche dann als „I“ jene verändernde Handlungsfunktion haben. Die „I“ in der „Handlung“ (I-N,G,E´zu E) des denkenden und arbeitenden Subjekts konfrontiert sich im endlich Seienden mit dem strukturhaften „E“ der Entitäten sowie mit den dort ablaufenden Prozessen; diese durch „G“ zum Beispiel als unendlich wiederholbare Prozesse. Indem die Ii des Subjekts wirken (N/G), wird auf innovative Art und Methodik Neues erschaffen.

    779Diese Erschaffung von Neuem betrifft alle Phasen und wird „parallel“ durch die Sw-Veränderungen in der „allgemeinen Entwicklung“ und Sz/Rz als Basis der „Wechselwirkung“ aller Phasen und damit ganz speziell durch die Ii- und Ei-Fähigkeiten der Subjekt-Phase bewirkt. Die „Ii“ und Ei der Subjektphase werden in den Varianten des Handlungsprojekts dazu eingesetzt, um die vier OG-Elemente beliebig häufig zu kombinieren. Um neue Begriffe, Sätze, Texte zu erzeugen, zum Beispiel als Voraussetzung für konkretes Denk-,Sprech-,Arbeits-Handeln.

    780Wp kann man auch alle anderen Phasen damit verbinden, zum Beispiel eben die „Ontologie“. Allgemein gilt, diese wissenschaftlich fundierte Wechselbeziehung betrifft exemplarisch auch die einzelnen philosophischen Disziplinen, so hier die Entwicklung der „E“, von Eo bis zu E6. Auf der wp Metaebene bilden diese Eigenschaften der Phasen wiederum eine weiter entwickelte „neue Einheit“ und das von den Eigenschaften der S-und R-Aspekte (hier Sw/Rw) her als Ursache.

    781So wie man sich die Eo bis E6 in der „allgemeinen Entwicklung“ auseinander hervorgehend vorstellen kann, hat man traditionell versucht, Seiendes allgemein und „Subjektives“ speziell als „Wirkliches“ darzustellen, welches nicht nur die Existenz-Varianten berücksichtigt, sondern alle Relationen von S/R an, die z/w, Rz/Rw, N/G, I/E und alle Kombinationen, beispielsweise „I/G/N/E“, daraus. Diese eher akzidentellen Grundgrößen in ihrer Relation nannte dann die philosophische Umgangssprache zum Beispiel das „wirkliche“ „Tätigwerden“, auch das „Haben“, „Besitzen“, die „Wirkfähigkeiten“ des Subjekts und auch sein „wirkliches „Sichselbstbesitzen“ als „innerer, apriorischer Möglichkeitsgrund“ – wp geht es um „Rz und „G“ als unendliche Selbstbezüge. Das wurde oft schon von „idealistischer“ Seite angedeutet, wir führen es auf die vier OG-Elemente (E,G,N,I) und auf die S- und R-Aspekte zurück. Dazu gilt bei uns die die beiden Pole (S/R und OG) wechselwirkend verbindende „allgemeine Entwicklung“, was traditionell als „finale Hinordnung“ angedeutet wurde.

    782Solche Hinweise zeigten sich beispielsweise auch darin, dass das „Wirkliche“ seine Fähigkeiten nicht nur akzidentell – also vom OG her – sondern auch oder nur „substantiell“ – von S,R – besitzt. Und die alte Meinung, „Haben und Tätigsein habe analogen Sinn“, wird von uns durch die umfassende Reaktion des „Handlungsmodells“ (I/N/G/E) erklärt.

    783Wenn früher behauptet wurde, das „Wirkliche“ besitze seine Eigenschaften und Fähigkeiten, nicht akzidentiell, sondern nur substantiell, dann wurde allein die „endliche Seite“ beachtet. Es wurde zum einen OG noch strikt vom S/R – „Geist von Natur“ – getrennt und zum anderen wurde die hier wichtige I-Kategorie nicht beachtet. Die „I“ oder auch die „Natur“ oder der „Geist“ konnte man – QM-, Rw-bestimmt – durchaus trennen und sogar negieren, aber die weitere Entwicklung führt zu den Rz,G und damit zu den „Rz/Rw zu N/G“ als neue Einheit. Das begründet im weiteren Verlauf („Sz wird Sw wird Sz etc.“ als unendlicher Prozess und die QM-Ordnung, welche das auf alle Grundgrößen bezieht) in der Entwicklung sowohl den abstrakten Geist wie auch die „Substanz“.

    784Jedes „Wirkliche“, so auch das „Subjekt“ „ist etwas“ als eine der ontologischen E-Arten. Und zugleich ist es durch die Rz und G unendlich dynamisch auf sich bezogen – was den E-Charakter methodisch absichert. Damit ist das „Subjekt“ auch ein „Objekt“, so wie jedes Relationierte, ob durch Rz oder durch „Rz/Rw“ Erzeugtes.

    785Dazu kommen die spezifischen Einflüsse der „R“ als „I-Seite“. Das zeigt sich z.B. im „Handeln“ („Tätigsein“ u.ä.) als Relation: „I zu N,G,E`zu E etc.“ Und dabei kann auch die traditionell als „finale Hinordnung jedes Endlichen“ beobachtete – als Lebensplanung, als Abschluss der Tod, als kosmologisches Ende – Zielsetzung durch die „R/I-Funktion“ wp erklärt werden.

    786Die wp Grundverfassung aus z und w bewirkt, dass alle endlichen „Entitäten“ sich zwar voneinander trennen, unterscheiden lassen (wegen w, Sw, Rw und N), dazu aber durch z, Sz,Rz und G, alle diese Entitäten umfassend zusammenhängend – einander erzeugend – jeweils „Ganzheiten“ bilden können. Und, dass jede einzelne Entität sich durch Rz, G unendlich auf sich selbst beziehen kann. Das wird im Alltag und in alten philosophischen Beobachtungen beschrieben, freilich deshalb so unterschiedlich, weil bei jenen Wechselwirkungen die Nachbar-Phasen unterschiedlicher Art sind. So „habe jedes Einzelseiende von seiner Natur, seine singulare Existenz, seine Eigentümlichkeiten, Eigenschaften, Beziehungen“. Das gilt vor allem für „die seienden Subjekte, mit ihren Seinseigenarten haben sie ein inneres differenziertes Verhältnis „zu sich selbst“ usw.

    787Die traditionellen Versuche, das Erste Geistige, mit der „Natur“ abwägend, dem einen oder dem anderen zuzusprechen, wird wp als Wechselwirkung als „allgemeinen Entwicklungszusammenhang“ von S,R bis zum OG präzisiert dargestellt. Diese Wechselwirkung erschien schon früh als schwer erklärbar, versuchsweise als „es habe das eine das andere zu eigen“. Das gilt auch für das Problem des Überganges zwischen jenen acht Grundgrößen und dem „Endlichen“, zum Beispiel. Das endliche menschliche Subjekt habe „seine inneren Gründe“ und diese seien „das Erste überhaupt“. Wp sind diese „Erste“ allgemein die OG-und S-,R-Elemente, im Subjekt zeigen sich die acht Grundgrößen – zum Beispiel auch als vom Menschen „Verstandene“ – aber in sehr viel komplexerem Zusammenhang.

    788Die damalige Meinung, „dem erkennenden Besitzen, Gegenüberstehen und Innehaben liege ein seinsmäßiges Besitzen, Gegenüberstehen und Innehaben zugrunde“ versucht, die acht Grundgrößen („seinsmäßig“, E) mit endlicher Begrifflichkeit zu verbinden. Zum anderen umschreibt das drei Varianten des „Handelns“: Das „Besitzen“(methodisches G) ist auf das I-Ergebnis als erzeugtes E zu reduzieren; methodisches „N“ . „N-G“ und „I-E“ kann als „Gegenüber“ verstanden werden und „innehaben“ als G zu E.

    789Der alte Streit, ob das Sein dem Denken immanent sei, wird wp als Relation der E (Sein) zu den „G-N,E“ der logischen Denkmethode behandelt. „Erkenntnis“ ist aber QM-gemäß umfassend vielfach beides, sowohl als Rz und G in der „Selbsterkenntnis“ sowie in der „Fremderkenntnis“, als Relation des Subjekts mit allen anderen Phasen und deren Details. Vor allem aber gilt bei jeder Erkenntnis, dass zugleich Rw, N, nach innen und nach außen wirken. Darüber hinaus kommen nun die zur „Erkenntnis“ hinzu kommende Meta-Ebene der gegenseitig „erzeugenden“ Weiterentwicklung durch „Rz/Rw zu N/G“.

    790Das idealistische Denken behauptet, „das Sein ist dem Denken immanent“, und es wurde korrigiert: Die Erkenntnis sei eine „Seinsrelation“ und eine „Seinsvollkommenheit“. Dazu kam zum Beispiel noch: Das „Seiende“ sei „sowohl Subjekt als auch Objekt“. Die WP versucht das zu „ordnen“. Die „Erkenntnis“ hat die einander gleichberechtigten acht Grundgrößen zu ihrer Basis: So entwickelt sich beispielsweise „E“ und alle ontologischen E-Varianten aus „Rz/Rw“.

    791Das „Seiende“ ist als E3 eine andere Entwicklungsstufe als das „Sein“ (E4)Und das Subjekt hat als „z/w-Entität“ (E3) „in sich“ die unendlichen Rw, Rz, sowie als „Reste“ Sz, Sw und dann vor allem die vier OG-Elemente. Diese Rz,G ermöglichen es, dass das Subjekt – wie jede endliche Entität auch, sich selbst zum Objekt zu machen vermag (Ii als Wille zum Rz und zum G-Selbstbezug). Es gilt allgemein, dass jedes Seiende sowohl „Subjekt“ als auch zugleich Objekt ist. Die Begründung dazu wird durch die „formale“ QM-Einheit (z-w zu z/w) und durch die „inhaltlichen“ Phasen, zum Beispiel der Mathematik (R zu OG) und Physik (S, S/R und OG) vorgegeben.

    792Das menschliche Subjekt ist am „deutlichsten“ Seiendes; was wp heißt, von der QM-Ordnung her – und daher auch von dem Grundgedanken der „Möglichkeit“ her, in welchen aus den aktual unendlich Getrennten (Rw,N) und den aktual unendlich „eng“ bezogenen Kohäsiven (Rz,G) die seiend endlichen „potentiell Unbegrenzten“ „z/w“ werden, zeigt die Subjektphase am deutlichsten beide Möglichkeiten, nach Außen zu allen anderen Phasen bezogen und zugleich nach innen auf sich selbst gerichtet. Und ebenso durch Rw,N nach Außen und nach Innen getrennt, unterscheidend, negierend. Auch „sich selbst“, seinen „neuen“, fremden „Ii“ und „Ei“ („Meinungen“ u.ä.) gegenüber.

    793Schließlich gilt dann QM, dass eben dieses Widersprüchliche jene „Felder“ sind, die die „allgemeine Entwicklung“ und hier die des menschlichen Subjekts erzeugen. Zum Beispiel als Konkretisierungen, in allen Handlungsarten.

    794Ist das ein Beispiel für die Problematik bei der ontologischen Erfassung der Subjekt-Phase und deren Eigenheiten? Geht man von der „inhaltlichen Entwicklung“ der menschlichen Subjektivität aus, vor allem von den Übergängen von der Biologie zur Emotionalität und zur Rationalität, dann gilt es, die biologischen Eigenschaften ontologisch abstrahiert auf die unendliche Rz-Selbstbeziehung, welche die Natureigenschaften fundiert, zu beziehen. Und in jene „I“ und „I/E“ der Emotionalität – als neu entwickelte ontologische Funktion (E3), sowie dann in E4 als die drei OG-Basisgrößen N-G-E, welche der subjektiven Rationalität zugrunde liegen, zu entwickeln. Diese Grundgrößen – und dazu die der „I-Fähigkeit“ des Subjekts, z.B. als subjektive Fähigkeit, sinn- und zielbestimmt zu handeln – haben mit den R-Aspekten (Eo,1,2) ihre aktual unendliche Selbst- und Fremdbeziehung (Rz) und ihre aktual unendlichen Rw, welche eben jene Entwicklung von der „Natur“ bis zum OG und zur Subjektivität führt, indem sie jeweils gewordenes Altes „negiert“ (N) und die formale Erweiterung (Rw) vorbereitet.

    795Dazu gehört auch die „formale Entwicklung“ so die ontologische von Eo über E3 (mit der Subjekt-Phase) hin zu E4,5,6, welche auch die subjektiven Eigenschaften, Fähigkeiten zeigen. Allgemein haben diese „E-Varianten“ als ihr „Innerstes“ wiederum die „I“ sowie die methodischen N, G und deren Relationen und Entwicklungen; welch letztere auf die S-und R-Aspekte mit deren Eigenschaften (Statik /E,G etc.) und Entwicklungen verweisen.

    796Zu der „allgemeinen Entwicklung“, welche die Eigenschaften des Menschen vorbereitet und dabei „abstrahiert“, gehört der unendliche Rz-G-Selbstbezug des Individuums. Dabei wird das Subjekt sich seiner „Individualität“ (Ii, Ei, Rw- N-getrennt von allen anderen) und seiner „Natur“ (S/R) bewusst. Zu diesen innersten konstituierenden Prinzipien im Einzelwesen, die auch durch ihre Relationen die Eigenarten des endlichen Subjekts bestimmen, zählen ebenso die abstrakten ontologischen E-Varianten (Eo,1,2,3,4,5,6) und die I-Varianten (Ii,k,g,w) wie noch deren mannigfachen „I/E“-Konkretisierungen, Lebenserscheinungen, Handlungen (Arbeit, Forschung) usw.

    797Wenn traditionell jede Entität, jedes Individuum immer mal wieder philosophisch genauer beschrieben wurde, dann können wir das wp nachvollziehen. Zum Beispiel sprechen wir dem oft angesprochenen „Konstitutionsgrund der Wesenheit eines Individuums“, einer „Singularität“ die wp „E-Seite“ und deren G-Konstituierung zu sowie dem „aktual unendlichen“ E als „metaphysisches Wesen“ zum Beispiel dessen unbegrenztes Selbst-und Identischsein.

    798Neben dieser seiner Singularität (E) wurde dem „Individuum“ seine „innere Ordnung“ – wir, der unendliche Selbstbezug“ – und seine „finale Hinordnung“ – wp, die „I-Seite“ (Ii) – zugeschrieben.

    799Nimmt man nun „I/E“ als endliche Kombination an, dann ist das, was früher angedeutet wurde, als „inneres Ordnen und Gestalten“, jetzt wp als die vielen subjektiven Handlungsvarianten zu sehen; „I/N/G/E“ als Denk-bis Arbeitshandeln etc.

    800Kurz: In der Geschichte der Philosophie wurden immer mal wieder wenige Grundideen betont. Die WP versucht, diese Denkweisen und Vorstellungen zu systematisieren. Dazu gehört beispielsweise, dass auch die Ontologie sowohl ein „substantielles, naturgegebenes Begründen“ des abstrakten Denkens vermutet, sowie sogar meint, dass diese Naturbasis als „inneres Ordnen und Gestalten“ und das „Erkennen, und Werten“durch das „seiende Subjekt“ irgendwie mit dieser substantiellen Naturbasis verbunden ist. Und dass man solche „logisch notwendige“, „unzertrennlich gegebene“. „vieleinheitliche“, „zielbestimmte Vollkommenheit“ sowie „nicht bloß zufällige“, „wesensmäßig bestimmte Eigentümlichkeiten“, die ihre „Möglichkeiten“ aus dem „physischen Grund“ haben, zu erforschen habe.

    801Die WP zeigt die Entwicklungs-Übergänge von der „Natur“ zum „Geistigen“, wobei die „Eigenschaften der S-und R-Aspekte in den OG-Elemente wieder erscheinen . Und dabei diese Eigenschaften in der „allgemeinen Entwicklung und den Wechselwirkungen darin sowie die drei QM-Möglichkeiten ebenfalls als S-und R-Aspekte sowie als OG-Elemente gedeutet werden müssen.

    802Umgangssprachlich gefasst, geht es nämlich auch um die abstrakten „Zweiheiten“ (S,R, z,w, N,G, I,E); nun in allen Phasen der Natur-und Geist-Entwicklung. Und „zugleich“ geht es um deren aller „Einheit“. Das eine bewirkt die Sw-,Rw-,N-Trennung, das andere die Sz-,Rz-,G-Kohäsion. Das bestimmt alle Phasen, zum Beispiel die „Einheit“ und die Fähigkeit der „Subjektivität“, die „Trennungen“, „Zweiheiten“ hier, „Vielheiten“ allgemein, bilden zu können.

    803Diese „Einsheit“, „Zweiheit“ und „Vielheit“ zeigen sich in allen Phasen, in der „Mathematik“ besonders. Sie haben ihre Ursachen in der Natur: In „S“ als absolute Existenz (Eo), welche sich bis zum Sein (E4 im OG) entwickelt. Die Zweiheit wird von „Sz-Sw, S-R und Rz-Rw begründet; im OG ist es „N-G“ und „I-E“. Durch die – „w“-, Sw/Rw-bedingte – „allgemeine Entwicklung“ werden diese „formalen“ Eigenschaften in allen Phasen angetroffen.

    804Die „Vielheiten“ gehen deshalb über „Eins“(1) und „Zwei“ (2) hinaus, weil das eine Beziehung zwischen aktualer und potentieller Unendlichkeit ist. „Eins“, wp fundamental „S“ und „E“, sind geprägt, erzeugt von den aktual unendlichen Rz; die unendlichen Rw machen sich beispielsweise als „allgemeine Entwicklung“ bemerkbar, und sie „trennen“ so hier als „Zweiheit“. Zudem führen sie als „objektiven“ Entwicklungsvorgang in die unendliche Weite hinaus – hier als „Vielheit“ der mathematischen Anzahl. Aber die Rz sind daneben aktiv, es bildet sich als „Rz/Rw“ die Basis der Endlichkeit als dynamisch mögliche Vermehrung, jedoch mit jeweilig begrenzter „Vielheit“.

    805Dem endlichen Einzelseienden (E3) werden traditionell die „Konstitutionsgründe“ „Potenz“ und „Akt“ zugeschrieben. Sie sollen einander ergänzen und „zugleich“ einander entgegengesetzt sein. Die WP schreibt beiden Möglichkeiten die prinzipiell unterscheidbaren Relationen (Rw-Selbstanwendung) zu, der „Sw, Rw, I, N-Einheit“ und der „Sz, Rz, E, G-Einheit“. Beide sind in ihrer aktualen Unendlichkeit auf unterschiedliche Weise „Einheiten“ und zugleich „dynamisch“ – was ebenfalls als „Selbstanwendungen“ verstanden werden muss. Die umgangssprachlichen Beschreibungen von „Potenz“ können dann als die möglichen Freiheiten, Erweiterungen, Veränderungen durch die Sw/Rw und die „I“ sowie durch die Negation (N) als fundierbar angesehen werden. Während die Vorstellungen des Begriffes „Akt“ eher vom Statischen der „E-Komponente“ und von „G“ und als Rz-Kohäsion her gelten können. Jedoch gilt auch hier und übergeordnet die QM-Ordnung im konkreten Alltagsdenken und in der Umgangssprache, dass man ergänzend stets auch das „Übergangsfeld“ „Sz/Sw zu Rz/Rw zu N/G zu I/E“ als Meta-Einheit“ – letztlich „E5 zu E6“ – erkennen muss.

    806Nimmt man „Potenz“ als feststehende „Seinsanlage“ (E), und genauer alle acht vorgegebenen Basisgrößen, und „Akte“ als Handlung, „Seinserzeugung“, als endliche Relationierung der Acht, so ist das wieder der Übergang, auch als Wechselwirkung, zwischen aktualer und potentieller Unendlichkeit. Eine typische traditionelle Beschreibung davon war, dass Potenz und Akt sowohl einander entgegengesetzt sind wie auch einander „ergänzend“ und „einschränkend“ und sogar eine „Einheit“ und „Ganzheit“ gründend sind.

    807Die WP fundiert das mit der QM (unendlich viele z,w und als „z-w zu z/w“ als Einheit und auch als „Möglichkeit“). Und sie zeigt das in allen alltäglichen, wissenschaftlichen und philosophischen Details; hier in der Ontologie. Es gilt für alle „E-Varianten“, da zum Beispiel für die „Subjektivität“.

    808Diese QM-Einheit aus den unendlich aktualen acht Grundgrößen in der Wechselwirkung mit allem Endlichen, potentiell Unendlichen, zeigt sich als „Spannung“, „Synthesis“, „Feld“, „Wirkung“, „Entwicklung“ und in weiteren umgangssprachlichen Bezeichnungen.

    809Wir reduzieren das als die alles endlich seiende fundierende Entwicklung von Sz, Sw (Eo), den „Substanzen der Natur“, bis zum „Sein“ (E4) im OG. Dazu kommen die Entwicklungswirkungen von den Rz, Rw der Natur zu den „I“ und „G“, „N“ im OG. Das – sowie die Wechselbeziehungen zwischen den vier OG-Elementen – geschieht in solch philosophisch umfassender Weise wie „zugleich“ im Einzelseienden (E3) und als Relationen zwischen den E3.

    810In der Geistesgeschichte wurden die philosophischen Probleme und deren Lösungen deshalb noch erst alltagssprachlich formuliert, weil damit sowohl die Komplexität – Wechselwirkung aller Phasen und auch die der beteiligten Subjekte (Ii/Ei) – des endlich Seienden noch nicht sinnvoll reduziert werden konnte. Wir gehen wp von den S,R und den OG-Elementen aus. Mit ihnen zeigen wir die auf herkömmliche Weise beobachteten und umgangssprachlich erfassten sowie in nur einigen Phasen genauer (Psychologie, Sozialwissenschaften) thematisierten wp Probleme. Beispiele dafür sind, dass „jedes Sein infolge der Naturhinordnung unaufhörlich nach einer ihr zugehörigen Vollendung strebt“: Die aus S/R ergebende selbstbezogene Entwicklung im Wechselbezug zu den OG. Was sich „ als unablässig entstehende neue Einheiten“ zeigt, so die wp-ontologische Entwicklung (Eo bis E6).

    811Traditionell galt, dass beim „natürlichen Streben nach letzter Vollendung als „Einheit“, es auch „Spannungen“ und diese als „Gefährdungen“, „Bedrohungen“ entstehen; die WP zeigt dazu in dieser „allgemeinen Entwicklung“ die Rz, Rw, G, N in deren mehrfachen Widersprüchlichkeiten; „N“ kann dabei isoliert werden und als „Gefahr“ gelten; auch „widerspricht“ Rw den Rz, G, E. Und die „I“ aus dem OG sind eine prinzipielle Quelle von „Widersprüchlichkeiten“. Aber jene „Spannungen“ sind als wp Wechselwirkungen (die Einheit „z/w bis I/E etc.“) zugleich ein Fundament des „Ganzen“ – als ens contingens, als „Dasein“, auch klassisch „Wesenheit“ genannt.

    812Nicht nur die „Spannung“ zwischen „Potenz und Akt“, sondern auch die zwischen „Ganzem“ und „Singularität“ hebt als Wechselwirkung deren Trennungen (N, Rw) auf. Was ist in diesem Kontext die „Wesenheit“?

    813Wenn man die aktual unendlichen acht Grundgrößen umgangssprachlich als „Wahrheit“ oder als „Wesenheit“ nennen will sowie die Pole (S/R,OG, auch die Subjektphase) als „das absolut Ganze“, dann stehen diesen die potentiell unbegrenzt vielen endlichen Singulären erst mal „gegenüber“ (Rw,N, von Sw her). Aber die Rz,G (von Sz her) vereinigen radikal alle, aber die „Rz/Rw zu N/G“ enthalten Rw und N und lassen daher auch jede mögliche Trennung, Unterscheidung und daher grenzenlose Vielheit und Vielfalt zu.

    814Jedes Singuläre (Rz/Rw zu N/G) und auch als „Ganzes“ in seiner umfassenden Wechselbeziehung der endlichen Details, haben Anteil an der „allgemeinen Entwicklung“; da stellt sich die Frage, welche Ziele haben solche Entwicklungen.

    815Traditionell wurde unterschieden was wir als die drei QM-Möglichkeiten nennen: Die acht aktual unendlichen Grundgrößen, Rw-N-getrennt. Dann die endlichen, potentiell unbegrenzt vielen z/w, und alle „Relationierten“; und schließlich die Rz,G-Wirkung, welche einerseits unendlich „punktuell“ in jedem „endlichen Detail“ aller Phasen als Selbstbezug wirkt, zum Beispiel als kleinste Einheit in der Physik oder in der Mathematik.

    816Die „Singularität“ jeder Art als die Details der Phasen oder hier als „Subjekt“ folgen den Varianten der Rz und der Rw. Das Subjekt zum Beispiel mit den Zielen der „Selbsterhaltung“ (Rz,G), aber auch – und komplexer als – Rz und Rw, N/G – das eigene „Wirken“ wollend, Ziele dabei erreichend (I->E), beispielsweise als „Selbstverwirklichung“.

    817Schließlich wirkt Rz,G auch als Bildung des „Ganzen“, herkömmlich als „ens contingens“, wp auch für jede Phase geltend. Aber konsequenterweise jenes „Ganze“, das durch die „Sw-Ausdehnung“ als unbegrenzt gilt, dennoch als „Ziel und Vollendung“ denkbar ist. Ähnlich ist es mit dem Anstreben des OG-Pols als Ziel; und damit der Übergang vom Endlichen (z/w) wieder zum aktual Unendlichen (z-w).

    818Wichtig war die frühzeitige Entdeckung, was wir als „Übergänge“ ansehen: Rz, Rw, Rz/Rw, G, N; überliefert zum Beispiel als „absolut untrennbare Vereinigung von Wesenheit und Singularität“.

    819Abstrakt gesehen geht es um das Verhältnis zwischen aktualer Unendlichkeit (z-w) und potentieller Unbegrenztheit (z/w). In der Ontologie zeigt sich das als „Sein“ (Eo, E1, E4) im Entwicklungs-Verhältnis zum „Seienden“ (E3,E5) sowie beider Meta-Relation (dritte QM-Ordnung). Diese Meta-Relation wurde schon früh als „analogia entis“ so beschrieben, dass es im und als Seiendes das „Sein“ als „formales“, „konstitutives“ als „innere Beziehung“ hat. Und dass die „wesensnotwendigen“ Eigenschaften des Seins sich zugleich von den Eigenschaften des Seienden unterscheiden wie sie diese auch begründen.

    820WP geht es als „Sein“ um die acht Grundgrößen (als Existenzen Eo,E4) sowie das Seiende (E3,E5), deren Relationen („Rz/Rw zu N/G“) sind erste Stufen in der „allgemeinen Entwicklung“. Mit solcher Relationsbildung kann man die Übereinstimmungen aller seienden Entitäten sowie auch deren Verschiedenheiten wp erklären. Wie ist jede einzelne seiende Entität, deren Eigenschaften sowie die Methodik, auf die acht aktual unendlichen Grundgrößen zu reduzieren. Von der QM-Möglichkeit der Kohäsion (Rz,G) hat alles Endliche alle Grundgrößen gemeinsam („analogia entis“). Und die Rw-,N-Möglichkeit der QM fundiert die inhaltlichen Unterscheidungen; zum Beispiel die der vier OG-Elemente. Auch in deren speziellen Entwicklungen, eben die „E“ als ontologische Entwicklung von Eo bis E6, oder die I-Seite als Ii,k,g,w. Durch die „allgemeine Entwicklung“, die allgemeinen Wechselbeziehungen aller Phasen-Details und durch die Subjekt-Handlungen („Ii/Ei“) werden sowohl Unterscheidungen getroffen wie Relationen hergestellt, und durch deren weitere Relationierungen, Kombinationen zu komplexen Gebilden auf vielschichtige Weise wird Neues auf höheren Ebenen erzeugt.

    821Gibt es dabei eine „Zielrichtung“ und ein maximal komplexes, „Ganzes“? Das berührt die drei „Pole“, „die menschliche Subjektivität“ ist in der „Geschichte“ jeweils „vorläufig“ „bestmöglich perfekt“. Anders ist es, wenn man diese endlichen Komplexe zurück auf die aktual unendlichen S- und R-Aspekte reduziert und wenn man sie vorwärts auf die aktual unendlichen OG-Elemente entwickelt.

    822Die geisteshistorische Analyse des „Seienden“ zeigte mit ihrer „analogia entis“ bereits die „allgemeine Entwicklung“ und die „Wechselwirkung“, beide vor allem im Ontologischen. Denn „die Verhältnisse, die dem Seienden (E3) innerlich“ sind, sind „abhängig eines Seienden von einem anderen“; und das als in „seiner Subjekts- und Objektsvollkommenheit“, seiner Beziehungen (R,G,N) und „wesensnotwendigen Eigentümlichkeiten“ (E). Diese „Beziehungen“ (N,G) und „Eigentümlichkeiten“ (E, I/E) wurden traditionell auch der „Natur“, als natura prius, und von ihr als „konstitutivem Seinsgrund“ einer Entwicklung (Eo,E1,E2) angedeutet.

    823Das alte Problem, dass das „Wesen der Dinge“ als je Einzelseiende sich von deren Gattungs-und Artbegriffen unterscheiden lässt, wird wp in der „allgemeinen Entwicklung“ und der Wechselwirkungs-Felder erörtert: Im einzelnen „Wesen“ wirkt sowohl die Wechselwirkung aller Phasen – der Subjektphase vor allem – speziell auch S,R und die OG-Elemente als aktual unendliche.; so in deren Rz-,G-Selbstbezug.

    824Was ist der Unterschied zwischen dem „Wesen der Dinge“ und deren „Gattungs-und Artbegriffen“? Formal steht beides in der „allgemeinen Entwicklung“. Letztere stehen in der Entwicklung sowohl den Eigenschaften der S-und R-Aspekte sowie den OG-Elementen näher. Während die „Dinge“ in ihrem „Wesen“ besser durch die potentiell unbegrenzten seienden Wechselbeziehungen verständlich werden, haben „Gattung“ und „Art“ in der allgemeinen Entwicklung Eigenschaften aus den acht Grundgrößen sowie aus den „Übergangsfeldern“, den „Formen“ der Relationierungen. Diese führen dann zu den einzelnen „Dingen“, z.B. auch zu deren Trennungen“ (Rw,N).

    825In der traditionellen europäischen Philosophie wurde manchmal einerseits „formal“ „getrennt“ sowie „gleichgesetzt“, es wurde nach der QM-Ordnung Rw,N-unterschieden, nach der Rz,G kohäsiv verbunden und nach der dritten QM-Möglichkeit „Rz/Rw zu N/G“ wurde formal als „Beziehung mit dem jeweils anderen“ und „in beider Übereinstimmung“ argumentiert. Zum Beispiel als „innerer Grund der Konstitution des Seins“ oder als „Identitätsbeziehung“ so der von „Akt und Potenz“.

    826„Inhaltlich“ ging es um die aktual unendlich engen Relationen (Rz,G) zum Beispiel als „Akt“ – wir als das konkrete Handeln „I/N/G/E“, unterschieden von „Potenz“ als unendlich freie Ii und Ei (von Rw her derart aktual unendlich „frei“). Das „Seiende“ ist formal durch die „endliche“ potentielle Unbegrenztheit“ dadurch gebildet, dass jene beiden aktualen Unendlichkeiten (Rz und Rw) wechselwirken – und dabei die konkreten Phasen – von Anorganischen, biologischen Leben zu den Begriffen – in ihren wissenschaftlichen sowie praktisch-konkreten Eigenschaften erzeugen.

    827Dabei stimmen alle diese Phasen in ihren Details darin überein – und bilden daher ein „Ganzes“ – dass sie „in ihrem Innern“ zugleich übereinstimmen wie sie sich auch unterscheiden; formal macht das die QM-Ordnung, inhaltlich sind es die acht Grundgrößen.

    828Der „Unterschied“ (Rw,N) zwischen den unendlich aktualen „E“ (Sein; Gott, Eo,1,2,4,6) und den „endlich seienden Existenzen“, E3,5, traditionell als ens singulare, ist wp formal der Unterschied zwischen aktualer Unendlichkeit, verursacht von Rz und Rw, und den endlichen, potentiell unbegrenzten“, weil endlich erzeugbaren Entitäten, Genauer geht es um den Übergang von der aktualen Unendlichkeit zur Endlichkeit in allen Phasen, zum Beispiel in der Mathematik; es ist der Kern der QM-Ordnung (von z-w zu z/w zu etc,“).

    829Der Inhalt der endlichen Entitäten wird als Relation und Kombination aus den OG-Elementen bestimmbar. Und der Inhalt der aktual unendlichen Grundgrößen sind diese OG-Elemente selbst auch, jedoch nicht alle miteinander relationiert, sondern nur mit sich selbst, so als „E2“-Figuren möglich, welche zwar als Bezug auf sich oder als „G-N“(sie unterscheiden/Rw sich) oder als I/E („I existiert“) oder E/N, E existiert nicht) etc. Die ontologische Weiterentwicklung führt dann zu E3 und diese komplexere Relation ist bereits die Basis alles Endlichen. Dazu ein Beispiel ist die vierdimensionale „Raumzeit“, welche in der Mathematik, der R-Phase, die Rz mit den Rw-Rw relationiert und zugleich die Rw mit den Rz/Rz. Damit ist jenes Relationsniveau erreicht, welches alle einfachsten Relationen erstmals vereint; dies als „Raumzeit“ist die Basis für alle weitere Endlichkeit.

    830Die traditionell erarbeitete umfassenden „Verschiedenheiten“ – zwischen Substanz-Geistiges, Anorganisches-Organisches, Pflanze-Tier, Tier-Mensch – werden wp formal auf die drei „Pole“ reduziert, einerseits auf Rw, dann auf „N“ und schließlich auch auf das „denkhandelnde Subjekt“, welches mit dem physikalischen Pol und dem OG-Pol aus seiner „I-Entscheidung“ arbeitet.

    831Die acht Grundgrößen sind durch Sz/Rz („z“) „ursprünglich“ „vereint“. In dem Maße wie dieses „z“ sich ändert, indem die Sz-Kräfte durch die Sw-Kräfte ersetzt werden, werden die acht Grundgrößen voneinander getrennt, bis hin zum OG (I-E-N-G). Der Übergangsbereich zwischen den Sz-Rz-Sw-Rw und dem OG wird von den endlichen, seienden Relationen vom Typ Sz/Rz zu Sw/Rw („z/w“) in weiterer Relation zu „I/N/G/E“.

    832Eine wichtige Folgeerscheinung ist, dass alle jene „Relationen „z/w“ beide Möglichkeiten zugleich „in sich“ haben, die Trennungen und die Kohäsionen.

    833Genauer, es gibt zusätzlich auch noch die Meta-Ebene der Vereinigung beider grundlegenden Möglichkeiten; eben das vereint ist die QM-Ordnung.

    834Durch die z/w (Sz/Sw zu Rz/Rw) ist jedes Seiende – als Individuum, in jedem seiner Details – durch die Sz, Rz und die „G“ unendlich auf sich bezogen. Zugleich ist es dadurch auf alle anderen Entitäten bezogen.

    835Des weiteren ist „z/w“ zugleich ebenso innerlich und nach außen durch Rw und N unterscheidbar und getrennt.

    836In allen vier Fällen geht es um aktuale Unendlichkeiten (Sz, Rz, G und Sw, Rw, N). Die wichtigste Möglichkeit das auseinander zu halten, ist die subjektive Willens-Entscheidung, die zwei Unendlichkeiten des „Ii“; die aktuale und die potentielle.

    837Fassen wir zusammen, formal gibt es die drei QM-Möglichkeiten, welche man inhaltlich von den vier S, R („Substanzialität“) in der „allgemeinen Entwicklung“ zeigen kann (und darin auch die Geschichte der Phasen und die der Philosophien (z.B. die Ontologien); über das Seiende („z/w“) hin zu den OG-Elementen. Diese und die vier physikalischen Grundgrößen wirken in der allgemeinen Wechselwirkung nach der QM-Ordnung zusammen: „w“ als Sw, Rw,N in jeder „Trennung“, Unterscheidung, die Sz, Rz, G als „Selbstbezüge“ und als jene Grundgrößen, welche dadurch von der aktualen Unendlichkeit der „w“ zu der aktualen Unendlichkeit, der maximal engen Kohäsion, „z“, führt und dabei als „z/w“ die „potentiellen Unbegrenztheiten“ der Endlichkeit erzeugt.

    838Kurz, die WP zeigt die „allgemeine Entwicklung“, in welcher die OG-Elemente sich durch „Selbstbezug (z)“ aus den S-und R-Aspekten entwickeln, die „E“ aus den „Rz/Rw“ durch Überwiegen der z-Kohäsion), die „I“ aus den beiden getrennten (->w) Rz und Rw, die „G“ aus den Rz und die N aus den Rw. Diese acht Grundgrößen haben als gemeinsame Eigenschaft die „formale“ aktuale Unendlichkeit.

    839Neben diesen Auswirkungen der w-Trennung, also hier die Trennung in die vier OG-Elemente, gibt es von der QM-Ordnung her in „z/w“ das „Überwiegen“ der „z“ (Sz/Rz), was Grundlage für alle „potentiell unbegrenzt“ vielen endlich seienden Strukturen und Prozesse ist. Und die Rz/G-Kohäsionen können beliebig komplexe Relationen und Kombinationen, Wechselwirkungen erzeugen, als „Einheiten“, vom kleinsten Detail bis zum Ganzen der „Realität“.

    840Die QM-Ordnung zeigt, jede Spezies ist einerseits „inhaltlich“ Rw/N-getrennt, was umgangssprachlich als „individuelle Verschiedenheit“ beschrieben wird. Das gilt „formell“ und „inhaltlich“ für alle Phasen; von der Physik bis zur abstrakten Begrifflichkeit. Andererseits zeigt die QM-Ordnung, dass alle diese Individuen dadurch „zusammenhängen“ (Rz,G), dass sie die acht Grundgrößen gemeinsam haben. Da die Trennung und die Kohäsion „zugleich“ („vorraumzeitlich“) wirken, muss man der QM-Ordnung darüber hinaus eine neue formale Funktion zuschreiben, welche beispielsweise als „Entwicklungsfunktion“gelten kann und welche wp genauer beschrieben werden kann (Sw /Sz etc.). Wichtig ist hier, dass jene „Weiterentwicklung“ eine notwendige Funktion der Subjektphase, als deren maximale Entwicklungs-Möglichkeit ist.

    841Kurz und konkreter, es geht vom QM her einerseits um die „z-w-Phase, von welcher die anorganischen von den organischen Entitäten Rw/N getrennt sind und ebenso zunächst unter anderem absolute Trennung zwischen den Tieren, Pflanzen u.ä. herrscht. Verschieden sind diese endlichen Entitäten zum Beispiel in ihren Strukturen, im Verhalten, im Werden und Wirken.

    842Diese Rw-Trennung wird auf einer weiteren Entwicklungsstufe durch die Rz/G.Funktion „ergänzt“, welche sich darin zeigt, dass jede individuelle Entität ihre Eigenständigkeit, in allen deren Varianten hat, diese durch unbegrenzten Selbstbezug (G,Rz).

    843Die „Gesetzmäßigkeit“ beruht letztlich auf der aktualen Unendlichkeit und daher auf den acht Grundgrößen. Die endlichen Begriffe etc. können mit den „eigentlichen, weil unendlich abstrakten Gesetzen“ nicht erfasst werden. Alle endlichen Entitäten und Prozesse beruhen auf den „Relationen“ der acht Grundgrößen und damit auf den „Übergangsfeldern“ zwischen den acht. Dafür ist die formale QM die fundamentale Basis: Deren zwei aktuale Unendlichkeiten (z,w) werden zu potentiell unbegrenzten endlichen „z/w“ vereint. Und die WP zeigt die weitere Stufe der „allgemeinen Entwicklung“, die „Rz-Rw-N-G zu N/G zu Rz/Rw-Vereinigung“; und kann deshalb hier ausführlicher argumentieren und klären.

    844Die beiden Möglichkeiten in der Forschung, sind einerseits, strikte Gesetze zu haben und damit die Natur und alle Phasen zu erfassen und zu erklären, sowie andererseits ständig „Abweichungen“, z.B. bei naturwissenschaftlichen Beobachtungen zu bemerken (→ „G/N“). Diese „Ungenauigkeiten“ haben aus der QM-Ordnung ihre Ursache. Empirische Beobachtung ist „radikal“ „N-G-E“. Aber sowohl die Natur-Entitäten und die Natur-Prozesse wie auch alle Wechselwirkungen, hier mit der Subjekt-Phase, haben zwar den z-w-und N-G-E-Charakter, aber zugleich sind sie durch die umfassende Relationalität „S/R/E/I/N/G“ bestimmt. Beide dieser Möglichkeiten bilden „Einheiten“, zum Beispiel auch die der „allgemeinen Entwicklung“; hier als das „Handlungs-, Arbeitsfeld“ des die Natur beobachtenden Forschenden; abstrakter gesehen, als „Wirken, Wechselbeziehungen, Erzeugen, Entwickeln“ wird es von diesen umgangssprachlichen Vorstellungen wp durch „z/w“, „Rz/Rw“ etc. generalisiert.

    845Zugleich ist jedes endliche Detail („z/w-Typ“), durch die Rw-N-Trennung bewirkt und so wirkend, von allen anderen Details aller Ebenen und Phasen separierbar. Jedes kann – in der „potentiellen Unbegrenztheit“ – daher unterschiedlich beschrieben werden, auch nach räumlichen, zeitlichen und anderen Phaseneigenschaften, auch sprachlich (alltägliche, wissenschaftliche Sprache, einzelsprachlich, Sprache der Logik, der Mathematik); und philosophisch (ontologisch, methodologisch, erkenntnistheoretisch).

    846Die alte Frage, kann man „alles frühere, heutige und zukünftige Geschehen im Universum“ irgendwie – z.B. mathematisch – bestimmen, wird wp differenziert: Es geht um „sprachliche“ Lösungen, so durch die Umgangssprachen, die auch die der einzelnen Wissenschaften sind, oder durch die Sprache der Logik, genauer der „Logik/Dialektik“ („N-G zu N/G“) oder die der Mathematik (Rz-Rw zu Rz/Rw“.). Sie alle haben eine Reihe wp Bereiche zur Basis, so das Verhältnis der aktualen zur potentiellen Unendlichkeit oder auch die acht Grundgrößen und deren Wechselwirkungen sowie daher die Bildung aller Phasen, deren Relationierungen etc.

    847Zusammenfassend gilt, dass solche traditionellen Fragen am besten von der WP her angegangen werden können. Was zum Beispiel als „Gottes Kenntnis“ „des gesamten Weltgeschehens der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ zugesprochen wurde, sind wp die aktualen Unendlichkeiten der S-und R-Aspekte sowie des OG, in Wechselbeziehung mit allem Endlichem. Dann sind auch Teilaspekte jener umfassenden Einheit, hier zum Beispiel vor allem die der „Mathematik“, in der Lage, jene alten Anforderungen als „endlich zu unendlich“ für die Menschen verständlich zu machen; die Subjektphase kann das, weil sie selbst den Widerspruch zwischen endlich und unendlich als eigene Basis in sich hat – und diese „Gegensätzlichkeit“ aufheben kann (->QM und als selbstbezogene „Handlung“).

    848Die Dinge unterscheiden sich in allen Phasendetails voneinander wie sie zugleich über die wp-Basis auch zusammenhängen Und die Dinge unterscheiden sich dabei zum Beispiel von den Subjekten. Für die Subjekte gilt das analog – sie sind eine der wp Phasen. Alle erkenntnisfähigen Subjekte stimmen untereinander sowie in der Wechselbeziehung mit den Dingen sowohl überein wie sie sich, zum Beispiel in ihrer Erkenntnis, unterscheiden. Es ist das die unendliche Sw-,Rw-,N-Trennung und die unendliche Sz-,Rz-,G-Kohäsion; die QM-Ordnung entwickelt beider „Gegensätzlichkeiten“ dynamisch zu jener Einheit, welche als „allgemeine Entwicklung“ gilt.

    849Die Subjekt-Phase ist wp die höchst entwickelte Phase, daher zeigt sich die QM-Einheit dort am deutlichsten, so als Einbezug aller endlicher Details und Prozesse, ob physikalische, biologische, emotional-geistige. Das ist formal die „potentielle Unendlichkeit“, es ist aber nicht die „aktuale Unendlichkeit“.

    850Die WP vereint zusätzlich akuale und potentielle Unendlichkeit (das ist die dritte QM-Möglichkeit). Es geht bei solchen Wechselbezügen um die acht aktual unendlichen metaphysischen Grundgrößen einerseits und andererseits um die potentiell unbegrenzte Anzahl aller endlichen Phasen-Details. Dieses Wechselverhältnis lässt sich in allen Wissenschaften zeigen, wohl am besten in der Mathematik, aber auch in den Umgangssprachen (I-E-N-G zu I/N/G/E) oder in der Methodik (Logik „N-G“ zur Dialektik „N/G“); und vor allem in der „Subjektphase“, welche als menschliche Erkenntnis und als „Verständnis“ in sich die objektiven Aspekte der Natur/-Wissenschaften mit den subjektiven emotionalen Fähigkeiten und den „I-bestimmten“ Zielsetzung des menschlichen Handelns vereinen kann.

    851Die wp QM-Ordnung konstituiert die Einheit der „Realität“, als die Wechselbeziehung aller „endlichen“ Phasen (Wissenschaften, Philosophie-Bereiche, Praxen), Dabei vorrangig als die wechselwirkenden Relationen der acht aktual unendlichen Grundgrößen: „Sz/Rz/G“, „Sw/Rw/N“, „Sz/Sw/E“ und „Rz/Rw/I“. Mit diesen und deren weiter zunehmenden komplexen Relationen ergibt sich eine umfassende und formale Einheit aus „aktualer „zu“ potentieller Unendlichkeit“, welche man als „Endlichkeit“ bezeichnen kann.

    852Die „aktuale Unendlichkeit“ wird hier durch „E“ (Existenzen, subjektive „existentielle Haltungen“) und durch „I“ (Zielsetzungen, subjektive Wertungen) vertreten. Die „potentielle Unbegrenztheit“, die „statischen“ endlichen „I/E“, wird in der Subjekt-Phase zum Beispiel durch „Affekte“ zu verstehen sein. Die Meta-Ebene „I- E zu I/E“ ist die eigentliche „Endlichkeit“. Sie enthält alle Unendlichkeiten und damit zugleich alle jene „Widersprüche“, welche für die Endlichkeit typisch sind: Zum Beispiel die Verschiedenheiten aller Konkretisierungen, aller Phasen und aller ihrer Details; sowie die Wechselbeziehungen aller. Daraus jene maximalen Dynamiken, welche sämtliche weitere Entwicklungen „möglich“ machen, etc.

    853Zusammengefasst: Von der physikalischen Phase (z,w, als aktual unendliche S und R) und dabei von der QM- Dreiheit „z-w zu z/w“ (Rw-Trennung, Rz- Kohäsion und „Rz/Rw“-endliche Entwicklungsdynamik) – und zugleich von den aktual unendlichen „I-E-G-N“ zu den endlichen „I/E/N//G-Einheiten“ – zeigen sich in allen Phasen auf der einen Seite, in der der aktualen Unendlichkeit. Alle „wahren“ Sätze, „objektiven“ Aussagen, so die „logischen“ (N-G), und auch jene, welche aus dem subjektiven „I-Willen“ als „absolut genaue“ o.ä. gelten sollen. Das ist nur möglich, weil die Subjektphase hier die ontologische „E-Existenz“ als Individuierung aller Details aller Phasen „denken“, „erzeugen“ kann; und zwar mit „unendlicher“ „Genauigkeit“, auch als „Objektivität“ u.ä.; auf die unendliche Rw-/GN-Trennung gestützt sowie auch auf die unendliche Rz-/G-punktuelle Fixierung.

    854Denn in der dritten QM-Möglichkeit ist „Endliches“ aus potentiell und aktual Unendlichem vereint.

    855Auf der daraus möglichen anderen Seite, werden durch die „z/w zu I/E/N/G-Einheit“ die endlichen Phasen und deren Einheit fundiert. Im einzelnen zum Beispiel die „inhaltlichen“ Seiten („I/N/G/E“) der Phasen oder beispielsweise die Handlungen (Sprechhandlung etc.) und das methodologische „Verstehen“. Aber es zeigen sich auch die „Grenzen“: Niemals können Sprecher und Hörer einander mit jener „Exaktheit“ verstehen, die erwünscht ist, weil es in jener „z/w“- Relation stets um das Wechselspiel („I/N/G/E“) in dessen immer auch dynamisch Neues erzeugenden Entwicklung geht.

    856In der traditionellen Erkenntnistheorie und dort in der Ontologie werden die umgangssprachlichen Vorstellungen und Begriffe „Struktur“ und „Wirkung“ sowie „Wirklichkeit“ genutzt. Das analysiert die WP genauer: „Struktur“ als „E“, „Wirkung“ als methodologisches G und N: („N-G zu N/G“); auch als Varianten der QM-Trennungen.

    857Diese „E“ und N, G werden in der dritten QM-Phase vereint. Aber um die „Wirklichkeit“ zu fundieren, gehört hierzu zunächst noch die „I“-Phase; das relationiert dann als die „Handlung“ (I/N/G, E`zu E). Und um alle Phasen der Wirklichkeit zu begründen, sind die S-und R-Aspekte und deren Entwicklungen unumgänglich und ebenfalls mit den OG-Elementen zu vereinen.

    858Durch die S-zu den R-Aspekten der Naturphasen wird nun wp die „Welt“ „substantiell“ begründet; dabei kann man durch die R-Aspekte die seit alters her behauptete „sinnvoll-finale Aktivität“ der Welt begründen. Deren Entwicklung von Rw zu N und Rz zu G kann man jeder Phase zuschreiben, zum Beispiel herkömmlich als das traditionell subjektive „aktive Besitzen seiner selbst“, jetzt als Rz/G-Funktion. Vor allem aber kann man das Zusammenspiel der Rz/G mit den Rw/N mit den immer schon dem Menschen zugeschriebenen „sinnvoll-finalen Aktivitäten seiner qualitativ-inhaltlichen Bestimmtheit“ als „Ii“ und „I/E“ zuschreiben.

    859In allen wp Bereichen, Wissenschaften und philosophischen Disziplinen, wird Sw, Rz, Rw, „I“ von Sz, G,N, E in einer weiteren Ebene analysierbar: Als aktual unendlicher „Selbstbezug“ (Rz/G) sind diese acht Grundgrößen als „sie selbst“ gleichartig. Aber von der Unterscheidung „Sz vs.Sw“ her muss man die „dynamischen“ von den „statischen“ Grundgrößen unterscheiden.

    860Zusätzlich geht es um „unendliche“ Dynamik und um endliche, die der Raumzeit.

    861Wie kann „Dynamik“ wp beschrieben werden? Die endliche „Raumzeit“ wird als – noch sehr einfache – R-Relation beschreibbar: „Rw zu Rz/Rz zu Rw-Rw zu Rz“; und deren Dynamiken stammen von den unendlich aktualen Rw-Ausweitungen, den unendlich aktualen dynamischen Rz-Selbstbezügen. Deren Basis in den Sz und Sw sowie das neu erzeugte Verhältnis von aktual unendlichen zu den potentiell unbegrenzten und den endlichen Dynamik-Arten – aus möglichen (QM) „Ungleich- Übergewichten“ sei jetzt nur erwähnt.

    862Durch die Entwicklung der G aus den Rz stecken im „G“ die unendliche Dynamik des Selbstbezugs, und aus der unendlichen Rw-Dynamik wird die der „N“, „Nichts kann nur als Nicht-Existenz“ erklärt werden. Jene „Dynamiken“ der beiden unendlich abstrakten Begriffe (Identität/G und Negation/N) haben deshalb keine „vorstellbare“ Dynamik, weil diese vier Grundgrößen (Rz,Rw,G,N) noch keinen „raum-zeitlichen“ Charakter haben können; dieser wird erst mit den ersten Relationen als „Rz zu Rw-Rw zu Rz/Rz zu Rw“ erzeugt.

    863Noch mal zusammengefasst, das Verhältnis der „Dynamik zur Existenz“ hängt auch mit der Methodik „freie N, G zur „N/G-Einheit“ zusammen. Aber abstrakter gilt, es gibt zwei Dynamik-Arten, die acht Grundgrößen haben je die aktual unendliche Dynamik der Rz-Selbstbezüge (als E-Existenzen) und zugleich die Dynamik, welche als Rw (und als N) diese Grundgrößen voneinander unendlich trennt.

    864Alle Endlichkeiten, die Phasen-Details, dann die Dingwelt, die menschliche Subjektivität etc. sind jeweils bereits derart „relationiert“, dass sie die raumzeitliche Dynamik haben, also jene der „potentiell unbegrenzten“ abstrakten Art: „N-G zu N/G. Zugleich gilt aber auch für sie, dass die abstrakte unendliche „Geschwindigkeit“ zwar als N, G bzw. Rz,Rw darin wirkt, aber nicht „konkretisiert“ werden kann; also größere Geschwindigkeiten als die Lichtgeschwindigkeit („Licht“ ist die unendliche Rz-Annäherung der „z/w“ = Elektronen an die freien w) haben den wp Charakter der freien Rw, N. G, was der vierdimensionalen Raumzeit widerspricht, in ihr eben nicht „konkretisierbar“ ist.

    865Es gibt wp von S,R und vom OG her die beiden Rw-,N-bedingten Unterscheidungen: Die acht aktual unendlichen Grundgrößen und die „Endlichkeiten“ – welche ihre Ursache als absolute „Strukturen“ (E) in der Rz/G-Einheit haben. Diese „ Rz“ (Sz/Rz) sind aber zugleich unendlich auf sich selbst bezogen; das ist die eine Basis für eine subjektive „Vorstellung“ von „Dynamik“. Die andere Basis für „Dynamik“ ist Rw/N (Sw/Rw) als umfassende „Trennung“, und „Ausweitung“ alles Erdenklichen. Diese Eigenschaften der „R-Aspekte“ sind aus deren „Vollkommenheit“ als „aktual Unendliche“ wp „verständlich“; eine andere „absolute“ Eigenschaft der „R“ ist beispielsweise ihre „Zielgerichtetheit“, als „dynamische“. Die „I-Funktionen“ erben diese Eigenschaften, indem sich die „R“ zunächst in allen endlichen Phasen und durch deren Wechselbezüge – vor allem in der „Subjektphase – weiter entwickelt haben.

    866Kurz, alles Endliche hat auf besondere Weise beides vereint: Die Dynamik und die Strukturen. Eine wp – alltagssprachlich gedacht und gestellte Frage – ist, was sind und wie verhalten sich „Existenz“ als statische Struktur u.ä. und die „Dynamik“, Bewegung zueinander? Beides sind einfachste begriffliche Erfassungen, subjektive Vorstellungen, welche die vierdimensionale Raumzeit auf jene drei Weisen der QM-Ordnung nutzen: Die „Dynamik“ als die zwei unendlich aktualen z und w, in ihrer „widersprüchlichen“ miteinander wechselwirkenden „z/w-Funktion“ und die daraus sich entwickelnden „Rz/Rw“ und „I/E/N/G“; dabei haben diese Funktionen alle möglichen Außenwirkungen. Und die „Statik“ hat zwei Begründungen, die unendlichen Rz-Selbstbezüge jeder dieser acht Basisgrößen, strikt Rw-getrennt voneinander, sowie die nach außen Rw-abgeschlossene Einheit. Die dritte QM-Phase zeigt in der weiter entwickelten Wechselwirkung der beiden Grundgedanken die Basis für alles „Endliche“ der einzelnen Phasen in ihren theoretischen und praktischen Inhalten.

    867Alle endlichen Phasen haben in ihren Details entweder alle acht aktual unendlichen Grundgrößen, wie zum Beispiel die Subjektphase. Deren umfassende Einheit aus der Relation der Grundgrößen wird von der QM-Ordnung als „z-w zu z/w“ bestimmt; aber die QM-Phase „z-w“ lässt auch Rw/N-Trennungen zu; z.B. werden die „Substanz“, die Materie von den „S/R“ vollständig bestimmt. Eine andere Trennung, philosophischer Art, ist die in „statische“ „E-Existenzen“ (Eo bis E6) und in „Dynamik“ (Rz, Rw, N, G).

    868Die Subjekt-Phase vereint beides (QM), zum Beispiel als die Varianten des „Handelns“ (die „I zu N,G,E`zu E zu etc.-Einheit“), alltagssprachlich beispielsweise als „Verhalten“. Die Subjektivität kann alles relationieren oder nur die Dynamik (N,G) betonen oder die Statik (E) oder die „I-Funktionen“; die subjekt-internen „Ii“ haben dynamischen Charakter, und die Ei kann man als Mittel der Ii-Verwirklichung als „statische“ ansehen. Aber auch hier zeigt es sich, dass es konkret stets um die unendlichen Übergangsfelder „I/E“ geht, welche die umgangssprachliche begriffliche Unterscheidung in Dynamik und Statik nur als eine der QM-Möglichkeiten erkennen lässt.

    869„Dynamik“ – als „Vollkommenheit des Wirklichen“ – und „Nichtdynamik“ wurden traditionell als „existierend“ erkannt; wir ordnen der „Dynamik“ die aktual unendlichen – und daher „vollkommenen“ – Rz, Rw und „G“, „N“ zu; deren Dynamik als unendlicher Selbstbezug. Dazu kommt die „I-Funktion“. Die „Nichtdynamik“ wird durch „Rz/Rw“ und „E“ gefasst. Und die alte Behauptung, dass alles Dynamische auch „Existenz“ habe, wird von uns durch eine Erweiterung und Entwicklung der „Existenz-Vorstellung“ bestätigt: S und R sind „Eo“, N und G sowie „I“ sind E4.

    870Von „S/R“ an, über „z/w“ („Rz/Rw“) bis zu „I/E“ und „N/G“ enthält jedes „Seiende“ sowohl das Statische (S, Rz, E, G) wie auch das Dynamische (R,w,I,N). Das Zusammenspiel beider, der Statik und der Dynamik, zeigt sich in einer „höheren“ Form der „Dynamik“, in der der „Weiterentwicklung“. Das kennzeichnet auch die „qualitativ-inhaltlichen“ Eigenschaften aller Phasen.

    871Zusammengefasst, zu den drei QM-Möglichkeiten gehören die z/w zu I/E zu N/G als Relationen, welche das Seiende erzeugen, dann die aktual unendlichen Rw-,N-Getrennten als „dynamisch“ und als „methodisch“ zu bezeichnenden freien Rz, Rw, N, G sowie die ebenfalls unendlichen „statischen“ Sz, Sw, I, E mit ihrem „inhaltlichen“ Charakter. Beider Meta-Relation sind jenes endlich Seiende, welche als grundlegende Erfahrung und als Handlungen, im konkreten Alltag und in allen herkömmlichen Wissenschaften die Basis aller „Veränderungen“, hauptsächlich der „Entwicklung“, sind. Es ist das wieder die potentielle Unendlichkeit, welche die zwei Arten der aktuellen Unendlichkeit – das Rw-Dynamische und das Rz-Statische in der endlichen Dynamik der Vierdimensionalität der Raumzeit („Rz zu Rw/Rw zu Rz/Rz zu Rw“) vereint.

    872Das Seiende ist definiert als wechselwirkend qualitativ-konkretes, auch aus der Wechselwirkung aller Phasen. Formal außerdem als

    873Relationierungen der acht aktual unendlichen Grundgrößen; hier zum Beispiel als formales dynamisches subjektives Denkhandeln. Allerdings kann man wp im analytischen Denken auch jede Komponente einzeln beschreiben – und diese weiter analysieren, zum Beispiel als „statische“ S, E,G und als „dynamische“ R, I, N. Die dritte QM-Möglichkeit vereint dann wieder die „Statik“ mit der „Dynamik“ als wp Fortentwicklung. Das betrifft alle Phasen, beispielsweise die „Physik“: Die „Masse“ als statische „Sz/Sw-Relation“ und deren „Bewegung“ als vierdimensionale „3Rz/3Rw“-Funktion.

    874Unsere physikalische Basis „S/R“ und damit alle sich daraus entwickelnden Phasen sind stets auch „E“ (von „S“ an bis E6) und „I“ (von R bis „Iw“) sowie die methodologischen (Rz,G zu Rw,N), die sich dynamisch entwickelnden „Verbindungen“; so in der Physik zum Beispiel die „Einheit“ „Masse/Bewegung“; dies als Basis für alle Phasen.

    875Das führt jedoch in der „allgemeinen Entwicklung“ nur weiter, weil „Sz/Rz in Wechselwirkung mit „Sw/Rw“ steht. Für die WP ist wichtig, dass diese „begriffliche“ Erfassung und Differenzierung zugleich Wechselwirkung und „Entwicklung“ und „Anwendung“ von OG auf die „S“ und „R“ ist.

    876Die „QM-Ordnung“ ist deshalb ein formaler Höhepunkt, hier zum Beispiel für die Phase der „Physik“, und als deren Detail „Masse“, weil es die auf den drei QM-Arten aufbauende „Dynamik“ und „Statik“ mit deren beiden Arten der aktualen Unendlichkeit (Rw/N, Rz/G) zeigt und zugleich deren Endlichkeiten als „Rz/Rw zu N/G“.

    877Kurz, in jedem Detail aller Phasen gibt es die Rw-/N-Getrenntheit als dynamische Erweiterungen, Entwicklungen. Dazu gibt es die Rz-/G-Dynamik als Beziehung, welche als „Statik“ wirkt. Und zugleich gibt es beider „Übergangsfeld; die neue Einheit „Rz/Rw zu N/G“.

    878In den empirischen, induktiven Wissenschaften, z.B. in der Mechanik ist der Gedanke selbstverständlich, dass stets beides zusammen zu beobachten ist: Strukturen mit einer Statik, mit dem „Ziel“ der Selbsterhaltung (Sz,Rz) und zugleich das „Prinzip der Bewegung“, welches dynamisch ist, ohne ein Ziel anzusteuern (Sw,Rw). Beides ist wp der „allgemeinen Entwicklung“ zu verdanken, welche solche abstrakten Grundlagen (S,R) mit dem OG (E,G vs. I,N) verknüpft. Diese umfassende Verbindung ist die dritte Variante der QM-Möglichkeiten, als neu entwickelte “Meta-Ebene“.

    879Die WP erklärt und verbindet das, was traditionell als „Ursprung“ und als „Ende“ der „inneren substantiellen Seinsgründe“ erwähnt wurde als – Ziele, „Ende“ – nämlich S, R und OG. Und deren „Verbundenheiten“ wird wp als Seiendes, Endliches angesehen. Die WP fasst das noch abstrakter, beide, die aktuale Unendlichkeit und die endliche potentielle Unbegrenztheit können jene traditionale „Finalität“ vorweisen: Die S und R in den OG-Elementen.

    880Zugleich sind alle acht Grundgrößen durch „Rz/G“ sowohl jeweils auf sich bezogen, so wie das jede einzelne endliche Entität ist. Und Rz/G“ erzeugt alle „Relationen“, „Kombinationen“, so z.B. auch „das Ganze“, die „Realität“ (E5). Dazu kommt wp aber nun noch die Erzeugung der Subjektphase, welche erneut in der Lage ist, weitere „Ziele“ zu setzen und zu erreichen (→ E6).

    881Die WP unterscheidet (an QM, Rw/N ansetzend) die „Strukturen“, so als die „Substanz“, die „Seienden“, die Existenzen“ (Eo bis E6), sie alle von „Rz,G,E bestimmt; getrennt von den Rw-bestimmten dynamischen Gegebenheiten, zum Beispiel das „Wirken“, die „Zielverfolgung“ („I“), auch als die methodische „Negation“ (N) und die „Herstellung“ von Identität (G).

    882Dann aber zeigt die WP, QM, dass es zwischen „Strukturen“ und „Dynamik“ auch keine Unterscheidung geben kann (->Rz/G). Das gilt von den Kräften (Sz, Sw) und der Struktur „S/R“ an, welche durch Rz oder/vs. Rw immer dynamisch gerichtet sind. Damit ist „Entwicklung“ begründet. Konkret wird das in allen Details der vierdimensionalen („3Rz/3Rw“-Relation) „Endlichkeit“, vor allem da auch in der Subjektphase. Die einzelnen Phasen, Wissenschaften sowie die philosophischen Disziplinen (E-Ontologie, N,G-Methodologie) werden dadurch verbunden, deren einzelne Eigenheiten werden „aufgehoben“.

    883In der traditionellen Ontologie stellte man das als Analyseleistung des menschlichen Subjekts dar, das Verdienst des Gehirnorgans, der „Natur“, blieb dabei jedoch unbedacht.

    884Die Entwicklungs-Wirkung wird wp als „Kraft“ (Sz,Sw) bezeichnet und als die Relationen (Sz/Sw, Sz/Rz, Sw/Rw) in deren dynamischer Gerichtetheit (Rz, Rw). Welche Zielsetzung (R, „I“) hat dieser Erzeugungsprozess? Eines der nächsten Ziele ist bereits durch jene einfachsten „Relationen“ vorbereitet. Die komplexeren Relationen (Sz/Rz zu Sw/Rw, kurz „z/w“) fundieren von der einen Seite das „endliche Dasein“; dieses ist ein „Ziel“ jener Rz und Rw. Zum Beispiel als Basis der raumzeitlichen Vierdimensionalität, das aus der Relation der zwei QM-Möglichkeiten „Rz vs. Rw“ und „Rz/Rz zu Rw-Rw“.

    885Aber welche „Zielsetzung“ haben alle diese Vorgänge, Relationen im „Endlichen“? Sind die Entwicklungsmechanismen hier die gleichen wie die anfänglichen? Dieser weitere „Mechanismus“ begründet sich durch das „Überwiegen“ der Sw, Rw, und von Seiten des OG-Endzieles her, von „N“. Die Sw/Rw sind für die in der/als „Entwicklung“ zunehmenden „Freiheiten“ jeder Art verantwortlich – in Konfrontation zu den „statischen“ Sz/Rz. Die von Rw her entwickelten Negationen, das „N“ im OG ist die Basis für alle Entwicklungen als „Abstraktionen“ in den geistigen u.ä. Phasen der Endlichkeit. Im Übrigen gilt, dass das Endliche und dessen Entwicklungsziel, die vier OG-Elemente, allein umgangssprachlich, also endlich und von dem weiteren Ziel her, der „Subjektphase, erfasst werden kann; zum Beispiel die „S/R“ als „Existenz“(E), deren „Potenz“ und „Aktivität“ (I/E und N/G) etc.

    886In der philosophischen Tradition wurde allen endlichen Erscheinungen bereits „Aktivität“, „Spontaneität“ und „notwendigerweise zugleich“ „Passivität“ und „Rezeptivität“ zugeschrieben. Diese empirischen Beobachtungen werden von uns fundiert: Alles Endliche wird wp als Relation (zum Beispiel als „I/E zu N/G“ oder als „I-E vs. N-G“) angesehen, von der „z-w zu z/w-Einheit“ her. Wobei diese „Passivität“ als „Sein“, auch als „Seinsgleichheit“ umschrieben wurde und die „Aktivität“ als „Wirkung“; die WP sieht das als „passive“ „E“, „G“ (von „z/w“) gegenüber den „N“ und „I“ als dynamisch aktiv wirkende (von freien „R“, „z“ und „w“ her), auch als Trennung „und“ Einheit von Methodik (N,G) und „Inhaltlichkeit“ (E,I).

    887Von Bedeutung ist nun, dass solche „Zweiteilungen“ manchmal in historischen Theorien zur Ontologie auch als formale Trennungen (Rw) als „gleichberechtigt“ mit allen Relationsbildungen (Rz) verstanden wurde: Zum Beispiel als „Seinsgemeinschaft mit Wirkungsgemeinschaft“, „Miteinanderwirken- und Miteinanderwirklichsein“, auch „Seins- und Wirkenszielgemeinschaft“.

    888Von den S-und R-Aspekten bis zu den OG her sowie in Wechselbezug aller Phasen, da besonders mit der Subjekt-Phase, werden alle „Strukturen“, so „z/w“, „I/E“, durch Rz/G dadurch bestimmt, dass ihre gleichgroßen Grundgrößen – hier „z“, „w“, „I“, „E“ – als entgegen gerichtete Dynamiken konfrontiert werden, diese „höher entwickelten Einheiten“ (z/w, I/E) werden dadurch „neutral“ und „statisch“. Anders gesagt, die „I“ (Dynamik, Richtung) wird zum „E“.

    889In diesen grundlegenden „z“, „w“ und in ihnen S und R sowie in den ebenfalls aktual unendlichen, freien E und I hat jedes in sich alle „Eigenschaften“ von „Existenz“ und von „Dynamik“, aktual unendlich „vereint“.

    890Fundamental gilt übrigens, dass die „I“ durch die „E“ substituiert werden und dann wieder die „E“ durch die „I“ abgelöst werden, das als unendlicher Prozess, welcher in „Sz/Rz → Sw/Rw-> Sz/Rz-> etc. seine Ursache hat.

    891„Seiendes“ (E3) nimmt die „allgemeine Entwicklung“ auf und führt diese bis zur „Subjekt-Phase“ mit deren speziellen Eigentümlichkeiten weiter. Dazu gehört beim Subjekt als „Träger von allen E3-Existenzen traditionell zum Beispiel die „Individualität“, deren „Bewusstsein“ von „Wesenheit“ etc.

    892Formal wurde die Subjektivität beschrieben, konstituiert als „Gestalt“, „Struktur“, „Einheit“. Diese Eigenarten wurden herkömmlich nur der Subjektivität zugeschrieben. Die WP sieht das Subjekt am Ende der Entwicklung aller Phasen, welche alle jene Eigenschaften von S/R bis zum OG haben – „inhaltlich“ z.B.von „Kraft“ bis „Sinnerfüllung“, „formal“ von S bis E, von R bis I und G und N – und welche daher sinnvoll in „Wechselbeziehung“ miteinander treten können.

    893Als Beispiel: Wie wird aus „Kraft“ (S-Aspekt) „Wirkfähigkeit“, das heißt, was schreibt man in der Umgangssprache der physikalischen „Substanz“, der „Kraft“ damit zu? Vom OG her haben „Substanz“(Masse) und „Kraft“ erst mal „E-Charakter“, also keine „Bewegung“, eher „Form“,„Gestalt“ o.ä. Die „Wirkung“ dagegen, als gerichtet Kraft („S/R“) wird im Alltagsdenken mit Bewegung, Werden, Zielrichtung verbunden, also auch mit „I“ und mit der „Raumzeit“, welche wir als einfache „Rz zu Rz/Rz/Rw-Rw zu Rw-Relation“ fundieren. Wp wichtig ist nun, dass die hierbei angesprochenen Phasen (S/R, OG und Geometrie) stets als gegenseitige einander erzeugende Wechselbezüge (Rz) verstanden werden müssen.

    894In den erkenntnistheoretischen Systemen der Antike und in deren Ausarbeitung im und seit dem Mittelalter ging man von einer „gedachten“ „Kraft“ aus, welche auch als „Substanz“, „Materie“, „Masse“ beschrieben wurde und welche „vollkommen“ sei. Und deshalb dem „Wirken“ und „Werden“ sowohl „vorgeordnet“ ist wie sie zugleich Ergebnis allen Werdens und Wirklichen sei. Dieser Gedanke, dass „Kraft“, „Materie“ zugleich „Ursache wie Folge der Wirkfähigkeit“ sei, wird wp mit Hilfe der „allgemeinen Entwicklung und der Wechselbezüge von S/R zum OG genauer gefasst.

    895Und es galt auch, jene „Kraft“, „Materie“ sei beides, „starr“ und zugleich „bewegt“, „passiv“ und „aktiv“, „auf sich selbst bezogen“, „sich gestaltend“ und auf anderes bezogen; und dabei sei sie „finales Prinzip“: Solche Aufzählungen in der Geschichte der Philosophie werden von uns deshalb als im subjektiven Denkhandeln mögliche Andeutungen der wp Grundstruktur, aber noch als zu wenig wissenschaftlich belegbare Phänomene, Gegebenheiten angesehen. Wp gilt, dass empirische und umgangssprachliche Vorstellungen – wie „Kraft“, „Materie“ – sowohl dynamisch wie un-dynamisch, sowie selbstbezogen, aber auch zielgerichtet auf anderes ist. Und der weiterhin traditionell behaupteten „Höherentwicklung“ solcher „Potenz-Akt-Einheiten“ dadurch mit einer Fundierung der Physik und dabei der abstraktesten, entwickelten Sprach-Begriffe zu verbinden sind.

    896Diese Dreiheiten – „E“ (Gott, Sein, Ganzes) – als Einheit aus „Akt“ und „Potenz“ (Methodik, Dynamik) in deren „Zielgerichtetheit („I“,R) wird von uns wp als Höherentwicklung, Meta-Einheit als „Endlichkeit“ (ens contingens), für alle Wissenschaften genauer gefasst.

    897Allgemein gilt und hier für die E-Seite ontologisch, dass deren Entwicklung der allgemeinen wp Entwicklung folgt: Dabei macht die aktuale Unendlichkeit, dass es kein Endziel gibt, und dass es im potentiell unbegrenzten Endlichen immer weitere E-Entwicklungen gibt. Dazu gehört, durch QM und darin von „Rz/G“ bestimmt, dass es einerseits zwar keine letzte, höchste Meta-Ebene geben kann, dass aber jede endliche Entität – analog zu den acht Grundgrößen – ein Ziel erreicht hat; was auch durch deren unendlichen Rz/G-Selbstbezug, als „Vollendung“ angesehen werden kann.

    898Die traditionelle Formulierung, in umgangssprachlicher Begrifflichkeit, einer grundlegenden „Einheit“, welche als „Potenz-Akt-Einheit“ beschrieben wurde, wird wp einerseits als Existenz-Varianten (Eo=S bis E5=Realität) anzusehen sein. Jene „Potenz“ setzt „Existenz voraus, aber diese ist „dynamisch“ und „zielgerichtet“ und daher, wp analysiert, als „R-Funktion“ und daraus als „I“ zu verstehen. Das betrifft auch die Vorstellung von „Akt“, der gleichfalls eine Dynamik (wp: Rz/Rw in der dabei mitgedachten 4-Dimensionalität) sowie deren Zielgerichtetheit denken lässt.

    899Solche „Einheit“ habe „keine finale Abgeschlossenheit und keine Vollendung“, wp deutet das das Verhältnis von aktualer und potentieller Unendlichkeit“ an.

    900Wp sind das die „S/R“ bis zu den „I/E zu N/G“. Zum Beispiel sind das alle Varianten der Rz-, G-bestimmten „I/N/G/E`-E-Handlung“, und das ist als Ausschnitt der „allgemeinen Entwicklung“ anzusehen. Dieser Ablauf zielt auf jedes Detail in jeder Phase und erreicht dabei ein neu entstandenes „E“; formal als eines, dass deshalb auch als „vollendet“ bezeichnet werden kann, weil es, Rz-G-bedingt, sich aktual unendlich oft auf sich selbst beziehen kann.

    901Die philosophische Vorstellung von einem Ganzen“ („E“), das in seinem „Sein“ und „Ziel“ („I“) bewegt, aktiv und sich entwickelnd ist, ist in der Geschichte der Philosophie alt. Die WP erklärt, was das Gemeinsame von Sein und Ziel, E und I ist, sowie die QM daraus, welche „I/E“ bilden kann und was alle Wissenschaften, Phasen fundiert. Das ist Existenz und Ziel zugleich. Und dazu wird geklärt, woher die E und I in ihrer allgemeinen Entwicklung kommen (S,R) und wie sie in den Phasen ihre „Inhaltlichkeit“ systematisch verändern können. Was ist die Basis von „Entwicklung“, was die der Vorstellung von „Bewegung“ (Raumzeit) und was von Aktivität“ (Handlung)?

    902Die Vorarbeiten, welche wir zur WP führen, sind beispielsweise die traditionell behaupteten Eigenschaften der „Potenz-Akt-Einheiten“ des Seienden, zum Beispiel als „Hinordnung auf Vollendungen“, ob in der Natur oder im Denken; „kraft innerer Entwicklung“, als „Naturtendenz“, als Bezug von „Sein und Ziel“; und dabei als „Ausgestaltung der Substanz“, welche aus deren Eigenschaften – „Kraft und Wohlgestalt“ – die Eigenschaften „Einheit, Wahrheit, Gutheit und Zielbestimmtheit“ auch die „Fähigkeit und das Tätigsein“ des „Menschen“ macht. Als „ein Drang nach Vollendung des Einzelnen und der Gemeinschaft“, „vor allem in der Kulturarbeit“ (C.Nink).

    903Abstrakter gesehen (Platon), führt diese Entwicklung „vom Nichtsein zum Sein“, „von der Armut zum Reichtum“.

    904„I/E“ ist Existenz und Zielsetzung zugleich und es ist dabei auch Ausgangspunkt neuer „E“ und „I“.

    905Die WP unterscheidet dabei die „formale“ ganzheitliche dynamische Entwicklung, welche man aus den „S“ und den R-Richtungen und dem Zusammenspiel „z/w“ verstehen kann. Unterschieden von den so erzeugten OG-Eigenschaften, welche die – dabei selbst mit erzeugte – „Subjektivität“ als die „inhaltlichen“ Eigenschaften (I/E, N/G etc.) aller jener Phasen bestimmt, die die abgestuften Entwicklungs-Übergänge zwischen „S/R und OG sind.

    906Die aktual unendlichen Rw-freien S und R werden dabei zu den Rz-relationierten Endlichkeiten und diese werden wiederum zu den Rw/N getrennten aktual unendlichen OG-Elementen. Solche, selbst unendliche, Abwechslung: z wird w und w wird z etc., ist von essentieller Bedeutung.

    907In der traditionellen Philosophie, vor allem in der christlichen, gab es die Feststellung, dass kein Seiendes, ob in der Natur oder als Mensch „das Nichts“ als Ziel seiner Entwicklung hat. Die WP geht von der „allgemeinen Entwicklung“ aus und davon, dass dabei die Zielsetzungen – „I“ und Rw – alle jene Entitäten (E) erreichen können, welche in potentiell unbegrenzter Anzahl das „Seiende“ bilden.

    908Die WP geht von der „allgemeinen Entwicklung“ aus, welche von den „aktualen Unendlichkeiten“ zu den „Endlichkeiten“ führt und „von den Endlichkeiten zu den aktualen Unendlichkeiten“ usw. „Inhaltlich“ zum Beispiel von den freien S und über die maximalen Relationen als endlich Seiendes bis hin zu den aktual unendlich freien E, I, G und N. Dabei werden im alltäglichen Verständnis diese vier aktual unendlichen Begriffe durchaus vom Menschen„begriffen“, zum Beispiel „N“ als „Nichts“, „Negation“ und auch als Tod“. Aber wp gilt stets, dass QM-übergeordnet die unendlichen Seiten mit den endlichen in Wechselwirkungen stehen, derart „erzeugt“ werden. Hier berührt das das Problem des „Todes“: In der QM-Überordnung“ kann es das aktual unendliche „N“ als „Tod“ nicht geben. Inhaltlich zeigt sich der Übergang von den aktual unendlichen OG-Elementen als Wechselbezug zu den aktual unendlichen S-und R-Funktionen und von dieser physikalischen Basis her wiederum als Entwicklung des „Lebens“ etc.

    909Was sind die „Ziele“ des „aktual Unendlichen“, und was die des „endlich Seienden“? Für die acht Unendlichkeiten (S, R,OG) gilt, dass in der maximal „abstrakten“ und ebenfalls unendlichen Folge „aktual unendlich zu Endlich und dann zur aktualen Unendlichkeit etc.“ wird sich das als „Zielsetzungen“ zeigen. Mit Hilfe der „Endlichkeit“ werden im „Wechselbezug“ aus den S, R die OG zum „Ziel“ – und umgekehrt. Physikalisch genauer, „vergehen“, „heben sich in ihrem unendlichen Selbstbezug“ die Sz-Kräfte auf und machen den Sw-Kräften Platz. Analog heben sich die unendlichen Sw-Kräfte auf („N“ als Rw) und machen den Sz Platz; eine mögliche dritte Alternative ist die Herstellung der QM-Felder als „z/w“ (Sz/Sw zu Rz/Rw und auch zu „I/E zu N/G), als nichts anderes als die Erzeugung der „Realität“, die „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ als „Einheit“.

    910Welche „Ziele“ gibt es im „Endlichen“? Die prinzipiellen Rz sind als Kohäsion eine „Zielsetzung“, welche zu den endlichen Relationen führt. Wie die „Rz“ sind auch die Rw eine Basis aller „I“ (Ziele); hier als allgemeines Ziel, das Endliche durch die Rw-N-Funktion der Trennung, hier als „Abstraktion, in die vier abstrakten und unendlichen OG-Funktionen (E,I,N,G) zu erreichen. Die Ziele dieser vier Unendlichen sind zunächst durch Rz-,G-Selbstanwendung, als aktual unendliche existent („E“) zu sein. Dann, die Erzeugung des Endlichen durch „G“ und ihre Relationierungen (N/G-Anwendung). Das zusammengefasst, zeigt sich zum Beispiel in der QM-Möglichkeit („z-w zu z/w“, „N-G zu N/G“ etc.) als jenes „Entwicklungsfeld“, auf welchem Unendlichkeiten in Endlichkeiten und diese wieder in Unendlichkeiten übergehen. Was weniger abstrakt als „Tod“ von Endlichem als Reduzierung auf tendenziell „einfachste“ physikalische Kräfte, Energieformen, Teilchen und im Geistigen der „Tod“ als Rw-,N-bedingtes „Vergessen“ und ähnliches gilt, als Voraussetzung für deren zielgesetzte Relationen, als Erzeugung neuer Endlichkeiten, Kurz, der Totalverlust im Endlichen ist auf wp Metaebene die Erzeugung der aktualen Unendlichkeiten mit deren Zielen (durch allgemeine Entwicklung (aus S, R) und freie Rw – sowie auch unendlich freie Ii und Ei -), also neue Endlichkeiten zu konstituieren.

    911Der „Tod“ ist also einerseits Rw-N-verursachte Veränderung (Zunahme aller „Freiheiten“), welche mit Rz-G zusammen („z/w“) neu entwickelte Formen etc. erzeugt. Das Selbe spielt sich innerhalb jeder Phase ab sowie auch innerhalb jeder kleinen einzelnen Entität; vor allem in jedem Lebewesen als die biologischen Entwicklungsphasen, z.B. beim Menschen als vorgeburtliches Entwicklungsstadium, dann die Kindheit und die Alterungsstufen. Sie sind auf spezifische Weise kleine Abstufungen – hier bei den Lebewesen, aber grundlegender in aller Anorganik – in der „allgemeinen Entwicklung“, was abstrakt als Übergang von den Sz,Rz,G zu den Sw,Rw,N systematisiert werden kann.

    912Die acht unendlichen Grundgrößen sind „Ziele“, nämlich als die der „allgemeinen Entwicklung“, die OG von S,R her; und „umgekehrt“ sind die S, R jene „Ziele“, welche die OG-Elemente als alle Entitäten – hier als „S“ und auch „R“ sind sie „E-Existenzen“, „Eo“ – zeigen kann. Zugleich ist jedes dieser Acht sich selbst ein „Ziel“, im unendlichen Rz/G-Selbstbezug, als unendliche „E“, „Existenz“. Dabei geht es bei jedem Vorgang um: „I wird E“; die „I-Dynamik etc. wird mit deren „Verwirklichung“ zu den E-Eigenschaften; „I“ selber ist als „Existierendes“ eine „E-Variante“. Das sind nur Beispiele für weitere Überlegungen in wp Bereichen, z.B. die Übergänge „Unendlich zu Endlich zu „Unendlich“etc.

    913In der traditionellen Philosophie – bei Aristoteles, im Mittelalter bis heute – ging es um Strukturen (E) und auch um deren methodologische „Verbindungen“(G,N) sowie in vermuteten Entwicklungen um deren „Ziel-Dynamik“(„I“). Heute fragen wir uns, wie entwickeln, verändern sich die Eigenschaften der „E“, welche jeweiligen „I“ werden etwa durch die Relationen der N, G mit den E erreicht?

    914Der Übergang von den einzelnen unendlichen z, w, E,I,N,G zu den endlich seienden, den z/w, I/E, N/G und deren potentiell unbegrenzten Kombinationen „neutralisiert“ zunächst deren Dynamiken und deren einzelne „Zielsetzungen“. Aber beide und ähnliche Eigenschaften bleiben von den aktualen Unendlichkeiten nun in den potentiell unbegrenzten Seiendem dennoch erhalten; zum Beispiel als die raumzeitliche „Bewegung“, welche „inhaltlich und formal vom Endlichen zum wiederum unendlichen OG führt.

    915Kurz, wie ist das „Verhältnis“ von „E“ zu „I“ ? Zum Beispiel die E-Seite als endlich seiende „Teile“ und als „Ganzes“, in Beziehung zu den „I“ als „Zielsetzung“, „Wille“ „Interesse“, sowie beider methodische

    916Verbindungen als G und Rz und N und Rw.

    917Diese Verknüpfungen können raumzeitliche Bewegung oder Denkleistung/-handeln sein. Dabei geht man nicht mit den unendlich freien Grundgrößen ans Werk, sondern mit den „inhaltlichen Relationen der acht Grundgrößen“; zum Beispiel die Raumzeit als „Rz/G zu Rz/G-Rz/G zu Rw/N-Rw/N zu Rw/N“ als die „Einheit der Raumzeit als Existenz, Struktur (E) in Relation zur dynamischen Bewegung (N/G).

    918Das Denkhandeln ist die weitere wp Erweiterung, welche in allen „Handlungsarten“ die „I“ der Subjektphase hat, neben Ii noch Ik,g,w.

    919Das endlich Seiende sind von „z/w“ her alle Relationen vom Typ „I/E“ und „N/G“; und die dabei genutzten Grundgrößen erscheinen in ihren philosophischen Varianten (ontologisch Eo bis E6), ethisch etc.(Ii bis Iw), methodologisch (Rz,Rw bis G.N) etc. Und dieses dazu in ihren einzelwissenschaftlichen „Inhalten“.

    920Als „Relationen“ sind die „z/w“, „I/E“ statisch und daher erst mal ohne Zielsetzung in den endlichen Konkretisierungen; was sich mit der „Erweiterung“ (->QM) als „I/E zu I – E“ und zu „N-G zu N/G“ ändert.

    921Das alles zeigte sich bereits in der frühen Philosophie, zum Beispiel wenn Aristoteles „das Ganze“ und dessen „Teile“ – wir: „E“ – in deren „Ziel“ und „Wert“ beurteilt. Also nicht nur als Existenzen oder auch nicht als bloß formal räumlich und zeitlich Existierende, sondern als wp „I“-Varianten. Dann wenn Aristoteles meint, „jedes Seiende habe einen „inneren Aufbau“, der seine Ganzheit („I/E“) als „Seiendes“(E) „von seinem einheitlichen Ziel“ („I“) her in dessen „Grundhaltung“ und „Fähigkeiten“ verursacht und auch verstehbar macht. Das Ziel sei „Norm und Maß“ für die „Sinnhaftigkeit“ jedes Seienden (E3, als I/E, „Norm“/“Maß“). Damit berührt Aristoteles und die Philosophie seit dem Mittelalter bis heute in der „Seinsbetrachtung“ formal sowohl die wp „Wechselwirkungen“ und die „E-Varianten (als „Teil“ und als „Ganzes“) und die N-G, E als Logik sowie die „I-Funktionen“ als „axiologisch-teleologische“, „sinnvoll-finale“ Betrachtungen.

    922Die WP zeigt das Fundament dieser einzelnen Vorstellungen (aus S,R und OG) und auch, wie die Philosophie – QM, Entwicklung, Unendlichkeiten etc. – sich erweiterte.

    923Zielsetzungen in der „allgemeinen Entwicklung“ sind zum Beispiel als „vollendetes“ „Ganzes“ (E) zu bilden; und auch allgemein, aus „I“ „E“ zu machen, oder aus freien E und „I“ neue „I/E“ zu erzeugen; formal, aus Dynamik die Statik zu machen oder aus aktualen Unendlichkeiten endlich Seiendes.

    924Wie genau hängen in den Phasen die „I“ (Werte, Ziele) mit den „E“ (Ganzes, Teile, Elemente) zusammen? Zum Beispiel sind die Sz-, Rz-Funktionen „unendlich klein“; die „Sz/Rz haben zusätzlich diejenige „Dynamik“, welche in die „Kleinheit“ führt, hier als „Selbstbezug“. Die Kleinheit“ gilt auch für die Sw, Rw, jedoch haben diese ihre Dynamik, welche von der „absoluten „Kleinheit“ zur absoluten“ „Weite“, „Größe“ weist und führt. Von daher haben alle Phasen-Details, ihre acht Grundgrößen als kleinste Basis sowie jene unterschiedliche „Ziel-Richtung“.

    925Die Wechselwirkung aller acht, dann aller Details und Phasen, bildet auf jeder Ebene je verschiedene Größenverhältnisse; die „Realität“ wäre damit ein „absolutes Ganzes“(E5).

    926Das jeweilige Ziel, als allgemeines Entwicklungsziel oder als historisches, ist in allen Phasen angelegt, von „R wird I“ her. So auch formal in der QM-Entwicklung, zum Beispiel wenn aus unendlich freien „I“ vs. unendlich freien „E“ das „Ziel“ „I/G“ mit seinen neuen endlichen Eigenschaften entsteht. Welche „zugleich“ nach außen abgegrenzt sind wie sie aber „nach innen“ auch ein doppelt unendlich dynamisches Feld sein können. Die QM eröffnet zwei unendliche Dynamiken und daraus alle beliebig statischen, gleichgewichtigen Eigenschaften; zum Beispiel „I/E“. Mit den Dynamiken zugleich (letztlich die acht Grundgrößen) wird wieder die „Auflösung“ jeder endlichen Entität, ob materieller oder geistiger Art; das gehört zur 3.QM-Möglichkeit. Sie ist auch die Voraussetzung für jede „Höherentwicklung“, in allen Phasen, von der Physik, Mathematik bis zum herkömmlichen abstrakt Geistigen.

    927Traditionell galt, dass die „Kräfte“ – ob physikalische oder biologische – „final geordnet“ seien, in ihrer „Dynamik“ als „Verschiebung der Dinge“, „sinnvoll-zielbestimmte Aktivität“ zeigend. Wobei zumal da an den „Dingen“ auch „ein selbständig sich vollziehender Wandel ihrer Gesamtstruktur“ zu beobachten sei.

    928Die WP geht von den (physikalischen) R-Aspekten aus und zugleich von den „I“ (OG). Jene „allgemeine Finalität“ und alle Wirkungen, Entwicklungen, die Dynamik sowie die „Zielsetzungen“ – ob als Zwischenziele in allen Phasendetails oder als jene „Endziele“ (Iw) in einzelnen Phasen – werden wp von dem „R/I-Verhältnissen“ bestimmt.

    929Jedes Detail jeder Phase hat von Rw und von „I“ her, in der Wechselwirkung und deren dynamische Entwicklungen, in jedem Entwicklungsschritt ihre Zielsetzungen. Zum Beispiel grundlegend solche, welche Sw zu Sz und Rw zu Rz sowie „I“ zu „E“ machen. Das wird einzelwissenschaftlich, beispielsweise physikalisch, als „Energie-Funktion“ beschrieben; die WP analysiert „Energie“ dann als „S/R-Relation“ (Sz/Rz zu z/z zu w-w zu Sw/Rw).

    930In der notwendigen subjektiven Begrifflichkeit wird „S“ zu „E“ und „R wird „I“, und so die N und G als Methodik für die Struktur der Dinge und deren Funktionen.

    931Die altüberlieferte Meinung, dass die „Gestalt“ und das „Wirken“ eines Dinges „von innen her“ in dessen „gegründeter Kräftestruktur“ und von deren „Wesensgrund“ aktiv „sinnvoll final“ „wirken“ kann, wird also von uns wp systematisiert, auf S, R, „I“ etc. reduziert.

    932In der herkömmlichen Geistesgeschichte galt, dass „kein Seiendes“, ob geistiges oder materielles, nur aus sich u/o aus seinen „Elementen“ „vollkommen erkennbar“ sein kann. Es jedoch gelten muss, dass sowohl jene Elemente als auch alles geistig und dinglich Seiende aus seinem jeweiligen „Sinn und Ziel“ „erkennbar“ ist. Die WP systematisiert das genauer und sie nutzt dabei jene alten Überlegungen: Sowohl jedes endlich „Ganzes“ (→ Phase) wie seine unendlichen Elemente (acht Grundgrößen) haben „beides“: „Ziele“ als Rz, Rw und „I“ sowie „Sinn“ durch „S“ und „E“ (dann S/R, I/E), und beides vereinend, durch G, N, Rz, Rw als „Selbstanwendung“); das gilt für jede Phase, hier für die der „Subjektivität“, als methodisches „Verstehen“.

    933So ist sowohl in jeder Phase (Theorie, Praxis) wie auch in jeder philosophischen Disziplin das „Verstehen“ beteiligt; es sind die wichtigen Wechselwirkungen aller dieser Bereiche, speziell die mit der Subjekt-Phase.

    934Formal geht es um die Einheit aus Logik und Dialektik („N-G zu N/G“) und erweitert, um die methodologische Hermeneutik (als „I zu N,G,E` zu E“); durch die QM-Rw,N lassen sich solche Abtrennungen und Unterscheidungen bilden.

    935Traditionell galt, „das Ziel hat wesentliche Bedeutung für das Tätigsein und das Seiende überhaupt“; Bedeutung gilt auch hier: „dem Erkennen“ („Erkenntnis als G,E“), dem „Gegenstand“ („E“), dem „Wirken“ („Denkhandeln“, „I zu N,G zu E“) der „Richtung“ („I“), dem Leben, dem Streben („Handeln“ und „Ii“) und Antrieb und Entwicklungsauftrieb („Rw“)“. Alles eingerechnet, in der „allgemeinen Entwicklung“ gehen wir von den Rz und Rw aus. Sie sind beide „zielgerichtet“ – das bedeutet, beide entwickeln sich zu den begrifflich-geistig verstehbaren Eigenschaften der „Zielrichtung“, endlich ausdifferenziert zum Beispiel als „Interessen“, „Wünsche“, „Bewertungen“.

    936Zugleich sind beide maximal „unterschieden“, konkret wirkt „Rz“ endlich als „G“, so als „Nexus“, der zum Beispiel methodologisch in der „Kausalität“ wichtig ist.

    937„Rw“ entwickelt sich in den physikalischen Phasen von den Eigenschaften der Elektromagnetik und denen der „Energie“, zur Ursache der Ausweitung des Weltalls; und als „qualitative“ Entwicklung wird Rw zu jenem „N“, welches als „Negation“ und „Nichts“ das gleichgewichtige Gegenstück zum „G“ und dem „E“ in der endlichen Realität ist.

    938Je beide zusammen (Rz/Rw und N/G) sind einerseits für die Erzeugung von Neuem (in der „allgemeinen Entwicklung“) zuständig, wie als Basis der „Endlichkeit“. Genauer geht es formal um den Übergang der zwei aktual unendlichen Felder als Bildung von neuen Einheiten, als „Relationen“. Die darin vereinten „Eigenschaften“ bleiben neben den jeweiligen neuen Eigenarten erhalten und prägen nun die von S-und R-Aspekten her „abgestuften“Aspekte in der „allgemeinen Entwicklung“, konkret alle Phasen, Subphasen und Details des Seienden, zum Beispiel die der Subjektphase.

    939Der Kausalzusammenhang hat – wie prinzipiell alle Phasen und deren Details – zwei mögliche – und miteinander verbundene – wp Erklärungen. Die eine, schon traditionell angedeutet als der Kausalnexus, welcher als „Nexus“ durch „Rz“ und „G“ notwendig abstrahiert wird und welcher zugleich immer schon als „Finalnexus“ beschrieben wird, was wir als die wp Entwicklung von „Rz“ bis hin zu allen „I-Funktionen“ beschreiben. Diesen „Unendlichkeiten (Rz,G, „I“) stellen wir die Kausalität als „wirkursächliche Determination“ zur Seite, welche die andere QM-Möglichkeit ist, die der Bildung aller endlichen Entitäten aus beliebigen Relationen der acht Grundgrößen.

    940Im Ablauf der „allgemeinen Entwicklung“ entsteht aus den Rz und Rw die einfache Kombination „Rw zu Rz/Rz vs. Rw-Rw zu Rz“, als eine QM-Metaebene konkreter Art, hier die vierdimensionale Raumzeit.

    941Fast noch ebenso einfach kombinierte Entitäten sind da beispielsweise die physisch-mechanischen Kausalverknüpfungen.

    942Von der unendlichen Ur-Physik an wird in der endlichen Physik, so im mechanischen raumzeitlichen Bewegungsprinzip, und in allen anderen Natur-Phasen als „Finales Wirkprinzip“, Bewegung und Entwicklung, durch die R-Aspekte (Rz, Rw) richtungsbestimmt. Alle Gesetze dieser Phasen werden wp von „S/R zu S-R“ bis zu „I-E zu I/E zu N-G zu N/G“ erkennbar analysiert. Dazu gehört speziell auch „Rz-Rw zu Rz/Rw“ als Basis der Mathematik und deren Anwendung auf andere Phasen.

    943Das Seiende, die Endlichkeit ist in der wp Ontologie der Bereich aller „E3“, welche formal in der Entwicklungsreihe Eo,1,2,4,5,6 stehen, von diesen seine eigenen Eigenschaften erhaltend und die E3-Eigenschaften in allen E-Varianten repräsentierend. Dazu gehört, dass das Seiende, E3, die potentiell unbegrenzten Strukturen von „gleichgewichtiger“ Art sind. Sich zum Beispiel auch Rz/G-unendlich auf sich selbst beziehend, als das Innere „I/E/N/G“ – von „z/w“ (Sz/Sw, Rz/Rw) bis „I/E und „N/G“ her – ausgewogen, neutral, geordnet, als Stützpunkt systematischer Regelmäßigkeiten.

    944Wie kann man „Sein“ und „Seiendes“ beschreiben? Die WP geht vom „Sein“ als den unendlich voneinander getrennten (Rw,N) acht Grundgrößen (S,R,OG) aus und vom „Seienden“ als die Rz/G -vereinten, kombinierten acht Grundgrößen (→ „Rz/Rw“). Das führt dazu, dass alle „Eigenschaften“ sämtlicher endlicher Entitäten und Funktionen durch die Eigenschaften der acht Grundgrößen sowie dazu durch deren „Relationen“, „Wechselwirkungen“ zusätzlich neu entstehenden Eigenschaften bestimmt werden.

    945Die „Erfassung“, „Beschreibung“ dieser „Eigenschaften“ folgt dann wieder der wp Reduzierung (Rw,N), welches zum Beispiel die Umgangssprache leistet; z.B wenn man vielen geistigen Endlichkeiten, deren Begriffen die Vorstellung von „Sinn“ zuschreibt.

    946Traditionell wird dem Seienden neben dem „Sinn“ auch die „Ordnung“ zugeschrieben, welche als das Seiende in seiner „inneren Konstitution“, im „Subjekt-und Objektcharakter“ für jede einzelne seiende Entität als deren „Vollkommenheit“ angesehen wird.

    947Die WP kann die „Ordnungsfunktion“ als die formalen Funktionen verstehen, zum Beispiel die „Existenz“ (E) der acht Grundgrößen, deren „allgemeine Entwicklung“ (Rw), die Existenz (E) der vielen Phasen und auch die der wenigen philosophischen Disziplinen; und das Verhältnis von aktualen Unendlichkeiten zu den potentiell unbegrenzt vielen seienden Entitäten, vor allem die drei formalen QM-Möglichkeiten, mit den Wechselwirkungen u.ä..

    948Die „Sinnerfüllung“ wird von uns mit den „inhaltlichen“ Seiten der WP erklärt; also die unterschiedlichen Eigenschaften der acht Grundgrößen, der Phasen – vor allem die der „Subjektphase – etc. Und dann natürlich die Eigenschaften aller wechselwirkungserzeugten endlichen „Relationen, Kombinationen“; „Sinn“ wird darüber hinaus noch dadurch erzeugt, dass jene „formale Ordnung“ zusammen mit den „Inhalten“ eine weitere Meta-Ebene erschafft.

    949Die unendlich freien E,G,N begründen jene Vorstellung von „Ordnung“, alltagssprachlich zum Beispiel als „Form, „Maß“. „Gesetz“. Deren Relationen und dazu „I“ schreiben wir – zum Beispiel als die Eigenarten der „Subjektphase – die „Inhalte“ zu, zum Beispiel traditionell als „Norm, Ziel, Bestimmtheit, Wert“, auch als „Harmonie“. „Einklang“ etc. das aus allen Phasen umgangssprachlich gefasst.

    950Aber die Tradition versuchte nun beide Seiten zu vereinen, indem sie behauptete, „Ordnung ist mit der Form des Inhalts gegeben“, also alltagssprachlich und durch bloße Behauptung, dass das möglich sei: „Wohl aber ist Ordnung mit der Form des Inhalts gegeben; Maß und Norm ist im Ziel enthalten“. Das wird wp durch „die allgemeine Entwicklung“ und durch QM vertieft.

    951Wie kann man wp Ordnung (Form etc.) und „Inhalte“ vereinen? Mit Hilfe der 3.QM-Möglichkeit; QM („z-w zu z/w“) zeigt sich im Geistig-Begrifflichen als „I-E zu I/E“ und als „N-G zu N/G“; sowie als QM-Metafeld: Nämlich als die Rz-bewirkte Einheit aller dieser Rw-Unterschiedenen; weitergehende Basis ist die Sz- und Sw- und die Sz/Sw-Funktion.

    952Wp gilt die Rz-bedingte Wechselwirkung, Einheitsbildung von der „formalen“ Seite (Gesetze, Strukturen, Ordnung sowie auch das unendliche „Sein“), eben in Wechselbezug („zu“) den „Inhalten“ („I/E“) konkret als „Seiendes“ jeder potentiell unbegrenzten Art. Diese Wechselwirkungen zwischen „Sein“ und „Seiendem“, also zwischen Unendlichkeiten und Endlichem, erschienen schon traditionell als „Wirken“ und als „Werden“, als „Entwicklung“.

    953Zusammengefasst, die WP fundiert das traditionelle „Sein“ als eine der acht aktual unendlichen Grundgröße, als „E“. Das endliche Seiende wird mit Hilfe der QM „(Rz/Rw zu N/G“) als Relationen, Kombinationen der acht Grundgrößen erzeugt. Diese Erzeugung, das „Werden“, das „Wirken“ sind jene Relationen, als Übergangsfelder zwischen Unendlichkeiten und zwischen diesen und der Endlichkeit.

    954Die Eigenschaften alles Seienden sind wegen der dritten QM-Option sowohl „vollkommen“ (von den acht Grundgrößen her) als auch „sinnfällig“. „empirisch“, von jenen „Übergangsfeldern“ her.

    955Alle endlich seienden empirischen Entitäten und auch die Methoden werden wp aus den acht Grundgrößen hergeleitet, stets zum einen aus den durch die natürlichen Unendlichlkeiten S und R und zugleich sowie in Wechselwirkung aus den unendlich abstrakten OG-Elementen.

    956Dass es diese acht Grundgrößen „gibt“,wurde in der Geistesgeschichte immer mal wieder vermutet. Wobei zum Beispiel deren „Vor-Empirik“ unverständlich blieb. Das vor allem, weil die raumzeitliche Vierdimensionalität (drei Rw zu drei Rz) und die Elektrodynamik (→ Sw/Sw zu Rz) als wp von den acht Grundgrößen abgeleitete endliche Relationen noch nicht bedacht werden konnten.

    957Traditionell versuchte man, im Seienden eine „sinnvoll-finale“ Gegenstandsordnung“ zu sehen, in welcher „apriorische, unsichtbare innere natürliche Prinzipien“ zusammen mit den „von außen einwirkenden Ursachen“ das „erscheinende Ordnungsbild der Gegenstände und ihrer Zusammenhänge bestimmt“ (C.Nink).

    958Die WP nimmt solche Andeutungen, beispielsweise die von „Entwicklung“ und „I“ („final“) oder auch von „Unendlichkeit“ („apriorisch“, „unsichtbar“) auf, und systematisiert diese ebenso wie die „Ordnung“ des Seienden“ (Relation der Unendlichkeiten); und weitere umgangssprachliche Begriffe, so „Qualität“(von „S/R“ bis „I/E), „ Quantität“(Rz, Rw, N, G) oder „Statik“ (E,G) etc.

    959Herkömmlich galt, es gibt „Grade“ der „Vollkommenheit“, „vom Wirken her“, und es gibt „Grund“ und „Ziel“ als „Wert“ und „finale Ausrichtung“ der Ordnung. Die WP zeigt jenes „Wirken“ als formale und inhaltliche „allgemeine Entwicklung“ als die der „E“ und der „I“ von den S, R („Grund“) her bis zu den OG-Elementen („Ziel“).

    960Die ontologische „E-Seite“ entwickelt sich dabei von den Eo bis zu den E6; und dabei speziell in der Subjekt-Phase von den „Ei“ zu den Ek,g und dem „vollendetem“ Ew (z.B. als global und historisch universell gültige ethische Prinzipien). Solcher „Seinsvollkommenheit“, als „Ziel des Seienden“ wird wp die entsprechende „I-Entwicklung“, von den „R-Aspekten bis zum „Iw“, gegenüber gestellt und zugleich, durch die sich ebenfalls entwickelnden Methoden (Rz,Rw, G,N), auch als „Wirken“ vereint („I/E“ etc.).

    961Traditionell wurden diese zwei „Ordnungen“ auf eine der WP nahe kommende Weise beschrieben: Der ordo essentiae (wir, die I-Seite oder die I/E) und der ordo existentiae (wir „E“) sowie beider Verhältnis als „vorgeordnet und zugleich hingeordnet“ wird wp als die dritte QM-Option (z-w zu z/w) und als „Wechselwirkung“ beschrieben; das fundiert die „Endlichkeit“.

    962Dagegen ist die traditionelle „ideale Wesenssphäre“, wp als „Sein“, sowohl die unendlich Rw/N-getrennten acht Grundgrößen wie zugleich auch jede der acht Grundgrößen auf sich bezogen, unendlich durch Rz/G.

    963Das endliche Dasein wird durch die „Rz/Rw-Kombinationen“ fundiert. Dabei werden die einzelnen Strukturen durch Rz/G verbunden und zugleich ist auch dort jedes Seiende unendlich durch Rz/G auf sich selbst beziehbar.

    964Auf diese Weise wird – durch die dritte QM-Option – das „potentiell unbegrenzte endliche Seiende“ gebildet. Mit dessen „Ordnung“ aller Phasen, deren Zusammenhänge in der konkreten Praxis und deren Theorien. Man kann in der Entwicklung dieser umfassenden Einheit eine „zielbestimmte“ Entwicklung“ sehen, wie das manche frühere Philosophie sah.

    965So das grundlegende Verhältnis „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ („potentielle Unendlichkeit zu den acht aktualen Unendlichkeiten“, S,R,OG); diese spezielle Wechselwirkung repräsentiert das, was hergebracht auch eine „Ordnung“ genannt und als „Vollkommenheit“ gepriesen wurde. Genauer und aus den „ideale Wesenssphäre“ genannten OG stammend, zum Beispiel die endlichen Ii und Ei eines Menschen.

    966Die WP zeigt, wie Unendlichkeit und Endlichkeit zusammenhängen: Die acht unendlichen Grundgrößen, welche in ihrer Wechselbeziehung (Rz/Rw zu N/G) die Endlichkeit, das Seiende erzeugen, übertragen ihre „Eigenschaften“ in alle endlichen Phasen. Von daher kann man dieser „Daseins-Sphäre“ und auch deren konkreten Details sowohl individuelle, reale Merkmale wie auch ideale Wesenseigenschaften zusprechen. Die Subjektphase ist dabei die „vollkommene“ Vermittlung“, weil der „Mensch“ selbst das Verhältnis“ „endlich/unendlich“ enthält. Also die E (Existenz u.ä.) und die „I“ (Ziele, Werte u.ä.) sowie die Methodik, zum Beispiel als „logisches Denken“ (N-G) oder als „Negieren“ (N), sie ergänzen das immer.

    967In der wp Systematik geht es um das Verhältnis des unendlich abstrakten Seins – die acht Grundgrößen – zum endlichen Seienden, so die „potentiell unbegrenzt vielen „Begriffe“. Die Phase der Subjektivität“ vereint beides auch dadurch, dass es beides mal „Begriffe“ dafür hat.

    968Die WP ordnet diese Begriffe noch m al systematisch, in „statische“, „seiende“ (E,G,S) und in „dynamische“, „wert-und finalbestimmte“ (R,I) und beider Wechselwirkungszusammenhang begrifflich als „Werden“ oder als „allgemeine Entwicklung“.

    969Die wp Unterscheidung in die aktualen Unendlichkeiten der vier OG-Elemente gegenüber den endlichen Phasen-Details, z.B. sprachliche Begriffe, wurde bereits im Denken des Mittelalters als die Unterscheidung von „unveränderlichen“, „ewig bleibenden“ Verhältnissen im Gegensatz zu „endlich“ einmaligen Verhältnissen oder Entitäten, Begriffen gesehen. Wp formal und methodisch geht es um die drei QM-Optionen, die unendlichen Rw-und N-Trennungen, die unendlichen Rz-G-Kohäsionen sowie beider Meta-Relation. Welches bereits von Augustinus als „Unterschiedenheit in der Einheit“ und auch als „Werden“, Entwicklung angesehen wurde. Ähnlich ist es mit der „Zielsetzung“, der wp I-Seite, was traditionell deshalb als „sinnerfüllte Ordnung“ genannt wurde, wenn diese als „finale Hinordnung und werthafte Zielbestimmtheit“ bezeichnet wurde.

    970Welche inhaltliche Überlegungen gab es damals neben solchen formalen Annahmen? Zum Beispiel die, das Seiende sei „innerlich geordnet“, auch schon von der Natur, der Materie her. Und von da sei das Endliche „mit logischer Notwendigkeit“ (->N-G) „einheitlich-final“ (→ „R“, „I“) geordnet.

    971Die WP fasst das zusammen: Alles „Endliche“ (so die Phasen) kann als „z/w“, bis „I/E“, „N/G“ sowie zugleich als „N-G und von R/I final analysiert werden. Dazu kommen die unendlichen Rz,G als „aktive“ Rückkehr vom Endlichen zu den aktualen Unendlichkeiten.

    972Wp wird also das Seiende in seinen Phasen-Details so beschrieben: Als „Rz/Rw-Gleichgewicht oder mit der Rz-Betonung.

    973Traditionell galt „natura prius“ als substantielle Ordnung. In welcher die unendlich abstrakten Seins-Kategorien das „Seiende“ bilden und also im Seienden vorhanden sind, und wobei „die Seinskategorien“ „übereinstimmen wie sie sich zugleich unterscheiden“.

    974Die WP beschreibt das mit Hilfe der Wissenschaften genauer und wendet, von den physikalischen S- und R-Aspekten bestimmt, sowie von der QM, formal die „Rw-N-getrennten“ „Rz“ und „Rw“ als Unendliche an, die zugleich das endliche „Rz/Rw“ bilden können. Diese dritte QM-Beziehung ist als „Gleichgewicht“ die Basis der „E“ aller endlicher Entitäten, E und das „G“ als Statik“. Wie auch die „Rz/Rw“ als (unendlich) dynamische „Ungleichgewichte“: Die Ursache aller endlicher Veränderungen sind wesentlich als Weiterentwicklungen. Die in diesen Ungleichgewichten relativ „frei“ werdenden R-Aspekte sind die Basis der dynamischen „I“.

    975„Rz“ und Rz/G zeigt sich als die methodische Basis des „Endlichen“; dessen „Ordnung“ traditionell als „innerlich-konstitutiv begründendes Prinzip als Rückkehr in sich selbst“ beschrieben wurde. In der Geistesgeschichte wurden diese beiden Unendlichen, Rz und G durch „Rz/Rw“ und „N/G“ ersetzt, was als „innere statisch-dynamische Ordnung“ des Seienden und als „Dialektik des Denkens“ umschrieben wurde – und was wp zwei der drei QM-Optionen erkennen lässt. Übrigens, die sich in dieser geistesgeschichtlichen Entwicklung zeigende Vorbereitung der drei QM-Optionen als „vollendete“, umfassende Einheit wird traditionell als „finale objektive Norm“ (→ „Iw“) angedeutet.

    976Schon früh galt, dass alle seienden Entitäten „sowohl übereinstimmen wie sich zugleich unterscheiden“

    977Die althergebrachte Erkenntnis, dass „Ordnung“ formal generell als „Übereinstimmung“ „und zugleich“ als „Unterscheidung“ für alles Seiende gilt, wird wp von der QM der Physik als „z-w zu z/w“ und deren Entwicklung bis zu den OG mit dessen „I-E-N-G zu I/E/N/G“ bestimmt.

    978Das „zugleich“ und der „Verstoß gegen die Logik“ (→ N-G) dabei wird wp dadurch erklärt, dass eine „raumzeitliche“ Vorstellung von „zugleich“ hier deshalb noch nicht in Frage kommt, weil die Raumzeit bereits von entwickelter Komplexität (3Rz /3Rw) ist; und es gilt, dass die endlichen z/w (Sz/Sw zu Rz/Rw) von den unendlich freien z, Rz, hier als kohäsiver „Selbstbezug“, mit bestimmt werden; (→ 3.QM-Option).

    979Eine weitere überlieferte Einsicht ist, dass es im „Wesen der Ordnung“ liegt, unabhängig von allen Erfahrungen zu sein. „Der sich in den Dingen wiederfindende Geist“, vor allem hier in den „Naturdingen“, aber prinzipiell in allen Wissenschaften, wird herkömmlich als „einheitlich-sinnvoll“, „werthaft final“, „,statisch und zugleich dynamisch“ beschrieben; die WP konzentriert das auf einige philosophische Disziplinen („Unendlichkeit zu Endlichkeit“ und QM vor allem) und auf die acht philosophischen Grundgrößen“, als „metaphysische Ebene“.

    980Das und dieses als „Ordnung“ verstandene Zusammenspiel wurde als „Sein“ und „Seiendes“ bereits früh gefasst und inhaltlich als „Abbild Gottes“ verstanden. Jenes „göttliche Urbild stimmt wp mit den „E“ überein, welche als Seiendes (E3) und als „Sein“ (Eo,1,2,4) in der „allgemeinen Entwicklung“ erscheinen. (E4 ist als „Gott“ das E im OG. Die I/E-Varianten kann man hier zum Beispiel mit der „Trinität“ konkretisieren).

    981Auch hier zeigt sich, dass „Ordnung“ nicht von „Entwicklung“ zu trennen ist. Deutete und betonte die „Ordnung“ letztlich die Existenz der acht Grundgrößen an, so fundiert deren Wechselwirkung die „allgemeine Entwicklung“; diese „allgemein“ aller Phasen, aber auch innerhalb der einzelnen Phasen, zum Beispiel in der Subjektphase.

    982Dort zielt die Entwicklung einerseits als „I“ auf die „E“, andererseits von „I“ auf Ik,g,w; wobei „Iw“ – als globales und historisch jeweils „Vollkommenes“ zum Beispiel eine„ethische“ Konkretisierung ist.

    983Traditionell zeigten sich immer wieder die philosophischen Hauptprobleme, so die „Ordnung“ (->die acht Grundgrößen), die „allgemeine Entwicklung“; dabei die Rolle der „Subjektphase“ und genauer, deren Aktivitäten (→ Handeln als „I/N/G/E`zu E) sowie die subjektive Zielsetzung (Ii) dabei.

    984Für den Bereich des „Endlichen“ gilt die dritte QM-Option (die Einheit „z-w zu z/w“), wobei im Inhaltlichen für alle Phasen die „Ordnung“ als unendlich getrennte (Rw,N) acht Unendlichkeiten (S,R,OG) nicht zu trennen sind von deren Relationen (Rz/G); diese Relationen erscheinen als Ursache jeder „Entwicklung“ und ebenso als jede Phase, zum Beispiel der Subjektphase,

    985Die sich hier zeigenden zwei Funktionen der „Übergänge“, zugleich als „Abgrenzung“ wie als „Überschreiten der Grenze“ zu sein, sind wiederum Selbstanwendungen der drei QM-Optionen. Dabei geht es um die Übergänge von den acht Unendlichkeiten zu den vielen Endlichkeiten sowie die Übergänge in und zwischen den endlichen Phasen: Als „Endlichkeit“. Das alles findet beides – ebenfalls als „Selbstanwendung“ – auch in jeder Phase statt, zum Beispiel in der Subjektivität.

    986Eine kurze Übersicht: Die wp grundlegende „Abwechslung“ der Kraftarten und dabei die Übergänge („Sz/Sw“), wobei sich Sz in dem Maße abschwächt – das heißt auch, „sich endlich verwirklicht“ – wie sich Sw verstärkt zeigt – und dann wiederum Sw sich abschwächt so wie Sz stärker wird usw. – gestaltet alle weiteren Vorgänge, die „allgemeine Entwicklung“ und auch die Eigenschaften, zunächst die der Rz, Rw, der z (Sz/Rz) und w (Rw/Sw) sowie in „z/w“ alle endlichen Phasen mit deren charakteristischen Besonderheiten.

    987Für die „Zielsetzung“ in der Physik ist der abwechselnde Übergang – und dabei zugleich die Fundierung von solcherart gegenseitiger „Erzeugung“ – der Rz-gerichteten Sz-Kraft (Gravitation, Kernkraft) zur Rw-gerichteten Sw-Kraft (Elektrodynamik etc.) und dann weiter von der w-Kraft zur z-Kraft, und so unendlich weiter. Von diesen zwei R (Rz wird Rw etc.) erhält jedes Endliche, jede Phase die spezifischen endlichen Zielsetzungen („I“). Weniger abstrakt, beispielsweise als Streben nach Vervollkommnung; Rz als G macht unter anderem das Ziel der „Selbsterhaltung“, „Selbstbegrenzung“ und zugleich macht Rw,N den „Übergang“ über diese „Grenze“, um Hilfe bei der Erzeugung von Neuem zu leisten.

    988In der Geschichte der „Philosophie“ wurde die „Dualität“ von „Erstem“, „Vollkommenem“ und ähnlichen Vorstellungen manchmal erwähnt, zum Beispiel im „Potenz-Akt-Verhältnis“. Die WP analysiert jene „Potenz“ als die acht wp Grundgrößen (S,R,OG). Diese als unendliche Rw/N-Getrennte, welche „möglicherweise“, „potentiell“ (->die QM) mit den Rz/G-Kohäsionen wirken können, dabei die dritte QM-Option als Endlichkeit schaffend. Eben das ist die Vorstellung der Eigenschaften traditionell als „Akt“, bei uns als die vielen endlichen Varianten des „Handelns“. „Akt“ sind also die Rz/Rw/N/G bestimmten wp Handlungsarten, als Wechselwirkungen, als vielfältige Relationen der acht Grundgrößen; es ist die konkrete Endlichkeit und in ihr vor allem die Handlungsarten der Subjekt-Phase. Welche die traditionell als „inneres Prinzip“ den „Telos und die Intentionalität des Subjekts“ als „begrenzbares und begrenzendes“, „statisches wie zugleich dynamisches inneres Prinzip“ beschreibt und worin wir eine Schilderung der „I-Funktionen“ (von den R-Aspekten her) erkennen.

    989Die traditionell postulierte „Einheit“ aus Statik und Dynamik wird wp allgemein durch die dritte QM-Option („z-w zu z/w“) sowie speziell durch die Wechselwirkungen in der „allgemeinen Entwicklung“ fundiert. Beide Vorstellungen wurden bereits herkömmlich als „Denkzwang“ geschildert und sogar in der „Natur“ vermutet. Die WP bezieht sich da auf die heutige Physik als Basis und zeigt genauer, was zum Beispiel jene „allgemeine Entwicklung“ von der „Natur“ her ist.

    990Die hergebrachten Behauptungen hierzu, „der dynamische Seins-Charakter beruht logisch auf dem statischen“ und „der statische Seins-Charakter ist final auf den dynamischen hingeordnet“, wird wp mit „S-R zu S/R“ sowie daraus mit „I-E-N-G“ zu „I/E/N/G“ für alle Phasen systematisiert.

    991Es gibt die traditionelle Vermutung, dass jedes ens contingens „seiner Natur nach“ und seiner konkreten Endlichkeit nach, sowie seiner „substantiellen Wesenheit“ nach als „S/R“ („Natur“) anzusehen ist, und seiner endlichen Existenz und seinem Wirken nach als „I/G/N/E“. Diese acht Grundgrößen (Sz,Sw,Rz,Rw und OG) und ihr Zusammenspiel (die drei QM-Optionen) wurden in früheren Theorien zur Ontologie so beschrieben, dass jedes „Endliche“ „in seiner Eigenart“ Grenzen hat; wir schreiben das formal den Rz, G und „E“, als den individuellen Existenzen zu, und in seiner Inhaltlichkeit den „S-Aspekten“. Aber zugleich „strebt jedes ens contingens „in seiner finalen Hinordnung über seine Grenzen hinaus“, was wp die Ursache aus den Sw, Rw und „I“ hat. Diese „Transzendenz“ „sei von der natura prius (->S,R) grundlegend eine Tendenz der kontingenten Substanz“. Den „Grenzüberstieg kann die kontingente Substanz nur in akzidentellen Akten vollziehen“ Die WP beschreibt das als „die allgemeine Entwicklung“ von der unendlichen Naturbasis (S/R) zum Endlichen („z/w“) und weiter zum unendlichen Geist (OG); inhaltlich auch als die Erzeugung der vielen Phasen – als deren Wechselbeziehungen dabei.

    992Kurz, die geistesgeschichtliche Entwicklung als Vorwegnahme der wp Systematik wird so darstellbar: „Potenz“ entspricht den acht unendlichen Grundgrößen, und „Akt“ ist die endliche Wechselwirkung dieser Acht.

    993Beider Verhältnis („Potenz/Akt“) wird von der dritten QM-Option formal fundiert. Deshalb „schließt Potenz zugleich Grenzen ein wie sie diese auch final transzendiert“.

    994Damit hat die „Potenz“ jene in der traditionellen Philosophie angesprochenen „Eigenarten“ wie die des „Telos“ und der „Energia“; wp ist das „I“ (Rz,Rw bis Iw) die „finale Hinordnung zum Grenzüberschreiten“ als Übergang der „akzidentellen Akte“ aus dem „Potenz-Charakter“. Und „Energie“ ist heute als „Kraft“ von den Sz, Sw her als absolut fundamental anzusehen.

    995Die „Endlichkeit“ (->z/w etc.) war als natura primus, „kontingente Substanz“ als die Natur-Phasen und dann als die anderen Phasen, als „substantiell-akzidentelle Hinordnung über Grenzen“, ein früher Hinweis auf eine „allgemeine Entwicklung“ von S, R („Substanz“) und deren Wechselbezüge („Akt“).

    996Traditionell ging es um die „eigene Geschlossenheit“, z.B. die der „natürlichen Substanz“, aber darüber hinaus auch die „alles Endlichen“, ens contingens; wp ist das die Rz-Funktion bis zum „G“, und das in allen Phasen. Und traditionell war auch erkannt worden, dass „die Abgeschlossenheit keine absolute“ sei. In diesem Einwirken auf andere und auch als „Aufnahme äußerer Einwirkungen“ „kann ens contingens ihre Kräfte entfalten“; wir: Die Ursache dafür sind die wp Kraft-Arten Sw und Sz, vor allem Sz, mit Rz und alle deren Entwicklungsstationen bis zum „G“.

    997Das endlich Seiende wurde herkömmlich so beschrieben, dass es „begrenzt sei und innere Gründe“ sowohl dafür habe wie auch zugleich „Übergänge über die Grenzen des Seienden und dessen Tätigkeiten sowie seines Ursprungs wie seiner Ziele“ habe. Wp sind das Beschreibungen der drei QM-Optionen – jedoch noch, ohne S, R und OG systematisch zu verzeichnen.

    998Bei der alten und auch noch heutigen Behauptung, dass jedes Seiende, dabei auch die anorganische Substanz und alle Naturabläufe „sinnerfüllte Ordnungen“ sind, geht es grundlegend – aber die Subjektphase immer schon einbeziehend – darum, die Entwicklung von der Physik bis zum „emotional-rationalen Denken („Sinn“ u.ä.) ganz genau zu erklären. Das wurde damals so formuliert: „Jedes Seiende verhält sich infolge seiner Substanz sowohl zu sich selbst wie auch zu anderen“(->beides mal Rz/G). Und, „auch der anorganische Stoff ist nicht ganz in sich beschlossen, er ist hingeordnet auf anderes, und es strebt nach Entfaltung, hin auf sinnvolle Ordnung, final auf den ihm entsprechenden Wert“: Die WP muss da zum Beispiel fragen, was genau ist der „Stoff“ und wie hängen die Aussagen über ihn mit dessen Eigenschaften zusammen? Was ist „das andere“? Was heißt „in sich beschlossen“; was ist „Hinordnung“, „Entfaltung“, „Wert“, „final“ (→ Entwicklung, „I“).

    999Traditionell wurden am Beispiel der Subjektphase die acht Grundgrößen und die drei QM-Optionen beispielsweise so geschildert: „ Das Verhalten („Handlung“) der Menschen zu seiner Grenze (→ Rz,G), sein Verhalten im statischen (E,G) und im dynamischen (R, I) Sinn ist ein Spezialfall des allgemeinen Grenzverhaltens“: Die endlichen Funktionen und Strukturen, welche abstrakt durch jene QM-Wechselbeziehungen zwischen den acht Grundgrößen entstehen.

    1000Und in Entwicklungsphasen hat jede endliche Entität in ihrer Struktur und in ihrer Funktion konkret die Eigenschaften von S, R und OG sowie die aller Entwicklungsphasen zwischen S,R und OG. Das kann man an den einzelnen Phasen sehen. Zum Beispiel an der Subjektivität; die menschliche Struktur und dessen Verhalten vereint in Wechselbeziehungen das Physikalische und das Biologische, daraus sich entwickelnd zum Beispiel die Emotions-Phasen („vital-triebhaftes“ und als Ratio-Phase die intellektuellen und volitiven Vermögen).

    1001Jede dieser Phasen hat ihre „Grenzen“ (→ Rz und N) und zugleich die „Fähigkeit“, über diese Begrenzung hinaus zu gehen, also die „allgemeine Entwicklung“ zur nächst höheren Phase zu schaffen (->Rw).

    1002Wp zeigt sich das in allen Phasen, konkret in den Theorien der Einzelwissenschaften und ebenso in den einzelnen Praxen. Zum Beispiel in der Subjektphase, in deren „Ii-Ablauf“, welcher erst methodisch das Erkennen, Streben und Wirken möglich macht; dabei ist das Ii und dessen Wirkung individuell verschieden, es entstehen die Ei und dabei die „Ii/Ei“; zum Beispiel auch als „Verstehen, Handeln, das heißt Handlungen (I zu E zu N,G,E`) umfassend einzubeziehen, und es entsteht Neues. Das nun aber auch immer schon Bekanntes ist. Denn alles Zukünftig ist zunächst nur Rw-N-bedingt noch nicht Konkretes, aber noch und doch schon Bekanntes.(als R zu „I“ und als N, G, E sowie deren Rz,G-Verbundenes und daher sich Entwickelndes und immer schon Verbürgtes.

    1003Die alte Frage, ob jedes Erkennen (->E,G) und jedes Wollen (->I) deshalb immer schon Grenzen hat, weil die Subjektivität ein Ergebnis der objektiven „S“- (->E) und „R“- (->I) -Entwicklung ist, oder ob aus dieser „allgemeinen Entwicklung“ durch „QM“ ausgebrochen werden kann: Als die „Endlichkeit“ (die dritte QM-Option) und damit die tendenziell unbegrenzt vielen neuen E, I, N, G. Aber der „Denk-Übergang“ zu den acht Unendlichkeiten ist „zusätzlich gegeben“.

    1004„Jedes Erkennen ist Finden eines in seinem formalen Inhalt naturhaft immer schon Bekannten und im Werten“; wp heißt das, die OG-Elemente, „E“ („Bekanntes“) und „I“ („Werte“), müssen wegen der gemeinsamen „allgemeinen Entwicklung“ und dabei der Wechselwirkung aller Phasen, nun im Geistigen (OG), alle S-,R-Eigenschaften haben. Aber zugleich gilt, Rw,N als Unendlichkeit, welche als unendliche freie Ii auch die totale Selbständigkeit fundiert.

    1005Wie ist die allgemeine Wechselwirkung aller Phasen wp fundiert? Durch „S/R“ und „I/E/N/G“ sowie durch „QM“. Jene Wechselwirkungen sind konkreter gesehen zum Beispiel das „Erkennen“ (was eine „Handlungs-Variante“ ist); sowie die Wechselwirkung zwischen der Subjekt-Phase und jeder beliebigen anderen Phase, bzw. deren Details – und natürlich auch als die „Selbsterkenntnis“. Abstrakt gesehen: G, Rz und Rz/Rw zu N/G als die mit dem „Erkennen“ stets verbundenen Weiterentwicklungen“; dabei ist die Subjekt-Phase deshalb herausgehoben, weil sie die „maximal entwickelte“ ist.

    1006Das methodische „Erkennen“eines Objektes, als Beispiel der Wechselwirkung der Subjektphase mit anderen Phasen ist nur deshalb möglich, weil sich durch die „allgemeine Entwicklung“ von S,R über die Subjektphase bis zum OG, alle acht Grundgrößen „Rw-getrennt“ sind und zugleich relationiert zusammen kommen (Rz,G). Die „Erkenntnisfähigkeit“ der Subjekte wird von deren „Ii“ – als Wille etwas zu erkennen – und von deren Erkenntnis-Methoden (Rz,G, Rw,N, N/G u.ä.) sowie von den „E“, den Objekten der Welt durch das Ei des Subjekts in alle ontologisch möglichen Ek,g,w wechselwirkend entwickelt.

    1007Alle Wissenschaften (Phasen) sind auch von der Subjektphase bestimmt. Die Subjektphase ist selbst Endprodukt der „allgemeinen Entwicklung“ und sie zeigt damit die S,R in allen Naturphasen und deren einzelne Entwicklungen genauer. S,R „zeigt sich“, genauer, dem „Subjekt“ in jedem Objekt; und auch da genauer, geht es als empirische Methodik stets um die drei QM-Relationen, welche aus Rz zu G und aus Rw zu N entwickelt sind. Diese Entwicklung findet in allen Phasen statt, hier in der Subjektphase, wo die Fähigkeiten des Subjekts darin bestehen, sein reales Getrenntsein von dem Ding zu überwinden und die unendlich „kleinen“ Sz/Rz und Sw/Rw in die grundlegenden Methodiken – Herstellung der Identität (G) und Negation (N) zu entwickeln.

    1008Dieses Rw/N-Getrenntsein kann das Subjekt im „Erkennen“ nur überwinden, weil es in seiner Methodik die „Ii“ als Zielgerichtetheit hat. Beides, „I“ und die Methodik (G,N) sind Entwicklungen der „R-Aspekte“ . Und als „S/R-Aspekte“ sind beide, Ding und Subjekt, derart substanziell und prinzipiell zugleich verbunden und unterscheidbar.

    1009Die traditionellen Hinweise auf „Unendlichkeiten“ – hier z.B. Gott, Sein als „E“ – werden wp ersetzt, genauer, ergänzt, durch die Subjekt-Phase, welche die abstrakten Unendlichkeiten als „I/E/N/G“ kombiniert – konkret, durch die der einzelnen Sub-Phasen wie z.B. bei Kant der Mensch als emotionales, handelndes („I/E/N/G“) Wesen;. Alle herkömmlich beschriebenen subjektiven Eigenschaften werden wp in der „allgemeinen Entwicklung“ von „S/R bis OG, I/E/N/G“ als endliche Relationen aufzählbar.

    1010Wenn man die Haupt-Eigenschaften der Subjektivität, deren Erkenntnis-Methodik etc. als „Ziel“ und als „Vollendung“ der Entwicklung – formal als Ew und inhaltlich als Iw – ansehen will, dann ist das die wp „S/R-und R-Entwicklung“ als letzte Schritte, welche vom Subjekt und dessen vielen Begriffen hin zum OG führt. Das beinhaltet auch, dass alle anderen Phasen der Dingwelt immer schon jene Zielsetzungen in sich haben.

    1011Bekanntlich (->Kant) sind die Methoden – „Erkenntnisweisen“, z.B. die Logik (N-G) – „auf die realen Seins-Strukturen hin geordnet“; wir sehen das als die Basis der Methodik: entwickelt von Rz, Rw bis zu den G,N. Und die „Seins-Strukturen“ sind jene Inhalte der Phasen, welche S. E, I zur Basis haben. Die WP vereint das in komplexen Wechselwirkungen (S/R bis I/N/G/E).

    1012Die traditionelle Philosophie, bereits die des Mittelalters, erkannte, dass es eine Eigenart alles dinglich Endlichen sowie auch alles geistig Endlichen ist, „Grenzen“ zu haben wie auch „zugleich“ das Bestreben zu haben, über diese Grenzen hinaus zu reichen, sich zu entwickeln. Zusammenfassend wurde sogar schon behauptet, dass es dafür „Gründe“ und „Ziele“ gäbe, und dass diese beiden „zusammenhängen“. Die WP zeigt das als die drei formalen QM-Optionen (Rw/N, Rz/G und Rz/Rw/N/G). Und zugleich als die S/R („Gründe“) und „I“, I/E als „Ziele“.

    1013In fast allen früheren Philosophien war schon klar, dass der menschliche Geist nicht auf das „Endliche“ begrenzbar sei. Nur war nicht klar, was das „Endliche“ eigentlich ist und wie der Mensch darüber hinaus strebt. Also was das Unendliche sei und wie jene drei, Endlichkeit, Unendlichkeiten, Mensch, zusammenhängen – zum Beispiel „endlich/unendlich“ im subjektiven Gehirn und in der Sprache – und auch getrennt sind.

    1014Die wp formalen Strukturen, die vielen E-Varianten (Rw/N-getrennt) und die Rz/G-Zusammenhänge als „Natur“ und im „Geist“, sowie die „I“, zum Beispiel als subjektive Emotionen, und dann die OG, wurden oft schon in der Geschichte der Menschheit beschrieben; jedoch letztlich nur „begrifflich-emotional“ angedeutet. Das heißt, erkannt wurde bald, dass es der Mensch, die „Subjektphase“ ist, dessen „Geist“, „Ii“ als Urteil, Wertung und als dynamische Hinordnung auf alles „Seiende“ ermöglicht. Auch, dass es dabei zu I/E-Relationen und allgemein zu Wechselwirkungen kommt.

    1015Im Mittelalter u.a. war „E“ als „Gott“ verbegrifflicht, später als das „Sein“. Aber die wp Ursache dafür, die „S-Aspekte“ für „E“ und die R-Aspekte für die „I“. liefert erst die WP.

    1016Ein Hauptproblem ist jedoch der Übergang zwischen Unendlichkeiten und Endlichkeit, und das formal und inhaltlich gesehen. Für das menschliche Subjekt als Zwischen-Ziel in der Entwicklung, gilt, dass der Mensch zum einen im potentiell unbegrenzten Endlichen über jede „Erkenntnis-Grenze“ hinaus gehen kann. Und zum anderen kann er auch vom Endlichen zum Unendlichen übergehen; denn er vereint im Gehirn und im Denken (->3.QM), wie jede Phase auch, „unendlich/endlich“. Der wp Fortschritt besteht darin, das zu erkennen und speziell als „endliches Verstehen“ mit Unendlichem zu kombinieren. Jener „Übergang“, besser, die „Wechselwirkung“, zwischen Endlichem und den acht unendlichen Grundgrößen wird wp zunächst als „Sz wird Sw wird Sz wird etc./unendlich“ viel mal geschildert; es ist eine Variante des unendlichen „Selbstbezugs“ (Rz,G). Das geschieht in allen Phasen.

    1017Zentral ist dabei die QM-Dreiheit, welche nur verstanden wird, wenn zugleich die Subjektphase sowie die OG-Elemente entwickelt sind. Das alles wird im alltäglichen Denken als „selbstverständlich“ – denkhandelnd, arbeitshandelnd u.ä. – und auch als „gleichberechtigt“, die E mit den I mit den G und den N – „verstanden“.

    1018Als „Endlichkeit“ gilt formal die wirkende Wechselbeziehung aller Phasen, vor allem die der Subjektphase mit deren „Sub-Phasik“, wie die Fähigkeit der „Begriffsbildung“, der „Emotionalität“, des „Handelns“. Deren objektives Ziel ist es, die OG-Elemente zu entwickeln. Zugleich nun aber, aus der Wechselbeziehung und den Kombinationen der acht Grundgrößen, darunter der vier OG-Elemente, alles Endliche zu erzeugen.

    1019Einerseits von allen inhaltlichen Phasen sowie von den formalen OG ausgehend, werden die philosophischen Disziplinen ebenfalls einbezogen. So als „ontologische“ Entwicklung von den Eo bis zu den E6; die Entwicklung von den Ii bis zu den Iw, dito die Methodologie, von den Rz, Rw bis zu den „N-G zu N/G“. Sie alle werden auch als QM-Optionen bestimmt.

    1020Die QM macht zum Beispiel, dass die Eigenschaften der Subjektivität „identisch“ (->Rz/G) sind mit denen aller Menschen und auch mit denen der Dinge, also aller Phasen. Dazu kommt nun, dass das Subjekt mit seinen unendlich freien „Ii“ überall in diesem umfassenden Geschehen Einfluss nehmen kann; durch „Handlung“ beispielsweise. Also das Subjekt ist von allem bestimmt und zugleich alles bestimmend (->Rz/G).

    1021Von den „S/R“ bis zu den „I/E,N/G“ (qua QM → Rz,Rw) ist jedes „Sein“ (hier Eo, also S,R etc.) sowie jedes „Seiende“ dazu die Methoden (E3, beliebige Relationen) sowohl Getrenntes, Eigenbezogenes (Rz/G), als auch über sich hinaus Gehendes, zum Beispiel die S-Kräfte oder die dynamische gerichteten Rz,Rw, auch als „I“, N,G.

    1022Die Subjektphase kann das „begrifflich“ endlich erfassen.

    1023Die schon immer beobachtete „unabänderliche, aktive“ Tendenz zum „Grenzüberstieg“ als „dynamisches finales“ Geschehen in allen Phasen – von der Anorganik bis zum individuellen Verstand, Gefühl, Wille, Handlung des Menschen, das allgemein und in seinem Leben, wird wp durch die Rz (Fremdbezug) und durch Rw (in jeder Art der Erweiterung, z.B. als allgemeine Entwicklung) sowie als „I“ (Ii,k,g,w) systematisiert.

    1024Wenn traditionell vermittelt wurde, dass das „Wirken“ der Anorganik und konkret das der Pflanzen, Tiere und auch daher des menschlichen Lebens, als „Richtung“ für die „Zukunft“ zu verstehen sind, und genauer durch deren „Wirken“ dieses „wesensnotwendige Wirken “, als Aktivitäten jene zielgerichteten Überschreitungen jeder Grenzen hat, ist das eine Beschreibung der potentiell unbegrenzten Endlichkeit. Wobei die „Ziele“ (Ew, Iw) „inhaltlich“ unklar bleiben müssen, das jedoch als Übergang zur aktualen Unendlichkeit angesehen werden kann.

    1025Das „Überschreiten der Grenze“ bei jeder endlichen Entität ist auch die Folge der Wechselbeziehung aller Details und es ist die „allgemeine Entwicklung“.

    1026Zugrunde liegt diesem „Werden“ die physikalisch fundamentale Wechselwirkung und dabei als Ablösung der Sz-Kohäsions-Kräfte (Kernkraft, Gravitation) durch die Sw-Kräfte mit deren Freiheiten (Elektrodynamik). Das wird auf die endlichen Entitäten und dabei auf die Subjektphase übertragen (aus „S“ wird „Ei“ etc.); und dann weiter die Entwicklung zum OG.

    1027Dabei gilt (→ 3.QM), dass in umfassender Einheit alle diese Entwicklungsphasen verbunden (->Rz/G) sind. Das ist zum Beispiel als physische, sensitive, intellektuelle, fast vollkommene „Subjektivität“ zu erkennen.

    1028Die alte Beobachtung, dass das Subjekt die so von ihm verschiedenen Dinge der Natur „erkennen“ und „verstehen“ kann, wird wp mit der „allgemeinen Entwicklung“ (→ Wechselwirkung) verständlich: Die S-und R-Seiten der Natur – hier auch die biologischen Seiten der Subjektivität (Gehirn etc.) haben ihre prinzipiell dynamischen Veränderungen, welche als OG, also nur vier, E, N,I,G erscheinen, sich „inhaltlich“ voneinander unterscheiden wie es die Sz vs. Rz vs, Sw vs. Rw fundieren.

    1029Also alle acht Grundgrößen sind Rw/N-getrennt und als Rz/G, (QM) sowohl selbstbezogen wie auch fremdbezogen vereint (->Rz/Rw). Diese Wechselwirkung ist zugleich die Basis jeder „Dynamik“. Die Subjekt-Phase und die Natur sind dann wegen 3.QM zugleich „identisch“ und „verschieden“ – was das Fundament aller Endlichkeit ist.

    1030Die alte Beobachtung, dass das Subjekt die so von ihm verschiedenen Dinge „erkennen“ und „verstehen“ kann, wird wp mit der „allgemeinen Entwicklung“ verständlich: Die S-und die R-Seite der Natur – auch die biologischen Seiten des menschlichen Gehirns – haben ihre prinzipiell dynamischen Veränderungen, welche als OG (E,I,G,N) erscheinen. Diese vier sind ebenfalls voneinander unterschieden, und der Mensch, die Subjektphase, entwickelt sich so, dass er diese acht Grundgrößen tendenziell immer besser erkennen kann.

    1031Für jedes „E“, ob als „unendliches Sein“ (Eo,1,2,4) oder als endliches Seiendes (E3, 5,6) gilt von „S“ her, dass es als „S/R“ mit den „I“ verbunden ist. Das heißt aber, dass „I“ sich in „E“, in beider Wechselbeziehung, wandelt und zum Beispiel jedes E „über sich hinaus weist“, und das in allen Phasen-Details. Wenn die E-Seiten über sich hinaus gehen, wird E zu „I“ und, in der Wechselwirkung, wird „I“ zu E.

    1032Jede Phase, hier die Subjektphase, „enthält“ alle endlichen E-Varianten; umgangssprachlich als „essentiell“, „individuell-existentiell“. Und zugleich alle „I“ (von R an); umgangssprachlich als „final-normative“, „werthafte Zielsetzungen“.

    1033Das bereits schon in den und aus den physikalischen, physisch-biologischen und emotional-intentionalen Phasen.

    1034In der traditionellen Philosophie wurden drei Positionen ausführlich beschrieben; man sah bereits, dass diese Drei alle Phasen erfasst. Das ist das „Verstehen“, dass jedes seiende Detail „wesentlich“ dasselbe bleibt; wp genauer sind es die unendlichen Rz/G-Selbstbezüge aus der QM „z/w-Option“ und auch aus der „z-w zu z/w-Option“. Zugleich galt immer auch die Beobachtung, dass jedes endliche Detail – ob physikalisches, mathematisches, geistiges – sich ständig verändert und entwickelt. Diese „Entwicklung“ wird ebenfalls von Rw,N (als Negation und Abtrennung alles Bisherigen) im Verhältnis zu Rz/G als dritte QM-Option, Neues entwickelnd, verstanden.

    1035Zwischen den beiden Polen (S/R und OG) liegend, zeigt die „Subjektphase“ einerseits alle natürlichen, biologischen Eigenschaften, getrennt (→ „z-w“) – und dabei selbsterhaltend (→ Rz) – von den geistigen Eigenschaften. Und zugleich dazu alle Veränderungen, Wechselwirkungen als „allgemeine Entwicklung“.

    1036So sind die detaillierten Eigenschaften der Subjektphase, als die des „Leibes“ von S/R (Physik; Biologie) her bestimmt, und die des subjektiven Geistes vom OG her. (Die dritte QM-Option vereint sie alle; als „Endlichkeit“).

    1037Was ist nun der „Tod des Subjekts? In der WP ist die Stellung des Subjekts durch unendlichen Rz/G-Selbstbezug – und dabei durch Rw/N-Abgetrenntsein von allem Anderen – fundamental. Aber zugleich gilt, dass von den Rz (Sz/Rz) der Natur der Bezug des Subjektes zu allem Anderen der Natur bestehen bleibt.

    1038Das gilt „hinunter“ bis zur potenziell unendlich kleinsten physikalischen Entität. Dadurch wird die wp „allgemeine Entwicklung“ sowie dabei die OG-Erzeugung ausgelöst (-> als Maximierung der Rw,N).

    1039Dieser Abschnitt der „Realität“, bei welchem OG wieder zu S, R wird, zeigt sich auch darin, dass die „z-w zu z/w“ (dritte QM-Optionen) wieder zu z (Sz/Rz) werden; das ist beispielsweise auch die Situation vor dem Urknall.

    1040Damit ergibt sich die gut mögliche Behauptung, dass es nicht nur eine wp Parallelität zwischen physikalischen und biologischen Entwicklungsabläufen gibt, sondern dass beide derart eng zusammenhängen, dass man dem in allen Kulturen vertretenem Gedanken der unbegrenzt oft sich wiederholenden Erzeugung des physikalischen Ganzen – Weltall mit allen Entwicklungs-Details – mit der „Wiedergeburt“ aller möglichen – auch der „individuellen – „Lebensweisen“ verstehen kann.

    1041Also kurz, das „Leben“ ist die individuelle und endliche Wechselbeziehung der physikalischen S/R (als „Leib“) mit den anderen Phasen, den OG-bestimmten. Jene Wechselwirkung ist zugleich immer auch – als endliche Veränderung – mit dem objektiven Ziel (->R,I), die „z/w-Option“ der QM in die „z-w-Option“ (also Rw,N) überzuführen. Fundiert wird auch das von der Abwechslung der Sz/Rz (Kohäsion) durch Sw/Rw (Trennung) und dann von Sw/Rw wieder zu Sz/Rz, etc. – was wir hier mit dem Urknall und dem „Ende“ des Alls etc. verbinden.

    1042Das Verhältnis, die Wechselwirkung zwischen „Natur“ und „Subjekt“ ist das der Eigenschaften der acht Grundgrößen. Dabei werden die S, R der Natur zu den E und den „I“; die E, zum Beispiel als „Wissen“ oder als „Produktionsmittel“; und die freien Ii des Menschen werden von den „Natur-S und R“ konkretisiert. Die aktual unendlichen Ii werden mit den endlichen statischen E kombiniert; diese Wechselbeziehung der Unendlichkeiten mit den Endlichkeiten ist eine formale Basis der „potentiellen Unbegrenztheit“.

    1043Das wurde konventionell angedeutet, wenn es eine Einheit aus „Gott“, „Geschöpf/Subjekt“ und „abstraktem Dasein“ geben muss. Die WP vereint das, zunächst abstrakt als „E“ (→ E4, E3), und dann als deren notwendige „ allgemeine Entwicklung“ und dabei als die Wechselwirkungen; so auch formal als „Unendlichkeiten zu Endlichkeiten“.

    1044In der philosophischen Überlieferung zeigten sich die zwei Behauptungen, dass jedes Endliche („Geschöpf“) von Gott sein Dasein erhalten hat, nun als wp Reduzierung aller Strukturen, Entitäten auf „E“ im OG. Und dazu, dass diese „göttliche Erhaltung“ als Dasein dadurch „relativiert“ wird, dass durch „I“ und N,G die methodischen Veränderungen an jedem E möglich sind, abstrakt als „I/E“. Wobei die „I“ als „Ii“ die Basis der Subjektphase ist und zugleich als „I“ von den S/R her als Rz, Rw ihre Selbständigkeit haben; so das Subjekt durch Rz unendlich selbstbezogen, aber als Rw/Rz, durch seine „Entwicklung“.

    1045In den philosophischen Analysen galt, dass den als „zufällig“ und „wechselnd“ erscheinenden Sachverhalten „absolut notwendige unveränderliche“ Gegebenheiten zugrunde liegen müssten. Dies müsste alles empirisch Seiende, und dabei zum Beispiel auch dessen „Möglichkeit des Widerspruchs“, fundieren können. Es wurde gefordert, dass jede endliche Entität „innerlich zusammengesetzt“ sei, und dass zugleich mit solcher „Synthesis“ irgendwie auch die Analysen, als Trennungen, „Widersprüche“ gleich fundamental sind. Das betraf nicht nur die inhaltlichen Eigenschaften des Seienden, sondern auch die abstrakteren wie zum Beispiel auch „Raum“, „Zeit“, „Bewegung“.

    1046Und zugleich mit solchen „unendlich absolut notwendigen Unveränderlichkeiten“ zeigte sich der Übergang zum Endlichen darin, dass es das gibt, was als „notwendig sinnvolle wert-und zielbestimmte aktive“„Existenzen“ gilt, und welche es in der Natur und vor allem in der menschlichen Individualität gibt. Und dass es neben veränderlichen, seienden Sachverhalten und „logisch notwendigen Sätzen“ dazu, so auch als absolut Feststehendes der einzelnen Wissenschaften, das dynamisch auf Ziele zugerichtete als Werteordnungen gibt. Die WP fundiert das als die „allgemeine Entwicklung“: S wird E, R wird N,G und „I“.

    1047Wp gilt als „allgemeine Entwicklung“ von S, R bis OG, dass in jeder Entwicklungsstufe – also damit in allem potentiell unbegrenzten Endlichen – in deren „Inhalten“, Gesetzen, Methoden aus den Eigenschaften der S und R und der OG und aus deren Wechselwirkungen die „endlichen Eigenschaften“ verstanden werden können. Dadurch sind alle Phasen und deren Details – beispielsweise die „Subjektivität“ – von dynamischer, chaotischer, aktiver Art und zugleich von „beharrender Struktur“. Ohne die abstrakten S, R und „I“ gäbe es keine „Dynamik“ und ohne E,G,N keine Beharrung. Und es wäre unmöglich, die inneren Strukturen irgend einer Phase – vor allem auch nicht der Subjektivität – deren inneren Zusammenhang zu verstehen; also auch nicht die „Unterscheidungen“; und aus beiden – neben den „Strukturen“ und „Methoden“ – deren Wechselwirkung als Weiterentwicklungen.

    1048Die Subjektphase (das „Ich“) hat mit seinen Eigenschaften formal die drei QM-Optionen in jeder ihrer „Sub-Phasen“ und Details. Die Rw/N-getrennte QM-Option erscheint da zum Beispiel als unendlich „konstante“. „gesetzliche“, „rationale“ Eigenschaften – welche bis zu den N-G-E des OG weiter reduziert werden können. Die subjektiven Eigenschaften der sich „entfaltenden aktiven Prinzipien des Lebens“ werden durch die „Rw/Rz“ und die „N/G“ und „I/E“ sowie durch deren ebenso dynamische und unbegrenzt viele Kombinationen fundiert.

    1049Die Unterscheidung formaler Weise in „Gleichförmigkeiten“, „Unveränderlichkeit“ u.ä. (Rz,G und Rw,N „z-w“) und zugleich als „unablässig sich wandelnde Veränderung“ („Rz/Rw/N/G“) betrifft ebenso auch alle anderen Phasen, also die der Natur, der Mathematik, der Ästhetik etc. Deren Verankerung in den acht Grundgrößen wird wp abstrakt in den Unterscheidungen und dem Zusammenspiel der traditionellen philosophischen Disziplinen, z.B. der Erkenntnistheorie, Methodologie, Ontologie, Ethik und anderer gezeigt.

    1050In der wp Weiterentwicklung der alltagssprachlichen Fassung der Dinge, der Natur – und auch der Naturgesetze – durch die Sz vs. Sw, Rz vs.Rw und die S/R-Varianten hat man ihre weiter entwickelten existentiellen dynamischen Prozesse, Wechselwirkungen von dem Entwicklungsübergang „z-w“ zu „z/w“, also von Rw zu Rz. Diese Abläufe werden in der „allgemeinen Entwicklung“ auf alles Endliche und schließlich auf deren unendlich abstrakte begriffliche Erfassung als OG-Elemente übertragen; auch als Einheit der getrennten (->N) I-E-N-G im Verhältnis zu den (→ G) „I/E/N/G“.

    1051Das „Subjekt“ bündelt alle Phasen, von der Physik bis zum Geist in Wechselbeziehung zu allen philosophischen Disziplinen – sowie jeweils mit deren speziellen Entwicklungen. Alltagssprachlich kann das so umschrieben werden, dass die subjektiven Fähigkeiten, welche von den drei QM-Optionen und den „Wechselwirkungen stammen – sich konkret einerseits als „starre Fixierungen, Stillstände, Unveränderlichkeit, Konstanz“ zeigen lässt, und andererseits als „dynamische Veränderungen, Zufälligkeit, Lebendigkeit“. Beides erscheint im menschlichen Denken, weil es (als Rz,G,E und Rw,I) die Grundeigenschaften aller Phasen sind.

    1052Beider Wechselwirkung, und die 3.QM-Option erzeugen dann eine „Ordnung“, die zielgerichtet ist. So als „I-Möglichkeiten“ in der Subjektphase; aber auch in allen anderen Phasen (->“R“).

    1053Was zeigt die WP gegenüber den Ergebnissen der bisherigen allgemeinen Entwicklung? Nach wp Ansicht geht die „allgemeine Entwicklung“ ständig weiter (->Sw/Rw). Und die Iw daraus sind als „Ziel“ der Antrieb, neue E (bis zu „Ew“) in allen Phasen (Dingen und Lebewesen) zu entwickeln; das bis in die jeweiligen Details. Die bisherigen E und I und die Methodik werden wp analysiert, es zeigt aber nur deren begrenzte, vergängliche, weil meist von einander getrennte Erscheinungen und Eigenschaften. Formal gemessen an G,Rz als bisherige Endlichkeiten – aber als unendliche Möglichkeiten der acht Grundgrößen.

    1054Die traditionellen Unterscheidungen, z.B. von „Substanz vs. Akzidens“, formal auch als deren „Sichverhalten vs. Sichändern“ und der dabei angedeuteten Entwicklung – bis zu „Vollkommenheiten“ aller ihrer Fähigkeiten (→ Iw und Ew). Und dazu auch traditionell die Aufhebung der Unterschiede sowie die Bildung von höher entwickelten Ganzheiten; z.B. als „Vieleinheit der Substanz und der Akzidentien“.

    1055Mit den „Aktivitäten“ dabei wird wp fundiert: Jene „individuell existentielle Konstanz“ (Rz,G,E) als „Selbsttreue jedes Seins“ in Relation zum „Wirken, Bewegung“ als Entwicklung.

    1056Die alte Frage, „ob, und wenn nicht, wie dann“, die erkannten und geschaffenen Sachverhalte, Zustände, Veränderungshandlungen als endliche Existenzen sich selbst identisch bleibende „E“ Existenzen sein konnten und wie deren Veränderungen erklärbar sind.

    1057Die WP bietet dafür die „I“ an, in deren Entwicklung (Eo bis E6) sowie von den R-Aspekten in allen Phasen angesiedelte „Ursachen“ jeder Veränderung, qualitative Weiterentwicklung. Die Meta-Ebene der WP ist das Verhältnis („z/w“) der „statischen Vielheiten mit den vielfach verändernd wirkendem Methoden“.

    1058Kurz die Hauptargumente der traditionellen Analysen und wie diese von uns wp systematisiert werden:

    1059Zum Beispiel die „Hinordnung zur Vollendung“ = I -> E.

    1060Die „Aufzählung von Zielen“ („I“) als unbegrenzt viele; dabei „substantielle Ziele“, als „erste“ („R“) „die innere Naturtendenz in jedem Endlichen als Entwicklung = Sz/Sw Rz/Rw I/E -> „z/w“; „unablässige Entwicklung“ = Rw; „sich aus den substantiellen Seinsinstitutiva entwickelnde sinnvolle Vollendungen“ -> z/w Endlichkeiten wird OG. also aktuale Unendlichkeit (-> 8, je 2), der „Übergang“ zur Endlichkeit.

    1061Dass die Eigenschaften der natura prius in deren Vollendung als Einheit, Wahrheit, Gutheit, Zielbestimmtheit, Kraft „zu sehen ist als die subjektabhängige Beobachtung, dass aus S,R E,G,I (Wert, Ziel) und Vorstellungen wie „Kraft“ Entwicklungen werden.

    1062Die „Vollendung als ens contingens, als die des Menschen“; als die Entwicklung im Seienden, hin zum OG.

    1063„Die Fähigkeiten und das Tätigsein“ des Menschen: OG als „Handlung“;

    1064diese „Betätigungen“, als Drang nach Vollendung des Einzelnen und der Gemeinschaft, z.B. als Kulturarbeit“ (= Ii/ Ei bis Iw/Ew „Gutes, Schönes“). Bislang (Platon, Scheler) nur unklar führend: Vom „Nichtsein zum Sein“, „von Armut zum Reichtum“.

    1065Was ist „Bewegung“? Was „Sichverändern“, was „Höheres“/ Vollendetes.

    1066Was sind Unterschiede im „Wirklichen“ (zwischen Natur und Geist)?

    1067Wie ist das Verhältnis von „Existenz“ und „Werden“ zu verstehen?

    1068Was ist das „Subjekt“, warum kann dieses das alles („subjektentsprechende Seinsentfaltung“)?

    1069Ein Entwicklungs-Höhepunkt der unendlichen und der potentiell unbegrenzten Endlichkeit ist die Subjekt-Phase und zwar dadurch, dass die „I-Seite“ alle bisherigen E (und Methoden N,G) zu leiten, zu bestimmen beginnt: Als Schaffung von „Werten“; wp im Gehirn aus „R“ in der allgemeinen Entwicklung, sowie in der Erhaltung, Verteidigung der „Zielsetzungen“ etc. vs. E, N,G.

    1070Diese eher traditionellen Erkenntnisse werden wp zum Einen mit allen anderen wissenschaftlichen Bereichen eng verbunden und mit den umfassenden (auch neuen) philosophischen Disziplinen fundiert: So mit der „aktualen Unendlichkeit zur Endlichkeit“, „S/R“, QM, Erweiterung, hier als Ontologie.

    1071Dazu kommt deshalb „das Prinzip der Entwicklung“, weil – schon immer vermutet, dass im Seienden alles als Entwickeltes zusammenhängt – wp genauer gezeigt wird, nicht nur im Seienden, sondern auch im aktual Unendlichen (S,R bis OG) wird entwickelt. Als „allgemeine Entwicklung aller Phasen“, damit Entwicklung in jeder konkreten Phase (z.B. von Natur, Biologie, Hirn hin zum Geist“ und in deren Details – dort bis wieder hin zu den vier OG-Elementen).

    1072Dazu die bewusste, I-gewollte Entwicklung von der Subjekt-Phase her.

    1073Die WP zeigt, dass „die Entwicklung“ sich formal auf die vier aktual unendlichen Sz, Sw, Rz, Rw stützt: Dabei als Sz-Abnahme was zugleich Sw-Zunahme ist – und umgekehrt, das „unendlich oft“.

    1074Das alles in unendlich kleinen und unendlich vielen Rz/Sz-Schritten sowie unendlich weitreichenden Rw-Schritten.

    1075Wie die traditionellen Vorstellungen jetzt physikalisch formal, raumzeitlich „dynamisch“ (Rw/Rz) und inhaltlich als z/w (= Sz/Sw zu Rz/Rw)-Übergangsfelder (und dito für deren geistig-begriffliche Schilderung (-> I/E N/G) analysiert werden kann, das kann „umgangssprachlich/denkerisch begrifflich geschildert werden. Traditionell wurde „das Wirkliche“, in allen ens contingens als „Endliches“, seinen Entwicklungs-Arten: So die „Anorganik“ als „dynamische Prozesse“, „ aktive“(!) als „werden“ und „gestalten“ -> (-> Subjektivität „extra) mit „finalem“ Ziel gesehen. Als Entwicklungstrieb im „Organischen“ (wir S/R- Entwicklung. Dabei Abstufungen: In Natur (= I-Trieb) „größer“, aber am „stärksten“ ist der Entwicklungstrieb“ „beim Menschen“.

    1076Der Übergang, Zusammenhang von Unendlichkeiten zum endlich seienden ens contingens. Beide sind durch die wp „Metaphysik“ (-> „allgemeine Entwicklung“, bis zur Subjektphase, welche z.B. durch die Eigenschaften der Raumzeitlichkeit, deren Dynamik und durch die OG etc. wirkend vereint.

    1077Die traditionelle Metaphysik des Seienden wurde konsequenterweise mit alltäglichen, endlichen Begriffen geschildert, z.B. dass das Seiende auch aus „verschiedenen“ Existenzen bestehen kann, dass dort aber alles Anteil aneinander habe und dass es sich „unablässig wandele“ sowie dabei auf Ziele gerichtet sei und auf Höherentwicklung bedacht sei. Das wird vor allem auf die menschliche Subjekt-Eigenschaft und auf „Gott“ reduziert. Die WP geht von den philosophischen Weiterentwicklungen aus, z.B. bis zu den aktuale unendlichen S,R, OG (E, I, N, G) – und zu QM etc.

    1078In allen traditionellen Ideologien und Philosophien, religiöser Art z.B. als philosophische Gotteslehre stand die „Höherentwicklung“ im Mittelpunkt; wp geht es in der „allgemeinen Entwicklung“ von S,R bis zum OG, darin „E“ (als Sein, Gott) und aber auch in Konfrontation mit unendlich freien „I“, welche in endlichen Theorien als „Störungen der von außen“, also als I/E und den damit möglichen weiteren Entwicklungen negativ empfundenen wurden.

    1079Dazu kommt nun wp aber dadurch, dass diese „allgemeine Entwicklung“ umfassend ist, dass jede der acht Grundgrößen und jede Phase und endliche Entität sowie schließlich als wp Art voll entwickelt ist – und daher als „gleichberechtigt“ mit „E“ angesehen werden kann.

    1080Die traditionell beobachtete Kritik (N) am bisher Geschaffenen (E`) und dabei der subjektive Wille, Neues zu schaffen, wird wp vertieft: Als dynamisches „Denken“ (N/G) und als „Wollen“ (Ii); beides in den aktual unendlichen Rz, Rw fundiert; wo die Vorstellungen „Werden“, „Unruhe“, „Labilität“, „ Aktivität“ u.ä. dem Rw zuzuordnen sind. Und „Sein“, „Ruhe“, „Stabilität“, „Passivität“, „ Rezeptivität“ den, „Rz,“ „G“ als Ausgangsgrößen.

    1081Jedes einzelne Endliche (E3) hat zum einen die unendliche Rz-/ G als selbstbezogene eigene, spezifische „Rz/Rw zu N/G etc./ I/E“ eigentümliche Strukturen und es bezieht sich damit auch auf alle anderen endlichen Strukturen (und Funktionen). Diese allgemeine Wechselwirkung bewirkt sowohl die Weiter-Entwicklung alles Endlichen, sowie die „allgemeine Entwicklung“ hin zur Subjekt-Phase und zum OG. Durch die unendliche Selbstbeziehung jeder Entität ist diese auch frei für ihre eigene Entwicklung und ihre mögliche Beziehungen zu anderen Entitäten, z.B. in Handlungsfunktionen.

    1082Die wichtige herkömmliche Einsicht, dass menschliche Erkenntnis sowohl passiv rezeptiv wie auch aktiv, spontan sein kann, wird sinnvoll nur durch die 3 QM-Optionen, von z,w her erklärbar; denn der Widerspruch dabei ist zwar wichtig, jedoch ist die physikalische Fundierung, welche den Widerspruch „zugleich“ (aber vor aller Endlichkeit) aufhebt, im Endlichen keine Erklärung. In der Subjekt-Phase, als die höchst entwickelte, zeigt sich das am deutlichsten, kann aber in allen Phasen nachgewiesen werden. Ebenso in Subphasen, wie z.B.in der Emotionalität, dem Unbewussten, aber auch in der Sinnes- und Verstandestätigkeit, hier z.B. als N-G-, I-E zu N/G, I/E.

    1083Die zu beobachtende „unablässige Wirkung“, in jeder Phase – auch im Subjekt – zeigt im/ als „Endliches“ (also z.B. raumzeitliche Bewegung) aber generell in allen einzelnen Arten von Erscheinungen deren gemeinsame Herkunft: z/w (also Sz/Sw zu Rz/Rw).

    1084Dabei ist „w“ (Sw/Rw), gegenüber Sz/ Rz und dessen spezifisch aktuale Unendlichkeit verantwortlich für die Entwicklungs-Dynamik und inhaltlich für immer Neues und Höheres, in allen Phasen – vor allem im subjektiven Denken.

    1085Aber offensichtlich auch die Entwicklung in den Naturbereichen, Naturphasen: Die „Entwicklung“ und im Detail dabei dasjenige, was als die Entwicklung erzeugenden „Kämpfe“ zu erkennen ist, und was wir hier als -> QM -> Sz-> Sw-> Sz -> als Einheit (3. QM) ansehen (also „zugleich“ gegensätzlich wie auch einander erzeugend und unendlich sich annähernd).

    1086Zum Abschluss seien einige Auszüge aus umfassenden Diskussionen kurz erwähnt:

    1087Die tief erfassende traditionelle philosophische Erkenntnis, dass sich in der Natur und daher auch im endlichen Seienden eine „Wirksamkeit“ zeigt, welche zur „Stärkung“ „allgemein“ und zur Erklärung der Dynamik und des „Wirkens“ führt, wird wp als der Antrieb in der „allgemeinen Entwicklung“ differenziert: Als die Zunahme der Sw-Kräfte mit ihren Wirken in Zunahme aller Freiheiten; sowie auch die Wechselwirkungen I/E, N/G aus „z/w“ und dabei die Wechselwirkungen aller Phasen als allgemeinen Entwicklungs-Antrieb.

    1088Die dabei trad angenommenen „Vollendungen“ sind wp jedoch „nur“ spezifische „E-Situationen“, welche durch neue „I“ aufgehoben werden.

    1089In den bisherigen bereits hoch entwickelten Wissenschaften und Philosophien stand stets die „Entwicklung“ im Mittelpunkt. Die WP fundiert die „Entwicklung“ für alle Phasen und philosophischen Disziplinen aus den S,R sowie aus den OG, QM und aus der „Subjektphase etc.

    1090Genauer gilt auch hier, dass daran alle Phasen (Subphasen, z.B. jeder Einzelmensch) beteiligt sind.

    1091Ebenso ist jede Phase (Subphase, Detail) als entwickelte von einer gewissen „Vollendung“ (E im OG); in der Ontologie die Entwicklung von Eo bis E6. Wobei E6 als „Ganzes“ „nur“ eine formale Vollendung ist.

    1092Umfassend werden herkömmlich für die „Konstitution“ des Ganzen dessen „Eigentümlichkeiten“, „Fähigkeiten“ in deren „gegenseitigen Verhältnis“ genannt; die WP praktiziert das als S,R, OG (acht Grundgrößen) in deren Wechselwirkung; also als Beteiligung aller Phasen.

    1093Die „allgemeine Entwicklung“ ist in jeder einzelnen Phase, in jedem ihrer Details, je eine inhaltlich andere Entwicklung. Diese sind als „Veränderungen“ zu beschreiben und meist auch als „höhere“ Entfaltungen; dahinter steht die Zunahme der Sw/ Rw/ N-Freiheiten (welche die Basis der umgangsverständlichen Vorstellungen von „höher“ sind). Das alles konzentriert sich in der „höchst“ entwickelten Subjekt-Phase; als gesellschaftliche Erarbeitung, psychologisch wichtige individuelle „Höherentwicklung“; z.B. als ständige historische, gesellschaftliche und individuelle „Beschleunigungen“ jeder Art „Höherentwicklung“.

    1094Das Erzeugnis von Neuem und „Höherem“ wurde in der Antike und im MA als „aus innerer Kraft“ und sogar „nach dem Gesetz, das in der eigenen Natur gründet“, „im tiefsten Wesenskonstitutionsgrund“ fundiert. Wp ist das S,R, Natur/ Physik etc. Und von den S/R her auch die anderen Phasen, welche in der altüberlieferten Philosophie als „individuelle Formung“ sowie „Gemeinschafts-Beziehungen“ und als „Geschichte“ angedeutet wurden, (die WP zeigt in der „allgemeinen Entwicklung“ das als umfassende Einheit aus „S,R bis OG“. Und sie abstrahiert es als E-, I-Entw. etc.)

    1095Die einstige Behauptung, dass die „Entwicklung“ (das „schöpferische Moment“) nur dem Endlichen (ens contingens), zukommt, nicht aber dem „Unendlichen“ z.B. „Sein“ als Begriff, oder „Gott“, wird wp relativiert.

    1096Die WP „vereint“ (Rz) die acht aktual unendlichen Grundgrößen mit allen deren Relationen, (Rz/ Rw), das wegen QM, und die WP kann daher auch radikal trennen (Rw).

    1097Einst beschrieben, galt, dass die Entwicklungs-Möglichkeit nur im Endlichen möglich ist, durch „mögliche Akte/ Handlungen/ Aktivitäten (eher ungewisser Inhalte) bestimmt werden. Wir sehen das als „eine“ mögliche Erfassung der wp umfassenden Abläufe, z.B. durch (formal) QM unterschieden. Oder z.B. durch die unbegrenzte Fülle der OG in verschiedenen Handlungs-Arten. Das fundiert durch die w, Sw-, Rw- in „die Weite“ gerichtet; als „I“ (im OG).

    1098Überkommen galt, die „Potenz“ verlangt und strebt nach „Vollendung“; und „Selbstvollendung“ jedes endlichen Prozesses kennzeichnet „alle Stufen“ des Endlichen. Die WP ordnet das in die „allgemeine Entwicklung“ ein, welches fundamental von den aktualen Unendlichkeiten S,R zu den „vollendeten“ OG-Elementen führt – und wp sogar den umgekehrten Weg geht.

    1099Konkreter geht es von E zu I, von I zu neuen/entwickelten E und das grenzenlos weiter; dito von G -> N -> G -> -> N -> etc.

    1100In/als alle Phasen; die E und G sind da „jeweils“ „Endziele“.

    1101Der Endziel-Charakter ist prinzipiell „frei“ (->oo); er erscheint z.B. auch als die jeweilige entwickelte Subjektphase („der Mensch“). Oder als das „Ganze der WP“. Und konkreter als Ew, die „vollendeten“ Dinge, Begriffe u.ä. Sowie als Iw, z.B. als allgültige ethische Prinzipien, usw.

    1102Konkret wichtig ist jene Art „Vollendung“, in der das „wahrnehmende etc.“ Subjekt jede endliche und unendliche Entität in ihrem Selbstbezug Rz/ G als „E“ fixiert.

    1103Die QM-Ordnung hat neben diesen unendlichen Rz, G (hier Selbstbezug) (im OG jedes der 4) die z/w- und „z-w zu z/w“- Ebene, umgangssprachlich als Wechselbezüge der Details in allen Phasen; in den Naturphasen von Sz und Rz (bzw Rz/ Rw) bestimmt und in den übrigen Phasen durch „I/E zu N/G“ bestimmt, z.B. als die Aktivitäten des Subjekts, zusammengefasst als „unablässige Entwicklung“, „Entstehen und Vergehen“.

    1104Wobei im Alltagsdenken die „Ähnlichkeit“ der Natur-Entwicklung und deren Dynamik; was im Geistigen, Sozialen zwar nicht genauer verstanden wird, jedoch angedeutet wird.

    1105In der philosophischen Tradition wurde der „naturgemäße Entwicklungsverlauf“ und zugleich die „Anpassungsfähigkeit“ in den „Bereichen“ gesehen – und so begründet: Weil diese Bereiche alle „mit der Materie vereinigt“ sind; und die vielen „Formen der Materie“ „ewig unruhige und weiterdrängende Prinzipien“ sind.

    1106Die WP fasst das in den Wissenschaften und in den philosophischen Disziplinen; und z.B. „genauer“ durch die physikalischen und mathematischen Einzelheiten.

    1107Neben hergebracht genutzten „Vorstellungen“ (Subjekt, Gesellschaft) z.B. „Entwicklung“, „Anpassungsfähigkeit“, „Vereinigung von Materie und Leben“, u.ä. berief sich die Philosophie damals auch auf die/ einzelnen philosophischen Disziplinen; z.B. auf die historische „Entwicklung“ und auf die „Ontologie“ (E) und „Methodologie“ („Gestaltungslehre“) (Rz/Rw, N, G) sowie auf die Logik (N-G) und auch auf das „Tätigsein“ (Handeln); und auch auf die eine „Wert – und Teloslehre“ („I“)

    1108Wir fassen das als OG-Elemente, in deren aktual unendlicher Objektivität, deren Entwicklung aus den S/R und die Phasenbildung mit ihren Wechselwirkung als Erzeugung des Endlichen.

    1109Die Annahmen der traditionellen „Teloslehre des Seienden“ und dazu der Betonung des „Tätigseins“ des Menschen, das „Endziele“ („Grenzen“) hat, wird wp genauer analysiert: Es wird unterschieden (-> Rw) zwischen der „allgemeinen Entwicklung“, welche z.B. von den S,R zum aktual unendlichen OG und wieder „zurück“ zu den unendlichen S,R führt.

    1110Zudem gilt die Entwicklung von „aktualen Unendlichkeiten“ zur Endlichkeit – und wechselwirkend zurück; was nun seinerseits auf der Entwicklung von Sz -> Sw -> Sw -> etc. beruht. Nicht zu vergessen, die Entwicklung in jeder Phase, z.B. und am deutlichsten die „Entwicklung“ durch jedes Handeln, z.B. Denkhandeln des Subjekts; aus „I“ werden neue E, etc. Der Unterschied (zwischen Subjekt/ Endlich und aktual/unendlich) ist, dass es zwar Ew und Iw als die Einzelne gibt, dass diese aber als endliche stets und potentiell unbegrenzt übertroffen werden können -> „E“ in der wp „Ontologie“. Jede andere Phase hat ihre eigenen „Endziele“, z.B hat die Physik das Endziel „Biologie“.

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch I, Teil IV (Die allgemeine Entwicklung und die erweiterte Ontologie), besonders 4. Kapitel (Die erweiterte Ontologie — Eo bis E6), 6. Kapitel (Die alten Fragen der Ontologie) und 7. Kapitel (Warum überhaupt etwas ist). Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 11.08.2021 auf dieser Website. Textgrundlage ist die auf dieser Website veröffentlichte Fassung. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (85 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

  • Wissenschaftsphilosophie und die Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts

    Wilhelm Bauer2021Philosophiegeschichteca. 63.500 Wörter · ca. 255 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer liest die Philosophie vom späten 18. bis ins 20. Jahrhundert als Vorbereitung der Wissenschaftsphilosophie. Er nimmt an, dass jede Epoche die Gedanken ihrer Vorgänger weiterführt und dass sich deren zentrale Begriffe in die Systematik aus S, R, z, w, QM-Ordnung und Objektivem Geist (E, I, G, N) einordnen lassen. Den deutschen Idealismus stellt er vor den Hintergrund der Französischen Revolution; Kants „Kritik der reinen Vernunft“ deutet er ausführlich, besonders die synthetischen Urteile a priori, Raum und Zeit und die Kategorien, dann Fichte, Schelling und Hegel. Für das 19. Jahrhundert beschreibt er ein Hervortreten der I-Kategorie: Schopenhauers Willen, Kierkegaards Existenz, Comtes Positivismus und Mills Utilitarismus, die Junghegelianer, Feuerbach, Marx und Engels, Pragmatismus, Neukantianismus, Fechner und Nietzsche. Es folgen Einzelabschnitte zu Heidegger, Dilthey, Wittgenstein und der analytischen Philosophie, zu Nicolai Hartmann, Whitehead, dem Marxismus und Ernst Bloch, der Frankfurter Schule, Popper und Albert, Plessner und Gehlen sowie Saussure. Durchgehend fragt Bauer, welche Seite des Objektiven Geistes eine Lehre betont – etwa E und G im Idealismus, I bei Schopenhauer, Nietzsche, Marx oder Bloch – und was ihr an der Verbindung von Natur und Geist fehlt.

    80 Schreibfehler berichtigt; markierte Stellen antippen, um das Original zu sehen.

    Verzeichnis der Abkürzungen und die wissenschaftsphilosophische Bedeutung dieser Grundgrößen

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der Kräfte

    5Sz – kohäsive Kraft, so in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft, so im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z – Sz/Rz, wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw, die Trennung der beiden unendlichen als zweitmögliche Art von „Relation“.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zu zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Die Endlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, sich nun durch diese Kohäsion gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13Jetzt werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen mit ihren Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das „quantenmechanische Prinzip“, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer weiter, weil es vor aller endlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache dafür ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge davon wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Es ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, sie liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Das ist obendrein der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation gegenüber den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben. Man kann sagen, dass die „E und die „I“, ebenso die „G“ zu den „N“ einander maximal entgegengesetzt sind, sich im menschlichen Denken in jeder Hinsicht ausschließen.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat.

    22„Ii“ – individuelle Ziele, Willen, Interessen. Ei ist der individuelle Wissens- und Könnensstand. Die Ik/Ek, Ig/Eg und Iw/Ew sind analog die Ziele und das Wissen der Kollektive, Gesellschaften und der Weltgemeinschaft.

    23Solche Symmetrie in der „Gesamtrealität“ beruht darauf, dass es wie bei Sw, Rw, Sz, Rz auch hier als Basis nur jene vier geistigen Grundgrößen E, G, I, N geben kann.

    24Die jeweils vier physikalischen und vier geistigen Grundgrößen können nach der QM-Ordnung einzeln isoliert sein (durch Rw- und N-Selbstanwendung),so „I- -E“ oder jedes kann mit jedem relationieren (Rz, G), so „I/E“. Oder es kann beides zugleich geschehen (Rz/Rw, N/G). Letzteres ist der Einstieg in die weitere Entwicklung, zum Beispiel in die Phase, Wissenschaft der Begriffe und der Sprache.

    25Abstrakter gesehen geht es beides mal um den Übergang von der Unendlichkeit der isolierten Vier – den physikalischen und den geistigen – zu den neuen endlichen Einheiten. Mit dieser „erweiterten QM-Ordnung“ beginnt jener Teil der „allgemeinen Entwicklung“ der „Realität“, der als „geistiger“, „kultureller“ oder ähnlich bezeichnet wird.

    26Jene „Realität“ ist die in sich dynamische, alle Einzeldetails durch Wechselwirkung erzeugende Einheit, welche auf der „gleichzeitigen“ Wechselbeziehung der acht Grundgrößen beruht.

    27Jedes einzelne Detail in allen Praxen und Wissenschaften enthält diese acht Grundgrößen, wenn auch in durch das Entwicklungsniveau bedingter ungleichgewichtiger Weise. Die Phase und die Wissenschaften der menschlichen Subjektivität ist ein Beispiel dafür.

    Zur Geschichte der Philosophie als wissenschaftsphilosophische Entwicklung

    28Der immer mal wieder erstarkende Idealismus hängt mit dem Entstehen der mechanistischen Alltagsvorstellungen zusammen, was als Übergang von Rz zum OG zu verstehen ist. Und das mit den physikalischen Versuchen, dem Messen und der mathematischen Beschreibung auf der Grundlage oberflächlicher Erfahrung mit der Natur, denn tiefer gehende Experimente konnten ja erst auf den Anfängen, zum Beispiel Galileis Arbeiten, aufbauen. Das dabei genutzte freie menschliche Abstraktionsvermögen, das zudem durch die Philosophie, Logik und Vernunft abgesichert schien, bevorzugte einige wenige Denkkategorien, Existenz, Sein (E), Nichts (N), Identifikation (G) sowie deren einzelwissenschaftliche Konkretisierungen, um die mechanistische, positivistische und idealistische Grundlage systematisch zu vervollständigen.

    29In der europäischen Geschichtlichkeit, dem geschichtlichen Hintergrund für den „deutschen. Idealismus“, sind der Verlauf der Französischen Revolution von 1789, mit ihren gesellschaftlichen Vorbereitungen und den Folgen, welche Freiheit als die materiale Chance für Ii – Zielsetzung individueller Interessen und Ei als mögliche und zu verwirklichenden individuellen Wünsche nun nicht mehr nur in der Oberschicht, sondern auch in den Mittelschichten möglich geworden. Die Denkfiguren der Gleichheit (G) und der Solidarität als Verbundenheit von I-Freiheit mit Gleichheit waren begriffliche Weiterungen denkbar, die aber angesichts der historischen Entwicklungsdynamik politisch schon mal zu fordern waren.

    30In Deutschland, das ökonomisch weniger weit entwickelt war, es bestand aber für einen Teil der Mittelschicht wenigstens die Perspektive, jene französischen Gedanken und Forderungen aufzunehmen, um sie mit den bisherigen philosophischen Erfahrungen zu verbinden, anstatt nur mit politisch-historischen. Daraus wird das, was wir als abstrakte Basis des idealistischen Denkens ansehen. Und das als die Betonung der ontologischen Existenz-Kategorie (E), ihre Erzeugung durch die Identifikationsdynamik (G) und beider Trennung (Rw) von dem Nichtsein und der Methodik der Negation (N) sowie beider Vereinigung (Rz) als das dialektisch doppelte und unendlich dynamische Einheits-Gebilde „N/G“.

    31Die nur kleinen historischen Fortschritte in der technologischen und ökonomischen Entwicklung konnten nicht – weder in der französischen Gesellschaft und noch weniger in der deutschen – den prinzipiellen Unbegrenztheiten der Ideen von Freiheit und Gleichheit Genüge tun. Bürgerlicher Terror und napoleonische Organisations- und Kriegsanstrengungen waren der Ausweg aus diesen bürgerlichen Revolutionsversuchen, deren nur kurzfristige und oberflächliche Erfolge an „Aufklärung“ „Vernunft“ und „Freiheit“ dann auch die deutschen bürgerlich Gebildeten veranlasste, nach anderen Wegen zu suchen: Erstmal die Unterstützung einer historisch notwendig gewordenen organisierten bürgerlichen Identität als „Nation“. nicht nur von technologischen und ökonomischen Entwicklungen notwendig und möglich geworden, sondern in Deutschland vor allem an der Kultur orientiert. Aber die folgenden konkreten restaurativen .Beschränkungen der bürgerlichen liberalen Ideen im gesellschaftlichen Raum lassen als vorläufigen „Ausweg“ nur die Philosophie zu.

    32Kant liefert Vorarbeiten, die von der folgenden Philosophie aufgenommen und erweitert werden. Das ist auch der Versuch, die damaligen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse – Newton, kosmologische Einsichten – philosophisch zu untermauern. Zum anderen geht es darum, die alten methodischen Anregungen zu revidieren, zu erweitern. Wie bei Rousseau, wird der Zweifel an der Vernunft deutlich. Kants Kritik des Vernunftvermögens zeigt die berechtigten Zweifel an der methodischen Möglichkeit einer metaphysischen Erfassung von „Etwas“ und von Metaphysischem insbesondere. Der Fortschritt den jede Methode in kritischer Anwendung mit sich bringt, zielt bei Kant darauf, das denkende menschliche Subjekt in den Mittelpunkt zu stellen. Allerdings führt das bei Kant dazu, auch alle seine zeitweiligen Erkenntnisdefizite zu akzeptieren. Erst heute kann man diese Defizite in der damaligen Physik und in vielen anderen Wissenschaften „aufheben“. Die Vorarbeiten dafür werden jedoch auch schon im Idealismus begonnen. Eine entscheidende ist die, dass jenes gesuchte Apriori eigentlich nur als unendlich abstrakte Existenz (E) durch ebenso abstraktes methodisches Identifizieren (G) festzustellen ist, nicht durch mehr. Aber E sowie G sind nun mal prinzipiell „metaphysischer“ Art. Hegel wird das nutzen, um die abstrakte Form des Idealismus zu fundieren. Dieses Sein ordnen wir in die ontologische Entwicklung der Existenzvorstellung als E4 ein.

    33Während Fichte das Postulat des Kantischen Apriori, dem „Ding an sich“, mit dem subjektiven „Ich“ konfrontiert. Wir verstehen die Subjektivität in der genannten wp ontologischen E-Entwicklung als E3, welches zugleich eine Einheit der Existenz-Vorstellung ist, vor allem von sich selbst, wie auch alle Varianten der Endlichkeit sowie der Unendlichkeiten in sich enthält. Dem „absoluten Ich“ stellt Fichte die Gegenstände der Erkenntnis als das „Nicht-Ich“ gegenüber. Diese „freie Tätigkeit“ als Setzung des Ich sieht Fichte aber nicht als Arbeit des Subjekts, sondern als Negation (N), welche das Nicht-Ich erzeugt. Damit bleib auch Fichte den Grundgrößen des Idealismus verhaftet, die wir im OG als die drei elementaren Elemente E, G, und N ansehen. Erst die Hinzufügung der I-Seite führt aus dem Idealismus heraus.

    34Wenn wir versuchen, einzelne Züge der Geschichte der Philosophie als Vorläufer unserer Auffassung von Wissenschaftsphilosophie zu verstehen, dann betrifft das auch Schellings Ausarbeitung einer Naturphilosophie. Er bezieht die Natur wieder in philosophische Analysen ein, indem er die alten dualen Gegensatzpaare zu Einheiten verschmilzt. Die Einheit der Gegensätze führt ihn zur Konzeption einer Identitätsphilosophie, in der das Absolute als Indifferenzpunkt der Gegensätze fungiert. Das kennzeichnete bereits die mittelalterliche Stellung des monotheistischen Gottes aus und wäre eventuell mit mechanistischen und positivistisch feststellbaren naturwissenschaftlichen Inhalten zu belegen gewesen, getrennt davon ist diese Aussage..jedoch für jede Erkenntnis leer → N.

    35Die fortgeschrittene Naturwissenschaft, die sich nicht mehr nur auf die abstrakte mechanistische empirisch-rationale Tradition berufen kann, darf von dualen Gegensätzen wie zum Beispiel die Vorstellung von Endlichkeit und Unendlichkeit, Teil und Feld, u.ä. ausgehen. Wir haben dafür z-w, R/S und z/w als E3, welches als endliche Existenz dem alten Gott, E4 des OG, systematisch in einer „allgemeinen Entwicklung“ zugeordnet ist, diesem aber nicht nur widerspricht. Schellings Ahnung, dass es neben den Übergängen zwischen Natur und Ideellem außer den Methoden der Alltagserfahrung und der N-G-mechanistischen Denkweise noch weitere Denkweisen geben muss, mündet in den allgemeinen intuitiven und esoterischen Anschauungen seiner späten Philosophie.

    36Zu den Verdiensten Hegels gehört es, das langsam entstandene systematische Denken (N-G – E) einerseits konsequent zu Ende gedacht zu haben: Wenn das Wissen des Geistes von sich als unendlicher Selbstbezug des Seins (E) nicht mehr nur intuitiv vom Menschen als Gottes zentrale Fähigkeit verstanden wird, sondern mit dem geübten, gängigen mechanistischen N-G-E verbunden werden kann, so ist es das andere Verdienst Hegels, nun solche durch das alltäglich gewordene und vorbereitende abstrakte mechanistische Denken auf alle Wissensgebiete angewendet zu haben. Vor allem natürlich erst mal auf Kunst, Religion, Recht und Geschichte.

    37Daneben aber wird immer auch die für Hegels Dialektik, (N/G), wichtige Methodik der engen Verbindungen von Gleichsetzung und deren Negation diskutiert. Der Sammelbegriff „Vernunft“ – wir, „N-G zu N/G“ – hat sogar auch Verbindungen zum Willen und den Interessen der Menschen (Ii). Hamann erkennt, dass das in der Geschichtlichkeit und in der Sprache des denkenden und sprechenden Menschen nicht übersehen werden darf. Wir meinen, Methoden wie die des „Glaubens“ (E-I zu N/G) verhalten sich zur Ratio- und Dialektik-Methodik (N-G zu N/G) als begrifflich abstrakte Variante der QM-Ordnung „z/w zu z-w“ und haben daher jede für sich ihre Spezialisierung und Gleichberechtigung, aber auch ihre historisch nicht „entscheidbare“Wechselbeziehung, zum Beispiel als Methodenstreitigkeiten.

    38Dass diese Unterschiede (Rw/N) und deren Bezug (Rz/G) im deutschen Idealismus deutlich aufeinander bezogen werden, ist ein Fortschritt. Jacobi sieht im Glaubenden den unmittelbaren Zugang zur Realität, was als z/w konkret ebenso wie als N/G begrifflich passt. Physikalische Wirkung kann als z/w dargestellt werden und das N/G kann man als formalen Kern von Dialektik („N-G zu N/G-Einheit“) verstehen. Wozu dann für die. Glaubens-Methodik noch I/E- als Gefühl und willentlich („I“) erfasste Ganzheit (E) kommt. Die so komplex entwickelten Methoden beruhen auf den einfachen Denkmethoden der Logik und dem des rational arbeitenden Verstandes, die als getrennte E-N-G-I anzusehen sind. Auch die Trennung (N,Rw) der I von den E gehören für alle idealistischen Denker zum Kern der idealistischen Denkweise, wie die Methodologie, welche N-G und N/G von den I und E trennt.

    39Was aber fehlt im Stand der sich entwickelnden Philosophie auf dieser Entwicklungshöhe? Herder deutet es an. Es sind die Relationen, zwar auch noch abstrakt, schon inhaltlich zu beschreiben, aber noch nicht systematisch zu erfassen.

    40Diese Systematik müsste von den Wechselwirkungen der bislang philosophisch erarbeiteten Abstrakta der Existenz, des Seins „E“, des Nichts, Nichtseins „N“ und der Gleichheit „G“ ausgehen, aber auch die I-Seite, die als systematisch wichtige noch unbekannt war, einbeziehen. Von daher gelangt man dann zu „Sprache“, „Sinn“ und allen konkreten Inhalten der Realität. Herder umschreibt das als dem Menschen, dessen Freiheit und Weltoffenheit es ihm ermöglicht, seine „eigene Natur“ erst zu schaffen, aber auch zugleich die Notwendigkeit, die Humanität durch die Erziehung zu erwerben. Seine besondere Stellung gewinnt der Mensch durch seine Sprache und seine Bewusstseinsbildung. Die Entwicklung des Menschen sieht er als organisches Wachstum zur abstrakten „Humanität“. Wir sehen diesen durch die Relationen der OG-Elemente eröffneten Bereich – „z/w“ – als Fortsetzung aller möglichen Relationen und deren Kombinationen.

    41Die „allgemeine Entwicklung“,wird durch die Wechselwirkung aller beteiligter Phasen verursacht, Die aufgezeigten Widersprüche sind die von Rz, Rw und G, N. Das Maximum dieser tendenziell und sogar aktualen Unendlichkeit an Relationalität ist die menschliche Subjektivität.

    42Wir gehen davon aus, dass die Geschichte des Geistes, hier die der Philosophie, jeweils derart gut durchdacht war, dass sie wichtige Entwicklungsprozesse der Vorgänger weiterführte, und dass wir die zentralen Gedanken ebenfalls in einer allgemeinen Systematik weiter entwickeln können. Das soll hier an Kants „Kritik der reinen Vernunft“ gezeigt werden. Der Aufbau der „Kritik der reinen Vernunft“ sieht die Unterscheidung von „Elementarlehre“ und „Methodenlehre“ vor. Wobei diese Methodenlehre den „äußeren Rahmen“ beschreibt, der jenes erfasst, das zum Denkergebnis führte, das aber Kant nicht systematisch in ein abstraktes Denkgebäude zu integrieren schien.

    43Das sei die Unterscheidung der Philosophie von anderen Bereichen der „Realität“, die Einzelwissenschaften oder die Geschichte zum Beispiel. Wir dagegen können das systematisch in einer erweiterten Systematik unterbringen. Die kantische „Elementarlehre“ hat zwei Untergliederungen. Einerseits die „Ästhetik“, welcher Raum und Zeit zugeordnet werden. In diesen drei ist die Vorstellung Kants von der Subjektivität deutlich. Der Mensch ist zweifellos von allen folgenden geistigen Begriffen klar als eigene Säule einer umfassenden Analyse der Welt zu betonen, aber sowohl die tendenziell unendlich komplexe Wechselwirkung fast aller Begriffe und Emotionen und natürlicher Eigenschaften des menschlichen Subjekts, als „ ästhetisches“ Phänomen, darf nicht die Verbindung zu den „reinen“ maximal unendlichen und unrelationierten Begriffen, die in Kants „Logik“ die zweite Säule seiner „Elementarlehre sind, aufgeben. Wir analysieren die „Ästhetik“ als maximale Wechselwirkung fast aller menschlichen geistigen, emotionalen und biologisch-natürlichen Einzelentitäten .

    44„Raum“ und „Zeit“ sind für Kant Vorgegebenes, das er nur von deren Wirkung auf das menschliche Subjekt beurteilen kann. Das ist eine zwar notwendige Beziehung, die von uns allerdings ergänzt wird. Die Basis der Physik und der Mathematik, die dem Kant noch unzugänglich ist, und die über die „allgemeine Entwicklung“ auch vom Subjekt erzeugt wird, stets begleitet von der Verbindung, welche durch die geistigen Fähigkeiten (OG letztlich) des Menschen, ihm Raum und Zeit einigermaßen verständlich macht.

    45Seine „Logik“ teilt Kant in „Analytik“ und „Dialektik“ ein. Es ist sein Versuch, das menschliche Denken möglichst vollständig und kurz, abstrakt, allgemein zu erfassen. Dabei geht er davon aus, dass in der „Analytik“ Grundlegenderes und in der „Dialektik“ „Praktischeres“ systematisiert werden kann. Dazu teilt Kant noch mal nach dem traditionellen Wissen in „Begriffe“ und „Methoden“ ein. Unsere Einteilung geht von einer möglichen Trennung in „I – E, I/E“ als Basis von „Begrifflichkeit“ aus und von „N-G zu N/G“ als Basis der Methodik. In Kants Einteilung „Analytik-Dialektik“ sind die Begriffe beides mal genannt. Die analytischen Begriffe, die der „metaphysischen Deduktion“ und der „transzendentalen Deduktion“, sind solche der maximalen Abstraktion, die des „anfänglichen Urgrundes“ Physik, Mathematik. Bei uns sind das die vier „metaphysischen“ OG-Elemente und die „transzendentalen“ S- und R-Aspekte sowie daher die z und w.

    46In der „Analytik“ bringt Kant alle abstrakten Denkmöglichkeiten unter, auch die „Doktrin der Urteilskraft“. Wir sehen darin die abstrakte Beschreibung der „I-Seite“. In der „Dialektik“ werden diese Abstrakten miteinander verbunden und werden dadurch zu „Inhalten“. Zum Beispiel zu „Schlüssen“ (N-G zu N/G) und zu Begriffen, welche wir durch Relationierung der abstrakten Größen (I/E etc.) erhalten.

    47Die Frage Kants, „Wie sind synthetische Urteile apriori möglich?“ verbindet er in seiner „kritischen“ Sichtung des menschlichen Erkenntnisvermögens als Vorbereitung „einer jeden künftigen Metaphysik“. Wir sehen das als die zwei neuen metaphysischen Pole: Die S- und R-Aspekte und die OG-Elemente sowie die Subjektivität, welche diese Pole kritisch, dynamisch und erzeugend verbindet, ungenau als „dritten Pol“. Dann lassen sich synthetische (Rz/Rw) Urteile (I/E) apriori, das heißt aus S,R, der „allgemeinen Entwicklung“ und OG sowie der Subjektivität, also den drei uranfänglich vorgegebenen Polen beantworten.

    48Kant sucht, wie es die Aufgabe der Philosophie bislang stets war, synthetische Urteile a priori zu finden, zum Beispiel als die Prinzipien in allen Wissenschaften. Wir gehen einige Schritte in der gleichen Richtung weiter, wenn wir versuchen das Gemeinsame aller dieser einzelwissenschaftlichen Prinzipien jetzt „philosophisch“ (wp) zu formulieren. Was Kant über die damaligen philosophischen Ansprüche hinaus fordert, ist das menschliche Subjekt in den Mittel-und Ausgangspunkt aller abstrakten Überlegungen zu stellen. Umso weniger verständlich wäre dann allerdings, das „analytische Urteil“ abzuwerten. Es gibt dem Subjekt jene Entfaltungsmöglichkeit, die es die tendenziellen Relationen im Seienden erkennen lässt, während das synthetische Urteil bald über alle Begrenzungen des endlichen Dasein hinaus ins Metaphysische weist und führt. Kant kann aber nicht auf eine Erweiterung des herkömmlichen mittelalterlichen Metaphysischen verzichten, so dass wenigstens das Subjekt, aber noch nicht eine Basis aller schon wichtigen Wissenschaften, vor allem der Naturwissenschaften, diskutierbar wäre.

    49Ein „analytisches Urteil“ ist bei uns verallgemeinert: Es ist die typische z/w-Funktion, bei der „alles mit allem“ durch Relationen (Rz/G und Rz/Rw) verbunden ist, beispielsweise als „sprachliche Erklärung“ von Begriffen. Dieses umfassende Relations-Netz wird von uns aus den Möglichkeiten des „erweiterten QM-Modells“ systematisch abgeleitet. Das beruht auf den S-und R- Funktionen. Aber die reine Begrifflichkeit des philosophisch „idealistischen“ Ansatzes reicht natürlich weit darüber hinaus. Jedoch führt dabei ein Entwicklungsweg von „S/R“ bis zu den „idealistischen“ OG-Elementen E-G-N. Er führt sogar darüber hinaus auch zu dem „I“ im OG. Und eben jenes freie, absolute „I“ nutzt Kant, um die alte Metaphysik zu überwinden: Ein „synthetisches Urteil“ verlangt den Einsatz von Willensfunktion und Zielvorstellung („I“) . Und die „Synthese“ ist die Aufhebung der für idealistisches Denken notwendigen Trennung der OG-Elemente – E-G-N-I – und ihre enge Wechselbeziehung als mögliche Ergänzung (E/G/N/I), nach dem QM-Schema in einer beide Möglichkeiten verbindenden Einheit.

    50Die von Kant gesuchten „Apriori“ (S, R und OG) nutzt Kant allerdings nicht, sein Apriori ist die menschliche Subjektivität, die alle jene Erarbeitungen der Urteile und der Synthetisierung erzeugt. Wir anerkennen dies als Subjektivitäts-Phase, abstrakt mit „z/w“ und metaphysischem OG-Pol verbunden.

    51Wir fragen hinzufügend, was ist das „Subjekt“? Wie ist ihm diese Leistung möglich ? Kant war in der „allgemeinen Entwicklung“ bis zu jener Subphase vorgedrungen, welche als „Subjektivität“ ein Zentrum des z/w-Großbereiches ist. Dort zeigen sich die zwei Seiten darin, dass der Mensch einerseits „von oben“ die abstrakten OG-Elemente E, G und N als empirische Methode auf die Welt der Gegenstände appliziert und andererseits auch als denkendes Wesen, aktiv Gedanken erzeugen kann.

    52Wie kann man, fragt sich Kant, die Rezeptivität der Sinnlichkeit mit der Spontaneität des Verstandes in Einklang bringen. Jene „Spontaneität des Verstandes“ verbindet das Gesehene mit allem, was das Subjekt bisher erfahren hat. Eben das ist eine formale Seite der Erzeugung von Neuem., während das empirische Verfahren darin besteht, nur minimale Relationen zu bilden; so vom Ding her die Rw des elektromagnetischen Feldes, vom Subjekt her nur „G“. Es zeigen sich in solchen etwas komplexeren Verhältnissen schließlich wieder die allgemeinen Rw- und Rz-Funktion, speziell als besonders wichtig als G und als Rz/Rw-Veränderungsmethoden.

    53Kant war also schon auf dem Weg zum „QM- OG-Zusammenspiel“, wenn er die „Rezeptivität der Sinne“ (Rw und Raumzeit) und die „Spontaneität des Verstandes“ (OG-Elemente) in Einklang zu bringen versucht. Wobei er sah, dass die sinnliche Erfahrung die Begriffe erweitern kann. Die Wechselbeziehung zwischen den Gegenständen und der Erkenntnis vereinfacht er allerdings noch, wenn er erkennt, dass sich die Erkenntnis nicht mehr wie zuvor gedacht nach den Gegenständen richtet, sondern die Gegenstände nach der Erkenntnis. Wir fragen wie das möglich sei und sehen die Zweiheit der „allgemeinen Entwicklung der S, R, z, w hin zu den Begriffen und Sprachen und zum OG, sowie auch die umgekehrt wirkende Wechselwirkung. Wobei beide Abläufe aus den Eigendynamiken der beiden Polen verständlich gemacht werden können.

    54Kants „Aufbau der Kritik“ hat dann erst einen Teil der „allgemeinen Entwicklung“ gezeigt, die Stationen der Erkenntnis, welches „mit der Anschauung anfängt, von da zu Begriffen geht und mit Ideen endigt“.

    55In der „transzendentalen Ästhetik“ stellt Kant für seine „Anschauung“ fest, dass der Raum allen Anschauungen ebenso zugrunde liegt wie die Zeit. Er kann sich beide deshalb nicht als existierend oder etwas ohne sie vorstellen, weil der z/w-Bereich und in ihm die Ausprägungen aller z/w-Relationen, sowohl die Raumzeit wie die Gegenstände in ihr, darunter auch das menschliche Gehirn und dessen Produkte, die Begriffe und Denkfunktionen, nur als eine innere und in sich geschlossene Selbstanwendung dieser speziellen QM-Phase ist, die der „3z/3w“. Dennoch kann der Mensch diese spezielle auf die Relation der drei z zu den drei w zu verstehende höchst einfache und daher so erfolgreiche z/w-Phase transzendieren. Denn die z-w-Phase liegt seiner Physikalität ebenso zu Grunde, und die erlaubt es, dass der Mensch alle z- und w-Vielheiten denken kann, wie „analog“ zur 3 Rz/3 Rw- Relation auch. Es gibt aber für beide eine Grenze, die „aktualen“ Unendlichkeiten des QM kann weder Kant noch „der Mensch“ „direkt“ und „überhaupt“ „im Endlichen“ denken. Die „Zeit“ war von daher ebenfalls ein Denkhindernis. Sie lässt sich weder wegdenken noch kann man ihre Eigenheiten, die Dauer, Folge etc. sich „schlussendlich“ vorstellen, erklären oder verstehen. Das liegt daran, dass alle jene methodischen Versuche und über diese hinaus jede Art von Endlichkeit entweder von den unendlichen w, Rw-Rw und von den aus ihnen entwickelten unendlichen OG-Elementen fundiert wird. Diese „metaphysischen“, weil isolierten, leeren (N) un-endlichen Basis Elemente sind nicht endlich, also beispielsweise nicht empirisch wahrnehmbar.

    56Kant meinte noch, ohne Zeit und Raum sei Dauer, Folge etc. nicht vorstellbar, und beide haben empirische Realität. Wenn man die Subjektivität als alleinigen „metaphysischen Pol“ annimmt, dann ist das deshalb nachvollziehbar, weil alle subjektiven Leistungen, die Sinne mit ihrer Anschauung und das Denken mit seinen Kategorien des transzendentalen Idealismus, nur vom OG bestimmt sind, nicht aber von der Naturbasis. Das Verhältnis der Wechselbeziehung Subjekt, Sprache und OG sieht Kant richtig als gegenseitige Erzeugung, aber dass sowohl dem Raum und der Zeit als auch der empirischen Sinnlichkeit und den Dingen und ihrer Beurteilung, die Vorstellungen als „bloße Erscheinungen“, die z, w und die Rz, Rw gemeinsam zugrunde liegen, das macht die Denkschwierigkeiten seit Kant.

    57In der „Analytik der Begriffe“ untersucht Kant die Elemente des Verstandes. Diese „Kategorien“ leitet Kant so ab, dass wir sie als eine Vorarbeit jener Entwicklung ansehen, welche zum OG führt. Das ist zum einen seine Ableitung, die sich aus den Urteilsformen der klassischen Logik ergibt, welche wir als E, G-N im OG sehen, und welche sich aus den Rz, Rw, und Rz/Rw entwickeln. Die andere Deduktion, die transzendentale Apperzeption, gründet sich letztlich auf die Denkfähigkeit des menschlichen Subjekts. Man muss dabei bedenken, dass die Logik auch, aber nicht nur ein Ergebnis des menschlichen Denkens ist. Aus der physikalischen Basis hat die Logik direkt die Rw-Einflüsse der Trennung der OG-Größen voneinander. Während die Subjektivität, das „denkende Ich“ die höchst entwickelte Subphase des „z/w-Großbereiches“ ist. In welchem sich alle Phasen dadurch auszeichnen, dass sie durch die Rz-Kohäsion zusammenhängen und sich dadurch weiter entwickeln, und auch dadurch, dass durch die vereinigten Wechselbeziehungen die so genannten „Qualitäten“ in allen Phasen erzeugt werden.

    58Bei Kant geschieht die Bildung von „Einheiten“ durch das Denken des Subjekts. Wir erweitern das: Die „a priori“ existierenden Eo, E4 als ontologische Abstrakta der S, R und der OG-Begriffe haben je in sich beides, die Rw als Ursache ihres unendlichen Getrenntseins und „zugleich“ die Rz als Ursache ihrer Fähigkeit, Verknüpfungen zu bilden. Die „allgemeine Entwicklung“ besteht darin, die beiden Pole (S,R,OG) zu verbinden und dadurch die Phasen der Endlichkeit, als verallgemeinerte „z-w zu z/w-Quantenphase“ zu erzeugen.

    59Höhepunkt in den Entwicklungen innerhalb der z/w-Phasen ist das menschliche Subjekt. Deshalb ist das „Ich“ fähig alle jene endlichen und raumzeitlichen Verhältnisse herzustellen. Aus der Sicht des „Ich“ und allgemein von den z/w-Phasen her gesehen sind aber die apriorischen Vorstellungen und Begriffe „leer“. Diese haben jene unendliche Nichtigkeiten, welche w, Rw und freie z auszeichnet. Bemerkenswert ist aber, dass diese Freien auch noch im Subjekt existieren, weshalb der Mensch die Begriffe „leer“, „Nichts“ und „unendlich“ denken kann, unabhängig von Anschauung und Erfahrung. Es zeigt sich hier wieder, dass in der Bildung der z/w-Phasen die S,R und OG weiter bestehen, wie es die erweiterte QM-Einheit „z-w zu z/w zu OG“ verlangt.

    60Das menschliche Subjekt vereint in sich als Maximum aller z/w-Möglichkeiten alle Phasen und deshalb auch die OG-Elemente und die einfachen Relationen der OG-Elemente. Diese sind hier die Kantischen „Kategorien“. Zugleich und in Wechselbeziehungen sind im Subjekt alle Natur-Phasen vereint. Man kann deren Wechselbeziehung zum Beispiel als „menschliche Erfahrung“ zusammenfassen. Kant nennt die Summe aller Objekte der Erfahrung „Natur, als deren Gesetzgeber der Verstand“ mit den Kategorien ist.

    61Kant geht in der „Kritik der reinen Vernunft“ von zwei Vorstellungen aus, der „Ästhetik“ und der „Logik“. Wir verbinden damit die vier Elemente des OG und deren physikalische Herkunft, die S-und R-Aspekte.

    62Die Ästhetik lässt sich verstehen, wenn in den Wechselwirkungen der OG-Elemente die I-Seite betont wird. Kant verbindet mit der „Ästhetik“ Raum (Rz-Rz) und Zeit (Rw-Rw), die wir durch die R-Aspekte als Vorläufer der I-Seite erklären.

    63Die „Logik“ ist bei Kant komplizierter differenziert. Er verbindet die Logik mit den „Begriffen“ und deren Analyse. Bei uns sind alle Begriffe durch die umfassende Relation I/E/N/G“ bestimmbar. Kant unterscheidet das, wenn er in der „Analytik“ die Begriffe einerseits als „E-Gebilde“ und davon getrennt als von „I“ („Urteilskraft“) bestimmte sieht. Andererseits, in seiner Dialektik schreibt er den Begriffen die Nähe zu den N und G zu, nämlich die „Schlüsse“ der „Antinomien“ (N-G) etc.

    64Seine E-bestimmten Begriffe schildert Kant als „metaphysische und als transzendentale Deduktion“. Das ist die alte Einschätzung des Seins (E4), die wir mit Eo, E3 in einen systematischen Zusammenhang bringen. Die Kantische Vorstellung bei der „Urteilskraft“, der wir die Eigenschaften der I-Seite zuschreiben, wird von Kant auch genauer gesehen.

    65Die „Kategorien, die notwendig sind, um die Erfahrungen in die Einheit des Subjekts zu ordnen“ verallgemeinern wir. Von dem QM-Modell wird die „Ordnung“ auf den OG in der „allgemeinen Entwicklung“ übertragen. Subjektivität und deren Erfahrung sowie die Objekte der Erfahrung bilden die wechselwirkende Verbindung zwischen Natur und menschlichem Verstand. Die „OG-Kategorien“ haben die Eigenschaften der physikalischen: Der S-Aspekt wird E, der R-Aspekt wird I, N, G. Die Kategorien Kants lassen sich alle als Wechselbeziehungen zwischen den ersten physikalischen „Kategorien“ (Rz,Rw etc.) und den „OG-Kategorien“ darstellen. Zum Beispiel „groß-klein“ sind raumzeitliche Konkretisierungen der unendlichen Rw-Weite und der unendlichen Rz-Verkleinerung aus der „z-w-Quantenphase“.

    66Die QM-Ordnung zeigt sich beispielsweise in der Dualität und der Gegensätzlichkeit, welcher alle Kategorienpaare unterliegen.

    67In der „Analytik der Grundsätze“ untersucht Kant die Elemente, die die Begriffe mit den Anschauungen verbinden. Wir interpretieren das vom wp-Standpunkt. Kant geht von den Eigenschaften der vierdimensionalen Raumzeit aus, aber als Raum und Zeit und als die subjektiven „Erfahrungen“, welche das menschliche Alltagsbewusstsein damit verbindet. Dazu entwirft Kant einen „Schematismus“, mit welchem er die Begriffe, die „Kategorienpaare“ mit der Zeit zu verbinden sucht und auch mit der Raumvorstellung. Das heißt, wir müssen nun untersuchen, welche Alltagsvorstellungen über die „Zeit“ bestehen und welche die physikalisch-philosophischen Eigenschaften der „Zeit“ sind.

    68Das Bindeglied zwischen den Kategorien und der Anschauung der Zeit wird über die „Erfahrung“ vermittelt. So liegt für Kant der Kategorie der „Quantität“ das „Zählen“ zugrunde, also auch die zeitliche Reihenfolge. Was aber ist „Erfahrung“ und in ihr Raum und Zeit?

    69Wenn Kant einerseits die menschliche „Erfahrung“ mit ihren Verbindungen zum Wahrnehmen, Fühlen und Denken als Basis nimmt und andererseits die „Kategorien“ auf „Raum“ und „Zeit“ bezieht, dann gilt es, für alle diese Phasen eine gemeinsame Basis zu finden sowie auch die Unterschiede zu erklären.

    70Der Kategorie der „Quantität“ legt Kant das „Zählen als zeitliche Reihenfolge“ zugrunde. Das muss nun „kritisch“ analysiert werden, um unsere Ansprüche, die der WP, zu erfüllen. Dazu wird die Raumzeit und darin die „Zeit“ (Rw-Rw) als „3Rz/3Rw“ dargestellt und die Zählmethode als Additionskalkül durch die QM-Ordnung, erst die Rw-getrennten zwei Summanden zu haben (hier Rz-Rw) und dann deren Rz/Rw-enge Verbindung als „Summe“, was Rz bewirkt. Das geschieht tatsächlich in Raum (Rz/Rz) „und/zu“ Zeit (Rw-Rw). Womit eine gemeinsame Basis hier schon geschaffen wird, welche als philosophisch wichtige R-Selbstanwendung gelten kann. Die menschliche „Erfahrung“ nun mit einzubeziehen, verlangt, einen größeren Entwicklungsschritt zu konzipieren. Seine Basis sind wiederum die R-Aspekte, aus denen die OG-Elemente und deren Relationen als Begriffe und Sprachen erzeugt werden können. Das sei an anderer Stelle gezeigt.

    71Zum Schema der Kategorie der „Qualität“ formuliert Kant, dass die „Erfüllung der Zeit“ von „real bis nicht real“ die Qualitätsvorstellung ermöglicht. Wir schreiben der „Qualität“ nicht nur N/G und N-G zu, sondern zusätzlich I/E. Deren Basis in S/R sei hier nur erwähnt. Dennoch weist die Einbettung in die Zeit auf die Rw-Rw-Dynamik, welche zur S/R in der QM-Ordnung gehört. Und Kant berührt ebenso die Unendlichkeiten aus dem OG, wenn wir dem „real“ die „I/E“ und „N/G“ zuweisen und diesen Varianten der „z/w-Endlichkeit“ die unendlich freien Ei und Ii als Vertreten der „nicht realen“ z-w-Unendlichkeiten zuschreiben.

    72Der Quantität liege das Zählen zugrunde, also die zeitliche Reihenfolge. Die „Qualität“ bestehe aus dem Grad an Erfüllung der Zeit. Der objektive Bezug der Relation bestehe durch die Zeitordnung, Dauer, Zeitfolge, Gleichzeitigkeit. Die Modalität ergäbe sich aus dem Zeitinbegriff; ist etwas irgendwann, ist es „möglich“, ist es zu einer Zeit, ist es „wirklich“, ist es immer, dann notwendig. Wenn Kant die Schemata der einzelnen Kategorien stets auf die „Zeit“ bezieht, dann zeigt das nicht mehr und nicht weniger, als dass das menschliche endliche Denk-und Vorstellungsvermögen (die Subjektphase) an die „3 z/3w“, also an die Vierdimensionalität“ gebunden sind. Wobei Kant noch die „mechanistische“ Möglichkeit“ nutzt, die Zeit vom Raum zu trennen. Solche Kreisschlüsse“ innerhalb der vierdimensionalen Endlichkeit sind keine Denkfehler. Sie sind notwendig und sie sind erzeugend innerhalb der Endlichkeit und tragen zu deren „Vollendung“ bei; welche grundsätzlich durch das „z/w“-Modell gemeint ist.

    73Wir analysieren das Kantische System von der wp Zweiteilung der absoluten Größen der S- und R-Aspekte und den vier OG-Elementen her, welche alle durch Rw und N getrennt sind und auch darin ihre Eigenarten haben. Und andererseits von den Rz- und G-geleiteten Verbindungen, Kohäsionen, her, welche genau so unbegrenzt, unendlich alles miteinander verbindenden stets dadurch Neues und Endliches erzeugen, so wie die Rw und N unendliche Trennungen, Negationen „erzeugen“, aber eben nichts Neues.

    74Im Kantischen System sind eine Auswahl der „ersteren Größen“ die „Zeit“ und der „Raum“, aber auch die in inneren Wechselwirkungen verbundenen sehr komplexen und „von sich“ her jeder Analyse abholden Größen; bei Kant zum Beispiel „Erfahrung“, „Grundsätze der Erfahrung“, „Urteile“, „Anschauung“, Wahrnehmung“ und komplexe Begriffe wie die „Sinne“, „Kategorien“.

    75Es zeigt sich aber bald, solange man sich auf die Alltagssprache und die Erfahrung stützt, geht es um komplexe Relationen. Das ist bei Kant natürlich eine Folge, der mangelnden einzelwissenschaftlichen Analysen, die bis heute zum Beispiel auch darin bestehen, dass der zentrale Übergang von der Materie zum Geist im menschlichen Gehirn fast noch unanalysiert ist. Zu diesen zusammengesetzten (z/w-und I/N/G/E-Varianten der Endlichkeit) gehören beispielsweise bei Kant die Quantität, Qualität, Relation, Modalität, und abstraktere Vorstellungen wie die Wechselwirkung, Gleichzeitigkeit Naturgesetze, das Ganze, Substanz etc. und vor allem auch „die Grundsätze“.

    76Die einzelnen Sätze seines Systems der Grundsätze zeigen die für die z/w-Endlichkeit bezeichnende Erklärung, ein Zusammengesetztes durch andere Zusammengesetzte zu erklären, ohne dass das aus solchen großen Kreisschlüssen hinaus weisen würde.

    77So sind das beispielsweise die Axiome der Anschauung, dass alle Gegenstände aus Teilen bestehen und diese in Raum und Zeit extensiv sind. In der Wahrnehmung haben sie dabei Einfluss auf die Sinne.

    78Wenn Kant sagt, dass „Analogien der Erfahrung“ den notwendigen Zusammenhang von Erscheinungen in der Erfahrung begründen und dazu die „Beharrlichkeit“ zählt und er sie sogar als substantiell, als „Substanz“ beschreibt, dann ist das bei uns „z“ sowie das „G“, welches sich aus dem „Rz“ entwickelt. Deren Eigenschaften können unter anderem auch so umschrieben werden: Ein weiterer Grundsatz ist durch die „Kausalität“ gelegt, mit deren „Beharrlichkeit“ verbunden und dazu die „zeitliche Folge“, welche die Kausalität beschreibt; bei uns sind deren Eigenschaften in der „Rz/Rw“-Relation modelliert. Schließlich hat Kant eine dritte „Analogie der Erfahrung“, als Grundlage des Zusammenhanges von „Erscheinung“ und „Erfahrung“, und das ist die „Gleichzeitigkeit“ und „Wechselwirkung“ der Dinge. Das sind zwei wichtige Eigenschaften von „Rz/Rw“.

    79Kants „Postulate des empirischen Denkens überhaupt“ ordnen wir wp ein. Die „Möglichkeit“, die er als formale Bedingung der „Erfahrung“ sieht, ist für uns eine Variante der „z/w-Endlichkeit. Die „Möglichkeit“ hat Rz/Rw und N/G zu ihrer Basis. Die „Wirklichkeit“, als materiale Bedingung der Erfahrung ist bei uns „z/w“, dessen Variante Sz/Rz zu Sw/Rw zu „I/E/N/G“, welche als unendliche in Wechselbeziehung untereinander eben Veränderungen, „Wirkungen“ erzeugen. Schließlich geht es Kant noch um die „Notwendigkeit“, welche bei ihm mit der „Wirklichkeit“ zusammen die Erfahrung bestimmt. Die Notwendigkeit ist ein Begriff, der sehr gut versucht, die acht Grundgrößen – Sz-Rz-Sw-Rw-E-I-G-N – in ihrer einzelnen Isoliertheit, Unendlichkeit und Leere zu charakterisieren.

    80Bei der wp Systematisierung der Kantischen Philosophie gehen wir davon aus, dass das eine erweiterte Analyse der „Unendlichkeit“ überhaupt sein muss, und in dieser vor allem die der Eigenschaften des menschlichen Subjektes. Das ist das eine unserer analysierenden Verfahren, das andere ist, dass wir das Kantische System als „Relation“, „Kombination“ der QM-Eigenschaften („z,w“) in Wechselbezug zu den OG-Elementen zeigen wollen. Damit ist die „Endlichkeit“ zugleich in die „allgemeine Entwicklung“ eingeordnet.

    81Das sei an Kants „reinen Verstandesbegriffen“ gezeigt. Er unterscheidet die „Quantität“ mit ihren „objektiven“ Kategorien „Allheit, Vielheit und Einheit“ Diese gewinnen ihre „Objektivität“ aus der „z-w-Quantenphase, in der auf physikalischen Ablauf aus der aktualen Unendlichkeit („alle“) jede Anzahl erzeugbar ist. Diese subjektive Formung solcher Erkenntnis durch den endlichen Menschen, seinen „Urteilsformen“, ist jedoch nur möglich, wenn ihm die Unterscheidungen des OG helfen. Das geschieht als das Denken des Subjektes in kleinen Sätzen, welche die einfachsten Relationen der vier OG-Elemente sind. Hier, als das endliche „Verstehen“ sagt sich und erzeugt sich, wenn das „Einzelne“ dadurch verstanden wird, dass man sagt, „ein S ist P“, das „Besondere“, wenn man sagt, dass „einige S sind P“ und das „Allgemeine“ als „alle S sind P“. Relationiert werden dabei E als Existenzvorstellung mit dem G-Identifikations-Element, als „ist“ und „sind“.

    82Die „Qualität“wird von Kant mit Recht von den OG-Elementen her erklärt. Zu seinen „Urteilsformen“ gehört die abstrakte „Bejahung“ („S ist P“), im OG als G und E oder als die „Verneinung“, also „N“ („S ist nicht P“). Wir zeigen, dass der eigentliche Charakter von „Qualität“ – hier ganz abgesehen von den Relationierungen mit den S-und R-Aspekten – sowohl noch die „I-Kategorie“ benötigt wie auch die Relationen der OG-Elemente. Letzteres zeigt Kant auch: Neben der „Quantität“ und der „Qualität“ ist es die „Relation“ und die „Modalität“, welche zum Leitfaden der Entdeckung der reinen Verstandesbegriffe gehören. Kants „Relationen“ kommen unseren Rz, Rw und N, G nahe. In den drei Urteilsformen unterscheidet er die kategorische Relation der Inhärenz („S ist P“), die wir als die G-Vermittlung zur E-Bildung ansehen; aus „S“ wird „P“; wir sehen das genauer, E bezieht sich durch G unendlich oft auf sich selbst. Diese Selbstanwendung ist der Kern der Rz-Rz-Relation.

    83Die „hypothetische Relation“ („wenn…dann“) begründet bei Kant die Kausalität. Wir stellen das als Rz/Rw und/zu N/G dar. Jeder Übergang stellt eine Einheit von Trennung und Kohäsion dar. Im Übergangsfeld wirkt die Herkunft genauso wie das Neue. Eben das ist eine Annäherung an den allgemeinen Erzeugungs-,Entwicklungsschritt. Das wird jedoch erst hinreichend und verständlich, wenn man in „z/w“ auch die Wechselwirkung der zwei S-Aspekte einbezieht, und deren gegenseitige „Abschwächungen“, welche dann die Rz/Rw-und I/E-und N/G-Wechselwirkungen nach sich ziehen.

    84Die Einheit „Rz-Rw zu Rz/Rw“, beziehungsweise „N-G zu N/G“ ist nun die Basis der dritten Kantischen Relationsart, die „disjunktive Gemeinschaft“ („entweder…oder“).

    85Mit der Urteilsform und der Kategorie der „Modalität“ nutzt Kant noch die einfachen Rz/Rw -und N/G-Relationen, und er schafft zum anderen den Übergang zur Alltagssprache, welche die „problematische“ Unterscheidung des Möglichen vom Unmöglichen zu unterscheiden versucht, dann aber „assertorisch“ das Dasein vom Nichtsein und „apodiktisch“ die Notwendigkeit von der Zufälligkeit unterscheidet. Das alles kann auf „Rz-Rw zu Rz/Rw“ sowie auf „N-G zu N/G“ reduziert werden.

    86Bei Kant ist die Basis des Erkenntnisvermögens nicht mehr als die Gesetze der „Prinzipien a priori“, nämlich die der „Sinnlichkeit“ und die des „reinen Verstandes“. Von diesem wissenschaftlichen und philosophischen Niveau musste die weitere Geistesgeschichte ausgehen. Es ging dann um sehr Naheliegendes, wie zum Beispiel, den Zusammenhang zwischen Sinnenfunktionen und abstrakter Denkfähigkeit zu verstehen, oder zum Beispiel den Zusammenhang zwischen den Eigenschaften der Dingwelt und denen des Menschen. Um das zu klären, bedurfte es jedoch einiger Fortschritte in unterschiedlichen Wissenschaften.

    87In seiner „transzendentalen Analytik“ trennt Kant Phaenomenon – die Beschränkung auf die Welt der Erscheinungen, wie sie als Dinge an die menschliche Wahrnehmung gebunden sind – von den Noumenon, wie die Dinge für sich sind und für den Menschen unerkennbar bleiben. Wir haben dazu die Trennung (Rw,N) und zugleich Verbindung (Rz,G) der Unendlichkeiten, in den freien S, R und OG, von/zu den Endlichkeiten, welche alle durch die sehr verschiedenen Relationen der unendlichen Grundgrößen zustande kommen. Das menschliche Subjekt hat dadurch jene Stellung als Vollender der Relationalität, dass es in sich die Verbindung von Endlichkeiten und Unendlichkeiten nicht nur hat – das haben alle endlichen Gegenstände – sondern sich dieser Meta-Relation bewusst ist.

    88Für die WP geht es darum, in der Geschichte der Philosophie das Verhältnis der Endlichkeit zu den Unendlichkeiten zu schildern. Dazu muss zunächst die „Endlichkeit“ genau analysiert werden, das macht Kant. Die wp Vermutung ist, dass Kant bei der Analyse der Endlichkeit ungewollt unendliche Prozesse nutzt.

    89Kant nennt die Endlichkeit zum Beispiel „die synthetische Einheit des Mannigfaltigen in der Apperzeption“. In ihr beschreibt er das Verhältnis des denkenden Menschen („Ich“) in dessen Verhältnis zu anderen Menschen, welche in der Vergesellschaftung als Hörer, Lernende vorauszusetzen sind. Kant setzt dabei voraus, dass ihnen das Denken, der Verstand und die „Sinnlichkeit“ gemeinsam sind. Das betrifft vor allem den gemeinsamen Sprachgebrauch und hier in der Wissenschaft und der Philosophie auch solche Begriffe abstrakter Art, mit der Kant die Endlichkeit analysiert. Das sind die „Kategorien“ (Quantität, Qualität, Relation, Modalität), die „Schemata“ (zeitliche Reihenfolge, Dauer, Schwere) und „die Grundsätze“ (Axiome, Antizipationen, Analogien, Postulate).

    90Die wp Analyse geht von freien und daher unbegrenzten physikalischen Aspekten aus sowie von ebenso unendlichen geistigen OG-Elemente. Deren gesamtes Zusammenspiel, das durch die vier eigenen Größen Rz, Rw und G, N ermöglicht wird, erzeugt die „Endlichkeit“. Und darin vor allem die Subjektivität, noch als natürlich.geistige Entität, und speziell die Begriffe und Sprachen nur aus den relationierten und kombinierten OG-Elementen.

    91Auf Letzteres müsste sich auch der Kantische Denk-und Sprachgebrauch stützen.

    92Das z/w-Seiende enthält viele endliche Phasen. Die werden traditionell so unterschieden, indem man sich auf die alltägliche „Erfahrung“ stützt oder vermeintlich etwas abstrakter auf Analogie-Schlüsse. Die WP geht dafür nun den systematischen Entwicklungs-Schritt. Dabei, und wenn man den Phasen der Einzelwissenschaften ihre jeweilige Axiomatik zuspricht, ist das ein intuitiver, Versuch, eine Verbindung zum maximal Abstrakten, zum Transzendenten zu finden. Bei uns sind es die OG E-Elemente. Sie werden auch im einzelnen bei Kant immer mal wieder angesprochen.

    93Unsere wp Analyse der Kantischen „transzendentalen Analytik“ zeigt, dass er drei Bereiche unterscheidet – welches letztlich aus Erfahrung geschieht und damit ein Selbstbezug ist. Diese drei Bereiche sind die klassische Physik mit der „Zeit“ – („zeitliche Rw-Rw) die zeitliche Reihenfolge der Körper, die Dauer der Körper – und die „Schwere der Körper“ (z-z). Zum Zweiten sind es die Kantischen Kategorien als Denk-Kategorien, welche wir auf die OG-Elemente beziehen. Kant sieht zwischen den Schemata der klassische Physik und diesen Denkkategorien einen wechselbeziehenden Zusammenhang. In der WP erscheint das als der Entwicklungszusammenhang, der aus der Mechanik die philosophischen und im Alltagsdenken die Kategorien „Quantität“, „Einheit“ (E) Qualität (I/E), die Relationen der Subsistenz“(Rw, N) und der „Inhärenz“ (Rz,G) machen, dazu die Modalität als „Notwendigkeit“(Rz/Rw) . Die WP ordnet dem zum einen von der Physik her die Rz, Rw und Rz/Rw zu und zum anderen die daraus sich entwickelnden OG-Elemente.

    94Da Kant von der „Erkenntnis aus Erfahrung“ und da vom denkenden Ich ausgeht, sind seine Analyse des Verstandes und der Sinnlichkeit Bezüge und Selbstbezüge innerhalb der Endlichkeit, als Wechselwirkungen zwischen deren Phasen und Subphasen. Es wird von ihm also nicht der Entwicklungszusammenhang zwischen der Physik genutzt – die Begrifflichkeit der Mechanik ist immer schon eine Wechselbeziehung zwischen den subjektiven und gesellschaftlichen Erfahrungen und Denkweisen.

    95Das zeigt sich auch in den Kantischen „Grundsätzen“ in der transzendentalen Analytik. Das sind die „Axiome“, die „Antizipationen“, „Analogien“ und „Postulate“. Sie fassen die Erfahrungen der Subjekte mit der sie umgebenden Meso-Physik noch mal gesellschaftlich zusammen, gehen aber über die durch diese vorgegebenen Endlichkeiten der Raumzeit und der historischen Erfahrung nicht hinaus, weder im Physikalischen noch im Denken.

    96Wir „ergänzen“ die begrenzten Annahmen, wenn wir zeigen, dass die menschliche Subjektivität „Unendlichkeiten“ und dabei auch das „Nichts“ verstehen kann. Das verbinden wir mit der Begründung der Endlichkeit aus den Unendlichkeiten der Ersten Physik und des OG. Erst die gegenseitige Erzeugung der Endlichkeiten („z/w“) und der Unendlichkeiten (z-w) lassen beide Seiten verstehen.

    97Die Argumentation in der „transzendentalen Dialektik“ Kants besteht nun darin, „den Schein der vernünftelnden Schlüsse“ aufzudecken. Kant behauptet, dass es für den empirischen Gebrauch der Denkkategorien eine Erkenntnisgrenze gibt; es gibt nur Bedingtes, aber nicht ein „Unbedingtes“. Die wp Erweiterung geht deshalb über diese „Endlichkeit“ (z/w-Phase) hinaus, weil das Kant eigentlich auch tat, freilich ohne sich darüber klar zu sein. Die „Nennung“ der transzendentalen Ideen und ihre absolute Verneinung, Negation gehen bereits über jede Endlichkeit hinaus.

    98In seiner „Transzendentalen Dialektik“ versucht Kant zu zeigen, dass Ideen“ wie „Seele“, „Welt“ und „Gott“ als Objekte zu Widersprüchen führen und so mit der Vernunft unvereinbar sind. Die wp Sicht und, systematisch unreflektiert, auch das Alltagsdenken – weist solche Vorwürfe, wie den Vorwurf „Schein“ zu sein, formal zurück, wenn sie die Vorhaltung machen, dass sowohl der Sinn von „Schein“ als auch der von „reiner Vernunft“ zwar schwieriger Analyse bedürfen, aber im menschlichen Denken ihren Platz haben.

    99Kant spricht zwar von „ transzendentalen Ideen“, Seele, Welt und Gott, schreibt diesen jedoch Eigenschaften zu, die wir der z/w-Endlichkeitsphase zuschreiben. Das ist „die absolute Einheit des denkenden Subjekts“, („Seele“), zweitens „die absolute Einheit der Reihe der Bedingungen der Erscheinungen“ („Welt“) und schließlich „die absolute Einheit der Bedingungen aller Gegenstände überhaupt“.(„Gott“).

    100„Welt“ ist für uns E3 und darin die physikalischen, natürlichen S/R-Relations-Netze mit deren eng verbundenen Entwicklungsrelationen. Das wird bei Kant jedoch stets vom E4 her gesehen, was innerhalb des endlichen z/w-Bereichs durch das Subjekt, das Gehirn etc. gelingt. „Gott“ ist bei uns dann E4, was die endlichen Existenzen E3 noch einen Schritt weiter entwickelt, abstrahiert, verabsolutiert.

    101Kant hat den Nachweis, dass die „Ideen“ Seele, Welt, Gott, als Objekte betrachtet, zu Widersprüchen führen. Diesen Nachweis analysieren wir als Wechselverhältnis zwischen „z/w“ und dem OG (sowie auch zu S,R).

    102Die „Paralogismen“ betreffen die Seele. Für Kant, seine „rationale Sicht, ist es unzulässig, „Subjekt“ und „Substanz“ zu verknüpfen. Kant bewegt sich ausnahmslos in der z/w-Endlichkeit, deren Begriffe und Methoden nutzend, kann er nicht jene Ansprüche erfüllen. Welche jedoch nicht nur von traditionellen Philosophien, sondern auch von alltäglichem Denken benutzt werden. In wp Sicht geht es hier um den Zusammenhang von Subjektphase mit allen ihren emotional-rationalen Fähigkeiten und den physikalisch-biologischen Vor-Phasen, im Menschen, so in dessen Gehirn. In der wissenschaftlichen, wie auch in einer philosophisch-abstrakten Klärung bestanden damals keinerlei Ansätze; die WP setzt da auf die „allgemeine Entwicklung“.

    103Wie erklären wir die Paralogismen, welche Kant als „Fehlschlüsse“durch „unzulässige“ Verknüpfung von „Subjekt“ – welches er als „Ich“ der Apperzeption sieht – und „Substanz“ der Seele, welche Kant als ein „Objekt“ versteht? Wir ordnen der menschliche Subjektivität die vielen Endlichkeiten des „z/w“-Bereichs zu, und der Seele die objektiven und unendlichen Eigenschaften der OG-Elemente. Dann geht es bei dem „unerlaubten Fehlschluss“ um den damals noch unvorstellbaren Übergang von der z/w-Phase zum OG, und letztendlich geht es um die „allgemeine Entwicklung“, die QM-Ordnung etc. Aber in der „Entwicklung“ ist jede Phase mit jeder verbunden, das heißt hier, auch im Subjekt wirkt „OG“; und genau das bestätigt Kant, wenn er negierend (N) von der „einfachen“, „unsterblichen“ und „immaterialen“ Seele spricht, zu der er jedoch keinen endlichen Weg der empirischen Wahrnehmung erkennen kann.

    104Die „Antinomien“ entstehen als „Widersprüche“ für Kant aus „Scheinbeweisen“. Dem muss Kant ablehnend gegenüber stehen, weil er noch an die endlichen Vorstellungen der „z/w-Phasen“ gebunden ist. Den Ausweg aus derartigen logischen Widersprüchen (N-G) wird Hegel mit seiner formalen Dialektik (N/G) gehen. Wir gehen von der QM-fundierten Einheit „N-G zu N/G“ aus.

    105Den sachlichen Zusammenhang kann man an den Beispielen, die Kant gibt, zeigen. Aus dem Widerspruch: „Die Welt hat einen Anfang in Raum und Zeit „und“ sie hat keinen“, käme Kant nur dann, „sachlich erweitert“ gedacht, heraus, wenn er im Denken weder in der Vierdimensionalität verharren würde, noch Raum von Zeit trennt, etc.

    106Als die zweite Antinomie formuliert Kant „Jedes Ding besteht aus einfachen Teilen und es besteht aus nichts Einfachem“. Wissenschaftsphilosophisch gehen wir von den zwei „Polen“ aus, die maximal „einfachen“ S-und R-Aspekte erzeugen die einfachen z und w und diese relationieren zu beliebigen „z/w“ als endliche Komplexe, als Gegenstände und als Prozesse. Im Begrifflichen können die einfachen E, I, G, N relationiert werden, sie bilden dadurch die entsprechenden Begriffe und Sprachen zu den physikalisch erzeugten Entitäten.

    107Die weitere..Antinomie ist bei Kant der Gegensatz von „Freiheit“ und „Kausalität“; wp geht es um „z-w“ zu „z/w“ sowie um Rw zu Rz und begrifflich um „I-E“, was auch den „Ii“, „Ei“ entspricht, versus „; I/E“, dann noch N-G zu N/G. Das heißt, die WP hat diesen „Gegensatz“ umfassend fundiert. Die umgangssprachlichen Begriffe „Freiheit“ und „Kausalität“ sind komplexe Kombinationen aus den genannten Basisrelationen. Inhaltlich, konkret und je nach Phase und Subphase nennt man das, was abstrakt als „Kausalität“ bezeichnet wird, „Gesetzmäßigkeit“; für die Naturphasen sind das zum Beispiel die „Naturgesetze“.

    108Die dritte Antinomie, „es gibt als Teil oder Ursache der Welt ein notwendiges Wesen und es existiert nicht“. Der Widerspruch in der klassischen Logik hat zwar seinen Ursprung im OG, als Trennung E-N-G, aber wenn man die erste Physik beachtet, ergibt sich auch eine Erweiterung der Abstraktions-Phänomene: Zum einen gibt es in einer erweiterten Ontologie auch die Eo,1,2, welche Einheiten von Existenz und Nichtexistenz sind, jedoch aus der Perspektive des z/w-Daseins nur als „Nichts“ verstanden werden können. Jenes „notwendige Wesen“ sind die Eo, die S-und R-Aspekte, welche Einheiten aus Unendlichkeiten, Nichtsfunktionen und Existenzarten sind. Die Endlichkeiten (z/w) sind dann erst die Kombinationen dieser so bereits aus jenen drei Funktionen zusammen gesetzten Einheiten. Diese Erweiterungen haben in den Eigenschaften der vier OG-Elemente, in deren möglichen endlichen Beschreibungen und Kombinationen, ihr Gegenstück.

    109Bei der „Auflösung“ der antinomischen Thesen berührt Kant die von uns festgestellten wp Analyse der WT. Indem er sich auf die „Erfahrungserkenntnisse“ dabei stützt, verzichtet er auf die für die WP wesentlichen Unendlichkeiten. Er deutet diese aber an, wenn er schreibt, „wenn die Welt keinen Anfang hat, dann ist der Begriff dafür für die Menschen zu groß, wenn es einen solchen Anfang gibt, dann sei das zu klein“ für den Verstandesbegriff. Wir ordnen dem die unendliche Rw-Weite und die unendliche Rz-Verkleinerung zu.

    110Die Antinomie, dass, wenn uns die „empirischen Dinge“ und deren Bedingungen gegeben sind, nicht auch alle Dinge, „Dinge an sich“ und alle deren Bedingungen gegeben sind, wird von uns aus dem Zusammenspiel und der Einheit von „z/w“, der Endlichkeit – und darin die empirische Methode und die Subjektivität – gegenüber, und „zu“, der „z-w“-Quantenphase mit ihren Unendlichkeiten („alle“) beschrieben.

    111Die WP interpretiert die von Kant unterschiedene Wahrnehmung der Dinge als die „Arbeit in der z/w-Endlichkeit“, die Dinge etc. da als „E3“. Das „Ding an sich“ ist eine – intuitive – Erweiterung der Ontologie, einerseits sind es die Eo (S,R) und die OG-Elemente andererseits.

    112Kant: „Die kosmologischen Ideen schaffen keine neuen Begriffe von Objekten, sondern ordnen sie zu Einheiten“. Dieser Vernunftgebrauch „geht also auf die systematische Einheit der Verstandeserkenntnisse“, diese Einheit ist „die bloße Idee“; es werden (letztlich im OG) die Abstrakta betont, und eine Analyse der „Dingwelt“ ist noch in den Anfängen.

    113In der Architektonik der reinen Vernunft behandelt Kant drei „Gottesbeweise“, welche wir wp einordnen. Die ontologische Basis des Gottesgedankens ordnen wir E im OG zu und darüber hinaus als E4 in der erweiterten Ontologie, welche von S, R (Eo) bis E6 reicht. Der „kosmologische Gottesbeweis“ stützt sich auf die Notwendigkeit eines höchsten Wesens zur Erklärung jeden Daseins. Dabei wird die wp „allgemeine Entwicklung“ mit ihren endlichen Phasen und der Zielsetzung OG berührt. Der „physiko-theologische“ Beweis geht von der „Zweckmäßigkeit der Welt und deren Urheber“ aus. Das ist nichts anderes als die vom R-Aspekt bis zum „I“ im OG durchgehende Zielfunktion. Kant stützt sich bei seinen Widerlegungen allein auf die endlichen Phasen („z/w“). Deshalb kommt er zu der Überzeugung, dass aus „Erfahrung“ das „höchste Wesen“ weder beweisbar noch widerlegbar ist .Zugleich aber merkt Kant, dass im menschlichen Denken „ideale“ Begriffe notwendig für diese Erkenntnisse sind.

    114Aber die Anerkennung von Idealismen ist die von Unendlichkeiten. Kants System ist die ständige Auseinandersetzung zwischen endlichen Erfahrungen und den Unendlichkeiten. Es fehlt jedoch sowohl diejenige Hypothetik, welche beide Seiten näher erklären kann, um daraus beider Zusammenhang konstituieren zu können. So die „transzendentale Methodenlehre“ als Systematisierung der „reinen Vernunft“. Indem Kant fordert, dass Hypothesen und Beweise nur unter Rückgriff auf mögliche Erfahrung gelten dürfen, steht er der „Negativlehre“ und auch der Skepsis als Methode nahe, also dem abstrakten N als philosophische Grenzen.

    115Das gilt auch für die I-Kategorie im OG, welche Kant als „polemischen und dogmatischen Gebrauch der Vernunft“ berührt. Zugleich aber gibt der „Kanon“ an, was die reine Vernunft leisten muss als „praktischem Gebrauch“ der „Freiheit des Willens“ (Ii), „Unsterblichkeit der Seele“ (Unendlichkeits-Kategorie) und das „Dasein Gottes“ (E im OG). Dieser scheinbare Widerspruch wird wp verständlich gemacht, es geht um die von der QM-Einheit initiierte Wechselbeziehung der Endlichkeiten (hier die Erfahrung) mit den Unendlichkeiten (hier die OG-Elemente).

    116Das System der Philosophie Kants als die „Architektonik der reinen Vernunft“ wird von der Wissenschaftsphilosophie übernommen, aber nicht nur bestätigt, vielmehr vertieft und erweitert. Kant unterteilt die „Metaphysik“, schreibt ihr eine „praktische“ Seite zu – die „Sitten“ – und eine „theoretische“, die „Natur“. Wir sehen in der „Praxis“ (Handlung, „I/N/G/E“) die gebundenen „I“ und in den „Sitten“ die freien I-Varianten. Das was bei Kant noch fehlt, die S-und R-Aspekte und dazu die E,G,N des OG sowie die QM-Ordnung und die „allgemeine Entwicklung“ daraus, deutet Kant als „Theorie“ und als die „Naturwissenschaften“ an.

    117In der Architektonik der „reinen Vernunft“ stellt Kant die „praktischen Sitten“ der „theoretischen Natur“ gegenüber. Die WP unterscheidet beides dadurch, dass erstere mit Hilfe der I-Kategorie – „I/E/N/G“ – zu erklären ist. Kant leitet von der „theoretischen Natur“, welche wir durch die E-G-N des OG fundieren, einerseits den „Verstand“, die „Vernunft“ sowie die Ontologie und Transzendentalphilosophie her. Diese Vorstellungen verbinden wir mit den E,G,N, deren denkerische Abstraktheit, Unendlichkeiten, etc.

    118Andererseits geht es um die „rationale Naturbetrachtung“, zum Beispiel bei Kant um die Physiologie. Diese endlichen z/w-Phasen versucht Kant noch mal genauer zu differenzieren, als „immanent“ gegenüber „transzendent“. Wir schreiben in den endlichen Wechselspielen der S/R-Einflüsse mit den OG-Einflüssen ersteren ein S/R-Übergewicht zu – so zum Beispiel bei Kant die „körperliche Natur und rationale Physik“. Das was Kant „transzendent“ nennt und als Beispiel „Gott“ und die „Rationale Theologie“ ist, wird von uns als der überwiegende Einfluss der unendlichen OG-Elemente in jener Mischung angesehen.

    119Die „Metaphysik der Sitten“ und die Kritik der praktischen Vernunft“ haben ihren wp Kern in der „I-Kategorie“.Es wird dort die überragende Rolle des Willens als Bewertungsmaßstab einer Handlung behandelt. Die WP behandelt diese philosophischen Gebiete von S/R und Rz, Rw her und vom „I“ im OG. Dort ist die I-Kategorie mit den drei anderen (E,N,G) gleichberechtigt, wenn es auch Unterschiede zwischen ihnen gibt. Gemeinsam ist den vieren und auch deren Basis, den S-und R-Aspekten, dass sie „zugleich“ unendlich, nichtig und existent sind. Von der QM-Ordnung her (Rw) gibt es die Möglichkeit, dass „I“ davon abgetrennt werden kann. Kant macht das. Mit einer speziellen Konsequenz, dass es einen I-Selbstbezug gibt, welcher zur Unendlichkeit der Isolierten acht Basisgrößen gehört.

    120Der subjektive Wille (Ii) wird immer schon von anderen Ii und von Ik,g,w beurteilt. Das individuelle Urteil wird zum Beispiel vom gesellschaftliche Urteil (Ikg) oder allgemein vom Iw als „guter Wille“ u.ä. abstrakten beurteilt.

    121Die wp Analyse verbindet und unterscheidet in der „allgemeinen Entwicklung“ einerseits die naturgegebenen R-Aspekte von den geistigen „I“, und andererseits wird die Trennung und das Zusammenspiel der individuellen Ii, die gesellschaftlichen Ik,g und die „objektiven Iw, welche als Übergang zu den fundamentalen „I/E“ anzusehen sind, behandelt. Diese wp-systematischen Erkenntnisse haben bei Kant ihre Vorläufer.

    122Kant meint zum Beispiel, dass das Ziel einer menschlichen Handlung „im Bereich der Naturnotwendigkeit“ liegt. Sie können daher „nicht als frei angesehen werden“. Der dem zugrunde liegende Entwicklungsübergang von den gegebenen natürlichen (Rz,Rw) Zielsetzungen zu den I-Funktionen sind wp allerdings sowohl fest verbunden (Rz), aber auch möglicherweise Rw-trennbar.

    123Die Empirik als Bindung des Menschen an die „Natur“ wird bei Kant durch „Vernunft“ aufhebbar. Denn Handlungen „unterliegen empirischen Zufälligkeiten“, sind daher nicht frei, aber die „vernunftgemäße Beschaffenheit des Willens“ kann die sittliche Qualität einer Handlung ausmachen. Es ist die „Pflicht“, welche die Bindung des Subjekts an die Naturnotwendigkeit ersetzt. Wir fassen das so zusammen: Das Handeln („I-N,G,E´-E“) enthält als „pflichtgemäßes“ das „Ii/Ig-Verhältnis“ – wobei Ii die „Moralität“ und Ig die „Legalität“ betont. Das was Kant als „Vernunft“ und Kant und wir als „Handeln“ bezeichnen wird wp als Teil der „allgemeinen Entwicklung“, als Übergang von der „Natur“ zur Subjektivität und von dieser und ihrer Vernunft als Entwicklung zur „Gesellschaftlichkeit“ verstanden.

    124Kant beschäftigt sich intensiv mit dem was wp als Relation zwischen den Ii (individuellen Interessen) und den gesellschaftlichen Zielsetzungen etc. als Ik,g und Iw sind. Die „I/E“-Relation bleibt bei ihm im Hintergrund. Aber Iw als jene weltgemeinschaftlichen Interessen etc. sind ihm wegen ihrer „objektiven Absolutheit“ wichtig. Das „Sollen“ ist eine eher gesellschaftliche sprachliche Umschreibung der allgemeinen I-Kategorie im OG. Kant stellt sie in Form von „Imperativen“ dar. Er unterscheidet zwischen „hypothetischem“ Sollen, das wohl eher den I/E- und Ii/Ig- Verhältnissen zuzuordnen ist, von dem „kategorischen Imperativ“, der das „Gesetz formal und absolut zur Geltung bringt“, wie wir das der unendlichen I-Kategorie im OG zuschreiben.

    125Das „hypothetische“ imperative Sollen verstehen wir als „I/E“, als Bezug zur Absicherung der Wirkung der I-Kategorie durch die jeweiligen E-Entitäten. Den „kategorischen Imperativ“ verstehen wir dagegen – und als wp Ergänzung – als die Vielzahl der I-Relationen, zum Beispiel zwischen zwei individuellen Interessen oder als Ii/Ik,g,w., wobei Ii die subjektive Wertung sein kann und Iw alle Menschen betrifft.

    126Das Handlungsprojekt wird wp als „I-N,G,E´-E“ formalisiert. Die „Maximen des Handelns“ sind bei Kant der subjektive Wille (Ii), welcher das Handeln bestimmt. „Sittlich gut“ ist dieser, wenn dies Ii dem kategorischen Imperativ genügt, das heißt, wenn Ii mit Ig,w im Handlungsprojekt formal kompatibel ist; inhaltlich dürfen sich diese „I“ zum Beispiel einander nicht widersprechen. Wp-genauer, ihr Verhältnis muss sowohl von den Rz wie von den Rw bestimmt sein.

    127Weil wp die reinen R-Aspekte und die daraus sich entwickelnden I-Funktionen äußerste „Grenzen“ „metaphysischer“ Art sind, kann Kant dem synthetischen apriorischen Satz des kategorischen Imperativs als das „oberste formale Prinzip, das die Vernunft in praktischer Hinsicht zur Nötigung des menschlichen Willens formulieren kann“ ansehen. Zugleich merkt Kant, dass die Freiheit des Willens aber doch und zugleich „gebunden“ ist; damit stellt sich wieder die Vorstellung ein, dass die „I-Funktion“ ihre Ursprünge sowohl in der Rz- wie in der Rw-Funktion hat. Die „Willkür“ kann „unabhängig vom begehrten Objekt“ sein, ist es aber im Vorgang des Begehrens eben auch nicht. Das weitet Kant auf das menschliche „Handeln“ aus. Das „Prinzip des Handelns“ sieht er als Angelpunkt seiner Freiheitstheorie. Wobei „Freiheit“ von ihm als „nur denkmöglich“ angesehen wird.

    128Wir modellieren das Handlungsprojekt durch die gleichberechtigten vier OG-Elemente; „I-N,G,E´-E-etc.“. Und wir nutzen die duale QM-Ordnung, nach der dort Zusammenhang und auch Trennung gleichberechtigt sind. Bei Kant wird das als „Sollen ohne materiale Bestimmungsgründe“ möglich. Ein anderes mal als „Vernunft, welche als „autonom und selbst gesetzgebend“ bezeichnet wird. Wir sehen das als die abstrakte I-Kategorie im OG an, welche etwas konkreter bei Kant auch als „freier Wille, mit dem der Mensch an der Verstandeswelt teilhat“ und zur praktischen Tat bestimmt wird, gilt.

    129Die wp Analyse der „Kritik der praktischen Vernunft“ zeigt die Varianten der „I-Kategorie“ und deren Verhältnisse zueinander. So als Strukturen und Prozesse des endlichen Seienden, des Alltagslebens und der Umgangssprache. Zum Beispiel der „Wille“ (Ii) mit seinen Relationen, den biologisch-emotionalen „Triebfedern“, „Naturnotwendigkeiten“ (R-Aspekte) und der „Wille“ (Ii) als Basis der „Handlungen“ (I-N,G,E´-E). Der „Wille“ wird mit seinen Eigenschaften der „Sinnlichkeit“ (Rz,Rw,G) und „Sittlichkeit“ und in Bezug zur „Tugend“(Ik,g) als „Glückseligkeit“ bewertet Solche Bewertungen, der „gute Wille“, „Glück als höchstes Gut“ werden wp als Selbstbezug der I-Kategorie gesehen; was deshalb möglich ist, weil das isolierte „I“ sich unendlich oft auf sich selbst beziehen kann; allerdings ohne dadurch etwas Neues zu erzeugen.

    130Jene „Relationen“ und hier der Selbstbezug werden wp als die freien Rz, Rw und N,G angesehen. Kant subsumiert sie alle unter der traditionellen „Kausalität“, „Kausalbeziehung“.

    131Jetzt zu den Ii,Ik,g,w und deren Relationen. Der „Wille“(Ii) unterstellt sich der „Pflicht“ (Ig,w) als „kategorischer Imperativ“, diese unterstellt sich in einer Art „Pyramiden-Ordnung“ dem „Sittengesetz“ (Ig). Ihnen sind also nicht nur der – sie auch erzeugende – Wille (Ii), sondern auch die „Moralität“ und „die Achtung vor dem Gesetz“ (Ii/Ig) untergeordnet, durch „Maximen“ werden sie mit den höheren Ebenen verbunden und bestimmt.

    132Diese Architektur wird bei Kant überwölbt von „Postulaten“ und von „Vernunft“ sowie von „Gott“ (E4) und der „unsterblichen Seele“. Die wp Analyse kann darin den Versuch sehen, Hinweise auf methodologische und strukturelle Erweiterungen zu geben, welche einerseits im OG vorhanden sind, und welche sich in der „Subjektivität“ zeigt; und die als „z/w-Maximum“ die Endlichkeit gegenüber dem metaphysischen OG-Pol vertritt.

    133Nebenbei, die WP fragt auch danach, woher solche Dualitäten stammen, die wie hier als „gut“ und „ungut“ so wenig hinterfragt werden. Kant wählt da eine der möglichen Erklärungen: Der nicht gute „pathologische“ Wille ist „sinnlich bedingt“. Die Triebfeder für den guten Willen liegt in der „Achtung fürs Gesetz“. Wir ordnen das in die Unterscheidung des „R/I“ als Entwicklung der I-Funktionen aus den Zielrelationen der Natur-Phasen, von „Ii/Ig“, der Relation von Individuum und Gesellschaft ein. Diese Relationen lassen sich systematisch ordnen und haben in „I/E“ ein Zentrum, eine Ergänzung und Vollendung.

    134Drei Beispiele sollen zeigen, wie wir wichtige Kantische Erkenntnisresultate wp reduziert fassen. Kant stellt die Selbstliebe als Handlungsmotiv dem „guten Willen“ als die „Achtung“ für das Gesetz“, die Moral gegenüber. Wir verstehen das als „Ii“, das freie und daher unendlich auf sich selbst gerichtete Ii, welches zwar mit den Ik,g,w unterschieden ist, aber zugleich aus den Ii hervor geht. Die Ii, der „gute Wille“ ist unendlich oft vorhanden, das ist seine formale Eigenheit, die zugleich diese unbegrenzt vielen Ii nicht unterscheiden lässt. Kant fasst das so, dass der „gute Wille auch in einer anderen Person als autonom geachtet werden muss“; jedes dieser Ii ist ein „Zweck“ für sich und kann daher nicht als „Mittel“ („E“) missbraucht werden.

    135Kant sieht, dass das Streben des Menschen nach Glückseligkeit (Ii/Ei) sich nicht mit der Sittlichkeit (Ik,g) verträgt und nicht mit dem „höchsten Gut“, zum Beispiel der Existenz Gottes (E) und nicht mit der „Vernunft“ (E,N,G aus dem OG) und nicht mit der „unsterblichen Seele“. Kant verbindet die drei durch eine „kausale“ und „dialektische“ Methodik, mit welcher der menschliche Wille mit Gottes Hilfe eine Übereinstimmung bringt, und ihre Antinomie in einem „unendlichen Progressus der Vervollkommnung“ (->„allgemeine Entwicklung“) aufhebt. Wir verstehen jene Methodik der „Dialektik“ und der „Kausalität“ als Ausschnitte der umfassenden Entwicklung von den Rz-, Rw-und Rz/Rw-Aspekten hin zu der QM-Einheit „N/G zu N-G“. Die „unsterbliche Seele“ ist als menschliche Subjektivität zu verstehen, welche als Zentrum aller endlichen Phasen die vielen Endlichkeiten mit den Unendlichkeiten in sich vereint. Die Subjektivität hervorgehoben zu haben, ist das Verdienst Kants.

    136In der „Kritik der Urteilskraft“ treffen zwei wp Grundfunktionen aufeinander. Es ist das wieder die Vorstellung von „Kritik“, welche wir der „abstrakten“ Basis der „I-Funktion“ (im OG) zuschreiben. Und zwar deshalb maximal „abstrakt“, weil die „I-Seite“ nur verständlich wird, wenn man sie mit den Eigenschaften der „positiv“ existierenden, statischen etc. Eigenschaften der „E“ (im OG) konfrontiert, als „I/E“. Die „Kritik“, „I“, bewirkt, die Veränderung der E, genauer, es wird durch „I/E“ ein neues,,höheres“ E` erzeugt.

    137Die andere wp Größe ist die Entwicklung von den R-Aspekten und deren Eigenschaften zu denen der I-Funktionen. Kant erkennt jenen Entfaltungsübergang von den physikalische S/R und den R-Aspekten zu den I-Funktionen (Ii,k,g,w) als „die „Aufgabe, zwischen Natur und Freiheit zu vermitteln“. Im Methodischen spezifiziert er diese Aufgabe der Urteilskraft als das Vermögen zwischen Verstand, Erkenntnis (N-G-E) und Vernunft (wir: „I/E/N/G zu I-N-E-G) zu vermitteln. Dabei sieht Kant, dass es beim Übergang vom „Begehrungsvermögen“ (biologisch-emotionale Rz-Rw—N/G-Übergänge) zur „Erkenntnis“, „Gefühle“, „Lust“ und „Unlust“ gibt.

    138Kant spricht dem Menschen die „reflektierende Urteilskraft“ zu, als Fähigkeit, „das Besondere unter das Allgemeine zu subsumieren“. Aber Kant sucht noch, was dies „Allgemeine“ genauer ist; schließlich meint er, „das Prinzip dazu“ ist „das Zweckmäßige“. Damit nimmt Kant die I-Funktion mit dem anderen Allgemeinen – Existenzvorstellung, Nichts-Vorstellung – als gleichwertige vorweg. Er schreibt der I-Funktion auch schon einige Eigenschaften zu. In Andeutungen wird die Herkunft der Ii von den biologischen R-Aspekten erwähnt. Die Konkretheit der Ziel-und Interessenfunktionen, welche Kant als „Zweckmäßigkeit“ bezeichnet, analysieren wir als „I/E“-Relation und die „I“ darinnen als mögliche Ii/Ik,g, also als Ziele, auf Mittel (E) ausgerichtet und damit etwas Neues erzeugend, sowie die individuellen Ii im Verhältnis zu kollektiven und gesellschaftlichen und globalen (Iw). Die „Ik,g,w/ Ek,g,w“ kann man mit Kant als „objektive“ und „teleologische“ Urteilskraft bezeichnen. Und diejenige, welche mit den subjektiven Ii-Interessen, -Wünschen und den Ei-Phantasien verbunden sind, kann man mit Kant als „Vermögen der ästhetischen Urteilskraft“ benennen.

    139Die „subjektive Zweckmäßigkeit“, welche Kant als „Vermögen ästhetischer Urteilskraft“ ansieht, wird von uns als komplizierte Ii/Ei-Relationen angesehen. Es werden zum einen die formalen Eigenschaften der „I“, so deren Unendlichkeit, Freiheit und doch dabei die Fähigkeit, sich mit anderen I und mit E zu verbinden (Rz/Rw), genutzt; bei den „E“ ist das beispielsweise die gleichzeitig freie Phantasie wie die abgeschlossene Vollendung geistiger Entitäten. Zum anderen geht es in dieser komplex entwickelten Relation um die I-Varianten; Ii sind von Ik, Ig, Iw nicht nur zu trennen. Diese jeweils genutzten „I“ und „E“ lassen sich nun auch noch durch die jeweils relevanten Phasen, praktische Details dort, konkretisieren.

    140Das wird bei Kant angedeutet, wenn er zum Beispiel in seiner Unterscheidung des „Schönen“ vom „Erhabenen“ dem Erhabenen im Gegensatz zum Schönen Unbegrenztheit, Freiheit, ohne Bindung an ein spezielles „Interesse“ und konkreter – aber widersprüchlicherweise – „allgemeine Geschmacksurteile“ zuordnet. „Schönheit“ ist dagegen bei Kant mit der „Form der Zweckmäßigkeit eines Gegenstandes“ eng verbunden.

    141Die von Kant konstatierte „Antinomie im Geschmacksurteil“: Dass dem Urteil ästhetischer Art kein Begriff zugrunde liege, aber zugleich muss es begrifflich gefasst sein, sonst wäre kein Urteil für mehr als ein Subjekt verbindlich. Dazu zeigen wir, dass es hier einerseits um die traditionelle Begrifflichkeit geht, welche sich auf Rw-getrennte „E-G-N“ (im OG) stützt. Das wir jedoch nun um „I“ erweitern. Die „ästhetische Funktion“ ist eine „I/E zu N/G-Relation“ (Rz), wobei jene „I“ „private“ Ii sein können oder gesellschaftliche (Ik,g). Auch die freien G – so in der Vorstellung“ von „Harmonie“ – sowie die freien „N“ sind Stützen der Ästhetik.

    142Die WP hat zwei weitere Ansätze, welche sich dem Kant nähern. In seiner „Kritik des teleologischen Denkens“ sucht er „die Grenzen des Zweckmäßigen in der Natur“ . Das betrifft den wp Entwicklungsübergang von den R-Aspekten in der Physik und der Biologie zu den I-Varianten in den anderen Phasen; Kant sieht die Zweckmäßigkeit der Tiere nur als „heuristisches Prinzip“.

    143Der andere Ansatz ist das „Handlungs-Projekt“. Bei ihm geht es nach dem Modell „I/N/G/E´/E“ um die Neues erzeugende Wechselbeziehung, und aus dem so erzeugten „E“ wird weiterhin durch N/G ein neues „I“ erzeugt;etc. In der Tendenz wird dabei von allen Konkretisierungen jener vier OG-Elemente und den der S/R Gebrauch gemacht. Die QM-Ordnung erlaubt aber eben auch die „Trennung“ jener vier in den verschiedenen Wissenschaften, Phasen. Zum Beispiel die isolierte Darstellung der Ziele der Natur („I“) oder der der Methoden, welche zusammenfassend bei Kant noch als „Kausalität“ oder als die ewige „Ursache/Wirkung/Ursache/etc.“ bezeichnet werden; und bei uns durch die Relationen aus Rz/Rw/N/G gesehen werden. Den Ablauf „Ursache-Wirkung“ setzen wir fort; die „Wirkung“ ist ebenso wie die „Ursache“ in sich komplex. Diese Komplexität schildern wir nach dem allgemeinen „Handlungsprojekt als I/N/G/E-N/G/I/etc.“, das heißt, aus jedem neuen E entwickeln sich auch neue „I“. Das gilt für alle I-und E-Entwicklungsformen, also auch für Rz, Rw und Rz/Rw. Und es gilt für alle konkreten E und I.

    144Dazu kommt, die Verbindung zwischen E und I werden durch N, G und N/G hergestellt; die „Kausalität“ ist die Einheit aus diesen OG-Elementen und den zugehörigen Rz, Rw. Deshalb kann Kant behaupten, dass die „Kausalität“ im Biologischen durch die Zweckmäßigkeit ergänzt wird. Diese versammelten Abstrakta repräsentieren alle Methoden, in der Natur und im Geistigen, zum Beispiel auch in der Mathematik.

    145Kants Anthropologie wird noch als eine Systematisierung bisheriger gesellschaftlicher und wissenschaftlich gefasster Erfahrung gelten können. Die WP versucht die Probleme dabei als Variante der „allgemeinen Entwicklung“ zu erkennen. Vor allem die Entwicklung des „instinktiven Tieres zum vernünftigen Menschen“. Es geht wp dabei um die Selbstrelationen der biologischen R-Aspekte, welche den Übergang als neue Einheit verstehen lassen, in der die „R-Aspekte zu den I-Funktionen werden, die Rz und Rw zu den G, N und Rz/Rw zu den E-Existenzen. Wichtig ist in diesem Übergang, dass das Neue noch wechselwirkend mit den alten Phasen verbunden sind: bei Kant wird das als der mögliche „Rückfall in die Rohheit“ beschrieben.

