RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt
Bauer sucht eine zeitgemäß erweiterte Metaphysik: unhintergehbare Grundlagen für die alte Frage, warum es „Etwas“ gibt und nicht nur „Nichts“. Er setzt zwei metaphysische Pole an. Der eine ist ein physikalisch Erstes, die Größen z und w mit ihren Kraft- und Richtungsaspekten Sz, Sw, Rz und Rw, die zugleich Etwas und Nichts sind; der andere ist der „Objektive Geist“ mit Existenz (E), Nichts (N), Identitätsbildung (G) und Ziel- und Willensfunktion (I). Zwischen beiden liegt als ihre Wechselbeziehung das endliche Seiende, das sich umgekehrt auf die Pole zurückführen lässt. Neu gegenüber der alten Metaphysik sind der physikalische Pol und im geistigen Pol die Zielsetzung I; die trennende Rw- und die vereinigende Rz-Gerichtetheit erklären, dass die Grundgrößen isoliert und zugleich verbunden sind. Nach Grundlegung, Entwicklung und „großem Kreis“ wendet der Text das Modell auf Phasen des Seienden (Physik, Sprachen, Subjektivität) und auf die klassischen Begriffe der Metaphysik an: Geist, Natur, Materie, Entelechie, Raumzeit, Sein, Nichts, Unendlichkeit, Gott, Wahrheit, Werden, Modalität, Logik, Kausalität, Wesen, Seele und Freiheit.
Abstract (englisch)
1My concern is to present new reflections on metaphysics. Wanted are uncircumventable basics of the old problem that „Something“ exists and not only „Nothingness“. Whereby the Something in its duality as physical and spiritual phenomenon has to be assessed. It becomes apparent that there is a physical Something which has to be considered as Nothingness. This can develop and this development leads from the physics to the terminology which as abstract spirit is Something and Nothingness at the same time as well. Some of the problems in the basics of sciences and philosophical thinking can thus be solved, for example even essential questions of the historically developed metaphysics.
2I am trying to create an updated extended form of metaphysics by introducing a physically First as z and w. These two items have the two aspects of force and direction Sz, Sw and Rz, Rw. These are the metaphysical physical basis. They have the character of the „Something“ as well as of „Nothingness“ at the same time. The material units in the field of the finite essent can be configured through them by relationing. Its further development leads to the „Objective Spirit“ which represents the opposite side of our enhanced metaphysical basis through its statements regarding the abstract existence (E) and Nothingness (N) as well as the methodical identity formation (G) and the aim and will function (I).
3The finite essent is located between the two metaphysical poles and forms their inter-relationship. Thus, we are able to reduce on the other hand the most complex field of the essent, the Dasein, to the metaphysical poles, to the simple elements of the first physics and the most abstract terms of the objective spirit.
4How is it possible that the complexity of Dasein results from the simple and not yet finite metaphysical poles? What is deemed as finite and as „contents“ in the field of Dasein only becomes possible as the elements of the physical pole are generating their power in inter-relationship within the general development and the direction of development takes place by the two R-aspects. From the other side the spiritual pole provides the corresponding terms. The changes in this development are explained by us by the inter-relationships of the two different types of S-power and their contradictory directions.
5What makes the difference to the old metaphysics? In the new metaphysical pole of the „Objective Spirit“ we add the element of goal setting (I) and we are emphasising the methodical side of the abstract spiritual by „G“ and „N“. Completely new is the other metaphysical pole with its physical elements Sz, Rz, Sw, Rw and from this z and w which differ in function, i.e. the Rw-relation stands for a separating function
6whereas the Rz-relation has a unifying effect. Above all, the „z,w-pole“ shall prove itself in the finite inter-relationships between the poles and in the concrete scientific-philosophical individual problems. This also includes that we are able to criticise and enhance the traditional metaphysical ideas and theses by this First Physics. This becomes possible in the first place because the truly first elements of the two metaphysical poles are free, stand-alone indicators. These S- and R-aspects and the E, G, N and I are thus not subject of e.g. the limitations of the four-dimensional Space-time which has finiteness due to the relationship of the time in reference to space. We are including as well the scientific findings of mathematics concerning infinity and thus are putting the idea of „finiteness“ into perspective. Through the freedom by isolation of any other element, the metaphysical elements are gaining unlimited functions and infinite scope.
7This isolation of each of the ten metaphysical basic indicators is caused by the Rw-aspect; moreover for the fact that the two metaphysical poles are separated from each other and that their elements are separated from the concrete finite parts of reality. This is achieved by implementation of the partial aspect of the separating basic function Rw on the entire system. Yet besides the Rw there is the Rz-element as well. And the unifying Rz-aspect makes sure that these separations can be removed any time. That means, that these metaphysical elements are capable of both, provide separations and connections of the finite. Only by this and by inclusion of the metaphysical poles a comprehensive term of „reality“ becomes real.
Key words
8Objective Spirit, First Physics, Space-time, God, Soul, Freedom, Being, Nothingness, Etern-ity, Truth, Will, Subjectivity,
Abstract
9Es geht mir um neue Überlegungen zur Metaphysik. Gesucht werden unhintergehbare Grundlagen in der alten Problematik, dass es „Etwas“ gibt und nicht nur „Nichts“. Wobei das Etwas in seiner Dualität als Physikalisches und Geistiges zu untersuchen ist Es zeigt sich, dass es ein physikalisches Etwas gibt, das als Nichts anzusehen ist. Das kann sich entwickeln und diese Entwicklung führt von der Physik zur Begrifflichkeit, die als abstrakter Geist ebenfalls zugleich Etwas und Nichts ist. Manche Probleme in den Grundlagen der Wissenschaften und des philosophischen Denkens lassen sich hiermit lösen, zum Beispiel auch zentrale Fragen der historisch entstandenen Metaphysik.
10Ich versuche eine zeitgemäß erweiterte Metaphysik dadurch zu erarbeiten, dass ein physikalisch Erstes als z und w eingeführt wird. Diese beiden Größen haben die beiden Kraft- und Richtungsaspekte Sz, Sw und Rz, Rw. Sie sind die metaphysische physikalische Basis. Sie haben sowohl den Charakter vom „Etwas“ wie zugleich vom „Nichts“. Aus ihnen können durch Relationierung die materiellen Einheiten im Bereich des endlichen Seienden gebildet werden. Dessen weitere Entwicklung führt zum „Objektiven Geist“, der mit seinen Aussagen zur begrifflichen Existenz (E) und zum Nichts (N) sowie zur methodischen Identitätsbildung (G) und zur Ziel- und Willensfunktion (I) die andere Seite unserer erweiterten metaphysischen Basis ist.
11Zwischen den beiden metaphysischen Polen und als deren Wechselbeziehung liegt das endliche Seiende. Den höchst komplexen Bereich des Seienden, des Daseins können wir nun umgekehrt auf die metaphysischen Pole reduzieren, auf die einfachen Elemente der ersten Physik und auf die abstraktesten Begriffe des objektiven Geistes.
12Wie ist es möglich, dass aus den Relationen der einfachen und noch nicht endlichen metaphysischen Pole die Komplexität des Daseins entsteht? Was im Bereich des Seienden als endlich und als „Inhalte“ gilt wird nur möglich, weil die Elemente im physikalischen Pol ihre Antriebskraft für die Wechselwirkungen in der allgemeinen Entwicklung geben und die Entwicklungsrichtung durch die beiden R-Aspekte erfolgt. Von der anderen Seite gibt der geistige Pol die Begriffe dazu. Die Veränderungen in dieser Entwicklung werden von uns aus den Wechselbeziehungen der zwei unterschiedlichen S-Kraftarten und ihrer einander widersprechenden Richtungen erklärt.
13Was ist der Unterschied zur alten Metaphysik? In den neuen metaphysischen Pol des „Objektiven Geistes“ nehmen wir das Element der Zielsetzung (I) hinzu und wir betonen durch „G“ und „N“ die methodische Seite des abstrakten Geistigen. Ganz neu ist der andere metaphysische Pol mit seinen physikalischen Elementen Sz, Rz, Sw, Rw und daraus z und w, die sich dadurch unterscheiden, dass die Rw-Relationsbeziehung eine trennende Funktion hat, während die Rz-Relation vereinigend wirkt. Vor allem der „z,w-Pol“ soll sich in den endlichen Wechselbeziehungen zwischen den Polen und in den konkreten wissenschaftlich-philosophischen Einzelproblemen bewähren. Dazu gehört auch, dass wir mit Hilfe dieser Ersten Physik die traditionellen metaphysischen Vorstellungen und Behauptungen kritisieren und erweitern können. Das wird vor allem deshalb möglich, weil die eigentlich ersten Elemente der zwei metaphysischen Pole freie nicht relationierte Größen sind. Diese S- und R-Aspekte und die E, G, N und I unterliegen damit zum Beispiel nicht den Begrenzungen der vierdimensionalen Raumzeit, welche durch den Relationsbezug der Zeit auf den Raum Endlichkeit hat. Wir beziehen ebenso die Erkenntnisse der Mathematik zur Unendlichkeit ein und relativieren dadurch die Vorstellungen von „Endlichkeit“. Durch ihre Freiheit als Isolierung von jedem anderen Element gewinnen die metaphysischen Elemente unbegrenzte Funktionen und unendliche Reichweiten.
14Für diese Isoliertheit jeder der zehn metaphysischen Grundgrößen ist der Rw- Aspekt verantwortlich. Auch dafür, dass die zwei metaphysischen Pole voneinander getrennt sind, sowie dass ihre Elemente von den konkreten endlichen Teilen der Realität getrennt sind. Das wird als Selbstanwendung des Teilaspekts der trennenden Grundfunktion Rw auf das Gesamtsystem erreicht. Aber neben den Rw gibt es dort das Rz-Element. Und der vereinigend wirkende Rz-Aspekt macht, dass diese Trennungen stets auch beseitigt werden können. Das heißt, diese metaphysischen Elemente können beides, Trennungen und die Zusammenhänge des Endlichen herstellen. Erst dadurch und unter Einbezug der metaphysischen Pole entsteht ein umfassender Begriff von „Realität“.
Stichworte
15Objektiver Geist, Erste Physik, Raumzeit, Gott, Seele, Freiheit, Sein, Nichts, Ewigkeit, Wahrheit, Wille, Subjektivität,
Häufig vorkommende Abkürzungen und ihr zentraler Sinn
16Sz, Basis der gravitativen Kraftvorstellung,
17Sw, Basis der elektromagnetischen Kraftvorstellung
18Rz, räumlich-mathematische Richtung auf etwas zu gerichteten, kohäsiv, verbindend wirkend
19Rw, von etwas weg gerichtet, Trennung verursachend
20Sw/Sz, enge Wechselwirkung, durch das Überwiegen der verbindend wirkenden Sz
21S/R, beide gerichteten Kraftarten. S und R unterscheiden sich und sind maximal eng verbunden.
22Sw-Sz, beider Trennungen durch Sw verursacht
23Rw/Rz, und Rz/Rz, enge Wechselwirkung
24Rw-Rw und Rw-Rz, ihre Trennungen
25E, Existenz-Vorstellung, Sein, Seiendes
26Ei, fantasiertes Seiendes
27G, dynamisches Identifizieren, die Gleichheit
28N, dynamisches Negieren und das Nichts
29I, Ziel- und Richtungsfunktion, zum Beispiel als „Interesse“
30Ii, zielgerichteter subjektiver Wille
31Ik, Ig, Iw, Interessen, Ziele von Gruppen, Gesellschaft, Weltgemeinschaft
32z, Sz in wechselseitiger Relation mit Rz (Sz/Rz)
33w, Sw in Relation mit Rw, (Sw/Rw)
34z/w, die komplizierteren Relationen aus z und w. Es wird auch als Zusammenfassung von „z-w zu z/w“ und auch von „z-w zu z/w zu OG“ gebraucht sowie als enge oder zweifach dynamische und als gleichgewichtige oder ungleichgewichtige Ausführung verwendet.
35z/w-Phasen, welche als das Seiende und im Unterschied zu den zwei metaphysischen Polen in komplexer Weise alle sich entwickelnden acht metaphysischen Elemente als Modell „z-w zu z/w zu OG“ vereinen können.
36z-w, strikte Trennung der z von den w und damit Befreiung der Sz, Sw, Rz und Rw von allen Beziehungen zu je anderen, außer mit ihresgleichen wie zum Beispiel z/z oder w-w. Wobei die Anzahl der z oder w beliebig groß sein kann.
37z-w oder „z,w“meint auch den materialen metaphysischen Pol
38I/E, die Neues erzeugende Wechselwirkung zwischen Existenz und Interesse
39I-E, die Trennung von existierenden Entitäten und Interessen, Zielsetzungen
40I/N/G/E, die enge Wechselbeziehung der vier OG-Elemente
41N/G, die dialektische Wechselwirkung der beiden dynamischen methodischen Größen
42N-G, die klassisch -logische Trennung beider
43„Übergang“, bei ihm ist zu bedenken, dass er in komplexer Weise viele oder sogar alle die genannten methodischen Relationen vereinen kann.
44OG, der metaphysische Pol des Objektiven Geistes mit seinen Elementen E, G, N und I
Grundlage
45Eine Lehre, die den Anspruch hat, zur Grundlage allen Wissens beizutragen, muss mit den Entwicklungen in den Wissenschaften und mit der Praxis, die sich mit diesem Seienden beschäftigt, mithalten. Eine solche Metaphysik muss den Sinn und die Beweise für ihre Behauptungen selbst fundieren können. Das gilt auch für die Begründung der Techniken des Behauptens und der Sinnsuche, ebenso für die Fragestellungen, die genutzten Erfahrungen, die Kritikfähigkeit etc. Um positive Aussagen in einem metaphysischen Gesamtkonzept zu machen, bedarf es eigentlich unbegrenzter weiterer Begründungen. Diese Anforderungen kann man reduzieren, wie das traditionell auch immer wieder gemacht wurde, wenn man die Reduktion auf den Gegensatz „Etwas-Nichts“ und dessen „Aufhebung“ beschränkt.
46Wenn die formale „Letztbegründung“ aber darin besteht, dass alle weiteren Begründungen zwar unbegrenzt oft möglich sind, diese aber „leer“ sind, weil sie als Grund nichts Neues erbringen, dann kann man die Suche nach der metaphysischen Basis damit abschließen, dass man jene Leere als „N“-Element sowie diese Unbegrenztheit, Unendlichkeiten als metaphysische Basis-Elemente nutzt.
47Dass alles möglicherweise „unendlich“ Folgende „leer“ sei, nutzt sowohl unser metaphysischer OG -Pol wie der z,w-Pol der Physik. Im Objektiven Geist (OG) ist es das „Nichts“ (N) und die Unendlichkeit kann man an „E“ zeigen. Wenn von der „Existenz des Seins“ geredet wird, fügt man keine substantielle Erklärung hinzu. Das betrifft nun alle Elemente der beiden metaphysischen Pole. Vom metaphysischen Pol der Ersten Physik stammt die Eigenschaft der Unendlichkeit und die des Nichts. Die Elemente der Ersten Physik – Sw, Rw, Sz, Rz – haben alle Unendlichkeits-Charakter und sind Formen des Nichts.
48Das heißt aber, die Elemente der beiden Pole beziehen sich aufeinander. Darum geht es uns letztlich. Dann ist Erstes zugleich Letztes und Höchstes ist eine Form des Nichts und Existierendes ist Unendlichkeit. Den Anforderungen, diese Begrifflichkeit materiell zu belegen, wird unsere Metaphysik genügen müssen.
49Die jenseits der vierdimensionalen Raumzeit liegenden S- und R-Aspekte ermöglichen eine allgemeine Entwicklung. Dadurch werden Gebilde – vor allem mathematische – mit beliebig vielen Dimensionen hervorgebracht, auch die normale Raumzeit. Inhaltlich werden aber vor allem die grundlegenden physikalischen Strukturen und Funktionen aus den S und R erzeugt. Die grundlegende Bedeutung der S und R wird dadurch und weiterhin durch die Zu- und Abnahme der beiden Kraftarten in Verbindung mit den Verläufen der Rw und Rz verständlich. Die Reichweite der vier metaphysisch-physikalischen Elemente ist unendlich, aber die S-Kräfte nehmen dabei asymptotisch ab. Die Reichweite der Rw geht in die „Weite“, die der Rz in die „Tiefe“. Das Zusammenspiel „w zu z“ ist deshalb folgendes: Die w weisen in eine allgemeine „Weite“, dadurch wird Sw „erfüllt“ und geschwächt. Die zunehmende „Entfernung“ – in einer „vor-räumlichen“ Weise – schwächt aber nicht nur die abweisende Trennungsfunktion der w, sondern stärkt eben aus diesem Grund die kohäsive z-Funktion. Die folgende Anziehung, welche das z auf das w ausübt, schwächt nun Sz und stärkt die abweisende Sw-Seite.
50Dann beginnt dieser Vorgang erneut und zwar unendlich oft – eben vor aller Zeitlichkeit . Das würde jedes Mal nach dem selben Muster ablaufen, wenn es nicht die „allgemeine Entwicklung“ gäbe, welche als erstes zur Bildung der Raumzeit und den ursprünglichen Energie- und Materieformen führt. Über die vier physikalischen Grundkräfte, die ersten elementaren Teilchen und deren Eigenschaften beginnt dann die allgemeine Entwicklung fortzuschreiten.
Die Phasen und Wissenschaften
51Wir strukturieren die Realität in „Phasen“, welche sowohl den geistigen Aspekt der Wissenschaften haben wie den konkreten ihrer praktischen Anwendung. Der Grund dieser Namensgebung ist, dass in jeder dieser einzelnen Phasen das Zusammenspiel der beiden metaphysischen Pole stattfindet. Das werden wir in den materiell-praktischen wie theoretischen Zügen der Phasen im Einzelnen darlegen.
52Der systematische Ausgangspunkt unserer wissenschaftsphilosophischen Vorgehensweise ist die Kombination vieler, möglichst aller Phasen. Es genügt nicht mehr, nur die konkreten Erfahrungen und Wahrnehmungen der physikalischen Seite der Gegenstände mit dem Wissen des Subjektes zu kombinieren. Jetzt sollen auch die metaphysische Begründung des Physikalischen und die des subjektiven Geistes sowie zum Beispiel noch die „Sprachen“ als Phasen einbezogen werden.
53Alle Phasen sind dabei gleich wichtig und jede einzelne Phase ist ihrerseits strukturiert. Das sieht man zum Beispiel an der Sprachenphase, in welcher Theorien, Gesetze, Sätze, Begriffe etc. Subphasen sind und die selbst überdies weitere Details haben. Die Phasen und ihre Strukturelemente sind alle – in holistischer Manier – von den gleichen metaphysischen Grundstrukturen – E,I, N,G und z,w – bestimmt.
54Die traditionelle Metaphysik hatte das Problem, was ihre reduzierende Abstraktion mit den einzelnen so verschiedenen Gegenständen der Wissensbereiche zu tun hat, also mit der Physik, Biologie, Subjektivität, mit den Emotionen, der Gesellschaft, der Geschichte etc.
55In der neuen Metaphysik werden die Eigenarten dieser Wissenschaften nicht durch formale Abstraktion aus der Welt geschafft, vielmehr kann die Wechselwirkung zwischen den zwei metaphysischen Polen den Objekten des Alltags und den Gegenständen der einzelnen Wissenschaften, in einer spezifischen Abstufung, gerecht werden.
56Wie verhalten sich die Phasen zu den beiden metaphysischen Polen ? Sind alltägliche Erfahrung und Wissenschaft aus einer derart umfangreichen Metaphysik ableitbar?
57Jede Erfahrung und jedes wissenschaftliche Arbeiten sind mit der Metaphysik durch die Entwicklung vom z,w-Pol bis zum OG – Pol eng verbunden.
58In dieser „allgemeinen Entwicklung“ werden die Wissenschaften dadurch getrennt, dass jede Wissenschaft sich durch ein eigenes Axiomensystem abgrenzt. Eine Axiomatik ist eine Art vorläufiger metaphysischer Endpunkt. Je nach Entwicklungsniveau der jeweiligen Wissenschaft liegt ihre Axiomatik näher bei einem der beiden metaphysischen Pole. Die Axiome der einzelnen Wissenschaften sind an deren Sachstand gebunden und oft auch an subjektive Einsicht sowie an die jeweils verwendeten Methoden. Daraus können sich Schwierigkeiten in den einzelnen Phasen ergeben, wie zum Beispiel die Widersprüchlichkeit zwischen Deduktion und Induktion. Die Axiome sind jedoch für uns nicht mehr als die Zusammenfassung der jeweiligen Phase im Sinne der Pole, als Annäherung an die metaphysischen Pole. Durch die Axiome wird zudem der Übergang zur nächsten Entwicklungsphase vorbereitet.
Drei Großphasen und zwei metaphysische Pole
59Zu unserer Anforderung an eine Metaphysik gehört, dass es in den beiden metaphysischen Polen, der Basis der Materialität und der Basis der Begrifflichkeit, sowohl die Vorstellung von „Etwas“ gibt wie zugleich die vom „Nichts“. Dazu kommt, dass in jedem metaphysischen Pol die Möglichkeit einer Einheitsbildung aus „Etwas“ und „Nichts“ aufgezeigt wird. Eine umfassende Einheitsbildung beider Pole mit ihren zwei Arten des Etwas und den zwei Nichts-Formen geschieht durch die allgemeine Entwicklung und führt zu den Einzelphasen des konkreten Seienden.
60Warum ist man sich bei metaphysischen Aussagen oft sicherer als bei wissenschaftlichen und mathematischen Beweisen? Weil es eine vorbewusste Annahme von einer grundlegenden Einheit gibt? Ist es die Gewissheit, dass in der Verkürzung eine Art der Vollkommenheit gewonnen wird? Ein solches Fundament von absoluter Einheitsbildung als die bloße Reduzierung alles Komplexen kann die abstrakte Negation von Vielheit oder von Dualität sein. Der alte Kampf darum, ob die Erklärung der Welt dualistisch oder monistisch angelegt sei, konnte wohl jeweils deshalb als historisch erfolgreicher Standpunkt wirken, weil beide aus einer gemeinsamen Quelle kommen Wir geben uns mit diesen Erklärungen jedoch nicht zufrieden. Ein derartiger Absolutheitsanspruch, der zum Beispiel darin besteht, dass das subjektive Verstehen der Welt dem objektiven Seienden der Welt problemlos entspricht, kann zwar als eine Vereinfachung angesehen werden, tatsächlich aber ist die Subjektivität – wie alle anderen Phasen auch – in der „allgemeinen Entwicklung“ durch die beiden metaphysischen Pole auf komplizierte Weise mit der Welt der Gegenstände und Ereignisse verflochten.
61Die Frage ist zunächst, wie begründet sich dieser duale Gegensatz und die Einheitsbildung. Die Antwort war in der Geschichte der Philosophie immer mal wieder angedeutet worden. Die Trennung in die zwei Pole – zum Beispiel als Natur und Geist – ist formal deren Nicht-Relationalität. Das gilt auch für die Elemente der beiden metaphysischen Pole. Sie bilden nur deshalb den OG, weil die E von den I und diese von N und G absolut getrennt sind. Für den metaphysischen z,w-Pol gilt analog, dass die z von den w völlig getrennt sind. Erst dadurch haben sie ihre besonderen Eigenschaften, beispielsweise die, zugleich Etwas wie auch Nichts zu sein oder ihre Unendlichkeiten.
62Diesen fundamentalen Trennungen liegt die Rw-Funktion zugrunde. In der Rw-Funktion muss man eine der neuen metaphysischen Größen sehen. Eine Folge der Rw-Funktion ist die z – w -Trennung sowie die Isolierung der Elemente des OG voneinander. Dagegen ist das „Seiende“ alle nicht getrennten, nicht freien, sondern relationierten Größen der „z/w-Phasen“. Diese kohäsiven Relationen werden von der anderen grundlegenden metaphysischen Funktion, dem Rz-Element, bewirkt. Die einfachsten Relationen sind zum Beispiel S/R, z/w, I/E, N/G. Deren enger Zusammenhang, als Relationalität zwischen je zwei oder zwischen vielen einander fremden Größen leitet sich letztlich stets von der Rz-Funktion her. Die Trennung der derart wichtigen Rw-Rz beruht zwar auf der physikalischen, quantentheoretischen „z-w“Phase, ist aber losgelöst von deren S-Seite. Die beiden gerichteten Relationsarten haben deshalb jegliche materielle Eigenschaft verloren. Die z/w-Phasen werden vom Zusammenspiel der Rz- und der Rw- Relation gebildet. Die spezifischen Wirkungen sowie Veränderungen, Entwicklungen in den einzelnen z/w -Phasen entstehen durch die Wechselwirkung der beiden. Zwei Beispiele für die z/w-Phasen sind die Sprachen und das biologische Gehirnorgan. Ohne die Hilfe der Wechselwirkungen zwischen den Rw und den Rz in den z/w-Phasen, als ein Abstraktionsprodukt aus den Sprachen und aus der Gehirnfunktion entstanden, können der OG und die getrennten Elemente E, N, I, G weder hermeneutisch noch logisch gedacht werden.
63Die Frage ist, ob moderne Metaphysik darin besteht, zwei Pole – OG und „z,w“ – zu haben oder drei Pole, OG, z,w und „z/w“. Der dritte Pol wäre z/w. Er hat Eigenarten in der Anwendung und Wechselbeziehungen von OG und z,w, welche den allgemeinen Ansprüchen und Vorstellungen von „Erstem“ und „Metaphysischem“ genügen würden.. Das zusätzlich Neue wäre, dass Sein und Seiendes zusammen eine Meta-Einheit bilden, die wir einerseits als „z-w zu z/w“- Wechselwirkungs-Übergang modellieren und andererseits als „z/w zu OG-Wechselwirkungs-Übergang“.
64Der weitergehende Gedanke einer einzigen Einheit wäre die Wechselwirkung aller dieser Pole als das „Ganze“.der Realität.
65Wir gehen von drei zu unterscheidenden Bereichen aus: „z-w“, „z/w“ und „OG“. Diese drei großen Bereiche sind bei uns nicht mehr voneinander getrennt, wie das noch die alte Metaphysik vorsah. Vielmehr gibt es zwischen den zwei Polen zwei verschiedene Verbindungswege, deren einer alle z/w-Phasen darstellt. Dieser Weg ist auch die „allgemeine Entwicklung“ und die „Übergänge“ zwischen den Phasen. Damit und mit den z/w-Phasen selbst ist aber die Getrenntheit der zwei Pole aufgehoben. Es ergibt sich ein neues Ganzes. Dann kann man beispielsweise die Metaphysik als die konkrete Begründung alles Seienden durch den z,w-Pol ansehen und des Wissens vom Seienden durch den OG-Pol.
Erste Physik als metaphysischer Pol
66Es muss eine „Erste Physik“ konstruiert werden, welche einerseits die bekannten physikalischen Erscheinungen erklären lässt und die auch den metaphysischen Anforderungen genügt Zu diesen Anforderungen gehört es, Etwas, Nichts und deren Einheit und dazu die Unendlichkeit nicht nur im Begrifflichen zu begründen.
67Es zeigt sich, dass diese Erste Physik mehrere „Entitäten“ „Nichtse“ und Unendlichkeiten hat. Solche Anzahl spricht für eine Selbstständigkeit der physikalisch-metaphysischen Grundlegung gegenüber der Begrifflichkeit..
68Wir betrachten als die Elemente der Ersten Physik zwei S-Aspekte, zwei R-Aspekte sowie z und w.
S-Aspekt und R-Aspekt und z, w
69Der S-Aspekt ist der Kern aller Materialität. Er begründet die Natur und die Naturwissenschaften. Die einzigen positiven analytischen Möglichkeiten, um S zu erfassen ist die Kraftvorstellung, die ja in der Physik wie in der Erfahrungswelt ähnlich und prinzipiell „ungenau“ ist. Eine weitere Beschreibung ist die, dass es zwei S-Arten gibt, Sw und Sz. Ist Sz mit Rz verbunden, hat das andere Folgen als die Sw/Rw -Verbindung. Damit ist ein monistischer Anspruch des S-Projekts relativiert. Der S-Aspekt ist ohne herkömmliche Größenmessung, empirisch ist er nicht feststellbar, er ist räumlich unteilbar und zeitlich nicht begrenzbar. S und R sind als S/R-Relation das was man „Materie“ nennen kann.
70Die R-Seite allein ist die Grundlage für alles was als „Form“ in den Wissenschaften und im Alltagsdenken erscheint. Der R-Aspekt wird zwar als „Richtung“ verstanden, es ist aber nicht nur eine Richtung der Räumlichkeit oder der Zeit. Er muss vor allem als Bezug, als Relation zwischen allen möglichen Arten des „Etwas“ verstanden werden.
71Die Verallgemeinerung des Richtungsgedankens umfasst zum Beispiel die aus dem R-Aspekt hervorgehenden „Zielsetzungen“ (I) und „Interessen“ sowie die „gerichteten“ Identifizierungs- und Negationsprozesse als die Basis der Methodologie. Die Verallgemeinerung der Wirkung der R-Aspekte ist weitreichend und bestimmt zum Beispiel in der Subjektivitätsphase, dass der Mensch nahezu zwanghaft den Erweiterungen seines Wissens, seiner Macht, seines Reichtums zu folgen hat. Kann man solche Vorgänge in der Psychologie den Rw-Einflüssen zuschreiben, so kann man andererseits den Vorgängen, welche das dem Menschen eigene Suchen nach immer tieferen Begründungen im Alltagsdenken und in den Wissenschaften den Rz zuschreiben. Diese speziell den beiden „objektiven“ Unendlichkeiten z und w zuzuschreibenden Abläufe sind jedoch vorerst nur als bloße Andeutungen psychologischer Vorgänge zu verstehen.
72Die S-und R-Aspekte sind noch nicht in der uns geläufigen vierdimensionalen Raumzeit anzusehen. Die Raumzeit wird nämlich erst, wie alle Raum-Dimensionen und die Zeit, durch S und R begründet. In der Sprachverwendung kann man S und R sowie auch S/R als „ewig“, „unbewegt“ und ähnlich bezeichnen. Traditionell gesagt sind S und R “absolutes Ursein“,, „reines Aussichsein“.Auf eine zusätzliche Weise wird das Verhältnis von S und R einerseits als maximal enge S/R-Kohäsion sowie als mögliche S – R-Trennung geschildert. Aber auch hier gilt, dass die Wortwahl nicht an der normalen Raumzeitlichkeit orientiert werden soll, dass die Vorstellungen sich vielmehr primär mit den Verhältnissen in den beiden metaphysischen Polen OG und „z-w“ verbinden müssen.
73Wie kann man diese Basis einer wissenschaftlichen Metaphysik von der der herkömmlichen Metaphysik und der Religionen unterscheiden? Die Gründe des Seins und des Seienden werden jetzt mit den heutigen Basis-Erkenntnissen der Wissenschaften, zum Beispiel der Physik und der Mathematik verbunden. Im Methodischen wird zwar auch die Methodik des „Glaubens“ berücksichtigt, denn die Elemente der OG-Seite mit der N/G- Bildung aus ihnen erlauben das. Eine überzeugende Metaphysik fundiert zuerst alle Methoden. Sie zeigt dann deren Gleichwertigkeit – also auch die von Negation und Glaubensmethode. Und sie geht darüber hinaus, Gott nur als Gegenstand des religiösen Glaubens zu sehen, wenn sie den Grund des Seienden und des Wissens umfassend mit stets weiter entwickelten wissenschaftlichen, erkenntnistheoretischen und wissenschaftstheoretischen Erarbeitungen verbindet.
74Die S und R sind zwei Aspekte von zwei Einheiten, dem „z“, das als maximal enge Sz/Rz-Relation, als Identität gelten muss, während die Sw-Rw trennbar sind und dadurch „w“ andere Strukturzüge hat als das z..
75Beide Relationsarten, Rz und Rw, erscheinen in der nächst höheren Entwicklungsphase, der „z/w“-Beziehung, als die folgenden drei Relations-Möglichkeiten. Es gibt enge Beziehungen, welche dem z/w-Gebilde statische Struktur dadurch verleihen, dass beide gerichteten Kräfte sich gegenseitig begrenzen. Die zweite Möglichkeit ist die, bei der die gerichtete Dynamik von w und von z erhalten bleibt, was „z-w“ kennzeichnet. Und wenn, ebenfalls durch das Zusammenspiel von Rz und Rw, die höhere Einheit „z-w zu z/w“ entsteht, ist das eine weitere methodische Möglichkeit.
76Die z und w sind als Sz/Rz und Sw/Rw zugleich materielle Substanz und deren Form. Die zwei R-Aspekte sind die Basis der formalen Erscheinungen – zum Beispiel der Raumzeitlichkeit der Dinge – und der formalen Begriffe. Weil z und w aber nur erst die Basis von Formen und von deren Inhalten sind, kann man sie noch nicht als „wirklich“ oder als „stofflich“ bezeichnen. Sie beide begründen das, was man zum Beispiel als empirische Wirklichkeit oder als energetische Wirkung und physikalische Substanzialität bezeichnet. Diese stofflichen und formalen Gegenstände der konkreten Natur sowie deren begriffliche Seite werden auf der folgenden Entwicklungsebene als „z/w“- Varianten modelliert
77Es gibt also in allen z/w-Varianten die Dualität Sw/Rw und Sz/Rz, welche sich dank ihrer gerichteten Kräfte aufeinander beziehen. Die zwei Stadien der z/w-Relationen, das maximal enge Stadium, das durch die anziehende Kraft Sz bewirkt wird und das relativ freie Stadium, das durch das Überwiegen der trennenden Sw-Kraft die Relation konstituiert. Diese wechselwirkenden Relationen haben verändernde und erzeugende Wirkung, welche wir als Entwicklung beschreiben. Von ihren S her haben diese Entwicklungen ihre Dynamik und Kraft und von ihrer R-Seite haben sie die Relations- und Zielfunktionen. Die z und w sowie die z/w-Gebilde unterscheiden sich von ihrer metaphysischen physikalischen Grundbeschreibung durch S und R zum Beispiel dadurch, dass sie komplexer sind und dass die S-Kräfte durch die komplizierten Wechselverhältnisse schwächer werden und die R-Richtungen verändert und differenziert werden.
78Begrifflich und vom metaphysischen OG-Pol her kann S und S/R mit der alten Dualität „Existenz und Wesen“ erfasst werden. Wobei der S-Aspekt die Ur-Existenz ist und das „Wesen“ als die Einheit S/R zu sehen ist. Was sind dann z und w? Dort wiederholt sich der Grundgedanke der Ur-Existenz nicht, vielmehr gibt es von der anfänglichen S – Existenz her den Entwicklungsschritt zu den neuen Existenzen z und w, welche durch die soeben geschilderten Veränderungen andere Eigenschaften haben. Danach folgt der nächste Entwicklungsschritt zur wiederum veränderten neuen Existenz-Einheit „z/w“. Das alles hat sein Analogon in „E“, „I“ und „I/E“, das selbst als eine existierende Entität, E`, zu verstehen ist, und weiter zu letztlich unbegrenzten Relationen von Relationen, welche als „Netze“ oder als „Ganzes“ aber als Existenzen zu gelten haben.
79Hier seien die Entwicklung der Existenz-Vorstellung, vom S-Aspekt bis zum E des metaphysischen OG, erstmal nur erwähnt, vorläufig bloß angedeutet. Das gilt ebenso für die Entwicklung des Nichts (N) von den freien, isolierten z und w bis zum N des OG und den Entfaltungen von den beiden R-Aspekten bis hin zu den I des Objektiven Geistes (OG).
Objektiver Geist
80Der metaphysische OG- Pol hat eine analoge Struktur zu dem der Ersten Physik. Die Elemente E, I, G, N darin sind auch dual geordnet. Wie die z und w und deren S- und R-Aspekte sind sie voneinander getrennt und als von einander Isolierte durch die metaphysische Größe Rw dennoch aufeinander bezogen. Sie sind als getrennte von Unendlichkeitscharakter, können aber begrifflich nicht ohne Endlichkeitsvorstellung gedacht werden, sind von daher ebenfalls beides zugleich.
81Einer neuen Metaphysik müssen diese zwei Pole zugeschrieben werden, weil eine denkbare Reduktion von Seiendem auf erstes Physikalisches immer auch und zugleich auf den Objektiven Geist Bezug zu nehmen hat. Der geistige metaphysische OG- Pol hat seinen Schwerpunkt nun nicht mehr, wie nahezu in allen herkömmlichen metaphysischen Versuchen, nur im “Sein“. Das Sein (E) ist im Objektiven Geist nur einer der Aspekte unter den anderen Elementen, neben den E gehören gleichwertig N und G sowie I dazu..
82Eine genauere Beschreibung dieser vier maximal abstrakten und prinzipiell unrelationierten, isolierten Größen, jede für sich frei und leer, mit dem Charakter des Nichts und von unendlicher Reichweite, zeigt die Nähe zu den vier physikalischen Grundgrößen. Wie die vier ersten physikalischen Elemente haben die einzelnen OG-Elemente beide Eigenschaften zugleich, endlich und unendlich, isoliert und relationierend zu sein. Trotz der Eigenschaften, nichts und unendlich zu sein, sind sowohl die vier metaphysischen Elemente des OG wie die Sw, Sz, Rw und Rz in einem erweiterten Begriff „Existenzen“.Das macht die „Objektivität“ dieser acht Basiselemente aus. Es „gibt“ sie, wenn auch nicht aus der Sicht des z/w-Bereiches – zum Beispiel der vierdimensionalen Raumzeit – in welchem die konkreten Wechselbeziehungen zwischen einander „fremden“ Größen das konstituierende Prinzip sind. Diese grundlegende Doppeldeutigkeit wird in der – quantentheoretischen – Einheit „z-w zu z/w“ modelliert. Erklärbar ist sie mit Hilfe der Wechselbeziehung Rw/Rz. In der Geschichte der Philosophie war das, was Geist genannt wird vielfach problematisch. Ein Problem war die Differenzierung als subjektiver, objektiver und absoluter Geist, ein anderes Problem war, wie das Subjekt den objektiven und absoluten Geist denken und erzeugen kann. Vor allem aber und neben diesen Zusammenhängen war unklar, woher die Vorstellung eines objektiven Geistigen überhaupt kommt und wie das mit der anerkannten „Objektivität“ der Materie zu verbinden ist Um Lösungen für diese Probleme zu erarbeiten, werden wir einen vorläufigen Überblick geben, um unsere Argumentation später genauer zu behandeln.
83In einer allgemeinen Entwicklung ist der OG und seine vier Elemente von allen Vorphasen abhängig, zum Beispiel vom Denken der Subjekte und vom „gesellschaftlichen Geist“, der sich in den Sprachen zeigt. Die Entwicklung beruht auf der Wechselwirkung aller Phasen, so dass es auch umgekehrt Einflüsse des OG auf alle Phasen des Seienden und auf die vier physikalischen Grundgrößen gibt. Die Verselbständigung des OG und damit die seiner Elemente von jeder physikalischen Einflussnahme beruht aber gleichfalls auf dem Entwicklungsmechanismus, der als eine Schwächung und „Vollendung“ der Sz-Kräfte zu verstehen ist. Dass die Sz sich vollenden, indem sie aufeinander zustreben, ist eine unserer grundlegenden metaphysischen Annahmen. Durch die Abschwächung der Sz-Kraft in der Sz/Rz-Relation wird die Rz-Ziel-und Richtungsfunktion von der Sz-Seite befreit. Zugleich damit beginnt die w-Seite (Sw und Rw) in ihrer Trennungsfunktion in den Vordergrund zu treten.
84Zerstört ist damit allerdings auch der das Seiende konstituierende Entwicklungsmechanismus „z/w“. Als Folge davon werden nicht nur diese Trennungen bestimmend, sondern auch der Stillstand jener Entwicklung. Das kennzeichnet die Unveränderlichkeiten und die nur formalen Unendlichkeiten des OG. Es ist die Rückkehr zu den Eigenschaften des anfänglichen „z-w“-Pols.
85Die Entwicklung vom metaphysischen S-Stadium bis zur „Vollendung“ im E sowie die Entfaltung vom R-Stadium bis zur unbegrenzten I-Vielfalt und zu den beiden methodischen Größen G und N, welche bereits im Relationscharakter der R-Aspekte angelegt sind – G aus der Rz-Funktion und N aus Rw – kennzeichnen in ihrem Gewordensein den metaphysischen OG in seinen Elementen.
86Der OG ist, wie es seine vier Elemente sind, einerseits absolut eigenständig, andererseits aber besteht auf einer Metaebene Beziehung zwischen den Elementen und Beziehungen zu allen anderen Phasen. So können in allem Natürlichen, Kulturellen, im Denken und Emotionalen die E, I, N, G nachgewiesen werden. Wie ist diese Zwiespältigkeit, die wir in allen Phasen und auch in den Übergangsfeldern zwischen ihnen finden zu erklären? Dies bewirkt die Rw- Rz-Dualität, welche die Trennungen einerseits und die Kohäsionen „zugleich“ und damit jene Metaebene erzeugen.
87Die Eigenschaften vom OG werden also vor allem von den Rw und Rz bestimmt. Diese beiden sind von ihren S-Aspekten getrennt und damit auch etwas anderes als nur physikalische Größen. Der Entwicklungs-und Abstraktionsvorgang, der den z/w-Bereich wesentlich kennzeichnet, und aus dem der OG hervorgeht, wird von den vorwärts weisenden, erweiternden Rw herbeigeführt. Die Trennung der vier Elemente im OG wird ebenfalls von der trennenden Rw-Funktion verursacht.
88Wie aber kann man sich die Kontakte vom Objektiven Geist aus „hinunter“ zu den Vorphasen erklären? Es ist das ein Hauptproblem aller bisheriger Philosophie und Religion gewesen, wie kann man die Verbindung von Gott zur Welt verstehen und wie den Existenzbegriff (E) vom abstraktesten Sein wieder auf das Seiende zurückführen? Wir sehen darin die Aufgabe des Rz, das, ebenso wie das Rw vom S-Aspekt gelöst, weiterhin und unbegrenzt seine Funktion hat. Das Zusammenspiel der Rz mit den Rw – „Rw/Rz“ – bewirkt im OG, dass einerseits die vier Elemente auch streng getrennt sein können, aber andererseits neben maximaler Isolierung, Freisein und Getrenntsein (Rw), es auch die Beziehungsfähigkeit durch Rz gibt, welche als E die Existenz der konkreten z/w-Gebilde feststellt, oder diese verneinen kann (N) sowie ein Interesse (I) an ihnen herstellen lässt.
89Die Fragen nach den ersten Gründen der Realität waren meist so formuliert, dass nach allgemeinsten strukturellen Fundamenten gesucht wurde, das wird von uns als „E“ modelliert. Eine weitere Frage war die nach Zweck und Ziel der Realität. Das wird von uns als „I“ verkürzt gefasst. Und es ging seit je um die Prozesse und Gesetzlichkeiten, für die wir die N- und G-Methoden bereit halten. Sie verbinden E mit I zur I/E-Einheit, welche man als „Sinn“ der Realität bezeichnen kann, ein Modell beispielsweise vom letzten Sinn der Existenz der Welt als Ganzes.
Beide Pole
90Der Einwand des Aristoteles, dass die platonische „stofflose“ Form, die „Idee“ nicht genügt, um Dinge zu erklären, wird von uns vertieft, wenn wir die platonischen Ideen im OG ergänzen und sie in Wechselbeziehung mit einer Bestimmung der Ersten Materie bringen. Schon Aristoteles wusste es, die Suche nach der „Wahrheit“ ist gleichzusetzen mit der nach dem „ersten Grund“.Um die Wirklichkeit als begrifflich wahr und zugleich material begründet zu begreifen, ist das entscheidend Neue die Erweiterung der alten Basisgrößen E und N um S, R, z,w und auch um I.
91Im Unterschied zur Ersten Physik mit den S, R und z, w in ihrer extrem einfachen materialen Inhaltlichkeit ist der OG-Pol physikalisch-inhaltlich völlig leer. Er ist aber die Basis von alledem, was im Theoretisch-Begrifflichen als Formales, als formale Eigenschaften gilt.
92Die Trennung dieser beiden Pole voneinander und von den endlichen Wahrheiten der z/w-Relationen sowie von deren verändernden Wirkungen macht die Leere an Materialität im OG und erlaubt es, eine unveränderliche, „ewige Wahrheit“ – ob als Mathematik oder als Göttlichkeit – anzuerkennen.
93Jeder der beiden Pole erfüllt bestimmte Bedürfnisse nach Erkenntnis. Um zum Beispiel die Realität des Ganzen als eine Einheit zu bilden, sollte man die beiden Pole vereinen sowie eine Beziehung dafür finden, wenn auch nur als „negative“ Abgrenzung, zu dem, was nicht das Metaphysische ist. Zu vereinen ist zunächst die herkömmliche Beschreibung des begrifflich „Höchsten“, das wir als „E“ im OG aufnehmen mit dem material Grundlegendsten, den physikalischen S, R, z und w.
94Die E und die S-Aspekte wurden bereits in alten metaphysischen Systemen als „Existierendes“, als „Grund alles Seienden“, oder als„wesenhaftes, vollkommenes Sein“ beschrieben.. Im S-Aspekt und im E erscheint die Forderung verwirklicht, das Metaphysische dürfe nicht endlich sein, nicht durch Gesetzlichkeit bestimmt und daher nicht ontisch zufällig. Diese Eigenschaften treffen nicht nur auf E und die beiden S-Aspekte zu, sondern auch auf z, w und I,G, und N.
95Vom Basisansatz der beiden gerichteten Kräfte z und w gibt es das Zusammenspiel der zwei metaphysischen Pole, als Kohäsionsbeziehung (Rz) und zugleich als Unterscheidung (Rw) der beiden Pole. Dieses Zusammenspiel (Rw/Rz) erzeugt einen Entwicklungsschritt. Es sind also die „z/w-Phasen, in denen zugleich Trennungen durch die Rw, wie zum Beispiel I-E, genauso wichtig sind wie Kohäsionen durch die Rz, zum Beispiel I/E, N/G. Solch doppelte Beziehung kennzeichnet alle z/w- Phasen, die in unbegrenzter Kombinationsvielfalt und entsprechender Komplexität der entstehenden Strukturen zwischen den nur von der Rw-Trennung gekennzeichneten metaphysischen Phasen „z-w“ und „I-G-E-N“ liegen.
96Die z/w – zum Beispiel als die I/E-Relation – sind deshalb nicht-metaphysisch, weil die Relationalität als Bindung, Zwänge, Abhängigkeiten anzusehen ist, welche die Unendlichkeiten und Freiheiten des Metaphysischen nicht zulassen.
97Da auch die Veränderung, vor allem die Entwicklung und Entfaltung zu den z/w-Phasen gehören, können die z/w-Varianten nicht metaphysisch sein, weil – nach herkömmlicher Meinung – das „Erste“ und „Höchste“, zum Beispiel die Göttlichkeit, keine Veränderung und Entwicklung kennt.
98Bei Platon gibt es die Aporie der Überlegungen, dass einerseits unbedingt von der Priorität des „reinen Seins“ auszugehen sei, dass aber andererseits dem „Materiell-Scheinhaften“ auch „letztes Sein“ zuzusprechen ist. Das verweist auf unsere Differenzierung in zwei gleichberechtigte Pole, dem OG und den S, R, z, w.
99Der traditionelle Gegensatz „Materie-Gott“, der fortentwickelt wurde zum Beispiel, wenn der „absolute Geist“ oder das ontologische Sein die Vorstellungen von „Gott“ ersetzten, wird von uns differenzierter gesehen.
100Das geschieht mit Hilfe des jeweiligen Entwicklungsstandes der Wissenschaften, welcher als jenes Zusammenspiel der metaphysischen Pole geschildert werden kann. Im OG sind jetzt neben dem E, das die Charakteristika vom „Sein“ und des monotheistischen Gottes hat, auch die Basis der Methodik – N,G – vertreten und vor allem die I-Kategorie. Der metaphysische Materie-Pol soll zum Beispiel wichtigste Grundeinsichten moderner Naturtheorie berücksichtigen. Dabei helfen die zwei S-Arten und R-Aspekte, also z und w. Sie sind als S-Kräfte die Basis von „Inhaltlichkeit“ und als R-Aspekte die Einheit von Relation und Gerichtetheit.
101Die formalen Seiten des metaphysischen Physikpols werden begrifflich hinreichend vom OG erfasst, nämlich als Existenzen (E), Zielfunktionen (I), dynamische Selbstidentitätsbeziehung (G) und als auf sich als Nichts gerichtete Negation (N).Das gilt auch für die begrifflich-sprachliche Beschreibung, was als notwendige Relation der z/w-Phasen auf die beiden metaphysischen Pole zu verstehen ist. Danach haben beide Pole Unendlichkeiten, Freiheiten, Dualitäten, als dynamische und als statische Größen. Allein durch diese Gemeinsamkeiten wird schon der alte Gegensatz zwischen dem materiellen Ersten und dem geistigen Höchsten beseitigt. Diese Aufhebung erscheint dann konkreter in der allgemeinen Entwicklung in den Phasen des z/w-Großbereiches
102Die S und R sind nicht eine einfach zu verstehende „Ursache“ für die E, I, G, N. Beides ist auf vielfache und komplizierte Weise miteinander verbindbar, zum Beispiel auch dadurch, dass die S und R durch die Elemente des OG beschreibbar sind. Das heißt, man kann – notwendig und hinreichend – sagen, R ist „nicht“ (N) S, oder man kann die zwei R-Arten in bestimmtem Sinne positiv bestimmen, gleichsetzen (G).
103Zu beobachten ist entgegen der Trennung der beiden Pole, dass die freien I im Denken und Sprachgebrauch fast stets als nicht-metaphysisch angesehen werden, weil sie der Inbegriff von Veränderung, Dynamik und auch der Relationen sind.
104Das verweist auf unseren Begriff von Metaphysik, der schließt z/w und z und w ein. Der Grund ist, es geht uns stets um „z-w zu z/w“. Daher gibt es auch im endlichen z/w-Denken metaphysische Züge. Unsere „Metaphysik“ muss als jene schwierige Meta-Ebene verstanden werden, die einerseits aus z-w zu z/w entsteht und die andererseits das Verhältnis zwischen den Rw- und Rz-Relationen und den OG-Elementen ist. Wegen der Erscheinung, dass die zwei Pole im z/w-Bereich ineinander übergehen, aber diesen dadurch als selbständigen konstituieren, könnte man auch von „drei Polen“ sprechen.
z-w
105Die Vorstellungen früher Philosophien von Größen, die „frei von jeder außer ihnen liegenden Ursache und Zwecksetzung“ sind, trifft sowohl auf jedes einzelne z und w zu wie auch auf die Vielzahl von z, beziehungsweise von w.
106Auch hier – wie bei den voneinander isolierten Momenten des OG – gilt, dass sich die z und w mittels der alltäglichen Begriffe (z/w) nur annäherungsweise erfassen lassen. Jedoch wenn man die metaphysischen Begriffe des OG, also E, N, G, I, aber auch den Begriff der Unendlichkeit nutzt, kann R und S erfasst werden. Dann ist zum Beispiel z als nicht
107(N) endliche Existenz (E) zu verstehen, die durch diese sich zu widersprechend scheinende Beschreibung nur „unendlich“ sein kann.
108Solche Konstrukte sind Formen des Überganges von „z-w“ zu „z/w“ und von „z-w“ zu OG, und damit sind sie eine Verbindung zwischen den „drei Polen“.Allgemeiner gilt, dass die drei Pole verschiedene Formen des übergreifenden „Existenzbegriffes“ und des übergreifenden Richtungsbegriffes sowie unterscheidbare Formen des Nichts haben. Solcher Zusammenhang als Übergang zwischen den drei Polen entsteht demnach, wenn man S, R, z, w negativ (N) bestimmt. Durch das isolierte N wird die Brücke zum OG geschlagen. Anders gesagt, Negation, Existenz, Gleichheit und Zielfunktion sind mit den S, z, w. in die Welt gebracht. Das gilt auch für die Unendlichkeiten, Freiheiten und Dualitäten.
109In der absoluten Trennung der z von den w kann es auf beiden Seiten durch Relationen zwischen den z (z/z) nur wieder „z-Eigenarten“ geben und auch bei „w-w“ wird durch Relationen zwischen unbegrenzt vielen w nichts qualitativ Neues erzeugbar. Ein „z“ ist wie die z/z-Relation sowohl „Existenz“ wie auch jede z-„Anzahl“, auch unendlich viele kohäsiv zusammen hängende z, nur als eine einzige Existenz anzusehen. Für „w-w“ gilt das gleiche. Und, nicht zu vergessen, sie alle sind zugleich Formen des Nichts.
110Diese Situation ist uns schon vom OG bekannt, wo die vier Elemente absolut voneinander getrennt sind und jede in ihrem Selbstbezug zwar Unendlichkeit, Ewigkeit, aber nur als unendliche Leere erzeugen kann.
z/w
111Aristoteles war der erste, der die begriffliche Erfassung des Seienden als Wechselwirkung zwischen den abstrakten Ideen Platons und den Grundlagen der Natur erkannte. Wenn wir die Dinge und Geschehnisse in ihrem Charakter als Seiende, in ihrer qualitativen Beschaffenheit und Gesetzlichkeit aus „z/w“ ableiten, dann differenzieren wir das verkürzende Modell „z/w“ als Wechselspiel der beiden materiellen Sw- und Sz-Aspekte mit den beiden abstrakten R-Aspekten und betrachten dann deren einzelne und konkrete Entwicklungs- und Entfaltungsphasen. Vor allem die Sprachphasen als „I/E zu I-E“ und „N/G zu G-N“, also die begrifflichen Strukturen und Methoden in ihrer umfassenden Wechselwirkung.
112Die alten Fragen, was das Wesentliche der Materie, des Menschen und des Geistigen sei, kann man sich mit den Grundrelationen aus den acht metaphysischen Elementen angenähert beantworten. Die zwei S/R-Relationen Sw/Rw und Sz/Rz, die als z/w zusammengefasst werden, in weiterer Relation mit den I/E und N/G erzeugen durch solche mehrfache Relation die „Endlichkeit“. Diese ist als gegenseitiges Neutralisieren der unbegrenzten metaphysischen physikalischen Kräfte und begrifflichen Reichweiten eine gewisse zeitweilige Vollendung in der allgemeinen Entwicklung. Die konkreten materiellen Gegenstände und die individuellen Subjekte sind durch die Analyse unbegrenzter Kombinationen der Grundrelationen verstehbar zu machen.
113Andere Teile der europäischen Philosophie kämpften von der Antike bis heute dagegen, den Grund der Dinge und Geschehnisse allein durch Raum und Zeit, Energie und physikalische Kräfte wie die Elektrodynamik zu erklären. Dagegen wurde nach Gesetzen gesucht, die außerhalb der konkreten Welt liegen, die aber hier gelten sollen Dabei war aber der Begriff „Welt“ noch ungenau verstanden worden. Erste Physik und der OG liegen durchaus auch außerhalb einer „begrenzten Weltsicht“, nämlich „außerhalb“ des z/w-Großbereiches.
114Im Bereich der vielen und vielartigen z/w-Relationen spielt sich der Großteil der allgemeinen Realität ab, vor allem auch die menschlichen Reflexionen. Dort sind alle Gegenstände und Geschehnisse, im Unterschied zu den Verhältnissen in „z-w“ und im OG, als Relationen zwischen einander „fremden“ Grundgrößen oder zwischen unterschiedlichen Kombinationen aus ihnen zu verstehen. Die Metaphysik analysiert, behandelt und beeinflusst den z/w-Bereich, das Seiende, von den zwei Polen „z-w“ und dem „Objektiven Geist“ her. Formal gesehen, verlangt und ermöglicht das neben der Anerkennung der einfachen metaphysischen Elemente eine tendenziell grenzenlose gedankliche Relationsarbeit.
115Die z/w-Relation kann so beschrieben werden, dass sie aus dem Bezug von einander Fremden neue Existenzen (E) herstellt. Das z ist dem w ein extrem „fremdes“, anderes und umgekehrt. Dabei können viele z auf viele w einwirken. Diese reflektierbaren Komplexitäten, Zufälligkeiten, Zusammenhänge der zueinander fremden Einflüsse sind das, was man allgemein zum Beispiel als Weltlichkeit bezeichnen kann.
116Die Strukturen und Funktionen des z/w-Bereiches, des Seienden, kann man mit Hilfe der drei vorgegebenen Rz, Rw und Rw/Rz einteilen, als „statische“ und „dynamische“ Gebilde. Das heißt allgemeiner, alle diese Gegensätzlichkeiten, und deren Einheitsbildung im wissenschaftlichen Denken und im Alltagsdenken kann man auf die beiden metaphysischen Größen Rz und Rw zurück führen. Die begrifflichen Strukturzüge des mannigfaltig Seienden, wie zum Beispiel die Einheit der Gegensätze, haben die sie begleitenden notwendigen Abläufe und „Denkzwänge“ von der „gleichzeitigen“ Geltung der Trennung (Rw), der Adjunktion; Kohäsion (Rz) und von beider Metarelation. Das wirkt bereits bei „S-R zu S/R“ und bei „z-w zu z/w“ und „I-E zu I/E“ sowie „N-G zu N/G“. Sie alle stellen damit Aspekte der allgemeinen Entwicklung dar.
117Hinter dem Modell „z/w“ verbergen sich mithin die enge Kohäsion, welche von Rz stammt und diejenige Situation, in der Rz und Rw sich in ihren Wirkungen abwechseln und es dadurch zu Spielräumen von z und w kommt. Die Version, in der nur Rw überwiegt, es also bei einer völligen Trennung bleibt, wird von uns als „z – w“ modelliert. Wenn entweder Rw oder Rz fehlt, findet keine physikalische „Wirkung“, keine „Veränderung“ und damit keine Entwicklung statt
118Der z/w-Großbereich ist der der Relationierungen. Dort ist prinzipiell alles mit allem relationierbar. Tatsächlich sind im z/w-Großbereich alle Phasen, Subphasen und alle Details miteinander durch Wechselwirkung verbunden. Das derart erzeugte Seiende und die Sätze über das Seiende, seine Gesetze haben die freien, metaphysischen z und w sowie die freien Elemente des OG zur Basis dieser Beziehungsbildungen.
119Weiterhin kann man sich vorstellen, dass es in den z/w-Gebilden zu einer Gleichgewichtigkeit kommt, wenn sich die gleiche Anzahl von z und w die Waage halten, das heißt, wenn die versammelten abstoßenden Sw-Kräfte mit den anziehenden Sz-Kräften gleich stark wirken. Das ist von möglichen Ungleichgewichten der einen oder der anderen Kraftart zu unterscheiden. Die gleichgewichtigen z/w können viele, ja alle z und w enthalten, was nach außen Neutralität in Kraft und Richtung bedeutet. Wenn man beide Varianten vereint, das z/w-Gleichgewicht mit den z/w -Ungleichgewichten in ihrer Relationsdynamik, dann sind das wiederum die „endlichen“ Strukturen und auch das was als „Zufälliges“beschrieben werden kann. Die relativ freien Sz in Ungleichgewichten stellen Verbindungen zu anderen z/w her. Die ganze z/w-Phase, die Endlichkeit, ist deshalb letztlich eine Einheit. Die relativ freien Sw können allerdings zu deren inneren Trennungs- und Auflösungserscheinungen führen.
120Die grundlegenden Verschiedenheiten im z/w-Bereich entstehen aus der Entwicklung der S- und E-Seite und der Entfaltung der R- und I-Seite.
121Wobei es für die Herstellung und die Vorstellungen der Gegenstände prinzipiell erst mal darauf ankommt, alle Phasen zu kombinieren. Die so „vermittelte Einheit“ eines Gegenstandes oder eines Ereignisses wird aus dem Bezug aller je höheren Phasen und aller niederen ermöglicht. Dann aber gehört ebenso prinzipiell zur Eigenart der z/w-Phase, dass es Betonungen und Abstufungen geben darf. Zum Beispiel und insbesondere gibt der metaphysische OG-Pol dem sinnlich wahrgenommenen Naturding seine Identität (G, E) Die z/w-Bereiche, zum Beispiel die Einzelwissenschaften, betonen ihre Eigenart und grenzen sich dadurch voneinander ab, dass sie ihre eigene „Axiomatik“ besitzen, die sie allerdings im Rahmen ihrer Wissenschaft für „nicht beweisbar“ erklären.
122Das ist letztlich eine Variante der alten Metaphysik, die das Seiende als von Gott Gegebenes deklarierten. Und noch die neo-positivistische Philosophie setzt den Endpunkt möglicher Erklärung beim Sein, bei der formalen Existenz des Seienden. Aus dieser Sackgasse führt die vom z/w-Bereich geforderte Bildung vom Zusammenhang aller Einzelwissenschaften, insbesondere, dass die für alle verbindlichen Methoden sich übergreifend berühren..
123In herkömmlichen philosophischen Überlegungen wurde die Metaphysik von den Bereichen der Endlichkeit streng geschieden. Dieses Verhältnis heben wir auf, wenn wir die endlichen Bereiche in einer „allgemeinen Entwicklung“ zwischen der Ersten Physik und dem OG einordnen, und wenn der Alltag und jede Wissenschaft und ihre Einzelheiten aus Wechselbeziehungen der zwei metaphysischen Pole erklärt werden können. Der Bereich des Seienden kann als Übergangsfeld zwischen den metaphysischen Polen angesehen werden, auf dem die endlichen Gegenstandsbereiche liegen, sich von den beiden Polen unterscheiden, aber ohne diese unverstehbar sind.
124In der metaphysischen Tradition stellen sich Grundfragen – wie beispielsweise die nach der Seele, der Wahrheit, dem Wesen – die wir aus den Relationen z/w mit den Elementen des OG zu beantworten versuchen. Wir beschränken uns dabei zunächst auf die Momente des Objektiven Geistes. So ist zum Beispiel das „wirkliche Sein“ durch „E“ darzustellen, und die Frage nach dem Zweck und Sinn des Daseins, das „Finalitätsproblem“ führt zum I-Aspekt.
125Meistens allerdings beziehen wir in der neuen Metaphysik mehrere Grundgrößen und Phasen ein, um aus ihren mehr oder weniger einfachen Kombinationen die Erklärungen modellieren zu können. Beispiele dafür ist die Problematik der „Kausalität“, welche methodisch als „N-G zu N/G“ zu erklären ist. Umfassender schließt das Problem der Kausalität die Relation zwischen dem Sein (E) und Seiendem (I/E) als „E zu G-N zu N/G zu I/E“ ein.
126Für eine umfassende metaphysische Begründung und Darstellung der endlichen z/w-Varianten sind dann also neben dem z-w- und dem z/w-Modell noch die Relationen der OG-Elemente wichtig, zum Beispiel I/E und N/G. Der Zusammenhang beider gleichberechtigten metaphysischen Seiten wird so durch die z/w-Erscheinungen hergestellt. Es gibt also für das Seiende und seine einzelnen Erscheinungen, Wissenschaften und Sprachen einige solcher gleichrangigen Dualitäten und deren Einheiten, was es möglich macht, eine eigenständige Gesamtsymmetrie herzustellen.
127Das Paradoxon, dass sich sowohl für den Standpunkt des Monismus wie für den des Dualismus gute Argumente finden lassen, kann man verstehen, wenn man von einem solchen Gesamtsystem ausgeht, das die zwei metaphysischen .Pole und ihre Dualitäten in Beziehung bringt, also mit Hilfe von „z-w zu z/w“ und „I-E zu I/E“ und „N-G zu N/G“. Die z- und w-Größen haben die innere Struktur S/R, das heißt, es ist eine enge vereinheitlichende Beziehung, die aber eine begrifflich unterscheidbare Strukturierung zulässt. Solche Doppeldeutigkeit setzt sich im nächsten Entwicklungsschritt in der z/w-Relation mit ihren vier Struktur- und Beziehungsschwerpunkten – Sz, Rz, Sw, Rw – fort. Die innere mehrfache Dynamik im z/w ist die Basis von„Veränderung“ und „Werden“. Es ist das „Erschaffen“ des Seienden. Von der komplexen Relationalität werden die Strukturen und Funktionen des „Seienden“ als die Konkretisierungen der Realität erzeugt.
128Man muss an dieser Stelle noch einmal zu bedenken geben, ob in einer modernen Metaphysik nicht besser von drei Polen gesprochen werden sollte, S, R in z und w, dann der OG und dazu die „z/w“. Der z/w-Großbereich aller Relationen zwischen „einander fremden“ Größen ist in seiner quantitativen und qualitativen Vielfalt derart mächtig und komplex strukturiert, dass man fragen muss, ob diese Eigenschaften die traditionelle Betonung des „Ersten“ und „Höchsten“ nicht übertreffen. Alte metaphysische Systeme wie die Pantheismen oder der Hinduismus hoben die Beziehungen innerhalb des z/w-Bereiches hervor, als eine religiöse Verehrung des Daseins.
129Wenn man eine symmetrische, umfassende Wissenschaftsphilosophie der Realität erarbeiten will, sind die.„z/w“-Relationen, die die acht metaphysischen Basisgrößen in der „E Entwicklung im Verhältnis zur I- Entfaltung“ kombinieren, in der die Sz und Sw in der Entwicklung zum E werden und die Rw und Rz in der I-Entfaltung zu den N und G und zu den I werden – als gleichwertig mit den Polen anzusehen.
130Während im „z – w“-Bereich nur Aktivitäten mit freien, isolierten „S“ und „R“ denkbar sind, und im Bereich des Objektiven Geistes nur abstrakte Denkakte möglich sind, kann man innerhalb von z/w nun unbegrenzt viele und qualitativ unterscheidbare konkrete, praktische und geistige Aktivitäten vornehmen, um aus den vielfältigen Relationsmöglichkeiten unbegrenzt Strukturen zu erzeugen.
131Innerhalb von z/w kann jeder Mensch alle I/E – zum Beispiel Gegenständen Werte zuordnen – und N/G bilden oder allgemein alles mit allem verbinden, in konkreter Weise oder in seiner Imagination. Der Alltag, die Arbeit und alle Wissenschaften beschäftigen sich in ihren Entwicklungsphasen damit. Aber sobald die subjektive und freie Phantasie über diese konkrete Realität hinausgeht, beispielsweise Wünsche (Ii) frei fantasiert und imaginierte, virtuelle Gegenstände (Ei) bildet, berührt sie wieder den OG- und „z – w“- Bereich, also die Pole der Metaphysik.
132Im z/w-Großbereich treten OG und z,w in umfassende Wechselwirkung, und das in ihren zwei Eigenarten, der Trennung (Rw) und „zugleich“ in ihrer engen Kohäsion (Rz). Deswegen gibt es in den Phasen des z/w-Bereiches nebeneinander das „exakte“, „positive“ endliche Wissen und die Freiheiten von Ungenauigkeit, Phantasie und Irrtümern. Da beides „zugleich“ herrscht und das heißt auch, beide Denkmöglichkeiten sind oft kaum trennbar, kommt es zum Beispiel im Sprachlichen zu bekannten Problemen. Dann wenn beispielsweise aus einer logischen Wahrheit eines allgemeinen Satzes nicht zwingend die Existenz der phantasierten Satzsubjekte folgt. Beliebtes Beispiel, „der gegenwärtige Kaiser von Frankreich ist Sozialist“ Also nur dann, wenn man im engen Bezug der vier OG-Elemente bleibt, und stets diese Größen auf andere bezogen werden, geht es um das beweisbare „endliche Wissen“. Man hat aber keine „Beweisbarkeit“, wenn die freien z, w, E und I in unbegrenzten Phantasien erzeugt werden.
133Die metaphysischen Grundfunktionen Sw und Sz sowie Rw und Rz werden von den freien z, w bei der Bildung von „z/w“ auf alle die z/w- Relationen übertragen. Das ist ein Entwicklungsschritt, bei dem sich einiges verändert. So liegen die Gründe für die Mannigfaltigkeit des Seienden darin, dass z/w die prinzipiell in unbegrenzte Weite und Tiefe reichenden Sz, Rz, Sw, Rw enthält und dass deren abstrakte Unendlichkeiten durch ihr Zusammenspiel die neuartige mögliche Vielfalt der z/w-Varianten erzeugen.
134Das wird als Entstehen und Vergehen dabei von je vielen z und w in den Naturphasen bewirkt sowie auch durch die S-Abnahme und R-Verselbständigung in den geistigen Phasen erreicht.
135Dass es im Seienden des z/w-Großbereichs – jeweils geordnet in den verschiedenen Wissenschaften – .sowohl Einheiten wie Dualitäten und auch Vielheiten gibt und diese Arten der Quantitätsvorstellung zusammenhängen, als Aufhebung ihrer Gegensätze oder allgemeiner als Veränderungs- und Entwicklungsmechanismen, ist wiederum eine entwickeltere Phase, die der „z-w zu z/w“, in den zugehörigen S- und R-Aspekten.
z-w zu z/w
136Einerseits gibt es den ewig gleich bleibenden Wechsel in „z-w zu z/w- zu z-w zu etc.“, auf den sich zum Beispiel die Theorie der Quantenmechanik stützt. Ursache dafür ist die gegeneinander gerichtete sich abwechselnde und je für sich unbegrenzte Dynamik der Sw, Rw und Sz, Rz. Andererseits aber wird durch die z/w-Seite in dem Modell Wirkung und Veränderung erzeugt. Beide Seiten in Wechselwirkung sind der Grundmechanismus der allgemeinen Entwicklung..
137Die maximal eng durch Rz relationierten z/w sind die Basis von allem was als „endlich“ oder „konkret“ bezeichnet wird. Die Rw-Wirkung zeigt sich dagegen in der maximalen Trennung der z von den w, was von uns als „z – w“ modelliert wird. Beider Verhältnis bestimmt grundlegend alle Wissenschaften, eben zum Beispiel die konkrete physikalische Basis der Quantentheorie.
138In „z-w“ sind die w von jeder Relation mit dem je anderen frei, vor allem getrennt von den z, aber auch nicht relationiert mit beliebigen z/w-Varianten. Das gilt nicht für „w-w-Beziehungen. Beliebig viele w („w-w-w-etc.) sind nicht durch die zahlreichen Struktur- und Funktionsformen zu beschreiben. Unabhängig von der „Anzahl“ der w gelten für sie die Unendlichkeitsvorstellungen, sowohl in ihrem S-Aspekt wie ihrem R-Aspekt. Das gilt analog für die beliebige Anzahl der freien z
139Leibniz meinte, eine gedankliche Planung der Welt durch Gott schließt die Möglichkeit vieler Entwürfe ein, aber nur der beste wird verwirklicht. In „z“ und „w“ und daher in „z-w“ sind alle – und das heißt jetzt erweitert, unendlich viele – „Entwürfe“ im metaphysischen Pol potentiell deshalb vorhanden, weil diese Größen in ihren S- und R-Aspekten Unendlichkeitscharakter haben. Die Konkretisierung dieser vier Unendlichkeiten und damit die Erzeugung der „Endlichkeit“ ist deshalb möglich, weil deren Gegensätzlichkeiten – S/R, Sw/Sz, Rw/Rz – mitgegeben sind. Das reicht allerdings noch nicht aus. Das menschliche Verständnis davon ist erst dann möglich, wenn in der allgemeinen Entwicklung aus den physikalischen Freiheiten die des Objektiven Geistes geworden sind, wenn demgemäß die zwei metaphysischen Pole in den Sprachen und im Subjekt in Wechselwirkung treten.
