Religion und Wissenschaftsphilosophie

Wilhelm Bauer2023Religion und Theologieca. 19.900 Wörter · ca. 80 Min.
RegestErläuterung des Herausgebers, mit KI-Unterstützung erstellt

Bauer ordnet die Religion in seine allgemeine Entwicklung ein. Gott, das Absolute, das Eine erscheinen bei ihm als die äußerste Abstraktion der Existenz (E), die in ihrer Unendlichkeit „leer“ wird; der Glaube verbindet diese Unendlichkeiten mit den Zielen (I) der Einzelnen und der Gemeinschaften. Den alten Streit, ob Glaubensinhalte der Vernunft zugänglich sind, beantwortet er mit seinen zwei Grundmethoden: dem trennenden, logischen Denken (N-G) und dem verbindenden, dialektischen (N/G), die beide gleichberechtigt sind. Ein längerer Teil verfolgt die europäische Geschichte des Christentums – von der griechischen Philosophie und dem Neuplatonismus über Gnosis, Manichäismus und Patristik bis zu Thomas von Aquin, der Aufklärung und Kant; es folgen Überlegungen zu Glauben, Vernunft und Wissen, zum Atheismus und zur Theodizee.

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Verzeichnis der Abkürzungen

1WP – Wissenschaftsphilosophie

2wp – wissenschaftsphilosophisch

3S – physikalische Kraft

4R – dynamische Gerichtetheit der zwei Grundkräfte, die zugleich als „Relationen“ wirken

5Sz – kohäsive Kraft; in der Kernkraft und in der Gravitation

6Rz – zusammenhaltende, kohäsive Gerichtetheit

7Sw – trennend wirkende Kraft; im Elektromagnetismus

8Rw – trennende, wegweisende, abweisende Gerichtetheit

9z ist Sz/Rz; wie die S und R ist beider Relation auch „unendlich“ und zwar „kohäsiv“, unbegrenzt aufeinander bezogen; dadurch eine Variante des „Nichts“ bildend.

10w – Sw/Rw, genauer „Sw-Rw“, die Trennung der beiden Unendlichen als zweite mögliche Art von „Relation“; und eine zweite Art des „Nichts“ bildend.

11Es geht bei diesen beiden Relationsbildungen um zwei erste Schritte in der „allgemeinen Entwicklung“: „z/w“ – durch Überwiegen der Sz kommt es zur Kohäsion als weitere Art der „Relation“. Auch das ist ein Schritt in der „allgemeinen Entwicklung“. Und abstrakt gesehen, ist es der Schritt von den Unendlichkeiten zur Erzeugung der „Endlichkeit“. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass alle genannten unendlichen Erscheinungen, die freien Kräfte und die einander entgegen gerichteten zwei Dynamiken, welche unendliche zeitliche (w) und räumliche Reichweite und „Tiefe“ (z) haben, nun durch diese Kohäsion sich gegenseitig neutralisieren. Daraus werden die Eigenschaften aller endlichen Entitäten.

12In der „allgemeinen Entwicklung“ werden im nächsten Entwicklungsschritt die Sz-und Sw-Wirkungen durch ihre Rz, Rw mit den Unendlichkeiten der freien z und w relationiert. Wir bezeichnen das als das quantenmechanische Prinzip, „QM“: Die Rw trennen „z-w“, die Rz vereinen sie zu „z/w“. Aber dann und „gleichzeitig“ trennen die Rw wieder, als „z-w“. So geht das deshalb immer so weiter, weil es vor aller endlichen raumzeitlichen Vierdimensionalität geschieht.

13Die physikalische Ursache für diese ewige Abwechslung („z-w“ wird „z/w“ und das wird wieder „z-w“ und so weiter) ist, dass es einerseits die sich durch Ausweitung selbst erschöpfende, vollendende Sw-Kraft gibt. Dadurch tritt im selben Maße die als einzige Alternative existierende Sz-Kraft in Funktion. Diese erschöpft sich ihrerseits, indem sie einem „Nullpunkt“ zustrebt und dabei immer schwächer wird; ohne gänzlich zu verschwinden, (so die Gravitation).

14Als Folge wird die Sw-Kraft wieder stärker. Das geht immer so weiter. Wir zeigen das als eine neue und höher entwickelte Einheit aus Rw-Trennung „z-w“ und Rz-Kohäsion „z/w“. Das geschieht als „Selbstbezug“ der Grundgrößen, wo jene Trennung der unendlichen Sw-Erweiterung entspricht und die unendliche Annäherung durch die Sz-Kraft bewirkt wird.

15Der QM-Prozess ist dann die unendliche Abwechslung „z-w zu z/w zu z-w zu etc.“; sie ist zeitlich und räumlich unbegrenzt, weil die vierdimensionale Raumzeit erst das Entwicklungsergebnis aus komplexeren „Rz/Rw-Relationen“ ist.

16Da auch die z- und w-Anzahl unendlich ist, kann man jene „z/w-Relationen beliebig ausgestalten, mit vielen z oder w. Das ist eine potenziell unbegrenzte Erweiterung der QM, diese liegt allem Endlichen zugrunde.

17Es ist auch der Beginn der „allgemeinen Entwicklung“ im Endlichen. Die wichtigste Grundlage für alles Endliche ist die ständige Zunahme der Sw- und Rw-Wirkung (Elektrodynamik und Ähnliches) in der Relation zu den schwächer werdenden Sz, Rz. Ein Beispiel dafür ist die Erzeugung der chemischen Phase aus der Physik, der biologischen Phase daraus und die Erzeugung der geistigen Phasen aus den physikalisch-biologischen Funktionen des Hirnorgans. Das alles wird von der WP im Einzelnen, in den Wissenschaften, genauer beschrieben.

18Hier ist jetzt nur noch wichtig, dass diese „allgemeine Entwicklung“ zur Erzeugung einer abstraktesten Begrifflichkeit führt, dem „Objektiven Geist“, „OG“.

19Das sind die vier Grundgrößen „E“, „I“, „G“, „N“ welche nun wiederum Eigenschaften haben, welche wir bereits den „S-und R-Aspekten“ zugeschrieben haben; die „allgemeine Entwicklung“ erzeugt sie aus den S und R durch deren „Selbstbezug“.

20Das „E“ ist die Existenz, das „I“ ist deren Gerichtetheit, „G“ ist die methodische Identitäts-und Gleichheitsfunktion, sie ist aus der unendlichen Rz-Annäherung entstanden. Und „N“ ist die methodische Negation, welche die Rw-Trennung und Abweisung zur Basis hat. E´ sind bereits vollendete Existenzen, Entitäten, Mittel wie Wissen, Kapital, Werkzeuge.

21Das subjektbezogene „Ii“ ist zum Beispiel der individuelle Wille, die Zielsetzungen und Interessen. „Ei“ ist der individuelle Wissens- und Könnensstand. Die Ik/Ek, Ig/Eg und Iw/Ew sind analog die Ziele und das Wissen der Kollektive, Gesellschaften und der Weltgemeinschaft.

22Solche Symmetrie in der „Gesamtrealität“ beruht darauf, dass es wie bei Sw, Rw, Sz, Rz auch hier im OG als Basis nur jene vier geistigen Grundgrößen E, G, I, N geben kann.

23Die jeweils vier physikalischen und vier geistigen Grundgrößen können nach der QM-Ordnung einzeln isoliert sein (Rw- und N-Selbstanwendung) oder jedes kann mit jedem relationieren (Rz, G). Oder es kann beides zugleich geschehen (Rz/Rw, N/G). Letzteres ist der Einstieg in die weitere Entwicklung, beispielsweise die der Begriffe und der Sprache.

24Abstrakter gesehen, geht es beides Mal um den Übergang von der Unendlichkeit der isolierten Vier – den physikalischen und den geistigen – zu den neuen endlichen Einheiten. Mit dieser „erweiterten QM-Ordnung“ beginnt jener Teil der „allgemeinen Entwicklung“ der „Realität“, welcher als „geistiger“, „kultureller“ oder ähnlich bezeichnet wird.

25Jene „Realität“ ist die in sich dynamische, alle Einzeldetails durch Wechselwirkung erzeugende Einheit, welche auf der „gleichzeitigen“ Wechselbeziehung der acht Grundgrößen beruht.

26Jedes einzelne Detail in allen Praxen und Wissenschaften enthält diese acht Grundgrößen, wenn auch in durch das Entwicklungsniveau bedingter ungleichgewichtiger Weise. Die Phase, das heißt die konkrete Praxis und die Wissenschaften der menschlichen „Subjektivität“, ist ein Beispiel dafür. In der „allgemeinen Entwicklung“, welche alle bisherigen Vorstellungen von Erzeugung, Entstehung und Ähnlichem zusammenfasst, hat vor allem die Phase die Subjektivität dadurch eine spezielle Stellung, weil sie die beiden „Pole“ „S/R“ und „OG“ gleichgewichtig vereint.

27Zusammengefasst, die WP versucht, die herkömmlichen Grundauffassungen hinter sich zu lassen. Da geht es erst Mal um eine Fundierung der Physik und dann des abstrakten Geistes, welche den Mut hat, Konsequenzen aus den Problemen vereinzelter Vorstellungen, wie zum Beispiel „Kraft“, „Existenz“, „Ziel“, „Negation“ etc. zu ziehen. Ähnlich ist es mit den herkömmlichen Vorstellungen, was Endlichkeit, Unendlichkeit und beider Verhältnis ist.

Übersicht

28Die WP versucht, die Religionsphilosophie und die Gegenstände und theoretischen Gehalte von Religionen auf eine neue Art zu analysieren. Dabei werden zum Beispiel herkömmliche rationale, systematische und vernünftige Antworten auf religiöse Aussagen ihrerseits, philosophisch zu vertiefen sein. Das Wesen und die Formen von Religionen sowie ihre praktische Bedeutung im Leben des Menschen werden dabei zum Beispiel mit anderen Teilbereichen und mit anderen praktischen und wissenschaftlichen „Phasen“ „relationiert“.

Bemerkungen zur europäischen Geschichte des Christentums

29Die griechische Philosophie hatte mit Platons „Idee“ die Basis einer philosophischen Hauptrichtung gelegt, welche die Ontologie im Mittelpunkt hatte. Später werden sich alle „Existenzphilosophien“, als dem „Sein“, darauf zu beziehen haben, bis zu Hegel. Die Neuplatoniker versuchen (unter anderem) diese E-Sphäre zu verfeinern. Gleichzeitig nehmen orientalische gesellschaftliche Bewegungen Kontakte zu Griechenland und dann zum Neuplatonismus verstärkt auf. War bereits in der jüdischen Religion die Zeusgestalt prinzipiell überhöht und abstrahiert worden, zum monotheistischen Gebilde,,zur absoluten Existenzvollendung“ mit allen ihren Eigenschaften, zum Beispiel der Unendlichkeit des Selbstbezuges und zugleich des Einbezuges alles „Existierenden“, so war die andere Entwicklungslinie seit Aristoteles nicht verschwunden. Die hochqualifizierten Anfänge der Wissenschaften hatten in den technologischen Fortschritten im römischen Reich eine sichere und selbstverständliche Absicherung, und zum Teil sogar schon Anwendungen, gefunden. Mit der technologisch-ökonomischen Wende des Römischen Reiches, also mit Beginn des europäischen Feudalismus, veränderte sich auch das technologische Niveau, es waren einfache Agrargeräte und nicht mehr komplexe Großbauten im gesellschaftlichen Fokus. Damit wurde die, noch in Athen aufrechterhaltene, Koexistenz von idealistischer Philosophie (E) und der Wissenschaftlichkeit zugunsten der schwer zu verstehenden, aber um so mehr einfachen.intuitiven Überzeugungskraft der E-Sphäre, verschoben. Das ging etwa tausend Jahre so, aber im Mittelalter fanden zunehmend spezialisierte sachliche Diskurse statt, welche die E-Erkenntnisse mit den Phasen der konkreten Welt zu vereinen suchten. Die Hauptarbeit hatte schon in jener kleinen Gemeinschaft der Christen und mit Paulus und anderen Denkern stattgefunden. Es ging nämlich dort um die Erkenntnis, dass ein Halbgott, wie bei den Griechen, und alle seine Fähigkeiten, gesellschaftliche friedliche Erhaltungen, Sozialität, Auseinandersetzung mit Leiden und dem Tod etc. als eben jene Lücke zwischen monotheistischer E-Verabsolutierung und wirklicher Welt, verkleinern kann. Der Führer jener kleinen Schar, Jesus, der zugleich jene wichtigen neuen Ideen als Forderungen aktiv vertreten hatte, war als Übergangssymbol, als „Sohn Gottes“ genau die richtige Antwort auf die angehäuften Probleme und Fragen. Der Neoplatonismus und ähnliche Bestrebungen argumentierten im gleichen Sinne. Mit Thomas von Aquin kam die erneute Wende.

30Die ökonomisch-technologischen Niveaus in manchen europäischen Städten hatte sich auf neue Weise gebildet. Eine Systematisierung war äußerst schwierig, wie das nur sehr langsame Anheben der Denkergebnisse in den tatsächlich aber ablaufenden Diskussionen, in klerikalen Projekten zeigte. Den Durchbruch brachte die Wiederentdeckung der aristotelischen Grundlagen für die Wissenschaften und dazu die Arbeit des Thomas v. Aquino, sich ernsthaft mit den Möglichkeiten zu beschäftigen, so die Platonische Grundidee nun noch mal mit den Basisvorstellungen des wissenschaftlichen Denkens und den Erfahrungen zu kombinieren. Das änderte sich eigentlich für diese achthundert Jahre kaum, erst mit der zunehmenden Verwissenschaftlichung in der europäischen Geschichte, zeigen sich weitergehende Entwicklungs-Chancen.

31Die WP geht von der Entwicklung der Wissenschaften und der Philosophie aus. Dabei gibt es für die Religionen historische Vorgänger. Die wir in dieser „allgemeinen Entwicklung“ dadurch miteinander verbinden können, dass allen ihren historischen Entwicklungsstufen die Grundzüge gemeinsam sind. Dazu gehören beispielsweise spezifische Ausgangsfragen, Methoden und Standpunkte. Dazu die Tendenz zur grenzenlosen Verabsolutierung, als etwas Höchstes, Tiefstes, Abstraktestes u.ä. Mit absolutem Geltungsanspruch, der Einheit von Existenz (E) und Zielsetzung („I“).

32Wir schreiben diesen psychologischen Fähigkeiten, als emotionaler „zu“ rationaler Maximierung, die Unendlichkeiten von S,R und vom OG (E,I,G,N) zu.

33Dazu kommen wp Varianten methodischer Art, wie die Hermeneutik oder die Wechselwirkung.

34Als Variante der herkömmlichen mittelmeerischen-europäischen Philosophiesysteme sind die Großreligionen bis heute abgekoppelt vom wissenschaftlichen Fortschritt. Das zeigt sich formal zum Beispiel an der Trennung von „Geist“ und „Materie“ und daran, dass den verschiedenen Freiheiten, hier vor allem in den substantiellen Inhalten des Denkens, zu wenig nachgegeben wird.

35Im äußeren geschichtlichen, gesellschaftlicher Rahmen sind die Ursachen Mängel in der allgemeinen Bildung und in begrenzenden politischen Ideologien.

36Aus der alten Problematik, ob der Glaubensinhalt eine Sammlung von übernatürlichen Wahrheiten sei, welche der natürlichen Vernunft des Menschen nicht zugänglich seien, wird von uns mit dem „QM-Modell“ geklärt. Nach ihm gibt es in allen Phasen, und hier in der Erkenntnis und Erkenntnislehre, zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Methoden und Inhalten. Das sind einerseits die an der Rz-Funktion orientierten, verbindend relationierenden Methoden (G); und die „Inhalte“ daraus, welche als auf sich bezogene, auch seine Teilaspekte eng durch Rz und G verbindet, Die Glaubensmethodik gehört dazu. Sie wird durch viele Relationen erklärbar, zum Beispiel wird rationales Denken mit Emotionalität in ihr, unanalysierbar verbunden. Auch die Verbindung von Existenzen (E) mit dem Willen (Ii) des Gläubigen ist ein anderes Beispiel dafür. Die prinzipiell andere Methodik beruht auf Rw und den „z-w-Quantenphasen“ sowie auf dem N-Element im OG. Die Trennung E-G-N ist die Basis von Logischem und rationalem Denken., mit welchem die „natürlichen“ Wahrheiten bestimmt werden. Nun ist es aber sowohl vom QM her wie vom menschlichen Denken und Sprechen so, dass es zwischen den genannten beiden Alternativen stets einen Zusammenhang als Übergang und Wechselbeziehungen gibt – „z zu z/w zu w“ -; konkret gehören zu diesen Wechselwirkungen zum Beispiel die gesellschaftliche Debatte über den Unterschied von Glauben und rationalem Denken. Eine moderne..Religion muss versuchen das zu begreifen.

37Wenn der Glaubensakt als eine Art von Gehorsam gegenüber Gott oder seinem Boten verstanden wird, dann wird die G-Identifizierung zwischen dem E4/Gott und dem E3, dem Subjekt endlicher Art „vermittelt“, durch den glaubwürdigen Boten. Das ist ein typischer Fall der wissenschaftsphilosophischen „Übergänge“. In ihnen taucht stets das auf, was vorausgesetzt oder angestrebt wird, hier der Glauben an die „Glaubwürdigkeit“ des Boten..Das liegt daran, dass der „unendliche“ Übergang letztlich ein Wechselwirkungsfeld ist, und das hat freie, eben unendliche G, N, Rz und Rw, die tatsächlich nichts verändern können, das kann nur das z/w-Verfahren. Man muss hier genauer zeigen, wie „Veränderungen“ als „Entwicklungen“ durch die von QM- mit OG-Relationen und Wechselwirkungen erzeugt werden.

38Die Erklärung der Glaubensmethode, indem man sie als einsehbar oder als von der Vernunft und dem Verstehen her begreift, ist nicht falsch, aber man muss erkennen das ist ein Kreisschluss, alle jene methodischen Ansätze sind sprachliche Varianten des gleichen Sachverhaltes, nämlich der wp unendlich engen I/G/N/E-Wechselbeziehung, die durch „N-G-E“ rational zu erfassen, nur als ebenfalls unendliche Annäherung möglich ist. Der Grund für diese beiden gleichberechtigten Säulen der Methodologie liegt in der QM – z-w zu z/w – und darin, dass es weder wissenschaftlich noch philosophisch-religiös möglich ist, Endlichkeiten und Unendlichkeiten nur strikt zu trennen. Ebenso unwahr wäre es, nur eine der beiden Seiten (z und w) anzuerkennen, oder angesichts der drei Möglichkeiten, die Hoffnung aufzugeben, komplexe Unendlichkeiten zu erfassen. Die unbegrenzten E-Entwicklungen sind so angelegt, dass der Mensch sie „erarbeiten“ kann; und auch dafür da ist, um das zu machen. Und die unbegrenzten I-Entfaltungen sind offene Chancen für ihn.

39Die Religion ist eine Phase unter vielen, welche einen praktischen Aspekt hat und dazu einen wissenschaftlichen, die Theologie. Da alle endlichen Phasen miteinander relationieren, gibt es unterschiedliche philosophische Schwerpunkte der Analyse. Einige gehen von religiösen Geltungsansprüchen aus, welche zum Beispiel von psychologischer Seite angrenzen, als Lebenswille oder als Triebkonflikte. Auch die Biologie mit ihren evolutionsbiologischen Zwängen ist eine benachbarte Wissenschaft, aus der man die religiösen Ansätze begründen und auch kritisieren kann. Wir gehen von einem methodologischen Zugriff auf den Kern der Religion als Beispiel des Zusammenspiels aller Wissenschaften aus.