    146Kant fordert, dass die „Erziehung“ aufklären soll, zum Denken führen soll und nicht dressieren darf; sie soll zur Moralisierung beitragen und sie soll Unterweisung zum Erwerb von Geschicklichkeit und Kultivierung sein. Wir fassen das in der Entwicklung der vier OG-Elemente zusammen, damit deren Wechselbeziehung im „allgemeinen Handlungsprojekt“ („I-N,G,E´-E- etc.“) eine neue und höhere Ebene bildet. Darin sind die „Ii zu Ik,g“ in Bezug auf die vorhandenen Mittel (E`) die Basis von Moral. Die freien „I“ widersprechen einer möglichen „Dressur“. Die freien E-G-N sind die Basis des „Denkens“, und neben dieser Trennung (Rw) der Basisgrößen gibt es stets auch ihre Vereinigung (Rz); und das Handlungsmodell ist formal die Basis aller „Geschicklichkeit“ und vielem Ähnlichem. Inhaltlich treiben die vielen Varianten von „Handlung“ die Entwicklung als Geschichte der Menschheit voran.

    147Die menschliche Geschichte sieht Kant als „die Vervollkommnung durch die Weitergabe des jeweils Erreichten“. Das erklären wir als einen Teilaspekt der „allgemeinen Entwicklung“, den, welcher als allgemeine Ontologie die Eo bis E6 und alle einzelnen „Existenzen“, prinzipiell als solche der Selbst-Begrenzung, der Vollendung, die unterschieden werden können von der „I-Seite“, welche in den Unterschieden der Dynamik als Kampf der individuellen Ziele (Ii) mit den kollektiven Ik, Ig stehen, was diese historische Entwicklung voran treibt. Kant fasst dies Movens als Antagonismus der Menschen, als „ungesellige Geselligkeit“ .

    148Wenn Kant sagt, dass „die höchste Aufgabe der Natur für die Menschengattung“ ist einerseits „die Errichtung der vollkommen gerechten bürgerlichen Gesellschaft“ und andererseits die Natur nur so ihre „übrigen Absichten mit unserer Gattung erreichen kann“,, dann reduzieren wir das hier auf die Entfaltung der R-Aspekte zu den I-Funktionen. Die Natur ist zwar „rechtlos“, erzeugt und begründet aber alle I-Eigenschaften aus den physikalisch-biologische R-Aspekten. So werden die „I“ von den R her „frei“ und sie sind einander „gleich“; das gilt vor allem für die „Ii“, welche den R noch in der Entwicklung am nächsten stehen. Die Ik,g,w verlieren diese Eigenschaften im Laufe der weiteren I-Entfaltung schrittweise. Es ist der Übergang von den „I“ zu den „E“. So sind die Ik in endlichen I/E-Relationen, zum Beispiel in der Ehe, Familie, der Bindung an Eigentum (E) oder durch das Vertragsrecht an andere Ii, schon ziemlich in ihrer Freiheit begrenzt. Die Iw-Ziele haben dann als globale Rechte endgültig den Status von objektiven Existenzen – Gleichheit, Menschenrechte, Völkerrecht – gewonnen; allerdings durch den Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“, der als menschliches Handeln gilt. Weswegen dieses maximal abstrakte E nun auch wieder durch die freien Ii,k,g eingeschränkt werden kann.

    149Kants Rechtsphilosophie macht den Sprung vom „rechtlosen Naturzustand“ zum „Staat, der das Recht der einzelnen Bürger auf Freiheit und Gleichheit garantiert“; der „freie und friedliche Gebrauch der Willkür von jedermann“ sei dann möglich. Die noch lange fortdauernde naturgegebenen Knappheiten und die daraus sich ableitende Konkurrenz unter den Menschen werden wp als I/E und Ii/Ik als Abstraktionen gefasst, um die sich da ergebende konkrete historische Vielfalt und deren Schwierigkeiten zu verstehen, jene erhoffte freie und friedliche Menschheit zu erreichen, gerecht zu werden und die Schwierigkeiten zumindest im philosophisch-wissenschaftlichen Verständnis zu überblicken.

    150Das „allgemeine Gesetz“ (Kant), nach welchem der freie Gebrauch des Willens von jedermann privatrechtlich Vertragsfreiheit, Ehe, Eigentum fundiert und gesichert werden, führen wir auf die wp Relationen zwischen den Ii,k,g,w zurück sowie auf deren Bezüge zu den jeweils relevanten E-Varianten. In der wp Analyse zeigen sich dabei die Schwierigkeiten der „I/I“- und „I/E“-Relationen, die zum Beispiel von den Unendlichkeiten stammen, welche nicht nur die freien I und E, sondern bereits die Rz- und Rw-Größen fundamental kennzeichnen.

    151Von Kant, seinen aufklärerischen Vorgängern und bis heute werden allgemeine Aussagen gemacht, welche wir weiterhin wp systematisieren. Das betrifft die I-Seite vor allem. Die „Erziehung“ analysieren wir als Wechselbeziehung zwischen Ii und Ik,g. Die Moralität ist dabei die inhaltliche Seite jener „I“. Formal ergeben sich als „Antagonismen“ und als die Notwendigkeit von „Disziplinierungen“ alle jene Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen verschiedenen I-Konkretisierungen; das hat seine Ursache im zugrunde liegenden Rz/Rw-Verhältnis. Gelöst werden kann es nur durch die Einbeziehung der E-Seite, durch deren Entwicklung kann allen am Antagonismus beteiligten konkreten „I“ Genüge getan werden. Die „Zivilisierung“ bei Kant wird von uns als „I/E-Relation verstanden.

    152Ähnlich ist das öffentliche Recht begründbar, welches alle Bürger unter die gemeinsame Gesetzgebung unterstellt, als „Ig“ und „Ig/Eg“. Die republikanische Gewaltenteilung geht von Ik aus und von den verschiedenen Ek-Vermögen, die als Wissen und Zielsetzungen. Die „Volkssouveränität“ ist wiederum als Ig und Eg zu reduzieren. Und die „Menschenrechte“ sowie das „Völkerrecht“erscheinen in der wp Systematik als die Iw, als Freiheiten, Gleichberechtigung, globale Solidarität, Föderalität und Frieden.

    153Fichtes Wissenschaftslehre ist mit der Verwissenschaftlichung auch der Philosophie ein Schritt zur Erkenntnis der „Mechanik“, zu deren einfachen und abstrakten Entitäten, welche dann zu den geistigen OG-Elementen „Sein“, E N-G und N/G führen werden. Der beginnenden Axiomatisierung der Einzelwissenschaften hilft das immens. Jedoch galt für Fichte noch, dass die Grundsätze, mit denen er alles Wissen begründet, nicht weiter begründet werden können. Seine „Grundsätze“ sind, neben Existenz, Negation und Gleichheit (E,N,G) vor allem die Subjektivität. Das menschliche Subjekt ist die hochkomplexe Mitte als Vermittlung der beiden Pole (S/R und OG); mit ihren Unendlichkeiten, bestimmt es die Endlichkeit, indem es die Analyse der Endlichkeit in den „Wissenschaften“ als deren philosophische Konsequenzen erzeugt. Fichte sagt, „das Ich setzt ursprünglich sein eigenes Sein“, und das Ich denkt derart, dass es damit Grundlagen für das „vernünftige Bewusstsein“ schafft. Damit ist das Ich „nicht empirisch, sondern transzendental“, womit es die „Bedingung allen Wissens“ ist. Dieses „absolute Ich“, das „unendliche Tätigkeit“ ist, wird von uns als jene Fähigkeiten des abstrakten Denkens gesehen, welche von den beiden Polen (S,R und OG) her in der Entwicklung im menschlichen Subjekt „tätig“ wird.

    154Wenn Fichtes „ zweiter Grundsatz“, der Satz vom Widerspruch, in den Mittelpunkt rückt, dann ist diese Konkretisierung: „ Ich ist nicht Nicht-Ich“ wp allgemein fundiert durch die „z-w-Quantenphase bis zu N-G im OG und noch tiefer durch „Sz-Sw“ und „Rz-Rw“. Alles individuelle Denken und alle philosophische Reflexion und Systematisierung haben dieses Ergebnis. Die WP fundiert das nur gründlicher. Und sie klärt dabei das was Fichte und andere zusätzlich entdecken, dass nämlich einerseits Ich und Nicht-Ich entgegengesetzte sind: Rw und N, aber zugleich das Ich und das Nicht-Ich im Ich gesetzt sind und sich dort gegenseitig „aufheben“; diese „Synthese“ ist die QM-Einheit als „z-w (Rw) zu z/w (Rz)“. Diese QM-Option (als endliche Wahrscheinlichkeit, Stochastik) führt tiefer, weil die ewige QM-Dynamik auf die systematisch erklärbare Ab-und Zunahme der zwei Grundkräfte (Sz,Sw) erklärbar ist, und weil dabei viele, alle physikalischen Erscheinungen erklärbar werden; damit also eine feste Verbindung zwischen Natur und Geist hergestellt ist. Die von Fichte bemerkte Tatsache, das die beiden Sätze in ihrer Synthese sich in der „wirklichen Endlichkeit“ nur teilweise negieren, eher, sich gegenseitig begrenzen, deutet die „Eigenschaften des Seienden“ an, welche auf „z/w“, „Rz/Rw“ und „I/E, N/G“ beruhen.

    155In dem weiteren „Grundsatz“, den Fichte beschreibt, als die Eigenschaften des „Ich“, des „Nicht-Ich“ und beider Beziehungen, sehen wir Annäherungen an die wp Vorstellungen: Zum einen die Konfrontation der Phase Mensch mit den zugehörigen Einzelwissenschaften; gegenüber allen anderen Phasen, vor allem gegenüber den acht unendlichen Grundgrößen. Beide Seiten (Subjekt und Rest der Welt) sind in sich tendenziell unendlich strukturiert; bei Fichte ist das Ich und das Nicht-Ich „theilbar“ und beide sind einander „beschränkend“, aber auch „bestimmend“. Das nähert sich der „allgemeinen Entwicklung“ und der Wechselbeziehung, welche alle Phasen („Nicht-Ich“) auf doppelte Weise mit der Subjektivität verbinden; diese erzeugend und vom Subjekt begrifflich – sprachlich und mit dem OG – „verstanden“ zu werden.

    156Dieser „Grundsatz“ enthält in sich wiederum zwei Sätze: „Das Ich setzt sich als bestimmt durch das Nicht-Ich“. Dieser bildet die Grundlage der „theoretischen Wissenschaftslehre“. Und, „Das Ich setzt sich als bestimmend das Nicht-Ich“ als Grundlage der praktischen Wissenschaftslehre.

    157Wir integrieren das in die WP. Die Einheit der „allgemeinen Entwicklung von den S-und R-Aspekte bis zum OG“ ist bei uns die Grundlage der „theoretischen Wissenschaftslehre“:Das „Nicht-Ich“ sind alle Phasen außer der der Subjektivität. Die Erzeugung der Subjektivität ist der gleiche Vorgang wie jede Erzeugung – oder auch jede „Erklärung“ – nämlich die Wechselwirkung aller Phasen, vornehmlich auch der S-und R-Aspekte und der OG-Elemente. Diese beiden Phasen kann man die metaphysischen Pole nennen und die Subjektivität wird ihrerseits derart hervorgehoben, als Maximum der Wechselwirkung und Ähnlichem, so dass man sie als den dritten Pol nennen könnte.

    158Weil das „Ich“, die Subjektivität, ein dritter Pol ist, kann der mit Hilfe der zwei anderen Pole das Denken und die Sprache und die Wissenschaften erzeugen; auch weil die Wissenschaften Wechselwirkungen von allen Phasen im Hirn sind. Das „Ich“ kann abstrahieren, das heißt, es kann Übergänge zum OG (unendliche E,N,G,I) herstellen. Dabei wird wieder alle jene Wechselwirkung eliminiert, also auch die „Praxis“. In einem eher theoretischen Teil ist zu klären, wie das Ich zu seinen Vorstellungen kommt.

    159Fichte betrachtet das Ich als bestimmt durch das aktiv gedachte Nicht-Ich. Wir sehen diese Vorstellung als ein Vorgänger der „allgemeinen Entwicklung“, von den S/R-bestimmten Prozessen, welche unter anderem zu den Eigenschaften der Subjektivität führen. Dabei sieht Fichte die Beschränkungen, die das Ich durch das Nicht-Ich erfährt, und welche auch die Ursache für die Selbstbeschränkung des Ich sind. Fichte abstrahiert hier nach dem Muster der formalen Dialektik, was wir als „N-G zu N/G-Einheit“ modellieren. Wenn man nicht mehr aussagen kann, als dass „das Ich das Ich ist“, dann machen wir Rz und G dafür verantwortlich. Und die dialektische Ergänzung, die Antithese „Ich ist nicht Nicht-Ich“ wird von uns durch Rw und N in deren Selbstbezug verstanden. Die dialektische Synthese „Ich und Nicht-Ich beschränken und bestimmen sich wechselseitig“ ist dann bei uns jenes „z/w“ und „Rz/Rw“ sowie N/G und I/E, welche substantiell, inhaltlich für jene Erzeugung stehen, welche hier von den S/R zum OG führen.

    160Die „Einbildungskraft“ sieht Fichte als „Tätigkeit“, durch die dem „Ich“ Vorstellungen entstehen, indem es sich durch das Nicht-Ich begrenzt. Das weitet er auf seine praktische Philosophie aus, der Widerspruch zwischen der unendlichen Tätigkeit des absoluten Ich und dem endlichen, durch das Nicht-Ich beschränktem Ich steht dann im Mittelpunkt. Die wp Interpretation geht vom „Handlungsprojekt“ aus. Die „I“ und „E“ darin werden als Ich (Ii/Ei) verstanden. Sie können absolut, endlich oder unendlich sein. Sie konkretisieren sich als Einbildung oder auch als Vorstellung. Das „Nicht-Ich“ sind die „Mittel“ (E) im Handlungsablauf; diese sind vorgegeben und damit „beschränkt“ und „beschränkend“. Wenn Fichte überlegt, dass das absolute Ich in seinem „unendlichen Streben“ zugleich die endliche Realität setzen, konstituieren kann, und dass es kein Streben geben kann, ohne Objekte, das Nicht-Ich, welche zu überwinden das praktische Handeln ist, dann zeigt sich hier wie der philosophische Idealismus bereits mit der wp Basis des „Absoluten“ (S, R, OG), nämlich diese als Einheit aus Unendlickeiten, Nichts (N) und Existenzen (E), umgeht.

    161Auch Fichte versucht, die verschiedenen „Verhältnisse“ zu ordnen, Da geht es bei ihm – und auch schon von alters her – um „das endliche Ich“,welches darüber reflektiert, ob es wirklich alle Realität in sich fasse. Dann sind da die „Objekte“, so das „Nicht-Ich“, durch deren Konfrontation das Ich erst zum Reflektieren kommt und dabei das Ich nur derart um sich selber weiß. Fichte löst das Verhältnis, den Widerstand des Nicht-Ich gegen das Ich auf zweierlei Weise, als „Gefühl“ und als „Handlung“ des Ich.

    162Die wp Analyse sieht in diesen Bezügen des vorhandenen „fremdartigen Nicht-Ich“ nicht nur „eine vom Bewusstsein des endlichen Ich unabhängige „Kraft“ wie Fichte schreibt, welche nur gefühlt und nicht erkannt werden kann. Vielmehr geht es der WP einerseits auch um die mögliche Bestimmung dieses Nicht-Ich aus dem „bestimmenden Vermögen des Ich“. Aber andererseits auch darum die „Gefühle“ und das Bestimmungsvermögen (OG) systematisch aus den Eigenschaften jener „Kraft“ zu entwickeln. Die „Handlung“ wird gleichfalls von der WP aus eben den OG-Elementen bestimmt. Der Entwicklungsweg von „der Kraft“ über die „Gefühle“ und das „Handeln“ ist jener, welcher Natur und Geist vereinen kann; Fichte bezeichnet seine „Wissenschaftslehre“ daher mit Recht als einen „Real-Idealismus“.Wir ergänzen das mit dem „allgemeinen Wechsel-und Entwicklungsweg“ zwischen S,R und OG.

    163Wenn Fichte seine Wissenschaftslehre durch seine Sittenlehre ergänzt, welche beide aufeinander „aufbauen“, dann ist das der Versuch, dem mechanistisch-idealistischen Niveau der Wissenschaften, mit ihren E-,N-und G-Fundamenten die I-Kategorie gleichwertig hinzuzufügen, und beide als „Handlung“ – wir „I-N,G,E´-E-etc.“ zu verstehen. Für Fichte ist eine Handlung „sittlich, wenn sie gemäß der absoluten Selbständigkeit des Ich die Überwindung aller Abhängigkeit des Ich von der Natur zur Grundlage hat“. Damit kennzeichnet er die Freiheiten der I-Kategorie, insbesondere die der Ii gegenüber den R-Aspekten, aus denen sich „I“ entwickelt, und den E, G, N des OG und damit auch dem bisherigen Verständnis aller endlichen Phasen.

    164Wenn Fichte das „Prinzip der Sittlichkeit“ in der Freiheit und Selbständigkeit des Ich (Ii) sieht, so rekurriert er diese Vorstellung von Ethik doch auf einen „sittlichen Trieb“, der „gemischt ist aus dem Naturtrieb, von dem er die Materie hat, auf die er sich richtet und dem reinen Trieb, der ihn der Form nach bestimmt“. Wir sehen hier die beginnende Vorstellung einer Wechselwirkung zwischen den physikalischen und biologischen R-Aspekten und dem Ii im OG.

    165In Fichtes „Pflichtenlehre“gilt, „handle stets nach bester Überzeugung von deiner Pflicht“ . Die WP versteht das als eine Variante des Handlungsprojekts, (I-N,G,E`-E“), bei welchem der Begriff der Pflicht als „Ii/Ig-Relation zu verstehen ist, also die individuellen Ziele, Interessen sich nach denen des Kollektives ausrichten; dabei bezieht sich das letztlich auch auf „Ei/Eg“.

    166Wir reduzieren Fichtes „Wissenschaftslehre“ auf einige Konkretisierungen der E-und I-Kategorie des OG. Die Prinzipien der Wissenschaftslehre, zum Beispiel als Grundlage des „Naturrechts“, zeigen das „Ich“ als „vernünftiges Wesen“, das „sich setzt“, indem es „eine freie Wirksamkeit“ hat. Dazu gehört „die Möglichkeit des Selbstbewusstseins“ und zugleich seine Abgrenzung von einer „Welt außer sich“, und dort die Existenz von anderen Vernunftwesen. Mit ihnen tritt das Ich in Wechselbezüge, als seine „Tätigkeit“, sich dabei als selbständig handelnd begreifend. Diese einfache Darstellung eröffnet nun doch eine Anzahl von Perspektiven, welche wp zu erklären sind.

    167Fichte erkennt das Ich, als das, welches sich „selbst setzt“ und zugleich „freie Wirksamkeit“ hat und damit eine Welt außer sich und eine Grenze seiner Tätigkeit setzt. Das Ich kann sich dabei als selbständig handelnd begreifen. Wp ist das Subjekt abstrakt gesehen eine endliche Entität (E) unter vielen anderen E. Dieses E ist zugleich unendlich auf sich bezogen – wie alle acht Grundgrößen und von diesen her auch bestimmt – aber das Subjekt wird zugleich auch in der Wechselwirkung aller Phasen, hier jetzt die der endlichen Welt, verändert und entwickelt. Und es kann selbst „handelnd“(„I-N,G,E´-E-etc“) die anderen Phasen, die Welt, die Mitmenschen verändern.

    168Fichte meint, das „Rechtsverhältnis“ besteht darin, dass sich das Ich nicht setzen kann, ohne in einem Verhältnis zu anderen Vernunftwesen zu stehen. Beides mal geht es um freie Wesen und darum, gegenseitig diese Freiheiten zu beschränken. Wir erklären diese Freiheit der Subjekte als Unendlichkeiten, diese in Bezug zu Endlichkeiten – auch die von ihm vorausgesetzte Vielheit der Subjekte – und differenzieren in die Freiheit, Unterschiedlichkeit der E-Seite jedes Individuums und die Freiheit dessen Willens-und Interessenbildung (Ii). Die „Abgrenzungen“, welche gleichwohl durch das Ich überwindet werden, betrachten wir als das „Handeln“, welches ebenfalls die E-und I-Seite enthalten muss, um in jenen I- und E-Verhältnissen wirksam zu sein.

    169Diese „Bedingungen der Möglichkeit des Handelns“ betreffen auch die „Sinnenwelt und den Leib“. Stets werden aber jene „Urrechte“ der Person von Fichte von der „Freiheit“, der freien Wirksamkeit in der Welt“ in Bezug auf „die Gemeinschaft“, also auf die Begrenzungen der Freiheiten durch die der anderen Personen, bezogen. Dieses widersprüchliche Verhältnis wird von „freiwilligen Verträgen“ zur Bildung des Staatswesens begründet. Die WP sieht darin eine Konkretisierung der Ii-Funktionen und der „Ii zu Ig-Wechselbeziehung“. Dazu liefert sie die Begründung für das was umgangssprachlich als „Freiheit“ bezeichnet wird. Und sie weist darauf hin, dass die Überlegungen Fichtes auch noch dadurch unvollständig sind, wenn solche Konkretisierung nicht die E-Seite als „I/E“ einbezieht.

    170Der in Fichtes Religionsphilosophie im Mittelpunkt stehende Gott und dessen „Weltregierung“ „als moralische Weltordnung“ ist wp gesehen tatsächlich als das dem Fichte vorgehaltene Atheistische anzusehen. Denn die überwiegende theologische Argumentation in den monotheistischen Aspekten weisen auf das „E“ – im OG oder in einer erweiterten Ontologie – und nur in geringen Maße – auf das „I“ im OG, das die Ethik, Moral fundiert.

    171Die „I-Seite“ betont immer die menschliche Subjektivität, das „Ich“, und vernachlässigt die E-Seite mit deren abstrakten unendlichen Eigenschaften, die man „Gott“ zuschreibt. Fichte erweitert später sein Denken, wenn er meint, dass das „eigentliche Leben, also auch das „Ich“, „in der Hinwendung zum Ewigen besteht“, was das Subjekt also bereits in der endlichen Welt erfassen kann; die WP versteht „die Subjektivität“ eben als die Wechselbeziehung der endlichen und der unendlichen (die freien S,R und OG-Elemente) Phasen.

    172In der geistesgeschichtlichen Entwicklung wurde neben den Hervorhebungen der abstrakten Strukturen (E) und Methoden (N,G,N/G) oft als Rw,N-Trennung – so auch bei Fichte – immer wieder auch enge kohäsiv verbundene (Rz,G) philosophische Prozesse, wie zum Beispiel die „hermeneutische“ Methode, hervor gehoben, Schleiermacher arbeitete daran. Die wp Darstellung der Hermeneutik ist auch die Wechselwirkung „I/E/N/G“.

    173Schleiermacher umschreibt das als „Technik des Verstehens, das Lebens-Äußerungen möglich macht“. Die WP bezieht für das Verständnis des Lebens“, der konkreten endlichen Welt stets die I-Kategorie mit ein und dazu deren Relationen mit den drei anderen OG-Elemente, die ebenfalls als enge Relationierungen, aufeinander Konkretes erzeugend, einwirken. Wenn Schleiermacher das Verständnis eines einzelnen Textes einerseits mit einem „allgemeinen Sprachsystem“, dessen grammatische Methoden erklärt, und das zugleich andererseits aus der Leistung eines Autors, dann kann das die WP bestätigen und systematisieren. In der WP geht es um die „allgemeine Entwicklung“, in der einerseits das „materielle Besprochene“ mit den Worten, der Sprache, in der es erfasst wird, systematisch verbunden wird. Andererseits geht es in der „allgemeinen Entwicklung“ um die der OG-Element und dann um die Erfassung der Worte und Sprache als Relationen und Kombinationen der vier OG-Elemente, zum Beispiel als „Ii/Eg“. Schließlich wechselwirken alle Einzelphasen untereinander, was sich hier als „Sprache“ zeigen lässt. Schleiermacher zeigt auch eine zweite Unterscheidung in dem Prozess des sprachlichen Verstehens: Das „komparative Vergleichen von Aussagen in ihrem sprachlichen und historischen Kontext“; wir sehen das als Umschreibung der allgemeinen Wechselbeziehung zwischen allen Phasen in deren konkreten und theoretischen Formen. Er unterscheidet das von einem „divinatorischen“ Verfahren, welches nur „intuitiv“ Sinn erfassen kann. Bei uns ist das die Erzeugung von Sprache aus den Relationen und Kombinationen aus den OG-Elementen, mit ihren freien Unendlichem („göttlichen“ und „zukünftiger Ahnung“). Schleiermacher sieht auch, dass diese Formen zusammenwirken und sich ergänzen müssen, um als Verstehensprozess zu gelten. In seiner Ethik spricht Schleiermacher von „allgemeinen Prinzipien“ und von der „Mannigfaltigkeit des konkreten Lebens“ (E) sowie von den „individuellen“ (Ii) und „universellen Ansprüchen“(Ig,w). Beides soll seiner Ansicht gemäß, „in Einklang zu bringen sein“. Das „I/E“ wäre dann die wp Basis der Ethik. Und die „I“ darin wären das „Sittliche“, das „im einzelnen Menschen ihren Sitz“ als „Tugend“ hat Die „Pflichtenlehre“ hat die „Handlung“ (I-N-G-E) zum Gegenstand, deren „Grundsatz ist, dass jeder einzelne das möglichst Größte zur Bewältigung der sittlichen Gesamtaufgabe in der Gemeinschaft zu bewirken hat“; wir sehen das als das „Ii/Ig-Verhältnis in Verbindung zur E-Seite; welche Schleiermacher als seine „Güterlehre“zeigt, welche die Güter (E) meint, „die sich aus der Aufgabe ergeben, individuelle und gemeinschaftliche Zwecke (Ii,Ig) zu vermitteln“.

    174Die Schleiermachsche „Handlungsweise der Vernunft im Hinblick auf die Natur“, wo „die Vernunft die Natur gestaltet, organisiert“ und dabei „die gestaltete Natur zu ihrem Zeichen symbolisiert“ und dadurch erkennbar macht, interpretieren wir wp: Das allgemeine „Handlungsprojekt ist formal und vom OG her „I-N,G,E` wird E,etc.“. Inhaltlich geht es einerseits um alle konkreten Varianten der vier OG-Elemente – zum Beispiel die subjektiven Ziele (Ii) gegenüber der Natur mit ihren „Zielen, den R-Aspekten etc.; hier jene „Gestaltung“ der Natur zu den daraus zu entwickelnden Worten und Schriftzeichen.

    175Andererseits geht es dann auch im Handlungsprojekt um die fundamentale Wechselwirkung aller Phasen (->Entwicklung).

    176Wenn Schleiermacher schreibt, „das oberste Gut“ wäre erreicht, „wenn die Natur ein Organ und Symbol der Vernunft ist und Individuelles und Universelles zum Ausgleich kommt“, dann spricht er wesentliche wp Prozesse in ihrer Entwicklung an. Das wird von uns als der „Entwicklungszusammenhang“ angesehen – als „Wechselwirkung“ – zwischen allen Phasen, hier speziell zwischen den physikalischen, materiellen S-und R-Aspekten und den OG-Elementen. Abstrakter gesehen, ist es zudem der Zusammenhang zwischen Endlichem „z/w“ – und Unendlichem (z-w,,S-R, OG)

    177Das ist nun wieder ein Beispiel, dass im „Idealismus“ die Grundstrukturen der „Realität“, welche auch vorher und woanders gedacht waren, schon etwas weiter reflektiert wurden. Wenn Schleiermacher sagt, die Kombination der „Handlungsbereiche“ führt zu den „sittlichen Institutionen“ zum „Staat“ (Ig), „freie Geselligkeit (Ii/Ik) „Wissenschaft“ und „Kirche“, dann reduzieren wir das auf die freien Ii,Ik,Ig und deren Relationen untereinander, „Wissenschaft“ (I/E/N/G) und auch die Einheit von Religion (Gott, Sein. E4), bei Schleiermacher hat sie vor allem „das Gefühl“, also „R zu I/E“ zur Grundlage. Und die „Gemeinde“ (Ik) versuchen wir ebenfalls auf OG-Kombinationen zurück zu führen.

    178Die hermeneutische Methodik nutzt die Rz-Kohäsion der OG-Elemente (I/N/G/E) im Verhältnis zu anderen Methoden (I-E, N-G, etc.) welche auch Rw nutzen; und als QM-Variante, welche beliebig vom subjektiven Denkhandeln ausgewählt werden kann. Und wo die Verbundenheit mit Syntax, Semantik und Anderem hier Relevantem offensichtlich ist.

    179Philosophen wie Fichte streben zum OG, zu dessen reinen Kategorien E, G. N. Schelling fragt sich, ob und wo deren Verhältnis zur „Natur“ und auch zur „Irrationalität“ und zur „Mystik“ ist. Schellings Risiko bei solcher Ausweitung bestand darin, dass die einzelwissenschaftlichen Antworten erst durch die Physik, Biologie und Psychologie zu liefern gewesen wären, um darauf aufbauend eventuell auch die OG-Elemente (I, I/E etc.) zur Analyse jener Einzelwissenschaften nutzen zu dürfen; die WP versucht das.

    180Wie viele Philosophen sucht auch Schelling „die Einheit der Gegensätze von Geist und Natur“, dabei wohl andeutend, dass jedes „Nennen“ und Denken“ der „Natur“ bereits die dies denkende menschliche Subjektivität als solche Einheit gelten muss. Aber genauso klar ist, hinreichend zur Lösung des Problems, ist das nicht, jedenfalls solange völlig unklar bleibt, was „Natur“ jenseits der vom Menschen vorgegebenen Denkkategorien ist; auch die Denkkategorien bleiben unanalysiert.

    181Das System des transzendentalen Idealismus stellt das Ich als Subjekt in den Mittelpunkt. Dieses produziert sowohl sich selbst, als Objekt, wie auch die Welt der Objekte insgesamt. Mit diesem „Selbstbewusstsein“ wird eine jener Unendlichkeiten angesprochen, welche die WP mit allen Endlichkeiten verbindet. Aber wp geht es beim Subjekt um dessen systematische Eingliederung in den Entwicklungszusammenhang aller Phasen. Die vielen Phasen haben sowohl eigenartige Strukturen wie zugleich jene, die auch die Subjektivität hat; was erst die Möglichkeit gibt, vom Subjekt „wahrgenommen“ und „gedacht“ zu werden.

    182Die Naturphilosophie Schellings war noch nur mechanizistisch den Gegensatzpaaren Natur und Geist und etwas abstrakter dem Gegensatz „Objekt“ zu „Subjekt“ und so auch „Produktivität“ zu „Produkt“ verbunden. Die WP sieht das als Vorläufer für die dann tiefer mit der Basis der Physik verbundenen Erkenntnissen. Diese Basis sind die S-und R-Aspekte und ihre Relationen („S/R“). Aus denen wird in der „allgemeinen Entwicklung“ die analog freien und die relationierten OG-Elemente. Sie werden nun speziell als „Handlung“ genannt und ihnen werden die auch aus den S-R-und OG-Elementen kombinierten verschiedenen Phasen, Wissenschaften und deren zugehörige Praxen zugeordnet. Diese Wissenschaften und analog die „Handlungen“ haben eine inhaltliche Seite, die „S-R zu S/R“ zu „E,I zu E/I“ und eine methodische, syntaktische, als Rz-Rw zu Rz/Rw zu N-G zu N/G“.

    183Um nun auf Schelling zurück zu kommen, bei ihm ist das der „Gegensatz“ von „Produkt“ und „Produktivität“, besser, die „Produktion “. Eine dieser Phasen ist das menschliche „Subjekt“ andere sind die „Natur-Objekte“.

    184Schelling meint, gäbe es nur „reine Produktivität“, so würden keine bestimmten Produkte“entstehen; daher postuliert er eine „Gegenwirkung als Hemmung“, um aus den „Gestaltungen hervorzugehen“.Und „der Grund der Hemmung liegt in der Natur selbst, indem sie sich selbst zum Objekt wird“. Wir sehen darin Vorarbeiten für die „QM-Ordnung und dort für die Dualitäten. Zum einen für die Unterscheidung der Erzeugungsvorgänge in der Natur versus den menschlichen Handlungen. Sie beide sind durch die „allgemeine Entwicklung“ verbunden. In der Natur als Rz, Rw, Rz/Rw und die S-Basen. Im menschlichen Handeln als „I/E zu N/G“.

    185Zum anderen geht es um die Zweiheit des Entwicklungsablaufs („Produktivität“, das Erzeugen) als freie Rz, Rw in der Natur und die freien G, N in der geistigen Arbeit; gegenüber den „Produkten“, den Strukturen der Natur als eng Rz-relationierte „z/w“ (Sz/Rz/Sw/Rw“) und im Geistigen, Sprache etc. als G-vereinte konkrete „I/E/N/G“-Varianten (Wörter, Sätze, Texte).

    186In der Natur sind es die z und w und im Denken sind es G und N sowie E und I, welche jenen „entgegenwirkenden Kräften“ entsprechen und deren Zusammenspiel auch das machen, was Schelling diese „entgegenwirkenden Kräfte“ als Ursache des „Werdens“, ein „beständiges Reproduziertwerden, ein dauerndes Vernichten und Neuschaffen“; das ist Rz und Rw in der QM-Ordnung („z-w zu z/w zu z-w zu etc.“).

    187Wenn Schelling, wie manche vor ihm, das Anorganische als „unerweckte, schlafende Natur“ und die Natur als „vom produktiven Leben beseelte“ bezeichnet, dann verstehen wir das als einen zunächst „formalen“ Versuch, zwischen der „Physik“ und dem Organischen und dann dem „Geistig-Emotionalen“ Zusammen hänge zu vermuten. Aber erst „inhaltlich“ kann man das als die zwei Wirkungssträngen von den S- R-Aspekten zu den OG-Elementen und von dort als begriffliche Analyse zurück analysieren.

    188Die wp Entwicklung von den S-und R-Aspekten über alle Wissenschaften bis zu den OG-Elementen beschreibt auch Schelling in Andeutungen wie es andere taten, wenn er meint, dass „in der Natur eine Evolution statt findet, in der die niederen Formen aufgenommen werden, während alles in die ewige Substanz, in das Absolute eingebettet ist“.

    189Das alte Problem der „Einheit der Gegensätze“ und der Frage, was jene mit sich selbst identische Einheit sei, sagt Schelling: „Alles, was ist, ist an sich Eines“ . Damit weist er auch auf eine Erweiterung und Vertiefung der herkömmlichen Ontologie. Die WP sieht diese Erweiterung darin, dass sie die sich aus sich entwickelnden Eo bis E6 konzipiert, die sich dadurch gleichen und Verbindung haben (z/w-Typ), dass ihnen der Seins-Charakter (E4) gemeinsam ist. Sie unterscheiden sich jedoch dadurch, dass Eo,Ei, E2, E4 Unendlichkeits- und Nichts-Charakter haben („z-w“), aber E3, E5 und E6 auch dadurch Endlichkeiten („z/w“) sind, dass sie Relationen zwischen einander „Fremden“, unterschiedlich Entwickelten, sind; E5 ist das bis dahin alles in sich versammelnde „Ganze“ („Realität“) und E6 eröffnet mit den menschlichen Fähigkeiten freien Willens (Ii) und freier Phantasie (Ei) erneut die Realität ins Unendliche.

    190Wenn Schelling die absolute Identität als den „Indifferenzpunkt“ begreift, an dem sich alle Gegensätze indifferent verhalten, so berührt das eine alte philosophische Problematik, welche wir mit den wp „Punkten“ Sw/Sz, Rz/Rw, z/w und N/G, I/E beziehungsweise allen von diesen abzuleitenden und in der „allgemeinen Entwicklung“ vorgegebenen gleichgewichtigen Relationen völlig und in jeder denkbaren Hinsicht als „neutrale“ Entitäten ansehen.

    191Wenn Schelling sagt, dass „alles wesensmäßig Eines ist“, (wir E5), dann ist die „Dynamik der Entwicklungsprozesse im Universum“ nur aus einem „Überwiegen einer jeweiligen Seite der aus dem absoluten Einem auseinandergetretenen Gegensätzen“ zu erklären. Die WP schiebt das auf „z-w“, die absoluten Gegensätze, welche im OG als „I-E und „N-G“ als entwickelte wieder erscheinen sowie auf die Erzeugung von „z/w-Endlichkeiten“ dadurch, dass die Sw-Trennungskraft zunächst überwiegt, aber dann durch die Sz-Kräfte abgelöst wird; das ist im einzelnen leicht darstellbar.

    192Schellings Übergang von seinem „Identitätssystem“ zu seinen „religiös-theosophisch“ geprägten Überlegungen hat die „menschliche Freiheit“ mit deren „Vermögen von Gut und Böse“. Bereits diese genutzten Begriffe – Identität (G,E), „Frei“ („I“) und vom Ii her auch „gut“, „nicht gut“ – sind mehr oder weniger deutlich die vier OG-Elemente, auf die sich die „idealistische Philosophie“ und das Alltagsdenken stützen. Einige Zusatzüberlegungen führen dann zu traditionell bekannten Entitäten. Diese werden von Schelling noch weiter „abstrahiert“ und gelangen dadurch in den Bereich des OG, hier als die Unendlichkeiten enthaltende Kategorie des „Seins“(E4).Von Schelling als „Gott“ genannt, welcher in sich Positives (G), „Gutes“ und Negatives (N), „Böses“ enthält. Und der Gott ist selbst „entzweit“ (Dualitäten) als „Grund“ und „Existenz“(E). Alle diese Vorstellungen haben implizit oder direkt die OG-Eigenschaften; zu den aufgezeigten kommen die I-Entscheidung Gottes über gut oder böse sowie die „Grund-Vorstellung“ als jener Anspruch der E-Seite, sich unendlich zu „vollenden“ und damit im OG die Denkbasis zu haben.

    193Schellings „Gott“, welcher „Grund seiner eigenen Existenz“ ist und der zugleich „Natur“ ist, die von Gott in einem doppelten Verhältnis mit ihm steht, das Schelling als „unabtrennbar“ und zugleich als „unterschieden“ sprachlich zu fassen sucht. Die WP weist „der Natur“ z (mit Rz) und w (mit Rw) zu, die sich durch Selbstbezug zu den OG-Elementen entwickeln und welche die vier OG-Elemente erzeugen. In den Rz und G sind diese „Unabtrennbarkeit“ sprachlich gefasst und in den Rw, N jene „Unterschiedenheit“.

    194Diese Erfassung der Gottes-Vorstellung ist also nicht mehr nur diese als Sein (E), sondern als die Einheit der „allgemeinen Entwicklung“ von den existierenden (Eo), deren Nichtexistenz und den Unendlichkeiten der Sz, Rz, Sw, Rw bis zu den OG-Unendlichkeiten, den Existenzen (E4) und den Nichtsformen (N). Genau dieses Zusammenspiel der beiden Pole (S/R und OG), wird von Schelling so beschrieben:„Da alles Geschaffene von Gott kommt, zugleich aber von Gott verschieden ist, muss es seinen Ursprung in dem haben, was in Gott nicht er selbst ist, das heißt in seinem Grund“.

    195Schelling beschreibt eine Dualität, die im Zentrum seines philosophischen Denkens steht. Das ist jener „Grund“ sowie „das Licht der Existenz“. Dem „Licht“ werden Geordnetheit, Verstand und Universalwille zugesprochen. Der „Grund“ ist „dunkel“, „unbewusst, „ungeordnet und „Eigenwille“. Wir sehen in diesen Beschreibungen fragmentarische Verknüpfungen mit den getrennten OG-Elementen G-N (Ordnung, Verstand), E (Existenz) und „I“ als allgemeine. Während dann der „Grund“ das ist, was dann als fundamental nur übrig bleibt, alle natürlichen und emotionalen Vorstufen des OG, ungeordnet, weil jene Rw-Trennungen noch fehlen sowie das Ii, der „Eigenwille“, als die Erzeugungsinstanz des „idealistischen Denkens“, und welcher bislang in keine Philosophie passte.

    196Beide müssen nach Schellings Meinung ineinander verwandelt werden; das deutet die „allgemeine Entwicklung“ an.Schelling sieht in „Gott“ „beide Wesensmerkmale untrennbar vereint und erst beim Menschen als „gut“ und „böse“ auseinander liegend. Wir verbinden das mit der grundsätzliche Eigenart jeder der acht Grundgrößen – zu denen auch „Gott“ als „E“ zu zählen ist – welche als Einheit der Dualität „existent“(G/E) vs. „nichtexistent“ (N) und „zweitens“ als die Dualität „endlich und unendlich“ zu verstehen sind. Zwischen den beiden Polen (S/R und OG) liegen in der „allgemeinen Entwicklung“, als die Relationierungen, „alles „Endliche“. Hieraus kann man die Eigenschaften des „Menschen“ ableiten, welche Schelling einerseits „als dem Grunde entsprungen“, dennoch aber ein „von Gott unabhängiges Prinzip in sich hat“ nämlich die „Freiheit zum Guten oder zum Bösen“; das ist die neu hinzu gekommene Wirkung der „I-Kategorie“. Um aber nicht beim Dualismus von Grund und Existenz stehenzubleiben, muss es ein Vorgängiges geben, das Schelling als den „Ungrund“ bezeichnet. Dieser verhält sich in bezug auf alle Gegensätze indifferent und daher ist auch nichts in ihm, was das Erscheinen der Gegensätze hindert. Wir verstehen das als das physikalische QM-Modell, das sich durchweg in allen Entwicklungsphasen zeigt und das zugleich die „Gegensätze“ Rz und Rw hat wie auch deren Wirken in „Rz/Rw“ aufhebt. In das menschliche Bewusstsein dringt das erst mit der allgemeinen Entwicklung, wenn daraus „N-G zu N/G“ und „I-E zu I/E“ wird.

    197Hegel kann für sich in Anspruch nehmen, der abendländischen Philosophie und auch deren Vorläufer und Begleiter, wie die Christliche Religion inne geworden zu sein und an ihren Kernpunkten weiter gearbeitet zu haben, um diese einer Vollendung zuzuführen.

    198Das deuten wir hier an, wenn wir aus dem weiten Gedankenaustausch bedeutsame und gewichtige Hauptgegenstände dedizierter Art aus der christlicher Religion als Beispiele verstehen.

    199Zu den Vorannahmen, den philosophischen, den christlichen und auch den gnostischen zum Beispiel – welche bei Hegel einbezogen werden sollten – gehört „die „Materie“ (S/R), der Mensch, der OG (E, N, G). Es gibt einen allumfassenden, vollkommenen Gott (E4). Aber auch einen „unvollkommenen“ Gott (N). Und zwar beides im endlichen sich entwickelnden Dasein (E3).Der Demiurg als „Schöpfergott“ (E4 zu E3) erschafft das materiale All, darin den Menschen mit seinem Körper und seinem Geist, welche beide irgendwie „vereint“ sind (Rz und auch Rw/Rz). Der Demiurg macht, dass der Mensch Freiheiten (Rw) hat, daher unzufrieden mit der Welt ist und „böse“ sein kann (→ Ii,N).

    200Aber dadurch, dass der Mensch nicht nur Natur und „Welt“ ist (also S/R), sondern auch Geist (OG), ist der Mensch nicht total unzulänglich, er kann die Übel der Welt lösen (→ Rz/Rw/N/G als seine Handlungsmethodik). Die Schöpfung (und der Mensch) tragen jedoch grundsätzlich das Prinzip der ursprünglichen vollkommenen Gottheit (→ alle E-Varianten) in sich, von dem sie nicht zu trennen sind.

    201Wir verstehen auch das als Andeutungen der historischen Prozesse in der wp „allgemeinen Entwicklung“, zu der das menschliche „Handeln“gehört, als Arbeit und Denkhandeln zum Beispiel; welches wp als Entwicklungsweg vom „S/R“ bis zum OG reicht.

    202Die dem Hegel vorliegenden philosophischen und theologischen Aussagen zur Basis des abstrakten Denkens – und auch des praktischen Handelns – galt es zu ordnen. In seiner Geschichtsdeutung, in der dialektischen Methode oder der Auswahl und einer Zusammenfassung, welche wir als Annäherung an die WP einordnen.

    203Seit alters her wird individuell und kollektiv „dialektisch“ gedacht. Ein Beispiel ist die christliche Trinität . Sie wird zwar unterschiedlich interpretiert – zum Beispiel „Gott, absolutes Gesetz zu „Sohn/ Kirche“ in ihren endlichen menschlichen Aufgaben, Leiden und das Reich des „Geistes“, welche als Meta-Ebene, aber spezifisch begrenzt und offen für weitere und zukünftige Metaebenen geistiger Art (Ii,Ei)(OG) jene Eigenschaften Gottes und des Menschen „beschreiben“ und „verstehen“ lässt.

    204Hegel tritt nun an, jene – vielen Interpretationen zu abstrahieren. Dabei nutzt auch er OG-Elemente (E/Sein, N, G/Identität) .

    205Wir machen nun nichts weiter, als den OG um die „I-Funktion“ zu erweitern und die vier OG-Elemente aus den S-und R-Aspekten der Materie abzuleiten. Erst dadurch nähert sich eine derartig geistesgeschichtliche Spezial-Entwicklung einer gewissen „Vollendung“.

    206Dann kann man „Gottvater“ beispielsweise als S-Aspekte bis hin zum E des OG mit allen dazwischen liegenden endlichen „Anwendungen“ („Gesetze“) verstehen. Den „Sohn“ als jene endlichen, die aus den vielen Entwicklungsphasen bestehen, und in denen vor allem auch die „I-Kategorie“ im Wechselverhältnis Mensch-Natur und zwischen den Menschen wichtig ist. Der Heilige Geist wird nun durch die unendlichen Abstrakta Rz, Rw (in der Mathematik) und in allen Varianten von „I-E zu I/E“ und „N-G zu N/G“ aufzeigbar.

    207Die „Dialektik“ wird von der WP aus einem Zusammenhang in der „allgemeinen Entwicklung“ erklärt, bei welchem die drei geistesgeschichtlichen Schwerpunkte die „Trinitäts-Vorstellung“, als die Vorstellung von Hegel und anderen in der Geschichte der Philosophie, und die des Marxismus, integriert werden können. Die beiden ersteren gehen von einer „Gegebenheit“ des Geistigen aus. Der Marxismus und ebenfalls viele ähnliche Standpunkte sehen diese „Dreiheit“ in der Materie und auch in allen anderen konkreten Wissenschaften als deren abstraktes Fundament. Die WP hält die Hegelsche Formen als eine „Vollendung“ der spezifischen Entwicklung hoch, betont aber, dass es dazu der „allgemeinen Entwicklung“ bedarf, ihrer Eigenarten und deren Bezug zu systematischen Strukturierungen der anfänglichen Physik. Um darauf die natürlichen, materiellen Seiten der endlichen Dingwelt aufzubauen sowie durch Selbstanwendung der ersten Physik-Einheiten die Erzeugung der Subjektivität, der Vergesellschaftung, bis zur abstrakten Begrifflichkeit und schließlich dem OG, zu leisten.

    208Zur physikalischen Basis gehören nicht nur die zwei unterscheidbaren gerichteten Kraft-Arten, sondern auch die QM-Ordnung. Beides mal geht es um die Unterscheidung zweier einander fremder Grundgrößen – Sz-Sw, Rz-Rw, S-R, z-w – sie werden durch Selbstanwendung unendlich getrennt (Rw,N) und zugleich vereinigt (Rz,G). Daraus entsteht eine neue Einheit, welche der erste Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ ist, welche sich ihrerseits auf gleiche Weise in „N-G zu N/G zu I-E zu I/E zu „I/E/N/G“ vollendet.

    209Was in der „Idealistischen Philosophie“, also auch bei Hegel fehlt ist ein systematischer Bezug zur Natur. Erst die modernen Erkenntnisse der Physik und der Biologie etc. können eine Systematik liefern, welche nicht nur auf E,N.G (Logik etc.) beruhen, vielmehr diese, und deren Kombinationen als Begrifflichkeit erst begründen helfen.

    210Dabei folgt die WP nicht nur den Abstraktionsmöglichkeiten der modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse, sie berücksichtigt immer auch das was bisherige Philosophien angedeutet haben. Beispielsweise in der christlichen Trinitätslehre ist der „Gott“ mit den S-Aspekten und deren dynamischen Entwicklungsübergang zur E-Funktion im OG ein Hinweis auf eine moderne „Entwicklungstheorie“. Das gilt auch für die Einheit „z/w“ und „E3“, mit den endlichen Relationen der OG-Elemente als menschliches Subjekt, das alle jene Phasen in sich, als sich vereint, auch die Unendlichkeiten der S-und R-Aspekte und die der OG-Elemente.

    211Im Denk-und Arbeitshandeln (I-N,G,E`wird E) wird beispielsweise „Christus“, der „Sohn“, der seine „Herkunft“ aus den Unendlichkeiten der „Acht“ hat, der die S-Aspekte und die E vor allem zeigt. Alle diese Phasen werden vom Menschen gedacht und sind doch auch „ objektiv Gegebenes“. Die Vorstellung vom „heiligen Geist“ kann man wp darauf zurück führen. Dazu gehört auch, dass man eine weitere Abstraktionsstufe erkennen muss. Sie führt in die für den Menschen noch weitergehende Unanschaulichkeit. Das sind die Analyse der acht Basisgrößen als „Bezug“, als eine Einheit aus „Unendlichkeit, Existenz und Nichts“; „geistig“ denken und anerkennen kann man das, jedoch gibt es dabei keine der vielen anderen Beziehungen zum Menschen.

    212Die Vorstellung von „Aufhebung“ wird alltagssprachlich erklärt; die WP kann das beides mal auf die Eigenschaften der E-Sphäre beziehen, beziehungsweise auf die G-Methodik und deren Rz-Begründung. Der Sinn von „Bewahren“ kommt von der Identitätsbildung (G) als methodische Grundgröße. Die physikalische Rz-Richtung vollzieht das in vieler Weise in der Natur und in der Mathematik. Daher gewinnen alle ontologischen E-Varianten, hier das „Sein“, zum Beispiel ihren statischen Charakter. Zugleich ist jede dieser E-Varianten auch ein Abschluss in der „allgemeinen Entwicklung“, als spezifische und relative „Vollendung“; daher die Denkweise von „Aufhebung“ als „ein Ende machen“. Die QM-Ordnung verankert das „dialektische Prinzip“ in der Natur und erzeugt, durch „Selbstbezug“ daraus alle endlichen dialektischen Abläufe sowie die abstrakt geistigen. Gemeinsam ist ihnen, dass aus Rz-getrennten z und w die Rz-bestimmte endliche „z/w-Relation wird. Sie hebt die Gegensätze auf, ohne dass die freien z, w (Sz,Sw, Rz,Rw) – und die freien E, I, N, G – an Bedeutung verlieren würden. Der neuen Einheit „z/w“ – analog „Rz/Rw“, „I/E“ in anderen Phasen – stehen dann andere Einheiten kontrovers gegenüber. Deren Erzeugung ist deshalb möglich, weil es die grundlegende Unendlichkeit, beziehungsweise Vielheit, der freien z (Sz,Rz) und w (Sw,Rw) und analog die Vielheit der E-Entitäten und I-zielgerichteten Willensakte gibt.

    213Die jeweilig letzte Entwicklungsstufe ist dabei deshalb „freier“ als alle vorhergehenden, weil diesen Entwicklungen die Zunahme der w-,Rw-Funktionen zugrunde liegen

    214In seiner Rechtsphilosophie ist die dialektische Triade bei Hegel das „abstrakte, äußere Recht“ – wir die Ik, Ig, Iw – welchem die „individuelle Antithese“ als „subjektive Gesinnung der Freiheit“ -. wir „Ii“, aber auch „Ei“ – gegenüber steht. Der Zusammenhang, die „Aufhebung“, sind umfassende Einheiten, zum Beispiel historischer Art, welche als Wechselbeziehung jener genannten abstrakten „I“ und „E“ durch die Wechselwirkung in vielfacher Art konkret werden.

    215Das lässt sich – vor allem aus unserer Verallgemeinerung – als Positionen und Phänomenen in der Geschichte als „notwendige Phasen“ sowohl im Sinne Hegels als auch bei uns zeigen.

    216Die Geschichte versteht Hegel als „Erinnerung des Geistes“, wp kann man das als die für die abstrakten geistigen OG-Elemente essentielle „allgemeine Entwicklung“ ansehen; in welcher die „Geschichtlichkeit“ ein Abschnitt ist, jener, der die Biologie mit dem OG verbindet. Wenn Hegel meint, „der Geist selbst hat sich entfremdet, entäußert und hat sich wieder mit sich versöhnt, ist in sich zurückgekehrt“, dann wird das von uns als eine Variante des wechselwirkenden Übergangs zwischen den Phasen verstanden, bei dem beide zugleich wirken, die Rw, N. hier als „Entfremdung“, und Rz,G als „Rückkehr“.

    217Das idealistische Denken Hegels können wir durch die drei OG-Elemente E,G,N und deren Relationen erfassen. Wenn Hegel aber den Prozess beschreibt, bei dem der „Geist sich in die ihm fremde Form der Natur entlässt und durch die Geschichte hindurch im Menschen zu sich kommt“, dann hat er keine Basis für die Natur, von der ein analoger Entwicklungsgang zum Geist führen könnte. Allerdings sieht er „die Geschichte“ – die wir als Teilabschnitt der „allgemeinen Entwicklung“ bestimmen – als Bezug zur Phase der Subjektivität, was wir, auch als erzeugende Wechselwirkung zwischen Natur und Subjekt und Geist ansehen. Dadurch ist in allen diesen Phasen, auch in der Natur, das Absolute vorhanden, durch Hegel der Geist, der sich selbst weiß. Im OG die unendlichen Selbstbezüge der Elemente. Im Subjekt das „In-sich-gehen“, welches die Einsicht ist, dass im absoluten Wissen das Absolute sich selber weiß. Aber Hegel meint auch, in der Philosophie zumindest erkennt der Geist sich selbst sowohl als Subjekt und auch als Substanz. In der „Natur“ aber wird Substanz letztlich doch als „abstrakte“ gesehen. „Das Subjekt, das sich und die Welt denkt, fällt mit der Substanz der Welt zusammen“.Diese „Identität“ von Seiendem und Denken ist wp insofern richtig, als es bei den wp ontologischen Existenzarten – Eo als S-und R-Aspekt, Seiendes als endliche E3-Existenz und Denken, OG als E4 – um maximale Übereinstimmung in der Basis aller ontologischer Varianten geht. Was nicht nur als „Identität“ gelten muss, sondern was die abstrakte und unendlich selbstbezogene Vorstellung von „Identität“ begründet; im OG vertritt „G“ nur zum Teil diese Position.

    218Die wp Basis jeder der sieben ontologischen Existenzarten (Eo bis E6) ist die Einheit bildende dynamische Wechselbeziehung zwischen Unendlichkeiten, „Etwas“…-und Nichtsfunktionen. Darauf begründet sich die „allgemeine Entwicklung“, die bei Hegel als „Bewegung als „Erkennen“, welches das „Ansich“ (S/R) in das „Fürsich“ „verwandelt“: Das Fürsich sei der Begriff, mit dem das Bewusstsein den Gegenstand entwickelt. Das schildert die „allgemeine Entwicklung“, jedoch mit dem Fehlen einer Systematik, welche aus den S-und-R-Aspekten der Gegenstände die OG-Elemente und die Begriffe erzeugen kann. Dazu wäre – durchaus in Hegelscher Intention – es notwendig gewesen, die Natur, die Physik auf maximal „abstrakte“erste Grundgrößen zu reduzieren, welche als „unendliche“ dennoch alle jene „Potenzen“ enthalten, die zur Erzeugung der Natur und darüber hinaus notwendig sind.

    219Wenn Hegel „in der Form des Systems das Wahre in der Wissenschaft“ sieht und das Wahre nur als System wirklich ist, weil beide ihre Absolutheit als Geist haben und das Geistige als Wirkliches „an und für sich ist“, dann haben diese vier miteinander verschränkten Begriffe, „Wirklichkeit“(S/R-Pol), „Wissenschaft“ (Phasen), „System“ (die“ allgemeine Entwicklung“, die Phasen verbindend) und „Geistiges“ (OG) auch wieder das Format, Vorläufer zur WP zu sein.

    220Mit seiner Darstellung des Ganzen, versucht Hegel, die alltäglichen, wissenschaftlichen und philosophisch wichtigen „Dualismen“ zu überwinden. Die WP sieht das als fundamentale Aufgabenstellung und löst das, indem die Physik und der OG von Dualismen ausgeht (S,R, z,w etc. bis I,E und N,G), aber die aus diesen sich entwickelnde QM-Ordnung nicht nur Rw-,N-Trennungen – auf Trennung beruht der „Dualismus“ und alle anderen „Vielheiten – in der Realität erkennt, sondern auch die Möglichkeit der Herstellung jeglicher Einheit durch Rz und G. Zum Beispiel eben die „Realität“ (E5) oder auch alle endlichen Entitäten (E3). Das „erweiterte“ und die Entwicklung bewirkende „QM-Modell“ vereint dann wiederum, auch zu einer höheren Einheit, jene beiden Kontroversen; so Kant und Hegel.

    221Das „E6“ ist insofern ein „Ganzes“, erweitert gegenüber E5, als das neben den vollendeten Eo bis E5 auch die freien unendlichen Ii und Ei des menschlichen Könnens vertritt. Das kann man nun auch auf die R-und I-Entwicklung und auf die der Rz/G und Rw/N beziehen.

    222Hier nur mal auf die erweiterte Ontologie bezogen: E6 ist deshalb eine Einheit mit und aus den Eo bis E5, weil alle sieben gemeinsam in sich die Strukturierung haben, die man als „Unendlichkeiten, Existenzen, Nichts und Richtungen“ wp analysieren kann.

    223Die Entwicklung der sieben muss nun wieder beachtet werden, um die Unterschiede (QM,Rw,N) zu verstehen. Da ist E3, das kein freies „N“ haben kann. Das E4 berücksichtigt nicht die menschliche Subjektivität (Ii,Ei). Durch die QM-Ordnung ist man nun aber wieder gezwungen, die „höheren“ Entwicklungsebenen auch zu sehen, auf welcher solche Gemeinsamkeiten (Rz,G) der sieben und ihre entwicklungsbedingten Unterschiede (Rw,N) nebeneinander existieren, und wechselbezogen eben jene höheren Ebenen erzeugen können.

    224Das „Wahre“ definiert Hegel bereits so diffizil, dass es der wp Realität näher kommt. Die Wahrheit ist bei ihm die Einbeziehung und Aufhebung der „Stufen der Entwicklung“ Diese Einheit als „Ganzes“ als „Entwicklung des sich vollendenden Wesens“ ist bei ihm die Wahrheit; wp deutet das die „allgemeine Entwicklung“ mit ihren Übergängen, den S-Veränderungen, der Entwicklung der ontologischen E-Varianten, der R-Richtungen zu deren E-Vollendungen und so weiter an. Auch das Fassen des Entgegengesetzten in seiner Einheit, also alle Dualitäten und deren Einheit überhaupt („S/R zu z/w zu I/E zu N/G“ als abstraktes Ganze) wird von Hegel vorbereitet; die „Anschaulichkeit“ ist damals nicht viel größer als in der WP, aber die analytische Erarbeitung hat dazu gewonnen.

    225Kurz, Hegels wichtigste Aussagen finden in der WP eine genauere Fassung. So wird seine Einheit „Subjekt-Substanz“ von uns zwar geteilt in die Substantialität der Natur (S,R) und in die spezielle der Subjektivität, aber die gleichzeitige Untrennbarkeit beider zeigt die Rz-Relationierung. Zum anderen zeigt Hegel den „reinen Geist“, wir OG, welcher mit Subjekt und Natur (S,R) bei ihm verbunden sind, durch die „allgemeine Entwicklung“ und die Wechselwirkung aller Phasen“. Bei Hegel abstrakt als „Entfremdung“ und „Entäußerung“, wir als Rw und N sowie zugleich (QM) als „Versöhnung“ und „In-sich-zurück-kehrend“ (Rz,G). Diese unendlichen Rz sind auch die Basis in allen unendlichen Größen, sich selbst sowohl absolut konstituierend sowie erhaltend, so die Basis aller E-Varianten; konkreter zum Beispiel das „Denken des Denkens“ bei Hegel.

    226Das alles sieht Hegel als „das organische Ganze“; wir vereinen im E5, der „Realität“, alle jene genannten Abläufe ebenfalls, gehen aber mit „E6““ darüber hinaus, indem wir jene Unendlichkeiten betonen, die zum Beispiel auch in den freien subjektiven Willensakten (Ii) und in der freien Phantasie (Ei) erscheinen. Die Methodik, die Dialektik kann wegen Rw,N aus dem QM durchaus auch vom genannten Inhaltlichen abgetrennt und verstanden werden. Dann ist bei uns die „Dialektik“ letztlich die Einheit „ Rz-Rw zu Rz/Rw zu N-G zu N/G“ und das sogar – als „materiale Dialektik“ – „zu“ „S-R zu S/R zu E-I zu I/E“. Das Entscheidende ist nun die Vorstellung von jenem „zu“.

    227Die WP ist bemüht, diese Abstraktionen in den Einzelwissenschaften und im Alltagsdenken dadurch zu verankern, dass alle jene acht Grundgrößen in der „allgemeinen Entwicklung“ konkretisiert werden.

    228Wenn Hegel schreibt, dass er in seiner „Wissenschaft der Erfahrung des Bewusstseins“ die „Fortbewegung des Bewusstseins vom ersten unmittelbaren Gegensatz seiner und des Gegenstandes bis zum absoluten Wissen“ darstellt, dann erweitert die WP das. Der „Gegensatz“ ist in den unendlichen S-R, z-w und von diesen in allen endlichen Gegenständen und Begriffen ebenso vorhanden wie in E-I und N-G des „absoluten Wissens“. Und die WP erkennt auch, dass jene Natur-Dualitäten in Hegels Anspruch durchaus auch als begrifflich erfasste, dem „Bewusstsein unterliegen“. Aber umgekehrt gilt immer zugleich auch, dass die berechtigte Frage nach der Herkunft von individuellem und kollektiven Geist, also die zum Hegelschen Ansatz – Erstes, Dualität, Fortbewegung etc. – passende erste Physik.

    229Was wir als Entwicklungsschritt von E3, der Endlichkeit des Subjektes und der konkret erfahrbaren Phasen, zu E4, den OG-Elementen beschreiben, hat Hegel als „Weg vom Bewusstsein zum Begriff der Wissenschaft“ bezeichnet. Dieser Übergang (E3/E4) wird im endlichen Denken vorbereitet. Bei uns als die Unendlichkeit des sich selbst denkenden Subjektes, bei Hegel das „Selbstbewusstsein“. Als die Relationen „I/E“, welche im Endlichen sehr verbreitet sind, zum Beispiel als harmonisches Gleichgewicht der dennoch dynamischen Interessen, Zielsetzungen („I“) und dem individuellen Wissen, Können, Mitteln (E); für Hegel ist das die „Vernunft“, welche zusammen mit „Geist“ – wir, die OG-Elemente – und mit „Religion“ – wir, einige hoch komplexe Kombinationen der vier OG-Elemente, in eigentlich allen Geistes-, Sozial- und Kultur- etc.-Wissenschaften fundierend wirken. Auch die methodische Seite, die Hegel als „Dialektik“ bezeichnet, „deren Kern die bestimmte Negation von Gegenstand und Bewusstsein“ ist, wird vom Übergang des alltäglichen Denkverfahrens der schwierig aufzulösenden Einheit „N-G zu N/G“ hin zu den Rw-getrennten N und G im OG anzusehen sein.

    230Die Hegelsche Systematik ist vollständig, wenn der Gegensatz von Subjekt und Objekt, der das „natürliche Bewusstsein charakterisiert“, derart überwunden wird, dass Subjekt und Objekt als untrennbar Eins wird; womit der „Wahrheitsmaßstab“ begründet ist. Eine solche „idealistische“ Betonung von G im OG, in Verbindung mit dem endlichen menschlichen Subjekt, kann man als eine Vereinfachung der tatsächlichen und der wp Wechselbeziehungen akzeptieren, muss das jedoch durch N, Rw ergänzen. Und erst Rz/Rw, N/G sind die Modelle, welche nicht nur die tatsächlichen Übergänge, Trennen und Verbinden zugleich, zeigen, sondern auch die Subjekte und die „Objekte“ selbst als Wechselbezüge der vier absoluten OG-Elemente mit den vier absoluten Sz,Rz,Rw, Sw. Erst so nähert man sich dem, was „Wahrheit“ ist. Die Systematisierung dieser Erkenntnisse nennt Hegel „Logik“. Er sieht, dass es einerseits die Logik als formale Ordnung des Denkens gibt, die WP ordnet dies dem OG zu (E,G-N); und zwar als übergeordnete „reine Ideen“(Hegel), welche die eher konkrete Logik mit ihren Relationen („E“ Rz „G“ und „G“-Rw-“N“) von einer höheren Ebene (OG) dadurch erst verständlich macht, dass auch noch die „I-Kategorie“ (Urteilungen als Bedingung für die logische Schlussfolgerung) hinzu zieht. Und zur Gewinnung jener abstraktesten Elemente des Denkens geht Hegel sogar einen interessanten Schritt weiter, der ihn ebenfalls der WP nahe bringt.

    231Worauf sich alle bisherige Philosophie, Religion und auch das idealistische intuitive individuelle Fühlen und Denken stützen, das von Hegel als „die Ideen im reinen raum-und zeitlosen Zustand des Ansich-Seins“ benannt wird, weiten wir aus:

    232Die WP nutzt die freien Rz und Rw sowie die vier OG-Ideen in ihrer Unendlichkeit. Und erzeugt aus deren Relation die Endlichkeiten, zum Beispiel die Raumzeit als 3Rz/3Rw-Relation“. Auch Hegel distanziert sich hier von „Raum“ und „Zeit“, allerdings ohne die wp Systematik (die unendliche Selbstbezogenheit der OG-Elemente oder S, R und QM etc.) zu kennen.

    233Schwierigkeiten in Hegels systematischem Denken ergeben sich zum Beispiel daraus, dass er zwar mit der „Logik“,als „System der reinen Vernunft“ und der „reinen Gedanken“ die E,G,N im OG andeutet – „Vernunft“ kann man durchaus als I/E-Relation ansehen – dass er aber die „Wahrheit“ noch als „Einheit“ der „ewigen Wesen, Gott mit Welt, endlichem Geist und Natur“ behauptet; die WP zeigt, dass es diese Einheit als „allgemeine Entwickelte“ durchaus gibt, aber zugleich auch die Trennungen und hier insbesondere „erste Natur“ (S-,R-Aspekte) und die I-Seiten der Realität.

    234In der „Logik“ unterscheidet Hegel das „objektive Sein und Wesen“ von der „subjektiven Begrifflichkeit“. Wir verallgemeinern diesen Ansatz, wenn wir neben dem Sein(E4) noch die weiteren sieben Existenzarten sowie die unendlich freien S-und R-Aspekte und die OG-Elemente G, N und „I“ hinzu nehmen. Sie alle hängen durch die „allgemeine Entwicklung“ derart zusammen, dass sie sich gegenseitig erzeugen.

    235Ihre „Objektivität“ erhalten sie durch den Unendlichkeits-Charakter, welcher die entscheidende Ursache für die Vorstellung von „Objektivität“ ist. Genauer gesagt, geht es um das Verhältnis von Unendlichkeiten zu Endlichkeiten (ontologische Eo bis E6). Dazu kommt nun noch das Nichts (N,Rw). und die Identitätsdynamik (G, Rz), welche diese vielen Basisgrößen zu einer Einheit verbindet, sowie die immer dabei mit zu denkende „Gerichtetheit“ „I“ und die unendlich „tief“ und „weit“ gerichtete und reichende Rz- und Rw-Dualität. Zusammengefasst geht es um wenige selbstbezogene Größen, die sich durch die „allgemeine Entwicklung, welche sie selbst erzeugen, sowohl unterscheiden (N, Rw) wie sie auch gleicher Art sind (G, Rz).

    236Wenn Hegel sagt, „das reine Sein und das reine Nichts sei dasselbe“, dann ist das ein Beispiel dafür, dass das „E“ und das „N“ im OG dort zusammenhängen (G,Rz) und gleicher Art deshalb sind, weil sie beide unendliche und zugleich existierend sind, etc., sich aber eben auch grundsätzlich unterscheiden (Rw,N). Hier kann an die QM-Ordnung erinnert werden..

    237Traditionell wird die Einheit aus Sein und Nichts als Bewegung und Werden bezeichnet und bei Hegel dazu als „Wahrheit“.

    238Wie hängen diese Varianten des „Werdens“ zusammen?Als Bewegung in vierdimensionaler Raumzeit wird sie von uns durch eine Grundrelation der physikalischen z, w also Rz, Rw als deren Dynamik in „Rz zu Rz-Rz/Rw-Rw zu Rw“ verstanden.

    239Die Grundgrößen (Eo), hier Rz und Rw haben die beiden „endlichen“ Eigenschaften der „Statik“ und der „Dynamik“ in sich als Einheit.

    240Das scheint uns die Basis für die vielen Variantenarten in den alltäglichen und wissenschaftlichen Auffassung von „ Bewegung“ zu sein. Natürlich gleichen diese sich auch durch die „allgemeine Wechselwirkung aller Phasen“ an.

    241Die damit verbundene „allgemeine Entwicklung“ lässt das abstrakter fassen, zum Beispiel als „Werden“, deren erster Schritt bei Hegel das „Wesen“ erzeugt, wird von uns als „I/E“ modelliert. Weitere abstrakte Beschreibungen sind die Entwicklung der „Existenzvorstellung“ von Eo bis E6, welche sich eben auch unterscheiden. Das gilt nun ebenso für alle acht Grundgrößen. Wenn Hegel sagt, dass „die Wahrheit das Werden ist“, bei dem „das Verschwinden des Seins im Nichts“ und umgekehrt ist, dann fasst das unsere Analyse zusammen.

    242In der „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften“ gliedert Hegel sein System im wesentlichen nach „Triaden“. Wir versuchen, das mit der „erweiterten QM-Ordnung“ – die Entwicklung, als Trinität-Einheit, von „z-w zu z/w und zu beider Wechselbezug“, das verbunden mit der Einheit aus den zwei Getrennten. „E-I-N-G zu I/E/N/G“ – zu vereinbaren.

    243Die Hegelsche Dreiteilung war zum einen „die Naturphilosophie als die Wissenschaft der Idee in ihrem Anderssein“. Sie sehen wir als die Relationen der S-und R-Aspekte. Dass das bei Hegel als „Idee“ verstanden wird, erklären wir auf zwei fundamentale Weisen. Die S-und R-Aspekte sind unendliche Größen und sie erfüllen damit die wp Fassung von „Idee“. Dazu kommt, dass zwar in der „allgemeinen Entwicklung“ durch die Rz-, Rw-Relationiereung – Anwendung von total einander fremden Unendlichkeiten aufeinander – zunächst die endlichen Phasen und Wissenschaften entwickelt werden, dass aber im weiteren Verlauf die OG-Unendlichkeiten erzeugt werden, welche nun wieder mit ihrem OG-Idee-Charakter auf S und R angewandt werden, zum Beispiel als die „Eo-Existenz (E) von „S“ und von „S/R“, die Gerichtetheit („I“) von den „R“, von S, R und „S/R“, die Dualität Rz,G und Rw,N etc.

    244Die „drei Teile der Wissenschaft“ bei Hegel, das ist erstens die „Naturphilosophie“. Bei uns sind das die S- und R-Aspekte als konkrete „Phase“ und als Naturwissenschaften, sowie als deren philosophische Darstellungen. Hegel unterscheidet in der Naturphilosophie „Physik“, „Mechanik“ und „Organik“. Dieser Physik schreibt er drei Arten von „Individualität“ zu. Der „Vorstellung“ was „Individualität“ sei, schreiben wir wp drei grundlegende Eigenschaften zu. Die Individualität kommt dadurch zustande, dass es durch „Rz“ eine unendlich auf sich selbst gerichtete Funktion gibt, welche in der Physik als „S/R“ und „z/w“ basal fungieren; Hegel nennt das die „totale Individualität“. Wenn anstatt des z-Selbstbezugs mit seiner unendlichen Vereinzelung die Rw radikal wirken, dann wird alles von allem getrennt und es zeigt sich die „allgemeine Individualität“, die Hegel in der physikalischen Mechanik bemerkt. Schließlich stützen wir uns nun noch auf die QM-Ordnung, also auf „z/w“, Rz/Rw, was beides Grundlage und Erzeugungsprozess alles „Endlichen“ ist und was bei Hegel „die besondere Individualität“ genannt wird. Es sind die Eigenarten jeder endlichen Entität.

    245Die beiden ersteren Formen sind abstrakte, die von Hegel natürlich nicht aus den S-und-R-Aspekten hergeleitet werden. Er nutzt vielmehr die geistigen Einsichten und deutet dabei auf die zu den S-und-R-Aspekten entwickelten und analogen OG-Funktionen „G“, „N“ und „N/G“

    246Hegel merkt zwar, dass die „Mechanik“ mit der Physik zusammenhängt, es bleibt aber offen, wie das möglich ist. Der physikalische Zusammenhang ist der, welcher als Entwicklung von den Sz-und Sw-Kräften, dem Zurückweichen der Kernkräfte, der Atomkern und die „Starke Kraft“ wird durch die Sw-Kräfte der Elektrodynamik überformt. Der nächste Entwicklungsschritt ist der, dass die befreiten Rz und Rw die Raumzeit und dynamisch betrachtet deren Beziehungen sind und als die „Bewegung der Materie“ verstanden wird. Abschließend führt diese Entwicklung zu den OG-und Sprach-Aspekten, mit welchen das Subjekt auf „absolute“ Weise die Strukturen und Prozesse der Mechanik beschreiben und verstehen kann. Die „Mechanik“ ist deshalb wp der Übergang von dem eigentlichen, modernen Verständnis von Physik und/zu den Umgangssprachen.

    247Hegels dritte Natursystematik, die „Organik“ wird von uns in der „allgemeinen Entwicklung“ als Übergang von der Physik zu den endlichen Phasen gesehen, welche endliche Entwicklungen der Natur sind, was aber vom Geistig-Sprachlichen bereits umgangssprachliche Verbindungen zum Menschen hat. Hegel zählt dazu die Biologie und Geologie mit deren Ausdifferenzierungen, so die tierischen und pflanzlichen Bereiche. Deren „inhaltliche Seiten“ sind es, welche die Brücke zu den menschlichen Vorstellungen, Bedürfnissen, Handlungen ausmachen; z.B. auch als Übergang zur Moralität.

    248Zu dem Hauptbereichen gehört bei Hegel neben der „Naturphilosophie“ die „Geistphilosophie als zweiter Bereich. Diese Unterscheidung hält sich bis heute in fast allem wissenschaftlichen und philosophischen Verständnis. Das gründet sich auf den Alltagserfahrungen der Menschen in der Endlichkeit des Seienden. Die WP hat jedoch zu ihrem Zentrum sowohl die Unendlichkeiten in der Natur, als auch die Unendlichkeiten bei der „allgemeinen Entwicklung, dort in jedem „Übergang“ und in jedem „Detail“.

    249Aus dieser Entwicklung sind dann auch die Grundlagen der Hegelschen „Geistphilosophie“ in der wp Systematik des QM zu erklären. Das heißt, für uns ergibt sich nicht nur, aber auch, die Rw-N-Trennung („z-w-Quantenphase), zwischen Natur und Geist, sondern auch deren beider Zusammenhang („z/w“).

    250In der Geistphilosophie“ als zweiten Teilbereich der „Wissenschaft“ bei Hegel taucht die „Moralität“ wieder auf, welche man in der Natur dem Tier aber auch dem Menschen als biologische Zielsetzungen – Selbsterhaltung etc. – zusprechen konnte. Die Moralität gehört jetzt bei Hegel zum „objektiven Geist“ in der „Geistphilosophie. Er hat damit einen Entwicklungsschritt vollzogen, denjenigen von den R-Richtungen in der Natur zu den „I“ des OG der WP. Als weitere Konkretisierungen der I-Seite nennt Hegel die „Sittlichkeit“ (Ik, Ig und Iw) sowie das „Recht“ und andere Phasen, in welchen die „I“ eine Rolle spielen.

    251Neben dem genannten „objektiven Geist“ zeigt Hegel den „absoluten Geist“ und beschreibt ihn als „geoffenbarte Religion“, was wir das isolierte Sein, Gott, das E4 im OG zuschreiben. Zum anderen wird von Hegel die „Kunst“ dazu gezählt, welche wir – über die Emotionalität etc. – als „I/E“ beschreiben, als Betonung nicht nur der E und „I“ aus unserem OG, sondern durch deren einfachste Relationen (I/E,N/G). Schließlich ordnet Hegel seinem „absoluten Geist“ noch „die Philosophie“ zu: Wir sehen darin die Notwendigkeit verwirklicht, eine neue Einheit zu bilden, welche alle vier OG-Elemente miteinander relationieren lässt, als „QM Trennung“ (Rw,N) im Verhältnis zu deren unendlicher Kohäsion („I/G/N/E“) (Rz,G).

    252Zur „Geistphilosophie“ gehört nun noch der „Subjektive Geist“. Hatte Hegel die „Kunst“ im „Absoluten Geist“ angesiedelt und wir diese mit der subjektiven und kollektiven „Emotionalität“ verbunden, so verortet Hegel nun die „Psychologie“ insgesamt im „Subjektiven Geist“. Zusammen mit der „Anthropologie“ analysieren wir das als die „Ii/Ei“-Relation und deren Entwicklung sowie den Wechselbeziehungen mit den relevanten anderen Wissenschaften. Dort findet Hegel auch einen Platz für die „Phänomenologie des Geistes“.

    253Wieso ordnet Hegel seine „Phänomenologie des Geistes“ dem „Subjektiven Geist“ zu? Er unterschied die menschliche Subjektivität von den „Realen Wissenschaften“, der „Philosophie der Natur“ und der des „Geistes“. Das entspricht den wp Schwerpunkten des physikalischen S/R-Pols, dem OG-Pol und der die beiden in der „allgemeinen Entwicklung“ verbindenden endlichen Subjektivität.

    254Hegel entwickelt hier allerdings nur die Entstehung vom menschlichen Denken und Fühlen zum OG sowie die Wechselbeziehungen zwischen beidem. Das Emporsteigen des subjektiven Geistes von der einfachen, naiven Wahrnehmung über das Bewusstsein, das Selbstbewusstsein bis hin zum absoluten Wissen des „Weltgeistes“ (OG). Dabei untersucht Hegel das Werden der Wissenschaft als Einheit von Inhalt („I/E“) und Methode (N-G zu N/G), als Einheit von Sein (E) und Nichts (N). Das sind Relationen der OG-Elemente ebenso wie als absolute Ganzheit, welche als Kombinationen dieser einfachen Relationen die Wissenschaften begründen, zum Beispiel die „Erscheinungen des Geistes als Verwirklichung unseres Selbst“.

    255Wichtig für Hegels Gesamtsystem ist, dass die „Phänomenologie“ die menschliche Subjektivität im Zentrum hat. Wenn Hegel behauptet, „Ort der Wahrheit ist dabei der Begriff im wissenschaftlichen System und nicht die Anschauung“, so zeigt die WP den Entwicklungsübergang von der physisch bestimmten Anschauung zum Begriff als von physikalischen Resten (S,R) freie Begrifflichkeit, zu „I“, „E“ und „I/E“. Das gilt auch für die methodische Seite der Erkenntnis.

    256Hegel:meint, „die Erkenntnis der Wahrheit liegt in der Einsicht, dass die Gegensätzlichkeit von Subjekt und Objekt dialektisch auf einem höheren Niveau aufgehoben wird, da „das eine nicht ohne das andere existiert, beide also eine Einheit bilden“. Die WP bestimmt die Erkenntnis-Methodik dadurch, dass sie die physischen Objekte, deren physikalische und mathematische Rz-,Rw- und Rz/Rw-Verbindungen zu G, N und N/G-Relationen entwickelt. Das geschieht im biologischen Hirnorgan des Menschen.

    257Die Bildung der Einheit von Subjekt und Objekt auf „dialektische“ Weise ist eine Variante des QM-Ablaufs von den gegensätzlichen „z“ und „w“ zu deren „z/w-Einheit“. Wobei die formale Dialektik so dargestellt werden kann: Aus „N-G wird N/G und daraus wieder N-G etc.“.

    258In der WP wird die Wechselbeziehung zwischen den zwei Phasen „Subjekt“ und „Objekt“ konkret auf alle Wissenschaften und Phasen verallgemeinert.

    259Die „Phänomenologie des Geistes“ setzt sich auch mit ethischen Grundfragen auseinander. Wir sehen darin den Beginn einer Vorarbeit für die „I-Seite“, welche die bereits vorangegangene philosophische Einführung des „Dualismus“ (N.G etc.) durch Kant und die Identitätsphilosophie (G) Schellings ergänzt.

    260Wenn Hegel fragt, „was heißt Erkennen“? Und antwortet: „Die sinnliche Gewißheit; oder das Meinen“. Das Selbstbewusstsein, die Wahrnehmung des Dinges oder die Täuschung darüber oder die Erscheinung der übersinnlichen Welt bezieht er in der „Phänomenologie“ stets auf das Bewusstsein und auf den Verstand, auf die Subjektivität. Deren Stufen sind sinnliche Gewissheit, Wahrnehmung und Vernunft. Die Wahrheit der Gewißheit seiner selbst ist das Selbstbewusstsein.

    261Über die Naturbeobachtung gelangt die Gewißheit und Wahrheit der Vernunft zu ersten Formen der Selbsterkenntnis, verwirklicht ihr Selbstbewusstsein und bildet Individualität heraus. Damit wird bei Hegel aber auch schon der Entwicklungsgedanke gezeigt. Und mit der Sittlichkeit, welche die wahre Substanz des Geistes bildet, und mit dem Recht, welches die objektive Form des Geistes bildet, und auch in der Moralität, welche die reflektierte Einheit von Recht und Sittlichkeit ist, wird die „I-Kategorie“ angedeutet.

    262In den monotheistischen Religionen tritt für Hegel das Bewusstsein in Form der Vorstellung auf, dass Gott im Grunde Geist ist. Dort erscheint das Bewusstsein, dass der Geist die einzige Substanz ist, als reines Wissen. In seiner entfremdeten Form erscheint er als Bildung und Aufklärung. Wir sehen darin die frühe Andeutung der zu erweiternden Ontologie mit ihrer Eo-Existenz, den physikalischen Existenzen, dem endlichen Wissen als E3, im Grunde nur in Form des Wissen von sich selbst und nicht von etwas ihm Äußerlichen, und dem „absoluten Geist“ (E4).

    263Durch die wp „allgemeine Entwicklung“ und diese ontologische Erfassung dabei, ist der Geist, das Subjekt und das physikalische Objekt zugleich. absolutes Wissen.

    264Neben der „Phänomenologie“ des Geistes behandelt Hegel in seiner subjektiven Geistphilosophie noch die Disziplinen der Anthropologie und der Psychologie. Sie beide beziehen sich auch wieder eng auf das menschliche Subjekt, ersteres auf die Gesichtspunkte der Entwicklung des Menschen, Und neben der Naturgeschichte im Übergang zu Geschichte wird von ihm in der „Psychologie“ auf einzelne wissenschaftliche Strukturen und Prozesse der subjektiven Psyche eingegangen.

    265Die WP kann solche einzelwissenschaftlichen Strukturen, Prozesse heute natürlich sehr genau systematisieren. Das gilt auch für den Zusammenhang und den Unterschied, den Übergang von der subjektiven Geistphilosophie zur „Logik“ als drittem Hauptteil neben der Geistphilosophie und der Naturphilosophie.

    266In diesen Hauptteil, in der „Logik“, bringt Hegel sehr viel von dem unter, was die WP als die Möglichkeiten des OG zeigt. Im Subbereich „Begriff“erzeugt das Subjekt die „subjektiven Begriffe“, welche wir als die vier OG-Elemente bezeichnen. Bei Hegel sind das explizit als „Ideen“ die „Existenz“(E), Nicht-Existenz“ und Negation (N) sowie das methodische Identifizieren (G). Die I-Kategorie hat auf dieser abstrakten Ebene bei ihm noch keine Verwendung. Und die Erzeugung der „Ideen“ wird dem Subjekt allein überlassen; eine „allgemeine Entwicklung“, welche auch die „Subjektivität“ erzeugt, fehlt noch. Aber diese Ideen beziehen sich schon aufeinander, erzeugen sich gegenseitig und bilden die „Einheit des Begriffs“. Diese Rz- G-Selbstanwendung zwischen den drei Ideen wird nun von Hegel sogar schon deren Beziehungen zu den „Objekten“ der Welt zugeordnet. Aber erst die WP kann erklären, wie diese Objekte der Außenwelt mit den Ideen in gegenseitiger Entwicklungs-Erzeugung und auch mit der Subjektivität zusammenhängen.

    267Dem „Sein“ ordnet Hegel „Maß“, „Quantität“ und „Qualität“ zu. Wir verbinden Sein“ (E4) mit dem „OG“ und seinen drei anderen Basisgrößen, welche mit E4 gleichberechtigt sind. Jedes der vier ist durch Rz und G auf sich unendlich selbst bezogen und als Rw,N und daher von den anderen drei sowie von der Außenwelt (als „Sprache“zum Beispiel) isoliert. Aber eben zugleich (QM-Ordnung) auch durch Rz,G auf die anderen drei bezogen.

    268„Qualität“ ist als „I/E/G/N“ darstellbar. Die „Quantität“ und das „Maß“ sind nicht nur Relationen der vier OG-Elemente, sie verlangen vielmehr die Hinzunahme weiterer Sprachen, Wissenschaften, Phasen in ihrer allgemeinen Wechselwirkung. Hier sind das die Raumzeit und die Mathematik mit deren Rz-, Rw- und Rz/Rw-bestimmten Vorformen in der „allgemeinen Entwicklung“. Die „Quantität“ und die Vorstellung von „Maß“ werden dann sowohl vom R-Stadium – und dessen S/R-Verbindung zur Physikalität der Objektwelt – als auch von den E, G, N des OG darstellbar.

    269Den Bereich „Wesen“ unterteilt Hegel ebenfalls dreifach: Als „Grund der Existenz“, „Erscheinung“ und als „Wirklichkeit“. Das Wesen kann als Versuch angesehen werden, das Sein – also das OG-Element – weiter zu analysieren oder es durch Relation der OG-Elemente begrifflich, sprachlich verständlich zu machen. Der „Grund der Existenz“ weist einerseits auf die wp Ontologie-Entwicklung (Eo bis E6) und auf deren innere Strukturierung. Jede dieser sieben E-Arten wird durch die je anderen Drei (G,I,N) bestimmt. Die „Erscheinung“ betrifft die vier OG-Elemente, jetzt aber dadurch konkret erscheinend, weil sie in der „allgemeinen Entwicklung“ in den konkreten Phasen und deren theoretischen Wissenschaften dem endlichen Menschen konkret „erscheinen“. Zugleich aber sind die vier OG-Elemente in allen Einzelwissenschaften objektive, freie, abstrakte Aspekte der „Wirklichkeit“.

    270Den Zusammenhang zwischen der „Naturphilosophie“, der „Geistphilosophie“ und der „Logik“ charakterisiert Hegel so, dass in der Natur die „Idee“ in „ihrem Anderssein“ erscheint und diese „Idee“ in der „Geistphilosophie“ „aus ihrem Anderssein in sich zurückkehrt“. Das ist in der WP die „Einheit“ der Erzeugung der OG-Elemente aus den S-und R-Aspekten sowie, wegen der „symmetrischen Form aller Grundgrößen, zugleich die Wechselwirkung aller Phasen, hier die Einwirkung der OG-Elemente auf die S-und R-Aspekte.

    271Während diese beiden, Natur-und Geistphilosophie, und deren Verbindungen bereits die S-Entwicklungen und die durch G bewirkte Wechselbeziehung aller Phasen vorweg nimmt, setzt sich Hegel auch mit Einzelheiten der einzelnen Phasen, Wissenschaften auseinander.

    272Er unterscheidet die Rw-getrennten Größen des OG, zum Beispiel die Logik-Sprache von „N – G“ gebildet, und die Selbstbezüge von Sein (E4), „Objekt“, „Idee“ von den Rz- kohäsiv relationierten, aus den freien OG-Elementen synthetisierbaren umgangssprachlichen Begriffen, wie zum Beispiel hier als „wirklich“, „erscheinend“ oder als „subjektiver Begriff“, „Qualität“ und ähnlich gebrauchten Begriffen, welch alle letztlich weiter zu analysieren sind.

    273Wp kann zur Rechtsphilosophie Hegels gesagt werden, dass für die Analyse der „Politik“ und des „Rechts“ bei Hegel die „praktische Vernunft“ die Grundlage ist, und deren Basis bei uns die vielen Weisen des „Handelns“ als „Praxis“ sind und damit die „I“, „E“, welches als „I/E“ von uns auch der „Vernunft“ zugeschrieben wird. Das Verhältnis von „Wirklichkeit“ und „Vernunft“ ist in der eher statischen Vorstellung bei Hegel – der nicht die Entwicklungsdynamik aller Handlungsweisen berücksichtigt – inhalts- und deckungsgleich. Wp einzuwenden ist beispielsweise, dass die „Wirklichkeit“ als „E“ und „G“ zwar ziemlich gut feststellbar ist, dass jedoch jene „I-Interessen, I-Zielsetzungen,.I-Werte sowohl sehr dynamisch sind wie auch prinzipiell als Ii und Ik überaus unterscheidbar sind.

    274Aber Hegel kann seine Auffassung von der Konkretisierung der „E-Seite“, welche er als das „Empirische, mit dem Zufall des schlecht gemischten Daseins“ bezeichnet, diese dadurch begründend, indem er als „Wirklichkeit“ die „mit dem Begriff der Vernunft identische Existenz“ versteht. Damit bezieht Hegel die I-Kategorie mit ein, welche wp die „Vernunft“ als „I/E-Verhältnis erklärt. Und er tut ein Übriges, wenn er „G“ und auch „N/G, als die formale Dialektik, hinzu fügt: Eine Erscheinung sei als vernünftig bezeichnet, die die „ewige Gegenart, die immer da ist und alle Vergangenheit in sich aufgehoben enthält“.

    275Zusammenfassend, die WP reduziert das Hegelsche System auf „I-E zu I/E“ (von der „allgemeinen Entwicklung“ und darin der QM-Ordnung her). Zum Beispiel zeigt er in der „Phänomenologie des Geistes“ eine „Entwicklung“ vom subjektiven Bewusstsein – die aus der Biologie (->z/w) und der Emotionalität sich entwickelnden noch eng aufeinander bezogenen Kombinationen der vier OG-Elemente als „Denken“, „Sprache“. Daraus wird bei Hegel das „Selbstbewusstsein“, bei uns wird aus den Eigenarten der unendlich isolierten vier OG-Elemente deren unbegrenzter Selbstbezug. Bei Hegel entsteht dadurch „die Vernunft“. Bei uns ist das ein spezielles „I/E-Verhältnis“, welches alle möglichen Interessen, die des Subjekts, der Gesellschaft etc. mit allen möglichen, sich entwickelnden E-Entitäten verbinden lässt und so konkrete Verhältnisse schafft; die man umgangssprachlich als „vernünftig“ bezeichnen kann. Deren Gemeinsamkeiten werden nun bei uns und auch bei Hegel im nächsten Entwicklungsschritt abstrahiert, als „Geist“, als Einheit der vier getrennten OG-Elemente.

    276Der Erzeugungs-.Abstraktionsvorgang kann wiederum im QM-Entwicklungsmechanismus aus der potentiell unbegrenzten Anzahl der konkreten Wechselwirkungen hergeleitet werden. Dem folgt bei Hegel „die Religion“, welches bei uns die Meta-Beschreibung jener vier OG-Elemente ist, nämlich diese als „Existenzierende“ (E) und damit Gleiche (G) und auch zugleich als Unterschiedene (N), dabei unendlich auf sich selbst gerichtete („I“). In den Religionen wird dabei „Gott als unendlich auf sich gerichtete („I“) abstrakteste Existenz (E) anzusehen sein, welch durch „G“ sich selbst erzeugt und bewahrt, aber zugleich auch „nach außen“ durch G und „N/G“ jene Verbindung hat, welche einerseits als Glaubensmethodik bezeichnet wird, und welche andererseits als „z/w“ – die Entwicklungsvorstufen sollen nicht vergessen werden – jenen vorgestellten Prozess der Erzeugung der Welt durch Gott modellieren kann. Schließlich wird das alles in der WP-Systematik zusammengefasst, bei Hegel ist es das „absolute Wissen“.

    277Die hegelschen „Manifestationen des absoluten Geistes“ verbinden wir mit den zwei QM-Möglichkeiten des OG. Also mit der Rw,N-Trennung in „I-E-G-N „ zur „E/I/G/N“ als Rz,G-Kohäsion . Das betrifft die „Religion“, welche nur als jene Trennungen, Isolierungen die erforderliche Unendlichkeit haben kann, als „E“, „Gott“. Während die „Kunst“ als zentrale, Vertretung aller endlichen Relationierungen der Endlichkeit zu sehen ist, weil in ihr eine maximale Rz-,G-Relationierung wohl aller Phasen besteht. Die dritte „Manifestation des absoluten Geistes“ ist die Philosophie selbst und bei uns jener oben genannte QM-Zusammenhang (z-w zu z/w, hier als der der OG-Elemente).

    278Wenn Hegel den Staat als „die Wirklichkeit der konkreten Freiheit“ sieht, der „die Einheit des Individuellen mit dem Allgemeinen“ verbürgt, dann reduzieren wir das auf die unendlich freien Ii und Ei in ihrem wp Verhältnis zu den Ig, Eg, wobei die zahlreich möglichen Relationen „I/E“ die Konkretisierungen sind. Eine Einheitsbildung ist formal als umfassende „I/E-Relation“ erreichbar, machbar, weil es um die Gemeinsamkeit (G) der „E“ und der „I“ geht, dabei sind jedoch die Unterscheidungen (N) der der dynamischen „I“ solange der Auslöser ständiger Kämpfe bis es bei gemeinsamen E zu „I/E-Bildungen“ kommt.

    279Die „allgemeine wp Entwicklung“ hat als einen ihrer Grundzüge die „ontologische E-Entwicklung“. Dabei stehen die Methoden der Empirie (G) und die beobachteten Entitäten (E) im Zentrum der Betrachtung und Forschung. Bei letzterer merkt man, der Grund-Charakter der so von weiterer Entwicklung, und vom Bezug zur dynamischen I-Entfaltung isolierten, E-Seite der Realität wird ein Selbstbezug etc., eine „Vollendung“ wird beobachtbar. Das „bestätigt“ den wp Charakter von „E“. Hegel drückt das als Beobachtung aus, dass „eine Gestalt des Lebens alt geworden“ ist und „sich nicht mehr verjüngen, sondern nur erkennen““ lässt . Das „Leben“ nutzt in der umfassenden allgemeinen Entwicklung jene „E“ als Mittel, um durch „Handlungen“ darauf weiter aufzubauen.

    280Wenn Hegel schreibt, „die Philosophie ist die wissende Kommentatorin der vollzogenen geschichtlichen Ereignisse, für deren Deutung sie die Kategorien bereithält“, dann ist er wiederum Vorläufer, der jenen Teil der „allgemeinen Entwicklung“ beschreibt, welcher von den OG-Kategorien erfasst werden kann.

    281In Hegels Geschichtsphilosophie beschreibt er die empirisch gegebenen Personen, Ereignisse zum Teil umgangssprachlich, zum Teil abstrakt; wir abstrahieren da weiter. In der geschichtsphilosophischen Betonung in Hegels Werk, so auch in der Religionsphilosophie und der Ästhetik, lässt sich bei Hegel ein Zusammenhang zwischen den verschiedenen philosophischen Bereichen herstellen. Aber erst wenn wir das Moment des Historischen nicht nur als Erzählung betrachten, sondern als Bereich der „allgemeinen Entwicklung“ mit deren Abstrakta (S,R, OG) ansieht, kann man Hegel als Vorläufer der WP einbeziehen.

    282Wenn Hegel es als „ Ziel der Weltgeschichte“ sieht, dass einerseits „der Geist zum Wissen gelange, was er wahrhaftig ist, und dies Wissen gegenständlich mache, es zu einer vorhandenen Welt verwirkliche, sich als objektiv hervorbringe“, und andererseits das Prinzip zugrunde liegt, dass die Vernunft die Welt und die Weltgeschichte beherrscht, dann kann man das Erstere als eine nicht ausgebildete Beschreibung der „allgemeinen Entwicklung“, deren Gerichtetheit (Rw) und das notwendige erzeugende Wechselspiel zwischen erster Physik („gegenständlich“, „objektiv“, „Welt“) und OG („Geist“) ansehen. Und die „Vernunft“ wird von uns als I/E-Relation modelliert, das also auch die OG-Elemente hervor hebt.

    283Die OG-Elemente werden in Hegels Geschichtsphilosophie zum Beispiel so konkretisiert: Die Handlungen der einzelnen „welthistorischen Persönlichkeiten“ haben „Zwecke“, welche die des Weltgeistes sind; es sind die „I“ im OG als Einheit der Ii mit den I,g,w.

    284Die WP bindet diese Ig,w nicht nur an das E-Niveau und dessen notwendige Weiterentwicklung, sonder sieht durchaus auch das Verdienst der Ii-Freiheit und der Ei-phantasierten Wünsche. Dazu kommt das organisatorische Vermögen, um durch unterschiedliche Handlungsarten (I/N/G/E`-E – etc.) jene Ii,g mit dem jeweiligen E-Niveau zu verbinden. An diesem gesellschaftlichen Arbeitshandeln und emotional-rationalen Denkhandeln sind die „Völker“ beteiligt, sie „fühlen“ die Notwendigkeiten und Chancen und „gehorchen“ (Hegel). Die also hinter diesen Entwicklungs-Abläufen steckende weltgeistige „List der Vernunft“ sind die OG-Elemente in ihrer wp gewordenen Abstraktheit, aber stets auf die konkreten E-Mittel bezogen und auf die freien und kreativen Ii aller beteiligter Menschen sowie auf deren methodisches Handeln (N,G).

    285Hegel meint, beim Gang der Weltgeschichte geht es nicht um das Glück des Einzelnen. Eine der wp Erklärungen für „Glück“ ist das subjektive Gefühl, wenn in – jeder Art – von Handlung die Ii-Zielsetzung gelingt und daraus ein Ei geworden ist. Dabei sind die materiellen Methoden Rz, Rw und die begrifflichen G,N beteiligt. Sie erzeugen den Erfolg (E) aus den „Interessen“ (I). Mit diese Nutzung des OG und der QM-Optionen nähern wir das Hegelsche System wieder der WP.

    286Hegel differenziert Geist, Geistphilosophie von Kunst, Ästhetik und von Religion. Die „Heiterkeit der Kunstschönheit“ gegenüber der „Schwerfälligkeit der Gedanken“ werden von uns als die vollendeten, unendlich selbstbezogenen getrennten OG-Elemente (E, G, N), welche sich von den Relationen zwischen den Ii- und Ig-Bewertungen zu konkreten E-Entitäten (I/E) teilweise unterscheiden. Diese „I/E“ sind „inhaltliche“; die „I“ können deshalb „angenehm“, „schön“ etc. sein, weil sie zum Beispiel Ziele der menschlichen Selbsterhaltung oder der individuellen Selbstverwirklichung sind.

    287Damit gehört die Kunst ganz in die Phasik der „Endlichkeit“, was für die abstrakten „Gedanken“ nicht gilt. Und was für die Religion nur zum Teil gilt. Denn diese wird von Hegel als ein „Hinaustreten aus der Innerlichkeit“ des endlichen Menschen und als Übergang der endlichen Dogmen und Kulthandlungen der Gemeinschaften in absolute, unendliche Bereiche angesehen. Das „Wesen der Kunst“ besteht nach Hegel nun darin, dass sich diese in der endlichen „Objektivität“ „reiner und vollkommen enthülle“; wp geht es somit in der Kunst um die „Wechselbeziehung“ zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit, eine Variante von „z/w zu „z-w“ des QM.

    288In der Religionsphilosophie Hegels zeigt sich, dass sowohl in der nahezu vollendeten Geistphilosophie Hegels, wie im kollektiven Nachdenken, welches sich in den Religionen niederschlägt, sehr ähnliche Resultate ergeben. Deshalb kann Hegel mit Recht sagen, dass der Inhalt der christlichen Religion als höchste Entwicklungsstufe der Religion ganz und gar zusammen fällt mit dem Inhalt der „wahren Philosophie“.

    289Beides mal geht es um „Wahrheit, Liebe, Geist, Substanz, Subjekt und um ewig in sich zurückkehrenden Prozess“. Diese Eigenschaften Gottes und des „absoluten Geistes“ finden sich – erweitert, begründet, systematisiert – in den wp Grundgrößen wieder.

    290Die WP und Hegel berühren sich in dem Hauptproblem, dass sich in der Subjektivität die Wechselbeziehung von Endlichkeit und Unendlichkeit zeigt. Das „Wissen des Wissens“ als menschliche Möglichkeit zeigt sein unendliches Bewusstsein und zugleich „das Selbstbewusstsein Gottes im unendlichen Bewusstsein“. Deshalb „weiß der Mensch nur von Gott, insofern Gott im Menschen von sich selbst weiß“.

    291Diese formalen „OG-gestützten“ Überlegungen werden in der WP begründet und mit den anderen Phasen der Realität verbunden.

    292Die WP, welche die Philosophie als Einheit der partialen Philosophien und ihrer Disziplinen sieht, folgt darin dem System Hegels. Die WP geht dann weiter, wenn sie die Einzelwissenschaften in ihren jeweiligen – nunmehr sehr viel umfangreicher und differenzierter gewordenen – als Entwicklungsstufen in diese Einheit aufnimmt. Durch die Hereinnahme der R/I-Relationen werden neben der „theoretischen“ auch die „praktische“ Philosophie durch WP bestätigt. Dabei gilt in übergeordneter Systematik (QM), dass jene Trennungen (Rw) mit dieser Einheitsbildung (Rz) grundlegend gleich berechtigt sind.

    293Wenn man wp vorgeht, dann stellt sich für die Philosophien des europäischen 19.Jahrhunderts die Frage des Zusammenhanges zwischen den sich historisch entwickelnden „E-Strukturen“ und den einzelnen philosophischen Systemen. Und genauer, das Entwicklungsverhältnis, in welchem nach dem wp Handlungsmuster (I-N, G,E´-neues E zu I-etc.) die tatsächlich ablaufende Geschichte analysierbar ist. Dabei muss man konzedieren, dass es – wie auch bei Handlung, wohl jene vier OG-Größen mitwirken, jedoch, dass es neben ihrer Trennung und zeitlicher Abfolge hintereinander stets auch die Wechselbeziehung – QM-Ordnung – gibt, welche eine strikte Abfolge relativiert.

    294Wenn man jedoch sieht, dass im menschlichen Handeln die zeitliche-sachliche Reihenfolge – letztlich von der „freien QM-Ordnung bestimmt – von der I-Entscheidung oder vom E-Sachstand oder von der Arbeits-Methodik (N/G) gestartet werden kann, dann zeigt sich das in der wichtigen Reihenfolge in der Geschichte auch als umstritten. Aber eines kann man beobachten, die I-Entscheidungen – Französische Revolution, Napoleon, europäische „Ig“ wie „1845“ – und die E-und N/G-Entwicklung – Schnelldruckpresse,(1812), Elektromotor, Telegraph und Photographie (1837) – eilten den wissenschaftlichen und den philosophischen Abstrahierungs-Anstrengungen voraus, so auch Darwin, Mendel, Mendelejew, Koch . Auch die Philosophie zog nur zögerlich nach, Comte, Feuerbach, J.S.Mill, Marx, Engels, Dilthey.

    295Der Zusammenhang von „I und „E“ leuchtet als subjektives Vorgehen ein. Ausnahmen, wie zum Beispiel Schopenhauer, stützten sich eher auf die geschichtlich überkommenen Vorbilder oder auf subjektive Erfahrungen.

    296Das 19..Jahrhundert steht in der wp Zunahme der Freiheiten (Rw,N) einerseits an der Stelle in der „allgemeinen Entwicklung“, an welcher das Wissen (Ew als globales) und vor allem die Erkenntnisse über die Natur und zugleich die technischen Konkretisierungen dieses Wissens in technisch konzipierten Gegenständen vielfacher Art (E), einen Aufschwung nahm. Diese „E-Entwicklung“ war aus dem gleichen wp Grundmechanismus begleitet von den I-Befreiungen. Die vorhergehenden Ideologien, ob „biologisch“ ausgerichtet – Selbsterhaltung der Individuen (Ii) und der Kollektive (Ik) – oder die religiösen, bei denen weltweit (Iw) nicht mehr „abstrakt materielle“ Ziele, sondern global abstrakte Größen (absolute Existenz, Einheit.der Welt, Unendlichkeit etc.) als Iw, oberste Werte, Normen, Interessen im Vordergrund standen.

    297In Europa findet man im 19.Jahrhundert eine Art Mittelweg; ohne die bisherigen kulturellen Ideale zu ersetzen, geht es eher beschränkt um technologische, ökonomische Zielsetzungen und „politische“ Ideologien – Freiheit, Gleichheit – welche zwar auch noch der Abstraktheit und einem eher globalen Verständnis folgen, aber insoweit Verbindung zu materiellen Endlichkeiten finden, indem sie sich als „Nationale Interessen (Ig) als „gemeinsame“ Geschichte, Sprache, Kultur etc. darstellen lassen.

    298Die I-Entfaltung und die E-Entwicklung sowie letztlich die konkreten I/E-Fortschritte waren immer deutlicher mit der prinzipiellen Leistungsgesellschaft verbunden und darin bei relativ eben noch knappen E- Niveaus, mit dem „Antrieb“ des Wettbewerbs der Menschen und Gruppen und dem „Konkurrenz- Mechanismus“ aller als Antrieb, der neben oder der als Ursache die Differenz zwischen den vorauseilenden dynamischen „I“ jeder Art und den erst zu erarbeitenden höheren E-Niveaus hat. Diese Konkurrenz wird nun nicht nur als Wettbewerbe zwischen den Nationen deutlich sichtbar und spürbar, sondern auch zwischen den Arbeitenden und zwischen den Sozialschichten.

    299Die WP erfasst die „Konkurrenz“ zwischen den immer noch knappen E-Möglichkeiten bei den beschleunigt vorauseilenden Ii, Ik – durch die Rw und die N-Kategorie, als entschiedenen gegenseitigen Ausschluss im Konkurrenzverhalten. Zugleich ist die Rw-Kategorie die Basis jeder „Freiheit“ sowie gleichzeitig die Basis der Eröffnung weiterer Freiheitsräume in der „allgemeinen Entwicklung“.

    300In „politischer“ Fassung geht es historisch um die Liberalität und hier um die Iw-Forderung als die globale Zielsetzung in den Menschenrechten seit der Französischen Revolution 1789. Die WP zeigt zugleich die Fundierung des politischen Anspruchs nach „Gleichheit“, als der OG-Kategorie „G“, indem sie diese auf die „Rz“ in anderen Phasen und Wissenschaften der Gesamtrealität zurück führt und dort verankert. Nach der QM-Ordnung werden auch hier in der „Politik“ die zwei verschiedenen Iw (N,G; Rw,Rz) in dem Postulat der „Solidarität“ vereint („N/G“ aus „Rw/Rz“). Diese zusätzliche Wechselwirkung ist als weiterer Entwicklungsschritt als die Basis der Bildung von konkreten Kollektiven anzusehen, wie es hier erst mal die Nationenbildung ist, später die der konkreten Weltgesellschaft (Iw/Ew).

    301In der historischen Entwicklung der „Politik“, wp gesehen die konkrete und die theoretische Phase der Politik zeigen sich konkret beispielsweise die „G“ des OG und aus den Rz stammend, in der Forderung nach „Gleichheit“ der Menschen und als Gleichberechtigung der sozialen Klassen. Die Bestrebungen nach mehr „Freiheit“, sowohl der Individuen als auch nach Souveränität der Nationen, konkret als liberale Freiheiten in der Ökonomie, Politik und im Denken wird von uns abstrakt mit der durchgehenden Rw-Entwicklung verbunden. Die Nachteile dieser Rw-Einseitigkeiten: Zu Rz, G gehört auch „Stillstand“ und zu Rw, N auch „Negatives“.

    302Die europäische Geschichte wird nun historisch immer deutlicher und konkreterweise von „N/G“ („z/w“), bestimmt, so von den „Kämpfen“ und der gegenseitigen Durchdringung der handfesten liberalen und der sozialistischen Gedanken, Forderungen, Fehler und Verbesserungen als Entwicklungen des geschichtlichen Ablaufs.

    303Das wp „Handlungsprojekt“ beruht auf der Rz-, G-Vereinigung der vier OG-Elemente, welche in weiterer Entwicklung durch Rw getrennt sind. Die Zunahme der Rw-Trennung ist der Kern der „allgemeinen Entwicklung“. Die „erweiterte QM-Ordnung“ hat das fundiert.

    304Darauf beruht auch hier der Fortschritt des geistigen Klimas in Europa, der durch den gewaltigen Fortschritt der Naturwissenschaften und der Techniken historisch prägend wird.

    305Warzuvor jede Handlung, ob im Denken oder in Arbeit und Forschung, ein Prozess, der die „I“ und N, G,E´ und E als einen unanalysierten Prozess wirken ließ, so bewirkte Rw, N, dass die einzelnen Komponenten von einander getrennt werden konnten, im individuellen Bewusstsein, im Denkhandeln wie in der gesellschaftlichen Realität. Im technischen Handeln wurden der bewusste individuelle Willensakt (Ii), die kollektive Zielsetzung (Ik,g,w), die Wahl bestimmter, geeigneter Methoden (N/G) und Mittel (E`) ebenso bewusst wie die Grundstruktur jener Naturwissenschaften ebenfalls noch die „I-Kategorie“ bewusst abtrennte von den E, G, N und die „idealistisch-positivistische-mechanistische“ (G-E-N) Hauptform aller wissenschaftlicher Aussagen betonte.

    306Jene „positivistisch- idealistische-mechanistische“ Trennung der Grundgrößen – E von „I“ und N von G – hat noch mehrere andere Effekte. Zum einen beruht das Alltagsbeobachten. und das Wissen darauf und lässt daher die Natur etc. leichter verstehen. Zum anderen kann man methodisches, logisches Denken von „N-G“ herleiten. Und die freien Ii und Ei sind die Basis aller Willensfreiheit und aller Phantasieprodukte. Die sich in dieser Zeit weit verbreitende optimistische Hoffnung, die Zielsetzungen und die fantasierte unbegrenzte Gestaltbarkeit der Welt durch den Menschen hat jene freien I und E zur Grundlage.

    307Von der QM-Ordnung her, hier der „z-w-Trennung“, welche sich auf „vorgegebene „z/w-Entitäten bezieht, hat der „Mechanizismus“ viele Vorteile“ und wird daher in Europa, England bald erfolgreich. Ein Vorteil gegenüber den tatsächlich komplexeren Strukturen der Natur etc., (scheinbar nur widersprüchliche Einheit „z-w zu z/w“), ist die Nähe zum Alltagsdenken, dessen Trennung in Zielsetzung („I“), Methodik(N/G), Hilfsmittel (E`). Deren scheinbare „Freiheiten“ qua Getrennte macht das menschliche „Handeln“ so erfolgreich.

    308Vor allem wurde jetzt geistesgeschichtlich zunehmend klarer, dass es möglich war, die Ziele (Ii,Ik,g) frei zu wählen und durch aktives Handeln – Arbeit, Denken, Forschen – individuelle und gesellschaftliche Fortschritte zu machen. Später zeigten sich dann zwei bis heute anhaltende wp notwendige Erfordernisse von Korrektur: Die Rw -Trennung weicht in den Erforschungen der Details – von der Physik, Biologie bis zu den kulturellen Bereichen – den Rz-bedingten Zusammenhängen fast undurchsichtiger Art. Und zu anderen werden die wichtigen Seiten der „I-Seite“ bewusst, ob in gesellschaftlicher oder ethischer Praxis.

    309In der historischen Praxis und also auch in der „Praktischen Philosophie“ tritt das Handeln konkret in den gesellschaftlichen Vordergrund, in England als „Industrielle Revolution“. Das Handlungsprojekt zeigt dann konkret und im einzelnen die Varianten der OG-Elemente. Die I-Varianten sind sozial wichtig. Bald unterscheiden sich aus dem ökonomischen Prozess des Arbeitens, dass in dem notwendigen Zusammenhang zwischen Investition und Konsum zwei Ik-Interessen, die der Unternehmer und die der Arbeitenden in der sachlichen Konkurrenz zwischen Investition und Konsum bei gesellschaftlichen Knappheiten unumgänglich auf die abstrakteren Ebenen der politischen und der ideologisch-philosophischen Ebene nach Entscheidungen gesucht werden musste. Solange jedoch der ökonomische „Kreisschluss“ nicht gelang, in welchem nur dann investiert werden kann, wenn genug konsumiert wird, gab es aus der politisch begrenzten Erkenntnis keinen Fortschritt.

    310Als wichtige Verbesserung der Erkenntnisse über die Realität waren nun wissenschaftliche Fortschritte möglich, vor allem solche, welche die Natur und den Menschen betreffen. Wir interpretieren sie als Annäherungen an die WP. Zum Beispiel das Werk Darwins, damit die Evolution alles Lebendigen als ein Abschnitt in der „allgemeinen Entwicklung“. Oder die Aufdeckung der Existenz der unbewussten Antriebe durch Freud als einen Entwicklungsübergang vom Biologischen zum Emotional-Rationalen.

    311Die gesellschaftlichen Erfahrungen – im Zusammenhang mit dem Handlungsprojekt mehr den je als Arbeiten in der Natur und als „Denkhandeln“ (Ii,k,g – Entscheidungen in den Bereichen der Vergesellschaftung – wird nun im nächsten Entwicklungsabschnitt dem philosophischen Idealismus mit seiner Betonung der E, N-G und deren Relationen, einerseits die „Natur“ verstärkt wissenschaftlich und philosophisch analysiert (L.Feuerbach) und neben der genaueren Hereinnahme der Natur wird das Arbeiten an ihr verbunden mit den individuellen und den gesellschaftliche Zielsetzungsmöglichkeiten (Ii, Ik und Ig) und wissenschaftlich erarbeitet und in die Philosophie aufgenommen (Marx, Engels). Die neue Kombination der vier OG-Elemente ist damit vollständig und steht bereit, durch gesellschaftliches Handeln, Arbeit etc. die „allgemeine Entwicklung“ als historisches Projekt zu beschleunigen.

    312Hatten Feuerbach und Marx auf die Natur und die Vergesellschaftung hingewiesen, so war es Kierkegaard und auch von da die spätere „Existenzphilosophie“, welche als weitere Ergänzung zu Hegels „abstraktes Allgemeines“ im Denken die konkrete menschliche Subjektivität entgegenhält.

    313Die WP geht von allen diesen traditionellen „Polen“ aus – S-und R-Natur, Subjektivität, Gesellschaft und OG – und verbindet sie systematisch. Wobei sie zudem schildert, wie jene Phasen in der „allgemeinen Entwicklung“ auch zusammenhängen.

    314Ist „die Vernunft“ eine spezifische Konkretisierung des allgemeinen „I/E-Verhältnisses, so kann man auch in dieser Modellierung die Folgen der E-Entwicklung und der Zunahme der I-Freiheiten konstatieren.

    315So werden zum Beispiel mit der quantitativen und der qualitativen E-Entwicklung die Spielräume für die „I-Seite“ potentiell und tatsächlich freier .

    316In der Entwicklung des alltäglichen und wissenschaftlichen Denkens allgemein zeigt sich das zum Beispiel darin, dass die „I-Kategorie“ gesellschaftlich und auch für die einzelne Person bewusster und wichtiger wird.

    317Im philosophischen Denken wird dann zum Beispiel von A.Schopenhauer die I-Kategorie als „blinder Drang“ als „Willen“ in den Mittelpunkt gerückt. Mit der Beschreibung als „vernunftloser“ und „blinder Drang“ als „beständiges Streben“ deutet Schopenhauer die Phasen der Biologie, der Emotionalität und auch der Vergesellschaftung in ihren Wechselwirkungen mit der Subjektivität an, ohne allerdings systematische Entwicklungen zu formulieren (→ Biologie als S/R-Variante, Emotion als Ii/Ei-Ausführung, Gesellschaft als Ig/Eg).

    318Das, bevor dann später die „E-Kategorie“ wieder aufgewertet wird, um als neue „I/E“ philosophisch weiterführend wirken zu können; mit der Chance eine „neue Vernunft“ zu erzeugen.

    319Der Aufstieg der Naturwissenschaften beruht auf der Hervorhebung der isolierten „E“, „G“ und „N“, zum Beispiel als Empirik (G,E) und Falsifikation (N). An diesen speziellen Methoden orientiert sich nun auch die Philosophie, bevor sie „I“ und „I/E“ etc. mit einbezieht. Der Positivismus vollzieht die auch notwendige Isolierung der E und G von den N – die dialektisch formalen N/G- und E/N (Einheit von Sein und Nichts) – und vor allem von den „I“ mussten erst mal in deren eigener Konsequenz durchdacht werden.

    320Die „Geisteswissenschaften“, der „Historismus“ insbesondere, versuchen durch eine eigene Methode ein charakteristisches Fundament gegenüber den Naturwissenschaften zu haben. Die dazu betonte „Geschichtlichkeit“ des menschlichen Handelns ist jedoch wp mit den Eigenschaften der Natur und deren Entwicklung in der „allgemeinen Entwicklung“ prinzipiell verbunden.

    321Hier im „Handlungsprojekt“ des Menschen wie auch in der Natur selbst (R-Aspekte) sind bereits die „I-Kategorie vorhanden. Diese nunmehr auszugliedern und hervor zu heben, gelingt ebenfalls im 19.Jahrhundert.

    322Die Hegelsche Philosophie, die mechanischen Naturwissenschaften und Techniken sowie die klassische Nationalökonomie und die politisch-gesellschaftlichen Ereignisse haben in der allgemeinen und in der geistesgeschichtlichen Entwicklung beispielsweise die Grundzüge des wissenschaftlichen Sozialismus (Marx, Engels) vorbereitet. Das kann man exemplarisch am Übergang von der formalen (N/G) zur materialistischen Dialektik „(N-G zu N/G zu E-I zu I/E“, erkennen. Auch und vor allem die Hervorhebung der I-Funktion und dabei der Ik und Ig wird durch Marx als bedeutsam erkannt. Die Naturwissenschaften waren physikalisch noch wenig fundiert, aber ihre Wichtigkeit für die Techniken und für das „Arbeitshandeln“, und diese für den Fortschritt in allen Gesellschaftsformen können dem System der „allgemeinen Entwicklung“ zugeordnet werden.

    323Bevor wir Schopenhauer noch mal vom wp Blickwinkel betrachten, noch eine Anmerkung zu Friedrich Nietzsche. Er stellt die I-Kategorie des OG mit deren wp Eigenschaften in umgangssprachlicher Annäherung dar. Zum Beispiel in der verabsolutierten Weise, welche der „I-Kategorie“ zusteht, wenn Nietzsche die traditionellen moralischen Werte einer scharfen Kritik unterzieht, dann weist das auf die prinzipielle dynamische Entfaltung der individuellen Ii-Fähigkeit gegenüber den zur E-Statik sich entfaltenden Ik,g,w. Die Entlarvungen der verdeckten Motivationen durch ihn weisen auch auf die biologisch-emotionalen Entwicklungsformen im R/I-Übergang. Und seine Vision einer zukünftigen „Umwertung aller Werte“ lässt die N-, Rw/Ii,k,g- Dynamik, welche die Funktion aller weiteren Entwicklung fundiert, erahnen.

    324Für die wp Interpretation der Schopenhauerschen „Willensmetaphysik“ ist es wichtig, die Merkmale beider Gedankensysteme zu vergleichen. Wie schon in älteren Systemen und dann bei Kant geht Schopenhauer von dem apriorischen Grundsatz aus, dass die ihn umgebende Welt einerseits mit der dem Menschen eigenen „Vorstellung“ identisch ist. Aber, es andererseits dieses zu erkennen, formal die Unterscheidung von Subjekt und Objekt voraus setzt. Dieser Widerspruch zwischen beiden Aussagen wird wp als „N-G zu N/G“ und fundamental als „Rw zu Rz“ modelliert.

    325Schopenhauer sagt, die Vorstellungen erscheinen in Raum und Zeit und sind der Form nach a priori begründet. Als Erfahrung und Wissenschaft bilden sie die äußere Seite der Welt, deren inneres Wesen sich in der Selbsterfahrung des Subjektes offenbart und zwar eben als Vorstellung und als Wille; die Vorstellung bezeichnet er als Objekt (→ E) und stellt diesem den Willen (->I) gegenüber. Das kann wp ausgelegt werden. Die Erwähnung von Raum und Zeit mag arglos gemeint sein, angesichts der notwendigerweise zu erwähnenden Unendlichkeiten muss man feststellen, dass es tatsächlich formal um den Gegensatz und die Einheit von den Endlichkeiten der Raumzeit und jenen Unendlichkeiten geht, die zum Beispiel durch die OG-Elemente vertreten werden. Eben diese sind jene erwähnten Formen a priori, welche begründend wirken, wenn sie in ihrer Relation Endlichkeit begründen. Aus dieser Wechselwirkung der Unendlichkeiten mit den Endlichkeiten entwickelt sich die „Welt“ mit ihren „äußeren Seiten“, den theoretischen und konkreten Seiten. Auch sie stehen den inneren Seiten, dem Wesen zugleich gegenüber und bilden zusammen neue Einheiten, hier die Subjektivität mit deren Eigenschaften. Von der zum Beispiel die „Selbsterfahrung“ als Variante des formalen Selbstbezugs wiederum die Unendlichkeit des OG repräsentiert. Eben als „E“ (Vorstellung“) und als „I“ (Wille“).

    326Beide, E/Vorstellung und I/Wille sind „Erfahrungen des Leibes“ und Schopenhauer sagt, „die körperlichen Äußerungen sind nichts anderes als die objektivierten Willensakte“. Das und seine Annahme, dass „das innere Wesen aller anderer Vorstellungen der Wille ist“ betrachten wir als eine intuitive Vorwegnahme der Entwicklung der I-Funktionen aus den biologischen R-Aspekten sowie die Nennung der „I/E“ als Basis der endlichen Grundverhältnisse.

    327Wenn Schopenhauer meint, alle Erscheinungen sind nichts als Objektivationen des einen Willens, der als unerkennbares „Ding an sich“ der Welt zugrunde liegt und der als „ein vernunftloser und blinder Drang“ zu verstehen sei, dann sehen wir erstere Bemerkung als die Konstitution der „I/E-Relation“, welche zwar einfach zu sein scheint, aber universell zu merken ist und letztlich auch als „S/R“ wirkt. Die „Unerkennbarkeit“ ist für die unrelationierten „I-Varianten“ selbstverständlich; das gilt für alle nicht endlichen, also auch „vor-raumzeitlichen“ Grundgrößen. Dieses Defizit betrifft in der Entwicklung auch die biologischen Vorformen der „I“ – als Interessen, Zielsetzungen. „Vernunft“ („I/E“) und „Erkenntnis“ sind komplexe hochentwickelte Erscheinungen.

    328Formales zu „R“ und „I“ wird von Schopenhauer umgangssprachlich konkretisiert, wenn er meint, dass jener Drang niemals ruht – es ist die unendliche R-Dynamik, welche die der I-Funktion geworden ist. Und wenn dieser Drang „beständig nach Gestaltung drängt“, dann ist das wp die notwendige Erzeugung von „I/E-Relationen. Die unendliche Selbstbeziehung, welche alle acht wp Grundgrößen auszeichnet, umschreibt hier für „I“, dass der Drang „alles, was ihm in seinem Streben begegnet, er selbst ist“. „Er steht im Kampf mit sich“ und dabei gehen „Stufenfolgen seiner Objektivationen“ daraus hervor; wp sind das I-Abstufungsarten in verschiedener Weise, zum Beispiel die von „R“ bis „I“ und auch als Ii,Ik,g, Iw.

    329Schopenhauer sieht aus der wissenschaftlichen Erfahrung, dass auf der „Stufe des Organischen“ der Lebensdrang, der Selbsterhaltungs-und Geschlechtstrieb herrscht Und er vermutet, dass das „physikalischen und chemischen Kräften“ zu verdanken ist. Beim Menschen erscheint das variantenreich, als „Wille“ oder als „Vernunft“. Die WP versucht vor allem derartige empirische Beobachtungen systematisch zu erklären.

    330Schopenhauer unterscheidet zum einen „die Vorstellungen“, die er als „mittelbare Objektivationen des Willens“ bezeichnet. Wir schreiben ihnen – wie schon der „Vernunft“, die damit immer wieder verbunden wird – die „I/E-Relation“ zu. Schopenhauer beschreibt die „Vorstellung“ noch weiter als „in Raum und Zeit erscheinend dem Satz vom Grunde unterworfen“. Wir zeigen, dass alle endlichen Relationen, hier „I/E“, stets und formal die Form „3Rz/3Rw“ der Raumzeit hat und sie und die komplexe Relation der „Kausalität“ wp systematisch zusammen gehören.

    331Davon unterscheidet Schopenhauer nun „die unmittelbare Objektivierung“ des Willens in den „Ideen, die den Einzeldingen als Vorbild zugrunde liegen“. Das ist wp die „unmittelbare“, weil unendliche, freie „I-Kategorie“ und die vier OG-Elemente, aus deren Relationen die Begriffe der Gegenstände gebildet werden.

    332Wenn Schopenhauer sagt, die „Ideen besitzen für ein Subjekt die Form des Objektseins“, „sind aber nicht dem Satz vom Grund unterworfen“, vielmehr sind „sie die ewigen und unwandelbaren Formen aller Erscheinungen“, dann trifft das alles auf das „E“ im OG zu; der Mensch ist jene Entwicklungsphase, welche die OG-Elemente erzeugt und dabei den Übergang von Endlichem zum Unendlichen der OG-Elemente vollzieht, und zwar so, dass es keinen kausalen Übergang gibt, sondern einen, der nicht die Komplexität der Kausalität hat, sondern selbst die beiden unendlichen metaphysischen Grundgrößen „Rw“ und „N“ nutzt. Diese beiden erzeugen damit die anderen metaphysischen Grundgrößen, hier jedenfalls das „E“, als das Sein“ mit seinen „ewigen und unwandelbaren Formen“.

    333Denn der auf die I-Seite spezialisierte Schopenhauer vernachlässigt noch die mögliche Erweiterung der ontologischen Seite. Für ihn ist der Unterschied zwischen dem „Sein“,E4, die „ewigen und unwandelbaren Formen“ nur undeutlich zu den „Individualprinzipien“ der in Raum und Zeit endlichen, seienden Entitäten „in ihrer Vielheit“, also „E3“, zu unterscheiden.

    334Wenn Schopenhauer davon spricht, dass „die Schau der Ideen nur in einer reinen interesselosen Hingabe möglich“ sei, dann unterscheidet er „E“, die abstrakten „Ideen“ und die „Objekte“, von der „I-Seite“ („Interessen“). In solcher „Hingabe“ „entledigt sich das Subjekt seiner Individualität und geht im Objekt auf“. Er meint, diese Erkenntnisart sei der „Ursprung der Kunst“ (→ „I/E“).

    335Die mögliche Entledigung der Individualität kann wp zweierlei sein, die Erweiterung der bisher gewordenen und fest stehenden subjektiven I/E zu freien Ii und Ei als phantasierte Entitäten und Wünsche, sowie die Erweiterung von individuellen zu gemeinschaftlichen Ik,g und Ek,g; die Kunst hat auch darin ihre Begründung.

    336Wenn der Künstler es vermag, sich „den Ideen hinzugeben“, um ein Werk zu schaffen, dann ist das die notwendige Konzentration auf die „E-Seite“ als „Wissen“, „Können“. Aber wir gehen über Schopenhauer hinaus, wenn wir für das kreative Subjekt einerseits die freien Ii – als Antrieb – und die freien unendlichen Ei der Phantasie, daraus das emotionale Ii/Ei“, als hinreichende Voraussetzung sehen, um künstlerische Werke zu schaffen, was Schopenhauer auch sieht, wenn er meint, dass die „Musik“ „nicht Abbild der Idee“ (E) sei, „sondern des Willens selbst“(„I“).

    337Die Hervorhebung der „I-Kategorie“ wird in Schopenhauers „Ethik“ besonders wichtig. Für die WP sind die Relationen „I-E“, „I/E“ und beider Beziehung zentral. Sie ergeben sich aus der „allgemeinen Entwicklung“ (von S-R, S/R bis zum OG mit N/G,N-G zu I-E zu I/E).. Auch Schopenhauer sieht das als wichtig, wenn er sagt, dass die Grundlage der Ethik „die Unterscheidung von „empirischem und intelligiblem Charakter“ sei. Dabei sei der Mensch in seinem empirischen Erkennen an die Naturgesetze gebunden und daher unfrei; darin offenbare sich sein „empirischer Charakter“ (→ Relationen aller acht Grundgrößen). Dagegen bestehe sein „intelligibler Charakter“ in der absolut freien Willensbildung. Wenn Schopenhauer meint, „der Mensch handelt nicht, indem er erkennt und dann will, sondern er erkennt, was er will“, dann ordnen wir es in das Handlungsprojekt ein, und meinen, dass darin „E“ und „I“ in Wechselbeziehung stehen und daher „I/E“ und „E/I“ gleichberechtigt sind.

    338Für Schopenhauer ist deshalb die Grundlage der Moral das „Mitleid“, weil „alle Wesen dem einen Willen entspringen und so in ihrem Inneren gleich sind“. Das verstehen wir wp als eine Konkretisierung der QM-Einheit des Gegensatzes der Feststellung, dass einerseits alle Subjekte, Lebewesen als endliche prinzipiell verschieden sind, aber zugleich als abstrakte, nämlich unendliche „E“ im OG auch mit ihren unendlich möglichen „Ii“ aus dem OG, „Gleiche“ sind.

    339Schopenhauers formale Einsicht, dass alle Wesen „in ihrem Innern gleich sind“ konkretisiert er, wenn er im anderen „sich selbst im eigenen Leiden erblickt“. Das „Leiden“ und das „Wohl“, die beide sich nicht nur auf alle Menschen, sondern auf alle Lebewesen erstrecken, und welche er als identisch mit dem ansieht, was man Leben nennt, zeigt den Versuch, eine philosophische Meta-Ebene zu den alltagspraktisch so wichtigen wissenschaftlichen Erscheinungen der biologisch-medizinischen und der psychologischen Erscheinungen zu finden. Erst heute nähert sich die Einheit von Physiologie, individualpsychischer und sozialpsychologischer Betrachtung von „Schmerz“ etc. einer Systematisierung.

    340Die wp-Analyse von dem, was man „Leiden“, körperlichen und psychischen Schmerz nennt, verbindet die im Handlungsprojekt angelegte „I- Funktion“ mit deren fehlender oder fehlerhafter Erfüllung als „E“. Schopenhauer spricht davon, dass „der Wille nach Befriedigung und Vollendung strebt und beides in der Welt versagt“ wird. Da die I-Funktion prinzipiell unbegrenzt ist, entsteht die Hoffnungslosigkeit, Schopenhauer: „Das Streben findet in keinem Ziel ein Ende“.

    341Schopenhauer nähert sich den wp „I/E-Relationen“, wenn er der „Kunst“ die Eigenart zuspricht, als „Schau der Ideen“ (E) dem „Willen“(„I“) „eine kurzfristige Ruhe“ zu verschaffen („I/E“).

    342Die Verwendung der beiden anderen OG-Elemente, das „G“ und das „N“ gebraucht es auch in grundlegender Weise, wenn er radikal nur zwei „Einstellungen zum Leben“ postuliert, „als Bejahung des Willens“, der das Leben nimmt „wie es ist“. Aber dagegen „in der Verneinung des Willens; bei der „die Überwindung des Leidens durch Verlöschen des Lebensdranges“ gesucht wird.

    343„Kunst“ ist bei ihm die Einheit aus Schmerz und Lust; I/E:

    344Kurz zusammen gefasst, die „Einheit“ „Welt als Wille und Vorstellung“ wird von uns als „E“, subjektiv vorgestellte Entität und als „Ii“, der Wille, reduziert. Wobei es in der Praktischen Philosophie stets um „I/E-Relationen“ geht, bei Schopenhauer hier als „Wille“, den er als „Ding an sich“ (E) bezeichnet. Aus diesen „Objektivationen“ der „Ideen“, hier des „Willens“, leitet Schopenhauer die endlichen Entitäten, Individuationen – wie Raum, Zeit und die Methoden ab; (wir, Rz-, Rw-Relationen und deren Entwicklungsformen als Methoden N, G).

    345Nicht nur in Deutschland deutet sich im 19. Jahrhundert an, dass es um die Wichtigkeit und Erweiterung jener philosophischen – und schließlich auch einzelwissenschaftlichen – Bereiche geht, welchen wir die vier OG-Elemente zuschreiben. Das sind für die „E“ die intensive Beschäftigung mit der Ontologie,(Hegel u.a.), dann die Wechselbezüge zwischen der Ontologie und anderen Phasen und damit die spätere „Erweiterung“ der Ontologie vorbereitend. Die „I-Funktion“ wird in den verschiedenen philosophisch-ethischen und wissenschaftlichen (Recht, Religion etc.) Systemen erweitert und diversifiziert. Und die Methodologie erweitert in vielfacher Weise die Logik, die Dialektik, die Hermeneutik etc., zum Beispiel eingebettet in die Varianten des „Arbeits-,Sprech-oder Denkhandelns“.

    346Sören Kierkegaard zeigt das beispielsweise, wenn er erkennt, dass es zwischen der unendlichen Existenz („Gott“) und der endlichen Existenz, beispielsweise das subjektive Ich, eine Wechselbeziehung geben muss. Dieser Ansatz der Existenzweisen und ihrer Zusammenhänge hat der späteren „Existenzphilosophie“ entscheidende Anstöße gegeben; wir dehnen das nun auf die erweiterte Ontologie aus, in der alle acht Grundgrößen als „Eo“ erscheinen und auf diesen durch die „allgemeine Entwicklung“ die E1 bis E6 sich aufbauen lassen; der Typus des abstrakten Existierens – von Platon bis Hegel – ist das Sein, E4.

    347Diese Trennung in der Geistesgeschichte – und auch in der „allgemeinen Entwicklung“ – zwischen den abstrakten, unendlichen Größen, der „Ewigkeit“ etc. und dem „Zeitlichen, Konkreten, Endlichen“ ist Grundlage von Kontroversen bis heute. Die WP verallgemeinert das (acht Grundgrößen) und sieht die Ursache für die Kontroverse in den „objektiven“ Grundgrößen Rw und N, erkennt aber auch, dass die Wechselwirkung der Endlichkeiten und der Unendlichkeiten in allen konkreten und wissenschaftlich abstrakten Erscheinungen wichtig ist.

    348Kierkegaard weiß bereits, dass „der Mensch eine Synthese von Unendlichkeit und Endlichkeit, von Zeitlichem und Ewigen, von Freiheit und Notwendigkeit ist“. Und diese „Synthese“ nennt er „ein Verhältnis zwischen zweien“. (->„z/w“). Die weitere nähere Beschreibung dessen, „was der Mensch ist“, ist die Fähigkeit, nicht nur zu wissen, dass er ein Existierender (Ei) ist, sondern dass diese seine Wirklichkeit, sein Dasein „sein absolutes Interesse ist“ („Ii“).

    349Und Kierkegaard deutet die zwei Unendlichkeiten an; diejenige von der E-Seite (im OG), wenn er „das Selbst“ des Menschen als „ein Verhältnis, das sich zu sich selbst verhält“ beschreibt. Und, „der Mensch erwirbt sein Selbst erst dadurch, daß er sich bewußt zu der Synthese seines Seins verhält“. Das also als zielgerichtete („I“ im OG) Aufgabe, denn „das Selbstsein ist dem Menschen also nicht einfach gegeben, sondern Aufgabe, deren Verwirklichung seiner Freiheit aufgegeben ist“. Wir verstehen das als „Handlung“ (I-N,G,E`-E“).

    350Das Subjekt erkennt sich als Zentrum im absoluten Selbstbezug. Wir verstehen das als die Erzeugung der Endlichkeit durch Handlung, als wechselbezogene Relation von Endlichkeit und Unendlichkeit. Im Handlungsprojekt steckt auch „N“. Das wird von Kierkegaard besonders hervorgehoben, wenn er schreibt, dass „der Mensch sich zu seiner Synthese im Mißverhältnis befindet und sein Selbst unbewußt oder bewußt verfehlt“, „nicht man selbst sein zu wollen“.

    351Kierkegaard verbindet sogar die Unendlichkeit des E-Selbstbezuges als Bezug des Individuums auf sich mit der Unendlichkeit „Gottes“, wenn er schreibt, dass es „dieses Mißverhältnis vor Gott ist, vor Gott nicht man selbst sein zu wollen“. Dies sei „die Definition der Sünde“.

    352Die Methode des „Glaubens“ wird von Kierkegaard mit der Einsicht in den Zusammenhang der beiden ineinander übergehenden Unendlichkeiten, Gott (E4) und der sich auf sich selbst beziehende Mensch (E3), gesehen: Im Glauben „gründet sich der Mensch in der Macht, die ihn gesetzt hat“. Diesen unseren E3 und E4 fügt er weitere verschiedene „Stadien der Existenz“ hinzu. Diese werden von uns der Endlichkeit (E3)zugeordnet, sie lassen noch zwischen „Ewigem“, Unendlichem und „Zeitlichem“ unterscheiden. Im „ästhetischen Stadium“ „ lebt der Mensch in der Unmittelbarkeit, er hat sich noch nicht als Selbst gewählt . Er lebt im und vom Äußerlichen und Sinnlichen“. Wp geht es um Subphasen im „z/w-Bereich.

    353Kierkegaard rechnet diese „Lebensform“ dem „ästhetischen Dasein“ zu. Und er sieht, dass es dabei um die Abhängigkeit von dem „Äußerlichen“ gehen muss, welches nicht „in der Macht des Menschen“ steht; die Folge ist, dass „von dieser Abhängigkeit die uneingestandene Grundstimmung der Verzweiflung“ dem Menschen befällt. Wir unterscheiden solche Phasen wie die „Ästhetik“ – und auch die Emotionalität, hier als Verzweiflung – dadurch von anderen Phasen, dass sie reichlich komplexe Kombinationen aus den vier OG-Elementen sind (I/E zu N/G etc.). Damit ist weiterhin die Relationierung mit einer Reihe anderer Phasen verbunden, zum Beispiel mit Physikalischem, Sozialem, Psychophysischem. Tendenziell unbegrenzte Komplexe solcher Art lassen Menschen deshalb „verzweifeln“, wenn so was mit den einfachen G, N, E und auch dem „I“ der Rationalität und der Interessenfunktion fälschlicherweise auf eine Stufe gestellt wird.

    354Relativ einfach ist die „Ethik“, welche sich wp auf die „I-Kategorie“ stützt. Bei Kierkegaard wird das „ethische Stadium“ durch den unendlichen Selbstbezug des Individuums begründet, welches sich durch eine „freie und absolute Selbstwahl“ zwischen „gut und böse“ unterscheidet. Das was er als „gewähltes Selbstsein“ in dessen „Unabhängigkeit vom Äußerlichen“,und als „Stadium“ bezeichnet, welches „sich nicht zu vollenden vermag“, ist das wp „I“ im OG, hier als „Ii“, zum Beispiel als Willensfreiheit.

    355Kierkegaard sieht, dass „sich das ethische Stadium“ nicht zu vollenden vermag, obwohl es genug Hinweise für den unendlichen Selbstbezug des Individuums gibt. So „erkennt der Ethiker, daß er nicht im Besitz der Bedingungen ist, ethisch ideal zu leben, weil er unter der Sünde steht“. Die WP erklärt das durch die notwendige Vielheit und Vielfalt der unendlich dynamischen „I-Funktionen“, zum Beispiel deren Differenzierung in Ii,k,g,w, welche „Sünde“ zum Beispiel als „Konkurrenz zwischen den Rw-getrennten „I“ erklären und „Sünde“ wp so rechtfertigen lässt. Die „Sünde“, welche wp als die Unendlichkeiten der „I-Seite“ – von denen der R-Aspekte her – werden von Kierkegaard zum Zentrum des „religiösen Stadiums“ . Der Mensch, der sich als Sünder erkennt, begreift, dass er sich nicht allein aus der Sünde befreien kann und dass nur Gott die Bedingungen dafür und zugleich für die „Wahrheit“ geben kann. Wp ist es die Einsicht in jene Unendlichkeiten („Gott“), welche hier in den komplex relationierten unendlichen „I-Variationen“ – aber auch in den anderen Unendlichkeitenden der WP – vorgegeben sind. Das, und umfassender noch, das sich hier auch zeigende Verhältnis „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ – im christlichen Glauben anschaulich, dass „Gott Mensch geworden ist“ – gehören zu dem, was man kurz als „Wahrheit“ nennen kann.

    356Die philosophischen Theorien des „Positivismus“ – Auguste Comte vor allem – greifen in der daraus von ihnen postulierten „geistigen Entwicklung“ auf die „theologisch fiktive“ Existenz des monotheistischen Gottes zurück, weil sie der Vorstellung „Gott“ einen extremen Grad an Positivität zusprechen, welcher in der weiteren geistesgeschichtlichen Entwicklung durch zusätzliche Überlegungen ergänzt wurde. Die WP versucht das in die „allgemeine Entwicklung“ zu integrieren, jedoch nun schon systemisch vom OG-Pol angeleitet. Jene geistesgeschichtlichen „Ergänzungen“ schreibt der Positivismus in erster Linie den aristotelischen Erkenntnissen im Methodologischen etc. zu. Die WP ergänzt das ihrerseits, wenn sie in der „allgemeinen Entwicklung“ einerseits für die Naturwissenschaften die S-und R-Aspekte einführt und für die Kulturwissenschaften die „I-Kategorie“.

    357Bei den wissenschaftstheoretischen Untersuchungen und der geplanten positiven Philosophie war es das Ziel, die Entwicklung der Struktur und Funktion der einzelnen Wissenschaften als „Grad der Positivität“ der Wissenschaften jm Verhältnis zum „Grad an Komplexität“ in jeder Wissenschaft als „enzyklopädisches Gesetz“ zu finden. Die WP berücksichtigt beides, wenn sie der „Positivität“ die einzelnen und voneinander getrennten OG-Elemente zuschreibt und darin die E-Kategorie hervorhebt. Die „Komplexität“ wird wp den Relationen der OG und den Kombinationen dieser Relationen zugeschrieben. Der Positivismus hat diese Ansätze im einzelnen nicht sehr systematisch ausgebaut. Dass dort die „Mathematik“ als „positivste“ Wissenschaft erschient und zum Beispiel die Soziologie als maximal „kompliziert“, hat noch weitergehende Gründe. Zum Beispiel den, dass in der QM-Ordnung beide derart getrennt erscheinenden Vorstellungen von „Einfachheit“ und „Komplexität“ in der „allgemeinen wp Entwicklung“ ständig erzeugend wechselwirken.

    358Die Analyse „der geistigen Entwicklung der Menschheit und der einzelnen Wissenschaften sowie die des Individuums“, welche der Positivismus erkennt, wird von der WP aufgenommen und systematisierend erweitert. Zum einen verdeutlichen wir das mit den OG-Elementen, welche als getrennte E, G und N und bereits auch schon das freie „I“ in allen Analysen hervorzuheben sind. Zum anderen zeigt die WP, dass in der „allgemeinen Entwicklung“ die Wirkung der Rw-Zunahme, gegenüber der Rz-Kohäsionen, welches überall „trennend“, „befreiend“, aber auch „negierend“ wirkt. Zum Beispiel wenn die Einzelwissenschaften zunächst immer mehr unterschieden wurden. Oder zum Beispiel die Trennung im OG; die wp Erklärung bleibt jedoch dabei nicht stehen, vielmehr zeigt sie auch die Rz-und die Rz/Rw-Wirkung.

    359Die WP kann die Vorstellung des Positivismus von einer Entwicklung der geistigen Fähigkeiten des Menschen, welche von dem Wirken übernatürlicher Wesen über „abstrakte“ Wesenheiten zu den positive wissenschaftlich beobachteten endlichen Tatsachen führt, gut systematisieren. Dabei geht die WP davon aus, dass in der allgemeinen historisch-geistigen Entwicklung das Verhältnis „endlich/unendlich“ wichtig ist. Das erste Stadium, die zwar übernatürlichen Wesen, die aber noch anschaulich vorgestellt werden – in der Natur (S-R-Aspekte) oder als Götterfiguren – weichen dann den immer abstrakter werdenden Wesenheiten, welche sich von allem Endlichen ablösen lassen. Schließlich geht es um die endlichen Entitäten der „positiven“ Wissenschaften, welche aber nun mit immer abstrakter werdenden Begriffen und Denkmethoden und Sprachen – Logik, Mathematik, einzelwissenschaftliche Umgangssprachen – erfasst werden. Der Schritt zur WP ist unter anderem die Analyse jener Sprachen und Methoden, wobei zum Beispiel die Basis der empirischen Methode einerseits die potenziellen Unendlichkeiten der Elektrodynamik sind, dann die deren Entwicklungen im biologischen Gehirnorgan und auch die unumgängliche Begriffsbildung mit ihren unendlichen Selbstbezügen; am Beispiel des „E“ und des „G“ im OG nachvollziehbar.

    360Die WP „enthält“ auch die QM-Ordnung, von der her sie einerseits in der „allgemeinen Entwicklung“ immer die „Rz/Rw-Funktionen“ betont, welche das höchste Entwicklungsniveau bewirkt und dies anzeigt, aber zugleich auch durch die Rw-Funktion alle bisherigen kultur-und geistesgeschichtlichen Trennungen, in deren relativer Selbständigkeit anerkennt.

    361Der Begriff „positiv“ ist im alltäglichen Sprachgebrauch nicht zufällig zweierlei, das „Tatsächliche“ und zugleich das „Nützliche“. Die WP fasst ersteres abstrakt als „E“ und das Nützliche als „I-Variante“. Wenn beides „zugleich“ gilt, dann zeigt das die „I/E-Relation“ Dass bis heute in den mechanistischen Seiten der Wissenschaften die „E-Seite“, die „Tatsachen“ als wichtigere Bedeutung gilt, ist eine Folge der im 19.Jahrhundert betonten Übertragung der ontologischen Grundvorstellungen vom vorhergehenden Begriff „Gott“ und auch vom „Sein“ auf die neuen Fundierungen und Methoden der empirischen Wissenschaften.

    362Es zeigt sich auch für den „Positivismus“, dass man zwar der „E-Kategorie“ sehr viele umgangssprachliche Begriffe zuordnen kann – zum Beispiel auch „das Gewisse“, „das Genaue“, „das, auf dem alles andere aufbaut“ – und von dem die wp Analyse weiß, dass es dabei nur um Wechselbeziehungen zwischen dem ontologisch maximal abstrakten E4 in der OG-Phase und den vielen anderen endlichen Phasen, Erfahrungsbereichen der Menschen geht. Der Unterschied zwischen geistesgeschichtlichem Positivismus und WP ist jedoch, dass ersterer jede „Absolutheitsansprüche“ der E-Kategorie ablehnt und die WP eine „erweiterte Ontologie“ kreiert, welche als „Realität“ von „Eo“ bis „E6“ als Existenz-Varianten ausgeht, bei der in jeder dieser Varianten Endlichkeit und Unendlichkeit auf je spezifische Weise – Sz zu Sw zu Sz zu etc. – relationiert sind.

    363Dem konsequenten „Positivismus“ könnte man „E“ allein zuordnen. Aber da bei ihm immer auch versucht wurde, die Trennung von „Theorie“ und praktischer Anwendung zu überwinden, wurde – wenn auch in Vorstellungen wie „Aktivität“ oder „Arbeit“ versteckt – die „I-Kategorie“ und „I/E“ als Kern der wp Handlung genutzt.

    364Indem der Positivismus den „einzelnen Stadien“ in der Geschichte bestimmte „Gesellschaftsformen“ zuschrieb, werden auch die „I“, hier als Ik,g, trotz ihrer formalen und konkreten Dynamik und „Ungewissheit“ beachtet. Zum Beispiel als „Gesellschaftsformen“. Aber deren unterschiedliche Strukturen werden zwar beschrieben, als „theologische“, „kirchlich-feudale“ oder als „positiv-wissenschaftlich-industrielle“, aber die wp Reduzierung dieser auf deren unterschiedliche E-Strukturen und I-Strategien sowie dem Entwicklungszusammenhang zwischen den historischen Ausprägungen bleiben noch verdeckt, bestenfalls angedeutet.

    365Dem ähnlich ist die bis heute gebräuchliche positive „Rangfolge“ der Wissenschaften, deren Hierarchie die „Höhe des erlangten Positivitätsgrades“ zeigt. Wir sehen darin den Versuch, das formale Verhältnis von „Positivität zur Komplexität“ wissenschaftstheoretisch zu nutzen. Die WP sieht jedoch, dass es um zwei Pole geht, deren „positive“ Elemente keinerlei Komplexität zeigen, jedoch zugleich maximale Unterschiede untereinander hat. Zu den Unterscheidungen gehören die Rz,G einerseits und die Rw,N. Durch „Selbstanwendung“ dieser vier kommt dann die Komplexität zustande.

    366Der oben gezeigten versteckten Beachtung der „I-Seite“ durch Comte steht dieser zwiespältig gegenüber. auf der einen Seite sucht er nach „positiven“ Zügen in den Wissenschaften – vor allem in seiner positiven Religion – auf der anderen Seite beschreibt er diese sowie die von ihm mitbegründete Soziologie als geprägt von „Altruismus“ und als „menschliche Verhältnisse“, welche in ihren ethischen und von Interessen geleiteten Handlungen deutlich auf die „I-Kategorien“ verweisen. Die Zielsetzung Comtes war dabei, in der Forschung zum Stand einer „positiven“ Wissenschaft vorzudringen; wir sehen als wp „Positivität“ die sich immer aus solchen widersprüchlichen Entwickelungen ergebenden „I/E“ als jeweilig neue Einheit.

    367Die bislang eher verborgene I-Kategorie wird nun von J.S. Mill – von Comte, J. Mill und der utilitaristischen Ethik J. Benthams beeinflusst – weiterentwickelt und erweitert dargelegt. Wenn er sagt, das „Ziel“ des Utilitarismus sei „das größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl von Menschen“, dann argumentiert er nicht nur formal mit „I“ („Ziel“), vielmehr bezieht er die I-Kategorie – und da die Ii,w („alle Menschen“) – bereits auf andere Phasen, Wissenschaften, auf Emotionalität und Gesellschaft. Und er baut „I“ in das Handlungsprojekt ein, wenn er meint, die moralische Richtigkeit einer Handlung ist an den zu erwartenden Folgen zu bemessen.

    368Kommt es in der utilitaristischen Philosophie letztlich auf die „quantitative“ Steigerung des Glücks, der „Lust“ an, so betont Mill vor allem die „Qualität“. Mit dieser Wertung macht er die „I-Seite“ (Ii,g) deutlicher. Und er deutet an, dass Quantität und Qualität zusammenhängen; wp geht es dabei um den Zusammenhang zwischen N, G als Basis der Quantität und I/E als die der Qualität. Dazu kommt die jenes „Glück“ „erzeugende“ menschliche Handlung – als „I-N,G -E“ – die philosophiegeschichtlich nun immer stärker betont wird..

    369Wp wichtig ist der Zusammenhang zwischen der „Entfaltung“ der „I-Kategorie“ aus den „R-Aspekten“ dem auch bei Mill zentralen Gedanken, dass die geschichtliche Entwicklung formal durch die ständige „Zunahme der Freiheit“ gekennzeichnet ist. Wir sehen die Sw-, Rw-Funktion als Basis der Entwicklung in „die Weite“, hier als historische Entwicklung“. Zugleich aber ist das und die Funktionen von Rw allgemein auch als „Freiheit“ zu begreifen. Allerdings gilt wp (→ dritte QM-Option) zugleich, dass auch Rz und „Rz/Rw“ wirken.

    370Solche umfassenden Überlegungen wurden geistesgeschichtlich, hier bei Mill, noch konkret abgehandelt. Dabei betont Mill zum Beispiel die Freiheit des Individuums“ (Ii) noch nur im Gegensatz zu „Ik,g“, „der Tyrannei der Masse“ und „der Einmischungen des Staates“; wo bei diesen Beziehungen zwischen den Individuen die Rz ihre Funktion ausüben und wo durch „Rz/Rw“ die gesellschaftlichen Weiterentwicklungen bewirkt werden.

    371Im Übrigen beschäftigte sich Mill mit dem Problem des „Deduktiven“ und des „Induktiven“. Mit beiden versucht er, eine „ allgemeine und einheitliche Methodologie für alle Wissenschaften“ zu begründen. Wir liefern dazu ebenfalls recht umfassende Vorstellungen. Die Induktion, welche anerkanntermaßen „von der in der endlichen Erfahrung wiederkehrenden Ereignisfolge auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten schließt“ integrieren wir wp als Entwicklungsschritt von den „z/w“ zu den „z-w“, beziehungsweise von den endlichen Relationen zu den freien OG-Elementen. Die allgemeine Wechselwirkung, eine Rz-Ursache, schafft dann den deduktiven Schritt vom „Allgemeinen zum Besonderen“; als QM-Ablauf „z-w“ zu „z/w“. In der QM- Ordnung werden beide vereint; was der Beginn der „Entwicklung“ ist.

    372Wir erkennen einen Zusammenhang zwischen Mills Ethik und seiner „Induktionslogik“; welchen er nicht sehen konnte: Die „I-Kategorie hat aus ihrem Herkommen von den Rz und Rw zwei im Endlichen sich unterscheidende Funktionen, die der „Rw“-Bildung: Hier als jene Trennung zwischen „Besonderem“ und „Allgemeinen“; und „Rz“ als beider Verbindung, wenn die allgemeinen OG-Begriffe auf das Endliche angewandt werden. Zugleich entsteht die „I-Funktion“ (Wille, Zielsetzung, Wert etc.) aus den beiden zielgerichteten R-Aspekten, Rz unendlich in die „Nähe“, „Tiefe“ (zum Beispiel „Elementarphysik“) und Rw unendlich in die „Weite“ (Zeit, Kosmos).

    373Mills sprachanalytische Unterscheidungen zwischen der Denotation und der Konnotation seien hier ebenfalls nur kurz erwähnt. Weil seine Unterscheidung darin ebenfalls auf die R-und I-Kategorie weisen. Es geht um die Denotation als Wechselwirkung, Relation zwischen sprachlichem Ausdruck und Gegenstand; wp ein Entwicklungsschritt. Bei der Konnotation geht es innerhalb der Sprache um verschiedene Ausdrücke für einen Gegenstand. Die wp Analyse dieser Situation weist auf zwei verschiedene Richtungsarten, die vom Subjekt gewählt werden (Ii), zum einen die Wechselwirkung mit äußeren Phasen, zum anderen mit Wechselwirkung innerhalb. Und, jene Wechselwirkungen sind Rz, Rw bestimmt.

    374Aber am Ende hat die wp „I-Kategorie“ noch keine Chance, mit E-N-G gleich berechtigt zu werden. Wenn J.S.Mill bei seiner Beurteilung von Handlungen nur im N-G-Schema verharrt, indem er als fundamental die Einteilung Unglück(N) und Glück(G) wählt und diese nach ihrer „Quantität“ konfrontiert und die „Anzahl“ der Betroffenen diskutiert, aber über die dem zugrunde liegende empirische Erfahrung nicht hinaus kommt. Obwohl beim „Versprechen“, welches in der Vorstellung „Utilitarismus“ lag, tritt in den nächsten geistesgeschichtlichen Systeme nicht die „I-Kategorie in den Vordergrund, sondern verstärkt die abstrakten „E“-Varianten.

    375Hegels Verdienst war, dass er einerseits eine „Harmonie“ von Vernunft und Wirklichkeit zeigte, zum Beispiel als tendenzielle Übereinstimmung von Philosophie und Religion, aber zugleich auch diese Synthese zu verabsolutieren versuchte. Solche Vermittlung, zum Beispiel als „Selbstbewusstsein der Philosophie“ und als „Schlussakkord“ aller Wissenschaften, so in ihrer umgangssprachlichen Beschreibung, erfassen wir als die drei OG-Elemente „E“, „G“ und „N“. Im Zusammenspiel dieser möglichen „Existenzen“(E), ihren unendlichen Selbstbeziehungen (G), aber auch ihrer Negationsmöglichkeit (N) sowie „N/G“ als „dialektischen“ Bezug zum Konkreten der Welt, fehlt nun aber die „I-Kategorie“.

    376Die Kritik der „Linkshegelianer“ und des weiteren die empirisch zu beobachtende historisch-praktische Weiterentwicklung aller Phasen, die der Gesellschaft und der Wissenschaften, kann man wp als die notwendig gewordene Betonung von dem, was bei Hegel zu kurz kam, verstehen. Das ist die Konkretisierung der – ständig zunehmenden – neuen Varianten von E- Entitäten in den Alltagserfahrungen und in den Wissenschaften. Bei Hegel stand die Bildung der alles umfassenden E-Einheit (Sein) im Vordergrund. D. F.Strauss und B.Bauer zeigen, dass religiöse, mythische und philosophischen Versuche, abstrakte Wahrheiten zu bilden, durch die historische Wahrheit zu widerlegen und zu negieren sind, und die Fesselung, Entfremdung der Menschen dadurch zugunsten der „Freiheit“ zu weichen hätte. Diese Konfrontation der „E“ mit deren Negierung (N) und der „Freiheit“ (N, Rw) kommt deshalb über die abstrakte Analyse wenig hinaus. Indem aber die Junghegelianer neue Wege suchen, das hegelsche System umzudeuten, stellen sie Verbindungen mit er wp „I-Kategorie“ her. Zum Beispiel als „Willen zu einem revolutionären Umsturz des Bestehenden“. Einerseits fordert M.Stirner „alles Überindividuell-Systematische abzulehnen und den „Einzigen und sein Eigentum“ allein gelten zu lassen. Diese Betonung von „Ii“ und „Ii/Ei“ wird durch Marx und Engels „relativiert“, wenn sie das gemeinschaftliche „Eigentum“ betonen und sich auf dessen Produktion, die Arbeitswelt – die E-Entwicklung – als kollektive Zielsetzungen (Ik,Ig) konzentrieren. Damit wird jene Einheit“ angesprochen, welche im wp Handlungsprojekt „I-N,G,E´-E“ erzeugende Wirkung hat.

    377Die Junghegelianer haben die Wechselwirkungen zwischen der Philosophie und anderen Phasen angesprochen, der Religion, dem Alltag und der politischen Lage der Gesellschaft und den technischen Neuerungen, der Ökonomie. Und mit der Biologie und Anthropologie bezieht sich L.Feuerbach auch schon systematisch auf die Natur, wenn er beispielsweise das „Wesen des Christentums“ auf „anthropologische“ und auf „individualpsychologische“ – Gott als „Selbstbewusstsein des Gattungswesens“ – Prozesse zurück führt.

    378Die WP sieht darin Vorstadien ihrer Systematik in der „allgemeinen Entwicklung“, welche alle Einzelwissenschaften miteinander verbinden lässt.

    379Indem Feuerbach die Religion auf Anthropologe und Psychologe zurück führt, wird auch die Religion – und die Mythenbildung – mit einer allgemeinen Wissenschaftlichkeit verbunden; die WP fragt jetzt nur noch, wie könnten die neuen Grundlagen solcher Wissenschaften aussehen. Feuerbach ist einer von denen, die Hinweise dazu machen, wenn er fordert, „das eigentlich religiöse Prinzip“ zu erneuern, also die Religion nicht nur zu negieren (N), und Gott als einen Prozess zu sehen, in welchem der Mensch „seine Positiva auf ihn verlagert“ (E). Es ist die Stufe der allgemeinen wissenschaftlichen Erkenntnis, bei der das Denken sich einerseits noch den abstrakten N und E annähert, aber diese sogar schon relativiert.

    380Neben der Aufzählung, Anerkennung möglichst vieler Erfahrungsbereiche als Wissenschaften, auch die des „Mythos“ und die Religion, dann vor allem die Ökonomie etc.pp.

    381ES geht den Schülern Hegels auch um „eine materialistische Umkehr“ der Philosophie Hegels. Wir erkennen in der Hinwendung zum Konkret-Individuellen, zum Menschen, dessen „Empfindungen und Liebe“ als neue Grundlagen an Stelle des „reinen Denkens“ die philosophiegeschichtlich notwendige Ergänzung – nicht aber die Ersetzung – des Bisherigen.

    382Zum einen deutet die abstrakte Forderung, eine Fundierung „der Materie“ zu finden, welche den Hegelschen Ideen gemäß ist, die Richtung auf die S-und R-Aspekte an. Zum anderen sind Forderungen Feuerbachs, Emotionen und „Werte“ sowie die „Sinnlichkeit“ als Erzeuger von „Wahrheit, welche zugleich Wirklichkeit“ sei, der abstrakte Schritt zu den OG- Elementen „I“, „E“, „G“.

    383L.Feuerbach ist jetzt einer der ersten Denker, bei dem die wichtigsten Wissenschaften und deren praktische Seiten zu einer sinnvollen philosophischen Einheit verbunden werden. Als Wechselwirkungen zur Natur gehören das „Ich-Selbst“ mit seinem Selbstbezug und seiner Leiblichkeit, seine Liebe und Dialogfähigkeit mit dem Mitmenschen und seiner empirischen Sinnlichkeit zur Natur und der Gegenstandswelt sowie – auch hier in Wechselbeziehung – mit seinem „Ideen“, abstrakten Begriffen als die Verbindung zur „Gottesvorstellung“.

    384Die „drei Quellen“ (Lenin) des „Marxismus“ finden in der WP eine sachliche Erklärung und eine Einordnung in der wp Systematik, welche auch die heutigen „bürgerlich-kapitalistischen“ („Finanz-Imperialismus“) Weiterentwicklungen wp verständlich machen.

    385Die eine „Quelle“, die klassische englische Nationalökonomie, wird von Marx genauer erfasst und weiter entwickelt. Die WP ordnet diese Einzelwissenschaft, die „Ökonomie“, in einer Systematik ein, welche alle Einzelwissenschaften und deren notwendige Zusammenhänge verständlich macht. Da geht es beispielsweise auch um die Naturwissenschaften, welche durch ihre sich spezifisch entwickelnde Basis die „Technologien“ voran treiben und damit ein wichtiger Antrieb für die „Ökonomie“ sind. Auch alle anderen Einzelwissenschaften liefern in dieser Fundierung der historischen Entwicklung ihre jeweiligen Beiträge.

    386Zunächst aber ging es Marx darum, die theoretisch-sachliche Grundlage der Ökonomie genauer und umfassender zu erkennen, so zum Beispiel in der „Arbeitswertlehre“, welche wir jetzt gleich wp erfassen wollen. Dazu nutzen wir das „Handlungsprojekt“ (I-N,G,E´-E), hier speziell das Denk-und Arbeitshandeln, welches als Wechselbeziehung – Rw-Trennung in Relation zur Rz-Kohäsion – der vier OG-Elemente gut zu erklären ist. Die „I“ sind die individuellen freien, kreativen Zielsetzungen, Willensakte, welche in Relation zu den Werten, Interessen aller „Gruppen (Familie, Klassen als Ik) und zu gesellschaftlichen strategischen Zielen, Interessen, Normen (Ig) und weltgesellschaftlichen „Iw“ in prinzipiell dynamischen Kontroversen und zugleich auch in gleichlautendem Verhältnissen steht. Die WP leitet diese Eigenschaften der „I-Funktion“ von dem „Rz/Rw-Verhältnis“ her.

    387Das ökonomische Handeln stützt sich weiterhin auf die „E-Kategorie“ des OG, zum Beispiel die vorgegebene „Natur“, „Boden“, das bisherige Wissen, das Kapital, die Werkzeuge, Maschinen, etc. Man unterscheidet im Handeln diese bisher durch „Handlung“ erzeugten und nun vorfindbaren E´ von den durch das Handeln neu zu erzeugenden „E“; das ist für die historische Entwicklung ebenso entscheidend wie es die „Methoden sind, welche die „I“ mit den „E“ erzeugend verbinden, und welche wir – an anderer Stelle – durch die Rz zu Rw und G zu N-Verhältnisse genauer erklären können.

    388Die zweite Quelle des Marxismus sind in den fortgeschrittenen europäischen Gesellschaften angedacht worden, die „sozialistischen“ Forderungen in Frankreich und England deuten wir wp formal als Versuche, die Relationen zwischen den vielen Zielen der immer selbstsicherer werdenden bürgerlichen und produktiven Individuen (Ii), deren Zukunftsperspektiven etc. miteinander systematisch abzustimmen, zu „relationieren“. Deshalb musste man sich über das fort zu entwickelnde Ik und Ig – als die sich analog ergebenden Wechselbeziehungen zwischen den in neuer Weise kontrovers werdenden – Gruppen-Interessen, Werten, Zielsetzungen etc.(Ik) als gesellschaftliche Strategien, Normen (Ig) klarer werden. Marx`s Verdienst ist es, in vielen erarbeiteten Einzelheiten gezeigt zu haben, was wir aus der wp Systematik als die Eigenschaften der I-Funktionen genauer darstellen und vor allem, dass die Weiterentwicklung der historischen Form von Gesellschaften nur gelingt, wenn die „Zielsetzungen“ (Ii,k,g,w) unbedingt auf die E-Entwicklungen – und deren vielen Eigenschaften im Einzelnen – abgestimmt werden müssen; nur „I/E“ führen zur geschichtlichen Konkretisierung.

    389Eine dritte „Quelle“ des Marxismus ist die europäische und da vor allem die deutsche Philosophie. Sie unterlag noch der Zweiteilung in abstrakte geistige, methodische Überlegungen und in die „materiellen“ Seiten der Einzelwissenschaften; Hegel und Feuerbach sind für Marx da die unmittelbaren Zeugen. Es galt aber nun, beides irgend wie zu vereinen. Diese Zielsetzung wird global bis heute angestrebt. Die WP ist daran beteiligt, wenn sie einerseits nicht nur die Naturwissenschaften („Materie“) in deren ständiger Entwicklung mit allen anderen Wissenschaften (Ökonomie, Politik, Soziologie etc.) und deren praktischen Phasen (Techniken etc.) zu verbinden sucht, sondern auch die Erkenntnistheorie voran treibt, zum Beispiel die dialektische Methodik mit allen anderen (Logik, Hermeneutik etc.) systematisch verbindet. Das alles wird in der „allgemeinen bisherigen und zukünftig wahrscheinlichen Entwicklung“ („Historischer Materialismus“) ebenfalls erweitert und neu systematisiert.

    390Die beiden „Quellen“, die klassische Nationalökonomie und der utopische Sozialismus, deuten zwar die „I-Seite“ an, werden dann aber durch Systematisierung von Marx erst einer philosophischen Einschätzung nahe gebracht. Die WP macht dann weitere Entwicklungsschritte, wenn sie die I-Kategorie gleichberechtigt mit den E, G, N im OG zeigt, und wenn sie aus den Natur-Aspekten Rz, Rw deren Eigenschaften zeigt, die als Ii, Ik, Ig,w, die Subjektivität bis zur Weltgesellschaft mit Grundlagen der Naturwissenschaft verbinden kann.

    391Von Hegel und der Philosophiegeschichte übernahm Marx die Prinzipien der Dialektik, wir ordnen das wp in die „allgemeinen Entwicklung“ ein. Bei Hegel ging es letztlich um das Verhältnis von (Rw/N-getrennten) „N-G“ der klassischen Logik zur Rz/g wechselwirkenden „N/G“-Relation-. Marx sah, dass es nunmehr auch um die „inhaltliche Seite im Grundgedanken „Dialektik“ gehen muss. Die WP interpretiert das als die „I-Seite“, die E-Existenzen und beider Verhältnis „I/E“. Die WP geht nun mehrfach darüber hinaus. Sie vereint die vier Möglichkeiten – als die Einheit „N-G zu N/G zu I-E zu I/E“ – diese Wechselbeziehung kann man in allen Konkretisierungen dieser vier Grundgrößen finden. Marx und Engels gingen auch jenen Schritt mit, welcher die Natur einbezieht, und dem wir einerseits „Sz-Rz getrennt von Sw-Rw zu Sz/Rz verbunden mit Sw/Rw“ modellieren; zum anderen ist diese Ordnung“ die Basis des quantentheoretischen Systematik(QM).

    392Das, was wir als die Ursache der „allgemeinen Entwicklung“ ansehen, ist die QM Erweiterung durch die tendenziell unendlich vielen z und w, sowie dabei die Abwechslung der Sz-Kräfte mit den Sw-Kräften und dabei jeweils die Abnahme der Stärke dieser aktiven Kräfte, – also, die „Entwicklung“ erzeugt die OG-Elemente und dabei alle Endlichkeitsphasen.

    393Es wird gesagt, Feuerbach zeigt die Bestimmung des Objektes („Gott“) durch das menschliche Subjekt, während Marx das umkehre und die Bestimmung des Subjekts durch das Objekt (die Materie) zeigt. Die WP fasst beides zusammen, wenn sie zum einen die zwei objektiven Pole, „S/R“ und „OG“ postuliert, die ihre „Objektivität“ erst dadurch haben, dass sie den absoluten Unendlichkeits-Charakter innehaben, hinter dem prinzipiell keine andere Bestimmung vermutet werden kann als zum Beispiel jeweils der leere, nichts Neues erzeugende unendliche Selbstbezug (Rz,G).

    394Zum anderen zeigt die WP, dass und wie beide Pole zusammenhängen, und dass erst durch „Relationierungen die Endlichkeit geschaffen wird, auf deren Basis sowohl bei Feuerbach wie bei Marx die Argumentation verständlich wird. Wenn die „Materie“ das „Bewusstsein“ „bestimmt“, wenn „Wahrheit“ in der „Übereinstimmung“ des Denkens mit dem „Objekt“ ist, dann gilt es, wp diese endlichen „Vorstellungen“ nicht zu verwerfen, sondern dies als je spezifische „Relationen“ aus den Kombinationen der acht unendlichen Grundgrößen herzuleiten.

    395Wie ordnet die WP den „Dialektischen Materialismus“ ein? F. Engels beschreibt diesen als objektive von der menschlichen Erkenntnis unabhängige Entwicklung der Materie. Die WP fasst das genauer, wenn sie den Begriff der „Objektivität“ erklärt und diese Entwicklung nach ihren Ursachen untersucht, und dabei zeigt, dass die „menschliche Erkenntnis“ durchaus mit den Gesetzen der Materie zusammenhängt und zwar in doppelter Weise.

    396Diese „Objektivität“ hat ihre maximal tiefe Erklärung darin, dass sie das Verhältnis der endlichen Seiten der Realität mit den Unendlichkeiten abgleicht; sowohl in der ersten Natur (S,R) und ihren Gesetzen sowie im abstraktesten Denken (OG) führt jede Überlegung in der Antwort auf die Frage, was „objektiv“ sei, dazu, was das „Nichts“ sei, die „Nichtexistenz“ und zu der Frage, was es im Denken als Alternativen zu den „Grundeigenschaften“ der endlichen Existenz geben kann. Hegel und vor ihm andere haben den Gegensatz zwischen endlich Seiendem und abstrakten unendlichen Sein zwar im Denken aufgehoben, aber solcher – berechtigte – Kreisschluss kann dadurch verdeutlicht werden, dass die Unendlichkeiten differenziert werden. In die der Natur als zwei Kraftarten: Sz,Gravitation und Starke Kernkraft und Sw, elektrodynamische und Schwache Kraft. Sie sind – nach dem heutigen Stand der Forschung begrifflich als „gegeben“ anzunehmen; wp ist das eine endliche Umschreibung der Unendlichkeiten.

    397Um die Vorschläge zur „Entwicklung der Materie“ von Engels wp zu analysieren, muss man klären was „Endlichkeit“ ist. Die WP geht von „unendlichen“ Grundstrukturen für die Materie aus. Das sind die zwei Kraftarten, Sz und Sw,ihre dynamische Gerichtetheit Rz und Rw sowie Sz/Rz („z“) und Sw/Rw (w) – welche die aktiv dynamischen wechselwirkenden Übergänge zur weiterhin dynamisch erzeugenden Wechselwirkung „z/w-Relation“ sind; sie begründet die „Endlichkeit“. Speziell beispielsweise als „Rz zu Rz/Rz/Rw-Rw zu Rw“, die endliche vierdimensionale Raumzeit als formale Basis des endlich Seienden.

    398Genauer gesagt, spielt sich in allen seienden Strukturen und deren Prozessen eben jene soeben geschilderte Wechselbeziehung zwischen Unendlichkeiten und Endlichkeiten ab; nach der erweiterten „QM-Ordnung“; wobei das deshalb die „potentielle Unbegrenztheiten der Endlichkeit erzeugt, weil diese Unendlichkeiten zu Begrenztheiten endlicher Art genutzt werden.

    399In der „allgemeinen Entwicklung“, welche eben die Abfolge jener geschilderten Vorgänge ist, führt der Weg – wie gesagt innerhalb jedes Seienden – zu den „geistigen“ OG-Elementen. Diese zeigen die gleichen „Eigenschaften“, als Relationen, Unendlichkeiten etc. wie die S-und R-Aspekte.

    400Hier beschäftigen wir uns vor allem mit den physikalischen und geistigen „endlich/unendlichen“ Eigenschaften der Subjektivität. Sowohl von der Natur wie auch von den geistigen Eigenschaften – letztlich von „S/R“ und die vier OG-Elementen – gilt in jedem Detail des endlich Seienden beides, die Möglichkeit der „Statik“ und die des „Werdens“; bei Marx und Engels wird letzteres als relativ neue geistesgeschichtliche Erkenntnis hervor gehoben.

    401Und das in drei „Gesetzen“ genauer; welche wir nun auch mit QM etc. zusammenführen. Was sagt die WP zu Engels` „Gesetz vom Umschlag von Quantität und Qualität“ und was zum „Gesetz von der Durchdringung der Gegensätze“? Wir gehen von den unendlichen und dabei auch „unendlich dynamischen“ drei „materiellen“ Dualitäten „Sz-Sw“, „Rz-Rw“ (die dritte Dualität ist beider Gegensatz. Sie lassen sich „formal“zum Beispiel durch die Trennungen und Unterscheidungen näher erklären; diese Trennung ist eine „Rw-Selbstanwendung“. Das gehört zur abgeschlossenen Basisbildung. Zugleich sind diese drei Dualitäten bereits eine Art „Einheit“, als jene „Basis“. Diese Einheit ist nur möglich, wenn zwischen jenen Drei kohäsive Zusammenhänge denkbar sind; das erreicht die Rz-Selbstanwendung.

    402Man muss nun einige weitere „Unterscheidungen“ und „Einheitsbildungen“ konstatieren, welche auf der ursprünglichen Dynamik und Kraft (S) aufbauen. Dazu gehört die Unterscheidung der Eigenschaften, als „S – R“ modelliert, und deren beide kohäsive Vereinigung, „S/R“.

    403Zusammengenommen – und als weiterer Schritt in einer „Entwicklung“ (der „allgemeinen Entwicklung“) kann man nun „Sz/Rz („z“) versus Sw/Rw (w)“ bilden sowie „z/w“. Dieser weitere Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ ist für uns die Grundlage der „quantenmechanischen“ Ordnung („QM“).

    404Das ist bereits die Engelssche „Durchdringung der Gegensätze“, wenn man bedenkt, dass es um einen „Entwicklungsvorgang“ geht, der vor aller Endlichkeit liegt und nur von den Unendlichkeiten der vier Ausgangsgrößen bestimmt wird. Wir modellieren das als „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“. Jene „Durchdringung ist die Bildung der unendlich engen z/w-Relation aus den unendlich getrennten, „freien“ z und w. Die Ursache dafür ist die eigentliche Grundlage der „Realität“: Die zwei Kraftarten, Sz und Sw; und ihre dynamische Gerichtetheit – also „z“ und „w“ – werden begrifflich allein so bestimmbar, zum einen – beide gemeinsam (Rz) – als „Kraft“, „Dynamik“ und „Gerichtetheit“, zum anderen als „unterschiedene (Rw)dadurch, dass sich beider dynamisch gerichtete Kraft unterscheiden lassen. Diese hier stets vorhandenen begrifflichen Vorstellungen – zum Beispiel „was ist „Kraft“ – sind deshalb „unvermeidlich“, weil die vollendete wp Erklärung aus der, noch zu zeigenden entwickelten Begrifflichkeit, immer schon in der subjektiven Denkarbeit, Erklärungen wirken.

    405Diese Gegensätzlichkeit der beiden Kraftarten kann man sich am besten so vorstellen, dass die wegstrebende Sw-Kraft sich „erfüllt“, „vollendet“ und die auf etwas hinstrebende Sz-Kraft sich beim Streben in die unendliche „Tiefe“ vollendet. Beide derart abstrakt geschilderten Vorgänge sind im physikalisch Konkreten, zum Beispiel anschaulich von der gravitativen „Anziehungskraft“ bekannt. Wie aber zeigt sich die Unterschiedlichkeit beider Kraftarten in deren gerichteter Dynamik? Am besten, wenn auch nicht korrekt, in der raumzeitlichen Vorstellung, welche wir als unendlich abwechselnde Zunahme der einen Kraft bei Abnahme der anderen ausmalen.

    406Und, diese Dynamik in ihrer unendlichen Unveränderlichkeit ist weder raumzeitlich endlich noch daher „begrifflich“endlich zu verstehen; was Engels und vor ihm alle Philosophie noch nicht bedacht hatten, die Entstehung der „Endlichkeit“ kann nur aus dem Besagten erfolgen.

    407Um zu Engels zurück zu kommen, sein „Gesetz von der Negation der Negation“, welches im Alltagsdenken selbsterklärend ist, gewinnt seine unmittelbare Verständlichkeit jedoch aus tief liegender wp Fundierung der Realität. Diese wird von uns auf die Unendlichkeit der acht Grundgrößen (S,R,E,I,G,N) bezogen, welche ihre Sonderstellung davon erhalten, dass sie zugleich Unendlichkeits-Charakter haben wie sie auch Entitäten (Eo) sind. Indem sie sich – hier „N“ – unendlich oft auf sich selbst beziehen, verändert sich mit ihnen nichts, aber es wird als ihre Charakterzüge ewig gleich bleiben; das gilt natürlich auch für die anderen sieben Grundgrößen.

    408Die QM-Ordnung, welche die hier vorausgesetzte Trennung durch „Rw“ (und auch durch „N“) ist zugleich als ihre andere Funktion, welche sich auf Rz,G stützt, die Ursache von allen „Relationen“. Sie sind das was die Endlichkeit“ ausmacht. Die QM zeigt das als Einheit des Überganges von den unendlichen „z-w“ zu den endlichen „z/w. Das gilt natürlich dann auch für „Rz/Rw“, „I/E“, „N/G“ und alle komplexeren Kombinationen in allen Phasen daraus; Engels formuliert das als „Gesetz von der Durchdringung der Gegensätze“.

    409Das „Gesetz vom Umschlag von Quantität und Qualität“ nutzt bei uns das vorher Gesagte. Die drei OG-Elemente E, G, N und ihre Relationen (N-G, N/G etc.) führen wir zurück auf die Eigenschaften von Rz, Rw, Rz/Rw; diese werden auch noch von den S-Aspekten beeinflusst, aber in der Bildung der „quantitativen Seite der Realität“ geht es nur um diese sechs Grundgrößen, allerdings wp um deren Entwicklungs- und Wechselwirkungs-Zusammenhang. Die dabei stets (QM) auch Rw-abtrennbaren R-Aspekte fundieren hier die mathematische Seite der Vorstellung von „Quantität“.

    410Jene Rw-Trennung bestimmt auch die Unterscheidung zur „Qualität“. Die Qualität beruht ebenfalls auf den S-und S-R-Relationen und zeigt sich in „I/E, „I/N/G/E“; man kann sagen, dass die umfassendere Wechselbeziehung als bei der „Quantität“ sie das sie Kennzeichnende ist. Die Wechselwirkung zwischen allen Phasen ist das „qualitative“, „inhaltliche“ Maximum.

    411Es wird jetzt eher von der Rz-Kohäsion bestimmt. Aber der „Umschlag“ von Qualität zu Quantität und umgekehrt ist wieder Mal die QM-Ordnung mit ihrem abwechselnden Sz-und Sw-Abnehmen und Verstärken und der daraus folgenden Rz-Kohäsions und der Rw-Trennungs-Dynamik.

    412Der „dialektische Materialismus“ ist eine notwendige Vorstufe für die WP. Er geht von einer generellen Entwicklung aus, die zugleich mit der Entwicklungsfunktion alles verbindet, zum Beispiel die Natur mit der Geschichtlichkeit.

    413Dabei standen vor allem noch die geistesgeschichtlich gewordene Denk-und Sprachmethodik und die bisherigen Sprach-Inhalte zur Verfügung. Wir sehen den von Engels beschriebenen „Zusammenprall entgegengesetzter Tendenzen und Kräfte, die sich auf höherer Ebene wieder aufheben“ und analysieren das mit Hilfe der – heute zum Beispiel in der Mathematik und Physik deutlicher gewordenen – Unendlichkeitsvorstellungen. Dazu kommen die quantenmechanische Grundordnung (QM) und die Entwicklung dieser Naturstrukturen zu den OG-Elementen.

    414Die „Selbstentfaltung der Materie“ (Engels) wird von uns in mehrerer Hinsicht wp analysiert. Als die Wirkung der Sw, Rw, als die Erweiterung, Dynamisierung der QM-Ordnung als „allgemeine Entwicklung“ und als subjektives Handeln, so auch als Arbeit und Denkhandeln (-> OG). Diese Abläufe bilden in der WP eine Einheit; das wird hier nicht näher gezeigt.

    415Die QM-Ordnung stützt sich auf die Dualitäten (Sz-Sw, Rz-Rw, N-G. E-I) und deren „Aufhebung“ durch die QM-Ordnung; das wurde damals als Dialektik mit deren „Sprüngen“ und „Allmählichkeiten“ gefasst. Dabei erklärt die WP diese beiden Vorstellungen, welche einerseits den Zusammenhang zwischen „z-w“ zu „z/w“ betrifft und im Begrifflichen den zwischen „I-E“, „N-G“ und „I/E/N/G“, aus den Eigenschaften der acht Grundgrößen (Sz,Sw,Rz,Rw,OG). Die Sz und Rz begründen eine unendlich räumliche Dichte und die Sw, Rw eine unendlich zeitliche Dichte. Beide zusammengefasst (Rz) ist es jene „Allmählichkeit“: Die „Sprünge“ veranschaulichen die Rw-,N-Funktion der Trennungen, welche eben durch Rz beseitigt werden.

    416Aus den acht unendlichen Grundgrößen „entwickelt“ sich durch „Selbstbezug“ (Rz,G) der Größen auf sich die „Endlichkeit“. In ihr sind alle Phasen – und daher auch alle Wissenschaften – vereint. Eigentlich in jedem Detail, aber insbesondere in der Phase der „Subjektivität“. Dort führen die umfänglichen Selbstbezüge zum Beispiel zur menschlichen Denk-und Erkenntnisfähigkeit und zum entsprechenden Handeln, und damit zu jenem Teil der „allgemeinen Entwicklung“, welcher schließlich den OG „erzeugt“. Das zeigt ausführlicher was hier zum Beispiel Engels erwähnt: Die Negation, der Tod, das Absterbens und die „Vermehrung“, welche Engels am Beispiel allen Lebens konkretisiert, werden wp durch die „N-und die Rw-Kategorie fundierbar.

    417Für die „Quantität“ ist die in der QM-Ordnung mögliche Nutzung der zahlenmäßig nicht begrenzten z und w verfügbar. Für die „Qualität“ der endlichen Entitäten – wozu vor allem die Subjektivität gehört – ist die „z/w-Seite“ (→ I/E) in der QM zuständig.

    418Die „allgemeine Entwicklung“ von den Eigenschaften der S-und R-Aspekte zum OG und bis zu „N-G zu N/G“ für die „Quantität“ und zu „I-E zu I/E“ für die Qualität haben ihre formalen Eigenschaften, Dualität, Getrennt- oder Verbundensein, und die weiteren zentralen Eigenschaften gemeinsam: So das dialektische Verhältnis, die Eigenschaft der „Existenz“, der „Gerichtetheit“, die Dynamik, der unendliche Selbstbezug, das Verhältnis von „Endlichkeit zur Unendlichkeit“, auch das wiederum in dreifacher Ausführung, getrennt, kohäsiv und meta-vereint etc.

    419Genauer als soeben geschildert gilt, dass die Aussage über die „Qualität“ einer Sache, egal ob natürlicher oder geistig-kultureller Art, sich auf das Haupt-Übergangsfeld der „allgemeinen Entwicklung“ stützt und damit sowohl die S- und R-Aspekte wie zugleich die OG-Element einbezieht.

    420Damit ist die „allgemeine Entwicklung“ auch ein unendlicher Übergang zwischen der „Naturgeschichte“ und den historischen Entwicklungen. Die Theorie zum „Historischen Materialismus“ deutet das an.

    421Wenn Engels sagt, die Materie, die Natur entwickelt sich und die Geschichte ist auf die gleiche Weise zu erklären, dann versucht er den „Historischen Materialismus“ – eher „formal“ – auf die Hegelsche Dialektik zu beziehen und auf den „Umschlag der Gegensätze“, hier die von der Natur, die den mechanistischen Naturwissenschaften zugeordnete „Quantität“ in die der Geschichte zugesprochene „Qualität“. Indem wir nicht nur die abstrakte Dialektik als „N-G zu N/G zu N-G zu etc. her einsetzen, sondern zusätzlich auch „I-E zu I/E zu I-E zu etc. und dies durch „z-w zu z/w zu etc. also durch QM und die S-und R-Aspekte erweitern, sowie durch alle konkreten Phasen und deren Wissenschaften, durch die Rz/Rw-Relationen daraus. Man kann man auch hier Hegel, Marx und Engels in eine wichtige geistesgeschichtliche Entwicklungsreihe stellen.

    422Was soeben angedeutet wurde, die Rw-Trennung führt zu Unterscheidungen und Entwicklungen und als „I-Betonung“ führt es zur Betonung der „Praxis“.

    423Die Hegelsche Dialektik wird von der WP und darin dem QM als Relation „N-G zu N/G“ verstanden. Der „Historische Materialismus“ wird von uns als die notwendige Vorarbeit zu Ergänzung dieser Nutzung der N, G im OG durch „E“ und „I“ angesehen. Wp geht es uns dann um die „Einheit“ „N-G zu N/G zu I-E zu I/E“. Aber nicht genug damit, durch S/R, also z-w zu z/w in der Physik und als „Zwischenbasis zum Geistigen durch die „Rz-Rw zu Rz/Rw“ tritt auch die Mathematik hinzu, um die „Realität“ als vorerst „abgeschlossene“ Einheit (E5) zu verwirklichen.

    424Die Entwicklungsübergänge allgemein von den R-Aspekten zu „I“, speziell von Rz zu G, von Rw zu N und von „Rz/Rw“ zum „E“, macht aus diesen Fundierungen auch die Wichtigkeit des „praktischen Handelns“ nachvollziehbar. Darin sind es die Ii, Ik und Ig,welche in allen Arten des Handelns („I/E/N/G“) nun auch bei Marx und Engels zentrale Beachtung finden.

    425Die WP ist die Einheit aus Theorie, Wissenschaft und Praxis in den „Phasen“. Die Theorien stützen sich vornehmlich auf die Rw-Trennung der OG-Elemente und dabei auf „E- G – N“. Die Praxis wird von der anderen QM-Möglichkeit bestimmt, der engen Kohäsion (Rz) der OG-Elemente. Mit dem Einbezug der „Praxis“ steht nicht mehr „E“ (Sein, Existenz) im Mittelpunk, deren Statik, Unveränderbarkeit etc., sondern die „I-Kategorie“, welche dynamisch ist, frei, Relationen bildend. Und sie ist die Basis der menschlichen Individualität („Ii“) und der gesellschaftlichen Gruppierungen (Ik,Ig,Iw).

    426In der europäischen Geschichte und in der Philosophie, nicht zuletzt in den Wissenschaften, treten die I-Kategorien ab dem 19.Jahrhundert zunehmend in den Vordergrund.

    427Marx betont die „Interessen“ der Gruppen, Klassen (Ik) vor allem in den Phasen „Politik“. „Ökonomie“ und „Kultur“, erkennt aber zugleich, dass jede Zielerreichung von der „E-Seite“ – Kapital, Produktionsmittel, Technologieniveau, Wissen etc. – und von der Methodik (Arbeitshandeln, Denkhandeln) abhängig ist; die WP sieht das als „I/E- und „I/N/G/E“-Einheiten in deren unbegrenzt vielen Konkretisierungen und deren Veränderungs-, Entwicklungsmöglichkeiten durch ihren engen Wechselbezug zueinander.

    428Das alte Problem, ob das Bewusstsein der Menschen – OG und Denkhandeln, Sprachen daraus – ihr „Sein“ bestimmt oder umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein ihr Bewusstsein bestimmt, wird wp gelöst. Das Erstere ist die begrifflich-geistigeschichtliche-etc. Erfassung. Das Letztere deutet wichtige Phasen an, (Gesellschaft und deren weitere Subphasen): Deren Wechselbeziehungen mit der Subjekt-Phase sind offensichtlich wichtig. Neben der „Gesellschaft“, welche von da an im Mittelpunkt der erfolgreichen Forschung steht, geht es bis heute um die Exploration der physikalischen und biologischen Natur-Aspekte.

    429Die WP geht nun einige Schritte weiter. Es treten alle Phasen – die der Natur vor allem auch – mit der Subjektphase in systematische Wechselbeziehungen. Wodurch erst Grundfragen gelöst werden können, wie hier zum Beispiel die, wie es eine Erzeugung und auch Veränderungen der Subjektivität, der Gesellschaft, des Geistes geben kann. Im nächsten Schritt werden diese Phasen selbst weiter analysiert; die acht Grundgrößen und ihre selbstbezogenen Relationierungen sind das Ergebnis.

    430Marx baut seine wissenschaftliche Philosophie auf der Analyse wichtiger gesellschaftliche Bereiche auf, zum Beispiel auf der Ökonomie. Und er geht dabei von den Erkenntnissen aus, welche bereits vorlagen, zum Beispiel der Theorie des A.Smith zur Arbeitsteilung und die Ergebnisse, welche D.Ricardo in einer Werttheorie gefunden hatte. Wir fassen das wp zusammen, wenn wir für die Erklärung der Arbeitsteilung die „Handlung“ („I-N,G,E´-E-etc.“) zugrunde legen und die Vielfalt der „I“ als die unterschiedlichen „Interessen“ der einzelnen Arbeitenden ansehen. Diese Spezialisierung betrifft auch die Vielfalt der möglichen Denk-und Arbeitsmethoden, welche wir als die Konkretisierung, Entwicklung in dem „Rz-Rw zu G, N-Übergangsfeld“ beschreiben können. Wenn man diese mit den unterschiedlichen Arbeitsmitteln (E`) kombiniert, entstehen jeweils andersartige Produkte, Waren („E“). Diese neuen „E“ vermitteln zwischen dem anfänglichen „I“ und den neuen I`, zum Beispiel vermittelt das Arbeitsprodukt als „Ware“ zwischen den I-Interessen des Arbeitenden und den I´-Interessen des Konsumenten.

    431Das Handlungsmodell kann derart unbegrenzt weiter geführt werden („I-N,G,E´-E-N,G- I´etc.“). Damit ist es eine Ausführung der „allgemeinen Entwicklung“ und der QM-Erweiterung. Sie werden von uns als Fundament des „geschichtlichen Entwicklungsprozesses“ angesehen.

    432Diese eher nur formalen Abläufe werden dann historisch interessanter, wenn man die „I-Seite“ als gesellschaftliche, politische, ökonomische, kulturelle weiter differenziert und auch konkretisiert (Ii, Ik,Ig).

    433Jede Werttheorie weist in diese Richtung. Wir analysieren die „Werttheorien“, indem wir die „I-Kategorie“ und deren Relationen mit E und mit den Methoden näher beschreiben. Die I-Kategorie im OG vereint eine Reihe von grundlegenden umgangssprachlichen Vorstellungen, sie ist da zum Beispiel der zentrale Aspekt von „Werten, Interessen, Zielsetzungen etc,“. Diese Begriffe haben etwas gemeinsam, den „I-Aspekt“, welcher sich grundlegend von den drei anderen OG-Kategorien unterscheiden lässt. Zum Beispiel ist in allen „Handlungsarten“ („I-N,G-E“), in welcher die OG-Aspekte relationieren, die „I-Seite“ zu erkennen. So im „Arbeits-Handeln“, als die „Erzeugungsprozesse“ insgesamt, ebenso zum Beispiel der „Investitionsvorgang“ oder auch das „Konsumieren“ als Handlungsvorgang.

    434Alle Handlungsarten sind Teilaspekte der „allgemeinen Entwicklung“, womit Praxen wie die hier angedeutete Ökonomie“ und dabei die „Werttheorie“ von Ricardo und Marx als wissenschaftlich und philosophisch durchaus als wichtig angesehen wurden. Die nächst liegende Aufgabe für Marx war nun, in diesem abstrakten Einsatz von „I“ zur geschichtlichen Konkretisierung einerseits die Möglichkeiten der „I/E-Relationen“und dann die Ausdifferenzierung in „Ii, Ik (Klassen) und Ig,w zu behandeln.

    435Im „Historischen Materialismus“ analysiert Marx die menschliche Geschichte nach den Gesichtspunkten der Dialektik und der ökonomischen Theorie. Die WP sieht das als Vorläufer der „allgemeinen Entwicklung“, deren historischer Abschnitt, die Geschichte der Menschheit, speziell von den Inhalten und den Methoden bestimmt wird, welche zwar grundlegend von S und R im Bezug auf den OG bestimmt sind, welche jedoch hier vom „Wechselspiel“ der Subjektphase mit dem OG anzusehen sind. Die „inhaltliche Seite“ wird dann von den „I/E“ zu „I-E“ aller konkreter Phasen bestimmt und die methodische Seite von den „N/G zu „N-G“; zu den konkreten Phasen gehören zum Beispiel die Ii, Ik, Ig und E der „Ökonomie“, und die formale Dialektik wird als „N/G“ fassbar.

    436Die „allgemeine Entwicklung“ wird von uns als die Wechselwirkung aller beteiligten Widerspruchs-Dualitäten beschrieben. Das sind nicht nur S-R, Sz-Sw, Rz-Ew, E-I, N-G-Widersprüche und solche zwischen den Natur-und Geistes-Dualitäten oder zwischen „I-E“ und „I/E“ etc., sondern weiterhin alle daraus entstehenden endlichen Widerspruchspaarungen.

    437Wenn Marx und Engels einen Ausschnitt aus der „allgemeinen Entwicklung“ betonen, nämlich die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften, und die Widersprüche zwischen „Unterdrücker und Unterdrückten“ (Ik) betonen, dann kann man an diesem wp Beispiel den Verlauf etc. der Wechselbeziehung, der „Kämpfe“ sowie deren Möglichkeiten und dabei die Entwicklung der gesamten Gesellschaft als einen „historischen“ Prozess verstehen.

    438Zusammengefasst, wir gehen von den „E“ und „I“, den „I/E“ sowie der E-Entwicklung, der „I-Entfaltung aus, welche in ihren Eigenarten durch die R-Aspekte fundierbar sind.

    439Die „I-Seite hat von den Rz und Rw ihre prinzipielle „Widersprüchlichkeit“, aber auch die „Dynamik“ und die Vielfalt; in diesen Eigenschaften unterscheidet sich die I-Seite prinzipiell von der „statischen“ u.ä. E-Seite, welche aus den z/w-und Sz/Sw-Rz/Rw-Gleichgewichten aufgebaut gedacht werden kann.

    440Die wichtigen I-Varianten – Ii/Individuum, Ik/Familie, Gruppe,Klasse, Ig/Gesellschaft, Nation und das globale Iw – finden sich vor allem in solchen Phasen – konkret wirkend und theoretisch beschreibbar – wie die der „Gesellschaft“, aber auch in dem was man als „Geschichte“ nennt.

    441In den Basisverhältnissen „I/E und „Ii/Ik,g“, vor allem auch zwischen den vielen „Ii“ oder den „Ik“ – und deren Bezüge zu einer Neuen Ebene – entstehen dank der drei QM-Möglichkeiten „Widersprüche“ und „Übereinstimmungen“. Die dritte QM-Möglichkeit ist jene, welche aus den Widersprüchen und zugleich aus den – eventuell tiefer liegenden – Gemeinsamkeiten etwas ganz Neues erzeugen können; konkret, die „Klassenkämpfe“ sind deshalb wichtiger und erfolgreicher, weil´die Ii/Ii` meist innerhalb der Rechtsordnung etc. gelöst werden und die Ig versus Ig` als „Kriege“ und Ähnliches geführt werden. Die „Ik versus Ik“ erhalten ihre Verschärfung und ihre Weiterentwicklung, zusätzlich zur E-und I-und Methoden-Entwicklung, von den Ii-Kontroversen und von internationalen Konkurrenzen.

    442Die „Ökonomie“ ist jene Phase, in welcher sich die E-Entwicklung und die I-Entfaltung deshalb zu „gleichgewichtigen“ und daher konkret werdenden „I/E“ zusammenfinden, weil in dieser E-Seite tendenziell immer die entwickelsten „E-Varianten einer Gesellschaft anzutreffen sind. Und zugleich auch die entwickelsten „I-Varianten“ Wirkung haben.

    443Die WP zeigt in der „allgemeinen Entwicklung“ – von S, R bis OG – die spezielle „historische Geschichtlichkeit“ als vereinfacht und überwiegend vom OG begrifflich bestimmt, als die Entwicklung der „E-Seite“ und der N-G als methodische Entwicklung sowie die Entfaltung der I-Seite. Diese „Vereinfachungen“ bestehen zum Beispiel darin, dass fast nur „empirisch“ geforscht und argumentiert wird. Kompliziertere Wechselbeziehungen der „I/E“, zwischen den Ursachen der „E-Entwicklung“, den „Zwängen“, welche die E-Seiten ausüben, gegenüber den I-Freiheiten und beides als subjektive Leistung des in seiner biologisch-emotional-rationalen Entwicklung stehenden Menschen, bleibt beispielsweise zu wenig bedacht.

    444Zurück zu den in der und als Geschichte sich ablösenden Gesellschaftsformationen. Eher oberflächlich kann man erkennen, dass die Zusammenfassung wesentlicher „E“ (Natur, Mittel) und „I“ (Selbsterhaltung etc.) in den strukturierten ökonomischen Prozesse gut vertreten werden. Formal kann man wp feststellen, dass es im Sinne der „Rw-Funktion“ geschichtlich um eine ständige Vergrößerung aller Freiheitsgrade geht, vor allem der der „Ii, Ik,g .

    445In der „allgemeinen Entwicklung“ ist „w“, Sw und Rw für die Weiterentwicklung als Gewinnung von Trennungen, Freiheiten, auch Negationsmöglichkeiten verantwortlich. Die w entwickeln sich selbstbezogen ihrerseits weiter, die Sw werden dabei auch schwächer und die Rw „verwandeln“ sich in die Basis von „Freiheiten“ in der „Geschichte“ als Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“; Freiheiten unterschiedlicher Art im Geistigen, Gesellschaftlichen und in Ähnlichem, bis hin zur abstrakten Negation, das N im OG.

    446In der historischen E-Entwicklung und I-Entfaltung zeigt sich die Zunahme der Freiheiten, der Trennungen und der Negation zum Beispiel in der Urgesellschaft, in deren Geschichte die feste Bindung an die Natur in dem Maße langsam gelockert wurde wie die Menschen neue und bessere E-Mittel (Werkzeug, Nahrungsmittel) gewannen. Beide, Natur und Menschen waren noch Varianten von „z/w“, aber die Differenzierungen zwischen der biologischen und der physikalischen Materialität als Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“ führt weiter, zu Übergängen vom Biologischen zum Emotionalen (N/G zu I/E) und zum Rationalen (N-G zu E), also beispielsweise zur Fähigkeit logischen, identifizierenden, gleichen und negierenden Denkens.

    447Im Übergang von der „Urgesellschaft“ zur antiken Sklavenhaltergesellschaft werden die Rz, G durch die die „Entwicklung“ insgesamt immer mehr bestimmende Rw, N abgelöst. Das zeigt sich in der Auftrennung der antiken Gesellschaften in zwei Klassen, als „Gegner“ (N). Die die vorherrschende „Gleichheit“ der Menschen untereinander, die Verbundenheit miteinander und die mit der Natur sind zwar noch vorhanden, aber das Rz/Rw-Verhältnis hat Rw-Übergewicht, was dessen Dynamik und Labilität fundiert. Inhaltlich geht es dabei darum, dass das „I/E-Verhältnis – „E“ als Wissen, Mittel etc. und „I“ als individuelle (Ii) und gruppenspezifische Werte und Zielsetzungen (Ik) jetzt ebenfalls in der allgemeinen Entwicklung „dynamisch“ werden. Die beim Sklavenhalter angesammelten „E“ zwingen ihm andere und zusätzliche Ik auf, so beispielsweise als gesellschaftlich organisierende, planende Bewertungen, strategische Zielsetzungen. Während die Ii und Ik der Sklaven den Lebenserhalt etc. zum Schwerpunkt haben; die meisten weiteren Ik kann man als konkrete Abstufungen zwischen jenen eher extremen Positionen einordnen (QM).

    448Der Feudalismus wird von Marx und Engels als „Übergang“ von den antiken zu den kapitalistisch-bürgerlichen historischen Eigenarten geschildert. Das schließt damit ein, dass es eine durchgehende „allgemeine Entwicklung“ gibt, deren Mechanismus sowie „Überreste“ und „Vorwegnahmen“ in Strukturen und Prozessen wp auszumachen sind.

    449Vom Übergang historisch notwendiger „Reste“ aus der Antike in der mittelalterlichen europäischen Wirtschafts-und Gesellschaftsordnung und deren Funktionen, die dann spezifisch weiter entwickelt, den Kapitalismus charakterisieren, sind zum Beispiel die relative Befreiung des arbeitenden Menschen vom absoluten Willen (Ig) des Landesherrn, betrifft zwar noch die Bindung an fremdes Eigentum (E), meist den Boden, ist aber nur mehr Lehen, Leihen-Verhältnis.

    450Die Sicherung der Gesellschaft, ihre Ernährung, die Arbeitsmöglichkeiten und auch die Kriegsziele als Verteidigung und Neueroberung mit dem Schwerpunkt „Natur, Boden“ ist zwar ein Rückschritt gegenüber der historischen römischen Lage – wo eine kleine Oberschicht von Eroberungen und Handel ihre Grundlagen als E-Existenz und ihre Ik-Ziele hatte – aber durch die Einbeziehung weiter geographischer Regionen und neuer Sozialschichten – der „quantitative Aspekt“ – wird geschichtliche Entwicklung voran getrieben.

    451Die Analyse der „I-Seite“ – und damit zum Beispiel der rechtlichen Fortschritte – zeigt im Feudalismus schon eine teilweise Stärkung der individuellen Ii und der Ik von Bevölkerungsgruppen. Der „Ausbeutung“, der „Gefolgschaftstreue“ steht eine zunehmende Eigenverantwortung der arbeitenden Bauern dem Lehensherren gegenüber. Ähnlich der Kleinadel dem Hochadel und der dem Kaiser gegenüber und die Städte zum Land. Die nicht lehensfähigen Bevölkerungsteile bleiben dabei im „Abseits“.

    452Abstrakter ausgedrückt, die Eigentumsformen und -probleme, die E-Seite – Eigentum der Grundherren (Eg), der Bauern (Ek) und die dazu „passenden“ Zielsetzungsmöglichkeiten, auch Normen etc. (Ii, Ik, Ig) – zeigen im historischen Entwicklungsübergang von der Antike zum bürgerlichen Zeitalter spezifische Vor-und Nachteile, welches wir zum Beispiel als Basis für die weitere Entwicklung systematisiert sehen, so die Verrechtlichung, die tendenzielle Vereinheitlichung der Gesellschaft oder die intensivere Landnutzung, die Hebung der gesellschaftlichen Produktivität.

    453Insgesamt muss man im historischen Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“ stets zwar von einer Abstufung und Verbesserungen zwischen Antike, Feudalismus und den moderneren Phasen ausgehen, das jedoch bei niederem E-Niveau und fehlender E-Entwicklung in vielen Bereichen. Dabei sind den „I-Vorrat“ und frei und beliebig entfaltbar die Grenzen durch die „E“ gesetzt, es also nicht zu konkreten „I/E-Realisierungen kommen kann.

    454Solche Verwerfungen lassen sich in allen historischen Etappen erkennen.

    455Bevor sich dieses Grundverhältnis derart ändern lässt, dass die E-Entwicklung mit der I-Entfaltung gleichermaßen beschleunigt und als I/E-Gleichgewicht politisch erarbeitet wird, stand von der Antike bis heute die „E-G-Funktion“ der Selbsterhaltung der gesellschaftlichen Strukturen im Vordergrund. Dazu gibt es von der europäischen Antike bis in die bürgerliche Epoche dort die die E-Entwicklung beschleunigende Leistungsgesellschaft.

    456Die historistische Analyse von Geschichte zeigt in ihrer – umgangssprachlichen zum Beispiel – wie im Feudalismus durchgehend Reste von der Antike und Vorwegnahmen für Heute, unter anderem, die zunehmende Ungleichheit der Vermögensverteilung (E) oder als Ersatz die bloße „Inszenierung von Öffentlichkeit“, das Darstellen von Partikularinteressen (Ik) als Allgemeininteressen (Ig), der Ausschluss der Öffentlichkeit bei strategischen Entscheidungen oder auch die soziale Herkunft als entscheidender Faktor für Wohlstand. Diese Verwerfungen werden wp als Mangel der E- und der I-Entwicklungen sowie der I/E-Gleichgewichte gesehen. Diese antiken und „feudalen“ Charakteristika versuchen wir konkreter und wp genauer zu erfassen.

    457Wp wäre eine Gesellschaftsform anzustreben, welche die E-Entwicklung mit der I-Entfaltung abgestimmt beschleunigen kann.

    458Für die WP sind in der Analyse der Phasen – hier der konkreten und der theoretischen Seiten der „Geschichte“ – einige philosophische Schwerpunkte von Wichtigkeit. Dazu gehört die „allgemeine Entwicklung“, die Strukturierung durch die QM-Ordnung, durch die „Dualitäten“ und deren „Aufhebung als weitere Entwicklung“. Das ist vor allem auch die Konfrontation der E-Existenzen mit den I-Zielsetzungen, der Negation (N) mit der Identifikation (G); schließlich wieder deren Verbundenheit (G-Selbstbezug) als Handeln („I/N/E/G“). Die WP kann das mit allen Phasen verbinden, vor allem auch mit den Naturwissenschaften und der Mathematik. Dazu kommt die Erweiterung jener Verbundenheit auf die Wechselbeziehung aller Phasen, aller Entitäten der Realität, als ein Erzeugungsprinzip, das eben die QM-Ordnung „erweitert“ und was als das subjektive Vermögen der Erzeugung potentiell unbegrenzter Willensakte, Zielsetzungen („Ii“) und als Phantasien (Ei) erscheint.

    459Hier ist nun wichtig was in der Geschichte des Geistes zu beobachten ist, dass sich diese Ansprüche der WP schon immer zeigten und zwar in Vorformen und Teilaspekten ihrer eigenen Entwicklung.

    460Im Marxismus gehört beispielsweise die Trennung und Vereinigung von „Unter-und Überbau“ zur „Entwicklung“.

    461Die herrschenden Dualitäten im Sozialen und deren Aufhebung als Entwicklungsschritt betrifft die Schichtung der Gesellschaft fast aller historischen Epochen, zum Beispiel in „Herr und Knecht“, „Arbeitgeber und Arbeitnehmer“.

    462Deren jeweilige soziale Kämpfe verändern beide Seiten und erzeugen historisch neue Epochen. Um das genauer zu verstehen, analysieren wir die sozialen Strukturen als die beteiligten E-Varianten, – so das unterschiedliche Wissen bis zu den Differenzen an finanziellen Mitteln – und die daher zu unterscheidenden „Zielsetzungen“ (Ik, Investition oder Konsum als Schwerpunkte).

    463Die WP geht davon aus, dass diese ihre Dualitäten – S-R, I-E, N-G – und alle Konkretisierungen daraus in allen Phasen, also auch in den Naturwissenschaften, zu finden sind, dass jedoch im historischen Zusammenhang einigen Phasen deshalb Priorität zugesprochen werden muss, insofern es um den absoluten Entwicklungsstand der „vergesellschafteten Subjektivität“ geht. Die „allgemeine Entwicklung“ zeigt, dass die E-Strukturen und daher die „I-Seiten“ – gemessen an den möglichen potentiell unendlichen Entwicklungen – noch relativ unentwickelt und absolut niedrig sind.

    464Einigermaßen deutlich ist, dass bestimmte Phasen in ihrem wissenschaftlichen Denken und im Arbeitshandeln, in den vielen Techniken dabei und in der Verbundenheit mit anderen Phasen, für jeden weiteren konkreten Entwicklungsfortschritt von großer Wichtigkeit sind. Dazu gehört die Phase der „Ökonomie“. Sie vereint in komplexer Wechselbeziehung viele jener selbst relevanten E-Strukturen und I-Zielsetzungen, welche die menschliche Subjektivität sowie die gesellschaftlichen Institutionen kennzeichnen.

    465In den wirtschaftlichen Strukturen werden die PK von den PV unterschieden. Es zeigt sich in dieser Differenzierung ein wesentlicher Fortschritt, welchen die WP deuten kann. Die „Produktivkräfte“ (PK) fassen das zusammen, was in allen Theorien zur Ökonomie bislang grundlegend ist, Natur/Boden, Werkzeuge/Kapital und die „Arbeitskraft“. Die historische Entwicklung dieser Produktionsfaktoren ist damit wp die „E-Entwicklung“ und die Methodik, unberücksichtigt war dabei die – wichtigere – „I-Entfaltung“. Erst mit der Wechselbeziehung „I/E“ und dem „Handeln“ („I-G/N/E´-E- etc.) kann man konkret und wissenschaftlich hier die Arbeitsprozesse als Erzeugung von neuen „E“ erklären.

    466Die „Produktionsverhältnisse (PV) sind damit eine Variante der QM-Ordnung, in welcher hier zum einen im Konkreten sehr wohl die vier OG-Elemente auch getrennt werden können, aber zum anderen erst die Wechselbeziehung aller Varianten der vier zur Basis aller weiteren Entwicklung, der Geschichte, werden kann. Es geht also um die I-Seite; sie zeigt sich in der Ökonomie als die „Ii“ und „Ik“ als Interessen der „Kapital-Eigentümer“ – zum Beispiel als Zielsetzung investiver Art, oder abstrakter, als Vermehrung des Kapitals. Die Interessen der Arbeitnehmer“ (Ii, Ik) sind dagegen primär die der „Konsumseite“ und abstrakter gefasst, die individuelle Selbsterhaltung, Selbstverwirklichung,/-optimierung.

    467Die wp QM-Ordnung zeigt nun deutlich – darin schon angedeutet, dass es beides Mal um „Ii“ und „Ik“ geht – diese konkreten „I-Varianten“ können übereinstimmen (Rz). (Ig, als politische Kompromisse) oder sie können in jenen Widersprüchen (Rw), gesellschaftlichen Kämpfen stehen, welche wp als „erweiterte QM-Ordnung“ die „allgemeine“ und hier die historische Entwicklung bewirken.

    468Marx beobachtet, dass am Beginn einer Epoche die Eigentumsverhältnisse an Werkzeug, Maschinen etc.(E`) noch widerspruchsfrei mit der Herstellungssituation von Gütern verbunden waren, dass aber im geschichtlichen Prozess die Antagonismen zwischen ihnen anwachsen. Wir interpretieren das als jene anfänglichen I/E-Gleichgewichte, welche die formale Voraussetzung dafür sind, dass es zu historischen Konkretisierungen überhaupt kommen kann.

    469Die „Herstellung“ ist das Arbeitshandeln, in welches die Ziele (Ii, Ik und N/G) und die Methoden sowohl der Kapitaleigentümer wie die der Arbeitenden aufeinander treffen. Formal kommt es dabei zu Ungleichgewichten der „I/E-Relation“, weil die bislang erarbeiteten „E“, (Kapital und Konsumwaren) eine neue und meist wenig genaue oder begrenzte Zielsetzung („I“) aus der prinzipiellen freien Dynamik der I-Seite hat.

    470Dazu kommen die inhaltlich unterschiedlichen zukünftigen Produktionsziele, Erhöhung der Investitionen oder der des Lebensstandards der Arbeitenden; in der Konkurrenz-Gesellschaft haben vermittelnde Positionen prinzipiell einen schwachen gesellschaftlichen Einfluss.

    471Wp gesehen haben die Klassenkämpfe eine Variante der Eigenentwicklung, welche mit anderen Varianten in der „allgemeinen Entwicklung“ zusammenhängen. Die Unterdrückung der unterlegenen Klasse ist groß, solange die E unentwickelt sind und die prinzipiell freien „I“ zu diesen „I/E-Ungleichgewichten führen, welches beides von der Oberschicht nicht beherrscht werden kann. Je weiter die E-Entwicklung – Mittel jeder Art, auch das Wissen aller Schichten – voranschreitet, desto weniger brutal werden die Klassenkämpfe, und die Benachteiligungen der Arbeitenden und der armen Bevölkerungsschichten werden schon deshalb schrittweise beseitigt, weil das ökonomische Gesamtsystem – hier wp auf das Gleichgewicht von „E-Entwicklung“ zur „I-Entfaltung“ reduziert – sich sonst weder erhalten noch fortentwickeln kann. Übrigens zeigt dabei die wp Systematik, dass diese sozialen Auseinandersetzungen sich nicht mehr auf die nationalen Gesellschaften begrenzen. Die absolute „E-I-Entwicklung“ globalisiert diese „revolutionären“ Auseinandersetzungen und deren jeweilige wp Lösungsstrategien.

    472Jetzt seien noch einige marxistische Erkenntnisse im Bereich wissenschaftlich-philosophischer Erarbeitung wp formuliert.

    473Die Festlegung des Warenwertes als „festgeronnene Arbeitszeit“ wird von uns so analysiert, dass „die Arbeit“ als Handeln die vier OG (E,I,N,G), Neues erzeugend, in Wechselbezug sieht und der Wert der Ware (E) auf zwei I-Konkretisierungen beruht, der des Konsumenten, letztlich seinen Lebenszielen, und die I-Interessen des Kapitalisten, welche als „I/E“ die weiteren E-Entwicklungen anstreben.

    474Beides Mal wird diese abstrakte („OG“) Konstruktion durch die Inklusion in den historischen Zeitverlauf konkret.

    475Das Verhältnis „abstrakt-konkret“ ist für die WP grundlegend, als Variante „unendlich zu endlich“. In der QM-Ordnung der freien z, w, E, I, N, G zu den relationierten endlichen Phänomenen (z/w, I/N/E/G etc.) realisiert und strukturiert das alle Wissenschaften und Praxen.

    476Vom Marxismus ist hierzu als Beispiel dessen Analyse der Geldwirtschaft zu nennen.

    477„Geld“ und auch „Kapital“ sind wp Varianten der „E-Kategorie“, mit der Herkunft von den „S-Aspekten“, dem OG und von „z/w“, Rz/Rw; und in allen Phasen haben diese die gleichen Grundeigenschaften. Von denen nur einige hier relevante genannt seien. So zum Beispiel die der „E-Entwicklung“ und dem Streben nach „Vollendung“. Beim Geld und beim Kapital zeigt sich das formal als deren Anhäufung, „Akkumulation“. Inhaltlich geht es um die E-Entwicklungen als abschließende „Vollendungen“; was zum Beispiel eine Grundlage für die „Konkurrenz“ und die „Leistung“ in vielen Phasen ist.

    478Die „E“ im OG haben den doppelten Charakter, „absolut“ zu sein und damit auch „Unendlichkeits-Charakter“ zu haben. Um aber von dieser abstrakten philosophischen Ebene zu den Strukturen und Funktionen der endlichen theoretischen und praktischen Seiten der Realität zu gelangen, müssen die OG-Elemente miteinander „relationiert“ werden; hier ist das vor allem die „I/E“-Wechselwirkung; genauer („I/G/N/E“). In allen Phasen und besonders in den Technologien und der Ökonomie, der Politik geht es dann nicht nur um die E-Eigenschaften von „Kapital“ und „Geld“, sondern vielmehr um die „I-Seite“, die „Ziele“, „Verwertungen“etc. des Handelns (I zu N/G zu E); Die dabei unterschiedlichen „I“ (Ii,Ik,Ig) und deren Wechselbezüge, „Wettkämpfe“ sind die andere Basis der konkreten historischen Konkurrenz-und Leistungsgesellschaft.

    479Die „Anhäufung“ von Waren, Geld und Kapital ist das eine Ziel kapitalistischer Wirtschaftsweise. Zugleich wird dabei auch das konkretisiert, was die WP als Entwicklung der E-Kategorie begreift, hier in der ökonomischen Phase die Fortentwicklung von „Ware“ zu „Geld“ und zu “Kapital“.

    480Was Marx da philosophisch macht, ist, eine Kritik an der E-Kategorie und der E-Entwicklung zu führen, welche darin besteht, dass die konkrete Existenz von „E“ zwar wissenschaftlich genau belegt wird, aber – und hier setzt unsere Kritik an – die vom OG herrührenden „E“ sind mit den N, G und den „I-Varianten“ gleichberechtigt und wären zusätzlich und als Alternative zum „isolierten E“ zu nennen. Genau das deutet Marx in seinen Konkretisierungen umfassend an, wenn er die ökonomisch-politischen und ideologisch-philosophischen „Interessen“ („I“) der gesellschaftlichen Gruppen beschreibt; die „G, N, N/G werden übrigens in dem berücksichtigt, was Marx als „Arbeitshandeln“ ebenfalls in den Vordergrund stellt.

    481Auch in solcher Art konkreter Prozesse geht es um die wp QM-Ordnung, in der es von Rz und „G“ her zum Beispiel um die enge Wechselbeziehung der speziellen Beobachtung durch das menschliche Auge mit Hinzunahme von Geräten physikalischer Funktion geht, als „Hintergrundwissen“ fast nicht begrenzter Komplexität. Das ist nicht zu verwechseln mit den Rw- und N-Trennungen bei der „Analyse“ dieses komplexen Zusammenhanges. Sowie weiterhin die Meta-Einheit, bei der als „Rz/Rw zu N/G“ eine Entwicklungsdynamik erzeugt wird, welche über den Prozess der „Feststellung“ bei Beobachtungen hinaus geht und damit den Anschluss an die „allgemeine Entwicklung“ zeigt.

    482Es geht also stets um „I/E-Varianten“, die „Ware“ als Konsumgut hat dann ihre vielen möglichen E-Ausführungen, aber nur die „Ii“ als Interessen. Diese sind jene, welche unmittelbar mit dem Leben der Menschen verknüpft sind. Während die Kapitalgüter (Werkzeuge, auch „Natur“) mit den Ik, Ig der Gruppen, Klassen, Nationen verbunden sind, welche eben mit der „allgemeinen Entwicklung“ aller „E-Varianten“ zusammenhängt. Mit dieser Verallgemeinerung hängt auch die „Geldform“ als „E“ und „I“ zusammen, sie umfasst und vereint den Waren-und Kapitalaspekt und wird dadurch sowohl konkreter und zugleich abstrakter. Was zu einer gewissen fremden, unsicheren und kritischen emotionalen Einstellung der Menschen zum „Geld“ beiträgt.

    483Es gibt wp die drei Möglichkeiten, das „E“ (Kapital, Geld, Konsumwaren“) Rw-getrennt von den „I“ (und von N/G). Dann erhalten diese „ziellosen“ „E-Varianten“ Unendlichkeits-Charakter; das gilt natürlich auch für nicht an Mittel (E) und an Methoden gebundene Zielsetzungen („I“) und für Methoden, zum Beispiel im Denken, (N/G zu N-G) ohne Anbindung an Ziele, Interessen, Werte.

    484Die zweite Möglichkeit, die von Rz,G her, ist die Bildung von Identitäten, bei welchen „I“ zu „E“ wird, zum Beispiel Mittel zum Selbstzweck werden oder Methoden als alleinige Ziele gelten. Eine Folge davon kann ein Stillstand in den einzelnen Bereichen sein.

    485Die dritte Möglichkeit – die der „erweiterten QM“ – ist die wechselbezogene Relation „I/N/G/E“ oder „I/E“, welche durch den Wechselbezug vieler und auch verschiedener OG-Grundgrößen die Basis für die Entwicklung aller konkreter Bereiche ist. In der „allgemeinen Entwicklung“ ist „I zu N,G,E`zu E“ das Modell aller Handlungen.

    486Marx reduziert solche Arbeits-Handlungen als E-Entwicklung auf die Erzeugung von „Mehrwert“; jedoch steckt die „I-Seite“, welche sich dabei auch entfaltet als „Wert“ darin → „I/E“.

    487Für jede „Leistungsgesellschaft“ stellen sich in diesem Zusammenhang zwei Fragen: Wer ist als „Leistender“, als Produzent“ anzusehen? Und, wer bestimmt, wie und was produziert wird. Wp geht es allgemeiner um alle Arten des „Handelns“ („I-G,N,E`-E-etc.“), die der körperlichen Arbeit der organisierenden, verwaltenden Arbeit, dem Denkhandeln etc. Tatsächlich aber zeigt die QM-Ordnung, dass einerseits jene Handlungsarten durchaus zu trennen sind (Rw,N) und im Verlaufe der allgemeinen und der historischen Entwicklung immer weniger voneinander zu trennen sind; und sie „wechselwirken“(Rz/Rw) und erzeugen dadurch erst Neues. Die Trennung und daher auch die Konfrontation voneinander abweichender individueller „Ii“, gruppen-,klassenspezifischer „Ik“ und strategischer Ig kennzeichnen die Konkurrenzmechanismen der Leistungsgesellschaft.

    488Wir analysieren das tiefer, wenn wir die Handlungsgrößen „I“, „N“, „G“ und „E“ in ihren Entwicklungsmöglichkeiten einzeln betrachten, sowohl von S/R her wie innerhalb der endlich seienden Vielfalt. Dann können zum Beispiel die Arbeit an der Natur als „S/R zu Ii/Ei“ angesehen werden, also als E-Wissen über die Natur und I-Ziele beim Verändern der Natur.

    489Bei der Schaffung von Mehrwert überlässt der Kapitalist diesen nicht dem Arbeitenden als Lohn und also als Konsumware, sondern nutzt ihn für gesellschaftliche Investitionen in einem weiten Sinne. An dieser Stelle fragt auch die WP, wie wird in dieser sich stellenden gesellschaftlichen, individual-und sozialpsychologischen und politisch-historischen Problematik zu verfahren sein?

    490Es geht um das Verhältnis von „Konsum zur Investition“. Also um eine grundlegende Abstimmung zu den beiden Basis -Relationen, das „E“ zu „I“-Verhältnis im Zusammenhang mit den variantenreichen und sich ständig entwickelnden E- Konkretisierungen mit den relativ wenigen I-Varianten, die hier wichtig sind. Das sind die individuellen Ii, die Ik der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber sowie die weitreichenden strategischen Zielsetzungen, aber auch die Normen und Werthaltungen der jeweiligen Gesellschaft (Ig,w).

    491Auch von Seiten der WP bieten sich da einige Möglichkeiten der „Abstimmung“ an. Zum Beispiel das Markt-und Konkurrenzverfahren, in welchem formal die Gleichgewichte – und der Entwicklungsschritt – dadurch zustande kommt, dass Konkurrenten maximalerweise ihre spezifischen Eigenschaften gegeneinander ausspielen. Das beruht auf dem Rz/Rw- und N/G-Modell. Inhaltlich geht es zum Beispiel um die Interessen an der E-Erweiterung (Gewinn, Kapital) und den „I-Interessen (Lohn, Konsum). Da beides eng zusammenhängt (Kapital-I, Konsumwaren-E) weist das auf das wp „I/E-Modell“, welches in solcher nicht einfachen Wechselbeziehung steht.

    492Diese Erscheinung, dass Kapital-Investitions-Interessen und die Interessen (Ik) der Lohnseite in Wechselwirkung stehen, erkennt man auch daran, dass in entwickelten Gesellschaften sich keine Investition „lohnt“, wenn der Lohn und der Konsum zu gering wird. Oder, komplizierter, wenn die Menge und Qualität der Konsumwaren nur aus investiven Interessen anwachsen, aber der Konsument diese Waren nicht mit seinen – übergeordneten Ii (Lebenswünschen) vereinbaren kann. Die Überlegenheit im Konkurrenz-Modell ist eben „wechselweise“.

    493Wie kann eine moderne Gesellschaft zugleich diese Widersprüche zwischen Lohn und Kapital und ihre Gemeinsamkeiten, gegenseitigen Abhängigkeiten haben? Das gilt wp allgemein für alle gegensätzlichen „I-Varianten, hier in einer derart erweiterten Konkurrenzgesellschaft. Ein weiterführender Ausweg aus den gegenseitigen Blockierungen und dem gegenseitigen Vernichtungswillen – so in den national geführten Kriegen und so in den ökologisch unerforschten Gegensätzen zwischen Natur und Kulturtechniken – ist es, wenn man zwar die „Wechselwirkungen“ (QM) als formalen Entwicklungs-Antrieb nutzt, aber zugleich – als „erweiterte QM-Ordnung – auf „inhaltlicher Seite“ die differierenden „Ii,k,g“ nicht nur abgleicht, sondern mit den möglichen weiteren „E-Entwicklungen“ gemeinsam zu neuen „I/E“ führt, vor allem aus deren objektiv wirkender doppelter Dynamik; genau das ist der praktisch-konkrete Entwicklungsschritt, welchen die „erweiterte QM-Ordnung“ in der „allgemeinen Entwicklung“ gewissermaßen „objektiv“ präferiert.

    494Die WP weist die E-und G-Entwicklung zu ihrem eigenen Stadium, nämlich der „Vollendung“. Diese abstrakte Variante des unendlichen Selbstbezugs verbleibt in ihren einzelnen Konkretisierungen nicht im Unendlichen, sondern wird endlich (QM von „z-w“ zu „z/w“). Das als die Spezifik der jeweiligen Phase; hier in der ökonomischen und gesellschaftlichen Phase ist es das „Geld“, das sich mit seinen abstrakten E-Existenz-Eigenschaften unbegrenzt zu vermehren sucht, ohne seine Eigenschaften weiter zu entwickeln.

    495Die historische Situation des arbeitenden Menschen wird im Begriff „Entfremdung“ von Marx zusammengefasst. Dazu gehört der freie Markt, auf dem die Arbeitskraft gekauft wird und das Konkurrenzsystem, welches die Seinesgleichen (G), ob Kapitale oder Arbeitende, oder Kapitalisten vs. Lohnarbeiter gegeneinander und alle gegen die Natur und die Techniken ausspielt (N). Diese Betonung der N-Kategorie, und die Vernachlässigung der für die Entwicklung wichtigen „N/G“, Rz/Rw sowie die Kappung der prinzipiell freien „Ii“ zeigt sich auch im allgemeinen Handlungsprojekt („I-N,G,E´-E“).

    496Die Arbeitsteilung beruht auch darauf, dass jeweils viele Handlungs-, Arbeitsarten vereint werden. Das heißt, es gibt unterschiedliche Ei (Wissen, Können) und Ii,k,g, welche beteiligt sind, und welche Ii und Ii zu Ik und zu Ig in Konkurrenz stehen müssen, um den Erfolg des Arbeitens zu erreichen.

    497Wie lässt sich solche „Entfremdung“ beseitigen? Durch die allgemeine E-Entwicklung – das Wissen der Gesellschaft, technologische Mittel-Entwicklung, alles und alle einschließender Reichtum – wird es möglich, die vielen I-Varianten zu „I/E“-Gleichgewichten zu führen.

    498Eine Beurteilung der Marx`schen Systematik durch die WP kann zum Beispiel betonen, dass es formal möglich ist und darum geht, die „allgemeine Entwicklung“ in allen Phasen – Technologien, Gesellschaft etc. und auch in der Philosophie – durch menschliches Handeln, Arbeits- und Denkhandeln, weiter auszuarbeiten. Im Methodischen gehört dazu, dass die Vielfalt der abstrakten Methoden, hier beispielsweise die Dialektik (N/G), durch die WP eine enge Verbindung mit den Abläufen in der Natur und der Gesellschaft hat. Auch die betonte Nutzung der „Kritik“ als Negation (N) wird in der Entwicklung immer wichtiger.

    499Etwas konkreter, man kann die marx`sche Kritik an der Religion wp so einordnen: Es gibt in der „Realität“ die Phasen der „Natur“, davon separierbar die Wissenschaften und es gibt in deren wp Analyse die vier OG-Elemente. Marx beachtet jeden dieser Bereiche und stellt dabei vor allem die „I-Kategorie“ des OG in den Vordergrund, die Ii, Ik, Ig. Der marx`sche, wp gewendete Vorwurf in der Kritik an der Religion ist dann, dass diese nur das spezielle Denkergebnis der drei E-,G,-N-OG-Elemente ist. Wodurch das Fehlen der „I-Kategorie“ als unendliche in ihrer Konkretisierungsmöglichkeit fehlt. Das – durchaus konsequente, weil diesen drei Grundgrößen eingeborene Eigentümlichkeit der Statik, unendlicher Existenz etc. – Beharren auf E-G-N allein verhindert die Bildung von „N/G“ und „I/E“ und damit das weitere Fortschreiten der menschlichen Gesellschaft.

    500Die auch von Marx vorgeschlagene „Abschaffung des Privateigentums“ berührt zwei wp Überlegungen. Zum einen geht es um das Verhältnis der „Ii“, der Willensbildung, den subjektiven Interessen, welche mit dem privaten Eigentum („Ei“) eng verbunden sind, im Verhältnis zu den Ik und Ig,w, den Zielsetzungen der Kollektive, zum Beispiel als Ziel die Entwicklung der E-Seite.

    501Wp sind alle „I-Varianten“ prinzipiell eng und wechselseitig verbunden. Das Wechselverhältnis aller „I-Arten“ erzeugt und beschleunigt die „allgemeine Entwicklung“. Die I-Entfaltungen hängen aber letztlich von den E-Entwicklungen ab. Das betrifft nicht nur die Konsum- und Produktionsgüter, sondern auch das individuelle und gesamtgesellschaftliche „Wissen“.

    502Marx, der Historische Materialismus, geht über die Frühsozialisten und über die Sozialisten insgesamt hinaus, wenn er die „notwendige“ Entwicklung zum Kommunismus behauptet. In aller Kürze: Die sozialistische Position geht von der durch die bürgerlich-kapitalistischen Standards geschaffene historischen Lage einer Gesellschaft aus. Und macht es sich zur Hauptaufgabe, den zu kurz gekommenen Menschen Hilfen anzubieten. Es geht darum, möglichst allen „Gleichberechtigung“, daher „Demokratie“ und „Gerechtigkeit“, daher „Rechtsstaat“, zu verschaffen, und bisher defizitäre Bereiche auszugleichen.

    503Der Kommunismus hat diese sozialistischen Ziele zur Basis, fügt dem jedoch auch die historischen Aufgaben des Kapitalismus und der bürgerlichen Zeit jetzt noch als eigene Aufgabe hinzu. Das sind vor allem die ständige Erweiterung der E-Varianten – Wissen, Technologien, Reichtum etc. – tendenziell und als Ziel die „Vollendungen“, wenn auch nur in Details. Dazu gehört beispielsweise auch die Vollendung der Globalisierungen und der Individuierungen in allen Bereichen und Phasen. Marx fasst das zusammen, wenn er sagt, dass die innere Mechanik des Kapitalismus deshalb zum Sozialismus führt und die Abläufe im Sozialismus zum Kommunismus, weil es um unaufhaltsame E-Entwicklungen geht – „die fortschreitende Mehrung und Konzentration des Kapitals“ – und die historisch-gesellschaftliche Durchsetzung der freien „I-Kategorie“ in allen Bereichen – als Gleichwertigkeit aller „I“ (Demokratie und ökonomische Versorgung) und die Gleichwertigkeit der „Ik“-Klassen-Interessen. (politische und ökonomische Aufwertung der Arbeitenden).

    504Darin besteht die durch Marx und andere beobachtete Weiterentwicklung der „Wissenschaften“. Abstrakt kann das als „Erweiterung der QM-Ordnung“ als „notwendig“ und konsequent in der „allgemeinen Entwicklung“ angesehen werden. So als gleichmäßige Zunahme der Rw-Freiheiten – als Ii, Ei – und der Rz-Zusammenhänge global-gesellschaftlicher Art.

    505Mit der WP ist dann auch die traditionale Konfrontation zwischen bürgerlich-kapitalistischem „Antrieb“ für die E-Entwicklung mit den sozialistischen gerechten und gleichmäßigen Verteilungen (gleiche Interessen der Ik) beseitigt. Tendenziell werden wp die E- Entwicklung als gesellschaftliche I-Ziele anzusehen sein und der „I/E-Wechselbezug“ dabei wird E-Vollendungen neue „I“ erzeugen lassen.

    506Der konkrete historische Übergang ist schwierig, er ist durch Krisen gekennzeichnet, welche zum Beispiel auf der E-Seite als Verlust von Kapitalien (Finanzkrisen, Kriegsverluste etc.) und auf der I-Seite als Übernahme der politischen Strategien (Ig) durch die Mehrheit der Arbeitenden wahrzunehmen ist. Der Übergang zum Kommunismus rückt diese unbegrenzten I-Freiheiten (Ii und Ik,g,w) in den gesellschaftlichen und historischen Mittelpunkt.

    507Marx rückte die „I-Kategorie“ in den Schnittpunkt der „Philosophie mit den Wissenschaften“, solchen von Gesellschaft und Kultur. Bei Marx etc. zunächst mehr die Iw,g,k“; die Freiheit der „Ii“ waren einerseits noch der bürgerlichen Zeit und dann als E-vollendete Basis der kommunistischen Zeit zugeordnet.

    508Durch den Einfluss der I-Kategorie wird wp alles neu fundierbar, sowohl im I/E-, I/N/G/E-Zusammenhang wie auch die Naturwissenschaften einbeziehend: Die R-und S/R-Aspekte. Die WP versucht nun einerseits die Naturwissenschaften und die Mathematik durch die S-und R-Aspekte einzubeziehen und diese – über die „allgemeine Entwicklung“ – mit den anderen Wissenschaften zu „versöhnen“. Das gilt auch für das Verhältnis zu anderen philosophischen Ansätzen, bei denen zum Beispiel der „Pragmatismus“ mit dem Handlungsbegriff und damit mit den „I-Kategorien“ verbunden werden kann; oder der Existentialismus mit seinen „Emotionalitäten („I/E“) u.ä.

    509In der Philosophie – und dann gründlich in der WP – sollte „Theorie“ mit „Praxis“ vermittelt werden. Das betrifft dann auch alle „Phasen“, Wissenschaften, voran die der „Subjektivität“. Wir reduzieren die theoretische Seite auf die acht Grundgrößen, sowie auf die QM-Ordnung“ und damit auf die „allgemeine Entwicklung“.

    510Die „Vermittlung“ zu den Praxen geschieht über die formale, abstrakten Wissenschaften, die Mathematik zum Beispiel, und über die speziell abstrakten philosophischen Disziplinen wie die Metaphysik, Ontologie, Methodologie, Erkenntnistheorie und andere.

    511Genauer besehen, ist der Unterschied dadurch auszumachen, dass die theoretische Seite als Beziehung Rw und N hat, und die praktische Seite wirkt mit den Interaktionen der Rz,G und Rz/Rw, N/G sowie „I“. Die I-Funktion kommt dadurch zum Einsatz, dass in der allgemeinen Wechselbeziehung die Subjektivität und die gesellschaftlichen Wissenschaften in den Vordergrund treten. Hier zeigt sich die verwirrende Komplexität, was aber unumgänglich ist.

    512Die drei wichtigen philosophischen Richtungen, der Marxismus, der Pragmatismus und die Existenzphilosophie haben es gemeinsam, dass sie die wp „I-Kategorie“ und damit die vielen Arten der „I/E-Relationen“ zum Zentrum haben. Fordert der Pragmatismus (Apel) eine „Vermittlung zwischen Theorie und Praxis“, so leistet das die WP, wenn sie mit dem Handlungsprojekt die drei QM-Möglichkeiten der Relationen der vier OG-Elemente zur Grundlage hat. Zur theoretischen Basis der Wissenschaften gehört – neben den S-und-R-Aspekten – die Rw-getrennten E-I-N-G; und zur Basis jeder Art des „Handelns“ und damit der Praxen gehört die unendlich enge und erzeugende „E/I/G/N“-Kohäsion (Rz). Die QM-Erweiterung („Rz/Rw“) vermittelt beides und konstituiert damit die – auch philosophisch gesuchte – konkrete Realität.

    513Der Pragmatismus geht von „Handlung“, „Handlungsfolgen“ aus. So kann man zum Beispiel die Begriffserklärung und den Bedeutungsgehalt eines Begriffes mit dem Handlungsablauf verbinden. Die WP macht nun zweierlei, sie reduziert Handlung auf die vier OG-Elemente und unterstellt diese der QM-Ordnung, was heißt, die E, I, N, G lassen sich getrennt und vereint gebrauchen. Und, alle Phasen, Einzelwissenschaften und ihre Praxen sind auch „pragmatisch“ konstituiert, weil diese OG-Elemente die Basis der „Realität“ ist. Aber das – nun eben durch die mögliche Abtrennung und damit das Betonen der I-Funktion zum Beispiel als menschliche Zielsetzungen, Motivationen, Interessen – Besondere am Pragmatismus zeigt die Unterscheidung zu anderen alltäglichen, wissenschaftlichen und philosophischen Bereichen; welche denkbar und etwaig E, G,N und deren Wechselrelationen oder die ganze Einheit „I/E/G/N“ oder alle möglichen Kombinationen daraus als Basis haben, also die subjektiven „Ii“ oder die Ig weniger betonen.

    514Peirce sagt, „die Klärung von Begriffen“ und des „Sinnes von Überzeugungen“ erfolgt „durch experimentelle Auseinandersetzungen mit der Wirklichkeit“ und „von Vorstellungen ihrer denkbaren Wirkungen“. Diese Maximen des Pragmatismus sehen wir als die Nutzung von „Handlungsarten“ (I-E`,G,N-E), hier der experimentellen Arbeit und auch speziell als „Gedankenexperiment“, dem Denkhandeln. Es werden sogar die „Verhaltensgewohnheiten“ heran gezogen, um „Begriffe“ und „Überzeugungen“ philosophisch zu erfassen. Auch im „Verhalten“ kann man die Wechselbezüge zwischen individueller Motivation (Ii), gesellschaftlichen Ik,g zu den vielen dabei gebrauchten „Hilfsmitteln“ (E) und Methoden (G,N) wieder finden.

    515Eine für den Pragmatismus zentrale Grundhaltung, ist, die Hypothesen und die daraus stammenden Arbeits-Forschungsergebnisse aus den kommunikativen Prozessen der „handelnden“ Personen abzuleiten. Die WP analysiert das einerseits als das Zusammenspiel der verschiedenen Ii und Ei der einzelnen Arbeitenden und als Bildung neuer Eg und auch Ig, also zu neuen „I/E“. Das wird im Handlungsprojekt als Trennung, Unterscheidung (Rw) der individuellen Interessen („I“) und Wissenslagen („E“) im Verhältnis zu deren Gemeinsamkeiten (Rz) generalisiert. Die dabei mitbedachten Unendlichkeiten jener OG-Elemente kann man, als abstrakte Basis, in ihrem Aufeinandertreffen als einen„objektiven“, „wahren“ Charakter der endlichen Entitäten ansehen.

    516Die WP sieht die „Induktion“ als einen Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“, jener von der Endlichkeit (z/w, I/E zu N/G) hin zu den unendlichen vier OG-Elementen; die „Deduktion“ ist der – durch die QM-Ordnung fundierte – gleich wichtige umgekehrte Schritt, vom OG als vollendeten Endergebnis zurück in Richtung S/R-Pol; als maximale Reduzierung (Rz), dem ebenso in der Unendlichkeit der S-und R-Aspekte „vollendeten“ Beginn der „allgemeinen Entwicklung“.

    517Die Abduktion schließt „von dem Resultat und der Regel auf den Fall“; das ist wp ein „Verinhaltlichung“ der Deduktion, welche der Bezug von den vier OG-Elementen ist – und deren absolute und vollendete Abstraktheit jene umgangssprachliche Fassung als „Regel“ und „Resultat“ hat – zu den Inhalten der Endlichkeiten („I/E“, z/w etc.). Dazu muss aber nun unbedingt die menschliche Subjektivität hervorgehoben werden, und mit dem OG-Pol und der Dingwelt und deren S/R-Pol auf einer Wechselwirkung erlaubenden Ebene gesehen werden.

    518Die hier entscheidende Fähigkeit der Subjektivität ist die „I-Kategorie“ im OG, welche als unbegrenzte kreative Erzeugung von neuen Ei durch Ii die „allgemeine Entwicklung“ weiter voran treiben kann; ontologisch wird das E4 (im OG) und E5 (als „Realität“) dadurch zu E6 erweitert.

    519Dies wird bei jeder alltäglichen und wissenschaftlichen „Hypothesenbildung“ angewendet. Denn in diesen geht es nicht nur um formale Seiten der Weiterentwicklung, sondern um die Neuerzeugungen inhaltlicher Art. Das Subjekt vermag es, mit seiner willentlichen Zielsetzung (Ii) in der Kombination der verschiedenen Handlungs-Arten „Neues“ zu erzeugen. Weil es dabei noch um weitere komplexe Relationen geht – zum Beispiel auch das Zusammentreffen der unendlichen Kategorien und Entitäten natürlicher Art (S/R-Pol) mit dem unendlichen geistigen OG-Pol, als die Erzeugung der Endlichkeit – unterliegen die endlichen Schlussfolgerungen der „Wahrscheinlichkeit“; es ist das wiederum eine Variante der „z-w zu z/w zu etc.-Einheit“, der erweiterten und erzeugenden QM.

    520Doch zurück zu Peirce, seiner Gestaltung der Semiotik wird wp den „Zeichen“ die Basis N, G und z, w gegeben. Alle Arten von Zeichen können auf diese reduziert werden. So verweist zum Beispiel Peirces Einsicht, dass es die dreistellige Relation gibt, auf die drei QM-Optionen: „z-w, „z/w“ und die Einheit „z-w zu z/w“ sowie auf N, G, N/G und die Einheit „N, G zu N/G“. Die Letzteren, beziehungsweise eigentlich die Kombination als Wechselwirkung aller dieser einfachen Komponenten und Relationen – die QM-Erweiterung – sind der Ausgangspunkt der „allgemeinen Entwicklung“. Deren Bedeutung und Bestimmung dieser Entwicklung zeigen sich hier darin, dass aus den unendlichen, einfachen, selbstbezogenen Zeichen durch komplexe Relationierungen alle Entitäten und Prozesse der Endlichkeit werden.

    521Peirce unterscheidet in der Semiotik „Zeichen“ von dem „Gedanken“, der das Zeichen „interpretiert“ und von dem „Objekt“, welches bezeichnet wird. Diese drei haben „Verbindungen“ miteinander. Das ist ein Beispiel für die QM-Dreiheit in der WP; bei der die „idealistische“ Ansicht durch die Rw-und N-Trennungen fundiert werden. Es sind die unendlichen S-und R-Aspekte und die OG-Elemente („Zeichen“), die dann in endlichen Wechselwirkungen, bei denen die „Interpretationen“, die Handlungstätigkeit des Subjektes im Denken-, Sprech-, Arbeits-Handeln die Verbindungen (Rz,G) der Objekte mit den Zeichen herstellt.

    522Der philosophische Pragmatismus wird als Handeln von W.James nicht mit einem „allgemeingültigen Wahrheitskriterium“ – bei uns vor allem „E“, „G“ und „N“ und auch Denk-,Sprech- Arbeit etc.-Handeln gehört dazu – verbunden, sondern sie sind „Ausdruck praktischer Interessen des „Subjekts“. Stützte sich pragmatische Maxime von Peirce für die Klärung von Begriffen vornehmlich auf die Vorstellung der denkbaren Wirkungen dieser begriffenen Dinge, so stellt James nun die Eigenschaften des Menschen in den Mittelpunkt. Wp sind das das „Handeln“(„I-N,G,E´-E-etc.“), wobei wir nun die OG-Elemente (E,G,N) nicht nur um die „I-Kategorie“ ergänzen, vielmehr die „I-Seite“ der Realität als Ausdruck der menschlichen Subjektivität betonen. Die hier noch übliche Konfrontation von „Erkennen und allgemeingültigem Wahrheitskriterium versus Handlungen und praktischen Interessen“ wird dadurch wp vereint, dass die „I-Kategorie“ in beiden zu finden ist. Die Meinung, Wahrheit sei „Bewährung in der Praxis“ deutete das schon an. Die Hervorhebung des erzielten Nutzens für das Subjekt betont zwar die Ii im Handeln, vernachlässigt aber die Möglichkeit aller anderen „I-Varianten“ (Ik,g,w) sowie auch die „E-Seite“ und die Methodik (N,G). Wenn James meint, dass es je nach einzelnen Lebensumständen und Interessen verschiedene „Wahrheiten“ nebeneinander gibt, und dass wissenschaftliche Abstrakta nur deshalb „wahr“ sind, wenn sie für den „individuellen Lebensvollzug“ befriedigend sind, dann betont James das neu entdeckte „Ii“, vernachlässigt jedoch jene anderen Grundgrößen, welche nur in ihrem Zusammenspiel die wp allgemeine Fundierung (S/R bis OG) zeigen lassen.

    523J.Dewey weitet den Pragmatismus und das Handeln auch auf das „Erkennen“ aus. Das ist der Schritt von den praktischen Handlungsarten zu den theoretischen. Die WP vereint beides; zum Beispiel in ihrem Begriff der „Phasen“. Die für beide gemeinsame Grundlage sind die Entwicklungszusammenhänge der vier physikalischen Grundgrößen (Sz, Sw, Rz, Rw) mit den vier OG-Elementen; in den Konkretisierungen sind alle acht nachweisbar. Aber man kann sie auch trennen (Rw,N im QM). Dann gehört zum „Erkennen“ Ii/Ei und die ebenso vielen Methoden zum Erkennen, Denken, die sich auf N und G stützen. Durch den Einbezug der I-Kategorie als Zielsetzung (Ii) des praktisch und theoretisch arbeitenden Menschen werden beide Phasen-Bereiche verbunden.

    524Dewey versucht, mit dem Verständnis und dem Vollzug der Wechselwirkung zwischen den Praxen und den Theorien der Phasen – so die der Pädagogik – das weiter auszuarbeiten. Das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“.

    525Wie kann man zum Beispiel auch „Kant“ weiterentwickeln? Der Neukantianismus, A.Lange bezieht in seiner „Geschichte des Materialismus“ Kant auf die Naturwissenschaften, auf die Physik: Ihre mechanistische Denkweise sei so notwendig wie Kant es mit seinem a priori sieht. Wp gesehen, kann das a priori als die OG-Kategorien E, G und N verstanden werden. Das „I“ und die S-und R-Grundgrößen fehlen aber noch. Aber sie sind es, welche den Fortschritt der Philosophie und der Wissenschaften erklären helfen. Die damalige mechanistische Physik stützt sich in ihrer begrifflichen Analyse auf E, G, N. Die moderne Physik und ihre erkenntnistheoretische Erklärung muss zum Beispiel auch die Ii des Forschers und die gesellschaftlichen Ig hinzuziehen.

    526Von Kants Standpunkt des Idealismus kann man die Natur und die Naturwissenschaften letztlich doch von allen anderen Wissenschaften und philosophischen Bereichen separieren, sowie jene OG-Elemente voneinander trennen und sogar das „I“ davon als eigenständig ansehen. Die „I-Kategorie“ sieht Kant in seiner Ethik im Zentrum und diese unabhängig von E .

    527Kant plädierte noch für eine Wechselbeziehung von Verstand und Sinnlichkeit. Deren idealistische Trennung (Rw,N) wird aber von der logizistischen Marburger Schule (Cohen, Natorp, Cassirer) einseitig als die Bevorzugung von „Erkenntnis als reines Denken“ verstanden. Die Einzelwissenschaften hatten ihre Fortschritte dadurch erreicht, dass sie ihre Methodik überzeugend mit der klassischen Logik, der Empirik und damit mit den getrennten E-G-N verbanden. Der Mechanizismus in den Naturwissenschaften hatte in vielen Techniken und in deren alltäglichen Erfolgen gesellschaftlich überzeugen können.

    528Wenn Kant meinte, „dass wir von den Dingen nur das a priori erkennen, was wir selbst in sie legen“, dann ist dieser „Kreisschluss“ nichts anderes als eine der Wechselbeziehungen zwischen den vielen Phasen, ihren konkreten und theoretischen Seiten, und das in der „allgemeinen Entwicklung. Aber die WP analysiert und verdeutlicht das noch treffender, wenn sie zwar die Übergänge eher „formal“ als „Rz/Rw-Vorgang“ sieht, aber die „inhaltlichen“ Entwicklungswege von den S/R der Natur zu den alle abstrakten Grundgrößen vereinenden „Subjekten“ und von diesen zu den OG-Elementen geht.

    529Cohen meint, Erkenntnis aus dem „Ursprung“ ist nur möglich, wenn der Erkenntnisgegenstand vom Denken selbst produziert wird“; das ist eine Annäherung an die „allgemeine Entwicklung“. Der Gegenstand hat seine physikalischen „S/R-Seiten“, die hat auch das denkende Subjekt und nur so ist der Zusammenhang möglich.

    530Als jener Übergang, der nun seine Fortsetzung im Subjekt findet und zwar auf mehrfache Weise. Zum einen werden im Hirn aus den Rz,Rw, Rz/Rw die „Ii“, die G, N und E, welche jetzt im Denken und zum Beispiel im Sprechen den Gegenstand verbegrifflichen. Zum anderen kann der Mensch handelnd („I/N/G/E`zu E“) den Gegenstand noch auf viele weitere Arten erfassen und verändern – und damit die „allgemeine Entwicklung“ ein Stück weiter bringen; in potentiell vielen (Rw) und unendlich kleinen (Rz) Schritten.

    531Beim Bemühen um „Denkgesetze“ im geistigen Handeln wird von Cohen beispielsweise der „Widerspruch“ genannt; wp ist das „N-G“, „I – E“ und alle weiteren einzelwissenschaftlichen Ausprägungen, sie alle von „z-w“ her.

    532Die „Gesetze“ der Mathematik werden von der WP ebenfalls auf die z,w, beziehungsweise auf Rz, Rw, Rz/Rw zurückgeführt. Über die zugehörigen „Sz/Rz, Sw/Rw ist die Mathematik mit allen Naturwissenschaften verbunden. Während die „Methodik“ – analog zur Mathematik – die aus den R-Aspekten entwickelten N, G, E, in deren Trennung und Kombination – ihre Grundlage hat.

    533Wenn Cassirer im „Symbol“ den universellen Ausdruck der kulturellen, geistig-schöpferischen Tätigkeit sieht, dann ist das wp ein „Ausweg“ der Fixierung auf „N-G-E“ als – noch verdeckte – Nutzung der „I-Kategorie“ sowie der „I/E“ etc. Denn das „Symbol“ steht für „Sinn“, „Bedeutung“ und ähnliche sprachliche Deutungen, denen gemeinsam ist, dass sie Ig und Ii/Ig enthalten. Welche Normen, Zielsetzungen jeweils gemeint sind, ist eine kollektive Konvention.

    534Dennoch besteht bei diesen Verabredungen gesellschaftlicher Art die Absicht, die Vorteile der formalen Zeichen – ob als symbolisch gemeinte Worte, Gesten, Bilder, Neurosen, Künste – zu nutzen. Die Komplexität und Wechselbeziehung zu anderen Phasen eröffnenden „I/E-Relationen“ werden so maximal verkürzt wie das zum Beispiel in der Mathematik (Rz,Rw) und in N,G,E vollendet wird.

    535In der Südwestdeutschen Schule wird neuerweise damit auf Kant zurück gegriffen, dass wieder die „I-Seite“ hervorgehoben wird. Windelband sieht die Philosophie als „kritische Wissenschaft von den allgemeingültigen Werten“. Die WP hebt dann die Übergänge (Rz/Rw, N/G) zwischen „Philosophie“ und „Wissenschaft“ hervor und zeigt, dass die R-und I-Seite („allgemein“, „Werte“) in dieser Verbundenheit ureigen sind und sie die „allgemeine Entwicklung“ voran treiben, die Hauptwirkung von „Kritik“ (Kant).

    536In seiner werttheoretischen Überlegung zeigt Rickert ein „Wertsystem“, das auf einer Aufteilung in „Objektwelt“ und „Wertwelt“ beruht. Es geht ihm dabei um die „Objekte“, „Gebiete“ Logik, Ästhetik, Mystik, Ethik, Erotik, Religion. Wir fassen diese Gebiete zusammen, als Psychologie, Sozialpsychologie (Erotik, Mystik) und zeigen deren Nähe zur Ethik, Ästhetik, Religion. Die QM-Ordnung erlaubt beides, solche Trennungen und Zusammenfassungen, wenn wir darin die Rolle der „I“, als Ii, Ik,g und deren Verhältnis untereinander sowie zu den konkreten E-Seiten zeigen. Da geht es in der „Logik“ um die „Wahrheit“, welche eng mit den Ig-Wertungen verbunden ist. In der Ethik geht es ebenfalls hauptsächlich um Ik,g der „Sittlichkeit“. Die weiteren „Werte“ – in der Ästhetik die „Schönheit“, in Religion die persönliche Heiligkeit und in der Mystik die „unpersönliche“ Heiligkeit sowie in der Erotik die „Glücksgemeinschaft“ werden von uns in der Psychologie als komplexe „I/E“-Kombinationen beschrieben.

    537Neben dieser konkreten – praktischen – Erfassung weist Rickert auch auf die abstrakte Analyse durch „Wissenschaft“, „Kunst“, „Gott“ und „Gemeinschaften freier und verbundener Personen“ hin; wir analysieren das mit Hilfe der Einzelwissenschaften und deren Begriffe aus den OG-Elementen. Rickert erkennt, dass solche Abstrahierungen auch wieder auf die menschliche Subjektivität bezogen werden müssen. Diese wichtige Verbindung der Phasen zeigt er in deren „Wechselwirkung“ als die Methoden, so als „Urteilen“ (Ii,Ig), „Anschauen“ (G) und „Zuneigung“ (I/E), „Vergottung“ (G und G/E), und er verweist auch auf den „I/G/N/E-Zusammenhang“, wenn er der Ethik die Methode des „autonomen Handelns“ zuschreibt.

    538Es geht uns also einerseits um die Kombinationen der abstrakten E, I, N, G; und auf der konkret-praktischen Seite der Phasen geht es um die vielen Konkretisierungen der OG-Elemente in individuellen und gesellschaftlichen Lebenssituationen zum Beispiel.

    539In Rickerts System schreiben wir dessen „Objektwelt“ das „E“ zu und der „Wertwelt“ dort die „I-Seite“. Die „I/E-Relation“ ist an die Subjektivität gebunden, vereint zum Beispiel „in der Welt der Sinnverwirklichung“(Rickert).

    540Windelband und Rickert beschäftigen sich weiterhin mit der Unterscheidung von Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft. Wenn von ihnen der Naturwissenschaft das nomothetische „Suchen nach allgemeinen Gesetzen“ zugesprochen wird und der Geisteswissenschaft die jeweils besonderen Tatsachen, vor allem die historischen. Und bei Rickert spielt dann noch der „individualisierend wirkende Wertgesichtspunkt“, dann sehen wir in solcher nomothetischen Sicht die Rw-Trennung, welche sowohl Unendlichkeiten wie auch statische Unveränderlichkeit mit sich bringt. Das betrifft alle acht Grundgrößen in ihrer Unverbundenheit. Das dafür verantwortliche Sw und Rw – sowie „N“ – wird in der „allgemeinen Entwicklung“ durch Sz, Rz und G abgelöst. Die dadurch in den Vordergrund tretenden Relationierungen, von „Sz/Rz“ bis zu „I/E/N/G“, erzeugen bei diesem Übergang in der „allgemeinen Entwicklung“ alle endlichen Phasen.

    541Wie erklären wir die Eigenschaften von „Wert“ (Ii,g,w)? Von den R-Aspekten her, von deren Rz-Verbindungsmöglichkeit zu „E“, und von der Rw-Möglichkeit, „I“ von „E“ zu unterscheiden. Die Phasen und die philosophischen Disziplinen werden ebenfalls durch „R“ und durch „I“ vereint, abstrakt und in praktischen Beziehungen. In der Natur geht es um die elektromagnetischen Felder. Sie sind unendlich/unbegrenzt, dynamisch, frei in ihrer Gerichtetheit; wp wird diese Richtung als „Rw“ gefasst; und die Kraftseite der Elektrodynamik sei „Sw“. Das alles scheint zunächst die „Subjektivität“, deren Denkarbeit, Forschung etc. hier, nicht zu berühren. Aber die aus den „S/R“ entstehende „allgemeine Entwicklung“, auch die historische, erhält jene geschilderten Eigenschaften: Aus den Rz wird G und aus Rw wird N und aus „Rz/Rw“ wird „E“; „I“ ist die Zusammenfassung beider freier etc. R-Aspektarten. Damit hat „I“ auch jene Sonderstellung gegenüber E, N, G. Es ist die Metaebene, auf welcher die „Subjektivität“ ihre speziellen Vorzüge gegenüber „Natur“ und „abstraktem Geist“ zeigt.

    542Im 19.Jahrhundert wird der „Aufstieg der Naturwissenschaften“ methodisch von der Basis des „Empirismus“ getragen; das ist wp die E-Seite und der Gegensatz von „G – N“: Also das Subjekt identifiziert etwas – noch so komplexes, dynamisches – als „endlich“ Existierendes (E) und setzt es mit dem Erkenntnisvorgang „gleich“ (G); was zugleich die „Ablehnung“, „Abtrennung“ von „N“ meint. Diese unterkomplexe bedenkenlose Annäherung an die Realität ist ein notwendiger Entwicklungsschritt. Der hat seine starke Überzeugungskraft von den isolierten E, G und N; damals schon seit jeher als „metaphysisch“ verehrt und im im OG teilweise rehabilitiert.

    543Wenn nun vom Neukantianismus kritisch versucht wird, die Metaphysik mit Hilfe der Empirik induktiv aufzubauen, dann führt das zum Kreisschluss (die Induktionsmethode setzt alles Endliche, E, G-N, Subjekt voraus), weil dabei weder die physikalische Seite der Dinge noch die psychologische der Subjektivität bislang genauer analysiert waren.

    544Die abstrakte wp Überlegung, wie man von den S-und R-Aspekten zum OG kommt, wird bei Fechner konkreter, wenn er in seiner „Psychophysik“ die Wechselwirkung zwischen Psychischem und Physischem untersucht. Er nimmt einen „Parallelismus“ beider Phasen an.Wir erklären es genauer aus der wp „allgemeinen Entwicklung“, in welcher die materiellen Kräfte und Funktionen („S/R“) derart sind, dass sie in ihren zentralen Eigenschaften – so zum Beispiel auch ihre Raumzeitlichkeit („Rz zu Rz-Rz/Rw-Rw zu Rw“) – den Entwicklungs-Übergang von den R-Aspekten zum OG und damit zu den Begriffen schaffen kann.

    545Fechners Überlegungen zur Wechselwirkung zwischen Physischem und Psychischem und seine Annahme von „Beseeltheit“, nicht nur beim Menschen, sondern in der Materie als übergreifende „Metaphysik“ und damit in allen „Einzelwissenschaften“ und damit der Versuch einer „Gesamtdeutung der Wirklichkeit“, wird wp genauer analysiert. Neu beantwortet muss werden, was ist Materie und was ist Beseeltheit. Die Eigenschaften der Natur werden von uns aus den S-und R-Eigenschaften – in deren Entwicklung – von der Physik, Chemie, Biologie abgestuft – gezeigt. Und diesen Eigenschaften – Kraft, Feld, Richtung, Dynamik, Entwicklung, Selbstbezug-Fremdbezug etc. bis Endlichkeit/ Unendlichkeit – werden in dem was als Eigenschaften der Geistes-und Kulturbereiche gefasst werden kann, wieder gefunden.

    546Auch R.H.Lotze gehört zu jenen Philosophen, deren Arbeiten die WP – objektive Entwicklung etc. – vorbereiten. Lotze sieht eine Synthese von sich entwickelnden Wissenschaften und philosophischen Überlegungen zu dem was „Wissenschaft“ sei.; er betont aber dabei eine „Synthese von idealen und religiösen mit wissenschaftlichen Aussagen“. Letztere kann man dem OG zuschreiben, aber das widerspricht dem, was Lotze als Stellung des Menschen in der Welt sagt. Diese Welt deutet er „nach Analogie zum Menschen“, was wir genauer fassen, wenn wir die Subjekt-Phase als gleichgewichtige Ansammlung aller wechselwirkenden Phasen zwischen „S/R“ und OG – also als „Welt“ – ansehen.

    547Lotze unterscheidet Kausalität, Sinn und Zweck, wenn er die Welt in „Analogie zum Menschen“ deutet. Auch hier zeigt sich die Geschichte der Philosophie als Vorläufer der WP., wenn wir den „Zweck“ als „I“ (Willensfreiheit, „Welt der Werte“, „Ii-Interessen“ etc.), den „Sinn“ als „I/E“, genauer, als Bedeutung, welche das Verhältnis Ii zu Ig ist, und als „E“ das ist, was Lotze die „Wirklichkeit“, nennt. Die Kausalität – die in ihrer Komplexität wp analysierbar ist, kann man zum Beispiel als „Einheit von Ursache und Wirkung“ mit dem Handlungsprojekt verbinden, in welchem als „Ursache“ sowohl die freien „Ii“ und die E´ aller bisherig erzeugten Existenzen sowie die methodischen N,G in der Abfolge jene „Wirkung“ abstrakt kausal zeigt, Und jene „Analogie“ kann man dann zum Beispiel als den Zusammenhang sehen, welcher die „allgemeinen Entwicklung“ herstellt, und welchen man durchaus auch als Erweiterung der traditionellen Begriffe „Wirklichkeit“ und „Wahrheit“ ansehen kann. Lotze berührt was die WP dann systematisch als die „I-Bereiche“ ausführt, wenn er „die Gesetze des Mechanismus – wir E-G-N – als die Bedingungen für die Verwirklichung des „Guten“ ansieht; methodisch kann man das „Gute“ als durch Arbeitshandeln erzeugte Wechselbeziehung von I/N,G/E´ansehen. Lotze bindet seine „metaphysischen Denkergebnisse“ – bei uns die freien E,G,N – an „analytisch-deskriptive“ Untersuchungen, welche bei uns eine weitere Variante des Handelns ist.