140Das Modell „z-w zu z/w“ meint somit auch die Einheit des Gegensatzes von Unendlichkeit und Endlichkeit. Diese Einheit mit ihren vielfachen Wechselwirkungen wird in allen Phasen und Wissenschaften erkennbar und im Objektiven Geist begrifflich gefasst.
141Die Positionen S, R, z, w und E, I, N, G sind zwar unendlicher Art, aber sie sind dennoch vom Denken identifizierbar und damit endlicher Natur. In den Einzelphasen stellt sich dieses Zusammenspiel von endlich und unendlich in den Erscheinungen der Erfahrung dar, in psychischen Funktionen wie zum Beispiel im unbegrenzten Weitersuchen der Wissenschaften nach Gründen und der tatsächliche Finitismus in der Praxis.
142Es ist keineswegs so, dass sich nur die Wissenschaften und das Alltagsdenken mit den Ausdifferenzierungen des z/w-Großbereiches beschäftigen und nur die Philosophie sich mit dem z –w- Bereich befasst. Auch das Alltagsdenken hat in Phantasien, Mystik und ähnlichem mit den freien R und S und mit den Unendlichkeiten der freien OG-Elemente zu tun, in vielen genutzten Spielräumen über alles konkrete Wissen hinaus.
143Die freien Elemente im OG und die freien S, R und z und w – hier als „z – w“ – kann man dem Grundgedanken einer umfassenden „ontologischen“ Betrachtung zuordnen. Es geht dabei nicht nur um das Sein, das „E“, als Element des OG. In einem alten Streit, wem von beiden die Priorität zuzusprechen ist, dem geistigen oder dem materiellen Sein, kann man sich eigentlich relativ willkürlich entscheiden, weil beide Pole gleich berechtigt sind. Wichtiger für die ontologische Problematik ist, dass es die „E-Entwicklung“ der „Existenzen“ gibt, von den metaphysischen S-Aspekten über die freien z und w und über z/w bis zum metaphysischen E im OG. Auch die vielen z/w-Phasen, in ihrem dynamischen Gleichgewicht kann man im Alltagsbewusstsein als „für sich“ und individuell existierendes „Ontisches“ verstehen. Die bisherige Anbindung des ontologischen Grundgedankens an das abstrakte E wird dadurch relativiert
144Grundsätzlich gilt, dass angesichts der Unendlichkeiten und der anderen Eigenschaften der R- und I-Seite sowie der N es nicht richtig wäre, eine Priorität in den seinsmäßigen E-Seiten und die metaphysischen Grundlegungen allein in der Ontologie zu sehen
145Zu den möglichen Antworten auf die Frage, welche Existenzform die wichtigste sei, könnte man noch zentrale abgeschlossene und alle Relationsarten erstmalig vertretende Modelle wie „z-w zu z/w“ anführen. Ist es angesichts der Maßstäbe für das was „Metaphysik“ sein sollte, nicht angebracht, sogar „z-w zu z/w“ als vierten Pol zu bezeichnen?
146Die „z-w“-Seite ist für alle „dynamischen“ Prozesse in den Einzelphasen verantwortlich und die gleichgewichtigen „z/w“-Relationen sind dies für alles Statische. Beides ist jedoch kaum zu trennen. Je früher in der allgemeinen Entwicklung die jeweilige Phase verortet ist, umso weniger sind beide Seiten getrennt oder eine wichtiger als die andere.
147Dieses „z-w zu z/w“- Modell für die konkrete Welt der Gegenstände und Ereignisse wird hier manchmal als „z/w“ vereinfacht, wenn es um den zentralen Gedanken des Seienden, des Daseins geht. Tatsächlich aber spielt in allen Details des Daseins „z-w zu z/w“die Hauptrolle. Die z/w- Struktur darin kann sehr viele z und w enthalten, sie müssen nur in einem gleichgewichtigen und engen Verhältnis stehen, welches zunächst keine Wirkung nach außen hat. Die „z-w“-Struktur im Modell kann ebenfalls jeweils viele Elemente haben, die jedoch getrennt voneinander sind. Sie sind für die Außenwirkung zuständig. Durch die Meta-Relation, das gemeinsame Zusammenwirken, wird die Dynamik der Strukturen und deren „Entwicklung“ bewirkt.
148Beim fundamentalen „z-w zu z/w“-Modell, das alle wesentlichen Grundrelationen vereint, wirkt das Rw/Rz- und das z/w-Gleichgewicht. Durch unterschiedlich viele freie z oder w aus dem „z-w“-Pol kann man jeweils beliebige Ungleichgewichte bilden. Das ist der Anfang aller fast unbegrenzt komplexen Relationierungen.
149Bereits die Unterscheidungen und Gemeinsamkeiten der platonischen und der aristotelischen Variante des „ontologischen Paradigmas“, welche die klassische Metaphysik bis heute bestimmen, hielten die verschiedenen Entwicklungsformen der „Existenz“ einerseits getrennt und verbanden sie zugleich. Wir unterscheiden diese Entwicklungsformen der Existenz nur etwas deutlicher. Das ist die Existenz, das „Sein“ der „z-w“ als physikalische Basis, die Existenz von z/w als die Basis alles konkreten Seienden und das Sein des E im OG.
150Parmenides und dann Platon stellten das Sein gegen das Nichtsein. Aber Platon sieht dann doch, es gibt auch ein „unvollkommenes Sein“, was man als Übergang zwischen den beiden Extremen verstehen muss. Platon sieht, in der „Einheit“ von „Dass-Sein“ und „Was-Sein“ gibt es Zwischenstufen. Und Aristoteles, der betont, dass Philosophie mit den Wissenschaften, dem forschenden Denken gleichzusetzen ist, neigt gleichfalls zu den Zusammenhängen und Übergängen, die wir als z-w „zur“ z/w-Phase ansehen.
151Die freien z sind das, was man als eine Art des „Nichts“ nennen kann, das gilt ebenso für die w. In dem Grundmodell „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“ werden aus den getrennten „z-w“ mit ihren Eigenschaften des Nichts die eng verbundenen z/w . Das z/w-Modell steht aber für alle endlichen Phänomene des Seienden. Die Entstehung von „Etwas“ aus dem Nichts ist dem Menschen einerseits undenkbar, andererseits ranken sich um diese Möglichkeit zum Beispiel alle hergebrachten metaphysisch-mythischen Deutungen vom „Anfang“ der Welt. Wie ist es möglich, dass die „Nichts-Arten“ – Sz, Sw, Rz, Rw und daraus – aber immer noch Nichts – die z und w dem „Etwas“ nicht entgegen stehen, sondern so gestaltet sind, dass sie mit Notwendigkeit das Etwas (z/w) erzeugen können? Genauer gilt, dass das „Etwas“ die Wechselwirkung zwischen den beiden Grundgrößen z und w ist. Diese Wechselbeziehung der zwei dynamischen Elemente ist noch keine zeitliche oder irgendwie sachlich ablaufende. Die sich gegenseitig in ihren gerichteten Kraftarten „neutralisierenden“ Größen verlieren ihre unendlichen Reichweiten und werden erst dadurch zu raumzeitlichen und „qualitativen“ Endlichkeiten.
152Traditionell wurden oft „zwei Grundgrößen“ und deren Zusammenwirken zur Entstehung der Welt postuliert, zum Beispiel der „Stoff“ aus dem die Welt gemacht wird und „die Kraft“, welche die Welt erzeugt. Diese Dualität, der Urstoff und das Gestaltungsvermögen werden von uns als die beiden S-Aspekte und die beiden R-Aspekte angesehen. Wobei wir den OG hinzuziehen und nutzen müssen, um jene ersten Vorgänge verstehen zu können. Die z/w entstehen dadurch – und das ist die nähere Erklärung der schon mehrfach erwähnten „Wechselwirkung“ – dass die auf w gerichtete (Rz) Sz-Kraft bei einem Abstand zu w relativ groß ist, es also zu einer Bewegung des z kommt, in Richtung auf w und zu einer Vereinigung, z/w. Dabei wird aber die anziehende Sz-Kraft schwächer – sie „erfüllt ihre Funktion“ – und die abstoßende Sw-Kraft nimmt daher zu Das z/w-Verhältnis besteht eigentlich aus dieser fortwährenden zweifachen Dynamik. Dieses noch vor-raumzeitliche Geschehen erhält die beiden Kräfte und verteilt sie nur dynamisch und unterschiedlich. Insgesamt aber bekommt das in sich wechselwirkende z/w-Gebilde dadurch den Charakter des „Etwas“, seine relative Abgeschlossenheit etc., eben seine Endlichkeit
153Das Modell „z-w zu z/w“ kann dann auch zum Beispiel so aussehen, dass „beliebig viele w zu einem z“ gehören oder beispielsweise viele w zu vielen z bei geringer Anzahldifferenz. Wichtig sind die Menge der daraus herzustellenden Gleichgewichte, Ungleichgewichte und freien z und w. Diese drei Varianten sind als Grundfunktionen zu verstehen.
154Der Schritt von „z-w“ zu der dessen Gegensätze und Trennungen versöhnenden Einheit z/w ist ein Ausschnitt in der allgemeinen Entwicklung mit ihrer Weiterentwicklung zur nächsten höheren Phase. Entwicklungen, Veränderungen, physikalische Wirkungen geschehen nur im z/w-Bereich. Dort kommt es dadurch zu den bekannten Mannigfaltigkeiten, Gegensätzen und zu ähnlichen kategorialen Strukturen und Funktionen. In der nicht endenden Basisfolge „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“ findet keine Veränderung statt, weil diese Basisfolge erst die Raumzeit bildet und weil Veränderungen stets raumzeitlich gedacht werden. Übrigens ergeben sich dadurch, abhängig von der Anzahl der beteiligten freien z und w, auch die „höheren Räume“, mit denen Mathematik und Physik umgehen.
155Innerhalb der ständig komplexer werdenden Relationen, die aus den relativ einfachen Basisrelationen „z/w zu z-w“ – welche die Raumzeit 3 Rw/3 Rz und die Energie-Zusammenhänge 3 w/3 z sind – entstehen können, verteilen sich die S-Kräfte durch das prinzipielle Relationieren mit Gegenkräften. Sie schwächen sich dadurch leicht ab und lassen deshalb die R-Aspekte freier agieren. Zum Beispiel können die neuen komplexen Strukturen wegen dieser Befreiung ihre Richtungen und Ziele verändern und vervielfachen. Die vier Unendlichkeiten aus „z-w“ – Sz, Sw, Rz, Rw – können alles sein, überall auftauchen, in der Mathematik, in der Quantentheorie, im alltäglichen Denken und Wünschen. Das „z/w“ dagegen begründet die „Einmaligkeiten“, die Individualität der Dinge, Ereignisse und der Menschen im weiten Bereich des Seienden.
156Die Grenzen zwischen dem metaphysischen Pol „z-w“ und dem „physischen“ z/w-Großbereich sowie die Grenze zwischen den physischen z/w-Varianten der Natur und dem aus ihnen sich entwickelten Begrifflichen, dem subjektivem Geist und den Sprachen und Wissenschaften sind einerseits von prinzipieller Art, aber andererseits in der Übergangsweise „fließend“ wie bei allen Übergängen von „z-w zu z/w“. Wir schreiben die Übergänge vereinfachend den Rz und Rw zu, weil sie sich grundsätzlich zwischen dem metaphysischen z,w-Pol und dem OG-Pol befinden und beide verbinden.
157Die z/w-Varianten können in keiner Weise ein „Nichts“ sein, ganz im Gegensatz zu „z-w“. Es ist deshalb schwierig in irgendwelchen z/w-Phasen das „N“ zu konkretisieren. Während man die E und G und alle ihre Konkretisierungen in den einzelnen z/w-Phasen mit Sicherheit und Gewissheit denkt – was auf den anfänglichen z/w-Gleichgewichts- und „Neutralitäts“-Konstellationen beruht – kann keine Wissenschaft mit einem „Nicht-Etwas“, „Nichtsein“ etwas anfangen.
158Hier sei angemerkt, dass wir im folgenden Text anstatt „z-w zu z/w“ nur „z/w“ schreiben werden, jedenfalls dann, wenn das keine Missverständnisse provoziert.
z/w zu z-w zum Objektiven Geist
159Im metaphysischen Pol „z-w“ sind die einzelnen, isolierten z und die einzelnen w „anders als die Welt“, anders als die z/w-Relationen. Das betrifft auch und analog die isolierten E, G, N und I. Sie sind „anders“ als die Relationen I/E, N/G etc., welche ihrerseits die konkrete Welt begrifflich darstellen.
160Die Kritik an der alten Metaphysik durch den Positivismus und Neopositivismus und die Lehren und Wissenschaften, die sich methodisch auf Erfahrung, Sachlichkeit, Logik und Empirie berufen, stellen bestimmte und notwendige Phasen der allgemeinen Entwicklung in den Vordergrund. Das geschieht als Reduzierungen auf isolierte E, G und N, zum Beispiel als empirische Identifizierung (G). Jede Kritik an den Positionen der herkömmlichen Metaphysik von positivistischen, logischen und auch wissenschaftstheoretischen Ansätzen wird durch N,G, N/G und E fundiert. Tatsächlich begründete sich aber die alte Metaphysik selbst auch auf das isolierte Sein (E), auf das davon strikt getrennte Nichtsein (N) und auf die Identifikationsmethodik (G). Also beides, die traditionelle Metaphysik wie das positivistisch-mechanistische Denken beruhen auf der Alltagssprache. Sie und die Betonung der Existenzaussagen (E), der Negation und ähnlichem sind ein notwendiges wissenschafts-philosophisches Stadium in einer umfassenden Entwicklung.
161Die moderne Metaphysik hat da zwei Einwände. Wie kann „G“ und „E“ und „N“ selbst begründet werden? Das kann über andere Begriffe geschehen oder über die Einzelwissenschaften wie zum Beispiel die Gehirntheorie. Um aber nicht in Kreisschlüsse zu geraten, versuchen wir, die Einzelwissenschaften wie auch die herkömmlichen begrifflichen Abstrakta (E,G,N) von den beiden metaphysischen Polen her zu begründen. Der andere Einwand betrifft die I-Kategorie, welche von der herkömmlichen Metaphysik vernachlässigt wurde.
162Eine spezielle Anwendung des Grundgedankens, dass alle Phasen in Wechselbeziehungen stehen, ist die, dass sowohl die Unendlichkeiten der isolierten z und w und auch die Unendlichkeit der Elemente des OG, wie beispielsweise das „Nichts“ (N), auf das Denken des Menschen, der Subjekt-Phase, angewiesen sind. Und umgekehrt, dass die „materialen“ unendlichen Nichtsarten – Sz, Sw, Rz, Rw – nicht nur über ihre Denkformen und Denkinhalte an den z/w-Bereich, an die Sprachen und die menschliche Subjektivität gebunden sind, sondern diese konstituieren.
163Man käme auch mit der Wechselwirkung zwischen OG und „z-w“ aus, wenn man von den freien z und w lediglich die „Existenz“ (E) und deren Richtung (I) feststellen will, aber wenn es um die Eigenschaften, wie die „Kraft“ der S-Aspekte oder traditionell um das „Wesen“ Gottes geht, oder gar um „Beweisbarkeit“ und um die „Bedingungen der Möglichkeit der Existenz“, hier also der z und w und des OG, werden Sprachen, Methodik und Erkenntnistheorie berührt und erforderlich. Wie bei den alten Gottesbeweisen müssten die Beweise zu OG und S, R rationale Konstrukte benutzen, was unbegrenzte begriffliche Erweiterungen und komplexe Relationen und Kombinationen wie zum Beispiel die Kausalität, den Zufallsbegriff, erfordert.
164Die begriffliche Seite jeder Metaphysik ist prinzipiell auf die Gewinnung von Einfachheit ausgerichtet. Wohl kann deshalb im Bezug auf die OG-Elemente die bloße „Existenz“ (E) von S und von R „dogmatisch“ gewonnen werden, aber weder das „Wesen“ dieser radikal Isolierten noch die induktiv begründete „Erfahrung“ mit ihnen kann man auf solche einfache Weise erklären. Verständliche Erklärungen werden nur in den meist komplexen Relationen des seienden z/w-Bereichs gebildet. Wenn der Kern des Metaphysischen, S, R, z, w und die OG-Elemente, nichts mit den z/w-Begriffen und den N/G-Methoden zu tun hätte, würde das deren Erkenntnis verhindern. Man kann sich zwar mit E oder N aus dem OG behelfen, kommt dann aber über abstrakte Existenzaussagen (E) oder deren Ablehnung (N) nicht hinaus. Es ist das alte Problem der „Gottes-Beweise“. „E“ zu beweisen, heißt nicht mehr als E auf sich selbst anzuwenden, etc., also wiederum eine Hinzunahme der Unendlichkeit, die konsequenterweise auch als Eigenschaft Gottes gilt Diese unbegrenzte – und damit auch sinnvolle – Selbstanwendung gibt es analog auch für N und G. Solcher „Beweis“ ist also möglich, er hat aber die leere Unendlichkeit der „z-w“-Seite – und damit wieder die umfassende Relation zwischen „z-w“ und OG – zur Voraussetzung und zum Ergebnis.
165Die Prinzipien von „Beweisen“ und „Erklärungen“ sind im z/w-Bereich andere, endliche und inhaltliche. Die Frage, ob dem Menschenverstande überhaupt der forschende Zugang zu den isolierten, unendlichen Größen möglich ist, beantwortet sich ja schon als die „Beschreibung“ des OG und der Ersten Physik sowie in der Verbalisierung der Übergänge zum Subjekt. Anders gesagt, im und als Subjekt, allgemein in den z/w-Varianten, sind Unendlichkeit und Endlichkeiten vereint. Der Mensch kann das „Nichts“ oder die „Existenz“ denken und „erfühlen“ und er kann sogar mit diesen Erklärungen unzufrieden sein und sie kritisieren. Hier kritisieren wir, die z/w-Phase und darin die der Subjektivität muss als „dritter Pol“ in einer umfassenden Metaphysik hinzugenommen werden
166Wie genau kann das menschliche Subjekt mit den Methoden der Wahrnehmung und des Denkens die zwei metaphysischen Pole, die freien z und w und die freien Elemente des Objektiven Geistes erfassen? Es geht um die Meta-Relation „N-G zu N/G“. In ihr ist die empirische Wahrnehmung als „G“ vertreten, die klassische Logik als N-G, das dialektische Denken durch N/G. Diese Methoden der subjektiven Rationalität und der Vernunft sind Modifikationen des „z-w zu z/w“-Bereichs. In diesem Bereich, der die freien metaphysischen z und w auf die fest verbundenen z/w bezieht, kann man darum alles wahrnehmen und denken, weil die Methodik von der selben Grundstruktur ist wie die des Wahrgenommenen und des Gedachten.
167Der gesuchte Übergang vom Subjekt zum OG und zum „z-w“-Pol bedeutet jedoch, dass das Subjekt noch Zusätzliches leisten muss. Das „Wunder“ des Seins, seine Unendlichkeit, die zugleich das Nichts ist, ist dem z/w-Bereich und damit auch der Vernunft zunächst absolut fremd. Der „z-w-und der OG-Bereich kann aber vom Menschen durch N/G-Methoden verständlich gemacht werden, wenn sich der Mensch auf die drei Arten des Übergangs und des Zusammenhangs stützt, die in dem Modell „z-w zu z/w“ ausgedrückt werden. Das sind die Trennung (Rw), die Kohäsion (Rz) und beider Wechselbeziehung, welche mit dem Wort „zu“ gemeint ist . Als methodische geistige Erarbeitung vereinen die N/G-Methoden in der für alle Relationen im z/w-Bereich typischen Weise die Gegensätze und die Übergänge, hier den Übergang von der Identitätsbildung (G) zur Negation (N). Man nennt diese Methode „Glauben“ oder „dialektisches Denken“ oder auch – bei Hinzunahme von I/E-Relationen – „Verstehen“.
168Eine eigentümliche Aufgabe für das Denken ist dabei, das Negieren und das Identifizieren gleichzeitig zu vollziehen. Dieser Wechsel von N-G zu N/G verdeutlicht begrifflich und methodisch den Übergang von den getrennten z-w zu den verbundenen z/w und dann wieder zu den z-w. Alle z/w-Phasen des Seienden können das leisten. Hier ist es das Gehirnorgan des menschlichen Subjekts in seinen quanten-elektrodynamischen Eigenschaften, von denen wir jetzt nur die R-Aspekte nennen wollen. Dort findet die Trennung durch Rw und die Kohäsion durch Rz deswegen „gleichzeitig“ und in „nicht-räumlicher“ Weise statt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst durch diesen Vorgang konstituiert wird.
169Wichtig für den Übergang vom z/w-Bereich zu den beiden metaphysischen Polen mit ihren freien Elementen ist dann, dass es mit „N/G“ und „I/E“ ebenso ist wie mit der Doppeldeutigkeit von „z/w“, nach innen sind sie fest verbunden, aber nach außen können sie als die getrennten N-G und I-E relationieren.
170Die freien Elemente des OG und die freien S und R, z und w erscheinen von den z/w-Phasen her gesehen als „Nichts“, als „reine, absolute Existenz“sowie als Unendlichkeiten, Kraftgefühl und vor-raumzeitliche Gerichtetheit. Diese lexikalisch-semantisch geprägten Worte stützen sich auf die z/w-Phasen des Seienden, das heißt, es gibt für die metaphysischen Pole keine direkte Anschauung, nur emotionale Verbindung und vom z/w-Bereich erfundenes Erfahrungswissen. Man versucht, diese prinzipiell isolierten physikalischen und begrifflichen Elemente sprachlich zu umschreiben. Oder man nennt deren Existenz hilfsweise beispielsweise ein „Wunder“ und deren Verbindungsdynamik eine „Offenbarung“.
171Diese emotionalen und sprachlichen Ausdrücke versuchen allerdings die jeweiligen unterschiedenen Größen so zu berühren, um so den Übergang zu ermöglichen. Um aber im gleichen Augenblick zu wissen, dass keine der beiden Größen gemeint ist. Dieses Wechselspiel – welches die Fähigkeit der Gehirnfunktionen kennzeichnet – muss selbst wieder als unendlich, zeitlos etc. verstanden werden.
172Das menschliche Denken kann also der Unendlichkeit Zugeständnisse machen und diese doch immer wieder in endlicher Weise denken. Man kann beispielsweise auch unbegrenzt darüber sinnieren, ohne eine endgültige Lösung zu finden. Und es gibt die Möglichkeit, das „Unfassbare“ zu verbalisieren, wie es allerdings auch erlaubt ist, diese Lage als widersprüchlich, absurd oder verwirrend zu verstehen.
173Hier geht es um die metaphysische Basis aller dieser emotional-rationalen subjektiven Fähigkeiten. Diese Basis ist sowohl z-w wie auch der Objektive Geist. Die Übergänge zwischen den drei Bereichen trennen sie zwar, bilden aber – dank Rz – auch einen Zusammenhang. Jene Trennung macht das subjektive Verständnis der acht metaphysischen Größen schwer, aber jene Kohäsion macht sie dennoch verstehbar. Anders beschrieben, der Zusammenhang macht es möglich, dass der Mensch auch das Unendliche, das Nichts, das Vor-Raumzeitliche der z und w verstehen kann, wenn auch nur mit den ebenso abstrakten, leeren und unendlichen vier Begriffen des OG.
174Das was für das Verhältnis von „z-w“ zu z/w gesagt wurde gilt auch für das Verhältnis von OG zu z/w. Die isolierten E, G und N sowie das I mit ihren unbegrenzten Freiheiten, frei von jeder Bindung, können wie die freien z und w durch die philosophischen Erklärungen, welche von den Meta-Relationen „z-w zu z/w“ und „N-G zu N/G“ ausgehen, in den z/w-Phasen wissenschaftlich systematisiert werden.
175Dazu gehört vor allem die Erkenntnis, dass in allen Phasen des z/w-Bereiches, vor allem im Denken des Subjektes, der Übergang zwischen den drei Polen stattfindet. Wenn also zum Beispiel ein Mensch meint, er finde in sich Freiheiten, welche der Gebundenheit an die Dingwelt und an die gesellschaftliche Moralität überhoben seien, so sieht er das ganz richtig, denn er kann sich auf die Unendlichkeiten der I-Freiheit berufen.
176In der Subjektivität kommt der „z/w zu z-w“-Bereich zu seiner eigentlichen Ausprägung, weil in der menschlichen emotional-rationalen „Vernunft“ die freien z und w mit den eng gebundenen z/w relationieren. Aus dem Einheitsmodell „z-w zu z/w“ entsteht in der allgemeinen Entwicklung die Verbindung mit dem OG. Für die geistigen Fähigkeiten des Subjektes heißt das, dass es die drei Optionen hat, vom OG-Pol und von z-w her die strenge Trennung zwischen G und N, zum Beispiel als klassische Logik sowie die freien E und I, die dem Subjekt phantastische Vorstellungen und freie Willensakte erlauben . Von den unendlich-dynamischen Möglichkeiten des „z-w-Pol“, kann man die zweite Option, die der Emotionalität erklären. Andere formale Eigenschaften der Affekte sind vom Übergang „z-w“ „zu“ engem z/w her zu verstehen. Es ist das Übergangsfeld der engen oder weiten, aber stets doch „bezogenen“ Grundgrößen, was wir inhaltlich und begrifflich als „E/I/N/G“ modellieren. Die dritte Option ist die der Meta-Relation der beiden vorhergehenden. Der Mensch kann fühlen und rational denken und glauben, sogar auch ohne diese drei stets trennen zu müssen. Diese Denkmethoden besitzen nicht viel „Exaktheit“ u.ä. Sie sind meistens Annäherungen, dialektische oder glaubensmäßige oder auch hermeneutische Intuitionen.
177Diese methodische Komplexität wird auch als „natürliche Vernunft“, die sich auf „Erfahrung“ beruft und als wissenschaftliche Induktionsschlüsse, Analogien etc. beschrieben. Sie alle sind Vorstufen zur angestrebten„Exaktheit“, welche die ganze Entwicklung von S und R bis E, I, N und G wiederholen. Solche unexakten Methoden sind mit den exakten deshalb gleichberechtigt.
178Anselm von Canterbury wollte von dem Vorgestelltwerden eines Objektes – bei ihm ist es Gott – im Verstande auf dessen reale Existenz schließen. Er wollte also von der Existenz des „Existenzbegriffes“ – Sein, E – auf dessen „reale Existenz“ schließen. Tatsächlich macht man dabei nichts anderes als „E“ unbegrenzt auf sich zu beziehen, wie es mit allen vier Größen im OG möglich ist. Dieser Mechanismus des Selbstbezuges gilt – etwas anders – auch für die Grundgrößen S, R und z, w im anderen metaphysischen Pol. Falsch war seine Gedankenführung also nicht, was Anselm aber noch nicht sah, jener andere, „materiale“ metaphysische Pol erlaubt es, von einer Entwicklung zu sprechen, in welcher es unterscheidbar entwickelte Existenz-Varianten gibt, „reale“ und unendlich abstrakte.
179Die zwei Produkte der freien Phantasie, die vom Subjekt erdachten und gewollten Ziele (Ii) und die kreierten Vorstellungen von Etwas (Ei), sind nicht „Nichts“ (N) oder gar „trügerischer Schein“. Die Ei und Ii können durchaus Illusionen oder Irrtümer sein, als subjektive z/w-Varianten haben sie aber zum Beispiel auch die wesentliche Tendenz ihrer möglichen zukünftigen Verwirklichung. Das heißt hier, dass ein „Gott“(Ei) eine objektive Chance hat, erschaffen zu werden. Dies und vor allem die E-Entwicklung mit der Tendenz der „E-Vollendung“, welche als dynamisches Moment den Widerspruch zwischen dem begrifflichen Verstehen Gottes – in den ontologischen Gottesbeweisen – und dessen angenommene reale Existenz aufhebt, ist zugleich jener Ausweg, mit der die allgemeine E-Vollendung unbegrenzte Erweiterung für jedes E, jedes Existierendes bedeutet, das dann, ob Gott oder Mensch, gleichen Status erhält.
180Die allgemeine Entwicklung, die die z/w-Phasen erzeugt, ist nicht nur als eine Wechselbeziehung der metaphysischen Pole zu verstehen. Mit dieser Entwicklung ist die umfassende Wechselwirkung aller Phasen verbunden. Und beides ist bei der „Erklärung“ eines punktuellen Details beteiligt. Und umgekehrt sind alle z/w-Phasen an der Begründung der freien S und R sowie der z und w und der freien E, I, G, N des OG beteiligt. Zum Beispiel wirkt dann an der Erklärung des absoluten Seinsbegriffes – konkret als „Gott“ – jedes einzelne Subjekt ebenso mit wie alle anderen Menschen durch die Sprachen-Phasen und in „gesellschaftlichen“ Diskursen.
181In den geschilderten Zusammenhängen der Entwicklung und der „Erklärung“ ist die Wahrnehmung und das Erdenken des metaphysischen „Ersten“ und „Höchsten“ nur ein kleiner Ausschnitt aus den umfänglichen Komplexitäten, welche die z/w-Phasen prinzipiell kennzeichnen. Einzelwissenschaftlich erscheinen die Wahrnehmungs-und Denk-Methoden als physiologisch-psychologische Vorgänge. Diese Phasen können dann wieder einerseits begrifflich auf G, N und E im OG und auf die elektrodynamischen Sw, Rw etc. zurückgeführt werden. Dabei werden fast alle anderen oft benachbarten z/w-Phasen berührt.
182Auch hier gilt, man kann beides schaffen, die OG und S, R von den konkreten Teilen der Gesamtrealität gedanklich abtrennen (Rw) und deren Zusammenhang (Rz) zugleich anerkennen. Allgemein gesagt, man kann die „natürliche“ Grundstruktur „z-w zu z-w“ vom OG, der maximalen menschlichen Reflexion über die Welt, trennen so wie man die drei Pole auch miteinander verbinden kann.
183Während dem Platon die einzelnen und isolierten Größen wichtig waren, widmet man sich seit Aristoteles bis heute intensiver den konkreten und begrifflichen Zweiheiten, zum Beispiel der von „Form und Stoff“. Diese dualen Kategorien sind geistige Konkretisierungen im z/w-Großbereich. Die historischen begrifflichen Vorgaben werden von uns ausdifferenziert, im Geistigen einerseits, als E, N-G und im Physikalischen, die z/w-Einheiten und Dualitäten wie die S- und R-Aspekte. Auch die von Aristoteles angedeutete Wechselwirkung von Stoff und gestaltender Form wird von uns verallgemeinert, wenn wir alle Phasen in sich gegenseitig erzeugender Wechselwirkung sehen. Insbesondere gilt das für die z, w der Ersten Physik – „Stoff“ als S/R – die sich selber derart entwickeln und in der Phase des OG – „Form“als E, N,G – zu Begriffen geformt werden. Die Form schilderten die Griechen schon sehr ähnlich dem OG, das E-Element als das vollendete selbstbezogene Sein, das als höchste Ausprägung der Form das Göttliche wird. Auch Platons „Idee des reinen Guten“, als „I“ im OG, wird als höchstes Merkmal erwähnt. Diese I-Komponente hält sich noch in der Vorstellung von „der Güte und Liebe Gottes“, geht aber später für die Philosophien und Wissenschaften verloren.
184Die alte Aussage, dass der Stoff, die Materie als solche ungestaltet und daher unbestimmbar sei, allerdings auch nicht „absolutes Nichts“, sondern „Möglichkeit“ sei, wird bereits mit der bewussten Charakterisierung der mechanistisch-materialistischen Strukturen durch E, G, N im OG überholt. Und mit S, R, z, w sowie der Hinzunahme von „I“ vermag man der stofflichen Basis der Natur die Begriffe „Kraft und Ziel“ zuzuschreiben.
185Aristoteles kann die Beziehungen zwischen „Form“ und „Materie“ nicht klären, was wichtig ist, um aus beider Relation das konkrete Seiende zu erzeugen. Er behauptet zwar, dass diese Überbrückung möglich sei, es bleibt bei ihm innerhalb des abstrakten Denkens allerdings nur ein Kreisschluss. Erst die allgemeine Entwicklung mit ihren Übergängen zwischen den Phasen lässt in jeder Wissenschaft und Phase die Erzeugung vom jeweiligen Seienden aus den z,w zu, verständlich gemacht durch den OG und die Sprachen.
186Die „z/w“-Phase liegt in der allgemeinen Entwicklung zwischen der „z-w“-Phase und der OG-Phase. Im Übergangsfeld zwischen den beiden metaphysischen Phasen erzeugen diese auch in ihrer Wechselwirkung die Subphasen, Einzelwissenschaften und konkreten Details des endlichen Seienden. Dort werden die freien z und w – aus dem „z-w“ – in den vielen möglichen z/w-Varianten nun eng verbunden. Auf der anderen Seite ist es der Übergang von den z/w-Relationen, wie zum Beispiel den Sprachen, zu den freien Elementen des OG und umgekehrt.
187Dadurch dass in den z/w-Phasen die zwei metaphysischen Pole wechselwirken gewinnt die z/w-Phasik ihre wichtige Stellung, so dass man von einem dritten metaphysischen „Pol“ sprechen könnte, wenn der nicht das ganze Gegenteil zu z-w und OG insofern wäre, als – zum Beispiel – in den zwei metaphysischen Polen versucht wird, eine maximale Einfachheit zu gewinnen, während die z/w-Phasen grundsätzlich unbegrenzt viele Relationen erzeugen.
188Ein wichtiges Beispiel für den Zusammenhang von den freien Rz und Rw zu den gebundenen Rw/Rz ist die Raumzeit – 3Rw/3Rz – die man allerdings nur „verstehen“ kann, wenn man den OG zu Hilfe nimmt. Raum und Zeit sind von ihren freien metaphysischen Rw und Rz her kaum zu verstehen, von deren Relationen gelten sie als seiend und so als etwas, das die Existenzeigenschaft des Seins (E im OG) hat. In der philosophischen Tradition befand man Raum und Zeit deshalb als Gebilde, die zwischen materieller und geistiger Seite angesiedelt sind.
189In den Sprachen-Phasen, ob Alltagssprache, Logik oder Mathematik, zeigt sich Vergleichbares. Die einfachen Relationen dort gelten zwar noch als Seiendes, sie haben aber schon die „unfassbaren“ Eigenschaften der isolierten, unendlich freien E, I, N, G und auch der z und w.
190Alle Phasen, Subphasen und Details im z/w-Großbereich, zeigen die Einflüsse der z-w- und OG-Metaphysik, allerdings je nach konkretem Gegenstand oder Ereignis in den charakteristischen Abstufungen der allgemeinen Entwicklungen. Das menschliche Subjekt beispielsweise enthält sie alle, in potentiell ausgewogenem Maße. So gibt es in der physikalisch-biologischen Gehirnstruktur des Menschen neben allen materialen z/w-Relationen noch die freien z und w und in den Funktionen des Gehirnorgans, dem Geistigen, neben der Bildung aller denkbaren engen E/I/N/G-Relationen noch die freien I und E der Zielsetzung und der virtuellen Existenzen sowie der freien Methoden, wie zum Beispiel die „abstrakte Negation“.
191Durch diese scheinbar widersprüchlichen z/w-Beziehungen, verschieden und doch verwandt zu sein, wird der Unterschied zwischen dem Physischen der S und R und dem Geistigen der OG-Elemente darin aufgehoben, dass die S und R nur durch – die „ganz anderen“ – E und I begrifflich zu beschreiben sind sowie dadurch, dass der OG durch die Dynamik und Veränderung der S und der R und durch die Wirkung der Rz-, Rw-Dualität erzeugt wird.
192Die metaphysischen Pole OG und „z-w“ gleichen sich darin, dass ihre Elemente keine Relation – im Sinne des „z/w“-Bereiches – haben. Genauer gesehen sind es die eigenen Rw, in „z-w“, die die Größen voneinander trennen. Und im OG ist es der Selbstbezug von „G“ und die Wirkung von „N“, dass es keine verbindende Relation innerhalb des OG gibt
193Beide metaphysischen Pole haben aber die beeindruckende Fähigkeit, aus dem „Nichts“ etwas zu erzeugen. Wenn aus den „z-w“ das z/w erzeugt wird, dann bewirken das die verbindende Kraft der Sz und Rz, und es ist G, welches vom OG her die z/w-Phasen begrifflich zusammenhält.
194Wir gehen davon aus, dass in allen Phasen die Trennungsrelationen wie die Vereinigungsrelationen zugleich gelten. Allerdings überwiegt in den beiden metaphysischen Phasen Rw und N. In den z/w-Relationen ergeben sich zwei Konstellationen, in der einen überwiegt Rz und in der anderen befindet sich Rw und N mit Rz und G in einem dynamischen Gleichgewicht. Die Wechselbeziehung aller z/w-Subphasen besteht dann aus der gleichzeitig wirkenden Trennungsbeziehung (Rw) und der Kohäsionsbeziehung
195(Rz). Das heißt nun, es gibt Konkretisierung als Trennungen – zum Beispiel wo Subjekt und Natur voneinander unterscheidbar sind – oder als enge Zusammenhänge oder eben als zweifache dynamische Wechselwirkung. Dieses komplizierte Geschehen tritt bei uns an die Stelle der herkömmlichen Vorstellungen von „Erfahrung“ oder von „Empirie“, mit denen das Subjekt seine Beziehungen zu den anderen Phasen der Realität herstellt.
196Man kann also nach wie vor zum Beispiel Seiendes von Sein und Sein von Nichtsein trennen. Aber von der „quantentheoretischen“ Situation her, von „z-w zu z/w“ also, gilt dann für die geistigen Phasen des z/w-Bereichs, dass E (Sein) von N (Nichtsein) zugleich getrennt ist, wie beide zugleich als E/N auch eng verbunden sind. Entsprechendes gilt für „I-E zu I/E“ sowie „N-G zu N/G“.
197Aus der allgemeinen Entwicklung, vom z-w-Pol über die Subjektivitäts- und Sprachenphase bis zum OG, kann man die Selbständigkeit des Seins (E) und die Selbständigkeit der anderen OG-Elemente herleiten. In dieser Entwicklung nimmt nämlich die Sz-Kraft systematisch ab und damit die Bindung der Größen aneinander. Die Sz-Kraft „vollendet“oder „verbraucht“ sich innerhalb der z/w-Phasen, indem sie diese erzeugt und gestaltet. Daher wirkt bereits in den z/w-Varianten zunehmend die Trennung und dann völlig im OG. Die Relation Rw trennt dort die Elemente und ist für deren spezielle Eigenschaften, die abstrakten Freiheiten, die unendlichen Reichweiten etc., verantwortlich. Die S-Vollendungen und R-Verwandlungen, welche zu den vier OG-Elementen führen, finden im Gehirn und im subjektiven Denken sowie als gesellschaftliche Erarbeitung der vielen Relationen und Übergänge in der Sprachenphase, statt. Die geistigen Gebilde entstehen dadurch im Gehirn, dass sie dort in der allgemeinen Entwicklung durch die Sz-Abschwächung und die Sw-Ausfächerung geformt werden. So dass die Rw als Trennungsfunktion die engen z/w-Relationen des Seienden auflösen. Die geistigen Gebilde sind nicht mehr „materiell“, weil in den einzelnen Entwicklungsphasen der S-Charakter von den R-Charakteren abgelöst wird.
198Die alte Annahme, der allumfassende absolute Weltgeist sei ein einheitliches Prinzip, welches in allen Dingen wirkt, ist jener Ausschnitt aus der allgemeinen Wechselwirkung aller Phasen, welcher die E-Seite in ihrer Entwicklung in allen vorhergehenden seienden Phasen – Physik, Biologie, Subjektivität und Gesellschaftlichkeit – bestimmt und schließlich als das Sein, das E im OG beschreibt. Das kehrt sich als Wechselbeziehung dann um, wenn jene Phasen des Seienden abstrakt begrifflich als „Existierende“ (E) beschrieben werden..
199Die „Objektivität“ des OG wird davon auch verbürgt. Zwar wird der OG letztlich von den S und R erzeugt, aber man kann den Status der Objektivität auch dadurch bewahren, dass die S und R allein vom OG begrifflich erfassbar sind. Die R-Aspekte sind zwar „weniger“ objektiv und sie können ohne die S-Aspekte nicht mehr „wirken“, aber eben dadurch sind sie der „virtuelle“ Übergang von den z und w zum OG. Die R-Aspekte sind damit ein Teil der umfassenden Realität wie er beispielsweise auch im Übergang von der biologisch-emotionalen zur rationalen Fähigkeit erscheint.
200Zusammenfassend erklären wir demnach die alle Phasen erfassende Entwicklung nicht nur aus der Wechselwirkung zwischen den Sprachen, der Subjektivität und dem OG, sondern auch aus den S- und R-Aspekten. So wird die Trennung der vier Elemente im OG durch Rw und durch die Abschwächung der Sz bewirkt. Dazu kommt, dass die einzelnen OG-Elemente ihre Basis in den R-Aspekten haben. Denn die S-Kräfte wandeln sich in E, die freien Rw und Rz werden „I“ sowie „G“ und „N“.
201In „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“ sind die beiden Teilmodelle einander„Meta-Ebenen“ und beide sind im Verhältnis zum OG sowie umgekehrt auch als „Meta-Ebenen“ anzusehen. Was hat das mit der neuen Metaphysik zu tun ? Der Ablauf ist nur in der R-Version „ewig“. Die S-Version begründet „die allgemeine Entwicklung“, bei der durch die S-Abschwächungen, Verteilungen und die Wirkungen und Veränderungen in z/w geschehen. Das läuft durch alle z/w-Phasen, bis der OG erreicht ist und mit den S-“Vollendungen“ jede Komplexität dort. radikal vereinfacht wird.
Relationen
202Der z/w-Großbereich wird durch die Relationen der Elemente E, G, N, I des Objektiven Geistes (OG) und durch die Relationen der Elemente Sz, Rz, Sw, Rw aus der anderen metaphysischen Phase, „z-w“, bestimmt. Wir sehen das Seiende, „z/w“, auch deshalb als eigenständig an, weil dieser Großbereich im Gegensatz zu „z-w“ und OG durch die umfassende Relationierung aller Relationsarten gekennzeichnet ist.
203Die komplexen und vielfältigen Strukturen, die dadurch entstehen können, haben materiale und geistige Eigenschaften zugleich, wenn auch in jedem Einzelfall abgestuft und in unterscheidbarem Maße. Die acht metaphysischen Elemente – Sw, Rw, Sz, Rz, E, I, G, N – sind durch Relationen verbindbar. Das ist aber nur deshalb möglich, weil diese Elemente selbst den Charakter von Relationen haben. Die Unterscheidung in „Struktur“ und „Funktion“ ist bei ihnen also noch nicht gegeben, diese sind z/w-Relationen. Die Rw und N sind als Trennungs-Relation für die radikalen Unterscheidungen zwischen den Elementen verantwortlich wie sie in „z – w“ und OG vorausgesetzt und mitgedacht werden.
204Der Gedanke der „Beziehungs-Relation“ beruht hauptsächlich auf Rz und auf G. Die z/w-Gebilde in ihrem Existenz-Charakter können von „Rz“ als Identitätsbildungs-Prozess erklärt werden. Alle deren mögliche Komplexitäten haben mit der unbegrenzten Kohäsionsdynamik der Sz, Rz zu tun.
205In dieser tendenziell grenzenlosen Beziehungsbildung, auf der die Komplexität der Welt und die Möglichkeit der fantasierenden Tätigkeit, alles mit allem zu verbinden, beruht, zeigen sich die Unendlichkeiten von Sz und Rz. Bei einer endlosen Metaebenen-Bildung von Relationen zwischen den w und den z zeigen sich andererseits auch die analogen unendlichen Wirkungen von w und „N“, zum Beispiel als grenzenlose „Erweiterungen“ in der Welt der Gegenstände und als unbegrenzte Negationsmöglichkeit im Denken.
206Es gibt nun noch zusätzliche Arten von Relationen. Innerhalb der beiden metaphysischen Pole bezieht sich jedes der von „fremden“ Elementen isolierte Element auf sich selbst, zum Beispiel „z/z“, „w-w“. Im OG ist es beispielsweise der E-Existenz-Selbstbezug, der Begriff „Existenz“ existiert. Das ist Erzeugung von Unendlichkeiten, welche für das Gesamtsystem wichtig sind. Es geht also nicht nur um „leere Wiederholungen“, vielmehr können nur so die ersten acht Elemente und die Theorien über die Metaphysik mit Hilfe dieser Unendlichkeits-Vorstellungen genauer untersucht werden.
207Die ältere Metaphysik war, wie auch die mechanistisch-positivistischen Wissenschaften, von der Relation der Identitätsbildung bestimmt, bei der das Thema der
208„Gleichsetzung“(G), entweder von Gott und Welt oder von Mensch und wahrgenommenem oder gedachtem Gegenstand (E), im Mittelpunkt steht. Das „Nichts“(N) wird zwar systematisch genutzt, aber noch nicht als eine spezielle philosophische Relationsart erkannt. Die physikalischen Grundrelationen – gravitative Anziehung (Rz)zwischen Mensch und Ding oder elektromagnetische Relationen (Rw) im Wahrnehmungsvorgang – werden in diese mechanistischen Vorstellungen auch noch nicht philosophisch eingebunden.
209Wir anerkennen die bisherigen Ansätze als den mechanistischen Teilaspekt der Realität und erweitern diese hergebrachte Auffassung. Der OG-Pol wird um I erweitert, und der metaphysische Pol der Ersten Physik wird neu eingeführt. Zu ihm gehören die zwei physikalisch wirkenden gerichteten Relationen Rw und Rz. Der Verbindungsweg von der Ersten Physik zum OG, zum isolierten Sein, E und I sowie zu N, G, führt über alle jene z/w-Einzelphasen. Beide Pole treten in einen umfassenden Wechselwirkungs-Zusammenhang und übertragen dabei ihre metaphysischen Eigenschaften auch auf die endlichen Relationen.
210Diese endlichen, „normalen“ Relationen liegen demnach zwischen beiden Extremen, welche durch die Konfrontation beider entgegen gerichteter Unendlichkeiten die „Endlichkeit“ konstituieren. Zu solcher Gewinnung einer Vorform von Endlichkeit gehört bereits z, das die Relation Sz/Rz ist und w als Sw/Rw. Dann werden in z/w, das heißt in Sw/Sz zu Rw/Rz mehrere Arten der Relation vereinigt, die zwischen einander Fremden und die zwischen „Verwandten“ – Sw mit Rw oder Sz mit Rz. Die dynamischen Wechselbeziehungen zwischen allen denkbaren Relationsarten bewirken schließlich jene Veränderungen und Entwicklungen, die zu I/E und N/G führen, als begriffliche Seite des Urgrunds aller „endlichen“ Erscheinungen.
211Die Konfrontationsrelation der jeweiligen Widersprüche in den Eigenschaften der Grundgrößen wirkt „neutralisierend“. Diese Relationierungen haben zur Folge, dass es für z/w, I/E und N/G nach außen keine Dynamik, keine Kräftewirkung und keine Richtungsfunktionen mehr gibt. Das ist die Beschreibung des herkömmlichen Begriffes des „Endlichen“ in konkreterer Fassung.
212Genauer gesagt, geht es in diesen Relationen um zwei Optionen, um die Statik und um den doppelt dynamischen Binnenbezug der jeweiligen zwei Elemente. Außenbeziehungen, zum Beispiel durch die dynamisch gerichteten R- Aspekte, sind möglich, wenn diese Relationen nicht im Gleichgewicht sind.
213Bevor das auf die methodischen Varianten aus der ursprünglichen N/G-Relation bezogen wird, sei noch eine überlieferte sprachliche Unterscheidung erklärt. Der statische Charakter, bei dem die entgegengesetzten Relationen in z/w zu einem Stillstand führen, ist das, was als das „Für-sich-seiende“ genannt werden kann. Größen wie E und S, die sich nur auf sich selbst beziehen, aber auch die z/w mit ihrer inneren Relationsdynamik kann man mit der traditionellen Kennzeichnung des „An-sich-seins“ verstehen und Größen wie „I“, R, aber auch jene z/w, welche Verbindungen nach „außen“ haben, kann man mit der bekannten Vorstellung des des „Ausser-sich-seins“ verbinden..
214Die z/w-Phasen – zum Beispiel die Dingwelt, die Menschen und die konkreten Begriffe – sind durch Rz miteinander verbunden und durch Rw voneinander getrennt. In den z/w-Phasen des „Seienden“ selbst wirken die Trennung und die Kohäsion „zugleich“ (Rw/Rz). Im Alltagsdenken spricht man dann zum Beispiel von der „Ähnlichkeit“ der Dinge. Soweit die E, I, G und N mit den S- und R- Aspekten verbunden sind, bewirkt dieser z/w-Wechselwirkungskomplex – Sw/Rw/Sz/Rz – die allgemeine Entwicklung. Diese Entwicklung führt von der Doppeldeutigkeit, dass etwas „zugleich“ diesen „Entgegengesetzlichkeiten“ unterworfen ist, weg und hin zu den normalen Trennungsfunktionen einerseits und den Bildungen von Zusammenhängen andererseits.
Entwicklung
215Die allgemeine Entwicklung – genauer, die Wechselbeziehung der E-Entwicklung mit der I-Entfaltung – verbindet und erzeugt die „Fakten“ im z/w-Bereich des Seienden und weiterhin auch die „ideellen“ Gebilde des OG und aus ihnen die „virtuellen“ der freien Phantasie. Es ist für ein philosophisches Gesamtsystem wichtig, wenn auch nicht hinreichend, beide metaphysischen Hauptphasen als „analoge“ Ordnungen zu verstehen und zu zeigen, dass beide abhängig voneinander sind.
216Jenes Fortschreiten vom z-w-Pol bis zum OG stellt sich uns als eine „allgemeine Entwicklung“ dar, in welcher sich die metaphysischen Elemente der Ersten Physik in die metaphysischen E, I, G und N umwandeln. Ähnliche Vorstellungen von Entwicklung haben in der Geschichte des Geistes und der Wissenschaften vielfache Darstellungen gefunden. Als natürliche Evolution, als Historie, aber auch zum Beispiel als gesellschaftliche Aufgabe in strategischer Absicht.
217So chaotisch, komplex und widersprüchlich sich diese Entwicklungen auch zeigen mögen, man muss ihnen eine Strukturierung zusprechen. Diese begründen wir durch die Elemente der beiden metaphysischen Pole. Im einzelnen ist das die E-Entwicklung, die Entstehung von materiellen Existenzen zu begrifflichen, was von den S-Aspekten bis zum E im OG reicht und die I-Entfaltung, von den beiden R-Aspekten bis zu den freien I. Dazu kommt die Umwandlung der „formalen“ Seite der Rz und Rw in G und N.
218Die Entwicklung und Entfaltung sind in Wechselbeziehung an jeder Stelle in den z/w-Phasen aufeinander bezogen. Die Freiheiten der I-Seite sind es, welche dort die sachlichen Vorgänge der E-Entwicklung oft chaotisch gestalten.
219Den „Antrieb“ für die beiden Arten der Wechselwirkung und des Überganges zwischen den metaphysischen Polen übernehmen die zwei S-Kräfte. Bei den Kräften gibt es die zwei Arten von Richtung. Die Rw-Richtung eröffnet in allen z/w-Phasen die Bewegung zur nächst höheren Phase und die Rz-Richtung sorgt dafür, dass es in einer denkbaren kontinuierlichen Entwicklung feste Strukturen gibt Das sind die statischen Rw/Rz-Wechselwirkungen. Deren zweifaches dynamisches Zusammenspiel erzeugt die Veränderungen.
220Die Übergänge, diejenigen zwischen den metaphysischen Polen sowie zwischen allen z/w-Phasen, kann man zu einer erweiterten, modernen Metaphysik zählen. Dazu kommt weiterhin, dass die Unterscheidung zwischen den Elementen des „z-w“- Pols – z/z/z/etc. und w-w-w-etc. – ebenfalls Übergänge sind, ebenso zwischen den Elementen des OG. In allen diesen Wechselwirkungen der Elemente sind bereits jene „Dynamiken“, endliche und unendliche, vorhanden, welche den Entwicklungs- und Entfaltungsvorgang bestimmen. Zur allgemeinen Komplexionsbildung der z/w-Phase gehört es, dass in jeder detaillierten Erscheinung die zwei dynamischen Entwicklungsprozesse aufeinander treffen. Dabei ist das bis dahin jeweils bereits Gegebene ein Teilergebnis der ganzen Entwicklung von den anfänglichen z,w her. Gleichzeitig ist der Grad der Systematisierung des Erforschten der Einfluss vom OG her, also das jeweilige Erkenntnisniveau der E-,G-, und N- Entwicklung und der I-Entfaltung. Das ist nichts anderes als eine spezifische Wechselwirkung zwischen den zwei Phasen „z-w“ und OG. Nun muss man aber noch die Wechselwirkung aller anderen z/w-Phasen mit dem zu erkennenden Gegenstand beachten.
221In einer derartig komplizierten Situation ist es in der Selbsterzeugung der Realität als konkretes Ganzes und und als Gesamtsystem wichtig, wenn man nicht nur von einem einzigen zu erklärenden, zu erforschenden Etwas (E) ausgeht, sondern von der Erforschung des „Ganzen“. Ein solches Vorgehen tritt an die Stelle der bisherigen Fragestellung, beispielsweise vom Typ „Was liegt hinter der in der Natur wahrgenommenen Eigenart eines Dings und woher kommt diese Eigenart und was ist neben dem letzten Grund für dies Seiende sein letzter Zweck“.
222Die die metaphysischen Pole verbindenden Entwicklungen lassen einen einfachen Tatbestand, einfache Erklärungen also nicht zu. Der z/w-Bereich ist der der unbegrenzten Relationierung. Darin unterscheidet er sich prinzipiell von der metaphysischen Grundregel der „Einfachheit“. Aber die metaphysischen Elemente „R“ und „I“ erlauben jene menschlichen, gesellschaftlichen „Entscheidungen“, jede dieser Komplexitäten zu vereinfachen.
223Die allgemeine Entwicklung und Entfaltung läuft von S und R über z,w und z/w bis zum OG. In jeder der Entwicklungsphasen gilt, dass die metaphysischen Ausgangsgrößen sowohl eng aufeinander bezogen wie auch getrennt voneinander sein können. Die Trennung wird von Sw, Rw bewirkt und die Kohäsion von Sz, Rz. Diese S-Kräfte nehmen in der allgemeinen Entwicklung ab.Dabei muss man die Sz-Abschwächung von der Sw-Abschwächung unterscheiden. Während der Sz/Rz-Zusammenhalt noch absolut ist, ist die Folge der Sz-Abschwächung, dass am Ende der Entwicklung die Elemente des OG total voneinander getrennt sind. In den E und I im OG ist schließlich keine der beiden S-Wirkungen mehr vorhanden, so dass dies schon zu jener maximalen Trennung dort genügen könnte.
224Die allgemeine Entwicklung hat damit im metaphysischen OG „ihr Ziel“ erreicht. Dort sind die Möglichkeiten der Trennung für die wenigen Grundgrößen als „E-G-I-N“ maximiert. Eine weitere Entwicklung führt zu keinen Veränderungen mehr, sie kann nur als unbegrenzte Wiederholungen geschehen.
225In der einzelwissenschaftlichen Arbeit der Theologie wäre ein Beispiel für das Verhältnis von statischem E im OG zur E-Entwicklung, dass der Anspruch des alten metaphysischen Existenz-, Seinsbegriffs (E), als Gott, „gegeben“ und immer schon „vollkommen“ zu sein, kollidiert mit den Beschränktheiten, Leiden und Übeln der von Gott geschaffenen Welt. Die E-Entwicklung von den z,w bis zum OG dagegen hat den Sinn, die mangelhafte, weil jeweils noch unentwickelte endliche Welt so zu verändern, dass diese vollkommener wird. Wenn „Gott“ aber in allen „Dingen“ gesehen wird, dann geht das um die E-Entwicklungsformen beziehungsweise um den Übergang von S zu E in allen E-Entwicklungsphasen.
226Die inhaltliche Seite der Entwicklung und der Entfaltung und beider Relationen sind am besten einzelwissenschaftlich zu verstehen. Die physikalisch-materielle Seite der Entwicklung ist die Abnahme der Sw- und Sz-Kräfte bei den Übergängen zwischen den Phasen und auch in den Wirkungsabläufen innerhalb der einzelnen Phasen. Dadurch trennen sich die R-Aspekte von den S-Aspekten. Die Rw und Rz werden freier und dadurch auch für die Wissenschaften wichtiger. Diese R-Entfaltung zeigt sich in der begrifflichen Seite der allgemeinen Entwicklung nicht nur darin, dass die I-Seite von der E-Seite unabhängiger wird, vielmehr treten die Relationspotenzen der R-Aspekte in den Vordergrund. Es bilden sich die methodischen G, N und N/G.
227Eine Folge der I – Entfaltung ist zum Beispiel auch die Entropiezunahme im Physikalischen, was als Trennung der die Energie – 3 Sw/Rw zu 3 Sz/Rz – bildenden elementaren Größen zu verstehen ist. Dass sich im Organischen und dann in den noch höher entwickelten Phasen die immer freier werdenden „I“ als Zielgerichtetheit, Willensfunktion und auf ähnliche Weise zeigen, und dass alle möglichen menschlichen initiierbaren Zielsetzungen frei und unbegrenzt sind, kann aus der Rw-Trennungs-Zunahme gesehen werden.
228Solange die Rw- in Wechselbeziehung zur Rz-Funktion steht, ist dadurch die Selbstidentität der Teilchen, Dinge und Begriffe fundiert.
229Ein Beispiel ist die Evolution in der Biologie. Ob in der Phylogenese oder in der Ontogenese, das Wechselspiel von Zunahme aller möglichen Freiheiten (Rw) mit der Ausbildung von relativ strikt auf sich bezogenen zusammenhängenden Strukturen
230(Rw/Rz), ist augenfällig.
231Die dynamischen Beziehungen der Sz/Rz,(z) welche engste Zusammenhänge bilden sowie die ständigen Ausweitungen der Sw/Rw, (w) sind selbstrelevant, das heißt, sie sind auf diese Seiten der Realität selbst gerichtet, die sich dadurch verändern. Ein Ergebnis der unbegrenzten z-Wirkung ist die tendenziell unendliche Minimierung der beiden S-Kräfte. Und diese w-Wirkung entwickeln im Geistigen die Trennungen, zum Beispiel von „Richtung“(I) und „Existenz“ (E) oder von „Inhalt“ und „Methodik“ oder auch die Trennungen der verschiedenen „Begriffe“, „Theorien“ etc.
232Mit dem Zusammenspiel der E-Entwicklung und der I-Entfaltung werden die E-Varianten in den z/w-Phasen immer „vollendeter“ und selbständiger. Das wird durch die Abnahme der S-Kräfte bewirkt. Auch die R und damit die I werden dadurch ständig freier. Die Gesamtwirkung ist, dass die Komplexität der I/E-Systeme und die Freiheitsgrade in allen Verhältnissen zunehmen. Das schränkt die Gesetzmäßigkeiten ein und führt zu unberechenbaren Irrationalitäten, besser gesagt, das erlaubt für die Ii und Ei der freien Phantasie eine erweiterte Form der Gesetze, die„Gesetzmäßigkeit“.
233Um die jeweiligen Eigenschaften der einzelnen Phasen zu erklären, muss man auf die S und R oder auf die zwei R-Aspekte zurückgreifen. So kann zum Beispiel Platons Verbindung der absoluten Idee (E) mit den höchsten Tugenden (I) von den S/R ausgehen und als jene „I/E“-Relation gelten, die bei uns fundamental für die gesamte Realität ist.
234Der sich selbst hervorbringende Entwicklungsprozess verbindet nicht nur die Phasen und die Pole, sondern erzeugt und „erarbeitet“ sie auch, so dass in jeder geistesgeschichtlichen Periode bereits von Metaphysik gesprochen werden durfte, auch wenn noch zu erforschen war, was denn nun das „Erste“ und was das „Letzte“ sei.
Großer Kreis
235Die die Wissenschaften und die Philosophie durch Aristoteles bis heute bestimmende Entgegensetzung von „Form“ und „Materie“ wurde des öfteren durch Versuche unterbrochen, den Aufbau der Welt von der Gleichrangigkeit dieser beiden Basisvorstellungen oder ihrer wechselseitigen Verbundenheit zu erklären. Auch der Entwicklungsgang von der ungestalteten Materie zur gestaltgebenden Form war in der Antike bereits erkannt worden.
236Dieses Thema differenzierte sich in den Fragen, wie kann man von dem Natürlichen und auch vom Geschichtlichen der Welt auf das Sein oder auf Gott schließen. Und wie kann man diese Naturphänomene begrifflich erfassen, was ist eigentlich das Abstraktionsverfahren?
237Es ist ein Abschnitt der „allgemeinen Entwicklung“. Der Natur liegen die gerichteten Kräfte als S und R zugrunde, und nach langem Entwicklungsweg sind die „passenden“ maximal abstrakten Begriffe aus diesen vier Größen entstanden. Es sind die Existenz – und die Zielvorstellung sowie die methodische Vorstellung der Negation und der Gleichsetzung. Dieser Weg ist formal vor allem gekennzeichnet durch die Auftrennungen der ursprünglich engen S/R-Relationen der Natur bis hin zur völligen E-I-N-G-Trennung im Objektiven Geist.
238Wie kann man nun umgekehrt aus dem OG die Welt begreifen? Wieso wird zum Beispiel der denkende Mensch, die Subjektphase, immer schon vom OG her bestimmt?
239Im Verlauf der Geistesgeschichte wurde einsichtig, dass die „immer reinere Form“ der Begriffe zwar einem Endstadium zustrebt, dass das aber durch zwei Bewegungen aufgehoben wird. Die eine Bewegung ist die allgemeine E-Entwicklung und die I-Entfaltung, welche beide aber durch ihr wechselweises Zusammenspiel in den durch sie gestalteten Phasen und Einzelwissenschaften sehr viel komplexer wird als die bloße Abstraktion zur „immer reineren Form“ es erwarten lässt. Die andere Bewegung ist der umgekehrte Weg, vom „Objektiven Geist“ her, welcher direkt auf jede Phase und auf die Erste Physik bezogen werden kann. Wenn wir behaupten, dass „E“ als OG-Element „existiert“, dann ist der Gedanke und das Gedachte identisch. Außer der „Existenz-Aussage“ wird nichts weiter hinzu gefügt. Für S, R, z und w ist die Aussage über deren Existenz der „kurze“ Übergang vom OG zum Physik-Pol.
240Der „große Kreis“ ist eine Art der Selbstbegründung der ihn enthaltenden Größen. Solche Selbstbegründung wird bereits von E und G des OG vorgegeben, die Identifizierung des Existierenden kann nur durch Rückgriff auf sich selbst geschehen. Wenn überhaupt noch eine Dynamik, Entwicklung von E, G ausgeht – und „I“ deutet deren Notwendigkeit an – dann ist das die Anwendung dieser Basisgrößen auf alle anderen Phasen.
241In früheren philosophischen Überlegungen waren sich die beiden metaphysischen Pole äußerst fremd, und die Materie wurde dem göttlichen Sein, E nur immer unähnlicher je näher sie ihm kam. In der Aufklärung wird das körperhaft Seiende umso „schwächer“ je weiter es sich von seinem physikalischen Ursprung entfernt. Bemüht man die Sicht des „großen Kreises“, dann ist das Sein, E der Ersten Physik auch unmittelbar, auf dem „kurzen Weg“ benachbart, eigentlich sogar grenzenlos nah. Am anderen metaphysischen Pol ist die „Selbstanwendung“ – analog zur E-Existenz-Aussage – als Entwicklung durch die Sw und Rw und Sz und Rz ebenfalls vorgegeben. Das „genetische Gewordensein“, der andere „lange Weg“ ist die allgemeine Entwicklung durch alle z/w-Phasen. Diese Dualität, „in der Tendenz unendlich kurz und unendlich lang“ beruht letztlich wieder auf Rz und Rw.
242Die Natur entwickelt sich also einerseits zu Geistigem und es gibt nach wie vor den alten metaphysischen Vorgang, in dem das abstrakteste Geistige „formend“ auf das Natürliche einwirkt. Aber diese zwei Bewegungen – ein langer und ein kurzer Weg – bilden in ihrem Zusammenhang eine Einheit, in der der metaphysische „Anfang“ und das „Ziel“ der allgemeinen Dynamik nur Phasen unter allen anderen sind. Wir nennen das einen „großen Kreis“. Genauer gesehen, ist er als „Wechselwirkung“ und als „allgemeine Entwicklung“ aller Phasen zu beschreiben. Die beiden metaphysischen Pole S, R und G, N, I, E relativieren sich dadurch gegenseitig, und sie werden durch die vielen Phasen des Seienden-Bereichs selbst relativiert. Die Meinung, welche die „Materie“ nur als Anfang sieht und den „Geist“, die „Form“, als etwas „Höheres“ versteht, unterschätzt die Gestaltung des Seienden, die Entwicklung und ihre Phasen. Im „großen Kreis“ ist jede Phase und jede Wissenschaft von daher gleichberechtigt. Die Erste Physik wird durch z und w und deren S-„Reste“ sowie durch die R in allen Phasen vertreten. „Die Natur“ ist sowohl z,w und zugleich die begriffliche Erfassung durch die in der Entwicklung gewonnenen E,G,N,I. Wie können die physikalischen z-w-Eigenschaften auf „das Höchste“, die Elemente des Objektiven Geistes übertragen werden? In allen Zwischenstufen der Entwicklung und Entfaltung, vor allem den z/w-Naturphasen, sind die beiden S-Aspekte der Antrieb. Und die Zielfunktionen, die Richtung der Entwicklung werden durch die R-Aspekte bestimmt. Die begrifflichen Eigenschaften von z und w – beispielsweise ihre Unendlichkeit und ihr Nichts – werden in den Zwischen- und Übergangs-Phasen in diesen Abläufen zum Seienden, zum Konkreten. Diese „z/w“-Phasen sind bloßes Mittel, um die Momente des OG zu erzeugen. Der Kreis schließt sich dann, wenn E, I für die Beschreibung der S, R verwendet werden.
243In der Geschichte der Wissenschaften und auch der Erkenntnistheorie und zum Beispiel in der Entwicklung der individuellen Erkenntnisfähigkeit zeigt sich, dass zuerst die E, G und N und die I des OG genutzt wurden. Vor allem in der Alltagssprache und bedingt durch die physiologischen Vorgaben – wie die Gedächtnisfunktion und die Sinneswahrnehmung werden die einfachen E, G und N, I als isoliertes Identifizieren, Negieren oder Wollen gebraucht. Seit der Antike gibt es philosophische Schulen, die entweder E, das Sein oder I, den menschlichen Willen, oder jene beiden methodologischen Grundgrößen G und N besonders hervorheben. Diese vereinfachenden idealistischen Paradigmen sind zwar nicht ersetzbar, sie werden aber von uns ergänzt. Erst in Laufe geistesgeschichtlicher Fortschritte eröffneten sich die Zusammenhänge dieser Grundgrößen, ihre Einbindung in wissenschaftliche Gesetze, ihr Wechselspiel von Trennung und Verbundenheit, deren Universalität und gleichzeitige inhaltliche Verschiedenheit. Die alte Vermutung, dass die „Form“, welche auf die „Materie“ einwirkt und diese gestaltet, nicht doch schon in der Materie „präexistent“ sei, ist dann berechtigt, wenn diese Zusammenhänge ernst genommen werden. Das aber ist ein Ausschnitt aus dem „großen Kreis“, in dem an jeder Stelle „von oben“ – vom OG – und zugleich „von unten“, von den z,w die Phasen und Wissenschaften und das „Wesen der Welt“ vernünftig erklärbar werden. Eine spezielle Verbindung in dem Kreisgeschehen ist die zwischen den Polen. Der metaphysische OG gründet in S, R und in z,w und zugleich kann diese Erste Physik nur durch die OG-Momente, das Sein in Einheit mit dem Denken des Seins begriffen werden. Die Dualitäten beider Pole und diese beiden sie verbindenden Prozesse begründen die Einheit der Realität. Alle Zwischenphasen auf dem Entwicklungsweg sind von Rz und Rw bestimmt. Zunächst wirkt überwiegend Rz und bindet alles an die Kräfte, aber mit dem Fortgang der Entwicklung wirken die Rw ständig stärker und die Phänomene werden daher mehr voneinander getrennt und freier. Von diesen beiden Einflüssen sind alle Phasen zugleich und in komplexer Wechselwirkung bestimmt. Von den engen Bindungen der Rz gehen dann die „Notwendigkeiten“ und von den Trennungen des Rw gehen die „Freiheiten“ in den biologischen, emotionalen, sozialen, kulturellen, rechtlichen etc. Bereichen der wissenschaftlichen und alltäglichen Darstellungen aus. Das Spiel der Trennung und der Beziehung, das alle Phasen in die allgemeine Entwicklung einbezieht, vereint auch im materiellen Gehirn des menschlichen Subjekts dessen geistige Beziehungen mit den anderen Phasen, zum Beispiel mit den Elementen des OG.
244Wenn gesagt wird, das gegenständlich Seiende und das Bewusstsein setzen sich wechselseitig voraus, dann ist das eine verkürzte Annäherung an die große Kreisbildung. Durch den „großen Kreis“ wird ein notwendiger, aber nicht zwanghafter Zusammenhang zwischen materiell Seiendem und Bewusstsein dadurch gestaltet, dass dieses Verhältnis sowohl vom metaphysisch-materiellen Pol, der Basis aller Gegenstände, wie vom abstrakten metaphysischen Pol, der Basis allen Wissens her bestimmt wird. Beide metaphysischen Pole haben ihre Freiheiten – Rw und I – und ihre notwendigen Zwänge, Rz und E, G. Nur so wird der Zusammenhang aller Phasen verständlich.
245Der „große Kreis“ löst alte Probleme, weil sich die zwei metaphysischen Pole gegenseitig erklären. In dem Ablauf des Kreises sind nicht nur die beiden Pole, sondern jede Phase und jedes Phasen-Detail gleichberechtigt eingebunden, zum Beispiel auch deswegen, weil sonst die allgemeine Entwicklung unterbrochen würde. Umgekehrt erklären und beweisen auch die Wechselwirkung und die allgemeinen Entwicklungsvorgänge die Existenz der beiden metaphysischen Pole.
246Dennoch ist das kein „abgeschlossenes Gesamtsystem“ im herkömmlichen Verständnis. Die unendliche „Offenheit“ der beiden Pole, die Freiheiten der R-Aspekte und die der E-Imagination und der I-Willensbildung gehören nämlich zur Kreisbildung.