40Die Hermeneutische Methode vereint, als dynamischer einheitlicher Prozess und mit dem umfassenden Handlungsprojekt verwandt, E mit N,G und „I“. Dann geht es in der religiösen Begründung darum, Gott aus einer „Innenperspektive“ adäquat zu erfassen. Dazu kann man den Denk-Charakter von „E“ ausdifferenzieren. Das ist einige Male in der Geschichte der Theologie und Philosophie versucht worden. Grundsätzlich ist das möglich, weil wir von einer umfassenden Ontologie ausgehen, die das E4 des OG nur als eine Position des Existierens verstehen. Die Eo der S-Kräfte und die grundlegend existierenden R-Aspekte sowie alle z/w- bis I/E-endliche Existenzen (E3) haben die gleichen begrifflich vermittelbaren Grundeigenschaften. Dieses stützt sich auf die I, als innerer Zielsetzung und auf G, als Herstellung von unendlicher Nähe sowie auf N als die Nichtsfunktion. Diese Verbegrifflichung ist die allereinfachste Relationierung der OG-Elemente, alle anderen sprachlichen Erscheinungen sind dann komplexe Kombinationen davon Zum Beispiel ist die Eigenschaft von den E die „Begrenztheit“ als „Selbstbeschränkung“ und „unendlicher Selbstbezug“ zugleich, und von der endlichen z/w-Ebene gesehen, ist das nichtrelationerende E ein Nichts, unendlich leer. Das wird in seinen Widersprüchen verständlicher, wenn man die ersten physikalischen Eo, E1 und E2 kennt. Das sind die S-Kräfte in ihrer Dynamik und vor allem die R-Aspekte. In den Sz/Rz-und Sw/Rw werden sie als „z/w“ die Ursache der – selbsterzeugten – allgemeinen Entwicklung. Aus den „leeren“ Unendlichkeiten gehen dann also die Endlichkeiten hervor. Aus ihnen kann man zunächst die physikalische Strukturen, Prozesse und Gesetzen herleiten und darauf die weiteren:

41Die Religionsphilosophie ist eine philosophische Disziplin, die versucht, systematische und rationale Antworten auf Fragen nach der Vernünftigkeit religiöser Aussagen und das Wesen und die Formen von Religion und deren praktische Bedeutung zu finden. Sieht man den Kern des Religionsprojekts darin, das Sein (E 4) sowie analog „I“ zu verstehen und damit einerseits alle ontologischen Eo bis E6 sowie andererseits auch und mit Notwendigkeit alle Entwicklungsfolgen, dann sind jene Versuche, vernünftig und rational, eine Systematik zu auszuarbeiten, ein erster Schritt, der aber bisher nicht gegangen wurde. Jedoch wurden gewisse Vorarbeiten geleistet.

42Die Vielzahl der Religionen und vor allem deren „Abstufungen“ in „Hochreligionen“, „Kulte“, „esoterische Gemeinschaften“ kann man als Abstufungen in der systematischen und historisch sich entwickelnden E- und „I-E- Abstraktion herleiten. Je abstrakter, unendlich und absoluter, aber argumentativ dennoch die Existenz-Vorstellung reflektiert wurde, und parallel dazu die Zielfunktion, desto entwickelter scheint die Religion zu sein. Während Kulte und esoterische Praktiken mit den Alltags- erfahrungen, – notwendigkeiten, – praxen sowie mit den „I“ der unterschiedlichen Ii und Ig, Menschen und Gruppen, eher verbunden sind.

43Das Wort „Gott“ wird manchmal als Platzhalter für etwas gehalten, das anthropologisch und in der Geschichte der Menschheit so umschrieben wird: Als etwas Unbestimmtes, aber zugleich ein Transzendentes, das in allen Religionen und über die Zeit hinweg eine Reihe gemeinsamer Eigenschaften hat. Dazu gehören ein Verhältnis dieses Transzendenten zu den Menschen, das meint, nur weil es auch im Menschen ist und dort in jedem Detail „wesentlich“ ist, aber auch davon getrennt sei, kann der Mensch von einem wechselseitigen Verhältnis sprechen. Das alles zielt auf den Kern jeder philosophischen Ontologie: Der Mensch und alle Gegenstände der Realität haben den Charakter von „Existenz“ (E). Sie kann einerseits jeweils konkret werden, aber andererseits, als eine allumfassende Existenz, nur mit den Vorstellungen verbunden werden, welche die Transzendenz beschreibt, nämlich nicht wahrnehmbar, un-endlich und damit auch zeitlich ewig etc. zu sein.

44Diese Beurteilung der Existenzvorstellung ist nicht möglich, weder formal noch inhaltlich. Man kann – in den Grenzen gesellschaftlich anerkannter Vernunft – weder behaupten, „es gibt keine Existenz“, noch behaupten, diese alles betreffende Existenz-Eigenschaft habe diese oder jene Qualität, außer der, zu existieren. Das dennoch zu probieren, ist ein Grund für die religiöse Vielfalt. Es ist auch der Grund für die Verhältnisse des Menschen zu dieser allgemeinen Transzendenz.

45Der Mensch bindet sich an die Anforderungen von „E“ und „G“ zum Beispiel dadurch, dass er „gewissenhaft“ vorgegebenen Vorstellungen von „E“ folgt, was sich in der extrem sorgfältigen Erfüllung von Vorschriften und Riten ausdrückt. Und sich immer wieder und mit Recht selbst klar macht, dass alles was ist, mit dem Grundgedanken und der realen Existenz des Seins (E) verbunden ist und davon abhängt.

46Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt wird dann von G/E inhaltlich als gottesfürchtiges Handeln und bestimmte kultische Handlungen begrenzt und als Befolgung von einigen wenigen Lehren und Normen bezogen. Dabei geht der eigentliche Sinn dieser Begrenzung verloren; welcher einer der sich selbst bestätigenden und erhaltenden „Existenz“-Vorstellung ist.

47Die hermeneutische Methode ist deshalb eine konstituierende Methode (in der Religion) für das seiende Dasein, weil beide notwendig und hinreichend auf „I/G/N/E“ reduzierbar sind. Das Problem bleibt allerdings, wie kann ein Mensch das Sein (S, R, OG) „verstehen“; „Dasein“ ist so immer schon „Verstehen“.

48Wie soll man das „Sein“ verstehen? Steckt es bereits im „Hermeneutischen“, in „I/E/N/G“ ? Weil sich das derart deckt, ist Dasein immer schon „Verstehen“(Heidegger), zum Beispiel subjektives Selbstverstehen. Das hat den Nachteil, dass die immer auch notwendige Analyse fehlt. Das gilt zum Beispiel auch für die formale „Dialektik“. Bei der „Pragmatik“ geht es dagegen um totalen Selbstbezug, als universale Einbettung alles in allem. Wenn wir das als „Geworfensein“ ansehen und von der QM-Ordnung her betrachten, dann gibt es neben solcher unbegrenzten Rz-bestimmten Einheitsbildung aber auch die Rw-Wirkung, welche die Trennungen erlaubt.

49Wenn man „Gott“ mit dem „OG“ (S,R,E, I,G,N) identifiziert, dann kann man alle Beschreibungen Gottes durch die vier sprachlichen OG-Elemente nachvollziehen. Da ist beispielsweise die „Verbundenheit“ mit Gott. Sie gilt als Steigerung der „gewissenhaften Beachtung“ (G).

50An die Stelle der G, der „gewissenhaften“ Verbundenheit mit Gott tritt die Verbundenheit der Seelen miteinander und zwar mit und in Gott – also eine Erweiterung der rationalen G-Vorstellung, welche sich nur gegen N profiliert – tritt nun eine umfassende Kohäsionsvorstellung (z, Rz), welche durch eine neue „Einheit aller Dinge in Gott“ noch ausgeweitet wird. Das ist nur sinnvoll, wenn „Gott“ zugleich der absolute Seinsbegriff (E) ist.

51Wir gehen in der wp Analyse vor allem vom OG aus. Zu diesem gehören E, G, N, I. Diese Elemente sind zwar mit allen anderen Phasen, Einzelwissenschaften verbunden und auch aus diesen entwickelt, entstanden; das soll aber hier deshalb nicht interessieren, damit die Verbundenheit mit der einzelnen Wissenschaft, der Theologie, hier nicht abreißt. Im „OG“ gilt prinzipiell vom QM her, dass die vier strikt voneinander getrennt sein können und ebenso eng verbunden sind; als vor aller Endlichkeit „Rz/Rw“ gilt sogar beides zugleich.

52Der enge Bezug des E durch G zeigt sich in der theologischen Interpretation zum Beispiel darin, dass „Religion“ als „alles umfassende Verbindung in und durch Gott“ verstanden werden kann; „religati“ als „jemand verbunden sein“. Diese Einheit – eine Variante der z/w-Relationierung „aller Phasen miteinander“ – wird theologisch als Basis der „ethischen Orientierung“ der Kulte verstanden. Damit ist also sogar dies „I-Element“ an E gebunden („I/E“). Religio als „Verbundenheit“, zum Beispiel als die „Einheit aller Dinge“, und von daher die Religion als alles umfassende Verbindung in und durch etwas, – hier als „Gott – ist damit gegeben, dass alle diese Entitäten den Existenz-Charakter, also E haben, und noch umfassender, ihre Begriffe einbeziehend: E4. In der praktischen Organisation wird das dann weniger abstrakt, zum Beispiel im Sinne von kirchlicher Gemeinschaft. Dieses „Wunder“ der Existenz gilt es nun philosophisch und gesellschaftlich bewusst zu machen.

53Die Theologie ist wie jede Wissenschaft eine historische und auch eine empirische Disziplin. Zum „empirischen“ Aspekt zählt die Systematik und die Erklärungsfunktion. Letztere zum Beispiel als das „Wesen“ oder die „Praxis“ der Religionen als Wechselverhältnis mit anderen Phasen, zum Beispiel dem Sozialen, der Ökonomie etc., dargestellt. Der historische Aspekt wird von uns in seinen Inhalten, Erscheinungen, Gesetzmäßigkeiten und Einflüssen als Variante der „allgemeinen Entwicklung“ verstanden. Das kann man aus der Systematik der WP herleiten. Das gilt zum Beispiel für die herkömmlichen Hauptmethoden, die „Vernunft“ und der „Glaube“.

54Die Abgrenzung der Religionsphilosophie zu anderen Disziplinen folgt der relativen Trennung zwischen der WT („Wissenschafts-Theorie“) und der WP. Das betrifft die Religionswissenschaft, mit der Religionsgeschichte, welche wir mit der „allgemeinen Entwicklung“ innerhalb der freien und relationierten OG-Elemente verbinden. Das geschieht auch mit der Analyse der Geschichte der Theologie; bei der Religionspsychologie und Soziologie mit deren Darstellung durch die wp-Auffassung dieser beiden Wissenschaften; das zum Beispiel mittels der Ii/Ei- und Ii-Ik-Ig-Relationen. Die systematischen Teile der Theologie, Dogmatik. Moraltheologie und Fundamentaltheologie.werden von uns ebenfalls mit der historischen Entwicklung und den Wechselbezügen zu anderen Phasen erklärt, und dabei aus den in der Entwicklung möglichen sehr verschiedenen Konkretisierungen der „I“ und E, N, G, deren Relationen und Kombinationen.

55Wie unterscheidet sich das Christentum von anderen Religionen? In formaler Weise ging es in Europa damals darum, die aus der Antike überlieferten hochentwickelten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den orientalischen philosophisch-religiösen Ansätzen zu verschmelzen. Dieser Aufgabe widmete sich die Theologie seit dem Mittelalter. Wir verallgemeinern diesen Arbeitsauftrag, wenn wir den Zusammenhang und die Unterschiede zwischen den wissenschaftlichen Basisannahmen – damals noch nur die mechanistisch-idealistischen (E, N-G) – und den inhaltlichen der alten Religionen, zum Beispiel Unendlichkeiten (Ewigkeit) und Probleme der Zusammenhänge zwischen unendlich isoliertem Gott und den Menschen oder der Hinzunahme von konkreten psychologischen Phänomenen, betrachten.

56Nicht nur in der Antike, aber da deutlich klargeworden, zeigte der Begriff „Theologie“ die mythisch-literarische Seite der Götterlehre und die metaphysikalische Seite der theoretischen Wissenschaften als philosophische Teildisziplin; sowie die politischen der Gesetzgeber. Die WP sieht zwar auch die Abgrenzungen im Laufe dieser geistesgeschichtlichen Entwicklung, sie zeigt aber vor allem die Gemeinsamkeiten, welche über ästhetische, individual-und sozialpsychologische und gesellschaftliche Basisfunktionen das Zusammenspiel der Ii, Ig mit dem jeweiligen E-Niveau zeigen lässt.

57Bei Platon war die theologische Sicht noch die Kritik an den mythischen Göttergeschichten, mit Aristoteles begann schon die wissenschaftliche und philosophische Analyse dieser vorgegebenen literarischen Inhalte und Formen. Diese Mischung mythisch-philosophischer Art blieb für solange erhalten als es in jenen Wissenschaften keine Fortschritte gab, welche der Religion nahe stehen, die der Individual- und Sozial – Psychologie zum Beispiel. Dagegen entdeckten Praxisbereiche, wie die Politik die Religion und ihre jeweilige theologische Interpretation, in ihren gesellschaftlichen Möglichkeiten.

58Die wenigen und formalen Streitpunkte – Eusebius, Hilarius, Gregor, Origines, Ambrosius – rankten sich um die Dreifaltigkeit und um die Unendlichkeit Gottes. Im übrigen ging es – auch noch Augustinus betreffend – um die Wiederaufnahme der griechischen und neuplatonischen Vorarbeiten. Eine Weiterarbeit an den ideologischen Grundlagen hätte sich zum Beispiel an den globalen sozialpsychologischen Gefühlen orientieren müssen, welche zwar unsicher, dunkel, schemenhaft, aber dennoch vorhanden waren – und sind. Und die man so umschreiben kann: Es geht in ideologischen Überlegungen um die Welt als existierende Realität (E5) und in der Weltgeschichte um eine spezifische Existenz, Gott, was als ein maximales Rätsel ist, nämlich das eben, dass es überhaupt Existierendes gibt. Christus ist derjenige, welcher sich der Lösung dieses Rätsel nähert, indem er auf eine Weise „aktiv“ wird, welche zwar nur einen kleinen Aspekt dieser Realität darstellt, welcher aber den Menschen hauptsächlich wichtig scheint und auch leider interessieren muss. Diese Entwicklung der Realität ist die Geschichte der Menschheit und die jedes Menschen. Aber diese Geschichte, welche manchem nicht weiter zu führen scheint, obwohl sie so blutig erkämpft wird, symbolisiert Christus mit seinen Blut. Und zur Geschichte jedes Menschen gehört die Sinnlosigkeit der Leiden und Schmerzen und der Tod; eben das zeigt der Vermittler zwischen allumfassender und unendlicher „Existenz“ und den Menschen, Christus durch das Opfer seines Körpers.

59Die Inhalte der Religionsphilosophie, als wp Interpretation der Merkmale von Religionen, wird hier erst mal kurz angesprochen. Die religiösen Normen und Haltungen werden von uns von der „I-Kategorie“ des OG beschrieben. Vor allem der Ig,w-Einfluss auf Ii. Aber abstrakter auch darin, dass das Iw gleichzusetzen ist, asymptotisch sich den E,G,N des OG nähert: Das heißt zum Beispiel, die globalen Interessen und Zielsetzungen der Weltgesellschaft (Iw) sind die Eigenschaften der E- Existenzbewahrung, der Gleichheit der Menschen (G) und auch subjektive Ei und Ii als freie.

60Der Zusammenhang von Religion und Vergesellschaftung und der Kultur wird in der Alltagswahrnehmung als Kontext von Macht als Politik und auch von Wirtschaftspolitik gesehen. Die gesellschaftliche Leitkultur beruht auf gewordenen Eg und angestrebten Ig. Fast alle Gesellschaften haben aber eine Vielfalt von Kulturen, also Ek und Ik. Das notwendige „politische Projekt“ ist dann, die E und „I“ mit den Weltanschauungen und Religionen der einzelnen Kulturen kompatibel zu machen.

61Das E-Niveau der Eg und auch der Ek kann sehr unterschiedlich sein, global und zwischen den Gesellschaftsschichten. Das sind in der gesellschaftlichen Praxis zum Beispiel „Reichtum“, „Wissen“ oder auch technische Handlungsoptionen. Die Ik,g können zum Beispiel ethische Bewertungen im Bereich der Medizin, der Emanzipation der Frau oder der wissenschaftlichen Erziehung sein.

62Wenn eine soziale Integration angestrebt wird, muss eine Systematik der E-Entwicklung und dazu eine Systematik der I-Entfaltung gesellschaftlich diskutiert werden. Das ist jedoch nicht kompatibel mit dem Kern von vielen Weltanschauungen und Religionen, deren Zielsetzungen („Ik“) und E-Vorstellungen als bereits „vollendet“ (I=E) betrachtet werden. Politisch kommt es dann wegen unterschiedlicher Ik zu keinem gemeinsamen Ig.

63Zur Hermeneutik zählen wir formal das Verstehen, die Auslegung, die Interpretation, die Deutung. Der Kerngedanke in diesem dynamischen methodologischen Verbindungs-Zusammenhang ist „I/G/N/E“. Diese methodisch wirkende Seite jener modellierten „Handlung“ wirkt nur deshalb, weil die zu verbindenden Zeichen, Symbole, die Gegenstände der Welt und deren Schöpfer und Denker, den Autoren und Lesern zum Beispiel, die gleiche Grundstruktur wie jene umfassende Methode und Handlung hat. Die I, E, G, N sind mit den R-Aspekten der Physik verbunden, so ist die Verbindung auch zur Naturseite der Realität herzustellen. In der Version der OG-Elemente erzeugt deren Relation auch den jeweiligen „Sinn“ zum Beispiel den eines „Satzes“. Auch weil es um unendlich freie I und E geht.

64Wie kann eine umfassende Religions-Philosophie alle Arten der Religion, und auch zum Beispiel von Esoterik, systematisieren? Wir gehen von den acht Basisgrößen der WP aus. Ihre Eigenschaften, und da vor allem ihre verschiedenen Arten der Unendlichkeit, sind für alle Menschen zugleich nicht zu „erkennen“ oder zu beschreiben. Aber sie sind zum Beispiel im „Gehirn“ vorhanden und das zeigt sich darin, dass Menschen intuitiv „etwas ahnen“ und das beispielsweise als „Geheimnis“ verbalisieren.

65Man kann traditionell verfahren und so von einer Trennung der Wissenschaften von der Philosophie ausgehen; dann würde man hier die Religion als Gegenstand der Philosophie behandeln. Die WP betont jedoch, dass jedes einzelwissenschaftliche Detail und jede einzelwissenschaftliche Erkenntnis immer auch schon philosophischer Art ist. Das führt zu einen Komplex, in dem alle Phasen wechselweise zusammenhängen und der aber wenig analytisch ist. Dennoch kann man die speziellen Eigenheiten der Religion mit anderen Bereichen der Realität zusammenführen und zum Beispiel fragen, welche Funktion und Bedeutsamkeit der Religion im menschlichen Leben, im Wissen und in den Gefühlen, zukommt.

66Th.v.Aquino verwendet „religio“ als das sittliche Vermögen, welches als ein angeborenes Vermögen des Menschen gilt,d as den Menschen Gott zugetan sein lässt, und das als „Tugend“ und mit der Liebe (→ „I“) zu Gott („E“), und der Hoffnung (→ Ii) bestimmt werden. Das ist nicht nur die eher intuitive Betonung von „I“ und I/E wie sie schon Platon vertrat, sondern jetzt sogar ein näheres Eingehen auf das I-Element des OG. Von dort her ist I im prinzipiellen Gegensatz zum E eine verbindende, gerichtete Größe, von den Rz und Rw her, I ist zudem Basis der Emotionalität (I/E), sittliche Norm (Ig) und als die freien Ii, zum Beispiel die „Hoffnung“.

67Wenn mit der Neuzeit an die Stelle des Begriffes der „Religion“ der der „Religiosität“ tritt, dann ist das eine Folge der Geschichte, mit den Spaltungen in orthodoxe, katholische und reformierte Religionen sowie in Judentum und Islam und deren Kämpfe und theoretischen Diskurse, welche eigentlich ohne zufriedenstellende Ergebnisse waren. Diese geschichtlichen und systematischen Fehlversuche fanden keine Lösungen; zugleich machte sich das Gefühl breit, dass es wohl ein allgemeines menschliches Bedürfnis und Vermögen gibt, dass die bisherigen praktischen und theoretischen Vereinigungsbestrebungen nicht begründen konnte, jedoch den Ausweg in privaten Lösungen als Substitut zulassen könnte.

68Wenn man der Religiosität eine allen Menschen gemeinsame anthropologische Wurzel zugrunde legen will, dann kann man aus diesem „biologisch-emotionalen“, rationalen Entwicklungsfeld eigentlich nur die E-Existenz-und I-Kategorie als Gemeinsames erkennen. Es sind dann das genau die Abstrakta als „Gemeinsames dieser beteiligter Wissenschaften und die aller Menschen, welche die „Kirchen“, die „kultischen Handlungen“, mit ihren historischen und meist konkreten Ansprüchen etc. ausschließen. Dann bleibt das Verhältnis des Menschen als Zentrum der Endlichkeit (z/w) zum E, denen des OG, dem begrifflichen Repräsentanten der „Transzendenz“ hier als „Gott“, es sind die Unendlichkeiten, der „z-w“-Phase im QM, der „quantenmechanischen“ unendlichen Rw-Trennung.