    548Als Beispiel für die Nutzung der erkenntnistheoretischen Analyse als Verwendung der wechselbezogenen Eigenschaften der Wissenschaften und der philosophischen Sub-Phasen kann Th. Lipps Behauptung verstanden werden, dass die Psychologie und ihre Gesetze den Maßstab aller Philosophie, besonders der Logik setzt.. Nicht nur meinte man, dass „alle logischen Gesetze nichts als psychologische Gesetze“ seien, auch frühe phänomenologische und psychologische Gesetze sah man eng verbunden. Wenn derart „Denk-Akt“ und „Denk-Gegenstand“ zusammen kommen sollen, dann deuten wir das genauer: Beides ist über S/R und OG in der „allgemeinen Entwicklung“ eng und systematisch verwandt.

    549Bevor wir das Werk F.Nietzsches wp genauer einordnen, sei eine Systematik der WP erwähnt sowie deren philosophiegeschichtliche Konkretisierungen. Diese Systematik wird von uns als „Sz-Sw-Rz-Rw zu Sz/Rz/Sw/Rw“ zu „I-E-G-N zu I/E/G/N“, in der erweiterten QM-Ordnung, expliziert. Das ist ein wesentliches philosophisches Zentrum. Dazu gehören nun die Konkretisierungen der aus jenem Zentrum herleitbaren unbegrenzt vielen und komplexen Relationen, Kombinationen, welche in der „allgemeinen Entwicklung“ die einzelnen traditionellen Philosophiebereiche und die einzelnen Wissenschaften entwickeln ließen. Die sich zum Beispiel darin unterscheiden, dass sie – was quantentheoretisch möglich ist – hauptsächlich entweder auf einzelne „E“ oder auf „I“ stützen oder auf die methodischen „N-G zu N/G“. Geistesgeschichtliche Beispiele für die Philosophie sind – sehr vereinfacht – dass bei Aristoteles E, N, G Varianten betont wurden, aber die I-und I/E-Konkretisierungen geringer systematisiert waren. Die europäische Philosophie des Mittelalters hat dies vor allem als „E-N“ reflektiert. Hegel zieht daraus die Konsequenz, möglichst viele einzelwissenschaftliche Erkenntnisse mit den abstraktesten Eigenschaften, dem Sein (E) dem Nichtsein (N) und beider Relation (N/G, Dialektik) zu verbinden. Kant war bereits auf diesem Weg, er hatte aber auch schon die I-Seite in Vorformen systematischer Philosophie bedacht. Schopenhauer stellt dann die I-Seite verstärkt in das philosophische Zentrum. Damit konnte dann zum Beispiel die geschichtliche Betonung der Individuierung (Ii) und der gesellschaftlichen Ik, Ig freie Fahrt aufnehmen.

    550Welchen Platz haben in solcher – groben – Gesamtschau dergleichen Philosophen wie Nietzsche? Die scheinbar eigenwillige Erneuerung der Philosophie wird wp als die Nutzung der Wechselwirkung zwischen Wissenschaften – hier die Psychologie, Sozialpsychologie, Kunst, Literatur, Religion und anderer. Der von ihm genutzten Wechselwirkungen dieser Phasen mit philosophischen Bereichen steht seine Betonung der „I-Seiten“ und die Herstellung der Verbindung zu den vielen E-Varianten und den methodischen Möglichkeiten (N,G) in nichts nach.

    551In seinem ersten Werk, „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“ beschreibt Nietzsche das griechische Wissen über das apollinisch Maßvolle und das davon radikal unterschiedene dionysisch „Rauschhafte“, „Rasende“. Beider „Verschmelzung“ in der antiken Tragödie ist wp ein Beispiel, bei dem aus der historischen und der literarischen Phase eine philosophische wird, in welcher nach deren konkreten Ausformungen die „E-G-N“ noch mit „Ii,g“ konfrontiert werden (Rw-N-Selbstanwendung). Und daraus die literarische „Handlungsart“, die „Tragödie“ wird, als die wp-konkrete Handlungseinheit „I/E zu N/G“.

    552Nietzsche zeigt einen Ausschnitt aus der „allgemeinen Entwicklung“, wenn er die Beziehungen der Philosophie mit dem komplizierten Verhältnis von Kunst, Literatur und auch der Psychologie in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt. Die WP vereint die Einzelwissenschaften mit den philosophischen Disziplinen und deren Einzelbereichen, wobei sich die Entwicklung der OG-Elemente als umfassende systematische Anforderung zeigt.

    553Die „Tragödie“, die sich als „Verschmelzung“ des „maßvollen Vernünftigen“ – das wir als „E zu G vs. N“ modellieren – mit dem dionysisch freien „Ik,g“ sehen, führt bei Nietzsche zu deren Untergang, welche er im sokratischen Prinzip der „rationalen Philosophie“ sieht. Dieser Bezug – und der zur gleichen Zeit – zu Richard Wagner wird von uns als der Versuch interpretiert, die ältere antike Kultur mit der sokratischen Wende und der heutigen Kultur, der Wechselbeziehung zwischen den Künsten und den Phasen des gesellschaftlichen Lebens abzugleichen. In der Kultur-Phase zeigen sich die Entwicklungen der vier OG-Elemente. Zum Beispiel wird die allgemein emotionale, auch kollektive „I-Seite“ durch die von Sokrates betonte individuelle Ii und Ei des alltäglichen Menschen relativiert; und die verschwommene „Vernünftigkeit“ hat sich – objektiv und sachlich nachvollziehbar – zu den Grundlagen der Rationalität (E-G-N-I) entwickelt. Die kritischen Bewertungen, welche dabei philosophiegeschichtlich entstehen, werden von der WP als Ausdruck der QM-Erweiterung gesehen, welche hier als die Meta-Einheit (Rz,G) der beiden auch getrennten (Rw,N) Zwischenlösungen gesehen wird.

    554In den „Unzeitgemäßen Betrachtungen“ setzt sich Nietzsche mit der Kultur seiner Zeit auseinander. Wir verstehen das Phänomen „Kultur“ als eine Metaebene aus der Wechselwirkung verschiedener Phasen, Wissenschaften und deren Praxen, mit philosophischen Disziplinen. Nietzsche nutzt dafür die Phase der Ästhetik, der Musik (R.Wagner), die Religion (D.F.Strauss), und für die Philosophie bezieht er Hegel, Schopenhauer und E. v. Hartmann mit ein. Wir integrieren das in die WP, wenn wir den Wissenschaften und dem Hegel die objektiven „E“ sowie deren Entwicklung und dem Schopenhauer die „I-Kategorie“ – und Hartmann der das Unbewusste als Bezug des Willens (Ii) zum Rationalen (E) kritisch sieht, in einfacher Betrachtung – zuschreiben.

    555Mit seinen Werken „Menschliches-Allzumenschliches“, „Morgenröte“ und „Die fröhliche Wissenschaft“ kritisiert Nietzsche die alte Kultur. Wie aber kann man die Kultur und in ihr die Wissenschaften (Phasen) und auch philosophische Antworten erneuern? Er kritisiert vor allem die Moral/Ethik, die Religion. – wp die Einheit aus Theorie und Praxis, die „Phasen“. Reicht dafür eine rationale Skepsis und ein „Wille“ zur Wahrhaftigkeit?

    556Die normale und auch die wp Entwicklung jener Phasen – Theorien, Wissenschaften und philosophischen Disziplinen sowie deren Praxen – kann man „formal“ sehen, wie Nietzsche das als Skepsis (N) sieht, aber die WP differenziert da genauer.

    557Zum Beispiel „gibt“ es (Eo,unendlich) neben den „N“ und den „G“ den unendlich freien Willen (Ii), verbunden mit der Unendlichkeit von „Werten“; ebenso den „absoluten“, unendlichen Glauben an Unendlichkeiten wie „Gott“ oder das „Jenseits“. Diese Unendlichkeiten werden beispielsweise mit subjektiven Ii oder mit Denkhandeln (I/N/N/E`) oder mit anderen „E“ wp relationierbar und erscheinen dann als endliche.

    558Die philosophisch-praktische Situationen, welche Nietzsche vorfindet, analysiert und kritisiert, sind meist unentwickelter Art. So kann man wp zum Beispiel die „Moral“ als „Ig“ analysieren, genauer als Ii/Ig zu Eg, (das Einzelinteresse wir gemeinsame, bestimmt vom gesellschaftlichen Mittel-Niveau). Die „Tugend“ ist eher Ii/Ei. Das „Mitleid und der Altruismus kann man als das Verhältnis einander fremder (Rw,N) und doch bezogener (Rz,G) verschiedener „Ii“ abstrahieren; usw.

    559Die philosophische Kritik durch Nietzsche spielt sich im traditional Geistigen ab und damit auch im Umgangssprachlichen. Auch hier analysiert die WP genauer. Wp geht es um das objektiv notwendige Zusammenspiel zwischen dem einzelnen Subjekt und den – in der „allgemeinen Entwicklung“ – gewordenen gesellschaftlichen Strukturen, soziale etc. Interessen, ethische etc., der Wissensbestand jeder Art (Ei,k,g,w). Was Nietzsche nun in den Mittelpunkt seiner Philosophie stellt, kann man wp als die unumgängliche „Differenz“ zwischen den „Ii,Ei“ und den Ig,w und Eg,w darstellen. Ursache für diese Differenz ist zum einen die „allgemeine Entwicklung“ im Verhältnis zur „Ontogenese der Subjektphase. Andererseits aber auch, dass das Subjekt – in seinem unendlich notwendigen Selbstbezug, Selbsterhalt, Selbstverwirklichung – stets auch eigene freie Ii und Ei (Wissen, Können) hat.

    560Nietzsches Kritik geht davon aus, dass Täuschung durch „Sprache“, Phantastik, Eigennutz, Lustprinzip, Pragmatismus, Schwäche, Geschichte stattfindet. Diese Bereiche sind deswegen „kritisch“ auf jene genannten konkreten Phasen angewandt worden, weil es beides Mal um die vier OG-Elemente geht. Die „Sprache“ wird wp als eine Handlungsart („I – N,G,E`-E“) gezeigt, und die kreativ erzeugbaren Ii und Ei des Sprechers haben jene unbegrenzte Freiheit, welche auch „kritisierbar“ ist. Gleichermaßen sind „Phantasie“ „Eigennutz“, „Lustprinzip“ von freien „I“, „E“ und „I/E“ konstituiert. Die subjektive „Schwäche“ ist eine „Zwischenstation“ in der individuellen Entwicklung – das gilt auch für alle Entwicklungsabstufungen in der „Geschichte“ der Menschheit – die E-Seiten sind noch nicht „vollendet“ und die „I-Seiten“ sind noch frei- und müssen es sein, um im Handeln, der „Pragmatik“, weiteres Neues erzeugen zu können, um die „allgemeine Entwicklung“ weiterhin voran zu treiben. Die „Täuschung“, das „Irren“ ist unvermeidbar; es dient im N/G-Mechanismus sogar der weitergehenden Entwicklung.

    561Die „kritischen“ Bemerkungen Nietzsches kann man als Übergang zwischen traditionellen kritischen Philosophien und der WP ansehen. Dabei geht es um die I-Entfaltung zur E-Entwicklung als eine geistige Basis in der „allgemeinen Entwicklung“, mit deren Ausdifferenzierungen und Konkretisierungen von „Ii,k,g,w“ und „Ei,k,g,w“ .

    562Die Nähe, aber auch die Distanz zur WP zeigt Nietzsche zum Beispiel genauer, wenn er die „Sprache“ – kritisch – als eine „Erfindung einer zweiten Welt neben der ersten“ versteht. Wobei weder jenes „Erfinden“ noch „die Verschleierung des Wesens der Dinge durch Sprache“ erkennbar analysiert wird. Die WP zeigt Sprachhandeln als eine der Handlungs-Varianten, mit den „I zu N,G,E“, welche aus der Welt der Dinge durch die Übergänge der S/R zu den OG-Elementen entsteht und erklärt wird – vor allem als die Funktion des Gehirns, also durch fortwährende Herausforderung und weitere Reflexion.

    563Nietzsche konfrontiert die philosophisch abstrakte Vorstellung von „Wahrheit“ mit jenen „Illusionen“, welche nur „ durch langen Gebrauch einem Volk als fest, kanonisch und verbindlich dünken“. Die WP setzt an diese Stelle die „allgemeine Entwicklung“ und in ihr die Gleichwertigkeit von jeweils geistesgeschichtlich erreichten endlichen „E“ mit den – daraus – sich weiter entwickelnden unbegrenzten neuen Denkmöglichkeiten; mit deren oft komplexen Anspruch auf „Wahrheit“.

    564Nietzsche erkennt, Moral, Urteile, Wertsetzungen, Vernunft sind nicht zeitlos absolut, sondern geschichtlich und sozial relativ. Die WP fundiert solche Erkenntnis, wenn sie zuerst „Werte“ als I-Funktionen und „Sein“ als „E“ als gleichberechtigte und dabei als sowohl kontroverse wie vereinbare anerkennt. Und deren Herkunft in einer umfassenden Entwicklung zeigt. Nur daraus kann deren geschichtliche Einzelformen und deren Unterschiede zwischen individueller Wertung (Ii) und zwischen kollektiven Moralvorstellungen (Ik,g) verstanden werden. Vor allem aber ist es notwendig stets das doppelt dynamische Wirkungsverhältnis („I/E“) zwischen sich entwickelnden „E“ und sich entfaltenden „I“ zu verstehen. Bei einem bestimmten historisch gewordenem Eg-Niveau sind die zugehörigen Ii,k,g von einer gewissen Perfektivität, solange sich die „E“ und auch die „I“ nicht weiter entwickeln; dito N,G.

    565Die WP nutzt zur Analyse der kritischen Überlegungen Nietzsches die „allgemeine I-Funktion“. Die freien Ii fundieren die Kreativität schlechthin. Als R/I stehen sie für historisch entwickelte Moral und für Ideologien, welche die Moral zum Zentrum haben. Nun sagt aber die WP, dass Moral etc. historisch erst konkret wird, wenn sich aus den jeweils entwickelten E-Niveaus neue „I/E“ bilden. Diese veralten dann, wenn entweder das E-Niveau veraltet ist, oder wenn weiterreichende Ig gesellschaftlich relevant werden. Da setzt eigentlich jede Kritik an „überholten“ moralischen Vorstellungen an. Religionen, welche sich nicht auf die geisteshistorische E-Entwicklung beziehen, sondern das „E“ aus dem OG nutzen, das als monotheistischer Gott absolut und unendlich (zeitlich, sachlich etc.) ist, kann dann nur von Seiten der I-Dynamik, den Ii-Kreationen her kritisiert werden. Das Christentum hat da den „Ausweg“ gefunden, dem „heiligen Geist“ (E im OG), dem Gott Vater noch Jesus Christus zur Seite zu stellen, welcher prinzipiell alle menschlichen Ii-Fähigkeiten verstehen und vertreten kann. Die WP sieht nun genauer die wissenschaftlich-philosophische und konkret-praktische Entwicklung der „I/E“ im Zentrum. Wobei in der „allgemeinen Entwicklung“ das „I/E“ weder „vollendet“ ist, und deshalb nicht vollendet werden kann, weil es die Ei und Ii als die potentiell unbegrenzten menschlichen Zielsetzungen und Phantasien sind.

    566Die Ii und die Ik sind wegen ihrer eigenen Dynamik, ihren unendlichen Freiheiten historische Vorläufer zu den Ig und Iw.

    567Nietzsches Denken stellt „Moral, Motive, Werte“ (Ii,Ik,Ig,w) sowie auch „Affekte“ (I-betonte I/E-Relationen) in den Vordergrund. Damit gehört er zu jenen Theoretikern, welche die „I-Kategorie“ im 19.Jahrhundert in ihrer wp Wichtigkeit entdeckt haben. Aber Nietzsche ist noch unsicher, er kritisiert hauptsächlich und zwar indem er „I“ mit anderen „I“ konfrontiert. Zum Beispiel „veraltete“ Wertmaßstäbe oder „Tugenden“ in Religionen, oder „unlautere Motive“ anprangert. Wp sind die „I“ zwar auch in allen ethischen Entwicklungsstufen unterschiedlich (Rw,N) zu verstehen…, aber die WP erweitert das Denken auch dadurch, dass alle „I“ gleichberechtigt sind.

    568Wenn Nietzsche Argumente hat, welche seine Kritik auf die damals mögliche wissenschaftliche und seine Analyse der geschichtlichen Entwicklung oder auf die Erkenntnisse der Psychologie stützen, dann sind seine Ablehnungen der traditionellen Wertmaßstäbe zwar berechtigt, aber eigentlich zu unsystematisch. Das heutige wissenschaftliche und philosophischen Niveau und besonders das der WP anerkennen Nietzsches pragmatische Überlegungen, den „Lustgewinn“ in allen Handlungsarten, die Individuierungen, Egoismen etc. Aber zugleich wird wp deutlich, dass jene nur isolierten und als unendlich freie verstandenen Möglichkeiten sind, welche stets auch systematisch zu relativieren sind, wenn man konkrete Realität beschreiben will.

    569Wie analysiert die WP Nietzsches Kritik am Christentum? Für uns geht es bei den monotheistischen Religionen um das Verhältnis der unendlichen, dynamischen, voneinander getrennten (Rw,N) OG-Kategorien und deren weitere Eigenschaften in Beziehung zu deren Rz-G-Kohäsion sowie um die Rz/Rw zu N/G-Endlichkeit . Entwicklung erzeugende Funktion.

    570Die „E“-Kategorie mit ihren unendlichen Selbstbeziehungen, welche absolute Stabilität, zeitliche Ewigkeit usw…. hat… wird als „Gott“ philosophisch durchaus hervor zu heben sein. Dem Gott werden dann aber noch die unendlichen I-Eigenschaften und die von N und G zugeordnet; dabei geht es um Versuche, jene Relationen zu bilden, welche die Endlichkeit erzeugen. Solche Relationalität würde in der Konsequenz zum Beispiel als „E/I“ eine „Entwicklung“ Gottes sein und als „E/N“ seine Negierung.

    571Das kritische Denken Nietzsches und auch das der wp Analyse setzt hier ein. Nietzsche konfrontiert – wie wir – diese freien, unendlichen „E“ und „I“ mit den endlich gebundenen „I/E zu N/G“ und unterstellt argumentativ weiterhin zum einen, dass diese Endlichkeit zu verabsolutieren ist, was wp nicht haltbar ist. Und andererseits macht er sich zum Sprecher der „allgemeinen Entwicklung“, welche im 19.Jahrhundert die historisch notwendigen Handlungen zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung philosophisch zu propagieren haben. Es geht um die Leistungsgesellschaft mit ihren Konkurrenzkämpfen und durchaus möglichen Gewaltaspekten als Konsequenz; eine durchdachte historisch-philosophische Perspektive fehlte da noch. Weshalb auch deshalb die formalen Unendlichkeiten („Jenseits“ etc.) mit Recht in ihrer unendlichen „Leere“ keinen Zusammenhang mit den konkreten Endlichkeiten herstellen ließen.

    572Im Methodischen zeigt sich diese paradoxe Verwirrung darin, dass die Glaubensmethodik wp als endliche „N/G zu N-G“ darstellbar ist, während die – von Nietzsche präferierte Rationalität, Logik als „N – G, E“ gelten kann – und diese isolierten drei sind Vertreter der Unendlichkeit.

    573Nietzsches „Verkündigung“ – „Also sprach Zarathustra“, „Jenseits von Gut und Böse“, „Der Wille zur Macht“ – „kritisiert“ auf naive und radikale Weise den „Herdenmenschen“, der „schwach“ (Unbeherrschbarkeit der Natur als Basis) „,feige“ (Ii als bloße Selbsterhaltung), „tugendhaft, sklavisch, unterwürfig mitleidig“ sei. (Verweise auf die Selbsterhaltung in der Gesellschaft und der Erhaltung der Gesellschaft). Dabei ist es das Verdienst solcher Kritik, in einfacher Feststellung die sozialpsychologische Seite der historisch unentwickelten Gesellschaften und ihrer Schichten zu schildern. Die Schwäche solcher Positionen zeigt sich darin, dass es weder um die Berücksichtigung der Ursachen noch um eine realistische geschichtliche Weiterentwicklung, wie sie in jeder philosophischen „Kritik“ seit Kant sein sollte, gibt. „Übermensch“, bei Nietzsche wiederum eher vordergründig beschrieben, wird als „vital, tapfer,tüchtig, mächtig,frei rücksichtslos geschildert. Wp ist es die Einsicht, dass die „allgemeine Entwicklung“ und in ihr die E-Möglichkeiten und die I-Funktionen keinerlei Vollendungen oder Begrenzungen zeigen, weder quantitativ noch in ihren Qualitäten. Zumal solcher objektive Standard und deren Weiterentwicklungen, Verbesserungen wp global alle Menschen einbeziehen muss, wenn ansonsten die zugrunde liegende wp Systematik beispielsweise die der „allgemeinen Entwicklung“, als widersprüchlich und selbstzerstörend dargestellt werden müsste.

    574Ein weiterer tiefer Grund solcher naiver Analyse ist der Mangel einer wissenschaftlichen und philosophischen Analyse der I-und E-Wirkungen und der Voraussetzungen für die E-Entwicklung, I-Entfaltung und beider potenziell unbegrenzte quantitative und qualitative Relationen. Dennoch ist Nietzsches Verdienst auch hier die formale „Ankündigung“ dessen was die Zukunft vom Menschen verlangen wird.

    575Defizitär bleibt, dass der weitere Weg der Erarbeitung ist – umfassend abstrakt, der Weg aller Handlungsarten, des Denkens, Sprechens, Experimentierens, Erarbeitens. Die Zunahme der Freiheit ist grundlegend, es ist wp das total abstrakte Aufzeigen der „Rw“ durch die Zunahme der Sw-Kräfte gegenüber den Sz-Kräften, als Antrieb zur Eröffnung aller „Freiheiten“ in allen Phasen.

    576Die „Vitalität“ des „Übermenschen“ verlangt zum Beispiel die noch erst begonnene grundlegende Verbesserung des biologisch-medizinischen Wissens, die „Tapferkeit“, „Tüchtigkeit“, „Mächtigkeit“, sogar die „Rücksichtslosigkeit“ wirken erst dann für alle Menschen, auch für die sich naiv als Übermenschen deklarierenden, positiv“, wenn sie mit der E-Entwicklung konform gehen. In der historischen Situation der Leistungs- und Konkurrenzgesellschaften widersprechen sich die zerstörerischen und die vorwärts weisenden Ergebnisse solcher Basisfunktionen oftmals.

    577Dafür bedarf es einerseits der Beschleunigung der E-Entwicklung auf vielen Gebieten und zugleich der Ii-Willensbildung vieler Menschen sowie der Ik,g,w der Kollektive.

    578Nietzsche deutet eine historische Entwicklung als Teilaspekt unserer „allgemeinen Entwicklung“ an, wenn er die Möglichkeiten seiner Gedankenwelt beschreibt. Als „Verwandlungen des Geistes“: Nicht so sehr die Unterscheidung sozialer Schichten, sondern aus der „decadence“, welche geduldig die alte Moral ertragen lässt und die aufgezwungenen Werte verteidigt wird der „freie Geist“, der individuelle Wille, welcher die gesellschaftlichen Werte auch ablehnen kann, entgegen gesetzt. Die sich dabei ergebenden Fragen nach diesem „Geist“ deutet Nietzsche an, wenn er ihm die Eigenschaften eines „im Spiel schaffenden Kindes“ zuschreibt. Die WP wird das als Übergang – und als Reduktion – von historischen E-Mängeln zeigen, quantitativen und qualitativen („I/E“), zu einer Entwicklungsstufe, welche einem relativen Überfluss aus den teilweisen E-Vollendungen aufweisen kann. Dann sind gesellschaftliche Normen (Ik,g) durch individuelle Interessen (Ii) und gemeinschaftliche Ziele (auch Iw) durch die E-Fülle freier. Für die abendländische Kultur, deren Wert und Sinn hat Nietzsche nur radikale Ablehnung. Diese „nihilistische“ Grundhaltung, welche „alle Werte entwertet“ und der „Keim zum Nichts“, den er als „Lügen“ und „Schwäche“ zu fassen versucht, kann wp empfunden und systematisch erfasst werden. Jener „Keim des Nichts“, den das antike „griechisch-christliche Denken“ bis heute in sich trägt, ist wp der Doppelnatur der w-Seite, den Sw und Rw zuzuschreiben, welche „zugleich“ in ihrer abstrakten Freiheit und Dynamik die der universellen Weiterentwicklung ist, wie nun auch zugleich dem Entwicklungsausgang zum fundamentalen geistigen OG-N, dem „Nichts“. Das „Rw“ verweist auf den Übergang von jeweiligen, hier zeitlichen Endlichen auf das Zukünftige; bei Nietzsche erscheint es als „Fanal zu einer Neuordnung als Umwertung der Werte“; wp ist das die allgemeine und unbegrenzte „I-Dynamik“, welche in allen konkreten und wissenschaftlichen Phasen fundamental ist.

    579Der von uns in der Philosophie Nietzsches beobachtete Gedanke, den wir auf Rw als Unendlichkeit der Weite, hier die der Raumzeit, konkreter fassen und der wir zugleich als Negation (N), die eine Art des Nichts ansehen, zeigt sich bei Nietzsche – und nicht nur bei ihm – in der „Vision“ unbegrenzbarer„Macht“, „vollkommene Freiheiten, vor allen in allen Werten („I“) konkreter auch als unbegrenzte „Fortschritte“, generell und abstrakter als die „ewige Wiederkunft“; wobei er sieht, dass der Gedanke der „ewigen Wiederkehr“, den seiner Ansicht nach nur die Stärksten aushalten können, eben wieder den Übergang vom alltäglich endlichen Seienden zur Unendlichkeit der acht Grundgrößen ist.

    580„Die ewige Wiederkehr des Gleichen“ ist eine Denkfigur (zum Beispiel als religiöse„Ewigkeit“, auch als „Absolutheiten“), welche in der Geistesgeschichte stets zu Hause war. Die WP sieht das als die unendliche „G-Kategorie“ als Teil der nun besser begründbaren Relation zwischen Unendlichkeiten und Endlichkeit. Nietzsche bezieht in dieser Problematik dazu einige Wissenschaften mit ein, wenn er zum einen für die Naturwissenschaft spricht, dass der Mensch „unzählige Male weitere Leben haben muss“. Zum anderen führt er die Psychologie an, in der sowohl die „Intuition“ wie das „logische Denken“ für jene ewige Wiederkehr sprechen. Hier hakt die wp „Kritik“ ein, Logik („N-G“) beruht darauf, dass man sowohl „G“ wie auch „N“ als „unendlich“, „absolut“ Getrennte (Rw) denken kann. Und dieses Denken, ebenso das psychologisch etwas kompliziertere „intuitive“, „emotional-rationale“, sind für die Sujektivitätsphase grundlegend; und ihr schreibt die WP die Bildung der Einheit „Unendlich/Endlich“ zu; schließlich gehen die heutigen Wissenschaften, die Mathematik („aktuale Unendlichkeit“) und die Naturwissenschaften in vielfacher – und zum Teil noch in hypothetischer – Sicht ins zeitliche, kleine, räumliche, kosmische Unendliche.

    581Wenn Nietzsche den „Willen zur Macht“ als Zentrum seiner Philosophie sieht, ist das ein Abschnitt auf der wp „I-Entfaltung“. Mit Spinoza, Schopenhauer und dann die Sozialwissenschaften mit Marx sowie die Biologie („Selbsterhaltung“ u.ä.) und die Psychologie (Handlungs-Motivation, Zielsetzungen emotionaler Art) zeigt sich bereits die geistesgeschichtliche Konstituierung der umfassenden „I//E“-Relation“.

    582Nietzsche fasst zusammen: Die Welt ist „eine Kraft, ohne Anfang, ohne Ende, eine feste eherne Größe von Kraft“. Und, diese „Welt ist der Wille zu Macht“. Die WP stützt sich in ihrer eigenen Entwicklung auch auf die Feinheiten, Versuche etc. wie die der Geistesgeschichte. Und die Vorstellung von „Kraft“ sowie das psychische Fundament des „Willens“, die I-Funktion allgemein, sind nicht nur in den Wissenschaften stets zu Hause gewesen, sondern auch in alltäglichen philosophischen Vorstellungen.

    583Der WP kommt es nun auf eine eher systematische Erarbeitung dabei an. Hier sind das zum Beispiel zwei Zentren, die WP kann von der modernen Physik die „Kraft“ als die zwei mal zwei Kräfte des physikalischen Standardmodells als Basis für die „allgemeine Entwicklung“ systematisch nutzen. Zum anderen stützte sich Nietzsche bevorzugt auf die Wissenschaft der Psychologie. Die „Umwertung aller Werte“ kann dann wp als eine Wechselbeziehung zwischen „I“ und „E“ verstanden werden. Die „alten Werte“ sind in unserer Theorie die sich durch die Entwicklung ergebende Verwandlung der „I“ in die „E“. Die I-Dynamik, Unendlichkeit etc. wird zu „abgeschlossenen“ und auch „vollendeten“ „E-Strukturen“. Jene „Umwertung“ der „alten Werte“ sind dann die geschichtlich abgeschlossenen individuellen Erlebnisse und die gesellschaftlichen Perioden. Das Prinzip des „Willens zur Macht“ deutet die möglichen unendlichen „I-Entfaltungen“ an. Aber Nietzsche unterschätzt die

    584E-Seite, welche zum Beispiel für das, was „Kultur“ bedeutet, die zu erhaltenden Gründe in den vorherigen „E“ hat:

    585Wenn Nietzsche zusammenfasst, dass „Gut und Böse sich künftig werden bestimmen lassen nach dem Nutzen einer Handlung“, und zwar aus dem Machtgewinn für die „Vitalität“ dabei und für das „Glücksgefühl beim Machtgewinn““, bei der Steigerung der „Tüchtigkeit“ und beim „Gewinnen im Kampf“.

    586Nietzsche meint, „gut“ und „böse“ werden sich dadurch konkretisieren lassen, wie man durch „Handlung“ zu „Vitalität“ und zum „Machtgewinn“ kommt. Die WP zeigt im Modell der „Handlung“ dieses Verhältnis von N und G und N/G zum „I“ und dabei die Erzeugung neuer „E“ aus alten E´. Die abstrakten „G“ sind das „Gute“, die „N“ sind das „Böse“. Der „Nutzen“ ist die „I-Komponente“. Bezogen auf die moderne Leistungsgesellschaft, deren Vor-und Nachteile, hier bei Nietzsche angedeutet, werden, kann die WP „Vitalität“ und „Machtausübung“ deshalb besser einordnen, weil sie einerseits die „E-Seite“ und deren Entwicklung in die Analyse einbezieht und andererseits die Freiheiten der I-Seiten erkennt; damit auch die Möglichkeiten, dass die individuellen Ii-Entscheidungen nicht nur formal als „Machtausübung“ zu sehen sind, sondern auch als die Chance, dass die Kämpfe und Entwicklungen ständig weitergehend, das „Vitale“ der Menschen ständig verbessern können. Das ist wp garantiert (QM) und es hebt eine einseitig nur destruktive oder konfrontierende Interpretation von „Entwicklung“ auf.

    587Auch für Popper stellt sich die alte Problematik, dass und wie genau und warum bildet sich „die Welt“ als „physikalische Realität“, getrennt von „der Welt des Bewusstseins“ – als Theorien der Wissenschaften. Sowie beide in der „Überzeitlichkeit“ und in ihrer „Objektivität“, aber dennoch vom „Subjekt“ beeinflussbar sind.

    588Die WP zeigt, dass die drei QM-Optionen formal da helfen, weil Rz, Rw, Rz/Rw in der Physik und der Mathematik die Basis sind. Und diese in ihrer Entwicklung auch „inhaltlich“ erscheinen.

    589Deren Zusammenspiel in der „allgemeinen Entwicklung“ zeigt sich als alle Eigenschaften der Subjektphase und schließlich als OG.

    Heidegger

    590Heidegger unterscheidet „Welt“ von „Dasein“; wir meinen, die umgangssprachliche Erfassung von „Welt“ kann im Verhältnis „Endlichkeit zu Unendlichkeiten“ verstanden werden. Wie hängen beide zusammen? Wp zeigen wir dazu beispielsweise die „allgemeine Entwicklung“, deren „Ziele“, und die QM-Übergangs-Felder (Rz,Rw,Rz/Rw) sowie die „potentielle Unbegrenztheit“ und besonders die Subjektphase.

    591Heidegger betont nun im „Endlichen“ die „Eigenschaften“ des Subjekts, das ohne tiefere Analyse, z.B.das „Mitdasein“, was wir als Einbettungen aller Phasen in die „allgemeine Entwicklung“ verstehen, speziell der sozialen Phasen mit deren Ii,k,g/ Ei,k,g.,

    592Aber neben diesen Analysen der „Subjektivität“ nutzt Heidegger immer auch unendliche Abstrakta, z.B. „E“ („Existenz der Welt“).

    593Die „subjektive Befindlichkeit“, als „Stimmung, Freude, Trauer, Langeweile, Furcht“ führt die Phase der individuellen und /zur kollektiven Psychologie ein; diese ist wp analysierbar: Als I/E, als Ww mit anderen endlichen und daher vielfältigen Phasen.

    594In der „Befindlichkeit, „wp als I/E zu N/G, sieht Heidegger einen Zugang des Menschen zum „endlichen Dasein“: Der Mensch ist aber in „die Welt“ „geworfen“ und er hat „sein“/und das Dasein überhaupt zu übernehmen, „ohne um den tieferen Grund des „woher“ zu wissen“. Hier zeigt sich zwar die Akzeptanz der Relationalität des Endlichen (I/E zu N/G etc.), aber zugleich, dass die „aktualen Unendlichkeiten“ der I-E-N-G (und S,R) von dieser traditionellen Philosophie und auch vom herkömmlichen Verständnis von Wissenschaft noch nicht hinterfragt werden kann; das gleiche gilt für das Methodische (so für das -> „Verstehen“).

    595Kurz, Heidegger bezieht sich auf die drei „Pole“: z.B. „Sein“ (E), Zeit (Rw,w) und auch auf „aktuale Unendlichkeiten“; und mit der Hervorhebung der „Subjektivität“ wird die „Endlichkeit“, ausgiebig bei ihm gezeigt. Die Betonung liegt bei Heidegger auf den komplexen Relationen des subjektiven „Verstehens“.

    596Wenig betont werden die vielen endlichen Relationen, Systeme, wie z.B. „Gesellschaft“, „Handlung“/ Arbeit“.

    597Wir fassen dieses „Unendlichkeit zu Endlichkeit-System“ wp als durch Rz,G Verbundenes zusammen. Und wir postulieren S,R und OG als aktual Unendliche, um jene Einzelpositionen und Zusammenhänge verständlich zu machen.

    598Dass im „Charakter des Entwurfes“ sich „im Verstehen das Dasein sein eigenes „Seinkönnen“ wie auch der „Bewandniszusammenhang der Welt“ „eröffnet“ systematisieren wir wp: Als endliche ontologische E3 (Dasein), welches auch durch Rz,G unendlich auf sich selbst bezogen ist, aber eben durch Rz auch auf alle Phasen „der Welt“ (notwendigen und erzeugenden) Bezug hat; es sind das die zwei QM- Basismöglichkeit (Rw-Trennung und Rz-Kohäsion). Sie werden durch das „Subjekt“ als vollendete E3-Variante („Rz/Rw“) vollzogen.

    599Wenn Heidegger z.B. meint, die „Rede“ zeigt die „Bedeutung“ und macht damit das „weltliche Seiende“ „verständlich“, dann ist das ein Beispiel für die im Endlichen wirkenden Ww als sich gegenseitig „erklärenden“ Vorstellungen und Begriffe. Dabei kann man wp prinzipiell alle endlichen Phasen einbeziehen.

    600Aber es verbleibt die Aufgabe, jenes Vorausgesetzte, traditionell Ererbte zu fundieren. I/N/G/E!

    601Heidegger verbleibt im Endlichen (Sprache, Subjektivität, Emotion). Im Endlichen kann man viele endliche Phasen kombinieren. Die „Sorge“ ist z.B. dabei eine Ww dieser vielen Emotionen: Sorge für andere; als Verb, Handeln („sorgen“). Die WP aber analysiert das weiter, hier als Ii, das Subjekt handelt, sorgt wertend, zielgerichtet, z.B. um fremde Ii zu stärken oder um Ik,g zu bilden. Analog Ei: eigene u/o fremde Mittel zu schaffen, zu kompilieren, beides mal als „Entwicklung“.

    602Handeln, allgemein als Methoden, ist der Antrieb der Entwicklung z.b. ist „Vorsorge“ Ei als E-Entwicklung.

    603In der notwendig wp Fundierung durch die radikale aktuale Rw-Unendlichkeit als S, R und OG sowie durch die ebenso radikale (Rz) Herstellung von seienden Endlichkeiten und darin von Subjektivität und deren endliche Eigenschaften, hat Heidegger die mögliche Aufzählung endlicher Eigenarten gewählt.

    604So auch weiterhin: Die endlichen, ontologischen Formen „Seinkönnen“ (E3,5,6 bei uns). Und die „Faktizität“/ „Geworfensein“, „Verfallenheit („Man“) wp als Praxis und Handlung; also als I/N/G/E->E-Erzeugung wobei die I,E, I/E emotionale, soziale u.ä. sein können.

    605Die WP fasst das endliche Dasein als „potentiell begrenzt“; als „Potentielles“ (→ dritte QM-Option) allerdings deshalb dabei für das subjektive Handeln doch auch unendlich offen: Ei, Ii. Heidegger betont jene „Begrenzungen“, wenn er den Möglichkeiten des existierenden Daseins nur dessen Grenzen zuschreibt und betont: Als „Verfallenheit“ „Durchschnittlichkeit des Man“; (->Ik,g,w und Ek,g,w, Vergesellschaftung). Und individual-psychologisch als grundlegende „Angst“, letztlich weil „in der Welt“ das Dasein „auf sich selbst zurückgeworfen“ wird; dies ist die wp Ww aller endlichen Phasen.

    606Wenn Heidegger jedoch hofft, dass jenes „Zurückgeworfensein“ auch die Möglichkeit hat „von der Herrschaft“ des Man befreit zu werden“, „frei für sein Selbstseinkönnen“ zu werden, dann ist das wp die notwendig Neues erzeugende Ww aller Phasen; (wir: neben bewusster Ii/ Ei-Arbeit).

    607Heidegger: „In der Angst eröffnet sich dem Dasein auch seine Endlichkeit und Nichtigkeit, indem es sich als das „Sein zum Tode“ erfährt, dies ist „das Vorlaufen in die äußersten Möglichkeiten“.

    608Wir: Die N-bestimmten I/E Emotionen (N zu I/E) werden wp auch getrennt, N hier als „Nichtigkeit“, I/E als spezifische Relation der subjektiven Endlichkeit.

    609Beides unterscheidet sich wp formal: N = aktual unendlich und die Emotion-Relationierung ist endlich. Es geht also wieder um den „ QM-Übergang „unendlich/endlich“. Wegen QM erscheint auch hier bei Heidegger der Gedanke der „Möglichkeit“; dazu Rw als Entwicklung, „Vorlauf“ und Ei als Zukünftiges.

    610Das „Dasein“ ist wp die umfassende Endlichkeit; Heidegger betont darin das „Man“. Wir sehen in dem „Man“ die individuelle Subjektivität und die gesellschaftlichen endlichen Phasen.

    611Das Verhältnis von Dasein und Man reduziert Heidegger auf „die Verlorenheit“ des Daseins an das Man; und Heidegger schreibt dem Dasein nicht nur formale Verbindungen zum Subjekt (und zur Gesellschaft) zu, vielmehr beschreibt er das Dasein dabei mit Eigenschaften des menschlichen Subjekts; z.B. die Möglichkeit beider Tod; Dasein als „Sein zum Tode“. Und auch die Möglichkeit beider, „selbst zu sein“, „sich in seiner Ganzheit zu begreifen“ und, „die Möglichkeit seiner Eigentlichkeit zu wissen“, „ durch den Ruf des Gewissens“; „das Dasein bringt sich darin selbst vor sein Seinkönnen“. Diese etwas umständliche – weil umgangssprachlich gebundene Analyse des „Daseins“ zielt auf die Grundeigenschaften aller wp Phasen, hier am konkreten Beispiel der Emotionalität und anderer psychischer Eigenschaften des menschlichen Subjekts.

    612Der Mensch hat mit allen endlichen Phasen Gemeinsamkeiten, z.B. als Übergänge von R zu I. Das bewirkt die Ww und die „allgemeine Entwicklung. Nur so ist zu verstehen, dass das Subjekt die anderen Bereiche/ Phasen/ Subphasen verstehen und verändern kann.

    613Beispielsweise auch die gemeinsame „Entwicklung“ in der „Zeit“:

    614Wenn Heidegger die „Zeitlichkeit“ als Fundament für die Erfassung des Strukturganzen des Daseins, z.B. als „Einheit des Daseins in der Sorge“, sieht, dann fragt es sich wp, was ist Zeit? Die WP zeigt hier mehrere und typische Antworten, die physikalische als „Rw-Rw“ und die als „allgemeine Entwicklung“, daher die historische und die im emotional-subjektiven Bewusstwerden von Zeitlichkeit. In dieser Verbindung der physikalischen und „mathematischen“ mit der emotional-subjektiven Vorstellung von „Zeit“ wird wp diese „Rw“ als freie, unendliche Ausweitungen verstehbar. „R“ wird in der Entwicklung zu „I“ und „E“, d.h. hier, als Ii und Ei kann man das als „vorlaufende Entschlossenheit ansehen, mit der sich das Dasein auf seine Möglichkeiten hin entwirft“(Heidegger) als „Phänomen der Zukunft“ (Heidegger).

    615Eine wichtige Seite der Endlichkeit (als neutrale und damit abgeschlossene „z/w-Relation, -> Rz) wird von Heidegger so beschrieben: Dass das Dasein „auf sich selbst zukommt, und „das Dasein sich übernimmt wie es je schon war; „es auf sich selbst zurückkommt“(Rz).

    616Die WP sieht eben auch im z/w die zwei sich widersprechenden unendlichen Dynamiken und dadurch deren Veränderungs- und Entwicklungsfunktion.

    617Dem „Dasein“ – also allem Endlichen – schreibt Heidegger, sich auf die Zeit beziehend und auf „Gewesenheit, Wiederholung zu/ und Gegenwart, Augenblick sowie Vorlaufen, Zukunft“.

    618Das mit „Zeitigung im Modus der Eigentlichkeit“ zu fassen, zu umschreiben, wird von uns mit der „allgemeinen Entwicklung“ inhaltlich begriffen.

    619Durch die inhaltliche Erfassung werden sowohl die S-/R-Entwicklungen wie die der E- und I-Seiten bedacht. Die zeitliche Abstraktion, also die Rw-Entwicklung, wird dadurch wp umfassend ergänzt.

    620Zum Beispiel auch dadurch, dass dabei das menschliches Handeln einbezogen wird; was Heidegger andeutet: „Im Gegenwärtig-sein kann dem Subjekt die Umwelt begegnen und handelnd ergriffen werden“.

    621Die WP unterscheidet von der QM-Ordnung her die Rw-getrennten Phänomene von den Rz-verbundenen und von den „Rz/Rw-bestimmten“.

    622Genauer beschrieben, geht es bei der Rw-Trennung um die „aktual unendlichen“ Funktionen, und bei der Rz-Kohäsion geht es um die aktual unendliche Herstellung von „engem“ Zusammenhang. Die Rz/ Rw sind eine Basis allen „endlichen Daseins“, auch als „potentielle Unbegrenztheit“. Dieses Dasein hat durch die Rz/ Rw zum Beispiel endliche Dynamik und „Neutralität“ (weil sich diese beiden „unendlich verschiedenen“, Rz, Rw, ww auch neutralisieren.

    623Aber es verbleiben in Rz/ Rw dennoch deren Eigenschaften. Daraus wird deshalb die Grundlage, welche man für die/ alle Entwicklungen im endlichen Dasein erkennen kann.

    624Zurück zur Heidegger: Vor seiner „Kehre“ suchte er den „Sinn von Sein“ als „Seinsverständnis des Daseins“. Das waren notwendige Klärungen innerhalb der „Rz/Rw-Endlichkeiten“.

    625Vor allem wurde dabei die menschliche Subjektivität einbezogen; sie ist die höchste Entwicklungsstufe in der endlichen Wirklichkeit.

    626Wenn dann Heidegger „das Sein selbst“ zu verstehen versucht, dann hat er für sich eine Variante der „aktualen Unendlichkeit“ entdeckt, wir Eo, E4.

    627Was aber dann dem Heidegger nicht gelingen konnte, war diese „aktualen Unendlichkeiten“ mit endlichen Vorstellungen zu „verstehen“.

    628Heidegger umschreibt das ersatzweise so, dass das Sein dadurch das Seinsverständnis ermöglicht, das „es sich entbirgt“.

    629Wie aber hängen Subjekt und Unendlichkeit zusammen? Bei Heidegger „ist der Mensch vom Sein selbst in die Wahrheit des Seins „geworfen“, er ek-sistiert und „die Wahrheit des Seins hütet“.

    630Wie meinen, es gibt dazu drei mögliche Antworten, welche auch zusammenhängen: Im „Subjekt“ als endliches kann man jedes einzelne Detail (in Strukturen und Prozessen) auf die acht aktual unendlichen Basisgrößen (S,R, OG) reduzieren; das „Sein“ (E4) ist dabei eine dieser Basisgrößen.

    631Zum zweiten ist das Subjekt, der Mensch (als E6) in der Lage, potentiell unbegrenzt und auch aktual unendlich zu denken; z.B. als „Ii“ unendliche Zielsetzungen zu erzeugen, handelnd in vielen Arten, oder als Ei freie Phantasiegebilde zu erzeugen.

    632Schließlich gibt es die Einzelwissenschaften, z.B. die Physik und die Mathematik, welche der Mensch z.T. gut erforscht hat und wobei er dort die „aktuale Unendlichkeit“ entdeckt hat (Pi, Wurzel aus 2, etc.).

    633Auch Heidegger beschäftigt das Problem der Übergänge zwischen Sein und den Arten des Seienden (Gott, Götter, Geschichte, Natur). „Ob“ so was stattfindet und „wie es erscheint“ bzw., wie es genauer abläuft (Heidegger: in die „Lichtung des Seins“ „an-und abwesend“). Er meint, das „entscheidet nicht der Mensch“.

    634Die WP sagt zu dieser Problematik, dass es um den Übergang in der QM-Ordnung geht. Dass dieser einen Wechselwirkungs-Charakter hat, dass er alle Phasen betrifft; nicht nur die Theologie (trad. Gott -> Menschen), und dass er als „allgemeine Entwicklung“ genauer und konkreter für jede Phase (Physik bis Geschichte) erklärbar ist.

    635Diese „allgemeine Entwicklung“ hat den Übergang vom aktual Unendlichen zum potentiell endlich Unbegrenzten und dann zum Seienden sowie weiterhin vom Seienden zum aktual Unendlichen des OG; das OG kann als „Ziel“ gelten, eröffnet aber wieder die Unendlichkeit. Daneben aber gibt es „innerhalb des endlich Seienden das konkrete „Ziel“ der Entwicklung: Die menschliche Subjektivität“.

    636In ihr werden alle vorhergehenden Entwicklungs-Stufen in deren Ww versammelt; der Mensch kann auch Unendliches denken, sogar als Ii, Ei erzeugen.

    637Das in allen anderen Phasen, in welchen auch alle Entwicklungs-Stufen S,R etc. stecken.

    638Die R-Aspekte entwickeln die „I“. Diese „I“ sind die Basis des menschlichen „Handels“, hier in den Wissenschaften und Philosophien vor allem das Denk-Handeln.

    639Wenn Heidegger von der „Ek-sistenz“ des Menschen spricht, der „in der Lichtung des Seins steht“, dann kann wp jenes Abtrennen (ex-sistere) sowie das was er als Lichtung, als „etwas leicht, offen machen“ beschreibt, wp als die fundierende Rw-Wirkung (tendenzielle Zunahme von Freiheiten, Erweiterungen jeder Art) in der „allgemeinen Entwicklung“ verstanden werden.

    640Von den drei Möglichkeiten der QM-Ordnung gibt es in allen Phasen (in theoretisch-wissenschaftlicher und in praktischer Sicht) die zwei Vorgehens-Analyse-Arten: Die Reduktion auf die OG-Elemente etc. und die Wechselbeziehung zwischen den Phasen; Heidegger betont die wissenschaftliche Erklärung durch das Aufzeigen von Bezügen der Alltagssprache, der Emotionalität, der sozialpsychologischen Erkenntnisse u.ä.

    641Die WP sieht in der „allgemeinen Entwicklung“ der Phasen, von der Physik bis zu den Geisteswissenschaften, die Ursache in der Zunahme der w, Sw, Rw gegenüber den „z“, (deren Rz-Kohäsionen), als die Eröffnung neuer Freiheiten, durch Sw/Rw wird die Entwicklung vorangetrieben.

    642Heidegger beschreibt diese Übergänge als „Lichtung“, etwas „leichter und offener“ machend. So den Übergang vom materiellen Sein (S/R) zum Dasein (E3, Endlichkeit) und vom Dasein zum „Subjekt“. Dies sei „vom Sein selbst gestiftet“.

    643Wenn Heidegger formuliert: „Das Verhältnis zwischen dem Sein und dem Menschen ist vom Sein selbst gestiftet, dergestalt, dass es das „Dasein versammelt als die Ortschaft und Stätte der Lichtung“, dann beschreibt es die WP so:

    644Das „Sein“ entspricht den acht Grundgrößen, z.B. auch E als traditionelles „Sein“.

    645Diese relationieren sich dank G,Rz selbst und schaffen das Dasein; darin z.B. die Materie-Phasen und die Subjekt-Phase.

    646Die Rw, N sind darin die „Lichtung“; zum Beispiel als elektromagnetisch Basierte; generell als unendliche „Erweiterung“; so auch z.B. die zunehmenden Erweiterungen des Kosmos.

    647Wenn Heidegger behauptet, das Verhältnis von Materie zum Sein stiftet das Subjekt, dann kann man das in doppelter Weise verstehen: Die WP zeigt S,R („Materie“) und entwickelt sich zu den Phasen, zum Subjekt dabei; bis hin zum OG. Und umgekehrt (Ww) kann das Subjekt, mit Hilfe der OG-Elemente und daraus die Begriffe und Sprachen, erzeugen und so auch die S und R sprachlich erfassen – und diese „verstehen“.

    648Heidegger: Das Verhältnis zwischen Sein und dem Menschen ist vom Sein selbst gestiftet, dergestalt, dass es das Dasein versammelt als die Ortschaft und Stätte der Lichtung“.

    649Wir fassen das wp: Die Wechselbeziehung (->Rz/Rw) zwischen den acht unendlichen Grundgrößen und allen endlichen Größen, hier vor allem „der Mensch“, ist ein Entwicklungsprozess der von w, Sw, Rw („Lichtung“) angetrieben wird, „w“ ist also eine Variante des „Seins“ und zugleich jene Grundgröße, welche das aktual unendliche physikalische Sein in die endlichen Phasen verwandelt (Biologie, und andere Einzelwissenschaften). Und weiter dann, diese endlichen Phasen in die wieder unendlichen OG-Elemente fortentwickelt.

    650Heidegger: „Die Weise, wie Seiendes erscheint, wandelt sich im Lauf der Seinsgeschichte“; wp ist das ein Ausschnitt der „allgemeinen Entwicklung“, wobei die „Seinsgeschichte“ die Entwicklung ist, welche von S- und R-Aspekten bis zum OG führt. Die dabei „verbindend“ (zwischen diesen beiden Polen) wirkenden potentiell vielen Endlichkeiten nennt Heidegger: „ die Wahrheit des Seienden“ und er sagt, dass die „Lichtung“ – also wp die Erhöhung, Verstärkung aller „Freiheiten“ u.ä. durch die w (Sw,Rw) so zu beschreiben ist: Das Endliche ist „unverborgen“. Und „verborgen“ ist das „Sein“; wir: Die tatsächliche Unmöglichkeit, die acht aktual unendlichen Grundgrößen hinlänglich vom endlichen Standpunkt aus zu „verstehen“ oder überhaupt begrifflich zu bezeichnen, fasst Heidegger mit der alltäglichen Vorstellung das etwas „verborgen“ sei.

    651Jedes „Verstehen“ und „begriffliche Fassen“ ist nur vom „Subjekt“ möglich.

    652Man kann nun unterscheiden zwischen den S und R (der „Materie“) und den vier OG-Elementen. Die S, R sind vom Menschen nur mit Hilfe der OG „zu verstehen“. Während die OG-Elemente (durch Selbstbezug) sich selbst „verstehen“ können.

    653Dabei wird „E“ (Sein als unendliches) vom Menschen als „Existierendes“ „verstanden; ähnlich wird „N“ als „Nichts“ alltäglich sprachlich verwendet, was als praktisches Verstehen gelten muss. Bei „G“ als Erzeugung von „Identität“ ist es analog. Während das Verstehen der Physik als S,R „nur“ über den „allgemeinen Entwicklungs-Ablauf“ mit dem menschlichen Subjekt verbunden ist, ww.

    654Diese endlichen „Selbstverständlichkeiten“ zeigen sich z.B. methodologisch: Das „Seiende“ ist durch N und G in allen Phasen (wiss, prakt) geprägt, z.B. nennt das Heidegger, dass das Seiende voller dieser Gegensätze steckt, z.B. „N“ als „Irrtum“, „Täuschung“.

    655Heidegger: „Der Zugang zum Sein eröffnet sich über die Sprache;“ „sich lichtend“.

    656Das schildert die WP so: Die acht wp Grundgrößen („Sein“ z.B.) können aus der QM-Ordnung auch miteinander relationieren. Wenn die vier OG-Elemente miteinander relationieren, können sie alle sprachlichen Einzelbegriffe erzeugen; die wiederum bilden die Sprach-Sätze und die Sprachen, wenn sie ihrerseits Relationen bilden. Und umgekehrt, wechselwirkend, kann man mit den so erzeugten Begriffen und Sprachen jene acht Grundgrößen hinreichend beschreiben.

    657Jede endliche wp Phase hat so ihre unendliche Basis; und nur über die Sprachen (Umgangssprachen, Mathematik) kann man die Unendlichkeiten „erfassen“.

    658Heidegger: „Die Anwesenheit des Seins in der Sprache offenbart sich vor allem im ursprünglichen Sprechen der Dichtung“.

    659Wir unterscheiden da (QM) Sprache/ Sprechen als „Dichtung“, welche die unendlich freien Ii, Ei der Menschen als Basis haben – und formal daher unbegrenzt Neues kreieren lassen.

    660Während die Sprache der „Techniken“ jene QM-Unfreiheit, zeigt, die die Sprache, das Sprechen an diejenigen Phasen bindet (Rz), welche die jeweilige technische Seite meint..

    661Heidegger: „Das Seinsgeschick unseres Zeitalters zeigt sich im Wesen der Technik“

    662Die „Techniken“ sind wp jene E (im Handlungsprojekt z.B.), welche als „Dinge“ und als „Begriffe“ im Laufe der „allgemeinen Entwicklung“, der Geistes-etc./ Geschichte von den Menschen erdacht und erschaffen wurden; diese E` haben damit eine gewisse „Vollendung“. Zusammen mit den jeweils passenden Methoden (Rz, Rw/ N, G) entfalten die E` ihre Wirkung, indem sie die dynamisch sich entfaltenden „I“ (Ii bis Iw) zu erreichen suchen.

    663Dabei werden die „E“ im OG („Sein“ bei Heidegger) aus ihrer aktualen Unendlichkeit heraus konkretisiert.

    664Ein Unterschied zu den Bereichen der Dichtung, der Kunst ist es dann, dass die E-Varianten nicht nur konkrete „Dinge“ und „Begriffe“ werden können, sondern auch freie Ei, potentiell unendliche werden können, z.B. als die „dichterischen Freiheiten“, die sich an die E` (z.B. vorgegebene Grenzen der Natur) nicht unbedingt zu halten haben.

    665Kurz: E, Sein (im OG) „entbirgt“ sich, indem sich die aktualen Unendlichkeiten zur potentiellen Unendlichkeit entwickelt. Und diese enthält sowohl die Unfreiheiten, Endlichkeiten wie auch mögliche konkrete Freiheiten.

    666Wp gilt, die „Technik“ ist als Natur (S/R) und als E4 im OG gegeben, geformt.

    667Aber zugleich gibt es einerseits die „allgemeine Entwicklung“, welche aus diesen „statischen“ (und unendlich aktualen) Bereichen (S/R, OG) hinaus führt, dank „Rw“; und das zu immer mehr Freiheiten. Und es gibt die Subjekt-Phase, welche jene Freiheiten, zusammen mit den endlichen Phasen, als Ii, Ei, die „Technik“ (E`) fast beliebig und jeweils historisch gestalten kann.

    668Da geht es z.B. im Handlungs-Projekt darum, diese E`, welche Heidegger als „Gestell“ bezeichnet, in zunehmender Weise durch seine Ii-Freiheiten, durch subjektives Arbeits- und Denkhandeln zu relativieren.

    669„Das gestellte Seiende“ (E`) ist also alles bisher Gewordene, durch die „allgemeine Entwicklung“ und durch das menschliche Handeln; hier z.B. die Arbeit aller „technischen Berufe“.

    670Heidegger erkennt die Gefahr, dass „der Mensch alles Seiende (einschließlich sich selbst) nur noch als „Material für die am Erfolg orientierte Herstellung und Verwertung begreift“; „der Mensch muss aus dieser Seinsvergessenheit erwachen“. Wir meinen, solange die E-Welt vom Ii des individuelle Menschen erzeugt wird, ist jene alles bestimmende Übermacht der Dingwelt (E`) relativierbar. Und zweitens, das von Heidegger hervorgehobene „Sein“ sind wp die acht aktualen Unendlichkeiten (S, R, OG), welche freilich für menschliches Verständnis und seine Möglichkeit, diese acht zu beherrschen, zu manipulieren eine bleibende Aufgabe und Herausforderung ist.

    671Drittens, deutet Heidegger an, dass alles menschliche Handeln „Ziele“ verfolgen sollte. Die WP führt dazu die Ii und die Ik,g,w an, sowie das „Ziel“ der „allgemeinen Entwicklung“; die WP sieht die umfassende Diskussion dieser Ziele als eine geschichtliche Aufgabe.

    Wilhelm Dilthey

    672Obwohl bei W.Dilthey sich noch die traditionelle Trennung in Natur und Geist zeigt und beider wissenschaftliche Beschreibungen keine tieferen Zusammenhänge erkennen lassen, macht Dilthey in seiner Erfassung der menschlichen Subjektivität Vorarbeiten, welche auf die wp Deutung hin weisen.

    673Zunächst haben solche wissenschaftlichen und philosophischen Arbeiten die Aufgabe, die Strukturen und Methoden noch genauer zu erfassen als das bislang möglich war. Dann geht es zum Beispiel darum, die „historische“ Begründung der Geisteswissenschaften erst mal als eigenständige zu zeigen. Um dann solche systematisch und speziell methodische Begründung wp zu verallgemeinern. Mit der Betonung der geschichtlichen Seite verbinden wir die Einordnung in die umfassende „allgemeine Entwicklung“.

    674Ein anderes Beispiel betrifft die Stellung der einzelnen Phasen. Bei Dilthey wird das „Leben“, und damit die „Subjektivität“ hervor gehoben. Die WP ordnet die biologische Phase – und darin das „Leben“ – in ihrer umfassenden Systematik in der „allgemeinen Entwicklung“ ein; das zeigt sie in der Analyse der konkreten Eigenschaften des subjektiven Lebens.

    675Dilthey betont aber neben der Phase des Lebens, der Biologie des Subjekts auch die „Geschichtlichkeit“ und damit wp die „allgemeine Entwicklung“. Beides ist wp wichtig, aber es ist erst hinreichend, wenn man die Natur nicht nur auf die der Subjektivität begrenzt, und wenn man die „allgemeine Entwicklung“ als historische Erschaffung durch menschliche Subjekte, mit der Natur wp vereinen kann.

    676Der Begriff des „Lebens“, bei Dilthey und dann auch in der „Lebensphilosophie“ rückt als „Grundlage der Geisteswissenschaften und der Geschichte“ den „Menschen und seine Erzeugnisse“ in den Brennpunkt. Die herkömmliche Metaphysik und deren von der Wissenschaft beanspruchte Vorstellungen werden von ihm kritisiert und zurück gewiesen. Die WP zeigt beides, die menscheneigene Biologie in der Natur-Entwicklung und die Subjektivität als Gestalterin der Geschichte in den mannigfachen Handlungsarten und sie betont beider Zusammenhang in der „allgemeinen Entwicklung“. Diese subjektive Denkarbeit führt als Teilaspekt der „allgemeinen Entwicklung“ von den unendlich abstrakten S-und R-Aspekten (moderne Physik und Mathematik) zu den ebenso gestalteten unendlichen OG-Begriffen, welche der Analyse der Geisteswissenschaften dienlich sind.

    677Wie so oft wird das Verhältnis zwischen den „drei Polen“, Natur, Geist und Subjekt auch bei Dilthey angesprochen. Die WP ordnet das etwas anders: Dilthey meint, „ die Geisteswissenschaften unterscheiden sich von den Naturwissenschaften, insofern sie sich auf eine Wirklichkeit beziehen, die vom Menschen selbst hervorgebracht ist“, der Geist beschäftigt sich mit den Schöpfungen des Geistes selbst. Es gibt dabei zwei Erkenntnismethoden, die Natur wird „erklärt“, den Geist kann man „verstehen“. Und die gesellschaftlichen und schöpferischen Leistungen des Menschen sind Ausdruck innerer Vorgänge des Seelenlebens“.

    678Diese Auffassungen Diltheys etc. werden wp in einen umfassenden Zusammenhang eingebettet: Die WP hat die „S/R-Basis“ und diese ist sowohl unendlich auf sich selbst bezogen wie zugleich begrifflich von den OG und allen anderen Phasen, hier vor allem von den Sprachen, erfassbar. Diese sprachliche Erfassung der S und R geschieht zugleich mit der „allgemeinen Entwicklung“, welche die OG und die Sprachen daraus aus den S und R erzeugt; durch Entwicklung, die „S-Veränderung“. Kurz gesagt, Natur-/Wissenschaften und Geist-/Wissenschaften sind in Wechselwirkung kompliziert vereint. S und R sowie OG sind vielfach unendlicher Art und die Wechselwirkung – auch speziell QM – erzeugen dabei die Endlichkeit.

    679Die derart systematische Phasen-Erzeugung führt zur Subjektivität, welche zwischen den beiden metaphysischen Polen stehend, selbst „Neues“ erzeugen kann.

    680Wurde damals noch die „Grundlage der geisteswissenschaftlichen Erkenntnismethoden“ pauschal als „die Ganzheit des seelischen Lebens“ angesehen oder aber konfrontativ dazu, der Mensch als „abstraktes Erkenntnissubjekt“, so kann die wp Basis beides genauer fassen und damit auch die bloße und formale Konfrontation aufheben. Der Mensch als „wollender“ wird durch „Ii“ aufzeigbar, als „fühlender“ kann die WP die Emotionalität als „I/E-Variante zeigen, als „Selbstbezogener“ vertritt der Mensch die Unendlichkeit alles „Isolierten“ in allen Phasen etc. Die Methodik lässt sich weiterhin abstrakter durch N,G N/G und tiefer als Rz, Rw, Rz/Rw erklären; das menschliche „Verstehen“ beispielsweise als „I/N/G/E“ und die „Rationalität“ als E-G-N-I.

    681Diese Fundierung der „Geisteswissenschaften“, praktisch-konkret durch die Subjektivität, deren „Erfahrung“, „Erleben“, „Verstehen“, „Leben“, und wissenschaftlich-theoretisch zum Beispiel durch die „Psychologie“ war geistesgeschichtlich fällig. Aber die WP fragt nun weiterhin nach der genaueren Fundierung dieser Einzelwissenschaft und sie versucht, jene alltagssprachlich erfassten Eigenschaften der Subjektivität mit den theoretisch-abstrakten Grundlagen der Psychologie zu vereinen. Mit der „allgemeinen Entwicklung“, dem Einbezug der S-und R-Aspekte wie der OG-Elemente, kann die Phase der „Psychologie“ auch dadurch besser erfasst werden, dass deren theoretische und praktische Bereiche zum Beispiel mit den Wechselbeziehungen zu den anderen Wissenschaften – die Phase der Sprachen, der Biologie, der Sozialität, der Kultur und die Methoden – berücksichtigt werden. Die WP versucht nichts anderes als die von Dilthey nur angedeuteten Fundamente (Mensch, Seele, Kunst, Staat u.ä. sowie Methoden, wie Erleben, Verstehen) tiefer begründend zu belegen.

    682Bei und seit Dilthey gewinnt die „Vorstellung“ von „Leben“ in philosophischen Deutungen wissenschaftlicher Inhalte zunehmend an Bedeutung. Weil sich in diesem Begriff nicht nur die biologische Wissenschaft, das Leben der denkenden Subjektivität, sondern auch die „Psychologie“ als subjektive Erfahrung und Verstehen und das individuelle Wissen von der „geschichtlichen Welt“ versammelt sind. Aber die WP geht darüber hinaus, sie fundiert erst mal jenes Wissen und Können, indem sie die S/R-und OG-Elemente zum Pol der Subjektivität hinzu fügt. In der damit verbundenen „allgemeinen Entwicklung“ werden diese drei Pole, in ihrer die endliche Realität erzeugenden Wechselbeziehung der drei Pole, geschildert. Autoren wie Dilthey beschreiben diese Wechselwirkung als die der „geistig- geschichtlichen Welt mit ihren Objektivationen, aus denen das Leben hervorgegangen ist“ und „ in welche die geistige Lebendigkeit wieder zurückübersetzt wird“.

    683Die WP wird – wie bei vielen anderen Autoren auch – in Annäherungen vorweg genommen, So zum Beispiel, wenn Dilthey in den „Weltanschauungssystemen“ der „Philosophie, Religion, Kunst“ eine „Sinndeutung des Lebens“ erkennen kann. Das ihm wichtige „naturalistische“ System betont dann „philosophisch“ allgemein die „materiellen Bedingungen der menschlichen Existenz“ oder nur „die biologische Trieberfüllung des Menschen“. Seine Konfrontation des Naturalismus mit dem „Idealismus der Freiheit“ als „freie schöpferische Leistung und Selbstentfaltung des Menschen“ („Ii“, „Ii/Ei“). Und dem „objektiven Idealismus“, welcher sich dann auf die „Welt als ganze“ und auf das Verhältnis von „Individuum und Weltganzem“ bezieht, werden solche und ähnliche Annäherung von Naturwissenschaft und Philosophie von der WP dann genauer ausgeführt.

    684Wilhelm Dilthey ist für die WP einer der „Vorläufer“, der die großen Bereiche betont – Natur, Mensch, Geist, Welt – welche in sich Philosophisches wie Einzelwissenschaftliches erkennen lassen, und dieses trennen, unterscheiden und doch auch „harmonisch“ zu vereinen suchen. Die WP sagt dann zum Beispiel, was solche Trennung/Vereinigung sei und was prinzipiell jene „Bereiche“ sind.

    685(((HIER Handschriftliches integrieren,S 1 bis 45)))

    686Die „Deontische Logik“ analysiert normative Aussagen. Damit wird – vom „R-Aspekt“ und vom OG her – die „I-Kategorie“ hinzu genommen und geistesgeschichtlich eine umfassende Logik gestaltet; allerdings nur im „formalen“ Sinne. Die „Normativität“ unter logischen Gesichtspunkten ist – ähnlich der Modallogik – nicht in der wp Systematik als Entwicklung der „I-Seite“ aus den R-Aspekten zu zeigen. Man weicht daher auf endliche umgangssprachliche Begriffe aus – so zum Beispiel „Verpflichtung“, „Verbot“, „Erlaubtsein“, ohne diese Begriffe wp zu begründen. Aber diese „I“ sind nur in jener formalen Form, welche die aktual unendlichen OG-Elemente, hier „I“ haben. Die „inhaltlichen „I“ (Ii,k,g,w) werden dann, über die „Logik“ als Methodik hinaus gehend, durch Einzelwissenschaften (Ethik, Politik u.ä.) vertreten.

    687((HIER??? LOGIK einordnen)))

    Wittgenstein

    688Die „analytische Philosophie“ und die „Sprachphilosophie“ Wittgensteins zeigt einen Sprachgebrauch, welcher sich verstärkt an der Umgangssprache orientiert. Die WP erkennt das als ein Problem der allgemeinen Sprachentwicklung, welches einerseits in jeder Phasen-Erzeugung Unterschiede zeigt; die WP kann neben solcher Unterscheidung (Rw,N) auch die Gemeinsamkeit erkennen. So zum Beispiel haben alltagssprachlich „Welt“ und ihre „Teile, z.B. die Dinge und Tatsachen“ je nach Wissenschaften spezifische Bezeichnungen. Neben solchen Trennungen zeigt die WP das Gemeinsame, zum Beispiel in der „allgemeinen Entwicklung“.

    689Die WP geht davon aus, dass als „Sprachen“ neben den Alltagssprachen und Umgangssprachen – welche Wittgensteins Schwerpunkt sind und welchen wir besonders „I“, „E“ und „I/E“ zusprechen – auch die Methodik, die Logik und die Mathematik, mit deren Epizentrum „Rz,G zu Rw,N zu „Rz/Rw/N/G“, als Sprachen gelten müssen.

    690Welche Sprachen spielen dabei welche Rolle? Die Logik und die Mathematik sind durch die unendlich Rw-Trennung (G-N-E, aber in der Mathematik komplizierter, als Rz-Rw etc.) die Basis für „exakte“, „genaue“ Aussagen bestimmt. Die „N/G, I/E“ sind in der Umgangssprache die Basis für die – prinzipielle – Vieldeutigkeit, zum Beispiel die der Hermeneutik. Und als grenzenlos erweiterte Wechselbeziehung aller Phasen und deren Details stehen die „I/N/G/E“ – mit ihren Ii/Ei als freie, kreative, zielgerichtete u.ä. Funktionen – zum Beispiel für die „Anschaulichkeit“ der Alltagssprachen.

    691Wenn Wittgenstein mit der Verwendung der Erkenntnisse der „analytischen Philosophie“ und der Sprachphilosophie (ordinary language philosophy) einen Übergang zwischen beiden erkennen lässt, dann kann man das „abstrakter“ fassen, auch mit seinem Anspruch, die Verbindung von „Logik“ mit „Mystik“ als Basis der „Mathematik“ zu sehen. Das analysieren wir so „abstrakter“: In der „allgemeinen Entwicklung“ zeichnet sich die „Logik“ als „N-G, E“ durch ihre auf der aktual- unendlichen N-, Rw-Trennung der E, G, N beruhenden Aspekten der „Wirklichkeit“ aus. Die „Mystik“ hat von alters her ihre urtümlichen Eigenschaften von den unendlich abstrakten Rz und G. Welche „unverständlich“ sind, weil ihre unendliche „Tiefe“ und „Statik“ keinerlei Veränderung zulässt. Beider Unendlichkeiten werden in allen wp Phasen relationiert (QM) – was bei Wittgenstein als „die Zusammensetzung der Teile in numerischen Sätzen“ angedeutet wird. Und was wir von „S/R, „z/w“ bis „N/G und „I/E“ sowie als „Kombination“ dieser „Relationen“ als die Folge der QM-Ordnung beschreiben.

    692Im „Traktat“ schreibt Wittgenstein „Die Welt ist alles, was der Fall ist“ und „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge“. Mit der Einführung der „Vorstellung“ der Begriffe „Fall“ und „Tatsache“ wird der denkende Mensch, die wp Subjekt-Phase voraus gesetzt und einbezogen. Auch die „Welt“ – als E5 in moderner Ontologie („Realität“ o.ä.) – und deren „Teile“, also die QM-Ordnung von Rw-Getrennten und Rz-Ganzen werden bei Wittgenstein als formale Selbstverständlichkeiten behandelt; ähnlich ist es mit der Unterscheidung von Dingen (S/R-Einfluss) und „Tatsachen“ (OG-Relationen).

    693Die WP unterscheidet auf QM gestützt, die S/R-Einflüsse – bei Wittgenstein die „Dinge“ – von den entwickelten Einheiten „S/R zu OG“, welche bei Wittgenstein als „Tatsachen“ die subjektiven und gesellschaftlich entwickelten Begriffe einschließt. Er konfrontiert „Dinge“ und „Tatsachen“, während solche Gegenüberstellung nur eine der drei QM-Möglichkeiten ist.

    694Wittgenstein betont, „die Welt sind alle Tatsachen“; das berührt die wp Dreiheit (auch im QM) von den „zwei Arten der „aktualen Unendlichkeit im Verhältnis zur potentiellen Unbegrenztheit der „Endlichkeit“. Wittgenstein versucht, die „Dingwelt“ mit der „Sachenwelt“ zu verbinden; was wp „zentral ist, weil das bei ersterer um S- R-Aspekte geht und bei den „Sachen“ stets alle Aspekte des Geistigen, Sozialen, Subjektiven eingebunden sind; es ist seine Annäherung an die „allgemeine Entwicklung“. Allerdings sieht Wittgenstein die „Dinge“, die „Substanz der Welt“ immer noch herkömmlich begrifflich als „einfach“ – ohne solche umgangssprachlichen Begriffe philosophisch zu fundieren; das gilt auch für Behauptungen wie die, dass die „Substanz“ „unveränderlich“ und „von Sachverhalten unabhängig“ sei; die WP kommt diesen veralteten Auffassungen entgegen, wenn sie vom QM her auch „Rw,N“ als „Trennung“ und „Rz,G“ als „unveränderlich“ akzeptiert. Aber der notwendige wp Fortschritt besteht hier sowohl in der QM-Einheit aus jenen „Widersprüchlichkeiten“ wie auch in der profunden und zielgerichteten Begründung.

    695Auch von Wittgenstein wird versucht, die „Sachverhalte“ der Dinge, die „Welt“ als Übergangs-Felder genauer zu fassen: Als „Relationen“(Wittgenstein), welche er als „logisches Gerüst der Welt“ und als „Sprache“genauer beschreibt. Wir abstrahieren das: Es geht um die vier Basisrelationen aus dem S/R-und dem OG-Pol. Das sind Rz und Rw, welche sich zu „G“ und „N“ im OG entwickeln, und welche als „G-N“ die Basis der Logiksprache – und allgemein als „Rz/G zu Rw/N“ die Basis der „Methodik“ – sind. Die umfassenden „Rz/G zu Rw/N“ in deren Beziehungen zu den „R/I zu Rz/Rw/E“ – also „I/E“ – sind es, welche nur mit jenen Grundrelationen (Rz, Rw, N, G) „wechselwirken“ können, um damit alle Phasen, „Welt“ und dabei besonders die „Sprachen“ bilden zu können.

    696Ein Beispiel für die Wechselwirkung der Phasen gibt Wittgenstein, wenn er die Musikwiedergabe als Wechselbezug des Instruments mit der Notenschrift, den Schallwellen und dem menschlichem Hörer sieht. Die WP vertieft und erweitert das zugleich, wenn sie alle Phasen in der allgemeinen Entwicklung und in der Wechselwirkung verbindet mit den acht metaphysischen aktual unendlichen Grundgrößen; wobei die denknotwendigen „Beziehungen zwischen jenen „Entitäten“ zurückgreifen auf die Rz, G und Rw,N – zum Beispiel als „Logik“ (N-G-E) – was als Selbstanwendung der Grundgrößen eine gewisse Vollständigkeit der Grundgrößen zeigt.

    697Wittgenstein sah die „allgemeine Form eines Sachverhalts“ und auch in der Form der „Elementarsätze“ als „Beziehung“ zu und als „Verknüpfung“ zwischen einfachen Entitäten, Namen als „Bedeutung von Gegenständen“. Die WP fasst dieses Problem der Sprachenphase genauer. Es geht um die spezifisch sprachlichen E-Entitätem. Je nach wissenschaftlicher Einzelphase geht es wp um „z/w zu I/E“ und um die „Beziehungen“, die z, w, Rz, Rw zu N, G. Also schließlich um die Wechselwirkung aller Sach-Phasen zur „Subjektphase“.

    698Ein Beispiel für die „allgemeine Entwicklung“ ist die „vom Ding zum Begriff“; das wird von Wittgenstein als „Abbildung“ bezeichnet und der „empirischen“ Methode zugeordnet. Die WP sieht in dem Übergang „Ding-Begriff“ zum Beispiel auch die Wechselwirkung beider – genauer, den „Rz/G-Bezug“ der E, I als Sz/Sw, Rz/Rw und S/R (= Eo und E1) des „Dings“ in Relation (Rz/Rw etc.) zu den E3 des „Begriffs“, welche die entwickelten E4, I, N,G vereint („I zu N,G,E´zu E“). Diese Variante des „Handelns“ als Denkhandeln wird nur deshalb von der Subjektphase möglich gemacht, weil sich in der Subjektphase sämtliche anderen Phasen maximal entwickelt haben.

    699Wie werden die „empirischen“, alltagssprachlichen „Beobachtungen“ behandelt? Ihnen werden nur die „E“, durch die G-Methode „objektiv“ erzeugt und indirekt durch N, zuschreibbar. Wie kommt man nun von dieser „Beobachtung“, also von der „Empirik“ zu den Begriffen und von diesen zum Beispiel zu „Zeichensprachen“ wie beispielsweise zum „Alphabet“?

    700Wittgenstein folgt der traditionellen Argumentation, wenn er meint, „ein Satz ist sinnvoll, wenn er das Bestehen oder Nichtbestehen von Sachverhalten darstellt“. Die WP analysiert diese empirische Methode als „E“ („Sachverhalt“) und als „G“ („Bestehen“) und „N“ („Nichtbestehen“).

    701Weiterhin erklärt die WP was hier „mitgedacht“ werden muss. Wp gesehen, geht es um die Wechselbeziehung zwischen OG als unendlich freie (Rw,N) „I-E-N-G“ und subjektive „Handlung“ als unendlich kohäsiv (Rz,G) bezogene „I zu N/G/E`zu E“-Einheiten.

    702Zum Beispiel ist auch das „empirische“ Betrachten eines Bildes eine „Handlung“ (Einheit der Relation „I/N,G,E`zu E“), mit der „Betonung von G und E. Wie wird das „Bild“ zum „Zeichen“, fragt Wittgenstein. Beide sind reduzierbar auf die vier OG-Elemente. Die dabei verwendeten, subjektiv mitgedachten „Begriffe“ und „Sätze“ werden ebenfalls aus den Relationen der OG-Elemente erklärbar. Wenn es um die Wechselbeziehung der Dingwelt mit der Subjektivität geht, kann man auch die Entwicklungs-Übergänge von den physikalischen S- und R-Aspekten zum OG erkennen; aus „S“ und „R“ werden einzelne „Buchstaben“, Zeichen und daraus werden„ E“ (Begriffe), N,G (Verben), „I“ (Normen).

    703Kurz, wenn gesagt wird, „ein Satz ist dann sinnvoll, wenn er das Bestehen oder Nichtbestehen von Sachverhalten darstellt“, dann wird das – vor allem als „Sinn“ – wp als Wechselbeziehung von Sprach-Phase mit der Subjekt-Phase gesehen.

    704Weiterhin geht es dem Wittgenstein um das traditionelle Problem der „Abbildung“ und das der logik-sprachlichen Problematik der „Wahrheit“.Die WP zeigt die Arten der Abbildung“ als Prozesse der „allgemeinen Entwicklung“. So zum Beispiel als Entwicklungsschritt von der Physik zur Biologie (Gehirnorgan), dann zur Emotionalität und Rationalität, zu den Begriffen und Sprachen und zum OG. Die „Wahrheitswerttafeln“ werden von der WP – letztlich von den „z“ (Sz,Rz) zu den „w“ (Sw,Rw) her – als „N-G zu N/G“ bestimmt.

    705Innerhalb der Sprachen-Phase erkennt man wp genauer die unendlichen und die endlichen Details, unendliche OG-Elemente und daraus durch Wechselbeziehung die „Begriffe“, und aus diesen „Elementar-Sätze“ und daraus „neue Sätze“, Texte bildend. Die „Eigenschaften“, zum Beispiel ihre „Wahrheit“, „Unwahrheit“ pflanzen sich vom OG bis zum „Text“ fort.

    706Die Überlegungen Wittgensteins, seine „Wahrheitswerttheorie“ wird von der „QM-Ordnung“ wp beschreibbar. Deren drei Grundpositionen werden sowohl auf die physikalischen z, w und z/w wie, daraus entwickelt, auf die methodischen N,G, N/G reduziert und damit auf die acht Grundgrößen (Sz, Sw Rz, Rw, E,I, G,N). Es geht in den „Konkretisierungen“, so in den Umgangssprachen, stets um Kombinationen, Relationen endlicher Art; „wahr“ ist die Relation „Rz/G“, „falsch“ ist „Rw/N“ etc.

    707Diese Relationen sind Teilaspekte der wp Wechselwirkungen, weshalb sie nicht nur „konkret“ sind, sondern auch „Neues erzeugend“.

    708Die wp „allgemeine Entwicklung“ als Relation und Kombination der vier aktual unendlichen OG-Elemente führt in die „potentiell unbegrenzten“ Endlichkeiten. Zuerst in die Konstitution der „Begriffe“ aus den vier, dann werden durch die Relation der Begriffe „einfache Sätze und weiter werden durch Kombinationen erweiterte Sätze und Texte.

    709In den „Wahrheitswerttafeln“ Wittgensteins werden nur die zwei OG-Elemente „G“ und „N“ berücksichtigt; als „Wahr“ (G) und als „Falsch“ (N); (von Rz und Rw fundiert). Die wp Analyse dieser Wahrheitswerttafel geht von den Eigenschaften der Rz/G und Rw/N sowie von „Rz/Rw zu N/G“ aus.

    710Ein „Elementarsatz“ kann nun „wahr“ (G) oder „falsch“ (N) sein; dieses „oder“ wird wp als „Rw/N-Trennung verstanden.

    711Die weitere Kombinationsbildung (Typ „z/w“) erzeugt vier neue endliche Varianten („beide wahr,/beide falsch/ oder je das eine oder das andere); wp zeigt das die weiteren Möglichkeiten der „Endlichkeit“. Jede weitere und komplexere „Verknüpfung“, „Kombination“ nutzt die wp (QM) grundlegenden drei Möglichkeiten: „Beide“ als Zweiheiten, die als Basis „z-w“ und N-G“ u.a. haben. „Nicht beides“ hat zusätzlich „Rw/N“ zur Basis. Die „Tautologie“ nutzt den aktual unendlichen Rz/G-Selbstbezug; bei solchen Wiederholungen kommt keine („N“) Entwicklung zustande. Die „Kontradiktion“ nutzt als gegenseitige Negation den unendlichen „N/N“-Selbstbezug. Die Logik ist mit ihren „N-G“ gleichfalls eine Variante der aktualen Unendlichkeit. Das alles lässt sich wp auf alle anderen Phasen übertragen, abstrakt zum Beispiel als „Sz-Sw“ oder als „I-E“, „Ii-Iw“ etc.; daraus werden dann die konkreten Phasen entwickelt.

    712„Sinnvolles“ Sprechen“ ist eine Ausführung der endlichen „z/w-Relationen“, genauer als QM-Möglichkeit „z-w zu z/w zu „unbegrenzt endlich so weiter“, z.B. „I/E/N/G“.

    713Wie versucht die traditionelle Philosophie, hier mit Wittgenstein, diese immer wieder angedeuteten „aktualen Unendlichkeiten“ zu verstehen? Zum Beispiel skizziert in dem „andeutendem“ Begriff der abstrakt „allgemeinen Entwicklung“: Woher und wohin führt diese eigentlich? Traditionell sind es komplexe psychologische und mit Einbezug beliebig anderer Phasen begründbare Vorstellungen, welche zum Beispiel sprachlich mit den Begriffen der „Mystik“ oder als „Göttlichkeit“ oder als „Sinn der Welt“, „Sinn des Lebens“ beliebig komplexe Einheiten konstruieren kann.

    714Wittgenstein unterscheidet noch die „positiv und präzis“ argumentierenden „Wissenschaften“ von solchen Phasen wie die Ethik, Religion, Kunst. Für die WP ist eine derartige Unterscheidung möglich, wenn man der „exakten“ u.ä. Wissenschaft die „E“ und „N-G“ zuordnet, also die „Existenz“ von der methodischen G-Identität und der Negation (N; „das Schweigen“) absolut unterscheidet; abstrakt gefasst geht es dabei um die aktualen Unendlichkeiten. Die WP verbindet diese nun zusätzlich mit der „I-Kategorie“ und mit den endlichen „I/E zu N/G“-Kombinationen. Also „Ethik“, „Ästhetik“ – vor allem „Subjektivität“ – sind wp durch diese Meta-Wechselbeziehungen der Unendlichkeiten mit den Endlichkeiten zu erklären; die QM fundiert das.

    715Die Konfrontation des Wiener Kreises mit Wittgenstein wird wp als die der empirischen (G->E) und der logischen (N-G) Betonungen des Wiener Kreises gegenüber den ethischen Versuchen Wittgensteins angesehen: Welche wir der „I“- und der I/E-Seite zuschreiben. Hier trafen wp Grundlagen („I“ und E,G,N) aufeinander; das zeigte sich in der Geschichte der Philosophie des öfteren und so auch in Analysen von Phasen, wie z.B. die der „Sprache“.

    716Wittgenstein fragt, „ist ein verschwommener Begriff überhaupt ein Begriff?“ Die WP fundiert das von QM her: Es gibt die „z-w-Phase“ und daraus die Rw-Trennungen „N-G-E“ als Basis der Logik-Sprache (oder auch Rz-Rw in der niederen Mathematik als Sprache). Und es gibt zugleich die „z/w-Phase“ – sowie die höher entwickelte Einheit „z-w zu z/w“ – welche zum Beispiel in den Alltags-/Umgangssprachen alle Abstufungen der „exakten“ Trennungen und der „Verschwommenheit“ (Rz/Rw zu N/G) in der Begrifflichkeit, der Sätze wie in der Sprache, zeigen können.

    717Auch Wittgenstein sieht, es ist schwer verständlich, dass ein Wort, also Sprache einen „Gegenstand“ „repräsentieren“ kann. Wp gesehen geht es einerseits um den Zusammenhang der Phasen – hier von der Physik des Gegenstandes mit der Subjektphase, mit deren Sprachfähigkeiten – als „allgemeine Entwicklung“ sowie zugleich als die QM-Ordnung: „z/w“ als „Wechselwirkung“; speziell, dass durch subjektives „Sprach-Handeln“ („Ii/Ig zu N,G,E´zu E“) zum Beispiel „Ii/Ig“ als Erzeugung von „Bedeutung“ wirkt.

    718Wittgenstein kritisiert Andeutungen, welche als „logischer Atomismus“ es nicht erreichen kann, „durch Analyse letzte Elementarsätze“ zu finden. Die WP nimmt solche Kritik auf und zeigt die zwei Möglichkeiten für eine umfassende Erklärung: Das sind die „allgemeine Entwicklung“ und dabei die unendliche Abstrahierung; beides durch „Rw“ konstituiert sowie die durch Rz bedingte Wechselwirkung und dabei auch die „allgemeine Entwicklung“ umkehrenden „Reduzierungen“.

    719Die reduzierenden Funktionen haben die acht Grundgrößen als Ziel, aber auch die dabei notwendigen Zwischenstufen – so beispielsweise die Sprachenphase; dann deren Sätze und die Begriffe oder die der physikalischen Phase, welche jeden Gegenstand schrittweise und die „Entwicklung“ umkehrend (->Rz), auf seine Atome und deren Grundbausteine (→ S/R) reduzieren kann.

    720Wittgenstein deutet die Sprache mit Hilfe des „Spiels“. Er erkennt, dass Sprechen („Berichten, Beschreiben, Bitten, Grüßen“etc.) und „Tätigwerden“ („Herstellen eines Gegenstandes“) sowie „Spielen“ zusammenhängen.

    721Die WP verallgemeinert beides: Die Sprache und das Spiel sind als „Handlung“ Varianten der einfachsten Relation der vier OG-Elemente; wobei die „allgemeine Entwicklung“ und die QM-Wechselbeziehungen (Trennung, Kohäsion) derart mitwirken, dass zu den „Sprachen“ auch die der „Mathematik“ (Rz,Rw,Rz/Rw) oder auch die der „Logik“ (N-G-E) gehören.

    722Was haben nun Sprache und Spiel gemeinsam? Diese Gemeinsamkeiten (G) und die Unterschiede (N) erklären wir aus den Eigenschaften der vier OG-Elemente, formal aus deren unendliche Selbstbezüge, deren QM-Vereinigung (Rz/G) und QM-Trennungen (Rw/N).

    723Konkrete Beispiele sind die Gemeinsamkeit als „Handeln“ (I zu N,G, E´zu E etc.). So die QM: Als vollständige (Rz/G-Wechselwirkungen, aber auch Rw-getrennt als „N-G“ (Logik); oder als R-Absonderungen (die Sprache der Mathematik). Im Alltagshandeln werden dann auch zum Beispiel die „Ii“ betont und erst mal abgetrennt (Rw,N).

    724Im Sprach-Handeln, dem „Sprechen“ und im Spielen wählt das Subjekt, als „Ii“ unendlich frei, das was es sagen will – und es entscheidet, dass es spielen will und es wählt die Spiele aus.

    725Zu den Gemeinsamkeiten von Sprache und Spiel gehört z.B., dass beide wp Handlungen sind. Beide haben vorgeschriebene Abläufe, Regeln. Das erfordert Kognition (N-G-E-I), Motivation (Ii), Zielsetzung („I“) N-G-E`-rationale Strategien. Es sind „Leistungen“ und auch „Lernvorgänge als Entwicklungen“. Das nun auch als Vergesellschaftung („Ii/Ei wird Ik,g,w/Ek,g,w), dabei soziale Kompetenz, Wettkampf etc.

    726Zu den Unterschieden zwischen Handlungen, wie die der „Arbeit“, den „rationalen Sprachen“ zum „Spiel“ – abstrakt auch auf „E-, I-Inhalte und N,G-Methodik bezogen – dass Spielen zwar auch „Leistung“ verlangt, aber dass das „Vergnügen“, die „Entspannung“ überwiegen sollen. Einerseits ist Spielen noch dichter an die „Biologie“, die Emotionalität des Menschen gebunden, zum Beispiel als „Rausch“ oder als „Mimikry“, andererseits geht es bei der Entwicklung, so von spontan neu erfundenen Spielen immer auch darum, die Zunahme von Freiheiten in vielen möglichen Handlungsarten, den Zwängen der zu leistenden Arbeit, des Denkens und Sprechens entgegen zu halten. Die objektive „Iw-Zielsetzung“ vereint beide Ansätze.

    727Zusammenfassend geht es darum, zusätzlich zu solchen Unterschieden das wp (→ QM) unendliche Übergangsfeld mit dessen Wechselbeziehungen zu erkennen. Hier als eine neue „Einheit“, so auch als das „Sprachspiel“ bei Wittgenstein.

    728Und die „Sprache“ mit ihren „Worten“, deren „Bedeutung“ etc. und den Regeln der Grammatik haben in allen anderen Handlungs-Arten, hier z.B. den „Spielen“ – und in allen anderen Phasen – die drei QM-Möglichkeiten: Den unendlichen Rz/-Selbstbezug (der damit „Feststehendes“ fundiert) und die unendlichen Rw-Freiheiten. Die dritte QM-Möglichkeit ist auch als Übergangsfeld zwischen beiden als „Rz/Rw zu N/G“ nach „Außen“ als „endliche“ „Einheiten“, Entitäten, höher entwickelte E-Varianten zu verstehen, dies aber mit den inneren Dynamiken, welche alle bekannten „Unsicherheiten“ im Endlichen, so die „Stochastik“ z.B., erzeugen.

    729Sprachtheoretisch, in den grammatischen Regeln und den „Wortbedeutungen“ zeigen sich die wp Einflüsse. Wenn Wittgenstein sagt, dass Worte, Namen, Ausdrücke ihre „Bedeutung“ nur im „Kontext mit „nicht-sprachlichen“ Äußerungen sowie mit dem „subjektiven Verhalten“ des Sprechers und mit der „Umgebung“ haben, dann hat die WP dafür die „allgemeine Wechselwirkung aller Phasen“, vor allem mit der Subjektphase. Solche „Wechselbeziehungen“ sind im Endlichen umgangssprachlich als die Bildung von „Analogien“, „Ähnlichkeiten“, „Verwandtschaften“ zu bezeichnen. Was jedoch erst einleuchtet, wenn es wp als „allgemeine Entwicklung“ oder durch QM (Rz/G vs. und „zu“ Rw/N und als „Rz/Rw/N/G“; abstrakt, als „Übergangsfeld“ zwischen aktualer Unendlichkeit und potentieller Unbegrenztheit, „Endlichkeit“) analysiert wird.

    Analytische Philosophie

    730Grundsätzlich gilt, dass jede Wissenschaft, Phase vom Subjekt sprachlich, hier umgangssprachlich, erklärt und analysiert wird. Es ist das eine Variante der allgemeinen Wechselwirkung aller Phasen. Was genau macht dabei das menschliche Subjekt? Wp beruft es sich auf die vier in der „allgemeinen Entwicklung“ „vollendeten“ aktual unendlichen OG-Elemente (E,G,I,N). Dabei „vereint“ das Subjekt alle Entwicklungsstufen aller Phasen in seinem biologischen Hirnorgan, als „Denkhandeln“(„I/G/N/E“). Wo schließlich dies Denkhandeln alle in der Entwicklung vorhergehenden Phasen – Physik, Mathematik, Biologie etc. – mit einbezieht.

    731Die Analytische Philosophie versucht traditionelle philosophische „Ausdrücke“ sowie deren „Gebrauch“ zu „verstehen“. Die WP setzt dazu die allgemeine Wechselwirkung der Phasen ein, vor allem hier der Subjektphase und die der Vergesellschaftung. Dabei wird exemplarisch für die Analyse der Vorstellung „Ausdruck“ oder von „Bedeutung“ oder von „Begriff“, „Aussage“ wp weiter und tiefer zum Beispiel auf die Phase der „Sprache“ und die Phase der „Subjektivität“ reduziert.

    732Die wp Reduzierungen werden in bisherigen philosophischen Überlegungen angedeutet. Wir deduzieren zum Beispiel „Sinn“, „Bedeutung“ durch die QM-Ordnung: Als Erkenntnis, dass es zugleich „Unterscheidungen“ (Rw,N) gibt, so als „verschiedenen „Sinn“ von Begriffen, aber zugleich bei deren „gleicher Bedeutung“ (Rz,G-bestimmt).

    733Wir nutzen die „Rz“ als wp Grundlage von „Verkleinerungen“, hier von Reduzierungen, wie Russell solche vorgeschlagen hat. In der Sprach-Phase bezieht man sich auf die Phasen der Gegenstände, deren Eigenschaften; so wenn man „Sätze“ unterscheidet und diese dann in Satzteile (Substantive, Adjektive, Verben) „verkleinert“ (Rz) – und sie auch von einander„trennt“ (Rw). Die „Begriffe“, „Buchstaben“ sowie die Bedeutungen der Worte als OG-Elemente (Existenz/E, Zielfunktion/“I“, methodische Identifikation /G und als Negation/N) sind weitere Reduzierungen.

    734Das betrifft alle Phasen jeweils in deren Eigenschaften; vor allem die Physik und die Mathematik bekanntermaßen.

    735Solche Reduktionen, so als „Abstrahierungen“, waren im subjektiven Denken und damit auch in philosophischen Systemen die Grundlage für „Analysen“. Zum Beispiel als Grundlegung einer Argumentation wie diese als die „logische“, „N-G,E“, für deren Richtigkeit wichtig ist.

    736Die traditionell umgangsbegrifflich als „Ausdruck“, „Bedeutung“ von Begriffen und Aussagen Umschriebenen, werden wp weiterhin reduziert: Zum Beispiel in „Redeteile“ oder in „Denotation“ und „Konnotation“. Aber auch diese – wie die „Logik“ – sind in der Reduzierung nur Zwischenstationen endlich-umgangssprachlicher Art. Die WP zielt auf die OG, zum Beispiel in der Grundlegung der Sprachen, in ihrer Reduzierung mit deren aktual unendlichen vier OG-Elementen; dabei von der QM-Ordnung geleitet.

    737Frege erarbeitet noch mal die alten Vorstellungen von „Sinn“ und „Bedeutung“, jetzt auch schon beider „Wechselbeziehung“. Was wir wp analysieren, wenn wir diese beiden Begriffe systematisch analysieren: In der potentiell unbegrenzten Endlichkeit gibt es prinzipiell, eben als jene unbegrenzte Vielfalt und deren Erzeugung durch Relationierung der aktual unendlichen S, R und OG-Elemente. eigentlich fast unbegrenzt viele „Bedeutungs-Varianten“ als Kombinationen aus der in der wp „allgemeinen Entwicklung“ entstehbar. Diese haben dann „gleiche Bedeutung“, obwohl sie je nach Kombination, Wechselwirkung mit anderen Phasen, Subphasen, Details erzeugt werden.

    738Aber der „Sinn“ eines Ausdrucks ist dagegen der Versuch, etwas in der prinzipiell festgelegten „allgemeinen Entwicklung“ der Phasen, zum Beispiel auch im „historischen“ Ablauf, sprachlich zu benennen, was sich in der Entwicklung von S, R bis zu den OG-Elementen als jeweilige Eigenschaft einer Entität zeigt.

    739Von Leibniz übernahm Frege das Prinzip der „Substitution“, was noch ungenau so umschrieben wurde: „wird ein wesentlicher Bestandteil eines Ausdrucks ersetzt durch einen anderen Teil, der dieselbe Bedeutung hat, wird dabei der Sinn geändert, aber nicht die Bedeutung“. „Bedeutung“ ist wp die Wechselwirkung der Entitäten im Endlichen. Aber „Sinn“ ist jene Position in der „allgemeinen Entwicklung“; das heißt, von daher ist das je ganz andere mit unterschiedlichen „S/R-Resten“ behaftet sowie mit ganz verschiedenen OG-Einflüssen.

    740Im Streit hält die Analytische Philosophie (Moore, Bradley) der Idealistischen Philosophie die „unbestreitbaren Ansichten des Alltagsverstandes“ entgegen. Die WP sieht die Wichtigkeit des „Alltags“ in den Begriffen und Sätzen der Umgangssprache, und darin, dass es dabei um die Konkretisierungen der Wechselwirkungen und Kombinationen möglichst aller Phasen geht (-> die Rz/G-bestimmte QM). Die „Analyse“ stützt sich auf jene Rw- QM-Trennungen, welche von der Subjektivität als „Definitionen“ bestimmt werden und welche „möglichst eindeutig von einander unterschieden sein müssen“ (Moore). Die WP verlangt sogar, dass jede Analyse immer weiter gehen muss, bis zu den OG-Elementen (E,N,G,I) im „Geistigen“ und auch bis zu den S- und R-Aspekten. Aber zugleich gilt in der WP, dass sich die beiden QM-Ansätze als höher entwickelte „Rz/Rw/N/G-Einheit“ vereinen lassen.

    741Die wp I-Kategorie wird von der Analytischen Philosophie zwar angesprochen – aber in der Ethik seien Begriffe wie „gut“ unanalysierbar: Wegen des dabei stattfindenden „unzulässigen Übergangs von Seinsaussagen zu Sollensaussagen“; die WP vereint beide als „I/E“ – und in der übergeordneten QM-Ordnung „I vs. E zu I/E“.

    742Die Arbeiten von Bertrand Russell befassen sich bei seiner „Untersuchung der Welt“ auch mit der kritischen Erfassung aller Zweige der Philosophie. Für seine „formale Analyse“ wählt er besonders die „Logik“. Mit ihr will er die „letzten Strukturen der Welt, zum Beispiel der „Sprachen“ oder auch der „Kosmologie“ in „abstrakter“ Weise erfassen; vor allem aber auch als Analyse der „Mathematik“.

    743Das nähert sich der WP zum Beispiel schon dadurch, dass die drei angesprochenen „Sprachen“ – Logik, Mathematik und die dabei genutzte Umgangssprache – wp ihr Gemeinsames in den R-Aspekten (Mathematik) haben, und in deren Entwicklung zu den OG-Elementen (die beiden R werden „I“, Rz wird G, Rw wird N und „Rz/Rw“ wird E). Dazu kommt in den QM-Möglichkeiten: Die Rw/N-Trennungen (Logik als N-G-E) und die kohäsiven Rz/G-Vereinigungen („I/G/N/E“) als Begriffe und Umgangssprache.

    744Die in den „Principia Mathematica“ zusammen mit Whitehead verfasste Fundierung der Mathematik auf der Grundlage der Logik wird von uns wp analysiert: Die „Logik“ hat zum einen die aktual unendlichen (und daher „grundlegend objektiven“) „G“ vs. „N“ und „E“. Zum anderen wird sich dabei auf die denkende und sprechende „Subjekt-Phase“ bezogen.

    745Das menschliche Subjekt, dessen Umgangssprache die „Welt“ verstehen lässt, so durch deren „variable Konstituenten“, die „Sätze“ und „Begriffe“, dabei als deren „Bedeutungen“. Russell betont diese „einfachsten“ Sätze und Begriffe – zum Beispiel als „wahr, falsch“ als „selbständige Entitäten“; wp sind das die „G“-und „N“-Entscheidungen der Subjektphase („Ii“) und „E“,

    746Wir Reduzieren solche „Atom-Vorstellung“ bei ihm weiter, wenn wir wp das auf eben jene einfachsten OG-Elemente (G,E,N) der „Logik“ reduzieren, aber einerseits noch „I“ (-> Subjektphase) sowie deren weitere Reduzierung auf Rz, Rw, Rz/Rw (die Mathematik-Sprache) und auf die „S/R“ zurückgehen.

    747Wie andere Theoretiker auch, sieht Russell die Wichtigkeit der Sprach-Phase; z.B. für die „Satzfunktion“; diese sieht er in zweierlei Beschreibung: „Ein Satz korrespondiert mit der Welt“; allgemeiner ist das die wp „Wechselwirkung“. Solche Wechselbeziehung mit anderen Phasen, zum Beispiel mit der Subjektphase oder denen der „Gesellschaftlichkeit sowie den „Tatsachen“ der Welt zeigt sich beispielsweise darin, dass ein „Satz“ als „wahr“(G) oder als „falsch“(N) beurteilt (Ii,g,w) werden kann.

    748Und „der Satz hat Satzteile, Variablen, welche den Satz konstituieren“ (das ist wp die Rw-Trennung und die konstituierende Rz/G-Funktion). Und „wenn man die Konstituenten bestimmt“, geht das wiederum durch die Subjektphase und deren „Ii“.

    749Der „einfache Satz“ ist als wp Modell ein Verhältnis von aktualer Unendlichkeit zur potentiellen Unbegrenztheit der „Endlichkeit“. Das subjektive Denken „pendelt“ zwischen diesen beiden der drei QM-Möglichkeiten, welche sich umgangssprachlich auch als maximale Einfachheit (Rw,N-bedingt) und als unbegrenzte Komplexität (Rz-,G-und Rz/Rw-bedingt) bezeichnen lässt.

    750In allen Sprachen geht das denkende Subjekt von einfachen Gebilden und „Sätzen“ aus, in der Mathematik zum Beispiel von den „Natürlichen Zahlen“ und deren einfacher Methoden, zum Beispiel der „Addition“.

    751So auch im alltäglichen Sprechen von den E, G-N, (das Haus (E) ist (G) groß (->Rw). Solche einfachen, weil ursprünglichen Größen wie beispielsweise „E“, „G“, „Rw“, haben von Grund auf – und daher vielfach in der „allgemeinen Entwicklung“ konkret werdend – scheinbar verschiedene „Bedeutungen“. So liegt hier der räumlichen Vorstellung von „groß“ die Rw-Ausweitung im wp Modell für die Raumzeit (3Rz/3Rw) zu Grunde. Zugleich wird das „Rw“ aus dem physikalischen Ersten als alle „Trennungen“ angesehen und als „Gegensatz“, „Negation“ der physikalischen Rz. In der „allgemeinen Entwicklung“ wird aus den Rw (genauer w, Sw/Rw) das „N“ im OG, also aller Negation in allen Handlungsarten, dem Denk-und Sprechhandeln zum Beispiel. Und weiterhin ist „Rw“ (Sw) zugleich der Antrieb jeder „Entwicklung“; von S, R bis OG oder auch von „Sz zu Sw zu Sz zu etc.“ Und auch von aktualer Unendlichkeit zu potentiell endlicher Unbegrenztheit und dann wieder zur aktualen Unendlichkeit.

    752Kurz: Wenn Russell von einer „gleichförmigen“ „Korrespondenz“ zwischen einem „Satz“ („Substantive“, „Eigennamen“) und einer „Tatsache“ („Gegenständen“, „Personen“) ausgeht, und deren „Eigenschaften“ mit Adjektiven bestimmt und die Verben dabei die „Relationen“ sind, dann ist das jener Entwicklungs-Standard der Sprachtheorie, welcher wp genauer analysiert wird. Die „allgemeine Entwicklung“ führt von den S/R-akzentuierten Phasen der „Gegenstände“ zur Subjektphase („Personen“) und weiter zu Umgangssprachen und in weiterer Entwicklung zum OG. Dessen vier sprachliche Grundgrößen (E, I, N,G) konstituieren die „Sub-Phasen“ der Umgangssprache: Die „Substantive“ werden – hauptsächlich – durch die „E“ und „I/E“ gebildet; und genauer, durch die potentiell unbegrenzte Anzahl der möglichen „E“ und „I“ (auch in deren ontologischer E-Entwicklung, dito „I-Entfaltung).

    753In jeder Phase – Dinge und Subjekt zum Beispiel – haben bis in deren Details formal existierende (E) „Eigenschaften; diese ergeben sich aus der „allgemeinen Entwicklung“ der Phasen sowie aus der allgemeinen Wechselwirkung aller Phasen. Sie enthalten „inhaltlich“ noch R-und S-Reste und dazu die der OG-Elemente. In den Sätzen der Sprachen-Phase sind das die „Adjektive“.

    754Die „Verben“ in den Sprachsätzen sind wp die Präsentation der OG-Wechselwirkung als „Handlungen“ (I zu N,G,E`zu E), welche in der jeweiligen Phase spezialisiert sind. Zum Beispiel als die Tätigkeiten des Subjekts mit dessen Ii etc. Durch die N, G (von den Rz, Rw her) werden im Handlungsprojekt durch die „Verben“ die Verbindungen, Wechselwirkungen zwischen den E, I, I/E des Satzes hergestellt; zum Beispiel auch die Wahrheit eines Satzes durch „G“ und die Falschheit durch „N“.

    755Die „Gegenstände“ sind dann von jenen Phasen (Physik, Chemie, Biologie) geprägt, welche durch die sich entwickelnden S-und R-Aspekten bestimmt werden. Und die „Personen“, die Subjektphase“, zeigt in sich die Wechselbeziehung aller vorhergehenden Phasen; weswegen die subjektive„Sprache“ in der allgemeinen „Wechselbeziehung“ (Rz) diese ihr vorgängigen Phasen bis in deren Details „erzeugen“ und „erfassen“kann.

    756Der wp „Aufbau der Welt“ zeigt einerseits die Dualität der „Strukturen“ (S, „S/R“ bis zu den OG-Elementen sowie alle endlichen relationierten Entitäten); ontologisch sind es die Existenzen, in ihrer allgemeinen Entwicklung von Eo bis E6. Und andererseits gibt es die dynamischen „Relationen“ z.B. auch als Wechselwirkungen zwischen den Entitäten. In den Phasen sind es die „Methoden“, welche von den freien und dynamischen Rz, Rw und G, N fundiert werden.

    757Im Endlichen werden diese Relationen zum Beispiel von der denkenden Subjekt-Phase erarbeitet; so beispielsweise bei der Ii-Bewertung, ob eine Aussage „wahr“ (G) oder „falsch“ (N) ist. Wie bei allen Phasen muss sich das „Subjekt“ an diese wp Abläufe halten.

    758Russell diskutiert den speziellen Fall, so, wie der Gebrauch von Satzteilen „auf eine logische und sprachliche Grundlage zu stellen ist“. Wp geht es dabei zum einen um die Wechselwirkung zwischen S/R-bestimmten „Dingen“ und OG-bestimmter Sprache und der Subjektphase; hier in der sprachlichen Subphase des „Satzes“ und in den sprachlichen Details, „Eigennamen“. Einerseits gehorchen auch diese dem Wahr/Falsch-Schema, von den Rz, Rw und N, G her, aber zusätzlich geht es in der QM-Ordnung stets auch um die „Rz/Rw zu N/G-Einheit“, welche Russell in seiner Theorie der „Kennzeichnung“ so konkretisiert: „Ein Ausdruck kennzeichnet ein bestimmtes Objekt“; also Rz,G und E. „Ein Ausdruck ist eine Kennzeichnung, ohne etwas zu kennzeichnen“(„der gegenwärtige König von Frankreich“); wir: Rw,N-freie „I“-Wahl. Und, „ein Satz kennzeichnet unbestimmt“ („ein Mann“); dieses „Rz/Rw zu N/G zu I/E-Feld“ ist die Basis für alle „möglichen“ Männer“ (→ dritte QM-Option).

    759A. Meinong hatte Dinge wie „runde Vierecke“ „nichtseiende Gegenstände“ genannt. Das hier angedeutete Problem wird wp aus dem grundsätzlichen Verhältnis von endlichen „Begriffen“, welche ein Endziel aus der „allgemeinen Entwicklung“ sind, sowie die, welche aus der allgemeinen Wechselwirkung im Endlichen entstanden sind. Aber mit der Erzeugung der „Ei“, wo durch die freien Phantasien des individuellen Subjekts neue Kombinationen gedacht werden können, führt die „allgemeine Entwicklung“ nun aus der „potentiellen Unbegrenztheit des „Endlichen“ hinaus, wieder hin zur „aktualen Unendlichkeit“.

    760Freges „Substitutionsprinzip“ bedenkt, wie bedeutungsgleiche Ausdrücke sich gegenseitig ersetzen können. Die WP sieht das Problem darin, dass jede Phase, jede endliche Entität auch durch alle anderen endlichen Begriffe erklärbar sind. Weil da zum einen die Wechselwirkung aller besteht, zum anderen alle, allerdings potentiell unbegrenzten, Endlichkeiten, also auch die Begriffe in der „allgemeinen Entwicklung“ (aus S/R bis zum OG) erzeugt werden; und schließlich noch, weil jeder Begriff auf die vier OG-Elemente reduzierbar ist.

    761Vom QM her (Rw-Trennungen) kann diese „objektive“ Rz-bedingte alles umfassende Einheit beliebig aufgetrennt werden. Diese Erzeugung einzelnen Begriffe wird durch die höchst entwickelte Phase der Subjektivität durch deren „Ii-Auswahl und Entscheidung“ sowie durch die Ik,g,w der Gesellschaft konkret reduziert. Abstrakt gesehen, kann das Subjekt dabei aktual Unendliches in Endliches deshalb überführen, weil es diese beiden philosophischen Anordnungen durch die „allgemeine Entwicklung“ „in sich“ hat.

    762Wenn man konsequenterweise versucht, „Analysen zu fundieren“, dann kommt man wie J.Wisdom zur Unterscheidung von „materialer“, „formaler“ und „philosophischer“ Analyse. Die WP fundiert „Analyse“ selbst als „formalen“ und abgestuften Einsatz der QM-Trennungen (Rw,N) und dabei die weitere Fundierung der drei QM-Möglichkeiten durch die „aktuale Unendlichkeit“. Dazu weiterhin die „Inhalte“: S, R bis OG sowie deren Wechselwirkungen als das Seiende. Überall wo in diesem umfassenden Feld der Wechselbeziehung (QM) S und R noch überwiegt, kann man das als „material“ bezeichnen; wo R und N, G überwiegen, ist die umgangssprachliche Beschreibung „formal“ angebracht; und „philosophisch“ meint dann beispielsweise den Einsatz aller acht Grundgrößen, deren Trennung (Rw,N) und deren Wechselbezug (Rz,G).

    763G. Ryle wirft das Problem auf, welches wir als Unterscheidung und Wechselbeziehung zweier Sprachen, hier der Logiksprache und der Umgangssprache, ansehen. Die WP erlaubt aus der QM-,Rw-N-Trennung die Unterscheidung der Sprachen – um den Trennungen der Phasen zu genügen; sowie das als die QM-getrennten und vereinten OG-Elemente darzustellen: Die Logik als „N vs.G und E“ und die Umgangssprachen, die über jene nur „formalen“ Basisgrößen hinaus auch die „inhaltlichen“ Größen, E, I, I/E (Worte, Sätze) und N-G, N/G (Verben) berücksichtigen. Die Sprache den „Mathematik“ erweitert das als Bezug der R-Elemente mit denen des OG.

    764Wp gilt grundlegend, dass alle endlichen Phasen und deren Details – hier z.B. „Sprache“ und „Begriffe“ – in deren endlich unbegrenzter Vielfalt mit jedem anderen Detail, auch dem anderer Phasen, in Wechselwirkung steht. Das ist von der „allgemeinen Entwicklung“ verursacht und auch von den freien Ii der Subjekt-Phase; beides mal formal von Rz und G kohäsiv verbindend. Zugleich ist jedoch vom QM her die Rw-, N-Trennung bestimmend; erst durch Rw und Rz/Rw wird die „weitere Entwicklung“ erzeugt, hier als „Sinn“ von Begriffen und „Sinn“ von „Sätzen“, z.B. als Wechselwirkung der Begriffe; und weiter so, die Erzeugung von „Texten“, „Wissenschaften“ u.ä.

    765Die Strukturen und deren Beziehungen innerhalb der „Sätze“ und dann auch innerhalb der Texte sowie innerhalb der Einzelwissenschaften und den Beziehungen der Phasen werden wp von den philosophischen Disziplinen bestimmt. Zum Beispiel von der „allgemeinen Entwicklung“, der Methodologie, der Ontologie, den Sprachen, den Bewertungen, der QM/“Quantenmechanik“.

    766In der wechselwirkenden Beziehung der QM mit den Sprachen kommt es einerseits zu den QM-Rw-Trennungen, aber andererseits auch zu den QM-bestimmten Rz- Vereinigungen der Satzteile oder der Sätze in Texten, so solche literarischer, auch phantastischer Art. Was dann als „falsch“ oder als „widersinnig“ empfunden werden kann, wenn konkrete, aber unterschiedliche Satzaussagen im Satz vereint werden; zum Beispiel „der König“ ist eine ontologische Aussage – und daher (E) akzeptabel – „Frankreich“ und alle konkreten und abstrakten Begriffe ebenfalls. Aber beider Verbindung (Rz); „der gegenwärtige König von Frankreich“ widerspricht der Empirik (E,G). Nun darf aber die literarische Phantasie – als mit der „Politikphase“ gleichberechtigte „Kulturphase“ – so jemanden erzeugen. Und damit kommt die höher entwickelte dritte QM-Möglichkeit ins Spiel, als „N/G“ oder als „z/w“ wird die mögliche Entwicklung“ oder als „wahrscheinlich zu un-wahrscheinlich“ die einfache „Kategorienverwechslung“ im erlaubten „Phantastischen“ aufgehoben.

    767Der Neopositivismus lehnt die traditionelle Metaphysik ab und verbindet den jeweiligen Entwicklungsstand der Einzelwissenschaften mit dem der Philosophie auf andere Weise. Bereits ihr Motto für die Wissenschaften, wie z. B. die Physik, Mathematik, Sprachen, dass es die „Logik“ und die „Empirie“ sind, welche die „Verifizierung“ und die „Erkenntnis“ allein bestimmen, lassen sich auf die aktual unendlichen Grundgrößen (N als „falsch“,G,E als „wahr“) der herkömmlichen Metaphysik reduzieren. Die WP misst deshalb alle philosophischen Versuche – sowie die jeweiligen wissenschaftsinternen Analysen – genauer; vor allem als Einbezug der Subjektphase und die Verankerung der wissenschaftlichen und der philosophischen Grundlagen in der Wechselbeziehung mit denen der „Natur“.

    768Beim Versuch R. Carnaps, durch „Wissenschaftslogik“ über die Syntax der Sprache den herkömmlichen Wissenschaften philosophisch näher zu kommen, geht es um die Schaffung einer „idealen, formalen und exakten“ Sprache. Dabei unterscheidet Carnap „inhaltliche“ von „formaler“ Sprechweise sowie die „Philosophie“ als „Zwischenbereich“. Wir schreiben den Begriffen und Sätzen, als „Einheiten“ aus Wechselbeziehungen der Phasen, die Wechselwirkungen der vier OG-Elemente zu. So ist z.B. die „Syntax“ jene „korrekte Verknüpfung“, welche durch alle konkreten „G“- und „N“-Varianten die „inhaltlichen“ Einheiten (I/E) miteinander verknüpft. Die WP begründet das also durch S, R, QM, OG etc.

    769Die Philosophie der „normalen Sprache (Wittgenstein) konfrontiert noch die „Bedeutung“ mit dem „Gebrauch“ von Sprache, letzteren dabei bevorzugend. Die WP analysiert beides und zeigt, beider Zusammenhang und mögliche Unterscheidung; formal im QM. „Bedeutung“ ist ohne die Ii,k,g als erklärende Kriterien nicht zu verstehen, aber die aktual unendlichen I-Freiheiten stören jede syntaktische Präzision. Der „Gebrauch“ von Sprache zeigt die Wechselwirkungen der OG-Elemente in der konkreten, praktischen „Sprachhandlung“ „I zu N,G,E´zu E“. Auch die Wechselwirkungen der Phasen allgemein zeigen sich in der „normalen Sprache“ als die „Kontexte“ von „Wörtern“, „Sätzen“ und von „Aussagen“.

    770Die WP klärt die Konfrontation von „positivistischer“ Auffassung von „Sprache“ gegenüber der „Philosophie der Normalsprache“ (Stebbing, Strawson, Austin u.a.) mit den drei QM-Möglichkeiten. Die Rw-Trennung kann alle Entitäten der „Welt“ einzeln „analysieren“, „definieren“, auf einzelne OG-Elemente reduzieren. Und zugleich kann man wp durch Rz, G diese Entitäten miteinander verbinden, als „Beschreibung“, „Erklärung“ und zum „Gebrauch“ der Sprache, so als Denk-und Sprechhandeln („I zu N,G,E`zu E“ als Einheit). Die QM entwickelt das als Meta-Bezug (Rz/Rw zu N/G“), welcher zur Basis aller „Endlichkeit“ gehört.

    771In der normalen Sprache und im Sprechen, in den Umgangssprachen spielt die „Definition“, die „Analyse“, die Reduktion“ u.ä. die Rolle der QM-getrennten Begriffe, letztlich die der OG-Elemente. Die Rz/G-Kohäsion dieser einfachsten Begriffe wird zum Beispiel als „Beschreibung“, „Erhellung“, „Erklärung“ beschrieben. In der geistesgeschichtlichen Entwicklung wurden die beiden QM-Möglichkeiten – die Trennung und die Kohäsion – konfrontiert (->N). Die WP zeigt die drei übergeordneten Abläufe in der Sprache sowie in der Subjektivität, als dem „Sprechen“. Das übrigens in allen Phasen, jeweils speziell und insgesamt als entwickelte neue „Einheit“ (→ „Ew“, höchst entwickelte Existenz).

    772Wp gesehen ist „Sprache“ deshalb eine Variante von „Handlung“, weil die QM-Trennungsfunktion die Sprache als „deskriptiv“ und „konstativ“ zeigt, letztlich durch Rw/N die vier OG-Elemente von einander unterscheidet. Austin zeigt dazu die QM-Variante, durch welche – in der QM-Ordnung durch Rz/G und Rz/Rw – in der Umgangssprache die „performative“ Seite fundiert wird, wo mit bestimmten Wörtern zugleich eine „Handlung“ vollzogen wird. Die WP ordnet das in ihre umfassende Wechselwirkung aller Handlungen ein.

    773Die Unterscheidung zwischen „lokutionärem Akt“, bei dem etwas „einfach ausgesprochen“ wird, und dem „illokutionärem Akt“, der in der mit ihm verbundenen „Tätigkeit“ besteht – zum Beispiel „warnen“, „drohen“, „danken“ – das sind wp die zwei QM-Basisvarianten: Die unendliche „Rw-getrennten“ abstrakten Begriffe und deren Rz/G-wechselwirkender Zusammenhang; wp allgemein geht es hiermit um die „Handlungsfunktion“, welche alle Phasen betrifft.

    774Der lokutionäre Akt betont in den Wechselbeziehungen mit der Satzaussage die „E“ und die methodischen „N/G“, während der illokutionäre Akt durch „I“ die Bewertung zeigt; „N“ als negative und „G“ als positive.

    775Also, damit Sprechakte als „Handeln“ gelingen, müssen als wp Wechselwirkungen die vier OG-Elemente berücksichtigt werden, wie zugleich die Wechselbeziehungen mit anderen Phasen. Zum Beispiel als „Vergesellschaftung“ mit deren Eigenarten wie beispielsweise „Konventionen“, „Gesetze“ u.ä.

    776Im Mittelpunkt der „Analytischen Philosophie“ steht die Untersuchung der Sprache in ihren Bezügen zu den anderen Phasen. Die WP untersucht dazu Austins „Sprechakt-Theorie“. Die zwei Phasen „Sprache“ und „Subjekt“ werden durch die Subphase „Sprechen“ verbunden; konkret beispielsweise zwischen zwei Personen.

    777Eine Grundfunktion dabei ist, dass der gesprochene Satz vom Hörer „verstanden“ wird. Die methodologische Seite dabei wird von der Hermeneutik bestimmt. Diese ist eine methodologische Variante des wp Handlungsprojektes, welche als „I-N-G-E`-E- etc. zu „I/N/G/E`zu E-Einheit“ bestimmend ist; von den zwei QM-Varianten der Trennung (Rw/N) und der Kohäsion (Rz/G) her; und da als „Hermeneutik“, werden die „formal-methodischen“ N, G und E hervor gehoben.

    778Jeder einzelne Satz hat dann „formal“ erst mal die drei QM-Möglichkeiten, beim Hörer abstrakt „methodisch“ als „positives“ G von Rz her oder als „negatives“ N von Rw her oder als dritte QM-Möglichkeit („N/G“ von Rz/Rw her) beurteilt zu werden. Da ist aber noch die inhaltliche Seite, welche zum Beispiel als „Handlung“ (Wechselwirkung der vier OG-Elemente) zu interpretieren ist. Damit gibt es für den Hörer ebenfalls die drei QM-Varianten: Die vielen möglichen Aussagen eines gesprochenen „Satzes“ kann man in der abstrakten Form als „Handlung“ unterscheiden. Dabei wird die maximal abstrakte Form der Handlung, nämlich das QM-bestimmte Verhältnis der vier OG-Elemente – also die Trennung, die Kohäsion der E, N, G, I – als konkretisierte unterscheidbar: Illokutionär wird das wp so analysiert, dass es bei der Illokution um eine „Rw-N-getrennte Trennung der vier OG-Elemente geht.

    779Es geht jedoch um die Trennung und die Einheit der methodologischen, hermeneutischen Seite des allgemeinen Handlungsprojektes, also sowohl der Betonung der N, G, E darin, von der „inhaltlichen“ Seite des Handlungsprojektes, das heißt der Betonung der E, I als auch der I/E/N/G. Die „illokutionären Akte“, wie z.B „Versprechen“ (mit positiver G-Funktion), „Drohung“ (N-Negative Funktion) und „Ankündigung“ (neutrale Funktion und zugleich Entwicklungsfunktion,,N/G“) stehen dann den „perlokutionären Akten“ gegenüber. Diese inhaltlichen Handlungen sind zum Beispiel „Erwartung“ als positiv/G/Rz und „Flucht“ (negativ, N/Rw) sowie „Planung“ als „sachlich neutrale Funktion (Rz/Rw,N/G). Das ist auch „inhaltlich“, („I/N/G/E“), und deutlicher als die methodische Seite als Entwicklungsschritt zu erkennen.

    780Kurz, die WP sieht in der Sprechakt-Theorie von Strawson und Austin die Sprech-Wechselwirkung zwischen Personen als Verhältnis der Sprachphase (→ Rz/G, Rw/N) zur Subjektphase (Ii, Ei); und auch zwischen Subjekten und Dingwelt (S/R) und zwischen „Begriffen“, in den Mittelpunkt der Forschung gestellt. Das ist die Ursache dafür, dass jeder gesprochene „Satz“ als Ergebnis dieser prinzipiellen Wechselwirkungen in der „Sub-Phase“, dem „Sprechen“, prinzipiell „mehrdeutig“ sein kann.

    781Die Ontologie Nicolai Hartmanns zeigt eine Zuarbeit für die WP. Wp gilt in der „allgemeinen Entwicklung“ von S, R bis OG und auch von QM etc. her, dass die vier OG-Elemente getrennt werden (Rw,N) und zugleich vereint werden können (Rz,G). Bei Hartmann sind es die ontologischen „Fundamentalkategorien“ „Kontinuität“ (Rz,G) und „Diskretion“ (Rw,N) Und diese beiden formalen „Relationen“(Hartmann) unterscheidet (Rw,N) er von den inhaltlichen „Substraten“, bei uns sind das alle S, R in den „endlichen“ Wechselbeziehungen mit den OG-Elementen.

    782Entscheidend ist nun, bleibt bei Hartmann jene „Trennung“ bestehen und wird sie, wp fundiert („Sz/Sw“), dadurch als „QM-Möglichkeit“ (z/w) Ausgangsfunktion für alle „Entwicklungen“? Wp führt diese Entwicklung von den S-und R – Fundamenten aller „objektiven Gegenstände“ zu den OG-Elementen, welche die Basis „der subjektivistischen Tradition“, ist, welche „im Erkennen ein Erschaffen des Objekts“ vermutet. Für die WP ist nun der entscheidende Gedanke, dass in der umfassenden Wechselwirkung – welche durch die Symmetrie der Rz und G erfolgt – die wissenschaftliche Fundierung zugleich mit der Entwicklung der OG aus den S, R jener umgekehrte Weg der „Erkenntnis“ von den OG zu den S,R besteht; das fundiert nun alle Phasen, welche als endlich Seiende zwischen jenen beiden unendlichen Polen (S/R, OG) liegen.

    783Nur so lässt sich die traditionelle Annahme verteidigen, dass subjektives „Erkennen ein Erschaffen des Objektes“ ist – was Hartmann ablehnt – und wp zugleich seine Meinung gilt, dass „Erkenntnisakte transzendent über sich hinaus auf einen Gegenstand weisen“. Hartmann erweitert das (G->E) noch, wenn er „Ethik und Erkenntnistheorie der Ontologie zuordnet“; wp ist das ein Beispiel der Rz,G-Wechselwirkung und im allgemeinen wp Entwicklungsablauf, als Zusammenhänge der „Ii/Ig/Iw“ (Ethik) mit den N,G,E (Erkenntnis) sowie mit der Eo bis E6-Entwicklung (Ontologie).

    784Diese Zuordnung der Ethik, der Erkenntnistheorie, der Ontologie: „Erkenntnis wird als Identität von Erkenntnis- und Seinskategorien gefasst“ und wird wp durch die Rz- und Rz/Rw-Wechselwirkung begründet. Die WP führt, das ergänzend, die Rw,N-Trennung als gleichberechtigt ein. Sie erzeugt die einzelnen aktual unendlichen Bereiche, letztlich die freien E, N, G, I des OG. Hartmann sagt dazu, dass „ immer ein „Überschuss an nicht Erkennbarem“ „bleibt“.

    785Hartmann bildet mit seinen „Kategorien“ verschiedene „Gruppen“, hier nähert er sich der WP. Wp geht es um die acht Grundgrößen und um die daraus durch Wechselbezug entstehenden einzelnen philosophischen Disziplinen sowie um die Phasen (als Einzelwissenschaften mit deren theoretisch-philosophischen und den konkreten Subphasen und Details). Dabei zum Beispiel die Subjektphase, welche empirisch (N-G-E) „erkennt“ und I-geleitet „handelt“ (I zu N,G,E`zu E). Wp als Wechselbezug aller Phasen (Rz/Rw-fundiert, abstrakter, als Wechselbezug der aktualen Unendlichen und dieser mit den wechselbezogenen endlich seienden Strukturen und Funktionen).

    786Zurück zu Hartmanns „Kategorien“: Seinen „Modalkategorien“schreibt er die „Modi von Wirklichkeit, Möglichkeit und Notwendigkeit“ zu. Wir fundieren die wp QM-Varianten von der Physikbasis her (Sz,Rz SwRw), und weiter von den sich daraus entwickelnden G aus Rz, N aus Rw und E (Sz/Sw-, Rz/Rw-Gleichgewichte) sowie als „I“ (freie Rz, Rw). Deren umgangssprachliche Fassung kann auch bei uns für die aktual unendlichen, freien S und R sowie die E, G, I, N als „notwendig“ bezeichnet werden. Die sich aus den Rz/G-Kohäsionen ergebenden „endlichen“ Relationen (S/R, z/w, bis I/E, N/G) kann man als eine Basis der seienden „Wirklichkeit“ ansehen. Und in der „quantenmechanischen“ (QM) Metaebene, welche beides wechselwirkend „vereint“, wird die „Möglichkeit“ fundiert.

    787Das begründet wp die einzelnen philosophischen Disziplinen und die einzelnen wissenschaftlichen Phasen sowie deren Wechselwirkungen. Hartmann deutet das an, wenn er zum Beispiel von der Aufteilung in „reales und ideales Sein“ (die S/R-bestimmten Natur-/Wissenschaften und OG-bestimmten Geisteswissenschaften) spricht. Sein „überzeitliches“ (wir: Noch nicht Rz/Rw-bestimmte Vierdimensionalität) „Wesen“ verstehen wir als „E“, genauer die ontologische E-Entwicklung von Eo bis E6. Und seine „Werte“ sind bei uns die Entwicklung der R-Aspekte bis hin zu den Ii,k,g,w. Und Hartmanns Behauptung, dass „die Sphäre des Realen“ als „Zusammenfallen von möglich, wirklich und notwendig“ zu verstehen sei, wird wp als umgangssprachliche Fassung der drei QM-Optionen nahezu akzeptiert.

    788Hartmann zählt seine „Fundamentalkategorien“ auf; auch diese „gelten für alles Sein“. So „Prinzip und Concretum“; wp fassen wir das als „Theorie und Praxis“ und zeigen, dass „Theorie“ in allen Phasen hauptsächlich von den acht unendlichen Grundgrößen („Prinzip“) bestimmt wird. Herkömmlich auch oft als „Geistiges“ genannt, wird es wp allerdings um S, R und „I“ erweitert.

    789Das „Konkrete“ wird von uns durch jenen Einbezug der S, R, I als „Natur“ und als „subjektiv Erzeugtes“ („Handeln“) in endlichen Wechselwirkungen der Grundgrößen in jeder Phase sowohl von der „Theorie“ Rw/N-getrennt als auch in Wechselwirkung mit ihr kohäsiv (Rz/G) verbunden, gesehen.

    790Hartmanns weitere Kategorien „Struktur“ und „Modus“ werden wp als „E“ (abstrakte Existenz, jedoch mit den sich entwickelnden Eo- bis E6-Eigenschaften), und „Modus“ als die wp „Methodik“ mit deren Basis, den Rz, Rw, Rz/Rw und entwickelt, als N,G und N/G verstanden. Zu deren „Funktionen gehören z.B. die „Veränderungsmöglichkeiten“, als „Handlungsarten“ und als „Praxen“.

    791Hartmanns dritte Art der fundamentalen Kategorien sind „Form und Materie“; hier argumentiert er „inhaltlich“; wir stützen das auf die zwei wp „Pole“, die erste Physik („S/R“) als „Materie“, sowie auf den OG, deren maximal abstrakte Elemente (N,G,E) auch das vertreten, was als „Form“ bezeichnet wird.

    792Die WP zeigt, dass es Entwicklungs-Zusammenhänge jener „Kategorien“ ebenso gibt, wie deren Wechselwirkungen und Überschneidungen.

    793Hartmann erwähnt als „besondere Kategorien“ z.B. die Physik, die Biologie, die Mathematik sowie das „Seelische“ und das „Geistige“ und spricht von „geistigen Schwerpunkten“ in diesen, sowie von „Abstufungen“. Wir ordnen seine Beobachtungen in der „allgemeinen Entwicklung“ ein, als die Phasen und deren Eigenschaften, welche von der „Ersten Physik“ ebenso bestimmt werden wie von der Psyche des Subjektes und dessen geistige Fähigkeit der „Begriffsbildung“, letztlich daraus von den OG-Elementen. Diese wp Wechselbezüge und die Feststellung Hartmanns, dass „die Kategorien der niedrigeren Schichten in den höheren wiederkehren“ sind Andeutungen der wp „allgemeinen Entwicklung“.

    794Kurz, weitere „Kategorien“ Hartmanns lassen sich wissenschaftsphilosophisch gut einordnen: So seine Unterscheidung „Substrat“ und „Relation“, sie sind bei uns die Inhalte der einzelnen Phasen (S,E,I) und die Methoden der Phasen (Rz,Rw,G,N). Die Unterscheidung „Diskretion“ vs. „Kontinuität“ gehört bei uns zur Basis der QM, als „wirkliche“, „notwendige“ (Hartmann), weil aktual unendliche“ Rw,N und Rz,G; und darüber hinaus als die Möglichkeit, Wahrscheinlichkeit als „Rz/Rw zu N/G“ . Was Hartmann als„Reales“ mit dessen „Schichten“, als „Modales“ bezeichnet sind wp die einzelnen endlichen Phasen. Deren Eigenschaften werden von ihm umgangssprachlich zum Beispiel so beschrieben: Das Anorganische, Organische, Seelische, Geistige wird „determiniert“ und es zeigen sich „Wiederkehrendes“ (von S, R,OG her); es entsteht Neues, „Novum“ und überformt“ sich (in der allgemeinen Entwicklung (_->Rw) und in der Wechselbeziehung („Rz/Rw“) und es gibt „Abbruch“ (die Rw- und N-Kategorie).

    795A.N. Whitehead versucht eine „spekulative Erklärung der Welt“, wenn er die „Aufgabelung“ von „Geist und Materie“ und die klassische Teilung in Substanz und Akzidenz kritisiert. Wir fundieren diese Kritik, wenn wir wp der „Materie“ die S-und R-Aspekte zuschreiben und dem „Geist“ die vier OG- Elemente (E,I,G,N). Und dabei diesen acht Grundgrößen die Gemeinsamkeit der „aktualen Unendlichkeit“ sowie als „Rz/G zu Rw/N“ – als unendliche Selbstanwendung – die QM-bestimmte Wechselwirkung zwischen allen beteiligten acht Grundgrößen als die „allgemeine Entwicklung“ und Erzeugung alles potentiell unbegrenzten endlichen Seienden.

    796Man kann – von der QM-Trennung (Rw/N) – jene acht Grundgrößen auch fundamental voneinander unterscheiden, die Sz, Sw und E, I als „Substanz“ vs. die Rz, Rw, G,N als „Akzidenz“.

    797Die WP nutzt dann die umfassende Wechselbeziehung (->QM-und Rz/G-bedingt), um durch alle endlichen Phasen, vor allem durch die „dies denkende Subjekt-Phase“ (Handlung als „I-N,G, -E“), jedes Detail der „Realität“ erzeugen zu können.

    798Zu den „Versuchen“ Whiteheads, das „Wirkliche“ neu zu erfassen, gehört zum Beispiel das „Verhältnis Abstrakt zu Konkret“ zu klären. Welches nach seiner Meinung „durch ihre Verwechselung zu Täuschungen führt“. Die WP fundiert alles „Abstrakte“ durch die acht unendlichen und voneinander getrennten (->Rw/N) Grundgrößen (S, R, OG). Alles Konkrete wird wp formal einerseits durch die Rz/G-Relationen der acht Grundgrößen und durch die „Rz/Rw“- Kombinationen bewirkt. Andererseits sind es im konkret „Inhaltlichen“die Wechselwirkungen der Phasen, vor allem der Subjektphase, mit ihren Ii,k,g,w, welche im „Handeln“ (I-N,G,E`-E) das „Konkrete“ als „Praxis“ in allen Phasen erzeugen kann.

    799Whitehead meint, „Philosophie“ sollte sich durch „Adäquatheit“ auszeichnen. Was er als herkömmliche Vorstellungen „allgemeiner Ideen“ näher beschreibt: Als ein „System“, welches er als „kohärentes“ (wir „Rz,G“), „logisches“(wir N-G-E) und „notwendiges“ (wir, die acht unendlichen Grundgrößen) bezeichnet, das „alles Wirkliche erfassen lässt“. Aber Whitehead macht doch Einschränkungen, wenn er versucht, das traditionale „ontologische Prinzip“ zu retten: „Wirklich“ sei „immer nur das einzelne Konkrete“ oder das „Ereignis im Prozess“. Das und was er weitergehend noch andeutet wird wp systematisiert: Schon jener „Prozess“, den Whitehead als ein „Erfassen“ (wir, durch die Subjektphase) beschreibt, bei welchem „sich die aus der Vergangenheit stammenden Bestimmungen des jeweiligen Gegenstandes und die in die Zukunft weisenden Möglichkeiten“ zeigen, wird in der wp Systematik für alle Phasen verallgemeinert und mit den philosophischen Disziplinen der „allgemeinen Entwicklung“, dem QM-Projekt, der erweiterten Ontologie u.a. grundlegend bestimmt.

    800Whitehead sieht, dass die Möglichkeiten – der Zukunft, aber auch die der Vergangenheit – verschiedene konkrete „Dinge“ und reale„Ereignisse“ sein können; diese endlichen, potentiell unbegrenzten und jedes für sich „Vollendeten“ werden in der WP in der Einheit aus aktualen Unendlichkeiten in Wechselbezug zu Endlichkeiten genauer und philosophisch umfassend begründet.

    801Diese „Ereignisse“, „Vorgänge“ nennt Whitehead „bipolar“; es gibt für sie einen „physischen Pol“ und einen „geistigen Pol“; diesen sieht er im „Subjektiven“.

    802Wp weist das auf die materiellen „S/R“ und auf OG; welche wir in deren Entwicklungen und Wechselwirkungen als die konkreten Phasen ansehen. Diese „Entwicklung“ fasst Whitehead ebenfalls „bipolar“, wenn er den Entwicklungsprozess der materiellen Dinge als „Aufnehmen neuer Inhalte“ (wir Rz) und als „Abgrenzung von anderen“ (wir Rw) beschreibt; mit Rz/G und Rw/N wird die QM fundiert.

    803Übrigens und etwas weit hergeholt, Whitehead versucht, eine Theorie für jene Erklärung zu zeigen, welche das „Zeit-Phänomen“ zu explizieren vermag. Wir könnten dazu Hilfe leisten, wenn wir jene QM-Abstrakta Rz,G und Rw, N, welche wir den Überlegungen Whiteheads zusprechen, als eine Annäherung an das Modell Zeit als „Rw-Rw/Rz“ deuten. Wie es in der Geistesgeschichte – formal der „allgemeinen Entwicklung“ – zu erwarten ist, kann man auch die Erkenntnisse Whiteheads als „Zuarbeit“, als Vorläufer für die wp Systematik erkennen. Zum Beispiel nennt er die „Beziehung von Ereignissen“ „Nexus“, was wir als Rz, G und „Rz/Rw“ abstrahieren.

    804Beides, Rz und Rw machen die konkrete zeitliche Entwicklungs-Dauer. Als „Rz/Rw“ gehört das jedoch zur „raumzeitlichen“ Bewegung im Endlichen, während Whitehead hier nur die „Zeitdauer“ begründen will; wir begründen „Zeit“ durch „Rw-Rw-Rw zu Rz“.

    805Ein anderes Beispiel für seine Annäherung an die WP ist Whiteheads formale Unterscheidung von „Teilen“ und „Ganzem“ – und das als „Moleküle in einer Zelle“, und damit die „Eigenschaften“ der Zelle erzeugend“ und was also in allen denkbaren Wissenschaften gleichartig zu vermuten sei. Wobei er dieses Verhältnis so hervorhebt, dass die Eigenschaften des „Teils“ im „Ganzen“ als Kohäsion (wir z, Rz) wirkt, was „außerhalb nicht wirkt“; er so die w, Rw,N als Partner zu „z“ andeutet.

    806Whitehead führt „zeitlose Gegenstände“ und „Ideen“ ein“ – (wir: die acht wp „Grundgrößen“) – welche „unterschiedliche Relevanz bei der Entstehung eines Einzeldings haben – (wir: die Entwicklung und Wechselwirkung der Phasen, mit deren Details) – und „nur real verwirklicht werden“ (als „I/E“), wenn sie „das Ziel“ (wir „I“) des „Ereignisses“ (wir „E“) sind.

    807Dann wird von Whitehead „E“ eingeführt, von ihm traditionell als „Gott“ bezeichnet und als „unendlich“, „zeitlos“ im Verhältnis zu endlichen, zeitlichen E („ordnende Tätigkeit Gottes“) beschreibbar. Wp geht es um die E-Entwicklung, auch als Wechselwirkung, von den Unendlichkeiten der S, R über die endlichen Phasen („das Wahre, Schöne, Gute“ bei ihm), das als „Elemente der Welt“, welche als „Bestandteile eine eigene Bedeutung für sich selbst“ haben (Rz/G) und von „umfassender Kreativität“ (z/w,I/N/G/E) sind, bis zu den unendlichen OG-Elementen. Die wp Ontologie fasst das systematisch als die Entwicklungen der Eo bis zu dn E6.

    808Die wp Wechselwirkungen aller Phasen, hier speziell mit der „kreativen“ Subjekt-Phase, wirken erzeugend, von der Ur-Natur (S, R) über alle Phasen der Endlichkeit bis hin zum OG (I, N,G E); herkömmlich: „Gott, Ewigkeit“. Das spricht Whitehead dann an, wenn er von „Urnatur“ (wir S-,R-Aspekte), „Folgenatur“ (wir alles endliche Seiende) und „Gott“ (wir E4) spricht, und wenn er für jene Endlichkeiten (wir als „Inhalte“ aus S/R bis I/G/N/E) als Beispiele „Gesellschaft“, „reale Ereignisse“, „der kreative Mensch“ nennt. Methodologisch argumentiert Whitehead so, dass er „QM“ berührt: Der „Nexus“ (Rz,G) verbindet da alles Endliche und „grenzt sie alle ab“ (Rw,N). Seine Annahme von „Vollendungen“ werden von uns abstrakt der „allgemeinen Entwicklung“ und dabei den „Ew“ und den „Iw“ zugeschrieben.

    809Der Marxismus versucht, die „Einheit“ aus Natur und den anderen Phasen herzustellen. Solange die Physik, Biologie und auch die Mathematik noch zu wenig entwickelt sind, war eine philosophische Gesamtanalyse noch defizitär. Und es lag nahe, historisch entwickelte gesellschaftlich wichtige Phasen – Ökonomie, Politik, Soziologie, Sozialpsychologie – erst mal philosophisch genauer zu erfassen. Es galt, vor allem, „naturnahe“ Bereiche wie die „Ökonomie“ (->E-Entwicklung) und Wissenschaften, welche „gesellschaftlich“ (Ik,g,w) wichtig sind (Politik, Soziales) als historische Aufgabe zu bearbeiten; die WP liefert dazu ihre Analysen.

    810In der „allgemeinen Entwicklung“ als „sachliche E-Entwicklung“ und in deren „historischen“ Seite als die der prinzipiell unbegrenzten und beliebig zu beschleunigenden I-Freiheiten (Ii,k,g) kommt es in der politischen Wirklichkeit zu konkreten Differenzen; so zu der der „revisionistischen“ Politik, den „Sozialismus“ durch stetige Reformen zu erreichen, gegenüber den stringenten philosophischen und einzelwissenschaftlichen Überlegungen von Marx und Engels, sowie als deren politische Praktizierung auch durch Lenin. In der konkreten historischen Situation sah die Strategie Lenins, dass der historische Weg der entwickelten und starken Konkurrenz der bürgerlich-kapitalistischen Staaten nicht durch eine Politik stetiger Reformen einzuholen sei. Dazu kam die ideologische Relativierung und Einschränkung des „Konkurrenzprinzips“ durch zentral bestimmte Zusammenarbeit aller sachlicher und gesellschaftlicher Komponenten.

    811Von der Geschichte der Philosophie her, vor allem auch von Hegel abstrakt hervorgehoben, konkretisiert Marx die „Zwänge“ und die möglichen Perspektiven der sachlichen Entwicklungen – besonders die in Technik und Ökonomie – welche die WP als die „E-Entwicklungen“ beschreibt.

    812Es gibt dabei in der „E-Entwicklung“ Abweichungen, „E-Mängel“, welche formal, systematisch von den „N“, „Rw“ (Negation, Trennungen) sowie vom Einfluss der „I-Freiheiten“ bewirkt werden. Das zeigt sich in konkreten Praxen der historischen Vergesellschaftung; was hier beispielsweise von Lenin politisch kritisiert wird und dabei mit den allgemeinen E-Defiziten und den Ii-Einflüssen („bürgerliche Liberalität“) und Ik-Schwächen der gesellschaftlichen Klassen verbunden wird.

    813Hierfür sollen nur einige Problembereiche skizziert werden: Ii vs. Ii, Ii zu Ik, Ik vs. Ik; die Vor-und Nachteile, zum Beispiel die der allgemeinen Wettbewerbe, der Konkurrenz. Was sind die „Iw“, die als „E“ wie unumstößliche universelle Werte gelten könnten?

    814Dazu kommen die Probleme der „E-Entwicklung“, zum Beispiel in der Ökonomie-Phase als „Investition“. Den Ik, welche die „Investitionen“ zum Ziel haben, stehen die Ii der Konsumenten zunächst oft entgegen. Solche „I/E- Bildungen“ haben die wp Potenz für gesellschaftliche Ziel-Debatten und für historische E- und I-Entwicklungen. So zum Beispiel, welche „I“ sind zu betonen, welche „E“ sind zuerst auszuarbeiten, gibt es mögliche „I/E-Gleichgewichtsbildungen?

    815In der historischen Entwicklung gibt es die konkreten notwendig gestaltenden Einzelentwicklungen der Staaten im Modus der „Konkurrenz“. Wp abstrakt stehen da der QM-Rw/N-Funktion der Rivalität die Rz/G-Zusammenarbeit gegenüber; aber die dritte QM-Möglichkeit, beide Grundprinzipien in Wechselwirkung auszubauen und anzuwenden, fehlt meist noch.

    816In der QM-Variante der Rw/N-Trennungen als Vereinzelung der Ökonomien geht es vor allem auch um die Betonung der notwendigen technischen und ökonomischen Weiterentwicklungen, erzwungen und beschleunigt durch die „Konkurrenz“.

    817Es geht in diesen konkreten historischen Problemkreisen in der wp Analyse einerseits um die Rw/N-Trennungen, zum Beispiel der Klassen, der Nationen, der Phasen (Politik vs. Ökonomie) etc.; und es geht um die Vorteile jener „Trennungen“ (Rw/N) (z.B. die Entwicklungs-Antriebe) sowie um die Nachteile (Kriege, Klassenkämpfe, Konsum vs.Investition, etc.) aus den Trennungen, „Gegensätzlichkeiten u.ä.. Und andererseits geht es um die Vorteile und Nachteile der Rz/G-Kohäsionen; zum Beispiel die der ökonomischen Monopole jeder Art, und der „Imperialismus“, welcher die spezifischen Entwicklungen einzelner Gesellschaften verhindert.

    818Die QM-Option der beides auf einer Meta-Ebene kombinierenden („Rz/Rw zu N/G“) „Höherentwicklung“, aber zugleich auch dynamischen und prinzipiell „ungewissen“, freien – und sich dadurch zugleich weiter entwickelten – Einheit prägt auch im philosophisch Abstrakten, die vom ML und anderen Strömungen postulierte „Einheit von Materialismus und geistiger Erkenntnis“ als dynamische „Annäherung an die Wahrheit“.

    819Diese „Annäherung an die Wahrheit“ geschieht durch „die Praxis“, wp als Handlung, „I zu N,G,E`zu E zu etc.“. Und „Wahrheit“ ist dann die „Wechselwirkung“ in der „allgemeinen Entwicklung“ der acht unendlichen Grundgrößen, der Sz, Sw, Rz, Rw einerseits und der I, E, N, G andererseits.

    820Der „Historische Materialismus“ ist für die wp Systematik in Einzelheiten – I-und E-Entwicklung – ebenso ein historischer Vorläufer wie der „Dialektische Materialismus“ eine Annäherung an die wp Methodologie-Entwicklung von Rz, Rw bis „N/G zu N-G“ ist.

    821Geistesgeschichtlich wurde philosophisch die „E-Seite“ (Sein, Existenz) betont; wp, weil „S“ eine Basis ist. Für die WP ist die „I-Seite“ (->R-Aspekt) gleichfalls entscheidend. Und „I/E“ ist für alle Endlichkeiten, wissenschaftlich und philosophisch maßgeblich.

    822Bei Marx zum Beispiel als „Handeln“, Praxis („I/E zu N/G“), wp als Basis für „Wechselwirkung“ und „Entwicklung“. Ernst Bloch zum Beispiel widmet sich der „Betonung“ der I-Seite bei der Analyse der Subjektphase sowie der unterschiedlichen Gesellschaftsphasen.

    823Die theoretische Seite der Phasen geht eher von den philosophischen Einzeldisziplinen – QM, Ontologie etc. – und deren Entwicklungen aus. Die „praktische“ Seite der Phasen betont dagegen die „I-Seite“ und damit die Phasen der Subjektivität, der Gesellschaft. Auch als die „umgangssprachliche“ Erfassung von Phasen wie die der „Kunst“ oder der „Religion“, der „Psychologie“; sie werden besonderes auf den „Menschen“, die Subjektphase bezogen. Die I-Seiten, beim Subjekt sind zum Beispiel das „Wollen“ (Ii), die „Triebe“ (biologische R-Aspekte).

    824Ernst Bloch orientiert sich an Marx und betont daher die I-Seite; jedoch das nicht hauptsächlich als praktisch-konkrete Interessen, sondern abstrakter, als formale „Vorwegnahme“ in der historischen Entwicklung oder – als philosophische Abstrahierung der subjektiven Vorstellungen und Wünsche – als „Utopien“.

    825Das „Prinzip Hoffnung“ ist wp formal jene Antizipation als subjektives Vermögen, welches als „Ii“ vom physikalischen „Rw“ fundiert wird; um sich dann inhaltlich von den subjektiven Ii zu den gesellschaftlichen Ik,g,w weiter zu entwickeln. Bloch hat das als Entwicklungszusammenhang angedeutet, bei welchem die Naturphasen, die Biologie im Übergang zur subjektiven Emotionalität als Trieb, Drang, Streben, Sehnsucht, Wunsch und Wollen zum „Ii“ wird.

    826Diese Eigenschaften der Naturphasen werden zu denen der Subjektphase und in weiterer Entwicklung zur „historischen“ Entwicklung.

    827Wenn Bloch einerseits die Situation beschreibt, dass „der Mensch auf die Zukunft hin angelegt ist“, die aber „noch gar nicht feststeht“, und andererseits es gesellschaftlich und individuell zugängliche Phasen gibt – wie beispielsweise die „Kunst“ und die „Religion“ – welche die Grenze zum „Noch-Nicht-Bewussten“ prinzipiell überschreiten und auch interpretieren, dann ist das wp die objektive „allgemeine Entwicklung“; und hier auch auf die „Subjektphase“ bezogen.

    828Wenn Bloch sich mit dem „Naturrecht“ beschäftigt und dies mit der „Utopie“ konfrontiert, dann bemerkt er, dass „menschliche und gesellschaftlich Freiheiten“ – welche er als „echten Fortschritt“ ansah – mit „Natur“ schwerlich zu vereinbaren seien. Dazu zeigt jedoch die WP hier die „allgemeine Entwicklung“ von den physikalischen unendlichen Sz/Rz mit Hilfe der „unendlichen Rw“ die Erzeugung der OG und daraus die utopischen „Ew“ und „Iw“.

    829Die sich bei Bloch zeigenden Probleme und Fragen kann die WP beantworten. So die, wie können die subjektiven „Phantasien und Bilder der Hoffnung“ als „Ii“ und „Ei“ objektive Wirklichkeit werden.

    830Bloch deutet es an, „Hoffnung, Intention auf noch ungewordene Möglichkeit“ ist „ein Grundzug des menschlichen Bewusstseins, eine konkrete Grundbestimmung innerhalb der objektiven Wirklichkeit“. Wp wird die subjektive I-Kategorie aus den R-Aspekten der Physik entwickelt. Und beides wirkt unbegrenzt und endlich in Wechselwirkungen mit anderen Phasen.

    831Zusammengefasst, die WP unterscheidet die Wissenschaften, die Phasen nach den Betonungen von E, I, N, G und deren einzelne Varianten; hier zum Beispiel ist es Bloch, der die Subjekt-Phase mit deren „subjektiver Wirklichkeit von Noch-Nicht“ hervor hebt; wp kann das als die Ii und Ei der Personen angesehen werden, welche die Zukunft phantasierend und hoffend vorweg nehmen. Bloch unterscheidet das von der „objektiven Wirklichkeit“; was wir vor allem durch die „S/R“ und deren Entwicklung ansehen. Ähnlich ist seine Unterscheidung der „Ii/Ei“ von der „Logik“, der Bloch deshalb mit Recht keine Entwicklung zusprechen kann, weil dieses methodische Denken (N – G) als unendlicher Rz-Selbstbezug (N=N, G=G) keine Entwicklung, also keine „Zukunft“ haben kann.

    832Bloch konfrontiert damit die „Logik“ mit „I“, also N-G-E mit „I“, „I/E“ etc., was wp wichtig ist; und wo Bloch sogar mögliche Übergänge andeutet.

    833Bloch: „Die subjektive Wirklichkeit und auch die objektive sind vom Noch-Nicht durchzogen“; wir meinen, das zeigt sich als Ii und Ei, welche als unendlich offene (->Rw) in jedem Endlichen (->z/w) stecken; so führen Ii, Ei über die Logik („N-G“) hinaus.

    834Bloch meint, „die Welt befindet sich in einem dialektischen Prozess“, welcher sich in dreierlei „Kategorien“ zeigt: Das sei zum einen die „Front“, als „jener vorderste Abschnitt der Zeit, wo die Zukunft entschieden wird“; wp geht es darum, dass in der „allgemeinen Entwicklung“ die Rw-Funktion wirkt. Die „Zeit“ ist selbst eine „Rw-Rw-Funktion. Und „Rw“, welches die Rz ablöst, ist die Basis jeder Entwicklung. Solche abstrakten Funktionen werden „inhaltlich erneuertes Novum der Zukunft aus der realen Möglichkeit“ (Bloch) dadurch, dass wir jene „reale Möglichkeit“ als die dritte QM-Option als „I-E-N-G zu I/E/NG“ (von Sz/Rz/Sw/Rw her) konzipieren. Mit jenen „S/R-Einheiten“ wird von uns auch Blochs „dritte Kategorie“, die „Materie“fundiert und umfassend einbezogen.

    835Die Entwicklung der Physik-Phase hat „die Materie“ neu fundiert. Die Philosophie – hier Bloch – deutet das aus einer traditionellen Perspektive an, wenn er „Materie“ nun als „dynamisch-schöpferisch“ dem bisherigen „statisch-quantitativen und mechanistischen“ Eigenschaften der Materie konfrontiert. Die WP fundiert hier derartig formale Aussagen mit den drei QM-Optionen, welche „inhaltlich“ als die „statischen „S-Aspekte“ sowie die relativ „unbeweglichen“ „E- und G“ mit den dynamische „R-Aspekten“ und den „I“ und „N“ beschrieben werden, sowie deren Unendlichkeiten in der QM-Möglichkeit als „endliche“ Relationen aufeinander beziehbar sind.

    836Den Sozialphilosophen Bloch beschäftigt die Frage, was ist „Zeit“ . Die WP verbindet auch hier Phasen wie die „Physik“ mit allen philosophischen Fragen und Antworten. Wenn man das verbindet, wird das weiterführend. Bloch deutet dazu einiges an, zum Beispiel die unterschiedliche subjektive Wahrnehmung, als gesellschaftlich-historische Entwicklungen.

    837Die WP erkennt in der „allgemeinen Entwicklung“ so wie Bloch das sieht, die „Zeit“ als historisch unterschiedliche gesellschaftliche Sicht, jedoch stellt die WP immer auch die Wechselwirkungen her, hier die zwischen der physikalischen Seite der „Zeit“ und den subjektiven und gesellschaftlichen Aspekten der „Zeit“. Letztere „inhaltliche“ Erfahrungen von „endlicher“ Zeit wird deshalb wp physikalisch durch „Rw-Rw“ fundiert; und alle mit der „Zeit“ verbundenen Phasen werden hier zum Beispiel auch als jene „I“ erklärbar, welche sich aus diesen „Rw“ entwickeln.

    838Bei Bloch steht neben den „Zielsetzungen“, den „I“, in seiner Philosophie der „Reichtum“, den wir als „E“ abstrahieren. Und er verbindet beide („I/E“), wenn er die Entwicklung des Reichtums am Ende des „Prinzips Hoffnung“ als das „Ziel“ der „menschlichen Natur“ beschreibt.

    839Die „Kritische Theorie“ wird durch die wp Basisfunktionen erklärbar. Zum einen durch die historische Entwicklung, welche Teilaspekt der wp „allgemeinen Entwicklung“ ist, von den S-und R-Aspekten bis zu den OG-Elementen E, G, I, N.

    840In dieser historischen Entwicklung werden „traditionelle“ Wissenschaften, deren Theorien und Praxen nun „kritisiert“. Und zwar auch so, dass die Formen spezifisch entwickelter Abschnitte zum Beispiel durch die wp QM-Optionen fundiert werden.

    841Umgangssprachlich gefasst, kann man diese Einstellung so begreifen, dass es der Kritischen Theorie um eine „Zurückweisung des Bestehenden“ geht, um „Skepsis gegenüber Alternativen“ und umfassend um „Meidung des Systematischen“.

    842Die WP zeigt hierzu eingehender die drei formalen QM-Optionen als Urteilsformen: Als Rw/N unendlich getrennte z-w („z oder w“), daraus N-G und I-E. Zugleich wird wp jede moderne „Systematik“ durch Rz/G als „z/w“ („wenn z, dann auch w“) und daraus von „N/G“ zu „I/E“ begründet. Die dritte QM-Möglichkeit ist dann „z-w zu z/w“ etc., welche Unendlichkeiten in Wechselbeziehung mit Endlichkeiten als eine umfassende Einheit philosophischer Art erzeugt.

    843Diese wp ausführlichen Grundvoraussetzungen betreffen alle „Phasen, theoretisch und praktisch-konkret. Die „Frankfurter Schule“ zeigt die Defizite traditioneller Theorien vor allem an den Unzulänglichkeiten der Gesellschaftsphasen, auch an den Theorien der Psychologie sowie an jenen interdisziplinären Zusammenhängen, welche die WP in ihrer Systematik auf den Zusammenhang aller Phasen und aller philosophischen Einzeldisziplinen („allgemeine Entwicklung“, Methodologie, Ontologie etc.) erweitert.

    844Welche Ziele hat die „Kritische Theorie“? Ihre tendenziell abstrakte Kritik, welche sich letztlich auf „N“ stützt und die Erklärungen des Kommenden als bloße Fortschreibung des Bisherigen, zum Beispiel als „Wahrheit zur Geltung bringen“ sieht, erfassen wir mit den acht Grundgrößen, hier vor allem mit den bisherigen E, N, G in Relation mit den „I“, so beispielsweise als I/E im subjektiven Handeln. Inhaltlich-konkret gesehen, geht es ihr um „die Emanzipation durch die Beseitigung von Herrschaft“ und „das Streben nach Frieden, Freiheit, Glück“. Die WP reduziert das auf die „E“ und „I“ in deren wp Funktionen, besonders in den Phasen-Zielen, welche als endlich konkrete in der Ökonomie, Politik, Soziologie, Psychologie, Kultur wirken. Die WP verallgemeinert das für alle Phasen und vor allem als alle „Vor-Phasen“ in der historischen Entwicklung, und dann formal auch für die „Zukunft“ der Phasen. Die „Kritische Theorie“ nutzt zwar traditionelle, alltägliche, wissenschaftliche und philosophische Erkenntnisse und ordnet diese auch auf neue, weiterentwickelte Weise, aber die Bereiche, Phasen wie die der „Natur“, der „freien Gesellschaft“, der „Kunst“, der „Sehnsucht nach dem ganz Anderen“ u.ä. ordnet die WP grundlegend durch „S/R“ und „I/E zu N/G“, jeweils konkret in der „allgemeinen historischen Entwicklung“.

    845Die formalen Vorstellungen der „Frankfurter Schule“ wie zum Beispiel“ „die Verbegrifflichung“, die „Entfremdung“, die „Aufklärung“, „Herrschaft“, „Zwang der Natur“, ordnen wir als Konkretisierungen der Wechselwirkung und als Entwicklung der acht Grundgrößen sowie die aller Phasen.

    846Das betrifft prinzipiell alle Phasen, das jedoch auch in unterschiedlicher Weise. Die „Natur“, die Kultur – und in ihr zum Beispiel als Subphase den „Mythos“ – sind von E, G und von „I“, N bestimmt; zum Beispiel methodologisch und „inhaltlich“ als „Dialektik der Aufklärung“ als „N/G zu Ii,k,g/Ei,k,g“; oder z.B. die bürgerliche Waren-Ökonomie als jeweils entwickelte „E“ und von unbegrenzten Ii begründet; der „Faschismus“ als isolierte und verabsolutierte „Ik“-Nutzung.

    847Die Beobachtung, dass der „Mythos“ und die „Vernunft“, die „Aufklärung“ geistesgeschichtlich zusammenhängen, wird wp genauer gesehen. Als Teil der „allgemeinen Entwicklung“, in welcher die durch „Rz/G vereinten „I/E/N/G“ durch Rw und N auch getrennt werden können und somit auch „heute“ noch als unendlich Rz-vereinte mythische Größen wirken. Wp genauer und inhaltlich sind im Verhältnis Mensch-Natur die S, R und die OG „immer zugleich“ sowohl Rw/N-getrennt wie Rz/G-vereint. Und für die WP zentral sind dabei die Phasen der Physik (S/R) und die Phase der „Subjektivität“; als menschliches „Denken“ und „Wollen“(Ii). Das Ergebnis dieses Denkens sind die vier OG-Elemente und deren Wechselbezug. Und der Wechselbezug der acht Grundgrößen ist einerseits die „Naturbeherrschung“ des Menschen, aber andererseits und von „Rw/N“ bestimmt, ist solche Negation (N) zum Beispiel der Tod des Menschen und dies auch als „Befreiung“ (Rw) oder auch die mögliche „Entfremdung“; gegenüber der Natur, aber auch gegenüber allen anderen Phasen.

    848In den Phasen der „Moral“, der „Kultur“ und der „Wissenschaften“ wird durch „Formalismen“, so als „instrumentelle Vernunft“ bestimmend gewirkt. Die „Kritische Theorie“ sieht das als „Verblendungszusammenhang“ und als „Träger der totalen Beherrschung von Mensch und Natur“. Die WP geht dagegen von den drei QM-Optionen aus, bei der nur die Rz/N-Trennung die Basis für jene „Bedrohungen des menschlichen Individuums in der verwalteten Welt“ ist. Prinzipiell geht es auch um die zwei anderen QM-Optionen und hier als Wechselwirkung mit den Phasen der Subjektivität und der Gesellschaft, um deren Entscheidungen und Auswahl („Ii“ und „Ik,g), z.B. welche dieser drei Optionen, bzw. welche Kombination jeweils sachlich zu betonen sind.

    849Zum Beispiel die nur abstrakten (Rw, N, Rz, G) in der sozialpsychologischen Phase als Beziehung zwischen den Menschen oder auch das Verhältnis des einzelnen Menschen zu sich selbst.

    850In der Phase der Ökonomie zeigt es sich beispielsweise als „Abstraktion des Tauschwertes“ von Waren in der kapitalistischen Wirtschaft.

    851Im Denken, Denkhandeln und in empirischer Wahrnehmung geht es in der allgemeinen Methodik auch um diese Problematik: Rz,G und E garantieren jene Forderung der „Kritischen Theorie“, dass Erkenntnis „etwas sagt, was etwas sei“; und es nicht sei „wovon es Exemplar ist oder Repräsentant, was es also nicht selbst ist“. Das zeigt sich als „Dialektik“ als „N-G zu N/G“ (aus Rw und Rz).

    852Ein typisches Problem solcher fortgeschrittenen Philosophien zeigt sich formal in der „Unterscheidung“ von – kritisiertem – „Identitätszwang“ und der „davon befreiten Sichselbstgleichheit“, so Adorno, welcher in der „Kunst“ die Möglichkeit sieht, das zu erreichen. Die WP argumentiert hier formal: Die Wechselwirkung der Phasen, hier die Ästhetik mit der Soziologie, ist ein Ausweg aus wp Gründen. Genauer gesehen ist „Identität“ (G) methodisch unendlich abstrakt; die zugehörigen „Rz“ (aber auch Rz/Rw) stellen die wp Verbindung zu anderen Phasen her sowie die Erzeugung, Entwicklung u.ä.; diese weisen den Ausweg, welchen man sich eigentlich wünscht.

    853Kurz, am Beispiel der „Kritischen Theorie“ geht es wp um die Unterscheidung der „philosophischen Disziplinen“ und der Phasen, der Einzelwissenschaften; das vor allem in deren Entwicklungen. Beide, Philosophien und Einzelwissenschaften, werden wp von den acht Grundgrößen fundiert. S, R „enthält“ und „erzeugt“ die „allgemeine Entwicklung“ bis zum „Ziel“ dieser Entwicklung, dem OG, in welchem alle Eigenschaften der S, R und die aller Phasen in deren endlichen Erscheinungen wieder unendliche werden.

    854Dabei ist die „vorletzte“ Entwicklungs-Station die Phase der „Subjektivität“; wegen dieser Position kurz vor der der OG wird in der traditionellen Philosophie und auch in der Analyse der Einzelwissenschaften betont von der Subjektivität ausgegangen, von deren Denken und Fühlen zum Beispiel.

    855Es geht in der „Frankfurter Schule“, zum Beispiel in Marcuses Hauptwerk „Der eindimensionale Mensch“, um das traditionell grundlegende Verhältnis zwischen „Rationalem“ – z.B. die „Funktionen der Industriegesellschaft“ – und dem „Irrationalem“, welche mit der „freien Entfaltung“ der Menschen verbunden ist. Freud sah die psychosoziale Situation als „repressiv“ an: „Das Lustprinzip der ursprünglichen Triebe, des Eros, wird durch das Realitätsprinzip ersetzt. Und dieses würde nun zum „Leistungsprinzip verkommen“.

    856Die WP zeigt dazu, dass in der Subjektphase die drei QM-Optionen gelten, sowohl das „Rationale“ mit seinen unendlich Rw-getrennten N-G-E-I sowie den Rz-verbundenen „I/E/G/N“ und dem gegenüber das „Irrationale“ mit den speziell vom subjektiven „Ii“ bestimmten „Freiheiten“ besteht, welche in potentiell unbegrenzter, aber „endlicher“ Weise – zum Beispiel in den Phasen der „Kunst“ – jene beiden Unendlichkeiten als „Rz/Rw“ kombinieren kann.

    857Arbeiten wie zum Beispiel die von K.R.Popper stützen sich auf die Erkenntnisse der „Wissenschafts-Theorie“ (WT), wir, die Wissenschaftsphilosophie (WP) sieht da „allgemeiner“, und hier bei Popper, die Unterschiede zwischen WT und WP; und zwar generell als Weiterentwicklung.

    858Ein wichtiger Unterschied ist, dass die Subjekt-Phase bei Popper freilich richtig betont wird, diese aber nun selbst, wie auch alles was sie an Methoden und Inhalten kennt, wp systematisch entwickelt werden muss.

    859Zum Beispiel die überlieferte Differenz von „Realität“ und „Wesen“ oder die von „Außen-und Innenwelten“. Die WP bindet die Phasen (die konkret-praktischen und die theoretischen Gesichtspunkte) an die QM-Basis. Und das heißt, das Alltagsverständnis sowie die traditionell philosophischen „realistischen“, die „empirisch“ begriffliche Erfassung der Welt und deren Gesetzmäßigkeiten in den Einzelwissenschaften hat den spezifischen Entwicklungsstand der Betonung der unendlich „Rw/N-freien“ E-N-G und „I“, wie zugleich deren Rz/G-bestimmte unendliche Wechselbeziehung. Was durchaus als „Wesen“ der Dinge genannt werden kann. Aber die WP-Entwicklung vereint mit der dritten QM-Option diese beiden (Rz, Rw) in ihrer „Widersprüchlichkeit“ als „etwas Neues“, um so die sich ständig weiter entwickelnde potentiell unbegrenzte Endlichkeit zu fundieren; das gilt sowohl für alle Naturwissenschaften wie für Sozial- und Geisteswissenschaften.

    860Auch Popper gehört zu jenen Theoretikern, welche auf „abstrakte“ Weise (N als bloße Negation) den traditionellen „Essentialismus“ mit dem „Nominalismus“ konfrontiert. Beider Unterscheidung wird vor allem in deren Methoden gesehen: Der Nominalismus nutzt die Alltagssprache dabei wie selbstverständlich. Dazu gehört E, N, G (in Empirik, Logik) und auch ihr Verständnis für die vierdimensionale Raumzeit und die entsprechend einfachen Teile der Mathematik-Phase.

    861Der „Essentialismus“ nutzt ebenfalls die Alltagsbegrifflichkeit, hinterfragt diese jedoch, wenn auch eher unbekümmert und daher ohne Antwort; denn was ist „Raumzeit“, „Bewegung“, „Mathematik“? Dieses Verbleiben in der gewohnten „Endlichkeit“ zeigt sich auch darin, dass der Essentialismus „Begriffe erklärt, indem er diese durch andere Begriffe, beliebig viele, endliche, wechselwirkend „definiert“. Die WP akzeptiert beide Abläufe, deren Wechselwirkung (-> Rz/Rw) als notwendige Entwicklungsstadien. Der Nominalismus nutzt die unendlich freien N, E, G, der Essentialismus nutzt die Möglichkeit der dritten QM-Option, analysiert diese allerdings nicht. Denn dann würde man die acht Grundgrößen erkennen sowie deren Wechselwirkungen als die Basis der potentiell unbegrenzten Endlichkeit; darin vor allem die sehr viel bestimmende „I-Grundgröße“.

    862Von Hume her wird bei Popper in der „Methodik“ der alte Gegensatz „Deduktion- Induktion“ noch mal thematisiert. Wp gesehen, nutzt man deduktiv die „Empirik“; deren Kern sind die unendlich freien G-N-E, welche auch „logisch zwingend“ dem subjektiven Denken zur Verfügung stehen. Wie wird nun durch „Induktion“ eine „Theorie“ erstellt? Bei ihr wird die „z-w-Trennung“ (->Rw) durch Rz und/oder durch Rz/Rw ersetzt. Dadurch wird Neues erzeugt; traditionell zum Beispiel als Wechselwirkung von „vielen“ endlichen Einzelfällen. Was sind dann also „Theorien“? Durch „Rw“ wird in Theorien alles Zukünftige „bedacht“; wegen „Rw“ bleibt aber Zukünftiges auch „unklar“.

    863Die traditionelle Konfrontation – noch bei Popper – von Induktion vs. Deduktion wird wp in erweiterter Systematik aufgehoben; es ist ein Fall der drei QM-Optionen. Logik als N-G-E und Empirie als G-E sind als die „z-w-Option“ (Rw,N) notwendig als eine der zwei Unendlichkeiten (z und w). Zugleich gilt die andere Unendlichkeit, die der Rz/G-Kohäsion (so N/G, I/E etc.). Aber erst die dritte QM-Option („z-w zu z/w“) fundiert endliche Theorien und verweist dabei auf alle Theorien aller Phasen.

    864Die auch bei Popper immer mal wiederkehrende Konfrontation von Naturwissenschaften und Metaphysik; so als Betonung vom Rw-N-QM-getrenntem Vorgehen: N-G-E-I in der Logik, in der Empirie und in der Falsifizierung (N). Gegenüber der Bildung inhaltlicher Theorien, welche in jeder wissenschaftlichen Phase und im philosophischen Zusammenhang aller Phasen die Wechselbeziehungen als „I/E zu N/G“ von S/R, Rz/Rw her nutzt. Im wissenschaftliche Alltag kann man beide traditionelle Extreme nutzen und „konfrontieren“; das zeigt sich ebenfalls als Wechselwirkung.

    865Popper schildert als „Erkenntnisgewinn“ den Ablauf „vorläufiger Theorie“, deren Wechselbeziehungen in „Diskursen“ (->Subjekte) und als empirische (->N-G-E) Prüfung sowie dabei die „Fehlerbeseitigung“ etc. Das ist wp-abstrakt die „dritte QM-Option“, die Wechselbeziehung von Unendlichkeiten (->empirisch freien N,G) und Kohäsion (Rz,G) als Wechselbeziehung mit vielen möglichen Phasen; hier mit der Subjektphase, mit deren Interessen „Ii“, Wissen/Ei und auch ihren „Vermutungen“ (→ „I vs, E zu I/E“). Das alles verbleibt aber in der Endlichkeit, also als die fest verbundenen, aber zugleich entgegengesetzten zwei Arten der Unendlichkeit.

    866Eine „alltägliche“ Fassung dieser „dritten QM-Option“ zeigt sich als bloße „Versuche“, „Vermutungen“, „Hypothesenbildung“. Sie sind doppelt dynamische „I“ zu „E“, welche „versuchen“ statische, gleichgewichtige „I/E“, als neue „E“ zu werden. Popper spricht das an, erkennt jedoch diese notwendigen QM-Vorgänge in deren fundamentalen Gesamtablauf nicht.

    867Die heutigen wp Erkenntnisse der Physik, Biologie etc. haben die herkömmlich eher ungewissen und auch die metaphysisch interpretierten Annahmen zu Vorläufern in einer wp systematischen Entwicklung, sowohl der Einzelwissenschaften wie der philosophischen Einzeldisziplinen. Auch Popper zeigt dazu eine Schematik; welche sich den QM-Optionen nähert. Solche Andeutungen versucht die WP zu fundieren, indem sie die Phasen entwickelt.

    868So zum Beispiel Poppers Grundeinsichten, dass „Sprache“ und „Mathematik in ihrer „Hypothesenbildung“ im „Bewusstsein“ von einer „objektiven Beständigkeit“ ausgehen müsste (wir: S,R und OG). Oder dass Gesellschaftlichkeit“ sowohl auf „Sicherheit“ (->Ek,g) beruht wie zugleich auf „Freiheit“ (→ „I“).

    869Wenn Popper die „Evolution“ nicht wissenschaftlich erklären will, sondern nach einem „metaphysischen Forschungsprogramm“, dann versucht er dieses alte philosophische Problem wieder zu diskutieren. Die WP zeigt die „Lösung“ als Wechselbeziehung „unendlich/endlich“, also die (wp-modern-metaphysischen) acht Grundgrößen und deren Relationen.

    870Dazu nutzt Popper spezifisch die Subjektphase und deutet Ii und Ei an, und auch die Ik,g und Ek,g, wenn er meint, „nur die Offene Gesellschaft“, als „Demokratie mit deren Sicherheiten und Freiheiten“ erlaube eine „kritische Überprüfung“ aller Hypothesen. Das ist wp eine Andeutung der freien „I“ und die Wirkung der „E-Niveaus“(„Sicherheit“). Die WP zeigt die objektiv notwendigen Wechselwirkungen als Entwicklung der Ii zu den Ik,g und der Ei zu den Ek,g.

    871Mit Marx waren für viele Einzelwissenschaften die jeweilig passenden „Werte“, „Interessen“ („I“) zur Erweiterung von deren Grundlagen eingeführt worden. Der „Kritische Rationalismus“, hier Hans Albert, trägt zur Berücksichtigung der philosophischen „I-Wertungen“ bei, wenn Albert für die Phasen der „Religion, Ethik und Politik“ fordert, dass die „Neutralität“ des „Positivismus“ (→ wir N und G) sowie die „Existenz“ (->E) philosophisch „nicht hinreichend“ seien; es fehlt die „I-Seite“, als unendliche und endliche, zum Beispiel für die Konstituierung der „Ethik“ oder des „Rechts“.

    872Albert deutet an, dass seine „kritische Prüfung“ jener Phasen zeigt, dass die im Alltag und in den bisherigen Wissenschafts-Niveaus betonten „Gewissheiten“ ungewiss sind; er verzichtet damit auf „letztgültige Prinzipien“. Die WP korrigiert hier: Im Endlichen gibt es unbegrenzt viele Wechselbeziehungen als „Erklärungen“, „Begründungen“, aber diese „Endlichkeit“ kann wp durch die drei QM-Optionen systematisiert werden – und damit auch Unendlichkeiten (S, R, OG) berücksichtigen. Dazu gehört z.B. die Logik als Fundierung: Ihre N-G sind drei Unendlichkeiten (N, G und deren Trennung durch Rw,N). Dazu kommt nun aber die Subjektphase und deren „Ii“ als freie Unendliche; Ii kann beispielsweise jede Suche als „N“ abbrechen. „Ii“ bei Albert auch als „Wille“ zur „Aufklärung“.

    873Helmuth Plessner widmet sich im Sinne der WP besonders den traditionellen philosophischen Disziplinen, so in deren Zusammenhang mit den spezifischen Phasen, hier der Biologie und der Anthropologie. Dabei berührt er die wp Entwicklung mit deren Stufenbau des Organischen sowie auch die philosophische QM: Die zwei QM-Optionen schildert Plessner; die Rw/N-Trennung ist bei ihm die Abtrennung des „Seienden gegen die außer ihm bestehende Umwelt“ und die Rz,G sind dabei die „Beziehung des Seienden auf die Umwelt“ und das was wir als dritte QM-Option (z-w zu z/w“ für alle Phasen“) ansehen, deutet er an, wenn er von „Rückwirkungen“ bei seinen „Abtrennungen“ und „Beziehungen“ spricht.

    874An Phasen-Beispielen zeigt Plessner konkrete Formen von Rz-,G-Wirkungen, so wenn er für „Rz“ die Hauptfunktionen der „Pflanze“ beschreibt. Welche er als die „Organisationsform der pflanzlichen Lebensbezüge als unmittelbare Abhängigkeit der Pflanze von deren Umgebung“ zeigt. Während er „ die geschlossene Form der Tiere“ dagegen durch die andere Rz-Funktion, die des „unendlichen Selbstbezuges“, als die stärkere „Zentrierung des tierischen Organismus auf sich selbst“ so durch „die Ausbildung von Organen“ beschreibt.

    875Plessner beschreibt die „Selbstbeweglichkeit“ der Organe (->Rz,G) und dabei „die Trennung“ (→ Rw,N) von Sensorik und Motorik; Rz/G so vor allem im Gehirn-Organ. Was beim Menschen dessen „exzentrische Position“ ausmacht, z.B. indem dieser „sich kraft seiner Reflexivität zu sich selbst verhalten kann“; als „Körper, Seele, Ich“. Wp sind das die zwei formalen Basisfunktionen (Rz/G und Rw/N), hier in der Subjekt-Phase, welche sich stets auch aufeinander beziehend, etwas höher entwickeltes (Gehirn) erzeugen lassen..

    876Auch die „Entwicklung“ der „Kultur-Phase“ aus der „Natur“ sowie die Wechselbeziehungen dieser Phasen wird von Plessner angedeutet. Die WP zeigt, wie der Mensch Rz/G und Rw/N nutzt, wenn „er sich zu sich selbst verhält“ und zugleich auf Grund „der Distanz zu sich“ sowie zu anderen Menschen und zur Natur Entwicklungen erzeugt, welche „von Natur zur Kultur führt; so Kultur zum Beispiel als Vergesellschaftung. Es ist jene „Höherentwicklung“ von S/R-Natur zur OG hier „Kultur“, welche „inhaltlich“ durch die „allgemeine Entwicklung“ geschieht.

    877Wp werden in der „allgemeinen Entwicklung“ die „Wechselwirkungen“ zwischen den einzelnen Phasen immer wichtiger. Hier zeigt A, Gehlen wie in der Anthropologie-Phase im Wechselbezug mit philosophischen Disziplinen, so in der Methodologie, die „Empirie“ am Beispiel des Vergleichs „Tier-Mensch“ die allgemeine wp Abwechslung der QM-Optionen (Rw-> Rz-> Rw etc.) – und dabei zugleich die Zunahme der Rw/N-Seite – sich konkretisieren lässt: Als „Tier“, das an seine Umwelt genau angepasst ist (Rz/G) gegenüber dem Menschen als „biologisches Mängelwesen“ → freie Rw und N.

    878Die objektive Zunahme der Rw (gegenüber den Rz) zeigt sich, hier in der Anthropologie, nicht nur als „Mängel“ (Rw/N), sondern zum Beispiel auch als „Unangepasstheit“, „Instinkt-Reduktion“ u.ä. Positiv gesehen, als „Freiheiten, Weltoffenheit, Lernfähigkeit“; und grundlegend als „Handlungen“ (im Phantasieren, Denken, Forschen, etc.); als prinzipiell aktive „I“ in allen endlichen Phasen.

    879Der „Strukturalismus“, so bei F. de Saussure, zeigt wp für die Phase der „Sprache“(Linguistik) das wechselbezogene Zusammenspiel der vielen Phasen, hier das der Dinge und der vergesellschafteten Subjektivität, dort in der wp „allgemeinen Entwicklung“ als die subjektive Fähigkeit der Erzeugung aller „Zeichen“; in allen „Sprachen“, der Umgangssprache, der Mathematik etc. Als Entwicklungs-Ablauf von QM als unendliche Rw/N-Trennung bis zur „potentiell unbegrenzten“ Abstraktion im Endlichen; auch als „Freiheiten“, zum Beispiel frei von der Natur (S/R). Und daher fähig zur Erzeugung der OG, als Ziel und als „Vervollkommnung“.

    880So bei Saussure, bei welchem „Sprache“ „ein System von miteinander in Beziehung stehender Zeichen ist, das vollständig nur in der Gesamtheit der Sprachteilnehmer existiert“. Das wird wp bestätigt und prinzipiell ausgeweitet. Erst mal als soziale und als individuelle psychologische Phasen in Wechselwirkung, dann aber wp stets als Wechselwirkung aller Phasen sowie sämtlicher philosophischer Einzeldisziplinen darstellbar.

    881Zentral ist wp die Trennung (Rw,N) der vielen konkreten individuellen Sprechenden auch deren individueller Psyche (Ii/Ei) im Bezug als Kohäsion (Rz/G) als „Sprache“, als Wechselbezug durch „Konvention“ („Ig/Eg).

    882Wp und Heidegger (((dazu Handschriftl. Vergleich))) Dann einordnen. Dann Lektorieren.

    8831.

    884Heidegger Z3 -> unterscheidet „Welt“ von „Dasein“; wir: „Welt“ (umgangspr., aber) wir „Endlk/oo“; „Dasein= nur Endlk“ wie hängen beide zusammen? Wp { -> allg Entw/ QM/ Ü-Feld „potoo“ und „natürl. Subj“

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch II, Schlussteil (Die Philosophiegeschichte als Entwicklungsgeschichte), besonders 3.–7. Kapitel; zu Kant auch Buch I, Teil I, 4. Kapitel (Das Erbe der Tradition — Kant und Hegel). Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 23.06.2021 auf dieser Website. Textgrundlage ist die auf dieser Website veröffentlichte Fassung. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (80 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

  • Philosophie und Wissenschaft

    Wilhelm Bauer2021Wissenschaftstheorie und Erkenntnistheorieca. 21.300 Wörter · ca. 85 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer fragt nach dem Verhältnis von Philosophie und Einzelwissenschaften. Beide stehen nach ihm so lange in Konkurrenz, wie eine gemeinsame, zu Ende gedachte Basis fehlt; diese Basis sieht er in den physikalischen Grundgrößen S, R, z, w und im Objektiven Geist mit E, I, G, N, verbunden durch die „allgemeine Entwicklung“ und die QM-Ordnung. Die Geschichte der Philosophie deutet er als Vorbereitung der zwei Hauptsäulen I und E: das antike „Gesamtwissen“ (E), die Lebenslehre der Stoa (I), die mittelalterliche Theologie und Hegels Vernunft, die Selbstanwendung der Vernunft auf sich selbst. Dem traditionellen Paradigma „G, E“ stellt er die Übergänge mit I/E und N/G gegenüber. Der Text ist eine lose Folge von Einzelabsätzen ohne Zwischenüberschriften. Er behandelt Kants Kategorien und Raum und Zeit, nicht-euklidische Geometrie, Relativitäts- und Quantentheorie, Kausalität und Finalität, Psychologie, Sprache und Wittgenstein, die Begründung von Wissen und den Realismus. Den Hauptteil bildet die Erkenntnistheorie: Wahrnehmung als Wechselwirkung elektromagnetischer Felder mit den Organen, Farb- und Gestaltwahrnehmung, Raumzeit und Geist, Kosmos, Evolution, der Übergang vom Tier zum Menschen, das Leib-Seele-Problem und die angeborenen Ideen. Am Ende steht die Frage nach einer Meta-Theorie der Erkenntnis, die neben der Widerspruchsfreiheit (N-G) auch N/G als Meta-Hermeneutik anerkennt.

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    Verzeichnis der Abkürzungen und die wissenschaftsphilosophische Bedeutung dieser Grundgrößen

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der Kräfte

    5Sz – kohäsive Kraft, so in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft, so im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z – Sz/Rz, wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw, die Trennung der beiden unendlichen als zweitmögliche Art von „Relation“.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zu zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Die Endlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, sich nun durch diese Kohäsion gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13Jetzt werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen mit ihren Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das „quantenmechanische Prinzip“, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer weiter, weil es vor aller endlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache dafür ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge davon wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Es ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, sie liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Das ist obendrein der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation gegenüber den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben. Man kann sagen, dass die „E und die „I“, ebenso die „G“ zu den „N“ einander maximal entgegengesetzt sind, sich im menschlichen Denken in jeder Hinsicht ausschließen.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat.

    22„Ii“ – individuelle Ziele, Willen, Interessen. Ei ist der individuelle Wissens- und Könnensstand. Die Ik/Ek, Ig/Eg und Iw/Ew sind analog die Ziele und das Wissen der Kollektive, Gesellschaften und der Weltgemeinschaft.

    23Solche Symmetrie in der „Gesamtrealität“ beruht darauf, dass es wie bei Sw, Rw, Sz, Rz auch hier als Basis nur jene vier geistigen Grundgrößen E, G, I, N geben kann.

    24Die jeweils vier physikalischen und vier geistigen Grundgrößen können nach der QM-Ordnung einzeln isoliert sein (durch Rw- und N-Selbstanwendung),so „I- -E“ oder jedes kann mit jedem relationieren (Rz, G), so „I/E“. Oder es kann beides zugleich geschehen (Rz/Rw, N/G). Letzteres ist der Einstieg in die weitere Entwicklung, zum Beispiel in die Phase, Wissenschaft der Begriffe und der Sprache.

    25Abstrakter gesehen geht es beides mal um den Übergang von der Unendlichkeit der isolierten Vier – den physikalischen und den geistigen – zu den neuen endlichen Einheiten. Mit dieser „erweiterten QM-Ordnung“ beginnt jener Teil der „allgemeinen Entwicklung“ der „Realität“, der als „geistiger“, „kultureller“ oder ähnlich bezeichnet wird.

    26Jene „Realität“ ist die in sich dynamische, alle Einzeldetails durch Wechselwirkung erzeugende Einheit, welche auf der „gleichzeitigen“ Wechselbeziehung der acht Grundgrößen beruht.

    27Jedes einzelne Detail in allen Praxen und Wissenschaften enthält diese acht Grundgrößen, wenn auch in durch das Entwicklungsniveau bedingter ungleichgewichtiger Weise. Die Phase und die Wissenschaften der menschlichen Subjektivität ist ein Beispiel dafür.

    28Philosophie und Einzelwissenschaft stehen in der Geistesgeschichte solange in einem Konkurrenzverhältnis als die gemeinsame Basis fehlt oder unklar ist. Das heißt für die Einzelwissenschaften: Das Fehlen von Axiomen, welche „wirklich zu Ende“ gedacht sind.

    29Die traditionelle Methodik (N-G, ->E) unterstütze dieses Fortschreiten zu einer Einheit nur teilweise. Jedoch was das Bemühen der einzelnen Phasen und Disziplinen um ihre jeweiligen Erkenntnisse und deren Fixierung, Systematisierung u.ä. eine unumgängliche Entwicklungsphase.

    30Umgekehrt, war es in den Philosophien nicht so ganz klar, wie der Grundcharakter von „Philosophie“ auszusehen hat: Die Geschichte der Philosophie bereitet die zwei wp Hauptsäulen I,E vor. So war Philosophie im antiken Griechenland „Gesamtwissen“ (E) und „Lehre von der rechten Lebensführung“ (Stoa), also „I“.

    31Die mittelalterliche Theologie merkt, I und E sind nicht derart kontrovers zu sehen und versucht beide zu vereinen; was nicht gelingt, (E = Gott überzeugt, aber I ist als Ig allein zu vordergründig.

    32Als „Wissenschaft der sich selbst begreifenden Vernunft“ greift Hegel diesen Versuch der I/E-Bildung auf und kann ihn für das Subjekt und den Übergang vom subjektiven zum Objektiven Geist gut vollenden.

    33Im Methodischen gab es ebenfalls immer wieder Versuche, neue Systematiken zu finden, die Erkenntnis zu kritisieren, die Sprache zu analysieren.

    34Es ist dies alles vor allgemeine Erweiterung des Hegelschen Grundansatzes, der Entwicklung der Vernunft durch „Selbstanwendung der Vernunft auf Vernunft“; um so die Einheit von Wissenschaft und Philosophie auf jedes ihrer Details anzuwenden, um beide Teile weiter zu entwickeln.

    35Zunächst aber entwickeln sich die Bereiche getrennt: Zum Beispiel die Methoden in der Mathematik, Dialektik, Logik, allgemein in „Sprachen“. Die Einzelwissenschaften entwickeln sich in „Eckpunkten“ der Erkenntnistheorie: Tiefere Strukturen verblieben dabei in traditionellen Metaphysiken („E“ von Ontologie bis Christentum; die Geschichte der Philosophie hatte dadurch ihre akademische Wichtigkeit) und „I“ in Kultur, Politik, Gesellschaft.

    36Wichtig ist, das Paradigma „G,E“ hat in unserer Entwicklung und Systematik die „Hälfte“ der tragenden Elemente auf seiner Seite, z.B. z,w,S als „objektiv Erstes“ sowie die „Entwicklung“, die stets auf „E“ (in Entwicklungs-Phasen) hinzielt, dann die E im „objektiven Geist“ (OG) und die dieses E begleitenden E, (z.B. „das Ganze“, „Alles; auch das „Ich“, „ Selbstgewissheit“(G) u.ä.

    37Gegen diese „G,E“ stehen die „Übergänge“ bei denen deutlich wird, es geht um I/E (die -> Analyse des „Ich“ z.B.) und um „I/E zu N/G“

    38Es seien einige „G,E“ genannt: Grundsätzlich erst mal: Die Philosophie hat zwei Aufgaben, genauer, tiefer als die Wissenschaften fest zustellen, was „ist“ (E,G).

    39Und dazu, den I-Komplex zu bewältigen, I- als freie etc.; die „Alltagsphilosophie“ geht sehr oft gerade diese Aufgabe an.

    40Und, die wissenschaftliche und die philosophische Hypothesenbildung kommt ohne die I/E-Mixtur nicht aus.

    41Zu E,G gehört traditionell z.B. die Formalisierung und Präzisionstendenzen (nicht nur in der Mathematik und Logik). Die „G“ sind das Zentrum zum Beispiel von Beobachtung, Test, Experiment, Ratio etc. Zwar werden „Hypothesen“ und „Theorien“ ziemlich frei gewählt (so als Beschreibung, Erklärung, Voraussage, etc.), aber sie werden dann systematisch wieder auf „E,G“ reduziert.

    42Die Konfrontation empiristische Sinn- und Abgrenzungskriterien vs. sprachliche Irrtümer, inhaltsleere Spekulation, schlechte Metaphysik etc., muss systematisch kritisiert werden. Und zwar auf zwei gleichberechtigten Grundlinien N-G, I-E und N/G I/E.

    43Auf die Entwicklung eingehend, kann einiges konzidiert werden, z.B. muss eine neue Metaphysik her; das steht eine ernsthaftere substantielle Kritik an den bisherigen Meta-Physiken voraus; und z.B. darf und muss Sprache, „Irrtümer“ erzeugen. So müssen alle Wissenschaften axiomatisiert werden können, das vereint auf jener neuen meta-wissenschaftlichen Ebene.

    44Wo ist die Abgrenzung zwischen den Einzelwissenschaften und der – jeweiligen – Philosophie? Das ist solange unklar wie die Philosophie noch nicht so „modern“ ist, um auch die Wissenschaften zu begründen; d.h. aber, die fortgeschrittenen Wissenschaften philosophisch zu integrieren; z.B. Natur als „S/R“, Recht, Staat als „I“,, Kultur als I/E-eng Geschichte als I/E weniger eng;Technik als I-E, Religion und Praktische Philosophie: I-E; Wirtschaft dito, etc.

    45Dazu nun jene Teile der traditionellen Philosophie (Ethik->I, Ästhetik I/E eng, Erkenntnistheorie -> alle acht unendlichen Grundgrößen). Ebenso: Für N-G, N/G und z/w zu z-w.

    46Die Behauptung, dass es nicht mehr zur Philosophie zu zählen ist, wenn definitive wissenschaftliche Erkenntnisse über die Sache besteht, zieht die Basis der Hypothesenbildung (als Teil der allgemeinen Philosophie) ein: Diese Vor-Methode kann als N/G gelten: Man weiß nichts (N), aber versucht dennoch etwas zu fixieren (->G); auch die N/G Methodik und „I/E“.

    47In traditionellen Gegensätzen („Philosophie vs. Wissenschaft“ gedacht, kann es geschehen, dass die Philosophie als „Quelle ungelöster Probleme“ erscheint. Wenn diese von den Wissenschaften gelöst sind, hat Philosophie ausgedient.

    48Die Entwicklung der Wissenschaften, ihrer Methoden N,G, Ergebnisse E, Ziele I, machen sie „philosophisch“; „wp“; z.B setzt sich dieser Vorgang in konkreten Projekten durch: In der Sprachanalyse, Ideologiekritik, Axiomatik, Grundlagenforschung, Interdisziplinarität etc.

    49Die Erkenntnistheorie allgemein und die Mathematik, Hegel dediziert – welche Vorstufen haben sie? In der „modernen Wissenschaftstheorie“ gibt es nicht nur solche relativ abgeschlossenen Projekte (wie z.B. auch das empirisch-rationale), sondern auch „offene“ (z.B. der „Konstruktivismus“).

    50Die Erkenntnistheorie, als Teil der Philosophie hat nach unserer Meinung zwei gleichberechtigte Explikationsmöglichkeiten: Nicht nur die traditionell „rein philosophische“ (abstraktes reines Denken -> Mathe, Hegel), sondern gleich berechtigt die der „Entwicklung“. Wege und Formen der Erkenntnis sind daher in zweierlei Weise zu beschreiben (->N-G,E, N/G I/E)

    51Der Gegenstand der Erkenntnis-Theorie ist mit der 1. Physik (und der Biologie etc!) erweitert worden

    52Der Umfang der Erkenntnis und ihrer Grenzen sind erweitert worden; ebenso ihr „Erklärungs-Projekt“, ihre „Geltung“ und „Begründung“.

    53Die philosophische Forschung steht heute zwischen den traditionellen philosophisch- weltanschaulichen Versuchen, zwischen den Eckpunkten zentraler Wissenschaften zu vermitteln und interdisziplinär die Einzelwissenschaften zu verbinden.

    54Es gilt, in diesen Inhalten eine durchgehende, Sinn stiftende Einheit zu finden -> „Entwicklung“ z.B.

    55Jedoch ist diese Verwissenschaftlichung vorerst nicht zu Ende; es gilt daher „philosophisch zu spekulieren“, d.h. eigene philosophische Vorschläge zu machen – ohne den Wissenschaften allzu fern zu bleiben.

    56Analog dazu, betrifft das alle Methoden (in allen Schulen der „Wissenschafts-Theorie“ z.B).

    57Diese wie auch alle „Theorien der Erkenntnis“ sind von der Philosophie als Metadisziplin zu bestimmen; und beide entwickeln sich.

    58Um die erkenntnistheoretische Hauptfrage nach Grund und Grad der Übereinstimmung von Erkenntnis und „Realkategorien“ zu beantworten, kommt man nicht umhin, eine umfassende philosophisch-wissenschaftliche Meta-Theorie zu bilden. Das bloße Behaupten oder das „Analogisieren“ sind nur Hilfskonstruktionen.

    59Zur allgemeinen empirischen Beobachtung gehört: Der Entwicklungsgedanke hat „universelle Gültigkeit“, besonders in der Biologie und in der Geschichte.

    60Wie aber hängt das zusammen? So die Einzelwissenschaften (der Natur, des Geistes) mit den philosophischen Teilgebieten, z.B. hier der Erkenntnis-Theorie.

    61Die Grobeinteilung der theoretischen Arbeiten in Wissenschaftstheorien, philosophischer Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie etc. sind lediglich die „Betonung“, die aber im „I-, E-Schema ihre Rückbindung haben.

    62Wissenschafts-philosophische Grundfragen wie z.B.: „Woher wissen wir überhaupt was über die Welt“, können so beantwortet werden: Diese Frage hat „I“ (wir „wollen“ etwas wissen) und „E“ (dies als Wissen, die Welt) zum Epizentrum.

    63Was sind „angeborene Ideen“? Es geht in unentwickelten Wissenschaften und Philosophien um die Andeutungen, dass es eine Entwicklung von der Biologie zur Emotionalität und von dieser zur zu Ratio gibt.

    64Die „Ideen“ können wir als E,I und die Methodik (N,G) verstehen.

    65Die biologische Vererbungslehre, Evolutionstheorie sowie die Psychologie, etc. hängen derart zusammen, dass es Erkenntnis-Kategorien gibt, die auf jeden Einzelbereich anwendbar sind – und sich dadurch eine zusammenhängende Erkenntnis-Theorie konstituieren lässt.

    66Das „Organon“ des Aristoteles ist einer der Ursprünge der rationalen Vernunft (N-G,E). Bacon schuf sein „Novum Organon“ – und machte damit darauf aufmerksam, dass Aristoteles zu naiv war, indem er die Irrtümer menschlichen Geistes nicht explizit thematisierte, und sie als „Trugbilder, Vorurteile“ verurteilte.

    67Man kann Bacon für einen Don Quijote halten wenn er alles verdächtigt, Gattung, Individuum, Gesellschaft, Philosophie (von den Lehren der Philosophie oder den angeborenen, verkehrte Regeln der Beweisführung, dem Geist eigener Irrtümer, aus den Sinnen, die diese „hinterlistige Eigenschaft“ haben).

    68Die E-Seite ist prinzipiell die „stärkere“; (und damit die G-Methode und die N-Methode), weil „E“ dasjenige bedeutet, das „objektiv“, „fest“ u.ä. ist, während „I“ das prinzipiell „freie“ etc. ist.

    69Der Streit seit Platon bis Bacon, Locke für und gegen die Lehre von den „angeborenen Ideen“ modifizieren wir: Eine tabula rasa kann „die Seele“ schon deshalb nicht sein, weil die Wahrnehmungs-Aktivität, die vom Menschen ausgeht, einer bestimmten Mechanik folgt – und die ist biologisch-emotional etc. vorgegeben (->G,E).

    70Die Vorstellung, die daraus besteht, dass jede „Größe“ Entwicklungs-Phase (des Verstandes und die der Konkretheit) von allen anderen Entwicklungs-Phasen bestimmt wird, insbesondere durch allen „von oben“ (und hier vom abstrakten Verstand vor allem) und von allen „von unten“ wird in „Zusammenarbeit“ von Locke (Empirismus) (mit der Maxime, es gebe im Verstande nichts, was nicht vorher in den Sinnen gewesen wäre) mit Leibniz: „nisi intellectus ipse“.

    71Der Versuch D.Hume’s, Relationen zwischen Ideen, Gesetze der Ideenassoziation zu finden, führte in spezifische Gebiete der Methodologie. Wir systematisieren das; z.B. (Hume ->) die Prinzipien der Vorstellungsverknüpfungen: „Ähnlichkeit“ (resemblance), es geht um Inhalte, die wir als I/E sehen sowie um die E-Entwicklung (und I-Entfaltung); wir unterstellen sie den N,G-Methoden, die von dem einen E zu einem anderen führen.

    72Unabhängig von der Materie, „unabhängig davon, ob irgendwo im Weltall etwas existiert“ gelten die Sätze der Mathematik.

    73Diese Form einer Minimalisierung von „Sinn“ kann auf die Existenz von S- und R-Aspekt und auf beider Trennbarkeit zurück geführt werden.

    74„Erfahrung“ ist eine Sammelkategorie. In ihr kann alles stecken (z.B. „Vernunft“, „Gewohnheit“, Emotion), solche natürlichen Verfahren beziehen über N/G und I/E alle anderen Entwicklungs-Phasen in die „Erklärung“ ein.

    75Der tierische Instinkt ist eine Position zwischen I/E und „E,G“ und den Rz/Rw der Natur. Dem entsprechen solche methodischen Positionen wie die Hermeneutik. Aber das täuscht auch, denn das „engste“ Verhältnis hat E und G; diese beiden Identitäten sich unendlich asymptotisch annähernd, aber „I“ und „E“ sind mit den Natur-E (→ S/R) und Natur-R zunächst nicht vergleichbar.

    76Hume etc. beschäftigten sich gerne mit „Instinkt“-Phänomenen und deren Stellung zur geistigen Reflexion. Wir erweitern das, z.B. mit der Frage, wie stehen die beiden Reflexions-Arten, N-G (mechanistisch, idealistisch, klassisch log, empirisch) und N/G zum biologischen Instinkt?

    77„Übung, Erfahrung, Nachdenken“ und „Instinkt“ sind nur – gemeinsam – erklärbar, wenn man sie als Entwicklungs-Phasen in einem Übergangs-Feld anordnet, das von den Naturverhältnissen zum „freien Geist“ in zweifacher Weise systematisch dargestellt wird, Nämlich „methodisch“ und „inhaltlich-begrifflich“ als zunehmende Trennung der zuerst maximal engen N/G- und I/E-Relation hin zu maximal getrennten G-N und E-I.

    78Auf der Suche nach den Gründen des Erkennens geht die französische Philosophie (Descartes) andere Wege als die englische. Er zählt als Basis dafür auf: Gedächtnis, (G, E), Sinne (Übergang zwischen Welt und Subjekt, als N/G), Einbildung (freie Ei) und Verstand (N/G). Descartes lässt aber nur „Verstand“ für die Wahrheitsbildung gelten; der dynamische Vorgang (N/G) scheint am einleuchtendsten für das zu sein, was als „Verstehen“ gilt (Übrigens, kann man sie alle als Übergänge ansehen).

    79„Intuition“ spielt in Wissenschaften, Philosophie, Alltag eine ähnliche Rolle wie die Positionen des objektiven Geistes (wie N,G,E,I).

    80Der Streit zwischen Platon und Descartes einerseits („es sind einige Ideen angeboren, andere von außen hingekommen, wieder andere von uns selbst gemacht“) und Locke, Leibniz, Aristoteles („die Seele sei eine tabula rasa – und sie wird durch die Erfahrung und die Sinne beschriftet) kann heute so gesehen werden: Die Biologie des Menschen bereitet das vor, was später als „formale, notwendige, materiale Grundlagen gilt. Deren innere Entwicklung erzeugt dann (als Übergang von der Biologie zur Emotionalität und Rationalität) mit Hilfe alles „Äußeren“ und dieser Entwicklungs-Eigenaktivität vollständige Begriffe und Handlungen.

    81Eine Einteilung der wissenschaftlichen Vorgehensweisen hat Kant gegeben, sie wie auch wir – orientiert sich an den Entwicklungs-Phasen. Und zwar speziell an den vier Haupt-Phasen (der „Weltanschauungspraxis“).

    82Der doppelte Vorschlag von Kant auf die Frage, wie kommt es, dass die Erkenntnis- und die Realkategorien aufeinander passen, sind eine Vorwegnahme des „großen Kreises“: „Entweder diese Gesetze werden von der Natur vermittelst der Erfahrung entlehnt“ – das ist die Entwicklung „von unten nach oben“ – oder umgekehrt, „die Natur wird von den Gesetzen der Möglichkeit der Erfahrung überhaupt“ abgeleitet.

    83Das ist der Ablauf „von oben“ her; vom objektiven Geist (OG) her. Wobei Kants unklare „Möglichkeit der Erfahrung“ seit Hegel als „absoluter Geist“ (bei uns als „objektiver Geist“) verstanden wird.

    84Wenn Kant die Wendung zum Subjekt vollzieht und davon ausgeht, dass die Gegenstände sich nach „unserer Erkenntnis“ richten, dann stellt sich sofort die Frage, woher „unsere Erkenntnis“ stammt. „Was ist das, das wir in die Dinge legen“?

    85Kant hat mit den Kategorienpaaren (Raum und Zeit und 12 weiteren) Vorarbeit für die z,w-Hypothek geleistet.

    86Die bekannte Schwierigkeit, die Kants Versuch die apriorischen Anschauungsformen und Kategorien zu erklären, zu beweisen, mündet deshalb in einem Kreisschluss, weil jede Erklärung jene Kategorien schon voraussetzte. Es ist nur mit Hilfe des konsequenten Rückweges, Schritt für Schritt in der Entwicklung, zu verstehen. Bis hin zu den z,w (R,S), die allerdings „immer schon vorausgesetzt werden“ – und die zugleich auch das Nichts sind; also eigentlich „nicht“ vorauszusetzen sind, die jedoch wp die spezifische „Existenz“ (E) des unendlich abstrakten „N“ zeigen.

    87Kants Alternative, ob die Begriffe Raum und Zeit „angeboren oder erworben seien“, wird durch den Entwicklungsablauf aufgehoben. Allen dreien (Raumzeit, Biologie, Kultur) liegen die Entwicklungs-Mechanismen zugrunde.

    88Mit der Entwicklung der Wissenschaften wachsen Wissenschaftstheorien und Erkenntnis-Theorie zusammen. Aber zunächst nur so, dass die Methodik für alle Wissenschaften die gleiche Struktur (und Probleme) hat (-> N-G, N/G).

    89Die nicht-euklidischen Geometrien (Räume, Metrik) zeigen, dass die mechanistisch-alltägliche Auffassung, die dem Empirismus und dem Rationalismus zugrunde liegt, nur eine Rand-Größe ist. ART und Quanten-Physik (-> z,w, QM) zeigen, dass dies auch konkret so ist, dass es zwei „Arten“ von Raumzeit gibt: Die vierdimensionale und die tendenziell unendlichdimensionale.

    90Und „Ja“: Weil Hegel nicht mit S,R (z,w) argumentiert, sondern rein begrifflich; -> so wie die „Mathematik“ (Gauß, Bolyai, Lobatschewsky, Riemann) es tun. Was zutiefst von der Mathematik verlangt wird, ist die „Widerspruchsfreiheit“, also N-G, tatsächlich aber herrschen auch hier neben N-G auch die N/G (Hegel nutzt beide) sowie beider Übergangsfeld.

    91Die Kritik von Helmholtz an Kant: Dass eine Kenntnis der geometrischen Axiome aus transzendentaler Anschauung falsch sei, dass Geometrie vielmehr empirisch aus den „realen Verhältnissen“ stamme, ist eine typische Zweiteilung und Kontroverse, hinter der die Frage steht, wie der Mensch das empirische Verfahren u.ä., sowie die Mathematik, Geometrie „verstehen“ kann.

    92Früher fragte man sich, ob es eine angeborene Anschauungsform z.B für „den Raum“ (mechanistischer Art) gibt, die dann in „Erfahrung“ und Wissenschaft wirken würde.

    93Dann kann die scheinbare Widerlegung durch die nicht-euklidischen Räume. Wir meinen, beides N-G und N/G sind „angeboren“,denn die z,w bis N, G,I, E bilden eine – in sich differenzierte – Einheit.

    94Beliebte Aussagen, so die von Helmholtz: Angeboren/ a priori gegeben seien uns nur die allgemeine 3-dimensionale räumliche Vorstellung, nicht aber die „räumliche Metrik“ und nicht die Zeitvorstellung, sind von uns zu korrigieren: „Angeboren“ heißt, dass es eine durchgehende Verbindung von z,w (von der Physik her raumzeitlich wirkend) bis zur „Begrifflichkeit“ gibt. Das hieße aber, dass nur S/R-Objekte (und wohl nur z/w-Objekte) begrifflich „verstanden“ werden können. Raum-Zeit ist aber nur die R-Seite z.B. die von 3z/3w (Wirkung, Energie, Materie). So wie G, E allein, N-allein, I-Allein nicht verstehbar ist (weil es um „leere Unendlichkeiten“ geht), so kann auch R (Rz-Rz,Rw, u.ä.) nicht verstanden werden, z.B. wäre „Zeit“, oder z.B. eine Raum-Dimension „undenkbar“.

    95Erst im neuen Paradigma geht das.

    96Die Entwicklung und ihre Phasen kann man formvollendet am Beispiel der „Raum“-Verbegrifflichung sehen. Der reale physikalische Raum (genauer die Raumzeit) ist Rz und Rw. Der psychologische Raum ist R, aber auch bereits als „I“ und als G, N. Der mathematische Raum ist N-G zu N/G (und auch „I“).

    97Nach den Modernisierungen der „Mechanik“ und z.B. die der nicht-euklidischen Geometrien, und mit der Weiterentwicklung der Physik, der höheren Mathematik etc. stellt sich die Frage nach der Weiterentwicklung der Axiomatik.

    98Unsere Hypothese ist, dass Mengenlehre, Gruppentheorie, Verbandstheorie, Topologie, Theorien der Kategorien etc. ebenso die moderne Logik, der mathematischen Semantik u.ä. durch S,R begründbar ist und durch I,E,N,G begrifflich erfassbar wird. Gemeinsam ist da die über das Paradigma N-G, E, N/G Hinausreichende. Das neue Paradigma ist die Einheit von abstraktestem Denken (objektiver Geist, OG) und „Erste Physik“.

    99Schuld ist die z,w-Quanten-Phase und ihr Bezug auf die z/w-Quanten-Phase. Damit ist nämlich Raumzeit nur z.T. „selbstverständlich“, ebenso ist Widerspruch und Freiheit nun begründet.

    100Die Entwicklung der Physik hat die Natur mit Hilfe der ideellen (und dort maximal reduzierten) Alltagsbegriffe systematisch fast ganz durchgearbeitet (Newton u.a). Die nächste Entwicklungsphase, die der Differenzierung des Substanzgedankens durch Chemie und Atom-Entdeckung führte an die Grenze des „Ideellen“; (zwar noch als „Ding“/E, aber z.T schon „merkwürdig“ (-> e´-Felder, etc.). Die Ladung (e´) wies auf die zwei „R“ Arten.

    101Die nächste Phase, die QuantenTheorie, zeigt unendlich dichte Relationen der räumlzeitlichen Dualitäten (Welle/ Ding). Neben „Endlichkeit“ „Unendlichkeit“ und Werden/Relationen/ Veränderung, zum Beispiel in der Mathematik als Verschiebung der Probleme ins Formale. Die nächste Phase ist R, S, Sein. Nichtsein, die philosophische Mathe-Analyse, die S-R-Eigenarten, die Abnahme der S-Kräfte, deren Gegensätzlichkeit, etc.). Das macht die „Entwicklung“ aus.

    102Die SRT erneuert die Sicht auf die endliche z/w-Großphase und führt diese an ihre Grenzen. In z/w gilt, dass alles mit allem kausal verknüpft ist, und dass Cluster/ E gebildet werden, die ein relativ eigenständiges Leben führen.

    103Da Masse und Energie äquivalent sind, kann nur für ihre Summe der Erhaltungssatz gelten. Das ist nur erklärbar über die gemeinsame Struktur aus z und w.

    104Nun zur ART: „Zur Beschreibung physikalischer Abläufe sind alle Bezugssysteme gleichberechtigt. Einen absoluten Raum gibt es nicht.“ D.h., es tritt R und I (Vektor) in den Vordergrund. Es ist die „Anwendung“ als „Beschreibung der physikalischen Phänomene durch R; und die Übersetzung ins Begriffliche durch „I“.

    105Man darf darüber aber nicht S,E vergessen; die „Beschreibungen“ sind letztlich stets Reduzierung auf I/E.

    106Trägheit, Metrik und Gravitation sind miteinander verknüpft. Diese Behauptung können wir nun philosophisch belegen: Das Bindeglied ist z, Rz.

    107Und Rz ist die Basis für die Entwicklung hin zur „Geometrie“.

    108Das kann als Teil einer neuen Philosophie und „neuen Denkens“ angesehen werden.

    109Newtons Mechanik und seine Gravitations-Theorie ergeben sich als „Grenzfälle“ der ART: In den zweierlei Polen den wissenschaftliche Analyse: In der „ersten“ Physik ist z-z (Gravitation) der „Grenzfall“ zu z/w; wobei aber w-w deshalb noch unklar ist, weil die Elektrodynamik mit der Gravitation, der Starken Wechselwirkung noch nicht vereint ist. Der begriffliche Pol: „Mechanik“ ist N-G,E; die ART muss I/R, E/Sz, I/E, N/G-Wechselbezug etc. berücksichtigen.

    110Für uns ist wichtig, die Entwicklung der Einzelwissenschaften, z.B. der Kosmologie, mit Hilfe unseres philosophischen Ansatzes zu begleiten.

    111Die Quantentheorie beruht auf z,w, S,R, Entwicklung (z,w -> z/w), Unendlichkeiten, „E“, „G“, „N“, die Zweiteilung aller physikalischen etc. Begriffe. Ein Teil (→ Rz/Rw) begründet die Raumzeit und von da die Empirik, das Messen, die „Anschaulichkeit“, „Ratio“ u.ä.

    112Der Substanzbegriff muss jetzt (ebenso wie „Wahrheit“ etc.) neu gefasst werden: Als S, R.

    113Aber die heutige Quanten-Theo beschäftigt sich nur teilweise mit S,R,-> Dualität Rz, Rw.

    114Die Relativierung des Kausalbegriffes, (die Ursache, die unendlich eng an das Folgende gebunden ist), gehört ebenfalls zur „Mikrophysik“;

    115Zu Beschreibung vieler physikalischer Gesetzte dienen Symmetrie-Prinzipien.

    116Die „klassische Physik“ passt nur auf unsere Welt der „mittleren Dimensionen“.

    117Wenn gesagt wird, die modernen Wissenschaften gehen über „anthropomorphe“ Strukturen weit hinaus, dann muss das erklärt werden. Es muss erst mal klar sein, dass sich Alltagsbegriffe, -erfahrung, Anschaulichkeit aus zwei Basisstrukturen zusammensetzen, die in Wechselwirkung sich gegenseitig erzeugen: die G-Methode und die E-Inhalte einerseits und die „I“ andererseits.

    118Und die „Erfahrung“ ist ein Bündel von E-Entwicklung/ I-Entfaltung, die in ihrem weiteren Gang die Theorie erzeugen.

    119Solche „Wege“, wie den der Methodik von der Erfahrung zur Theorie, kam man als Extrema den „logisch-deduktiven“ und den der „Evidenz“ (und der Hypothetik) analysieren: Es sind unterscheidbare (aber auch zusammenhängende) Entwicklungs- Phasen von „N,G“. Da sie aber alle in z,w, Rz, Rw wurzeln, gehören sie – auch – zusammen.

    120D.h. jedes Detail der Erkenntnis von „Natur“ (der Physik und darüber hinaus) sind ein Sammelpunkt aller Methoden; also sie enthalten stets deduktive Gesetze, Evidenzen und weiter weisende Vermutungen, Hypothesen; (um z.B. ein „Gesetz“ zu „verstehen“, kommt man ohne Evidenz nicht aus).

    121Immer öfter merken Philosophen und Wissenschaftler/innen (z.B. Mack), dass Raum, Zeit, Bewegung nicht isoliert von einander, d.h. nicht „absolut“ zu verstehen sind.

    122Die erkenntnistheoretische Variante des „Ökonomismus“ (Mach) hat heute noch in der Mathematik etc. Vertreter; es ist eine methodologische Variante, weil die Zusammenhänge zwischen den Erscheinungen der Wirklichkeit im Vordergrund stehen

    123Grundsätzlich muss zur Methodologie gesagt werden, erst alle Methoden ergeben zusammengenommen und in Wechselwirkung die „Erkenntnis“. Und jede Einzel-Methode (z.B. die Empirie) ist als isolierte -> „G“ nur teilweise wahr. Dabei werden die einzelnen Bereiche, so der Übergang (Empirie) Mensch-Ding, Gehirn-Ratio (-> Synthetisches Urteil a priori) oder der Übergang Einzelner-Gesellschaft einbezogen. Zum Beispiel auch der „Konventionalismus“ (H. Poincare) lässt zeigen, wie die anderen Methodenansätze in ihren Defiziten kollektiv zu „bearbeiten“ sind.

    124Die traditionelle (Kant, Poincare`) Frage, ob die Geometrie eine Erfahrungswissenschaft sei, und die Frage, welche Geometrie (bzw. je deren „Axiome“) die richtige sei: Ist als „Erfahrung“ ebenso von den E,G des objektiven Geistes (OG) bestimmt wie die (traditionelle) Geometrie (und auch die mechanistische Dingwelt); natürlich je in anderen konkreten Varianten.

    125Der idealistisch-mechanistisch-konventionelle Charakter der meisten wissenschaftlichen Theorien und Bereiche stützt sich auf „z/w“. Von daher stützt sich dort alles auf die „Geometrie des Raumes“. Und die „physikal. Gesetze“ sind „räumlich“ abgesichert – und nur auf „Rz/Rw gestützt.

    126Alle wissenschaftlichen Gesetze zu „bloßen“ Konventionen zu erklären, hat eine gewisse Berechtigung durch die von Kant gefundene Einsicht, dass die Erkenntnis der Natur etc. nur über die Erfahrung und Denk-/Wahrnehmungsfähigkeit des menschlichen Subjekts läuft; verallgemeinert, wie jeder Übergang in der Entwicklung (in der alles vertäut liegt) kommt es hier auf den Übergang „subjektiver Geist zu objektivem Geist“ an; und auf das Ii-Ig-Verhältnis, (das in die „Subjektivität eingeht).

    127Aber der Zweifel an derartig einseitiger Konsequenz, die der „Konventionalismus“ zeitigt, weist auf die „Objektivität des Geistes“ hin, um die weder Ii noch Ig herum kommen – sowie auf deren Stellung in der Entwicklung.

    128Die bloße Konventionalität von Naturgesetzen nimmt die Verständigung zwischen (parallel) forschenden Wissenschaftlern als „Geltung“ dieser Gesetze voraus.

    129Jedermann wird, auch philosophisch anerkennen, bei solchen Problemen muss man von einem kantischen Subjektivismus und davon aufgehen, dass es auch ein „Objektives“ gibt, das als „Natur“ zu bezeichnen ist.

    130Die methodisch betonte Philosophie des Operationalismus, (von Dingler an), erkennt zwar, dass die Methode Einfluss auf E haben; (z.B. die Art der „Messung“ beeinflusst, das Ergebnis der Messung und die Formeln der Theorie), aber wie das genauer zusammenhängt, bleibt unklar. Erstmal ist diese Erkenntnis – fast – trivial, wenn man die Arten der Messung (in ihren Kern) als G-Verfahren sieht, dann kommt „E“ raus; das dann ebenfalls den Kern „G“ hat, („Identität“); egal wie beides verbalisiert wird. (z.B. ist 1. Maßnahme stets die Isolierung der Messobjekte und deren „Auswahl“ -> E. G-charakteristisch); komplizierter wird es so: Als Übergang von N-G zu N/G, Übergang von I,E zu N/G (und je umgekehrt); noch komplizierter als z,w-Basis.

    131In den z,w-Phasen (Wissenschaften und deren Praxen) sind die Strukturen, ihre Funktionen, Ziele und die Verfahren nicht zu trennen (so unendliche Enge -> Rz).

    132Die „operationalistische“ Grundüberzeugung: „Begriffe haben eine faktische Bedeutung nur insoweit, als sie sich auf mögliche menschliche Handlungen beziehen“,ist nicht falsch, (wenn auch zu absolutistisch).

    133Denn es ist das eine Teil-Variante von „E-> N,G -> I-> N,G ->E`-> etc.“, d.h., „Begriffe“, die zunächst als „E“ festgestellt sind, sind bei näherer Analyse I/E; sie haben – fast stets – Zielfunktion o.ä. Und – wie beim Handlungsablauf – werden I und E durch Methoden (z.B. begriffliche, z.B. konkrete Arbeit) vermittelt.

    134Diese „Angaben zur Herstellung“ und das „Verfahren der Messung“ hängen über Rz, Rw mit den anderen philosophischen und wissenschaftlichen Erklärungen der „Dinge“ zusammen; z.B über die verschiedenen Varianten methodischer Art, die alle auf N,G und alle auf Rz,Rw reduzierbar sind. So fundiert Rw den Begriff der „Länge“. Und die bestimmte, gemessene Länge eines Objektes „Rw“ wird durch Rz-Rz irgendwo abgeschnitten. Genauer: räumliche Länge ist Rz-Rz/Rw.

    135Alle Methoden, hier vor allem physikalische Operationen, setzen sich aus solchen Ur-Größen zusammen; Zeitlänge ist dann Rw-Rw zu Rz.

    136Jedes operative Verfahren in der Physik endet (bei genügender Analyse) bei Rz, Rw und Sz, Sw.

    137Wenn das operationalistische Vorgehen die Axiome der Logik begründen will, dann macht es nichts anderes als einen Übergang zwischen E,G und N/G (und I, I/E) zu suchen. Denn diese Axiome sind letztlich G,N,E. Und das Konstruieren, Operationalisieren sind in letzter Konsequenz N/G, evtl. dazu I/E. Das wird so umschrieben: „Eine Reflexion auf die Bedingungen der Möglichkeit des Beweisens von Aussagen“ zu finden.

    138Diese „konstruktiven“, „dialogischen“ Methoden, die die Axiome (z.B. der Logik oder der Physik) auf diese Weise herstellen, beziehen sich – intuitiv – auf „z,w“ (u/o, aber meist) auf den objektiven Geist (N,G,E I).

    139Für die Wechselbeziehung „Biologie und Psychologie“ modellieren wir den Übergang. Dabei müssen die „Sub-Gebiete“ der Sinnes- und Nervenphysiologie, der Genetik, Evolutionstheorie und der Verhaltensforschung durch die „Modelle“ Sw, Rw (e-) und deren Übergang zu E,I und N,G angewandt werden. D.h. der allgemeine philosophische Entwicklungs-Übergang muss im Detail konkret hier erfolgen.

    140Elektron, e- und Energie sind schon mal verwandt: Sw (bzw. Sw-Sw/Sz bzw. als Rz,w). Deshalb erscheint z.B. ein „Druck“, = Energie auf den Augapfel als Lichtempfindung.

    141Das ist die Basis für die e-, Energie-Umwandlung in Emotionalität und Rationalität.

    142Dass Energie notwendig ist, um eine empirische Wahrnehmung zustande zu bringen (im elektrischen Feld in den Nervenbahnen), ist klar; ebenso klar ist, dass der ganze Mensch stets in die Inhalte der Wahrnehmung (Kant) involviert ist. Und dass es „Abbildungen“ der Realität sind, die man wahrnimmt, sowie „Zeichen“, die der Mensch erzeugt, um diese Wahrnehmungen zu verstehen. Alle wissenschaftlichen und philosophischen Theorien und deren Kritik daran haben Teilrechte; hier Kant, Helmholtz, naive Realisten, Materialisten etc.

    143Seit Hegel herrscht Gewissheit, dass der traditionelle „Kausalitätsbegriff“ analysiert werden muss. Wobei die alten Bestandteile, G vor allem, bleiben, aber systematisch zu ergänzen sind: Durch Wechselwirkung, Dialektik, „N“ und N/G etc.

    144Biologische Systeme unterliegen empfindlichen Gleichgewichtsbedingungen, die komplizierte Regelmechanismen erforderlich machen:

    145Das einfache Ursache-Wirkung-Schema und die „Kausalität“ waren konkret immer „Wechselwirkungen“. Begrifflich sind es komplexe, intuitive Konstrukte; mit Richtungs- (I, Rw)-Annahme und Veränderungsannahme (-> N/G, I/E)

    146Man könnte es auch als „E1->N/G->E2“ etc. umschreiben

    147Diese unklare begriffliche Situation wurde deshalb neuerdings abgelöst, z.B. durch „Dialektik“ oder durch „Rückkopplung“, Regelkreis, Wechselwirkung.

    148Aber erst die I/N/G/E-Modellierung ist in dieser Beziehung „hinreichend“.

    149Manchmal wurde „Kausalität“ und „Finalität“ gegeneinander gestellt. Das ist nicht ganz richtig, denn beide haben zwar extreme Interpretationen gefunden (z.B. die teleologische Annahme, dass es freie „I“ in der Biologie, Religion (Gottes Wille) gibt, die anfänglich formuliert und dann verwirklicht werden. Aber sowohl das „kausale“ wie das „teleonome“ Geschehen sind „Praxis, Handlungs- Abläufe“, die „I“ haben und zugleich stets E; (z.B. als Produktions-Mittel); genauer: I->N,G->E->N,G -> I` etc.

    150Es geht nicht um untereinander isolierte Begrifflichkeit; hier zum Beispiel, ob „das Leben“, die Evolution etc. „vorbestimmte Ziele“ hat; oder ob organische Strukturen nur für einzelnen Individuen zweckmäßig sind, sondern um die Aufhebung und Integrierungs-Möglichkeit jener allgemeinen und „konkreten“ Ziele.

    151Die „finale Ursache“ ist ein Missverständnis, wenn hinter ihr eine Art „Person“ vermutet wird, Gott z.B, welcher die Evolution geplant hätte.

    152Den Übergang zwischen Erkenntnis und „Realität“ versuchte auch die biologische Disziplin der „Verhaltensforschung“ (K. Lorenz) zu verstehen, welche die Welt dadurch zu erfassen sucht, dass man im/ als ZNS an die Dingwelt angepasste Strukturen und Funktionen findet. Diese Vermutung der („teilweisen“) Übereinstimmung der „Kategorien“ im Biologischen und im Erkennen, ist zwar auf der richtigen Spur, es fehlen aber Genaueres, Details.

    153Für uns gilt, die Erkenntnis-Fähigkeit und die erkannte Welt sind als E,N,G-Entwicklungs- und I Entfaltungs-Phase innerlich verwandt; wie aber passt die eher „äußerliche“ Passung zwischen beiden dazu?

    Psychologie und Erkenntnis-Theorie

    154Man kann in der Moderne einige Schulen und Sub-Phasen unterscheiden, welche jeweils Betonungen der philosophischen Grundannahmen sind; z.B. die „Kinder- und Entwicklungspsychologie (Bühler) ist von der biologisch-psychologischen Entwicklung und Entfaltung her zu analysieren; und z.B. die „Gestaltpsychologie“ (Wertheimer, Köhler) ist von N, G, E her zu analysieren. Und hier näher zu betrachten ist z.B. Piagets Entwicklungs-Theorie vereint dabei mit dessen Reflexion über die Erkenntnistheorie.

    155Sind psychologische Probleme experimentell und empirischer Methodik zugänglich?

    156Das Genom hat tendenziell sehr viele phänotypische Konkretisierungen, d.h. aber, die biologische Seite wirkt, aber sie ist vergleichsweise offen für „Abweichungen“.

    157Es gibt unbestritten angeborene Grenzen und Normen; auch im kognitiven Bereich, z.B. auf der Wahrnehmungsebene.

    158War die Erkenntnis-Theorie traditionell eine „philosophische“ Disziplin, so muss sie heute auch alle Einzelwissenschaften berücksichtigen; z.B. auch psychologische Daten. Dazu formale Wissenschaften wie die Mathematik, und die Axiome der Einzelwissenschaften. Was heißt da zum Beispiel „Psychologie“?

    159Das eröffnet die ganze Weite aller Wissenschaften.

    160Unbestritten ist, dass die Psychologie allgemein und in ihren Sub-Phasen Verbindung zur Biologie und zur Erkenntnis-Theorie hat. Wir zeigen genauer, wie diese Übergangs-Situation zu verstehen ist, und warum diese Zusammenhänge und Trennungen zu erklären sind: Aus der QM-Situation; Trennung und zugleich Beziehung.

    161Die unbewussten Vorgänge, Reize, Reaktionen des Körpers/Gehirn; wie hängt das mit dem Bewusstsein zusammen?

    162Während Psychologen (wie Freud) eher von der biologisch-emotionalen Phasik her kommen („von unten“).

    163Das „kollektive Unbewusste“ muss erklärt werden, zum Beispiel, wie das kollektive Bewusste, das Ig/ Eg zu verstehen ist; d.h.wie sich das jeweilige E-Niveau zu bewussten und öffentlichen demokratischen Zielen (Ig) verhält.

    164Diese „urtümlichen“ Vorstellungen, „Archetypen“ (nach C.G. Jung) hängen von einem I/E ab, das sich aus kollektiven Erfahrungen, Wissen (Eg) und in Wechselwirkungen mit kollektiven Ig zusammensetzt.

    165Diese „Archetypen“ gehören deshalb zur „Grundlage des Menschen“, weil sie „von oben“ („Apriori geistiger Art“) z.B vom OG, und „von unten“, d.h. z.B. von allen Natur-Phasen her bestimmt sind;

    166Es geht um die beiden Übergänge (als unendliche Felder): zwischen Biologie und Emotionalität und Rationalität) und dabei die zwischen Ich, Subjektivität und Vergesellschaftung.

    167Die Erkenntnis gilt, dass in der Anthropologie (wenn dort die verschiedenen Kulturen verglichen werden), dies oberflächlich und sehr unterschieden wird, es aber gemeinsame „Strukturen“ gibt (-> Levi-Strauss).

    168Diese „Strukturen“ analysieren wir als Vorläufer (-> I/E/N/G-eng zu I-E-N-G-getrennt): z.B. sind Verwandtschaftssysteme, Heiratsregeln als „E“ spezifisch natürlich Gegebenes; Ig, Ii, z.B. auch Mythen, Religiöses, Symbole, Rituale (so in Sprache, Kunst) überwiegend Ii/k/g.

    169Die Anthropologie weiß (L.-Strauss), dass es „universale Struktureigenschaften“ des menschlichen Gehirns gibt, die sich in „universale Struktureigenschaften der menschlichen Kultur“ verwandeln; diese müssten als „Allgemeinbegriffe“ „angeboren“ sein

    170„Idealismus und Materialismus“ stoßen auch hier aufeinander; aber was ist das „Wesen der Natur“, die „echte Wirklichkeit“?

    171Die eher oberflächliche Erkenntnis, dass sich zwischen die traditionelle Dualität „Subjekt-Objekt“ jetzt noch die „Sprache“ schiebt, wird von uns genauer gefasst: Die Sprache, als Medium begrifflicher Repräsentation der Welt, füllt eine ganze Phase: Den Alltag, Logik, Mathematik, alle Teilbereiche der Philosophie, alle theoretischen Seiten der Einzelwissenschaften.

    172Wenn z.B. Wittgenstein behauptet, alle Philosophie sei Sprachkritik und Sprache habe dieselben inneren Strukturen wie die Welt als erfahrbare Wirklichkeit, dann sind dem die I->N,G->E und deren Entwicklung implizit. Sie alle (Welt) (Phasen, hier Sprache) haben diese Grundstruktur. Statt „Sprache“ kann man auch „Handlungen“, (Arbeit, Denken, Erkenntnis etc.) zugrunde legen.

    173Fallen „die Grenzen der Erkenntnis mit den Grenzen der Sprache zusammen“?

    174Indem die transzendentale Problematik von der Ebene der Vernunft auf die der Sprache transformiert wird, wird diese als „Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung“ (Kant) analysierbarer.

    175Ist Sprache Mittel zur Welterfassung u/o zur Weltgestaltung? „Erfassung“ ist wp der geistige Prozess, der von den vier OG-Elementen her alles „erfasst“ und zugleich als erste und geistige Relationen (N/G, I/E etc.) als „Sprachen“ (z.B. Mathematik durch Rz,Rw) ebenfalls alle tieferen Phasen (langsam „abnehmend, weil der z,w Einfluss gewinnt) ebenfalls „erfasst“.

    176Als „Sprache“ wirkt also beides, von OG und z,w her– und kann damit als „Gestaltung“ angesehen werden.

    177In den Sprachen-Phasen, deren Philosophie und Theorien ist es ein Grundproblem, dass auch abstrakte Sprachen (Logik, Mathematik, OG, z,w also solche, die keinerlei I-Einflüssen ausgesetzt sind) von Personen unterschiedlich „verstanden“ werden, und auch in unterschiedlichen Alltagssprachen (Grammatiken) verschiedenartig „verstanden“ werden.

    178Die Verschiedenheit der Sprachen z.B. Logik-Mathematik-Philosophie-Alltagssprache erfasst auf unterschiedliche Weise jedes Detail der Welt.

    179Noam Chomsky greift bei der Suche nach der Ursache von „Sprachkompetenz“, „Sprachkenntnis“ auf „angeborene Strukturen“ zurück. Wie aber sieht solche „genetisch bedingte“ Sprachfähigkeit aus? Sie muss einerseits biologisch-physikalisch und damit aus deren Ursprüngen (wir z,w) stammen und ebenso muss sie die allgemeinen Eigenarten der Sprachen haben; das sind letztlich die der OG. Wie aber verändern sich z,w (und OG) im/ als Gehirn und dann als „Sprachen“?

    180Die Strukturen und Funktionen einer „universellen Grammatik“, der jede Sprache unterliegt, ist tatsächlich dem Subjekt „angeboren“ (N. Chomsky); die Frage ist aber allgemeiner zu beantworten: Die physikalische Biologie hat bereits Strukturen, die der R-Seite (tendenziell von ihren S befreit), die im weiteren Entwicklungs-Verlauf von ihre R-Eigenschaften zu denen von N und G übergehen.

    181Dazwischen, in den Sprachen, erscheinen sie als die Syntax mit ihrem Regeln.

    182Herkömmlicherweise war das Ziel aller Wissenschaft und Philosophie die „Erkenntnis“. Das ändert sich (z.T.), wenn die I-Seite eingeführt wird, gleichberechtigt mit E,G („Erkenntnis“) im OG.

    183Erkenntnis“ ist als allgemeine Wechselwirkung aller Phasen, insbesondere die von den Subphasen („Wahrnehmungs-, Beobachtungs-System“) und von Handlungssystemen (Experiment, Forschung, Denken, Sprachen etc.) sowie von Methoden (falsifizierend, empirisch, N-G, Logik, Intuition, Hermeneutik, Dialektik, Offenbarung etc.)

    184Zu einer umfassenden wissenschaftlich-philosophischen „Begründung“ gehören alle Phasen, also auch z-w und OG. Diese beiden aber vertreten Unendlichkeiten (so unendlicher „E / E-Selbstbezug“, vor allen S-, R- unendliche Reichweiten, zeitliche Ewigkeiten, etc.

    185In OG (das traditionell bei Begründungen als geistig-idealistisch im Mittelpunkt steht) ist N,G wichtig, z.B. als „N-G“ (klassische Logik mit ihrem „log Zirkel-Verbot“); und die I-Seite mit ihrer Meta-Ebene, der subjektiv freien und unbegrenzten Entscheidungsgewalt

    186Beweise enden beispielsweise im unendlichen Regress, so als logische Zirkel (N-G-> OG) und/ oder als Abbruch (N-> OG) des Beweis-Verfahrens. Aber ebenso endet das Beweisen in N/G, E, G (oder N), also im OG und im z/w; deren Wechselwirkung ist das Entscheidende.

    187Wenn diese drei praktisch „nicht möglich“ sind, gibt es dann überhaupt sichere Aussagen, Feststellungen über die Realität, welche ihre „Rechtfertigung“ in sich tragen? Das sind die isolierten S,R, OG-Elemente.

    188Sind die z/w-Grundlagen der Wissenschaften evident? Oder gibt es für diese z/w-Varianten keine „Beweise“?

    189Wenn religiöse Offenbarungen sicheres Wissen versprechen oder einzelne Wissenschaften, wie die Mathematik, Geometrie, allein an die „natürliche Einsicht“ appellieren, dann geht es um die maximal einfachen OG-Elemente E („etwas existiert“ einsehbar) G, N (logische Wahrheit), als direkten emotionalen Bezug u.ä.

    190Die Hoffnungen auf beweisbare metaphysische Wahrheiten, (z.B. auch „synthetische Urteile a priori“) sind ebenso naiv-1-seitig wie das praktische Verfahren, das auf Axiome, Postulate von vornherein auf Beweise ihrer Priorität zu „verzichten“ versucht. Die Wortwahl „naiv“ meint den endlichen Verzicht, wenn das unendliche N gebraucht wird, aber ein Verhältnis endlich/unendlich zueinander bei dieser Problematik genutzt werden müsste.

    191Das eröffnet tendenziell unbegrenzte Problem-Räume (→ so in der Psychologie, Soziologie.

    192Jene traditionelle Betonung (geistig-idealistischer Art) von E, N-G (im OG) wird durch die Naturwissenschaften und die Mathematik – und sogar durch die Psychologie – schon lange relativiert.

    193Die skeptische Ansicht, ob die jeder Theorie zugrunde liegenden allgemeinen Begriffe nur freie Erfindungen des menschlichen Geistes seien, auch dabei die der Naturgesetze und sogar die der Mathematik und ihrer Sätze, ist man (Einstein) da nicht sicher.

    194Die Mathematik hat traditionell bisher zwei (andere) Defizite: „I“ fehlt (für ein systematisches Ganzes wichtig) und es fehlt der S-Bezug.

    195Die Reduzierung – und Betonung – auf die Phase der Subjekte bringt es mit sich, dass „Beobachtungs-, Protokoll-, Elementar-Sätze“ in den erkenntnistheoretischen Vordergrund rücken.

    196Zu beobachten ist, dass in den und über die „Basissätze“ keine Gewissheit herrscht. Ursache dafür sind die Ii und Ei als Ii/ Ei, auch Ik/Ek, die prinzipiell alles das bestimmen, das „privaten“ oder kollektiv-konventionelle Charakter hat.

    197Wenn man die Umgangssprache als (einziges) Begründungspostulat wählt, so greift man methodisch auf das Vorverständnis (-> individuelle Entwicklung) und methodologisch auf das hermeneutische Verfahren zurück.

    198Dieses ist als „I/N/G/E“ eine Relation, Kombination, welche den „Nachteil“ hat, alles zu enthalten; (inhaltlich gilt das für die „ganze“ Alltagssprache auch). In der Alltagssprache ist aber viel nur potentiell und vorbewusst. Einzelne „Wissenschafts“-Sprachen (z.B. auch Logik und Mathematik) suchen sich das ihnen Adäquate heraus.

    199In den Wissenschaften hat man vier mögliche Ausgangsbasen: Die Alltagssprache und damit die grenzenlose z/w-Relation und die I-Seite. Dann das „Deduktive“, d.h. OG (als E, N-G), das durch diese Beton sich von der alltagssprachlichen Darstellung, und Erklärung unterscheidet. Sowie viele Wissenschaften, die N,G (N-G, N/G, N-G zu N/G) im Zentrum haben; das wechselwirkende Messen und Unterscheiden u.ä. „verdrängt“ dabei das „Inhaltliche“ (I/E) gänzlich; auch die „Logik“. Und schließlich die Mathematik und die Quanten-Physik, sie und genauere wissenschaftliche Analysen haben Rz-Rw zu Rz/w zur Basis; (Hilbert-Raum in der Quanten-Theorie).

    200Kann man hier zentrale Phänomene der modernen Physik (z.B. Quantenfeldtheorie oder ART) mit Erfahrung und Umgangssprache verbinden?

    201Sowie auf die Relationen beider Pole in den z/w-Varianten.

    202Wie sind Denk-/ Sprachhandlungen wie Hypothesenbildung, Interpretationen, Fragen in die Grundform „I-> N,G->E->G/N->I`->etc.“ einzuordnen?

    203Hermeneutik, Dialektik sind Methoden, die jene prinzipielle z/w-Relationierung „alles mit allen“ als Erklärung nutzen. Dazu nehmen wir die „allgemeine Entwicklung“, konkret z.B. in Phylogenese des Gehirns, (sowie als Ontogenese).

    204Der erkenntnistheoretische Standpunkt des absoluten Skeptizismus ist die absolute Betonung von N (wie durch alle Sub-Phasen kann auch N Ausgangspunkt für die Erklärung des Ganzen sein). Der Einwand, die vollkommene Negation verbiete das, weil N außerhalb der „Erkenntnis“ (als begriffliche z/w-Variante) stehe, ändert an der Funktion des OG-Elements „N“ nichts, es „wirkt“ und es „wirkt nicht“(-> Rw/ Rz); so wie E als normale Existenz vom E des OG wirkt und nicht wirkt.

    205Was ist „Erkenntnis-Kritik“? Erkenntnis ist die Wechselwirkung aller Möglichkeiten der Pole (z,w, OG und z/w), vom vergesellschafteten Subjekt zu „fixieren“, speziell zu relationieren. „Kritik“ ist eine Verkürzung der objektiven „ allgemeinen Entwicklung“. Dann mit „Kritik“ z.B. auch abstraktes N, aber dies N ist auch in die allgemeine Entwicklung (mehrfach) einzuordnen.

    206Kann man aus unbewiesenen, unbeweisbaren Axiomen verlässliche Folgerungen ableiten? Alle traditionelle Axiome sind tatsächlich unendlich offen. also z-w-, OG-Gebilde. „Folgerungen“ sind z/w-Gebilde, die ihre Verlässlichkeit aus der Wechselwirkung aller Phasen beziehen, zuerst aller z/w-Phasen.

    207Jene „unbewiesenen“ (in z/w, Alltag, „alte“ Wissenschaften) Axiome, aber letztlich auch deren Basis „z-w“, S,R sind „prinzipiell“ unsicher.

    208Die Unsicherheiten bleiben bestehen, vor allen auch aus der nicht beendeten E-, N-; G-Entwicklung, und prinzipiell nicht aus der I-Entfaltungsdynamik.

    209Diese Alltags-Erfahrung, dass man beim Denken auch exakte, feste Strukturen benötigt; z.B. die Existenz (E) von Etwas, Axiome u.ä. stützt sich auf die „engen“ z/w-Relationen. Ihre Gleichgewichtigkeit beruht auf der Kraft- und Richtungs- und Dynamik-Neutralisierung, bzw., abgeleitet davon auf I/E und N/G, sowie auf „I/E zu N/G“ (also zwischen inhaltlicher und formaler Seite des Denkens).

    210Die Wahl der Axiome, Maxime, Fundamente ist im z/w-Bereich relativ frei; das erkennt man schon daran, dass das von Wissenschaft zu Wissenschaft wechselt und sich auch in der Geschichte jeder Einzelwissenschaft änderte.

    211Der formale Rahmen für jene wissenschaftlichen Diskurse, die über den jeweilig geisteshistorischen Entwicklungsstand entscheiden ist z.B.: Die Einteilung in ontologische wissenschaftstheoretische, erkenntnistheoretische, methodologische u,ä., sowie in einzelwissenschaftliche Bereiche.

    212Wir fundieren bereits diese Bereiche (mit der Folge für eine wissenschaftsphilosophische Systematik). Dazu kommen z.B. noch: Überredung, Moden, Evidenzen, schwächere/stärkere Abstufungen, so auch in der Überzeugungsarbeit, Beweisbarkeit, die Erfolgskriterien etc.

    213Letzteres fassen wir auch philosophisch und wissenschaftlich: „Unsicherheiten“/ „Hypothetik“.

    214Ein Haupt-Postulat von Wissenschaften, Alltag und vieler Philosophien ist, dass es eine „reale Welt“ gibt, die unabhängig von menschlicher Wahrnehmung und Bewusstheit ist.

    215Das betrifft im Detail die „E-Seite“ (dann die I-, N-, G-Seiten). Die traditionellen Philosophien betonen einseitig, z.B. als Empfindungsmonismus (Mach) die Subjektivität, also formal z/w (und darin I/E N/G etc.). Der erkenntnistheoretische Idealismus (Fichte, Hegel) betont die vier Elemente im OG, etc.

    216Wenn man nur „Rz“ oder G/E benutzt –(also z.B. „es gibt Welt“), dann ist das „naiv“; wenn man nur E, N-G, N/G (Hegel) nutzt ist das aber auch „naiv“; ähnlich dem „subjektiven“ Empfindungsmonismus, etc.

    217Dass jede „Erkenntnis“ stets „subjektbezogen“ ist, ist evident; man muss deshalb nicht alle anderen Phasen abwerten oder gar verwerfen.

    218Ist die Welt ein Chaos oder ist sie „geordnet“? Je beides, „Chaos“ ist verursacht von unendlich freien Größen, die sowohl Etwas (E) wie Nichtse (N) sind; „Ordnung“ wird von drei Quellen her durchgeführt: Von „z-w“ her, von z/w her und von OG her.

    219Die drei Ordnungs-Systeme sind umfangreich gegliedert, da sie prinzipiell alle Relationierungen als Basis haben (z/w, Sz/Rw, etc.) (I/E, N/G etc. -> Meta-Relationen jeder Art und dazu die Mischungen (Rw/Ii, z/z zu E, etc.).

    220Da kann man diese beiden Grundordnungen erkennen: Wissenschaften und traditionelle Philosophien, deren Disziplinen haben in der Realität im Ganzen der Welt immer schon bestimmte, „feste“ Ordnungsstrukturen, erkannt und ihr zugewiesen. Wir versuchen zu zeigen, dass diese relativ vielen Strukturzüge zusammenhängen und fast nur aus sprachlichen Gründen unterschieden werden; so auch als emotionale Verbildlichung u.ä..

    221Diese Quellen wechselwirken, so dass jene „Ordnungs-Strukturen“ auch z/w etc. Relationen sein können.

    222Zum Beispiel sind„Naturgesetze“ als z,w zu z/w zu OG (deren Relationen als Sprachen), die Rz, Rw als Mathematik analysierbar und darstellbar. Die „Symmetrien“ jedes S, z,w,,E,G,N ist „symmetrisch“(-> Definition von „Symmetrie“ daher). Dann die „Invarianzen“: Die OG-Elemente „E“ als z/w-Gleichgewicht. Die „Topologie“ und „metrische Strukturen“ gehen von der Raumzeit, (Rz/Rw) aus. Und Wechselwirkungen“geschehen durch S, R, z, w, E,I,G,N und wirken prinzipiell in „alle Richtungen“ (Verallgemeinerung von Raumzeit), als endliche „Dinge, Individuen“: „z/w zu z-w zu OG“ etc.

    223Diese Ordnungsprinzipien sind „objektive“, insofern sie auf S, R, z,w, OG zurückführbar sind. Die Menschen „erkennen“ sie und können mit ihrer Hilfe die Realität erkennen, zumindest diese quasi „syntaktisch“ formal, aber auch inhaltlich erkennen., weil das Subjekt im z/w-z-w-OG-Bereich eine gewisse Vollendung (als E) darstellt, in dem alle jene Relationen kulminieren.

    224Die erkenntnistheoretische Erfahrung zeigt, dass zwischen allen Bereichen der Wirklichkeit ein historischer u/o kausaler, kontinuierlicher Zusammenhang besteht.

    225Traditionelle Aussagen, dass keine unüberbrückbare Kluft zwischen Materie und Organik (dito Pflanze-Tier-Mensch) und zwischen diesen allen und Geist bestehe,

    226Genauso kann man aber mit gleichem Recht behaupten, dass die Kluft zwischen allen diesen unendlich und abgrundtief ist.

    227Wie sind die Unterschiede in den wichtigen Relationen zu erklären? Was bisher misslang: Natur- vs. Geisteswissenschaft, Mensch-Mensch vs. Mensch-Natur u.a. darzulegen.

    228In der Wissenschafts-Geschichte ist zu beobachten, dass man immer deutlich die Kontinuitäten als die Übergänge erkannte, z.B.der Entwicklungs-Übergang von der Anorganik zur Organik.

    229Dass „Fremde“ zwar „andere“ aber zugleich (irgendwie) Individuen der gleichen Art sind, wird von uns auf die Rw- zu/und Rz-Wirkung bezogen.

    230„Erkenntnis“ muss sich auf beides stützen, in Beschreibung und Analyse, auf die Methodik, Verfahren, Verhaltensweisen und die Strukturen, die theoretischen Inhalte.

    231Wir suchen dabei die Spuren, welche die Methoden auf Rz, Rw und N,G reduzieren lassen und die „Inhalte“ aus Sz,Sw, z/w und I, E erklären lassen.

    232Dass die Erkenntnis durch sinnliche Wahrnehmung formal eine Wechselwirkung zwischen Organen und der Umgebung ist, und zwar eine zwischen Energie-Niveaus und zwischen elektromagnetischen Feldern, ist als sinnespsychologische Basis bekannt.

    233Das „psychophysische Axiom“ ist empirisch gesichert, aber wie genau, elektrische, chemische Abläufe die Erscheinungen des Bewusstseins erzeugen, bleibt zu erforschen.

    234Um den Übergang zwischen physikalischer Gehirnstruktur hin zu den „Hirnfunktionen“, den geistigen Produkten zu verstehen, muss man die Entwicklung als Wechselwirkung zwischen allen Phasen, vor allem zwischen „z,w“ und „OG“ akzeptieren. Dann nämlich werden beide materiale Seite („Leib“) und geistige Seite („Seele“) sowohl in jener Wechselwirkung „von oben“, vom OG her erfasst, beschreibbar wie auch „von unten“, von allen ihm vorhergehenden Phasen (Physik/ z,w, Biologie).

    235Der Übergang wiederholt holistisch die ganze „Entwicklung und Wechselwirkung“.

    2361Das „Objektivitätspostulat“ verlangt, dass „wissenschaftliche Aussagen“ objektiv sind, Man geht (m.o.w. deutlich) von einer Definition der „Objektivität“ von „Wirklichkeit“ aus; also auch/nur von „Wirkung“. Und Wirkung als z/w (-> Relationenbildung) als Prinzip (also weder „z-w“ noch OG) ist dann innerhalb dem z/w-Bereich die Versprachlichung (ein Teilaspekt von z/w) von und durch OG, so als wahrgenommene Existenzen (E).

    237Wissenschaftliche Erklärungen sind prinzipiell Wechselwirkungen aller Phasen; da wird der Bewusstseinszustand (Ii,Ei) eines Beobachters mit eingeschlossen.

    238Was ist Objektivität? Wirkung, Wirklichkeit, zum Beispiel -> z/w und Eo bis E4.

    239Anders gesagt, es gibt zwei Arten von Objektivität (die aber ineinander übergehen. Als die total getrennten (qua „Rw“) z-w (Sz-Sw, Rw-Rz) sowie vom OG: E-I-N-G und dann die Relationierten (von Rz und G her) (-> „z/w“) (→ „I/E,N/G).

    240Die „neue Wahrheit“, hier als „Objektivität“,muss beides verbinden, konkreter, als zugleich bewirkte Ausschaltung aller Subjektivismen (Ii, k, Ei,k) als individuellem Ii/Ei-Stand und zugleich muss dennoch die Mitteilbarkeit (-> gemeinsame Sprache) gewährleistet sein, um die gesellschaftliche Kontrolle möglich zu machen.

    241Die Grundfrage der Erkenntnis-Theorie ist, (aller Erkenntnis-Theorie mit deren „Unsicherheiten“ so die der Methodologie), wie kann man den Aufbau der Welt mit dem der Erkenntnis des Subjekts zusammen fassen; beide müssen irgendwie zusammenhängen.

    242Die prä-methodologische Hypothesenbildung (->Unsicherheit), als Heuristik, hat die Grundstruktur Rw/Rz zu I/E zu N/G; d.h., um am Ende endlich, exakte (-> G, Rz, E) Aussagen machen zu können, muss aus den Nichtwissen (N, freie Rz, Rw, Ii, Ei) ein Übergang geschaffen (-> Denkprozesse im Hirn) werden.

    243Methodisch greift man in der Forschungsstrategie bei der Suche und der Auslese der Vermutungen „intuitiv“ zu OG-Elementen; zum Beispiel zu G und/oder N, wenn man Hypothesen zunächst als „gleichwertige“ (G) oder als einander Widersprechende (N) einordnet.

    244Neben OG (hier N,G,E) als „empirische Beobachtbarkeit, Messbarkeit, Identifizierbarkeit oder Falsifizierbarkeiz, rationale, logische Beweisbarkeit u.ä.“,

    245Die heuristische Vorgehensweise ist allerdings nicht beliebiger Art; man sollte nicht bei allgemein veralteten, einseitigen Methoden stehen bleiben, z.B. nur die „Existenz“ zu identifizieren/ falsifizieren (E,N,G).

    246Zur Unbestimmtheit, Heuristik, Hypothetik: Wenn man also G, E oder N als erste Annäherung an eine Erklärung genutzt hat – z.B. auch: „das kann man heute noch nicht/N erklären“ – dann fragt es sich weiter, auf welche komplexeren Methoden (bzw. aus Vorwissen umfangreicher Art – > Mathematik, Dialektik etc.) kann man jeweils zurückgreifen; es gilt dabei: Alle Phasen dafür einzusetzen.

    247Gemeinsam ist diesen Umschreibungen (letztlich heuristischer Art), dass man sie als Rz, Rw (in ihrer jeweils natürlichen, biologischen Seite) und als „I“ in der sprachlichen u.ä. Seite sowie als „R-I-Entwicklungs-Übergang“ und dazu – versteckt als I/E-Relation analysieren kann; z.B als „elan vital“, Lebenskraft, Telefinalität, vitale Phantasie, Selbsterzeugung der Organismen, Bewusstseins-Drang etc.

    248„I/E“ steht auch für das Wichtige hier, die E-Entwicklung, die Entfaltung R bis „I“, wobei S antreibt! Die traditionell zusammenfassende Erklärung als „kausaler Zusammenhang“ muss dann auch analysiert werden.

    249In der „Erkenntnistheorie“ erscheint das Postulat der „Denkökonomie“, so als „es gibt unnötige Hypothesen“. Auch die „Erkenntnis-Theorie“ muss sich als „Spezialisierung“ der allgemeinen Wissenschafts-Philosophie unterordnen. Und deren „metaphysische“ Aussagen sind, dass es im Übergang, an den „Grenzen“, d.h. im OG und in „z-w“, an der Grenze-> zum „Nichtsein“ (-> z.B. „Null“) und zu den Unendlichkeiten (-> z.B. N,R) Einheiten (z.B. „1“); übrigens „minimal wenige“, erst mal geben muss.

    250Wenn seit Wilhelm von Ockham diese meta-methodologische Regel gilt, dass auf „weniges“ und „einfachstes“ zu reduzieren ist, (und nicht „unökonomisch“ vieles „hilfsweise“ zu bilden ist), dann ist das eine „Vereinfachung“; der auch „z-w“ (und OG) zugrunde liegt und damit die „notwendige Möglichkeit“ von Unendlichkeiten.

    251Das Streben nach minimaler Axiomatischkeit (zahlenmäßig, im Begriffsumfang, in der Art -> Methodik, Inhaltlichkeit) als zwei Meta-Forderungen; sie sind die nach „Vollständigkeit“ und „Widerspruchsfreiheit“; wir: Die nach Dualität und Einheit, Endlichkeit und Unendlichkeit, Dynamik und Statik etc.

    252In solcher Lage hilft die „Rw“ – und die „Rw-Rz zu Rw/Rz“-Struktur als Anfang; welcher sich selber relativiert (-> z.B „endlich zu unendlich von R, aber ohne „S“).

    253Eine formale Bedingung des naiven Realismus ist, dass „die Welt“ (wir; die „Realität“) zusammenhängt, als Physikalisches mit Begrifflichem, das als alle Phasen, auch die „intersubjektiv arbeitenden Wissenschaften.

    254Zur naiven realistischen Voraussetzung gehört auch die Annahme der „Gesetzesmäßigkeit“ (speziell hier der Naturgesetze). Das hängt mit dem „Denken“ (-> Hirn) zusammen und ist nur über „z-w zu z/w zur Sprachphase hin zu OG“ zu klären. Dabei z.B. die vorausgesetzte „Konstanz“ (-> S bis E,G und das z/w-Gleichgewicht). Aber auch die Relation z/w als relativ konstante: S/R, alle endlichen z/w, I/E, N/G sind Basis der Natur-Gesetze.

    255Die herkömmliche „ wissenschafts-theoretische“ Ansicht, Einsicht, dass man „kein sicheres Wissen“ über die Welt haben könne, analysieren wir: Weil die „allgemeine Entwicklung“ (-> tendenziell unbegrenzt viele E-Vollendungen) als objektives Ziel (Iw.Ew) noch lange nicht erreicht ist; vor allem nicht in den Einzelwissenschaften (und in ihrer Vermittlung zum Alltagswissen). Und grundlegender, weil es „wissenschaftsphilosophisch“ (wp) um quantentheoretisch objektive „Unsicherheiten“ geht; die wir mit den unendlichen Ii und den freien S, R und auch den freien E,N,G „in ihrer „Unsicherheit“ „verstärken“.

    256Der „naive Realismus“ ist die notwendige, aber noch einseitige Bindung an „G->E“ („Die Welt ist so wie sie wahrnehmbar ist“).

    257Dann hilft „N/G“ weiter; was aber weiter erforscht und realisiert werden muss.

    258Auch hier zeigt sich wieder das „allgemeine quantentheoretische“ Verhältnis:

    259Unser „Realismus“ besteht darin, dass erst mal „nur“ das Zusammenspiel, die Relation von Subjekt: Hirn/ Sinne/ Erfahrung mit der „Außenwelt“ der eine Teil der wissenschafts-philosophischen Erkenntnis ist (->Rz)

    260Solange die Wissenschaften und die Philosophie (als Logiker, Theoretiker) nur die einfachen Denkmethoden nutzen (E->G-N), bleibt ihnen nichts anderes (für ihre emotional-intuitiv genutzte Vernunft) übrig, als an die „Welt da draußen“ zu „glauben“.

    261Die psychologische Evidenz, das Erleben der Dingwelt, der eigenen Subjektivität, der Gemeinschaft (alle Menschen „fühlen“, dass es „die Welt“ gibt, speziell jene Teile außerhalb von „uns“). Das alles gehört zur einheitlichen Gesamtrealität, d.h. die „Emotionalität“ (Intuition, „Instinkt“) ist kein irgendwie abgetrennter Bezirk, sondern durch die formalen (unendlichen R und Übergänge,) und die inhaltlichen (S,R bis z/w bis OG) Grundgrößen ebenso erzeugt wie die Dingwelt oder der abstrakte Geist, die Mathematik etc.

    262Derart geistesgeschichtlich (und alltäglich) wirkungsvolle philosophische Standpunkte, wie der „Philosophische Realismus“ sind deshalb „trivial“, weil „Praxis“ so definiert ist: Nämlich als I/E (als Variante von z/w, genauer, von „z-w zu z/w- Einheit“).

    263Das „I“ darin sind „Ii-Ik-g-w“, nämlich dass die individuellen und gesellschaftlichen, kulturellen, historischen Wechselwirkungen Anerkennung, (in Sprache) erfahren. Und dass dieser „realistische Standpunkt“, der „Sachverhalt“, dessen „Beschreibung“ und die eventuelle Argumentation dazu von allen „Vernünftigen“ (Gesellschaft, Publikum) anerkannt wird.

    264Warum erscheint uns, dem Subjekt allgemein, die Situation so selbstverständlich, wenn sie die geistige (emotionale, rationale) Situation mit der materialen und beider Verbindungen (als Alltäglichkeit) ansieht, obwohl doch die Annahme, es gäbe nur die Welt des Materiellen oder nur die des Emotionalen oder die der reinen Begriffe „einfacher“ (-> OG) wäre?

    265Wie hängen Realitäts-Hypothese und Heuristikpostulat zusammen? Heuristik ist (im Übergangs-Feld) die schwächste Hypothesenbildung, unklar und nur ganz allgemein und Beliebiges (rätselndes Subjekt) voraussetzend.

    266Da sind Nähen zur Ii-Hoffnung, nicht zu übersehen.

    267„Naiv“ ist z.B. auch die Aussage, dass sich in den Naturwissenschaften die Realismus-Hypothese ständig „bewährt“. „Bewähren“ heißt ja, die Relation zwischen „reiner Natur“ und „Subjekt“ herzustellen – und das ist eine wp grundlegende Erweiterung der Wissenschaften, von der her sich neue Probleme ergeben, so als nur die G-Identitätsherstellung bzw. nur N als Trennung von Natur und Subjekt. Denn dazu kommt, dass das Subjekt auch Natur ist. Erst die Komplexitäten, so die der Entwicklung von S, R bis OG, vermitteln diese neuen wissenschaftlichen Wahrheiten.

    268Ein Grundfehler des Realismus ist es, das „Auge“ (und damit schon das Hirn) weder „analytisch“ verstanden, noch untersucht zu haben.

    269Zur Wechselwirkung zwischen Wahrnehmung (Sinne) und Gehírn, Gehirnteile gehören (z.B.) die „Konstanzleistungen“ (bei der Wahrnehmung); also, trotz wechselnden Umweltbedingungen, Entfernungen, Helligkeit, Beleuchtung, Dynamik, Winkel, Richtung werden die „Dinge“ in ihren Eigenschaften als konstant gesehen, wahrgenommen.

    270Das Gesamtgehirn, (die Wechselwirkung dort), vollzieht die Entwicklung, hier die zu E, G (im OG).