247Die sachliche Bestimmung der metaphysischen Begriffe durch die Wechselwirkung aller Phasen, speziell, dass der OG die z,w erklärt und umgekehrt, erlaubt eine erweiterte Grundhaltung in der Erkennung der Welt. Neben die traditionelle Sicherheit in der Erkennbarkeit durch G und E tritt nun zum Beispiel noch die Absicherung des Forschens und der Erkennbarkeit der „Offenheiten“, der „unendlichen Weite“ durch die Rw und der „unendlichen Tiefe“ durch Rz. Und durch die S-Aspekte wird die Verbindung zwischen Natur und Geistigem auf eine neue Art darstellbar.
248Die neue Metaphysik verbindet in sich den OG, die Erste Physik und alle anderen Entwicklungsphasen auf zweifache Weise. So kann frei und beliebig, unabhängig von den Entwicklungswegen, jede Phase mit jeder vereint oder von ihr getrennt werden. Gegenstand der Metaphysik ist dann zum Beispiel auch die Möglichkeit, das Sein des Seienden ontologisch zu benennen und zugleich dessen materielle Grundlage aus den relevanten Wissenschaften herzuleiten.
249Wenn weit auseinander liegend „Erfahrung“ und vor-räumliche Unendlichkeiten in z,w verbunden werden, zeigt die neue Metaphysik ihre Reichweite. Die Erweiterung der Metaphysik zeigt auch, dass jenseits der Ersten Physik sowie der traditionellen Ideenwelt immer noch etwas Weiteres liegt. Sie vereint damit die zwei antiken metaphysikalischen Ansätze, die platonischen höchsten Ideen mit der aristotelischen Metaphysik, die sich auf die endliche Seite der Natur stützt
Übergangsfeld
250Zur allgemeinen Entwicklung gehören nicht nur die Phasen mit ihrer inneren verändernden Wirkungsdynamik, sondern auch die Übergänge zwischen ihnen. Die Struktur dieser Übergänge macht, dass sich die jeweiligen zwei Phasen – und letztlich die zwei Pole – von einander unterscheiden und „zugleich“ miteinander verbunden sind. Das ist bereits in „S/R“ angelegt.
251Vom physikalischen Pol her geht es in der Entwicklung um die beiden Übergänge von „z-w zu z/w“ und von „z/w“ wieder zu .„z-w“ Der Übergang geht also anfänglich von jenen freien (z-w), und dann relationierten z, Sz und Rz beziehungsweise den w, Sw, Rw aus. Im Übergang – hier durch „zu“ bezeichnet – „z/w zu z-w“ haben die w das Übergewicht und trennen beide Grundmodelle. Beim anderen Übergang wirken die z indem sie die Verbindung beider Modelle herstellen. Diese abwechselnde Folge wird erreicht, weil sich die Sw-Kraft beim Trennungsvorgang erschöpft und dadurch die Sz-Kraft die Oberhand gewinnt. Dann beginnt das Spiel in umgekehrter Weise, die verbindende Sz-Kraft verbraucht sich mit der Annäherung an die w und die abstoßende trennende Sw-Kraft wird stärker. Insgesamt bleiben aber beide Kräfte erhalten. Es gibt nur diese beiden Kraftarten und damit eine Beschränkung auf jene sich abwechselnden dynamischen Prozesse. Der Hauptgrund für diese grundlegende Kraft-Erhaltung liegt in der Tatsache, dass es hier noch nicht um raum-zeitliche Energiewirkung und Entropie-Erzeugung geht. Diese erscheinen erst in höheren Entwicklungsphasen.
252Ein Problem für das Verständnis ist, dass es nicht nur Übergangsfelder zwischen den Phasen gibt, sondern dass jede Phase, Subphase und jedes „Detail“ selbst einen Übergang im Entwicklungs-Kontinuum darstellt. Beide Male geht es um die in „z/w“ zusammengefasste Wechselbeziehung Rw/Rz-und die Sw/Sz-Relation, welche bei Übergewicht von z als „Strukturen“ anzusehen sind und beim Übergewicht von w die zwei freien Dynamiken des Überganges zwischen den Phasen sind, die freien unendlich dynamischen gerichteten Kräfte Sw/Rw und Sz/Rz.
253Nur die metaphysischen Pole haben einen anderen Charakter. Der metaphysische OG-Pol ist deshalb nicht unendlich dicht zusammenhängend, weil dort die Sz nicht mehr wirken und der S/R-Pol zeigt noch keine Sw-Wirkung. Die gesamte allgemeine Entwicklung besteht – neben allen wechselwirkenden Relationierungen – in der Abnahme der Sz und damit der Zunahme der Sw-Wirkung.
254In den entwickelten Übergangsfeldern der komplexen Bereiche der Realität zeigen sich alle vorhergehenden Phasen-Übergänge in „Kurzform“ – eben auch als Rw und Rz. Es gibt im z/w-Bereich tendenziell unbegrenzt viele Übergänge. Sie sind letztlich alle auf Rw, Sw und Rz, Sz. zurück zu führen. So versammelt zum Beispiel der dadurch anschaulicher werdende Übergang von den biologischen zu den geistigen Funktionen im Gehirn die physikalischen Phasen jeglicher Art, die chemischen und die biologischen sowie die Übergänge zwischen ihnen. Zur wissenschaftlichen Erklärung und sprachlichen Darstellung einer Phase, eines Gegenstandes oder eines Übergangs wird dann diese Ansammlung sowie die zugehörigen Übergänge zwischen den Elementen des OG benötigt.
255Die ursprünglichen Übergänge im metaphysischen „z-w“-Pol sind in der Relation Sw/Rw und in w-w, also Sw-Sw und Rw-Rw – und Entsprechendes bei „z/z“. Das sind „metaphysisch einfache“ Relationen. Die Übergänge werden im z/w-Bereich, in allen seinen Phasen – Alltag und Wissenschaften – komplexer, um dann im OG wieder jene Einfachheit zu haben, bei der zum Beispiel der Relationsvorgang identisch ist mit den Relationierten.
256Aus einer „metaphysikalischen Systematik“ ergibt sich gleicherweise, dass ein „w“ ununterscheidbar ist zu vielen und zu unendlich vielen. Das betrifft auch die „z“ und beider S- und R-Aspekte sowie die Elemente der OG. Diese Folgerung aus der metaphysischen Basis stützt sich vor allem auf die Unendlichkeit der Trennung (Rw) jener Größen und der dabei auf einer Metaebene doch bestehenden Rz-Verbindung. Analog und im Sinne der Einheit von Relationiertem und Relation ist der Übergang zwischen zwei oder vielen Sw („Sw-Sw“), zwischen vielen (Sz/Sz) etc. ununterscheidbar.
257Von w und von den freien E und I her gibt es fast unbegrenzte Unterschiede zwischen den z/w-Phasen, Subphasen und den Details. Aber „zugleich“ gibt es eben auch die Kohäsion durch z, welche nicht nur die Verbindung zwischen den Phasen und auch zwischen Phase und Übergangsfeld herstellt, sondern auch die unendliche „Tiefe“ in jedem dieser Übergänge.
258Die dritte Art des Übergangs ist also die Beziehung zwischen „Ungleichen“, einander „Fremden“, zum Beispiel die z/w-Varianten. Auf dem Übergangsfeld entsteht stets „Neues“, insbesondere dann, wenn dort alle vorhergehenden Entwicklungsphasen Einfluss nehmen können. Diese Erzeugung ist das Zentrum der allgemeinen Entwicklung.
259Das betrifft zunächst auch Sw/Rw (w) und Sz/Rz (z). Obwohl die Fremdheit der beteiligten Relationspartner hier noch am geringsten ist, ist das die Basis für die Entwicklungen im z/w-Bereich.
260Die z/w-Relation vereint diese grundlegenden Übergangsarten und ist daher das Fundament der gesamten konkreten Realität.
261Der Übergang zwischen dem S-Aspekt und dem R-Aspekt im metaphysischen Pol ist die totale „Inhaltlichkeit“, grundlegend für sie ist eine Kohäsionsverbindung. Im OG als metaphysischen Gegenpol der unübertreffbaren „Form“ besteht der Übergang in der „Trennung“ (Rw) der vier Elemente. In allen Phasen zwischen den beiden metaphysischen Polen sind die Übergänge Wechselwirkungen – z/w und Sw/Sz und Rw/Rz – die begrifflich sowohl als Kohäsion wie zugleich als Trennung bezeichnet werden können. Der darin wirkenden Trennungs-Relation (Sw-Sw und Rw-Rw) steht die der Kohäsion in Sz/Rz, z/z gegenüber.
262Die R-Seite bildet den Übergang vom Seienden (z/w) zum OG-Pol. Die Rz/Rw-Relationen werden zum Beispiel für die „Sprachen“ wichtig. Wir werden das im Zusammenhang mit einer „metaphysischen Systematik“ der Mathematik behandeln.
263Nicht zu vergessen ist das was sich aus dem z,w-Pol entwickelt hat, sein Gegenstück im OG-Pol. Die gleiche Systematik, welche wir bei den Relationen der S- und R-Aspekte sehen, ergibt sich am metaphysischen Pol des Objektiven Geistes. Den zwei statischen Selbstbezügen E/E und G/G stehen die beiden dynamischen I/I und N/N zur Seite. Die dritte Übergangsart beginnt mit I/E und N/G sowie I-E und N-G. Die folgende Übergangs-und Relationsart ist „I-E zu I/E zu N-G zu N/G“.
264Alle folgenden komplexen „z/w-Übergangsfelder“ des Seienden, des Daseins, der konkreten Praxis werden also von allen jenen Relationsarten beider metaphysischer Pole zugleich bestimmt. In jedem Detail des Seienden, in den konkreten Phasen und in den Übergängen zwischen ihnen wechselwirken also alle acht beteiligten Elemente der beiden Pole. Aus deren dann prinzipiell unbegrenzt möglicher Kombination entstehen beliebig komplexe „z/w-Phasen“, die dann entsprechend komplizierte Übergänge bilden.
265So werden die z/w-Phasen der Natur von beiden metaphysischen Polen gestaltet. Das Wechselspiel der gerichteten Kräfte Sw/Rw und Sz/Rz ist der physikalisch und biologisch bestimmte Unterbau, der die wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen fundiert, und die E,G, N verbürgen den Erkenntnisgewinn dabei, deren Rationalität (N-G) und objektive „Richtigkeit“(E). Das aber kann nun wiederum durch die freien, metaphysischen I in der Praxis des Daseins der Gefahr oder der Chance ausgesetzt sein, als „Wünsche“ oder Phantasien jeder Rationalität zu widersprechen.
266Ein Relations-Beispiel aus der Sprachen-Phase zeigt, dass Begriffe, Sätze dadurch konstituiert werden, dass in ihnen die vier im OG prinzipiell getrennten und also maximal unterschiedlichen OG-Elemente auf beliebige Weise relationiert werden können. Das sind die „Wirkungen“, durch die „Neues“ entsteht, aus Begriffen werden Sätze und aus denen werden Texte.
267Dabei sind die Einflüsse vom materiell-metaphysischen Pol nur noch formaler Art, nämlich als die Rz-Kohäsion in den Übergängen I/E, N/G und in ähnlich einfachen Relationen. Je weiter man sich vom z-w-Pol entfernt und sich dem OG-Pol nähert, desto weniger intensiv werden die Einflüsse der Kraftfelder. Aus demselben Grund vereinfacht sich das Übergangsfeld. Je nach Phase oder Subphase bestimmen zum Beispiel dann nur noch die Rz oder die Rw oder vom OG-Pol her die N oder G die Art der Beziehung zwischen zwei Gegenständen.
268Die einfachen Übergangsrelationen aus dem OG-Pol, „G“ und „N“, sind zum Beispiel die empirischen und logisch-rationalen Methoden des mechanistisch-idealistischen Denkens. Wird im idealistischen Denken nur E-G-N aus dem Objektiven Geist genommen, dann verkürzt und vereinfacht das die tatsächlich komplexen Zusammenhänge und die zugehörigen Denkmethoden radikal. Diese Elemente werden dabei nur als N-G-Getrennte und als Seiendes (E/G-Relation) oder als „Nichtseiendes“ (E/N-Relation) genommen. Die neue, erweiterte Metaphysik. erlaubt zwar das idealistische Vorgehen noch, kann aber die Wirklichkeit umfassender und differenzierter erklären, wenn sie die I-Seite und R aus z und w hinzu nimmt.
269In der idealistischen Verkürzung wird das subjektive Denken nur als vom Sein (E) und von der Logik (N-G) bestimmt, es wird aber nicht die Tatsache gesehen, dass das menschliche Denken diese Elemente des OG in der allgemeinen Entwicklung zu erzeugen hilft. Wir stellen der herkömmlichen Lehre vom Sein des Seienden die Entwicklung von z,w zur Seite. Es gibt nun an Stelle der mechanistischen Annahme von den extremen Polen der Sinneswahrnehmung, der Erfahrung gegenüber den angeblich entgegengesetzten materiellen Gegenständen, die Wechselwirkungseinflüsse von beiden Polen und von allen Phasen.
270Man kann die Art des Überganges in den komplex relationierten z/w- Phasen unterscheiden von der in den zwei Pol-Phasen, wo die z von den w nur getrennt sind und wo die E, I und die G von den N getrennt sind, also das freie Rw wirkt. Aber so wie früher allgemein galt, dass die Seinslehre des Natürlichen und die Seinslehre des Übernatürlichen ineinander übergehen, so muss man bei uns schauen, ob man „z – w“, das heißt freie Sw,Sz und Rw,Rz, als Bindeglied zwischen allen z/w-Phasen haben muss. Das betrifft auch die Verbindung zwischen den Phasen des Seienden und der OG.-Phase, die am ehesten noch das darstellt, was man einst als „Übernatürliches“ ansah.
271Es geht also wieder um „z-w zu z/w zu OG“, speziell um die Übergangsproblematik in „N-G zu N/G“ und „I-E zu I/E“ und analog in den Differenzierungen durch S und R.
272Die Einheit des wissenschaftsphilosophischen Ansatzes wird von OG und z-w sowie z/w. und den zugehörigen Übergängen gebildet Die Integration der Metaphysik in die Wissenschaftsphilosophie besteht darin, dass wir die traditionell gesuchte „gestaltende Kraft hinter aller „Dinglichkeit“ in den zwei wissenschaftlich zu fassenden S/R-Aspekten sehen und dass zugleich zur Erfassung der Gegenstandswelt als Existierender (E) und ihrer Geschehnisse als „formender Logos“ die Rationalität (N-G) und die empirische Wahrnehmung (G), also die OG-Elemente und ihre Übergangs-Relationen (N/G) gehören. Übrigens steckt in jener wissenschaftsphilosophischen Einheit auch die prinzipielle Möglichkeit, jedes Detail durch den Rz-Selbstbezug zu verabsolutieren, zum Beispiel „N“ als „abstrakte“ Negation wirken zu lassen.
273Die die mythischen Seiten der alten Metaphysik bekämpfenden mechanistischen Wissenschaften stützen sich auf die Empirie und etwas erweitert auf die „Erfahrung“. Die wissenschaftliche Philosophie analysiert nun was Erfahrung, Vernunft und Empirie methodologisch bedeuten. Sie erweitert dann zum Beispiel die methodischen Möglichkeiten von „N,G“. Der Trennungs-Übergang N-G, die Basis klassischer Logik, bleibt erhalten, und der N/G-Übergang als dialektische Methodik kommt hinzu. Auch wird E und I sowie I/E in einer erweiterten Methodik mit den N und G relationiert zum Beispiel als hermeneutisches Verstehen und auch als wissenschaftliches Erkenntnisinteresse. Das sind Grundlagen, auf denen differenzierteres Denken und Forschen ermöglicht wird. Dabei wird die geistesgeschichtliche Entwicklung nachvollzogen, bei der auf der mythischen Stufe keine Regeln zu erkennen waren und der Grund aller Dinge und Geschehnisse aus einer höheren Willkür zu stammen schien. Das können wir in unserer Darstellung als verschiedene Arten der Übergänge und der Relationen ausdrücken. Anfänglich sind im individuellen und kollektiven Denken die bereits eng bezogenen I/E fest mit den N/G verbunden. Das bildet die in der Natur und in der Gesellschaft tatsächlich vorhandenen noch unanalysierbaren Verhältnisse ab. Eine wissenschaftliche Analyse setzt zum Beispiel mit der europäischen Aufklärung ein, und zwar als absolute I-E-G-N-Trennung. Wobei die rationale und logische Erfassung die I- Seite, welche als I/E noch zuvor berücksichtigt wurde, völlig vernachlässigte. Die wissenschaftlich-philosophische Betrachtung berücksichtigt nun wieder beides. Beide Grundweisen der Erkenntnis sind dann aufeinander bezogen und ergänzen einander. Die komplexe Form – I-E-G-N zu I/E/N/G – heißt dann eigentlich nichts anderes, als dass die geisteswissenschaftliche Entwicklung neu erzählt und diskutiert werden kann.
274Wie sehen die vielen verschiedenen Übergangsfelder genauer aus? Wenn beispielsweise ein physikalischer Sachverhalt von einem Menschen eingesehen wird, dann ist dieser „Übergang“ zwischen der Subjektphase und der Naturphase eine Wechselbeziehung, an der prinzipiell alle Denkmethoden beteiligt sind, Logik, Dialektik, Hermeneutik. Die Arbeitsmethoden kommen hinzu. Weiterhin wird dabei von mehreren Sprachen Gebrauch gemacht, von der Alltagssprache bis zur Mathematik. Parallel zur methodischen Seite sind es die inhaltlichen Strukturen, das positive Wissen und auch die Interessen, die man beachten muss, wenn man eine möglichst vollständige Schilderung dieser komplexen Übergangssituation wissenschaftsphilosophisch geben will. Diese Strukturen und Funktionen werden von uns weitergehend analysiert und schließlich auf die acht metaphysischen Elemente reduziert.
275Eine alte Variante einzelwissenschaftlicher Konkretisierung des Übergangs ist die theologische Vorstellung der Emanation, des Hervorgehens alles Seienden aus einem Ursein. Dem Beispiel der Schöpfung der Welt aus dem Nichts kann man in unserer Entwicklungsdynamik den Übergang von den freien z und w zu z/w zuordnen. Wenn das „Ursein“ das E und das mythische „Nichts“ das N aus dem OG sind oder die beiden S/R das Ursein und die freien z und w das Nichts sind, dann werden sogar beide Pole einbezogen. Die R-Aspekte und die I – die zusätzlich noch zu postulieren waren – führen allerdings erst zu jenen Freiheiten, welche über die statischen Größen „Sein“ und „Nichtsein“ hinaus die Vielheiten und Mannigfaltigkeiten des Seienden erzeugen. Relevante Übergänge sind die von den durch S- und R-Aspekt bewirkten Entwicklungen in der Natur zu den Phasen, in denen die I, E und N, G bestimmen. Der Übergang von „N-G“ zu „N/G“ist wichtig für die weitreichenden Unterscheidungen von mechanistischen, rationalen, logischen Methoden gegenüber dialektischen und darauf aufbauenden fortgeschrittenen logischen und mathematischen Denkweisen.
276Neben der radikalen Abtrennung (N und Rw) bestehen die Übergänge zwischen den zwei Hauptsituationen zum Beispiel darin, dass „z“ und „w“ einerseits bereits Relationen
277(S/R) sind, andererseits aber noch keine Relationsverhältnisse wie die „z/w“ sind. Analoges ist bei den Basisrelationen der Sprachen, „I/E“ und „N/G“, gegeben. Nur indem die inhaltlosen OG die „Inhalte“ bildenden „I/E/N/G“ erzeugen, gibt es einen Übergang, einen Bezug vom metaphysischen OG zum wirklich Seienden. Dazu gehört auch die bereits erwähnte Erscheinung, dass auch die isolierten Gebilde zugleich als „Nichts“ und als „Etwas“ anzusehen sind, und sie damit schon wieder in einer Relation eingebunden sind. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit für unendliche Meta-Ebenen, das heißt, hier wird wiederum das Zusammenspiel der metaphysischen mit den seienden Charakteristika deutlich. Die zwei traditionell bekannten Erscheinungen in jedem Übergangsfeld zwischen subjektivem und objektivem Geist sind die Ablösung, Trennung des Geistigen vom Subjekt und die Verselbständigung, feste Stabilität dieses Geistigen nach dieser Trennung.
Die Schwierigkeiten einer neuen Metaphysik
278Die herkömmliche Metaphysik war an der Erforschung des „Sein des Seienden“ interessiert. Das ist jedoch nur einer von mehreren Aspekten, den eine Wissenschaftsphilosophie zu berücksichtigen hat. Es war von jeher auch das „Nichtsein“ zu klären, das als Kategorie des Alltags als unphilosophisch abgetan wurde, tatsächlich aber kompliziert ist und daher schwierig zu verstehen ist. Vor allem aber fehlte ein philosophisches Konzept, um die möglichen und tatsächlich ständig erscheinenden Zweifel an den „E“, dem „ewigen Sein“ der „feststehenden letzten Wahrheit“, umfassender zu integrieren, freilich in eine Metaphysik, die keine Abgründe zu den Wissenschaften und zum Alltagsdenken behauptet. Das war nicht möglich, solange die Freiheit zum Zweifel und zum Irrtum, die in der I-Kategorie gegeben ist, noch keinen philosophischen Rang hatte.
279Der metaphysische S, R-Pol verlangt, dass man im subjektiven Denken unendliche mit endlichen Vorstellungen vereinen kann. Die zwei dynamischen Kräfte und gerichteten Relationen vor-raumzeitlicher Art werden aber tatsächlich in allen menschlichen Denkweisen mit der vierdimensionalen Erfahrung vereint. In der wissenschaftlichen Philosophie soll das nun verständlich gemacht werden.
280Der metaphysische OG- Pol erfordert, eine Existenz zu denken, die zugleich keine ist, das gilt ähnlich für das Nichts und für die Zielvorstellung. Auch diese metaphysischen Grundannahmen sind sowohl für die Wissenschaften wie für das Alltagsverständnis problematisch. Durchaus geringere Anforderungen lösten einst bereits Kritik an den älteren metaphysischen Formen aus, obwohl das eigentlich nur die „E“-Kategorie betraf.
281Aber eben diese Denkschwierigkeiten üben auf das reflektierende Handeln einen Zwang aus, sie zum Beispiel als psychische Sicherheit für Grundlegungen zu erarbeiten, aber auch, diese metaphysischen Größen zugleich in Frage zu stellen.
282Man kann hierbei zwei relative Sicherheiten ausmachen. Um die zwei metaphysischen Pole anzuerkennen, wäre die subjektive Intuition hilfreich, die aber ihre Geltung dadurch gewinnt, dass etwas aus dem Nichts erzeugt wird und also ein Verständnis vom N verlangt wird. Ein anderer Zugang ist die „Erfahrung“, vor allem jene aus wissenschaftlicher Arbeit, wo die Regeln und Gesetze aus Axiomen erfolgen. Aber auch hier gilt, dass die Axiome nur von vorläufiger Relevanz sind und letztlich von den metaphysischen Polen abgeleitet werden müssen.
283Für das Alltagsdenken ist die Vielheit oder die Trennung der Dinge und der Menschen voneinander äußerst geläufig. Aber die Bildung von unkonkreten Einheiten wie „E“ oder wie „Gott“, womöglich als Aufhebung von Gegensätzen, bedarf einer Abstraktion, die kaum zu verstehen ist, eher schon „erfühlt“ wird. Als Grund für einen derartigen Schwebezustand zwischen Ratio und Emotionalität, könnte man annehmen, dass das Alltagsverständnis an die Meta-Relation „z-w zu z/w“ gebunden ist. Das heißt, es geht weder allein um undynamische inhaltslose Gleichgewichte – wie z/w oder E – noch allein um freie z oder freie w, die das Nichts und die Unendlichkeiten vertreten. Beider Seiten „Unfassbarkeit“ widersprechen sich, heben sich aber gegenseitig auf und können dadurch die Ebene des praktischen und konkreten Lebens (z/w) bilden.
284Bei der alltäglichen und der wissenschaftlichen Erfassung und Beurteilung der Gegenstandswelt oder der Menschen und auch des „Ich“ setzt man G-Methoden der Empirie und der Rationalität ein, um Existenzen, E, zu fixieren. Schwieriger wird es, wenn man dynamische Prozesse und Entwicklungen begreifen will und es gilt, deshalb N/G-Verhältnisse zu durchdenken. Nun aber noch in allen Phasen Varianten der I-Sphäre zu erkennen und I/E-Relationen zu akzeptieren, überfordert das herkömmliche Denken mindestens aus einem notwendigen Grund. Dieser ist die tendenziell unbegrenzte I-Freiheit selber, deren implizite Möglichkeit, verunsichernd zu wirken. Ähnliche neue Denkanstrengungen kamen immer mal wieder auf die Menschen zu, zum Beispiel vor 2500 Jahren mit den Ansprüchen, die das logische und alltagsmathematische Denken den Menschen zumutete.
285Nach herkömmlichen Maßstäben bleibt die „Gegebenheit“ der metaphysischen Pole und ihrer Beziehung zueinander reichlich mysteriös. Zu den Grundideen jedes Mythos gehören die Unendlichkeiten in die Weite und Tiefe, das Schweben zwischen Sein und Nichtsein, welche ineinander geschachtelt geistesgeschichtliche Vorformen und Übergänge zum Alltäglichen sind. Das trägt zum wissenschaftlichen Verständnis wenig bei, man muss aber davon ausgehen, dass mythische Konzepte, ob literarische oder philosophische, im menschlichen Denken ihre Berechtigung haben.
286Im einzelnen geht es bei den Schwierigkeiten bei einer genaueren Analyse um wenige, aber wichtige Begriffe. Das sind „Endlichkeit“, „Existenz“, „Unendlichkeit“, „Nichts“, das „zugleich“, die „Entwicklung“, „Entfaltung“ auch „Freiheit“, „Zwang“, „Offenheit“, „Fremde“, „Ziel“, „Relation“, „Einheit“ „Trennung“ „Kohäsionszusammenhang“, „Selbstbezug“, „Vollendung“, „Übergang als Veränderung“. Es geht uns um die Frage, wie hängen diese Vorstellungen mit den acht Grundgrößen Sz, Rz, Sw, Rw, E, I, G, N zusammen ? Nur wenn das eine aus dem anderen hervorgeht, kann von einem wissenschaftlichen Anspruch dieser philosophischen Überlegungen gesprochen werden. Eine kurze Übersicht zeigt, bei der bloßen Voraussetzung von w und z wird der Charakter begrifflicher Basisgrößen erzeugt, zum Beispiel die drei verschiedenen Arten von „Existenzen“. Die erste entsteht, wenn die Trennung, Rw, vorherrscht. Das gibt die voneinander isolierten existierenden acht Einzelgrößen, zum Beispiel „E“, der absolute und abstrakte Begriff „Existenz“ selber. Sie sind in ihrer Existenz durch ihre Trennung von allem als „endlich“ zu bezeichnen, da sie sich nur auf sich selbst beziehen, zumal dieser Selbstbezug unbegrenzt oft geschehen kann, sprachlich der E-Begriff „existiert“ etc..Damit ist eine zwar doch „offene“ unendliche Existenz erzeugt, welche aber keinen anderen Relationspartner als sich selbst hat. Alle acht isolierten, freien Grundgrößen betrifft das. In der Philosophie ist es die Basis des „idealistischen“ und „mechanistischen“ Denkens. Überwiegt nun aber Sz, Rz, dann gibt das eine zweite Art der „Existenz“. Bei ihr ist nicht die Rw-Trennung entscheidend, sondern der „Zwang“ der Gebundenheit an eine der sieben anderen Grundgrößen. Das betrifft vor allem „z“ selber. Als eng verbundene „Sz/Rz“ ist dieser Existenzcharakter besonders deutlich. Das kann man nachempfinden, wenn man bedenkt, dass die Zielsetzung sich vom methodischen Ablauf, der zur Zielerfüllung führen soll, nicht trennen lässt. Im Begrifflichen trifft man zum Beispiel immer wieder auf die Erscheinung, dass Zielsetzungen (I) nur dann „existent“ werden, wenn das I mit einem E verbunden wird. In dieser I/E-Relation wird eine neue und andere Existenz (E`) erzeugt Nur in ihr haben Zielsetzung (I) und Zielerreichung (E`) ihren Sinn.
287Schließlich gibt es die wissenschaftliche und alltägliche Existenzvorstellung. Sie wird von uns aus der dynamischen Wechselwirkungs-Einheit „z/w“ gebildet, ist also eine Relation aus den beiden anderen, einander „fremden“ Existenzformen (Sw/Rw und Sz/Rz). Auch diese normale Endlichkeit hat eine Unendlichkeitsseite. Es ist die potentiell unbegrenzbare Anzahl der Kombination aller möglichen Relationen und macht das aus, was als die Konkretheit der Realität bezeichnet werden kann.
288Jene Unendlichkeit ist eine konkretisierbare, das heißt, sie findet in der vierdimensionalen Raumzeit statt. Da diese Raumzeit – 3 Rw/3 Rz – auf z/w beruht, gelten für die raumzeitlichen physikalischen Erscheinungen die jede z/w-Variante erzeugenden vier S-,R-Basisgrößen – und analog die vier Basisbegriffe E, I, N, G. Andere Vorstellungen von deren Endlichkeit und Unendlichkeit, eben zum Beispiel „vorzeitliche“zu sein, genauer, auch in Raumzeiten allgemeiner Art, mit beliebig vielen Dimensionen, anwendbar zu sein, soll unser oft benutzter Ausdruck „zugleich“ andeuten.
289Analog zu dieser E-Entwicklung führt die I-Entfaltung von den beiden Rw und Rz sowohl zu den N- und G-Methoden wie auch zu den I-Funktionen. Wie bei den verschiedenen endlichen Existenzformen (E) und bei den Unendlichkeitsformen gibt es also in der allgemeinen Entwicklung in vergleichbarer Weise die unterscheidbaren Formen des Nichts (N) und die der gerichteten Relationen (Rz, Rw, G).
290Das alles zusammen wird eben wegen der durchgehenden allgemeinen Entwicklung zu einer Einheit zusammengehalten. Der Antrieb und die „Hauptrichtung“ dabei – die man zum Beispiel als vorwärts gerichtet, als Progression empfinden kann – geht von den Sw aus. Die Sz „vertiefen“ diese Prozesse zum Beispiel bei der begrifflichen „Analyse“ und „Negation“. Beide Kraftarten verbrauchen sich asymptotisch dabei. Dieses Erschöpfen ist eine „Verteilung“ der Sw und Sz auf die im z/w-Bereich erzeugbaren materialen Vielheiten. Es kann auch als eine gewisse „Vollendung“ der jeweiligen Phase oder des Phasen-Details wahrgenommen werden.
Woher kommen die E, I, G, N
291Die vier Elemente des metaphysischen Objektiven Geistes (OG) sind das Ergebnis des aus dem von der Ersten Physik her kommenden, über die z/w-Phasen vermittelten, allgemeinen Entwicklungszusammenhangs. Dabei werden aus den komplexen Relationen – z/w und darin zum Beispiel auch die „I/E zu N/G“ – durch abschließende Rw-Wirkung die isolierten einfachen E, G, N, I. Der Antrieb dafür und die Entwicklungsrichtung werden durch die S -Kräfte und die R-Aspekte vorgegeben.
292Die Erzeugung dieser im Höchstmaß abstrakten, „formalen“ Größen ist also das Ergebnis der maximalen Entwicklung des „inhaltlichen“ metaphysischen Pols der Ersten Physik. Durch die ihr eigene S/R-Dynamik erzeugt dieser den geistigen Pol einer beide Seiten umfassenden Metaphysik.
293Vom ersten metaphysischen Pol „z-w“ ausgehend – und diesen wiederum begrifflich erfassend – wird aus der z-z- und w-w- Charakteristik der „Gleichheit“ die G-Relation. Aus der Eigenart, dass die beiden Größen z und w noch vorraumzeitlich sind, wird im OG auch das Nichts, die Negationsrelation N. Die Grundgrößen sind zudem alle untereinander auf der metaphysischen Ebene der beiden Pole „gleich“, also Sz unterscheidet sich nicht von einem „anderen“ Sz, und I ist mit allen anderen I gleichwertig und so weiter.
294Der metaphysische OG -Pol enthält weiterhin, ebenso wie der „z-w“-Pol, eine Anzahl maximal abstrahierter und unterscheidbarer Dualitäten – Rz-Rw, Sz-Sw, Rz-Sz, Rw-Sw, z-w und E-I, N-G sowie E-I zu N-G – die ebenso „gleichwertig“ (G) sind wie sie Formen des Nichts (N) sind.
295Hier zeigt sich Dreierlei. Zum Einen noch einmal Andeutungen zu der erwähnten Entwicklung der G und N in den beiden Bereichen des z-w-Pols und im z/w-Bereich. Zum anderen erkennt man die gegenseitige Einflussnahme im Übergangsfeld der beiden Bereiche nach dem „z-w zu z/w“-Modell, wenn es bei diesen Dualitäten zwar schon um Relationen geht, diese jedoch deshalb noch nicht zum z/w-Bereich gehören, weil die Relationierung mit fremden Größen noch zu unvollständig ist. Im z/w-Großbereich relationieren alle S- mit allen R-Aspekten und mit den OG-Elementen.
296Schließlich stammt die begriffliche Beurteilung, dass jene Größen im „z-w“-Pol „Gleiche“ und „Nichts“ und „Dualitäten“ sind aus den sprachlichen Subphasen des z/w-Bereichs. Das ist durch die prinzipiellen Wechselwirkungen aller Teilbereiche in der Gesamtentwicklung des „z-w zu z/w zu OG“ legitimiert.
297Diese einfachen Relationen helfen das Seiende zu modellieren. Wir bezeichnen das abgekürzt als den „z/w“-Bereich, weil dieser tatsächlich unbegrenzt vielfältig relationiert dargestellt werden muss, was jedoch nicht möglich ist. Bald werden dann die modellhaft dargestellten drei Pole mit relationierten Dualitäten und Kombinationen jeder Art verbunden. Beginnend mit „Sw/Rw zu Sz/Rz und I/E, N/G sowie „E-I zu I/E“, „N-G zu N/G“. Wie man sieht, sind in diesen Kombinationen auch freie metaphysische Größen eingebunden. Die Fülle möglicher Kombinationen ist die der qualitativen Fülle des Seienden, des Daseins.
298Wie formt die Erste Physik weiterhin den OG und damit das mögliche begriffliche Verständnis der Welt? Zu den – begrifflich erfassten – Inhalten der Ersten Physik gehört vor allem die Erkenntnis, dass die „Natur“ nicht nur endlichen Charakter hat und nicht nur durch die vierdimensionale Raumzeit erklärt werden kann.
299Das wird auf die Eigenschaften der OG-Elemente übertragen. Zum Beispiel werden die formalen Eigenschaften der Existenzvorstellung (E) aus den einzelnen „z“ und „w“ hergeleitet, die E haben deshalb den endlich-unendlichen Charakter der freien z und w. Die „inhaltliche“ Seite der „Existenzen“ (E) kann man auf die beiden Grundkräfte Sz und Sw und auf die R-Aspekte der z und w zurückführen. Das begriffliche Verständnis der „gerichteten Kräfte“ (S/R) nutzt damit auch dem Existenzbegriff . Analog geschieht das mit der I-Funktion, welche aus der Entwicklung der beiden Grundrichtungen Rz und Rw hervor geht. Zur Fundierung der Erkenntnis von der Einheit von Endlichkeit und Unendlichkeit gehört auch die von Form und Inhalt, von Strukturen und dynamischen Prozessen etc., weil dann der OG mit seinen E-und I-Größen sowie deren Kombinationen die Grundlage jener wichtigen Begriffspaare sind.
300Die begrifflich formal erfassten Eigenschaften der „Endlichkeit“, der z/w-Bereiche, existieren nur vermittelt, nämlich aus der Wechselwirkung der Eigenschaften der beiden metaphysischen Pole . Alle z/w-Phasen werden darüber hinaus in ihren konkreten inhaltlichen Eigenschaften in je phasenspezifischer Weise, also je nach wissenschaftlichem Bereich, in umfassender Wechselwirkung von den genannten Eigenschaften der beiden metaphysischen Pole bestimmt.
301Dabei verändert sich durch diese Wechselwirkungen bei den „z/w-Gebilden einiges. Zum Beispiel gibt es in den Relationen z/w, N/G, I/E weder Richtungen noch Kräfte noch „Nichts“. Diese Charakteristika metaphysischer Grundelemente werden durch den wechselwirkenden Relationsvorgang aufgehoben. Das heißt, das endliche Seiende, E kann beispielsweise beschrieben werden als ein aus vielen sich gegenseitig im Gleichgewicht haltenden entgegen gerichteten gleich starken unendlichen Dynamiken und Kräften bestehendes Etwas. Diese Zweiteilungen in I und E und in N und G betrifft zwar alle Phasen, aber die dynamische Relation zwischen ihnen ist zum Beispiel im OG eine andere als im Bereich der Biologie oder der Gesellschaftlichkeit.
302Die vier Grundgrößen im OG und deren einfachste Relationen, zum Beispiel N-G, I/E, wurden geistesgeschichtlich sehr früh erkannt, so die „E“-Kategorie durch Parmenides, und ihre Charakterisierung wurde bis Heidegger eigentlich nur wenig verändert. Ähnlich war es mit G und N und beider Unterscheidung, N-G. Auch in der Entwicklung der Wissenschaften wurden diese Basisgrößen genutzt, wenn man um Klarheit, Unterscheidung, Einfachheit, Eindeutigkeit im Denken bemüht war.
303Solche geschichtlich gleichbleibende Bedeutung und auch die subjektiv-psychologisch erkennbare Selbstverständlichkeit im Gebrauch deutet auf eine Objektivität dieser E-, I-, G- und N-Begriffe, was vor allem eine Verbindung zu emotionaler und biologischer Herkunft vermuten lässt. Die Vermutung wird weiterhin verstärkt durch das jeweilige gesellschaftliche Einverständnis bei den Unterteilungen der vier und bei ihrem Gebrauch beispielsweise beim Wahrheitsanspruch aller, auch alltäglicher Urteile. Ein Hinweis auf die Objektivität des OG erkennt man in der alltäglichen Anwendung der vier Grundkategorien auf den wahrgenommenen Gegenstand. Dieser subjektive geistige Akt geschieht unter vier Zwängen. Die Intentionalität (I) zwingt den Verstand dazu, sich auf den Gegenstand zu richten, dessen Existenz (E) anzuerkennen, indem ein Identifizierungsakt (G) und zugleich einer der Unterscheidung (N) stattfindet.
304Erkenntnistheoretisch gewinnen diese vier Größen ihre Überzeugungskraft auch dadurch, dass letztlich immer nur ihre „Selbstanwendung“ zu ihrer Erklärung herangezogen werden kann. Das „E“ ist dann eben nicht mehr und nicht weniger als “existierendes Etwas“. Ebenso kann bei – diesen klassischen Verfahren – „N“ und „G“ nur durch solchen Übergang zu Unendlichkeitsbeziehungen auf sich selber noch weiter „gefasst“ werden. Das kann als eine Definition von „Vollendung“ angesehen werden.
E
305Der Gleichgewichtsgedanke, der inhaltlich aus z/w stammt, oder die Isoliertheit bei den freien z und w, welche auch für E genutzt wird, hatten in der geschichtlichen Entwicklung der E-Vorstellung ihre Fürsprecher, seit Parmenides, der alles Werden und Vergehen, Vielfalt und Gegensätzlichkeit dem Sein als in sich geschlossener Vollkommenheit opfert. Sogar das „Nichtsein“ wird konsequent als Identitätsvollzug gesehen, wenn es als das beschrieben wird, das nicht „ist“ Aber bisher war der Grundgedanke der Metaphysik – von Parmenides über Suarez bis Heidegger – nicht mehr als ein intuitiv erfühltes Sein des Seienden in der bloßen Fortsetzung des alltäglichen wenig verstandenen Abstraktionsverfahrens.
306Eine gedankliche Basis für das was der philosophische Bereich der Ontologie als Sein sieht, wird traditionell als „ontisch aus sich“ beschrieben. Unsere neue Fassung des Ontischen und Ontologischen stützt sich auf z und w, auf z/w und OG.
307Das „Sein“ (E) ist bei uns nur eine der sechs „objektiven“ Erscheinungen, die wir „Existenzen“ nennen wollen. Das sind die beiden S-Aspekte, die z und w, die unendlich eng bezogene z/w-Relation und E. Ihnen ist gemeinsam, dass sie unmittelbar mit den zwei weiteren metaphysischen Grundgedanken, dem „Nichts“ und der „Unendlichkeit“ verbunden sind. Das kann auch als eine Definition ihrer „Objektivität“ gelten.
308Dass das E-Element sowohl eine kleinste, atomistische, monadische Einheit wie zugleich eine universale „alles in eins kehrende“ Gesamtheit sei, hat die Philosophie immer mal wieder betont. In solchem alles umfassenden Einsatz der E-Kategorie gehen die Großreligionen, die Philosophien und auch die traditionellen Wissenschaften in ihren axiomatischen Grundannahmen vom Existenzprinzip E aus. Das war oft jeweils einzelwissenschaftlich genauer umschrieben als die jeweiligen positiven Instanzen, wie zum Beispiel als „Materie“ oder als „konkrete Gegenständlichkeit“. In den Religionen als das monotheistische Grundprinzip, in Philosophien als das „Sein“ oder „Seiendes als solches“. Gemeinsam ist diesen E-Varianten ihr sehr unterschiedlicher formaler Charakter, zum Beispiel als Kleinstes und Größtes, Letztbegründetes, oberste Ursache, vorausgesetztes und unausweichliches Prinzip. Da diese Beschreibungen des „Sein“ weder inhaltlich konkret, noch sinnlich wahrnehmbar sind, kann man das in unserem „Modell – E“ zusammenfassen. Denn gesucht wird immer noch ein begrifflicher allgemeiner Grund, welcher den seienden Charakter der Einzelwissenschaften mit den philosophischen, metaphysischen Versuchen verbinden lässt und ihn mit der empirischen Wahrnehmung sowie mit der subjektiven abstrahierenden Denkleistung vereint. Das ist durch unsere Konstruktionen, mit dem Entwicklungs-Zusammenhang von S bis E im OG zu schaffen, mit der Wechselwirkung in den Übergängen und mit dem „großen .Kreis“, der die metaphysischen Pole verbindet. Wenn wir nicht nur vom OG-Pol ausgehen, der mit seinem E die alte Metaphysik vertritt, sondern auch Sz und Sw als erste Existenzen beachten, dann gibt es nicht nur eine einzige, alleinige Existenz-Erscheinung, die sich aus Mangel an Alternativen nur selbst verifizieren kann, wie das vom „Sein“ behauptet wurde. Es gibt dann die Relation der Sw mit den Sz, die Relationen Sw/Rw, Sz/Rz und z/w, welche die Entwicklung bis zum E des OG erzeugen. Eine solche erweiterte „Existenz“- Vorstellung sichert die einzelnen gesonderten Existenz-Aussagen in den Einzelwissenschaften und in deren Axiomatik. Der S-Aspekt sowie z und w und „z/w“ sind ihrerseits wiederum durch die reine, abstrakte Existenzaussage (E) gut zu erfassen.
309Da wir die zwei S-Aspekte als einen der metaphysischen Ausgangspunkte für die E-Seite nehmen, können wir mit der physikalischen „Abschwächung“ der S-Kräfte den Übergang zum geistigen E-Charakter erklären. Mit dieser E-Entwicklung ist die „E-Vollendung“ verbunden, welche im isolierten Seinsbegriff, im E des Objektiven Geistes erreicht wird. Wobei der Vollendungs-Ablauf, nämlich die Entwicklung nichts anderes ist als die Relationen mit den unterschiedlichen „fremden“ Größen als Konstitution der E-Varianten der z/w-Phasen. Die E-Entwicklung wird im Stadium der Vollendung als „E“ im OG sogar weitergeführt als unendliche Selbstbezogenheit des E:Begriffes auf sich.
310Die E-Vollendung ist ein objektives Ziel (I), das mit dem objektiven Charakter der E-Sphäre in eins fällt.
311Kann man das E als formales Ganzes, Weltganzes, als die „Realität“ ansehen? In der Abgrenzung zum vorhergehenden religiösem Verständnis und vom solchen des Alltags gibt es ein der Art „Ganzes“ nicht, denn die abstrakte Idee von „Existenz“ wird mit Hilfe aller Entwicklungsvarianten von N, G und I und auch mit Hilfe der E-Entwicklungsvarianten selbst – zum Beispiel denen der biologischen, emotionalen oder gesellschaftlichen Existenzen – ständig „geschaffen“ und damit in der unterstellten formalen Abstraktheit auch konkret relativiert und aufgehoben.
312Konkrete Beispiele für den E-Entwicklungsverlauf sind in der Emotionalität der vergesellschafteten Menschen die nahezu zwanghaften Bemühungen, die anthropologischen Grundaufgaben der Menschen zu lösen, nämlich die E-Varianten der Subjektphase zu erweitern, zum Beispiel das vorhandene Wissen zu vermehren, Reichtum, Kapital jeder Art bis zur Verdinglichung der Welt anzuhäufen. Damit ist der Mensch Vollstrecker dieser „objektiven Zielsetzung“, jedenfalls soweit er dies isoliert von den anderen Einflüssen der I-Sphäre tut.
313Dass jede Variante des Seienden das Sein als gemeinsames Prinzip enthält, ist seit Aristoteles bekannt. Diesem Sein wird in unserer weiter entwickelten Metaphysik mit den ebenso wenig empirisch feststellbaren physikalischen Basisgrößen der beiden S-Aspekte sowie dem z/w ein weiterer Existenzbereich hinzugefügt. Das Seiende wird dann in allen seinen Strukturen auch von den beiden anderen Existenz-Bereichen bestimmt, von denen der Natur und denen des Geistig-Begrifflichen.
314Das Sein, E hat eine in sich selbst gesetzte Bedeutung. Um aber in den Phasen des Seienden „wirksam“ werden zu können, zum Beispiel um überhaupt verständlich zu werden, bedarf es einer Relation mit einem „Anderen“. Das versuchte man mit dem „Nichtsein“ und stellte fest, diese doppelte unendliche Wechselwirkung zwischen Sein und Nichtsein ist nur als formales „Werden“ zu begreifen, weil durch sie nichts Seiendes erzeugt wird. Denn die Wechselwirkung zwischen E und Nichtsein, N/E, kann zwar als Übergang zu den Relationen des z/w-Bereiches des Seienden angesehen werden. gehört aber auch noch zu den leeren Unendlichkeitsoptionen der traditionellen. Metaphysik.
315Das ganz „Andere“ zu E ist bei uns die I-Seite. Von S/R her gewinnt man die Existenz- und Richtungsvorstellungen, die dann mehrfach relationiert in den z/w-Bereichen des Alltagsdenkens und der Wissenschaften zum Zusammenspiel von Strukturen und Funktionen wird. Um schließlich als „I/E“- Relation, genau genommen „I/N/G/E“, die geistigen, sprachlichen z/w-Phasen zu bestimmen, und als getrennte I-N-G-E den metaphysischen Pol des Objektiven Geistes zu bilden. Der Übergang „N-G zu N/G“ ist in S/R noch mit den S und R identisch, wird aber in der allgemeinen Entwicklung zu den methodischen Größen N,G ausdifferenziert.
316Die Existenz von „w“ ist die von Sw/Rw. Es ist ein kompliziertes Verhältnis, das wirkt sich in z/w und in allen z/w-Phasen aus. Die „Sw/Rw“- Relation wird nämlich zugleich von der Sw-Abschwächung und der unbegrenzten Rw-Bestrebung geprägt. Vereinfacht gesagt, wird w dank der Rw-Steigerungsrichtung Ausgangspunkt der E- Entwicklung, die in allen Phasen spezifische „E-Vollendungen“ schafft und die im Sein, E des OG endet. Man kann die Phasen und Wissenschaften danach einteilen, dass deren Grenzen mit der Vollendung ihrer charakteristischen Hauptexistenzen erreicht werden und die Systematisierung der Wissenschaften dann zur nächst „höheren“ Wissenschaftsebene übergeht. Die Rw-Seite ist für diesen Übergang zur nächst höheren Entwicklungsebene verantwortlich. Auf Grund der Sw-Abschwächung ist dort die E-Seite auf jene Art abgeschwächt, die ihre spezifischen Eigenschaften ausmachen. Zum Beispiel ist das E isolierter als zuvor, schließlich ist es als Sein im OG „Bestimmung an sich selbst“ (Kant). Damit ist das OG-E die Vollendung der allgemeinen E-Entwicklung, die sich von S her durch alle Phasen darauf „vorbereitet“, sich im OG unendlich oft sich auf sich zu beziehen, ohne sich zu verändern, und dabei – im „großen Kreisschluss“ – wie das Rw und das Sw in „z-w“ – weitere Varianten der Unendlichkeit erzeugt.
317Mit der Vollendung wird der E-Charakter einerseits prinzipiell „stabil“ und nach außen total abgegrenzt, sodass – zum Beispiel – der theologische Gott (E) durch seine Schaffung der Welt weder von seiner Kraft verliert, noch Berührung mit der Materie hat.
318Gott, wie auch der Existenzgedanke E, wird andererseits in allen Dingen gesehen. Dieser Widerspruch ist nur lösbar durch die I-Seite. Denn genauer gesehen, wird von „S/R her bis in „I/E“ erst die jeweilige Existenzsituation dadurch vollendet, dass das „fremde“ I hinzugenommen wird.. Aber neben dieser I/E-Vollendung gibt es auch die Vollendung in der alleinigen Stellung des isolierten E, zum Beispiel als „Sein“ bei Heidegger. Dass beide Denkmöglichkeiten für den Menschen sinnvoll sind, ist aus der Dualität „S/R und S-R“, beziehungsweise „I/E“ und „I-E“ und letztlich von Rz und Rw her, also der Unterscheidungsmöglichkeit der Verbindungs- von der Trennungsfunktion, zu verstehen. Für die Elemente des metaphysischen OG gilt, dass jedes der vier Elemente durch die drei anderen bestimmt werden kann. Dann ist E „leer“, ein Nichts (N) es ist eben wie gesagt es selber (G) und es ist sich selbst das Ziel (I) der genannten E-Entwicklung. Aber der Satz „Das Sein existiert“ist eine begrifflich-prädikative Grenzsituation, die zwar nur E und G nutzt und die anderen Grundgrößen, I, N, S, R vernachlässigt, die aber damit nicht mehr „metaphysisch“ ist. Diese Relation, G/E, gehört zum z/w-Bereich und dort zur Sprachenphase. Genauer, es ist eine Übergangssituation zwischen dem OG, also „Metaphysik“, und der Endlichkeit mit der Relationierung aller dieser Einzelgrößen.
319Gibt es in der neuen Metaphysik noch eine Einheit wie es das „Sein“ zu sein beansprucht? Es gibt mehrere Größen mit diesem Absolutheitsanspruch. Die zwei S-Aspekte, das z und w, aber auch alle die „z/w -Gleichgewichte“, die individuellen Einzeldinge, die einmaligen Ereignisse und auch die eigenständigen Menschen. Ihnen ist gemeinsam, gegenüber der Relationsbildung durch Rz, Rw, G, N relativ beständig zu sein. Sie sind zunächst inhaltlich miteinander nicht vergleichbar, dafür hängen sie jedoch philosophie-systematisch zusammen. Der gesamte Aufbau der Realität besteht nun darin, zwar solche isolierte Größen zu haben, diese aber stets auch und „zugleich“ mit ihren Gegenspielern R, I etc. zu verbinden.
320Die allgemeine Entwicklung reiht alle Phasen hintereinander. Wie unterscheiden sich die E in diesen vielen Phasen? Der E-Charakter der Gegenstände, ihre Statik, relative Abgeschlossenheit ist ja sehr verschieden von der sich selbst bewussten, aber innerlich dynamischen Subjektivität, die als „Individuum“ gleichfalls als E, als „auf sich gewandtes und aus sich zu verstehendes Individuum“, anzusehen ist, und beide unterscheiden sich wiederum von solchen E-Formaten wie es beispielhaft die molekularen Netze sind, die das Gehirn kennzeichnen.
321Von Sw und von Sz kommend, gibt es erstmal zwei Arten von „E“. Diese Unterschiedlichkeit bedeutet, dass ein Bezug der beiden aufeinander – nach dem Grundmuster „z/w“ – die Erzeugung von etwas „Neuem“ ist, einer dritten Art von „E“. Der ganze allgemeine Weg der E-Entwicklung wird sowohl von diesen zwei S-Kräften wie von dem Zusammenspiel der beiden in den konkreten Phasen bestimmt. Ein Beispiel für dieses z/w-Zusammenspiel sind die Atome als E-Arten. Sie entstehen als Relationen zwischen der Masse (Sz)des Kerns und der Elektrodynamik (Sw) der Hülle.
322Ein Beispiel für den Übergang von den Sw/Sz als natürlichem E zu den geistigen Varianten von E ist der Übergang im Gehirn. Wo die organische Gehirnstruktur noch von den beiden S-Kräften bestimmt wird, während im Geistigen die Existenzvariante E erscheint, welcher man deshalb keine Kraftwirkung mehr zuschreibt, weil im Verlaufe der vielen Übergänge und Vervielfältigungen bei der Funktion des biologischen Gehirns die E-Kräfte weitgehend abgeschwächt werden.
323Es geht freilich um relativ unklare Herleitungen, aber die beteiligten Alltagsvorstellungen können doch gut aus dem physikalischen Grund abgeleitet werden. Die Einbeziehung der R-Aspekte und der I-Seite verbessern zudem diese Erklärungen.
324Im Begrifflichen wird zum Beispiel der Massencharakter (Sz) eines Gegenstandes als eine andere Existenzweise angesehen als seine Farbe, welche von Rw, der elektromagnetischen Frequenz, geprägt ist und die als Eigenschaft damit eine andere Art der begrifflichen Existenz herstellt.
325Ist in anderen Phasen diese Dualität Sw-Sz aufrecht zu erhalten? Fest steht, die Gravitation und die Starke Wirkungskraft welche sich auf Sz stützen, sind maximal verschieden von der Schwachen Kraft und den elektrodynamischen Erscheinungen (Sw). Anzunehmen ist, dass sich dieser absolute Gegensatz in allen E-Entwicklungsphasen zeigen wird. Vielleicht beispielsweise in den zwei Varianten von Existenzvorstellung, die sich im „Gegenstand“ und in dem „Wissen“ von ihm unterscheiden.
326Wie die anderen drei Elemente des metaphysischen OG, ist das E ein Ergebnis der Vollendung der beiden S-Aspekte und eine Entwicklung des z/w- beziehungsweise des Rw/Rz-Gleichgewichtes. Diese Herkunft hat auf der einen Seite zur Folge, dass dieses Phänomen in allen Entwicklungsphasen in seiner Charakteristik erscheint, dass aber andererseits alle Versuche, es einheitlich zu schildern als ungenügend empfunden werden. Je nach konkreter Entwicklungsphase nutzen die herkömmlichen Schilderungen bildhafte Annäherungen oder man versucht es mit negierender Umschreibung wie, dass das E, das Sein eine bloße Fiktion, ohne Substanz sei. Oder es sei zwar ein Etwas, aber ohne „normale“ Existenz. Eben weil diese „S-E-Einheit“ in allem steckt, kann man solche Andeutungen zum wissenschaftlich-philosophischen Verständnis nutzen.
Die I-Funktion
327Die „Zielfunktion“ wurde bisher in der Philosophie und auch in der Wissenschaft auf den Menschen als „geistiges Wesen“ beschränkt. Der Anorganik und sogar der organischen Natur billigte man keine Zielfunktion, keinen „letzten Zweck“ zu, die „Finalität“ galt als problematisch.
328In unserer Wissenschaftsphilosophie werden die R-Aspekte und die I-Seite in jeder Erscheinung der allgemeinen Entwicklung erkennbar gemacht. So zum Beispiel in der Kosmogenese oder als die Ziele der Evolution, als subjektive Lebensziele oder als Ziele gesellschaftlicher Strategien. Aber auch, abstrakter gesehen, als Ziele in der allgemeinen Entwicklung, wie die „E-Vollendung“ eines ist.
329Wir fügen der alten Metaphysik die I-Sphäre hinzu. Weil die traditionelle Metaphysik nicht die I-Seite als gleichberechtigt mit der E-Seite anerkannte, war die grundlegende Analyse vieler Bereiche der Kultur, der Geschichte und Gesellschaft nur unzureichend möglich. Mit den metaphysischen Basisbegriffen E, G, N konnte man für typische I-Figurationen nur deren Existenz feststellen oder sie negierend ablehnen. Bestenfalls konnte man sagen, dass die I-Seite irgendwie „anders“ ist.
330Die Wissenschaften und deren metaphysische Basis erklären seit jeher mit „G“, der Identifizierungs- und Gleichsetzungsmethodik – zum Beispiel der empirischen – und mit E die Existenz sowie mit N das, „was nicht existiert“. Die Weiterentwicklung der Philosophie bestand darin, jene punktuellen Aussagen von Existenz oder Nichtexistenz hegelsch zu kombinieren, vor allem als Dialektik im Methodischen durch die Relation der zwei wichtigsten Denkmethoden, als N/G. Wir erweitern das konsequent, indem wir dem E das ihm „Andere“, nämlich die I-Seite als Relationspartner geben. Die I/E-Relation ist dann das inhaltliche Gegenstück zur durch N/G erweiterten Methodik. Mit der Hereinnahme der I-Sphäre in die umfassende „I/E zu N/G“-Relation – zum Beispiel als „Entwicklung“ – wird auch das erreichbar, was jetzt noch nicht existiert
331Die metaphysische Ergänzung im OG-Pol ist über die I/E-Relationen hinaus die freie unendliche I-Sphäre. Und nicht nur durch das Verhältnis zu den ontologischen E-Größen wird das I verdeutlicht, sondern überdies durch den Rekurs auf die R-Aspekte. Mit der R-Seite wird mit den beiden S/R-Relationen auch das materialistische Erste ergänzt, es wird zum metaphysischen „z-w“-Pol.
332Zur I-Sphäre gehört – analog zur Unterscheidung verschiedener E-Arten – die grobe Ausdifferenzierung, zunächst in Ii, den menschliche Willen, seine Zielsetzungsfähigkeit, seine Interessenbildung. Das Ii kann umschrieben werden als die persönliche Überzeugung des Individuums von seinen Werten und Interessen in der und zur Welt und in seinen persönlichen Stellungnahmen und Entscheidungen gegenüber anderen Menschen.
333Zur weiteren Systematisierung der I-Seite gehören die Ik und Ig als die Willensbildung von kleinen und größeren gesellschaftlichen Gruppen sowie Iw als weltweit geltende Interessen, wie zum Beispiel die Forderungen nach Gleichheit und Freiheit.
334Diese werthaften, normativen Seiten der Subjektivität (Ii) und der Gesellschaft (Ik,g,w) werden von uns, parallel zur E-Entwicklung, als I-Entfaltung vom R-Aspekt systematisch abgeleitet und erscheinen neben E, N und G im metaphysischen OG.
335Wenn der subjektive Wertstandpunkt auch als logisch und ontologisch nicht erfassbar gilt, muss dennoch einer notwendigen Ontologie der Wirklichkeit durch die Metaphysik die I-Seite hinzugefügt werden, um die Realität hinreichend zu fundieren.
336In der herkömmlichen Metaphysik und Religion wird E betont, als Sein, als das Ganze oder als monotheistischer Gott. Damit entstanden einige Probleme, zum Beispiel die Frage, ob damit eine vollständige Beschreibung der Realität erreicht ist. Mit der I- Seite wird das „ganz Andere“ ergänzend zum E eingeführt
337Schon in Platons absoluter Idee (E) war auch die höchste Tugend (I) mit gedacht. und auch bei Augustinus war Gott als summum bonum noch eine I/E-Figur. Später zielten die ontologischen Gottesbeweise darauf, Gott als real existierende Existenz zu erweisen. Der Verlust der I-Seite dabei führt zur unendlich leeren nur auf sich bezogenen E-Existenz, die zwar dem wichtig gewordenen mechanistischen Denken Vorschub leistet, dann aber in der Konkurrenz mit den mechanistischen, empirischen Naturwissenschaften von anderen E-Konfigurationen verdrängt wird. Der teleologische Gottesbeweis scheint die I-Seite zu berücksichtigen. Jedoch der teleologische Schluss von der Zweckmäßigkeit der Welt auf eine anfängliche Zielsetzung analogisiert nur aus der menschlichen Freiheit, die Welt nach seinem Willen zu ordnen.
338Entgegen solcher Verkürzung der R-I-Entfaltung gilt aber generell, dass die R-Aspekte sich als Zielfunktionen, als Richtungen auch in allen Natur-Teilgebieten finden lassen. Auch in fortgeschritteneren Argumentationen wird I immer mal angedeutet. Zum Beispiel, wenn Leibniz der „statischen“ Ordnung der Welt eine dynamische Zielgerichtetheit zugesteht. Und wenn in weiterentwickelten Religionen einem „guten“ Gott, das Böse entgegensteht und somit bei solcher Thematisierung Wertungen auf oberster Denkebene vorausgesetzt werden. Fernab von physikalischen Strukturen gab es im abstraktesten Denken neben den metaphysischen Überlegungen zum Sein und ersten Existierenden und dem Nichts (N) die Ahnung und zugleich die Ablehnung, dass es jenseits von E und vom Nichts noch was anderes gibt. Aber gerade die N-Kategorie der „Ablehnung“ des Anderen als dem „Bösen“, das dem als „Gutes“ bewertetem Anderen konfrontiert wurde, stellt die Verbindung zur I-Seite her.
339Wie ist die I – Entfaltung zu verstehen? In unserer Annahme einer physikalischen Basis als S und R können analog zur Entwicklung von den S-Kräften bis zum E, die Entwicklung, Entfaltung der I-Funktionen aus den R-Aspekten zugeordnet werden. Die Entfaltung der I-Seite beginnt mit der Dualität Rz und Rw in der Physik – zum Beispiel die Gerichtetheit der Grundkräfte – und wird zu den Zielfunktionen der Biologie – beispielsweise als die Selbsterhaltung – fortgeführt. Die Entfaltung der I-Seite führt weiterhin dann zu den Zielsetzungen, Wünschen, Interessen in den subjektiven, gesellschaftlichen und geistigen Bereichen.
340Die Parallelität mit der Entwicklung der E-Seite vom S-Aspekt bis zum Seinsbegriff erlaubt es, beide im metaphysischen S/R-Pol das heißt in „z-w“-und im OG als gleichberechtigt anzusehen.
341In den z/w-Phasen wirken die Rz und Rw, es berühren sich daher die E- Seiten und die I-Seiten und sie trennen sich dort deshalb zugleich. So kommt es zum Beispiel auch zwischen den menschlichen Zielsetzungen, Endabsichten, Wünschen oder den Erfahrungen mit den I der Natur und den Mitteln (E) zur Erfüllung dieser Ziele zu zwei entgegengesetzten dynamischen methodischen Bewegungen.
342Im z/w-Großbereich trennen sich die I aus den engen I/E-Relationen relativ spät von den E, zum Beispiel die humanen von den tierischen Motiven. Das liegt an einer prinzipiellen Priorität der S-Aspekte und daher an dem Mechanismus, welcher erst die E-Seite zu einer gewissen Vollendung bringt, um dann erst die I-Entfaltung anzupassen.
343Der alte Streit, ob Werte (I) objektiv sind oder Fiktionen, führt noch einmal zur Frage, was „objektive Existenz“ ist. Wie wir es für die E-Seite beantwortet haben, gilt das auch für die Rz und Rw. Es gibt verschiedene Entwicklungsstufen der objektiven Existenzen, das gilt ebenso für die freien R und I. Von Sz/Rz und Sw/Rw über die R-Richtungen, die sich in den verschiedenen z/w-Relationen verbergen bis zu den freien I im Objektiven Geist gibt es Grade von Bindungen der R-Aspekte. Wenn die Bindungswirkung von Rz wirkt, kann eher von objektiver Existenz gesprochen werden, als wenn die Rw-Trennungsfunktion die Oberhand hat. Die Zunahme der „Freiheit“ von Rw bis zum isolierten I im OG kann dann allerdings als Gegenteil, Gegenbegriff zu den Eigenschaften des Objektivitätsgedankens angesehen werden. In z/w wirken die Rw und Rz aber so zusammen, dass einmal Rz überwiegt, ein andermal Rw. Von daher ergibt sich eine Abstufung von den anfänglich völlig unrelationierten S- und R-Aspekten über das „z“, das durch Rz eng relationiert ist, zu den z/w, in denen Rz überwiegt. Das sind Formen von objektiven Existenzen, die voneinander abweichen, nicht leicht zu verstehen sind, jedoch in eine umfassende Systematik einbezogen werden können.
344Auf Seiten des metaphysischen OG-Pols gibt es analog die gleichen Abstufungen für „E“. Das heißt, es gibt analog zu S zwar freie E, aber „gesteigerte Existenz“ haben erst die „I/E“, analog zu „S/R“. Und es gibt zwei Arten von „I/E“. Entsprechend dem z und dem w ist das eine I/E ganz auf sich bezogen, hat den typischen „Seins-Charakter“, aber das sich von Sw/Rw her leitende I/E zeigt nach außen auch seine I-Seite.
345Umgekehrt gilt das gleiche für die „I“- Betrachtung. Die unrelationierten I sind auf diese „abgeschwächte“ Art existent, eben auch als „frei“ oder durchaus auch als „Fiktion“ zu bezeichnen. Höhere Konkretheit muss man den I dann zusprechen, wenn sie mit E relationiert sind. Das geschieht in allen z/w-Phasen, zum Beispiel als „Wert für den Menschen“ anstatt als „Wert an sich“.
346Analog zur Entwicklung von den S zu dem E haben sowohl Rw, Rz und die I von den beiden metaphysischen Polen her in allen Phasen des Seienden überall ihren Platz. Die z/w-Relationen vereinen die genannten wichtigen Grundrelationen – hier als Rw-Rz und Rw/Rz sowie die Meta-Relation der beiden – und gehören deshalb, wie die entsprechenden S-Relationen, auch zur Basis des Seienden.
347Wie das E so stammt auch das I von der metaphysischen vor-raumzeitlichen „z-w-Phase“. Von daher haben E, I und auch die G und N ihren „zeitlosen“ Charakter, aber sie sind als „vor-räumliche“ sachlich nicht sehr anschaulich. Die I sind also zugleich frei und auf diese spezifische Weise existent. Die zwei I-Arten stammen von den freien Rz und Rw aus der „z-w-Phase“. Sie sind damit zugleich auch die Relationen selbst, eben die Rw, welche die Größen dort trennt..Von daher sind die I auch „Nichts“ (N) und Identität, Gleichheit herstellendes G. Dennoch werden alle Phasen des endlichen Seienden auf spezifische Art durch diese freien, zeitlosen, dynamischen Größen gestaltet. Zum Beispiel sind die konkreten Freiheiten, obschon als Freiheitsgrade in der Natur oder als Wünsche im phantasierenden Denken zeitlos und weder räumlich noch sachlich gebunden.
348Die beiden Seiten „E,G“ und „I, N“ im OG hängen noch auf eine spezielle Weise in der Dualität „Endlichkeit-Unendlichkeit“ zusammen. Die E haben das unendliche Ziel (I) ihrer Vollendung im Endlichen, bei den endlichen G-Methoden ist das Ziel die unbegrenzte Gewinnung der Selbstidentität und bei der Negationsmethode ist es die Negation der Negation als Gewinnung von Endlichkeit. Aber die I sind in ihrem Selbstbezug dann „vollendet“, wenn sie zur unbegrenzbaren Entfaltung streben.
349Manche philosophische Einsicht war überzeugt, dass es „grundlegende Normen“, (I), gibt, die das Denken des Menschen, seine Haltung und sein Handeln bestimmen. Platons „Tugenden“, Gottes „Wille“ zur Welterzeugung und die menschlichen Fähigkeiten dieser Art weisen darauf hin. Es blieb aber unklar, worin diese I-Funktionen bestehen, woher sie kommen. Erst die Gleichberechtigung des I-Elements im metaphysischen OG sowie die Erkenntnis, dass die I-Seite ihre Verallgemeinerung in den „Relationen“ in allen Phasen hat, führt zu Rz und Rw, also zum anderen metaphysischen Pol und damit zur Verankerung der I-Funktion in einer umfassenden wissenschaftsphilosophischen Systematik.
350Die Variationen des „absoluten Geistes“ näherten sich manchmal der I-Seite, so bei Platon der Gedanke der allgemeinen Tugenden (Ig) oder bei Kant als die höchste Sittlichkeit
351(Ii), welche mit der Diskussion verbunden war, ob die den Menschen innewohnenden Normen, das Wissen um „Gut und Böse“, göttlichen Ursprungs seien und ob sie Eigenheiten des Weltgeistes seien. Aber letztlich nahm die herkömmliche Philosophie die I-Seite nicht in den absoluten Geist auf, wohl weil man den fundamentalen Gegensatz zur E-Sphäre fühlte, aber philosophisch nicht bewältigen konnte.
352Im OG zeigen sich die Eigenschaften der vier Grundelemente auch deshalb so deutlich, weil hier die Trennungsfunktion der Rw und die Kohäsionsfunktion der Rz von ihren S-Aspekten befreit sind. Der Widerspruch zwischen Rw und Rz – ein weitreichender Einfluss von der metaphysischen „z-w“-Phase – gestaltet die vier Elemente. Dem muss auch I folgen. Die zwei wichtigen Varianten der I-Seite sind die vom Rw bewirkte Isolierung der I im OG, was auch – als „Freiheit von…“ – in konkreten Phasen erscheint und was zum Beispiel in der Freiheit des subjektiven Ii von gesellschaftlichen Ig oder von natürlichen E-Zwängen bewusst wird. Der Rz-Einfluss auf das I im OG wird dagegen konkret im „frei zu etwas“ bewusst. Aber auch hier im OG – wie im Konkreten der z/w-Relationen des Seienden – ist es die Wechselwirkung Rw/Rz, welche für die I-Seite die saubere Konfrontation von „frei von und frei zu“ nicht zulässt. Es ist das wieder einmal die als „Doppeldeutigkeit“ zu empfindende ursprüngliche „z-w zu z/w“-Struktur der Realität. Die Phasen des Seienden zwischen den beiden metaphysischen Polen lösen diese Widersprüchlichkeiten auf. Zum Beispiel als die komplexe subjektive Erfahrung, dass man sich Freiheiten erkämpfen, erarbeiten muss und das auch kann, und dass man dabei scheitern kann, dass man gegenüber den I der Natur öfter und gründlicher scheitert als gegenüber gesellschaftlichen I, dass man Kompromisse machen kann, und dergleichen mehr.
353Die teleologischen Erklärungen gründen ebenfalls auf beiden metaphysischen Polen. Vom „z-w-Pol“ stammt die objektive E-Entwicklung durch die Sw-und Sz-Vollendung als objektive Zielerreichung. Diese natürliche Basis aller Zielgerichtetheiten der physikalischen S-Wirkungen sind aber in den Naturabläufen stets mit den zwei R-Aspekten verbunden. Die physikalischen Wirkungen haben zwar immer eine Gerichtetheit, aber diese Wirkung macht mit der S-Abschwächung, dass sich die R-Aspekte ablösen und freier werden.