69Die E-Kategorie gewinnt ihre Bedeutung dadurch, dass jedes und alles „existent“ ist. Die Art der „Vollendung“ ist jedoch in einer erweiterten Ontologie ausdifferenziert, in S. R, deren E-Entwicklung bis zum menschlichen Subjekt und zu den Abstrakta E4,5,6. Die Vielheit an Existenz-Arten sowie deren Abhängigkeit von der „allgemeinen Entwicklung“ und vom subjektiven Denken, sind allerdings jene Absolutheit des Seins, Gottes, des E4, diese doch ziemlich relativiert; dazu kommt auch die Abhängigkeit von N („Nichtsein“) und G und „I“. Dem allen übergeordnet sind Rz und Rw; besser, E relationiert auch mit Rz, G und ist dann eine „Meta-Einheit“ – und alles andere – aber gleichzeitig relationiert es mit N, Rw und kann daher beliebig aufgetrennt werden.

70In der modernen Philosophie geht es um eine Erweiterung, wenn man nach dem Verhältnis des Menschen zur allgemeinen Transzendenz fragt. Diese Transzendenz hatte mit dem monotheistischen Gott eigentlich nur das E4 im OG abgedeckt. Die WP spricht von einigen notwendigen Größen – Sw bis N – denen die Einheit aus Unendlichkeit, Existenz und Nichts deshalb gemeinsam ist, weil die Relation dieser drei ein Anfang jeglicher Relationierung ist. Alle weiteren Relationen und Kombinationen kann man davon unterscheiden, zum Beispiel auch als Endlichkeit. Was also alltäglich, wissenschaftlich und philosophisch sich dem Subjekt zeigt, sind diese drei QM-Optionen und er kann diese spezielle Relationierung „annehmen“ (Rz,G) oder ablehnen (Rw,N). Das erscheint einerseits als die Versuche, die Unendlichkeit, das Sein und das Nichts zu „verstehen“, zu kritisieren zu analysieren – was bisher so nicht gelang – andererseits kann die Beziehung des Subjektes zu

71E,N,Unendlich auch emotionaler Art sein.

72Das den Religionen entsprechende Verhältnis zu Gott, ist das der Ehrfurcht, Verehrung; etwas philosophischer geht es um sittliche, ethische Verbundenheit oder um die Beschäftigung mit der Transzendenz, aber auch die Verbundenheiten eines individuellen guten, glücklichen, kulturvollen und gemeinschaftlichen Lebens werden damit leicht vereint.

73Das Wort „Gott“, oder auch Umschreibungen wie „das Heilige“, ist in den kulturell und historisch verschieden gestalteten Religionen nur eine Stellvertretung für etwas „Unbestimmtes“. Das ist deshalb konsequent, weil alle näheren Bestimmungen auf Dreierlei hinaus laufen, auf Unendlichkeiten, Nichtsfunktionen (N) und maximal abstrakte Existenzfunktionen (E). Das sind wp das Grundgerüst von „z-w und der OG-Phase. Welche sich dadurch kurz beschreiben lassen, dass sie stimmig von allen endlichen Phasen, insbesondere von jeder endlichen Erfassung und Beschreibung unterschieden sind; das läuft auf die Gleichberechtigung der beiden QM-Optionen, „z-w“ und z/w“ hinaus, welches Voraussetzung aller weiteren Entwicklung ist.

74Es gab zwei Grundansätze, den „Glaubenswahrheiten“ gegenüber, die methodische „Evidenz“ und das an Aristoteles orientierte Verständnis als „praktische“Variante, derzufolge Gott als „letztes Ziel“ den menschlichen Willen bestimmt. Diese Andeutung des „Handlungsprojektes, der menschlichen „Praxis“, in welchem der menschliche Wille („Ii) zentral ist und ein „letztes Ziel“ eigentlich entweder nur Iw bedeuten kann oder die I-Kategorie selbst ist, welche im OG mit dem E dort als „Gott“ gleichberechtigt verstanden wird. Diese etwas unklaren traditionellen Überlegungen und Konfrontationen werden wp aufgelöst, wenn man die emotional-rationale „Evidenz-Funktion“ ebenso als subjektives Vermögen ansieht wie die Darstellung der I-Funktion als Verhältnis zwischen subjektiven Ii und der von Gott final auf den Menschen hin geordneten allgemeinen I-Funktion (im OG).

75Wie passt das mit E4 im OG zusammen? Alle einzelnen – noch wt getrennten – Ziele (Ii), Erlebnisse, Denk-Ergebnisse etc. sind in der Menschheitsgeschichte immer genauer erarbeitet worden und deutlicher geworden. Darin zeigt sich, dass aus erstem unendlich Zusammenhängendem (z/w, Rz/Rw) aufgetrenntes Endliches wird, und das wird im OG zu unendlich Getrenntem. Das heißt, das Unendliche, wenn auch in verschiedener Form, mal als Rz-Zusammenhang, mal als Rw-Trennung, ist immer schon vorhanden. Und die Subjektivität anerkennt das als das „Transzendentale“, oder auch anders genannt.

76Eine „Grundschwierigkeit war, als „philosophische Chance“, dass die mittelalterlichen und die modernen Theologien, die schon von Aristoteles stammenden wissenschaftlichen Grundbegriffe der methodischen Identifizierung (G), der Negation (N), der Existenz (E), auf jene Inhalte anzuwenden. Welche als gegeben vorausgesetzte Glaubensinhalte von diesem wissenschaftlichen Denken berührt würde. Eine „Chance“ ist das insofern, als jene OG-Elemente, die freien E, G, N tatsächlich ebenso den Unendlichkeits-Charakter haben wie die Glaubensinhalte, und deren Abtrennung von den denkenden und glaubenden menschlichen Subjekten genau so strikt ist wie das die wp Varianten der Rw-Trennung (QM) durchaus zulässt.

77Die lebensweltlich verortete „Religion“ unterscheidet sich dadurch von der philosophisch-theoretisch orientierten Theologie, dass erstere die ganze Fülle gesellschaftlichen Einzelwissens berücksichtigt, die vielen Ii und Ei sowie die der daraus entstehenden Ik/Ek etc. Die theoretische Erfassung müsste dann von der Meta-Ebene ausgehen, die ist bei uns die der OG-Elemente. Um aber die Verbindung zur Gesellschaftlichkeit und der historischen Entwicklung nicht zu verlieren, muss die Theologie jene zwei Standpunkte kennen und jeweils erklären können, sowie auch dabei jene Entwicklung aufzeigen können, welche den Weg aus den volksreligiösen Details das unendlich etc. Abstrakte erzeugt.

78Wir messen die Theologie an der WP. Hier in der Entwicklung dieser Wissenschaft und an deren Trennung und Vereinigung von deren Methodik – Logik bis Hermeneutik – und deren grundlegenden philosophisch-inhaltlichen Bestimmtheiten. Wie zum Beispiel die überdauernden, so „Gott“/E, Unendlichkeit, Böses/Nichts (N); und die in historischen Entwicklungen wechselnden religiösen Bestimmungen wie zum Beispiel die Subjektivität, sittliche Persönlichkeit, Wiedergeburt, Frömmigkeit, Emotionalität etc.

79So gesehen ist die Theologie ein Vorläufer der WP. Dabei zeigen die Wissenschaften und der Alltag die „allgemeine Entwicklung“ und die OG mit ihren E (Existenzen) und den N sowie den „Unendlichkeiten“. Die Wechselwirkung zwischen diesen und zwischen allen Phasen findet sich auch bereits in der Theologie, wenn diese versucht, auf ihre Weise den Lehrbestand der „positiven“ Wissenschaften zu nutzen, um diese im religiösen Bewusstsein zu rekonstruieren. Das würde an Überzeugungskraft gewinnen, wenn die Religion und Theologie zum einen mit der Entwicklung der Wissenschaften Schritt halten würde und zum anderen, wenn beide Komplexe ihre inneren endlichen Begrenzungen relativieren würden und die Unendlichkeiten der Gesamtrealität systematisch (WP) anerkennen könnten.

80Die Theologie hatte von jeher eine Reihe von Unendlichkeiten und deren versuchte Verbundenheit zu den jeweilig entwickelten Endlichkeitstrukturen. Von den Einzelwissenschaften – Physik, Mathematik, Ontologie, Psychologie etc. – lässt sich Ähnliches auch immer öfter sagen. Die WP bietet zumindest ein formales Schema mit dem die beteiligten Wissenschaften und auch die herkömmlichen Philosophien arbeiten können.

81Dazu gehören die wissenschaftlichen theologischen Aspekte ethischer oder dogmatischer Art sowie die eher konkret-praktischer Art, wie zum Beispiel die subjektive Seele oder die Gemeinde. Wir verbinden beides wp in der „allgemeinen Entwicklung“ sowie mit den abstrakten OG-Elementen.

82Was ist das Spezifische der Religion? Jede Phase, Einzelwissenschaft, jede Lebensorientierung hat eigene konkrete I, E, I/E, die als Ii/Ei oder Ig/Eg je nach den zugehörigen Individuen und Sozietäten gegenständlich werden. Sie alle hängen auch zusammen und werden im Regelfall durch gemeinsame Iw (Menschenrechte etc.) und Ew (das globale technische etc., Wissensniveau etc.) aufeinander bezogen (Rz). Die Abgrenzung der Ig kann problematisch sein. Andererseits unterscheiden sie sich dadurch, dass jedes für sich ein einziges überragendes E ist und auch Ig hat, zum Beispiel hier die monotheistische Gottheit (E) in Religionen.

83Um „die Frage nach dem Spezifischen in der Religion“ als kultureller Subphase zu beantworten, muss man auch auf die Problematik der „Abgrenzung“, der border, eingehen. Hegel hatte bereits gezeigt, dass „N-G und N/G eine Einheit bilden und so die Vorstellung von Grenze genauer bestimmt werden kann. Die WP dehnt das inhaltlich auf „I-E zu I/E“ aus und begründet beide Versuche durch „z-w zu z/w“, wobei entscheidend die Rw zu Rz und daraus in der Entwicklung die N- und G-Eigenheiten werden. Da diese Erweiterungen schwierig zu verstehen sind, wurden sprachliche Hilfskonstrukte bis heute genutzt, zum Beispiel „the fluid motion, notion of the border“.

84Aber wenn man weitergehend konkrete Inhalte anführt, wirkt das ebenfalls überzeugender. Da ist in der QM-Ordnung zum einen die strikte Trennung, aber zugleich die Zusammenhänge.

85Es geht erst mal um die Abgrenzung der religiösen sittlichen Lebensorientierung von der Ebene der gesellschaftlichen Moral, vom Recht und der Politik. Die WP begründet das aber, indem sie die Trennung durch übergeordnete Erkenntnisse ergänzt. Allgemein gilt, dass echte Grenzen, exakte Schnitte weder bei mechanistischen Grenzen, als Flüsse, Meere, Zäune, noch geopolitisch, bei Märkten, geschichtlich, in der Literatur und Kultur möglich sind; und so auch der Übergang vom Heute zur Zukunft, vom Endlichen zum Unendlichen . Auch zwischen Personen gibt es transposions, Gemeinsamkeiten in Vorstellungen und Wissen. Wp wichtig ist nun, dass auch die Negation, Konfrontation als N und Rw „Verbindungen“ sind. Die Rz und Rw sind da gleichberechtigt und als „Rz/Rw“-Dynamik sind sie die Basis zur kreativen Erzeugung des je anderen, vor allem auch der „Zukunft“.

86Unbestreitbar ist, dass sich der Mensch von anderen Lebewesen darin unterscheidet, dass er auf einer systematisch zu begründenden Entwicklungsstufe angekommen ist, welche traditionell gesagt auch „Transzendenz“ enthält. Die WP und die Umgangssprache identifizieren das als die vier OG-Elemente. Genauer gesagt, geht es zusätzlich um das Verständnis aller Phasen, vornehmlich dabei der S-und R-Aspekte. Die E im OG werden der „Gottheit“ zugesprochen., welche als eine Einheit aus Unendlichkeiten, Existenz, Nichtexistenz und auch als „Willen, Gerichtetheit“ und Ähnlichem verstanden wird. Wp kann man nun auch die „Negativität“, das „Nichts“ in gesellschaftlicher Sicht in den Vordergrund rücken. Oder die anderen OG-Kategorien. Vor allem aber gilt es S,R und Ii,g,w in diesen genannten Grundeigenschaften wahrzunehmen, und systematisch zu konkretisieren. Das kann als ein weiterer geistesgeschichtlicher Übergang von der Religion als Phase zur Philosophie (WP) angesehen werden.

87Die „Definition“ von „Gott“ allein durch die alles betreffende E-Existenz, welche man durchaus als „überwältigend“ formulieren kann, weil in jeder Aussage, kritisch oder nicht, doch stets wieder E vorausgesetzt ist, stehen aber in der WP auch die Nichtexistenz, das Nichts, N, vor allem Rw“, gegenüber, welches zu den negativen Erfahrungen der Menschheit ebenso führen wie zu philosophischen Versuchen in dieser Richtung („Negative Dialektik“). Hinter diesen steht der Gegensatz von „S“ zu „R“ und von Rz/Rw zu den freien Rz und Rw sowie von E4 zu N, „I“. Der Einwand, dass sie alle auch Existenz-Charakter haben ist berechtigt, wird aber auch als eine erweiternde Relativierung zu empfinden sein, wenn man in einer Ontologie nicht mehr nur eine E-Art (E), sondern Eo bis E6 anzuerkennen hat.

88Die Kompilation von göttlichen Eigenschaften ist weiterhin zu analysieren, zum Beispiel die Unendlichkeiten. Sie haben jetzt ihren Platz in der wp Analyse; jede der acht Grundgrößen ist mehrfach unendlich, einfach endlich und Nichts zugleich.

89Eine weitere religiöse Problematik ist die, wie kann das Subjekt – und alle endlichen Phasen – Kontakt mit Gott, der Unendlichkeit, dem Nichts, und zwischen den verschiedenen E-Entwicklungsphasen geschehen, beschrieben werden?

90Zum Beispiel, was sind „Riten“, welche – unanalysiert – dazu genutzt werden? Eine spezielle Wechselwirkung zwischen jener E-Kompilation und den menschlichen Gefühlen und methodischem Handeln werden wir wp zeigen. Zum Beisiel Glücksgefühle im Erfassen von „Gott“. Oder zum Beispiel die „Glaubensmethodik als Ergänzung des zentral gefassten „E“ durch die wechselbezogenen drei anderen OG-Elemente, „Glauben“ als „I-N-G zu I/N/G“.

91Wp sollte man vielleicht nicht sagen, dass „S-und R-Aspekte und die OG-Elemente“ als „Absolute“, „Ungewordene“ „Urgrund“ oder „Unbewegte“ zu gelten haben, denn das führt zu Kreisschlüssen und zur Verlagerung des Schwerpunktes auf die Umgangssprachen. Klärender ist vielleicht, diese auch „Gott“ zugeschriebenen Vorstellungen und sprachlichen Begriffe, genauer mit den Grundeigenschaften der S, R und OG im Einzelnen zu besprechen. Man könnte sagen, dass es insbesondere im Christentum sich zeigt, dass in solchen relativ entwickelten Ideologien rationale und „irrationale“ Momente miteinander verbunden erscheinen. Aber wir fundieren solche verschwommenen altsprachlichen Beschreibungen, wenn wir meinen, dass es auch hier um den Versuch einer Einheit geht, welche gleichermaßen von den OG wie von den S,R bestimmt werden. Wobei die rationalen Verbindungen N-G-E auf die physikalischen und biologischen (S,R) Phasen anwendend, dies als theologisch zu integrieren sucht. Wenn das „Numinose“, das „Heilige“ und „Gott“ immer mal wieder streng vom „Ethischen“ (I/E) und vom „Rationalen“ (als G-N-E-Relation) getrennt wird, dann ist das eine der vielen möglichen Varianten, bei denen sich die – vom QM-Modell erlaubte – Abtrennung vom reinen „E“ zeigt.

92Zur Theologie-Geschichte: Die WP sieht die christliche Theologie als einen ihrer „Vorläufer. Mit dem Begriff „Theologie“ in einer Unterscheidung zur „Religion“ ging es darum, dem älteren mythisch religiösen Verständnis die Vorteile der Wissenschaften – seit Aristoteles und dann wieder mit Th.v.Aquino – einzugliedern. Die Diskussionen in den christlichen Urgemeinden und dann in den Kirchen hatten bereits Weiterentwicklungen der Lehre gefunden. Damit war jedoch eigentlich das „systematische Versprechen“ verbunden, den jeweiligen Entwicklungs-Stand der Wissenschaften und der gesellschaftlichen Kultur in der Lehre zu berücksichtigen. Jene grundlegende Weiterentwicklung war die „Trinitätslehre“: Dass neben „Gott“, dem Sein, das maximal umfassende und abstrakte Existieren, die alles erfassende Ontologie-Sicht, nun Gottes Sohn als die Verbindung zum Endlichen, speziell zur menschlichen Subjektivität, ebenso neue Perspektiven der Lehre, aufzeigten wie die Anerkennung des Heiligen Geistes, als jene notwendig gewordenen methodologischen Verbindungen zwischen Gott und Christus und zwischen Christus und der Endlichkeit, dem Menschen, sowie letztlich als Abstraktum aller Verbindungen, Relationen (Rz, Rw und G, N und das „zu“ im QM).

93Am Beispiel der christlichen Lehre kann man die Weiterentwicklung der antiken griechischen und jüdischen etc. Versuche erkennen, in welchen es darum ging, die Methoden des Denkens und Wissens genauer zu verstehen, das Erkennen, die Kenntnis. Das betraf zunächst Denkmethoden wie das „Glauben“, die „Offenbarung“.

94Der Neuplatonismus war in den ersten dreihundert Jahren in der christlichen Zeitrechnung der Versuch, die griechischen Erkenntnisse mit anderen methodischen und inhaltlichen philosophischen Systematisierungen abzustimmen.

95Die religiös-philosophischen Lehren dieser Zeit, die man zum Beispiel in der Gnosis systematisiert findet, haben noch Eigenarten, welche das Christentum aus prinzipiellen Gründen aufhob. Dazu gehört das von jeher übliche elitäre und geheime Wissen. Der Grund war wohl, dass die Kerne dieses Wissens der menschliche Geist, die Materie, die göttliche Substanz und die Verbundenheit dieser drei noch unklar war. Es gab schon kollektiv-intuitive Vermutungen, aber noch keine einigermaßen systematisch geschlossene Begründungen, die zum Beispiel einer „Öffentlichen Diskussion“ standhalten konnten. Zumal das Christentum diese gesellschaftliche Diskussion ausdrücklich zum Kern seiner Lehre zählte. Der Übergang von göttlicher Substanz zur materiellen Körperlichkeit und zur Materie wurde nebulös als „Sündenfall“, „Fesselung an die Natur“ vermittelt, was durch „Erlösung“ behoben werden könne. Es geht aber um den „Übergang“, die Wechselwirkung zwischen den „gottfremden Mächten“ der Natur und dem „jenseitigen Lichtreich der Gottheit“, sowie dazwischen dem menschlichen Subjekt als Vermittler. Sowohl diese Einteilung wie die Übergänge, Zusammenhänge zwischen ihnen sind alte und ungelöste philosophische Probleme. Den alten Versuchen setzt die christliche Lehre eine Fortsetzung hinzu, welche eine neue Systematik hat und daher mehr Überzeugungskraft besitzt. Zwar wird für das Vermittlungsproblem schon bald eine Mittlerfigur postuliert, welche sich selber und alle Menschen aus der Verstrickung in die Natur und die Materie befreit, aber diese Art der „Erlösung“ ist noch unklar, geheim und auf Wenige beschränkt. Die weitere geistesgeschichtliche Entwicklung besteht dann darin, dass es kein allzu archetypischer Mythos ist, der als geheime Offenbarung nur an Eingeweihte als Zauberformeln weitergegeben wird. Vielmehr soll dieses gnostische Geheimwissen allen Menschen zugänglich werden und es muss daher verstehbar im Kontext des Alltagswissens verankert sein. Das aber sind ältere Grundhaltungen, welche in der antiken europäischen Philosophie in und für die griechische Oberschicht entwickelt wurden. Es ist jene Rationalisierung, intellektuelle Vernunft, seit Platon und Aristoteles umfassend systematisiert, welche bis heute fruchtbar ist. Schon damals, im Neuplatonismus, war es die klassisch logische Denkmethodik in ihrer Trennung des E von den N und G im Alltagsdenken, von dem was man als Verständnis, oder auch Glauben, als Denkmethodik ansah. Wir sehen darin die N/G- und die I/N/G/E-Relationen. Es sind dies z/w-Varianten, welche zum Beispiel im Methodischen die Eigenschaft haben, ein immer tieferes Analysieren des zu Wissenden zu erlauben und durch die I/E-Beziehung emotionale Bezüge einzuschließen. Die fortgeschrittene Christenlehre nutzt nun beides, das rationale Denken (N-G) und Wissen (E), in Beziehung zu N/G, dem Glauben. Diese Methoden-Kombination findet ihre inhaltliche Begleitung im Geglaubten, dem Verhältnis von Gott (E) zu den Menschen mit ihren „I“ und Emotionen, und in gegenseitig notwendigen und vergesellschaftenden Verstehensmethoden. Der Übergang zwischen diesen Methodenarten (N/G zu N-G), das die Philosophie bis heute zu lösen hat, ist dann wieder in inhaltlicher Perspektive das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen, das im christlichen Glauben die Christusfigur zu bewältigen hat.