    271Diese „Entwicklung“ ist jenes physikalisch-begriffliche Übergangs-Feld (z.B. als „Farben/ Frequenzen (Sw/Rw), Bewegung (Rw/Rz), Winkel, Richtung (Rz, Rw), Entfernung (Rw), welche aus den S und R die E (Rw/Rz), I (R), N(Rw), G (Rz) macht. Und dann diese Relationen (I/E zu N/G etc.) als Wahrgenommenes als konkret und vollendet, je vollständiges zu akzeptieren.

    272Das Messen, alle Mess-Methoden sind von der vierdimensionalen Raumzeit und vom „3w/3z-Quant“ der Energie bestimmt.

    273Dass man die Natur-Konstanten, also jene „einfachsten Relationen von einfachen Größen“ überall wieder findet, liegt am Relations-Kombinations-Aufbau der materialen Realität.

    274Wie ist die spezielle Entwicklung der Theorien und darin z.B. der Mess-Werte in den Naturwissenschaften weiter gefasst zu erklären? So wie man in der Geistesgeschichte (und im Alltag) stets schon OG (und hier I, G,E, voraussetzen muss, war „G“ als Übereinstimmung der Theorie mit der Natur notwendig und „objektiv“ vorgegebenes „Ziel“ (als eine spezielle Art der „Vollendung“). Nun musste sich jede wissenschaftliche Methode und jede Strukturierung an G (bzw. N-G) vergleichen lassen. Es ist eine konkrete Variante des geistigen Abstraktionsprozesses.

    275Der „wahre“ Wert einer Messgröße ist dann die Übereinstimmung von konkret-materialem Ding/ Ereignis mit seiner theoretischen Beschreibung.

    276Die historisch, systematische Trennung E-I befreit „E“, aber „I“ selbst wird tendenziell auch zu E. Das zeigt sich darin, dass alle wissenschaftlichen (und alltäglichen) Theorien u.ä. „einzige“, alle bisherige Erkenntnis zusammenfassende Theorie- Konstrukte, anstreben; mit Erfolg.

    277Es geht bei dieser „Objektivität“ der Wissenschaft darum, dass der Einfluss der Beobachter möglichst ganz eliminiert wird.

    278(Übrigens, die R- der Mathematik stecken auch in „den Dingen“ und damit in den Naturgesetzen).

    279Die „soziale“ Absicherung von Objektivität“ der Dingwelt („alle sehen das so“) ist die Neutralisierung der unendlich vielen I, weil jedes „andere“ „I“ seine eigene „Richtung“ zeigt; (Muster: „Rz/Rw“ = neutral).

    280Bei uns ist die „Objektivität der Natur“ begrifflich bestimmt, also ohne OG nicht „denkbar“; aber es gibt in den allgemeinen Entwicklungs-Zusammenhängen eben auch Unterschiede (letztlich durch Rw) zwischen „Natur“ und „Geist“. So dass jene Naturobjektivität genau zu beschreiben ist. (eben z.B. als Differenz zur geistigen Objektivität).

    281Dass Experimente Theorien widerlegen können ist klar; dass damit die Ansicht, der menschliche Geist kann unbegrenzt „theoretische“ Erklärungen für die Welt, die Natur geben, falsch ist, ist auch richtig, Aber dennoch ist das genauer zu analysieren.

    282Denn an „Theorien“ ist auch der menschliche Geist beteiligt und in OG-Bezügen auch als mögliche Unendlichkeiten, Freiheiten.

    283Wie kann man die Entwicklung des allgemeinen und des wissenschaftlichen Weltbildes (in der industriellen Zivilgesellschaft) strukturieren?

    284Inwiefern liegt die „bewusstseinsunabhängige Welt“, auch als „erlebnistranszendente“, nicht jenseits aller Erkenntnis?

    285Ein traditionelles Problem ist, wie kann man den realistischen Standpunkt beweisen oder widerlegen.?

    286z,w (=E1); sie unterscheiden sich (z-w) strikt (das nutzt ->“N“) Aber jedes ist „unendlich“„E/N/E“ und zusätzlich relationiert;

    287z/w (=E2); jede einzelne Variante ist „anders“ (auch N), aber Rz überwiegt-> das z/w-Ungleichgewicht; „z-w zu z/w“ (=E3) ist Seiendes.

    288Die OG-Elemente, vor allem da „E4“; als „Rz/Rw“ haben wieder Trennung, Rw, und Rz als unendlichen „Selbstbezug“.

    289Uns kommt es darauf an, diese vielen Versuche, mit dem Begriff der Erkenntnis zu definieren und in einer umfassend wissenschafts-philosophischen Systematik zu „vereinen“.

    290Die Übereinstimmung (Rz/G) (bzw. Nichtübereinstimmung -> Rw,N) zwischen Wahrnehmung und subjektiven Ideen als Begriffsbildung von Wahrgenommenen, gilt natürlich auch, aber es ist nur eine erste Annäherung an das Übergangs-Geschehen.

    291Zentrale Erkenntnisformen sind die R-Aspekte in ihren Entfaltungen zu G, N (I,E).

    292„Erkenntnis“ ist stets ein „Denkhandeln“ o.ä des menschlichen Subjektes. Damit aber kommen alle mit dem Subjekt verbundenen Verhältnisse, Phasen auch in den Erkenntnis-Strukturen und -Prozessen – und in der Erkenntnis-Theorie – zur Geltung. Zum Beispiel die soziale als „konventionelle“ Komponente.

    293Für die Erkenntnistheorie ist das Spezifische, dass der methodische (-> also philosophisch-methodologische) Ablauf (das Erkennen)mit dem Erkannten (Wissen) auf besondere Weise verbunden ist.

    294Etwas anders ist es z.B. bei der Ontologie (-> G/E), bei der Ästhetik (I/E)?

    295Der Erkenntnis-Prozess zwischen erkennendem Subjekt und erkanntem Objekt sind das Wechselverhältnis der R- und S-Varianten, aus welchen beide gemacht sind; genauer, aus den vielen S-, R-Entwicklungs-Prozessen und Strukturen, in ihrem Zusammenspiel. Nur so kann der subjektive Erkenntnis-Apparat die Außenwelt „erfassen“, und sowohl von diesem getrennt sein (Rw, Sw) kann, als auch mit diesem vereint (Rz, Sz) sein kann.

    296Zu unterscheiden ist die Einzelerkenntnis (->Seiendes, z/w) von der allgemeinen Erkenntnis; es ist eine Variante der verschiedenen E.

    297Auch die Unterscheidung von Erkenntnis als „Wahrnehmung“ (-> z/w-E-Seiendes, mit anderen Methoden -> Elektronik und G.

    298Alltägliche Erkenntnis -> Erfahrung, gesellschaftliche etc., vor allem das innerhalb des Subjekts. Und die wissenschaftliche Erkenntnis -> statt Wechselwirkung mit allen Phasen, hier nur axiomatisch Festgelegte Phasen, Subphasen, Methoden u.ä.

    299Was ist mit der Emotionalität? „Empfindungen, Gefühle, Intuitionen, u.ä. auch „Erfahrungen“ gehen in die „Erkenntnis“ als Teilaspekte ein; denn Erkenntnis ist die Wechselbeziehung aller Phasen und der Sub-Phasen.

    300Erkenntnis besteht in beiden; (was also nicht nur kontrovers sein darf),; zum Beispiel durch G, Rz als passive Spiegelung der Welt; Erleben (Emotionen, geistige Erarbeitung (komplexe Rz/Rw, OG), inhaltliche und formale Erarbeitung durch I/E, I/G/N/E und aktive Rw/Rz-Wechselwirkung.

    301Was ist der Unterschied von Alltags-Erkenntnis und wissenschaftlicher Erkenntnis?

    302Im komplexen Erkenntnis-Prozess ist die sinnliche Wahrnehmung nur ein (wichtiger) Teilaspekt; „Wechselwirkung“, biologische Hirnfunktionen, subjektive Reaktionen (emotionale, rationale) etc. sind weitere Erkenntnis-Aspekte.

    303„Erkenntnis“ stützt sich auf S,R,z,w, die „Entwicklung“, das Subjekt und auf Sprachen verschiedener Art und auf OG.

    304Wieso ist im Erkenntnis-Prozess die Sprache wichtig? Die Übergänge S, R->Rz, Rw (z.B. Raumzeit) und weiter zum OG zeigen unendliche Wechselwirkungs-Relationen. Die Sprachen sind das Feld des Übergangs zwischen R-Aspekt-Relationen (zuerst als „Mathematik“, dann Logik, bis hin zu den Alltagssprachen, dazwischen die Sprachen der Einzelwissenschaften, dann bis zum OG.

    305Die Trennung, Zweiteilung der Realität in der „zu erkennenden Wirklichkeit“ und im „erkennenden Bewusstsein“ ist von Rw, N her bestimmt. Ebenso von Rz, G her, und von „Rz/Rw zu N/G“(-> „Entwicklung“); auch die Übergänge zwischen diesen.

    306Die physikalische Seite, z.B. elektromagnetische Erscheinungen, die das Auge nur nach „Frequenz und Intensität“ aufnehmen kann, ist für sich sehr vielfältig (so die vielen Ursachen). Diese Vielfalt hat Gemeinsames (-> Sw, Rw,w/z), und in der weiteren allgemeinen Entwicklung, (hier speziell die Aufnahme des elektrischen Feldes im Auge) kann man deshalb eine Auslese treffen, weil dieses Gemeinsame stets wieder in einzelnen elektro-magnetischen Phänomenen (Spannung, Strom etc.) erscheint. Und das Auge (etc. -> Gehirn) dieses Gemeinsame auch hat, bzw. die Aufnahme- und Bearbeitungs-Möglichkeiten hat.

    307Bekannt ist, dass die Info (-> Empirie) aus der Außenwelt stark durch De-/Codierungsvorgänge verändert; und gelöscht wird. Woran liegt das?

    308Das ist als elektromagnetische Wechselwirkung zu erklären, wir analysieren das „inhaltlicher“, weil es diese objektiv Entwicklung gibt, und die zum „Geist“ (OG) führen „muss“.

    309Dass das Gehirn eine Re-/Konstruktion der von außen kommender „Daten“ vornimmt, ist bekannt; wir meinen, es geht um die Wechselwirkung zwischen der „Entwicklung“ („Konstruktion“) und den noch raumzeitlichen und physikalischen „Daten“, die zu geistigen Begriffen und Sprachen werden. Dazu kommt die „Rekonstruktion“, die darin besteht, dass das Gehirn, das denkende etc. Subjekt jene Außenwelt/„Daten“ sprachlich und letztlich durch OG-Elemente erfasst.

    310Es wird gesagt, dass jene Wahrnehmung (der Übergang-Feld-Prozess von Physik-Biologie-Geist) „wesentlich“ unbewusst geschieht. Das ist eine Umschreibung des „emotionalen“ Übergangs zwischen Biologischem und rationalem Geist. Das hat alle Züge des Übergangs zwischen Rz,w, S- Resten und N,G.

    311Die Beteiligung von logischen Schlüssen an der Entstehung von „Erfahrung“ und wissenschaftlicher Erkenntnis ist nur eine Wechselwirkung mit anderen Sprachen und Phasen; (so die Umwandlung der Logik, in Natur: Rz-Rw, in der geistigen Logik: N-G).

    312Die Abbildung der Wirklichkeit hat verschiedene Schwerpunkte.

    313Je nach Schwerpunkt ist die für die Wissenschaften wichtige Isomorphie/ Strukturgleichheit bedeutsam; und es wird möglicherweise nur die z/w-> E,G-Schiene genutzt.

    314Alltags-Erfahrung nutzt I/E → in der Hermeneutik (partiell von beiden, um die I-Seite nicht zu vernachlässigen).

    315In welcher Weise trägt das Subjekt zur Erkenntnis bei? Das Subjekt hat eine spezifische Entscheidungsfähigkeit (-> Ii), nämlich die aus der Umwelt kommenden Reize, (z.B. empirische), die durch die Durchgangsstationen (Auge, Ohr) verfälscht oder zu schwach sind, aus „gespeicherte Erfahrung“, also durch Mobilisierung der allgemeinen Relationalität (Wechselwirkung) sich zu „erklären“, d.h. aber, dies Prinzip ist allgemeiner als z.B.die „Empirie“(G, Rz, N,E allein).

    316Das menschliche Subjekt, das die Welt (Natur, Menschen etc.) erkennen will, steht vor einem viel-dimensionalen Problem-Feld:

    317Dazu kommen seine Grenzen des Wissens, des Wissen-Wollens (Ik,g), auch im alltäglich Erfahrbaren (Ii/Ei), etc.

    318In der allgemeinen Wechselwirkung und Entwicklung aller Phasen ist die „konstruktive“ Erarbeitung der Erkenntnis durch das Subjekt umfassend,

    319Das menschliche Subjekt (hier als erkennendes) hat „in sich“ physikalische und mathematische Strukturen und Prozesse – nur deshalb kann es Materielles erkennen und mathematisch bedenken.

    320Was ist das Subjekt? Von „z/w“ her, sind es tendenziell unendlich viele z, getrennt von unendlich vielen w, bezogen auf je dieselbe Anzahl z und w, aber jetzt als enge „z/w“-Relationierung; also der volle Einsatz von Rw (Trennung) und/ zu Rz (Kohäsion).

    321215.

    322Die selektive Fähigkeit des erkennenden Subjektes ist seine Ii-Funktion, auch wenn (eher vielleicht zufällig) sein Blick auf etwas fällt, war das ein zielfunktionales „Handeln“.

    323Die „Entwicklung“ besteht auch darin, dass die einzelnen Detailphasen z.B. das menschliche Subjekt (oder z.B. ein einfaches Tier) durch zunehmend immer mehr andere Phasen gebildet, berührt wird.

    324Das Subjekt (in seiner prinzipiellen unbegrenzten Phasen-Verflochtenheit) hat z.B. rationale Züge (-> N,G, Logik), emotionale, biologisch spezielle I-Ziele/ Wünsche, dazu E-Niveaus und Arbeits- und Handlungs-Fähigkeiten (->N,G-Varianten).

    325Wenn gesagt wird, die „Strukturen der Erkenntnis“ sind von „Erfahrung“ abhängig und sie machen Erfahrung erst möglich, dann fragt sich, was ist „Erfahrung“; wir reduzieren das auf I/E (Ii,k,g und E-Entwicklungs-Phasen) (auch freie I,E). Und wir ordnen diese I,E formal in das fundamentale und fundierende“ Quanten-Theorie-Schema (QM) (z-w zu z/w zu z-w etc.) ein.

    326Natürlich wirken alle anderen Phasen beim Erkennen mit, so dass ein „strenger“ alleinig geltender Empirismus z.B.immer durch die „Außenwelt“ relativiert wird.

    327Übrigens haben auch „erfahrungsunabhängige“ Aussagen, z.B. logische, mathematische ihre spezifischen Einflüsse auf die Erkenntnis.

    328Warum gibt es traditionell die Strukturierung des „Erkenntnis-Projektes“ als „Wahrnehmung, Logik, durch Physiologie, Sprachen etc.?

    329Die Unterscheidung der Methode ist wie die Unterscheidung der Phasen allgemein und relativ „willkürlich“. Denn jede Methode lässt sich aus den Wechselwirkungen aller anderen konstituieren. Zum Beispiel die „Wahrnehmung“ enthält –(„unbewusst“) – alle „typischen Merkmale von Erkenntnis“.

    330Wenn man der „Wahrnehmung“ auch unbewusste Prozesse zuschreibt, dann geht es um die Entwicklungs-Felder „R->I“, „Rz->G“, „Rw->N“ und deren freie und gebundene (->Quanten-Theorie) sowie die komplexen Relationierungen. Jede Einzelwissenschaft, Biologie, Psychologie, kann das konkretisieren.

    331Die Übergänge „Wahrnehmung- Raumwahrnehmung-Denken“ sind um Rz und um G gruppiert. Das geht kaum ohne zusätzliche E-Wahrnehmung und E-Denken.

    332Die Farbwahrnehmung wird psychologisch beeinflusst (selektiv, konstruktiv) und physikalisch: Physik = Frequenz => 1/Rw; von dort läuft die allgemeine Entwicklung zur Biologie und zur Psyche. Und das als Wechselwirkung und damit sich gegenseitig – komplex – beeinflussend und trennend („Qu-Mechanismus“).

    333Wie genau sind Energie mit der Elektromagnetik, und mit der Farbwahrnehmung, verbunden? In w-w ist der Energie Status von der „Menge“ und damit der „Energie“ als den Sw-Sw bestimmt; je enger desto größer die sogenannte Energiewirkung (d.h.u.a. die Sw-Abwehr- Dynamik vs. anderen Größen). Die biologisch, physiologische Seite wird von „abgeschwächter Energie – also Sw-Kraft – bestimmt; im allgemeinen Entwicklungs-Verlauf wird aus der Sw-Physik die schwächere Sw-Biologie. Das „sensible“ Auge, das Gehirn sind für einen derartigen Ausschnitt der Sw-Stärke und der Rw (Frequenz) „gemacht“.

    334Bei allen Sinnesleistungen (Sehen, Hören, Geschmack, Riechen) geht es um Schwingungen in Feldern, elektrische und andere (auch Luft); Schwingungen, die der Elektronen, die der Atome, Moleküle.

    335Die Schwingung als Wellenbewegung ist dann Rw/Rz (Rw in die Weite, das zu Rz unendlich eng in die Tiefe).

    336Diese Schwingungen müssen ins Biologisch (Organe, Nerven, Hirn) „aufgenommen“ werden.

    337Da es tendenziell sehr viele Schwingungen in der physikalischen Natur gibt (und entsprechende Energie), muss die „Biologie“ eine Auswahl treffen; das geschieht als Evolution und orientiert sich am „Nutzen“ (R/I-Übergang); im Bezug (Rz/Rw) zu anderen biologischen Funktionen (Nahrungswahl, Gefahrenabwehr); abstrakter: „Auswahl“ = Ab-Trennung, -> Rw, vom Verworfenen; → hin zum OG.

    338Wie sieht beispielsweise die traditionelle „konstruktive Leistung“ aus, die die Wellenlänge in Farbwahrnehmung verwandeln soll?

    339Zwischen Physik (e- Felder) und Farbwahrnehmung liegt der biologische Bereich; in ihm werden die S und S/R biologisch verändert – (übrigens parallel zur Raumzeit).

    340Was kann die Biologie mit der („n-dimensionalen“) z-w-Bewegung machen? Die Biologie vermehrt freie Rz, Rw und w-z. Es entstehen biologische, tendenziell unendlich komplexe Netze mit freien und gebundenen Rz,Rw.

    341Von diesen erfolgt der nächste Entwicklungs-Schritt als Übergang zur biologisch-emotionalen Seite, mit den grundlegenden, begrifflichen (-> OG–> E,G/N,I) sprachlich formulierbaren Lebensfunktionen (Selbstbezug/ Selbstverwirklichung etc.)

    342„Parallel“ zum Hilbertraum (alle Rz, Rw, Rw/Rz) postulieren wir einen S-Raum, mit allen analogen Sz,Sw und einen (z-w-z/w-Raum).

    343Für materielle Bereiche, z.B. für die Biologie, gilt S und S/R: Zum Beispiel erzeugen die einseitigen, aber vielen Sz die „Lust“ die einseitigen Sw erzeugen „Schmerz“. Gleichgewichte Sw/Sz erzeugen „Farben“ (u.ä.); und das in je bestimmten Organen, Sinnesorgane, Hirn/ ZNS.

    344Die Farben werden durch die Rw,Rz-Netze (und durch freie R), durch deren Eigenschaften (Trennung, Kohäsion, etc.) beeinflusst.

    345Um Farben zu erklären, muss man das zeitliche und zugleich räumliche Wellen-/ Frequenzphänomen analysieren; es ist eine quantenmechanische Variante, (-> also wegen „Raum“ nicht nur QED).

    346Bei Farben geht es also um S/R/I/E/N/G (wo S/R die Physik-/ Biologie-Seiten sind, und R/I/N/G/E die Emotionalität und dabei N,G die Ratio (gering) bestimmt; es geht da um die wechselwirkenden Übergangsfelder. Diese haben als „Ganzes“ Teilbereiche, z.B. der Hilbertmann als Netze mit quantenmechanischer Ordnung (alle Rz, Rw, Rz/w), und analog der „Raum“, die Netze, wo alle Sz, Sw, Sz/w versammelt sind.

    347Wie entwickelt sich die raumzeitliche Dynamik von S/R (->z-w)? Rw/Rz „erzeugt“ alle „Figuren“, in ihrer Geometrie; S macht alle Farben, etc. Wobei es Subebenen gibt Sz/Sw und Metaebenen/ Netze S/R etc., welche für die Farben als physikalische Erscheinungen wichtig sind, aber mehr noch, für die emotional-biologisch subjektive Seite.

    348Wobei die emotionalen „Netze“ alle vorhergehenden enthalten, (im Detail, alle Eo bis E4).

    349Kurz, die je freien R, S und die drei (komplexen) Netze, die S-Netze, R-Netze sowie die S/R-Netze sind das Zentrum der empfundenen Emotionen (Farbe, Schmerzen);

    350Die „Farbenlehre“ und ihre Analyse ist deswegen so kompliziert, weil die Wahrnehmung nicht nur der Reihenfolge der Wellenlänge, der Frequenzen folgt.

    351Das Überwiegen der Sz/Sz u/o Sw-Sw (in den S/R-Verhältnissen im Biologischen) führt zu spezifischen Eigenarten, die im biologisch-emotionalen Übergang „bemerkbar“ werden.

    352Die wissenschafts-philosophische Analyse der Elektrodynamik (-> QED) zeigt, dass die Sw die Höhe der Wellen und die Rw-Rw/ Rz die raumzeitliche „Wellenlänge“ sind.

    353Bei der Farbwahrnehmung gibt es drei Schwerpunkte die problematisch sind und die ineinander übergehen.

    354Dazu kommt die Subjektseite als physikalische (Auge, Unterscheidung der Farben, Helligkeit) und die Entwicklung des Biologischen (Moleküle, Zellen, Organe, Gewebe, etc.) aus dem Physikalischen.

    355Die eigentlich subjektive Aufnahme ist der Übergang im Gehirn als Emotionen und Ratio und Farbbegriffe.

    356Das ist ein einheitlicher Entwicklungs-Gang mit Wechselwirkungen zwischen S, R,z, w, z/w und OG. Wie ist der Zusammenhang Struktur zum Übergang etc.?

    357Phänomene wie „die Farbe“ stehen auch, wie eigentlich alle Phänomene, in der Wechselwirkung mit anderen Sub-Phasen. Auffällig sind bei „Farbe“ die physikalische Seite und die psychologische Seite.

    358Der Übergang vom Physikalischen e-) über das Biologische zum Emotionalen und Begrifflichen wird durch die biologischen Subphasen und Details mit bestimmt. Dazu gehört z.B. die Physiologie des Auges.

    359Um den Übergang vom é-Feld im Auge (und dann im ZNS) zu beschreiben, muss man eine é-Innendifferenzierung vornehmen: als Sw, Rw und darin verschiedene S-Abstufungen, und man muss die R-Vielfalt bedenken. Dazu kommt dann die S-, R-Veränderung, so als Wandlung in den OG; dabei alle Zwischen-Schritte im z/w-Bereich, sowie die Wechselwirkung: „S,R/ Sprache etc. bis zum OG“ als Einheit.

    360Die physiologische Aufnahme, Leitung, Veränderung und Verarbeitung von „Licht“ betrifft die é-Felder-Wechselwirkung mit den é der Molekülnetze der organischen Strukturen.

    361Hier haken wir ein: „Energie“ als Sw-Abstufung; Frequenzen als unterscheidbare Rw-Ansammlungen.

    362Als Aspekt der Erkenntnis-Theorie analysieren wir hier auch

    363Die Basis davon ist die 3w/3z -Beziehung (als w-z zu 2w/2z-Form)

    364In der biologischen Praxis und in der Psychologie unterscheiden sich der Seh-Raum, Hör-Raum, Tastraum u.ä. und sie werden auch zu einem einheitlichen Vorstellungsraum vereint.

    365Die Tiefen-Kriterien, nach denen Entfernung und räumliche Anordnung der Dinge erschlossen sind, werden von uns durch Rw/Rz-Varianten und durch „Sprache/ OG“ erzeugt. Beider Wechselwirkung (Rz/Rw/Sprachen, OG) ist Teilaspekt der im Gehirn stattfindenden Geist-Erzeugungen.

    366Die Parallaxe: Wie entsteht die „3. Dimension“ aus den Wechselwirkungen (1./2. Dimension, Sprache/ OG)? Dabei kommt einiges Zusammen (Scheinbewegung verschieden weit entfernter Dinge zueinander bei Augenbewegung).

    367Die „Augenbewegung“ (aus der Biologie-Phase) und die raumzeitliche „Bewegung“ der zwei Dinge sind „Bewegung“ als Rz/Rw- Dynamik. Und von OG her sind die zwei Dinge „gleich“ (G),/ das weiß der Beobachter aus Erfahrung (-> G-Gedächtnis), aber „augenscheinlich“ sind sie ungleich groß: N/G, und sie bewegen sich un/gleich schnell. Aus dieser komplexen Lage wird die 3. Dimension (Tiefe, Entfernung) erzeugt

    368Auch biologische Prozesse, wie die verschieden starke Kontraktion des Ziliarmuskels beim Scharfeinstellen auf nahe oder weite Ziele sind Übergänge im z/w-Bereich zur Erzeugung der 3.Dimension.

    369Eine schräge Linie hat einen Winkel „Rz/Rw“, als Aufhebung, (Entwicklung) aus Rz, Rw.

    370Das „unmögliche Dreieck“ kann man deshalb zeichnen, weil der Rz/Rw-Winkel in seinem Bezug auf die 4-Dimensionalität, also auf die 3. Dimension/ Entfernung, nicht mehr derart begrenzt ist, vielmehr beliebig erweitert werden kann (bis auf 360°).

    371Die dort biologisch festgelegte Räumlichkeit wird (durch beliebiges Zeichnen von Winkeln) mit diesen Freiheiten unvereinbar.

    372Angesichts dieser Komplexität von „Sehen“ ist die Methodik der „Empirie“ allzu unterkomplex. Im kulturellen „Gegensatz“ Linearität, Koordinaten-System vs. Kreise, Kurven kann eine Variante von „Rz-Rw zu Rz/Rw“ gesehen werden: Koordinaten, 90°-Winkel beziehen zwar auch Rz und Rw aufeinander. (Metasystematisch -> beide haben Rw-Charakter, aber unterscheiden sich).

    373Der Kreis/alle Kurzen als Rw/Rz bezieht unendlich viele Rw auf unendlich kleine Rz; nur so entsteht der „Übergang“ und „Veränderungen“, hier z.B. als „Fortschreiten“, „Entwicklung“.

    374Für die Gestaltwahrnehmung gibt es wieder, zwei Erklärungen: „von unten“ ist „Rz-Rw zu Rz/Rw“ zuständig also, die „Koordinaten-Darstellung“ („eckige“ Formen) und Kreis, kurvige Formen.

    375Die menschliche Fähigkeit, im räumlichen, zeitlichen, sachlichen Vielerlei geordnete, einheitliche Strukturen zu erkennen, wird dann noch von den analogen I-E zu I/E und N-G zu N/G geformt; die Interessen (Ii) des Wahrnehmenden gestalten dabei mit.

    376Es gibt zwei (unbewusste) Arten der Reizverarbeitung, die „Zweideutigkeit“ und die „eindeutige Entscheidung“ (die wenigstens zu 50% richtig ist). Die „Prägnanztendenz“ zieht letzteres vor.

    377Wie werden vom Subjekt aus chaotische Gestalten (Tintenkleckse, Wolken) „konstruiert“? „Gestalten“ sind auf „geometrische Kurven“ angewiesen (Lineares ≠ Gestalt). Die Anzahl möglicher Kurven ist unbegrenzt, die Auswahl daher groß, die Kombination kreativer Art findet daher freies Feld zum Konstruieren.

    378Auch hier findet eine Wechselwirkung zwischen allen Phasen statt, z.B. macht der biologische Einfluss, dass man das biologische Vermögen der Augen bei Filmen, TV, u.ä., die Bewegungsillusion des Zusammenhang, der „Figurenbildung“/ Gestalt nicht ausschließen oder analysieren kann.

    379Zum Beispiel aber kann man die Gestaltbildung durch Training, Erfahrung, als Erwartung, kulturelle Einflüsse (im Chaos) besser erkennen so auch Instrumente, Melodien aus Gesamtgeräuschen heraushören.

    380Als wesentliches Merkmal der Gestalt ist die „Übersummativität“ (∑der Teile < Ganzes). Immer wenn (wie versteckt auch) der „Sinn“ also I/E hinzu kommt, dann wird das „erfühlt“(die Mathematik, „Rw->Rz“, hat kein „I“).

    381Andere/weitere Deutungen für die Gestaltwahrnehmung ist die der Intentionalität (->I); daraus das Primat der Ganzheit -> G,E.I.

    382Da es bei der Erkenntnis nicht nur um die empirische Wahrnehmung geht, sondern auch um den Erkenntnis-Weg – (und um die entsprechende Erkenntnistheorie, die sich dabei auf Wissenschaften wie die Physiologie und die Psychologie stützt –

    383Warum passen die Erkenntnis-Strukturen überhaupt auf die anderen Bereiche der Wirklichkeit, also auf Gegenstände, Gesellschaft, etc.?

    384Ein Grund ist, dass das alles eine Einheit, ein Ganzes, die „Realität“ bildet; zu der aber gehört die die Wechselwirkung die das Eine aus den Anderen entwickelt, bzw. es begrifflich erfassen lässt.

    385Die zentralen philosophischen und wissenschaftlichen Schlagworte sind je in sich vielgestaltig; weshalb in verschiedenen Theorien dieser Strukturzug oder jenes Detail betont werden kann, wenn man wenig Übersicht pflegt.

    386Der Gegensatz von Erkenntnis-monistisch und -dualistisch wird von uns „quantentheoretisch“ relativiert.

    387Dazu gehört erst mal (bevor man auf die eigentlich materiale-physikalische Welt trifft): Warum sind die vier Dimensionen der Raumzeit und die geistige Welt in Übereinstimmung? Dazu haben verschiedene philosophische Schulen (m.o.w. deutlich) einzelne „Phasen“ der Realität mit dem Raum („Zeit“ war noch unklar) verbunden.

    388Der Empirismus (Locke, Hume): „Die Welt ist 3-dimensional, dies formt die Erkenntnis-Kategorien des Individuums“.

    389Zu Kant bis Eddington: Die Anschauungsformen und Kategorien bestimmen die Formen der Erfahrung und damit die „Realkategorien“. Das ist aber nur eine Seite. Tatsächlich ist die drei/vier-Dimensionalität nicht „apriorisch“, sondern auf drei Rz und drei Rw in „z-w zu z/w“ begrenzt, allgemeiner gilt die „n-Dimensionalität“ als objektive Möglichkeit.

    390Wenn die dreidimensionale Struktur der Erfahrungs-Welt auch die Sprache betrifft, dann ist das ein gemeinsames Fundament zu nennen.

    391Ist die 3-Dimensionalität nur eine gesellschaftlich- konventionalistische Verabredung, ein Übereinkommen?

    392Die „ökonomistische“ (Spencer, Mach) Antwort darauf, warum die Welt 3-dimensional ist: „Es gibt keine objektive Wahrheit, aber zweckmäßige Beschreibungen“.

    393Die evolutionistische Ausnahme (Lorenz): Erfahrung ist 3-dimensional, weil sich die Anschauung phylogenetisch an die 3-dimensionale Welt angepasst hat. Das analysieren wir: Der Raumzeit und der Erfahrung liegt „z/w“ zugrunde, das ist die alles Endliche bestimmende Relation; wobei z,w je eines bis unendlich viele sind, und deren Sz, Sw, Rz, Rw alle Entwicklungs-Stufen bis zum OG entwickeln helfen.

    394Jede mögliche Sub-Phase, jedes Wissenschafts-Detail, auch jedes Metaphysik-Detail wird durch eine oder mehrere der acht Grund-Positionen der WP (S,R,OG) geprägt und bestimmt.

    395Ein erkenntnistheoretisches Grund-Problem: Auf der einen Seite das Subjekt als „erkennendes“ (Hirn) und auf der anderen Seite die „Natur“ mit ihren „z-w“-Unendlichkeiten, Nichtsformen, Dualitäten etc. und ihren Entwicklungs-Verfahren“, sowie die OG-Elemente mit Eigenschaften und Relationen.

    396Warum kann sich der Mensch keine vierdimensionalen Gebilde vorstellen? Warum liefert der Wahrnehmungsapparat bei zweideutigen Figuren nur eine Interpretation?

    397Freie Rw (->Zeit) oder Ungleichgewichtigkeit (die 3. Dimension = Rz-Rz/ Rw) werden nicht zu G, zur Identifikation (im OG) und von da nach unten zur „Wahrnehmung“/ Hirn.

    398Natürlich befindet sich das, was man „Erkenntnis“ nennt und alle Details dabei (auch Theorien darüber) (z.B. das Hirnorgan, begriffliche Details -> Denken, Emotion) wie jedes reale Phänomen in der „allgemeinen Entwicklung“ (als Wechselwirkung aller Entwicklungsphasen); von S, R bis OG.

    399Die Wechselwirkungen zwischen Sinneswahrnehmungen von der Welt und dem Erleben, Erfahrung und allem theoretischen angesammelten Wissen darüber, stellen ein Sammelsurium komplexer Art dar. Das eben analysiert werden muss, um eine „Erkenntnis-Theorie“ zu erlangen; wir -> Entwicklung aller Phasen von S,R bis OG.

    400Wieso steht der „Entwicklungsgedanke“ bei allen Wissenschaften und bei den Philosophien (z.T. beim Alltag) derart auffällig im Mittelpunkt?

    401Und die Dualität von Rz, Rw (z,w) führt zu zwei Möglichkeiten: z/z und w-w mit deren „leeren“ formalen Dynamiken und „Zielen“.

    402Was ist der Unterschied zwischen den Wissenschaften Geschichte, Paläontologie, Archäologie, Etymologie u.ä. und der Physik, Mathematik, Psychologie, Soziologie u.ä.? Der Unterschied von z-w zu z/w ist auch der von der dynamischen Seite und der statischen Seite der Gesamtrealität. Zur dynamischen gehört – auch – die Veränderung, Entwicklung.

    403Die Unterscheidung in Phasen, den Wissenschaften mit ihren theoretischen und konkret-praktischen Seiten, welche einmalige, unwiederholbare Ereignisse in einer Veränderung, Entwicklung schildern, und solche, deren Sätze überall und jederzeit gelten, das sind jene zwei Haupt-Varianten von „z/w“: z/w als Ursache von Wirkung, Veränderung (zwei mal Dynamik) und z/w als feste (gleichgewichtige) Relation, die Strukturen darstellt. Beide spielen ineinander.

    404Die Konstanz von Natur-Gesetzen, Natur-Konstanten, Invarianzen, Erhaltungssätzen ist letztlich auf die z/w-, Sz/Sw-, Rz/Rw-Gleichgewichtigkeiten zurückführbar.

    405Alle Phasen „unterliegen“ der „allgemeinen Entwicklung“ – die Biologie, die Subjektphase, die Sprachen etc. Die Einzelwissenschaften leben von dieser Entdeckung – (die Fähigkeiten dazu sind selbst Entwicklungs-Produkt) – und die vielen Probleme, Fragestellungen, Forschungen gehören auch zur allgemeinen Entwicklung.

    406Es gibt zwei „Ausgangspunkte“ aller „Bewegung“: S, R, geordnet in „z-w zu z/w“ (und parallel im OG), und die Weiterentwicklung von z-w zu z/w durch die Vollendung der S und die unendliche Relationsbildung (durch R).

    407Beider Zusammenspiel erscheint in allen Wissenschaften (und in deren Details), hier z.B. in der biologischen Evolution. So als Umwelt-Einflüsse (-> S-Vollendung) und von den Genen – deren physikalisch-chemischen Abläufe etc.).

    408Man kann die Unterscheidung in der „allgemeinen Entwicklung“ und dazu die „allgemeine Wechselwirkung aller Phasen“ als jene „Ähnlichkeit“ -> durch Umgebungseinflüsse in allen Sub-Phasen/ Details erkennen: z.B. in „Sprachen“, (und ihren Details -> Schrift) sie sind einerseits „genealogisch verwandt“ und „ähnlich“ durch den Umwelt-Einfluss.

    409Alle Wissenschaften (auch Subphasen und Details) durchlaufen jene Entwicklungsstufen, die man beispielsweise in der mechanischen Physik als „statisch“ (->“Gesetze“ des ruhenden Systems) als z/w-eng und gleichgewichtig unterscheidet von „kinematisch“ (-> zeitabhängiges Verhalten -> z/w als Rz/Rw zu freien Rz, Rw als Entwicklung) dies „dynamisch“; (ähnlich bei der S-Betonung). Man kann sie mechanistisch trennen und sie wechselbezogen als vereint verstehen, beides dann auch begrifflich fassen.

    410Dass sich alles entwickelt, ist schon lange bekannt, aber wie das genau (als zwei unendliche Übergangs-Felder etc.) aus den „Antrieben“ (-> Sz,Sw) und den Richtungen (Rz, Rw) selbst erzeugt wird, und je von I/E und N/G begleitet wird, schildert die WP,

    411Die Anwendung der Erkenntnisfähigkeit und der Erkenntnis-Theorie auf die konkrete Physik des Kosmos verlangt wp Antworten, z.B. für ART, SRT, das Verhältnis von „Endlich/ Unendlich“, Zeit, Raum, Entwicklung, hier als Kosmogonie

    412Wenn man sagt, die Kosmogonie ist die kinematische Erweiterung der Kosmologie, dann vertiefen und verallgemeinern wird das; die Strukturen und ihr Entwicklung hängen von „z/w zu z-w“ an zusammen: Es gibt keine Struktur, die nicht sowohl enge, statische, gleichgewichtige Seiten hat und auch freie Kräfte, ins Unendliche gerichtete Relationen.

    413Dass die kosmogonischen Deutungen sehr vielfältig waren und schon früh mythisch gelöst wurden, hängt in letzter Konsequenz mit dem Unverstehen zusammen, was Zeit und Raum (Raumzeit (3Rz/3Rw) sei, und was die „Kraft“, der Kraftbegriff ist, sowie was jene „Ausdehnung“ (Sw/Rw-Dynamik) des Alls ist. Wobei auch die Rz-Dynamik (als Abbremsen bis zur endlichen Dynamik) wichtig ist.

    414Was ist die „Gravitationskonstante“ und/oder deren mögliche Zeitveränderung?

    415Die Entwicklung des Kosmos hat die gleichen grundphysikalischen Ursachen wie die der z/w-Strukturen im Kosmos, z.B. als die Sternentwicklung, aber auch die der Planeten etc.

    416Die Altersbestimmung, allgemein, Zeitnahme im Kosmos beruht auf Rw,Rw. Zum Beispiel von den w der „schwachen Wechselwirkung“ her (Uran-Zerfall, Kalium-Argon-Zerfall). So beruht die Energie-Dynamik auf „w“ als Entropie-Zunahme, als Energie-Verteilung im All (-> z.B. kosmische Nebelflucht als räumliche Rz/Rz/Rw.

    417Wie hängt die kosmische Entwicklung mit der des Lebens zusammen?

    418Die biologische Entwicklung erhält ihre Stellung unter anderem als Übergang von den Entwicklungen des Physikalischen (z.B. des Kosmos, der Erde) zum Biologischen. Dieser Übergang geht nur, wenn die physikalische Seite beibehalten wird, aber sich selbst verändert.

    419Die Begriffe und Methoden in der Biologie stützen sich auf die Physik sowie auf die aus beiden wechselwirkend neu erzeugten Vorstellungen und Begriffe der Sprachen und dem OG.

    420Ab Rz/Rw (z.B. Raumzeit) und einfacher natürlich z/w (z.B. Energie Quant, 3z/3w oder z.B. die Grundkräfte (Sw-Sw/ Rz) u.ä. oder Spin Rw/Rz oder Ladung (Rw-Rw) Rz, etc.), kommt es rasch zu sehr komplexen Relations-Gebilden. In der Biologie sind es schon vielfache Kombinationen von Relationen von Relationen. So dass es zwar Bauelemente auf jeder Subphase gibt (z.B. Moleküle, Aminosäuren, Eiweiße), aber stets weitere Beziehungen aus den jeweiligen Bauelementen gibt, welche die weitere Entwicklung sind und diese bewirken.

    421Lebendige Systeme haben einige „Eigenschaften“ und Voraussetzungen, welche von „z/w zu 2z + 2w“-Charakter sind. Sie sind in der vierdimensionalen Welt (Modell Rz-Rw zu 2Rz/2Rw) zu Hause; sie haben ein mehrfach verschiedenes Verhältnis zur Energie (Modell z-w zu 2z/2w), nämlich als ein thermodynamisches Gleichgewicht, d.h. nicht nur gleichgewichtig, sie sind auf Zufuhr freier Energie angewiesen (3z/3w-Vielfache).

    422Das absolute Energie-Niveau darf nicht zu groß sein, es ist tatsächlich absolut gesehen sehr niedrig (-> Molekül etc-Stabilität); es darf aber auch nicht zu kalt sein.

    423Bei hoher Energie, d.h. viel Sw, Rw (große Geschwindigkeiten, bzw. SRT-Erscheinungen) und bei hoher z-Anzahl, d.h. vielen Dimensionen, raus aus der 4-Dimensionalität, ergeben sich für „das Leben“ (z.B. der „Mensch“) ganz andere Grundverhältnisse, z.B. winzige Kleinheiten (-> Moleküle!, aber dann daraus keine Meso-), Makro-Erscheinung des Lebens, Menschen; (d.h.: einfache z/w-Strukturen).

    424Lebendige Systeme sind „offene“, im Fließgleichgewicht. Das ist eine Schilderung von „z/w zu z-w zu z/w zu etc.“ als Einheit, formal die „Offenheit“ als die unendlichen R und die S. Das Fließgleichgewicht schildert diese „Einheit“. Inhaltlich geht es um den Austausch, die Wechselwirkung mit der „Umwelt“ also von Materie und Energie.

    425Auch schon z/w kann statisch und nicht-statisch, dynamisch sein, erst recht jene „Einheit“.

    426Wir erweitern das um alle geistigen Phasen,d.h. Der Austausch nicht nur durch freie Rz, Rw, sondern auch durch Ii, Ei mit N,G-Methoden.

    427Formal geht es um z-w zu z/w zu z-w etc. und um „I -> N,G,E ->E“, also Rz = I, Rw=I, Sz=E. Sw=E und zu neu erzeugten „E“ = z/w.

    428Die Ontologie wird von uns als Entwicklung von Eo (S,R) bis E4 (im OG) vertieft.

    429Die Besonderheiten biologischer Gesetze werden letztlich an OG-Elementen und an z/w-z-w gemessen. Aber der alltägliche sprachliche Versuch, diese biologische Struktur und die Prozesse zu verstehen, kann nicht (nur) mechanistisch verstanden werden. Das drückt sich in „praktischer Philosophie“ so aus, dass das Biologische „übernatürlich“ (z.B. „vitalistisch“) erscheint, was richtig beurteilt ist, denn das Biologische ist „über“ der Physik, der Natur-Basis.

    430Wissenschaftlich und alltagssprachlich fragt man bei der Physik „wie?“, woher/ warum?“; was sich von S,R beantworten lässt; (meist aber die Mechanik einbezieht -> E-N-G).

    431Naturwissenschaft, wie die Biologie, muss den Entwicklungs-Aspekt breit ausarbeiten, naturhistorisch und evolutionistisch, und als Wissenschaft muss (und darf) sie Wert-Urteile abgeben; z.B. die biologische Selbst-Konstitution/ Selbst-Erhaltung als „I“ ebenso das „I“ als „Wert des Lebens“.

    432Duale Erklärungsweisen in der Biologie werden von uns dem Übergang „R/I“ u/o der Entwicklung insgesamt zugeordnet. Zum Beispiel bei funktionaler (R/I) vs. evolutionärer Entwicklung. Oder kausale Entwicklung (alle Methodik als Wechselwirkung) vs. systematisch-gesetzliche (spezielle Gesetze/ Methoden). Oder „mechanistisch“ (E-N-G) vs. organistisch (→ S/R/I/E/N(G); oder reduktionistisch (→ isolierte S,R,E,I) vs. kompositionistisch (maximale Relationierung der Grundgrößen) oder Cartesisch (mechanistisch) vs. Darwinistisch (Entwicklung) etc.

    433Diese Dualitäten werden von uns in einer allgemeinen Systematik vereint, hier mit den biologische Verinhaltlichungen (-> Übergang R-I, S/R-> E etc.)

    434Das Lebendige als z/w ist eine spezifisch entwickelte Existenzform (E3); jedes E, hier „E3“ hat die prinzipielle Tendenz zu „Vollendung“: z.B. auch konkret als „Tod“, bzw. Aussterben der Art.

    435Die biologische Evolution ist ein Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“; alle Abschnitte vor dem Biologischen und nach dem Biologischen wirken (in der allgemeinen Wechselwirkung aller Phasen) auch auf der biologischen Evolution.

    436Entsprechend der Einflussnahme (Ww) derart vieler nicht-biologischer Phasen (→ aus S,R bis OG) ist es klar, dass es viele Faktoren zur Entstehung, Veränderung, also zur Evolution geben wird.

    437In der Erklärung „durch Umwelteinflüsse, Naturkatastrophen, räumliche Isolation etc. werden – eher pauschal – die vielen anderen Phasen, Wissenschaften als Einflüsse angedeutet.

    438Jedes organische z/w hat eine Umwelt und innere Relationen von ebenso vieler Art wie die Umwelt.

    439Die heutigen Auffassungen kombinieren die älteren zu komplexen Evolutions-Theorien. So zum Beispiel als „Anpassung durch Gebrauch, Wille, Finalität oder durch Anpassung und Mutation, Selektion, Überproduktion, Isolation.

    440Faktoren der Evolution sind im einzelnen Mutation, Mutabilität, das zuerst mal als ein physikalischer Vorgang: Die Frage ist, ob es darin und daraus die allgemeine Entwicklung gibt („Evolution“ ist ein Teil der allgemeinen Entwicklung).

    441Wie hängt also die physikalisch fundierte Mutation/ Mutabilität mit der Evolution/ Entwicklung zusammen? Physikalisch gilt zunächst „z-w zu z/w zu z-w etc. das also ohne Entwicklung. Aber in den endlichen 4-dimensionalen z/w-Bereichen, (also die „normale“ raumzeitliche Situation), ballen sich „3z“: Diese 3Sz werden dadurch schwächer und zugleich wirkt die „3w“-Situation als Betonung der Trennung (-> Rw/N).

    442Die formale Geschwindigkeit der Entwicklung/ Evolution hängt von weiteren Zufällen ab, z.B.wie physikalische Gen-Veränderung, oder von der Individuenzahl einer Population

    443Zur speziellen Entwicklung, der Evolution gehört auch, dass es durch Mutation Spezialisierungen gibt, d.h. bessere Anpassungen an bestimmte Existenzbedingungen (negative z.B. Nahrungsmangel, Kälte, positive z.B. Freizeit -> Kultur u.ä. Entwicklung bei günstiger Umwelt).

    444Auch können Differenzierungen, Spezialisierungen (z.B durch räumliche Isolation) in Rassen, Arten auch zu positiven Entwicklungen führen; negative oft aus Mangel an Kombinationen von Erbfaktoren (zu wenig Auswahl).

    445Wie ist das Zusammenspiel, die Wechselwirkung der natürlichen Selektions-Mechanismen (Klima, Krankheiten, Triebwahl) zu den historischen, kulturellen, gesellschaftlich-politische (Konkurrenz, Feinde, Partnerwahl)? Letzteres unterliegt auch/ überwiegend(?) den historischen, kulturellen Ideologien/ Prozessen („Moden“)

    446Die Evolutionsfaktoren werden dann wie „Subphasen“ auf alle möglichen Ww-Arten relationiert, kombiniert z.B. mathematisch oder biologisch-sprachlich.

    447Die Umweltbedingungen sind heute sehr komplex, natürlich, meist gesellschaftlich.

    448Jene Gesetze der Evolution haben – wohl stets – einen Übergangs-Charakter, von der Biologie, letztlich von der Physik.

    449Entstehen neue „Organe, Baupläne“ (also neue Familien, Ordnungen, Klassen, etc.) formal durch Evolutions- Sprünge oder durch zielstrebige teleologische Kräfte?

    450Insbesondere die Evolution von Rassen, Variationen, Arten kann man auch durch gesellschaftliche und individuelle I-Entscheidungen steuern.

    451Der Mensch kann und will beides, z.B. Rw → als wissenschaftliches Abstrahieren und Individuierungen generieren; und zugleich als Rz-Bildung von z/w, Endlichkeit, Sprache, Kommunikation, Vergesellschaftungen herstellen.

    452Ist die Evolution von objektivem „Zwang“? Weil in ihr die „objektive E-Entwicklung“ herrscht (und daraus die fast ebenso objektive I-Entfaltung, also beides in Ww in I/E?).

    453Die meist physikalisch verursachten Gen-Änderungen, (Mutation), sind „unbestimmt“; das ist „z-w“ auch (-> als dreifache Unendlichkeit, z, w, Rw-Trennung und zugleich jeweils als „Nichts“/“N“ als Kern von Unbestimmtheit etc.).

    454Der „zwangsläufige“ Vorgang des „lückenlosen kausalen“ Geschehens in der /als die Evolution wird stets von dem gesellschaftlichen-individuellen Bewusstsein beurteilt.

    455So ist der naive Gegensatz „Zufall oder Nicht-Zufall“ zu beheben. Die begriffliche Unterscheidung (N-G) von gesellschaftlichen Zielen und Strukturen kann das in der Natur nie „zufällige“, aber stets stochastisch zu fassende Geschehen, auch in diesen Gegensatz gepresst werden.

    456Zur Entwicklung/Evolution im z/w-Großbereich gehören die trennbaren Subphasen (auch z/w) in ihrer jeweiligen Entwicklung. Zum Beispiel Stammverzweigungen, Formenaufspaltung, Spezialisierung durch Ww und durch Relationen zur jeweiligen Umwelt. Das als Fähigkeit des „Lebens“, der Biologie und der Physik.

    457Die „weltanschaulichen“ Einwände vs. Evolutionstheorie sind einer Alltags-Oberfläche zu verdanken; wobei jedoch auch die allgemeine Alltagserfahrung zeigt, dass „sich alles entwickelt“.

    458Die Voraussagekraft der Evolutions-Theorien ist beschränkt. Weil die Ursache für Mutation und Selektion in physikalisch freien Rw, Rz, z,w, Sw, Sz und in ebenso unendlich freien kulturellen Ik liegen; meist in den „Zufällen“ der gesamten Natur, welche nicht nur auf Quantenzufälliges zu reduz ist, sondern „sekundär“ auf die „Einheit aller unendlichen Relationen“.

    459Die alltagssprachlichen Beurteilungen sind theoretisch reduziert, z.B dabei auch räumliche Vorstellungen. So dass nur die Umgebung mit Einseitigkeiten in der Selektion wirkt (Lyssenko); oder dass nur die Gene, als physik-biologisch, wirken. So auch die Präformationstheorie, wo der „innere Plan“, dessen „Potenzen“ die Genwirkungen sind (z.B. Leibniz); oder auch traditionell, dass Gott, platonische Ideen das evolutionäre Geschehen bestimmen; also als begriffliche Erfassung der Biologie; was eine Überbetonung von OG ist.

    460Hat der Mensch eine Vorzugsstellung in der Evolution? Das muss „sachlich“ entschieden werden. Die bisherigen Ablehnungen und Zustimmungen müssen fundiert werden. Dabei geht es uns darum die Vollendungen in der allgemeinen Entwicklung anzuführen und die Höhepunkte/Vollendungen der Relationalität sowie die maximal freie Entfaltung der I-Seite: also E,N/G, I.

    461Die Biologie (sogar die Alltagserfahrungen) liefert in ausreichender Maße Beweise zur systematischen Evolutionstheorie im Sinne unserer Wissenschafts-Philosophie.

    462Das sind die „allgemeinen Entwicklungen“ aus den physikalischen Prozessen, aus deren Basis S/R, welche die Entwicklung selbst erzeugt. Und die Veränderungen dabei, im Großen (von der „Physik“ zur „Biologie“) und im Detail innerhalb der Biologie.

    463Warum ist eine „Prognose“ nur sehr allgemein möglich?; die traditionell teleologische Annahme der Evolution/ Entwicklung allgemein liegt zwischen echter, konkreter Prognose und deren Negation. Der Entwicklung liegt w (Sw/Rw) und Rz zugrunde, welche zwar „Zukunft“ extrem allgemein „vorhersagen“ lässt – und sogar eine Zielsetzung dieser fundamentalen Art ist. Aber was dann „endlich“ wird ist von Rz/Rw (u.a.) bestimmt.

    464Die Biochemie ist der Übergang von den relativ wenigen und einfachen physikalischen Relationen zu den fast unbegrenzt komplex-relationierten Vielheiten des Endlichen, des Lebendigen.

    465Man weiß, dass sowohl die morphologischen Merkmale wie die „Verhaltensweisen“ der Tiere, Menschen in gleicher systematischer Weise genetischen Regeln und deren Entwicklungen unterliegen. Das verallgemeinern wir: Die phylogenetische Entwicklung der organischen Strukturen (und Prozesse) ist (innerhalb der allgemeinen Entwicklung) eine Teil-Entwicklung, die aber im Naturzusammenhang bleibt (z.B. verschiedene Tier-Rassen/ -Arten). Die andere Teil-Entwicklung ist die von der natürlichen Seite (-> S/R) hin zur geistigen, hier des „Verhaltens“ und der Entwicklung innerhalb des Verhaltens.

    466Wie hängen also beide zusammen? Dabei darf man nicht traditionell denken: Das Eigentliche seien die morphologischen und physiologischen „Strukturen“ und das „Verhalten“ sei abgeleitet und daher eher unwichtig, unwissenschaftlich.

    467In den Ww (Wechselwirkungen) zwischen der physischen Seite des Lebewesens und der (physischen) Umwelt treten z zu z, w vs. w, z/w in jeder Variation (auch nur „S“, nur „R“) auf. Von daher ist diese Ww eben Entwicklung/ Evolution beider (vor allem der biologischen Entität), sowie Nahrung etc.

    468Beeinflusst das „Verhalten“ diese Wirkung der Ww? Das „Verhalten“ einer biologischen Entität ist eine Folge der allgemeinen Entwicklung von S,R zum OG, deshalb ist die Ww mit der Umwelt da; auf Umwegen, aber sehr schwach.

    469Es ist dieses Zusammenspiel von morphologischen, physiologischen und psychologischen (Verhalten), ein Beispiel, bei dem letztlich alle Sub-Phasen an der allgemeinen Entwicklung, in Ww beteiligt sind, hier in der Evolution.

    470Die allgemeine Entwicklung geht vom Überwiegen der z, Sz, Rz aus (z.B. Bindung an die Gene; Instinkte überwiegen) zu Rw-überwiegen. Dabei wirken jedoch die w, Sw, Rw mit (Trennung, Freiheiten; daher Flexibilitäten, variables, lernendes Verhalten.

    471Dazu vom OG her die sprachlichen Erfassungen: Als I/E eng und Ii-Freiheit sowie „I-E zu I/E“.

    472Warum gibt es den Instinkt, die genetische Determination in der Anpassungs- und Lernfähigkeit derart, dass beide sich unterscheiden und zugleich dasselbe erreichen?

    473Der Unterschied zwischen angeborenen und erlernten Bestandteilen des Verhaltens wird z.T. aufgehoben, abgeschwächt. Dadurch dass die genetisch bedingten Prozesse eine große Vielfalt haben und zusätzlich deren „sekundäre“ Ww kaum zu kontrollieren sind.

    474Der Übergang von angeborenem Auslösemechanismus zum andressierten Wiedererkennen beim Tier ist ein Ü-Feld, bei dem es statistische Abweichungen vom Genetischen gibt, je höher entwickelt die Tierart ist. Auch beim Menschen lässt sich das in kleinen Resten noch nachweisen.

    475Die angeborenen Strukturen, wechselwirkend mit den in der Entwicklung erworbenen, erzeugen die höheren Bewusstseinsleistungen.

    476So ist die „Wahrnehmung“, die „Gedächtnisleistung“ als Betonung des Überganges von Rz zum G zu verstehen; das Abstraktions-Vermögen betont Rw und N; das „Selbstbewusstsein/ Ich-Gefühl“ lässt alle acht Grundgrößen in einer Einheit relationieren; das „Wahlvermögen“: Ii zu G etc. Ähnlich ist es für Einsicht, Voraussicht, Vorstellung, Wahlvermögen, Kommunikation.

    477Haben andere Lebewesen diese (vielfältigen und differenzierenden) Bewusstseinsprozesse?

    478„Fähigkeiten“ wie z.B. logisches Schließen, Arbeitsabläufe planen und durchführen, Gedächtnisleistung, Wahrnehmungen, Wiedererkennen etc. hat jeder „Computer“, weil das auf „E-N-G“ aufbaut. Sobald aber die Erzeugung neuer E und die Zielfunktions-Erzeugung gefragt sind, wenden subjektive Fähigkeiten gebraucht; neu ist dabei der Entwicklungsübergang von den R-Aspekten zu den „I“.

    479Die Verbindung zwischen Computer, menschlicher Morphologie, Physiologie und solchen Fähigkeiten wie Wille, Gedächtnis, Logisches Denken,

    480Von S/R, z, w, z/w her ist jede „Funktion“ (hier „R“ als dynamisch wirkende zielgerichtete) an die Strukturen (S-Aspekte) gebunden.

    481Das Verstehen/ Einfühlen von fremdem Bewusstsein ist deshalb nicht leicht, weil sowohl dieses „Einfühlen“ wie das einfühlende Subjekt und der (fremde) Partner, (eventuell ein Tier) prinzipiell eine Reihe von Freiheitsgraden hat, die nicht systematisch fixierbar, identifizierbar, gleichsetzbar sind.

    482Evolution und Relation (-> z/w): Die „Umwelt“ sind die vielen Phasen, welche die Konkretisierung möglicher Varianten von „S/R zu S/R zu etc.“ sind. Eine Spitzen-Kombination dabei ist das Subjekt, das ebenfalls alle diese Phasen in Ww enthält.

    483Eine Anzahl der Sinnesorgane und ihrer molekularen Funktion (Zunge, Nase, etc. mit Geschmacks-/ Geruchs-Sinn) sind Sub-Phasen, welche auch wechselwirken (wie alle Phasen). Aber dabei steht die Ww im Vordergrund, was als ein Verschmelzen von diesen Empfindungen von Menschen bemerkt wird.

    484Zwei Haupt-Varianten von z/w ist die 4-dimensionale Raumzeit und „der Mensch“ (wie andere höhere Lebewesen auch).

    485Zur Subjekt-Fähigkeit gehört, dass die einzelnen Funktionen, z.B. Wahrnehmung, Empfindungen oder Bewusstsein, Willensfunktion, sowohl getrennt (Rw) als auch verbunden (Rz) sein können; als es auch aus beider Ww („Rz/Rw“) Metafunktionen geben kann.

    486Das Gedächtnis ist ein Produkt der „allgemeinen Entwicklung“, als die Zunahme der z und w aus der „Unendlichkeit“ „z-w“, hin zu komplexen „z/w“. So in der biologischen Konkretisierung. Es sind „Kreiskonstruktionen“ „z-w“ zu „z/w“ zu „z-w“ zu etc., die in sich die elektromagnetischen Relationen (in Moleküle, bzw. als „Rz/Rw zu Sz/Sw“) ständig wiederholen; zum Beispiel „Infos speichernd“.

    487Eventuell kann man den I, E die qualitativen Gedächtnis-Inhalte zuschreiben und den N,G die quantitativen.

    488Dabei wird diese „Einsicht“ gerne betont, es ist das Erfassen von „logischen“ und „kausalen“ Zusammenhängen. Das sind einfachste Relationen von OG-Elementen, N-G-E, von Rz-Varianten her, auch in der methodologischen Mischkategorie „Kausalität“; daher diese objektive (und intuitive) Wichtigkeit.

    489Die einfachen Einsichten, z.B. Werkzeuggebrauch (-> Affentätigkeit) sind grundlegende Aspekte, hier „Verbindungen“ herzustellen (-> G, Rz). Auch „Umwegleistungen“, die ja direkt den Weg G, Rz einfach relativieren -> N. sind mit der empirischen Anschauung (G) eng verwandt. Auf die Anschauung (G->E) bauen „Vorstellungen“ auf (gemerkte ->Gedächtnisleistung -> G) als G-Verbindungen virtueller Art. Und sie werden mit „I“ verbunden, zu Trieben und zu Urteilen als I/E. Solche einfachen und isolierten Relationen sind noch keine „Sprache“ (auch noch keine Logik); sie sind vorsprachlich, vorbegrifflich, aber schon abstrakt.

    490Dass schon einfache Tiere (Vögel) „Anzahlen“ simultan und seriell als „Zählen“ beherrschen, begründen wir mit den zwei einfachen abstrakten Bewusstseinsvorgängen: N als Trennung, Unterscheidung der Dinge und G und N/G als Ähnliches, E-Existenzen.

    491Die „Rw-Rz/Rw-Rz“ stehen in dem Übergangs-Feld der Entfaltung hin zu Ii-Ii-Ik,g in einen stufenweisen Verhältnis, so dass es zusammen mit der begleitenden „Rz/Rw zu E“ und „Rz zu G“, „Rw zu N“ als Entwicklungen zu Abstufungen von/ im tierischen Kommunizieren, hin zum menschlichen, kommt.

    492Von Rz,Rw (->Biologie) wird OG festgelegt. Beides mal gibt es grundlegend Gemeinsames. Das ist die „Anlage“ zum Sprechen (Hirnfunktion), und die menschlichen Sprachen selbst sind Varianten der Relationen der OG-Elemente

    493Selbstverständlich sind die biologischen Entwicklungen von den Insekten o.ä. zu diesen menschlichen Fähigkeiten (Denken, Sprache) kein einfacher Zusammenhang

    494Die Mathematik, die Logik (-> Rw, Rz, N-G-E) und vor allem die Alltagssprachen (OG) stützen sich alle auf einfache Elemente, sowie auf Relationen, durch Rz, G, Rw, N bewirkt; (auf die unendliche Meta-Ebene von N,G im OG; d.h. OG und die Behandlung von OG gehen ineinander über).

    495In der Evolution unterscheiden sich die Zusammensetzungen der Nukleinsäuren umso mehr je weiter die Tierarten stammesgeschichtlich von einander entfernt sind.

    496Sie steuern (-> Rz-,Rw-Netze) auf unterster Ebene die E-Strukturen, welche ihrerseits auf nächst höherer Ebene etc. den Organismus steuern; stets mit dem Ziel, der Selbst/ Erhaltung aller Funktion auf der nächst höheren Ebene, also Erhaltung durch Funktion der Prozesses und Strukturen.

    497Philosophisch zusammenfassend gilt, in der ontogenetischen Entwicklung jedes Tieres (auch des Menschen) nimmt die Rw-Trennung zu, als die Erweiterung zu mehr Freiheiten. Das gilt auch für die Stufen der Evolution. Neue Strukturen, Prozesse und neue, höhere Arten werden durch diese Rw-Betonung beschreibbar.

    498Da es viele tierische Eigenarten gibt, die denen des Menschen überlegen sind, kann man nicht von einer einfachen Hierarchie sprechen.

    499Das Denken trennt (Rw) die Konstituenten deutlicher, („I“ vs. Erfolg/E vs. Methode).

    500Die „Arbeit“ als Rw-Trennung, aber auch als Rz-Bezüge sind beliebig einsetzbar, als Bildung von Metaebenen/ Meta-Entscheidung dazu. Die Rw-Freiheit erlaubt beliebige I-Bildung.

    501Die Trennung der Ebenen, z.B. erst die I-Bildung, unabhängig von Mitteln (E`), Methoden (N/Rw,G/Rz), Erfolg(E).

    502Die Vergesellschaftung findet man auch bei Tieren, aber die typisch menschliche Vergesellschaftung us gleichberechtigten Ii, die aber dennoch freiwillig zusätzliche Ii, Ik,g,w bilden, kann man bei Tieren nicht unterscheiden von ihren I-Trieben und auch nicht als (menschliche) Abwägung der Vorteile -> in/aus I/E-Ww.

    503Der Mensch denkt (nicht nur) maximal abstrakt. Das kann man bei Tieren deshalb auch annehmen, weil das Abstrakte (die OG-Element E,I,N,G) auch zugleich die „einfachsten“ Denk-Produkte sind, die als Basis dienen, daher auch bei Tieren ansatzweise vorhanden sein müssen.

    504Der Mensch hat Sprache, mit ihrer Grammatik, das Tier nicht. Der Mensch ist definierbar als jener, der I/E und N/G praktiziert, vereint (Sprache, Satz) und trennen kann etc. Das kann das Tier nur z.T. und nicht als „System“, theoretisch oder konkreter Art.

    505Der homo ludens ist eine komplexe Angelegenheit. Die Abtrennungen (Rw), Befreiungen von den (tierischen) Gebundenheiten an „Arbeit, Konsum“ sind im Spiel keineswegs abgeschafft -> Regeln/ Normen, Vergesellschaftung, Leistung,, Konkurrenz u.ä. sind alle da, wie im wichtigen Leben. Aber die Differenzen sind auch da, z.B. weiß jeder Spieler, er ist letztlich frei etc. zu spielen.

    506Die durch die Ei- und Ii-Freiheiten und die Rw-Trennungen mögliche Errichtung von beliebigen Metaebenen, z.B. als „Symbolismen“, sind für Menschen typisch, weil Rw (Trennung) auch hier „entwickelnd“ wirkt (vs. Tier).

    507Der „Unterschied“ Tier-Mensch ist besser als Übergang mit Rz,Rw zu analysieren.

    508Die Anthropologie, die von der Physiologie zur Psychologie vermittelt, ist ein konkreter Übergang zwischen Natur und Geist; wie sieht das im Einzelnen aus?

    509In der „Evolutions-Vorstellung“ sagt man, der Mensch kann sich in der Raumzeit „bewegen“, Richtungen, Entfernungen, Lagebeziehung erfassen, fremde und eigene Bewegungen, Körperlichkeit u.ä. in seiner „Vorstellung“ phantasiert, vorwegnehmen, weil er sich in dieser 4-dim Raumzeit phylogenetisch und ontogenetisch angepasst hat.

    510„Handlung“ besteht aus I->N,G und E` -> E-etc. (vom QM-Modell her). Das Denk-Handeln (-> Sprache), das Arbeiten (z.B. Herstellung von PM, Geräten, E) sind Beispiele

    511Es geht also um die E und die „E-Entwicklung zur I-Entfaltung“ daraus. Diese sind objektive und abgeschwächte. Von daher gilt dies beides (objektiv/relativ objektiv) in allen folgenden Phasen. So in der anthropologischen. Entwicklung des Menschen. Der Mensch als E entwickelt sich aus dieser (physikalisch-biologischen) Basis. Und zwar in Ww mit der Umwelt, also mit deren Veränderung. E-Entwicklung.

    512Die Entwicklung des Gehirns ist ein konkreter Ausgangspunkt der sich nun ontogenetisch entwickelt.

    513Das hat mehrere Folgen: Die Zurückdrängung von Rz-Wirkungen, die sich hier z.B. darin zeigen, dass beim Tier sichere (Rz-> enge), aber „kurzschlüssige“ Rz/Rw-Muster im Verhalten, im Denken nun öffnen, „frei“ in vieler Hinsicht werden, auch „Fehler“/ Irrtümer zulassend. Das Rw bewirkt vor allem, dass „Zukunft“ virtuell vorweg genommen werden kann.

    514Die „objektive Entwicklung“ wird von Rw ausgeführt; die Zunahme von Hirn-Strukturen, Hirnfunktionen wird durch freie Rw als freie Elektronen bewirkt.

    515Die Evolution als Instinktreduktion und dadurch die Freiheit des Handelns ist ein Abschnitt in der allgemeinen Entwicklung., die „von unten“ als zunehmendes Überwiegen der w, also Sw, und dann von Rw über z,Sz,Rz hinaus zu verstehen ist; warum: Die quantitative Zunahme von z,w (aus „z-w“) ist ein Grundkonzept der allgemeinen Entwicklung. Aber das hat auch unsymmetrische. Folgen, denn „z/w“ ist meist ein z-Überwiegen, nimmt aber Sz/z/Rz an Anziehungskraft ab, je weiter der Entwicklungs-.Prozess geht, dann wird Rw bestimmend.

    516Die Verdrängung der Rz in Rz/Rw durch Rw konkretisiert sich z.B. darin, dass erblich fixierte, starre Verhaltensweisen von individuell freieren Reaktionen überformt werden. Als „Anpassungsdynamik, freies Wollen, Fantasien, im Denken, Planen, symbolisch, kritisch, negierend.

    517Wir reduzieren die typischen Ww aller jener spezifischen Eigenschaften und deren kontinuierliche Entwicklung formal auf das Rw-Übergewicht und auf die daraus sich entwickelnde N-Funktion, (daneben auch entsprechend Rz und Rz/w und OG).

    518Durch jene Rw-Trennungen, die auch als N erscheinen, z.B als Verselbständigung der I-Seite (-> Ethik) und der Trennung und „Unterscheidungen“ der Einzel-Phasen.

    519Die quantitativen und qualitativen Abstufungen zwischen Mensch und Tier (biologisch, anthropologisch): Richtiger ist, dass die „allgemeine Entwicklung“ stets die Einheit und die Differenzen zwischen der Qualität (S/R bis I/E) und der Quantität (Rz,Rw N,G) sowie die Einheit und und Differenz zwischen allen Entwicklungsstufen (hier Tier zu Mensch) systematisch einordnen; konkret je nach Einzelentität, Einzelprozess, Einzelereignis.

    520Ob (z.B das Auftreten der Sprache) Entwicklungen sprunghaft gehen, oder unendlich dicht ablaufen, ist in der Sache: Die Einheit z-w „zu“ z/w, also beides, unendliche Dichte (im w-w, z-z und „z/w-eng“), im Bezug zu Sprüngen -> „zu“ und auch von daher in z/w).

    521Der Ausweg ist der „Dialektische Materialismus“, welcher postuliert, dass quantitative Veränderungen bei genügender Anhäufung zu qualitativen Sprüngen führen. Intuitiv, psychologisch kann man dem zustimmen. Aber selbst in der marxistisch-engelsschen Theorie gibt es nur Erfahrungs-Beispiele, keine theoretische Begründung

    522Man darf nun nicht vergessen, „neue Systemeigenschaften“ (und die zugehörigen Übergänge) sind von Sprache, Subjektphase, OG ebenso bestimmt wie durch S, R, z, w. In der Physik sind das beispielsweise die G,E (empirische Methodik) und dann mechanistisch-idealistische Begriffe (auch solche im emotional-rationalen Übergang) sowie die Konstitution physikalischer Eigenschaft aus S, R.

    523Der Ausgangspunkt „viele Rz-Rw zu Rz/Rw“ wird in der Physik fortgesetzt, z.B. als Elektron und Proton (= Rz-Rz/ Rw-Rw (genauer Rz/Rw-RW) und Rz-Rz/Rw etc.beides zusammen als „Atom“.

    524In der „Chemie“ wird das als „Natur“ durch unterschiedliche Rz-, Rw-Außen-Relationen der Moleküle interpretierbar. Hier ist „die neue Qualität“ also eine Relation „natürlicher“ Rz und Rw zu einem subjektiven und biologischen Geschehen.

    525Analog z.B. „viele Ii (gleiche), aber ein neues Ik ist nur in Relation zu anderen Ik und Ig“.

    526Es geht um das traditionelle Problem „Teile vs. System“: Neue Qualitäten ist da ein formales, das durch empirische Beobachtung gut belegt ist, z.B Physik -> Chemie -> Biologie/ Leben ->Psyche.

    527Ist in der Natur S.R (Sz,Rz,Sw,Rw) dieser Teil-Aspekt, und deren Relationen bilden das Ganze (das System), stufenweise über alle Zwischen-Relationen, so sind in der Mathematik/Geometrie Rz, Rw (und N,G,E) die Teile und die „Mathematik“ ist das ganze System; (z.B. sind geometrische Figuren als „Zwischen-Ganzes“ aus „Rw zu Rz“ aufgebaut (so die„Ebene“), aber eben auch von E und G,N her verstehbar.

    528Ähnlich ist es beim „Emotionalen“ als Übergang vom Biologischen zum Rationalen -> biologische R-Triebe, aber E als der Erfolg dieser Ziel-Erreichung.

    529Entwicklung, hier als Evolution. enthält Rz, Rw als Rz vs. Rw und Rz/Rw, deshalb kann man begrifflich (= Sprache und OG) beides beschreiben: als „Entwicklungssprünge“ und auch als „unendlich dichte Prozesse“ (je nach atomarer etc. Konkretisierung).

    530S, R (dito OG) haben die gleiche Eigenschaft, hier die der Erzeugung von Endlichkeit durch R-, Rw-Einsatz.

    531Die wichtige Frage, wie aus den in „z-w“ freien z, w jede beliebige Anzahl von z und w wird; und dadurch erst die Entwicklung vom Unendlichen zum Endlichen möglich wird, kann durch ein tieferes Verstehen für „Unendlichkeiten“ zustande kommen; zum Beispiel durch die Analyse der „Natürlichen Zahlen“.

    532Die wird als Ww zwischen z-w zu z/w zu z-w -> etc. vom z/w-Erfordernis bestimmt.

    533Die „allgemeine Entwicklung“ kann auch so dargestellt werden, dass den Molekülen, Atomen, den elementaren Strukturen und Funktionen „protopsychische“ Eigenschaften zukommen. Das decken wir formal mit der „Ww aller Phasen“ ab. Aber inhaltlich gilt es, jene Eigenschaften aus einem weiten und systematischen Zusammenhang zu klären: Das geht nur über die S,R-Entwicklung und die S/R/OG-Einheit.

    534Die Objektivität der Existenz der „allgemeinen Entwicklung“ wird dadurch belegbar, dass es Entwicklungen (evolutionäre, revolutionäre) in allen Realphasen gibt, im Kosmos, in physikalischen Gebilden (z.B. Entropie), in der Biologie (so in menschlicher Ontogenese), in allen historisch-gesellschaftlichen Einzelphasen.

    535Wie unterscheiden sich die Entwicklungen im Physikalischen, Biologischen, Kulturellen, Psychologischen und wie hängen sie zusammen? Keine dieser Entwicklungs-Stufen ist nur isoliert von den anderen; auch wenn die Ww subjektiver Reflexion mit der Ersten Physik relativ „schwach“ ist.

    536Die Entwicklung steckt schon in der 1. Physik (S,R, QM-Ordnung), aber auch in allen folgenden Phasen, (z.B. als „I-E-N-G“ (= z-w), es wird I/N/G/E (= z/w) also die andere Phase →als Entwicklung.

    537Der „Beginn“ der Entwicklung als Erweiterung der „Quanten-Mechanik“, indem aus „z-w“ beliebig viele z u/o w zu endlichen Phasen eng/weit relationieren,

    538Die neuen OG-Elemente und ihre Relationen bilden die Sprachen, das Denken und das freie Handeln, welches den Menschen zu freien Zielen (sowie freien E -> PM, Wissen) führen, so dass er z.B. Krankheiten erkennt und heilt.

    539Die natürliche Fortpflanzungsrate ist Ergebnis der allgemeinen Ww aller relevanten Phasen, hier der natürlichen Umwelt, der Nahrung u.ä.

    540Der Mensch bildet freie, fantasierte Ii/Ei, hier z.B. die Beeinflussung des Erbgutes; wohin, wo ist die Grenze? Aus der heutigen Sicht kann man das systematisch so beantworten, den E-Entwicklungen sind „keine Grenzen“ gesetzt, bzw. jedes entwickelte E vollendet sich, wird also „begrenzt“. Aber die I-Seite ist prinzipiell eine unendliche.

    541In der natürlichen Entwicklung war es die Umwelt, die (durch Auslese) letztlich die Genetik des Tieres bestimmte. Das hat sich als „Mensch“ umgekehrt, die heutige menschliche Gen-Ausstattung erlaubt es, die Umwelt zu gestalten.

    542Alle diese einzelnen entwickelten Strukturen und Prozesse sind formal solche der Gewinnung von Freiheiten, welche die Individuen, Kollektive für alle Phasen betreffen; (als frei von und frei zu).

    543Neues erzeugen, Lernen, Belehrung, Altes bewahren, was alles und alle einbeziehen kann und das fortwährend beschleunigend, sind typische und wirksame, wichtige Beispiele der „Entwicklung“, welche notwendig (evtl. hinreichen) auf der Gewinnung der genannten konkreten Freiheitsgrade aufbaut.

    544Historische Fortschritte (in „Kultur“ u.ä.) sind solche in allen E-Bereichen und daher auch als I-Entfaltung. Das zum Beispiel auf die biologisch-emotionale Seite des Menschen wirkend und prägend; z.B. in seiner Arbeit, im gesellschaftlichen Leben.

    545Die historische Entwicklung lässt die dazu notwendigen subjektiven, kulturellen Entscheidungen (Ii, Ik), konkret zum Beispiel bei der Partnerwahl, als notwendige Begleiterscheinung der allgemeinen Entwicklung immer mehr in den Vordergrund treten.

    546Wenn man sagt, die „Gesetze“ der allg. Entw.. (z.B.in der Evolution) wirken auf die morphologische, physiologische Struktur und auf die Verhaltensfunktionen der Organe, ihre Leistungsmerkmale, so bleibt aber unklar, wie daraus die psychischen, kognitiven, emotionalen, sozialen, kulturellen Erscheinungen zu erklären sind.

    547Alle biologischen Strukturen („Organe“) werden von uns aus Atomen, Molekülen, Zellbestandteilen etc. in einer Entwicklungs-Hierarchie aus S,R erklärt; im QM-Modell als jene unbegrenzte Vermehrung aus z-w zu der abwechselnden Sz- zu Sw-Abschwächung/Stärkung; zusammen mit „Rz zu Rw zu Rz-Richtungsablösungen“. Das kann man als Strukturen (Morphologie), Prozesse (Physiologie) und allgemein als „Funktionen“, „Leistungen“ umschreiben – wenn man „von oben“ (OG „Subjektivität“, Sprachen) her die Ww, die Verbundenheit der Phasen berücksichtigt.

    548Kurz, dass die Funktionen des Gehirns mit dem Denken und dem Bewusstsein – und auch der gesamten Umwelt (-> z/w) zusammenhängen, ist bekannt. Wir systematisieren diesen Zusammenhang als Entwicklung (->QM-Modell) von S/R bis OG, über alle „z/w“-Phasen.

    549Das alte Leib-Seele-Problem wird von uns als spezifischer Übergang in der „allgemeinen Entwicklung“ gesehen, vom Physiologischen zum Psychologischen.

    550Eine spezielle Variante der „allgemeinen Entwicklung“, nämlich die Ontogenese (Tier, Mensch) besteht darin, dass die Zellen u.ä. sich vermehren.

    551Das menschliche Subjekt ist in der allgemeinen Entwicklung der Höhepunkt aller Relationenbildung – und daher äußerst „dynamisch“ in dem Sinne, dass sein aktiven Relationen zu allem Anderen (Umwelt, und zu sich selbst) maximal entwickelt sind.

    552Ein Hauptproblem besteht darin, dass die Hirnstruktur und Hirnfunktion von Natur-/Stoffen (z.B. Medikamenten, Drogen derart relationiert/ beeinflusst werden, dass die „Emotionen“ und das „Denken“ beeinflusst werden.

    553Der menschliche Körper muss „in sich“ jene „Arbeitsteilung“ der Umwelt haben, je nach – relevanten – äußeren physikalischen etc. Strukturen, Funktionen, z.B. „Energie“, „Entropiezunahme“, „Raumzeit“.

    554Bisher kann man „empirische“ elektrische Reizung (der Neuronen und Nerven) mit mentalen Prozessen (Farben, Ton, Erinnerung, Halluzination, Aggression, Emotion, Sprache) verbinden. Aber der Übergang vom Elektromagnetismus zu den „Farben“ etc“ und zum OG war unklar.

    555Die unterschiedlichen Frequenzen der Gehirnzellen („EEG“) (α,β,γ,δ) sind von außen messbare, Eigenschaften der umfassenden Wirkung der QED, welche überall in endlichen Relationen natürlicher Art auftreten. So im Gehirn mit der Erzeugung (Übergang) der Emotionalität (z.B. Un/Lust, Angst, Spannung), körperliches Handeln (z.B. Schlaf, u.ä.) und anderen „Zuständen“ (Krankheit), sowie auch bei der Denk-Arbeit.

    556Wie lassen sich Hirnfunktion/-struktur und (z.B.) „Gestaltwahrnehmung“ kompatibel machen und erkennen?

    557Dabei steht der Entwicklungs-Übergang von den elektrophysiologischen Phänomenen der Wahrnehmung (dito der Gerüche, Farben, Laute) im Fokus.

    558Zur „Erklärung“ wie „Gestalten“ „erkannt“ werden, muss man die aus den QED-Feld stammenden Rw, Rw-Rw, Rz/Rz, R/z/R/w und alle Relationen daraus erkennen und auch wie diese sich im Hirn entwickeln.

    559Zum Beispiel die Gestalt eines „Lichtbalkens“: Es gibt dafür einige Varianten (die wohl zusammenspielen/ relationieren); z.B. Rw-Rw, Rw-Rw/Rz (Rw als „Weite“, Dimension als Rz, Begrenzungen (Rz), Helligkeit (Sw-Sw).

    560Die dabei wirkenden z,w differenzieren sich (qua QM-Möglichkeiten) in zeitlich lange (Rw-Rw) Sw-Impulse („Lichtbalken“ oder Strahlen), (Sz-Impulse als „Dunkel-Stellen“); oder z.B. Rw/Rz (als „Punkte“, „Winkel“ oder Kurven, als Bewegung, Rw-, Rz-(Richtungen etc.

    561Wie kann man nun diese „einfachen“ Figuren in der Wahrnehmung (Strahl, Ebene, Punkt) erweitern (zu allen „Kurven“, Farben, Bewegungen)?

    562Beispielsweise das Gedächtnis: Wir führen es zurück auf das Übergangs-Feld „Rz-zu G“ als Einheit, so dass dieser Übergang in fast allen komplexen Relationen in den Hirnstrukturen/-prozessen vorkommen kann. Was sich darin zeigt, dass die Gedächtnisleistungen nicht an ein einzelnes Hirnzentrum/Hirnbereich gebunden ist.

    563Die Trennung in die zwei Grundlagen für die „Gedächtnis-Leistung“, in chemischer Bildung von Molekülen und elektro-chemischen Kreisläufen ist eher sekundär, denn es geht beides mal um „QM“ als Elektro-Felder „zu“ Elektro-Strukturen.

    564Können Computer denken, Intelligenzleistungen simulieren, gibt es eine funktionelle oder strukturelle Isomorphie von Maschine und Organ?

    565Die Unterscheidung von physiologischen Gehirn/bereichszuständen, Strukturen und Prozessen und den psychologischen Prozessen des Bewusstseins betrifft Phasen in der allgemeinen Entwicklung, die es formal (->QM) mit den Trennungen und Kohäsionen und beider Relationierung gibt; es geht also um „Identitäten“ zu voneinander trennbaren unendlichen Mannigfaltigkeiten in struktureller Vielfalt sowie um deren mehr oder weniger umfassende Kombinationen.

    566Eine formale Einteilung der Nervenvorgänge folgt den beiden „vorgegebenen“ Dualitäten: Maximal einfache -> Rw-getrennte (S-R, z-w und I-G-N-E) vs. maximal relationierte (-> Rz): Also „z/w“-Bereiche, die auch noch I/N/G/E relationierend aufnehmen.

    567Die alte Frage, ob es „angeborene Ideen“ gibt, kann in zwei Schritten behandelt werden: Was sind diese „angeborenen Ideen“ im einzelnen? Wir: E-Konkretisierungen und G-Methodik und N („Begriffe, Vorstellungen, positives Wissen, Wahrheiten, logische Festlegungen, Axiome, sinnliche Anschauung, abstrakte Ideen, Gestalt, Raumzeit“).

    568Die anderen „angeborenen Ideen“ sind die I-Betonungen (Vor-/Urteile, moralische/ethische).

    569„I/E“ oder schon „I/N/G/E“ („Instinkte, Emotionen, Erlebnis) (Handlung, Verhalten, Kausalität, Praxis) relationieren (3.QM-Option) die beiden „Einfacheren“.

    570Diese Unklarheiten (z.B. ob und was „angeboren“ ist und die Relation „Angeboren zu Erworben“ müssen aus der Physik-Entwicklung und der Biologie-Entwicklung im beide umfassenden Großbereich (z/w) von der Subjektivität und vom OG geklärt werden.

    571Es genügt der wiss.-philos. Erkenntnis nicht, die „Instinkte“ u.ä. als ererbte, angeborene artspezifische Handlungsschemata, Verhaltensmuster als empirische Wahrnehmung und beschreibbar zu haben.

    572Ererbt werden alle emotionalen, rationalen Voraussetzungen beim Individuum. Aber einzelne „Handlungen“, (z.B. ethische, soziale, ästhetische), aus dem Ganzen „physikalisch-biologisch zu emotional-gesellschaftlichen, rationalen“ Einheitszusammenhang zu isolieren ist kaum möglich.

    573Ein moralanaloges Verhalten bei Tieren ist deshalb „direkt“ nicht zu erkennen, weil die Abtrennung der „I“ von den E,N,G noch nicht (in dem Maße wie beim Menschen) vollzogen ist, und es also auch keine Differenzierung in Ii, Ik,g gibt.

    574„Angeboren“ heißt, dass die Zusammenhänge in der „allgemeinen Entwicklung“ zwischen den z,w in den Genen natürlich bis in E3 etc. (also z/w) wirken, dass aber

    575Sind „Symmetrien“ in jeder emotionalen, rationalen Phase, z.B. in Ästhetik, angeboren? Die z/w-Gleichgewichte sind fundamentale und daher in allen Phasen vertreten.

    576Aber die Ästhetik vertritt beider Gleichgewicht, Symmetrien (goldener Schnitt“ z.B.) aber auch den Verstoß dagegen als menschliche Handlungs-Freiheit (→ „Ii“), auf z/w-Ungleichgewichte reduzierbar.

    577Die Tiefenspychologie kann auf das unendliche biologisch-emotional-rationales Übergangs-Feld gestützt werden. Dort herrscht (wie überall) Ww; so haben, z.B. die „Archetypen“ oder die Freudschen Vorstellungen ihre Formen und Eigenschaften auch von rationalen, alltäglichen Erfahrungen.

    578Wenn also Tierversuche zeigen, dass diese Tiere (ohne „Erfahrung“) z.B. die Fähigkeit haben, die räumliche 3-Dimensionalität zu berücksichtigen. dann gilt übergeordnet, dass alle „Lebewesen“ zu „z/w“ gehören, also selbst 4-dimensional „gebaut“ sind, und diese Grundeigenschaft gerade dann „erscheint“, wenn sie nicht theoretisch reflektiert wird.

    579In den Genen wirken (im 4-Dimensionalen) über die QM-Ordnung und sich aus dieser selbst entwickelnd, die I, I/E.

    580Das alles über die Hirnstruktur/ Hirnfunktion als Ww.

    581Wenn als „angeboren“ der Entwicklungs-Übergang, hier z.B. der ontogenetische Entwicklungs-Abschnitt zwischen Geburt und ersten Monaten des Säuglings, hinzu gedacht wird, dann ist das ein Ablauf, Entwicklungsprozess, der die relativ strikt wirkenden „Rz,Rw“ der Gene der empirisch erfahrbaren Umwelt „aussetzt“, d.h.,in Ww mit dieser tritt und dabei diese komplizierten Übergänge erzeugen lässt.

    582Der Ü von der Natur zum Geist geschieht als „Eigenschaften“ der Gene in den Zellen der Gehirnstrukturen. Diese Gene sind eine „Ordnung“, der ganzen Naturabläufe bis zu jenen Genen, welche in den QM-Ordnung gipfeln. (Die QM-Ordnung hat bereits Info-Charakter: Dualität „oo-endlich“, R-S, Rz-Rw etc. sowie die Relationen und deren Richtung. In der „erweiterten QM (->“Entw.“) wird das gesteigert, z.B. auch als Zusammenspiel vieler Gene.

    583Der alte Streit, „Milieu oder Vererbung“ kann heute – vertieft – sinnvoll aufgehoben werden: Das Entw.- und Ww-Zusammenspiel zwischen „oben“ (OG und Sprachen und damit aller historisch-gesellschaftlicher-individueller Einflüsse) und von „unten“ (Physik, Biologie, -> Emotionen) sind stets zu berücksichtigen. Vor allem ist die übergeordnete allgemeine Entwicklung damit konkretisiert.

    584Ist die Sprachfähigkeit auf QM, z,w und damit auf die biologischen Gene zu reduzieren/ zurückzuführen?

    585Zu unterscheiden sind die speziellen Strukturen und Funktionen des Hirns von deren „Störungen“; Störungen können auch genetisch bedingt sein u/o von Außenwirkungen/ „Umwelt“ stammen. Aber sind solche Schwierigkeiten z.B. beim Sprechen, Lesen, Schreiben (Lernen) – ob genetisch oder anders – von uns zu erklären? Getrennt als S,R (-> Gehirn); oder als Ü zum Geistigen; hier speziell als Sprache, als Arbeit, getrennt von den „z/w-Einflüssen“ dabei.

    586Jedes Detail der Subjektivität (z.B. die Wahrnehmungsfähigkeit) ist eine „Phase“ im z-z/w-w-Modell. Dort hängen (qua z,w) alle Phasen zusammen und „bilden“ eine Vollendung (-> ontologische E3-Einheit), Abgeschlossenheit, die hier darauf hinaus läuft, dass sich z.B. diese Details, Sub-Phasen und Phasen annähern und anpassen. Die „Evolution“ ist derart objektiv begründet. Alle jene Anpassungen u.ä. sind Varianten von unendlichen Übergangs-Feldern. Diese „Felder“ haben unendliche Strukturen und Prozesse. Und sie haben „Abstufungen“, d.h. hier, die Anpassung (z.B. Auslese, Veränderungen im Detail) sind ist endliche, zeitlich dauernde Versuche, Irrtümer; -> darin besteht nämlich inhaltlich „z-z/w-w“ als „innerer“ Prozess -> QM!

    587Die „Passung“ zwischen Subjektivität und Welt, z.B. „Auge“ und Sonnenlicht, wirft die Frage auf, auf welche genaue Weise diese Anpassung geschieht.

    588Jede dieser Einzelheiten hat/ ist Ergebnis eines Detail-Entwicklungs-Schrittes, der auf Rw-Zunahme beruht. Zum Beispiel ist in der Evolution des Auges anfänglich die Wahrnehmung „Weiß“. Daraus wird die Gelb-Blau-Differenzierung, d.h. das Frequenzbündel (-> bereits Rz/Rw-Rw) wird durch (Selbstanwendung) von Rw aufgespalten. Dann erfolgt in der phylogenetischen Entwicklung (niedere Tiere haben Weiß, Blau, Gelb) die Auftrennung von Gelb in Rot und Grün.

    589Weiß-Schwarz, als „Licht – kein Licht“ wäre dann die Entwicklungsstufe in verschiedenen Wellenlängen, Frequenzen und Intensitäten vor einer Auftrennung (Rw trennt auf, vorher nur Rz) des elektrischen Feldes. Es gilt aber, dass Weiß, (Schwarz) „erhalten“ bleibt: Weil alle älteren Entwicklungsphasen „aufgehoben“ bleiben.

    590Dadurch (bei „weißem Licht“) wird „erst mal“ die Umgebung als „normale“ wahrnehmbar, (→ auch Formen u.ä.).

    591Ein Beispiel für z-w zu z/w: Einerseits ist jede Entwicklungs-Stufe (hier Auge, Retina) zwar als Organ z/w-artig, aber es besteht aus „wirkenden“ einzelnen z, w, hier auch als einziges Lichtquant (->w/Rz).

    592Der Entwicklungs-Schritt von „1z-1w“ zu „1z/1w“ zu neuen Einheit „z/w“ (als E3) aus vielen z und vielen w zeigt sich konkret darin, dass das „Hirn als subjektive Wahrnehmung-Einheit“ viele Reize vereint (z.B. 16 Lichtblitze pro Sekunde – als „Bewegung“-> z/w, Rz/Rw – 16 Geräusche -> 1“Ton“) und daraus neue Einheiten („Ton“ u.a.) werden.

    593Es ist eine Erweiterung der Vollendungs-Tendenz, an denen der Mensch – defizitär! – nicht teilnimmt.

    594Alle diese „Anpassungen“ (hier z.B. noch die Anpassung der Stimme und des Gehörs an die chemische Zusammensetzung der Luft, (-> Helium/Stimme) kann man als Einheitsbildung mit Tendenz zur E-Vollendung verstehen.

    595So auch die Passung als Einheit von 3-dim. Räumlichkeit der endlichen Welt und der „Raumwahrnehmung“, sowie dazu der passenden Teile des Denkens, der Begrifflichkeit.

    596Die Entwicklung der subjektiven Erkenntnisfähigkeit ist konkret der Übergang im Hirn vom physikalisch-biologischer Neurophysiologie zum Psychologischen. Wissenenschaftsphilosopjisch ist es der Übergang von den Rz,Rw, z/w zu den E,I,N,G (und damit zu deren Relationen).

    597In den traditionellen Theorien zu „Entwicklung“, hier der Evolution, wird der Entwicklungs-Ü. von den „wirklich konkreten Strukturen der Welt“ hin zu den Strukturen der Wahrnehmung, der Erfahrung, der wissenschaftlichen Erkenntnis erarbeitet.

    598Die Entwicklung (im Ü von Biologie/ Gehirn zu Geist) ist „objektiv gegeben“ und zwar mit den objektiven Eo etc- Eigenschaften von Sw, Sz (gerichtet Rz,Rw),als deren Zu- und Abnahme im QM-Rhythmus.

    599Die „endlich-unendliche“ Wirklichkeit im QM-Modell (-> z/w zu z-w) erlaubt es, dass nicht nur tendenziell „alle“ Relationen der Atome (und deren Eigenschaften) so „durchprobiert“ werden, dass je ein bestimmtes „ganzes Lebewesen“ (also alle Pflanzen, Tiere) durch diese (tend. riesige) Anzahl von Relationen, Kombinationen entstehen.

    600Diese „Basis“ setzt sich als „Einheit S,R -> z,w -> z/w -> OG“ stets durch, z.B. in „Experimenten“ oder darin, dass Hypothesen über die Welt scheitern oder nicht.

    601Es werden von daher einerseits „Fehler“ in der Anpassung oder z.B. Fehler in der wissenschaftlichen Erklärung bestraft/eliminiert, aber die allgemeine Erweiterung als Sw,Rw-Durchsetzung macht, dass diese „Fehler“ sich auch vermehren können.

    602Der traditionale Gegensatz „Umwelt-Anpassung“ kompliziert individuelle und geschichtliche Erfahrung und Errungenschaft vs. genetische Ausstattung, Nervenorganisation, physikalische Gesetze. Das wird von uns durch die Ww der Entwicklungs-Phasen gelöst; auf Grund der QM-Modells (die„Ww“ fundierend) und das als Entwicklungs- Erweiterung.

    603Die „Passung“, Anpassung ist eine Variante der Ww und der „allgemeinen Entwicklung“. Sie kann nur deshalb funktionieren, weil das Subjekt (Hirn, auch Emotionen und Denken) und die Dingwelt gleiche Grundstrukturen sowie systematisch erfassbare Unterschiede haben. Und dazu müssen noch die Prozesse der Anpassung als Veränderung, Entwicklung von gleicher Basisstruktur sein.

    604Die „Anpassungsprozesse“ verlangen abstrakt-logisch dass es Unterschiede (N/Rw) z.B zwischen Hirn, Erkenntnisfähigkeit und erkannter Welt gibt. Und Gleichheiten (G/Rz), diese beispielsweise als E-Existenzen (E0 bis E6 sind ihrerseits wieder getrennt, unterscheidbar). Als die Übergänge (Rz/Rw zu N/G) sind dann jedoch beide Seiten eng verbunden. Dieses Übergangsfeld ist als dritten QM-Ordnung ist das der allgemeinen Entwicklung, der „kreativen Wirkung“.

    605Wir gehen von einer mehrfachen Unendlichkeit beim Entwicklungs-Zusammenhang (Ww) von physikalischer Struktur der Welt und den subjektiven Erfahrungsstrukturen, also zwischen S,R,z,w und Sprache, OG aus. Aber es sind hier in der Evolutions-Entwicklung eben jene „unendlich erweiterten Unendlichkeiten“(-> Rz, Rw, OG-Element), die das Neue (Geist) aus der „Natur“ entwickeln.

    606Diese „allgemeine Unendlichkeit“ ist auch die des Zeitablaufs, die der vielen tendenziell unendlichen teilnehmenden Strukturen und Prozesse, die Unendlichkeiten der S-Abstufungen etc. Die vier Unendlichen: unendlich Kleine (Rz,Sz), unendlich Große (Rw,Sw).

    607Die Evolution, (allg. Entwicklung) strebt prinzipielle „Vollendungen“ (im E-Bereich) an; und damit die Möglichkeit für unendliche I-Offenheiten.

    608Die (n-dim) Raumzeit vermittelt zwischen Physik/Natur und Geist/Sprache u.ä.; d.h. Prozesse und Strukturen im Geistigen/ Begrifflichen sind z.B. durch die 4-Dimensionalität unserer Raumzeit allein erklärbar.

    609Wissenschaftliche Erfahrung/ Beobachtung ist, dass der Mensch im Handlungsprozess („I->N,G->E->etc.“) „I“ von „E“ trennen kann, er kann also bereits das E-Ergebnis imaginieren, als vorweggenommenes, virtuelles.

    610Die Basis der „allg. Handlungstheorie“ ist „I->N,G->E“. Das gilt für alle Arten der „Handlung“ (Arbeit, Denken, Fühlen, etc.) Es ist das eine Variante der „allg. Entwicklung“: So dass der Übergang vom konkret-motorischen Handeln (z.B. Arbeit) zum Denken (emotional-rational) die „I-Seite“ von der R-Betonung zu den freien „I“ entfaltet. Und die methodische „N,G- Seite“ entwickelt sich von den Rz,Rw- Betonungen zu freien N,G; die „E“ von E2,E3 zu E4.

    611Die Entwicklung führt von der physikalischen und mathematischen Raumzeit als reine R-Relation zur „Vorstellung“ von Raumzeit – und dann weiter zum Denken, welches das alles verbinden kann (→ 3.QM-Option).

    612Die Verwandtschaft von Raum, Zeit mit dem Denken/Sprache geht über die Entwicklung von Rz, Rw bis OG also: Von E0,1 bis E3,4 dito für I,G,N.

    613Wie unterscheidet sich die „umfassende“ Raumwahrnehmung von der „idealen“ Gestaltwahrnehmung? Erstere wird auch bestimmt von allen Sinnen, z.B. das Gehen, Arbeiten darin. Da sind noch S-Anteile in den Ww zwischen Subjekt und Umgebung.

    614Das „Weglassen“ von „Unwesentlichem“, als Abstraktion, gewollt als Ik-Entscheidung, vereint Ik mit objektivem Rw (Zunahme der Trennungen).

    615Die Übergänge zwischen Wahrnehmung und Begriffsbildung sind Teil der „allg. Entwicklung“, d.h. in der Wahrnehmung (z.B. von „Gestalten“, Kunstwerken) herrscht noch Rz, G vor, man kann dann die Einzelaspekte nicht sofort benennen.

    616Zur „allgemeinen Entwicklung“: Die früh-menschliche „Praxis“ (als I/E, I/N/G/E) trennt sich in dieser spezifischen Entwicklung, „I“ wird z.B. stärker, als Zielfunktion, die die Umwelt einbezieht (analog Klein-Kind zu „Einheit Mutter-Kind“), dann kann sich aber „Ii“ auf Umwelt-Details (-> Rw, Rz) freier richten.

    617Das Verhältnis „Wahrnehmung“ zu „Handeln“ (analog Wahrnehmung zu „hermeneutischem Verstehen“) ist als physikalische Prozesse Sw, Rw (Elektrodynamik) und Sz, Rz -> (Tasten, u.ä.) in bestimmter QM-Ordnung zu sehen.

    618Kurz: Die subjektiven Funktionen und Strukturen der Erkenntnis sind Sub.Phasen (z/w) in der „allg. Entwicklung“ und haben daher Grundzüge der S-, R-Entwicklung sowie vom OG her Spuren; und solche von allen anderen z/w-Phasen auch.

    619Dass das Grundzüge „objektiver“ Art sind, erkennt man z.B. daran, dass alle Menschen darin gleich sind. Dazu kommt, dass die interne E-und N-,G-Entwicklung unddie I-Entfaltung ebenso der grundlegenden „allg. Entw.“ folgt.

    620Die Ww zwischen Mensch und Umwelt kann dadurch verständlich werden, da sich beide von diesen genannten Grundzügen beschreiben lassen, von daher stammen.

    621Will man eine philosophische „Meta-Theorie“ zur Erkenntnistheorie finden, muss man die Grundstrukturen der Erkenntnistheorie sehen – und z.B. auch, „woher“ „Erkenntnis“ überhaupt kommt.

    622Das sind die „sachlichen.“ Relationen („Mensch sieht Ding“) und die natürliche und historische Entwicklung / Entstehung aller dieser (auch) verschiedenen „Phasen“ der Realität (also Natur, Mensch, Geist).

    623Wie kann man sich über die „geistes-geschichtlichen“ Vorschläge zu diesem Problem unserer Hypothetik annähern?

    624Kann man Erfindungen, hier wissenschaftliche „Hypothesen/ Entdeckungen“ systematisch erzeugen? Wissenschafts-philosophisch objektiv geht es darum, die Tendenzen der E-Entwicklung (und der E-Vollendung) (sowie die von R->I, N, G) genauer zu erfassen. (Zum Beispiel gehört die Ei-Möglichkeit des Subjekts dahin).

    625„Erklärung“ von irgend etwas, hier die der Sub-Phase „Erkenntnis“ (im z/w etc.), ist stets als Ww-Beziehung (-> Rz/Rw, G/N, I/E) zu verstehen.

    626Dazu dann in Ww als konkrete Phase die „Gesellschaftlichkeit“ (andere haben früher und global auch schon geprüft, nachgedacht) und abstraktere Phasen: OG (z.B. Versuch der Widerlegung -> N; oder Beschreibung als „E“, auch „G“ („Einfachheit“) als traditionelles Argument für Richtigkeit;

    627N-G zu N/G als Logik, Deduktion, Rz,w -> Mathe u.a. Sprachen als „Beweis“.

    628Jene Möglichkeiten hängen in unserer wiss.-philos. Systematik zusammen („Subjekt“, „Gesellschaft“ u.ä. als z/w-Phasen-Ww, Deduktion u.ä.; als OG-Einfluss „von oben“ und dazu (wir): „von unten“: S, R,z, w.

    629Dieser Zusammenhang ist auch „kreisschlüssig“, aber prinzipiell auch unendlich offen (-> z,w, OG).

    630Theorien sind dann „beweisbar“, wenn sie auf die jeweilige Axiomatik (was sowohl die methodische als auch die begriffliche Seite betrifft) reduzierbar sind.

    631Die Einzelwissenschaften der „inhaltlichen Realität“ haben dafür die Axiome ihrer „Begriffe“. Wir zeigen dazu noch (als Meta-Ebene) die „Vollständigkeit“ der Axiome, ihre „Exaktheit“, ihr „Umfang“etc.

    632Es geht hier um die Ww zwischen Subjekt, z.B. Forschende, Denkende) und alle einzelnen Bereiche, welche theoretisch (und praktisch) zu erarbeiten sind.

    633Die Folge dieser Akzeptanz wären „beliebige Folgerungen“; das aber sind jene Unendlichkeiten in „z-w“, N-G.

    634Es gilt von QM her die Einheit „N-G zu N/G“. Das erkennt man daran, dass N-.G- Aussagen auch zu Paradoxien und Antinomien führen „können“ (z.B. die absolute Aussage „keine Regel ohne Ausnahme“, auf sich bezogen, führt das zu einem Denkzustand, der eine Konkretisierung von QM ist.

    635Der „naive Realismus“ hat N-G zum Kern. Er ist das Alltagsdenken und die positiv -idealistisch-mechanistischen Einflüsse in jeder Einzelwissenschaft.

    636Allgemein wurde und wird immer wieder gefordert, dass alle Wissenschaften irgendwie zusammenhängen, dass man die Strukturen und Prozesse als „verwandte“ je relevant deuten kann, und dass es darum um übergeordnete Wissenschaft, Methode, Sprache (Mathe, etc) gehen kann.

    637Die Prüfung von Theorien, Hypothesen durch „Erfahrung“ ist ein doppelter Kreisschluss, denn „Erfahrung“ ist sehr komplex und erhält immer auch das, was jene Theorien fundiert. So die Messung u.ä. und die Messung enthaltende technische Mittel; sowie die subjektive (Ii) Entscheidung („Erfahrung, bestätigt oder widerlegt“, also G-N) sind Festlegungen, die notwendig und kreisförmig sind. Das gilt auch für die Ik-Relevanz-Entscheidung, was ist relevant in allen diesen Prozessen.

    638Zum „objektiven“ Hintergrundwissen bei der „Prüfung“ von Theorien gehört z.B. OG (N,G,E -> das „I“ ist als Ik,g,w qua gesellschaftliche Festlegungen sehr wichtig).

    639Das „G“ z.B. als „empirische“ Überprüfung, das „E“, ob etwas überhaupt verifizierbar „existiert“, N-G als Überprüfung anhand „logischer“ Zusammenhänge“, N als „mögliche Falsifizierbarkeit“.

    640Erklärung ist die Rz- (und Rw-)Relation zwischen allen z/w-Varianten; -> Prozesse und Strukturen. Formal sind einige Prozesse bevorzugt, z.B. die empirisch, sinnliche Identifikation (-> G, Rz), z.B. als das zeitinvariante Gleichbleiben (Zukunftsvorhersagemöglichkeit), das ebenfalls auf Rw und Rz und G, N zu reduzieren ist.

    641Die „Richtigkeit“ der Theorien besteht dann darin, dass man einen „beobachteten Sachverhalt“ o.ä. auf S,R und OG reduzieren kann; und auf andere Phasen (z.B. „Mathematik“, „Logik“ -> ohne Widerspruch, aber auch auf „gesellschaftliche Vernunft“ -> Subjekt, „Nutzbarkeit“.

    642In der „Praxis“, als historischer Entwicklungs-Stand (vor allen der E-Seite) gilt der Relevanzvorbehalt, auch Ik!

    643Die „Erklärung“ ist als Rz-, Rw-Relation (Ww mit anderen Phasen) auch die Entwicklungen: Rz wird G und Rw wird N, (als „N-G“ logische Struktur“).

    644Die Einfachheit als Kriterium für die Bewertung von Theorien stützt sich auf OG (und S, R,z,w), welche „der Sinn, Kern“ von „Theorie“ und von „Einfachheit“ sind.

    645Die vielen Einzelwissenschaften entstanden dadurch, dass die anfänglichen S,R in Ww und bis hin zum OG durch die „allgemeine Entwicklung“ (->S-Veränderung etc.) in „Phasen“ unterscheiden.

    646In der „allgemeinen Entwicklung“ gibt es viele unendliche Ü-Felder, z.B. zwischen physikalisch-chemischen und biologischen Erscheinungen oder z.B. zwischen Biologie und Psychologie.

    647Mathematik wird von reinen, freien Rz, Rw, Rz/Rw fundiert. Die Info-Theorie wird von freien N,G, die „Systemtheorie“ von N,G und I/E, und die Kybernetik von I,N,G,E.

    648Wir gehen von der „Wissenschaftsphilosophie“ aus und damit von den drei Großbereichen: Die von S,R bestimmte Naturseite der Realität, die vom OG-bestimmte geistige Seite der Realität und als Entwicklung und Vermittlung das Seiende als sich unbegrenzt weiter entwickelnde „z-w zu z/w-Großbereich“.

    649In unserer umfassenden WP ist sowohl die konkrete „Praxis“ („die Welt, die Menschen“, als „z/w“ mit in deren S/R-Anteil) integriert, wie die „Erkenntnis über die Welt“. Diese Meta-Ebene ist „z/w“ als Übergewicht vom OG her; wichtig ist dass beide ineinander übergehen, qua S-Abschwächung etc. als „allg Entw.“

    650So die Betonungen von „I“ in Jus, Ethik; Betonung von speziellen „I“ zu speziellen E“ in der Ästhetik, Betonung von „Entwicklung“ in „Geschichte“, Archäologie Geistesgeschichte. Betonung von „I/E“ in angewandten Wissenschaften, wissenschaftlicher Praxis (Medizin, Technik, Pädagogik etc.).

    651Wie schon in Sprachen, gilt auch hier (und von „S/R zu R“ und/ zu „I/E zu N,G“ bewirkt), dass es neben den Einzelwissenschaften (und im Alltag) die Methoden neben den Inhalten gibt. Wobei die R, N, G unendlich beweglich sind (während E stets statisch ist und der „Vollendung“ zustrebt), daher können Methoden überall „angewendet“ werden. Weshalb sie auch nur von geringer Anzahl und einfacher Konstitution sein müssen.

    652Die traditionelle Wissenschafts-Theorie erkennt zwar, dass alle Wissenschaften die Methoden, z.B. die logische Methode, bei sich anwenden, sie wissen aber nicht, warum das möglich ist.

    653Traditionelle „Erkenntnis-Theorie“ und traditionelle Einzel-Theorien hängen offensichtlich zusammen, aber warum man sie nicht voneinander unabhängig darstellen kann, war bisher ohne systematisch Beantwortung geblieben.

    654Schon bei Kant wird sichtbar, dass Erkennen und Theorie den Zusammenhang zwischen jenen „Dingen, die die Sinne affizieren“ und der Ursache als Kausalität (sowie andere Abstrakta wie „ die Vielheit“ die Dinge, die Logik des Denkens, die Raumzeit) nicht verstehbar verbunden werden können. Diesen Zusammenhang stellt die „allgemeine Entwicklung“ als Ww von S,R, bis OG her.

    655Die „Natur“ lässt sich philosophisch auf S,R, z,w, QM und „Entwicklung“ reduzieren; und die „Naturwissenschaften“ (haben zusätzlich Sprache, OG aus jener Entwicklung sowie alle weiteren Teilaspekte der allgemeinen Erkenntnistheorie.

    656Erkenntnis und Theorie müssen mindestens widerspruchsfrei, und von umfassenden Erklärungsmöglichkeiten sein. Die Entwicklung dieser Möglichkeiten folgt der „allg. Entwicklung“, hin zu „N-G“ (widerspruchsfrei) und der Tendenz, möglichst viele/ potentiell endliche Unbegrenztheit als „ z/w- Relationen“ zu erzeugen. Diese Entwicklung ist eine Annäherung an „S,R“ von OG her; implizit weist das auf die Gegebenheit von S,R, OG als letzte Objektivität.

    657Wenn nicht zugleich mit N-G (als Widerspruchsfreiheit) auch N/G → u.a. Meta-Hermeneutik akzeptiert wird (es gilt QM), dann bleibt die Begründung von Erkenntnis-Theorie nur „plausibel“. Wir verbessern die Basis von „Erk-Theo“, indem wir z.B. die „allg. Entw.“ betonen.

    658„Allg. Entw.“ und „allg. Ww“gehören zusammen. In ersterer ist alles Seiende „linear“ aufgereiht, dank „Rw“. „Rz“ macht, dass alle diese „aufgereihten“ Phasen/ Details, als „Endliche“ „bleiben (also nicht „Nichts“ werden).

    659Angeborene, genetisch bedingte Strukturen der Erkenntnis sind

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch I, Teil I (Von der Wissenschaftstheorie zur Wissenschaftsphilosophie) und Teil V (Erkenntnistheorie und Methodologie); zu Wahrnehmung und Leib-Seele-Problem Buch II, Werkteil A, Teil IV (Das Gehirn), besonders 5. und 8. Kapitel. Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 03.06.2021 auf dieser Website. Textgrundlage ist die auf dieser Website veröffentlichte Fassung. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (46 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

  • Wissenschaftsphilosophische Beiträge zur Staats- und Rechtsphilosophie

    Wilhelm Bauer2020Rechtca. 54.700 Wörter · ca. 220 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer liest die Rechts- und Staatsphilosophie, weitgehend im Durchgang durch die Themen von Gustav Radbruchs „Rechtsphilosophie“, mit den Grundgrößen der WP. Radbruchs Gegensatz von „Wirklichkeit und Wert“ fasst er als Verhältnis von E und I, das getrennt (I-E) und verbunden (I/E) auftreten kann. Recht bestimmt er als Gleichgewicht zwischen individuellen Zielen und Interessen (Ii) und gesellschaftlichen Zielen (Ig) auf dem jeweiligen Stand der E-Entwicklung, im Modell „Ii-Ig/E“, erweitert zu „Ii-Ik-Ig-Iw“. Die drei Elemente der Rechtsidee ordnet er zu: Gerechtigkeit als I/E, Zweckmäßigkeit als I, Rechtssicherheit als E. Nach dem Abkürzungsverzeichnis behandelt der Text Relativismus und Wertanschauungen, Naturrecht, Rechtsbegriff und Rechtsidee, Recht, Moral und Sitte, die Parteiungen von Liberalismus, Demokratie, Sozialismus und Konservatismus, Geltung und Macht, Rechtsinhalt und Rechtsform in der Geschichte, die juristische Methodik mit Interpretation und Konstruktion (N-G und N/G), die Person und die juristische Person, Eigentum, Vertrag, Ehe und Erbrecht, Strafrecht, Todesstrafe und Gnade, Rechtsstaat, Kirche und Recht, Völker- und Weltrecht, Krieg, Ideologien und Menschenrechte sowie die Entnazifizierung. Am Ende steht das Problem der wissenschaftstheoretischen Unentscheidbarkeit von Wertfragen.

    116 Schreibfehler berichtigt; markierte Stellen antippen, um das Original zu sehen.

    Abkürzungsverzeichnis

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der Kräfte

    5Sz – kohäsive Kraft, so in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft, so im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z – Sz/Rz, wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw, die Trennung der beiden unendlichen als zweitmögliche Art von „Relation“.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zu zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“ und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Die Endlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, sich nun durch diese Kohäsion gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13Jetzt werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen mit ihren Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das „quantenmechanische Prinzip“, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer weiter, weil es vor aller endlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache dafür ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge davon wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Es ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, sie liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Das ist obendrein der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation gegenüber den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben. Man kann sagen, dass die „E und die „I“, ebenso die „G“ zu den „N“ einander maximal entgegengesetzt sind, sich im menschlichen Denken in jeder Hinsicht ausschließen.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat.

    22„Ii“ – individuelle Ziele, Willen, Interessen. Ei ist der individuelle Wissens- und Könnensstand. Die Ik/Ek, Ig/Eg und Iw/Ew sind analog die Ziele und das Wissen der Kollektive, Gesellschaften und der Weltgemeinschaft.

    23Solche Symmetrie in der „Gesamtrealität“ beruht darauf, dass es wie bei Sw, Rw, Sz, Rz auch hier als Basis nur jene vier geistigen Grundgrößen E, G, I, N geben kann.

    24Die jeweils vier physikalischen und vier geistigen Grundgrößen können nach der QM-Ordnung einzeln isoliert sein (durch Rw- und N-Selbstanwendung),so „I- -E“ oder jedes kann mit jedem relationieren (Rz, G), so „I/E“. Oder es kann beides zugleich geschehen (Rz/Rw, N/G). Letzteres ist der Einstieg in die weitere Entwicklung, zum Beispiel in die Phase, Wissenschaft der Begriffe und der Sprache.

    25Abstrakter gesehen geht es beides mal um den Übergang von der Unendlichkeit der isolierten Vier – den physikalischen und den geistigen – zu den neuen endlichen Einheiten. Mit dieser „erweiterten QM-Ordnung“ beginnt jener Teil der „allgemeinen Entwicklung“ der „Realität“, der als „geistiger“, „kultureller“ oder ähnlich bezeichnet wird.

    26Jene „Realität“ ist die in sich dynamische, alle Einzeldetails durch Wechselwirkung erzeugende Einheit, welche auf der „gleichzeitigen“ Wechselbeziehung der acht Grundgrößen beruht.

    27Jedes einzelne Detail in allen Praxen und Wissenschaften enthält diese acht Grundgrößen, wenn auch in durch das Entwicklungsniveau bedingter ungleichgewichtiger Weise. Die Phase und die Wissenschaften der menschlichen Subjektivität ist ein Beispiel dafür.

    28Das „Erleben“ ist ein emotional-rationaler Vorgang, der vielen Betrachtern –hier zum Beispiel G. Radbruch – als „ungeformtes chaotisches“ Verhältnis von „Wirklichkeit und Wert“ erscheint. Wir abstrahieren „Wirklichkeit“ als „E“ und „Wert“ als „I“.

    29Das Ich, die Subjektivität kann Wirklichkeit von Wert scheiden und bewusst einsetzen“: I-E, und es kann beide verbinden, I/E als etwas Neues, innovativ Entwickeltes.

    30Wenn man diese Systematik verstehen will, muss man sehen, dass „Wirklichkeit“, zum Beispiel als biologische „Natur“ oder als Emotionalität als enges I/E-Verhältnis verstanden werden muss, also stets auch „I“ enthält. Die traditionelle Rechtsphilosophie. macht diesen Zusammenhang mit der Biologie und der Emotionalität meist und auch in ihrer speziellen Praxis nicht mit; sie wird aber bei tiefergehenden Problemen immer wieder darauf gestoßen.

    31Primär ist hier erst Mal I – E.

    32Wir gehen für eine philosophische, geisteswissenschaftliche, kulturelle Systematik der einzelnen Wissenschaften und ihrer Bereiche von einer spezifischen Erfassung der zu sammelnden „weltanschaulichen Eckpunkte“ aus: in der „Natur“ ist das I/E-Verhältnis „fest“, in der Psychologie, Emotionalität ist die Relation I/E locker, möglicherweise auch getrennt. In der Ästhetik ist I/E zu I-E beziehbar und in der Ethik ist I-E eher getrennt.

    33Die WP zeigt für jede Wissenschaft – für die „Phasen“ als Einheit aus Wissenschaft und Praxis – neben dem „inhaltlichen Verhältnis von „Wirklichkeit“ („E“) und „Wert („I“) immer auch das methologisch, begrifflich ebenfalls alles bestimmende und durchdringend Verhältnis von „Gleichheit“, „Identitätsbildung“, „G“ und „Negation“, „N“. Beide können getrennt sein, „N – G“, so beispielsweise in der „Logik“ oder als „N/G“ eng verbunden wechselwirken, als formale Dialektik.

    34Verweist das Verhältnis „I/E“ auf „wissenschaftliche Verirrungen“ oder auf „erstrebte Wahrheit“: Geht es um „Beurteilungen“ von höheren, entwickelteren E-Phasen auf niedere zurückblickend – oder was ist dann, wenn „E“ überwiegt? Wenn „I“ überwiegt (in der Kunst), dann gelten andere „I“ oft als „geschmacklos“. Oder ist alles „Schöne“ oder jede „Moral“ gleichwertig?

    35Herkömmliche Philosophie (auch G.Radbruch) vermengt hier oft diese zwei Sphären, die der E-Seite und die der I-Seite. „Kultur“ war historisch oft ein Gemisch von Barbarei und Humanität, Wahrheit und Irrtum, Geschmack und Logik, aber dabei stets das „Streben nach den „Richtigen“. In der Leistungsgesellschaft überwiegt die E-Seite und die E-Entwicklung alles andere.

    36In einer „Rechts-Philosophie“ wird „I“ oft betont, und die Restwelt als „wertblind, bewertbar, wertbeziehend, wertüberwindend“ gesehen; für eine moderne Philosophie geht es auch darum, das E einzubeziehen. Dann ist zum Beispiel die „Religion“ nicht „wertüberwindend“, sondern die Feier des „E“; „Jedes Ding hat seinen Gegensatz – nur Gott hat keinen“ (Iran), Und es geht darum, die I-Sphäre als „Bejahung alles Seienden“ zu zeigen

    37Das kann indirekt geschehen, z.B. geht es in der absoluten E-Sphäre der Religion:“Wert und Unwert sind „gleich – gültig“) nicht um „I“; das ist im Rechtshorizont anders.

    38Nach dem Gesagten muss es um verschiedene „I“ gehen („Un-/wert“) und um den Gegensatz I-E (Wert und Wirklichkeit). Nur wenn die Meta-Ebene „I-E zu I/E“ bedacht wird, kommt es nicht zu solchen Verwirrungen. Auf ihr werden die Gegensätze von Unwert und Wert und von Wert und Wirklichkeit „aufgehoben“, zum Beispiel so, indem Wertwidriges irgendwie doch werthaft ist.

    39Das Subjekt kann stets I-E und I/E bilden, Die Meta-Einheit „I-E zu I/E“ wird hier als „Wesen“ gesehen.

    40Das Verhältnis von „festen“ I/E zu unendlich freien E gilt zum Beispiel, dass „Kein Gewissen („I“) zu haben bezeichnet das Höchste und Tiefste, denn es erlischt nur in Gott, doch es verstummt auch im Tier“ (Hebbel); daher habe Religion mit Ethik, Moral nichts zu tun

    41Wie sieht das die Rechts-Philosophie? In allen Phasen und Einzelbereichen gibt es Beziehungen zwischen den „E“ und den „I“ und auch I/E-Konstruktionen, bei denen „I“ „wichtiger“ ist als E. Eben das ist jenes „I-E zu I/E“ als „Praxis“. In der „Natur“ ist I/E-fest verbunden, in der Religion ist E- unendlich frei. In der Ethik ist „I“ frei, etc.

    42Im und als Rechts-Bereich wird dennoch „I“ betont. „Recht kann nur begriffen werden im Rahmen des wertbeziehenden Verhaltens“; als „Rechts-Idee“, als „Sinn, gerecht zu sein“ u.ä. Sind das rechtsinterne Ab-und Versicherungen und keine philosophischen Argumente?

    43Wir müssen auf beides näher eingehen, auf „I-E zu I/E“ etc. Damit auf die wp Gesamtphilosophie, in ihr die Entwicklungen etc. Und auf die I-Sphäre speziell sowie auf I/E, Jus als Kultur oder „Ii vs. Ig“ etc.

    44Jenes letztere Verhältnis „Ii zu Ik,g.w“ kann als „Rechtswertbetrachtung“ angesehen werden. zu diesem Verhältnis von „I-Varianten“ müssen die Strukturen etc. der I-Sphäre nun expliziert werden;

    45In der Philosgeschichte (zB. bei Kant) wird E, „was ist, was war, was sein wird“ streng von dem getrennt, was „wertvoll“ oder was „richtig“ ist.

    46Das kann aber nur als eine erste Näherung gültig sein. Seit „Hegel“ bleibt der Wert der „Positivismen“ auf einer philosophischen Meta-Ebene erhalten. Das heißt aber, es gibt nicht nur jenen philosophisch-traditionellen „Methodendualismus“, (-> N-G, N/G), hier als „zwei selbständige Kreise von Wert – und Seinsbetrachtung nebeneinander“; sondern „beides“, dies und deren Bezug.

    47Die „Praxis“, hier z.B. die rechtliche und die rechtswissenschaftliche Regelung aus der „Natur der Sache“ verbindet – vorbewusst – stets beide „Kreise“; auch in historischer oder kultureller etc. Situation.

    48Es geht jetzt also genauer um I/E und daher auch um E. Der E-Bereich ist weitläufig, ausgedehnt von der Natur, über die Kultur bis zu den fantasiereich Zukünftiges vorwegnehmenden „E“. Dennoch wird bei der Nutzung und in der philosophischen Analyse von Jus das „E“ ganz spezifisch gesehen und eingesetzt.

    49Aber solche „Schau der Idee in dem Stoffe “ – als „I/E“ – wird beim Übergang von „I“ zu „E“ und umgekehrt als unendliche Relation doppelter Art begrifflich niemals „greifbar“; eventuell nur als „Intuition“ uä. Daher gibt es einzelwissenschaftlich den Verzicht auf methodisches Erkennen (neben N-G fehlt N/G und I,E) und darauf, Sollenssätze aus Seinstatsachen abzuleiten Es wird „nur“ deduktiv und induktiv Sollens- aus Sollenssätzen (und Seins- aus Seinssätzen) abgeleitet.

    50Wir setzen dagegen, dass das jeweilige „I“ aus den I/E-Beziehungen und den „I“ der Vor-Phasen hervorgeht, dito „E“.

    51Das verlangt allerdings jetzt zusätzlich, zu den „I“ und und deren Entwicklungen noch N, G als Übergangs-Verfahren, Methoden zu haben. Diese Methoden sind analog zu I, E zu sehen: Wenn also z.B. behauptet wird, der Zusammenhang zwischen I und E sei nur „logisch, nicht kausal“, dann sind zwei Varianten von „N, G“ angedeutet: die getrennten N-G als Basis der Logik, „kausal“ ist die komplexere Relation „N-G-plus N/G“ – in mehreren Varianten.

    52Die ganze Unsicherheit moderner Philosophien und Wissenschaften zeigt sich in den Diskussionen, die sich darum drehen, ob es doch Beeinflussungen und Wertungen durch „Seinstatsachen“ gibt. Die WP verallgemeinert das, in der Wechselwirkung (Rz/Rw) aller Phasen und ihrer Details.

    53Hier ist das ein Hauptproblem der juristischen Einzelwissenschaft und ihrer Praxis, nämlich der Übergang zwischen den Methoden, der als Unendlichkeitskeits-Stelle zu behandeln ist. „Wertungen werden durch Seinstatsachen nicht kausal verursacht, aber logisch begründet“. Diese Unterscheidung ist deshalb „willkürlich“, weil sie vor-systematisch ist.

    54Weil in scheinbar nur seienden E-Strukturen, z.B. die soziale „Klassenlage“. stets ökonomisches, politisches Interesse (Ik) enthalten ist, was – da alle „I“ zusammenhängen – stets auch eine „Ethik“ (als „Überbau“) „begründet“. Der Denkfehler bürgerlicher Philosophie, hier G. Radbruch, ist das verabsolutierende Festhalten an „logisch-systematischen“ Methoden; diese sind nur im „E-Bereich“ erlaubt. Es gibt aber gleichberechtigt zwei weitere Arten; sie sind mit Bereichen der Individual- und Sozialpsychologie verbunden, welche nicht nur die Logik nutzen.

    55Solche Übergänge wie sie zum Beispiel vom politischen „Klassenkampf“ zum „Recht“ führen, erzeugen in Ihrer je spezifischen doppelten Unendlichkeit neue Eigenschaften, z.B. die Freiheitsgrade, die als „Eigengesetzlichkeiten des Geistes“ eine große Rolle spielen, in der allgemeinen Wechselwirkung z.B.als philosophische Vorbereitung von politischen Revolutionen.

    56„Sollenssätze sind nur durch andere Sollenssätze begründbar und beweisbar“: Auch das stimmt, von der Funktion der I-Sphäre her. Aber praxisbegründend (I/E) ist das Zusammenspiel der Interessen mit den weniger „ideellen“ Strukturen E aller Bereiche.

    57Wichtig ist an dieser Stelle auch wieder, dass „die „Entwicklung“ dazu tritt: Es ist ein liberales Missverständnis, dass der „Marxismus“ seine Entdeckung, dass die ökonomischen Interessen die Rechtssphäre etc beherrschen, derart isoliert verallgemeinert. Die Analyse von „Kapitalismus und Bürgertum“ Ist etwas anderes als deren weitere Einordnung in den Verlauf der Geschichte. Und der ist beispielsweise so „angelegt“, dass die ökonomischen Interessen („I“) verändert werden können und mit der E-Entwicklung muss das geschehen, sollen die spätbürgerlichen Krisen (ökonomische, rechtliche, kulturelle, politische, sozialpsychologische etc.) bewältigt werden.

    58In der I-Sphäre verweist das darauf, dass es „entgegengesetzte Wertanschauungen gibt; sogar, dass sehr viele „I“ möglich sind. Vor allem aber, dass es in der I/E-Sphäre, der Praxis, der Rechtspolitik, davon abhängt, ob die notwendigen Mittel E` zur Verwirklichung der „I“ vorhanden sind.

    59Die Kreierung, Erzeugung, Produktion und der Kampf um die Mittel E` bestimmen das gesellschaftliche Leben der bürgerlichen Gesellschaft; weniger die gesellschaftliche Reflexion der „I“. Obwohl die E in der spätbürgerlichen Gesellschaft sogar immer mehr in den Kernbereich historischer Entwicklung rückt, (E-Entwicklungsbeschleunigung und „Vollendung“), Bei dieser globalen Durchkapitalsierung sind auch die Haupt-Strukturen der I-Sphäre stets parallelisiert, wenn auch meist verdeckt wirksam; so die „Ii“ als einzig Kreative und die Ii – Ik – Ig – in Gegensätzen verstrickt.

    60Die Rechtsphilosophie muss drei Sphären, I, E, I/E denkend begleiten. Das was Soziologie, Sozialpsychologie, Politik etc. theoretisch und praktisch bestimmen, muss die Rechtsphilosophie ebenfalls bedenken. Zum Beispiel als die beiden historisch-weltanschaulichen Einseitigkeiten: Die bürgerliche Betonung von „Ii“ und die eher „sozialistische“, Ig. Wie ist das philosophisch und rechtlich begründet? Wie wirkt es bis in die kleinste rechtliche Entscheidung? Die ständige Reflexion über diese weltanschauliche Festlegung muss als philosophischer Bestandteil jeder Praxis sein, d.h. aber auch, mögliche Alternativen (zB. der Ii-Ig – Ausgleich) sind jeweils zu bedenken, so im praktischen Umgang.

    61Unser allgemeiner philosophischer Absatz muss neben der Systematik – E, I, I/E – eine konkrete Systematik für mögliche „I-Varianten“ und deren Wechselwirkungen etc. zu liefern, um Rechtsauffassungen vertieft zu begründen und zu erarbeiten.

    62Die philosophische Festlegung konkreter „I“ ist zugleich eine geschichtsphilosophische.

    63Das kann in heutiger Sicht so gesehen werden: Die Inhalte der „I“ werden durch das – sich entwickelnde – E-Niveau festgelegt. Und die „I“ werden – formal – als „Ii“ erzeugt und als Ik,g,w und E ausgewählt. Die „I“ stehen im dynamischen Gleichgewicht zueinander, (die „Konkurrenz“ ist ein konkreter Aspekt davon). Die Anzahl der „I“ ist unbegrenzt, sie werden auch in der allgemeinen Entwicklung immer mehr; es geht dabei um die aktuale Unendlichkeit der „I-Sphäre“. Auf abstrakter Ebene kann man die I-Sphäre als „Gegenteil“ zur E-Sphäre beschreiben

    64Die Ig werden gebraucht, und sie veralten angesichts der E-Möglichkeiten und E-Erfordernisse; das zeigt sich die Ursache von „Krisen“. Dann wenn die Ig, erzeugt aus „Ii“ und neuen E, fehlen, bzw. wenn sie arg reduziert sind(z.B. auf „E-Entwicklung-Beschleunigung.“). Ein historisch nächstliegendes Ziel wäre ein Gleichgewicht in der E-Entwicklung zu den Ig (und zum „Ii“ als „Konsum“). In der unendlichen-I-Sphäre gibt es unbegrenzt viele weitergehende Ziele.

    65Wie tragen die einzelwissenschaftlichen Bereiche, hier Jus, dazu bei? Wie verändern sie sich selbst dadurch?

    66Zur nächsten Entwicklungs-und Konkretisierungsstufe gehört, welche „oberste Werturteile“ und Weltanschauungen sind möglich und wirken konkret?

    67Dabei auch, warum ist der „Relativismus“ so umstritten? Weil in der I-Sphäre alle „I“ „gleichberechtigt“ sind, das nicht aus „moralischen“ Gründen, sondern als Gegenstruktur zu „E“ deren „Abstraktion“, der E-Entwicklung und ihrer prinzipiellen Hierarchie.

    68Zur Struktur der I-Sphäre gehört auch, dass sie in eine allgemeine Philosophie eingebettet ist, welche die I-Sphäre auf einer „über-wissenschaftlichen“ Ebene erkennt und als gleichberechtigt mit den „E“ der Wissenschaften und damit mit deren Methoden (N,G) sieht.

    69Die Glaubensmethode verweist zum Beispiel auf N/G und E, weniger auf „I“. „Praxis“ hat u.a. auch „I“.

    70Die Bildung einer philosophischen Meta-Ebene aus der E- Ebene mit ihrer „leeren Unendlichkeitkeit“ und der „I-Ebene“ mit deren freien Setzen von Zielen sowie deren praktischen Erkämpfung als „I-Struktur“, ist die „I/E-Ebene.“ Ihre Grenze ist nicht die I-Willkür, sondern das E-Entwicklungs-Tempo. Aber je weiter die E-Entwicklung absolut vorangeschritten ist; (absolut ist da erst die „E-Vollendung“), umso mehr Chancen hat jene „ I-Willkür“. Das ist eine der Varianten der I/E-Meta-Ebenen-Bildung.

    71Der „Relativismus“ der I-Sphäre führt zum „Missverstehen“ oder zu „Randlösungen“, z.B. im „Skeptizismus“, wenn keines der „I“ „berechtigt“ ist. Das misst sich an „E“, der „Wahrheit“, z.B. „mein „I“ ist allein wahr (->G,E), aber ich kann es – agnostizistisch – nicht „beweisen“. Dahinter steckt das Problem, woher kommen die „I“ ? Wp gesehen, zum Beispiel aus den Phasen Biologie, Emotionalität und Kultur. In deren „Entwicklung“ entzieht sich das der E-Sphäre, der Logik“, der abstrakten „Wahrheit“. Alle „I“ stehen gegeneinander, sind konkurrierend und gleichberechtigt, arbeiten aber nicht auf ein Chaos hin, sondern konstituieren ein „höheres Bewusstsein“; wie sieht dies aus? Ein Problem dabei ist die Bildung der Ig aus den Ii/k. Wird dazu der Entwicklungs- Mechanismus angesprochen: -> „I ->N,G E` -> E-> N,G → „I“ -> etc. z.B. als „Pragmatismus“ und als Verzicht auf Reflexion zur I-, E-Frage.

    72Aber die (tendenziell unendlich) vielen „Erkenntnis-Interessen“ (Ii), (die schon heute feststellbar sind), sind auf zweierlei Art zu relativieren: In der „Praxis“ sind sie niemals von E und Ik, g unabhängig. Und eben das sollten sie nutzen, um ihre innere Weiterentwicklung zu gestalten.

    73Die empirische Feststellung von „Methodendualismen“ (N und G bei I, E) und „Relativismen“ (I-Sphäre) genügt für eine moderne Philosophie (hier speziell eine der Rechts-philosophie) keineswegs.

    74Aber zunächst gilt es philosophisch-historisch klarer zu machen, wie die philosophischen Zu-und Vorarbeiten zu diesem Wenigen aussehen, um eventuell. weiterführende Differenzierungen zu entdecken und diesen gerecht zu werden.

    75Eine die historische Entwicklung durchziehende Problematik ist, wie kann positives Recht, Satzung, Gesetzesrecht von „Natur“ hergeleitet werden oder von „göttlicher Offenbarung“ oder von „Einzelvernunft“? Wir meinen, „Gesetzesrecht“ entspricht „Ig“ und das entsteht auch durch „Ii vs/zu Ig“. Und diese Ii haben als „subjektive“ „Ii/Ei“ wp Entwicklungsverbindungen mit zwei Quellen, den biologischen Rz/Rw- und den emotionalen „I/E-Vorgängerformen von „ I – E“ sowie die subjektiv selbsterzeugte abstrakte, unendliche Geistigkeit des OG (E-I-N-G).

    76Diese Entwicklungs-Phasen haften noch allen E, I/E und „I“ an, hier den juristischen, allem „positiven Recht“, allen rechtlichen Werturteilen; es bestimmt positives Recht; das gilt wechselweise in der „Praxis“,und in der Wissenschaft, aber philosophisch eher so, dass „Naturrecht positives Recht bricht“.

    77In der philosophisch allgemeingültigen Entwicklung wird die bunte Mannigfaltigkeit der Rechtsanschauungen und dabei auch die Irrtums-Möglichkeiten von der Entwicklung als I-E-Trennung erzeugt. Sie macht jene „!“ und „E“ frei; was auch als die Vielfalt der „Erkenntnis-Interessen“ gelten kann.

    78Das Vor-Kantische „Natur-Recht“ war tatsächlich Offenbarungsrecht. Zwar religiös gewendet, substantiell aber ein Identitäts-Konstrukt; von gegebenen ethischen Normen. Kant erweitert das mit dem Einsatz seiner „Erkenntnistheorie“: Das Vermögen und die Methodik zu Normen zu gelangen. Das ist auf zweierlei Weise möglich, wie Kant es als „Formen“, „Kategorien“, die als Anwendung auf die gegebene Welt die Urteile formal bestimmen, ausführlich zeigt. Jedoch zum anderen die „Inhalte“ nur andeutet: Inhaltliche Bewertungen sind niemals das Produkt „reiner“ Vernunft, sondern gelten für einen gegebenen Gesellschafts-Zustand, für“ eine bestimmte Zeit und „Volk“. Womit „I“ durch „I“ „erklärt“ wird, was aber kein Kreis-Schluss ist, vielmehr eine innere „I“-Mechanik“.

    79Klar ist, neues „Kulturrecht“ hat – qua der Struktur von „Entwicklung“ – Bezüge zu allen Quellen: Der physikalischen und biologischen Natur, der Emotionalität, der Sozialpsychologie etc. und dem objektiven Geist (OG) sowie den Ig, Ii etc. daraus. Das durchzieht alle Details der Rechts-Phase. „Gesetztes Recht“ gilt in der Praxis (-> I/E) daher als vieldimensional; das wird bei uns begründet.

    80Der Haken an der Sache ist, wenn ein Individuum oder ein Kollektiv ihr „I“ gewählt haben, dann dürfen, philosophisch gesehen, sie dies auch beibehalten; (z.B. eine kulturell einseitige Bestimmung von „Recht“); das zeigt sich in den sozial- und individualpsycholog Haltungen.

    81Aber sobald es um mehr als dieses Konstatieren von „I“ geht, z.B. die konkrete Umsetzung oder auch die wissenschaftliche und philosophische Herleitung der „I“, dann reicht das aus dem reinen „I-Bereich“ hinaus – (so wie z-z oder wie w-w keine „Wirkung“ haben). Und die dazu kommende E-Seite verändert als I/E-Mechanismus, ständig alles.

    82„Die historische Schule“, deren positivistisch – empiristische Selbstbeschränkung die „Bewertung“ des Rechts ablehnen muss, ist jedoch nicht einfach eine mechanistische Eliminierung der I-Komponente. Vielmehr geht es um I/E als E`. Das heißt, in allen Rechtserscheinungen der Geschichte werden die je verschiedenen „geschichtlichen“ Phänomene, welche der „Historismus“ (konsequenterweise) nicht benennen kann oder „Geschichte“ nur als „Volksgeist“ u.ä, sieht, Und was dann nur so umschrieben wird: „Ehrfurcht vor dem Bestehenden, Gewordenen, Werdenden“. Was wir aber als komplexe I/E-Relation sehen.

    83Aber letztlich ist es doch eine Flucht in die E-Sphäre, und zwar stützt man sich auf „alte“ traditionelle E; wie z.B. die der Religion. Eben das besagt „I – E“ ja, dass es um Situationen geht, wo „I“ von „E“ noch oder vermeintlich getrennt ist, Die I/E sind als konkret-dynamische die Ursache für das „Werden“ in der „allgemeinen Entwicklung“, zum Beispiel als organische und historische.

    84Wie ist dieses „geschichtlíche“ Werden, zu beurteilen? Als langsamen Übergang? Sind in dieser spezifischen Formalfrage „Sprünge“, „Unterbrechungen“ im geschichtlichen Prozess zu erwarten? Verursacht durch Willensakte („I“) oder Erfindungen, Paradigmenwechsel in der E-Seite? Das kann mit den „I/E“ beantwortet werden. „I/E“ versteht sich als doppelt unendlichen Übergang. Dabei ist die Trennungsfunktion (Rw und N) als „I – E“ gleichberechtigt mit der Verbindungsfunktion (Rz,G). Die Rz und Rw sind dabei die Vorläufer in der Physik und Biologie. In der Natur ist es noch ein enger Zusammenhang soweit „Rz“(Kernkraft und Gravitation) überwiegen. Die allgemeine Entwicklung bietet zunehmend Raum für weniger „enge“ Relationalität, wenn Rw (Elektrodynamik) wichtiger wird. Erst die derart mögliche Modellierung lässt diesen alten Streit lösen.

    85Das Hegelsche System, die Hegelsche Rechtsphilosophie stellt diese I/E-Konstellation als dynamisches Werden und als geschichtlich sich vorwärts entwickelnder Prozess dar, freilich ohne dabei inhaltliche I, E zu erweisen.

    86Mit der Historischen Schule hat das nur gemeinsam, das beide eine gewisse Vollständigkeit postulieren, die als „I“ und „E“ und als beider Relation modelliert werden kann.

    87Die Hegelsche Einheit von Vernünftigkeit und Wirklichkeit ist die der Begrifflichkeit; daher ist sie wendiger, konsequenter, radikaler, wp entwickelter als jene historische I/E- Vollständigkeit, welche die des Inhalts der Physik, Biologie und Kultur ist. Die aber so nie „begrifflich“ analysiert werden kann – letztlich sogar nicht als „I/E“, sondern als gewordenes „E“.

    88Die Identität, die Hegel ständig und radikal – dynamisch durch sein System herzustellen gezwungen wird, führt aber stets zu Anderen, „Neuen“.

    89Beide, die Historische Schule und Hegel beachten die Natur (z,w und I/E-eng) zu wenig, Das bringt beide in Gegensatz zum „Naturrecht“. Bei Hegel ist, wp gesehen, das E das statische Ende der Entwicklung, bei uns ist E im Objektiven Geist (OG). Und die „individuelle Rechtsvernunft“ bei Hegel ist bei uns die Subjekt-Phase als I/E/N/G evtl. „zu“ I-E und auch „Ii“,

    90Wir mutmaßen, Hegel meint mit „Vernunft“ die I/E-Relation; diese „enthält“ die N/G-Methodik (jedenfalls betont Hegel N/G in I/E). Und beides in Kombination stellt eine sich als „historischer Prozess“ vollziehende Selbstentfaltung der „Vernunft“ dar.

    91Die Inhalte von „I“, „E“ in „I/E“ (eim Historistischen „Volksgeist“, Romantik) können Hegel nicht interessieren, weil das verlangen würde, „I“ getrennt von „E“ zu betrachten – und damit dieser doppelt unendlichen „dialektischen“ Dynamik widerspräche; Marx, Engels kommen ebenfalls um „ I/E“ nicht herum. Auch nicht um N/G, „N-G zu N/G“ und „I-E zu I/E.“ Diese werde dort philosophisch angedacht, mehr noch nicht, jedoch schon „praktisch“ genutzt. Das „Sollen“ („I“) und das E („Sein“) ist von uns allerdings erst Mal genauer zu qualifizieren. Es ist nicht nur „Sollen und Sein“, vielmehr steckt in „E“ die ganze Entwicklung. Und in „I“ steckt die ganze Breite aller Varianten von „I“, konkret die in allen Phasen sowie als Ii,k,g,w..

    92Bei Hegel und Marx ist die formale Seite von E, I und I/E, z.B. deren „Dynamik“, etc, gleich wichtig. Wir gehen aber in der Analyse weiter; wenn von Sein (E) und Sollen („I“) gesprochen wird. Wo Hegel beide in eins setzt, was „I/E“ wäre; und wenn Hegel die Wirklichkeit als die Selbstentfaltung der Vernunft ansieht, im Sollen die bestimmende, im Sein die bestimmte Seite dieser Einheit sieht, da differenzieren wir so: I/E ist als allgemeines Modell bei beiden Denkern verschieden zu sehen, bei Hegel ist der „absolute Geist“ auch Sein, also E – und von diesem aus wird jegliche Bestimmung vorgenommen. Und bei Marx ist „Bewusstsein“ wie bei Hegel auch das Ineinssetzen von Sollen und Sein, also die I/E-Dynamik, aber vor allem wird da das „I“ hervor gehoben, das bei Hegel vernachlässigt wurde. Und es sind daher jene Phasen der E-Entwicklung, die materiellen, geschichtlichen, die Hegel letztlich immer nur abstrakt sieht.

    93Deshalb ist die materialistische und die dialektische Entwicklungs-Auffassung ein Doppeltes, zum Einen eine „Ideologienlehre“, d.h. es geht um „I“, kollektive, gesellschaftliche, die deshalb „falsch“ sein können, weil es in der „I-Freiheit“ stets auch andere, „fremde“, gesellschaftlich konkurrierende „Ik,g“ geben wird, und dass die „ I“ nicht mehr oder noch nicht mit dem E-Niveau übereinstimmen.

    94In der „Notwenigkeitslehre“ geht es um E, d.h. aber um die Objektivität der E-Entwicklung und um den kleinen Ausschnitt aus der allgemeinen Entwicklung, der in jedem Akt praktischen Handels wirkt: I-> N,G -> E -> etc. Ein anderer Ausschnitt aus diesem Projekt der „allgemeinen Entwicklung“ Ist die Überbauthese, dass die ökonomische Struktur die reale Grundlage für den Überbau rechtlicher, politischer, sozialpsychologischer etc Vorstellungen und Institute ist; mechanistische Ansichten dabei werden durch den „großen Kreis“ relativiert.

    95Solche Ableitungen, hier von rechtlichen, politischen uä, Institutionen etc, sind ohne eine umfassende und genaue, plausible, systematische Kenntnis der Ökonomie und der ökonomischen Entwicklung nicht zu leisten. Vor und nach Marx gibt es diese philosophisch verankerte Analyse gesellschaftlicher Materialität nicht. Das heißt, jede nachfolgende und heutige „Kritik“ darf nicht „abstrakt negierend“ sein, sondern muss zumindest das Niveau der „Voraussetzungen“ haben. Sollen philosophische und wissenschaftliche Diskurse überhaupt möglich werden, muss deren Formal–Niveau erreicht sein; das ist aber oft nicht der Fall.

    96Zum Beispiel, wenn man als Ziel die „Prognose zur „ökonomischen Entwicklung“hat, und die objektive E-Entwicklung als Ursache von ökonomischen Ungleichgewichten und Krisen gilt. So dass es um die Herstellung von Gleichgewichten geht, auf notwendig. Immer höheren Niveaus in der I-Entfaltung und der E-Entwicklung was in jeder Art der „Leistungsgesellschaft.“ ständig weiter gehen muss; auch in der Konkurrenzgesellschaft.

    97Und jene Un-/Gleichgewichte sind materialistischer Art (E) und durchaus auch solche individual-/und sozialpsychol. Art; z.B in der ökonomischen Nachfrage. Und dass dieses weitere Folgen im Politischen, Rechtlichen erzeugt, kann beeindruckend gezeigt werden.

    98Die Grenzen zwischen diesen einzelnen Wissenschaften sind deshalb – und aus vielen anderen Gründen, nur relativ wichtige.

    99Philosophisch von Bedeutung sind hier die wichtigsten Protagonisten der „I-Seite“, Kant, Schopenhauer, Nietzsche, Marx u.v.a in kleinerem Maße. Damit aber wird jenes „Ideelle das im Menschenkopf umgesetzte, übersetzte Materielle“, „E“ und „I“, also auch „I/E“. Diese drei Sphären werden jetzt aber besser denn je ausgearbeitet.

    100Womit auch andere und vorherige philosophische Theorien zum Recht jetzt hier angeschlossen werden können. Denn überhaupt können „Rechte“ nun besser von „I“ her verstanden werden als von E her (-> „Wissen“ etwa): Zum Beispiel entstehen dann die eher „materiell“ verbundenen ökonomischen Freiheiten als Ziele („I“)(->1789). Da alle „I“ „gleichwertig“ sind, ist die historische Durchsetzung jener ökonomischen Freiheit als Gleichheit auch die aller Freiheiten – und der Freiheiten aller.

    101Danach kann man die Rechts-Sphäre in allen ihren Einzelheiten nach solchen „Revolutionen“ in den Grundmechanismen in Gang gesetzt sehen: Freiheit und Gerechtigkeit, eventuell noch Solidarität, als „I“ „anerkannt“ und. dem E-Niveau nach tendenziell erfüllbar.

    102Dass dann – empirisch belegt – eine „Eigengesetzlichkeit“, hier des „Rechts“ gegenüber dem eher technologischen un dem ökonomischen Interessen einsetzt, kann von uns theoretisch abgeleitet werden: Die Entwicklung der E-Seiten hat jeweils ihre I-Erweiterungen (z.B. auch als „Freiheit“ der „I“ in der individuellen Selbstständigkeit). Jene Trennung I-E ist zugleich auch die Zunahme freier Relationalität, z.B. in der „Wechselwirkung“.zwischen der ökonomischen Basis und dem rechtsideologischen Überbau.

    103Die Analyse der ökonomischen und technologischen E-Entwicklung und der daraus folgenden I-Ausweitung gewinnt ihr intellektuelles Fundament, beweisbare und unwiderlegbare Kalküle aus der E-Seite – und „die Flügel ihrer Hoffnungen“ aus der I-Seite. Das heißt, jene sozialen und sozialpsychologischen Folgerungen sind offensichtlich, wenn die I -, E-Philosophie stimmt. Und zwar als Begründung, welche alle philosophisch-wissenschaftlichen Diskurse erwarten. Und welche die mechanizistischen Zwangsabläufe nur als Grenzphänomene enthält.

    104Aber das ist ein historischer. Ablauf, in dessen Entwicklungsabschnitten die entwickeltsten Gesellschaften und ihre Schichten stecken, die als Formen der Kritik nicht nur beim Bejammern von Unrecht stehen bleiben, mit unklaren Begriffen, (Unterdrückung, „mehr Gerechtigkeit“ etc.) öder mit unterentwickelten „Forderungen“ propagieren.

    105Die politische Seite (Strategien und Ziele) ist mit der wp Rehabilitierung der I-Seite aufgewertet. Man kann die Zweiteilung „Wahrheit (Fatalismus) vs. Parole, Programm“ (Utopie) nicht mehr ernsthaft verwenden, seit der I/E-Ablauf einsehbar wurde. „Handeln“ ist als „I/E zu N/G“ der Ausweg. Das betrifft dann auch die Rechtssphäre, und die Rechtsphilosophie – und die Praxis so in deren „teleologischen“ Strukturzügen.

    106Eines darf man in der allgemeinen Suche nach Wertbetrachtung, hier der Rechtswert, („I“), nicht vergessen, die E-Seite, hier der juristische Positivismus, die Rechtswirklichkeit, die empirische uä Erforschungsmethodik war und ist immer/ noch nicht völlig erforscht oder gar vollendet; z.B. um für Rechts-Objekt, Rechts-Subjekt, Rechtswidrigkeit allgemeinste Rechts-Begriffe zu finden; so um diese weltweit in der Rechts-Disziplin, in der Praxis etc. vergleichend darzustellen oder die Bereiche in ihrer E-Seite zu relativieren; z.B. auch, dass überhaupt „Recht“ überall gilt. Deshalb wird es immer Mal wieder Wellen der E-Betonung geben. Um beispielsweise aus der empirischen Erforschung aller Rechtsordnungen die grundlegend gleichen Begriffe zu haben, so um philosophische Folgerungen zu ziehen. Für uns sind das: I, E, I/E etc.

    107Zumindest eine umfassende philosophische Metaebene ist als E-Ebene zu verstehen;, dann wenn „I“ als Existierendes (E) verstanden wird, und auf philosophischer Entwicklungs-Ebene ist „I/E“ die Begründung einer „neuen“ Existenz (E`). allein weiterführt. In praktischer Philosophie ist die „positive Erkenntnis des Rechts“ eine E-Funktion.

    108Dies zeigt sich in historischen I-E-Abwechslungen, z.B.wenn R. Ihering das „Historische“ Programm erfüllt und erst dadurch die E-Konstrukte, deren „dunkler Drang“ im Detail als „I“, zielbewusste Willen, Zwecke im Recht erkennt, ist ein derart typischer Entwicklungsablauf.

    109Das gilt sowohl für solche Schulen (wie hier der Historismus), die zunächst I/E(-relativ eng) als E` feiern, als auch für Forscher (hier Ihering), die auf ihrer Metaebene das I/E aufbrechen, um E vielleicht erst mal zu vernachlässigen und „I“ zu feiern: Als „das praktisch zwingende des Zwecks“ als „Schöpfer des Rechts“; hier noch als „Causa finalis“, noch nicht als „Ig“; also erst halb analysiert.

    110Aber diese „causa finalis“ klammert sich jetzt immer noch an unanalysierte . dunkle Abläufe, jetzt im rationalen Gewand. Die „über-empirische Zweckidee“ die nur von außerhalb der traditionellen Rechtsphilosophie, nämlich von der Soziologie, Sozialpsychologie, Politik u.ä. erkannt und gesetzt werden, wird noch nicht „anerkannt“. Weil das sehr weitgreifende Folgerungen mit sich bringt, z.B. letztlich die „Forderung“, die „richtigen“ Zwecke und Ziele zu erarbeiten; gemeinschaftlich. Und zumindest derart optimistisch an diese Arbeit heranzugehen, mit der Hoffnung, relativ „richtige“ Ziele zu finden und anzusteuern.

    111Soweit ging Ihering auch; heute kommt es darauf an, aus dem wissenschaftlichen und philosophischen Umfeld von I, E (Entwicklung, Genese der I-Sphären und E-Sphären-Strukturen). Rückschlüsse auf die „richtigen“ Ziele zu ziehen.

    112An die zuvor konstatierten Rechtstatsachen müssen sich produktiv weiterführende „synthetische“ Werturteile anschließen. Deren erste Stufe ist eine erweiterte philosophische Erkenntnistheorie (-> R. Stammler). Wobei die WP argumentiert, diese sei in der Methodik und der Grundbegrifflichkeit, auf N/G und I, I/E zu erweitern..

    113Dann die nächstliegenden und unstrittigen Ig (nur um Ig kann es gehen, denn die Allgemeingültigkeit der Wissenschaft etc. wird vorausgesetzt); so die „E-Entwicklung“ als Ig, E-Entwicklungs-Beschleunigung als Ig und die E-Entwicklungs-Vollendung als Ig.

    114Können daraus (und aus anderen) weitere entschiedene Werturteile hergeleitet werden? Beides Mal waren die Ig insofern kaum umstritten, als sie zugleich ein bestimmtes E-Niveau voraussetzten, das heutige hier.

    115Der rechtsphilosophische. Relativismus hat in dem Punkt erst mal Recht als er auf jede historische Periode bezogen, andere Ig zulassen muss. Diese „relativistische Selbstentscheidung“ gilt aber für die Gegenwart nicht „absolut“, sondern „auch“.

    116Was ist die „Rechtsidee“? Der platonische Grundgedanke der „Idee“ wird durch I/E erfüllt: Als deren unendliche Wechselwirkung, dynamisch sich zugleich E wie auch „I“ nähernd – durch G-Rz und N-Rw zugleich angetrieben. Vom positiven Recht. Als E (Sein, Wirklichkeit) und von „I“ (Sollen, Wert) sind die dynamischen I/E- Netze getrennt, aber die I/E streben zugleich wie auch unendlich ebenso auf „I“ und auf „E“ hin – wie auch umgekehrt.

    117Die „Ideen“ allgemein werden als „I/E“ modellierbar (z.B.die „Rechtsidee“). Zugleich ist jede Einzelphilosophie, hier die Rechtsphilosophie, aber auch beispielsweise die Kulturphilosophie, von „I/E“ bestimmt.

    118Die „Relativistische“ Rechtsphilosophie stützt sich auf die Fülle der Ii, Ik und Ig. Das traditionelle katholische Naturrecht stützt sich auf „E“, d.h. auf „objektive“ Geist-Strukturen, „Gott“, „Geist“ oä., was eine philosophische Lücke füllt, die des abstrakten „E“.

    119Wenn man „I“ in dessen „Existenz“ auch als „E“ akzeptiert, erhält man eine wp Erweiterung; weshalb sich Naturrechtslehren immer wieder am Leben erhalten.

    120Ähnlich ist es mit dem „Vernunftrecht der Aufklärung“; auch dessen relativ abstrakter Ansatz, die menschliche Vernunft, die ja Ii etc. nur in abstrakter Weise verfolgt, z.B. als „eudämonistisches Prinzip“; oder noch abstrakter als „Methodik“ als „Metaphysik auf empirischer Basis“ und „Intuition“. Ähnlich ist die Hegel-Renaissance: Als „Wirklichkeit der Ideen in der empirischen Welt;“ und „Geschichte als der Prozess der Erscheinung der Ideen in der Wirklichkeit“

    121Kurz, zu suchen sind relativ fundamentale philosophische Aussagen über E und „I“, bei E im „Abstrakten“, aber bei „I“ auch konkrete, um „I/E“ zu bilden.

    122Die philosophische Tradition Europas ist ja gerade dafür angetreten – und kann daher direkt oder indirekt wiederbelebt werden. Bei „I“ ist es prinzipiell anders und neu, da kommt es zum Beispiel auf die I-Weite – d.h. ein Ig ist „weiter“ entwickelt als Ik – und dabei auch auf die Moderne, etc. je nach E-Niveau, an.

    123Noch mal zurück zu E. Es müssen ja nicht ausgearbeitete Theorien zum Sein sein, wie bei Hegel; es können auch historisch-pragmatische (also unanalysierbare) E sein, die typischerweise in jeder Wissenschaft als Basis unhinterfragbarer Art (und eben jene „Wissenschaft“ begründend) erscheinen.

    124Hier als positivistisch gesetzte (-> I=E, in „normlogischer Lehre“) Grund-Normen oder auf philosophisch-theoretischer Meta-Ebene, dazu als juristische Allgemeinbegriffe mit nur empirischer Allgemeingeltung, nun als „juristische Grundbegriffe“.Auf ihren kann man dann die jeweilige Wissenschaft, hier die Rechtswissenschaft, aufbauen. Als „reine Rechtslehre“, weil „I“ fehlt. Und weil auch E aus weiteren philosophischen etc. Zusammenhängen ebenfalls eliminiert sind.

    125Von dieser Eliminierung, die als „Entlarvung aller Hypostasierungen und Fiktionen“ antritt, um „Rechtsphantasmen zu zerstören“, ist es ein kurzer Weg zur inneren Konsequenz, der typisch unendlichen Leere der E-Sphäre.

    126Ein weiterer, in der Philosophie-Geschichte entwickelter Mechanismus stützt sich auf die „weltanschauliche.“ Betonung „phänomenaler“ Art. Nicht nur „Ii“ steht dann im Vordergrund, sondern Ii/Ei als „Selbst“, als „Ich“, bei dem ja auch ein E, nämlich „Ich“ und ein „Ii“ mit unendlicher Wechselwirkung ineinander verwoben sind.

    127Eine „Wesensschau“ als der Versuch – (->N/G) – dies I/E methodisch zu erfassen; und zwar als nach außen relativ Abgeschlossenes, ist in dieser Entwicklungs-Phase für I/E deshalb keine Basis für „Wertphilosophie“ in einer Rechtsphilosophie, weil dieses „Ii“ prinzipiell nur auf einer Meta-Ebene kommunizierbar ist, also kein „Ik“ oder „Ig“ bilden kann.

    128Eine Variante dieser phänomenologisch fundierten Rechtslehre – die übrigens zur „pragmatischen“ Rechtslehre Verwandtschaft hat – ist die faschistische. Die „Grundvorstellung der Führung“ sieht in der „Persönlichkeit“ und deren „inneren Erlebnis der Notwendigkeit“ die Möglichkeit, Ideen irgendwie schöpferisch hervorzubringen. Es ist die weltanschauliche Ii-Betonung, speziell als Ii-Dominanz gegen andere Ii und Ig gegen andere Ig gewandt.

    129Wp gilt jedoch, alle jene weltanschaulichen Eckpunkte haben ihren Sinn; sie sind zu vereinen.

    130Lässt sich ein allgemeiner „Begriff des Rechts“ von der Rechtsphilosophie her für die Rechts-Wissenschaft finden und begründen, empirisch oder induktiv oder etc.? Aus der Erfahrung und aus dem Vergleich einzelner „Rechtserscheinungen“? „Begründung“ aber heißt, seine Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeit u.ä. aus einer philosophischen Notwendigkeit abzuleiten.

    131Das ist ohne Bezug auf „Werte“, auf die I-Sphäre nicht zu leisten. Es führt wieder – wie schon bei der „Rechts-Idee“ – zu „I/E“.

    132Es ist ein Verbund derart, dass es die I/E-Gleichgewichte gibt. Dazu gehört „Gerechtigkeit“ – Rechts-Idee, „Begriff des Rechts“ – aber auch das ästhetisch „Schöne“ ist eine I/E-Variante. Das „Wahre“ betont „E“ (in I/E), das „Gute“ betont „I“ (in I/E), („Der Zweck heiligt die Mittel“ bringt das I/E-Gleichgewicht ins Wanken).

    133Das heißt, es gibt eine Reihe „letzter Ausgangspunkte“,weltanschauliche Eckpunkte“ höherer Art?

    134Im Individual-und Sozial-Psychologischen hängen diese „Eckpunkte“ auf irgendeine Weise zusammen – z.B. „Gerechtigkeit als Gutes“; ist das genauer zu erfassen?

    135Was ist weiterhin über die I, E in diesem I/E-Verbund zu sagen? Formal (und das gilt für alle I/E, Ästhetik etc), hat I/E „innere Dynamiken“, was sich beispielsweise zwischen. Ii und Ig abspielt: Gerechtigkeit als subjektive Gesinnung ist als Ii-Größe dynamisch auf „objektive“ Ig,w-Gerechtigkeit gerichtet. Vor allem geht es um die Varianten des umfassenden „Ii-Ig – Komplexes.

    136„Gerecht“ kann nur ein Verhältnis zwischen Menschen sein, bei dem sittlich gute Individuen das Ideal einer gerechten Gesellschaftsordnung aktiv schaffen und erhalten. Bei solcher Vorstellung fassen wir den Komplex „menschlicher Wille, Gesinnung, Charakter, u.ä.“ als wesentliche „I“, als Ii, zusammen. Und die gesellschaftliche, soziale Ethik, die objektive Gerechtigkeit als Ig,w. Es werden beides mal viele kollektive und individuelle Eigenschaften in Ii und Ik,g,w zusammengedrängt; wir meinen, dass die „Zielkomponente“, gerade für „moderne“ Verhältnisse die wichtige und strukturierende ist.

    137Jedes E-Verhältnis, dessen „Sinn“ man erfragt, verweist wieder auf die I-Komponente und damit auf mögliche Inhalte von „I“ .

    138Wie ist die Gleichheit mit der Gerechtigkeit verbunden? Es geht um die formale Seite als I-Sphären-Struktur: Alle „I“ sind prinzipiell. gleichwertig. Und daher sind alle Ii (damit also auch alle menschlichen Individuen) gleichwertig.

    139Das gilt aber auch für die Ii, Ik und Ig zu- und untereinander.

    140Dadurch, dass es hier nicht nur um „G“ („Gleichheit“) geht, vielmehr dass Inhaltliches stets mit bedacht wird, kann zwischen absoluter und relativer Gleichheit zusätzlich variiert werden – um damit den Gerechtigkeitswert umfassender zu machen.

    141Modifikationen von Gleichheiten, Gerechtigkeiten (bei Aristoteles: „ausgleichende“, „austeilende“, „verhältnismäßige“) gehen in ihren Grenzbereichen – aus übergeordneten philosophischen Gründen – in einander über.

    142Dabei betrifft die „ausgleichende“ Gerechtigkeit das Verhältnis „Ii zu Ii“ (->Privatrecht“) bzw. Ik zu Ik etc.; und die „austeilende“ Gerechtigkeit ist: Ii zu Ik/g (-> öffentliches Recht). Wobei bei Ik bzw. Ig meint, dass es unter mehreren Einheiten, Menschen, Kollektiven (Familie bis zur Weltgesellschaft), inhaltliche Unterschiedstischere gibt, die zu nivellieren, eben das „Ik“ („Ig“) aktiv gestaltet wird.

    143Die Ig sind nicht nur ein quasi-mechanistischer Durchschnitt oä. Das „Ig“ erarbeitet sich vielmehr aus allen den Vorteilen der Ii einen Gesamtvorteil, gibt den aber an die „schwachen“ Ii zum Teil wieder ab; wobei es keineswegs nur um „Vor- und Nachteile“ geht. So ist z.B. auch ein Ig die „zweckmäßige“ Selbsterhaltung der Gesellschaft.

    144Das theoretische Zentrum ist also „Ii zu Ig“, in ihrer widersprüchlichen bis gleichgerichteten unendlichen Dynamik. Die ist aber wp weiter ausgreifend als nur „als die Gerechtigkeit“.

    145So kann Ig „frei“ gewählt werden, um von da aus das Verhältnis „Ii zu Ig“ zu bestimmen. „Ii“ muss dann „genauer“ angesehen werden: Es gibt im/als Menschen viele, tendenziell unendlich viele Ii.

    146Zwischen zwei Individuen herrscht die Gleichwertigkeit der „I“ sowie in deren Eigenschaften. Ungleichwertigkeiten gibt es in einer „Pyramide“, bei der an der Spitze die Grundwerte sind. Es ist der allgemeine abstrakte Einfluss der E-Seite, der hier so wirkt, dass aus dem konkreten Einfluss der E-Seite – was lässt das je entwickelte E-Niveau zu – so zum Beispiel fantasierte. Ii weniger „wert“ sind.

    147Das heißt, über der als Recht und Jus definierten Basis „Ii zu Ig“ steht „I/E“, bei den Ii,k,g,w als der abstrakten „Idee des Rechts“ das „E“ als die „Stoffbestimmtheit“ mit zu berücksichtigen.

    148„Ii zu Ig“ kann natürlich auch verschiedene Schwerpunkte haben. Liegt der eher auf „Ii“, dann geht es beispielsweise um den rechtliche Begriff der „Billigkeit“. Diese ist also eine Art von Teil der Gerechtigkeit und ihr nicht „entgegengesetzt“. Liegt die Betonung auf Ig (in „Ii zu Ig“), dann wird Gerechtigkeit eher unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Norm gesehen, während die Billigkeit im „Einzellfall“ wirkt, Recht mit der „Natur der Sache“ verbindet.

    149Die „Wirklichkeit“ kann „nach außen“ als „E“ modelliert werden, „nach innen“ ist sie E`, das heißt „I/E“ als Entwicklungsphase und als doppelt dynamische Unendlichkeit, d.h. als Relation aller anderen I, E. Die Einzelbereiche, in abstrakter Weise als „Ideen“, hier die rechtsphilosophische Idee, der abstrakte Begriff des Rechts/, der Gerechtigkeit. Wissenschaftlich. spiegelt sich das unvollkommen wider. Aber eben auch als und in anderen Bereichen, z.B. dem des Psychologischen, des Ästhetischen, etc. Stets werden – abstrakt formuliert – „Wertungen, Anforderungen“ („I“) und „Tatsächlichkeiten, Wirklichkeiten (E) real; auch zusammenfassbar als „Kultur“.

    150Die Tatsächlichkeit, der Wirklichkeitscharakter, die Positivität (E) und die Normativität („I“) erscheinen als zwei Grundprinzipien, z.B. in der Rechtsidee, im. Recht. Die „I“ in „I/E“, können „ Ii“ und/oder „Ig“ sein, prinzipiell geht es aber um „Ii zu Ig“, d.h. das Modell müsste Ii-Ig/E heißen, konkret zum Beispiel „Gewissen“, „Geschmack“, etc. Das sind sind dann Ii-Betonungen im „Ethischen“ und „Ästhetischen“.

    151Zu „Ii zu Ig“: Die Rechtsidee, die Gerechtigkeit, die als „Ii zu Ig/E“ modelliert wird, hat in Ihrer Dynamik Schwerpunkte, z.B. „das Verhältnis der Menschen zueinander“ (->Ig), Das heißt, sie hat sozialen Charakter, dieser gehört also zum Wesen der Gerechtigkeit, und dieser soziale Charakter ist dem Sinne nach auf Gleichheit (der Ii) gerichtet und hat den Anspruch, generellen Charakter zu haben. Derart ist der Rechtsbegriff als notwendig philosophischer Allgemeinbegriff ebenso in der Philosophie verankert wie alle Bereiche; und doch spezifiziert durch die Art der „E“ und der „I“. Warum und woher diese Einzelbereiche (zum Beispiel als weltanschauliche Eckpunkte) kommen, ist dann ein weitergehendes innerphilosophisches Problem

    152Haben einzelne Rechtsbegriffe, die als Werkzeuge der Rechtswissenschaft gelten, und die unumgängliche Kategorien des juristischen Denkens sind, die gleiche Basisstruktur wie die alles umfassenden Hauptbegriffe und Hauptmethoden. (-> z.B. die „Rechtsidee“)? Der „Rechtssatz“ beispielsweise hat die Bestandteile des Tatbestandes (E) und die „Rechtsfolge“, das was das Ziel einer Regelung ist oder sein soll („I“).

    153Bevor noch weitere Bespiele von „Rechtsbegriffen“ analysiert werden: Radbruch sieht wie wir ebenfalls diese beiden Bestandteile: „Positivität“ und „Nomativität“ als die zwei elementarsten Größen aller Rechts-Begrifflichkeit. Der Unterschied zu uns ist, dass wir „E“ und „I“ nicht nur aus der Empirie und der Analyse der Rechts-Wissenschaft und der Praxis, sondern aus einer allumfassenden systematischen Philosophie ableiten.

    154Die rechtsetzende Stelle, die Rechtsquelle ist ein weiterer „abgeleiteter“ Rechtsbegriff. Bei uns führt das zu einer genaueren philosophischen Darstellung. Das I/E-Verhältnis muss dabei – auch – so dargestellt werden: E-> N,G -> I -> N,G -> E` -> etc. Das heißt, aus einem relativ statischen Etwas (E) geht als dessen Interesse, Wille, Funktion ein „I“ hervor; jedoch sind dabei N,G-Verfahren und Methoden, die dies E in „I“ „umwandeln“ unumgänglich. Die „N,G“ kürzen dabei eine tiefer liegende. Problematik ab, die des doppelt unendlichen dynamischen Übergangs von E zu I. Hier ist es die Ausdifferenzierung von z.B. „Ik“ als Willens-, Interessenträger und „I“ als gewolltes Ziel.

    155Aus dem normativen Charakter des Rechts ergibt sich die zweifache Möglichkeit, ihm gemäß oder ihm zuwider zu handeln: Das ist ein typischer Einfluss von E (->N-G), in I/E. Denn im I-Bereich selber sind alle „I“ gleichwertig, also auch „für“ und „wider“, rechtmäßig und rechtswidrig. Hieran sind die wichtigeren E-Strukturen (in Ausschnitten) anzuschließen, z.B. die der jeweiligen Unentwickeltheit. Inhaltlich gesehen ist fast jeder Streit (->Rechtswidrigkeit) einer, der auf „Knappheit“ beruht.

    156Eine weitere philosophische Strukturgröße ist „Ii-Ig“. Hier ein Beispiel wie diese die abgeleiteten Rechtsbegriffe gestaltet: Die Geltung des Rechts für das Zusammenleben der Menschen sind Berechtigungen und Rechtspflichten. Das fassen wir genauer, es sind subjektive Rechte (Ii) und Ig als Verpflichtung des Einzelnen, den Ig zu gehorchen. Die Rechte und Pflichten beziehen sich auf Subjekte (Ii, Ig, Ik) und auf jene „Objekte“ (E), auf die sich dabei bezogen wird. Auch sie sind notwendig Begriffe jeglichen denkbaren Rechts.

    157Warum gibt es keine „vollständige“ und überhaupt keine „Kategorientafel“, z. B. als symmetrische Tabelle dieser „apriorischen“ Rechtsbegriffe? Weil es I/E-Gebilde sind, und nur E-Gebilde sind vollständig und abzählbar, kategorisierbar und symmetriebildend u.ä.

    158Von unserem philosophischen Ansatz (I/E, I-> N,G -> E->, Ii, k,g, Ii-Ig, E-Sphären-, I-Sphären-Strukturen und -Entwicklungen) müssen auch verwandte Normenarten, wie beispielsweise „Moral, Sitte“ sich erschöpfend ableiten lassen. Wir meinen, Recht und Moral sind deshalb „inkommensurabel“, weil Recht I/E ist und Moral Ii pur, verselbständigt u.ä. sind.

    159Recht“ ist daher ein Teil der Kultur, „Sittlichkeit“ verweist auf Ii, Moral auf Ig. Inhaltlich genauer erklärbar sind beide mit Hilfe anderer Wissenschaften. (Psychologie, Sozialpsychologie etc.)

    160Aber natürlich und fundamental hängen diese „inkommensurablen.“ Bereiche zutiefst zusammen: So im Übergang von „I- I“ zu I/E. Auch in der QM-Ordnung und im Entwicklungsablauf: In allen Entwicklungs-Phasen gibt es diese spezifische Zweiteilung z-z, w-w und z-z/w-w .Genauer, ist es bei „Recht“ das Modell Ii-Ig/E und bei „Moral“:„Ii-Ig“. Das heißt aber, die Moral „steckt“ in „Recht“ drin, nimmt aber auf „E“ keine – explizite – Rücksicht.

    161Das hat z.B. die Folge, – da sich E ständig weiter entwickelt – dass Moral, (oder auch die individuelle Vorstellung, Verhalten von „Sittlichkeit“ (-> Ii) konstanter ist, weniger flexibel.

    162Dazu kommt, die I-Palette enthält viele Ik, die für das „Recht“, für die E-Bereiche und ihre Entwicklung unwichtig sind, so dass der „breitere“, „tiefere“ Moralkorpus „gesellschaftlich“ wichtiger ist.

    163Moral ist die Ii-Ik-Betonung der Trennung im kohäsiven „Ii/k-Ig“: „Betonung“ heißt aber auch, dass in den „Normen“ (Ig) durchaus moralische Züge (z.B. „guter Glaube“) vorhanden sind, dass deshalb, weil alle „I“ „innerlich“ prinzipiell verbunden sind. Ebenso gehört zur Struktur der I-Sphäre, dass die „Ii“ vom Biologischen, hin zum Emotionalen und hin zur Fantastik unendlich viel freier sind als die (so als „Abstraktion“ entstandenen) Ig. Weshalb „die Gedanken und der Wille frei“ sind.

    164Und erst, wenn Ii mit E relationiert es zum Übergang zur Handlung mit E als wesentlichem. Element kommt.

    165Ob ein Individuum das gesell Recht anerkennt oder nicht – da es bei „Ii-Ig“ auch „Spannungen“ dieser Art geben kann – ist prinzipiell so einfach nicht zu beantworten; es ist ein Problem der unendlichen Übergänge, beispielsweise als die Dynamik des Lernens, der Interpretation, der Anpassung, der Wechselwirkung., der Widerstandsformen, der Vielfalt, der quantitativen Abstufungen, Kompromisse, etc. Das alles sind Verbalisierungen dieses Problems. Und es sind Darstellungen weiter Bereiche der subjektiven Realität.

    166Die Lage wird noch „schwieriger“, denn sie mündet in allgemeine wissenschaftliche und philosophische Bereiche:

    167Der Übergang von der „Gesinnung“ zur „Handlung“ ist zugleich der von philosophischen Sammelkategorien. Die „Handlung“ besteht wiederum aus „I-Elementen; diese treten in Wechselwirkung. mit „Gesinnung“,.weshalb die juristisch-praktischen Abgrenzungen wichtig werden, zum Beispiel, ob die Gesinnung nur als Symptom künftiger Handlungen rechtlich erheblich ist und ob Handlungen „nur“ als Symptome für Gesinnungen in Betracht kommen.

    168„Jus“, Soziologie und Politik legen das Schwergewicht auf Ig, Ik, Iw. Die Psychologie, bestimmte Philosophien oder Anarchismen u.ä. legen es auf „Ii“. Moderne Philosophie sieht in „Ii-Ig“, zum Beispiel ein zum Sozialen führendes dynamisches und zusätzlich unendlich gegliedertes Un-/ Gleichgewicht.

    169Wenn „Recht“ als Wert („I“), der das „Zusammenleben“ bestimmt, als Ig gesehen wird, dann ist „Moral“ nicht als ein „Wert schlechthin“ anzusehen. Vielmehr geht es um jene prinzipielle Untrennbarkeiten, Un- Identifizierbarkeiten der I-Sphären-Struktur. Und, Ig wird „Rechtlicher Wert“, weil er zugleich mit der Wechselwirkung „Ii-Ig“ auch eine Beziehung zur E-Sphäre hat, welche die Moral (als Ii-Ik-Ig) solcherart nicht hat.

    170Diese E-Relation ist jedoch „versteckt, erscheint aber so: Dem rechtlich Verpflichteten steht nur deshalb ein Berechtigter gegenüber, weil E-Knappheit herrscht; und beide beziehen sich auf E.

    171Die „Moral“ eröffnet – wie angedeutet – die Hereinnahme aller „I“ (geistiger, kultureller, emotionaler, auch biologischer). Während „Recht“ eine historisch entwickelt, bedingte – Auswahl vornimmt; die „Emotion“ z.B. „Liebe“, „Menschenliebe“. Wobei es in der allgemeinen „Hierarchie“ der „I“ durchaus umfassendere „I“ gibt; zum Beispiel das Ii in der biologischen Selbsterhaltung, kulturell z.B.die christliche. Nächstenliebe – also ein Ableitungs- und Rangordnungs-System. Das widerspricht nicht der I-Struktur u/o der E-Struktur, ist vielmehr eine I/E-Erscheinung (-> „Praxis“).

    172Bei der Moralität (Ii, Ik) wird jeder Einzelmensch und seine Beweggründe als „Ii“ (bzw. im Kollektiv, Ik,g) für sich erzeugt und verinnerlicht haben. Wenn jeder Einzelne Ig innerlich anerkennt, Ii = Ig ist, dann heißt das „Legitimität“. Dabei geht es selbstverständlich hier nur um die rechtliche Spezifik. Im Ästhetischen beispielsweise gibt es gleichfalls I, I/E; die betreffen aber andere Erkenntnis-Methoden (-> N, G) als Relationen zwischen der Subjektivität und der Welt.

    173Der Unterschied von „Bewertung“ -> Ii und „Bestimmung“ ->Ik, Ig wird als „das Recht“ durch beider Wechselbezug aufgehoben. So dass das Recht menschliches Verhalten von Ii her bewerten, beurteilen und von Ig her es imperativ bestimmen, herbeiführen kann, (Verbote, Gebote).

    174Die Wechselbeziehung beider ist als unendlicher Übergang das eher normale, welches verbal z.B.als „Tue deine Pflicht“ erscheint. Hier zeigt sich auch, dass „Ig“ im entwickelten Extrem zu „E“ wird. Dann wirkt „Tue deine Pflicht“ als zeitlich und räumlich bestimmt, kausal verursacht und als Mittel (E`) wirkend. Bezogen auf die Wechselwirkung mit Ii aber ist es als „sittliche Notwendigkeit“ von I-Charakter, also un-zeiträumlich und nicht kausal wirkend oder bedeutend. Es ist der Gegensatz von E-Sphären-Struktur und I-Sphären-Struktur.

    175„Ig“ ist erst mal „fremder Wille“; Ii ist Autonomie, Quelle der Moral. Aber die „Ii-Ig“-Formel ist die „Aufhebung“ beider; Wollen und Müssen durchdringen einander; man kann auch zwanghaft sein eigenes Ii explizieren, als Selbstverpflichtung. In der „Praxis“ aber, die als I/E ja stets E‘ meint, also jenes punktuelle Gleichgewicht, wird – jede – „Aufhebung“ zum „Dilemma“: Wo ist die Abgrenzung von wollen (Ii) und sollen (Ig)? So auch „tragische Konflikte“ zwischen Ig („Recht“) und Ii (->Moral), z.B der „Überzeugungsverbrecher“. Die Beziehungen beider I-Gebiete (also dieses unendliche Übergangs-Feld) haben alle Varianten: Zum Beispiel „teilweise, zufällige inhaltliche Deckung und das Gegenteil (Trennung von „Grund“/Ii und „Zweck“).

    176Die I-Sphäre ist „tendenziell unendlich“ – „weil“ die E-Sphäre stets „endlich“ ist. Jedes feste „I“, z.B. Ig, das als „E“ einen aufgeschriebenen Kodex vertritt, widerspricht dem prinzipiell. Und. „Ii“ (auch Ik) sind die eigentlichen Vertreter der Unendlichkeit. Und zwar in Anzahl und in allen „Qualitäten“.

    177Das heißt, Ig ist jenes „ethische Minimum“ (Jellinek) und zwar in „extensiver“ und „intensiver“ Hinsicht. „Intensiv“ heißt, dass „Ii“ die Verbindung, die Relation zu allen anderen „I“ – und zur E-Welt – aktiv sucht. Das gehört auch zur „I-Sphären-Struktur“.+

    178Die grundsätzliche E-Nähe von Ig zeigt sich vor allem darin, dass es die Mittel zur zwangsgewaltigen Durchsetzung hat – und zwar konstitutiv, während Ii, besser die I-Betonung, „ohnmächtig“ ist. Positiv ausgedrückt, es prinzipiell keine Identitäts- Festlegungen (G) braucht.

    179Zum Verhältnis der I-Sphäre zur E-Sphäre (I/E) gehört, dass auch an deren „Grenze“ „I“ = „E“ sein kann. Denn „I“ ist auf einer Metaebene „Existierendes“ (E). Zum Beispiel. wird die „logische Wahrheit“ (die Identität „G/ E“), zur ethischen Bewertung als „Wahrhaftigkeit“.

    180Es ist das eine konkrete Variante des unendlichen Übergangs der beiden Sphären ineinander. Das erscheint geistesgeschichtlich und rechts-praktisch, z.B. als Zusammenspiel von „rechtlichem Imperativ“ und „Einzelgewissen“.oder als das, was nun primär und Ausgangspunkt von den beiden ist.

    181Beide, positives Recht und moralisches Gut erscheinen als zu unterscheidende, „bloße Teilgebiete“, aber auch als sich „einander einverleibend“, „einander fremd“. Das sind verbale Versuche die Unendlichkeiten der „Trennung“(Rw/ N) und der gleichzeitigen Kohäsion (Rz/G) verstehbar zu machen.

    182Auch das gilt wieder für alle Bereiche und Phasen, die mit den quantentheoretischen Zweiheiten. (z,w, Rz,Rw, G,N) zu kämpfen haben, z.B. Ästhetik, Emotionalität, Kultur.

    183So wie die I-Sphäre die logische und wissenschaftliche Identitäts-Arbeit (G) als „Tugend“ bewertet – eigentlich die Leistungs-Gesellschaft (Ig) – so wird auch das „Recht“ (E) durch die Moral („I“) sanktioniert – und das Recht hat die Moral „zu seinem Zweck“.

    184Das ist (wie die historische Leistungsgesellschaft) kein zufälliges willkürliches Ereignis; viel mehr zeigen sich in dieser abstrakten und in der historischen Form der Entwicklung die Entwicklung der I- + E-Bereiche.

    185Das „Recht“ hat Verpflichtungen, Imperative und „Berechtigungen“, „Rechtsgewährungen“. Letztere sind Ii-Betonungen; bzw. „ Ii-Ig-Verhältnisse als ein Übergang von Ig zu Ii.

    186Dass es in solcher Schwerpunktbildung auch noch Wechselwirkungen gibt, zeigt, dass die Jurisprudenz so argumentiert: Durch das objektive Recht entsteht die Rechts-Pflicht, durch sie ein subjektives Recht. Und die Rechtsphilosophie sagt: Um der moralischen Pflicht willen entsteht das subjektive Recht und von daher das objektive Recht und die Rechtspflicht.

    187Wir aber trennen Rechtswissenschaft und Rechts-Philosophie grundsätzlich nicht mehr nur; und betonen auch nicht nur einseitig.

    188In der Wechselbeziehung aller Phasen haben auch die Rechtswissenschaft und ihre Philosophie soziologische und sozialpsychologische Strukturmerkmale. Die zu beobachtende „Sitte“ ist eines davon.

    189Sie ist die eigentliche „gesellschaftliche Seite der Sache. Aber da die nationalen Gesellschaften keine einheitlichen Gebilde sind, geht es um gesellschaftliche Kollektive, die je ihre Konventionen etc. haben. Dahinter stehen jeweils die Ik und Ek.

    190Ein Vertreter der Jurisprudenz muss sowohl ideologisch wie beruflich.- sachlich, wissenschaftliches Verständnis für solche Wechselbeziehungen haben, zum Beispiel als Bezug zur Soziologie oder gegenüber den Klassen- Strukturen; Ignoranz kann die Einheit der Rechtsprechung und auch das Recht als „nationales“gefährden.

    191Entsprechend polemisch und rätselhaft wird dann „Sitte“; zumal z.B. die Ik einfach nicht die des möglichen Kritikers sind. Aber Sitte/ Ik und ihre Strukturierungen sind „gewachsene“, sie wird meist freiwillig und gern befolgt – und die Ig werden entsprechend der Ik „interpretiert“. Die Grenzziehung zwischen. „Recht“ und „Sitte“ ist die zwischen. Ig und Ik und sie ist wegen dem unendlichen Ineinander Übergehen, einerseits nicht konstatierbar, aber anderseits – nämlich durch ein „drittes I“, also „willkürlich“ – durchaus möglich.

    192Natürlich haben Ig (Recht), das Ig der Gesamtgesellschaft (Moral oder Strategien) und Ik (Sitte) kein „systematisches“ Verhältnis, wenn man die E-Seite als „System“-Basis sieht. Man braucht aber auch nicht nur auf ein „historisches Verhältnis“ zwischen den dreien auszuweichen. Vielmehr ist es so, dass „historisch“ erweitert zur „Entwicklung“ führt und.dann wieder die Lösung bringt. Allerdings werden dadurch automatisch die E-Seiten einbezogen.

    193Jene „Erweiterung“ ist die „sachliche“und „historische“ Entwicklung. Beides ist untrennbar: Von Iii über Ik zu Ig. Ik sind Vorformen von Ig.

    194Und zwar spielt da die E-Seite eine entscheidende Rolle: Erst wenn die Großkollektive „reich“ genug sind, können sie beispielsweise von der Sitte des Almosens zur allgemeinen Moral der Wohltat, zur gesellschaftlich garantieren Rechtseinrichtung der Armenpflege übergehen.

    195Es geht bei Ik um Kollektive, die qua ihrer „I“ von den Mitbürgern „relativ getrennt“ sind, nicht aber in Existenzfragen (->E) .Für alle „Außenstehenden“ (definiert von beiden Seiten her) ist das Verhalten der Ingroup fremd, von Ik her aber hat es Sinn. Zu dieser Fremdheit gehört die Interpretation der Sitten, kritisch als „schematisch“ o.ä. Wobei das Band zwischen . Ik und „Sitten“, die ja nur ein allgemeines Schema der inneren Identitätsbildung sind, auch veralten kann; also dann erst fremd wird. (Für religiöse Riten zum Beispiel wird viel Kraft darauf verwandt, dazu keine kritische Reflexion innerhalb des Kollektivs aufkommen zu lassen).

    196Die Sitte, Rituale u.ä. sind Mittel, welche die Fiktion der Symbolleistung: des Zusammenhanges zwischen . Ik, Netz von Ik und „Sinn“ als äußerliche Zeichen, Symbole organisiert.

    197Jedes Mitglied ist mit der Aufrechterhaltung der Riten etc. deshalb „einverstanden“, mehr oder weniger reflektierend, bewusst oder stillschweigend, um das „Eigentliche“, „Ik“, dadurch abzustützen und darstellbar etc. zu machen. Alle Symbol-Leistungen (z.B.auch als „Sprache“) sind von dieser Art. Auch hier kann man philosophisch von „I/E“ ausgehen; wobei die E notwendig; aber weniger wichtig sind; ein genereller Strukturzug der „Realität“.

    198Selbstverständlich unterliegen – wie Recht, Moral auch – die Sitten der Entwicklung, den historischen Veränderungen. So steht die je ursprüngliche „Sittlichkeit“ der „I-Sphäre“ näher als die „Sitte“, welche in der Entwicklungstendenz (-> entfremdet, verdinglicht.) den E- Charakter annehmen kann; nach dem Modell I-> N, G -> E

    199Mit diesem Wandel, z.B. dem „Niedergang“ der jeweiligen Kollektive, werden die Sitten „formaler“, aber auch bewusster angewandt und „durchgesetzt“. Parallel zum allgemeinen Überlebenskampf dieses Kollektivs.

    200Gerechtigkeit – welche zum Beispiel gebietet, die Gleichen gleich, die Verschiedenen nach Maßgabe ihrer Verschiedenheit verschieden zu behandeln – ist die „Gleichheit“ der „I“ auf einer zu „I“ zu errichtenden Metaebene, welche die E-Sphäre ist. Dieses „I/E“ ist „formal“, es wird inhaltlich mit Ig bzw.als „Ii zu Ig“.

    201Man kann Ii, Ig als Zwecke, Ziele, Interessen oder ähnlich und insgesamt als das philosophische Problem der „Zweckmäßigkeit“ bezeichnen. Wenn man da beispielsweise in „Ii-Ig“ das Ig betont, ist das die Frage, welche Ziele verfolgt „der Staat“, die „Gesellschaft“ mit „dem Recht“.

    202Welche Ig kann man philosophisch erkennen? Sie müssen – in mehreren Annäherungsschritten – inhaltlich konkret benennbar sein und sie müssen ebenfalls nicht in Konkurrenz oder Verdrängung gegenseitig stehen..

    203Letzteres ist nur dann eine Gefahr – da alle „I“, also hier alle „Ig“, gleichwertig sind – (letztlich weil w-w oder z-z es sind) – wenn das E-Niveau Knappheit signalisiert.

    204Deshalb ist die erste gesellschaftliche Zielsetzung (Ig), das E weiter zu entwickeln und die E-Entwicklung zu beschleunigen und zu vollenden.

    205Da diese „Situation“ philosophisch abzurunden und zu vollenden ist, müssen jene noch fehlenden Dimensionen in die Liste der notwendigen Ig aufgenommen werden, die aus einer modernen philosophischen Systematik hier noch fehlen: Das ist zum Beispiel „der Mensch“, die philosophische „Subjektivität“. Er erzeugt (-> Ii) alles das, was als „E-Entwicklung“ in dieser Phase der Gesamt-Entwicklung von der Physik an gilt. Das kann die „Subjektivität“ qua „I-E zu I/E“ dito N,G zu N/G. Das heißt, der Schutz, die Förderung etc. der menschlichen „Einzelpersönlichkeit“, der menschlichen Werke etc. ist erstes Ig-Ziel. Das ist aber wiederum eine „Ii-Ig“-Variante. Eine weitere philosophische Aufgabe umfassender Art ist es neben der E-Sphäre auch die I-Sphäre auszudifferenzieren. Hier wird das zur Anliegen jedes Kollektivs, also von Gruppen, Gesellschaft, Staat – und damit vom „Recht“.

    206Um das anschaulicher zu machen: Die Leistungsgesellschaft strebt von sich aus zur E-Vollendung (Ig wird Iw) und „das Recht“ kann gar nicht im Kontrast dazu stehen. Wenn es das dennoch versucht, kommt es zu den üblichen historischen Krisen, z.B.zum Krieg.

    207Weiter zur Veranschaulichung: Die E-Entwicklung betrifft alle E, z.B. auch die Werke der Wissenschaften. Es sind alle „I“ (so die Möglichkeiten der Ii, Ik, Ig) durch „Recht“ zu fördern. Geschieht das nicht, kommt es zu gesellschaftlichen Verzerrungen. Und es sind alle möglichen I/E,-Kombinationen, z.B. die Kunst, etc. durch „Recht“ durch Ig direkt aber auch indirekt zu fördern.

    208Die Förderung der „Persönlichkeiten“ und die Entwicklung der Sachen (E) hängen über „I“ zusammen. In „Ii“ strebt der Mensch auch seiner Selbstvollendung entgegen, indem er die „Werke“ (E) (Arbeitsprodukte, Wissenschaften, Kunst) erschafft.

    209Was ist, wenn die Kollektivwerte (Ik, g, w) das „Gegenteil“ von den fordern, was die Individualwerte (Ii) verlangen? „Ist es kurzfristig recht“?Diese „kaum lösbaren Spannungen“ sind Teil des unendlichen Übergangsfeldes in, „Ii-Ig“. Zum Beispiel kann man Ig eher als „Machtausübung“und also als Ii-Unterdrückung beschreiben. Was ist aber das „Ii“ des „Diktators“? Das lässt sich nun gesellschaftstheoretisch ausweiten, z.B.in der Ökonomie als Ik-Strategie von Investoren, auf Kosten von Konsumenten Ii.

    210Auch hier gilt, wie für alle I-I-Relationen – von den Rz/Rw der ersten Physik an! – dass sich das nur lösen lässt über die E-Seite, genauer: Über die E-Entwicklung. Dann gilt „die Kollektivwerte fordern also das Gegenteil dessen, was die Werkwerte verlangen“, nur als eine mögliche Variante und Verwirklichung der philosophischen Überlegungen.

    211Sich „für“ Ii (Individualwerte) oder für Ik, Ig, Iw oder für E zu „entscheiden“, heißt, sich „weltanschaulich“ zu entscheiden, (d.h.z. B., diese als primär förderungswürdig für das „Recht“ zu empfehlen. Das ist insoweit nicht falsch, als dadurch erst mal die philosophischen Strukturen praktisch, konkret und deutlich werden. Und auch, dass damit jener allgemein förderliche historisch entwickelnd wirkende Konkurrenzkampf .entsteht;

    212Ist nun „der Mensch“ das Wichtigste und „der Staat“ nur Mittel zum „Zweck der Menschheit“? Bisher wurde geistesgeschichtlich die Aufhebung dieser „Gegensätze“ in überzeugender, d.h. Neues erzeugender Weise nicht geführt. Dabei ist die Entwicklung derart: Sachlich (und seit der Renaissance zunehmend auch „historisch“) steht „Ii“ im Vordergrund. Aber alle E-Entwicklungen (im gleichen Zeitraum, in Europa in gleicher Dynamik etc.) dient objektiv dem Sinn, eine unendliche I-Sphäre zu errichten – und damit erst „Ii“ zu sich selber kommen zu lassen. Alle Ii-Verwirklichungen zuvor waren unvollkommen, gegen andere Ii gerichtet u.ä. Die wissenschaftliche und die praktische Jurisprudenz hatten daher alle Hände voll zu tun.

    213Wenn Ig zu E wird (z.B.hier im „Recht“), dann wirkt die jeweilige Kollektivität, z.B. die Nation, das Volk, die Staatsmacht wie man es von der spezifischen Funktion und Struktur und Systematik von „E“ erwarten kann; z.B. einfach so, dass alle Ig Aufgabenstellungen, Projekte allein durch die Quantität der Personen und der Mittel (E`) erreicht werden. Und ob die Ii, Ik mit diesen Ig übereinstimmen ist eine ganz andere Frage. Es gibt aber einen jeweiligen historischen Mechanismus, abweichende Ii, Ik auf Ig zu verpflichten. Dann (und auch dann, wenn die dynamischen, kreativen Ii, Ik Neues erstellen, das aber von Ig nicht berücksichtigt wird), dann also wird „Ig“ zu „E“.

    214Aber wie gesagt, es ist in der modernen Philosophie grundsätzlich falsch, die Konfrontation (die es sogar in der Praxis nie gibt) zwischen „Ii“ und Ik oder Ig zu betonen. In der Geistesgeschichte zum Beispiel so formuliert:„Jedes unbedeutende Individuum ist ungleich wichtiger als alle politischen, religiösen Ereignisse und als sämtliche wissenschaftlichen und künstlerischen und technischen Werke aller Völker und Geschichte zusammen“. Dagegen:„Eine Statue des Phidias wiegt alles Elend der Millionen antiken Sklaven auf“.Das sind abstrakte und literarische Ansichten, gut für Dramen, aber vor aller Philosophie

    215„Ii-Ig“ ist stets zusammen mit I/E (E-> N,G -> I ->) zu sehen; nur das ergibt die „Praxis“; und nimmt man all I, E, N, G, dann ist das die „Realität“.Das was als „Wechselwirkung“ abstrakt gefasst wird, wird hierbei konkreter.

    216Ein Beispiel für die „Wechselwirkung“ ist, dass etwas empirisch und konkret gesehen werden kann.

    217Die Ii, Ik/g und E (z.B. hier als die individualistischen Ii-Persönlichkeitswerte und Auffassungen; und entsprechend Ik, Ig als kollektive Werte, Interessen, Zielsetzungen etc. Als Beispiel für E: „Kultur“/-güter.

    218Stehen sie auch – philosophisch genau gesehen – in Wechselbezug, so kann man historisch und praktisch feststellen, dass es dabei weltanschauliche Schwerpunkte gibt: Da ist dann Kultur „nur“ Mittel persönlicher Bildung und der Staat, das Recht sind nur Einrichtungen zur Sicherung, Förderung der Einzelnen. Oder, die Persönlichkeitswerte und „Werkwerte“/ E stehen im Dienste der Kollektivwerte und der Kultur, im Dienste des Staates und Rechtes; bzw. die Ii, Ik, Ig stehe n im Dienste der Kultur.

    219Die Wechselwirkungen werden auch, versuchsweise angenähert, zum „Organismusmodell“; sowas soll die „Unendlichkeit“ mit der positiven Endlichkeit. Versöhnen. Ein anderes „Bild“ ist der „Vertrag“:Der Staat lasse sich durch einen „Vertrag“ der Mitglieder – viele Ii zu Ig – entstanden, „denken“. Dieses Bild ist durch seine größere Abstraktheit eine Annäherung an „Unendlichkeit“. Solches „als ob“, das Symbolische u.ä. sind weit verbreitete Anschauungshilfen für die Übergangs-Problematik. Es erscheint in der Politik (als „Wahl“) und somit im Recht, z.B. im juristischen „Vertrag“ wieder, wird aber dort durch I/ Interessen konkretisierbar.

    220Die Ii, Ig und E sind als physikalische, biologische, emotionale und hier vor allem als objektive geistige Eckpunkte weltanschaulicher Art alle durch die „Entwicklung“ aufeinander bezogen. Dabei besteht eben die „Entwicklung“ darin, dass sich durch den Bezug zueinander alle Beteiligten verändern. Zum Beispiel zwischen zwei „Menschen“, deren Ii-Interessen uä, deren Ei-Wissen uä; aber z.B. auch als Bezug des Ii/ Individuen zur Natur, zum Arbeitsprodukt etc. sich nach den „I/E-Maßstäben“ weiter entwickelnd.

    221Um das darzustellen, ist ein Großteil der Alltagsphilosophie und der Literatur angetreten. Was von diesen Entwicklungen bleibt, sind aber nicht die Individuen und nicht (oder nur mittelbar auch) die Kollektive, „große“ Nationen, die Feudalklassse), sondern die Kulturgüter, (von der Architektur uä. und Kunstwerke jeder Art bis hin zu den „Texten“ und dem „Wissen“. Sie (Kunstwerke zB) sind die „vorletzten“ E auf der Entwicklungs-Leiter. Die abstraktesten Begriffe z.B. „E“, sind die letzten; daher die Verwandtschaft vom Gott (E) und vielen Kunstwerken

    222Die Ii sind von Ik bestimmt und vom E-Entwicklungsniveau. Konkret zeigt sich das z.B. als, gleiches Wissen, gleicher Beruf, gleiche Sprache, Kultur, gemeinsames Werk und in den sich daraus entwickelnden „originären“ I-Strukturen, („gemeinsames Wollen“, auch „bloße Sympathie“, die als ein „Ii zu Ik zu E“ analysiert werden kann, gehört hier hin).

    223Dass es Ik gibt, bei dem wirklich alle Ii übereinstimmen ist zwar theoretisch möglich (Rz/G), aber wegen der „Eigenart der I“ ist es unwahrscheinlich; alle „I“ sind gleichwertig aber je selbständig. Eher ist von „I-Netzen“ und teilweisen, überwiegend sozialen Identitäten auszugehen. Das gilt auch für „E“; wobei es zwar auch eine fast grenzenlose E-Variabilität gibt, aber zugleich sind die E „abstrahierbar“, im Endeffekt auf ein einziges „E“; („wir sind doch alle Deutsche“; „wir glauben alle an einen Gott“).

    224Bei den „Ig“ ist das Übereinstimmen aller „I“ und Ik praktisch unmöglich. Aber wenn ein Ig alle anderen Ii, Ik dominiert, als Krieg, Selbsterhaltung, Werk, Diktat u.ä., dann „interpretieren“ sich diese prinzipiell freien und wechselwirkenden, flexiblen Ii, Ik im Sinne des Ig.

    225Welche „Inhalte“ haben die Ik; Ig, Ii Ik? Ist es nur das Ziel der Selbsterhaltung? Oder das des utilitaristischen Zweckes, zum Beispiel in der Relation der „I“ mit biologischen oder emotionalen etc. E-Strukturen.

    226In der Praxis kann alles zum kollektiven „I“ werden: So die traditionellen Varianten; vor allem regionale, kommunale Zwecke und Ziele, etc.

    227Die historische Praxis, hinter der die sachliche und die Entwicklung Im „Geistigen“ stehen, zeigt, dass je größer die Kollektive sind, deren viele „I“ zu immer weniger zentralen Zielen (Ig) abstrahiert werden: Die Philosophie fasst sie zu „weltanschaulichen“ Eckpunkten (Iw) zusammen; z.B als. „menschliches Individuum, Humanismus, Gott, Gerechtigkeit, Freiheit, Gemeinschaft“. Diese „Eckpunkte“ hängen jedoch – wissenschaftlich und philosophisch – zusammen. Dafür gab es bisher keine stringente Systematik, jedoch viel Offensichtlichkeit, in deren Folge es keinen denkenden. Menschen gab, der nicht beides sah: „ Ich muss meine Betonung. durchsetzen, nur so kann deren Wichtigkeit Genüge getan werden“, und zugleich „ich kann zwar nicht sagen warum, aber die anderen haben eigentlich auch Recht“ .

    228Dort wo dies „Alltagsverhalten“ – als „Praxis“ und damit als ein wichtiges Metasystem zur „Ideologie“ und Philosophie – gestört ist, kommt es zu Krisen, z.B.im Rassismus, bei faschistischen Vernichtungsstrategien. Und es kommt auch zu Selbstreinigungsmechanismen des Ig, oft durch „Iw“ des Weltkollektivs.

    229In der Regel werden es stets I-Netze sein, die in der Politik wirken. Und zwar nicht nur die gegnerischen „I“, sondern alle möglichen „I“: Die weltanschaulichen und alle „niederen“, „egoistischen – und auch die „leeren“..

    230Wenn z.B. eine Partei (Ik) quantitativ anwächst und Regierungsverantwortung bekommt, dann kann sie nicht mehr nur von einem weltanschaulichem. Eckpunkt her alle Details der Welt, alle anderen „I“ bestimmen, interpretieren – z. T. geht das durchaus, weil der allgemeine philosophische Zusammenhang existiert.

    231Dieser herkömmliche Weg ist der einer verwaschenen Kompromissbereitschaft, welche den ursprünglichen. Ansprüchen immer weniger genügt. Was ist der Ausweg? Den zeigt die Philosophie, denn alle weltanschaulich-philosophischen Eckpunkte, welche normalerweise alle Parteien, Ideen, Ideologien abdecken, sind philosophisch wp-systematisch verbunden. So hat z.B. die „Logik der Sachen“, und deren eigene Gesetze, denen zu folgen jede Regierung gezwungen wird, ihre wissenschaftlich-philosophische Basis für das Regierungshandeln an jenem Vorrat an „Grundsätzen“ auszurichten, hier zum Beispiel das Gleichgewicht zwischen den individualistischen „Ii“ zu den kollektiven Ik und dem staatliche Ig.

    232Der weltanschauliche Eckpunkt des „Individuums“, an dem sich dann hier zum Beispiel. „individualistische“ Rechts- und Staatsauffassungen ausrichten – (über Ik/ „Parteien“ vermittelt) – hat zweierlei Aspekte: Das Ii als selbständige erzeugende Kraft, die „die Welt“ beeinflusst und umgekehrt die Einflüsse der Welt, vor allem von Ik und Ig zeigt. Welche bestenfalls das Individuum, das Subjekt für ihre „Ik,g“ „werben“, gewinnen wollen.

    233Die Ii erster Art sind prinzipiell „frei“. Sie äußern sich in tendenziellen Unendlichkeiten, so in allen Eigenschaften der Emotionalität, (z.B. „Launen, Grillen, Spleens“). Sie sind in der Regel „asozial“. Aus ihnen lassen sich keine Ik, Ig machen und keine „Organisationsformen“(E) wie z. B. Regierung, Staat, Recht.

    234Schon Hegel hat gesehen, erst wenn „E“ zu diesen freien „I“ hinzutritt, wird „I/E“, also „Praxis“ daraus. Bei Hegel ist dies E das „Eigentum“. Diese I/E-Bindung stellt die Verbindung zu allem anderen her. Die Beibehaltung und „Verstärkung“ (z.B. durch Theoriebildung oder „Politik“) des empirisch konkreten, aber „isolierten“, reinen „I“ (hier Ii) führt im gesellschaftlichen Bereich zum „Anarchismus“.

    235Es ist übrigens unwesentlich ob diese Ii positiver oder negativer Art sind, solange man sich weigert, diese Ii „unterzuordnen“ – was eine zweite Möglichkeit der Einbindung von „Ii“ ist; -> „Ii vs Ig“, aber noch einen Schritt entfernt von „ Ii-Ig/E“ („Praxis“).

    236Bezieht sich eine „praktisch orientierte“ Partei, wie hier der Liberalismus, auf das Individuum, dann kann das nur über „E“ geschehen. Und nur im Feld „Ii zu Ig“, also auf „Persönlichkeiten“ bezogen, die das dynamische Gleichgewicht zwischen natürlicher Freiheit und Vergesellschaftung zeigen.

    237Nur dann kann das Recht dem Individuum dienen, die individuelle Freiheit bewirken als Freiheit zu E, zur Gesellschaft, zur gesellschaftlichen Umwelt bzw. als Befreiung von beiden.

    238Alle Relationen sind von N-G und von N/G bestimmt (der Trennung Rw,N und der Kohäsion Rz/G sowie als “Rz/Rw“). Die undurchschaubaren, unendlich dichten physikalischen Relationen zwischen den Dingen und auch zwischen ihnen und den Menschen werden radikal auf „N-G zu N/G“ reduziert: So auch in der Logik, Mathematik, Alltagslogik, Empirik; oder auch in Arbeit/ Handlung/ Praxis.

    239Dieses allgemeine Schema wird ebenfalls in den kulturellen, historischen uä Bereichen genutzt. „Das Recht“ ist jene Methodenweise, die – wie innerlich komplex sie auch zusätzlich sein mag – der N-G-Seite am nächsten kommt: Das Individuum wird „isoliert“, von anderen Menschen, Dingen und Angelegenheiten, von seiner Genese, von seinen Eigenschaften etc. Das Sozialphänomen Recht setzt sich an die Stelle der unentwirrbaren Netze „wild gewachsener“ Irrationalitäten, gesellschaftlicher Verknüpfungen etc.

    240Dies rationale Minimalsystem rechtlicher Beziehungen unterscheidet sich von „der Empirik“ u.ä.: Es hat das I-System parallel zu sich, auch wenn es das selbst oft nicht sieht.

    241Wir sehen in der Differenz rechtsphilosophischer Individuierung und dem lebendigen individuellen Menschen, als verschiedene eigenartige, sittliche Persönlichkeiten eben jene Ii-Seite und damit I/E. Sie wird historisch und systematisch in und durch beide Entwicklungsarten eliminiert.

    242Aber zugleich wird dadurch (hier schon) die E-Seite vollendet und zwar zum Beispiel in den Begriffen „Gleichheit“ = G und „Freiheit“ (-> „N-G“) und „Selbst“ o.ä.

    243Hier muss dann für alle Wissenschaften und Praxen, so für die Jurisprudenz, die I-Seite und die unendliche I/E-Wechselwirkungs-Dynamik in die Rechts-Wissenschaft, Rechts-Philosophie und Rechts-Praxis einbezogen werden.

    244Eine Folge der weltanschaulichen Entscheidung, das rechtsphilosophische Individuum zur Basis zu wählen, ist, alle rechtsrelevanten Strukturen, Funktionen auf jene drei (Gleichheit, Freiheit, Identität) aufzubauen. So geht z.B. der „Gesellschaftsvertrag“ zwar nur in verbaler Annäherung: „Was jedermann vernünftigerweise zu wollen hat, weil es in seinem wahren Interesse gelegen ist.“ o.ä.. Aber hinter dem abstrakten Vernunftschema verbergen sich Freiheit, Gleichheit und Identität

    245Das gilt auch für die „Ig“. Um die „sittliche Individualität“ als „Wert höchster Ordnung“, für welche Recht und Staat „nur Mittel in ihrem Dienste sind“, zu verstehen, kommt man ohne jene Grundbegriffe (frei, gleich, identisch) nicht aus. Die traditionellen „Formen“ (Liberalismus, Demokratie; Anarchismus) lassen sich „inhaltlich“ als Ii, (Ii zu Ig) und dazu formal deren quantitative Abstufungen einordnen.

    246Liberalismus, Anarchismus ist die (freie, u.ä.) Ii – Seite; Liberalismus ist dabei das formale Extrem, Anarchismus das inhaltliche Extrem.

    247Demokratie ist die Extremform von „Sozialismus“: Gleichheit in allen Bereichen (Wirtschaft u.ä.); „extrem“ meint die allgemeine Entwicklung, welcher wp stets auch alle Details der Phasen ausgesetzt sind.

    248Dazu gilt aber: Es gibt eine Verbindung zwischen I-Bereich (also Ii, Ii zu Ig) und dem N-G- E-Bereich: frei, gleich, identisch.

    249Die Extremformen „Ii“ als nur freie, mit sich unendlich oft identische, als kreative u.ä. und die Extremform „Ig“ als nur „gleiche Ii“, die formale Identität aller Ii.

    250Die „historische“ und „praktische“ Konstellation ist aber stets „I/E“ bzw. hier jetzt „N/G“: „N“ steht für Freiheit, „G“ für Gleichheit und die gleichgewichtige „Punkt-Situation“ in „N/G“ steht für „Identität“. Alles andere ist in doppelter Dynamik, unendlicher Wechselwirkung „formale Dialektik“ mit erzeugendem Charakter.

    251Letzteres ist auch das was „Praxis“, Konkretheit und alle Entwicklungsarten, z.B. „Geschichte“, Gesellschaftsleben, individuelles Leben, Arbeit, etc. bedeuten, wenn man neben den methodischen formalen „N-G zu N/G“ noch die inhaltliche QM-Ordnung „I-E zu I/E“ einbezieht.

    252Daher sind auch alle praktisch-konkreten Kollektivformen im Historischen, Politischen, Kulturellen, etc. „Mischformen“.

    253Das zeigt sich an den spezifischen inneren „Widersprüchen“, z.B. dass „Demokratie“ auch Einzel- und Minderheitswillen als liberale Möglichkeit stets eine weitere „Chance“ zur Veränderung gibt.

    254Die Verfassungen mit ihren beiden Erscheinungsformen von Menschenrechten (Grundrechte der Freiheiten der Einzelnen und der Gleichheiten) versuchen auf höchster Ebene jenen „Grundwiderspruch“ in lebendiger juristisch- philosophischer Praxis zu vereinen und aufzuheben.

    255Philosophisch (wp) gesehen, bilden aber diese beiden (Liberalität, Demokratie) noch eine andere Polarität, die von „Form“ und „Inhalt“. Das ist in Rz, Rw verankert. Dort und in „N-G zu N/G“ erscheinen zwei Grund-richtungen: Das Trennende (-> N-G, freie N) und die verbindende Relation G. G ist stets auf andere Entitäten, hier auf Menschen bezogen und G tendiert als unendliche Größe auf „E“ hin. Das E ist hier „der Staat“, die Gesellschaft, ihr Ig

    256Durch diese bindende G-Relation entsteht formal z.B. auch „Inhaltlichkeit“.

    257Radikal gesehen (→ G = isoliert von N) ist es daher so, dass der Demokratie-Gedanke die vorstaatliche Freiheit zur Disposition der Gesellschaft stellt; „es gibt keine Nicht-Vergesellschaftung; und im Politischen als Unterstellung unter die Mehrheit im Staat. Während der Liberalismus und die Anarchie von einer „natürlichen vorstaatlichen Freiheit“ der Menschen ausgeht. Beide machen dann wieder „Kompromisse“. Der Liberalismus huldigt (seit Montesquieu) der Gewalteinteilungslehre, weil die konstitutiv für eine Regierung sei. Die Demokratie (Rousseau) kritisiert diese Trennung, Teilungen, weil sie in der inhaltlichen Praxis Scheinlösungen sind. Aber dennoch sind sogar „Volksdemokratien“ – auch aus praktischen Gründen – von Teilungs-Funktionen geprägt.

    258Dieses „Ii – Ig“ – Projekt zieht sich als allgemeines und begriffliches nicht nur quer durch die „Parteien“ vielmehr schwankt jedes Verhältnis zwischen „beiden: „Ig“ ist die „Teilnahme des Einzelnen an der Mehrheit, am Staat, mit staatsbürgerlichen Rechten, die der Saat gewährt und schützt, für alle, als Gleichheit und Gerechtigkeit. Und „Ii“ ist „Freiheit“ vom Anderen, vom Staat. Die Freiheit zu allem Erdenklichen, zum Gebrauch verschiedener, tendenziell unbegrenzter„natürlicher Fähigkeiten“ u.ä.

    259Das Wechselspiel und das jeweils quantitative Überwiegen einer Seite hat seine Ursache in der „E“ – und „I“-Sphäre, bzw. in I/E-als „Praxis“.

    260Alle Kollektivität (auch z.B. die feudale und faschistische) ist so konstruiert., dass ihre Unterscheidung aus dem Stand der E- Entwicklung, daher der Art der E und der Art der „I“ resultiert. Aus den Eigenschaften von „E“ und „I“ stammen auch die Eigenschaften ihrer konkreten Ausformungen, z.B. ist „I“ tendenziell unendlich, (so: misst man dem Liberalismus einen „unendlichen Wert“ bei). „E“ ist stets. „endlich“ („Demokratie misst dem Individuum nur einen endlichen Wert bei“)

    261Auch Radbruch argumentiert mit quasi-mathematischen Vorstellungen. Danach ist der endliche „demokratische Wert“ mathematisch summierbar (die „Mehrheit ist mehr wert als die Minderheit“); und der „unendliche Wert“ einer liberalen Individualität, Ii, ist stets unüberbietbar. Daher sei auch die Demokratie, ihr Inhalt (-> E), ihre liberalistische Form nicht zu überbieten.

    262Bei uns gilt, „Ig“ tendiert zum endlichen E, aber „ Ii“ ist die unendliche Quelle von Kreativität. Aber da die Demokratie, der Liberalismus nur „ Form“ ist, nur abstrakte Freiheit und Gleichheit, deshalb fehlt das E (als „Mittel“, Wissen, etc.) um „sozial“ zu werden. Es sind die die ökonomische und auch die politische Unfreiheit und Ungleichheit, zum Beispiel als Fehlen an Wissen, welche da hemmend wirken.

    263Die „rechtsformalen“ Freiheiten und Gleichheiten sind aber nur äußerliche „Verschleierungen“.der historischen und.sachlichen Notwendigkeit, welche aus dem objektiven Stand der E-Entwicklung .resultiert Wer dagegen ankämpft, muss als Ig das Ziel wählen, im strategischen Maße die E-Seite betont voran zu treiben.

    264Hier muss die E-Seite weiter betrachtet werden, und zwar in ihrer Vermittlung zur I-Seite: E/ Ii,g,k,w..Es geht z.B. um das „Eigentum“, die gesellschaftliche Ungleichheit, es betrifft ungleichen Konsum, (das eine Ii hat größere „Konsumchancen“, „Lebenschancen“ oder ungleiche Arbeitschancen als andere Ii. Bei „E/Ik geht es um strategische Veränderungschancen der Oberschicht, aber nur kleine „taktische“ Veränderungschancen der Arbeitnehmer.

    265Der „soziale“ und politische Gedanke/ ist nun, gewisse Ausgleichsmaßnahmen in beiden Gebieten zu schaffen; z.B. als Mitbestimmung, Besteuerung, öffentliche Rechtshilfe, Sozialversicherungen, u.ä. Aber auch das muss dann als „Formal“-Politik gesehen werden; soweit es die E-Entwicklung und die Inhalte der „E/Ii,k“ nicht berührt.

    266Der „Sozialismus“ ist als „Konkretisierung“ abstrakter Überlegungen als komplexer Übergang zwischen den angedeuteten „I/E-Strukturen und -Funktionen“ anzusehen. Es gibt ihn zum Beispiel als „formalen“ Ausgleich von Konsumchancen zwischen „unten und oben“.Und als Versuch zur „Gleichgewichtsbildung“ im Konsum- und im Investitionsbereich (Mitbestimmung), z.B., um ökonomische Krisen aus Mangel an Verbrauchskapazitäten zu meiden. Oder der Sozialismus als Beseitigung der Oberschicht –Ik/i, um die Ursache der ständig sich erneuernden Ungleichheiten zu beseitigen. Geht es um die Inhalte der Oberschicht, welche Strategien werden wie gefahren (Ig). Alle diese politischen Programme sind konkrete, jedoch solche formaler Art.

    267Von den Strategien aus gesehen ist es „praktischer“, die Ökonomie und die Politik etc. nicht nur marktmäßig, zu organisieren, sondern in „überindividueller Regelung“als Zusammen- sowie Gegeneinanderwirken vieler freier Individuen. Der Kern des Problems ist, dass die marktmäßige Vergesellschaftung „nicht“ (oder zu ungewiss, zu langsam) jene I-Strategien erzeugt, welche optimal“ sind und die in der Objektivität der E-Entwicklungsrichtung liegen. Wie aber sind diese Optima inhaltlich zu bestimmen? Relative Einigkeit herrscht darin, dass sie dem „Individuen zu dienen“ bestimmt sind. Das „Kommunistische. Manifest“ hat die Forderungen von 1789 am formal weitesten gefasst: „Die freie Entwicklung eines jeden ist die Bedingung der freien Entwicklung aller“. Das ist aber noch nicht die ganze „kommunistische Wahrheit“. Denn damit verhindert wird, dass dieses Ziel der Freiheit aller durch eine Beschränkung der Freiheit aller erreicht werden soll, muss diese geschichtliche Entwicklungs-Phase, als Aufbauphase, der Investition und des Zwangssparens bewusst gemacht werden. Vor allem gehört dazu auch, „dem Kapital“ diese Vermittlungsphase zuzugestehen. Erst dann kann die Theorie offengelegt werden: Diese Zielperspektive (Humanismus als individuelle Selbstverwirklichung aller, „Ii zu Ig,w“), ist ohne „E“ und E-Entwicklung weder theoretisch sinnvoll noch praktisch zu konstituieren.

    268Heute spielen folgende Übergangsmöglichkeiten die wichtigste Rolle: Das „marktmäßige“ Abstimmen als Majoritätenbildung durch demokratische Abstimmungen und die Entwicklungen der „E-Seiten und der an sie gebundenen Ik,g-Entscheidungen……. Dabei zwei „Elite“-Varianten, die der technologisch-ökonomischen Oberschicht und die „soziale Führung“. Das Interessante ist, dass jeder der beiden Varianten unterstellt werden darf, das gleiche Ziel zu haben. Die Unterscheidung besteht darin, dass einerseits theoretisch reflektiert wird, andererseits nur von die Praxis betont wird. Das – öffentliche – Reflektieren hilft, historische Fehler (falsche Ig, Kriege, Krisen) eher zu verhindern.

    269Vor „1789“ und bis heute gab es stets zwei „Parteiideologien“, die allgemein progressive und die allgemein konservative. Die erstere hat die typischen „I- Fakten“ und I-Funktionen, (zum Beispiel menschlich-individuelle Ii-Betonungen, so als „Aggressivitäten“ gegen die E-Seiten, z.T als abstrakte „Neugestaltungen“ oder als Hervorhebung des technologischen Fortschritts.

    270Der allgemeine Konservativismus betont die Erhaltung (Rz,G), Verteidigung z.B. „der Familie, der Umwelt, des Kultur-Erbes, und von daher die Bewahrung bestehender politischer Tatsachen; die Religion und die bisherige Historie, u.ä. Bereiche werden als solche hervorgehoben.

    271„Konkret“ und „praktisch“ aber gilt auch hier die Einheit „I/E“, das gegenseitige Durchdringen der dynamischen und neuen Zielsetzungen (Ii,k) und der seriös gewordenen bisherigen „E-Strukturen“. Zum Beispiel kann „Das Volk“ konservativ gelobt werden und zur „Volksdemokratie“ werden und dann zum „wir sind ein Volk“. Oder, das konservative Verharren in bloßen Formalien („ Herrscher über das Volk“) stört z.B. die kapitalistisch-liberalen Verwertungsstrategien.

    272Ein historisches Ergebnis der „I/E“-Entwicklung kann heute als „Chaos“ in der „Ersten Welt“ gesehen werden. ist: Wp ist es das Ergebnis der tendenziell unbegrenzten Wechselwirkungen der vielen sich dynamisch weiter entwickelnden Phasen. Ein völliges Durchdringen von Formen (E,N/G) und Inhalten (I/E), die einstmals und sogar heute noch vereinfacht als „konservativ“oder „progressiv“ galten. Solche letztlich „negativ“ wirkenden und sich oft verselbsständigenen Umwege in der Entwicklung, wie z.B. Kriege, sind aus den vor-wissenschaftlichen und nicht öffentlich erörterten gesellschaftlichen Grundhaltungen zu erklären.

    273Beide Grundauffassungen, die „individualistische“ und die „organische“ Staatstheorie sind in das Modell „Ii zu Ig“ eingebunden. Dessen Strukturen und Funktionen erscheinen als die isolierte abstrakte Stellung des Einzelnen, ob als Ausgangsindividuum oder als „Herrscher“, sowie als abstrakte „Summen“ von Individuen (Ik, Ig) oder von weniger abstrakten „Ganzheiten“ aus Individualitäten. Die „reiche Gliederung“, die vielfältigen Zwischenbildungen zusammen mit dem Ganzen und dem Einzelnen zeigen sich in beiden Staatstheorien und vor allem als „Praxis“, es ist das Verhältnis „Ii zu Ig“. Alle Man nigfaltigkeit und Ungleichheit der Funktionen, in Art und Rang (Landschaften, Stämme, Berufe, etc.) sind Varianten dieser unendlichen Wechselwirkung, die allerdings ohne den Einbezug der E-Sphäre – und mithin von „I/E“ („I“ „zu“ „E“) nicht erklärbar ist.

    274Man kann dieses „zu“ nicht unanalysiert lassen. Beispielsweise ist es „N-G“ und „N/G“. Auch hier gibt es jene Schwerpunkte, die „organischen“ Theorien argumentieren mehr mit N/G-Varianten. Was das „Konservative“ völlig relativiert, denn „Dialektik“ u.a. moderne Methodologien sind vom N/G-Typ. Während die N-G-Varianten (Empirie, Logik, Positivismus, etc.) die Hauptmethoden der „Aufklärung“ bis heute und die vieler Naturwissenschaften und, Techniken sind.

    275Selbst wenn sich die Deutung als „konservativ“ auf von-aufklärerische Organismus-Modelle beruft, dann stellt sich, (wie bei N/G) – die Frage nach den Inhalten jenes „I“, das sowohl formal aus N/G entspringt wie es dem „Organismus“ – impliziert – zuzuschreiben ist.

    276Anders gesagt, die Einführung der I-Kategorie ist wissenschaftlich und philosophisch keinesfalls „Konservativismus“.

    277N-G unterscheidet sich von N/G z.B. in traditioneller Verbalisierung: „Freiheit“ ist abstrakte Möglichkeit zu allem und jedem“. Aber Freiheit nicht von allem, sondern zu etwas, also Freiheit ohne Gleichheit, und Freiheit als „Mittel“ im Dienste der Gesamtheit.

    278Es ist aber eine – willkürliche – Betonung, einerseits (progressiv)nur das „Individuum“ (Ii/Ei) und das Ganze der Weltgesellschaft (Iw/Ew) zu betonen und andererseits konservativ die „Zwischenstufen“ (Familie, Berufsstände, Nation) zu akzentuieren. Diese „Willkür“ hat wieder mit dem E- und dem I-Entwicklungs- Niveau zu tun

    279Eben weil das Auseinanderreißen von I/E in „I“ (progressiv) und „E“ (konservierend) in der historisch-politischen Praxis, (und Entwicklung), nicht allein möglich Ist, gibt es weder Parteien noch Staats- und Rechtsgedanken „reiner“, idealen Art – ohne dass diese sich in alles chaotisierende Selbst-/ Widersprüche brächten. Die dennoch reklamierten Schwerpunkte hinterlassen dann jenen gebrochenen Ausdruck und Anblick, die manchen Gemeinschaften wesenseigentümlich ist. Zum Beispiel jene Glaubensrichtungen, deren historischer Wertemonismus nicht hinreichend ist, um „mit der Zeit“ gehen zu können, um ihren kulturellen Einfluss zu wahren.

    280Das ist übrigens eine typisch vordergründige Darstellung ganz normaler gegenseitiger (Kirche, Umwelt) Veränderungen und Entwicklungen.

    281Zur Inhaltlichkeits-Problematik der Parteien gehört auch, dass das Abweichen von I/E-Gleichgewichten, also beispielsweise die „I“ so weit zu wählen, dass die „E“ dazu fehlen – und vor allem auch absehbar nicht erzeugt werden können, dass dann mit propagandistischen Schlagworten gearbeitet wird. Es geht dann nur noch um „Macht“, nicht mehr um strategische Absichten.

    282Umgekehrt ist es genauso eine gesellschaftliche Katastrophe, wenn die E vorhanden sind, aber die „I“ fehlen. Es kommt hierbei zur Krise, vor allem in der Ökonomie.

    283Eine Wahlkampf-Variante ist dann, diese Lage öffentlich zu machen, und als Programmziel die gemeinsame Erarbeitung der „E“ zu propagieren oder die fehlenden „I“ zu erarbeiten.

    284Welche „Parteien“ gibt es? Grundsätzlich ist jedes Kollektiv gemeint, also Ik, Ig. Die „Kollektivität“ bringt es mit sich, dass Ik, Ig „Netze“ sind, aus vielen I bestehend, auch aus Unter-Kollektiven und Individuen-Zielen (Ii).

    285Das Haupt-I ist oft unklar, (z.B.„Nation“ als kollektive Selbsterhaltung/ Selbstverwirklichung, Freiheit, Sozialismus, Gottesherrschaft, etc.).

    286Die „Interpretation“ der Einzelziele durch das Haupt-I ist eine weitere Stufe der „Unklarheit“ – aber tägliche Polit-Arbeit. Die in „normalen Zeiten“ gut geht. Wenn die „Ig/k“ aber gefordert werden, dann müssen diese Prozesse gesellschaftlich neu durchdacht werden.

    287Sind diese Ig „Rechtswerte“? Insofern alle Menschen gleichermaßen daran teilnehmen können. Was dann „gerecht“ wäre, wenn diese Menschen in gleichem Maße, in welchen sie an Freiheit, Sozialismus, Glück, etc. teilhaben auch zur Erschaffung, Erarbeitung dieser bzw. deren E-Voraussetzung beitragen; das wäre „Gerechtigkeit“, (das Zentrum der allgemeinen Rechtsidee).

    288Aber das alles ist erst die formale Seite. Die rechts-inhaltliche ist so gegliedert: Das betrifft das, was das Individuum will, (will es Freiheit als Weltumseglung oder im Kleingarten?) Weiter: Was leistet das Individuum absolut und was leistet es relativ zu dem was es absolut leisten könnte? Dann noch, muss „Leistung“ überhaupt eine Rolle spielen?

    289„Leistung“ in der mod. Leistungsgesellschaft ist entweder I-strategisch oder I-taktisch.

    290Die im Begriff „Gerechtigkeit“ implizierten von „gleich“ und „ungleich“ (Gleiches gleich, Ungleiches ungleich behandeln) zielt vom Formalen aus ins Inhaltliche. Dies „Inhaltliche“ systematisieren wir als I, hier als „Ii“.

    291Wenn so/ also „Ungleiches“ ungleich „behandelt“ wird. – (so lässt sich das „Inhaltliche“ wohl am besten fassen) -, dann lässt sich das so analysieren: Das Gericht bestraft (behandelt) einen Professor wegen Diebstahl mit einer Geldstrafe. Das Ii des Professors (Eigenwelt) soll dem Ig angenähert werden; weil das inhaltliche Gebot ist, die Ig (z.B. Erhaltung der Gesellschaft) zu schützen, zu fördern. Die Die Inhaftierung hätte weder den Professor zur Abkehr seiner Eigenwelt genutzt, jedoch hätte sich die Gesellschaft (Ig) dadurch selbst geschadet. Ein arbeitsloser Dieb kann keine Geldstrafe vertragen; seine Tat ist sehr viel weniger eine eigenständige Ii-Tat versus Ig. Er versuchte, sich (zum Nutzen der Gesellschaft) durch die Diebesbeute zu ernähren.

    292Eine Analyse der „inhaltlichen.“ Seite führt also wieder zu „Ii zu Ig“. Dies kann als „Zweckmäßigkeits“-Aspekt der Rechtsidee, (neben der „Gerechtigkeit“) angesehen werden.

    293Das Modell „Ii zu Ig“ ist insofern für die Ik auch gültig, als alle Ik von Ii her bestimmt werden und die Ig als Wechselwirkungs-Partner haben.

    294Auch ein weiterer Bestandteil der Rechtsidee ist auf I/E zurück zu führen: Die Rechtssicherheit. Sie erfordert die Festsetzung die „Positivität“ des Rechtes. D.h. aber „I“ geht über in E (Hier speziell in „Ig“)

    295Es ist E die „Grenze“ der I-Sphäre; auch das drückt „I/E“ aus. Sobald dieser E-Status erreicht wird, gelten die Strukturzüge der E-Sphäre; z.B. die „Entfremdungsgefahr“, z.B aber auch die „Durchsetzung“ von Recht; während noch „I/E“ für die inhaltliche „Richtigkeit im Begriff „Recht“ steht und „I“ für die ideale Willens-und Zielrichtung, steht „E“, „G“ meist für die aktive Positionierung/ Positivisierung.

    296Wenn gesagt wird. dass (bei den „Bestandteilen der Rechtsidee“) die „Zweckmäßigkeit“ „relativ“ zu sehen ist, dann liegt das am I-Charakter; er stellt prinzipiell „Beziehungen“ her. Wenn dagegen gesagt wird, „Gerechtigkeit“ und „Rechtssicherheit“ stehen als absolute über den Rechts- und Staatsauffassungen, Kämpfen der Parteien, dann umschreibt man damit den prinzipiellen E-Charakter, als etwas „Absolutes“, Abschließendes u.ä.

    297Die „I/E“-Betrachtung (das ist I-Bewertung, hier als „wahr/falsch“) bringt es mit sich, von „I“ her diese E-Art „zu sehen“, zu kritisieren (als „falsch“) (als „Entfremdung“) oder „anzuerkennen“ („wahr“). Zum Beispiel ist es dann wichtig, dass dem Streite der Rechtsansichten „ein Ende gesetzt“ werde. Das Dasein einer Rechtsordnung ist von daher wichtiger als Ihre Inhalte; ebenso die Rechtssicherheit/ Ordnung.

    298Die Art der Entfremdung, die auch im Juristischen von „E“ „verursacht“ wird, erscheint als etwas Alltägliches. „Gerechtigkeit“ als allgemein gültige absolute und formale Forderung tendiert zu „E“.

    299„Der gesamte politische Tageskampf stellt sich als eine endlose Diskussion über Gerechtigkeit dar“, als Vorwürfe, Forderungen, Widerlegungen.

    300Man kann das jetzt mit den weltanschaulichen Entscheidungen der gesellschaftlichen Kollektive kombinieren. Jene, die sich allgemein für E-Strukturen entschieden haben (z.B. „Konservative“), werden im Rechtlichen auch E-Konfigurationen präferieren, also z.B. „Rechtssicherheit“.

    301Die drei Erscheinungsformen I, E, I/E tauchen in allen wissenschaftlichen etc. Bereichen auf.

    302Hier z.B. als „Zweckmäßigkeit“. („I“), „Rechtssicherheit“ (E) und als „Gerechtigkeit“ (I/E).

    303Dass diese drei „Bestandteile der Rechtsidee“ unaufhaltsam philosophie-geschichtlich erscheinen – und in der individuellen Psyche des Reflektierenden ebenso, ist eine Folge der allgemeinen Entwicklung.

    304Dass diese nur drei sind und dass sie in zweifacher Weise (sich gegenseitig bestärken und einander widersprechend) relationieren, ist eine der tendenziell doppelt unendlichen Relationen in I/E; dazu kommt das „Gleichgewicht“ (z.B. „Gerechtigkeit“)

    305„Gerechtigkeit“ grenzt an „Rechtssicherheit / Ordnung“ (also an E), hat E zu jenem Grenzfall, der als Gleichgewicht in I/E ebenfalls eine Grenzposition ist. Aber die E-Seite von Gerechtigkeit (als „Gleichheit des Rechts“, Allgemeinheit des Rechtssatzes) wird stets relativiert von der sachlich vorliegenden „Ungleichheit“ – und die ist wesentlich eine der I-Differenzen.

    306Für die „Zweckmäßigkeit“ („I“) Ihrerseits „bleibt jede Ungleichheit wesentlich“.

    307Auch hier ist ein unendliches Kontinuum im Übergang und daher in der „Praxis“ festzustellen. Wenn das als „Widerspruch“ wahrgenommen wird, dann ist dies nur eine Variante dieser unendlich dicht liegenden und unbegrenzt häufigen Relationen.

    308Beides mal wird durch „E“ modelliert: „Gleichheit“ (in „Gerechtigkeit“) und als „ Rechtssicherheit“. Zur Letzteren gehört die „Positivität des Rechts, als Faktizität“ (Macht, Organisation) etc.

    309Philosophiebegrifflich tritt beides in nahe Verbindung – und von daher sind sie auch im Rechts-Bereich mit einander verbunden; ihre tendenziell verschwindende Differenz besteht in der zwischen „G“ und „E“; „Gleichheit“ (G) kann nur als dynamischer Prozess mit dem Ziel E gedacht werden und „Faktizität“ können nur abgeschlossene etc. statuarische Erscheinungen sein; jedenfalls in „1. Näherung“.

    310Sieht man genauer hin, dann bleiben genau jene Differenzen, die auch die Philosophie zwischen „G“ und „E“ postuliert. Und auf eher „praktischer“ Ebene, wird die nähere Analyse von „E“ ebenfalls wichtig: Die detaillierten Inhalte der „Faktizität“, das Positive des Rechts sind dann z.B. die „sichere Handhabbarkeit des Rechts“, seine Praktikabilität u.ä..

    311Die E- Fakten und die G-Funktion bestehen darin, Identitäten (hier in „Sachbereichen“) herzustellen.

    312Wie gesagt, taugt als „Praxis“ die I/E-Einheit, dann aber auch der „Widerspruch“ zwischen Praktikabilität und der „individualisierenden Zweckmäßigkeit“; prinzipiell werden die „scharfen Grenzen“ der E-Seite den „fließenden Übergängen des Lebens“ nicht gerecht.

    313Um von dieser eher statuarischen Beschreibung zu einer der „Entwicklung“ zu kommen, muss erst mal gesehen werden, dass zuerst die technologisch –ökonomischen E-Seiten der E-Sphäre sich zuerst verändern, und dann folgend die I-Seite. Dann parallel oder wechselwirkend die „E“ und die „I“ der Rechtssphäre; als Veränderungen der „Positivität“ des Rechts durch normale o/u revolutionäre Veränderungen.

    314Das hat wiederum formale und inhaltliche Aspekte Zu den formalen gehört, dass die „Rechtssicherheit“ beeinträchtigt wird.

    315Philosophisch etwas interessanter ist die Darstellung des Verhältnisses von dieser Dynamisierung und derjenigen, die als „Kriminalität“ gilt.

    316Beide Mal kommt es zu „Problemen“, z.B. wenn inhaltliche rechtswidrige Fakten im Interesse der Rechtssicherheit (im Einzelfall) Rechtskraft erhalten.

    317Die drei (I/E-Gerechtigkeit, I/Zweckmäßigkeit, E/Rechtssicherheit) konkretisieren sich in ihrem formal doppelt unendlichen Verhältnis derart, dass diese Übergänge (I/E zu -> I, zu->E, von I zu E, von E zu I) als eigenständige Problem-Kreise/-Netze erscheinen, die den ganzen jeweiligen philosophisch-wissenschaftlichen Bereich bestimmen – und somit auch Alltag und Praxen;

    318Zum Beispiel tauchen dabei Fragen auf: Wie kann man die drei „trennen“? Oder, kann der Begriff des Rechts überhaupt den der Gerechtigkeit erfassen? Sind die „Zwecke“ der Zweckmäßigkeit absolut messbar? Gibt es ein Maß an „R-Sicherheit“? etc.

    319Da alle drei Prinzipien über den Inhalt des Rechts bestimmen, fragt es sich, wie sind die zweifellos vorhandenen. Schwerpunkt – („die Hauptmasse des Rechtsinhalts wird vom Prinzip der Zweckmäßigkeit beherrscht“) – zu erklären sind; wie hängen sie zusammen, um das zu erreichen? Und philosophisch allgemein, woher kommen sie überhaupt?

    320Wenn man sagt, der „Polizeistaat“, die „Kabinettsjustiz“ mache das Prinzip der Zweckmäßigkeit zum alleinherrschenden, das „Naturrechtszeitalter“ zaubere den gesamten Rechtsinhalt aus dem Prinzip der Gerechtigkeit und das der „Rechtspositivismus“ sähe nur die Positivität und Sicherheit des Rechts, dann zeigt aber eine genauere planvolle Untersuchung, dass keine dieser Einseitigkeiten haltbar sind, diese jedoch und dennoch erklärbar und wissenschaftlich fruchtbar sind.

    321Das Problem der „Normativität“ des Faktischen (Jellinek), wie kann aus einem „Faktum“ eine Norm werden, das ist jener Übergang aus dem Nichtjuristischen (Technik, Ökonomie, Kultur) in den Bereich der Geltung des Rechts.

    322Philosophisch-formal ausgedrückt: E->N,G->I, die methodische Behandlung von Entitäten kann neue Ziele erzeugen; als Teil der allgemeinen Entwicklung; wobei es hier um Ig geht.

    323Konkreter kann diese weitreichende philosophische „Basis-Überbau“-Thematik nur angegangen werden, wenn man sich nicht nur auf „Rechts-philosophie“ verlässt. Das ist deshalb so umstritten, weil die umgekehrte Richtung (I-> N,G->E) so selbstverständlich ist, Und die allgemeine I-Freiheit so oder so entscheiden lässt, wenn die E so herangereift sind, dass (aus Ii) neue „Ik,g“ Chancen zur Verwirklichung haben.

    324„Empirisch“und historisch aber ist die statistische Tatsache der Abfolge „Basis->Überbau“ nicht zu leugnen

    325Der innere philosophische Ablauf wird als E-> N,G-> I etc! erklärbar, wenn N, G deutlich Ist.

    326Ein ebenso weitreichendes philosophisches Problem ist, wie aus dem Rechtswillen des Staates oder der Gesellschaft (Ig) ein rechtliches „Wollen“ (Ik und Ii) werden kann. Da wird auf die doppelte Wechselwirkung zwischen den „I“ reduziert. Wenn die Ig so sind, dass die Ik und die Ii davon „überzeugt“ werden, dann erfordert und erlaubt es die I-Sphären-Struktur prinzipiell, dass ein „I“ jedes andere „I“ affiziert. Wenn die Ig dann zusätzlich noch mit der Reife des E-Niveaus übereinstimmt, dann hat es noch mehr Chancen bei den Ik, Ii.

    327„Methodologisch“ besteht eine Schwierigkeit zur Begründung von „Rechtspflicht“ deshalb, weil sich das individuelle Wollen, Ii und das gesellschaftliche Sollen „logisch“ nicht vereinbaren lassen. Das Problem lösen wir in der I-Sphäre. In ihr gehen alle I (hier Ii und Ig) wesentlich leicht ineinander über. Da aber in der I-Sphäre zugleich (und das ist genau jene „Unlogik“, die die I-Sphäre auszeichnet) die Ii den Ig fremd, als „andere“ gegenüber stehen, dann ist das nicht so schlimm.

    328Das wird in der „Praxis“ so gelöst, dass bei entsprechenden E – die I/E gebildet werden und darin die „I“ von beiden Seiten (Ig, Ii) dynamisch nach jeweiligem Gusto „interpretiert“ werden. D.h. es bildet sich ein doppelt dynamisches und unendliches Prozessfeld; eben das gesellschaftliche „Leben“. (Das löst übrigens auch das Habermas`sche Problem des „Diskurses“ zwischen sich feindlich gegenüber stehenden Ik).

    329Die I-Sphäre ist im Grundprinzip „unendlich“. Dem widerspricht aber, dass die juristische Geltungslehre es nicht vermag, die Geltung der höchsten Rechtssätze, der Grundgesetze – und deshalb auch nicht die Geltung der Rechtsordnung als Ganze – darzutun.

    330Deshalb arbeitet die Rechtswissenschaft rein immanent. Sie wird die Geltung eines Rechtsstaates immer nur aus anderen Rechtsätzen ableiten; die Verordnung aus dem Gesetz und dies aus der Verfassung.

    331Philosophisch gesehen können diese Grenzziehungen solcher umfassender „I-Seite“, I-Netze als die Begrenzung durch die E-Seite erklärt werden. Und zwar in mehrfacher Weise: Die obersten Rechtssätze (Gleichheit; Freiheit u.ä.) haben E-Charakter (->G,N). Politisch, gesellschaftlich, historisch „von außen“ gesetzte Ig haben ebenfalls E-Charakter (I=E als Grenzlage). Und die materialistische Begründung: Je allgemeiner das „I“; (der Rechtssatz), umso näher ist er seiner tatsächlichen E-begründeten Verwirklichung; mit anderen Worten, ein Recht, das nicht durch die E-Entwicklung abgedeckt werden kann, ist möglich, aber „praktisch“ sinnlos.

    332Normenkollisionen bedeuten, dass innerhalb eines Kollektivs mehrere „I“, I-Netze, die einander widersprechen im Streit liegen; z.B. Sitte, Moral, Recht; z.B. Völkerrecht und Landesrecht; Staat – Kirche, etc.

    333Prinzipiell ist es so, dass bei ausreichendem E-Niveau alle „I“ ihre Verwirklichungschance haben; d.h. je höher die E-Entwicklung ist, umso mehr „I“ werden gesellschaftlich anerkannt oder toleriert.

    334Bei ungenügendem E-Niveau – der Normalfall – wird das institutionell verankerte „I“ (Ig) die anderen (Ii, Ik) seiner Interpretation und Entscheidung unterstellen. „institutionell“ heißt eben, dass dies Ik,g mit dem größten E-Rückhalt ausgestattet ist; es z.B. über die öffentliche Organisation verfügt – oder über die „Ökonomie“.

    335D.h. es gibt keine „objektive Urteilsfindung“, weil wir uns hier nicht in der reinen E-Sphäre befinden. Wenn man also sagt, der Rechtswissenschaft muss der Gegenstand ihrer Arbeit „durch eine außerjuristische Betrachtungsweise angewiesen werden“, dann kann man philosophisch nichts anderes meinen, als dass der I-Seite das einzige sinnvolle Außen stets die E-Seite ist – und „sinnvoll“ heißt, dass erst die I/E-Bildung „Sinn“ und „Praxis“ ergibt. Also die von außen gesetzten „E“ notwendig sind, um eine historisch–praktische Gesamtsituation zu bilden.

    336Jene E-Bereiche, bzw. die dann gebildeten I/E-Bereiche sind die der historischen, kulturellen, geistigen Bereiche und Wissenschaften. Entsprechend sind deren Methoden-Bereiche wirksam.

    337Das heißt, man muss bei der philosophischen Analyse jedes Bereiches, hier der Jurisprudenz, von diesen großen Zusammenhängen ausgehen.

    338Das führt z.B. im Methodischen dazu, das es nicht um Ausschluss aller anderen „I“ geht, wenn ein spezielles I gelten soll, z.B. „Ig“ oder das deutsche I-Netz. Vielmehr gibt es durch die I/E-Bildung Grade der Geltung, (also Abstufungen je nach E-Qualität, E-Einflüssen) und graduell verschiedene Geltung der miteinander kämpfenden Rechtsordnungen.

    339Das „Ii-Ig“-Feld kann – historisch, soziologisch, politisch, kulturell, sozialpsychologisch – in sehr vielfältiger Weise bestimmt sein, z.B. durch Macht oder durch Anerkennung; (Befehl, Gewalt und Gehorsam bei Ii). Die allgemein zivilgesellschaftliche Ablehnung dieser Konkretisierung einer philosophische Konstellation beruht auf deren Einseitigkeit, dem Mangel an wechselwirkender Relation zwischen Ig und Ik, Ii.

    340Ist „Recht“ nur derart auf Ig aufgebaut, dann „gilt“ es nicht, genauer: Es gibt es garnicht.

    341Aber was ist „Macht“, in der philosophischen Analyse jenseits des oberflächlichen Gebrauchs? Ist ein absurder willkürlicher und zugleich öffentlicher Gebrauch von „Macht“ konkret denkbar oder ist es eine idealistische Konstruktion?

    342Anders gesagt, die konkrete Lage ist stets von Ii-, Ik-Einflüssen, und E-Einflüssen bestimmt, wenn z.B. die „willkürliche“ Ig-Entscheidung sich auf E/ Mittel, Gewalt, aber auch auf objektiv richtiges Wissen als E stützt oder so geprägt, interpretiert wird. Auch wenn dies nicht „sichtbar“ oder offiziell ist. Gerade auch darin besteht „gesellschaftliches Leben“

    343Insofern ist „Macht“ auch in demokratischen Erscheinungen – wenn Ig von einer Mehrheit getragen wird – gegenüber allen (oft vielen) Minderheiten vorhanden.

    344Meist geht es dann so, dass die Macht „widerwillig“ anerkannt wird

    345An dieser Stelle muss es mal gesagt werden, die strategische Ig-Bildung, (z.B. durch eine Elite), die ja in viel umfassenderer Weise die meisten Menschen von strategischem Wissen (und Entscheiden) (aus wie auch immer objektiven Gründen) fernhält, vermittelt diese Situation an die Bevölkerung als Ungewissheit und eine Hoffnungssphäre, („die da Oben wissen was zu tun ist“); das gehört auch zu den „Ii-Ig“-Relationen.

    346Die „Anerkennungstheorie“, die soweit sie darauf hinaus läuft, vom „Verbrecher“ Anerkennung des Rechtes zu erwarten, obwohl dieser durch sein Handeln seine Zustimmung verweigert hat, ist ebenso einseitig wie die Machttheorie.

    347Beide sind eben „Theorien“- und daher zur Einseitigkeit „verpflichtet“.

    348„Praktisch“, konkret gesehen, gibt es auch hier versteckte Relationen zwischen Ig und Ii, nämlich solche des Gefühls, der vor der Entscheidung zum Handeln liegenden Emotionalität. Diese reicht als individuelle und als soziale (sozialpsychologische) stets weiter als „Recht“; (so kommen auch Verbrecher ohne Kollektivität, Ordnung etc. nicht aus); Mit anderen Worten, die allgemeine I-Sphäre reicht weiter als die spezifisch konkreten I, Ig, in ihr.

    349Wichtig aber ist, dass die Ii, das „wahre Interesse des Einzelnen“ stets die „Geltung des Rechts“ in jener „Tiefe“ bestimmen wird, die für die philosophische Analyse maßgebend ist.

    350Gibt es eine Gleichsetzung des geltenden mit einem „richtigen“ Recht?

    351„Absolute Gültigkeit“ kann jetzt – nach dem bisher gesagten – in mehreren Dimensionen beschrieben werden, formal: Es muss E und I, und als I/E, drin vorkommen, ebenso ist es mit der Palette der „I“ (als Ii, Ik, Ig). Und die E-Seite muss adäquat hoch entwickelt sein, um das jeweilige „I“ zuzulassen.

    352Das erscheint in den oben gemachten Anwendungen, (z.B. als „Zweckmäßigkeit“, „Sicherheit“, „Gerechtigkeit“).

    353War auf der eher abgeleiteten Ebene der I-Sphäre deutlich geworden, dass von dort her die Geltung eines möglicherweise „positiven“ Rechts an der Vielfalt und der prinzipiellen Struktur der I-Sphäre diese eine Grenze findet, so ist die „Wahrheit“ u.ä. des Rechts abhängig von dem der I-Sphäre übergeordneten Vorhandensein der E-Sphäre (mit ihrer historischen und sachlichen Entwicklung. Sowie der daraus entspringenden Relativitäten, der I-Sphäre und der I/E-Praxis; welche ganz besonders komplexe Verhältnisse (doppelt unendliche und dynamische) generieren kann.

    354„Ig“ wird umschrieben, z.B. als die „überindividuelle Stelle, die verschiedene evtl. entgegengesetzte Werte und Weisungen regelt“; das aber ist nicht viel mehr als eine triviale und formale Definition und Beschreibung. Eine andere ist jene „Vernunft“, „deren Aufgabe es ist und die als Wissenschaft nicht imstande ist“,„inhaltlich“ zu klären, was unterscheidet Ig von Ii, Ik; und was von „Wissenschaft“ (-> „richtig“ vs. „rechtens“). Wenn gesagt wird, es gilt dem Meinungskampfe der Rechtsansichten“ derart ein Ende zu setzen, dass eine bestimmte Rechtsansicht mit Macht als Grundlage der Rechts-Ordnung willensmäßig sich durchsetzt, verteidigt wird, dann ist es das, was wir als „viele Ii vs. Ig“ modellieren, Und jene, etwas umständlich verbalisiert, kommt der Unendlichkeit des Übergangs näher.

    355Wie unterscheiden sich Ii und Ig? Im allgemeinen galt stets, Ig hat für „Ruhe und Ordnung“ zu sorgen; wenn es das nicht vermag, delegitimiert sich Ig – und alle, die dazu gehören. Das ist die eine Extremgestalt von Ig, (Ig=E). Als die Erhaltung der bestehenden Gesellschaft, des Staates, der Ordnung (->G). Das andere Extrem ist dann gegeben, wenn Ig „selbständig“ ist und wie Ii „Neues“ kreiert; z.B. als „revolutionärer“ Akt.

    356Zu „Ii – Ig“ kommt jetzt noch eine Bandbreite an wechselwirkenden internen „Extrema“ – wo jedes für sich und zugleich mit den wechselwirkenden Konkretisierungen gilt.

    357Das „Extreme“: Ig = E (zum Beispiel als Macht=Recht; vollendete Tatsache; Normativität des Faktischen, positives Recht das nur deshalb gilt, weil es Frieden stiftet, u.a. Verbalisierungen) ist sowohl positiv zu sehen wie auch negativ, (ohne sachliche, ökonomische, gesellschaftliche etc. Begründung; ohne inhaltliche „I“ wird E tendenziell zur Entfremdung).

    358So wie „Rechtssicherheit“ zwar ein wichtiger Teil der „Rechtsidee“ ist, aber eben nur ein Teil von dreien. Man kann die drei (Rechtssicherheit, Zweckmäßigkeit, Gerechtigkeit) historisch konkret abwägen; welche ist wann wichtiger.

    359Man sagt, diese Dreieinigkeit (I/ zweckmäßig, E/ Rechtssicherheit, I/E/ Gerechtigkeit) sind drei gleichwertige Seiten einer allgemeinen Rechts-Idee; aber dennoch zeigt die gesellschaftliche Praxis, dass es konkrete Entscheidungen in den Fällen ihres Widerstreites gibt. Und zwar als politischer Machtanspruch, der seinerseits entsprechende I, E vertritt.

    360Damit aber ist es allen anderen (-> „Einzelgewissen“) Meinungen deshalb leicht, mit politischen, kulturellen Mitteln das Gleichgewicht zwischen den dreien wieder zu recht zu rücken; weil diesen Maßnahmen und deren Kritik es nicht um Rechtsinhalte geht; das erlaubt und verlangt auch außerrechtliche Mittel.

    361Da geht es den Juristen (Richtern insbesondere) wie dem Normalbürger und auch der Exekutive insgesamt. Diese sind dem Mehrheitsprinzip unterworfen.

    362Die positive Rechtsordnung muss in „erster Näherung“ jedenfalls, jede Auslegung im Kern bestimmen.

    363Hier ist es der Geltungsanspruch des Gesetzes, dort ist es der demokratische Mehrheitswille, dem sich die abweichenden Meinungen zu unterstellen haben.

    364Freilich eröffnet sich gerade mit dieser Hingabe der eigenen Persönlichkeit an die Berufspflicht dieser Art eine Meta-Ebene, die über den Beruf u.ä. hinaus weist – und welche die „Pflicht“ etc. zur Tätigkeit im legislativen Bereich erfordert

    365Hier die „E“ als Rechtssicherheit, denen klaglos zu folgen ist, dort die für alle und alles offene freie I-Sphäre. Das Wechselspiel der drei, Rechtssicherheit, Zweckmäßigkeit („I“), Gerechtigkeit („I“) erscheint auf organisatorischer Ebene als „Gewaltenteilung“.

    366Diese versucht I-Freiheit (I ->Entwicklung) zu vereinen mit „E“ als sich selbsterhaltende Stabilität der Gesellschaft.

    367Insofern ist auch innerhalb der Rechtssphäre eine organisatorische Gliederung zu sehen; der „Richter“ muss sich (wie auch der Beamte) an Ig als „E“ orientieren, der Anwalt kann eher auch Ii/k vertreten.

    368Aber, je näher man „der Praxis“ kommt, umso eher „verschwimmen“ die Abgrenzungen, -> I/E-Dynamik und Entwicklung.

    369Bisher wurde diese tiefliegende Problematik (Ii/Überzeugungstäter vs. Ig.=E/ Richter, = Rechts-Sicherheit) so gelöst, dass Ig=E wird. Wir gehen aus der I-Sphäre heraus. Die Bindung der I-Sphäre an die E-Seite, die E-Entwicklung ist die „Lösung“ – ohne dass davon gesprochen werden darf, dass es „Richtige“ (= E und „I“), richtiges Recht im absoluten Sinne gäbe.

    370Wenn gefragt wird, wie sich die Rechtsidee, der Rechtsbegriff und deren Elemente (Rechts-Sicherheit/ E, etc.) in der Geschichte entwickelten, dann muss zuerst noch mal auf die „Entwicklung“ (theoretisch-allgemein) und speziell auf „Geschichte“ als Entwicklung eingegangen werden.

    371„Entwicklung“ ist, ob die der Natur oder der Kultur, stets E-Entwicklung und daraus „I-Ausdifferenzierung“. Man kann das genauer fassen; z.B. welche Veränderungen erfährt die E-Seite; oder z.B. welche „I“ entsprechen dem jeweils; oder z.B. „formal“: Als Zunahme der „Freiheit“, oder etc.

    372Wenn speziell für die philosophische Erfassung der Geschichte des Rechts der Gesichtspunkt der „Wertverwirklichung“ (Radbruch) hervorgehoben wird, dann ist damit die I-Seite berührt; aber neben der „Geschichte als Weg zum, oder auch als Abweg vom Wert“ (Radbruch) gibt es – (auch schon bei anderen, hier materialistischen Philosophen erwähnt) – die Geschichte als E-Entwicklung (z.B. E als PM), z.B. Edgar Quinet: „Die Geschichte ist im Grunde nichts anderes als der Weg der Völker zu Gott“; = E, „Sein“ etc.

    373Wir zeigen lediglich, dass es eine allgemeine Basis für beide „Schulen“ gibt; dass sie (als I/E) tatsächlich nie ernsthaft konkret und praktisch getrennt sind; usw.

    374Dass „Recht“ nur eine von vielen Kulturformen ist, und wie sie zusammenhängen, etc., kann ebenfalls damit verbunden werden.

    375Die größere Schwierigkeit ist der Übergang von „E“ zu „I“; die kleinere ist, ob es „immer“ schon vorhandene E sind, z.B. solche der „Kultur“ einer Gesellschaft, also tatsächlich solche, die „älter“ und fest anerkannt, ethniebildend u.ä. sind; oder ob neue dazu kommen – und zwar erfahrungsgemäß aus der technologisch – ökonomisch gesellschaftlichen Entwicklung

    376Aus diesem Scheingegensatz, „weltanschaulicher“ Art, entstanden Wirrnisse.

    377Wichtiger ist, dass stets beide konkreten Abläufe „Geschichte“ gestalteten.

    378Die allgemeine Unterscheidung zwischen Materiellem und Geist – in dieser Problematik – wird durch und in der „Basis-und-Überbau“–Diskussion feiner gefasst.

    379Was aber ist die „Basis“? Das ist bisher nicht so ganz klar. Denn meist werden zu ihr nicht nur die Ökonomie, die Technologien gezählt, sondern auch die „Interessen“, auch die, welche die „Ökonomie“ fundieren. Womit die Grenze zum Überbau verschwommen wird.

    380Idealistische Positionen (Radbruch),werden ebenfalls gezwungen in dieser Dualität zu argumentieren. Sie reduzieren das Problem auf die alte Dualität „Stoff und Form“.

    381Wobei ebenso unklar bleibt, was „Stoff“ ist (und was „Form“ ist). „Stoff“ wird z.B. so umschrieben: „Realien der Gesetzgebung“; oder „historische Lage“, „soziologische, gesellschaftliche Verhältnisse“, „Volksgeist“ („Historische Schule“ Romantik). Oder konkreter: Massenpsychologische Vorgänge“, aber auch: Die Technik, die Wirtschaft als „natürlicher und sozialer Vorgang“.

    382Deshalb argumentieren wir „quer“ dazu: Sowohl der „Stoff“ (als auch die „Form“ und in der „materialistische“ Überzeugung das Entsprechende sind beide durch „I“ und „E“ geprägt; (als „praktische“ sind sie „I/E“). Theoretisch erbringen diese beiden Kategorien ein relatives philosophisches Maximum.

    383Wie wird „Form“ gewöhnlich umschrieben?

    384Hier als „legislative Gestaltung“, „Rechtsidee“, „Vernunft“ u.ä.

    385Auch gilt dann, dass man „quer“ gesehen, in jeder dieser Begriffe die „I“ und E, (E als „Wissen“ „Form“), auffinden kann.

    386Die I zu E- (I/E)-Relationen können dann auch leichter gehandhabt werden, als in den traditionellen philosophischen Vorschlägen; wo z.B. – ja sogar wider alle „Vernunft“ – die „stoffliche Seite“ ganz geleugnet wird; in der Naturrechtslehre beispielsweise. Während die dialektisch-materialistische Schule die „stoffliche Seite“ betont: aber der „dialektische“ Ansatz auf ein dynamisches Gleichgewicht zwischen beiden Seiten weist.

    387Wir vertiefen diese Problematik noch: Der Gegensatz Geist – Materie zeigt sich angesichts moderner Physik als „Irrtum“, genauer als „Einseitigkeit“ tritt jetzt an die Stelle der „Materie/ Stoff/ Energie/ Kraft vs.„Geist“ nicht nur „I“ zu „E“, sondern zusätzlich die „Entwicklung.“, (in welcher z.B. der S-Aspekt als Material kontinuierlich abnimmt und der R-Aspekt -> I, im selben Maße zunimmt.

    388Und, aus der Entwicklung kann dann erst geklärt werden, wie das Problem mit der Dialektik, Logik, Naturalistik u.ä. gelöst wird.

    389Speziell kann dann hier auch der Gegensatz von der Allmacht der Form (=Geist) und der Ohnmacht der Rechtsform (=materialistischer Standpunkt) aufgelöst werden.

    390Nebenbei, es ist ein grobes (Selbst-)Missverstehen des „Historischen Materialismus“, die Eigengesetzlichkeit der Kulturformen und insbesondere der Rechtsform nicht anzuerkennen.

    391Der Histomat sieht, dass „Form“ sowohl E ist (z.B.in der Logik), dass diese aber ohne Inhalt, also „leer“ ist.

    392Und er ist es, der als erster „I“ (als „gesellschaftliches Interesse“) in diesen philosophischen Prozess eingeführt hat. Wenn auch noch schlecht verankert, d.h. mit den traditionellen „Formen“ nicht auf gleicher Augenhöhe.

    393Erst dann ist „Form“ modern erweitert – und sie geht in „Inhalte“ nahtlos über.

    394So gesehen gehen Stoff/ Inhalt (als I/E) und Form (Im Rechtlichen z.B. als Gleichheits-, Allgemeinheitsform, d.h. als G, E.) und als „I“ (hier „Zweckstreben“) als „praktische“ „Gerechtigkeit“, ineinander über; so z.B. auch, wenn das Ziel („I“) eben die historische Erreichung der Gleichheit, Allgemeinheit (->G,E) ist.

    395Eine andere Grenzform ist Ig=E; dafür ist die Differenz „römisches vs deutsches Recht“ „typisch“: Ein „altes“ vergesellschaftetes Kollektiv stellt Ig heraus, junge locker gegliederte Gesellschaften, Gemeinschaften, in denen die Kollektive noch um Selbständigkeiten ringen, stellen Ik (evtl. Ii) an die Spitze (vor-) bewusster Präferenzen.

    396Wie zeigt sich die Geschichte des Rechts als die Entwicklung von Rechtsinhalt und Rechtsform?

    397Die Form, E entwickelt sich zu ständig abstrakteren, reineren, freieren Formen; so nimmt die „Gleichheit, Freiheit, Allgemeinheit ständig zu (Eo bis E6 als ontologische Basis)

    398„1789“ war da nur ein Meilenstein auf diesem Weg; dieser ist „objektiver“ Art, er wird von keinem „gewollt“ etc.

    399Heute ist dabei besonders umstritten und kennzeichnend ist die Ausweitung dieser reinen Formen, vom politischen Bereich auf den ökonomischen (Mitbestimmung) und auf gesellschaftliche Bereiche (Emanzipation u.ä.)

    400Der Feudalismus (und alles Vorhergehende) waren bestimmt von quantitativ weniger Gleichheit, Freiheit u.ä; vor allem aber galt noch mehr „N/G“, d.h. un-/frei (etc.) war für die Meisten noch „kein praktizierbares Thema“; nur im abstrakten Ideenbereich, der Ideologie, der Religion.

    401Wie geht da die geschichtliche Entwicklung weiter? Es gibt in jener Dimension ein „natürliches“ Ende; wenn alle in jeder Hinsicht gleich und frei sind; als eine Variante der allgemeinen G- und E-Vollendung).