354Die Kulturbereiche sind geradezu dadurch bestimmt, dass die allgemeine Entwicklung diese freien R in freie I verwandelt hat. Da die Zielsetzung begrifflich formuliert wird, kommt die Freiheit der I aus dem OG ins Spiel. Die natürlichen Zielzwänge und die menschlichen und kulturellen Freiheiten bei der bewussten Zielsetzung bilden stets ein wechselwirkendes Verhältnis, von dem nur im jeweiligen Fall der Grad der zwangsläufigen Vorherbestimmung festgestellt werden kann.
Übergang
I-E und I/E
355Die traditionelle Metaphysik und die Theologie sind sich einig in der Annahme, das höchste Sein sei ein Ganzes und es gäbe nur ein einziges. Wir differenzieren das und gehen von einer Reihe von Dualitäten aus. Wobei jedoch gleichwohl jede Dualität jeweils eine Einheit bilden kann, und beider Relation wiederum eine Einheit bildet. Von S, R und z, w her sind das im Geistig-Begrifflichen die getrennten I – E und die relative Einheit „I/E“ sowie „I-E zu I/E“. Eine moderne Metaphysik zeigt die Wichtigkeit dieser Relationen und ihre Herkunft von Sw, Sz und Rw und Rz und von „z-w zu z/w“.
356Einheit, Dualität als Übergang zur Vielheit und die Vielheit selbst sind gleichrangig. Denn aus den fundamentalen physikalischen Einheiten S und R und aus den fundamentalen begrifflichen Einheiten E und I werden mögliche Dualitäten, S-R, z-w und I-E und aus ihnen wiederum die S/R- und z/w- und I/E-Einheiten. Die beiden Übergänge, die Trennung der beiden (I – E) und beider enger Köhäsionsbezug (I/E) zwischen den jeweiligen zwei Grundgrößen werden von den zwei einfachen fundamentalen Relationen Rw und Rz bewirkt.
357Der Übergang zwischen E und I hat seit Parmenides seinen Vorläufer in der Trennung von „Sein zu Nichtsein“. Da war aber unklar geblieben, was denn dieses „Nichtsein“ ist. Die I-Seite ist für das Sein (E) das einzige gleichrangige und ebenso abstrakte Andere, es ist das „inhaltliche“ Nichtsein. Daher kann es in möglichen Relationen nur um I – E oder um I/E gehen.
358Das Seiende und dessen Erfassung im Denken wird traditionell oft als „letzter und einfachster Bauplan“ und als „Leitplan“ und Norm beschrieben. Wobei das, was sachlich existiert und das Denken darüber meist nicht getrennt werden.
359Das Seiende wird von uns als „I/E“ modelliert und beschrieben. Es kann einerseits als das „Praktische“, die „Konkretheiten“ fundierend gelten, andererseits ist es die begriffliche Seite, die ebenfalls aus den in der E-Entwicklung und I-Entfaltung möglichen vielen I/E gebildet werden. Beide Seiten, die konkret-praktische und die theoretisch-begriffliche prägen die Realität in ihrer Vielfältigkeit.
360Wenn Suarez das Seiende einteilt in ein solches, welches das Sein aus sich selbst hat und in eines, welches das Sein von einem „Anderen“ hat, dann geht es um E und I/E.
361Wir ergänzen das nur aus sich existierende und daher freie E durch das freie I und verallgemeinern das, wenn wir alle Entwicklungsphasen der E- und I-Seiten hinzufügen. Wie erwähnt, tendierte Platon schon zur „I/E-Lösung“, wenn er statt des Seins die „Idee“ als Höchstes bestimmte. In ihr steckt noch die „Tugend“, also eine I-Variante. Gleichzeitig ist für Platon „das wahre Sein“ erst das, welches durch einen Prozess vollkommen werden kann. Das entspricht unserer „allgemeinen E-Entwicklung“. Diese erweitern wir zur Relation der „I-Entfaltung zur E-Entwicklung“. Die Reihe „I-E zu I/E zu E‘-I` zu etc. tritt im Begrifflichen an die Stelle von „z-w zu z/w zu etc.“ Wobei die I/E-Relation in der Entwicklung ein neues E` und ein neues I` erzeugt.
362Das was wir den „z/w-Großbereich“ nennen, umfasst alle Relationen zwischen „Fremden“. Das heißt, es geht dort zum Beispiel auch um die Relationen zwischen einander fremden Theorien, Wissenschaften, Sprachen u.ä. Das wird allgemein durch „I/E“ deswegen modelliert, weil dies der begriffliche, geistige Kern der konkreten Seiten des Seienden ist. In der Geistesgeschichte war der Übergang vom platonischen Allgemeinen, der „Idee“ und dem Sein, dessen Wesen in einem jenseitigen Bereich liegt, zu den wissenschaftlichen Theorien des Aristoteles wichtig. Diese suchen zwar auch das „Notwendige“, „Unveränderlich-Ewige“, aber in der Ansicht des Aristoteles umfasst dies als Seiendes nur seine „wesentlichen Gründe“, es kann bereits mit seinen unmittelbaren Ursachen identifiziert werden. Wenn aber die Wesenheiten der Dinge letztlich in denen selbst zu finden sind, ist das jene Wechselwirkung, die wir als z/w, I/E, N/G und darüber hinaus als „z-w zu z/w“, „I-E zu I/E“ und „N-G zu N/G“ modellieren. Die freien unendlichen S, R und I und E („I-E“) sind das Sein. Sie werden im aristotelischen Verständnis miteinander zu seienden Endlichkeiten verbunden, („I/E“), und wir meinen, jene komplexen weiteren Relationen, vom Typ „I-E zu I/E“ erfüllen die Ansprüche, die man dem „Wesen“ der Erscheinungen zuspricht.
363Das „Wesen des Seins“ ist nicht „E“ oder das „z/w“-Gleichgewicht mit seinen Defiziten an Wirkungen und Veränderungen, sondern jene Relationen von S/R an, die in „z“ und „w“ vorhanden sind und die in den geistigen Bereichen als die Beziehungsdynamik in „I/E“ wichtig wird sowie die darauf aufbauenden komplexeren Relationen, soweit sie noch keine empirisch feststellbaren Entitäten sind. Wobei das „Wesen“ vor allem die mehrfache unbegrenzte Wechselwirkung ist, durch die ein neues, höheres E` entsteht. Die Einbindung in solche Entwicklungsprozesse zeigt nicht nur den Aufhebungsmechanismus genauer, es kommt auch dem „Wesen des Seins“ entgegen.
364Nicht nur E ist eine metaphysische Größe, sondern auch „I“, während „I/E“ zum z/w-Bereich gehört, weshalb daher der I/E-Relation nach herkömmlicher Ansicht ein metaphysischer Charakter nicht gegeben ist. Ähnlich ist es mit der E-Entwicklung im Vergleich mit der I-Entfaltung. Es sind vor allem die vorwärts drängenden Sw und Rw und die sich selbst vermehrende Funktion der R- und I-Aspekte in den metaphysischen Polen, welche die Ursachen für die belegbare E-Entwicklung und I-Entfaltung sind. In ihren speziellen Konkretisierungen in den z/w-und I/E -Wechselwirkungen erscheinen die Vermehrungsmöglichkeiten der E-Seiten und die Unbegrenztheiten der I zum Beispiel als Heilsgeschehen einer paradiesischen Zukunft in vielen Religionen sowie als soziale und politische Hoffnungen und Strategien.
365Bei Sokrates und Platon standen schon hinter allen Fragen nach der Beschaffenheit des Seins die Suche nach dem „Guten“. Diese Fragen hatten die Konfrontation der „sinnlichen Erscheinung“ mit dem „wahrhaft Seienden“ berührt, dann aber hatten sie der „ewig unveränderlichen Idee“ (E) die „Tugend“ (I) zugeordnet, um schließlich doch wiederum eine Einheit der Dualität zu fordern. Das ist die – damals geistesgeschichtlich vorbereitende – „I-E zu I/E“-Wechselbeziehung und deren Statik und Dynamik durch Rz und Rw.
366Geht man vom metaphysischen z-w-Pol aus, dann gilt für die Rz-Rz- und Rw-Rw-Relationen, dass sie unendlich reichweitig und zeitlich unbegrenzt sind. Das heißt hier, dass sich durch das Relationieren nichts ändert solange die beteiligten Größen absolut gleichartig sind. Von den R-Aspekten gehen diese Eigenschaften auf die I über. Neben den I/E- und I-E-Relationen gibt es die Relationen und Übergänge zwischen verschiedenen I, zum Beispiel in „Ii – Ik“ als gesellschaftlich prägende Differenzen zwischen persönlichen (Ii) und öffentlichen (Ik) Interessen. Dann ist beim Verhältnis „Ii-Ik“ zwar die I-Form gleich, aber die I-Inhalte – eine individuelle Zielsetzung und eine kollektive – können verschieden sein. Entsprechend wirkt das unterschiedlich auf die Form – es entstehen in dieser Relation nämlich nur wieder „Interessen“, „Hoffnungen“ – und auf die Inhalte. Es entstehen beispielsweise als „Kompromisse“ inhaltlich neuartige Zielsetzungen und Interessen. Parallel ist solcher unterschiedlicher formaler und inhaltlicher Fortschritt bei den Sz- und Sw-Relationen bis zu den endlichen E-Entwicklungsvarianten und den E-Unendlichkeiten zu beobachten.
367Man sollte diese vielen und doppeltdeutigen Prozesse zusammenfassend als Übergänge von „z-w“ zu „z/w“ ansehen. Nur durch die Relationierung aller einander fremden Größen – Sw, Sz, Rw, Rz und E, I, N, G – wird dadurch das erzeugt, was im allgemeinen als wirklich Neues gilt. Für uns ist hier von Interesse, dass in der Beschreibung der „Ii-Ik-Ig-Verhältnisse“ zwar metaphysische Grund-Elemente wechselwirkend vereint sind, dass aber die „Ähnlichkeit“, die geringe Unterscheidbarkeit dieser Elemente nur sehr begrenzt neue Einsichten erzeugen kann. Die Relationen „I/I“ sind in der „Praxis“ auch schwer zu konkretisieren. Weshalb zum Beispiel eine Interessengemeinschaft (Ii-Ik) stets „prekär“ ist. Erst die I/E-Form lässt konkrete und verbindliche Entscheidungen zu. Als Relation zwischen einander fremden metaphysischen Größen gehört aber I/E bereits zur Sprachenphase.
368Das Seiende, als „z-w zu z/w zu OG“, hat dann seine „inhaltliche“ Seite von z/w und I/E und seine methodische Seite von „z-w“ und N-G. Die Methodik zum Beispiel als die „Widerspruchsfreiheit“ und die vielen methodischen Dualitäten der Sprachen. Beides, die Inhaltlichkeit und die Methodik betrifft auch alle Subphasen des Seienden, beispielsweise die Alltagssprache, die Subjektivität und die Einzelwissenschaften.
369Es sind zwar in jedem Übergang alle Phasen versammelt, aber „betont“ oder „relevant“ sind jene, die jeweils zu den zwei Nachbarphasen „passen“. So sind zum Beispiel im Übergang von der Physik zur Biologie die engen Rw/Rz- und N/G/I/E-Relationen vertreten, während beim Übergang vom subjektiven Geist zum OG eher N-G, N/G und N-E vertreten sind.
370Die I-Freiheiten, als Wollen, Wünschen, Hoffen werden als Inbegriff der Freiheit verstanden. Sie sind aber erfahrungsgemäß von fremden „Zwängen“ beeinflusst, nämlich von der E-Seite. Und umgekehrt, das freie individuelle Phantasieren von virtuellen Existenz-Vorstellungen (Ei) ist für seine Verwirklichung an die I gebunden. Die „Freiheit zu etwas“ muss die Unendlichkeit und Isoliertheit der beiden freien metaphysischen Elemente E und I aufheben und aus ihnen endliche I/E bilden.
371Im konkreten Arbeiten und Denken ist solche Aufhebung ein frei gewollter und unabhängiger Kampf – damit übrigens wiederum die Errichtung einer freien Meta-Ebene – gegen die Zwänge der natürlichen oder gesellschaftlichen E-Einflüsse.
372Auch hier muss solches alltägliche Handeln in der allgemeinen Entwicklung von den freien R und deren Einbindung in Rw/Rz gesehen werden. Abgesehen von dieser tiefen Herkunft, geht die Entwicklung speziell so weiter, dass die gewonnene Ii/Ei -Relation ihre Freiheiten schnell dadurch verliert, dass das Verhältnis als die individuelle Fähigkeit des Willens (Ii) zur gesellschaftlich anerkannten „Vernunft“, zur Auswahl moralischer Zwecke und schließlich zur Einsicht in die objektiven und sich weiter entwickelnden E-Notwendigkeiten verändert wird. Diese subjektive Einsicht, die die stets mögliche Alternative, es auch anders zu machen, dazu nutzt, um die Einflüsse aller anderen gesellschaftlichen I und das jeweilige E-Niveau zu berücksichtigen, ist eine Variante in der allgemeinen Entwicklung, als „I-E zu I/E“.
N, G
373Die Relationen zwischen den metaphysischen Größen Negation (N) und Gleichsetzung, Identifikation (G) können in den Naturprozessen und im menschlichen Handeln, in den Arbeits- und Denkabläufen sehr unterschiedlich sein. Auf die Basis der Methodik, die eine Phase des z/w-Bereiches ist, reduziert, werden sie als enges N/G-Verhältnis und als beider Trennung N-G sowie als Relation „N-G zu N/G“ systematisiert.
374Die Geschichte der Methodologie ist geprägt von gegenseitigen Verurteilungen der beiden Methodenarten. Die N/G-Methoden „Glauben“ und „Dialektik“ wurden von N-G-Methoden, wie beispielsweise logische Gleichsetzung und Negation oder das deduktiv-rationale Denken, bekämpft, wie das umgekehrt auch geschah. Tatsächlich aber kommt die eine ohne die andere Methodenart nicht aus. Das besagt „N-G zu N/G“. Die Methodik des Alltags sowie aller Wissenschaften und auch der Philosophie selbst sind an diese – wenigen – Methoden gebunden.
375Den metaphysischen N und G liegen die „materiellen“-metaphysischen Rw und Rz zugrunde. Diese verschieden gerichteten Relationen der physikalischen Kräfte Sw und Sz sind jedoch als N und G noch kaum zu erkennen. Das ändert sich, wenn man bedenkt, dass die R-Aspekte nicht nur die Grundlage allen methodischen Denkens sind, sondern zum Beispiel auch für die zwei dynamischen Bewegungen des Gesamtsystems, der Entwicklung und der Entfaltung, verantwortlich sind. Dazu sei eine spezifische Phase der allgemeinen Entwicklung näher betrachtet.
376Zur Entwicklung der physikalischen Phase gehört zum Beispiel grundsätzlich zweierlei, das Hinstreben (Rz) aller Massen (Sz) in die Schwarzen Löcher und das Auseinanderstreben (Rw) physikalischer Größen als Maximierung der Entropie. Die prinzipiell aus grenzenlos vielen Sz/Rz bestehende „leere Tiefe“ eines physikalischen Schwarzen Loches kann als die konkrete Seite des „Nichts“ vorgestellt werden. So wird von den Rz die Negation (N) ableitbar. Aber zugleich wird N von der ebenso leicht vorstellbaren unbegrenzten Leere bestimmbar, welche sich durch die auseinander strebenden Rw in der Entropie-Dynamik, oder in der des elektromagnetischen Feldes auftut.
377Von daher ergibt es sich, dass die „Negation“ sowohl Rz wie Rw zur Basis hat. Analoges gilt für die Identitätsbildung G. Im übrigen ist bereits im metaphysischen „z-w-Pol“ über die dort freien Rz und Rw deren Grundeigenschaft als Nichtseiende (N) und als Selbstidentische (G) festgelegt. Die kurze Erwähnung der physikalischen Realität sollten das Zusammenspiel der metaphysischen Basis mit den Einzelwissenschaften allerdings nur andeuten.
378Daraus ergeben sich jene typischen Eigenschaften der „Negation“, die nicht zu den z/w-Phasen des Seienden gehören, zum Beispiel die „Unfassbarkeit“ des Nichts, der Negation im Alltagsdenken. Die Negation hat keine der „z/w“-Eigenschaften, sie ist zum Beispiel nicht analysierbar, sie ist nicht raumzeitlich und nicht kausal.
379Das gilt nun auch für die Eigenschaften der G-Methode. In ihr stecken diese, aber auch andere Eigenarten von Rw und von Rz. Die beiden und G sind zugleich sie selbst wie auch sich selbst „erzeugend“ sowie ihre eigene begriffliche Erfassung.
380Die leere Dynamik von N und von G kann man bereits in den Relationen Rz/Rz und Rw-Rw erkennen. G ist ausgerichtet wie die Rz, die auf andere Rz gerichtet sind und N ist wie Rw von Rw „weg“ gerichtet. Im z-w macht es aber keinen Unterschied, ob zwei oder viele Rz wirken. Das gilt auch für Relationen zwischen den gleichen Rw. Beide Male ohne jeden „Effekt“, der außerhalb ihrer selbst läge. Ebenso ist es mit der G-Dynamik, die nur wieder „Gleiches“ erzeugt und der N-Dynamik, die nur „Nichts“ erzeugt.
381Die Herkunft des metaphysischen G und N aus den beiden R-Relationen vom metaphysischen „z-w“-Pol verweist gleichermaßen auf die Analogie und Unterscheidung der beiden metaphysischen Pole.
382Platon unterscheidet schon das „Nichtsein“ (mä on) vom „völligen Nichts“ (ouk on). Das erstere entsteht aus noch möglichen Relationen mit Anderem, zum Beispiel als Irrtümer in der Wahrnehmung. Die verschärfte Negation bezieht sich nur auf sich selbst. Es geht hier um Vorläufer unserer Ausdifferenzierung des „Nichts“, wobei das erstere als Relation zwischen einander fremden Größen der Sprachenphase näher steht.. In einem Beispiel aus der mathematischen Sprache, in der Zahlentheorie, gilt „Null“ noch als Zahl. Das was idealistisches Denken als „garnicht existierend“ annimmt, meint zwar das „völlige Nichts“, es kann das aber aus „logischem“ Grund nicht „geben“, weil diese seine sprachliche Fassung als Relationierung das verhindert.
383Wie erklären wir diese Zweideutigkeit? Die isolierten Rz und Rw sowie das N im OG gehören zu den absoluten Formen des Nichts. Je für sich können sie sich zwar selbst bestimmen, bleiben aber inhaltlich unendlich leer, weil sie im Gegensatz zu den beiden inhaltlichen S-Kräften und zu S/R – „Inhaltlichkeit“ wird von uns in der Entwicklung vom S-Aspekt über S/R bis zu I/E bestimmt – weder Inhalte haben noch Relationen zwischen grundsätzlich verschiedenen Größen sind.
384In der Natur ist die Annäherung an das was man als Nichts bezeichnet immer mit Endlichkeiten verbunden, gewissermaßen als „Ausgleich“ oder „Aufhebung“ dieser begrifflichen radikalen Nichtexistenz. Diese Beurteilungen als „Nichts“ werden also stets von z/w-Varianten her gesehen, eben beispielsweise von den Sprachen, die auf ihre Weise beliebige Meta-Relationen herstellen können, hier auch die zwischen freien R und z/w. Das verweist wieder auf die grundlegende Wirkung von „z-w zu z/w“.
385Analog ist das im Verhältnis der OG-Elemente, also auch für G. Jedes ist für sich, während ihre Bestimmung durch die Sprachen – zum Beispiel als dialektische „N/G“- Bildung – zwar auch noch wenig verstehbar ist, sich aber vom unendlich leeren N und vom G unterscheidet.
386Das traditionell kritiklos einfach gesehene „Nichts“ (N) hat also eine Reihe von Ursprüngen. Das gilt für jede isolierte metaphysische Größe. Sie sind für die Relationsphasen der z/w- Art als „nicht seiend“, weil alles „Seiende“ als Relation bestimmt ist, zum Beispiel als Verbindung vom denkenden menschlichen Subjekt her gesehen, gedacht oder sprachlich gefasst ist. Dazu gehören also die voneinander getrennten OG-Elemente und die freien z und w mit ihren freien Rz und Rw. Man kann sie selbst auch als „leer“ beschreiben, muss ihnen aber andererseits deshalb formal Unendlichkeiten zusprechen, weil „Endlichkeit“ stets als Relation zwischen einander fremden Größen bestimmt wird.
387„Unendlich leer“ zu sein, bedeutet aber, dass dennoch ein z oder viele und sogar unendlich viele z versammelt sind. Zum Beispiel als grenzenlose Anhäufung von z in einem „Schwarzen Loch“. Analog kann es eine unendliche Leere dadurch geben, dass ein, zwei oder viele w diese bilden. Schließlich kann man auch eine Leere in der unbegrenzten Selbstbeziehung der OG-Elemente E, G, N erkennen. Aber alle diese Arten von „Nichts“ sind doch noch Relationen, wenn auch nicht zwischen „fremden“ Elementen, sondern vom „z-w-Typ“, auf sich selbst bezogen oder von ihresgleichen getrennt.
388Die herkömmliche Problematik, ob das „Nichts“, zum Beispiel der „leere Raum“, ein Etwas sei, eine Existenz habe, wird von uns mit der E-Existenz-Entwicklung angegangen. Danach sind die acht freien metaphysischen Grundgrößen – in z-w und im OG – die Basis von „Existenz“, weil erst aus ihnen im „z/w-Bereich“ jene konkrete und begrifflich alltägliche Existenzvorstellung erzeugt, konstituiert werden kann. Allerdings ist die Denkschwierigkeit groß, wenn man akzeptieren muss, dass jene acht Grundgrößen zugleich der normalen Existenzvorstellung wie der normalen Vorstellung vom Nichts und der von der Unendlichkeit genügen müssen. Diese Vorstellungen gehen vom Denken als eine Phase aus dem z/w-Bereich aus. Man kann das als Kreisschluss bezeichnen oder als Wechselwirkung zwischen allen Phasen, jedenfalls sind beide ursprüngliche und notwendige Prozesse, ohne welche eine Gesamtsystematik nicht möglich ist.
389Wie aber steht es mit einfachen Relationen, S/R, I/E, N/G, Rz/Rw, Sw/Sz, sind sie noch „Nichts“ oder schon „Etwas“? Sie sind deshalb im „Übergang“ zu komplexen Relationen, weil sie noch unvollständig sind. Um „Etwas“, konkret „Seiendes“. zu sein, gehören beide Relationsarten – die Trennung und die Kohäsion – vereint mit beiden Kraftarten, wie es in der Natur der Grundtyp „z-w zu z/w“ zeigt. Im Geistigen gelten diese Relationen erst dann als konkrete Einheiten, wenn sie – wie zum Beispiel „I-E zu I/E zu N/G“ mehrfach relationiert sind. Solche komplexen „Vielheiten“ sind auf dem Weg von den „Einheiten“ zu jenen erwähnten potentiellen Unendlichkeiten des Seienden.
390Von Plotin bis Heidegger zögerten die Philosophen und auch die religiösen Denker, dem abstraktesten Existierenden, dem „Sein“ einen eigenen Namen zu geben. Das was wir als „E“ modellieren ist letztlich nur durch die anderen Elemente im OG zu bestimmen, hier durch G und indirekt durch N. Das E ist durch sich selbst unendlich oft selbstbezogen, selbstrelationiert. Durch den dynamischen Identitätsgedanken G bleibt es sich selbst gleich und durch N wird es gegenüber dem gewohnten Denken als „Nichts“ bestimmt. Diesen Denkzwängen sind auch die Definitionen von „N“ und „G“ selbst unterworfen. Dadurch entsteht nun aber wiederum eine Gemeinsamkeit zwischen den drei Elementen E, G und N als eine Relation, welche sie dem metaphysischen OG zuordnet. Sie sind alle „Gleiche“ als „Nichtse“. Diese metaphysische Ebene und der analoge, verursachende Vorgang im Physikalischen („z-w zu z/w“) ändert in der Philosophie, bei der bisher aus dem Sein (E) allein die Mannigfaltigkeit der Welt nicht hinreichend erklärt werden konnte, nun alles.
391Alle unrelationierten Erscheinungen und Entitäten werden begrifflich als „Nichts“ (N) beurteilt. Das sind in der Ersten Physik die S- und R-Aspekte und die freien z und w. Im OG sind es die vier voneinander getrennten Elemente. Die Phänomene in den z/w-Phasen des Seienden sind dagegen relationiert, als Relationen zwischen „Fremden“. Es gibt in der Natur das Nichts also deshalb nicht, weil man die zwei metaphysischen Pole, der Ersten Physik und der OG-Momente, auf diese Weise in der Relations-Phase „z/w“ verbindet.. Die acht Isolierten (S, R, z, w, E, I, G, N) sind aber nur insofern Varianten des „Nichts“, weil und solange sie keinerlei Fremd-Relationen haben. Das gilt mithin auch für den Selbstbezug, zum Beispiel „w-w“ oder „E/E“. Sie haben zum Beispiel auch keine raumzeitliche und keinerlei begriffliche Darstellung, die selbst angemessen ohne jede Relationierung auskäme. Die Denk- und Spracharbeit des Subjekts stellt dann allerdings Verbindungen zu den isolierten Größen her.
392Ist durch solche Überlegungen die alte Grundmeinung relativiert, die das Nichts und dessen Analyse als „sinnlos“ ansah? Wir weiten diese Analyse aus und meinen, dass das Nichts sogar nicht ohne Bezug auf die Unendlichkeit bestimmt werden kann, welche durch die Bildung von unbegrenzt vielen Metarelationen sich dem radikal leeren Nichts annähert. Die Einheit allein aus diesen beiden kann aber als Sinnlosigkeit „verstanden“ werden.
393Die gesellschaftlich intuitive Konfrontation von „Nichtigkeit“ als abzulehnender, religiös zu verdammender Gegenpol zum Seienden und zum Göttlichen kann sich darauf berufen, dass es in den z/w-Phasen tatsächlich keine einfache Möglichkeit für den Gedanken des „Nichts“ gibt. Die metaphysischen Pole „z-w“ und OG enthalten dagegen die Nichts-Arten. Im OG jedoch sind es jene möglichen Metarelationen, welche E und N verbinden und das „göttliche“ E auch zum Negativen werden lassen.
394Alle G-Varianten garantieren, die Existenzen der Welt auf die einfachste Art zu verstehen und die N erlauben es, diese unbeschwert abzulehnen. Beide Methoden befreien das Wahrnehmen und das Denken von allen Zufälligkeiten und Denkbedingungen. Diese naive erste Annäherung des Menschen an die Welt ist aber eine Basis für den im Grunde sehr komplexen Übergang und die Wechselwirkung zwischen dem Seienden – zum Beispiel den Sprachen oder dem subjektiven Denken – zum metaphysischen OG und umgekehrt die Übertragung des OG auf das natürliche Geschehen durch das G und das Nichts.
N-G und N/G
395Seit Aristoteles ist N – G nicht nur die Basis der klassischen Logik. Von jeher steht dieser metaphysische „Widerspruch“ und dessen „Verbot“ im Mittelpunkt der Denkmethodik. Auch im OG ist „N-G“, der „Widerspruch“, als eine der fundamentalen Relationen Bestandteil der umfassenden wissenschaftsphilosophischen Metaphysik. Er wird in „z-w“ begründet und mit „E-I“ inhaltlich ergänzt. Einst waren Begründungen von „N-G“ äußerst einleuchtend. Mit der Kritik an der klassischen Logik durch die Dialektik (N/G) entstanden Schwierigkeiten, die dadurch überwindbar sind, dass die Metarelation „N-G zu N/G“ gebildet wird oder dass sich auf die einfachsten Denkmethoden verlassen wird. Die Verifizierung (G) von Aussagen ist so erfolgreich, weil sie oft einfach und fast ebenso schnell beendet ist wie die Falsifizierung (N).
396Galt einst, dass „N-G“ als „Satz des Widerspruchs“ deshalb metaphysisch sei, weil er weder beweisbar noch widerlegbar ist, so kann man jetzt. „N-G“ – ebenso wie die zwei anderen Elemente des OG, also die strikte Trennung E von I, mit den z-w- und Rz-Rw-Trennungsrelationen sowie die der beiden Grundkräfte (Sw-Sz) verbinden und damit diesen „Satz“ auf eine erweiterte Art beweisen.
397Die Eigenschaften von „N-G“, ihr „Denkzwang“, dass etwas ist oder nicht ist, wahr oder falsch ist, rührt von der erweiterten metaphysischen und physikalischen „Quantenphase“ „z-w“ her. Aber die physikalische Natur braucht sowohl die freien, voneinander getrennten z und w wie die Natur erst durch die „gleichzeitige“ Existenz der z/w-Kohäsionsbeziehung konstituiert wird.
398Die dialektische „Aufhebung“ der Gegensätze, hier von N zu G, galt immer schon als etwas „Unbestimmtes“. Das ist letzten Endes eine Folge des Zusammenspiels von „z-w“ mit „z/w“, also die strikte Trennung und die maximale „Gegensätzlichkeit“ der unbegrenzt vielen z von den unbegrenzt vielen w einerseits, die aber zu deren enger Beziehung wird, zum z/w-Verhältnis, welches als Einheit beider Gegensätze das erzeugt, was als konkrete Wirklichkeit gilt. Das Entscheidende in dieser physikalischen Aufhebung sind die Veränderungen der Richtungen (Rw und Rz) durch die Veränderungen der dynamischen Kräfte. Das aber fehlt beim Übergang von N-G zu N/G und führt zusätzlich zu jener Unsicherheit. Es geht aber – seit Hegel – darum, dass im N-G-Verhältnis zwar vordergründig eine Trennung herrscht, aber eben durch solche Grenzziehung auf einer Meta-Ebene eine Beziehung entsteht, die eher vorbewusst mit gedacht werden muss. Dadurch entsteht immer auch und zugleich eine N/G- Relation. Für die erste Physik kann das anschaulicher dargestellt werden. Die Abgrenzung in z-w übernimmt die w-Seite. Deren abstoßende Sw-Kraft wird schwächer je weiter die Entfernung zu den z wird. Dadurch wird nun die gerichtete Anziehungskraft Sz stärker, so dass in der Tendenz eine z/w-Relation entsteht. Sobald die Verbindung maximal eng ist, hat sich die Sz.-Kraft verbraucht und die Sw-Kraft fängt im gleichen Maße an wieder abstoßend zu wirken. Das geht ständig so weiter. Daher kann der Prozess insgesamt als eine gleichgewichtige Einheit angesehen werden. Jedoch muss jetzt aber an die dabei entstehenden tatsächlichen Veränderungen gedacht werden, welche dadurch zustande kommen, dass dieser Ablauf nicht von der Umwelt isoliert ist. Die wegstrebenden Sw treten dabei auch in eine wechselwirkende Verbindung zum übrigen physikalischen Geschehen ein. Diese Veränderungen am isoliert gedachten Modell bewirken die „allgemeine Entwicklung“, welche schließlich die „z-w zu z/w“-Abläufe zu den „N-G zu N/G“-Prozessen macht und beide wiederum auch unterscheiden lässt.
399Schreibt man dem „grundsätzlichen Zweifeln“ im alltäglichen und im philosophischen Denken des Skeptizismus die Selbstbezogenheit der N-Kategorie zu, so wird aus dem Gegensatz zur „absoluten Zustimmung“ (G), also aus „N-G“, in der tatsächlichen Arbeit und in den Erfahrungen des alltäglichen Lebens und vor allem in der Hypothesenbildung der wissenschaftlichen Forschungsarbeit das, was man als N/G-Methoden bezeichnen kann. Diese formale Form verlangt mit der Notwendigkeit der G zugleich die Zweifel, ob mit den radikal einfachen G-Methoden allein neues Wissen zu erreichen ist.
400Die „N-G“ und „N/G“ Methoden des Denkens sind von universalem Einfluss. Deren ganzer Charakter ist von den Rz und Rw sowie von den Übergängen im Laufe der allgemeinen Entwicklung bestimmt, in welchen die vielen Entwicklungsvarianten der S-, E- und I-Seite Einfluss nehmen. Die drei Hauptmethoden, das Identifizieren, Negieren und die dialektische Methode wirken genauso universell und radikal reduzierend wie die einzelnen Kräfte des physikalischen Standardmodells, die in ihrer Freiheit und in ihrem Zusammenspiel alle Bereiche der Natur bestimmen.
401Verhältnis des OG zum Pol der Ersten Physik und zum z/w-Dasein
402Wenn man in der Religion und Philosophie dem „Sein“, „E“ eine Sonderrolle zuspricht, dann ist das von den beiden S-Kräften und ebenso von der Basisrelation z/w her berechtigt. Sie üben die grundlegenden Existenz-Funktionen aus. Die Lage wird komplizierter, wenn man bedenkt, dass auch Rz, Rw und Rw/Rz sowie I, G und N ein Recht haben, als absolute Basis betrachtet zu werden. Wir wollen die Elemente beider metaphysischen Pole als gleichwertig ansehen, wenn wir mit ihnen und weiteren grundlegenden Relationen beispielsweise versuchen, einen Bestand möglicher axiomatischer Elemente für die Einzelwissenschaften zu bilden.
403Das Sein „aus sich selbst“ ist vor allem der S- Aspekt und der R-Aspekt. Sie erfüllen die alten Vorstellungen vom „Grund der Welt“. Sie haben ihrerseits keine Begründung, besser gesagt, sie sind dadurch ihr eigener Grund, dass jedem S nur wieder ein identisches S zugrunde liegt. Denn die S und R und z und w sind jene „Außerweltlichkeit“, die als Unendlichkeiten fundiert sind, welche begrifflich nur als unendlicher Selbstbezug denkbar sind. Sie gehören nicht zu den z/w-Relationen, welche in ihrer Relationenvielfalt durch das Wechselspiel einander fremder, zum Beispiel der beiden Richtungsarten Rz und Rw, die endliche Realität konstituieren. Das heißt, es gibt zwei einander ausschließende Begrifflichkeiten. Wie das am Beispiel „endlich und unendlich“ oder „Etwas und Nichts“ einsichtig ist. Allerdings nutzt das Alltagsdenken beide Begrifflichkeiten, indem es stets die Elemente des metaphysischen OG-Pols mit den z/w-Sprachen in Wechselbeziehungen vermittelt.
404Die vier metaphysischen Größen Sz, Sw, Rz, Rw werden vom anderen metaphysischen Pol, dem Objektiven Geist, durch dessen isolierte elementare Größen als „existierende“ (E) und als „gerichtet“(I) begriffen, was als Relation zwischen den beiden metaphysischen Polen verstanden wird. Weitere Arten der Relationierung sind zum Beispiel die Feststellung der Identität (G) mehrerer Rz, oder die negative (N) Abgrenzung zwischen Rz und Rw, oder die Abgrenzung zwischen den freien Rz und Rw von den eng gebundenen Rw/Rz. Die sich in der allgemeinen Entwicklung nahe stehenden N, G und Rz, Rw werden zum Beispiel in ihren Beziehungen zueinander in der Grundlegung der Mathematik wichtig. Es ist ein Beispiel für die Konkretisierung in der Phase der „Sprachen“, zu denen auch die Wissenschaftssysteme und die Philosophie-Bereiche gehören. Sprachen sind die komplizierteren Relationen, welche auf den einfachen Relationen der OG-Elemente mit den Rz und Rw aufbauen.
405Für eine Beschreibung eines Gesamtsystems muss man die N-G zu N/G- und die I-E zu I/E-Relationen mit berücksichtigen. Aber erst die maximal relationierte begriffliche Seite, bezogen auf die von ihr unterscheidbaren physikalischen Relationen erfüllt die wissenschaftsphilosophischen Anforderungen.
406Der metaphysische Anspruch besteht zwar darin, möglichst einfache Strukturen als Erstes und „Höchstes“ zu haben, aber auch die Einfachheit hat unterscheidbare und gleichberechtigte Differenzierungen, um die Komplexität der Realität zu erzeugen und zu vermitteln.
407Im OG sind E, N, G und I Endpunkte allen rationalen Denkens. Eine Begründung und die Beweisbarkeit der vier geschieht als unendlich leere Reduktionen auf sich selbst aber auch gegenseitig durch die anderen Elemente, das gehört jedoch bereits zu den z/w-Phasen. Diese notwendige Erklärung der E, I, N, G ist noch nicht hinreichend. Das geschieht erst mit Hilfe des z,w-Pol.
408Die Verbindung zwischen OG und „z-w“ zeigt sich in den alten Mythen, nach denen die Welt (z/w)durch ein höchstes Sein, Gott – bei uns E – aus dem Nichts, hier die freien z und w geschaffen wurde. Auch noch Hegel hat „Neues“ aus der Wechselwirkung von Sein, E und Nichtsein, N entstehen lassen. Den so angedeuteten Entwicklungsgang von „z-w“ über z/w zum OG – und zurück – beschreiben wir genauer durch S und R und ergänzen die E, G, N um I. In den freien z und w sind die zwei S- und R- Aspekte vorhanden und diese R-Seite erscheint dann in den I des OG wieder.
409Sowohl dem Entstehen wie dem Bestehen und Vergehen dessen, was von alters her die „Welt“genannt wird, liegt das Übergangsfeld der z zu den w zugrunde. Es ist das Verhältnis der freien z und w zu den gleichgewichtigen und engen „z/w-Varianten“. Die Aufhebung des Gegensatzes zwischen den statischen und eng bezogenen z/w und den freien z und w wird auch und konkret durch das Verhältnis „viele w zu vielen z“ erreicht. Wobei jene Vielen das „enge“ Grundverhältnis verändern können, wenn die Freiheit der kompilierten w die Statik der geballten z übertrifft. Analog zu dieser Einheit „z-w zu z/w“ wirken die gleichen Vorgänge aus dem OG in den Sprachen, als „I-E zu I/E zu N-G zu N/G“. Es ist das eine mögliche Beschreibung der allgemeinen Entwicklung aller Phasen, in denen Wirkungen und Konkretheit herrschen, zum Beispiel in den Einzelwissenschaften. In den komplizierten Beziehungen von z-w zu z/w und zu den OG-Elementen zeigt sich ein Konzept von „Welt“, in deren Übergangsfeldern die einzelnen wissenschaftlichen Phänomene jedes metaphysische Moment aufheben.
410Man kann von der die physikalische Realität begründenden Wechselwirkung der zwei „Quantenphasen“ „z – w zu z/w zu z – w zu etc.“ sprechen. Wir verstehen die beiden als die physikalischen Grundformen dessen, was begrifflich das metaphysische „Sein“ genannt wird, nämlich die freien z und w. Während das „Seiende“ die relationierten z/w-Varianten zur Basis hat. In dem unbegrenzten „z-w zu z/w- Wechselwirkungs-Ablauf sind die beiden Phasen also auch als Sein und als Seiendes zu bezeichnen.
411Hinter dem Modell „z-w zu z/w“ und den in ihm wirkenden gerichteten Kraftzusammenhängen stehen die verschiedenen konkreten Relationen zwischen Sz, Sw, Rz und Rw. Als erste erscheinende Relation ist das das „Energie-Quant“. Es vereint in sich alle denkbaren Relationsarten, was die Voraussetzung dafür ist, dass das Energie-Phänomen wirksam und wahrnehmbar wird. Die Energie-Einheit besteht dann aus je einem z und einem w, bezogen auf ein z/w. Dieses „z-w zu z/w“ kann auch als „3 w/3 z“ modelliert werden. Alle weiteren physikalischen Erscheinungen haben beliebig viele z und w.
412Eine mögliche Einheit der „Raumzeit“ wird analog als „Rw-Rz zu Rw/Rz“ also „3 Rw/3 Rz“ aufgefasst. Auf der Verbindung dieser einfachen und grundlegenden Relationen bauen alle weiteren konkret-inhaltlichen und formalen Relationen und Kombinationen der Natur und ihrer Erkenntnis auf.
413Zunächst kann man die Wirkungsabläufe als die „allgemeine Entwicklung“ aus dem metaphysischen z.w-Pol zusammenfassen. Dann können alle Einzelgesetze der Wissenschaften von daher bestimmt werden, schließlich führt die Entwicklung zu den Elementen des OG. Von daher werden nun die Wissenschaften und ihre Details auch von den E, N, G und I bestimmt und erklärt.
414Die alte materialistische These, die Entstehung der Welt sei dem Eigenvermögen der Materie zu verdanken, wird von uns in zwei Punkten erweitert. „Materie“ ist jetzt z und w und deren Entwicklungsvermögen aus ihren Sz und Sw sowie aus Rz und Rw, sie bilden die materielle Vielfalt Da aber obige These vor allem menschliche Reflexion ist, muss auch der OG-Pol zur Klärung herangezogen werden. Der OG wird dabei verbunden mit den Dualitäten in „z-w“ zu z/w“ Die unendlich gerichteten freien z und w in „z-w“ tauchen dann wieder in den I auf und das statische z/w.-Verhältnis kann mit dem E verbunden werden.
415Die beiden Pole, in ihrem unbegrenzten Ablauf „z-w zu z/w zu z-w-etc“, der in den unbegrenzbaren Selbstbezügen der metaphysischen E,G,N und I wieder erscheint, haben die schon in der traditionellen Metaphysik diskutierten Gesetzmäßigkeiten beim unendlichen „Entstehen“, dem „Bestehen“ und dem „Vergehen“ der Welt gemeinsam.
416Das „in der Welt Seiende“, welches dem Sein traditionell gegenüber steht, ist der z/w-Bereich. Aber dieser steht den zwei anderen Polen, dem OG und den freien z und w nicht mehr konträr entgegen. Vielmehr hängen die drei dadurch zusammen, dass eine „allgemeine Entwicklung“ stattfindet. Darauf gründet sich unsere Wissenschaftsphilosophie. Die Tatsachen, Begriffe, Methoden, Gesetze, Theorien der Wissenschaften sind vom Zusammenspiel der drei Pole erklärbar, weil sie durch die gemeinsame allgemeine Entwicklung erzeugt werden. Die Entwicklung ist damit eine Meta-Relation aller dieser Relationen.
417Das Rw als eine Relationsart erlaubt dem Denken nach wie vor – neben den Beziehungsrelationen (Rz) – jederzeit die Trennungen, zum Beispiel die Trennung von Natur und Geist. Jedoch gilt in übergeordneter Systematik, dass die Trennungen, auch solche die bisher ziemlich strikt galten – zum Beispiel die zwischen Wissen und Glauben oder zwischen mechanistischen Naturwissenschaften und der Religion – sind dank der Fähigkeit des menschlichen Subjekts, auch die Rz-Möglichkeiten zu nutzen, im Wechselspiel der drei Pole aufgehoben werden.
418Jetzt zeigen sich aber neue Probleme. Zum Beispiel vor allem das konkrete Problem, was „stärker“ ist, die Trennung oder die Kohäsion zwischen den drei Polen und Bereichen, zwischen deren Elementen und einfachen Relationen – zum Beispiel z zu z/w oder beispielsweise I/E zu freien w-w.
419Der Gedanke der „allgemeinen Entwicklung“ erfordert, dass prinzipiell alle Phasen, Subphasen und Details der Wissenschaften und der konkreten Lebenspraxis in Wechselwirkung treten oder dazu jedenfalls in der Lage sind.. Es geht um die Erweiterung der Zusammenhänge und Wechselwirkungen der drei Pole OG, z-w und z/w.
420So werden zum Beispiel Einzelheiten der wissenschaftlichen Sprachen-Phase, wie beispielsweise die „Naturgesetze“, sowohl von allen Phasen des z/w-Bereiches wie von den freien z und w bestimmt. Dabei bestimmen die gleichgewichtigen z/w die konstanten Strukturen in der Natur selber sowie in den Naturgesetzen, speziell auch die Naturkonstanten. Die freien z und w bestimmen die physikalischen Geschehnisse, Veränderungen, Prozesse sowie die dynamischen Aspekte der Naturgesetze. Das alles spielt sich analog und auf die Naturgesetze bezogen ebenfalls in den Sprachen, wie in der der Mathematik ab, in formaler Hinsicht, zum Beispiel als „Quantifizierbarkeit“ oder als „Exaktheit“, aber auch in der weitreichenden Unterscheidung in Strukturen und Prozessen dort. Für die „qualitativen“ Seiten der Natur und ihrer „inhaltlichen“ begrifflichen Beschreibungen werden nun weitere Phasen in diese allgemeine Wechselwirkung einbezogen, vor allem wieder die OG-Phase und die der Subjektivität, des „subjektiven Geistes“. Es sind einfache, aber meistens komplexe I/E zu NG-Relationen, die jener Wechselwirkung zugrunde liegen und diese auf diese Weise erst ermöglichen. Grundsätzlich kommt vom „z/w-Pol“ die Forderung, dass es nur eine Konkretisierung der Realität gibt, wenn die beiden metaphysischen Phasen mit allen Phasen der allgemeinen Entwicklung in Wechselbeziehung treten. Wenn also davon gesprochen wird, dass in allem Natürlichen immer auch „Übernatürliches“ steckt, dann kann man die zwei metaphysischen Phasen OG und „z-w“ anführen, die die vielfältigen z/w-und I/E-Kombinationen stets begleiten.
421Der z/w-Bereich liegt zwischen dem OG- und z-w-Pol, er wird durch die Relationen der Elemente dieser beiden metaphysischen Pole gebildet und eben in diesem „Relationieren“ besteht das Charakteristikum von z/w, dem endlich Seienden. Die Erzeugung des Seienden, des Daseins kann als das „objektive“ Ziel (I) der metaphysischen Elemente und ihrer gerichteten Dynamik bezeichnet werden . Die freien Rw und Rz haben das I-Element und die freien Sw und Sz das E, das Sein im OG als Entwicklungsziel. Die E-Entwicklung als Erzeugung der unterschiedlichen Existenzformen hat hier ihre Ursache und Antriebskraft. Im z/w-Bereich wird das durch den Bezug beider, der E-Entwicklung zur I-Entfaltung“ – einer Erweiterung des „I/E-Modells“ – beschleunigt fortgesetzt.
422Es gab in verschiedenen mit Metaphysik beschäftigten Philosophien wie in vielen Theorien über Wissenschaften die Überzeugung, dass alles Erstes, Grundlegendes möglichst einfach, vernünftig, einsichtig, der Gipfel von Ordnung und Harmonie sein sollte. Die Existenzaussage E sowie die methodischen G und das Nichts N erfüllen diese Erwartungen durchaus, aber die „Inhalte“ und das Materielle der Naturerscheinungen können daraus nicht abgeleitet werden, wie auch nicht aus anderen Vereinfachungen. Es war und ist insbesondere nicht möglich, den „Menschen“, der diese Grundvorstellung von „Ordnung und Vernunft“ hat nur aus den G, E und N des OG abzuleiten.
423Der Natur kann man nun analog zum abstraktesten Denken jene einfachsten, einsehbaren Grundvorstellungen der konträr gerichteten Kräfte (z,w) zuschreiben. Dann fehlt aber noch der Übergang zum abstrakten E, G und N. Dieser Übergang bildet das Endliche und Seiende. Dessen unbegrenzte Komplexität wird so aus den wenigen und einfachen Elementen der zwei metaphysischen Pole erschaffen.
424Die alte Frage, ob unsere Gedanken das Seiende so begreifen, wie es als solches ist, oder ob sie das Seiende so begreifen, wie es unser Verstand subjektiv zu begreifen vermag, kann nun durch die Wechselwirkung aller Phasen gelöst werden, grundgelegt von den beiden gleichberechtigten metaphysischen Phasen
425Wenn das objektiv z/w-Seiende von „z-w“ und vom OG gebildet wird, dann muss es in seinen Gesetzmäßigkeiten, Strukturen und Funktionen den zwei metaphysischen Polen „ähnlich“ sein. Vor allem kann man verlangen, dass die z/w-Erscheinungen, allen voran die menschliche Subjektivität, auch jene Systematisierbarkeit und Einfachheiten haben wie sie der OG hat, und vom z-w müssten die freien Unendlichkeiten und die Nichts-Formen kommen sowie das absolut Konträre beider Pole. Oder wird das durch das Relationieren, auch zum Gegenteiligen verändert und zeigt sich hier zum Beispiel eine Eigenständigkeit in der Schaffenskraft des Subjekts?
426Innerhalb des z/w-Bereichs kann man Erscheinungen der Dynamik, der Veränderung und Entwicklung sowie deren Ziele nicht hinreichend begründen. Im alltäglichen auch im wissenschaftlichen Begründen werden zwar Erfahrungen des praktischen Umgangs mit der Natur und der Gesellschaft herangezogen, das ist aber nicht ausreichend. Zum Beispiel wird Bewegung und Zielsetzung auf die Raumzeit bezogen, die aber ihrerseits eine zu fundierende Rw/Rz-Variante ist, erst mit der Hinzunahme von z-w kann man Dynamik und Zielsetzung erklären.
427In der Wechselbeziehung zum OG-Pol erhält das Seiende, z/w, die elementaren Begriffe „Endlichkeit“,„Existenz“ (E), „Verschiedenheit“ (N), „Gleichheit“ (G) und die I-Seite aus dem OG zugeschrieben. Auch sind in den z/w- Phasen die S-Aspekte zum Beispiel als elektroschwache oder als gravitative und Starke Kraft erkennbar und das „Sein“, die Existenz-Seite der Realität, ist stets dem S-Aspekt zugeordnet.
428In vielen philosophischen Systemen wurde nur die E-Seite als einzige Grundidee akzeptiert. Als ewiges und allem Seienden zugehöriges, in den Dingen und im Denken gemeinsames Prinzip von Religionen und Philosophien. Diese „Verehrung“ war aber immer begleitet von den kritischen Fragen, wie kann das Sein sich selber setzen oder, wie kann es in seiner Vollendung ein ihm Anderes, die Natur, den Menschen und gar das Nichtsein und „das Böse“ hervorbringen.
429Mit unserer Ergänzung der herkömmlichen abstraktesten OG- Ideen E,G und N durch die Größen I, S, R, z und w können wir jene kritischen Fragen beantworten. Zudem ist es so, dass bereits bei „E, G, N“ der andere metaphysische Pol angedeutet wird. So spricht Th.v.Aquino von Gottes „kreativem Willensakt“ bei der Erschaffung der Welt. Das ist nicht nur die Berücksichtigung der I-Seite als metaphysisch gleichwertig. Abstrakter gesehen gilt darüber hinaus, dass der Selbstbezug des Seins (E) auf sich – der auch als göttliche Eigenart behauptet wird – und der den Kern und Sinn des Seins ausmacht, eine Dynamik, eine Relationierung und Zielsetzung und eine Unendlichkeit unterstellen muss. Das aber ist die Beschreibung der freien z und w und ihrer Eigenschaften. Wir erweitern diese abstrakten Überlegungen nur nach diesen vorgegebenen Annahmen systematisch und erhalten dadurch die z/w-Phasen als eine Verbindung zwischen den zwei metaphysischen Polen.
430Der physikalisch erklärbare notwendige Übergang von der Dualität der vier freien Vertreter des Nichts – Sw, Sz, Rw, Rz – zur Einheitsbildung „z/w“ wird von den beiden beteiligten Rz und Rw bestimmt, hauptsächlich aber von der „Abnahme“ der S-Kräfte durch deren Verteilung in den z/w-Komplexionen.
431Den Übergang vom Seienden zum OG gestaltet das denkende, abstrahierende Subjekt in Wechselwirkung mit allen einzelnen z/w-Phasen, den Wissenschaften, Sprachen etc. letztlich durch die Abschwächung der Sz-Kohäsion in Bezug auf die sich vollendenden Sw-Kräfte.
432In der alten Metaphysik wurde verlangt, dass das Sein eine Einheit sei, es blieb aber unklar, wie die Vielheiten des Alltags und der Wissenschaften auf die derartig einfache Gesamtheit des Seins (E) zu reduzieren sind. Die „Aufhebung“ und der Übergang von den Vielheiten zu den vier einfachen OG-Elementen geschieht durch das umfassende Relationieren im z/w-Bereich. Der Bereich des Seienden ist die prinzipielle Maximierung der Relationalität, auch die mit dem „z-w-Pol“. Beim Übergang von den freien z-w zu den gebundenen z/w war es noch ein rein physikalischer Ablauf. Jetzt ist es ein sehr komplexes Geschehen im biologischen Gehirnorgan, bei dem sich die immer noch vorhandenen physikalischen Kräfte und ihre Richtungen, die in jedem z/w-Detail in anderer Weise stecken, nun auf die gemeinsamen, aber zu E, I und N,G veränderten maximal abstrakten Größen verändern und vereinen. Dabei geschieht vor allem auch die bereits erwähnte „Umwandlung“ von S und R in E und I.
433Die allgemeine Entwicklung reiht die Relationen zwischen den E- und S-Ausformungen in ihrer Beziehung zu den R-und I-Entfaltungen aneinander und erzeugt damit die Konkretisierungen der Mannigfaltigkeit des Seienden. Die allgemeine Wechselwirkung macht zudem, dass umgekehrt aus den Mannigfaltigkeiten des Seienden und aus deren systematischer Gesetzlichkeit die Dualitäten und Einheiten in den geistigen Phasen herzuleiten sind. Diese Dualitäten, die beiden Pole, die z,w, I,E und N,G verbinden einen möglichen Einheitsgedanken mit dem der Vielheit.
434Diesen „großen Kreis“, bei dem jede Entwicklungsphase mit jeder anderen wechselwirkt, kann man als die Erzeugung von dem darstellen, was man als die begriffliche Seite der Metaphysik versteht. Dies erfolgt in den geistigen z/w-Phasen des Seienden, schrittweise im Alltagsdenken und in den Wissenschaften.
435Das Seiende, das in seiner allgemeinen Beschaffenheit als Relationierung gedeutet wird, muss aber in seiner jeweiligen Individualität als einzigartige auch inhaltlich zu deutende Einheit verstanden werden. Das wird eine entsprechend eigenartige Relationierung jeder seiner Subphasen und seiner Details sein. Erst durch die konkreten Begriffe und physikalischen Details gewinnt das individuelle Seiende seine spezifische Konkretheit.
436Es wird aber metaphysisch bedeutend, wenn das Denken die Beschaffenheit einer Sache ständig weiter analysiert, umfassender, genauer und tiefer und sie letztlich durch die zwei metaphysischen Pole, also durch z, w und I, G, E. N bestimmt
437Gibt es ein „individuelles Ganzes“? Ein umfassendes Erfassen als maximale Relationierung aller Phasen zu einem Ganzem wird von der E- Idee im OG versucht. Aber die „praktischen“ Einschränkungen verlangen jeweils auch zusätzliche Entscheidungen über das was entbehrlich ist. Die Anzahl solcher Entscheidungen betreffen wieder unbegrenzt viele akzidentelle Merkmale. Abstrakt geht es also darum, dass dem einzigen konkreten Seienden – z/w – unendlich viele freie mögliche Größen zur Seite stehen, wie das bei den freien z und w der Fall ist. Dieses Ganze ist durch seine z/w- Relationsdynamiken ein sich ständig Veränderndes und Werdendes und durch die beiden metaphysischen Pole ein achtfach offenes Gebilde.
438Der Übergang von den Unendlichkeiten der freien z und w zu den z/w bringt entsprechend viele formale Möglichkeiten des Seienden mit sich. Auch vom OG-Pol her gestalten die vier formalen, abstrakten methodischen Relationen N, G, N/G, N-G den z/w-Bereich sehr unterschiedlich. Durch unendlich leere Identitätsbildung und Gleichsetzung (G) oder klassisch-logisch als widersprüchlichen Bezug mittels der Dualität „N-G“, schließlich als dialektischen N/G-Bezug. In N/G und N-G finden beides mal Relationen statt, die zwei Grundarten von Relationen, die Trennungsbewegung (Rw) und die Kohäsion (Rz).
439In der Geschichte der Wissenschaften und der Philosophie gab es bei der Erforschung der Strukturen und Gesetzmäßigkeiten der Welt drei Haltungen. Man beschränkte sich auf das Seiende, das heißt für uns auf z/w im Gleichgewicht. Oder man verband diese materiellen Strukturen mit der sie reflektierenden menschlichen Begrifflichkeit und mit der Methodik. Das bezog dann letzten Endes den OG mit ein. Wir fügen dem nun noch „z-w“ hinzu. Nicht nur, dass moderne physikalische Erkenntnis, zum Beispiel in der Quantentheorie, die Einführung der freien z-Felder und w-Felder erlaubt, auch die philosophische Frage nach der Herkunft des z/w-Bereiches und des OG führt zu den „z-w“.
440Das „E“ im OG hat den Charakter des traditionellen „Sein“. Dabei war immer unklar, wie das „Sein“ zustande kommt. Platon bemerkt, dass man schon „immer wusste“, was das Sein sei, dass es aber erst durch das Nichtsein und durch die seienden Sinnendinge ein wenig deutlicher wird. Wir gehen von der darin angedeuteten Wechselwirkung zwischen den Phasen des Seienden und dem E des OG aus. Insbesondere von der z/w-Phase der Subjektivität. Der denkende Mensch ist durch das Endergebnis der allgemeinen E-Entwicklung, den Existenzgedanken, geprägt. Aber dazu kommt nun, dass die menschliche Physis, nicht nur die seines Gehirns, von Entwicklungsvarianten der allgemeinen Entwicklung vom S-Aspekt bis zum E geprägt sind. Zur allgemeinen Wechselwirkung gehört weiterhin, dass beim Übergang vom Seienden zum OG und dort zum Sein nicht nur das denkende, abstrahierende Subjekt, sondern alle einzelnen Phasen, die Wissenschaften, Sprachen etc. beteiligt sind.
441Analog zu solcher wechselseitigen Erzeugung zwischen Sein, E und dem Seienden (z/w) kann man zeigen, dass die anderen Komponenten des metaphysischen OG-Pols von den metaphysischen S und R an, in allen Phasen des Seienden vorhanden sind und sich durch die Wechselbeziehungen zu den mit E gleichberechtigten I und N,G entfalten .
442In allen Einzelphasen des Seienden, den „z/w-Phasen“, beherrschen die Relationen zwischen den vier OG-Komponenten die Analyse. Die E und I sind dort noch nicht derart isoliert, getrennt voneinander wie das im OG und wie das auch bei den S und R in der „z-w“-Phase der Fall ist.
443Die typischen und einfachsten Relationen sind „I/E“, „N/G“. Ihre Grundlage ist die physikalische z/w-Relation, die nur durch das Relationieren der in ihr enthaltenen Sz,Sw und Rz,Rw entstehen, wirken und konkret sein kann. Eine Folge daraus ist, dass Seiendes nur in einer spezifischen Hinsicht als individuelle, selbständige Gegenstände, Ereignisse oder Menschen gelten kann. Der Annahme, dass eine radikale Individuierung möglich sei, steht die gleichberechtigte Orientierung an der prinzipiell „allgemeinen“ universellen Beschaffenheit der beiden metaphysischen Pole OG und „z-w“ ergänzend zur Seite.
444Eine Art Doppelnatur des Seienden als – meistens mehrfach – Relationiertes zeigt sich auch darin, dass – am Beispiel I/E – jedes Seiende zugleich dynamisch relationiert und ein festes Ganzes ist. Von der dynamischen Einheit der zwei gerichteten Kräfte in „z/w“ her kann einmal das verbindende z überwiegen und dadurch die Relation statisch machen, oder es kann das w vorherrschen und „nach außen“ wirkend das z/w-Verhältnis destabilisieren. In der I/E-Relation zeigt sich das beispielsweise darin, dass einmal die E-Eigenschaften das andere Mal die der I-Seite hervorgehoben sind.
445In den „Anwendungen“ unserer Auffassung zur Metaphysik wird diese „schwebende“ ungewisse Relation zwischen I und E als ein formales Charakteristikum des „Wesens“ einer Sache angesehen.
446Auch erkenntnistheoretische Vorstellungen wie „Erklärung“, „Verstehen“, „Wahrheit“ haben wissenschaftsphilosophisch die nämliche Struktur. Bei der Bestimmung oder Erklärung eines Objektes – ob Gegenstand oder menschliches Subjekt – geht es um die Wechselwirkung aller Phasen und das bei einer Betonung der beiden metaphysischen Phasen. So beispielsweise als die Nutzung der OG-Elemente, wenn die Existenz (E) festgestellt wird oder wenn virtuelle Denkfiguren, irreale Fakten (Ei) phantasiert werden. Auch fiktionale, phantasierte Ziele, Wünsche (Ii) und die mögliche Negation (N) sind als gleichwertige, maximal abstrakte Prädikationen zu verstehen.
447Analog und ähnlich ist die Nutzung des z,w-Pols, wenn die „essentiellen“, konkreten und inhaltlichen Merkmale bestimmt werden sollen.
448Die Wechselwirkungen der Phasen des Seienden systematisieren wir als Beziehung des „z-w zu z/w“-Modells mit den zwei analogen Modellen des metaphysischen OG-Pols, „I-E zu I/E“ und „N-G zu N/G“. Dann beruht zum Beispiel die Existenz-Seite des Seienden auf dem gleichgewichtigen z/w und auf E und G.
449In den materialen Gegenständen und in den Funktionen der Naturabläufe können die Beziehungen zwischen den Modellen beliebig getrennt werden. Zum Beispiel in der S-Seite, also Sz getrennt von Sw oder Sz eng verbunden mit Sw. Oder es werden allein die R-Aspekte beachtet. So ist zum Beispiel für das faktische Bestehen der raumzeitlichen Struktur deren innere mehrfache Dynamik in der speziellen „3Rw/3Rz“- Relation verantwortlich, die auch als „Rz-Rw“ zu 2Rw/2Rz“ geschrieben werden kann. Diese zwei R-Aspekte erzeugen einerseits die I-Seite und die N-und G-Relationen, welche als Einflussnahme des OG zum begrifflichen Verständnis der seienden Raumzeit gehören. Das Seiende ist nicht nur exakt Existierendes (G,E und z/w). Es hat auch die Seite, die auf „z-w“ zurückzuführen ist und die man als Ursache für das „Zufällige“ bezeichnen kann. Das Zufällige erscheint im Seienden als Wechselbeziehung der Freiheiten aus „z-w“, also den Unendlichkeiten der freien z und w mit den z/w sowie den freien G und N mit den doppelt dynamischen Relationen von N/G. Vor allem Letzteres erschwert die Berechenbarkeit des Zufalls.
450Dazu muss bedacht werden, dass alle Phasen des Seienden und ihre Details miteinander nicht nur aktual, sondern dynamisch durch die allgemeine E-Entwicklung und I-Entfaltung verbunden sind. Zum Beispiel der Übergang von den Phasen des Seienden zum metaphysischen OG-Pol zeigt dabei den Entwicklungsmechanismus der dynamischen Trennung, die auf Grund der relationierenden Wechselwirkung der allgemeinen Rw-Wirkung und der Sz-Abschwächung erfolgt. Dadurch werden die in den „z/w-Bereichen – beispielsweise in den Sprachen – wirkenden Relationen voneinander getrennt. Und die die „Qualitäten“ und „Inhalte“ ausmachenden engen E/I/G/N -Relationen werden letztlich im OG zu E-I-G-N-Trennungen.
451Wenn Sein (E) strikt vom Nichtsein (N) getrennt ist, gibt es weder Qualitäten noch Quantität oder quantitative Abstufungen. Mit dem Übergang von den doppelten Relationen Rw/Rz in z/w zu den trennenden Rw ändern sich die Eigenarten in den Phasen grundlegend, was man zum Beispiel am Unterschied zwischen Seiendem und Sein erkennen kann.
452Dieser Übergang wird manchmal nur als Verlust der essentiellen und inhaltlichen Beschaffenheit des Seienden geschildert. Rw ist aber eine Relation, die als „Nichtbezug“ beispielsweise das erzeugt, was „Freiheiten“ sind und was dadurch eine neue Metaposition in der allgemeinen Weiterentwicklung kennzeichnet. Diese „Meta-Ebene“ zeichnet sich dadurch aus, dass in der N-G-I-E-Konstellation nicht nur die Sz-Kraft „vollendet“ und verschwunden ist, sondern dass auch die Sw-Kraft und Rw, welche die Trennungen vollendeten und damit das Ziel der E-Entwicklung erreichen ließen, verloren gehen. Nun aber setzt die freie aber inhaltliche I-Entfaltung und die Erzeugung virtueller E ein. Dadurch wird die allgemeine z/w-Phase verlassen und man kehrt zurück zur „z-w“-Phase mit deren strikt getrennten einander fremden Größen, mit ihren wichtigen metaphysischen Eigenschaften, die als Nichtseiende ihre unendlichen Selbstbezüge haben, aber auch die Basis alles materialen und geistigen Inhaltlichen sind.
453Die einfachsten materiellen Relationen kann man als z/w, z-z/w-w und 3z/3w modellieren, die einfachsten begrifflichen Relationen als I/E und N/G.
454Das 3z/3w modelliert das Energiequant, das 3Rz/3Rw darin steht für die Struktur der Raumzeit. Das sind Basisstrukturen des Seienden, auf denen alle weiteren in ihrer unbeschränkten Komplexität aufbauen. In den Phasen des Seienden sind zusätzlich alle materiellen mit allen begrifflichen Phasen kombiniert. Der Übergang zwischen beiden ist die Raumzeit, welche die Komplexität der Strukturen der Gegenstände, Personen, Theorien in gewisser Hinsicht ordnen lässt. Solche „Ordnung“ stützt sich sowohl auf die materielle wie auf die begriffliche Seite der Realität. Der Übergang zwischen beiden durch die allein von den R-Aspekten bestimmte Raumzeit ergibt sich aus der Einsicht, dass in der allgemeinen Entwicklung einerseits die S/R als z und w stehen und auf der anderen Seite jene OG-Begriffe, welche durch die – von den S-Kräften befreiten – R-Aspekte erzeugt werden.
455Zu den Eigenarten der Phasen des Seienden gehört es, von der physikalisch-materiellen, der raumzeitlichen oder der begrifflichen Seite gänzlich oder abgestuft absehen zu können. Das gehört zum allgemeinen Entwicklungsablauf. Auch darauf beruht die Unterscheidung der Einzelwissenschaften. Der Übergangscharakter der z/w vom z-w- zum OG-Pol zeigt in den z/w-Phasen deren strikte Trennungen durch die Abnahme der Sz-Bindungskraft.
456Je näher man dem OG-Pol kommt, desto eher muss man auf die S-und R-Einflüsse verzichten.
457Beim Wahrnehmen und beim Denken kann man sicherlich von der verbindenden Relation und Kombination der z,w mit den Rz,Rw und den E, I, N,G weniger absehen als bei der Erzeugung von Phantasiewelten, wie das zum Beispiel in der Literatur geschieht, wo Zeitlichkeit und Räumlichkeit und Materialität in ihrer Bedeutung zurücktreten. Während es physikalische Gesetze gibt, die an das z,w- Materielle und an den OG unmittelbar gebunden sind, um verstanden zu werden, die aber eben dadurch auch an allen Orten und in allen Zeiten gelten.
458Der Kern der inneren Strukturierung aller Phasen des natürlichen Seienden ist das Energie-Quant 3w/3z. Die Raumzeit ist die R-Seite davon. Der Wirkungsablauf der Grundrelationen vereint alle Basiselemente des physikalischen Metaphysikpols zur „Wirklichkeit“. Mit der Abschwächung der S-Aspekte und mit deren Verschwinden werden daraus die R-Variante, also die Raumzeit und dann die geistigen Phasen des Seienden, welche als Relationen der aus S entwickelten E und der aus R entstandenen I, G und N gebildet werden, um schließlich der OG zu sein.
459Bei allen diesen Entwicklungen herrschen innerhalb der Phase des Seienden die Rz-Kohäsion und die Rw-Trennung. Aber mit der Annäherung an den OG-Pol nimmt die Trennungsfunktion immer mehr zu. So kann zum Beispiel die Raumzeit erstmal nicht vom Physikalisch-Materiellen abgetrennt werden, im Geistigen dagegen wird nicht nur Raum von Zeit abtrennbar, sondern beide auch von anderen geistigen Entitäten. Zum Beispiel werden in der Geometrie Raum von Zeit getrennt und in anderen Gebieten der Mathematik wird der geometrische Sachverhalt in der Sprache der Algebra darstellbar. Umgekehrt prägen Trennungen – der OG – das subjektive Alltagsempfinden dermaßen intensiv, dass zum Beispiel weder die Raumzeit-Einheit noch deren Verformungen und „Relativierungen“ vorstellbar sind.
460Bevor wir die bisher erarbeiteten abstrakten Strukturen konkretisieren, sollen diese noch einmal kurz zusammengefasst werden: Es gibt mehrere Arten von „Existenzen“ (E) nämlich die zwei S-Aspekte, das Sein im OG und die endlichen Existenzen der z/w-Gleichgewichte, zum Beispiel die Welt der Gegenstände.
461Es gibt verschiedene Richtungsarten, die von einander getrennten metaphysischen Rz, Rw und die abstrakte I-Funktion sowie die Übergänge der „I-Entfaltung“, welche vom R-Aspekt zum OG führt und die beide relationiert. Das sind die unterscheidbaren Richtungen in den einzelnen z/w-Wissenschaften, zum Beispiel geometrische Richtungen, biologische Selbsterhaltung und Triebe oder die subjektiven und gesellschaftliche Interessen.
462Es gibt mehrere Formen des Nichts. Das N im OG und Rz als unendliche leere „Tiefe“ sowie Rw als unendlich reichweitige leere Ausmaße. Diese und darüber hinaus alle unrelationierten Größen sind im Sinne der z/w-Phasen „nicht existent“.
463Es gibt ebenso etliche Varianten von Unendlichkeit. Rz in die asymptotischeTiefe – zum Beispiel „zwischen“ den Reellen Zahlen – und Rw in die Weite. Die Sw- und Sz-Kräfte werden mit ihren Relationierungen schwächer, das geschieht ebenfalls unendlich asymptotisch. Das heißt, die S-Aspekte konvergieren, vollenden sich zwar in den einzelnen z/w-Phasen, bleiben aber wie die R-Aspekte unendlich „offen“ und divergent. So vollenden sich zum Beispiel die S-Aspekte im E, aber das E selber eröffnet sich zur Unendlichkeit, durch seinen unbegrenzten Selbstbezug – wie auch die freien G, N und I als weitere Varianten von Unendlichkeit.
464Es gibt zwei Arten von G, die Selbstidentität und die Gleichheit mit Anderem. Alle oben genannten Größen lassen sich einerseits auf sich selbst beziehen sowie als Relationen aufeinander beziehen. Sz/Sz oder Rw-Rw oder, wie gesagt, das sich selbstidentische E oder auch N und der prinzipielle Bezug aller I sind Beispiele für unendliche Selbstbezüge vom G-Typ. Die „Gleichheit mit Anderem“ sind endlicher Art. Sie gehören in den z/w-Bereich.
465Die Isoliertheit und die verbindenden Zusammenhänge sind schwerlich voneinander zu trennen, weil die Ursachen für beide, die trennende Rw-Relation und das vereinend wirkende Rz stets als Rw/Rz auch auf einander bezogen sind, nach dem Grundmodell „Rw-Rz zu Rw/Rz“.
466Bevor wir dazu übergehen, einige überlieferte bedeutende Begriffe zur Metaphysik in Verbindung mit unseren Vorstellungen zu bringen, seien Überlegungen zu einer möglicherweise weitergehenden Metaphysik angedeutet.