96Der Übergang zwischen den Menschen kann von „göttlicher“ Seite als Offenbarung und von menschlicher Seite methodisch als „Glauben“ verstanden werden. Beides Mal aber hängt das davon ab, welche inhaltliche Gestalt der jeweilige Gott hat und welche rational-emotionale Erkenntnisfähigkeit hat der Mensch entwickelt. Das unendliche Übergangsfeld wird davon geprägt. Da die frühen Götter als Mysterien prinzipiell unbekannt blieben, und auch als abschreckende, war der Übergang schwierig, eher war das jene Trennung (Rw), der wir allen unendlichen Übergangsfeldern zuschreiben. Andererseits aber wird den Göttern ein faszinierendes Majestätisches zugeschrieben und etwas „rastlos Tätiges“, ein Geheimnis, das zu lösen ist, was anziehend für die Menschen ist (Rz). Die geistesgeschichtliche Entwicklung war die, dass Letzteres, in der der neugierig machenden forschenden Leistungsgesellschaft, in den Vordergrund trat und der christliche Gott vermehrt als „Heiliges“ menschenfreundlicher dargestellt wurde.

97Wir abstrahieren das, das QM-Modell und sein entwickeltes Analogon im OG trennen die z strikt von den w, was eine der Erzeugungsvoraussetzungen für die Naturgeschichte ist. Die z/w-Kohäsion ist die andere Voraussetzung. Das wiederholt sich in „E-I-G-N“ zu „I/E/N/G“. Das „Endliche“ wird von uns als die Einheiten angesehen, welche die Kohäsivitäten haben, während davon getrennt das „Allgemeine Heilige“ alle jene strikt voneinander getrennten, isolierten Größen sind. Der Übergang zwischen beiden ist dann das umkämpfte Feld, welches die christliche Lehre mit Jesus Christus besetzt. Dieses Übergangsfeld ist wissenschaftsphilosophisch eines der zwei unendlichen dynamischen und gerichteten Grundgrößen, die als Rz und Rw oder als entwickelte, G und N sind. Sie haben auch die Nebeneigenschaft der Unabgrenzbarkeit, was konkret hier zur Frage führt, wo die Säkularisierung des absolut „Heiligen“, die durch Christus eingeleitet wurde, endet. Schon in alten Philosophien wurden daher auch die endlichen Teile der Realität, die Einzeldinge und menschlichen Individuen für göttlich, heilig erklärt. Das Gegenstück dazu ist, dass man mit der europäischen Aufklärung heute Gott als eigenständige Entität nicht in der Welt erkennen kann. Wir schreiben dem die S, R (Eo) zu,welches dem Schöpfungsglauben genügt, wenn man dies S und R (S/R) nur als anfängliche Tat der Schöpfung der endlich Seienden ansieht. Aber wir gehen noch den Schritt weiter, dass in S/R die Entwicklungsdynamik steckt, welche zu allem Endlichen führt, und schließlich zum OG, aus der Endlichkeit (z/w) heraus führt. Wieder hin zu den absoluten und isolierten Elementen, von denen E4, das Sein ist, das immer schon mit dem monotheistischen Gott identifiziert wurde. Mit „S und R“ sowie „E,N,G,I“ stellt eine wissenschaftliche Philosophie eine nachprüfbare rationale Basis zur Verfügung, auf der man argumentieren kann und die die historisch erarbeiteten Argumente „pro und contra“ integrieren kann. Das „Heilige“, „Numinose“ ist als jeweilige Einheit anzusehen, welche aus den Entwicklungsübergängen und bleibenden Wechselwirkungsverhältnissen von S, R und OG entstehen kann und einerseits in Entwicklungsphasen erscheint, also auch einer geistesgeschichlichen Entwicklung unterliegt und andererseits dabei in den vielen Phasen unterschiedlich konkret wird, zum Beispiel in der Psyche des Menschen als „religiöses Gefühl-Wissen“, heiliges Überzeugtsein. Diese subjektiven Grund-Einheiten, als Prozesse, verbinden sich dann mit subjektiven Willensbestrebungen, Motivationen und allen anderen Gefühlen und Denkprozessen.

98Das Numinose erscheint in der Geistesgeschichte, hier in der der Religion, in allen Entwicklungsphasen immer wieder. Aber das Herrliche, das Erschrecken und die lebendige Gegenwart des Göttlichen, welches das Subjekt empfindet, wird doch von einer geistesgeschichtlichen Weiterentwicklung jeweils begleitet. Dieses individuelle Emotionale führen wir auf die grundlegend mitgegebene I,- und Ei-Unendlichkeit zurück, die dem Menschen in solchen Momenten intuitiv bewusst wird. Es ist seine eigene Eigenschaft, welche aber auch insgesamt die Welt und zum Beispiel das Göttliche auszeichnet. Die geisteshistorische Entwicklung zeigt sich darin, dass es zunehmend wissenschaftlich zugeht, ideologisch und philosophisch. Wenn man aber dabei das Extrem der OG-Elemente und die Grundlagen der modern gefassten Physik zu verstehen sucht, dann kann man deren Gegenwart, die sich überall offenbart, auch nur mit ehrfürchtigem Erstaunen begleiten.

99Die Aufzählung dessen, was es für den Menschen bedeutet, Gott sehen zu dürfen, durch seine Offenbarung ihn erkennen zu können, wird im Laufe jener Entwicklung des Verständnisses, was Existenz (E) als Begriff bedeutet verständlich. Zunächst nur das emotionale Erstaunen, dann durch das Verstehen jener „Worte“, welche der Gott dabei äußert, und schließlich die Reflexion des Menschen über das Offenbarungsgeschehen als kognitiv zu bearbeitende Erkenntnis der mitgeteilten Information, Botschaft.

100Erst langsam nähern sich die großen Religionen einem philosophisch fortgschrittenen Begriff von „Gott“. Diese Beschreibungen weisen alle auf die philosophischen Erarbeitungen des „Seins-Projektes“, also vor allem erst mal auf E4.

101Ging es zunächst noch um eine persönliche Ansprache Gottes und um sprachliche Mitteilung von etwas, was Relevanz besitzt; und um Aufträge, dem die passivisch glaubende Aufnahme durch den Menschen, Folge zu leisten hat, so wird solche konkrete gesellschaftlich kommunikative gegenseitige Partizipation und der Charakter des „Seins“ deutlicher, wenn alle beteiligten Strukturen und Prozesse auf ihre philosophische Basis reduziert werden; was auch immer schon angedeutet wird. Zum Beispiel steht der für die Botschaft Gottes vermittelnde „Engel“, für das hermeneutische Verstehen als umfassende und zugleich äußerst abstrakte Kommunikationsmethodik. Gott zeigt sich selber und muss als die empirische Grundfunktion verstanden werden, die fast frei von Gegenwirkung, begrifflich durch die unendliche Selbstbezogenheit der G-Identitäsbindung verstanden werden kann. Das Wesentliche Gottes ist, dass er in der Offenbarung seiner selbst in Christus nur dessen Existenz als Teil des Seins ist. Es geht ihm nicht um ein kognitives Wissen, welches die Menschen von ihm haben sollten, er ist vielmehr die Basis von allem was man als „seiendes Sein“ wissen kann, als verwirklichtes Sein bestenfalls. Die Gemeinschaft zwischen Gott, Jesus Christus und den Menschen wird auf das gemeinsame aller drei „Entwicklungsphasen“ zurück zu führen sein; und das ist der Existenz-Gedanke, differenziert in den verschiedenen Entwicklungsphasen, zum Beispiel als Sprache, Bedeutung darin, Gesellschaftlichkeit als Einverständnis, empirisches Wahrnehmen, Zeugnisfunktion.

102Die individuell und gesellschaftlich verwendeten Methoden sind nur wenige, aber sie weisen alle auf ihre Herkunft: „S/R“ . Und sie haben sogar eine eigene Entwicklung innerhalb der Geistesgeschichte. Die klassische Logik reduziert sich auf N-G-E, als getrennte, isolierte und unendlich leere Denkgrößen; deren Einfachheit für ein „frühes“ Entwicklungsstadium spricht. Die anderen OG-Elemente werden im weiteren geistesgeschichtlichen Entwicklungsverlauf hinzu genommen und relationiert, zum Beispiel „N/G“ als formale Dialektik. Das führt letztlich zu „I/N/G/E“, welche als hermeneutisches Verstehen, material-dialektisches oder eben auch als Glauben sprachlich und philosophisch immer schon zur Verfügung stand.

103Das religiöse Denken und „Verstehen“ war in Religionen früher Entwicklungsstufen, zum Beispiel in der Gnostik, noch eine einfache unreflektierte Methode der Aufnahme des Göttlichen als G-Methode, welche ein vorgegebenes E in seiner Identität lediglich bejahen kann. Die fortgeschrittene, weiter entwickelte Glaubensmethodik des Christentums nutzt zwar noch G als „erkennen“ und „Vernunft“ in dessen umfassender, aber eher intuitiver Unklarheit, aber bereits auch schon in jeweils historisch entwickelter subjektiv-gesellschaftlicher „Weisheit“. Es zeigt sich in der Christenlehre der Trend, den Glauben als eine Methode zu benutzen, welche die antike intellektuell-kognitive Komponente nutzt. Das lässt sich nicht auf die Methodik begrenzen. Auch der Inhalt des Glaubens geht von verschwommenen gnostischen Vorstellungen aus, hin zu festen Kodizes satzhafter Lehre.

104Es geht beim Glauben“ um das Verhältnis zwischen Gott (E4) und dem menschlichen Subjekt (E3). Der Entwicklungsfortschritt besteht darin, dass mit der Offenbarung der Göttlichkeit, also von der Seins-Existenz, eine intellektuelle Überformung durch das Subjekt geschieht, welche sich an seinem nunmehr wichtiger gewordenen kognitiven Wissen über die Welt und dem methodischem Identifikationsverfahren (G) orientiert.

105Platons idealistische Betonung der abstrakten Ideen des Seins und der Tugenden wird im Christentum wieder aufgenommen und miteinander verbunden; christliches Heil soll die intellektuelle Freude an der auch tugendhaft gemeinten Wahrheit sein: „Das Sehen Gottes ist eine Sache des Verstandes“. Diese einfache empiristisch-rationale methodische Feststellung von jeder maximal abstrakten Existenz E (Gott), hat sich seit Platon nicht erweitert und sie kann immer wieder bestätigt werden, aber es ist nichts weiter als ein vollendeter und daher notwendiger „logischer“ Kreisschluss, der den einfachsten methodischen Sinn, die Identitätserzeugung (G) mit der stets schon voraus gedachten Existenzaussage (E) verbindet.

106Augustinus ist deswegen für die Fundierung der „Christen-Ideologie“ so wichtig, weil die notwendige und „objektiv“ vorgegebene geistige und hier abstrakt-geistlich-philosophische Entwicklung über die platonische und neuplatonische Trennung Existenz, Sein von Tugend („E – I“) hinaus führt; indem er beider innige Vereinigung betont (-> I/E). Das geschieht wie in solchen Entdeckungen noch intuitiv im Konkreten. Augustinus merkt, dass es zum einen auf die „Inhalte“ der Glaubenssätze und der Bekenntnisformeln ankommt und zum anderen auf den subjektiven Akt und Vollzug des Glaubens. Heutige Sprachtheorie, Handlungstheorie und Psychologie, sowie die zugehörige Erkenntnistheorie, zeigen, dass in allen normierenden Geboten, Glaubenssätzen, Systemen von Sätzen und in Dogmen Zielsetzungen und Interessen („I“) sowie Existenzbehauptungen (E) stecken, und beide zudem miteinander untrennbar verwoben sind (I/E). Solche enge Wechselbeziehung kann nur das menschliche Subjekt erzeugen. Das geschieht in einem „Feld“, das emotionale E und I mit rationalen E und I verbindet. Zum Beispiel phantasierte Existenzen und Wünsche sowie tatsächlich gegebene angestrebte Ziele mit gegebenen Mitteln. In der allgemeinen Handlungstheorie ist das als Grundmodell des Zusammenhanges dieser Einzelteile bekannt; was sowohl für den Ablauf der alltäglichen Arbeit wie des menschlichen Denkens gilt. Zuerst wird aus subjektivem Interesse ein Ziel (I) gesetzt, aber seine Erreichung (E) wird immer schon mit-phantasiert. Dann werden Denk-und Arbeitsmethoden (wir: N,G) zur tatsächlichen Ziel-Erreichung (E) benutzt, in Verbindung mit bereits vorgegebenen Existenzmitteln (E`), zum Beispiel bekannten Wissensinhalten oder die der vorgegebenen Sprache.

107Die christliche Religion hat diesen Entwicklungsschritt in der objektiven Geistesentwicklung vor allen anderen Religionen geschafft und sich dabei um wissenschaftliche und philosophische Fortschritte verdient gemacht.

108Der für die christliche Lehre entscheidende Vermittler ist Jesus Christus, als Übergangsfeld zwischen dem OG, dort dem E4, also der abschließenden, vollendeten geistigen Objektivität, und der menschlichen Subjektivität, dem vollendeten E3 als z/w. Es ist das der wechselweise Übergang von der „z-z/w-w-Quantenphasik zu der der z-w-Phasen. Wobei man hier klarmachen muss, dass die voneinander getrennten OG-Elemente (E4-N-G) die gleichen formalen philosophischen Grundeigenschaften wie die freien z und die freien w haben; nämlich beispielsweise die Unendlichkeit, die Isoliertheit, die Einheit mit ihrem eigenen Nichts.

109Jesus Christus als Übergangsfeld zu bezeichnen, meint nun in dieser abstrakten philosophischen Betrachtung, dass er für das Subjekt jene zwei wichtigen Eigenschaften des Seins, E4, aus dessen unendlicher Abstraktheit verwandelt, sprachlich vermittelt, so dass der Mensch, die E4-Existenz meint, sich vorzustellen oder glaubt, das einzusehen, Und die zweite Schwierigkeit ist, mit welcher Methode kann diese Unendlichkeitsstelle überbrückt werden. Diese Methodik kann man sprachlich auch nur umschreiben,, je nachdem von wo in dieser allgemeinen Wechselbeziehung die Initiative erfolgt, von E4 als Offenbarung oder vom Menschen als Glaubensakt.

110Das wissenschaftsphilosophisch zentrale Problem ist, dass diese komplizierten Übergänge zwischen den Phasen der Gegenstände und der Phase der Begriffe von den Gegenständen, was ständig beim Wahrnehmen und Denken gemacht wird, als Gehirnleistung erklärt wird. Das ist sie selbstverständlich auch, aber diese scheinbar „nur“ naturalistische Erklärung eröffnet dann wieder die alte Problematik, wie die objektive Natur mit den objektiv geistigen Größen zusammenhängt. Wir machen dazu zwei Vorschläge: Den vermeintlichen Gegensatz durch unendlich viele „Schritte der allgemeinen Entwicklung“ zu verbinden und zugleich auch zu trennen. Wobei diese zwei Unendlichkeiten (Rz, Rw) hier noch physikalische sind, aber eben auch schon geistige fundieren. Diese und weitere Gemeinsamkeiten der Natur und der abstraktesten Geistigkeit werden vermittelt von den vier (E,I,N,G) und den acht (zum „OG“ noch die Sz,Sw, Rz,Rw) freien Grundgrößen, welche ebenfalls genau jene Eigenschaften haben, welche die Erste Physik, also die Natur hat wie zugleich auch die Begrifflichkeit; welche alle Religionen und Philosophien als höchste, oberste, abstrakteste ansehen. Die Vergesellschaftung, also zusätzliche Bereiche und deren Wissenschaften, helfen bei der Bewältigung jener Kluft zwischen Natur und Geist. In der christlichen Religion wird das durch die „heiligen Schriften“ insbesondere die Bibel versucht, welche auf eine zwar formale, aber wirksame Weise mit ihrer gesellschaftlichen Autorität die schwierigen wissenschaftlich-philosophischen Phänomene vertritt. Was man von ihr als historisches Dokument und der Macht, die aus ihrer gesellschaftlichen Verbreitung und Anerkennung sowie ihren literarischen Möglichkeiten und pädagogischen Wiederholungen hat.

111Aber es bleibt bei der Grundproblematik, die Frage, kann man mit „Überredungskunst“ und den sachlichen wissenschaftlichen und philosophischen Problem-Lösungen irgendwie übereinkommen? Jene „Vergesellschaftung“, hier als „Überredung“, ist durchaus auch ein sogar hochentwickelter Teil der Gesamtlösung, welche gesucht wird. Aber man muss Konsequenz zeigen und die Ii-Ig und die Ei-Eg, also die verschiedenen Hoffnungen, Ziele und das Wissen systematisch mit den philosophischen Grundproblemen, E4 und dem Übergang, die Wechselbeziehung zu „z/w und E3 beschreiben. Im Methodischen geht es um den „Glauben“, der aber ist nichts anderes als die „formale“ Seite jener „I-E zu I/E“, nämlich die Eiheit „ N-G zu N/G“ als das rationale Denken, die „freie Zustimmung“ (G) oder die Ablehnung (N) in Beziehung zu jenem unendlich dynamischen, inneren sich gegenseitig erzeugenden Denken, das die N/G-Relation andeutet; und das auch noch als formale Dialektik schwer verständlich ist, solange kein weiterer Bezug zum „I/E“ besteht.

112Umso schwieriger ist der Denkvorgang „N-G zu N/G“ zu beschreiben. Aber sobald er auf „I/E“ angewandt wird, und sich die Methode, zum Beispiel als „hermeneutische“ besser fassen lässt, weil eine Einsicht in die zugehörigen Inhalte (I/E) gesucht wird. „Intuition“ und ähnliche psychologische Umschreibungen, und eben auch als „Glauben“, sind notwendige, wenn auch aus prinzipiellen Gründen nicht hinreichende sprachliche Umschreibungen.

113Der Glaubensakt ist ein – hoch entwickelter – methodischer Vorgang, der aber ohne Bezug zum Geglaubten und zum gläubigen Menschen wissenschaftlich und philosophisch unvollständig ist. Jede Methode hat – von Rz und Rw her – vermittelnde Eigenschaften, die aber stets als erzeugende Wechselwirkung konzipiert sind, jedenfalls wenn sie so hoch entwickelt sind wie die Glaubensmethodik. Die beiden zu vermittelnden Entitäten sind hier Gott (E4) und der Mensch, dem wir das Interesse (Ii) an dieser Vermittlung, eben als Glaubenstätigkeit, zuschreiben. Das sind zwar nur ein ausgesuchtes Interesse, Zielsetzung („I“), aber eben das bestimmende hier. Mit diesen Elementen – E, I, N, G – geht die Methodik und ihre verbundenen, relationierten Entitäten – Gott und Subjekt – in den erweiterten theoretischen Gedanken des „Handelns“ über; des Denkhandelns, des Sprachhandelns, aber auch des praktischen Arbeitens.

114Schon in den mittelalterlichen Auseinandersetzungen zwischen Franziskanern und Th.v.Aquin zeigte sich eine in allen Wissenschaften und Philosophien erkennbare Dualität, die in den Denkmethoden und in den Denkinhalten erscheint. In der Christenlehre erscheint die aristotelisch-dominikanische Trennung der N-G-E – I als die traditionelle wissenschaftliche, mechanistisch-idealistische Abtrennung (Rw) als rationales Denken, das die Regeln der Logik hat, die „vernünftige“ Methodik von den Inhalten zu trennen versucht, die die I-Funktionen („ einzelne Willensakte“) abtrennt von den empirisch wahrnehmbaren Dingen, u.ä. Thomas v. A. versucht das in der speziellen Ideologie der christlichen Religion zu implantieren. Zum Beispiel als Überzeugung von der Existenz (isoliertes E) Gottes und als empirisch fundiertes (G) historisches Wissen von Jesus und seiner Botschaft, sowie die „vernünftige“ Annahme der Unsterblichkeit der Seele und die notwendige Verpflichtung auf Sittengesetze. Die beiden letzten Annahmen führen über eine einfache Methodik der N-G-Trennung hinaus, inhaltlich sind ethische Vorstellungen stets schon I/E-Relationen, und die Ewigeit der Seelen-Existenz bezieht die Unendlichkeit mit ein. Das zeigt den Zusammenhang mit der anderen Grundauffassung, die in vielen philosophischen Meinungen seit alters manifestiert wurde. So im christlichen Glauben zum Beispiel durch Bonaventura vertreten wurde und heute sowohl in der Philosophie und in den meisten Wissenschaften erforscht wird. Diese Seite einer, wie wir meinen, umfassenden erkenntnistheoretischen Einheit zeichnet sich dadurch aus, dass jene Trennungen der vier OG-Elemente aufgehoben wird. Das „I/N/G/E-Modell“ ist die Basis methodologischer Dialektik und Hermeneutik. Dadurch, dass an die Stelle der N-G-Trennung – zum Beispiel als wahr und falsch, existent und nicht-existent – die N/G der formalen Dialektik treten, kann man weder Methodik von ihren gemeinten Inhalten – Hermeneutik und materialistische Dialektik stützen sich auf das „I/G/N/E-Modell – trennen noch die Inhalte voneinander nur unterscheiden. In der Anwendung auf die christlichen Inhalte zeigt sich das darin, dass die franziskanische Theologie zum Beispiel eine wechselbezogene Einheit, enge Beziehung zwischen der Heilsgeschichte, Christus, der Schöpfung, und dem Menschen sieht. Und beim Menschen selber: Seinem Wissen, eng verbunden mit seinen Emotionen und Willensfähigkeiten.