    402Die marxistische Lehre vom „Absterben des Rechts“ meint diese Situation. Auch die Jurisprudenz, deren philosophische „Weltanschauungs-Eckpunkte“ „Recht“, der „Staat“, auchdas bürgerliche Milieu, die kapitalistische Ökonomie sind von dieser tendenziellen E-Vollendung berührt.

    403Der eher „auffällige“ Klassenkampf,-> 1789 sehr auffällig, geht um diese sprunghafte Weiterentwicklung der Form; heute ökonomisch z.B. um strategische Investitionen oder um Konsum.

    404Die andere Dimension, der Rechtsinhalt, verändert sich ebenfalls.

    405Sogar als Erster, vor der Form. Eine zugrunde liegende Variante der objektiven E-Entwicklung und E-Vollendung ist die der Mittel, PM, und allgemein der Güter, Produkte, Waren und des „Wissens“, etc.

    406Und so wie der Rechtsinhalt sich bisher – scheinbar trivialerweise – verändert hat, geht es weiter; wir systematisieren das nur.

    407Zunächst wird, beispielsweise im Marxismus, der „proletarische Übergangsstaat“ angestrebt; in ihm werden die Probleme der bürgerlichen vielgestaltigen Eigentumsordnung, (Rechts-Streitigkeiten etc. daraus) radikal reduziert, auf den ökonomischen Gegensatz „Investition-Konsum“. Dazu gehört z.B. wie man die Profit/ Kapital-Verzinsung erreichen kann. Auch die relative Verarmung, Auf-, Abstieg – u.a. Dynamiken,

    408Das bewirkt das kapitalistische Grundprinzip (und damit die bürgerliche Gesellschaft) selbst. Es ist die Veränderung der vielgestaltigen Gesellschaft auf jenen Duopol hin, der innere Sinn der „Krise“,

    409In dieser „Diktatur des Proletariats“, „Realsozialismus“ wird der Ausgleich zwischen den Klassen, also speziell zwischen Investition und Konsum, etc. versucht. Das kann nur dann gelingen, wenn das Kapital keinen „Ausweg“ mehr hat; also nicht dann, wenn die Welt (nach „innen“ und nach außen) noch nicht „durchkapitalisiert“ ist.

    410Eine weitere Grundbedingung ist, neben dem tendenziellen Ende jener Produktion, die nur wegen der Profitmaximierung geschieht, dass diese Produktion derart nicht mehr möglich ist, weil alle zugrunde liegenden Freiräume für das Kapital angefüllt sind. Das war oft Ursache für Krisen -> Kriege. Dagegen der Aufbau freier Ökonomie-Modelle. Mit denen derart relativ leicht und reichlich quantitativ und qualitativ produziert wird, so dass dieser gesellschaftliche Reichtum alle jene rechtlichen „Streitigkeiten“ eher unwichtig macht.

    411Diese gleichgewichtigen, dynamischen, diskursiven, etc. Methoden, (die jetzt schon in Philosophie und auch in Politik vorbereitet werden) treten (gar nicht so sehr verändert) an die Stelle des Heutigen, hier als Jus, Jurisprudenz.

    412Die ökonomisch-technologischen Voraussetzungen für „die klassenlose Gesellschaft“ sind beides, der absolute und der relative Reichtum, beide Arten deren I-Verwirklichungs-Chancen. Das heißt, wenn weder um das gute Leben noch um das Gleichgewicht zwischen (z.B.) Konsum und Investition gekämpft werden muss, wird es viele Verstöße gegen das Recht – die eben auch versteckter Kampf um jene zwei Verbesserungen, mehr Reichtum mehr Gleichheit sind – geben.

    413Das betrifft dsgl. die Administration, die Schritt für Schritt entlastet wird; schlagwortartig und vorwegnehmend, nur noch als Administration von Sachen

    414Der „Markt“ wird allerdings aufblühen; das do ut des wird sich nun aber mehr auf die I-Seite verlagern als auf die E-Seite (Güter, Geld, Wissen). Die „E“ hat ja dann jeder tendenziell im Überfluss, weshalb sie keiner „Nachfrage“ mehr knapp sind. Aber die „Notwendigkeit“, ständig neue „I“ zu erzeugen – und sie genießenden Zuschauern nahe zu bringen, wird wachsen.

    415Mit dieser Zweiteilung, absoluter Reichtum – relativer Reichtum, gehen wir auch auf die traditionelle Differenz „privatrechtlich ausgleichende Gerechtigkeit zu öffentlich-rechtliche austeilende Gerechtigkeit“ ein.

    416Beides wird heute schon „relativiert“, z.B. das „Internet“ mit seinem Überfluss; die Notwendigkeit, es nur noch „administrativ“ zu verwalten; der prinzipielle Zugang aller; die Trennung privat-öffentlich, etc.

    417D.h. die Diskurse für und wider „Marx“ sind keine geistesgeschichtlichen allein, sondern bereits sachlich zum Verständnis der Prinzipien aktueller Großereignisse nötig.

    418Ist menschliches Zusammenleben ohne Rechtsform denkbar? Wie alle Wissenschaften, Berufe verändert sich auch dieser ständig Die Tendenz ist die Hereinnahme der rechtlichen Entscheidungsfähigkeit in die individuelle Allgemeinbildung, Genauer in I/E, was will der Einzelne z.B. moralisch („I“), was weiß und was kann er („E“). Weil es bei „gesellschaftlichem Reichtum“ nicht mehr so sehr um „haben/ nichthaben“ geht; eher dagegen um Diskurse und gemeinsames Beschließen, also wieder um Relationen in der I-Sphäre.

    419Die verschieden (liberal, sozialistisch etc.) weltanschaulich fundierten Rechtsideen haben gemeinsam, dass sie sich geschichtlich entwickeln; die Frage ist was entwickelt sich, woher und wohin?

    420Am Beispiel des Gegensatzes zwischen Hegel und Savigny: Hegel sieht die Entwicklung als Wegfallen der „Triebe, Sitten, Gefühle, das Zufällige der Empfindung, des Meinens, Mitleids“, etc. und als „ Erstarken des Bewusstseins“.

    421Wir meinen, dass alle (Kant, Marx, Ranke, J. Burckhardt etc.) Hinweise auf das als „Geschichte“ gemeinte Gesamtgeschehen geben: Die Auftrennung und deshalb „quantitative“ Verstärkung jeder der beiden Seiten, welche man so beschreiben kann: „Vermehrte Rationalität“ (N,G,E) einerseits und bewusste Zwecksetzung („I“) andererseits.

    422Als „Volksgeist, Gewohnheitsrecht“, „organisches Wachstum des Rechts“, „Gemeinschaft“, „Stand“, u.ä. hängen die „I“ noch relativ untrennbar an den E (Organisation, Kulturbestand, technologischer, ökonomischer Status). Als „Staatswillen, Gesetzesrecht, Zweck im Recht, Gesellschafts-Vertrag u.ä. sind „I“ (Ziele, Zwecke) von den E besser trennbar; sie werden bewusst getrennt – und dann „willentlich“ wieder vereint; je nach Lage der E u/o der „I“. Diese freie Handhabbarkeit ist dabei ein Merkmal.

    423Wenn die Zwecksetzung fortschreitend an die Stelle der Triebhandlungen treten, dann differenzieren sie sich, Ii („egoistisch“), Ig („allgemeingültige Zweckideen“) – und es treten neue Problembereiche („Ii vs. Ig“) auf.

    424Ist die Entwicklung von „triebmäßiger zu zweckmäßiger“ von „irrationaler zu rationaler“ Bewältigung der Welt „unvermeidlich“, ein objektiver Ablauf? Ja und nein. Je weiter dieser Prozess vorangeschritten ist, umso freier sind die Zwecke, z.B. auch, das Ziel, diesen Prozess gesellschaftlich u/o individuell aufzuhalten, zu beeinflussen. Schon diese Trennung und Problemstellung geht davon aus, dass die „Dinge“ und die „Einzelvernunft“ nur getrennte sind, Und dann wird gejammert, dass die Dingwelt die Vernunft bestimmen sollte.

    425Was ist die „Rechtsgeltung“? (Wenn das geklärt ist, kann die rechtsgeschichtliche Entwicklung der Rechtsgeltung beschrieben werden).

    426Unter den Gesichtspunkten der juristischen Geltungslehre wird das Verhältnis eines Rechtssatzes zu einem anderen untersucht, z.B. eines „Gesetzes“ zur „Verfassung“.

    427Wir sehen das als ein philosophisches Problem: Die „I“ der Verfassung (z.B. Freiheit, Gleichheit) haben zwar I-Charakter, sind aber nur „Formale“ und nähern sich dadurch der E, N-G-Sphäre. Die Verordnungs-, Gesetzes-Ebene dagegen haben auch I- Charakter (Ig, aber auch Ii) – sind aber sehr viel enger auf E-Phasen konkreter Art bezogen.

    428Welche Abstraktionen finden bei der Hierarchiebildung statt (diese I-Hierarchie ist E-Einfluss)? Und, sind nicht alle „I“ gleichberechtigt“?

    429Sowohl in den „sachlichen“ wie historischen Verbindungen zwischen den Gesetzen – (so das Verhältnis der sich in der Geschichte ablösenden Rechtsordnungen zueinander) – herrscht nach unserer Meinung das Grundprinzip der Entwicklung: Die „I“ werden immer „freier“, d.h. auch, sie gelten für alle Menschen, alle E etc.; was der „Gleichheits“-Forderung entspricht; mit anderen Worten, zwischen zwei Gesetzen wird der Übergang durch jene Endziele geregelt, die als G, N, E und als inhaltliche Unendlichkeiten gelten

    430Natürlich ruhen beide (sachliche und historische) Entwicklungen auf der E-Entwicklung. Sie ermöglichen die Zunahme jener obersten I-Einflüsse.

    431Erwartungsgemäß wird eine Betrachtung als juristische Geltungslehre von jener Position her, die durch eine „freiere“ u.ä. abgelöst wurde, diesem objektiven Prozess, hin zu mehr Freiheiten, ganz anders zu beurteilen sein. Das Neue ist für das Alte keineswegs leicht zu legitimieren.

    432Es ist auch sehr natürlich, dass die dann „Konservativen“ die „Revolutionäre“ illegitimieren wollen, denn der Übergang ist (wie alle Übergänge) ein unendlicher Prozess; eine „Sprunghandlung“, will man es dennoch als G, E verstehen, (das alte negativ (N), Neues als Identisches, positiv (G.E) sehend).So wie alle „I“ aus der doppelt unendlichen Dynamik von N/G- (bzw. I/E-) Konstellationen entstehen

    433Eben weil der Übergang als N/G zu fassen ist, gibt es beide geschichtsphilosophische Arten: Die Kontinuitätstheorien (-> Historismus) und die Katastrophentheorien (Rationalismus). Tatsächlich wären eigentlich beide zugleich richtig. Denn auch die Anschauung einer sprunglosen Allmählichkeit ist keineswegs „einsichtiger“/ („rationaler“) als die „Revolution“

    434Dadurch dass die „Schritte“ bei „Kontinuitäten“ kleiner werden, wird wohl „politisch“ besser zu argumentieren und zu organisieren sein, aber philosophisch bleibt es beim Wechsel von einem „I“ (I/E) zum anderen. Deshalb ist es von vorn herein ehrlicher, sich über die „I“ zu unterhalten, also z.B. ob die herangereiften E schon neue „I“ vertragen

    435Jeder „Bereich“(theoretisch und praktisch) und daher jede Wissenschaft, hier das Recht, seine Theorie und Philosophie, tendiert zu I/E (genauer zu N-G zu N/G zu I-E zu I/E) -> was die Enge und Weite etc. des I/E-Verhältnisses näher benennen lässt.

    436So lässt sich z.B. der Bereich der „Religion“ als extrem enges Verhältnis von I/E deuten; wir schreiben diesen Bereich der philosophischen Entwicklungs-Phasen die „Nähe“ des „objektiven Geistes“ zu.

    437Während der Bereich der Ästhetik derartige I, E hat, die konkreter sind als die des objektiven Geistes und dazu N-, G-Verfahren, Methoden hat, die ebenfalls noch konkretere sind, z.B. solche der „Emotionalität“.

    438Die verabsolutierte I/E-Bindung bedeutet zwar einerseits, dass deren „Gegensätzlichkeit“ und „Wechselbezug“ – der als dynamisch und unendlich gerade das ausmacht, was als „Konkret, Praxis, Leben“ gilt – als „Wert“ (I) oder als „Wirklichkeit“ (E) aufgehoben ist. Aber andererseits wird dadurch auch „I=E“.

    439Dann ist das das E-Prinzip, als die absolute Rechtfertigung allen Seins, beispielsweise die Theodizee, d.h. Gott = E,; oder als z.B. das Ganze, das Erste, das Sein, das Ur-Element (z,w), das Identische in allem Konkreten, allem Dynamischen, etc.)

    440Die so extreme, punktförmige I/E-Konstellation muss Fragen zu den Normal-Werten von „I“ und zu den „wertlosen“ Tatsachen, Dingen vernachlässigen.

    441Übrigens, ein historischer Denkfehler lag nahe und war es dann, diese „wertlosen“ als „minderwertig“, als verworfen, böse zu interpretieren; tatsächlich wurden sie nur als E, nicht als I/E verstanden. Aber jedes E hat sein „I“. (Das muss hier zusätzlich dargelegt werden -> z.B. hat „z“: Sz und Rz. Der „2.Fehler“ ist aber schon keiner mehr: Es zeigt sich, dass das „oberste E“ (Gott) zugleich das niedrigste „wertlose“ /“wesenlose“ E ist“ -> J. Christus.

    442Das gleiche gilt für eine einseitige Betonung von „I“, der I-Seite insgesamt.

    443Eine „ausgereifte“ Philosophie, wie es die Großreligionen und die Praxis-Wissenschaften – wie Jus – darstellen, wird immer auf „I/E“ kommen.

    444Aber eben nicht so, dass man zuerst „I“ und „E“ als gesonderte Sphären beschreibt, um dann in einem zweiten Schritt (nach den erkannten Gesetzen der beiden Sphären) das I/E allgemein und konkret zu konstruieren.

    445Ein Beispiel ist „das Wesen“. Es ist durchaus eine I/E- (und N/G) – Konstruktion. E-Betontes und I-Betontes werden aber als „wesenlos“ („in einem tieferen Sinne als nicht seiend“) – und konsequent als „wertlos“ angesehen; oder in dem Sinne, dass „Wesen“ das Oberste, das Göttliche ist; mit entsprechenden Folgen für die Rechtssphäre.

    446In solcher einseitigen Philosophie sind dann viele Werte (z.B.die des modernen Lebens) „wesenlos“ „nichtig“ (z.B. „von Gott“); das macht diese Philosophie unfähig, eine Basis für „Wissenschaft“ zu sein.

    447Historisch sind „Staat“, Gesellschaft und Recht und Religion etc. mythologische Gebilde, als eine unauflösbare Einheit: „I/E zu N/G“; allerdings sind es andere I, E, auch andere Methoden-Arten (N.G) als später. Die damaligen I, E etc. hatten den engen Bezug aufeinander bereits in ihrer „Inhaltlichkeit“.

    448Von daher ist es ein Fehler (-> Ffm-Schule), die „Aufklärung“ -> N-G, E mit mythischen Konstellationen (I/E, N/G) zu konfrontieren und zu kritisieren.

    449Das frühe Christentum ist eine Ideologie, die in diesen philosophischen Formen noch ihre semitischen etc. vorderasiatischen, eventuell ägyptischen Festlegungen mit sich trägt, bevor dann eine Anpassung an ebenso tiefe europäische Strukturen stattfindet.

    450Dazu gehört vor allem die im Monotheismus als Hauptsymptom sich ausdrückende E-Betonung. I/E-Konstellationen (als „Herrscher, Staat, Recht, Ökonomie“) sind angesichts der alle und alles überwältigenden Erkenntnis des Sinnes von „E“ zu wenig berücksichtigt worden.

    451Die I-Seite, I-Sphäre ist geradezu kennzeichnend für das europäische Denkverhalten. Wenn auch philosophisch noch immer bruchstückhaft, ist es allerdings der „Wurzelgrund“ (so „das Gute“ als ontologisch erkannte Basis seit Platon.

    452Jesus Christus bringt mit „schneidender, fast erschreckender Schärfe“ (Radbruch) seine Ansicht von der Wesenlosigkeit rechtlicher Wertung zum Ausdruck.

    453Dass es diesen religiösen Großideologien weltanschaulich um die Betonung von E (und die Ablehnung von „I“) geht, erkennt man daran, dass es nicht darum geht. „Wert gegen Unwert, Recht gegen Unrecht“ als irgendeiner Überlegung, näher zu treten. Jesus meinte ständig, dass die Art des Rechts durch das Unrecht, mit dem es sich befassen muss, notwendig bestimmt wird, also keineswegs „besser“ ist.

    454Dieser gemeinsamen und unlösbaren Verstricktheit in die Sündigkeit ist keine „Umwertung aller Werte“, (Nietzsche versucht wohl wie J. Christus auch, eine höhere philosophische Ebene zu gewinnen, aber das misslingt, weil Nietzsche ein typischer Vertreter der I-Sphären-Kultur ist). Die jüdisch-christliche Übergangs-Ideologie lehnt die I-Seite prinzipiell ab, um den Vorrang der E-Sphäre nicht zu relativieren.

    455Dass sowas nicht gelingen kann, hängt allen Weltanschauungen an. Irgendwo schleicht sich das Eliminierte wieder ein.

    456Wenn Rechtbehalten und/oder Unrechtleiden, beides gleich wesen- und wertlos ist, dann treten vergesellschaftende, vergemeinschaftende Strukturzüge wieder in den Vordergrund – mit ihrem Methoden, zu denen „die Liebe“ gehört.

    457Das führt zu der Frage, ob diese Frühphase (historisch „ontogenetisch -> Familie) der Menschheit wieder kommt, (evtl. nach der Leistungsgesellschaft, nach der E-Vollendung). Oder ob es immer beide Strukturzüge gegeben hat, deren Zusammenspiel (N-G zu N/G) erst das notwendige Charakteristikum solcher Gebilde wie „Gesellschaft“ ausmacht.

    458Weltanschauungen wie Christentum oder Buddhismus oder etc. würden dann – wie alle Weltanschauungen – ihrem Standpunkt in Erinnerung rufen – um die „konkrete Realität“ stets als Gleichgewicht aller Eckpunkte zu konstituieren.

    459„Recht“ ist auf I/E-Bildungen angewiesen, ebenso wie viele andere Wissenschaften. Wenn „I“ abgelehnt wird, (z.B. bei der weltanschaulichen „Verabsolutierung“ von E (-> „Gott“ in der christlichen Religion zB.). Das gilt alles auch für andere E-Betonungen z.B. die Verherrlichung eines Herrschers, einer Lehre, die andere „I“ und damit jedes „I“ nicht zulassen;(-> Entfremdung/ Verdinglichung).

    460Eine Variante ist auch, wenn das Kollektiv, (die Familie, die Gemeinschaft, Nation, Partei, etc.) über allem „Kleinlichen Parteiengezänk“ steht. Auch dann ist „I“ und d.h. I-Differenz tendenziell ausgeschlossen – und damit „Recht“.

    461Wenn die christliche „Liebe“ allen Streit zudecken sollte, dann ist das sozial und psychologisch eine der positiven Utopien in diesem Bereich.

    462„Utopie“ heißt, es wird der E-Entwicklungs-Stand, und damit auch „I“ und E im Verhältnis zu „I“ bedacht. Die Wege, die zur unendlichen I-Sphäre führen sind heute mit das philosophisch Wichtigste: die Utopie sollte besser also nicht nur „Kein-Ort“, sondern auch „Kein-Weg“ genannt werden.

    463Das weltliche Herrschen wird von christlicher u.ä. Ideologie abgelehnt, weil es sich auf strategische Ig stützt oder auf die Schlichtung von kontroversen Ii, Ik; also selbst auch „I“ bedenken muss.

    464Daher: „welcher groß will werden unter euch, der soll ein Diener sein, und welcher will der Vornehmste werden, der soll aller Knecht sein“. Aber das gilt nicht im Wissen um „Gott“. Wie aber kann man „I“ eliminieren, aber „Gott“ verehren etc. das geht nur, wenn „Gott“ aus der E-Sphäre erklärt wird – und das führt letztlich dazu, dass die E-Sphäre identisch ist mit E als Abstraktion.

    465Der Doppelcharakter von philosophischen Systemen besteht meistens darin, einerseits eine weltanschauliche Spezialisierung/ „Utopie“ etc. zu pflegen, hier die E-Überbetonung. Andererseits aber, als gereifte Ideologie (z.B der Katholizismus) die Relationen zu anderen weltanschaulichen „Eckpunkten“ und damit zur Welt und zur „Praxis“ zu suchen.

    466Es sind das die zwei Ursprungskonzepte: z-z, w-w und z/w.

    467In der „Realität“ widersprechen sich beide nicht. Es gilt „z,w zu z/w“ u.ä. Modelle. Aber philosophiegeschichtlich wird meistens von der z/w (= N-G,E)- Seite „argumentiert“; u. v. Dieser her gesehen gilt das als „Widersprüchlichkeit“.

    468Daher und wegen der „Realität“ gehen die betroffenen Ideologien dazu über „Abstufungen“ vorzunehmen; diese ersetzen die unendlichen Übergangsfelder; hier für die Rechtssphäre. Dabei geht es darum von „reinen“, unendlichen (und bzw, oder von „reinen“ E) zu I/E zu kommen; „Recht“ = I/E“.

    469Das jus naturale ist das I/E, das je nach E-Entwicklung historisch vorliegende E und das jeweils dazu passende „I“. Auf dieser „untersten“ Stufe baut das jus positivum auf, das bereits E, G sehr betont; und das Höchste ist das jus divinum, das an kein aktuelles E, I gebunden ist – und daher an kein I/E und daher vor allem an nichts Konkretes, nur an die Endsituation der Entwicklung: I=E

    470Weder diese Rechts-Stufung noch analoge dazu in der (katholischen) Hierarchie, noch die in der Gesellschaft der Feudalzeit sind „zufällige“.

    471Das Lustige ist nun, die strukturell konservative Feudalzeit setzt E an die oberste Stelle ihrer Ideologie-Rangliste, die Erhaltung des Seienden in jeder Weise. Die I-Seite, die später (in abstrakter Art) sogar eliminiert wird (Wissenschaften ->Mechanik) steht ganz unten. Das ist natürlich, hauptsächlich eine philosophisch-ferne „schwache“ Ideologie. Denn die beginnende Leistungsgesellschaft braucht neue „I“ – und die vorbewussten Ig des Mittelalters werden dadurch ebenfalls wichtiger.

    472„Jenseitig-absolute Geltung“ hat nach diesen vielen traditionellen Ideologien seit Platon die oberste philosophische Struktur (bis heute einseitig als „E“ zusammengefasst). Aber auch der „Herrscher“, die Organisationen (Staat, Kirche) haben noch den E-Charakter – und eben das jus divinum, welches als unsere heutigen Grundgesetz-Strukturen (Gleichheit, Freiheit) weiter lebt.

    473Der Einfluss der I-Seite weicht (historisch gesehen, aber auch „sachlich“) die zur Entfremdung, Verdinglichung neigende E-Struktur auf. Als irdisch-vorläufige Geltungsweise. Sie beruht – auch – auf der empirischen Entdeckung, dass es eine E-Entwicklung gibt.

    474Der Protestantismus ist das unvermittelte (durch I/E, Recht) Verhältnis des Individuums zu Gott; d.h. es gibt zwar Ii (individuelle Interessen) und E (Gott), aber dadurch, dass diese beiden die Extrema sind und sie als solche die unverrückbaren Säulen dieser Lehre/ Ideologie sind – (was zu betonen, die objektiv philosophische Aufgabe des Protestantismus ist) – kommt es zu keinem unendlich abgestuften Übergangs-Feld; auf welchem sich erst das historisch-gesellschaftliche Leben (hier „Jus“) tummeln könnte.

    475Das eine äußert und verbalisiert sich z.B. so: Rechtliche Selbstbehauptung als Kampf um sein Recht; aber: Verwerflichkeit des Rechts-Streites u.ä.

    476Der Protestantismus eliminiert „I“ und ist darin in (der bekannten) Verwandtschaft zur Entstehung der mechanistischen Wissenschaften und zum Kapitalismus als gesellschaftliche Vertretung, nur einem einzigen „I“ (=E) sowie der E-Entwicklung als einzigem und Hauptziel der „Leistungsgesellschaft verpflichtet“; abstrakter: E als „Monotheismus“.

    477Die doppelt unendliche Vielfalt der I/E, I, E (und damit Streit und „Recht“) stört diesen „Monotheismus“, die Religionen, den Kapitalismus – aber auch den „gesunden“ Menschenverstand („Urteilen, Richten, Wehren, Strafen, Zorn, Schwert, Böses“ vs. „Gnade, Vergeben, Lieben, Friede Freude“).

    478Seit alters her wird die Spannung dieser „Gegensätze“ von einer Zweiteilung der Emotionalität, Psyche, Psychologie gestützt: So die guten und die bösen Un-/ Tugenden etc.

    479Das ist vor-wissenschaftlich, weil diejenigen Emotionen, die der individuellen und der gesellschaftlichen Selbsterhaltung dienen, auf der Meta-Ebene wissenschaftlich-philosophischen Erkenntnis unreflektiert getrennt gehalten und „bewertet“ werden.

    480Aber die moderne Wissenschafts – Auffassung, dass die Realität nur in I/E – Konstellationen zu fassen sei, (als N-G, zu „identifizieren“ sei), muss immer ergänzt werden durch das „ganz Andere“, „die Revolution“ der „meinen“ I-Forderung, I-Formulierung.

    481Etwas bescheidener ist die wertphilosophische Seite stets auch im „Recht“ auffindbar – so wie sie in aller „Praxis“, allen Bereichen notwendig ist („innerweltlicher Standpunkt“). Ebenso wie diese an die Bedingtheiten der E-Seite gebunden sind.

    482Die traditionell überkommene Einteilung in Praxis-Bereiche, Wissenschaften, und deren Alltagsrepräsentanten (Beruf u.ä.), so repräsentiert die „Ökonomie“ die E-Seite und deren Entwicklung. Soziale Wissenschaften beschäftigen sich mit Ii zu Ig. Politische Bereiche mit Ig, Ik; das alles sind als Praxen meistens nur oberflächlicher Art.

    483in ihnen allen stecken formal I, E drin. Auch wenn das in erster Sicht nicht feststellbar ist und E nur am Rande erscheint. In unterscheidbarem Ausmaß aber gibt es auch Bereiche, deren Typik besteht darin, I und E in ausgeglichenem Verhältnis zu haben; dazu gehört die „Ästhetik“ und auch „das Recht“.

    484Vor allem aber unterscheiden sie sich danach, welche inhaltlichen I und E „betont“ bearbeitet werden sollen.

    485Das selbe gilt für den Methoden-Aspekt. Zum Beispiel ist die Mathematik jene Wissenschaft, die N-G und N/G vereint. Die klassische Logik betont N-G-Methoden; die empirische Methodik stützt sich auf N-G,E.

    486Die handlungstheoretischen Wissenschaften betonen N/G- und „N-G zu N/G-Methoden, Hier gilt, dass man in den „praktischen“ Bereichen stets beide dieser methodologischen Arten hat.

    487Wie oben beschrieben, ist die Basis von „Recht“ die „Rechtsidee“, bestimmt von „Gerechtigkeit“ (die selber ein I/E-Komplex ist) und von Zwecken, „Zweckmäßigkeiten“ („I“) und von E-Strukturen wie die „Rechtssicherheit“.

    488In dieser wissenschaftsphilosophischen, d.h. abstrakten Erfassung und Schilderung, werden die inhaltlichen Seiten von E, I kaum berührt.

    489Natürlich ist es entscheidend, ob E ein „Kunstwerk“ ist oder ein „Gesetz“ – und was das eine „beabsichtigt“, erzielen will und was das andere.

    490Wie aber sind die Übergänge zwischen den Bereichen zu verstehen? Sie haben vor allem auch eine inhaltliche Seite, neben der formalen: I, E, N, G.

    491So sind die Ziele, die Zwecke, die das Recht, ein Gesetz anstrebt – auch – politische, ökonomische, kulturelle, gesellschaftliche.

    492Dass da, im I-Bereich, eine Verbindung zwischen allen Bereichen und Wissenschaften besteht, verdankt sich der Struktur der I-Sphäre, die prinzipiell darauf angelegt ist, Relationen herzustellen.

    493Dagegen sind die E-Aspekte jeder Wissenschaft, jedes Bereiches so konstituiert, dass sie ein jeweiliges Eigenes bewahren, der „Einheitswissenschaft“ u.ä. entgegenstehen.

    494Das sind im Rechtswissenschaftlichen Bereich die E: „Rechtssicherheit“ und die „Gerechtigkeit“ als E‘ (das sich aus der „engen“ punktförmigen I/E-Verbindung ergibt). Während die „Zweckmäßigkeit“ eher inner-rechtliche Zielsetzungen betrifft und nur indirekt allgemeine I-Verwendungen findet, ist das I im I/E der „Gerechtigkeit“ ein allgemeineres; es ist das, was die Normalmenschen an Zielen in dem Begriff „Gerechtigkeit“ sehen – (neben Gleichheit ->G, E). Und das ist – eben als „I“ – sehr schwer „fassbar“.

    495Wie findet sich die philosophische Grundstruktur eines Bereiches, einer Wissenschaft zum Beispiel im indiviualpsychologischen (Berufswahl, -ausübung etc.) und im sozialpsychologischen Verständnis dieser Berufe, Bereiche wieder?

    496In allen Berufen zeigen sich da große „Hemmungen“, diese philosophische Grundstruktur („Gleichheit“, sogar auch „Solidarität“) radikal, „rein“ auszuüben; z.B ist der Ökonom auch derartigen Zielen objektiv verpflichtet, denen er nur abgeschwächt nachgehen kann: Je größer die Gleichverteilung, Lohnerhöhung (heute weltweit z.B.), umso mehr wird der Händler und der Konsumgüterproduzent seiner „Berufung“ genügen können. Und – umgekehrt – muss der Bankkaufmann, der Produktionsmittelhersteller die total beschleunigte E-Entwicklung als Ziel haben; Investition als Wettlauf weltweit.

    497Auch im Rechtsbereich machen sich die relativ entgegengesetzten Spannungen von E- und I-Seite bemerkbar.

    498Ob als der „Jurist“ – auch als Laie, jeder Mensch macht sich im Alltag und im Beruf seine rechtlichen Überlegungen und Rechtfertigungen – eher an Rechts-Sicherheit, konservativer Grundhaltung, die die „Ordnung“ und Form-Vollendung abstrakt hoch hält oder eher an Gerechtigkeit – stets verstanden als „fortschrittliche“ Haltung, die alle Mitbürger einschließen soll.

    499Diese Zweiteilung gibt es in jeder Berufsgruppe. Sie läuft bei den „Vernünftigeren“ meist auf irgend eine I/E-Konstellation, bzw. auf eine fortdauernde I/E-Dynamik (Diskussion, Zweifel) hinaus.

    500Das mündet als jeweilige Einseitigkeit in die philosophischen Abgründe von Verdinglichung, Entfremdung (E), und Utopismus, („I“)

    501Auch die Kunst, dieLiteratur, bis hin zum „Witz“ lebt davon

    502Die literarisch prinzipiell verschwommenen Darstellungen von „Gerechtigkeit“ und Rechtssicherheit können literatur-theoretisch interpretiert werden als Vernachlässigung oder Überbetonung der I-Seite, („verdrängte Lebenskräfte“), u/o der E-Seite.

    503Der E-Seite wird dann z.B. vorgehalten, „Mensch, Leben“ an toten Begriffen zu messen, während I. I/E („die Stetigkeit und Konkretheit des Lebensstromes“) emotional sehr viel wirkender ist.

    504Die Rechtswissenschaft ist die unter der Kultur- und Sozial- und Menschenwissenschaften, welche am meisten von E beherrscht wird.D.h., alle Wissenschaften sind I/E-Relationen, aber von verschieden quantitativen Anteilen von I, E – und verschiedener Enge der I/E-Relationen.

    505Die Abstraktion aller Eigenschaften zu „E“ folgt der sachlichen Entwicklung, die allen Wissenschaften gemeinsam ist.

    506Das Absehen vom konkreten Individuum u.ä. ist aber nur die eine Seite von „Recht“. Zugleich gilt es, das konkreteste Leben zu sehen – um zu versuchen, daraus „E“ zu bilden.

    507Es ist eine zentrale Aufgabe juristischer Arbeit, möglichst alle I und I/E auf E „abzubilden“; daher die Definition von „Recht“ als „I-E zu I/E“.

    508Oft misslingt das, daher ist die Kritik am „juristischen Schematismus“ stets auch berechtigt.

    509Die tiefere Ursache dafür ist, dass die Umwandlung aller I -, I/E-Verhältnisse in E (als identifizierbare, verallgemeinerbare etc. Größen) weder umfassend genug von anderen Wissenschaften vorgegeben ist, noch als „Vorrat“ im juristischen Korpus vorhanden ist.

    510Genau das ist jene Unendlichkeit, (die als Übergang, hier von I/E zu E) allen Bereichen/ Wissenschaften als tiefste Problematik und Aufgabe vorgegeben ist.

    511Wenn man „Recht“ mit „I/E“ modelliert, dann meint die E-Seite darin auch alle jene „logischen“ u.ä. Fähigkeiten, als N-G, E modelliert (G erzeugt E und unterscheidet → Rw/N – das von „N“).

    512Aber das, was den „Juristen“, seine juristischen Methoden dann von der logischen – auch mathematischen – Methodik und vom Denken unterscheidet, ist der Bezug dieser Methoden auf „I“ (und auf I/E).

    513Das soll I/E ausdrücken. Und hier sieht man, beides (N-G und „I“) sind ja von vornherein inkompatibel. Die „qualitative“ Seite der doppelt unendlichen Übergänge – (E -> N, G -> I -> etc.) – besteht darin, die Überwindung dieser Inkompatibilität als „Schwung“ zu nutzen, um „vorwärts“ zu kommen; in/als Entwicklung (und z.B.auch in der Gewinnung philosophischer Meta-Ebenen).

    514Von I, I/E, d.h., von „Lebensfülle, dem Sozialen, dem Politischen“ „abzusehen“ – und es doch zu erfassen, das meint jene qualitative Unendlichkeit als Relationsbildung „I-E zu I/E“. Erst sie ist „Realität“, unter anderem „das Leben“ – alles andere sind Vorarbeiten dazu.

    515„Erklärbar“ ist das nur über die „allgemeine Entwicklung“ und deren Phasen; letztlich von der philosophischen Verallgemeinerung der „Quantentheorie“ her. Hilfsweise wird es „erklärt“, innerwissenschaftlich durch solche Unterscheidungen wie „objektives“ zu „subjektivem“ Recht („Gewissen als Kämpfer ums Recht“). Hier mehr I/E, N/G dort mehr N-G-, I-E-Strukturen. Und, das Verhältnis beider bleibt innerwissenschaftlich ungeklärt.

    516Das objektive Recht kann gekennzeichnet werden als das den Interessen-, Willenseinfluss aktiv minimierend. Das subjektive Recht, das zu „fordern ermächtigt“, die Willensfähigkeit entfesselt, Interessen rechtfertigend und einbeziehend etc. sind beides aber ebenso nur formale Darstellungen und Trennungen, wie das bei einer anderen beliebten Dualität in der I-Sphäre ist:

    517Es ist letztlich wieder Ii und Ig, das da auch von den psychischen, emotionalen Vorgegebenheiten Verstärkung erhält.

    518Ii, als psychisch-emotionale Einstellung zum Recht, erscheint, von der biologischen Selbsterhaltung (Rz) gespeist als Selbstbehauptung (begrifflich als Ehre, Stolz) mit „Kampf“ als Handlungsaspekt. Und Ig als Vergesellschaftung, welche Konkurrenz und ihre Folgen zu verkleinern sucht, um die Gemeinschaft optimal zu fördern oder wenigstens zu erhalten.

    519Was da philosophisch traditionell als zwei ethische Systeme erscheint, sind zwei „weltanschauliche“ Eckpunkte, ihre einseitige Betonung, die aber (z.B. von Kant) sehr bald in ihrem Wechselspiel erkannt werden; weshalb wir das als „Ii zu Ig“ modellieren. Es bleibt bei Kant aber eine „Lösung“ innerhalb der I-Sphäre: Moralischer Pflichtgehalt des Rechtes.

    520Dennoch ist offensichtlich, dass beides sowohl als psychische, individuelle Polarität wie als soziale bestehen bleibt.

    521Als dieses Problem wird es nicht nur der philosophischen Ethik vorgegeben, sondern ist auch die Problem-Basis des „Rechts“.

    522Aber auch hier gibt es den „Ausweg“ aus den – auch belastenden – Problemen, das ist die E-Seite.

    523So richtig und wichtig sich der egozentrische Querulant fühlt, gemessen wird er daran, ob die „Mittel“ es zulassen, jedermann solche Rechte einzuräumen, die er fordert. Und der sich der Gemeinschaft, dem Kollektiv unterordnende Menschentyp wird dafür, je nach gesellschaftlichem Reichtum, bedacht und entschädigt.

    524Dass beides zugleich individuell und gesellschaftlich eine Rolle spielt und die scheinbare Unvermitteltheit beider noch dazu, ist eine Lage, die sich notwendigerweise aus dem „Ii zu Ig“-Verhältnis ergibt. Und die sich aus der Spannung der zwei Haupt-Eckpunkte, dem gesellschaftlich-kulturell-historischen Teil der Gesamt-Realität ergeben muss: „Subjektivität“ und „Kollektivität“.

    525Aber zugegeben, sozialpsychologisch-historisch häufen sich bis heute und hier im Alltag und für die entsprechenden Einzelwissenschaften die Probleme: Die scheinbar unüberwindbaren Widersprüche der ethischen Systeme der „Pflicht“ (Recht, Ehre, Kampf, Stolz, Selbstbehauptung -> Nietzsche) und der „Liebe“ (Frieden, Demut -> Tolstoi).

    526Natürlich ist auch die ideologisch-weltanschauliche Grund-Entscheidung des „Rechtsgefühls“ mehr an die E-Seite, N-G-Ratio, Systematisierung (deduktiv denkend, auf generelle Normen beziehend) gebunden. Und die „Gewissens-Variante“ ist von „I“ abhängig, so mit seiner Grundfunktion, des Allzusammenhanges.

    527Diese Polarität durchzieht dann alle Einzelwissenschaften und alle traditionellen philosophischen Schulen – wozu aber (siehe Kant) auch Überbrückungsversuche kommen. Erst da setzt die moderne Philosophie ein, letztlich mit dem Ziel, I/E zu bilden.

    528Schaut man genauer hin, dann ergibt sich schnell, wie beide Seiten eigentlich zusammenhängen: Zum Beispiel ist die Entscheidung des Gewissens auch eine des Einzelnen (aus seiner biologisch-emotional-kulturellen „Erfahrung“). Und der „Systematiker“, der für sich Recht etc. fordert – (und die Vergemeinschaftung flieht) – beruft sich auf die allgemeinen Maximen der generellen Normen, die das Verhältnis der Menschen zueinander bestimmen.

    529Bei der Gelegenheit, aber woanders zu systematisieren, „Recht“ vereint beide Grundmethoden, das Einzelne zu betonen, aber in ihm das Allgemeine zu sehen, und umgekehrt.

    530Inhaltlicher: Neben der abstrakten Seite: N-G, E (Einzelner) auch N/G als Verbindung mit Allem gilt es, die Ii/E mit den Ig/E zu verbinden.

    531Das bleibt in der „Praxis“ – wie umfassend auch immer – kein System, sondern die subjektiv zu erarbeitende Mühe der Juristen.

    532Wenn man den Schwerpunkt individueller Entscheidung als „Macht“-Ausübung sieht, dann überbetont – (im Sinne prinzipiellen Gleichgewichts) – dieser „Kämpfe ums Recht“ die Ig-Seite; diese Ig-Seite kann verbal als „Ethik“, Verteidigung ethischer Werte gesehen werden; in der historischen Praxis ist das Ig sehr viel seltener als das Ii des „Herrschers“ als traditionelle Geschichtserzählung suggeriert.

    533Herkömmlicherweise wird unterschieden zwischen „Trieb“ und „Wertbewusstsein“. Ist das sinnvoll? Beides sind I-Konfigurationen, durch die Entwicklung getrennt und spezifisch verändert. Aber als „I“ überwiegt das im systematischen I/E-Zusammenhang, also in Bezug auf die E-Seite. D.h. in der Rechtssphäre, ihr Gemeinsames.

    534So kann sich z.B. das „Rechtsgefühl“ sowohl aus Trieb-Strukturen wie auch aus Wertebewusstsein speisen. Inhaltlich sind es „Selbsterhaltungs-I“, auch „I“, die der Verwirklichung von und zu „Gleichheit“ und „Freiheit“ dienen.

    535Oft deshalb als „Neid“, „Missgunst“, „Rachsucht“ u.ä. diskreditiert, weil die aktive, selbst zu erarbeitende Gleichgewichtigkeit zu Ii (anderer Menschen Ziele/ Interessen) u/o zu Ik, Ig u/o zum E-Niveau fehlen.

    536Diese Ungleichgewichte grenzen an die der allgemeinen Emotionalität.

    537Ein anderes Ungleichgewicht ist das, welches „Kriminalität“ genannt wird – und das sowohl an die Phase „Recht“ wie an die der „Emotionalität“ grenzt.

    538In allen diesen drei Fällen stellt „die Gesellschaft“ (in ununterbrochener Arbeit) die Gleichgewichte wieder her, zum Beispiel als „Diskriminierung, gesellschaftliche Sanktionierung, als Rechtsprechung, als ethische Tugendlehre“.

    539Allgemein, philosophisch modern geht es darum, „weltanschauliche“ Eckpunkte (hier Ii, Ig, E) zu relationieren, um damit diese in der allgemeinen Entwicklung zu haben und zu zeigen.

    540Gibt es die weltanschauliche Isolierung, Verabsolutierung „des Rechts“? z.B. als „Schikane“, oder Recht um seiner selbst Willen verwirklichend.

    541Prinzipiell kann jede E-Phase zu so einem Eckpunkt werden. Diese E-Entwicklungs-Phasen betreffen jedes „Seiende“ (oder wie es sonst im Philosophischen, Wissenschaftlichen und Alltag genannt werden kann).

    542Aber die Grenzen einer tendenziell unendlich tief gehenden Differenzierung – die ganze Palette von „Gesammelten“, Quasifetischismus – wird dann doch wieder durch die objektiv wirkenden Relationen zwischen den Eckpunkten gesetzt; es werden „private“ Verdinglichungen (z.B. psychische Fetische) kollektiv nicht „anerkannt“. Bis auf eins: Die menschliche Individuierung; dass sich jeder selbst der Nächste ist, ist wohlgelitten.

    543Es gibt selbstredend auch Relationen zwischen Komplexen von weltanschaulichen Eckpunkten. Es ist das eine Zwischenform auf dem Weg zu einer Gesamt-Philosophie; eine andere Zwischenform ist die einer oder mehrerer Einheits-/ Wissenschaften.

    544Dass sich das Recht auch anderer Bereiche „bedienen“ kann, z.B. der „Kunst“, hängt – wie bei allen Relationen zwischen „Bereichen“, zwischen Wissenschaften, zwischen philosophischen „Eckpunkten“ – damit zusammen, dass sie alle einen prinzipiell gleichen Aufbau haben.

    545Bei solchen Relationen zwischen zwei Bereichen/ Wissenschaften, wie hier z.B. Recht und Kunst, gibt es oberflächliche Symptome dieser grundsätzlichen Verwandtschaft. Das ist hier die Tatsache, dass die ästhetischen Strukturen für die Unterstützung der juristischen Absichten genutzt werden.

    546Natürlich benutzt „das Recht“ auch alle anderen wissenschaftlichen Eckpunkte, z.B. die Logik. Aber das nur „spontan“. Das heißt, es gibt bisher keine Theorie darüber.

    547Diese Theorie hätte nicht nur zu schildern, was empirisch deutlich Ist, dass die Rechtssphäre z.B. Trachten, Symbole, Gebäude etc. ästhetisch zu bewertende Größen nutzt, um ihr spezifisches Anliegen, eben „das Recht“ zu optimieren. Vielmehr müssen die formalen theoretischen Strukturen und Funktionen heraus gestellt werden: Dass beide Bereiche von I, E, I/E etc. bestimmt sind. Und/ aber, dass es in den Inhalten von E, I, N/G Unterschiede gibt – die ableitbar sind.

    548Mit der E-Entwicklung im Historischen werden immer neue E erzeugt und daraus folgend, auch gesellschaftlich immer neue „I“.

    549Dies ist die inhaltliche Ursache, dass die Bereiche, hier Recht und Kunst immer weiter voneinander getrennt werden, hier z.B. von Mitteln, Organisationen (E), Zielen von Jus, aber eben ganz andere E, I bei „Kunst“.

    550Die formale Ursache ist die die „Entwicklung“ insgesamt als „Mechanismus“ der Trennungen bestimmende.

    551Mit diesen Trennungen werden die „Eigenarten“ (-> E) der unterschiedlichen Bereiche (und ihrer methodologisch-wissenschaftlichen Abbilder) immer deutlicher: Die Kunst (z.B. die Literatur) lebt davon, dass die „I“ als Ii „Zukünftiges“, allgemein „Überalleshinausweisendes“, ständig erzeugt. Jedes Kunstwerk muss sich so verstehen, dass es weder das Bestehende bejaht, noch, einmal ein ihm vorhergegangenes Kunstwerk wiederholt. Das Recht dagegen ist die gleichgewichtige Abwägung von „I“ als Ig und dem Stand der E-Entwicklung.

    552Durch jene Trennungen werden die getrennten E (und I) freier; das ist ihre Chance, sich voll zu entwickeln: Die E derart, dass sie einer – relativen – Vollendung, zu einem Abschluss tendieren, die „I“, im Gegenteil, tendieren zu unendlicher Vielfalt.

    553Zu den Teil-Gebieten von „Recht“, welche sich erst als historische und sachliche Entwicklung immer mehr und bis ins letztmögliche Detail ausdifferenzieren, gehört auch die „Sprache“.

    554Andere sind z B. Aufbau der Hierarchie, Gebäudeform, Ausbildung, Kleidung.

    555Sie alle haben zu relativen Endformen gefunden, die der Sache nach optimal sind. Nur Weiterentwicklungen in übergeordneten Ig, E-Bereichen wie die „Gesellschaft“, Technologien, etc. ermöglichen, erlauben, erzwingen Veränderungen; kaum die Weiterentwicklungen bei bloßen E-Detail-Strukturen.

    556Die E-Seite von I/E drückt sich in vielerlei Hinsicht aus; z.B. in der Rechtssprache, als Abschluss, Strenge, Verzicht auf Gefühlsstörung, überflüssige Begründungen, knapp, um Genauigkeiten u.ä. zu erleichtern.

    557„Zugleich“ aber muss diese Sprache – (als Ausdruck des Denkens) – die Anwendung der Allgemeinstrukturen des Rechts auf jede lebensförmige besondere Situation jedes Einzelmenschen ermöglichen. Diese Einzelnen aber sind durch ihre Ii-Struktur von allem anderen (Nachbar, Dingwelt, abstrakte Begriffswelt) getrennt. Es ist der besondere Mensch, nicht – wie früher philosophisch falsch gesagt wurde – das abstrakt Konkrete.

    558Die Berufsaufgabe ist es also, die abstrakte Allgemeinheit des Rechtssatzes auf diese besonderen I-Lagen anzuwenden.

    559Eine andere Problematik ist, wo ist für den Rechtsbereich das abstrakteste E? Früher war es der „monotheistische Gott“, so als E4, dessen Funktionen und Struktur im Kern auf „E“ hinaus laufen.

    560Die von einer kulturell-geistigen (wp) Meta-Ebene her gesehenen Eigenschaften des Rechts sind auf N-G (->E) zurück zu führen: So auch als Antithetik, wie die Gegensätzlichkeit von Sein (E), positives und natürliches Recht, und Sollen („I“). So auch das Bilden von neuem Recht, als dem „revolutionären“/ freien vs. dem legitimen.

    561Aber vor allem ist es die unendliche Wechselwirkung in I/E, welche z.B. als die Wechselwirkung von Freiheit und Ordnung, Gerechtigkeit und Billigkeit, Recht und Gnade, etc. eben auf jener Meta-Ebene erscheint, die zugleich die des Alltagswissens ist.

    562Die „Literatur“ greift diese dynamischen unendlichen Wechselwirkungen, die zugleich „ästhetisch“-theoretisch wie alltags-kompatibel sind, gern auf.

    563Die Methodologie, die Methoden der Rechtswissenschaft richten sich dann nach deren Strukturen und Funktionen. Das sind N, G, N/G zu E, I, I/E.

    564Es gibt diese zwei Ebenen, in denen das diskutiert werden sollte. 1. Das gemeinsame aller Wissenschaften (und dazu auch durchaus das Alltagswissen). Die Gemeinsamkeit wird dadurch hergestellt, dass alle auf der E-, I-Entwicklungs-Ebene angesiedelt sind.

    5652. Das Spezifische des Rechtes, also der Rechtswissenschaft, d.h. als das Spezifische von E und I. Und dementsprechend auch die Überformungen von N, G.

    566Mit N, G hoffen wird, die Methodologie in sehr allgemeiner Weise systematisieren zu können. Wie kann man die allgemeinen Methoden (z.B. Empirie, Logik) und die spezifisch juristischen Methoden den N, G zuordnen?

    567Zu den spezifisch juristischen Methoden zählen wir jene, die als Gegenstand die „positive Rechtsordnung“, das „geltende Recht“ haben und jene Rechtsbereiche, wie die Rechtspolitik u.ä., die das „seinsollende“ Recht zu ihrem Gegenstand haben.

    568Der ersten schrieben wir N-G, E zu, der anderen das direkte Anstreben von „I“.

    569Diese Grundhaltung übersteigt das was „Recht“ heißt; jedoch hat es stets auch Einfluss auf „Recht“ als Wissenschaft und Praxis. So wie alle Bereiche und Wissenschaften aufeinander wirken; das kann theoretisch und praktisch gar nicht geleugnet werden. Deshalb gilt es ein philosophisches System zu haben, das „Tendenzen“ als unendliche Übergänge u.ä. „systematisch“ integrieren kann.

    570Zwischen den beiden, E und I, liegt N/G. Das sind Bereiche, die sich durch N/G-Methoden und deren Strukturen, Funktionen, Folgen (z.B. die I-Erzeugung durch N/G-Methoden) fundieren lassen.

    571Dazu gehört z.B. „Rechtsleben“, „Rechts-Tatsachen“ u.ä.; das heißt „wertbezogene Begriffe, Gegebenheiten, die mittelbar ihrem Sinne nach der Gerechtigkeit dienen“ und Rechtsordnung und Rechtsnormen, die das unmittelbar tun, wertbezogen sind; aber eben beides Mal vermittelt mit der E-Seite.

    572Diese Art von Abstufung gehören zu den doppelt unendlichen Übergängen in I/E (und -> N,G).

    573Noch Mal zu Ii-Ig: Ein wissentheoretisches, methologisches Problem der Rechtswissenschaft ist das des „objektiven Sinns gegenüber dem subjektiven Sinn des Rechts“.

    574Das hat mehrere Unterprobleme. Das „objektive Recht“ stellt fest, wie das Recht zu verstehen ist. Es orientiert sich dabei an Ig (wie immer kompliziert der Prozess ist, der von Ii, Ik zu Ig führt).

    575In dieser Hinsicht ist der unendlich dynamische etc. Prozess „Ii zu Ig“ stillgestellt, erst mal abgeschlossen; also das ist mit „objektiv“ gemeint, Ig=E.

    576Die subjektive Seite, z.B. was einstmals die Urheber des Rechts „gemeint“ hatten, das Recht als verursachte und ursächlich weiterwirkende Tatsache hat Ii und Ik zum Zentrum.

    577Hier zeigt sich auch, dass die Rechtswissenschaft im engeren Sinne mit Sozialtheorien des Rechts, Rechtsgeschichte, Rechts-Soziologie, vom wissenschaftstheoretischen Standpunkt, eng zusammen hängen; sie tendieren nicht – aus den praktischen Gründen der Rechtswissenschaft“ dazu, das Ii-Ig-Verhältnis „positiv“ zu vollenden, jeweils abschließen zu müssen; so wie sie das I/E-Verhältnis ebenfalls jeweils „positiv“ auf den Punkt zu bringen haben.

    578Diese anderen Wissenschaften können das Schwebende etc. der „Ii zu Ik zu Ig“ mit seinen unbegrenzt vielen Varianten „ausnutzen“, wissenschaftlich erforschen.

    579Worauf es wichtigerweise bei der methodologischen Analyse der Rechtswissenschaft ankommt ist dann, wie hängen die zwei Pfeiler der Wissenschaft, „Ii-Ig“ und „I/E“ je in sich zusammen. Genauer: I-> N, G -> E -> N,G ->I -> etc. und Ii -> N.G -> Ik -> N,G-> Ig. Je als unendliche Kreisläufe konzipierbar; und beide sind miteinander zu integrieren.

    580Das wird methologisch umschrieben, z.B. als „Interpretation, Konstruktion, System“ etc.

    581Wie können wir die Interpretationsmethode erklären? „Sinn“ analysieren wir durch die zwei Modelle „Ii -> N,G -> Ig“ und „I -> N,G -> N,G ->I“; beider Kombination ist „Sinn“.

    582Wie sieht das näher aus? „Ii“ ist dann der Ausgangssinn; der Ii/E ist. Er gewinnt allgemeineren Sinn, objektive Züge, wenn das Ii, (und die E, auf die sich das Individuum bezieht), zu Ik bzw. zu Ig wird.

    583Dabei wird das allgemeine E-Niveau berücksichtigt; (z.B. der gesellschaftliche Reichtum, das Wissens-Niveau, Kulturgüter-Vorrat, die vorhandenen PM/ Technologieniveau u.ä.)

    584Das alles läuft nicht als bloßes Identifizieren und Negieren ab (N-G), sondern im Wechselspiel (N/G).

    585Zum Beispiel wird kollektiv zwar noch mal „nachgedacht“ und „nachgefühlt“, was vom ursprünglichen „Autor“ gedacht und gefühlt wurde, aber dies Vermeintliche tritt in Wechselwirkung mit dem I-Status und E-Vermögen der „Nachdenkenden“; es ist nicht möglich oder nur als unendliches Extrem möglich, da eine Identitätsleistung zu haben.

    586Die „gedachten Gedanken wirklicher Menschen“ sind „rational – emotional“ und deshalb zumindest bei den Emotionen von einander abweichend. Sie sollen aber „vergleichbar“ gemacht werden. Das geht nur über die zwei Modell-Sphären I, E.

    587Die juristische Interpretation unterscheidet sich von der philologischen, (und von der des Alltags) darin, dass sie versucht, sich auf den objektiv gültigen Sinn des Rechtsstaates zu fokussieren. Dann ist der Ausgangspunkt nicht Ii, sondern bereits ein „Ig“. (Wie es zu diesen Ig mit relativen E-Charakter einst kam, das betrifft wiederum einen „Ii zu Ig“ – Vorgang).

    588Auch hier gilt genauer, dass es um Ig/Eg geht. Dieses E ist jene Instanz, die als Einfluss nehmender Vorrat an Wissen, PM u.ä. die vielen möglichen Differenzen – (bei der Erzeugung wie bei der späteren „Interpretation“) – zwischen den unterscheidbaren Meinungen etc. der Gesetzeserzeuger/ – verfasser, bei Vielheit der Urheber und anderer Interpretierender oder Anwender als es die Urheber sind; also die vielen Ii, Ik zu „Ig“ macht -> hier als das „Gesetz“.

    589Dass das „Ergebnis“ stets auch offen ist, zeigt der Ablauf (der ist auf N/G-Verfahren zu reduzieren) und das „I“ in I/E. Deshalb kann es philosophisch gesehen keine „einzige Deutung“ eines Gesetzes u.ä. geben.

    590Indem tendenziell in unendlicher Annäherung „Ig“ als E erreicht wird, wird der Kollektivwille Ik und auch vieler Ii an der Gesetzgebung Beteiligter ersetzt, abgelöst durch „das Gesetz“ selbst. Dieses Ig (=E) kann zwar zur äußerlichen Verdeutlichung noch „Personifikationen“ (auch als„der Staat“) haben, er ist aber als „Gesamtinhalt der Gesetzgebung“ als etwas vom E-Status anzusehen: Als Auslegungsergebnis.

    591Dieses „E“ deswegen, weil sonst im der Rechtssystematik z.B. keine Widerspruchslosigkeit u.ä. erreicht werden kann. Der Ausleger muss aus dem Gesetz für jeden denkbaren Rechtsfall eine klare und widerspruchslose Entscheidung entnehmen können.

    592Das I/E-Verhältnis bei der „Interpretationsmethode“ beinhaltet, dass sich „I“ und E ständig verändern, meist entwickeln können. So dass die Situation entsteht, als Wille des Gesetzgebers etwas festzustellen, was im bewussten Wollen des Gesetzesverfassers niemals vorhanden war. Der Ausleger kann das Gesetz besser verstehen als es seine Schöpfer verstanden haben.

    593Dazu kommt, dass die allgemeine Entwicklung ganz neue Gebiete mit E (und „I“) errichtet und daher die Gedanken der Gesetzverfasser laufend (und manchmal sehr gründlich) notwendigerweise neue Interpretationen verlangt.

    594Dieses Hinausgehen über, das „Zuendedenken“ eines “ zuvor Gedachten („Geist des Gesetzgebers“) muss allerdings – und explizit – die Verbindung zum Vorherigen reflektieren, erhalten und eben auch ausbauen. Wir meinen, es ist das eine Art der allgemeinen Entwicklung. D.h., es ist genauer zu zeigen, welche Veränderungen von „E“ führt – (im Entwicklungs-Mechanismus) – in neuen „I“ mündet. Und wie sind N,G als die Methodik dabei involviert

    595Das wird gerne als „ein unlösbares Gemisch theoretischer und praktischer, wissenschaftlicher und überwissenschaftlicher., objektiver und subjektiver Elemente“ genannt, (hier Radbruch). Um diesem Sammelsurium, Chaos zu entkommen, hat die Philosophie ihre Arbeit zu machen.

    596Eines ist (u.a.) dabei klar, die dabei auftauchenden „Rechtsbedürfnisse“ und Rechtsfragen (und der darauf reagierende „Wille des ständig tätigen kreativ interpretierenden „Gesetzgebers“) sind mit deren Basis, die sich verändernden. „Zeitverhältnisse“, zu vermitteln, philosophisch zu explizieren.

    597Aber das findet so nicht statt. Der „ideelle“ Interpretierende, Jurist versucht das gegebene „Gesetz“ aus sich heraus zu interpretieren.

    598Das aber ist wiederum falsch; „Gesetze“ (wie Märchen/ Orakelworte u.ä.) haben noch mehrere andere Quellen, die verborgen bleiben sollen – oder deren Hintergrund allzu komplex ist, um jeweils mitgeliefert zu werden. Richtig wäre, beide Seiten zu vereinen; z.B. die Ik der herrschenden Schichten; wo es bei den Ik nur noch um ökonomische, physische Erhaltungen geht. Oder aber als Komprimat lang andauernder (kaum jemals explizierter) kollektiver Erfahrung und Diskurse.

    599Wobei wir uns fragen, sind diese verborgenen Reflexionen auch zu jenen (verborgenen) Ergebnissen gekommen, die wir als „objektiven Geist“ bezeichnen?

    600Zur „Interpretationsproblematik gehören, traditionell wissenschaftlich und philosophisch noch viele Arten der Begriffsbildung; das ist auch ein weiteres Zeichen für die N/G-Varianten-Breite. Zum Beispiel der Anthropomorphismus: Um Natur zu „verstehen“, werden nicht deren eigene „I- und E-Struktur allein, sondern auch die des „wahrnehmenden“ Subjektes (-> Kant) benötigt; sie alle bilden N/G bzw. I/E.

    601Das gilt für alle „Wahrnehmungen“, es muss keine Ausprägung als „Anthropomorphismus“ haben, beispielsweise weiterhin als Allegorien, Tropologien, Anagogisches.

    602Stets geht es darum das „Seiendes – Ziel – Verhältnis“ zu bestimmen. Dieses kann „enger“ oder „weiter“ sein. Darin ist es eine Fortsetzung der „allgemeinen Entwicklung“.

    603Und es sind Anordnung von E, I, N, G bereits in der scholastischen Theorie: Als „vierfachen Schriftsinn“ („littera gesta docet“/ buchstäblicher Sinn) so als N/G (quid credas/ Allegorisch/ „Glaube“) bis I zu E („Handeln“/ Moral/ moralis, quid agas) bis „I“ (quo tendas, anagogia/ „ewiges Leben“/ „Vollendung“ „Ziel“).

    604Die scholastische Inspirationslehre glaubte durch diese „Interpretation“ (wörtliche Formulierungen) die Gedanken Gottes zu enthüllen; also Identität (-> G) Gott -> E von Nichtidentischem -> I -> also I/E zu gewinnen.

    605Was aber geschieht tatsächlich? Es wird immerhin ein Ganzes, Umfassenderes dadurch gebildet: Früheres -> E als Gewordenes wird mit heutigen „I“ vereint, bzw. es gilt E-> N,G->I-> N/G ->E->etc.

    606Dass Texte interpretierbar sind, liegt auch daran, dass „Worte“, Sätze, bereits interpretierbar sind – und Sprache insgesamt. Das hat seine Ursache, bzw. das kann so modelliert werden: Im Phonem/ Morphem, Wort etc. bis „Sprache“ sind formal I, E N,G wirkend relationiert; und inhaltlich ist es die ganze rationale, emotionale Palette aller irgendwie beteiligter E, I, (z.B. das „emotionale Interesse“, I/E, des Sprechenden“ etc.). Dazu kommen Schichtungen (in diesen unendlich chaotischen Verhältnissen) und: „was steht im Vordergrund“ etc.

    607Dieser Reichtum erzeugt den der Deutungsfähigkeit. Wobei es Unterschiede in den Textarten gibt: Die einen machen – implizit und durch eigene Techniken – alle Anstrengungen, die Interpretationsvielfalt zu reduzieren (-> Rz); die anderen, diese zu erweitern (-> Rw).

    608Kann man nun sagen, dass sich die juristische Auslegung von den eher „intuitiven, magischen, mystischen, tiefsinnigen“ Auslegungen dadurch unterscheidet, dass sie „rationaler“ als jene ist?

    609Es gibt keine nur „logischen“, „rationalen“ Interpretationen. In der Diskursivität, „Rhetorik“, – (Kunst des Beweisens, Widerlegens, der Wechselrede u.ä.) – Kommunikation spielen stets auch Interessen aller Beteiligten („I“) hinein, den objektiven Wortlaut des Gesetzes beeinflussend.

    610Man kann aber sagen, dass, wenn man eine Variationsbreite der I/E hat, bei der der Einfluss bei den I/E auf einem Pol durch die „I“ gekennzeichnet ist (z.B. bei Emotionalität, etwas weniger bei Ästhetik, etc.), dann ist in dieser Reihe aller Bereiche, Wissenschaften der Einfluss der E (für Jus: „positives Gesetz“) für den Rechtsbereich (der aber immer noch I/E-Charakter hat) sehr groß.

    611Es gibt zwei Hauptgebiete, in welchen alle Ii inhaltlich verankert sind, -(formal: Ig +E).

    612Sie liegen theoretisch „quer“ zu Ii und E. Das ist die „Tiefe im „eigenen Gewissen“, die Tiefen-Struktur von Ii (seiner Emotionalität, bis zum Unbewussten, sein Wissen, Wollen, etc.). Und das ist die Weite (-> „I“ von Rw her) nach allen Richtungen, z.B. zurück in der Geschichte.

    613Man kann diese objektive Struktur mit Rz, Rw verbinden. Und ebenso natürlich mit der historischen Entwicklung: Ihren älteren Phasen; und der sachlichen Entwicklung; im Ich/ Ii wirken Biologie, Emotionalität etc.

    614Daher erscheinen bei der Methodik der Interpretation immer wieder Situationen, in denen sich auf das eine oder das andere -> „religiöse Bewusstsein“ mehr gestützt wird (z.B. als „Tradition“) oder versucht wird, Gleichgewichtigkeit zu predigen.

    615Das betrifft die Geschichte der Theologie, die Literatur-Wissenschaft etc. eigentlich alle Geisteswissenschaften. Und deshalb auch die Jurisprudenz.

    616Wenn die Erforschung des subjektiv gemeinten Sinnes, z.B. des Verfassers eines Textes, weniger betrieben wird als die Beachtung des objektiv gültigen Sinnes, dann geht es auch hier um „Ii – Ig + E“. Der Einbezug der gesellschaftlichen Ziele und dessen was die kulturell historische Welt ausmacht, E, kann in vieler Hinsicht, in juristischen, öffentlichen Texten wichtiger sein als z.B in einem Gedicht oder Brief. Die „Übergänge“ sind für uns auch entscheidend.

    617Eine Geistesgeschichte kann zeigen, dass die tatsächliche Beeinflussung des Denkens (hier in allgemeiner Philosophiegeschichte und in der des Rechts) durch die Welt ihrer Zeit, durch Denken vor ihr und mit ihr, Ursache eines Werkes sind.

    618Wir schließen uns da Hegel an, der ohne Rücksicht auf biographische, historische, psychologische Zusammenhänge, die „sachlichen“ Bezüge in den Gedankensystemen als „logischen“ Prozess begreift; als sei es ein einziges Bewusstsein, der „Gang des objektiven Geistes“. Wie der „Geist des Gesetzgebers“ „hinter dem Wechsel der Gesetze sich wandelt und doch beharrt“. Aber wir erweitern dies als Entwicklung und argumentiert ebenso, nennt aber neben E, N-, G auch „I“. I/E – und kann derart auch jenen „biographischen, historischen, psychologischen, etc. Zusammenhängen gerecht werden.

    619Der „objektive Sinn“ des Rechtstextes hat mehrere Quellen: In erster Linie die der Autoren (Ii und Ik), aber dazu tritt Ig und E. Letztere beiden sind näher zu erläutern: Vor allen das Ig ist geistesgeschichtlich umstritten: Sind gesellschaftliche Kollektive „klüger“ als es ihre Individuen sein können?

    620Die E, dazu gehört auch die Sprache (hier des Textes), haben ihre eigene Existenz. Aber jedes Existieren hat „Wirkung“, „Ausstrahlung“, wirkende Eigengesetzlichkeiten. Das ist entsprechend mit den anderen E, z.B. physikalischen Gebilden, Wissen, PM, (Logik/ Sprache), bis „das Ganze“, abzugleichen.

    621Wenn „Verstehen“ durch N/G und I/E modellierbar ist, was ist dann „inhaltlich“, hier im rechtlichen N/G-Verfahren, und was sind da „I“ und „E“ ihren Inhalten nach?

    622D.h. neben den formalen Eigenschaften z.B. von „I“ und daher von „I/E“ (als E), in einen unendlichen Zusammenhang gestellt zu werden, der als I/E als unendlicher Sinnzusammenhang erscheint; und der unübersehbar ist und unübersehbare Wirkungen hervorruft, etc.

    623Man kann die Inhalte von „E“ leicht bestimmen. Für die Rechtsbereiche und für die Rechtswissenschaft sind sie z.B. andere (wenn auch überlappend) als für Bereiche wie Geschichte, Kultur, Technik, etc.

    624Die „I“ – wie oben ausgeführt – betreffen vor allem den Versuch zur Verwirklichung der Rechtsidee.

    625Wenn wir – hier Radbruch sehr nahe kommend – auch in der Arbeit der Rechtspraxis und der Rechtswissenschaft die Aufgabe einer doppelten Verarbeitung ihres Stoffes sehen, dann ist das nichts anderes als die Anwendung einer tieferen Zweiteilung, welche die allgemeine Philosophie formuliert; und welche alle Bereiche und deren Wissen erfasst.

    626Das ist die Zweiteilung in N-G-Methoden, aus denen stets „E“ entsteht und in N/G-Methoden, aus denen „I“ entsteht.

    627Mit Radbruch, dessen Überlegungen zur Philosophie des Rechts notwendigerweise auch zu dieser Zweiteilung vorstößt, geht es auf der E-Seite im Recht um die Verwirklichung des Rechtsbegriffs und der in ihm enthaltenen Rechtskategorien. Im Prozessrecht bedeutet z.B. die Erfassung des Verfahrens als eines Rechtsverhältnisses, so die Lehre vom Rechtsschutzanspruch, ist eine E-Konstruktion. Im Strafrecht ist die Normentheorie eine “kategoriale“ E-Konstruktion.

    628Auf der I-Seite geht es um eine teleologische Verarbeitung, welche das Recht als versuchte Verwirklichung der Rechtsidee schildert.

    629So bedeutet z.B. im Prozessrecht die Zurückführung der Verfahrensvorschriften auf bestimmte Prinzipien, wie Verhandlungs- und Offizialmaxime, eine teleologische Konstruktion.

    630Im Strafrecht ist die Lehre vom Strafzweck eine teleologische.

    631Da die Jurisdiktion aber eine „praktische“ Wissenschaft und Lehre ist, gilt „I/E“. In dieses Modell geht die doppelte Verarbeitung von E und I ein.

    632So wechseln im Aufbau des Rechtssystem die Betonungen der E-Seite und der I-Seite – allerdings sind das jeweils nur „Schwerpunkte“, Gesichtspunkte.

    633Wenn man sagt, dass die „allgemeine Rechtslehre“ und die Unterscheidung von öffentlichem und privatem Recht sich an E orientieren, das Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht dagegen teleologische Begriffsbildung sind, dann sagt das noch nichts über diese Subbereiche aus; die sind von E und I bestimmt.

    634H. Kantorowicz sieht, dass sich in den Epochen der Geschichte der Rechtswissenschaft die „formalistischen“ und die „finalistischen“ Epochen ständig abgewechselt haben. Das verallgemeinern wir: Die Entwicklung ist eine „inhaltliche“, d.h. die empiristische Aussage genügt nicht, die wir in das Modell „I-> N,G -> E-> N,G ->I“ -> etc. fassen, vielmehr geht es um jene „N, G“: Was sind jene, die den Entwicklungs-Prozess (hier der rechtlich-geistesgeschichtlichen Entwicklung) voran treiben.

    635Auch das lässt sich allgemein philosophisch beliebig ausweiten, wenn man „wissenschafts-philosophisch“ fundieren will.

    636Zwei andere Grundmethoden juristischer Arbeit, neben der hermeneutischen Ermittlung des Sinnes, der Interpretation, also der I/E-Bildung als doppelt unendlich freies dynamisches Geschehen ist die als „Konstruktion“ und Systematik“ o.ä. zu bezeichnende Erarbeitung; sie wird von uns als N-G-Methodik mit dem „Ziel“ E modelliert.

    637„Rechtliche Tatbestände der Gesetze“ werden hier reflektiert. So die Begriffe von Tatsachen (wie z.B. „Sache“, „Wegnehmen“ „Absicht“).

    638Ein weiteres Teil einer umfassenden Methodologie (hier im Jus) ist die Nennung, die Bewusstmachung der I-Seite. Wie z.B. die Begriffe von „Rechten“ und Pflichten der Verkäufer und des Käufers.

    639Die hermeneutische Methodik kann man als Voraussetzung der beiden anderen ansehen – oder umgekehrt, dass „zuerst“ die einseitige E-Seite u/o die einseitige I-Seite vorhanden sind.

    640Ergänzend zu dieser Sicht gilt auch, dass die drei (I, E, I/E dito N, G, N/G) stets in dynamischer Wechselwirkung zueinander stehen.

    641Das ist – von z, w her – der ursprüngliche dann auch der fortentwickelste Standpunkt; dennoch gelten auch die „Zwischen-Phasen“.

    642Die Rechtsbegriffe normaler Art enthalten dann also beides: Die konstruktiven, systematischen Begriffe und die des normativen Inhalts.

    643Wir folgen der Einteilung der Wissenschaften in basistheoretischer Hinsicht: In Methoden, wie oben geschildert, und in „Begrifflichkeit“.

    644Die Begründung für diese Zweiteilung, (N, G und I, E), geht tief. Sie durchzieht alles (Phasen und philosophische Disziplinen) und stammt aus den „Urgründen“ von Wissenschaft und Philosophie.

    645Trotz dieser Auftrennung in N-G-Überlegungen hier und I-, E-Überlegungen dort, kann man wissenschaftsphilosophische Arbeit nicht leisten, wenn man nicht beide Seiten, alle Vier aufeinander bezieht; wie schon bei der rechtsphilosophisch-wissenschaftlichen Systematik gezeigt wurde – (oder kann man die Methodik nur mit N, G, und ohne I, E erklären?)

    646Bei den Methoden lehnt sich jede Wissenschaft an die Alltagsmethoden und an die der anderen Wissenschaften an; auch in der Begrifflichkeit des Alltags.

    647Die Einfärbungen, Umformungen der Begriffe geschieht durch die „weltanschaulichen“ Betonungen der Eckpunkte jeder Einzelwissenschaft; (Zum Beispiel als eine Variante der allgemeinen weltanschaulichen Prägung jedes Kollektivs, jedes Individuums).

    648Der juristische „Eckpunkt“ ist „Gerechtigkeit“, „Rechtsidee“. In den prinzipiell tendenziell Unendlichkeitsfeldern, (→ E, I, I/E) werden E-Strukturen (Begrenzungen pragmatischer Art) derart eingezogen, dass der Einzelbegriff und dann Sprache, Bereich, Wissenschaft betont auf „Jus“ fokussiert wird; so auf „Rechtsbedürfnisse“ u,ä, hin bezogen.

    649Natürlich bleiben die Relationen zu den anderen Bereichen, Wissenschaften bestehen. Sie verursachen mögliche Ausweitungen des Rechtsbereiches; z.B als Probleme der Experten-Beratung.

    650Als Zusammenfassung: Die Rechtswissenschaft ist als verstehende Wissenschaft auf jene „I“ hin, die als Sinn (I/E) allgemeine „I“ sind, z.B. Ig .Als Ziele und Zielnetze gesellschaftlicher Art; aber auch nicht ausdrücklich genannter Ig. z.B. die Erhaltung der Gesellschaft.

    651Überhaupt gilt, dass meistens „I/E“ benennbar, explizierbar ist, aber kaum die „I“ darin. „I“ als Äußerung des (individuellen „Ii“ -> Diktatur) gesellschaftlichen Wollens und Sollens, also von direkt imperativem Charakter, sind wohl eher die Ausnahmen.

    652Sie gestalten aber (mit dem „objektiv“ vorgegeben E-Niveau) das was die „Objektivität“ der gültigen Sinnbedeutung, der Normen ist.

    653Es geht um „Ii zu Ig“: Deshalb ist Rechtswissenschaft beides, „individualisierende Wissenschaft“ und „Gesetzes-Wissenschaft“, also generalisierende Wissenschaft und das heißt, der einzelne Rechtssatz ist deshalb „generell“, weil es Ig trägt, von Ig getragen wird.

    654Was heißt aber „Individualität?“ Damit kann der Einzelfall, in seinem Zusammenhang mit Menschen gemeint sein u/o die „Individualität“ einer historisch gewordenen Rechtsordnung. Was verbindet beide Beispiele?

    655Die I-Seite. Beim menschlichen Individuum ist es Ii, das in jedem einzelnen rechtlichen Verhältnis eine Rolle spielt. Und bei historischen (z.B. nationalen) Rechtssystemen sind es die Ig, die gesellschaftlichen historisch-augenblicklichen Ziele u.ä., die berücksichtigt werden müssen.

    656Gibt es eigentlich den oft genannten Unterschied zwischen den allgemeinen Gesetzen der Naturwissenschaften und denen der Kulturwissenschaften?

    657Ja und Nein. In beiden Gebieten gibt es „I“ und „E“, jedoch sind diese zusätzlich an die umfassenden wp Phasen und Forschungsgebiete gebunden.

    658Aber die „I“ der Natur werden in den zugehörigen Naturwissenschaften und in der Mathematik noch getrennt von den E-Strukturen behandelt; also noch nicht in einer einzigen modernen Wissenschaft vereint; die Tendenz dazu zeigt sich z.B in der Biologie oder auch in der philosophischen Disziplin der Quanten-Theorie („QM“).

    659In den Kulturwissenschaften erscheint die I-Sphäre auch deswegen geistesgeschichtlich so viel früher und deutlicher, weil dort die „I“ von den E getrennt sind.

    660In den kulturwissenschaftlichen Bereichen und im „Recht“ ist daher „das Gesetz“ stets auch mit „I“ verbunden; es ist das „Gesetz“ „nur um der Entscheidung der Einzelfälle willen da“ und das in einem „teleologischen Sinne“

    661Aber auch hier gilt, dass die Fülle „individueller Tatsachen“; strukturiert werden als „wesentliche, bzw. unwesentliche“. Dieser uralte philosophische Erkenntnis wird von uns als I/E-Problematik modelliert. Das heißt, es geht „wesentlich“ um die I-Konzepte beider Seiten, wenn Richter und Beklagter aufeinandertreffen.

    662Die Rechtswissenschaft kam und kommt – wie alle Kultur-Wissenschaften – in die Schwierigkeit, empirisch feststellen zu müssen, es geht um Werte, Wertbeziehungen, Wertverwirklichungen, Wertverfehlungen, Wertförderungen, Werthemmungen etc. in der praktischen Anwendung der Wissenschaften. Aber der theoretisch vorgegebene, mitgelieferte Begriff von „Wissen“ erlaubt, ermöglicht nicht die Ver-/ Bearbeitung dieser I-Dimension.

    663Was dann also – mindestens – zu errichten wäre, ist eine zwei-polige Wissenschafts-Theorie. Mit den Anforderungen, dass diese E, I und I/E auf der Basis eine Meta-Ebene zum Beispiel als Gleichberechtigte erscheinen.

    664Woher aber sollte dies kommen? Zumal die E-Seite mit der Logik, der Mathematik etc., mit Empirik, Positivitäten aller Art eng verbunden wird.

    665Es bleibt dann nur die bloße „philosophische“ Erfahrung von „I“.

    666Alle erfahrbaren, empirisch feststellbaren Strukturzüge der I-Sphäre etc. lassen sich aufzählen, z.B. ist die historische „Umwertung der Werte“ zugleich eine „Umschichtung der Gegenstände“, „Wesentliches wird unwichtig“ etc.; und diese Strukturzüge lassen sich sinnvoll, z.B. hier als I/E-Wechselwirkung und als E-Entwicklung erklären.

    667Der traditionelle Begriff der „Wahrheit“ ist prinzipiell eng an E, N-G gebunden; deshalb sind die und produzieren die Kulturwissenschaften, so die Jurisprudenz nicht (nur) Unwahrheiten. In der I-Konkretion ist G „wahr“ und N „unwahr“als „N/G“ aufgehoben.

    668Und die grundsätzliche I-Dynamik, die sich auch auf I/E überträgt (und die letztlich von der E-Dynamik als E- Entwicklung angetrieben wird) bestimmt das Geistige, das Kulturelle; in seiner Wandelbarkeit nach Ort und Zeit.

    669Während die E-Entwicklung das „Materielle“ bestimmt. Das ist eine Basis-Überbau-Problematik.

    670Aus der Basis-Überbau-Sache resultiert (z.B.) auch, dass es „willkürliche“ Wandelbarkeit o.ä. durchaus geben kann – in jedem Teil und Bereich der Kultur und der Wissenschaft -, dass aber genau diese abwertende, sanktionierende Bezeichnung („Willkür“) darauf hinweist: Es gibt relativ feste Strukturen (E, Ig), die jene (möglichen) Beweglichkeiten begrenzen

    671Dass die Einteilung in und die Unterscheidung von „privatem“ und „öffentlichem“ Recht angeblich „logisch“ jeder Rechtserfahrung voran gehen, dass sie „apriorische Rechtsbegriffe“ sein sollen, liegt an der fundamentalen Unterscheidung von Ii und Ig. (die in sich philosophisch sehr verschieden sind).

    672Dass es aber zugleich zwischen Ii und Ig unendliche Wechselwirkungsbeziehungen und Übergänge gibt – (also damit weitere wichtige philosophische Größen gibt) -, erkennt man z.B. auch hier daran, dass diese Unterscheidung historisch und theoretisch öfter relativiert wurde.

    673Gesellschaften mit hohem Vergesellschaftungsgrad. (aus Ii-Unentwickeltheit so aus „historischer Not“) werden Ig betonen, d.h. hier das öffentliche Recht.

    674Anarchistische und liberale Grundüberzeugungen verlangen rein privatrechtliche Rechtsordnungen.

    675Tatsächlich aber gibt es beide Grenzformen nicht konkret; das verweist auf „Ii zu Ig“ als „Praxis“-Modellierung.

    676Übrigens: Der „Sozialismus“ konzipiert nach einem vollständigerem wissenschaftsphilosophischen System als der „Realsozialismus“, der bei unzureichendem E-Niveau und dem vorauseilendem I-Konzept nicht von jenen Gleichgewichten, gleich entwickelten Seiten ausgeht, die hier als I, (Ii, Ik, Ig) und als E bezeichnet werden; z.B. hochentwickelte PK, PM (=E) und ebenso hochentwickelter Konsumnachfrage („I“); etc.

    677Weil es um das dynamische etc. Verhältnis „Ii zu Ig“ geht, ist die Grenze zwischen privatem und öffentlichen Recht nicht eindeutig; im Arbeits-Recht, im Wirtschaftsrecht liegen privates und öffentliches Recht in unauflösbaren Wechselwirkungen.

    678Das ist nicht nur als formale Dynamik und Wechselwirkung u.ä. zu sehen, darin stecken die Inhalte von Ii, Ik, Ig.

    679Gerade in jenen gesellschaftlich wichtigen Bereichen, Arbeit, Ökonomie, gilt, dass das herrschende Recht (Ig) das jener „Privaten“ (Ik, Ii) ist, die beispielsweise die ökonomischen Strategien (-> Ig,w) bestimmen.

    680Da das aber genau eine Beschreibung der „Wechselwirkungen“ (z.B. auch als politische Kritik, Klassenkampf) ist, hat auch die Trennung in „privates“ und „öffentliches“ Recht einen Sinn.

    681Mit „Ii-Ig“ sind diese apriorischen Rechts-Begriffe, (priv./ öff. Recht), im allgemeinen Begriff des Rechts und in der Rechts-Idee verankert.

    682Hier im allgemeinen Begriff liegt dann die inhaltliche Variation, in ihrem Variantenreichtum, auf der Darstellung der normsetzenden Stelle und den Normadressaten (Ii, Ik), aber eher als formale Seite.

    683Die Regelung des Zusammenlebens der Einzelnen, Ii, also die privatrechtlichen Sätze des positiven Rechtes, die Bindung, bzw. Über- und Unterordnung von Ig dabei, ist die eher inhaltliche Seite.

    684Wie alle „I“ von den E abhängen und die E sich entwickeln (und hier z.B. sich historisch entwickeln), sind die „I“ allgemeinen geschichtlichen Wandel unterworfen. Und die „Ii, vor allem aber die Ik, Ig sind geschichtlich „weltanschaulich“ veränderbar und damit auch „Ii zu Ik zu Ig“.

    685D.h. genauer: Es gibt die „I“ stets immer schon, mit den sich entwickelnden E-Formen bilden sie „I/E“ – und die erscheinen in der gesellschaftlichen Praxis; so ist z.B. für die weltanschaulich-philosophische Fixiertheit auf die Freiheit, Kreativität des menschlichen Individuums (unendlich freie Ii), (ermöglicht vom E-Reichtum und den weiteren E-Notwendigkeiten), des „Liberalismus“, das Zentrum, der juristischen Praxis: „Ii“. Und deshalb ist das Privatrecht der liberalen Auffassung „wichtiger“ als das öffentliche Recht (Ig).

    686Obwohl sich die Rechtswissenschaft und die Rechtsphilosophie eingebunden fühlen in die allgemeine Kulturwissenschaft, wird das nicht tiefer reflektiert. Zu dieser defizitären Situation gehört z.B. auch, dass „der Liberalismus“ mit „dem Kapital“ und dem „Privateigentum“/-recht als Profitmaximierung und Klassenteilung, Ungerechtigkeit u.ä. gleichgesetzt wird.

    687Das ist der realsozialistische, sozialdemokratische Standpunkt, als ein reduziertes Produkt der marxistischen Analyse. Diese Analyse stellt jedoch auf tiefere Strukturen ab, und die im Bürgertum relevanten Partialkenntnisse sind nur Kollateralstrukturen.

    688Die wirklich wirkenden Strukturen werden von der objektiven E-Entwicklung und der offenen I-Sphäre her analysierbar und verstehbar.

    689Dazu gehören aber auch die „Ii“ als „natürliches“, unverletzliches Recht, weil „Ii“ allein kreativ ist – und weil es der wichtigste weltanschauliche Eckpunkt ist, formal als „Freiheit“ u.ä., – aber eben nur formal, d.h. hier kann Kritik (-> am Liberalismus, Anarchismus) mit philosophischem Fug und Recht ansetzen. „Kritik“ ist für uns der Aufweis etc. nicht nur einen weltanschaulichen, philosophischen Eckpunkt, sondern möglichst alle zu berühren.

    690„Der Kapitalismus“ ist dann beispielsweise der „E-Entwicklungs-Investitions-Zwang“. Ig, öffentliches t hat das alles zu bedenken, vor allem aber die E-Entwicklung. Zur Kritik am „kapitalistisch“ interpretierten öffentlichen Recht folgt z.B. daraus, dass nicht alle Ik, Ii etc. berührt werden – was die „Ig-Regierung etc. zu verantworten hat.

    691Es kann dabei nicht um formale Über-/Unterordnung von Privat-Recht zu öffentlichem Recht gehen, sondern in der Entwicklung etc. um das komplexe Ii-Ig-Verhältnis – im obigen Sinne. Noch weniger kann es darum gehen, die Eckpunkte zu reduzieren, z.B. öffentliches Recht in Privatrecht aufzulösen.

    692Zu „Ii-Ig“ gehört das „gegenseitige Durchdringen“. Das wird verständlich und praktisch, wenn die E-Seite, als (sogar beschleunigte) E-Entwicklung konkret gedacht wird. Das ist (z.B.) das Eindringen privaten Eigentums, dessen Koordinationsvorstellungen, des privaten Rechts in die öffentlichen Bereiche dazu – wenn und soweit es der allgemeinen ökonomischen, technologischen, kulturellen u.ä. E-Entwicklung dient.

    693Aber der Rechtsstaat ist erst dann vollendet, wenn der Saat, das öffentliche Recht dann Priorität vor dem Privaten hat, wenn das das Gleichgewicht zwischen E-Entwicklung und I-Ausdifferenzierung verlangt.

    694Was wir hier behandeln betrifft alle Kultur- und Sozialwissenschaften. Speziell für die Rechtswissenschaft geht es um Strukturen im Privat-Recht und im öffentlichen Recht, welche formalen Charakter haben, wo es jedenfalls nicht um die heute so virulenten ökonomischen Probleme geht.

    695So z.B. darum, dass der Staat im Straf- und Verwaltungsrecht sich mit dem Einzelnen auf die gleiche Stufe als Prozesspartei stellt.

    696Wenn die Erwartungen (vom E-Entwicklungs- und I-Ergänzungs-Standpunkt) in das private Recht oder in das öffentliche Recht sich nicht erfüllen sollten, besteht die gesellschaftliche Pflicht z.B. der Politik, z.B. der Parteien (dafür sind sie zentral da) da abwägend feinzusteuern.

    697Wie sieht es da heute hier aus? Das bürgerlich-kapitalistische System ist in eine ungeahnte Zwickmühle geraten. Die Beschleunigungserfordernisse des Kapitals (Globalisierung) erfordern eine erhöhte Kapitalanlage etc. auf privater Seite, und die Unterstützung des Kapitals durch die Gesellschaft und öffentliches Rechts ist eine Überlebensfrage für weite Teile des nationalen Kapitals.

    698Aber auch umgekehrt – und tief zusammenhängend damit – war es in der nur kurz zurückliegenden Geschichte noch nie so wichtig, durch öffentliches Recht, Sozial-Recht die gesellschaftliche Stellung vieler Einzelner zu retten oder zumindest zu verbessern.

    699Es geht aber schon nicht mehr um „Ausgleichungen“, nicht um distributive Gerechtigkeit zwischen Oben und Unten – (das ist sozialdemokratische Klassenkampf-Definition) – sondern darum, beide Seiten zu fördern; soll der globale Wettlauf nicht verloren werden.

    700Die – vernünftige – Aufforderung zur Selbsthilfe müsste auch in eine einheitliche Richtung gehen.

    701Die durchaus traditionell rechtsphilosophisch anerkannte gegenseitige Durchdringung von privatem und öffentlichem Recht verschärfen wir wissenschaftsphilosophisch in zweierlei Hinsicht: 1. Es gibt tiefere Gründe als nur die empirische Erkenntnis, nämlich der notwendige Übergang von Ii zu Ig, der in der prinzipiellen Struktur der I-Sphäre liegt. 2. Nur so ist „Praxis“ zu verstehen; bzw. die heute notwendige „soziale Rechtsordnung“ (Arbeits- und Wirtschaftsrecht), in der jene Übergänge typisch sind, kennzeichnen den Kulminationspunkt der heute historischen Entwicklung, (genannt „Praxis“).

    702Anders gesagt, alle Teile der Rechts-Sphäre sind von Sozialem, Arbeit, Ökonomie bestimmt.

    703Formal gesehen, geht es also auch um das Gleichgewicht zwischen „Einzelnem“ und seine Ohnmacht und „öffentlicher Übermacht“ als Gegensatz und neben deren Unterscheidbarkeit um ihre Unscheidbarkeit.

    704Aber die moderne „Philosophie“ (und damit jede Einzelwissenschaft, Jus hier) ist von beiden geprägt, auf prinzipielle Weise, von Formalem und Inhaltlichem.

    705„Inhaltlich“ gesehen geht es um die gegenseitige Durchdringung: Der privaten Berechtigung etwa mit „sozialem Pflichtgehalt“, (z.B. „Eigentum verpflichtet“). Und umgekehrt, die tendenziell immer auch notwendige Befreiung des Privatrechts aus öffentlich-rechtlichen Bindungen.

    706Recht ist „I/E“ und Ii-Ig (also Ii-Ig/E). Eine Grund-/ Grenzform von „I/E“ ist es das „Verhältnis von Mittel und Zweck“; allgemein und übergreifend.

    707Ebenso haben die anderen Modelle einfache, alltagssprachliche Repräsentanten.

    708Und sie haben ihre je speziellen Repräsentanten, je nach Einzelwissenschaft.

    709Eine rechtliche Denkform von „Ig“ ist das „Rechtsobjekt“. Darin wird Ig tendenziell zu „E“.

    710„Ii“ ist das was man die „Person“, das Rechts-Subjekt nennt.

    711„Ii“ ist deshalb die allgemein-philosophische und hier die „rechtliche“ Umschreibung des Einzel-Menschen, weil dieser in der Ii-Fähigkeit sein einmaliges Spezifikum hat.

    712„I“ ist sonst stets an E gebunden; von „Natur“ bis zur abstrakten Begrifflichkeit. Es gibt nur eine Entwicklungs-Phase, die des Menschen/ der „Subjektivität“, wo die „I“ (also Ii) prinzipiell „frei“ und daher erzeugbar sind; und zur „Erzeugung“ gehört auch die Erkennbarkeit -> im Alltag, Wissenschaft und moderner Philosophie.

    713Das alles gilt aber auch für „E“ (frei erzeugbar etc., vom Menschen). Und „der Mensch“ sieht sich selber als sich selbst Identisches, das auf sich gerichtet ist, also auch I/E, als endlich und unbegrenzt.

    714Das ist die allgemein philosophische (und psychologische etc.) Lage. Es kommt jedoch hier auf die rechtliche Variante an.

    715Warum ist die Rechts-Sphäre geprägt von einem überwiegen der „I“ ?

    716Der letzte Grund ist die „Entwicklung“ – und daher für moderne Gesellschaften das Fortschreiten in der Leistungsgesellschaft, z.B. speziell im kapitalistischen Investition-Profit-Investition-Mechanismus. Auf diesem sozialpsychologischen, ökonomischen, technologischen etc. Metasystem ruht die Rechts-Sphäre auf.

    717In allen Kulturwissenschaften zeigt das auch; weniger oder nur indirekt z.B. in der Mathematik, den Naturwissenschaften, weil diese schwerpunktmäßig noch von den R-Aspekten und weniger von deren Entwicklungen zu den „I“ bestimmt werden.

    718Daher wird für die Kollektive nach deren „Zwecken“, strategischen Zielen gefragt – und erfragt ist der Gedanke des End- und Selbstzweckes „eine unentbehrliche rechtliche Denkform mit dem Rechtsbegriff selber gesetzt“?

    719Auch darin hat die Polarität „Kollektiv/ Staat zum menschlichem Individuum“ eine ordnende Funktion: Man muss deren Begrifflichkeit, hier jetzt den Begriff der Person, des Rechtssubjekts, als eine „denknotwendige und allgemeingültige Kategorie der juristischen Betrachtung“ ansehen.

    720Wie ist das menschliche Individuum durch Ii beschreibbar? Von allem über die Eigenschaften, die „Struktur“ der I-Sphäre; d.h. z.B.: Dass alle I, hier alle Ii und Ik, Ig gleichberechtigt sind. Damit wird eine mögliche Rangordnung untereinander eher ausgeschlossen. „ Der Personenbegriff ist deshalb ein Gleichheitsbegriff“.

    721Und dass alle „I“ zusammenhängen. Was aber der Konkretion als „frei“ und als „Gleichheit aller Individuen“ widerspricht.

    722Die Vergesellschaftung des Individuum steht deshalb nicht „höher“ als seine Freiheit; weil es drei Bereiche gibt: I – E – I/E.

    723Und zur Struktur der I-Sphäre gehört, dass „inhaltlich.“ gesehen, I und deshalb vor allem Ii „frei“ „ist“, als individualisierte menschliche Freiheit“.

    724Da die „Praxis“ aber das alles zeigt (Rangordnung, Vergesellschaftung, Freiheit, Gleichheit) weist das auf den – notwendigen – Einfluss der E-Sphäre.

    725Das ist im Grunde auch (neben anderen einzelwissenschaftlichen) juristisch-theoretische Erkenntnis und Praxis, Uns geht es lediglich um die philosophische Systematisierung – auf neue Weise.

    726Zum Beispiel stützt sich Jus, das Privatrecht auf diesen prinzipiell philosophischen Gleichheitsbegriff; wider die tatsächlichen „praktischen“ Ungleichheiten.

    727Die Gleichheit der Menschen gilt auch – speziell in der Leistungsgesellschaft, ob kapitalistisch oder nicht – für die E-Seite. Die „Leistungen“ sind deshalb „kommensurabel“, weil in der „Leistung“ „I“ mit „E“ verbunden ist; und weil der Stand des absoluten E-Niveaus derart ist, dass die E historisch „wichtig“ sind. Wäre das nicht der Fall, dann würde E nur noch als „Mittel“ „technisch“ eingesetzt – und daher gesellschaftlich, historisch u.ä. weniger wichtig.

    728Die Tauschgesellschaft, (mit all ihren Problemen -> Markt, Klassen, etc.) sind Konkretisierungen dieser Gleichheitsproblematik. Auch von hier gibt es also theoretische Einflüsse auf „Recht“.

    729Aber im Grunde ist es doch so, dass die E ungleich sind; (das sieht man zusätzlich an den „Entwicklungsphasen“, die ja definitiv ungleich sind.) Und prinzipiell sind die „I“ gleiche.

    730Was also bestimmt nun diese „ideale Gleichheit“ der Menschen? Und was ist mit der „Identität“, die als „G“ (in N-G) dem E zuzuordnen ist?

    731Ist die „Praxis“ so, dass die Individuen, ihre Leistung, ihre ganze konkrete E-Struktur ungleich sind (was niemand bezweifelt), und links und rechts von diesem I/E die I-E sind, welche jene idealen Behauptungen und Forderungen und Bestrebungen darstellen?

    732Die Dynamik (des unendlichen Übergangsfeldes) zwischen I/E und I-E kann als historisch-soziales. Handeln, eben als „Fordern“, „Erkämpfen“, „Behaupten“ verbalisiert werden.

    733Wenn die individualistische und soziale Rechtsauffassung, allgemein die Rechts-Theorie, von dem Gleichheitsbegriff, (ebenso vom Freiheitsbegriff), der Person ausgeht, dann stützt sich das philosophisch auf die I-E-Phase; sie ist die „ideale“, „virtuelle“ u.ä. Seite, während I/E die praktische, konkrete Seite ist.

    734Im philosophischen „Hintergrund“ der konkreten Ungleichheiten steht stets der Begriff der Gleichheit – und umgekehrt. Daher gilt auf einer philosophischen Meta-Ebene: Die „höhere“ Einheit „I-E zu I/E“.

    735Es ist jener „Generalnenner“, ohne den eine Vergleichung und Ausgleichung, ohne den Erwägungen der Gerechtigkeit, ohne den Privatrecht und vielleicht überhaupt Recht nicht denkbar wäre.

    736Von unserer philosophischen Fundierung her gesehen ist es folglich falsch, die rechtliche Gleichheit, die gleiche Rechtsfähigkeit, (die das Wesen der Person ausmacht) als entweder dem Menschen (und menschlichen Verbänden) innewohnend oder aber ihnen erst von der Rechtsordnung beigelegt, zu verstehen.

    737Es ist der alte philosophische Streit zwischen „Naturalismus“ und „Kulturalismus“.

    738Wobei auch „Kompromisse“ zu oberflächlich sind. Sowohl in den psychologisch-biologischen Basen vom „Mensch“ wie in denen der „Kultur“, (hier denen möglicher „Personifikationsakte der Rechtsordnung“) deuten wir „G“ und Ungleichheit („N“) an; aus dieser Potentialität holt sie Entwicklung und „Praxis“ heraus.

    739Die Person hat auch ein außerjuristisches Substrat (= „Mensch“ u.ä.); für Kollektive, Verbände gilt das ebenso. Dieses „Substrat“ wird von uns als „I“ (und sekundär als I/E, E) systematisiert.

    740Das „I“ ist aber die Brücke zwischen der menschlichen Individualität – (dito der Kollektive) – mit allen ihren tendenziell unendlich vielen und gestalteten und möglichen „I“ einerseits sowie den „juristisch“ gebändigten, auserlesenen speziellen „I“.

    741Die „Ausstattung“ dieser beiden (Mensch und Verband) mit „Rechtspersönlichkeit“, die sie zur „Person“ und „juristischen Person“ macht, ist die Betonung jener „I“ und Ii-Ig-Relationen, die wir oben nannten.

    742Auffällig ist, dass die abstrakteste, einzel-wissenschaftlich-philosophische Definition der Begriffe, der Haupt- Gegenstände und Methoden aller Einzelwissenschaft, hier der Rechtswissenschaft, mit unserer Philosophie übereinstimmt.

    743Am Beispiel „Person“: In erster Annäherung, im Alltag, auch in wissenschaftlichen Aussagen, die nicht sehr tief philosophisch verankerte sind, gilt „Person“ als Ansammlung leiblich –sachlich – kulturell – soziologischer- historischer Eigenschaften.

    744Wir sehen zwar darin auch wichtige Aussagen – es ist dies nämlich die eine Hälfte der wp Beschreibung – aber wir reduzieren „Person“ weiter, so auch auf die philosophischen „Ii“.

    745Der rechtswissenschaftliche Personbegriff heißt „Selbstzweck sein“. Nach Ansicht der Rechtsordnung muss man von den biologischen etc. Wesenheiten absehen und ihn nur als „Selbstzwecksetzung“ erkennen.

    746Eine bessere Umschreibung von „I“ und hier von Ii ist kaum möglich; es wird zwar die „Existenz“ gesehen, aber nur am Rande; der Zielgedanke, sein teleologisches Substrat, die abstrakte Freiheit etc. erscheinen in dieser Wortwahl.

    747Ein solch allgemeiner Gedanke („I“) kann dann auch problemlos auf Kollektive ausgeweitet werden, als „juristische Person“, in denen sich eben nur andere I, Selbstzwecke darstellen.

    748Aber Ii, als „Selbstzweck“ gedachte Grundeinheit (symmetrisch zu „E“ -> Sein, Selbst-Sein) ist natürlich auch „leer“: (was philosophisch wichtig ist -> Definition für „objektiven Geist“,OG).

    749Daher ist es kaum verwunderlich, dass dieses ideale Streben aller Wissenschaften nach solcher „objektiv geistiger Leere“ weder sprachlich noch alltäglich zu vermitteln ist. Es werden stets auch naturalistisch-kulturalistische Sprachverwendungen, Begriffe etc. zu den Darstellungen auf den unterschiedlichen Abstraktions-Ebenen nötig sein. Das wiederum ist nichts anderes als eine I/E-Relationierung, die z.B. als „Praxis“ gilt. Die zwar auch als „Wesen“ unklar umschrieben wird (analog I, E), aber das „Wesen“ kann beliebig mit Inhalten gefüllt werden.

    750Also, sowohl die teleologische („I“) wie die „ontologische“ (E, G), wie die praktische Darstellung stellen erst zusammen das dar was als „R“echt gelten kann

    751Wir gehen von der Dreiheit E, I und I/E aus; letzteres wird auch „Wesen“ genannt und auch „Substrat“ o.ä.. Das liegt daran, dass einmal die eine Eigenschaft von I/E, die dynamische Wechselwirkung, dann wieder das Gleichgewicht, die Statik von „I/E“ eher betont wird. Dazu kommt, dass alle Erscheinungen, hier die der Rechtssphäre, auch I-pur (und auch E-pur) sind.

    752Dann erscheint das Phänomen mal als „Wesen“ mal als „Zweck“, „Hoffnung“, „Erwartung“ u.ä.

    753Welche von diesen – weltanschaulich–philosophischen – Betonungen sind wichtiger?

    754Die unterscheidbaren weltanschaulichen Stellungnahmen äußern sich darin, dass mal (z.B. bei „juristischen Personen“) das „Substrat“/ „Wesen“/ E festgestellt wird, um dann daraus den Zweck/ „I“ dieser (z.B.) Organisation, aus den E-Strukturen etc. abzuleiten.

    755Sieht man in einer „teleologischen“ Lehre die Selbständigkeit, die sachliche, zeitliche Priorität des Zwecks, dann werden die Strukturen der E-Seite aus diesem „I“ abgeleitet, bzw. nach diesen „I“ ausgerichtet. Die Vielheit der „E“, zum Beispiel der „Mitglieder“, der Organe, der PM, des Wissens, etc. gewinnen erst ihren Detail-Sinn in jener „Einheit“, die durch ihr spezifisches Ziel (z.B. Ik) hergestellt wird.

    756Die Substrateinheit der juristischen Person ist durch den einheitlichen Zweck hergestellt.

    757„Ig“, bzw. Ik, wie unterscheiden sie sich von Ii ? Gibt es überindividuelle/ „übermenschliche“ „sachliche“ Zwecke, die mehr sind als die individuellen Ziele der an ihnen Beteiligten?

    758Es ist das eine spezielle Form von I/E, wobei Ii das „reine I“ ist, (völlig frei, nur von Menschen erzeugbar, und wo Ik sich tendenziell dem „E“ nähert, weil es objektivierbar ist, (z.B. als „Vereinbarung“ zwischen zwei und mehr Menschen), und weil Ik, Ig an Dynamik verliert. Das „Iw“ ist global und geschichtlich „vollendet“ entwickelt und hat dann E-Charakter.

    759Zwar ist Ig kommunizierbar“ (das ist ein Aspekt der allgemeinen I-Sphärenstruktur, aber andere Aspekte dieser I-Sphären-Struktur (muss dargelegt werden) gehen in Ig verloren.

    760Rechtsgeschichtlich werden dann auch die Einzelaspekte (Ii, Ik) betont und genauer „erarbeitet“; in der „individualistischen Rechtstheorie“ (Savigny) z.B. wird nur Ii („sittlich jedem einzelnen Menschen innewohnende Freiheit“) gelten gelassen.

    761Solche einseitigen Betonungen in „Ii zu Ig“, (genauer aus „Ii-Ig“/E) hatten wir bereits weiter oben erwähnt; d.h. das ergibt sich als „geistesgeschichtliche“; Vorstufe in der allgemeinen Entwicklung, bei sich jedem bietendem Anlass.

    762Letztlich geht es um zwei philosophisch-weltanschauliche Eckpunkte („Mensch/ Subjektivität und „Gesellschaftlichkeit, Ii,g,w), und um deren Beziehungen auf einer modernen philosophischen Metaebene.

    763Der Übergang von Ii zu Ig ist deshalb dem Übergang von Ig zu E zu „vergleichen“, weil es beides Mal um Unendlichkeits-Stellen geht. Dass die Summe der Teile (die Ii) weniger als das Ganze (Ig) ist, schildert das traditionelle, wenn auch oberflächliche Phänomen.

    764Dabei ist das ein ideologisches Zentrum, das heute die leistungsgesellschaftlich orientierten Teile der Weltgesellschaft ausmachen: Individualismus vs. Kollektivismus

    765Der Erzeugung von „Zielen“ (Ii) parallel liegt die Erzeugung von neuen E; z.B. als Erfindungen, auch als Phantasmen, aber vor allem der psychologische alltägliche Grundakt, sich innerlich zuerst etwas vorzustellen, um es dann auszuführen.

    766Beides (I-, E-Erzeugung) ist beim Individuum zusätzlich getrennt. Während das beim kollektiven „Planen“ und „Handeln“ dann nicht getrennt ist; wenn ein „Ig“ (z.B.) demokratisch beschlossen wird, dann hat es (eher) E-Charakter; die allgemeine Zielsetzung, Hoffnung, Wünsche sind zur gezielten sachlichen Zweckverfolgung geworden.

    767Aber deutlich wird: Über diesen Abgrenzungsversuchen (Ii vs. Ig) steht der prinzipielle Zusammenhang aller „I“, als Strukturmerkmal der I-Sphäre.

    768Der Übergang Ii-Ik-Ig konkretisiert sich auch und hier in der Gestaltung der „juristischen Person“. So vom Einzelmenschen über den privatrechtlichen Verein, der öffentlichen Körperschaft, Stiftungen, Anstalten etc.

    769Diese juristischen Konstrukte gehen alle von Zielen aus, (die des Einzelmenschen als Verbandperson, oder als „Zweckvermögen“). Die Reichweite dieser Ziele („I“), ihre Fundierung in E, ihre Durchsetzbarkeit „praktischer“ Art u.ä. sind aber verschieden; also wieder der Bezug der I zu E. Während das I/ Ziel selber (z.B. die Aufführung eines Dramas) sowohl eine individuelle, wie eine kollektive Zielsetzung sein kann.

    770Das Eigentum wird traditionell philosophisch und einzelwissenschaftlich, hier juridisch, von der Ding- und Sachenwelt (E), und vom Sachenrecht her eingeführt.

    771Die „hermeneutische“ Entdeckung, dass „Sinn“ eines Dings etc. nur durch dessen Relation mit Zielen, Zwecken erzeugt wird, gilt auch hier als die I/E-Seite.

    772Diese Art ist aber traditionell nur erst die E-Seite. Wir betonen die I-Seite in I/E, wenn wir von „Eigentum“ sprechen. Dann geht es darum, welches Individuum (Ii) u/o welches Kollektiv (Ik) hat das Recht, seinen Willen, seine Zielsetzung etc. (I) mit dem jeweilig sachlichen (hardware), geistigen Eigentum (software) Hintergrund zu verbinden.

    773Das Eigentum ist also keine/ nicht nur eine der Rechtserfahrung „vorausgehende“ Kategorie; sie steht vielmehr im philosophischen Zusammenhang mit dem, was „Recht“ ist.

    774Zu I/E-Gebilden und damit auch zur Basis von praktischem, positivem Recht wird dies nur solange „I“ und „E“ dazu (zu diesen Rechten) vorhanden sind; fehlt eines, dann fehlt die Eigentumsfunktion und solange beide „knapp“ sind. In einer Welt, in welcher der Vorrat an Gütern – (die Dinge sind dort „Güter“ geworden, sobald sich Ii, k auf sie richte) – kleiner ist als die Anzahl der von der I-Seite „gewünschten“ (I-angezielten) Güter. Da das eine relatives Verhältnis ist, heute in der kapitalistischen Leistungsgesellschaft mehr denn je, ist „Eigentum“ wichtigerer denn je. Daher übrigens auch die theoretische Überschätzung der E-Seite im Eigentumsbegriff und von Eigentum in den weiteren kulturell-theoretischen Zusammenhängen -> Politik, Ökonomie etc.

    775Kann auch ein Überfluss an „I“ den Eigentumsbegriff obsolet machen? Wohl nur „im Gefolge“ des Überflusses an E.

    776Das historisch-kulturelle-soziale etc. Hauptproblem ist aber nicht der theoretische Zusammenhang, sondern die darauf aufbauende praktische tatsächliche „Verteilung“ der E sowie die Inhalte der „I“.

    777Beide sind je ihrer theoretischen Seite inhärent: „Vielheit“ „Anordnung“ u.ä. gehören prinzipiell ebenso zur E-Seite wie die „Inhalte“ (I/E) deren Kern die I-Sphären-Struktur ist. Eigentum, I/E, ist, wie sich die „I“ (und zwar Ii, eventuell Ig) mit der E-Seite vermählen, d.h. auf die „I“ der Natur einwirken, diese verändern. Erst durch solche Erarbeitung wird das „Recht“ an „Eigentum“ verschafft: Der Quasi-Naturgegenstand wird zum gesellschaftlichen und individuellen Wirtschafts- und Kulturgut. Die „Aneignung“ it nur der erste Schritt dazu.

    778Das „gesellschaftliche Verhältnis“, als Ig spielt insofern in die Eigentums-Problematik hinein, als die gesellschaftlichen-historischen-kulturellen Situationen aus der Fülle möglicher Relationen zwischen der Ding-/ Sachenwelt und den Menschen eine bestimmte Auswahl trifft.

    779Diese „Relation“ ist vom „Menschen“ her stets I-geleitet, er beabsichtigt (Ii) subjektiv mit seiner Aktivität etwas an der Natur, an der Dingwelt.

    780Die Einschränkung der beiden (Ii, Sache/E) sind „historisch“ und „kultureller“ Art.

    781Denkbar wäre, als „ Maßstab dieser Einschränkung“ zu fragen, welche „I“ „wichtig, richtig, gesell wichtig“ u.ä. sind: „Ig“. Genau das war historisch so – und ist bis heute Ausgangspunkt aller Kritik an der Eigentums-Verteilung/- Verwendung.

    782Ein Extremfall ist die mögliche Willkür von „Ii“: Der Eigentümer kann (auch gesellschaftliche) Kulturgüter vernichten. Solche mögliche Entkoppelung des Ii von Ig wird konfrontiert mit dem Ii/E-Verhältnis, was z.B. als freies kreatives Vermögen (Ii/Ei) zur Gestaltung (Erfindungen etc.) der Dingwelt, der Natur gilt.

    783„Recht“ aber ist definiert als „Ii-Ig/E“, d.h. hier als Bewahrung dieses Haupt-Gleichgewichtes.

    784D.h. z.B. die Berechtigung des Eigners zu allen einzelnen Verhaltensweisen in Relation zu E (Ding, Patent, etc.) ist nur „theoretisch“ möglich, (und übrigens auch theoretisch notwendig), aber nicht „praktisch“, (-> „Praxis“ist als I/E, Handlung, „I zu N,G,E“ definiert.)

    785Es gibt mithin beides, inhaltliche Begrenzung, Sachenrecht hinsichtlich Rechten an eigener und natürlich an fremder Sache; beide Ii umfassend ist also Ig.

    786Damit wird die Rechtsordnung als denknotwendige konzipiert; jede rechtliche Betrachtung (aus diesem Gebiet des Eigentums) hat jene philosophischen Denkformen zu beachten; „Kritik“ hat sich daran zu orientieren.

    787Der „Ii zu Ig“-Ansatz hebt die traditionellen theoretischen und praktischen Konfliktsituation „Privat- vs. Gemein-Eigentum“ auf.

    788Die „Okkupationstheorie“ versucht – (ähnlich wie in der metaphysischen Philosophie die „Anfangsproblematik“) – eine erste Besitznahme herrenloser Natur, Sachen zu konzipieren, um den theoretischen Schwierigkeiten eines Fundaments dadurch auszuweichen.

    789Diese „historische“ Entwicklungs-Figur ersetzt aber keine Theorie. Diese Besitzergreifung findet (theoretisch gesehen) ständig statt. Es ist die – spontane, freie – Applizierung, Relationierung, Konfrontation der Ii mit den „R/I“ des Naturdings. So kann „Arbeit“ definiert werden.

    790Diese Ii-E-Situation wird dann in einem zweiten (theoretischen und auch historischen und sozialen) Akt gesellschaftlich relevant; aus Ii wird „Ii zu Ig“ (und damit ist „Praxis“ fundierbar -> „Ii –Ig/ E“).

    791Die Annahme, dass ein urtümliches Individuum (Ii) sich die herrschaftslose Natur angeeignet hätte, ist deshalb fehl am Platze, weil dieses Individuum immer ein vergesellschaftetes war. Wobei, die „Gesellschaft“ die biologische Familie, der Stamm ist. Erst in neuerer historischer Zeit könnte vom gesellschfts-freien Individuum gesprochen werden. Aber die ideologische Individuierung fällt in eine Zeit, in der – empirisch unbestreitbar – alle Voraussetzungen für die eventuelle individuelle Großtat gesellschaftlich über Generationen geworden sind; ob das als „Erziehung“ oder als Güter-, Kulturvorrat oder anders erscheint.

    792In „früh-historischer Zeit“ gibt es also, wissenschaftlich nachweisbar, nur das total vergesellschaftete Individuum. Wie es die Rechtsideologie in der bürgerlichen Argumentation gar nicht gebrauchen kann. Und die „historische“ Zeit ist definiert durch die Kontinuität der Erzeugungsstränge der Arbeits-Mittel, der gesellschaftlichen Weitergabe des Wissens, durch Tausch, Arbeits-Teilung u.ä., also einer synchronen und diachronen Vergesellschaftung.

    793Ist nun daraus der Schluss zu ziehen, den beispielsweise bestimmte Frühformen von „Sozialismus“ zogen, dass theoretisch und praktisch alle Produktionsmittel (PM) und Arbeitsprodukte zu vergemeinschaften seien?

    794Diese Problematik ist ganz anders fundiert.

    795Die sozialistische Ideologie geht davon aus, dass jedem Individuum sowohl Ii- als auch Ig-Anteile eingeboren sind; d.h. jeder kann und soll sich als Individuum Ziele setzen, die sowohl „taktischer“ Art sind, seinen Nahbereich betreffen (z.B. als Bearbeitung der Naturdinge) Und zugleich „strategischer“ Art, z.B. wenn die Ziele der Gesellschaft, die „große Politik“ u.ä., zu bestimmen sind.

    796Dies folgt aus der I-Sphären-Struktur: Dass es keine Abgrenzung zwischen den „I“ gibt, und dass alle „I“ gleichberechtigt sind.

    797Die historische Entwicklung, die von der E-Seite induziert ist, von deren Entwicklung und deren stets noch vorhandenen Knappheiten, hat zu verantworten, dass die „strategischen“ Entscheidungen von den „taktischen“ getrennt sind.

    798Die strategischen I, die als Ig gelten, obwohl sie nur von einem kleinen Kollektiv jener gestaltet werden, die in der ungleichmäßigen E-Verteilung über die natürlichen E-Mittel verfügen, sollen nach sozialistischer Ideologie von allen menschlichen Individuen getragen werden.

    799Insofern ist „der Sozialismus“ – in dieser formalen Einfachheit – nichts anderes als die Verwirklichung der bürgerlichen Ideen; aber eben die sehr schwierige, historisch unterschätzte Konkretisierung.

    800Die „sozialistische“ Option gab es stets, jedoch in rudimentärer, abstrakter Form. D.h. die Ig, die notwendig wären, um eine konkrete „sozialistische Gesellschaft“ historisch zu haben, gab es bisher noch nicht. Weil die E-Basis dafür fehlte.

    801Solche Rudimente sind z.B. Ig-Projekte und Ii-Zielsetzungen von „Frieden“, von „Glück“, von „Gleichgewichts-, Harmonie-Vorstellungen u.ä.. „für alle“: Gleichheit, Freiheit, etc.

    802Dies ist in seiner Abstraktheit kurzschlüssig, aber „naturalistisch“ erklärbar, so aus dem Biologisch-Emotionalen, deren Entfaltung inhaltlicher Art (->I/E-Recht) noch fehlt.

    803Zurück zur „Methodik“, die als „Arbeit“ zentrale Stellung hat. Der springende Punkt ist der, dass – (aus welchen Gründen auch immer) – „taktische“ und „strategische“ Arbeit (die strategische Arbeit wird durch Investitionen u.ä.bestimmt,) voneinander kulturell-sozial-politisch etc. getrennt sind. Weshalb? Zumal oftmals auch die („vernünftigen“ = die dem E-Niveau adäquaten) I-Strategien von den Lohnabhängigen mit getragen werden.

    804Man kann diese historische Grundproblematik um das Privateigentum auch so zusammenfassen: Jeder soll über seine eigenen Angelegenheiten, (z.B. Konsum, Lebensplanung) selbst entscheiden. Und er sollte nicht über fremde Schicksale entscheiden. Aber die Alternative ist dann, dass alle über das Gemeinsame entscheiden oder dass sich keiner um dieses „Strategische“ kümmert. Letzteres ist jedoch in der unvollendeten Leistungs- und E-Entwicklungsgeschichte (von der E-Seite her) nicht möglich (und von niemanden gewollt).

    805Die herrschende Lage, dass wenige über alle in grundsätzlicher Weise bestimmen, ist der historisch-objektive Ausweg. Sein vorläufiger Charakter in Bezug auf „alle bestimmen alles“ erkennt man deutlich daran, dass die moderne Geschichte allgemein – und die grundsätzliche Auffassung der letzten Ziele der Rechtsordnung solcher Gesellschaften speziell, mit deren „Kritik“ und Angreifbarkeit, in gesellschaftlichen Revolutionen immer wieder mit diesem labilen, theoretisch schlecht begründeten „Kompromiss“ beschäftigt und konfrontiert sind.

    806Auch hier geht es wieder um die zwei philosophischen Großunterscheidungen, die „idealistische“, die das „Ii zu Ig“-Verhältnis betont und die „materialistische“, welche das Verhältnis I/E betont, (und Ii-Ik,g / E).

    807Innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft gab und gibt es dann: in „Ii-Ig“ die Betonung von Ii z.B. als individualistische Eigentumstheorie. Vertreten von und ideologisch-weltanschaulich philosophisch umschrieben als „Liberalismus“, „bürgerliche Demokratie“.

    808Und die Betonung von Ig,k in dem Grundmodell „Ii-Ig“ wird von weltanschaulich „konservativer“ Vor- und Gesamt-Entscheidung gemacht; das gesellschaftliche Ganze, die Gemeinschaft ist dann das Endziel. Zu diesem kommt dieselbe Aufteilung nochmal innerhalb des „Sozialismus“:(Insofern ist der „Sozialismus“ eine Fortsetzung der gesamten bisherigen Geschichte in einem geographischen und historischen Teil der Welt).

    809Der „Real-Sozialismus“ betonte ähnlich dem Konservativismus formal das Endziel der „Vergesellschaftung“. Der marxistische Sozialismus (der mit der E-Seite und der E-Entwicklung, dabei mit der Abhängigkeit aller ideologischen Idealismen von E argumentiert) – hat die Auffassung, dass nur zeitweilig – nach Stand des E-Niveaus – das soziale Eigentum nur der Kollektivität zuzuordnen ist; und es letzten Endes dem Einzelnen, dem emanzipierten Subjekt zu dienen hat.

    810Damit geht „Ii-Ig“ in „Ii-Ig/E“ über; als dialektisch-materialistische-idealistische Auffassung.

    811Will man diese weltanschaulichen Phasen historisch und d.h. entwicklungs-theoretisch ordnen, dann kommt man nicht umhin, etwas mehr auf die „Inhalte“ (die I, E, I/E/) einzugehen. Wo z.B. die „Gemeinschaft“, welche die konservative Idee (Iw/Ew), deren Ziele (Iw) die Erhaltung bestimmter gesellschaftlicher, kultureller Strukturen, E, ist; als ein Erbe vorbürgerlicher, vor-kapitalistischer Zeit. Der Realsozialismus hatte das Ziel (Iw), jene bürgerlichen, aber auch „bürgerlich-kritischen“ gesellschaftlichen Strukturen (E), wie „Demokratie für alle“; „Antifa“, Frieden u.ä. herzustellen und zu bewahren.

    812Der Liberalismus, auf der hoch-/spätbürgerlichen und kapitalistischen Basis, musste das kreative und frei sich bewegende Individuum (Ii), das die gesamte E-Entwicklung beschleunigen half, zum Ideal/ Vorbild machen.

    813Die liberale Idee hat die innere Konsequenz, auf alle Menschen Anwendung zu finden. Genau das aber ist die eigentlich „sozialistische“ Grundidee. Sie vereint Individuelles (Ii) mit Kollektiven, Ig – konsequenter und globaler als es das liberale Bürgertum tut; daher die (gegenseitige) Kritik.

    814Die bekannte „Dynamik“ des „Eigentums“ („erwirb es, um es zu besitzen“) gründet auch auf der E-Entwicklung und der prinzipiellen I-Dynamik. „E“ kann als „Phase“ wohl statisch sein, aber „I“ kann nicht statisch sein: Daher erfüllt Willen, Wünschen, Zielsetzungen u,ä,, die Hauptfunktionen der individuellen Persönlichkeitserweiterung – und deren Wirkungen in den „I/E.

    815Ideologisch-wissenschaftliche Lehren, wie die „ökonomische Weltlehre“ (-> Gebrauchs- und Tauschwert), die große historische und kulturelle Gestaltungskraft haben, schließen sich in Theorie und Praxis an diese I-Seite des „Eigentums“ an.

    816Es geht dabei um das I/E-Verhältnis von Sachen, also den Gebrauchswert eines Gegenstandes für einen Menschen, seine Ziele, Wünsche und sein Wissen etc. als „Ei“)

    817Und erweitert als Tauschwert, als Verhältnis zwischen den Menschen, -> Ii – Ig, welches gesellschaftsbildend ist.

    818Wobei wieder das spezifische Extrem des Tauschwertes. (von Ig) die Entfremdung, E, ist.

    819Das was man das Spezifisch-Menschliche, so auch seine „Würde“, bezeichnet wird zum Beispiel in Ii konzentriert. Die einzelnen I-Sphären-Strukturen erklären das genauer; z.B. die Freiheit von Ii, die eine andere ist als die unendliche Leere von E. So die Kreativität von Ii. Oder die Relationierbarkeit von Ii; d.h. die Fähigkeit sich mit anderen „I“ zu „verbinden“.

    820Das betrifft Zweierlei, die I-Relation zwischen Menschen und die Relation zu Sachen (I/E). Für die rechtlich relevante Persönlichkeitstheorie ist Eigentum eine Beziehung zwischen Mensch und Sache, (auch die zwischen Menschen,z.B. auch die sogenannte „Herrschaft“), die wir als „Ii zu E“ fassen.

    821Dazu sei genauer gesagt, wie kann es an „E“ überhaupt einen Anschluss, Kompatibilität geben? Und ebenfalls „genauer“, wie hängen die verschiedenen Fakten (-> I-Sphären-Strukturen) zusammen?

    822Zur ersteren Frage: Jedes E ist stets ein I/E, von der ihm vorhergehenden Entwicklungs-Phase her. An diese „I“ schließt dann das fremde „I“ an. (Diese I-Seite ermöglicht übrigens auch die Weiterentwicklung von E).

    823Wenn man – eher scherzhaft – davon spricht – (und Philosophenschulen das Ding, das „Dasein“ so weltanschaulich betonen) -, dass auch eine Sache eine „Würde“ habe, dann ist dieses, oft implizit, als I-Seite gemeint (R-Aspekt).

    824Sie ist freilich nicht vergleichbar mit der („höher entwickelten“) menschlichen I-Konfiguration. Die „I“ bei Tieren sind deren Triebe, z.B. der der Selbsterhaltung. Die „I“ der anorganischen Sache, dem Ding, sind die der beiden physikalischen Richtungs-Aspekte der Kraftbeziehung.

    825Diese Rz und Rw erhalten ihren „Wert“ nur dadurch, dass sie Vor-Phasen der organischen und menschlichen „I“ sind.

    826Dazu kommt allerdings noch eine weitere philosophische Begründung: Die „Erfassung“ dieser „I“ – (es kann nicht nur um naturalistische Begründungen gehen) – erfolgt über die „allgemeine Entwicklung“ und Wechselwirkung und damit über die Phasen des subjektiven und objektiven Geistes, mit diesen derart verbunden.

    827Zur zweiten Frage: Wenn der Mensch sich an seinem Alleinbesitz einer Sache derart erfreut, dass mit dieser einzelpsychischen Reaktion ganze Gesellschaftssysteme ideologisch abgesichert werden können, so steckt dahinter die „Interpretation“, Relation des E (Sache) durch das Ii. Die kreative Kraft, die in Ii steckt wird hier nicht zur Erzeugung dieser E einer Sache genutzt, sondern zur ständig wiederholten Quasi-Erzeugung – („erwirb es, um es zu besitzen“) – eben der „Freude“ an der Sache, dem Sachgenuss.

    828Dabei werden beider „tiefere“ Eigenschaften, die des Besitzers als „Mensch“ und die des Besitzes, die Dingwelt, genutzt, freigelegt, gestaltet, verändert.

    829Psychologisch, psychopathologisch (->Fetischismus) knüpft man über die I/E-Schiene der Emotionalität hier nahtlos an; ebenso natürlich bei „Fetischismen“ wie die „Neugier“ auf die „Natur der Sache“, beim Techniker, Naturwissenschaftler.

    830So schließen sich diese Bereiche, Umgang des Menschen mit Natur, Dingwelt, an den Umgang zwischen den Menschen theoretisch problemlos an

    831Und vom Modell „Ii –Ig“ her gilt das ebenfalls für die Problematik „Alleinbesitz-Gemeinbesitz“.

    832Wenn der Einzelne stolz ist, seinen Besitz öffentlich vorzuzeigen, wie das in bestimmten Fällen so ist, z.B. bei privat erzeugten Kunstwerken, Patenten, Sammlungen, dann ist das eine spezifische Ausprägung von „Ii zu Ig“:“ Besitz als Gemeingut“ (Goethe).

    833Der Anspruch, die Natur, die Sache, die Kultur, nicht nur besessen, sie beherrscht; sondern gepflegt und genützt zu haben, erinnert sicherlich auch daran, dass in der Sache die geschichtliche Arbeit der Menschheit steckt. Als eine Erweiterung der heutigen gesellschaftlichen Kollektivität (Ig), wie z.B. auch, dass der Mensch selbst „Natur“ ist. Wir verallgemeinern das, jede E-Entwicklungs-Phase hat alles holistisch in sich, dies wird erkennbar – je spezifisch – in allen wissenschaftlichen Erscheinungsweisen; hier in den juristischen, im Eigentum, Mensch-Sache-Verhältnis.

    834Gibt es eine Unterscheidung von persönlichkeits-theoretisch gestützten privaten, konsumptiven Eigentum (z.B. Kleidung, Wohnung, Werkzeug) zu den „Fabriken, Banken, d.h. zu den Gütern, die die großen Kollektive weltweit schaffen?

    835Alle diese Einteilungen, von denen diejenige in „Gebrauchswert und Tauschwert“ („Ware“) die durchdachtesten sind, (oder in „Konsumgut und Investitionsgut, oder die in privates und öffentliches Eigentum) überlappen sich zum Teil.

    836Wir fassen das in „Ii zu Ig“ zusammen. Um klar zu machen, in dieser „Relation“ herrschen unendlich dynamische Wechselwirkungen; z.B. kann ich mich als Einzelner sehr wohl mit einem fernen Kunstwerk, einer Flugzeugfabrik o.ä. „beschäftigen“, bis zur Interessenidentifikation.

    837Der Vorteil des Modells „Ii-Ig“ ist auch hier, dass es sich auf „I“ (->Ii als Erzeugung und Konsumgenuss) stützt und nicht primär auf die E, G-Seite -> „Ware“, „Preis“, „Tausch“.

    838Wie bei „Eigentum“ gesagt, kann in Ig dann jede Gebrauchs-Dimension, jedes „Persönliche“ „abstrahiert“ werden; und es bleibt die nackte „Quantität“ als Warenbeziehung, ökonomische Macht, Geld u.ä. als E übrig; also Ig wird im Grenzfall zu E; als der gesuchte Übergang I/E.

    839Der Antrieb, alle Gebrauchsgüter, einschließlich der Menschen (Ii) zu Waren, Geld, Tausch-Wert zu „machen“ ist der objektive der E-Entwicklung. Im kapitalistischen Kernvorgang zeigt sich das: Es wird nur deshalb etwas „verwertet“, um einen quantitativ höheren. Wert zu erreichen; um diesen sofort wiederum weiter zu verwerten

    840Das ist die – „verselbständigte“ – Beschleunigung der E-Entwicklung.

    841So „kritisch“ man das von dem anderen „Pol“ den Ii und Ik, her sehen mag, die Wissenschaften, hier die Rechts-Wissenschaft, müssen das „sachlicher“ sehen.

    842Das führt zur „Stützung“ von E-Entwicklung als Ig, aber auch zum „gerechten“ Ausgleich mit den Ii.

    843Zum Beispiel ökonomisch gesehen, zum dynamischen Gleichgewicht zwischen Investition und Konsum.

    844Und entsprechenden allgemein juristischen (-> politischen, kulturellen) Folgen aus dieser Grundlage; einer dynamischen Gleichgewichtigkeit als E-Entwicklung .

    845„Eigentum“ ist individuell, privates, Ii/Ei (mit Sachgenuss u.ä.). Aber neben der wichtigeren Einteilungs-Ungerechtigkeit: „I-taktisch – I-strategisch“, die die „E-Entwicklung“ repräsentiert, gibt es – ebenfalls auf die Entwicklung beziehbar – die Tatsache der „Knappheiten“ in allen E-Bereichen. D.h. wir leben heute in dieser „historischen“ Entwicklungs-Phase, die durch solche – relative – Knappheit/ E-Niveau gekennzeichnet wird.

    846Anders gesagt – und um diese theoretische und praktische Verbalisierung dreht sich ein Großteil des Lebens – es gibt im Bereich des „Konsums“ eine ungleiche, „ungerechte“ Verteilung der Güter und Dienste.

    847Diese ungerechte Differenz „Ii-taktisch – Ig-strategisch“, (Mitbestimmung, allgemein, Demokratie für alle) strukturiert die soziale Seite des Kapitalismus.

    848Die ungerechte Differenz im Ii-Bereich, dass ungleiche Konsum – Chancen bestehen und unmittelbare, basale Lebens–Möglichkeiten oft fehlen, kennzeichnet den „feudalen“ historischen Status.

    849„Das Recht“ hat diese Lagen als „ungerechte“ zur vor-juristischen Basis.

    850Wie hängen beide zusammen? Die sich da eröffnende ökonomischen Strukturen und Probleme (z.B. das „Zwangssparen“, das „überflüssigen“ Konsum abschöpft, um die verarmten Teile der Welt nachzuholen und durch Investitionen die E-Entwicklung voran zu treiben) haben im Rechtlichen ihr Gegenstück an Problemen und Strukturen; z.B. die Einschränkung sozialer, arbeitsrechtlich etc., bis hin zum Recht auf Arbeit.

    851Ein politisch-ideologischer-sozialpsychologischer Standard ist, wenn auch nur ein Einziger vom „konsumptiven“ Eigentum ausgeschlossen ist, müsste im „moralischen“ Sinne auch das Eigentum in der Gesellschaft zu bestehen aufhören.

    852Wenn das hinsichtlich der Mitbestimmung über Ig (Investitionen) so ist, dann wird hier jeglicher sozialer Friede, implizit fiktive Gesellschafts-Verträge, aufgekündigt; darin bestehen die „sozialen Kämpfe“ heute. Die Rechtssphäre hat das zu einer ihrer Voraussetzungen.

    853Woher kommt die zunehmende Ungleichheit im „investiven Eigentum“? Das interessiert, um rechtlich, politisch strategisch handeln zu können.

    854Bei den defizitären Situationen im Konsum – Eigentum ist ein Ausgleich und eine Anpassung ökonomisch möglich. Weil das ökonomisch-leistungsgesellschaftliche System zu ständiger Investition genötigt ist – und diese nur rentabel ist, wenn die erzeugten Waren in die – „geschlossenen“ – Kreisläufe gelangen.

    855Die Chancen für (-> auch marktmechanische) Ausgleichserfolge sind aus systematischen Gründen beim Eigentum an Investitionsgütern geringer. Der E-Entwicklungs-Trend führt zur Durchkapitalisierung der Welt. Um die tendenzielle unbegrenzte I-Sphären-Freiheit zu erlangen, muss parallel dazu die Welt „verdinglicht“ werden.

    856Da aber beides zugleich geschieht, kann sich beides (z.B. als „Entfremdung“) gegenseitig „kritisieren“.

    857Zu „Ii zu Ig“: „Individualistische Eigentumstheorien „betonen“ lediglich Ii; rein individualistisch argumentieren aber auch sie nicht; das gilt auch für die „sozialen“ Theorien des Eigentums. Beide Seiten gehen, mehr oder weniger implizit, von Wechselwirkungen aus; die auch als „Harmonie“ gewünscht werden. Wir sehen diese „Wechselwirkungen“ als Ii-Ig, als erfahrbaren historischen, politischen, gesellschaftlich komplexen Kampf, als gesellschaftliche erstrebt, erarbeitet, gesichert, etc.

    858Gibt es eine mögliche Unterscheidung von Eigentum-Besitz und Eigentum- Gebrauch? Nur in veralteten Theorien. Dort ist der „Besitz“ ein individuelles „Naturrecht“, welches das „Individuum“ auszeichnet; und der Eigengebrauch ist die ethische Sozialfunktion des Eigentums.. Aber ohne „Ii“ ist jenes Naturrecht des Individuums nicht zu denken. – Und mit Ii ist inhaltlich sowohl die „ethische“ Seite, wie auch formal die Dynamik eingeführt; beides aber zielt auf den „Anderen“.

    859So gesehen gibt es auch keine „echte“ Unterscheidung zwischen sittlicher, ethischer, moralischer und rechtlicher Geltung: In der Formel, im Modell „Ig-Ik-Ig“ gibt es unendliche Übergänge und es gibt auch die Möglichkeit, etwas nur dem Ii, als dem individuellen freien Gewissen oder der kollektiven Moral, Ik, oder dem „Gesetz“ (Ig) zu überlassen.

    860Als „Kritik“: Richtig ist, dass das zu Widersprüchlichkeiten führt – (das kulturelle geistige Leben der Gesellschaft zeugt davon. Aber das ist ein E-Induzierter Maßstab; nur die N-G-Methodik vermeidet den „Widerspruch“ – so ist sie definiert. So ist Ig „möglicherweise“ ein Gesetz, also in unendlicher Annäherung. Die gesetzliche Regelung des Sozialgebrauchs des Privateigentums steht unter der Sanktionsandrohung, dass der dem Einzelnen anvertraute Spielraum bei Missbrauch jederzeit (und in dem angemessenem Maße wiederum) entziehbar ist wie diese Erwartung hinsichtlich des sozialen Gebrauchs nicht erfüllt wird.

    861Das heißt aber, oft implizit wird diese „Kritik“ von E her gesehen; genauer, irgendwo wird hier „I/E“ gebildet, als „Praxis“.

    862Diese Formulierung ist eine Verbalisierung der unendlichen Übergänge im Rechtlichen überhaupt, also in „Ii-Ig/E“ (also nicht nur in der Unabgrenzbarkeit von privatem und sozialen Eigentum hier) zwischen den Einzelaspekten; („bedingt begrenzt, in sich selbst zu rechtfertigend und von außen“ etc.)

    863Da spielt wieder E, N-G herein und damit als I/E, „Praxis“. Ein Zeichen dafür ist, wenn „Endgültiges“ entschieden wird. So ist das hier das ökonomische Tatsachenwissen (E) oder die politische Entscheidung (Ig), die alle rechtsphilosophische „Ungewissheit“ auf „E“ reduziert.

    864Wenn die Bereiche „Sachenrecht“ und „Forderungsrecht“ unterschieden werden, und als das „ruhende“ und das „bewegende“ Element der Rechtswelt empfunden werden, dann ist diese duale Polarität tief in traditionellen philosophischen Verstellungen verankert; die aber auch ebenso in anderen wissenschaftlichen und alltäglichen Bereichen erkennbar sind; z.B. in der Physik.

    865Wir wenden hier „E“ und „I“ darauf an. E, das philosophisch per Definition das selbstbezogene, selbsterfüllende Bleibende, Statische etc. ist erscheint dann in der Beschreibung des Sachenrechts darin, dass dies auf dauernden Bestand angelegt ist.

    866Wie aber das „I“ als Dynamik untergeht, wenn es sein Ziel erreicht hat, so geschieht das mit dem Forderungsrecht ebenso.

    867Wir sind aber – über diese Andeutungen hinaus – der Ansicht, dass die konkreten historischen Erscheinungen von dem Modell „I/E“ ziemlich vollständig klärbar sind. Wobei konzidiert werden muss, die historische Entwicklung z.B. besteht auch darin, dass sich in diesem Gleichgewicht I/E der Schwerpunkt von E zu „I“ verschiebt; (analog in „Ii-Ig“).

    868Solange also das Eigentum, das Sachenrecht daher wichtiger war, als Statisches, als Erhaltung der sozialen, kulturellen etc. und praktischen Gebilde, die dahinter standen, lag der Schwerpunkt bei „E“.

    869Mit der historischen Entwicklung der Leistungsgesellschaft, (heute der „Kapitalismus“, bzw. „Sozialismus“), trat die „Dynamisierung“ des Eigentums in den Vordergrund. Das liegt an der objektiven E-Entwicklung und deren „Beschleunigung“.

    870Konkreter: War das (produktive) Eigentum („früher“, Ungleichzeitigkeiten heute) Arbeits-Mittel im Verhältnis selbsterhaltender (-> I = E) Mensch zur Natur, so wird das Eigentum zum sich selbst vergrößernden Eigentum.

    871Alle damit verbundenen „I“ erscheinen rechtlich als „Verträge“, Forderungen, die diese Zeil der Vergrößerung, von E (Kapital etc.) haben.

    872„I/E“ besagt auch, dass die „Praxis“ natürlich zwischen diesen beiden Polen, (totale Einbindung des Menschen in die Selbsterhaltung der Natur vs. totale Dynamik der Profitmaximierung um ihrer selbst willen) liegt.

    873„Eigentumsfreiheit“ ist im Kapitalismus vorzüglich „Vertragsfreiheit“. Vertragsverhältnisse, Forderungsrechte, Schuldrecht, aber sind I-Relationen.

    874Der „Vertrag“ ist eine Konkretisierung der Ii-Ig-Verhältnisse, speziell von Ii1-Ii2.

    875Das Grundproblem, der nur individualistischen ideologischen Betonung der „Ii“, wird durch die Bindung an Andere (Ii) (und an die Gesetze -> Ig) „aufgehoben“. Das zwischen beiden Selbstverpflichtungen, Autonomien „Schwebende“ ist der Kern des „Vertrages“ u.ä.

    876Dies „Schwebende“ ist prinzipiell schwer zu fassen, (auch nicht von Einzelwissenschaften wie Jus). Denn die Autonomie (Ii) ist ganz auf das Individuum bezogen, (zum Beispiel als selbsterkannte Pflicht, isolierter „Wille“); wenn es „Vertragswille“ ist, noch relativ getrennt von der dann irgendwann einsetzenden Bindung. Dass das Spezifische, die Freiheit, das Erzeugtsein etc. mit der Bindung (hier als „Vertrag“) verloren geht, und zugleich aber „aufgehoben“ wird, ist das philosophische Spezifikum.

    877Ähnlich ist es mit der unendlichen Übergangs-Relation von Ii1-Ii2 zu Ig bzw. zu E: „Nicht >> der Vertrag << bindet, sondern das Gesetz bindet die Ii an den Vertrag.

    878Indem die Kontrahenten ihren Willen durchsetzen (als Vertrag) werden alle dazu gehörenden Gesetzesregeln (E) akzeptiert und wirksam.

    879Auch hier verweisen alle Diskussionen, Probleme, Aporien etc. auf die prinzipielle Unidentifizierbarkeit der doppelt dynamischen unendlichen Relationierung in „I/E“.

    880Die wirklichen Individuen, als die einzig identifizierbaren Kontrahenten mit „wahren Interessen“, werden dennoch eingebunden in den „Vertrag“, z.B. als „Sozialvertrag“. Ist das eine Art der „Aufhebung“ – und damit der Erzeugung (-> E-.Entwicklung) abstrakter Ebenen, hier die des „Vertrages“?

    881Eine Verallgemeinerung des mechanistisch-physikalischen „Dreikörperproblems“ ist:  Das Aufeinandertreffen zweier ungleicher Willen (im Privatvertrag);  das Aufeinandertreffen aller Willen (Sozialvertrag/ -kontrakt). Ik ist relativ unproblematisch, weil sich Gruppen (z.B. Vereine) ja von vornherein unter der gleiche Zielsetzung aller bilden.

    882Der einzige Ausweg für Ii1-Ii2 und Ig ist, (ähnlich bei Ik), die individuelle Spontanität, die freie Erzeugung unbegrenzt vieler „I“ radikal einzuschränken; ebenso die Anzahl und die qualitative Differenzierung der bereits vorhandenen „I“.

    883Das läuft auf die „Abstraktion“, E, G hinaus.

    884D.h. auf diesem Umweg kommt – zur Konstituierung von „Praxis“ – wieder „I/E“ zustande; die Unendlichkeiten werden eliminiert

    885Dieses „Abstrahieren“ von den konkreten Ii (und dessen formale Eigenschaften) ist derselbe philosophische Vorgang wie die I-E-Trennung als Entwicklung insgesamt.

    886Die Entstehung der „Wissenschaften“ beruht auf der Auftrennung von I/E in „I“ und „E“ und dann der Eliminierung von „I“.

    887Der Vertragswille im Sozialkontrakt wirkt, verglichen mit dem im Privatvertrag schon recht „fiktiv“. Im Privatvertrag „abstrahiert“ man „kompromisslerisch“ von seinem eigenen Ii. Zur Gesellschaft „gehört“ man nur – abgesehen von E-Biologie der Geburt, der Sprache u.ä. – ganz allgemein, wenn man die strategischen Ig allgemein unterstützt.

    888Es ist ein Problem der Politik-Phase, der „Demokratie“-Theorie“ darin:

    889Im Rechtlichen, im Vertragsrecht wird zwar auch auf Abstriche von Ii geachtet, wie aber ebenso alles im Vertrag Mitgewolltes penibel fixiert wird, etc. Während im „Gesellschafts-Vertrag“ es nur noch ganz wenige direkte Willensäußerungen der Individuen gibt, (z.B. Wahlen); aber dennoch im Namen der Bürger „repräsentiert“ etc. wird.

    890Hier wird das Institut des „Gesetzes“ (des „Rechts“) als Verbindungs-Übergang wichtig.

    891Sowohl der Wille („I“) als auch das Gesetz (E) sind die Verbindlichkeiten des Vertrags. Und auch hier sind die unendlichen Übergänge von I zu E und von E zu I, also der philosophische Streit zwischen „Willenstheorie und Erklärungstheorie“ zentral: Was ist wichtiger, der Wille oder die Erklärung für die Verbindlichkeit des Vertrages.

    892Es ist dasjenige, was die rechtsphilosophischen Schwierigkeiten macht und was den Juristen den Arbeitsplatz sichert, weil es eine seiner eigentlichen Aufgaben ist.

    893Die Interessen der Privatautonomie, die individuelle Freiheit und konkreter, die individualistische Rechts-Auffassung vs.„Verkehrssicherheit“, auch sozialer Friede u.ä., soziale Rechts-Auffassung: Dass und wie weit die Bindung von Verträgen reichen. Soweit der „Wille“ reicht oder soweit das Vertrauen des andern Teils auf die Erklärung reicht? Das alles wird mit dem Modell „Ii-Ig“ auch gemeint.

    894Zu „Ii-Ig“ gehört wieder E: Denn die absolute „Vertragsfreiheit“ ist ein „virtuelles“ Gebilde, das der „Konkretheit“, der „Praxis“ so gegenüber steht wie „I“ zu I/E – wie fundamental z-z bzw. w-w zu z-z/w-w

    895Der „soziale Raum“ (Ig) in dem die „Vertragsfreiheit“ statthat, setzt ihr ebenso Grenzen, z.B. als „Marktmechanismus“ bei „freien“ Kaufverträgen; oder allgemeiner, durch die „Besitzverhältnisse“ und durch politische Grenzen.

    896Auch hier geht es um ein Gleichgewicht zwischen den drei relativen Fixpunkten Ii, Ik, Ig im Modell. „Das Recht“ hat die Aufgabe, den „Sinn“, diese drei zu erhalten, gleichgewichtig u.ä., um die Dynamik zur E-Seite zu behalten.

    897Die „juristische Vertragsfreiheit“ wird mit Ik bezeichnet, (Abmachungen zwischen gleichen Ii). Soweit diese (beispielsweise gegenüber ökonomischen Monopolen, Großverbänden und Staat – aber auch aus objektiv-ökonomischen Gründen) gefährdet ist, soll das Recht, das Gesetz korrigierend eingreifen; z.B. als gesetzliche Einschränkungen der Vertragsfreiheit (z.B. unabdingbare Kollektivverträge; Kontrahierungszwang im Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht).

    898Das gilt aber natürlich auch für die gesetzliche Regelung von Ig, Ii.

    899Am Beispiel des Ehevertrags (Eherechts) kann gezeigt werden, dass Ii und die benachbarten Ik individual-psychologische, (z.B. die Ii, welche als Emotionalität -> Ii/E gelten) und natürliche Bestandteile von Ii vom biologisch-emotionalen Leben, mit einander verbunden sind. Während die „Sozialisierung“, „Vergesellschaftung“, darin besteht, jene emotional-biologischen „I“ zu „abstrahieren“; was genauer als Umwandlung der Ii, schrittweise in Ig bis hin zu „Ig=E“ gedeutet werden kann.

    900Entsprechend parallel ist der Übergang auf theoretischer Seite.

    901Von naturwissenschaftlichen und soziologischen Gesetzlichkeiten bis zu den juristischen Gesetzen. Wobei die juristischen Gesetze darin bestehen, die natürlichen und soziologischen zu umfassen; kurz eben: „Ii-Ig/E“.

    902Übrigens gilt dies philosophisch-allgemein: Es gibt eine Hierarchisierung der „Bereiche“ und ihrer „Gesetze“; und diese werden als Aufhebung, Umfassung aller je niederen gebildet. Es ist das das Prinzip der „Entwicklung“.

    903Dabei eröffnen sich nun weite Arbeitsgebiete für den Juristen.

    904In dieser historischen Entwicklung stehen alle Bereiche. Es ist die historische Entwicklung, welche ökonomische, gesellschaftliche, sozialpsychologische, emotionale Sachverhalte ständig verändert; z.B. die Genderpolitik, die Emanzipation, die ökonomischen Anforderungen, und mit diesen Grundlagen von Ehe und Familie den juristischen Grundgedanken der Herstellung von Gleichgewichtigkeiten zwischen Ig, Ii und E immer mehr „erschwert“.

    905Die Ik des „Kollektivs“ Ehe, Familie waren daher bislang biologisch, sozial, kulturell begrenzte und eindeutige.

    906Wie alle Bereiche wird auch dieser biologisch-emotionale-soziale Bereich ständig weiter entwickelt. Aus sich heraus, als Teil der E-Sphäre und in Wechselwirkung mit anderen Bereichen. Konkreter: Das „Wissen“ (E) erweitert sich als Folge der öffentlich geförderten wissenschaftlichen etc. Reflexion. Hier also das Wissen z.B. über emotional-unbewusste Wünsche der Ehepartner, etc.

    907Vor allem (aber eben nicht nur) sind es die Veränderungen in ökonomisch-technologisch –arbeitsmäßigen Bereichen (E als PM, Organisation, Institutionen, Großbetriebe, auch z.B.als vorgegebene Konsumwaren)´, welche nach allen Seiten intensive Wechselwirkungen haben.

    908Ist die Familie aber nicht immer noch eine holistische Organisation, in der sich sämtliche Aufgaben, Strukturen, Ziele des Lebens und der Welt im Kleinen wiederfinden? Zwar sind alle diese Strukturen „geschwächt“ worden durch die allgemeine historische Entwicklung – (z.B.als Arbeitsverlagerung nach außen, Nahrungs- etc. – Herstellung, Erziehung, etc.) – aber die verbliebenen Reststrukturen dürfen für die theoretische Analyse nicht unterschätzt werden; z.B. die Basis dort für die darauf aufbauende schulische Erziehung. Welche wiederum die kulturelle, ideologische Basis für Ik wie Betriebsgemeinschaften/ Berufsgemeinschaften, politische Zugehörigkeit u.ä. sind.

    909Ja, die von „äußeren“ Belastungen befreite Familie kann sich Zielen („Ik“) intensiver (und inhaltlich freier wählend) widmen, die jetzt „persönlicher, emotionaler, psychologischer“, psychologisch-physiologischer“ als je zuvor verankert sind, auch diskutiert etc. werden.

    910Hat das Folgen für die Rechts-Sphäre? Vor allem dann, wenn es eben dieser intensiven Familien-/ Kleinkollektiv- Arbeit an modernen Ik fehlt; obwohl die gesellschaftlich-historische Gesamtentwicklung (z.B. Drogen u.a. Gefahren) genau diese Arbeit – implizit – zur Voraussetzung hätte, wenn die Ig erfolgreich bleiben sollen.

    911Es geht um die E-Seite in diesem Ehevertrag; den beteiligten „I“ (Ii1, Ii2, Ik, Ig und auch Iw – alle sind „interessiert“) stehen mannigfaltige E-Bereiche und denen spezifische Ausschnitte gegenüber, z.B. die biologisch-sexuellen, erotisch-effektiven, ethisch-moralischen Normen (auch E), pädagogische Anforderungen/, Vorgaben bevölkerungspolitischer Grundsätze, ökonomische Kleinstrukturen, gesellschaftliche, kulturelle, religiöse, etc. Institutionalisierungen, die bis in die Ehe und Familie reichen.

    912Prinzipiell ist das in allen Praxis-Bereichen ähnlich: Die Ballung von einer Vielzahl von I/E-Verhältnissen; zu jedem der Einzel-E muss von allen beteiligten „I“ „Stellung“ bezogen werden; als Phasen-Wechselwirkung.

    913Damit wird dies I/E-Netz (-> „Ii-Ik-Ig/E“) auch ein juristisch relevantes.

    914Da sich auf solchen „E“ wie die „Ehe“ „Familien“ es sind, alle Arten von „I“ (Ii, Ik, Ig, Iw) und deren „inhaltliche“ Ausprägungen“ richten; also I /E der verschiedensten Art gebildet werden und damit „Rechtspositionen“ entstehen, kann z.B. auch die „katholische Kirche“ (Ik) eine bestimmte Art Erwartungen an die „Ehe, Familie“ (E) richten, die prinzipiell als Rechtsersuchen, Rechtsverlangen gelten könnten.

    915D.h. Einzelpersonen (Ii), Kollektive (Ik,g), Weltgesellschaft (Iw) haben „Willen“, die sie auf E-Konstrukte richten, um diese als I/E „in einem Sinne“ zu formen; das ist ein erweiterter „Rechtsbegriff“.

    916Natürlich gehört es zur I -Charakteristik, dass es „speziellere“ und weitreichendere Zielsetzungen und Netze von „I“, gibt. Das erscheint als historisch und gesellschaftlich größere oder geringere Wichtigkeit der „wollenden“ Institutionen.

    917Ebenso können diese I-Netze strukturiert werden, in „wichtigere“ „I“ und sekundäre „I“.

    918Die von Ig bestimmten Netze treten zum Beispiel in die Wechselwirkung mit Ii, die Freiheit jedes Ehegatten, bzw. aller Familienmitglieder – gegenüber dem Ig von Staat, Kirche o.ä.

    919Wenn Ig, Ik (z.B. als „erhabener Ehestand“, „Unauflösbarkeit der Ehe“ u.ä.) propagiert und durchgesetzt wird, werden die eigentlichen, oft als „objektiv“ empfundenen, Ziele (Ig) meist nicht genannt; um sie jeder Diskussionsmöglichkeit zu entziehen. So zur Erhaltung der Gesellschaft, der Nation; oder auch um den Konsumhandel zu beleben; oder um „Verehrer des wahren Gottes heranzuziehen“.

    920Passt „Fortpflanzungsgemeinschaft“ zu Ig und „Liebesgemeinschaft“ zu Ii? Typischerweise nur zum Teil. Denn es geht auch um die Erhaltung des Kollektivs, (in ersterer); aber es geht ebenfalls um „Kollektivität in der „Liebe“. Es ist jene theoretische Grundsituation: Zwar Schwerpunkte, aber dazu unendliche Übergänge, Variationen, Möglichkeiten, etc.

    921Indem „Recht“ jenes Gleichgewicht zwischen diesen beiden Eckpunkten (indiv. Ii und gesell. Ig) darstellt, akzeptiert „Recht“ zugleich das Relationenfeld zwischen den beiden Eckpunkten. Das funktioniert übrigens nur, wenn „von außen“ „E“ hinzutritt; nur so kann eine „Gleichgewichtsstelle“ fixiert werden.

    922Daher ist „Recht“ eine der die abstraktesten Formen der materialistischen Bereiche und Wissenschaften.

    923Umgekehrt, sieht man dieses Konstrukt, hier als „Recht“ von seinen „Grenzen“ her genauer: Es sind die anderen weltanschaulichen Eckpunkte, (die natürlich alle in/ als Subjektivität ihre Repräsentation haben).

    924Wie stehen also Liebe, Erotik, menschliche Innerlichkeit, Freundschaft, Gewissen u.ä. zur Rechtsform?

    925Einerseits gibt es „Berührungspunkte“ (z.B. als „ individualistische“ Rechtstheorie. Andererseits ist das Verhältnis der Eckpunkte eines des unendlichen Übergangs, d.h. hier, das was „Recht will“; eine „Gleichgewichtigkeit“ wird völlig abgelehnt.

    926Von diesem Gleichgewichts-Gedanken her gesehen erscheinen Liebe, Erotik u.ä. als unbegrenzt offen, unfassbar etc.

    927Ähnlich ist es mit und zu anderen Eckpunkten, z.B. den „Wissenschaften“. Sie (->Art 5, GG) sind prinzipiell frei, unbegrenzt offen.

    928Das gilt auch auch für „Kunst“ und „Philosophie“ in weiten Bereichen (z.B. in denen der „Glaubensmethodik“ -> „N/G“), sie sind „rechtsfreie Räume“, weil für sie die „Gleichgewichtsbildungen“ nur jeweilige „Zwischenlösungen“ sind (z.B. das „Kunstwerk“; z.B. der „Stand der Wissenschaft“).

    929An die Ursache dafür: „z/z zu w-w zu z/w etc.“, soll hier mal wieder erinnert werden.

    930Aus der „philosophischen Grundlage“ resultiert übrigens auch, dass „I“ so scheinbar verschieden umschrieben werden kann: Als „frei, unendlich, irreal, unpraktisch, wandelbar. Hier wird das philosophisch und wissenschaftlich „konkreter“, als Vergänglichkeit von Liebe, Eros und Ewigkeits-Anspruch.

    931Die Gegensatzpaare frei-unfrei u.ä. sind solche der E-Sphäre; sie haben in der I-Sphäre und deren Erscheinungen; (wie z.B. auch des „Willens“ der sich „frei“ erlebt, aber rational gesehen unfrei ist) – (hier alles auf psychologischer Ebene, aber durchaus philosophisch und wissenschaftlich verallgemeinerbar) – nichts zu suchen.

    932Rechtlich gesehen, müssen beide Seiten vereint werden; z.B. der „Wille“: Sowohl als unfreier, der doch immer wieder als freier erlebbar ist; das eben ist die „I/E“-Situation. Oder eben konkret das „seltsam zweideutige Verhältnis der „Liebe/ des Eros“ zum Recht als zur „Rechtsehe“: Indem zugleich Widerstand zeigt, Freiheit voraussetzt, aber dennoch dazu erfüllbare Aufgabe ist.

    933Auch hier gilt wiederum, es geht nicht nur am abstrakte. „rechtliche“ E-Bildung; vielmehr ruht die oder es gibt parallel dazu die „E“, wohin die Freiheit von Liebe, Eros hinführen: Gemeinsame elterliche Interessen, biologischer, pädagogischer, ökonomische etc. Art.

    934So dass sich daraus „I/E“ bilden können.

    935Da die „Ii“ prinzipiell frei, unendlich kreativ etc. sind, gibt es mehrere Schemata, „Ii zu Ii“ zu „lösen“; z.B. Ik als „Vereinigung“; d.h die Ii reduzieren sich teilweise auf Ik – und trennen sich von Ik problemlos, wenn Ii mit Ik inkompatibel werden sollte. Es gibt aber nun Ik (wie das staatliche -> Ig oder die „Ehe“), die per „zusätzliche Vereinbarung“ unauflösbar sind. Der Grund dafür ist die Notwendigkeit, „Mindest-I“ als erfüllt zu garantieren; (z.B. die Versorgung der Ehepartner, der Kinder, oder die Versorgung in Ehe u/o in der Gesellschaft).

    936Anderseits gibt es auch zugleich (bei solchen „beweglichen“ Ii, Ik) die Erscheinung, dass die Ii Maxima anstreben; in prinzipieller Weise.

    937Die Erreichung dieser „Maxima“ kann an Mehrerem scheitern, z.B. am „anderen“ Ii, z.B. am E-Vorrat.

    938Das „Pendeln“ zwischen Idealfall („Maximum“) und Normalfall ist eine Variante von „Ii zu Ig“.

    939Das muss bei der Beurteilung der „Krise des Eherechts“ bedacht werden. D.h. z.B., dass die Unauflösbarkeit, die ja von den Idealfällen ausgeht, ein Denkfehler ist, weil das im Widerspruch zu dem Unendlichkeitsfeld zwischen Ii und Ig steht.

    940Aber ebenso „falsch“ wäre es, dieses Kollektive Ig und – hier – die Ehe (-> Ii) mit kollektiven Verträgen (Verein, andere zivile Verträge) in einen Topf zu werfen.

    941Die Begründung dafür liegt im E-Bereich – und damit etwas außerhalb des „rein Rechtlichen“. So wie beim Arbeitsvertrag rechtlich von Gleichheit der Partner nur in Grenzfällen (ök.Konjunkturlage) auszugehen ist, so auch bei solchen anderen Verträgen wie z.B. auch dem Ehevertrag.

    942Aber der Prozess, der zur vollkommenen Gleichstellung (hier) der Ehegatten führt, ist auch ein „rechtlicher“.

    943Es ist das also keine „statische“ Angelegenheit, vielmehr ist seine Dynamik die von „Ii zu Ig“. D.h. es gibt noch keine Emanzipation u.ä. (= Ii). Der Staat, die Gesellschaft haben ein doppeltes Interesse:; Die Selbsterhaltung -> Ig und die Förderung der Ii, (z.B.als Emanzipation) und auch Interesse an der dynamischen Weiterentwicklung dieser Verhältnisse.

    944Sachlich ist es unrichtig, (für Recht insgesamt und hier für das Ehe -Recht) „individualistisch, entstaatlichte, entsozialisierte“ z.B.als Emanzipations-Gestaltung gegen gesellschaftliche Gestaltung zu stellen.

    945Der Irrtum rührt aus historisch-politischen Gründen: Die bürgerliche Gesellschaft schien die „Individualität“ zu betonen, die sozialistische Idee „dagegen“ das Gesellschaftliche: Beides Mal waren das „ideologisch-ideenhafte Überbetonungen. Praktisch-konkret ist die Vergesellschaftung im Kapitalismus und im Realsozialismus sogar zugleich mit der Individualisierung im Anwachsen begriffen; die eigentliche Ursache dafür ist die allgemeine E-Entwicklung und deren Notwendigkeiten und Chancen.

    946Heute stellt sich der Unterschied nicht mehr so sehr im Formalen dar, sondern im Inhaltlichen. „Emanzipation“ ist ein linkes Projekt und es interpretiert „Individualität“ inhaltlich anders als z.B. anarchistische, liberalistische Deutung es kann.

    947Ebenso ist es mit allen anderen hier relevanten Bereichen; z.B. „der Familie“.

    948Mit der E-Entwicklung gibt es ständig mehr und neue I-Möglichkeiten. Das betrifft auch die Ik.

    949Eine Folge davon ist, dass Ik neuer und vermehrter Art die alten Ik der Ehe und Familie ergänzen wollen; vulgo: Von außen dringen in Ehe und Familie (vor allem und umstritten auch auf die Kindererziehung) neue „I“ ein.

    950Bisher gilt zwar rechtlich, dass das Erziehungsrecht auf die „elterliche Gewalt“ gegründet ist, aber dieses „natürliche“ Recht ist längst ausgehöhlt, (z.B. durch Freizeitangebote an die Kinder); bzw. die Eltern lassen sich „von außen“ anleiten – ohne dies nach eigenen Maßstäben reflektieren zu können.

    951„Recht“ muss diese Wechselwirkung zwischen I-Familie und anderen „I“ berücksichtigen.

    952Grundsätzlicher gilt, dass es auf die „I“ inhaltlich ankommt. Wenn die „staatliche Gemeinschaft“ falsche oder (wie heute eher) „keine“ Ig hat, ist die Verschiebung des Erziehungsrechts zur „Gesellschaft“ hin, zu kritisieren.

    953Im übrigen, das Zusammenwirken, der Widerstreit von Individualfunktionen und Sozialfunktionen, wie es an den einzelnen rechtlichen Bereichen, (Vertrag, Eigentum, Ehe, Erbe) gezeigt wird, ist philosophisch gesehen, zu verallgemeinern.

    954Was bringt es, dass diese philosophischen, hier ontologischen und daher letztlich auch wissenschaftlichen Brücken aufgezeigt werden? Vermutlich können „Probleme“ u.ä. in den einzeln Bereichen – zukünftige vor allem – dadurch besser gelöst werden und als strategische Einsichten, Handlungen erfolgreicher sein, usw.

    955Auch in der Anwendung des allgemeinen philosophischen Modells, dessen was „Recht“ ist, auf das Erbrecht, zeigt es sich, dass bei solchem Einstieg in die „Praxis“, ins Konkrete, auf die Inhalte von I, E näher einzugehen ist.

    956Mit systematischer Notwendigkeit aber kommt man dabei über den einzelwissenschaftlichen Bereich des Rechts hinaus und landet in anderen Bereichen; (z.B. vom Eherecht zur Psychologie) (vom Erbrecht zur Ökonomie);so auch bei den anderen „Konkretisierungen“ des Rechts-Modells.

    957Die rechtliche Sicherung der Sukzession hat zwei Seiten, für den Erben (Ii) bedeutet sie –„unverdiente“ – Anhebung des ökonomischen Konsumstandards, vielleicht auch einen gesicherten Arbeitsplatz und ähnliches. Für die Gemeinschaft (Ig) besteht der Fortbestand der Wirtschaftseinheiten, die Sicherung der Versorgung und die ökonomischen Ersparung von Ersatz-Investitionen.

    958Es geht also wieder um das Dreieck Ig, – Ii, E.

    959Zur Konkretisierung von allgemeinen philosophisch-wissenschaftlichen Strukturen: Wie das Eigentumsrecht so ist auch das Erbrecht (etc.) auf den Gedanken einer prästabilierten Harmonie von Individualinteresse (Ii) und Sozialinteresse (Ig und Ik, z.B. Familie) aufgebaut; das wurde bei Radbruch u.a. erkannt. Aber wir systematisieren und analysieren dieses „Ii-Ig“ weiter; z.B. gewinnt es nur „Harmonie“ durch Bezug auf die E-Sphäre. Wir verallgemeinern: So die I-Sphäre (und E-Sphäre) und deren Verhältnisse und beider Strukturen und Unterschiede, etc.

    960Ii ist hier das testamentarisch belegte Interesse des Erblassers, aber auch das der Erben; bzw. das Familieninteresse (Ik). Das gesell Interesse (Ig) ist die Sozialfunktion (analog zum „Eigentum“).

    961Wie auch in den anderen Konkretisierungen ist das unendliche Feld zwischen „Ii-Ik-Ig“ gut für allerlei Undurchsichtigkeiten; als widersprüchliche Prinzipien, Systeme etc.; so zeigen Erbschaftsformen z.B. Testierfreiheit und Intestaterbfolge, zwangsweisen Erbteilung und Erbvereinigung. Ebenso, „dass sich darin individualistische, soziale und familiäre Zweckbestimmung fast unentwirrbar verschlingen“.

    962Weitere „Zeugen“ dieser Unendlichkeit ist die Verbindung zum Eigentum; die Testierfreiheit als das individualistische Prinzips des Erbrechts ist die verlängerte Eigentumsfreiheit.

    963Die zur Hereinnahme von Ig: Mangels eines Testaments besteht die „gesetzliche Erfolge“ in der gesellschaftlichen Vermutung, die Rechtsnachfolge der nächsten Verwandten entspreche dem unausgesprochenen Willen des Erblassers.

    964Auch hier im Zusammenhang des Erbrechtes fließen in rechtstheoretische Überlegungen stets historische „überholte“ Phasen mit ein und bringen damit gesellschaftliche und wissenschaftliche Diskussionen mit sich; z.B. die Frage, ob Familienangehörige berechtigt sein sollten „Erbe“ zu wenden.

    965Dahinter stehen feudale, soziologische verwissenschaftliche Ansichten, dass die anerzogenen Konsumansprüche perpetuiert werden sollten. Oder auch, dass (im investiven Bereich) die strategischen Unternehmensaufgaben besser von Familienangehörigen erfüllt werden können. Beides mal gibt es keine rationale Begründbarkeit – aber auch keine sozialpsychologische Entscheidung dagegen.

    966Ein möglicher Grund kann sein, dass sich in dieser „familiären Funktion“ des Erbrechts ein relativer Fixpunkt im dynamisch doppelt unendlichen Feld zwischen individualistischen (Ii) und gesellschaftlichen (Ig) Auffassungen ergibt.

    967Als eine Einheit (Ik), die in der historischen gesellschaftlichen Praxis damit ihre theoretische Berechtigung zeigt.

    968Dass solche Ik labiler als Ig und gar Ii sind, zeigen die Varianten des Erbrechts (Erbrecht, das das Erbgut unzersplittert erhält, Erbvereinigung, Anerbenrecht und zwangsweise Erbteilung als individualistische Variante)

    969„Vereine“ u.ä. Ik sind ähnlich labile Ig (Nation, Weltgesellschaft) sind da zwischen Ii und Ik.

    970Das Erbrecht individualistischer Prägung wirkt auf dem technologisch-ökonomischen Hintergrund, welcher von ökonomischen Gesetzen bestimmt wird, welche das ökonomische Übergewicht zusätzlich dynamisch überproportional bevorzugen; (z.B. erhält derjenige weitreichendere Kredite und damit ökonomische Chancen, der größere „Sicherheiten“ zu bieten hat).

    971Die Folge wird politisch, sozialpsychologisch („Reiche werden immer reicher“) relevant. Rechtlich verstärkt sich der Widerspruch zur demokratischen Gleichheitsauffassung; philosophisch dito.

    972Ökonomisch führt es in den eine Hauptform der Krise, dem Angebot-Nachfrage-Ungleichgewicht.

    973D.h, es geht hier um die Inhalte von „I“. Als Ik („Reiche“, „Arme“) sprengt es von den Inhalten her das dynamische Gleichgewicht „Ii-Ik-Ig“. Mit der Konzentration der PM („Produktionsmittel“) in wenigen privaten Händen geht die ökonomisch-strategische Zielsetzung (und damit in Folge jede Ig strategisch-gesellschaftliche Ausrichtung) in Ik-strukturierte- bzw. Ii-Strukturen über.

    974So wie es historisch gefährlich und philosophisch „falsch“ ist, nur Ig zu betonen, ist dieser umgekehrte Weg gleichfalls falsch.

    975Aber diese formale Argumentation muss dennoch „inhaltlich“ belegbar sein,

    976Gibt es richtige und falsche inhaltliche Entscheidungen? Kann man die formale „Ausgeglichenheit“ inhaltlicher Einseitigkeiten – und damit möglicher Fehler vermeiden?

    977Der Sinn der Sukzessionsordnung beruht dann formal darauf, die E-Entwicklung voran zu treiben; inhaltlich und spezifiziert darin, die jeweils aufgebaute Wirtschaftseinheit über den Tod des Initiators (= Ii) hinaus innerhalb der „allgemeinen E.Entwicklung weiterzuführen.

    978Allerdings, wenn es derart um „die Sache“ geht, sollten auch „sachliche“ personale Entscheidungen Vorrang haben; das spricht oft gegen die letztlich biologistisch („Tod“, „Verwandtschaft“) und psychologistisch begründeten Erbrecht-Züge.

    979Dass mit dieser „sachlich-strategischen-philosophischen“ Begründung des Erbrechts das geltende Erbrecht nicht vereinbar ist, bedarf keiner weiteren Ausführungen.

    980Hier geht also „Erbschaft“ (= E) vor die „Ii“ der Erben etc. D.h für die Formel „I/E“ wiederum eine mögliche Ungleichgewichtigkeit

    981Stets dort (und zunehmend) wo nicht (mehr) auf einen bestimmten ökonomischen Zweck (E-Entw.) hin geordnet wird, sondern auf den (auch ökonomischen Zweck) der Konsum-Steigerung Einzelner, es tritt Ii gegenüber Ik (auch möglicherweise rechtlich) hervor

    982Es zeigt sich, die Gebiete Erbrecht, Eigentumsrecht, Familien-Recht haben ähnliche Probleme, deren Abstraktionierung wir im „allgemeinen Teil“ als „Ii-Ig/E“ modellieren.

    983Die zwei herkömmlichen Lehren in der Theorie des Strafrechts: Die Lehre vom Grunde und die Lehre vom Zwecke der Strafe, reduzieren wir auf das „Ii-Ig“-Verhältnis und zwar auf zwei quantitativ unterschiedliche Betonungen, in der „Einwilligungs“-Theorie wird die Ii-Seite, die individualistische Seite betont, in der „Vergeltungstheorie“ die Ig-Seite.

    984Wenn es eine Differenz zwischen Ii und Ig gibt – (entweder ist z.B. „Ii“ zu stark“ oder „der Staat“ (Ig) ist nicht auf den Volkswillen gegründet, d.h. es besteht keine sachliche etc. Möglichkeit für den Einzelnen, am gesellschaftlichen Gesamtwillen, den strategischen Ig und Iw etc. mitzuwirken) – muss diese Differenz irgend wie überbrückt werden, um die gesellschaftliche, staatliche „Strafe“ zu rechtfertigen.

    985Die Ausgangssituation ist die, dass der „Verbrecher“ – (emotional-biologisch erklärbar – und philosophisch deutbar) – sein „Ii“, relativ gemessen an E und Ig, k, exzessiv (auch „progressiv“ etc.) in der „Praxis“ konkretisiert.

    986Für die Rechts-Seite ist da das Verhältnis „Ii-Ig“ interessant, d.h. wie verhält sich der Täter zu Ig. Man muss da unterscheidbare Meta- Ebenen sehen: besser wohl „Abstufungen“:

    987Die These (von Feuerbach), dass die Strafe vom Verbrecher selbst gewollt sei, (bei Kenntnis der Straf-Mechanismen willigt der Täter im Voraus der Bestrafung ein) dann ist folgende Situation, der „Druck“ (woher auch immer) nötigt den Verbrecher, sein Ii auszuweiten und zugleich besteht ein –abgeschwächtes – Verhältnis Ii-Ig; es bildet sich dann – nur – ein anderes Gleichgewicht. Für die Ig-Verbindung spricht auch, dass der Täter sowohl die allgemeine Knappheitssituation (-> E), deren Veränderungsmöglichkeiten etc. und daher die „Heiligung“ der „Gesetze“ (-> Ig) ganz allgemein, eben abgeschwächt“, akzeptiert; z.B. begründet der Dieb wiederum „Eigentum“, und der Mörder kann „zum eigenen Schutz“ (Verdeckung einer Straftat uä) morden.

    988Dass die Täter grundsätzlich (also zwar „schwächer“ aber tiefliegend) das Recht und hier sogar die Schutzwürdigkeit der Rechts-Güter bejahen und hier das Strafgesetz, also in dem Verhältnis Ii-Ig stehen, bringt scheinbar paradoxe Situationen hervor; bewusste Verletzung des Rechts-Gutes, dessen Schutz der Verbrecher bejaht.

    989Das lässt sich nur lösen, indem man begreift, dass E zum Ii-g-Verhältnis gehört: I/E. Und was „I“ ist, speziell „Ii“, sowie auch was die wissenschaftlichen Bereiche außerhalb der Rechts-Sphäre dazu zu sagen haben.

    990Der Verbrecher wird „als ein Vernünftiger geehrt“, (Hegel), wenn er durch das System bestraft wird, das er mehr oder weniger implizit abgeschwächt – anerkennt. Wie soziologische Studien zeigen, sind Kriminelle und Halbkriminelle in diesem Sinne überwiegend ideologisch und politisch Konservative und keineswegs Liberale oder gar Sozialisten.

    991Die Postulierung von „Grund“ und „Zweck“ der Strafe, des Strafrechts, errichtet zu dem hier Gesagten eine Meta-Ebene, eine wissenschaftlich-theoretische Überlegung. Und typischerweise präzisiert und systematisiert sich diese auch als „E“ („Grund“) und „I“ („Zweck“).

    992Die zwei Theorien zur Begründung von Strafe, sind ihrerseits wiederum an Ii gebunden (als individualistische Rechtfertigung der Strafe, z.B. die Einwilligungs-Theorie) oder an Ig gebunden:

    993Die Theorie, dass die Strafe „verdient“ sei, die „Vergeltungstheorie“ geht davon aus, dass es ein kollektives Projekt, eine Aufgabe, ein Ziel gibt, an der jeder Einzelne mitzuarbeiten hat. Wenn diese Ziele – deren geringstes die Selbsterhaltung der Gesellschaft und damit des Staates ist – erreicht werden sollen, dann ist die „Strafe“ eine Hilfsgröße zur Erreichung der kollektiven Ziele (Ik,g,w).

    994Aber bei genauerer Analyse merkt man wiederum, es geht nicht nur darum, Ii gegen Ig zu konfrontieren, sondern auch um das (prinzipiell schwer fassbare) Zusammenspiel von Ig mit Ii.

    995Das „Wir“ der Gesell besteht eben aus den vielen „Ich“. Und wie immer man das eine oder das andere betont, alle einzelwissenschaftlichen (Psychologie, Soziologe) Erkenntnisse lassen die philosophische Ansicht von der amorphen Wechselbeziehung zwischen Ii und Ig als wichtigere Überlegung erscheinen.

    996Deshalb kommt man auch in diesem Teilbereich der Rechts-Wissenschaft, nämlich dem Strafrecht, (so wie zuvor im Privatrecht) wieder auf die allgemeinen philosophischen Strukturierungen zu sprechen: so die

    997„Gerechtigkeit“. „Zweckmäßigkeit“ und „Rechts-Sicherheit“.

    998Die „ausgleichende Gerechtigkeit“ hat den sachlichen Hintergrund, dass zwischen den Ii (Ii1, Ii2, etc.) kein Ungleichgewicht dadurch entstehen darf, dass z.B. Ii1 ein Gut auf dem Weg der „Erarbeitung“ schafft und Ii2 dies Gut durch z.B. Diebstahl, also abseits des Erarbeitungsweges (und damit von E/Mitteln etc.), sich aneignet.

    999Dem Wunsch, eine derart „ausgleichende Gerechtigkeit“ zu haben, dass der Kriminelle „vergeltend“ bestraft wird, liegt – implizit – ein Modell zugrunde, dass die Menschen die E-Entwicklung vorantreiben, als „Erarbeitung“, an der alle beteiligt sind und entsprechend ihrer sonstigen physischen etc. Verhältnisse derart gleichermaßen belastet werden.

    1000Daraus folgt, dass „Vergeltung“ substantiell darin besteht, dass der Kriminelle, der jene „Erarbeitung“ verweigert hat und der einen „abgekürzten“ Weg zu seinen Erfolgen ging, gezwungen wird, den Normalweg nachzuholen.

    1001Dazu kommt noch, dass der Straftäter nicht nur den offiziellen Weg der gesellschaftlich allgemeinen E-Entwicklung verlassen hat – und zum Nachholen dieses Wegstückes gezwungen wird; hierauf beruht die Berechtigung des „Staates“ zu strafen – er muss auch die „Schäden“ ausgleichen, die er anderen Privatpersonen zugefügt hat; – interpretiert ebenfalls in diesem Entwicklungs-Zusammenhang.

    1002Das Strafrecht als ein vom Staate, der Gesellschaft (->Ig) im eigenen Interesse gehandhabtes öffentliches Recht, wird historisch und sachlich in dem Maße wichtig wie „I“ als kollektive Selbsterhaltung bewusst wird und sich zur allgesellschaftlichen E-Entwicklung steigert.

    1003Bis heute aber folgt dieses öffentliche Interesse, z.T. als autoritäre „Vergeltung“ praktiziert, stets der des privaten Ausgleichs (Strafprozess ->Zivilprozess). Der sachlich darin besteht, das Arbeitsleben einer Person, das als Beitrag für die allgemeine historische E-Entwicklung anzusehen ist, in jene Erfolge einzusetzen, die es hätte erbringen können, wenn die kriminelle Störung nicht gewesen wäre.

    1004Insofern bei unserer Argumentation „E“ berücksichtigt wird, und zwar die E-Entwicklung als ein Ziel, also I, gesellschaftlich-historischen Daseins (und dazu ist „E-Entwicklung“ selbst von der abstrakten philosophischen Struktur, welche auch dem „I“-Begriff zukommt) ist die Unterscheidung von „Grund“ und „Zweck“ philosophisch aufgehoben.

    1005Nicht jedoch ist dadurch auf der Ebene der Wissenschaften (hier Rechts-Wissenschaft) die Beseitigung des Gegensatzes Grund-Zweck, hier als „Gerechtigkeitstheorie“ und „Zwecktheorie“, philosophisch notwendig.

    1006An die Stelle des Maßes der Strafe, das als „Schuld“, „Gefährlichkeit “o.ä. bezeichnet wird, tritt dann bei uns diese Einheit, als Aufhebung, aus „Grund“ und „Zweck“, die als die E-Seite um die I-Seite eines praktisch-sachlichen Zusammenhanges erscheinen (I/E). „Schuld“, „Gefährlichkeit“ sind Umschreibungen von I/E.

    1007Auch die Absolutheit der Strafe ist damit abgedeckt; denn es führt aus dem idealen reinen Rechts-System heraus; der „Verlust“ an E-Entwicklung (ob ökonomisch oder an Wissen etc.) gibt diese absolute Grenze an. Das gilt auch für die „Relativität“, d.h. das Strafmaß im Vergleich unterscheidbarer Verbrechen.

    1008Die Inhalte der Strafe, daraus abgeleitet, korrespondieren allerdings keineswegs mit den herkömmlichen Inhalten –(welche bezeichnenderweise sich auch historisch ständig verändern -> allg.Entw.). Um Beispiel ist es aus alten biologisch-emotionalen Individualstrukturen heraus „verständlich“, die Todesstrafe zu verlangen. (Die biologische Evolution als „Optimierungsstrategie“ verlangte ein Ausscheiden extremer genetischer Aggressionspotentiale).

    1009Die körperliche Züchtigung ist eine Übertragung eigener Aktivitäten, die eigentlich als zusätzlich Arbeitsanstrengung jenen Schaden ausgleichen sollten.

    1010Genau das aber verlangt eine moderne. Straf-Theorie vom – nicht in herkömmlichen Gefängnissen eingesperrten – Verbrecher: Die von ihm verursachten Schäden am individuellen – und gesellschaftlichen Fortschritt zu beheben.

    1011Die „Abschreckungstheorie“ reflektiert die Spannung zwischen Ii und Ig auf eine spezifische Weise: Sie sieht nicht in „Ii“ und „Ii/Ei“ das Kreative, sondern das in der Zielsetzung abweichende, das der E-Entwicklung Vorauseilende der kriminellen Tat; der Rechtsbrecher ist individualitätsloser Täter.

    1012Vielmehr geht es darum die je augenblickliche Statik, Gleichgewichtigkeit zwischen Ig und E (Ig/E) zu erhalten. In Vorwegnahme und Verhinderung möglicher Veränderungen. Da dies aber inhaltlich nicht möglich ist, (sonst wäre das ja schon die kriminelle Tat) darf die Abschreckung nur formaler Art sein.

    1013Es geht aber nun nicht darum, die individualistisch kreative Tat bedingungslos zu integrieren in Ig und E, sie zu „rechtfertigen“ o.ä. Vielmehr geht es darum, von ihr gesellschaftlich und in Bezug auf die E-Entwicklung zu „profitieren“. D.h. jeden Einzelfall von „Kriminalität in ein Gesamtgeschehen einzuordnen. Zu prüfen, „wie es dazu kam“ u.ä. Um dann zu schauen, wo es positive und wo es negative, unpassende Züge gibt; wo z.B. der Schaden für Ig (auch für Ii) größer als der Nutzen ist; und wo Ii (die Tat) das E-Niveau voran bringt und wo es diesem widerspricht.

    1014Diese – fast unbegrenzbare – Aufgabenstellung kann der Theorie des „sozialen Strafrechts“ mit seinen „Sicherungs- und Besserungslehren“ philosophisch zugrunde gelegt werden

    1015Wobei deutlich ist, dass die „abstrakteren“ Rechts-Theorien des Strafrechts, die darin bestehen, die drei (Individuum/ Ii, Gesellschaft/ Ig und E-Niveau) voneinander zu trennen, sie in der Theorie und in ihrer tendenziell unendlichen Methodik, Begrifflichkeit voneinander zu isolieren, sehr viel „praktischer“ ist (ökonomisch, finanziell, zeitlich, vor allem aber alltags-rational).

    1016Es geht uns mithin nur in einer ersten Annäherung darum, den „konkreten Menschen in seinen psychologischen und soziologischen Eigenarten, in seinem Vergesellschaftetsein zu verstehen“. Das sind lediglich Umschreibungen von Ii-Ig/E, welches nicht irgendeine Art der freundlichen Haltung gegenüber der Tat und dem Täter ist, sondern die wissenschaftlich-philosophisch genauere Analyse.

    1017Die Charakterisierung (z.B. in Gewohnheitsverbrecher, Besserungsfähige, Erwachsene, voll Zurechnungsfähige, etc.) ist bereits ein Schritt in der Analyse, aber das Philosophisch-Wesentliche lässt sich genauer herausarbeiten.

    1018Es geht „rechtlich“ darum, das Ii-Ig/E-System zwar elastisch, dynamisch, aber möglichst gleichgewichtig zu halten. Dazu aber muss man es psychologisch, soziologisch u.ä. kennen. Wenn da eins fehlt, können diese Wissenschaften (Jus, Psychologie, Soziologie etc.) ihre Grundaufgaben (hinsichtlich der historischen, gesellschaftlichen etc. Lage) verfehlen.

    1019In der Hierarchie der Projekte ist die „Entwicklung“ das Wichtigste. Daran ist zu prüfen, wie das Gleichgewicht zwischen Ii (hier negativ als Verbrechen) und Ik und Ig jeweils diskursiv etc. zu finden ist; z.B. ist es durchaus möglich, dass „der Staat“ alle „aufbegehrenden Feinde“ zu vernichten sucht; (das ist historisch sogar typisch für die Gesellschaften in der Phase dessen, was heute als „2. Welt“- Lage gilt). Aber es reicht nicht, dies nur „formal“ zu sehen. Es kommt auf die Inhalte der Ig an: Dient dieses Ig der Verhinderung von allgemeiner Entwicklung oder betreibt es sogar reaktionäre Projekte (Krieg z.B.); dann kommen zu den Fehlern im „Formalen“ auch die im Inhaltlichen.

    1020Ebenfalls gehört zur formalen Seite (die keineswegs unterschätzt, vielmehr „richtig“ eingeschätzt wird) die Einsicht, dass die systematische Einzelfallprüfung von Menschen (Ii) und Gruppen (Ik) ergibt, dass es alle Arten gibt, als Kontinua von solchen, bei der die „Sicherung und Besserungs“-Theorie Erfolge hat, bis zu solchen wo die „Abschreckung“ und die „Vergeltung“ sogar allein wirkt. In solchem Kontinuum sind Extrema aber seltener als die ideologischen Theoretiker meinen.

    1021Und grundsätzlicher gilt, das Versagen bei Besserungsversuchen ist stets auch ein Versagen der eingesetzten Mittel und der Hilfspersonen, so deren Verbesserungsmöglichkeiten.

    1022Was sich da letztlich als philosophisches Grundproblem zeigt, ist die traditionell konfrontativ verstandene Beziehung von „Form“ und „Inhalt“.

    1023Die Inhalte von Ig sind nicht nur im Stalinismus und im Faschismus derart weitreichend, ehrgeizig, tiefgehend, dass sie alle „formalen“ Einwände („Rechtsstaat“ „Menschenrechte“, bürgerliche Demokratie, liberale Freiheiten und die organisierten Abläufe, etc.) aushöhlt. Das gilt auch für Ig wie „die kapitalistische Globalisierung“ oder der „Kampf der Kulturen“, ob z.B. von islamistischer Seite begründet oder von abendländisch-aufklärerischer Seite.

    1024Jeweils werden (mehr oder weniger elegant verbalisiert) z.B. auch „Vorbereitungshandlungen“, „Verbindungen“ zum „Milieu“ u.ä. unter Strafe gestellt. Was sich hier eindrucksvoll zeigt, ist die Grenze von Recht und von Politik; Wissenschaften wie die Sozialpsychologie, die Ökonomie etc. sind hier gefordert.

    1025Die Grundidee von „Recht“, die „Rechtssicherheit ist eine weitere der drei oben genannten Gestaltungen der Rechts, hier des Strafrechts.

    1026Wie oben gezeigt, repräsentiert die „Rechts-Sicherheit“ auch hier die E-Funktionen; als „Erhaltung“ von Recht, von Gesellschaft, auch die Erhaltung des Staates, der jeweiligen Regierung.

    1027Und wie der „Zweckgedanke“ (→ „I“) und der „Gerechtigkeitsgedanke“ auch hier im Strafrecht Dimensionen der theoretischen philosophischen Erklärung sind (so wie der Gedanke der „Rechts-Sicherheit“), wirken alle drei so zusammen wie ihre Modellierung das optimal zu systematisieren versucht: Als Gegensätze, ihre „Spannungen“ zueinander und ihr tendenzielles Übereinstimmen.

    1028Von philosophischer Seite sollte das nochmal geschildert werden: Im „Verbrechen“ werden – (offensichtlich objektiv vorgegebene) Strukturen und Funktionen ernster betont als das die jeweils konkurrierendem Strukturfunktionen zulassen: Ii drängt konsequent zur Freiheit etc. Dem steht Ig gegenüber: „Alle“ sollen gleichermaßen bedacht werden. Und dies Ii-Ig-Verhältnis steht zugleich der „Statik“ des E-Niveaus gegenüber, (z.B.verbrecherische Schadenanrichtung) sowie dem (objektiven) Zwang, diese E-Seite ständig zu entwickeln.

    1029Diese Lage, die Entwicklung der E-Seite, möglichst ohne Verluste, zu Gunsten aller in gewissen Gleichmäßigkeiten/ (->Gerechtigkeit) wird nun als Rechtssphäre zu gestalten sein.

    1030Dazu werden die allgemeinen philosophischen Strukturen, spezifisch hier, auf das Strafrecht angewandt: Das „Spannungsverhältnis“ innerhalb der „Rechtsidee“: Die „Rechtssicherheitsidee“ (->E), der „Gerechtigkeitsgedanke“ (als Gleichbehandlung (->Ig) ungleicher Personen und Verhältnisse) und dagegen die versuchte, bis ins Letzte durchgeführte, Individualisierung (->Ii) aus den spezialpräventiven Zweckgedanken.

    1031Die „Vergeltungsidee“ ist mit der „Rechts-Sicherheit“ am nächsten verwandt. Beide grenzen Recht (-> Strafe) gegen dessen Übergang zu Pädagogik (->“Besserung“), Psychologie, Soziologie ab; was eine Wirkung des E- Gedankens, der Erhaltung jener Grenzen und Bereiche ist.

    1032Dennoch sind solche Entwicklungen (der Übergang vom „Strafen“ zum psychologischen Verstehen der Ursachen und der „Besserung“ als individuell-gesellschaftliche Arbeit.) unaufhaltsam. Das „Recht“ (als theoretischer und praktischer Bereich) steckt da in der Klemme. Ursache dafür ist die „Entwicklung“ und die Tatsache, dass alle Bereiche einheitlich durch I, E (hier Ii-Ig/E) bestimmt werden.

    1033Eine betont „überindividualistische“ Rechts-Auffassung, also Ig, rechtfertigt Strafen, wie z.B. die Todesstrafe. So wie die Diskussion darum sich philosophisch als jenes Spannungsfeld „Ii –Ig“ darstellt, kann die differenzierte und lange Diskussion die formale Struktur dieses Übergangs-Feldes zeigen.

    1034Diese Art des Übergangs gilt als das Normale; während forsche und undiskutierbare Einführungen von Extremstrafen philosophische Rand-Erscheinungen sind. Damit aber hängt das zusammen, was gesellschaftlich-alltäglich als „falsch“ bezeichnet wird: Je näher man einem der Eckpunkte (hier Ii, Ig, E) kommt, umso „falscher, fehlerhafter“ ist die praxisrelevante Entscheidung.

    1035Ein anderes Symptom aus dem gleichen Projekt: Wenn die „Spannung“ zwischen Ii, Ig, E (also „Ii-Ig“/E) nicht aufrecht erhalten wird, (d.h. wenn die drei Unendlichkeiten dort fehlen und somit „I“ (Rz,Rw)), dann fällt die I-Breite als I-Inhalt zu einem einzigen und damit „formalen“ „I“ zusammen; und „I“ fällt mit „E“ zusammen; was bekanntlich als „Entfremdung“. „Verdinglichung“ gilt, der „Mensch wird zum Mittel“, was schon eine hohe und umfassende philosophische Kategorie ist.

    1036Dennoch ist zu sagen, dass das alles „philosophisch“ vereinbar, berechtigt, relevant, abgesichert etc. ist.

    1037Dazu kommt, wenn der Staat, die Gesellschaft z.B. die Todesstrafe praktiziert, dann im Namen von eigenen Zwecken (Ig), müssen diese aber wichtig und tragfähig sein; (z.B. gemessen an historischen „Entwicklungen“). Auffallend ist aber, diejenigen Staaten, die kaum zur „Entwicklung“ beitragen, sogar oft dagegen „defensiv“ handeln, neigen zu dieser Art der Verschiebung ihres Fehlerpotentials auf die Individuen.

    1038Per Gesellschaftsvertrag (->Ig), den jedes Ii – implizit – abschließt, wird ja nicht nur dem Staat erlaubt, die Todesstrafe auch über dieses einzelne „Ii“ zu verhängen, viel näher liegend ist: Die „Wehrpflichtigkeit“; auch mit ihr ist jeder „verpflichtet“ sein Leben zu geben.

    1039Hier eröffnet sich eine mögliche und notwendig formale und inhaltliche Diskussion. Zum Beispiel die, dass jedes Ii zugleich mit dieser Verpflichtung, pro patria zu sterben, in diesem ominösen Gesellschaftsvertrag auch die Verpflichtung übernimmt, die politischen Inhalte kriegsfrei zu gestalten. Anders und philosophisch formaler: Das Ii – Ig-Verhältnis wird durch derartige – mögliche – Diskurse in seiner ganzen unbegrenzten Vielfalt verdeutlicht.

    1040Als Parallele zur Verpflichtung philosophischer Art zum „aktiven Pazifismus“.

    1041Wobei es bei der „Todesstrafe“ darauf hinaus läuft, dass der Einzelne (potentielle Täter) sein Ii von vornherein und freiwillig begrenzt, mit Ik und Ig abstimmt; um es zu jeder todesstrafwürdigen Tat nicht kommen zu lassen.

    1042Aber was ist mit der „Notwehr“, für Staaten (Ig) als Kriegsgrund, für Ii als Grund den Angreifer zu töten?

    1043Es gibt auch eine gesellschaftliche Rechts-Pflicht, das eigene Leben die Existenz des Kollektivs, zu erhalten. Das ist zwar in der Praxis schwierig, aber theoretisch leicht zu entscheiden: „Mord“, „Angriffskrieg“ sind heute leichter denn je zu identifizieren.

    1044Man kann das auch ganz aus dem Milieu der Extrema heraus nehmen: Jede Strafe und jeder Vertragsteil zwischen „Parteien“ ist – wie verborgen auch immer – Teil der allgemeinen Relation zwischen Ii, Ik und Ig. Alles andere sind „Anarchie“ = Ii -allein oder Ig/ Diktatur u.ä,; also jene abstrakten Einseitigkeiten, welche die eigentliche Fruchtbarkeit von „Ii – Ig“ zunichte machen.

    1045An die Stelle der durch das empirische Individuum bewusst erteilte Einwilligung in alle Strafen mit „Eintritt“ in die Gesellschaft, tritt jenes objektive Verhältnis „Ii zu Ig“ als allein wissenschafts-philosophisch begründeter und beschreibbarer Kontext.

    1046Dessen tiefere Begründung aber besteht darin, die I-Sphäre zu kennen (und damit die E-Sphäre und I/E).

    1047Das „Ii“ ist dabei beispielsweise nicht ein bestimmtes empirisches Individuum, sondern genauer gesagt, diese Ii-Fähigkeiten etc. aller Individuen. So dass ich also den Gesellschaftsvertrag – einschließlich dem Strafgesetz nicht gegen mich als Verbrecher abschließe. Vielmehr halte ich mich für alle Freiheiten (->Ii) offen; überwiegend für den Schutz vor Anderen. Aber eben auch dafür, gegen Ig zu verstoßen, dies zu kritisieren, weiterzuentwickeln. Und umgekehrt gehen auch vom Ig „Willensbekundungen“ („I“) bei Vertragsschluss aus: Eine rechtliche kollektive „Vernunft“, die alle Ii diesem Gesetz zu unterwerfen versucht, weil sie ihre eigenen „I“ (Staatserhaltung, E-Entw.) hat.

    1048Der Denkfehler Früherer, z.B. Kants, besteht darin, Ii mit Ig gleichzusetzen. Etwa im Begriff der „Vernunft“. Das ergibt dann die unrealistische Behauptung, dass das Todesurteil „das eigene Urteil des Verbrechers“ ist „das man seiner Vernunft notwendig zutrauen muss“.

    1049„Ii = Ig“ ist eine unendlich leere Rand-/ und Extremposition.

    1050Während „Praxis“ „Ii zu Ig“ ist, also ein doppelt unendliches dynamisches Variantenfeld; und „Praxis“ ist noch mehr: Ii – Ig zu E, also in erweiterter unbegrenzter Wechselwirkung und Dynamik, die E-Varianten erzeugt.

    1051Die Todesstrafe ist deshalb die unendliche Grenze von Ii, weil jegliche Freiheit u.ä. nach ihrer Vollstreckung „fehlt“, negiert wird; was bei „lebenslänglich“ nicht der Fall ist. Die Todesstrafe fällt daher aus philosophischen Gründen, als „isoliertes“ „I“ aus der „allgemeinen Praxis“ (= I/E u/o Ii-Ig) heraus.

    1052D.h. heißt allerdings – philosophisch allgemein – nicht, dass es nicht wiederum „Extremisten“ gibt, die eben gegen „Praxis“, I/E „rebellieren“ und I-isoliert anwenden. Das ist deshalb letztlich möglich, weil es stets I/E „und“

    1053I – E gibt.

    1054Wenn die Politik und die Rechts-Phase ängstlich und bemüht Krieg („freiwillig“) und Todesstrafe auseinanderhalten, dann ging es philosophisch, historisch (-> Entwicklung) darum, diese beiden Relikte aus feudalistischen Zeiten in eine bürgerlich-sozialistische Epoche hinüber zu retten.

    1055Es wäre heute in der historischen Praxis kaum möglich, diese Relikte präventiv zu vermeiden, dennoch muss die philosophisch-politische Strategie darauf zielen, Kriege „zu kriminalisieren“: Mord und Kriegsführung sind von gleicher Struktur.

    1056Und, gerade die philosophische Bearbeitung dieser Problematik muss auch die Kontexte und Vorstufen umfassen, also eine Politik, die Kriege vorbereitet aufdecken. Eben das gilt für die Erforschung vieler Tötungsdelikte u.ä. „schwerer Taten“ (wie zum Beispiel aktuell die der ehebrechenden und zu steinigenden Frau in Nigeria).

    1057Zumal die Übergänge verräterisch sind: „Tumulte, Aufruhr“, erlaubten die Hinrichtung der solchen gesellschaftlichen Widerstand Leistenden. Das wurde als Zwischenglied von „Verrat“ und „Krieg“ gesehen. Heute weiß die Wissenschaft, soziale Aufstände sind letztes Mittel der Wahl und eigentlich immer im historischen Recht. Die sich als „gerechte Macht“ verteidigenden alten Ansichten, die sogar Notwehr für sich reklamieren, haben ihren rechtzeitigen historischen Abgang verpasst.

    1058Letztlich deshalb, weil der notwendige Übergang ein Unendlichkeits-Problem ist. Es ist für die „Politiker“ schwierig, jeweils schon die Vorformen, die der Zuspitzung vorhergehen, zu erkennen. Eine Endstation dieser Unfähigkeit ist dann typischerweise die abstrakte „Konfrontation“, z.B. die, dass beiden beteiligten Seiten das „Notwehrrecht“ (als „ursprüngliches Menschenrecht“) zugestanden wird. Anstatt dass sich alle wissenschaftliche, organisatorische, praktische politische Arbeit auf die Vorstufen dieser Zwangslage konzentrierten.

    1059„Recht“ haben wir als dynamisches Gleichgewicht von Ii-Ig/E gesehen. Es ist dies eine „praktische“ Komplizierung von „I/E“; und beide rühren von „z/w“ her. Neben den z/w gibt es als QM stets, systematisch notwendig etc., auch z-z, w-w.

    1060Das wirkt sich ebenfalls in allen Entwicklungs- Phasen aus. D.h. in der „Phase“, die als „Recht“ beschrieben (und anerkannt etc.) wird, gibt es ebenfalls eine Einrichtung, die zwar nicht außerhalb der Rechtssphäre liegt, (die also theoretisch nichts mit „Ethik, Religion“ o.ä. zu tun hat), aber doch das „Recht“ völlig über den Haufen wirft: Die Gnade.

    1061Unter anderem verweist sie auch die Reflexion über das Recht, die Rechts-philosophie darauf hin, dass auch sie, also ihre spezifischen Ii, Ig, E „Gewordene“ und zu „Verändernde“ sind – so wie die Reihe z-z, w-w -> „z-z zu w-w“ -> etc. läuft; als: Entwicklung.

    1062Da jedes I/E-Verhältnis prinzipiell auch ein E ist, höher entwickelt und auch fest gefügt etc. ist, lässt die (eigentliche) Gleichberechtigung von „Gnade“ jegliche Theoretiker und Praktiker (z.B. Kant -> Gnade sei ein „schlüpfriges“ Recht des Souveräns) hilflos erscheinen.

    1063Zur Erinnerung: Ii-Ig/E hat als umfassenden Oberbegriff dessen, was „Jus“ ausmacht (z.B. „Rechtsidee“ genannt) innere Dynamik und Spannungen etc. Fixpunkte relativer Art sind in dieser Formel die „I“ (z.B.verbalisiert als Zweckmäßigkeit), Ii – Ig („Gerechtigkeit“). E, aber auch E` (Rechtssicherheit, Ii (Individualisierung als individuelles Interesse), Ig (autoritäres Interesse) usw.

    1064Die Lösungen, Urteile dieser umfassenden Formel sind selten E` (=Gleichgewicht zwischen allen Verhältnissen: I-Seite und E-Seite, Ii, Ig, Ii-Ig).

    1065Vielmehr ist das Urteil eher„positiv“, von individualisierter Zweckmäßigkeit, von allgemein politischer Zweckmäßigkeit.

    1066„Die Gnade“ aber missachtet diese „Formel“ und deren Einzellösungen; und zwar nicht als philosophisches Konstrukt, das Interessiert weniger, sondern nach ihren Inhalten: Diese I, E, die hier rechtstheoretisch interpretiert sind, (um das ganze Rechts-System und damit „Jus“ zu konstituieren) wird hier über den Haufen geworfen.

    1067Dennoch aber ist das „I“ des Gnadensubjektes erkennbar, es kommt aber von außerhalb des Jus-Systems (=Inhalte der Ii-Ig/E-Formel);

    1068Jedoch steht es – philosophisch unentrinnbar – in einem anderen, eventuell übergeordneten I/E-Verhältnis, (z.B. soziologischer, psychologischer, meist sozialpsychologischer Art).

    1069Nur sind die dabei eine Rolle spielenden „I“ inhaltlich andere als beim systematischen „Recht“, anders „gefärbt“.

    1070D.h. die Formel Ii-Ig/E gilt noch, denn auch beim Gnadenerweis müssen „Richtlinien“ (->E) eingehalten werden und „Gerechtigkeit“, z.B. Allgemeingültigkeit (-> Ii und Ig) herrschen.

    1071Das heißt, „Gnade“ und auch die „Billigkeit“ sowie die Normen, die durch die Gesetzgebung als richtiges Rechts gelten, gehen (in unendlichen Übergängen) so ineinander über wie das allgemeiner für die Bereiche „Recht zu Politik“ oder zu „Sozialpsychologie“ auch gilt.

    1072Es geht also um ein wissenschafts-theoretisch allgemein philosophisches Problem

    1073Dieses „I“ der Gnade kann daher, weil hier „umfassendere“ Bereiche ins Spiel kommen, als generell und wichtig angesehen werden. Das führt als die Überlegung, „dass es neben dem Recht noch andere Werte gibt“, zur allgemeinen philosophischen I-Sphäre.

    1074Aus ihr sind die geisteswissenschaftlichen Bereiche mit „I“ abgedeckt, eigentlich sogar „konstituiert“.

    1075Und zwar als „umfassende“ und als weniger umfassende „I“, dabei aber sind sie alle gleichberechtigt.

    1076Diese umfassenden „I“ kommen gegenüber den weniger umfassenden „I“ der Rechtsnormen, Gesetze zur Geltung, wenn als „Gnadenerlass“, Begnadigungs-Anlässe gesamtgesellschaftlich betont und historisch o.ä. Art hervorgehoben werden sollen.

    1077„Wie das Wunder die Gesetze der physischen Welt durchbricht, so ist die Gnade das gesetzlose Wunder innerhalb der jurist Gesetzeswelt“.

    1078Um da noch mal auf die Zweiteilung „z/w und z,w“ zu reduzieren: Von daher durchzieht alle Bereiche, alle Entwicklungs-Phasen jene Zweiteilung;

    1079Nicht zufällig werden dabei also – (z-z, w-w = Richtungsaspekte) – gegen das Rechts-System die freien systemlosen Ziele, Werte, Hoffnung, Wünsche der Ethik – z.B. der religiösen Ethik – gestellt; (z.B. als „Barmherzigkeit“, „Duldsamkeit“).

    1080Das philosophische Verhältnis von I und E steht bei uns im Mittelpunkt unseres Systems. Aus diesem „Verhältnis“ geht im „Normalfall“ das hervor, was die „Struktur der I-Sphäre“ und daneben die „Struktur der E-Sphäre“ ausmacht; (von den aus den S entwickelten „E“ und aus den R entwickelten „I“;sowie aus z/w und z-z, w-w her)

    1081Aber Im Extremfall geht „I“ in „E“ über. Und das in mehrerer Hinsicht; z.B. ist „I“ auf einer Meta-Ebene stets auch Existierendes, also E.

    1082Jede „Zielsetzung“ („I“) hat eine Erfüllung (E). Auch dieser Übergang ist im Grunde einer der Unendlichkeit.

    1083Beides kann als Variante der Entwicklungs-Dynamik angesehen werden.

    1084Und diese findet nicht nur im Abstrakt-Geistigen statt, sondern überall längs der „allgemeinen Entwicklung“, also auch im Rechts-Bereich.

    1085Am Anfang des „Rechts“ stehen mindestens zwei Ii, d.h. zwei unterscheidbare Interessen, Zwecke u.ä. und damit bereits auch Ig (wenn diese zwei Ii zusammen überleben wollen). Dieses Ig ist das erste erreichte Ziel (=E), dieses sich dabei notwendig abspielenden Ur-Rechtssystems.

    1086Aber neben der von allen behüteten Existenz (E) dieses Ig (d.h. z.B., den gemeinsamen Willen den internen Frieden zu bewahren und auch alles bis dahin gemeinsam aus dieser friedlichen Zusammenarbeit Erarbeitete) finden ständig naturhaft-kreativ neue Ii statt.

    1087„Recht“ ist dann „Ii zu Ig“, aber unter Berücksichtigung alles dessen, was „bisher geschaffen“ wurde, insbesondere Organisation, PM, Kultur, Wissen; „der Staat“ ist ein (hier) wichtiger Teil davon.

    1088In der Formel „Ii-Ig/E“ gibt es drei Hauptaufgaben: Die Abstimmung der Interessen (Ii-Ig), aber die „Offenhaltung“ des I-Prozesses insgesamt; dann die Erhaltung etc. des E-Korpus. Und die gleichgewichtige Abstimmung von beiden.

    1089Die Einteilung des Gesellschaftlichen in Jurisdiktion, Exekutive/ Administrationsaufgaben und Legislative folgt in etwa diesem philosophisch tieferen Sinn.

    1090Bekanntlich aber ist diese Ausdifferenzierung von „Praxis“ (=“I/E“) in Legislative, Exekutive, Jurisdiktion relativ unklar; alle drei Aufgaben überschneiden sich auch u.ä.. Das ist gleichfalls ein philosophisch zu erklärendes, Problem; nämlich aus der mehrfach unendlichen Dynamik zwischen Ii, Ig, E.

    1091Wie kompliziert für die „Praxis“ das ist – jedoch philosophisch zu bewältigen ist – erweist die Erkenntnis, dass im Verhältnis in welchem die Rechts-Ordnung und Staatsordnung eigenständige Welten sind; die Exekutive (->„Staat“) und die Jurisdiktion/ Recht, wo erstere eher E repräsentiert und letzteres eher „I“.

    1092Aber philosophisch hat jeder Bereich für sich seine eigenen E und I – und auch die entsprechenden Strukturen dazu. (Die I und E der Rechtswelt waren als „Gerechtigkeit, Zweckmäßigkeit und Rechtssicherheit“ philosophisch grob geordnet).

    1093„Gerechtigkeit“ fordert „Allgemeinheit und Gleichheit“ der Norm, sie sind die Charakteristika im I-Verhältnis, speziell in „Ii-Ig“.

    1094Die Exekutive hat Ig als I-Seite; und die Organisationen die E-Seite und Ik.

    1095In der rechtlichen Formel Ii-Ig/E kann dies Ig durchaus von Seiten der Exekutive, dem Staat zu E werden, d.h. verabsolutiert, auch „entfremdet“ werden. Auch so, dass der Inhalt des Rechts stark von den Staatsinteressen beeinflusst wird.

    1096Verallgemeinert ist das das Problem der Relationen zwischen den Bereichen. Das hat zwei Stränge, die „Entwicklung“ und „von oben“, die gegenseitige Beeinflussung auf abstrakter I-,E-Ebene.

    1097Das sieht dann z.B. so aus, dass „der Staat“ das Recht, aber auch Wissenschaft, Kultur, etc. zu seinem „Mittel zum Zweck“, also zu E, macht. Und umgekehrt! Es ist ein gegenseitiges Dienstbarkeitsverhältnis? Dabei ist die Abgrenzung von Ig (Staatsziele/-zwecke) und Eigenständigkeiten von Recht, Kunst, Wissenschaft (also wieder abstrakt und das I/E-Verhältnis) Inhalt des gesellschaftlichen Kampfes; zumindest der gesellschaftlichen Events.

    1098Wenn es gesellschaftliche Kämpfe darum gibt, ob Recht, Wissenschaften, Staat etc. voneinander unabhängig sein sollen – z.B. Freiheit der Wissenschaften; z.B. richterliche Unabhängigkeit – oder ob (z.B.) der Staat die Wissenschaften und die Rechts-Sphäre mehr „unterstützen“ sollte, kann nur sinnvoll diskutiert werden, wenn die „I-Seite“ deutlicher wird: Welche Interessen haben alle Beteiligten, speziell „der Staat“; und dito die Erfordernisse der E-Seite. Die Wissenschaft hat die Verpflichtung, auch ohne Rücksichtnahme auf I-Staat u/o I-Recht, zu forschen und E zu entwickeln.

    1099Diese „Gleichgewichte“ zu halten, also wieder „I/E“ zu bilden, ist Aufgabe der Politik.

    1100Alle Bereiche kann man derart „ordnen“, dass die E-Seite (Wissen z.B.) das eine Extrem ist – viele Wissenschaften kümmern sich idealerweise nicht um individuelle und gesellschaftliche I – die I-Seite ist das andere Extrem; „Politik“ ist so definiert, dass es auf Ii, Ik, Ig ankommt, die „Mittel“ (E) dafür sind relativ beliebig, in reichen Gesellschaften stets mobilisierbar, auswechselbar etc.

    1101Hier zeigt sich erneut die spezifische Stellung der Rechts-Sphäre. Ist z.B. bei einer Wissenschaft „I=E“ und in der Politik E=I, so ist „Recht“ dagegen historisch-gesellschaftlich-sachlich derart definiert, dass es hier um das stabile Gleichgewicht „I/E“ geht.

    1102Das „materielle Recht“ betont die I-Seite (Die Entstehung des Rechts aus Zwecken, u.ä.), das „formelle Recht“ betont die E-Seite; das Prozessrecht hat eine gewisse Unabhängigkeit und Geltung unabhängig von jenen „Zwecken“.

    1103Im Ii-Ig/E erscheint auch dieses stabile dynamische Gleichgewicht von materiellem und formellem Recht.

    1104Dann stellt sich die Frage, was ist wichtiger, die Stellung von „E“ – (hier z.B. Verfahrensnormen u.ä.) – oder von „I/E“?

    1105Anders gefragt, geht die Dynamik, Elastizität des doppelt unendlichen Feldes zwischen „I“ und E (I/E) nicht verloren, wenn E außerordentlich unveränderlich ist?

    1106Genau das liegt im Möglichkeitshorizont. Und deshalb und von daher sind Rechts-Situationen – (z.B. Freilassung eines Kriminellen wegen Verfahrensfehlern) – gesellschaftlich diskutiert und „umstritten“.

    1107Die sonst im Alltag von allem gewohnte Zweckmittel-Relation wird nicht einseitig zugunsten des „wichtigeren“ Zwecks („I“) aufgelöst. Die Rechts-Sphäre zweigt sich hier als das oben betonte Gleichgewicht I/E.

    1108Auch die „materielle“ Eigenart von I, Ii -Ig ist dafür verantwortlich. Bei diesen geht es nicht darum, dynamisch neue „I“ zu kreieren, vielmehr geht es um das relativ statische Gleichgewicht „Ii-Ig“.

    1109Dazu kommen die Teile der E-Seite, die oben als „Rechtssicherheit“ bezeichnet wurden. Es geht aber in Bezug auf diese Formel um zweierlei E: Das E im „Nenner“ – und das E`, das sich aus der – Recht konstituierenden Gleichgewichtslage „I/E“ ergibt – und das bezeichnend für „Recht“ ist; aber auch für andere Bereiche.

    1110Innerhalb des Prozessrechtes und den „materiellen“ Überlegungen werden die Ii, Ig und die E (sachliche Umwelt etc.) in einem „Urteil“ zu E`, d.h alle Dynamik der Teile, der Elemente und ihrer Relationen wird zu einem neuen E`, dessen statischer Charakter als „Rechtskraft“ des Urteils u.ä. mit Geltung ist, dann ohne Rücksicht auf die vorher gegangenen Dynamiken oder seines formellen Zustandekommens und aller „materieller“ Abwägungen.

    1111Der E-Charakter der „Rechtssicherheit“ (allgemeine Zusammenfassung) und der „Rechtskraft des Urteils“, sowie der „Rechtsgeltung“ des Gesetzes gehen ineinander über und bilden das „E“ in der Formel Ii,g/E.

    1112Und, wie gesagt, stehen sie in dynamischen (z.B. kritischen) Wechselwirkungs-Verhältnis zu „I“; also z.B. derart, dass jene E-Charakterzüge als „unzweckmäßig“ u/o „ungerecht“ vom I-Standpunkt kritisiert werden.

    1113Formelles Gesetzesrecht etc. (E) wird dann gesellschaftlich, historisch wegen inhaltlicher „Ungerechtigkeit“ u/o „Unzweckmäßigkeit“ „von außen“ (also außerhalb jener „Formel/ Modell“) beseitigt, aufgehoben werden.

    1114Wie ist der Rechtsstaat möglich? Wir beantworten diese traditionelle Problematik, (z.B. „ob das Recht dem Staate oder der Staat dem Rechte vorangehen -> G. Jellinek u.a.) so: Die gesell, historischen, sachlichen Phänomene der „Praxis“ haben stets I/E-Charakter, d.h. sie „existieren“ nur, weil sie ein Wechselspiel aus Netzen von „I“ und Komplexen von „E“ sind.

    1115Beide Seiten (I,E) begrenzen, erzeugen, stützen, verdanken sich, bedingen etc. einander.

    1116Diese E und I unterscheiden sich natürlich von jenen anderen Bereichen der Realität. Man kann sie aber näher bezeichnen – und zwar auf allen Konkretisierungsebenen. Zum Beispiel erst mal als Ig, (der jeweilige gemeinsame Wille/ Zielsetzung/ Wünsche etc. des Kollektivs).

    1117Diese konkreten Ebenen sind als historische Entwicklungs-Phasen philosophisch zu erfassen.

    1118Auch hierbei ist wieder von I/E auszugehen. Die prinzipielle Gleichberechtigung der I- mit der E-Seite und der vielen Arten der „Dynamik“ zwischen ihnen führt dazu, jedes von beiden Seiten gelten zu lassen, bzw. gleich schwere Bedenken dagegen anzumelden; also Diskurse zu führen.

    1119Dabei ist „der Staat“ ein Kollektiv wie jedes andere, von der Ehe bis zur Weltgesellschaft. Indem sie als „Organisation“ (E) entstehen, sind sie sowohl Rechtsgebilde, d.h. schon bestehenden Rechten unterstellt, als auch Rechtsquelle.

    1120Die Glieder (in der Ehe die Partner, in globalen Gebilden die Nationen) bringen also ihre bereits gebildeten Rechtsvorstellungen in das neue Kollektiv mit ein. Es kommt auch hier zu „kämpferischen“ Diskursen.

    1121So gesehen, hat „Ii-Ig“, erweitert zu „Ii-Ik-Ig“ und in Relation zu „E“ auch eine „geschichtliche“ Seite.

    1122Es bilden sich in den Diskursen, als „Geschichte“, unter dem Einfluss der (sich entwickelnden) E-Seite, deren relatives und absolutes Niveau, die jeweilig anerkannte Staatsgewalt.

    1123Das heißt, die „Identität“ von „Staat und Recht“ ist ebenso ein un-konkretes Extrem, wie die absolute Priorität des einen oder des anderen

    1124Das wird aus „Ii-Ig/E“-Funktionen abgeleitet. Und so wie die I-Seiten-Funktion stellt die Palette der E auch die Verbindung zu Bereichen außerhalb von „Staat“ und „Recht“ her, z.B. zu ökonomischen und sozialen Machtzentren.

    1125Hier ist sowohl der „Relationen Prozess“ gemeint, als auch die diesem vorausgehende Willensbildung und Willenserklärung („I“). Und dann das Ergebnis, den verwirklichten Inhalt von Wille und Prozessen, Abläufen: „E“ kann Norm, Organisation, Wissen, etc. sein.

    1126Dieser allgemeine philosophische Zusammenhang wird hier nur auf „Recht“ angewandt.

    1127Wenn man I=E setzt (Recht und Staat gleichgesetzt -> Kelsen), dann wären die entscheidenden doppelt unendlichen dynamischen Wechselwirkungs- Prozesse eliminiert; (der Staat wäre immer im Recht, bzw. der Unrecht tuende Staat wäre kein Staat mehr).

    1128So wie „I=E“ „über-wahr“ und zugleich „entfremdet“ ist, ist das eine Grenze der Philosophie, wie alle „definitorisch-analytischen“ Feststellungen. Zum Beispiel auch das Hegelsche System; aus dieser seiner abstrakten, absoluten geistigen Verankerung stammt auch dann seine Beurteilung des „Staates“).

    1129Das gilt aber auch für die Mathematik, Logik, den objektiven Geist. Und diese beiden Extrema, Grenzpositionen haben jedoch in einer modernen Philosophie ebenso Platz wie die rechtspolitischen, rechtsphilosophischen, die jenes unendliche Feld der Spannungen zwischen den „Grenzen“ behandelt.

    1130Der „Gegensatz“ „Recht-Staat“ vernachlässigt die innere (philosophische) Struktur beider: „Recht“ enthält als Ii-Ig/E bereits Ig (die Ziele der Gesellschaft u.a. Großkollektive), und „E“ meint alle jeweils relevanten Mittel; wobei die E der engeren Rechtsseite von deren des ökonomischen, soziologischen, politischen „Staates“ gar nicht abzutrennen sind.

    1131So gesehen (Recht als Ii-Ig/E) ist die juristische Betrachtungsweise des „Staates“ jene oben dargelegte: Als Gleichgewicht, Wechselwirkung jener spezifisch akzentuierten Inhalte von „I“ und „E“.

    1132Auch der „Staat“ ist als eine relativ selbständige Größe von anderen Wissenschaften und konkreten Bereichen her analysierbar, historisch, ökonomisch,politisch, soziologisch-psychologisch etc.

    1133Auch dort kommt es zu Gleichgewichten, dynamischen Wechselbezügen zwischen den entsprechenden I, E.

    1134Was wir philosophisch lediglich hervorheben, ist das allen diesen „Bereichen, Wissenschaften, Weltanschauungen, Entwicklungsphasen u.ä. Gemeinsame: Die I/E, E-,I-Strukturen.

    1135Und solche philosophisch gemeinsame Basis aller Bereiche etc. erlaubt es, die Übergänge von einem konkreten Bereich zum anderen und von einer wissenschaftlichen Erklärung zur anderen zu verstehen; also z.B. von der „Rechts-Philosophie“ zur soziologischen Philosophie oder zu der der Ökonomie oder der Sozialpsychologie.

    1136Das Ineinander-Übergehen der Bereiche kann auf zweierlei Weise verstanden werden, geistesgeschichtlich gesehen, als „Pragmatismus“; besser: Als Alltagserfahrung, auf einer „niederen“ philosophischen Ebene. Und auf einer höheren philosophischen Ebene bei uns.

    1137Zum Beispiel kann der historisch-soziologische etc. Begriff des Staates als jenes „E“ in der Modelldarstellung von Recht (I/E) erscheinen. Um zum „Rechtsbegriff des Staates“ zu werden, werden die „I“ als Träger des Herrschafts- Rechts des nationalen Kollektivs, der vielen Einzelkollektive und der Individuen – in deren „Kämpfen“ – in Relation zu diesen „E“ gesetzt.

    1138Jenes I-E-Verhältnis herrscht in allen Bereichen; (z.B. Kunst, Wissenschaft, Kultur); es ist aber nicht hinreichend erklärt, wenn nicht die N,G-Relationalität dazu kommt. Gemeint ist das nur philosophisch-denkerisch Erahnbare unendliche Wechselspiel zwischen Zielsetzung („I“), die sich auf ein bereits Vorhandenes E stützt; um dies E zu verändern, nach Maßgabe der Zielsetzung. Anders gesagt, wann geht „I“, die Zielsetzung, in E, das Ergebnis dieser Arbeit über?

    1139Statt „Ziel“ kann man auch „Ideal“, „Norm“ o.ä. formulieren.

    1140Ebendiese Problematik verweist auf die notwendige Analyse des Prozesses selber. Dazu müssen wir uns von der Akzentuierung der Ausgangslage E und der Hilfsmittel E` sowie der Zielsetzung („I“) lösen.

    1141„Arbeiten, handeln, denken, sprechen“ sind einige der relativ abstrakten und philosophischen Verbalisierungen dessen, was jene Prozesse des Übergangs von E zu I und von I zu E meint.

    1142Hier soll aber nur angedeutet werden, warum wir das in zwei Modellen, die ineinander übergehen (N-G zu N/G), darstellen.

    1143So in Beispielen, die auch Radbruch aufgreift: Die „Leistungen“; als Arbeit etc. in den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Erkenntnistätigkeit bestehen in vielen Handgriffen. Aber sie alle kann man einteilen in Identitätsbildende (=G) und Missglückende, wissenschaftlich Irrende, etc. (N)

    1144Diese Trennung kann streng/ objektiv/ nachprüfbar/ geltend sein: Als „N-G“ oder als „Ansichtssache“ gedacht sein (z.B. ein Kunstwerk), als „N/G.“

    1145Was hat das im Bereich „Recht“ zu suchen? Das was „Rechtswirklichkeit des Staates“ umschrieben wird ist die I-Seite, und das was mit „ Wirklichkeitsbegriff“ des Staates gemeint ist, ist seine E-Seite.

    1146Wichtig sind nun die Prozesse, die sich zwischen beiden „Seiten“ abspielen – und diese konstituieren. Ähnlich wichtig sind die selben Prozesse als Entstehungs-Abläufe, ihre Entwicklung.

    1147Diese Prozesse, die als alle Arten von „Arbeit, Handeln, Praxis, Methodik, Naturvorgänge“ konkret werden, analysieren wir philosophisch als N,G unter Beteiligung der I,E.

    1148Damit eröffnet sich ein neues weites Feld von philosophischer Abstrahierungs-Tätigkeit.

    1149So wie die Reduzierung auf „I,E“ als eine moderne „Meta-Physik“ etc. gesehen werden muss, geht es bei der Reduzierungs-Arbeit um die Gestaltung von Bereichen wie „Erkenntnistheorie“, „Methodologie“ u.ä..

    1150Das alles mit der Absicht, Einzelwissenschaften (wie hier die Rechts-Wissenschaft) philosophisch-systematisch zu erfassen.

    1151Die zwei Seien „des Staates“ (E`) sind E und I (als I/E` wird E erzeugt).

    1152Sie gehen also ineinander über, indem sie sich auf das engste berühren. Das führt zu praktischen und theoretischen Komplikationen.

    1153Dennoch kann man „E“ und „I“ verdeutlichen. Zum Beispiel meint der „Rechtsbegriff des Staates“ die I-Seite, der „Wirklichkeitsbegriff des Staates meint die E-Seite. In ersterem wird der Inhalt von Rechtsnormen gefasst. In letzterem geht es um „Tatbestände“ u.ä. als „Bestandteile“ von Rechts-Normen.

    1154Der Staat erscheint dann als „Subjekt“ –> (Ig), der diese Ziele, Interessen inhaltlich vertritt.

    1155Hierbei ist der Staat zwar rechtlich relevant, aber als Begriff einer außerrechtlichen Wirklichkeit, auf die die Rechtsordnung Bezug nimmt.

    1156Zwischen dem Normativbegriff des Rechtsstaates und dem „Wirklichkeitsbegriff“ des Rechts-Staates besteht jenes tendenziell unendliche Spannungs-Feld, das wir als I/E modellieren. Es lässt als „Extrema“ durchaus auch Prioritäten („nur“ I oder nur E) und die Identität, I = E, also die „Hegelsche“ Ansicht, zu.

    1157Was ist die „Idee des Staates“; ist sie vom Normen-/ Rechtsbereich grundsätzlich verschieden?

    1158Als Ii-Ig/E-Gebilde liegt für das, was man Staat, Staats-Zwecke nennt Ig im Vordergrund. Dennoch sind Relationen zu Ii und Ik ebenso vorhanden; während „Ii-Ig“ in der „Rechtsidee“ gerade diese – formale –Gleichgewichtigkeit betont.

    1159In der „Staatsidee“ sind wie in der „Rechtsidee“ beides Mal Relationen zur E-Seite notwendig.

    1160Allerdings können es inhaltlich unterscheidbare E sein.

    1161Das „Modell“ ist also so zu sehen, dass hier beide, „Recht“, „Staat“ I/E-Strukturen haben, dass aber die Inhalte der I, E abweichende sind. Jedoch derart, dass es Schnittmengen gibt sowie Extrema.

    1162Die I/E-Formel verhindert dann, dass nach „Prioritäten“, („Staat oder Recht“), gefragt wird. E/ Staat/ „“Sein“und I/Recht/ „Sollen“ sind – zugegeben sehr unklar und deshalb für viel „Theoretisieren“ offen – prinzipiell unendlich vermittelt.

    1163Letztlich liegt das daran, dass jedes Kollektiv, hier der Staat, aus Einzelmenschen und deren spontane Ii besteht; im Biologisch-Emotionalen verankert, und also auf philosophisch weiterführende Ursachen verweisend. Bereits als „Mensch“ ist dessen E-Seite mit seiner Ii-Seite unendlich vermittelt. (Das soll die Unterscheidung und daraus die Spezifität von Kollektiv/ Staat nicht missachten.)

    1164Wenn jede „Rechtsphilosophie“ sehen muss, einsieht, dass jede rechtsphilosophische Erklärung über das hinaus reicht, was „Staat“, „Recht“ ist, dann stellt sich diese Bereichs-Philosophie die Frage, welche allgemeine Philosophie haben sie als weiteren Weg.

    1165Aber der zu Ende gedachte „staatliche und rechtliche Positivismus“ hat bisher über sich einige, wenn auch nur wenige (z.B. das Naturrecht) philosophische Schulen zur Begründung von „Recht“ und „Staat“ geistesgeschichtlich gehabt. Diese zeichneten sich durch philosophische „Willkür“ etc. aus; z.B. ist da unklar geblieben, wie die Strukturen der Einzelwissenschaften, (hier Jus und Politik), mit den Strukturen jener Philosophien kompatibel etc. wären.

    1166Wenn dann scheinbare Auswege gefunden werden, wie der, dass „ein höchster Gewalthaber“, meist die „Staatsgewalt“, vorhanden ist, der anordnet und dem gefolgt wird, als Grund des Rechtes, als Rechtsschöpfung. Dazu kann es dann stets noch sekundäre Reflexionen geben: Dass dieser „Gewalthaber“ nur tätig würde, um Rechts-Sicherheit zu gewähren. Oder: Dass „er“ sich selber rechtlich „binden“ müsse, als Eigenbindung an die Gesetze. Wie und warum bleibt aber unreflektiert.

    1167Dann ist das kein „philosophischer“ Ausweg, sondern nur eine Betonung innerhalb der Ii-Ig-Formel, nämlich von „Ig“ (statt von Ii), wie von uns oben als anderen möglichen Ausweg gezeigt. Ein dritter ist die „E“-Betonung; es sind meist ältere „materialistische“ Auswege. Dagegen kommt es darauf an, diese Gesamt-Formel philosophisch umfassend zu verankern.

    1168Solche gut gemeinten Hoffnungssätze „naturrechtlicher“ Art, wie: „Der Gewalthaber hört auf, zur Rechtssetzung berechtigt zu sein, sobald er sich selbst seinen Gesetzen entzieht“ bereitet qua ihrer Leichtgläubigkeit nicht nur praktisch-politischen-historischen Überraschungen den Weg, sondern behindert auch die tiefere philosophische Reflexion.

    1169„Naturrechtlich“ „bloße Behauptungsstrategie“ steht da in merkwürdigem Scheingegensatz zur faschistoiden (-> C. Schnitt) Praxis, wenn in diese Philosophie weder die E-Seite noch die Ii- und Ik-Seite einfließen.

    1170Ein Missverständnis wäre es, jetzt die E-Seite des Staates zu verkennen (die durchaus konkret ist, z.B. Land/ Boden, Kultur, PM/ Kapital, Menschen). Auch wenn man es etwas abstrakter fasst, z.B. als „positives Recht“, „die Anwendung bloß des Rechtsbegriffs zur Konstruktion des „Rechtsstaates“ o.ä. – es bleibt die Betonung der – natürlich wichtigen – E-Seite und die E-Seite zu über – oder zu unterschätzen.

    1171Es gehören auch beim „Staat“ die „I“ dazu, und beim „Rechtsstaat“ die Ii-Ik-Ig-Spannungsfelder, welche traditionell als „Gerechtigkeit“ (oder auch als „Gleichheit“) gelten.

    1172Dabei darf – philosophisch gesehen – nicht übersehen werden, dass die Anwesenheit von „Ig“ in dem Modell darauf hin weist, dass „der Staat“ jederzeit auch Akte der „Willkür“, des Eigen-Interesses, in der „politischen Wirklichkeit begehen kann.

    1173Und die Form „Ii-Ik-Ig“ hat z.B. stets auch jene „negative“ Seite, dass Einseitigkeiten vernebelt, vertuscht, in das „Gewand des Rechtes“ gekleidet werden können.

    1174Die Tätigkeiten der Ik, deren „parteiische Interessen“, als das der Ii und das allgemeine Ig darzustellen, ist tägliche politische Arbeit – ohne dass das dem Rechtsstaat Abbruch täte.

    1175Die Organe der Rechtspflege, deren Kernaufgabe in der juristisch „handwerklichen“ Handhabung besteht, eben darin, diese Gleichgewichte zwischen den „I“ und zwischen I und E zu erlangen. Und Eigengesetzlichkeiten, Akzentuierungen der Interessen u/o Institutionen zu sehen, zeitweilig auch zuzulassen, dann aber wieder harmonisch, organisch auszugleichen.

    1176Diese (von Harbermas etc.) sozialphilosophisch unterstellte Strategie des I-Ausgleichs ist in ökonomischen Defizitsituationen oft eine Illusion.

    1177„Kirchenrecht“ hat folgende Vorklärungen nötig: „Religion“ und Philosophie unterscheiden sich grundsätzlich nicht, nur als philosophiegeschichtliche Phasen.

    1178Aber auch Wissenschaften (hier Recht) und Philosophie unterscheiden sich grundsätzlich nicht.

    1179Deshalb muss die die Untersuchung in die Details gehen – und dabei die jeweilige „Phasik“ beachten.

    1180Zum Beispiel akzentuiert die Philosophie und die Theologie der „christlichen Religion“ die „Vergesellschaftung“ als „kollektive Subjektivität“; als ein zusätzlich aufgenommenen, eben dadurch sich entwickelnden philosophisch- weltanschaulichen Eckpunkt. (Ein anderer ist die „Subjektivität“ des menschlichen Individuums) .

    1181Damit aber tritt die Erweiterung des Religiösen und des Gottes-Begriffes, (der allgemein als „objektiver Geist“, „Sein“, E“-Eckpunkt gilt) um das was man „Moral“ u.ä. nennt und was wp die „I-Sphäre“ ist, in den Vordergrund.

    1182„Moral“ kann als Ii-Ig in Relation zum E-Niveau gesehen werden. Damit (Ii/Ig,w zu E) aber ist die Rechts-Ebene philosophisch erreicht.

    1183Anders gesagt, Gott als „objektiver Geist“ („E“), dessen philosophische Struktur darín besteht – wie „alles“ in strikt idealistischem Sinne durch die abstrakteste Begrifflichkeit erfassbar und „erzeugbar“ ist – alles zu enthalten etc., tritt in philosophische „Konkurrenz“ zu dem anderen weltanschaulich Eckpunkt, die „I-Seite“ (Moral u.ä). Genauer gesagt, beider Relation („I/E“) erweitern Wissenschaften und Philosophie.

    1184Der Katholizismus, der sagt, dass alles Recht, Kirchenrecht sei von Gott, hat noch die konsequente Altposition, die nur den „objektiven Geist“ (E) betont.

    1185Wenn gesagt wird, alles Recht stehen im Widerspruch zum Wesen der Religion, zur christlichen Religion, zur „Kirche“, (von Luther bis Tolstoi: „Alles Recht ist wider Gott“), dann anerkennt Luther zwar einem anderen Weltbereich, und weist diesem einen anderen weltanschaulichen Eckpunkt zu. Aber diese drei (Katholiken, Protestanten, philosophische Anarchie) erschaffen keine erweiterte Philosophie.

    1186Alle historisch größeren Kollektive versuchen eigene Rechtssphären zu erhalten; der Sinn ist der, ihren „Ik“ die der historischen Entwicklung voraus eilende Ik sind, einen Freiraum zu verschaffen.

    1187Das bringt es mit sich, dass alle organisationsinterne Rechtsprobleme nur nach eigenen Recht zu behandeln sind, wenn sie – „vernünftigerweise“ – auf jene weltanschaulich oberste Struktur ausgerichtet sind. Es geht nicht an, dass in „weltlichen“ Dingen innerhalb von Kirchen oder Parteien oder Militär etc. parallel gearbeitet wird.

    1188So muss also dieses kirchliche Recht und die Religions-Philosophie, auch die Organisationsseite („Kirche“) und die spezifisch philosophisch-weltanschauliche Zielsetzung ein und dasselbe sein: Es wird eine I/E-Relation und Formation gebildet; und damit wird wieder der allgemeinere philosophische Status erreicht. Historisch konkret weichen nur, die „I“ derart eklatant von den Ig ab, dass – wegen dem Fortgang der historischen Entwicklung – dies gesellschaftlich auch akzeptiert wird.

    1189Historisch-empirisch ist zu sehen, diese gesellschaftliche Toleranz hört stets dann auf, wenn dieses I/E-Verhältnis in seiner dynamischen kreativen Spannung vom Zweck/ Mittel-Verhältnis (I/E) zum Selbstzweck (I=E) „degeneriert“.

    1190Wenn also z.B. der „Eigenwert der Kirche“ nicht mehr vernünftig und als öffentlicher Diskurs, mit allen philosophischen modernen Begründungsvoraussetzungen auf die Kernaufgabe zurückführbar ist: Als Erhaltung der weltanschaulichen Spezialentscheidungen, und als deren Weiterentwicklung.

    1191Das (oft schleichende historische) Herausfallen aus diesem beiden objektiven Aufgaben, lässt aber diesen Kollektiven/ Ii ihren kulturellen Sinn, und ihre geschichtliche Phasen-Bedeutung.

    1192Traditionelle Philosophie, wie auch die „Religion“, versuchen die Eckpunkte „individuell-menschlicher Subjektivität“ möglichst zu umgehen. So dessen Eigenart, (die ja äußerst komplex ist und die die I-Freiheit/ unendliche Offenheit etc. unbedingt thematisieren müsste) auf E-Strukturen („objektiver Geist“, „Natur“, (entfremdete) Gesellschaftlichkeit) abzubilden, zu reduzieren.

    1193Von daher ist auch der „Selbstzweck“ von Sozialverbänden und deren Eigenrecht, (Kirchen, Parteien), zu sehen. Und vor allem ist es der Eigenwert desjenigen weltanschaulichen Eckpunktes, der ja als philosophische Entdeckung und Erarbeitung und Erhaltung immer auch wesentlich neben der Relationalität, den anderen Eckpunkten – und deren Meta-Ebene ist.

    1194Das ist z.B. daran zu erkennen, dass in der katholischen Philosophie es nicht auf den Priester und nicht auf die Gläubigen (als letztlich „freie“ etc. Subjekte) ankommt, so wenn das „Messopfer“ gebracht wird: Nicht ex opere operantis, sondern ex opere operato vollzieht sich das Messwunder. „Die überpersönliche Sendung der Kirche“ leitet sich aus diesen zugrunde liegenden philosophischen Eckpunkten ab; hier der philosophisch „relativ erfolgreichen“und abschließenden Reflexion des Übergangs von materiellem Körper und Geist als objektivem Vorgang, als „Vollzug der Handlung“.

    1195Wenn nur von den Eckpunkten her dies durchdacht und so gehandelt wird, (hier „um der Wandlung selbstwillen“), dann hat dieses Kollektiv (-> Ik) mit seiner Organisation auch die historische Chance („von oben her“-> z.B. E/Gott, sozusagen legitimiert) gegenüber dem „staatlichen Recht“ ein relativ eigenes Recht zu haben,

    1196Und es kann keinem Widerspruch zwischen „katholisch-religiöser“ Lehre und der Zweiteilung in Kirche und Staat, also zwei Rechte (kirchliches und weltliches Recht) geben. Einzig deshalb, weil der letztlich weltanschauliche Eckpunkt dieser (christlich religiösen) Philosophie „Gott“ ist, d.h. oberste objektive Geist- E-Struktur ist; deren einziger Sinn ist, „alles“ zu sein, und zu schaffen, geschaffen zu haben zu „bestimmen“ u.ä., ergo auch das „natürliche“ das staatl. Recht“. Nur, die Inhalte dieses Rechtes, deren Freiheit aus „Subjektivität“ können diesem absoluten offenbarten Göttlichen widersprechen; ein altes philosophisch – religiöses Dilemma.

    1197Für andere gesellschaftliche Bereiche außerhalb von philosophisch fundierten, wie die Kirchenorganisation es ist, spielt dann nicht die ideologisch-weltanschauliche Grundidee („Gott“, E) die alles andere vereinnahmende Rolle, sondern z.B. „Macht“. Diese wird ebenso rückbezüglich, (umfassend u.ä.) einsetzbar, weil sie (wie „E“/ Gott) derart „abstrakt“ ist, dass alle Argumentationen, bzw. alle Maßnahmen stets wieder auf sie hin führen, als sich selbst erfüllend, stabilisierend etc.

    1198Daher muss man – von einer zusätzlich philosophischen Ebene her – „Zweck“/ „I“ und Mittel/ „E“ (hier „Macht“), aber eben auch die philosophisch notwendig zu „E“ gewordenen ideologisch-weltanschaulichen Eckpunkte/Grundideen unterscheiden lernen.

    1199Die „rechtliche Seite“ einer Organisation/ Kollektivs/ Staates managet das dynamische Gleichgewicht zwischen „I“ und E (->Ii-Ig/E); („Rechtskirche“ hier).

    1200Die „Inhalte“ von Staat („Ig/Eg), von Kollektiven (Ik/Ek) sind z.B. hier als das „Anstreben“ von Erkenntnis und Glaube, Heil, Frieden, „Vereinigung mit Gott“, Liebe als Vergesellschaftung, u.ä., also auch als „I“-Funktion zu sehen.

    1201Aber klar sollte sein, dass jene „Inhalte“ eine neue Diskussion dieses „Bereiches“ (christliche Religion“) eröffnet; in welchem wiederum I/E gilt, wenn auch mit anderen I, E etc.

    1202Für die Rechts-Seite solcher anderen Bereiche – (d.h. für die Relation zwischen den Bereichen, den Eckpunkten) – gilt, dass diesen Bereichen, Kollektiven etc. kein eigenes „Recht“ zugesprochen werden darf, wenn sie diese „philosophisch-wissenschaftlichen Auflagen“ nicht erfüllen: Die „I“ und „E“ in dynamischer, wechselwirkender, kreativer, gleichgewichtiger Spannung zu halten.

    1203Diese Gleichsetzung von I und E, von „Geist“/“Wort“ und „Amt“/Recht/ Autorität ist Chance und Gefahr zugleich – und Zentrum aller gesellschaftlichen Kritik („Bürokratismus“), alle gesellschaftlichen Kollektive betreffend.

    1204Und es ist stets so, dass sich die „Inhalte“ (hier „Innerlichkeit, Seligkeit“), die wir auf „I“ reduzieren und die E-Seite (Organisation, Zwänge) in allen „Bereichen“ miteinander als „unverträglich“ empfunden werden; der tiefer liegende Grund ist die prinzipielle Unterscheidung in „I“ und „E“ (die aber als „Praxis u.ä.“ auch aufgehoben wird -> I/E.

    1205Hier muss man noch mal übergreifend festhalten, „Recht“ ist die Wahrung, etc. dieses Gleichgewichtes (dynamisch wechselwirkend etc. zwischen den jeweiligen I, E etc.), nicht jedoch hat sich „Recht“ der „Inhalte“ von I, E anzunehmen: Die sind ja nach Bereich (und dort im Detail) sehr Verschiedene. Und die „E“ haben dort wiederum ein I/E-Gleichgewicht (dynam, ww, etc.); eben als Kreierte und als Kreative, d.h. in der Entwicklung Stehende.

    1206Und, die Bereiche, hier „Recht“, zu irgendeinem anderen Bereich (z.B. Gesellschaft) in einem philosophisch-wissenschaftlich erläuterbaren Relationsverhältnis stehend, darf keineswegs nur als parallellaufend o.ä. qualifiziert werden

    1207Vielmehr ist das Verhältnis grundlegender, aber auch komplexer; z.B. „Religion und Recht“: In beiden herrschen die I-Funktionen und die E-Seite.

    1208Beider Vermittlung (Relation) bilden den jeweiligen Bereich.

    1209Und die E unterscheiden sich gründlich, aber sie liegen auf der E-Entwicklungs-Linie, als Phasen; und sind auf diese Weise doch wieder relationiert.

    1210Die „I“ stehen auf analoge Weise zueinander, z.B. stehen die vielen Ii, die Ik, Ig alle in Relationen („do ut des“); welche aber nur das „Recht“ berühren insofern sie dynamische etc. Gleichgewichtsfelder bilden.

    1211Die religiösen I haben (je nach Art der Religion) andere Relationsarten; z.B. ist die christlich-religiöse „Liebe“ eine Relation, die prinzipiell „ausgleichende Gerechtigkeit“, „Ausgleich zweier Egoismen“, „fremden Vorteil im Tausch zum eigenen Vorteil“ u.ä. nicht berücksichtigt. Vielmehr ist der Kern der christlichen Religion die unendliche Annäherung (→ „I“) an „E“ (Gott).

    1212Wodurch die E-Frage hier so gelöst ist: Tendenziell interessiert die „christliche Religion“ nur das eine Endprodukt, die höchste Phase der Entwicklung („E“).

    1213Historisch-konkret gesehen ist es natürlich so, dass diese reine philosophische (und auch wissenschaftliche) Analyse keinen „Laien“ interessiert; es gibt für ihn nur Tendenzen hin zur Reinheit.

    1214Philosophisch genauer: „Praxis“ besteht nicht nur darin, jeweils,I/E,zu relationieren, sondern auch darin, die isolierten weltanschaulichen Eckpunkte „E“ mit den anderen Eckpunkten zu relationieren. Das erscheint dann als diese interne philosophische Vielfalt, Pragmatik, Widersprüchlichkeit der Bereiche, Kollektive u.ä.

    1215Wie aber ist diese Relationalität zwischen den Eckpunkten (E) zu beschreiben? ->N, G.

    1216Ein Beispiel dafür, dass jeder Bereich als I/E beschreibbar ist, ist ein Gegensatz innerhalb der Religion (hier der christlichen). Es ist die Betonung des „göttlichen“ Plans von Welt (und damit auch von Religion, Glaube und Kirche) als geordnete (->E), gegenüber der genau gegensätzlichen Auffassung, dass es göttlicher Wille sei, frei von allen (auch rechtlichen) Regelungen zu sein, „anarchische Liebesgemeinschaften“ (-> Leo Tolstoi); dabei grundsätzlicher Ausschluss allen „Rechtes“, „Organisation“ u.ä.

    1217Dass derartige Dualitäten in wohl allen „Bereichen“ auftreten, und dass man sich dann stets auf einen „Kompromiss“(„das eine ist so verfehlt wie das andere“) einigt, weist auf „I/E“ als vor-bewussten Hintergrund, wenn man „praktisch“ wirkend bleiben will.

    1218Dabei sind Auffassungen „un-praktisch“, weltfremd, dass man aus dem Dilemma heraus kommt, wenn man die eine Seite (E-Seite) völlig abtrennt und einem gesonderten Bereich, (Luther: „dem weltlichen Regime“) vorbehält. Und allein die Seelen und ihre Seligkeit, „ein Heldentum der Liebe“, und letztlich „Ethik“, der Religion vorbehält.

    1219Solcher „2-Welten-Lehre“ – (d.h. schließlich die Beibehaltung der philosophischen Lage, in welcher alle weltanschaulichen Eckpunkte voneinander isoliert sind) – widerspricht die tatsächliche und quasi-holistische Durchdringung von „I“ und „E“, (als „Praxis“).

    1220Jenes Problem hat noch eine tiefere Verankerung: Innerhalb aller Bereiche, hier der christlichen Religion, finden sich stets zwei Haupt-Linien, welche „E“ betonen, das ist in der Religion die Fixierung und Betonung von „dem einen Gott“, (alle näheren Beschreibungen weisen auf die Reduzierung auf „E“).

    1221Die andere Linie ist die der I-Betonung, hier ist das die der christlichen Ethik, so der Liebe zum Nächsten, (aber dann auch wieder der „Liebe zu Gott“)

    1222Solche Dualität in der Basis de Bereiche werden (verbandspolitisch als Geschichte der Kollektive) stets immer wieder diskutiert, umkämpft, kompromisshaft zeitweilig geglättet; solange jedenfalls bis eine wissenschaftsphilosophische Grundklärung greift.

    1223In rechtsphilosophischer Sicht geht es aber – relativ oberflächlich – darum, das Verhältnis der „weltanschaulichen“ Eckpunkte, hier im „Recht-Bereich“, mit anderen Eckpunkten (hier „Religion/Kirche“) zu relationieren. Und zwar als Versuch, dabei andere Eckpunkte d.h. ein philosophisches Gesamtsystem vorerst unbeachtet zu lassen.

    1224Das ist wissenschafts-philosophisch so wichtig, weil „Recht“ tatsächlich nach allen Eckpunkten hin Beziehungen hat; ja sogar nur dieser Art dargestellt werden kann: Recht als Modell „Ii-Ig/E“ enthält ja schon das Wesentliche des Eckpunktes Subjektivität (Ii), Gesellschaft (Ig) und fast aller Sachbereiche (E), z.B. Ökonomie, Öffentliche Organisation.

    1225Die Zweiteilung von Luther: „Liebe“, „Nichtwiderstehen dem Bösen“ und „Recht“, „obrigkeitliche Person“, ist die Trennung der Bereiche in der philosophische Vorarbeit für das mechanizistisch-szientifische Zeitalter.

    1226Das hatte auch Auswirkungen auf grundlegende politisch-pragmatische Erfordernisse; auch bei Luther z.B.

    1227Solche Eckpunkte wie Religion (Liebe, Gott, etc.) stecken in der Formel, dem Modell für „Recht“ stets schon als „I“, „E“ drin. Denn das Modell ist ja nur formaler Art. Welche inhaltlichen I, E das „Recht“ konstituieren, ist ein weiterreichender Teil der allgemeinen Philosophie.

    1228Das heißt aber, jene geforderte Relation der Eckpunkte geschieht über die I- und E-Schiene.

    1229„Der Christ soll zugleich in zwei Welten leben, als Christ und als Weltperson in der Welt als Recht. Aber er sollte in der Welt des Rechts leben, als lebte er nicht in ihr“. Diese Überlegung Luthers interpretieren wir mit Hilfe der Tatsache, dass es viele weltanschauliche Eckpunkte gibt, (hier die Basis der christlichen Religion und die vom „Recht“) und zugleich gibt es philosophisch die Übergänge zwischen den Eckpunkten; soll heißen, die m.o.w. deutlichen philosophischen Versuche, eine sie vereinigende philosophische Meta-Ebene zu konstruieren.

    1230Damit kann auch die Spannung in den Philosophien und den Wissenschafts – Communities beseitigt werden; traditionell zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern.

    1231Hier, bleibt das Recht ganz „weihe- und wesenlos“, weil angeblich eben „weltlich“. Diese „Ausläufer“ des objektiven Entwicklungs- und Abstraktionsvorganges, die sich eigentlich nur auf jene „Objektivität“ stützen können (Religion steht da „höher“ als „Welt, Leben, Bauch“), werden mit unserer philosophischen Systematik relativiert.

    1232Und umgekehrt, so wie der Eckpunkt, die „Phase“, „Religion“ auch alle I-E-Formationen enthält, wie die Phase „Recht“ sie hat (und alle Eckpunkte sowie deren Zusammenhänge abstrakter gefasst werden) wird die Nichtbeachtung (und sei es vor-bewusst, im Handeln/ Praxis/ Arbeit) der Zusammenhänge zwischen den Eckpunkten, (hier von Religion und Welt/ Organisation/ Recht)zu „Degenerationserscheinungen“ beider Eckpunkte führen.

    1233Konkreter: Die Lutherische Vernachlässigung des weltlichen Rechts, der Organisation etc. führte zu den modernen Trennungen von „Staat“ und Kirche: Staat ohne „Sinn“ (Ig). Jene Ig, die „Entfremdungen“ ausgesetzt sind; Religionen/ Philosophie-Gemeinschaften, die den Kontakt zur Entwicklung der Welt (Technik, Ökonomie etc.) verlieren – und damit auch nur noch philosophisch konservierend arbeiten.

    1234Dennoch ist es – auf einer weiter entwickelten historischen Ebene – fortgeschrittener, die katholische Einheit von Organisation, Recht, Kirche mit Religion, (also „die Kirche als religiösen Eigenwert“), aufzulösen, wenn diese Einheit nur noch – „I = E- Zweckmäßigkeitseinrichtung“ ist, und nicht produktiv-kreativ ist (weder in religiös-geistiger-philosophische noch in weltlicher Hinsicht: Zum Beispiel UN-Aufgaben (Weltfriede u.ä.) vorwegzunehmen. Ökumene und weltliche Einheit bedürfen allerdings einer Erweiterung des bis auf den heutigen Tag erreichten philosophischen Standards aller Religionen.

    1235Die Protestanten nutzen da in gewissem Maße eine kleine Chance: Sie kamen bestimmten „weltlichen“ Wissenschaften entgegen – und entwickelten dadurch ihre Philosophie etwas weiter: In Psychologie, Sozialpsychologie, Staatspsychologie (als Ig,w),u.ä. Die „Objektivität“ dieser historisch-sachlichen Abläufe kann gezeigt werden; M. Webers „Geist des Kapitalismus“.

    1236Diese Objektivität zeigt sich darin, dass den alten Vergesellschaftstendenzen der Organisation, zum Beispiel des Rechtes der katholischen Kirche (Ik) die eher individualistische evangelische Verfassung im Organisatorischen – und sogar im Inhaltlich-Philosophischen („allgemeines Priestertum“) – Einfluss nimmt, Teil davon ist, parallel geht mit der Zunahme der allgemeinen demokratischen und liberalen Entwicklung in den Geschichtsphasen Europas.

    1237Noch mal als Übersicht: Es geht um die Frage, ob Kollektive ein „eigenes Recht“ haben können. Wie der Staat u.a. definiert ist durch „Ig“ haben Kollektive ihre Ik zum Sinnzentrum.

    1238Außerdem haben sie organisatorische und rechtliche Strukturen (E) und in ihnen sind menschliche Individuen organisiert (-> Ii, Ii/Ei).

    1239Das Kollektiv „katholische Kirche“ betont als Ik (im Großen und Ganzen) „E“/Gott/ Objektiver Geist/ „absoluter Geist“, die protestantischen Kirchen verdeutlichen dagegen eher die Subjektivität „Ii“., d.h. individuelle, voluntaristische, emotionale Glaubensvorgänge; haben damit verbunden auch „passende“ Glaubensziele („J. Christus“) im Visier.

    1240Das Alles, diese Unterscheidung, etc. wäre für die Rechts-Sphäre wenig erheblich, denn für die Konstitution von „Recht“ gilt: Es geht um die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes Ii-Ik,Ig / E.

    1241Was hier stören könnte, die historisch bedingte Hervorhebung dieser beiden Kollektive vor anderen – und dadurch die von deren Eigenrechten; und dass es hier (und wohl bei allen Kollektiven) in jenem Modell strukturelle Ungleichgewichte und daher „Un-Recht“ gibt: Ii ist im Protestantismus überbetont, es ist identisch mit „Ik“. Und im Katholizismus ist es unterbetont, Vergesellschaftung und Objektiver Geist (= Ik) schwächt Ii.

    1242Warum, „liegt es im Wesen“ rechtlicher Ordnung, tendenziell global zu werden? Das hängt mit der Struktur der I-Sphäre zusammen; in ihr existieren alle „I“ gleichzeitig. Etwas abgeschwächt (durch den E-Bezug) heißt das, dass „I“ stets in Relation zu anderen „I“ treten.

    1243Konkreter:) Der jeweils geregelte, verrechtlichte Teil versucht die nicht-verrechtlichten Bereiche zu verrechtlichen. Das rührt auch von den E-Entwicklungen, E- Bewegungen her (z.B. will, der „Forscher“ alles „identifizieren“). Verschiedene „I“, I-Netze relationieren miteinander, vergleichen sich, „konkurrieren“.

    1244Ein „rechtsleerer Raum“ darf nicht verwechselt werden mit dem Fehlen von individuellen und kollektiven „I“; jedes Kollektiv hat eine „Erarbeitung“ und „Bearbeitung“ ihrer I-Netze – ohne dass das unter anderem auch „rechtliche“ Formen – (d.h. aktiv herzustellende Gleichgewichte Ii-Ig/E) – annehmen müsste.

    1245Die Unterschiede der weltweiten Rechtsordnungen erklären sich dann aus den verschiedenen Geltungsansprüchen der „Teile“ in dieser Formel, diesem Modell; zum Beispiel betont der „Anarchismus“ darin die Ii-Seite. Meist geht es aber um E-Entwicklungs-Phasen dabei. Eine nationale Rechts-Ordnung eines Industrielandes wird – in allen Details – anders gestaltet, geordnet sein als die einer agrarischen Gesellschaft in Entwicklungsländern.

    1246Dass dann jede „Rechtsordnung“ den Anspruch erhebt, Weltrecht zu sein, hängt erst mal mit der jeweils durch das eigene E-Niveau. (PM, Wissen) und die eigenen Interessen („I“) zusammen. Diese vermögen (= totaler Ideologiebegriff), alle Erscheinungen „in ihrem Sinne“ zu interpretieren, zu verstehen.

    1247Das ist nur dann keine hoffnungslose Situation, wenn man den Willen hat, Weltrecht zu schaffen (was ja – sehr ambivalent – derart alle fordern). Und wenn diese philosophische Meta-Ebene zur Klärung einbezogen wird: So die Denknotwendigkeit des Weltrechts aus der Darlegung der drei (Ii, Ig, E), ihres Gleichgewichts und ihrer inhaltlichen E-Entwicklung und I-Entfaltung.

    1248Da jede Ik-Rechts-Ordnung, (z.B. nationales Recht),beansprucht, Welt-Recht zu sein oder zu zu enthalten, ist deren Universalität zwar abstrakt gesichert, aber andererseits wäre es kurz schlüssig, jene „E-Entwicklung“ und „I-Entfaltung“ (als materiell-ideelles Fortschreiten) zu überspielen, indem man sich davon unabhängig zu machen sucht, um ein für alle verbindliches Völkerrecht zu postulieren.

    1249In der weltpolitischen Praxis geschieht das z.B. heute mit den „Menschenrechten“, dem „1. Welt Niveau“ von Demokratie u.ä. mit universalem Geltungsanspruch.

    1250Es gehört zur E-Entwicklung, die Verläufe der weiteren Entwicklung, der Abstraktion, jederzeit vorweg nehmen zu können, in „formaler“ Weise, d.h. ohne Neues zu erschaffen.

    1251Im „Begrifflichen“ wird das z.B. auch auf die I-Seite angewandt, so: Das Individuum ist der „geborene Weltbürger“. Das heißt, die Ii, Ik und Ig (-> „Nationen“) werden Iw, ihr eventuelles historisches Schicksal abstrakt vorweg nehmend (-> „Der Einzelstaat ist bestimmt, in einem zukünftigen Universalstaat unterzugehen“; diese typische N-G/“Alltags“-Idee stammt bezeichnenderweise von Kant, seine rationale Aufklärung als N-G-Durchsetzung).

    1252Jene Überlegungen, (die „wichtig“ sind), sorgen natürlich für sehr viel Diskursstoff. Weil dahinter die objektiven Spannungsfelder „Ii zu Ig und I/E“ und das der E-Entwicklung stehen.

    1253Weder ist es historisch (-> E-Entwicklung) noch sachlich richtig, Ii mit Ig/w gleich zu setzen; beide haben unterscheidbare philosophische Eigenschaften (z.B. Ii = „Kreativität“ schlechthin; Ig = Abgleichung, „Ordnung“ aller Ii, Ik auf Iw als die E-Vollendung hin).

    1254Dazu kommt, das Verhältnis der Ik zu den Ii einerseits und dem Ig andererseits, (konkret. können die Ethnien z.B. überleben?) Diese Ig (Strukturierung der Menschheit in Nationalstaaten) ist keine „historische Zufälligkeit“. Vielmehr muss das in der objektiven E-Entwicklung mit ihren notwendigen „Phasen“ und dazu den jeweils adäquaten Ik gesehen werden.

    1255Es ergeben sich dabei zwei Problemkreise: Sind die spezifischen Ik (plus E = Nation) „zufälliger“ Art? Und darf man diese Ik/E, also z.B. „Nationen“, als „Kultur“ weiter akzeptieren, im Weltstaat?

    1256Man darf dabei nicht folgenden „Fehler“ machen: Sowohl in historischer Entwicklung wie in sachlicher Hinsicht gibt es Zusammenhänge – und zwar auf I-I/E-Ebene; also, die „Nationen“ sind historische Vorläufer der Weltgesellschaft; sie sind notwendig und unumgänglich. Das ist nur über I, E, I/E beweisbar.

    1257Das gilt auch für die sachliche Entwicklung. Man könnte sagen, dass sich die Nationen vom Weltstaat „nur“ als „verwaltungstechnische“, eventuell „sprachliche“ Untergliederungen unterscheiden. Das aber ist zu ungenau. Denn bei diesen beiden (Sprache, Verwaltung) (und noch vielen anderen Unterscheidungen) handelt es sich um Teile von Einzel-Kulturen.

    1258Diese aber lassen sich auf der „I- (und E-)Ebene – (welche Ziele haben und hatten diese Ethnien?) – verallgemeinern und verbinden. Zum Beispiel die Verbindung von früheren „I“ zu heutigen; (daher die „Verehrung“ alter Kulturgüter).

    1259Auf dieser allgemeinen I-Ebene (dito I/E) lassen sich dann Verbindungen zwischen „historischen“ und „sachlichen“ Differenzen sowie Gemeinsamkeiten innerhalb einer „Nation“ formulieren, aber auch zwischen den Nationen und dem Weltstaat: Praktisch gesehen, als alle jene „I“, welche als Ik in den Ig und Iw wechselwirkend kompatibel sind, ineinander aufgehen. Das eben ist jenes unendliche Feld „Ik-Ig-Iw“, welches die historischen und sachlichen. systematischen Verbindungen, die Einheit herstellt.

    1260Das gleiche gilt für „E“ – (und weiterhin für „I/E“); z.B. ist eine „3.Welt-Nation/-Gesellschaft“ mit den entwickelten Nationen der Weltgesellschaft dann nicht „kompatibel“, wenn das E-Niveau (Armut) relevant niedriger ist.

    1261Anders ist es mit dem „I/E-Gleichgewicht“: Als „Kultur“ Ideologien, Geschichte, Sitten, Gebräuche ist das jeweilige I/E selbstverständlich als Teil der „allgemeinen Entwicklung“ für jede Gesellschaft zunächst unabhängig, eigenständig. Dann mag die E-Niveau-Angleichung (Technologie, Lebensniveau) – an das Niveau der 1. Welt wohl laufen, aber die I-Spezifik kann und sollte weiterhin trennend sein – und daher auch die der I/E (Kultur).

    1262Das Problem ist eines des unendlichen Übergangs: Es erscheint z.B. darin, dass es in einem Nationalstaat der 1. Welt auch heute noch „Regionen“, Kommunen gibt, die beides sind: Regionale und nationale und schon und immer schon transnationale Gebilde.

    1263Von daher gilt es, z.B. in ökonomischen Krisen jene unterscheidbaren öffentlichen Diskurse: Kann man die Krise (Arbeitslosigkeit, Investitionsstau etc.) global, national oder regional lösen?

    1264Dies alles ist – wie man erkennt – nur nebenher ein „juristisches“ Problem; vor allem ist es von politischer, soziologischer, ökonomischer und auch individual – und sozialpsychologischer Grundstruktur; wp ein Beispiel der Wechselwirkung aller Phasen.

    1265„Gemeinden, Regionen“ sind von den Individuen und daher ihren Ii mehr bestimmt als andere Ebenen; so ist z.B. die örtliche politische Parteienlandschaft auch mit ihren nationalen europäischen, und weltweiten Gesinnungsgenossen z.B. mit der katholischen Kirche u/o der „sozialistischen Internationale“, mehr verbunden als mit dem liberalgesinnten Wirt vom „Lahmen Lamm“.

    1266Aber die Dynamik der E-Entwicklung – und die prinzipiellen Möglichkeiten, dass alle „Ii“ (hier Ik, Ig und Iw) tendenziell ineinander übergehen – gibt auch in dieser speziellen Weise den Trend zur Notwendigkeit einer globalen Rechtsgemeinschaft Vorschub.

    1267Diese beiden (E-Entwicklung und I-Entfaltung -> z.B. als weltweit geltendes Recht) sind wichtiger als die „historischen“, „sachlichen“, „kulturellen u.ä. Zwischen-Phasen – ohne solche Entwicklungsdiesphasen (E) zu eliminieren.

    1268„Recht“ ist vor allem auch dann Teil dieser übergeordneten Ebene, wenn es diese Dynamiken und ihre Vollendung mitträgt und reflektiert.

    1269Aus dem Gesagten folgt durchaus auch, dass es eine gewisse Abstraktheit der Weltgesellschaft (Ew, Iw) gibt, die nur auf jene „Dynamiken“ sieht, aber nicht auf die „zurückbleibenden“ E-Phasen (Kulturgüter und deren Träger die individuellen Menschen und Kollektive, Ii,Ik, Ei,Ek).

    1270Es erweitert sich hier das alte Modell „Ii-Ig/E zu Ii-Ik-Ig-Iw/Ew.