467Die Trennung in die zwei metaphysischen Pole übergreifend, kann man nun einerseits die S und E und G zusammenfassen und andererseits die R, I und N. Die Relationssysteme zwischen ihnen bilden dann zwei Sphären, welche die Eigenarten der drei Großbereiche – z-w, z/w und OG – aufheben lassen.
468Man kann die völlig verschiedenen Eigenschaften von S und R, z und w und E und I sowie von G und N, die wir bisher formal als „Dualitäten“ ansahen, genauer beschreiben. In der „I-Sphäre“ sind R und I vereint. Die R-Aspekte haben die gleichen Eigenarten wie die I-Varianten. Beide haben ihre Entfaltungs-Geschichte und unterscheiden sich auch dadurch maximal von der E-Sphäre. Die R und I sind dynamische Relationsbildungen, die sich nicht von einander trennen lassen. Bei den E-Existenzen ist dagegen die Trennung, die Unterscheidung wichtig – zum Beispiel als „Teil“ vom „Ganzen“.
469Wenn sich in der allgemeinen Entwicklung Unterschiede zwischen den Entitäten der Physik und denen im Biologischen und im Kulturellen feststellen lassen, dann rühren diese von der E-Seite her. In der R-I- Entfaltung sind diese Größen tatsächlich stets auf einander bezogen.
470In der Natur sind die Ziele und Zwecke erstmal unabhängig vom Menschen. Aber der Mensch kann in der Natur Zwecke und ihren Sinn erkennen, wenn er einen Übergang von den R zu seinen eigenen I sieht. So hat die biologische Natur das sie kennzeichnende Ziel der „Selbsterhaltung“, aber dieses Ziel ist zum Beispiel für die Definition von „Gesundheit“ auch mit den I-Interessen des Menschen verbunden. Auch bei „teleologischen“ Behauptungen ist oft das Ziel von Naturerscheinungen nur zu verstehen, wenn es auf subjektive oder kollektive Ziele bezogen wird.
471Zur „I-Sphäre“ gehört auch die Auswirkung der Rz und der Rw auf das Gesamtsystem. Im materiellen metaphysischen Pol „z-w“ und im OG sind die Größen durch Rw von einander getrennt. Im Seienden, z/w, herrscht dagegen Rz“, denn dort sind die Basisgrößen – die zugleich endlich und unendlich sind – nicht getrennt, sondern so fest verbunden wie das „Rz“ es jeweils schafft.
472Die zwei metaphysischen Pole und dazu die beiden Sphären (S,E,G und R,I,N) sowie einerseits das Getrennte, Isolierte und andererseits alles Verbundene, zudem das Unendliche und Endliche und noch einige andere Unterscheidungen in dieser erheblichen Ausdifferenzierung sowie zugleich die sie alle umfassende Einheitsbildung deuten einen neuen erweiterten Begriff von „Metaphysik“ an.
473Deutet sich hier eine weitere „Meta-Ebene“ an, so kann man andererseits auch von einer Alltagsebene sprechen, wenn man bedenkt, dass metaphysische Größen wie „ein Ganzes“, Dualitäten, Unendlichkeiten, Nichts u.ä. doch auch stets umgangssprachlich verstanden werden.
Anwendungen
474Sowohl der z-w-Pol wie der Pol des Objektiven Geistes haben jene Eigenschaften, die man von einer heutigen Metaphysik verlangt. Sie sind deshalb unhinterfragbar, weil weiteres Forschen keine neuen Ergebnisse, sondern nur unbegrenzte Wiederholungen erbringen kann. Und sie vereinen in sich in einer konsequenten Selbstbezogenheit das, was „Endlichkeit“ und Unendlichkeit sowie Nichts, Nichtsein herkömmlich genannt wird. Daraus kann man nun Grundlagen für die Prinzipien des Denkens machen und damit auch die Basis der Begriffe, Methoden, Sätze und Theorien der Wissenschaften. Durch die Wechselwirkungen und die Übergänge im Entwicklungsprozess zwischen z-w- und dem OG-Pol gibt es strukturierende Partialisierungen, die Phasen. Das sind in allen Bereichen und Wissenschaften die Theorien mit den dazugehörenden Gegenständen, Axiomen, Problemen und Beweisverfahren.
475Die I, E, N, G und S, R, z, w sind die Kategorien der beiden metaphysischen Pole, von denen jede in und aus sich selbst besteht. Sie unterscheiden sich dadurch, dass die OG-Elemente durch Rw getrennt sind, während in der Natur die S/R-Relation als untrennbar gilt. Das ist den Rz zuzuschreiben.. Sie bilden dadurch die Sz/Rz und die Ew/Rw, also z und w und weiterhin alle z/w. Mit solcher Selbstanwendung erweisen sich Rw und Rz als eine formal übergeordnete und abgeschlossene Ebene, wodurch die Wichtigkeit der „Relationalität“ begründet wird. Im menschlichen Denken kann man beides dank der allgemeinen Entwicklung als die vier OG-Kategorien trennen oder sie verbinden. Übrigens kann der menschliche Geist auch S von R trennen. Die dann entstehenden Relationen bestimmen die endliche, konkrete und partiale Wirklichkeit im Alltag wie in den Wissenschaften.
Einzelne Phasen des Seienden
476Von jeher wird die die reale Wirklichkeit eingeteilt in die Natur, die Welt der Gegenständlichkeit, des Seelisch-Geistigen und der Göttlichkeit In unserer wissenschaftsphilosophischen Systematik sind die fast unbegrenzt vielen Phasen und Subphasen dadurch miteinander verbunden, dass alle diese realen Größen und Relationen E, I,.N,G und die z,w-Seite enthalten.
477Wie das die traditionelle Metaphysik tat, werden wir jetzt wichtige Phasen, einzelwissenschaftliche und alltägliche Begriffe hervorheben. Es geht bei unserer folgenden Analyse einzelner Begriffe und einiger bekannter metaphysisch bedeutender Problemkreise um das komplizierte Zusammenspiel der zwei metaphysischen Pole in den komplexen Relationen des Seienden. Eine Frage bleibt, ob dieser Bereich des Seienden als gleichberechtigt mit den beiden metaphysischen Polen anzusehen ist, oder ob unsere Wissenschaftsphilosophie diese drei Bereiche als gleichwertig ansehen sollte.
478Diese Einteilungen folgen dann zum Beispiel der Unterscheidung in E und I und deren Ausdifferenzierung in physikalische E (S/R), biologische E (Netze vieler physikalischer E), subjektiv-psychologische I/E und relativ freie E und I in Kultur- und Gesellschaftsbereichen.
479Welche von den Phasen in der Reihe der „E-Entwicklung zur I-Entfaltung“ kann man als die Wichtigsten ansehen? Die zwei wichtigen metaphysischen Phasen „z-w“ und „OG“ zeichnen sich durch ihre „Einseitigkeiten“ aus. Diese werden in den einzelnen z/w-Phasen in der Tendenz abgemildert, aber die Einzelwissenschaften unterscheiden sich doch auch dadurch, dass bestimmte Grundelemente hervor gehoben werden. In der Subjektivitäts-Phase werden alle Phasen vereint.
Physik
480Die Hegelsche Dialektik hatte im Begrifflichen das Problem der Aufhebung der Gegensätze in der Einheitsbildung weitgehend gelöst. Wenn wir nun in dem Gegensatz E zu „Nicht-E“ dieses „Nichtsein“ durch I, die Zielfunktion ersetzen, machen wir damit einen Schritt zu einer besseren Begründung dieses Denkens. In der Geschichte der Philosophie blieb die viel diskutierte Frage offen, ob die Einheitsbildung aus den Gegensätzen den Dingen zukomme oder nur subjektive Zutat sei. Wir begründen die Gegensätze im natürlichen Seienden und die Einheitsbildungen sowie die Vielheiten dort nicht nur vom Begrifflichen her, sondern ebenso durch den metaphysischen dualen „z,w“-Pol . Die darin steckenden zwei Richtungsarten bewirken zwei grundlegende Relationen, die absolute Trennung, z-w und die enge Kohäsion, z/w.
481Darauf baut das in der Physik wichtige Zusammenspiel der zwei „Quantenphasen“ auf, wenn aus ihnen eine neue Einheit als „z – w zu z/w“ gebildet wird. In der Physik gilt, dass beide Phasen vorraumzeitlich sind und daher „zugleich“ existieren und wirken. Das erscheint in den subjektiven Erfassungsmöglichkeiten im Seienden derart, dass man stets die Einheit mit bedenkt, wenn von der gegensätzlichen Dualität Aussagen gemacht werden. Aristoteles hat den Versuch gemacht, die Physik der Natur in metaphysischen Überlegungen über Raum und Zeit zu bewältigen. „Raum“ ist bei ihm „die Grenze, welche ein Körper gegen einen anderen konstituiert, dadurch, dass er ihn umschließt“. In dieser Definition erscheinen zwei Beziehungen, das Getrenntsein (Rw) zwischen den Körpern und ein enger umschließender Bezug (Rz). Die beiden R-Aspekte gehören zum metaphysischen z,w-Pol. Die vierdimensionale Raumzeit wird als jene Relation darstellbar, welche das wichtige, grundlegende „Quantenverhältnis“ „z-w zu z/w“ als den Teilaspekt „Rz-Rw zu Rw/Rz“ darlegt. In der Quantentheorie geht es jedoch darum, beliebig viele Dimensionen, also viele Rz und Rw nach dieser Modellvorstellung zu vereinen.
482Die „allgemeine Entwicklung“ macht daraus in den materiell-geistigen Übergängen im biologischen Gehirnorgan und in den „Sprachen“ „N-G zu N/G“ und „I-E zu I/E“. Diese Modelle sind wie das quantentheoretische Verhältnis zu verstehen und zu beschreiben als mehrfache Gegensätzlichkeiten und zugleich als bleibende mehrfache Wechselwirkungen oder auch als „nicht zu beseitigende Spannungen“. Die Naturwissenschaften, ihre theoretischen und praktischen Verhältnisse müssen als das Wechselspiel zwischen den S und R, z und w und den vielfachen Relationen zwischen den Größen E, G und N verstanden werden
483Der Übergang, die allgemeine Entwicklung von der Physik zur Sprachenphase und zum subjektiven Verstehen zeigt sich dann darin, dass das begriffliche Erfassen des Seienden unabtrennbar vom physikalisch erfassten Gegenstand ist.
484Im Modell „z-w“ wird eine unbegrenzte „Anzahl“ der z, und unabhängig davon eine unbegrenzte Anzahl der freien w gefasst. In elementaren Strukturen ist diese Anzahl gering und in Groß-Strukturen entsprechend beträchtlich. Eine solche Situation erscheint konkret zum Beispiel in der „Dunklen Materie“ und in der „Dunklen Energie“.
485Wichtige Konkretisierungen des z/w-Modells sind die vier Kräfte des physikalischen Standardmodells, die elektro-schwache Kraft als Sw-Sw/Rz und die Starken und gravitativen Kräfte als „Sz/Sz zu Rw“.
486Wenn eine vollständige und gleichgewichtige z/w-Konstellation erreicht wird, kann man dem weitere physikalische Größen zurechnen. Zum Beispiel die „Naturkonstanten“, denen man neben der Gleichgewichtigkeit der beteiligten z- und w-Anzahl, also der Sw-und Sz-Stärken auch eine Vollständigkeit der Relationsarten zuschreiben muss.
487Die meisten physikalischen Gebilde sind allerdings Ungleichgewichtigkeiten, wo sich gebundene z und w mit freien z oder w vereinen. Zum Beispiel die bereits erwähnte vierdimensionale Raumzeit, die auch als „ ein freies Rw zu verbundenen Rw-Rw zu einem freien Rz zu verbundenen „Rz/Rz“ modelliert werden kann oder das Modell „drei w/drei z“, das Energiequant. Die Bindung sorgt für die Stabilität und die Freiheiten für die Wirkung nach außen.
488Die meisten physikalischen Strukturen und Prozesse enthalten in ihrem komplexen Aufbau jene einfacheren Grundstrukturen. Insgesamt aber gilt, dass die begriffliche und damit wissenschaftliche Beschreibung natürlicher Strukturen und Funktionen nicht ohne die parallelen Relationen I/E, N/G, I-E, N-G und deren weitere mögliche Kombinationen auskommt.
489Die „Eigengesetzlichkeit“ der Materie hat also zwei Grundlagen, die freien und voneinander getrennten z und w sowie die eng aufeinander bezogene Basisrelation z/w. Diese Trennungs- und die Kohäsionsrelation sind voneinander unterscheidbar und sie hängen zusammen als „z-w zu z/w“. Das Zusammenspiel „z-w zu z/w“ der Quantenphysik ist für alle natürlichen Vorgänge grundlegend. In den darin vereinten drei Phasen herrschen verschiedene Gesetzmäßigkeiten. So ist der Zusammenhang zwischen unbegrenzt vielen z in den physikalischen Erscheinungen – zum Beispiel im Schwarzen Loch – von der sich abschwächenden Sz-Kraft der aufeinander zustrebenden z bestimmt. Die freien auseinander strebenden w sind als Rw-Rw das Konstituens der „Zeit“ und als Sw-Sw das der elektromagnetischen Erscheinungen. Die z/w -Phänomene sind die Basis jeder ladungsneutralen und undynamischen Struktur in allen Bereichen der Physik, ob als bestimmte Elementarteilchen oder als kosmische Massenansammlungen.
490Nun muss man diese eher idealen Vereinfachungen auf zweierlei Art erweitern. In jeder Naturerscheinung wirken die zwei metaphysischen Pole mit den z/w-Varianten – zum Beispiel auch mit der Mathematik – zusammen. Das heißt, „z-w“ ist auf „z/w“ bezogen, aber erst die Begrifflichkeit des OG bringt den „materialen“ Pol ins menschliche Bewusstsein. Argumentiert man allein vom OG her und geht dabei nur vom Existenzbegriff E und vom methodisch einfachen G aus, zum Beispiel mit der Frage, ob Materie von jeher existierte, dann ist das nicht hinreichend. Bereits aus den anderen Elementen des OG kann man die Existenzannahme ergänzen durch N und I vor allem. Noch umfassender aber ist es, diese mit den Unendlichkeitskonzepten und gerichteten dynamischen Kraftvorstellungen der z und w zu verbinden.
491Wobei die Mikrophysik eher geprägt ist durch die freien z und w und die Makrophysik eher von den z/w-Relationen. Sieht man aber genauer hin, dann gilt, dass bereits diese Trennung in physikalische Bereiche – also der Übergang zwischen z-w und z/w – Gültigkeit beanspruchende zusätzliche Entscheidungen sind. Dies und die ganze in der Physik genutzte Begrifflichkeit weisen auf den metaphysischen OG-Pol. Aus ihm kann nicht nur die Begrifflichkeit, die Mathematik, Logik, Dialektik, Stochastik etc. hergeleitet werden, sondern weitere begriffliche Einflüsse aus naturwissenschaftlichen, historischen und kulturellen Phasen. Für die Naturwissenschaften stellt sich aber zuvor die Frage, wie der Übergang vom metaphysischen z, w-Pol zum OG-Pol in der Natur weiterhin vor sich geht. So kann man die Biologie und da das Gehirnorgan aus der Physik und der Chemie vermittelt durch die metaphysischen Eigenschaften der Sw, Rw und der Sz, Rz verstehen. .
Sprachen
492In einem allgemeinen Sinn gehören zu den „Sprachen“ theoretische Gebilde, wie die Alltagssprachen und die wissenschaftlichen Systeme. Dazu kommen allgemeine Formalsysteme wie die Logik und die Mathematik, aber auch die einzelnen Bereiche der Philosophie, wie die Ontologie, Erkenntnistheorie und Methodologie, auch die Metaphysik, die sich mit den Basisstrukturen dieser theoretischen Systeme beschäftigt.
493Aus der Wechselbeziehung der beiden metaphysischen Pole werden die Phasen des Seienden gebildet. Von uns wird das komplexe Feld des Seienden zusammenfassend als z/w-Bereich bezeichnet. Gemeint ist, dass sich die inhaltlichen Einzelheiten der einzelnen Wissenschaften und des Alltags aus beliebig vielen Relationen und Kombinationen der wenigen Elemente der zwei metaphysischen Pole – z,w und OG – darstellen lassen. Die Sprachen sind eine dieser z/w-Phasen, andere Phasen sind zum Beispiel die menschliche Subjektivität oder die Gesellschaft.
494Wie in allen z/w-Phasen werden in den Sprachen die freien Elemente der zwei metaphysischen Pole durch die Relationierungen verändert und entwickelt. Aus den z und w sowie den getrennten E, I, G und N werden die komplizierten Strukturen und Funktionen aller Gebilde mit ihren abgestuften theoretischen und materiellen Seiten.
495Die Sprachen bilden den Übergang vom OG zu den weiteren z/w-Phasen des Seienden, hauptsächlich auch zur Subjektivität, und sie werden zugleich aus der Wechselwirkung der jeweiligen beiden Nachbarphasen erzeugt. Und umgekehrt, dass die metaphysischen Elemente des OG als sprachliche Begriffe erscheinen, ist den Möglichkeiten zu verdanken, die von den z/w-Phasen, den Sprachen und der Subjektivität stammen; sie erzeugen die OG- Begriffe.
496Mit Hilfe der wenigen isolierten Elemente des OG entstehen die zahllosen und komplexen Begriffe im z/w-Bereich der Sprachen. Hier seien jedoch nur einfache und formale, aber grundlegende Eigenschaften von Sprachen gezeigt. Vom metaphysischen z-w-Pol her sind beispielsweise die Trennung Rz – Rw und die Kohäsion Rz/Rz für die Bildung der Sprachen wichtig.
497Die Trennungsfunktionen und die Kohäsion als R-Aspekte beeinflussen im z/w-Bereich die „Formen“ des Seienden. Zugleich bewirkt die Sz- und Sw-Abnahme im z/w-Bereich allgemein und hier in den Sprachen und dann im OG besonders, die bekannten Abstraktionen. Von daher und auch als Folge der Rw-Trennung haben alle Sprachen die Eigenart, dass Abgrenzungen, Trennungen zwischen ihnen möglich sind, zwischen den Einzelwissenschaften oder auch zwischen den Alltagssprachen, zwischen den philosophischen Bereichen und schließlich auch zwischen Philosophie und Wissenschaft. Wenn man die Beziehung des Seienden mit dem metaphysischen Sein nicht nur wie vordem als absolutes Getrenntsein, als gegenseitige Negation nutzt, sondern mit Hilfe der eng zusammenhängenden z/w- Relation sowie dem metaphysischen z-w-Pol – der für Trennung steht – als „Wechselbeziehung von Trennung und Zusammenhang“ beschreiben will, dann kann man das verdeutlichen, indem man dazu die Vorgänge in bestimmten z/w-Phasen klärend heranzieht. Zum Beispiel den Übergang von den physikalischen Gehirnfunktionen zu den Bewusstseinsfunktionen und zu den Gedankeninhalten. Zwischen den S-und R-Aspekten der biologischen z/w-Phase einerseits – hier der biologischen Struktur des Gehirns – und dem OG andererseits gibt es für die Sprachen, Theorien etc. relativ große Spielräume. Das ermöglicht und verursacht die Vielfalt der zu begreifenden Sachverhalte sowie die große Anzahl der Begriffe. Die doppelte Art der Spielräume – von Rz und Rw gestaltet – erkennt man genauer zum Beispiel an der „empirischen Methode“, welche zwar eine feste Basis der Wissenschaften ist, aber als empirische Erfahrung auch ständig Irrtumsbildungen ausgesetzt ist.
498Die Unterscheidung der Sprachen nach dem „Abstraktionsgrad“ entspricht der Annäherung an die absolute Trennung der vier Elemente des OG. Der OG-Pol wird vor allem durch Rw als neue Phase aus den Sprachen gebildet. Eine Unterscheidung der Sprachen kann auch als eine Anordnung nach der Zunahme der „objektiven“ Zwänge verstanden werden. Der Übergang von den konkreten, empirisch fassbaren materialen Dinglichkeiten zu den idealen Begriffen des OG erfolgt zum Beispiel mit und in Sprachen, wie der Logik und der Mathematik. Sie beide sind gekennzeichnet von den Notwendigkeiten der S- und R-Aspekte des z,w-Pols und den Zwängen des OG, welche übrigens deshalb jene Irrtumsbildung klein halten können. Das ist in der Logik und in der Mathematik auch deshalb möglich, weil die I-Funktion total abgetrennt ist und die N-G-Trennung überwiegt. In den Alltagssprachen sind die vier OG-Elemente sowohl miteinander verbindbar wie auch trennbar. Schon dadurch können sowohl die diese Sprachen formal kennzeichnenden Spielräume, aber eben auch die Unklarheiten entstehen. Zudem wirken in allen Sprachen der kulturellen, gesellschaftlichen und psychologischen Bereiche die I-Seite, und die Freiheiten der I-Seite sind ein weiterer prinzipieller Ausgangspunkt für die Vielfalt sowie für die „Irrtümer“.
499Beim allgemeinen z/w-Übergang zwischen den beiden metaphysischen Polen OG und z,w werden die Sprachen ebenso von der Gegensatzbildung in den beiden metaphysischen Polen wie von der Bildung von Einheiten bestimmt. Grundlegende Sprachelemente – wie beispielsweise die lexikalischen „Einheiten“ – werden vom E des OG bestimmt, aber auch von S, z und w. Eine solche Einheit ist beispielsweise in der Mathematik die Zahl „Eins“. Die Zahl „Zwei“, wie allgemein die Dualitäten und Gegensätze in allen Sprachen, ergeben sich aus den z-w und N-G sowie von I – E her. Auch der allgemeine sprachliche Begriff des „Nichts“ und als Zahl die „Null“ werden vom N im OG sowie von den Eigenschaften des z-w-Pols hergeleitet, die im Sinne der z/w-Begriffe als nicht existent gelten.
500Nicht nur die Null und die Eins der Mathematik, sondern auch die Formen des
501„Nichts“(N) und der Einheitsbildung (E) in allen Wissenschaftssprachen werden aus den beiden metaphysischen Polen begründet. Aber diese E-N-Dualitäten dort sind bereits erste „Relationen“ und gehören daher zum z/w-Bereich. Das kann man an deren unterscheidbaren Eigenschaften in den einzelnen Wissenschaften zeigen. So hat die Zahl Null (N) in der Mathematik – zum Beispiel mit ihrer Erzeugung der Unendlichkeit hinsichtlich des Divisionskalküls – prinzipiell andere Eigenschaften als jede andere der Natürlichen und Reellen Zahlen. Diese werden von uns als Rw/Rz-Relationen dargestellt, sind also schon sprachliche z/w-Figuren, während das Nichts, die Zahl Null zu den beiden metaphysischen Polen gehört.
502Die Basis von Einheiten in anderen Sprachen als in der der Mathematik, zum Beispiel in der theoretischen Beschreibung von physikalischen oder biologischen Strukturen, wird nicht nur vom E im OG gebildet und auch nicht nur von den Gleichgewichten Sz/Rz, Sw/Rw im metaphysischen z,w-Pol. Vielmehr spielen hier auch die gleichgewichtigen z/w-Relationen eine Rolle, bei denen übrigens die Anzahl der z und w beliebig groß sein kann. Die Dualität, die Zwei, ist der Übergang von der „Einheit“ zum Begriff des „Vielen“, der Mannigfaltigkeit, welche man als „Relation von Relationen“ darstellen kann. Beim weiteren Übergang von der Vielheit zu den Unendlichkeiten bezieht man sich wiederum auf die beiden metaphysischen Pole.
503Das Verhältnis der Sprachen-Phase zum OG bringt weiteres Gemeinsames mit sich. Im OG wie traditionell im alltäglichen und philosophischen Denken werden die E und die I konfrontiert, zum Beispiel als „Wissen von der Welt“ (E) gegenüber einer „Wertorientierung in der Welt“ (I). In den Sprachen tritt neben die mögliche konfrontative E-I- Trennung die I/E-Wechselwirkung sowie die mögliche Betonung der einen oder der anderen Seite. So herrschen dort oft in den „Sachorientierungen“ die E vor und in den sprachlich formulierten Meinungen, Zielsetzungen und Bewertungen kann man eher die I-Seite erkennen.
504Zu den weiteren Einwirkungen des OG auf die Sprachen gehört beispielsweise auch, dass der Widerspruch und die Widerspruchsfreiheit in der Sprache der Logik nicht nur durch N-G, sondern auch durch I-E und ebenso durch „I-E getrennt von N-G“ fundiert werden. In den Alltagssprachen und in denen der Wissenschaften werden die vom OG zur Verfügung gestellten N-G in Sätzen sichtbar, die dasjenige aussagen, was tatsächlich zutrifft oder die dasjenige verneinen, was nicht zutrifft. Aber das sind in der allgemeinen Sprachenphase nur zwei von mehreren verwendbaren N,G-Relationen. Das „N-G“-Modell besagt, beide Grundverfahren gehören zusammen, G beispielsweise als rational-logische und empirisch-identifikatorische und „N“ als falsifizierende Methode.
505Während die Verfahren und Methoden, die sich auf die isolierten G und N stützen, von „Eindeutigkeit“, „Punktualität“ und ähnlichem geprägt sind, eröffnen N/G-Relationen die unbegrenzte Vieldeutigkeit des z/w-Großbereichs. Zu den N/G-Methoden gehören die dialektische und hermeneutische, aber auch die Glaubens-Methode.
506Das erfahrbare gegenständlich konkrete Seiende kann man einerseits als engen und eher statischen E/N/G/I -Relationszusammenhang beschreiben, aber auch als einen dynamischen Prozess der Wechselwirkung zwischen diesen OG-Elementen. Nicht nur jeder Denkvorgang und jedes sprachliche Handeln hat diese zweifache Eigenart, auch jeder Arbeitsablauf und allgemein jede Handlung kann so verlaufen. Bei ihnen steht meistens die I-Zielentscheidung am Anfang, welcher die unterschiedlichen Relationen, Prozesse oder Methoden folgen – sie werden auf N,G reduziert – so dass es zu einem Handlungsergebnis (E) kommt, mit dem die Zielsetzung erreicht wird. Es gehört zu den die Sprachen bestimmenden Wechselwirkungen der vier OG-Elemente, dass es auch verschiedene andere Reihenfolgen der metaphysischen Elemente geben kann. Im Ablauf „E-N/G-I“ – von der Basis E über methodische Prozesse zum Ziel – ist beim denkenden oder handelnden Subjekt der Ausgangspunkt sein Wissen (E) und nicht seine Willensbildung (I) wie beim „I-N,G-E“-Ablauf. Es gibt neben diesen beiden Möglichkeiten die weitere der „Mischungen“, zum Beispiel „I/E zu N-G“.
507Alle sprachlichen Sätze haben zwar als Sprachhandlung diese formale Konstruktion der Wechselwirkung der vier OG-Elemente, wobei allerdings zum Beispiel die Konstruktion einer mathematischen Funktionsgleichung auf den ersten Blick mit einem Satz aus der Alltagssprache nicht vergleichbar erscheint.
508Diese von den Merkmalen des metaphysischen OG-Pols auf die Sprachen übertragenen Eigenschaften werden von den Eigenschaften des metaphysischen z-w-Pols ergänzt. Zu den abstrakten Grundproblemen aller Sprachen gehört also nicht nur ihr Verhältnis zu N
509(„Null, Nichts), zu E (Eins), zur Dualität und zur I-Seite des OG. Vielmehr müssen für die Sprachen auch die Basis der OG- Elemente im z-w-Pol sowie alle Relationen zwischen der Ersten Physik und den OG-Elementen erkannt werden. Die enge Relation I/E/G/N wird letztlich von Rz bewirkt, und die Rw stellen die absolute Trennung I-E-G-N her. Wenn wir zu den „I, N,G, E“ auch die Einflüsse der S, R und z und w berücksichtigen, dann ist dadurch die Verbindung zwischen der geistigen Sprachenphase und den Vorgängen in der Natur, beziehungsweise den inhaltlichen Aussagen zur Natur in den Sprachen – vor allem auch in den Wissenschaftssprachen und in der Mathematik – herstellbar.
510Der Zusammenhang zwischen den vier metaphysischen OG-Elementen ist nicht nur wegen der zweifachen Relationsarten – Trennung (Rw) und Kohäsion (Rz) – so vielfältig. Auch das Zusammenspiel Rw/Rz und eben wieder „Rz-Rw zu Rw/Rz“ gestalten die Vielgestaltigkeit der Sprachen. Stets kann diese Abfolge in den Sprach-Sätzen – zum Beispiel als „I-N,G-E“ – als eine Variante von „z-w zu z/w“ angesehen werden. Wobei an die allgemeine Entwicklung von den freien R-Aspekten zu den I und den N und G sowie von Rw/Rz zum E erinnert werden muss.
511Das sei am Beispiel des „Fragesatzes“ konkretisiert und erläutert. Allgemein haben „Fragen“ die Struktur „I/E zu N/G“. Denn beim Fragen weiß man stets schon einiges und kann dieses Etwas (E) voraussetzen, und der Frager hat das Ziel (I), eine Antwort und damit eine Erweiterung seines bisherigen Wissens zu erhalten (E`). Für den Ablauf gilt dann, man strebt von E auf das neue E´ zu (G), aber man kennt das neue E` noch nicht (N). Man kann alltagssprachlich auch „utopische Fragen“ stellen, bei denen es keine E-Voraussetzungen gibt oder wo das Antwortziel (I) unbegrenzt ist. Die Sprachenphase kennt „rhetorische Fragen“, bei denen die Erzeugung von Neuem durch N/G gar nicht angestrebt wird. Das was hier modelliert und nur angedeutet wird, ist in jeder Sprachenart unterschiedlich konkretisiert. Die Konkretisierungs-Spielräume werden wieder durch die freien S und R in den unendlichen Übergängen und Veränderungen zwischen den metaphysischen Polen ermöglicht.
512Die S, I/E, I und E sind die Basis der Semantik. In der Alltagssprache und in den wissenschaftlichen Theorien sind es die jeweiligen sprachlichen Gegenstände (E), in der Mathematik zum Beispiel die Zahlen. Auch hier wird das unterschiedliche semantische Verständnis von den E-Entwicklungen in Relation zu den Entfaltungen der R-Aspekte und der I-Seite entschieden.
513Die R-Relationen sind zugleich und mit den N, G, N/G die Basis von Syntax, Methodik und beispielsweise von den algebraischen Kalkülen.
514Durch die N, G, E des OG werden für alle Menschen geltende einheitliche Strukturen in den Sprachen festgelegt, zum Beispiel als die „Grammatik“ der jeweiligen Sprache. Aber durch die I-Seite gibt es auch die formale Möglichkeit, von den syntaktischen Vorschriften abzuweichen. In den „Sätzen“ der Sprachen werden beide Seiten sowie beide metaphysischen Pole so aufeinander bezogen wie es allgemein von „S/R“ und „E/N/G/I“ und deren Entwicklungszusammenhang modelliert wird.
515Die Sprachen gehören zur Phase des „Seienden“. Sie liegen dort in der allgemeinen Entwicklung zwischen dem subjektiven Geist und dem OG und werden je nach Art der Sprache in der Begriffsbildung mal mehr von den rein abstrakten Begriffen des benachbarten OG, mal mehr von den Emotionen, anschaulichen Bildern, Symbolen und Erfahrungen des vergesellschafteten Subjekts beeinflusst. Die Sprachenphase als Übergangsfeld zwischen dem denkendem Subjekt und der Phase des metaphysischen OG-Pols ist zunächst dadurch gekennzeichnet, dass die Denkvorgänge des Subjekts als Trennung, als Negation (N) und als Identifikationen (G) in den Sprachen die Abstraktionen erzeugen und schließlich diese in die vier OG-Elemente auftrennt.
516Wegen der grundsätzlichen Wechselwirkung gilt aber auch umgekehrt, dass das Denken des Subjekts die vier Grundgrößen und deren Eigenschaften nutzt, um unbegrenzt Relationen zu bilden.
517Dieses Zusammenwirken des metaphysischen OG-Pols, der Sprachen und der Subjektivität ist ein Beispiel für den unendlichen Übergang zwischen einem metaphysischen Pol und den endlichen z/w-Varianten. Deren Wechselwirkung geschieht in tendenziell sehr kleinen
518(Rw/Rz) Schritten, wenn zum Beispiel das subjektive Verhalten und Denken auch über die Sprachen von den OG- Elementen gesteuert wird.
519In den Sprachen und im subjektiven Denken werden die vier OG-Elemente unbegrenzt und allumfassend relationiert. Durch diese nahezu unbegrenzten Kombinationen, Relationen von Relationen ist es möglich, in der Sprachenphase alle geistigen Produkte der Menschheitsgeschichte, alle Begriffe, Theorien und Wissenschaften zu versammeln. Solche Vielfalt wird sogar ins Unbegrenzte gesteigert, wenn man die freien und unendlichen OG-Elemente auf die Phase des subjektiven Geistes anwendet. Die Denk- und Spracheninhalte umfassen dann zusätzlich alle unbegrenzbaren Phantasien der Menschen.
520Die Erforschung der Welt besteht auch darin, dass deren Erkenntnis einerseits in den verschiedenen Sprachen der Wissenschaften niedergelegt wird, und dass die Sprachen andererseits zur weiteren Erforschung und Arbeit an der Welt genutzt werden. Durch diese und die allgemeine Wechselwirkung zwischen den Phasen des Seienden werden nicht nur die Sprachen als Wissenschaften durch die sich entwickelnden Phasen der Natur und Gesellschaft verändert und entwickelt, sondern vor allem auch die Phase der Subjektivität. Die Sprache vermittelt, wie jede Phase, zwischen allen anderen Phasen, hier zwischen der Subjektivität und dem OG, aber auch zum Beispiel mit der Gesellschaftlichkeit. Man kann sie als Übergang zwischen allen z/w-Phasen in der allgemeinen Entwicklung sehen.
521Die Sprachenphase hat für alle anderen z/w-Bereiche des Seienden, für die der Natur, der Geschichte und Gesellschaft, begriffliche Relationen und Kombinationen. Die Elemente im OG sind dagegen bloße abstrakte ontologische Existenzen, während die Existenzen in den z/w-Phasen als „essentielle“ beschrieben werden können.
522Die Beschreibung der inhaltlichen Seite geschieht durch die Bildung der Relationen zwischen den vier Grundexistenzen, als I/E, N/G etc., wobei sich übrigens dadurch in einem ersten Schritt die vier getrennten OG-Elemente gegenseitig sprachlich begründen. Die Sprache vereint einerseits alle denkbaren und komplexen Relationierungen, andererseits reduziert sie die Abläufe in den verschiedenen z/w-Phasen auch kräftig auf die Relationen einfacher Art, ein Prozess, der sich dann in der OG-Phase „vollendet“ und der von der Rw-Trennung und von N her begründet wird.
523Als Seiendes werden die Sprachen formal zwar aus allen Relationen der vier OG-Elemente erzeugt, als inhaltliche sind daran aber auch die Relationen mit den anderen Phasen beteiligt, zum Beispiel hat die Mathematik die Rz und Rw der Natur in ihrem Mittelpunkt, und die Alltagssprachen bauen auf die konkreten I/E aller möglichen subjektiven und kollektiven Erfahrungen der Welt.
524Je nach Art der Sprache stehen dann mehr oder weniger die objektiven Strukturen im Mittelpunkt, zum Beispiel in der Logiksprache die N,G, E. Oder in einer der Wissenschaftssprachen die jeweils konkretisierten I, E, I/E oder die S-und R-Relationen sowie alle für die betreffende Wissenschaft relevanten Kombinationen aus ihnen.
525Als Beispiel für die problemreiche Entstehung der komplexen Realität aus dem Zusammenspiel der Phasen seien hier noch die Einflüsse der Vergesellschaftung genannt. Wenn die Phase der Gesellschaftlichkeit mit dem Objektiven Geist, der Sprachenphase und mit der Subjektivität vereint wird, dann ist es ein Problem, dass die Vergemeinschaftung des individuellen Wissens (Ei) und Wollens (Ii) in den Sprachen nicht nur dadurch gelingt, dass Diskurse geführt werden. Vielmehr muss als schwierige philosophische Aufgabe der Übergänge – der Zusammenhänge und Trennungen – die vielen und prinzipiell verschiedenen freien Willen und Interessen (Ii) und die unterschiedlichen „Ei“ als individuelles Wissen, Fähigkeiten und Mittel zur Bildung von Sprachen zusammengefasst werden.
526War die Sprachen-Phase, zum Beispiel bei Hegel als „objektiver Geist“ gefasst, hauptsächlich mit Phasen wie der „Gesellschaft“ verbunden, so analysieren wir Sprachen, Gesellschaft und ähnliche Phasen grundlegender als von „I“ bestimmte. Aber wir nutzen nun für die Konstitution der „Sprachen“ nicht nur das Verhältnis der individuellen Willensbildungen, Wünsche, Interessen zu den gesellschaftlichen Interessen, als „Ii- Ik,g“ modelliert, vielmehr relationieren wir zusätzlich die I-Seite mit den relevanten Existenzen des Seienden, mit der E-Seite als I/E und als I-E.
527Die Denkarbeit des subjektiven Geistes ist formal die Wechselbeziehung mit allen anderen Phasen und mit dem OG. Dessen vier Elemente werden in diesem Übergangsfeld zu „Sprachen“ relationiert und komplex kombiniert. Inhaltlich erzeugt das Subjekt die Sprachen dadurch, dass es alle seine Erfahrungen und sein Wissen mit seinen Ii und den gesellschaftlichen Zielen I k,g,w kombiniert. In den Phasen der Gesellschaft, der Politik, des Rechts, auch der Ethik werden die „I- I-Verhältnisse“ betont. Sie stützen sich in ihren Eigenschaften einerseits auf das I-Element im OG und andererseits auf die Rw-Rw und Rz/Rz im metaphysischen z-w-Pol. Die metaphysische Basis jeder Art der Gesellschaftlichkeit und der Wissenschaften von der Gesellschaft muss aber letztlich auch die E-Seite berücksichtigen und kann in dem Modell „I/E“ oder als „Ii – Ik,g,w zu E“ dargestellt werden. Die individuellen Interessen, Wünsche, Zielsetzungen (Ii) stehen mit den kollektiven der Gruppen (Ik), der Gesellschaft (Ig) und der Weltgemeinschaft (Iw) sowie mit allen – sehr verschiedenartigen – Bereichen der Gegenständlichkeit (E) in einem gemeinsamen oder einem getrennten Wechselverhältnis zueinander. Da die Elemente des OG und des z,w-Pols sowohl in allen Gegenständen und bei allen Menschen grundlegend vorhanden sind, kann die Wahrnehmung und das Verständnis der Welt der Gegenstände geschehen und durch dieses Gemeinsame können die Menschen sich vergesellschaftend untereinander verstehen.
528In allen Sprachenarten gibt es neben dem Kausalen und Logischen auch das Widersprüchliche, Zufällige und das Mögliche. Die E und G und N sind für die endlichen Gewissheiten maßgebend, die Freiheiten des isolierten I und die Relationen N/G und I/E sind für jenes Ungewisse verantwortlich.
529Die hier noch zu behandelnden zur Metaphysik zu zählenden Begriffe – wie zum Beispiel das „Wesen“ – gehören zur allgemeinen Sprachenphase; sie können als relativ einfache Relationen von E, I, N, G erklärt werden.
Subjektivität
530Die z/w-Phasen trennen die zwei metaphysischen Pole gleichzeitig und fassen sie zusammen. Das zeigt sich in der wechselwirkenden Dynamik ihrer Übergänge. Wenn vom OG her die sehr verschiedenen, dort voneinander getrennten Begriffsfelder „Sein“ und „Interesse“ (E-I) und ihr Bezug aufeinander (I/E) sowie die Methoden N-G und N/G mit den material-metaphysischen Elementen des anderen Pols, also mit den S- und R-Aspekten wechselwirken, dann entstehen dadurch in diesem allgemeinen Übergangsfeld zwischen beiden metaphysischen Polen alle bekannten Phasen der räumlich ausgedehnten Körperwelt sowie auch jene des Denkens, die bisher ohne ausreichende metaphysische Begründung sind.
531Diese Dualität von Trennung und Zusammenhang findet nicht nur zwischen den Polen statt, sondern auch zwischen und in den einzelnen Phasen und Subphasen. Genauer gesehen, ist die Einheit, in der beides, Trennung und enge Verbindung, zugleich möglich sind, das „quantentheoretische“ „z-w zu z/w“- Modell in Relation mit dem OG. In den Wissenschaften und Philosophien ist eine solche Aufhebung der Gegensätze – E-I und N-G, bei uns erweitert als Sz – Rz, Sw – Rw, z – w, „z-w“ – „z/w“ etc. – umstritten, aber immer mal angedeutet worden. Das waren in der Physik zum Beispiel Fragen, wie sind entgegen gerichtete Kraftarten, wie die gravitative und die elektrodynamische, zu vereinen. Und als Denkvorgänge, wie beziehen sich – in analoger Weise – die begrifflichen Elemente der Existenzen. und Interessen aufeinander.
532Wie alle z/w-Phasen ist die der Subjektivität auch von beiden metaphysischen. Polen geprägt. Die Subjektivität hat ihre eigenen Strukturen und Funktionen als Konkretisierungen und als mögliche Freiheiten aus jener umfassenden Modelleinheit. In ihrer Eigenständigkeit zeigt die Subjektivität die Gleichberechtigung von metaphysischer und physischer Fundierung der Realität. Der Mensch vermag vor allem in sich selbst diese zwei widersprüchlichen Arten der Beziehung zu erkennen und zu bewirken – die Trennung in Körper und Geist beispielsweise – und zugleich kennt er die Einheit beider.
533In der Beziehung zwischen der Subjektivitätsphase und den beiden metaphysischen Polen gilt von Rw und Rz her beides, die Trennung und die Kohäsion der Phasen. Weil es daher sowohl die Wechselwirkung mit allen Phasen gibt – zum Beispiel mit der der allgemeinen Biologie – wie auch die Selbständigkeit der Phase, ihr E-Charakter, werden diese beiden Eigenarten, die sich auf Rw und Rz stützen, als anthropologische Veranlagung des Menschen überhaupt und im Fühlen, im Denken sowie in den vielen weiteren individuellen Eigenarten einer Person erkennbar.
534Wenn eine umfassende Reflexion beider metaphysischer Pole mögliche innere Strukturen und dynamische Prozesse im Seienden allgemein und in der Subjektivitäts-Phase besonders vereinen will, heißt das, die Realität insgesamt als komplex strukturierte Einheit zu erfassen. Die Wissenschaftsphilosophie stellt das begrifflich her und die Einzelwissenschaften kümmern sich um die Konkretisierungen davon.
535Die Besonderheit der z/w-Bereiche ist die Herstellung sämtlicher Relationen zwischen allen möglichen Strukturen. Das sei an zwei Beispielen in der Subjektivitätsphase gezeigt.
536Das Handeln des Menschen, seine Arbeit und Denkarbeit relationiert die Zielsetzungen (I) mit den E-Varianten, um ein neues E´ zu erschaffen. Die E sind zum Beispiel Produktionsmittel, Faktenwissen oder die vorhandene Welt der Natur und der Gegenstände. Der die I-Seite mit den E vermittelnde Denk- und Arbeitsprozess, das heißt die methodische Seite, wird von uns auf G, N und N/G reduziert. Die z/w-Bereiche haben nun aber darin ihre spezifische Wichtigkeit, dass sie im Subjekt nicht nur alle denkbaren Relationen zwischen den vier Elementen des OG herstellen, sondern diese Relationen und Kombinationen mit den Sw, Sz und Rw,Rz verbinden können. Formal gesehen, ist diese Verwobenheit gleichberechtigt mit ihren beliebigen Auftrennungen. Von der „inhaltlichen“ Sicht her gilt, dass stets die Ausgangsgrößen aller Phasen beteiligt sind. Also, dass den R in der Natur – zum Beispiel den Ladungsrichtungen im elektrodynamischen Feld – entsprechende I im Begrifflichen zugeordnet werden können. Die N-,G- und N/G-Methodik hat in den Naturseiten der Arbeitsabläufe die Rw, Rz und Rw/Rz sowohl zum Vorläufer wie zum Begleiter.
537Für die traditionelle Metaphysik war umstritten, ob die beiden Phänomene der Realität, der erste unhintergehbare Grund und das denkende Begreifen dieses ersten Grundes im Subjekt zusammenfallen. Bei uns ist die Einheit von Subjektivität und den S, R, z, w und den OG-Elementen möglich, weil es Größen gibt, nämlich die z und w, welche durch ihre Entwicklung die Subjektivität und die abstraktesten Begriffe von sich aus zu erzeugen vermögen. Das verstehen wir aber nur als einen Teilabschnitt der allgemeinen dynamischen Entwicklungsabläufe. Konkretere Abschnitte sind zum Beispiel die empirische Wahrnehmung und der Denkvorgang als Übergang von der Physik zur Biologie und zur Begrifflichkeit im Gehirnorgan des Subjekts.
538Eine Übergangsproblematik zeigt sich beispielsweise darin, dass die Unterscheidung zwischen den Gesetzmäßigkeiten des Gegenstandes und der Eigenart unseres Begriffsvermögens kompliziert ist. Diese Komplexität zeigt sich in unserer philosophischen Darstellung als die Wechselwirkungen im Übergang und in der holistischen Struktur dabei, die alle begrifflichen und methodischen Phasen „verkürzt“ mit einbezieht und diese weiter auf die Entwicklungsabläufe der S, R zu E,I und N,G reduziert.
539Die Subjektivität ist nur eine der Phasen in der allgemeinen Entwicklung. Als solche aber ist diese Phase – in ähnlicher Weise wie die Übergänge – eine Wiederholung der gesamten Entwicklung und Entfaltung. Das zeigt sich darin, dass das Subjekt sowohl die komplexeste aller Phasen ist – zum Beispiel seine Gehirnstruktur und von ihr das unbegrenzt umfassende und abgestufte Denkvermögen – wie das Subjekt zugleich auch jene Einfachheit im Denken hat, welche in den beiden Polen konstitutiv ist. Diese Einfachheit, die beispielsweise im Gedanken der Evidenz erscheint, mit dem das Subjekt die beiden Pole erfassen kann, war stets ein Signum des „Ersten Grundes“.
540Am Beispiel des Evidenzdenkens kann man zeigen, wie im Subjekt die allgemeine Entwicklung nachvollzogen wird. So wie der „Erste Grund“ – also die zwei Pole – nicht ableitbar ist, aber alles aus ihm gefolgert werden kann, arbeitet das Evidenzdenken einerseits. Auf der anderen Seite zeigt eine Analyse des Evidenzdenkens seine Entwicklung, deren Phasen das Alltagsverständnis, die gängigen Beweisbarkeiten, auch wissenschaftlicher Art, axiomatische Vorstellungen und schließlich das bewährte philosophische Vernunftverstehen. Was wie ein Kreisschluss aussieht findet aber nicht nur im Denken statt, es begründet sich vielmehr durch die Erscheinung des „großen Kreises“ in der Gesamtrealität mit deren wechselwirkendem Zusammenspiel aller ihrer Phasen.
541Es ist die Eigenart der höchst entwickelten Phase, der Subjektivität, nicht nur alle tatsächlichen Relationen in sich zu vereinen, sondern darüber hinaus die Möglichkeit zu haben, immer neue Relationen zu erzeugen. Damit hängt die Fähigkeit des Menschen zusammen, dass er die Elemente des OG und der Ersten Physik denken kann, auch dann, wenn er diese als Nichts und als Unendlichkeiten von den Endlichkeiten der Relationen unterscheidet. Er folgt dabei wieder dem Modell „z-w zu z/w“.
542Das Zusammenspiel aller Phasen können wir am „subjektiven Geist“, welcher den Objektiven Geist mit der Subjekt-Phase verbindet, noch genauer erläutern. Die bei der Beurteilung des Seienden angewendeten Maßstäbe liegen dem OG zugrunde und gehen von dort auf das Seiende über. In diesem Wechselverhältnis besorgt der denkende Mensch diese Übertragung. So ist zum Beispiel die allgemeine I-Möglichkeit im OG angelegt, aber die geistige Arbeit des Subjekts entscheidet im Willensakt und formt dabei das allgemeine OG-I zum Ii und lässt es wirken. Die individuellen Freiheiten und Kreativitäten sind damit auch jene der allgemeinen I-Entfaltung.
543Auch in der spezifisch subjektiven E-Seite und dem methodischen Denken zeigt sich die Beeinflussung der Subjekt-Phase vom OG her. Aber nicht nur dieser Einfluss formt das Subjekt. Die gesamte E-Entwicklung zeigt sich in einzelnen Strukturzügen der Subjektivität. Dazu gehört zum Beispiel seine aktiv voran getriebenen Versuche, Erfahrung und Erkenntnis immer weiter zu treiben und bisheriges Wissen ebenso zu vermehren wie zum Beispiel den Wohlstand an Gütern und Geld. Der menschliche Wille und sein Verstand sind eben in ihren „objektiven“ gesetzmäßigen Seiten auch von den biologischen und physikalischen Funktionen geleitet. Aus der Ersten Physik wirken die Sw/Rw und treiben jenes Entdecken voran. Die Sz/Rz sind Ursache für die andere abstrakte Denkfähigkeit, welche als „vertiefende Bestrebungen“ zum genauen Detail des Wissens angesehen werden können. Hier sollte allerdings nur auf die woanders genauer zu beschreibenden Übergänge, die Veränderungen von den biologischen Gehirnfunktionen zu den emotionalen Erscheinungen, generell die Transformation der physikalischen S- und R-Aspekte, hingewiesen werden
544Wie kann der Mensch „Existenz“ (E) denken? Wenn man seit Aristoteles meint, dass die „Grundsätze“, das „Erste“ aus sich selbst einsichtig oder durch sich selbst glaubhaft sind, dann ist das eine Variante von „G-E“, der wechselseitig erfolgenden dynamischen Identitätsbildung (G), die die Existenzvorstellung erzeugt und umgekehrt. Das wird in der„Logik“ bei Aristoteles in einem vergleichbaren Kreisschluss abgesichert. „G“ ist lediglich der methodische Vollzug des immer schon vorausgesetzten Existenz-Gedankens. Das psychologische Evidenz-Erlebnis vermittelt das emotional als das Gefühl der Richtigkeit, als intuitive Überzeugung. So wird insgesamt die Logik, deren Grundlage die getrennten E-G-N im OG sind, mit Hilfe der Emotionalität verstanden. Für lange geistesgeschichtliche Zeit wurde dadurch die alleinige methodische Gültigkeit der klassischen Logik erreicht, allerdings nicht ohne den Einfluss des fühlenden und erfahrenden Menschen. Dieses sinnvolle Wechselverhältnis zwischen Objektivem Geist und den Fähigkeiten der Subjekt-Phase führt zu weiteren z/w-Phasen, zum Beispiel zur biologischen Materialität und zu den Sprachen.
545Der z/w-Großbereich hat kraft der zweifachen unbegrenzten Wechselwirkung innerhalb der z/w-Relation und von daher in I/E, N/G etc. Eigenschaften, die in den metaphysischen Polen mit ihren voneinander getrennten Elementen – z-w, I-E und N-G – nicht vorhanden sind. Das bestimmt auch alle z/w-Sub-Phasen der Subjektivität, zum Beispiel die organischen Gehirnfunktionen. Beim denkenden Subjekt erscheinen die als z/w auf einander bezogenen Varianten von z und w beispielsweise als die Fähigkeit, Bezug auf sich selbst zu nehmen, sich selbst zu begreifen. So kann beispielsweise das Problem der Ich-Betrachtung sowohl rational (E-G-N) als auch emotional (E/I/N/G) angegangen werden. Im Gegensatz zu den zwei metaphysischen Bereichen „z-w“ und OG gibt es im z/w-Bereich auch Rz-Relationen zwischen „Entgegengesetzten“, speziell die Kontroversen zwischen I und E sowie zwischen verschiedenen I. Wir modellieren das als Einheit „Rz-Rw zu Rw/Rz“. Man kann zum Beispiel die Emotionen als Widersprüche zwischen den Natur- I und den kulturellen I des Menschen analysieren. Im physischen Schmerzempfinden werden danach die natürlichen „Ziele“ (I) des Organs, die Heilung voranzutreiben über den Interessen des Menschen stehen, schmerzfrei zu sein. Aber zum Beispiel der Hunger als biologischer Trieb wird als I-Erfüllung durch das Subjekt aufgehoben. In den gängigen Konkretisierungen geht es oft um komplexere Verhältnisse als es diese Veranschaulichungen andeuten. Es sind meist Relationen von Relationen, was das eigentliche Grundschema des z/w-Bereichs ist.
546Die allgemeine Wechselwirkung – als die konkretisierten z/w zu z-w – aller Phasen bringt es mit sich, dass jedes endliche menschliche Wissen (z/w) auch so eingesetzt werden kann, dass es die „überweltlichen“ OG -Elemente verstehen kann. Im Grunde ist jedes subjektive Denken identisch mit diesen Abstrakta. Aber der Mensch ist diesen vier OG-Elementen nicht unausweichlich verbunden, es gibt neben der „Reflexion des OG auf sich selbst“ – wie das Hegel und Fichte als unausweichlich sahen – eben auch und gleich-berechtigt die Wechselbeziehung zu allen anderen Phasen.
547Umgekehrt gilt, dass das Subjekt auch in der Lage ist, die statischen z/w-Varianten von den dynamischen z-w und von den OG-Elementen zu trennen. Das heißt, das menschliche Denken kann sich in methodischen Zirkeln bewegen, sofern es versucht, seine Erkenntnisfähigkeit aufgrund dieser zu beweisen. Aber das Denken kommt auch jederzeit aus dem Zirkel heraus und kann nur den einzelnen, freien Größen I, E, z,w folgen, zum Beispiel auch dann, wenn das Denken feste Strukturen und dynamische Prozesse unterscheidet.
548Die „Sprachen“, wie beispielsweise die Logik und die Alltagssprachen, liegen zwischen dem OG und der Subjektivitätsphase. Das Subjekt erzeugt und nutzt zugleich die Sprachen und, vermittelt durch die Sprachen, wird der OG auch vom menschlichen Denken konstituiert. Der Ablauf ist also wiederum einer der allgemeinen und entwickelnd wirkenden Wechselbeziehung zwischen den Phasen. Man verwendet die metaphysischen freien G- oder N- und E-Elemente des OG, sprachlich als „formale“ Funktionen, zum Beispiel bei empirischen Feststellungen, quantifizierenden Aussagen und rationalen Überlegungen.
549Was aber ist die „qualitative“, inhaltliche Seite des subjektiven Denkens? Das Qualitäts-Phänomen wird durch die weiteren Relationierungen der OG-Elemente, durch das subjektive Denken begründet. Das sind vor allem I/E, N/G, I/E zu N/G, I/E zu N-G zu N/G etc. Das geschieht als beliebige und vielfache Kombinationen dieser Relationen in den Sprachen. Dabei werden nach dem Muster „z-w zu z/w“ die freien und die relationierten Größen jeder Art kombiniert. Letzten Endes ist das wieder der Übergang und das Zusammenspiel von metaphysischem OG-Pol und z/w-Bereich. Wobei der Qualitätscharakter vor allem dadurch zustande kommt, dass die einzelnen konkreten I, E und Prozesse (N, G) der Subphasen, wie zum Beispiel der Wahrnehmung und der Emotionalität, relationiert werden. „Qualität“ ist also die Relation von Metaphysischem mit konkret Seiendem.
550Die Subphasen des Seienden und ihre Qualitäten unterscheiden sich durch die E-Entwicklungsstufen und die damit verbundenen unterschiedlichen I-Entfaltungen.
551Haben die zwei metaphysischen Pole „z-w“ und OG selbst keine „Qualitäten“, weil sie keine Relationen zwischen je Anderen sind ? Man kann solche Vorstellungen wie es die von „Qualität“ und von „Quantität“ sind und welche in z/w-Bereichen im Laufe der allgemeinen Entwicklung entstanden sind, im subjektiven Denken nicht mehr übergehen. Der denkende Mensch versucht daher, die beiden metaphysischen Pole sowohl als Quantitäten wie auch qualitativ zu verstehen. Das ist aber nur deshalb möglich, weil auch die Trennungen (Rw) in den metaphysischen Polen gerichtete Relationen sind. Das Subjekt kann also beides im Denken und sprachlich trennen und diese Trennung aufheben
552(z/w).
553Die einfachen formalen Strukturen im z/w-Bereich, wie zum Beispiel die Dualitäten Raum/Zeit, Quantität/Qualität, Individuelles-Allgemeines oder Konkretes/Begriffe, werden als sprachliche Dualitäten durch die Einflussnahme der Dualitäten des OG und durch z-w geformt.
554Die eigentliche sprachliche Erzeugung der Begriffe für die Welt der Gegenstände und der Ereignisse und die ihrer zahllosen Qualitäten beruht auf den „Abschwächungen“ der beteiligten Sw und Sz in den komplexen z/w-Relationierungen. Sie werden systematisch entkräftet und verändert, weil sie in jenen Komplexen zu allen anderen S- und R-Aspekten Verbindungen, Relationen aufzunehmen haben. Diese Veränderungen sind die Übergänge von den metaphysischen S und R zu den ebenfalls metaphysischen E und I. Das erfordert der Grundgedanke der z/w-Relationierung, und das spielt sich im Gehirnorgan ab. Diese Abschwächungen der S-Aspekte sind als Variante des allgemeinen Entwicklungsablaufs von den S zu den E und von den R zu den I, N und G, nicht nur deren begriffliche Vollendung, sondern auch die aller „dazwischen“ liegenden Gegenstände und der Begriffe des z/w-Bereichs, zum Beispiel die Axiome der einzelnen Wissenschaften.
555Die Folgen der Abschwächungen führen bereits zu den S-R-Trennungen. Das wird als die „mechanistischen“ und „idealistischen“ Trennungszustände der Gegenstände, Begriffe etc. wichtig. Daher gibt es zum Beispiel auch die Vielzahl der Gebilde, Qualitäten und Ereignisse.
556Dass Gott sowohl die „äußere Welt der Dinge“ wie auch die „innere Welt der Gedanken“ geschaffen habe und zwar so, dass „beide miteinander übereinstimmen“, behandeln wir ausführlicher. Die alte grobe Einteilung in „menschlichen Verstand“ und „Welt“ verfeinern wir vor allem als jenes Wechselspiel vieler Phasen, durch das ein Denkergebnis zustande kommt.
557Alle Phasen – hier das Subjekt und die Gegenstände – werden dadurch bestimmt und miteinander verbunden, dass sie an den allgemeinen Entwicklungsabläufen von den metaphysischen S-und R-Relationen bis zum metaphysischen OG mit seinen E, I, N und G teilnehmen. Wenn also das Subjekt die Gegenstände „denkt“, kann es sich darauf stützen, diese metaphysischen OG-Größen mit den Gegenständen und in diesen die S und R gemeinsam zu haben. Dennoch unterscheiden sich die Phasen dank der Entwicklung, die von den Sz der physikalischen Masse und den Sw der elektromagnetischen Felder der Gegenstände bis zu den konkreten begrifflichen E-Existenzen reicht, und auch durch die Entwicklung der Rz, Rw von der Physikalität der Dinge hin zu den N, G und den I als Basis der subjektiven Denkmethoden und Zielfunktionen.
558Auf viele Weise ist der menschliche Verstand vom z,w-Pol abhängig. Das zeigt sich auch darin, dass das Rz als Basis der Sinnesfunktionen und Denkmethoden jene „passivischen“ Varianten fundiert, wie beispielsweise die „Wahrnehmung“. Die von außen auf den Menschen einströmenden Eindrücke werden im „Verstehen“ oder „Identifizieren“ (G) in emotionaler und rationaler Begriffsbildung reproduziert.
559Bereiten die selbstbezogenen Rz und die statischen und neutralen Rw/Rz eher die „Passivität“ vor, wenn der Verstand beispielsweise in G-Varianten Übereinstimmung zwischen sich und der Welt feststellt, so werden aus dem Rw jene I- Varianten, die dem Verstand seine Aktivitäten geben, seine freien und schöpferischen Vorstellungen und Fähigkeiten, wozu allerdings auch das abweichende und fehlerhafte Denken gehört. Die dynamische in eine „allgemeine Weite“ gerichtete und Verbindungen dabei herstellenden Rw sind die Basis dafür, dass der Verstand in diesem Sinne tätig wird und das ihn das Äußere zu wollen, zu beurteilen und sich aktiv aneignen lässt. Dem Vorteil des „genauen“ Wissens und Erkennens durch Rz und G steht durch Rw die Möglichkeit zur Seite, alles zu imaginieren, aber auch die Gefahr des Irrtums.
560In der Denkpraxis korrigieren und begrenzen diese beiden einfachen Relationen sich gegenseitig und bilden Rw/Rz und N/G.
561Die formalen Begriffe E, N, G verlieren in der Entwicklungstendenz ihre Verbindung zur Sachenwelt und erst recht zur Menschenwelt, weil sie von der Dynamik der Rz her ihre eigene Selbstreduzierung anstreben und von der in ihnen wirkenden Rw-Dynamik diese Abtrennungen. Soweit die I-Kategorie auf Rw beruht, erzeugt deren Entfaltung in der subjektiven Verstandestätigkeit gerichtete Willensakte und lässt das Subjekt zur Außenwelt in Verbindung treten. Die Herstellung der Verbindung übernimmt Rz. Mit der I-Entfaltung ist Neues zu erzeugen und mit den I/E- Relationen wird Erfahrung als Wechselbezug mit der Dingwelt erzeugt und als I/I- Relationen – den verschiedenen Zielsetzungen und Interessen – ist der Austausch zwischen den Menschen zu machen.
562Das dem Menschen umfassend mögliche „Verstehen“ verlangt das Zusammenspiel aller „z/w“- Phasen untereinander und dazu deren Wechselwirkung mit den zwei metaphysischen Phasen. Die Emotionen, Meinungen und das Wissen entstehen im Subjekt, wenn die immanenten Abläufe der „Subphasen“ Wahrnehmung, Empfindungen, Gedanken, Vorstellungen, Beurteilungen ihrerseits miteinander ebenfalls in ein komplexes Zusammenspiel treten. Diese einzelnen subjektiven Fähigkeiten zeigen in ihren Übergängen sowohl Unabhängigkeit wie Verbindungen zu dem ihnen Transzendenten, der Außenwelt und den metaphysischen Polen. Das erweitert und vertieft – auf holistische Weise – was zuvor nur allgemein die Übergangs-Struktur zwischen den metaphysischen Polen und den z/w-Bereichen war.
563Die Grundkategorien der zwei metaphysischen Pole durchdringen alle Phasen. Sie können aber vom denkenden und vom wollenden Subjekt aufgehoben werden. Zum Beispiel dann, wenn Relationen wie I/E oder N/G gebildet und gedacht werden, oder wenn vom Menschen neue I erzeugt und neue virtuelle Entitäten (Ei) erdacht werden.
564Beim Verständnis der Realität gibt es also sowohl die vielen Beziehungen des Verstandes wie gleichzeitig die Reduzierung auf die wenigen Grundgrößen des metaphysischen OG. Das bedeutet einerseits eine Überforderung durch die unbegrenzte Anzahl der Relationsbildungen, jedoch ist andererseits auch eine Vereinfachung und Begrenzung der Denkarbeit möglich. Das Alltagsdenken wird eher das gleichgewichtige und sich selbst begrenzende, „vernünftige“ Denken nutzen. Die Modelle N/G, I/E oder Rw/Rz weisen darauf hin. Das wissenschaftliche Forschen lebt dagegen von der Aufdeckung der letzten Details (Rz) und der Erforschung der weitest reichenden Relationen (Rw).
565In der Diskussion, ob sich die menschliche Erkenntnis aus abstraktem Denken oder aus Erfahrung gewinnen lässt, spiegelt sich das Zusammenspiel und der allgemeine Übergang der beiden metaphysischen Pole wider. Von „z-w“ her werden die Wissens-Inhalte als S/R in physikalischen und biologischen Ordnungen und Gesetzen genutzt, und mit Hilfe der OG- Elemente wird das Denken geformt, zum Beispiel auch in axiomatisch-deduktiver Methodik. Beide Pole spielen in ihrer Wechselbeziehung intensiv in den Strukturen und Funktionen des Gehirnorgans zusammen. Dort entwickelt sich die physikalisch-biologische Systematik zu der der rationalen Ordnung des Wissens. Das was man Erfahrung nennt nutzt diese Wechselbeziehungen, bezieht aber dann die ganze Reihe psychologisch, kulturell und historisch geprägter Phasen mit ein.
566Das Subjekt muss also zweierlei leisten, es muss alles Erfahrbare auf die Grundstrukturen des OG komprimieren und es muss zugleich die Relationierung möglichst aller Phasen und Sub-Phasen vornehmen Das gelingt, weil es die erwähnten Zusammenhänge zwischen allen beteiligten Phasen gibt Die Phasen sind zwar im Konkreten nicht gleich, jedoch in ihrer OG- und z,w-Grundstruktur. Die Formen und Inhalte der seienden Gegenstände und Geschehnisse sind mit denen des Bewusstseins durch die allgemeine Entwicklung verbunden. Die Entwicklung und Entfaltung bilden ihre Unterschiede und ihr Gemeinsames. Zur Problematik des inhaltlichen und formalen Überganges zwischen den Phasen gehört es, dass für die Kenntnis des Seienden das Bewusstsein immer schon unumgänglicher Ausgangspunkt ist. Solch ein Zirkel ist eine verkürzte Variante des „großen Kreises“ des Gesamtsystems, welcher diese Problematik mit Hilfe der zwei metaphysischen Pole und der doppelten Beziehung zwischen beiden löst.
567Bei solchen verwickelten Wechselspielen kann das Bewusstsein nicht auf einfache Weise „verlässlich“ sein. Man kann ihm schon deswegen nicht vertrauen, weil auf den unendlichen Übergangsfeldern zwischen den Phasen alle Verbindungen systematisch gelockert und daher unsicherer werden. Auch dieses Problem löst sich nicht in herkömmlicher, sondern in einer erweiterten Weise, welche zugleich neue Spielräume eröffnet, welche man dadurch gewinnt, dass die zunehmend von einander getrennten I-E und N-G zusätzliche Freiheiten bedeuten, die erst die Willensbildung (Ii) und die Phantasiegebilde erlauben. Die Art der Erkenntnis und der Wahrheit trennt einerseits die seiende Sache vom sie erfassenden Bewusstsein, aber andererseits gibt es eine Folge von Gemeinsamkeiten von Sache und Subjekt, die zwar auf den ersten Blick trivial sind, welche aber das geistige Erfassen des Gegenstandes erst verständlich machen. Trivial scheint, dass das Gehirn des Menschen genauso eine raumzeitliche Struktur hat wie der gedachte Gegenstand. Beide unterliegen aber dabei gemeinsam der grundlegenden R-Seite und deren beiden einfachen Relationsarten. Sowohl die Raumzeit, als „3Rw/3Rz“, wie die „Gehirnfunktionen“, als die Denkmethoden N, G, N/G und Begriffe, sind Relationen und Entwicklungen aus Rw und Rz. Aber jene unterscheidbaren Entwicklungsniveaus – ob R oder I, N, G – sind zugleich auch verantwortlich für die bleibenden Unterschiede zwischen den Gegenständen und den Begriffen von ihnen.
568Die „Wahrheit“ und sogar das „Bewusstsein“ wurden traditionell oftmals als isolierte, nicht relationierte Phänomene verstanden. Bei unserer Darstellung von Denkmöglichem und von Empfindungen geht es um Relationen, deren einfachste Modelle I/E und N/G sind. Jetzt kommt es aber noch zusätzlich auf die „offenen Seiten“ an, welche als Phantasie und Erzeugung von Neuem erscheinen, aber auch als Zweifel und Irrtümer. Eine moderne Wahrheit umfasst beides, das Relationierte und das Isolierte. Dabei fundieren die E, G diese isolierten „Fakten“, das „Tatsächliche“ und bei den isolierten I und den freien Rz und Rw geht es um die Erzeugung von Neuem.
569Für alle Phasen und Subphasen des z/w-Bereiches gilt, dass sie prinzipiell durch die Wechselbeziehungen zwischen allen Phasen erklärt werden können und speziell durch einige relevante oder benachbarte Phasen besonders gut, wohl weil der Abstand in der allgemeinen Entwicklung geringer ist. So wird zum Beispiel das subjektive Bewusstsein vom „gesellschaftlichen Geist“ der Sprachen und vom OG besonders geprägt. Und umgekehrt prägen die noch relativ „materiellen“ Seiten des Subjekts – beispielsweise Erfahrungen und Emotionen – die Sprachen. Die Selbständigkeit des Subjektes, die ja ein Höhepunkt der z/w-Relationen ist, muss man als eigene Existenz (E) und zugleich als abhängig von anderen Phasen ansehen, hier vom OG und von den Sprachen. Die „subjektive Geistigkeit“ mit ihren Begriffen und Emotionen ist vom eigenen denkenden Verstand abhängig, der einerseits seine Grenzen in den OG-Vorgaben durch E, G, N hat, der aber keine Grenzen durch die unbegrenzten Freiheiten der I und der imaginierten E hat. Deshalb ist übrigens der Mensch zurecht der Ansicht, zugleich frei und gebunden zu sein.
570Bevor wir dazu kommen, auf einzelne traditionelle metaphysische Problemkreise einzugehen, soll das bisher Erarbeitete zusammengefasst und dabei auch offene Fragen sichtbar gemacht werden.
571Seit jeher sah man die subjektive Wahrnehmung eines dinghaft Seienden als Identifizierung (G) eines Existierenden (E) an. Man fügte sogar eine I-Variante hinzu, wenn die Wahrnehmung vom aufmerksamen Subjekt intentional auf den Gegenstand gerichtet ist. Das sind bereits in der Alltagswahrnehmung Elemente des OG. Aber erst die fortgeschrittenen Wissenschaften erkannten, wie wichtig in den Analysen die Unterscheidung der Gegenstände von deren Begriffen im Verstande ist. Und das Bewusstseinsproblem besteht dann noch aus dem Übergang zwischen dem Gegenstand und seiner Wahrnehmung, dem Übergang von der Wahrnehmung zur Begriffsbildung und von dort zum OG.
572Wie ist die physikalische Begründung des Gegenstandes und die der physiologischen Vorgänge im Gehirn sowie der Übergang zu den Inhalten des Verstandes zu leisten? Das ist als Fähigkeit des Subjekts wissenschafts-philosophisch zu klären, verbunden mit dem Übergang in den beteiligten elektromagnetischen Feldern und den beteiligten speziellen Veränderungen und Entwicklungen. Will man aber von der herkömmlichen Konfrontation zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften wegkommen, muss man die Bereiche der Physik und der begrifflichen Vorstellungen weiter entwickeln.
573Philosophisch formal sind die drei Übergänge, die vom Gegenstand zum Gehirn, von dessen Begriffen und Phantasien zu den Sprachen und schließlich zum OG sowie der Weg zurück – bei dem jetzt der Gegenstand vom OG als existent identifiziert (E, G) wird – Wechselwirkungen und Übergänge in einer verkürzten Form des „großen Kreises“.