115So gesehen, ist eine Einbettung der Religion in die Geistesgeschichte des Abendlandes konsequent. Inzwischen aber gehen die einzelnen Wissenschaften bereits weitere und genauer zu beschreibende Schritte: „QM“.Was vor allem dazu geeignet ist, jene Dualität in der Erkenntnis und der zugehörigen Theorie zu klären. Dabei müssten die Methoden, welche die Glaubenswahrheiten verteidigen, sich an diesem fortgeschrittenen Denkverhalten orientieren. Bei diesem geht es um die zwei methodologischen Seiten der „Realität“, welche im QM-Modell die Unendlichkeiten (z-w) gleichberechtigt mit den Endlichkeiten (z/w) stellt. In der Religion und in der Theologie wird die schwierige Vorstellung vom Unendlichen, das in der Physik und der Mathematik selbstverständlich und theoriebildend ist, zum Beispiel als die Methodik der Offenbarung mit ihrer nicht-endlichen Übertragungsfunktion genutzt. Auch alles, was in den Alltagsvorstellungen von einem „Wunder“ erdacht wird, trägt Züge einer „exakten“ Darstellung der Unendlichkeiten.

116Unendlichkeit heißt zunächst, dass alle endliche Natur, Geschichte u.a. irgendwie übertroffen wird, oder dass es die einfachen isolierten Anfänge S, R und OG gibt, die nur wegen ihrer „fehlenden“ Relationalität als nicht anders als unendliche zu verstehen sind.

117Die Endlichkeiten sind alles was Relationalität hat (z/w-Modus). In der Religion, wie in allen anderen Lebens-und Wissenschaftsbereichen, kann man ohne die Relationierungen nicht auskommen. Sie sind dort zum Beispiel die Legitimierung durch und von Behauptungen der Autoritäten von Schrift und Kirche. Für die Religion kommt es nun darauf an, die philosophische Grundforderung, alles was endlich ist zu umfassen, um damit eine der Unendlichkeitsforderungen, -angebote möglichst nahe zu kommen. Das versucht zum Beispiel auch eine Wissenschaftsphilosophie zu erarbeiten.

118In der Christusfigur zeigt sich der Versuch zumindest in abstrakter, verkürzter Weise, Unendlichkeiten und Endlichkeiten zu vereinen. Es gibt in dieser Absicht noch zwei andere „Figuren“, die eben das leisten. Das ist zum einen „der Mensch“, der sich nämlich vor allem anderen dadurch auszeichnet, dass er als Endlicher auch die im Laufe der Geistesgeschichte sehr sicher erarbeiteten Unendlichkeiten denken kann, mit ihnen sogar umgehen kann. Und das ist – völlig abstrakt und unter anderem – eben diese „erarbeitete“ QM-Einsicht, dass Endliches und Unendliches nebeneinander existieren und einander wechselseitig durchdringend, eine neue Einheit erzeugen können.

119Die „QM-Seite“ eröffnet und begründet den Zugang zur „Natur“. Aber weil die Eigenarten der „Ordnung“ (Rz und Rw) darin, sowie die Grundgrößen (Sz, Sw, Rw, Rz) mit der herkömmlichen Vorstellung in „mechanistischer“ und alltagserfahrbarer „Natur“ nur nebenbei zu verstehen sind, kann der in allen Religionen genutzte, gedachte Gegensatz von Natur und „Übernatürlichem“ nicht nur als Gegensatz verstanden werden. Jedoch gilt für den umgangssprachlichen Gebrauch die Gegenüberstellung von zum Beispiel „naturlichen Aussagen“ und „übernatürlichen Offenbarungsäußerungen“, sowie die „mechanistische“ z-w-, N-G-, I-E-Trennung als legitim. Aber bereits die übergreifenden Vorstellungen der Trinität, welche Natur, Geist und Mensch abstrakt und intuitiv verbindet, wird nunmehr als z/w-Relation mit den „z-w-Trennungsrelationen gleichberechtigt, und aus beider Kombination entsteht entscheidend Neues, nämlich die „ganze endliche Realität“. Das betrifft hier vor allem die methodische Seite der Gesamtrealität, welche sich im Bereich des Denkens als natürliche Vernunft der N-G und I-E-Trennungen bedient. und sich als übernatürliche Offenbarung als „G/N zu I/E-wechselwirkende und erzeugende Relationen“ analysieren lassen. So von Thomas v. A. her – der beide Denkmöglichkeiten mit Recht zu vereinen sucht. Das aber geschah „intuitiv“, wobei derart emotional-rationales intuitives Denken ebenfalls eine komplexe Relation von der Art der Glaubensmethodik ist. Erst die weitere „inhaltliche“ Analyse führt in dieser Problematik die Wissenschaften und die Gesamtrealität umfassend und systematisch ein.

120Die substantielle Inhaltlichkeit der übernatürlichen Welt ist als E, Gott und bestenfalls als I/E, Platons „Idee“, verbunden mit den „höchsten Tugenden“ oder als Gott, der mit den „I“ der Liebe verbunden wird, zu verstehen. Zu diesen einfachsten OG-Elementen und ihren einfachen Relationierungen passen dann ebensolche OG-Methoden G oder N – Gott existiert oder nicht – sowie die höhere Einheit „N-G zu N/G“, als welche wir Glaubens- und Offenbarungsmethodik analysieren. Für die Wissenschaften und für das gewöhnliche Leben sind diese einfachen metaphysischen Strukturen zwar wichtig, aber randständig. Die Wissenschaftsphilosophie muss sie durch die Metaphysik der Natur und der Subjektivität ergänzen. Nicht erst seit W.v.Ockham gelten Offenbarung und Glauben als völlig getrennt von Vernunft und Wissen. Man kann das kurz modellieren als Einheit aus der wechselwirkenden Relation „E/I/G/N“ im radikalen Gegensatz zu den Trennungen der vier voneinander, „E-I-G-N“ . Den Übergang zwischen beiden zu denken, ist schon nicht leicht; aber die Ursache für die Modelle, „S/R“ zu „S-R“ und „z-w“ zu „z/w“ liegen weit außerhalb des gewohnten Denkens. Ein umfassendes subjektives Forschen wird jedoch von dieser QM-Ausgangslage her wissen, dass der QM-Zusammenhang und damit der von Glauben und Wissen gleichberechtigt damit ist, beiden je ihre eigene „Wahrheit“ zuzugestehen. Andererseits ist es allerdings so, dass allein jenes Zusammenwirken der Auslöser für den nächsten Entwicklungsschritt ist. Wenn immer gesagt wurde, der Glaube und die Offenbarung lässt „übernatürliche Wahrheiten“ zu, dann zeigte sich darin die „intuitive“ philosophische Mutmaßung, dass es neben dem, was man nichtsahnend immer für Natur gehalten hatte und was die moderne Physik neu aufweisen, „offenbaren“ kann, als das Begreifen der Methoden der Quantentheorie und der adäquaten dialektischen und mathematischen Denkmethoden nennen will.

121Schon im Mittelalter und dann wieder im 16.Jahrhundert ging ein Streit darum, ob eine „reine Natur“ als eine theologische Option begründbar ist. Die Begründungen verblieben aber in der Konfrontation menschlich-natürlicher Freiheit und übernatürlicher Göttlichkeit. Der Mangel an Einsicht in die tatsächlich „über“ allen mechanistischen Denkgewohnheiten vorhandenen Prozesse und Strukturen, für die man bis heute keine Abgrenzungen zum Geistigen finden oder definieren kann, blieben nur intuitivem Ahnen vorbehalten.

122Nach jeder philosophischen, ideologischen oder gar wissenschaftlichen Einbindung lautet die allgemeine christliche Überzeugung, dass es „Gnade“ und „Heil“ gibt, und dass Gnade absolut notwendig für das Heil ist. Woher kommen solche tiefgreifenden Bedürfnisse nach emotional-geistiger Überhöhung in das tägliche Leben? Die Subjektivität hat seine Fähigkeit, die Unendlichkeiten der freien und leeren OG-Elemente zu erfassen, sie mit seinen emotionalen und rationalen Fähigkeiten zu verbinden, die Ii, Ei und N/G zu generieren. Der Mensch entwickelt aus freier Willenskraft (Ii) die Vorstellung eines Ganzen (E5 und E6 in einer umfassenden Ontologie), so dass sich nun die Eigenschaften aller E in höchstmöglicher „Vollendung“ darstellen muss, als das „Heil“. Die nach aller menschlicher Erfahrung notwendige Arbeit, Denkarbeit, um sowas zu erzeugen, muss die Arbeit aber ebenfalls unendlich sein. Das zeigt sich in dem unbeschränkten und abstrakten, aber individuell phantasierbaren „N-G zu N/G-Modell“, sprachlich als die dafür notwendige „Gnade“ als absolutem Geschenk; das alle Erarbeitung überflüssig macht? Wenn seit dem Mittelalter darüber gestritten wird, ob Gott dem Menschen die Gnade schulde oder ob die Gnade frei und souverän gegeben wird, kann man nun sagen, die Erarbeitung aller E ist zwar notwendig, aber eine moderne Ontologie zeigt, dass die drei wichtigen E, Eo als der S-und der R-Aspekt, das E3 als die Endlichkeiten und darin das menschliche Subjekt, sowie E4 im OG, wozu auch die Gottesvorstellung gehört, immer schon „vorgegeben“ sind, und deshalb nicht erarbeitet werden müssen oder gar vollendet werden können. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Jede Entwicklungsform von Existenz, hier Eo, E3 und E4, werden zu Relationen herangezogen, z als Sz/Rz, w als Sw/Rw, die Einheit „E/N/G/I“ und jede z/w-Phase heben das isolierte nichtige und unendliche Sein der E0, E3 und E4 auf. Zum Beispiel kann das Subjekt alle endlichen z/w-Phasen auf sich beziehen, um zu versuchen, sich zu „vollenden“.Man sollte also wieder von der „QM-Dualität“ „Rz“, „Rw“ ausgehen, welche radikal verbindet und „zugleich“ radikal trennt, und die als materieller Rz-Zusammenhang, als Arbeit an der Natur mit dem Ziele von Vollendungen zugleich neben dem menschlichen Denken von Unendlichkeiten (fast…) ohne Anstrengung der Subjektivität möglich ist.

123Solche legitimen Phantasien sind durch die zwei prinzipiell unbegrenzten Freiheiten der Ei- und der Ii-Fähigkeit des Menschen zu verstehen, welche von der objektiven Rw-Freiheit und der ebenso objektiven Tendenz zur E-Vollendung (Rz) bestimmt sind. Diese konkreten Phantasien sind als Positionen auf einem Übergangsfeld anzusehen, auf dem der arbeitende und denkende und wollende Mensch eben diese Ziele zu erreichen sucht, und welches sich zwischen den beiden metaphysischen Polen der S und R, z und w sowie dem OG-Pol ausdehnt.

124Theologisch geht es verkürzt nun darum, ob der Mensch, auf diesem Feld sein Heil erreichen kann, auch wenn die „Gnade“ fehlt. Was übersetzt heißt, kann der Mensch E-Vollendungen irgend einer Art und /oder I- Unendlichkeit, das heißt, die Erzeugung und Erfüllung aller Wünsche durch Arbeit und Denken, das wäre das „Heil“, erreichen, wenn es die beiden metaphysischen Pole („Gnade“) nicht gäbe. Der metaphysische Pol der z und w in der QM und anderen physikalischen Grundlagen (Standardtheorie) ist die Voraussetzung, dass die objektive E-Entwicklung läuft – zum beispiel als jene „Produktionsmittel“, Maschinen, welche die menschliche Arbeitskraft und die Denkausweitung übernehmen, erarbeiten mit den gegebenen Gesetzen, welche an die QM etc. gebunden sind. Der andere Pol, der der OG, kann ebenso als Konkretisierung der prinzipiell unklaren „Gnade“ angesehen werden. Denn er erst erlaubt es, dass Menschen diese Prozesse, Probleme durchdenken, verstehen und sprachlich kommunizieren können. Der OG und seine Relationen ist der der anderen vorgegebenen Hilfen, Werkzeuge etc. welche den Weg zum „Heil“ erarbeiten lassen.

125Grundsätzlich geht es bei der „Offenbarung“ um eine Wechselbeziehung zwischen Gott und den Menschen. Diese relativ einfache Situation hat jedoch spezifische Eigenarten. Gott ist zugleich „unendlich“ und isolierte Existenz (E4). Die genutzte Methode, die Offenbarung ist daher ebenso anzusehen; und die in jener Wechselbeziehung vom Menschen kommende Methodik, der Glaube, muss sich auch da anpassen. Diesen maximal abstrakten Methoden und Gott als Ausgangspunkt, die zueinander passen, steht der Mensch gegenüber, der maximal „endlich“ ist. Was bedeutet, dass er maximal relationalisiert ist. Es ist die umfassende Problematik der Übergänge von Unendlichkeiten (oder hohen Anzahlen) freier isolierter, dynamischer u.ä. Entitäten zu den endlichen Entitäten und umgekehrt; als seinerseits unendlichen Prozess.

126Die Glaubenszustimmung, der Glaubensakt ist nicht nur die menschliche Fähigkeit, einen metaphysischen, unendlichen aber leeren Vollzug als „G“ zu erzeugen, sondern dieses G methodisch auch als Bezug auf E (Gott) zu richten. G und E stehen in einem übergreifenden Zusammenhang, der vor allem als Rz zur Bildung aller „z/w-Phasen wichtig ist. Es ist ein „freier“ und damit unendlicher Willensakt (Ii), der seinerseits tendenzielle Unendlichkeiten hat; zum Beispiel in seiner Anzahl und in seinen Inhalten. Das freie Ii reicht also über jenen Willen hinaus, nur abstrakte leere G auf leere E zu richten. Dennoch kann der Mensch Utopisches, Phantastisches, Leeres wünschen und wollen. Will er aber in die konkrete, praktische Endlichkeit zurückkehren, muss er die Begrenzung seiner freien und phantastischen Ii durch den jeweiligen E-Entwicklungsstand und durch die Ii,k,g der anderen Menschen beachten. Nur durch solche „Prüfung“ des „Glaubens“ wird dieser „glaubwürdig“, aber zugleich auch endlich. Aber „Endlichkeit“ ist nicht nur formal als begrenzt, und durch die Komplexität der Zusammenhänge verwirrend, sondern auch eben dadurch und zunehmend umfassender, entwicklungsfähig. Und „inhaltlich“ ist diese sich entwickelnde „Prüfung der Glaubwürdigkeit die Eröffnung zur Vergesellschaftung, zur Erarbeitung der Welt, im Denken und Arbeiten.

127Wie kann man den Zusammenhang und den Unterschied zwischen Glauben, Vernunft und Wissen analysieren? „Vernunft“ ist der Versuch, Rationalität und Logik, also N-G, mit gesellschaftlich anerkannten Ig zu verbinden. „Glaube“ nutzt die Wechselbeziehung N/G in ihrer Anwendung auf Ii,k. Das heißt, das dialektisch schwebende Verhältnis von exaktem Wissen (G, E3, N) und der Ablösung davon (N), wird das Weiterweisende als gestaltet durch die Wünsche jedes einzelnen Gläubigen (Ii) und seiner Gruppe((Ik) zu sehen sein, ohne dass man sich völlig von allem Existierenden (E) abkoppeln will. „Wissen“ kann nicht diese möglichen Freiheiten (Ii,Ik, auch nicht festgelegte E) nutzen. Es ist aber Wissen im endlichen Sinne und damit auch dem Irrtum (N) stets nahe, aber N ist auch hier getrennt von G, wie in der Ratio und Logik.

128Es geht bei diesen althergebrachten Denkweisen demnach um Versuche, sich die Relationsmöglichkeiten der vier OG-Elemente zunutze zu machen.

129In der formalen Philosophie der Hegelschen Methodik wird das „N/G“ letztlich doch wieder zum G, denn das doppelt unendliche dynamische, „schwebende“ dialektische Verhältnis wird von jedem Denkenden als E-Existenz identifiziert (G), Das ist eine Variante der QM-Einheit, welche auch noch die abstrakteste Begrifflichkeit mit formt. Etwas konkreter ist das im Zusammenspiel in den zwei zentralen Akten für die Analyse der Glaubensmethode, nämlich Glaubenswürdigkeitserkenntnis und die Glaubenszustimmung. Es sind zwei verschiedene Akte, die aber dennoch eine Einheit erzeugen. Jeder Mensch kann an alles Mögliche glauben, aus allen möglichen Motivationen, so weil es wichtig, sinnvoll oder wahr ist. Aber in Religionssystemen wird etwas konkret, es verlangt Entscheidungen, welche mit der über die klassische Festlegungen, zum Beispiel der Logik (G-N-E), prinzipiell hinausreichenden Methoden (N/G und als N/G/I/E, sogar Emotionalität, allgemeine Entwicklung einbeziehende Methodik) weit hinaus reichen. Es gibt dazu die Erwiderung, dass „Gott“ als E und E in jeder herkömmlichen Ontologie absolut ist. Das ist richtig und eine subjektive Festlegung ist dem E, G, angemessen. Aber eine moderne WP, die die Wissenschaften und auch das Alltagsleben einschließt, geht über die „E,G-Reduktion und die relative „Vollendung“ hinaus. Bereits die N-Seite (das Böse, die mögliche Ablehnung und N/G als Überprüfungsfunktion neben der G-Zustimmung) machte allen Religionen Schwierigkeiten, umso mehr drängt nun die Hereinnahme der WP-Elemente S, R und „I“ auf einem Ausbau der religiösen Grundlagen. Wenn man die Glaubenszustimmung als einen Akt des Willens und der Vernunft ansieht, dann bindet man Gott (E) an I, (Ii) als menschliche Inhalte („I/E“) und Methoden (N/G). Wenn nun gesagt wird, dass Gottesgnadeneinwirkung, sola gratia dem Menschen die Glaubensfähigkeit und auch die „natürliche“ Vernunft gegeben hat, dann ist das genau jener Selbstbezug unendlicher Art, der das E im OG konstituiert. Die emotional-rationale Methodik und das Subjekt mit seinen Eigenschaften des Willens und der Vernunft werden als „Existenzen“ (E, E/G,) bestätigt, aber nicht weiter differenziert. Wenn die Religion jedoch versucht, von solchen abstrakten Kreisschlüssen wegzukommen und zum Beispiel den konkreten Glaubenden, die Identifizierung seiner Gefühle und Erfahrungen mit Christus oder anderen Überlieferungen, dann wird damit von der traditionellen Metaphysik des Seins abgewichen und das Seiende, letztlich das Alltagsleben und die Wissenschaften, zur Basis theologischer Systematik.

130Die WP ist nun der Versuch, beides, die Abstrakta des OG, vor allem E 4, mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden.

131Zur wp Darstellung gehört die Erweiterung der herkömmlichen „E-G-N“ um die I-Kategorie sowie die Hinzunahme von „S-Und R-Aspekten und der „allgemeinen Entwicklung“, welche sich aus den S/R-Relationen erzeugt und welche erste Physik (S,R,z,w) mit den Sprachen etc. und mit OG vermittelt.

132Zur Geschichte der Theologie gehört die Auseinandersetzungen mit dem Projekt der Aufklärung. Wie alle historischen Phasen und ihre Details, sind das komplexe Gebilde, aber wir reduzieren hier diese Komplexität auf zwei Grundfunktionen, die geistig-ideologische und die gesellschaftlich-materielle Seite. Das die Aufklärung prägende Denken kann man als positivistisch und mechanistisch kennzeichnen. Die derartige Letztbegründung der menschlichen „Vernunft“, des Denkens und des erworbenen Wissens, betont die Existenzseite, das geistige E4 im OG und es trennt methodologisch die G von den N. Das Offenbarungsmodell verfuhr genauso, mit dem Unterschied, dass E4 auf den monotheistischen Gott reduziert wurde und alle Entitäten, E 4-Varianten, der materialen Welt diesem einen E4 untergeordnet wurden. Das ist verständlich, denn die inhaltliche Differenzierung dieser einzelnen „Gegenstände“ war noch zu wenig wissenschaftlich bekannt, deshalb betonte man den Existenz-Charakter alles Seienden, E3, und eben auch E4.