    1271Das heißt, das „ideale Recht“ muss sowohl jenes gesamte I-Spannungsfeld wie auch die gesamte E-Entwicklung (->Ew) im Gleichgewicht halten. Insofern gibt es nicht nur eine allgemeine Tendenz zur „E-Vollendung“ (Ew), sondern in allen Bereichen und hier im Rechts-Bereich die (objektive) Dynamik, die Tendenz zur (spezifisch abschließenden und spezifisch offenen) Vollendung der „Bereiche.“

    1272Solcher – hier relevanten – Bereiche sind aber viele, z.B. kulturell-sozialpsychologisch bestimmte (die „Nation“ als Organisationsform) oder auch eher individual-psychologisch bestimmte Züge, (wie z.B. „Macht“-Anspruchshaltungen).

    1273Das alles muss bei Gleichgewichtsbildungen von „I“ und „E“ berücksichtigt werden; d.h. Recht wird als „internationales“ mit höheren Quantitäten und qualitativen Varianten zu rechnen haben.

    1274Übrigens Ist diese Ausweitung ins Globale eine Vorwegnahme der quantitativen und qualitativen Züge der historischen Entwicklung. Es stellt sich hier die Frage, welche nationalen Eigenarten, z.B. kultureller Art, sind derart erhaltenswert und wichtig, dass internationales Recht nicht bruchlos anwendbar ist? So bleibt das auch ein internes rechtliches Problem im Spannungsfeld überkommener Kulturstrukturen und „Neuerungen“.

    1275Der formale (und einzelpsychologische) Mantel dafür ist die Macht-Erhaltung von Nationen, Kollektiven jeder Art und von Einzelpersonen; die völlige Loslösung eines Machtstrebens“, von dessen inhaltlichen Absichten kann als „praktisches“ Problem auch „praktisch“, d,h, oft mit Gegenmacht, gelöst werden.

    1276Wie muss die philosophisch rechts-wissenschaftliche Argumentation lauten, wenn die Souveränität eines Kollektivs (z.B. eines Staates) mit den unveräußerlichen Menschenrechten selbständiger Einzelmenschen verglichen wird?

    1277Das Letztere ist verankert in biologisch-emotionalen (-> Ii), kreativfähigen etc. Strukturen.

    1278Ersteres schützt eine – aufzählbare – Anzahl von Kultur-Strukturen/ -Netzen/ -Elementen. Es wäre das also bereits ein fundamentaler Unterschied, (der von uns philosophisch begründet wird; wobei ältere Entwicklungs-Phasen – Biologie hier- mehr als neuere gelten.

    1279Ein weiteres Argument ist, die Ii des menschlichen Individuums sind die kreative Quelle von Ik, Ig und die Ik, g, w sind daher Erzeugte und zu Verändernde.

    1280Das heißt, philosophisch und rechts-theoretisch vom Einzelmenschen zum „souveränen“ Kollektiv, Staat zu gelangen, ist nur möglich über die „Ii-Ig“-Struktur, als unendliche Wechselwirkung, es ist aber nicht möglich als „analogisierende“ abstrakte Übertragung.

    1281Das berührt und relativiert aber nicht die spezifische Selbständigkeit von Ik, Ig (und hier Iw).

    1282Dazu muss noch mal erläutert werden, was die spezifische Aufgabe, der Sinn von Ig ist: Die „Auslese“ der kreativen Ii; und zwar danach, was E schon jeweils zulässt; (ein eher passivischer Zug). Aber auch der „Schutz“ der Ii der Einzelmenschen; die Erhaltung etc. der „Quellen“, der Basis.

    1283Das alles sind Konkretisierungen von „Ii-Ig“.

    1284Sind das eher passivische Aufgaben des Staates (Ig), (physischer Erhalt, Bildung etc. der Individuen), so gibt es auch aktivische Aufgaben jedes Kollektivs, des Staates, z.B.die, seine „Kultur“ ständig und weltweit zu verbreiten.

    1285Und genau das widerspricht einer einseitig rechts-philosophischen Grundeinstellung, welche die „Nation“ (Ig) nur „verteidigt“ gegen europäische, internationale Rechtsansprüche.

    1286Wie das menschliche Individuum hat auch das Kollektiv, die Nation beides, die I -Interessen, Selbsterhalt etc. Jede Einseitigkeit ist aber vor-rechtlich.

    1287Insofern als sowohl die objektive E-Entwicklung als auch die ihr folgende I-Entfaltung als endliche und als unendliche „quantitative“ Bewegungen sind – und zwar zwei: Ins Weite und in die Tiefe/ ins Detail – kann eine Hierarchie der Rechte begründet werden. Das „Völkerrecht“ ist dann das „höchste“ Recht. (Nicht aber etwa das „abstrakteste“. -> Die E-Entwicklung als Abstraktion ist von dieser allgemeinen I/E-Entwicklung nur ein Ausschnitt).

    1288Die Verabsolutierung eines souveränen Kollektivs, des Staates, als Ausschluss der Souveränität und damit der Existenzberechtigung (nebengeordneter Nationen oder Gefüge aus Kommunen, Regionen, Nationen, EU, Welt) ist eine „Abstraktionsvorstellung, aus der „reinen“ E-Sphäre. Während I/E versucht, Abstraktion mit „Inhaltlichkeit“ zu verbinden:

    1289Das sieht dann so aus, dass z.B. die finanziellen etc. Sorgen des Weltstaates um das regionale „Weltkulturerbe“ der Völkergemeinschaft an diesen sonst typisch regionalen und nationalen Rechten, Pflichten genau so viel Mitbestimmung hat wie sie Anteil daran nimmt.

    1290Es ist nach unserer systematischen Auffassung klar, dass die totale Abstraktion, hier als reine, totale „Souveränität“ eines Kollektivs (oder einer Person), nur ein theoretischer, philosophischer Grenzwert sein kann.

    1291Die Folge ist dann aber, dass es „in der Praxis“ fortwährend Anspruchskämpfe (z.B. zwischen UN, EU, Berlin, Länder, Kommunen) gibt. Das heißt für die „Theorie der Praxis“ Begrenzungen von Souveränitäten, wie die der Teilung von Souveränität, ist ein offenes Projekt der Lehre.

    1292D.h. den E-Einflüssen („ Abstraktion“, „Entwicklung“) stehen jederzeit die I- und I/E-Einflüsse zur Seite. Und die „I“ haben z.B. den prinzipiellen Charakter, „Grenzen“ (d.h. „Abstraktion“) zu negieren, zu überwinden und sich mit (allen) anderen „I“ tendenziell zu vereinen.

    1293Das erklärt philosophisch nicht nur die gegenseitige Anerkennung „souveräner“ Staaten (z.B. als Vertragskontrahenten) da ist es wie im Privatrecht; d.h. „I“ ist universelle Kategorie.

    1294Allgemeiner, das betrifft alle Kollektive und deren Souveränität und Gleichberechtigung – und deren Rechtsgemeinschaft.

    1295Das heißt aber nicht, dass die jeweiligen Extrempositionen (gegenseitiger theoretischer Ausschluss, praktisch z.B. „Krieg“ und/ oder völlige Einheitsbildung) theoretisch (oder gar praktisch) ausgeschlossen seien. Vielmehr heißt es, dass „Recht“ sein Existenzbedingung als Wissenschaftsbereich darin hat, immer wieder Gleichgewichte zwischen den drei Positionen (zwei Extrema und das Kompromiss-Gleichgewicht) zu erarbeiten.

    1296Das führt wieder auf das Modell „Ii-Ik-Ig-Iw“ zurück. Jetzt kommen nur zum „souveränen Einzelmenschen“ (Ii) und den inner-nationalen Ik, Ig prinzipiell noch alle global wirksamen möglichen Kollektiv-Bildungen als Einflussnahmen hinzu

    1297Dabei bleibt der weitere Grundgedanke ebenfalls bestehen: Jede Art „I“, die in diesen umfassenden Prozess eintritt, hat den legitimen Anspruch, die anderen „I“ – und auch die E – nach Maßgabe seiner I-Ausrichtung (Ziele, Wünsche, strategische Vorstellungen etc). zu formen, zu beeinflussen, Relationen zu schaffen. Nur so entsteht „Neues“.

    1298So wird z.B. aus dem als Einzelmensch Geborenen über Phasen (Familie etc.) ein Weltbürger.

    1299Und umgekehrt, Ii beeinflusst alle anderen I-Sorten.

    1300„Ii-Ig“ hat den formalen Charakter von „Wechselwirkung“. Es vereint alle diese methodologischen Grundfiguren, (Dialektik, Hermeneutik).

    1301Aber diese nicht als willkürlich formales, abstraktes Vereinen, sondern sinnvoll aus naturalistisch-kulturalistischer Entwicklung herleitbar.

    1302Das rechtliche Verhältnis (hier z.B.) von Staat und Weltgemeinschaft ist dann so zu schildern – zwar nicht philosophisch genau, aber verständlich – dass der Staat nicht Völkerrechtssubjekt ist, weil er souverän ist, sondern er ist souverän, weil er Völkerrechtssubjekt ist.

    1303Keiner der beiden (Ii, Ig, hier Ig, Iw) ist in der wissenschafts-philosophischen „Praxis“ unabhängig voneinander zu denken – und es ist auch keine Tautologie.

    1304Kann eine einheitliche „Weltkultur“ die nationalen Kulturen vereinen? Es wird da (und es gibt schon) verschiedene Varianten geben; z.B. das Vorherrschen einer Mindeststandart-Kultur, die möglichst viele Menschen, Schichten vereint; diese als optimale Hochkultur für alle anstrebt und die z.B. die Unvereinbarkeiten; oder das Pseudo-Verständnis, den Konsumcharakter beim Übergehen von einer Kultur zur anderen etc. regeln kann.

    1305Die Realität, die historische Praxis sollte eine Mischung von allen Varianten sein; bezogen auf das menschliche Individuum als unendliche I-Sphäre. Nach dieser grundsätzlichen methodologischen Art der Relation ist dann in den einzelnen Bereichspraxen, hier des „Rechts“, z.B. zu bedenken, gerade aus dem Völkerrecht hat der Staat Rechtsmacht und umgekehrt.

    1306Es ist weder Zeichen noch Heilmittel eines unreifen oder schwachen Nationalbewusstseins, persönliche Noten nationale Färbungen in der Kulturarbeit, in der Beurteilung von Kultur, einfließen zulassen. Das „Ii“- und „Ig“-Prinzip besteht ja darin, seine individuellen Vorstellungen als Wünsche, Hoffnungen und aktiv anzustrebenden Ziele zu verwirklichen. „Sachlich“ dabei zu sein, heißt „I“ zu realisieren, eigene u/o nationale, europäische Eigenart.

    1307Aber philosophisch noch grundsätzlicher ist die Struktur der I-Sphäre, und das bedeutet hier: Alle „I“ sind „gleichberechtigt“ und sie „hängen zusammen“, gehen ineinander über.

    1308Das im Gegensatz zur E-Sphäre, deren Elixier die „Trennung“, die „Hierarchie“ -> „Entwicklung“ u.ä. ist.

    1309Und ist das „Gute, Wahre, Schöne“ keine Spitze einer Hierarchie? Es sind „deontische“ E-Abstraktionen, also E-Einflüsse auf die I-Sphäre; nach Maßstäben der E-Sphäre. Das ist insofern relevant für die „Rechts-Sphäre“, weil auch speziell die Ig zu E werden können, (dito die Ii, Ik); das gilt als Entartung, Entfremdung; was wiederum auch nur die halbe Wahrheit ist.

    1310Zum Verhältnis von nationaler Kultur und anderen Kulturen und zur Weltkultur: Das ist auch ein Wettkampf der Ideen „E“ und Ziele („I“). Diese aber stets auf „Menschheitswerte“ausgerichtet, die allen zu Gute kommen (z.B. Erfindungen, Kunstwerke). Damit wird der weltgemeinschaftliche

    1311Vorgang der E-Entwicklung konkretisiert; sowie auch die daraus folgende „I-Entfaltung“.

    1312Beides, „E-Vollendung“ und unendliche I-Sphäre enthalten begrifflich bereits, dass die Weltgemeinschaft – objektiv – angestrebt wird – und dass alle „I“ (-> Ik) dort jenseits vom vernichtenden Konkurrenzmechanismen u/o gegenseitigem Ausschluss sein muss.

    1313Zum rechtsphilosophischen Grundmodell: In „Ii-Ig,w“ gibt es die zwei Extrema, Ii verallgemeinert als jeweilige Individualismen (->Ik, Ig-Nation) und Weltstaat als Souveränitätsdogma Iw zu „E“ werden kann, ebenso wie deren dynamisch wechselwirkend Gleichgewichte, die in/ als „Praxis“ (z.B. Völkerbund bis UNO) gelten muss. Als „positives Völkerrecht“, überstaatlicher Gemeinwille, auch „Recht als solches“.

    1314Allerdings ist es so noch eine idealistische Theorie und idealistische Praxis, (das praktische Scheitern der Projekte dieser Organisationen haben eine ihrer Ursachen in der Unvollständigkeit der Modellierung; zu Ii-Iw muss stets die sich entwickelnde E-Seite treten.

    1315Die theoretische Modell allgemeiner „Ii-Ig“ ist formal verbalisierbar; zum Beispiel als bewährte Lehre und Überlieferung. So jene als allgemeingültig anzusehenden Rechtsgrundsätze, die sich auf dem Boden des Naturrechts gebildet hatten; und das Naturrecht, das, obwohl vergangen, noch wirkt, weil es Elemente „absoluter Vernunft“ notwendig enthält.

    1316Die wirkliche Geltung des Rechts hat die Grenzen als „absolute Gültigkeit“ dadurch, dass entweder nur Ii oder nur Ig oder nur E gesehen wird.

    1317Aber jeder dieser drei relativen Fixpunkte (->Eckpunkte) hat sein Eigenleben; (z.B. Eigendynamik, Ii-Freiheit, Kreativität, objektive E-Entwicklung, auch im Ig -> Chaos des Gemeinwillen als Ii/k-Ansammlung und die Auswahl als historisch-gesellschaftliche I/E. Dies verhindert „positivistisches“, hypostasiertes Recht.

    1318Recht ist stets Ii-Iw/E, d.h. auch „Rechtsstreit“ „Interessenstreit, Wertkollision“, (Ii-Ik und Ig-Iw).

    1319Aber darüber hinaus darf der Bezug auf E nicht übersehen oder unterschätzt werden; z.B. die Art des Vorgehens, Ausführens des Streites wird stets vom jeweiligen (objektiv) entwickelten E-Niveau (-> Phasen) abhängen: So sind z.B. Defizite an E (Armut, Mängel im Bildungsniveau) Hauptursache für Kriegsmethodik, anstatt politischer Lösungen.

    1320Es gibt nun eine Reihe von Vorgehensweisen als praktische Methoden zur Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten, und es gibt zugleich eine Variantenbreite von Beurteilungsmöglichkeiten dieser „praktischen Methoden“; die Ausfechtung eines juristisch geführten Streites klärt die Problematik in sachlicher Weise.

    1321Eine weitere Dimension in diesem Problem-Netz ist die Abwägung der Vor- und Nachteile; (die ökonomische Sicht z.B.); lohnt sich der „Streit“ zum Beispiel als Kriegsführung, kurz-, langfristig, bei der dazu gehörigen Palette der „Kriegs-Ziele“, (die ja nicht nur „Werte“ ideologischer Art sind)?

    1322Das alles fassen wir philosophisch-abstrakt in jenen Übergangs-Feldern unendlicher Art, die sich dreifach ausdehnen: Zwischen den I und I-Arten, zwischen den E (-> als Entwicklung) und zwischen I und E-Seite (je nach Phase).

    1323„Recht“ besteht darin, eben diese vielen Möglichkeiten menschlichen Handelns und Denkens zu „ordnen“, in jeweilige „Gleichgewichte“ zu bringen.

    1324Und alle anderen Aspekte (z.B. „Nebenwirkungen“ des Krieges) müssen vom Juristen – (nicht negiert, „vernachlässigt“ o.ä. werden, sondern) – als Grenzbereiche (Hilfsmittel daher) in ihrer spezifischen Eigenart gegenüber der zentralen, „rechtlichen“ Aufgabe der Abwägung, Gleichgewichtsbildung erkannt werden.

    1325Menschliches „Handeln“ – (wie auch „Arbeit“ und im Abstrakteren: Pragmatik) – sind philosophische „Sammelkategorien“. Die Einzelwissenschaften (und deren „Methoden, Begriffe“) haben als ihre zentrale Aufgabe, solche Sammelkategorien (bzw. die dahinter liegenden Teile der Realität) jeweils nach ihren – arbeitsteiligen – weltanschaulichen Schwer-/ und Eckpunkten je teilweise zu identifizieren; um „die Realität“ durch ein philosophisches Gesamtkonzept „abzubilden“.

    1326So gehört zur umfassenden Betrachtung des Krieges dessen ökonomische Seiten, (Abwägung von Mittel und Zweck im Rahmen der gesellschaftlichen-historischen Knappheitsphase, -> Entwicklung).

    1327Ebenso der „Anteil“ des einzelnen Menschen an diesem kollektiven Handeln, (z.B. sein „Leiden“, seine Schuld). Die traditionelle „Ethik“ hat in dieser Betonung der individuellen (Ii) und kollektiven (Ik,g,w) Subjektivität ihren weltanschaulichen Schwerpunkt.

    1328So geht das weiter mit allen philosophisch möglichen „Eckpunkten“.

    1329Der rechtliche Eckpunkt dabei ist also nur einer von mehreren. Das relativiert seine Aussagekompetenz über eine Sammel-Erscheinung wie der „Krieg“ es ist. Aber das Recht gibt ein Maß an die Hand: Da es ihm um die Abwägung, die Gleichgewichtigkeit geht, kann das Recht z.B. feststellen, wann der Krieg rechtlich unsinnig ist; dann nämlich wenn Ii zu Ii u/o I zu E durch die Methodik (->N, G) der „Kriegsführung“ nicht in Gleichgewichtslagen für alle notwendig Beteiligten (Ii,k,g) und Beteiligtes, „E“, gebracht werden kann.

    1330Dass Politik, Recht, Krieg (etc.) als Verhältnisse, Relationen von „I“ (Ik, Ig, Ii) zu verstehen sind, ist deren gemeinsame philosophische Ebene. Dazu kommt aber, dass sie alle ihr jeweiliges Verhältnis zur E-Seite haben. Diese unterscheidbaren Präferenzen für E (z.B. „Mittel“, z.B. Wissen) machen und sind die eigentlichen Unterschiede, z.B.die von Politik und Krieg; z.B. die von Recht und Krieg.

    1331Gemeinsam ist allen dann wieder (hier Recht, Politik, Krieg), dass sie Lösungen, Urteile, Siege u.ä. anstreben. Das verallgemeinern wir als „Gleichgewicht“ (-> I/E- und N/G-Varianten).

    1332Und eben diese objektiv-philosophische wichtige „Variante“ ist der „objektive“ Hintergrund für die politischen und geisteswissenschaftlichen Erscheinungen: Deshalb läuft in der Rechts-Phase, in Theorie und Praxis, „alles“ auf das „Urteil“ hinaus, auf seine Absolutheit, Durchsetzbarkeit u.ä. Deshalb steht „hinter“ jeder politischen Erscheinung die „Durchsetzbarkeit“ (und als „ultima ratio“ der Krieg).

    1333Und deshalb spielt im Ökonomischen die Bezahlbarkeit – Geld, Finanzierung, „Haushalt“ etc. – jene große Rolle. Die als weitere praktische Anwendungen, die über die emotional-rationale, individual- und sozialpsychologischen Zwischenstationen solcher zwanghaften Strukturen geht, in denen „vernünftige“ Konsequenzen und Folgerungen ablaufen – und in der systematische Philosophie verstehbarer wird.

    1334Auf einer etwas anderen Ebene liegt es, dass diese „Entscheidungen“ auch oder nur „vorweg“ genommen werden können; z.B. „angedroht“ werden können, vorauszusehen sind, etc. Politik „droht“ mit Gewalt, Krieg ist Gewalt.

    1335Das hat mit der Palette von Methoden zu tun, welche „menschliches Handeln“ ausdifferenziert.

    1336So wie es körperliche und geistige Arbeit gibt – und die wissenschaftliche Tatsache, dass man beides trennen kann – und sie eigentlich untrennbar sind.

    1337Um mittels der Varianten der Praxis die philosophische Kernstruktur noch besser zu beleuchten, geht es wie gesagt „philosophisch“ um jene Zweiheit: N/G als E`, „Wirkung“ (nichts ist in diesen historischen Gesellschaftsbereichen schlimmer als „Unwirksamkeit“) und N, G also frei flottierende „Kräfte“ ohne Relation, daher ohne „Wirkung“ – aber mit „I“.

    1338Alle diese psychologisch, sozialpsychologisch selbstverständlich gesellschaftlich anerkannten „Formen“ sind philosophisch tiefer begründet: In der „z,w und z/w-Dualität“.

    1339„Ethische“ Antworten in der Kriegs-Problematik betonen die I-Seite, z.B. ob Ik wichtiger sind als Ii; oder ob Biologische „Ii/Rz/w“ wichtiger ist als nationale, kulturelle „I“ („Schuld“ u.ä. Verbalisierungen)

    1340Die Rechts-Seite nimmt in umfassenderer Sicht noch die E-Seite ins Visier – und dann die gleichgewichtige Abwägung zwischen allen Größen (I, E).

    1341Auch in anderen konkreten. Problembereichen, wie z.B. zivilrechtliche Sachen, taucht die „ethische“ Komponente auf. Auch dort muss sie als „benachbarter“ Grenzbereich gesehen werden; d.h. mit Einflüssen, Übergängen, aber dennoch spezifisch getrennt.

    1342Können die rechtstheoretisch, -philosophischen Überlegungen zum „Kriegsproblem“ anders verfahren als aus den Erfahrungen und theoretischen Analysen von Privat- und Strafrecht quantitati/ vergrößerte Extrapolationen vorzunehmen?

    1343Dann wäre z.B. die Rechtfertigung eines Krieges (als erlittenes oder bevorstehendes Unrecht, Vergeltung) mit historischer oder auch völkerrechtlicher Feststellung des schuldigen Angreifers etc. möglich.

    1344Gesamtwissenschaftlich und –philosophisch gilt hier allerdings Ähnliches wie bei „Straftaten“ im Strafrechtsbereich, dass auch andere Wissenschaften, z.B. die Psychologie, die Soziologie, bei einer tiefer gehenden Analyse zu beteiligen sind.

    1345Das heißt, die Rechtstheorie des „Krieges“ kann auch hier, wie bei jedem ökonomisch-sozialem-historischen Großgeschehen, nur relativ formaler Art sein;.Vor allem wenn wissenschafts-philosophische Erklärungen in relativ überzeugender Argumentation vorliegen. So zum Beispiel der dialektisch-historisch-materialistische Versuch, den Geschichts-Ablauf als objektiv technologische Erneuerungs-Zwänge (->Investition) und dabei den Wettlauf dabei zu zeigen.

    1346Was wiederum für die Rechtsphilosophie die Frage aufwirft wie weit sie sich in Auseinandersetzung mit den anderen Einzelwissenschaften profilieren sollte.

    1347So wie es im Strafrecht abnorme Motive („I“) gibt, weil die „I“ prinzipiell „frei“ sind, also „willkürlich“ wählbar sind; so ist das auch bei Kollektiven (Ik,g); z.B. die imperialistischen und faschistischen Vernichtungskriege und ihre relativ willkürlichen sozialpsychologischen Ziele. Und es gilt analog die Mittelwahl dabei. Auch die Mittel wurden mit der Gesamt-E-Entwicklung immer „freier“, wirksamer, zugänglicher, selbstmotivierender, -> E wurde zu „I“.

    1348Unsere These ist, die Objektivität der E-Entwicklung stellt nicht nur Mittel „frei zur Wahl“, sondern beeinflusst (m.o.w. direkt) die Willkür der kollektiven Zielsetzung.

    1349Ein Beweis: Sogar nationale bürgerliche Gesellschaften (USA, GB) führen heute noch Vernichtungskriege (Vietnam, Irak) unabhängig von rationalen Begründungen, unabhängig davon, dass eine faschistische Führung, Großpartei dahinter stände.

    1350Und vor allem unabhängig davon, dass bei ökonomischen, kulturellen, religiösen Interessen-Gegensätzen heute ein großes Arsenal an hochwirksamen Einflusstechniken zur Verfügung steht; z.B. die ökonomischen Aufbauhilfe – als Förderung der eigenen Ökonomie.

    1351Dass als „gerechter“ Krieg der siegreiche Krieg aufgefasst wird, verweist auf eine spezifische Entwicklung in der Geistesgeschichte: Der „Krieg“ ist eine „Sammelmethode“; als „Praxis“ materieller und geistiger Art. Die „feudalistische“ historische Phase zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl diese Praxismethoden wie deren Analyse noch wenig durch „Trennung“ ausgezeichnet waren.

    1352Auch die Methode „Krieg“ – (wie „Gottesurteil“, „Schwertkampf“ „Duell“) – ist „veraltet“. Und seine theoretische, hier rechtsphilosophische Erfassung ist deshalb schwierig, weil seine Praxis prinzipiell nicht auftrennbare Strukturkomplexe sind

    1353Auch bei der traditionellen Methode „Krieg“ ging es wie im Recht um Achtung des Feindes, Gleichberechtigung der Gegner, weil es um Interesse – und Wertkollision geht – und alle „I“ prinzipiell gleichwertig sind.

    1354Wie das „Ii-Ik-Ig“ das meint und „modelliert“.

    1355Der Unterschied zum Recht ist aber der, dass man das „Urteil“, der Kriegsausgang (evtl. der „Sieg“ für einen der Kämpfenden) nicht reflektiert, sondern handelnd auf „E“ bezieht, Der Jurist, der Richter muss darüber nachdenken und in seinem Urteil einbeziehen, ob der Ii-Ii-Ausgleich mit dem Entwicklungs-Stand der E-Seite (Reichtum, Wissen, alle „materialen“ Möglichkeiten) im Gleichgewicht ist.

    1356Der „Krieg“ macht diese „Abwägung“ auch auf unmittelbare, handelnde, praktische Weise. Der moderne Krieg zeigt deutlicher als frühere, der technologisch (->E-Entwicklung) Überlegene ist der „Sieger“.

    1357Von letzterer Tatsache her rührt übrigens eine umfassendere geschichtstheoretische Erklärung von „Krieg“(-> Marx): Als Abkürzung objektiver historischer Entwicklung setzen sich die Vertreter der höheren E-Niveaus (Technik, Wissen, „PM“, Waffen) durch.

    1358Dann ist die I-Seite nicht „Vorwand“, vielmehr wird I=E; daher die völlige meta-moralische Verwerflichkeit, (-> Bezug auf die eliminierte I-Seite) des als Gipfel der Entfremdung verstandenen „Krieges“.

    1359Etwas allgemeiner sind solche Probleme zum Beispiel so diskutieren: Setzt sich im Krieg das Urteil „Sieg“ wirklich als eine der Interessen („I“), der Werthaltungen u.ä. allein durch oder wird durch den Ablauf des Krieges (als Entwicklung) ein neues „I“ aus den alten „I“ und aus den beteiligten „E“ erzeugt? Im Modell I->N,G ->E ->N,G -> I` -> etc.

    1360Gibt es einen Zusammenhang der „Größe“ der „I“, z.B. als Ig (nationales Interesse/ Ziele), mit der Methode (->N/G,) ihrer Behandlung? So, das „der Krieg“ das für Ig „angemessene“ Verfahren ist. Entsprechend der Gerichtshierarchie, wo die Größe, Wertgröße u.ä. entscheidend ist für die formale Methode.

    1361Was den Charakter des Entfremdetseins ganz besonders ausmacht ist die Differenz von Ziel und Mittel: Ziel ist es beispielsweise, die „nationale Kultur“, als die I/E-Strukturen, zu verteidigen, zu erhalten, auszudehnen u.ä.

    1362Der Sinn der „Mittel“ dafür ist nicht der Kultur immanent gewählt, sondern an E-Entscheidungen Sieg (G)oder Eliminierung (N) gebunden. Und die Mittel selbst, so militärische „Macht“, technisches Gerät sind typische gesellschaftliche Eg-Konfigurationen.

    1363In den traditionellen Kriegen war es durchaus so, dass die wissenschaftliche, technologische, organisatorische, und da dies Voraussetzung für „Kultur“ ist, auch die zivilisatorisch-kulturell höher entwickelte Gesellschaft die Kriege meist gewann.

    1364Aber die modernen Kriege, (Korea, Irak, Vietnam) zeigen, dass die kollektiven I-Lagen – beider Seiten – entscheidend sind.

    1365Auch die religiöse Grundeinstellung deckt eine ganze konsequent abstrakte philosophische Grundhaltung ab.

    1366Hier stellt sich uns die Frage: Ist das juristische Basisdenken durch derartige „Ig“ geprägt? Oder beruht dieses auf „I/E“?

    1367Das religiöse und z.B. auch das hegelsche Denken beruht auf der richtigen Grundeinsicht, dass alles „Geschehen“ (als I/E strukturiert) und alle Wertungen („I“) stets noch weiter abstrahiert werden können.

    1368Religiös ausgedrückt, es gibt immer noch einen (unendlich) höheren Wert, nämlich „Gott“. Wir sehen das im Vollzug der Abstraktion zum „reinsten“ Sein, zu „E“ (-> so wie Heidegger das z.B. auch fordert). Bei Hegel verdichtet sich das in der (relativ noch konkreten) Sicht, dass die Wirklichkeit als solche sinnvoll ist; oder z.B. „die Weltgeschichte ist das Weltgericht“ (Hegel); denn sie ist ja als „Idee“, „Vernunft“ im absoluten Geist aufgehoben, in ihrer Existenz „sinnvoll“ gemacht.

    1369Das alles ist nur möglich wenn „I“ nicht als meta-theoretische Instanz angesehen wird und deshalb I/E keine philosophische Beachtung erfährt.

    1370Konkreter, der Alltag und Jus haben der Deutung von Kriegsrecht und von Unrecht etc. nicht die alleinige Interpretation als „E“ entgegen zu stellen; dies führt zu jener Meta-Entfremdung, welche dann jede „Ethik“ (=I/E) „aufhebt“, abstrahiert zu reinem E.

    1371Das betrifft natürlich alles Existierendes, wenn es nur als Seiendes gilt – das nur tendenziell als „Sein“ gesehen wird – also die ganze „Entfremdungs“-Diskussion.

    1372Was natürlich (seit der Stoa) den Vorteil hat, dass die negativen individuellen „Ii“ auch „aufgehoben“ werden können.

    1373Das betrifft auch Jus: Es ist ein altes theologisches Problem, das nur philosophisch „lösbar“ ist.

    1374Das Unglück, das Böse, der Krieg, das Verbrechen, der Teufel, der Schmerz, etc. letztlich der Tod, das Nichts (N), sie alle können zwar gedanklich – und davon abgeleitet auch „moralisch“ – mit der hochentwickelten theologischen Spruchweisheit bewältigt werden, aber die Abfindung mit den vollendeten Tatsachen ist keine Rechtfertigung z.B. ihrer Verursacher.

    1375Hier abstrakt prallen „N-G“, als „N“, und N/G aufeinander. „N“ ist philosophisch notwendig, als Teil des objektiven Geistes, „OG“; und N/G ist die ebenfalls „objektiv“ vorhandene Möglichkeit „tätig“ zu werden; tröstend, richtend, heilend, vorbeugend, „entwickelnd“ etc.

    1376Ist das Recht zu sehr von Ii oder Ig bestimmt, z.B. im dt. Faschismus, dann fehlt eine E-Rückbindung, die sich darin äußert, dass Rechtsunsicherheit herrscht, oder darin, dass innere Widersprüche im Gesetzeskorpus auftauchen. Die parlamentarischen Ausschussberatungen dienen ja auch und in ihrer Rückbindung an die Exekutive und Jurisdiktion dazu, dies zu verhindern.

    1377Anders gesagt, die Notwendigkeit, Ii und vor allem Ig weiter zu treiben, wird prinzipiell von „Recht“, d.h.von Ii-Ig/E gebremst.

    1378Wie kann beides kompatibel gemacht werden? Indem die E-Seite besser verstanden wird (-> E-Entwicklung((wogegen der Faschismus vielfach verstieß), Und dazu ist die E-Seite parallel zu „I“ aktiv vorwärts zu treiben.

    1379Ein Schwachpunkt daran ist, dass sich die Form („Gesetzescharakter“) fast jedem Inhalt anpassen kann; genauer, dass die Übergänge, die Grenzen das eigentliche Problem sind; d.h. was kann noch inhaltlich akzeptiert werden und was nicht mehr.

    1380Dazu dienen die parlamentarischen Ausschüsse mit ihren Mechanismen, in ihrer I-Zuständigkeit. Es gibt nur diesen Mechanismus, dass möglichst viele Ii, Ik, Ig beteiligt werden, um unendliche Übergänge zu konkretisieren.

    1381Die faschistische Ideologie und die stalinistische betonen das Ii- Ig-Verhältnis. Das geschieht deshalb z.T. sehr verwirrt – ist Ii der jeweilige „Führer“?, ist Ig das Volk?, („Recht ist, was dem Volk nützt“, „Du bist nichts, dein Volk ist alles“, „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ – aber „Führer befiehl, wir folgen“, wer hat das Sagen?) – weil „Ii-Ig“ von E abgekoppelt ist; und im Stalinismus speziell war E absolut unterentwickelt und konnte daher zu wenig wirken.

    1382Es sind also zwei Aufgaben zu lösen, jeweils die unbegrenzte Abwägung von Gemeininteresse und Individualinteresse (Ig-Ii) und beider Verhältnis zum E-Niveau, zur E-Entwicklung, will man als „positive“ Erscheinung in die Geschichte eingehen

    1383Für die Rechtsphilosophie, so auch für die Wissenschaft und Praxis, ist die Auseinandersetzung mit „Ideologien“ (darin Ig, die Sozialpsychologie etc.)notwendig.

    1384Die Zentren der „Ideologien“ sind weltanschaulich-philosophischer Art; z.B. betont der Faschismus die „Ungleichheit“ der Menschen, und zwar dies in „statischer Weise“.Der Liberalismus betont auch diese Ungleichheit, jedoch dynamisiert er diese Behauptung; „jeder hat seine Chancen“. Auf diese Freiheiten kommt es aber an

    1385Es geht also bei solchen philosophischen Vor-und Zuarbeiten um Verwandtschaften von Weltanschauungen, um das System dieser Eckpunkte, um „Fehler“, die da möglich sind; (z.B. ist ein Fehler, diese Eckpunkte von einander stets getrennt zu halten).

    1386Rechts-Philosophie muss sich auch über die Theorien von Gesellschaft, Politik, Ökonomie, Sozialpsychologie Gedanken machen.

    1387Dazu verhilft deren historische Betrachtung; hier: Der Kern der faschistischen deutschen Ideologie war der Höhepunkt und Abschluss einer historischen Entwicklung, die das Kollektiv „Nation“, definiert durch „Kultur“ und durch ökonomische Interessen (definiert und als Maßstab absolut gesetzt vom Grad auf der objektiven Leistungsskala als E-Entwicklungs-Niveau).

    1388Heute tritt an die Stelle der „Nation“ eher „das Unternehmen“. Ebenso wenig wie diese „Nation-Hypertrophie“ und aggressiv wie sie nehmen ökonomisch-technologisch Unternehmen keine Rücksichten auf Konkurrenten und darüber hinaus auf die gesellschaftliche Umgebung. Das beidesmal zugrunde liegende Denkmodell – (Leistung und Konkurrenz) – erlaubt nur diesen Ausweg, oder das „sozialistische“ Modell.

    1389Das Recht, Gerechtigkeit, Schuld, etc. werden nach diesen objektiven „Zwängen“ geformt. Heute ist die Verleugnung der Gerechtigkeit und die Vernichtung des Rechtsgedanken, der Abbau gerechter Rechtsprechung, auch im Kleinen (Wahrhaftigkeit, Treu und Glauben u.ä. fortdauernd verletzend) eher schleichender Art; aber es ist auf allen Ebenen, vom kleinen Unternehmen bis zum Großstaaten zu beobachten. Stets aus Gründen der ökonomisch-technologischen und der kulturellen „Konkurrenz“.

    1390Diese das Recht übertreffende technologisch-ökonomische Entwicklung, die aller „politischer Willkür“ letztlich zugrunde liegt, ist hier in ihren „negativen“ Auswirkungen beschrieben. Die positiven Möglichkeiten sind nur durch ein Gleichgewicht von E-Entwicklung und I-Entfaltung zu erarbeiten.

    1391Die Ik,g-Seite, als Politik, setzt sich nicht nur gegen das herrschende Recht durch, sondern zusätzlich gegen die herrschende gesellschaftliche Moralstrukturen, auch gegen sozialpsychologische Barrieren.

    1392Man muss von einer Hierarchie ausgehen, in der das Recht erst an dritter Stelle kommt; die erste ist der gesellschaftliche Wille (Ig), zweitens ist es die Politik, die das „Ig“ normalerweise demokratisch aufnimmt; drittes ist es das „Recht“.

    1393Das war 1933 so: Worte zu gebrauchen, die offenkundig der Sache widersprechen, z.B. „Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, statt Eliminierung der Sozialisten, Vernichtung sozialistischer Kultur, Jugendpolitik, Bücherbestände, Bildungseinrichtungen, Sozialbasis, etc.

    1394Allgemein gilt, „Reformen“, gehen immer weiter, sie haben ihre Dynamik von den technologisch-ökonomischen E- Entwicklungen.

    1395Die Notwendigkeit, die aus objektiven Verhältnissen resultiert, sollte in anderen wissenschaftlichen (und ideologischen) Bereichen bewusst werden, um sie dort fruchtbar reflektieren zu können. Teilnahmslosigkeit, Resignation wäre ansonsten die Ursache, auch für Stillstand der Einzelwissenschaften, hier die von „Recht.“

    1396Solche offene und „zynische“ Missachtung allen Rechts durch politisch-ideologische Entscheidungen ist natürlich auch in anderen Gesellschaft en üblich. Daher hat sich die Rechts-Sphäre international Strukturen etc. zuzulegen, um derartiges „abzufedern“.

    1397Gibt es „historische Schuld“? Zum Beispiel: „Deutschland 33 bis 45“: Man kann da unterscheiden, in das Gefühl der Belastung, dass man selbst von dem von anderen verschuldeten Geschehen verschont blieb. Das gilt natürlich – entsprechend abgeschwächt – für jedes Zufallsgeschehen; es ist die „Unsymmetrie“ der Überlebenden.

    1398Und es gilt das Gefühl der Scham, insofern man in irgendeiner Weise – (hier die Volkszugehörigkeit) – mit den Tätern verbunden ist; also die Kriegs- und Mordtaten der Nazis hier.

    1399Nur, „Zufall“ und diese Übertragbarkeit der Schuld, sind wissenschaftlich nicht zu fassen, sie müssen der Philosophie überlassen bleiben.

    1400Und eine moderne Philosophie hebt diese Problematik so auf: Diese Davongekommenen und „Verbrechens-Verwandten“ haben die verstärkte Pflicht, aktiv die Ursachen, die genauen Strukturen u.ä. zu kennen, um die Taten und Täter zu identifizieren, sie historisch zu isolieren; und das historisch und sachlich unbegrenzt.

    1401Große Schuldbekenntnisse sind oft nur halbe Sachen. Vor allem Dingen wenn deren Initiatoren selbst damals verstrickt waren. Man kann die verschiedenen philosophische Schuld-/ Sühneproblematik in modernen Philosophien nicht von jenen feudalen philosophischen Konstrukten, die noch in den Kirchen ihre Existenz haben abgrenzen. Gewiss erfordert der Umfang der „Taten“neue Weisen der Buße, aber beide gehören wp zur allgemeinen sittlichen. Schuld und zur historisch, politisch gesellschaftlichen Haftung.

    1402Das historische Problem aller Abrechnungen mit den „Verlierern“, (z.B. die Entnazifizierung) ist ebenfalls eines, das über die Rechts-Sphäre hinaus reicht: Wo ist die Grenze zwischen „Politik“, Ideologie, Ig und den Grund-/und Menschenrechten?

    1403So die Übereinstimmung von „Unkenntnis schützt vor Strafe nicht“, (es kann davon ausgegangen werden, dass die Menschenrechte jedem Nazi bekannt sind) und „nulla poena sine lege prae via“.

    1404Letztlich ist das hier in Deutschland ein Versagen der Politik von „Weimar“: Die Menschenrechte waren noch zu wenig in der allgemeinen Sozialpsyche verankert worden. Alles in allem aber geht es um „historische“ Prozesse, die tiefer verankert sind als Jus und Politik – und die wohl mehr oder weniger alle Völker in solchen Übergangs-Phasen durchmachen müssen.

    1405Für die Rechtsphilosophie folgt aber daraus, dass den Philosophien, die als „Positivismus“ oder ähnlich Geltung beanspruchen, die Legitimation durch solche historische Chaossituationen der Boden entzogen wird. Aber auch dem „Naturrecht“ wird insofern gleichermaßen zugesetzt, als auch dies nur weiterhin einige Bedeutung haben kann, wenn es gründlich erweitert und aufgehoben wird:

    1406Das „übergesetzliche“ Recht sind nicht nur die Menschenrechte u.ä.; vielmehr wird nicht nur ein positives Gesetz an diesem „Naturrecht“ gemessen, sondern die ganze Rechts-Sphäre wird an der umfassenden historischen Entwicklung, und d.h. auch an allen anderen Wissenschaften und an allen philosophischen Disziplinen gemessen.

    1407Beim historischen Problem, ob die „bedingungslose“, unbedingte Kapitulation Deutschlands (1945) die völlige Rechtlosigkeit der Verlierer mit sich bringt, oder ob sie durch das „Naturrecht“ – (das theoretisch von beiden Seiten kritisiert wird) – noch geschützt sind, muss man sehen, dass es auch eine objektive Hierarchie derart gibt, bei der die philosophische Spitze das ist, was als „Naturrecht“ hilfsweise umschrieben ist: Der „objektive“ Geist“ (E,G,N,I).

    1408An ihm hängt die ganze „Entwicklung“ (die Wissenschaften etc.). Er besagt, dass „G – N“ objektiv gelten, d.h. Gleichheit, G (hier zwischen Sieger und Besiegten), auf einer fundamentalen Ebene; N heißt, dass es die fundamentale Freiheit auch zu negativem Tun gibt.

    1409Diese hierarchische überrechtliche Situation hat unter sich die Stufe der historischen Politik; hier als die Absicht der Sieger, dem Verlierer (und damit auch Dritten) den weiteren Weg (mit Menschenrechten) zu weisen und zu ermöglichen.

    1410Die nächst untere Stufe ist erst das normale Recht; d.h. hier die Logik, und dass „bedingungslos“= „rechtlos“ ist.

    1411Aus der philosophischen Gesamtsicht erlaubt das dann „übergesetzliche Rechtsfertigungen“. Es kann daher vom Philosophischen her nicht sein, dass die Sicherheit des positiven Rechts, (z.B. nulla poena sine lege), wichtiger ist.

    1412Im übrigen sind es nicht nur quasi-philosophische Forderungen (wie die nach „Gerechtigkeit“), die das positive Recht unterhöhlen; auch im Rechtssystem gibt es „offene“ Strukturen, z.B. das „Richterrecht“: Für es gilt nirgendwo das Prinzip nulla poena, sondern, dass Gesetzesauslegung und konkreter Fall alle Freiräume eröffnen.

    1413Wissenschaftstheoretisch: Die Entwicklungs-Dynamik beruht darauf. Diese steht aber„philosophisch“ höher als die meist impliziten Voraussetzungen vom „positiven Recht“. Damit aber wird das N-G-Prinzip in positiver Weise genutzt.

    1414Die „Entnazifizierung“ ist ein zugespitztes Beispiel für „Moral, Sitte, politische Idee vs. Recht“. Die Ersteren sind tiefer vergesellschaftet, daher müssen hier auch Psychologie, Soziologie klärend helfen.

    1415Die „Moral“ ist mit dem gesellschaftlichen E-Status verbunden, (z.B. wie reich eine Gesellschaft ist, was kann und was muss sie als nächste Phase der E-Entwicklung zur Verfügung stellen. Oder nach unten abgrenzend: Wie kann die Gesellschaft ihrer Vernichtung selbsterhalterisch entgehen. Das gilt auch für kleinere Kollektive; die jeweilige Disziplinargerichtsbarkeit regelt dann jene allgemeinen Ziele, begrenzt als „ethisches Minimum“.

    1416Das tieferliegende praktische Problem ist, wie kann ein Kollektiv ohne positive und negative Experimente, (also auch die Inkaufnahme von „Irrtum“) in solchen zwei Zwangslagen – die Zukunft erobern, den Untergang vermeiden – überleben?

    1417Gibt es einen geistesgeschichtlichen Rückhalt für die „Rechtsphilosophie“ bei anderen, weitergefassten Philosophen-Schulen/-Autoren?

    1418Diese Frage ergibt sich für alle Wissenschaften, für das Bildungssystem insgesamt und für die Kultur der Kollektive.

    1419Letzteres zu bewerkstelligen ist weitaus am schwierigsten; z.B. ist es prinzipiell kaum möglich, neue Ideen-Gebilde gesellschaftlich zu verankern, weil die alten Ideologien ihre Selbsterhaltung als scheinbar geschlossene Gebilde verteidigen – und zwar oft so, dass sie Neues integrieren, aber eine eigene Weiterentwicklung zu vermeiden wissen.

    1420Die historische Zuspitzung durch diese Ausweichbewegungen erscheint dann z.B. darin, dass im Ideologischen Rückschritte gemacht werden. So beispielsweise zum Islam, seit die Globalisierung zu ökonomischen Verschärfungen spezifischer Art überging; dto die Christianisierung (USA, EU, etc.); auch z.B, der Rückschritt zum „Naturrecht“.Das Naturrecht wird ja, z.B. von der katholischen Kirche, verkürzt interpretiert. „Gott“ ist nur eine Variante, nämlich „E“.

    1421Es geht durchaus um das, was Hegel „absoluten Geist“, wir „objektiven Geist“ nennen; (also neben E auch „I“, N, G und deren Entwicklungen).

    1422Oder allgemein ist es die Flucht in Romantizismen, „Irrationalismus“, welche die ebenfalls z.T. modernen Erfordernisse aufgreifen und diese systematisch „verniedlichen“, z.B. die Existenzphilosophie.

    1423Jedes „positive“ Recht stützt sich, gleich gültig ob es das weiß und will, auf die Grundstrukturen vom „objektiven Geist“, z.B. auf „Logik“ (N-G), aber aber eben auch auf die I-Sphäre, und aus E, N/E, I/E sind z.B. die Menschenrechte ableitbar.

    1424Wenn Naturrecht, z.B. durch die katholische Idee, „Inhalte“ bekommt, dann ist das ein Denk- Fehler. Dennoch ist es selbstverständlich wichtig, bei der I-Seite konkrete Ziele und bei der I/E-Relation bestimmte „Inhalte“ zu diskutieren; z.B. „das Sittliche“.

    1425Das ungenau zu sehen, führt dazu, sich nicht mit den Zielen und Inhalten von Gesetzen überzeugend auseinander zu setzen; z.B. polemisierte die katholische Kirche damals nur gegen „Recht ist, was dem Volke nützt“, weil dabei der Gott vergessen sei. Anstatt ihre eigenen wertvollen historischen und kulturellen Ziele und Inhalte offen zu legen; um diese mit denen der faschistischen Praxis zu konfrontieren.

    1426Natürlich werden mit dieser abstrakten Verankerung („Gott“,“E“) auch spezielle Inhalte vermittelt, so „Liebe, Friede, Gerechtigkeit, u.ä.“. Aber auch hier gilt der Vorwurf, dass diese Inhalte nicht konkret genug sind. Die Nazis führten Kriege, um Inhalte, die keinerlei philosophisch und wissenschaftlich tiefgehendere Begründung von der katholischen Ideologie erhalten konnten.

    1427Das Zusammenspiel mit dem Faschismus, z.B. auch das der protestantischen „Deutschen Christen“, hatte nicht nur oberflächliche tages- und machtpolitische Gründe. Man muss stets sehen, dass es sich um drei verbreitete gesellschaftliche Feudal-Relikte handelte, deren Gemeinsamkeiten wissenschaftlich noch wenig erarbeitet sind, deren individualpsychische und sozialpsychologische Funktionen und Strukturen aber eng verwandt sind;

    1428Zum Beispiel Emotionalitäten, wie das „Herr- Knecht-Verhältnis“, der Anti-Rationalismus aktiver Art, Glaube, Hingabe, Treue, Wir-Abgrenzungen. Aber auch – vielschichtiger – der protestantische Anti-Katholizismus als Hinführung zum Anti-Semitismus und Rassismus.

    1429Die Tabuisierung, Verleugnung ist Teil dieser Schwäche; die erst aufgehoben wird, wenn die Analyse und öffentliche Reflexion das auf einer modernen philosophischen und wissenschaftlichen Ebene – Biologie, Kulturtheorie, Psychologie etc. – aufhebt.

    1430Kurz, im Kern geht es bei den Auseinandersetzungen, seit 1933 verschärft, zwischen staatlichem, positivem und „gottesgesetztem Naturrecht“ (und dann noch das Kirchenrecht, für die katholische und die protestantische Kirche und um deren unklaren Übergänge etc.) um „Ik zu Ig“.

    1431Jedes Kollektiv („Ik“) hat ein eigenes Regelwerk, Satzung, etc. Der „Staat“ beansprucht, Ziele (Ig) für alle Bürger zu haben; er hat also eine bestimmte All-Macht. Die organisierten Religionen gehen aber darüber hinaus; Sie behaupten – und belegen das kulturgeschichtlich – einen spezifischen Anspruch im Bereich der „Philosophie“ und für Einzelbereiche (Wissenschaften, Alltag etc.) zu haben.

    1432Dieser Anspruch ist prinzipiell nicht unberechtigt – und daher ihr „Recht“ – aber er ist „selbstgestört“: Durch die Konkurrenz vieler Religionen. Mehr aber durch ihr regressives, konservatives im Verhältnis zur Philosophie. Nur vom jeweils modernen Stand der Wissenschaften und der Philosophie ist da ein umfassender „Rechts“-Anspruch“ sinnvoll.

    1433Welche Funktionen und daher welche Strukturen sollte eine heutige Philosophie haben?

    1434So abgesichert, abgeschlossen wie es die philosophischen Altformen, „Schulen“ eigentlich waren, wie sie die Religionen darstellen, kann moderne Philosophie nicht mehr sein.

    1435Philosophie als Forschung erfordert ihre Verbundenheit mit den Wissenschaften, mit der Geschichtlichkeit und mit dem differenzierten gesellschaftlichen, politischen, kulturellen Welt-Alltag.

    1436Sicherlich ist einer ihrer tragenden Säulen und weltanschaulichen Ausgangspunkte die individuelle und kollektive Subjektivität – und damit die Bereiche des „Sollens“. Sowie den „objektiven Geist“ als Eckpunkt und damit die traditionellen Fragen und Projekte des „Seins“.

    1437Aber auch jede Einzelwissenschaft und damit auch Einzelbereiche in den „Subjektivitäten“, sowie auch außerhalb ihrer, sind heute solche „Eckpunkte“, die soviel Gewicht durch ihre wissenschaftliche Entwicklung bekamen, dass sie philosophisch wichtiger wurden; z.B. die Physik, Biologie und Psychologie – aber eben auch „das Recht“, die Rechtlichkeit

    1438Die spezifischen Eigenarten dieser wissenschaftlichen Bereiche durchdringen und bereichern – in Wechselwirkung – die Philosophie.

    1439Es gilt dann im Allgemeinen und für die Rechts-Philosophie speziell abzuwägen, wieviel Einfluss man einseitigen Einflüssen von den Einzelwissenschaften und von den politisch-gesellschaftlichen „Ideologien“ die Rechtsphilosophie und im Allgemeinen auf alle anderen philosophischen Aussagen gewähren will.

    1440Konkreter: Die naturalistischen (z.B.die gehirntheoretischen) philosophisch-wissenschaftlichen Ansichten heute oder die „existentialistischen“ psychologisch-gesellschaftlichen Schulen versuchen sich philosophisch, weltanschaulich zu verabsolutieren. Das war in der Geistesgeschichte immer schon so, und es galt stets, das Neue daran und überhaupt das Einseitige nicht zu vernachlässigen.

    1441Noch konkreter, wie kann man die existenzialistischen Komplexe „Sorge, Angst, Sein zum Tode, Geworfensein“ d.h. die Bewusstmachung „unlösbarer Probleme“ in der Rechts-Philosophie berücksichtigen und „aufheben“?

    1442Die „Ii“-Modellierung und auch die Relationalität I/E, Ii-Ig enthält, positiv ausgedrückt, „Freiheit“, Kreativität, Selbstbewusstsein, des Menschen, vielleicht des Denkens, „Ständig ein Weiteres“; negativ ausgedrückt: „Sorge“ etc., „Rätsel“ Mensch, „keine eindeutige Wahrheit“.

    1443Der Ausweg sind die Entwicklungs-Prozesse: Allgemein als solche hin zu „immer höherer Echtheit, Klarheit, Bewusstheit, Existenzerhellung“; Konkreter: Kommunikation, u.ä.

    1444Das alles muss die „Rechtsphilosophie“ nutzen, um modern zu sein.

    1445Eine spezielle Philosophie (hier die Rechtsphilosophie) muss sich über den Stand der geschichtlichen Philosophie-Entwicklung Rechenschaft geben.

    1446Diese besteht darin, dass es quer zu den (und sie aufhebenden) großen Zweiteilungen, (z.B. Idealismus – Materialismus), auch die Zweiteilung in philosophische Aussagen zur Sollens-/ I-Sphäre und der Seins-/ E-Sphäre gibt.

    1447Dazu kommt eine Fülle moderner philosophischer Aussagen, die wir als Erforschung und Ausgestaltung dieser zwei „Sphären“ interpretieren.

    1448So gehört z.B. die Struktur von Wertphilosophie (Ii,k,g,w) – (hier als wichtigen Teil von Rechtsphilosophie) – so„die Unableitbarkeit“ und „Unbegründbarkeit des Sollens“, z.B. „aus dem Sein“ zur I-Sphären-Struktur.

    1449Worauf das aber letztlich hinführt – (was hier nicht zu beweisen ist) -: Wie ist die I-,E-Sphäre und beider spezifisches Verhältnis allgemein zu begründen, also nicht nur empirisch-erfahrungsmäßig zu konstatieren.

    1450Dann lässt sich daraus z.B: auch kritisch zu diesen Feststellungen sagen: Die Unableitbarkeit des Sollens, des Wertes aus dem Sein und der Wirklichkeit ist so keine richtige; vielmehr gilt „I/E“.

    1451Eine Anwendung der I-E-Einteilung ist dann in der immer noch wichtigen Diskussion um die Unterscheidung von nomothetischer Natur- und idiographischer Kulturwissenschaft. Als enge I/E-Relationen und als tendenziell getrennte, lockere I-E-Relationen; wo z.B. die volle Entfaltung möglicher „I“ die „Weltbeziehungen“ in Kultur und in den Kultur-Wissenschaften spürbar macht.

    1452Philosophie bestand und besteht aber nicht nur darin, diese Erkenntnis zu erarbeiten, sondern auch darin, sie in Meta-Systemen zu integrieren und aufzuheben.

    1453Eine philosophisch moderne Basis muss zu den von den Einzelwissenschaften – hier Recht – geforderten Voraussetzungen Stellung nehmen. Und zum Beispiel die „Aufhebung“ von grundlegenden Gegensatz-Begriffen neu begründen. Ohne das geht „Entwicklung“nicht. Andere Beispiele für neu zu begründende Basisstrukturen sind: Das Verhältnis von „Stoff“/Natur und Idee/Geist; und Individualismus und Kollektivität (-> Ii-Ig): sowie auch die Struktur der Wert-Seite, etc.

    1454Das neu zu fundieren, ist an anderer Stelle zu leisten. Hier sei noch mal kurz auf die Rechts-Philosophie eingegangen: Die wissenschaftstheoretische Unentscheidbarkeit von Wertfragen liegt an der unbegrenzten Anzahl möglicher Wertstandpunkte. Welche es andererseits erlaubt, mit den adäquaten Mitteln jedes „I“ zu konkretisieren, praktisch werden zu lassen – als I/E.

    1455Die theoretisch philosophische Voraussetzung dafür ist, dass es zwei Haupt-Bereiche gibt, E, I, die sich prinzipiell (-> neue Philosophie) unterscheiden lassen; eben z.B. dass es im E-Bereich sehr wohl „Grenzen“, „Identifikation“, „begrenzte Anzahl“, „Abgrenzung“ zwischen den E gibt, im I-Bereich aber nicht.

    1456In Ii-Ig/E ist für „Recht“ „Ii zu Ig“ wichtig. Immer schon war das philosophisch, gesellschaftstheoretisch ein Rätsel: „Individualismen“, „Überindividualistisches“, „transpersonale Zwecklehren“ sahen, es gilt, dass sich diese drei „einander fordern“ und „zugleich“ „einander widersprechen“.

    1457Diese „Nicht-Vermittelbarkeit“ wird von uns durch die philosophische 2-Richtungsarten-Lehre (-> Rz, Rw) substanzieller gemacht.

    1458Dazu kommt I/E (von z-z, w-w zu z/w).

    1459Anders kann man sich das Problem nicht erklären, wie „Gerechtigkeit, Rechts-Sicherheit, Zweckmäßigkeit“ (als vollendete Ii-Ig/E-Relation) in ein Verhältnis zu „überindividualistischen“ Zielvorstellungen kommen könnte.

    1460Durch die I-Seite gewinnt die Rechtstheorie und deren Praxis eine Hinwendung zum Subjektiven. „Wertfragen“ sind stets konkreter inhaltlicher Art; während die E-Seite prinzipiell das Abstrakt – Allgemeine, die Theorie mit Systematik etc. in Erkenntnistheorie z.B. vertritt.

    1461Alle Philosophie der Einzelbereiche haben diese beiden Seiten; Systematik abstrakter Art, absolute, allgemein gültige Bestandteile, verbunden mit „Bedürfnissen“ – hier die des „Rechtslebens“.

    1462Die „Methodik“ der Rechtsphilosophie ist nicht anders als die anderer Wissenschaften und Philosophien. Sie stellt die Relationen zwischen I, E her

    1463Und die Analyse dieser Verfahren zeigt, man muss zwei Schwerpunkte festlegen: Die N-G-Methoden und die N/G-Methoden.

    1464Allerdings werden diese erst durch meta-wissenschaftliche, philosophische Deutungen begründbar, so auch ihr Ineinanderübergehen u.ä. oder ihre Herkunft von der „Ersten Physik“, oder ihre Verwandtschaft zu I, E, etc.

    1465Es gibt eine Parallelität von N, G (und auch von deren Zweiheit „N-G, N/G“) zu I, E. Beides Mal kann da schroff getrennt („Rw/N“) werden (z.B.hier in der Rechtsphilosophie); umgangssprachlich in „Wirklichkeit“ und „Wert“, oder philosophisch traditionell als „Sein“und „Sollen“. Die„Praxis“ aber muss/ wird stets als I/E gesehen werden. Parallel dazu N-G, N/G, aber „konkret“ dann als „N-G zu N/G“.

    1466Beides (I/E, N-G zu N/G) ist in/als „Recht“ nachweisbar; bildet den Korpus von „Recht“.

    1467Recht und Macht: Macht ist nur als gesellschaftlich anerkannte Macht möglich. Das heißt, die Gesellschaft wird das was ihr nicht passt früher oder später abschaffen. Das Problem ist diese Übergangszeit. Da hat jedes Kollektiv (dank Ii-Findigkeit, Kreativität) Methoden, öffentliche Macht zu unterlaufen, umzuinterpretieren u.ä. (von der Schwarzarbeit bis zu Internet-Beweglichkeiten sind das Beispiele heute); (ideologisch objektiv Ist der „Liberalismus“ dafür zuständig).

    1468Aus dieser historischen und gesellschaftlichen Lage ist der Versuch zu verstehen, Ig wieder zu betonen: Das „positivistisch“-ideologische Konzept („Macht ist das Recht“) versucht in „Ii-Ig“ die Ig hervorzuheben.

    1469Wenn man dann sagt „Recht ist, was dem Volke nutzt“, dann betont man zwar Ig – (und löst das auf, was in „Macht=Recht=Macht“ so störend ist). Aber es geschieht wiederum einiges fehlerhaft: „Ii“ wird vernachlässigt. Ii ist stets auch auf E bezogen; d.h. wenn das E-Entwicklungsniveau es verlangt, kann man Ii nicht „ungestraft“ unterschätzen. Es werden die „Inhalte“ von Ig nicht bedacht (-> Krieg, Sozialstaat, Menschenrechte, Gefahr für Kultur). „Volk“ u.ä. ist nicht nur das Beharren, (->„Gleichgewicht“), sondern bei „richtigen Ig“ – durchaus auch deren Dynamik; -> E-Entwicklung, I-Entfaltung.

    1470Der eigentliche ideologisch-politisch-rechtliche Fehler ist, beide, Ii und Ig zu „konfrontieren. Eine N-G-Haltung ist fern jeder „Praxis“, welche durch „I/E“ gekennzeichnet ist.

    1471Politische und moralische Diskurse sind meist von dieser Art: Was ist das Ziel des Rechts? „Gerechtigkeit“, „Gemeinnutz“, „das Gesetz als Solches“?

    1472Diese Alternativen-Formulierung muss in aktive gesellschaftliche Tätigkeit überführt werden; orientiert am Modell Ii-Ig/ E; wo z.B. „Gemeinnutz“ eine Ig-Variante ist, und „Gesetz als solches“ ist eine E-Variante.

    Recht und Rechtsphilosophie (WP)

    Kurze Übersicht

    1473Wie jede Wissenschaft hat auch die Rechtswissenschaft wissenschaftstheoretische Grundlagen und zugleich…lebensweltliche Voraussetzungen, Anwendungen. Wegen dieser Zweiheit, doppelten Ausrichtung… fassen wir in der WP das als Phasen, deren praktische und theoretische Eigenarten grundlegend aus einer allgemeinen Entwicklung verständlich gemacht werden. Dazu muss allerdings nun noch der wissenschaftstheoretische Basierung weiter vertieft werden, Das geschieht über eine weitere kritische Auseinandersetzung mit der herkömmlichen … Rechtsphilosophie..

    1474Die Komplexität moderner Gesellschaften eine Folge der „allgemeinen Entwicklung“, in deren Verlauf sich die E-Seite immer mehr entwickelte und die I-Seite im Gefolge ebenfalls. Zwischen ihnen gibt es entsprechend viele Relationsmöglchkeiten. Dazu werden die „I/E“ noch mit den Ii, Ik, Ig und IW der menschlichen Vergesellschaftung verbunden. Anders gesagt, es geht hier um einen Ausschnitt des z/-Seienden, wobei dessen fast unbegrenzt viele Phasen, Subphysen und Details unter einem spezifischen Gesichtspunkt. Theoretisch erfasst wird, als Relation zu den Willensfunktionen, Bewertungen, Zielsetzungen jener Ii,k,g,w. Es entstehen dabei „I/E“-Bezüge

    1475Die Folge jener Vielfalt und Komplexität der Gesellschaft in Relation zu den menschlichen vergesellschafteten Willensmöglichkeiten ist eine große Anzahl an Rechtsformen, sehr vielen.. Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungsrichtlinien, und weiteren Normen mit Gesetzeskraft.

    1476Die modernen Gesellschaften sind von hochentwickelten Organisationsstrukturen und Techniken jeder Art bestimmt… Um das philosophisch, hier wp zu verstehen… analysieren wir beides – Organisationen und Technologien – als I/E-Projekte,. Die Berücksichtigung der unterschiedlichen, auch unterschiedlich entwickelten E sowie die sehr verschiedenen… „I“ kann dann in der inhaltlichen Analyse der rechtlichen Würdigung geschehen. Zunächst geht es darum, die einzelnen E in eine allgemeine gesellschaftlichen und globalen Niveau der E-Entwicklung zu erkennen und daraus spezifische Schlüsse zu ziehen. Solch Vorgang ist für viele… Bereiche… notwendig, Hier im Recht und in den Rechtswissenschaften stehen nun aber die Verhältnisse Ii/Ig, Ii/Iw, Ik/Iw im Vordergrund. Es geht um einen Phasen-Unterschied, dem der Rechtssphäre zu denen der sehr unterschiedlichen „Techniken“. Man kann davon Ausgehen, dass im Rechtlichen die Relationen zwischen verschiedenen I – Ii/Ii,Ik/Ik I/Ig etc – im Zentrum stehen, die E-Seite aber weniger „entwickelt“ erscheint, und in Techniken die I-Seite eher an die verschieden entwickelten E gebunden sind. Das ergibt fein zu differenzierende unterscheidbare „Gedankengänge“ „I/E“ -Komplexe. Begründet werden diese letztlich…in der Unterscheidung… der einzelwissenschaftlichen Theorien – zum Beispiel die Physik – und die ebenso wenig abgeschlossene I-Entfaltung. Beide sind in der Praxis ihrer Anwendung durch andere Phasen, zum Beispiel die Subjektivität, die Gesellschaft oder die Geschichte „vermittelt“. In der praktischen Anwendung dieser Phasen besteht eine „höhere“ Einheit, welche wir wieder als eine umfassende… wp „I/G/N/E-Beziehung“ verstehen…

    1477Wir verbinden die sehr allgemeinen, vagen…Grundprinzipien von Rechtsnormen, welch die Rechtswissenschaft mit der gesellschaftlich-kulturellen Praxis verbindet von den I/E zu N/G ab. So kann man beispielsweise das soziale und psychologische Prinzip… „Keine Strafe ohne Gesetz“ auf das Verhältnis „I/E“ reduzieren, wenn man bedenkt, dass einerseits der Gesetzeskorpus…., die Ig als gesellschaftlicher Wille, Wertungen, Zielsetzungen an die E-Vollendungstendenz gebunden, einen ähnlichen Anspruch haben muss. Andererseits liegt jeder Abweichung von – eventuell neuen – gesellschaftlichen Anforderungen im E-Bereich…..die prinzipielle Ii-Freiheit zugrunde. Die Ig-Erzeugung folgt in der Entwicklungsdynamik dem erst. Ein anderes Beispiel, der Grundsatz der „Verhältnismäßigkeit““ verlangt im Vergleich… des Schadens und der Wiedergutmachung, dass die grundlegende E-Entwicklung als Ziel der Gesellschaft (Ig), nicht hemmend wirkt. Der Grundsatz zur Einhaltung von „Treu und Glauben“ betrifft die methodische Verbindung (N,G) zwischen I und E. Nach allem was wir bisher gesagt haben ist diese Relation schwierig zu verstehen, dennoch verbindet sie real die gesamte gesellschaftliche Seite mit der rechtliche….. wird aber von der übergeordneten gesellschaftlichen Methodik bestimmt, und diese sind in den Vorstellungen von verlässlichem und gegenseitig gewährtem Zusammenhang („Treue“) und von „Glauben“, als eine gängige Zusammenfassung fast aller Alltagsmethoden, ziemlich gut verbalisiert.

    1478Noch ein Beispiel allgemein rechtsstaatlicher Fundierung, ausgeschlossen sollte sein, dass ein Gesetz oder eine Verordnung rückwirkend erlassen wird. Philosophisch widerspricht das allen wp Säulen der Realität. Das sind die „allgemeine Entwicklung“, darin die „objektive E-Entwicklung“ und dem Sinn der I-Kategorie, vorwärts zu weisen.

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil B, Teil III (Gesellschaft, Recht, Ökonomie), besonders 3. Kapitel (Recht und Staat), 4. Kapitel (Wert und Wirklichkeit) und 5. Kapitel (Ethik und Moral). Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 01.11.2020 auf dieser Website. Textgrundlage ist der Website-Beitrag. An seinem Ende steht der Anfang eines weiteren Textes („Recht und Rechtsphilosophie“), von dem nur eine kurze Übersicht ausgeführt ist; er ist hier als Anhang wiedergegeben. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (116 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

  • Wissenschaftsphilosophie und Hegels Ästhetik

    Wilhelm Bauer2020Kunst und Kulturca. 64.200 Wörter · ca. 255 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer fragt, welche Eigenschaften darüber entscheiden, wie Menschen Gegenstände ästhetisch wahrnehmen und bewerten, und führt die Ansätze der ästhetischen Theorie auf die Grundgrößen der WP zurück. Die sinnliche Wahrnehmung fasst er als G und E, die Bewertung als „I“; den Gegensatz von schön und hässlich gründet er auf Rz und Rw, auf die Tendenz, sich dem Objekt zuzuneigen oder es zu fliehen. Kunst bestimmt er als „I=E“ bzw. „I/E“, als Einheit aller Ziele mit allen Existenzen, und setzt diese Relation an die Stelle des traditionellen Verhältnisses von Subjekt und Objekt. Nach Abkürzungsverzeichnis, Kurzfassung und Einführung, die Methode, Kunstkritik, die Definition von Kunst und das ästhetische Erlebnis behandeln, folgt der Hauptteil als fortlaufende Auseinandersetzung mit Hegels Ästhetik, vor dem Hintergrund von Kant, Fichte und Schelling und mit Seitenblicken auf Adorno. Bauers Einwand lautet, dass Hegel die Entwicklung der E betont, in seinem System aber keinen systematischen Platz für die I-Seite hat. Er behandelt Naturschönes und Ideal, einen Exkurs zur materialistischen Ästhetik, Handlung und Kollision, die symbolische, klassische und romantische Kunstform, das Verhältnis von Kunst und Religion, die Malerei, die gegenstandslose Kunst der Moderne, die Frage nach einem Ende der Kunst sowie die Lyrik.

    61 Schreibfehler berichtigt; markierte Stellen antippen, um das Original zu sehen.

    Abkürzungsverzeichnis

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der zwei Grundkräfte, die zugleich als „Relationen“ wirken

    5Sz – kohäsive Kraft; in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft; im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z ist Sz/Rz; wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“ und zwar „kohäsiv“, unbegrenzt aufeinander bezogen; dadurch eine Variante des „Nichts“ bildend.

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw“, die Trennung der beiden Unendlichen als zweite mögliche Art von „Relation“; und eine zweite Art des „Nichts“ bildend.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“. Und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, nun durch diese Kohäsion sich gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13In der „allgemeinen Entwicklung“ werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen durch ihre Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das quantenmechanische Prinzip, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer so weiter, weil es vor aller endlichen raumzeitlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache für diese ewige Abwechslung („z-w“ wird „z/w“ und das wird wieder „z-w“ und so weiter) ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da auch die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Das ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, diese liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Es ist auch der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation zu den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen, in den Wissenschaften, genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben; die „allgemeine Entwicklung“ erzeugt sie aus den S und R durch deren „Selbstbezug“.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat. E´ sind bereits vollendete Existenzen, Entitäten, Mittel.

    Kurzfassung

    22Es geht um die Eigenschaften, welche darüber entscheiden, wie Menschen Gegenstände wahrnehmen, zunächst geht es dabei um eine Beziehung der Subjektphase mit anderen Phasen. Solche Relationen werden wp von den OG her sowie von der wp Seite der „allgemeinen Entwicklungszusammenhänge“ zwischen Dingwelt und Subjektivität bestimmt. Im OG sind es die „Existenzen“ (E) und die Interessen, Zielfunktionen („I“) sowie die G und N, welche die Grundlage für die Bildung aller Relationen hier vor allem zwischen geistigen, kulturellen Subphasen sind.

    23Die konkrete Basis einer Theorie der Kunst ist einerseits die sinnliche Wahrnehmung (G, E) und andererseits deren allgemeine Analyse und Bewertung („I“). Diese Bewertung lässt dann die Wahrnehmung als „ästhetisches Erlebnis“ von anderen Arten der Wahrnehmung unterscheiden. Die Kriterien der Bewertung können formal zum Beispiel soziologische oder abstrakt-geistige sein.

    24Um tiefer zu analysieren, muss zuerst die „Wahrnehmung“ genauer verstanden werden, dann die „Bewertung“. Alle Arten… der Wahrnehmung sind ihrer physikalischen Seite als Energie, Elektrodynamik und von daher als w-Betont zu verstehen in sehr komplexen Relationen dieser w-Übergewichte mit der z-Seite im biologischen Gehirn wird der als „ Entwicklungs-Übergang“ zu schildernde Erzeugung des Geistigen, also die emotional-rationale Seite zu erkennen sein. Gebräuchliche ästhetische Theorien, wie die Semiotik sehen den Schwerpunkt auf der Verdeutlichung der Ergebnisse dieses Entwicklungsüberganges, zum Beispiel als semiotische Zeichensysteme. Dieser Teil einer Erklärung…des Ästhetischen abstrahieren wir als Variation der E-Seite. Zu ihr gehört im Vergleich dazu und als notwendige Ergänzung die I-Seite. Sie wird exemplarisch als individueller Willensakt (Ii) und gesellschaftliche ästhetische Bewertung (Ig) entschieden.

    25Uns, der WP geht es darum die bisher bekannten…verschiedenen Ansätze in ästhetischen Theorien zusammen zu führen. Das ist zum einen und formal die Unterscheidung von empirische Wahrnehmung und der Bewertung des Wahrgenommen. Das betrifft den wp Zusammenhang zwischen w-w und G und R-Aspekt und I.

    26Zum anderen geht es um die inhaltliche, qualitative Unterscheidung zwischen „schön“ und „ hässlich“ innerhalb der „Bewertung“. Wir fundieren das durch die grundlegende Unterscheidung von Rz und Rw, als von der möglichen subjektiven Handlungstendenz auf das bewertete Objekt hin zu neigen oder es zu fliehen. Damit gibt es die Möglichkeit…in der WP die Aspekte ästhetischer Theorien zusammenzuführen. Der Entwicklungsübergang zwischen den genannten Abstrakta, die sowohl universell wie auch zeitlos sind w, G, I zu den Bewertungen ist einer indem „objektive“ total „gebundene“…Kriterien… durch die die Entwicklung kennzeichnende Befreiung (Rw-Wirkung) sich in ihr genaues Gegenteil verwandeln, zur Freiheit aller geschmacklichen… Urteile. Das geschieht übrigens gerade in der Ästhetik durch zusätzliche unbegrenzte Wechselbeziehungen zu fast allen anderen „z/w-Phasen“.

    27Die Ästhetik ist prinzipiell „allumfassend“, sie hat, wie zum Beispiel auch die Sprache durch die Varianten der verwendeten OG-Elemente Verbindungen zu allen anderen Phasen. Aber zugleich gilt ein Auswahlverfahren, durch welches einzelne phasen, Schwerpunkte und Zusammenhänge hervor gehoben werden. Eine solche benachbarte Phase ist die Psychologie mit ihrer emotionalen und rationalen Methodik. Mit der Dualität von sinnlicher, emotionaler und rationaler Erkenntnismethodik wird bereits ein weites Feld möglicher Deutungen abgesteckt. Eine eher formale Erfassung des Ästhetischen geht von der „gleichzeitigen“ Trennung (Rw) und dem Zusammenhang (Rz) der ästhetischen Gegenstände aus und davon, dass zum Beispiel auch Kunst und Alltag in allen seinen Bereichen in solchem doppeldeutigen Verhältnis stehen. Abstrakter zeigt sich das in allen Künsten, als Auftrennung und dem unendlich klein abgestuften Übergangsfeld zwischen „schön“ und „hässlich“. Weiterhin die Trennung in Kunsterzeugung und Kunstgenuss, der aber auch ein „aktiver“ Nachvollzug im Verstehen sein kann. Kurz, dadurch, dass das Ästhetische prinzipiell weit und tief grenzenlos ist, als eine „Maximierung“ der z/w-Phase anzusehen ist, enthält es auch so vielfach die Einheit der getrennten „Rz-Rw“ zu den kohäsiv verbundenen „Rz/Rw“.

    Einführung

    28Für die Kunsttheorie gehen wir von einigen grundlegenden Beobachtungen und auch von umfassenden Hypothesen aus.

    29So ist die Erfahrung, dass es keinen Bereich in der von Menschen wahrzunehmenden Realität gibt, auf den nicht auch die Maßstäbe der Ästhetik angewandt werden können..Eine weiter Feststellung ist, dass diese „Phase“ – das heißt die Einheit von konkreter Praxis und der zugehörigen Theorie – in des Schema von Dualität und Aufhebung des Gegensatzes von „schön“ und „hässlich“ passt. Formal leiten wir diese Erscheinung dialektischer Mechanik sowohl von einem Modell der Quantentheorie einerseits her sowie von einem Modell der abstraktesten Begrifflichkeit, OG. Bereiche, Phasen wie die der Ästhetik liegen dann im Feld der Wechselbeziehungen zwischen diesen beiden „Polen“.

    30Die Größen – Sz, Rz, Sw, Rw – und ihre quantenmechanische Anordnung „z-w zu z/w“ zu „z-w“ zu etc. sind fest in der Basis der Physik verankert, was ihren inhaltlichen Einfluss als „Kunstwerk“ und ästhetische Wahrnehmung nicht leicht macht. Aber die Theorie zur Kunst stützt sich auch auf die „analoge“ Anordnung der OG-Elemente: „I -.E zu I/E zu N-G zu N/G“. Aus diesen Relationen, genauer, aus den Relationen, welche in der Wechselbeziehung der beiden Modelle gebildet werden und welche die „Allgemeine Entwicklung“ zum Beispiel von Sprache der Wissenschaften und des Alltags zu interpretieren ist, kann man als eine mögliche Basis der Ästhetik akzeptieren.

    31Zu unserer grundlegenden Hypothetik gehört die E-Entwicklung mit dem Ziel („I“)der „Vollendung“ jeder möglichen E-Struktur. Es ist das zum Beispiel eine Basis des Leistungsgedankens. Diesem I/E-Verhältnis steht die I-Entfaltung zur Seite. Auch hier werden I/E gebildet, indem ein Ziel sich verwirklicht. Die von E unabhängige I-Entfaltung aber ist – aus ihrem Charakterunterschied zum E- Bereich – ohne Begrenzung, also eine Unendlichkeitssache.

    32Die ästhetische Seiten der Realitäten folgen diesen Grundlagen. Der E-Entwicklung im Bestreben „vollendet“ zu sein, was das immer im einzelnen konkret ist. Auch die Steigerung von handwerklicher Leistung gehört hier hin.

    33Zur weiteren Grundlegung aller Phasen und hier zu der der Ästhetik gehört die quantentheoretische Basis. Deren Kern in der Modelldarstellung „z-w zu z/e“ eine spezielle Ordnung von maximal abstrakten physikalischen Größen zeigt. Die jedoch durch eine Entwicklungsablauf, welcher von diesen Größen selbst bewirkt und gesteuert wird, ihre Grundeigenschaften auf die entwickelten Phasen überträgt. In der Ästhetik ist das zum Beispiel die Dualität und deren ständige „Aufhebung“ zu weiter entwickelten Eigenschaften. So erscheint die Dualität der entgegen gerichteten dynamischen Strukturen „z-w“ im den spezifischen Formen menschlicher, emotional-rationaler Aktivität in der ästhetischen Urteilsbildung als die Dualität „schön-hässlich“; und bezeichnenderweise in vielen anderen sprachlichen Abwandlungen dieser dualen Grundlage. In der reinen Rationalität ist es die Dualität, sprachlich schon sehr viel weniger variant, zum Beispiel „wahr-falsch“ oder „ja-nein“, allgemein „G-N“.

    34Die „ästhetischen“ Eigenschaften sind sowohl solcher des physikalischen Basis der Gegenstände, die aber durch die weiteren Abschnitte der Allgemeinen Entwicklung ihre spezifische „ikonische“ Funktion erst gewinnen. Diese ist von menschlichen Emotionen und gesellschaftlichen Vorgabe bestimmt. Genauer gesagt, die Strukturierung des Physikalischen und des Biologischen kann als Existenten, Prozesse und Zielsetzungen bestimmt werden. Diese Größen (E, N,G I) entwickeln sich im gesellschaftlichen und im Subjektiven weiter. Ihre Relationen geben eine Basis für eine Theorie des „Schönen“ und des „Nichtschönen“.

    35Das Verhältnis zwischen Mensch und Gegenstand ist eine Wechselbeziehung zwischen allen Eigenschaften des Subjekts und des Gegenstandes. Für die ästhetische Bestimmung werden dabei neben den Sinnen, die Emotionen mobilisiert.

    36Es geht uns nun darum, die Übergänge von den Eigenschaften der Dinge, der Natur oder auch anderer Menschen zu den genaueren Bestimmungen von Sinnes-Wahrnehmung und der Gefühlswelt zu bestimmen.

    37Selbstverständlich sind diese Wechselbeziehungen zugleich auch dynamische Prozesse, die eben dadurch auch verändernd wirken, so zum Beispiel das menschliche Vermögen für Ästhetisches… entwickelnd, verbessernd, oder es differenzieren kann.

    38Obwohl dem ästhetischen Urteil natürliche Strukturen zugrunde liegen, ist zwischen der physikalischen und biologischen Seite und dem emotional-begrifflichen Urteil über die Sinneseindrücke eine tiefe Kluft, die wir allerdings – woanders – zu überbrücken suchen.

    39Die Methode der Sinne arbeitet nach dem G-N-Schema: Etwas (E) wird als vorhanden, als existent gesehen oder gehört, wobei „G“ die Gleichsetzung zwischen Wahrgenommenem und dem Wahrnehmenden ist. Wenn das nicht nicht das Fall ist, gilt N, die Negation. Von daher kommt in der an die Sinnestätigkeit sich weiterhin anschließende Gehirntätigkeit die Unterscheidung in „schön“ und „nicht-schön“ zustande sowie von „N/G“ als die Übergänge und die vielen möglichen Abstufungen zwischen den beiden extremen Urteilen. Von der allgemeinen Emotionalität, in ihrem Wechselbezug zur biologischen Seite des Menschen, werden jene Interessen, Willens- und Zielfunktionen (I) eingebracht, die als individuelle Ii oder als kollektive Ik im ästhetische Urteil eine Rolle spielen. Die Gehirntätigkeit koordiniert dabei die zueinander passenden E mit den I und den N und G, zu den I/N/G/E-Grundrelationen, welche zum Beispiel auch das für den ästhetischen Bereich methodisch wichtige hermeneutische Verstehen modelliert.

    40Die Projekte und Probleme der Ästhetik-Phase (Ä) wird von uns mit Hilfe unserer Philosophie analysiert und das heißt auch, in den Wechselbeziehungen mit allen anderen Phasen.

    41Dadurch wird die Ä sowohl von den „realen“ Seiten der Wirklichkeit, wie es die Natur und hier die naturwissenschaftlichen Details sind, und von den Phasen, die methodisch und den Inhalten nach als geistige Bereiche und deren Wissenschaften gelten. Mögliche Konstitutionen werden also komplex von diesen Phasen bestimmbar. Dadurch wird umgekehrt die ä. emotional-intelligible Erfassung der Wirklichkeit zu einer wichtigen Methode zu Erkennung der Wirklichkeit. Durch eine gesellschaftlich-historische Auswahl der für die Konstitution der Ä relevanten Phasen wird die „Reichweite“ der Ä und der ä. Methodik begrenzt, aber eben auch durch gesellschaftliche Übereinkunft, meist stillschweigender Art, beliebig ausgeweitet.

    42Aber für uns ist es wichtiger, den Grund für die Möglichkeit jener Wechselwirkung mit anderen Phasen also deren Wissenschaft kennen zu lernen.

    43Traditionell wird Ä dadurch sprachlich, begrifflich beschrieben, dass eine identisch durchzuhaltende Bestimmung nicht möglich ist, es vielmehr um irgendwie geartete dynamische, relationierende, wechselbeziehende Entitäten geht.

    44Wir versuchen die Kunstgegenstände und die zugehörige theoretische Reflexion, die Ä, ihre unterschiedlichen Facetten und Probleme durch das Zusammenspiel von hoch entwickelten Natur-Erscheinungen und von Sprachmöglichkeiten darzustellen. Dabei ist der Übergang vom biologischen Teil der Natur – das Gehirn zum Beispiel – und die menschliche Psyche, die Emotionalität vor allem, entscheidend, um eine „Definition von Ä zu geben.

    45Die „philosophische Ästhetik“ (Ä) kann mit den anderen philosophischen Disziplinen und mit den Einzelwissenschaften und dem Alltagsleben der Individuen und der gesellschaftlichen Kollektive verbunden werden. Wie diese jedoch genauer und systematisch getrennt und verbunden sind, kann nur durch eine wissenschaftstheoretische Systematik geklärt werden.

    46Die eher hinführenden Erklärungen, wie zum Beispiel Ä als „Erkenntnis durch sinnliche Wahrnehmung“, beziehen sich zwar auf andere Phasen, lassen aber weder die Analyse dieser Phasen noch die Eigenart der Unterschiede und der Übergänge erklären. Dieser geballten Häufung von sich gegenseitig stützenden „inhaltlichen“ Aussagen stehen extrem einfache formale Erklärungen zur Seite, zum Beispiel „Ä sei chaotisch in den Vorstellungen und Erklärungen, eine eher gefühlte Einheit aus unsystematisierbaren widersprüchlichen Erscheinungen und Prozessen“.

    47Die Wissenschaften und die Disziplinen der Philosophie sind von einander heute nicht mehr sinnvoll abgrenzbar, genauer gesagt, sie sind zugleich abgrenzbar wie auch aufeinander bezogen. Für die Ä heißt das, sie vereint prinzipiell alle anderen Phasen in sich; das ist bei allen Wissenschaften etc. so der Fall. Jedoch gibt es eine Auswahl relevanter Nachbarwissenschaften und philosophischer Disziplinen. Diese Auswahl ist ein Ergebnis der allgemeinen Entwicklung, das man Geistesgeschichte nennen muss. Für die Ä sind die wichtigen Wissenschaften die Psychologie und die Gesellschaftswissenschaften. Die Erkenntnistheorien werden philosophisch für sie ebenfalls wichtig.

    48Das für uns Entscheidende ist aber nun, dass wir in diesem Fundierungsverfahren noch weiter gehen und erst mal diese Einzelwissenschaften in ihrer Sprachlichkeit auf wenige abstrakte Elemente reduzieren. Damit ist ein Anschluss an andere Wissenschaften, die auch die Umgangssprache nutzen und als Anschluss an philosophische Systematik möglich. Zum anderen kann man die „Willkür“ der Sprachen und auch der abstraktesten sprachlichen Strukturen und Prozesse dadurch erklären, dass man eine Verbindung zu ferneren Bereichen wie die Physik und Mathematik herstellt. Ein Nebeneffekt ist dann daraus der, dass die auffallenden Zusammenhänge zwischen den einzelnen philosophischen Disziplinen, aber auch zwischen den Wissenschaften und dem Alltagsdenken auf diese Weise erklärt werden können. So wird die Ä von den Relationsmöglichkeiten der OG-Elemente zwar auch die allgemeinen wissenschaftlich geltenden logischen (N-G-E) und dialektischen (N/G) Fundierungen von Methodik nutzen, aber für ihre methodischen Eigenständigkeit wird sie sich zusätzlich auf die hermeneutischen Verfahren stützen, welche von uns als die dynamische Wechselwirkung in der I/N/G/E-Relation gut modelliert werden.

    49Die Argumente und Probleme der Ä werden wir aus den spezifisch konkretisierten Positionen der Kunst-Theorie oder der psychologischen Erkenntnis dadurch herleiten, dass wir diese praktischen und theoretischen Prozesse und Strukturen wissenschafts-philosophisch interpretieren; als OG etc.

    50Die Wissenschaftsphilosophie hat formal die Aufgabe, solche Phasen wie die Kunst und deren theoretische Erfassung, die Ä, als Einheit zu sehen, die ihrerseits wichtige Detail-Strukturen, Detailprozesse hat, und andererseits mit allen anderen Phasen, also auch den anderen Wissenschaften und philosophischen Disziplinen eng zusammenhängen. Die Ursache für die so geschilderten Zusammenhänge und Unterschiede werden von uns in der Struktur der für das allen gemeinsame physikalische Erste (S,R) und zugleich in dem für das alles gemeinsame maximal abstrakt Begriffliche (OG) gesehen.

    51Das kann an beispielhaften Problemen, Projekten der Ä gezeigt werden.

    52Wir unterscheiden wie alle Wissenschaften etc. die Gegenstände von den Methoden der jeweiligen Wissenschaften, der Alltagsbereiche etc.,

    53Um sich den Gegenständen der Ä zu nähern, muss man erkennen, dass jede Wissenschaft andere Gegenstände erforscht, bearbeitet. Für die Ä sehen wir das anders, sie kann – aus einem zusätzlichen Prinzip – alle Gegenstände „interpretieren“, mit ihnen in Relation treten.

    54Abstrakter formuliert, die Gegenstände (E) werden in den Einzelwissenschaften unterschieden durch eine allgemeine E-Entwicklung ontologischer Art. Das Elektron (E 2)ist was anderes als eine Pflanze (E 3) und diese ist anders als ihr sprachlicher Name (E 4). Dennoch hängen diese E zusammen, was man wissenschaftlich leicht zeigen kann. Die begrifflichen E 4 sind als Gefühle und Gedanken und Eigenschaften hoch entwickelt, werden aber von den OG-Elementen noch übertroffen. Uns kommt es hier auf diesen Zusammenhang als Entwicklung und als Wechselwirkung zwischen allen E-Stufen an, um beispielsweise zu behaupten, dass die Ä die wissenschaftsphilosophische Eigenart ist, alle vorhergehenden E mit den E4 zu verbinden.

    55Wir gehen von den „Prinzipien“ aus, die umfassende Zusammenhänge zum Beispiel zwischen philosophischen Disziplinen herstellen lassen, so sind sowohl in der Ethik wie in der Ästhetik freie I und E wie ihre Verbindungen I/E zu finden, aber die Unterschiede sind genau so wichtig. Sie sind unterschiedliche Entwicklungsphasen der E- I- und N-und G.

    56Wichtig ist, dass die I-Seite relativ wenige Varianten umfasst, aber die E-Seite alle vollendeten existierenden Gebilde, also zum Beispiel in der psychologischen Wissenschaft die einzelnen Emotionen, Gefühle, Ereignisse. Die Frage ist, ob man diese als „E“ kennzeichnen kann. Ja und nein; sie selbst sind „Netze“ aus vorhergehenden I, N/G und und so weiter, in die Tiefe und Breite. Aber der E-Charakter kommt eben durch die Wechselwirkung dieser Teilaspekte zustande und diese bewirken eine relative „Vollendung“, ein Gleichgewicht ihrer dynamischen Relationen, nach dem „z/w“-Modell.. Das ist ein kleines Beispiel für die allgemeine Entwicklung und ihre Verschachtelungen. Dabei erhält man den Überblick, wenn man sich für eine „Systematisierung“ entscheiden kann.

    57Die Ä ist auf eine relativ unbekannte Weise die Theorie von der Kunst, von der Schönheit und ihre methodische Seite ist die „sinnliche Erkenntnis“, die als physiologisch- psychologisches Geschehen ebenso wie die „die Künste“ oder der emotionale Kern der „Schönheit“ weiteren vertiefenden Analysen zu unterziehen. Erst dann kann die Ä im Vergleich mit den anderen philosophischen Disziplinen und auch mit den Wissenschaften als gleichberechtigt gelten und mit ihnen in eine Verbindung treten..

    58Wir nutzen dafür zunächst die abstrakteste Begrifflichkeit OG, um dann die Unbegrenztheit der möglichen E – alles Existierende kann ä. wirken – mit der der I und Ii-Ik-Relationen – zum Beispiel als Einflussnahme kollektiver Interessen auf individuelle – als Kern einer ä. Systematik zu zeigen. Später dann als von „z,w“ fundiert.

    59Der – nur kleine – Unterschied zwischen „Kunst“ und ästhetischer („ä.“) Erfahrung ist der, dass bei Kunst, das Kunstwerk und der Künstler einbezogen werden und beim ä. Erlebnis dasjenige Subjekt, welches die Stellung des „Hörers „ gegenüber dem Sprecher“, dem Künstler hat. Es eröffnet sich da ein komplexes Übergangsfeld Das ä. wahrnehmende Subjektive hat zum Beispiel seine eigenen Ii und Ei. Und das was er als Kunstwerk für sich definiert, richtet sich danach. Die geschaffene oder die natürliche Dingwelt, die alltäglichen Erlebnisse und ihre Einzelheiten werden erst zur Basis von ä. Gefühlen und Entscheidungen in welchem Maße der „Hörer“, „Betrachter“ es mit seinen Ii/Ei vereint, in Wechselrelationen bringt. Die I-Seite das Betrachters ist fundamental, sie beeinflusst, steuert zum Beispiel alle individuellen und kollektiven Handlungen, wozu auch die Arbeit gehört. Von daher gibt es eine Trennung und einen Zusammenhang zwischen geschaffenem, erarbeitetem Kunstwerk und ä. wirkendem Naturschönem. Wenn die Ä. zugleich die Theorie des „Schönen“ und die der Kunst ist, weil beides zusammenhängt. Das „Schöne“ betont die Subjektivität des Betrachters und die „Kunst“ die des erzeugenden Künstlers. Beide sind in einem abstrakteren Modell vereint, das die Ii, als Interessen der beiden erfasst und die Ei – Kunstwerk und Objekt, der die Schönheit besitzt – sowie die Methoden der Produktion der Kunstwerke und der Wirkung des schönen Objekts sowie die Methodik des Wahrnehmens der Hörer und Betrachter. Diese vielfältigen Methoden werden von uns auf die Übergangsfelder der Rz, Rw zu G und N reduziert.

    60Die theoretische Erfassung der Kunst und der Schönheit sind dadurch verbunden, dass es die Hinzuziehung der beteiligten Menschen gibt. Und zwar als handelnde Subjekte, die eigene Interessen (I), Emotionen und eigenes Wissen, Erfahrungen (E) und deren je spezielle methodische Verbindung I/E haben. Das sei am schwierigsten Punkt, der Emotionalität, gezeigt. Das „Schöne“ ist eine Äußerung der Emotionalität. Diese ist systematisch in dem Übergangsfeld von den biologisch-physiologischen Fähigkeiten des Menschen zu seinen rationalen angesiedelt. Erst wenn man diesen Entwicklungsübergang systematischer erfassen kann, kommt man der Erklärung solcher einzelnen Gefühlsausdrücke, wie es „das Schöne“ ist, näher.

    61Kurz gefasst, geht es um drei Entfaltungsstufen der I-Seite, der E-Seite und der Methodik. Im Biologischen sind es zum Beispiel die Triebe, im Rationalen die bewussten Willensakte und im Emotionalen ist es eine I/E-Wechselbeziehung, die aber als Konkretisierung durchaus analysierbar ist. Analog gilt das für die Entwicklung der E-Seite, deren biologische Formen eine grundsätzlich andere „Existenzform“ haben als die des mechanistischen-rationalen Denkens. Die Emotionalität kann beide vereinen. Von den zugehörigen „methodischen“ Übergängen und Zusammenhangsbildungen, die wir als Übergang von Rz zu G und von Rw zu N darstellen, geht dann konkreter zum Beispiel die mögliche emotionale und daher ä Strukturierung alles Wahrgenommenen in „positive“ (G) „schöne“ Wahrnehmung und „negative“ (N),das Hässliche ein.

    62Die Analyse der Vorstellungen von Kunst umfasst jene Strukturierung des „Schönen“, geht aber darüber hinaus, indem weiter Ableitungen aus den „I-N, G-E-Zusammenhängen wirken können. Jedes Detail in der Kunst ist auf diese Grundgrößen beziehbar. Die I sind die Interessen von Künstler und Beschauer. Diese können „Wünsche“ oder andere emotionale Konfigurationen als .Ziele sein, die Leistungen anstreben oder auch als abstraktes Ziel in seiner „Einmaligkeit“.

    63Das Eigenartige an der „Kunst“ besteht darin, dass diese vier OG-Elemente – in allen ihren Konkretisierungen in allen Phasen selbst oder in Relation mit anderen Größen – zum Beispiel als I/G – als Kunst verstanden werden können. Bis in jedes Kunst-Detail kann man die Vier, meist wechselwirkend, erkennen.

    64Die Kunsttheorie hat auch Varianten von „E“ und „I/E“ zu analysieren. Zum Beispiel wenn die Kunstwerke als Leistung, als Arbeitserfolg, der gesellschaftlich als Leistung anerkannt ist, gelten Das spielt beispielsweise beim Problem der Authentizität eines Werkes eine Rolle oder bei den Beziehungen zwischen Original und Fälschung. Sie künstlerische Arbeitshandlung verbindet die Ii-Zielsetzung mittels der Arbeitsmethoden mit diesem Erfolg (E), der die kreative Interessen zu kreativen Werken (eben E) verwirklicht.

    65Nicht nur hier ist die I-Kategorie entscheidend, sie umfasst auch den „Gegensatz von Schönheit“ und alle Abstufungen bis zur „Hässlichkeit“ sowie diese selbst.

    66Im Gegensatz zur E-Kategorie hat die I-Seite“„inhaltlich“ keine Festlegungen, sie ist prinzipiell maximal, sogar unendlich frei, „frei“ in jedem Sinne; weshalb es so viele Künste, Kunstrichtungen, Kunstwerke gibt, die sich alle prinzipiell unterscheiden und sei es „nur“ in den Details; und die genau aus diesem Grund in allen Künsten so wichtig genommen werden. .

    67Die I-Kategorie ist das Zentrum aller „Bewertungen“ in der Ä. sind da die beiden „schön“ und „hässlich“ wichtige Bewertungen, aber sie gelten nur als einfache Werte. Die I-Seite ist aber aus ihrer unendlich differenzierenden Vielfalt, alle Abstufungen zwischen diesem groben Gegensatz, für jeden Hörer oder Betrachter eigen zu erzeugen. Natürlich geht es nicht nur darum, dass ein Künstler seine Ii-Freiheit mit den so vielfältigen E-Möglichkeiten verbindet. Er will zugleich diese seine Ii-Wertung mitteilen, also Relationen zu den anderen Ii und zu den Ik,g,w herstellen. Das „Spannungsverhältnis zwischen den kollektiven Wertungen und dem des Künstlers wird damit von beiden I-Konkretisierungen bestimmt, zum Beispiel darin, ob ein Werk als schön oder hässlich wahrgenommen wird. Die Freiheit der I kann darauf zielen, einen Effekt zu erzeugen, eine Absicht des Künstlers zu zeigen. Das ist die Erzeugerseite, aber die Konsumenten haben ihre freien eigenen I, welche deswegen bevorzugt „schöne“ Werke akzeptieren, weil das Gesamt ihrer gesellschaftlichen Position und die historische Lage dieser Gesellschaft das erfordert.

    68Die Ursache für die derartige Freiheit, Vielfalt, Dualität und gestuften Übergänge liegt in den Rz, Rw und Rz/Rw.

    69Quer zum Gegensatz „schön-hässlich“ liegt die „Leistung“ des Künstlers. Die Leistungsbeurteilung spielt gesellschaftlich eine große Rolle, ist aber nicht direkt mit der Ästhetik verbunden. Dennoch muss man unterscheiden zwischen „Hässlichkeit“ eines Werkes aus mangelnder Umsetzung (N,G) des I/E-Handelns, also der Ii-Zielsetzung und der Zielerreichung (E) und dagegen der hässlichen Form, um die Inhalte als solche zu zeigen. Die innere Schwierigkeit dabei ist, ob die urteilende Kollektivität mit anderen Ii und mit Ik die Zielsetzung, Absicht, Hoffnung etc. des Künstlers versteht und sogar teilt. Oder ob stattdessen die Leistung handwerklicher Art allein beurteilt wird.

    70Die Begriffe „schön“ und „hässlich“ sind „sprachliche“ und als solche sind sie im z/w-Bereich als „Zentren“ von fast unbegrenzt vielen Einfluss nehmenden anderen Phasen zu verstehen. Diese Relationierungen spielen sich im Subjekt ab, sind aber auch „systematisch! Nachvollziehbar. Je nach den zusätzlichen Wechselwirkungen mit den subjektiven Ii und dessen Wissen, Erfahrung (E) kann man jeden Begriff mehr oder weniger quantitativ abstufen und mit anderen Begriffen verbinden. Diese emotionale Arbeit ist bei den einzelnen Subjekten unterschiedlich. Hier kann man zum Beispiel „sehr schön“ von „nicht hässlich“ als sprachliche Beurteilungen sehen. Die leichte inhaltliche Variation besteht darin, weitere Phasen hinzu zu ziehen, zum Beispiel die Emotionalität betonend, als ein „ausdrucksstarkes oder „erhabenes“ oder „poetisches Kunstwerk lobend. Zum Beispiel kann man auch das Hässliche abschwächen. Indem man die inhaltliche Seite leicht variiert, als ein „langweiliges“,oder „seichtes“ oder kitschiges“ Kunstwerk bezeichnend.

    71„Ä“ ist erstens prinzipiell durch E, I und N, G darstellbar. Zum Beispiel „G“ als „Gleichheit“, dynamische Selbstidentität.

    72Dazu kommt, dass zweitens diese vier OG-Elemente je als ontologisch etc. entwickelte gedacht werden, zum Beispiel für G, dass schon die Rz-Funktionen im Biologischen und dann im Emotionalen wirkend einbezogen werden, in das „Projekt Ä.“. Die ontologische E-Entwicklung konkretisiert die Eo bis E4. Und die I-Entfaltung nutzt Rz, Rw bis zu den Ii,Ik,g,w in ihrer konkreten Vielheit.

    73Schließlich gibt es drittens die Relationierungen aller dieser Größen, und zwar wiederum im Konkreten als die Kunstwerke – die dann zum Beispiel als I/G-Relationen gelten können – und im Theoretischen als die Ästhetik.

    74Mit Baumgarten geht es in der Ästhetik um die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung und Erkenntnis. Diese Definition ist so weit, dass man nicht nur das Schöne oder auch nicht nur die Kunst darunter einordnen muss, sondern eigentlich alles das, was auf dem weiten Feld zwischen Gegenständen, Personen, Ereignissen und den diesen fühlend-erkennend gegenüber stehenden Personen. Die weitere Analyse zeigt, da tun sich Übergänge unendlicher Wechselwirkungen auf, zwischen Subjektivität und Gegenstand einerseits und zwischen Wahrnehmung, Emotionalität, Kognitivität, Rationalität, Erfahrung, Erinnerungen, Trieb-und Willensfunktionen und so weiter. Man kann dieses „Netz“, das sonst wenig von den Einzelwissenschaften überschaut wird der Ästhetik zurechnen. Die Psychologie beschäftigt sich mit Ausschnitten, so mit der sinnlichen Wahrnehmung, aber diese ist für die Ästhetik nur ein Teil dieses Netzes.

    75Die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung ist für die Ästhetik wichtig. Sie hat unterscheidbare Seiten, welche wir im einzelnen weiter analysieren. Die physikalische Seite ist die Wirkung elektromagnetischer Felder in Wechselwirkung mit anderen Formen der Elektrodynamik in den biophysikalischen makromolekularen Strukturen. Zum anderen ist es der Übergang von emotionaler zu rationaler Wahrnehmung, welcher genauer zu untersuchen ist. Wir gehen nun davon aus, dass diese beiden Ebenen der sinnlichen Wahrnehmung Abschnitte eines sie beide miteinander verbindenden „allgemeinen Entwicklungsprozesses“ sind. In der Ä reicht diese Entwicklung noch über die Gefühle und die kognitiven Fertigkeiten eines Menschen hinaus und schließt z.B auch gesellschaftliche Funktionen ein.

    76Um solches umfassende Zusammenspiel dieser wichtigen Phasen und Wissenschaften zu leisten, kann von einer erkenntnistheoretisch und ontologisch sehr einfachen Grundstruktur ausgegangen werden. Das ist bei uns E, I, G, N, an die wir gelangen, wenn wir parallel die erste Physik analysieren und dabei auf die dual unterschiedlich gerichteten Relationsgrößen (Sz,Sw, Rz,Rw) und auf deren Konkretisierung als die Basis der vier physikalischen Standardkräfte verweisen.

    77Was aber ist dabei das Ästhetische ? Die sinnlichen Wahrnehmungen werden in ihrer inneren Entwicklung von der Physik bestimmt, dabei über die biologischen, physiologischen Entwicklungsstadien (ZNS) zur emotional-rationalen Verbegrifflichung den gleichen Weg gehend wie den von den S-R-Aspekten zum OG. Aber in allen konkreten Bereichen herrscht nun zusätzlich eine Wechselwirkung aller dieser in der geschilderten „allgemeinen Entwicklung“ erzeugten Phasen. Konkret heißt das, die sinnlich-emotionalen-rationalen Teile und Übergänge der Entwicklung werden von den freien I und E des OG überformt. Und diese I und E können so sein, dass es das Wahrnehmungserlebnis einer Person, deren Ii als ihr Interesse etc. ist, und das Ei ihre Erfahrungen und fantasierten Wunschvorstellungen sind, welche Wechselbeziehung beider das Ganze zu einer ästhetischen Wahrnehmung macht. Die ä Qualität ist formal die Wechselwirkung:

    78Die Ansicht, dass jedes ä Erlebnis mit Sinneswahrnehmungen verbunden sein muss, ist zu kurz gegriffen. Das soeben erwähnte „Ganze“, das das Ä begründet, besteht hier darin, dass alle Wahrnehmungen mit allen Sinnen, zum Beispiel aber auch mit dem kognitiven Vermögen und mit der Phantasie sowie mit deren Wechselbeziehungen und den Zusammenhängen jener einzelnen psychologischen Fähigkeiten und deren physiologischen Gehirn-Strukturen beteiligt sind. Uns interessiert hier vor allem aber, dass die Zusammenhänge durch die grundlegende Gemeinsamkeit ermöglicht wird, bei der es von den Rz, Rw zu den OG-Elementen kommt.

    79Die Ästhetik ist daher einerseits durch jenen Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“ verständlich zu machen wie durch dessen einzelne Konkretisierungen. In literarischen Texten können die Sinnesqualitäten sinnlich-emotional wirkende Rhythmen sein, es sind dort aber neben den sinnlichen ä Qualitäten vor allem solche, die mit kognitiven Fähigkeiten verbunden sind. Für uns stellt sich die Frage, wie Sinnesqualitäten und solche der Reflexion eine Einheit bilden können, die als ästhetischer Eindruck wirkt. Allgemein ist das der Zusammenhang, den die „allgemeine Entwicklung“ zwischen biologisch-emotionalen und kognitiv-abstrakten Fähigkeiten des Subjekts herstellt. Im Besonderen geht es aber in der Ä darum, dass derart viele Phasen in dieser ä Phase vereint werden.

    80Was grenzt das Ä ab gegenüber „nicht-ästhetischen“ Sinnlichem und gegenüber Bereichen, Phasen, die nicht zur Ä gerechnet werden?

    81Eine Definition, Kurzbeschreibung von Ästhetik ist aus prinzipiellen Gründen nicht möglich. Denn solche theoretische Erfassung muss erkennen, dass das Schöne an den Eigenschaften der Gegenstände eine individuelle Erfahrung und Bewertung emotionaler Art ist, welche sich mit unbegrenzt vielen anderen Entscheidungen von Mitmenschen zu einigen hätte, wollte man jene erforderliche „Kürze“ einer Definition erreichen.

    82Diese Einbettung in die sehr vielen Endlichkeiten menschlicher Lebensräume ist die starke Seite der Ästhetik. Sie führt zum Beispiel auch zur subjektiven oder kollektiven Entscheidung, etwas in diese z/w-Varianten als „abgeschlossen“ und damit als „vollendet“ zu bewerten.

    83Unsere Basis, hier in der Analyse der Kunst, stützt sich auf die maximal abstrakten Rz und Rw, welche im QM die z-w durch Rw auseinander halten und in der z/w-Phase durch Rz jene enge Kohäsion schaffen. Das spielt sich höchst entwickelt auch in den Sprachen und Wissenschaften, hier in der Ästhetik ab, wo allerdings nicht mehr Rw und Rz wirken, sondern die G als Verbindung, Relationierung der vier OG-Elemente zu den sprachlichen Größen, sowie anstatt Rw nun N. Auf N stützt sich dann jene ästhetisch-emotionale Entscheidung, auf welche die maximal isolierten, einfachsten Größen sich stützen. Und auf hochrelationierte Erscheinungen (Barock), welche als konkrete durch Rz verbunden sind und theoretisch durch G, stützt sich eine andere ästhetische Wahrnehmung, von dem was als „schön“ empfunden wird.

    84In der Realität wirken stets „Rz/Rw“, was die Entscheidung, was schön oder hässlich sei, sehr erschwert.

    85Derart einfache Gebilde sind zum Beispiel auch in der Logik, Mathematik, Geometrie . Dort und bei allen „einfachen“ – meist grundlegenden Phänomenen – werden als ästhetisch als „schön“ empfunden. Auch die Freiheit von Objekten, welche also ohne jede Relationierung sind, gehören in solche Bewertung.

    86Anders ist es bei Hochrelationierungen. Was nun in beiden Prozessen, in welchen Bereichen und Kontexten auch immer, als schön oder nicht als schön empfunden wird, ist durch zusätzliche Ii und gesellschaftliche Ik.Ig mit bestimmt.

    87Ein Versuch, das zu definieren, was ein ästhetisches Ereignis, Erlebnis, Eigenschaft, Gegenstand sei schlägt den richtigen Weg ein, möglichst viele verwandte Phasen und Begriffe zur Herstellung eines zentralen Begriffes heranzuziehen. Da es aber nicht nur formal um solche Relationierungen gehen kann, muss man konsequent sein und „grenzenlos“ („potentiell unbegrenzt“) weiter relationieren. Man darf zum Beispiel nicht das ästhetische Erlebnis durch den ästhetischen Gegenstand definieren und dann sogar im logisch unerlaubten Kreisschluss den Gegenstand durch das Erlebnis. Die Logik wird aber in solchen Phasen, Bereichen wie in der Ästhetik ganz an den Rand gedrückt. Vielmehr geht es dort darum, weitere und relevante Inhalte von Bereichen wie der Psychologie und dem Sozialen und der Geistesgeschichte einzubeziehen. Aber wo ist dabei die Grenze der unbegrenzt möglichen Relationierungen mit anderen Bereichen und Wissenschaften, die das Subjekt in seinen ästhetischen Wahrnehmungen und Bewertungen tangieren? Um das zu „ordnen“, bedarf es zusätzlich und „zugleich“ der Reduzierungsarbeit an diesen Wissenschaften, zum Beispiel an der Psychologie oder auch der Kunstgeschichte. Das geschieht durch die schrittweise Reduktion auf die OG-Elemente (E, I, G, N), aber eben nicht radikal, sondern so, dass ästhetische Wahrnehmung, Gegenstände, Ereignisse etc. dabei gebildet werden können.

    88Wenn es diese Reduzierung nicht gäbe, könnte man in keiner Theorie etwas erreichen. Damit aber wird das wertende, auswählende menschliche Subjekt und seine emotional-rationale Seite hervorgehoben und genau das ist für die Kunst-Theorie wichtig. In die subjektive Emotionalität (I/E) gehen Gesellschaftliches etc. und historisch Gewordenes wiederum in unkontrollierbarer aber vielfacher Weise ein. Auch das ist gerade für die ästhetische Empfindung maßgebend. Jetzt wird also durch diese beiden Assoziationen, die bewusste rationale und die emotionale, eine Art Grundlage für die Analyse von ästhetischen Eigenschaften und Erlebnissen gelegt. Man könnte jetzt als Erklärung was ästhetisch sei, Beispiele angeben, die allgemein als „schön“ gelten. Das wäre aber ein Kreisschluss, der nur deshalb legitim ist, wenn man vermeiden will, die Phase der „Kunst“ zu verlassen. Aber die allgemeine wissenschaftsphilosophische Erklärungs-Strategie bezieht auch zumindest die jeweils benachbarten Phasen mit ein. Das sind beispielsweise die Biologie, die Geschichtlichkeit, die Gesellschaftlichkeit des Subjekts. Mit dem Verlassen der Phase der Ästhetik werden dann aber die Erklärungen ästhetisch „ungewohnt“ und damit mit einem gewissen Recht „relativierbar“. Dennoch gilt, dass zum Beispiel das „Schöne“ stark wirkende Relationen zur biologischen Erhaltung des Subjekts und der Kollektive hat. Eine solche „materialistische, naturalistische Erklärung ist möglich, weil der Zusammenhang aller Phasen grundlegend ist (Rz), jedoch zugleich von der Rw-Trennungsfunktion die allgemeine Höherentwicklung wirkt, welche den Bereich der Ästhetik über die benachbarten Phasen mit ihren konkreten und theoretischen Seiten abhebt.

    89Die Komplexität der vermeintlichen Einheit „Ästhetisches“.. oder speziell.. „Schönes“,.zeigt sich bereits darin, dass es um die Schönheit als „Eigenschaft“ eines Gegenstandes gehen kann und zugleich um das ästhetische „Erlebnis“ des betrachtenden Subjekts. Mit diesen beiden „Dimensionen“ sind nun aber sehr viel weitere Bereiche einbezogen, so die menschlichen Wahrnehmungen und Emotionen. Es kommt dann darauf an, wie man die Verbindung zwischen der natürlichen „Eigenschaft“ des Gegenstandes und dem emotional-rationalen Vermögen eines Menschen zu verstehen hat. Dazu kommen weitere „Dimensionen“.. zum Beispiel das gesellschaftliche Einverständnis, was „schön“ sei, etc. Wir versuchen das mit Hilfe der „allgemeinen Entwicklung“ und der OG-Elemente zu systematisieren.

    90Erlebnisse und Eigenschaften kann man auf subjektive Interessen, Zielsetzungen, Motivationen („I“) einerseits und auf die empirisch wahrgenommen Existenzen (E) von Gegenständen oder Situationen zurück führen. Beides muss irgendwie verbunden werden, um jenen Charakter einer Einheit zu haben, den das Subjekt als „Erlebnis“ hat Was aber ist das Einzigartige an ästhetischen Eigenschaften und Erlebnissen? Es geht da um eine Auswahl unter den E und den I, welche von jedem Subjekt als Ii und zugleich auch von Kollektiven und Ik,g getroffen werden. Alle „Eigenschaften“ haben den I/E-Charakter. Wenn das einzelne Subjekt die Unterscheidung zwischen Nicht-ästhetischem und Ästhetischem trifft, dann ist das in erster Linie dessen zusätzliche Ii-Bewertung von E- Gegenständen und ähnlichem. Eine solche Ii/Ik,g-Bewertung und auch diese E-Gegenstände sind zwar völlig beliebig wählbar, jedoch gesellschaftlich, (Ik,g), gibt es eine Vor-Auswahl. In dieser werden den Dingen und ihren Zwecken überwiegend praktische Zwecke utilitaristisch zugesprochen, wodurch sie für mögliche ästhetische Ziele (Ii,k,g) „voreingenommen“ sind.

    91Wenn man sagt, dass ein Gegenstand „schön“ ist, dann eröffnet man mit dieser „Information“ für andere einen bestimmten Bereich, den des Ästhetischen. Aber sobald nun Diskussionen über den Gegenstand aufkommen, zeigt es sich, dass jedes beteiligte Subjekt etwas andere Emotionen dazu hat. Wir systematisieren das so, dass in der notwendigen gemeinsamen I k,g/Ek,g-Relation, die ja aus den vielen einzelnen Ii und Ei entstanden war, nun die einzelnen Ii und Ei wieder jeweils ihre eigene Betonung erhalten.

    92Das individuelle ästhetische Urteil setzt sich aus unbegrenzt vielen Ii als bewusster Wertung und Ei als je vorhandenem Wissen zusammen. Zur Ii-Seite können zum Beispiel auch die biologischen R/I gehören, meistens sind es aber Ii-Interpretationen als Relationen mit anderen I, mit Ik und Ig, was der Partner meint, die Familie, die Gesellschaft.

    93Wir gehen nun noch einen Schritt weiter, wenn wir die formalen Voraussetzungen der „Subjektivität“ einbeziehen. Die maximal eng und dynamisch auf sich bezogene „z/w“-Phase erreicht in der menschlichen Subjektivität, vor allem in der Einheit aus biologischem Hirnorgan und dessen Leistungen eine tendenziell unendliche Verstärkung in diesen ihren „Selbstbezügen“. Für die allgemein verstehbare Beschreibung dieser „biologisch- emotional-rationalen“ Wechselwirkungen besteht da keine verbindliche einfache Darstellungsmöglichkeit. Jedes ist darin nur für sich selbst „verstehbar“, jede Vermittlung müsste die Abgründe zwischen den E und den I überbrücken können. Das ist ein Hauptproblem für jede Ästhetik. Der tiefere Grund liegt in den leeren Unendlichkeiten jeder der acht beteiligten metaphysischen Grundgrößen, S, R, OG. Der dritte metaphysische Pol, „z/w“, dieser „zu“ den Relationen der OG-Elemente sowie jede endliche Entität und vor allem die Subjektivität sind zwar durch die Relationierungen nicht mehr „leer“, aber sie werden aus ihnen erzeugt und hängen dadurch immer auch mit diesen zusammen.

    94Bekanntlich ist jede Beschreibung eines Gegenstandes durch eine Person geprägt von den als minimale Begriffe an zu sehenden E, die Existenz des Gegenstandes – eventuell in der vorgegebenen Raumzeit – und implizit von der Verneinung seiner Nichtexistenz (N) sowie von der dynamischen auf sich zielenden (I) Selbstidentität (G).bestimmt. Damit sind aber die OG-Elemente genutzt, und zwar als getrennte (Rw). Die andere Seite jeder Beschreibung“ ist die unbegrenzte Rz-Relationierung aller relevanten anderen Phasen. Zum Beispiel von den Eigenschaften, Erfahrungen, Gefühlen, dem Vorwissen der beschreibenden Person, und meist verborgen enthaltend, die Relationen und Wirkungen, verändernden Entwicklungen, welche der Gegenstand und das Beschreibungshandeln auslöst. Dass hier der maximalen Rw-Trennung E-G-I-N die möglicherweise unabschliessbare Relationierung zur Seite steht ist eine Folge der QM-Ordnung.

    95Ästhetische „Eigenschaften““ sind abhängig von Existenz-Varianten. Deren „Gültigkeit und Bedeutung wird von den Eigenschaften und zugleich von Urteilen, Bewertungen, also I-Varianten, zum Beispiel als Ii oder Ik, bestimmt. Die Eigenart der ästhetischen Urteile wird nicht nur von diesem formalen Wechselverhältnis „I/E“ bestimmt. Vielmehr werden durch die Auswahl bei der Beurteilung einem Gegenstand (E) eine oder mehrere weitere Phasen hinzugezogen. Sie „vermitteln“ zwischen dem Gegenstand – das kann jedes Existierende sein – und dem subjektiven oder kollektiven Urteilen, Werturteilen. Die wichtigste Phase ist dabei die der „Emotionalität“, der individuellen und sozialen Gefühle. Diese werden aber nun ihrerseits von weiteren Phasen beeinflusst, zum Beispiel von Wertungen und Zielen in biologischen oder ökonomischen Überlegungen. Diese Kette und die Verschachtelung der Phasen (als z/w-Quantenphasen…) bestimmt alles endlich Seiende. Aber wie kann man die ästhetischen Eigenschaften beurteilen, wie ist da Gültigkeit verbürgt? Was ist das Besondere in der Bedeutung des Ästhetischen? Wenn über einen Gegenstand ein ästhetisches Werturteil gesprochen wird, dann kann das nur aus dem Zusammenspiel der Ii,k der beteiligten Personen im Verhältnis zum E, der Wahrnehmung und dem Wissen dieser Personen in Hinsicht zum bewertenden Gegenstand sein. So entsteht eine „praktikable“ I/E-Form. Sie enthält mit E und G zwar die „Wahrheit“ der Wertprädikate, aber die Wahrheit gilt nur für die Beteiligten. Die I/E-Form wird zugleich nur die Gefühle jener Personen vertreten. Für die Komplexität dieser Gefühle stehen hier erst mal nur die „I“. Wenn nun kein gemeinsames Ik/Ek zustande kommt, dann setzt das ein, was für die I-Seite kennzeichnend ist, die grundsätzliche Unterschiedlichkeit der „I“, sie zeigt sich hier im Ästhetischen greifbar.

    96Bekanntlich ist die Feststellung von Schönheit oder von Hässlichkeit formal stets an die sinnliche Wahrnehmung gebunden und nicht oder kaum an eine reflektierende Schlussfolgerung gebunden.

    97Diese „formale“ Bestimmung ist schon mal ein erster Schritt zu einer „Objektivierung“ des Ästhetischen. Durch das physikalische elektrodynamische Feld und dessen Wirkung auf das biologische Gehirn ist ebenfalls eine objektive Basis, Ausgangslage erreicht. Wie stets gilt, die Wirkungen im Gehirn sind entscheidend. Aber was ist das Spezielle bei der ästhetischen Wahrnehmung und Wechselwirkung im Gehirn. Sind es die emotionalen Prozesse mit deren speziellen Ii,/Ei?

    98Die „E“, die als als ästhetische in Frage kommen, können materielle Gegenstände sein, aber auch Gebilde des Bewusstseins. Beide gehören zu den z/w-Relationen, aber auch die isolierten Vorstellungen der beiden metaphysischen Pole (Eo, E4, I, N, G) zählen wir dazu. Von dieser Zweiteilung leiten wir zwei formale Analyseweisen für das Ästhetische ab. Das ist die aus den z/w-Phasen, die ästhetische Wirkung aus Relationen und unbegrenzten Kombinationen. Und aus dem Bereich der unendlich Isolierten kann Ästhetik – sei es schön oder unschön – aus deren Einfachheit und Leere gewonnen werden.

    99Fast alles Denken ist auch von Emotionen begleitet. In einer umfassenden „Handlungstheorie“, hier im Denkhandeln, analysieren wir die Handlung als Wechselbeziehung von „I“ als Interesse, Zielsetzung, Motivation des Handelnden und als Relationen der G und N als Denkmethoden (N-G zu N/G) ausstattet, welche Hilfsmittel heranzieht (vorgegebene E´) – Worte, Werkzeuge, etc. – die in Wechselwirkung mit den Methoden die Zielsetzung als neues Gebilde (E) verwirklicht. Solche Handlungen können auch als „Erlebnisse“ oder als „Erfahrungen“, „Einstellungen“ sprachlich variierend dargestellt werden, an dieser Stelle als ästhetisches Erlebnis. Die Unterscheidung zu nicht ästhetischen „emotionalen Handlungen“ betreffen wieder die wesentlichen Gehalte der I und E sowie der Herstellungsmethoden.

    100Wir basieren die ästhetische Vorstellung formal auf die Unterscheidung der isolierten emotional-rationalen menschlichen Empfindungen wie sie im OG erscheinen von den relationierten und damit ohne Grenze kombinierbaren jener isolierten Grundgrößen. Die „inhaltliche“ Seite ist dann die sich durch alle Phasen, Wissenschaften bis Lebensphasen ziehende „allgemeine Entwicklung“ der E- I- N- und G- Konkretisierungen. Da sei beispielsweise an die Ästhetik einfacher und einfachster Strukturen in mathematischen Gesetzen oder geometrischen Gebilden erinnert. Während zum Beispiel die Ästhetik des Barock mit den unbegrenzten Kombinationen von Relationen oder die Musik mit inhaltlich anderen E/I und I/N/G-Prozessen Beispiele für jenen anderen Brennpunkt des ästhetischen Empfindens sind.

    101Wichtig ist aber nun dabei, dass die inhaltliche Seite – E,I,N,G-Relationen – in Wechselwirkung mit den menschlichen emotional-rationalen Fähigkeiten steht. Das aber ist deshalb als eine spezifische „Einheit“ gestaltet, weil sich beides und nun gemeinsam auf die biologisch.emotionalen und abstrakten Formen der vier OG-Elemente bezieht. So können sie als Emotionen durchaus auch psychologische Abstufungen von Freude und Angst etc. sein.

    102Die prinzipielle Ausweitung auf letztlich alle möglichen menschlichen Erlebnisse, kann von allen Wissenschaften und vom Alltagsleben „überformt“ werden und auf diese Weise deren Methoden und Inhalte ebenfalls ästhetisieren. Hier wie auch in der „Kultur“ kann man dennoch zwei Positionen unterscheiden, die eher künstlerischen und die eher anspruchslosen alltäglichen. Wie kann man…das unterscheiden? Es sind die Zielsetzungen, welche zu Abstufungen und Unterscheidungen führen können. Sie überformen und gestalten die große wechselwirkende Menge von Erscheinungen aus den Phasen. Es geht dabei um die Ii des Autors, Künstlers und dann aber auch um die „I“ der Hörer, Leser sowie die der Gesellschaft insgesamt. Diese „I/I-Relationen“ bringen in ihrer Wechselbeziehung eine Reih von Schwierigkeiten aber auch Chancen mit sich. Beides ist in Rz-Rz, Rw-Rw als Unendlichkeiten angelegt und in „Rz/Rw“ als die Möglichkeit zur Bildung einer gewissen ausgleichenden Statik zwischen den beiden prinzipiell entgegen gerichteten und zudem dynamischen „I“.

    103Nicht nur diese Probleme, welche auch solche der Freiheiten des Irrtums oder der Ablehnung der Autoren-I sein können, zeigen sich dann in der daraus entwickelten „Ästhetik“, sondern zusätzlich auch die der „I/E-Relation“. Solche Wechselwirkungen zwischen beliebigen Existenzen (E) und dynamischen beliebigen Interessen, Zielen (I) bilden weite und wichtige Phänomene, die sprachlich zum Beispiel als Sinn, Sinngebung benannt werden können.

    104In denjenigen Arbeiten, allgemein als „Handeln“ und im zugeordneten hermeneutischen Verstehen der so erarbeiteten Kunstwerke werden jene E und I bewusst oder nicht erzeugt. Die dabei vom Künstler angestrebten Ii, seine Motive werden mit den E-Varianten, zum Beispiel seinen Materialien, Hilfsmitteln, seinem Wissen, kombiniert. Dabei kann das bewusst auf Wirkungen beim Betrachter o.ä. abgestellt, abgestimmt werden oder eben auch gerade nicht, das lässt die übergreifende Möglichkeit der Freiheiten zu, welche die Ästhetik grundlegend prägt und die von den freien isolierten metaphysischen Basiselementen Rz, Rw, I, E, N und G vorgegeben sind. In der „Alltagsästhetik hat man dagegen viel öfter den Fall, dass eine Sinn-Erzeugung oder eine Emotionalisierung („I/E zu N/G-Variante“), also eine Ästhetisierung nur durch das Verstehen, die Interpretation des Betrachters der normalen, profanen, vertrauten und zufälligen Gegenstände erfolgt.

    105Weil der Mensch alle Gegenstände wahrnehmen kann, und weil er sie alle durch sein Ii bewerten kann, und weil die Wahrnehmung alle seine Sinne übernehmen können, hat man die Möglichkeit, die „Ästhetik“ formal in jenen Bereichen zu beschreiben, sie ist in dieser Hinsicht tendenziell unbegrenzt vielfältig.

    106Umstandslosere Darlegungen, was Ästhetik sei, werden erst mal vereinfachend sagen müssen, dass es formal viele Zugänge gibt, darunter nicht nur die der Empirik. Diese Zugänge sind die, welche alle Gegenstände überhaupt betreffen, aber auch jene von bestimmter Art, zum Beispiel als die Ästhetik der Audition.. (Musik/Instrument),der Sprache (Literatur), der Kleidung (Mode), des Wohn-und Siedlungswesens (Innen-, Haus-,Stadt-und Landschafts- Architektur-Ästhetik).

    107Man kann sogar soweit differenzieren, dass sich speziell mit einzelnen Gegenständen ästhetisch beschäftigt werden kann. Ein einzelnes Kunstwerk oder allgemeiner, ganze Bereiche unter ästhetischen Gesichtspunkten zu beschreiben und zu bewerten, heißt jedes mal, es geht darum, jene prinzipiell eng begrenzte Situation, ein Gegenstand, eine oder wenige seiner Eigenschaften in einem zeitlich-örtlichen Moment etc.,, zu konfrontieren, – als eine Variante der allgemeinen Relationierung (Rz,Rw G.N) – mit den weitest möglichen Zielsetzungen des Subjekts (Ii) und möglichst aller Subjekt – vor allem natürlich mit den Ii des Betrachters und Bewerters – und deren Vergesellschaftsmöglichkeiten, sowie als Relationierung mit den ebenso unbegrenzten „vergleichbaren“ E-Varianten. Dieser mehrfache „I/E-Relationismus“ ist eng verwandt mit der „Sinnfindung“ und mit dem hermeneutischen. Verstehen. Die ästhetische Methode der „Kunstkritik“ berücksichtigt – in dem „I/E/N/G“-Handeln – sehr wohl auch die E-Seite, zum Beispiel in der Beurteilung der Handlung eines Films oder der Leistungen der Künstler. Aber vor allem geht es bei Kunstkritik um die Auseinandersetzungen um die Werte. Als Verständnis eines Werkes werden ästhetische Werte diskutierbar und das stützt sich „vertieft“ auf die Palette aller möglichen I, formal von Ii bis Iw, inhaltlich auf alle I, welche der Alltag, die Natur und die Wissenschaften haben. Da die I/I-Relation, also hier die mögliche gesellschaftliche Diskussion über Kunstwerke, prinzipiell schwierig ist, müssten anstehende Diskurse wp fundiert werden. Es ist auffällig, dass diese Ii/Ii-Konstellation oft ohne Probleme ist, wenn der Kunstkritiker zugleich eine eigene Philosophie vertritt.

    108Was ist „Kunstkritik“? Kritik ist seit Kant eine Umschreibung der Aufforderung, in Sachverhalte immer weiter und tiefer in die Details einzudringen, immer genauer alle Qualitäten eines Werkes zu finden. Das ist eine Variante der „allgemeinen Entwicklung“, hier nun bezogen auf das Verhältnis vom Subjekt zum Kunstwerk. Dabei bildet sich unvermeidbar eine Wechselbeziehung zwischen den Eigenschaften des Werkes und denen des Menschen, seinem Wissen und Erkenntnissen (E) und seinen Ii. Solche „Ii/Ei-Relation ist stets auch Basis für „Emotionalität“. Die allgemeinen wp fundamentalen „I/E-Verhältnisse“ werden hier in der Kunstphilosophie schnell konkretisiert und individuiert. Ein ästhetisches Werturteil entspricht dann formal einzelnen Gegenständen in anderen Phasen. Gemeinsam haben alle solche „Einzelnen“, dass sie durch Rw getrennt sind, aber jederzeit durch Rz auch wieder „vereint“ werden können. Diese doppeldeutige und zweifach dynamische „Rz/Rw“-Situation macht, hier zum Beispiel, Diskurse über Schönheit unabschließbar.

    109Diese Möglichkeit ist grundlegend für unterschiedliche Ansätze von Kultur und hier von Kunst. Es eröffnet unterscheidbare theoretische Zugangsweisen, zum Beispiel über ethische und sprachliche Theorien. Zugleich lassen sich diese wegen der gemeinsamen Basis aber auch zueinander in Beziehung setzen. Die Kommunikation in derart vielfältigen und komplexen Netzen wird von uns mit Hilfe der Hermeneutik begleitet. In der Wechselbeziehung „E/N/G/I“ mit Betonung der methodische N/G zu N-G, werden wiederum die vier OG-Elemente verwendet, welche in den inhaltlichen Seiten aller Kulturen und an ihnen beteiligten philosophischen Disziplinen das Fundament bilden.

    110Diese verschiedenen Konzepte sind deshalb substantiell und konkret möglich, weil mit dem OG alle in der Entwicklung vorhergehenden und konkret identifizierbaren E und I sowie alles Methodische als Übergänge, Wechselbezüge zwischen Rz, Rw und G, N genutzt werden kann; eben darin besteht das Eigenartige der „Kultur“.

    111Die der Ästhetik schon früher zugestandene „metaphysische“ Eigenheit erweitern wir auf die Einflüsse der vier OG-Elemente in der möglichen Beschreibung von Kunst. Aber das ist nicht hinreichend. Ästhetik ging traditionell zwar stets von großen Kunstwerken aus und bezog so und über die I-Kategorie des OG die gesellschaftlichen Ig ein, welche entscheiden was diese „schöngeistigen“ Kunstwerke für sie und die Menschheit bedeuten, aber zugleich gilt auch vom OG her, dass es individuelle Ii gibt, welche Landschaften, Gebrauchsgegenstände, andere Personen als eigenwilliges und emotionales Erlebnis besser beschreiben kann als die gesellschaftlichen Abstraktionen, auch um dem ästhetischen Gegenstand näher zu sein und besser gerecht zu werden.

    112Wie in jeder Phase, also auch in jeder Wissenschaft und philosophischem Bereich kann man die methodische Seite auch von der inhaltlichen abtrennen und man kann zwischen den verschiedenen methodischen Ansätzen unterscheiden, zum Beispiel die empirische Methodik, also die Beobachtung zum Beispiel in Experimenten. Die grundlegend garantierten Trennungen führen aber erst dann zu konkreten Ergebnissen, wenn sie wieder eingebunden werden, zum Beispiel in psychologische oder soziologische Untersuchungen und Erkenntnisse. Das heißt, eine moderne philosophische Analyse muss formal den Zusammenhang und die Trennungsmöglichkeit aller Phasen berücksichtigen und zugleich die „inhaltlichen“ Gesetzmäßigkeiten der einzelnen Phasen bedenken. So gilt zum Beispiel für die philosophische Analyse der Ästhetik die psychologische Erklärung wie eine Wirkung von „Schönheit“ zustande kommt. Und eine soziologische Hilfe wäre beispielsweise die Erklärung, welcher Bildungsgrad oder ethnische Status welche ästhetische Vorlieben begünstigt. Erst das wechselwirkende Zusammenspiel der – relevanten – Phasen gibt wp Auskunft.

    113Damit ist aber noch wenig über die inhaltliche Gegenständlichkeit dieses Zusammenspiels gesagt. Wir reduzieren dazu die psychischen Eigenschaften, die Emotionen beispielsweise auf die I- und I/E-Seite und erkläre sie in ihrer Verbindung zu biologischen R-Aspekten, um so ein Fundament für „Ästhetik“ und deren Stellung in der Phasenvielfalt zu verstehen.

    114Bislang galt, dass es bestimmte und einigermaßen geschlossene Gegenstandsbereiche sind, deren theoretische Vertiefung zu geschlossenen… philosophischen Disziplinen führen. Die Ästhetik vereint Beziehungen zu verschiedenen Phasen, wie zur Psychologie als Theorie der sinnlichen Erkenntnis oder zu Sozialwissenschaften….Aber das geschieht unter der „Anleitung“ übergreifender philosophischer Entitäten, hier vor allem als Werturteile, also die I-Kategorie. Die Ontologie ist analog dazu die Zusammenfassung unter der Ägide des Existenzbegriffes, die Methodologie hebt die Entwicklungsphasen von Rz,Rw bis N,G hervor. Jedoch jedes mal bezogen auf alle anderen „Sachphasen“, Wissenschaften und Praxen. So kann es auch eine Ästhetik der Mathematik geben oder eine aller Alltagsphasen. Auch kann man aktiv handelnd in allen sachlichen… Bereichen neben den sachlichen Arbeiten, Handeln dort das ästhetisch als „Kunstwerke“ erstellen.

    115Unsere Grundannahme formaler Art, ist die, dass jede Phase, Subphase, Phasen-Detail, in welchem „I“ oder I/E vorkommt, auch ästhetisch zu „bewerten“ ist, verhindert, dass Ästhetik nur als „Schönes“,nur in der Kunst oder nur in der Theorie der sinnlichen Erkenntnis zu suchen ist. Vielmehr betrifft dann das Ästhetische und seine Theorie viel mehr Bereiche und Sachverhalte. Im Methodischen ist dann die Hermeneutik angesagt, welche als einzige alle anderen Methoden umfasst und welche die I-Kategorie enthält, Die in sich wechselwirkende I/G/N/E-Relation zeigt für das menschliche Begreifen eine gewisse Abgeschlossenheit, kann aber auch ihre einzelnen Unterrelationen zum Beispiel zur Begriffsanalyse durch intuitive, emotionale I/E-Relationierung oder als dialektische N/G-Beziehung zur Analyse nutzen. Daher gilt, das der Mensch kann alles rational (E-G-N) erfassen, aber auch und zugleich auf methodische Weise wie es die Dialektik eine ist (N/G) und emotional, gefühlsmäßig, hermeneutisch zum Beispiel, bei welchen die I und I/E eine Rolle spielen. Diese einfachen Methodik (G der Empirik) oder beliebig komplexe Methoden, welche zum Beispiel der I-Seite… beliebige Verbindungen und Freiheiten zugesteht, sind in den ästhetischen Methoden alle vertreten.

    116Wie ist die philosophische Ästhetik mit den notwendigen empirischen Beobachtungen und darauf beruhenden Erfahrungen verbunden? Zu den ästhetischen Erlebnissen gehören neben den G zu E-Vorgängen, welche auf der Rz-Relation beruhen vor allem noch die aus den R-Aspekten entwickelten I-Entitäten… Diese können individuell-psychologische sein oder soziologisch zu beschreibende Ik,g,w

    117Um zu ästhetischen Erlebnis zu werden müssen sich nun aber umfassende Relationen bilden Ii/E/G, wobei die E zum Das „ästhetische Erlebnis“ ist die Wechselwirkung dieser drei Grundgrößen in deren jeweiliger sehr unterschiedlichen möglichen Konkretheit. Beispiel dargebotene „Muster“, Farben etc. sind, auf die sich die Person empirisch bezieht (G).

    118Kann es zwischen der Ästhetik und empirischen Methoden Beziehungen geben? Das ist insofern von Interesse, weil viele Wissenschaften hauptsächlich die Empirik im ihrem methodischen Zentrum haben und weil deren Ausschluss eine Unterscheidung in wp Hinsicht andeuten könnte. Man kann deshalb nicht in einer Befragung statistisch zum Beispiel ermitteln, was einen Personenmehrheit für Kunst hält, weil es in der Ästhetik um andere auch grundlegende philosophische Möglichkeiten… geht, Da ist zum einen die I-Seite, welche als Ii,Ik,g zwischen den Menschen unterschiedlich ist. Diese I wirken beispielsweise im Handlungsbegriff oder auch im hermeneutischen Verstehen und in allen emotionalen Vorgängen. In solcher Eingebundenheit wirken sie zum anderen erzeugend, das heißt, der Versuch sie empirisch zu fixieren, kann stets mit weiteren dynamischen Wandlungen verbunden sein. Das gilt alles für eine Begriffsanalyse von „Ästhetik“.

    119Im Zentrum der Ä. steht unter den vielen möglichen mit ihr zu verbindenden anderen Phasen die Emotionalität und damit der Übergang von Strukturen und Prozessen der Phase der „Biologie“, als Gehirnleistungen, hin zu zur erweiterten Rationalität, was wir als OG-Phase ansehen. Da das so umfassend ist, sind an der Ä eine Reihe von Gegenstandsbereichen und ihre Einzelwissenschaften beteiligt, zum Beispiel noch die Psychologie, Soziologie, Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und die Kunstgeschichte

    120Zur Methodik der Ästhetik: Eine erste Annäherung ist die hermeneutische Methode. Der Begriff der „Kunst“ist dann das, was von einer Person und/oder in einer Gesellschaft „Bedeutung“ hat. . Das ist einerseits im praktischen Leben fast immer selbstverständlich, aber zugleich so gut wie nicht fixierbar oder gar genauer zu analysieren. Genau diese Lage ist von der QM-Situation vorgegeben, welche die Trennung und die Kohäsion zu einer neuen entwickelten. Einheit „vereint“. Das ist von der Physik bis zum OG entwickelt und erscheint als „I/N/G/E“ oder auch im allgemeinen Handlungsbegriff. Um das aber nun sinnvoll und entscheidbarer zu machen, müssen einerseits die vier OG-Elemente jeweils konkretisiert werden und es sollten auch Teilaspekte betont werden, also zum Beispiel N, die Negation, betont sein. Traditionell gilt, dass die Analyse eines Begriffes so vor sich geht, dass die Bedeutung eines Ausdrucks durch die Bedeutung anderer Ausdrücke angegeben wird. Das verallgemeinern wir und zeigen, warum das so wirken kann. Eigentlich müssten alle real existierende Phasen, auch die metaphysischen einbezogen werden. Dazu speziell – neben dieser Betonung der Metagrößen S,R und OG – die Betonung der dritten „Vollendung“, des vergesellschafteten menschlichen Subjekts, dessen I-Entscheidung es ist, welche dieser Phasen und ihrer Details als relevant jeweils ausgewählt werden sollte. Tiefer geht noch die Begründung dieser „allgemeinen Wechselwirkung“: Sie beruht darauf, dass in der „allgemeinen Entwicklung“ der Zusammenhalt durch Rz und G gesichert wird sowie darauf, dass alle Phasen von gleicher Grundstruktur“ sind, welche von den S-und R-Aspekten sowie von den OG-Elementen bestimmt wird.

    121Alle „praktischen“ Begriffsanalysen, Definitionen und ähnliches sind Kreisschlüsse, die jedoch nichtsdestoweniger erlaubt sind, weil sie sich innerhalb der z/w-Endlichkeit – also wiederum im Geistigen, im Subjekt, dieses derart stabilisierend, vollenden.

    122Die Methoden der philosophischen Ästhetik unterscheiden sich gegenüber dem Gegenstandsbereich der Ästhetik. In ihrer Methodik ist sie mit allen anderen Phasen, Wissenschaften zwar auch verbunden, aber die Eigenheiten der Rz,Rw und der G und N „wirken“ vielmehr als die I/E-Grundlagen. Die empirische Identifizierung, als „sinnliche Wahrnehmung und Erkenntnis“, seit jeher am Anfang ästhetischer Analyse stehend, wird von uns auf die G-Kategorie im OG reduziert. Wir erweitern das und relationieren die vier OG-Elemente zu „I/G/N/E“ und behaupten, dass diese umfassende Wechselwirkung – auch nach dem QM-Modell – mit allen potentiellen Konkretisierungen, vor allem der „I/E“-Möglichkeiten, die Basis der ästhetischen Phänomene und damit der Philosophie der Kunst ist. Durch die QM-Abtrennung kann nun noch konkreter das „Schöne in allen seinen Varianten weiter abgetrennt und einerseits zum Beispiel vom „Erhabenen“, „Prächtigen“, „Eleganten“, „Anmutigen“ etc. getrennt werden und andererseits vom „Hässlichen“, „Grotesken“ und von allen ähnlichen emotional Beurteilten und Erlebbaren. Diesen Ähnlichkeiten liegen die prinzipiellen I/E-Wechselbeziehungen und unendlich differenzierten Übergänge zugrunde, welche das biologisch-rationale Feld der Emotionalität konstituieren. Der Zusammenhang mit diesen Komplexen wird von den Komplexen der arbeitenden Erzeugung der Kunstwerke aufgegriffen. Dabei liegt wiederum das allgemeinen „Handlungsprojekt“ (I-N,G-E) zu Grunde.

    123Formal und systematisch werden dieser unbegrenzter Fülle und Abstufung begrifflicher Konkretisierungen die prinzipiell einfachen und einmaligen E, G,N und I gegenübergestellt, und dazwischen die auch noch einfachen N-G als Basis der Logik sowie N/G als Basis der Dialektik sowie die Rationalität als „E-N-G“.

    124Die „Definitionen“, Erklärungen, zum Beispiel in der Frage, „Was ist Kunst?“, nutzen sprachliche Mittel, um möglichst viele Phasen zu kombinieren. Diese Zusammenführung kann ein bloßes Ansammeln sein oder eine Neues erzeugende innere Wechselwirkung. Beides sind Varianten, die als Konkretisierungen der „allgemeinen Entwicklung“ entstammen, das eine ist die enge Wechselwirkung der I,E,N,G, das andere ist deren Trennung und formalen Aufzählung verdankt. Beide sind nicht voneinander zu trennen; es ist das die QM-Einheit, die auch da zu Grunde liegt. Deren Konkretisierung erzeugt sich in psychologischen Prozessen und auch in gesellschaftlichem Handeln verschiedenster Art, direkt oder auf Umwegen. Das „ästhetische Erlebnis“, der „ästhetische Gegenstand“, die „ästhetische Eigenschaft“ sind Vorstellungen, welche sinnliche, emotionale und kognitive Methoden jeweils konkret kombinieren, um die Aufgaben einer wissenschafts-philosophischen Ästhetik zu genügen.

    125Wenn man eine formale „Definition“ von Ästhetik geben will, muss man so verfahren, wie das wp allgemein gilt, entweder verfolgt man in der allgemeinen Entwicklung“ die Zusammenhänge oder man geht von der Basis der Sprache aus, hier ist es das OG; oder man versucht, möglichst viele Entwicklungsphasen und Subphasen zu kombinieren. Diese drei Wege gehören wp zusammen, was hier nicht noch mal gezeigt werden soll. Der letztere Weg ist beispielsweise der, dass man sagt, „die Ästhetik ist die Theorie des Schönen“, also einer emotionalen, psychischen Subphase. Und „das Schöne ist angenehm für die Sinne“, womit man physiologische Subphasen einbezieht. Sodann könnte man sagen, dass das durch jenes erreicht wird, was gesellschaftlich als Kunstwerk gilt. Womit die Phase der Gesellschaft und ihrer Eigenschaften, und der gemeinsamen Bewertung hinzu gezogen wird. Solche Definitions-und Erklärungsweise ist variantenreich und eigentlich nicht abschließbar. Durch das Medium der Umgangssprache ist das zugänglich und bei jeder Aussage verständlich, aber als „offener“ Prozess ist das unüberblickbar, und prinzipiell ist jede Definition und Erklärung bestreitbar.

    126Eine lexikalische Definition des Wortes „Kunst“ und „Kunstwerk“ zeigt, dass das Wort in zahlreichen und auch verschiedenen Bedeutungen gebraucht wird . Wir verallgemeinern das wp: Erklärungen, Definitionen sind immer ein Ausschnitt aus dem Allzusammenhang aller Phasen, der durch die zwei Grundrelationen Rz und G verursacht wird. Man muss nun eine Auswahl der „relevanten“ Phasen, Wissenschaften und Alltagserfahrungen treffen, um Genaueres zu bekommen, zum Beispiel formal so, dass man den faktischen Gebrauch des Wortes beschreibt. Die Auswahl und die Erfahrung bringt die E-und I-Kategorie aus dem OG ins Spiel, oft als Relation zwischen Ii/Ei und Ig/Eg, also das Wissen“ (E) und die Zielsetzungen (I).

    127Man kann auf die Frage „Was ist Kunst?“ zweierlei Antworten geben; diese beruhen auf dem wp Grundprinzip für „Erklärung“ als möglichst maximale Wechselbeziehung aller Phasen mit der zu erklärenden. Das fällt zusammen mit der „allgemeinen Entwicklung“, in welcher alle Phasen durch die gemeinsamen Pole (S,R und OG) verbunden sind.

    128Wenn „Kunst“ nach dem erklärt wird, was die Leute „Kunst“ nennen, dann bezieht man sich auf gesellschaftliche und sprachliche Phasen-Aspekte. Wenn man eine abstrakte und umfassende Erklärung von „Kunst“ haben will, muss man es mit den abstrakten OG-Elementen probieren, so mit „I/E“ als Basis von Emotionalität oder durch „I-N,G,E`-E“ als jene spezifische Handlung, bei der Kunst „konstruktiv“ erzeugt wird.

    129Anzumerken ist, die „Kunst“ deckt einen Bereich der Realität ab, der prinzipiell sowohl alle Phasen relationiert, und die, bei deren Auswahl und Relationierungsart, jene Freiheiten nutzen kann, welche den hier wirkenden freien I und freien E ihre Wirkung zugesteht. Eine praktische Folgerung daraus wäre bei der Definition, was Kunst ist, eine völlig willkürliche Festsetzung zuzulassen. Das ist nicht mehr als eine formale Feststellung, welche die Freiheiten der Ei,g,w nutzt. Wie kann das zu einer inhaltlichen Beschreibung, Antwort auf die Frage, was Kunst ist führen? Grundsätzlich gilt in der WP, dass jede Definition eine Kombination anderer Begriffe ist; das ist das Erklärungsmodell, bei dem alle Phasen relationiert werden. In der alltäglichen und der wissenschaftliche Praxis wird diese unbegrenzte Möglichkeit (Rw) durch eine weitere meist gesellschaftliche Auswahlentscheidung begrenzt (Rz), Und genau das ist in der „Kunst“ nicht der Fall. Damit hat man zwei konkrete gegensätzliche Denkvorgänge, begrenzen und offenhalten Rz und Rw. welche ihrerseits und in der QM-Ordnung wiederum eine höhere Einheit bilden.

    130Wenn man bei der Beschreibung von Ästhetik davon ausgeht, dass prinzipiell alle Phase in ihrer Wechselwirkung einzubeziehen sind und es keine Auswahl oder Abgrenzung von ihnen geben soll, dann gilt ganz sicherlich, dass Ästhetik nicht die Theorie der „Kunst“ allein ist, sondern dass neben den als solche hergestellten Kunstwerken auch ästhetische Erlebnisse anzunehmen sind, welche auf Erfahrungen aus alltäglichen Werken beruhen oder auf Natur-Ereignissen.

    131Andererseits ist die Wechselwirkung aller Phasen vor allem die mit der des wahrnehmenden Subjekts – und dabei geht es auch um jene menschlichen „Sub-Phasen“, die dabei wirken, die Sinne, die Emotionen.

    132Dadurch dass „Kunst“ prinzipiell von der Sache her durch die Wechselbeziehung so gut wie aller konkreter Phasen bestimmt wird, zeigt eine Definition des Kunstbegriffes eben das auch. In der Analyse der „Bedeutung“ werden wp im Modell „I/E/N/G“ alle möglichen I und E miteinander relationiert („I/E“ als Basis). Im zugehörigen Sprachgebrauch werden dann alle bisherigen Phasen (die gewordenen E und die I dazu) zu berücksichtigen sein. Der Begriff Kunst“ ist nun aber deshalb besonders vieldeutig, nicht nur weil es da um die Wechselbeziehung vieler Phasen geht, sondern auch deshalb vage, weil zusätzlich neue Phasen und deren Details entstehen und Einfluss nehmen. Die bekannte Eigenart der Künste, mit den Freiheiten der Gesellschaft verbunden zu sein, haben hier die freien Ii/Ei der Motivation zur freien Erzeugung, zu Neuem als Basis. Die Definition von „Kunst“ muss daher ständig ergänzt werden. Gerade darin, dass sich ständig darum gestritten werden kann, ob eine Definition, was Kunst sei – und damit der Anspruch an die wissenschaftlichen Verfahren der Ästhetik – ob das zu eng oder zu weit sei, was die Allgemeinheit oder die Fachleute unter Kunst verstehen. Gerade diese systematische Ungewissheiten sind das dynamische Pendant zu der von uns vertretenen Auffassung, dass es dynamisch freie und allumfassende Aufweisungen als neue Einheit geben muss.

    133Daher erscheinen in der Theorie des Schönen auch Phänomene als Probleme aus benachbarten Bereichen, wie zum Beispiel das Problem der Authentizität oder das der Beziehung zwischen Originalen und Kopien, Fälschungen. Vor allem wird von den Phasen der Individual- und Sozialpsychologie gleichberechtigt beides übernommen, das Schöne und das Hässliche. Diese Verbindung zur Psychologie-Phase ist noch umfassender, so dass sich beide Phasen treffen und das sprachlich als „anmutig, erhaben, poetisch, kitschig, sinnlich, seicht, langweilig, etc. abgestuft und ausgedrückt wird.

    134Solche Kriterien sind deshalb ziemlich unpräzise, weil eine präzise Definition der Thematik im Prinzip nicht angemessen ist. Die Abstufung zwischen Identifizierung (G) und Negation (N) ist m Formalen hier wichtig. Ablehnung und Anerkennung des selben Kunstwerkes durch verschiedene Personen – oder Situationen – und damit eigentlich die Anerkennung der „Relativität“ als ein Kern der Ästhetik, hat die Basis darin, dass in der Phase „Kunst“ – wie auch in der der „Kultur“ – prinzipiell alle Phasen gleichberechtigt wechselwirken. Es gibt zwar eine individuelle Wahlentscheidung (Ii), die ist aber „unverbindlich“. Während im gleichermaßen konstituierten allgemeinen epistemologisch geltenden „Erklärungsverfahren“ aus der Wechselbeziehung aller Phasen durch Ig,w relevante Phasen ausgewählt werden dürfen. Darüber hinaus erlaubt der ästhetische Allzusammenhang aller Phase, die Möglichkeit von „Abstufungen“ formaler und inhaltlicher Art. Das Rw und hier insbesondere das unendlich freie Ii, welches unsere Philosophie der Kunst fundiert, hat jetzt noch eine zusätzliche Funktion. Man kann sich bei Entscheidungen, Bewertungen über Kunst und einzelne Kunstwerke frei in jeder Möglichkeit entscheiden. Man kann sich auch der Entscheidungen gänzlich enthalten oder sich begnügen, von theoretischen, ästhetischen Reflexionen abzusehen; das freie „Ii“ ist eine Figur, welche außerhalb der herkömmlichen endlichen wissenschaftlichen Systematik liegt. Die freien Ii oder auch die Möglichkeit freier Ei werden dann vor jeder wissenschaftlichen Reflexion sprachlich dennoch erfasst und zum Beispiel als „intuitiv“ oder als „plausibel“ bezeichnet.

    135Die ästhetische „Beschreibung“, als freie alltagssprachliche, hat dann ebenso große Spielräume wie sie der Kunst und Ästhetik zukommen. Zum Beispiel kann man Worte und emotional-rationale Vorstellungen wie „langweilig“, „seicht“, „ausdrucksstark“oder „erhaben“ nutzen, ohne systematische umgangssprachliche oder gar wissenschaftliche Konkretisierungen mit liefern zu müssen. Gleichermaßen kann die Kunst ganze Phasen füllen, wie zum Beispiel die sinnliche Wahrnehmung, und sie reicht mit ihrer Unbegrenztheit auch über die sinnliche Erkenntnis hinaus.

    136Bei der individuellen Entscheidung, was man für ein „Kunstwerk“ hält, darf man seinen Intuitionen deshalb folgen, weil im kulturellen und ästhetischen Gesamtzusammenhang alle Phasen beteiligt sind, viele davon sogar gleichberechtigt, zum Beispiel die Emotionalität vieler Personen. Eine wissenschaftlich abgesicherte „Definition“, was ein Kunstwerk sei, ist aus diesem Grund zu erweitern; vor allem sind auch die I-Freiheiten und die allgemeine Veränderungs-Entwicklungsdynamik einzubeziehen. Solche Einteilung von „Definitionen“, letztlich von wissenschaftlichen Bereichen und Methoden, hat ihre Ursache in der QM-Ordnung, in der Gleichberechtigung von Rz, G und Rw, N, welche zum Beispiel in „N-G“ beide trennt („wahr von falsch“), oder zwischen beiden unendlich abgestufte Übergänge erzeugt (Rz und G), welche hierzu als „Veränderungen“ oder als „mehr oder weniger adäquat“ konkret beschrieben werden.

    137Eine „Definition“ im wp Sinne ist ein Segment aus dem Feld der Wechselbeziehungen aller Phasen. Was da ausgewählt wird, ist Sache der Übereinkunft (Ig) zum Beispiel der Mitglieder einer Kultur. Die Sache um die es jedoch hier geht, ist ganz besonders und prinzipiell von allen Phasen bestimmbar, so dass zwar Auswahlen möglich sind (Rw,N), zum Beispiel in Hinsicht einzelner ästhetischer Eigenschaften, dass sich aber Kunst darin verwirklicht, dass sich die grundlegende Rz-,G-Relation universell durchsetzt.

    138Ästhetik ist eine komplexe Wechselwirkung vieler Phasen, so der Emotionalität, der Sprache, aber auch der physikalischen Elektrodynamik. Diese Phasen, wp übergreifend und in der allgemeinen Entwicklung vereinend, analysieren wir durch die vier OG-Elemente, deren Trennung (z.B,Logik N-G) von einander und deren Kohäsion als Dialektik und Hermeneutik.

    139Dann kann man alltags- und wissenschaftssprachlich zwischen ästhetischen Gegenständen (E3, so das elektrodynamische Feld) und ästhetischen „Eigenschaften“ (endliche Details, begrifflich gefasst) sowie ästhetische „Erfahrungen“ und „Erlebnisse“, als E3, so dem menschlichen Subjekt mit seinen Emotionen und psychischen Methoden.

    140Wie hängen die drei Bereiche „Schönes“, „Kunst“ und „Sinneswahrnehmung“ zusammen? Diese drei sind Subphasen und sie hängen wie die Phasen, konkret und wissenschaftlich, und wie ihre Phasen in der „allgemeinen Entwicklung“ ebenso zusammen wie sie sich auch spezifisch unterscheiden. In der allgemeinen Entwicklung gehört „das Schöne“ zur Emotionalität (I/E) des Subjekts, die „Kunst“ kann man auf das Handlungsprojekt (I-N,G,E`-E-etc..) reduzieren. Und die Sinneswahrnehmung gehört unter anderem zur Biologie, welche hier als Entwicklungsübergang von den S/R- und Rz/Rw-Aspekten zu den OG-Elementen verständlich gemacht werden können. Diese Phasen und damit jene Subphasen unterscheiden sich in der „allgemeinen Entwicklung“, zum Beispiel dadurch, dass sie unterschiedliche Entwicklungs-Niveaus vertreten und damit die durch die Rw-Wirkung bedingte „Freiheit“ in der Emotionalität größer ist als in der biologischen Seite des Menschen. Oder dadurch, dass beide durch die OG-bestimmten unendlichen Freiheiten der Kunst und ihrer ästhetischen Theorien noch größer sind.

    141Wie kann man eine Theorie der sinnlichen Erkenntnis mit der Theorie des Schönen und der Kunst vereinen zu einer der Ästhetik? Ein Ansatz wäre der, dass man die Sinnenfunktion formal auf „G“ und „E“ reduzieren kann. Die zentrale ästhetische Qualität des „Schönen“wird häufig zusammen mit dem Gefühl der „Bekanntheit“, Bewährtheit – in Verbund mit dem Guten, Positiven und sogar dem Wahren – den evolutionstheoretischen Garanten des Überlebens gesehen. Auch diese Abstrakta kann man nun mit „I“ (als „gut“ bewertet) und als G („positiv“) und E (Existierendes als „wahr) verbinden. Die ästhetische Seite des Nicht-Schönen würde dann durch die N-Kategorie vertreten.

    142Was ist nun „Kunst“? Wir gehen an diese komplexe Problematik von mehreren wp Vorannahmen heran. Eine davon ist das „Handlungs-Projekt“, bei dem die menschliche Erarbeitung mit ihrer Zielsetzung („I“), den Arbeitsmethoden (N,G) und den vorgegebenen Hilfsmitteln, Wissen, Werkzeugen, etc. (E`) das Kunstwerk (E) erzeugt.

    143Das Eigenartige bei der „Kunst“ ist, dass, im Gegensatz zu den Einzelwissenschaften und anders als bei einzelnen „Handlungen“, prinzipiell alle Entwicklungs-Phasen einbezogen werden oder werden können. Anders, genauer beschrieben, geht es dabei um die Wechselrelationen aller konkreten E-,I-, G- und N-Varianten. Aus dieser „imaginären“ umfassenden Einheit wird jedoch für jede Kunst, jedes Kunstwerk und sogar jedes ästhetische Detail vom menschlichen Subjekt eine abtrennende Auswahl getroffen; die geschieht mit allen einzelnen dem Menschen zur Verfügung stehenden Sinnen, Denkfähigkeiten und Emotionsarten.

    144Die Phase der Ästhetik“ ist auch als Wechselbezug zwischen der komplexen Phase der „Subjektivität“ und allen anderen Phasen – die alle auch als Kunst erscheinen können – wp zu analysieren.

    145Im einzelnen kann man dann separate Strukturen und Prozesse auf subjektiver Seite mit den Eigenschaften der einzelnen Entitäten in ihren Relationen betrachten. Zum Beispiel sind weithin bekannte subjektive Details: Das ästhetische Erlebnis, die „Erfahrung“ mit Kunst oder wie kann man Ästhetik und diese subjektiven „Ereignisse genauer verbinden?

    146Was ist ein ästhetisches Erlebnis? Wie wünscht man sich z.B. so die Lebensgestaltung? Es geht formal dabei um die Wechselbeziehung zwischen subjektiven „Subphasen“ und psychische Zustände und Prozesse mit solchen der anderen Phasen. Die ersteren reduzieren wir vorerst wp auf rationale Vorstellungen und dann abstrakter auf E als empirisch wahrnehmbare Entitäten und als „Ei“ als phantasierbare Entitäten. Weiter spielen Emotionen (I/E) und Wertungen („I“) dabei mit. In den Emotionen nehmen das Wollen, Wünschen und Begehren als R-und I-Aspekt viel Platz ein. Auch „Vorstellungen“ und „Überzeugungen“ sind zunächst in ihren Alltagsbedeutungen zu verstehen, um dann als spezifisch ästhetische differenziert zu werden. Die einen werden von uns in dem Schema „wahr“ und „falsch“ den „G“ und „N“ analysiert und damit auf Rz und Rw reduzierbar. Diese Reduzierung auf die R-und R/S-Aspekte im ZNS haben wir schon bei den Empfindungen und den Emotionen . Wobei bei den Empfindungen noch die Sinne eine Rolle spielen wie das auch bei den Vorstellungen der Fall ist.

    147Die genannten alltagssprachlichen Termini zeigen bereits, dass es hier nicht nur um eine Vollständigkeit oder eine akkurate Unterscheidung gehen kann. Das ebendort genutzte Übergangsfeld ist von der QM-Ordnung geprägt, welche den psychischen Erscheinungen sowohl die Rw- und N-Trennungen erlaubt oder selbst Rz-,G-Kombinationen sind. Die angewandte übergeordnete Einheit aus beiden Möglichkeiten („Rz/Rw zu G/N“) führt dann zu etwas Neuem, nämlich zur Ebene des rationalen Denkens und zum OG.

    148Insgesamt gesehen, kann man sagen, die ästhetischen Erlebnisse können in einer Reihe von Kategorien, wie beispielsweise der „Wahrnehmung“, „Vorstellung“, „Überzeugung“ und „Emotionen“ geschildert werden. Es gibt nun wp drei Möglichkeiten das zu vertiefen. Entweder man zählt diese subjektiven Funktionen als getrennte auf oder man versucht Verbindungen zwischen ihnen herzustellen oder man akzeptiert beide Vorgehensweisen nach dem Muster der QM-Erweiterung als übergeordnete neue Einheit. Zuvor aber versuchen wir, jene genannten Cluster auf die vier OG-Elemente oder auf Kombinationen aus ihnen zu reduzieren.

    149Das „ästhetische Erlebnis“ bei der „Wahrnehmung“ vereint nach wp Vorstellungen zwei verschiedene Komplexe, die sich im Gehirn wechselwirkend vereinen und etwas Neues erzeugen. Die Wahrnehmung und das ästhetische Erlebnis werden wp von uns durch die vier OG-Elemente und deren Vorstufen – R-und S-Aspekte – beschrieben.

    150Zur „Wahrnehmung“ gehört die empirisch über das elektrodynamische Feld (Sw,Rw und G,E) vermittelnde Wirkung zwischen Auge und Hirn. Dann gehört auch das Hören mit ähnlichen physikalischen Vermittlungsfeldern dazu. Und auch und zusätzlich kompliziert, das Lesen oder Memorieren von Texten zum Beispiel. Alle diese komplexen Relationen treffen im Gehirn auf die ursprünglicheren biologisch-emotional zu beschreibenden Ebenen, welchen wir ebenfalls die OG-Elemente /E,G,N,I) zuschreiben und darüber hinaus die Vorläufer der vier als Rz, Rw, Rz/Rw.

    151Wenn man emotionale Entitäten, wie „Spannung, Sinnhaftigkeit, Langweiligkeit, Pointenreichtum, Langatmigkeit etc.“ in einem literarischen Werk feststellt, dann geht es uns darum, diese alltäglichen Emotionen wissenschaftlich-psychologisch zu analysieren. Die OG-Elemente sind dafür geeignet, aber sie sind nicht hinreichend.

    152Wie hängen diese inhaltlichen emotionalen Entitäten mit den Formen der Darbietung zusammen? Zunächst scheint der Zusammenhang, zum Beispiel zwischen Gedicht-Inhalt und Druckdarstellung, Wahrnehmungserlebnisse wie Farben dabei oder zu kleine Schrift, Hörerschwernisse kaum zusammen zu hängen.

    153Aber man muss bedenken, dass beim Lesenden oder Hörenden die „Ii“, E spezielle „Felder“ ausbilden, welche mit allen anderen Phasen wechselwirkende Verbindungen haben, also auch auf diese eher unwahrscheinliche Weise Einfluss möglich ist. Die lautliche und graphische Qualität sind auch Aspekte in einer übergreifenden Wechselbeziehung und in der „allgemeinen Entwicklung“.

    154An die Stelle von „Subjekt und Objekt“ (in der traditionellen Philosophie), deren Zusammenspiel „Kunst“ begründen soll, tritt bei uns die E- und die I-Sphäre und deren Zusammenspiel „I/E“.

    155In der traditionellen Diskussion ging es darum, die eine Seite, die Subjektivität, oder die andere, die Objekte, zu betonen. Wir übertragen diese Versuche auf die E und I-Sphäre.

    156Kant gibt dem erkennenden Subjekt eine Souveränität, die die Außenwelt unbestimmbar werden lässt. Wie ist dabei „Anschauung“ noch möglich? Wenn man jedoch von dieser starren Trennung „Subjekt – Objekt“ übergeht zur E- und I-Sphäre, dann hat das Subjekt in sich E- und I-Sphäre und kann in deren Zusammenspiel (gleichgültig, ob der Faden zur Außenwelt abgerissen ist) als Ästhetisches konstituierend wirken.

    157Jetzt kommen die Fragen auf, wie E (und später wie „I“) differenzierbar ist oder wie beide historisch anwendbar sind, und wo die Grenze solcher Abstraktion (deren Absolutheit) liegt. Damit hängt die jeweilige Einheit „E/I“ und auch die Trennung (QM) „E-I“ zusammen. Bei der Getrenntheit ist es der Weg zu Hegel.

    158Das „Subjekt“ wird ersetzt durch die sich entwickelnden Fähigkeiten des Subjektes. Wir nennen diese Methode der E-Bildung „G“; dann auch die der I-Bildung.

    159Es gibt dafür Stufen dieser Bildung, als das Nebeneinander mehrerer Entwicklungsphasen. In der Philosophiegeschichte zeigen sich diese nacheinander: Bei Kant, Fichte, Schelling und Hegel. Relativ abstrakt weiterentwickelt auf der E-Seite, der „Existenz“, ist es die „Anschauung“, die Identifizierung (E,G); bei noch emotionalem „I“. Und damit doch eigentlich schon in enger Relation „I/E“. Eben das ist ein „Kunst“-Problem.

    160Eine nächste E-Phase, nach der „sinnlichen Anschauung“, ist die der „intellektuellen“ begrifflichen Anschauung: E wird dabei immer abstrakter, d.h. G-N wird immer getrennter. (Und man fragt sich, wie kann „I“ (als Kunst) noch dazustoßen?). Was ist mit „OG“?

    161Die Subjekt-Objekt-Trennung heißt, dass innerhalb des Subjekts sich I von E trennt, d.h., jedes I und E entwickelt sich selbst. Bis hin zum extremen, zum absoluten E. Und zugleich gilt auch, dass sich I mit E zu „I/E-Relationen“ vereinigen kann. Für I heißt das: Dazu kommen auch neue Arten von Relationen.

    162Und diese Relationen sind „Kunst“; (QM).

    163Was ist – wie bei Fichte – wenn das Subjekt aktiv gegenüber der Umwelt ist, ein ständig der Außenwelt sich unterwerfendes Ich?

    164Da kommen dann die I und E der Dinge ins Spiel. Das heißt genauer, es findet eine Relationierung statt, die in der empirischen Anschauung auf Null hin tendiert. Es ist die Relationierung zwischen den „I“ des Subjekts und den „I“ („R“) des Objekts, sowie den E von Subjekt und/zu Objekt. (Die „Arbeit“ z.B.).

    165„Kunst“ nur als „mögliche“ zu sehen, als Stillstellen (-> empirisch) jedes Prozesses, ist nur eine Seite: Die des reinen, abstrakten Kunstgenusses. Während bei entsprechenden „I“ und „E“ des Subjekts („Interpretation“,“Verstehen“), es zur Kunst als Prozess, als Kreation kommt.

    166Der Unterschied zur „Arbeit“ – oder auch zu „sinnloser“ Tätigkeit oder zu „Krieg“ – ist die Art der I, E als objektiv hoch entwickelte I, E.

    167Von allen aus der Realität angebotener E und I sucht nun das spezifische „Ästhetik-Vermögen“ des Menschen (welches eine Unterform des objektiven Abstraktionsvermögens ist) sich jene E und I heraus, die in der objektiven Entwicklung weit oben stehen.

    168Deshalb meint auch Kant, dass das „Kunstwerk“ nicht in den Sog des Begehrungsvermögens gerät, also niedere I (biologische,R) verarbeitet. Und Hegel sieht da den „Substanzverlust“ von Kunst: Je abstrakter (und Hegel weitet die Grenzen dazu aus) E und I wird, umso weiter entfernt sich Kunst von jenem mittleren Niveau, das sozial und historisch der gleichgewichtige Punkt zwischen niederen und höheren I und E ist.

    169Für Hegel ist es Ehrensache, alle I und E, die in ihrer Kombination „Kunst“ bilden, aufs Äußerste zu abstrahieren. („Das Kunstwerk nur reflektiert mir….jenes absolut Identische“; „sonst ist es für jede Anschauung unzugänglich“). Wobei es für Hegel – und für uns auch – ein „Wunder“ der Kunst ist, wie auf jenen höchst-entwickelten I-E- Niveaus noch Anschauung möglich ist.

    170Anders gesagt, Kunst wird auch in vielen Vorstadien dieser Abstraktionsebenen, als Relation „I zu E“ möglich; (-> Emotion); die Kernfrage ist hier aber, wo ist die Abgrenzung? „Moderne Kunst“ negiert eine solche Abgrenzung. Gibt es dazu eine „theoretische“ Antwort?

    171Übrigens, Fichtes Dynamik, wo das Ich die Außenwelt ständig zu unterwerfen strebt und dabei nur sich selbst erkennt (–> „Kern der kapitalistisch, bürgerlichen Idee“), ist die auf der methodischen „N-G-N/G“-Ebene“ vollzogene „Arbeit“, die zu Hegels Position (abstrakteste E) führt. Auch diese Vorposition leidet daran, dass „Künste“ als „Werk“, „Gewordenes“, also E+I, auf den „Zwischenstufen“ nicht „identifizierbar“ sein können, nicht existieren können.

    172Aber (z.T. für Schellings Kritik an Fichte) die unendliche Dynamik Fichtes wird zu unbegrenzten Relationen innerhalb des „I/E“-Systems, das sich erst deswegen „Kunstwerk“ nennen darf!

    173Wenn Schelling meint, erst die „Stillstellung des unendlichen Triebes“ erlaube die „Anschauung“ und damit das „Gefühl einer unendlichen Befriedigung“, dann ist das vielleicht die Begründung eines klassischen Ästhetikbegriffes: Er ist dort angesiedelt, wo so etwas möglich ist, wo also „alle Widersprüche aufgehoben, alle Rätsel gelöst“ sind. Und das ist wohl nur im biologisch – rationalen Übergangsgebiet, also in der menschlichen Emotionalität möglich.

    174Die dort „produzierten Produkte“ (Gefühle, Gedanken, I, E) können (und müssen auch theoretisch) E-Charakter haben.

    175Das ist die formale Seite. Dazu kommt, dass diese Formen nicht von Inhaltlichem getrennt werden können.

    176Wenn also gesellschaftlich, historisch einigermaßen „Ruhe herrscht““, das beispielsweise als die traditionelle Vorstellung von „Klassik“, die hier also auch berücksichtigt ist.

    177Das Verhältnis von Kunst und „Philosophie“ kann nur bestimmt werden, wenn man über die Aufgaben, das Wesen der Philosophie etwas sagen kann. Traditionell scheint es eine der besten Thesen zu sein, dass es die Aufgabe der Philosophie sei, Subjekt und Objekt zu versöhnen.

    178Das hört sich gut an, ist aber sehr abstrakt. Wir fragen näher, was ist das Subjekt, was das Objekt, und wir analysieren beide als E und I. Dann wird diese Aufgabenstellung für die Philosophie die des E- und des I-Systems. Das Subjekt, wie auch das materielle und das ideale Objekt lassen sich auf dieser noch abstrakten, aber auch umfassenderen Stufe so besser fassen.

    179Dann kann man zum Beispiel auch von einer „Vereinigung“ von Subjekt und Objekt sprechen.

    180Wie verhält sich das mit einer entsprechenden Kurzdefinition von „Kunst“?

    181Wenn Kunst lediglich zur Anschauung bringt, bestätigt, dokumentiert, was die Philosophie abstrakt schon weiß, dann ist dieser Vorgang nur die eine Seite in unserer Formel für Kunst: (I=E), nur die E-Seite. Aber diese sehen wir als variabel, alle ontologischen und konkreten Formen von E durchschreitend, vom abstrakten Begriff bis zur empirischen Identität. Für uns ist wichtig, dass bei allen diesen „E“ stets der Bezug dieser Existenzen (E) zur Sinn- und Zielsphäre („I“ und „I/E“) sein muss, um als Kunst zu gelten.

    182Da aber bei Hegel jene Verbindung zwischen Subjekt und Objekt, die wir von der Subjektseite als Dreingabe zum Verhältnis „Subjekt-Objekt“ sehen, nämlich „I“, fehlt, kann die als „Kunst“ definierte Identität vom Subjekt und Objekt nicht befriedigend zustande kommen. Es sei denn, man versteht sich auf einen modernen Kunstbegriff, der nur als eine Versöhnung von Subjekt und Objekt durch den Begriff verstanden werden kann: Auf jeder abstrakten Ebene kann der „Begriff“ von „I“ gebildet werden, der sich dann mühelos und zwangsläufig in „E=I“ verliert.

    183Das läuft auf eine Kernaussage Hegels (gegen Schelling) hinaus, dass das Absolute begrifflich zu erfassen sein. Denn das Absolute (in der „Differenzschrift“) sei „das Ziel, das gesucht wird – und es ist schon vorhanden, „wie könnte es sonst gesucht werden“: Das ist die unendliche Identitätsbildung „E=I“, aber unter „E-Bestimmtheit“, d.h. bei völligem „Missverstehen“ des I-Charakters (der ja prinzipiell in seiner Unbegrenztheit ins „Leere“ weist(-> Rw bzw. auch Rz). Als das vom E-Systems her bildende „Missverstehen“; daher in seiner Konsequenz richtig.

    184Wichtig ist hier, dass diese E-konsequente Vereinigung, „Versöhnung“ (I=E), mit „Kunst“ assoziiert wird.

    185Es setzt sich diese zentrale Formel bei konsequentem Denken (Hegels) einfach durch. Und, bei aller Eliminierung von „I“ (als alternative Struktur, z.b. gegen die Abstrahierung) bei Hegel, erscheint die I-Kategorie durch die Hintertür doch bei ihm: Das „Absolute“ müsste sich ja eigentlich im Nichts (als N und als G) verlieren, aber (jetzt bei aller Inkonsequenz, wohl als „Traditionseinfluss) wird das Absolute ausgeschmückt (durch „Setzung“ und „geoffenbarte“ „Behauptung“) als die „die Geschichte prägende Vernunft“.

    186Ein „letzter Zweck“ („I“!) sei die Vernunft der Weltgeschichte. Diese „absolute“ (!), „göttliche Vernunft „ist eine Wahrheit“, die „wir voraussetzen“, „ihr Beweis ist die Weltgeschichte selbst“, als „Tat der Vernunft“. Das sind als Unendliche und mit Handeln Verbundene schon solche nahe der I-Struktur, die ja auch keinen Beweis im E-System, sondern nur in und aus sich haben sollten.

    187Damit macht hier Hegel keine Anleihen beim „christlich, theologischen“ traditionellen Hintergrund. Vielmehr ist jener „Hintergrund“ einschließlich Schelling die naive Darstellung des I-Einflusses, den Hegel etwas abstrakter nachvollzieht: „Geschichte“ statt Gott.

    188An diesem Beispiel ist die grundsätzliche Begrenztheit des E-Systems erkennbar. Überall wo gegen Hegel, so dürftig wie es meist ist, aber auch so qualifiziert wie es Marx und Engels tun, polemisiert und argumentiert wird – („Geklapper der Dialektik“ z.B.) – ist eigentlich der Mangel an „I“, in allen Phasen bzw. auch an methodischer N/G-Dialektik. Einer dieser Zwangsfolgen ist, dass eine abstrakte „Vernunft“ des Geschichtsverlaufs postuliert werden muss, anstatt des komplexen I-Systems in seiner gesellschaftlichen Phase (Ik,g,w), wo alle möglichen „I“ konkurrieren. Die von Hegel postulierte Vernunft des Ganzen ist deswegen so unbefriedigend, weil eigentlich das I-System selber keine Auskunft über seine Inhalte, Eigenarten u.ä. geben kann.

    189Wie ist „der Schein“ und die Kontroverse darüber zu verstehen? Wenn Kunst, Kultur „I=E“ ist, dann „erscheint“ jedes Kunstwerk dem Betrachter. Damit geschieht in dieser Relation zwischen Werk und „Betrachter“ das gleiche wie zwischen jedem Betrachter und jedem beliebigen Ding; hier ist es ein etwas komplexeres „Ding“. Und hier ist es ein dynamisches Verhältnis zwischen I und E, beide sind zugleich voneinander getrennt und sie nähern sich einander an. Die E-Seite kann dabei etwas Begriffliches, Empirisches etc. sein. Es treten (z.B. beim subjektiv Begrifflichen) jene Abläufe ein, die als Verstehen etc. bekannt sind.

    190Beim „Ding“ werden Begriffe als Vermittler eingesetzt. Auf der I-Seite werden I dagegen gehalten, es wird versucht, jenes I auf diese Weise zu verstehen, etc.

    191Jedenfalls unterliegen jene vom Künstler gemeinten I und die gewählten E vielen möglichen Interpretationsversuchen.

    192Wobei es häufig und auch wahrscheinlich ist, dass jene „Ii“ und „Ei“ des Künstlers verfehlt werden.

    193Das beides wirkt sich auf die Dynamik in „E=I“ aus.

    194Ist der „Schein“ jetzt jene labile Interpretationssphäre, die zum Verstehen durchschritten werden muss oder ist es die Verselbständigung der Fehlinterpretation?

    195Die Möglichkeit von „Schein“ vergrößert sich mit der „Moderne“, (weshalb z.B.auch Adorno auf der theoretischen Notwendigkeit des „Scheins“ besteht).

    196Zu Hegels Zeit und in Hegels Verständnis war Kunst „verständlich“, als verbreitete, traditionelle E und als kollektive I; und die I waren – zusätzlich – die einer herrschenden Schicht. Daher ist Hegel der richtigen Ansicht, dass der jeweilige Schein und das Wesentliche die stets größere Chance hat.

    197Das Wesentliche, als Wahrheitsgehalt des Kunstwerks, ist aber (wohl nicht ausschließlich, aber doch zum Teil) abgesichert in den I, welche so fundamental sind, dass sie jener Wechselwirkung und Beeinflussung, ohne die riesige Menge aller möglichen I des Betrachters, der Zeitumstände u.ä. (die wir ästhetisch „Schein“ nennen), nur teilweise ausgesetzt sind. Es sind die emotionalen I (von erotischen bis zu den „nationalen“ und formal zu den „hermeneutischen“, z.B. als „Gleichheit“, „Ewigkeiten“, die nicht zufällig in volksnahen ästhetischen Werken immer wieder wichtig sind.

    198Wenn bei den Vorstellungen, beim Begriff des „Scheins“ Täuschungen o.ä. mit verstanden werden, dann sind das durch die Strukturen der I-Sphäre verursachte objektiv notwendige Täuschungen.

    199Dabei darf die E-Seite nicht vergessen sein, und nicht das, was die Relationen zwischen I und E betrifft: Es gibt z.B. E, die bestimmten emotionalen I mehr angemessen sind als andere Mittel, „Techniken“, und ähnliches.

    200Wenn beispielsweise eine moderne Stahlplastik vom Künstler dazu bestimmt ist, ästhetische Erotismen zu belegen, dann bedarf es geradezu des Scheins der zusätzlich erzeugten I, um den Nachteil jener E-Basis, gegenüber beispielsweise einem gestickten Seidentuch, wettmachen zu können. Das ist ja eine der Dilemmata der Moderne im Ästhetischen.

    201Aber letztlich zeigt sich bei solchen „modernen“ E nur die ästhetische Grundschwierigkeit, so etwas ehrlicher, deutlicher: Jedes E ist dem I „feindlich“. Die „I“ können „rein“ und unendlich sein, das jeweilige E muss diesen „I“ daher in einem unendlichen Prozess zugeordnet werden; das geht nur, wenn sich auch (und vor den E sogar) die I an die E unendlich annähern.

    202Daher sagt Hegel: „Doch der Schein selbst ist dem Wesen wesentlich …“ etc. Nur so kann die Kunst von der „schlechten, vergänglichen Welt“ ablenken.

    203Die WP analysiert die „Vorstellung“ vom „Wesen“ bei Hegel: „Als die höhere Realität und das wahrhaftigere Dasein“ der Welt, welche nur Kunst erzeugen kann, wenn die E- und I-Seiten aufeinander zugehen.

    204Wie kann, bei der Voraussetzung der Gesamtheit des Hegelschen Systems der ästhetische Schein keine bloße Illusion sein, sondern das Wesen selbst zum Ausdruck bringen?

    205Da Hegel die I-Seite systemisch ausschließt (übrigens war Hegel damit in Übereinstimmung mit allen Einzelwissenschaften; tatsächlich aber lehnten diese ihn ihrerseits gründlich ab), braucht er Hilfskonstruktionen, um „I=E“ (beider spezielle Eigenarten und deren unendliche Annäherung) zu erfüllen: Da ist einmal die „Vernunft“ der Welt, eine ganz. und gar noch größere Unbekannte. Dann trickst er mit der Unterscheidung von „Schein“, „Wesen“, „Illusion“. Dahinter steckt: Je näher sich das „I“ dem „E“ anverwandelt (bestenfalls noch den offiziellen gesellschaftlichen Ik,g,w), umso mehr ist es „Wesen“ und „Vernunft“. Subjektive Ii-Einflüsse sind als „Illusion“angedeutet.

    206Ein weiterer Schritt ist, dass die Kunstwerke „eine Entwicklung des Begriffs aus sich selber, eine Entfremdung zum Sinnlichen hin“ haben müssen. Ohne dass Hegel aus diesem Kompromiss irgendwelche Konsequenzen für sein System zieht. Denn jene „Entfremdung“ (und jenes „Sinnliche“) ist die materiale Kritik an N-G.

    207Hegel will das Kunstschöne in Begriffe fassen. Er muss aber feststellen, dass er dazu die Metaphysik und die „Logik“ als theoretische Bearbeitung des Verhältnisses von Begriff und Realität berücksichtigen muss. Indem er in diesem Verlauf die „Idee“ und den „absoluten Begriff“ bemüht, sowie „das Wahre“, merkt er selbst, dass sein eingeschlagener Weg zu immer abstrakteren Bestimmungen führt, und dass eine solche „Einseitigkeit“ nicht die „konkrete Schönheit“ „denkend zum Bewusstseyn“ bringen kann.

    208Das liegt daran, dass bei Hegel die I-Seite – und „I=E, „I/E“ – keine angemessene Rolle spielt. Freilich kann Hegel seine ganze Spezialisierung durchpowern und auch „I“ nur als Begriff verstehend, abstrahieren und mit seinem System kompatibel machen. Dann „erfüllt sich das Kunstwerk“ auch „erst im Begriff“, wie alles andere auch; aber das eine „Eigentliche“, die unendliche I-Seite, geht verloren.

    209In solchen Ansätzen, Annäherungen, wie „Idee“ oder „Wahrheit“ wird die I-Seite quasi pragmatisch eingeschmuggelt. Denn z.B. ist die „Idee die Einheit des Begriffs und der Objektivität“.

    210Denn dass beide, Begriff und Kunstwerk kompatibel sind, dass sich das Kunstwerk erst im Begriff erfülle, kann Hegel nur deswegen annehmen, weil er selbst jenes unendliche Verhältnis der gegenseitigen Annäherung (I=E), das ja gerade in diesem unendlichen Weg besteht, zu Ende denkt;(das ist ja Hegels großes Verdienst, so etwas sich vorgenommen zu haben). Aber dann doch zwangsläufig (wenn man ein „Ende“ sucht…) „I“ eliminiert zu Gunsten (des Abstraktesten) des „E“.

    211In der wp Ontologie gibt es mehrere „E-Entwicklungs-Formen“, hier zum Beispiel die abstrakte Begrifflichkeit (äußerster Begriff von Begrifflichkeit, etc., das „E4“ im OG) und das Kunst-Werk selber, als endliche Entität (E3).

    212Dass dieses E-Werden von „Kunst“ dabei auf versteckte Weise zum Selbstwiderspruch führt, der z.B. bestimmte Künste nicht mehr zulässt, geht verloren.

    213Das betrifft auch subjektive ästhetische Vorstellungen, diese deshalb, weil nur gesellschaftlich verbürgt werden kann, was ästhetisch „Gehalt“ habe; erst dadurch ist eine begriffliche Fixierung sinnvoll. Während die subjektive Ästhetik an emotional biologische Gefühlen von Un-/Lust und frei von der Notwendigkeit u./o. Möglichkeit von Erkenntnis gebunden ist.

    214Kurz, es gibt auch hier tendenziell zwei Prozesse: Die Vergesellschaftung und die Individualisierung, welche sich kompliziert bedingen und durchdringen, etc. Hegel betont den einen, welcher Verständigung, Verständnis, Vergesellschaftung, u.ä. fördert.

    215Dahinter stehen die Einzelstrukturen, hier der gesellschaftlichen und individuellen Phasen der I-Sphäre, mit den objektiven I/E: Individualisierung, Gesellschaft.

    216Es ist die objektive Kompliziertheit der I-Relationen, die jedoch gerade deren Spezifik und Stärke ist, und die das alles bestimmt.

    217Im systematischen Aufbau seiner Lehre zeigt Hegels Ästhetik die Versöhnung von „Vernunft“ und „Geschichte“: Beide sind komplizierte Gebilde, die aber soviel Heterogenes enthalten, das erst mal einer Theorie zugänglich zu machen ist. Aber Hauptbestandteile sind gesellschaftliches „Ik,g,w“ und der Entwicklungs-Stand der „E“, auch der der methodischen N, G.

    218Die Ästhetik ist dann ein Teil der Philosophie, beide sind zu versöhnen: als I/E bzw. I=E:

    219Wo ist der Unterschied zwischen Ästhetik und den anderen wissenschaftlichen und philosophischen Bereichen? Wir meinen, I=E drückt letztlich auch ein „E“ aus („Kunstwerk“), das in der weiteren Entwicklung, in der Geschichte bleibend ist. Wohingegen Ästhetik bei Hegel jene „Versöhnung“ nur „aufzeigt“.

    220Während „I/E“ sagen will, dass ständig in diesem Prozess neue „I“ bzw. „E“ entstehen, als Erkenntnisse, Güter, Werke, etc., die deswegen keinen „bleibenden Wert“ haben.

    221Bei bestimmten bleibenden, z.B. abstrakten Erkenntnissen wird deren ästhetischer Charakter von den Wissenschaftlern oft auch empfunden.

    222Wie ist es mit der „Versöhnung“ von Natur und Geist? Geht das nicht über den speziellen Bereich der Philosophie (Ästhetik) hinaus? Ja, denn in den Vorstellungen von „Natur“, „Geist“ steckt mehr als nur deren I und E; z.B. das „Dialektikproblem“. Bei der Zusammenfassung (Dialektik, Natur-Geist, Ästhetik) läuft das auf die Frage nach dem „Naturschönen“ hinaus.

    223Dass Hegel das Naturschöne nicht so wichtig empfand, liegt daran, dass die Vermittlung I/E stets immer schon „Natur“ ist (insofern wäre Natur immer etwas Ästhetisches), und dass sowohl die „I“ als auch die „E“ dem Menschen fremde, vor allem unbegrifflich (unbegreiflich) sind.

    224Wenn nach Hegel, sich das Kunstwerk erst im Begriff erfüllt, fragen wir uns, was das ist, „der Begriff“, auch „die Idee“ (als die Einheit von Begriff und Objektivität). Wir meinen, Hegel bezeichnet damit den abstraktesten Teil der E-Sphäre. In allen seinen dynamischen Entwicklungen (als Meta-Entscheidung quasi die „Voraussetzung seines Systems“) ist Hegel der gleichen Meinung: Der „Verlauf der Geschichte“, der „Vernunft-Entwicklung“ und so auch (alles ineinander verwoben) die Entwicklung des „Schönen“, das sich in der Sphäre des subjektiven „Gefühls von Unlust zu Lust entwickle“, als Historisierung der ästhetischen Kategorien, sich „vollende“ in einer ästhetischen Vorstellung von einer des „Geschmacks“ zur „ästhetischen Wahrheit“, als „System der Künste“, zur „Ästhetik des Gehalts“.

    225In diesem Allen waltet die „Entwicklung“ zu „E“, die „E-Vollendung“ sogar. Sie zeigt sich auch darin, dass das subjektive „Ii“ (im ersten Schritt) zu gesellschaftlichen „Ik,g,w werden („Vernunft“) und dann zu objektiven „I“.

    226Der nächste Schritt: Objektive „I“ müssen konsequenterweise auch als „E“ dargestellt werden. Und der danach dann nächste Schritt ist die (wegen dem Eintauchen in das E-System konsequente) Erhebung auf eine Metaebene, auf welcher nur noch die Vollendung der E-Seite angestrebt wird.

    227Der Begriff der Versöhnung (Versöhnung in der Geschichte) muss bei Hegel „abstrakt“ bleiben, denn er ist unter Ausschluss des I-Gedankens erarbeitet worden: So wird als Versöhnung die von Subjekt und Objekt durch das Denken angeführt, aber diese nur im abstrakten Denken. Bei Emotionen und damit auch bei den gewöhnlichen Unterwerfungen der Objekte (Außenwelt, Mitmenschen, Gedanken, Phantasien) durch das Subjekt, werden vielleicht eine gleichberechtigte „I/E-Verschmelzung“ o.ä. erreicht. Ansonsten zählt das „I“ des Subjekts allein. Übrigens über das „I“ (!) des Objektes; auch Naturobjekte haben ihre „I“ die zwar als niedere „I“ (Selbsterhaltung, oder auch physikalische Rz, Rw). Sie werden von vornherein angesehen – und daher theoretisch gar nicht erst thematisierbar.

    228Diese „Versöhnung“ wird von Hegel (auch von Kant) damit begründet, dass das Objekt, (das Äußere) dieselbe „Vernunft“ in sich habe wie das Subjekt. (Und im „Denken“ sei die Brücke zu schlagen). Wir meinen, dass hier von Hegel etwas von der tiefen Struktur unserer wp Systematik angedeutet wird: Man kann nur theoretisch (und auch praktisch) tätig werden, wenn etwas Gemeinsames von Mensch und Natur, von Welt überhaupt existiert.

    229Hegel meint, dieses Gemeinsame nur im „Geist“ finden zu können. Und er nennt es „Vernunft“ – und er reduziert dabei Kants Dualismus von theoretischer und praktischer Vernunft.

    230Was ist nun diese „Vernunft“? Es ist ein Ausdruck zusammenfassender Art, er fasst die gesamte Entwicklung vom z, w der Natur bis zum N, G, E des abstrakten Geistes zusammen.

    231Nur weil es diese Entwicklung gibt, kann überhaupt etwas von „Natur“ durch den Menschen, etwa als „Naturgesetze“ (z.B. auch in mathematischen Formulierungen) „gewusst“ werden. Aber „Vernunft“ enthält nicht nur den zur Ratio führenden Strang der „allgemeinen Entwicklung“, sondern auch den von „I“: Nur weil es „I“ (so als Rz, Rw) in der Natur gibt, gibt es „I“ im Lebewesen Mensch und noch später als freie „I“ im die Natur „beherrschenden“ Menschen.

    232Dass Hegel (weniger als Kant) die I-Seite vernachlässigt, wird ihm von allen seinen Kritikern angekreidet (m.o.w. implizit), dabei z.B. aktiv eine philosophische Weiterführung begründend und ziemlich umfassend von Marx.

    233Aber Hegel vertritt, nach Scholastik und Descartes, den philosophischen Weg des „E“, in der dafür notwendigen Konsequenz, das ist sein Verdienst.

    234Übrigens: Die Kritik an Hegels „Versöhnungsfühlen“, dass der Mensch eine „üble Herrschaft über die Natur ausübe“, ist theoretisch unrichtig. Man kann Natur nur mit Natur beherrschen, also insofern versöhnt praktisch handeln. Was aber übel ist: Es geht um eine der Formen der gesellschaftlichen Entfremdungen: Aus I-Konkurrenz kommt es zu Schädigungen von menschlichen Individuen und Kollektiven, wenn diese auch z.B. generationsübergreifend zu verstehen sind.

    235Was also ist „Versöhnung“ bei Hegel? Zunächst geht es um Betonungsvarianten:

    236Hegels beliebteste, eigenste Versöhnung ist die Betonung der Entwicklung von E. Dabei mit der Betonung auf die abstrakte Begrifflichkeit und auf die systematische Vernachlässigung von „I“.

    237Der dialektische und historische Materialismus legt die Betonung dabei auf die

    238„Nichtentwicklung“ von E, aber auch auf die Ausgestaltung der I/E (praktisch und theoretisch).

    239Die Ästhetik betont die Entwickeltheit von „I“; die E werden in jeder Variation und Phase akzeptiert. Aber es spielen da keine vor-menschlichen „I“ (Rz,Rw der Natur) eine größere Rolle. Prinzipiell aber ist Ästhetik dafür da, alle „I“-Varianten (und alle E) zu akzeptieren.

    240Da dennoch (trotz solchen Betonungstaktiken) die Vereinigung von I und E gilt, (bei Hegel unklarer: Subjekt mit Objekt), kann man das als „Versöhnung“ bezeichnen.

    241Hegel beschreibt das sogar besser: Dass Kunst es dabei erreicht, Subjekt und Objekt aus ihrer wechselseitigen Abhängigkeit zu befreien. Wie geht das mit „I=E“ zusammen? Indem das I (des Subjekts), als freies Wollen dem E (Objekt), dessen Zwängen, z.B. seiner Begrenztheit, entgegengestellt wird, und zugleich jenes vorerst formulierte Wollen durch die E verwirklicht werden kann. Dabei werden beide verändert (auch das Subjekt, Objekt); es fragt sich nur, wo und wie genau werden sie verändert? Worin ändern sich die beiden? Wp entwickelt sich in der Ontologie die E-Seite von den Eo bis zu den E6 – genauer, von den „S“, „S/R“, den „z/w“ zu den E des OG etc. – und die „I-Seite entwickelt sich von den R-Aspekten über die „Ii“ bis zu den Ik,g und den vollendeten „Iw“.

    242Beides mal geht es dabei um die zwei QM- Grund-Ordnungen. Sie werden nun dadurch ergänzt, dass sich die E-und I-Seite – in allen ihren genannten Entwicklungsformen – auch aufeinander zu „entwickeln. Wenn jene zwei sich in unendlich kleinen (Rz) und unendlich vielen (Rw) Schritten annähern, ist das die Basis von „I=E“, hier die Grundlage von Ästhetik, Kunst, Kultur (aber auch von vielen anderen Phasen, wissenschaftlichen Theorien und konkreten Praxen.). Bei „I=E“, nach unserer Schreibweise die Formel „I/E“ ist ein Naturverhältnis erreicht. „Natur“ entspricht dieser Ungetrenntheit der I und E. Aber auch wenn in „I-E“ entweder nur E oder nur I übrig bleibt, dann ist „Kunst“ etc. verfehlt.

    243Tatsächlich ist es wohl so, dass kurz vor „I=E“ halt gemacht wird. Oder besser, jene zwei Unendlichkeiten bedeuten den ästhetischen Genuss. (Mit dem Grenzwert, dass die biologischen Funktionen Genuss, Glück Ziele von kulturellem, ästhetischem Glück, Genuss sind. Die I und E halten sich dabei gegenseitig in einer zweifachen „Schwebe“.

    244Bemerkenswert ist, dass Hegel sich durchaus mit der I-Sphäre befasst, aber nicht systematisch, nicht gründlich, daher auch nicht deutlich.

    245Er parallelisiert es mit den Naturgesetzen (Descartes) und sieht einen Fortschritt vom individuellen Willen, der Willkür, dem „Gebot Gottes“ bis zu vernünftigen kollektiven „I“ („allgemeiner Zweck des Staates“,“Recht und Sittlichkeit“), als „Kern der Aufklärung“.

    246Wobei einiges symptomatisch ist für Hegel, d.h. aber für den spezifisch philosophischen Stand gegenüber „I“: Als Ableitung/Parallelisierung aus „der Natur“ und als historische Rückschau sowie als „Staatsraison“ im aufgeklärten Absolutismus (=kollektive I).

    247Das alles hochzuhalten, was missverständlicher Weise dem Hegel bis heute verübelt wird, ist die Erkenntnis, dass das kollektive I (Ik,g,w) wichtig ist, zumal das individuelle Ii dadurch erst mal den theoretischen und praktischen Widerpart bekam, der nötig wurde.

    248Als Kritik an Hegel, geht es seit damals um die Versöhnung von Allgemeinem und Besonderen. Was wir als die Auseinandersetzung von individuellem I und kollektivem I verstehen. Das beeinflusst am Rande auch „Kunst“ (–> „moderne Kunst“ betont individuelle I).

    249Vor allem aber ist es das Hauptproblem von Geschichte überhaupt. Es ist unter anderem deshalb ein „unlösbares“ Problem, weil es erkenntnisphilosophisch so ist, dass im I-Feld alle I gleichberechtigt und voneinander in gewissem Sinne untrennbar sind. Es also insbesondere einen stetigen Übergang zwischen individuellem und kollektivem „I“ gibt.

    250Daher wird es Thema und Problem in der Praxis aller betroffenen Bereiche – und auch als das der Ästhetik – sein.

    251Dazu tritt aber noch die Konstruktion der E-Seite: Die ganze „Vorgeschichte“ der E-Seite (Platons „Sein“, wp „S-Aspekt“) braucht in diesem Zusammenhang nicht bedacht zu werden. Aber seit Kant ist das bis dahin höchste Entwicklungsprodukt der E-Seite, nämlich „die einfache Einheit des selbstbewussten Ich“ in den Mittelpunkt aller Philosophie gerückt,z.B.über den „Verstehensbegriff“ bis zum Existentialismus („Dasein“) oder weniger abstrakt: „Der Mensch ist das höchste Wesen des Menschen“, Marx). Womit auf fundamentalerer Ebene das individuelle Ii, Ei begründet scheint – und damit nicht nur Politik etc., sondern auch Kunst betroffen sind.

    252Warum wird das philosophisch, von Hegel („formell“) und bis heute „kritisiert“? Man sieht wohl, dass das menschliche Selbstbewusstsein, das Dasein sogar, zwar ein absoluter Höhepunkt der E-Entwicklung ist, aber was macht der Mensch mit diesen Freiheiten u.ä.? Das führt wieder zum I-Bereich hinüber.

    253Da die Versöhnung in der Geschichte, als Konkretisierung der „Vernunft“ und als politisches Ereignis auf dem gleichen systematischen Mechanismus beruht, kann man das als Vorarbeit für Ästhetik nutzen. Insofern ist Kunst, Kultur auch eine Fortsetzung von Politik und Sozialem.

    254Es geht nach unserer Diktion darum, welche „I“ das Übergewicht haben sollen; eine Frage ganz am Anfang der Analyse der I-Sphäre. Deshalb taucht diese Problematik auch bei Hegel z.B. als historische Entwicklung auf. Jene „Vernunft“ ist jedoch bei Hegel (das Gegenteil dann bei Marx) die Betonung der individuellen „I“ gegenüber den kollektiven „I“.

    255Wobei wohl „Hegel-Marx“ nur ein Ausschnitt einer rhythmisch verlaufenden Entwicklung ist, denn analog zu Luther richtet sich Hegel gegen die alten Kollektive; und Marx richtet sich gegen veraltete bürgerliche Vorstellungen.

    256„Vernunft“ ist philosophisch „die absolute Spitze des Selbstbewusstseins“. Und das erscheint als die – philosophisch bedenkliche – Überbetonung einer Seite. Aber tatsächlich sieht man an den – unsystematischen – Beispielen Hegels, dass er durchaus eine neue Kollektivität meint, nämlich die bürgerlich-kapitalistische .

    257Daher übrigens die mit Recht Hegel angekreidete philosophisch schwache Untermauerung.

    258Hegel beschäftigt sich durchaus auch mit „I“, aber mit der Grundtendenz antifeudal, pro bürgerlich-kapitalistisch; und die feudalen „I“ waren „willkürlich“ gewählte. Das mag formal so sein, aber den „todten Reychtum der Kirche“ zu schaffen, zu erhalten lagen „I“‘ zugrunde, die eben andere waren als die kapitalistischen. Und der Gestaltungswille des Feudalherren ist (prinzipiell) ebenso gleichberechtigt mit Hegels Betonung der historischen Notwendigkeit der Repräsentation des kollektiven „I“ („Das Wohl des Ganzen“).

    259Wobei konkret, praktisch und theoretisch im Bürgertum/Kapitalismus viele individuelle „I“ an die Stelle feudaler „I“ treten; (aber die E-Entwicklung ist das Entscheidende –> Marx).

    260Es läuft dann darauf hinaus (erst mal ökonomisch formuliert), ob die neuen „E“ (PM, PK, Wissen etc.) es erfordern und erlauben, dass alle, oder wie viele Individuen ihre „Ii“ konkret werden lassen können. Und ästhetisch formuliert, welche neuen, vielen „E“ mit welchen neuen, vielen „I“ in Relation treten können.

    261Hegel jedenfalls (und noch Marx, bis heute) erleben da, gemessen an dem – impliziten – theoretischen Anspruch tiefe Enttäuschungen. D.h. die theoretisch-allgemein postulierte Versöhnung (I=E bei uns) geht – historisch bedingt – noch nicht auf; was ökonomische und politische und auch ästhetische Folgen hat.

    262Zur „List der Vernunft“: Es geht in der Problematik der „individuelle/kollektiven „Ii,k,g,w“ noch weiter. Hegel hat (wie A. Smith) die Schwierigkeit gesehen: Einerseits ist der moderne Mensch geradezu konstituiert, durch die praktische Wahrnehmung des Rechtes, sich ungehindert seinen persönlichen Interessen, auch durch „selbstsüchtige Absichten“, mit ganzer „Energie des Wollens und Charakters“ hinzugeben.

    263Die Chancen dazu wachsen mit dem E-System. Aber konkret kommt es zu vielen Widersprüchen (die auch „der Markt“ nicht vermittelt, wie Hegel u. Smith es sehen). Zum Beispiel gibt es unterschiedliche E-Verteilungen (ökonomisch, wissensmäßig). Es gibt es notwendige kollektive „Ik,g,w“ mit demokratischen Abstimmungen, d.h. aber auch, Niederlagen von Interessen auf legale Weise. Ebenso legal sind ökonomische Konkurrenzniederlagen (z.B. Konkurse).

    264Aber theoretisch gesehen gehört dieses „Leiden der Individuen“ zu ihrer Selbstverwirklichung, zu ihrer I-Sphäre.

    265So ist der Hegelsche Grundgedanke („List der Vernunft“) zu retten.

    266D.h. die Unentwickeltheit der E-Seite regiert den Selbstzweckcharakter des Subjekts als durchgehendes Prinzip.

    267Oder anders gesagt, solange die E-Seite es nur teilweise schafft (und das ist als Erweiterbare lange noch so), muss die Strukturierung der I-Sphäre durch den „Gegensatz“ „I-individuell zu I-kollektiv“ akzeptiert werden, bzw. es kann als gestaltendes, kreatives Prinzip genutzt werden.

    268Wenn die kollektive I-Dimension fehlt, ist dieses Gebilde kein Staat für Hegel, vielmehr nur ein „Abstraktum“; D.h. die „Versöhnung“ der widerstreitenden individuellen Emanzipationsbestrebungen bleibt „substanzlos“.

    269Wir vermuten, dass Hegel jene die Menschen verbindende Solidarität mit dem objektiven Geist identifiziert – und dessen Fehlen für unerträglich hält.

    270Für Hegel ist aber damit die Grundlage der liberalistischen Ideologie nicht vorhanden.

    271Das heißt, Hegel sieht wohl nur eine Wechselwirkung zwischen individualistischer und kollektiver I-Bildung als Beschreibung einer konkreten Lösung für hinreichend.

    272Dies wäre dann jene „Versöhnung“ als „die Einheit des allgemeinen, wesentlichen Wollens und des subjektiven“, als das „Sittliche“, das „Vernünftige“.

    273Das was bei Hegel die „Versöhnung“ heißt, ist für uns ein Wechselspiel zwischen individuellen I und kollektiven I, sowie zwischen subjektiven und objektiven I.

    274Der Unterschied ist z.B. der, dass die individuellen, kollektiven I nicht festgelegt sind, vielmehr von unendlicher Entwicklungsmöglichkeit sind. Und die objektiven I („Iw“) (Gleichheit, Freiheit) sind ebenfalls keine „erreichbaren“, jedenfalls aber, keine bereits erreichten.

    275Deshalb wird von der Subjektseite (Ii) (von deren Ideologien) wie von der Kollektivseite (Ik) jede zeitweilige „Versöhnung“ (also „der Staat“) so vehement angegriffen.

    276Angeblich hat in Hegels Geschichtsphilosophie nicht die Vernunft, sondern die Bürokratie das letzte Wort, das wird als Haupteinwand von vorhegelscher Philosophie gebracht. Hegel kann sich deswegen schwerlich dagegen wehren, weil ihm die I-Systematik (und deren Relation zu E) nicht als systematische zur Verfügung steht.

    277Denn die E-Welt verlangt aus internen Gründen eindeutige Entscheidungen und „bürokratische“ Organisation, eine je spezifische E-Form.

    278Hegel müsste nun unterscheiden zwischen willkürlichen, dezisionistischen I (des Herrschers oder der Bürokratie) und jenen I, welche als „Vernunft“ akzeptabel erscheinen und entweder kollektiver Art sind oder objektiver Art.

    279Erst wenn näher über die Skala, das Spektrum der I reflektiert würde, (wozu noch die tendenziell seit Hegel wichtiger werdenden individuellen I kommen), kann über jene „Versöhnung“, die die Ästhetik braucht, weiterhin gesprochen werden.

    280Und wenn sogar noch (erst mit Marx) über die E und deren Einfluss auf die I gesprochen wird, können die Differenzierungen qualitativer Art im Ästhetischen theoretisch weiter bearbeitet werden.

    281Hegel scheitert daran, die I-Seite im Allgemeinen seiner Philosophie zu berücksichtigen und speziell kann er sich der I-Seite als Idee in seiner „Ästhetik“ nur nähern.

    282Hegel sieht selbst, dass der „Begriff des Begriffs“ einer Modifikation bedarf. Denn die Einheitsbildung (durch den Begriff) will ja die Unterscheidungen in und zur konkreten Realität vereinen. Dazu aber darf er nicht stillschweigend jene Realität bereits als nur begriffliche voraussetzen. Aber als was sonst?

    283Die Verbegrifflichung des Konkreten hat dabei viele Tricks auf Lager. Sie wechselt z.B. einfach die Worte; das Ausweichen in Verbalisierungen ist noch heute oft üblich. (–> Die Überzeugungskraft der Sprachphilosophie beruht z.B. darauf.)

    284Die Kluft zwischen Theorie und Nichttheoretischem (die Kant noch überspielte, indem er in der „Kritik der Urteilskraft“ das Nichttheoretische als „praktische Vernunft“ verbalisierte und damit „im Menschen“ verschwinden ließ) besteht aber tatsächlich als physikalische Kräfte einerseits und der Befreiung davon durch die „allgemeine Entwicklung“ sowie in der Fortsetzung als Spezifizierung dieser Befreiung vom „Materiellen“ (das letztlich nur Kräfte und Energie ist): Als „Eliminierung“ des I-Aspektes, dessen Umwandlung, die seiner zwei Varianten Rw. Rz in N und G und damit die E-Setzung anstelle von I; das Ganze als durchlaufenden Prozess der „Entwicklung“, der an jeder seiner Punkte I in E und wiederum in weitere E` und I‘ etc. verwandelt.

    285Die im Subjekt vollzogene Synthesis des Begriffes und damit Hegels Systematik hat zwei Schwachstellen: Das Subjekt kann „irren“, durch seine systemisch verbürgte Kreativität und Freiheit; und wenn es nicht irrt, d.h. es die Objektivitäten von Natur und Geist repräsentiert, entsteht jene „Unterdrückung des Einzelnen“, die Hegel selbst bedauert (Ästh. I,156).

    286Das Problem lässt sich über die zwei Unendlichkeiten lösen: Die Freiheit des Subjektes ist im Verlauf der unendlichen Trennung letztlich als „Formales“ auch mit der E-Sphäre verbunden; sozusagen hängen E-und I-Sphäre an einem „Punkt“ (im Unendlichen) zusammen.

    287Deshalb kann Hegel dieses Moment des Unrechts nicht als wesentlich anerkennen. Die Unterwerfung des Einzelnen unter den Begriff ist vielmehr notwendig und vernünftig.

    288Es ist dies Teil der E-Vollendung. Und dabei erzeugt die Weltgeschichte den Begriff der Freiheit; d.h. aber, Hegel schafft weder die Versöhnung von allem (das ist ja auch die Definition der I-Sphäre(-> 2.Quantenphase), noch kann er den „zufälligen Willen“ des Einzelnen theoretisch einordnen – außer als „Randproblem“ von E.

    289Speziell für das Ästhetische ist es die unendliche Annäherung, nämlich die zwischen I und E. D.h. das Ästhetische impliziert bei Hegel, als theoretische Ausweitung seines Kernansatzes, doch – systemisch! – die I-Sphäre. Weshalb es dann zu Dualitäten kommt, hier „Wahrheit und Schönheit“, die eigentlich und philosophisch Ii-Willkür sind.

    290Ästhetik und dabei „der Mangel des Begriffs“ heißt aber nichts anderes als die Schwierigkeit Hegels, jenes „I“ in „I=E“ theoretisch verwalten zu können.

    291Er hilft sich, indem er einfach neben der „Wahrheit“ die „Schönheit“ parallel und inkonsequent behauptet.

    292Was dahinter steckt ist aber, dass die „Totalität des Begriffes“ (Einheit und Allgemeinheit u.ä.) jene Entwicklung der E-Seite meint, welche als die „Abstrahierung“ gilt. Diese fließt zwar – auch – in die ästhetische Grundlage ein, ist aber nur ein Viertel des Ganzen (I = 1/2, E-alle anderen Phasen).

    293Schönheit und Wahrheit sind dann nur insofern „dasselbe“ als „I“ auch irgendwo im Theoretischen als „E“ angesehen werden darf, was Hegel natürlich betonen muss: „Das Schöne nämlich muss wahr an sich selbst seyn“. Gemeint ist, das Schöne muss „begrifflich erfassbar sein“: Wenn schon das „I“ überhaupt bei Hegel fehlt, tritt zusätzlich und eine Stufe darüber hinaus noch hinzu, dass das Schöne den Prinzipien von „E“, nämlich „exakt“ zu sein,“identifizierbare“ Grundlagen zu haben, entspricht.

    294Das ist natürlich eine interessante Frage, wie im Schönen jene beiden Grundprinzipien, das exakt Identische u.ä. mit dem Unabgrenzbaren etc. aufeinandertreffen können, als „I/E“.

    295„Das Schöne bestimmt sich dadurch als das sinnliche Scheinen der Idee“:

    296Es ist das „sinnlich Erscheinende“ und das „begrifflich Wahre“ gemeint.

    297Wir fragen jedoch zusätzlich und weiterführend, was ist „sinnlich“, was „Erscheinendes“ und die „Idee“? Und meinen, dass es zwar um einen „endlichen Gegenstand“ (E) geht, dass das aber zusätzlich diese „Sinnlichkeit,“ die Emotionalität der Menschen und damit „I“ und „E“ im Emotionalen ins Spiel bringt.

    298Die „Idee“ ist etwas einfacher zu analysieren. Es geht bei Hegel (d.h. aber in der Konsequenz des idealistischen Philosophierens, also der Geist-Philosophie allgemein um „E“ in ihrer begrifflichen Phase, und „I“ ist dabei systemisch eliminiert.

    299Man sieht also, man kann bei „I = E“ bleiben, nur ist deren Zusammenspiel keine zweifache lineare unendliche Annäherung. Es werden die „Phasen“ in ihrer E – verbundenen Form als „Abgrenzungen“ doch einbezogen; Bei „I“ (weil ohne diese „Abgrenzung“) ist die Problematik geringer.

    300Jedenfalls ist der Hegelsche Gegensatz (z.B. auch als „Endliches-Absolutes“ -> endlicher Gegenstand) differenzierbar; wobei auch hier deutlich ist, wie sehr Hegel „E“ (als Gegenstand und zugleich als Absolutes) bevorzugen muss.

    301Nur, was ergäbe sich aus der Relation „E-konkret zu E-abstrakt“ anderes als diejenigen Teile der Philosophie, die die „Wahrheit“, die „Erkenntnis“ erforschten, nicht dagegen: die „Ästhetik“; (was Hegel kennzeichnet, der seinem System nicht entfliehen kann).

    302In der „Phänomenologie des Geistes“ spürt Hegel noch, dass es die Dualität von E und I geben muss, die er dann für die Erklärung des Ästhetischen so gut gebrauchen könnte. Hegel spricht über diesen Dualismus, wenn er klagt, dass die Aufklärung („reines Denken“, Allgemeinheit, Endlichkeit, Empirie) gegen die Welt des Glaubens (kontemplativ – nicht begrifflich, „Anschaulichkeit“ u.ä.) „unbefriedigt und unbefriedigend“ bleiben muss. Was Hegels mulmiges Gefühl ausmacht, ist für ihn nur das, was wir das Hermeneutische nennen (er: „dumpfes Weben des Geistes“ im Religiösen) und womit Hegel nicht aus dem Begrifflichen herauskommt – umso weniger natürlich die von ihm kritisierte Aufklärung selbst.

    303Was aber ist „der Inhalt des Glaubens“, der nach Hegel dadurch verloren geht? Neben diesem „Endlichen“ u.ä. findet der „aufklärende“ Geist nach Hegel „nur das Leere“; für uns ist dies „N-G“ im Reinformat.

    304Und „über das Endliche, das der einzige Inhalt ist, hinausgehend, nur das Leere findend, ist es „ein reines Sehnen“, seine Wahrheit ein leeres Jenseits, bei dem sich kein gemäßer Inhalt mehr finden lässt“. Auch hier wird die Alternative, der I-Bereich, in seinem Kern voll erfühlt.

    305Es gibt eine große Differenz zwischen Hegels und unserer Grundauffassung:

    306Hegel sieht die Dualität „Endliches und Unendliches“ (mit aller dialektischen Bezogenheit aufeinander) dann doch traditionell; in der Dingwelt und im Himmel.

    307Dabei wäre eine Dialektik konsequenter Art, wie bei Marx und hier vor allem bei Engels, als den Bezug des „Idealen“ zum „Nichtidealen“ der Materie zumindest in die Nähe unserer Einteilung gekommen.

    308Unsere Einteilung berücksichtigt aber eben beides, das „Ideale“ („E“ ist stets auch in allen Phasen vom Charakter des „Idealen“ – unverbunden u.ä.).

    309Und nur weil es so ist, kann überhaupt die Entwicklung der „E“ zu den höchstentwickelten, begrifflichen also traditionellen „Idealismen“ gehen. Aber wir definieren geradezu das Nichtideale: Als den I-Bereich, die I-Sphäre.

    310Weshalb kann bei Hegel „der Verstand die Trennung zwischen Endlich und Unendlich nicht überwinden“? Er kann es nur deshalb nicht, weil er den „Anschluss“ an die I-Sphäre (als spezifische E-Existenz-Tatsache) nicht findet, also den systemischen Gedanken an „I“ nicht kennt. Dieser zeigt sich bei Berücksichtigung der gebotenen Konsequenz, dass die „I-Seite“ der Philosophie von Rz, Rw her in der „allgemeinen Entwicklung“ bestimmt wird. Und das weiterhin ergänzend, zum Beispiel, dass es in der WP zwei Unendlichkeiten (hier als Rz und Rw) und eine Endlichkeit (hier „Rz/Rw“) gibt, die miteinander verwandt sind, etc. Genau das ist jene Differenz-Überwindung, die Hegel wollte, jetzt konkret die Unendlichkeit, die Freiheit des Schönen, von den I-Seiten her rührend; (im Gegensatz zu Hegels „Verstand“-Verständnis).

    311Zwar hat die „Aufklärung“ eher „E“ betont, aber „I“ gehört stets und unausweichlich zur historischen Dimension jeder Erscheinung. Deshalb hat sich in der „Aufklärung“ nur der Inhalt von „I“ geändert.

    312Unser Widerspruch zu Hegel ist auf die dieser Aussage zugrunde liegenden Differenzen bezogen: Der Unterschied Endlich – Unendlich, den Hegel hier betont, ist nicht nachvollziehbar. Auch „E“ ist Unendlich (-> Rz/E) z.B. als sich selbsterzeugende, verwirklichende „Individualität“ des Subjektes. Daher kann es nur um relative Endlichkeit (E) gehen, und um relative „I“.

    313Eine Folgerung daraus ist, dass „das Schöne“ nicht Endliches mit Unendlichem versöhnt, vielmehr alle möglichen „E“ (endliche und unendliche) mit allen möglichen „I“ „versöhnd“, und eben dadurch seine Bedeutung hat.

    314Diese Bedeutung kann z.B. darin bestehen, dass „veraltete“ E und I sich im und als Kunstwerk jenseits von Geschichte (wie beim Ablösen des Feudalen/Religiösen durch die Aufklärung) als eigenständige Macht erhalten können.

    315Hegel will das wohl auch andeuten: Weil für das Schöne nicht gilt, dass „der Begriff“ (eine entwickelte E-Variante) der „Objektivität“ (der Dingwelt als E) „gegenübertritt“, vielmehr der Begriff „sich mit seiner Gegenständlichkeit zusammenschließt“. (Wobei wiederum auffällt, dass Hegel das „I“ nicht als gleichberechtigt mit „E“ anerkennt und hier sogar nur von einer „immanenten Einheit und Vollendung“, also vom E-Bereich in seiner inneren (leeren!) Bewegung spricht, die (welch Wunder) dann natürlich „unendlich ist“.

    316In der Differenz von Schelling und Hegel zeigt sich, dass Schelling in der philosophischen Erfassung von Kunst bereits die hegelsche Vorstellung – Versöhnung von Endlichem mit Unendlichem – hat, er aber im geschichtlichen Fortschreiten zur Aufklärung noch dem theologischen Erbe (dem „Glauben als Methode“) anhängt.

    317Jene Einteilung lehnen wir ab: Zwar ist „Glaube“ mit „ N/G“ verbunden, und von daher ist eine Relation zu „I“ begründet, aber es sind bestimmte „I“, die in der Aufklärung zwar nicht mehr ins System integriert sind („Methode = Inhalt“), aber „I“ gibt es da auch (-> Mensch, Subjektphase).

    318Die Aufklärung betont also E, N-G- (Methoden, Empirik). Nur, Hegel sieht selbst, dass „Geschichtlichkeit“ auch das Feudale überwindet. („Schubb und Bautz, Baradautz!“). Die Aufklärung ist somit hervorgegangen aus jenen Prozessen der „Geschichte“, die als N-G/N/G/N-G/N/G – etc. bezeichnet werden müssen. Warum sollte dies Resultat der Aufklärung, jenes Prozesses (auch E–>I–>E`–>I etc. benannt) frei sein von` N/G und I (die jetzt „Hermeneutik“ etc. heißen).

    319Dennoch gibt es einen „Fortschritt“, weshalb Hegel relativ auch Recht hat.

    320Hier spielt aber auch die „Dialektik der Aufklärung“, also eine heutige sozialpsychologische Meta-Argumentation zur „Erkenntnis“ eine Rolle: N/G, I ist stets auch möglich und systemisch nötig. Aber da die I keineswegs nur in eine Richtung weisen, („es wird alles >besser<„), im Gegenteil, deshalb tauchen neue I auf, mit der Zunahme der E-Vollendung..

    321Die „Ästhetische Versöhnung“, die ästhetische Vermittlung von „Subjekt und Objekt“ verdeckt einiges, z. B. wenn das „Subjekt“ die I meint (und das Objekt die E), dann ist das auch eine Seite des „Subjektes“, nämlich die von E bestimmte. Und es gibt auch „objektive“ I, die dann als „soziale“/kollektive durchaus gewisse Selbständigkeit haben können, (wobei in diesem Falle das Subjekt als „entfremdetes“ zum E wird).

    322Bei der Darstellung dieser ästhetischen Vermittlung stößt Hegel darauf, dass man „vom Bewusstsein des Alltags“ ausgehen muss, und dass „das Alltagsbewusstsein“ stets in Abhängigkeiten mündet, und zwar des Objekts vom Subjekt oder umgekehrt. Für uns ist das ein Zeichen, dass Hegel die I-Seite (der „ästhetischen Formel“) nicht anders einzuführen und zu berücksichtigen weiß, als (übrigens völlig richtig) den „Alltag“ zu erwähnen. Dieser muss verstanden werden als alle jene I-Phasen, I-Ausbildungen, die in den individuellen und kollektiven Emotionen, z.B. als Wille, Interessen, erscheinen. Abstrakter oder darüber hinausgehender dringt Hegel in die I-Sphäre nicht vor; auch nicht indirekt.

    323Jene Relation „Subjekt zu Objekt“ sind typische (und philosophisch bekannte) Auswirkungen der I-Sphäre.

    324Aber zunächst betont Hegel Folgendes: Er sieht, dass es kein theoretisch-ästhetisches Verständnis geben kann, weil das Hauptproblem der Bewusstseinsstruktur im Alltag das verhindert. Diese Struktur ist jene von „E“, also auch N-G: Das alltägliche Bewusstsein fasst die Gegenstände als feste, gegebene Größe auf: „Hierbei liegt nun die Endlichkeit und Unfreiheit darin, dass die Dinge als selbständig vorausgesetzt sind.“ Hegel: Uns bleibt nur die Gegenstände anzuerkennen, und „negativ“, sie von unseren „Einbildungen“, Meinungen, Vorurteilen“ abzugrenzen.

    325Erst die Freiheit subjektiver Auffassungen, meint Hegel weiterhin, könnte dagegen wirken. Er fasst also nicht die I-Seite ins Visier, er argumentiert indirekt: Jene „Unterwerfung des Subjekts“ müsse aufhören, ein Gedanke, der mit dem Kern seines Systems inkompatibel ist.

    326Was Hegel übersieht ist nicht nur I als Sphäre, als System (also auch jenseits von Subjektivität), sondern auch, dass im „Alltag“, im gewöhnlichen Positivismus des Alltagsbewusstseins, stets ergänzend, wenn auch durch jenen Abgrund getrennt, den auch Hegel nicht überspringt, und der z.B. durch formale, psychologische Reaktionen wie die der „Kritik“ gekennzeichnet ist, auf dessen anderer Seite das alltägliche und wichtige Gebiet der Willensentscheidungen liegt.

    327Das heißt zum Beispiel, dass das Subjekt eben nicht abdankt „vor der scheinbar übermächtigen Gewalt der Tatsachen“. Das Subjekt geht Wege der I-Bildung, die diejenige Philosophie nicht sehen kann, welcher das zugehörige Rahmensystem fehlt.

    328Auch das sieht Hegel, aber er behandelt es als Restgröße (als „untheoretisch“ und „bloße Alltagserfahrung“).

    329Es passt dann natürlich in das E-System, in dem das „Subjekt“ als E, aber auch das „Objekt“ als E aufgefasst wird, dass sich Hegel dann über die „Umkehrung des Verhältnisses“ beschwert: Uns geht es darum, dass das Subjekt sich zur Herrschaft gegenüber dem Objekt aufschwingt; beim „endlichen Wollen“ liegen die Interessen, die Zwecke, Absichten und Beschlüsse im Subjekt („Ii“), das dieselben „gegen das Sein der Dinge geltend machen will“.

    330Der Ausweg ist nicht „die Wechselwirkung“ von Subjekt und Objekt, vielmehr eine Differenzierung des Begriffs von „Wechselwirkung“: Wobei „I=E“ bedeutet, dass sich beide in und als Kunstwerk nicht weiterentwickeln, vielmehr eine unendliche Annäherung aneinander stattfindet. Und es handelt sich dabei um zwei ganz Verschiedene, während bei Wechselwirkungen zwei systematisch Gleiche aufeinander wirken.

    331Dazu kommt weiter, dass es um „I“ sehr allgemein geht und damit auch z.B. um die „I“ der Emotionalität der Kollektive.

    332Jene unendlichen Annäherungen verhindern scheinhafte Freiheiten von „Subjektivem“ und von „objektiven Dingen“ ebenso wie sie deren Gewalt gegeneinander – als unkontrollierte – verhindern. Wenn allerdings das subjektive „I“ die „Gewalt“ will (z.B. emotional), dann kann es das durch das passende „E“ „künstlerisch“ haben.

    333Was Hegel schildert (->Gegenstände verselbständigen sich, Subjekte ebenso) ist gerade in der Kunst nicht möglich, (dagegen in allen anderen Bereichen). Denn es findet sich dort zu jedem „I“ das entsprechende „E“ (und umgekehrt); man denke nur an „moderne Kunst“, bei der das total „verzweifelte Subjekt“ (-> „I“) in Werken von kleinstem E-Aufwand adäquat interpretiert werden kann.

    334„Die Freiheit des Subjekts“ und „des Objekts“ wird „im Medium des Schönen“ vermittelt: Auch diese Hegelsche Beschreibung versuchen wir in unsere Formel „I=E“ zu integrieren.

    335Das Objekt stehe allein im Schönen (und bei beider Freiheit) dem Subjekt nicht als etwas Fremdes gegenüber. Das ist eine formale Umschreibung beider Annäherungen als zwei unendliche Prozesse. Die Frage geht dann nach dem eher „Inhaltlichen“.

    336Das Inhaltliche aber – an dem sich beider Relationierung festmachen ließe – kann Hegel von seiner Prinzipialität her nicht leisten. Er versucht es dennoch, muss aber den „Mangel“ des Begriffs eingestehen.

    337Allerdings erscheinen die materialen Seiten (-> Kräfte etc.) der E/Objekte und (vor allem) die I des Subjektes bei ihm immer noch nur formal: „Der schöne Gegenstand kehrt seine Lebendigkeit hervor“, „er hat seine unfreie Endlichkeit zu freier Unendlichkeit verwandelt“.

    338Das alles sind jene Formalien, die unter dem Titel „Unendlichkeit“ stets dort am Rande (als „Entartungen“ z.B.) von Physik, Mathematik, Logik erscheinen, wenn bei diesen Naturwissenschaften u.ä. konstituierende Exaktheit (E, N-G) versagt oder (bei der höheren Mathematik), wenn diese Methoden über sich hinauswachsend tatsächlich einer Vollendung zustreben.

    339Das „Inhaltliche“ kann sich nur als Analyse der Subjekt-Seite ergeben, bei uns „I“. Dann wenn nach Hegel das Subjekt aufhört, „nur die Abstraktion des Aufmerkens, des sinnlichen Anschauens, Beobachtens“ zu sein und eben seine I-Seite mit biologischen, emotionalen und bewussten „I“ mobil macht. Oder wie Hegel es versucht: „in sich selbst in diesem Objekte konkret“ wird.

    340Die Frage ist, was ist, wenn die „I“ zu frei werden. (Hegel diskutiert das als Freiheit des Subjektes, als freie, willkürliche Herrschaft des Subjektes über die Dinge).

    341Die im „I = E“ postulierte unendliche Annäherung an die Dingwelt wird erschwert. Wie sieht dann das „Kunstwerk“ aus? Werden die „E“ austauschbar? Oder werden sie willkürlich, absurd, abstrakt, (z.B. statt Worte im semantischen Sinne, nur Schreie), etc.

    342Kurz, geht die moderne Kunst auch in diese Richtung. Also nicht nur tendenziell unendlich viele „I“, sondern „willkürliche“, weil prinzipiell unendlich freie „I“.

    343Da so etwas ein relatives Verhältnis ist, muss zusätzlich geklärt werden, wie frei ist die E-Sphäre, gibt es heute da noch Grenzen und gibt es da adäquate E-Antworten auf „willkürliche“ (absurde u.ä.) I-Bildungen?

    344Hegel meint, die Freiheit des Subjekts ist nicht ohne Freiheit des Objekts, und umgekehrt, zu denken. Und diese Vermittlung kann nur im Medium des Schönen erfolgen: Von seiner formal zu Ende gedachten Theorie her gesehen muss sich alles in „Freiheit“ auflösen. Wobei die Vieldeutigkeit des Begriffes „Freiheit“ Folgendes enthält: Potenz, Beweglichkeit, Unbegrenztheit, Unendlichkeit, das Nichts etc.

    345Alles das gilt es aber weiter zu bearbeiten. Diese Bearbeitung kommt bald an die Grenzen jener formalen Überlegungen, z.B. wird man merken, dass die Unendlichkeit des Objektes, „E“, auch die des unendlich Getrenntseins (Rw,N) ist. Während die des Subjektes jene von „I“ (unendlicher Zusammenhang, Rw-Ausweitung) ist.

    346Aber wenn Hegel meint, dass „in der Freiheit“ das Objekt dem Subjekt nicht als etwas Fremdes gegenübersteht und daher die ästhetische Versöhnung erst ermöglicht wird, dann stimmt noch nicht mal solche formale Sache, denn beider „Freiheit“ ist deswegen verschieden, schon weil es zwei Unendlichkeiten (Rz,Rw) gibt.

    347Was Hegel nur meinen kann, ist, dass das Subjekt die Unendlichkeiten (Differenziertheit, Beweglichkeit, etc.) der „E“ nutzen kann, um seine I-Unendlichkeit (deren Seiten, etc.) damit auszurüsten. Und um die formalen Eigenschaften von „E“ (das Sichtbare, Anfassbare, Identische, u.ä.) auszunutzen, für die Kunst-Werke.

    348Allerdings müssen jene (E, I) („Gegenstand“ und „Subjekt“) „lebendig“ (= frei) sein. Wobei Hegel selbst sieht, dass die „Lebendigkeit“ des Gegenstandes dadurch zustande kommt, dass er „die Richtung nach Außen in sich zurück gebogen“ hat, d.h. dass bei „E“ von seiner „unfreien Endlichkeit“ abgegangen werden kann, wenn (jedes) „E“ prinzipiell als „Ganzes“ gesehen werden muss; und damit alles andere enthaltend, verstanden werden sollte.

    349Wie schildert Hegel analog und parallel dazu das „Subjekt“? Dass dieses aufhören muss, „nur die Abstraktion des Aufmerkens, sinnlichen Anschauens, Beobachtens“ zu sein; Es wird deutlich, Hegel kann die I-Sphäre nicht (systematisch) erreichen. Negativ bezieht er sich auf „G“ (Empirie) (Begriffsbildungs-Identverfahren) sowie auf die Begrenztheit im Emotionalen.

    350Die E-Seite hat ihre und andere Prinzipien als die I-Seite. Welche gelten für die „Formel“ I=E?

    351Die E-Prinzipien sind die der Hierarchisierung (-> z.B. als „Abstraktion“, aber auch als „Konkurrenz“ – bei knappen E – oder überhaupt als „Vorwärtsstreben“, „Entwicklung“, -> Geschichtlichkeit.

    352Die Prinzipien der I-Sphäre dagegen sind Gleichberechtigung, „Versöhnung“.

    353Hegel greift das Problem auf: In der „Philosophie der Geschichte“ ist nach ihm keine „Versöhnung“ möglich. (Das gilt also auch für solche Hegelschen Spezialerkenntnisse wie die, dass der Geist über das Materielle siegt etc.). Hegel: „Deshalb ist die Betrachtung des Schönen liberaler Art, ein Gewährenlassen der Gegenstände als in sich freier und unendlicher, kein Besitzenwollen und Benutzen derselben…“

    354Man kann sagen, die I-Prinzipien siegen in I=E (z.B. weil auch „E“ darin genötigt wird, sich „unendlich“ zu bewegen). Aber die „Formel“ als solche ist ein Triumph der E-Sphäre (abstrakt, endgültig, etc., alles andere, „das Schöne“! zusammenfassend, sich unterwerfend).

    355Hegel spricht hier bezeichnenderweise von „Unendlichkeiten“, die der endlichen Welt immanent seien. Dazu braucht man gar nicht – übrigens rein formal denkend – an die „Säkularisierung religiöser Inhalte“ zu denken. Das Problem ist übergreifend und Hegel hat das als erster in eine wissenschaftlich-philosophische Aussage gefasst (was vorher nur „erfühlt“ wurde): Unendlichkeit und Endlichkeit (und Negation)bedingen sich und sind auf der zugehörigen (!) Meta-Ebene sogar dasselbe.

    356Uns interessiert das hier allerdings nur in Bezug auf „I=E“: Es gibt zwei getrennte Bereiche I, E; es gibt also dabei unendliche Trennung. Beide (I, E) beziehen sich aufeinander und entwickeln damit die gesamte Realität. Dies ist ein unendlicher Vorgang, in Ausdehnung und innerer Differenzierung. Eine mögliche Variante davon ist die „Ästhetik“. Bei ihr wird die Entwicklung zusätzlich „angehalten“, auf einer Meta-Ebene ikonisch „vorgeführt“. Und zwar indem beides berücksichtigt wird: Die statische Trennung (= N – G) und die Entwicklung (= N/G) Analog „I – E“ zu „I/E“, das heißt, I und E nähern sich einander, ohne sich aber jemals aufzugeben.

    357Nach Hegel soll sein Modell der „Versöhnung von Subjekt („I“) und Objekt („E“)“ im Medium der Kunst nicht eine idealtypische Konstruktion (wie bei Schelling) sein, sondern ein „historisches Ereignis“.

    358Daraus wäre dann beispielsweise abzuleiten, dass es historische Epochen gibt, wo jene „Versöhnung“ (Kunst) noch nicht oder nicht mehr möglich sind.

    359Wir meinen, dass es eine feststehende (die tragende Säule von allem…) Tatsache ist, dass sich die E-Sphäre entwickelt; dann ist E (in „E = I“) historisch bestimmt.

    360Aber es gibt „E“, deren ideale Herkunft (z.B. als abstrakte Denkprodukte (-> „das Heilige“ z.B. oder „die Gleichheit als sich selbst Identisches“) oder deren emotionale Herkunft, zwar nicht „unhistorisch“ sind, die aber zeigen, dass die „allgemeine Entwicklung“ wichtiger als „die Geschichte“ ist; z.B. weil Erstere Letztere umfasst.

    361Damit gilt, Hegel und Schelling haben Recht und das Schöne hat die „Gesamtentwicklung“ als Hintergrund. Oder, weil es derart einfach ist, ist es fundamentaler als die sogenannte „Geschichte“. Es gibt also „ewige“ und zeitgebundene Schönheiten.

    362Was aber ist mit den unterscheidbaren Stadien von „I“ (–> Objekt I, Subjekt I)?

    363Wenn Hegel von „Geschichte“ redet, dann meint er die Phasen, Stadien der Entwicklung des objektiven Geistes, das sind ideale E-Konstrukte und nicht die (gleichberechtigten) Abschnitte der I-Sphäre: Zum Beispiel ist da ein objektives Kriterium für die Beurteilung von Kunstwerken die „gelungene Vermittlung von Idee und empirischer und sinnlicher Erscheinung“, nicht dagegen das „Geschmacksurteil“. Das eine ist eine E-Konstruktion, das Letztere meint „I“ im Emotionalen.

    364Wieso ist die „Idee“ in „sinnlicher Gestalt“ überhaupt möglich? Warum gibt es also neben „der Form des Denkens und der reinen Geistigkeit“ noch dieses?

    365Das ist die gleiche Art der Einführung von Hilfsgrößen auf abstrakt-pragmatischer Ebene, die Hegel öfter und inkonsequenterweise versucht; wobei er dies insofern selbst korrigiert, wenn er diese „Idee“ als E-Abkömmling schildert; (auf jeden Fall nicht als das, was es ist, als „I/E“.

    366Interessant ist, dass Hegel die „Höhe und Vortrefflichkeit der Kunst“ abhängig macht „von dem Grade der Innigkeit und Einigkeit“, „zu welcher Idee und Gestalt sie ineinander gearbeitet erscheinen“: Genau sind das die von uns hervorgehobenen unendlichen „Bewegungen“ der I, E aufeinander zu, ohne dass die dadurch umrissene Einheit („I/E“) zu „E“ würde oder zu „I“ würde. Es vielmehr einen spezifischen Schwebezustand („I/E“) gibt, der in „N/G“ als „Verstehen/Hermeneutik/Dialektik“ sein methodisches Gegenstück besitzt.

    367Und das geht noch weiter, Hegels Einteilung in „Idee“ (und Gestalt) ist von ihm nicht zu Ende gedacht, bzw. er haftet an seiner prämissiven Festlegung, auf die Radikalisierung der spezifischen Vollendung der E-Seite. „Denn der Geist, ehe er zum wahren Begriffe seines absoluten Wesens gelangt, hat einen in diesem Begriffe selbst begründeten Verlauf von Stufen durchzugehen.“ So dass er die I-Seite nicht adäquat einschätzen kann.

    368Daher macht er den grundlegenden Fehler (Kant hatte das bereits besser gesehen), die E-Formen (welchen die „Gestaltungen der Kunst“ entsprechen), nicht jeweils auf das ganze Subjekt zu beziehen, also auch auf seine emotionalen und I-Seiten, sondern nur auf den – Subjekt als Objekt – „Geist als künstlerischer“, der „sich das Bewusstseyn von sich selbst giebt“.

    369„Die Idee“ enthält aber (wesentlich) „I“. Das deutet Hegel indirekt an: Er grenzt seinen Begriff der Idee gegen die, von aller empirischen Realität streng geschiedene, Platonische Idee ab. Weil „die Idee nicht ohne ihre Wirklichkeit“ wahrhaft Idee sei.

    370Er bindet die „Idee“ so an die Geschichte, und damit auch die Inhalte der Künste.

    371Und Hegel geht noch weiter, nämlich weg von seiner „idealistischen“ Grundstruktur, wenn er die menschliche Subjektivität vollends damit verbindet.

    372Diese Phase der I-Sphäre – „Subjekt“ und „Interesse“ und „Emotion“ – wird immer dann – quasi pragmatisch – zusätzlich mobilisiert, wenn „E“ offensichtlich versagt. „Denn das ganze menschliche Gemüth mit Allem, wovon der Mensch im Innersten bewegt wird“; „Empfindungen und Leidenschaft“, „jedes tiefere Interesse der Brust“ „bilden den lebendigen Stoff der Kunst“. Das ist eine Abwehr von Schellings „Begriff des reinen Ideal“, der allein für Kunst gelten dürfe.

    373Dieses „Ideal“, konfrontiert mit „Leidenschaft“ u. ä., ist in unserer Deutung letztlich das objektive „E“ (E und I, wobei dieses „I“ zum „E“ wird). Und zwar in allen Einzelgestalten (Materie, „G“, „N“, „E“, also Abstraktes, u.ä.). Während „Leidenschaft“, „tiefes Interesse“ u. ä. dann das „Subjektive“ ist – und auch hier ist es eine inhärente Tendenz, dass alles „I“ wird, was mit dem echt Subjektiven zu tun hat – auch wenn es zunächst als „E“ erscheint. Es geht also symmetrisch zu: Alles wird „E“, auch wenn es zunächst inhaltlich zu den (objektiven) „I“ zu rechnen ist.

    374Das betrifft also demnach das Problem, wie können im Emotionalen, das ja noch so dicht am Biologischen liegt und daher „E“ mit „I“ noch ständig zu vereinigen sucht, die „I“ klar gemacht werden?

    375In den Prinzipien des Aufbaus der Hegelschen Ästhetik zeigen sich die Schwächen Hegels deutlich, vor allem, warum das und wo es verbesserungsfähig ist. Die Systematik ist mehrfach gegliedert: Als Verhältnis zum „Geist“, historisch oder nach Kunst-Art. Warum das so ist, versuchen wir mit „I“, „E“ zu erklären.

    376Das Naturschöne hat weniger Vermitteltheit mit dem „Geist“ als das „Ideal“, das Kunstschöne. Wir behaupten, „Natur“ (Biologie) wirkt auf die Emotionalität, aktiviert also die „I“; und „Natur“ ist, was „E“ betrifft, weniger hergestellte „E“ (andere „E“: Produkte, Güter, Begriffe), sondern vielmehr und meist nur durch die Arbeit der Wahrnehmungen am Rande zu „E“ gehörend.

    377Das „Ideale“ dagegen berührt die Grenzen von „I“, nämlich die durch Rationalität (und auch zur bisherigen Entwicklung der „Kultur“ erreichte „Bändigung“ der emotionalen „I“) bestimmten „G“ und „N“.

    378Warum aber steht im Zentrum des „Idealen“auch der Begriff der Handlung? Weil die dortigen „I“ und die dortigen „E“ im Gegensatz zur Natur, zum Naturschönen historisch, individuell, sachlich mühsam Hergestellte sind, auch indirekt über die Arbeit; was als Handlung verallgemeinert werden muss.

    379Weiterhin unterscheidet Hegel drei Entwicklungsstufen der Kunst: Die symbolische, klassische, romantische.

    380Und zwar ist deren Unterscheidung diejenige, in welchem Maße der Geist mit der sinnlich wahrnehmbaren Erscheinung vermittelt ist: „noch nicht“ (symbolisch), „vollendet“ (Klassik), und in der Romantik, hier „geht der Geist nicht mehr in seiner sinnlichen Erscheinung auf, sondern lässt sie hinter sich zurück“:

    381Wir reduzieren die sich überschneidenden Größen (Geist, Sinne) auf „I“ und „E“. Beide Größen sind ja letztlich Begriffliches, aber um ihre Unterscheidung zu verdeutlichen, muss man sie – quasi quer zur traditionellen Unterscheidung – in Identitätsbildungen (-> „Abbildung“), Emotionen und Ratio zerlegen.

    382Dass sie „vermittelt“ sind, gehört nicht nur zur ästhetischen Seite (-> „I=E“), sondern zu ihrer Entstehung etc., z.B. dem Hervorgehen der Ratio aus der Emotion, etc.

    383Zurück zu „Symbolik, Klassik, Romantik“: Hegel argumentiert dabei ja ziemlich formal. Wir interpretieren das so, im Symbolismus ist „E“ noch Natur und die menschlichen „I“ sind ebenfalls natürliche, es gibt zwar schon Abstraktes („Hoffnung“ z.B. oder „Göttervorstellung“), aber das ist dem normalen subjektiven „I“, „E“ unterstellt.

    384In der Klassik ist „E“ zum größten Teil „erarbeitet“. Das gilt auch für die „E“ im Begrifflichen („Ratio“ ist die Erfindung und daher Betonung der Klassik). Daher werden die „I“ alle davon geprägt, mit der Tendenz, dass die „I“ auch Züge der „E-Begriffe“ übernehmen, so durch „G“, die Gleichförmigkeit, Reduziertheiten, etc.

    385Weil hier „I“ derart „vergeistigt“ ist, betont Hegel die Klassik. Denn sein System ist das der „E“. Das bestätigt er noch einmal: Die Romantik ist der Versuch der Befreiung der „I“ von den „E“.

    386Und zwar jetzt alle „I“, also Natur (extern und im Menschen) und historisch gemachte, erarbeitete „I“.

    387Da für „I“ in Hegels System kein (systematischer) Platz ist, hat er dieses Diktum parat; mit dem er zusätzlich richtig andeutet, dass hinfort „I“ und „E“ eigene Wege (der Entwicklung) gehen.

    388Im dritten Teil, dem „System der einzelnen Künste“ geht es Hegel um die Beherrschung der Materie durch den Geist.

    389Diese Hierarchie gibt es zwar, aber sie ist die der „Entwicklung“. Und zwar eines Abschnittes daraus, der Entwicklung der „E“ im menschlichen Geist. Es ist Hegels ureigenes E-Gebiet.

    390Es geht also nicht um „Physikalität“ an sich, sondern um Stoffliches als „E“, als Mittel für den Menschen. Da gibt es grobe Naturstoffe (Stein, Holz) und „abstrakter“, nämlich durch „Arbeit“ gewordene. Und „Arbeit“ zählen wir zu den Methoden, welche die Entwicklung im einzelnen repräsentieren; eine andere ist das Denken und da wieder das abstrakte Denken u. ä. als philosophische Methoden.

    391Also diese Entwicklungsmaßnahmen bearbeiten und verändern „E“ und damit in der Formel „I=E“ auch die Kunst. Und weil es „E“ betrifft, nicht „I“, geht es um die „Kunstgattungen“ (als eine formale Einteilung): Zum Beispiel ist „Skulptur“ gesteigerte Bearbeitung und daher Veränderung der E-Seite; weiter so: Malerei und Musik, wo die Materialität (Luft, Druckveränderung) sich auch, also die Materie „natürlich“ verändert, das durch Auswahl, nicht durch Bearbeitung, Entwicklung.

    392Wie ist es mit der „Poesie“? Es ist ein Sprung in der Entwicklung der „E“, denn es geht bei der Poesie nicht um das materiale Gedruckte, sondern um die Begriffe .

    393Wichtig ist, dass hier auch die E-Seite im Vordergrund steht.

    394Hegel ordnet der symbolischen Kunstform seine Sprachtheorie und die Theorie der Metapher zu. (Auf Hegels Sprachtheorie wird hier nicht eingegangen). Unserer Interpretation nach geht es in der symbolischen Kunst um ein Überwiegen fremder „I“ (auch die der Natur) und um „E“. Wie ist das mit „Metaphorik“ vereinbar?

    395In ihr wird das Gemeinte (das noch weder rational, N-G, noch nach eigenen „I“ und selbst erarbeiteten „E“ aufbereitet ist – und daher auch keine entsprechende Begriffe zur Verfügung hat – in fremden „I, E“ ausgedrückt.

    396Die Definition des Schönen bei Hegel, das Naturschöne als sinnliche Einheit des Begriffs und seiner Realität, fasst Hegel als das methodisch Begriffliche „G“ und „N“ (und dazu formal als N/G), es bleibt „I“ übrig. „I“ entspricht dem Rest „Realität“, der un-begriffen bleibt. „Sinnlich“ ist – quer dazu – der Bereich der Emotionen und der Sinne, in welchen Hegel wiederum den „Rest“ „I“ berührt – ohne ihn zu nennen.

    397Das wird auf das Naturschöne übertragen. Aber (z.B.) bleibt die „Einheit“ deswegen „spannungslos“, weil sie „nicht Einheit von Mannigfaltigem“ ist, sondern „die gleichgültige der Gleichheit derselben Qualitäten“: Wir sagen dazu, eigentlich ist das die von Hegel (in der Konsequenz seines Ansatzes) angestrebte Ästhetik. Denn bei ihr ist „I“ = „E“ als „G“, d.h. als Identisches.

    398Tatsächlich gibt es dieses Schöne, gerade heute sehr verbreitet; –> auch z.B. als „Gleichmäßigkeit menschlicher Gesichtszüge“. Es geht als um zwei Identitäten: „Begriff“ als Feststellendes und die „inhaltliche“ Gleichheit.

    399Hegel hat aber eine „Hierarchie“, nur auf denen unterster Stufe ist „I“ als „G“ angesiedelt. Wenn er aber die nächst höhere Stufe errichtet, (wo die „Bestandteile“ zur „Mannigfaltigkeit“ auseinander getreten sind), (z.B. „das Sonnensystem“) verlässt zwar Hegel die von ihm gehasste quantitative Gleichheit, er ist aber zugleich der absolute Meister der Identität!

    400Nämlich derjenigen, welche sind in der „allgemeinen Entwicklung“ als „Begrifflichkeit“ objektiv darstellen lässt.

    401Die Identität ist die der quantitativen Gleichheit, aber für seine „Mannigfaltigkeit“ (hier z.B. Sonne, Erde, Mond) bleibt unklar, was ist das? Wenn er nur die unterscheidbaren Begriffe (als E) meint, dann ist er sich wenigstens treu.

    402Aber dahinter stehen unterscheidbare Inhalte. Nur ist es so, dass beim Naturschönen, „I“ und „E“ (also hier die Inhalte) in der Natur noch nicht auftrennbar sind und daher „störende“ Einflüsse der Natur-I über die „E“ auf die „I“ des Betrachters/Ästheten systematisch auftreten. (Eine Folge dazu ist die Inkonsequenz im Hegelschen System).

    403Deshalb ist für Hegel erst die „nächste Stufe“, das Leben, richtigen ästhetischen Kategorien zugänglich. Denn mit „Leben“ beginnt das „Natur-I/E“ sich in „I“ und „E“ zu zerlegen.

    404Was eigentlich widersinnig ist, denn „Ästhetik“ ist definiert als unendliche Vereinigung von „I“ und „E“. So gesehen gibt es einen Kreislauf: „I/E“ –> „I“ – „E“ -> „I/E“, der auch mit „ursprünglichen“ Naturschönheiten als „Glück“, „Lust“ etc. biologisch zu tun hat.

    405Auf der nächsten Stufe, der des Lebens als Naturschönem, sieht Hegel das Verschiedene der Teile, der Funktionen, als „in die Einheit“ zurück genommen.

    406Neben seiner Einheitsbildung (E) durch Verbegrifflichung tritt jetzt eine andere Art der Einheitsbildung auf, nach der wiederum „E“ bei Hegel triumphiert. Wir sagen aber, dass „das Leben“ zugleich seine Einheit (die sehr wohl als „E“ gelten muss) aus dem zentralen „I“ (der biologischen Selbsterhaltung u. ä.) erhält.

    407Und d. h. aber, dass dieses „I“ jetzt nicht mehr im ästhetisch Anschauenden allein (wie bei der Landschaft z.B.) entsteht, sondern auch in der Sache.

    408Daher ist wohl auch „der Mensch“ für alle ästhetischen Versuche (z.B. Alltagsästhetik) so zentral; übrigens bezeichnenderweise nicht bei Hegel oder bei Adorno.

    409Warum verbindet Hegel das Naturschöne mit der „Schönheit der abstrakten Form“? Weil „Regelmäßigkeit, Symmetrie, Gesetzmäßigkeit, Harmonie“ sich treffen mit der ersten Stufe des Naturschönen (–> „Metall“). Dort und hier geht es um Differenzierungen des „N-G-„, bzw. „E“-Kerns, um Identitäten der verschiedenen Weisen.

    410Daher kann Hegel das nur „rationalistisch“ behandeln. Das später durch die Romantik geprägte Naturschöne (z.B. die Landschaft) hat dann die (z.B.) quantitativ „identischen“ Verhältnisse nur als einen (Basis-) Aspekt. Der wird überformt von beim Beschauer vorhandenen Emotionen, die ihrerseits „E“ mit „I“ verbinden. Eine „rationalistische“ Analyse ist dann nicht mehr möglich.

    411Adorno drückt das (aus seiner Grundentscheidung für „I“; (denn solche „Prämissen“ prägen von vornherein in diesen traditionell philosophischen Systemen alles) so aus: Das Naturschöne ist fast ausschließlich die schöne Kulturlandschaft, in der „die Spur des Nichtidentischen an den Dingen im Bann universaler Identität“ zu suchen sei. Das heißt, er muss negativ vom „I“ sprechen (als „Nichtidentisches“), weil er die I-Sphäre noch nicht hat. Und da es „Natur“-Schönes ist – und nicht das der Begrifflichkeit der Musik z.B. – ist es spezifischen „I‘ verpflichtet, nämlich denen, die auf E noch eng und wenig frei bezogen sind. Daher jene implizite Ausdifferenzierung der I-Seite, welche für „die Natur“ notwendig die „universale Identität“ mit Recht nicht übersehen kann.

    412Wie ist das mit der „Landschaft“ zu verstehen? Ähnlich der Ästhetik des Menschen, z. B. dessen Gesicht. Es ist eine Mischung aller vier Komponenten (zwei „draußen“ – Gleichförmigkeit und lebendige organische Gliederung, „reiche Mannigfaltigkeit“ – und zwei „drinnen“: emotionale „I“ und begriffliche „I“.

    413Wichtig dabei sind die Übergänge. Sie haben jene Unendlichkeitstendenz; z.B. tendenziell „I“ zu „E“. Das wird als Harmonie u. ä. gefühlt. Weniger als dieses fast identisch sein, also „I=E“, sind eben alle diese Übergänge. Deswegen bezeichnen wir sie besser als als „I/E“.

    414Das gilt entsprechend auch für die Übergänge zwischen den vieren, also z. B. zwischen der Gestaltung der Landschaft und den menschlichen Reaktionen darauf.

    415Was Hegel u. a. dabei nicht beachten konnten, die Emotionalität, die stets dabei eine tragende Rolle hat, näher zu analysieren. So der Frage nachzugehen, inwieweit tief verankerte Sicherheitsbedürfnisse, Ängste vor Veränderungen (oder vor energieaufwendiger Reaktion darauf). Um z. B. das Harmonische (beispielsweise „den ruhig großen Sternenhimmel“) verantwortlich zu machen oder die „Berechenbarkeit“ einer Landschaft einerseits, die Fruchtbarkeit u. ä. (in ihren formalen vielfältigen Aspekten) andererseits. Dazu aber auch abstrakte emotionale Züge wie die „Hauptursache“ menschlicher Konstitution, so das allgemeine Vorwärtsstreben.

    416Daher ist es für Hegel durchaus konsequent, zur „Schönheit der Landschaft“ nur mit karger Mitteilung bereit zu sein. Denn für seine Systematik ist dort die Grenze erreicht, wo es von der formalen Struktur der I-Sphäre übergeht zu den Inhalten der „I“, insbesondere zu den „tiefliegenden“, also zu denen der Biologie, der Erhaltung der Art, des Einzelindividuums u. ä.

    417Die begriffliche Seite, also letztlich „E“, ist für Hegel kein Problem.

    418Nochmal zur „Schönheit der Landschaft“ bei Hegel. An der „Landschaft“ gibt es ja die beiden Seiten, die Harmonien, also „G“, „E“ und die „I“, welche ihr Gegenstück in den Betrachtern haben. Aber, es ist schwer zu vermitteln, welche „I“ das sind. (Während das bei anderen „Kunst-Werken“ sehr viel leichter darzulegen ist). Genau das sieht Hegel auch, wenn er meint, dass in der Landschaft der „Zusammenhang (…) der geistigen Empfindung und der äußeren Naturerscheinung (…) noch ganz äußerlich“ ist.

    419Warum gilt dies bei Hegel als „uninspiriert“? Die erst von der Romantik betonten Schönheiten in der Natur sind nicht auf die „I“ des Menschen, die er bei deren „Erarbeitung“ (z.B. beim Denken und Erfühlen) hat bezogen, auch nicht die des unmittelbaren Interesses, etc. sondern es sind die tieferen, aber diffizilen, schwerer verbalisierbaren, „nicht-begrifflichen“ der Emotionalität (aber eben noch nicht das Biologische betreffende). Daher jene Ferne zum deutschen Idealismus.

    420Eine erste Annäherung an die ä. Methodik ist die hermeneutische Methode: Der Begriff der Kunst ist dann das, was bei einer Person und, oder in einer Gesellschaft eine „Bedeutung“ hat. Das ist einerseits im praktischen Leben fast immer selbstverständlich, aber zugleich so gut wie nicht fixierbar oder gar genauer zu analysieren. Genau diese Lage ist von der QM-Situation vorgegeben, welche die Trennung und die Kohäsion zu einer neuen entwickelten. Einheit „vereint“. Das ist von der Physik bis zum OG entwickelt und erscheint als „I/N/G/E“ oder auch im allgemeinen Handlungsbegriff. Um das aber nun sinnvoll und entscheidbarer zu machen, müssen einerseits die vier OG-Elemente jeweils konkretisiert werden und es sollten auch Teilaspekte betont werden, also zum Beispiel N, die Negation, betont sein. Traditionell gilt, dass die Analyse eines Begriffes so vor sich geht, dass die Bedeutung eines Ausdrucks durch die Bedeutung anderer Ausdrücke angegeben wird. Das verallgemeinern wir und zeigen, warum das so wirken kann. Eigentlich müssten alle real existierende „Phasen, auch die metaphysischen einbezogen werden. Dazu speziell – neben dieser Betonung des meta. S,R und OG – die Betonung des dritten metaPös des vergesellschafteten menschlichen Subjekts, dessen I-Entscheidung, welche dieser Phasen und ihrer Details als relevant jeweils ausgewählt werden sollte. Tiefer geht noch die Begründung dieser „allgemeinen Wechselwirkung“.. Sie beruht darauf, dass in der „allgemeinen Entwicklung“ der Zusammenhalt durch Rz und G gesichert wird und darauf, dass alle Phasen von gleicher Grundstruktur“ sind, welche von den S-Und R-Aspekten sowie von den OG-Elementen bestimmt wird. Alle „praktischen“ Begriffsanalysen, Definitionen und ähnliches sind Kreisschlüsse, die jedoch nichtsdestoweniger erlaubt sind, weil sie sich innerhalb der z/w-Endlichkeit – also wiederum im Geistigen her im Subjekt – dieses derart stabilisieren, vollenden.

    421Die Methoden der philosophischen Ästhetik unterscheiden sich gegenüber dem Gegenstandbereich der Ästhetik. In ihrer Methodik ist sie mit allen anderen Phasen, Wissenschaften zwar auch verbunden, aber die Eigenheiten der Rz,Rw und der G und N vielmehr als über die I/E-Grundlagen. Die empirische Identifizierung, als „sinnliche Wahrnehmung und Erkenntnis“ seit jeher am Anfang ästhetischer Analyse stehend wird von uns auf die G-Kategorie im OG reduziert… Wir erweitern das und relationieren die vier OG-Elemente zu „I/G/N/E“ und behaupten, dass diese umfassende Wechselwirkung – auch nach dem QM-Modell – mit allen potentiellen Konkretisierungen, vor allem der „I/E“-Möglichkeiten, die Basis der ästhetischen Phänomene und damit der Philosophie der Kunst ist. Durch die QM-Abtrennung kann nun noch konkreter das „Schöne in allen seinen Varianten noch weiter abgetrennt und einerseits zum Beispiel vom „Erhabenen“, „Prächtigen“, „Eleganten“, „Anmutigen“ etc. getrennt werden und andererseits vom „Hässlichen“,“Grotesken“ und allen ähnlichen emotional Beurteilten und Erlebbaren. Diesen Ähnlichkeiten liegen die prinzipiellen I/E-Wechselbeziehungen und unendlich differenzierten Übergänge zugrunde, welche das biologisch-rationale Feld der Emotionalität konstituieren. Der Zusammenhang mit diesen Komplexen wird von den Komplexen der arbeitenden Erzeugung der Kunstwerke aufgegriffen. Dabei liegt wiederum das allgemeinen „Handlungsprojekt“ (I-N,G-E) zu Grunde

    422Formal und systematisch werden dieser unbegrenzter Fülle und Abstufung begrifflicher Konkretisierungen die prinzipiell einfachen und einmaligen E, G,N und I gegenübergestellt, und dazwischen die auch noch einfachen… N-G als Basis der Logik sowie N/G als Basis der Dialektik, die Rationalität als „E-N-G“.

    423Die „Definitionen“, Erklärungen, zum Beispiel in der Frage, „Was ist Kunst?“, nutzt sprachliche Mittel, um möglichst viele Phasen zu kombinieren. Diese Zusammenführung kann ein bloßes Ansammeln sein oder eine Neues erzeugende innere Wechselwirkung sein. Beides sind Varianten, die als Konkretisierungen der „allgemeinen Entwicklung“ entstammen, das eine ist die enge Wechselwirkung der I,E,N,G, das andere der Trennung und formalen Aufzählung verdankt. Beide sind nicht voneinander zu trennen; es ist das die QM-Einheit, die da auch zu Grunde liegt. Deren Konkretisierung erzeugt sich in psychologischen Prozessen und auch in gesellschaftlichem Handeln verschiedenster Art, direkt oder auf Umwegen. Das „ästhetische Erlebnis“, der „ästhetische Gegenstand“, die „ästhetische Eigenschaft“ sind Vorstellungen, welche sinnliche, emotionale und kognitive Methoden jeweils konkret kombinieren, um die Aufgaben einer wissenschafts-philosophischen Ästhetik zu genügen.

    424Wenn man eine formale „Definition“ von Ästhetik geben will, muss man so verfahren, wie das wp allgemein gilt, entweder verfolgt man in der allgemeinen Entwicklung“ die Zusammenhänge oder man geht von der Basis der Sprache aus, hier ist das OG oder man versucht, möglichst viel Entwicklungsphasen und Subphasen zu kombinieren; diese drei Wege gehören wp zusammen, was hier nicht noch mal gezeigt werden soll. Der letztere Weg ist beispielsweise der, dass man sagt, „die Ästhetik ist die Theorie des Schönen“, also einer emotionalen, psychischen Subphase. Und „das Schöne ist angenehm für die Sinne“, womit manphysiologisch Subphasen einbezieht. Sodann könnte man sagen, dass das durch das erreicht wird, was gesellschaftlich als Kunstwerk gilt, womit die Phase der Gesellschaft und ihrer Eigenschaften, der gemeinsamen Bewertung hinzu gezogen wird. Solche Definitions-und Erklärungsweise ist variantenreich und eigentlich nicht abschließbar. Durch das Medium der Umgangssprache ist das zugänglich und bei jeder Aussage verständlich, aber als „offener“ Prozess ist das unüberblickbar und prinzipiell ist jede Definition und Erklärung bestreitbar.

    425Eine lexikalische Definition des Wortes „Kunst“ und „Kunstwerk“ zeigt, dass das Wort in zahlreichen und auch verschiedenen Bedeutungen gebraucht wird . Wir verallgemeinern das wp. Erklärungen, Definitionen sind immer ein Ausschnitt aus dem Allzusammenhang aller Phasen, der durch die zwei Grundrelationen Rz und G verursacht wird. Man muss nun eine Auswahl der „relevanten“ Phasen, Wissenschaften und Alltagserfahrungen treffen, um Genaueres zu bekommen, zum Beispiel formal so,dass man den faktischen Gebrauch des Wortes beschreibt. Die Auswahl und die Erfahrung bringt die E-und I-Kategorie aus dem OG ins Spiel, oft als Relation zwischen Ii/Ei und Ig/Eg, also das Wissen“ (E) und die Zielsetzung (I).