574Im großen Kreis – der allgemeinen Entwicklung von z,w bis OG und vom OG direkt zu z,w – wechselwirken alle Phasen und in den Übergängen sind ebenfalls alle Phasen noch einmal beteiligt. Es gibt für die „Praxis“ in dieser komplexen Systematik aus holistisch ineinander verschachtelten Beziehungen und Trennungen die Möglichkeit der Setzung von Schwerpunkten. Das folgt aus dem Grundmodell „z-w zu z/w“ mit seinen Freiheitsgraden und der Möglichkeit, Entscheidungen und Festlegungen (z/w) zu treffen. Philosophisch-inhaltlich entstehen die subjektiven Eigenschaften wie die Erfahrung, das Bewusstsein, die begrifflichen Vorstellungen, Sinnesqualitäten, Emotionen und die Willensfähigkeit aus den Wechselwirkungen der inhaltlichen Seiten – S/R, I/E, N/G – der beiden metaphysischen Pole. Nutzt man nur den OG, dann kann man lediglich die Existenz dieser subjektiven Vermögen feststellen (E, G), nutzt man nur den z,w-Pol, dann „erlebt“ man zum Beispiel „Erfahrung“ bloß in physiologisch-psychologischer Weise, ohne sie zum Beispiel rational reflektieren zu können.
575Die Übergangsfelder zwischen der physikalischen Seite, den Sachqualitäten eines Gegenstandes, und den Sinnesqualitäten des wahrnehmenden Subjektes und das Feld von dort zum OG enthalten die zusammenhängenden Strukturprozesse aller E-Entwicklungsstufen, aller I-Entfaltungen und der Entwicklung von den Rz und Rw zu den N,G-Methoden.
576Die große Anzahl der an solchen Übergängen beteiligten Einflüsse, auch die freien I und die N-Einflüsse machen Irrtümer oder Abweichungen zum Beispiel bei der Wahrnehmung möglich. Die G- und E-Entwicklungsphasen lassen dagegen genaue Abbildungen zu. Die tatsächlich entstehenden N/G und I/E-Gebilde vermitteln zwischen idealistisch-exakter Reproduktion und allzu abweichenden Neubildungen.
577Die Subjektivität als eine der wichtigeren z/w-Phasen des Seienden wird also von beiden metaphysischen Polen bestimmt. Der Einfluss der metaphysischen Prinzipien des OG scheint aller menschlichen Erfahrung vorauszugehen, so dass sich eigentlich immer nur allgemeine Sätze über Erfahrungsfakten gewinnen lassen. Es ist aber so, dass dieser gestaltende Einfluss vom OG ergänzt wird von den metaphysischen Prinzipien des z,w-Pols. Ihre Auswirkungen sind es, die die abstrakten, formal-geistigen OG-Einflüsse konkret und inhaltlich gestalten. Der menschliche Verstand will Seiendes eindeutig und genau bestimmen, indem er G, N und E nutzt. Es ist aber nun die allgemeine Wechselwirkung aller Phasen, welche die völlige Festlegung auf die OG-Kategorien schwächt, diese überformt und damit auch methodische Zirkel verhindert.
578In der Subjektivitäts-Phase sind alle Prädikate des Seienden vereint. Dort kann man nicht von noch so unwichtig scheinenden Merkmalen absehen, wie das in der OG- Phase der Fall ist. Die Subjektivität und die Sprachen-Phase sind die eigenartigen Höhepunkte der Entwicklung, welche alle abstrakten mit allen konkreten Begriffen vereinen können. Man kann die beiden daher geradezu als anti-metaphysische Polaritäten verstehen.
579Eine Erkenntnis-Theorie wird sich mit der Frage zu beschäftigen haben, wie der „subjektive Geist“ mit dem OG und mit den anderen „z/w-Phasen“ weiterhin zusammenhängt. Der subjektive Verstand kann zweierlei, sich auf anderes Seiendes richten und auch unabhängig von Erfahrung freie Gedankenschöpfungen erzeugen. Das Subjekt kann sich aus seiner Verbundenheit mit allem anderen Seienden befreien und zum Beispiel auch von den Naturgesetzen lösen und kreativ werden. Und zwar dank der allgemeinen Entwicklung und Entfaltung, in welchen die S-Aspekte zurücktreten und dadurch Trennungs- und Freiheitsräume geschaffen werden. Dem subjektiven Verstand, dessen ideeller und objektivierender Verstandestätigkeit kommen beide Fähigkeiten zu, die Bindung und die Befreiung von allen anderen Phasen.
580Der subjektive Geist erfasst die Realität durch die Wechselwirkungen, vor allem die mit den OG-Kategorien und mit den Subphasen der Sprachenphase, also mit Begriffen, Theorien, Gesetzen, Sätzen, Einzelwissenschaften, Formalwissen – Logik, Mathematik – sowie mit Hilfe der Erkenntnistheorie, Wissenschafts-Theorie etc. Diese Subphasen der Sprachenphase vermitteln speziell die Subphasen der Subjektivität – zum Beispiel die Emotionalität, Rationalität, Willens- und Interessensfähigkeit sowie mit den jeweiligen begrifflich-konkreten physikalischen, biologischen, gesellschaftlichen Sachphasen, um nur eine Auswahl der relevanten Phasen zu nennen.
581Die allgemeine Entwicklung und Entfaltung in ihrer Wechselwirkung aller Phasen ist im menschlichen Subjekt am umfassendsten und am ausgeprägtesten. Im Gehirnorgan treten Naturabläufe und Geistiges in Wechselwirkung, dort geschieht zum Beispiel der „Umschlag“ von der Rw-Ausweitung in die Rz-Reduktion, welche letztlich zum OG führt. Diese allgemeinen Vorgänge und Übergänge in den Gehirnfunktionen werden vielleicht intuitiv unmittelbarer einsichtig als an anderen Stellen der Realität, aber ihre eingehende wissenschafts-philosophische Erörterung soll später erfolgen.
582Im Übergang zwischen den Phasen wirken stets beide Grundrelationen, die Trennung (Rw) und die Kohäsion (Rz). Am Beispiel des Wechselverhältnisses von OG und Subjektivität seien einige Folgen daraus genannt. Die OG-Fähigkeiten sind Folgen der totalen Befreiung der vier Elemente von jenen S-Einflüssen, die im Subjekt noch wirksam sind. Genauer gesagt, ist die „Vollendung“ von Sw, Sz und Rw, Rz nichts anderes als die Entstehung der E, I, N und G durch die S-Verluste. Es fehlen bei diesen abstraktesten Begriffen die unmittelbaren Wirkungen von Gravitation, Starker, Schwacher und elektrodynamischer Kraft, deren Einflussnahmen in den materialen Netzen des Gehirns noch vorhanden sind. Die OG-Elemente sind durch die Trennung von S und voneinander beispielsweise in der Lage, Unendlichkeiten zu erzeugen, alles zu identifizieren (G), beziehungsweise alles zu negieren (N). Diese OG-Einwirkung führt vor allem beim Subjekt zu dessen Fähigkeit, tendenziell unbegrenzt viele Ziele, Wünsche, Hoffnungen etc. (Ii) sowie phantasierte Entitäten, virtuelle Welten etc. (Ei) zu erzeugen.
583Das menschliche Denken ist also durch die Ablösung vom physikalischen Pol und dessen gleichzeitiger Umwandlung fähig, unbegrenzt viele Ideen eigenmächtig zu schöpfen.
584Dabei gibt es von der Subjektphase – vermittelt durch die Sprachen – Einflüsse auf die OG- Gestaltung. Denn in jeder z/w-Phase wirken auch jene unendlich freien z und w. Mit deren Rz und Rw werden von der Subjekt-Phase die Eigenschaften der vier getrennten OG-Elemente übertragen, zum Beispiel strikt getrennt zu sein (Rw) oder sich unendlich auf sich selbst zu beziehen (Rz).
585Die im metaphysischen z,w-Pol mit seinen R-Aspekten und im OG vorhandenen „I-Seiten“ finden auch in der Subjektivitätphase ihre Verwirklichung und optimale Entfaltung. Es genügt nicht, aus Erfahrung zu sagen, der Mensch sei Ort von fühlbaren und äußerbaren Werten. Die bloßen Andeutungen zur Systematisierung der I-Seite, wie etwa, dass jeder Mensch jedes Urteil als wertvoll, wertlos oder wertfrei formulieren kann, sind ebenso richtig beobachtet wie das philosophisch weiter zu vertiefen ist.
586Es ist wichtig, die I-Seite stets auch als Relation zu sehen, was in Rw und Rz einsichtiger ist. Für die Erscheinungen des Seienden gibt es daher keine „Werte an sich“, sondern nur „für Anderes“, zum Beispiel im Verhältnis zu anderen I oder in der Beziehung auf die E, (I/E).
587Ein weiterer Problemkreis zeigt sich dann, wenn man fragt, wie können Werturteile (I) mit der bewerteten Sache (E) und dem bewertenden Subjekt zusammenhängen. Allgemein gilt, dass im Seienden als z/w-Varianten – hier die Sache – die R-Varianten stets schon vorhanden sind. In den R-Varianten sind die I-Varianten angelegt. Sie entfalten sich zu den Ii der Subjektivität. Diese I – beziehungsweise R – wechselwirken in den beiden z/w-Phasen „Sache“ und „Subjekt“ untereinander sowie mit den E. Diese I/E-Relation kann als die begriffliche Basis alles Seienden dargestellt werden. I/E ist die jeweilige Entwicklungsgestalt der ursprünglichen zwei S/R-Beziehungen.
588Die Phase der Subjektivität steht wie alle Phasen im komplizierten doppelten Verhältnis zu allen anderen Phasen. Dabei wird sie vom OG und von den Sprachen sowie von den Naturphasen und der Gesellschaft ebenso erzeugt und geprägt wie sie diese Phasen erzeugt, erfasst, erkennt, versteht. Das praktische Handeln, die Normierungs- und Motivationsfähigkeit, die Emotionalität, das theoretische Denken haben ihre Basis hauptsächlich in den Beziehungen zu den für die Subjektivität relevanten anderen Phasen. Das sind vor allem die „geistigen“ Phasen, die Sprachen und der OG. Sie machen die gleichen Probleme des Zusammenhanges, des Überganges zwischen ihnen, wie das auch zu allen und zwischen allen Naturphasen der Fall ist. Die Strukturen aller Übergangsfelder sind vom ersten Übergang in den S/R vorgegeben. Sie verbinden und trennen gleichzeitig, man kann sie aber je nach Entwicklungsniveau inhaltlich unterscheiden. So sind die Sprachen im Detail mit den Funktionen des denkenden Subjekts und mit den OG-Elementen intensiver verbunden als mit physikalischen Phasen.
589Wie die Subjektivität besonders intensiv von den Sprachen und den Elementen des OG her bestimmt wird, kann man daran erkennen, dass der Mensch keinen Gedanken fassen, keinen Satz, keine rationale Erklärung sprechen oder verbindliche Normen erzeugen kann, ohne die I, E, N, G zu gebrauchen. Der Mensch ist in der Lage, diese Elemente als getrennte wie als verbundene, als „I/G/N/E“-Vereinigung, zu denken So denkt er beispielsweise im „sprachlichen Handeln“ bei der „Aussage“ (E) meist schon deren Ziel (I) mit, oder umgekehrt, jede Zielsetzung nimmt stets schon ihre Erfüllung (E) und die passenden Methoden (N,G) dafür vorweg. Das Wechselverhältnis von Trennung und enger Beziehung zwischen den vier Grundelementen gilt nicht nur für die Denkfunktionen des Subjekts. So steht seiner rationalen und willensmäßigen Eigenständigkeit gegenüber der Welt die trieb- und interessengebundene Verbundenheit mit ihr zur Seite.
590Die Gründe, warum das Subjekt bei aller Selbstbeobachtung weder den metaphysischen OG noch „z“ und „w“ „in sich“ „identifizieren“ kann, folgen aus der – so definierbaren – „Unerkennbarkeit“ dieser metaphysisch isolierten, unrelationierten Größen. Andererseits aber besteht das Subjekt in allen seinen materiellen und geistigen Details aus eben jenen acht Grundgrößen, weshalb ein zu erwartendes Erkennen der metaphysischen Strukturen nichts anderes als ein Selbsterkennen wäre. Das aber hieße, allein die Größen Rz und G mit ihren Fähigkeiten zum Selbstbezug anzuwenden. Das Ergebnis ist dann eine „leere“ Verdoppelung ohne die Veränderungs- und Entwicklungswirkung, die jeder Erkenntnis zukommt, jedenfalls wenn Rw/Rz und N/G genutzt werden.
591Die Subjektivität ist die Hauptphase im z/w-Bereich. Im subjektiven Geist gibt es diese unbegrenzt vielen trennbaren, aber auch wiederum beliebig aufeinander beziehbaren Begriffe und Methoden. In der z/w-Phase der menschlichen Subjektivität sehen wir eine philosophische Ergänzung zur alten Vorstellung von Metaphysik. Weswegen wir den z/w-Großbereich als dritten metaphysischen Pol bezeichnet haben.
Einzeldarstellungen
592Wir versuchen, die in der überlieferten Philosophie als metaphysisch geltenden Begriffe durch einzelne Relationen in der oben geschilderten wissenschaftlich-philosophischen Weise – die hier noch einmal kurz zusammengefasst wird – zu verstehen. Es gibt dort den einen metaphysischen Pol (z-w) mit zwei gerichteten „prä-physikalischen“ Kraftarten (Sz, Sw und Rw,Rz). Sie werden begrifflich gefasst durch den anderen metaphysischen Pol, den Objektiven Geist und dessen Elemente, die Existenz (E), Richtungen, Zielsetzungen (I) und die Identitätsbeziehung (G) sowie die Negation (N) . Den dadurch möglich werdenden mehrfachen Dualitäten stehen die Einheitsbildungen – S/R, z/w, Rw/Rz, I/E, N/G und weitere Einheiten durch komplexe Relationierung wie letztlich die der beiden Pole als eine Strukturierung der Gesamtrealität – gegenüber.
593Eine weitere und neue Ebene in der realen Wirklichkeit kommt dadurch zustande, dass die Dualitäten in Relation zu den Einheitsbildungen treten. Stellvertretend für die sich ergebenden vielen Kombinationen sei das Modell „z-w zu z/w“ genannt, das zwar mehrere und in der Tendenz unbegrenzt viele Relationsarten enthält, das wir nur als „z/w“-Gebilde bezeichnen, weil es hier auf die Relationsfunktionen ankommt.
594Das erzeugt durch die vielfachen dynamischen wechselwirkenden Beziehungen die Entwicklungs- und Entfaltungsprozesse, welche den z/w-Bereich gestalten. Schließlich ergibt sich zum Beispiel durch die Beziehung zwischen den Unbegrenztheiten der Elemente der beiden metaphysischen Pole einerseits und den z/w-Gebilden des Seienden andererseits eine weitere Metaebene, die der Dualität von „Endlichkeit zur Unendlichkeit“.
595Wichtig sind auch die Übergänge zwischen den Grundgrößen Sz, Sw, Rz, Rw, E, I, G, N und zwischen den sechs einfachen Relationen „z-w“, z/w, N-G, N/G, I-E und I/E und das nun in ihren vielfachen Konkretisierungen. Diese Anfangsrelationen und ihre einzelnen Konkretisierungen, hier als die nachfolgenden Vorstellungen und Begriffe, haben deshalb und insoweit metaphysische Züge als sie tatsächlich und genauer nur als die umfassende Kombination dieser sechs Relationen zu verstehen sind, welche die Nähe zu den beiden metaphysischen Polen haben und dennoch Relationen und damit Seiendes sind.
596Bei der einzelnen Analyse der als grundlegend anzusehenden Begriffe – wie zum Beispiel die Vorstellung vom „Geist“ oder von „Freiheit“ – werden die Abgrenzungen zwischen der Metaphysik zu anderen philosophischen Bereichen überschritten, so zur Ontologie, zur Erkenntnistheorie oder zur Wissenschaftstheorie. Das heißt wiederum, die „Sprachen“ und auch andere z/w-Phasen – vor allem die Subjektphase – werden mit den beiden metaphysischen Polen kombiniert. Wir sehen auch darin einen Weg zur Konstitution einer „Wissenschaftsphilosophie“, welche versucht, die traditionell als metaphysisch empfundenen Vorstellungen unserer Systematik zuzuordnen.
Geist
597Hegel differenziert den Begriff „Geist“ in absoluten, objektiven und in den subjektiven Geist. Vor allem Wissenschaften befassen sich heute mit den emotionalen und rationalen Aspekten des subjektiven Geistes. Wir radikalisieren diese Forschung, wenn wir jede dieser Detailkomponenten des Geistbegriffes im Zusammenhang der sich entwickelnden und entfaltenden metaphysischen Elemente der zwei Pole analysieren. Der „absolute Geist“ ist bei uns durch die I-Kategorie zum OG erweitert worden. Mit dem OG verbinden wir die subjektiven geistigen Eigenschaften auf eine neue und systematische Weise, welche durch die Entwicklung und die Wechselwirkung aller Phasen gekennzeichnet ist. Das sind die Phasen der Natur, der Vergesellschaftung, die Sprachphasen, die wissenschaftlichen Phasen des Seienden, welche die beiden metaphysischen Pole durch die Entwicklung verbinden. Wir versuchen die Vorstellungen Hegels vom subjektiven und vom objektiven Geist zu erweitern und in unsere die die zwei metaphysischen Pole verbindende Modellierung einzuordnen. Was nur geht, wenn das I-Element, der z-w-Pol und die modernen Natur- und Kulturwissenschaften einbezogen werden.
598Der OG leitet sich von z,w her, die allgemeine Entwicklung führt zu den philosophisch gefassten Wissenschaften und die Übergänge zwischen ihnen. Von dort geht es zum subjektiven Geist und über die Sprachenphasen, die allgemeiner werdenden Begriffe und Gesetze alles Seienden zum OG, der durch die freien E und I eigenständige geistige Entitäten enthält, womit der OG die freien fantasierten Ii und Ei-Gebilde erzeugen kann. Die Vorstellungen vom „subjektiven Geist“ werden durch die Fähigkeit des menschlichen Subjektes erweitert, sowohl die engen aufeinander bezogenen Relationen I/G/N/E emotional erfühlen und verstehen zu können wie zugleich deren völlige Trennung denken zu können. Wir begnügen uns also nicht mit einer begrifflichen Systematisierung, wenn wir diese subjektiven Fähigkeiten als Höhepunkt der z/w-Phasen sehen und einerseits die z und Rz für diese enge Kohäsion und w, Rw für jene befreiende Trennung verantwortlich machen, und andererseits die auf diese doppelte Weise relationierten vier Grundelemente E, I, G, N mit den z und w verbinden. Dieser Höhepunkt bedeutet, dass in der „allgemeinen Entwicklung“ des Seienden der Mensch es ist, der die Relationen alles mit allem selber herstellen kann, und dass er dieses sowie die zwei metaphysischen Pole und sich selbst zu verstehen vermag.
599Der „absolute Geist“ bei Hegel fasst unsere „Sprachenphase“ in abstrahierender Weise zusammen. Dabei betrifft er die Formen der Wissenschaften und nicht ihre inhaltlichen Aussagen, die Formen der Sprachen und nicht deren semantischen Gehalt, beispielsweise der Alltagssprache. Die Semantik bezieht ihre Eigenart von der I-Seite allgemein, von I/E-Relationen, besonders aber von freien Ii und Ei, also individuelle Wünsche und Phantasiegebilde. Die wissenschaftlichen Sprachen, Theorien, Gesetze sowie die Logik und Mathematik haben die jeweiligen konkreten einzelwissenschaftlichen E zum Mittelpunkt ihrer Aussagen. Sie konnten bisher die I-Seiten noch nicht integrieren. Hegel stellte dagegen seine Analyse der Dingwelt gänzlich auf das methodische Verhältnis „N-G zu N/G“ sowie auf E und „Nichtexistenz“ ab.
600Fehlt im „absoluten Geist“ die I-Seite und damit zum Beispiel die Möglichkeit, Kreativität zu erklären, so sind die „Interessen“ in den Bereichen, die Hegel seinem „objektiven Geist“ zuzählt durchaus konstituierendes Element. Aber Hegel sieht die I-Seite noch nicht als eigenständige und mit E gleichberechtigte metaphysische Größe. Wohl weil die I in den Sprachen als „I/E“ gebunden sind, oder weil die philosophischen Systeme, welche die freie Phantasie, die Interessen und die Willensfreiheit betonen, grundsätzlich wenig Berührungspunkte mit den idealistischen Schulen haben.
601Unser „Objektiver Geist“ (OG) hat seine Vorläufer dennoch auch im „absoluten Geist“ und im „objektiven Geist“ bei Hegel. Hier wie dort ist zu erklären, was dabei „Objektivität“ bedeutet. Wir zeigen, dass der OG objektive Züge hat, weil er mit der Dingwelt (z/w) durch die allgemeine Entwicklung verbunden ist. Diese Entwicklung führt vom metaphysischen z-w- Pol über alle z/w-Phasen. Und der OG hat „absolute“ Züge, weil zu seiner Erzeugung der S-Verlust und die Unendlichkeiten der Übergänge mit ihren zunehmend radikalen Trennungen (Rw) gehören. Die „Absolutheit“ ist mit der Abnahme der relativierenden Inhaltlichkeit (S-Aspekt) und dem Verlust der Veränderungen durch Rz-Relationierung verbunden. Darin zeigt der OG seinen Entwicklungsweg, auf dem die anderen Geistformen – so auch die des Hegelschen Systems – mögliche Phasen sind.
602In der Vorstellung von „Objektivität“ zeigt sich der Einfluss der zwei metaphysischen Pole, also den unendlich sich gleich bleibenden Elementen von z-w und im OG, welche zu unterscheiden ist von der Objektivität der endlichen Wirklichkeit der Seienden-Bereiche, welche die eng bezogenen, dynamisch relationierten und veränderlichen z/w-Relationen zur Basis haben.
603Diese Unterscheidung ist im Grunde die zwischen „Rz“ und „G“, welche für jene Kohäsionsrelationen verantwortlich sind, die das Seiende bilden, gegenüber den „Rw“ und N, welche jene fundamentalen Trennungen im Begrifflichen verursachen. Diese Unterscheidung wird jedoch immer wieder im Mechanismus „Rz-Rw zu Rw/Rz“ – beziehungsweise in „N-G zu N/G“ – aufgehoben. Da es deshalb eine absolute Unterscheidung nicht gibt, kann man auch nicht von einem „absolutem Geist“ sprechen. In allen Bereichen der Realität gibt es das was „Objektivität“ und „Absolutheit“ genannt wird und zugleich gibt es dort die Aufhebung jeder Isoliertheit und Selbständigkeit durch die Relationsbildungen.
604Bei der Beschreibung des „absoluten Geistes“ bei Hegel wird sich dem angenähert, was wir als die Wechselwirkung aller Phasen und speziell die Wechselwirkung im „großen Kreis“ für den OG beschreiben. Danach „entäußert“ sich der absolute Geist in die Natur und in die Welt, versöhnt sich dort mit sich und kehrt in sich wieder zurück. Der Geist kommt dabei durch die Geschichte hindurch im Menschen zu sich. Wir beschreiben das als die allgemeine Entwicklung – zu der auch die Geschichte der Menschheit gehört – welche vom metaphysischen Pol der Ersten Physik bis zur Bildung des OG reicht und von diesem wiederum alle Phasen, auch die der Ersten Physik, bestimmt.
Natur
605Die Erweiterung unserer Vorstellung von Metaphysik besteht darin, die naturgesetzliche Ordnung auf eine spezifische Weise zu begründen. Das geschieht nicht dadurch, dass wieder einmal nur gängige Begriffe genutzt werden, um eine natürliche Basis zu finden. Vielmehr sprengen die Beschreibungen der beiden gerichteten Kräfte – Sw/Rw und Sz/Rz – dadurch die herkömmliche Begrifflichkeit, dass sie als freie unrelationierte mit keiner empirischen Anschauung verbunden sind. Die Kräfte sind „unendlich“ und in ihrer „Richtung“ vor-raumzeitlich, genauer, sie müssen sich in jedem n-dimensionierten Raum bewähren. Hatte Kant die Basis der Natur als „Ding-an-sich“ noch vom erfahrbaren Bekannten nur abtrennen wollen, erweitern wir damit die Erfahrungswelt, dass wir eine mögliche Abtrennung (Rw) mit einer notwendigen Kohäsion (Rz) verbinden.
606Die Unendlichkeiten der S- und R-Aspekte sehen wir nicht in Konfrontation zur Endlichkeit, zum Beispiel zur vierdimensionalen Raumzeit, denn in jeder Phase des grundlegenden „z-w zu z/w“-Bereiches sind beide vereint. Das erkennt man beispielsweise am menschlichen Subjekt, das Endlichkeit und Unendlichkeit zu denken vermag.
607Die Subjektphase vereint in sich auch die materiale mit der geistigen Seite der Realität. Der Übergang zwischen beiden Seiten geschieht im Gehirnorgan. Der tiefere Grund dafür ist der, dass es zwischen der Naturseite und dem Geistigen eine systematisch zu fassende Entwicklung gibt, in welcher die Eigenarten der Natur in die des Geistigen übergehen.
608Die allgemeine E-Entwicklung und die Entfaltung der I-Seite sowie der G und N führt von den freien metaphysischen z und w bis zu den freien Elementen des OG. Eine Folge dieses Entwicklungs-Zusammenhanges ist, dass Menschen die Naturabläufe als endliche und unendliche, als materiale und geistige, in ihren „Doppeldeutigkeiten“ erkennen, verstehen und wissenschaftlich sowie philosophisch verallgemeinern und systematisieren können.
609Die physikalische Natur wird von uns mit den S-und R-Aspekten verbunden. Bei der Erklärung der biologischen Natur wird die „Entwicklung“ und „Entfaltung“ hinzu-genommen. Das Verständnis der physikalischen und der biologischen Phase ist jedoch nur möglich, wenn Phasen wie die Subjektivität, die Sprachen, Wissenschaften und deren Basis im OG hinzu kommen. Da diese geistigen Phasen mit der Natur durch die allgemeine Entwicklung verbunden sind, ist der alte Gegensatz von Geist und materieller Natur erklärbar geworden.
610Der Gegensatz zwischen wirkender Natur, diese Natur wahrnehmenden und denkenden Menschen und den dabei benutzten Denkprinzipien kann durch unsere Metaphysik aufgehoben werden, da die Wirkung der S-und R-Aspekte in der Ersten Physik zugleich jene Entwicklung ist, in welcher diese S und R sich zum Seienden, zur biologischen Natur und zum menschlichen Subjekt und schließlich zum Geistigen, den Sprachen und dem OG verändern. Diese Veränderung, Entwicklung hat zwei Grundzüge: Es herrscht Kontinuität, das Bisherige wird bewahrt und es wird entwickelt. Ursache für diese formale Dualität sind die zwei anfänglichen Kraftrichtungen Rz, das statisch und bewahrend ist und Rw, welches weitertreibend wirkt.
611Die Veränderungen inhaltlicher Art werden durch die Dynamik der beiden S-Aspekte geschaffen. Diese Entwicklung führt zu den abstraktesten Inhalten, den OG-Elementen. In den Wechselwirkungen der Durchgangsphasen des Seienden zwischen den beiden metaphysischen Polen, OG und den S-Aspekten, wird der Unterschied von substantieller Materie und – zum Beispiel – seiner geistigen mathematischen Form in unendlich vielen (Rw) und kleinen (Rz) Schritten aufgehoben.
612Die formale und inhaltliche Art der Veränderung und Entwicklung konstituieren die Phasen des Seienden, also vor allem das menschliche Subjekt. Es ist von daher in der Lage auch umgekehrt in die Natur einzugreifen und die Erste Physik zu denken. Dieser Denkbezug hat den doppelten Charakter, welchen die Rz und Rw erzeugen, er zeigt Rz-kohäsive Vertrautheit und durch Rw unüberbrückbare Fremdheit. Beides gilt zugleich, so dass man nicht sagen darf, dass es Natur jenseits vom Menschen gibt. Wobei diese Doppeldeutigkeit in der Beziehung zwischen Mensch und Natur in praktischer Hinsicht mit den Problemen kultureller und technologischer Eingriffe in die Natur zu tun hat.
613Genauer gesagt gilt, dass jenes ineinander Übergehen prinzipiell Abläufe sind, die Unendlichkeits-Charakter haben. Das erfordert vom Denken des Subjektes, dass es in endlichen und in unendlichen Kategorien zu denken vermag. Erkenntnisse, etwa zur Quantenmechanik, sind dann keine Illusionen, Unmöglichkeiten oder Fehler, vielmehr sind in den beiden S/R der Naturbasis jene Denkmöglichkeiten angelegt, die dann in den Wissenschaftssprachen und im OG entwickelt sind.
614Für die völlige Erfassung der abstraktesten Ideen des OG durch das Subjekt ist es in analoger Weise notwendig, die Unendlichkeit der Trennung (Rw) der OG-Elemente mit deren Vertrautheit (Rz) zu relationieren. Beide Möglichkeiten sind im Subjekt angelegt. Die Kernbedeutung von „physis“ und von „natura“ ist im antiken Sprachgebrauch alles das, was sich nach eigenen Triebkräften entwickelt. Das ist eine Beschreibung der Relation der beiden metaphysischen Grundgrößen, den gerichteten Kräften Sw/Rw und Sz/Rz. Im Laufe der weiteren Geistesgeschichte bezog sich diese Grundeinsicht auf die Fähigkeiten der biologischen Organik, und auch in der Neuzeit sah man diesen Grundgedanken, wie Natur funktioniert, vereinfacht als eine sich selbst erzeugende und ablaufende physikalische Maschine. Wir bringen zu solcher Beschreibung der Natur aus menschlicher Erfahrung und rationaler Einsicht in ihre Gesetze, sowie zur Entdeckung der mathematischen Sprache als parallel laufender Darstellung der Naturabläufe, die z,w- Hauptphase in deren jeweiligen Entwicklungsstand – neben der Subjektivität die Sprachen und den OG – in eine Erklärung der Natur mit ein.
615Man muss drei Phasen in der Natur und in ihrer begrifflichen Erfassung erkennen. Sie gestalten den Übergang zwischen den beiden metaphysischen Polen: Die moderne Physik, die Mechanik und die Biologie. Bei der wissenschafts-philosophischen Erklärung der neuzeitlichen Physik tritt immer mehr der metaphysische z,w-Pol in den Vordergrund. Das hat zur Folge, dass man sich weniger an den Alltagsvorstellungen der z/w-Phasen orientieren kann. Erkenntnistheoretisch sieht das Subjekt die Natur als mechanische und als biologische, indem es diese aus seiner Erfahrung mit Hilfe von OG rekonstruiert.
616Die begriffliche und deskriptive Fassung der mechanischen Teile der Physik übernimmt der OG mit den E, G und N, zum Beispiel als Existenzaussagen und logisch fundierte Methodik. Die Mechanik und die entwickeltere Physik werden genauer von der dem OG nächstliegenden Sprache, der Mathematik begrifflich gefasst, die beide das I-Element nicht berücksichtigen. Die alltägliche Sprache, aber auch wissenschaftliche Vorstellungen zur Biologie nutzen noch zusätzlich das I-Element und stellen damit die Verbindung zur Beschreibung der geschichtlichen und gesellschaftlichen Welt der Werte her.
617Die traditionellen Trennungen zwischen den Naturwissenschaften werden von uns durch das die beiden metaphysischen Pole verbindende Entwicklungs-Feld ersetzt. Auf ihm liegen die Übergänge zwischen anorganischer zu organischer Natur. Es sind die Fähigkeiten der S- und R-Aspekte zur fast unbegrenzten Relationierung und komplexen Kombination der Relationen, die die Bildung neuer Eigenschaften im z/w-Bereich in systematischer Weise ermöglichen.
618In der Geschichte der Naturphilosophie versuchte man immer wieder, ein materielles Grundprinzip für die Vielfalt der Naturerscheinungen zu finden. Der Fehler dabei war, die Materie aus Alltagsvorstellungen zu verstehen, was zum Beispiel Unendlichkeiten unberücksichtigt lässt. Im Widerspruch zur tatsächlichen Alltagsreflexion über die Natur hielt man die Forderung nach strikter Trennung zwischen Reflexion, Denkmethodik und der zu erforschenden Natur aufrecht. Der wissenschafts-philosophische Ansatz zeigt anstatt solcher Trennung eine systematisch entwickelbare dreifache Beziehung zwischen allen Phasen. Die Trennung wird von den Rw bis zu den N vertreten, der Zusammenhang von den Rz und G, so dass es ständig zu komplizierten Rw/Rz-Wechselwirkungen kommt und zu deren entwickelten N/G- und I/E-Relationen.
619Um die in der Mechanik als vorgegebene Eigenschaften, zum Beispiel die Kräfte, die Bewegung, die Raumzeit und die Unveränderlichkeit der Körper und Teilchen sinnvoll zu verbinden und zu erklären, waren Vorstellungen notwendig, die über die mechanistisch-idealistischen hinaus gingen. Gleichzeitig war es erforderlich, die in der Geisteswissenschaft zunehmend wichtiger werdende dialektisch-hermeneutische Methodik – in Ergänzung der empirischen – und die I-Seiten mit Erscheinungen in der Natur zu verbinden, wenn man den Anspruch eines wissenschaftlichen und philosophischen Gesamtkonzepts haben wollte.
Materie
620Die mehr oder weniger komplexen Relationen zwischen den acht Grundgrößen bestimmen alle konkreten Erscheinungen der Realität. Genauer, es gilt die Einheit aus vielen Dualitäten, zum Beispiel „endlich-unendlich“, „Nichts-Etwas“. Modelliert wird das als „ z-w zu z/w zu OG“ oder noch ausführlicher, als Einheit, Ganzes aus den dynamischen Übergängen zwischen den acht metaphysischen Grundgrößen Sz, Rz, Sw, Rw und E,I,N,G mit den diese Übergänge zwischen ihnen als Entwicklungsschritte verursachenden Rw/Rz und Sw/Sz.
621Bei der Erklärung, was die Materie – der „Stoff“, die „Substanz“ – ist, wird vor allem das Relationsverhältnis zwischen den metaphysischen S- und R-Aspekten betont, weniger die vier OG-Elemente. Die metaphysischen S- und R-Größen und ihre Relationen gilt es hier mit den gerichteten Grundkräften des physikalischen Standardmodells zu verbinden sowie mit den quantenphysikalischen Einsichten und beispielsweise auch mit denen der Raumzeit. Tatsächlich ist es zwar so, dass alle Phasen – auch die des OG – eine Einheit des jeweiligen Begriffs, hier der „Materie“, bilden, dennoch soll aber zunächst behauptet werden, dass die „metaphysischen“ Eigenarten der beiden S- und R-Aspekte, das Zusammenspiel ihrer mehrfachen Gegensätzlichkeiten, ihre Einheit von Endlichkeit, Unendlichkeit und Nichts, sich den Eigenheiten der Materie nähern. Die „Analogie“ der Sw, Rw, Sz, Rz zu den den vier Elementen im OG macht es dann aber möglich, dass die Materie über den Umweg der Analyse der Alltagsbegrifflichkeit und der Sprache der Mathematik verstehbar gemacht wird.
622Wir gehen in der Wissenschaftsphilosophie davon aus, dass Materielles nicht als „Ding-an-sich“ nur der Forschung der Physik zu überlassen ist, sondern dass seine Erklärung aus der Wechselwirkung von „z-w“, „z/w“ und „OG“ weiterführt. Das vergesellschaftete Subjekt – als z/w-Vertretung – nutzt dabei seine Erfahrung, Deutungsfähigkeit zur Begriffsbildung. Dabei greift das Subjekt auf die Grundelemente des metaphysischen OG-Pols zurück, auch auf die I-Fähigkeit.
623Weitere traditionell angesprochene Geschehnisse auf diesem Entwicklungsfeld (z/w) sind zum Beispiel der Übergang von der anorganischen zur organischen Materie und dann zum Psychisch-Geistigen oder seit Aristoteles das Zusammenspiel von Stoff und Form. Wir analysieren sie als Relationen der acht metaphysischen Grundelemente.
624Wie sind nun die S-und R-Aspekte mit den wissenschaftlichen Ansichten zur Materie zu vereinbaren? Diese vier metaphysischen Größen erfüllen die stets in den Forschungen der Physik vorausgesetzten Funktionen. Deren Relationen kann man dann auf die einzelnen physikalischen Eigenschaften – zum Beispiel in der Elementarteilchen-Physik – anwenden. Solche grundlegenden Funktionen sind die Dualität des endlichen und des unendlichen Existierens, der Kraft-Charakter, die Einheit aus den Richtungen und Relationsbildungen und die zwei Grundarten der Richtungsbildung, welche in der vierdimensionalen raumzeitlichen Vorstellung als „in die Weite“ und „in die Tiefe“ oder als „Bildung von Kleinheit“ hilfsweise umschrieben werden kann. Wobei bedacht werden muss, dass unser Ansatz zur Ersten Physik eine beliebige Vielzahl der z und w erlaubt, und dass daher auch in Räumen mit beliebig vielen Dimensionen von Materie gesprochen werden kann.
625In der philosophiegeschichtlichen Entwicklung der Materie-Vorstellung wurde zwar oftmals eine komplexe Wechselwirkung zwischen stofflicher Welt und menschlicher Subjektivität sowie der begrifflichen Metaphysik gesehen, aber bei der Frage nach dem Grund-Stoff der materiellen Vielfalt rückte einzig die Alltagserfahrung der Menschen oder die abstrakteste Begrifflichkeit in den Vordergrund. Die Physik verlangt jedoch weitere und gleichberechtigte erste Strukturen. Um überhaupt mit den Phasen des Seienden – wie der Subjektivität – in Verbindung treten zu können, genügt es nicht, die materielle Basis aus einem einzigen „Urstoff“ abzuleiten, wie das die Existenz-Kategorie (E) im OG suggeriert und der daher als unveränderlich, statisch, endlich gedacht wurde. Aber Erste Physik kann auch vor-raumzeitlich sein. Die Vorstellung von der zeitliche Ewigkeit der Materie und ihrer unbegrenzten Dimensionierung ist dem „z-w“-Ansatz gemäß. Aus den freien z und w folgen die Unbegrenztheiten zeitlicher und räumlicher Art, zum Beispiel als die Kleinheit der elementaren physikalischen Strukturen.
626Von dem Modell „z-w zu z/w“ sind sowohl der enge Zusammenhang von Raum und Zeit wie die alltäglich konzipierte Trennung von Raum und Zeit abzuleiten. Für die Materie folgen daraus überdies die Verbindung und die Trennung von ihrem statischen und veränderlichen Charakter sowie vieler ihrer dualen Merkmale, sogar dem von Quantität und Qualität. Am Beispiel „Relation-Nichtrelation“ – also Rz und Rw in z-w und z/w – kann man das genauer zeigen. Die beiden Relationsarten gehen tatsächlich stets ineinander über als Modell „ Rw-Rz zu Rw/Rz“. Aber dank der allgemeinen Entwicklung sind im Bereich des Seienden beide als Getrennte oder als Verbundene zu denken.
627Diese genannten Dualitäten des Seienden gehen aus den Basis-Dualitäten S,R und z,w im Laufe der allgemeinen Entwicklung hervor. Die zwei S/R-Relationen und auch die unendlich enge z/w-Relation sind noch als unauftrennbare Einheiten anzusehen. Wenn man also dennoch diese Strukturen der Ersten Physik analysierend beschreiben will, dann ist solche begriffliche Erfassung aus der „übergeordneten“ Wechselwirkung mit dem OG – und dem subjektiven Geist – zu verstehen.
628Seit Aristoteles gewinnen die auf der Alltagserfahrung, der Anschauung der Menschen fußenden und von den OG-Kategorien E, G und N bestimmten Vorstellungen der „Mechanik“ das Monopol in der Erklärung von Materie. In anderen Philosophien ist die Materie das Nichtseiende, das mögliche Seiende, das Unbestimmte und das durch Begriffe Bestimmbare. Auch solche Vorstellungen werden mit N, dem G und mit N/G erfassbar. Für uns ist wichtig, dass diese philosophischen Aussagen über die Materie, die Erste Physik bereits im OG begrifflich vorgegeben werden.
629Um jedoch die Verbindung zwischen Materie und den sie erfassenden Anschauungs- und Denkkategorien genauer zu erklären, muss man der allgemeinen Entwicklung von z,w bis zum OG folgen. Zunächst bezieht dieser Entwicklungsprozess die organische Entwicklung mit ein. Eine Reihe von philosophischen Schulen erklärte daher erste Physik allein an der organischen Natur orientiert als eine „lebendige“ Qualität.
630So wichtig solcher Zwischenschritt in der allgemeinen Entwicklung auch ist, zum Beispiel als Berücksichtigung der gehirnorganischen Funktionen, geht es doch vorerst um jenes formale System, das in der Ersten Physik angelegt ist und aus sich heraus – nämlich primär dadurch, dass die zwei S-Kräfte, der Rw-Richtung folgend, eine „Höher-Entwicklung“ bewirken – genau jene Phasen hervor bringt, welche als Organisches und als Geist bezeichnet werden.
631Die von Schelling und Hegel erdachte Bestimmung der Materie als Stufenabfolge von Schwere, Licht und Leben, deutet die Entwicklung des S-Aspekts aus sich an. Der die nach Hegels Ansicht die Materie „bestimmende Geist“ lässt sich noch nicht sinnvoll in diesen Ablauf einordnen. Er ist lediglich die Feststellung der „Objektivität“ des Materiellen, die sich im OG als „E“ zeigt. Ein moderner Begriff von Materie berücksichtigt daher beide metaphysischen Pole, die S-Aspekte und die E-Seite. Mit dem Übergang im breiten z/w-Feld zwischen beiden Polen kann man zudem die psychologischen und gesellschaftlichen Kategorien im Materiebegriff begreifbar machen.
632Mit den Wechselwirkungen im z/w-Übergangsfeld, seinen Sz-und Sw-Seiten und den Rw- und Rz-Aspekten, wird der alte Gegensatz zwischen den inhaltlichen, „körperlichen“, stofflichen, „unbestimmbaren“ und den strukturellen Form-Seiten der Materie zu einer Einheit verbunden. Eine der vielen Phasen in diesem Feld ist die empirische, psychologische menschliche Erkenntnis des Materiellen. Eine andere Phase ist ihre geometrische und mathematische Erfassung.
Entelechie
633Die Vorstellung der „Entelechie“ steht der der Kausalität entgegen. Die Kausalität stellt in gewisser Weise die Entwicklung von z, w bis zum OG und damit zum Beispiel auch den Zusammenhang von Vergangenheit und Zukunft her. Die Auffassung von Entelechie ist, dass es „nicht-kausale Ursachen“ geben kann. Sie gelten auch als „Zweckursachen“,von denen gesagt wird, dass sie wie aus dem Nichts entstehen und in der Natur zuvor nicht erkennbar waren. Solche alten Vermutungen finden in den unendlichen Übergängen des z-w-Pols ihren Rückhalt. Das trifft auf alle Übergänge zwischen isolierten metaphysischen Grundgrößen zu, beispielsweise auf den von den Rw zu den Rz . In den materialen z/w-Phasen ist das nicht der Fall, weil alle am Übergang beteiligten Gebilde selbst relationierte und nicht isolierte sind, während der Entelechiegedanke für die spontane Entstehung freier Ii und kreierter E deshalb wieder interessant wird, weil diese Freien jene Unendlichkeit und den formalen Charakter des „Nichts“ gewinnen, den die metaphysischen Grundgrößen haben. Der Entelechiegedanke stellt die Selbsterzeugung, den Selbstbezug und Selbsterhalt der acht metaphysischen Grundgrößen heraus.
634Die freien Rz und Rw wären dann die Basis für die Entelechie, während die Kausalität eine umfassende methodologische Wechselbeziehung vom z/w-Typ ist, die alle relevanten Tatsachen und Prozesse und deren S- und R-Zusammenhänge berücksichtigt.
635Die R-Ziele der Natur – zum Beispiel die biologische Selbsterhaltung – hängen zwar prinzipiell mit den individuellen, gesellschaftlichen und kulturellen I zusammen, jedoch sind letztere nicht an die R-Aspekte der Natur, zum Beispiel die des biologischen Gehirns, fest gebunden. Der Grund für ihre Freiheit, ihre „Unvorherbestimmheit“ ist, dass sie weder wie die biologischen R der Gehirnstruktur an biologische S gebunden sind, noch wie bei der Vorstellung von kausaler Verursachung enge S/R- und I/E-Relationen bestehen. Die freien I-Funktionen – wie der menschliche Wille zum Beispiel – und die imaginierten, virtuellen E-Gebilde sind eine Folge der S-Abschwächungen. Dadurch werden aus den S/R- Relationen einerseits befreite R-Aspekte, die sich zu den I entfalten und andererseits die zur weiteren Entwicklung frei gewordenen S-Aspekte, welche die imaginierten Ei werden können.
636Mit Aristoteles wird die Vorstellung „Entelechie“ als etwas verstanden, das sein Ziel in sich trägt, als eine zielstrebig wirkende Kraft, die keine Ursache braucht. Dieser Gedanke trifft auf die beiden metaphysischen Größen z und w und ihre S/R-Struktur zu. Aristoteles benutzt allerdings bereits Vorstellungen, die der alltäglichen „Kräfte“ und der Raumzeit, die bei uns als Relationierungen der Grundgrößen gelten. Deren weitere Relationierung führt als dynamische energetische Wirkung zu den z/w -Varianten und zur Kausalität. Das mag letztlich daran liegen, dass es nicht nur eine, sondern je zwei Kraft- und Richtungsarten gibt, die einander neutralisieren und in der allgemeinen Entwicklung der organischen Natur die Entelechie als Lebensprinzip zuordnen lassen. Denn hier sind die S/R erhalten, die jene lebendigen Bildungsprozesse der biologischen Selbstverwirklichung fundieren. In ihrer formalen Ziel-Tendenz strebt die allgemeine Entwicklung als E-Entwicklung eine gewisse Vollendung an. Dieser Betonung der formalen Seite schreibt zum Beispiel Leibniz seine mit dem Entelechiegedanken verbundene „Monade“ zu.
Raumzeit
637Raum und Zeit – und Raumzeit – sind bei uns vor allem vom metaphysischen „z,w-Pol“ bestimmt. Die Rz sind die Basis der Raumdimensionen, die Rw ist die der Zeit-Dimension.
638Die konkrete Raumzeit ist die Kombination der einfachsten verschiedenen Relationsarten. Das ist „3 Rw/3 Rz“ das als Rw-Rw zu einem Rw zu Rz/Rz zu einem Rz angesehen werden muss. Dabei übernehmen die metaphysischen Rw die wahrnehmbare räumliche und zeitliche „Ausgedehntheit“ und die Rz sind verantwortlich für die engen Beziehungen, den kontinuierlichen Zusammenhalt.
639Von daher werden alle natürlichen z/w-Bereiche des Seienden von den Vorstellungen räumlicher und zeitlicher Art bestimmt.
640Diese Bestimmungen für die Raumzeit nehmen mit der Annäherung an OG in ihrer Wichtigkeit ab, weil mit der allgemeinen Entwicklung die z/w-Relationen sich auftrennen, denn Rw wirkt. Und die Veränderung der Sz und Sw zu E und der Rz und Rw zu N, G und I setzt ein. Eine Folge ist, dass die begriffliche Erfassung von Raum und Zeit psychologisch und auch erkenntnistheoretisch nicht direkt gelingt, sondern nur indirekt über bestimmte Eigenschaften von z/w-Phasen – also hier von 3 Rw/3 Rz -, welche durch die E,I,N,G beschrieben werden. Das sind zum Beispiel Erlebnisformen oder die Anschauung von physikalischer Bewegung oder mit Hilfe von Ordnungsgefügen.
641Zu jedem Detail des Seienden als allgemeine z/w-Relation gehört deren R-Seite, also dann die Raumzeit, wenn die Mindestkombination erreicht wird. Alle konkreten Züge von z/w-Varianten sind von Rw/Rz geprägt. Das ist nicht nur eine statische Relation, sondern ein doppelt dynamisches Wechselverhältnis. Zum Beispiel äußert sich das Wechselspiel zwischen den zahlreich möglichen z und w als „Bewegung“, „Geschwindigkeit“ oder auch als das Messen als Relationierung eines Dinges mit anderen. Das alles ist die „dynamische Seite“ der Raumzeit.
642Im allgemeinen z/w-Feld ist die vierdimensionale Raumzeit eine Begrenzung auf nur drei beteiligte Rz und Rw. Die Vergrößerung der Rz-Anzahl führt zu höher dimensionierten Räumen. Die Vergrößerung der Anzahl von Rz, Rw und Sw, Sz und dem zufolge deren möglichen Relationen und Kombinationen ist keine Grenze gesetzt. Aber mit diesen Wechselwirkungen verändern sich die Formen und Inhalte und der Strukturen und Funktionen der so erzeugten realen Objekte völlig. Jedoch bewirkt die einfache 3 Rw/3 Rz-Relation, dass die noch so komplexen und speziellen z-w zu z/w-Beziehungen – zum Beispiel in ihrer entwickelten „E-I zu I/E“-Form auch als geschichtliche, kulturelle, gesellschaftliche Ereignisse – raumzeitlicher Art sind.
643Die Zeit und der Raum sind stets „relativiert“ durch Bezug zueinander und durch Bezug zu allen anderen konkreten z/w-Kombinationen. So ist auch die „Ur-Uhr“ als atomphysikalischer Ablauf eine Relationsbeziehung. Die physikalischen Relativitätstheorien – SRT und ART – zeigen, wie Raum und Zeit sowie beider Verhältnis, die Geschwindigkeit,.aufeinander einwirken. Auch das ist eine „Rz-Rw zu Rw/Rz-Variante. Die absoluten, freien metaphysischen Rw-Rw und Rz/Rz sind unteilbare Kontinua, die dank ihres Charakters als Freie nicht die Zeitmodi des Vorher, Jetzt und des Zukünftigen unterscheiden lassen. Ebenso ist für sie die normale Raumvorstellung des z/w-Seienden unmöglich. Denn das wären Rw/Rz-Varianten. Weil den freien Rw und Rz die Beziehung zum je fremden Anderen fehlt, macht das jede anschauliche Begriffsbildung unmöglich, hier zum Beispiel sogar die sprachliche also z/w-geleitete Fragestellung nach dem, was das „Erste“ sei, Raum oder Zeit. Genau das ist das „Erste“, die freien Rz und Rw. Zutreffender und umfassender gilt, objektive und notwendige Ur-Existenzen sind dann anzunehmen, wenn von beiden metaphysischen Polen die Bestimmung erfolgt.
644Da die Rz und Rw alle z/w-Phasen fundieren, ist räumliches und zeitliches Verständnis auf sie alle anzuwenden. Raum und Zeit sind also kantische Bedingung aller möglichen Erfahrung, weil ihnen die R-Aspekte gemeinsam sind. Das gilt jedoch dann nicht, wenn es um die vom R-Aspekt frei gewordenen OG-Elemente und um die unabhängigen Phantasien – Ii und Ei – geht, während in geistigen Erscheinungen des z/w-Bereiches, zum Beispiel in den Sprachen und den Wissenschaften, Raum und Zeit nur noch tendenziell unbegrenzt vermittelt und daher abgeschwächt Einfluss nehmen.
645Aber wenn die Rw und Rz auch frei sind und sich vom „z-w“-Pol bis zu den freien I im OG-Pol entwickeln, werden sie doch vom Menschen als Ii erzeugt und verstanden, also relationiert. Der Mensch kann eben beides, die I als freie und zugleich als mit ihm selbst verbundene verstehen. Das gilt auch für sein Verhältnis zu den isolierten R-Aspekten. Wenn er vom „leeren Raum“ spricht, versucht er sogar die Rz/Rz-Relation als „frei“ zu begreifen.
646Es geht bei dieser subjektiven Fähigkeit wieder um das Grundverhältnis „z-w zu z/w“.Die freien Rz – und freien Rw – sind reine metaphysische Entitäten. Das endliche Seiende kann nur als z/w- hier als Rz/Rw-Relation, also zum Beispiel „raumzeitlich“ verstanden werden. Aber beider Meta-Relation gehört zur Grundstruktur der wissenschafts-philosophischen Erfassung der Realität.
647Erkenntnistheoretisch kann man den z/w-Relationen, den „Dingen und Bewegungen“ sowie der Raumzeit, die symmetrischen Rz/Rz- und Rw-Rw-Relationen gegenüberstellen als vollkommene Gleichförmigkeiten isotroper und homogener Art.
648Die metaphysische z-w-Phase der freien, unendlichen z und w sind aber auch das „Chaos“ und das „Nichts“ in den Mythen, aus denen das Geordnete und Gestaltete der „Körper“ in der Raumzeit – zum Beispiel in der Geometrie – hervorging. So ist „z-w“ die Basis und die „Möglichkeit“ von Raumzeit. Die Mathematik macht das und kann mit der Anwendung von freien z und w auf die z/w-Varianten zum Beispiel von jeder inhaltlichen Besonderung absehen. Zusammengefasst ist das wiederum das „z-w zu z/w-Schema“.
649Die Vierdimensionalität der Einheit des euklidischen Raumes mit der Zeit ist nicht nur eine begriffliche philosophische Problematik. Da die R-Seite der Realität aus der S-Seite, genauer, aus der S/R- Konstellation folgt, ist die quantitative Zusammensetzung der betreffenden z/w-Relation für unsere Raumzeit abhängig von der Anordnung der fundamentalen physikalischen Kräfte zum Beispiel in den elementaren physikalischen Teilchen. Es gibt in diesem Abschnitt der Gesamtrealität, in dem wir leben, nur drei Raum-Dimensionen und eine der Zeit, weil das Zusammenwirken nur weniger Sw und Sz stabile Relationen bilden lässt. Und diese Stabilität im Bereich der uns vertrauten Physik ist von der abstoßenden und erweiternden Wirkung der Sw und der verkleinernd und anziehend wirkenden Kraft von Sz-Ansammlungen beeinflusst. Unsere „Mesowelt“ liegt zwischen den möglichen Extremen der Mikrowelt, in welcher sehr viel mehr Sz wirken und einer von Sw bestimmten Makrowelt.
650Sprachen allgemein und solche theoretischen wie die Mathematik brauchen sich an quantitative Einschränkungen nicht zu halten. Sie verzichten mit der Erarbeitung unbegrenzt vieler Dimensionen allerdings auf die an die Vierdimensionalität gebundene Anschauung der Sinne, der Bewegungsempfindungen oder auch der „Vernunft“.
651Weil es bei der Raumzeit vor allem um die reinen R-Aspekte und um deren einfachste Relationen geht, gehören Zeit und Raum zu den grundlegenden Ordnungsbegriffen in der Physik, in Teilen der Mathematik und des Alltagslebens. In den Grundlagen der geistigen und kulturellen Entwicklungsphasen sind Zeit und Raum deswegen weniger wichtige systematische Ordnungsprinzipien, weil der Entwicklungsabstand von den S/R-Bindungen und von den freien R-Aspekten größer geworden ist.
652Konfrontierte bereits Aristoteles den prinzipiell begrenzten Raum, innerhalb dessen Grenzen Vergänglichkeit herrsche – „z/w“ – mit der Sphäre der Unvergänglichkeit – „z-w“ – jenseits der Grenzen, so weitet die Mathematik und Physik heute diesen ganzen Komplex aus, wenn sie nicht nur die Unermesslichkeit des Weltraums bedenkt, sondern vor allem die Unendlichkeit der Rw und der Rz und damit zum Beispiel die Anzahl der Raumdimensionen.
653Wieso kann man Raumzeit als Einheit unterscheiden von den getrennten Raum und Zeit? Es geht wieder um das „z-w zu z/w“-Modell. Raumzeit ist eine „z/w-Variante“. Alle Teilchen und physikalischen Körper sind so und auch die physikalische Bewegung. Sie werden konstituiert indem zwei einander fremde Strukturen oder Eigenschaften aufeinander treffen. Diese „Fremdheit“ ist zwar im metaphysischen „z-w“-Pol maximiert, es gibt aber zwischen den z und den w keine Rz-Verbindung. Auch bei der „mechanistischen“ Trennung in Raum und Zeit fehlt Rz, genauer, dort wirkt Rw.
654Die Rz-Relation kennzeichnet alle z/w-Varianten. Sie kann beispielsweise bei der Teilchenbildung oder zwischen Photonen und Gluonen oder zwischen Quarks und Elektronen wirken. Da die Realität von derartigen kontroversen Dualitäten gebildet wird, verallgemeinern wir das als Grundprinzip. So lassen sich der „Raum“ sowie die „Zeit“ als selbständige in einer prinzipiellen Systematik auf die getrennten z und die w zurückführen. Das ist deshalb interessant, weil das alltägliche Verständnis von Raum und Zeit in ihren verschiedenen Eigenarten als Getrennte – zum Beispiel als Unveränderliche – sich durch die freien z und w „metaphysisch“ begründen lässt. Die physikalische Bewegung und die Raumzeit erfüllen dagegen den unauflöslichen z/w-Aspekt der allgemeinen Relationsbeziehung.
655In der physikalischen Grundform „z-w zu z/w“, die Metaphysisches mit dem Endlichen vereint, steckt also unter anderen die Raumzeit als „Rz-Rw zu Rz/Rw“ beziehungsweise „3 Rw/3 Rz“. Die Bedeutsamkeit der Vierdimensionalität zeichnet sich dadurch aus, dass in ihr alle möglichen Relationsarten mit der anfänglich kleinsten Anzahl der einander fremden Objekte (z,w) vereint sind.
656Wir ergänzen jedoch jede dieser Erklärungen um die allgemeinen Entwicklungen von den z und w zu den Elementen des Objektiven Geistes. So betonen zwar die mechanistischen Systeme mit der Vorstellung von „Körpern“ die z/w-Phasen, setzen aber einen „leeren“ Raum voraus, in welchem die Körper sich befinden. Diese „Leere“ ist nichts anderes als die begriffliche Negation, N im OG. Es geht dagegen nicht um die Leere der metaphysisch freien z und w.
657Wenn es die sensualistische Reduktion der Raumerfahrung auf Sinnesdaten gibt und wenn Fichte den Raum als Produkt der menschlichen Einbildungskraft ansieht, dann ist daran richtig, dass auch diese subjektiven psychischen Vermögen wahlweise von den getrennten „z-w“ oder von den verbundenen „z/w“ bestimmt werden können. Aber erst das Zusammenspiel „z-w zu z/w“ erlaubt das Verständnis der hegelschen Annahme, dass räumliche Grenzen stets auch durchlässig sind, dass Innen und Außen unaufhörlich wechselwirken.
658Wie kann man es verstehen, dass die sinnlichen Anschauungsformen mit den 3Rw/3Rz zusammenhängen und den konkreten physikalischen Gesetzen der Körper angepasst sind? Die dafür verantwortliche allgemeine Entwicklung, welche über die biologischen Strukturen der Sinnesorgane führt, entwickelt sich von S/R-Gebilden zu I/N/G/E-Gebilden ohne den Zusammenhang zur ersten Physik völlig zu verlieren. Das wird an anderer Stelle näher ausgeführt.
659In vielen philosophisch-wissenschaftlichen Überlegungen wird bei der Analyse des „Raumes“ von dem „Rz-Rw zu Rz/Rw“-Modell ausgegangen, wenn auch meist in ungenauen Annäherungen. So stand in der frühen Philosophie der „Ort“ zur Erklärung des Raumes als „unbeweglicher begrenzter Körper“ (z/w) seiner Umgebung gegenüber, wobei die Körper sich gegenseitig beeinflussen. Das ist aber nur möglich, wenn der Raum zwischen ihnen nicht „leer“ ist Die Körper streben bei Aristoteles einem bestimmten ihrer Eigenart entsprechenden Ort zu, werden aber daran gehindert, diesen Ort zu erreichen. Die Abstrahierung dieser Vorstellung erinnert an die z/z-Anziehung und deren Relativierung durch die w-Einflüsse; woraus bei Aristoteles eben die räumlichen Körper (z/w) entstehen. Ebenso interessant ist die Annäherung aristotelischer Gedanken an die Basis der heutigen mathematischen Topologie. Aristoteles betonte als Ordnung des Raumes die Ausdehnung und die Entfernung zwischen den Körpern. Diese konkrete Grundlage des Raumes bereitet die Auffassung vor, welche als topologisch-mathematisches Ordnungsgefüge die unbegrenzte Menge von Raumpunkten und deren Abstandsbeziehungen hat. Diese „Punkte“ sind bei uns die unendlich vermehrbaren Rz/Rw. Ihre Beziehungen werden durch die freien Rz und Rw hergestellt. Dabei sind die Rw/Rz und die freien Rz und Rw die mathematische Seite und die z/w mit ihren Sw/Sz und freien Sw und Sz sind die Basis der physikalisch-konkreten Raumzeit.
660Wie der Raum so ist auch die Zeit erkenntnistheoretisch zunächst als eine Erlebnisform zu behandeln, mithin vom metaphysischen OG-Pol und den sprachlichen und psychischen Relationierungen der vier OG-Elemente zu verstehen. Hier aber fragen wir, welches die metaphysischen Grundlagen der selbständigen physikalischen Realität „Zeit“ sind. Diese sind unter anderem auch die allgemeine Basis des psychologischen Geschehens, hier des Zeiterlebens und des rationalen Verstehens der Zeit.
661Wir stellen die Zeit durch die freien metaphysischen Rw-Rw dar. Das „metaphysische Wesen“ der Zeit kann deshalb zum Beispiel als „reine Dauer“ verstanden werden, weil das Feld aus unbegrenzt vielen Rw-Rw durch vollständige Egalität der Rw bestimmt ist. Es ist nicht teilbar oder quantifizierbar oder direkt messbar. Damit ist auch erklärt, warum die Zeit manchmal als „leere Zeit“, also als nichts Wirkliches, Erklärbares – das beides sind z/w-Varianten – angesehen wird, dagegen aber auch als etwas Absolutes, Universales verstanden wird, was eben der Charakter der freien Rw ist. Auch die „Unendlichkeit“ des Zeitverlaufs ist durch den Rw-Rw-Charakter verständlich. Die einfache metaphysische Rw-Gestalt macht sie als Zeit zur grundlegenden formalen Bedingung von Erscheinungen überhaupt.
662Die Zeit-Messung erfolgt, analog zu der des Raumes, als Relationsbeziehung zwischen freien Rw-Rw und z/w-Varianten, zum Beispiel den Messinstrumenten und dem messenden Subjekt. Dabei darf nicht vergessen werden, Rw-Rw relationiert in w-w stets auch mit Sw-Sw, der Basis des Elektromagnetismus, was sich beispielsweise im Verhältnis von Zeit und Lichtgeschwindigkeit zeigt.
663Jeder „qualitative“ Zeitbegriff ist deshalb Bestandteil des menschlichen Bewusstseins, weil die Rw sich mit den Rz in den physikalischen, biologischen und psychischen z/w-Varianten verbinden. In den „z-w zu z/w“-Varianten werden Vorstellungen wie das „Jetzt“, allgemein die Zeitmodi, oder die physikalische Bewegung oder das messende Einteilen der Zeit nicht nur von den z/w-Phasen, sondern eben vom Verhältnis „w-w zu z/w“ her erklärbar.
664Heideggers „ontologische Analytik des Daseins“ ist ein Beispiel für den Versuch, den Gegensatz von Zeit – Rw-Rw aus dem metaphysischen „z-w-Pol“ – und dem Sein (E im OG) zu überwinden. Das führt ihn zum „Dasein“. Diese z/w-Variante wird so von Heidegger als – subjektiver und gesellschaftlicher – „Sinn“ von Sein und von Zeit angesehen. Sein und Zeit vertreten die beiden metaphysischen Pole im allgemeinen Übergangs- und Entwicklungsfeld „z-w zu z/w zu OG“. Die Aufhebung der beiden metaphysischen Pole als „Sinn“ kann darin gesehen werden, dass die Zeit elementare Grundstruktur jedweden Daseins aller z/w-Varianten ist und zugleich Potential für die zukünftige Entwicklung des Daseins zum Sein.
665Wie wird Zeit und Raum mit der allgemeinen Entwicklung verbunden? Diese findet nur in den z/w-Phasen des Seienden, des Daseins statt, welches genauer als „Sz/Rz zu Sw/Rw“ beschrieben wird. Die Sw verändern sich in den dynamischen Wechselwirkungen des z/w-Bereiches und werden systematisch „abgeschwächt“, aber die dabei befreiten Rw vergehen dabei nicht, sie sind bleibender, absoluter Grund für die Ewigkeit der Zeit.
666In „w“ sind die Sw für die unbegrenzte Veränderung zuständig und die Rw für die Unveränderbarkeit. Analoges geschieht mit Sz und Rz. Beider Relation erzeugt das jeweilige „Jetzt“ und im OG das Sein, E. In den z/w-Phasen der Sprachen – zum Beispiel der Mathematik – zeigt sich, dass die freien Rw und Rz verantwortlich für die „ewigen Wahrheiten“ der mathematischen Begrifflichkeit sind, während die Sz und Sw die zeitweisen, vorübergehenden Wahrheiten des sich ständig entwickelnden Seienden bewirken.
Existenz, Seiendes, Sein
667Die Existenz-Art des „Sein“, bei uns als „E“ im OG, galt bislang als einzigartige Form der abstrakten Vorstellung von Existenz. Nun ist ein Merkmal unserer erweiterten Metaphysik, dass es je zwei S- und R-Aspekte gibt. Das führt dazu, dass es einerseits zwei und sogar mehrere Typen dieser grundlegenden Art von Existenzen gibt. Welche Art einer grundlegenden „Existenz“ haben neben dem Rw und Rz die Funktion I und die Vorstellung vom „Nichts“ (N), von der Gleichheit (G) und von den Unendlichkeiten? Den traditionellen Gegensatz von „Existenz“ und „Nicht-Existenz“ ersetzen wir durch Rz und Rw. Aus dieser grundlegenderen Dualität lassen sich wichtige Fragen zum Sein und zum Seienden beantworten.
668Die getrennten Sw und Sz im z-w-Pol und das E im OG kann man erstmal dem Begriff des Seins zuordnen. Die z/w-Gleichgewichte sind alle normalen, konkreten seienden Existenzen. Uns geht es dann genauer um die Systematisierung der unterschiedlichen Existenzformen mit Hilfe der Rz und der Rw. Da ist die von den Rz erzeugte Art der Existenz, bei der durch Rz ein fester Zusammenhang mit anderen Grundelementen als eine Einheit hergestellt wird. Die Rz-Richtung ist der eigentliche Grund für den herkömmlichen Existenzgedanken der Selbständigkeit und Abgeschlossenheit. Bei der dynamischen Zielverfolgung des Rz richtet sich die Entität auf sich selbst, und zwar in nicht begrenzter Weise. Das charakterisiert die zwei freien S-Aspekte ebenso wie E und G. Deren Existenz-Charakter besteht darin, dass sie durch die leere unendliche Wiederholung des Selbstbezuges unverändert bleiben.
669Die „z“ werden als enge Sz/Rz durch Rz ebenfalls zu einer sich selbst erhaltenden, allerdings intern dynamischen existierenden Entität. In den „z/w“-Gleichgewichten – zu denen wie gesagt alle Varianten des Seienden gehören – haben die Rz-Funktionen immer noch die Wirkung des internen dynamischen Zusammenhalts. Und natürlich gehört „Rz“ selbst zu dieser Art Existenz. Es ist das Seiende, die traditionelle „Existenz“, welche durch die Kohäsion der Sz/Rz nicht nur in den vielen Relationen des „z/w“-Bereiches vorhanden ist, sondern welche auch als „I/E“, „N/G“ noch etwas andere Arten von Einheiten bildet. Ganz anders sehen die Erscheinungen aus, die von den „Rw“ bestimmt werden. Sie treten an die Stelle der „Nichtexistenz“. Das ist erstmal „Rw“ selber. Dann die w, die als Sw/Rw durch die trennende Wirkung und das in die Weite Weisende des Rw einen anderen Existenzcharakter erhalten. In den „z/w-Ungleichgewichten“ herrschen die Rw in ihrer Dynamik, jedoch beziehen sie sich, wenn auch abgrenzend, stets auf die gleichgewichtigen z/w. Es geht dabei zum Beispiel um das Verhältnis von raumzeitlicher Bewegung (Rw) oder um Veränderung zum bewegten oder zum sich verändernden Gegenstand (z/w).
670Orientiert an den zwei gerichteten Grundrelationen Rz und Rw muss man also zwei Existenz-Arten unterscheiden Damit ist der Existenzbegriff ausdifferenziert und erweitert. Die isolierten S und R und E werden aber auch von den trennenden Rw als Sein bestimmt. Das betrifft nicht nur das E und die vier S- und R-Elemente des physikalischen Pols, sondern auch die abstrakte Existenz der OG-Elemente N sowie I.
671Die metaphysische N-Kategorie und die I-Funktion im OG haben einerseits den durch Rw veränderten Existenz-Charakter. Das Nichts und die Zielsetzungsfunktion und zum Beispiel die „Werte“ haben so ihr Sein. Traditionell umstritten, werden sie jedoch andererseits oft auch als seiende Existenzen angesehen. Das ist möglich, denn die Rw und Rz gehören auf der nächst höheren Relations-Ebene zusammen (Rw/Rz). Sie ist die z/w-Variante des menschlichen Verstehens dieser metaphysischen Grundlagen.
672Von daher haben die derart existierenden acht metaphysischen Grundgrößen zugleich und stets noch das zweite Charakteristikum, sie sind „Nichts, „Nicht-Existenzen“. In ihrer Isoliertheit, der Rw-Trennung, sind sie vom z/w-Bereich her gesehen in der subjektiven Reflexion nicht-seiend.
673Und diese acht Elemente sind nun noch auf zweifache Weise „unendlicher“ Art. Jedes dieser acht Elemente kann sich unbegrenzt oft auf sich selbst beziehen. Das erlaubt der Rz-Gedanke. „E/E“ ist bekannt als das „Sein der Existenzvorstellung“. Das eröffnet zwar eine unbegrenzte Fortführung des E-Entwicklungsgedankens und das verstärkt den Existenzgedanken, wird aber als leer und daher als „unwichtig“ angesehen. Ähnlich ist es mit den Vorstellungen von „G/G“ und „N/N“, dass „das Nichts nur durch sich selbst, also nicht erklärbar ist“. Solche überlieferten Ansichten versuchen wir systematisch einzuordnen. Diese zwei Weisen der Existenz- Erzeugung durch die Trennung Rw und durch den engen Bezug Rz zeigen sich in der Rw-Wirkung als Öffnung zu Neuem, das von abstrakt-virtueller Art ist, als eine „Erzeugung“ fantasierter oder erhoffter Ziele (I) und ausgedachter Gegenständlichkeiten (E). Die Rz-Wirkung ist vor allem wichtig für unsere Annahmen über den metaphysischen „z-w“-Pol, dessen unendliche Selbstbeziehungen der z/z und w-w.