133Die andere Seite führt Kant kritisch und inhaltlich an, wenn er an die Stelle des E4-Projekts das menschliche Subjekt in den Mittelpunkt aller Philosophie stellt. Dessen mündig werdender Verstand und der Mut, Wille (Ii) diesen zu gebrauchen, eröffnen nun das was als „materialer“ Fortschritt u.ä. auf allen Gebieten in das Zentrum der Geschichte rückte.

134Schon im Projekt der europäischen Aufklärung gab es einen „vernünftigen“ „Entwicklungs-Übergang“ zwischen der „Offenbahrung“ und dem „Besitz“ der Wahrheit Gottes und der von Gott gewollten mühsamen und schrittweisen Erarbeitung der Wahrheit durch den Menschen. Dieses stete Suchen nach der Wahrheit unterscheidet sich von deren positivistischen Bestehen darauf, so wie es die prinzipiell auch offene Erweiterung der wp Existenzvorstellung des E4 im OG ist, und zwar durch die anderen Existenzformen (Eo bis E6) ist, welche Denk-und Forschungsarbeit es mit Unendlichkeiten. zum Beispiel auch den freien Ii und phantastischen Ei – und alle dem zu tun hat, was als Relation von Göttlichkeit und Menschlichkeit verbindend und gegenseitig erzeugend notwendig ist. Eine bloße E-Vollkommenheit wird durch Ii und Ei als „Ii/Ei“ nicht abschließend erreicht.

135Die Aufklärung hatte ja nicht nur die eine Wurzel darin, objektive Entitäten (E) mit G-Methoden zu identifizieren, empirisch zum Beispiel. Mit dieser Basis wäre die absolute Existenz Gottes als E4 – auch die Übereinstimmung mit „Mechanik“ (E als G, getrennt von N) und allen philosophisch-idealistischen Ansätzen – in allen Wissenschaften – möglich. Die andere historische Grundentscheidung kam aus den beschleunigten Leistungsanforderungen der europäischen Gesellschaft. Diese verlangte, dass die E-Entwicklung beschleunigt weiter gehen müsste, in allen Bereichen. Das zeigte sich abstrakt darin, dass keine der Wahrheiten ewigen Bestand zeigt, und dass der Wettlauf in der Konkurrenzgesellschaft darin fundiert ist, auf allen Gebieten immer mehr von einer angestrebten „reinen Wahrheit“ wissen zu können. Eine philosophisch induzierte Folge davon ist, dass die beiden anderen OG- Elemente an Bedeutung gewinnen, dass sich N als Nicht-Sein,(aber auch als Negation, Nichts) und „I“ als freies Wünschen und Hoffen im Mittelpunkt der geschichtlichen Entwicklung sehen.

136Die englische Aufklärung hatte im Grunde keinen festen philosophischen Boden unter den Füßen. Das merkt man, wenn J.Locke erklärt, die „Vernunft“ sei als die oberste Instanz in der Akzeptanz von Glaubensartikeln zu nutzen. Denn die Analyse der „Vernunft“ zeigt, dass sie einerseits auf die Ratio. Logik sich gründet, andererseits auf individuelle und gesellschaftliche Lebenserfahrungen. Mit dem Bezug auf die isolierten G,N holen Menschen Unendlichkeiten ins Denken und nutzen damit genau das, was der Glaube auch anstrebt, die Verbindung zum Absoluten, ewig gleichbleibenden Idealen. Die andere letztliche Verankerung in der menschlichen Subjektivität und in der Geschichtlichkeit alles Endlichen versucht zwar, als die Glaubensmethode, wenn auch auf abstrakte Weise, ebenfalls, allerdings nicht so konkret wie die bürgerliche Aufklärung, stets mit ihren Beispielen zu punkten; wenn man nachfragt.

137Immer wieder wird „die Vernunft“ gegen die Glaubensmethode, das „Mysterieuse“, die Offenbarung, der „christliche Aberglaube“, gestellt, aber die noch naive Philosophie – und auch die unentwickelten Wissenschaften – geben weder sich Rechenschaft noch Auskunft, was die E, das Sein, die alltäglich angenommene Existenzvorstellung, noch die Negation oder die rationalen Methoden insgesamt eigentlich sind. Die Unendlichkeiten, komplexen Relationen etc. der OG-Elemente sind nun aber mysteriös genug, dass man auch sie im Alltagsdenken nur „glauben“ kann.

138Einer „natürlichen Religion“ schreibt der englische Aufklärer H.v.Cherbury ein „höchstes“ „Numen“ zu, das nur „existiert“, und das man „Gott“ oder anders nennen kann. Das ist der Existenz-Gedanke, E, das Sein im OG, welcher „höchst“ abstrahiert, entwickelt ist und der als alles andere Existierende genannt werden kann. Er fordert, dass diesem Numen, „Gott“ ein Kult dargebracht werden muss. Das ist die Umschreibung dafür, dass E im OG isoliert, unendlich und daher leer ein Nichts solange ist, bis dieses E mit den anderen OG-Elementen relationiert wird.

139Die Relation „E/G“ leitet über zur endlichen Verbegrifflichung. Man kann das mit Einleitung von „Handlung“ oder verbindender Methodik als „Kulthandlung“ bezeichnen. Alle weiteren Handlungsprozesse und auch die endlichen Strukturen werden damit fundiert.

140Durch das „Handeln“ ist auch der Bezug zum Menschen (zur „Subjektphase“) hergestellt. Das Handeln als menschliche Arbeit und Denken konzentriert das Christentum im „Sohn“ Jesus Christus. Dieses Handeln hat in seiner wp Systematik bereits das, was von der Theologie gefordert wird, es muss planvoll und aktiv herzustellen sein, um „E“ in jeder ontologischen Entwicklungsart zu erzeugen und zu verstehen. Der „Kult“, der jedem Gott (E) dargebracht wird, muss diesen Anforderungen genügen. Die wichtigste Methode in diesem „Handeln“ ist die des Glaubens, weil sie nicht nur als „G-N“ gilt, sonder zumindest auch als „N/G“ wie die Dialektik, besser noch „I“ und E einbeziehend, so wie die Hermeneutik. Wobei „E“ wiederum Gott ist.

141Die I-Seite wird aber in diesen gut durchdachten theologischen Konzepten auch nicht mehr übersehen. Das zeigt sich als – intuitive – Ergänzung in der Forderung, dass der hauptsächliche Bestandteil dieser Kulte die „Tugend“,ein ethisch verantwortetes Leben sein muss. Diese I müssen mit den E kompatibel sein, um das wp fundamentale „I/E-Gleichgewicht“ in Allem bilden zu können. Um das zu garantieren, entstehen in allen Religionen umfängliche Ermahnungen, Warnungen vor Verfehlungen und Bußen. Das I/E wird sogar so grundlegend eingeschätzt, dass Belohnung und Strafe noch nach dem Tode eines Menschen „bis in alle Ewigkeit“ thematisiert wird.

142Der seit Platon bestehende Versuch, ein „Höchstes“ als „I/E“ zu verstehen. wird bei Kant noch als die drei Postulate innerhalb der praktischen Vernunft – Gott, Tugend und Unsterblichkeit – beschrieben. Das Postulat der Unsterblichkeit hebt dabei noch die Dualität zur Endlichkeit hervor. Gott gehört zur Unendlichkeit und die Tugenden sind ein Kern der Endlichkeit, der Praxis und vor allem der menschlichen Moral. Die nächsten Jahrhunderte sind in Europa damit wissenschaftlich und auch philosophisch beschäftigt, die Fülle der Endlichkeit kennen und verstehen zu können. Dabei werden auch E, das neue Wissen etc. mit „I“ konfrontiert. Die französische, englische und dann auch die deutsche Aufklärung, wenden sich da vom Gedanken der Unendlichkeit ab.

143Offenbarung und Glaubensmethode modellieren wir als „N/G/E-Verfahren, wo zum Beispiel „E“ mit seinem unendlichen Selbstbezug jene „innere Gewissheit“ fundiert, welche das methodische Zentrum für die Wahrheit der Glaubenslehren ist. Dem steht die „Vernunft“ und die „Logik“ gegenüber, welche sich auf N-G-E-Trennung stützen.

144Die gegenseitigen Anschuldigungen, zu irren, wenn nur weltlich-logisch gedacht wird oder zu betrügen, wenn Priester ihre Machtmotive realisieren, weicht aus dieser Konfrontation auf freie „I“ aus, welche methodisch beim Irren und Lügen als freie Willensakte (Ik) notwendig sind. Die geistesgeschichtlich immer mal wieder konfrontierten „E/G/N“ und „E-G-N“ sind durch die QM auf der zugehörigen Metaebene zu einer entwickelteren Ebene vereint; für die WP fehlt allerdings noch die Integration der I-Funktion.

145Die I-Funktion kann von uns als die „Zukunft“, die konkreten Ii-Ig-Willensakte als Teil der „praktischen Vernunft“ und als „konkrete Geschichte“ angesehen werden; wie verträgt sich solche zugegebenen unendlich freien beziehungsweise „endlich/unendlichen“ Mischsysteme mit fundamentaltheologischen oder mit traditionellen empirischen Positionen? Nur bei Einbezug der praktischen Vernunft und zugleich der „Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttlicher Gebote“ wird die „I-Seite“ als Teil der OG -Metaphysik einbezogen. Solche Erweiterung des umfassenden Seins (E4) um das praktische Handeln und um gesellschaftlich konstituierte „Vernunft“, und dabei – versteckt – auch die zu behandelnde Natur, sprengt nach Kants Ansicht den überlieferten religiösen Glauben.

146Kant und Fichte stehen in der Entwicklung der Philosophie an einer Stelle, an der die alte Metaphysik kritisiert wird. In wp Sicht steht diese Kritik gegen die Überbetonung des unendlichen und isolierten E (E4) im OG. Auch durch den Protestantismus wird die Platonische Idee wieder reanimiert, dass der monotheistische Gott auch ein „moralischer Gesetzgeber“ sei. Für uns ist das die Hereinnahme der I-Kategorie als „Moral“, „Sittlichkeit“ oder „Liebe Gottes“ umschrieben. Mit der „I/E-Relation“ ist wp eine Art Vollendung geschaffen.

147Fichte meint, Offenbarung ist „Ankündigung Gottes als moralischer Gesetzgeber“. Damit können wir die Methode der „Offenbarung“ mit N/G verbinden und Gott mit E; sowie dessen Zielsetzung in seiner Handlung selbst und jene „Moral“ mit der OG-I-Funktion verbinden. Die Offenbarungsmethodik wird bei Fichte differenziert, zum einen als in der „Vernunft“ gegründet, zum anderen in der „Sinnenwelt“. Das erstere ist bei ihm „das Übernatürliche in uns“, das andere ist das Übernatürliche außer uns“.Mit aller Vorsicht kann man wp darin die Unterscheidung der OG-Elemente sehen, vor allem die ontologischen E- Entwicklungen; sowie die erste Physik (S,R, Rw als optische Sinnesvermittlung).

148Kant und Fichte sind der Überzeugung, dass eine Erweiterung des theoretischen Wissens über Gott durch Offenbarungen nicht möglich ist. Beide behaupten, das „Übernatürliche ist außer uns“, letztlich ist es das Verharren auf der, ungenauen“ Vorstellung, was die praktische Vernunft“ sei: Alles was über die Endlichkeit hinaus geht „reicht nicht weiter“. Ein Kreisschluss, wenn es keine tiefere Verankerung als Unendlichkeiten gibt, beziehungsweise Relationen von endlich und unendlich. Gott ist wp duch „I/E“ und die Glaubens-und Offenbarungs-Methodik durch N/G modelliert. Mit diesen Relationierungen nutzen wir einerseits die absoluten unendlichen OG-Elemente und zeigen sie andererseits als Basis für endliche Konkretisierunge, wie sie zum Beispiel auch die „praktische Vernunft“ eine ist. Allerdings führt in I/E dieses „I“ weg vom reinen E, was dann wieder theologisch prekär ist.

149Die Unerkennbarkeit Gottes beruht in erster Linie darauf, dass die Empirik entfällt, zum Beispiel wegen der Begrenztheit der menschlichen Sinne. Wenn man dann pauschal nur noch „Glauben“ und „Offenbarung“ nutzt, dann hat man nicht nur sehr komplexe und daher unklare Methoden gewählt, man hat vor allem übersehen, dass es noch weitere Methoden zur Feststellung des „Absoluten“ gibt. So die philosophische Zusammenfassung aller Methoden in den Rz, Rw und den N, G, welche jenen wp, systematischen Zugang zum Absoluten sieht, traditionell zu „Gott“ vom Menschen her, und bei dessen Verständnis.

150Wenn es theologische Bestrebungen gibt, die die „I-Seite“ wieder grundlegend mit der E-Seite“ verbinden wollen, dann ist das der heidnische Platonismus, dem die abstrakte „Idee“ (E) mit den Tugenden (Iw) verbunden scheinen. In christlichen Beschreibungen, aber nicht nur dort, wird die „Offenbarung“ als mit empirischen moralischen Mitteln verbunden, beschrieben; und auch das, was als „ewige Bestimmung dem Menschen förderlich“ und mit Vernunftzwecken identisch sei.

151Die Geschichte der Theologie betrachten wir als einen Ausschnitt der Philosophiegeschichte. Zu dieser spezifischen philosophischen Subphase der Theologie und der Religion gehört das Verhältnis von Glaube und Wissen. Wir gehen von den OG-Elementen aus und deren Rz-Trennungen und Rz-Kohäsion – welche als „Selbstanwendung“ durch N und G in geistigen Bereichen der Realität wichtig sind. Dem Glauben – und übrigens auch der Hermeneutik, dem Verstehen – wird dann die enge und verändernd wirkende Wechselbeziehung „I/E/G/N“ zugeschrieben; und dem „Wissen“ und dem allgemeinen Handeln“ wird die Trennung „I-E-G-N“ zugeordnet. Beide sind ebenso wenig zu trennen wie im QM die „z/w von den „z-w“; sie bilden analog zur QM-Einheit durch ihre Kombination eine neue Metaebene.

152Geschichtlich – also in den greifbaren geistesgeschichtlichen Teilprozessen der „allgemeinen Entwicklung“ – wurde in der europäischen Aufklärung die „rationalistische“ Trennung (vor allem E-G-N) betont, welche im Positivismus als „E/G“ die Betonung der unendlichen dynamischen (G) Selbstbeziehung, und die N- Abgrenzung der Entitäten (E) verschärfte. Wobei jedoch schon Kant und Hegel diese traditionelle strenge Trennung mechanisch-idealistischer Art bezweifelten; zum Beispiel deshalb, weil seit Descartes diese intellektuellen Ergebnisse vom denkenden Menschen stammen und damit dort miteinander und mit der übrigen Welt verbunden sind. Dass der Rationalismus sich dennoch von der Subjektivität, von der Empirie, der Geschichte lösen kann, ist den „z-w-Quantenphasen verdankt, also der Gleichberechtigung mit „z/w“, und beider Kombination.

153Der Aufklärung im 19.Jahrhundert hatte die Theologie etwas unterscheidende Einstellungen entgegen gehalten. Die Aufklärung betonte die „Rationalität“ und eine „positivistische Basis“, was wir als E, G und N begründen. Die Glaubensmethode ist eigentlich eine unendlich enge Rz-wechselwirkende Einheit „E/G/N“. Dieser steht die. Rw-bestimmte Trennung der drei durch das rationale Denken gegenüber. Die intuitive Anerkennung der E-G-N-Trennung durch „Rw“ ist deshalb so „erfolgreich“, weil die Rw-Funktion Kern aller Entwicklung ist; in Sonderheit die zu mehr Freiheiten; während unendlich enge Rz-Bindung in der Glaubensmethode und „E“ als in sich unendlich ruhende statische Existenz als Extrema – trotz ihrer wp Gleichberechtigung – den z/w-Endlichkeiten „fremd“ sind.

154Die rationalistische Kritik und auch die Religion sind in sich widersprüchlich. Die Religion rückt den unendlichen Gott (E4) in den Mittelpunkt, hat aber im Glauben an ihn und in vielen konkreten Methoden der Verehrung etc. die Rz/G- Verbindung zu Gott. Damit wird dieser in seiner Unendlichkeit relativiert. Beim „rationalen Denken“ geht es ähnlich. Der religionskritische „Rationalismus“ löst sich von Empirie, Geschichte und Endlichkeit; er stützt sich einerseits auf die freien und getrennten E,G-N des OG, und wird zugleich als Basis der alltäglichen „Vernunft“ verstanden; als oberste Instanz der „Aufklärung“ gehört sie zum OG. Die WP vereint beide, Religion und Aufklärung, nicht nur in ihrer gemeinsamen Zugehörigkeit zur Endlichkeit und zum OG, sondern darin, dass beide Phasen der „allgemeinen Entwicklung“ sind.

155Die „aufgeklärte Zeit der Vernunft“ geht vom einem „natürlichen Erkennen“ aus und ist den religiös-metaphysischen Stadien des Erkennens konfrontiert. Die WP hat als Grundmuster die Einheit „N-G zu N/G“; logischer „Verstand“ und „dialektisch-hermeneutisches“ Denken gehen dabei ineinander über. Vor allem, wenn man „I-E zu I/E“ noch darein integriert. Gleichberechtigt sind nach wp Vorstellungen alle diese Varianten. Und ihre übergeordnete Kombination kann man in ihrer prinzipiell kaum verstehbaren, aber gut wp zu analysierenden Einheit als Glaubens-oder Vernunftmethodik bezeichnen. Zu dieser „Analyse“ gehört zum Beispiel, dass man jene Kombination der OG-Elemente auf „S/R-und z/w-Relationen reduzieren kann. Und neben dieser objektiven „allgemeinen Entwicklung“, welche hiermit ihr Recht erhält, wird jene umfassende Kombination erkenntnistheoretischer Methoden neben ihrer nur „formalen“ Erklärung inhaltlich dadurch fundiert, dass man die substanzhaltige Gestaltung jeder einzelnen Methode dadurch erreicht, dass in der „Wechselwirkung aller Phasen“ die nächstliegenden, auch historischen, ihre Umgebung mit gestalten.

156Die historischen Abfolgen von „Aufklärung“, „Vernunft“ und Feudalherrschaft, Religion, waren keineswegs linear zeitlich hintereinander abgelaufen; nach der Französischen Revolution folgte die Rückkehr von Thron und Altar. Eine Erklärung für dieses verwirrende Wechselspiel von Revolution und Restauration ist vertieft inhaltlicher Art: Die Gesellschaft sucht einerseits eindeutige Autoritäten (E) mit deren einsehbaren Zielsetzungen (Ig) sowie zugleich jene vorwärtsweisende Bewegung, die zwar risikoreicher, aber vielversprechender ist (N und N/G). Die Methodik dabei ist eher noch abstrakter, kann aber auch auf die OG-Elemente reduziert werden. Der Glaubensmethodik (N/G) kommt beidesmal zugute, die Negation (N) für die Veränderung beim jeweiligen historischen Übergang und das G eher für die konservative Seite zu haben.

1571789 ist die gesellschaftliche Überhöhung der schon einige Zeit im Wissen der Völker und in deren sich entwickelnden Wissenschaften zunehmende methodologische Richtung des „positiven“ Denkens zu erkennen; so auch der „mechanistischen Handlung“, der Untersuchung des Denkens, alle Bereiche in der Arbeit des täglichen Lebens; in der neuen Sicht auf die Natur und die Welt. Das war die in der „allgemeinen Entwicklung“ angelegte Zunahme der Rw- und N-Wirkung. Aber es ist auch damals so gewesen, dass die Verstärkung der Trennungen jeder Artr, die zwischen Gott und Welt bis zu denen der verschiedenen politischen etc. „Ik,g-Funktionen zwar historisch notwendig geworden waren, es aber für eine hinreichende wp Beschreibung klar ist, dass die Rz- und G-Seiten zum einen gesellschaftlich noch mächtig waren und zum anderen ihre Gleichberechtigung weiterhin wichtig war.