    426Man kann auf die Frage „Was ist Kunst?“ zweierlei Antworten geben; diese beruhen auf dem wp Grundprinzip. für „Erklärung“ als möglichst maximale Wechselbeziehung aller Phasen mit der zu erklärenden. Das fällt zusammen mit der allgemeinen Entwicklung, in welcher alle Phasen durch die gemeinsamen Pole (S,R und OG) verbunden sind.

    427Wenn „Kunst“ nach dem erklärt wird, was die Leute „Kunst“ nennen, dann bezieht man sich auf gesellschaftliche und sprachliche Phasen-Aspekte. Wenn man eine abstrakte und umfassende Erklärung von „Kunst“ haben will, muss man es mit den abstrakten OG-Elementen probieren, so mit „I/E“ als Basis von Emotionalität oder durch „I-N,G,E`-E“ als jene spezifische Handlung, bei der Kunst „konstruktiv“ erzeugt wird.

    428Anzumerken ist, die „Kunst“ deckt einen Bereich der Realität ab, der prinzipiell sowohl alle Phasen relationiert und die bei deren Auswahl und Relationierungsart jene Freiheiten nutzen kann, welche den hier wirkenden freien I und freien E ihre Wirkung…zugesteht. Eine praktische Folgerung daraus wäre bei der Definition, was Kunst ist, eine völlig willkürliche Festsetzung zuzulassen. Das ist nicht mehr als eine formale Feststellung… welche die Freiheiten der Ei,g,w nutzt. Wie kann das zu einer inhaltlichen Beschreibung, Antwort auf die Frage, was Kunst ist führen? Grundsätzlich gilt in der WP, dass jede Definition eine Kombination anderer Begriffe ist; das ist das Erklärungsmodell, bei dem alle Phasen relationiert werden …In der alltäglichen und der wissenschaftliche Praxis wird diese unbegrenzte Möglichkeit (Rw..) durch eine weitere meist gesellschaftliche Auswahlentscheidung begrenzt (Rz), Und genau das ist in der „Kunst“ nicht der Fall. Damit hat man zwei konkrete gegensätzliche Denkvorgänge, begrenzen und offenhalten Rz und Rw. welche ihrerseits und in der QM-Ordnung wiederum eine höhere Einheit bilden.

    429Wenn man bei der Beschreibung von Ästhetik davon ausgeht, dass prinzipiell alle Phase in ihrer Wechselwirkung einzubeziehen sind und es keine Auswahl oder Abgrenzung von ihnen geben soll, dann gilt ganz sicherlich, dass Ästhetik nicht die Theorie der „Kunst“ allein ist, sondern dass neben den als solche hergestellten Kunstwerken auch ästhetische Erlebnisse, anzunehmen sind…, welche auf Erfahrungen aus alltäglichen Werken beruhen oder auf Natur-Ereignissen

    430Andererseits ist die Wechselwirkung aller Phasen vor allem die mit der des wahrnehmenden Subjekts und dabei geht es um jene menschlichen Subphasen, die dabei wirken. Die Sinne, die Emotionen

    431Dadurch dass „Kunst“ prinzipiell von der Sache her durch die Wechselbeziehung so gut wie aller konkreter Phasen bestimmt wird, zeigt eine Definition des Kunstbegriffes das auch. In der Analyse der „Bedeutung“ werden wp im Modell „I/E/N/G“ alle möglichen I und E miteinander relationiert („I/E“ als Basis). Im zugehörigen Sprachgebrauch werden dann alle bisherigen Phasen (gewordenen E und die I dazu) zu berücksichtigen sein. Der Begriff Kunst“ ist nun aber deshalb besonders vieldeutig, nicht nur weil es da um die Wechselbeziehung vieler Phasen geht, sondern auch deshalb vage weil zusätzlich neue Phasen und deren Details entstehen und Einfluss nehmen. Die bekannte Eigenart der Künste, mit den Freiheiten der Gesellschaft verbunden zu sein, haben hier die freien Ii/Ei der Motivation zur freien Erzeugung zu Neuem als Basis. Die Definition von „Kunst“ muss daher ständig ergänzt werden. Gerade darin, dass sich ständig darum gestritten werden kann, ob eine Definition, was Kunst sei – und damit der Anspruch an die wissenschaftlichen Verfahren der Ästhetik – ob das zu eng oder zu weit sei, was die Allgemeinheit oder die Fachleute unter Kunst verstehen, gerade dies systematische Ungewissheit… sind das dynamische Pendant zu der von uns vertretenen Auffassung, dass es dynamisch freie und allumfassende Aufweisungen als neue Einheit geben muss.

    432Daher erscheinen in der Theorie des Schönen auch Phänomene…Probleme aus benachbarten Bereichen, wie zum Beispiel das Problem der Authentizität oder das der Beziehung zwischen Originalen und Kopien, Fälschungen. Vor allem wird von den Phasen der Individual- und Sozialpsychologie gleichberechtigt beides übernommen, das Schöne und das Hässliche. Diese Verbindung zur Psychologie. Phase ist noch umfassender, so dass sich beide Phasen treffen und sprachlich als „anmutig, erhaben, poetisch, kitschig, sinnlich, seicht, langweilig, etc. abgestuft und ausgedrückt werden.

    433Solche Kriterien sind deshalb ziemlich unpräzise, weil eine präzise Definition der Thematik im Prinzip nicht angemessen ist. Die Abstufung zwischen Identifizierung (G) und Negation (N) ist im Formalen hier wichtig. Ablehnung und Anerkennung des selben Kunstwerkes durch verschiedene Personen – oder Situationen – und damit eigentlich die Anerkennung der „Relativität“ als Kern der Ästhetik, hat die Basis darin, dass in der Phase „Kunst“ – wie auch in der der „Kultur“ – prinzipiell alle Phasen gleichberechtigt wechselwirken. Es gibt zwar eine individuelle Wahlentscheidung (Ii), die ist aber „unverbindlich“. Während im gleichermaßen kunstsituierten allgemeinen epistemologisch geltenden „Erklärungsverfahren“ aus der Wechselbeziehung aller Phasen durch Ig,w relevante Phasen ausgewählt werden dürfen. Darüber hinaus erlaubt der ästhetische Allzusammenhang aller Phase die Möglichkeit von „Abstufungen“ formaler und inhaltlicher Art. Das Rw und hier insbesondere das unendlich freie Ii,welche unsere Philosophie der Kunst fundiert, hat jetzt noch eine zusätzliche Funktion. Man kann sich bei Entscheidungen, Bewertungen über Kunst und einzelne Kunstwerke frei in jeder Möglichkeit entscheiden. Man kann sich auch der Entscheidungen gänzlich enthalten oder sich begnügen, von theoretischen, ästhetischen Reflexionen abzusehen; das freie „Ii“ ist eine Figur, welche außerhalb der herkömmlichen endlichen wissenschaftlichen Systematik liegt. Die freien Ii oder auch die Möglichkeit freier Ei werden dann vor jeder wissenschaftlichen Reflexion sprachlich dennoch erfasst und zum Beispiel als „intuitiv“ oder als „plausibel“ bezeichnet.

    434Die ästhetische „Beschreibung“ als freie alltagssprachliche hat dann ebenso große Spielräume wie sie der Kunst und Ästhetik zukommen. Zum Beispiel kann man Worte und emotional-rationale Vorstellungen wie „langweilig“, „seicht“, „ausdrucksstark“ oder „erhaben“ nutzen, ohne systematische umgangssprachliche oder gar wissenschaftliche Konkretisierungen mitliefern zu müssen. Gleichermaßen kann die Kunst ganze Phasen oder Subphasen füllen wie zum Beispiel die sinnliche Wahrnehmung, und sie reicht zugleich mit ihrer Unbegrenztheit auch über die sinnliche Erkenntnis hinaus.

    435Bei der individuellen Entscheidung darüber, was man für ein „Kunstwerk“ hält, darf man seinen Intuitionen deshalb folgen, weil im kulturellen und ästhetischen Gesamtzusammenhang alle Phasen beteiligt sind. Viele davon sogar gleichberechtigt, zum Beispiel als die Emotionalität vieler Personen. Eine wissenschaftlich abgesicherte „Definition“, was ein Kunstwerk sei, ist aus diesem Grund zu erweitern; vor allem sind auch die I-Freiheiten und die allgemeine Veränderungs-Entwicklungsdynamik einzubeziehen. Solche Einteilung von „Definitionen“, letztlich von wissenschaftlichen Bereichen und Methoden, hat ihre Ursache in der QM-Ordnung, in der Gleichberechtigung von Rz, G und Rw, N, welche zum Beispiel in „N-G“ beide trennt („wahr von falsch“), oder zwischen beiden unendlich abgestufte Übergänge erzeugt (Rz und G), welche hierzu als „Veränderungen“ oder als „mehr oder weniger adäquat“ konkret beschrieben werden.

    436Eine „Definition“ im wp Sinne ist ein Segment aus dem Feld der Wechselbeziehungen aller Phasen. Was da ausgewählt wird, ist Sache der Übereinkunft (Ig) zum Beispiel der Mitglieder einer Kultur. Die Sache, um die es jedoch hier geht, ist ganz besonders und prinzipiell von allen Phasen bestimmbar, so dass zwar Auswahlen möglich sind (Rw,N), zum Beispiel in Hinsicht einzelner ästhetischer Eigenschaften, dass sich aber Kunst darin verwirklicht, dass sich die grundlegende Rz-,G-Relation universell durchsetzt.

    437Ästhetik ist auch eine komplexe Wechselwirkung vieler Phasen, so mit der Emotionalität, der Sprache, aber auch der physikalischen Elektrodynamik. Diese Phasen, wp übergreifend und in der „allgemeinen Entwicklung“ vereinend, analysieren wir durch die vier OG-Elemente, deren Trennung voneinander und deren Kohäsion, als Dialektik und Hermeneutik.

    438Dann kann man alltags- und wissenschaftssprachlich zwischen ästhetischen Gegenständen (E3, so auch das elektrodynamische Feld) und ästhetischen „Eigenschaften“ (endliche Details, begrifflich gefasst) sowie ästhetischen „Erfahrungen“ und „Erlebnissen“, als E3, des menschlichen Subjekts mit seinen Emotionen und psychischen Methoden unterscheiden.

    439Wie hängen die drei Bereiche „Schönes“, „Kunst“ und „Sinneswahrnehmung“ zusammen? Diese drei sind Subphasen und sie hängen wie die Phasen, konkret und wissenschaftlich in der „allgemeinen Entwicklung“ ebenso zusammen wie sie sich auch spezifisch unterscheiden. In der „allgemeinen Entwicklung“ gehört „das Schöne“ zur Emotionalität (I/E) des Subjekts, die „Kunst“ kann man auf das Handlungsprojekt (I-N,G,E´-E – etc.) reduzieren und die Sinneswahrnehmung gehört unter anderem zur Biologie, welche hier als Entwicklungsübergang von den S/R- und Rz/Rw-Aspekten zu den OG-Elementen verständlich gemacht werden kann. Diese Phasen und damit jene Subphasen unterscheiden sich in der „allgemeinen Entwicklung“, zum Beispiel dadurch, dass sie unterschiedliche Entwicklungs-Niveaus vertreten und damit die durch die Rw-Wirkung bedingte „Freiheit“ in der Emotionalität größer ist als in der biologischen Seite des Menschen. Und weiter dadurch, dass gegenüber beiden die OG-bestimmten unendlichen Freiheiten der Kunst und der ästhetischen Theorien noch größer sind.

    440Wie kann man eine Theorie der sinnlichen Erkenntnis mit der Theorie des Schönen und der Kunst vereinen zu einer der Ästhetik? Ein Ansatz wäre der, dass man die Sinnenfunktion formal auf „G“ und „E“ reduzieren kann. Die zentrale ästhetische Qualität des „Schönen“wird häufig zusammen mit dem Gefühl der „Bekanntheit“, Bewährtheit – in Verbund mit dem Guten, Positiven und sogar dem Wahren – als dem evolutionstheoretischen Garant des Überlebens gesehen. Auch diese Abstrakta kann man nun mit „I“ (als „gut“ bewertet) und als G („positiv“) und E (Existierendes als „wahr) verbinden. Die ästhetische Seite des Nicht-Schönen würde dann durch die N-Kategorie vertreten. Was ist nun „Kunst“? Wir gehen an diese komplexe Problematik von mehreren wp Vorannahmen heran. Eine davon ist das „Handlungs-Projekt“, bei dem die menschliche Erarbeitung mit ihrer Zielsetzung („I“), den Arbeitsmethoden (N,G) und den vorgegebenen Hilfsmitteln, Wissen, Werkzeugen etc. (E`) das Kunstwerk (E) erzeugt.

    441Das Eigenartige bei der „Kunst“ ist, dass, im Gegensatz zu den Einzelwissenschaften und anders als bei einzelnen „Handlungen“ im Alltag, prinzipiell alle Entwicklungs-Phasen einbezogen werde oder werden können. Anders, genauer beschrieben, geht es dabei um die Wechselrelationen aller konkreten E-,I-, G- und N-Varianten. Aus dieser „imaginären“ umfassenden Einheit wird jedoch für jede Kunst, jedes Kunstwerk und sogar jedes ästhetische Detail vom menschlichen Subjekt eine abtrennende Auswahl (Ii,k,g) getroffen; dies geschieht mit allen einzelnen dem Menschen zur Verfügung stehenden Sinnen, Denkfähigkeiten und Emotionsarten.

    442Die Phase der Ästhetik“ ist auch als Wechselbezug zwischen der komplexen Phase der „Subjektivität“ und allen anderen Phasen – die alle auch als Kunst erscheinen können – wp zu analysieren.

    443Im einzelnen kann man dann einzelne Strukturen und Prozesse auf subjektiver Seite mit den Eigenschaften der einzelnen Entitäten in ihren Relationen betrachten. Zum Beispiel sind weithin bekannte subjektive Details: Das ästhetische Erlebnis, die „Erfahrung“ mit Kunst. Wie kann man Ästhetik und diese subjektiven „Ereignisse genauer verbinden?

    444Was ist ein ästhetisches Erlebnis? Wie wünscht man sich beispielsweise die ä. Lebensgestaltung? Es geht formal dabei um die Wechselbeziehung zwischen subjektiven „Subphasen“ – psychische Zustände und Prozesse – mit solchen der anderen Phasen. Die ersteren reduzieren wir vorerst wp auf rationale Vorstellungen und dann abstrakter auf E als empirisch Wahrnehmbare Entitäten und als „Ei“ als phantasierbare Entitäten.. Weiter spielen Emotionen (I/E) und Wertungen („I“) dabei mit. In den Emotionen nehmen das Wollen, Wünschen und Begehren als R-und I-Aspekt viel Platz ein. Auch „Vorstellungen“ und „Überzeugungen“ sind zunächst in ihren Alltagsbedeutungen zu verstehen, um dann als spezifisch ästhetische differenziert werden zu können. Die einen werden von uns in dem Schema „wahr“ und „falsch“ den „G“ und „N“, analysiert und damit auf Rz und Rw reduzierbar. Diese Reduzierung auf die R-und R/S-Aspekte im ZNS haben wir schon bei den Empfindungen und den Emotionen. Wobei bei den Empfindungen noch die Sinne eine Rolle spielen wie das auch bei den Vorstellungen der Fall ist.

    445Die genannten alltagssprachlichen Termini zeigen bereits, dass es hier nicht nur um eine Vollständigkeit oder eine akkurate Unterscheidung gehen kann. Das so genutzte Übergangsfeld ist von der QM-Ordnung geprägt, welche den psychischen Erscheinungen sowohl die Rw- und N-Trennungen erlaubt oder selbst Rz-,G-Kombinationen sind. Die angewandte übergeordnete Einheit aus beiden Möglichkeiten („Rz/Rw zu G/N“) führt dann zu etwas Neuem, nämlich zur Ebene des rationalen Denkens und zum OG.

    446Insgesamt gesehen, kann man sagen, die ästhetischen Erlebnisse können in einer Reihe von Kategorien, wie beispielsweise der „Wahrnehmung“, „Vorstellung“, „Überzeugung“ und den „Emotionen“ geschildert werden. Es gibt nun wp drei Möglichkeiten das zu vertiefen. Entweder man zählt diese subjektiven Funktionen als getrennte auf oder man versucht Verbindungen zwischen ihnen herzustellen oder man akzeptiert beide Vorgehensweisen nach dem Muster der QM-Erweiterung als übergeordnete neue Einheit. Zuvor aber versuchen wir, jene genannten Cluster auf die vier OG-Elemente oder auf Kombinationen aus ihnen zu reduzieren.

    447Das „ästhetische Erlebnis“ bei der „Wahrnehmung“ vereint nach wp Vorstellungen zwei verschiedene Komplexe, die sich im Gehirn wechselwirkend vereinen und etwas Neues erzeugen. Die Wahrnehmung und das ästhetische Erlebnis werden wp von uns durch die vier OG-Elemente und deren Vorstufen – R-und S-Aspekte – beschrieben.

    448Zur „Wahrnehmung“ gehören die empirische, über das elektrodynamische Feld (Sw,Rw und G, E), vermittelnd zwischen Auge und Hirn. Dann gehört auch das Hören mit ähnlichen physikalischen Vermittlungsfeldern dazu. Und auch und zusätzlich kompliziert, das Lesen oder Memorieren von Texten zum Beispiel. Alle diese komplexen Relationen treffen im Gehirn auf die ursprünglicheren biologisch-emotional zu beschreibenden Ebenen, welchen wir ebenfalls die OG-Elemente (E,G,N,I) zuschreiben und darüber hinaus auf die Vorläufer dieser vier, als Rz, Rw, Rz/Rw aus z-w-z/w.

    449Wenn man emotionale Entitäten wie z. B.„Spannung“,Sinnhaftigkeit, Langweiligkeit, Pointenreichtum, Langatmigkeit etc. in einem literarischen Werk feststellt, dann geht es uns darum, diese alltäglichen Emotionen wissenschaftlich-psychologisch zu analysieren. Die OG-Elemente sind dafür geeignet, Aber sie sind nicht hinreichend.

    450Wie hängen diese inhaltlichen emotionalen Entitäten mit den Formen der Darbietung zusammen? Zunächst scheint der Zusammenhang zum Beispiel zwischen Gedichtinhalt und Druckdarstellung, Wahrnehmungserlebnisse wie Farben dabei oder zu kleine Schrift, Hörerschwernisse kaum zusammen zu hängen.

    451Aber man muss bedenken, dass beim lesenden oder Hörenden die „Ii“, E spezielle „Felder“ ausbilden, welche mit allen anderen Phasen wechselwirkende Verbindungen haben, also auch auf diese eher unwahrscheinliche Weise Einfluss möglich ist. Die lautliche und graphische Qualität sind auch Aspekte in einem übergreifender Wechselbeziehung und in der allgemeinen Entwicklung.

    452Hegel behandelt auch „Kunstformen, in denen Idee und sinnliche Gestalt unvermittelt auseinanderfallen“ (Fabel, Rätsel).

    453„Schön“ ist das deswegen für Hegel nicht, weil in ihnen die „I“ der Emotionalität nur indirekt und daher schwach vertreten sind. Hegel weiß das aber nicht, vielmehr ist hier wieder die Tendenz, dass sich die „E“ (als Ratio, Wissen) behaupten. Hegel ist da dann wieder „bei sich“.

    454Das gilt im Übrigen auch für die „symbolischen Kunstformen“, die „den Begriff des Ästhetischen ohnehin nicht ganz erfüllen“. Denn beim Übergang vom Konkreten zu seinen Symbolen ist ein Dazwischentreten von irgendwelchen „I“ deswegen nicht möglich, weil es nicht nötig ist.

    455„E“ kann ja – im Begrifflichen – unterschiedlichste Formen haben, z.B. als Zufälliges, zwar schon Begriffliches, aber Kontingentes. Jedenfalls ist diese für uns irrelevante Einteilung für Hegel zentral.

    456Dagegen kann „E“ am anderen Ende der „begrifflichen Entwicklung“ z.B. „das Ganze“ sein; ähnlich „reines G“, „reines N“. Wie passen nun die „I“ dazu?

    457Oder anders gefragt, was empfindet ein Mensch (hier ästhetisch) dabei? Die „I“ müssen irgendwie „passen“. Erst wenn sie „passen“, ist „I=E“ erzeugbar, also auch Ästhetisches.

    458Die klassische Kunstform und daher der Hegelsche Klassizismus müssten gekennzeichnet sein von I=G= E und vielleicht von der aktiven Abwendung von den fremden „I“, ohne dass bereits die tendenzielle freie Erzeugung von „I“ (und „E“) in Betracht käme.

    459Die romantische Kunstform als „Säkularisierung“: Das Religiöse wird von Hegel als das Phantastische gesehen; was nicht richtig ist, es gehört eher zum extrem Abstrakten, also zur „Klassik“ – und die Frage nach der Zukunft der Kunst: Beides Mal wird I und E frei und erarbeitbar.

    460Das „Naturschöne der Landschaft“, mit dem kann Hegel nichts anfangen: Weil „der Begriff fehlt“. Da das System Hegels für die Ästhetik darauf hinausläuft, dass „I“ eliminiert wird, muss in der Formel „E=I“ die Tendenz der unendlichen Annäherung der beiden einseitig die sein, dass „I“ durch „E“, also „G“, „N“ ersetzt wird, höchstens N/G, also die Formseite von „I“, wird noch akzeptiert. Form und „N-G“ (Logik) sind die traditionelle Wahrheit. Deshalb sagt Hegel, Naturschönes sei seines Wahrheitsgehaltes nicht fähig. Das Schöne der Landschaft beschränke sich auf das „Erregen von Stimmungen“. Dabei geht Hegel ganz auf die Subjektseite über und dort auf deren Emotionalität. Da die Emotionalität zwar auch eine E-Seite hat, die eher unauffällig ist, aber mit den auffälligen „I“ eng verbunden ist, fällt sie bei Hegel theoretisch unter den Tisch; aber nichtsdestotrotz begreift Hegel diese praktische I-Phase gut, beschreibt sie sogar („beliebige Empfindungen“ sind I-Strukturen), aber er begreift ihren philosophischen Gehalt nicht.

    461Das Gefühl des Menschen, mit der Landschaft, der Außenwelt, verbunden zu sein, durch Empfindungen vermittelt, und so das „Schöne“ der Landschaft wahrnehmend, ist nichts anderes als den Tatsachen zuzuschreiben, dass die I-Sphäre jene ist, die prinzipiell keine Abgrenzung kennt, also auch nicht die zwischen „Innen“ und „Außen“.

    462Die „I“ draußen und die drinnen, (z.B. auch genetisch), sind dicht beieinander liegend, und diese „I“ sind mit ihren „E“ verbunden.

    463Für Hegel ist das Gefühl des Subjektes, das der Verbundenheit mit der Außenwelt, „trügerisch“. Denn Hegel beschränkt seine Vermittlungen zwischen Subjekt und Objekt auf die „Abgrenzungsrelationen“ die mit dem Identifizieren in der N-G-Methode des Empirischen anfangen und sich mit den „Abstrahieren“ immer mehr von „I“ und von „Natur“ entfernen.

    464Und auch in der Nachfolge Hegels zeichnet sich die Skepsis gegenüber dem „Ästhetizismus“ dadurch aus, dass sich dabei Züge der – notwendigen – Ideologie der Leistungsgesellschaft zeigen; so gesehen erhält Hegel einen interessanten ideologietheoretischen Platz: Die „Stimmungen“ (das Schlüsselwort des Ästhetizismus) werden als minderwertig gegenüber den anderen Vermittlungen zwischen Subjekt und Objekt, nämlich „Arbeit“, „Erkennen“ etc. hingestellt.

    465Wobei es de facto um aufeinander aufbauende I-Schichten geht; die emotionalen (alle Triebe z.B.) sind aber die notwendige Basis für jene „I“, die zur „Beherrschung“ der Welt etc. notwendigerweise produziert werden.

    466Was aber ist an der Kritik am „Ästhetizismus“ richtig? Es ist die dabei vorgenommene Vernachlässigung der „Entwicklung“ – und das heißt, der Entwicklung der E-Seite: Denn die verloren geglaubte Verbundenheit des einzelnen Subjektes mit den anderen Menschen, mit der Natur, mit den Dingen, seinen Produkten z.B., und das Gefühl der eigenen Endlichkeit als Rückseite der Individualfreiheiten ist eine Folge der E-Entwicklung (z.B. in der kapitalistischen Leistungsgesellschaft). Nur, die Entwicklung ist notwendig und wie alle Phasen der Entwicklung sogar objektiv notwendig.

    467Ohne sie ist die Gewinnung der unendlichen-I-Sphäre nicht möglich. Und erst in ihrem Dunstkreis, dem „Vorschein“ kann Adornos beschworene Hoffnung angesichts des Naturschönen einen Sinn machen: „alles könne gut werden“.

    468Da nach Hegel das Ganze das Wahre ist, und der Kunst die Aufgabe zukommt, dies sichtbar zu machen, können wir es – als das Kunstschöne – so interpretieren: „Das Ganze“ kann nur aus „E“ und „I“ bestehen. Daher auch als das „das Wahre“ (G,E) oder „die Vernunft“(„I/E“). Deshalb gehen auch in unserer Kunsttheorie „I“ und „E“ fundamental zusammen.

    469Was heißt dann aber „sichtbar machen“, „sinnlich anschaubar“ zu sein? Man könnte sagen, dass der „bloße Begriff“ da versagt. Aber das scheint uns nicht überzeugend zu sein. Da Hegel alles nur in Begriffen erfasst, aber eben doch in diesen, würde es ihm genügen, (das tut er auch), das Schöne einfach begrifflich zu benennen.

    470Wir sagen aber, das Zentrale bei Hegel ist, dass jenes Begriffliche letztlich immer „E“ ist, und die/seine begrifflichen Verfahren, Methoden stets auf „G-N“ hinaus laufen.

    471Daher versagt hier „E-allein“. Aber mit „sinnlich“ bezieht Hegel eigentlich die „I“ der Emotionen (oder andere subjektive „I“) doch mit ein.

    472Die Notwendigkeit des Kunstschönen leitet sich aus den Mängeln der unmittelbaren Wirklichkeit her. Die Hegelsche Erklärung von Kunst lebt von der Unterscheidung innerhalb des I/E-Bereiches; (die „E“ sind relativ austauschbar zwischen diesen zwei Einteilungen): Nämlich der fast völlig (–> Unendlichkeit) alle „I“ betreffenden „I“ des „Lebens“ („Erscheinung der Lebendigkeit“, „der geistigen Beseelung“, aber eben auch der Natur, etc.) und derjenigen „I“, welche mit „E“ eins werden, (also „I=E“ als Grenzfall). Daher auch unsere Formel „I=E“, weil es genau um diese beiden geht, und zwar um das langsame Übergehen zwischen zwei Unendlichkeiten, den unendlichen Rw-und N-Trennungen mit der offenen unendlichen „I-Funktion“, zu den unendlichen Rz-,G-Kohäsionen, welche die statischen „E“ fundieren.

    473Für Hegels System ist es vorentschieden: Nur „E“ ist „wichtig“, es passt in seine Systematik. Es ist hier das „Kunstschöne“. Dies drückt er dann so aus, dass die Unterschiede zwischen „E“ und „I“ als „Mängel“ gelten müssen. Die Mängel werden – von ihm – dadurch beseitigt, indem das Lebendige in seiner „Freiheit“ dargestellt (G-> E) wird „und das Äußerliche seinem Begriff gemäß zu machen ist“: Die (Hegelsche und herkömmlich allgemeine) „Begrifflichkeit“ läuft auf „E“ hinaus; und „Freiheit“ ist jene formalste Randentwicklung der „I-Seite“, die beim Hegel am „Rand“ von „I=E“ liegt.

    474Es wird von Kritikern an Hegels Kunstbegriff festgestellt, dass doch wohl Kunst nicht in der „Veranschaulichung“ des Begriffes aufgehe. Wohl wahr, aber es genügt nicht, über die Gründe dafür nur „verbal“ hinweg zu gehen („die Kunstwerke treten in kritische Distanz“ zur Welt, u.ä.).

    475Wenn man aus der Differenz zwischen Welt und Kunstwerk die kritische Dimension, die Kritisierbarkeit ableiten will, so geht das nicht so einfach („verbal“), will man nicht einem Kreisschluss aufsitzen. Wenn aber sowohl in „der Welt“ wie im Kunstwerk deutlich die „I“ und die „E“ erkennbar gemacht werden (wenigstens gefühltermaßen), dann kann man „kritisieren“.

    476Nämlich aus der Differenz: objektives „I“ und die jeweilige Entwicklungsphase in der Welt, im Werk. Oder die Differenz in der Adäquatheit von „I“ und „E“. Zugegeben, um diese „E“ zu erkennen, braucht man die „Empirie“ und die Verbegrifflichung.

    477Das Naturschöne sei „dem Menschen fremd“, ihm unerschlossen gegenüberstehend: Ja und nein; nah ist es ihm, weil er es vermittels seiner eigenen I-Erfahrung (und als der abstrakten I-Struktur „verstehen“ (–> Hermeneutik“) kann; fremd ist es ihm, weil sich seinen „menschlichen I“ die „I“ der Natur als (inhaltliche) andere, fremde, gleichberechtigt – und d.h. ja auch als „fremde“ – gegenüber stehen.

    478Die „Vermittlung durch den Geist“ ist als „Eliminierung aller I“ eigentlich eine gewisse Fortsetzung jener I-Konkurrenz: Alle spezifisch „menschlichen“ I weisen bereits eine Tendenz auf, welche die Eliminierung aller I, (bzw. die Reduzierung der I und E) vorbereitet.

    479„Kunst“ als I=E unterstützt das als ein „Bereich“ in der allgemeinen Entwicklung. Das geht auch gar nicht anders. Die Fülle der „I“ in der Natur (verbunden mit den „E“ dort) ist ein „Reich der Freiheit“ das nicht frei ist. In ihm geht alles unter; es ist alles zwar gleichberechtigt, aber es gibt keine Hierarchie.

    480Das heißt, „Mensch-Sein“, Entwicklung haben, „Ideal“ werden, das ist von tiefer objektiver Notwendigkeit und man kann dieser nicht ausweichen. Deshalb ist es eine spezifische Art von Naivität, beide philosophisch (hier als „Natur- und Kunstschönes“ symptomatisch ausgeformt) gegeneinander zu stellen.

    481Wenn wir behaupten, in der gegenseitigen Annäherung (besser als Entwicklung durch zwei Prozesse, Rw und Rz) der „E“ an die „I“, liege der Kern der Erklärung für das Ästhetische, dann müssen wir genauer sein und differenzieren. Hegel verweist darauf, dass sich die E-Seite noch zusätzlich in einer eigenen Dynamik befindet: Der „Abstraktion“ nämlich, und dabei mit dem entscheidenden Schritt vom Materiellen ins Geistige: Die „E“ des herkömmlich Materiellen sind zwar auch „isoliert“, „endlich“ etc., aber somit „von einer schlechten Endlichkeit“, während die wp „E-Entwicklung“ diese „E“ „befreit“ (aus deren Isoliertheit) und sie in der „Sphäre der Allgemeinheit“ miteinander in Beziehung bringt.

    482Was heißt das genauer? Die Schwierigkeit ist die, dass beides nicht nur Prozesse innerhalb des Geistigen sind, also, dass man historisch früher „die Gegenstände“ nur als Einzelne, Zufällige erkennt, bevor man diese allgemein wissenschaftlich, so physikalisch z.B., als Gesetze weiß, um diese Gegenstände (auch die Menschen, etc.) unter allgemeine wissenschaftliche – und auch philosophische – Gesetze zu subsumieren.

    483Vielmehr ist es so, dass tatsächlich im Materiellen, in der Natur alle Entwicklung dahin zielt, die „Kräfte“ (Sz,Sw) zu schwächen und damit „Vereinzelung“ zu produzieren; jedoch nur als materiale Vereinzelung. Zugleich wird nämlich auch das entwickelt, was das Allgemeine, das Ganze der Realität (E5) ist.

    484Welche Auswirkungen hat diese Veränderung von einzelnen „E“ zu einem Gesamt-E, z.B. als Ganzes im Denken, auf die Kunst? Hegel findet das auch fürs Ästhetische wichtig. Wohl weil er die „Entwicklungs -Erfolge“ des Begrifflichen einfach ins Ästhetisch überträgt.

    485Wahrscheinlich ist das nur ein Äußeres, nämlich das der Veränderung der Kunstformen.

    486Weil aber jedes Kunstwerk durch den Geist, das Medium des Allgemeinen, vermittelt ist, hat es an Versöhnung teil, meint Hegel.

    487Das Festhalten am sinnlich Einzelnen (z.B. das „Leiden“) wäre dann ein kritischer Moment im Ästhetischen.

    488Auch hier versucht Hegel, die Substanz der I-Sphäre, nämlich jene, konkret, einzeln, individuell zu sein, zu unterlaufen.

    489Dann ist auch erklärbar, wieso Adorno meint, das Hegel die Kunst als ein Bewusstsein von Nöten begreife, obwohl im Widerspruch dazu Hegel sagt, dass selbst im Leiden „der süsse Ton der Klage die Schmerzen durchziehen und klären, so dass es Einem schon der Mühe wert scheint so zu leiden, um solche Klage zu vernehmen“.

    490Dieser Widerspruch verweist darauf, dass Hegel die individuellen Emotionen nicht zum Objekt seiner Systematik machen kann; er hat dazu kein theoretisches Werkzeug.

    491Nun ein Exkurs zur „materialistischen Ästhetik“.

    492Für uns steht Hegel deshalb im Mittelpunkt von Problemstellungen und -lösungen, weil er in einer eigenartigen Weise philosophiert, welche implizit auch die materialistische Alternative zu seinem „Idealismus“ enthält.

    493Das ist für uns deshalb besonders interessant, weil sich heute noch diese Haltung in der Philosophie (und in den Wissenschaften) in der bürgerlichen Gesellschaft (vor allem auch im Alltagsdenken) behauptet.

    494Diese Problematik verschärft zudem die Frage an den dialektischen Materialismus, der ja im Grunde von dieser Hegelschen Implizität nicht weit entfernt ist, was denn seine kleine Differenz so entscheidend macht.

    495Wir meinen, es ist jener Beginn der systematischen Betonung der I-Seite, welches als spezifisches Verdienst des Historischen Materialismus zu verorten ist. (Dazu gehört z.B. als Form auch „die Dialektik“).

    496Man kann an Hegels Erörterungen über die „Handlung“ diese Implizität zeigen. Hegel will das Kunstschöne nicht als invariante Größe, sondern als vermittelt durch den konkreten historischen Prozess darstellen.

    497Die „Handlung“, „die Situation“ zerlegen wir in E und I.

    498Für Hegel gilt (und erst Recht für Marx), dass er Kunst, Gesellschaft, Handlung und Arbeit zusammen bringen muss, (z.B.bei seiner Wertschätzung und Erklärung der niederländischen Malerei).

    499Wir aber analysieren jene Begriffe weiter und sehen sie als Ziele („I“), Mittel („E“) und als beider Relation. Das ist nicht ein jeweils einfaches, sondern ein komplexes, z.B. holistisches Verfahren. Zum Beispiel „Arbeit: „I“ vorweg, dann auf Mittel (E) projiziert, heißt, dass „I“ mit anderen „I“ (Ii → Ik,g,w) und ebenso mit den Mitteln (E`) in eine enge wechselwirkende Weiterentwicklung tritt; das kann man methodisch als N/G abstrakt umschreiben.

    500Ob dem Hegel Unrecht getan wird, wenn die „Substanz seines Begriffs der Handlung“ so reduziert wird, bleibt zunächst mal offen. Aber nur auf diese Weise kann der Kunst Recht geschehen; nämlich dann, wenn sie also mit allen möglichen I, E, allen möglichen Arbeiten, der Gesellschaft etc. zu tun haben kann.

    501Wenn hervorgehoben wird, dass Hegel die Relation von Kunst und Gesellschaft als „kategoriale Grundstruktur des Ästhetischen“ ins Zentrum seiner kunstphilosophischen Analyse stellt, dann muss dazu gesagt werden: Das ist für Hegel zu wenig. Denn „die Gesellschaft“ hat zwar theoretisch-philosophische

    502Eigenschaften, die dem Abstrakt-Begrifflichen näher stehen als das Individuelle, aber sie kann das Begriffliche, den objektiv-absoluten Geist nicht vertreten. Das ist daher in unserer Analyse Hegels zu viel, zu pauschal. Denn was bedeutet „Gesellschaft“? Sie muss auf „I“ und „E“ reduziert werden, will man den Anschluss an die theoretische Struktur von „Ästhetik“ finden.

    503Und es zeigt sich, dass (z.B.) die gesellschaftlichen „Ik,g,w“ durchaus in ein Kontinuum aller „I“ zwischen „objektiven I“ und „subjektiven I“ einzuordnen sind; (ähnlich „E“).

    504Wenn Hegel die Relation von „Kunst und Gesellschaft“ als Kern ästhetischer Theorie sieht, dann ist damit noch keineswegs eine „materialistische Ästhetik“ begründet. Aber wenn man zusätzlich untersucht, was denn „Materialismus“ (z.B.im dial.-historischen Sinne) meint, dann käme man zu dem Schluss, dass damit (natürlich nicht nur die Materialität, Stofflichkeit der „E“ gemeint ist, sondern die „I/E“ und damit auch die „I“- Arten .

    505Für uns gilt die Erweiterung des fortgeschrittenen philosophischen Materialismusbegriffes: Die Einbeziehung aller „I“, der I-Sphäre und der „E-Varianten“, in Theorie und Praxis.

    506Die Betonung der gesellschaftlichen „I“ und dabei die der ökonomischen „I“ ist ein wichtiger Schritt zur philosophischen Weltkenntnis.

    507Bei der Reduzierung künstlerischer Formen auf ökonomische Strukturen, bzw. auf gesellschaftliche Strukturen, ist die I-Seite die Brücke. „Gesellschaftliche Handlung“ ist weiter analysierbar und ist kein eigenständiges philosophisches Epiteton; (das gilt z.B. auch für „verbale Akte“ in der Literatur).

    508Wenn man das analysierend nicht erkannt hat, neigen viele Theoretiker zu – halbbewussten – Umschreibungen, z.B. „charakteristische Qualität nachbildend“, nämlich gesellschaftlich-ästhetische. Oder, Kunst sei eine fiktive Darstellung des Konflikts gesellschaftlicher Mächte. Aber Kunst ist natürlich auch mehr und weniger als Gesellschaft. Denn (z.B.) gibt es neben den kollektiven „I“ noch die individuellen „Ii“ (z.B. Interessen, aber vor allem emotionale „Ii/Ei“); und biologische und – wichtig – als „Rz, Rw“ die „I und „E“ der Sachen, des Materials der Kunstwerke.

    509Die erstellten Entwürfe von Kunst und Geschichte sind dann Konstrukte und Schemata, wenn man wichtige Seiten überbetont; z.B. diejenigen „I“, welche als reagierende, kollidierende gesellschaftliche Mächte oder Individuen erscheinen, aber nur als „I“ (in ihren formalen Strukturen zudem) zu sehen sind.

    510Aber die „sogenannte Logik“ gesellschaftlicher Prozesse und die sogenannte „Logik“ des Kunstschönen hängen von den spezifischen Inhalten und den besonderen Gestalten der „I“ ab. Und diese sind ohne die „E“ theoretisch nicht denkbar.

    511Das Problem dabei ist aber, dass die sozialwissenschaftlichen „I“ und darin die ökonomischen „I“ von einem (praktischen, theoretisch nicht so leicht zu berücksichtigen) Gewicht sind, die alle anderen – gleichberechtigten – „I“ in den Schatten stellt.

    512„Materialismus“ muss diese drei Züge betonen: Dieses „praktische“ Übergewicht. Und grundsätzlicher: Die „I-Struktur“, genauer die „E/I-Struktur“.

    513Warum kann es überhaupt dazu kommen, dass Wissenschaftler solche Eigen-Wissenschaften wie hier Kunst- und Sozialwissenschaften gleichsetzen, bzw. die Chance haben, Brücken zwischen den Einzelwissenschaften schlagen zu können?

    514Weil es hier nicht auf die sogenannte qualitative Differenz, auf die Eigenart von Kunst oder Gesellschaft ankommt, sondern auf das den beiden zugrunde liegende Dritte. Und das betrifft nicht die Inhalte von „I“ und „E“, sondern nur, dass beiden die vier, I, E, N, G – und damit die „S“ und „R“ insgesamt zugrunde liegen.

    515Moderne Wissenschaften und Philosophien werden dies immer wieder erproben müssen. Und solange die philosophischen Eigenschaften I, E etc. nicht herausgearbeitet sind, wird es beispielsweise zu den Missverständnissen kommen, welche darin bestehen, Kunst ökonomisch oder sozialwissenschaftlich zu „erklären“ (bzw. auch umgekehrt) oder dagegen zu protestieren.

    516Philosophie muss „I“ und „E“, wenn auch in Vorformen zeigen. Es bleibt die Frage, was ist die qualitative Differenz? Und, kann sie nicht auch auf die „I-Sphäre“ und die „E-Sphäre“ mit deren Phasen, Objektivitäten, etc. reduziert werden?

    517Die Gesellschaft, die Geschichte wirken intensiv und dynamisch in alle künstlerischen Formationen hinein. Das stellt jeder Theoretiker fest. Aber warum ist das so? Und sind deshalb gesellschaftlich-, geschichtstranszendente Aspekte der Kunst nicht mehr möglich?

    518Wir schreiben diese „Intensität“ und „Dynamik“ der I-Sphäre zu, bzw. der I/E-Wechselwirkung als Weiterentwicklung.

    519Das Spezifische an „Kunst“ ist die Einbeziehung der emotionalen „Ii“. also nicht nur kollektive „I“, auf kleinstem gemeinsamen Level.

    520Neben der Gleichberechtigung aller „I“ gilt auch die Gleichberechtigung aller „E“. Während es in der Geschichte eine Hierarchie und eine Entwicklung der „E“ gibt („Geschichte“ wird dadurch konstituiert), kann in der Kunst historisch zu jeder Zeit jedes „E“ (z.B. Material oder „Begriff“) immer wieder verwendet werden.

    521Außerdem kommt es auf die Vorgänge an, die wir als „I=E“ und „I/E“ abgekürzt haben: Die Gesellschaft, die Geschichte bestehen zwar auch aus I/E-wechselwirkenden Weiterentwicklungen, aber in der Kunst kommt es nicht nur darauf an, letztlich aus „E“ ein „I“ zu machen – und dieses „I“ erzeugt wieder ein festes „E“ etc. – sondern diese alle halten sich gegenseitig in der „Schwebe“, formal als eine Variante der QM-Einheit.

    522Sind es „geschichtstranszendente Aspekte“, welche Kunst über das sozialwissenschaftliche Moment hinaus ausmachen? Das hängt natürlich vom verwendeten Geschichtsverständnis ab. Aber hier sind wohl die gesellschaftlichen „I“ und die ökonomischen „E“ gemeint. Dann gehen nach unserem Prinzip alle anderen „I“ und „E“ auch in eine umfassende ästhetische Theorie mit ein.

    523Ins besonders die je zwar – historisch – vorhandenen emotionalen und biologischen „I“, (die jedoch in herkömmlichen Gesellschaftsanalysen wenig zählen) und diejenigen „E“, die heute „unwichtig“ geworden sind, weil sie aus früheren historischen Epochen in allen heutigen gesellschaftlichen, ökonomischen Erscheinungen aufgehoben und damit auch verschwunden sind, aber eben in „Kunst“ prinzipiell noch vorhanden sind.

    524Die Problematik bürgerlicher – z.B. vs. dialektisch-materialistischer – Theoretiker ist aber sekundär. Es geht dann nur noch um die Frage, wie die Gewichte im „Überbau“ zu verteilen sind: Wiegt das kollektive, gesellschaftliche „I“ mehr als die individuellen „Ii“. (Die biologischen „I“ werden zwar von bürgerlicher Seite thematisiert –> Freud z.B., aber diese sind ja materialistische).

    525Welches Gewicht haben die „alten E“ im Überbau der „Tradition“, welche die heutigen? Daraus resultiert ein großes und doppeltes Missverständnis: Die Marxisten betonen zwar die gesellschaftliche und ökonomischen „I“, aber als bürgerliche Struktur; die zu kritisieren ist. Und die „vernichtende“, „verdrängte „Aufhebung“ alter „E“ und „I“ ist keine Kritik am Entwicklungsmechanismus, sondern „Markt-Notwendigkeit“.

    526Die marxistische Überbau-Konstruktion ist nicht falsch. Sie betrifft auch jene Einteilung in „wichtige“ und unwichtige „I“ und „E“.

    527Für uns ist die „I-Sphäre“ sowieso prinzipiell kontinuierlich und die „E-Sphäre“ hat ihre Entwicklungshierarchie, als Stufen (möglicherweise unendlich viele ->Rw, unendlich kleine -> Rz) der Entwicklung.

    528Der Überbau-Gedanke unterscheidet nun „quer“ dazu jene „I“, z.B. kollektive ökonomische, politisch wirksame und notwendige zur Erhaltung von Kollektiven und von Geschichtsprozessen überhaupt. Und zwar unterschieden die „wichtigen“ „I“ von den unwichtigen „I“ (z.B. individuelle, alltägliche, phantastische).

    529Ebenso geht es mit „E“: Dort ergibt sich aber von der E-Entwicklungs-Hierarchie her bereits eine Einteilung zusätzlich, jene in konkrete und mentale „E“ (z.B. „Maschine“ und „Begriff“ von Maschine).

    530Kunst als „eine besondere Gestalt des Überbaus“ weist darauf hin, dass die „I“ (in E=I), einer bestimmten Auswahl unterliegen. Es sind beispielsweise nicht so sehr die „I“ der Natur (z.B. Selbsterhaltung). Denn in der Natur ist „E“ mit „I“ tendenziell zwar auch identisch, aber „E“ und „I“ gehören „von Natur aus“ (Rz) zusammen und sind dem Menschen nicht absolut frei gestellt.

    531Es sind auch nicht die „I“ der Ökonomie. Das liegt daran, dass sich auch diese „I“ ihre „E“ nicht frei wählen können.

    532Kunst und Kultur sind aber philosophisch so konstruiert, dass (in der Formel „I=E“) beide, „E“ und „I“ gleichberechtigt sind und frei aufeinander zugehen, wechselwirken, oder eben auch nicht.

    533Dadurch wäre dann „der Überbau“ charakterisiert: Dass bei/in ihm „I, E“ frei wären, z.B. indem sie „symbolisch“ jene unfreien „I, E“ „darstellten“; „unfrei“ sind diese aus unterschiedlichsten Gründen, z.B. auch, weil sie zu fest aneinander gebunden sind.

    534Dann kann man die „materialistische“ Theorie zur Kunst (Engels, Metscher) gut interpretieren: Es gibt im Überbau relative Independenzen, nämlich sofern der I-Zusammenhang und die Gleichberechtigung der „I“ zusammenspielen. Ebenso können solche Beschreibungen – die bisher nur metaphorisch o. ä. zu verstehen sind – wie der „prozessuale“ Charakter des Überbaues verstanden werden, z.B. als „E–>I–>–E‘–>I‘–> etc. – Prozess der Entwicklung, aber auch als bloße Wechselbeziehung „E–>I–>–>E–>I“.

    535Das „Besondere“ der Kunst im Überbau sind sowohl der Inhalt der I, E als auch deren spezifische Relationen (nach „eigenen Gesetzen“).

    536Der eigentlich bedeutende Gegenstand einer materialistischen (und d.h. heute stets einer „materialistisch-dialektischen“) Ästhetik wäre dann das Eingehen auf die I-Seite; was eigentlich erstaunen lassen sollte, denn die E-Seite klingt viel „materialistischer“, gehört aber eher zu geistesgeschichtlichen Vorstufen. D.h. der dialektische Materialismus ist an manchen Stellen fortgeschrittener als er selbst von sich glaubt, deren „Überwindung/Aufhebung“ ist natürlich das Zusammenspiel von E – und I-Seite.

    537Engels hat das „I“ erkannt – sein Manko, das seiner historischen, politischen Epoche, ist, er lässt dem ökonomischen „I“ nicht nur praktische, sondern auch theoretische Priorität zukommen; aber in „letzter Instanz“ ökonomische und das „Eigenleben des Überbaus“ sind wegweisende Ansätze bei Engels.

    538Die Auseinandersetzung spätbürgerlicher („linker“) und sozialistischer/ML Theoretiker ist in der Substanz die, dass erstere die breite Palette „unwichtiger“ „I“ (und „E“) betonen; (deren „vermittelnde Instanzen“ u.ä.), während die „marxistischen“ Kunstwissenschaftler die Haupt-I (ökonomische, politische, „strategische“) betonen.

    539Letzteren liegt eine zusätzliche historische, politische Analyse und strategische Zielvernetzung u.ä. zugrunde.

    540Daher aber wirken sie auf Erstere nicht nur „dogmatisch“, sondern auch „linientreu“ u.ä.

    541Wenn die ML-Leute sagen, ihre Haltung sei umfassender und daher mit größerem Recht ausgestattet, dann behebt das nicht den Mangel an umfassender Theorie oder die Kommunikationsschwierigkeiten. Jenen entgegenzuhalten ist, dass die I-Sphäre tendenziell unendlich ist und zwar nach „innen“ („Ii“) und gesellschaftlich (Ik,g).

    542Ist „die Idee“, „der Weltgeist“ oder „die Ökonomie“ das Subjekt der Geschichte? Das ist eine ungenaue Fragestellung. Weshalb Marx, Engels und „die Ästhetik“ sich darauf so nicht eingelassen haben.

    543Die Ökonomie ist „I“ und „E“ und damit „historisch“, d.h. praktisch und sich verändernd, sogar sich „entwickelnd“. Während „der Geist“ die innere Tendenz hat (und haben muss!), immer abstrakter zu werden – und damit ganz auf die E-Seite zu geraten.

    544Diese abstrakte Phase „des Geistes“ ist zwar das (höchste) Produkt des Menschen(und als solches sein Innerstes und Bestes), aber „I“ wird dabei aus ihm philosophisch ausgegliedert. Dieser Mensch wäre eigentlich „das Subjekt der Geschichte“, wenn er die I-Seite sich systematisch (gleichberechtigt mit seinen unterschiedlichen Arten, die E-Seiten zu vollenden) zueignen würde.

    545Die Kritik und die Anerkennung der Ökonomie durch Marx, Engels reicht zwar nur soweit, um die Inhalte der „E“ und „I“ beurteilen zu können. Das aber ist nur, aber notwendigerweise, ein erster Schritt zur I,E-Systematik.

    546Ist „die letzte Instanz“ die Ökonomie? Und wird sie „unversehens“ positiv bewertet, wird sie also „oberster Wert“? Alle diese Probleme, die sich um moderne philosophische Themen ranken, beantworten wir abstrakt: „Die Ökonomie“ ist philosophisch selbstverständlich wichtig, denn sie stellt die Vereinigung der entwickelten „E“ mit den freiesten (auch entwickelten) „I“ dar.

    547In „der Kritik“ daran (Marx, Engels) wird dieser Grundmechanismus nie verwechselt mit den Nebenmechanismen, als das sind: Nur „I“ betonend (Phantastik, Utopie), nur „E“ betonend, z.B. als „Geist“/Wissen oder auch als konservative Einstellung zur Kultur, nämlich diese nur als Gewordenes zu verstehen. Oder die Fragen danach, welche „I“ es seien: Die begrenzten bisherigen, die E-Vollendungen oder die der formalen Freiheit, Gleichheit (G).

    548Bevor man aufhört, der Ökonomie den Status der „letzten Instanz“ zuzubilligen, muss einiges differenziert werden. Man kann „die Ökonomie“ verallgemeinern: Es ist die E-Sphäre, als Arbeitsmittel, Geld, Profit etc. gehören sie durch ihre Wechselwirkungen zur Weiterentwicklung der E-Seiten.

    549Hört die Orientierung an der E-Seite auf? Ja, aber nur als „Aufhebung“. Diese geschieht in Wechselwirkung mit der I-Seite. Denn sonst bliebe „I“ (subjektive, aber auch kollektive, was oft vergessen wird, wenn „Kunst“ bedacht wird) allein übrig.

    550Historisch gilt heute für viele Nationen, sie sind auf dem Weg relativer E-Vollendung, daran führt auch für die Ästhetik, für die Ästheten kein Weg vorbei. Dennoch kann man „subkritisch“ fragen, welche „E“ sind die objektiv richtigen

    551Diese Differenzierung betrifft z.B. auch den Vorwurf an die Sozialwissenschaften, die Ästhetik sei nur „Form sui generis“. Das ist erst mal wahr, denn in I=E erzeugt sich „E“ auch selbst und „E“ ist „Form“. Doch Kunst hat heute „I“, die entweder allzu beliebige sind, gesehen von den Sozialwissenschaften, welche kollektive und objektive „I“ erwarten, bestimmte/notwendige „I“ gar. Oder aber: Es fehlen sogar die „I“ in „I=E“ (also ein inner-ästhetisches Problem, während das erstere auf übergeordneter Ebene formuliert ist).

    552Wer hat denn nun Recht, Schelling (Kunstschönes ist unveränderliches Ideal) oder Hegel, der den Begriff des Kunstschönen auf Handlung aufbaut? Hegel meint zwar, dass das Ideale, das Totale wichtig sei, aber Kunst in der „Entfaltung zur Totalität“ besteht und d.h. in deren Entzweiung und damit im Übergang zum Endlichen. Wobei auf höherer Ebene eben diese Analyse als „Macht der Idee“ die höhere Einheit stiftet.

    553Man sieht wieder, in der Phase der abstrakten „E“ (N vs. G/Identität) ist die weitere „E-Bildung“ („höhere Einheit“) jederzeit bis ins Unendliche möglich. Aber was bei Hegel vorbewusst bereits eine Rolle spielt, ist „I“ und N/G aus dem was er Praxis, Handeln, Endlichkeit nennt.

    554Deshalb haben beide Recht. „Kunst“ stellt die ganze „Welt“ – in spezifischer Hinsicht – dar. Deshalb sind auch beide Hauptstränge „I“ (bzw. I/E), N/G und „E“ (bzw. G oder N) als theoretische Darstellungen einander Grenzdarstellungen; also „E“ ist „I“ als „E“ etc..

    555Hegel geht von „einer Entfaltung der ästhetischen Handlung“ aus, (die sich in drei Stufen vollzieht). Sie stellt eigentlich eine Annäherung an unsere Basisaussage (I = E, bzw. „I/E“) zur Ästhetik dar. Es ist der Versuch Hegels die I-Seite, I-Sphäre zu berücksichtigen; auch wenn es gegen den „Idealismus“ verstößt. Da geht Hegel über Schelling hinaus.

    556In der ersten Stufe („allgemeiner Weltzustand“) sind die „I“ noch keine individuellen, sondern gesellschaftliche. Wobei der Gegensatz „Individuum-Gesellschaft“ bereits eine von Hegel benutzte Teilkonkretisierung des theoretischen Gegensatzes in der I-Sphäre ist. Auf diese eher anschauliche Weise wird die I-Sphäre gegen die tendenziell im Idealismus sich allein durchsetzende E-Sphäre stückchenweise eingeführt.

    557Gesellschaft (E) wird aus den Individuen gebildet, auch durch Hermeneutik (N/G), d.h. der Relationsbereich ist der der „I“; I-kollektive und I-individuelle „Gesetze“ machen aus N/G –> G. Wie aber ist es, wenn ein „I“ bevorzugt wird?

    558Der „allgemeine Weltzustand“ ist bei Hegel (als bestimmend für die „Geschichte“ und – hier- für die Ästhetik) reduziert auf das Verhältnis Gesellschaft-Individuum; wir: I-kollektive – I-individuelle. Wobei dieser „allgemeine Weltzustand“ heißt, dass alle individuellen „I“ „im“ allgemeinen, gesellschaftlichen „I“ (Ik,g,w) verschwinden.

    559Allerdings unterstellt Hegel dabei eine I-Seite, die noch nicht von E („gesetzgebender Verstand“) eingeschränkt ist; für Hegel ungewöhnlich, aber für seine Systeme folgenlos.

    560Ästhetisch heißt das, dass das einzelne Individuum „Verbrecher“ ist oder gar scheitern muss –> „Götz“, „Räuber“, die Hegel anführt.

    561„Die Situation“ ist die, wenn Hegel auch den Gegensatz von individuellen und kollektiven „I“ meint, so muss man das verallgemeinern. Deswegen gehen wir wieder von unserer Formel für Kunst „I=E“ aus, also die „I/E“-Einheit, die von „S/R“ physikalisch fundiert wird, aber erst über die „allgemeine Entwicklung“ und die QM-Ordnung sowie weitere wp philosophische Disziplinen ihren Sinn erhält.

    562„Handlung“ ist aber bei Hegel letztlich nur N und G, also jene Form, die sich mit „E“ (die Hegel betont) gut verträgt.

    563Schiller betont in dieser „I=E“-Relation die „Form“, womit er aber „I“ meint. Diese „I“ konstituieren den „Menschen“, der (auf anderen Gebieten) als E (–> Selbstidentität etc.) anzusehen ist.

    564Daher auch die Implizitäten, wenn von „Anthropologie“ bei Hegel gesprochen wird.

    565Für Hegel ist der I-Kampf ohne E „harmlos“. E ist die Welt „außerhalb“ der Menschen, gemeint ist „weg von I“. Hegel kehrt immer wieder zu allen Arten von E zurück.

    566Wobei der Widerspruch in Hegel, dass jene E und sein „Handeln“ nur Form bleibt, und mitunter bis Marx reicht, nur die eine Seite ist; die andere ist, dass nur, weil Hegel auf E und Handeln philosophische Vorarbeiten leistet, Marx das verwenden konnte.

    567Hegel kritisiert Schillers ahistorisch-anthropologisierende Versöhnung im „Spiel“. Aber indem Hegel auf die konkreten historischen Auseinandersetzungen des Subjektes mit seiner Umwelt (welche das Spiel niemals schafft) hervorhebt, meint er implizit mehr die E-Seite „des Lebens“, weniger die I-Seite.

    568Wir sagen, dieser Streit (und damit auch die Stellung der „Kunst“) muss durch die Differenzierung von I und E geschlichtet werden: Im Leben, in Kunst, im Spiel gibt es die Unterscheidbaren, die E und die „I“.

    569Gemeinsam ist den beiden, dass I und E in „trennende“ (Rw/N) und in „kohäsive“ (Rz/G) Relationen treten; deshalb hier überhaupt erst die Möglichkeit des Streites.

    570Das Bedeutende an Hegel ist, er ist der Vollender des „Idealismus“, d.h. für uns, des abstraktesten, entwickelsten Teils der E-Sphäre, und dennoch oder gerade deshalb sieht er jenseits der Grenzen des Abstraktesten jene andere Seite, die I-Sphäre nicht.

    571Eine methodische Form, die Dialektik, hat jenes Grenzüberschreiten bei Hegel bereits system-intern gefunden. Diese Form zu füllen, gelingt Hegel dann in Ansätzen. Hier in dem historisch, geistesgeschichtlich harmlosen Ästhetik-Bereich.

    572Aber Hegel sieht auch, dass durch die Einführung von „Handlung“ und „Kollision“ verschiedenartiger Interessen, seine idealistische Systematik „verletzt“ wird.

    573Wenn Hegel deshalb auch sieht, dass die Kunst (bzw. ihre Erklärung) als „freie, ideale Schönheit“, aber eben auch als „aus Konflikten geborene“ – dann doch wieder, nach Aufhebung der kollidierenden Interessen – in Harmonie – erklärt werden muss, setzt er schließlich seinen formalen (und formal richtigen) Ablauf durch. Das heißt aber, so erreicht er die I-Sphäre nicht und damit nicht das E-I-Wechselspiel, das in „I/E“ gemeint ist. „E“ steht für jenes Formale, das zugleich die Ergebnisse des philosophischen Idealismus zusammenfasst. Dazu muss bei Hegel „N/G“ (als „Dialektik“ z.B.) gezählt werden, aber bereits nicht mehr die „inhaltliche“ Seite von N/G –> I. Marx füllt dann die inhaltliche Seite, er aber sieht wiederum – konsequent von der I-Sache her – keine Systematikmöglichkeit für „I“ und damit auch keine, die I und E verbindet, und die dabei den beiden übergeordnet wäre.

    574Die Beschäftigung Hegels mit den sogenannten Kollisionen ersetzen das, was wir als systematische Behandlung mit der I-Sphäre meinen.

    575Es ist interessant zu sehen, dass Hegel von der Sache her gezwungen wird, neben der Vollendung des abstrakten Teils der E-Sphäre durch ihn, auch einiges zur I-Sphäre zu sagen.

    576Freilich ist das, was er dazu erarbeitet nicht viel mehr ist als eine Aufzählung alltagserfahrbarer und in herkömmlichen politischen und literarischen Einsichten bereits vorfindbarer Erkenntnisse ist.

    577Dabei berührt er allerdings doch wichtige Phasen der I-Sphäre, z.B. die I/E-Relationen von „Natur“ (und Emotion), die Zweiteilung Natur und Geist, Geist als die Trennung I von E (bzw.: neue Relation zwischen ihnen) gesellschaftliche „Ik,g,w“ vs. individuelle „Ii“, etc.

    578Die Versöhnung der Kollisionen („um jeden Preis“ bei Hegel), dieser theoretische Zwang, dem sich Hegel ausgesetzt sieht, ist der seines Systems. Wenn schon „I“ angenommen werden müssen, so aus empirischer Vernunft, dann sollen sie sich durch jene „Versöhnung“ in „E“ verwandeln. Hegel hält ein Offenbleiben, ein Hinaus- oder sonst Wohin-weisen nicht aus.

    579Das aber, dass alle „I“ in „E“ münden, bringt Hegel wieder näher an die theoretische Betrachtung von Kunst, die – bei uns – schließlich auf der Grundformel „I=E“ beruht.

    580Zudem steckt als fortwährender Vorgang auch die „Entwicklung“ drin: Als I –> E –> I –>E–> etc. Aber das sagt Hegel so auch nicht, denn die Gleichberechtigung von „I“ mit „E“ könnte man da kaum übersehen.

    581Hegel zeigt eine Typologie der möglichen Kollisionen. Wir sehen darin eine unserer Dreiteilungen, die in der „Natur“ als unauflösbare E/I-Relation. Und die Zwischenlagen, in welchen die „E“ sich von den „I“ trennen (z.B. Marx‘ Überbau-Basis-Schema: „I“ hängt zwar von „E“ ab, aber eben doch – nicht mehr – „natürlich“ – zwanghaft). Solche Übergänge machen derlei theoretische „Schwierigkeiten“ – mit Notwendigkeit.

    582Die I/E sind nicht nur „Natur“, daher werden die gesellschaftlichen I-Zwänge wider das individuelle „I“ hier auch anzusiedeln sein, in völliger Trennung der „I“ von den „E“ (und umgekehrt). Hegel (als Idealist –> „E“) betont natürlich diese historische und sachliche Phase.

    583Die „Versöhnung“ muss bei Hegel um jeden Preis erfolgen: Es ist eine Art letzter Rettung des E-Systems, wenn auch dies dabei nicht mehr allzu deutlich bleibt.

    584Eine „Versöhnung“ wäre ein „E“, aber nur im Grenzfall. Im Normalfall ist es ein Ausgleich, ein Kompromiss, eine Vektorsumme zwischen den „Kollisionen“.

    585Das reine „I“ aber, weil es „offen“, unbestimmbar, „schillernd“ zwischen „Richtung“ und „Ziel“ liegt. Welchen beiden ja irgendwie noch ein E oder G zugeschrieben werden könnte, was aber eben wegen ihrer Zwischenlage nicht geht.

    586Wenn also jene Versöhnungen obsolet werden, was bleibt dann noch von Natur, Gesellschaft, Individualität als Medien der I – / Kollisionen – Herkunft?

    587Die von Hegel aufgestellte Typologie der „Kollisionen“, „Zwiespalte“, die, welche aus rein physischen, natürlichen Zuständen hervorgehen, dann solche „auf Naturgrundlage“ gesellschaftliche und schließlich die aus „geistigen Differenzen“ und „aus der That des Menschen“. Sie ist immerhin die erste Annäherung an eine I-Systematik (die allerdings in der Annäherung weniger wichtig wäre).

    588Aber solche Wichtigkeiten wie das innere Auseinanderstreben und das Zusammenhängen, das letztlich jede individuelle Willensbildung deshalb nicht frei macht, weil die individuellen „I“ auch von den biologischen, emotionalen „I“ direkt erzeugt werden; und dann noch die Frage nach den R/I-Stufen in der Physik, etc. Das bleibt bei Hegel unbedacht.

    589Daher wird „Natur“ bei Hegel noch als Nicht-Begriffliche (keine Systematik, keine echte wissenschaftliche Erschließung), als Fremde angesehen. Vor allem fehlt ihm neben dem Zusammenhang mit dem Begriff, dem Geist auch das – wirklich – Trennende und die Entwicklung zum Geist; (als „I“, aber auch als E, N-G). Eine begriffliche Hilfsgröße ist bei ihm daher der „Zufall“.

    590Wie beurteilt Hegel jene historische, sachliche Ansammlung von „I“?

    591Diese ist zu „bewerten“, während die Welten der „E“ (Dinge, Güter, E-Gedanken etc.) wie selbstverständlich gar nicht erst „bewertet“ werden. (Wie steht es mit dem Ästhetischem dagegen, das ja zwischen „I“ und „E“ schwebt?

    592Wenn Hegel meint, mit den „I“ der Natur setzten sich die Menschen nicht auseinander, sie erleiden sie, dann können wir interpretieren, dass den Menschen (+Hegel) noch nicht klar ist, dass jene Natur (Unglücke, Sturm, Dürre) kein „E“ ist, sondern eben als „R“, den „I“ der Menschen „entgegenstehen“ können. Beim „Handeln“, der „Arbeit“, ist es genauso. Es zeigt sich erst bei Marx eine Einstellung, die die „I“ nicht nur als die „I“ der Natur“ sieht, sondern diese im Menschen und in der Vergesellschaftung.

    593Deutlich wird das – indirekt – wenn Hegel weiter klassifiziert: „Sitte, Gesetz“ sind in ihrer Unüberwindlichkeit „ein Unrecht“. Das ist ja doch eigentlich für Hegels Systematik erstaunlich, denn „Gesetz“ etc. ist das von ihm favorisierte „E“ schlechthin. Es ist für Hegel aber hier als „I“, (Kollisionen) sozialer und d.h. hier historisch gewordener und überholter Art, etwas anderes: Die „I“ werden für Hegel fraglos. Sie sind nicht mehr versteckt wie im Verhältnis Natur-Mensch.

    594Schließlich kommt er zu den Konflikten, die „aus der eigenen That des Menschen hervorgehen“. Sie stehen für die bewussten, erzeugten „I“.

    595D.h. Hegels I-Systematik ist die des Deutlichwerdens der I-Seite.

    596Bei Hegel (Idealismus) ist der Mensch dann letztlich allein die Quelle der „I“, d.h. er reduziert das, was als Entwicklung der I-Sphäre (von Natur/Physik über Biologie zur Gesellschaft zum Individuum) „einseitig“ ist, nur auf jene Phase, in der die „I“ (wie auch alle anderen geistigen Erscheinungen) bewusste werden.

    597Wir haben gesehen, dass Hegel theoretisch unbedingt „Versöhnung“ der verschiedenen „I“, in ihren Kollisionen, braucht, und das „Kunstwerk“ ist ihm ohne Versöhnung nicht denkbar: Was aber ist bei völlig ungleicher Macht? Wenn die Natur oder eine soziale Instanz ihr Interesse, ihren Lauf ungehemmt einem Menschen aufzwingt? Hegel sieht das „Unästhetische“ darin und fordert Unterwerfung.

    598Wir meinen, das ist ein Fehler in der theoretischen Konzeption. Es geht bei Ästhetik nicht nur um die „I“ und deren Relationen (Ii/Ik), sondern vor allem um das Wechselspiel von I und E.

    599Deshalb kann man das vorliegende Dilemma auch so lösen (und Hegel spielt sogar darauf an): Die Situation fällt nur dann aus einer möglichen ästhetischen Betrachtung heraus, wenn dem „Unterlegenen“ nicht solche „Mittel“ (Hegel) zugeordnet werden, die im ästhetischen Verlauf dann z.B. versagen können oder nicht. Wichtig für die Konstitution des Ästhetischen (in dieser Situation) ist jedenfalls das Verhältnis zwischen Mitteln (E) und den zwei „I“.

    600Man muss jedoch fragen, ob die „ungemilderte Darstellung des in der Empirie vorfindlichen Unrechts“ nicht auch Kunst ist! (Also ein Vorwurf moderner Ästhetik-Theoretiker gegen Hegels Versöhnungs-Tick). D.h. dass der Vorwurf gegenüber Hegel, die soziale Repression z.B. akzeptieren zu lassen, etwas anders gewendet, auch uns trifft: Nur wenn irgendwo ein „E“ sei, könne von „Kunst“ gesprochen werden.

    601Man kann nur die ästhetische Gesamtsituation beurteilen. Dazu gehört aber auch der „Betrachter“, der Leser etc. (so auch dessen subjektive Freiheit etc.).

    602Unser Modell „E/I“ umfasst auch die beiden Grenzpositionen, alles ist „E“, und alles ist „I“; besser gesagt, „E“ tendiert (in dieser grundsätzlichen Unendlichkeitsdynamik) gegen Null (oder „I“ wird Null). Solches Verschwinden der Mittel (E) kann also für uns als ästhetische Situation erfassbar sein.

    603Wodurch z.B. der kritische Betrachter zu einer radikalen Lösung der dargestellten Situation angeregt werden kann. Während Hegel soziale (naturbeherrschte) Resignation ausdrücklich empfiehlt, und nur die „formelle subjektive Freiheit“ erhalten wissen will.

    604„Hässlichkeit“ ist bei uns ein speziell emotionales „I“ (z. B. Angst, Ekel). Bei Hegel ist „Hässlichkeit“ der Mangel an „Versöhnung“ von (einseitigen, überstarken) „I“ mit anderen „I“.

    605Mit unserer Variante kann sehr viel mehr Ästhetisches (z.B. moderne Kunst) erfasst werden. („E“ wird hier bei beiden vorausgesetzt).

    606Was ist aber mit dem Menschen, der vor überstarken fremden „I“ resigniert, der sich in seine Subjektivität zurückziehen soll? Der Vorwurf an Hegel, es könne dann keine ästhetische Situation entstehen, weil der Bezug dieses Subjektes auf ein Objekt fehlt, ist richtig.

    607Aber eben zu diesem „E“, Mittel, („Objekt“ genannt) wird ja ein Subjekt, das sich angesichts übermächtiger „I“ weder ein (Hilfs-)Mittel erdenkt, um jenes „I“ zu stoppen, noch es wagt, überhaupt ein eigenes „I“ zu haben.

    608Da das Subjekt aber auf jeden Fall als emotional reagierend angenommen wird, hat es „I“ (nämlich solche dem Emotionalen implizite) und es findet („E“ eingeschlossen)

    609wieder eine mögliche ästhetische Situation statt.

    610Zu den Problemen, die als „ästhetischer Schein“ und auch als soziale, historische Seite die Ästhetik betreffen, haben wir eine neuartige Einstellung: Beide Problemkreise hängen von der Dynamik der I-Seite (in „I=E“) ab. Es geht in der traditionellen, ästhetischen Diskussion darum, ob (z.B.) der Feudaladel in seinen prächtigen Palästen (ebenso die antike Oberschicht oder heute die entsprechenden Gebäude), welche die ästhetischen Funktionen besitzen, nutzen, nicht ein ganz anderes Verhältnis zu diesen haben, als (im Extrem) die Armen der Gesellschaft („vor dem Delikatessengeschäft, die sich nicht satt sehen können….“).

    611Das „I“ (in I=E) erfüllt wie jedes „I“ jenes „Feld“ zum „E“ in verschiedenen Abstufungen: Der die Kunstgegenstände besitzende und nutzende hat sein „I“ „erfüllt“, der die Kunstgegenstände schaffende (der Arbeitende) befindet sich irgendwo zwischen den Extremen. Der „Arme“ (und z.B. auch der heutige Bürger gegenüber den Feudalpalästen) „lebt“ ganz im „ästhetischen Schein“. Er genießt nur „ideal“. Aber das „Versprechen“, die „Hoffnung“ u. ä., welches jedes „I“ auch ausstrahlt, kann ihn durchaus „bereichern“.

    612D.h. aber, man muss hier – damit das nicht missverständlich klingt – vom Moralischen erst mal (und das auch in der Knappheitsgesellschaft) Abstand nehmen und sagen, jede soziale (und historische) Schicht befindet sich hinsichtlich, ihrer I-Befriedigung in einem anderen Gleichgewicht zwischen I-Erfüllung („E“) und I-Erwartung.

    613Die sozialen Schichten, in ihren historischen Phasen, unterscheiden sich dann in Bezug auf das Ästhetische darin, dass (z.B.) im antiken Athen viele Menschen angesichts der Prachtbauten nur „hoffen“ konnten; (der „Himmel“ griff diese sozialpsychologische Komponente dann wieder in der christlichen Glaubensideologie auf).

    614In der bürgerlichen Zeit und und Schicht wird dann erst die Problematik bewusst (Kant, Hegel), die vorher versteckt war, und die jetzt eben wegen der tendenziellen Gleichgewichtigkeit zwischen I=E und auch als „I“ alleine, also das was I=E beides auch ausdrückt (!), ins Bewusstsein dringt.

    615Nämlich als Folgendes: Die Bürger denken und fühlen „mittelfristig“, d.h. sie haben „I“ (Hoffnungen) deren Reichweite auf die Konkretisierung der „I“ (als „E“) zielen.

    616Aber andererseits stehen sie auch in der Spannung zu Konsum und Investition. Und d.h. für das Ästhetische: Der Konsum soll nie zu selbstverständlich sein; so wie die Hoffnung, die Sehnsüchte nicht zu weitreichend, nicht utopisch sein dürfen.

    617Was ist die „Zukunft“? Soll „Arbeit“ (als Relation zwischen I und E) Kunst ersetzen oder umgekehrt?

    618Kant ordnet die Kunst dem Allgemeinheitsanspruch der Vernunft zu, also allen Menschen, und entzieht sie damit dem feudalen Standesprivileg: Damit aber greift ein Idealismus Platz, der nur jene „Vernunft“ (vielleicht noch „Geist“) sieht, nicht aber die I-Sphäre bedenkt (Hegel differenziert das dann doch sozial).

    619Solange die „I“ sozial unterschiedliche sind, ist es auch der Genuss (ästhetischer Schein) an den einzelnen Kunstwerken; natürlich abgesehen davon, dass den Bürgern, die Kant meint, sowieso nur der ästhetische „Schein“ („idealer Konsum“) bleibt, der „Besitz“ als „anderes“ Verhältnis zum Kunstwerk ist ihnen eher verwehrt.

    620Dennoch liegt Kant nicht falsch. Tatsächlich geht es um Kunstwerke zu seiner Zeit, die das Allgemeinmenschliche, als jene „I“ vertreten, die der „Vernunft“ (als „ästhetische Vernunft“ sozusagen) nahekommen; zumindest der bürgerlichen Vernunft (–> dt. Klassik).

    621Da das sich aber ändert (und Hegel sieht zusätzlich auch die Kunstformen etc. „des Volkes“ genauer), differenziert Hegel so: Der inhaltliche Genuss dessen was der ästhetische Schein verheißt, soll nach Hegel auf eine schmale Schicht sozial Privilegierter beschränkt sein. Während jedoch auch die Nichtbesitzenden, die nicht bürgerlichen Teile der Bevölkerung an der Allgemeinheit des ästhetischen Scheins teilnehmen sollen: Diese bürgerliche Arroganz Hegels – aus der Not der unentwickelten E-Seite geboren, kann ihm – und auch dem Bürgertum – „vorgehalten“ werden, aber das wäre allein der „aktuelle“, der historisch implizierte Teil der Wahrheit. Denn diese „Inhaltlichkeit“ ist in Verwobenheit mit der E-Seite, es ist auch eine Fesselung an sie. So wie der Arbeiter ihr stets (mit guten Gründen) fremd gegenüber steht und zugleich tendenziell von ihr befreit wird, ist die unendliche I-Sphäre im Kern eine des „Scheins“. D. H, dort kann und will keiner jene E-Inhaltlichkeit allein haben, allerdings die I/E-Inhaltlichkeit.

    622Natürlich sind Hegels bürgerliche formale Gleichheiten („G“) (vor dem Gesetz, im Markt, als Konsument) die Zwischenglieder und die Übergänge in diesem Geschehen. Und der Gang der Geschichte verlangt, dass die „G“ auch im Sozialen notwendig erkämpft werden müssen. Aber die sich schon heute zeigende „Aufhebung“ dieser Kampffronten weist in unsere Richtung: Die Verallgemeinerung aller Kunstwerke und zugleich ihre einzelne Privatisierung (jeder macht seine Kunst) verweisen auf eine neue Lage hin. Im Ökonomischen und im Sozialen, Politischen spielt sich Ähnliches ab: Die die Allgemeinheit betreffenden Entscheidungen (z.B. auch ökologische) werden von Allen erzwungen, auch gegen den bürgerlich-kapitalistischen Einzelwillen. Oder, die gesetzmäßige kapitalistische Investition muss den Konsum aller steigern, will sie sich nicht selbst ad absurdum führen. Etc.

    623Was „genießt“ der Besitzer und derjenige, der „nur“ über den ästhetischen Schein verfügt eigentlich?

    624Es geht auch um die E-Seite (gerade für die „Besitzer“), aber diese Nähe zum Konsum (die „spiegelbildlich“ ist zum Verhältnis, welches die Kunstproduktion zur „Arbeit“ hat) täuscht über die Wichtigkeit von „E“. Tatsächlich kommt dies „E“ ohne die I-Seite nicht aus; “I/E“ ist entscheidend.

    625Die eigenen „I“ (des Besitzens, des bloßen Betrachtens) und die „I“ im Kunstwerk (und dort als Entfaltung der I-Sphäre, im „Streit“ der I-Motivationen z.B.) stehen in einem nicht auftrennbaren Verhältnis zueinander – und zur E-Seite.

    626Daher ist die Bemerkung Hegels richtig: Die „Erfindung“ der Situation, das ist die wichtige Tat des Künstlers, aber jene, die scheinbar nur den „Schein“ genießen (die „Massen“ zunehmend); auf deren Verarbeitung des angebotenen Kunstwerkes kommt es schließlich an.

    627Wir sagen, auf die Einbeziehung der „I“ der Betrachter in das vom Künstler errichtete künstliche I-Netz und dadurch die Veränderung, Veredelung, Ausrichtung u.ä. Auf die „I“ der Kunst-Konsumenten kommt es an.

    628Weil es stets neue Menschen aber alte „I“ sind (Basis-I) können auch viele Kunstwerke so ewig die gleichen sein. (Es wird ein und derselbe Stoff immer wieder aufgegriffen). Und, weil die „Konsumenten“, nämlich ihre „I“, sich verändern können, sind sie insgesamt gesehen „konsequenter“als die Kunstwerke und die Künstler.

    629Hegel sieht, „es kommt nicht auf das Stoffliche des Werkes an“ (E), sondern auf „die Konflikte einander widerstrebender Mächte“. Ihren Gehalt haben die Kunstwerke in der Dynamik, mit der die Motive („I“) zueinander in Beziehung stehen“. Diese Dynamik macht die Substanz der Handlung aus; sonst könnte der Handlungsbegriff nicht zentral in der Ästhetik stehen.

    630Bevor Hegel deutlicher auf die I-Seite abhebt, behandelt er hier die Rahmen und Begrenzungen der I-Seite. Das „I“ des Menschen „bringt sich erst durch sein Handeln zur Wirklichkeit“, d.h. „das Handeln“ ist ein – weiterer – Versuch, den Übergang von „I“ zu „E“ theoretisch zu erfassen; „praktisch“, „konkret“ ist es mit dem Handeln inhalts-und „wesensgleich“, identisch.

    631Aber wenn man jetzt, wie Hegel u. a. es tun, das Handeln – wir: Als Geheimnis des Zusammenhanges „I=E“ – betonen wollte, (entsprechend: „Arbeit“ bei der Produktherstellung), so ist es nicht richtig, dass „I“, „E“ darüber vergessen werden. Oder genauer, unsere Auffassung ist, Handeln, Arbeit kann auf „I“ (z. B. die Mikro-I der Arbeiter) und ebenso auf „E“ (Arbeitsmittel, Wissen) reduziert werden.

    632Dabei haben wir zusätzlich eine Systematik gewählt, bei der „I“ mit N/G in einem bestimmten systemischen Verhältnis steht (–> Inhalt-Form), ebenso „E“ mit G – N.

    633Das erlaubt, jene Untrennbarkeiten, Wechselwirkungen als Weiterentwicklungen allgemein zu erfassen; zumal wir unsere Wahl mit einer Genese (von der 1.Physik her) belegen können.

    634Mit der Betonung des dem Handeln zugrunde liegenden Interesses („Macht gegen Macht“, „Interessen idealer Art“) ist für Hegel zwar die I-Seite wichtig, aber er sieht wohl vornehmlich den Streit von verschiedenen „I“ als Kunst fundierend.

    635Bei uns ist das Wechselspiel der „I“ mit den „E“ zentral. Was ist, wenn „E“ durch „I“ ersetzt wird? Kann auf diese Weise eine ganz bestimmte Kunst-Art, nämlich, bei Hegel das Drama, als Grenzform angesehen werden? Oder muss die Formel „E=I“ grundsätzlich erweitert werden?

    636Dazu müsste die „I-Seite“ eine ungleiche, konkurrierende sein, jedenfalls nicht eine gleiche. In dem Grundgedanken, der durch E=I ausgedrückt wird: Das beträfe das zweifache unendliche Zusammenspiel und dabei beider Veränderung.

    637Wobei diese „I“ sich immerhin, wie Hegel das auch meint, den „E“ als Form annähern, weil sie „gültige“, „in sich selbst vernünftig“ sind und nicht nur „das Produkt von Willkür“.

    638Hegels Einschätzung des Dramas und des Ästhetischen darin, der Relation zweier wohlbegründeter (gleichberechtigter!) „I“, muss erweitert werden. Wir müssen uns fragen, welches „I“ hatte der Dramatiker, der Schriftsteller, welches „I“ haben die Zuschauer und Kritiker, welches „I“ haben die Theoretiker, wie Hegel.

    639Erst daraus ergibt sich ein Zusammenspiel zu einem „I“, auch wenn dies eine „I“ nicht unbedingt ein bestimmter Kompromiss oder eine Einigung ist, sondern eben gerade wegen des Schwebens eines eventuellen Netzes von „I“ noch besser in unser I=E-Schema passt.

    640Dieses „Schweben“ findet eine konkretere Darstellung im „Handeln“ als Begriff, der in Hegels ästhetischer Theorie zentrale Funktion hat. „Handeln“ ist eine Konkretisierung der zwei Relationsarten N/G, N-G, die in allen möglichen Bereichen, (z.B. emotional, rational, praktisch) „I“ und „E“ relationieren; „I zu N,G,E`zu E zu etc.“

    641Weil aber – nicht nur als „Arbeit“ – in erster Linie aus „I“ das „E“ werden soll ist der Begriff „Handeln“ als etwas Allgemeinerem, (–> Verschwommeneren) von Hegel gewählt worden.

    642Wo hat die Handlung eigentlich einzusetzen? Dieses alte Problem (seit der Antike diskutiert) beantworten wir so: „Handlung“ (wie Praxis, Arbeit) ist ein spezifisches Ganzes, das von „I“ zu „E“ führt, diese beiden vermittelnd und deshalb (weil auch die I-,E-Seiten prinzipiell nicht von der N-G-N/G-Seite trennbar sind) als eine jeweilige „Einheit“ aus den vier OG-Elementen geltend.

    643Nun ist es aber so, dass „E“ der Entwicklung unterliegt, und dass sogenannte Vorstellungen von „Beginn“ und „Ende“ einer Handlung nicht berechtigt sind. („Jede Situation ist bedingt durch die vorhergehende“ etc.); und das Ende wäre stets willkürlich. Hegel sieht nun – ohne auf die E- I-Sphärenstruktur zu kommen – dass das Problem nur deshalb gelöst werden kann, weil nicht mit dem „äusserlich ersten Anfang der bestimmten Handlung der Beginn zu machen“ ist, sondern dass die I-Seite der Handlung dafür das Bestimmende ist: „Die Umstände, welche von dem individuellen Gemüth und dessen Bedürfnissen ergriffen, die bestimmte Kollision hervorbringen, deren Streit und Lösung die besondre Handlung ausmacht“.

    644Wie kann sich aber und hat sich dann in der modernen Kunst das Grundverhältnis „I=E“ ausdifferenziert? Vor allem dadurch, dass die I-Seite tendenziell unendlich ist, hier z.B. tendenziell unendlich differenziert ist; das gleiche gilt für „E“.

    645Das heißt zum Beispiel, das starke unmittelbare Interesse, das Wünschen, die Hoffnungen eines Subjektes (in klassischen Dramen z.B.), werden dann, wenn dieses Subjekt „vernünftig“ nachzudenken beginnt, immer mehr preisgegeben zugunsten anderer Mittel (E) und der dazu passenden „realistischen“ Zwischen-Ziele („I“). Sowie weiterhin durch Einfühlung (eben des damit nur menschlicher, sympathischer Wirkende des Subjektes) in die Ziele etc. der Gegner; sowie in die gesellschaftlichen „I“, etc.

    646D.h. auch, „das Geflecht der gesellschaftlichen Vermittlung“ schwächt das ursprüngliche I, E ab (indem diese differenziert werden). Die moderne Kunst versteht solches aus der Ursprungsformel notwendig oder möglich stammende und ableitbare Ergebnis als Passivität, Indolenz, „Gefühl der Ohnmacht des Subjektes“. Es hat in Kunst-Formen (z.B. Becketts Kurzdramen) seine Folgerung, z.T. auf Verzicht jeder formalen Gliederung; so auch in Formen überhaupt, in Kompositionen, in Musik, Malerei, Literatur.

    647Dies und das (Vorhergehende sind Folgen der Beweglichkeit von „I“ oder/und von „E“; das heißt zum Beispiel, die Unbegrenztheiten von dieser Art „E“ erzeugen jene Unabgeschlossenheit, Abgebrochenheit, Zufall, Willkür, den Verzicht auf formale Gliederung überhaupt; das erzeugt Exzentrik oder ähnliches.

    648Hier haben wir also neben der Ausweitung der Inhalte der „I“ (auch auf „negative“ I) eine andere Basis für die Ausweitung der Kunst, (auch der „modernen Kunst“).

    649Es stellt sich die Frage, ist diese Weise des Übergangs zur Praxis (I-, E-Anpassung u.ä.) noch Kunst, oder gehört zur Kunst definitionsgemäß, das – relativ auf das I oder E bezogene – Festhalten von E o/u „I“ ?

    650Das Geistige, („Begriffliches“) ist bei Hegel auch „Rede“, „Sprache“. Und als „geistiges Handeln“ schlägt er die Brücke zu allen Varianten des „Handelns“; und damit zu allen Phasen. Für uns ist es das Gemeinsame dieser Erscheinungen, welches (auch Hegel, entgegen seiner Intention sonst), über das rein Geistige hinausführt: Die Praxis, das Handeln.

    651Dieses als Wechselwirkung zwischen der Welt der Einfluss nehmenden Dinge (E) (als Mittel, Kulturgüter, Begriffe, Worte, etc.) und der „I“, z. B. hier als „Selbstvertrauen“ (Ii) des handelnden Individuums und als „Einflüsse“ der „historisch-ökonomischen Situation“, des „Allgemeinen“ (Ik,g,w) auf das „autonome Subjekt“.

    652Daraus leitet Hegel das „Drama“ ab. Es hat für ihn als „geistiges Handeln“ den obersten Platz in der Hierarchie der Künste. Für uns deshalb, weil (und das sieht Hegel auch so ähnlich) im Drama nicht nur abstrakt formulierte „I“ eine Rolle spielen, sondern weil „handelnd“ quasi fast lebendige „I“ (mit fast echten „E“/Welt zusammen) eine fast echte Handlung als Wechselwirkung und als Weiterentwicklung, eingehen.

    653Der Schritt vom Drama zur Epik, zum epische Theater, wird als Verlust der Autonomie des sich mitteilenden Individuums gesehen. Je mehr äußere Mächte das individuelle Schicksal bestimmen, umso weniger wird seine Rede und Handlung wichtig: Nicht allein, aber symptomatisch sind es die „unausweichlichen wirtschaftlichen Konzentrationsprozesse“, die es dem Individuum klar machen, wie wenig es aus eigener Kraft vermag. Wir verallgemeinern das: In der bürgerlichen Gesellschaft, und sie dadurch verdeutlichend, (auch als z.B. sich selbst überwindende), wächst der gesamte E-Apparat (mit seinen auf sich gerichteten „I“) ständig. In dieser Phase kommt es daher zeitweilig zur Verschiebung in der I-Sphäre, hin auf diese „objektiven „I“ (=E).

    654Für einen allgemeinen Begriff von Kunst ist der Inhalt der „I“ aber gleichgültig. Es tritt jedoch schon eine Extremisierung (schleichend über „harmlos“ scheinende Kunstwerke/-formen etc., wie „die Epik“) ein. Denn das „I“ in „I=E“ wird ja jetzt auch tendenziell zum „E“. Erst wenn diese zusätzlichen „E“ selbst neue „I“ ermöglichen und haben, wird Kunst wieder freier u. ä.

    655Es ist also wichtig, den bei Hegels ästhetischen Theorien ganz oben stehenden Begriff der Handlung zu analysieren.

    656Für die ästhetischen Theorien trifft dann wohl die nur sozial und politisch interessante Spezialisierung der Handlungsvorstellungen auf die des Arbeitsbegriffes zu.

    657Zur Handlung gehören „I“, als Wille, Interessen der Beteiligten; und auf physikalischen Ebenen die Richtung der Dinge, meist als „Widerstand“ gegen den Willen der Handelnden gerichtet; aber von fundamentaler praktischer und damit theoretischer Wirkung; weiterhin die Mittel, „E“ (Naturstoffe, Begriffe, Menschen, etc.).

    658Da „Handlung“ (so „Arbeit“ mit den entsprechenden praktischen und theoretischen Folgen) nun wie man sieht als umfassendes I/E-Verhältnis gilt, steht sie nicht nur im Zentrum der Ästhetik Hegels, sondern sie fundiert „in konzentrierter Fassung“ auch sein System insgesamt.

    659Das sagt aber nicht viel, da das alles ja in unserem Sinne unanalysiert bleibt-, als dass es da eine treffliche Zusammenfassung in einer praktischen, alltäglichen Vorstellung („Handlung“) fand; wobei „Arbeit“ als „zugespitzte“ Handlung politisch, historisch sogar effektiver ist.

    660Wenn man „Geschichte“ als „I“- bestimmte (und „Ästhetik“ ist es ja auch) und von „E“ gleichermaßen bestimmte sieht, und wir tun das explizit, Hegel implizit, dann ist „Handlung“ mit Recht für Hegel die Vermittlung von Geschichte und Kunstwerk. Aber diese Erklärung, Feststellung ist ziemlich formal; jedenfalls kann sie aber vertieft werden.

    661Dazu muss „Geschichte“ nicht nur als die von der menschlichen Gattung hergestellte verstanden werden; obwohl dabei die I-Seite als „Interesse“ u. ä. deutlich wird.

    662Das „System der einzelnen Künste“ kann entwickelt werden, entlang der E-Dimension oder entlang der I-Dimension.

    663Hegels Entscheidung für die I-Dimension widerspricht seinem sonstigen System. Daher ist zu erwarten, dass sich interne Unklarheiten ergeben. Andererseits schien ihm hier die Entwicklung längs der „E“ wohl doch zu oberflächlich, zumal er sich ja an die I-Dimension (in der Ästhetik) immer wieder herangearbeitet hat.

    664Das „Epos“ scheint ihm jene Kunstform zu sein, bei der in der Welt und deshalb in der Kunst, „Allgemeines und Besonderes noch ungeschieden“ sind. Bei Hegel stehen „Allgemeines“ und „Besonderes“ als „E“ da, aber wir interpretieren dies als die Verwobenheit von Komplexitäten der „I“, mit Berücksichtigung der E.

    665Die „Lyrik“, bei der die reine Subjektivität in den Vordergrund rückt (was Hegel skeptisch betrachtet), werden nicht das Subjekt/E als solches betont, sondern seine Wünsche, Willen, Ziele, etc., vor allem diese inhaltlich; also „I“.

    666Das „Drama“ wird von Hegel an die Spitze seines Systems der Ästhetik gestellt, weil Hegel merkt (wenn auch nicht sagt), dass hier die E-Seite am deutlichsten relativiert wird, bzw. aktiv von der I-Seite relationiert wird: Durch Praxis, „Taten“ des bewusst wählenden Subjektes, gegen „die Endlichkeit“ (E) der „unfreien Existenz“ (E).

    667Die symbolische Kunstform: Schelling und Hegel fordern für das Kunst-Ideal die „Einheit von Bedeutung und Erscheinung“.Was ist daran anders als unser „I=E“?

    668„Bedeutung“ ist verschwommener, aber auch allgemeiner als „I“.

    669„Erscheinung“ lässt das Faktum „E“ eher in den Hintergrund treten, betont aber wie das „E“ wirkt.

    670Das wiederum ist für uns vielleicht allzu selbstverständlich.

    671„Einheit“ ist radikaler, strikter als unsere wechselseitigen dynamischen Anpassungstendenzen (was „=“ behelfsweise symbolisiert).

    672Denn für uns ist die „Herstellung“ dieser „Einheit“ als Prozess etc. das Wichtigste an Kunst.

    673Hierbei ordnet sich das Kunstwerk in einen sehr allgemeinen Zusammenhang ein, der z. B. auch Handeln als Denken, Arbeit umfasst, aber vor allem: Er ist die „Entwicklung“, in einer abgekürzten Fassung. Nur deshalb ist es überhaupt „Kunst“. So wie z. B. das Arbeitsprodukt nur deshalb seine praktische Wichtigkeit – und seine hohen theoretische Bedeutung daraus erhält. Etc.

    674Nicht nur unsere Verallgemeinerung („I“ von Natur-R bis zur Phantastik (Ii), E vom „Ding“ bis zum abstraktesten „Sein“ – sowie deren jeweilige Entwicklungsabläufe; Rw), sondern vor allem diese Relation, genannt „Einheit“ ist bei uns zentral. Bei Hegel werden die Dynamiken von „Einheit“ als Schwierigkeiten besprochen: Zum Beispiel wird diese „Einheit“ auch von der subjektiven Fähigkeit des Künstlers abhängig gemacht, wobei der spezifische emotional-rationale, komplexe subjektive Prozess, der eben dort die spezifischen „I“ und „E“ vereint, nicht weiter analysiert. So ist z. B. diese „Einheit“ „keine überzeitliche Qualität“.

    675Aber solche formalen Bedingungen, die ja die historisch, sachliche Entwicklung der „I, E“ und die Entwicklung von deren Relation bedeuten, sollten philosophisch systematisierbar werden.

    676Die Sinnlosigkeit der abstrakten Konfrontation des „Werkes“ mit der Forderung noch jener „Einheit“ ist einsehbar. Aber nur deshalb, weil an die Stelle der genannten „Abstraktheit“, die Prozesse, (zwei unendliche Prozesse vom Prinzip her) treten, die „lebendig“ sind, weil sie sich auf „I“ beim Künstler und beim Kunstkonsumenten stützen müssen.

    677Wenn behauptet wird, diese Einheit sei charakteristisch für einen „bestimmten Entwicklungsstand der Kunst“, dann ist das nur eine Annäherung an Genaueres: „I“ und „E“ entwickeln sich sachlich und historisch. D. h. heute ist die „Einheit“ zwischen anderen „I, E“ hergestellt als vordem und in späteren Epochen.

    678Wobei, genauer gesagt, die „Entwicklung“, zuerst und zumeist die E-Seite betrifft. Die „I“ sind wohl alle jeweils immer schon da – und werden nur je nach „E“ abgerufen (?)

    679Hegel nennt alle Kunst, die in der Bedeutung und Erscheinung noch nicht zusammenfallen „symbolisch“. Wenn beide „zusammenfallen“, kann das heißen, „I“ (=E) oder „E“ (=I) bleibt übrig. Nur letzteres ist noch „Kunst“, die Extremform von Kunst. Ersteres von Materialisierungen (z. B. Tendenzen in Lyrik, in Musik) gelöst, bleibt nur als „Sehnsucht“, „Hoffnung“ o. ä. übrig.

    680Letzteres sind formale und radikal sinnfreie Formen, nur als existierende Materialien, als Mittel; so auch „reine“ Formen.

    681Aber warum hebt Hegel die „normale“ Kunst als „symbolische“ hervor?

    682Er entwickelt so die I-Seite (die ja später eventuell wegfällt; jedenfalls läuft das bei ihm darauf hinaus). Er hat die Grundtendenz zu „E“ und somit zur „reinen“ Kunst: Es beginnt mit der „Verwunderung“.

    683Was ist „Verwunderung“? Hegel führt hier (in der Ästhetik) und allgemein für die Philosophie diese Kategorie hilfsweise ein, weil es um die Loslösung („losgerissen“) des Menschen als Geist „von dem unmittelbaren ersten Zusammenhang mit der Natur“ geht.

    684Für uns ist es eine emotional-rationale Zusammenfassung von „I“, welche jetzt, weil prinzipiell „I“ von „E“ (Natur) getrennt wird, andere „I“ sind als die der biologischen Selbsterhaltung u. ä.

    685Aber nicht nur die „I“ werden andere (und dabei „freie“, losgerissen von „der nächsten bloß praktischen Beziehung der Begierde“), auch die Welt („E“) wird jetzt anders „wahrgenommen“, da man nicht mehr nur auf die „eigene singuläre Existenz“ fixiert ist (–> „I“-Selbsterhaltung ist ja in einem auch „E“).

    686Hegel ist gegen die „Verherrlichung des Ursprungs“: Das bloße Verneinen (dass das Frühere auch „das ontologisch und ästhetisch Wertvollere“ sei) ist freilich oft richtig, aus empirischen Gründen meist. Aber man sollte sich dennoch auf eine systematischere Betrachtung erst mal einlassen.

    687Das „Frühere“ hat ja die weitere Entwicklung noch vor sich, kann also nach den Maßstäben, z. B. einer verallgemeinerten Leistungsgesellschaft (->E-Vollendung) „besser“ werden.

    688Aber es gibt eben auch die „I“. Und die haben ihre interne Gleichberechtigung. Und dann funktioniert das nicht mehr. Aber die Sache wird komplizierter: Die biologischen „I“ (Sex z. B.) und die denkerischen (Logik z. B.) haben (fürs Ästhetische, fürs „Philosophische“) die bekannten, alle feineren Spätentwicklungen übertrumpfenden Züge. (Eben sie sind „Wert-voller“).

    689Daher ist die historisch-entwickelte Position jene der Betoner der E-Seite (z.B. Hegel), die so nun kritisierbar sind.

    690Ästhetische Ausdrucksformen unterliegen deshalb bei Hegel historischem Verhalten, sie sind dem Stand der Geschichte oft nicht mehr angemessen. Das ist eine Konsequenz der E-Betonung. Gerade Hegel, (der es „eigentlich“ besser wissen könnte) hat seine betonte „Abstraktions“- Idee/-Ideologie.

    691Wenn er also meint, der einfache Anfang muss philosophischem Denken als „zufällig erscheinen“, dann spiegelt das seine Ideologie: „Philosophie“ kann erst höchstes Entwicklungsprodukt sein; daher ist „am und mit dem Anfang“ zunächst keine Relation zur „Philosophie“ möglich.

    692Der „Anfang“ sind (z.B. Naturphilosophie) „physikalische Kräfte“ (oder „Leben“), jedenfalls I/E-Relationen. Die Fremdheit zur Natur ist die zu „I“ (–> „Glück“ als biologisch und allgemein als „I“) und die zu I/E.

    693Aber bei Hegel geht es erst mit der Abstraktionsphase, der Entwicklungsphase des „Geistes“ los.

    694Aber wenn „Kunst“ (und „Kultur“) mit der Formel I=E, also der zwei unendlichen Annäherungen gemeint sein soll, dann stellen sich einige Fragen: z.B., da alle „I“ gleichberechtigt sind und zudem in allen – heutigen – „E“ alle Vorformen von „E“ (und auch alle „I“) drinstecken, wie kann man heutige, hiesige Kunst dann noch abgrenzen?

    695Genau das kann man nicht. Dem Hegel wird als Verdienst angerechnet, dass er „das historisch Überholte“ in spätere Kunstformen hineinspielen sieht, als „Werden des klassischen Ideals“. Hegel schildert dort beeindruckend die Genese von Kunstformen: („In der Erinnerung und ohne Macht spielen noch die „Tiergestalten“ der älteren symbolischen Kunst in die griechische Klassik hinein, in der die Götter von der Tiergestalt zur Menschengestalt geworden sind“). „Gemäß dem fortgeschrittenen Bewusstsein des Menschen von sich“ ist die Tiergestalt nicht mehr der Gott selbst, sondern eine (positiv besetzte) Begleitung der Menschengottheiten.

    696Wir sehen darin eine weitere Bedeutung: Die Ästhetik ist hier nur Teil einer umfassenden philosophischen Sicht. Die Griechen ahnten es; das „Tier“ steht für Natur. Der Aufbau des Ganzen geht schichtweise und die physikalischen Kräfte (ebenso später das Biologische) wirken stets weiter (als Stufen von E und I), wenn auch in dieser (von Hegel gesehenen, bei Hegel betonten) „unscheinbar“ gewordenen Bedeutung. In den Stufungen des Geistigen, Kulturellen (hier von Kunst) werden die älteren Stufen, entsprechend dem Grundschema, jeweils in ihren wesentlichen Inhalten zurücktreten, zu Partikularem, Äußerlichem, sogar zu Freiem, Bizarren werden können, weil es die Last des Augenblickes nicht mehr zu tragen hat.

    697Das aber im Gegensatz zur Naturentwicklung, wo das Ältere als „Kern“ (z.B. Physik im Biologischen) fest, unfrei eingebunden ist.

    698Den Hegel so zu interpretieren, dass das Geistige kein Erstes für ihn sei, vielmehr aus der Natur Entsprungenes, heißt Hegel nur halb zu verstehen.

    699Vielmehr ist es das Verdienst Hegels, jene größere Genauigkeit in diesem Grundverhältnis eingeleitet zu haben: Es gibt – offensichtlich – „Entwicklung“ und zwar die aus der Natur zum Geistigen. (Mit allen auf die einzelnen Wissenschaften verteilten Teilentwicklungen, wie z.B. das Ästhetische). Aber – und das fragt Hegel nur indirekt – was ist denn „Natur“? Sie ist nicht nur sie selbst; sie ist nicht nur Geist; vielmehr müssen Natur und Geist einem gemeinsamen Dritten eingeordnet werden. Zu diesem „Dritten“ gehört z.B. auch die Reduzierung, die Analyse von „Natur“ und „Geist“ und „Entwicklung“, in ihrer Struktur und Funktion.

    700Zur „Entwicklung“ gehört beispielsweise, dass die Natur in späteren eher „geistigen“ Formen (Liebe, Ästhetik) „aufgehoben“ ist; wie Hegels Beispiel es meint. Aber alles dieses, „Natur“, „Ideal“, „Gewordensein“ etc. muss verallgemeinert werden.

    701Was Hegel offensichtlich nicht differenziert ist die Erzeugung von Kunst und ihr Konsum – und zwar hier als historisches Problem: Der Stand der Geschichte verlangt nach Hegel, dass ältere Kunstformen nicht willkürlich wieder belebt werden können.

    702Was meint er damit? Natürlich können „Konsumenten“ jederzeit alle historischen Kunstwerke genießen. Warum ist das aber für „Produzenten“ nicht möglich?

    703Hegel ist ein Apologet der „Leistungsgesellschaft“ (als Teil der „allgemeinen Entwicklung“). Und in dieser wird da deutlich unterschieden. Nur die neuesten „E“ (Produktionsmittel, Kunstmittel) „gelten“ etwas. Beispielsweise weil Kunst als Wegbereiter, z.T. als Wegbegleiter, von Arbeit, Produktion gesehen werden muss.

    704Die I-Seite aber, in der ja alle „I“ gleichwertig, gleichberechtigt sind, kommt da in Schwierigkeiten. Auch die uralten „I“, so wie man sie aus den alten Kunstwerken herausliest, werden gerne anerkannt – aber natürlich von den „Konsumenten“.

    705In der Literatur als Kunstform, was ist da das „E“? Denn das „Materiale“ scheint ja stets das Nämliche über Jahrhunderte zu sein – und für das Kunstwerk ist der Fortschritt vom Erzählen über das Buch zum modernen Medium sekundär.

    706Das „E“ sind hier die „Bilder“ u. ä. der sprachlichen Vermittlung.

    707Aber auch sie sind für „Kunst“ nicht allzu wichtig. Wichtiger sind die „I“ (und die „I/E“). Da stellt sich jetzt wiederum die Frage, ob es eine Entwicklung im I-Bereich gibt?

    708Denn Hegel (z. B.) sieht die (griechische) Mythologie als unmodern an. Wozu wir meinen, dass Hegel im Grunde genommen die „I“ (oder I/E ?) in den Aussagen der Mythologie einschätzt.

    709Diese „I“ sind ihm vorbürgerliche und vorchristliche Aussagen. Was theologisch als Betonung der Natur, Welt und des Menschen, aber nicht als christliche Gott-Mensch-Geist-Relation gilt – und damit für Hegels System nicht so genehm ist.

    710Weshalb die Meinung, Hegel sei in Ästheticis ein freier Beurteiler, der, wenn es gegen die bürgerliche Ideologie geht, keinen Pardon kennt, der in ästhetischen Urteilen aber gerechter sei, genau nicht stimmt. Seine Abschätzung der mythologischen Kunst ist von christlich-bürgerlicher Einstellung her gesehen, d. h. er stellt das „höhere“ „I“ gegen das „niedere“ „I“; – wobei wir meinen, dass es keine I-Hierarchien gibt; und es geht um I/E vs. (I`/E`).

    711Hegels Einstellung zu dem durch Kunst (Literatur hier) auszudrückenden modernen, nationalen, deutschen Bewusstsein geht davon aus, dass dem „Volksgeist“ (in seinem geschichtsphilosophischen Konzept) die Funktion einer Mittelinstanz, durch die der Weltgeist sich spezifiziert, zukommt.

    712Für Hegel kommt deshalb weder die Klassik (Epik Homers) noch das Nibelungenlied in Frage: Zunächst, geht es ihm wohl nicht um die Form (Epik), sondern um die Inhalte. Es geht ihm eigentlich um „I“, wie wir meinen. Weder Homers Epen noch das Niedergang und Götterdämmerung beklagende Nibelungenlied o. ä. sind geeignet, das deutsche Volk, das deutsche Bürgertum auf seine Aufgaben vorzubereiten; zumal das Bürgertum nach 1848 zunächst jeder historischen und damit ideologischen Perspektive verlustig gegangen war.

    713Welche „I“ nun aber dem deutschen Volk zustanden, war nicht sehr gewiss. Wir ordnen jedenfalls die Antwort in die objektive „E-Vollendung“ und als „Ig“ (in erster Linie) ein und zunächst weniger in die freien „Ii“.

    714Hegel urteilt über die „symbolische Kunstform“ (z.B. die der Antike): „Die Mängel der Kunstgestalt erweisen sich (…) als ein Mangel der Idee“: Was ist „die Idee“? Hegel bearbeitet in der „allgemeinen Entwicklung“ die Phase der Begrifflichkeit als fortwährende Abstraktionierung. Diese besteht darin, den Status „E“, d.h. hier G-N zu erreichen: „Die Aufhebung zur konkreten Einheit“ von „Erscheinung und Bedeutung“ (in der Symbolik) macht dann endgültig ein „E“ (auf nächst höherer Ebene, nachdem „Erscheinung“ bereits ein „E“ auf niederer Ebene ist).

    715Es werden damit nicht nur als dialektischer Prozess in einer „äußerlichen“ (nämlich methodisch ebenfalls abstrakten Weise!). „G“ mit „N“ relationiert (N/G=“Dialektik“), darüber hinaus wird „E“ („Erscheinung“) mit „I“ („Bedeutung“) „identifiziert“, zugunsten von „I“.

    716Genauer gesagt, Hegel nimmt den Schluss vorweg, überbetont ihn: „Kunst“ ist aber das unendlich Schweben in „I=E“. Da Hegel keinen Bock auf „I“ hat, macht er es auch hier zu „E“.

    717Aber, es geht beides Mal um Kunst (Symbol, das „zweideutig“ sei und jene ehrgeizige, ideale Eindeutigkeit habe).

    718Das Symbolische, die symbolische Kunst steht für jene allgemeinen Phasen der Gesamtentwicklung, in welchen „I“ mit „E“ noch völlig verschmolzen sind.

    719Das drückt Hegel „kritisch“ und „naiv“,(weil seine Systematik ja auf die Vollendung der begrifflichen Seite der E-Sphäre hinarbeitet) so aus, dass mit der Scheidung das „Subjekt“ von der „Außenwelt“ geschieden wird und zum Bewusstsein seiner selbst kommt. Das Ende des Symbolischen sei dabei gekommen. Noch nicht mal von „Aufhebung“ spricht Hegel dabei.

    720Womit vieles nicht möglich wird, z.B. auch die Rettung von „I“. Sogar „N/G“ (→ materiale Dialektik) ist betroffen, die doch alle in jenen vorbegrifflichen Phasen ihren festen Halt haben – und nur deshalb später (nach der Phase der E, N-G)wieder zugelassen werden.

    721Hegel jedenfalls feiert die „freie Subjektivität“, denn „das Subjekt ist das „Bedeutende für sich selbst“, und das „sich selbst Erklärende“. Wohl wahr, aber das ist nur eine „notwendige“, keine hinreichende Seite von Philosophie.

    722Da „Kunst“ das Zusammenspiel „I=E“ ist, fragt es sich, welche Inhalte diese „I“ und „E“ annehmen können. Außerdem steht fest, dass es eine „Entwicklung“ gibt, – die Hegel als „Geschichte“ meint. Schließlich kann man davon ausgehen, dass jede Phase (und damit auch die Entwicklung) zugleich alle Bereiche prägt; also z. B. Wissen, Kunst, Gefühlswelt.

    723Hegel verfolgt und betont nun einen darin recht speziellen Zug. Allgemein bedeutet „Entwicklung“, dass sich „Abstraktionen“ bilden; dass sich „der Geist“ (auch der menschliche) aus dem Materialen heraus entwickelt; und auch, dass aus dem I/E-Verhältnis eine Trennung der „E“ von den „I“ entsteht.

    724Hegel wendet das auf die „Kunst“ an. Deshalb werden für ihn in der Geschichte der Kunst die Kunstwerke solche der menschlichen Subjektivität. Aber da er „Subjektivität“ nicht in der I-Dimension sieht, verschmilzt die I-Seite mit der E-Seite letztlich zu „E“. Diese Identität wird dann aber auch nur noch als die der geistigen, der abstrahierungsfähigen Eigenarten der Menschen gesehen. Denn nur über diese Phase kann die Entwicklung zum „absoluten Geist“ (u. ä.,so OG) weitergehen.

    725Verloren geht dabei, dass „Kunst“, „Kultur“ auch in jenem Entwicklungsprozess stehen, aber andererseits, dass Kunst/Kultur eben auch die (einzige) bewahrende Funktion (in der menschlichen Geschichte) hat und deshalb alle „E“ und „I“ umfassen darf.

    726Deshalb kann (in jener Formel) die Identität von „E“ mit „I“ nur eine (tendenzielle) Randlösung sein; (sozusagen die Hegelsche Lösung). Es ist die konsequent durchgeführte „Abstraktion“.

    727Hegels Sicht der Entwicklung hat zum Ziel („I“): „Der Mensch“ als solcher (E) oder als „Beherrscher“ aller „E“, nicht der Mensch als I-Produzent.

    728Das „Abstraktionsverfahren“ ist methodisch „G – N“. Es arbeitet bis es „E“ in seiner allgemeinsten Art erreicht hat; (z. B. bis alle „I“ in „E“ umgewandelt sind, etc.).

    729Alle älteren Kunstwerke (ob mit mystischem, pantheistischen, symbolischen o. ä. Hintergrund) müssen für jene (wie die Griechen oder Hegel) „Modernen“ den Charakter von „Rätseln“ annehmen. Für sich selbst, für die Gesellschaft, in der sie entstanden, und so auch für uns haben sie diese über-sich-selbst-hinaus-weisenden Eigenart nicht.

    730Erst in notwendiger Ergänzung – das ganze ist sozusagen eine konstante „Summe“ von „E“ und „I“ – zu den Identitätsbemühungen begrifflicher Art, also „von außen“, wird solch „Nichtidentisches“ (formal gesehen) notwendig hinzuzunehmen sein.

    731Für Adorno (z. B.) ist das ein interner Widerspruch. Er will ein Kunstwerk „erkennen“ (was bereits der Hegelschen Moderne entsprach). Aber er sieht, dass der Rätsel-Charakter als nichtbegriffliches Moment des Werkes bestehen bleiben muss.

    732Adorno will von einem „Rätsel“ sprechen, das ungelöst bleiben soll – ein Widerspruch in sich. Dieser Widerspruch aber verweist auf die fehlende I/E – bzw. I-Dimension.

    733Die „Selbstentzifferung des Geistes“ ist ein kompliziertes begriffliches Bild von Hegel, das wir auflösen: In die Identitätsbildungen verschiedener Art (so das Selbstbewusstsein des Menschen von sich, besonders (nicht nur) als Geistwesen und als I-Wesen).

    734Auch das was „Geist“ sei (denkender, z. B. Kunstwerke bauender) kommt zum Bewusstsein. Und zwar zum öffentlichen, gesellschaftlichen, auch bei vielen darüber kommunizierenden Menschen.

    735Die „Kommunikation“ hat den Grad an Klarheit über diese Problematik, der im objektiven Entwicklungsprozess nach Phasen zu durchlaufen ist: Bei den Ägyptern, in ihren Kunstwerken (die erst später als solche bezeichnet werden dürfen), als die Identität einiger weniger gesellschaftlich hervorgehobener Menschen. Und was für „I“ gilt: Dass es zwar keine „I“ des Alltags mehr sind, dass sie formal „offen“ und allgemein zu sein scheinen, aber doch noch inhaltlich festgelegt sind.

    736Hegel nennt das „symbolische“ Kunst. Mit Recht, denn „E“ und „I“ hängen noch zusammen und haben erst jene Tendenz, sehr viel, tendenziell unendlich viel in sich zu haben, was als allgemeines Gesetz der Entwicklung gilt.

    737Erst die Griechen können aus den so vielen „Lösungsmöglichkeiten der E“ („Symbol“) das neue „E“ (und „I“) erkennen. Hegel nennt das die „Lösung des Rätsels“.

    738„Die Lösung des Rätsels, das alle symbolische Kunst bedeutet“, steht in der ägyptischen Kunst als eine des Todes: Hegel sieht den Tod als „Vergehen des Natürlichen“ und zugleich des „nur Natürlichen“ und dadurch die Geburt des höheren Geistigen.

    739Wir schließen uns dieser Deutung auf unsere Weise an: Die symbolische Kunst ist die von I/E und N/G. Der „Tod“ ist das Betonen von „N“ und damit von „N-G“. (Das ist als unendlich abstrakte das sogenannte Geistige – bei Hegel, im Idealismus).

    740Es ist nebenbei ein Kreisschluss. Denn „Tod“ ist ja bereits eine idealistische N-G-Definition. In der Natur gibt es nur Umformungen u.ä. davon). D.h. das „Höhere“, „Geistige“ muss beim Menschen stets schon vorausgesetzt werden. Diese Tatsache hat aber weitreichende Folgen, z.B. die, dass es die von Hegel so ausführlich beschriebene Entwicklung (von Natur zum Geist) auf diese Art (nämlich als begrifflich Erkennbares) nicht geben kann.

    741Schon der Hinweis Hegels, dass alles vor dem Geist ihm das „Fremde“ sei, meint die Kategorie „N“. Sie maximiert auch die Trennung, aber ebenfalls, ohne sie als „Relation“ doch noch beseitigen zu können; das drückt „N-G“ aus.

    742Und, Hegel muss (gegen seine Systematik) anerkennen, dass solche Vorgänge („Geburt des Geistigen“) in ihrem Wesentlichen materialistische Vorgänge sind: Denn wenn die Sphinx als Lösung des Rätsels „den Menschen“ nennt, dann abstrahiert zwar Hegel sofort und sieht nur den Geist des Menschen, aber das ist sogar in seiner Systematik ein kaum verantwortbarer und zu großer Schritt.

    743Er kann nicht die Sphinx – oder Ödipus – feiern und zugleich die Antwort, „der Mensch“, sogleich radikal reduzieren.

    744Also: Einerseits muss „Geist“ noch mehr reduziert werden (–> „N-G“), andererseits darf die „Entwicklung“ mit ihren materialen Aspekten (z.B. Übergänge „biologische – emotionale – rationale Relation“) nicht übersehen werden.

    745Die Werke der ägyptischen Kunst sind für Hegel „in ihrer geheimnisvollen Symbolik „Räthsel“; (und die Sphinx ist das Symbol des Symbolischen).

    746Wie alle Kunstwerke (im Gegensatz zu allen „Werken“, wo „E“ und „I“ je eher unterbetont sein können), haben auch die uns „fernen“ Kunstwerke jenes gleichberechtigte, schwebende, unendliches „I/E-Verhältnis“.

    747Was ist das Symbolische? Es ist ein „E“, wird aber durch Zweierlei relativiert, denn es „bedeutet“: „I“ und andere „E“ (z.B. erhoffte „E“, erahnte „E“).

    748Erst wenn solche Relativierungen (entwicklungsmäßig) ersetzt werden, durch Identitäten, dann sind für Hegel Symbolik, Geheimnis, Rätsel verschwunden.

    749Aber bei Hegel sind jene angeblich einfacheren Identitäten (und die Methoden, die zu ihnen führen) stets nur Begriffe, z.B. „Freiheit“ oder auch „Identität“ oder auch „der Mensch“. Nur, diese Einfachheit „täuscht“. Tatsächlich ist es jener „große Kreis“, bei dem es Stellen der Unendlichkeit gibt („E“ z.B.), welche „einfach“ scheinen und dann aber woanders Stellen, die „unendlich komplex“ erscheinen; tatsächlich aber ist das ein Nullsummenspiel.

    750Die Interpretation des „Symbolischen“, was heißt, zu sehen, welche anderen „E“ als er selbst ist, und welche „I“ dahinter stehen, ist unterschiedlich. So sieht Hegel im Symbol „Sphinx“ die Kraft „des Thierischen“, die zum menschlichen Geist drängt, u.ä. Die Erbauer werden anderes gesehen haben, ebenso wie wir heute.

    751Aber eines ist wohl dabei verallgemeinerbar, solche Symbole können mit der historischen Entwicklung immer reichhaltiger werden. Alle ehemalig angenommenen „dahinterstehenden“ „E“ können kompiliert werden. Und die I-Palette ist stets in ihrer ganzen Breite jederzeit verfügbar. D.h. E-Struktur und I-Struktur setzen sich auch hier wieder durch.

    752„Dieser Drang nach selbstbewusster Geistigkeit (…) ist das Symbolische überhaupt“ (Hegel): Das Symbolische ist der Verweis eines „E“ (Kunstwerkes, hier die Sphinx) auf andere „E“ (und auf „I“) in allen möglichen Phasen.

    753Bei Hegel erhält diese Erkenntnis zwei Einschränkungen: Die E-Eigenschaften des „Thieres“ Sphinx verweisen auf die kommenden, höheren des Menschen als „E“. Aber nur auf ganz bestimmte Eigenschaften des Menschen, seine „geistigen“.

    754Zum anderen wird auch das „I“ der Sphinx („dumpfe Kraft“) nicht als solche hinter dem Werk (E) stehend, von Hegel akzeptiert. Genauso wenig wie ein Verweis auf die eventuell höheren „I“ des Menschen. Das heißt, die ganze I-Seite fehlt.

    755Das „Räthsel“ ist eine spezifische literarische Form der „Frage“. Die „Frage“ ist ein auf Identität (G) hin abgestelltes Nichtwissen, also die (ja stets dynamischen) „G“ und „N“ (also Aktivitäten), als „N/G“.

    756Aber die Lösung („der Mensch“) ist nur auf den ersten Blick ein „E“ (ein Identisches). Es enthält vielmehr sowohl „N/G“ wie auch „I/E“ in maximaler Fülle.

    757Darauf will die Sphinx, bzw. die antiken Denker, hinweisen: Es ist die Frage, was ist der Mensch.

    758Nicht nur „Rätsel“ – Fragestellung und Antwort – gehen ineinander über, auch Fragen (Sphinx, „Symbol“) und Antwort (Mensch). Aber leider ist diese Geschlossenheit, (die Hegel teilweise aufbricht, wenn er die idealistische Struktur, auf die alles hinstrebt, betont) deshalb noch immer vorhanden, insoweit „Ungeheuer“/Natur, Mensch, Symbol, objektiver Geist nicht auf ein gemeinsames Drittes bezogen werden (N,G,I, E) – und daher noch rätselhaft unerklärt bleiben.

    759Was hat das mit Ästhetik zu tun? „Kunst“ ist (wie „der Mensch“ selber, der sie nur deshalb erleben kann) die unendliche Dynamik der, aller möglichen I und E zueinander; „Symbol“ ist eine der Ausprägungen dabei.

    760In der Kunst gelangt der Mensch – nach Hegel – zur Erfahrung seiner Selbst als geistige Totalität:

    761Nach dem einen Höhepunkt der Entwicklung, welcher durch die biologische Selbsterhaltung gegeben ist, ist dies wiederum der nächste Höhepunkt der Entwicklung. Der folgende wäre die „Selbstverwirklichung“ als Aufnahme der unendlichen I-Sphäre.

    762Jedes mal gehen „E“ und „I“ eine tendenzielle Einheit ein. Aber gerade das ist es, was uns stört: Hegel sieht nicht (bei aller großen Perspektive hinsichtlich „E“, wie die E-Entwicklung, dass es außer dem „E“ (Mensch = Geist = Ratio) noch andere, z.B. „fremde“ E (Dingwelt, Natur, Güter, etc.) gibt. Und dass es außerdem die selbständige Welt der selbständigen „I“ gibt.

    763Das Rätsel (unsererseits), ob Hegel oder Adorno Recht haben, ob „Kunst“, in einzelnen Entwicklungsstufen den Stand der Emanzipation der Gattung anzeigend, den „Räthselcharakter“ „löst“ oder ob Kunst das Rätsel „ist“, kann etwas anders gesehen werden: Es muss beides parallel laufen. Gerade „Kunst“, „Kultur“ bewahrt die „alten“ Bestände; (was einseitig fortschreitet, sind die „E“ als „reine“ Konstrukte (Abstraktionen, Wissen, daher „Technik“etc.), parallel läuft im Grunde nicht nur „E“ und „I“, sondern also auch E/I, E, I.

    764Weil „Kunst“ E/I ist, „bannt“ es eben auch die „I“ in ein Festes, sogar deshalb als so Bleibendes sich zeigend. Damit aber ist die „Chaos“-Seite von „I“ gebannt, jenes „I“, das als anti-emanzipativ empfunden werden kann und das, was Hegel/dt.Idealismus bekämpfen.

    765Allerdings, „Kunst“ ist so weit gegriffen, als das zukünftiges Schicksal von Allem, dass es auch das „Ideale“ umfasst.

    766Die Kritik an Hegels ästhetischer Theorie (Zurückweisungen seiner Verurteilungen Kleists, E.T.A. Hoffmanns, Goethes „Wahlverwandtschaften“,) hat die Argumente, welche nach unserer Meinung nicht ausreichen.

    767Hegels Forderung nach „der Auflösung des Kunstwerkes im Begriff“ spart die emotionale Seite etc. aus. Darauf kommt es uns allerdings hier nicht an. Vielmehr analysieren wir die „emotionale“ Seite (z.B. auch „Spontaneität“, Nicht-Identität), um die I-Seite; dort und im Rationalen, als ausgeprägte „I“ und als formale „Dynamik“, auch als eine Erweiterung der „materialistischen“ Kritik.

    768Der Streit, ob „Kunst“ heute (aufgeklärte, moderne), zu demonstrieren hat, wie der „Begriff“ u/o „die Gesellschaft“, die „Natur“ beherrscht (wie Hegel meint) oder umgekehrt (z.B. in den „Wahlverwandtschaften“) Natur in den sozialen Bereich einbricht, allgemein, das Magische, Rätselhafte übermächtig wird, die Herrschaft an sich reißt; dieser Streit kann allgemeiner gelöst werden. „Kunst“ ist die enge Verbindung, die Relation (doppelt unendlich und dynamisch) zwischen „E“ und „I“. Und daher steht Kunst allen „E“ und allen „I“ offen.

    769Hier also auch den „I“ der Natur. Was Hegel (bis zur allgemeinen „Wissenschaftlichkeit“ heute) nicht anerkennen wollte ist, dass auch „Natur“ die „I“ hat. Die Entdeckung der I-Seite in der Natur ist erschwert durch deren so enge Verbindung mit der E-Seite. Aber gerade diese enge Relation macht es, dass „Natur“ (vor allem heute) so sehr als „Kunst“/Ästhetisches schlechthin empfunden wird. (Wo bei Goethe der Einbruch der Natur noch eher als Unerhörtes, Besonderes für das Ästhetische gesehen wird).

    770Für unsere ästhetisch-theoretische Einstellung ist es zentral, beide, sich alternativ verstehende Haltungen, „formal“ und „inhaltlich“ beurteilen und d. h. erweitern zu wollen.

    771„Formale“ Beurteilung heißt, dass wir sie als „einseitige Betonungen notwendiger Art“ einstufen; z.B., dass Hegel die unbedingte Unterordnung der Natur unter den Geist fordert; wo dann selbst ein ästhetisch armer Einfall (-> subjektiver Geist, Fehlurteil) „höher“ steht als irgend ein Natur-Ausschnitt; entsprechend das „Gegenteil“.

    772Deswegen argumentieren wir auch nicht mit richtigen, aber nur punktuell wichtigen Begriffen wie „Geistigkeit“, „Freiheit“ oder „Natur“, „Materielles“. Jenes „höhere“ verweist nicht gewollt auf Zweierlei: E/Entwicklung und I/Wertung. „I“ zusammen mit E-Stationen (Materie, Geist) sind für uns – und auch für die Ästhetik das Entscheidende.

    773So hat die Kunst auch jeweils „Zukunft“ gehabt, nach der „Aufklärung“, der „Rationalisierung“ und nach „Hegel“.

    774Die „Moderne“ heute sieht in der Kunst „I“ dargestellt, besser, durch Sprache und Metapher „expliziert“.

    775„Hegel“ war der Höhepunkt der Beobachtungen in allen Bereichen, a fortiori auch als Konstitution der einzelnen „Wissenschaften“ und der Geschichte: Vor allen dann eben aber auch, dass die „Vernunft“, die „Ratio“ der Kunst sogar ständig zunehme.

    776Genau das ist das Konstitutionsprinzip der E-Entwicklung. Was aber dadurch sowohl ebenfalls größer, mächtiger (weil freier durch Trennung) wurde. Die I-Seite blieb systemisch ausgeblendet. (Anders als so, konnte man keine Philosophie-Fortschritte erzielen).

    777Tatsächlich und konkret „wirken“ natürlicherweise beide Seiten, E und I (in und als I/E). Die moderne Erkenntnis, dass „Geschichte sich gerade nicht nach Maßgabe des vernünftigen Begriffs vollzieht“, ist dabei auch wieder nur halb richtig. „Geschichte“ ist stets beides, I und E. Weil weder die I-Seite theoretisch gleichberechtigt zur E-Seite (Ratio, Wissenschaft) philosophisch anerkannt und eingeführt wird, und weil das worauf es dann ankommt, die „I“ inhaltlich nicht auseinandergehalten werden können; „Geschichte“ ist dann bald das „Irrationale“ o. ä. Und „Kunst“ ist dann eine der Darstellungsarten von „Geschichte“. „Sprache“, etc. hat also deren Schicksal in diesen Punkten.

    778Für Hegel gibt es nur die eine Dimension und das ist die Annäherung an die „Allgemeinheit des Geistes“. Für uns gilt diese Dimension auch, aber wir differenzieren „den Geist“ in E- und I-Seite. Die E-Entwicklung ist eigentlich das was Hegel meint, jedenfalls soweit es die Abschnitte der „Begrifflichkeit“ (und deren immer abstrakter werdende Varianten) meint.

    779Aber Hegel sieht natürlich und deutlich auch vorbegriffliche E, die für Kunst konstitutiv sind.

    780Die Kunst, hier die Poetik, besteht nun nicht nur aus irgend einem der Abschnitte auf dieser E-Entwicklungsreihe, sondern hat die I-Seite jeweils – und zwar alle möglichen I zugleich. Das ist das Besondere, das „I“ (anders als „E“) leisten kann.

    781Hegel spürt die I-Seite, zumal die emotionalen „I“ sehr wohl. Er fasst (und betont) sie als „Vorstellung“. In diesen „Vorstellungen“ haben die Dinge an der „Allgemeinheit des Geistes“ teil. Die „Vergeistigung“ wird fast zur Gefahr, weil sie (als Poesie) das Sinnliche sogar hinter sich lässt, und – da Kunst von Hegel als „Verschmelzung der geistigen Innerlichkeit und des äusseren Daseyns“ definiert wird, also von zwei Stufen der E-Sphäre – ist dem „ursprünglichen“ Begriff der Kunst nicht mehr zu entsprechen, Poesie ist keine Kunst mehr, sondern Geist.

    782Diese Verwirrtheit tritt nur deswegen auf, weil Hegel die I-Seite nicht zu fassen bekommt.

    783Hegel steckt hier (in Bezug zur „poetischen Sprache“) in einer Schwierigkeit, die sich aus seiner Systemfundierung zwangsläufig ergibt.

    784Die „Allgemeinheit des Geistes“ schließt (tendenziell fortschreitend) jeden I-Anteil aus (auch die in der Affektivität und in der Sinnlichkeit verborgenen I-Teile).

    785Dann ist aber „Kunst“, als „I=E“, nicht mehr möglich, bzw. eine theoretisch spezifische Randart: I=E (z.B. hält Croce Hegels Ästhetik für von Grund auf für verfehlt, wenn er es auch umständlich beweist).

    786Wie der Protestantismus ist Hegel ein Vertreter der E-Entwicklung (kapitalistische Leistungsgesellschaft), deren „objektive“ Aufgaben die Eliminierung jeglicher „I“ ist – und dazu der I-Sphäre als Meta-Erscheinung.

    787Die „Verinnerlichung aller Glaubensinhalte“ hat dabei einen zunächst ähnlich undeutlichen Charakter wie Hegels „Allgemeinheit des Geistes“. Beides läuft aber bei näherer Analyse darauf hinaus, Geglaubtes, Glauben“ als das „Wahre“ im Sinne der Ratio in deren maximaler Abstraktheit zu nehmen. Diese zwei Mechanismen – „gesellschaftlich-historische Wahrheit und „objektive Abstraktion“ – eliminieren die individuellen „I“ (z.B. als Emotion), welche als einzig noch verbleibende Reserviertheit bleiben könnte.

    788Hegels „Scheitern“ als ästhetischer Theoretiker war deshalb vorhersehbar, weil er Sprache, Begrifflichkeit und daher „Poesie“, also jenen „wahren“, „objektiven“ Teil der Realität so sehr betont; das ist seine Systematik. Dadurch unterstellt er sich den objektiven inneren Gesetzmäßigkeiten der Begrifflichkeit als Stufe der E-Entwicklung. Und das ist (alles andere dort „anleitend“!) die Abstrahierungstendenz.

    789Dies bedeutet aber: „I“ wird eliminiert. Und damit wird das I=E – Annäherungs-, und Durchdringungsverhältnis, (das „Ästhetische“) zerstört.

    790In „Skulptur, Malerei, Musik“ wird „I“ nur deswegen nicht eliminierbar, weil Vorstufen von Begrifflichkeit der Entwicklung von „E“ dort verwendet werden. Das betrifft sowohl die Materialseite als auch die Seite der Interpreten, Konsumenten.

    791Im Übrigen kann die ganze abgespaltene I-Sphäre mit dem Begrifflichen jederzeit – allerdings auf spezifische Weise, (die die innige Verflochtenheit I/E im Materialen anders bewirkt) – als Poesie (z. B.) wieder vereinigt werden.

    792Das Kunstwerk – und die Theorie der Ästhetik – als „sinnliches Scheinen der Idee“, wie Hegel es reduziert, umfasst zwar alles, aber es war Hegel noch nicht möglich, dies „sinnliche Scheinen“ von ihrer Unmittelbarkeit zur Biologie und von den Emotionen der Gattung und des Individuums zu befreien.

    793Die Analyse von Biologie und Psychologie als spezifische I – (bzw. I/E-) -Relationen konnte erst später erfolgen – nachdem Hegel den begrifflichen E-Bereich („Idee“) so großartig analysiert hatte.

    794Deshalb fiel die Analyse auf alle möglichen philosophischen Vorgängerpositionen, z.B. die der „Aufklärung“, zurück, als formalistisch, identitätstheoretisch u.ä.

    795Das ist ein notwendiger und praktischer Ablauf, der sowohl die Notwendigkeit aller Stufen der Philosophie zeigt, bewahrt, als auch mögliche philosophische Fehlversuche (z. B. Hegels ästhetische Theorie) zu korrigieren hilft.

    796Hegel ist von der Problemlosigkeit jeglicher Übersetzbarkeit überzeugt. Das ist deshalb keineswegs verwunderlich, weil sein Gerüst (aller Philosophie und der Ästhetik speziell) der sich abstrahierende Geist ist. Und jenes „Abstrahieren“ heißt auch, abzusehen von den Äußerlichkeiten an Sprachen (geographische, kulturelle, historische etc.).

    797In unserer ästhetischen Formel spielen die „E“ (in allen Entwicklungsstufen, u. ä., also auch als abstrakte Begrifflichkeiten) und die „I“ eine Rolle.

    798Übrigens als „Netze“, „Systeme“, d. h. alle wirkenden „E“ eines Kollektives (und alle wirkenden „I“ auch und zugleich). Diese E- und I-Netze sind aber „überall“ unterschiedlich (nicht nur von Kollektiv zu Kollektiv; dort aber besonders deutlich werdend).

    799Und Perioden, in denen die europäische Oberschicht (Barock, -> Leibniz) besonders dynamisch ihre Gemeinsamkeiten suchte und fand, zeichneten sich dann auch dadurch aus, dass sie solche E – u/o I-Differenzen nicht so wichtig nahmen. Und entsprechend optimistisch an „Übersetzungen“ (was ja auch verallgemeinert werden muss) heranging.

    800Warum spielen (in der Ästhetik besonders, auch bei Hegel) die „Metapher“, „Symbolik“, „Vergleichung“ u. ä. Verbalisierungen eine relativ große Rolle? Es ist das Vertauschen von „Inhalt“/“Bedeutung“/“Sinn“ mit „äußerlicher Gestaltung“/“Erscheinung“.

    801Wir reduzieren und erweitern das auf „I“ und „E“: Auf das I-Geflecht, bestehend aus allen „I“, emotionalen etc. auch die der Anderen (Ik,g), und den physikalischen „R/I“.

    802Die „E“ sind nicht nur Äußerliches, Form des Materialen, sondern auch das Wissen, welches dazu gehört, etc. Dadurch können wir die Eigenschaften der zwei und der I/E-Sphäre nutzen; z..B. die Getrenntheit der I-von der E-Sphäre, die für Metaphierung grundlegend ist, als Übertragung von einem I-Netz auf andere Materialien/E. Diese „Trennung“ wird von Hegel erkannt, wenn auch vor-systematisch. Aber typisch, er sieht nur N-G; das genauso auch für N/G gilt; hier nämlich als das dem Hegel (-> Aristoteles) Unerklärbare „noch nicht gesetzte“, in/als „Metapher“.

    803Die Metapher in der Sprache ist noch wichtiger, ihr Prinzip konstituiert auch „Sprache“ .

    804Es gibt da eigentlich drei Positionen. Hegel und Aristoteles meinen, es gibt für jeden Gegenstand, Sachverhalt einen ein für allemal feststehenden Ausdruck. Das wird bei Hegel zum „Begriff“, zur „Idee“. Sie bleiben „unangegriffen und unbeschädigt“ im Hintergrund, während sich in der Welt der Erscheinungen durch Metaphierung die Nomen (beliebig) ändern können.

    805Die heutige wissenschaftliche Auffassung ist die, nach der die Leistung der Metapher darin besteht, dass sie dies Eigentliche (Idee, Begriff) und die „bildhafte“ Bedeutung „unauflösbar aufeinander bezieht“ und so „Sprache“ erweitert.

    806Wir ordnen der „Idee“, „Eigentliches“ als die E-Seite zu; zu jenen „abstrakten“ Bereichen, in denen Aristoteles, Hegel arbeiten; (schon die aristotelische Beschreibung, „ein – für – allemal“ spricht dafür, ebenso Hegels „unangegriffen, unbeschädigt“. Während darüber hinaus der bei Hegel und Aristoteles sehr undeutliche, später bis heute nur als „Bedeutung“ gemeinte I-Bereich derjenige bei uns ist, der das Zentrum (in dieser Problematik) darstellt.

    807Das „I“, das Ziel, auch der „Sinn“ (I/E) bleibt, und die Begriffe, E, die Bilder ändern sich. Auch da die „I“ emotionale, un-rationale sind! Damit stellen wir Hegel, Aristoteles auf den Kopf; bzw. auf die Beine.

    808„Die Metapher ist ein Medium von Erkenntnis“: Die Medien (E), die Begriffe (E) und was sie meinen, womit sie identisch sind, können ständig ausgetauscht werden. Aber die „I“ (z.B. Motive, Sinn, Ziele wie „glückliches Leben“) bleiben – relativ – konstant. Wobei, wie oft, auch die „Vertikale“ rein spielt, also neben der „rationalen“ auch die „emotionale“ (auch noch die biologische, physikalische) E und I-Bildung.

    809„Erkenntnis“ dieser Art, und d.h. „Sprache“ „Literatur“ besteht nun darin, auf einer relativ schmalen I-Basis tendenziell unendlich viele Varianten an „Bildern“ erzeugen zu können – und erzeugen zu müssen, um sich als Erkenntnis konstituieren zu können.

    810Die „Metapher“ als Beispiel für die „Versöhnung von Geist und Sinnlichkeit“ zu sehen, ist ein traditioneller Ausschnitt aus unserer Systematik. Beide Begriffe sind sehr schlecht fassbar. Wir bevorzugen daher E plus N-G; damit haben wir die Identitätsbildungsarbeit (G,E), die „Distanzierung“(N) u. ä. Beschreibungen von „Geist“ systematisch erfasst. Dazu nun „I“ plus N/G. Und zwar alles auf allen Entwicklungsstufen.

    811Die dann oft leichtfertige „Aufhebung“ muss mit dem systematischen „Entwicklungs“-Begriff fundiert werden. Zum Beispiel ist die Ausweitung auf „Theorie und Praxis“ aus unserer Systematik möglich, was von den Traditionellen („öffnet die Perspektive“…) nur gefühlsmäßiges Wünschen ist.

    812Die Metapher ist als „Vergleich“ unterschätzt: Als Teil der allgemeinen Sprachproblematik ist das Problem weiterhin zu verallgemeinern.

    813Der Gedanke des „Vergleichs“, (das eine sei „wie“ etwas anderes“) hat ja G-N zur Basis.

    814Aber das „G-N“ ist in „Sprache“ (zwar möglich, „denkbar“) aber nur ein Randphänomen.

    815„Zentraler“ für Sprache ist N/G (also hier z.B. zwei, die einander „ähnlich“ sind).

    816Damit ist nämlich nicht nur die I-Sphäre eröffnet, sondern sie ist an E (in Sprache hier) herangeführt und vor allem, sie ist als zentrales Erzeugungsgebiet, Erzeugungsmechanismus – wie implizit auch stets – hier eingeführt. Hier bescheiden als: „dass der Metapher zumindest potentiell eine Erkenntnisfunktion zukommen könnte“ angedeutet.

    817„Im symbolischen Denken ist Raum für eine unermessliche Vielfältigkeit von Beziehungen der Dinge zueinander“. Das trifft jene tendenzielle unendliche Ausdehnung, die durch N/G systematisch begründet wird; (während „N-G“-Methodik als Logik tendenziell und systematisch die Reduzierung -> Abstraktion, E-Entwicklung und konkreter, viele Verfahren des kausal-, naturwissenschaftlichen Denkens bezeichnet. (Dahinter steht wieder Rw als unendliche Ausweitung und Rz als Tendenz zur Null).

    818Zur Metaphorik gehört, jede sprachliche Einheit, z. B. der Begriff enthält von vornherein (das liegt an der „Geistigkeit“, der „Begrifflichkeit“ selber) alle „I“ der Welt und damit auch alle „E“; bzw. Relationen zu diesen. Entsprechend der „Natur“, wo alle Teile durch Rw, Rz, z, w mit einander verbunden sind. Aber hier wie dort herrscht die quantentheoretische Dualität, d.h. sie sind verbunden – und dann wieder sind sie auch Selbständige.

    819Daher kann „jedes Ding“ tendenziell unendlich viele „Eigenschaften“ haben, d.h. E- und I-Varianten in sich haben, als es – deshalb – auch für jedes Andere stehen kann, also Symbol sein kann. Weil allen diesen „Dingen“, „Begriffen“ Gemeinsames und Übergeordnetes eigen ist, und das ist die E-und I-Sphäre. Hier vor allem soweit sie dem historischen, gesellschaftlichen, individuellen, konkreten Menschen wichtig und erschlossen sind.

    820„Kunst“ als „I = E“ (bzw. „I/E“) meint dann, dass die infinitesimalen Annäherungsschritte eben alle jene I und E mit berühren, die durch solche Relationierungen erfassbar sind, respektive sich dem Einzelnen durch seine Lebensgeschichte z. B. aufdrängen, zur Verfügung stehen.

    821Nicht jedes „Ding“, aber jeder Begriff, z.B. der eines Dings, kann mit seinen verschiedenen Eigenschaften gleichzeitig Symbol für vielerlei sein. Das ist eine Folge jener Freiheiten, die durch die Abstraktion (→ E-Entwicklung) zum Begriff kommen und welche auch aus der I-Seite herkommen.

    822Gerade die „höchsten Dinge“ (sprich „Begriffe“) haben tausenderlei Symbole: Weil sie entwickelt objektiv immer abstrakter werden, können tendenziell unendlich viele „I“ („Sinn“oder „Emotionales“; I/E) in sie projiziert werden.

    823Dieses Verweisen vom Endlichen auf das Absolute ist die Umkehrung des Entwicklungsvorgangs. „Sprache“, „Denken“ hat die Entwicklungsfreiheit ( Nachphase nach Vollendung der E-Sphäre und der unendlichen I-Sphäre) gewonnen, diese Umkehrung jederzeit zu leisten.

    824Eine wichtige Aufgabe von Metaphorik ist es, das „Absolute“, z. B. Gott, durch endliche Phänomene zu symbolisieren. Dahinter steht die objektive Schwierigkeit, das in der „allgemeinen Entwicklung“ Fortgeschrittene (z. B. Abstrahiertes) mit Positionen des „Alltags“ (also weniger fortgeschrittener Phasen-Stadien) zu vermitteln.

    825Es ist auch die Umkehrung des Projektes, in welchem z. B. Erste Physik „sprachlich“ erfasst werden soll.

    826Hegel sieht nun in allen Phasen nur E-Konstrukte. Ob das das Absolute („Begriff des Begriffs“, „Transzendenz“) ist oder Endlichkeit (Immanenz der Welt), eine, seine Vermittlung beider, kann nur als E-Entwicklung gehen. Eine Rückbindung dieser metaphorischen Art ist aber anders konstruiert.

    827Genauer gesagt, gar nicht so anders; es ist wohl ein Abkürzungsverfahren. Daher für Hegel wohl unseriös. Aber vor allem enthält dieses Abkürzungsverfahren die I-Komponente: Implizit (!) verweist („I“) die Richtung („I“) der Abstrahierung des endlichen Dings, hin auf das Absolute.

    828Diese freie Beweglichkeit im „Geistigen“, die es z. B. erlaubt, alles mit allem zu relationieren und speziell „das Absolute“ mit „irdischen Dingen“ in Beziehung zu bringen, hat zwei wesentliche spezifische Ausprägungen: Man kann und man muss das „abstrakteste Materiale (z. B. Kraft oder anderes Erstes Physikalisches) mit den abstraktesten Begriffen (letztlich die OG-Elemente) in Beziehung bringen.

    829Die „Natur-Wissenschaften“ versuchen das schrittweise, seit Galilei, Bacon, Hobbes, Locke indem sie als „Erkenntnisideal“ „klare“ und „deutliche“ Begriffe wählten, also in der -„objektiven“- Entwicklung bewusst einige Schritte gingen.

    830Die andere Ausprägung ist die Schaffung der „2. Welt“ in Sprache, Begrifflichkeit im menschlichen Kopf.

    831Dabei gab es geistesgeschichtlich (Tesauro, Breitinger, also gewissermaßen so gut wie „im Volk“….) sowohl die Unterscheidung der Hauptbegrifflichkeit (G/Identität von N und von „N/G“), als auch deren „Bewertung“ („I“). Aber alles sehr implizit- und keineswegs mit Systematik, gar nicht mit I-Systematik.

    832Offiziell (zuerst Aristoteles, dann „die Wissenschaft“) war allein wichtig, was, z. B. von Tesauro, „eigentliche und grammatische“ Begrifflichkeit genannt wurde.

    833Das „rhetorische, witzige“, das was „neue und überraschende Zusammenhänge aufdeckt“, die „Ähnlichkeiten“ und Verwandtschaften der Dinge“ wahrnimmt, die „Affinität“ von Mensch und Natur“ ausdrückt, also die N/G-Seite, gilt solchen Autoren als „göttlich“; was offensichtlich, selbstwidersprüchlich ist. Gemeint ist aber wohl, dass die Periode der ursprünglichen Akkumulation keinen Stillstand mehr brauchen kann.

    834Ebenso geht Kants, Hegels Bemühen dahin, die vorhandene Dualität zu deuten, als kompatibel; ihr damit aber auch das über beide und vereint Hinausweisende zu nehmen, sie vielmehr (und damit „die Ästhetik“ und die Kunstwerke) als „vernünftige“, als Vermittler gesellschaftlich, historisch zu nutzen.

    835Wenn Kant sich bemüht, vermittels der „ästhetischen Idee“ theoretische und praktische Vernunft „als miteinander kompatibel erscheinen zu lassen“, dann ist das deshalb eine so wenig theoretische Aussage (und sie grenzt derart an „emotional – vernünftiges Einsehen-haben“), weil sich in „theoretischer Vernunft“ (nicht so sehr versteckt, aber doch ungesagt bleibend) Identität, Negation, streng, getrennt, also E, N-G; steckt. Während sich in „praktischer Vernunft“ alles Mögliche, der Rest der Realität verbirgt.

    836Für uns eben alle „E“: Als Mittel, als Gewordenes (nicht so sehr als Identifiziertes), durch Methoden zu erarbeitendes, z. B. als „Erkenntnis“ oder auch als „Eigentum“; und vor allem, alles das auf den verschiedenen Entwicklungs-Ebenen.

    837Erst als die doppelt unendliche gegenseitige Annäherung, auch als Weiterentwicklung u. ä., gilt „I=E“; hier darin, Kants Aussage, wieder in einen theoretischen Zusammenhang zu bringen.

    838Die „Affinität“ von Mensch und Natur, die die Metapher speziell und Kunst allgemein vermitteln, bemerken viele der Theoretiker. Aber es ist für sie stets schon das Äußerste an Aussage, das ihnen zur Verfügung steht. Das liegt an der I-Seite der theoretischen Formel, denn diese ist für traditionelle Theorie das eigentlich „Antitheoretische“.

    839Daher bleiben von derartigen Versuchen, wie die von Kant, sich auf traditioneller Theoriebasis dem Ästhetischen zu nähern – bei Hegel, der der I-Seite in seiner Systematik keinen integrierten Raum mehr einräumt – nur noch eine Verweisung auf Psychologisches des Alltags: Kunst nimmt der Außenwelt ihre „spröde Fremdheit“.

    840„Die Außenwelt“ ist dann bei ihnen nicht die des Sozialen, der interessengeleiteten Praxis, sondern die E-Entwicklung, bis zu deren Systematik.

    841Ein Grundproblem ist, ob „Sprache“, „Metapher“, „Kunstwerk“ (letztlich auch „Werk“ überhaupt) etwas Neues schaffen kann, etwas Neues jeweils ist oder nur als was Vorgegebenes, Anderes, von Gott Geordnetes zu „bezeichnen“ ist.

    842Wir fassen das formal als Alternative von Identitätsherstellung (mit allen „Methoden“, die „G“ zur Basis haben – und entsprechend N) und deren Ergebnis jeweils die E-Figuration besitzt, sowie deren „Erzeugung“, z. B. die, welche „neue Zusammenhänge aus sich selbst heraus“ herstellt.

    843Dazu braucht es formal der Wechselwirkung N/G und inhaltlich der „I/E“.

    844Die eigentümliche Leistung der Erzeugung ist für den Menschen so faszinierend, dass sie es „Gott“ zuschrieben; aber das Identifikationsverfahren – aktual unendliche „G“ – ist im Grunde – so vordergründig bestaunt wie das Neue – genauso hochinteressant. Daher hätte man auch beides als den Nachvollzug der „Spur Gottes“ heißen können.

    845Der „eigenständige Wert“ dessen, was durch die Metaphorik neu entstand, wird sogar zur „besonderen Art von Wahrheit“. Weil in der Metapher nicht mehr „auf das Absolute“, auf Gott (dessen Spur ist verwischt) verwiesen wird. Die irdischen Dinge werden dadurch nicht mehr relativiert.

    846Es geht, kurz gesagt, nicht mehr um „ästhetischen Schein“.

    847Wir meinen, man kann das genauer behandeln: „Erzeugt“ wird stets, wenn „I“ und „E“ (z. B. in „I = E“…) aufeinandertreffen, ob in Sprache, Metapher oder Kunst. Oder eben (und das ist die Fundierung der „I=E“-Formel) in allem „Vor-Sprachlichen“.

    848Dabei gibt es (im Sprachlichen, Ästhetischen, etc.) alle möglichen „E“ und „I“; alle haben dort ihren Stellenwert, ob als abstraktere „E“, umfassendere „I“ (= „Göttliches“) oder als alltägliche. In der Betonung der Eigenständigkeiten aller E, I (auch und vor allem der subjektiv „kreierten“ Ei, Ii) liegt diese „besondere Wahrheit“. Das gilt vor allem für „Kunst“ (und Sprache), wo E, I auch zum „Selbstzweck“ werden. Und damit einen abstrakten einander ähnlichen Charakter annehmen, als (aktual unendliche) „Existenzen“; „Allerabstraktestes“, so alltagssprachlich auch als „wahr“ oder „Gott“.

    849Wenn „im Medium der Kunst die Dinge“ (etc.) „als Selbstzweck erscheinen“, so hängt das mit unserer Formel (I = E) zusammen, die ausdrücken soll, es gibt zwei unendliche Annäherungsbewegungen so, dass tendenziell „E“ („Ding“) ein Ziel, einen „Zweck“ („I“) hat, der es selbst ist.

    850Aber die zwei unendlichen Bewegungen heißen zugleich, dass diese Übereinstimmung von „I“ und „E“ die „meiste Zeit“und in Endlichkeit einander fremd sind, und nur Verweise aufeinander stattfinden und dabei so viele andere ähnliche Relationen wie nur denkbar existieren.

    851Nämlich letztlich als potentiell unbegrenzt viele Arten von Relationen. Das verdankt sich der „Orthogonalen“ dieser zwei Relationen aufeinander zu, der aktual unendlichen und der unbegrenzt endlichen.

    852Eine andere dieser Relationen ist es, dass „I“ „von außen“ dazu kommen können, (ebenso wie die „E“ frei, austauschbar sind).

    853Damit steht diese I/E-Relation als Spezifische im „allgemeinen I/E-Entwicklungszusammenhang“ bzw. auch im I–>E–>I–>E–>etc. – Zusammenhang, begrenzt (z.B.) vom Zweck-Mittel-Zusammenhang oder von „allgemeiner Erzeugung“ oder von sich allein durchzusetzenden, „absoluten“ E oder „I“.

    854Das „Licht, das aus der Transzendenz in die Welt fällt“, an dem sich alle Dinge messen etc. ist die Vereinigung von I mit E; das „Ganze“ als Kleinstes und (!) als Größtes; weil es diese äußerste aller möglichen (denkbaren) Relationen ist, wird es „angebetet“. Aber es ist dies alles letztlich menschliche Entscheidung, als Ei, als Identität.

    855Jedenfalls ist es das heute noch, aber es kommt Neues hinzu: Die Entdeckung der I-Seite. Im Ästhetischen wie überall wird das unter dem Mantel der Entdeckung der Wichtigkeit „des Menschen“ vollzogen. Er „ist“ ja auch die Trennung I von E. Daher treten erst mal die Haupt-I des Menschen (biologische z.B.) in den Vordergrund; „Liebe“, Angst (um Selbsterhaltung) u.ä.

    856„Intern“ ergeben sich für die Formen dann neue Möglichkeiten; hier für die Kunstwerke; z.b. die Paradoxien, Ironien als das Wechselspiel von E und I (N und G), als Zustimmung und Ablehnung zugleich. Alles das auf der Basis der quantitativen und qualitativen Ausdifferenzierung der „I“: Jeder Mensch kann andere „I“ haben; sowie der Trennung der E-Seite von der I-Seite.

    857Es nutzt aber nichts, nur vom „Wandel des Charakters der Menschen“ zu sprechen; das ist eine zu arme Analyse.

    858Das Ideal der romantischen Kunst sieht Hegel in der „Liebe“. Man könnte jetzt erwarten, dass Hegel hiermit einen Einbezug der I-Sphäre in die theoretischen Überlegungen zur Ästhetik sieht. Entweder als I/E-Relation oder als Relativierung des E-Dings der E-Seite des Werkes. Oder das beim „Konsumenten“ / Kunstgenießer, dessen I-Struktur in ein Verhältnis zum „E“ des Kunstwerkes einbeziehen lässt; (was aber ist mit der E-Seite des Kunst-Konsumenten?). Leider gefehlt, Hegel sieht die Liebe nicht in ihrer emotionalen (und biologischen) I-Funktion, (obwohl es diese „romantische“ ist), sondern als „subjektive Partikularität“, also wieder eine Betonung der E-Seite.

    859Aber da die I-Sphäre gerade hier in den Vordergrund drängt, (auch als „Zufall“, –> N/G, und als „Willkür“), muss Hegel hier einen abwertenden Tonfall anschlagen, will er seine N-G-Systematik retten.

    860Übrigens, die romantische Liebe und Hegel lassen noch einige Zusatzbemerkungen zu. „Ich liebe dich wie dich“, die Verweigerung der Metapher zeigt, woher „die Liebe“ kommt. Die Selbsterhaltung der Art (als „I“) und die biologische Selbsterhaltung als Identitätsbildung („E“), in dieser Phase der Entwicklung, erlauben keinen großen Spielraum, wie ihn die Metaphorik aber braucht.

    861Insofern ist Hegels Ansicht, dass der Liebe die Beziehung auf das Absolute fehle, nur relativ richtig. Sie ist zwar erst im Übergang zur Emotionalität und Begrifflichkeit, aber sie ist deren Basis.

    862Ebenso ist es mit ihrer Sozialität bestellt.

    863Nun ist es nicht so wie moderne Denker meinen, dass die menschliche Subjektivität „an die Stelle des Absoluten tritt“. Es geht bescheidener um die jeweils passenden „E“ und „I“; z. B. ist der Liebespartner eine andere Phase der E-Entwicklung (und die „I“ entsprechend verschieden kennzeichnend) als es die „Begriffe“ sind, auch wenn dies „E“ lebendige (-> eben „I“) Relationen mit anderen „E“ herstellt (Soziales) ist es nicht „höher“ – oder „minderwertiger“.

    864Alles das findet sich als Teil ästhetischer Überlegungen wieder.

    865Diese Übertragung (dass zuvor das Absolute/Gott „tausenderlei Symbole“ hatte, und dass das menschliche Subjekt dies übertragen bekommt) ist erklärbar, was deshalb also nicht bloße „Beobachtung“ bleiben braucht.

    866Dazu bedarf es allerdings einer „Meta-Ebene“, nämlich eine des Antriebes dazu. Im Mittelalter war das nicht nur die geballte Emotionalität, sondern auch das „philosophische Gefühl“, dass das Abstrakteste, ungleich das Leere und deshalb auch alle Konkretion sein müsste. Später wird es wieder die Emotionalität, jetzt vielleicht eher in biologischer, und in freundlicher Hinsicht.

    867Jedenfalls ist es als „Meta-Ebene“ zu „E“ der I-Bereich, der das Identifizieren (G/E), das „Habenwollen“ relationiert.

    868Und in dem 4-Eck „I/E“ (Kunst) – E-Kunstwerk – I-Kunstkonsument – E-Konsument sind in Dynamik aufeinander nicht nur Bezogene, sondern diese prinzipiell von einer Dynamik und Freiheit, welche solche tausenderlei Symbolik zulässt; woran liegt das?

    869Die sogenannte Metaphorik ist für uns eine spezielle Form der Relationalität. Diese wird als „N/G“ dargestellt und inhaltlich auf „I“ bezogen.

    870Die Bezüge, Verweisungszusammenhänge, die als Sprache, als Literatur gelten, sind also auf die I-Sphäre formal und inhaltlich bezogen.

    871Dabei entsteht, in der sprachlichen literarischen Praxis wohl weniger, aber theoretisch einige Problematik: Woher stammen die „I“? Und ist der Bezugszusammenhang begrenzt? Oder, wie ist das mit der Transzendenz?

    872Die „I“ stammen vom „Subjekt“. Insofern bringt die Moderne nur ans Tageslicht, was immer schon so war: Die I-Sphäre ist das erzeugende Prinzip (-> N), als unendliches.

    873Die tendenzielle Grenze der „Transzendenz“ kommt durch die E-Sphäre zustande (-> Entwicklung), d. h. indem sich (z. B. im Barock) bemüht wird, wird immer abstrakter „E“ erzeugt – und damit die Relationalität (hier Metaphorik) automatisch gekappt, -> „leere Transzendenz“.

    874Wenn aber dies „Subjekt“ keine „I“ hat oder erzeugt (was historisch bezeichnend ist), wird es zum „E“ (z. B.als Entfremdung) und hat das gleiche „Schicksal“ wie das Transzendente, zum Beispiel als „Gott“, so mit „Drohendem Weltverlust“.

    875An jeder Stelle im Detail (z.B. als Metapher) wie im Großen und Mittelgroßen kommt die Versuchung auf, „ein Ganzes“ zu bilden; bei der Metapher als Verglichenes und Vergleichender in eins zu setzen.

    876Das hieße, statt der Relationsform N/G (mit zwei Unendlichkeiten) die Form N-G zu benutzen, und hier eben nur G, (was konsequent ist!). Tatsächlich aber kann man sich aus dieser Schwierigkeit durch „N/G“ und „I“ heraushelfen.

    877Die „Schwierigkeit“ erscheint z. B. auch darin, dass „formal“ auch solche Begriffe wie „I/Ziel“ den E-Charakter haben, aber „inhaltlich“ unendlich offen sind; was traditionellem Denken „unbegreiflich“ sein muss.

    878Aber es geht ja darüber hinaus, auch dort wo „E“ als tendenzielles unendliches Ziel prinzipiell angesteuert wird („Ganzes“, die Welt, Gott, erste Einheit, „Ich“, etc.) ist es als Konkretes, Inhaltliches stets offen und d. h. unendlich offen. Also daher auch die Metaphorik, die Sprache, etc.

    879Das Kunstwerk und der Künstler, als „arbeitender“ Mensch, verallgemeinert als „die Welt beherrschend“ oder als „emanzipierte Subjektivität“ stehen an einem Gleichgewichtspunkt, besser, sie sollen diesen dynamisch stets immer wieder erobern: Das Kunstwerk ist einerseits die E-Vollendung im Kleinen, als ein Ganzes. In diesem Extrem fallen dann z. B. „Ich und Welt“ oder in der Metapher, Verglichener und Vergleichendes zusammen. Andererseits gibt es nun mal das andere Extrem, die I-Seite, welche hier als prinzipiell unendliche Offenheit (z. B. als unendliche „I – Sphäre“) fordert, ständig Neues zu erzeugen, etc.

    880Dann ist die emanzipierte Subjektivität aufgefordert, sich mit dem Stoff, der Welt ständig zu vermitteln. Diese Sisyphusarbeit kann man aber differenzieren: Als die durch „E“ gesteuerte und betonte „Entwicklung“, die von „I“ betonte kreisförmige, ausweglose (?), oft emotional gefärbte, ekstatisch „mystische“ unendliche Suche und Wiederholung und die allen Menschen in allen Nuancen etc., allen zugänglich zu machende, sich mit ihm vermittelnde, u. ä. Durchdringungen (von Natur, von Kunst, etc.)

    881Kunst, Sprache in dieser „metaphorischen“ Konstitution ist ein Grundzug der Realität, der sachlich und geschichtlich stets wieder kommt und bewusst wird. Man kann ihn auch als „mystisch“ bezeichnen. Das Spezifische ist, dass einerseits ein E-Ganzes (z. B. die Einheit von Subjekt und Welt) gebildet wird, aber zugleich auch die „I“ der Beteiligten vereinheitlicht werden. Die Abweichungen sind also in jeder Form (rationale Distanz und I-emotionale) verhindert; es kann als gesteigerte „Entfremdung“ angesehen werden.

    882Zugleich aber wird diese Einheit (E) von (z. B.) Subjekt und Objekt – notwendigerweise – zu einer „ekstatischen“ Einheit. Durch den totalen Weltverlust, die Isolierung, die ja in beidem angelegt ist, in „E“ sowieso, aber auch in „I“, insofern jedes „I“ selbständig ist – obwohl es in seiner Genese etc. die „Relationierung“ schlechthin ist – bildet sich eine Eigenwelt, die „alles“ enthält, – z. B. auch jene allgemeine Eigendynamik u. ä. haben muss, (die „die Welt“ hat und die die Welt antreibt).

    883Diese Grundstruktur macht das „Kunstwerk“ ebenso aus wie das „emanzipierte Subjekt“. Die Folgerungen für diese sind davon ableitbar, z. B. als Erhaltung um ihrer Einzigartigkeit selbst; Spannungen zur „Welt“(Weltverlust), auch zur „Rationalität“; ebenfalls die „Beweglichkeiten“, z. B. als manipulierbar kategorisierte.

    884Die Moderne stellt die Subjektivität in den Vordergrund. Als Ziel der „Sehnsucht des Kindes“, des „Aufbruchs“, u. ä. Es wird aber dabei der Ausgangspunkt aller Aktivitäten dann das endliche Ziel. Ein Kreisschluss, der Resignation. Zum Beispiel auch in der Art der Revision: Der Weg, der Aufbruch ist da das Ziel. Tatsächlich aber ist es „das Scheitern aller in die Zukunft gesetzten Erwartungen“, „Hoffnungen im Vergangenen“, z. B. in der Kindheit. Bei Hegel scheint es Vorwegnahmen dieser Art zu geben.

    885Hegel stellt aber aus einem anderen Grund die Subjektivität heraus. Jedoch ohne dass er es reflektiert, ist die Subjektivität (hier in dieser Phase der allgemeinen Entwicklung) Ausgangspunkt aller „I“. Von daher ihr – misszuverstehendes – „Gewicht“. Die Subjektivität ist zwar stets Ausgangspunkt von „I“ und auch oft Endpunkt von „I“, z. B. beim „Glücks-Problem“, aber „dazwischen“ bewirkt das menschliche Subjektiv tendenziell unendlich viele andere „I“, so auch in Relation mit Anderen, mit der Dingwelt etc., es sind die ganzen menschlich-historischen Teile der „allgemeinen Entwicklung“.

    886Wobei der Zweifel, ob es tendenziell unendlich viele „I“ gibt, (da doch alles auf Biologisches u. ä. „Glück“ hinausläuft) deswegen einzuschränken sind, und damit die „Moderne“ in der Kultur und Kunst, weil die „I“ an tendenziell unendlich viele „E“ gebunden oder zumindest bindbar sind – und auch an sehr viele andere Menschen.

    887Hegels Skepsis gegenüber der Subjektivität, deren Emanzipation, liegt in der Gefahr des Weltverlustes des Subjekts begründet. Weil das Argument ja bis heute Gültigkeit hat, wäre dazu einiges einzuwenden: Es wird eine „neue Welt“ erschlossen; die Subjektivität ist der Versuch, eine eigene Welt zu erschaffen, aber nicht ohne „die Welt“ dabei zu berücksichtigen, z. B. „abzubilden“, weil man selbst nicht kreativ genug ist.

    888Tatsächlich aber ist die Abgrenzung gar nicht möglich: Die Emanzipiertesten sind auch die Vergesellschaftesten.

    889Es ist eine Frage der I-Produktion. Da geht die objektive Tendenz dahin, möglichst viel individuell und gesellschaftlich zu schaffen. Dabei sind relativ subjektive Kunstrichtungen, wie sie der „Romantik“ zugeschrieben werden, nur notwendige Betonungen, zeitweilig und didaktisch unumgänglich.

    890Hegels Annahme über die Erklärung der Metapher, sie sei „das Zusammentreten einer abstrakten Bedeutung und deren bildlichem Ausdruck“, ist dann eine Rand- und Extremformulierung unserer Annahme.

    891Hegels Arbeit bestand im Vorwärtstreiben der Abstraktion, der Entwicklung von „E“ im Geistigen. Dabei wurde „I“ eliminiert, vor allem auf den Vorstufen vom Rational-Abstraktem (z. B. Interesse, Wollen, Emotionalität etc.). Aber als „Bedeutung“ und abstrakte andere Formen waren sie auch Hegel bewusst.

    892Die Metaphorik (genauer gesagt, seine Erklärung von Metaphern) war ihm nun Ausweg aus dieser Klemme, dass obwohl „abstrakt“ dennoch „Bedeutung“ möglich ist: „darstellbar“ im „Bild“.

    893Allgemeiner aber gilt, dass jedes Abstraktes prinzipiell, (wenn auch nicht im selben quantitativem Maße) Konkretes (also auch alle I-Ebenen) enthält und umgekehrt, dass Konkretes (z. B. als „Begriffenes“) alle Abstraktionsebenen enthält.

    894Daher ist solche philosophische Systematisierung („abstrakt-konkret“) nicht sehr praktisch.

    895Man muss die Metapher und die Theorie der Metapher systematisch erweitern.

    896So wie dort „I“ als relativ gegeben anzunehmen ist, während „E“ variieren kann, kann umgekehrt um ein vorgegebenes „E“ alle denkbaren „I“ gruppiert werden.

    897Und auch das kann noch erweitert werden, die „Analogie“ kann zur freien Assoziation werden, d. h. an irgendein „E“ (bzw. „I“) kann sich ein beliebiges anderes „E“ (bzw. „I“) anschließen.

    898Aber weil der allgemeine „I/E-Gedanke“ (-> N/G, z/w) dann nicht mehr als Relation besteht (z. B. Arbeit, Ästhetik, Entwicklung,) wird diese Variante (E-> E1->E2->bis E6; Ii–>Ik->Ig->Iw) als „frei“, „sinnlos“ etc. empfunden. Das sind jedoch „Konkretisierungen“ von „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; nun in der „Gedankenwelt“, „Sprache“ etc. konstitutiv.

    899Das berührt das „Wesen der Sprache“. Unsere These heißt, da wir „die Sprache“ mit der „Begrifflichkeit“, mit dem rational-emotionalen „Denken“ und das heißt schließlich, mit den relativ abstrakten Teilen des I-E-Systems identifizieren, stimmt der Umfang der Sprache mit dem des abstrakten Teils „des Ganzen“ überein; und ist also tendenziell maximal.

    900Hegel dagegen, seine Theorie der Metapher und seine Sprachauffassung muss „E“ und „G“ betonen, von „z“ und „w“ her fehlen ihm „I“ und „I“ in „I/E“, und auch „N/G“ ist nur ein formales Verhältnis bei ihm.

    901Nur, die Kritik an Hegel (z. B. Szondi oder Th. A. Meyer) ist zwar richtig, aber sie hat alle Nachteile der zu „Hegel“ anscheinend allein möglichen Alternative: Es wird die „Autonomie“ der Sprachen gegenüber dem Empirischen, der „Welt“, der „ausserästhetischen Realität“ hervorgehoben.

    902Wenn „Sprache“ (und „Kunstwerke“ dito) kein Vehikel ist, welches „Gemeintes“ nur verdeutlichen soll, was z. B. der Dichter als Künstler schildert, dann muss es neben dem „vernünftigen Begriff“, der „Idee“ (Hegel) noch „diffuse“, „unbegriffene Reste“ geben, die als und durch Sprache zur Erscheinung kommen: Da taucht die Frage auf, ob das noch mit E, I abgedeckt ist?

    903„Sprache“ kann (z. B. Dada, Kunst) auch „sinnlos“ sein. D.h. aber, es findet keine N/G-, I/E – Relationierung statt. Es gibt nur E – E` – Assoziationen. Wie hängt das mit Rz und Rw als „I“ zusammen?

    904Das Hauptcharakteristikum von „Hegel“ ist nicht so sehr, dass er „E“ betont und „I“ vernachlässigt, sondern dass er noch konsequenter ist: Ihm ist die „E-Entwicklung“ das Zentrum aller Überlegungen. Und „natürlich“ dann jener Abschnitt in der allgemeinen E-Entwicklung, der der entwickelste ist.

    905In seiner Ästhetik erscheint das als scheinbare Ablehnung der Emotionalität, die ja noch E mit I vermittelt – und dabei nach außen als sehr I-betont erscheint. Abgelehnt wird „die Romantik“ weil sie die Vermittlung von subjektiver Empfindung und „Begriff“ in Frage stellt. „Die Idee“ kann so nicht „wirklich“ werden.

    906Das muss auf dem Hintergrund der Geschichtlichkeit gesehen werden. Der Stand der „Produktivkräfte“ und deren Entwicklung ist für Hegel die Basis, auf der vom Bürgertum die „Geschichte“ und im Kunstwerk der „vernünftige“, geschichtlich vermittelte Begriff zu entwickeln ist.

    907Daher müssen die „wahrhaft idealen Charaktere“ (in Dramen z. B.) nichts „Jenseitiges und Gespensterhaftes“, nicht „Interesse für dergleichen Subjektivitäten“ haben, „die immer nur in sich selber bleiben“, denn ein derartiges Interesse, „ist ein leeres Interesse“.

    908Hegel sieht und nutzt also den I-Vorgang durchaus? Aber dieser ist dann der allgemeinen Entwicklung untergeordnet. So wie im Emotionalen „I“ mit „E“ vereint ist, ist ihm das generell suspekt. Wenn aber die ästhetischen Werke jene Auflösung der Relation I/E nicht schaffen („Werther“, Kleist, Hoffmann), wenn diese Charaktere z. B. nicht „Mut und Kraft in sich tragen“, die Welt zu entwickeln, dann ist das kein „wirkliches Interesse“ solcher Gestalten, weil es dem historischen Auftrag an das Bürgertum widerspricht, nämlich die „allgemeine Entwicklung“ voranzutreiben.

    909Es liegt an Hegels konsequentem, aber daher eingeschränktem Theorieansatz, wenn solche inneren Widersprüche jeder und dieser Epoche, als Manko verstanden werden; was sie ja nicht sind. Das Bürgertum entwickelt sowohl die E-Sphäre wie auch die menschliche Individualität („Ii“), z.B. auch, als solche „akzeptierend“. In einem erweiterten theoretischen Ansatz sind beide Entwicklungslinien unumgänglich.

    910Wie ist die „Kritik“ im Allgemeinen und die an Hegels Grundeinstellung im Besonderen zu beurteilen?

    911Hegel hat ja den Kern von moderner, systemischer Philosophie bereits (in abstrakter Weise) getroffen. „Ähnliches“ ist bei ihm also nicht mehr überwiegend wie noch bei Kant, als eine I-Frage, ein „Urteil“. Er versucht „Material“ (-> E) und „Gehalt“ (-> E) zu „vermitteln“; ebenso „Sprache“, mit Vermittlung von „Zeichen“ mit „Bedeutung“ bei ihm. Aber beide (Kunst, Sprache) sind bei ihm noch nicht „frei“, „selbständig“, mit „Eigenleben“ begabt. D.h. „I“ und „E“ sind an deren Stand in der E-Entwicklung („Geschichte“) gebunden, ihre Vermittlung hat ihren Zielpunkt in der „geschichtlich-vernünftigen“ Sprachgestaltung und im „Kunst-Werk“.

    912Diese Kritik steht in einer Reihe mit „Denken, Kritiken, Handeln, Arbeit der Moderne, die alle dadurch bestimmt sind, dass sie nur die Tendenzen einer sich fortlaufenden dynamisierenden Gesellschaft (-> Finanz-, Handelsmärkte, Profitmechanismen, etc.) wissenschaftlich, technisch wiedergeben.

    913Aber die Bindungen an „E“ (z. B. Realproduktion) werden aufgegeben. Ein „I“ im Vorlauf soll die E-Seite beschleunigen, nachziehen. Grundsätzlich ist das deshalb richtig, weil die I-Sphäre prinzipiell „dynamisch“ ist, aber die dabei vorweggenommene E-Entwicklungs-Vollendungs(-Tendenz) darf in ihrer „natürlichen“ Trägheit nicht unterschätzt werden. Ansonsten ist das der „klassische“ Ausgangspunkt von „Krisen“ aller Art.

    914Die „Dinge“ in ihrer Atomisierung, in die sie durch den „fortschreitenden Dissoziationsprozess der Gesellschaft geraten“: Es sind das zwei Prozesse (die beide nicht zu „beklagen“ sind), die entwicklungsmäßige Trennung der „I“ von den „E“ und von daher die Trennung (Verselbständigung u. ä.) aller „E“ (z. B. als verschiedene Wissenschaften oder Individuen) sowie aller „I“ untereinander. Aber diese „Trennung“ ist nur ein zusammenfassender Tendenz-Ausdruck vieler neuer „Relationen“.

    915Eine dieser neuen, gestärkten Relationen ist die „Freiheit“ der „I“, z. B. die der künstlerisch arbeitenden Individuen. Die hebt Hegel hervor, („Partikularität des Künstlers“), obwohl das seinem Grundgedanken, der Vermittlung von Subjekt und Objekt zu widersprechen scheint.

    916Aber: „Die Kunst“ ist so definiert und konstruiert, dass sie in der Lage ist, alle Methoden etc., hier die „Relationen“ anzuwenden, um Dinge (o. Subjekte) zu „vermitteln“.

    917Damit ist jener Vermittlungsbegriff radikal – und bis zu einem Maximum ausgeweitet.

    918Während als und in „Gesellschaft“ (oder als „Arbeitsprozess“ u. ä.) diese Relationen (Methoden) keineswegs (-> allgemeine Theorie) derart frei sein können, nur tendenziell, je nach der E-Entwicklung. Sonst würde z. B. die Vergesellschaftung unmöglich werden.

    919Ein großes Missverständnis ist die bis heute gültige Strukturierung (hier z.B.) der Ästhetik, so der Romantik: Adorno, poésie pure als progressive, und Hegels vorbürgerliche Regelpoetik als „ästhetisch reaktionäre“.

    920Diese Einteilung hat innere Widersprüche (reaktionär vs. Hegels „geschichtliche Vernunft“). Auch sonst sind die offensichtlich kleinbürgerlichen Tendenzen (Romantik) nicht gerade wirkmächtig (was man Hegel nicht absprechen kann.) Künstlerische Manifestation kann Geschichte nicht nur „widersprechen“, denn zur I-Erweiterung gehört die E-Entwicklung und umgekehrt.

    921Daher unsere theoretische Alternative: Die Einteilung in (zu unterscheidende) I- und E-Bereich erlaubt, dem Hegel die Betonung (und damit die Entwicklung und Vollendung, „absoluter Geist“) des E-Bereiches zuzuschreiben; wie immer einseitig auf die Entwicklung der Begrifflichkeit er auch vorging. Aber es war das theoretische Fundament für die Theorie der Entwicklung aller „E“ (–> bis zu Marx, Engels).

    922Die „Romantik“ etc. ist auf die Erweiterung des I-Bereiches eingestellt; („romantische Ironie“ ist jene Relativierung und Gleichberechtigung aller „I“); deshalb kommt es nicht auf „den Künstler“ als Selbstdarsteller in Form von Hegels „Partikularität des Künstlers“ an. Das wäre eine Form der Entfremdung: Die gemeinten „I“ als „E“ gefasst.

    923Nun kommt Adorno und bürdet dem „Künstler“, als Statthalter einer zukünftigen Geschichtlichkeit, die Bürde der I- und der E-Entwicklung auf. Abgesehen davon, dass dieser Gedanke theoretisch sehr weit vorgreift und deshalb äußerst wichtig ist, muss aber aus konkreter Erfahrung gesagt werden, dass es einen Bruch gibt, der die Beziehungen des Künstlers zur E-Entwicklung betrifft.

    924Künstler entwickeln nicht jene Teile der E-Sphäre („Kapital“, Wissen), die wirklich weiterführen; („Architektur“ als Gegenbeispiel ?). Kurz, Ästhetik ist deshalb nicht Hegels Stärke, weil ihm immer wieder die zur „E-Entwicklung“ alternative I-Sphäre stören muss.

    925„Die klassische Kunstform“: Auch hier kann gesehen werden wie Hegel unsere Systematik stützt. Für uns steht hier im Mittelpunkt die Frage, welche „I“ sind es, die als „klassisch“ gelten, dem „klassisch Schönen“ zugrunde liegen. Hegel beantwortet das deshalb „formal“, weil er letztlich auf „E“, Identität, abhebt. In „Inhalten“ geht es um das Verhältnis „I=E“ („Interesse“ u.ä. (=I) „Gestalt“ (=E), beide treten zu „freier Totalität“ zusammen; so dass die „Bedeutung“ unmittelbar deutlich wird.

    926Wir meinen, die klassische Kunst ist deshalb „Mittelpunkt der Kunst“, weil da formal die „I“ als die durchschnittlichen, grundlegenden, vernünftigen gesellschaftlichen etc. im Mittelpunkt stehen. Zugleich betrifft das die „E“: Jene „Formen“, etc., die ein bestimmtes Kollektiv gerade besonders gut beherrscht (–> Architektur, Buchdruck, Internet) wird dann auch Ziel („I“) von ästhetischen Funktionen. Dann wird oft I=E, wie heute in der kapitalistischen Leistungsgesellschaft die E-Vollendung (–> „Geld“ z. B.) das gesellschaftliche „I“ wird.

    927Dies als „Entfremdung“, „indem sie sich weiß (G), sich weist“(I), „entlastet“ das auch, durch emotionale Verankerung der „I“.

    928Das ist der „Veränderung“ unterstellt. Aber wie in der „Technik“ die vorhergehenden Phasen „unvergessen“ bleiben, so auch hier. Zuvor ziemlich langsam, aber vor allem die sozial weniger Betroffenen merken wie andere „E“, andere „I“ möglich werden – und im Ideologischen (hier in der Ästhetik) weichen sie solchen bequemen Verhältnissen (intellektuelle Arbeit) aus, wie es das „sich selbst Bedeutende“, sich „selbst Deutende“ (E=I) ist, auch um neue E, I und dann I=E Relationen zu finden. Da Kunst aber (in der Leistungsgesellschaft) als „Ruhepunkt“ gilt (daher auch oft der „konservative“ Charakter) will man sie häufig nicht mit „Arbeit“ verbunden wissen.

    929Warum kann die „klassische Kunst“ auch dann noch, „sich selbst deutend“, den Eindruck des Normativen vermitteln, „wenn die gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Entstehung nicht mehr gegeben sind“?

    930Jenseits aller „E-Entwicklung“ ist die I-Sphäre. Damit wären auch die „I“ der vergangenen Gesellschaften aufgehoben. Aber bei den (klassischen) Kunstwerken handelt es sich auch um „E“. Es ist nur deshalb möglich, dass sie „als Norm und unerreichbare Muster gelten „, weil sich in ihnen die „I“ den „E“ (nicht nur als bestehen bleibender doppelt unendlicher Prozess) annähern, sondern als einander identisch werdend. Die „klassische Kunst“ arbeitet mit Eliminierungen von „I“ emotionaler, biologischer, sozialer Art.

    931Es bleibt dann nur E, G, N übrig. Damit nähert sich „Kunst“ der „Logik“, der „Mathematik“ an, bestenfalls einer idealistischen Philosophie, wie die Hegels, deren Kern die „Identität“ (E,G) ist.

    932Einer dieser „Mechanismen“ ist die, „statistische Mittelgröße“. Sie ist einerseits der „Ausweg“ der Mechanik (N-G,E) aus der mathematischen Zwangslage, aus höheren mathematischen Gründen nicht nur Identitäten zuzulassen, hier aber eben den „Zufall“ (→ QM) doch noch auf Identisches zu reduzieren. Und auf das was „sozial“ als „schön“ gilt, nämlich das statistisch Durchschnittliche.

    933Marx’s Erklärung der „Klassik“ („Gestalt der eigenen Kindheit“) ist eine der quasi literarischen Art, die wir so interpretieren: In der geschichtlichen Entwicklung schält sich das heraus, was „sachlich“? zuerst aus den Mechanismen der Biologie (Selbsterhaltung/E) und der Emotionalität – und das sind die Entwicklungsmechanismen der E-und der I/E-Seite – zunächst ansteht: Auch N, G als „Logik“ u. ä. Daher sind, historisch, phänomenal gesehen, bekanntlich die Griechen die ersten Reflektoren von Logik, Mathematik etc.

    934Andererseits ist „die Klassik“ die Annäherung vieler „I“ an „E“ unter dem bestimmenden Regime der E-Seite und der „N-G“ – Seite.

    935So ist auch das angebliche Paradox aufzulösen, nach welchem das unwiderruflich Vergangene als nach wie vor Normatives im strengen Maße wirkt. Analog (besser als entwickelte Fortsetzung) zum Wirken der physikalischen Kräfte/S-Aspekte bis ins Geistige („Gehirn“ z. B.) ist auch „die Logik“ u. ä. jener Bereich des Geistigen, der allen höheren (-> „I“ z. B.) geistigen Bereichen unauffällig, aber unaufhebbar zugrunde liegt.

    936Das Problem von Fundamenten und äußerster Abstraktion (hier: „I“, Norm, als „E“ und Logik: N-G), als „Höchsten“ ist allgemeinerer Art. Das kann auch als Problem von „Vergänglichem“ zur „Zeitlosigkeit“ dargestellt werden.

    937Außerdem ist es mit dem Kern von Ästhetik verbindbar: Hegel geht davon aus, dass „das Menschliche“ den Mittelpunkt und den Inhalt der wahren Schönheit und der Kunst ausmache. Aber was ist „der Mensch“? Die ihm zugänglichen, zu erarbeitenden Dinge (E) und seine „I“ (Interessen, Ziele, Wünsche, vor allem und rein quantitativ schon, die vielen dicht lagernden „I“ der Gefühlswelt, „I/E“).

    938Diese „E“ (und entsprechend die I-Mobilisierung) sind zum Teil sehr wohl „allgemeinmenschlich“ (z. B. als Begrifflichkeit); die auch „historisch“ geworden und werdend sind.

    939Unsere Systematik ist fähig, diese Bandbreite zu ermöglichen. Deshalb ist der Streit „historisch vs. überhistorisch“ in erster Annäherung überflüssig; gemeint ist wohl unsere Strukturierung innerhalb der E- und der I-Sphäre. Merkwürdig ist hier eine Hegelsche Inkonsequenz: Wenn er strikt meint, das Ich, das Subjekt ist mit der Historie eins, so fehlt gerade jener Teil der Differenzierung, die Hegels eigene Stärken sind: Das Überhistorische, was bei ihm z.B. als Logik, Dialektik, bei uns als „System“ begrifflich unhintergehbare unendliche Existenzdynamik hat.

    940Das „I=E“ ist ja im Kern gekennzeichnet durch beider innere Dynamiken, das spricht Hegel hier an: Die Kunst (wie der Mensch), sind „der Zeit“ (historisch) unterworfen. „Die Zeit ist das Sein der Kunst“.

    941Das Spezifische (d. h. jenseits von Allerweltsphilosophie) ist aber nun, in dem Verhältnis „I=E“ sind zwei Dynamiken „vereint“, die gar nicht „vereinbar“ sind: Die Entwicklung der „E“ und das sich nur umschichtende ständig vorhandene „I“; bzw. alle jeweiligen Grundlagen (z. B. physikalische Kräfte) und die Entwicklung des je eigenen Neuen („I/E“).

    942Ursache für den Charakter als „Norm und unerreichbares Muster“ der klassischen Kunst ist laut Hegel, dass die Diskrepanz zwischen Methode und Gegenstand der ästhetischen Erkenntnis (d. h. auch zwischen Leib und Seele, zwischen Descartes‘ res extensa und res cogitans) geschlossen wird.

    943Für uns ist das die „Diskrepanz“ von E und I, die beide hier als Prozess des Ästhetischem in unendlicher Weiterentwicklung zueinander stehen.

    944Es ist noch komplizierter: Die Unterscheidung nach res cogitans / res extensa ist selbst eine geistes-gesellschaftliche Phase und zwar jene, die mit der objektiv notwendigen Absicht abläuft, alle S-Aspekte zu eliminieren (-> Mechanik etc.) und dann (und daher) alle konkreten „I“ (zum Beispiel auch die R-Aspekte) zu N, G zu reduzieren; und dabei I von E zu trennen.

    945Und von dort her wiederum speziell alle emotionalen „I“ (und „E“) an den Rand zu drücken.

    946Also die philosophische Vorbereitung von „Wissenschaft“, „Technik“, „Leistungsgesellschaft“ und so weiter.

    947Da diese historische Entwicklung prinzipiell immer Defizite zur Sach-Seite, zur Systematik hat, haut das auch im Einzelnen, hier im Ästhetischen nicht hin: So viel Mühe man sich gibt, man kann zwar auf der Basis N, G (-> wie Logik), ein alle Menschen verbindendes Schema schaffen, aber dies bleibt leer. Man kann sich einbilden und suggerieren, über tiefe Verankerung von N, G im Kunstwerk (z.B einer „Skulptur“) „den Geist“ zu sehen. Aber es bleibt nur formal der von N, G, E.

    948Tatsächlich sieht jeder doch „I“ und zwar die seiner eigenen subjektiven Identität. Die ästhetische Arbeit (I=E) besteht dann auch darin, diese „I“ eben individuell zu eliminieren!

    949Die von Hegel freudig geschlossene Diskrepanz von (nach dem cartesianischen Erkenntnismodell zugrunde liegenden Begriffspaaren) „Methode“ und „Gegenstand“ der Erkenntnis, ist bei uns das „I=E“-Verhältnis. Es kann auf die zwei unendlichen Annäherungsbewegungen und deren dynamisch-stabiles „Gleichgewicht“, konkret als das was „Kunst“ bzw. „das Ästhetische“ ist, zurück geführt werden .

    950Allerdings fehlen da bei Descartes und bei Hegel ein paar Zwischenglieder: Die „Methode“, res cogitans ist vieldeutig. Wir meinen allerdings, sie letztlich auf „N/G“ und auf G und N reduzieren zu können.

    951Während res extensa, „Gegenstand der Erkenntnis“ (in diesem Zusammenhang) als „E“ leichter zu sehen ist.

    952Weiterhin sind „G“ als Rz – Richtung, entweder auf Etwas hin, und N als Rw-Entwicklung, als „weg von allem“, sowie N/G als Form von „I“ zu erkennen, ehe man wieder auf die „I“-Inhalte kommt.

    953Hegel fasst die Skulptur als jenes Kunstwerk auf, wo „Geist“ sich dem „Materiellem“ einprägt. Womit die Skulptur ins Zentrum von Kunst gerückt wäre.

    954Wir aber meinen, Hegel hat sich – verführt durch die Zweiteilung Geist-Materie (-> Descartes), die für uns eine zweitrangige, weil abgeleitete ist – da zu systematischen Einteilungen von „Künsten“ hinreißen lassen. Warum soll das Farbmaterial des Malers weniger (-> Gärtner, Architekt, etc.) „materiell“ sein?

    955Es kommt dagegen auf die „E“ an (und auf die „I“). Und innerhalb der „E“ ist „die Materie“ zwar eine eindrucksvolle Station, aber (und gerade im Hegel’schen Sinne) die Abstraktions-Entwicklung der „E“ erzeugt auch „höhere“ E, die Begriffe (-> Literatur). Und es hat „niedere“ Materie-Arten, z.B. direkte Natur (das Meer, Gebirge, Landart).

    956Mit I, E ist jede Kunstart gleichberechtigt. Und „minderwertige“ Kunst ist solche minderer „E“ (z.B. handwerkliche, technische, schlecht erarbeitete, oder z.B. auch inadäquates Material zu I, etc.) und minderer „I“ (Basis-I, Sex, Crime oder unoriginelle I, z.B.).

    957Die Zweiteilung der Welt durch Descartes beruhte noch auf einem naiven Begriff von „Räumlichkeit“. Hegel überwindet dies nicht, aber indem er „Körper und Geist“ sagt, unterstellt er bereits Weitergehendes: In „Körper und Geist“ hinein interpretierbare Einteilung der Wissenschaften und ihrer je speziellen Methoden von „Körper“ und von „Geist“ führt zur Einteilung in Methoden der Abstraktion, „deren Ziel es ist, die einzelne Erscheinung unter das allgemeine Gesetz zu subsumieren und es damit zum Verschwinden zu bringen“ (-> FFM-Schule in ihrer Kritik an „Körper“).

    958Wir meinen, das kann Hegels Inkonsequenz zumindest andeuten. Denn Hegel ist ja der Protagonist der „Abstraktion“ einerseits, andererseits zeigt er schon in seinen Überlegungen zum Ästhetischen jene „Frankfurter“ Kritikpunkte.

    959Positiv gewendet, es geht um die Aufspaltung und die Entgegensetzung von E-Seite und I-Seite. „E“ im „Körperlichen“, als jene Wissenschaften, aber eben auch im Abstrakten. „Geist“ ist in seiner Umfasstheit und Verwaschenheit eben alles; das Spezifikum das alle hier neben dem Abstrakten meinen, ist die I-Seite. Das Ästhetische ist eine der Relationen von I zu E, die immer wieder ins Auge fallen; während in wissenschaftlicher, philosophischer Arbeit, d.h. Herausarbeitung dieser Relation I zu E (=I/E) nach Hegel nur wenige im Stande waren.

    960Von Hegel (bis zur Frankfurter Schule) wird „der Wissenschaft“, deren Ziel es ist, die einzelne Erscheinung unter das allgemeine Gesetz zu subsumieren und damit zum Verschwinden zu bringen, „Kunst“entgegengehalten. Aber warum diese und warum nicht der „Alltag“ und warum nicht jene Philosophien, welche dazu die Gegenpositionen bzw. als „Dialektischer Materialismus“ eine vermittelnde Position haben?

    961Alle solche Positionen sind richtig und finden ihre sinnvolle Relation, ihren adäquaten Platz in einer sie umfassenden Systematik: „Abstraktion“ und Wissenschaft als Entwicklung etc. Nur, dazu gehört die Einführung der I-Seite als der andere Teil der Wahrheit.

    962Das alles befasst sich aber noch nicht mit dem Hintergrund der „kritischen“ Einwände: Man will „der Wissenschaft“, der „Systematik“ u. ä. entkommen; das „Verschwundene“, Unterschlagene ist das Eigentliche, etc..

    963Daher unsere Ausweitungen auf „I“ als das schlechthin systematisch Unfassbare; so auch auf Natur: Der S-und R-Aspekt ist ebenso unfassbar, nicht aufzuzeigen, wie alle Kategorien der „Systematik“ (E, N, G) eigentlich unfassbar sein müssen; schon von ihrem Herkommen („R“) her.

    964Die „einzelnen Erscheinungen“, z.B. das Subjekt, die in Gefahr sind, durch Subsumierung unter allgemeine Gesetze zum verschwinden gebracht zu werden, sind „Gleichgewichtslagen“ zwischen zwei Hauptrichtungen der Abstraktion: Das Einordnen in immer umfassendere Zusammenhänge (bis zum „Ganzen“ als Grenze) und indem man zunächst auf das Einzelne eingeht, die Analyse der Details, immer tiefer führt; mit der Grenze z, w, bzw. je nach Phasenlage in der Entwicklung die relative „Einheit“ dort.

    965Als jene zwei „Grenzen“, die die Extrema der E-Sphäre sind.

    966Hier greift nun die eigentliche Stärke der I-Seite: Es ist ihre Inhaltlichkeit. Und diese hängt eng mit der menschlichen „Subjektivität“ zusammen. Auch die Einzelerscheinungen, die Details der Sachenwelt, der Natur haben ihr Eigenleben nicht nur als „E“, sondern auch, weil sie einem Subjekt (Ii) so erscheinen.

    967Kunst als I=E muss also auch diese Relationen repräsentieren. Das erscheint als Kritik am „Verschwinden von Einzelnem“.

    968„Die Kunst“ muss den „modernen“ Vorgängen fremd gegenüberstehen. Ein Großteil der ideologischen Arbeiten in der bürgerlichen Gesellschaft dreht sich um dieses Problem: Die Subjekte verschwinden aus dem Gesichtsfeld der Wissenschaft; die menschliche Subjektivität („Ii“) wird auszuschaltender Störfaktor in den „Methoden“ etc. Und die Menschen machen sich „den Dingen“ („E“) gleich bis hin zum „Geld“ und zum „Markt“.

    969Unsere Auflösung dieses Problems: Kunst (u.ä.) ist I=E. Und die so „negativ“ geschilderte E-Entwicklung besteht u.a. darin, sich von „I“ zu trennen und sich dadurch zu „vollenden“, d.h. qualitativ und quantitativ zuzunehmen.

    970Es wäre aber fehlerhaft, die Chancen von „I“ dabei zu übersehen. Wahr ist, während dieses intensiven Prozesses (Leistungsgesellschaft) werden die „I“ oft vernachlässigt, z.B. die Defizite für die I-Selbsterhaltung als Gesundheit. Grundsätzlich ist hier der Ausweg aus einem möglichen Dilemma: Ein hoher Entwicklungsstand der E-Seite (und ihrer Steigerungsorganisationen).

    971Wie kann Kunst da helfen? Für die „Wissenschaft der Ästhetik“ steht das menschliche Individuum im Zentrum: Wie ist das mit unserer Formel „I=E“ zu vereinbaren? Die I und E sind nur im Geist und im Denkhandeln getrennt. Daher ist ihr beliebig freies, doppelt unendliches Zusammenspiel (I/E) nicht ohne ihr mögliches Getrenntsein denkbar.

    972Die I und die E haben auch daher (I/E) ihre Entwicklungs-,bzw. Veränderungszyklen, -chancen.

    973Die obersten Entwicklungsstadien definieren „den Menschen“: E als „Abstraktestes“ ist das was der Mensch allein leistet; I als die quantitative Fülle, „I/E“(auch kompilierbar) ist (als unendliche I-Sphäre) ebenfalls nur vom Menschen „leistbar“.

    974Wie aber ist nun „das Kunstwerk“ und „der Mensch“ zusammen zu bringen? Es gibt dafür mehrere Antworten: Der Mensch „vereint“ sich mit jedem von ihm genossenen, interpretierten etc. Kunstwerk – und beide nähern sich einander an.

    975Der Mensch ist selbst als ein Kunstwerk darstellbar. Dann muss man sich selbst verstärkende Identitäten erwarten, die die Modellierung umso mehr verdeutlichen.

    976Bei Baumgarten ist dieser mehrfach doppelt unendliche Prozess der Wechselwirkung und Weiterentwicklung von I und E, der sich ja zum größten Teil im und als Mensch abspielt, (nämlich vor allem im Geistigen), noch zusammengefasst als: „Die reichste Kategorie“ der Kunst sei „das Individuum“. Zumindest ist damit der Kern unserer Theorie bereits berührt, wenn auch z.B. die Analyse (als und von I, E) fehlt und es deshalb auch z.B. nicht klar ist, dass es noch viele andere E (außer „dem Menschen als Individuum“) gibt, sowie auch viele Arten von „I“.

    977Kants Forderung, „dass das Subjekt sich müsse fühlen können“, hebt für die Kunst ebenfalls den Menschen hervor und dabei die „I“ der Emotionalität: Den Menschen als Objekt des Menschen (in der Kunst). Das ist zwar der Höhepunkt solcher und unserer Theorie, es wäre aber eine theoretische Einseitigkeit, nur auf diesen Selbstbezug zu starren, wo in „I=E“ beide Seiten im Ausgang der Prozesse bereits identisch sind. Insofern ist Kant jene notwendig historische Entwicklungsphase der „Aufklärung“, die Hegel – im Widerspruch zu seinen theoretischen Aussagen, die nicht das Ästhetische erfassen wollen – nur noch mal wiederholt: „Das Menschliche macht den Mittelpunkt und Inhalt der Kunst aus“. Denn die eigentlich bei ihm angesagte Forcierung des Abstraktionsprozesses stößt beim Ästhetischen wie beim „Menschen“ auf das gleiche Hindernis für seine Theorie: Die I-Seite.

    978Da es in der Konsequenz des Hegelschen Systems läge, als Ästhetisches nur Identisches und Nichtidentisches, in ihren möglichen (z.B. geometrischen) Erscheinungsformen anzuerkennen, dies aber aus „praktischen“ Gründen nicht geht, hat Hegel einen Ausweg gefunden. Auf einer dazu möglichen Metaebene anerkennt er (zusätzlich?) bestimmte Gleichgewichte (und Varianten vom „Gleichgewicht“); z.B. kann er nicht „den konkreten Menschen“ als Ästhetisches anerkennen, aber die Abbildung von diesem, und zwar konsequenterweise die, welche der Identitätsbildung am nächsten kommt, der Skulptur. Er kann auch nicht „Natur“ als Ästhetisches – in diesem Zusammenhang – akzeptieren, jedoch „den Menschen“ als äußerstes Entwicklungsprojekt von Natur. Er kann auch nicht den hässlichen, also auch konkreten Menschen als Ästhetisches akzeptieren, aber den „gleichgewichtigsten“, denn der sogenannte „schöne“ Mensch ist ihm zum größten Teil ein statistischer Mittelwert in den Quantitäten; zum Teil auch in den – sozial bewerteten – Qualitäten. Als die „Vermittlung“ von res cogitans/Geist und res extensa/Materie im und als „klassisches Kunstwerk“, welches deshalb so „überzeugend“ wirkt, weil der gleiche Vorgang als Selbstverständigung, Selbsterkenntnis in jedem Menschen stattfinden kann; als Höhepunkt seiner persönlichen Entwicklung und als Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“, woher dann die „Verständlichkeit“ und Überzeugungskraft der „klassischen Werke“ kommt.

    979Das umfasst und verbirgt dabei zugleich die Sinnlichkeit, die Affekte.

    980Aber Hegel (der das sieht) ist von seinem theoretischen Grundansatz her froh, dass diese Affekte, dadurch dass sie sich eben an der Konstitution des jeweiligen Selbst abarbeiten, nicht nach draußen dringen können. Das zu bedauern, ist für Hegels Hauptwerk inkonsequent.

    981Die „Affekte“ sind von den „I“ total bestimmt.

    982Im übrigen gilt weiterhin, die „klassische“ Kunst ist genau jene, welche trotz oder jenseits der ihr unterstellten inneren und verarbeiteten Affektualität und Sinnlichkeit zu „N-G“ und E passt (identisch, z.B. als Gleichgewichtigkeiten, „ideal“, etc.).

    983Genauer gesagt, ist das klassische Menschenbild (und damit die Kunstwerke) jenes, das die Arbeit (der Vermittlung der I-Seite mit der E-Seite, was eben auch die I-Seite „verschwinden“ lässt) auf sich nimmt.

    984Interessant ist, dass Hegel nicht nur „die Wissenschaft“, sondern auch deren einzelne Methoden, wie hier „die Empirie“, als Repräsentant dafür sieht, dass jene „Vermittlung“ von Geist und Materie, Sinnen und Affekten (die den Menschen und damit das klassische Kunstwerk ausmachen) ausgeschlossen haben, eliminiert wird.

    985In der klassischen Kunst ist „dem Menschen“ ein Medium der Selbstverständigung gegeben, das er in der Wissenschaft nicht haben kann. Während in der modernen Kunst „der Mensch“ nur als I-Wesen Bedeutung hat, und in den „Wissenschaften“ nur die E-Seite der Realität und die zugehörigen menschlichen E-Eigenschaften – Platz haben, war in der klassischen Kunst noch beides vereint, die E-Seite (z. B. als Abbild des Konkreten) und seine individuellen „I“.

    986Das ist nur möglich, weil jene „I“ (und „E“) die des allgemeinen „Menschlichen“, des Normalen, Durchschnitts, der Basisbedürfnisse etc. sind.

    987Daher ist auch „klassische Kunst“ „im Volk“, „weltweit“, „beliebt“. Anders gesagt, die klassischen Werke sind in ihrem Zugriff auf die durchschnittlichen „I“ unmittelbarer, wirksamer, erscheinen allen „verständlich“, (-> N/G als allgemeines „I“).

    988Warum orientiert sich die bürgerliche Ästhetik am klassischen Ideal? Es ist für die „Bürger“, sprich für die „Leistungsgesellschaft“ nicht jener Abschnitt auf der E-Entwicklungslinie, die Hegel erarbeitet hat, (nämlich die abstrakteste Begrifflichkeit), sondern die anderen Teilbereiche, die man auch als Produktionsmittel (PM), Produktivkräfte (PK) bezeichnen kann.

    989Ihr Gemeinsames besteht auch darin, „I“ zu „eliminieren“, genauer gesagt, „E“ zum Ziel zu haben, besser, die „E-Entwicklung“ als Ziel, „I“, zu haben. Die „E“ sind dabei alle von gleichem Charakter. Sie sind vor allem „Mittel, Abgeschlossene, Selbständiges, sich Selbsterhaltendes, Entfremdetes“.

    990Es ist beider (Hegel, Kapitalismus/Bourgeoisie) großes und objektiv notwendiges Verdienst, die späteren Freiheiten der „I“ derart vorbereitet zu haben. Nach der historischen (ebenfalls „objektiven“) Phase der Trennung „I von E“ und beider relativer Gleichberechtigung, (in jeder vor-kapitalistischen Phase), wird jetzt auf allen Gebieten tendenziell „E“ betont.

    991(Das geht so bis heute, d. h. aber, auch der Sozialismus hat zur einen Hälfte diese

    992Eigenart).

    993Das „klassische Ideal“ ist „E“ zu „N-G“, d.h.“ideal“ ist „Etwas“(E), aber dies als Identisches, bzw. als Gleichheit, Gleichmäßigkeit u.ä. (G) und die Ablehnung, das Nichts (N).

    994Es ist vor allem in I/E dann jener „Stillstand“, bei dem sich weder „I“ noch „E“ verändern.

    995Das betrifft auch hier (wie für die Methodik -> N-G) alle Bereiche. Im Psychologischen ist es zum Beispiel eine Unveränderlichkeit von Geistig-Rationalem und Sinnlichem.

    996Es gibt allerdings eine Alternative, weil diese Unveränderlichkeit, Unvergänglichkeit, Ewigkeit oft theoretisch und auch praktisch nicht überzeugt: Als das Gleichgewicht zwischen beiden und mit deren Wechselwirkung im Relationsfeld (N/G, I/E) und als ein dynamisches Anwachsen beider.

    997Das ist sogar der Idealfall (z.B. in der, der klassischen Zeit zu zurechnenden, ökonomischen Situation, in welcher die PM (E) mit deren Zielsetzung (I) – und umgekehrt – mithielten. (Ähnlich in der griechischen Antike, aber die PM und die gesellschaftlichen „I“ waren dort eher auf einem spezifischen Niveau stillgestellt).

    998Dies alles ist vor allem „Ideologie“. In der historischen Praxis spielen sich diese Prozesse als Weiterentwicklung ab, als Wechselwirkung der „I“ mit den „E“: „E“ –> I –> E‘ –>I‘–> etc.

    999Für Hegel ist das klassische Ideal und die klassische Kunst, eine/s der „Mitte“. Wie aber kommt dies als Gleichgewicht zustande?

    1000Durch die Eliminierung von „I“. Damit wird dem „Ideal“ und der „Kunst“ auch jede Dynamik entzogen. Das stimmt nicht für die E-Entwicklung; die müsste noch drin stecken.

    1001Das jedoch nur, wenn „Dynamik“ als Grenzgröße und reine Form noch akzeptiert wird. Genau das ist Hegels Kompromiss: Dieses Schwanken zwischen E, G (=N-G), denn nur das garantiert „Zeitlosigkeit“, und formaler E-Entwicklung (=N/G als Form).

    1002Er muss die Entwicklung von E als Möglichkeit offen lassen. Darf aber weder nachfragen, wie solche Entwicklung zustande kommt – nämlich durch die I-Bildung – noch wohin das führt: zu „I“.

    1003So musste die klassische Ästhetik das bürgerliche Ideal werden: Die Selbstdarstellung, fern von ihren konkreten Hintergründen, vertuscht die inneren Mechanismen der Willensbildungen, das Monopol der strategischen Entscheidungen, der eigenen Geschichtlichkeit und Vergänglichkeit und der (notwendigen) Einseitigkeiten (z.B.die ihrer sittlichen Substanz).

    1004Grundsätzlicher aber ist: Das Bürgertum hatte jene Freiheit gewonnen, die nötig ist, um das jeweilige „Gleichgewicht“ zu definieren: So zwischen Größen, die ebenfalls letztlich und vorbewusst der freien Definition zugänglich sind.

    1005Die „Griechen“, auf die das passt, was Hegel hinsichtlich ihrer Mittelstellung zwischen zu großer Vergesellschaftung und zu großer Individuierung sagt, haben ihre Nachkommen im Normalbürger aller Gesellschaften, die einigermaßen reich und stressfrei sind. Für diese Mitmenschen gilt wie für die griechische Oberschicht, dass ihre Subjektivität (z.B. ihr Selbstbewusstsein, z.B. ihre kreative I-Bildungsfähigkeit und z.B. das Trennenkönnen von politischem „I“ und gesellschaftlichen, ökonomischen Zwängen (E), etc.) zwar vergesellschaftet ist, jedoch in ihren spezifischen Grenzen. Sie haben deshalb eine I-Mischung, die zwischen den (jeweiligen) Polen individuell – gesellschaftlich angesiedelt ist und die vor allem emotional wirkt. So finden sie das „Klassische“ in jeder E-Gestalt/Material/Kunstform „schön“.

    1006Viele „Künstler“ u.ä. „Intellektuelle“ haben in ihrem sozialen Metasystem die Forderung, sich so wenig den allgemeinen Vergesellschaftungen zu beugen wie irgend möglich. Das macht und ist ihre „Innerlichkeit“, bis zur inneren „Totalität“, als ihr „Wesentliches“ (-> „I“) aus. Ihre „Kunst“ ist davon bestimmt – und zwar z. T. „rational“; es gibt eine rationale (z.B. wissenschaftliche) Relativierung der Vergesellschaftung (z.B. als „geschichtliche“) und/oder emotional, z.B. bei „psychischer“ Kritik an Gesellschaft etc.(oft als Umwege über ihre Kritik an der Politik, Ökonomie, Ökologie etc.)

    1007Interessant ist, dass in allen diesen Bereichen, in denen I/E, formal N/G, eine zentrale Rolle spielt, (die „Praxis“ z.B.) es diese zwei Lagen gibt: Unendliche Gleichgewichtigkeiten („Mitte“, „Reinheit“) und dazu Ungleichgewichtigkeiten (z.B. „Hässlichkeit“) sowie die „Warnungen“, dass dies nicht so „bleiben“ müsse, dass dies doch „relativ“ sei u.ä.

    1008Letzteres zeigt, es wird gesellschaftlich stets versucht, eine Metaebene, so die der Reflexion zu erreichen. (z.B. „Die »Mitte« ist kein Zustand,…, eher ein flüchtiger Augenblick“).

    1009Beides, das emotionale Urteil, das vor-reflektive Handeln u. ä. und das „Theoretisieren“ darüber, sind gesellschaftlich und individuell sehr spontane, aber verlässlich vorkommende Vorgänge.

    1010Wir meinen, auch hier lässt sich von der Emotionalität durch die Biologie eine Spur zur Quantenphysik mit ihren zwei notwendigen, „Realität“ konstituierenden Zuständen konstruieren. Ohne dabei „die Physik“ als Absolute naturalistisch übermäßig zu betonen, sondern „im Kreis“ („S/R zu OG zu S/R“) unser Verständnis von Physik als emotionalen, rationalen Vorgang einzubeziehen.

    1011Das Verhältnis Klassik/Griechen zum Bürgertum/moderne Gesellschaft ist – auf der theoretisch-philosophischen Ebene – eine wichtige, aber unserer Meinung nach von und seit Hegel auch noch nicht vollständig analysierte Wechselbeziehung: Die Individualisierung der Götter, kann als eine allgemeine Bewegung gesehen werden, die sich im bürgerlichen Zeitalter für breitere Schichten und daher auch den bürgerlichen Philosophen Hegel, Schopenhauer erst zum Thema werdend, fortsetzt, z. T. „wiederholt“: Als „fortschreitende Differenziertheit der menschlichen Subjektivität“.

    1012Obwohl Hegel bereits sieht, dass dieser klassische Polytheismus jetzt dem Menschen („in seiner Brust“) eigen ist, bleibt unklar, dass es um die tendenzielle Unendlichkeit der I-Sphäre geht.

    1013Freilich geht das im Vergleich mit der Götterwelt nicht auf, denn in der bürgerlichen Gesellschaft kämpfen die „I“ als Interessen z.B. noch gegeneinander ums Überleben.

    1014Von daher kann (nach Hegel) die klassizistische Kunstform wohl nur als Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft verstanden werden.

    1015Der polytheistische Olymp in der Brust aller menschlichen Individuen, als die vielen Eigenschaften und Tätigkeiten, nahmen damals zu („je gebildeter die Griechen wurden, desto mehr Götter hatten sie“) und nehmen heute ebenso zu.

    1016Womit man sich beschäftigen muss – und Hegel tut dies zwar auf der Erscheinungsebene (-> Literatur), aber zu wenig analytisch – ist a fortiori die I-Seite. Nur so sind zentrale Begriffe wie „Pathos“, „Tätigkeit“, „Götter“ zu fassen.

    1017Beide saturierte historisch-gesellschaftliche Phasen vermehren ihren I-Bezug, ihre I-Erzeugung. Der Unterschied, auf den Hegel als Kritik am Bürgertum verweist, ist, die kapitalistisch-bürgerlichen Subjekte stehen (für lange Zeit) noch im Kampf gegeneinander und mit und gegen die Natur.

    1018Während diese Möglichkeit der E-Entwicklung (und damit zum Beispiel die der notwendigen Entwicklung des Konkurrenz-Motors) damals noch sehr viel geringer war und daher die „Götter“ (sprich die I-Metaebene der Menschen) grundfröhlich, pathetisch-unzuverlässig, beseeligt, heiter, individualistisch-kollektiv, „Zwecke“ (Ii,k) verfolgend, aber nie nur Interessen zeigend und ändernd.

    1019Das alles sind Charakteristika der unendlichen I-Sphäre, jener Entwicklungsphase, die das Bürgertum objektiv anstrebt.

    1020Diese substanziellen Inhalte von Kunst füllen (notwendig und letztlich) jenes „Gleichgewicht“ das Hegel, etc. in den Blick nehmen. Da sie aber zu N-G das ziemlich Andere sind, können weder Hegel noch Heutige es als kommend, kaum als Utopie erfassen. Aber „die Kunst“ hat diese Voraussicht zu einer ihrer objektiven Aufgaben.

    1021Solche Großteile der unendlichen I-Sphäre, deren eines sich hier andeutet, nämlich die Individuation, müssen genauer angeschaut werden, will man I/E-Produkte (hier Kultur, Kunst) analysieren und vor allem in dieser Zukunft erzeugen.

    1022Das griechische Götterschema (d.h. wie es Literatur und Deuter, hier Hegel darstellen) zeigt die Götter in einer „nicht ganz zu Ende geführten Individuation“. Das ist ein wichtiges Vorbild für die tendenzielle Phase der unendlichen I-Sphäre. Denn eine dann aufgehobene „Gesellschaftlichkeit“ durch konsequente Individualisierung, macht beide sinnlos.

    1023Zu diesem kommt das Problem, wie man (in historischer naher und kurzer Zeit) überhaupt vom unerbittlich verfolgten Eigeninteresse (->Prinzip der Konkurrenz) als Vergesellschaftungsmechanismus, zu zwei entgegen gesetzten Folgerungen und Forderungen – der Gemeinschaft und der Individuierung – auf friedliche Art kommen kann.

    1024Die Götter Griechenlands, wie auch die Oberschicht damals, lebten und erzeugten Kunst, Kultur (auch wenn es als Teil von Kultur nur die von Hegel hier so beachtete „Lebenshaltung“, psychische Grundhaltung u. ä. – und deren literarische Darstellung ist) auf der Basis relativ niederer, einseitiger „E“ (Arbeitsmittel, PK, PV).

    1025Daher wurden auch nur bestimmte „I“ möglich und wichtig. Aber dennoch waren es alle jene „I“, die wir heute noch als besonders erstrebenswert ansehen, als fundamental, u.ä.

    1026Das lag wohl in erster Linie auch an der Ausgeglichenheit von geringer E-Entwicklungs-Dynamik zu relativ vollendeten „I“.

    1027Das alles ist heute anders, so sieht es auch Hegel: Das E-Niveau, aber vor allem die E-Entwicklungs-Dynamik, z.B.als „Konkurrenz“, muss andere „I“ erzeugen, aber erst recht Ungleichgewichte zwischen „I“ und „E“ erstellen und daher etwas anderes als „klassische Kunst“.

    1028Übrigens auch etwas anderes als „Gleichgewichte“ in Kultur, Politik, Gesellschaft u. ä.

    1029Der zunehmende gesellschaftliche (Konkurrenz-) Druck ist genauso eine Form der Vergesellschaftung wie es (z. B.) Gemeinschaftlichkeiten (also keine Konkurrenz) irgendeiner Art sind. Aber erstere Form ist „abstrakter“ und beide unterscheiden sich in Bezug auf „I“: Gesamt „Ik,g,w“ (Kollektive) von differenzierten subjektiven „Ii“.

    1030Es gibt in solcher historischer Lage verschiedene Auswege. Schopenhauers „Lebensphilosophie“ verneint den „Wert der Individuation“, andere bejahen eine Individuation, wenn sie ohne den „negativ“ empfundenen Druck zu haben ist.

    1031Konkurrenz usw. ist eine Folge der Knappheiten (auch z.B. beim Wissen), d. h. es fehlt meist die Voraussetzung des entwickelten E-Niveaus, um die „I“ zu differenzieren.

    1032Diese Lage wurde – mythenbildend – bei den Göttern Griechenlands und Hegels vorausgesetzt und die Oberschicht war tatsächlich eher nur im konsumptiven Sinne „reich“.

    1033Also kann man sich sowohl eine Variantenbreite gemeinschaftlicher „I“ als auch individueller „I“ leisten.

    1034Von daher dann auch die kulturellen „Qualitäten“ und die kulturellen Differenzierungen.

    1035Alle Erscheinungen des „Konkreten“ sind Relationen zwischen „I“ und „E“, (I/E); wobei die E-Seite ziemlich eindeutig ist (Mittel, Materielles, etc.); (was daran liegt, dass „E“ als Abgegrenztes definiert ist).

    1036Aber „I“ hat seine Kompliziertheit. Es wird zwar vom menschlichen Individuum mit erzeugt (und gewinnt seine prinzipiellen Eigenschaften aus diesem Erzeugungsprozess – als Teil der allgemeinen Entwicklung – aber als gesellschaftliche „I“ (z. B. Normen) werden die „I“ als Grenzphänomen zu „E“ (Gemachte, Verbindliche, etc.) wichtig.

    1037Und als „Begriffliche“ werden die „I“ auch wieder zu „E“, z.B. „I“ als „Existierendes“(E) auf der begrifflichen Metaebene – und diese ist so definiert.

    1038Aber als begriffliche Verallgemeinerung ist „I“ auch: „das Gute“, „das Wertvolle“, das „Vernünftige“.

    1039Die Charakterzüge von „Kunst“ sind nun in diesem Problemfeld angesiedelt; z. B. ist „Pathos“ ein relativ allgemeines gesellschaftliches oder begriffliches „I“ (verbunden oft mit einer Betonung der E-Seite). Und Kritik am Pathos ist der – versteckte – Hinweis, dass in „I=E“ dies „I“ eigentlich dynamisch, beweglich sein sollte und nicht zuviel E-Charakter haben darf.

    1040Hegels Ankündigung des „Endes der Kunst“ wird oft missverstanden. Er kann nur ein ganz spezifisches Ende meinen: z. B. heißt „Pathos“, dass es „I“ gibt, welche „objektiv“ allgemein sind (Tugend, Gutes, Heldenmut). Und diese liegen Hegel deswegen nahe, weil sie am Abstraktions-Entwicklungsmuster des E-Bereiches orientiert sind, also tatsächlich auf einer der I-Ebene, als E-Ebene/Metaebene, übergeordneten Ebene formuliert werden.

    1041Und jene „I“ können auch als „gesellschaftliche“ allgemein sein.

    1042Beide werden nicht nur subjektiv erzeugt, sondern (folglich) auch durch subjektives „I“ in der Entwicklung ersetzt.

    1043Das aber ist „das Ende“ von Kunst als prinzipiell kommunizierbare. D h. jeder kann und wird dann für sich selber „Kunst“ machen. Damit beginnt also sogar erst das Zeitalter der Kunst; denn Geschichte ist für alle und von allen da.

    1044Konkret aber wird es (trotz bürgerlichen End-Vorstellungen -> Adorno) so sein, dass es weite Bereiche für Pathos u.ä. geben wird, z.B. weil es eben jene unendliche Freiheit zulässt, auch die, kollektive „I“ zu feiern.

    1045In dem Modell „I/E“ kann der Punkt des Gleichgewichtes entstehen, (so auch in der Quantenphase QM), aber er wird nur „Gleichgewicht“ in und als Kunst verstanden werden, wo es um ganz bestimmte „I“ und „E“ geht. Nämlich um „hohe“ „I“ (zum Teil auch als hochentwickelte „E“). Dann aber ist dies „I“ tendenziell auch „E“, weil „hoch“ verstanden wird als abstrakte, allgemeine, grundsätzliche „Iw“(„Tugenden“, “Freiheit“,“Gerechtigkeit“, „Gleichheit“). Solche „höhere“, (weil jetzt I=E) Identitätsbildung erzeugt im Gefühl der Menschen, der Kollektiven so was wie eine Einheit (E), die „normativ“ wirkt. Die „klassische Kunst“ strebt diese Einheiten an. Diese doppelte Identitätsbildung, welche als auf dialektischem Weg gebildete angesehen werden kann, zieht Hegel an.

    1046Umgekehrt ist „I/E“ vor allem die doppelte unendliche Dynamik: I = frei variabel –> es entstehen ständig neue Wünsche, und „E“ ist in einer grundsätzlichen Entwicklungsdynamik, die jedes Gleichgewicht sofort wieder kippt, (um zu einem neuen zu streben).

    1047Aber „Kunst“ ist eben die Relation zwischen Gleichgewicht (→ z/w) und den zwei Ungleichgewichten (I -> E->I etc.-Entwicklung) (-> z-w, auch z-z und w-w).

    1048Es tauchen hier (wie z. B. auch in der „Mathematik“, -> Verwandtschaft zur Kunst) wieder auf: Die Einheit (E), die Gleichheit (G), die Richtung („I“) und deren Unendlichkeiten.

    1049Das „Überdauern“ und das „Gleichgewicht“ von I und E sind verwandt. Und beide sind dann auch noch „wichtig“, wenn die „I“ grundlegender Art sind. So zum Beispiel für alle Menschen als „Glück“ (->I/E), Lebenserhaltung, etc. Und wenn die E-Materialien „wertvoll“, „dauerhaft“, „großartig“ sind.

    1050Das „Gleichgewicht“ besteht dann z.B.darin, dass „E“ den „I“ „angemessen“ ist.

    1051In der „modernen“ Kunst ist das Material, E, „beliebig“, austauschbar und „I“ ist tendenziell subjektivistisch, d.h. man braucht sich um „Rechtfertigung“, „Sozialität“ u.ä. nicht zu bemühen. Diesen „Freiheiten“ steht dann aber entgegen (und das ist vom Prinzip „Freiheit versus „Dauer“ einsehbar), dass diese Kunstwerke (die wie angedeutet, jetzt aber jedermann mit allen möglichen „E“ herstellen kann) keiner zeitlichen, sachlichen Verallgemeinerung fähig sein können.

    1052Ist das wichtig, tragisch, widerspricht das dem Gedanken von „Kunst“?

    1053Jedenfalls ist es wieder das N-G-Prinzip, -,-> N als Freiheit, G = zeitliche Dauer und sachliche Identität. Während das N/G-Prinzip, das konkret herrscht und „Kunst“ als Gemachte aufhebt: Sie wird stets neu interpretierbar.

    1054Was ist gemeint, wenn von der „Vermittlung menschlicher Subjektivität mit der Sinnenwelt“ gesprochen wird? Von der Welt gehen Reize (z.B. empirische, für die Sinne) aus. Die treffen auf die „I“ (biologische, emotionale, rationale) des Subjektes.

    1055Die „Vermittlung“ wird jedes mal ein I/E-Prozess sein; (da zwischen Reiz und Reizempfänger ein Identität erhaltender Vorgang (E, G) besteht.

    1056Die „Vollendung“, Vollendetheit dieser Vermittlung kann kein bloßes „Gleichgewicht“ sein, bzw., das ist es immer – und nicht nur bei „Kunst“.

    1057Sondern es wird als abhängig von den Inhalten der I, E anzusehen sein: Wenn die „I“ allgemein, reduziert, expressiv, individuelle Emotionen etc. sind, müssen denen die „E“ folgen können – und umgekehrt.

    1058Das klassisch Schöne ist auch deshalb das „Dauernde“, (und zugleich das Schönste –> „Schöneres könne nicht sein noch werden“), weil die Grenzbereiche der „I“ zu den „E“ dabei genutzt werden.

    1059Für Hegel ist es durchaus konsequent, auch noch im „klassischen Kunstwerk“ das „Vergängliche“, (das „sinnliche Dasein“, der „Kontrast von Hoheit und Körperlichkeit“) zu erkennen – um es zu eliminieren.

    1060Was Hegel als „Ernst“ empfindet oder als „geistige Freiheit“ sieht, das ist die unaufhaltbare Tendenz der Herstellung der Identität von „I“ (=Nichtidentisches) mit „E“. (Als reduzierte Metaphern, aber auch im Geometrischen, z.B. dort die Grundformen oder kürzeste Strecken, etc.).

    1061Das Schicksal der Antike (wie ihrer Götter als Stellvertreter) ist es, jener Grundform des Denkens, der Logik und dem „Denken“ selbst, also ihren eigenen historischen Produkten, zu unterliegen.

    1062Aber für „die Kunst“ gilt dieser säkulare Prozess nur eingeschränkt: Die alten Kunstformen werden erhalten und aufgehoben.

    1063Und zu jeder Bewegung (hier weg von „I“) gibt es ständig auch die „Gegenbewegung“.

    1064Richtig ist, dass die historischen Phasen nach der Antike, wie z. B. das Christentum, an der „Überwindung der Leiblichkeit“ mitgewirkt haben.

    1065Für Hegel ist das „die vollständige Befreiung der Subjektivität“. Aber das sieht er so betont und zugespitzt, weil diese Individualisierung als Geistigkeit eigentlich (erst) seine eigene Arbeit ist.

    1066Dennoch haben (und das ist die notwendige Entwicklung) diese Weltanschauungen nach der Klassik beide Seiten betont. Sowohl das Leibliche, Sinnliche, Emotionale als auch das Abstrakte, auch beider Vereinigung, als das Mythische und damit zunächst die Aufhebung des Widerspruchs Leib – Geist (–> „Wunder“); das wird vom Christentum verstärkt, vertieft, u.ä. – und daher auch verbreitbarer gemacht.

    1067Tatsächlich müssten dann alle anderen gesellschaftlichen Bereiche, hier die Kunst, davon auch berührt sein. Genauer genommen ist das eine Einheit im Allgemein – Kulturellen, deren Ursache im Materiellen liegen. (Damals war das noch eindeutiger, später konnte Max Weber auch mal andersrum argumentieren).

    1068Zur romantischen Kunstform: Das Zentrum der Hegelschen Überlegung zur Kunst muss jene Entwicklung im Ästhetischen sein, die sein Begriffssystem verlangt und selbst vorexerziert: Nämlich, die „Abstrahierungen“ durchzuführen soweit es geht.

    1069Deshalb ist die für die „Klassik“ noch von ihm anerkannte und bewunderte Gleichgewichtigkeit in der Definition von Schönheit als „sinnliches Scheinen der Idee“ bald obsolet für ihn, obwohl diese „Gleichgewichtigkeit“ als formales Prinzip bereits auf die nächste Entwicklungsstufe, Metaebene verweist, und von daher Hegels Anerkennung behalten dürfte. Aber dies „Sinnliche“ muss weg: Nicht die Äußeren, „in die Sinne fallenden Erscheinungen der sichtbaren Natur“, sondern die „Ursachen der Dinge“, ihr „Inneres“ ist wichtig, so sinniert der junge Hegel.

    1070Das „Christentum“ wird als Gegensatz zur „Phantasie, Herz, Sinnlichkeit“ der antiken „Volksreligion“, schmerzlich empfunden, von Schiller zum Beispiel. Und – immer noch – auch von Hegel: Die „Verarbeitung“ dessen was die Empirie z.B. so deutlich zeigt, fällt einem auch guten Beobachter und Denker wie Hegel schwer.

    1071Der Ausweg wäre die E-, I-Systematik gewesen. (Übrigens wird das Christentum als „historische“! Erscheinung alsbald „Volksreligion“ und damit „herzlich“, „sinnlich“, aber auch (relativ modern) „entsagend“, „ knechtisch finster“.

    1072Denn seit der Antike werden die Elemente des Denkens, die dort gefunden wurden, in die Ideologien der Völker langsam aber sicher Einlass erzwingen. Das Unendliche z. B. die Individualität des Menschen und seine Denkfähigkeiten, auch das „Nichts“ z. B.; So ebenfalls frühe wissenschaftliche Erklärungsversuche. Zugleich die Bewahrung des Numinosen in jeglicher Gestalt (-> I) und sogar als „Kultur-Notwendigkeit“.

    1073Hegel vertritt dann doch die Auffassung, dass die klassische Kunstform abgelöst werden muss, weil das „Medium der Endlichkeit“, nämlich die Anschauung „nicht das Unendliche fassen“ kann.

    1074Was sich da abspielt ist eigentlich eher vordergründig, denn in der abstrakten Begrifflichkeit, (von der Hegel notwendigerweise ausgeht), kann man Endliches und Unendliches nicht trennen.

    1075Es käme dann nur auf die jeweilige Betonung an. Die spielt sowieso weithin die wichtigste Rolle.

    1076Daher ist es besser, inhaltlich zu argumentieren, so E im als N-G (= Endlichkeit) von „I“ (mit seinen unendlichen Betonungen) zu unterscheiden; Hegel tut das nicht.

    1077Überhaupt ist hier zu fragen, ob es zwei Ebenen der Erkenntnis gibt, deren „obere“ keine Trennung zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit zulässt und deren untere diese Trennung ermöglicht und daher erst I, N, E, G erlaubt.

    1078Wieso ist das Verhältnis von Religion und Kunst:für Hegel, Schiller etc. ein derartiges Problem?

    1079Für uns ist es so, dass „Kunst“ (in I = E) alle „I“ (emotionale ebenso wie die sich aus der Emotionalität in deren sachlicher Entwicklung entfernenden rationalen „I“ und in weiteren unendlichen und asymptotischen Schritten hin zur „geistig abstraktesten“ Situation der I = E, die Eliminierung von „I“ umfasst. Das gilt auch entsprechend für die E.

    1080Es gibt nun eine Reihe von grundsätzlichen Beispielen (die Hegel u.a. diskutieren): Die Menschen und die ihnen noch „ähnlichen“ Götter Griechenlands haben noch Emotionales an sich. Das wird abstrakt gefasst, als „Medien der Endlichkeit“, der Anschauung, um es der „Unendlichkeit“ als Tendenz zu „I = E“ und (damit der Betonung von N, G) gegenüber zu stellen. Die „Aufklärung“ (als „Entwicklungs-Abstraktion“) ist jene historisch-gesellschaftliche „Arbeit“, welche diese „Vereinfachung“ vornimmt: Die Eliminierung von „I“ z.B.als „Wissenschaft“.

    1081Das heißt, man kann „Kunst“ durchaus in beiderlei Gestalt haben, als Fassung des Inhaltes des Geistes in seinen unendlich vielen Abstufungen hin zur totalen Abstraktion (z. B. in Gestalt von Lyrik, Architektur) und in allen I/E-Wechselbeziehungen: Da ist natürlich (weil ja hier nur die menschlich-gesellschaftlichen „I“ gemeint sind) die „Gestalt“ des Menschen, hilfsweise der griechischen Götter, die treffendere „Ausdrucksweise“ unter vielen anderen Möglichkeiten. Denn diese Vielfalt entspricht der Vielfalt der I/E – d. h. der „I“.

    1082Daher auch die Vielfalt der Künste und Kunstwerke hier.

    1083Wenn es heißt, dass „Kunst den Inhalt des Geistes fassen und darstellen muss“, dann hat das diese „synthetische“ Weise, die stets als (intuitive z.B.) richtig empfunden wird, die jedoch die Aufklärung, warum das so ist, schuldig bleibt.

    1084Dazu passt, dass die „Form“ in welcher diese unscharf umrissene Aufgabe vollzogen wird, z. B. und typischerweise die „menschliche Gestalt“ ist, „was sie ausdrückt und sagt“.

    1085Was sagt sie denn? Zumindest die beiden von uns als Haupt-Strukturen gewählten „E“ und „I“. Einerseits die „Form“ (hier „der Mensch“, also in seinen Detail als E) und den „Inhalt des Geistes“ als „E“ und als „I“.

    1086Denn dann erst kann das Entscheidende eintreten, die „E“ und „I“ treten als Kunst in zwei unendliche Bewegungen und in Wechselwirkung.

    1087Dadurch kann sich alles verändern, sich z.B. als „Interpretation“ „anpassen“. Und es kann die Relationierung mit der Welt deutlicher werden lassen.

    1088Warum wird „die menschliche Gestalt“ in der Kunst so oft zentral dargestellt?

    1089Als „Form“ ist sie das „qualitativ“ höchst entwickelte „E“, (abstraktere „E“ stehen zwar höher, aber sie haben durch die Abstraktion auch systematisch Defizite; Heilige und gerne auch „Gott“ werden dazu genutzt. Obwohl bestimmten Religionen dieser Widerspruch zwischen höchstem Kunstwerk und höchster Abstraktion aufgefallen ist.

    1090Dazu kommt aber essentiell, dass die Form, E nur eine Seite des Ästhetischen ist, die andere ist „I“, hier also, wie die Form „Mensch“, den Inhalt des Geistes darstellen lässt. Also wiederum die Emotion, die Ratio, die Weisheit, als E und vor allem die „I“ (oder das Fehlen von „I“). Der Mensch ist die einzige Quelle jenes Teils der I-Sphäre, der hier gemeint ist, des Kultur-Geistes.

    1091Da diese I-Seite (und die „E“, aber das „darzustellen“, gilt auch in der Kunst als minderwertig) variantenreich ist – und das prinzipiell unendlich; wenn man an die Zukunftsdimension denkt, wird stets „Menschliches“ in jeder Kunst-Art äußerst wichtig sein. Und es wird Ästhetik und Künstler geben müssen, die auch auf Kunstwerken bestehen, die selbst das Außer,- Über-, Untermenschliche darstellen lassen.

    1092Auch die kollektiven „I“ (als mittlere Variante) müssen gleich berechtigt sein.

    1093Wenn Hegel wie auch Schiller die Gleichrangigkeit von „antiker“, anschaulicher, naiver mit „moderner“ (Aufklärung), „von der Idee dominierter“ Kunst (hier vor allem Poesie) annehmen, so sehen wir darin nicht nur eine empirische, historische Feststellung und Forderung. Vielmehr geht es um die I-Skala, und zwar hier um deren Bezug zur Entwicklung (nicht um Varianten wie individuelle zu gesellschaftlichem „I“). Also: von der Emotionalität (wo „I“ noch sehr an „E“ gebunden ist), und die Wahrnehmungs-Emotions-Ratio-Übergänge, bis zur völligen Trennung (und damit der freien Rekombinierbarkeit) der „I“ von den „E“ in der Begrifflichkeit/Ratio bis hin zum „Abstraktesten“. (Das ist traditionell immer „Gott“ – und seine Veränderung in der Aufklärung vom „konkreten“ zum abstrakten Gedankending -> Deismus – spielt dann pars pro toto eine Rolle in der philosophischen Diskussion zu dieser „Kunst“-Frage).

    1094„I“-Arten gibt es verschiedene. Und damit (-> I=E) Kunst-Auffassungen. (Auch insofern ist „Kunst“ eigentlich die komplette Entwicklung der Emotionen, des Geistes, der Kultur, der Technik u. ä. – aber auf eine bestimmte Art und Weise…).

    1095Um jedoch jegliche Relationierung, womöglich als I-Relation zu unterbinden, wird (seit Luther, verstärkt in der Aufklärung, prinzipiell mit der Entstehung der kapitalistischen Leistungsgesellschaft, wozu immer prägender Wissenschaft und solche Methoden gehören, die zusammenfassend als „Rationalität“ bezeichnet werden) wird also auf allen Gebieten das und zugleich der E-Entwicklungs-Prozess vorangetrieben: So in der Ökonomie (auch als Ideologie). Der Markt als Ordnungsfaktor, also E, dessen Inneres allein wichtig ist – und das „mechanisch“ -> N, G abläuft, insofern als jeder Eingriff von außen überflüssig ist. In der Religion, der Deismus (Gott hat die Welt geschaffen, sie aber nach dem Schöpfungsakt sich selbst überlassen). In der Kunst jedoch ist die Mediation mit dem ökonomischen Geschehen (und ihren naiven ideologischen Übertragungen) durch Vermittlung über die zu „E“ gehörigen Entwicklungsstufen des Geistes gegeben: Von Luther. bis Hegel wird die „unendliche Subjektivität“ als „wahrhafte Geistigkeit“ gesehen (Hegel). Darin besteht der Charakter von Christus, seine „Versöhnung mit Gott“ (Luther, noch Hegel) – und in der Kunst z.B. die „Bildlosigkeit“.

    1096Diese E-Entwicklung, (–> N-G), verdrängt alle „I“, vor allem erst mal die emotionalen.

    1097Die „Entwicklung“ der Kunst ist die der Geistesgeschichte. Beides als Phasen in einer umfassenderen Entwicklung. Aber da Kunst sowohl „I“ als auch „E“ in gleichem Maße (beide gleichberechtigt) erfasst und „I“ dieser Entwicklung typischerweise, bzw. konstitutiverweise nicht unterliegt, ist auch „Kunst“ entwicklungsneutral.

    1098So wie sich „E“ entwickelt, verändern sich die Kunstformen: Der Frühkapitalismus (Renaissance, Reformation) ist als Leistungsgesellschaft, deren Beginn auch der der intensiven E-Entwicklung ist, an der gesellschaftlichen Betonung des Gewichtes der „E“ als Werkzeuge jeglicher Art und da vor allem und parallel der Begrifflichkeit (Wissen und Wissenschaft) interessiert; (bzw. umgekehrt, jene E-Entwicklung beschleunigt den Kapitalismus, die historische Entwicklung. Wir sehen prinzipiell keine alternative Kausalität; beide heben sich auf der philosophischen Meta-Ebene auf.

    1099Die Geschichte der Begrifflichkeit, des Geistes ist damals zum großen Teil noch die der Religion. Die „Reformation“ stellt die Entwicklung dar als „Erneuerung und Vertiefung des Glaubens“. Es geht dabei um die Anhebung des „positiven“ Wissens auf ein neues Niveau, mit neuen Abstraktionsgraden überall, etc. Dazu musste die einzige Quelle dafür, das „Subjekt“, betont werden. Alte „I“ und alte „E“ (z.B. die Organisationsstruktur der Ideologie-Vermittlung (von der katholischen Kirche bis ins Detail der Volksfrömmigkeit  Heilige, Legenden, Bilder) waren zu erneuern oder zurückzudrängen.

    1100Das Subjekt ist der Quell aller Erzeugung allen neuen Wissens (E), aber auch der strategischen und taktischen „I“.

    1101Das was dem E“ „äußerlich“ ist, wird schon deshalb zweitrangig, tatsächlich wird es auch als „Konsumgüter“ durch neuere ersetzbar. Wichtig aber ist das Weitertreiben der E-Entwicklung im Begrifflich-Abstrakten durch die Subjekte.

    1102Deshalb ist die Betonung der Reformation, dass „Gott“ als das abstraktestes und daher auch umfassendstes E-Entwicklungsprodukt „wahrhaftig“ gegenwärtig nur im Subjekt ist, richtig (als eine Art historisch Unbewusstes).

    1103Die „Verinnerlichung des Glaubens“ ist deshalb festzustellen, weil allein das Subjekt diese relativ schwierige, (jedenfalls neue) Methodik schafft; nämlich statt der Identifizierung (G) jetzt dieses auch als Negation (N) – oder als N/G- Wechselwirkung noch ohne neue Erzeugung (so als Abwendung) prinzipieller Art von den religiösen E – zu schaffen.

    1104Das „Außen“, das als Überwältigung zuvor seine Macht „als Gott“ hatte, wurde durch Praxis und Wissenschaft neu bestimmt. Und wird erst nach dieser Phase wieder mit dem Gott in abstrakter Begrifflichkeit vereint. Es verlor erst mal sein „Tiefstes“, auch „Abstraktestes“ als Entfremdetes, Gefährliches, Unbeherrschtes. Indem die „Glaubensinhalte“ in das Subjekt hinein genommen werden, und das Subjekt überhaupt alle Äußerlichkeiten nach seinem Hauptvermögen, der Abstraktionsarbeit, bearbeitet, ob das die Umwelt, die Götter, Abwesender oder Vergangener ist.

    1105Das Ergebnis dieser letzten äußersten Phase der E-Entwicklung ist aber nicht die Göttlichwerdung des Menschen, obwohl es Annäherungen daran objektiv gibt, (so dass Feuerbach etc. schon auf einer richtigen Spur sind).

    1106Indem nämlich der Mensch die „E“ „endgültig“ erarbeitet, schafft er die Einsicht in das „Ganze“ und z.B. auch in das physikalisch Erste, sowie die Möglichkeit vom „objektivem Geist“ (eben das Abstrakteste). Womit „der Mensch“ zwar der Entdecker ist, aber von etwas ihm zunächst Unverständlichem.

    1107Ein Nebenprodukt ist, dass dann auch die subjektiven Emotionen wichtig werden. Diese taktischen „I“ neben den großen strategischen „I“ der letzten Abstraktions-E-Entwicklung (und nachziehend der E-Vollendung im Technischen, Ökonomischen, u. ä.). Die Künste werden jetzt auf diesen, unendlichen, vielseitigen etc. individualistischen „I“ aufbauen.

    1108Diese historischen Abläufe, welche zur „Verinnerlichung“ führen, sind umfassender Art. Hegels System selbst zeigt, dass es nicht nur um die für sich seiende Wahrheit als „Wahrheit von Gott“ geht. Es geht um einen allgemeinen Fortschritt im Erkennen, jedenfalls dabei um die eine Richtung: Erst und endlich sich selbst zu erkennen, als das nächstliegende „E“ – und damit auch um die eigenen menschlichen „I“.

    1109Deshalb gibt es sofort eine Aufsplittung in der Erforschung des Subjekts, Hegel erforscht dessen rationale Möglichkeiten; die Emotionen werden durch Romantik, „Pietismus“ u. ä. ausgelotet. Die Religion als „Protestantismus“ steht ebenso wie die „Kunst“ zwischen beiden. Das ist ein Prozess, der bis heute andauert.

    1110Die philosophische Modifikation dabei ist das individuelle Handeln und die Sprache. Die Kunst als Moderne kann das in „I-Richtung“ völlig ausleben.

    1111Die damalige „Entzauberung der Welt“, d. h. auch deren Herausrücken aus dem historisch-gesellschaftlichen Mittelpunkt der forschenden Neugier, der Überhöhung, welche zur Einleitung weiterer Hypothesenbildung dient, hat mit den Forschungsergebnissen aus dem „Inneren“ des Subjektes neue Höhen erklommen.

    1112Die Kunst fasst alle Verhältnisse, sie ist eine Verdoppelung der Welt – und zugleich deren Erweiterung.

    1113Die Religions-Entwicklung, die ja auch „I“ und „E“ betrifft, kann nur in einem Ausschnitt mit Kunst parallelisiert werden.

    1114So schließen sich die Religionen gegenseitig aus, ( „Entwicklung“), während in der Kunst die Einzelstadien nebeneinander existieren dürfen. Das verweist darauf, dass die Religion „E“ betont und die Kunst „I“, z.B. gelten im Religiösen die monotheistischen Ideologien als „höchste“. Dabei folgen sie nur einer speziellen E-Entwicklung, der des Begrifflichen, welche alle I-Seiten eliminiert hat – und daher zwangsläufig zum „Monotheismus“ gelangt.

    1115Diese spezifische E-Vollendung ist das historische Projekt des Judentums. Es ist gut durchdacht, z.B. ist das Bildnis-Verbot konsequent, denn „Gott“ ist „begriffliches“ Sein, bzw. das „Ganze“ und daher prinzipiell nicht darstellbar.

    1116Aber es muss dann auch jede Relationierung fehlen, also „I“, „N/G“.

    1117Eigentlich aber kann man das nicht ohne denkenden Menschen leisten.

    1118In der Entwicklung, speziell der Geschichte, hier der kulturellen Bereiche, (also von Religion, Kunst, Wissenschaft) geht nicht nur „I“ auf „E“ zu (und umgekehrt „E“ auf „I“ zu), sodass „I=E“ wird, vielmehr werden die „E“ der Welt auch zum E = Mensch, „Ich“. Und die „I“ der Welt werden „mein „I“ allein“ („Ii“).

    1119In einer Welt des Dämonenglaubens sind die überirdischen Mächte noch überall, in der Natur z.B., unmittelbar gegenwärtig, und das Profane ist vom Sakralen nicht zu trennen. In der griechischen Mythologie ist ein Eingreifen der Götter zwar noch jederzeit möglich, ihr Aufenthalt ist jedoch klar beschreibbar, welche Beschreibungen einen großen Teil der Erzählungen ausmachen.

    1120Die jüdische Religion trennt Sakrales und Profanes erstmals streng.

    1121Im Grunde ist diese „Entwicklung“ das Bewusstwerden dessen, was schon stets so war: Die Natur, Gott, oder ein Kunstwerk ist – wie die modernere Erkenntnistheorie weiß – stets (auch!) „meine“ Struktur, die des Ich, mein Wollen, u.ä., meine Abstraktionsarbeit (Ii/Ei).

    1122In der „Philosophie“ selbst werden noch spezielle Schritte dazu gegangen: z.B. noch Geschichte, Gesellschaft als Einfluss, bevor das menschliche Individuum als Letztes bleibt. Während Hegel eine menschliche Eigenschaft überbetont (wie z. B. auch das Judentum), die Vergeistigung, Verbegrifflichung Gottes; als Abstraktionsvermögen des Menschen. Nur, dann geht’s wieder von vorne los: „Was = „der Mensch“.

    1123Alles was der Mythos, die Religion in eine jenseitige Welt abgewälzt haben und was die Wissenschaften in den Dingen und als Methoden dingfest gemacht haben und was Philosophen wie Hegel und Marx in Dingen und Begriffen (z.B. „das Endliche in seiner verständigen Bestimmtheit“, Hegel) glaubten gebannt zu haben, alles das bleibt beim Subjekt hängen. Dieses leistet jenes als unabschließbare Arbeitsprojekte, die ihm kein Gott, keine Theorie abnimmt.

    1124Auch in der Kunst ist die Individualisierung (Ii/Ei) als Intensivierung aller emotionalen (I/E) und begrifflichen („E“) Erarbeitungen präsent.

    1125Wie hilft sich das menschliche Individuum, wenn ihm die Last nicht nur des höchsten Entwicklungsstandes aller dieser Bereiche, sondern auch noch alle historischen, entwicklungsmäßigen Vorstufen aufgehalst werden?

    1126Nach vorne handelnd, denkend, planend. Die weitere allgemeine Entwicklung als E-Erzeugung und I-Kreierung hat darin einen ihrer Antriebe; auch als Flucht in die unendliche I-Sphäre.

    1127Hier kann man wieder mal ein Beispiel zeigen, wie die prinzipielle Reduktion in der E-Sphäre dargestellt wird. Deren Theoretiker Hegel ist, und die dann zur quantitativen Unendlichkeit am Schluss „entartet“. Die jedoch noch nicht als theoretisch notwendiger Vorgang in seiner ganzen Breite erkannt wird. Aber Hegel sieht es an dem einen Ende der Entwicklung schon deutlich, in großen Teilen der Geistesgeschichte.

    1128Es sind zwei Grundzüge der Reduktion: Die I-Eliminierung, was mit der prinzipiellen I-Vielfalt zusammenhängt; und die Reduktion der E-Vielfalt: Von der indischen, griechischen, hebräischen Wirklichkeitsauffassung, sagt Hegel, geht es um das „Festwerden des Endlichen in seiner verständigen Bestimmtheit“. Von der klassischen Kunst mit ihrem differenzierten Polytheismus zur christlichen Kunst und weiter zum Protestantismus, es geht indirekt um die Festigung des Monotheismus, ein Gott, aber auch ein Geist, ein Christus, oder direkt um die des menschlichen Subjektes. Damit um „absolutes“ Wissen (E) und Wollen („I“) bei allen (Gott und Mensch).

    1129Das was bisher so unsympathisch schien (Mythos, Vielgötterei, Heiligenkult) sind die Rettungsversuche für „I“; was so klar und modern ist (Profanisierung der Welt, das Subjekt als solches) ist zu relativieren: Hierin besteht aber nur dann der Wert einer umfassenden Philosophie, wenn „modern“ und „postmodern“ gleichberechtigt sind, und sich auf eine umfassende Theorie beziehen lassen.

    1130Kunst und Religion wird als Problem deutlicher, wenn man die „Inhalte“ beider bedenkt. Bei den antiken Griechen bildeten Kunst und Religion eine Einheit, („Homer hat den Griechen ihre Religion gegeben“), die Christen nehmen die Philosophie ernster. Die Bilder dieser Religion (Fleisch-Werdung, Leiden, Auferstehung, Gott als Christus, etc.) sind erst in sekundärer Weise „Kunst“.

    1131„Die Wahrheit“, welche die Christen und noch Hegel darin sehen, ist als Übergang vom Sinnlichen (der sinnlichen Wahrnehmung, und der sie begleitenden Emotionalität) zur „Vergeistigung“ der Übergang sowohl im E-Bereich (zu den Abstrakta der notwendigen objektiven Begrifflichkeit) wie in dem dazu stets und notwendig parallelen Übergang im I-Bereich (Abtrennung aller „I“ außer denen, die „E“ „dienen“, fördern).

    1132Es ist die philosophische Fassung der Entwicklung der Wissenschaft über ihren heutigen Stand hinaus, ihren Methoden wie Logik, Mathematik besonders: Mit Ent-Individualisierung, Ent-Emotionalisierung, etc.

    1133Und, die Geschichte des Christentums, und dabei z.B. die Trinität, die Auferstehung sind wahr, nur eben nicht als „Märchen“ also als „Kunst“,sondern als philosophisch-wissenschaftliche Wahrheit.

    1134Kunst ist dann noch Religion, wenn in deren Offenbarung die unendliche Einheitstendenz von „I zu E, E zu I“ besteht. Beide fallen auseinander, wenn die „I“ reduziert werden, letztlich auch als I = E.

    1135Das alles spielt sich im, als Subjekt ab; insgesamt zielt die „allgemeine Entwicklung“ daraufhin.

    1136Daher geht Kunst und Religion konkret im Subjekt heute noch und immer stets mit- und durcheinander; z. B. wird der total abstrakte Gott emotional geliebt.

    1137Die „Vergeistigung“ und die Kunst: Das wird oft entgegengesetzt. Es sind aber nur verschiedene Kunstauffassungen, die da begründet sind. Kunstwerke einerseits, die die „sinnliche“ Erscheinung betonen und repräsentieren, also I, E aus dem Emotionalen des Menschen. Und dagegen Kunstwerke, wo „I“ tendenziell „E“ wird, die von Identitäten jeder Art (z.B. „Reinheit“, Exaktheit, Geometrizität, u.ä.) leben.

    1138Konkret (und darum geht es grundsätzlich, weil „Kunst“ stets als „I = E“ alle I mit allen E vereint) hat jedes Kunstwerk beide Hauptzüge dieser Art.

    1139Dazu kommt die konkrete und zu erfahrende Situation, dass (die andere Seite) „der Mensch“, dort wo „die Idee“ betont wird, eindeutig vorgeordnet wird, (ob in Wissenschaft, Arbeit, Religion, Kultur) und sinnliche, emotionale Ausgleichswege geht.

    1140Nicht in Frage gestellt ist in Zeiten der Verwissenschaftlichung, (des „Idealismus“ und Materialismus in der Philosophie), (seit Luther z.B. im Religiösen) nicht das Existenzrecht, die Möglichkeit von Kunst überhaupt, vielmehr eröffnet die E-Entwicklung bereits in diesen frühen (vor E-Vollendungen) Zeiten die von parallelen „I-Entfaltungen.

    1141Für das Subjekt (das ja nach Hegel das der Begrifflichkeit allein angemessene ist) liegt der mögliche „Ausweg“ in der Mystik, der Romantik und versteckter in individueller Welt-Interpretation emotionaler Art – wenn nicht gar in der Krankheit.

    1142Das Ideal der romantischen Kunst sieht Hegel in der Liebe: „In der Liebe nämlich sind nach Seiten des Inhalts die Momente vorhanden“: „Die versöhnte Rückkehr aus seinem Anderen zu sich selbst“. Das was Hegel den „absoluten Geist“ nennt, der jenes leistet, ist bei uns die N/G-Relation, welche „I“ erzeugt. Also im Unterschied zu N-G, welche die Identitäten (E) (ebenfalls auf die verschiedenste Weise) erzeugt, welche die „klassische Kunst“ genannt werden.

    1143Dazu noch einige Bemerkungen; es fällt Hegel von seinem „System“ her sicher nicht leicht, „Inhalte“ zu formulieren (und die Theorie dazu, erst recht nicht). Deshalb endet der Versuch auch in „N/G“ (formale Dialektik), wenn auch pseudo-inhaltlich verbrämt, (N/G ist das beiderseitige wechselwirkende abstrakte Verhältnis unendlicher Art zwischen Identischem (Selbst) und Nichtidentischem (Anderer). „Versöhnt“ heißt, zum Stillstand kommend, aber wie, als „E“? Dagegen ist „Inhalt“ für uns das Übergehen von N/G (abstraktes Verfahren) zu den „I/E“. Hier („Liebe“) zu den I/E-Relationen des Emotionalen besonders, (denn wegen der I-Sphären-Eigenart gibt es keine echten Abschottungen der Bereiche).

    1144Damit wird „die romantische Kunst“ für uns die Betonung der I/E-Relationen emotionaler (individueller und sozialpsychologischer) Bereiche, was also gegenüber Hegel eine Erweiterung ist.

    1145In diesen Kunst-Inhalten, welche als „romantische“ gegen die „klassischen“ gestellt werden, geht es nicht mehr um die tendenzielle Trennung der „E“ von den „I“, (das ist die eine der möglichen zwei Tendenzen: Trennung, weg von, als „Rw“), sondern um die andere Tendenz ( Rz) und dann der vermehrte Bezug („Rz/Rw“). Dieser „Bezug“, die „Relation“ ist aber in sich widersprüchlich, (was man von der anderen Tendenz nicht sagen kann;  mit allen psychologischen Folgen)

    1146Von den zugrundeliegende „z“ und „w“ her kommt es auch noch auf der N,G-Ebene und auf der I, E-Ebene zu heftigen unendlichen Wechselwirkungen – und damit zu Weiterentwicklungen.

    1147Ein Bereich, der das „darstellt“ ist die menschliche Emotionalität.

    1148Alle „I“, alle „E“ werden dort, aus diesem Grundmechanismus heraus, mit einbezogen. (Hegel siebt da aber „aus seinem guten Grund“ die „positiven“ I schon mal aus).

    1149In der und als „romantische Kunst“ kann Hegel seine formalen Prinzipien und seine praktische Philosophie als die Grundlage für „Ästhetisches“ legen. Was machen wir dabei? Wir stellen das lediglich in ein erweitertes System.

    1150„Die Liebe“, als Beispiel für die Inhalte des absoluten Geistes, hat die formale, die dialektische Struktur. („Das wahre Wesen der Liebe besteht darin, sich in einem anderen Selbst zu vergessen, doch in diesem Vergehen und Vergessen sind sie erst selber zu haben und zu besitzen“). Und es ist auf jenem inhaltlichen Bereich angesiedelt, einem Teil der Emotionalität – (nicht im Ökonomischen, Technischen, oder der Natur) – der für den Reifegrad jener Philosophie nahe lag. Bezeichnend ist, dass nur der „positive“ Teil der Emotionalität („Liebe der Maria“/“Mutterliebe“ z. B.) „ als gelungenster Gegenstand“ vorgeführt wird. Denn das erscheint als der Übergang zum Geistigen, was „ohne Interesse“ ohne „Bedürftigkeit der Begierde“ ist. Als das Ideale, die affirmative Versöhnung, welche die Mechanismen und Bindeglieder zum Abstrakten sind.

    1151In dem allem steckt bereits die Voraussetzung für unsere Ergänzung: I-umfassend; Kunst auch ohne „I“; die Konkretisierung der Dialektik als I/E bzw. „I=E“; der Übergang zum Geistigen als notwendiger Entwicklungsprozess, der genau zu beschreiben ist; etc.

    1152„Kunst“ ist in der allgemeinen Leistungsgesellschaft definiert – und damit eingeschränkt – als das Außerordentliche, das „Können“, das reine, extreme Gefühl.

    1153Eine Folge davon ist, will man die „wirkliche“, die “eigentliche“ Kunst zeigen, dann tendiert man wie Hegel zu Extremen. Wie z.B. die „romantische Kunst“, deren Ideal nur außergewöhnliche Emotionen, (z.B. Maria und Kind/Jesus), sind.

    1154Selbst im traditionellen Kunstbegriff (nicht nur in abendländischer Kunst) wird dadurch nur ein schmaler Bereich erfassbar.

    1155Die Grundfrage ist aber auch dabei, sind alle I, E zugelassen?

    1156Und was grenzt dann noch „Kunst“ vom Leben ab?

    1157Sogar jene, deren „I“ der reine „Zweck“ ist und dabei die abstrakteste I- und E-Kombination, fühlen sich für die Vorstufe zum „Künstler“ berufen; nur das handwerkliche Leistungsideal bremst ihre Ansprüche in dieser Hinsicht noch.

    1158Am Detail, Hegels Stellung zur „Liebe“, ist zu erkennen, wie sich die, I-Eliminierungsversuche immer wieder durchsetzen – und wie sehr das dann als Einschränkung eines vollen Begriffes von Ästhetischem, von Kunst verstanden wird. Mit anderen Worten, „I“ ist nicht nur irgendein “Inhalt“, das wären alle „E“ ja z. T. auch, sondern speziell die I-Seite der Inhalte konstituiert „Kunst“.

    1159„Liebe“ wird von Hegel betont im „religiösen“ Sinne verstanden. Dort nämlich ist der Übergang zu idealistischen Strukturen (zum „Absoluten“ z.B.) leicht durchzuführen, bzw. emotional bereits vorwegzunehmen.

    1160Die Liebe in ihrer „säkularisierten“ Gestalt hat nicht nur einen Zug ins Emotional-Biologische, es ist auch vom Formalen her die Seite von „I“, die „Willkür“, „Freiheit“ u.ä. meint; was Hegel belustigt: (dass „dieser gerade diese, diese, diesen liebt“). Die Ironisierung des „Zufalls“ lässt aber über die Struktur der I-Sphäre nicht nachdenken.

    1161Das menschliche Individuum ist der wp „Umwandlungs-Mechanismus“ vom Biologischen zum Emotionalen und zum Rationalen. Dabei sind die zwei wichtigsten Ergebnisse: Die I-und die E-Produktion/-Erzeugung.

    1162Das ist damit ein Quell aller „Kunst“.

    1163Die WP zeigt die Erzeugung und die Funktionen der „I“. „E“ und „I/E“ in allen Phasen, in deren theoretischen und praktischen Seiten.

    1164Dass die „christliche Religion“ des „unverlierbaren Wertes jedes einzelnen Menschen“ in ihre Ideologie integriert hat, ist eine schrittweise Erneuerung, Veränderung, die sehr wohl als fast letzter Schritt philosophischer Weiterentwicklung der Religion, so auch des Protestantismus aufzufassen ist.

    1165Tatsächlich aber – und das wird typischerweise nicht bemerkt – ist die Aufnahme des menschlichen Individuums in „die göttliche Welt“ (Hegel) ein innerer Bruch der philosophischen Ansätze, die sich damit aus prinzipiell heterogenen Quellen, („Gott“, Ganzes/Entwicklung, etc., Mensch) speisen.

    1166Dass Hegel das nicht sieht, und dass das bis heute das theologische Hauptproblem ist, liegt an der fehlenden Metatheorie.

    1167„Der Staat“, die Gesellschaft, die das Individuum „opfern“ (z.B. zur „Rettung des Allgemeinen“) ist theoretisch etwas anders gelagert; man kann das nicht konfrontieren, wie Hegel es tut. Die „ursprüngliche“ I, E-Quelle „Mensch“ verarbeitet I/E, indem und weil es viele Individuen gibt. Das ist ein „Mechanismus“, der ruht auf obigen Höheren.

    1168Wie hängen Wissenschaft, Kunst, Religion zusammen? Hegel scheint Religion und Kunst eng aufeinander zu beziehen; (Kunst als Statthalterin in säkularisierter Welt).

    1169Weil Kunst „beim Besondern zu verweilen liebt“, (ähnlich die protestantische Religion). Wir: Jenes „Besondere“ ist die I-Differenzierungsmöglichkeit.

    1170Wissenschaft, der “Verstand“, der „das Mannigfaltige aus allgemeinen Gesichtspunkten zusammenfasst“, also die E-Entwicklung (als Abstraktion) als Kernkennzeichnung der E-Sphäre nachvollzieht, kann dann nicht „Kunst“ sein.

    1171Wir relativieren das; zwar hat Wissenschaft diesen harten E-Kern, aber Wissenschaft nähert sich als „moderne“ den konkreten I/E-Relationen, wenn sie entweder diese „Dialektik“, den „Quantencharakter“ direkt konstatiert, oder wenn sie sich in „Methoden“ auflöst, die N/G-Charakter haben. Letzteres ist eine Art unehrliche Flucht; genauer, ein formaler Versuch, neben der Grundaufgabe der Wissenschaft, der E-Vollendung im Geistigen, doch noch die Verbindung zum vollen Ganzen zu halten.

    1172„Religion“ in ihrer gut meinenden philosophischen Viel- und möglichst Allesheit, hat auch, (auf gutgläubigem Niveau) die Verbindung zur I-Sphäre.

    1173Was ist mit der Variationsbreite der „I“ heute? Es zeigt sich eine Zwiespältigkeit. Der Reichtum und die technologischen Möglichkeiten (in der 1. Welt) fördern eine zunehmende Anzahl von „I“, Und das drückt sich als Individualisierung, („Unverwechselbarkeit des Individuums“) aus.

    1174Das gilt auch für die „Individualisierung“ in kleinen Kollektiven (Vereine, Familien, Ethnien, Berufsgruppen, regionale Fraktionierungen, Hobbys, etc.) „Ik,g.

    1175Die andere Seite ist die zunehmende Vergesellschaftung. (Beider Seiten Verhältnis ist eine Problematik für sich).

    1176Die Ideologischen-kulturellen-politischen-ökonomischen Vereinheitlichungen weltweit haben ihre Stützen in Sachzwängen, (ökonomisch, ökologisch), aber auch in prinzipiell “sachlichen“ Ideologien, wie den Religionen oder die der weltweiten Parteien.

    1177Die Kunst versucht ihre I-Breite zwischen diesen beiden Polarisierungen zu bewahren; z.B. mit betonter Individualisierung – aber das weltweit.

    1178Die inneren Widersprüche, z.B., da der Individuierungs- I – Inhalt nur dem Künstler zugehört, kann diese Kunst sich für Kollektive nur als Prinzip, also nur rein „formal“, darbieten.

    1179So werden Emotionen, z.B. erotische, die prinzipiell nur die des Künstlers sein können, „verallgemeinert“; was von der „Sache“ her nicht immer geht. Das Ergebnis ist die Stimulierung von Voyeurismus o.a. erotische, sexuelle Einstellungen bei den eigentlich Ausgeschlossenen.

    1180Hegel ist der angemessene Theoretiker der „Tausch-Gesellschaft“. Denn ihn interessiert nur die Herstellung der Identität (E) als ein Prozess (G) der unendlichen Annäherung an das Ziel (E) und damit die gründlichste Eliminierung von „I“ überhaupt.

    1181Deshalb sind ihm die „I“ der totalen Irrationalität, die in der Liebe als Psycho-Phänomen erscheinen, eine Kuriosität und mehr nicht.

    1182Und ganz allgemein hat in seiner Philosophie der Geschichte das „Besondere“ keinen Platz. Es wird ständig im „Allgemeinen“ aufgehoben und damit eben auch als prinzipiell Anderes (zur E-Entwicklung = Abstraktion  „Allgemein“) beseitigt.

    1183Das „Besondere“ ist eine formale Seite der I-Sphäre. Denn jedes „I“ ist eines für sich. Es kann zwar mit jedem anderen „I“ Relationen eingehen, es bleibt dabei aber nicht aufgehoben.

    1184Das drückt sich auch im „N/G“ aus; bei dem „N/G“ ist ja nur ein Punkt gemeint, der des Gleichgewichts, wo jede Relation nach außen fehlt (z.B. in der Physik zu den anderen z oder anderen w).