674Das unbegrenzte Fragen nach der „Existenz“ von Sein, Seiendem und Nichts und nach deren Unterschieden brachten von jeher das Problem mit sich, wie die herkömmliche Vorstellung von „Wahrheit“ mit solcher Beurteilung von Existenzarten, Arten des Nichts und der Unendlichkeiten zu vereinbaren sei.
675Die Ontologie beschäftigt sich als philosophischer Einzelbereich mit der Existenz des Seienden und auch des Seins. Es wird von der Isoliertheit des E-Elements im OG und der daraus folgenden unendlichen Selbstbezüglichkeit formal erklärt, warum man die „Existenz der Existenz“ unbegrenzt erfragen kann, ohne etwas Neues zu erzeugen. Für alles Seiende jedoch gilt, dass die Relationierungen zwischen „Fremden“ dort „wirken“ und dadurch nichts bleibt wie es war.
676Diese Veränderungen können nun formal als Folge der beiden R-Aspekte erklärt werden. Der Rw-Aspekt trennt die möglichen Relationspartner in allen Phasen. In ihnen ist Rw immer vorhanden, materiell in den elektrodynamischen Feldern und im Zeitphänomen sowie in geistig-kulturellen I-Freiheiten.
677Der Rz-Aspekt dagegen stellt alle Verbindungen her, zum Beispiel auch die in Rw/Rz selbst. Die Rw/Rz -Relationen sind eng und dynamisch wechselwirkend. Darauf beruht die „Wirkung“ bei der Erzeugung von Veränderungen. Das sind nur formale Erklärungen; sie werden aber durch die Sz, Sw und Sw/Sz inhaltlich erweiterbar. Im z/w- Modell werden dann alle sechs Größen vereint – Rz, Rw, Rw/Rz und Sz, Sw, Sw/Sz. Es ist das die wissenschaftsphilosophische Basis alles Seienden.
678Das „Nichts“ hängt auf verschiedene Weise mit dem Sein zusammen. Zum Beispiel entspricht es der E-Existenz des S-Aspekts im z-w-Pol, dass dort alle Größen den Charakter des „Nichts“ haben, weil sie unrelationiert sind. Analog zur Existenz der „Existenz“ hat auch das Nichts sein Nichtsein, seine Nichtexistenz. Das sind eigentlich Entwicklungs-Stufen, was die Verstehbarkeit nicht leichter macht.
679Im Bereich des Seienden gibt es die gleichgewichtigen, statischen z/w-Varianten. Sie sind die normalen individuellen Existenzen im Alltagsdenken. Diese statischen Einheiten werden den „Prozessen“, den dynamischen Bewegungsarten gegenübergestellt.
680Tatsächlich aber sind in diesen nach außen statischen z/w-Relationen die dynamisch bleibenden z und w aufeinander bezogen. Solche unentwegte innere Dynamik ist zum Beispiel als Wechselverhältnis zwischen den Elektronen und Photonen mit den Quarks und Gluonen die Konstitution der Atome.
681Schließlich gibt es als dritte Weise des Zusammenhangs aller existierenden Strukturen im z/w-Seienden jene, welche durch die freien z und w hergestellt wird. Die freien Rz, Rw und Sw, Sz vertreten dort zwar auch den Gedanken des Nichts, es gibt jedoch im Bereich des Seienden kein „Nichtseiendes“. Denn das Nichts wird im Dasein durch die komplexen Relationen der Grundgrößen in Prozessen, Dynamik, Bewegung, Veränderung und Entwicklung aufgehoben.
682Zusammenfassend gilt, es gibt einerseits die formale Seite dieses Ausschnittes der allgemeinen Entwicklung, sie stützt sich auf die beiden R-Aspekte, und es gibt eine inhaltliche Erklärung, die sowohl die R- wie die beiden S-Aspekte berücksichtigt.
683Im metaphysischen z-w-Pol trennt Rw alle Elemente. Dadurch werden die Sw abgeschwächt und das heißt vollendet. Die Sz und Rz nehmen deshalb an Einfluss zu. Das ist der Übergang vom z-w-Pol zum z/w-Bereich, also vom prinzipiellen Getrenntsein zum grundsätzlichen Verbundensein. In den z/w-Varianten sind die vier physikalisch-metaphysischen Grundgrößen einerseits vereint (z/w), als gleichgewichtige Strukturen mit E-Charakter, und zum andern wirken sie frei als Prozesse und Relationierungen. Im Sw/Sz-Gleichgewicht verlieren beide Kräfte ihre dynamisch gegeneinander gerichteten Eigenschaften. Begrifflich stimmt das mit den E-Charakteristika der Kraftlosigkeit, der fehlenden inneren Differenzierung und der mangelnden Dynamik überein.
684Vor allem werden durch den Kraftverlust im Verlaufe der Entwicklung durch die verschiedenen z/w-Phasen und Subphasen die zwei R-Aspekte frei. Sie kehren zurück zu ihren Eigenschaften im z-w-Pol, wo sie als „Rz/Rz“ räumlich tendenziell unendlich „klein“ werden, was begrifflich als Nichts (N) ebenso anzusehen ist wie die unendliche Weite, welche die „w-w“ dort aufspannen.
685Des weiteren gibt es die Einflüsse der R- und S-Aspekte auf der Ebene des Objektiven Geistes, auf welcher die abstrakten Begriffe des existierenden Seins (E) und des Nichtseins (N) voneinander getrennt sind. Diese Trennung – als Wirkung der befreiten Rw – findet schrittweise in den Phasen des Seienden statt, in der Biologie, der Kultur, in den Sprachen und vor allem in der Subjektivität. Das Rz ist nicht nur für die unendlichen Selbstbezüge der vielen z sondern auch für den eigenen Selbstbezug verantwortlich. Solche unendliche aktive Selbsterhaltung kennzeichnet auch jedes der vier OG-Elemente. Das freie Rw ist nicht nur die Ursache der Trennung der vier Elemente, die freien Rw haben bereits alle Eigenschaften, die man dem I-Begriff zuordnen kann.
686Diesen formal abstrakten Unendlichkeiten, die durch Rw und Rz möglich sind, steht die „konkrete Unendlichkeit“ in den natürlichen und geistigen z/w-Relationen und zum Beispiel auch die der Anzahl der z/w-Varianten gegenüber. Dort bewirkt Rz – indem die Sz/Rz sich jeweils gegenüber den Rw durchsetzen -, dass die Verbindung jedes mit jedem anderen möglich ist Es sind jetzt aber nicht isolierte, sondern konkrete, stets als Inhalte erscheinende Unendlichkeiten, zum Beispiel auch physikalisch-geometrische Relationen und Richtungen oder biologische Zielfunktionen, verwirklichte gesellschaftliche und individuelle Interessen (Ii/E).
Nichts
687Wenn Parmenides es für unsinnig hielt, das Nichts, das Nichtseiende auch nur zu denken, dann hat er den Unterschied zwischen den beiden metaphysischen Polen einerseits und dem z/w-Seienden andererseits intuitiv erkannt. In den metaphysischen Polen sind die acht Elemente im Sinne der z/w-Existenz „leer“,und „Nichts“. Da sie jedoch auch als „Etwas“ gedacht und benannt werden müssen, ist man gezwungen, verschiedene Ebenen der Existenz zu postulieren. Dazu passt, dass man seit Demokrit und Platon von der Doppeldeutigkeit ausgeht, nach der das Nichts im Seienden vorhanden ist und doch von diesem verschieden sei. Das wird von Hegel als Bestimmung des Nichtseins durch das Seiende und umgekehrt gesehen. Für uns ist das formal das Modell „z-w zu z/w zu OG zu z-w zu z/w zu OG zu etc.“
688Die Unendlichkeit des Modells deutet an, dass jede sprachliche Aussage über die Arten des Nichts – das sind hier vor allem die freien R im „z-w-Pol“ und N im metaphysischen OG-Pol – diese bereits in die Sphäre des Seienden aufnimmt, und umgekehrt, dass die Sprachen als z/w-Varianten ohne Nichts und Negation nicht auskommen. Verallgemeinert gilt dann, dass alles Seiende auch durch die jeweiligen Varianten des Nichts – freie Rw oder Rz oder isolierte z oder w und die nicht-relationierten OG-Elemente – bestimmt wird . Zum Beispiel kann der Mensch, der selber eine Phase des Seienden ist, ausschließlich relationiert und daher jeder Art des Nichts fern dennoch das Nichts denken, indem er es sich durch aktive Relationierungs-Versuche, Bilder oder Ähnliches vorstellt. So wie im E des OG alle Entwicklungsformen der Existenz vereint werden, werden auch alle Formen des Nichts, weiter entwickelt, im N des OG begrifflich vereint. Diesen Formen der Existenz und des Nichts liegen also deren „Inhalte“ zugrunde. Das sind die metaphysischen inhaltlichen Eigenschaften der freien z und w, das was man die Kraftarten, deren Richtungen, Dynamik und Unendlichkeiten nennt und von dem man zugleich mit diesen inhaltlichen Beschreibungen weiß, dass sie Nichts-Arten sind. Im Unterschied zum endlichen Seienden haben sie ein unendliches, ewiges Sein.
689Eine derartig komplizierte Situation schildert eigentlich das, was als „Metaphysik“ bezeichnet wird.
690Der vierfachen Ausdifferenzierung des „Nichts“ im z-w-Pol und deren grenzenlosen quantitativen Ausweitungen steht die radikal reduzierte Einfachheit von „N“ im OG-Pol gegenüber. Von dort ist lediglich die bereits sprachliche, „logische“ Negation getrennt von der affirmativen Aussage „G“, beschreibbar. In den Sprachen, in der Logik und der Alltagssprache des z/w-Bereichs führt die Ableitung der abstrakten N- und N-G zu spezifischen Problemen, mit denen sich die Sprachtheorie beschäftigt und welche ohne Rückgriff auf z-w und z/w nicht lösbar sind. Das sind zum Beispiel Probleme, die auf der Trennung der grammatischen Struktur von den semantischen Inhalten (z/w) beruhen, beispielsweise die Unterscheidung von der Nominalphase „das Nichts“ und dem Indefinitpronomen „nichts, keine Sache“. Formal ist diese „kontradiktorische Opposition“
691(N-G) nichts anderes als eine Wiederholung von N als eine Selbstanwendung unendlicher Art. Solche Selbstbezüglichkeit ist, wie erwähnt, bei allen vier OG-Elementen konstitutiv und ist aus der Unendlichkeit, der gerichteten (Rz) Dynamik des metaphysischen z-w-Pols erklärbar.
Unendlichkeit und Endlichkeit
692Die abendländischen Wissenschaften gingen stets von den endlichen „z/w“-Phasen aus. Zu der Relationierung von abzählbar vielen z, Rz mit w, Rw, bezogen auf die analog relationierten OG-Elemente, gehört zum Beispiel die Endlichkeit von Raum und Zeit. Sie wird mit gewissem Recht wie selbstverständlich vorausgesetzt. Sogar der Beginn der Welt wird als eine Entstehung von Raum und einen Zeitanfang gedacht.
693Dass es jenseits der Endlichkeitsvorstellung und relationiert mit ihr noch Unendlichkeiten vieler Art gibt, darauf weisen nicht nur die Physik und die Mathematik hin, sondern immer auch schon die Geisteswissenschaften.
694Das sind nicht nur formale Unendlichkeiten, wie „mögliche Phantasien“, sondern auch „unbegrenzt kleine Räume“ und grenzenlos reichweitige Kraft-Felder und mit der zeitlich ewigen „Erhaltung der Materie“ und deren „Gesetze“ die Ursachen und Folgerungen daraus.
695Das was die Menschen schon immer als „Unendlichkeit“ verstanden, wird in unserer wissenschaftlichen Philosophie von mehreren Modellen in den drei metaphysischen Polen bestätigt. Das sind die zwei „materialen“ Reichweiten von Sw und Sz und die „formalen“ Reichweiten der vier isolierten OG-Elemente sowie die Unendlichkeit von Rz und Rw, welche als Übergang zwischen den S-Unendlichkeiten und denen des OG angesehen werden müssen.
696Aber auch der „dritte Pol“, z/w, hat seine Unendlichkeiten. Die Unendlichkeiten in den Übergängen zwischen den Polen und allgemein zwischen allen z/w-Phasen sowie zwischen deren kleinsten Details sind Anwendungen jener acht metaphysischen Unendlichkeiten. Dass „Gott undenkbar weit von allen Dingen entfernt“ sei, erfühlt zum Beispiel jenes unendliche Übergangsfeld zwischen „z-w“ und „z/w“. Ein anderes Beispiel für diesen Übergang ist das quantentheoretische Prinzip der Physik, auf dem alle späteren Felder und Übergänge aufbauen. Es zeigt zugleich unendliche Trennung und unendlich enge Kohäsion. Die konkret unbegrenzte Reichweite der elektromagnetischen Kraftfelder wird von der unendlichen Reichweite von Sw, Rw und damit von w fundiert.
697Von Sz, Rz, also von z wird eine unendliche „Vertiefung“, Reichweite in die „Tiefe“ oder „Nähe“ erzeugt. Auf ihr beruhen die „Kohäsionen“ in allen Phasen und auch die passenden Erscheinungen und Begriffe in den einzelnen Wissenschaften. Das kann durch die Massenanziehung veranschaulicht werden, besonders extrem im Schwarzen Loch, bei der die räumlich zuvor sehr voluminösen Massen im dynamischen Kräfteverlauf auf immer kleinere Räume reduziert werden.
698Der OG-Pol ist das Analogon zu den physikalisch-metaphysischen Prozessen. Die isolierten E, I, N, G haben begriffliche, denkerische und für die menschliche Phantasie unbegrenzte Reichweiten.
699Wie kann man „Endlichkeit“ verstehen? Wir nutzen für deren Erklärung die drei metaphysischen Formen der Existenzvorstellung. Ihnen ist zwar die Relationalität gemeinsam. Man muss aber dabei den relationierenden Bezug „auf sich selbst“, ob S, R, z, w oder E, I oder N, G, oder mit anderen von der gleichen Art – zum Beispiel z/z – der die Unendlichkeit begleitet, unterscheiden von der Relation mit „fremden“ Größen. Nur dieser „z/w“-Typ bestimmt alles „Endliche“.
700Wie kann aber etwas ein existierendes Sein aus sich selbst haben? Das Problem kann nur dadurch gelöst werden, dass man die herkömmliche Vorstellung von endlicher Existenz kritisch erweitert. Die Erweiterung besteht darin, dass die drei Formen von „Existenz“ – nach dem oben Gesagten – zugleich als Unendlichkeiten gelten müssen. Der Grund dafür sind die beiden Relationsarten Rz und Rw, welche zwar gleichberechtigt sind, wobei aber in den endlichen Erscheinungen das Rz den material-metaphysischen unendlich „engen“ Kontakt zwischen den je zwei Fremden herstellt, und G für die mental-metaphysische unendlich nahe Kohäsion zuständig ist.
701Was hat das mit der alltäglich erfahrbaren Endlichkeit zu tun? Sie ist eine Rw/Rz-Relation, bei der in einer Kombination von Relationen die durch Rw freien Größen mit den durch Rz gebundenen Größen kombiniert werden. Das folgt dem Schema „z-w zu z/w“, also die Einheit aus „unendlich freien z, getrennt von freien w zugleich relationiert mit z/z, w-w und z/w“, wobei die Rw für Trennung und Freiheit zuständig sind und die Rz für die Zusammenhänge.
702Mit solcher Häufung von allen einfachen und grundlegenden Relationen ist dies das Modell für „Endlichkeit“. Es vereint als quantitativ einfachste Form z-w zu z-z/w-w, das heißt, drei w zu drei z, die Basis der Endlichkeit mit der Unendlichkeit und das für die S-Aspekte und die R-Aspekte. Es ist die philosophische Darstellung des zugleich dynamisch wirkenden wie auch statischen Energiequants. Ihm als inhaltlicher Basis der Endlichkeit wird die formale Basis für die Endlichkeit, die vierdimensionale Raumzeit, durch die R-Version des soeben geschilderten Modells, Rz-Rw zu Rz-Rz/Rw-Rw zugeordnet.
703Von diesen beiden Grundlagen der alltäglichen Erfahrung, Energie und Raumzeit wird alles bekannte endliche Seiende bestimmt. Wobei nicht vergessen werden darf, dass „analog“ dazu, und damit weiterhin derart komplex relationiert „I-E zu I/E zu N-G zu N/G“, die OG-Elemente die begriffliche Erfassung bestimmen.
704Wenn man eine derartige Vorstellung von Raumzeit hat, kann man diese nun wissenschaftsphilosophisch verallgemeinern. Es ist ein Übergang von der üblichen Endlichkeit zu „konkreten“ Unendlichkeiten, wenn man von der vierdimensionalen Raumzeit zu viel- und unendlich-dimensionierten Räumen dadurch übergeht, dass man im Modell die Anzahl der freien Rz vergrößert, was ohne weiteres möglich ist.
705Bekannter ist der Übergang von der „Endlichkeit“ zur Unendlichkeit am Beispiel der „Natürlichen Zahlen“. Von der Einheit „Eins“,.dem Dualitäts-Vertreter „Zwei“ führt das zum Begriff und Phänomen der „Vielheit“ und von dort zur Unendlichkeit. Die Natürlichen Zahlen sowie andere Arten von Zahlen bilden damit eine weitere wissenschaftliche Einheit aus Endlichkeit und Unendlichkeit.
706Es gibt zwei Arten von Unendlichkeit, die potentielle und die aktuale. Das war schon in der alten Metaphysik problematisch. Die potentielle muss dem z/w-Bereich zugerechnet werden. Sie wird zum Beispiel durch das praktische Abzählen der Natürlichen Zahlen in einer Denkhandlung erzeugt. Die aktuale Unendlichkeit – die in der Zahlentheorie als überabzählbar erklärt wird – gehört zum z-w-Bereich mit seinen freien S und R aus den freien z und w. Aber die aktuale Unendlichkeit kann durchaus auch als Form einer „erweiterten“ Endlichkeit verstanden werden. In der Mathematik – und dort deutlicher als in anderen Wissensbereichen – und sogar in vielen alltäglichen Gedankengängen wird Endlichkeit und Unendlichkeit nämlich eng und „systematisch“ verbunden. Das sich da zeigende Wechselverhältnis von Endlichkeiten und Unendlichkeiten führt wieder zum physikalischen „z-w zu z/w“-Modell mit seinen Begründungen in den S, R und E, I.
707Wir zeigen nicht nur, dass es mehrere Arten von Unendlichkeiten gibt, und dass die z, w als endliche wie als unendliche anzusehen sind, wir entwickeln auch das Verhältnis „Endlichkeit zu Unendlichkeit“ inhaltlich weiter. Zum Beispiel unterscheidet sich Rw-Rw als die physikalische Unendlichkeit der „Zeit“ von den geistigen Gebilden unendlicher Art, welche sich beispielsweise als Ii, als subjektive „Wünsche“, aus Rw herleiten lassen.
708Das gilt für die OG -Elemente insgesamt, welche aus den R- und S-Unendlichkeiten zur Unendlichkeit des Seins, dem isolierten E und G, N sowie I mit Berechtigung als „endlich-unendliche“ inhaltliche Vorstellungen angesehen werden können.
709Die zwei metaphysischen Pole, „z-w“ und der OG müssten daher eigentlich um das Gegensatzpaar „Endlichkeit und Unendlichkeit“ erweitert werden. Da man die Begriffe „endlich“ und „unendlich“ auf die Elemente des OG des „z-w“-Pols „anwendet“, kann man von einer weiteren Meta-Ebene sprechen. Diese „Anwendung“ ist allerdings eine Relationsbildung und man ist dann schon im z/w-Bereich.
710Die E-Existenz ist auch deshalb als „zugleich“ endlich und unendlich anzusehen, weil die Endlichkeit durch Relationierung zwischen zwei einander fremden Größen zustande kommt, letztlich durch die gerichteten Rz. Die Unendlichkeit wird dadurch bewirkt, dass es es keine Relation gibt. Rw sorgt für die Isolierung von allen anderen. Wenn aber eine isolierte Größe sich auf sich selbst bezieht, dann ist das eine die Endlichkeit mit der Unendlichkeit vermittelnde, verbindende „formale“ Relationierung. Das ist eine Folge des Rw/Rz-Zusammenspiels und betrifft alle vier OG-Elemente.
711In inhaltlicher Weise zeigt sich das darin, dass die I-Vorstellungen beispielsweise als Zielsetzungen „existent“ und in ihrer Dynamik unendlich sind. Ähnlich geht es mit N. Einer Negation oder einem Nichtseienden kann man keine endliche inhaltliche Existenz zusprechen, jedoch eine abstrakte. Als Abstraktum ist die Negation unbegrenzt oft auf sich beziehbar. Die G-Begrifflichkeit kann ebenfalls als unendlicher Selbstbezug verstanden werden. Diese Selbstidentität verweist dann sowohl für N wie für G wieder auf endliche Funktionen, zum Beispiel als sprachliche Erklärungen wie „das Nichts ist nicht“ oder „ die Relation der Gleichheit kann letztlich nur als Identitätsbildung verstanden werden“.
712Die „Übergänge“ in „z – w“ oder in z/z und in w-w, sowie die in z/w oder die, welche in den Modellen als „zu“ verbalisiert sind – z – w „zu“ z/w“ – und natürlich die möglichen Übergänge, Relationen in und zwischen allen Phasen sowie zwischen den OG-Elementen sind von den unendlich freien Rw als Trennungsrelation und den Rz als unendlich enge Beziehung wichtig, weil sie als Unendlichkeitsprozesse anzusehen sind, welche aber eben durch diese unendlichen Übergänge, durch diese Prozesse neue Endlichkeiten erzeugen. Solche neu gebildeten endliche Einheiten sind „ z/w“, I/E, N/G und darauf aufbauend unbegrenzt viele komplexe endliche Beziehungsbildungen. Von den freien, von einander getrennten z, w und E, I, N, G werden unendliche „Reichweiten“ angenommen, zum Beispiel die Reichweite „in die Tiefe“ für die Rz-Wirkung, im Beispiel die „Existenz der Existenz“, und für die Rw-Ausweitung beispielsweise die I- Fantastik. Das geschieht im Zusammenhang der Erweiterung des „Existenzbegriffes“ auch auf den S- und R-Aspekt und auf die isolierten Größen z, w, E, I, N, G.
713Auch in den endlichen Relationen selbst gibt es, oft versteckt, unendliche Prozesse. Sie werden vom unbegrenzten Wechselspiel der Rw mit den Rz bestimmt.
714Auch aus diesem Grund trennen wir Endlichkeit nicht absolut von Unendlichkeit, sondern achten vielmehr auf den jeweiligen wissenschaftlichen und philosophischen Kontext, der die drei Optionen „getrennt“, „vereint“ und beider dynamisches Zusammenspiel möglich macht. Damit gehen also die beiden Grundvorstellungen „endlich“ und „unendlich“ ineinander über, relationieren ihrerseits miteinander.
715In der Natur gibt es Unendlichkeit von den S- und R- Aspekten her. Sie sind Grundlage der Unendlichkeiten im OG und auch in der Mathematik. Man kann aber den Unendlickeitscharakter der S und R nur mit Hilfe jener geistigen Phasen verstehen, so zum Beispiel als die räumlich unendliche Reichweite der S-Kräfte oder die zeitlich ewige Existenz der Kräfte und der R-Aspekte.
716Wie ist das Verhältnis „Endlichkeit-Unendlichkeit“ in den drei Hauptphasen verteilt ? In den metaphysikalischen Bereichen der Ersten Physik, „z-w“, und im OG gibt es „wirkliche“ Unendlichkeiten. Das Existenzphänomen ist dort vorhanden, es ist aber ein anderes als im Bereich des Seienden, denn es gibt dort keine Relationierung zwischen „Fremden“. Im z/w-Bereich ist auch die Relationierung der einander „fremden“ Endlichkeit und Unendlichkeit angesiedelt, als die abzählbare Endlichkeit und die unendlichen Abgründe bei den Übergängen zwischen den z/w-Phasen sowie die Unendlichkeiten, die das Subjekt in seiner Phantasiefähigkeit erzeugen kann.
Gott
717Gott wird traditionell als „letzter Grund alles Seienden“ genannt. Wir ordnen diesem monotheistischen Gedanken die „E“-Kategorie zu. Der E-Charakter als „reine Existenz“ wird notwendig und hinreichend einer dem Seienden übergeordneten Ebene zugeschrieben, zum Beispiel seit Parmenides, Aristoteles, Hegel und Heidegger als das ontologische „Sein“.
718Wenn dagegen „die Welt“ oder die Bereiche des Natürlichen als „Urgrund“ angesehen werden, oder „die Seele“ des Menschen, dann kann man das – in einer vorläufigen Analyse – als I/E-Relation verstehen. Das wird dann mit N und G und schließlich mit z und w vertieft, relationiert und begründet.
719Traditionelle Gottesbeweise und das Rätseln um die Gesetze des Seienden konfrontierten immer wieder Meinungen, die sich „logisch“ widersprachen. Wir verlangen nun heute, dass sich Sein und Nichtsein, monistische und dualistische Strukturen etc. vereinbaren lassen und einander ausschließen, wenn man dabei die Weite und Tiefe der Realität bedenkt. Diese Forderungen gilt es jedoch durch eine wissenschaftliche und zugleich philosophische Systematik zu begründen.
720Bei „z-w zu z/w“, enthält das „zu“ wieder die beiden Grund-Relationen, die Kohäsion
721(Rz) und die Trennung (Rw). Die Grundrelation der „Trennung“ lässt zwischen zwei Existenzmöglichkeiten keine Verbindung zu. Deren Verschiedenheit und die Aufhebung des Gegensatzes hat auch die Religion und die Theologie lange beschäftigt. Als die Konfrontation von Endlichkeit und Unendlichkeit ist das eine der herkömmlichen metaphysischen Aufgaben. Der Versuch, die „ewige Weisheit Gottes“ durch endliche Menschen und ihre weltlichen Wissenschaften zu verstehen, zu enträtseln, zeigt mit der „quantentheoretischen“ Einheitsbildung von Unendlichkeiten und Endlichkeit einen möglichen gangbaren Weg, auf dessen materielle Seite zunächst in „z-w zu z/w“ hingewiesen wird. So kann man zum Beispiel die verschiedenen philosophischen Versuche zur Erklärung der Begründung und Entstehung der „Welt“ durch eine Erweiterung und Entwicklung dieses physikalischen Grundmodells ordnen.
722Es wurde gesagt, Gott schuf die Welt aus einem Nichts, oder es wurde der Kampf von Dualitäten oder das Eigenvermögen der Urmaterie als Schöpfungsgrund angegeben. Solche Andeutungen sind keineswegs sinnlos. Bei uns sind das „Nichts“ die S- und R-Aspekte sowie z und w, aber es kann auch E und I in der Relation zum „z/w-Bereich“ als Nichts angesehen werden.. Wenn die je isolierten Größen z, w und E, N, G und I vom z/w-Bereich her gesehen werden und dort als Arten des „Nichts“ erscheinen, dann ist das eine Anwendung des „z-w zu z/w zu OG“-Modells.
723Der Entstehungsvorgang von Etwas aus den Arten des Nichts ist dann die Relationsbildung, S/R, z/w, I/E etc. Aber erst das Wechselverhältnis mit dem nach der Entstehung der Welt fragenden, forschenden Menschen, also mit der Subjektivitäts-Phase als maximale Relationsmöglichkeit im z/w- Bereich, zeigt die Entstehung aus dem Nichts auf einer erweiterten Ebene auf, derjenigen, auf der beides existiert, alle freien Größen und alle relationierten.
724Durch die Rw-Relation werden die Größen frei, weil sie voneinander isoliert sind. Deshalb gibt es durchaus auch unabhängig vom forschenden Menschen alle Phasen in einer für sich existierenden objektiven Weise. Diese Trennung bestätigt zum Beispiel auch die Annahme, dass die Welt nicht auf Gott zurückwirkt, dass Gott daher nichts von seinem „Gottsein“ durch seine Weltschöpfung verliert.
725In den zwei metaphysischen Polen „z-w“ und OG gibt es keine Rw/Rz-Wechselwirkung zwischen den Elementen. Dieser Trennung zwischen z und w und der zwischen E und I, N, G schreiben wir nur der Rw-Funktion zu. Aber in allen endlichen und konkreten z/w-Entitäten verschmilzt die Rz- Bindung jene Elemente und verbindet damit auch die beiden metaphysischen Pole. Die Einseitigkeit, bei der nur die Kohäsion oder nur die Trennung als Denkmethode zugelassen wird, aber auch die durch „Rw/Rz“ angedeutete Vereinigung der beiden Methodenarten genügt noch nicht für die Darstellung der komplexen Realität. Erst die Gleichberechtigung und die Beziehung aller drei auf einer weiterentwickelten Metaebene eröffnet die notwendige Einbeziehung von Endlichkeiten und Unendlichkeiten. Platons „Idee“ und dem monotheistischen „Gott“ werden „Wirkungen“ zugeschrieben. Wenn man aber Gott als eine Variante von „E“ ansieht, wie vereinbart sich die „Isolierung“ von „dem Anderen“, der fehlenden Relationalität des E, mit einem behaupteten Wirkungszusammenhang ? Musste Aristoteles aus der Erfahrung dem Seienden Veränderung zugestehen, obwohl das seiner Vorstellung von der Statik des Seienden widerspricht, so wissen wir, es gibt in den getrennten metaphysischen Elementen z und w bereits durch die S/R- Relation das was man Dynamik nennen kann. Das gilt dann auch für die OG-Kategorien mit ihren Selbstbezügen. Die E, I, G, N und die z, w sind die unendliche Göttlichkeit, das „erste Bewegte“. Ihre Dynamik und Veränderung sind zwar unendlich, aber leer und in eine leere Unendlichkeit gerichtet
726Obwohl noch Platon und die Stoiker versuchten, das Göttliche mit dem Sein (E) und zugleich mit der Tugend (I) gleichzusetzen, behauptete sich in den monotheistischen Religionen das absolute E . War nur das in dem Gedanken der beiden Stärken Sz und Sw und der aus ihnen gebildeten physikalischen Grundkräfte, aus denen in der allgemeinen Entwicklung E wird, bereits angelegt ? Die R-Basis und ihre Entfaltung zu den I-Funktionen wurde in der Geistesgeschichte der Religionen und Philosophien jedenfalls weniger berücksichtigt. Der monotheistische Gott hatte das Böse nicht aufheben können, ohne die Moralität zugleich aufzuheben. Wenn Gott auch noch die Verantwortung für die I-Seite trägt, wäre er ein Moderner, der alles was zum I-Aspekt und zu den I/E-Relationen gehört, Moral, Freiheit und auch die Irrtümer und das Böse, mittragen würde.
727Wenn die subjektiven Fähigkeiten, die Gesellschaft und die Natur vom OG, von dem E und I bestimmt werden, wieso sind diese endlichen, konkreten Erscheinungen der Realität dadurch nicht „göttlich“, zum Beispiel „gut“ und „gerecht“? In diesen Überlegungen wurde nicht bedacht, dass es – vom metaphysischen z,w-Pol her – die noch nicht abgeschlossene E-Entwicklung gibt und die prinzipiell unabschließbare I-Entfaltung.
Wahrheit
728Es geht darum, die Probleme des Wahrheitsbegriffs durch eine erweiterte Metaphysik zu bearbeiten. Dazu muss zunächst die Wahrheit der metaphysischen Grundstrukturen gesichert sein. Diese Grundstrukturen sind im Modell „z-w zu z/w zu OG zu z-w zu etc.“ vereint. Das bedeutet, wir gehen von einer allgemeinen Grundform von „Existenz“ (E) aus, welche die getrennten acht metaphysischen Elemente – Sz, Rz, Sw, Rw, E, I, G, N – betrifft. Sie haben ihre „Wahrheit“ in dieser anfänglichen Existenz, die sich von den endlichen z/w-Existenzen dadurch unterscheidet, dass die acht zugleich „existent“ wie „unendlich“ und auch „Nichts“ sind. Diese „Wahrheit“ ist für jede der isolierten acht Grundgrößen durch das isolierte „E“, das sich aus den beiden gerichteten freien S-Kräften und aus den vielfältigen, aber in Kraftrichtung neutralen z/w-Existenzarten entwickelt, abgeschlossen und vollendet. Im „E“ des OG sind jene grundlegenden Denkmöglichkeiten, die sich in den E-Phasen der Entwicklung zeigen, vereint, zum Beispiel die konsequente Selbstbeziehung.
729Aus den Relationen der acht metaphysischen Elemente werden die endlich existierenden Strukturen und Prozesse erzeugt, die wir verkürzt als „z/w-Varianten“ bezeichnen. Diese sind weder „unendlich“ noch sind sie „nichts“ wie es die metaphysischen „Ur-Existenzen“ sind. Ein Beispiel für die relationierten Existenzen vom z/w-Typ sind die I/E, genauer die I/N/G/E-Einheit. Sie erscheint eigentlich mehr oder weniger deutlich in jeder Begriffsbildung, in sprachlichen Sätzen und im alltäglichen Arbeiten und Denken, zum Beispiel als Motivation (I), welche methodisch handelnd (G,N) Erfolg (E) hat.
730Die herkömmlichen philosophischen Überlegungen haben die eine oder die andere dieser Überlegungen zur Basis. Einige Wahrheitstheorien stützen sich allein auf G, zum Beispiel die Korrespondenztheorie als ontologisches und empiristisches Wahrheitskriterium. So ist die G-Wirkung sehr überzeugend, wenn sie in der traditionellen Definition der Wahrheit als „Übereinstimmung der Sache mit dem sie erkennenden Verstand“ begriffen wird. Bis heute ist es die Empirik im Alltag und in weiten Bereichen der Wissenschaften, die sich auf G und damit auf ein wichtiges Element der alten Metaphysik stützen, wenn ein Urteil auf seine Wahrheit hin verifiziert wird. Die Falsifizierung nutzt dagegen die isolierte metaphysische N-Größe. Die moderneren Abbildtheorien versuchen die Schwächen der eher intuitiv verstandenen Gleichsetzung (G) oder der unklaren N-Relation – worauf beziehen sich falsche Aussagen ? – durch die Bildung von N/G zu beheben. Von „Rw/Rz“ her gilt tatsächlich, dass N und G sowohl getrennt wie kohärent sind und dadurch „wahr“ und „falsch“ einander relativieren.
731Die Unendlichkeiten der beiden metaphysischen Pole erscheinen in den Analysen aller überlieferten Wahrheitstheorien darin, dass die Wahrheit oder Falschheit eines Urteils sich immer wieder als zutreffend erweist. Diese unbegrenzte Invarianz erscheint auch darin, dass deren Aussagegehalt von jedem Menschen bestätigt werden kann. So ist die „Unendlichkeit“ der metaphysischen Pole verantwortlich für die alte Vermutung, eine Wahrheit sei „ewig“ und unveränderlich. Die Wahrheit ist aber nur ewig, unbedingt und unabhängig vom menschlichen Denken soweit sie die acht metaphysischen Elemente betrifft. Zielt man jedoch auf Wahrheiten im Bereich der konkreten Realität, so muss die z/w-Phasik mit bedacht werden. Diese hebt die Unendlichkeiten auf, bewahrt sie aber in den relationierten Teilaspekten Für das so entwickelte Wahrheitsverständnis heißt das jedoch auch, Wahrheit ist in allen z/w-Bereichen wandelbar und unabgeschlossen. Der z/w-Bereich ist damit derjenige der konkreten Veränderungen und Entwicklungen und zugleich der, in welchem jede „Existenz“ durch die Relationierung aller z/w-Phasen bestimmt ist. Zu den z/w-Phasen gehören die Natur, die Sprachen, die Gesellschaft und die Subjektivität. Der Wahrheitsbegriff findet – je nach dem Stand der allgemeinen Entwicklung – in jeder dieser z/w-Phasen eine etwas andere spezifische Färbung der grundlegenden Gemeinsamkeiten. So wird eine engere Fassung der Aussagerichtigkeit in einem Urteil, zum Beispiel als linguistische oder logische Überlegung, von der Sprachenphase geleitet. Dass die klassische Logik ewig wahr ist, ist eigentlich eine „Selbstverständlichkeit“, denn sie stützt sich allein auf die drei isolierten OG-Elemente N,G, E. Warum aber gelten die Gesetze der Mathematik als absolut wahr? Sie und die Gesetze der Naturwissenschaften sind „zeitlos“, weil und sofern sie jene Struktur der Raumzeitlichkeit („3 Rw zu 3 Rz“) nicht haben. Vom OG her gilt zudem, dass die Sprache Mathematik keine I enthält. Die I-Funktionen sind die Ursache von Veränderungen in allen kulturellen, gesellschaftlichen und emotionalen Phasen.
732Woher kommt das Relationieren in den z/w-Phasen? Das bewirken die Rz, Rw und Rw/Rz. Die fundamental wichtige Relationierung ist also metaphysisch vom z-w Pol vorgegeben. Dabei ist das Relationsverhältnis als Entwicklung und Entfaltung zu verstehen. Wieso können die Phasen des z/w-Seienden in der allgemeinen Wahrheitsvorstellung überhaupt Verbindungen zwischen den einzelnen Phasen herstellen, zwischen denkendem und wahrnehmenden Subjekt und den Naturphasen der Gegenstandswelt oder auch zwischen den Subjekten zum Beispiel? Das ist möglich, weil die beiden metaphysischen Pole – „z-w“ und OG – in allen diesen z/w-Phasen – je konkret entwickelt – vorhanden sind.
733Das menschliche Denken vermag allerdings auch unabhängig von diesen z/w-Zusammenhängen der Phasen etwas hervorzubringen. Das sind beispielsweise Wünsche, Irrtümer, virtuelle Vorstellungen. Denn es geht im z/w-Bereich nicht nur um Übereinstimmungen zwischen dem Denken und den Dingen durch die Rz- und G-Verbindungen, sondern stets auch um das Getrenntsein, (Rw und N), getrennt von allem, aber nur in der Tendenz, soweit Rz und G nur schwach wirken. Eben das erweitert den Begriff „Wahrheit“.
734Es seien nun noch weitere Aussagen traditioneller Wahrheits-Theorien unserem Ansatz zugeordnet. Dort wo man von der Erfahrung als z/w-Zusammenhang absieht und die „ewigen Vernunftwahrheiten“ im abstrakten Denken zu erkennen meint, wird Rw und N oder Rz und G eingesetzt . Daher waren in korrespondenztheoretischen Wahrheitsbegriffen – die Übereinstimmung zwischen Urteilen und Dingen – die Rz und G so wirksam. Für die kritische Philosophie Kants ist das Ansich der Dinge nicht erkennbar, weil die Relationen des z/w-Bereiches noch durch die absoluten E, G und N des OG ersetzt werden. Hegel beschreibt letztlich die alleinige Zuständigkeit der E, G, N, wenn es ihm nur um die Wahrheit der Idee geht, und die Sachen nicht mehr in ihren eigenen Bezügen oder in denen zum Menschen gesehen werden, ihre Wahrheit vielmehr allein die ihrer Begriffe ist.
735Die Stärke dieser philosophie-historischen Überlegungen ist die Betonung der OG-Elemente. Widersprüchlich sind diese Theorien darin, dass auch die abstraktesten Begriffe Relationen herstellen, zum Beispiel die Trennungs-Relation. Damit ist aber wieder der von uns postulierte Übergang vom OG zu den „z/w“-Phasen erreicht.
736Die zu diesen Betonungen der Trennungsrelation (Rw) konträren philosophischen Auffassungen, es gäbe keine allgemeinen und absoluten Wahrheiten, vielmehr sei die Wahrheit eine Erarbeitung des Menschen, heben ihrerseits die Subjektivität der z/w-Relationen hervor. Aber offen bleibt in diesen pragmatischen Erwägungen die notwendige und systematische Analyse der z/w-Phasen. Dabei betonen einige Philosophien die I-Seite als die biologisch nützliche, lebensdienliche Dimension von Wahrheit, oder dass die Wahrheit einem Willen zur Macht (Ii) untergeordnet ist.
737Diese biologischen Ziele oder subjektiven und gesellschaftlichen Interessen sind I-Formen. Zu der Betonung der menschlichen und gesellschaftlichen Züge des Wahrheitsbegriffs gehören tatsächlich auch die I-Varianten, welche diese – zum Beispiel – pragmatische Philosophie vertritt. Letztlich ist dieser Nützlichkeitsaspekt aber doch allein die Hervorhebung des I-Elements im OG. Dessen Ausdifferenzierung als Ik, Iw bestimmt dann nur den kollektiven Charakter der Wahrheit.
738Auch wenn anstatt der Subjektphase die der Sprachen zum Ausgangspunkt für die Erklärung der Wahrheit gewählt wird, rückt neben den kollektiven Interessen (Ik, Iw) das vorhandene kollektive Wissensniveau (E) in den Vordergrund, zum Beispiel der Stand der E-Entwicklung als einzelwissenschaftlicher Standard.
739Die Sprachen verbinden, relationieren die Subjekte und diese mit der Welt der Gegenstände. Der Konsens, welcher Wahrheit als Geltung erstellt, findet vor allem als Übereinstimmung der beteiligten Personen statt. Dabei sind argumentative Zusammenhänge in „Meinungen“ enthalten und oft als „wahr/falsch“-Gegensatz behauptet. Solche typischen Interessengegensätze sind I-I-Relationierungen. Wenn die „konventionalistische Theorie“ die Wahrheit durch gesellschaftlich gewählte Zeichensysteme invariant darstellt, wird damit die Freiheit der Ig erkannt und das I-Element im OG bestätigt.
740Traditionell beschrieb man das Metaphysische als verbindlich und als objektiv Wahres, das in seiner Faktizität, in seiner Existenz nichts mit dem Zufälligen und dem nur relativ Gültigen zu tun hat. Der Begriff des „Wahren“ erscheint aber jetzt bei genauerer Reflexion entscheidend komplizierter und vieldeutiger zu sein. In einem erweiterten Begriff von Wahrheit muss man die verschiedenen Bereiche vereinen, die zwei metaphysischen .Pole und die Relations-Phasen (z/w) sowie die Übergänge zwischen ihnen.
741Es geht damit um eine Zusammenfassung der bisher dargestellten Prinzipien und Einzelheiten. Das sind die drei Vorstellungen „Existenz“, „Nichts“ und „Unendlichkeit“, die einen erweiterten Begriff von „Wahrheit“ begründen und in den zwei metaphysischen Polen und dank deren wechselwirkendem Übergang ineinander auch in den z/w-Phasen des Seienden erscheinen. Wenn man die Vorstellung von „Wahrheit“ mit dem „Metaphysischen“ verbinden will, so muss man beides als ein Ganzes sehen, wo die Endlichkeiten und Unendlichkeiten sowie die Nichtsformen der Existenzen, Relationen und Zielfunktionen der beiden Pole zusammengehören und aufeinander bezogen werden. Damit entsteht Wahrheit durch die umfassende Wechselwirkung aller Phasen. Wobei einzelne Phasen auch dann noch hervorgehoben werden können, zum Beispiel als die subjektive Erkenntnisleistung bei der Bildung von Wahrheit oder die gesellschaftliche Erarbeitung von dem, was man „objektive Vernunft“ nennen kann oder in abstrakten Sprachen – ohne Berücksichtigung des z-w-Pols – als die Modellierung von Wahrheit nur als „N-G zu N/G zu I-E zu I/E“.
742Die alte Metaphysik ging von einer einzigen und objektiven Wahrheit aus. Dieser Annahme setzen wir die Gleichberechtigung aller Phasen entgegen, so dass jede Phase ihre Wahrheit zu einer Gesamtwahrheit beiträgt. Es gibt dann die einzelnen wissenschaftlichen, theoretischen Wahrheiten, die sich als die sprachlichen Kombinationen und Relationen der OG-Elemente darstellen lassen, beispielsweise als „I/E zu G“. Es gibt die subjektiven und gesellschaftlichen Wahrheiten, welche diesen allgemeinen Relationen die Ii, Ik und Ig des jeweiligen Menschen und seiner Vergesellschaftung hinzufügen.
743Zu dieser auf unsere systematische Art relativierten „Wahrheiten“ gehört also auch, dass die Wahrheiten der einzelnen Phasen ihre besondere Berechtigung behalten. Die „logische“ Einsicht, welche auf die I-Sphäre verzichtet, kann eine „Wahrheit an sich“ postulieren, weil in ihren Sätzen Sachverhalte nicht als I/E-Relationen und nur mit G oder N gefasst werden. Dadurch werden Veränderungen qualitativer Art vermieden und auch die Bezugnahme zu anderen Phasen – was durch z/w oder N/G oder I/E geschieht – findet dann nicht statt. Das heißt aber, die wahre Aussage des Satzes bleibt als „Wahrheit an sich“ erhalten.
744In einer modernen Metaphysik finden auch die herkömmlichen Verifikations- und Falsifikationsverfahren ihren Platz. Sie werden als E, G und N modelliert und auf z/w und die freien z/z und w-w zurückgeführt. Aber es gibt dort ebenso Grundmodelle für die bisher verworfenen „Unsicherheiten“ im Denken, für „Mutmaßungen“, „Irrtümer“ beim Beweisen und Unfähigkeiten bei der „Nachprüfbarkeit“. Das alles gehört zur Feststellung von „Wahrheit“, welche ein Prozess ist, der neben den eindeutigen E, G, N auch freie I, „unklare“ I/E und N/G sowie weitere Relationen daraus enthält. Sie sind in den „S/R“- Wechselwirkungen fundiert.
Werden, Vergehen
745Derartige Begriffe sind in ihrem Gehalt nur zu verstehen, wenn man die Wechselwirkung der zwei metaphysischen Pole sowie der relevanten Phasen des Seienden, vor allem der Sprachen, bedenkt.
746Dieses fast unbegrenzte Feld der wechselwirkenden Phasen erkennt man an der den nationalen Sprachen eigenen Vielfalt der Worte des gleichen Sachverhaltes „Werden“ oder „Vergehen“. Auch die Modifikationen in verschiedenen anderen Sprachen-Arten, wie in der Erkenntnistheorie, Logik, Mathematik sind zahlreich.
747An den Varianten „Veränderung“ und „Bewegung“kann man zeigen, dass sie eine „formale“ Seite und eine sachliche haben. Die formale ist die zeitliche und die räumliche Veränderung sowie die raumzeitliche Bewegung. Sie sind auf die Rz (Räumlichkeit) und Rw
748(Zeitlichkeit) und Rw/Rz (physikalische Dynamik) zurückzuführen.
749Aus den beiden R- Aspekten entstehen im Laufe der allgemeinen Entwicklung die formal-begrifflichen dynamischen N und G und „N/G“ als Zentrum der herkömmlichen begrifflichen Vorstellung vom „Werden“, etwa in der hegelschen Dialektik.
750Das inhaltliche „Werden“ zeigen wir als die Entwicklung der anderen metaphysischen Größen von den S-Aspekten bis zum E und in der Entfaltung der zwei R-Aspekte zum I des OG, was in den Relationsverhältnissen der Physik, der Biologie und der menschlichen Psyche sachliche Veränderungen begründet.
751Prinzipiell sind alle „ Relationen“ mit „Bewegung“, „Veränderung“ und „Wirkung“ verbunden. Deshalb sind alle Veränderungen dem z/w-Pol zuzuordnen. Die
752ursprünglichen dynamischen Wechselbeziehungen Rw/Rz, z/w, I/E, und N/G, die in fast allen Relationen zu finden sind, werden im Laufe der allgemeinen Entwicklung und der Übergänge zwischen den Phasen zu den Bewegungsvorgängen und dem Werden in der Alltagsrealität. Ein Beispiel ist die raumzeitliche Bewegung als mehrfache Wechselbeziehung in der Vierdimensionalität des „Rw-Rz zu Rw-Rw/Rz-Rz“.
753„Ruhe“, Unveränderlichkeit sowie die Unterscheidung von Bewegung und Ruhe sind Alltagserfahrungen. Aber schon in den metaphysischen Polen und von daher in der Physik und in der Begrifflichkeit stellt sich die Vorstellung von Unveränderlichkeit differenzierter dar. Was Ruhe, Bewegung, Veränderung ist, kann man in den drei „Existenz“-Bereichen zeigen. Im Physik-Pol sehen wir im S-Aspekt maximale „Ruhe“. Im R-Aspekt steckt ein Höchstmaß an Dynamik. Dem korrespondieren im OG das unveränderliche „E“ und das äußerst dynamische „I“.
754Bei weiterer Analyse zeigt es sich, dass in den z die Relation Sz/Rz steckt und in w wirkt Sw/Rw. Sie zeigen damit einen Wechselbezug von Ruhe und Bewegung, der in der weiteren Relationierung, in „z/w, zu dessen zwei Optionen führt, der gleichgewichtigen Ruhe und der komplizierten inneren Dynamik, welches beides die Grundlage der Ruhe und der Bewegungsarten in allen Teilen der seienden Endlichkeit sind.
755Aber selbst S und E sind von Dynamik berührt, nämlich als die unbegrenzte begriffliche Beziehung auf sich, die die Vorstellungen von Existenz, Nichtexistenz und Unendlichkeit begleiten. Allerdings sind diese sehr abstrakten Phänomene in ihrem Übergang von maximaler physikalischer „Materialität“ (S-Aspekt) zur äußersten Begrifflichkeit (OG) etwas anderes als die Bewegung in der vierdimensionalen Raumzeit und als die Veränderungen in der der Raumzeit zugeordneten materialen Realität.
756Anders gesagt, im Unterschied zum z/w-Pol sind in den beiden metaphysischen Polen die Ruhe und Bewegung sowie die Art der Aufhebung dieser Begriffe einfacher zu verstehen. In allen Konkretisierungen von z/w geht es um die zwei Situationen zugleich, um Stabilität und Destabilisierung. Den maximal engen z/w-Verhältnissen werden „Ruhe“, „Statik“, „ewige Gleichheit“ u.ä. zugeordnet und denjenigen z/w.Relationen, die zwar noch aufeinander bezogen sind, in denen aber die zwei gerichteten S-Arten Spielräume haben, sind die Ursache für physikalischen Veränderungen. Ihnen entsprechen die I/E und N/G am anderen metaphysischen Pol. Sie werden als „inhaltliche“ Veränderung, Entwicklung und Vergänglichkeit sowie als dynamische Prozessualität, Bewegung, Vergänglichkeit angesehen. Zwischen den drei Polen vermittelt auch hier die allgemeine Entwicklung.
Methodologie
757Die „Sprachenphase“ allgemein und jene einzelnen Sprachen, welche als Methoden gelten insbesondere, verbinden z,w mit dem OG. Das heißt, zwischen beiden metaphysischen Polen liegen vermittelnd die Relationen der seienden Wirklichkeit. Nicht nur deren Strukturen, sondern auch die Prozesse, Funktionen und Methoden enthalten damit alle Eigenschaften der im Seienden wechselwirkenden metaphysischen Pole. So wie die endliche Wirklichkeit durch eng zusammenhängende Rz und zugleich durch ständig Ausweitungen, Trennungen, Abspaltungen erzeugende Rw aus dem metaphysischen z,w-Pol gebildet wird, werden aus diesen Rw-, Rz-Relationen die Methoden, die von Rz her Identität herstellen (G) und die, welche negieren lassen (N) erzeugt.
758Wieso wird die empirische, rationale, dialektische und auch die hermeneutische Methodik den Erscheinungen in den Naturabläufen in diesem unterschiedlichen, aber jeweils hohen Maße gerecht ?
759Die Strukturen der Natur und damit auch die des Gehirns erhalten ihre Beschaffenheit von der z,w-Seite und vom OG her. Der entscheidende Übergang von den Gehirnstrukturen zu den Gehirnfunktionen, nämlich den Begriffen, sind der Abschnitt der allgemeinen Entwicklung von den S und R zu den E, I und N, G. Der Übergang zwischen subjektivem Geist und Objektivem Geist wird vor allem von der Trennung der noch zusammenhängenden Größen geprägt. Im subjektiven Denken erscheinen die durch die Sprachen-Phase relationierten OG-Elemente als Methoden. Zum Beispiel die Denkmethoden der Logik als „N-G“, die der Dialektik als „N/G“ und diejenige der Hermeneutik als E/N/G/I. Der subjektive Geist, das inhaltliche und methodische Denken, trägt also zu den Entwicklungen bei, welche aus den Sprachen den OG machen.
760Die allgemeine Entwicklung und in ihr die der Methodenseite macht aus den Rz, Rw und aus Rw/Rz im Denken die methodischen G, N und die N-G und N/G. Die R-Aspekte verbinden im Physikalischen die S-Kräfte, aber auch im Begrifflichen die N mit den G und die I und E zu den I/E.
761Je nach Art der physikalischen Prozesse oder der begrifflichen Methoden gibt es jedoch verschiedene Schwerpunkte. So ist etwa das empirische Beobachten als elektrodynamischer Prozess von Rz bestimmt und als psychologische Methode ist es der G-Identitätsablauf. Während Methoden im rationalen Denken primär im Wechselspiel zwischen N und G ablaufen, wird man bei der Analyse des menschlichen Arbeitens an der Natur vor allem die physikalischen Rz und Rw nutzen.
762Die genauere Analyse der empirischen aber auch anderer Methoden führt zur Raumzeit, auf die sich das Denken formal stützt, also zu den R-Aspekten und von dort zu den S- und R-Aspekten der Elektrodynamik.
763Mit den gedanklichen Trennungen E-G-N werden die vielfältigen Strukturen der Welt rational und logisch „reduziert“ und „abgebildet“. Einige Bereiche, wie die Logik und die Mathematik greifen auf diese einfachen Relationen zurück, allerdings ohne dass die N, G, N/G dort bereits hinreichend wären.
764Allgemein gilt, dass die Methoden sich nicht absolut von einander trennen lassen. In jeder methodischen Relation wirken alle jene sechs genannten Größen zusammen, und zwar in den Übergängen zwischen ihnen. Man kann in einer Erklärung der Glaubensmethodik oder der dialektischen (N/G) nicht auf die getrennten G und N der Logik verzichten. Jede empirische Beobachtung (G) oder auch die mathematischen Vorgänge sind hermeneutisch vermittelt. Dieser „N-G zu N/G-Zusammenhang“ hat seine Ursache in „z-w zu z/w“. Das Zusammenspiel dieser beiden Grundmodelle macht im Begrifflichen die hermeneutische Methode als „I-E zu N/G“ verständlich.
765„Erfahrung“ ist eine Methode, die ähnlich der hermeneutischen Methode keine letzte metaphysische Erkenntnisquelle einfachster Art ist, sondern eine Sammelkategorie, welche als Struktur N-G mit N/G und diese mit inhaltlichen I und E verbindet. Mit dem G erschließen diese Methoden die Existenz der erfahrenen Welt direkt, unmittelbar, und I/E ist die je konkret-inhaltliche Seite der Welt, die mit den Interessen des sie erfahrenden Subjektes (Ii) in Wechselwirkungen tritt. Dazu gehört auch das Handeln als Methode. Handlung, Arbeit oder Denken haben die eng zusammenhängende Abfolge der Zielsetzung, Intention (I), der die komplexen Prozesse als Relationen der G mit den N folgen und was schließlich zum Handlungserfolg (E) führen kann.
766Die methodischen Grundverfahren der Wissenschaften, wie zum Beispiel die der Mathematik sind meist komplexe Strukturen und Prozesse. Sie werden in einfache G-N-E-Relationen überführbar. Das betrifft vor allem auch die in der Methodik der wissenschaftlichen Forschung äußerst komplexen experimentellen Versuchsanordnungen, Apparate und Messverfahren, die man ebenfalls auf elementare Grundgrößen zurück zu führen sucht. Man wird das umgangssprachlich und damit in OG-Nähe formulieren. Dass das aber meist nicht hinreichend gelingt, liegt an der Einflussnahme des anderen metaphysischen Pols, dem der Natur.
767Hierhin gehört auch der Vorwurf, man befasse sich mit den Arbeitsmitteln und der methodischen Mathematisierung gar nicht mehr mit der „tatsächlichen Natur“. Das ist nicht ganz richtig, vielmehr wirkt auch hier der allgemeine Entwicklungsablauf. Und es gilt, dass in jenen Apparaturen sich die Natur an der Natur „abarbeitet“. Uns ist die begriffliche Analyse dieser Relationen wichtig. Auch diese Variante der methodischen Prozesse in der allgemeinen Entwicklung hat das Ziel, die Verbegrifflichung der Natur – letztlich aller z/w-Bereiche – zu erreichen. Sowohl die Mathematisierung wie die „Zeigerausschläge“ und „Messresultate“ sind der vorletzte Schritt in jener Analyse, die zu den freien Rz, Rw und Rw/Rz sowie zu den G, N und N/G als das Endergebnis eines methodologisch zu verstehenden Abstraktionsprozesses führen.
Modalität
768Der Unterschied von aktualer Wirklichkeit und Potenzialität ist eine typisch metaphysische Problematik. Wenn wir für das Potenzielle die physikalischen z/w- Verhältnisse sehen und neben der begrifflichen „Möglichkeit“ die N/G- Relation und auch noch die I/E-Beziehungen als „inhaltliche“ Grundlage für die Potentialität verstehen, dann können wir ein solches spezielles Problem philosophisch verallgemeinern..Das Potentielle dieser Relationen besteht darin, dass die jeweiligen beiden Komponenten ihre eigene Dynamik haben, diese gegeneinander richten, es aber zu keiner Auflösung der Relationseinheit kommt. Das „Aktuale“ ist sowohl von der festen Bindung in diesen Relationen bestimmt wie von den freien Elementen der beiden metaphysischen Pole, zum Beispiel von G, E und z,w .
769Gründlicher untersucht, zeigt es sich, dass die freien metaphysischen Elemente beides sind, aktuale und potentielle. Auch in der Einheit „z-w zu z/w“ ist die eine Relation die Potentialität, die andere ist die Aktualität. Im analogen Modell „I-E-G-N zu I/E/G/N“ wird gleichfalls angedeutet, dass das Verhältnis des OG-Pols mit den Relationen der OG-Elemente ein Aktualität-Potentialität-Ganzes bestimmt.
770Wir ordnen die Modalität und den Unterschied von Potenz und Aktualität beider Verhältnis noch etwas vertiefter. In den Dualitäten und dem zugehörigen Übergang zwischen den je zwei elementaren Größen, zum Beispiel S/R, z/w, I/E und N/G – und entsprechend in allen Relationen der „z/w-Endlichkeit“ – gibt es drei Konstellationen. Der Wirklichkeitsbegriff, die Aktualität stützt sich auf die von Rz verursachte enge Kohäsion. Dagegen erscheint die auf Rw zurückzuführende Trennung der Partner voneinander im Begriff der Möglichkeit.
771Tatsächlich wirken stets beide zusammen; das ist der Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit, der als ein Prozess der konkreten Verwirklichung zu verstehen ist. Zu diesen Übergängen gehört letztlich, dass alle die acht metaphysischen Grundgrößen dynamisch miteinander relationieren und ineinander übergehen können. Die dynamische Beziehung als Übergang zwischen Potentiellem und Aktualem ist ein Ausschnitt der allgemeinen Entwicklung und der Entfaltung. Durch sie werden aus den S und R die E, I, G und N. Am Beispiel der „Energie“ und auch an der vierdimensionalen Raumzeit kann man das Übergehen von Möglichkeit in das statische Moment „Wirklichkeit“ erkennen Das was sprachlich als „möglich“ „wirklich“ und „wirkend“ beschrieben wird, wird durch das 3w/3z-Modell konkreter. In ihm gibt es zwei statische Momente, die Einheit des ganzen Modells, als Energiequant und als „Raumzeit“ („3 Rw/3 Rz“) sowie das relativ statische Teilmodell „w-w/z-z“. Das übrig bleibende freie w und das freie z – beziehungsweise das Rw und Rz – sind die Basis der Dynamik. Diese Basis und das Verhältnis beider Momente ist die Potenzialität, die Möglichkeit der „energetischen Wirkung“ und der raumzeitlichen „Bewegungen“. Dieses Zusammenspiel, also die „Verwirklichung“, ist allgemeiner gesehen die Grundlage von Veränderungen und Entwicklungen überhaupt.
Klassische Logik
772In der Logik wird der Gedanke der Existenz, E betont. Alle Existenz-Aussagen sind eng mit G als Kopula in den Urteilen verbunden, G/E. Die andere Säule der klassischen Logik sind die voneinander getrennten N-G. Die konkrete Wichtigkeit logischen Denkens ist in derart einfachen und fundamentalen Relationen gerechtfertigt. Wenn es nur um einige Grundgrößen geht, hier also andere wie I und S, R fehlen, dann zeigt sich die Logik als eine „Sprache“, in der man einen Übergang von den metaphysisch einfachsten Grundideen zur komplexen „Praxis“ der z/w-Endlichkeit sehen kann..
773Im Denken und in den Sprachen werden die gedanklichen Bedeutungsträger, wie der „Begriff“ oder der „Satz“ von beiden metaphysischen Polen und allen „z/w“- Entwicklungs-Phasen bestimmt. Vor allem vom Geist der menschlichen Subjekte, aber auch von der Biologie der Gehirnfunktionen, schließlich auch von der Physik. Die Sprache der klassischen Logik wird aber scheinbar nur von N-G und E des OG bestimmt. Das ist eine Folge der Rw-Trennungswirkung im Übergangsfeld zwischen den zwei metaphysischen Polen, auf welchem ja nicht nur Rz-Verbindungen „alles mit allem“ erzeugt werden. Die Sprache der klassischen Logik ist, wie das mechanistische Denken, ein Beispiel für systematische „Trennungen“ im Denken. Andere Sprachen nutzen dagegen mehr oder nur Rz oder die vielfältigen Rz/Rw-Relationen. Unsere Wissenschaftsphilosophie hat diese drei Möglichkeiten zum Zentrum, die vereinigenden Verbindungen, die Trennungen und die beides vereinenden Übergänge.
774Die Sprachen stützen sich letztendlich auf die konkretisierenden Kombinationen der Elemente beider metaphysikalischen Pole. Der z/w-Großbereich – und darin die Sprachen – steckt voller Wechselwirkungen und Übergänge zwischen den Relationen beider metaphysischer Pole und aller z/w-Phasen.
775Wenn man also sprachlich-begriffliche Erklärungen, Darstellungen, Beweise erbringen will, muss man beide metaphysischen Pole berücksichtigen. Man wird jedoch in der „Praxis“ entweder die Vorgehensweise wählen, die die „allgemeine Entwicklung“ von z, w über „z-w zu z/w“ geht oder von den getrennten E, I, N, G über die Relationen I/E, N/G, „N-G zu N/G“ etc. gehen. Für alle alltägliche oder wissenschaftliche Denkarbeit ist es aber ebenso wichtig, abstrakteste Begrifflichkeit mit dem „Grund der Existenz der Dingwelt“ verbinden zu können.
776Die grundlegenden Relationsarten sind einerseits S/R und Rw/Rz sowie das enge, Rz-induzierte, z/w-Verhältnis und zum anderen gibt es alle jene Dualitäten, welche durch die Rw-Wirkung bestimmte Trennungs-Relationen sind, zum Beispiel „z-w“, „N-G“, „I-E“. Die Logik vertritt diese letzteren Relationen, die sich auf die metaphysischen Rw- und „Dualitäts-Optionen“ stützen.
777Damit vertritt die Logik den vielfach in allen Sprachen und in deren konkreten Bereichen vorfindbaren Gedanken des dualen „Gegensatzes“. Aber allein das subjektive Denken kann diese Art der Relation als „widersprüchlich“, „gegensätzlich“ auffassen. In der Natur gibt es diese dualen Verhältnisse zwischen Gleichberechtigten nur als Wechselwirkung.
778Den Unterschied erkennt man an der nächst höheren Stufe in der allgemeinen Entwicklung. Dort besagt – zum Beispiel in „z-w zu z/w“ oder auch in „N-G zu N/G“ und „I-E zu I/E“ – das verbindende Wort „zu“, dass es nicht um „Gegensätze“ allein geht, sondern um die bereits höhere Relation, welche Trennung und Kohäsion vereint. Der „z/w-Großbereich wird davon in allen seinen Phasen bestimmt.
779Die dadurch möglich werdenden Komplexionen der konkreten und der geistigen Realität werden nun in der Abstraktionsdynamik der „Sprachen“ wieder reduziert, letztlich auf E- I-N- G und vorher in der Logiksprache auf „N – G“ zurückgeführt. Letzteres bedeutet, dass in allen diesen komplizierten Sätzen und Sprachen „logische“ Verhältnisse vorhanden sein können. Die Trennung der E, I von den N,G ist die Basis dafür, dass Satz-Aussagen von der methodischen Seite zu unterscheiden sind, das gilt auch allgemein für den Unterschied von semantischem Gehalt und der Syntax.
780Der Grund für diese Abstraktion liegt in der Entwicklung der S-Aspekte und zwar als deren spezifische „Abschwächung“ und darin, dass die dadurch vom Zusammenhang mit den S befreiten zwei R-Aspekte sich zu G und N verändern. Das heißt übrigens, dass nicht nur die Trennung im OG in zwei Dualitäten von jenen Entwicklungen stammen, sondern „zugleich“ auch die Konstitution der vier Momente des metaphysischen OG selbst. Anders gesagt, dass alles das sich zwar im z/w-Großbereich abspielt, aber von „metaphysischer“ Bedeutung ist, weil es zur Wechselbeziehung zwischen z/w-Bereich und OG gehört sich gegenseitig zu erzeugen.
781Wie wird also aus den „inhaltsmaximalen“ S/R-Relationen eine der abstraktesten Denkleistungen, die „Logik“? Aus dem z/w -Gleichgewicht – als S- und R-Aspekte – ergeben sich die Charakteristika von „E“ als undynamische Richtungslosigkeit und Kraftlosigkeit sowie als „Einheit“ der Gegensätze S zu R, Sw zu Sz, Rw zu Rz und w zu z. Und zugleich wird aus den Gegensatzpaaren Sw-Sz und Rw-Rz das N-G-Paar.
782Diese Veränderungen geschehen schrittweise in den z/w-Subphasen der Physik, Chemie und der Biologie, zentriert im Gehirnorgan. Dabei führt die Sz-Abschwächung in den z/w-Phasen als „Vollendung“ und Zielerreichung zu einer Rz-Abtrennung. Parallel dazu führt die Sw-Vollendung zu einer maximalen Trennung von allem, also auch zur Rw-Abtrennung. Die beiden R-Aspekte werden dadurch zu den „I“. Die gerichteten und damit Beziehungen herstellenden subjektiven Zielsetzungen, Interessen etc. (I) behalten die spezifischen Charakteristika der R-Aspekte, wenn es jetzt auch abstrakte Verknüpfungen sind, wie zum Beispiel die der Negation oder die Gleichheitsbeziehung. I-Verbindungen gibt es in allen Phasen, ganz im Gegensatz zu „E“, das sich an kein anderes E so ohne weiteres anschließt.
783Die R-Eigenschaften der auf zwei Arten gerichteten Beziehungsbildung verändern sich zu den N-Eigenheiten und den G-Eigenheiten sowie zur Verbindung N/G, welche auch schon bei allen Rz/Rw in allen Phasen zu beobachten war. Das ist besser zu verstehen, wenn man zum Beispiel das begrifflich Gemeinsame von „dynamisch auf etwas gerichtet“ (Rz) und die subjektive dynamische Gerichtetheit bei der empirischen Wahrnehmung eines Gegenstandes als Variante von „G“ erkennt.
784Auf diese Weise sind die Trennungen im OG und jene erwähnten ersten Relationen aus den OG-Momenten zu erklären. Die E-I-G-N-Trennung ist also auf den Verlust der S-Kräfte zurück zu führen. Sie trennt nicht nur die die N von den G, als Basis der Logik, und der E von den I, sondern führt zur Abtrennung der N, G von den E, I. Diese Trennungen werden in allen Sprachen wichtig
785Das Grundschema von „z-w“, das als „Rz-Rw“ den Übergang zu „N-G“ herstellt, findet vor allem in den Alltagssprachen eine erweiterte Anwendung in der Dualität I – E. Dazu gehören beispielsweise zur I-Seite die subjektiv und gesellschaftlich erzeugten dualen Gegensatzpaare gut-böse, wertvoll-unwert, wahr-falsch. Und zur E-Seite kann man zum Beispiel „Sein-Nichtsein, hell-dunkel, kalt-warm“ zählen. Diese E- Begriffe werden in der Alltagssprache als von den Naturwissenschaften vorgegebene Entitäten genutzt.
786Der Zusammenhang zwischen den Begriffspartnern kann man am Beispiel „wahr-falsch“ erkennen. Das ist nicht nur eine wertende, sondern auch eine ontische Konfrontation. Auch die abstufenden Übergänge – zum Beispiel zwischen gut und böse – gehören zur Lebenspraxis. Solche Aufhebbarkeiten, sowohl zwischen diesen gegensätzlichen Vorstellungen wie auch zwischen E und I als „I/E“, sind wiederum Grundmechanismen des „z/w-Bereichs“.
787Den – noch umfassenderen – Gegensatz von „Dualität“ und „Einheit“ – der übrigens holistisch wiederum ein Dualismus ist und meist in der Postulierung vom „Ganzen“ der Realität mündet – findet man als metaphysische Problematik sowie als andauernden Streit um die Priorität oder um „Aufhebungsversuche“ in vielen Weltanschauungen.
788Wir reduzieren das auf die zwei metaphysischen Pole und deren Aufhebung in den z/w-Phasen. Diese Aufhebung beginnt einerseits bereits als die Einheit aus den Dualitäten „z-w zu z/w“ und andererseits und analog dazu aus den entsprechenden Relationen der vier OG-Elemente. Damit ist das als weitere Stufe der allgemeinen Entwicklung ausdifferenziert und systematisiert und es wird auch inhaltlich verständlicher.
789Die Dualität, Zweiheit ist der Übergang von der Einheit zur Vielheit und von dort zur Unendlichkeit. Dieses Übergangsfeld – zum Beispiel die Natürlichen Zahlen – erklärt sich auch aus den Eigenschaften der z und w. Die Elemente z und w im metaphysischen Pol „z-w“ werden philosophisch ja nur begrifflich „festgestellt“und verstanden, wenn man z/w-Methoden auf sie anwendet. Aus der Sicht der z/w-Relationen – zum Beispiel durch das hermeneutische Verstehen – werden die unrelationierten Größen der zwei metaphysischen Pole als Formen des „Nichts“ verstanden. In den Natürlichen Zahlen entspricht das der „Null“. Die mathematisch wichtige Dualität „Null-Eins“ entspricht wieder „z-w zu z/w “. Der Übergang von Null zur Eins ist jener der durch das Wort „zu“ angedeutet wird. Es geht dort um eine unendliche Wechselwirkung, für welche Rw und Rz verantwortlich sind.
790So wie sich hier die Teile des Modells gegenseitig durchdringen geht es aber nicht nur mit Sein (Eins) zu Nichtsein (Null), vielmehr geht das auch so mit der Einheit, Zweiheit und Unendlichkeit. Dabei ist die Zweiheit ebenso unendlich eng wechselwirkend mit der Einheit verbunden, und zwar physikalisch mit den beiden Kraftaspekten wie mit den zwei R-Formen.