158Theoretiker traditionalistischer Richtungen in den Religionen vertreten die Thesen, dass der Ausgangspunkt nicht das Individuum, seine Freiheiten, seine rationalistischen, vernünftigen und allgemein subjektivistischen Fähigkeiten sein kann, sondern „die Gesellschaft“ und Gott. Wenn sie die Priorität der Gesellschaft und die des Gottes vor dem Individuum behaupten, und zusammen damit den Anspruch haben, eine maximale Abstraktionierung philosophischer Art aufrecht zu erhalten, dann kann es wp um die Konfrontation der Ii zu den Iw gehen, und als ontologische Schiene um E3 zu E4,5,6. So reduzieren wir die so gemeinte „individuelle Vernunft“ auf Ii und Ei, auf das Wollen und Wissen der einzelnen Menschen. Während der religiöse Anspruch an sittlichen Wahrheiten und solchen des Wissens, Iw und Ew, die äußerst entwickelten ethischen Prinzipien wie zum Beispiel das der „Gleichheit“ und Ew als das Wissen um das „Ganze“ sind. Die – auch vom WP – zuzuordnenden Methoden sind dann „G“ welches zum E, der absoluten „Wahrheit“, alltagssprachlich als „glauben“, „Gehorsam“, „Nachfolge“ oder ähnlich zu interpretieren ist. Die Folgerung, dass der Mensch die „Wahrheiten“ der Ethik, der Metaphysik und der Religion nicht aus eigener Reflexion haben kann, sondern duch „Ur-Offenbarung „von außen“ empfangen hat, ist so falch nicht. Die acht metaphysischen Grundgrößen“ (Sz,Rz,Sw,Rw,E,I,G,N) haben unendlichen Charakter. Der ist ein wissenschaftlicher und philosophischer Tatbestand, welcher aber in allem was der Mensch physisch ist, aus den S-und R-Aspekten besteht und was er psychisch ist, auch sein abstraktes Denken gehört dazu, nutzt der Mensch, so die vier OG-Elemente und damit wissentlich auch diese vier Unendlichkeiten. Allerdings sind diese „von außen“, wenn man die vierdimensionale Raumzeit naiv unanalysiert lässt. Diese aber besteht als „3 Rz/3Rw-Modell eben aus den freien, unendlichen Rz, Rw. Die WP hat Platz für die Endlichkeit, für deren „Trennung“ zum „Außenbereich“ und für alle möglichen Unendlichkeiten, sowie für die notwendige „Einheit“ dieser durch ihre sich gegenseitig erzeugenden Wechselwirkungen.

159Die Konfrontation der katholischen Theologie mit dem „Rationalismus“ ist eigentlich eine Art Missverständnis. Die Basis der Rationalität ist „E“ und „G“ getrennt von „N“. Genau das ist auch die abstrakte Basis jeder monotheistischen Religion. Beide können mit der I-Kategorie als Ii,k,g nichts anfangen. Allerdings werden beide auch wp übertroffen, wenn man zum Beispiel das Sein, E4 in einer ontologischen Entwicklungsreihe mit den Eo bis E6 sieht. Es gibt kein „bevorzugtes“ En.

160Die gesuchte „Versöhnung“ zwischen Glauben und Vernunft war eine traditionelle Aufgabe, dadurch ergab es sich, dass sich diese vier OG-Elemente konkretisieren lassen; was allerdings eine ungenau gestellte Aufgabe war. Weder wusste man, was Glaube, Offenbarung noch was Vernunft, Rationalität sei. Deshalb fehlte nicht nur die Ebene, welche nötig ist, um Unterschiede oder Gemeinsames formulieren zu können, es fehlte auch die Analyse jener genutzten alltagsbegrifflichen Vorstellungen. Wenn man sich dann rettete und meinte, die eigentliche Offenbarung geschehe in der Ratio des Menschen, dann ist auch das nur ein Teilerfolg, der neue Fragen aufwirft, zum Beispiel die nach der „Subjektivität“ und ihrer Erkenntnisfähigkeit überhaupt.

161Was da umschrieben wird, als „eine in der Geschichte stattgefundene Mitteilung übernatürlicher Wahrheiten“, oder als „Glauben, der im Grund des Menschen liegt“, auch als „Offenbarung“oder auch als die „praktische Vernunft“, sie alle sind Versuche, das Entwicklungsfeld vom Biologischen zum Emotionalen, Intuitiven und zum Rationalen, sowie noch aller anderen Einflüsse von Phasen – Soziales, Kultur, Kunst etc. – alltagssprachlich zu umschreiben. Jede weitere Analyse dieser komplexen und daher mehrdeutigen Vorstellungen führt die WP zu den OG-Elementen und zu deren entwicklungsbedingten Vorgängern (S,R).

162Glaube, Intuition und ähnliches beruht auf der Nutzung der möglichen Einheit der drei Grundrelationen der OG-Elemente, also „N-G-E zu N/G/E zu N-G-E-I zu N/G/E/I“. Diese Denk-und Emotional-Einheit hat zwar mehr Power als die reduzierte Ratio (N.G-E) oder die Dialektik (I/E zu N/G), aber man benötigt die WP, um jene umfassende QM-bestimmte Einheit zu verstehen; ganz mal abgesehen davon, dass man eigentlich noch „z-w zu z/w, also die Natur, ebenso komplex analysiert, hinzudenken müsste, wenn man die „Gaubenskraft“ ernst nehmen will.

163Wie unterscheiden sich die Methoden der Ratio von der des Glaubens und beides von den Inhalten des „Wissens“, auch die der der „Offenbarung“? Die WP geht von den Eigenschaften der OG-Elemente aus und sieht in deren Einheit (QM) jenes „übernatürliche Geschenk“, welches alle Religionen eigentlich feiern und was als menschliche Handlung (I, N,G,E´-E-etc.) dadurch konkret wird, wenn die vier OG-Elemente inhaltlich gemacht werden. Die Rationalität stützt sich auf die E,G,N – zugleich in ihrer Trennung (Rw,N) wie in ihrer Kohäsion (Rz,G), die Glaubensmethode nimmt die „I-Funktion“ als relationierenden, methodischen Bezug hinzu. Das Wissen (E), die Ratio (G,N) und das vom Typ „I/E/N/G“- Relationen haben also eine formale und eine inhaltliche Seite; die geistesgeschichtlichen Unterscheidungen in Ratio und Glauben oder im Wissen und Offenbartem werden dadurch vereint. Die Trennung und die Vereinigung von „Form“ und „Inhalt“ ist eine Folge der Tatsache, dass das menschliche Subjek tdie Aufgabe übernommen hat – in der Wechselwirkung aller Phasen – die acht unendlichen Grundgrößen mit den endlichen Relationen speziell derart zu verbinden, dass die menschlichen „Interessen“, WWerte“ etc. (Ii,k,g,w) hier das entscheidend Verbindende ist.

164Atheismus und Glauben: Wir gehen bei der Analyse traditioneller Kontroversen über dieses Thema einerseits aus, von den Unterschieden der Religionen zum „Alltagsdenken“ und zum wissenschaftlichen Denken und andererseits von den – allen dreien gemeinsamen – metaphysischen Grundannahmen.

165Der Atheismus ist geistesgeschichtlich an die spezielle Definition der „Vernunft“ durch die Philosophie der Aufklärung, und bis heute durch den mechanistischen Materialismus, den Rationalismus und ähnliche Ansätze, geprägt worden. Man muss sich aber darüber klar werden, dass beides einseitige Versuche sind, letztlich orientiert an der zur Kontroverse gemachten Dualität von der Rw – Trennungen E-G-N-I – und der „z-w-Quantenphasen“ her, sowie von den vielen Möglichkeiten, welche in der z/w-Phase als enge Wechselwirkungen – zum Beispiel als „Emotionalität, Hermeneutik, spekulatives Wissen etc. – eine wichtige Rolle spielen und die von der z/w-QM-Phase stammen. Aber jene Zweiteilung verträgt sich schon nicht mehr mit der „QM-Einheit“, geschweige denn mit allen daraus sich entwickelnden Phasen.

166Es geht um die Problematik, dass es eine Reihe von Begriffen abstraktester Art gibt – OG und dazu noch die Begriffe der Unendlichkeiten und der Kräfte – und gefragt wird, welchen ontiologischen Status diese haben. Die Vorstellung von „Gott“ gehört hier ebenso hin wie zum Beispiel auch die von der „aktualen Unendlichkeit in der Mathematik. Das zu leugnen, müsste erklären können, wie diese Abstrakta im menschlichen Gehirn und im Verständnis zu erklären sind; was wohl zu Kreisschlüssen führen wird. Ein Beleg dafür ist, dass es neben der Endlichkeit die Unendlichkeiten geben muss, sind „QM und OG, deren Elemente nur sinnvoll als Einheiten aus beiden zu erklären sind und dazu die Sicht auf die Endlichkeit, als „z/w“, welche sich von den Unendlichkeiten „unterscheidet“ und zwar dadurch, dass Endliches durch erhöhte „Relationalität“ erzeugt wird. Die ideologische atheistische Haltung versucht die Unendlichkeit („Gott,E4) zu leugnen, betont zugleich das Endliche, z/w, also alles Relationierte als Netze, Einheiten, E3. Das zu leugnen oder als Kontroverse mit der Endlichkeit zu sehen, ist philosophisch möglich, wie auch die Verabsolutierung der Unendlichkeiten Gottes, legitim ist. Aber beide Haltungen sind nur Teilaspekte der vom QM und vom OG auf das menschliche Subjekt einwirkenden philosophischen Aufforderung, alle drei Positionen anzuerkennen. Der Pantheismus ist der Versuch einer intuitionistisch unterlegten Vermittlung zwischen den Unendlichkeiten des Eo und den Endlichkeiten, dem Subjekt. Soweit der Versuch aber von den endlichen Seiten des Subjekts – zum Beispiel von Gefühlen – geführt wird, muss lediglich die formale Seite, die methodischen „Unbestimmtheiten“ des pantheistischen Glaubens, auffallen und abgelehnt werden. Die „Natur“ hat zwar tendenzielle Unendlichkeiten, im „z-w“ versammelt, diese werden aber niemals (N) erreichbar. Die „aktualen“ Unendlichkeiten sind im OG (N) zuhause. E4 ist unendlich auf sich selbst gerichtet („I“) aber leer (N). N und G und „I“ sind ebenfalls auf sich selbstgerichtet („I“), identisch (G) und Existenzen (E4). Alle diese Eigenschaften, die notwendig aus der OG-Situation maximaler Abstraktion entstehen, gilt es – und diese gegenseitige Bestimmung der vier Ur-Grundgrößen sind der erste Schritt, – aus dieser zugleich „vollendeten“ wie „verzweifelten Lage“ innerhalb des OG heraus und zu dem endlichen begrifflichen Verhältnissen des Denkens und der Sprachen zu gelangen. Das abstrakte G und sein Verhältnis zum E sind zwei unendliche Wechselbeziehungen, die nichts verändern, aber mit den Eigenschaften von G und E (als E4) prinzipiell verbunden sind.

167Umgangssprachlich wird das als die „Glaubensmethode, mit welcher der Mensch „entschieden und unbedingt“ (G) Gott (E 4) bejaht oder – beliebig sprachlich variiert – Gott vorbehaltlos vertraut oder im unbedingt gewissen Glauben verharrt.

168Der Atheismua der sich auf die Wissenschaften, vor allem auf die Naturwissenschaften, auf den Alltag und auf Philosophien stützt, hat mehr oder weniger den gleichen Vorbehalt gegen Religionen, welche in der Konsequenz ihrer Grundanliegen, nämlich, dass es allein um E4 geht, um das Sein geht, das keinerlei Inhalte hat, daher ewig und in allen anderen Formen unendlich ist. Jede Berührung mit Endlichkeiten sind in dieser Denkweise unakzeptable Kompromisse. Diese „ausschließende Unmittelbarkeit“ ist dem Denken durchaus möglich, hat aber einige Inkonsequenzen. Eine naheliegende ist die, dass auch das „Sein“ in seiner Leere und Unendlichkeit von Menschen gedacht werden kann. Die etwas weniger formale ist unsere, dass die S-und R-Aspekte genau jene Konsequent erdachter Eigenschaften haben, (Eo), ewig zu sein, keineswegs „materiell“ zu sein, dagegen allumfassend, Natur und den Menschen durch die aus den S und R stammende „allgemeine Entwicklung“ in einer neue Weise der Vergöttlichung“ einbeziehend etc. Die abgelehnten Inhalte und Verbindungen zur Welt sind alle auf S und R ebenso wie auf die OG-Elemente zurück zu führen.

169In unserer WP gibt es zwischen den Methoden und dem Substaziell-Inhaltlichen beides, Unterschiede und Gemeinsames. Die Ursache dafür kommt aus „Rz-Rw zu Rz/Rw“, das freie Rz ist die Basis von G, und Rw ist von N, aber Rz/Rw ist die Basis von E. Jedoch im OG und von diesem her in den begrifflichen Sprachen, hier etwa in der Theologie, gibt es diesen unendlichen Übergang und den Zusammenhang von E zu G, aber nicht den von E zu N. Jedoch den von N/G zu I/E. Weil das bisher unterschätzt wurde, kommt es dazu, dass der emotional-rationale methodische Akt des Glaubens nur als getrennt vom „Glaubensgrund“, nämlich Gott getrennt oder nur vereint, angesehen wird. Philosophisch, wp sind beide Optionen gleichberechtigt. Und nach dem QM-Muster durchdringen sie sich einander und erzeugen eine neue und höher entwickelte Einheit. Da diese QM-Einheit natürlich als „Rz-Rw zu Rz/Rw-Einheit“ vorgegeben ist, wirkt sie im Menschen, zum Beispiel als emotional begründete Evidenz, dann wenn der Gläubige im Glauben den Gott unmittelbar und direkt erkennt.

170Diese Einheit von Methode und Inhalt des Glaubens, oder des Denkens allgemein, ist allerdings nur im Biologischen des Gehirns ein „glatter“ Übergang, im Geistigen erscheint es als G/E“- Einheit. Daneben gibt es dort auch „N-E“ – zum Beispiel die Vorstellungen vom „Nichtsein“ oder vom „absolut Bösen“ – und auch als viele andere komplizierte Trennungen. Alle anderen Glaubenswahrheiten, außer der an Gott, G/E, sind gleichberechtigt anzuzweifeln, N/E.

Theodizee

171Seit Leibniz und Kant geht es um das spezielle theologisch-philosophische (WP) Problem, die Güte Gottes und seine höchste Weisheit im Verhältnis zum Übel und zum Zweckwidrigen zu verstehen. Die menschliche Erfahrungsbasis beruht in den endlichen „z/w-Phasen. Die „z/w enthalten von R und über die R-Entfaltung die I-Zielsetzungen und Willensakte, sowie also Zwecke und gut-böse-Wertungen. Obwohl es seit Platon, und dann vermehrt in den heutigen monotheistischen Lehren, versucht wurde, den E-Eigenschaften Gottes, der „Höchsten Weisheit“ u.ä.. auch die I-Seite zuzusprechen, misslang das immer wieder. Die theologische Reflexion zeigt darin, dass die E-Sphäre und die I-Sphäre außerordentliche Unterschiede haben. Das sieht die WP ebenfalls. Da sie sich aber eingehender und ganzheitlich und tief gehend absichert, reduziert sie die I auf Rw und R und die E auf Rz/Rw sowie von beiden die Einheit und Trennung auf das QM-Verfahren. Das ist aber keineswegs allzu fern jeder Überrlegung, wenn man sieht, dass es in den Grund-Relationen der OG-Elemente ebenfalls begründet ist, der I-E-Trennung stehen gleichberechtigt die I/E-Kohäsion zur Seite. Wobei jede „I/E“-Relation ebenso ein neues, höheres E` erzeugt – und so weiter als Unendlichkeitsvorgang – so wie Rz/Rw oder z/w neue und höher entwickelte Ebenen erzeugen.

172Von Platons Versuch, die absolute Idee (E) mit den optimalen Tugenden (I) zu verbinden, bis zur „Liebe Gottes“ als I/E-Relationen in heutigen Religionen, zeigt sich die duale Bedeutung der Rw/N-Trennungen (S-R bis I-E) gegenüber der beides identifizierenden „I/E“, beziehungsweise „S/R“. Diese harmlos scheinende Widersprpüchlichkeit sprengt in der Tendenz alle Religionen.

173Die „I“ werden als Werte, Zielsetzungen, Tugenden auf „gut“ und“ böse“ konzentriert, und der Gottheit (E) werden das Böse, die Leiden, der Tod in seiner Schöpfung verständnislos verübelt. Die wp Position ist, dass hier die I von der E-Seite durch N und Rw getrennt werden müssen, und wenn solche I/E-Verbindungen – durch die Natur oder die Menschen – geschaffen werden, das endliche Verhältnisse sind, welche durch endliche Handlungen beeinflussbar sind. Die „E-I-Trennung“ allein kann den Unendlichkeitsstatus beanspruchen.

174Soweit die Gottheit mit menschlichen Zügen definiert wird, dass Gott das Übel in der Welt verhindern kann und will, oder eben auch nicht, gibt es in den Religionen keine zufriedenstellende Lösung. Die I-Seite – der Wille – und die ebenso fundamentale Seite der Methodik – das Können -, welche beide hier mitgedacht werden, und welche im christlichen Glauben mit Recht der Denkfigur J.Christus zugeschrieben werden darf, dürfen nur insofern philosophisch berücksichtigt werden, als man den OG-Elementen „I“, „G“ und „N“ stets auch Existenz-Charakter zusprechen muss. Der Gott der hoch entwickelten Religionen ist in notwendiger und in hinreichender Weise die alles umfassende Existenzvorstellung, in ontologischer Systematik die Einheit von „Eo bis E6“.

175Die großen Religionen haben die fundamentale Meta-Dualität; von monotheistischem Gott und andererseits von der Annahme dualistischer Theorie her, welche von zwei gleichursprünglichen Prinzipien, zum Beispiel für das Gute und das Böse (Parsismus,J.Böhme, Schelling). Es ist das eine Variante des wp Grundproblems im QM – die Rw-getrennten „z-w“ zu den Rz-vereinten z/w – und im OG – die N-getrennten I-E-G-N zur G-Einheit „I/E/G/N“. Die Dualitäten und deren Grundfähigkeit zur Einheitsbildung sind vorgegeben, aber die sprachlichen Qualifizierungen als „gut“, „böse“ und deren Abstufungen, in manchen theologischen Überlegungen, sind der Einbezug der vielen endlichen Phasen, zum Beispiel der Psychologie, der Ethik etc.

176Das „Negative“, das in fortgeschrittener Philosophie deutlicher als Negation (N) und bei uns – die Natur einbeziehend – zusätzlich als w, Rw und Sw angesehen wird, wurde immer mal wieder (Hegel) als ein notwendiges „Durchgangs-Moment“ im „Selbstwerden“des Göttlichen, der Welt und des Menschen aufgefasst. Bei uns ist es die z/w-Erzeugung als notwendiger Entwicklungsschritt aus den freien z und w, sowie die N-Dynamik im N/G-Verhältnis, („Negation der Negation“ als Erzeugung von Neuem).

177Bei den beiden Beurteilungen, dass diese endliche Welt die bestmögliche oder die schlechtest mögliche sei, haben sich Leibniz und Schopenhauer durch eine „intrinsische“ Beurteilung, das heißt von Innerhalb der 4-dimensionalen Endlichkeit aus, auf diese zu ein Ii-Urteil abzugeben, verlocken lassen. Tatsächlich enthält sowohl die Endlichkeit (freie w zu z/w zu freien z“ wie auch das freie Ii Unendlichkeits -Vermögen und von daher N, N versus E. Die Einheit von gut und böse als „N/G“ ist eine E-Variante, ihr „Antrieb“ ist der S-Aspekt.

178Die Theodizee-Probleme sind nicht lösbar, indem man nihilistisch reagiert oder traditionell atheistisch. Denn damit wird nur formal agiert. Auch dem möglichen Urheber der Welt zu unterstellen, dass er die Übel verhindern könnte, dies aber nicht will, bringt nicht weiter. Philosophisch (WP) ist dagegen sicher, dass es um das I-Projekt geht. Das prinzipiell mehrdeutig ist, so auch hier „gute“ oder „böse“ Wege einschlagen kann. Da die Menschen die I-Freiheiten der „guten“ Art benötigen und begrüßen, müssen sie auch die andere Seite akzeptieren. Es gibt allerdings einen Ausweg. Jede „konkrete“ I-Wirkung ist stets an irgendwelche E-oder E-Seiten gebunden, und die kann der Mensch beeinflussen. Das hat schon Augustinus gespürt, wenn er meinte, dass das Übel in seiner Struktur eigentlich nur Mangel, Defekt oder Privation sei.