    1185Es ist ein Hauptthema seit Hegel und Marx, dass das Besondere, der Gebrauchswert dem Allgemeinen, dem Tauschwert zu weichen habe; bei Hegel noch positiv gesehen, bei Marx bereits „kritisch“ und auch eher negativ.

    1186Zur „Kritik“ aber gehört es, auch den Entwicklungsaspekt darin zu sehen. Die bürgerliche Weltanschauung, die ziemlich pauschal ist und noch keine Zuspitzung als „Philosophie“ gefunden hat, rückt sowohl das menschliche Individuum, (zwar als abstraktes E und als Ei in den Vordergrund), als auch seine Verbindungen mit dem „Allgemeinen“. Bei Hegel im Bereich der abstrakten Entwicklung: Als Stufe zum Absoluten Geist, bei Marx als abstrakte Gleichheit aller und als Tausch-Gesellschaft. Bei Marx allerdings beginnt das ganz Andere aufzuscheinen. Unser Vorwurf ist, das Neue, das Andere baut nur darauf auf, kann sich nur entwickeln, insoweit die tatsächlich vorhandenen und zum großen Teil geleugneten Emotionalitäten (auch die subjektiver Art) ebenso genutzt werden, wie die (kritisierten) E-Entwicklungen (Abstraktionen, Tauschgesellschaften/Tauschwerte, Hegels Begriffsapparat). Nur wenn die Vorstufen unendlicher I-Sphärik (totale Emotionen z.B.) und die äußersten Produkte der E-Entwicklung aufeinander stoßen, geht’s weiter.

    1187Es ist Zweierlei, was Hegel, von seiner Systematik her sehend, nicht verstehen kann: Das „Besondere“ und den I-Bereich. Das „Besondere“ ist ein „E“ wie es sein „soll“. Es steht allerdings auch am „Anfang“, während Hegel dem Ende zustrebt, seiner ihm inhärenten Bewegung, „dem Werden“ sei Dank. Aber selbst in Hegels System hat das Absolute, Ganze, sehr große theoretische Nähe zum Ersten, Besonderen.

    1188Das Schöne ist nun, dass Hegel um die Wichtigkeit der I-Sphäre nicht herumkommt. Der „Kompromiss“ als Aufhebung von dieser Wichtigkeit und Hegels professioneller Abneigung schildert er „I“ ausführlich und ablehnend: Am Beispiel der „Liebe“ zeigt er deren emotionalen „I“, die implizit sind, („Leiden“, „unendliche Schmerzen“, „Glückseligkeit“) oder direkt angesprochen werden („zerscheiterte Hoffnungen“, „Seligkeit, die der Liebende sich vorstellt“).

    1189Alles das ist „kein an sich selbst allgemeines Interesse“, sondern etwas, was nur die Liebenden „selber angeht“. Wenn sie ihr „Ziel“ nicht erreichen, „so ist damit kein Unrecht geschehen, denn es ist nichts in sich Notwendiges“. Es geht um „die höchste Zufälligkeit, für die Willkür der Subjektivität, die keine Ausdehnung und Allgemeinheit“ hat. Also: Negative Definition von „E“ her.

    1190Hegel ist der Vertreter der Leistungsgesellschaft, der höchste Theoretiker der E-Vollendung. Darin liegt seine große Bedeutung, und zusätzlich muss man ihn und seine Adepten in Ökonomie und Politik und Wissenschaft noch in solchen Eigenschaften wie der des Konsequentseins bewundern: Der Weg, den sie einschlugen, wird nicht verlassen; so könnte dessen Linearität ja mal Alternativen, Seiten-, Umwege, Fernsichten provozieren. Das gibt die Grundformelsammlung aber weder beim bürgerlichen Ökonomen noch beim Politiker oder beim Philosophen her.

    1191Deshalb ist Hegels Verdammung der „Zufälligkeit“, der „Willkür der Subjektivität“, (die er ja als Phänomene erkennt; die er aber konsequent niedermacht) nicht als (irrationaler, o. ä.) „Rest“ gegenüber E, N-G zu sehen, sondern als jenes systemisch Andere: I, N/G.

    1192Und Hegels (sowie natürlich die der Leistungsgesellschaft insgesamt) spezifizierte und von ihm verbalisierte Reaktionen, „Kälte“, Befremden, ist eine Reaktion aus dem Kern ihres Modells: E = Entfremdung, Verdinglichung.

    1193Sowohl die ästhetischen Arbeiten Hegels, wie deren Analyse und Kritik stellen den Zusammenhang zwischen „romantischer Liebe“, (Romantik), „dem religiösen Bereich“ und er „Kunst“ her, wie kann es da Zusammenhänge geben, wenn nicht über die I-Kategorie bzw. genauer über „I/E“ – und deren Konfrontation mit dem E-Bereich?

    1194Wobei Hegel den E-Bereich, wahrscheinlich wegen dessen beeindruckender Entwicklungs-Dynamik, Entwicklungspotenz bewundert.

    1195Dabei ist die moderne, weil „I“-, (I/E implizit) betonende Kritik selbst auch erstaunlich einseitig. So wird Religion, „theologische Vorstellungen“ mit Kunst (und dort mit „Romantik“) eng geführt, (obwohl Religion auch und gerade das abstrakte „E“ nämlich „Gott“ ausmacht).

    1196Damit wird zwar ein Gegenbild zu Hegel, dem E-Bereich und der Tauschgesellschaft angelegt. Aber um die unendliche-I-Sphäre konkret zu gestalten, reicht es nicht, ihn „im Himmel“, oder in der Kunst“ nur zu zeigen. Allein das Zusammenspiel, die wechselwirkende Weiterentwicklung konkreter Art zwischen I-Bereich und E-Bereich bringt da vorwärts. Das alleinige Zeigen des I-Bereichs ist „eigentlich“ kein Fortschritt.

    1197Wie es in der Kunst-Entwicklung den Übergang von der klassischen zur romantischen Kunst und heute zur „modernen“ Kunst gab, ist das zu verallgemeinern (auch z. B. im Religiösen): Diese Tendenz zur Verinnerlichung und Subjektivierung wird von uns der I-Kategorie zugeschrieben.

    1198Die E-Seite (in „I=E“ bzw. I/E) entwickelt sich ja bekanntlich, die I-Seite aber nicht, die variiert „nur“, d.h. es kann jedes „I“ an jeder Stelle (historisch, sachlich) sein.

    1199Da sich „die Kunst“ an jene E-Entwicklung gebunden fühlt (was der bloße und zu kritisierende Einfluss der E-Seite insgesamt ist; über die Leistungsgesellschaft, über die Wissenschaften vermittelt), muss sie („dialektisch) auch deren „Nachteile“ ertragen: Abstrakter zu werden, unanschaulicher und sogar, „zu verschwinden“.

    1200Die I-Seite übernimmt dann die ganze Last. „Kunst“ wird dadurch verändert, (wie andere Bereiche auch). Ob allerdings das „Existenzrecht“ von Kunst, Religion etc. dadurch in Frage steht? Es sieht allerdings nach einem Einmünden aller dieser Einzelbereiche aus, ihre Aufhebung in der unendlichen I-Sphäre.

    1201Vorher kann man ja noch „Kunst“ definieren als „I=E-Einheit“, wo die „E“ die abstraktesten Denkkategorien ( „Gott“) geworden sind. Da werden sich erst mal Kunst und Religion einander aufhebend vereinen.

    1202Dass für Hegel die zunehmende Durchdringung der Außenwelt durch die menschliche „Subjektivität“ das „Prinzip der künstlerischen Entwicklung“ ist, sagt bei Hegel nur, (er nimmt die E, nicht die I-Seite des Subjektes zum Maßstab) dass die Kunst hier das philosophische Prinzip repräsentiert, nach welchem die „Entgegensetzung der festgewordenen Subjektivität und Objektivität aufzuheben“ ist. Warum?

    1203Hegel verallgemeinernd, sagen wir, sowohl die Durchdringung der „Objektivität“, (die ja in dem Moment keine mehr ist) durch die E-Kategorie (z.B. als Begrifflichkeit) und durch die I-Kategorie (z.B. der menschlichen Interessen), wie auch umgekehrt, der Berücksichtigung der objektiven Welt (durch die Wissenschaft) und die Respektierung der „I“ (z.B. Ökonomie, Politik) ist damit gemeint.

    1204Möglich ist das alles nur, (und deshalb entsteht jenes Bild, dass Subjekt und Objekt verschmelzen, sich gegenseitig aufheben), weil es einen – philosophisch zu erfassenden – Metabereich gibt, in welchem Kategorien gelten, welche erst „Objektivität“ und „Subjektivität“ konstituieren.

    1205Der Mensch ist es, der diese Eigenschaften hat: Er will alles wissen, er kann „alles wissen“, dazu hat er alle Fähigkeiten, (auch z B. das Abstrakteste zu denken). Der Mensch hat aber weiterhin das Bedürfnis, z.B. alles zu wollen; er kann seinen ganzen I-Apparat einsetzen, von den emotionalen Wünschen bis zu den grö8ten gesellschaftlichen Zielen.

    1206Gerade die Emotionen, und auch die kognitiven Kennzeichen machen ihn aus und aus ihnen heraus erobert er sich die Welt. Das macht er als Aneignung der Außenwelt, indem er die Grenzen von Subjekt und Objekt durchbricht. Stets aber dabei mit den Zielen und Mitteln, die ihn selbst ausmachen. Die Bereiche, die er im Objektiven dann errichtet: Theologie, Ästhetik, Kunst, Wissenschaft, einzelne Philosophien sind vorläufige und sie können den Schwerpunkten nach wechseln. Später werden sie sowieso eine Einheit bilden.

    1207Warum kann „der Mensch“ der „Außenwelt“ auf diese Weise ihre „spröde Fremdheit“ nehmen? Hegel sieht darin den Wahrheitsanspruch: Sich „im Gegenständlichen nicht zu verhalten als zu einem Fremden“. Das geht wp nur, weil die eine Grundkonzeption (z,w, Entwicklung) in beidem – hinreichend und notwendig – alles konstituiert. Die „Wahrheit“ mithin nur diese „Identitätsbildung“ auf höherer Ebene ist.

    1208Aber die Welt wird auf der Schiene der E-Entwicklung immer weiter abstrahiert. (Jüngste und gesellschaftlich betonte Variante ist die Globalität einzelner Phasen, z.B die ökonomische Durchkapitalisierung).

    1209Dadurch wird die Welt auch immer klarer, einsehbarer, beherrschbarer, etc. Zum Beispiel die gesellschaftlichen Institutionen (E). Alles kann erworben werden („I“)

    1210Aber die „I“ werden auch immer „zielloser“. Ein Ausweg ist die Bildung von „I=E“. Besser gesagt, die kollektiven, „großen“ „I“ werden ständig in „E“ verwandelt oder sie werden eliminiert.

    1211Für die „Kunst“ heißt das, gesellschaftliche, kollektive, „große“ Kunstwerke haben immer geringere Chancen.

    1212Als Refugium werden die Bereiche der individuellen „Ii,k“ angeboten; als Rückzugsgebiete, aber auch als Stärkung der für die E-Entwicklung gebrauchten individuellen Kreativität („I/E“).

    1213Ein Analysefehler (z.B. von Georg Simmel) ist es nun, wenn die „Außenwelt“ in ihrer vollkommenen Vermittlung mit der menschlichen Subjektivität“, (was ja wohl das Ziel aller idealistischen, kulturkritischen Ideologie ist), als Sackgasse empfunden wird, weil dieses Vermittlungsprodukt als „fremdes“ dem Menschen gegenübertritt: Alle diese „Vermittlungen“ sind keine in der I-Sphäre, („I“ der Natur mit „I“ des Menschen), sondern sie sind Abstraktionen, in der E-Sphäre, (also ganz spezifische „Vermittlungen“), deren prinzipielles, wichtigstes Verfahren die I-Eliminierung ist.

    1214Die Vervollkommnung der „Vermittlung“ zwischen Geist und Natur hat zwei Richtungen. Die von Hegel und der Wissenschaft vorangetriebene der Abstraktion, alle Dinge etc., die Welt wird auf hegelsche „Logik“ und zum Beispiel auch auf Mathematik reduziert.

    1215Und wird so „fremd“; von einem ganz bestimmten, aber nicht selbstverständlichen Standpunkt her, nämlich dem I-Standpunkt, (Entfremdung als E-Betonung).

    1216Es gibt da nur so lange eine beklagenswerte Aporie als der Gegenpol („I“) nicht ernst genommen wird. Wenn die Welt zu „E“ wird, wird sie auch zu „Mitteln für etwas“.

    1217Deshalb ist Marx und alles was ihn weiterführt so wichtig, E als PM (z.B.) müssen in dieser „historischen Phase“ in den „Mittelpunkt“ rücken, desgleichen die Praxis, Arbeit und Denkhandeln (I zu N,G,E´zu E) als neue Vermittlungsprozesse. Und damit – noch impliziert – die I-Sphäre (als strategische und taktische hier zunächst).

    1218Im Übrigen, diese Fremdheit von „E“ (z. B. Mathematik) darf gar nicht groß werden, sonst ist „Praxis“ nicht möglich. Die „Arbeit“ ist auch deshalb so unangenehm entfremdet, weil die „E“ prinzipiell unnahbar sind. Für die Klasse der „taktischen“ I-Arbeiter ist die Arbeit, die I mit den E zu verbinden unangenehmer als für die Klasse der „strategischen „I-Arbeiter“. Für sie ist das sehr viel angenehmer; denn sie haben sich die E-Welt zu ihrer persönlichen, wenn auch hart erarbeiteten Welt verklärt; ( Forscher, Kapitalisten, Mathe-Lehrer vs. Schüler, Laien, Arbeitnehmer).

    1219Hegel sucht für die Kunst, z.B.in der niederländischen Malerei, das „sich in der Welt zuhause Fühlen“. Kunst soll aus der vernünftigen Tätigkeit der Menschen hervorgehen. Was er damit meint, ist die Zurückweisung von Emotionalität als Überbetontes, (z. B. „die Idylle“, die romantische Kunst).

    1220Was Marx und bis heute gemeint ist, wenn von solchen praktischen, vernünftigen, konkreten Gleichgewichten gesprochen wird, (wie es die „Niederländer“ sind), ist die Zurückweisung eben jenes – hegelschen – Idealismus, der die Abstraktion, (als „Entfremdung“, z. B. auch „Entfremdung durch Vermittlung“ zwischen Natur und Kunst, überbetont als totale Identitätsbildung, abstrakten Realismus oder/und totalen Formalismus.

    1221So besehen, ist Hegel in seinem Hochhalten der vernünftigen Praxis, „Niederländer“, auch ein Bindeglied zwischen Kant und Marx im „Praktischen“.

    1222Wir meinen, „Kunst“ muss alles „abbilden“, sowohl jene Gleichgewichte, (oder das Streben nach diesen), wie auch die Ungleichgewichte – bis zu jenen extremster Art.

    1223Wo die „I“ frei und die „E“ frei und beide „vollständig“ bzw. sich vervollständigend sind, ohne Rücksicht auf die anderen, (vorhandene E, I etc.) kann „Kunst“ diese umfassendste Utopie sogar „konkretisieren“, wenn das auch nur „Ersatz“ für das notwendige wirklich Konkrete sein kann.

    1224Die normalen Arbeits-, Denk-, Forschungs-, Handlungsabläufe sind in ihrer Ausrichtung eindeutig. (Es ist die Eindeutigkeit der „allgemeinen Entwicklung“). Aus dem Wollen und Nicht-wissen,-können.-haben wird das Ziel des „Produktes“ als verallgemeinerter Ausdruck von allen Ergebnissen jener Handlungen angestrebt.

    1225Hegel sieht das auch als Aufhebung von „Interesse“ des Subjektes im erkannten Objekt. Diese Aufhebung der Entfremdung von Subjekt und Objekt sollte in einem neuen E´ münden. Aber „Kunst“ kann nicht nur von „E“ zu E´ springen. Zur „Realität“ gehören auch alle Prozesse der I-Bildung (Wollen, Willensvorwegnahmen, Interessen), alle methodischen Abläufe („Handlungen“,„Arbeit“, „Denkanstrengung“), alle Widrigkeiten, Fehlschläge, Emotionen etc., als Begleitung, Umfeld, usw.

    1226Dies kann Kunst, als mögliche zusätzliche Chance, gleichfalls darstellen. Um es festzuhalten, da es ja durch die Prinzipien der Nichtkunst-Bereiche zur Eliminierung bestimmt ist.

    1227Aber es muss gelten, (Definition von Kunst), als das so vollendete Kunstwerk, zum Beispiel in der Antike mit den Göttern, die darüber trauern, dass alle die individuellen, sinnlichen Eigenschaften verloren gehen. Oder die niederländische Malerei, die die Auseinandersetzungsprozesse mit dem Feudalismus, mit der Natur noch zeigt; das muss nicht „höher“ stehen als irgendeine einfache E-Abbildung.

    1228Die Inhalte eines Kunstwerkes sind dann begrenzbar auf jene „I“, die gesellschaftlich wichtig sind – und daher mit den „E“ (welche ebenfalls gesellschaftlich wichtig sind) übereinstimmen.

    1229Es gibt zwei (auch zum allgemeinen Kunstbegriff gehörende) Abweichungen: Die „I“ prellen überbetont vor (heute, die Individuellen-I), und auch das Überbetonen der „E“, als das der „künstlerischen Technik“, was deren „Verselbständigung gegenüber den Inhalten“ ( I und I/E) bedeutet.

    1230Hegel unterscheidet zwischen „Inhalt“ (eines Bildes) und dem vom Dargestellten, dem “Gegenstand“ abgetrennten „Scheinen“: „Vom Schönen wird gleichsam das Scheinen als solches für sich fixiert“. Und Hegel spricht von der „Darstellung aller Geheimnisse des in sich vertiefenden Scheinens der äußeren Erscheinung“. Unsere Hypothese ist, hier nähert sich Hegel entweder dem „I“ als solchem und d.h. letztlich der unendlichen I-Sphäre, diese mit solchen traditionellen Fixpunkten wie „Glück“ – das ja als unendliche-I-Sphäre eben aus dem Dasein als „Punkt“ herausgeholt wird. ( Unendlichkeit und Punkt/Null/Nichts/N).

    1231Oder es geht um was Neues: Die „E“ der Phantasie (die ja alle „E“ umfasst, bevor sie konkretisiert werden, also auch alle zukünftigen konkreten „E“) verbunden mit allen möglichen „I“, also auch mit der unendlichen-I-Sphäre.

    1232Alle Kunst hätte dann dieses Vor-Scheinen auf jene Extremlage, „I/E“, (die aber stets im normalen I/E drinnen steckt, denn „I“ und „E“ sind als unendlich dynamische angelegt.

    1233Das „Scheinen“ (Hegel) ist eigentlich das, was wir das I=E (oder I/E) hier speziell als das Ästhetik-Prinzip nennen.

    1234Wie Hegel meint, geht es in der Malerei (niederländische) nicht um den „Inhalt“, also nicht um dessen Fixierung, Identifizierung mit Außen. Und erweitert, es geht nicht um „Realität“, also um „E“.

    1235Das Problem ist, I/E ist nichts Festes, sondern „I“ und „E“ sind auch darin unendlich beweglich. Das macht es auch Hegel so schwer, das zu verbalisieren, (seine dialektischen Schemata wären hier angebracht, aber er nutzt sie hier nicht). Daher gilt bei ihm: „Vom Schönen wird gleichsam das Scheinen als solches für sich fixiert, und die Kunst ist die Meisterschaft in Darstellung aller Geheimnisse des sich in sich vertiefenden Scheinens der äußeren Erscheinungen“.

    1236Der dergestalt sich bei Hegel verselbständigende ästhetische Schein, („sich in sich vertiefend“), der zugleich bei Hegel woanders „bloße Illusion“ ist, kann aufgehoben werden als I/E-Relation, die in sich bewegt, selbständig und eben nicht nur „E“ oder „I“ als fixierbare Welt, als Bild oder Wille sind.

    1237Hegel umschreibt die I/E-Weiterentwicklung, die sowohl jene „I“ (nämlich prinzipiell alle „I“) erfasst, welche in der Gesellschaft sind, wie die „Ii“, die in individuellen Emotionen – dort in I/E-Relationen – gebunden sind. Wobei die „E“ selbstverständlich auch alle „E“ aller E-Ebenen umfassen, z. B. im Kunstwerk das Material, z.B. aber auch „E“ als das menschliche Individuum. Also in Emotionen als alle jene Vorstellungen, die allgemein als „Seiendes“ begrifflich gemeint sind: Der Schein „im Kunstwerk ist einerseits das Wesen der Wirklichkeit“ (= I-sozial) als auch eine „Instanz“ im Kunstwerk selber, (= I-emotional des Betrachters).

    1238Wie alles Begrifflich-Geistiges ist auch Kunst (Kultur) eine andere Ebene der Entwicklung als die „Natur/Konkretheit“ selber. Eine dritte Komponente tritt hinzu: Der Künstler und der Betrachter.

    1239Daraus ergeben sich philosophisch geschichtliche (Hegel, Adorno) Schwierigkeiten; die „Fesselung“ des „Vergänglichen“ der sich „wandelnden Natur“ gilt zugleich als „Triumph“ der Kunst“ über die Vergänglichkeit (Hegel) wie als „Betrug am Substantiellen um seine Macht“ (Hegel). D.h. „die Dauer, die sich einstellt, bleibt Illusion“, = Schein.

    1240Wir fassen diese Kritik an „E“ als „Fesselung“ und „Dauer“ als indirekte Bestätigung der I-Seite, bzw. hier der I/E-Relationen. Sie durchziehen alle drei dieser Bereiche, (Konkretes, Kunst, vermittelnder Mensch). Und als solche ist ihrer doppelten Unendlichkeit sowohl die Entwicklung hin zu „E“ allein, wie auch die unendliche Vermittlung aller „I“ in diesen drei Bereichen zuzusprechen.

    1241Jede „Kritik“ daran, wie sie Hegel und Adorno führen sind allein Teilaspekte.

    1242„Kunst“ ist, die „Virtuosität des Künstlers“, wp ist es, die I/E-Struktur der „Welt“, des „Außen“ mit den I, E der Menschen zu verbinden. Meist indem alle im „Material“ (E`) gespeicherten“ kulturellen, gesellschaftlichen, individuellen „I“ ein neues „E“ werden.

    1243Ob dann der Betrachter speziell seine „I“ dort wiederfindet oder ganz andere „I“, (als Emotion, Hoffnungen, etc.), hinzufügt, herausliest ist wiederum eine zusätzliche Relationierung in dem umfassenden I/E-Verhältnis, das abgekürzt als Kunstwerk gilt.

    1244Insoweit unterscheidet das „I/E“Werk sich von jedem anderen menschlichen, gesellschaftlichen Produkt, das als diese I-Seite, (letztlich die I-Sphäre) betont wird. Die prinzipielle Flüchtigkeit von „I“ festzuhalten, wird also versucht. Die Kritik daran ist berechtigt: Nicht das „Endliche als stets dem Untergang geweihtes wird überspielt, der Tod wird nicht betrogen, denn jedes „I/E“ Kunst-Werk unterliegt auch als „E“ der natürlichen Umformung – nicht der absoluten Vernichtung, das gibt es nur im Begrifflichen. Aber die I-Seite, die eigentlich nie zu fassen ist – und dennoch stets da ist. Um sie zu fassen ist die Kunst da – und das Kunstwerk (E), bestenfalls I/E; aber das ist nur ein Selbstbetrug hinsichtlich „I“. Zum Ausgleich aber ist es, wie gesagt, die einzige Möglichkeit, (Definition von Kunst!), „I“ irgendwie zu sistieren.

    1245Die Alternative wäre der Rückfall in „Natur“. Da gibt es keinen wirklichen „Tod“; jedes „I“ in I/E der Natur ist „erfolgreich“ – nach den Maßstäben der Natur.

    1246Nachdrücklich ist mit dem Hinweis zu verdeutlichen, dass die „I“ vergehen, indem andere „I“ Einfluss nehmen (z.B. „Uminterpretationen“). Daher auch die „I/E“, denn die „E“ vergehen zwar nicht so prinzipiell wie die „I“, aber alle „E“ enthalten in ihren Vorstufen „I“. Daher ist der Anspruch von Kunst, wie von allen „I/E“-Bereichen, d. h. eigentlich von Allem, illusionär.

    1247Dennoch, und weil es höher als diese absolute Betrachtung eine relative gibt, geben muss, wegen der „Geschichtlichkeit“. Zum Beispiel ist Kunst u.ä. keine Illusion; relativ zum geschichtlichen Ablauf, zur E-Entwicklung besteht „Bestand“, eben, aber auch wegen der I-Anteile. D.h. die „I“ können zwar uminterpretiert werden, aber der I-Bestand ist als ganzer wirksam.

    1248Der Vorrat an „E“ und „I“ ist nicht begrenzt. Bereiche, wie hier der „ästhetische“ sind I/E-Relationen, in deren Wechselwirkung und Weiterentwicklung selbst tendenziell unendlicher „E“ und „I“.

    1249Ist die Entwicklung der „E“ und dann die Zuordnung der „I“, zumindest als quantitative Größe, (d.h. je weiter E-entwickelt ist, umso mehr „I“ sind konkretisierbar) das gleiche wie „Geschichte“? So gibt es hier die Verbindung von „Sachbereich“ und „Geschichtlichkeit“.

    1250Man kann dann eingeschränkte „ästhetische“ Sichten, (nämlich auf alle bisherigen I, E, oder solche einer bestimmten Kultur, Gesellschaft) definieren.

    1251Und man kann damit das Autonomwerden der Ästhetik (ebenso anderer Bereiche) erklären, verteidigen.

    1252G. Simmel bestreitet, dass der ästhetische Schein irgendeinen Wahrheitsgehalt habe, der außerhalb seiner selbst läge. Anders als Schopenhauer, der im Ästhetischen das Wesen der Wirklichkeit zum Ausdruck kommen sieht; übrigens wie Hegel auch.

    1253Hegels grundlegende These, dass im Kunstwerk die auch den „Verlauf der Geschichte prägende Idee“ erscheine, kennzeichnet Hegel in unserer Systematik: Jene „Idee“ kann nur die „Entwicklung“ als jener Mechanismus sein, der die Abstraktion die Bewegung zum Absoluten auf allen Ebenen vorantreibt. Es hat so also ein „I“, aber das ist prinzipiell und notwendig inhaltlos.

    1254Aber „das Kunstwerk“ gibt es nicht, es gibt nur viele kleine; das „Große“, sozusagen das ultimative Gesamtkunstwerk ist Hegels System.

    1255Daher gibt es später (Georg Simmel) die andere extreme Auffassung, dass der ästhetische Schein keinen Wahrheitsgehalt habe, der außerhalb seiner selbst läge.

    1256Schopenhauer und Hegel in praxi meinen das richtige Mittlere, die „Wirklichkeit“, sie besteht zum großen Teil aus Jenem zwischen den Extrempolen. Und da ist die E- und die I-Sphäre innerhalb der Kunst, mit jener draußen konstitutiv verbunden.

    1257Adorno ist zuzustimmen, der „ästhetische Schein verweist auf historische, außerästhetische Vernunft“. Im Kunstwerk, in seiner Konstruktion, überdauert diese Vernunft.

    1258Für uns ist „die Kunst“ deshalb ein Teil des E-Bereiches, der gezielt dafür von den Kollektiven, von der Gesellschaft bestimmt ist, allgemeine und wichtige „I“ festzumachen und festzuhalten, und dann auch deren Überleben in „E“, also dem Neuen Geschaffenen, aus E`=Mitteln zu sichern.

    1259Eine Abkoppelung des ästhetischen Scheins von der Geschichte ist aber nur für diese „gesellschaftlichen I“ problematisch.

    1260Für ungeschichtliche „I“, dann wenn statt des „Fortschritts der geschichtlichen Vernunft“ der Fortschritt des Individuums zur Anschauung gebracht werden soll, ist ein Kunstwerk „der Moderne“ angebracht.

    1261Zweifellos ist das Verbinden gesellschaftlicher und individueller „I“ in einem Kunstwerk das Bestreben; vielleicht tritt dieses Ziel an die Stelle der Suche nach dem Gesamtkunstwerk.

    1262Entfällt die Instanz der „geschichtlichen Vernunft“, dann – so lautet das resignierende ästhetisch-theoretische Urteil – kann „die Kunst sich nur noch nach Gesetzen entwickeln, die ihr immanent sind“. Da das aber dazu führt, dass aus den „I/E“ die E-I werden, als die wahre „Entfremdung“, nämlich das Verlassen jenes Bereiches, der „Kunst“ genannt wird, muss man genauer sein: Die „Subjektivität“ des Künstlers wird zur einzigen Instanz.

    1263Seine „I“ (emotionale, rationale) treten an die Stelle der gesellschaftlichen „I“. Das ist aber innerhalb der I-Sphäre das ganz Normale. Abgesehen davon, dass es nur um „Betonungen“, mehr subjektive, mehr „objektive“ gesellschaftliche „I“, gehen kann, gehört diese I-Wechselwirkung zur I-Sphäre.

    1264Und es gehört zur Moderne u.ä., dass die „Subjektivität“ und die Vergesellschaftung, beide zunehmen. Dass das der Theorie von Kunst nur so nach und nach auffällt und auch noch zugunsten der Subjektivität verzerrt wird, das liegt an historischen Einzelheiten der Entwicklung des Geistigen, so der Entdeckung des Schaffensprozesses im Bürgertum als individuelle I-Erzeugung.

    1265„Die zunehmende Bedeutung des Subjektes für den künstlerischen Schaffensprozess“ führt deshalb in eine Sackgasse des Missverstehens, weil „das Subjekt“ so keiner weiteren philosophischen Analyse zugänglich ist. Es muss dagegen von dessen „Eigenschaften“ als „I“- und als „E“ – Produzent gesprochen werden:

    1266Die Ausbildung technischer Virtuosität des Subjektes, bei uns der Angleich an die Natur in Methoden und im Produkt (Inhalt des Schaffensprozesses) als „genaue Abbildung“, bedeutet „G“ und „E“.

    1267Dies widerspricht der „Subjektivität des Künstlers“, als I-Erzeuger. Oder – unklar – so umschrieben: Die durch die subjektive Reflexion des ästhetischen Produktionsprozesses hindurch gegangenen Ergebnisse, u. ä., beides scheint sich – „desaströs – für die Kunst“ zu widersprechen.

    1268Bloße Identitäten herzustellen, hieße wieder zur „Natur“ zu werden, Emotion, etc. zu hintergehen. Ein „Raffael ohne Hände“ wäre aber auch nur reiner ästhetischer Geist, ohne Fixierung. Daher ist „I/E“ als unendliche Prozesse, mit Erreichung tendenziell (unendlich vieler) „Obertöne“ das Ziel der „Kunst“.

    1269Von einer Analyse der „Kunst“ als der Wechselentwicklung von „Subjekt und Objekt“ kann man also einen Schritt weiter gehen. Statt des „Subjektes“ ist „I“ zu setzen und statt des „Objektes“: „E“.

    1270Das bringt die Vorteile der allgemeinen I-E-Systematik mit sich; z. B. ist jedes menschliche Subjekt „I“ und „E“, es hat Wünsche, Träume, Ziele und es hat Wissen, Erinnerungen, Urteile, also „E“. (In der Emotionalität ist „I“ und „E“ sowieso noch enger aufeinander bezogen und muss dort genauer analysiert werden).

    1271In solchen Bereichen wie der „Kunst“ (und in anderen auch!) gibt es dann die Erscheinung, dass einmal die „E-Seite“ betont wird, ein andermal die „I-Seite“.

    1272Und einmal die Betonung der Emotionalität des Einzel-Ii, dann der vergesellschaftbaren „Ik,g,w“.

    1273Die „Romantik“ und die „gegenstandslose Malerei“ sind Beispiele, in denen sich beides „kreuzt“. Bei letzterer werden individuelle „I“ und der Versuch von „E“ weg zu kommen betont.

    1274Wir gehen von drei relativen Fixpunkten aus, dem Material (E-Seite) und „I“ in gesellschaftlicher und in individueller Form.

    1275Die Relationen zwischen ihnen ist das weite und komplexe Gebiet der Kunst, ihre Analyse ist die „Ästhetik“.

    1276So hat zum Beispiel „Kunst“ die „Aufgabe“, die ständig drohenden, zu fest werdenden Grenzen zwischen „Subjekt“ und „Gesellschaft“, (zwischen deren „I“) oder zwischen Subjekt und Objekt (jetzt als Materielle), immer wieder zu überwinden, zu relativieren. Die „Subjektivität des Künstlers“ sind „I“, die meist in emotionaler Weise versteckt, verpackt, verborgen sind – und welche daher vielen zunächst unklar sind; aber das gehört zum Kunstwerk, zur Kunst-Erzeugung prinzipiell dazu.

    1277Von diesen subjektiven „I“ her darf z.B. daher der Bruch zwischen dem Subjekt Künstler und der gegenständlichen Außenwelt als „gegenstandsloses“ Kunstwerk erschaffen werden, produziert werden.

    1278Parallel dazu läuft die Relation von subjektiven „I“ und gesellschaftlichen „I“. Übrigens hat die Welt der Gegenstände, des materiellen E auch I, aber die sind als die R-Aspekte noch schwieriger darzustellen, z.B. als die Entwicklung des E-Bereiches, z. B. als die I-Selbsterhaltung. Es kommt zu typischen gesellschaftlichen Kämpfen – und entsprechenden theoretischen Abgrenzungsproblemen; z. B. hier Lukacs vs. Adorno.

    1279Die in Hegels Ästhetik angelegte Unterscheidung in Kunst, die gesellschaftlich oder individuell und die „keine“ „I“ als Konstitutiva enthält, beherrscht bis heute die theoretische Diskussion. Auf unserer I-Skala (in „I/E“) kann es da keinen Widerspruch und keine überzeugende Einteilung von Kunstwerken geben.

    1280Es geht auch um Kulturpolitik, wenn „moderne“ autonome Kunst, bei der sich „E“ (die „Technik“) verselbständigt und eventuelle Reste individueller „I“ (und die „I/R“ des Stoffes) eliminiert werden (Adorno: „Materialismus bilderlos“). Und wenn andererseits gesellschaftliche „I“, ob als „sozialistische Perspektive“ (Lukacs) oder als andere „Welt- und Menschenbilder“ gelten, die „I“ liegen niemals „außerhalb“ von Kunst und Kultur. So wie sie niemals ganz als Kategorie verschwinden.

    1281„Ästhetische Heteronomie“ tritt vielleicht dann auf, wenn die spezifische Gleichung, die zwei unendlichen Prozesse der Wechselwirkung und Angleichung, etc., welche „I/E“ meint, nicht eingehalten werden. Zum Beispiel wenn „I“ oder „E“ allzu „betont“, hervorgehoben werden – und selbst auch dann in einem erweiterten, radikalen theoretischen Anspruch nicht.

    1282Die Beschaffenheit des Materials, und erweitert, die Gesetzmäßigkeiten, z. B. ästhetischer Formgesetze der künstlerischen Produktion, bezeichnen wir als „E, N-G“. Kann (und soll) die „Form“ autonom sein?

    1283Im Gegensatz zur Kritik, dass Kunst dann sinnlos, inhaltsleer sei und Kunst, Geschichte, Vernunft beziehungslos würden, glauben wir, dass auch dieser Fall als Rand-Möglichkeit zur „Kunst“ dazugehört.

    1284Das wird so begründet: „Kunst“ ist jener Bereich, der alle Grenzen transzendiert und das heißt unter anderem, dass er auch seine Grenzen („Rand“) in sich hat, auch z. B. als jene Metaebene, die sich jene Kritik (oder jede andere Kritik) wie die, es sei „Entfremdung“, ohne „I“ zu wirken, stützt.

    1285Aber auch umgekehrt, „Kunst“ kann sich jeden „unabhängigen, vorausgesetzten Wahrheiten“, z.B. denen der „I“, die auf die Zukunft verweisen, annehmen. Es ist der andere „Rand“, wenn „außerästhetisch“ Leitbilder didaktisch, propagandistisch genutzt werden.

    1286Hat „Kunst“ eine „Perspektive“ oder ist sie ohne „Leitbild“ oder ist ein bevorstehendes Ende der Kunst möglich?

    1287Es ist dies letztlich die Problematik der Geschichte (hier die der Kunst) und damit der „allgemeinen Entwicklung“. Es war bisher so, die E-Entwicklung (speziell die der technischen Mittel, also z. B. architektonische Bau-Mittel oder solche des bildnerischen Arbeitens) ging systemisch vor sich.

    1288Der Zeitpunkt, wie zu dieser (objektiven) E-Entwicklung „die Kunst“ Zugang, Zugriff hatte, ist das erste Problem: War es „am Anfang“ so, dass diese neue Technologie noch als „I“ gelten konnte (Erwartungen, Hoffnungen tragend, utopisch zum Teil etc.)? Und wurden diese „I“ dann durch die Konkretisierung zu „E“? Oder ist das erst nachträglich ein „Kunstwerk“, also für uns heute? Und damals war es Gebrauchs-Mittel.

    1289Hat sich insgesamt da auf der Metaebene dazu verschoben: „Kunst“ wird heute von vornherein „geplant und gemacht “, früher war es erst nachträgliche „Kunst“?

    1290Da die Entwicklung der „E“ tendenziell abschließbar ist, kann es sehr wohl zu einem historischen Abschnitt von „Kunst“ kommen, bei dem jetzt völlig bewusst und geplant, alle (alten) „E“ neu mit „I“ frei kombiniert, die Welt insgesamt als „Kunst“ ermöglicht.

    1291Da „E, N-G“ die eine Seite von Kunst ist, wie steht es dann mit der E-Entwicklung als technische Perfektionierung? (Neben der E-Entwicklung z. B. auch Erschließung neuer Mittel/Materialien). Muss Kunst technisch immer perfekter werden?

    1292Die sogenannte technische Perfektion ist wie das genaue, exakte Denken u.ä. ein Weg, der zur Bildung der Identität führt, also „G“, „E“ bildet und alles andere ausscheidet (N).

    1293Das heißt, es kommt z. B. zu einer „Nachahmung der Natur“; Mythos, Religion, Fantasien stehen da irgendwo dazwischen, sie werden exakt abgebildet, aber ohne Vor-Bild. D.h. aber, das „I“, die I-Seite wird dabei noch unklar mit der E-Seite gekoppelt.

    1294Erst wenn die „I“ gleichberechtigt, frei, von „E“ getrennt, etc. sind, ist für Kunst ein weiterer Rahmen möglich, der nicht zwangsläufig auf „Naturalismus“, Perfektion u. ä. hintriften lässt.

    1295Die (z. B. im niederländischen Bürgertum) Haltung, aller ständisch feudalen und religiösen Beschränkungen gegenüber der Abneigung, führte zur Einschränkung der gesellschaftlichen „I“ (z. B. als „Ideologie“ hier), und damit zu I-Verlust in der Kunst. Die „I“ wurden die „E“ (so als das wissenschaftliche, technische und alltägliche Können).

    1296Die Kunst wird dann ihre Selbständigkeit einbüßen, sie wird an zufällige Wirklichkeiten gebunden – „ die Zufälligkeit des unmittelbaren Daseyns“ (Hegel) – z. B.als Stillleben, z. B. Porträts. Das geht in unmerklicher Tendenzen, so dass diese Gemälde zwar noch als „Kunst“ gelten, aber in ihnen doch Weichen gestellt sind, bestimmte, I-betonte Kunstwerke weniger zu beachten.

    1297Andererseits ist die niederländische Malerei – die Nachahmung der Natur – deshalb ein Fortschritt, ein Symptom dieses Fortschritts, weil alte, obsolete gesellschaftliche „I“ abgelöst wurden, durch neue, aber durch „neue“ E – und daher sind diese neuen „E“ zunächst die Zielpunkte.

    1298„Geschichtlich“ gesehen war es so, dass der „Mittelpunkt“, den Hegel als verantwortlich dafür, sieht, dass der „Kreis von Gegenständen“ nicht „auseinanderfällt“ und dadurch die „malerischen Ausführungen“ „zufällige“ werden, (und dessen Verlust H. Plessner in seiner „entscheidenden Bedeutung“ im 19., 20. Jahrhundert als verantwortlich für die Bedingungen der „modernen Malerei“ sieht), dass dieser „Mittelpunkt“ die „christliche und platonische“ Vorstellung sei. Das heißt, jene „Einheitsstiftung“ erfolgt an einem bestimmten I/E-Verhältnis, z. B. dem, dass die gegenstandstreue Wiedergabe deshalb richtig und wichtig ist, weil die „E“ (als erscheinende Welt) geheilt sind und daher höchsten Sinn haben, weil sie mit einer göttlichen I-Bestimmung übereinstimmen, ( Platons Ideenhimmel).

    1299Das ist für uns („historisch“) nicht gebunden an ein bestimmtes „I“, „E“ oder „I/E“.

    1300Vielmehr geht es darum, dass gesellschaftliche (hier quasi weltgesellschaftliche) „I“, „E“ abgelöst werden, und d. h. erweitert werden durch alle möglichen „I“, „E“. Zuerst drückt sich das als Individualismus aus. Aber die Erweiterung ermöglicht alle, auch Kleingruppen-„I“ und -„E“.

    1301Übrigens, warum wird die gegenstandsgetreue Darstellung im „Volk“ bevorzugt?

    1302Das hängt mit abstrakteren philosophischen Problemen zusammen, z. B. dem der bevorzugten, unhinterfragten „Empirie“, aber auch den positivistisch-methodischen Ansätzen bis zur Anbetung des „Seins“ (E) als „Höchstem“.

    1303Dahinter steht, dass die ganze E-Sphäre als zu Entwickelnde die mühsam errungenen Arbeitsprodukte der Menschheit sind. Es ist dann die Feier, die „Logik“ etc. der „Natur“ abgetrotzt zu haben.

    1304Nicht bewusst ist dabei, wie das im Detail geschieht, nämlich durch N/G-Methoden. Und, dass ein Ziel („I“) notwendig war, dem man dabei entgegen ging.

    1305Die Entfaltung des Avantgardismus ist die – zunächst implizit gebliebene – Erkenntnis und das „Gefühl“, dass in der „I=E Formel“ („I/E“) mit beiden, dem „E“ und dem „I“ bis zum Extrem gehen zu müssen. Das kennzeichnet „Kunst“ in Vorwegnahme der E-Vollendung als Extrem und der unendlichen I-Sphäre ebenfalls als Extrem. Also auch, z.B., „I“ ganz zu eliminieren oder z.B. „E“ ganz zu eliminieren.

    1306Die gegenstandsgetreue Darstellung ist die von I/E – Situationen, wie immer zusammengesetzt, (und z.B. die „Ii“ des Betrachters).

    1307Wenn aber Dinge nur ihr eigenes Aussehen mitzuteilen versuchen, dann ist die „Arbeit“ dabei, die I-Seite zu eliminieren.

    1308(Was übrigens der E-Entwicklung der wissenschaftlichen bürgerlichen Intelligenzia entsprach).

    1309Ob das „gelingen“ kann und ob das Gegenstück, die Eliminierung von „E“ und die absolute I-„Darstellung“ gelingt, das sind zwei Problemkreise, als Träume von möglichen Kunstszenen.

    1310Wenn man sich auf solche historischen Phasen einlassen will (Renaissance, Manierismus, Barock/Giorgione, Bosch, van Delft) weiß man, sie hatten „Geheimlehren“, esoterisch, religiös, philosophisch, Platon, auf die sie sich bezogen.

    1311Der Klassizismus und der Realismus hatten dagegen die Zentralperspektive, anatomische Richtigkeit, Deckung von Bildraum und Sehraum, etc.

    1312Die Moderne Gegenstandslosigkeit, wie interpretieren wir sie?

    1313Der „Sinn“ als Verankerung jener „Bildhaftigkeit“ war bereits aus feudaler Zeit ein I/E- und I-Corpus. Der wurde von der E-Entwicklung abgelöst, überholt durch Identitätsbildung, Naturwissenschaften, Techniken. Um schließlich, sich zu einem großen Teil erfüllend, in eine Situation zu kommen, wo man dem „E“ nicht mehr allzu sehr anhängt – aber es ist noch da – was jedoch „I“, (ein neues „I“) noch nicht hat; eher die N/G-Methoden.

    1314Diese Situation wird fortgesetzt: Die alte feudale I-Situation (heute noch in traditionellen Philosophien, Religionen, im „Volk“) hatte die „I“ ganz in I/E versteckt ( alle Religionen und „Geheimlehren“). Die E-betonende Phase hatte deshalb leichtes Spiel, „I“ zu eliminieren. Heute kommt es darauf an, zugleich mit inhaltlichen „I“ auch und fördernd die I-Theorie zu finden.

    1315Eines der Märchen ist: Die „Bildhaftigkeit“ der Ideen Platons u.ä. seien durch die „modernen, quantifizierenden, alle Anschaulichkeit zersetzenden Naturwissenschaften“ durch einen „tiefgehenden Wandlungsprozess des gesamten Wahrnehmungsvermögens bewirkt worden.

    1316Wenn überhaupt, dann würden Künste, ob des Trainings des Identifizierens der Empirie „realistischer“. Aber diese Ausflucht vor der I-Sphäre geht dahin, dass sich die E-Seite weiterentwickelt. Also die „E“, welche auch „Kunst“ nutzen könnte, zum Beispiel abstrakter geworden sind.

    1317Wenn die Anschauung durch Abstraktionsfortgang leidet, (was übrigens zum Teil auch für die Naturwissenschaften gilt, diese machen sich – heuristisch und auch objektiv nicht verkehrt – stets Bilder, wenn auch fantasierte, von ihrem abstrakten Gegenstand), dann könnte im Kulturellen die Bildhaftigkeit erst recht blühen.

    1318Aus den bisherigen „Gestalten“, „Formen“, „Zielkräften“ sind neue geworden, genauer, es sind weitere hinzugetreten, eben das was „Kunst“ belebt.

    1319Die allgemeine Entwicklungstendenz der Trennung von E- und I-Bereich wirkte auch hier „historisch“. Die „E“ verselbständigten sich erst mal in ihrem eigenen Bereich, (einmal befreit von den – alten – I) und trieben die E-Entwicklung dabei voran; als die große Zeit der Erfindungen, der Industrialisierung u.ä. bis zur heutigen Globalisierung – und noch keineswegs abgeschlossen. Daher der Reflexion noch nicht im Kern zugänglich; Der „Kern“ ist z. B. die Basis jeder Einzelwissenschaft.

    1320Eine kleine „ästhetische“ Nebenwirkung: Die Welt der Dinge (z. B. auf Bildern) kann von „I“, als „Sinn“ getrennt werden. Denn außerhalb des Ästhetischen sprechen scheinbar die Dinge auch nur ihre eigene Sprache. Sie scheinen keiner Interpretation, keiner Einheit, keinem anderen Sinn als ihrer eigenen Existenz ( I = E), zu bedürfen.

    1321Diese Definition von „Moderne“, von „Säkularisation“ ist natürlich naiv. Tatsächlich ging es darum, alte „I“, (die jetzt am Ende der historischen Phase erstmals kollektiv bewusst wurden) zu relativieren. Die neuen „I“ welche stets (schon) da sind, werden – wohl – dann auch erst bewusst sowie obsolet, vernachlässigbar, wenn wiederum eine neue historische Phase beginnt.

    1322Eine zentrale Problematik ist hier, kann Kunst, der Künstler die „I“ erzeugen, (also z. B. Sinnverluste, veraltete „I“, aufhalten), d. h. neuen Sinn dadurch verbreiten, dass er die „I“ in seinem Kunstwerk erzeugt, zumindest darstellt?

    1323Die Alternative ist: „Sinn“/I wird nur gesellschaftlich erzeugt. Das zeigt sich dann daran, dass ein Kunstwerk, welches allein die individuellen „I“ des Künstlers enthält, nicht von anderen verstanden werden kann.

    1324Es gibt auch noch den Weg über die „Vollendung“ der Techniken.

    1325In der Moderne gilt meist, es sind individuelle „I“, z. B. als „Selbstreflexion“, die auch z.T. „verstanden“ werden; zumal in speziellen sozialen Gruppen, ähnliche Lebensschicksale derart kommunizieren lassen. Aber vor allem wird das eher wahrscheinliche Unverständnis, (auf einer dazu eingerichteten Meta-Ebene) nicht als Hindernis für die Akzeptanz von „Kunst“ angesehen.

    1326Zum anderen: Die Vollendung der Techniken (E), z. B. als spektakuläre, kreative Wahl von technischen Elementen, wird als Ersatz von „I“ gesellschaftlich akzeptiert; ( eine Variante der „Verwissenschaftlichung“, der Entfremdung?).

    1327Die Zeit des humanistischen Klassizismus ist jene, in der die alten gesellschaftlichen „I“, (religiöse z. B.) überholt wurden. Der Grund dafür sind die wissenschaftlichen, ökonomischen, politischen Verhältnisse, welchen die feudalen „I“ unglaubwürdig und auch hinderlich waren. Aber er gab noch keine „neuen I“, (die eventuell von einer entwickelten Wissenschaft, Ökologie, Politik etc. später mal zu erwarten wären).

    1328Da lag es nahe – und das ist kein bloßer Ausweg – das menschliche Subjekt als Ziel zu nehmen. Das höchstentwickelte „E“ ist das vorläufige „I“, notwendigerweise.

    1329Das drückte sich z.B. in der Malerei als Findung etc. der „Zentralperspektive“ aus; das Maß aller Dinge, die Welt aus seiner Sicht ordnend, steht das Individuum als säkularisierter Gott da.

    1330Mit der Entwicklung aller Bereiche merkt er aber an sich selbst die neu hinzukommenden Anforderungen; wo ist die reine, bloße Subjektivität, die stützende, füllende mögliche neue Sinngebung? Zumal beim ersten Schritt immer offensichtlicher wird, die subjektive Einflussnahme, Kontrolle, ja Anschauung und Verständlichkeit gesellschaftlicher, technischer, naturwissenschaftlicher „Objektivitäten“, wird ohne diese Hilfen unmöglich: Die I-Dimension und die Basierung der E-Ausweitung.

    1331Wir sehen in „Sinn“, in der Sinngebung eine Ausführung im I-Bereich. Die Fähigkeit zur autonomen Sinngebung kann, aber muss nicht mit Kunstwerken verbunden werden. Ebenso können diese „I“ kollektive, gesellschaftliche o/u individuelle sein. (Das hängt auch/z.T. von der E-Seite ab).

    1332Baumgarten betont die „autonome Sinngebung“, also die Auswahl der „I“ nach individuellen menschlichen Fähigkeiten, deren Erzeugung und nach Wünschen, Zielen der Einzelnen („Ii“).

    1333Simmel, der den „nominalistischen“ Zerfall von Sinneinheiten sieht, bedauert dabei das Überwiegen der abstrakten Begrifflichkeit (E) über „I“.

    1334Lukacs „meint“, wenn er von der „Perspektive“ des Einzelnen auf den Sozialismus spricht, die gesellschaftlichen „Ik,g,w“.

    1335Adorno sucht sein Heil in der „Konstruktion“ kleinster Motive. Also in „I“, die sowohl individualistisch menschlich sind als auch alles das was nicht-menschlich ist im Detail erfassen und „sinnvoll“ zu machen sucht.

    1336Ein Unterfangen das die I-Kategorie „sinnlos“ zu machen droht. Was aber „philosophisch“ zu einem Ende zu führen ist.

    1337Das Dilemma der Kunst zu überwinden, vergangene „I“ wiederzubeleben, um sie als verbindliche, gesellschaftliche „Ik,g,w“ wieder zur Basis von Kunstwerken zu machen, wäre genauso unmöglich wie die „E“, welche historisch bestimmte Entwicklungsphasen waren und damals besonderen gesellschaftlich-historischen Nachdruck erfuhren, weil und solange ihre Prinzipien, (z. B. der Malerei, klassischer Musik) noch nicht voll entwickelt waren; danach muss alles Kopie sein.

    1338Aber es ist auch nicht umgekehrt, dass jetzt keine gesellschaftlichen „I“ und nicht diese gesellschaftlichen „I“ (und „E“) gestattet seien. Vielmehr zeichnet sich theoretisch (und praktisch auch) die Weiterentwicklung dadurch aus, dass alle bisherigen „I“ (und „E“) zuzulassen sind.

    1339Wenn es gesellschaftliche Gruppen gibt, die beim geschlossenen, zum Beispiel religiösen „Weltbild“ bleiben oder sich ihm wieder oder vorübergehend zuwenden, so muss das als eine gesellschaftliche Begleiterscheinung der allgemeinen Notwendigkeit der Erhaltung von Kultur – auch als ständig sich dynamisch erneuernde Prozesse – gesehen werden.

    1340Der Wahrheitsgehalt von Religion bestand (u.a., aber das ist zunächst abgeleitet) im Erreichen des Abstraktesten, z.B. als „Trinität“ als „Gott“ mit allen „reinen“ abstrakten Attributen; als aktuale Unendlichkeit.

    1341Es war möglich, weil die „Logik“ historisch früh ausgereift war und weil zugleich die Antike die sozialen und menschlichen Varianten, z.B. die der Gottheiten, durchgespielt hatte.

    1342Die Kunst als jene, welche „E“ und „I“ verwaltet, hatte ob dieses abstraktesten E-Niveaus jetzt nur noch die Chance „I=E“ zu setzen. Damit war eine Gestaltung des absoluten Geistes möglich. Die „E“ als materiale Mittel schlugen – inkonsequent z. T. – die Brücke zur Emotionalität; über die abstrakte Relation der wahrnehmenden Identifikation.

    1343Das Fortschreiten von Philosophie und zugleich das Zurück zum Alltag, ( Kapitalismus, Leistungsgesellschaft) war der Versuch, alle bis dann unberücksichtigten Zwischenbereiche zwischen Himmel und Hölle, Materie, zu füllen mit Wissen und Kunst, d. h. mit den „E“ und „I“, die ja weder im Abstraktesten (Himmel) noch in der Materie Getrennte sind – und also entwickelbar waren.

    1344Die als Feudalismus sich zeigende Einheit von künstlerischer und religiöser „Wahrheit“ ist die der „E“, (PM, Organisation, Wissen) sowie die der „I“ (Sinn, gesellschaftliche „I“).

    1345Der nur gering mögliche Fortschritt, z.B. auch schon in der Antike, bestand in der E-Entwicklung als Erarbeitungen im abstrakten E-Teil, z. B. der Gewinnung von „Gewissheiten“ hinsichtlich des absoluten Geistes; (z.B. wurde Gott ständig abstrakter, aber vor allem alles Drumherum auch).

    1346Als die „I“ sich dann auszudifferenzieren begannen, war das Ende der „Kunstreligion“ als Einheit ebenso angesagt, wie das Ende der Verkündung von Sinn allein durch Religion oder durch eine Kunstform, o. ä.

    1347Dadurch sinken „alle“ „nach unten“, es gab keine alleinigen höchsten Formen mehr: Auch Niederes, Gesellschaftliches, Technisches, (z.B. auch Musik), etc. jeder Art gewinnen Land; gewinnen an Würde und Vollendung.

    1348Da Kunst ein gesellschaftliches Phänomen ist, stellt sich die Frage, kann sie „manipuliert“ werden; z.B. indem man „E“ manipuliert, (so versuchten die „Nazarener“ bereits, gesellschaftlich, historisch erreichte Technikniveaus deshalb primitiver, fehlerhaft zu gestalten, um die transportierten „I“ (religiöse) „glaubwürdiger“, weil mittelalterlicher, zu machen); oder indem „I“ selbst manipuliert wurde.

    1349Aus den prinzipiellen Entscheidungen, dass alle E, I, I/E als „Kunst“ erlaubt sind, muss auch hier eine solche „manipulative“ Ausweitung des Spektrums erlaubt sein.

    1350Ebenso wie beim Problem der Bewertung von Werken nach ästhetischen und nach nicht-ästhetischen Kriterien.

    1351Beides muss erlaubt sein – wie auch beides „verboten“ werden darf, also teil-kollektiv abgelehnt werden darf.

    1352Hegel, Goethe halten den „Fortschritt in der Entwicklung der Kunst“ für selbstverständlich; er ist heute zweifelhaft geworden. Das liegt an der I-Seite. Die E-Entwicklung wird kaum jemand, (derart indirekt) leugnen, damals wie heute. Aber die Entfaltung der „I“, die ja schon stets da waren?

    1353Und ebendies macht sich bemerkbar, als „meta-ästhetische“ Sicht.

    1354Auch geht es um Interessenkonflikte, also I-Ablehnung z. B. die religiösen und patriotischen „I“ durch Goethe.

    1355Eine andere Quelle der Störung, der Kritik, der Beschäftigung mit „Meta-Ästhetik“ etc. ist die „Entfremdung durch Vermittlung“; z.B. dadurch, dass die E-Seite, (Technik, Stoffe) sich immer mehr „verbessern“, auch an ihre – jeweilige – Vollendung tendenziell heranreichen, dabei aber die I-Seite entweder die gleiche bleibt oder sogar völlig gegenüber der E-Seite vernachlässigt wird.

    1356Eine grundsätzliche Frage ist, ob die Großzügigkeit, die essentiell zur „Kunst“ gehört, auch die Randposition „I=E“ noch als Kunstwerk zulassen kann.

    1357Hegel ringt sich dazu durch. Bei ihm geht es darum, ob Kunst „ihre eigenen Verfahrensweisen zum Inhalt nehmen können“ und „das für sich Bedeutungslose (…) durch die bewunderungswürdigste Geschicklichkeit der Darstellung bedeutend zu machen weiss“.

    1358Die „Virtuosität“ von Interpreten lässt Hegel zur Überzeugung kommen, als „Ausdruck einer schlechthin befreiten Subjektivität“ zu erscheinen. Wir: „E“ (bzw. „G“ wie die Übereinstimmung von Absichten der Komponenten und maximaler und optimaler Darstellung) werden als Randphänomen zu I/E (bzw. N/G) derart gesehen, dass eine „schlechte Unendlichkeit“, aber eben eine Unendlichkeit entsteht. (Gerade Hegel hat diese Möglichkeit, wohl nicht als „Rand“, gesehen).

    1359Dennoch: Das ist bezeichnend für Hegels Gesamtwert/-wirkung. Denn dieses I=E ist ja geradezu die Definition von „Entfremdung“ durch Vermittlung. Und dennoch anerkennt es Hegel als ästhetische Möglichkeit.

    1360Und nicht nur Hegel, denn sogenannte „Virtuosität“ ist im Volk, das ja ohne strategische I-Möglichkeit, geradezu auf diese „taktischen“ „I“ der Naturbewältigung – der eigenen und der der Mittel und der des Objektes – eingeschworen ist, von daher philosophisch-gesellschaftlich definiert und konstituiert wird.

    1361Hegel spricht dem „ausdrücklich den Rang von Kunst zu“, obwohl seine ästhetische Grundkonzeption und seine praktische Philosophie es nicht erlaubt. Das muss für uns auf „Entfremdung“ deuten. Das „E“ ist eine zwar „kritisierbare“ Kategorie, also auf „I“ hin definierte und deutbare, aber eben auch eine selbständige. „Ästhetik“ umfasst dann die ganze Realität. Wie wahrscheinlich jeder „Bereich“ die ganze Realität umfasst, also stets auch I=E, „I allein“, „E allein“ neben „I/E“ .

    1362Hegel sieht, dass das „wirkliche künstlerische Produciren“ eine ebenso wichtige Rolle spielt wie das „Kunstwerk“ selber.

    1363Es ist die alte Sache, was ist wichtiger „E“, ein Kunstwerk als Kulturgut im schlechteren Sinn, nämlich nur als Produziertes, Propagiertes oder „I/E“, (gewissermaßen ein Mittelweg) und „N/G“ der Vorgang, unterscheidbar nach ursprünglich künstlerischer Tätigkeit oder als aktives und passives Nachempfinden.

    1364Die „N/G-Methoden – zumal in ihrer hohen technischen Qualität – sind dort beliebt, in bürgerlichen und proletarischen Schichten, wo das Leistungsprinzip ( „E-Entwicklung“ = N/G) wichtiger ist als „I“.

    1365Wobei „N/G“ Methoden-Arten, z. B. als „Verstehen“, bereits wieder alle Grenzen sprengen, als doppelte Unendlichkeiten. Es kann als emotionale, praktische „Abstraktion“ des Lebens, aller Bewegung, Entwicklung, Dramatik Äußerstes als Höhepunkt von Emotionalität, als „allgemeines Empfinden“ (quasi auch als ein Gegenteil von „E“, Entfremdung) gesehen werden.

    1366Warum ist dem Hegel nicht wohl dabei, wenn er „Inhalt und Sinn“ opfert, nämlich der technisch vollkommenen Spielweise des Musikanten? Er meint selbst abwertend, Musik sei „der Ausdruck reiner Subjektivität“.

    1367Wir meinen, es kommt auf die Art der „I“ an. Die Musik spricht (in sehr vielen Fällen) die Emotionalitäten an und zwar dort in differenzierenderer Weise als es andere Künste, z.B. das Drama tun.

    1368Letzteres spricht eher und vermehrt die „I“ an, die auch bereits rationale Wurzeln haben, z. B. schon, weil es über Sprache, Begrifflichkeit geht, anders als bei der Musik. D.h. unsere I-Variationen sind der Schlüssel für dieses Problem.

    1369Hegel neigt natürlich eher zu jenen Kunst-Arten, die ihre „I“, auch in emotionalen I/E-Verschränkungen, letztlich am Begriff, an der Verbegrifflichung orientieren.

    1370Was verlangt Hegel, die „Verbegrifflichung“ der Kunst? Dass die „I“ als Willensakte (kollektive zumeist) wie die „E“ als Vernunftakte, als „klare“ Begriffe erscheinen, im und als Kunstwerk.

    1371Das drückt sich bei Hegel z.B. darin aus, dass ein „Thema“, das einmal erklungen ist, wie ein vorgebrachtes Argument „verbraucht“ ist.

    1372„Wiederholungen, Vermittlungen, Variationen, Durchbildungen, durch andere Tonarten u.s.f.“ sind, tendenziell unendliche Überbrückungsversuche der N-G-Begriffe und der gesetzten, gegebenen, herrschaftlichen „I“.

    1373Diese dialektische (die Hegel hier vermissen lässt) Füllung der Abstände, der Lücken wird prinzipiell von der Emotionalität übernommen auch von der sozialen Emotionalität; N/G sind die Methoden dafür, I/E sind die unendlich vermittelten Ergebnisse; die auch Neues damit bewirken können; (und nicht nur rückwärts Gewandtes sind  Adorno). Es ist der Antrieb der E-Entwicklung und deren Gegenteil.

    1374Dieses „Neue“ kann als bloße „Durchführung“ oder als industrielle Vervielfachungen von Kunstwerken „minderwertig“ erscheinen; wir meinen, es ist wie die Analogisierung, etc. eine Berücksichtigung der tendenziell unendlich vielen kleinen „I“, „E“ der Welt. Und jedes „I“, bzw. I/E, ist prinzipiell gleichberechtigt. (Und das alles neben der E-Entwicklung, aus der jene Hegelschen Ansprüche stammen). Die außerästhetischen geschichtlichen Prozesse sind ebenfalls sowohl „vernünftig“ (Hegel) als auch „unvernünftig“.

    1375Beide transponieren ins Kunstwerk als I, E. Adorno sieht das „ideologisch“, indem er die Beobachtung, „der Wirklichkeit komme die Rationalität, die Vernunft abhanden, wodurch dem Kunstwerk daher der Wahrheitsanspruch zu nichte wird“, von einer dies „bewertenden“ Metaebene her als „bedauerlich“ findet.

    1376Ehe irrationale „I“ (z.B. faschistische) rationale verdrängen, könnte es noch eher angehen, und mit der Vernunft der Wissenschaft, Technik, also mit weiten Teilen des Volkes übereinstimmend, wenn der Wahrheitsanspruch der Kunstwerke aus der Rationalität ihrer Materialien allein herkommt.

    1377Dieser Notkompromiss ist aber dennoch eine Form der Entfremdung, als umfassendes gesellschaftliches Phänomen; denn bei „I=E“ sind damit eigentlich beide Sphären still gestellt.

    1378Aber, was weder von Hegel, der das gleiche Problem hat – historisch nicht mehr wirkungsmächtige E-Weltbilder – und der den Rückzug auf kunsteigenes Material vorschlägt, was auch von Adorno gesehen wird: „Kunst“ ist jener Bereich (unter den vielen anderen Bereichen, wie Wissenschaft, Alltag, etc.), in dem jedes „I“, also auch „I=E“, mit jedem anderen „I“, – auf allen Ebenen, – gleichberechtigt ist.

    1379Hegel gelingt es, zu fühlen, dass mit dem „Ende“von Kunst, als theoretisch bei ihm ableitbarem Ereignis, das aber als theoretische Konsequenz offensichtlich unvereinbar ist mit dem wirklichen Fortleben von Kunst, sowie den tief verankerten Erwartungen der Menschen, also mit deren totale Veränderung verbindbar ist.

    1380Hegel schildert dann, wie Kunst in Zukunft aussehen könnte, (anhand Goethes „Westöstlichem Diwan“).

    1381Es sind Beschreibungen einer unendlichen-I-Sphäre und deren Tendenz, ebenfalls unendliche Dimensionen völlig neuer Art ins Spiel zu bringen: Was anderes als nur „subjektive Sehnsucht, Verliebtseyn, Begierde“, positiv auch: „reines Gefallen an den Gegenständen, ein unerschöpfliches Sichergehen der Phantasie, ein harmloses Spielen und dabei eine Innigkeit und Frohheit des in sich selber bewegenden Gemüthes“.

    1382Das „Ende“, welches das der bürgerlichen Gesellschaft andeutet, ist ein Verfall der Kunst – zunächst. Dann gibt es Tendenzen zu einer „Art unendlicher Kommunikation zwischen Subjekt und Objekt, die einander nicht mehr fremd gegenüber stehen“. Es ist eine abstrakte Beschreibung des Kerns und der Vorform der unendlichen-I-Sphäre.

    1383Die „christliche Kunst“, ihre religiösen Motive sind letztlich die „I“, „I/E“ der Philosophie, deren sich diese Religionen bedienen; also z. B. „Liebe“, in abstraktester Begrifflichkeit, zu Gott usw.

    1384„Kunst“ kann alle „I“ besetzen (und alle „E“). Der Wechsel der „I“ (und der „E“, z.B. als „Material“, z B. aber eben auch als „I/E = E`) ist ein Vorgang, der eine andere „Ebene“ zu dem bildet was „Kunst“ ist. Und zwar deshalb, weil die Entwicklung selber, (die ja dieselbe Ebene mit ihren Phasen/Stufen/und damit „I/E“ ist) für den Bereich der Kunst nicht so ganz gilt: Kunstwerke sind „übergeschichtlich“, heben „Geschichtlichkeit“ auf, weil sie erhalten bleiben  E, und nicht Ausgangspunkt weiterer Entwicklung sind oder seien müssen.

    1385Ein Übergehen zum „I“ „Mensch“/Humanes kann historisch (Religion) gesehen werden. Aber diese Wahl von zentralem „I“; (heute hat man nicht unbedingt zentrale „I“, gleichberechtigt auch dezentrale) kann auch zufällig, dezisionistisch bestimmt sein.

    1386In ihrem Teil der Geistesgeschichte tastet sich „die Kunst“ zu ihrem theoretischen Zentrum hin. „Motive“ („I“), wie dabei die des Christentums, o. ä. können nur als Zwischenstation zum „eigentlichen“ I, I/E verstanden werden, wenn man eine spezifische Konsequenz verfolgt – die allerdings nicht zwingend sein sollte, denn „die Kunst“ ist eben auch das Nicht-Konsequente.

    1387Das Zentrum ist „der Mensch“. Er hat deshalb diese Sonderstellung, weil es die I-Sphäre gibt. Er ist der „Befreier“ der „I“, und das erscheint als „Erzeuger“ aller „I“. Daher hat er beispielsweise „die Unendlichkeit seiner Gefühle und Situationen“ (Hegel). Dieser „Einheit“ durch das Bewusstsein des Künstlers, steht die Möglichkeit gegenüber, den Menschen, das Menschliche, die Gefühle etc. in Kunstwerken darzustellen, bzw.: In allen künstlerischen Darstellungen – gleichgültig, ob das Objekt Natur, Unnatur oder der Mensch ist – stets wird es auf den vom Menschen erzeugten „Sinn“ u.ä., also auf seine „I“ hin gesehen und interpretierbar o. Ä. sein.

    1388Künstlerische Tätigkeit ist ebenso ein umfassender Begriff von „Arbeit“, wie Kunst den umfassendsten Charakter selbst hat.

    1389„Umfassend“ bedeutet, es werden alle „E“ und alle „I“ zu erfassen versucht und sie werden kombiniert; damit treten sie erst in die „Konkretheit“ ein.

    1390Diese Kombinations-Tätigkeit ist als künstlerische die Ergänzung zu I, E. Es sind die „N-G“-Verfahren und die N/G-Verfahren – und zwar eben wieder „alle“.

    1391Damit unterscheidet sich „Kunst“ zwar nicht auf theoretischem Gebiet von „Arbeit“, aber wegen der Begrenztheit der „E“ und daher der „I“ im Praktisch-Historischen dann doch.

    1392Daraus ergaben sich und werden sich weiterhin sozialpsychologische Spannungen ergeben z.B. Unter- und Überbewertung von „Künstlern“, Kritik an „normaler Arbeit“.

    1393Die „vollendete Vermittlung von Subjekt und Objekt“ „führt zu einer neuen Entfremdung“. Diese „Vermittlung“ ist „I/E“. Das „I“ ist das des menschlichen „Subjektes“, das durch die I-Bewältigung konstituiert ist. Und es ist zugleich ein neues „E“ (E‘), eben das Kunstwerk.

    1394Als „Kunstwerk“ hat es drei Seiten. Es steht wie jedes „Werk“ in der Reihe aller E-Phasen – und wird dort wieder „überholt“. Es ist innerlich ein dreifach unendlicher Prozess, von daher die innere Struktur und Dynamik.

    1395Es geht stets in allen weiteren Entwicklungen als Teil in deren Basis mit ein.

    1396Und im Gegensatz zum Arbeits-, Konsum-, Investitionsprodukt ist ein Kunstwerk etwas, das historisch „erhalten“ wird.

    1397Wenn der Vorwurf der „Entfremdung“ gemacht wird, dann sind diese drei Möglichkeiten nur in ihren Grenzlagen gesehen worden.

    1398Bei Hegel und bei uns ist Kunst als I/E-Relation ein dreifach unendliches Verhältnis. Diese Relation ist eine grundlegende, und als solche ist sie der Entwicklungs- Mechanismus, also E`, der „das Neue“ erzeugt .

    1399Das hieße aber für Kunst, der „Zustand der Versöhnung“ hätte die „ernst zunehmende Konsequenz“, dass „Kunst“ als I/E-Relation dort nicht mehr gilt. Oder für Hegel et al. würde Kunst in der Konsequenz ihrer Überlegungen „überflüssig“. Was dann als unversöhnter Rest stehenbleibt (Roman, Lyrik) ist theoretisch unversöhnbar; d. h. die Theorie des Hegel muss erweitert werden.

    1400Anders gesagt, wie erklären wir es, dass „Kunstwerke“, „Ewigkeitswerte“ sind? Als „E“, die sie ja geworden sind, sind sie prinzipiell „ewig“, aber warum bleiben sie wertvoll, wo der I-Charakter ja weggearbeitet wurde?

    1401Das geht nur, wenn man „I/E“ als schwebendes E‘ ansieht. Also aus der Entwicklung Herausgenommenes – und deshalb eben etwas Besonderes, das als „Kunst“ vor allen anderen Werken hervorgehoben wird. E‘ ist also zwar ewig, aber als I/E, sich als unendliche „Prozesse“ erhaltend. Geht das überhaupt?

    1402„Kunst“ ist da zwiegespalten, einerseits diese Erhaltung, andererseits dort auch Fort-schritt.

    1403(Begrifflichkeit, Geist überhaupt; freie Fantasie und auch unfreie Teile (Logik).

    1404Die „praktische Philosophie“ Hegels ist derjenigen von Kant darin tatsächlich „unterlegen“, dass Hegel „Vernunft“ als in seiner Randlage betont. Nicht als offener Prozess, (wie Kant das sieht), sondern als „E“ (I=E), (was Hegel noch dazu nicht bedauert, sondern angeblich „mit Befriedigung“ feststellt). Der wahre Grund: Nur so passt seine „praktische Philosophie“ in sein „übergeordnetes“ philosophisches allgemeines System.

    1405Daher hält Hegel es als „allgemeine Gesichtspunkte unseres heutigen Lebens“ fest, dass aus „Formen, Gesetzen, Pflichten, Rechte, Maximen als Bestimmungsgründe gelten“, und auch„ dass hauptsächlich Regierende sind…“ – (also zwar „Ig“, aber diese als „E“) – die der „Kunst“ „nicht günstig“ sind.

    1406Damit unterstellt Hegel indirekt, dass es für die Definition von „Kunst“ ein Modell geben muss, das „E“ und „I“ in einem (doppelten) dynamischen Verhältnis sieht.

    1407Gegenüber den gesellschaftlichen, historischen (jeweiligen) „allgemeinen Gesichtspunkten“ (Form, Gesetze, Pflichten, Maximen), die deutlich die zu „E“ gewordenen „I“ sind, als „Versöhnung“ und als „Vernunft“ ebenso zu bezeichnen wie als „Entfremdung“ – woran die Untauglichkeit dieser Kategorien für tiefere und philosophische Analysen erkennbar wird – gibt es stets „Reste von I“.

    1408Bei Hegel ist es die „Ästhetik“ als dem Korrektiv seiner Geschichtsauffassung, seiner philosophischen Grundhypothetik insgesamt.

    1409Speziell (und von Hegel selbst genannt) ist es die „Lyrik“, die die „Ordnung der Lebensverhältnisse“ deshalb nicht „stören“ kann, (freilich auch nicht weiter vorantreiben kann), weil in ihr die I-Seite mit „E“ verbunden, als Emotionalität verborgen bleibt; es kommt nicht zu eindeutigen „I-Formulierungen, „keine substantiellen Forderungen anmeldend“.

    1410„Lyrik“ ist deshalb das das Individuum kennzeichnende I-Geflecht. Und das Partikulare (und deshalb Lyrik) erhält sich jenseits des ständig erstarkenden Allgemeinen. Bis hin zur „Moderne“, von Rimbaud, Baudelaire an. Deren „Weltverlust“ ist die Entwicklung neuer „I“ (die nur vom Individuum kreierbar sind) und daraus dann neuer „E“.

    1411Festzuhalten ist – (auch gegen Hegel) – das Individuum erzeugt I, E. „E“ als I/E, und man kann auch sinnlose „E“ erzeugen, fantasieren, ebenso „I“ ohne ihre „Umsetzung“ in „E“ dazu zu bedenken.

    1412Deshalb muss man von einem mit „der allgemeinen Entwicklung“ eng zusammenhängendem Feld ausgehen, auf welchem es Übergänge gibt; z.B. als individuelle Reifung, welches heißt, die menschliche Phantastik in jene Bahnen zu leiten, die gesellschaftlich, historisch „angemessen“ sind, (was Hegel lustig schildert), was aber als E-Bereitstellung von der gesellschaftlichen Phase abhängt, (was Marx schildert).

    1413Ein anderer „Übergang“, der sich jedoch prinzipiell nicht der historischen Entwicklungsphase anpasst, ist die „Kunst“. Indem der Mensch den Roman, die Lyrik schreibt, dabei auch die Welt neu schafft, nach seinen I-, E-Phantasien, arbeitet er als Entwicklungshelfer an den bestehenden Strukturen von „E“ und „I“.

    1414Die Diskussionen um Versöhnung von Besonderem mit Allgemeinem spezialisieren sich auf das Verhältnis von „I“ individuell und „I“ gesellschaftlich.

    1415Das ist zwar nur einer der Aspekte der I/E- und I-Sphären, die Diskussionen zeigen aber deutlich, die individuellen „I“ sind die Quelle aus der (den „E“ vorauseilend) stets neue „I“ entstehen. Sie können dann zum großen Teil scheitern, insofern die „E-Seite“ (z.B. das gesellschaftlich, bürgerliche Alltagsleben, Beruf u. ä.) sich langsamer verändern als die I-Seite.

    1416Aber die Kunst (z.B. „der Roman“, der als Ausdruck dieser gesellschaftlich-individuellen Auseinandersetzung gelten kann) hat die Pflicht, diese vorauseilenden Versuche darzustellen.

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    Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil B, Teil V (Kunst und Kultur), 1.–4. Kapitel. Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 30.08.2020 auf dieser Website. Textgrundlage ist die auf dieser Website veröffentlichte Fassung. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (61 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

  • Sozialpsychologie und Wissenschaftsphilosophie

    Wilhelm Bauer2020Psychologieca. 21.500 Wörter · ca. 85 Min.
    RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

    Bauer versucht, die Kategorien der Sozialpsychologie auf die Elemente des Objektiven Geistes (E, I, N, G) und ihre Relationen zurückzuführen. Die Sozialpsychologie steht für ihn im Übergang zwischen Individualpsychologie und Soziologie: Die individuellen Ziele und Interessen (Ii) und das individuelle Wissen (Ei) treten in Wechselbeziehung mit den kollektiven und gesellschaftlichen Zielen und Wissensbeständen (Ik, Ig, Ek, Eg). Grundmodell ist das „Handlungsprojekt“ (I-N,G,E´-E), das er auf Denk-, Sprech- und Verhaltenshandeln anwendet; die trennende Rw- und die verbindende Rz-Gerichtetheit liegen dem Trennen und Verbinden der Menschen zugrunde. Nach dem Abkürzungsverzeichnis gibt eine „Kurze Übersicht“ Beispiele: Personenwahrnehmung, Attribution, das Vorurteil als Relation von Ii, Ik und E, Konfliktforschung und soziale Kognition, dazu einen Abriss der Geschichte des Fachs. Die „Ausführung“ behandelt Einstellungen und Meinungen und ihre Messung, die Therapieformen als Entwicklungsreihe, Verhalten, soziale Rollen, Konformität, soziale Wahrnehmung und Attribution, Erwartung und Persuasion, Knappheit und Wettbewerb in der Leistungsgesellschaft, Attraktion und Liebesbeziehungen, Altruismus und prosoziales Verhalten, Aggression sowie Stereotype und Vorurteile zwischen Kollektiven und Kulturen.

    27 Schreibfehler berichtigt; markierte Stellen antippen, um das Original zu sehen.

    Verzeichnis der Abkürzungen

    1WP – Wissenschaftsphilosophie

    2wp – wissenschaftsphilosophisch

    3S – physikalische Kraft

    4R – dynamische Gerichtetheit der zwei Grundkräfte, die zugleich als „Relationen“ wirken

    5Sz – kohäsive Kraft; in der Kernkraft und in der Gravitation

    6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

    7Sw – trennend wirkende Kraft; im Elektromagnetismus

    8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

    9z ist Sz/Rz; wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“ und zwar „kohäsiv“, unbegrenzt aufeinander bezogen; dadurch eine Variante des „Nichts“ bildend.

    10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw“, die Trennung der beiden Unendlichen als zweite mögliche Art von „Relation“; und eine zweite Art des „Nichts“ bildend.

    11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“.

    12„z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“. Und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche und räumliche Reichweite (w) und „Tiefe“ (z) haben, nun durch diese Kohäsion sich gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

    13In der „allgemeinen Entwicklung“ werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen durch ihre Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das quantenmechanische Prinzip, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer so weiter, weil es vor aller endlichen raumzeitlichen Vierdimensionalität geschieht.

    14Die physikalische Ursache für diese ewige Abwechslung („z-w“ wird „z/w“ und das wird wieder „z-w“ und so weiter) ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

    15Als Folge wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

    16Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

    17Da auch die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Das ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, diese liegt allem Endlichen zugrunde.

    18Es ist auch der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation zu den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen, in den Wissenschaften, genauer beschrieben.

    19Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

    20Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben; die „allgemeine Entwicklung“ erzeugt sie aus den S und R durch deren „Selbstbezug“.

    21Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat. E´ sind bereits vollendete Existenzen, Entitäten, Mittel

    Kurze Übersicht

    22Zum Beispiel untersucht die sozialpsychologische Wahrnehmung anderer Personen, wie Meinungen und Bewertungen über andere Personen zustande kommen. Das geschieht in der, auch wissenschaftlichen, Praxis oft eher intuitiv oder durch Erfahrung geleitet, meist mit Hilfe von vorgegebenen Kategorien. Wir versuchen diese Kategorien von beobachteten Äußerungen und Handlungen, Meinungen und Bewertungen als Ii, Ig, Ik, Iw und als Ei,k,g,w sowie als I/I- und I/E- Relationen zu bestimmen. Als die des Beobachters, des Beobachteten, der Personen, als Interessen, Werte, Absichten („I“), existierende Gegenstände, Einstellungen (E.), Emotionen, Stimmung, Eigenschaften (I/E), als sprachliche oder andere Äußerungen oder Handlungen („I-N,G-E). Wobei der Wahrnehmungsprozess als Identifikationsprozess durch G-N abstrahiert wird.

    23Auf der methodischen Ebene der Sozialpsychologie geht es zum Beispiel darum, einer Person die Ursache seiner Handlung und die daraus folgende Auswirkung auf sein Verhalten und Erleben zu erklären. Wir verbinden das mit dem „allgemeinen Handlungsprojekt“ (I-N,G,E`-E), bei dem die I-Seite als die Interessen und die Motivation jener Person als Ursache interner Art angenommen wird und die vorgegebenen Bedingungen als E` als externe Effekte, Ursachen.

    24Ein anderes Beispiel: Wir verstehen das Vorurteil als eine Relation zwischen Ii und Ik und E. Beim Vorurteil wie auch bei der „Meinung“ sind drei Relationen maßgebend, das Wissensniveau (E) die Willens-und Zielsetzung des urteilenden Individuums (Ii) und diese bezogen auf die festen Vorstellungen (Ek) und die Interessen (Ik) der jeweiligen…Gemeinschaft.

    25Die Grundkonzeption des Denk-und Sprechhandelns („I-N.G-E“) kann in der „allgemeinen Entwicklung“ laufend dynamischer Weiterentwicklung unterliegen oder eher „statischer“ Art sein. Beide Möglichkeiten sind durch freie Rw, Rz sowie durch „Rz/Rw“ vorgegeben. Allerdings gibt es eine gesellschaftliche Beurteilung (Ik,g,w), in der alle statischen Situationen deshalb „kritisiert“ werden – was auch heißt, formal vorwärts verwiesen werden – weil sie der „allgemeinen Entwicklung“, speziell in gesellschaftlich-historischem Kontext widersprechen und nicht der ständig stattfindenden E-Entwicklung und den I-Entfaltungen folgen. Gebremst werden sie einerseits durch eine hohe gesellschaftliche Anerkennung von „E-Vollendungen“, was oft kritisch und gleichzeitig als statisches Verharren auf Meinungen angesehen werden kann. Zum anderen beeinflusst die mögliche dynamische Anpassung an neue E, welche als Ei durch Ii geschehen könnte, die „übergeordneten“ Ik,g, oft aus „ökonomischen“ Gründen, E-Knappheit, E- Erhalt. Dieses Ausbremsen als Verhinderung der individuellen Kenntnisse (Ei) und Interessen (Ii) auf den optimalen Niveaus wird gesellschaftlich derart kritisch gesehen, dass Vorurteile stets als negative und affektive und gesellschaftlich diskriminierende verstanden werden müssen. Denn sowohl die prinzipiell positiven dynamischen E-Entwicklungen wie auch die dynamisch freier werdenden I-Funktionen sind prinzipiell positiv zu sehen.

    26Als weiteres Beispiel sei die „Konfliktforschung“ kurz erwähnt. Wir gehen von den Schwierigkeiten der „Ik-Ik-Relation“ aus. Diese ist wegen der Herkunft aus R-Relationen prinzipiell ein kompliziertes Verhältnis, weil es um Rz/Rw-und Rw/Rw-Übergänge geht, welche selbst nur durch freie Rz und Rw zu beschreiben sind. Das läuft auf Unendlichkeiten in diesen Selbstanwendungen hinaus; was heißt, die angestrebte „Verendlichung“ gelingt so nicht. Erst die Hinzunahme fester und vorgegebener E kann eine positiv identifizierbare Lösung der „Konflikte“, hier zwischen zwei kollektiven „Ik“, einleiten. Welche zum Beispiel dann möglich wird, wenn die I eine Gemeinsamkeit haben, die zu dem beteiligten E passt. Als unendlich freie Rz-Rz erzeugen sie unendliche Identität und unendliche „Kleinheit“. Als Rw-Rw analog unendliche Weite. Dasselbe spielt sich nun zwischen den anderen OG-Elementen ab, von denen hier N und G als totale G/G-, N/N- und N/G-Relationen eben solche prinzipiellen Denk- und Verstehensschwierigkeiten machen. Die „Interessen- Willens-und Zielphilosophie“ (I-Sphäre) wird von der R- und der OG-Seite beeinflusst. Von daher betrifft es mehrere Phasen, zum Beispiel die Soziologie, Kulturwissenschaft, Historie, Psychologie, und zwar sowohl in en subjektiven wie öffentlichen Angelegenheiten. Im öffentlich-gesellschaftlichen Rahmen… geht es um „fremde Kollektive“ – modelliert als Ik/Ek – zum Beispiel um andere Nationen, Ethnien, Religionen, Geschlecht.

    27Bei Einzelpersonen wird die Einheit „Ii/Ei“ oft differenzierter beurteilt,(„deutscher, aber Katholik“).

    28Zu den verschiedenen Ansätzen der Vorurteilsforschung zählt zum Beispiel der konflikttheoretische Ansatz. Zur Beschreibung, Analyse und Auswertung von Konflikten wird wiederum auf noch grundlegendere Begriffe, Ideen, Theorien zurückgegriffen…, zum Beispiel auf Interesse“ (I) und auf Situationen, welche mit den verschiedenen Möglichkeiten zusammenhängen, in welchen Interessen wirken. Das ist zum Beispiel die ungleiche Ausübung zwischen mehreren Interessen Ii oder zwischen Ii und Ig, welche formal als ungleichgewichtig als „ungerecht“ empfunden wird und inhaltlich als Ausübung von Macht oder sogar Gewalt sowie natürlich als gerechte, gewaltlose Situationen, in denen jedermann frei seine Interessen verfolgen kann.

    29Die sozialpsychologische Konfliktforschung befasst sich mit der soziologischen und psychologischen Charakterisierungen von Konflikten zwischen Gruppen. Die I-Seite sind hier Gegensätze zwischen grundlegenden Werten gesellschaftlicher Ideologie oder konkrete Zielsetzungen. Die E-Seite sind die gesellschaftlichen Mittel, um diese Ziele zu erreichen. Sind das zwei verschiedene führen diese Ik/Ek-Differenzen zu Konflikten. Wir führen… das auf die formalen Eigenarten von „I/I“-Wechselbeziehungen und auf die Eigenschaften der I- und E-Sphäre sowie die Eigenschaften von „I/E“ zurück. So kann man den Verlauf und die Lösung von Konflikten aus den „Ik/Ik-Annäherungen“ durch Wechselbezug und durch Ausgleich der beiden Ek erklären. Dabei waren die Ursache des Konflikts entweder eine E-Differenz – arm vs reich – oder ein unvereinbarer Unterschied der Ziele, Hoffnungen (Ik) der beiden Kollektive meist ist beides unterschiedlich. Natürlich kann man mit Hilfe solcher Analyse auch Konflikte vorbeugend verhindern. Wenn man diese konkreten historischen Unterschiede der I und E systematisch in ihrer „allgemeinen E-Entwicklung und „I-Entfaltung“, Erarbeitung, Handlung darstellt, zeigt man Auswege aus Konfliktsituationen

    30Da Konflikte zwar von „I/I“-Problemen ausgelöst sind und von dieser „Rz/Rw-Konstellation prinzipiell nur so gelöst werden können, dass man die aus Rz/Rw gebildete existierende Entität akzeptiert – was schwer zu verstehen ist – geht es eigentlich immer um zwei oder mehrere „I/E-Verhältnisse. Ziel einer wirkungsvollen gesellschaftlichen Konfliktlösung ist es daher, zuerst die E-Seite zu mildern, zum Beispiel die in der Auseinandersetzung genutzten Mittel (E`), Waffen oder Wortwahl, abzumildern. Dann geht es darum die E-Differenzen auszugleichen, zum Beispiel die zwischen Armut und Wohlstand. Die prekären I-Differenzen müssen danach in Kommunikations – und Diskurs- projekt… bewusst gemacht werden. Der eigentliche Interessengegensatz (Ii/Ii oder Ik/Ik) kann dann aufgehoben werden, wenn Emotionen, Waffen und objektive E-Situationen bewusst gemacht oder sogar beseitigt sind. Die Ik können dabei Organisationen, Parteien, Konzerne sei und die IG Staaten oder Volksgruppen. Dazu gehört grundsätzlich, dass die I-Seite wissenschaftlich objektiviert und daher auch gesellschaftlich anerkannt wird und es allen Konfliktbeteiligten Zugang zur Palette möglicher Interessen Zielsetzungen, Hoffnungen, also auch die des Gegners. Der Mediator sollte daher nicht so sehr von den Konfliktparteien distanziert und vertrauenswürdig sei als vielmehr wissenschaftlich und philosophisch geschult.

    31Eine „soziale Kognition“ wird von uns als Ei stets einem Individuum zugeschrieben, als sein Wissen u.ä. Aber genauer gilt auch hier, dass es um die Einheit „Ii/Ei zu N-G“ geht, also positives (G) erzeugtes Existierendes (E), getrennt von „Nichtwissen (N), aber verbunden mit allen individuellen Ii-Funktionen, zum Beispiel auch dem Interesse, dieses Wissen(E) zu haben.

    32Die soziale Kognition ist nun der Beobachtung verdankt, dass sich mehrere Individuen beeinflussen. Das führen wir auf das Grundverhältnis Ii zu Ii´ zurück, zwei oder viele Ii relationieren und erzeugen damit ein – eventuell übergeordnetes – gemeinsames Ik. Diese meist gegenseitige Beeinflussung der Zielsetzung, der Interessen bestimmt dann die Bildung gleicher E.

    33Zusammengefasst ist das ein Grundgerüst „sozialer Beziehung“.

    34Die wp Beschreibung des menschlichen Individuums als Sozialwesen geht von denn OG-Elementen aus und von deren Relationen so „I-E zu I/E“ oder „E,G vs. N“, aber auch von den unendlich freien Ii und Ei. Zum Menschen gehören die Versuche, sich genaues Wissen (E) über seine Umwelt zu verschaffen. Das neben einer konsistenten Ich-Identität (E) und Selbstwertgefühl (I/E) Motivationen (I) und Verhalten, Handlung („I/E/N/G“) als Basisfähigkeiten.

    35Die Nutzung der OG-Elemente wird von uns auch den Teilgebieten der sozialen Kognition zugeschrieben.

    36Alle individuellen Leistungen – die Wahrnehmung, das Lernen, Gedächtnisprozesse, Emotionen, das Denken auch Empathie, Moralität etc., werden sozial beeinflusst. Wir analysieren diese individuellen kognitiven Fähigkeiten – zum Teil von den biologischen „z/w“ her abgeleitet – als Ii/Ei, die mittels der methodischen Varianten von „N-G zu N/G“ miteinander verbunden sind, und bilden dann die sozialen kognitiven Leistungen, indem wir die individuellen Ii,Ei mit den sozialen Ik,g,w und Ek,g,w kombinieren.

    37Der soziale Einfluss auf das menschliche Empfinden ist ein Ausschnitt der wp Wechselwirkung aller Phasen. Das ist systematisch zu strukturieren, was wir zum Beispiel als Wechselbezug der verschiedenen Wissen-Niveaus ansehen, Ei, das der einzelnen Person und Ek,g,w das Wissen der Gesellschaft. Und zugleich die Wechselbezüge der Interessen, Zielsetzungen etc. als Ii zu Ik,g,w. Letztere unterscheiden sich als gegenseitige Beeinflussung und Kämpfe auffällig von den eher nicht bewussten Übernahmen von Wissen und Benennungen von Entitäten durch das der Person in kognitiven Prozessen, oft nur als schablonenhaft schematisch. Dieser Unterschied ist in den Unterscheidungen von dynamisch gerichteter konträrer I-Funktion (Rz zu Rw) von der neutralen E-Seite angelegt (Rz/Rw).

    38Zur Geschichte der Sozialpsychologie: Wenn eine der grundlegenden Deutungen dessen was Sozialpsychologie ist, von der selbstbewussten und erkannten Identität des Menschen des Menschen ausgeht und diesem Wissen das menschliche Erleben und Verhalten als soziale Beziehungen ergänzend hinzu fügt, dann ist es im wissenschaftsphilosophischen Sinne, dies Vorhaben zu analysieren.

    39Denn mit der Herstellung jener Verbindung zwischen menschlicher Psyche, wissenschaftlicher Theorie davon und der Vergesellschaftung, auch der Soziologie-u.ä. Phasen, hat man einen Anfang gemacht, der von der Wissenschaftsphilosophie auf die Zusammenhänge aller Wissenschaften ausgedehnt werden sollte, will man zu gemeinsamen Fundamentalstrukturen gelangen.

    40Der Kern der betroffenen Wissenschaften, Phasen und ihrer konkreten Anwendungen sind die Möglichkeiten der I-Funktionen und der I/E-Ausdifferenzierung ud Spezialisierung. In der Psychologie ist Ii die „Willensfähigkeit“, das „Interesse“ u.ä. des Individuums, als das Zentrum „Ii/Ei“. In der Soziologie geht es um Gruppenprozesse als Ik, Ig, Iw und die Ik,g,w/Ek,g,w. Die Sozialpsychologie werden die objektiv vom QM und vom Zusammenhang aller Phasen im „z/w-Bereich“ vorgegebenen Wechselbeziehungen zwischen den Phasen genutzt. Vom QM her wird zwar die Wechselbeziehung zwischen R – als Rz/Rz, Rw/Rw oder Rz/Rw möglich gemacht, aber es ist dort und von dort in den Relationen zwischen Ii und Ik und Ig,w sehr problematisch. Das zeigte sich konkret in der Sozialpsychologie. Allerdings zeigen sich dort auch die Auswege aus möglichen Dilemmata, nämlich der Einbezug der E-Seiten .

    41Zunächst kann man von diesen eher abstrakten Möglichkeiten noch die „soziologische von der psychologischen Sozialpsychologie“,oft in Schulen und ähnlichem, unterscheiden.

    42Die psychologischen Ansprüche der Sozialpsychologie stellen die Wechselwirkungen, von Gedanken, Gefühlen und Verhalten des Individuums mit sozialen Strukturen und Prozessen dar. Wir versuchen nun, diese Emotionen, Strukturen, Handlungsweisen etc. auf die I, E, N, G und ihre Relationen zu reduzieren, zum Beispiel in der „allgemeinen Handlungskategorie“ (I zu N,G,E´zu E).

    Ausführung

    43Als die Einstellung und die Meinungen einer Person versteht man die Beziehung zu einem Objekt. Wir erweitern das zu einer „Relation“, welche stets als eine Wechselbeziehung zu verstehen ist. Als Objekte kommen Gegenstände, andere Menschen etc. in Frage. Diese Relationen erscheinen bei der Person zum Beispiel als deren Wahrnehmung oder als deren Bewertung dieser Objekte.

    44Wie ist das möglich? Wir analysieren diesen Wahrnehmungsprozess als der von Reizen physikalischer Art, elektrodynamische oder Energie-Felder. Man kommt nun in einer wissenschaftsphilosophischen Analyse nicht umhin, diese physikalische Feldverbindung grundsätzlicher zu fassen.

    45Sie wird von uns als „w-w-Relation angesehen. Genauer, die Elektrodynamik als w-w-w/Rz-Feld und die Energie als w-w-w/-z-z.z . Wie ist diese „einfache“ physikalische Relation mit der sozialpsychologisch komplexeren Verbindung einer Person zur Dingwelt und zu anderen Menschen zu vergleichen? Neben der physikalischen Wechselwirkung gibt es das bewertende Interesse zwischen zwei Menschen. Jede Wertung und jede Form von Interesse wird in unserer Entwicklungsdynamik als die R-Entfaltung von den w, Rw und z, Rz hin zu den I-Varianten verstanden. Die I beziehen sich auf Individuen (Ii) und auf Kollektive (Ik,g,w).

    46Die explizit philosophische Behauptung ist nun hier, dass ein Übergang zwischen Physikalität und den menschlichen psychologischen Fähigkeiten auf diese Weise zu erklären ist.

    47Der Einsatz der R-Relationen (Rz und Rw) und deren – durch die Quantentheorie erklärbare – Entfaltung zu den I .kann jetzt aber zugleich als die Herstellung weiterer Verbindungen des Menschen zu Objekten genutzt werden. Die Einstellung einer Person kann auch als Verhalten, Handlung, Arbeit und emotional-kognitives Denken als Relation zu und mit den Objekten geschehen Deshalb weil in der wp Entwicklung aus den Rz, Rw, Rz/Rw die „I“, G, N, E werden und aus deren Wechselbezügen wird die „Begrifflichkeit“.

    48Die sozialpsychologische Phase ist in ihrer konkreten wie in ihrer theoretischen Funktion – mindestens – dreigeteilt. Von daher muss man zum Beispiel die Einstellungsobjekte als psychologisch-physikalische beobachtbare „Reize“ anders behandeln als zum Beispiel das Verhalten einer Person, was der soziologischen Seite dieser Wissenschaft zuzurechnen ist. Hier sind jene Einstellungen zu finden, welche als Meinungen oder andere Persönlichkeitsmerkmale wichtig sind, und welche sich unmittelbarer auf andere Menschen beziehen. Schließlich geht es bei der Sozialpsychologie um eine „Geisteswissenschaft“ mit ihrer speziellen Begrifflichkeit. Hier werden auf einer abstrakteren, entwickelteren Ebene die Begriffe aneinander gemessen.

    49Die drei genannten Ebenen der „allgemeinen Entwicklung“ hängen aber nun prinzipiell, das heißt von der QM-Ordnung her – in der z/w-Phase – in Wechselwirkung zusammen, wie sie jedoch auch trennbar sind. Die Unterteilung der Einstellungsobjekte in Reize, Verhalten und Begriffe ist ebenso möglich wie deren Relationen. Je nach Sicht, kann eine Trennung sinnlos sein, wenn zum Beispiel die verschiedenen Ebenen der Beurteilung innerlich zusammenhängen. Die Beobachtung der „Reize“ beansprucht nur die zwei Grundlagen der empirischen Methode, G, E und Rw. Die inhaltliche und wechselbezogene Einbeziehung in die Feststellung von Einstellungen, Meinung und Verhalten – zum Beispiel einer beobachteten Person – ist komplexer. Man kann das Handlungsmodell dabei hinzuziehen, also die Relationen der beobachteten E, der vermuteten I und der I des Beobachters sowie die Operatoren, Methoden (G,N). Von den Größen, Elementen im Handlungsmodell kann man dann freiweg das eine oder das andere bei der Beobachtung und Beurteilung der „Einstellungsobjekte“ betonen, hervorheben.

    50Deutlich ist, wegen der Handlungseinheit, dass die Trennung in den üblichen Klassifizierungen durch gemeinsame Grundstrukturen zusammenhängen, genauer gesagt, dass man sowohl und gleichberechtigt Rw-trennen oder Rz-vereinen kann, und dass dann durch die Trennung nicht nur zwischen den E/I einerseits und den N/G-bestimmten Verhalten, Arbeiten unterschieden werden kann, sondern zwischen allen möglichen Gegenständen (E/I) und allen möglichen Methoden (N/G). Dennoch wird es in der Lebenspraxis wichtiger, zweckmäßiger sein, nicht so sehr von den wahrgenommenen Reizen (E/I) auszugehen, als von den Verhaltensweisen.

    51Wie jede Phase und daher jede Wissenschaft mit jeder anderen – dank z, Rz, Sz – zusammenhängen, sind die Eigenschaften der jeweiligen Subphasen und der strukturellen Details, Gesetze und Prozesse mit denen der „Nachbarwissenschaften“ eng verbunden. Das hat zur Folge, dass es bei der wissenschaftlichen und der wp Analyse, hier beispielsweise der Sozialpsychologie, Theorien gibt, die sich auf die Soziologie stützen oder auf die Psychologie oder auf die Ökonomie, Politik oder auf andere „relevante“ Wissenschaften und Lebensbereiche.

    52Das kann auch Einzelheiten betreffen, hier zum Beispiel gehört die „Meinungsbildung“ – auch – zur Psychologie und das Bewerten von Personen ebenfalls.

    53Bewertungen finden zwischen Personen statt, als Wechselbeziehungen zwischen zwei I/E- Relationen. Das wird von der prinzipiell unendlichen „I/I“ -Verbindung beeinflusst. Bei einer Bewertung eines Gegenstandes durch eine Person entfällt die I/I-Schwierigkeit.

    54Die I/I-Relation ist von Rz/Rz oder Rw/Rw und damit auf Unendlichkeiten begründet. Das macht sich in den unbegrenzten Möglichkeiten beider Ii sowie in deren ebenso zahlreichen Relationen bemerkbar. Dennoch ist die Gegenüberstellung zweier Interessen im Sozialpsychischen nichts weniger als normal. Da gibt es einige Auswege, wobei der naheliegende der ist, sich von beiden I-Seiten auf gemeinsame vorgegebene oder feste E zu beziehen (I/E). Oder man einigt sich durch „Abstufungen“, was einem Abgehen von der ursprünglichen Relation gleichkommt. Schließlich kann man auch das I/I-Verhältnis von außen und auf einer anderen Entwicklungsebene nur formal beschreiben, zum Beispiel als „neutrale, positive oder negative Bewertung, Einstellung“.

    55Die Einstellungsobjekte einer Person stehen oft miteinander in Verbindung, beispielsweise durch G-Assoziationen oder eben als N-Widerspruch. Da sind die Einstellungen als Kognitionen nur spezifische Subphasen, die wie alle Phasen durch jene Rz-und Rw-Relationen und deren zur Semantik entwickelte G- und N-Begriffe verbunden sind. Solche Einstellungen können E-Feststellungen von Objekten sein oder I-Bewertungen. Derartige faktische Sachverhalte (E) haben in den „Rz/Rw-Existenzen“ (ontologisch E2) ihre Entwicklungsvorläufer, die Bewertungen haben in den freien R-Aspekten die entsprechenden Vorläufer. Nur weil das so ist, ist überhaupt eine Konnektivität, ein Brückenschlag zwischen den Relationen und dem Relationierten, den Einstellungsobjekten und deren Verbindungsarten möglich. Das ist hier wichtig, weil diese Zusammenhänge ein komplexes Übergangsfeld von physischen, biologischen, emotionalen und rationalen Eigenschaften sein soll.

    56Dass die Relationen zwischen den Objekten dieselben formalen Eigenschaften wie Bewertungen haben, ist dadurch erklärbar, dass die allen Relationen zugrunde liegenden R-Aspekte die Ursache der Entwicklung von den R-Richtungen etc. hin zu den I-Funktionen sind, und die Ii sind als willentliche Entscheidung Grundlage für Bewertungen. Diese können deshalb nur negativ oder positiv sein, weil Rw zu N und Rz zu G im OG wird

    57Die „Positivität“ zeigt sich zum Beispiel darin, dass zwei oder viele Existenzen (E), Gegenstände oder Vorgänge, gleich (G) sind. Beispiele für negative (N) Relationen ist, sprachlich umschrieben, auch der „Widerspruch“, die Gegensätzlichkeiten“. In der erfahrbaren Praxis sind diese abstrakten und unendlichen vier Größen – Rw. Rz, G und N – nicht zu sehen und nicht zu verstehen. Dort gelten dann als Rz/Rw- und N/G-Relationen zum Beispiel als Ähnlichkeit in den Eigenschaften oder als „Teil voneinander“, oder als „kausaler Zusammenhang“ beschrieben, oder als die vielen möglichen auf die Gegenstände und auf gesellschaftliche Verhältnisse bezogenen Verbundenheiten des Alltags. Ihnen ist gemeinsam, dass die „Rz/Rw zu N/G“„Abstufungen“ beliebiger Art zwischen abstraktem Negieren (N) und der Positivität der Identifikation (G) bilden können.

    58Als Beispiel kann man die Meinung eines Subjektes gegenüber einer Gruppe nehmen. Das Subjekt analysiert die Gruppe in deren E-Eigenschaften, dem Wissen, Reichtum u.ä., und analysiert die Ziele, Werte (Ik) dieser Gruppe. Diese Feststellungen können differenziert werden, nach Einzelpersonen der Gruppe etc. Zugleich aber misst das Subjekt das alles an seinen eigenen Ei, Wissen etc. und an seinen Werten, Zielen (Ii). Zwischen allen diesen Größen gibt es nun I/E-Relationen, und es gibt Abstufungen und Veränderungen der E und I jeden Grades sowie Wechselbeziehungen . Zu diesen Schwierigkeiten, welche solche komplexen Netze bereiten, kommen jetzt noch die speziellen der „I/I“- und E/E-Relationen.

    59Das was man „Meinung“ nennt, wird von uns auch zu den „Handlungsprojekten“ gezählt. Zwischen dem wertenden „Einstellungsobjekt“ (als Ii einer Person) und dem bewerteten Objekt (E´) liegen Relationen (N,G). Diese konkrete Relation zwischen zwei Objekten kann „Meinung“ genannt werden. Das resultierende und relativ statische E ist das „Ergebnis“ dieser dynamischen Wechselwirkungen, die „feste Meinung“.

    60Auch die „Erwartungen“ sind ein Spezialfall des Handlungsprojekts. Dem Anfangs Objekt I oder E, im Grunde stets schon ein „I/E“, entspricht einem „Verhalten, das E entspricht einer Verhaltenskonsequenz. Beide werden durch eine „Relation“ verbunden, welche Veränderungen erzeugt, die durch die Wechselbeziehung der Anfangs-und End-Objekte in deren Wechselbeziehung bestimmt und an deren Dynamik gebunden ist und daher von hoher subjektiver „Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel als „Erwartung“ geprägt ist. Diese Relation kann man kurz als „Meinung“ bezeichnen.

    61Die „Meinungsbildung“, zum Beispiel als eine „Bewertung“, wird von uns als eine Variante des „universellen Handlungsprojekts“ (I-N,G-E) gesehen. Das „Bewertete“ ist das „E“. Der Wertende, Ii, kann positive Relationen (G) oder negative Relationen (N) in die komplexe und die „Meinung“ erzeugende Wechselbeziehung einbringen. Noch komplizierter wird es, wenn mehrere Menschen, eine Gruppe eine Gesamtmeinung (Ek,g) erzeugen. Dann müssen die vielen Ii mit ihren unterschiedlichen positiven und negativen Relationierungen zu einer Gesamtbewertung mathematischen verknüpft werden (Ik,g,w).

    62Die Einstellung als Bewertung (I) eines Objekts (E) kann ein-oder mehrdimensional sein, je nachdem, ob das beteiligte Subjekt oder Kollektiv viele Seiten des Objektes bei der Bewertung zulässt und je nachdem, wie viele I dafür genutzt werden. Jede Vereinfachung ist möglich, aber die Entwicklungsdynamik der E und I sowie ihre Variabilität darf in der theoretischen Analyse nicht unterschätzt werden. Der Zusammenhang, die Einheit dieser Bewertungen kann als „Meinung“ verstanden werden.

    63Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen semantischen Netzwerken und kognitiven Strukturen in der Einstellungsforschung ist bei der wp Analyse jene zwischen der engen Rz-,G-relationierten „Einheit“ „I/N/E/G“ und der Rw-,N-getrennten „I-N-E-G“. Genauere Theorien, so ihr Herkommen wird ebenfalls wp daraus abgeleitet. Eine Gemeinsamkeit beider Strukturen der Einstellungstheorien ist durch dieselben Grundbegriffe gegebenen. Eine weitere ist, die Einbettung beider in allgemeine wp-Systematik dadurch, dass die beiden fundamentalen Größen der Trennung Rw und der Kohäsion Rz theorie- und praxisrelevant sind.

    64Es zeigt sich auch hier, dass zur „Praxis“ stets auch die Wechselbeziehung Rz/Rw – genauer z/w – gehört. So zeigt sich zwar, dass in der arbeitsteiligen Forschung und Darstellung die Sprachpsychologen primär kognitiv-deskriptiv (I-E-N-G) orientiert sind,, während die Einstellungsforschung eher an affektiven Prozessen interessiert ist (I/E/G/N), aber bereits die Einheit der Wissenschaft und damit ihrer Aussagen verlangen die Zusammenarbeit. Und genauer gesehen, enthält jede Beschreibung ähnliche immer auch emotionale und hermeneutische I/E und N/G-Relationen. Mit diesem Ansatz kann die Sprachpsychologie Annahmen darüber machen, welche Strukturen es gibt und wie man diese formal einteilen kann, zum Beispiel als positive und negative Relationen oder wenn dann beide für gleichwertig gehalten werden.

    65Die Einstellungstheorien, die nicht derart „logisch E von G und von N“ trennen, kommen dem Alltagsdenken näher, welches durch die enge Wechselwirkung der vier OG-Elemente auch wertend sein kann, welche Eigenschaften ein Objekt „haben sollte“. Und diese lässt im Alltag wichtige Abstufungen zu, die dem Objekt in größerem oder geringeren Ausmaß zugeschrieben werden können.

    66In den Denkprozessen und den sprachlichen Strukturnetzen ist die Herrschaft der I-Kategorie vorhanden, entweder neben den logischen Denkprozessen oder in den semantischen Sprachaspekten als I/E-Verbindungen. Die Verunsicherung der wissenschaftlichen Analyse dadurch, dass die I-Seite so ganz ungewohnt und anders ist als die gängigen E-Existenzen, zeigt sich in dem Vorwurf, dass Denk-und Sprachprozesse „oft wunschhaft verzerrt“ seien; aber auch darin, dass man die inhaltliche I/E-Wertung nur formal und quasi logisch als positive oder negative Relationen unterscheidet. Neben einer inhaltlichen, systematisch auf I/E bezogenen Analyse kann man dann allerdings zu jeder Relation auf einem Wert-und Einstellungskontinuum zwischen den positiven und negativen Polen Abstufungen berücksichtigen.

    67Wie ist das Verhältnis von semantischen Netzwerken und den kognitiven Strukturen zum Beispiel der Einstellungsforschung zu sehen? Wir gehen wp von dem OG und dem Handlungsprojekt aus. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass es beides Mal die abstraktesten Grundbegriffe dieser Theorien als die vier OG-Elemente sind. Wenn die Sprachpsychologie kognitiv deskriptiv orientiert ist, stehen die E,G und N bereit. Ist die Einstellungsforschung überwiegend an affektiven und wertbezogenen Prozessen interessiert, dann steht dafür E, I und I/E und N,G sowie N/G bereit.

    68Es gibt formal gesehen wertende Einstellungen positiver, negativer und neutraler Art sowie abgestufte Übergänge zwischen diesen. Wichtiger als dies ist die „inhaltliche“ Beschreibung. Wir reduzieren sie auf „I/E“ .Damit ergeben sich – unter anderem – zwei Schwierigkeiten, die Wechselbeziehung zwischen jenen Entitäten (E) und den Interessen (I), welche damit fast stets verbunden sind, können sprachpsychologisch-semantisch und auch sozialpsychologisch immer nur „ungenau“ sein. Als die Messung von Einstellungen, ob sie zu einem Ereignis, Gegenstand positiv, neutral oder negativ ist und wie stark die untersuchte Einstellung ist. Hier stoßen zwei sehr komplexe Bereiche aufeinander, das jeweilige Sachgebiet, zum Beispiel die heutige ökonomische Lage global, und die ebenso komplexe individuelle Berührtheit aller einzelnen Aspekte davon. Dennoch wird man ein statistisch interessantes Ergebnis haben, man muss dieses jedoch in seiner prinzipiellen Allgemeinheit nur begrenzt verwenden können.

    69Für den Zweck der Einstellungsmessung wird man vorwiegend Adjektivpaare als abstufbare Dimensionen nehmen („schlecht-gut, langweilig-interessant“ etc.). Auch hier geht man vom gesellschaftlich durchschnittlichen Verständnis dieser Adjektive aus und von ebenso vergesellschafteten Bewertungsverfahren. Beides führt auch dazu, in gewissem Maße „kreisschlüssig“ zu arbeiten.

    70Einstellungsmessung als einer Person durch eine andere – ähnlich eines Gegenstandes, Situation etc. durch eine Person – kann durch unterschiedliche Methoden erfolgen, zum Beispiel mit Hilfe des semantischen Differentials. Es geht im Kern dabei um Probleme der Vergesellschaftung, beziehungsweise die Beziehung der Subjektivitätsphase zu anderen konkreten Phasen. Die Methoden der Messung – Fragebogen oder andere Messinstrumente – müssen das berücksichtigen, wenn das Ergebnis der Messung ein „ausgewogenes“ Verhältnis von der Freiheit der subjektiven Beurteilung (Ii) und den bewerteten Personen und Situationen, Gegenständen und deren objektiv feststellbaren Eigenschaften hat.

    71Da die Einstellungen hoch komplex sein können, muss man das in den Messmethoden berücksichtigen. Und weil inhaltlich dabei alle Interessen der Beteiligten eine Rolle spielen und diese auch in Wechselbeziehungen treten können, sollte man zumindest die Interessen der Vp, deren Einstellung zu einem Objekt erforscht wird, davon getrennt erkunden.

    72Das Entstehen und die Änderung von Meinungen und Einstellungen schildern wir wp einerseits als Ausschnitt aus der;allgemeinen Entwicklung“ und andererseits als Wechselbeziehung aller Phasen, hier vornehmlich als Beziehungen zwischen verschiedenen „Objekten“, Personen und Gegenständen. Diese Beziehungen, Relationen können konkrete Kommunikation, Denkprozesse oder Konditionen sein. Wissenschaftsphilosophisch abstrakt reduzieren wir das auf Rz, Rw, N,G und I.

    73Die Änderung von Einstellungen kann auf zwei Arten erfolgen, durch Aufnahme neuer Meinungen und durch Änderungen vorhandener Meinungen. Solche Änderungen sind wp auch Arten der allgemeinen Entwicklung. Die vielen „Ii“ lassen sich im subjektiven und gesellschaftlichen Selbstbezug als „positive“ und „negative“ unterscheiden; an N-G aus dem OG orientiert. Aus den vielen Ii wird das sozialpsychologisch relevante Ik und Ig gebildet. Dieser komplexe Übergang, an dem die E-Varianten (Ei,Eg,w) in den I/E-Relationen ihre verändernde und erzeugende Wirkung haben.

    74Die „Meinung“ eines Subjektes zu einem Gegenstand ist ein „Detail“ des umfassenderen „Bewusstseins“. Das Bewusstsein wird von uns durch die vier OG-Elemente wp gefasst. Zum Beispiel als subjektives Interesse Ii an einem Gegenstand oder an einer Eigenschaft (E). Die Entstehung oder Veränderung einer Meinung ist dann eine spezielle I-Entwicklung, bezogen auf eine E-Entwicklung. Solche in sich wechselwirkenden „Einheiten“ können nun zum Beispiel jeweils zusätzlich als „positiv“ oder als „negativ“ bewertet (Ii) werden. Solcher „Selbstbezug“ (Ii/Ii) ist von der QM her nicht nur möglich, er ist auch zahlenmäßig und inhaltlich unbegrenzt frei.; zum Beispiel als „Änderung von Meinungen“.

    75Unterschieden wird zwischen Reflexen, Operanten, Gefühlen und kognitiven Einstellungen. Dazu kommen Abstufungen. Wie kann man das auf die grundlegende Relation „I-E zu I/E“ zurück führen?

    76Gilt das auch für „Meinungen“? Die „Stärke“ der Gefühle, sind das „Reste“ der S-Aspekte? Denn es geht hier auch um die biologisch genetische Prägung, zum Beispiel in der „Liebe, wohl auch bei Interessen, bei Meinungen oder bei der evolutionstheoretischen Vergesellschaftung („Freundschaft“, Tugend, Moral). Aber ebenso wichtig sind die „nach-biologischen, OG-gestützten Einflüsse: Meinung als Wissen und Interessen (I/E).

    77Vom OG her kann man I-und I/E-begründete affektiv fundierte Einstellungen unterscheiden von getrennten, E-G-N-begründeten kognitiven Einstellungen. Von der QM-Ordnung her kann man beide, die voneinander Getrennten (Rw,N) mit den Rz/G-Verbundenen relationieren.

    78Die zwei dabei möglichen Analysen stützen sich entweder auf die „natürlichen“ Rz, Rw, Rz/Rw und/oder auf die abstrakt-geistigen, begrifflichen Grundgrößen E-I-N-G, E/I/N/G.

    79Die kognitiv fundierten Einstellungen und Meinungsbildungsprozesse, mit ihren Rw-bedingten Beziehung zwischen den E,G,N und die affektiv fundierten Einstellungen mit den Rz,G-bedingten „I/E/N/G-Wechselbezügen sind von großer Anzahl und auch von verschiedenster Art. Weil es dabei um die unterschiedlichen Konkretisierungen der vier OG-Elemente in den vielen Phasen des Alltags und den Wissenschaften geht.

    80Daraus bilden sich nun in der „allgemeinen Entwicklung“ wiederum Wechselbeziehungen, zum Beispiel die zwischen einer Person zu einem Objekt, was als Einstellung dieser Person verstanden werden kann und wo die Einstellung einer Person zu einem Objekt zwei völlig unterschiedliche Schicksale haben kann. Sie kann nur durch Eingriffe von außen verändert werden, zum Beispiel durch Konditionieren, oder sie kann sich spontan ändern. Diese Erfahrung im Alltag und auch in lerntheoretischer Hinsicht, sind nicht nur formale Schwankungen auf Basis wahrscheinlicher Möglichkeit. Die Bewertung eines Einstellungsobjekts hängt von den Bewertungen seiner Einzelkomponenten ab. Diese unterliegen Sättigungs- und Deprivationseffekten. Es geht bei uns um den formalen Verlauf von R-Aspekten und speziell von Ii. Ihre gerichtete Dynamik strebt danach, sich in „Rz/Rw“ und in „E“ als Ziel zu erfüllen, es wandelt sich das Rz dort in Rw und das I in ein E, genauer in den beiden Relationen „Rz/Rw“ und „I/E“ deshalb gefasst, weil es dabei immer auch um Wechselbeziehungen geht. Jene psychologische „Sättigung“ erfolgt zum Beispiel dann, wenn der Weg von I zum E durch zahlreiche „Umwege“, Zwischen-Erfolge bereits erfolgreich ist. Ein Deprivationseffekt als Verstärkung der Attraktion ist umgekehrt dann möglich, wenn jede Zielerreichung verhindert wird.

    81Wir gehen vom wp Handlungsprojekt aus und hier vom Denkhandeln. In kognitiven Prozessen werden die „N-G zu E“ betont und im „operativen Verhalten“, zum Beispiel „wie oft man bestimmt Meinungen denkt“, kommen ganz bestimmte inhaltliche „E“ („Meinungen als „I/E) hinzu. So gehorchen kognitive Prozesse und beobachtbares operantes Verhalten denselben Gesetzmäßigkeiten. Die „G“ und die „E“ können dabei als Selbstverstärker auftreten, weil sie als freie die unendlichen Selbstbezüge haben, die freien „N“ sind die Ursache von sich selbst verstärkenden Strafreizen, „Selbstbestrafung“.

    82Eine Person wird deshalb in ihrer Einstellung zu Objekten deshalb von den gerade vorhandenen diskriminativen Reizen ihrer Umgebung beeinflusst sein, weil dem – wie zum Beispiel auch bei der „Erklärung“ und ähnlichem – die wp „Wechselwirkung aller Phasen“ aus der „allgemeinen Entwicklung“ zugrunde liegt.

    83Wp gilt es den wechselwirkenden Zusammenhang aller Phasen zu beachten und hier speziell den zwischen der Individualpsychologie und der Sozialpsychologie.

    84Für die „Diagnose“ geht es philosophisch methodisch um die „Empirik“ und für die „Therapie“ geht es wp um die „Entwicklung“. Beides findet sich auch, aber spezifisch erweitert, in der Sozialpsychologie.

    85Die „Empirik“ hat ihre Stärke darin, methodisch und umgangssprachlich „einfach“ zu sein. Der Vorteil der Empirik – zum Beispiel gegenüber der mathematischen Darstellung oder der erzeugenden Handlung, welche physikalische Mittel nutzen muss, ist, dass die menschliche Sinnestätigkeit sich auf alle Phasen, Wissenschaften und deren materielle Details beziehen lässt. Wodurch durch die Vermittlung durch die Subjektphase (Arbeits- und Denkhandeln) es zu einer „Einheit der Realität kommt. Der „Nachteil“ ist, dass das was wp als Entitäten und Methoden vorgegeben ist, nun zusätzlich zu fundieren ist. Das geschieht durch jene „allgemeine Entwicklung“, zu welcher auch die Therapie – als ein kleiner und spezialisierter Abschnitt – gehört.

    86Beides Mal hängt es zusammen: Eine medizinische Therapie erfordert die Erstellung einer Diagnose und in der wp Darstellung werden die „Strukturen“ (S,R und OG) durch die Dynamik der Entwicklung zu einer Einheit („Realität“) verbunden.

    87Die wp Entwicklung führt von den S-R-Aspekten zu den der OG-Elemente, den E, N, G, I.; alle Phasen sind dadurch gleich analysierbar. Zum Beispiel die der Chemie, der Biologie der individuellen Emotionalität und Rationalität und der Sozialität. Das zeigt sich konkreter in in den medizinischen und psychologischen Therapien; in den psychodynamischen, verhaltenstherapeutischen, kognitiven und auch in den existenzialistisch-humanistischen Psychotherapieformen. Mit der letzteren Form und auch zum Beispiel mit der Spezialisierungen der Fachkräfte und deren Verständnis für die Patienten, deutet das den Zusammenhang mit sozialen Theorien und Praxen an.

    88Die WP geht von der fundamental möglichen Trennung der vier OG-Kategorien aus, einerseits die N, G, N/G und E als Basis der Methodik und hier speziell als „Diagnose“. Die Therapie wird als eine Variante des „Handlungsprojektes“ gesehen, welche als Wechselbeziehung der vier OG-Elemente („I zu N,G,E“) verstanden wird. Vor allem auch die I-Varianten (Ii, Ik,g,w und deren Zusammenspiel) bestimmen die möglichen Varianten des Handelns.

    89Das allgemeine Handlungsprojekt kann nun auf philosophisch-systematische Weise den Übergang zwischen den Phasen zeigen, hier speziell den Zusammenhang zwischen der Individualpsychologie und der Sozialpsychologie. Diese Eigenschaft der Wechselbeziehung aller Phasen reduzieren wir in weiterer formaler Weise. So auf die N, G, E, zum Beispiel, als die logischen Funktionen in den Phasen. Und auf die „Interessen“ u.ä., dort also auf die „I-Funktionen“. Die Individualpsychologie beschäftigt sich dann vornehmlich mit den „Ii“, „Ei“ und „Ii/Ei“, während in der Sozialpsychologie die „Ik“ und „Ig“ auch die „Iw“ sowie die zugehörigen „E“ im Mittelpunkt stehen.

    90Die WP zeigt in der „allgemeinen Entwicklung“ einen Ablauf von der Physik (S/R) über die Biologie zu den Emotionen, dem Unbewusste und der Rationalität; schließlich hin zum individuellen und zum kollektiven und gesellschaftlichen „Handeln“.

    91Das „Handlungsprojekt“ wird in der „Individualpsychologie“ speziell als „Therapie“ konkretisiert. Von den allgemeinen wp Funktionen, der Entwicklung, der sich gegenseitig erzeugenden Wechselwirkung der Phasen etc., der Zunahme aller „Freiheiten“ dabei, ist hier auch der Zusammenhang und der Übergang von der Individualpsychologie zur „Sozialpsychologie“ geprägt.

    92Das folgt dem wp Weg der „allgemeinen Entwicklung“: von der „Biologie“ bis zur „Sozialpsychologie“, hier als „Handlungen“, die sich wp als Entwicklungsabschnitte darstellen lassen, welche sich aus den formalen und inhaltlichen Entwicklungen der R-Aspekte und der OG-Elemente zeigen. Die „Zunahme der Freiheiten“ (Rw) und ähnliches sind dabei die formalen Seiten der Entwicklung der vier OG-Elemente, sowie damit verbunden, die Entwicklung der wichtigsten Phasen in deren „Handlungsprojekten“; hier die Therapien, welche zu den spezifischen „Handlungen“ der „Sozialpsychologie“ führen.

    93Das sind die Biomedizinische Therapie, daraus die Psychodynamische Therapien, die Kognitiven Therapien, die Existenzialistisch-humanistischen Therapien und über die Verhaltenstherapien zu den Gruppentherapien. In dieser „Entwicklungsreihe“ versucht die WP zu zeigen, dass in der allgemeinen Wechselbeziehung die Diagnosen (G,E,N) und die Therapien als „Handlungen“ in der Individual- und der Sozialpsychologie einen entwicklungssystematischen Zusammenhang haben.

    94S. Freud sah bereits, dass es die unbewussten Konflikte sind, welche bei der Ätiologie der Psychopathologie in Frage kommen. Wenn sich die psychodynamischen Therapien daraus entwickelten, so versucht die WP hier die Entwicklungsschritte von der Biologie über das emotional „Unbewusste“ zur Rationalität aufzudecken.

    95Die „allgemeine Entwicklung“ beruht auf der Rw-Dynamik, das heißt der Steigerung und Ausweitung der Trennungen, Independenzen welche sich bei Freud und in psychodynamischen Therapien als Zunahme der „freien Assoziation“, die Beseitigung von „Widerständen u.ä. zeigt. Die „Übertragung und Gegenübertragung“ ist ein Beispiel für die allgemeine gegenseitige Erzeugung in der „Wechselwirkung“ . Wenn Neo-Freudianer dazu übergehen, die soziale Situation des Patienten zu akzentuieren, dann ist das wp der nächste Entwicklungsschritt. Das Selbstkonzept des Patienten und dessen zwischenmenschliche Beziehungen werden wp als Entwicklung der Ii/Ei hin zu den „Ik/Ek“ angesehen.

    96Die WP geht von einer „allgemeinen Entwicklung“ aus, welche – die Rw-N-Unterscheidung nutzend – inhaltlich als Biologie, Emotionalität, Kognition, Vergesellschaftung und als die abstrakte geistige OG-Ebene zu beschreiben sind. Formal geht es dabei um unterscheidbare QM-Ebenen: Für die Physik- und Biologie-Ebene gilt „Sz/Rz – Sw/Rw zu Sz/Rz/Sw/Rw“. Die Emotionalität ist von „I-E zu I/E“ geprägt; die Mathematik lässt sich als „Rz-Rw zu Rz/Rw“ fundieren und die Kognition von „E-G-N zu E/N/G“, die abstrakte Geistigkeit ist „I-G-N-E zu I/G/N/E“ und die Basis der „Vergesellschaftung“ zeigt dann in bereits komplexerer Darstellung „Ii-Ik-Ig-Iw zu Ii/Ik/Ig/Iw zu Ei-Ek,g,w zu Ei/Ek,g,w“.

    97Die WP vereint das alles und sie betont als „Praxis“ und als „Konkretisierung“ das Handlungsprojekt „ „I-N,G,E´-E-etc.“. So gesehen sind die aufgezählten Relationsbildungen Entwicklungs-Vorläufer für alle Arten des Handelns (Denken, Arbeiten, Sprechen etc.); an die Wechselwirkung aller als gegenseitige Erzeugung sei dabei erinnert.

    98Die „Induktion führt von „I/E/G/N“ zu I-E-G-N; bei der „Deduktion“ ist der Weg umgekehrt. Handeln“ ist die Einheit von „Induktion und Deduktion“. In der „Induktion“, also in allen endlichen Relationen, tritt die Relationierung Rz/Rw in den Vordergrund und mit der R-Funktion auch die daraus entstehende „I-Funktion“. In der Deduktion wird durch die Rw und N beides „eliminiert“, bzw., es tritt die „E“-Struktur als vollendete unendlich isolierte „Existenz“ in den Mittelpunkt; Rz und G werden durch Rw und N ersetzt, als unendliche Trennung.

    99Das „Handlungsprojekt“ wird bei der WP von den S, R, der QM-Ordnung, der „allgemeinen Entwicklung“, Erzeugung der Phasen, in deren wissenschaftlichen und praktischen Ausführungen sowie durch die „Wechselbeziehung (Rz/Rw) zwischen ihnen und den OG-Elementen im systematischem Zusammenhang fundiert. Die die Eigenschaften von S und R in den E, I, N, G übernommenen und von der QM-Ordnung sowohl trennenden wie auch eng verbindenden Handlungs-Varianten („I-N,G,E´-E-etc.“) haben daher ihre Vielfalt in ihrer Konkretisierung. Hier beispielsweise als mögliche Verbindung zwischen Individual-und Sozialpsychologie.

    100Dazu gehört auch, die Varianten des „Handelns“ und ihre Unterscheidungen wp systematisch zu begreifen. Hier geht es um die Varianten „Therapie“ und „Verhalten“. Als „Handlung“ sind die Therapien – umgangssprachlich und „inhaltlich“ – „Behandlung“, „Dienst“ u.ä.; mit dem Ziel der Pflege oder der Heilung. Als das Ziel der Beteiligten, das „Ii“ des Patienten in Beziehung zu den Ii,k,g.w der einzelnen und gesellschaftlich eingebundenen Personen.

    101In diesem sozialpsychologischen Handlungsprojekt wird die so erweiterte Zielsetzung durch die Heilmethodik (N, G) und die Mittel dazu (E`) ergänzt. Das bei Heilung erreichte neue Existenzniveau (E) bezieht sich auf den Patienten; und von da her weiter auf dessen ebenfalls mögliche neue „I-Zielsetzungen“ etc.

    102Das „Verhalten“ verstehen wir als eine andere Variante des Handlungsprojekts. Es geht dabei nicht in erster Linie um Relationen zwischen verschiedenen Ii, sondern um die Aktivitäten, körperlichen Reaktionen einer Person. Was wir als Relationen der individuellen Ii-Entscheidung und der methodischen Ausführung als Wechselbeziehung zur Umwelt analysieren.

    103Mit der Methodik (N,G) als Beobachtung und als Messen eng verbunden ist E`, die Hilfsmittel dabei; hier kommen wir wieder zur „Diagnose“, welche derart mit der Therapie zu verbinden ist.

    104Es geht uns jetzt darum in der wp Analyse der „Verhaltenstherapien“ diejenigen Stellen zu zeigen, welche von der Individualpsychologie zur sozialpsychologischen Phase führen. Es geht dabei auch um einen Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“.

    105Wenn die Verhaltenstheorie Lernprinzipien verwendet, um „problematische“ Verhaltensweisen zu ändern, dann sind die „Änderung“ und der „Lernvorgang“ Umschreibungen von „Entwicklungsvorgängen“. Jene „Problematik“ ist eine gesellschaftliche Bewertung, welche wir sowohl auf die abstrakte Weise durch den Gegensatz „N-G“ („Gegenkonditionierungstechnik“) formal verstehen wie inhaltlich, wenn es um „angepasste“ vs. „fehlangepasste“ Beziehungen individueller „Ii und EI“ vs. gesellschaftlicher Ik,g,w und Ek,g,w geht.

    106Wenn die „Konfrontation“ in der Verhaltenstherapie und in der Individualpsychologie als „gemeinsames Element in Therapien“ als „Modifikation“ von Verhaltensweisen gilt – mit ihrer „positiven Verstärkung“ (G,Rz) und der „Löschung“ (N,Rw) – dann weist das auf die QM-Ordnung, in welcher die Entwicklungen („Modifikation“) durch die Konfrontation („z vs. w zu z/w“) abstrakt beschrieben wird. Der Übergang von der Individualpsychologie zur Sozialpsychologie zeigt sich in der Therapie des sozialen Lernens, welche Modelle zur Förderung sozialer Fertigkeiten verwendet.

    107Die Grundlagen der „Kognitiven Therapien“ sind N-G-E, wenn es um „negative“ (N) Denkmuster, hier über das „Selbst“ und in der Sozialpsychologie über „soziale Beziehungen“, geht. Die konstruktiven Denkmuster (G,E) werden beides Mal mit den negativen konfrontiert („N vs. G“). Die „rational-emotiven“ Therapien, welche angewandt werden, um „irrationale“ Überzeugungen von sich selbst oder von der Gesellschaft, der Welt zu verändern, vereinen die „N-G-E mit den „Ii zu Ik,g“ . Solche komplexen Wechselwirkungen, vor allem mit den freien Ii,k,g sind die Basis jener sogenannten „Irrationalitäten“. Es geht..auch in den „existenzialistisch-humanistischen“ Therapien.dabei um das Zusammenspiel… der individuellen Interessen (Ii) mit den sozialen Werten, Zielen etc. (Ik,g,w) den Gruppen, der Gesellschaft oder weltweit. Speziell auch um die individuelle Selbstverwirklichung (Ii/Ei) in Bezug zu den allgemeinen Entwicklungen (Ik,g,w/Ek,g,w),

    108In den „Gruppentherapien“ besteht der Übergang, der Zusammenhang von Individual-und Sozialpsychologie zum Beispiel darin, dass Menschen soziale Interaktionen – zunächst in Paaren, Familien oder in Selbsthilfegruppen Ik/Ek-Beziehungen – beobachten und selbst in diese eintreten, z. B um individuelle psychische Schwierigkeiten abzubauen.

    109Neben der wichtigen Beachtung der komplizierten Wechselbeziehungen der „Ii,k,g,w“ darf die „E-Seite“ nicht unterschätzt werden. In der Individualpsychologie wird die „E-Seite“ vor allem durch die „physiologischen“ Aspekte der Person, sein Körper, sein ZNS, bestimmt und in den Therapien durch die physikalischen, chemischen, biologischen Mittel (E`). In den sozialen Prozessen und Beziehungen in der Gesellschaft und ihrer Kultur treten die E-Seiten in weiter entwickelter Form hervor. Uns geht es dabei um die wp umfassende Sicht aller Wechselwirkungen dabei.

    110Das Teilgebiet der Psychologie, die Sozialpsychologie, die sich mit dem Einfluss sozialer Variablen auf das Verhalten, die Einstellungen, die Wahrnehmungen und Motive der Individuen befasst, sowie Gruppen untersucht, wird von der WP mit Hilfe deren Grundfunktionen analysiert. Das sind zum Beispiel die Reduktion der Methodik – Gedanken, Gefühle, Wahrnehmung – auf die allen Menschen gemeinsamen formalen G-und N-Vorstellungen; im „OG“. Durch solche Gemeinsamkeit ist jener „soziale“Zusammenhang zwischen den Personen begründet. Die „inhaltliche Seite“ der Variablen werden wp durch die OG-Elemente „E“ und „I“ fundiert, zum Beispiel die „Motive“, bei denen die individuellen „Ii“ zu kollektiven „Ik,g,w“ werden können. Die wp Systematik stützt sich auf die „quantenmechanische Ordnung“ (QM), welche prinzipiell solche genannten subjektive Eigenschaften – Denken, Gefühle, Motivation etc. – voneinander Trennen (Rw,N) lässt.; auch als Trennung zwischen den Personen. Zugleich aber ist die wp Kohäsionsfunktion Rz,G in der Lage, enge Verbindungen zwischen den OG-Elementen herzustellen. So werden z. B. die „Gefühle“ als komplexe „I/E-Relationen“ verstanden und die Methode des „Verstehens“ als „I/G/N/E-Relation“. Auch das „Verhalten“ und das „Handeln“ können als derartige Relationen analysiert werden.

    111Jene Rw/N und Rz/G – hier auch als Selbstbezüge – trennen und verbinden in der Sozialpsychologie die Menschen; sowie auch alle Phasen in wissenschaftlicher und in praktisch-konkreter Weise. Dem Inhalt nach sind es die I-und E-Varianten sowie „I/E“ und alle weiteren Kombinationen vom Grundtyp „I/N/G/E“

    112Für die Sozialpsychologie geht es dabei auch um biologische, ökonomische, politische, historische etc. Inhalte in der Wechselbeziehung mit den anderen Phasen.

    113Formal zeigen sich die Übergänge Rz/G zu Rw/N“ zum Beispiel als „reale“ oder „imaginäre“ oder „symbolische“ Darstellungen (E), der Normen („I“) und der Handlungsformen der Menschen („I-N,G,E`-E-etc.“). Diese E- und I-Varianten – zum Beispiel in den Handlungsformen (Arbeit, Sprechen, Denken) – können in den Wechselbeziehungen mit anderen Phasen bedeutenden Einfluss als „soziale Wirkungen haben.

    114Die WP führt mit der Untersuchung der psychischen Ursachen des Verhaltens von Personen also auch die biologische Phase an, z.B. als allgemeine biochemische Wirkungen oder speziell genetische Faktoren und Prozesse des Gehirnorgans. Andere Determinanten des individuellen Verhaltens ist beispielsweise „die „Umwelt“, speziell die soziale Situation“. Die dabei postulierten Wechselwirkungen zwischen den Phasen werden wp von der philosophischen ontologischen E-Seite, der „I-Seite“ und von den methodischen „G, N analysiert. Diese, sowie ihre Wechselbeziehungen sind Voraussetzung, um zum Beispiel die Verbindungen zwischen den einzelnen Wissenschaften herzustellen und damit jede einzelne Wissenschaft zu fundieren. Aber auch, um die Verbindungen der Wissenschaften – auch Physik, Mathematik etc. – mit den abstrakteren Analysen philosophischer Art – Ontologie, Epistemologie, Methodologie etc. – zu ermöglichen. Auf der E-Seite wird der Bezug der unterschiedliche Entitäten in der Umwelt und die der individuellen Personen untersucht; zum Beispiel als Eg, der gesellschaftliche Reichtum technologischer, ökonomischer Art sowie das individuelle „Wissen“ als Ei-Variante. Eg auch für den biologisch-medizinischen Zustand der Menschen und dem gesellschaftlichen Wissen. Dazu gilt die jeweils entsprechende Wechselbeziehung.

    115Die soziale Rolle ist eng mit der sozialen Position einer Person verknüpft. Die soziale Position bezeichnet dabei einen Ort in einem Feld von sozialen Beziehungen. Jedes Individuum kann stets mehrere Positionen einnehmen, etwa die des Vaters, eines Wissenschaftlers und eines Deutschen. Zu jeder dieser Positionen in einem sozialen System gehört eine bestimmte Rolle.

    116Soziale Rollen bezeichnen Ansprüche der Gesellschaft („Ik,g) an die Träger von Positionen, die von zweierlei Art sein können: einmal Ansprüche an das Verhalten der Träger von Positionen (Rollenverhalten), zum anderen Ansprüche an sein Aussehen und seinen Charakter (Rollenattribute), beides „Ii/Ei“.

    117Die sozialen Rollen (Ig/Eg) üben Zwänge auf die Individuen aus; sie haben Weisungscharakter. Durch positive und negative Sanktionen sorgt die Gesellschaft für ihre Einhaltung. Je nach Stärke der Sanktionen unterscheidet man Muss-, Soll- und Kann-Erwartungen. Die Nichterfüllung von Muss-Erwartungen zieht gerichtliche Konsequenzen nach sich. Auch Soll-Erwartungen haben eine fast zwingende Verbindlichkeit; die negative Sanktion liegt im sozialen Ausschluss. Positive Sanktionen bei Erfüllung der Erwartungen sind Sympathien. Das Erfüllen von Kann-Erwartungen bringt die Wertschätzung durch andere Menschen ein. Die Stärke der möglichen negativen Sanktionen ist geringer. Mit diesem System von Sanktionen üben die Gesellschaft bzw. die Mitglieder von Gruppen sozialen Druck aus.

    118Die Wirkung der sozialen Rolle auf das marketingrelevante Verhalten von Personen ist bedingt durch ihre Einbindung in ein soziales System. Sie treffen ihre Kaufentscheidungen nicht unabhängig von den Erwartungen anderer Menschen; teilweise orientieren sie sich sogar daran. Jeder Käufer handelt auch als Träger verschiedener Positionen und unterliegt somit sozialem Einfluss. Durch unterschiedliche Rollenerwartungen, die an eine Person gestellt werden, können Rollenkonflikte entstehen. Als Beispiele für die Einwirkung der sozialen

    119Summe der Verhaltenserwartungen, die an den Inhaber einer sozialen Position gerichtet sind. Soziale Rollen sind Elemente der Kultur einer Gesellschaft bzw. der Subkultur ihrer Teile. Ihre Einhal­tung wird durch Sanktionen gesteuert, deren Stärke vom Grad der Verbindlichkeit der Rolle abhängt. Die Entstehung von Rollen kann soziobiologisch (Kinder-Eltern, Mann-Frau usw.), psychologisch (z.B. auf­grund von Vorteils-Nachteils-Kalkülen) oder auch rein soziologisch mit kulturellen Idealen erklärt werden. Die Befolgung von sozialen Rollen hat eine Art Arbeitsteilung zur Folge: Der für den Einkommenserwerb verantwortliche Vater, die für den Haushalt sorgende Mutter. Bei kollektiven Kauf­entscheidungen hängen Einfluss und Art der Beteiligung der Mitglieder des Kollektivs stark von ihren sozialen Rollen ab. Rollen­konflikte entstehen, wenn an den Träger ver­schiedener sozialer Rollen nicht zu vereinen­de Verhaltenserwartungen gestellt werden. Im Zuge kultureller Veränderungen ergibt sich ein allmählicher Rollenwandel, der in den letzten Jahrzehnten starre Rollensche­mata aufgebrochen hat, so dass z. B. in Fami­lien der Mittelschicht kooperative Entscheidungen und gleichge­wichtiger Einfluss der Mitglieder zugenommen haben.

    120Kurz, diese Rollen und Regeln, deren kollektiv definiertes Verhaltensmuster von einer Person erwartet werden, reduziert die WP auf die Eigenschaften von „I“ und „E“, N, G dann auf die Relation „I//E“ sowie auf das „Verhalten“ als die „I-N/G/E`E – Relationen“. Mit dieser umfassenden Relation kann man das „Verhalten“ als eine Variante des umfassenden „Handlungsvorstellung“ („I-N,G,E`-E-etc.) verstehen. Damit wird die Verbindung zu anderen Phasen möglich, als sich gegenseitig erzeugende Wechselbeziehungen und als Erklärungen aus der „allgemeinen Entwicklung“.

    121Zu den „E“ gehören hier beispielsweise die „situativen Variablen“ oder auch das sozial definierte Verhaltensmuster. Der Komplex von Verhaltenserwartungen an eine Person hat ebenso „wp“ E-Eigenschaften wie die „Position“ der Person, zum Beispiel ihr Charakter, ihr Aussehen.

    122Die Eigenschaften der „I“ werden durch die Unterscheidung und auch dem Zusammenwirken der Ii, Ik, Ig und Iw deutlich gemacht.

    123Kurz, eine soziale Rolle ist ein sozial definiertes Verhaltensmuster, das von einer Person erwartet wird, die innerhalb einer Gruppe oder einer bestimmten Umgebung agiert.. Das „Verhalten“ ist wp eine Variante des Handlungsprojekts.

    124Die WP zeigt, dass „das Verhalten“, welches für die Sozialpsychologie erheblich ist, durch das allgemeinere Handlungsprojekt (I-N,G,E`-E-etc.) systematisiert werden kann. Und weiter zeigen die WP, dass die vier OG-Grundbegriffe durch solche der Physik und der Mathematik fundiert werden. In der „allgemeinen Entwicklung“ wird aus den Eigenschaften der zwei R-Aspekte die Eigenschaften der „I“, „E“, „G“ und „N“. Dieser umfassende Zusammenhang erlaubt es beispielsweise, auf eine systematische Weise das sozialpsychologische Verhalten mit biologischen, körperlichen Aktivitäten und mit psychisch-emotionalem Erleben zu verbinden. Und dieses abstrakte Entwicklungssystem kann alle Phasen verbinden, so dass zum Beispiel zwischen der Sozialpsychologie und der „Kultur“ineinander übergehende und sich dabei gegenseitig weiter entwickelnde Prozesse erklärbar werden.

    125Das sozial durch eine „Rolle“ definierte Verhaltensmuster einer Person wird dann durch dessen individuelle Ii, Ei und seine eigenständigen Methoden (N,G) bestimmt, und zugleich mit den N/G-Methoden, E-Strukturen und I-Interessen anderer Personen sowie den Ek,g (Wissensstand etc,), Ik,g (Zielsetzungen etc.) beliebig fremder Gruppen und denen der Gesellschaft in Wechselbeziehungen verbunden.

    126Kurz, eine soziale Rolle definiert durch Ik,g ein „Verhaltensmuster“, welches von einer Person erwartet wird, das heißt, mit deren „Ii“ in Wechselbezug treten muss.„Regeln“ sind Verhaltensrichtlinien, welche in bestimmten Situationen bestimmte Handlungen vorschreiben. Diese „Situationen“, „Umgebungen“, welche dabei in ihrer Unterschiedlichkeit beachtet werden müssen werden wp als „E“ zusammen gefasst, um aus den entstehenden „I/E-Relationen umfassende Wechselbeziehungen zu anderen Wissenschaften und konkreten Praxen herstellen zu können, und vor allem, um diese wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den einzelnen philosophischen Bereichen (Methodologie, Ontologie, Sprachtheorie etc.) systematisch verbinden zu können.

    127Der Begriff der „Handlung“ – der auch in der Fundierung der Sozialpsychologie erscheint – wird wp als eine wichtige alle Phasen umfassende Wechselbeziehung der vier grundlegenden begrifflichen Vorstellungen gesehen: „I-N,G,E`- E- etc.“

    128Das was traditionell als „Willensfunktion, Wert-und Zweckrationalität, Rationalität, Reflexion oder als soziales Handeln“ konkret und phasenspezifisch umgangssprachlich bezeichnet wurde, vereint und abstrahiert die WP in „I-N,G,E`-E- etc. Die WP geht dann weiter, wenn sie auch die Natur-Phasen, deren wissenschaftliche und philosophische Seite einbezieht und die vier OG-Kategorien des Handlungsprojekts aus den physikalischen und damit biologischen Grundfunktionen (Sz, Rz, Sw, Rw) in einer „allgemeinen Entwicklung“ ableitet.

    129Die Begrifflichkeit und die Sprachen der Phasen werden dann als Relationen der vier OG-Elemente in beliebiger Komplexität wieder konkretisiert; zum Beispiel das individuelle emotionale und das sozialpsychologische affektuelle Handeln als „I/E-bestimmtes“ Netz aus den genannten acht Grundgrößen.

    130Indem man diese acht Grundfunktionen der „allgemeinen Entwicklung“ als jeweilige Untereinheiten sowie als wp Gesamteinheit erfasst, kann man das fundieren und im einzelnen begrifflich fassen; zum Beispiel als „soziales Verhalten“.

    131Um wichtige Merkmale der sozialpsychologischen Phase zu verstehen, geht die WP von den E- und den I-Sphären aus und von deren Zusammenspiel („I/E“) und von ihren Entwicklungen . Die soziale Realität ist von den unterschiedlichen E-Niveaus der einzelnen Phasen bestimmt, der technologischen, ökonomischen, dem Wissens-und Bildungsniveaus etc. Dem gesellschaftliche E-Ausprägungen stehen die individuellen Ii, Ik in ihrer prinzipiellen Freiheit und Dynamik gegenüber. Dazu kommen die Unterschiede individueller ökonomischer etc. Ei-Niveaus gegenüber dem gesellschaftlichen Ek,g-Niveau oder dem anderer Personen und Gruppen (Ik). Daraus können sich beispielsweise Status-und Machtunterschiede ergeben oder es zeigt sich die Notwendigkeit und die wp Möglichkeit dazu.

    132Kurz,, die WP kann von dem Entwicklungs-Niveau der E-Sphäre ausgehen und es lässt sich nachweisen, dass die gesellschaftlichen „Regeln“ und damit die Zwänge und Machtausübungen ihre Basis in den Details der konkreten E-Seiten haben. Damit werden die prinzipiell unbegrenzten Freiheiten der Ii und Ik begrenzt.

    133Aus der QM-Möglichkeit folgt allerdings zusätzlich, dass es die subjektive Freiheit gibt, sich gegen jede bislang entwickelten E-Strukturen und gegen die Ig und auch die Iw „kreativ“ – die „allgemeine Entwicklung“ an dieser Stelle weitertreibend – zu wehren; zum Beispiel durch „Rebellion“. Dem, wäre es übergeordnet, die objektive Entwicklung und subjektive Freiheit vereinend, und wenn die gesellschaftlichen Ii,g,w darauf gerichtet sind, die festen Strukturen der gewordenen Regeln, dinglichen Voraussetzungen etc.(Ek,g,w) wp-systematisch fortlaufend weiter zu entwickeln.

    134Die wp „allgemeine Entwicklung“ kann formal so beschrieben werden, dass in jeder einzelnen – und in beliebig vielen in den Phasen – relativ vollendeten Entitäten („E“) sich die Möglichkeit zeigt, neue individuelle und gesellschaftliche Ziele (Ii,k,g,w) zu bilden. Die Erreichung dieser Ziele ist gleichbedeutend mit der Erzeugung neuer – und meist weiter entwickelter – „E“, welches die nächste Grundlage für die Bildung weiter greifender Zielsetzungen sein kann.

    135Diese abstrakte Fassung der „allgemeinen Entwicklung“ wird in der WP durch die Wechselbeziehung aller Phasen – als Konkretisierung – ergänzt. Und das heißt, die höher entwickelten E, I, I/E wechselwirken mit den noch unentwickelten; das geschieht in allen Phasen.

    136Zum Beispiel ist das Verhältnis vom „Kind zum erwachsenen Menschen“ nichts anderes als eine spezielle Varianten der Verhältnisse innerhalb der „allgemeinen Entwicklung“ Das Verhältnis Schüler- Lehrer verdeutlicht genauer den Unterschied im Wissensniveau (E), ähnlich ist es beim Verhältnis „Fachmann-Laie“.

    137Diese Ungleichheiten an E-und I-und I/E-Entwicklung werden umgangssprachlich beispielsweise als „Macht“ bezeichnet. Sie sind sowohl ein Hinweis auf die zu schließenden E-und I-Lücken – als potentiell dynamische „I/E“ – wie ein Antrieb für die weitere Entwicklung. Während die Unterschiede in den E-Bereichen prinzipiell deutlich gemacht werden können, ist die Differenz der „I“ („Interessen“, Werthaltungen etc.) ebenso prinzipiell „offen“ und daher letztlich nur über die E-Entwicklung zu verkleinern oder zu „schließen“.

    138Das kennzeichnet die „Sozialpsychologie“ und von daher alle sozial fundierten Phasen, wie zum Beispiel die Politik, Ökonomie, Recht, Pädagogik, Ethik.

    139Im Zentrum stehen die „sozialen Normen“ und mit ihnen die kollektiven Erwartungen an die Verhaltensweisen und die Einstellungen der Mitglieder der Kollektive. Wir analysieren das umfassend als „I/E-Relationen“, darin das „Ii zu Ik,g-Verhältnis“. Und es geht um das E-Niveau, das als Ei-Kenntnisse unterschiedlich sein kann. Die Ek,g-Teilhabe des Einzelnen wird als eher statische angesehen, wenn auch zum Beispiel in der Anhebung des Wissens etc. aller und jedes einzelnen ein wichtiger Entwicklungs-Ausweg bei Krisen, Differenzen u.ä. bemerkbar ist. Schwieriger ist es, das soziale Verhältnis zu untersuchen und zu verändern, welches sich aus den unendlichen, dynamischen, freien „Ii“ und den relativ freien „Ik“ gegenüber den „Ig“ und „Iw“ ergibt. Das „Ii“ als Interessen u.ä., auch als Selbstwertgefühl, hat auch und zugleich die „QM-Möglichkeit, sich frei-willig selbst zu begrenzen, den kollektiven Ik,g und den Ek,g anzupassen; das gehört zur spezifischen Freiheit.

    140Wp wichtig ist beides, das Verhältnis des subjektiven Wissens und anderer individueller Ei-Strukturen (Eigentum, Arbeitsgeräte etc.) und die „Ek,g“ der Gruppe. Dann kommt es auf das „Verhältnis“ „Ei/Ek,g“ an

    141Das gilt ähnlich für die Interessen, Normen etc., als „Ii/Ik,g

    142Das Individuum wird sich dann zu einer Gruppe zugehörig fühlen, wenn es seine Ii (Zielsetzungen, Interessen) mit den sozialen Ik,g (Normen und auch Handlungs-und Verhaltensweisen („I-N,G,E´-E etc.“) vergleichen und die sozialen auch als seine eigenen erkennt und akzeptieren kann.

    143Dadurch wird das „Ii“ in seinen Eigenschaften und freien Möglichkeiten auch gestärkt und erweitert; das ist ein „objektives“ Hauptziel der Entwicklung. Die Entwicklung wird zudem dadurch erreicht, dass die kleinen Abweichungen verschiedener individuellen Interessen (Ii vs Ii`) durch Konfrontation als Relation die Ik,g entwickeln können. Allerdings ist die Anbindung der Ii an die Ik,g – ähnlich die Bindung der „I“ an die „E-Niveaus“ – eine mögliche Einschränkung der „aktual unendlichen Ii“; es ergibt sich dabei die endliche „potentielle Unbegrenztheit“ aller „I“.

    144Die „Konformität“ als die Tendenz bei Menschen, die Verhaltensweisen, Einstellungen und Werte anderer Mitglieder einer Referenzgruppe anzunehmen, wird formal wp als Übergang, Entwicklungs-Relation von „Ii“ zu Ik,g,w sowie als Entwicklungs-Übergang von Ei zu Ek,g,w gesehen. Inhaltlich geht es bei den „Ii“ um individuelle Interessen, Hoffnungen u.ä. gegenüber sozialen Normen, Erwartungen (Ik,g,w). Die „Ei“ sind zum Beispiel individuelles Wissen, Mittel etc.; Ek,g,w sind die einzelnen konkreten gesellschaftlichen Strukturierungen.

    145Warum finden diese Übergänge, Entwicklungen statt? Warum übernehmen Menschen das Verhalten und die Meinungen anderer Gruppenmitglieder?

    146Die WP stellt hier das Handlungsprojekt (I-,G,E`-E- etc.) in den Vordergrund. Diese grundlegende Wechselbeziehung zwischen den vier OG-Elementen kann auch als „Verhalten“ oder sogar als die Methode des „Verstehens“ ausgelegt werden.

    147Neben dem unabhängigen Handeln eines Menschen – Ii-Ni,Gi,Ei`-Ei – haben die Menschen als „Gruppeneffekte“ das Bedürfnis, sich im einer bestimmten Situation „richtig“ zu verhalten und die richtige Handlungsweise zu verstehen. Das ist wp ein Entwicklungsschritt, welcher von den unendlich freien Ii-Möglichkeiten zu begrenzteren gemeinsamen Interessen Ik,g führt und – das fundierend – von den „Ei“ zu den Ek,g,w. Diese Entwicklung zeigt auch hier ihre beiden Seiten, welche als „Rz/Rw-Relation“ die Entwicklung voran treiben: Das ist einerseits die unendliche Freiheit der „Wünsche“ etc. (Ii) und der individuellen Phantasien (Ei) und andererseits deren Begrenzungen als („Ik,g,w/Ek,g,w); welche nun aber zugleich erlauben, jene freien unbegrenzten fantasierten Zielsetzungen (Ii/Ei) handelnd, endlich zu konkretisieren.

    148Endliche, konkrete Prozesse des Normeneinflusses sind von der „Ii-Seite“ beispielsweise das Bedürfnis, von anderen gemocht, akzeptiert und geschätzt zu werden; von anderer Seite (Ik,g) kann es zum Beispiel „Lächerlichmachen, Umerziehung und Zurückweisung“ sein. Methodisch-formal geht es also wieder um die G-und die N-Kategorie; und es geht um die „N/G“-Wechselwirkung in konkreten Abläufen. Inhaltlich geht es um die Wechselbeziehungen zwischen den Ii und Ik,g sowie um die Wechselwirkung der „I“ mit den „E“. Und „Ei zu den Eg“ zeigt sich als „Info-Einfluss“, wenn das individuelle Ei (Wissen, Mittel) mit den Ek,g relationiert.

    149Die Ii-Entscheidung der Person, ihr Wissen etc. (Ei) durch Übernahme des kollektiven Wissens (Ek,g,w) zu erweitern, ist eng verbunden mit der Ii-Entscheidung, die eigenen „Ii“ mit den Ik,g,w zu relationieren oder diese ebenfalls zu übernehmen. Solche I-und E-Konvergenz zeigt sich als „I/E“-Wechselbeziehung, welche als gemeinsame Entwicklung konkret aus Sprach-und Arbeitshandlungen („I-N,G,E`-E-etc,“) entstehen.

    150Bereits „Ii“ und dann noch mehr Ik,g,w, bewirken in ihrem „unendlichen Selbstbezug“ (Rz,G) die Zunahme ihres E-Charakters; während die „Ii“ – ebenso die „Ei“ – unendlich frei sind, wird die Konfrontation der „I“ untereinander zur gegenseitigen „Begrenzung“, damit zu den E-Eigenschaften wie z. B. die Struktur-,oder die Einheitsbildung. Das zeigt sich in der Phase der Sozialpsychologie zum Beispiel auch darin, dass es in Gruppen zu Normenbildungen kommt und diese meist verfestigt bleiben, sich verselbständigen, obwohl das dynamische kritische Verhalten und die Weiterentwicklung der einzelnen Personen gesellschaftlich – notwendigerweise – weiter wirkt .

    151Kurz, die Annäherung, auch die Entwicklung, der Ii an die Ik, dann an die Ig und die Iw – zum Beispiel als gemeinsame Gruppen-Perspektiven, und als Iw, die globalen Menschenrechte in ihrer Egalität (G) und Unteilbarkeit (Rz), die den „-E-Charakter“ zeigen, werden wp einerseits als die OG-Grundgrößen in der Vollendung durch die „allgemeine Entwicklung“ gesehen, aber zugleich als die (QM-) Möglichkeit der „Relation“ dieser vier OG-Elemente („I nähert sich E“), was der Ausgangspunkt jeglicher Erzeugung von konkreten Begriffen ist.

    152Das prinzipielle Verhältnis zwischen Kollektiv und Einzelnem berührt auch die Natur-Varianten, welche z.B. als Behinderungen oder als einfache Unterschiede körperlicher Leistungsfähigkeit wirken können. Im Hintergrund der Überlegung einer von der kollektiven Meinung abweichenden Person können eigene Interessen stehen oder auch Unsicherheiten, welche selbstkritisch wirken.

    153Die WP zeigt dafür die konkreten Wechselbeziehungen der beteiligten Phasen, der sozialen und der subjektiven physiologischen zum Beispiel. Und wp wird das als das abstrakte Verhältnis der Ii zu den Ik,g,w („Normen“) sowie der Ei zu den Ek,g,w („Information, Wissen“) analysiert.

    154Die Konformität mit der Gruppe kann dann dadurch fundiert sein, dass die prinzipiell „freien“ Ii den festgelegten Ik,g unterlegen scheinen, wenn es um konkrete Entscheidungen geht.

    155Es gibt also vier methodische Vorgänge, denen die „I“ (Ii,k,g als Normen) und die E (Info, Ressourcen) unterstellt sind: Die empirischen Feststellungen, deren gegenseitige Beeinflussungen, sowie die dieses abstrahierende statistische Verteilung und die Veränderung als Entwicklung der „E“ und Entfaltung der „I“ in der Folge, aus der „allgemeinen“ Entwicklung. Die WP fasst das zusammen, indem sie den QM-Mechanismus als Entwicklungsantrieb beschreibt.

    156Für die Analyse der Psychologie im Alltag, zum Beispiel „das Problem wie wirkt sich die Gruppe auf die individuelle Entscheidungsfindung aus“, beachtet die WP die I-und die E-Seite sowie beider Relation. Das einzelne Gruppenmitglied hat tendenziell unendlich viele und freie „Ii“, aber begrenzte Ei (Wissen, Mittel). Die Gruppen- Ik sind oft erst Mal auf ein gemeinsames Ziel u.ä. festgelegt. Das hängt dann meist vom Ek- Niveau ab, auch davon, welche weiteren Ziele man sich erlauben kann.

    157Aus den prinzipiellen Ik,g-Möglichkeiten wird alsdann ihre Durchsetzung, wenn jene E-Mittel vorhanden sind; es entsteht.. „I/E“ als „inhaltliche“ Seite. Zur „formalen“ Seite gehört noch, dass die freie Dynamik von Ik konkret wird, wenn zum Beispiel die Entscheidungen von Gruppen extremer werden als die Entscheidungen der einzelnen Gruppenmitglieder. Dann werden die Gruppenentscheidungen zum Beispiel in der Tendenz vorsichtiger oder risikofreudiger als bei den Entscheidungen der einzelnen Mitglieder. Wp geht es um die Ii im Verhältnis zu den Ik sowie um das Wissen, die Mittel etc. der Gruppe, Ek, im Verhältnis zu den Ei der Individuen. Dabei orientiert sich die Gruppe einerseits an den E-Niveaus anderer Gruppen und an Ew, dem Wissen, den Mitteln des Weltniveaus. Und andererseits vergleicht die Gruppe ihre Interessen, Zielsetzungen („Ik“) mit den Ik,g,w anderer Gruppen; eventuell weltweit.

    158Wenn man formal die drei Möglichkeiten (QM) unterscheidet, den Standpunkt jedes Einzelnen (Ii/Ei), dabei zum Beispiel auch den Standpunkt des Gruppenführers, dann die verschiedenen Meinungen der Minderheiten (Ik/Ek) und die der Mehrheit und schließlich die „Gesamtmeinung („groupthink“), dann hat das seine formalen Ursachen in der QM-Mechanik, die Rw-,N-Trennungen der „I“ und der „E“ untereinander und der „I“ von den „E“ sowie alle einzelnen und die insgesamten Rz-,G-Kohäsionen. Das eine erscheint als Dissens verschiedener Art, das andere, die unterschiedlichen Wechselbeziehungen (eigentlich Rz/Rw zu N/G) sind konkrete Prozesse, welche die gesamte Entwicklung voran treibende Prozesse sein können.

    159Das heißt, die Palette der Möglichkeiten ist groß, es kann zu vieler Art „Kämpfe“ kommen, zu solchen mit Vernichtungsabsichten oder zu wettkampfartigen oder zum Dissens der gegenseitigen Nichtbeachtung.

    160Die inhaltliche Seite davon wird von „I“ und „E“ bestimmt. Da die „E“ in ihrem jeweiligen konkreten Entwicklungsniveau „objektiven“ Charakter haben, können auch die Minderheiten die Gesamtgruppe über sachliche Mittel, Infos etc. beeinflussen. Es ergeben sich dabei zwischen dem E-Potenzial von Minderheiten und auch von Einzelnen und den Ig der Mehrheit Spannungen – zum Beispiel auch die zwischen konservativem Verharren und abweichenden Ansichten („I“), was als „N/G“ die grundlegende Wechselwirkung für die Erzeugung von Neuem und als Entwicklungsschritt wirken kann.

    161Das Verhältnis der unendlich freien Ii zu den nur „potentiell unbegrenzt“ freien Ik,g wird alltäglich entweder dem Individuum als „klug, gut,vernünftig“ zugeschrieben oder besser, man bezieht sich auf das dazugehörige E-Niveau. Eine „optimale“ Lösung wird von den unendlichen Ii-Freiheiten und den Ei-Begrenzungen sowie von den „Ik,g-Einflüssen“ und den Ew-Vollendungen sowie von der „E-Entwicklung“ allgemein gestört. Solche „Störungen“ und „Ii vs. Ii,k,g,w-Kämpfe“ – die mit Recht auch als „negativ“ empfunden werden – müssen sein. Denn nur auf diesem Weg ist die grundlegende Entwicklungs-Dynamik aufrecht zu halten.

    162Kurz: In der Sozialpsychologie geht es zentral zum Einen um die Begründungen sozialer Normen (Ik,g,w) und sozialer „Situationen“ und individueller Eigenschaften (E) wie zum Beispiel Klugheit, Vernunft, Moral; welche auch wieder als „I/E“ analysierbar sind. Zum anderen geht es um deren Abgrenzungen (N,Rw) und um ihr Zusammenspiel (G,Rz) als Segment der Wechselwirkung alle Phasen.

    163Die WP versucht, solche sich zeigenden Komplexionen zu analysieren, indem sie alle dabei auftretenden Eigenarten, Probleme, Widersprüche etc. auf die Eigenarten von „I“ (aus „R“), Ii bis Iw und „E“ und den „I/E“ – welches einen Abschluss beider Dynamik durch entspannte Situationen ersetzt – zu reduzieren.

    164Ein Beispiel für die zwei wp Basisdynamiken – der unendlich zur Kohäsion auf Vereinigung oder auf einen „Punkt“ strebenden „Rz“ und der unendlich in die Weite, in die „Freiheiten“ strebenden Rw – und deren Zusammenwirken ist das Verhältnis der unbegrenzt freien Ii zu den endlichen, konkreten Ik,g w, welche sich aus der Kooperation vieler Ii bilden. Und auf der E-Seite (Infos, Stand des kollektiven Wissens und der Mittel) wird das Ek,g,w zusätzlich zu den I-Zielsetzungen und Interessen entscheidend wichtig. Das zeigt sich auch in minimalen situativen Regulierungen, wo sich mit großer Wahrscheinlichkeit eine Einzelperson in ihrem Handeln und Denken den gemeinschaftlichen Regeln und Normen anpasst. Das individuelle Abwägen weicht auch deshalb der Anpassung, weil die Lebenserfahrung lehrt, dass die freien „Ii/Ei“ zwar zutiefst wichtig sind, aber es in konkreten Situationen erst Mal um die bewährten Normen (I) und die gewordenen Entitäten, Sachverhalte u.ä.(E) geht.

    165Die Kommunikation, das Verstehen zwischen Menschen ist nicht nur die Wechselwirkung zwischen Menschen, sondern als „ soziale Konstruktion der Realität“ berührt das auch dabei das methodische Verhältnis zwischen Mensch und Sachwelt. Damit wird eine Reihe von Wissenschaften und von praktischen Phasen einbezogen; solche der Naturwissenschaften sowie die Psychologie und die Soziologie zum Beispiel. Deren endliche Entitäten und Prozesse versucht man möglichst umfassend zu erfassen und zu integrieren. Die einzelne Person erprobt dabei ihre eigenen Erfahrungen, ihr Wissen (Ei) und auch ihre „Interessen“ (Ii) sowie mit Hilfe ihrer kognitiven und emotionalen Methoden die soziale Realität zu interpretieren.

    166Bei einer „sozialen Konstruktion der Realität“, so bei der Interpretation einer Situation, werden die unterschiedlichen kognitiven und die emotionalen Fähigkeiten entscheidend sein. Eine wirklich „objektive“ Darstellung hat daher wp sowohl zwischen der „E“-Seite und den „I“ sowie auch der N,G und „I/N/G/E“ einerseits zu unterscheiden wie sie auch über die Sichtung individueller „Ii/Ei“ hinaus gehen muss, und neben den Ii,Ei und den individuellen Methoden die Ik,g und Ek,g berücksichtigen muss, um zur Schlussfolgerung zu kommen, „was wirklich real ist“

    167Wie bei jeder „Wahrnehmung“ kann man auch bei der „sozialen Wahrnehmung“ deren Interpretation nur leisten, wenn man das eigene Vorwissen (Ei) einsetzt, um mehrdeutige Wahrnehmungsobjekte (E) zu verstehen. Diese Wechselbeziehung zwischen dem eigenen Wissen des Beobachters (Ei) und den feststellbaren Merkmalen der beobachteten Situation, und dabei anderer Menschen, wird nun ergänzt durch die Wechselbeziehung der Ii des Beobachters und die von ihm vermuteten „I“ der beobachteten Menschen sowie der fremden Ik, welche ihm in der beobachteten Situation wichtig sind. Zur Komplexität solcher sozialen Ereignisse gehört auch noch der Einfluss der methodischen Seite (N,G). Solche Geschehen werden vom Beobachter nur dadurch bewältigt, dass er diese selektiv enkodiert, seine eigenen Ii, zum Beispiel in Bewertungen, Erwartungen, mehr oder weniger betonend. Solche Betonung ist als Rw-, N-Negation der fremden „E“ und „I“ „QM-möglich“, führt jedoch nur dann zum gesellschaftlichen Fortschritt, wenn aus allen beteiligten „E“ und „I“ ein passendes Handlungsprojekt mit neuer, gemeinsamer Zielfunktion anvisiert wird.

    168Jeder sozial Wahrnehmende versucht, die Ursache von sozialen Ereignissen zu erkennen und zu verstehen. Einen solchen sozial-kognitiven Ansatz ordnen wir wp in die vielen möglichen Erlangungen von Informationen ein, um diese sowie deren kausale Ursachen zu verstehen, in allen Phasen – von der der Natur bis zu den geistigen Begrifflichkeiten.

    169Formal gehen wir von der „allgemeinen Entwicklung“ aus und hier speziell von der „Handlung“ als ein spezifischer Abschnitt der „allgemeinen Handlung“. Dazu gehören die Rw-Zunahme, welche die Entwicklung aus „objektiver“ Ursache voran treiben und es gehören die „I“ im Handlungsprojekt dazu, welche die Entwicklung „wollen“, „steuern“, „beurteilen“.

    170Das beziehen wir für die Phase der Sozialpsychologie hier auf die zwei Möglichkeiten: Wenn die Ursache des Verhaltens in der Person liegt (internale Kausalität) oder in der „allgemeinen Situation der Umwelt“. Der ersteren Möglichkeit weisen wir die Ii und Ei sowie die subjektive Methodik zu und der anderen die Ik,g,w und die „E“ und Methoden der vielen anderen Phasen. Aus der Wechselwirkung aller Phasen entsteht die jeweilige konkrete Situation; mit den daraus und vor allem aus den freien „I“ resultierenden „Unsicherheiten“, „Problemen“ und neuen Entwicklungsmöglichkeiten.

    171Eine konkrete sozialpsychologische Situation – mit Unsicherheiten etc. – ist die, wenn eine Person sich erklären will, was eine andere Person veranlasst, sich in bestimmter Weise zu verhalten; methodisch zum Beispiel als empirisches Beobachtungsergebnis.

    172Wp werden die so akkumulierten Beobachtungsergebnisse formal gesammelt, möglichst viele – eine Voraussetzung für QM-Abläufe – und solche verschiedener Phasen-Arten. Diese Ergebnisse werden wp methodologisch unterschieden, wenn auf formale Weise die Ursachen eher in Person interne Ursachen gegenüber von Außen wirkenden Ursachen unterschieden wird. Die WP konkretisiert das dann „inhaltlich“, wenn sie jene beiden „Rz/G-Möglichkeiten“ der engen und Neues erzeugenden Wechselbezüge nach Außen für die hier relevanten „E“ und „I“ erfasst. Bei diesen Relationsbildungen, als „Urteile“ zum Beispiel, müssen auch die Ii und Ei des diese Situationen wissenschaftlich Beobachtenden einbezogen werden.

    173Woran halten sich die beobachtenden Wissenschaftler noch? Um für die Erklärung des Verhaltens einer Person abgesicherte Infos zu haben, können sie wp die Wechselwirkung zwischen der Umgebung, zwischen anderen Phasen und genauer zwischen deren „E“, N/G und „Ik,g“ sowie den Ii und Ei (Interessen, Wissen) der beobachteten Person ihre Untersuchungen anlegen. Dazu gehört beispielsweise, die möglichen Veränderungen der Umgebung zu sehen, und, wie reagiert die beobachtete Person darauf. Wie verändern sich deren Ii, Ei im Verhalten, Handeln ((I-N,G,E`-E-etc.)

    174Wie verändern sich deren Ii, Ei als „Verhalten“, Handlung? Oder, wie würden andere Personen – einschließlich dem Beobachter -. in solcher Situation reagieren? Insgesamt gesehen, es geht wieder um die Trennung und das Zusammenspiel „innerer“ selbstbezogener, im beobachteten Menschen angelegter Strukturen (I/E) und den Handlungen (I-N,G,E`-E) daraus im Verhältnis zu den nach „Außen“ – zu allen anderen Phasen – aufgenommenen Wechselbeziehungen. Dann geht es auf einer nächsten Ebene zum Beispiel um die Feststellung der „Häufigkeit“ dieser beiden Basismöglichkeiten und um beider „Vergleichung“ und

    175„Bewertung“.

    176Dabei wird in der Praxis die Verantwortung, Kenntnisse, Absichten der einzelnen Personen überbewertet und die Umwelteinflüsse (andere Personen, Dinge) werden weniger beachtet. Wp geht es darum, die Ii“ und „Ii/Ei“ hervorzuheben, was philosophisch heißt, die Unendlichkeiten der Ii, Ei gegenüber den Endlichkeiten der Ik,g und der E zu bevorzugen. Die „aktuale Unendlichkeit“ hat den dafür entscheidenden Charakter. Aber andersrum, für die alltägliche und die wissenschaftliche Arbeit und für ein Verständnis dafür sind die Ek,g,w und die Ik,g,w der Umwelt die notwendig feste Basis der konkreten Endlichkeit.

    177Die „Ii“ und „Ei“ sind jene, welche formal auch dem Beobachter selbst eigen sind und die er deshalb „verstehen“ und auch bewerten kann. Während die Ik,g,w sowie das „Wissen“ u.ä. der „Welt“ dem einzelnen Menschen ferner liegen oder einfach unbekannt sein können.

    178Kurz, es geht um das Verhältnis, den Übergang von den „Ii/Ei“ des beurteilten Subjekts zu den Ii/Ei des Urteilenden und zu den Ik,gw/Ek,g,w der Weltphasen. Zum Beispiel werden „Handlungen“ – das individuelle „Verhalten“ – beider Seiten, der Beobachteten, Bewerteten und der Beobachter, Bewerter, einerseits in Formen des Übergangs, des wechselwirkenden offenen und gestaltbaren Zusammenhangs, zum Beispiel als „Verständnis“ gelten; und abstrakter als „I/I-Relation“ und als Ei-Erweiterung“ etc..

    179In der „allgemeinen Entwicklung“ werden dank der Rw-Zunahme die Trennungen und die Freiheiten immer stärker, wichtiger. Ihre erhebliche Bedeutungszunahme zeigt sich in den „Ii“ und Ei zum Beispiel als „Individuierung“ in der Gesellschaft. Aber warum herrscht in einigen Gesellschaften eher ein independentes Verständnis des Selbst und in anderen Gesellschaften eher ein inter-dependentes Verständnis des Selbst? Die WP erlaubt mit der QM-Ordnung die drei Möglichkeit dafür, die der Trennungen, der engen Beziehungen der menschlichen Individuen sowie jene dynamischen Widersprüche zwischen beiden „Modellen“, was eine Voraussetzung für die Erzeugung neuer gesellschaftlicher Entwicklungen ist.

    180Wie ist die Unterscheidung zwischen dispositionaler und situativer Erklärung mit der „allgemeinen Entwicklung“? Sind die Ii und Ei absolut frei und daher nicht nur positiv wertend, wenn Menschen ihre eigenen Fähigkeiten nur zu ihren Vorteil oder nur zu ihrem Nachteil beurteilen, oder auch dabei die situativen Gründe unterschätzen? Diese sind als Ik,g,w – politische gesellschaftliche Zielsetzungen – und mit Ek,g,w und dem E-Entwicklungs-Niveau verbunden. Das behindert meist solche Freiheiten wie sie bei der Eigeneinschätzung zugunsten oder zum Nachteil der eigenen Person unsachlicherweise geschehen können.

    181Die objektiv unendlich freie Ii-Funktion zeigt ihre Wirkungsstärke nicht nur in der individuellen „Selbsterhaltung“ (unendlich auf sich Rz-gerichtet) oder als wp mögliche Zielsetzung in der detaillierten Entwicklung als „handelnde“ Selbstverwirklichung und als Erreichung solcher Ziele, als „E-Bildung“. Das widerspricht unter anderem allen anderen Menschen, deren Ii/Ei und auch den wenig entwickelten allgemeinen Mittelvorrat (E`). Die konkrete Praxis in den einzelnen Phasen zeigt in deren Entwicklungsdynamik – einzelne Abstufungen als Übergänge zwischen Endlichkeiten und Unendlichkeiten. Hier im sozialpsychologischen Verhalten zum Beispiel, dass Menschen in vielen Situationen dazu neigen, „dispositionale Attributionen für Erfolge und situative Attributionen für Misserfolge“ zu deuten.

    182Kurz, wp abstrakt gilt und daher auch in allen anderen Phasen auftauchend, es geht um Rz als unendlichen Selbstbezug „zu“ den Rz als Bezug, Wechselwirkung auf andere Entitäten und Personen. Wp hängt beides zusammen und erzeugt dabei weitere Eigenschaften. So Rz als Selbstbezug und zugleich als Bezug zu einer das beobachtenden Person. Oder es entstehen durch „Bewertungen“ dabei „Verzerrungen“, wenn Menschen dazu neigen, ihre Erfolge nur sich als Verdienst selbst zuzuschreiben, aber Misserfolge auf die Wechselwirkungen mit den anderen Phasen zu verstehen. Die WP vereint beides, wenn sie die Ii und Ei als unendlichen Selbstbezug in dessen Unsymmetrie dem Bezug nach außen hinzu fügt, um in dem Neues erzeugenden abgestuften Übergangsfeld die „Ik,g,w zu Ek,g,w“- Einheiten zu gewinnen, welche die Grundlage der „sozialen Realität“ ist.

    183Nebenbei bemerkt, bei diesem Übergang werden die „Sz/Rz“ als Ii/Ei in ihren biologischen, emotionalen und handelnden Funktionen „immer schwächer“ und die Sw/Rw werden darum im gleichen Maße stärker.

    184Kurz, in ihrem unendlichen Selbstbezug (Rz,G) sind die Ii und die Ei deshalb „unsymmetrisch“, weil der im Übergang abgestufte Bezug (Rz und Rw) zu Ungunsten von Rz immer in dieser „allgemeinen Entwicklung“, welche von der Physik über die Biologie (so die Selbsterhaltung) und die Emotionalität sowie die Rationalität und das menschliche Handeln, was schließlich zum OG führt, wird Sz, Rz und G immer schwächer. Auch das betrifft alle Phasen, hier in der Sozialpsychologie beispielsweise als „Erwartungen“, das heißt, als Verhältnis der Ii/Ei der einzelnen Person zu den Ik,g,w/Ek,g,w der sozialen Realität. Hierhin gehört zum Beispiel auch die „selbsterfüllende Prophezeiung“. Eine mögliche „Vorhersage“ über zukünftige Ereignisse stützt sich auf die „Ei“ und zukünftiges „Verhalten“ wird von Ii geleitet. Diese „Ii/Ei“ treten abstrakterweise in Wechselbeziehungen zu den möglichen „Ik,g,w/Ek,g,w“. Um nun aus den nur möglichen Ereignissen tatsächliche zu machen, müsste das Subjekt mit seinem Handlungsvermögen (Ii-Ni,Gi,Ei) aktiv werden. In dieser Situation möglicher Entwicklungen von den nur Ii-gesteuerten „Erwartungen“, „Prophezeiungen“ zur Erzeugung neuer Ei zeigt sich dieser mögliche Entwicklungsschritt als „selbsterfüllend“, wenn den tatsächlich mitwirkenden Ik,g,w und Ek,g,w nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

    185„Überzeugungen“ kann man „formal“als Ii-gesteuerte „Ei-Selbstbezüge“ ansehen, mit Methoden (G,N),welche dazu passen. Auch die „Selbsterfüllung“ beruht formal auf aktual unendlichen „Ii“ in ihrer Rz-Möglichkeit. „Inhaltlich“ ist es so, dass beispielsweise in jeder „Prophezeiung“ eigene und auch soziale „Erwartungen“ als „Ii/Ei“ und Ik,g/Ek,g anderer Personen stecken. Diese sind dann, mehr oder weniger bewusst, die Basis für jene emotionalen Denk-,Arbeits-„Handlungen“, welche zum „Erfolg“ (als ein neu entwickeltes E) führen.

    186„Selbsterfüllende Erwartungen und Prophezeiungen“ sind wp nicht nur Verhältnisse zwischen E, der E-Entwicklung aller beteiligter Mittel und Entitäten, sondern vor allem auch Wechselbeziehungen zwischen Menschen, speziell zum Beispiel zwischen Mann und Frau oder zwischen Lehrer und Schüler. Die WP analysiert dabei deren „I“, die beteiligten E und die methodischen G,N sowie die vielen Relationen (I/E,N/G etc.). Bei möglichen „Beurteilungen“ („I“) dabei werden zum Beispiel – aus der entsprechenden QM-Phase – die „G“ (positive Bewertung) von dem „N“ (negative Bewertung“ oft allzu strikt unterschieden, während es hier eher typisch ist, das potentiell unendlich vieldeutige Übergangsfeld „N/G“ in einer Weise semantisch derart aussagekräftig zu gestalten, was eindeutige, exakte Festlegungen meidet.

    187Zum Verständnis, was „Erwartungen“ sind, nutzen wir die „freien Ei“ und für den Begriff der „Einstellung“, „Beurteilung“ das „freie Ii“. In deren konkreten Anwendung zeigt es sich, dass beide relativ wenige „Auswirkungen“ haben, vor allem dann, wenn die Umwelt für sie keine konkreten Belege hat. Es geht bei solchen Konkretisierungen wp darum, aus den freien Ei und Ii feste „I/E-Verhältnisse“ bilden zu können. Wenn Ei oder Ii fehlt, oder auch wenn beide zueinander im Ungleichgewicht sind, beziehungsweise inhaltlich nicht zueinander passen, dann kommt es zu nur angenäherter Aussagekraft.

    188Im Allgemeinen ist im Alltag die „Erwartung“ an das Verhalten anderer Personen begrenzt, und dem entsprechend sind die zu erwartenden Reaktionen spezifischer als es eine umfassendere Forschungs-Situation ordnen kann. Im Alltag tritt an die Stelle der Forschungs-Ergebnisse eine Reaktion, welche dazu benutzt wird, um die anfänglichen „Erwartungen“ und die damit verbundenen eigenen Überzeugungen zu bestätigen. Es ist das eine Variante von „Ii/Ei“, zum Beispiel als „Selbstbezug“, als Aspekt von „Selbsterhaltung“.

    189Solche Wahl der Verhaltensweisen durch eine Person kann auch die „soziale Realität“, als die vielen möglichen Ii/Ei untereinander und diese zu den Ik,g,w/Ek,g, verändern.

    190Was also sind „Prophezeiungen“? Die Ii/Ei sind auch frei phantasierte, vorweg genommene E-Entwicklungen und deren Relationen hin zu unbegrenzt freien Ii-Wünschen, Zielsetzungen. Deren beider Freiheiten werden nun aber entweder risikoreich „prophezeit“ und/oder dadurch eingeschränkt, dass „der Prophet“ auch jene fremden Ii,k,g,w und die E-Vorräte sowie die E-Entwicklung insgesamt mit bedenken müsste. Daraus entstehen jene Unsicherheiten beim prophezeien. Diese Unberechenbarkeiten kann man nur deshalb abmildern, minimieren, dass der Weissagende die Inhalte seiner Ii und Ei – als Varianten der „allgemeinen Entwicklung“ – an die Ik,g,w und die Ek,g,w-Entwicklung annähert und dies als „Selbsterfüllung“ zu interpretieren sucht. Dieser allgemeine Entwicklungsvorgang – und die damit verbundenen Wechselbeziehungen aller Phasen – sind sehr durchsetzungsfähig, jedoch gibt es für die „sich selbsterfüllenden“ Erwartungen als tatsächliche Veränderung, Entwicklung die grundlegende subjektive und vielfache Handlungsfähigkeit, welche in solchen komplexen Vorgängen wie es der der „Prophezeiung“ ist, immer auch möglich sein kann.

    191Also, Menschen haben „Erwartungen“ (Ii bei Ei) und zugleich haben sie „Verhaltensweisen“; beides wird von uns als spezielle OG-gestützte (I,N,G,E`-E) angesehen. Dabei kommt es grundsätzlich auch zu Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Handlungsvarianten, als die Neues erzeugenden Beziehungen zwischen den „Ii“ den methodischen N,G und den E. Dadurch werden zum Beispiel die Erwartungen einer Person hinsichtlich einer anderen Person, diese zu einem solchen Verhalten veranlassen, welches die ursprüngliche Erwartung „bestätigen“ kann.

    192Die stets tatsächlichen Mehrdeutigkeiten im Verhalten einer beobachteten Ziel-Person werden durch den Einsatz der Ii und Ei, sowie der Methoden dazu, der beobachtenden Person als Wechselwirkung aktiv handelnd, veränderbar. So dass auf diese Weise eine ursprüngliche Erwartung glaubhaft wird. Genauer, eine Erwartungsbestätigung wird vom wechselbezogenen Zusammenspiel – letztlich als eine Reihe verschiedener „Handlungsarten – der Motive als Ii und Wissen etc., Ei, der Zielperson mit den Ii und Ei des „Beobachters“ erklärlich.

    193Das alles geht davon aus, dass Menschen soziale Aktionen anstreben. Dafür setzt man einiges voraus, zum Beispiel, dass die Menschen Erwartungen, Einstellungen, Überzeugungen, Glauben haben und diese erschaffen und verändern können. Wp kann man das als „Handlungs-Varianten“ abstrahieren; welche wir auf die vier OG-Elemente reduzieren. Zum Beispiel kann eine „Einstellung“ als „Bewertung“, also als „I“ verstanden werden und formal dann als positiv oder negativ (G-N) bewertet, erkennbar sein sowie „inhaltlich als „I/E“.

    194„Einstellungen“ sind je eine Variante von Wertung, des individuellen Ii. Sie können positiv oder negativ sein und nutzen so das formale Grundprinzip „N-G“ der QM-Ordnung. Diese Ii-Entscheidung der Einstellung beeinflusst das „Verhalten“, welches wir als eine Variante des „Handelns“ (Ii-N,G,E`- neues E erzeugend) ansehen.

    195Die „Einstellung“ ist eher erlernt und dabei stabiler. Dabei zeigen sich „kognitive“ Gedanken und Urteile. Sie werden im Handlungsprojekt durch E`. N und G erzeugt. Die möglichen affektiven Gefühle bei Einstellungen kann man auf „I/E“ und N/G zurück führen. Und die Einheit beider Möglichkeiten ist dann das praktische konkrete „Handeln“, welches von Einstellungen geleitet wird.

    196Was ist der Unterschied zwischen „Einstellung“ und „Verhalten“ einer Person? Das „Verhalten“ betrachten wir als eine aktive und konkrete Handlungsvariante (die enge Verbindung I zu N,G zu E` erzeugt ein neues E), während die „Einstellungen“ jene Grundgrößen als eher getrennte und daher abstraktere nutzt. Die „Ii“, E` sind von daher freier, noch nicht konkret festgelegt und die „Ii“ stehen da als „Bewertungen“ u.ä. mögliche Spielräume eröffnend, im Mittelpunkt. Wie ist der „Übergang“ zwischen Einstellung und Verhalten, bei welchem Menschen ihre Verhaltensweisen, Handlungen (I-betont) von ihren Einstellungsobjekt (E), das bewertet wird („I“) bestimmen lassen, zu erklären? Es geht dabei darum, die prinzipiell freien und dynamischen Ii und Ei zu konkret festgelegten „I/E“ und E` zu machen.

    197Kurz gefasst, beim Problem des Verhältnisses von „Einstellung und Verhalten“ geht es wp um eine wissenschaftlich-praktische Variante der QM-möglichen Vereinigung der – zugleich trennbaren – „E“ und „I“. Die E-Seite ist hier zum Beispiel als „Einstellung“, welche „zur Verfügung steht“ formal durch Konstanz, „Unbeweglichkeit“, „Stabilität“ und ähnliche umgangsbegriffliche Beschreibungen „erklärbar“. Während die „I-Seite“ in der Vorstellung“ von „Verhalten“ eine Variante des „Handlungsprojektes“ (I zu N/G/E`zu E) erkennen lässt. Das „Ii“ darin ist prinzipiell als Wahlakt und Wertung unbegrenzt frei und dynamisch. Bei genauerer Analyse zeigt es sich, dass wiederum die QM – bedingte Weiterentwicklung als Konkretisierung und dabei als die Bildung von „I/E“ gilt; hier ist es die „Persuasion“, die als zielbewusste („I“) Handlung zu Änderungen von Einstellungen (E) führt. Formal gesehen sind die Persuasionsprozesse wp Relationen, Wechselwirkungen als Übergänge zwischen den „inhaltlichen Seiten der „E, zum Beispiel hier der „Einstellung“, und den „I“.

    198Was im Handlungsprojekt („I zu N,G,E`zu E zu etc.“) für alle Phasen gilt. Diese „Übergänge“ sind formal von unendlich vielen (Rw) und unendlich kleinen (Rz) Schritten bestimmt. Das „I/E“-Verhältnis lässt sich umgangssprachlich angenähert verstehen, wenn man zum Beispiel bedenkt, dass jedes „I“ immer auch „Existenz-Charakter“ hat, und dass, ganz konkret, zur „Einstellung“ (E) immer auch subjektive I-Entscheidungen eine Rolle spielen.

    199Kurz, bei der Persuasion als zwischenmenschliche Kommunikation, welche auf Beeinflussung des Kommunikationspartners zielt, geht es wp um die Relation zwischen beider Partner Ii sowie um Ii/Ei-Relationen. Da hierbei diese Ii-Wechselwirkung im Vordergrund steht, geht es um Änderung der „Einstellungen“ der Partner, soweit dabei die „I-Funktionen“ der „Interessen, Zielsetzungen u.ä. wichtig sind. Es geht nicht um „Ei zu Ei“, also zum Beispiel als „Informations-Austausch“. Wenn die Wechselbeziehung zwischen den unterschiedlichen Ei der Partner hier nicht berücksichtigt werden, kommt es zu keiner „inhaltlichen“ Übereinstimmung. Ähnlich ist es mit der methodischen Seite (N-G zu N/G), wenn die kognitiven Prozesse der Partner nicht berücksichtigt werden, haben mögliche Veränderungen oder Übereinstimmungen keine Chancen.

    200In der Lebenspraxis kann man für die Persuasion zwischen „zentralen und peripheren Routen“ unterscheiden. Die WP geht von „Abstufungen“ und Wirkungsverbindungen zwischen beiden aus. Sie schreibt der zentralen Route auch das „sorgfältige Nachdenken“ zu, fundiert dies genauer als ein „kritisches“ Verhalten. Dazu gehört prinzipiell die eher abstrakten Prüfungen der fremden „I“ und „E“, auch der Methoden, vor allem deren Herkunft. Sowie die mögliche Übereinstimmung mit den eigenen Ei und Ii und damit die Abwägung, ob die Verbindung, die Wechselwirkung der fremden mit den eigenen „E“ und „I“ zu einer übergeordneten Entwicklung beitragen, welche für alle Beteiligte akzeptabel ist.

    201Die „periphere Route“ ist nicht allein „negativ“ zu bewerten. Sie mobilisiert die emotionalen (Ii/Ei) Seiten des „Konsumenten“ und berücksichtigt das Verhältnis zwischen den Ii und Ik, Ig, zum Beispiel der Verkäufer oder als gesellschaftliche Notwendigkeiten.

    202Ist in der Persuasion die „persönliche Relevanz“ nur abhängig von den jeweils eigenen Ei-Wissen u.ä. sowie den Ei als auf Zukünftiges gerichtet und den Ii ? Oder sind es auch die fremden Ek,g,w und Ik,g,w der Umwelt, der Vergesellschaftung, welche da die persönliche Relevanz mit bestimmen? Das Zusammenspiel dieser dürfte äußerst komplex sein, aber zugleich auch ein weites Feld sein und für persönliche und gemeinschaftliche Handlungen offen sein.

    203Es gibt die zwei Möglichkeiten der Rz/G-Relation, einerseits als die menschliche Fähigkeit auf andere Menschen zu wirken – zum Beispiel deren Einstellungen zu ändern – sowie die Rz/G zu nutzen, diese auf sich selbst zu richten, um die eigene Einstellung zu entwickeln. Diese „Selbstpersuation“ wird in der „Dissonanztheorie“ und in der „Selbstwahrnehmungstheorie“ genauer beschrieben.

    204Für die Phase der Sozialpsychologie gibt es – von der QM-Ordnung her – im Verhalten der Subjekte den unendlichen „Rz-Selbstbezug“, zum Beispiel als das Streben nach Konsistenz (G->E). Und es gibt stets gleichwertig Rw,N, so als „Selbstnegation“. Die „kognitive Dissonanz“ zeigt diesen Konfliktzustand im Subjekt. Bei welchem beispielsweise die „E-Seite“ des Subjekts, sein Wissen etc., mit der potentiell unendlich freien Ii-Seite in Konflikt gerät. Genau genommen wird durch „I/E“ (N/G, Rz/Rw) die nächst höhere Entwicklungsebene angesteuert. Ein Beispiel sei der Konfliktzustand einer Person, wenn sie Handlungen vorgenommen hat, die nun durch neue Informationen (E) den „I“, welche als Wertungen handelnd wirkten, widersprechen.

    205Es geht dabei um den individuellen Selbstbezug durch Rz,/G. Zugleich mit diesem „ Selbst-Konzept“ geht es aber immer auch um den Rz/G-Bezug auf andere Personen sowie um die Rw-,N-Trennung zwischen den Menschen. Durch die Rz-Beziehungen vieler individueller „Ii“ entstehen Ik, g,w, genauer geht es um „Ii/Ei“ etc. Hier zum Beispiel als die voneinander getrennten und daher unterschiedlichen „Kulturen“; was sich beispielsweise darin zeigt, dass sich die Einzelmenschen voneinander unabhängiger fühlen, formal als Rw-,N-Trennung der individuellen Ii, Ei. Oder als eher wechselseitig miteinander verbunden (Rz,G); formal als Bezug der Ii,Ei zur Bildung von Ik,g und Ek,g. Solche Unterscheidungen im kulturellen Konzept des Selbst wirken sich mehr oder weniger auf das Erleben der kognitiven Dissonanz aus.

    206Die independenten „Ii“ können als unendlich freie ihrerseits wieder neue Ii und Ei erzeugen. Das kann man „positiv“ sehen oder „negativ“ beurteilen, zum Beispiel als „Veränderung“ oder als „Selbstkritik“, „Unsicherheit“. Die „ kognitive Dissonanz“ hat im Verhältnis dieser beiden Möglichkeiten ihre Basis; wp ist es eine Variante der QM-Ordnung.

    207Anhand der Vorstellungen in der „Selbstwahrnehmungstheorie“ („SW“) kann man kurz und zusammengefasst die wp Abstrakten und deren Kombinationen aufzählen. Die „SW–Theorie“ identifiziert die „Umstände“ („Iw/Ew“) unter denen „Verhaltensweisen“ (Handlungsvariante, I/N/G/E`zu E) „Einstellungen“ (Ii/Ei zu E) beeinflussen.

    208Diese „SW-Theorie“ nimmt an, dass Menschen sich selbst beobachten (Rz-Selbstbezug, Ii-gezielt), um herauszufinden, aus welchen Gründen sie so handeln,(Handlung) wie sie es tun. Die „Wahrnehmung“ (G,E) des eigenen Handelns lässt sie ihren „inneren Zustand“ (Ii, Ei) erkennen (G).

    209Anhand der Vorstellungen der „SW-Theorie“ kann man die wp „Abstrakta“ und deren Kombinationen aufzählen: In der Umgangssprache der Sozialpsychologie als „innere Zustände (Überzeugungen, Einstellungen, Motive, Gefühle“) bezeichnet, kann man das wp als „Ii/Ei zu Iw“ abstrahieren. Das „Wissen über sich selbst“, die „Selbstwahrnehmung“ kann als G/Ei verstanden werden; eigene „Erinnerungen“ als E` und Zukünftiges, Hoffnungen als Ei. Persönliche Präferenzen sowie die Bewertung der eigenen Vorstellungen als „Ii“. Jene Vorstellungen, welche als „Handeln“) zusammengefasst werden können – wie zum Beispiel „behaviorales Verhalten“ oder der aktive Wissenserwerb sind „I zu N,G,E`zu E-Einheiten“. Oft geht es dabei um Kombinationen, zum Beispiel als die Verhaltensänderung (Compliance), welche in Übereinstimmung mit Kommunikationen (Ii zu Ik/Ei zu Ek) steht. Äußere Wirkungen, die das individuelle Verhalten beeinflussen sind Ikg,w und Ek,g,w.

    210Eine tiefe, schwierige, aber für die Sozialpsychologie fundierende Problematik ist das Wechselspiel „Ii zu Ii“, zwischen zwei unterschiedlichen Ii. Das zeigt sich zum Beispiel als Compliance, bei der von einer subjektiven Ii-Einstellung versucht wird, andere, fremde Ii zu verändern und eine „Folgsamkeit“ herbei zu führen. Um das zu erreichen gibt es zwei Wege, zum einen der Versuch, die prinzipiell unendlich freien Ii direkt zu konfrontieren. Oder der Versuch, beide in einer gemeinsamen „I/E-Relation“ zu verbinden. Die grundsätzliche Konfrontation kann man von der fundamental wichtigen Unterscheidung der „Rz“ gegenüber den „Rw“ verstehen. Die QM-Ordnung ist aber erst dann „vollständig“, wenn die „z-w zu z/w“ werden; das heißt, wenn jenes „Rz/Rw“ gebildet wird, das in der „allgemeinen Entwicklung“ zur E-Kategorie wird. Diese „Hilfsmittel“ „E“ können aus allen Phasen stammen und sie müssten dann von den betroffenen „Ii“ zusätzlich ob ihrer Hilfe bewertet werden. Die sich dann weiter ergebende Relationierung zu „I/E“ ist jener Entwicklungsschritt, welcher der Ausweg aus der anfänglichen und absoluten Ii-Ii-Konfrontation ist.

    211Die „Reziprozitätsnorm“ ist eine wichtige Regel menschlichen Handelns: „Wenn jemand etwas für mich tut, dann sollte ich auch etwas für ihn tun“. Bei diesem „Gefallentun“ geht es darum, dass ich meine Ii mit den Ii des anderen „abstimmen“. Daraus entstehen – von den „Rz-Rw zu Rz/Rw“ her – die Ik (und Ig,w) aus den möglicherweise vielen einzelnen Ii. Diese „Prozedur“ist eine, welche die Vergesellschaftung“ voran bringt. Dazu zählen im konkreten Ablauf kleinere Varianten, welche hier zur „allgemeinen Entwicklung“ gehören. Wie zum Beispiel die, dass einem kleinen „Gefallen“ im Gegenzug ein weitaus größerer Gefallen getan wird. Natürlich findet in diesen „I-Wechselbezügen“ sekundär auch „Bewertungen“ („I zu I-Funktion“), positive oder negative, statt.

    212Um auf wp Weise die einander „fremden „Ii“ zu unterscheiden („N“ von Rw) kann man die fundamentale Trennung zwischen „Rz“ und „Rw“ anführen. Zugleich gilt (QM-Ordnung), dass alle möglichen „Ii“ (durch Rz,G) als fundamentale R-Aspekte und als ebenso fundamentale „I-Funktionen miteinander verbunden sind. Konkreter gesehen zeigt sich das zum Beispiel darin, dass sich die Ik,g,w aus den Ii bilden lassen. Die Eigenschaften dieser gesellschaftlichen Interessen, Zielsetzungen etc. formen aus diesen Wechselbeziehungen (Rz/Rw zu N/G) von Unterschiedenheit (Rw,N) und Übereinstimmung (Rz,G) ihre symptomatischen Eigenschaften. Was sich hier zum Beispiel als „Reziprozitätsnorm“ zur Herstellung von Compliance zeigt, wenn in der Erwartung, dass Gefälligkeiten erwidert werden beispielsweise noch dadurch kompliziert werden, dass jemand die „Norm (Ik,g,w) dadurch erfüllen will, dass er zwar eine große Bitte ablehnt, aber stattdessen eine kleine Bitte erfüllt.

    213Kurz, die Technik der Reziprozitätsnorm, als Herstellung von Verbindlichkeiten zwischen Personen, zum Beispiel die zwischen dem Verkäufer, der den Käufer bewegen will, bestimmte Kauf-Entscheidungen zu treffen, kann wp nur analysiert werden, wenn diese ökonomischen Verhandlungen mit den Prinzipien der „Vergesellschaftung“ – wir: die „Ii zu Ik,g,w – und dabei der Leistungsgesellschaft („I“ zur E-Entwicklung) sowie zum Konkurrenz-Prinzip (Ii,k,g vs. Ii,k.g) verbunden und untersucht werden.

    214Die sozialpsychologische Problematik der „Knappheit“ wird wp mit der „Leistungsgesellschaft“ verbunden und damit einerseits mit dem Handlungsprojekt (I-N,G,E`-E- etc.) mit den Entfaltungen der R-/I-Seite, als Ii und den Ig, als individuelle Zielsetzungen zu denen der Gesellschaft sowie die Möglichkeiten der objektiven E-Entwicklung; als die weniger freie Fortentwicklung der Mittel, Werkzeuge und der individuellen Kreativität.

    215In der „Leistungsgesellschaft“ gibt es deren Konkurrenz-und Marktstruktur mit dem „Wettbewerb“ zwischen allen Teilnehmern. Eine der vielen möglichen zusätzlichen Verhaltensweisen, welche dann die Gesamtgesellschaft“ kennzeichnen, sind – abstrakt gesehen – die „Ii versus alle anderen Ii“ sowie die Gestaltung der Ik,g,w dadurch.

    216Neben dem Leistungs-Charakter der Gesellschaft wird deren Prägung durch die Konkurrenz-und Marktstruktur wichtig. Der „Wettbewerb“ zwischen den Teilnehmern ist dann eine der vielen möglichen Verhaltensweisen sozialpsychologischer Art, welche die Einzelperson ebenso charakterisieren wie die Gesamtgesellschaft: Abstrakter gesehen, geht es um die Verhältnisse der Ii und Ei zu den Ik,g,w und Ek,g,w.

    217Die Angebots- und Nachfrageseite des Marktmodells lassen viel Raum für die Wirkung anderer Phasen, z.B. auch für die E-Entwicklung.

    218Die „I/E-Wechselbeziehungen“ erscheinen als gegenseitige psychosoziale Beeinflussung der Verkäufer und der Käufer, wenn „Knappheit“ herrscht, und auch dann, wenn „Überangebote“ an „E“ verkauft werden müssen.

    219Dabei entstehen wechselwirkende Beziehungen, welche psychologisch freie, auch sich selbstverwirklichende Behauptungen, Erwartungen im I-und E-Bereich sein können.. Man kann diese nun wiederum gesellschaftlich – Ii und Ik,g – bewerten, zum Beispiel als eine Frage der „gesellschaftlichen Moral“. Aber die WP interessiert vermehrt die hierdurch entstandene sozialpsychologische Ebene, welche als Anzeichen ihrer Höherentwicklung anzusehen ist.

    220Konkreter gesehen, versuchen beispielsweise Käufer und Verkäufer durch gegenseitigen Eindruck die „Ii-Entscheidungen“ zu verändern, so auch beim Käufer Gefühle („I/E“) zu modifizieren, anstatt „Informationen“ (E) zu geben.

    221Es sind zwei gründliche Widersprüche, und zwar diejenigen zwischen den „Interessen“ („I“) und den „Kenntnissen“ („E“), hier von Käufer und Verkäufer; dazu kommen die „Ii vs./zu den Ik,g,w“.

    222Deren Zusammenspiel fundiert wp die Sozialpsychologie. Dabei geht es zum Beispiel auch um die „übergeordneten“ gesellschaftlichen und sachlich bedingten E-Entwicklungen. Deren Alternativen, welche sich – so auch in der historischen Entwicklung – z.B. kulturell, politisch, ideologisch im Gleichgewicht oder in Unausgewogenheit von sozialen zu individualistischen Ansätzen zeigen.

    223Wie systematisiert die WP die „sozialen Beziehungen“ zwischen Menschen? Die formale Seite ist dabei die der Gegensätzlichkeit von positiven zu negativen Gefühlen sowie deren konkrete Mischungen; das folgt der QM-Dreiheit, der Negation oder auch der Unterscheidbarkeit (N,Rw) und der „Gleichheit“ (G,Rz) sowie der (Rz/Rw zu N/G-Einheit“. Inhaltlich grundlegend sind die gleichen oder die kontroversen oder die „ähnlichen“ („N/G“) „Ii“ sowie auch die der Ei (Wissen, soziales Niveau, Zielsetzungen).

    224Die vier OG-Elemente entwickeln sich aus den S- und R-Aspekten. Diese Entwicklungs-und Übergangsfelder haben den formalen QM-Charakter, bei dem stets auch – wenn auch nur als tendenziell unendliche kleine S-R-Reste – „Spuren“ in allen hoch entwickelten Phasen nicht zu übersehen sind. Hier zeigt sich das darin, dass es in der subjektiven Emotionalität und in den sozialen Beziehungen Abstufungen gibt, welche einerseits noch „Reste“ der biologischen (S-und R-Auswirkungen) Seite haben. Andererseits sich aber in den subjektiven „Ii/Ei“ vor allem die freien individuellen und gemeinschaftlichen „I“ – Interessen, Ziele etc. – behaupten. Zu solchen „Abstufungen“ gehören in den sozialen Beziehungen beispielsweise die Liebe, Freundschaft, Vergesellschaftung (Arbeit, alltägliche Kontakte etc.); so als Abstufungen der Emotionen, Affekte und daraus auch der Handlungen (I-N,G,E`-E).

    225Zu beobachten ist, dass sich zwischen Personen zuerst die Nähe, in physikalischer Raumzeit und im Cyberspace, auswirkt und dann aber,, eventuell als „Zuneigung“, sich verstärkt und „qualifiziert“. Wp kann das als der normale Entwicklungsfortschritt gesehen werden, von den „formalen“ „3Rz/3Rw“ der Raumzeit und den Sw/Rw der Elektrotechnik über die biologischen „R/I zu Rz/Rw/E“ der Biologie, was hier als „physische Attraktion“ und von deren potentiell unbegrenzten Vermehrungen zu den Emotionen reicht („I/E“, R wird „I“ und Rz/Rw wird E) und damit zur Liebe.

    226Wp steht die Sozialpsychologie in der „allgemeinen Entwicklung“, in der Wechselwirkung mit allen Phasen, besonders in Beziehung zu Nachbar-Wissenschaften, also mit der Biologie und der Soziologie. Sozialpsychologische Subphasen und Details, wie hier die „Liebe“, die „Paarung“, haben daher auch biologische Gründungen. Zu diesen kann man dann sozialpsychologische Verhaltensweisen zählen, zu welchen zum Beispiel komplexe „Ausgleichungen“ gehören, die den biologischen Sinn haben, „durchschnittliche“ Gesamtheiten zu schaffen; oder aus „Gegensätzlichkeiten“ die allgemeine Entwicklung voran zu bringen.

    227Zu diesem „Durchschnitts-Problem“gehört auch, dass die Stellung, so die Bevorzugung hinsichtlich der „physischen Attraktion“ gesellschaftlich oft verbunden wird mit der Vermutung, Erwartung sozialer Kompetenz, Intelligenz, Vorbildlichkeit. Gesellschaftliche und biologisch-physische Belange werden so sozialpsychologisch konfundiert.

    228Grundsätzlich treffen sich dabei zwei wp Abstraktionen, einerseits die „Ähnlichkeiten“, vor allem Ii und Ei von unterschiedenen Personen, als „G- und Rz-bestimmte „Standpunkte“, „Betrachtungsweisen“ u.ä. Und dagegen die N-, Rw-bestimmten, welche zum Beispiel ein Gefühl der „gegenseitigen Bestätigung“ ersetzt durch „Formen aktiver Abneigung“. Andererseits geht es um die „N/G zu Rw/Rz“- Komplexitäten, welche auch als „Entwicklungs-Antrieb“ wichtig sind.

    229Jene letztere QM-Möglichkeit, welche die Wechselbeziehung – hier abstrakt Rz/Rw – beliebiger Relationierungen ist, erscheint in allen Phasen als prinzipiell schwer verständliche, „wahrscheinliche“ etc. doppelt dynamische Beziehungen. Dennoch werden diese Kohäsionen in allen Phasen als „endliche“ empfunden. Hier in der Sozialpsychologie zum Beispiel als „Reziprozitäten“, welche beispielsweise als das Verhältnis zwischen Personen zeigt, bei dem man Menschen mag oder vertraut, von denen man glaubt, von ihnen gemocht zu werden. Solche wechselwirkenden Felder zeigen die Konkretisierungen der prinzipiellen „Ungewissheit“oder „Möglichkeit“, wie sie in allen Relationen (N/G, I/E etc.) angelegt sind; aus dem „tieferen Grund“, aus der möglichen „Aufhebung“, Konkretisierung der Widersprüche und Kohäsionen einen „Entwicklungsschritt in der „allgemeinen Entwicklung“ machen zu können.

    230Die wp sozialpsychologische Erklärung der „Liebesbeziehungen“ ist formal in der „allgemeinen Entwicklung“ das „objektive“ Übergangsfeld, die erzeugende Wechselwirkung von der Biologie-Phase zu der der Vergesellschaftung. Solche „Abstufung“ in diesem „Feld“ wie die „Liebe“ oder die „Freundschaft“ zeigt sich hier auch als „individuelle Entwicklung“ der Menschen. „Inhaltlich“ geht es dabei um die Entwicklung der individuellen „I-,E- und I/E“ sowie der methodischen Seite (N/G).

    231Diese I, E, I/E, N/G kann man im Übergangsfeld konzeptualisieren: Als eher biologisch – sexuelle Leidenschaft, Verlangen als „Ii“ – und als Zweierbezug, Intimität, Ehrlichkeit, Verständnis u.ä.. Und als vermehrt gesellschaftliche Ausprägungen – zum Beispiel Verbindlichkeit, Hingabe, Opferbereitschaft. Letztere Unterscheidungen zeigen den Entwicklungsübergang von „Ii“ zu den Ik,g,w.

    232Allgemein gilt, bei den wichtiger werdenden „Abstufungen“ zeigt sich eher die endliche „potentielle Unbegrenztheit“ – so auch als konkrete „Handlungsmöglichkeiten“.

    233Das vielfältige Spektrum, die reiche Auswahl in den Liebesbeziehungen, erklärt sich auch aus dem Übergangsfeld, welches in der „allgemeinen Entwicklung“ und als Wechselbeziehungen von der Biologie-Phase zur individuellen Emotionalität (I/E), zur Rationalität (N-G-E) und zur Vergesellschaftung (Ik.g,w/Ek,g,w) führt.

    234Die biologischen „R-Eigenschafen“ entwickeln sich zu denen der „I“ und auch zu G und N. Von daher zeigen sich in der Subjektphase – und dediziert in engen Beziehungen zwischen Erwachsenen – in formeller Hinsicht (QM), zum Beispiel Bindungen (Rz,G) und Widersprüchlichkeiten (Rw,N) sowie beider Meta-Relationen.

    235Die drei „Bindungsstile“ (G, N, N/G) sind konkret zum Beispiel, „Nähe“, „Abhängigkeit“ einerseits, Schwierigkeiten bei der Vertrauensbildung, Verweigerung von gemeinsamer Intimität andererseits sowie die Relation zwischen beiden als ein offenes und entwicklungsfähiges Übergangsfeld zwischen jenen Extremen; z.B als die Möglichkeiten, welche „Zögern“ oder die die „Chancen“ haben.

    236Dieser Bezug zwischen Menschen hat seine „Ambivalenz“ aus den Eigenschaften der Entwicklung, zum Beispiel vom „S-Verlust“ und vom Übergangsfeld von den physikalisch-biologischen R-Aspekten zu den Ii und Ei sowie von diesen zu den Ik, Ek. Die dabei im Hintergrund stehenden „Rz/Rw“, N/G, I/E und beispielsweise auch das Verhältnis von positiven zu negativen Bewertungen sind allgemeine Funktionen, welche jedoch für die Begründung von einzelnen Eigenschaften in den Beziehungen zwischen Menschen – zum Beispiel als „Eifersucht“ – Bedeutung haben.

    237Liebesbeziehungen beginnen typischerweise mit großer formaler Intensität und „inhaltlich“ mit biologisch fundierter Leidenschaftlichkeit. Die WP hat dafür zwei Beschreibungen aus der „allgemeinen Entwicklung“. Letzteres ist der Entwicklungsübergang von der Biologie (R/S) zu emotional-rationalen Feldern. Während die andere Entwicklungsart von den QM-Trennungen („z-w“) zu den „z/w“ führt. Und das hier von den einzelnen Ii sowie den getrennten Ei der beiden Partner, hin zu sich annähernden Interessen u.ä. (Ik) und gemeinsamen Ek, (Wissen, Vermögen etc.)

    238Das Ausmaß der Interdependenz zwischen zwei Personen wird wp als das der speziellen Übergangsfelder der Ei, Ii und der Ii/Ei gesehen sowie der unterscheidbaren Methoden (N-G zu N/G) beider Partner, zum Beispiel als Denk-,Verstehens-, Arbeitshandeln („I,G,N,E` zu E“). Wenn beispielsweise die Interessen, Bewertungen, Zielsetzungen, also beider „I“ übereinstimmend sind und/oder das Wissen und die Mittel (Ei) koinzidieren, dann ist es von großer Wahrscheinlichkeit, dass langfristige, auch „innige“ Beziehungen entstehen und sich erhalten. QM-formal ist es das Feld der Möglichkeiten von der völligen Trennung (aktual unendliche Rw, N) der beiden Partner über die Annäherungen in potentiell unbegrenzt kleinen und potentiell vielen endlichen Varianten (Rz/Rw) bis zu Situationen, in denen man den Partner als „Teil des Selbst“ sieht (Rz,G).

    239Kurz: Menschliches Handeln, zum Beispiel als „Denkhandeln“, wird wp als „I zu N,G,E` zu E“ fassbar. Dabei ist das E` der Einfluss vorgegebener Entitäten, der jeweilige Wissensstand, die Arbeitsgeräte und auch der situative Einfluss allgemein.

    240In der allgemeinen „I/E-Relation“ herrscht selten ein sachlich wirkendes Gleichgewicht – das gilt zusätzlich für die Unterschiede der individuellen (Ii), sozialen (Ik,g) und globalen (Iw) Werte, Überzeugungen, Zielsetzungen.. Wichtiger noch ist, dass die Ei,k,g,w – also das Wissen, die Mittel etc. ungleich verteilt sind und insgesamt, in Vergleich zu den I-Seiten, sich noch zu wenig entfalten können.

    241Es heißt, jeder Mensch konstruiert seine eigene soziale Wirklichkeit. Wp geht es um die Ii, Ei und sein subjektiv-methodisches Handlungsvermögen (N,G). Diese treten mit anderen, fremden Ii, Ei in Wechselbeziehungen und es entwickeln sich daraus die Ik,g,w und auch die vielen E-Varianten sowie die der Methoden, von kollektiven, gesellschaftlichen bis hin zu den globalen, tendenziell oft vollendeten Zielsetzungsbildungen, (Iw) und die der Erkenntnisse, Mittel (Ew) und der Methoden.

    242Das heißt, die „soziale Wahrnehmung“ wird von allen, Ii umgreifenden Werten, Urteilen, Zielsetzungen (Ik,g,w) bestimmt; übrigens weniger von Ek,g,w.

    243Diese Wechselwirkungen „sozialer Wahrnehmung“ umgreifender Wertungen, Erwartungen, Urteile wird nun auch von „Handlungsarten“ – wozu z.B. auch das „Verhalten“ gehört – gemeinsamer, gesellschaftlicher, kultureller Art geprägt. „Selbstbezüge“ (Rz,G), so sind zum Beispiel auch „sich selbsterfüllende Prophezeiungen“ möglich, sie werden jedoch sozial weniger anerkannt.

    244Die „Einstellungen“ sind Varianten von „Handlung“ – „I-N,G,E´zu E etc.“ – mit dem Schwerpunkt auf „Ii“. Von Rz und Rw her gibt es die formale Dualität „positiver“ und „negativer Bewertung durch I-Entscheidungen: Als Bewertungen von E, so beispielsweise von „Objekten“, „Ereignissen“. Das ist also eine Bildung von „I/E“, welches als „Entwicklungsvorgang“ gilt. In den Handlungen als „Vorstellungen“ liegt die Betonung auf den E, zum Beispiel als vorgegebene E´ oder auf fantasierten Ei. Die „Einstellungen“, die sich auf „R“ und „I“ stützen, zeigen deren prinzipielle Freiheiten und „Dynamik“ darin, dass aus ihnen abgeleitete „Verhaltensweisen“ schwer vorhersagbar sind. In den sich auf E (statische „Rz/Rw“) stützenden „Vorstellungen“ ist die „Verfügbarkeit“ sicherer.

    245„Einstellungen“ eines Menschen sind „I/E-Varianten“ mit ihren „positiven“ und „negativen“ (G,N) „-Bewertungen“. Sie beeinflussen zum Beispiel „Vorstellungen“ und „Verhaltensweisen“, die wir als Varianten von „Handlungen“ verstehen. Wegen der prinzipiellen „Ungewissheit der „I“ und damit auch der „I/E“ sind Verhaltensweisen nicht exakt vorhersagbar. Einstellungen bilden und verändern sich – in der Wechselwirkung“ – aus Handlungen, aus deren Erfolgen zum Beispiel. Die WP reduziert diese Erscheinungen im Alltag auf die Eigenschaften der verschiedenen R-Aspekte und deren Relationen: Die „Reziprozität“, “Verbindlichkeit“, „Knappheit“ und „Modellierung“.

    246Es geht zunächst formal um die Wechselbeziehung zwischen „Ii“ und Ik,g,w.

    247Welche haben Vorrang? Welche Eigenschaften haben die einzelnen? Die Ii werden von der Phase der „Psychologie“ theoretisch und praktisch konkretisiert; die Ik,g,w eher von der Soziologie. Die WP zeigt den Zusammenhang und die Unterschiede. Was hat Vorrang, die Ii oder die Ik,g,w? Welchen Einfluss haben dabei die zugehörigen – natürlichen, kulturellen, technologischen etc. – und die zukünftigen „E-Seiten“?

    248In der WP stehen die „allgemeine Entwicklung“ und die Wechselwirkung der konkreten und theoretischen Phasen und die philosophischen Disziplinen im Vordergrund; sie alle in ihren abstraktesten „Details“, den acht Grundgrößen. Und dabei von den drei QM-Möglichkeiten „methodisch“ geleitet; als getrennt, vereint und entwickelt.

    249Hier am Beispiel der Sozialpsychologie: Es werden die individualpsychischen Ii, Ei und die soziologisch wichtigen Ik,g,w, Ek,g,w betont sowie deren Neues entwickelnde Kombinationen. Kurz und abstrakt, von „R“ und der „Wechselwirkung“ sowie von „QM“ her gilt, dass es sowohl „Rz vs. Rw“ gibt wie die Einheit „Rz/Rw“. Konkreter als Ii vs. Ii zum Beispiel als „Angreifer“ und „Verteidiger“ oder als „Bewertungen, welche keinerlei Gemeinsamkeiten haben. Und es gibt die unendlich abgestufte Annäherung „Ii/Ii´“, mit dem „objektiven“ Ziel der Ik-Bildung – ähnlich Ik → Ig → Iw.

    250Solche „alltägliche“ Vereinfachungen werden wp zum Beispiel dadurch eingeschränkt, dass stets die E-Seiten und die Methodik bedacht werden müssen, also „I/E“ und „I/N/G/E“ als konkretes „Handeln“ zu bilden sind. Das „Moralisieren“ („I“ allein) ist zwar auch notwendig, jedoch wp nicht hinreichend.

    251Solche Analyse schließt alle Phasen ein, aber z.B. die Ökonomie, Kultur, Politik besonders.

    252Warum kommt es zum „prosozialen Verhalten“ von Individuen? Wp gefragt, wie zwangsläufig („objektiv“) ist der Übergang vom „Ii“ zu „Ik“, konkret, welche „Interessen“ berührt das; zum Beispiel auch dann, wenn es um eine „mögliche Negation der Ii-Selbsterhaltung“ geht?

    253Wp sind deshalb alle jene Übergänge, Wechselbeziehungen grundlegend „objektiv“, weil sie aus den Eigenschaften der R-Aspekte stammen, also vom S/R-Pol und als „I“ vom OG-Pol fundiert sind.

    254Auf der einen Seite scheint es ein grundlegendes menschliches Motiv zu geben, altruistisch zu handeln. Die WP fundiert das durch die R-Eigenschaften, welche die Ii und Ik bestimmen. Die „Rz“ als unendlicher Selbstbezug, ist zugleich die Basis für das Bestreben nach „Selbsterhalt“ (G) wie auch die Basis für jene Rz-G-Kohäsion, welche Verbindung zu allen anderen, fremden Phasen herstellt, hier als Verbindung von mehreren Ii zu Ik,g,w, zum Beispiel als „Altruismus“.

    255Die Entwicklungen der R-Eigenschaften zu den Eigenschaften der „I“ sind schon deshalb „zwiespältig“,weil das auf den maximal unterschiedenen „Rz vs. Rw“ beruht; was aber zugleich auch als gemeinsames „R“ eine „Einheit“ ist. Diese QM-Ordnung zeigt sich in den „Zielsetzungen“, „Normen“ u.ä, aller Phasen. Und das zeigt sich auf eine dann ganz neue Art als jenes „Rz/Rw“, welches die Entstehungs-Funktion von Neu-Entwicklungen ist.

    256Die grundlegenden Rw- bedingten Trennungen sind vom „Sw“ verursacht. Sie erscheinen in allen Phasen und hier in der „Biologie“ als Rz vs. Rw und im subjektiven und gesellschaftlichen Denken daraus als „I“, welche im Endlichen potentiell unbegrenzt widersprüchlich sein können – aber eben auch durch Rz, G diese Widersprüche aufheben lässt. Einerseits ist in der evolutionären Perspektive der „allgemeinen Entwicklung“ ein Hauptziel (aus Rw: Iw) der biologischen Phase, sich individuell zu „erhalten“ (G), zum Beispiel, um ein anderes Hauptziel der Entwicklung zu garantieren: Durch die individuelle Selbsterhaltung und „Selbstverwirklichung“ die „Vermehrung“ der eigenen Gene und allgemein die Mehrung der Menschheit zu erreichen.

    257Ein Ausweg aus solchen Dilemmata wie dem, dass man sein eigenes Leben riskiert, um anderen Menschen zu helfen, ist die wp übergeordnete „allgemeine Entwicklung“, in welcher es hier auch darum geht, von den individuellen Ii, „Ii/Ei“ zu den Ik,g,w und Ek,g,w sowie allumfassender von den „biologischen“ zu den „sozialen“ Phasen zu kommen.

    258Die „allgemeine Entwicklung“ zeigt sich hier als Übergang von der biologischen Phase – so zum Beispiel als Rettung des eigenen Genpools gegenüber einem fremden Genpool – zur sozialen Phase; und weiter zum Beispiel als Entwicklung des „reziproken Altruismus“ als das Verhalten der gegenseitigen Hilfe. Wp werden dabei aus den „Ii“ die Ik,g,w. Dieser Abschnitt der Evolutionsgeschichte verbessert nicht nur die Überlebenswahrscheinlichkeit der Menschen, sondern vielmehr auch deren E-Seiten und Handlungsmethoden (N,G); damit ist die „allgemeinen Entwicklung“ mit ihrer Erzeugung aller OG-Elemente und deren Relationen aus den S-und R-Phasen für alle Einzelwissenschaften grundlegend.

    259Der Altruismus, das prosoziale Verhalten ist als Teilaspekt der „allgemeinen Entwicklung“ zu verstehen. Die individuellen Motive sind „Ii/Ei-Relationen“ und die „sozialen“ Zielsetzungen sind Ik,g,w /Ek,g,w. Aus der fundamentalen Entwicklung haben die „I“ ihre Eigenschaften aus den „R-Aspekten“ und die „E“zeigen aus den „S“, sowie aus „Rz/Rw“ ihre spezifischen Eigenarten.

    260Die Motive für das soziale Verhalten werden wp aus den umgangssprachlichen Umschreibungen durch grundlegende „Zielsetzungen“ abstrahiert; zum Beispiel deswegen, weil auf diese Weise Zusammenhänge mit anderen Wissenschaften (Biologie, Anthropologie etc.) und auch Verbindungen der philosophischen Disziplinen, aufgezeigt werden können.

    261So kann der „Altruismus“ mit seinem Motiv, anderen Menschen „etwas Gutes“ zu tun, formal als „Rz“-Kohäsion fundiert werden. Und inhaltlich kann das genauer mit der Dualität „Rz/G vs, Rw/N als „positiv“ gegenüber „negativen“ Motiven unterschieden werden. Der „Egoismus“als ein soziales (Ik) Verhalten, welches aber „im eigenen Interesse“ (so auch Bezahlung, Anerkennung) geschieht, betont „Rz“ als „Selbstbezug“. Während der „Kollektivismus“ ein pro-soziales Verhalten ist, welches zwar auch Rz bemüht, jedoch einerseits zwar auch die enge Beziehung zeigt, aber dazu auch die individualistischen „Ii/Ei“ zu den sich aus diesen entwickelnden Ik, Ig,Iw/E betont.

    262Auch hier gilt beides – von QM her – dass jede mögliche Variante einzeln konkretisierbar wird und zugleich, dass jedes dieser Motive in der engen Verbindung mit den verschiedenen Umwelt- etc.-Situationen andersartig erfassbar wird.

    263Zur Konkretisierung sind Rz/G, auch in „Rz/Rw“, in ihren Fähigkeiten notwendig: Der unendliche Selbstbezug und zugleich der Fremdbezug; beide sind „gleichberechtigt“. Mit dem Rz-Fremdbezug ist jede dieser Motivlagen im Wechselbezug mit allen je relevanten gesellschaftlichen „Situationen“ verbunden – auch als „Wettstreit“ untereinander. Die hier auch für die „Rz/G“ wesentliche „Wechselwirkungsfunktion“ zeigt sich beispielsweise darin, dass wenn man einer anderen Person empathisch kommt, sich dann bei dieser altruistische Gefühle bilden.

    264Konkreter, das Verhältnis „Rz/Rw“ vereint „Ablehnungen“ und „Empathien“ als eine doppelt unendliche widersprüchliche Einheit, welche für die „Subjekt-Phase“ konstitutiv ist.

    265Gesellschaftlich ist neben dem Verhältnis zwischen zwei Menschen, deren Ii und auch die Ei, zunächst die gesellschaftlich erweiterten Situationen als Relationen zwischen Ii und Ik,g,w; dito für Ei zu Ek,g,w wichtig,. Darüber hinaus geht es dann um die Wechselwirkung aller Phasen, und abstrakt die Beziehungen der acht Grundgrößen untereinander.

    266Es wird erkannt, die Bereitschaft, prosozialen Motiven zu folgen, hängt von der „Situation“ ab. Die WP geht davon aus, dass zur „Situation“ im Alltag zum Beispiel mehrere Personen gehören und damit die Wechselwirkungen – als Vergleichung, Konkurrenz der verschiedenen „Ii“ und „Ei“. Die einzelne Person misst sich an den anderen und an den üblichen Ik und Ek. Konkret kann das dazu führen, dass in einer Notfallsituation jeder Einzelne – mehr oder weniger – seine Fähigkeiten, E-Wissen mit dem möglichen Wissen der anderen vergleicht und sich selbstkritisch unterzuordnen versucht („Verantwortungsdiffusion“).

    267Das „Helfen“,z.B. der einander fremden Menschen untereinander, so aber auch im alltäglichen Helfen, ist formal eine Variante des „Handelns“, formal als Wechselwirkungen in jeder Art von Handlung als „I zu N/G/E´ zu E etc.“ Es geht um die Wechselbeziehungen der Ii und Ei sowie der Methoden N,G des Helfers mit denen dessen, dem geholfen wird. Das sind komplexe (QM) Übergänge, welche – sowohl im Alltag wie erst recht in Notsituationen oft als konkurrierende Aufgaben und Lösungsmöglichkeiten erscheinen und daher der Abwägung bedürfen. Solche Aufgabenstellungen haben zusätzlich ihre Erschwernis dadurch, dass es weiterführend auch um die Relationen zwischen den „Ii/Ei“ zu den „Ik,g,w zu Ek,g,w“ geht.

    268Kurz, viele „Situationen im Leben“ sind „mehrdeutig“, wie kann man einzelne Situationen analysieren? Die WP fundiert diese Mehrdeutigkeiten auf einigen grundlegenden Dynamiken. Zum Beispiel formal die „Wechselwirkungen“ aller Details aller Phasen oder auch die prinzipielle Freiheit jeder individuellen Ii-Wahl und der Ei-Phantasien. Das betrifft für die alltäglichen Entscheidungen nicht nur „Laien“, sondern auch „Fachleute“. Zum Beispiel als „Entscheidung“ im Denk-etc.-Handeln für eine Konstellation, bei potentiell unbegrenzten Möglichkeiten.

    269Konkret: Das Verhältnis „Egoismus zu Altruismus“ erfasst die WP vor allem als „Ii zu Ik,g,w“. Darin und in den zusätzlichen Wechselwirkungen mit den dabei relevanten E-Einflüssen – Ei zu Ek,g,w – sind es die gegenseitigen Einflüsse, welche solche Probleme wie zum Beispiel die der „Verantwortung“ zu Lösungen führen können.

    270Was ist die Problematik der „Verantwortung“? Wenn man die Vielfalt der „E“ und „I“ und deren Übergangs-Felder in ihrer prinzipiellen „Unsicherheit“ dadurch strukturiert, dass man von außen einen „Verantwortlichen“ (Ii/Ei) bestimmt, werden – abstrakt gesehen – jene unendlich wechselwirkenden 3. QM-Möglichkeiten mit deren „Unsicherheiten“ auf die zwei anderen QM-Phasen reduziert werden (auf z oder w oder z/w). welche unendliche G-Selbstbezüge sind, und hier als dadurch „festgelegte“ Ii, Ei sind, was konkret bedeutet, dass die Unsicherheiten durch eine „feste“ Relation (Ii/Ei) aufgehoben ist und die „Verantwortung“ auf die nunmehr „verantwortliche“ Person fixiert ist. Das kann auch als Entwicklungsschritt von „Ii/Ei“ hin zum „Iw/Ew“ angesehen werden.

    271Was also ist wp das „Ego“? Formal ist es der unendliche Rz/G-Selbstbezug auf die eigenen Ii (Interessen u.ä.) und auf die Ei (Wissen, Mittel). Was ist das Prosoziale, Altruistische? Alle Relationen vom Typ „Ik,g,w/Ek,g,w“. Die QM-Übergänge zwischen allen diesen und im vielfältig Endlichen als die Konkretisierungen, sind sie für ein Verständnis prinzipiell mit jener Mühe verbunden, welche die WP bereit hält.

    272Wie in allen Phasen, in deren theoretischen und praktischen Prozessen, geht es wp hier um die vielen begrifflich und umgangssprachlich entwickelten sozialpsychologischen subjektiven Verhaltensweisen in den Relationen zwischen Personen. Welche zum Beispiel als biologisch-emotionale evolutionäre Wechselbezüge als „egoistisches“, angeborenes Interesse („Ii“), „Rz,G“ als Selbstbezug“ betont; wegen der Selbsterhaltung, oder um den Genpool zu bewahren und die Familie, den Altruismus über den persönlichen „Egoismus“ stellt. Daneben gibt es auch die „Ii zu Ik,g,w-Wechselbeziehung“, welche als altruistischer Kollektivismus gilt und der eine individuelle Maxime sein kann. Nicht zu vergessen ist der Einfluss der E, so als mögliche Mittel (E`) für die individuelle Entscheidung, prosozial zu sein.

    273Was „Aggression“ ist, versucht die WP aus der Wechselbeziehung zwischen Phasen und zwischen deren Details mit dem methodischen „Mechanismus“ „Rz/Rw zu N/G“ zu erklären. Das findet als „Handlungsvariante“, auch als „Verhalten“, als Beziehung zwischen den OG-Elemente („I zu N,G,E`zu E“) statt. Zum Beispiel hier in der „Subjektphase“ zwischen Personen. Diese Wechselbeziehungen sind aus der z/w-QM-Ordnung „positiv (G,Rz) oder „neutral“(Rz/Rw,N/G-Gleichgewichte) oder negativ (Rw-N-Übergewicht) zu bewerten und zu konkretisieren. Im aggressiven „Verhalten“ zeigen sich die Eigenschaften der R-Aspekte beispielsweise als S/R-Dynamik oder als Rz-Annäherung (physisch, auch psychisch, verbal).

    274Jene „positiven und negativen“ Möglichkeiten werden zu „N/G, aus den QM-z/w und damit zu Entwicklungs-Funktionen. So ist das Zusammenspiel dieser drei QM-Möglichkeiten für die evolutionäre und für die subjektive Weiterentwicklung zuständig. Und die Subjekt-Phase kann deshalb auch ihre Ii-Freiheiten beliebig von den evolutionären Zwängen abkoppeln; in der Biologie-Phase ist die „Einheit „z-w zu z/w“ (Sz – Übergewicht gegenüber Sw) noch wirksamer. Als „negativ“ wird das bewertet, wenn solche „Freiheit“ als „Aggression“ zerstörerisch wirkt; als „Krieg“ zum Beispiel auch als Störung der „allgemeinen Entwicklung“.

    275Von der QM-Ordnung gibt es nun einige formale Varianten, die inhaltlich beschrieben werden können. Zum Beispiel das Verhältnis der Rz-, G- bedingten Selbsterhaltung (Ii-Ziel) eines Subjekts, welches zugleich das eigene Leben riskiert, um anderen Menschen zu helfen (Ik).

    276Noch mal, was ist „Aggression“? Wenn man Rw,N nutzt, zeigt sich stets auch deren „negativ“ zu bewertende (Ii,w) Seite. Aber die „ Rw“ selber sind in den „z/w“ vor allem der „Antrieb“ für alle Entwicklungen. Und „z“ vs. „w“ sind die Arten der „Aggression“, die als „Wettbewerb“, „Konkurrenz“, „Krieg“ auch im Verhältnis des Biologischen zu anderen Naturbereichen sowie auf allen gesellschaftlichen Gebieten herrschen.

    277Die WP, QM vereint beides als „z-w zu z/w-Einheit“. Allerdings ist jene „QM-Möglichkeit prinzipiell „dynamisch“, „wechselwirkend“, „ständig Neues erzeugend“ u.ä. und daher formal äußerst labil. Der zusätzliche Einsatz der Subjektphase mit den zugehörigen Ii,k,g,w-Freiheiten kann die formalen Möglichkeiten „inhaltlich“ ebenso potentiell frei lenken.

    278Was ist „Aggression“ genauer? Die psychischen Funktionen haben „R-gesteuerte S-Kräfte zur Basis; und noch fundamentaler ist es die „Sz zu/vs. Sw zu/vs. Sz zu/vs. unendlich so weiter“, welche dabei mögliche Abstufungen erzeugt. Diese erscheinen wp in allen Phasen: zum Beispiel bio-genetisch und gesellschaftlich zur subjektivistisch-psychischen.

    279Die Frage, ob es für den Grad der individuellen Aggression eher eine genetische Ursache gibt oder ob die „Umwelt“ dafür wirksamer ist, wird wp so analysiert: Jene Trennung der „Biologie“ (Gene, Gehirn, Hormone etc.) von den anderen Phase ist prinzipiell nur eine der QM-Möglichkeiten; wenn auch der direkte Zusammenhang zwischen der „Welt“ und den Genen (Exogenetik) etc. besteht. Es geht wp umfassender darum, dass beides als die endogenetischen Funktionen der Gene und die Funktionen der und mit der Umwelt gemeinsame Grundlagen (die acht Grundgrößen) sowie die „allgemeine Entwicklung“ und die Wechselwirkungen haben. Dazu kommt allerdings stets auch die QM-/“z-w“-Trennung, so dass die „Aggression“ – in der allgemeinen Abstufung – durchaus betont von biologischen Funktionen her angelegt sein kann.

    280Die in der Subjektphase als Zusammenspiel mit den anderen Phasen, hier mit den „S/R“ (Physik; Biologie) und mit den Sub-Phasen der „Psyche“ (Ii/Ei, Emotionen) und mit denen der Gesellschaftlichkeit (Ik,g/Ek,g) sowie der des abstrakt Geistigen („Iw/Ew und letztlich OG) sich zeigenden „endlichen“ Funktionen wie zum Beispiel hier die „Aggression“, wird wp durch die diesen Phasen (Biologie, Umwelt etc.) gemeinsamen „I“, „E“ und „N/G-Methoden“ und deren Wechselwirkungen erklärbar. Das biologische Gehirnorgan hat in seinen E-Strukturen – Amygdala, Cortex etc. – die biologische Entwicklungsfunktion (Rz/Rw/N/G), welche hier zum Beispiel die Emotionen, die Aggression erzeugen und steuern. Diese können zum Beispiel – „objektiv“ oder von außen subjektiv, gesellschaftlich – als „negativ“ (Rw,N) oder „positiv“ (Rz,G) oder neutral (Rz/Rw zu N/G) bewertet werden.

    281Die Arten der Aggression werden durch die Wechselwirkungen der Subjektphase (der Emotionalität als Sub-Phase) mit den vielen Phasen der „Welt“ als Ursache und speziell als die Eigenschaften der Aggressions-Arten anzusehen sein. Zum Beispiel gehören zu den Wechselwirkungen zwischen der Subjektphase und den Phasen der Umwelt die zwei Basisfunktionen, die der passiven, Rz-geleiteten Einflüsse der Umwelt auf die Person, welche als „Stress“ empfunden wird, und auf welche als „impulsive Aggression“ emotional reagiert werden kann. Das wp Rw-Geleitete hat die „I-Zielsetzung zur Basis; das kann als zielgesteuerte „instrumentelle (Wissen, E, als „I/E“) Aggression“ verstanden werden.

    282Kurz, es geht um das Problem des Zusammenhanges zwischen Situationen, in welchen Menschen in ihrer Zielerreichung („Ii“) behindert werden und als Folge davon um das Auftreten von Aggression. Der WP geht es um „Handlungen“ als „Ii zur Methodik (N,G) und „zu“ Hilfsmitteln (E`), welches die neuen „E erzeugen kann. Wenn dieses „Ziel“ (E) nicht erreicht werden kann, entstehen „Frustrationen“ wp letztlich deshalb, weil die „I-Wichtigkeit“ – und dabei die Rw-Entwicklungsdynamik – in der „allgemeinen Entwicklung“ „gestört“ werden.

    283Die WP analysiert die Wechselwirkungen der Phasen, hier zum Beispiel der „Ökonomie“ mit der Subjektphase und auch der „Psychologie“ dazu. Die genauere Analyse geht dabei als die Beziehungen der „E“ sowie der „N.G“ mit den „I“ und den Ii mit den Ik,g. Konkret, wie beeinflussen gesellschaftliche Strukturen, ökonomische Prozesse wie zum Beispiel die „Arbeitslosigkeit“ oder psychische Äußerungen wie die „Aggression“?

    284Menschliche Handlung („I zu N,G,E` zu E etc.) hat als Konkretisierung dieser subjektiven Fähigkeit und deren Wechselwirkung mit anderen Menschen sowie mit anderen Phasen der Realität, die Sonderform „Aggression“. Diese ist zugleich umfassend eingebunden in alle möglichen individuellen Ii und Ei. Jede Person hat daher die Chance, das mögliche aggressive Handeln mit den vielen anderen Ii/Ei und den möglichen methodischen (N/G) abzugleichen.

    285„Beurteilungen“ von Wechselwirkungen im Alltagsgeschehen, zum Beispiel zwischen Personen oder zwischen Mensch und Gegenstand, werden wp vom „I“ her unterschieden. Die Bewertung gilt als optimal gelungen, wenn zum Beispiel etwas „zielgerichtet“ handelnd, gelingt. Wenn aber das Ziel verfehlt wird, dann ist die Beurteilung entsprechend negativ. Wenn kein Ziel vorlag oder erkennbar war – aus Versehen oder bei fehlender Absicht – dann zeigt sich eine Beurteilung, die deshalb keine Frustrationen oder Aggressionsarten provoziert oder zulässt, weil der „I-E-Zusammenhang fehlt.

    286Als Beispiel für die Wechselwirkung der Phasen, hier die der Natur, der Psychologie und der Gesellschaft, kann man am Zusammenhang von Wettererscheinungen (im Experiment, der Tagestemperatur) mit dem Anwachsen der individuellen Aggressionen und deren gesellschaftlichen Auswirkungen erkennen. Es hängt wp über das diesen Phasen Gemeinsame zusammen, das sind die unterschiedlichen physikalischen Energie-Niveaus, welche als physikalisch-biologischer Entwicklungs-Übergang von der R-Funktion zu den „I“ der Emotionalität ist, sowie dann weiter als Unterscheidung und zugleich dem „aggressiven“ Zusammenhang zwischen verschiedenen „Ii“, als Ig-Funktion. (Der „Bewertungsvorgang“ dabei ist zugleich ein weiterer I-Einsatz).

    287Kurz, auch umgangssprachlich vom „Subjekt“geschildert, geht es wp um den Entwicklungs-Ablauf von der Biologie-Phase (S/R) zum Unbewussten und zum Emotionalen und weiter zur Ratio, (also dabei wieder zur Subjektphase) und zum OG.

    288Der OG enthält die Funktionen „E“ und „G“, welche im Sprachlichen die „informierenden“ und „repräsentierenden“ Funktionen vertreten. Das „I-Element“ macht die Intentionalität in jedem Sprechen. Aber „N“; als ebenfalls aktual unendliches ist „selbstständig“ und hat die Aufgaben der „Negation“ in Sprachen und im Sprechen, welche man als das „Entgleiten des Sinns“ oder als die Trennung von Sagen und Meinen, als Fehler, Missverstehen oder maximal abstrakt als „Unsagbares“ zu schildern versucht.

    289Davon sind alle Sprachen-Arten betroffen, Alltagssprache, die je spezialisierten einzelwissenschaftlichen Umgangssprachen, die Mathematik und die Logik als Sprachen.

    290Die „allgemeine Wechselwirkung“ aller jeweils beteiligter Phasen führt deshalb leicht zu subjektiven „Irrtümern“, weil zum Beispiel die Emotion fälschlicherweise anstatt auf die Situation der Naturlage auf anwesende Personen gelenkt wird. Das ist auch ein Fall mangelnder Beobachtung. Aber wenn sich zum Beispiel die Wirkungen der Natursituation weiter verschärfen, dann kann das die Genauigkeit der Beobachtung und die Analyse durch die Person verbessern. Sie wird zu genauerem Hinsehen gezwungen und das Wechselspiel zwischen Beobachtung (N-G-E) und Emotionen (I/E) kann zum Beispiel auf „N“ („Irrtum“) reduziert werden.

    291Im Verhältnis zwischen Menschen gibt es den „kurzen“ Weg, als sofortiges Verstehen (G) oder als Missverstehen (N) sowie den beliebig „langen Weg“. So kann jede Aggression zwischen Personen als eine komplexe Situation analysiert werden, welche bei einer schrittweisen Analyse auch und für beide Seiten eine mögliche Entwicklung im gegenseitigen Verständnis bedeuten kann.

    292Warum aber gibt es im Alltag diese „Abkürzungen“ (G „oder“ N)? Diese „Formalen“ unterstehen der Ii-Funktion, welche keine langwierigen „I/N/G/E-Analysen“ duldet, vielmehr eine schnelle Ziel-Erreichung“ (in ihrer freien Unendlichkeit) anstrebt.

    293Diese beiden Möglichkeiten (QM) in der Wechselbeziehung zwischen Personen, die Rw-N-kurze, trennende provokative und aggressive Konfrontation einerseits und die schrittweise Analyse von Zielsetzungen der beiden Personen (Rz/Rw) und dabei der „Mittel“ (E) und notwendigen Umwege; affektlos und meist positiv empfunden (G), wird wp verallgemeinert, als Betonung der Rw,N als Trennung, den beteiligten „Ii“ und andererseits als Rw-N/Rz,G-bestimmte Wechselwirkung, welche auch zur „Entwicklung“ beiträgt.

    294In diesen auch zur „allgemeinen Entwicklung“ gehörenden Verwirklichungen von Zielsetzungen, als objektiven und schrittweisen Prozessen, zeigt sich als „Rest“ noch, dass es die Zunahme in der Stärke (→ S-Aspekte) der aggressiven Reaktionen gibt. Diese „geordnete“ Reihenfolge in der Steigerung der Provokationen hat die Organisation von „E“(„Mittel“) und N-G-Methodik zur Basis, welche gesteigert nötig werden, um die „I-Ziele“ zu erreichen; hier zum Beispiel die einer Person (Ii).

    295In der allgemeinen Wechselwirkung bestimmen und entwickeln sich nicht nur die unterschiedlichen „I“ gegenseitig, vielmehr treten die Ii dabei auch in Wechselwirkung mit den „kulturellen“ Ik,g,w.

    296Das heißt, „Ii“ ist zwar ein spezieller Endpunkt in der „allgemeinen Entwicklung“, der der subjektiven Evolution, aber die „allgemeine Entwicklung“ geht weiter, aus den „vielen“ Ii werden Ik, Ig, und vor allem Iw. Dabei werden diese „I“ in dieser Entwicklungsreihe ständig „statischer“. Das zeigt sich hier darin, dass es als Ik,g,w „kulturelle“ Begrenzungen für die individuellen Aggressionen gibt; die aufeinander treffenden berechtigten Ii-Ansprüche neutralisieren sich zum Beispiel. Und aus dem „Hochschaukeln“ der Aggressionen kann – auch durch den Einbezug anderer Phasen – eine Einigung auf neue „Ik“, Ig,w, als die Erzeugung von sozialen Normen und kulturellen Werten werden. Wobei Iw als globale, absolute, historisch anzustrebende Normen, Werte zu verstehen sind; beispielsweise „Freiheit/Rw/N, „Gleichheit“/Rz/G, u.ä.

    297Wie kann man „Kulturen“ beschreiben? In der historisch wichtigen Unterscheidung der Kulturen gilt wp die von deren Ik,g und den Ek,g und auch die Unterscheidung der jeweiligen „I“ von den Ik,g. Hier konkret, die Unterscheidung der Kulturen, welche „interdependente Selbstkonstrukte“ betonen von solchen, welche „independente Selbstkonstrukte“ betonen. Die WP zeigt mit der QM-Ordnung auf einer Meta-Ebene, beider Trennung (Rw,N) und zugleich beider Relation (Rz/G). Das Übergangsfeld zwischen beidem, zum Beispiel als historische Entwicklungs-Stufen, erscheinen als genauere Analysen, wobei jede „Individuierung“ stets auch „Vergesellschaftung“ bewirkt. Diese drei QM-Möglichkeiten in der Phase der Sozialpsychologie zeigen sich konkret und wechselwirkend auch in vielen anderen Phasen, in der Politik, Soziologie, Ideologie etc.

    298Die Wechselwirkung verlangt hier solche gesellschaftlichen, z.B nationalen Unterschiede – independente vs./zu interdependente Aggressionsgrade – zu erklären. Als „Kultur-Phase in Wechselbeziehung mit anderen Phasen; zum Beispiel in der „allgemeinen Entwicklung“ der „Leistungsgesellschaft“ (Soziologie) oder der Phase des „Rechts“. Aber jene traditionelle Trennung (Rw, N) in independent und interdependent wird wp, und da in der QM-Ordnung notwendig und fundamental, als „Entwicklung“ immer wieder unterlaufen; durch andere kulturelle Einflüsse, zum Beispiel „Höflichkeit“,“Ehrgefühl“ des Individuums oder negativ“ durch „Beleidigungen“. Philosophisch gilt formal z.B., dass die individuellen Ii in ihrer Entwicklung zu und mit den Ik,g,w deren „Stabilität“ annehmen; das „I“ wird dabei zum „E“.

    299Zusammengefasst, die evolutionäre Entwicklung (→ Rw) des Menschen verlangte ein bestimmtes Maß an Aggression, um die anthropologischen „R/I“ gegen die „Rz/Rw“ der Natur durchzusetzen. Das ist genetisch gesichert worden und damit zugleich als individuelle Unterschiede variabel. Dies deshalb, um die wechselwirkenden Einflüsse anderer Phasen (Ik,g) zu berücksichtigen; zum Beispiel der Einsatz der Aggression zum Schutz der Person (Ii/Ei), so gegen „Beleidigungen“ oder als Verteidigung seines „Eigentums“

    300Wp gilt allgemein, dass das „Handeln“ (wechselwirkende OG-Elemente: „I zu N,G,E`zur E-Einheit“, hier als „Denkhandeln“), eine „vollendete“ E-Variante ist, konkret hier als „Urteil“; das kann in jeder theoretischen oder praktischen Phase je nach konkreten OG unterschiedlich sein.

    301In der Sozialpsychologie kann das Urteil ein „Vorurteil“ sein. Weil dieses zusätzlich zu seinem E-Charakter (Ergebnis der Denkarbeit) andere Phasen einbezieht, hier andere Personen (Subjektphase) in deren Ii-Bewertung – positive oder negative – durch das Ausgangssubjekt. Solche Denkbewertungen sind als die individuell-subjektive Systematisierung der Umwelt, also prinzipiell aller Phasen, als Maßstäbe in den allgemeinen Wechselwirkungen, eine Hauptaufgabe für jede einzelne Person.

    302Bei sozialpsychologisch erkannten „Vorurteilen“ misslingt diese Beurteilung als Denkhandeln, nicht zuletzt wegen der Fülle an – zum Teil unendlich freien – Einflüssen, welche die soziale Realität bilden. Ein Ausweg daraus, welchen die WP als „N“ (von Rw her) zeigt, hat zwei Seiten, die Negationen oder aber Rw als eine Basis jeder „Weiterentwicklung“!

    303Das Urteil, auch als Vorurteil hat E-Charakter. Es steht einem Zielobjekt, als I-Charakter gegenüber. Dabei gibt es wp die zwei methodologischen Grundbewertungen, die „negative“ (N) und die „positive (G). So als das Vorurteil, die negativen Gefühle, Überzeugungen gegenüber Zielobjekten wie zum Beispiel anderen Menschen.

    304Die bei der Wechselbeziehung der vielen E, I und N-G-Methoden entstehenden Komplexitäten führen in der gesellschaftlichen Praxis zu formalen „Vereinfachungen“, welche entweder die positive Seite oder die negative Seite haben; zum Beispiel als Vermeidung von Kontakten zwischen Menschengruppen, deren Ik, Ek abwertend, und das oft als radikale Urteile und Handlungen.

    305Wp abstrakter wird das zum Beispiel durch den „R-Aspekt“ und dessen Entwicklung zu den „I-Varianten“ bestimmt. In der I-Entfaltung ist das Ii die individuellen Wünsche „Interessen“ etc. Und die kollektiven Ik, Ig und Iw sind die Interessen, Zielsetzungen etc. der Kollektive jeder Art, die der Gesellschaften, Nationen u.ä. Und die, alle diese Eigenschaften der Ii,k,g verabsolutierenden Iw (als Schritt zur E-Seite) haben den Charakter einer „absoluten Vollkommenheit“, welche so in den wechselbezogenen Bewertungen durch alle Ii,k,g, zum Beispiel als „Ausgereiftheit“, „Idealergebnis“ oder ähnlich beurteilt wird. Deren einzelne „Eigenschaften“ wechselwirken untereinander und dazu auch mit den Ei,k,g,w-Seiten.

    306Zurück zu den „Vorurteilen“. Von dem wp Fundament der „R-Aspekte“ für alle I-Arten geht es zum Beispiel um die historische Entwicklung der Ik (die Interessen Strategien etc. der sozialen Gruppen) und der Ig (Nationen, Religionen u.ä.) sowie deren Wechselbeziehungen.

    307Zu diesen Bewertungen (→ „I/I-Wechselwirkung“) zählt zum Beispiel auch die Beurteilung der eigenen Gruppe (Ik) im Verhältnis zu anderen Kollektiven; dabei fallen solche Bewertungen unsymmetrisch aus, zum Beispiel als „Vorurteile“. Weil die Ik der eigenen Gruppe die eigenen Ii des urteilenden Subjekts enthält und diese Ii (bzw. „Ii/Ei“) der Kern der individuelle Identität einer Person ist. Diese „Absolutheit“, „Abstraktheit“ ist eine Variante der aktualen Unendlichkeit von „I“. Der Übergang zu den „Ik“ und „Ig“ sind Entwicklungsschritte der endlichen „I“, welche wegen ihrer Endlichkeit prinzipiell „labiler“ sind; (→ Wechselwirkung mit allen möglichen anderen Phasen, Details).

    308Die „I-Funktion“ erlaubt es, von Rz her, sich selbst (unendlicher Selbstbezug) und im Rz- Bezug andere „Ik,g“ zu „bewerten“; als gleichwertig (G) oder als nicht oder weniger wertvoll (N) (konkret als „Diskriminierungen u.ä.). Die WP zeigt den formalen Ausweg aus den konkreten historischen Konfrontationen, wenn sie (->QM) diese „Rz/Rw zu N/G“ als Basis von „allgemeiner Entwicklung“ sieht, hin zur weiteren Entfaltung aller beteiligter „Ik“ und „Ig“.

    309Wie genau entstehen in den Phasen der „Soziologie“ und der „Sozialpsychologie“ zum Beispiel die „soziale Kategorisierung“ als die der „sozialen Gruppen“? Und wie ähnlich in anderen Phasen dafür die allgemeineren Gliederungen? Die WP zeigt dazu auf die I-und E-Seite und auf deren Entwicklung und Zusammenspiel. Aus den mehreren subjektiven Ii werden Ik, durch die Eigenschaften der Ii; deren konkrete Gemeinsamkeiten, wie z.B. „Zielsetzungen“. Dazu kommen gemeinsame Ei (Wissen, Mittel) – aber auch gemeinsame Defizite im E-Bereich (knappe Ressourcen u.ä., gemeinsam zu verwalten) sowie die „Ii/Ei“ als Emotionales, wie Solidarität, Nettigkeit. Beides vereint, ist dann wieder das gemeinsame „Handeln“ jeder Art (Denk-, Sprech-, Arbeitshandeln etc.) – welches als „I zu N,G,E` zu E etc.“ umfassender wirkt – hier als das Handeln von Personen.

    310Es gibt subjektive „Urteile“ (Ii/Ei) und kollektive (Ik,g/Ek.g); wie werden diese fundiert? Das individuelle Wissen (Ei) ist relativ unsicher, der Ek,g,w-Standard ist in ständiger Weiterentwicklung. Die „I“ und dadurch vor allem die Ii sind maximal frei und dynamisch, die Ik,g,w weniger. Und wp sind sich die Ii untereinander und daher ebenso die Ik und Ig wechselseitig fremd (Rw-N-Ursache).

    311Das und ähnliche Herausforderungen eröffnen die Möglichkeit (QM) von sicheren, abgestuft sicheren, unsicheren und fehlerhaften Urteilen. Die E-Seiten haben in ihrer Entwicklung zwar auch Abstufungen, welche aber einen prinzipiellen objektiven Standard („E“) haben. Wp geht es nun zusätzlich darum, das jeweilige Gleichgewicht in den „I/E-Relationen“ zu finden.

    312Solche „Widersprüche“ und Wechselbezüge (->QM) prägen auch die I/E-Relationen, zum Beispiel als gegenseitige „Beurteilungen“ zwischen Personen, zwischen Kollektiven (Frauen, Männer;etc.), zwischen Nationen.

    313Kurz, „Urteile“ können dadurch fundiert werden, dass die „E-Seite“ in den Vordergrund tritt, zum Beispiel das Wissen über die „Kultur“ der „Anderen“ und die möglichen und sinnvollen Unterschiede zwischen gesellschaftlichen Lebensformen. „Vorurteile“ können ihre Ursachen darin haben, dass spezielle Leistungsmaßstäbe generalisiert werden und die Konkurrenzhaltung verabsolutiert wird.

    314Was sind also „Stereotypen“, „Vorurteile“? Es geht wp um Ii/Ei als Interessen, Wissen, Fähigkeiten einzelner Personen im Verhältnis zu den Ik, Ek, zum Beispiel als die „Merkmale“ jener Gruppen, denen die Person angehört oder die sie beurteilt.

    315Das wp Problem ist hier, dass das individuelle „Wissen“(Ei) und die Interessen (Ii) einerseits mit ziemlichen Aufwand entstehen und sich sogar zu solchen „Ik/Ek“ entwickeln, nun aber bei der Konfrontation mit „fremden“ „I“ und „E“ entweder selbstbezogen Korrekturen vorzunehmen sind oder das beiden Gruppen Gemeinsame – die höher entwickelten Ig,w und Eg,w – z.B. “geschichtlich“ zu erarbeiten ist.

    316Typischerweise können „Informationen“ Vorurteile nicht reduzieren, vor allem wenn die eigenen Ii/Ei eine wichtige Funktion zur Eigenerhaltung haben, und wenn jene „Infos“ eher als „fremde“ Ii/Ei oder Ik,g,w/Ek,g,w verstanden werden.

    317Die notwendig QM – Rw-bestimmten Unterschiede – in Bezug auf „I“,“E“ und N,G – zwischen gesellschaftlichen Kollektiven, (z.B. Mann/Frau, Rassen, Nationen u.ä.) werden von uns prinzipiell auf alle Phasen der „allgemeinen Entwicklung“ bezogen; diese bestimmen nämlich in der „Subjekt-Phase“ jedes einzelne menschliche Individuum. Nimmt man beispielsweise die Phase der Kultur“, dann zeigen sich deutliche Variationsmöglichkeiten, welche zugleich als Differenzen, wie aus der „allgemeinen Entwicklung“ und der notwendigen und erzeugenden Wechselbeziehung, auch als übergeordnete Gemeinsamkeiten zu akzeptieren sind. Jede dabei auch mögliche Differenz ist wp gesehen eine systematische Chance für weitere und übergeordnete Entwicklungen. Das betrifft wiederum die Verbesserung der „E“- Niveaus (Wissen u.ä.) und die „I“-Erweiterung (Interessen, Zielsetzungen).

    318Vorurteile bleiben deshalb beständig, weil die Ei, der Wissensbestand der Einzelperson, sich an den sich weiter entwickelnden Ek,g,w der Gruppe orientiert; dito „Ii“, schwach, aber doch auch an Ik,g ausgerichtet.

    319Bei solchen Übergängen, Entwicklungen geht es aber um „Handlungen“, Erarbeitung von Neuem. Und wenn z.B. durch „Kontakte“ auf der Ebene Ik,g/Ek,g die „allgemeine Entwicklung“ beschleunigt wird, dann werden Fehleinschätzungen, Verfeindungen u.ä. sachlich handelnd beseitigbar.

    320Die allgemeine Wechselwirkung zwischen den Phasen (Wissenschaften und philosophischen Disziplinen) zeigt sich auch darin, dass jedes Subjekt stets von vielen Infos beeinflusst wird, dies oft widersprüchlich und auch mehr oder weniger intensiv. In solchem „individuellen Feld“ der Informiertheit kann die Einzelperson oft nicht erkennen, aus welchen der vielen Quellen verlässliche Infos stammen. Zu einer Lösung des Problems kann eine „Trennung“ der „I/E“ in die möglichen „E“ und „I“ und deren Erneuerung beitragen. Sowie beispielsweise eine E-Knappheit“ zu beseitigen, um die Konkurrenz zwischen Gruppen zu mildern. Die Analyse der verschiedenen Ik (Ig) und deren Gemeinsames „Iw“ aufzuzeigen, kann über gemeinsame Ziele zum gemeinsamen Handeln (Iw – N,G Ew) führen. Aus konkurrierenden Ii oder Ik können derart jene gemeinsamen Ik,g,w und Ek,g,w werden, welche oft Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“ sind.

    321Wie jedes Individuum (Ii/Ei) und jede Gruppe (Ik/Ek) sowie die Ig,w/Eg,w der Nationen, Rassen, Kulturen, Religionen, Ideologien, welche als „Varianten“ jener potentiell unbegrenzten Entwicklungs-Stufen in allen Phasen und Bereichen – z.B biologische bis ideologische – konkret werden, haben die objektiv historischen und „allgemeinen Entwicklungen“ formal als Wechselwirkungen. Sie zielen auf immer umfangreichere Gemeinsamkeit. Aber dabei sind Feindschaften, Kriege u.ä. wp als „N-bedingt“ ebenfalls auszumachen.

    322Die wissenschaftliche Beobachtung zeigt, dass bereits kleinste Unterschiede, z.B. die Hautfarbe oder der Nachname zu weitreichenden gesellschaftlichen Kategorisierungen führen; und dass diese Merkmale als bleibende Stereotype stärker sind als Realitätserfahrungen alltäglicher Art. Das beruht auf den prinzipiell notwendigen Abstraktionen als Verallgemeinerungen im Denken und deren schwächeren Konkretisierungen. Beider Verhältnis (QM) wird von der WP als Ausweg aus dieser Schwierigkeit gesehen.

    323Die ethnische u.ä. Basis von Kultur – darin Ideologien, Religionen – sind wp von allen E-Entwicklungen mit bestimmt. Damit werden die unendlichen „I“ – z.B in ihrer „Freiheit“ – beschränkt; es wird das Gleichgewicht „I/E“ erzeugt. In der „allgemeinen Entwicklung“ der Phasen, in deren theoretischer und praktischer Seite, zeigt sich das als „Ideen“, vor allem als solche „I“, „E“, die sich den „Iw“ und den „Ew“ annähern. Dieser abstrakte Zusammenhang zeigt sich auch hier.

    324Jedes „Urteil“ ist auch ein Vorurteil, weil es dabei um die historische Entwicklung geht, mit deren notwendigen Defiziten. Der Ausweg daraus geht über die „Subjektphase“; in ihr wirkt die notwendige Wechselwirkung aller Phasen auch als das Aufeinanderprallen der verschiedenen „E“, der „I“ – beispielsweise der kulturellen, ökonomischen, religiösen Ek und Ik – dazu analog das der Methoden. Die WP hat die Aufgabe, die Widersprüchlichkeiten der objektiven wp Abläufe als deren konstruktive Wirkungen darzulegen.

    325Am Beispiel der „allgemeinen Entwicklung“ der Kultur-Phasen mit deren je eigenen „Ik,g/Ek,g“ hin zu Internetseiten mit deren Tendenzen zu „Iw/Ew“, kann man die wp Systematik erkennen, in welcher die – traditionell oft emotionalen – Ii/Ei im globalen Austausch bleiben und zugleich sich neue Bezüge verschiedener kulturell eigenständiger Ik/Ek eröffnen und international verbreiten; und diese sich auch ohne Konkurrenz und Auslese ansammeln lassen.

    Im Buch

    Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil B, Teil I (Psychologie), 9.–12. Kapitel (Sozialpsychologie; Vorurteil und Konflikt; Meinung, Einstellung, Erwartung; Therapie und Verhalten). Zum Buch

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    Erstveröffentlichung am 20.08.2020 auf dieser Website. Textgrundlage ist die auf dieser Website veröffentlichte Fassung. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (27 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.