791Nach den Vorgaben des Übergangs von der Einheit „z/w“ zu den getrennten z und w und von diesen wiederum zum „z/w“ entsteht eine „unbegrenzte“ Abfolge. Darin ist die Unendlichkeit mit der Endlichkeit (z/w) auf mehrfache Weise verbunden. Noch schwieriger zu verstehen ist, dass das „einzelne“ z begrifflich nicht von „zwei z“ als die z/z-Relation und daher auch nicht von „unendlich vielen z“ zu unterscheiden ist; das gilt entsprechend ebenso für die w. Am Beispiel der Natürlichen Zahlen lässt sich zeigen, dass auf dieser „metaphysischen Tatsache“ einige der genannten begrifflichen Annahmen beruhen. Die Struktur der Natürlichen Zahlen wird freilich auch von der z/w-Endlichkeit bestimmt. Bekannter ist das alles vom OG-Pol, beispielsweise im Hegelschen Schema der Aufhebung der Dualitäten in den zugehörigen Einheiten, wo die Identitätsdynamik (G) und die Negation (N) zur dialektisch unendlich vermittelten N/G-Einheit wird. Wir sehen diese Zuordnung von Unendlichkeit zur Endlichkeit nicht nur in den Sprachen, wie vor allem in der Mathematik, sondern ebenfalls in der Struktur der Materie.
792Zwischen den beiden metaphysischen Polen und von beiden bestimmt und auf diese Weise konstituiert und strukturiert liegen die Details der konkreten Phasen sowie deren theoretische Erklärbarkeit durch die Sprachen, hier durch die Logik. Die Wechselbeziehung zwischen den beiden Polen geschieht schon dann, wenn bei der Bestimmung der S, R, z, w intuitiv und oft kaum explizierbar die Grundbegriffe aus dem OG zur Hilfe genommen werden und damit auch die subjektive und psychische Phase einbezogen wird, welche ihre konkreten Varianten von E, von I und von N, G einbringt.
793Alle Phasen werden durch die Wechselwirkungen aller anderen gebildet. Das konkretisiert sich zum Beispiel in der allgemeinen Vorstellung als sprachliche oder wissenschaftliche „Erklärung“. Sowohl vom metaphysischen z,w-Pol wie von der OG-Phase erhalten die erklärenden Theorien grundlegende Monismen und Dualitäten. Die Logik wird durch eine dieser Dualitäts-Arten gekennzeichnet.
794Wir verbinden die innerpsychischen Zwänge, mit denen der Mensch solche Begriffe wie „Gegensatz“, „Einheit“ und auch „Einheit der Gegensätze“ denken muss – also „E“ und N, G – mit den physikalisch grundlegenden Größen S, z-w und z/w .
795Von dieser einfachen logischen N-G-Trennungsbeziehung werden im alltäglichen Denken Vorstellungen wie zum Beispiel „Vernünftigkeit“, „Ordnung“, „Gesetzesmäßigkeit“ mit bestimmt, und es wird das weiter intuitiv auf Sprachen wie die Mathematik übertragen. Aber ein derartig intuitives Übertragen genügt uns nicht mehr, weder für die Normal-Sprachen noch speziell für die Mathematik.
Mechanismus, Idealismus
796Das in der Wissenschafts-Geschichte so erfolgreiche Denken in mechanistischer Weise und das in der Philosophie-Geschichte verbreitete idealistische Denken stützte sich auf die damalige Metaphysik. Das war und ist heute noch die im Alltagsdenken übliche Reduzierung auf die drei Komponenten E, G und N. Diese Basis des idealistischen Mechanizismus wird von uns durch die I-Komponente zum OG erweitert, und dieser metaphysische Pol wird in unserer Wissenschaftsphilosophie mit dem zweiten Pol der z und w durch die allgemeine Entwicklung verbunden.
797Seit Aristoteles werden die Materie und die Dinge als „gegebene“ Existenzen, E, angenommen. Die Formen dieser Materie kann man in ihren abstraktesten Zügen auf G – zum Beispiel das Gleichbleiben der Dinge oder ihre Identifizierbarkeit – und auf N – zum Beispiel die Abgrenzung voneinander und vom Menschen – zurückführen. Wie Aristoteles schon wusste, verbindet, relationiert der Mensch die Existenzen (E) mit den Methoden (G,N), wenn er die Materie nach dem Leitbild der Form gestaltet.
798Die Alltagssprache hat als Basis die mechanistische Form. Ihre Methodik kommt über die E, G, N nicht hinaus. Aber der „von außen“ kommende gestaltende Einsatz des Menschen führt unterderhand das I-Element als menschliche Motivation und Zielsetzung ein, benötigt also, über E, G, N hinaus gehend, die I-Seite in vollem Umfang. Der OG ist damit schon komplett. Wenn die Alltagssprache die für das Entstehen von „Etwas“ bei Aristoteles noch getrennten Materie und Formen ständig miteinander verbindet, dann ist das ein weiterer Schritt zu der eigentlich und wissenschaftsphilosophisch notwendigen Maximierung der Relationen aller Phasen in der Subjektivität. Die Alltagssprache akzeptiert dabei bereits zum Beispiel die N/G- und die I/E-Varianten.
799Die mechanistischen Naturwissenschaften eliminieren bis heute die qualitativen Inhalte, in denen I und I/E und N/G eine Rolle spielen. So bleiben in den Experimenten und Gesetzlichkeiten und in deren mathematischer Deutung die reinen Zahlen im Vordergrund. Dass das jedoch Maßzahlen von qualitativen Verhältnissen sind, bleibt allenfalls für die Anwendung wichtig.
800Ein Hauptproblem des mechanizistisch-idealistischen Denkens war es immer, der Materie eine metaphysische Basis zu geben. Da das aus Mangel an tieferen naturwissenschaftlichen Einsichten noch nicht gelingen konnte, wurde die Möglichkeit von solcher physikalischer Fundierung verworfen.
801Wir sehen in der wissenschaftlichen Struktur jeder Phase – auch der mechanistischen – das wechselwirkende Zusammenspiel von metaphysischem OG-Pol mit dem z,w-Pol. Zu den Wechselwirkungen kommt deren Besonderheit, die allgemeine Entwicklung. Auch beim Fortschreiten der Naturwissenschaften führt die Entfaltung der Naturerscheinungen der gerichteten Kräfte des physikalischen Standardmodells, beispielsweise der Gravitation, von den Rw- und Rz-Gerichtetheiten zur begrifflichen I-Seite und zur mechanistischen Betonung der N, G. Und die begriffliche Deutung der Kräfte führt zum idealistischen E des OG.
802Die mechanistische Auffassung betrifft die methodische und die inhaltliche Seite in allen Wissenschaften. In der Entwicklung der Methoden geht es uns allgemein darum, wie aus der materiellen Verbindung zwischen dem S-Aspekt und dem R-Aspekt sowie aus den Relationen in „z/z“, „w-w“ und „z/w“ die zwei methodischen Grundstrukturen „N-G“ und „N/G“ werden. Die N-G-Relation ist dabei die mechanistische Variante, die N/G-Methoden sind die Dialektik sowie die Grundlage für die hermeneutische und die Glaubensmethode. Sie führen über das mechanistische Denken hinaus.
803Zum anderen geht es analog um die Frage, wie die mechanistische Trennung des Existenzgedankens von möglichen Zielfunktionen (E – I) aus den substantiellen Trennungen (S – R und z-w) entstehen kann. Die „Materie“, S/R und z, w und z/w ist an und für sich alles andere als nur ihre methodische und begriffliche Darstellung. Aber zum Beispiel als etwas raumzeitlich Beharrendes und selbständig Seiendes kann es als etwas empirisch und rational Begreifbares vorgestellt werden und damit den E und G in der mechanistischen Denkweise genügen.
804Die Sz-Abschwächungen zeigen sich nicht nur als Voraussetzung für die „allgemeine Entwicklung“, sondern auch im Mechanizismus des alltäglichen Denkens und in der Sprache der mechanistischen Erfassung der Natur, und zwar als Trennungen vieler Art, zum Beispiel als vermeintlich kraftfeldfreie, unzusammenhängende Welt der Gegenstände oder auch als die Unterscheidung von Raum und Zeit. Das N-G-Modell unterscheidet Gleichheit von Verschiedenheit. Solche „vernünftigen“ Trennungen sind bei uns gleichberechtigt mit ihrer Aufhebung. Das gilt in methodischen wie in qualitativ-inhaltlichen Bestimmungen
805(I-E zu I/E). Durch unsere Erweiterungen können die philosophischen und auch die wissenschaftlichen Probleme, welche man in mechanistischen Interpretationen hat, behoben werden.
Mathematik
806Die rationalen und verobjektivierenden Verstandesrelationen aus den Elementen G, E und N des metaphysischen OG-Pols werden auch in der Mathematik gebraucht. Wie kann aber die Mathematik die Phänomene der physikalischen Natur so deutlich, regelgerecht, systematisch erfassen und berechnen? Das ist nur möglich, weil zur Fundierung der Mathematik neben den Relationen G-N, N/G und E auch Rw, Rz und Rw/Rz vom anderen metaphysischen Pol hinzugezogen werden. So wird zum Beispiel für die Geometrie die grundlegende raumzeitliche Basis von uns mit Rz und Rw verbunden und ihre Mathematisierung wird weiterhin auf E, G, N bezogen.
807Wir gehen nun einen Schritt weiter und erklären die Mathematik insgesamt von den R-Aspekten her. Die Rz, Rw und Rw/Rz haben eine vermittelnde Funktion zwischen den S-Eigenschaften der Materie und den geistigen Funktionen. Diese R-Basis der Mathematik ist ebenso von objektiver Notwendigkeit geprägt wie die Natur, hat aber schon die Freiheiten wie das Denken.
808Den formalen Zusammenhang von mathematischen Bereichen mit unserer grundlegenden Struktur der Ersten Physik sei am Beispiel einiger Strukturen der mathematischen Mengenlehre gezeigt. Wir gehen vom Modell „z-w zu z/w“ aus. Den freien Rz und Rw entsprechen die Elemente der Menge. Es können endlich oder unendlich viele sein, diese Unterscheidung ist dem „z-w“-Pol fremd, da er nicht auf die vierdimensionale Raumzeit beschränkt ist. Im Gegensatz zum aus den Elementen gebildeten endlichen Ganzen der Menge, sie hat die Eigenschaften des „z/w“. Zum Beispiel auch, dass sie alle denkbaren Relationsarten zwischen den Elementen durch „Rz“ verallgemeinert. Menge und Elemente unterscheiden sich zugleich maximal und gehen ineinander über, das ist das Zusammenspiel Rw/Rz. Die freien Rz und Rw werden von den endlichen Rw/Rz aus gesehen und also vom denkenden menschlichen Subjekt her auch als „Nichts“-Formen verstanden. Weshalb zu allen mathematischen Bereichen das Null-Element gehört, hier ist es die „leere Menge“. Wer werden an anderer Stelle näher auf die Mathematik allgemein und die Mengen-Theorie besonders eingehen.
809Wie zur Erklärung in allen wissenschaftlichen Bereichen alle anderen Phasen in gemeinsamer Wechselwirkung berücksichtigt werden, so muss hier das subjektive Verständnis auch die metaphysischen OG-Größen mit der objektiven metaphysische Basis, den R-Aspekten, verbinden. Zwar durch die allgemeine Entwicklung miteinander verbunden, begründen die E, G, N doch noch weitere und eigen mathematisch-philosophische Eigenschaften, zum Beispiel die „Entscheidbarkeit“ und die kategorische „Vollständigkeit“. Allerdings macht der Unterschied der beiden metaphysischen Pole auch Probleme, erhöht die Komplexität der mathematischen Wissenschaft. So wird beispielsweise der Gödelsche Unvollständigkeitssatz durch den Widerspruch zwischen der Abgeschlossenheit der E und G und den freien, offenen R-Aspekten fundiert. Eigentlich müsste die I-Größe im OG beide vermitteln, aber die Mathematik erhält ihren Status als Wissenschaft und Methodik durch den Ausschluss der kulturell geprägten I-Funktion.
810Jede einzelne „Sprache“ hat ihre Eigenarten. So fehlen also bei der Mathematik die in der Gesamtrealität vorhandenen I und die I/E- Relationen. Aber die Vorstufen der I-Varianten, die gerichteten Relationen Rw und Rz, werden mit den G, N, E des anderen metaphysischen Pols auf eine eigene Weise zur „Mathematik“ kombiniert. Die kulturnahen Zielfunktionen sind der Mathematik fremd, weshalb stets eine Lücke in ihrer Anwendung auf soziale, kulturelle und psychische Phänomene fühlbar ist. Weil die I-Seite in der philosophischen Basis der Mathematik fehlt, erhält das mathematische Denken im subjektiven Verständnis seinen spezifischen Charakter der „Unfreiheit“, was aber durch den Einfluss der R-Aspekte nicht für die Mathematik selbst gilt. Durch ihren Schwerpunkt in der R-Sphäre kann die Mathematik auf die Erscheinungen der Natur so erfolgreich angewandt werden.
Kausalität
811Der Kausalitäts-Begriff war stets selbstverständlich wie auch zugleich unklar. Wir verbinden das Ursache-Wirkungs-Verhältnis mit den sich verändernden S-Kräften und mit den Problemen der Übergangsfelder zwischen den Phasen. Die Kausalität ist damit ein Ausschnitt aus der „E-Entwicklung zur I-Entfaltung“. Das führt von „S/R“ zu „I/E“. Die S-Kräfte beziehungsweise die „E“ sind dabei die „Ursache“, der vor einer bestimmten Veränderung bestehende Tatbestand. Die R-Seite und schließlich die I führen als aktive dynamische Relationen und als Richtungsgeber die Veränderungen durch die unendlich engen Wechselwirkungen in S/R bis I/E herbei.
812Schon Hume sah, dass die kausale Ursache der Dinge und Geschehnisse eine reale Kraft sei, die stets eng mit der Gewohnheit des menschlichen Verstandes verbunden ist, diese objektiven Abläufe als „kausale“ Verknüpfungen zu denken. Für uns sind „Grund und Folge“ sowohl als Entwicklung objektiver Sachrelationen von z,w her zu verstehen, wie es zugleich als Erkennen durch den subjektiven Geist und den OG bestimmt wird. Diese Verknüpfung der menschlichen Gedanken mit den Naturvorgängen ist möglich und nur deshalb harmonisch, weil beides von einer gemeinsamen Grundstruktur bestimmt wird. Um die Kausalität zu verstehen, wollen wir die allgemeine Entwicklung genauer betrachten. Sie zeigt die Ursachen der Gesetzmäßigkeiten, welche am Seienden Veränderungen bewirken als „Vollendung“ der S-Kräfte und als Verwirklichung ihrer R-Richtungen. Man kann so die einzelnen Phasen, insbesondere die der Ersten Physik und die Ziel- und Endphase des OG, besser erfassen, und der Übergang zwischen den Phasen als Teil der Entwicklung wird tiefer analysiert
813Die allgemeine E-Entwicklung in Bezug zur I-Entfaltung ist ein zeitlicher Vorgang – post hoc – ob als Evolution oder Geschichte, und ein sachlicher Vorgang ist propter hoc. Die Kausalitätsvorstellung fasst diese komplexen Vorgänge in einer Art Kurzform, eine Zusammenfassung aller Übergangs-Arten zwischen den Phasen, den konkreten und den geistigen.
814Wir erweitern die Vorstellung von „kausalem Geschehen“, wenn wir nicht mehr nur die bisherige Ursachenforschung auf die Gründe in den mechanistischen Naturgesetzen und in den Begriffen von Existenz (E) oder den deduktiven Denkmethoden (G, N) sehen, sondern die Ursachen-Abfolge bis zu den zwei metaphysischen Polen, „S, R, z, w“ und OG-Pol mit seiner tendenziell unbegrenzten I-Seite einerseits verfolgen und zugleich bei der Ursachenforschung die Wechselwirkung aller z/w-Phasen einbeziehen. Wenn das geschieht, hängt – zwar sehr allgemein formuliert – „alles mit allem“ zusammen, aber es gibt in diesen komplexen Zusammenhängen die metaphysischen Pole, welche strukturierend wirken.
815Die Kausalität ist also eine Zusammenfassung der Wechselwirkung aller Phasen und. fundamentalen Denkverfahren. Von daher hat aber die kausale Abfolge Teilaspekte, zum Beispiel die klassische Logik, welche „N-G“ und letztlich „z-w“ betont. Von den zwei metaphysischen Polen hat die Logik lediglich die „Widerspruchsfreiheit“ als notwendigen und hinreichenden Grundgedanken, der wegen solch fundamentaler Herkunft unmittelbar überzeugt. Zum Kausalitätsbegriff gehört weiterhin die z/w-Phase und entsprechend komplex ist deshalb seine Analyse. Daher ist das kausale Denken nicht nur „klassisch-logisch“ und maximal einfach zu verstehen, es ist vielmehr mit anderen Methodenarten wie der Dialektik und mit an Erfahrung gebundenem inhaltlich ausgerichtetem Denken vereinigt.
816Wie das in fast allen Denkkategorien der alltäglichen und wissenschaftlichen Praxis der Fall ist, vereinen sich auch in der Sammelkategorie Kausalität solche Phasen wie Erfahrung, Intuition, Logik. Und umgekehrt sind die meisten z/w-Phasen im Seienden – zum Beispiel die Sprachen – von der Kausalität wegen dieser ihrer „Multifunktionalität“ geprägt. So erscheint der „Satz des Grundes“ in allen Tatsachenwahrheiten bestenfalls als sachliche Kontingenz und als Vernunftwahrheit, als intuitive Zusammenfassung der abstraktesten Grundzüge. Aber im inhaltlichen Aspekt der Kausalität steckt die „allgemeine Entwicklung“ mit ihren einzelnen Entwicklungsphasen aus den metaphysischen freien Rz und Rw und den metaphysischen N, G. Sie ist damit eine Variante der allgemeinen Methodik, zu der von uns auch beispielsweise die mathematischen Kalküle gezählt werden. Die Kausalbeziehungen sind – wie gesagt – eigentlich Varianten der „Entwicklung“, und als solche Form des „Übergangs“ verbinden sie die beiden metaphysischen Pole. „Ursache und Wirkung“ ist einerseits das von „z-w“ begründete und determinierte sachliche Geschehen, andererseits wird dieser materiale Zusammenhang begrifflich vom OG – und auch vom subjektiven Geist – geformt und interpretiert. Die derart komplexe Kausalität ist ein typischer Versuch, als Übergangsfeld die Brücke zwischen absoluter und maximaler „Tatsachenwahrheit“ (z,w) und „Vernunftwahrheit“ (OG) zu bilden. Das heißt, der Übergang ist nur möglich, weil dieses sachlich Kontingente „über sich“ die abstraktesten Begriffe hat, von denen die Wahrheit des „zufällig Seienden“ bestimmt wird.
817Das Kausalitätsprojekt wäre damit eine Begründung durch sich selbst. Dem wurde stets die lineare Grund-Folge-Beziehung der Kausalität entgegen gestellt. Jedoch sind beides Arten der dynamischen Verbindung der metaphysischen Pole. Sie sind typisch für die „z-w zu z/w zu z-w etc.“- Relation mit ihren mehrfachen Wechselwirkungsmöglichkeiten des Selbstbezuges und der Entwicklung. Diese „Begründung“ der Kausalität, also der Grund der Kausalität selber, ist aber auch ein Denkprozess, der nach dem allgemeinen Muster „E – N,G – I – E` etc“ abläuft. Das ist ein – variierbares – Modell, bei dem am Anfang eine Situation (E) gegeben ist, welche mit Methoden (G,N) und einer Zielsetzung (I) verändert wird, woraus ein neues Etwas (E´) entsteht Das ist die begriffliche Darstellung dessen was sich allgemein als „z-w zu z/w zu z-w zu etc. sowohl als Naturprozesse wie als menschliche Arbeit und als Denkprozesse abspielt.
818Gibt es einen Unterschied zwischen den Kausalbeziehungen im Begrifflichen – also zum Beispiel als „Grund-Folge-Beziehung“ – und der Beziehung zwischen den natürlichen Gegenständen? Beide unterscheiden sich, wie schon angedeutet, durch die „analogen“ Prozesse „N-G zu N/G“ und „I-E zu I/E“ einerseits und die „Rz-Rw zu Rw/Rz“
819und „Sz – Sw zu Sw/Sz“ andererseits. Der begrifflichen Analyse der Kausalität- mit ihren unumgänglichen Denkschwierigkeiten und mangelnder Vorstellbarkeit – wird in der Natur, zum Beispiel bei der Energie-Umformung als Energie-Erhaltung, zu einem fundamentalen physikalischen Grundgesetz. Das Energiequant – 3w/3z – ist eine konkrete Variante von „z-w zu z/w zu z-w-etc.“ Wie im Kausalprozess werden die Seinsgleichheit und die unterscheidbaren Formen als „gleichzeitige“ Stadien erkennbar.
Quantität und Qualität
820Begriffsdualitäten wie die „Quantität-Qualität“ sind als Kombination beider metaphysischer Pole zu verstehen. Diese Relation findet im z/w-Bereich statt und dort vor allem in den Phasen der Subjektivität und der Sprachen. Der Quantitäts-Begriff wird vom OG-Pol her als Wechselwirkung zwischen E, N-G und N/G beschrieben, und vom „z,w“-Pol muss man die beiden S- und R-Aspekte nutzen, um die „Inhalte von Quantität“, also die „Qualität“ hinreichend zu bestimmen.
821Die Vorstellung von „Quantität“ kann man aber auch mit Hilfe des z,w-Pols analysieren. Die sich als bloße Existenzen neutralisierenden Rw/Rz und Sw/Sz-Kräfte bilden Einheiten, die keine Gerichtetheit haben, sie sind aber je nach absoluter S-Stärke unterscheidbar. Das ist die Charakteristik von „E“ als selbstidentische (G).Größe. Die Bildung der „Anzahl“, der „Menge“ gleichartiger E, kommt durch die N/G-Prozesse und die G-Beurteilung zustande. Als „nichtexistierende“ (N) Größe drückt sie ebenfalls Grundzüge von quantitativer Struktur aus
822Die Quantität wird vom OG nur durch N, G, E gebildet. Da der Begriff keine I oder I/E berücksichtigt, kann die Quantifizierung begrifflich auf alle Phasen angewendet werden, auf die der Natur, der Gesellschaft, der Emotionalität, allerdings – wegen der fehlenden inhaltlichen Funktion von „I/E“ – ohne diese Phasen in ihrer wesentlichen Substanz zu berühren oder gar zu verändern.
823Die materielle Seite der „Qualität“ wird zuerst durch das Verhältnis der freien S- und R-Aspekte zu den statischen S/R-Relationen innerhalb des metaphysischen Pols bestimmt. Bringt man das in Verbindung mit den eng aufeinander bezogenen I/N/G/E in Beziehung zu den freien I-G-N-E, dann hat man eine begrifflich-materiale Darstellung von „Qualität“. In den schwierigen Umschreibungen von „Qualität“, zum Beispiel als „Intensität“, als subjektive Sinnesreize oder durch andere Feststellungen der konkreten Beschaffenheit qualitativer Erscheinungen, findet man sämtliche Existenzen (E) aller Phasen und oft auch Wertbetrachtungen (I), wie beispielsweise „Güte“, als Merkmale vereint.
824Die vielen Qualitäten unterscheiden sich vom physikalischen Pol her durch die Vielheiten der freien S und R und vom subjektiv Emotionalen und Begrifflichen durch die Vielfalt der relativ freien, aber noch aufeinander bezogenen E und I.
825Die Qualität wird herkömmlicherweise höher bewertet als die Quantität. Das mag daran liegen, dass die umfassende und komplexe Begründung für Qualität die Subjektivität und die vergesellschaftenden Sprachen bei ihrer Relationsbildung einbezieht und daher die I-Seiten beider Phasen in ihr wichtig sind.
826Da Quantität letztlich von Qualität nicht zu trennen ist, kommt schließlich ein noch komplexeres Relationsverhältnis zustande. Dass Qualität und Quantität stets eng zusammenhängen, ist eine Folge der allgemeinen I/N/G/E-Struktur, in welcher I/E die qualitative Seite vertritt und die G, E, N die Quantitätsseite, das gemeinsame E, die Existenz, verbindet beides. Entsprechendes gilt für die Unterscheidung von S/R in z/w gegenüber S-R in z-w.
827Die Zunahme der Quantität kann zu einer neuen Qualität führen, weil beide über die zwei metaphysischen Pole zusammenhängen. Die Zunahme der Quantität ist dann die der S-Kräfte und von E; es ist eine Variante der E-Entwicklung. Dem ist die folgende weitere I-Entfaltung zugeordnet. So bilden sich neue I/E-Qualitäten.
828In der allgemeinen Konstitution eines Gegenstandes treffen viele Phasen zusammen. Das menschliche Subjekt kann nun, mit Hilfe der Sprachen-Phase, beliebig Phasen und Phasen-Relationen hervorheben. Die Kombination der beiden metaphysischen Phasen, also die z, w und die OG-Elemente, werden beispielsweise als Qualität und als Quantität des Gegenstandes derart von der Subjektivität bestimmt.
829Man stellt auch heute noch den „mechanistischen“ Wissenschaften, in denen die „Quantität“ betont wird, jene Wissenschaften gegenüber, die den „Qualitäten“ den Vorrang geben. Beide aber sind in der „Praxis“ nicht zu trennen. Sie sind dadurch vereint, dass ihnen die metaphysischen Pole gemeinsam sind. Das quantitative Messen und Zählen sowie die methodischen Anforderungen wie beispielsweise die Genauigkeit, die Eindeutigkeit sind von E,G und N fundiert. Um „Qualitäten“ daraus zu machen, bedarf es zwar im OG des zusätzlichen „I“, aber die allgemeine I-Seite war auch – für das mechanistische Denken verborgen – schon in den Gegenständen als R-Aspekte vorhanden. Offensichtlicher sind die I-Entscheidungen, Ii des Forschenden und die gesellschaftlichen Ig; „was wird wie, wann, warum gemessen ?“
830Die Zweiteilung „Quantität-Qualität“ ist nicht zufälliger Art. In diesen begrifflichen Vorstellungen erscheinen grundlegende Strukturierungen aus den metaphysischen Polen in ihrer Anwendung auf die komplexen konkreten Relationen. Es geht um S und E, G einerseits und R, I und N auf der anderen Seite.
831Wobei wiederum die zwei Möglichkeiten aufscheinen, dass es neben den engen S/R, I/E und N/G-Relationen auch aller Trennung voneinander gibt. Eine dieser stets möglichen Trennungen (N-G-E) sind die mechanistischen Verfahren, die die qualitative Seite der Realität vernachlässigen, wenn sie diese bei der Beschreibung aller Qualitäten auf „E“ reduzieren.
832Der Schritt der Trennung von Qualität und Quantität ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“. Modelliert ist das als die Unterscheidung der engen I/G/N/E-Relation von den getrennten „I-G-N-E“ und schlussendlich „z/w“ von „z-w“.
833Das Qualitative, als I/G/N/E und als z/w modelliert, hat – oft unbemerkte – innere Bewegungsvorgänge, deren Ziel wir der R- und der I-Seite zuschreiben. Das unterscheidet sie von den mechanistischen Grundannahmen. Diese I sind es, die als die Zwecksetzung der Menschen den Rz und Rw der Natur und der Gegenstände entgegen stehen oder die als ihre Nutzung durch den Menschen ineinander übergehen.
834Den I/E liegen die Rw/Rz zugrunde. Ihre Wechselwirkungen gestalten die Qualitätsvorstellungen der biologisch-subjektiven Sinneserfahrung. Nur weil in den physikalischen Dingen und Prozessen R-Richtungen und R-Relationen herrschen, kann es in den menschlichen Fähigkeiten zur Bildung von I/E-Prozessen kommen.
835Im Unterschied zu den zwei metaphysischen Bereichen „z-w“ und OG kann man im allgemeinen z/w-Bereich – der die beiden metaphysischen Pole verbindet – sowohl quantitative wie qualitative Aspekte erkennen. Das was man unter Quantität und Qualität in der Methodik und in der Begrifflichkeit versteht, wird durch die den z/w-Bereich konstituierende „Relationalität“ erzeugt.
836Am Beispiel der Raumzeit kann das etwas verständlicher werden. „3Rw/3 Rz“ ist eine relativ vollendete „z/w-Einheit“ aus den wichtigsten Relationsmöglichkeiten. Das sind zum einen die Beziehungen Rz/Rz und Rw-Rw. Ihre Gleichartigkeit und Vielheit sind die Basis der Quantität. Und das sind die Rw-Rw/Rz/Rz und Rz/Rw sowie deren weitergehende Relationen bei höher dimensionierten Räumen, deren enge Wechselwirkungen eine der Grundlagen für die „Qualität“ sind. Wenn man von methodischer Ordnung redet, dann meint man oft zuerst die quantitative Ordnung in Raum und Zeit. Sie ist die Basis für allgemeine Ordnungsvorstellungen von Neben- und Nacheinander und von weiteren sachlichen Ordnungskriterien.
837Dann tauchen bei solchen Kriterien wie die „Gleichrangigkeit“, „Gleichartigkeit“ und auch bei anderen begrifflichen Klassifizierungen der Einfluss von „G“ aus dem OG auf. In der traditionellen Metaphysik wird daher davon gesprochen, dass es eine Ordnungshaltigkeit der natürlichen Dinge und Geschehnisse gibt. Ein anderes Beispiel für den Zusammenhang zwischen den metaphysischen Polen mit dem Seienden (z/w) ist die Ordnungseigenschaft der „Vielheit“ der Dinge. Die Existenz mehrerer selbständiger Gegenstände ist formal die Bildung von Unterräumen, welche „abgrenzbar“ sind und dennoch zusammenhängend sein können, zum Beispiel in der Raumzeit. Das eben sind die Eigenschaften der Hauptrelationen Rw und Rz.
Wissenschaften
838Zu den wissenschaftsphilosophischen Aufgaben gehört die metaphysische Fundierung der „Begrifflichkeit“ und der „Methodik“ jeder Einzelwissenschaft. Die Mannigfaltigkeit des jeweiligen Besonderen, die Erfassung der Einheiten und des Ganzen eines Systems und einer Wissenschaft wird von uns einerseits von den E- und I- Elementen des OG fundiert, und die Gesetzmäßigkeiten der methodischen Seite werden als G und N analysiert. Andererseits geht es uns um die S- und R-Entwicklungsstufen in den einzelnen Wissenschaften.
839In den „Sprachen“ – hier die Theorien der einzelnen Wissenschaften – werden die vier Grundelemente des metaphysischen OG-Pols beliebig komplex kombiniert. Die Unzahl der Phänomene und deren vielförmige Einzelheiten sind entweder eher von E oder von I oder von I/E oder von „I/E/N/G“ bestimmt. So unterscheiden sich die Einzelwissenschaften – ob Physik, Biologie, Psychologie oder Sozialwissenschaften – unter anderem durch den Entwicklungsstand jener E und das Entfaltungsniveau der I, welche im Fokus ihrer fachwissenschaftlichen Arbeit stehen.
840Für alle Wissenschaften gelten allgemein die Wechselwirkungen der zwei metaphysischen Pole in den vielfachen z/w-Verhältnissen. Obwohl die allgemeine und die mechanistische physikalische Begrifflichkeit von E, G und N geliefert wird, liegt das Schwergewicht für die Theorien der Naturwissenschaften auf Sz, Sw und Rz, Rw.
841Der metaphysische z-w-Pol zeigt seine Einflussnahme zum Beispiel darin, dass formale Abstrakta in den Strukturen der Wissenschaften von ihm bestimmt werden, wenn beispielsweise die Trennungen generell von Rw bewirkt werden und Formbildungen dem Rz-Prinzip folgen.
842Das Zusammenspiel zwischen den beiden metaphysischen Polen sei noch einmal am Beispiel einfacher wissenschaftlicher Methodik gezeigt. Das methodische Verifizieren wird oft dem Falsifizieren konfrontiert. Es geht dabei um eine Variante der allgemeinen „N-G-Relation“. Beider „Trennung“ wird von den Rw-Funktionen des anderen metaphysischen Pols bestimmt. Vom OG her hat das Verifizieren den Sinn, jeweilige Ganzheiten und jede Einzelstruktur (E) durch G-Varianten zu erfassen. Falsifizierende und skeptische Methoden arbeiten mit der N-Größe.
843Die zwei anderen wichtigen wissenschaftlichen Methoden, die Dialektik und die Hermeneutik sind dagegen von den engen wechselwirkenden Beziehungen „N/G“ und „I/E/G/N“ bestimmt und von der Rw/Rz-Basis fundiert.
844In der Konfrontation der Deduktionsmethode mit dem Induktionsverfahren geht es um das Zusammenspiel von E,G, N, welche die Deduktion erklären lassen, mit dem „z/w-Pol, welcher die Wirklichkeit der konkreten Phasen, beispielsweise der Naturphasen, gestaltet, wobei mit Hilfe des Induktionsprozesses ein Übergang zu den E, N und G, den OG-Strukturen zu erreichen gesucht wird. Anschaulich gesagt, geschieht das durch die Aussonderung der „unwesentlichen Merkmale und Gesetzlichkeiten“. Das heißt, dieses Einzelverfahren des Übergangs vom z/w-Bereich zum OG ist die Negation (N) von S- und R- „Resten“.
845Wissen entsteht durch Erkenntnis und Erklärung, was wir beides als umfassende Relationierung aller Phasen ansehen. Diese Phasen sind in ihrer Entstehung und Entwicklung an die zwei metaphysischen Pole gebunden. Alle jene Phasen enthalten S- und R-Aspekte und die E-, I-, G- und N- Grundkategorien in deren jeweiligen verschiedenen Entwicklungs-Stadien. So vereinen zum Beispiel die Sachqualitäten eines Gegenstandes alle Naturphasen und in der kulturellen Seite des Gegenstandes vereint das Subjekt seine Wahrnehmung, seine Emotionen und Rationalität mit den Sprachen, in welchen das Wissen von dem Gegenstand vergesellschaftet wird
846Wie können bei solcher umfassenden Relationsbildung die Wissenschaften sinnvoll arbeiten? Wie wirken die einzelnen metaphysischen Komponenten in den Wissenschaften und in diesen Erkenntnisprozessen? An der Erkenntnis des Seienden sind zwar prinzipiell alle Phasen in dieser komplexen Wechselwirkung als Gesamtheit vereint, aber alle Pole, Entwicklungsstufen und alles Einzelwissen kann dank den im Modell „z-w zu z/w“ vorhandenen Rw auch abgetrennt werden.
847Die Trennungen jeder Art und schließlich die in die Einzelwissenschaften sind im „z-w-Pol und im OG als E-I-N-G-Trennung vorgegeben. Neben den umfassenden Wechselwirkungen und den unendlichen Übergangsfeldern gibt es überall im Seienden auch Erscheinungen der Konstanz, so in der individuellen Wahrnehmung, im rationalen Denken und in der Übereinstimmung der Menschen, beispielsweise in Hinsicht darauf, was „Tatsachen“ seien. Hier wirken die metaphysischen G, E, und auch N jeweils in ihrer statischen Funktion. Die Wirkung des metaphysischen I relativiert dagegen das rationale Denken der Fakten, die Konstanz des Seienden und erzeugt als I/E beispielsweise die emotionalen Eindrücke und mit ihnen die Qualitäten und Bedeutungen der Gegenstände. Wie hängen die Einzelwissenschaften mit der Wissenschaftsphilosophie zusammen?
848Die Wissenschaften, als Systeme methodisch gewonnener allgemein gültiger Aussagen, werden von der Philosophie hinterfragt. Wie ist ihre Begrifflichkeit und die Methodik zu begründen, warum ist in den Wissenschaften das ständige Fortschreiten konstitutiv, wie unterscheiden sich die Einzelwissenschaften und wie hängen sie zugleich zusammen ?
849Die Wissenschaftsphilosophie begründet diese Eigenarten der Wissenschaften durch neue metaphysische Aussagen. So gibt es zum Beispiel die Einteilung der Methodik aus der Dualität in den Relationen zwischen den Elementen des OG. Das kann man in methodischen Verfahren wie der Identifizierung, Beschreibung und als Begriffsbildung, Formulierung von Gesetzen und in der Systematisierung der Begriffe und Gesetze nachweisen. Einerseits ist es die Trennung, Gegensätzlichkeit der N-G sowie die Erzeugung der E aus der G-Dynamik, und andererseits ist es die enge Wechselbeziehung N/G und I/E, auf die sich die philosophische Analyse stützt. Das Zusammenspiel mit dem anderen metaphysischen, dem z,w-Pol, zeigt, dass diese Trennungen auf Rw beruhen und die engen Beziehungen auf Rz.
850Die methodischen Gesetze und Regeln sowie das was als „Systematik“ gilt, werden von uns durch Kombinationen der genannten Relationen allgemein in der „Sprachenphase“ gebildet, die Wissenschaften treten dort mit der Umgangssprache und mit anderen Sprachenarten in systematisch begründbare Wechselbeziehungen.
851Die dritte Säule unserer Wissenschaftsphilosophie ist die Beziehung zwischen den zwei metaphysischen Polen. Die Verbindung zwischen ihnen entwickeln S-Aspekte zu den E-Existenzen. Das geschieht im Verlaufe der Erzeugung der einzelnen konkreten Phasen, deren spezifische Eigenarten die der Einzelwissenschaften sind. Die R-Aspekte entfalten sich in diesen Übergangsfeldern zwischen den beiden Polen zu den I-Varianten und zu den G-und N-Dynamiken. Insbesondere die jeweilige einzelwissenschaftliche Begriffsbildung wird aus Wechselspielen zwischen S-und R-Aspekten mit den E-und I-Seiten erklärbar. Wir reduzieren dabei die begrifflichen Gedanken und Sätze vor allem auf die vier OG-Elemente und auf deren Relationen untereinander. Aber erst durch die weitere Bezugnahme auf die S und R und die allgemeine Entwicklung gewinnen nicht nur die OG-Elemente „Sinn und Wahrheit“.
852Das alles begründet gleichfalls den Zusammenhang der Wissenschaften. Die Entwicklung und Entfaltung stellt den Unterschied und den Zusammenhang zwischen dem Individuellen des besonderen Gegenstandes und dem Allgemeinen her, weil dabei in formaler Weise die Rw und N unterscheidend sowie die Rz und G verbindend wirken und die Sw, Sz und die E und I die physikalisch- und begrifflich-inhaltliche Wirkung verursachen.
853Ihre Unterschiedlichkeiten sind die in den einzelnen Wissenschaften. Sie sind Folge des Antriebes in jener allgemeinen Entwicklung, welcher durch die zwei gerichteten Kraft-Arten Sw und Sz bewirkt wird. Dabei verändern sich die beiden „materialen“ S-Aspekte infolge ihres Gebrauchs, aus den S werden die E. So sind die S-, E-Existenzen in der Physik noch mehr von deren Materialität, der Masse-Eigenschaft (Sz) und den elektrodynamischen Eigenschaften (Sw), geprägt als es die biologischen Existenzen und die geistigen, sprachlichen sind. Letztere sind von Sz und Sw nur noch indirekt, über Relationen vermittelt, abhängig.
854Wie alle „Sprachen“ und typisch für alle z/w-Phasen sind auch die Wissenschaften als Mittel zur Erklärung der Welt wechselwirkende Relationen der metaphysischen Pole mit den vielen je andersartigen z/w-Varianten. Das Wissen und auch das Wissenwollen ist als Relation zwischen den Phasen der Subjektivität und der Gesellschaftlichkeit sowie allen anderen Phasen anzusehen. Es geht beim wissenschaftlichen Forschen um Zielsetzungen (I), die in der individuellen und kollektiven Entwicklung aufkommen. Die individuelle subjektive Entwicklung ist so mit der allgemeineren, der der Wissenschaften als Teil der Geschichte des menschlichen Geistes verbunden.
855Wie jede Sprache, jedes Sprechhandeln ist der zentrale Aufbau der Wissenschaften von „I-N,G-E“ geprägt. Das ist ein Ablaufsprozess, der jedes Denken, Arbeiten, Handeln strukturiert, und bei dem zu Beginn beispielsweise eine Zielentscheidung steht, ein Wissenwollen (I), dem die notwendigen methodischen Prozesse (G, N) zugeordnet werden, um das Ziel zu erreichen (E). Dieses E kann dann als erweitertes Wissen, als Erkenntnis (E) Ausgangspunkt für die Fortsetzung des Prozesses sein. Dem E werden wiederum Methoden (G, N) zugeordnet, was die Möglichkeit eröffnet, weitere Ziele (I) zu formulieren und zu erreichen. Die Struktur dieser Prozesse zur Anhäufung von E-Modifikationen – wie Wissen, Produktionsmittel, Reichtum – und der Erzeugung von I – wie Zielsetzungen, Interessen, Wünsche – sind Varianten des unbegrenzten Grundprozesses „z-w zu z/w zu z-w-zu-etc.“, in welchem die S-Aspekte die Basis der E sind und die R-Aspekte die Grundlage von I und G, N.
856Die Hervorhebung einzelner metaphysischer Grundgrößen, zum Beispiel von I für die Kultur- und Gesellschaftswissenschaften oder von Sw in der Elektrodynamik für die Naturwissenschaften, strukturiert das Feld der Wissenschaften.
857Die S- und E-Seite und die G-Methodik betrachtete man wegen ihrer relativen Stabilität als „notwendige Wahrheiten“ und als Gegensatz zur zeitlich und sachlich vergänglichen I-Seite. Wir heben diesen Gegensatz zwischen E und I auf. Das geschieht beispielsweise schon mit der Einbeziehung der „Geltung“. Als Begründung aus gesellschaftlicher Erfahrung, ist das eine Bindung der „Wahrheit“ (E) an gesellschaftliche Willensbekundung (Ig), eben als I/E-Position.
858Was Wissen und was Wahrheit ist, wird bis heute in verschiedenen wissenschaftlichen und philosophischen Richtungen beantwortet; wir fassen diese zusammen. So betonen zum Beispiel die einen den empirischen Übergang zwischen wahrnehmendem Subjekt und wahrgenommenem Gegenstand. Die Konsenstheorien betonen in dem komplexen Vorgang das kollektive Einverständnis zur Geltung dieser Übergänge. Wobei die Probleme der „sprachlichen“ Vermittlung bei der Erklärung des Einverständnisses von einer weiteren philosophischen Schule hervorgehoben werden. Im Alltag und in den Wissenschaften werden die einzelnen Schwierigkeiten auf die Unterscheidung von Erkenntnis-und Sachgründen reduziert. Wir systematisieren die Vielfalt dieser philosophischen Ansätze, wenn wir sie in den zwei metaphysischen Polen zusammenfassen. Mit ihnen lassen sich die Wissenschaften begründen, als jene Erkenntnis, die in den OG-Elementen im Höchstmaß abstrahiert wird und mit den Sachgründen, die schlussendlich in den gerichteten Kräften der Physik ihren Ursprung haben.
859Zum Beispiel wird das metaphysische G in der empirischen und der rationalen Methode auf den elektrodynamisch-gravitativen Sachverhalt des physikalischen Gegenstandes bezogen. Das kann als „Denkarbeit“ in einer vereinfachten Form angesehen werden, die deshalb gelingt, weil die beiden Pole über die allgemeine Entwicklung zusammenhängen. Im Übergangsfeld zwischen den zwei Polen geschieht solcher wechselwirkende Entwicklungs- Prozess innerhalb der einzelnen Phasen – beispielsweise der biologischen, der subjektiven, der gesellschaftlichen – tatsächlich aber in komplizierter Weise. Das sei am Übergang zwischen den Sätzen einer Sprache und dem Verständnis dieser Sätze durch ein Subjekt gezeigt. Es berührt die Methodik und die inhaltlichen Propositionen. Methoden wie die Verifikation und die Falsifikation werden von uns auf die N-, G-OG-Elemente zurück geführt. Komplexe Methoden wie die Dialektik, die Glaubensmethode und das hermeneutische Verstehen, reduzieren wir zunächst auf z/w-Phasen – zum Beispiel auf gesellschaftliche „Regeln des Gebrauchs“ – und dann weiter auf die Relationen N/G, I/E und I/N/G/E und wieder auf den OG.
860Mit den Aussage-Inhalten geschieht analog das gleiche. Jede einzelne Proposition lässt sich als Wechselwirkung der Inhalte der beteiligten anderen z/w-Phasen und schließlich der S- und R-Aspekte sowie der E und I-Seiten des OG darstellen. Dadurch gewinnt jede inhaltliche Aussage in unbegrenztem, aber auch begrenzbarem Maße „Bedeutung“ und eine Referenz zur Wirklichkeit. Dabei stützen sich rationale Begründungen eher auf N,G und E, während finale und intentionale Erklärungen eher von I und I/E begründet werden. Die doppelte Weise, nach der sich die z/w-Phasen – und ihre Details – gegenseitig stützen und erklären, und die Tatsache, dass dazu die Grundannahmen der zwei metaphysischen Pole mit ihren „ersten Prinzipien“ ebenfalls herangezogen werden können, folgt dem allgemeinen Modell der Wissenschaftsphilosophie, der „z-w zu z/w zu OG“- Relation.
861Die wissenschaftliche Arbeit ist somit an die metaphysischen Pole gebunden. Man kann sich ihre Zielsetzung nur vermittels Rz und G vorstellen. Diese beiden begründen die synthetische Methodik zur Stiftung von Zusammenhängen und Einheiten sowie als Vermittlung zwischen Erkennendem und Erkanntem. Auch weitere zentrale Aufgabenstellungen wissenschaftlicher Arbeit beruhen letztlich auf metaphysischen Basiselementen. Beispielsweise fußen die Trennungen in „Elemente“ und in „Teile“, in Vergangenheit und Zukunft, wahr und falsch etc. auf den Rw und N.
862Das zwischen den Polen liegende z/w-Übergangsfeld enthält alle komplexen Probleme, welche in den Einzelphasen der Sprachen, der Subjektivität und der Gesellschaft sowie der vielen naturwissenschaftlichen Phasen wichtig sind. Besonders eng ist auf dem z/w-Feld jedoch der Bezug zwischen den Wissenschaften und der Subjektivität. Die eingesetzten wissenschaftlichen Methoden – deduktive Logik, Dialektik, Hermeneutik, Kritik und Hypothesenbildung – sind von den subjektiven Grundfähigkeiten der Rationalität, der Gedächtnisleistung und Phantasie deshalb nicht zu trennen, weil ihnen die metaphysischen Basisgrößen – in verschiedenen Entwicklungsstadien – gemeinsam sind
Erklärung
863Für das theoretische Denken ist die „Erklärung“ einer der wichtigen philosophischen Begriffe. Das formallogische Vorgehen – N-G in der OG-Phase – ist dabei zwar notwendig, aber für ein umfassendes Explikationsverfahren nicht hinreichend. Das aber erreicht man durch die Beteiligung auch der anderen Phasen.
864Die erklärende Begründung beim sachlichem Wissen muss prinzipiell jede andere Phase hinzuziehen und das heißt, dass sie auch die zwei metaphysischen Pole bemühen muss. Während die Relation zu anderen Wissenschaften eher einen synthetischen Charakter hat, geht es bei der Beziehung zum z-w-Pol und zum OG-Pol um die „Erklärung“ als Reduktion auf I, E, G, N und auf die physikalischen Grundgrößen.
865In allen Formen von Erklärung der Gegenstände und Ereignisse kann man in der erforderlichen Wechselbeziehung aller Phasen drei Hauptbewegungen erkennen, welche von den Basisrichtungsrelationen Rw und Rz bestimmt werden.
866Die reduzierende und abstrahierende Denkarbeit führt das subjektive Denken zum OG oder zur Ersten Physik, und wenn man sich für die Erklärung abstrakter Sachverhalte konkrete Bilder vorstellt, zum Beispiel anthropomorphe, dann werden innerhalb der z/w-Phasen die Bereiche verbunden. Im verwickelten Erklärungsvorgang führt Rz zu immer „kleineren“, „exakteren“, enger zusammenhängenden Erscheinungen, Rw führt zu getrennteren Verhältnissen und Rw/Rz vereint beides in komplizierter Weise zu den z/w-Phasen.
867In allen Teilstrukturen des z/w-Großbereiches treten die „ungestaltete Materie“ der freien S, R, z, w und die „reinen Formen“ des OG – E, I, G, N – zusammen auf. In ihren Wechselbeziehungen bilden sie das „Seiende“. Da das ebenso für alle z/w-Subphasen, die konkreten Besonderheiten in den Einzelwissenschaften und im gewohnten Leben gilt, hängen auch diese über die metaphysischen Pole zusammen. Und die Subphasen sind zugleich von einander trennbar, weil die Entwicklung der E, G, N und die I-Entfaltung unbegrenzt viele verschiedene Übergangsformen erzeugen und diese durch die R-und I-Freiheiten beliebig miteinander kombinieren lassen.
868Die Erklärungsfunktion der Phasen des Seienden wird also auf die Verbindung zwischen den zwei Polen bezogen. Die Abstufung der konkreten Phasen und I/E-Gebilde im Laufe der allgemeinen Entwicklung folgt der Abnahme der S-Kräfte und der Annäherung an die kräftefreien OG-Elemente. Die Irrealität der fantasierten freien I und Ei wird dadurch bewirkt, dass die zwei gerichteten S/R- Arten tendenziell völlig verschwunden sind. Genauer gesagt, dass es die Kohäsion der Sz/Rz, welche das z/w- und I/E-Gleichgewicht alles Seienden aufrecht erhält, dort nicht mehr gibt. Mit der Trennung durch Sw/Rw wird wieder das Metaphysische erreicht, hier als Virtualität und freie unbegrenzte Zielsetzung wissenschaftlicher oder alltäglicher Art.
869Bei „Erklärungen“ sind die Wechselwirkungen aller Phasen beteiligt, insbesondere aber sind die Übergänge zwischen ihnen wichtig. Sie sind von den freien Rw und Rz her unendliche Felder. Sie können sich wegen der Rw- und Rz-Freiheiten zum Beispiel als graduelle „Abweichungen“ und als „Irrtümer“ in den empirischen Methoden und allgemein in der Erkenntnis und Erfahrung, aber auch als Basis der Korrigierbarkeit zeigen. Wissenschaftliche Methoden wie die „Induktion“ und Verfahren wie die nicht endende Diskursivität beruhen auf diesen prinzipiell freien und möglicherweise unbestimmten Übergangsfeldern
Wesen
870Der Ausdruck „Wesen“ war stets eigentlich die Frage, was sich hinter der Natur der Dinge verbirgt. Wir beantworten diese Suche nach dem „übernatürlichen Grund der Welt“ mit der Beziehung der zwei metaphysischen Pole, dem OG und z-w. Es sind die Phasen des z/w-Bereichs, vor allem die Subjektivitätsphase und die Sprachen, welche zugleich die beiden metaphysischen Pole verbinden und aus ihnen entstehen.
871Unter dem Wesen eines Gegenstandes ist dann zunächst, in Ergänzung seiner Existenz (E), auch seine qualitative Beschaffenheit zu verstehen. Die „Qualität“ wird von uns als „I/E zu N/G“ modelliert. Wobei die E und I beim Begriff des Wesens zum Beispiel solche der biologischen und emotionalen Strukturen und der Interessen des wahrnehmenden Subjekts sind. Der „Gegenstand“ hat also für den Menschen zunächst „Existenz“ (G, E). Diese Erkenntnis wird durch die Qualitätswahrnehmung als Relation zwischen den E und I des Gegenstandes und den E und I des Menschen erweitert.
872Die Beziehungen zwischen allen dabei beteiligten E und I sind von der umfassenden E-Entwicklung und der I-Entfaltung ermöglicht. Die allgemeine I-Entfaltung lässt dynamisch alle I einbeziehen und diese miteinander verbinden. Die E-Seiten von Sache und Mensch sind auch über die allgemeine E-Entwicklung verbunden. Dabei sind die E des wahrnehmenden Subjekts hier beispielsweise der Bestand seines Wissens um den Gegenstand. Zu den relevanten I des Menschen zählt das Interesse am Gegenstand. Zur I-Seite des Gegenstandes gehören zum Beispiel seine physikalischen Rw und Rz oder auch seine „Selbsterhaltung“, die als physikalischer Widerstand gegen Veränderungen erscheint. Bei biologischen Entitäten sind die wichtigsten I-Funktionen die bekannten Selbsterhaltungen. Die stets aktive dynamische I-Relationsbeziehung vermag alle für das Wesen des jeweiligen Gegenstandes relevanten I/E-Relationen herzustellen.
873Derartige komplexe Wechselwirkungen umfassender Art führen zu den prinzipiell möglichen „Ungenauigkeiten“ des Wesens-Begriffes. Das kann man vereinfacht der emotional-rationalen und intuitiven Erkenntnis des „Wesens“ zusprechen, man kann es aber genauer als die hermeneutische Erkenntnis-Methode verstehen. Sie wird von uns als konkrete begriffliche Wechselwirkung im Modell „I/N/G/E“ gefasst. Bei ihr wird „die Form in die Materie aufgenommen“. Diese „substantielle Form“, die das „Wesen der Dinge“ ausmache berührt alle Entwicklungsstufen der Basisbegriffe, also auch z und w, welche in jener alten Beschreibung von „Wesen“ als materielle Seite erwähnt werden.
874Aristoteles war der erste, der die charakteristischen Züge des z/w-Großbereichs nutzte. Die qualitative Bestimmtheit einer Sache ist von ihm mit den Begriffen „Substanz“ und „Wesen“ verbunden worden. Auch die „Form“ rechnet Aristoteles zum „Wesen“. Wir modellieren die qualitativ-inhaltliche Beschaffenheit mit „I/E“ und die Form durch E/N/G. Die Dinge und die Geschehnisse, ihre qualitative Seite und ihre formalen Gesetzlichkeiten und daraus ihr Wesen können als spezifische Relationen von z/w, das heißt von allen Entwicklungsstufen zwischen „Sz/Rz zu Sw/Rw“ bis hin zu „I/N/G/E“ in allen möglichen Abstraktionen und Konkretisierungen dargestellt werden.
875Die Umschreibung des Begriffes „Wesen“ als aus „notwendigen Merkmalen“ beschaffen zu sein, weist darauf hin, dass in der I/E-Struktur nicht nur ein einziges I und nur ein E, sondern sie alle berührt werden. Wenn alle Phasen in ihrer Wechselwirkung einbezogen werden, ist die geforderte „Notwendigkeit“ erfüllt. So ist zum Beispiel ein wichtiges Charakteristikum des Menschen seine Ratio, aber auch die spezielle Biologie seines Gehirns, seine Emotionalität, seine Vergesellschaftung und den Wechselbeziehungen untereinander. Jede einzelne dieser Strukturen mit ihren Funktionen wird in ihrer konkreten Existenz (E), den Prozessen (N;G) und Zielentscheidungen (I) in der allgemeinen Entwicklung mit den metaphysischen Polen verbunden.
876Die Wesensbestimmung einer Sache oder einer Person versucht möglichst alle E und I in I/E-Relationen einzubeziehen, um durch Relationsbildung nicht nur die metaphysischen Pole, sondern auch die z/w-Bereiche zu berücksichtigen und damit eine gewisse Vollständigkeit wissenschaftlich-philosophischer Art zu erreichen. Jedoch die Denkpraxis trifft eine Auslese, wodurch das Wesen stets um Merkmale ärmer erscheint als es das tatsächlich ist. Wenn wir das Wesen als ein I/E-Gleichgewicht ansehen, dann kann aber die damit verbundene Selbständigkeit des jeweiligen Seienden dadurch „unwesentlich“ werden, dass zum Beispiel der beurteilende Mensch seine eigenen I darin betont. Diese Ii mögen dann für andere und für die Ik der Vergesellschaftung nebensächlich sein. Ein gesellschaftlich anerkanntes inhaltliches Gleichgewicht kann so durch dynamische oder zufällige Veränderungen der jeweiligen Existenz (E) und der Zielsetzungen (I) unwesentlich werden.
877Wenn die Eigentümlichkeit einer Sache allein durch die Dynamik des analysierenden Verstandes und durch die zwei metaphysischen Pole bestimmt wird, wird uns diese Sache immer fremder. Es ist nicht mehr der alltagsbekannte Gegenstand, beziehungsweise der uns bekannte Mensch. Aber eben diese I, E, genauer, die metaphysischen OG-Elemente und ihre einfachsten Relationen bilden das so schwer begreifbare „Wesen“ einer Sache und eines Menschen. Wobei wir noch einen Schritt weiter gehen und die Entwicklungen und Entfaltungen aller acht metaphysischen Grundgrößen in einen umfassenden Begriff von Wesentlichkeit einbeziehen. Die traditionellen. begrifflichen Gegensätze im „Wesen“, wie zum Beispiel „Form und Materie“ bei Aristoteles, werden dann von uns durch die Relationen der acht metaphysischen Grundelemente erarbeitet.
878Die Alltagssprachen sind insgesamt Konkretisierungen der vielfältigen Relationen und Kombinationen von Relationen der vier geistigen OG-Elemente.
879Auf dem Weg zum OG steht die Alltagssprache über die gemeinsamen Grundstrukturen mit allen anderen Phasen, insbesondere mit den anderen Sprachen-Arten und Wissenschaften in sich gegenseitig bestimmender Weise in Wechselbeziehung. Man kann daher zum Beispiel sagen, dass das individuell Seiende durchaus aus dem Wesensbegriff deduzierbar ist, weil das Wesen als relativ einfache I/E-Relation eine Basis in den komplexen Relationen der begrifflichen Seite der seienden Gegenstände und Prozesse sein kann.
Seele
880Die philosophischen Versuche, den Gegensatz zwischen Materie und Geist aufzuheben, bezogen manchmal die Vorstellung von der „Seele“ mit ein. Es gab die Position, dass die Seele beides habe, „substantielle Form“, aber andererseits diese „Form der Körperlichkeit“ zugleich unabhängig von der Materie sei.
881Auch die „Psyche“ als Erbe des Seelenbegriffes wird noch in diesem Übergang von natürlichen Gehirnstrukturen zu den emotional-rationalen Funktionen untersucht.
882Wir verallgemeinern diese Versuche und sehen darin eine Variante des Zusammenspiels der dualen metaphysischen Prinzipien, von den S und R bis zu den E und I.
883Dann stecken aber in allen z/w-Phasen des Seienden, so etwas wie „Seelisches“. Weshalb es von einigen Religionen konsequent ist, auch allem Dinglichen eine Seele zuzusprechen. Wenn die Seele als die substantielle Form des Körpers eine Einheit ist, dann ist diese Aufhebung der Konfrontation der Substanz des Körpers mit dessen Form die der Aufhebung der Grenze zwischen Physischem und Psychischem in unserer allgemeinen Entwicklung, was wir als das Zusammenspiel aller Phasen und die Übergänge zwischen ihnen zeigen. Als „Seele“ kann man dann die „objektive“ Existenz von S- und R-Aspekten und von deren Zusammenspiel mit dem OG in der z/w-Phase der „Subjektivität“ umschreiben. Was bereits bei dem z/w-Seienden zu erkennen ist und was die metaphysischen Pole auch zeigen, aus systematischen Gründen kann es in ihnen Ungleichgewichte durch die Betonung der E-Seite oder der I-Seite geben. Wir sehen in der Vorstellung von „Seele“vor allem eine Ungleichgewichtigkeit zwischen den beiden metaphysischen Polen und zwar zu Gunsten des OG und seiner freien I.
884In der geistesgeschichtlichen Abfolge, noch im Mittelalter, wurde der Begriff der „Seele“ in vielfältigen Zusammenhängen als Prinzip des denkenden Menschen, des Lebens, des biologischen Organismus und des Kosmos gesehen. Verband die Seele dabei gewissermaßen unsere zwei metaphysischen Pole, so trennt der aufklärerische idealistische Mechanizismus cartesisch das räumlich ausgedehnte Körperliche vom Psychisch-Seelischen des selbstbewussten Ich. Wir betonen dagegen heute, dass es um das Verhältnis beider Möglichkeiten geht. Wissenschaftsphilosophisch wichtig sind also jene Trennungen in Bezug zu ihren Aufhebungen als Bildung von jeweils neuen Ganzheiten, hier als die Seele. .
885Das menschliche Subjekt ist jene z/w-Phase, die als „Höhepunkt“ aller z/w-Phasen angesehen werden kann, weil sich in ihr alle konkreten physischen Phasen mit den geistigen treffen. Diese Fülle und die vielen zugehörigen Übergänge mit den Wiederholungen aller vorhergehender Entwicklungsphasen, Naturgesetze und deren Aufhebungen, in allen Details, sorgt nicht nur für Verwirrung in Wissenschaft und Alltag. Als Höhepunkt auch im „Formalen“ sind diese wechselwirkenden. Entwicklungen und Entfaltungen im Subjekt zu einer spezifischen „Vollendung“ gekommen. Der besondere Ausdruck „Seele“ soll das andeuten.
886Diese Vollendung zeigt sich auch darin, dass bei allem Zusammenwirken der verschiedenen Strukturen und ihrer relationierenden Funktionen die Subjektivität eine verhältnismäßig einfache Einheit ist. Sie schließt alle konkreten E-Variationen ein, so zum Beispiel das subjektive Wissen oder den sozialen Status, und sie enthält alle tatsächlichen, aber auch möglichen subjektiven Wünsche, Ziele, Interessen (Ii). Wir vereinfachen und abstrahieren das in der Einheit der Ii/E-Relation, was als zentrale Eigenschaft der „Seele“ gelten darf. Auch traditionell wird der formale Charakter der Seele als „Einheit“ beschrieben, zum Beispiel in ihrer Beständigkeit im Wandel der Erscheinungen.
887Die Seele wird als Einheit gesehen, obwohl sie unbegrenzt viele Eigenschaften im Bereich der Sensitivität und der Intelligibilität hat. Wir gehen ganz allgemein von der Trennung und dem Zusammenspiel von Einheitsbildung und unbegrenzter Vielfalt aus. Das Modell „z-w zu z/w“ soll das andeuten. Dann stehen den zahlreichen Menschen mit ihren unterschiedlichen oder ähnlichen, jedenfalls nicht wenigen Eigenschaften (Ei) und Wünschen (Ii) jene formalen Eigenschaften der Beständigkeit und Einheitlichkeit gegenüber, die allen Menschen gemeinsam sind. Es sind beispielsweise konkrete Übereinstimmungen in ihren biologischen Funktionen, bis zu dem, was ihre soziale Gleichheit ist. Das wird in „E“ und „I“ sowie in G angesprochen. Der gedankliche Begriff „Seele“ will aber nicht nur das abstrakte Allgemeine der vielen Subjekte sein, was in „I/E“ ausgedrückt wird. Vielmehr ist das, was die Subjektivität ausmacht, eben beides, und das will der Seelenbegriff auch sein und vermitteln.
888Es ist aber prinzipiell nicht möglich, jene Abwägungen abzuschließen, ob der andere Mensch das Gleiche, Ähnliches oder was anderes denkt und fühlt. Daraus entsteht die Ungewissheit, welche stets auch die Vorstellungen von „Seele“ begleiteten. Inhaltlich gesehen ist diese Unbestimmtheit wiederum eine Folge der Wechselwirkung aller Phasen, welche das „Subjekt“ konstituieren.
889Wir erklären den einheitlichen Komplex der Subjekt-Seele also auf zwei Weisen, aus der physikalischen und biologischen Genese und weiterhin aus den darauf aufbauenden Sprachenphasen sowie aus dem OG. Der „Subjekt-Seele-Einheit“ wurden zuweilen Beziehungen zu den Naturphasen zugesprochen. Zum Beispiel in der Behauptung, dass sich das Verhältnis von „Verstand zur Seele“ verhalte wie das physikalisch-körperliche Seiende zu „Raum und Zeit“. Diese etwas unklaren Vergleiche zeigen gleichwohl die Suche nach den Zusammenhängen zwischen der materiell-biologischen Organisation des Körpers mit dem Seele-Bewusstsein- Komplex. Wir können das systematisieren, um dann zu fragen, wie die „Seele“ dabei ihren Platz findet. Durch die allgemeine Entwicklung sind Körper und Geist bereits auf der ersten Entwicklungsstufe von „w“ (Sw/Rw) und „z“ (Sz/Rz) miteinander verbunden. Die R-Seite stellt die Verbindung und Vermittlung zwischen dem physikalisch Seienden und dem OG her, welcher die Ablösung vom subjektiven Verstand und damit dessen Überhöhung ist. Die Modellierung zeigt das. Die R-Kombination von Raumzeit – Rw-Rz zu Rw-Rw/Rz-Rz – ist die Brücke zwischen Physikalität – z-w zu w-w/z-z – und Geist – I-E zu I/E und N-G zu N/G -, wobei E aus den S-Aspekten und N, G und I aus den R-Aspekten entwickelt werden.
890Die Eigenschaften der Seele passen zu den einzelnen Modellen. Von jeher wird behauptet, die Seele sei beständig, im Wandel der Erscheinungen sei sie ewig. Das ist eine Eigenschaft, die man dem Subjekt nicht zusprechen kann, die aber zum metaphysischen z-w-Pol und zum OG-Pol gehört. Wenn die Seele auch als „Kraft“ gesehen wird, die vom Körper unabhängig sei, aber welche die biologischen und psychischen Aspekte im Menschen „zusammenzwinge“, dann kann man durchaus an die widersprüchlichen S-Kräfte und deren Eigenschaften denken, die wie die Seelen selbständig sind, aber dennoch ihre Wirkungen in allen Phasen haben.
891Das was als Seele bezeichnet wird, kann mit diesen Verbindungen zum „z-w“-Pol und zum OG und als die Annäherung an eine Einheit der beiden metaphysischen Pole angesehen werden. Aber zur Erklärung jeder Phase muss man eigentlich alle anderen Phasen bemühen. Wenn man nur die Wechselwirkung der zwei metaphysischen Phasen OG und „z-w“ nutzt, dann ist das für die Erklärung der Seele nicht hinreichend. Von der Sprachen-Phase und vom OG-Pol kommen die Beschreibungen der Seele durch E und wir fügen hinzu, durch I. Von der Subjekt-Phase wird diese abstrakte „Einheit“ Seele, mit ihren grundlegenden Ursachen und Zielen, wie sie in den beiden metaphysischen Polen gelten, durch alle Entwicklungsphasen gestaltet und bestimmt und vom Subjekt intuitiv erfasst. Damit wird auch der Widerspruch aufgelöst, dass die Seele als unabhängig von den natürlichen Funktionen und Gesetzmäßigkeiten des Körpers gesehen wurde, es aber zugleich offensichtliche Zusammenhänge zwischen Körper und Seele gab. Es geht also nur sekundär um die Einheitsbildung von Körper und Seele, diese beruht vielmehr auf der subjektiv verstandenen, vorläufig emotional erfühlten Einheit der abstrakten Möglichkeiten der E, G, N und I und den Möglichkeiten der freien und der gebundenen R-und S-Aspekte.
892Wenn also einerseits stets gesagt wurde, der Körper ermöglicht offensichtlich erst die Existenz der Seele, aber der Körper ist auch „der Kerker der Seele“, der die Mächtigkeit der Seele beschränkt, dann sind das Umschreibungen des Verhältnisses zwischen E und I, wobei die E-Seite die I-Freiheiten der Seele begrenzt, und wo die Bindungen der R-Seite an die S-Kräfte ebenfalls spezifische Einschränkungen der Seele bedeuten.
893Ein Beispiel für die Anwendung der Sprachen auf Eigenschaften der Subjektivität und der Seele ist die Behauptung, dass die Seele zwar im Körper, aber doch nicht an einem bestimmten Ort ist und dass sie zugleich überall und doch nirgends in ihm sei. Das ist die Aufhebung der mechanistischen Erfahrung. Über diese hinaus gilt nämlich, dass die zwei „verschiedenen Substanzen“ Seele und Körper sich durchdringen und zugleich an ein und demselben Ort sein können. Das ist eine Grundeinsicht der Quantentheorie, die wir wiederum als „z-w zu z/w“ modellieren
Freiheit
894Der Gegensatz von Freiheit und Notwendigkeit, durch den beide sich gegenseitig begrifflich bestimmen, hat seine Ursache in den beiden metaphysischen Polen. Die Existenz der zehn Größen – Sz, Rz, Sw, Rw, z, w und E, I, G, N – ist „notwendig“ und „objektiv“ zu nennen. Was verbürgt die Absolutheit dieser Behauptung? Wie alle Begriffe haben auch Begriffe wie „objektiv“ und „absolut“ und „frei“ zwei ihnen übergeordnete Überlegungen, das sind die ihrer Endlichkeit und die ihrer möglichen Unendlichkeit. Sie bezeichnen einerseits eine Denkgrenze, andererseits heben Absolutheit und Freiheit aber den Gegensatz von Endlichkeit und Unendlichkeit auf. Sie gehen jedoch nicht über diese hinaus.
895Wir verankern das nun wieder in den beiden material-metaphysischen Richtungsarten. Die „Endlichkeit“ hat die Selbstbezogenheit der Rz und die kohäsive Beziehung zu den Rw zur Grundlage. Zugleich aber ist die Rz/Rz-Relation die in eine unbegrenzte „Tiefe“. Das kann am physikalischen Beispiel des „Schwarzen Lochs“ demonstriert werden. Die Rw-Rw – beziehungsweise die „w-w“ – sind die andere Basis aller konkreten Endlichkeit. Aber sie spannen ebenfalls Unendlichkeiten auf, zum Beispiel elektrodynamische Felder oder unbegrenzbare begriffliche Phantasien, eben das was gemeinhin als Verwirklichung von Freiheit gesehen wird.
896Der traditionelle Streit, ob das metaphysische Erste frei sei oder Notwendigkeiten unterliegt, wird bei uns also aufgehoben. Der S- und der R-Aspekt sowie z und w können beides zugleich sein, weil sie noch nicht Rw/Rz-Relationen der vierdimensionalen Raumzeit sind. Sie sind aber insofern notwendig, weil sie als freie Elemente im z/w-Bereich zum Beispiel als Basis einer Axiomatik der Physik gelten können. Analog ist es mit den Elementen des OG, auf denen beispielsweise die Sprachen beruhen. Zur allgemeinen „Notwendigkeit“ gehören auch die Übergänge zwischen OG und den z/w-Phasen, zum Beispiel die „Kausalität“. Aber als Entwicklung und in den Entfaltungen aller z/w-Phasen zeigen sich wiederum die „Freiheiten“.
Sein und Ziel (2026), Buch I, Teil II (Erste Physik) und Teil IV (Entwicklung und Ontologie); das Modell der zwei metaphysischen Pole trägt das ganze Buch. Zum Buch
- 2013Sein und Ziel – Kurzfassung
- 2015Physik und Philosophie
- 2020Wissenschaftsphilosophie und Metaphysik spätere Wiederaufnahme
- 2021Ontologie und Wissenschaftsphilosophie
Erstveröffentlichung am 06.12.2015 auf dieser Website (als PDF). Textgrundlage ist die veröffentlichte PDF-Fassung (2013); ein Word-Original liegt nicht vor. Das Inhaltsverzeichnis der Vorlage ist durch die Zwischenüberschriften ersetzt. Der Text beginnt mit einem englischen und einem deutschen Abstract. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (29 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.