179Gott kann jedenfalls „Sünde“, moralisches Übel nicht wollen, das widerspräche seinem „vollkommenen Gutsein“. Dahinter steckt die Trennung in I und E. Beide schließen sich erst mal aus. Das schreibt die eine der QM-Phasen vor. Dann bliebe noch die I/E-Phase, welche alle Großreligionen akzeptieren müssen, was sie aber selbst nicht verstehen und auch nicht philosophisch (wp) vermitteln können. Jedoch sprachlich zum Beispiel so umschreiben, Gott kann das Böse nicht verhindern, aber er kann es zulassen, um es zum Anlass zu nehmen, um größeres Gutes zu erzeugen. Das kann man als den QM-Ausweg gelten lassen, die übergeordnete QM-Einheit „I-E zu I/E“, also die unbegrenzte doppelte Dynamik, welche keinerlei einfache, „vierdimensionale“ „Feststellung“ verabsolutiert, aber den Erzeugungs-, Entwicklungsmechanismus in Bewegung setzt.

180Die These vom „größeren Guten“, wonach die Menschheit für ihren Fortschritt auf die Herausforderung durch Leiden an ihren Mängeln im Verhältnis zu den Anforderungen, beziehungsweise zu den selbst gesteckten Zielen (Ii,k,g,w), reduzieren wir einerseits auf ein spezielles I/E-Verhältnis und andererseits auf die objektive E-Entwicklung (Techniken, Reichtum, Mittel), auf die Freiheiten der I-Entfaltungen.

181Die Vorstellung von „Gott“ oder die des „Seins“ wird durch die E-Kategorie im OG abgedeckt. Sie wird manchmal theologisch mit der menschlichen Freiheit (Ii und Ei) konfrontiert. Um beider Realität zu akzeptieren, wird theologisch argumentiert, dass Gott an eine von ihm selbst gesetzte Grenze stoße, die er respektiere um der Freiheit des Menschen willen, der sich zum Guten oder Bösen entscheiden können muss. Diese naive Erklärung hat aber eine wp Basis. Nicht nur die Ii und Ei nehmen die Unendlichkeiten der wp Realität in Anspruch, auch das „E“ (Sein, Gott) ist – von den freien z, w, S, R geprägt – unendlich auf sich gerichtet; aber diese Unendlichkeit ist jene der fehlenden Weiterentwicklung, des ewigen „Nichts“, was jedoch in der WP zur Gesamtkonstitution der „Realität“ eine tragende… Bedeutung hat.

182Wenn man „Gott“ (E6) derart ausweitet, dass man über diese „objektiven Ungerechtigkeiten“ und das „Böse“ hinweg geht, indem man – als „Jenseitsausgleich“ darauf verweist, und dabei mit der WP übereinstimmt – dass es die unendliche „Wiederkehr“ als objektive und absolute Prozesse geben muss, dann kann man die durchaus argumentieren, dass in diesen Unendlichkeiten im „statistischen Durchschnitt“ alles „Böse“ und „Gute“ und „Neutrale“ gleiche Chancen der Wiederkehr haben, und dass damit erst die Vorstellung von Absolutheit als jene absolute unendlich Freiheit zu verwirklichen ist, in der alle jene endlichen Unterschiede gleichberechtigt sind.

183Wenn diese Unendlichkeit von Freiheit (Ii, Ei) vorgegeben ist, also zum Beispiel als Gott-Prinzip,, und von diesem Gott verlangt wird, nur „gute“ Freiheiten zuzulassen, dann wäre das eine Relation zwischen der göttlichen E-Unendlichkeit und dem menschlichen freien Ii oder eine Wechselbezugsrelation zwischen der unendlichen I-Seite und jenem Ii. Beides sind Relationen und damit nach wp Systematik unfreie endliche Entitäten. Das würde der Unendlichkeit Gottes (E) widersprechen.

184Die sprachlichen und psychologisch endlichen Adjektive „gut“ und „böse“ haben ihre formale Basis in den Dualitäten z,w und I,E sowie N,G. Würde man das Böse, (N,Rw,I) eliminieren, wäre unserer wp Analyse der Boden entzogen. Man war sich manchmal einig, dass Gott „kraft ewiger Macht“ die Freiheit des Menschen hätte erhalten können und dabei den Missbrauch der Freiheit, das Böse verhindern können. Dann wäre das eigentliche Wesen des Menschen, die Freiheit zum Guten als eine Vollendung dieses Projektes gelungen. Aber erstens gehört die Trennung in N und G, Rz versus Rw, also Rw und N, zum QM-Ganzen, dort sind die vier gleichberechtigt. Wäre das nicht der Fall, dann gäbe es keine Entwicklung, die wird hauptsächlich von Rw angetrieben. Es gäbe nur „Nichts“ als „z/z“. Es kommt vielmehr darauf an, das Sz/Sw bis „N/G“ etc. aufrecht zu erhalten; nur wenn der Mensch auch die Chance hat, jene Abweichungen zu begehen, ist er am Ganzen (WP) beteiligt.

185Die zutiefst objektiv verbürgten Basisstrukturen, hier vor allem Sein, E4-Existenz, kann prinzipiell deshalb nicht analysiert oder hinterfragt werden, weil diese Grundgrößen immer zugleich Unendlichkeiten und Nichtsfunktionen sind, die man nicht als endliche behandeln kann. Es gibt für Unendlichkeit und für das Nichts nichts darüber hinaus, es sei denn eben wieder das seiende Etwas, das Endliche. Das aber ist der QM-Kreis „z-w zu z/w zu z-w zu etc. – die drei „quantenmechanischen Optionen“ – und das auch entsprechend als OG-Elemente. Daher sind alltagssprachliche Fragen nach der Zulassung des Bösen (N) durch Gott (E) als literarische Versuche berechtigt, aber in wp Absicht nur wiederum als eine Form ewiger Wiederholung „sinnvoll“.

186Die Ursache, warum in allen Phasen – hier in der Religion und Theologie – die „Ontologie“ so alles bestimmend ist, umgangssprachlich, warum „Existenz“ (E) immer schon vorausgesetzt wird, während „N“ oder „I“ dagegen weniger allbeherrschend sind, wird nach unserer Meinung auch durch die S-Aspekte als unhintergehbare Phänomene verursacht.

187Der Grund für alle Varianten des Denkens, Glaubens etc. ist jenes stets voraus gesetzte S-Konstrukt. Alle Maßstäbe, ob das individuelle Denken, das Erleben oder die Erfahrungen in der Geschichte der Menschheit, sind von dieser ontologischen Wahrheit notwendig und hinreichend geprägt.

188Kurz historisch, in unserer wp Analyse gehen wir davon aus, dass es aus einer „allgemeinen Entwicklung“ auch in geistigen historischen Phasen um die Entwicklung der E-Varianten und der I-Varianten sowie um deren Verhältnis und um dieses zur Entwicklung der zugehörigen Methodik gehen muss. Die E und „I“ waren bereits in der europäischen Antike entfaltet und festgeschrieben worden, das gilt auch für methodische Erkenntnisse. Als Beispiele seien Platons „Idee“ genannt, die wir als absolute mit sich selbst identische, sich dynamisch erzeugende und abgrenzende Vorstellung „Existenz“ (E) ansehen. Ihre „Vollkommenheit“ zeigt sich darin, dass sie über den mittleren Platonismus und im Neuplatonismus Plotins unverändert galt. Die Spätantike trug auch die I-Seite weiter, so von der Tugendlehre der Stoa (Seneca und Marc Aurel); sowie die philosophische Verabsolutierung der Negation (N) in der „Skepsis“ (Sextus Empiricus).

189Die mittelalterliche Geschichte der Patristik knüpft an diese antiken Erkenntnisse an, wenn die „Kirchenväter“ aus ihrer griechischen Bildung eine philosophisch-theologische Weiterentwicklung erarbeiten, indem sie Plotins Lehre von dem „unbeschreiblichen Einen“ (E), das als Weltgeist sein Sein auf die Welt überträgt, als eine christliche Grundlage im monotheistischen Gott sehen.

190In der Phase der Patristik wird das Christentum deshalb Staatsreligion, weil es das bot, was mit dem Verfall der Antike und einem Neuanfang auf einer anderen ökonomisch-technologischen Ebene notwendig war. Das war eine strikte Orientierung auf zentrale wesentliche und organisierbare ideologische Gehalte; der E4-Monotheismus fasste das bislang gewonnene Wesentliche zusammen. Die Eingrenzung und Ordnung geschah auch dadurch, dass die ersten dogmatischen Lehrentscheidungen durchgesetzt wurden und abweichende Häresien ausgegrenzt wurden. Die verwirrend vielen und diskutierbaren antiken Philosophenschulen werden durch solche pädagogisch, missionarisch lehrbaren Vereinfachungen in breiteren Volkskreisen rezipierbar.

191Von seiner Herkunft als Religion und dem kulturellen Hintergrund des Judentums als „Weiterentwicklung“ im Mittelmeerraum und dabei in Südeuropa, mussten jene philosophisch-ideologischen Sichtweisen und Antworten hinzu kommen, welche eine Brücke zu den anderen Kulturen und zur antiken Philosophie schlagen konnten. Die „Apostel“ und „Kirchenväter“ und auch häretische Positionen wie die Gnosis standen vor der Aufgabe, die schon sehr rationalen und wissenschaftlichen antiken Lehren nun weiter zu hinterfragen, tiefer zu fundieren. Dazu gab es verschiedene, aber kaum zu unterscheidende Vorschläge. Methodisch war bei ihnen die Glaubensvorstellung im Zentrum. Man erhoffte sich, darin mit ihr eine der Rationalität übergeordnete Methodik zu haben. Dazu kam die Einsicht, dass man methodisch von den subjektiven psychologischen Gegebenheiten auszugehen habe. Da das alles Neuland war, half man sich, wie schon im „Alten Testament“ und in den orientalischen Kommunikationsformen, mit den spirituell angelegten Andeutungen in Erzählungen und Mythen. Das hatte den Nachteil gegenüber der antiken Rationalität, unklarer zu sein, hatte aber den Vorteil, die rational-emotionalen Seiten des Menschen einzubeziehen Das mitfühlende Subjekt ist bei solcher hermeneutischer Methodik stets zum Mitdenken zu bewegen, wird also umfassend aktiviert.

192Wenn auch die Religionen untereinander, oder diese im Kampf gegen Häretiker, zwischen „Gott“ und einem zusätzlichen oder ganz anderen „Weltschöpfer“ unterscheiden, dann geht es doch stets um den „Existenz-Grundgedanken“ (E). Alle wenigen zentralen Inhalte und Formen des unendlich oft selbstzubeziehenden und zugleich doch endlichen Etwas das alles Seiende fundiert, erschafft, wird in „E“ versammelt. Dabei zeigt sich, dass man bei solcher Beschreibung doch wieder begriffliche Hilfen benötigt, welche jene Kernvorstellung gestalten. Damit ist aber der Gedanke der Einzigartigkeit, Einsheit des Gottes und von „E 4“ in Frage gestellt. Diese Streitigkeiten in religiös-ideologischen Diskursen wenden wir wp, wenn wir zwar eine Einheit postulieren, die der Realität (E 5), die nun aber aus einer Reihe von unterschiedlichen E-Existenzen besteht, nämlich genau diejenigen, die jene Hilfsaspekte vertreten. Formal ist das eine „erweiterte Ontologie“, welche von Eo bis zu E 6 reicht. Jede dieser Existenzarten hat die Eigenschaften, die „Gott“ E4 zugeschrieben werden. Eo sind die S-und R-Aspekte. Sie sind mehrfach unendlich und zugleich existieren sie als „Etwas“, sie können als „Kraft“ wahrgenommen werden; die Rz als jener unbegrenzte Selbstbezug etc.

193Das kann man nun für alle acht Grundexistenzen – Sz,Rz,Sw,Rw und E,I,G,N – zeigen. Die Einheit von deren Wechselbezug (Rz/Rw) ist einerseits und maximal die „Realität“, aber als formal-inhaltliche ist es zum Beispiel das menschliche Subjekt. Die Erkenntnislehre der Gnosis postuliert die Sphäre Gottes als etwas „Überweltliches“, und den Menschen, seine Seele, als diejenige welche in diese Sphäre kommen kann, wenn der Mensch sich von allem Irdischen löst. Dieser Weg damit, auf dem der Mensch auf die Erde gekommen ist und auf welchem er deshalb zurückkehren kann, weil „im“ Menschen etwas Göttliches ist. Das ist nichts anderes als eine „intuitive“ Erfassung des quantenmechanischen Zusammenspiels (QM) zwischen Abstrakten, unendlichen Größen und den Endlichkeiten sowie beider Einheit; und zwar was die Physik angeht („z-w zu z/w zu z-w zu etc.) und was das Geistige angeht (I-E-N-G zu I/E/N/G zu etc.“). In den endlichen z/w-Phasen und ihren z/w-Kombinationen, wird vor allem im Subjekt beides vereint und erreicht damit eine zwar systematisierbare, aber unübersichtliche Komplexität, welche hilfsweise als menschliche „Seele“ benannt wird. Diese Komplexion ist aber dank Rw und N stets auch wieder zu trennen, zum Beispiel als die in der Tendenz unendlich komplex bleibende Psyche, Emotionalität und Phantasie sowie die endliche und einfache Rationalität.

194Der Manichäismus gewinnt eine weitaus umfassende Wirkung, weil er „kollektiv-intuitiv“ wichtige wissenschaftliche und philosophische Grundgrößen sieht und aus diesen zum Beispiel die Geschichte der Welt gestaltet. So erscheinen da die Dualitäten z,w und N,G sowie Natur und Geist nun in religiös-philosophischer Anschaulichkeit als „Reiche des Lichtes und der Finsternis“. Deren Gegensätzlichkeit wird in einem Fortschritts-,Entwicklungsakt „vermischt“ und es entsteht daraus „der Kosmos“, so wie aus „z-w“ dann die vielen endlichen Weltdinge werden (z/w). Und daraus, in „z/w“ entsteht die „Weltgeschichte“; die w, Rw – das „Licht“ – gewinnt die Oberhand und aus den Selbstbezügen der z/w, deren neuen unendlichen Komplexitäten wird der „Mensch“ erschaffen, der durch seine Fähigkeit, die I-Seite zu erzeugen und zu betreiben in religiösen Übergestalten erscheint, in Buddha, Jesus und Mani.

195Im historischen Entwicklungs- und Übergangsfeld (ca. 100-300 n. Chr.) ging es den „Apologeten“ darum, einen Übergang, zumindest eine Verträglichkeit zwischen den überlieferten Philosophien und dem Christentum aufzuzeigen. Das verlangte allerdings, die Unterschiede in diesen Weltanschauungen genau zu erkennen und wenn es möglich war diese Unterschiede „aufzuheben“. Das betraf die Glaubensmethode im Verhältnis zur Empirie und die „Antwort auf letzte Fragen“ vor allem dabei der „Gottesbegriff“ und „J.Christus“. Hatte bereits der Platonismus die Denknotwendigkeit einer absolut abstrakten Idee gesehen, so war diese wohl mit der Abstraktion alles Seienden erfüllt, jedoch konnte die Existenz des christlichen Gottes, neu aufgekommene Fragen zu beantworten versuchen. So die Herkunft des abstrakten Seins, und damit im Zusammenhang die Willensfunktion der Selbstschaffung und der Erschaffung alles Seienden. Angesichts dieser nahezu bewussten Einführung von Unendlichkeitsvorstellungen stellte sich die Frage, was Endlichkeit ist, dabei naheliegenderweise bezogen auf die Begrenztheit menschlichen Lebens und aller Dinge und Verhältnisse der Welt. Die Person J.Christus ist der Versuch, einen Übergang zwischen göttlichen Unendlichkeiten und allen endlichen Begrenzungen herzustellen.

196Angesichts dieses Verhältnisses von Endlichkeit und Unendlichkeit stellte sich die Frage nach Zielsetzung und göttlicher Zielsetzung nun verschärft. Unendlichkeit kann als Ziel nur die Erhaltung des Seins sein, menschliches Dasein wurde hierbei als Ziel nicht mehr als – ausführlich umschrieben – an die Unendlichkeit Gottes zu glauben.

197Das war philosophisch konsequent durchdacht. Auch die Glaubensmethodik hat jene Strukturmerkmale, endlich-alltäglich zu sein und zugleich unendlich offen zu sein.

198Die philosophische Denkarbeit machte sich über die wenigen zentralen kognitiven Herausforderungen her. Das war die grundlegende methodische Dualität „Wissen, vernünftiges Denken und das Abstraktionsvermögen“ und auf der anderen Seite die „Glaubensmethodik“. Wichtiger ist aber nun, dass stets Brücken im Methodischen geschlagen wurden, zum Beispiel „das im Glauben als richtig Erkannte“, der Glaube als „eine natürliche Fähigkeit des Geistes“ und „der Glaube, der die Wahrheit bestimmt“.

199Dann die Inhalte: Die Existenz Gottes, dessen Willensfunktion, das Emotionale, die Seele gehören dazu. Gott selbst ist „unsichtbar“ und „unaussprechlich“. Es entstehen nun Aussagen religiöser Philosophen, welche die philosophischen Grundgrößen einfach kombinieren, zum Beispiel, dass das vernünftige Handeln, die Fähigkeit zu geistiger Abstraktion (E,G,N) und die, das „Richtige zu erkennen“, dem Willen („I“) Gottes entspricht; und methodisch soll der Glaube die Wahrheit bestimmen. Wenn das so relationiert wird, ist das eine der beiden wp Grundrelationen, die, welche der Rz-Bestimmung folgt; aber zur Vervollständigung sollte philosophisch auch die der Rw-Trennung genannt werden.

200Mögliche Einseitigkeiten haben in der „Kultur“, in der „Gesellschaftlichkeit“ etc. stets negative praktische Folgen. Zunächst als scheinbar sinn-und harmlose Streitereien, wie beispielsweise, ob die Taufe mit oder ohne bewusste Einwilligung erfolgen solle; oder wie kann die WP das Trinitätsproblem behandeln? Es geht um beides, die Trennung: Gott, Sohn und Logos und zugleich deren „Dreieinigkeit“. Diesen drei sprechen wir Fundamentalität zu, E4 (Gott), OG (Logos) und das maximale Seiende (E3) als Sohn, Subjektivität. Man kann alle Drei „Göttlich“ nennen, weil sie schon fast maximal absolut sind, das heißt Einheiten von allen Eo bis E6, Unendlichkeiten und die Nichtsformen; der „Mensch zum Beispiel kann das alles „denken“, tatsächlich aber gehört hier jede Entität hin. In der WP-Einheit gehören sie alle zusammen und das Besondere daran ist, dass diese drei Differenzierungen „vollständig“ sind, man kann die acht (vier OG, Sz, Sw, Rz,Rw) aufzählen und behaupten, es gibt grundlegend nichts weiter. Dann müsste man etwas genauer ordnen, zum Beispiel „Gott“ die S/R und E zuordnen, dem Geist die vier OG-Elemente, die von S/R erzeugt werden, und dem „Sohn“ die ganze allgemeine Entwicklung und Endlichkeit, auch er ist von S/R und den E-Varianten bestimmt.

201Die im MA beginnenden theologischen Systematisierungen waren „äußerlich“ der Versuch, das Christentum mit dem in der griechischen Philosophie und im Neuplatonismus gewonnenen philosophisch-wissenschaftlichen Standard zu vereinen. Abstrakter formuliert, geht es auch hierbei darum, die zwei wp Dimensionen, die Tendenzen der „allgemeinen Entwicklung“, die der getrennten E-G-N-I – Mechanik, Logik etc. – und die, welche Wechselbeziehungen zwischen den OG-Elementen betont – Emotion, Kunst etc – in einer möglichst „vollendeten“ Lehre“ zu berücksichtigen. Einer dieser Versuche war die „allegorische Schriftauslegung“, gegenüber den apostolischen wörtlichen Überlieferungen. Die Hereinnahme des Sinnbildhaften, und Symbolischen war der Versuch, „Gott“ als unerkennbaren, abstrakten mit der Endlichkeit zu versöhnen.

Im Buch

Sein und Ziel (2026), Buch II, Werkteil B, Teil VI (Religion und Theologie), besonders 1.–4. Kapitel. Zum Buch

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Erstveröffentlichung am 28.03.2023 auf dieser Website (als PDF). Textgrundlage ist Bauers Textdatei („Religion“) vom selben Tag, die mit der veröffentlichten Fassung übereinstimmt. Die Absätze folgen der Vorlage. Berichtigt wurden nur Schreibfehler (36 Stellen, einblendbar); Leerzeichen wurden vereinheitlicht. Wortlaut, Satzbau, Begriffe und Symbolik sind unverändert. Regest und Themenliste sind Erläuterungen des Herausgebers; die Worterklärungen folgen Bauers eigenem Verzeichnis am Anfang des Textes.

Quelle: Wilhelm Bauer: Religion und Wissenschaftsphilosophie (2023). In: wissenschaftsphilosophie.de. https://wissenschaftsphilosophie.de/religion-und-wissenschaftsphilosophie/ (gedruckt am )